Literaturgefluester

2015-04-22

Die Dialoge des Gustav Ernst

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:35
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Am Mittwoch und am Donnerstag wird und wurde an zwei Nachmittagen und Abenden in der „Alten Schmiede“ Gustav Ernst im Portrait vorgestellt, beziehungsweise ein Colloquium oder Symposium über den großen Realisten abgehalten. Kurt Neumann erklärte in der Einleitung, das wievielte literarische Portrait das schon wäre, er zähle  keinen Namen auf, aber bei dem über Peter Henisch bin ich gewesen und bei den Geburtstagsveranstaltungen der Friederike Mayröcker und Gustav Ernst, das habe ich, glaube ich, schon öfter geschrieben, zählt neben Peter Henisch sicher zu meinen Lieblingsautoren, da ist es der Realismus und das Politische, das mich anzieht, die manchmal zu starke Sprache und die Männerphantasien eher nicht. Aber dazu komme ich noch später, erst begann der Germanist Walter Hinderer, der auch Präsident der „Fried Gesellschaft“ ist oder war, deshalb waren wahrscheinlich auch die Lunzers, Robert Huez und Anne Zauner im Publikum, aber auch Daniela Strigl, Alexandra Millner, Julia Danielcyk, der liebe Rudi, Dine Petrik, Herbert J. Wimmer und und und, mit seinem Vortrag „Theatralität als amimetisches Erzählen“ heißen hätte sollen, dann aber etwas über das „Produzieren und von Produzenten“ im Titel hatte und den Realismus des 1944 geborenen Autors, der 2013 den „Preis der Stadt Wien“ bekommen hat, an Hand von drei Romanen, nämlich „Trennungen“, 2000, „Beste Beziehungen“, 2011 und  „Grundlsee“, 2013, erläuterte und Kurt Neumann hat vorher, glaube ich, noch von den „Wiener Vorlesungen“ etwas erzählt, die Gustav Ernst in der „Alten Schmiede“ gehalten hat und wahrscheinlich auch von seinem Debutroman „Einsame Klasse“, der in den Siebzigerjahren erschienen ist, von dem Dichter Korsch und seiner Frau, einer Malerin handelt und sich auch auf die „Arena Besetzung“ 1976 bezieht, da war Gustav Ernst ja im „Literaturmuseum“ zu sehen und den Roman im „Verlag der Autorenproduzenten“ habe ich mir in den Siebzigerjahren auch gekauft und Gustav Ernst wahrscheinlich über die Zeitschrift „Wespennest“ kennengelernt, die er mit Peter Henisch, Helmut Zenker, E.A.Richter, Josef Haslinger und anderen herausgab und wo ich  auch sehr lange meine ebenfalls realististischen Texte hingeschickt habe. Dann kamen Ulrike Krawagna, die über die „Einsame Klasse“ dissertierte, Hans Höller, ein Germanist, der über Thomas Bernhard etc forschte, und Martin Kubaczek und stellten die „Einsame Klasse“, den Monolog „Die Frau des Kanzlers“ und eben „Grundlsee“ vor. In „Einsame Klasse“ geht es um den Literaturbetrieb der Siebzigerjahre und um seine Bedingungen, damals hat sich ja die GAV aus Protest gegen den konservativen PEN gegründet, Gustav Ernst war Gründungsmitgied, die Zeitschrift „Wespennest“ für brauchbare, sprich realistische exte, wurde gegründet und in dem Dichter Korsch und seiner malenden Frau läßt sich sicher auch viel autobiografisches entdecken, war Gustav Ernst ja damals mit Elisabeth Ernst verheiratet. „Die Frau des Kanzlers“ 2002  erschienen ist eine Reaktion auf Schwarz-Blau und das Stück wurde 2003 in einer Galerie auf der Westbahnstraße, glaube ich, von Eva Dithe vorgeführt, da hält die Frau des Kanzlers eine Schimpftirade, während ihr Mann daneben sitzt und Mozart spielt. Ein Stück, das ich nicht gelesen habe, aber mich von seiner politischen Kompenente wegen sicherlich am meisten interessiert. Die neuen Romane, wie „Grundlsee“ habe ich gelesen, das wurde von den Germanisten, als das poetischste bezeichnet, es ist sicher auch ein sanfterer Familienroman als „Beste Beziehungen“, wo ein Mann, der von seiner Frau unterdrückt wird, am Ende Amok läuft, hier geht es um den Tod und das Sterben, die Kinder stellen sich vor, wo sie einmal neben ihren Eltern im Grab liegen werden und dann stirbt von Kapitel zu Kapitel jemand weg, am ersten der Vater, aber der ist sozusagen als Gespenst bis am Schluß des Buches vorhanden, wenn er auch immer schwächer wird und sich an immer weniger erinnern kann. Gustav Ernst las je ein paar kurze Stellen aus den Büchern, danach folgten die wissenschaftlichen Erläuterungen und nach einer Pause mit Getränken folgte Markus Köhle und erzählte in zwanzig Minuten von den