Literaturgefluester

2017-08-14

Gestern, heute, morgen

Bevor die deutsche und die österreichische Buchpreisliste bekanntgegeben wird, auf der ja sicher meine Bücher nicht zu finden sind, vielleicht wieder ein paar Gedanken über mein momentanes Schreiben.

Ich präsentiere meine inzwischen zweiundvierzig selbstgemachten Bücher, dann kommen noch drei sogenannte Verlagsprodukte und eine Menge Anthologien, wie in den letzten Jahren beispielsweise die von der „Linken Wort-Lesung“ am „Volksstimmefest“ hinzu im „Literaturgeflüster“ und werde da, wie ich denke, immer professioneller.

Gibt es da ja immer die „Vorschauen“ auf das neue Buch, wenn der Alfred, mein Lektor und Setzer so weit ist, daß er das Cover und den Buchtet hat, im Blog.

In letzter Zeit gibt es dazu ein Gewinnspiel mit drei Fragen, auch wenn die Resonanz darauf kein besonders großer Erfolg, sondern eigentlich gar keiner ist, erfährt man dadurch etwas, denke ich, über das Buch.

Ich stelle den ersten Satz ein und fordere seit vorgien Jahr meine Leser zu einem disbezüglichen Mimikry-Spiel auf, wo man dazu einen Absatz schreiben kann. Die stelle ich dann in den Promotionsartikel, wenn es das Buch dann gibt und ich es grinsend „Lachen!“, sagt der Alfred immer, in die Kamera hate und die Leser können raten, welcher Text der meine ist und das Buch gewinnen.

Beim nächsten, noch nicht erschienenen Buch „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, will ich auch eine Leserunde versuchen, das heißt, ich stelle fünf Bücher zur Verfügung und die, die sich melden, können dann Kommentare dazu abgegeben, so daß eine Diskussion entsteht.

Eine Selbstvermarktungsstrategie, die sich durch das Bloggen ergeben hat, denn ich mache ja meine Bücher, seit cirka 2000 selbst. Das heißt, ich lasse sie zu fünfzig Stück drucken, habe immer zwei in meiner Handtasche, um sie herzeigen zu können, lese daraus, wenn es sich ergibt, beispielsweise auf dem Volksstimmefest oder wo, man mich halt eingeladen hat oder ich mich selber einlade und in meinen Blog berichte ich auch immer sehr genau über meine Schreibprozesse.

Das ist meine Form mich zu präsentieren, da ich ja auf keinen Buchpreislisten stehe, keine Preise gewinne, keinen mich vermarktenden Verlag habe, etcetera und ich persönlich finde das sehr gut, auch wenn es mir irgendwie nicht gelingt damit aufzufallen und mein einziger Kommentierer oft ein Kritiker oder Troll ist, der dann vielleicht auch noch radikale Ansichten hat.

Ich denke, ich mache trotzdem weiter,  es ist halt so, wie es ist und wenn man, wie ich seit über vierzig Jahre literarisch schreibt und nein, ich nenne mich nicht „Hobbyautorin“, auch wenn ich von meiner psychologischen Praxis lebe und jetzt auch noch eine Pension bekomme, hat man da auch schon Routine.

Man wird natürlich auch ein bißchen ausgepowert, wenn man immer wieder auf zwanzig oder dreißigjährige Superstars trifft, die fast schon die Enkelkinder sein könnten und man eigentlich nicht verstehen kann, wieso man selber immer ganz unten bleibt.

Nein, ich verstehe es trotz meiner Recht- und Flüchtigkeitsfehler und meines realistischen Schreibens nicht, habe aber gelernt damit umzugehen und der Erfolg, die fünfundvierzig schon vorhandenen Bücher geben mir auch Recht.

So schreibe ich auch immer wieder Artikel wie diese, und das Selbstrefelktieren tut wahrscheinlich auch sehr gut, fühle mich ein wenig ausgepowert, denke manchmal, ich bin zu schnell, zu flüchtig, aber nein die Selfpublischer und die, die den Anspruch haben, jedes Monat ein Buch zu schreiben überholen mich und das will ich selber nicht, denn das wäre zumindestens für mich nicht gut.

Trztdem bin ich mi Schnitt in sechs Wochen mit dem Rohtext fertig und nein, denn schicke ich dann nicht in Druckerei, sondern lasse ihn erst vom Alfred korrigieren und schaue ihn dann selber noch endlos durch, auch wenn meistens  gar keine so großen Änderungen mehr entstehen und ja, ich habe in den vierzig Jahren schon sehr sehr viel geschrieben und was soll ich jetzt noch probieren?

Nicht schon wieder die x-te depressive Frau, die abends in  einer Pizzeria sitzt und ein Glas Wein vor sich stehen hat und ja, die gibt es wirklich und an der gehe ich vorbei, wenn ich am Abend von der „Alten Schmiede“ oder der „Gesellschaft für Literatur“ nach Hause komme und ja es ist ein Experiment daraus geworden, nämlich ein sogenannter Blogroman oder eigentlich eine Erzählung, nämlich achtzehn Geschichten, die ich im Mai und in Juni in meinen Blog gestellt habe, als ich mit dem „Bibliotheksgespenst“ fertig war und mich an das Neue machen wollte.

Aber schön der Reihe nach. Gestern, heute, morgen heißt der heutige Artikel in dem ich wieder ein bißchen in meine Schreibwerkstatt schauen lasse, denn da habe ich ja momentan drei Projekte laufen.

Das „Gestern“ ist das neue noch nicht erschienene Buch, von dem es die „Vorschau“ seit einigen Tagen gibt.

„Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, heißt der Roman oder ist es vielleicht doch wieder nur eine Erzählung?

Und der Titel ist mir einmal so eingefallen und passt dann vielleicht nicht so ganz wirklich zu dem Text oder doch vielleicht, denn die Dorothea Wewerka und die Karoline Prohaska, zwei Figuren aus dem Buch gehen ja ins Cafe oben, das es in der Hauptbücherei gibt, frühstücken und die Doroteha ist ein Bibliotheksgespenst, das heißt eine Frau, die dort wohnt oder schläft und das ist mir auch einmal so eingefallen, daß ich darüber schreiben könnte.

Auch das stimmt nicht wirklich, wie sich im Lauf der Handlung herausstellen wird, aber in der Schreibgruppe im Dezember, der letzten, die im Cafe Ludwig stattgefunden hat, habe ich da den Beginn der ersten Szene geschrieben und dann ist noch die Therese Schwarzenberg dazu gekommen, eine depressive arbeitslose Lehrerin, die in einen Bus nach Belgrad fährt und letztlich damit bis nach Berlin und wieder zurückkommt. Die ist die Freundin, der Bibliothekarin Karoline Prohaska und die politische Situation, nämlich die Bundespräsidentenwahl, die im letzten Jahr die österreichischen Gemüter und auch meines erregt haben, spielt auch eine Rolle, die und ein junger Identitärer den die Dorothea beim Mc Donald`s trifft und in der Hauptbücherei gibt es ein ausrangiertes Buch „Das heißt die „Viertagebuchfrau“ und das ist eine Erfindung.

Das heißt, das Buch nicht, das gibt es wirklich und ist mein fünftes Digibuch, aber, daß es in der Hauptbücherei steht, denn das gibt es ja normalerweise nicht bei den selbstgemachten Büchern.

Die Dorothea findet es aber, liest es in den Nächten und schreibt es dann auch um.

So weit so gut und mein nächstes, das dreiundvierzigste selbstgemachte Buch, das es demnächst geben wird und ich mich über eine Diskussion und diesbezügliche Leserunde sehr freuen würde und inzwischen bin ich schon beim „heute“, meinem derzeitigen „Work on Progreß“ den Blogroman oder Erzählung „Besser spät als nie„, denn wenn man schon soviele Bücher geschrieben hat, sucht man neue Wege.

Eigentlich habe ich schon mit den „Dreizeihn Kapitel“ damit angefangen. Da war die Idee, eine Person zu nehmen und im nächste Kapitel, eine zweite, bis man am Ende wieder bei der ersten angekommen ist. Ein Reigen ohne Sex also und ich habe mich auch nicht hgt wirklich daran gehalten. Aber seither beschäftigt mich die Frage, was ist und wie schreibt man einen Roman?

Das ist eine sehr interessante Frage und inzwischen ist auch noch meine sogenannte „Flüchtlingstrilogie“ entstanden, nämlich drei Bücher, wo es in jedem eine Fatma Challakai aus Syrien gibt und das zweite ist ein „Sommerbuch“ , das dritte ein „Adventkalender“ und eigentlich auch ein Blogroman, weil es im Dezember zunehmend je ein Kapitel daraus im Blog zu finden geben wird und jetzt das Experiment mit den Fortsetzungsgeschichten.

Da bin ich auch ganz zufällig darauf gekommen, weil ich eben „Nicht schon wieder eine depressibe Frau!“, dachte und mir den Mai und den Juni als sogenannte Schreib oder Recherchemonate vorgenommen habe, wo ich Material sammeln, aber noch nicht am Text schreiben wollte und, wie es der Zufall so wollte, ist da auch Annika Bühnemann mit ihrer zehn Geschichten Challenge dahergekommen und sie hat in dieser Zeit auch immer wieder Schreibimpulse in ihre Twitter- News eingestellt und die habe ich aufgegriffen und immer wieder eine Bloggeschichte daraus geschrieben, nach meinem Handlungsrahmen und mit meinen Personen, die ich inzwischen schon hatte, aber vollkommen unchronologisch und ich dachte, Ende Juni höre ich damit auf und beginne dann aus dem Material, das ich schon habe, den Roman zu schreiben. Aber schmecks, es waren in der letzten Juniwochen achtzehn Kurzgeschichten vorhanden und ich eigentlich mit der Geschichte, an der ich jetzt korrigiere und korrigiere, um die Recht- und andere Flüchtlingkeitsfehler auszumerzen, fertig und mein dreiundvierzigstes Selfie wird wieder ein sehr kurzer Text sein und ein bißchen anders, als sie danderen, denn erstens kann man die Geschichten schon jetzt im Blog finden.

In der Erzählung sind sie dann ein bißchen aneinander angepasst, aber inhaltlich kaum verändert, außer, daß die Slavenka ihr Praktikum in New York und nicht in Wien macht und bei dem kurzen, fünfzig Seiten Rohtext fehlt vieles, zum Beispiel die ganze Geschichte mit der „Unsichtbaren Frau“, die ja eigentlich auch hineinsollte.

Die ist da nur angedeutet und wird das Morgenprojekt werden, an dem ich, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin und im güngstigen Fall im November, damit ich endlich wieder einen „Nanowrimo“ machen kann, schreiben werde.

Da habe ich  bis jetzt nur ein paar  Notizen  in meinem Büchlein und es kann alles daraus werden. Die unsichtbare Frau kann die politische Situation, wir haben ja in Österreich wieder eine Wahl verfolgen. Sie kann auch die Herren Putin oder Trump in ihrem Schlafzimmern besuchen und sie kann auch eine Blogfigur sein, die von der Lily Schmidt und der Slavenka Jagoda gesteuert wird.

Sie kann in Konfrontration mit einem radikalen Blogger geraten, da habe ich ja auch einige Erlebnisse und die Idee, daß mein Blog einmal irgendwoentdeckt wird, schleppe ich auch schon sehr lange mit mir herum und da fällt mir in der letzten Zeit auf, daß ich so etwa fünfzig bis hundert tägliche Zugriffe mehr habe und, daß die aus den USA zu kommen scheinen.

Also sitzt da vielleicht ein Dichter und Universitätsprofessor und lauscht mit. Wäre zumindest eine Idee für einne Blogroman und sowas soll „Die unsichtbare Frau“ ja auch werden.

Da gab es, wie meine informierten Leser vielleicht schon wissen, schon einen Vorversuch bei der „Anna“, aber alles wiederholt sich ja und fließt, wie das so schbön heißt und man schreibt eigentlich immer den selben Roman, sein Leben lang, wie ja, glaube ich, Heimito von Doderer einmal sagte und ich das nur von ihm übernommen habe.

So weit so gut und wieder ein  Promotionsartikel,wo ich mich, mein Schreiben und meine Bücher ein bißchen genauer vorstellen und auch über mich selber reflektieren wollte.

Im günstigsten Fall brauche ich bis Ende Oktober mit dem Korrigieren des „Später-Textes“, was vielleicht auch dadurch begünstigt wird, daß ich ja derzeit ein wenig durch den Sommer trödle, auf den Rathausplatz oder zu den  O-Tönen gehe und zweites ja ab nächster Woche der erste Teil des großen Buchpreislesen beginnt oder auch nicht wirklich, denn gestern sind fünf Bücher bei mir eingezogen, von denen im allergünstigsten Fall höchstens zwei auf der Liste oder auch nicht wirklich stehen werden und eines iegt vielleicht schon seit einem Monat in meinem Badezimmer, mal sehen, ich bin auch hier gespannt.

2021-06-12

Ein Bachmann-Text?

Filed under: Glosse,Literaturbetrieb — jancak @ 01:04
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Nächste Woche findet wieder der „Bachmann-Preis“statt. In Klagenfurt werden, glaube ich, die Juroren Insa Wilke, Mara Delius, Vea Kaiser, Klaus Kastberger, Brigitte Schwens-Harrant, Philipp Tingler und Michael Widerstein, im ORF-Studio sitzen, die vierzehn Autoren von denen ich Nava Ebrahimi, Nadine Schneider, Julia Weber, Magda Woitzuck und seit kurzem auch Lukas Maisel kenne, werden zugeschaltet und ich, das habe ich, in meinen „Bachmannpreis-Geflüster“ schon geschrieben habe oder würde da auch gerne lesen. 1982, als es noch den „Arbeitskreis schreibender Frauen“gegeben haben, hat Brigitte Guttenbrunner dort gelesen und ich kann mich erinnern, daß ich mit ihr darüber gesprochen habe.

„Da kann man sich nicht bewerben!“, hat sie mir gesagt!“

Das hat sich inzwischen geändert. Zwei oder dreimal habe ich meineTexte auch an die Juroren geschickt und irgendwann hieß es dann, wenn man das tut, muß man eine Verlagsempfehlung beilegen. Ich weiß nicht, ob das noch gilt. Hätte die auch nicht und seit ich blogge, auch keine unveröffentlichten Texte wahrscheinlich, was ja eine der Teilnahmebedingungen ist, weil ich das meiste in meinen Blog veröffentliche oder in den Schreibberichten, die jeweiligen Works on Progress kommentiere und dann sind sie den Juroren wahrscheinlich zu trivial, zuwenig abgehoben, zu wenig experimentell und haben wahrscheinlich auch Rechtschreib- und Grammatikfehler, weil mir das nicht so wichtig ist.

Aber ich würde noch immer gern dort lesen, obwohl ich mit meinem Geburtsjahr wahrscheinlich zu alt dazu bin. Gut, Helga Schubert, die Vorjahrssiegerin war noch viel älter, aber die saß vorher in der Jury und dann wird mich keiner einladen. Zweitens würde ich wahrscheinlich auf Grund und Boden kritisiert werden und das muß ich nicht haben. Schaue mir das Preisgeschehen aber schon lange Online an, fiebere mit, gebe meine Empfehlungen, blogge darüber und habe einmal auch einen diesbezüglichen Text geschrieben, mit dem ich mich dann für einen Preis einer Schreibwerkstatt geworden habe, den ich auch nicht gewonnen habe.

Einmal, ich glaube, in dem Jahr als Cornelia Travnicek, deren Schreiben ich sehr intensiv verfolgte, gelesen hat, habe ich zeitgleich an „Kerstins Achterln“geschrieben und bin dann, da war ich in Harland und bin anschließend mit dem Rad dieTraisen entlanggefahren und habe mir gewünscht, einmal lädt mich jemand vielleicht auch als Jurorin ein und, als sich Cornelia Travnicek, als sie noch nicht eingeladen war, darüber ärgerte, daß es nur neun statt der ausgeschriebenen Literaturkurskanditaten gab, habe ich vorgeschlagen, daß sich die nicht Eingeladenen mit ihren Texten in den ORF-Garten setzen und auf eigene Faust ihre Texte lesen sollen.

Vielleicht kommt dann ein Juror und kommentiert sie, habe ich fabuliert. Heute würde ich denken, falsch, dennn Erstens sind jetzt ja Corona- Zeiten, also das meiste digital und Zweitens würde da wahrscheinlich der ORF die Polizei holen, die die Lesenden dann entfernt. Vielleicht verwendet die dann noch Pfefferspray und Wasserwerfer, denn wir leben ja in autoritären Zeiten.

Also keine Phantasien oder doch, denn jetzt hätte ich vielleicht einen Text, kann den aber nicht nur mangels eines Verlags, nicht einreichen, weil die Glücklichen längst ausgewählt, aber ich bin vorige Woche mit dem Korrigieren fertig geworden.

Die „Mathilde im Coronaland“liegt in derDruckerei. Die Corona-Texte sind beim Alfred und könnten vielleicht noch anwachsen, denn Corona ist mit den 3 Gs, der Maskenpflicht und dem indirekten Impfzwang noch lange nicht vorbei. Ich habe aber schon mit dem Schreiben des nächsten Textes anfgefangen. Das geht, kann ich verraten, erstaunlich gut voran, auch wenn mich meine Leser jetzt vielleicht erinnern, daß ich immer schreibe, daß ich ausgeschrieben bin.

Aber als vor einigen Monaten Mieze Medusa in der „Alten Schmiede“ sagte, daß es keine älteren Autorinnen oder Protagonistinnen gibt, habe ich eine Großmutter-Sohn-Enkeltochtergeschichte konzipiert und dann darauf vergessen. Am Freitag habe ich mir die Notizen hervorgeholt und gedacht, jetzt gehe ich erst einmal ein Monat recherchieren und feiere dreizehn Tage mein „Literaturgeflüster“ bevor ich in die Sommerfrische gehe, dann bin ich am Wochenende auf eine Antiimpfungzwangdemo gegangen, wo es seltsamerweise keine Masken gab und die Polizei sehr zurückhaltend war und am Sonntag auf den Karlsplatz, nachdem der Samstagabend ein Platzverbot hatte, weil am Freitag einige Jugendliche dort feierten und Flaschen auf Polizisten warfen, die in Kampfmontur aufmarschierten.

Das waren möglicherweise vorläufig meine Recherchen, denn ab da habe ich geschrieben und geschrieben. Drei Szenen, zehn Seiten und 4483 Worte habe ich schon. Das Ganze wird „Wie wir waren oder hundert Seiten Depression“ heißen und wer es wissen will, Corona spielt natürlich wieder eine Rolle.

Da kann eine realistische Autorin, die in der Gegenwart schreibt, gar nicht anders. Denn die Amelia Spielberg, die in Weitra bei der Großmutter lebt, fragt sich, ob sie als Corona-Maturantin zu der verlorenen Generation gehört? Die Großmutter Lore, eine alte Feministin, wird demnächst siebzig und schreibt an ihren Memoiren und ihr Sohn Richard, ein stellvertretender Chefredakteur wurde von seiner Zeitung entlassen, weil er auf einer Corona-Demo gesichtet wurde und macht jetzt ein Online-Portal auf. Die Amelia will Gender studeren und zieht nach der Matura nach Wien zu ihren Vater und da geht sie als Erstens auf den Donaukanal oder zum Karlsplatz, um sich die verbotenen Corona-Parties anzusehen.

Zehn Seiten habe ich schon und drei Szenen, das wäre wohl ungefähr die dreißigminütige Lesezeit. Es ist aber ein Ausschnitt aus einem Roman und sehr realistisch und Corona gilt höchstwahrschauch nicht als literarisch taugliches Thema. Wenn ich meinen Text noch hinschicken könnte und da ich keine Maske trage, werde ich mich auch nicht in den ORG-Garten setzen und mich dann von der herbeigeholten Polizei mit Pfeffer bespritzen oder verhaften lassen, weil ich keinen drei G-Paß habe. Also bleibe ich zu Hause, höre mir das Preislesen an und kann dann, weil das in Wien sein wird, wenn es aus ist, statt Rad fahren, meinen Text weiterschreiben oder ihn mir auch laut vorlesen. Aber das könnte ich wahrscheinlich nur am Freitag tun, weil wir am Samstag in der Krongasse ausmalen wollen.

2021-06-08

Michael Köhlmeiers Grundbuch

In der „Alten Schmiede“„GrundbuchReihewurde heute Michael Köhlmeiers „Abendland“, aus dem Jahr 2007 vorgestellt. Da stand das Buch auf der LL des deutschen Buchpreises. Ich habe es später irgendwo gefunden, aber noch nicht gelesen und die Veranstaltungsreihe wurde, glaube ich, Corona bedingt, vom letzten Jahr nachgeholt und die Grundbuchreihe, eine Kooperation zwischen Kurt Neumann und Klaus Kastberger, wenn man so sagen darf, wurde gestern im Linzer Stifter-Haus vorgestellt ,heute in Wien und morgen in Graz. Da gibt es dann keinen Livestream. In Wien gibt es ihn.

So konnte ich mich wieder einmal mit Michael Köhlmeier beschäftigen, von dem ich ja schon einiges gelesen und gefunden habe, denn der1949 in Vorarlberg ist ja ein Star der österreichischen Liiteraturgeschichte und, ich glaube, auch ein Grenzgänger, denn als Musiker angefangen. Mathematik hat er auch studiert, da aber seine Grenzen entdeckt, wie er im Gespräch erklärte. Ein Radiomoderator. Da hat er Sagen und Märchen vorgelesen. Also ein Allroundtalent und, ich glaube, seinen Namen, das erste Mal bei einer GAV-Voll- oder Hauptversammlung gehört zu baben, die Thomas Rothschild vorzeitig verließ und sagte „Ich lese jetzt ein Buch des GAV-Mitglieds Michael Köhlmeiers.

Da war er, glaube ich, noch nicht so berühmt. Ich habe ihn jedenfalls nicht erkannt und später, in den Neunzigerjahren, habe ich ihn öfter am Naschmarkt oder in der Kettenbrückengasse gesehen. Wahrscheinlich hat oder hatte er dort eine Wohnung und als einmal in Bregenz oder Dornbirn, eine GV- oder Vollversammlungwar, kann ich mich erinnern, daß er dort mit jemanden gestanden ist und Vorarlbergisch redete und ich habe nichtsverstanden. Jetzt habe ich ihn verstanden.

Kurt Neumann, der diese Woche übrigens auch bei den „Gedanken für den Tag“, fünf Minuten vor sieben im Rahmen des hundertsten Geburtstags von H. C. Artmann auftritt.

Aber jetzt Michael Köhlmeiers Jahrhundertroman „Abendland“, der von einem Mathematiker handelt, der von 1906 -2001 lebte und daher ein ganzes Jahrhundert umfaßte. Der heißt Carl Jacob Candoris und seinem Biografen, Sebastian Lukasser handelt.

Das ist die Kurzzusammenfassung des achthundert Seiten Buches und es geht darin natürlich um noch vieles anderes. Um die jüdischen Nonne Edith Stein, zum Beispiel, die nach Auschwitz deportiert wurde und um einen Hund, das war jedenfalls die Stelle, die Michael Köhlmeier las. Klaus Kastberger fragte oder erklärte am Schluß warum dieses Buch ausgewählt wurde?

Denn Michael Köhlmeier hat ja noch andere dicke Wälzer und auch dünne Bücher geschrieben. Ich könnte den „Joel Spazierer“ vorschlagen, denn den habe ich gelesen oderdie „Zwei Herren am Stand“, was vielleicht auch passend wäre, weil Churchill kommt in dem Buch auch vor. Thomas Mann weiß ich nicht, aber Michael Köhlmeier erwähnte ihn mehrmals im Gespräch. Einmal erwähnte er den „Zauberberg“, dann sagte er über sein Schreiben, daß er sich manchmal so fühle, daß das, was er geschrieben hat, besser, als das von Thomas Mann sei. Am nächsten Tag revidiert er es dann oderumgekehrt.

Michael Köhlmeier erzählte auch, daß er mit seiner Frau, der Schriftstellerin Monika Helfer alles durchbespricht. Sie haben da eine Art Literaturmanufaktor, die Tochter Paula war ja auch auf dem besten Weg Schriftstellerin zu werden und, wie ist es zum Titel gekommen?, fragte Klaus Kastberger noch.