Zeitschriftenherausgeber, „Wespennest“ bis 1995, „Kolik“ gemeinsam mit Karin Fleischanderl ab 1997, erzählte kurz etwas von den Konflikten und von den Veränderungen, die die „Zeitschrift für brauchbare Texte“ im Laufe der Jahre machte, irgendwann kam Walter Famler dazu, verwandelte sie in eine Essaysammlung, stellte das Geld auf, um die Zeitschrift zu finanzieren, die Gründungsmitglieder zogen sich nach und nach zurück, zuletzt Gustav Ernst und jetzt gibt es die „Kolik“, den „Kolik Slam“ und die „Kolik Lounge“, wo auch Realisten, wie Anna Weidenholzer, Rudi Lasselsberger, Harald Darer, aber auch andere Autoren wie Michael Hammerschmid, Robert Prosser etc, die später vielleicht den Priessnitz-Preis, zu dessen Juroren Gustav Ernst ja gehört, gewinnen. Danach kam noch einmal ein Referat eines Literaturwissenschaftler über die „Realistik bei Gustav Ernst“ und erläuterte sie an den Romanen „Trennungen“ und „Frühling in der Via Condotti“ und „Grado“ „Trennungen“ habe ich nicht gelesen, ich glaube, aber einmal in der „Alten Schmiede“ gemeinsam mit Helmut Eisendle eine Lesung daraus gehört und, ich glaube, mich auch zu erinnern, daß ich in der Diskussion sagte, daß das gemeinsame zwischen beiden Autoren wäre, daß zwei alten Männer über die Liebe und den Tod reden würden. Gustav Ernst ist ja sehr dramatatisch, verwendet oft die direkte Rede,  Monologe und“sagte er“,“ sagte sie“. In „Trennungen“ erzählt ein Mann, daß er von Rom kommt, wo ihn seine Frau mit einem Architekten betrügt und nach Wien zu seiner sterbenden Mutter fährt, in der „Via Condotti“ fährt ein Ehepaar zum zwanzigsten Hochzeitstag nach Rom, um dort die Hochzeitsreise wieder zu erleben und wird enttäuscht, weil es die schönen Erinnerungen nicht mehr findet, sehr interessant hier den Bezug zur Realität herzustellen und „Grado“ ist ein Text, den ich auch nicht gelesen habe, der mir aber wahrscheinlich nicht gefallen würde, denn da lädt einer eine Frau zum Essen ein und hält ihr einen Monolog, daß er nicht mit ihr schlafen, sondern nachher nach Hause und onanieren gehen wird. En bißchen a la Bernhard, würde ich vermuten und auf dem Buch steht drauf, daß es erst für Leser ab achtzehn empfohlen wird. Danach gab es es Diskussionsrunde mit Wolfgang Straub, der fragte, ob Gustav Ernst Ekel oder Entzücken bei den Lesern auslöste und da verwunderten mich die Herren Höller und Hinderer, die ins Entzücken kam und von der Romatik und von Hofmannsthal schwärmten, so würde ich Gustav Ernst nicht empfinden, sondern als einen politischen Realisten mit einer starken Sprache und stark männlichen Themen. Ulrike Krawagna sagte, daß sie „Beste Beziehungen“ weglegen hätte müßen. Ich habs zu Ende gelesen und stimmte einer Stimme aus dem Publikum zu, daß das wohl eine eher weibliche Reaktion ist, mit den starken Männerphantasien nicht soviel anfangen zu können. Martin Kuabczek verwies noch auf einen anderen Ernst Roman „Helden  der Kunst, Helden der Liebe“, wo zwei Dichter nach Frankfurt fahren, bei jedem Autobahnrestaurant Rast machen und da auch endlos über alles schwadronieren. Die Frage wurde aufgeworfen, wie filmisch oder dramatisch Gustav Ernst sei? Kurt Neumann meinte, er hätte sich von seinem Realismus wegentwickelt und würde jetzt andere Themen haben und jedes seiner Bücher wäre nach einem eigenen  Konzept geschrieben. Die Abschlußfrage war die nach dem Lieblingsbuch, da wurde „Grundlsee“ als das poestischte am öftesten genannt. Mich hat die Veranstaltung auf „Die Frau des Kanzlers“ neugierig gemacht und Morgen geht es weiter mit „3 Interpreatationen zur Theaterarbeit“, denn Gustav Ernst ist ja auch Dramatiker und einige Stücke. wie „Tausend Rosen“ habe ich im Volkstheater auch gesehen. „Herzgruft“ habe ich einmal gekauft oder gefunden und das Programm von der Uraufführung am 10. April 1988. im Künstlerhaus lag  zur freien Entnahme auf. Ulf Bierbaumer, Gabriele Mathes, und Tom Kleijn werden Vorträge über „Die große Wut des Gustav Ernst“ oder „Gustav Ernst auf der Bühne“ halten, aber da werde ich  beim Büchertauschfest im Reumannhof sein und zwei meiner eigenen realistischen Texte lesen. Nachher kommt ein Interview mit Franz Schuh, der auch zur „Wespennest-Redaktion“ gehört und ganz am Schluß liest Gustav Ernst aus seinem neuen Roman „Zur unmöglichen Aussicht“, der auch wieder ein Monolog in einem Gasthaus zu sein scheint.