Manchmal findet man den gleich, manchmal sehr spät. Bei „Abendland“war es so. Den hat dann Monika Helfer beim Spaziergang vorgeschlagen und Michael Krüger, der 2007 noch Chef von „Hanser“ war, war begeistert, wo Michael Köhlmeier noch skeptisch war.

Der 1972 geborene Literaturkritiker und Radomoderator Carsten Otte hat das Referat gehalten und wurde von Kurt Neumann, als im Hauptberuf Köhlmeier-Leser vorgestellt.

2021-01-25

Von den Blitzlichtern der Gegenwart zu den Nachtschichten

Tag fünf des nachgeholten Dichterlohfestivals, wo sich Michael Hammerschmid mit der Frage beschäftigt welche Gedichte jetzt geschrieben werden? Eine interessante Idee sich vorzustellen, was derzeitin den Dichterstuben so geschrieben wird und welche Literatur derzeit entsteht? Da kann ich mich an ein Symposium in der „Gesellschaft der Literatur“ erinnern, ich habe gerade an den „Wiener Verhältnissen“ geschrieben, daß diese frage da diskutiert wurde, während man sich sonst ja mit dem schon Geschriebenen und Gedruckten beschäftigt.

Was wird also heute gedichtet, was man vielleicht in ein zwei jahren nachlesen kann? Michael Hammerschmid, der ja, glaube ich, seine Lyrik auch am Institut für Sprachkunst lehrt und schon einmal einen diesbezüglichen Abend im Literaturhaus gestaltet hat, hat sechs Dichter und Dichterinnen eingeladen von denen vier oder fünf, glaube ich, Sprachkunst studieren und studierten, bei der ersten, der in 1966 in Bulgarien geborenen Bisera Dakova, die auch Übersetzerin ist, weiß ich das nicht so genau. Sie ist jedenfalls auch als Übersetzerin tätig, hat Friederike Mayröcker übersetzt und sehr Wienlastige Gedichte zum Beispiel eines das „Strudelhofstiege“ heißt, gelesen. Michael Hammerschmid fragte im Gespräch, ob das ein Wien- Band werden könnte und die Autorin meinte, daß sie schon auf Verlagssuche sei oder es schon Verhandlungen gäbe.

Die zweite Lesende, alle Lesungen waren live und die ab heute vorgeschriebene FFP2-Maske war meistens auch dabei, war die 2000 geborene Sprachkunststudentin Dora Koderhold, die sehr poetische Texte in Reimform präsentierte „mein eigenes sterben weitervereben“, beispielsweise und dann kam der 1996 geborene Laurenz Rogi auch ein Sprachkunststudent, der, glaube ich, auch bei der am Freitag im Literaturhaus stattfindenen Lesung, es ist ja Semesterende, auftreten wird, hat es auch mit dem Reim und hat seine Lesung den Krokodilen gewidmet oder damit übertitelt und wurde von Michael Hammerschmid zwischen Melancholie und Witz geortet, was der Autor bestätigte, der sich mehr als „Irrlicht“ versteht, ob die 1998 im Iran geborene Asiyeh Panahi, die seit 2014 in Graz lebt und dort das Abendgymnasium besucht, Beziehungen zu Sprachkunst hat, weiß ich nicht so genau. Sie las fünf Gedichte, beeindruckend ihr Lieblingsgedicht „Afghansisches Mädchen“ und erklärte Michael Hammerschmid, daß ihre letzten Gedichte auf Deutsch geschrieben wären, da sie erst sechs Jahre spricht, während die ersten auf Persisch oder englisch entstanden sind.

Mae Schwinghammer mit rosa-weißen Haaren und Perlenkette über der weißen Bluse, auch Sprachkunst- und Genderstudies hatte „Covid-Metamorphosen“, ein fünfzehnteiliges Werk von dem es erst fünf Teile gibt, die sich auch mit der Antike beschäftigt und auch Beziehungen zu den Verwandlungen der Covid-Situation zieht, dann folgte der 1990 in Basel geborene Performer Benedikt Steiner, der seine Texte in Spalten schrieb und sie gemeinsam mit Mae Schwinghammer und Laurenz Rogi vortrug und mit Michael Hammerschmid anschließend über die Entstehungsgeschichte seiner Texte sprach.

Michael Hammerschmid verwies dann auf den morgendlichen letzten Abend, wo es wieder zwei schon etablierte Künster zu hören gibt und es war interessant in die ganze junge Lyrik hineinzuhören und sich wissenschaftlich erklären zu lassen und sonst gibt es noch einiges über die „Alte Schmiede“ zu vermelden nämlich vom 22. – 31. Jänner Gespräche und Debatten von dreiundzwanzig bis vierundzwanzig Uhr namens „Nachtschicht“, wo sich meistens Walter Famler mit verschiedenen gesellschaftlichen Themen beschäftigt und sich dazu die entsprechenden Gesprächspartner eingeladen hat. So wurde am Freitag das von Thomas Schmiedinger herausgegebene Buch „Virenregime“ vorgestellt und gestern die Zeitschrift „Streifzüge“ zum Thema „Bürgerlichkeit“ und heute wird es, moderiert von Oliver Scheiber um das „Ankommen in Österreich“ und Bildung gehen.

2020-12-02

In den Corona-Advent

Filed under: Textbeispiel — jancak @ 00:38
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Der Advent oder der Monat Dezember ist für mich, obwohl ich ja nicht katholisch bin, immer ein besonderes Event. Punschtrinken, Kekse essen, die Weihnachtsdekoratonen aus dem Keller räumen, die Adventkalender aufstellen, Weihnachtsbücher lesen und im Blog auch darüber berichten und heuer in diesem verflixten Corona-Jahr, wo wir uns ja noch im sogenannten „Lockdown zwei Ausgabe hart“ befinden und statt den Punschständen und den Weihnachtsmärkten, die Leute massengetestet werden, damit sie, wenn negativ ihrer Oma, wenn sie sie auch vorher öfter sehen, möglichst mit Mundschutz und Handschuhen ein Geschenk überbringen können und wenn positiv, alleine in der Quarantäne sitzen müßen, wird alles anders sein.

Für mich so weit wie möglich nicht, denn da ich mich ja weder maskieren noch registrieren will, befinde ich mich ohnehin im Dauerlockdown und die Weihnachtsdekorationen kann ich auch so aus dem Keller holen.

Die Hilfsorganisationen verschicken Weihnachtskarten und kleine Geschenke und Weihnachtsbücher habe ich ja ohnehin schon seit Jahren gesammelt. Der Wunsch sie den ganzen Demzember lang zu lesen, wird angesichts meiner überlangen Leseliste, die wieder weit in den Jänner reichen wird, auch dieses Jahr ausfallen. Da bin ich selber schuld, ich weiß, einen Bücheradventkalender, der Weihnachtschristbaum für jeden Tag ein Buch, in das ich auch kurz hineinschauen werde, wird es aber geben, die Weihnachtsfeiern fallen aus. Daher auch, wie ich es in den letzten Jahren gerne machte, das Adventkalenderfenster aus der „Nika“, bei den Lesungen, im „Doml“ beispielsweise oder wo ich sonst geladen wäre.

Auf den Blog natürlich nicht. Da werde ich auf die schon vorhandenen Fenster hinweisen und wenn es angesichts der Lockdownzeiten mehr Lücken, als früher gibt, auch neue Fenster einstellen und beispielsweise gleich damit beginnen.

Vorher noch ein Hinweis, wenn ich in die Nähe eines Bücherschrankes komme und nicht vergessen sollte, werde ich den gesamten Advent eines meiner Bücher hineinlegen, ob es immer die „Nika“ sein wird, weiß ich nicht, da muß ich vielleicht ein bißchen sparen, habe aber in diesem Jahr drei neue Bücher herausgegeben und ja noch an die fünfundvierzig andere, wo es noch Restexemplare gibt.

Also die „Nika“ Teil drei meiner sogenannten „Flüchtlingstrilogie“ im Jahr 2015, wo es keine Pandemie aber die sogenannten Flüchtlingswelle gab,, geschrieben und da denke ich, ist es vielleicht interessant, sich in diesen Corona-Jahr, wo es vielleicht keine Weihnachtskmärkte und keine Weihnachtsfeiern gibt, in das Jahr 2015 zurückzubeamen und nachzuschauen was es da auf der Mariahilferstraße vor den großen Kaufhäusern gegeben haben könnte.

Also hier die Vorschau und das Probekapitel plus Lesungsbericht aus der „Nika Weihnachtsfrau“, das Probekapitel ist der Beginn und dann geht es gleich zweiten Dezember und richtig, ehe ich es vergesse, einen Krimiadventkalender wird es, damit nicht alles nur Corona ist, auch noch geben.

„Mittwoch 2. Dezember“

Heute war es ihr gelungen, pünktlich zu sein, dachte Nika stolz, als sie eineMinute vor neun, den vollgefüllten Jutesack schnappte ihn über die rotsamtene Schulter warf und die Mütze keck ins Gesicht schob.Sie war superpünktlich und das würde sie auch Widerlng Seidler vermelden, der natürlich mit Herrn Jovanovic vor der Damengarderobe stand, als ob er auf sie gewartet hätte. Rade Jovanovic im grauen Maginazineurmantel. Mister Widerling trug einen scharzen Anzug, sein Büro Outfit hchstwahrscheinlich. Dazu hatte er eine knallgelbe Krawatte um den Hals gebunden und grinste sie so unverschämt an, als wolle er ihr diese um den Hals ziehen.

„Guten Morgen, meine Herren! Ausgeschlafen?“, rief sie trotzdem fröhlich. Schaute noch einmal auf die Uhr und nickte ihnen zu.

„Punkt neun! ich muß auf die Straße, um nicht zu spät und keinen schwarzen Punkt auf Ihre gelbe Krawatte gemalt zu bekommen!“, ätzte sie und lief ins Erdgeschoß, an der Handschuh- und Lederwarenabteilung, wo vielleicht Jessicas Mutter ihre Waren ordnete, vorüber auf die Straße, die sich langsam zu füllen begann.

Mister Widerling konnte ihr nichts Schlechtes nachsagen, obwohl sie natürlich geblufft hatte. Sie war nicht so munter, wie sie vorgab und auch lange nicht so gut aufgelegt. Denn das Gespräch mit ihrer Schwester, die sie gestern mit Vera Mosebach in deren Lieblingspizzeria getroffen hatte, war sehr ernst gewesen. Schließlich hatte ein Toter in Veras Klientenklo gelegen und ihre Putzfrau Jovanka Siblinski, die drei Mal in der Woche die Praxis um sieben Uhr früh betrat, um Staub zu wischen und zu saugen, hatte ihn gefunden.

„Peter Kronauaer heißt er, Schwesterchen!“, hatte Ruth, die schützend ihre Hand auf ihre Freundin gelegt hatte, während sie mit ihren Chiantigläsern angestoßen hatten, erklärt.

„Peter Kronauer, siebenundfünfzig Jahre alt und ein Mißbrauchstäter! Das kann für die liebe Vera, die so politisch offen ist, daß sie alle Klienten gleich und ohne Ansicht der Diangose behandelt, verdammt unangenehm werden! Denn Mißbrauchstäter sind in der Öffentlichkeit höchst unbeliebt! Die meisten Therapeuten weigern sich auch sie zu behandeln! Die liebe Vera ist da toleranter, wollte ihm eine Chance geben und hat nun wahrscheinlich den Scherben auf dem Kopf, statt den Spatz in der Hand!“

„Wie bitte?“, hatte Nika eingeworfen und Vera Mosebach fragend angesehen.

„Er hat seine inzwischen fünfzehnjährige Stieftochter Andrea mehrmals vergewaltigt. Von ihrem achten bis dreizehnten Lebensjahr scheint er das getan zu haben! Die liebe Mami hat zugeschaut, beziehungsweise scheint sie sich gegen ihren Traummann nicht aufzumucken getraut zu haben. Mit Dreizehn ist es der Tochter zu bunt geworden. Sie hat sich zuerst einer Freundin, dann der Religionslehrerin anvertraut, die Anzeige erstattete. Peter Kronauer, ein bisher unbescholtender Bankbeamter, wurde zu einigen Jahren bedingt mit der Auflage sich regelmäßiger Psychotherapie zu unterziehen und so habe ich ihn genommen! Auch Täter brauchen eine Chance und außerdem ist es im Sinn der Opfer, wenn er seine Triebe kontrollieren lernt! Das ist meine Ansicht, Ruth, du weißt es, auch wenn du das vielleicht ein bißchen anders siehst! Ich stehe dazu und die Therapie war auch sehr erfolgreich! Am Montag um fünf hatte er seine Stunde. Es war Meine und auch seine Letzte. Er hat sich verabschiedet. Ich bin noch Dokumentationspflicht nachgekommen und dann gegangen, ohne auf dem Klo nachzuschauen, ob dort ein Toter liegt. Das mache ich nie und so hat die gute Frau Sibelinski gestern einen gehörigen Schock bekommen, als sie sich mit Kübel und Schrubber, der Toilette näherte und dort den toten Peter Kronauer am Boden fand. Sie hat zuerst zu schreien begonnen, dann die Polizei und später mich verständigt. Der Amtsarzt, der ihn untersuchte, hat einige Prellungen und Plessuren an ihm festgestellt, von denen er behauptet, daß sie nicht auf natürlichen Weg zustande gekommen sind!

„Was heißt das?“, hatte Nika wissen wollen und die Psychotherapeutin fragend angeschaut.

„Daß die Polizei von einem Mord ausgeht und Vera unter die Tatverdächtigen eingereiht!“, stellte Ruth lakonisch fest und strich der Freundin über die Stirn.

„Ganz so schlimm ist es nicht, obwohl ich kein Alibi habe oder doch eines, weil mich ein Patient des Zahnarztes, der meiner Praxis gegenüber ordiniert, beim Verlassen der meinen gesehen und gegrüßt hat! Ich bin fünf vor sechs gegangen. Das weiß ich genau, denn ich habe auf die Uhr geschaut. Der Amtsarzt meint, daß der Tod zwischen sechs und halb sieben eingetreten sein dürfte. Also habe ich eine Gnadenfrist von fünf Minuten, wenn mir die Polizei nicht nachweist, daß meine Uhr falsch geht! Sie scheint mir auch zu glauben, hat mich aber genau nach Peter Kronauer befragt und obwohl ich mich auf meine Schweigepflich ausgeredet habe, auf die schon bekannte Aktenlage hinwies und erwähnte, daß ich mit dem Therapieverlauf sehr zufrieden bin und es in der letzten Stunde in keiner Weise zu einem Streit gekommen ist. Er hat sich im Gegegenteil gut gelaunt von mir verabschiedet und ich hatte keine Ahnung, daß er, statt zu gehen, auf dem Klo verschwunden ist, sind die Zeitungsfritzen offenbar anderer Meinung und haben „Mord in pschotherapeutischer Praxis!“, in ihren Morgenausgabe auf das Cover gesetzt!“, hatte Vera eingeworfen und ein Exemplar der Kronenzeitung auf den Tisch geknallt.

„Vergewaltiger tot auf Therapeutenklo gefunden!“, stand da zu lesen und Vera erklärte Nika, daß der Reporter sich heftig über Peter Kronauers Tat ausgelassen und auch nicht damit gespart hatte, zu outen, daß Frau Dr. M. eine praktizierende Lesbe sei und offenbar eine von den Gutmenschen, die sich nicht zu schade fänden, auch Täter zu therapieren, obwohl dessen Familie und vor allem die inzwischen fünfzehnjährige Andrea sehr dagegen waren! Mutter und Tochter wurden ebenfalls in der Zeitung interviewt und erklärten beide, daß sie kein Mitleid mit dem Verwaltiger hätten und nicht verstehen könnten, daß sich jemand freiwillig mit der Psyche eines so verqueren Menschen, die, wie man immer hörte, ohnehin nicht therapierbar sei, beschäftigen würde!

„Eingesperrt gehören solche Täter und nicht auf freien Fuß mit einer wöchentlichen Alibistunde Psychotherapie gesetzt, die noch dazu auf Steuerkosten finanziert wird!“, lautete die Meinung des Reporters, der kein gutes Haar an Verla lassen wollte und auch bei Ruth angerufen hatte, um sie zu interviewen.

„Ich habe ihn selbstverständlich abgewimmelt!“, hatte die Schwester erklärt und einen Schluck aus ihrem Chiantiglas genommen.

„Und Auskunft über mein Privatleben verweigert! Trotzdem lese ich in der Zeitung, daß Vera mit einer Menchenrechtsaktivistin, die auch so eine Gutmenschin ist, daß sie warme Kleider zu den Wirtschaftsflüchtlingen, die jetzt in Scharen aus S

„Und Auskunft über mein Privatleben verweigert! Trotzdem lese ich in der Zeitung, daß Vera mit einer Menchenrechtsaktivistin, die auch so eine Gutmenschin ist, daß sie warme Kleider zu den Wirtschaftsflüchtlingen, die jetzt in Scharen aus Syrien oder dem Irak zu uns kommen, auf den Westbahnhof bringt und sie kostenlos berät, liiert ist, die im fünften Monat schwanger ist. „Aber vielleicht!“, hat derZeitungsheini gehöhnt „handelt es sich hier um ein sogenannes Retortenbaby, damit die beiden Lesben Mutterglück spielen können!“,

„Handelt es sich nicht, denn Zoe-Philipas Vater heißt Joe Prohaska!“, hatte Ruth noch hinzugefügt und sich bei dem Kellner, einem feurigen Italiener, der sehr auffällig versucht hatte, seinen weiblichen Gästen, die ohne Männerbegleitung zu Abend aßen, in den Ausschnitt zu schielen, für die Pizza bedankt.

„Joe Prohaska, den ich die Ehre hatte, bei einem Konzert, das ich, ich gebe es zu, auf Vatersuche, frequentierte, kennenzulernen und ihm bereitwillig in seine Wohnung folgte. Damit habe ich gedacht, wäre es erledigt! Denn ich gebe seinen Namen nicht an und klage auch keine Alimente bei ihm ein! Aber so einfach ist es nicht! Denn der Typ scheint sich in mich verliebt zu haben! Hat irgendwiemeine Telefonnummer herausbekommen und ruft nun täglich an! Seit er erfahren hat, daß ich schwanger bin, will er sich partout als Vater zur Verfügung stellen und drängt mich ihn zu treffen! Also ist es ohnehin schon schwierig, ihn loszuwerden und jetzt kommt noch der Tod von Veras Klient und dieser Zeitungsartikel daher!“, hatte sie verärgert gesagt. Dann hatte sie noch einen Schluck Wein getrunken, ein Stück von ihrer „Quattro Statione“ gegessen, tief durchgeatmet und „Die Pizza schmeckt wenigstens gut!“, gesagt.

„Vielleicht sollten wir uns entspannen, die Polizei den Täter suchen lassen, denn, daß Vera in Streit mit Kronauer geraten ist und ihm einen Leuchter auf die Stirn gestoßen hat, wird die Polizei nicht wirklich glauben! Dafür ist sie viel zu gutmütig! Ein paar Artikel über zwei lesbischen Frauen werden wir wahrscheinlich noch aushalten müssen! Dann findet die Polizei den Täter! Vielleicht war es trotz der blauen Flecken auf seiner Stirn und Schulter doch ein Schlaganfall oder der gute Peter Kronauer ist nur unglücklich auf einen Leuchter gefallen, der zufälligerweise auf der Toilette stand, obwohl Vera behauptet, keine Ahnung von einem solchen zu haben!“, hatte Ruth gesagt, dann ihre Schwster angesehen und gefragt, wie ihr erster Arbeitstag als Weihnachtsfrau verlaufen sei?“

„Gut!“, hatte Nika gantwortet und Widerlich Seidler verdrängt.

Jetzt hatte sie auch vor trotz des Schmnähartikels der Kronenzeitung, denen ähnliche in der Gratiszeitung „Heute-Österreich“, die sie vorhin in der U-Bahn gelesen hatte, gefolgt waren, sich die Laune nicht verderben zu lassen. Denn wenn auch Ruth und Vera ihr mangelnde politische Korrektheit vorwarfen, tat ihr der der toteMißbrauchstäter nicht besonders leid! Sie hatte zwar nichts dagegen, daß Vera versucht hatte, ihm die Beherrung seiner Triebe beizubringen. Ihr Mitleid mit ihm hielt sich aber in Grenzen und, daß Ruth und Vera als Täterinnen in Frage kamen, glaubte sie keine Sekunde. Das entsprach höchstens der Phantasie der Zeitungsreporter, die sich nicht entblödeten, solches anzudeuten, aber nicht ihrer Meinung, deshalb hatte sie die Zeitungen in den Spind eingesperrt und würde sie dort liegenlassen.

„Hallo Frau Weihnachts mann! Hast du für mich etwas Süßes?“, hörte sie eine helle Kinderstimme an ihr Ohr dringen, schaute in ihren Sack, holte ein Schokoladenstück heraus und hielt es es einem kleinen Buben hin.

„Natürlich, selbstverständlich und für die Mama habe ich ein Prospekt, damit sie weiß was man alles kaufen kann! Was wünschtst du dir zu Weihnachten?“, fragte sie dann noch, weil sie dachte, daß das Klaus Seidler so wünschte und sie das auch einmal in einem amerikanischen Weihnachtsfilm den Santa Claus so tun hatte sehen.

„Ein Rennauto und einen Playmobilkasten! Aber das bringt der Weihnachtsmann und kauft nicht die Mama! Weißt du das nicht Frau Weihnachtsmann? Oder bringst du es mir? Dann mußt du mit in die Spielzeugabteilung, damit ich dir zeigen kannn, was ich möchte und du es für mich reservierst!“, antwortete der vorwitzige Kleine mit einem pfiffigen Grinsen, so daß sich Nika nicht sicher war, ob er sie auf den Arm nahm oder wirklich an das Christkind glaubte, wickelte das „Naps“ aus seiner Umhüllung, steckte die Schokolade in den Mund und erkundigte sich grinsend, ob er noch ein Stück haben dürfe?

„Natürlich !“ antwortete Nika und lächelte der Mutter beruhigend zu, die ihn an der Hand nahm und wegzuziehen versuchte.

„In die Spielwarenabteilung mußt du schon mit deiner Mama gehen und ihr deine Wünsche verraten, die sie dann dem Weihnachtsmann oder der Weihnachtsfrau übermitteln kann! Denn ich bin hier beschäftigt und kann nicht weg! Wollen doch die anderen Kinder auch ein „Naps “ oder ein „Stollwerck“ aus meinem Sack!“, zwinkerte sie ihm zu und versuchte ein verschwörerisches Gesicht zu machen.

„Okay!“, antwortete er mit demselben Grinsen und wandte sich zu seiner Mutter, die die ganze Zeit „Komm Philip, wir müssen weiter und dürfen die Weihnachtsfrau nicht länger stören! Du siehst doch, sie hat zu tun!“, mahnte.

„Dann gehen wir in die Spielzeugabteilung! Die Mama kommt nachher zu dir und verrät dir meine Wünsche, damit du mir die Sachen am vierundzwanzigsten unter dem Christbaum legen kannst, versprochen!“, plapperte er weiter.

„Oder der Weihnachtsmann!“, antwortete Nika leicht verlegen. Wollte sie den Kleinen doch nicht enttäuschen und auch nicht anlügen. Ihm keine sentimentale Märchenwelt vortäuschen, von der sie gar nicht sicher war, ob erdaran glaubte. Der Job einer Weihnachtsfrau war war offenbar doch nicht so einfach auszuüben, wie sie gedacht hatte. Der kleine Philip war aber schon aus ihrem Gesichtsfeld entschwunden, dafür fiel ihr Blick auf einen Bekannten, der mit seinem Parka und der Decke, die er wieder um seine Schultern gewickelt hatte, beim Kaufhauseingang kauerte und sie neuerlich unverhohlen anstarrte.