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2013-12-04

Ein Tag mit Gustav Ernst und Erich Klein

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:18

Am Mittwoch wurden die Kultur- und Ehrenpreise der Stadt Wien vergeben und Gustav Ernst hat den für Literatur, Erich Klein den für Publizistik bekommen, eine Gelegenheit, da die beiden auch am Abend in der neuen MUSA-Reihe lesen werden, einen Blogbeitrag Gustav Ernst zu widmen, den ich ja, glaube ich, schon von den Anfängen meiner Beschäftigung mit Literatur kenne.
Seit den Siebzigerjahren aus „Wespennest“ seiner Autorenreihe, die er, damals glaube ich, hatte, zumindest ist „Einsame Klasse“ in einem Autorenverlag herausgekommen und ich habe damals meine Texte ja noch sehr herumgeschickt und 1980, glaube ich, bei dieser „Literatureck-Reihe“ in der „Alten Schmiede“ gelesen, wo alle lesen durfte und die „Alte Schmiede“ zwei Diskutanten zur Verfügung stellten, die darüber sprachen.
Bei mir waren das Marie Therese Kerschbaumer und Gustav Ernst und weil Gustav Ernst in Wien auch viel literarisch unterwegs ist, sehe ich ihn öfter bei Literaturveranstaltungen. Ich habe einige seiner Bücher gelesen und in letzter Zeit schenkt er mir auch seine „Kolik-Ausgaben“.
So habe ich ihm bei der „Priessnitz-Preisverleihung an Anna Weidenholzer“ Ende Oktober darauf angesprochen, daß ich gerne zu derPr4eisverleihung, die Nachricht habe ich http://www.buecher.at entnommen, bzw. hat sie mir, glaube ich „Kolik“ geschickt, kommen möchte.
„Elf Uhr, Wappensaal“, hat er mir gesagt und bei der „Buch-Wien Eröffnung“ hat mir Julia Danielczyk auch ein „Musa-Programm“ und ihre Mailadresse in die Hand gedrückt.
Als ich knapp vor elf mit dem „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ den Wappensaal erreichte, hat gerade eine Bedienerin, die Rathausstiegentür geschlossen und ein Herr mich in den Wappensaal hineingelassen, wo Gustav Ernst gerade eine Rede hielt, wie das so mit den Verlagen und der Literatur ist, daß nur mehr junge attraktive Frauen eine Chance haben und mittlere Verlage ihre Produktionen einstellen, weil die Leute nicht mehr soviel lesen und das Feuilleton nur mehr einige wenige Starautoren ununderbrochen feiert, während die anderen, der Rest ohne die Stipendien und Preise, der Stadt Wien, zum Beispiel verhungern würde.
Aber von denen der Stadt Wien können auch nicht alle leben, gibt es ja nur vier und zweihundert reichen darum ein und dann gibt es ja noch die, wie mich zum Beispiel, die das gar nicht mehr tun und trotzdem schreiben.
Gustav Ernst wünscht sich einen österreichischen Buchpreis, eine gute Idee finde ich, obwohl den wahrscheinlich Daniel Kehlmann, Thomas Glavinic und Michael Köhlmeier und zur Not vielleicht noch Peter Henisch oder Gustav Ernst gewinnen würden und mehr Stipendien, auch sehr gut.
Dann kam der Hofrat Denscher, stellte die Preisträger vor und das waren zwölf, denn es wurden auch die Preise für Architektur, bildende Kunst, Musik und sogar für Wissenschaft und Volksbildung mitvergeben. Dann kam die Übergabe mit der Urkunde und dem Blumenstrauß und danach Erich Klein mit der Dankesrede, der sich glaube ich, mit der Frage beschäftigte, was Literaturpreise für das Nachkriegsösterreich bedeuten, weil es die „Preise der Stadt Wien“ seit 1949 gibt.
Danach wars festlich mit Wein, Brötchen und Süßen und SiSi Glockner ist begeistert auf mich zugekommen, ansonsten waren nur wenige literarische Bekannte zu sehen, was vielleicht dadurch verständlich ist, das nur ein Preis für Literatur und ich glaube vier für die bildende Kunst, vergeben wurden.
Friedrich Achleitner ist aber, wie ich zu spät gekommen und hatte wohl auch die ursprüngliche Beginnszeit. Sonst waren Daniela Strigl, Alexandra Millner, Robert Huez vom Literaturhaus da, den ich gleich mein Literaturgeflüster-Texte-Buch“ zeigen konnte, für das ich ja gerne eine Literaturhausrezension haben will und wenn es geht, eine in der „Kolik“, auf jeden Fall habe ich das Buch Gustav Ernst mitgebracht, er kommt ja in meinen Blog öfter vor, im Buch, wo eher die literarischen Texte enthalten sind, glaube ich, nicht soviel Walter Famler war, glaube ich, auch noch da und natürlich Julia Danielczyk, Karin Fleischanderl und und und.
Am Abend ist es dann im „Musa“ mit den Lesungen der beiden Preisträger weitergegangen. Seit Oktober gibt es ja diese Veranstaltung wo am ersten Mittwoch im Montag die Preisträger und Stipendiaten der Stadt Wien vorgestellt werden schon und ich finde das sehr toll und denke auch, daß der Steuerzahler ein Recht hat zu wissen, was mit seinem Steuergeld passiert und wer davon gefördert wird, obwohl ich schon weiß, daß das die meisten Leute höchstwahrscheinlich nicht sehr interessiert.
Mich aber schon und so bin ich nach meiner Diagnostik und einer neuerlichen Aussendung meines „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und einem davon in der Tasche, das ich eventuell Julia Danielczyck geben wollte, in die Felderstraße marschiert. Gegeben habe ich das Buch dann Herbert J. Wimmer, der bei den Gästen war und Julia Danielczyck erklärte in ihrer Einleitung, daß es diesmal um Utopien, die Siebziger Jahre und die politischen Veränderungen gehen würde.
Erich Klein begann mit seiner Leseung und der in NÖ geborene Publizist und Übersetzer, den ich ich von den „Literatur im Herbst“ Veranstaltungen kenne, der in den Neunzigerjahren zehn Jahre in Moskau lebte, las einen Essay darüber, der im „Wespennest“ erschienen ist, der die Revolutionen von 1991 und 1993 schilderte, wo nach dem Freiheitsgefühl, die Panzer durch die Gegend schoßen, sich die Leute auf den Boden legten und von den Passanten als betrunken, bekifft oder verrückt verlacht wurden.
Dann kam Gustav Ernst und der las, was mich besonders freute, nicht aus „Grundlsee“, was ich eigentlich erwartet hatte, sondern aus „Einsame Klasse“, seinem 1979 zuerst erschienenen Roman, den ich mir damals auch kaufte und gelesen habe.
„Deuticke“ hat ihn 1996 noch einmal aufgelegt, jetzt ist er vergriffen, Gustav Ernst las aber drei Stellen daraus vor, die erste handelt davon, daß sich die beiden Protagonisten, ihresgleichen Schriftsteller, erkundigen, wer heuer den „Preis der Stadt Wien“ gewonnen hat?
Gustav Ernst natürlich und der hat fast fünfundzwanzig Jahre dazu gebraucht, kam in der zweiten Stelle als besonders begnadeter „Wichser“ vor und dann auch noch die Symbolisten Nicolas Born und Peter Handke, die es neben den Realisten wie Scharang, Innerhofer, Wolfsgruber etc, auch gegeben hat. Außerdem handelt der Roman auch von der „Arena-Bewegung“ 1976, dem Feminismus und noch viel anderem.
Ich sollte das Buch, das ich in Harland stehen habe, noch einmal lesen, aber dazu fehlt mir die Zeit und so kann ich mich nur auf die Diskussion konzentrieren, wo sich Julia Danielcyck nach den Utopien und dem Feminismus jeder Zeit erkundigte.
Der später geborene Erich Klein, der damals wohl noch zur Schule gegangen ist, war da sehr skeptisch und hat an die Dissidenten gedachte, die damals über Wien in die USA integrierten und sich über die Studentinnen geärgert, die während seiner Studienzeit strickten und ich denke, daß sich die Utopien, die ich damals hatte „Ich will den Nobelpreis für Literatur, aber zumindestens einen Preis der Stadt Wien bekommen!“, in Resignation umgewandelt haben, aber dann ging es schon zum Small Talk, zum Brot und Wein.
Daniela Strigl war da, Andrea Grill, Judith Nika Pfeifer, Günter Kaindlsdorfer und natürlich noch viele andere und wir haben inzwischen das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ fotografiert, so daß ich noch einen diesbezüglichen Promotionsartikel schreiben kann, das mir auch sehr wichtig ist und, wie, ich glaube, das literarische Wien der letzten fünf Jahre sehr gut dokumentiert.

2019-05-12

Herzstücke

Filed under: Bücher — jancak @ 00:47
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Jetzt kommt wieder ein Buch, wie ich es liebe, ein Sachbuch über den Literaturbetrieb und die Autoren, zwar in der Theaterabteilung, der weiche ich ja meistens aus und lassen dann die Theaterstücke in den Bücherschränken liegen oder ich kaufe sie aus der Abverkaufskiste und ärgere mich dann darüber, weil ich sie wahrscheinlich nicht lesen werde.

Aber der1932 in Frankfurt geborene Karlheinz Braun war wohl ein Theatermann mit Herz und Seele und so heißt auch sein großes, über sechshundert Seiten Buch das bei „Schöffling“ erschienen ist „Herzstücke“ mit dem Untertitel „Leben mit Autoren und im Nachwort steht, daß der alte Herr keine Autobiografie schreiben wollte. Aber wenn er ein Buch über die Autorenschaft der letzten sechzig Jahre schreiben will, dann ist es auch ein Buch über die Geschichte Nachkriegsdeutschland und so fängt es im ersten Teil auch mit der Kindheit an.