„Wollen Sie heute ein Zuckerl oder ein Stück Schokolade?“

Nicht gerade einfallsreich, was sie anzubieten hatte, weder originell und auch nicht besonders hilfreich, einem vermutlich obdachlosen Flüchtling mit einem Stück Schokolade oder einem „Stollwerck“ abzuspeisen. Ein Fünfeuroschein war das aber wahrscheinlich auch nicht wirklich und um sich länger mit ihm zu unterhalten, fehlte ihr die Zeit. Herr Widerlich war es wahrscheinlich auch nicht recht, wenn sie mit ihm sprach, statt ihre Süßigkeiten und Fl

Nicht gerade einfallsreich, was sie anzubieten hatte, weder originell und auch nicht besonders hilfreich, einem vermutlich obdachlosen Flüchtling mit einem Stück Schokolade oder einem „Stollwerck“ abzuspeisen. Ein Fünfeuroschein war das aber wahrscheinlich auch nicht wirklich und um sich länger mit ihm zu unterhalten, fehlte ihr die Zeit. Herr Widerlich war es wahrscheinlich auch nicht recht, wenn sie mit ihm sprach, statt ihre Süßigkeiten und Flyer an poetentelle Kaufhauskunden zu verteilen.

„Wollen Sie ein Zuckerl oder ein Stück Scholokade?“, wiederholte sie trotzdem und hielt ihm beides hin. Was kein Erfolg war, denn er griff nicht nach den süßen Sachen, sondern starrte weiterhin ausdruckslos vor sich hin.

„Höchstwahrscheinlich traumatisiert!“, würde ihre Schwester, die sich derzeit intensiv mit der Flüchtlingshilfe beschäftigte oder ihre Freundin Sandra Winter sagen, die drei Jahre jünger war und wenn sie sich nicht irrte, seit kurzem eine junge Syriererin bei sich wohnen hatte, die aus Damaskus geflohen war, weil die IS ihren Bruder erschossen hatte.

„Hallo Weihnachtsfrau, vergeude deine Süßigkeiten nicht an obdachlose Sandler, sondern gib uns, den echten Wienern, etwas davon!“, murrte nun ein älterer Mann in einem Lodenmantel, den sie als FPÖ-Wähler einordnen würde.

„Dafür stellt dich die Geschäftsleitung bestimmt nicht ein!“, ätzte er, was sie vorhin selbst gedacht hatte. So griff sie in den Sack und zog einen Flyer heraus.

„Der ist für Sie! Die Süßigkeiten für das Publikum unter zwölf, wie mir die Geschäftsleitung einbleute und vielen Dank, daß Sie meinen Ausrutscher nicht verraten werden!“, grinste sie ihn ein wenig hinterhältig an, der das Flugblatt nahm und verschwand, so daß sie, um sich von dem jungen Flüchtling oder Obdachlosen abzulenken, auf die andere Seite sah und prompt zusammenzuckte. Was war das? Das gab es doch nicht! Ihre Träume wurden lebendig, kam doch ihr Wuschelkopf von vorgestern Nacht höchstpersönlich auf sie zu und sprach sie an.

„Frau Horvath?“, wollte er von ihr wissen, was ihm als Mann ihrer Träume selbstverständlich bekannt sein sollte. Aber er wollte offenbar genau sein, hielt er ihr doch einen Presseausweis unter die Nase und stellte sich, als Harald Schwabeneder vom „Standard“ vor.

„Ich recherchiere im Mordfall Kronauer! Das ist der Tote, der auf der Toilette der Freundin ihrer Schwester gefunden wurde und die Kollegen von der Kronenzeitung und „Heute-Österreich“ versuchen ihr, beziehungsweeise ihrer Schwester, den schwarzen Peter aufzudrücken und weil man objektiv sein soll, habe ich mir gedacht, ich komme zu Ihnen und Sie erzählen mir etwas über Ihre Schwester, so daß ich qualitätsvoll berichten kann! Wann haben Sie denn Mittagspause? Wäre es sehr unverschämt, wenn ich Sie bitten würde, mir für ein halbes Stündchen in eines der Schnellrestaurants zu folgen? Ich lade Sie auch gern auf ein Cola oder einen Caffe Lagtte ein!“

So das wars. Die folgenden Fenster gibt es schon:

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Das ganze Buch kann man bei mir bestellen oder wenn man Glück hat vielleicht im „Wortschatz“ finden finden.

2020-11-16

Schon wieder mit dem Rohtext fertig?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 23:40
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Es ist der sechzehnte November und ich habe was den Nanowrimo betrifft, vor allem weil es ja auch keine „Buch-Wien“ und keine anderen Ablenkungen gab, geschrieben und geschrieben. Meine Leser wissen es, ich habe geschummelt und irgendwann im Oktober schon mit dem Schreiben angefangen.Warum sollte ich auch warten? Ein Neuling in dem Fach bin ich mit meinem fast fünzig Jahre schreiben und dem achten mitgemacht haben ja nicht und außerdem war diesmal anders, da ich mich am aktuellen Geschehen entlang geschrieben habe und gesehen beim sechzehnten November war und wie mache da weiter?

Dann kam die Nachricht mit den Massentests, die man dann vielleicht zu Weihnachten machen muß, um seine Eltern zu besuchen oder einkaufen zu gehen und ich habe gedacht, wie schreibe ich weiter, was jetzt kommt ist Spekulation? Das heißt, den Rahmen habe ich ja schon, da wird im Jahr 2019 ein dystopischer Roman eingereicht und abgelehnt, weil total unvorstellbar.

Dann kommt das Jahr 2020 und vorhergibt es noch den Brief an die Enkeltochter mit Ende 2021 datiert, Umzug in das nicht Geimpfte-Ghetto, da habe ich überlegt, ob ich den vorverlege, werde es aber vermutlich so lassen.

Das heißt, ich habe diesmal ohnehin nur eine Rohtextsammlung, die überarbeitet, erweitert, ergänzt, etcerta werden muß und habe ja bis gestern, als ich gesehen habe, ich nähere mich langsam, aber stetig, den fünzigtausend Worten an, noch keine Ahnung gehabt, daß ich jetzt einmal mit dem Rohtext fertig bin, schon gedacht, jetzt wird es knapp, denn jetzt komme ich in die Zukunft und müßte was erfinden, was dann so nicht ist, habe aber gedacht, ich sammle soviel es geht Worte an und dann korrigiere ich.

Das war neu und habe ich bei meinen vorigen Nanos noch nie so getan, ich habe das Ganze noch nicht durchkorrigert. Sonst tat ich das ja immer einige Male, um weiterzukommen. Deshalb sind von den fünfzigtausend Worten auch noch keine weggefallen. Ich habe jetzt 50 190 Worte und hundertfünf Seiten und bin beim siebzehnten Dezember, habe heute ab den geplanten Massentests weitergeschrieben. Die Rosa besucht Benedikts Eltern und die Aloisia ist schon zwei Szenen vorher aufgetaucht und bleibt vorläufig, als ich dann bei 17. Dezember war, die Aloisia hat einen Teddy für das Enkelkind besorgt und alle kommen zur Mathilde und wünschen ihr ein schönes Weihnachtsfest, habe ich gedacht, das ist es! Das lasse ich einmal und fange ab morgen zu korrigieren an. Da fällt dann was weg, was insofern schwierig werden könnte, daß ich um das Winnersymbol zu bekommen, ja irgendwann was hochladen muß, was ich jetzt noch nicht kann und wenn ichs dann kann, habe ich wahrscheinlich nicht mehr so viel, aber na gut muß man halt wieder schummeln, das habe ich auch bei meinen früheren „Nanos“ so getan, da dann szenen angefügt oder die Schreibberichte dazu gefügt.

Diesmal hatte ich keine Schwierigkeiten mit der Länge, weil ich ja bei einigen früheren Nanos beispielsweise beim letzten schon nach knapp dreißigtausend Worten fertig war und auch mein zwei letzten Texte haben viel weniger Worte. Das „Frühlingserwachen“ 26854 im Rohtext beim „Notizbuch“ sind es 36000.

Also eigentlich ganz lang. Mein frommerWunsch ist ja eigentlich immer ich schreibe mal so sechzig- siebzig- achtzigtausend Worte und Zeit genug hätte ich sind da ja noch vierzehn Tage Zeit, war aber eigentlich meistens um diese Zeit fertig, auch wenn ich mal nicht viel früher angefangen habe

Die Schwierigkeit war auch, ich weiß ja nicht, was da noch in der Realität passiert und so falsch will ich auch nichtliegen und dann gibts noch die Frage, die mi rvielleichg kritische Leser stellen könnten, ist es jetzt ein dstopischerRoman geworden oder nicht? Und die Frage kann man aus einem Corona-Geschehen wirklich einen machen ist ja auch noch offen.

So habeich es in der letzten Szene am 17. Dezember, die Rosa kommt und bringt Weihnachtsgeschenke, die Aloisia fragt, soll ich einen Christbaum kaufen und die Gisi und die Franzi deuten an, daß man sich jetzt nicht mehr sehen wird können, das Nichtgeimpftenghetto bewußt offengelassen, Da gibt es ja den Brief am Anfang und mit dem 17. Dezember ist es aus und bleibt in der Realität.

Natürlich muß noch viel überarbeitet und umgeschrieben werden, um das Dystopische, was ich ja so gerne möchte herauszuarbeiten. Eine surreale Ebene habe ich ja mit der Aloisia, ansonsten wieder viele eigene Erlebnisse, die auch noch ergänzt werden können und ob es das dann war mit den Corona-Texten oder ob noch ein Coronabuch vier und fünf, wie der dritte, vierte, fünfte, ecerta Lockdown folgt, weiß ich nicht und lasse es meine Leser beobachten.

Das Schreiben hat mir aber großen Spaß gemacht und ist schon einmal, da dieser November ja ein ruhiger war, sehr flott dahin gegangen und habe nur drei Tage, den ersten, siebenten und neunten November ausgelassen und würde mal wirklich gerne einen ganzen November täglich meine 1600 oder die 3000 Worte, die ich ja locker schaffe, verfassen.

Mal sehen, ob mir das einmal gelingt. Aber so ist es auch ganz gut und da der November ja noch zwei Wochen hat, werde ich den Rest des Monats korrigieren, umschreiben, wie schon erwähnt und wenn interessant auch wieder davon berichten.

Interessant ist vielleicht auch, daß mein erster „Nanowrimo“ im Jahr 2009 mit der berühmten Schweinegrippe beginnt und der achte istein Sars-Roman. Mal sehen, wie es damit weitergeht und ob es überhaupt noch einen „Nano“ geben wird?

2020-10-31

Lockdown und Demos

Die Zahlen steigen und steigen und seit dem Herbstbeginn und der Ampeleinführung hat es eine Verschärfung nach der anderen gegeben, zuerst war es eine freiwillige Maskentragung in allen Geschäften, dann wurde das per Verordnung eingeführt, bei Farbe orange und das war Wien gleich als Erstens galt in der „Gesellschaft für Literatur“, das Maskentragen auch während der Veranstaltung, dann hieß es nur zehn, dann sechs Leute bei privaten Feiern, in Wohnungen kann das offenbar nicht kontrolliert werden und sollte freiwillig eingehalten werden, weil sich die Leute vorwiegend bei privaen Parties treffen, so daß es auf einmal sechshundert postiv Gegeste pro Tag waren, da gibt es jetzt ja Teststraßen, wo sich die Urlaubsrückkehrer testen lassen konnten. In den Schulen wird gegurgelt, so daß es, glaube ich, derzeit über fünfzehntausend Tests täglich gibt und es gab drei Berechnungen, wie sich die Zahlen entwickeln könnten, die schlechteste wäre tausend positiv Getestete pro Tag.

Derzeit sind es aber schon fünftausend und die Spannung stieg. Es kamen die Herbstferien, die es heuer, das erste Mal, glaube ich, zwischen dem Nationalfeiertag bis nach Allerheiligen gibt und da gab es ein Gerücht von Norbert Hofer am dreiundzwanzigsten Oktober kommt der zweite Lockdown.

„Das ist nicht nur eine Ente, sondern ein ganzer Entenstall!“, antwortete Gesundheitsminister Anschober, aber die Zahlen stiegen weiter an, zuerst hieß es, das sind junge Leute, die werden nicht krank und in den Spitäler gibt es nur wenige Hospitalisierte, dann hieß es plötzlich, das KFJ kann keine Covid-Patienten mehr aufnehmen und wenn wir so weitermachen reichen die Spitalskapitzitäten nicht aus.