Er ist der Sohn eines evangelischen Autohändlers, der eine Katholikin heiratete und weil man das in dem Dörfchen aus dem sie stammten, nicht tundurfte, zog die Familie nach Frankfurt und nach dem Bombenfall mit ihren Söhnen wieder in das Heimatdörfchen zurück.

1950 kam er wieder nach Frankfurt, wo Karlheinz das Goethe-Gymnasium besuchte, dann Germanistik studierte und sich schon bald in einem Studententheater engagierte, wo er Günter Grass, Bertold Brecht und Stücke des absurden Theaters aufführte. Seine Dissertation schrieb er über Max Frischs „Stiller“ und trat dann, er hat inzwischen geheiratet und erwartete sein erste Kind Ende der Fünfzigerjahre bei „Suhrkamp“ als Lektor in der frisch gegründeten Theaterabteilung ein.

Im dritten Teil schildert Karlheinz Braun, wie er sich erst in einem Zimmer mit einer Sekretärin in die Verlagsarbeit einarbeiten mußte, er ist viel herumgereist und hat viele Autoren, die von der Gruppe 47 kamen, wie Wolfgang Hildesheimer, Peter Handke, Martin Walser und Thomas Bernhard entdeckt, darunter nur wenige Frauen, die es in den sechziger Jahren als Theaterautorinnen noch nicht sehr gab, aber Gerlind Reinshagen und Marielusie Fleißer und er bleibt zehn Jahre bis 1969 bei „Suhrkamp“.

In dieser Zeit wurde es auch politisch, der Brecht-Boykott, der ja vor allem in Wien von Friedrich Torberg und Hans Weigel ausging, wurde überwunden, Martin Walser schrieb seine ersten Stücke, in denen er den Holocaust aufarbeitete und Peter Weiss seine „Auschwitz-Stücke“.

Es kam die Studentenrevolte und bei „Suhrkamp“ kam es zum „Aufstand der Lektoren“, so daß dann Karlheinz Braun 1969 mit dem Lektor Walter Boehlich, den er in einem langen Kapitel dem “ Suhrkamp-Leiter“ Siegfrid Unseld gegenüberstellt, „Suhrkamp“ verließ und mit ihm den „Verlag der Autoren gründete, einer, wo die Autoren die Eigentümer sind und die Lektoren, wie Karlheinz Braun als Delegierte fungieren.

Fast alle „Suhrkamp-Autoren“ bis auf Peter Weiss machen mit, trotzdem sitzt der Verlag zunächst ohne Arbeit da, da die Autoren meist keine neue Stücke hatten, da hilft Urs Widmer, auch eine ehemaliger „Suhrkamp-Lektor“ aus, der die Stücke von Eugene Labiche übersetzt und die „Experimenta“ ein Avantagarde-Theaterfestival gab es auch.

Da wurde ein „Boulvardstück von ***“ gespielt. Das Bühnenbild zeigte ein leeres Wohnzimmer mit Honecker-Bild. Das Telefon klingelt solange, bis  einer der Zuschauer ranging. Die Stimme in der Leitung sagte „Fühlen Sie sich wie zu Hause!“

Die Bühne füllte sich langsam, wurde zertrümmert und wieder aufgeräumt. Ob sowas wirklich ohne Inzensierung funktionieren kann, bin ich mir nicht sicher.

Der Übergang zur Wiener Gruppe, H. C. Artmann und Gerhard Rühm, der dann auch Gesellschafter beim Verlag wird ist damit  da und natürlich Peter Handke, dessen Stücke ein wichtiger Bestandteil des Verlages waren, bevor er sich  von ihm  trennt.

Es gibt in München auch einen Filmverlag und Hörspielproduktionen. KHB, wie er sich nennt, macht sich in Vorträgen über das realistische Theater Gedanken, fährt zum steirischen Herbst, wo er die österreichischen Autoren Harald sommer und Helmut Eisendle kennenlernt.

Peter Rosei hat er  schon vorher im Verlag gehabt. Ansonsten arbeitet er mit Botho Strauß, Hans Magnus Enzensberger, Heiner Müller aus der DDR, Gerd Loschütz, Dario Fo und und zusammen, bevor er 1976 einen „Brief an die Autoren“ schreibt, in denen er ihnen mitteilt, daß er für drei Jahre an das Schauspielhaus Frankfurt gehen wird.

1979 kehrt er zurück, hat einige Krisen zu lösen, bekommt vom Regisseur, der Friederike Roths „Klavierspiele“ so betreut, daß die Leute gehen, eine Ohrfeige und holt den linken österreichischen Autor, Gustav Ernst, den er ebenfalls beim steirischen Herbst kennengelernt hat, in sein Team, dessen Theaterstücke „Tausend Rosen“ und „Blutbad“, im Volkstheater aufgeführt, für ihn aber zu sexistisch waren.

Elke Heidenreich, die berühmte, die sich ja sehr für das Lesen einsetzt, die aber auch Fernsehsketches machte, war mit ihrem Ex-Mann in dem Verlag vertreten und auf einige Autorenfilmer, wie beispielsweise Wim Wenders ging er auch in einem Artikel ein.

Bei Rainer Werner Fassbinders Film  „Berlin Alexanderplatz“ soll er die Rolle des Rechtanwalts Dr. Löwenhund spielen und hat Schwierigkeiten den Text zu lernen, was erst mit dem alten Trick das Textbuch unters Kopfkissen zu legen, während er mit Fassbinders Crew Kegeln geht.

Und von den internationalen Autoren werden der Chilene Antonio Skarmetea und der Brasilianer Augusto Boal erwähnt, der, glaube ich, das freie Theater gründete.

1989 ging die DDR zu Ende was KHB auch sein Kapitel schließen  und das nächste, dann bis 2004 dem Jahr seiner Pensionierung weiter gehen läßt.

Gert Jonke den ersten „Bachmannpreis-Träger“ hat er schon 1969 kennengelernt. Es gibt einen langen Brief an ihn betreffs seines „Naturtheaters“, wo es einige Regieanweisungen gibt.

Dea Loher, die glaube ich, mal auf der Longlist des dBps stand, wird erwähnt und die Walser Tochter Theresa, die mit dem Schriftsteller Karl-Heinz Ott verheiratet, von dem ich einige Bücher in meinen Regalen habe, die er 2007 also nach seiner Pensionierung in Konstanz besucht und sich an ihre Stücke erinnert.

Zu den unzähligen Verlagsautoren zählt auch Thea Dorn, die einen Krimi geschrieben hat, der in meinen Regalen steht, jetzt im „Literarischen Quartett“ tätig ist und sich nach Theodor Adorno benannte.

Die Fragen, was das Theater ist und was es soll, wird in zahlreichen Artikeln erwähnt und es gibt zwei Essays oder Briefe die sich mit Botho Strauß befaßen. Ein nicht abgeschickter Brief an den Autor, der auch den Verlag verlassen hat, ist mit 2006 datiert, da war KHB nicht mehr im Verlag, hat ihn seinen Nachfolgern schon früher übergeben und beschäftigt sich jetzt im  Älterwerden und dem Blick zurück.

Die „Herzstücke“ stammen eigentlich von Heiner Müller, aber ein Leben mit Autoren ist natürlich auch mit zahlreichen solchen verbunden und für die eher unbedarfte Leserin, die das Theater nicht unbedingt zu ihrem macht, war die Mischung zwischen Zeit- Theatergeschichte und Autobiografie sehr interessant, obwohl ich einiges, ich gebe es zu, überblättert habe, weil mein Herz ja der Prosa gilt und ich mit einigen Namen und behandelten Themen daher nicht soviel anfangen konnte.

So habe ich auch in meiner Besprechung vieles ausgelassen und mich eher auf das mir bekannte, also beispielsweise die österreichische Autorenschaft bezogen.

2019-05-09

Dacia Maraini in der Gesellschaft für Literatur

Die Grand dame der italienischen Literatur, wie ich sie genannt habe, als ich sie vor zwei Jahren in der Hauptbücherei hörte, die 1936 in Fiesole geborene Dacia Maraini, die unter anderen mit Alberto Moravia befreundet war, hat heute ihr neues, wieder bei „Folio“ erschienenes Buch „Drei Frauen“ in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt und der Veranstaltungssaal oder die beiden Säle, es gibt ja auch einen Vorraum, wo bei Bedarf Sessel hingestellt werden und man dann nur wenig sieht, war sehr voll.

War ja nicht nur die „Gesellschaft“ sondern auch das italienische Kulturinstitut und der Verlag die Veranstalter.

Ursula Ebel hat wieder eingeleitet, Andreas Pfeifer mit der Autorin gesprochen und übersetzt und Bettina Rossbacher die deutsche Übersetzung gelesen.

Es waren aber, glaube ich, viele  italienisch Sprechende  im Publikum. Gustav Ernst und seine Frau, die italienisch Übersetzerin Karin Fleischanderl habe ich auch gesehen und in den Buch geht es, wie bei meiner „Absturzgefahr“  und, ich glaube, auch in der „Miranda“,  um eine Mehrfrauen-Generation, die im selben Haushalt leben, bei mir sind es fünf, bei Dacia Maraini nur die Großmutter, die Mutter und die Tochter, sechzig, vierzig und siebzehn Jahre alt und die Großmutter, eine ehemalige Schauspielerin, die jetzt Spritzen gibt, weil das Theater keine Hauptrollen für sie hat, ist moderner, als die Tochter Maria, die Übersetzerin ist, sie übersetzt Madame Bovary, wurde das nicht schon längst ins Italienische übersetzt und schreibt Briefe an ihrem Freund Francois, weil sie das internet haßt, die Großmutter scheint es dagegen geläufig zu benützen und Lori, die siebzehnjährige, liegt mit ihrer Mutter in Clinch. Natürlich sie ist Mitten in der Pubertät und läßt sich einen Drachen auf den Rücken tätowieren, ist für Sex statt Liebe, während die Mutter für Romantik ist.

Diese drei Stellen wurden gelesen und immer wenn Andreas Pfeifer etwas mehr von der Handlung verraten wollte, hat eine Frau im Publikum auf Italienisch geschrieben, daß er das lassen soll.

Obwohl er nur verraten hat, was ohnehin im Programm steht, daß  im Buch dann ein Mann auftaucht, in dem sich alle drei verlieben und dadurch ihr Leben durcheinander kommt.

Das ist dann die Geschichte und der Spannungsaufbau und irgendeine, wahrscheinlich Maria würde ich vermuten, fällt ins Koma und kommt  dadurch wieder zu sich, weil ihr Madame Bovary vorgelesen wird.

Da hat die Stimme wieder geschrieen. Natürlich man soll lieber das Buch kaufen und signieren lassen, was auch sehr viele taten und um das Lesen ist es in dem Gespräch mit der Autorin, die eine sehr freundliche Frau ist, auch gegangen.

Warum man lesen soll? Damit die Verlage verdienen, ist wohl nicht die richtige Antwort und natürlich, wie es mit der italienischen Gesellschaft ausschaut?

Das war die erste Frage an die Autorin und da steht in der Zeitung und habe ich auch im Radio gehört, daß in Turin eine Buchmesse stattfindet und ein faschistischer Verlag daraus ausgeladen wurde.

Das hat mit dem neuen Roman von Dacia Maraini wohl nicht sehr viel zu tun, ist aber wahrscheinlich das, was die Leute interessiert und als ich in der U-Bahnstatin mein Buch aus der Handtasche genommen hatte, ich lese gerade, vielleicht ganz passend oder auch nicht, den Thilo Sarrazin, wurde ich von einer Dame unterbrochen, die mich auf die Lesung angesprochen hat, so daß ich mich eine Station lang mit ihr unterhalten habe.

Sie war sehr begeistert von der Grand dame der italienischen Literatur, der Feministin und Frauenrechtlerin, Alberto Moroavia hat dagegen ja eher traditionell geschrieben und hat nach österreichischen Vergleichsautorinnen gefragt? Da wäre mir nur die Jeannie Ebner eingefallen, weil die österreische Grand dame die Friederike Mayröcker und auch Elfriede Jelinek ganz anders schreiben und da wäre ich wieder bei meiner „Absturzgefahr“ und meinen fünf Frauen gelandet, denn die sind ja der Roman im Roman und werden von einer Schreibtrainerin namens Fritzi Jelinek betreut.

2019-02-18

Zweimal Schauspielhaus

Armin Thurnher im Gespräch mit Franz Schuh

Armin Thurnher im Gespräch mit Franz Schuh

Der „Falter-Herausgeber“ Armin Thurnher feiert am einundzwanzigsten Februar seinen siebzigsten Geburtstag und das wurde am Sonntag mit einer Matinee im Schauspielhaus gefeiert.

Alfred, der das, glaube ich, durch Facebook erfahren hat, hat Karten bestellt und so sind wir heute in die Porzellangasse gefahren und waren so früh da, daß wir beobachten konnte, wie das Catering-Team, die Gläser in das Theater hineingetragen haben.