In den Bundesländern Tirol und Salzburg wurden wegen der Reisewarnungen aus Deutschland, um zweiundzwanzig Uhr geschlossen, in Wien wurde die Registrierungspüflicht eingeführt. Es kam die Wahl und man hörte immer, Deutschland liegt viel besser bei den Zahlen, als in Österreich, deshalb kam es auch zu den Reisewarnungen und am Dienstag hieß es plötzlich Deutschland führt ab nächster Woche den zweiten Lockdown ein, Bayern ist da, glaube ich, schon ein bißchen vorausgeprescht und in einzelnen Orten gab es schon eine Quaratäne.

Wann kommt der neue Lockdown?, wurde gefordert und nun ist es so weit und wurde gerade bei einer Pressekonferenz verkündet und oh Schreck, es ist kein Lockdown light, sondern offenbar ein schwerer, nämlich eine nächtliche Ausgangssperre, nur Kontakt zu einer anderen Familie, Restaurants geschloßen, keine Veranstaltungen und nur Schulen und Geschäfte offen, etcetera und das Ganze offenbar den ganzen November.

Ich habe aber schon geschrieben, daß mir das ohnehin nicht soviel macht, beziehungsweise sich bei mir nicht so viel verändert, da ich ja, weil ich keine Maske trage, ohnehin schon seit längeren nur auf die Bank, zum Postkasten, in Harland radfahren und auf Demos gehe, wenn es welche gibt und ich sie herausbekomme und, daß das mit den Demos etwas schwierig ist, habe ich schon geschrieben, obwohl ich anfangs ganz sicher war, daß ich dort die Leute treffe mit denen ich früher auf den Donnerstagsdemonstrationen war. Aber weit gefehlt, als ich im Mai auf einer war, stand ich ein paar Meter neben Martin Sellner und als in Berlin die Leute im August auf die Straße gingen, hieß es das sind Covidioten, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker und auch sonst ist auf den Domstrationen auf denen ich inzwischen war, manchmal etwas seltsames passiert, so wurde eine Fahne, die wie eine Regenbogenfahne aussah zerrisen, weil das Doppelherz, das darauf war offenbar ein Symbol für Kinderschänder war und dann hieß es, Homosexuelle wären Kinderschänder, was nicht so war, trotzdem war für den einunddreißigsten Oktober eine Großdemonstration geplant.

Andi Pianka hat mich darauf aufmerksam gemacht und nachdem gestern die neuen Lockdownregeln vorabgekündigt wurden, hieß es bei OE 24-TV ständig, daß man diese Covdiotendemo verbieten solle, weil es auch am Nationalfeiertag eine gegeben hatte, bei der ich nicht war, weil der Alfred den Karli eingeladen hat, wo, weil die Demonstranten auch keine Masken tragen wollten, welche verbrannt wurden und es in der Weihburggasse, wo sich die Ärztekammer befindet und dort der kritische Arzt Dr. Eifler, der weil, er formlos Maskenbefreiungsbestätigungen ausgestellt hat, ausgeschloßen wurde, seinen Aussweis eingeworfen hat, sehr eng war, so daß der Mindestabstand, der ja jetzt wieder eingeführt wurde, offenbar nicht eingehalten wurde und man sich jetzt nur mehr mit sechs Personen reffen darf.

Eigentlich habe ich ja nicht gedacht, daß ich auf die Demo gehen gehen kann, weil wir ja nach Harland fahren wollte, dann ist der Alfred aber überraschend mit dem Karl am Dienstag nach Italien gefahren, obwohl es dort ja auch die Lokale um achtzehn Uhr geschloßen werden, also hatte ich Zeit auf den Heldenplatz zu gehen und ein bißchen ein mulmiges Gefühl weil ich ja nicht wußte, was sich dort wieder abspielen würde und auch nicht so genau wußte, wie das mit der Maske ist, aber der Heldenplatz ist groß genug und fünfzehntausend Teilnehmer waren dann auch nicht da, so daß Platz genug war, den Einmeterabstand, wie die Polizei öfter durchsagte, einzuhalten und die Veranstalter die Leute auch aufforderten, weil ja Halloween einen Maskenball zu veranstalten, daß es aber heute keine Halloweenfeiern geben soll, hat der Gesundheitsminister ohnehin öfter erklärt, wie die Leute auch aufgefordert wurden, während der Herbstferien nicht auf Urlaub zu fahren.

Es war auch eine gute Stimmung und für mich überraschen auch Leute, die gar nicht so konservativ aussahen und Themen, die man diskutieren kann, gibt es ja genug. So berichtete, die Pyschologin Elisabeth Mayerweck von den Schwierigkeiten, die Kinder mit dem Maskentragen haben können. Ein Schüler bestätigte das und rief zu einer Telegramgruppe auf. Ein Pfarrer aus Deutschland erzählte von einem Begräbnis, wo, die Angehörigen von ihrer Mutter nicht verabschieden konnten, weil es zuerst hieß, es ist noch nicht so weit und dann war sie schon gestorben.

Gutes Wetter, aber auch sehr viele Polizisten, einer hat ein Bild von einem Elefanten mit der Aufschrift „Einführung der Maskenpflicht“ fotografiert, fünf andere, die in einer Gruppe standen, haben von einer Frau ein Madonnenbildchen mit dem Zusatz, daß man das jetzt brauche, überreicht bekommen, was sie auch nahmen.

Die Demo hätte bis neunzehn Uhr gedauert und dann hätte es noch einen Lichtermarsch über die Ringstraße gegeben und morgen gibts auch noch ein Programm, aber da bin ich, weil wir ja nach Harland fahren wollten, gegangen und da sind mir eigentlich viele Halloweenkostüme aufgefallen und die Schanigarten noch geöffnet.

Dann habe ich mir Pressekonferenz angehört mit den neuen Verordnungen angehört, wo es ja dann Schluß mit lustig ist, keine Weihnachtsmärtke, kein Ganslessen und da man sich ja auch nur mit einem Haushalt treffen kann, fällt auch mein Geburtstagfest weg. Jetzt können wir nur hoffen, daß die Zahlen sinken, daß man wenigstens Weihnachgten feiern kann.

2020-10-09

Schreibprojekte und andere literarische Ereignisse

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem Korrigieren des „Braunrotkarierten Notizbuchs“, der Text ist mit der Beschreibung vorvorgestern an den Alfi gegangen, der ihn jetzt auf Fehler korrigieren und druckfertig machen wird, damit wir ihn an „druck at“ schicken können.

Das entsprechende Foto von dem entsprechenden Notizbuch, das ich ja wirklich einmal in der „Seedosen-Zelle“mit den entsprechenden Eintragungen gefunden habe, müßen wir als Coverbild fotografieren und das Dummie für das „Frühjahrserwachen“ ist, glaube ich, heute von der Druckerei an den Versand übergeben worden und wird wahrscheinlich morgen oder übermorgen zur letzten Durchsicht zu mir kommen, bevor der Druckauftrag gegeben werden kann.

Die Vorschau ist hier zu finden. Auf meiner Website gibt es sie schon mit dem entsprechenden Probekapitel. Also die Gewinnfragen lösen, wer das Buch gewinnen will oder sich an der Leserunde beteiligen, wenn das Buch erschienen ist und ich bin im verflixten Coronajahr auch literarisch wirklich sehr aktiv gewesen.

Das ist der Vorteil von zu Hause bleiben, wenn man ja, wie ich so stur ist zu keinen Veranstaltungen zu gehen, weil ich mich weder maskieren noch reigstrieren will, bei den Veranstaltungen kennt mich wahrscheinlich sowieso jeder, aber ich habe mein Prinzip und man kann wenn auch mit ein wenig schweren Herzen und vielleicht auch ein wenig depressiv, denn immer zu Hause zu bleiben trübt ja vielleicht doch die Stimmung, die Sachen auch per Livestream verfolgen und darüberbloggen und über meine persönliche gesellschaftspoitische oder Corona-Meinung gibt es hier auch immer wieder zu lesen.

Lesen tue ich auch sehr viel, nämlich die dreimalige Buchpreisliste und bin da jetz tschon bei Buch dreizehnen des dBp der ja am Montag in Frankfurt, glaube ich, auch nur im engsten Kreis und per Livestream vergeben wird und die Messe, wo es ja schon Pressekonferenzen gegeben hat, findet, glaube ich, auch zum Großteil oder überhaupt per Livestream statt. Steigen ja die Zahlen der positive Getestenen auch in Deutchland ständig an, die Panik ist groß und es gibt, glaube ich, auch ein Beherbergungsverbot für Leute aus dem Risikogebiet.

Also was tun in Zeiten wie diesen?

Schreiben, schreiben, schreiben und das habe ich, auch wenn manche bezweifeln, daß ich es überhaupt kann, getan und so wird das „Frühlingserwachen“ das dritte Buch sein, das in diesem Jahr erscheint.

Das erste war mein Opus Magnum könnte man so sagen oder mein Stück Literaturgeschichte, nämlich die Literaturgeflüsterartikel übers Schreiben die seit 2012, glaube ich, erschienen sind und dazu alternierend die Probekapteil aus den siebenundzwanzig Bücher, die seit es das „Literaturgeflüster“ gibt, erschienen sind. Also wenn man sich kurz und knapp in mich und mein Schreiben einlesen will, kann ich das Buch empfehlen und für die, die es nicht kaufen wollen, alle Artikel sind im Netz entweder auf meinem Blog oder auch auf meiner Website zu finden.

Danach kam das „Fräulein No“ und mein „siebenter Nanowrimo“, nämlich das Buch, das ich im vorigen November im Rahmen des internationalen Schreibemonats in Wien und Basel geschrieben habe, denn damals war es im Gegensatz zu heuer, noch ein wenig hektisch und ich bin von der „Buch Wien“ weg mit dem Alfred mit dem Nachtzug zur „Buch-Basel“ gefahren und habe versucht dazwischen soviel wie möglich zu schreiben.

Das Resultat ist hier zu finden. Das zweite Buch in diesem Jahr. Die Gewinspielfragen sind aufgelöst. An der Leserunde kann man sich, wie auch bei den anderen Büchern noch beteiligen und ich bitte auch darum und dann kam Corona und daher die Corona-Texte, die Corona-Gedichte, die Corona-Tagebucher, denn für die realistische Schreiberin ist das natürlich ein Thema, obwohl das natürlich nicht so leicht ist, wie es scheinen mag, denn wenn man im Glashaus sitzt kann oder soll man ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen und ist man mitten drin in der Krise ist es wahrscheinlich nicht wirklich möglich, sich ein objektives Bild darüber zu machen.

Trotzdem sind schon zwei Texte darüber entstanden. ext eins „Kein Frühlingserwachen mehr“ mit mir mit Schal um den Mund, ein einzigartiges Ereignis. Denn die Maske, die mir einmal eine Hilfsorganisation als Spendendankenschön zuschickte, trage ich noch immer im Kuvert in der Handtasche für den Fall, daß ich sie vielleicht doch einmal brauchen könnte und dieser sehr kurze Text, diese Dreiecksgeschichte, um die Museumskuratorin Roswitha Herweg beschreibt die Zeit des Lockdown.

Dann war ich mit dem Rohtext fertig. Der Sommer war da und die Lockerungen. Das heißt, die wurden zu diesem Zeitpunkt schon zurückgenommen oder darüber diskutiert, daß das sein muß. Ich bin aufs Land gefahren und habe mein Alter Ego bzw. meine Protagonistin Eja Augustin auch dorthin geschickt, nicht nach Harland bei St. Pölten, das tat nur im Jahr 2015, die Sandra Winter in den „Ereignisreichen Sommererlebnissen“, sondern nach St. Georgen am Steinfelde, also für die Ortskundigen, auch nicht so sehr weit weg und die will wie die „Magdalena Kirchberg“ einen Roman schreiben, fährt dazu mit dem Fahrrad an den Viehhofner See. Die Sandra Winter merke ich an, tat das auch und findet dort im Bücherkasten ein braunrotkariertes Notizbuch mit den entsprechenden Eintragungen, geht in die Seedose einen Spritzer trinken, beobachtet dort ein streitendes Paar und die Idee für den Roman ist geboren.