Es gab auch einen Büchertisch, denn statt einem Geburtstagsfrest hat Armin Thurnher, glaube ich, zu diesem Anlaß zwei Bücher geschrieben.

Das eine heißt „Seinesgleichen“ und ist eine Zusammenfassung seiner „Falter-Kolumnen“ von, glaube ich, 2000 bis heute, die er ja immer mit dem Satz „Und im übrigen bin ich der Meinung…“, schließt.

Armin Thurnher am Klavier und Annette Bik an der Geige

Armin Thurnher am Klavier und Annette Bik an der Geige

Das wurde in der Matinee vorgestellt, das andere bei „Zsolnay“ erschienen, „Fähre nach Manhatten“, schildert seine Amerikaaufenthalte und langsam trudelten auch die Festgäste ein. Die „Falter-Redakteure“ Doris Knecht, Klaus Nüchtern, Florian Klenk, der, glaube ich, sein Nachfolger wird, habe ich gesehen, aber auch Josef Haslinger, Doron Rabinovici und. ich glaube, auch Helmut Peschina.

Wir haben unsere Plätze am Balkon gehabt, so daß wir gut auf die Bühne und auch das Publikum hinuntersehen konnte.

Siegmar Schlager vom „Falter-Verlag“ hat eröffnet und dann hat Armin Thurnher, bei dem ich schon bei einer seiner Preisverleihungen war, mit Franz Schuh vierzig Minuten lang über seine Kolumnen und auch das politische Geschehen diskutiert.

Und Detail am Rande, Siegmar Schlager hat zu Beginn den Bundenkanzler  mit Pause „Alfred Gusenbauer“, der das nach dem ersten Schwarz Blau eine Zeitlang war und in der ersten Reihe gesessen ist, begrüßt und davon handeln wohl auch die Kolumnen, von denen Armin Thurnher eine gelesen hat.

Armin Thurnher und Sigmar Schlager beim Anschneiden der Geburtstagstorte

Armin Thurnher und Sigmar Schlager beim Anschneiden der Geburtstagstorte

Falsch, die hat von „Mozart“ und die Frage, ob er ein Deutscher war und ob die Deutschen ihn uns wegnehmen können, gehandelt und das leitet schon zu den Musikbeiträgen über, denn die hat es auch gegeben.

Die Geigerin Anette Bik hat zuerst Bach und Bernhard Gander gespielt und dann mit Armin Thurnher am Klavier  ein Stück aus einer Mozart-Sonate. Dann gab es noch einen Tango von Astor Piazolla gespielt von Anette Bik und Christian Heitler und dann wurde die Torte mit dem Cover des nächsten „Falters“, das seinen Chefredakteur mit seinem Bildnis feiert, auf die  Bühne getragen und Armin Thurnherr hat sich noch vorher bei den Menschen entschuldigt, die er in den letzten vierzig Jahren beleidigt, etcetera, hat.

Das betrifft mich nicht, aber ich habe früher öfter meine Texte an das Blatt geschickt, die nie genommen wurden. Das habe ich auch in der „Dora Faust“ so thematisiert und ganz früher, bevor ich noch meine Kassenverträge hatte, im „Falter“ öfter inseriert.

Es gab dann die  Brötchen, den Wein und den Sekt. Man konnte sich das Buch signieren lassen. Armin Thurnher, der in Vorarlberg geboren wurde, gratulieren und richtig „Happy Birthday, lieber Armin!“, wurde auch gesungen.

Anschließend haben wir wieder unseren Sonntagsspaziergang auf die Mostalm auf der Sophienalpe gemacht und da war interessant, daß ich, als ich im Auto das Radio und das „Ö1-Quiz“ aufdrehte, Armin Thurnhers Stimme hörte und er und sein siebzigster Geburtstag Rategegenstand war.

Am Montag sind wir wieder in die Porzellandgasse gepilgert, da  die „Alte Schmiede“ dort ihre „Schmieden-Debatten“, macht, einen gesellschaftlicher Diskurs, den Walter Famler schon bei der letzten „Literatur im Herbst“ ankündigte und bei der ersten diesbezüglichen Veranstaltung, die  1950 in London geborene Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak mit dem 1960 geborenen Rechtsanwalt und Abgeordneten der ehemaligen Loste Pilz, Alfred J. Noll zum Thema „Sprache und Recht“ miteinander diskutieren ließ.

Wir waren wiedermal, um zu unseren Zählkarten zu kommen, früh daran, so daß wir vorher bei einem Glas Wein und einem Bier in der Kantine saßen, wo früher, noch unter der alten Direktion Gustav Ernst seine Kolik-Lounges machte, die es jetzt nicht mehr gibt.

Aber die „Alte Schmiede“ hat öfter ihre Programme im Schauspielhaus und dort wird nicht nur der „Subutex“, sondern auch Robert Menasses „Hauptstadt“ aufgeführt und so sind wir zum zweiten Mal, diesmal im Parterre in der dritten Reihe, die ersten zwei waren für die Vips, wie beispielsweise Peter Rosei, die dann gar nicht erschienen sind, reserviert und so ein politischer Diskurs ist ja in Zeiten, wo die Rechten, die die Welt verdrehen wollen, über die Linksfaschisten schimpfen und Multikulti für gescheiterthalten, sehr interessant und wichtig und ich erhoffe mir dann immer Antworten auf meine Fragen, wie gehe ich mit der politischen Situation um? Sitze dann da, höre gebannt zwei Stunden den höchst fundierten Reden zu und frage mich am Ende, was weiß ich jetzt mehr?

Alfred J. Noll, Ruth Wodak, Walter Famler

Alfred J. Noll, Ruth Wodak, Walter Famler

Daß die Rechten das Internet erobert haben, wußte ich schon, daß man wahrscheinlich mehr und besseren Linkspopulismus braucht auch. Aber Peter Pilz wurde ja deshalb von den Grünen hinausgeschmissen und es war auch sehr interessant zu hören, daß Alfred Noll, die Grünen für nicht links hält. Das sehen der Blogger Uli und die Identitären, glaube ich, anders und, daß man sich selbst ermächtigen und seinen Weg in Zeiten, wie diesen weitergehen soll, ist wohl auch etwas dem ich mich anschließe und was ich gerne unterschreibe.

Es wurde auch wieder ein Kleinverlag präsentiert, in denen die Bücher der zwei Diskutanten präsentiert wurden und das der Sprachwissenschaftlerin „Politik mit der Angst. Zur Wirkung rechtspopulistischer Diskurse“ erschien mir besonders interessant. Das des Rechtantwaltes „John Locke  und das Eigentum“ vielleicht wenigher und beim Hinausgehen habe ich Thomas Northoff gesehen, von den anderen Debattenbesuchern habe ich nur wenige gekannt.