Der Text, er ist auch nicht sehr viel länger als das „Frühlingserwachen“ und ich offenbar eher eine Kurzschreiberin, ist in zwei Perpektiven oder Schreibstile gegliedert. Da gibt es die Reflexionen der Eja Augustin. Sie hört, als sie das Sommerhäusechen erreicht, im Radio gerade die Nachrichten über die Wiedereinführung der Maskenpflicht und dann in der zweiten Perspektive abwechselnd, die Romanhandlung mit der Kathi Sommer. Vielleicht bin ich doch nicht so eine Namensexpertin, die das Sonnenpark-Festival plant, sich mit ihrem Simon versöhnt und ihn mit ihrer Tante Aloisa, die die Nachbarin der Insider-Redakteurin Dagmar Schneider ist und einige persönliche Erlebnisse, wie meinen Friseurbesuch, das Geburtstagsessen mit dem Alfred und den Besuch der Konditorei in Mariazell habe ich auch dabei verarbeitet. Der Text endet mit dem Sommerfestival,, das Anfang September stattfindet. Die Maskenflicht ist wieder da. Das Festival findet aber statt, der FPÖler versucht Unterschriften für seine „Stop-Corona-Petition“ zu sammeln und inzwischen hat sich schon wieder einiges verändert.

Die zweite Welle ist da oder wird herbeigetestet, die täglichen Zahlen liegen jedenfalls inzwischen bei tausend und es wird nach Maßnahmen gerufen, den endgültigen Wirtschaftszusammenbruch zu verhindertn. Seit voriger Woche muß man sich eintragen, wenn man in ein Restaurant oder Cafe gehen will. Am Sonntag wird in Wien gewählt, da habe ich auch schon ein Vedeo gesehen, wie das abgehen wird.

Ich würde da mit Maske nicht hingehen. Zum Glück gibt es aber die Briefwahl.So habe ich halben Herzen die „Linken“ gewählt.

Denn eigentlich wäre mir in diesen Punkt ja die FPÖ sympathisch, bezüglich ihrer Ansichten über Corona, die sich mit meinen decken, nicht über die, daß man Wien wieder ausländerfrei machen will und ich sitze da mit meinen Restideen.

Denke über den dystpischen Raum, das habe ich ja schon ein bißchen im Frühlingserwachen versucht, müßte ich noch weiter schreiben oder einen dystopischen Roman über eine Maskenverweigerin. Eine Frau, nennen wir sie Mathilde, da gibt es ja schon einen Vortext sozusagen, lebt seit einem Jahr oder so im Untergrund. Das heißt sie schleicht sich mehr oder weniger nachts aus dem Haus, denn die Maskenpflicht im Freien gibt es schon in einigen anderen Ländern, die noch höhere Zahlen haben, läßt sich von ihrer Nachbarin Rosa einkaufen und die wirtschaft, das Ganze kann ruhig ein bißchen in der Zukunft spielen, ist soweit hinabgefahren, daß fünfundzwanzog oder dreißig oder noch mehr Prozent arbeitslos sind und die müssen natürlich auch beschäftigt werden. Berufsfelder für sie gibt es aber schon, denn Contakttracer, Securitpersonal und Tester werden ja gesucht und eingeschult, so daß sich die Rosa dafür bewirbt. Es kann ja sogar eine Art Ghetto für Maskenverweigerer oder noch nicht Geimpfte geben, in dem sich die Mathilde befindet.

Die Rosa lebt vielleicht mit jemanden zusammen, der Mark oder Markus heißt, aber einen Brief mit dem Namen Maria bekommt und man nicht recht weiß, ob es eine Frau oder ein Mann ist, mit dem die Rosa lebt.

Aber die lernt im Rathauspark, um vielleicht auf einen meiner früheren Texte zurückzukommen, wer weiß welcher damit gemeinst sein könnte, bekommt dieses oder wenn er warten will, das neue Buch, einen Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes names Benedikt kennen, der wurde vielleicht gerade positiv getestet und kommt in Qualrantäne und die Mathilde schreibt vielleicht einen Brief an ihre gerade geborene Enkeltochter, um über die Zustände im „Coronistan zu berichten.

So weit so gut, viel mehr als das habe ich noch nicht und da denke ich,daß das noch sehr unaufgegoren ist, weil ich ja wirklich bis zum Hals in der Sache stecke und noch nicht über den Tellerrand hinaussehen kann.

Aber der „Notizbuchtext“ ist an den Alfred geschickt, die Fenster sind geputzt, jetzt warten meine Notizbücher, das rotbraunkarierte ist auch dabei und eines das mit der Alfred vor zwei Jahren in Zürich kaufte, für weitere Einfälle.

Ein paar Recherchegänge lassen sich vielleicht auch noch machen, solange das Wetter schön ist und man sich vielleicht in einen Park setzen kann, ansonsten ist mein sozialer Radius derzeit ja sehr eingeschrnkt und es ist auch noch die Frage zu beantworteten, wird der „Dystopoische Raum“ vielleicht mein achter „Nanowriomo“ werden? Dazu müßte ich jetzt drei Wochen recherchieren, damit ich am 1.11. um 00 uhr oder so wirklich unbeleckt losschreiben kann.

Einen Plot sollte ich laut Erfinder dann nicht haben, einige Schreibtrainer, wie die Annika Bühnemann, die Julia K. Stein, etcetera, raten aber sehr wohl das zu tun und wenn ich noch nicht losschreibe und dann am 1. 11., wie vor zwei Jahren gerade den Schlußstreich setzen will, wird mir gar nichts anderes überbleiben.

Romanrecherche kann aber nicht schaden und Zeit werde ich ja haben, weil keine Buch-Wien und höchstwahrscheinlich auch kein Gebutstagsfest und da wäre ich schon bei den anderen Ereignissen, denn gestern um dreizehn Uhr wurde ja der heurige Nobelpreisjträger bekanntgegeben, dazu hatte ich zugegebnermaßen, um den den lieben Uli und vielleicht auch andere zu ärgern, ein paar Phantasien, denn in Stockholm, braucht man ja, glaube ich, keine Maske, dann könnte ich also dort zum Friseur gehen.

Aber wie komme ich dort hin, wenn ich auf der Fahrt in kein Restaurant und wahrscheinlich auchauf kein Klo gehen kann? Und auf der Fähre müßte man höchstwahrscheinlich auch Maske tragen!

Braucht mich natürlich nicht zu kümmern, obwohl mir die Autorin die dann einfliegen wird, ich gebe es zu, bisher völlig unbekannt war.

Louise Glück heißt die 1943 in New York geborene Lyrikerin, die die heurigen Nobelpreisträgerin ist. Sie wurde von Ulrike Draesner überetzt und es gibt zwei Gedichtbände von ihr auf Deutsch, die ich mir auch zum Geburtstag schenken lassen könnte und weil wir schon bei Amerika sind, Ruth Klüger, die ich ja in Wien und Krems erlebte, ist gestorben und der ehemalige DDR-Autor Günter de Bruyn von dem ich, glaube ich, einige Bücher habe, auch.

2020-10-08

Leserkritik und Lesegewohnheiten

Eigentlich habe ich diesen Artikel nur „Lesegewohntheiten“ nennen wollen, bin ich aber daraufgekommen, daß es in diesem Blog schon zwei so genannte Beiträge gibt. Ja ich blogge schon über zwölf Jahre über mein Schreiben und mein Lesen und darüber, daß es mir nicht und nicht gelingt, in den Literaturbetrieb hineinzukommen, obwohl ich mich Ja so sehr darum bemühe.

„Kunststück!“, wird da wohl der Uli grollen.

„So wie Sie schreiben und keinen geraden Satz zusammenbringen, kein Stilgefühl haben und und und…!“

Ja, das Netz und die Kitik, da gibt es ja den Haß im Netz, von dem bin ich eigentlich verschont oder bekomme ihn zumindestens nicht so, daß ich mich nicht gegen ihn wehren kann.

Aber der Vorworf „Mei so etwas Schlechtes habe ich noch nie gelesen!“, ist schon öfter gekommen. Einmal auf einen Bericht über die Lesung, die ich im „Häferl“ gehalten habe, da habe ich gedacht, daß das eine von meinen zwei damaligen Kritikerinnen war, die unter anderen Namen diese Kritik äußerte.

Dann ist der Uli gekommen, dem meine „Schlampigkeit“ nicht gefällt und mich wahrscheinlich gerne mit den Maßband vermessen will.

Ja, ich habe Rechtschreibfehler weil ich mich Erstens noch an die alte Rechtschreibung halte und eigentlich nicht verstehe, warum ich das, was ich in der Schule lernte auf einmal abändern soll? Und dann habe ich ja in der Schule schon mit meiner Deutschlehrerin darum gekämpft, daß sie mich so schreiben läßt, wie ich will. Sie hat mich gelassen, mir dafür einmal nur ein „Minus sehr gut!“, gegeben und mir in weiterer Folge damit wahrscheinlich einige Stipendien vermasselt, aber daran bin ich selber schuld, daß ich mich patout nicht anpassen will, so wie ich heute keine Maske trage, war das damals das Rebellische an mir.

Inzwischen hat sich das schon sehr ausgewachsen, korrigiere ich doch meine Bücher oft hunderte Male, habe aber wahrscheinlich immer noch meine eigene Rechtschreibung und die halten manche Leser nicht aus und geben dann ihre Kommentare.

Manche regen sich auch auf, wenn ich zu spät in eine Veranstaltung komme, ja ich blogge ehrlich, gehe jetzt aber ohnehin in keine hin und manche Leser oder sind es Leserinnen gefallen auch nicht meine Rezensionen, die ich aber ohnehin nur Besprechungen oder literarische Skizzen nennen. So hat mir A. Yanger kürzlich vorgeworfen, sie hätten Grundschulniveau und mir dann unterstellt, daß ich die Bücher oder den „Himmel auf Zeit“ nicht gelesen oder nicht verstanden hätte.

Was mich ein wenig erstaunte, da ich da ja eher den Inhalt wiedergegeben habe. Aber vielleicht war es das, was den Leser oder die Leserin störte, im „Literaturcafe“ gab es bei dem neuen Seethaler-Buch ja auch so eine Diskussion oder die Frage, ob der sich bei seinem Mahler-Portrait vielleicht an „Wikipedia“ orientiert hätte?

Nun, ich orientiere mich an „Wikipedia“ oder schaue meistens nach, wie die anderen das Buch bewerteten und ich, liebe Frau oder lieber Herr Yanga, lese alle Bücher, die ich bespreche und bin auch eine, die sich darüber ärgert oder unverständlich findet, wenn ein Blogger schreibt „Ich vergeude doch nicht meine Lebenszeit an einem schlechten Buch!“

Das ist etwas, was mir nicht gefällt, weil ich mich dadurch wahrscheinlich persönlich angegriffen fühle, daß ich vielleicht auch schlecht schreibe und habe auch die Erfahrung gemacht, daß zumindestens ich nicht ein Buch an der ersten Seite beurteilen kann und auch nicht will.

Bei der Lilian Faschinger habe ich über das erste Kapitel geflucht und wollte da vielleicht das Buch schon wegwerfen, dann bin ich hineingekommen und habe den Sinn verstanden.

Und nein, ich verstehe nicht alle Bücher und schreibe das meistens auch in meiner Besprechung und manchmal, wenn sie sehr unverständlich,, wie beispielsweise der Arno Schmidt sind und ich mir eigentlich ein Jahr Zeit nehmen müßte, um wie bei „Zettels Traum“ den Inhalt zu verstehen, was ich angesichts meiner Bücherberge nicht kann, überfliege ich das Buch zu Ende und schreibe dann darüber.

Ich lese hundertfünzig bis hundertsiebzig Bücher im Jahr, wie man an meiner Leseliste merken kann. Aber eigentlich nicht so schnell, auf jeden Fall keine sechzig Seiten in der Stunde, wie ich bei manchen Bloggern hörte, daß sie das tun würden. Aber konsequent am Morgen und wenn ich nicht weggehe auch am Abend in der Badewanne und ungefähr drei Bücher in der Woche und da ich ja ab August inzwischen „Buchpreis“ lese und es da ja den deutschen, den österreichischen und auch den Schweizer Buchpreis gibt, muß ich mich wohl beeeilen, um die vierzig Bücher, die ich in diesem Jahr noch zu lesen habe, auch zu schaffen.