2018-12-30

Mein Romanjahr 2019

Es hat ja, als ich 1973 nach meiner Matura literarisch zu schreiben angefangen habe, diesbezüglich nicht viel Unterstützung gegeben.

Gut in Amerika kannte man wahrscheinlich schon das kreative Schreiben und konnte es an den Colleges lernen und im kommunistischen Leipzig dab des das Sprachinstitut, aber das war weit weg und Internet zum rasch mal hineingooglen, hat es keines gegeben.

So habe ich mir dementsprechend schwer getan, einsam vor mich hingeschrieben, dann habe ich noch, was mich heute noch irgendwie traumatisiert von der Monika und dem Gerhard ein negatives Feedback bekommen, als ich ihnen die „Einladung zum Tee“ zeigte.

Gut, das war kein Text mit dem man den Nobelpreis bekommen hätte, aber muß man das einer schüchternen Schreibanfängerin sagen?

Ich habe zwar weitergeschrieben, trotzig  verbissen, „Jetzt erst recht gedacht!“ und mein Schreiben, wie mir manchmal meine Kritiker vorwerfen mit „Zähnen und mit Klauen“ verteidigt. Tue das noch immer, weil ich wahrscheinlich innerlich noch glaube, daß ich das eigentlich nicht darf, nicht kann, etcetera.

Nein, daß ich es kann, glaube oder weiß, ich inzwischen eigentlich schon und auch, daß man den inneren Kritiker ausschalten und erst mal in einem „Freewriting“ losschreiben, sich Fehler erlauben und später korrigieren kann.

Das weiß ich wahrscheinlich durch das „Writersseminar“, dessen „Tage der offenen Tür“ ich viel später zu besuchen begann und dessen Gründerin Judith Wolfsberger diese Ideen ja aus Amerika mitnahm.

Damals hat, glaube ich, die Bruni zu mir gesagt, daß jeder Satz sitzen muß, bevor man etwas herzeigt oder hergibt.

Gut, das war damals so und man war damals der Ansicht, daß einem die Muse küssen muß man das Schreiben nicht lernen kann und so hat jeder vor sich hingeschrieben, bis er den Nobelpreis bekam, oder sich das gar nicht erst getraut zu wollen, weil ich glaube, auch Andre Heller einmal im Radio sagen gehört zu haben, daß man das nicht darf, weil sonst der gute alte Goethe beleidigt wäre.

Gut, der hat selbst geschrieben und den Nobelpreis nicht bekommen und ich habe mich am Anfang meines Schreiben, ich gebe es zu, öfter in den Gedanken ihn zu bekommen hineinphantasiert.

Das ist natürlich nicht möglich, weil den ja nur einer im Jahr bekommt und inzwischen, glaube ich, gar niemand mehr, weil sich das diesbezüglich Kommite zerstritten hat und ich schon wahrscheinlich damals der Meinung war, daß jeder der das will, schreiben soll, das war wahrscheinlich meine pädagogische Seite die das dachte, habe ich ja, außer schreiben auch Psychologie studiert und die Monika hat mich damals auch in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht, der vom „Bund der demokratischen Frauen“ veranstaltet wurde oder von dort herkam, also etwas kommunistisch war und damals gab es ja noch die DDR, ich aber Frauen, wie Marie Therese Kerschbaumer, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler und auch Arthur West kennenlernte und den „Arbeitskreis“, obwohl Bärbl Danneberg, die ihn leitete, immer sagte, daß sie nicht in den Literaturbetrieb hineinwollen, für die „Gruppe 47“ hielt, denn ich wollte  das ja und habe es nicht geschafft, bin aber immerhin ein paar Jahre später dadurch in GAV gekommen, habe angefangen meine Texte herumzuschicken und später 1989 oder so auch mein erstes Buch, bei dem berühmten Jack Unterweger herausgebracht, der damals in Stein eine Literaturzeitschrift und einen Kleinverlag hatte.

Das ist lange her und die Zeiten haben sich geändert. Die Schreibschulen sprießen, wie die Schwammerln aus dem Boden, es gibt nicht nur das Literaturinstitut in Leipzig neu, sondern acuh das „Institut für Sprachkunst“, die „Schule für Dichtung“

Ich bin über die Präsentation von Judith Wolfsbergers Buch „Frei Schreiben“ an der „Sigmund Freund Uni“ mit dem „Writersstudio“ gekommen und die hat mich, glaube ich, auch auf den „Nanowrimo“ und das „Literaturcafe“ aufmerksam gemacht und viele Autoren versuchen sich durch Schreibschulen und Schreibkurse einen Nebenerwerb zu verdienen.

Damals gab es keine Schreibratgeber und als ich auf die „Schule des Schreibens“, diesen Fernlernkurs, den es damals schon gab und bei dem, glaube ich, auch Jack Unterweger das Schreiben lernte, habe ich mir begierig das Probematerial bestellt und war über die „Fünfzehn goldenen Regeln“, die dabei waren sehr begeistert.

Denn damals hat einem niemand gesagt, wie man und, daß man das Schreiben lernen kann und ich glaube auch, daß man, wenn man damals den Kurs dort buchte, unterschreiben mußte, niemanden in das in das Arbeitsmaterial das es dort gab, hineinschauen zu lassen.

Das hat sich jetzt auch geändert und das ist gut so, denn das „Writersstudio“ bietet seit es in die Pramergasse übersiedelt ist, jedes  Jahr zwei Tage lang kostenlose Schnupperseminare an, die sich von Jahr für Jahr erweitern und man wenn man sie besucht, wirklich viel lernen kann.

Nun, ich habe das Schreiben trotzdem und vorher gelernt und glaube, es auch schon gekonnt zu haben, als ich 2000 beim „Sternpreis“ gewonnen habe und da auch in eine Schreibwerkstatt geladen wurde.

Dort wurde auch nicht kritisiert und, daß es auch kreatives Feedback geben kann, weiß ich auch erst durch das „Writersstudio“, die das auch anbieten, im „Arbeitskreis“ wurde auch ziemlich querbett herumgekritelt und zerrissen, wie es auch weiland Marcel Reich Ranicki und wahrscheinlich auch die „Grupe 47“ tat.

Durch das Internet bin ich auf das „Literaturcafe“ und den „Nanowrimo“ aufmerksam geworden und als ich noch in den Siebzigerjahren, glaube ich, einmal in der „Alten Schmiede“ war, stellte dort jemand sein selbstheruasgegebenees Büchlein vor, worauf ihn Kurt Neumann sehr vorsichtig sagte, daß man das eigentlich nicht soll, weil das „Selfpublishing“, das Wort das man damals nicht kannte, weil es „Eigenverlag“ hieß, etwas sehr sehr Verwerfliches und ein absolutes No go war.