Da kann man vielleicht auch sagen, daß ich ein bißchen flüchtig bin. Wahrscheinlich stimmt das und wahrscheinlich ist es mir auch deshalb so wichtig, das Buch zu verstehen, beim Lesen nach einer Struktur zu suchen und das wenn es geht, auch zusammenzufassen.

Bei allen Bücher geht das nicht. Dann versuche ich es anders und meistens gelingt mir das auch und ich habe, bevor ich zu bloggen angefangen habe, auch schon Bücher besprochen.

Da gab es so eine Aktion von „Thalia“, die Leserrezesionen suchten. Da habe ich regelmäßg hingeschickt und auch ein paarmal, wenn sie den Text abdruckten, einen zehn Euro Gutschein dafür bekommen.

Da habe ich mir meinen Besprechungsstil wohl angewöhnt, den Inhalt zusammenzufassen, meinen Bezug zum Autor, wenn ich einen habe, dazuzuschreiben und auch, weil ich ja einmal geschrieben habe, daß ich soviele Bücher lesen, weil ich herausfinden will, was der jeweilige Autor besser als ich kann, meine Gedanken zum Schreibstil, etcetera.

Als ich damals angefangen habe, habe ich, glaube ich, die Eugenie Kain sagen gehört, daß Inhaltsangaben keine Rezensionen sind. Diese Meinung vertritt auch, glaube ich, Sigrid Löffler, die grand dame, der Rezensenten, wenn sie sich über die schlechten Blogger- oder „Amazon-Rezensionen“ aufregt und ich habe damals, glaube ich, gedacht, dann nenne ich meine Berichte besprechungen und daß mit der Zusammenfassung ist mir auch deshalb wichtig, weil ich meine Besprechungen ja als Erinnerungsstüzten oder mein persönliches Archiv betrachte.

Ich spoilere auch viel, wo sich auch einige Blogger oder Autoren aufregten, glaube aber, daß ich mit meinen inzwischen über tausend Buchbesprechungen ein sehr schönes Archiv angesammelt habe, was zumindestens für mich sehr nützlich ist.

Ob ich meine Leser damit anrege, die Bücher zu lesen oder zu kaufen, weiß ich nicht, will auch niemanden bevormunden. Wenn sie sich aber für mich und mein Lesen interessiert, wird man vielleicht auch auf die Bücher neugierig und so habe ich, glaube ich, auch „Leselustfrust“ einmal zu Ilse Kilic gebracht, Sigi Maron hat mir einmal geschrieben, daß ihm meine Beprechung seines Buches sehr gefallen hat und Monika Helfer hat sich, glaube ich, über die Besprechung von „Maramba“ auch sehr berührt gezeigt.

Das sind so die Erlebnisse die man beim Bloggen haben kann und ich denke, daß ich mich inzwischen, auch wenn ich nicht Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft, sondern Psychologie studiert habe, sehr gut in der Gegenwartliteratur auskenne, wahrscheinlich eine der wenigen bin, die wirklich alle Buchpreisbücher liest und die Verlage sind, glaube ich, mit meiner Art der Besprechung nicht so unzufrieden, auch wenn mich ein Verlagsmann schon wegen meiner Flüchtigkeitsfehler mahnte, damals hatte ich einen neuen Computer und bin sehr oft hängen geblieben, jetzt ist der bald kaputt bleibt und nimmt es mit den Leerstellen nicht so genau, so daß ich wahrscheinlich öfter, als einmal korrigieren müßte. Da bleibt bei einem Einfrauenberieb oft etwas übrig, wo ich „Der Weg ist das Ziel denke!“ und mich Zeitgründen nicht mehr damit befasse.

Übers freundliche Korrigieren dankbar bin, aber mit Sätzen, wie, „Das ist Grundschulnieveau!“, nicht so viel anfange, denn das habe ich, nachdem ich jetzt schon wahrscheinlich sechzig Jahre sehr viel und regelmäßgig lese, mir schon in der Hauptschule immer viele Bücher aus der Bücherlade ausgeborgt habe und einmal sogar eines abschreiben wollte, mir als Studentin sehr viel Bücher kaufte, sie auch sammle und wahrscheinlich auch einige tausend gelesen habe, wahrscheinlich nicht, wenn auch vielleicht einen eigenen Stil.

Aber wenn jetzt ein Grundschüler oder ein Legastheniker mehr oder weniger mühsam ein Buch liest und es es dann genauso mühsam bespricht, würde ich „Toll!“, sagen und nicht „Mei so was Schlechtes habe ich noch nie gelesen!“, weil ich ja niemanden abschrecken will.

Ich verreiße, auch wenn ich vielleicht ein nicht so gelungenes Buch gelesen habe, nicht oder nur selten, weil man auch da wertfrei seine Meinung äußern kann und da ich viel und eigentlich alles lesen will, lese ich fast nie ein Buch zweimal. Habe aber schon einmal bei einem Buch noch einmal angefangen, wenn ich nicht mehr mitgekommen bin und denke immer noch, das Lesen ist schön und eigentlich will ich alles lesen!

2020-09-01

Zurück in Wien

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 18:44
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Der September hat angefangen und pünktlich mit dem Herbstbeginn, wie es jetzt ja überall heißt, hat auch das Wetter angefangen kalt zu werden und zu regnen und das Herbstprogramm, obwohl ja noch eine Ferienwoche beginnt oder beginnt nicht wirklich, weil man ja, wie schon geschrieben zu den meisten Veranstaltungen Indoor nicht ohne Maske gehen kann.

Die Programme kommen aber und die Bücher, die der deutschen Buchliste, die österreichische wird ja übermorgen bekanntgegeben und mir kommt vor bei mir verlangsamtsich derzeit alles.

Ich höre vie Oe24 TV, interessiere ich mich ja sehr für die Corona-Krise und die zweite Welle, die ja kommen soll oder schon da ist und sich wenn es kalt wird und alles Indoor sein wird lustig mit den Grippenviren vermischen wird.

Was den Politikern Angst macht, so werden Verschärfungen angedroht und eine Ampel eingesetzt, die uns sagen soll, wie die Lage istß

Wo schon rot, wo man dann zu Hause bleiben soll und dafür wurde, glaube ich, ein neues Epidemiegesetz beschlossen oder geplant, daß man das leichter und verfassungskonformer umsetzen kann und am Samstag gab es in Berlin eine große Demo.

Die wurde zwar am Mittwoch verboten, dann doch wieder erlaubt und geht es nach den Medien waren dort lauter Coronaleugner, Impfgegner, Rechte und Leute, die die Reichsratgebäude stürmen wollten und das war ja etwas, was mich ein bißchen störte, als ich im Mai auf ein paar solcher Demonstrationen war, daß mir dort die Buberln vom Martin Sellner, ein Flugblatt in die Hand drückten und die Urheber des „Stopp den Corona- Wahnsinn“ die FPÖ ist und dort kann man doch nicht unterschreiben, so habe ich es auch nicht.

Auf eine diesbezügliche Demo würde ich aber gerne wieder gehen und habe am Mittwoch im Internet und sogar auf dem Ballhausplatz nach einer gesucht.

Es war dann zeitgleich mit der in Berlin eine in Wien, ich aber zu dieser Zeit in harland, wenn aber nächsten Samstag wieder eine wäre, könnte ich hingehen, gibt es da ja kein Volksstimmefest und kein „Linkes Wort“, was für mich ja immer der Anfang des Herbstbeginnes war und ein bißchen finde ich es schon seltsam, daß sich plötzlich nur die Rechten gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte einsetzen und besorgt über Gesetzesänderungen, die diese einschränken sind, während man von den Linken und den Grünen diesbezüglich nicht viel hört, obwohl die Leute, die ich kenne, ja eigentlich meiner Meinung sind, daß man mit diesem Virus auch anders umgehen könnte und vieles eigentlich sehr widersprüchig ist.

Der Sommer ist zu Ende oder fast und es war eigentlich ein schöner und obwohl wir nicht im Ausland waren, wir wollten im Juni in Deutschland den Rhein oder Main mit dem dem Rad hinunterfahren, ist viel losgewesen, viele Veranstaltungen im Juli im Cafe Prückl, ein paarmal O-Töne, ein paarmal Weinhaus Sittl. Da kommen dann die Leute hin, die sich nicht vor einer Ansteckung fürchten.

Ich war in Strobl, im Künstlerdorf im Burgenland, in Mariazell, etcetera und ich habe viel geschrieben und habe jetzt zwischen meinen Stunden vor das „Notizbuch“ zu korrigeren. Das hat jetzt zwei oder dreiundachtzig Seiten, ist noch nicht so ganz flüssig, aber eigentlich wieder gut geworden und, wie es dann mit meinen Corona-Texten weitergeht ist noch nicht so klar, weil ich noch nicht weiß, wie lange ich mit den Korrrigieren brauchen werde.

Wenn ich bis Ende Oktober damit fertig bin, könnte ich die dritte Corona- Geschichte während des „Nanowrimos“ schreiben. Da wüßte ich aber nicht worüber, aber auf jeden Fall entlang der wirklichkeit entlang und wenn ich da wieder eine Maskengegnerin als Protagonistin nehme, müßte sich schon was ergeben und Zeit werde ich im November wahrscheinlich haben, weil ja keine „Buch Wien“ und andere Veranstaltungen aber auf jeden Fall ein straffes Leseprogramm, da habe ich ja nachdem ich jetzt endlich mit dem „Halbbart“ fertiggeworden bin, geschrieben, daß ich da ja einige Lesemarathons einlegen möchte, um meine Buchpreislisten und andere Neuerscheinungen zu schaffen und da gibt es sicher interessante Bücher, die man auch lesen kann.

Man muß nicht unbedingt zu Veranstaltungen gehen, obwohl das Drumherum versäumt man dann, man sieht manche Kollegen, Autoren, Besucher nicht. Aber gut sehr leide ich nicht darunter muß ich sagen, sondern nehme es eher als Veränderung hin.

„Das Fräulein No“ ist durchgesehen und jetzt in der Druckerei. Nächste Woche sollen die Bücher kommen hurrah, hurrah, das „Frühlingserwachen“ ist beim Alfred und der kommt jetzt, obwohl oder weil jetzt in Pension nicht wirklich damit weiter.

Ein neues Rad hat er mir gestern in Harland auch gekauft, obwohl ich ja zwei andere habe, das in Harland aber schon ein bißchen am Kaputtwerden ist.

Mit dem bin ich dann, nachdem ich es von St. Pölten nach Harland zurückgefahren hatte, gleich mit der Anna und der Lia weiter bis zur Radlerschänke in Ochsenburg geradelt, obwohl die am Montag Ruhetag haben, aber die L,ia hat einen Fahrradanhänger, so ein Waggerl bekommen und damit wurde sie gleich ausgefahren und ich warte ja schon ungeduldig, daß sie zu Laufen anfängt.

Damit läßt sie sich, obwohl schon vierzehn einhalb Monate noch Zeit und vielleicht tut sie es schon, wenn ich das nächste Mal nach Harland komme, das wird ja wahrscheinlich erst in zwei Wochen sein.

Bis dahin lesen habe ich mir vorgenommen und festgestellt, daß bei mir derzeit alles etwas verzögert ist und ich durch die Maßnahmen im Herbst wahrscheinlich mehr Zeit habe, denn die „Ohrenschmaus-Texte“, die um diese Zeit meistens kamen, kommen diesmal auch erst später, weil der Preis auf das nächste Jahr verschoben wurde, macht ja nichts, vielleicht kann ich dann eine Laudatio halten, denn mit Maske würde ich, das habe ich schon geschrieben, nicht hingehen.

Also auf in den Herbst oder Restsommer. Die Ruth hat heute angerufen und gefragt, ob wir mit ihr am Samstag auf den Rathausplatz gehen wollen?

Sie hätte dort reserviert und wenn sie, die Restplätze bekommt, eine Viererloge und es wäre Corona bedingt trotzdem schön, also auch interessant und alles anders und das ist ja wahrscheinlich die Chance in der Krise, zu sehen, was da rundherum alles passiert und, wie das jetzt, wenn man Montag die Schule beginnt mit der zweiten oder dritten Welle weitergehen wird?

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