Trozdem gab es damals schon die Zuschußverlage, die waren das auch und haben die Autoren, die keinen Verlag fanden und schon daher den Spott hatten, auch gehörig ausgebeutet, so daß ich es durchaus für einen Segen halte, als der „böse Amazon“, den Selbstbuplishern, die Tore öffnete und es daher zu einer Kehrtwende kam.

Denn heute hat sich das Blatt gewendet, die meisten in Amerika geschulten Leiter oder Gründer von Schreibschulen sagen, daß man das Schreiben lernen muß, wie das Malen, Singen, etcetera.

„Handwerk ist wichtig!“, sagen sie und bieten solches an.

Die sogenannten professionellen Autoren rümpfen deshalb wohl noch immer die Nase, haben sich aber vielleicht auch in Leipzig, Hildesheim, Wien, etcetera, wo man ausgewählt und aufgenommen werden muß beworben, äußern sich dann mehr oder weniger kritisch darüber, fangen aber damit wahrscheinlich ihre Laufbahn an, indem sie zu einem Verlag vermittelt werden, von dort nach Klagenfurt kommen, für den Roman, den sie als Abschluß schreiben, ein Gutachten bekommen, mit dem sie zu „Suhrkamp“, „Hanser“ oder „Rohwolt“ gehen und die Anderen finden in Internet Leute, wie Annika Bühlemann,die kostenlose Schreibtips geben, „You tube-Filmchen“ über „Heldenreise, Personen- und Figurenentwicklung“ machen und dann natürlich auch ihre“ Wowkurse“ haben, zu denen, wie im „Writersstudio“,  viele Interessenten kommen, die sie buchen.

Über Annika Bühnemann bin ich auf Julia K. Stein gestoßen, die auch „You tube-Videos“ macht und da bezüglich des „Nanowrimos“ jeden Tag ein paar Schreibtips gab.

Jurenka Jurk habe ich dann durch ihre Autorenmesse, die im Vorjahr, zeitgleich zur „Buch Wien“ veranstaltete, kennengelernt und die bietet ähnlich, wie Judith Wolfsgruber, vor ihren Online-Schreibkursen sehr viel Gratismaterail, wie kostenlose Webinare an, in denen man nicht nur auf ihren Kurs aufmerksam werden, sondern, wie ich finde, auch sehr viel lernen kann.

So habe ich im Vorjahr ein wenig mitgeschnuppert und im Sommer, gerade als ich mit der „Magdalena Kirchberg“ angefangen habe ihr Webinar über das „Zeitmanagement“ gesehen und auch darüber geschrieben, dann gab es ein Webniar zur „Heldenreise“, das, was die, wie schreibt man einen tollen Roman-Ratgeber, ja für das non plus Ultra eines Romanes halten und jetzt kam zwischen den Jahren, ein kostenloser fünf Tage Schnpperkurs, wie man 2019 zu seinem Romanjahr machen kann, etwas was, für mich vielleicht gerade richtig kommt, da ich, kurz vor Erschenen der „Unsichtbaren Frau“ und dem Korrigieren der Magdalena ein wenig ausgepowert bin und mich frage, warum soll ich wieder etwas schreiben, wenn ich schon fast fünfzig selbstgemacht Bücher habe, die keiner lesen will und auch keine neue Idee habe, weil ich über alles schon geschrieben habe.

Da kam mir dann schon die Idee, daß ich als nächstes, statt noch einen Roman über ein schon ausgelutschtes Thema, vielleicht einen „Literaturgefüsterbuch-Band zwei“ mit all den Schreibthemen und den Buchvorschauen machen soll, denn da hat sich bei mir ja inzwischen einiges angesammelt und weil ich die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ohnehin in Harland verbringe, habe ich mich zu dem „Mini- Schnupperkurs“ auch angemeldet, wo ich seit Mittwoch jeden Tag ein Arbeitsblatt bekomme und man sich in einer Facebookgruppe austauschen konnte.

Das war zwar nichts für mich, weil Facebook-Verweigerin. Das Schlußseminar kann man sich  aber heute Abend auch so ansehen und so habe ich mir die letzten fünf Tage auch ein wenig Gedanken gemacht, wie ich 2019 zu meinem Romanjahr machen könnte.

Also die Arbeitsblätter  zu „Ziel anpeilen“, „Zeit planen“, „Voraussetzungen checken“, „Sicherheitsnetz erweitern“ und „Zielfestlegung“ durchgesehen. Ich habe ja in Harland keinen Drucker, um sie auszufüllen und bin darauf gekommen, daß ich nach fünfunfvierzig Jahre schreiben, no na, wahrscheinlich ohnehin schon sehr weit gekommen bin, habe ich ja schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher und da ist es für die heutigen Autoren, warhscheinlich viel einfacher, als ich es damals hatte, denn die schicken vielleicht gar nicht mehr unverlangt zu „Suhrkamp“ oder „Fischer“, sondern bewerben sich in Leipzig oder Wien, beziehungsweise buchen sie die „Romanschule“ bei Jurenka Jurk oder den „Wow -Kurs“ bei Annika Bühnemann und lernen dabei die Figuren zu entwickeln, den Plot zu erstellen, zu überarbeiten und  auch noch ein Verkaufsexpose zu erstellen, etcetera, so daß sie es dann bei Verlagen oder Agenturen versuchen oder wenn das nicht klappt ihren Roman bei „Amzon“ einstellen können, wo man immer die Erfolgsgeschichten hört, daß der Roman verfilmt wurde, man Unsummen dabei verdient, etcera.

Das schaffen warhscheinlich nur wenige, wenn überhaupt, denn das Problem, das ich bei der Geschichte sehe, ist, daß es zwar immer mehr Schreibende aber immer weniger Leser, die sich dafür interessieren gibt. Aber seit den fünfundvierzig Jahren, als ich zu schreiben begonnen habe, hat sich bis heute Dank  Internet sehr viel verändert.

Die Schreibtips sind frei zugängig und man kann sehr viel darüber lernen, wie das Schreiben geht, ohne ein einziges Seminar zu kaufen. Die You tube-Videos und sonstigen Schreibtips, glaube ich, reichen und das finde ich sehr schön und kann auch gleich verraten, was ich mir von dem fünftägigen Schreibgeschenk von Jurenka Jurk mitgenommen habe, wobei ich natürlich weiß, daß ich durch meine fünfundvierzigjährigen Schreibversuche, ich schreibe ja wahrscheinlich schon länger, als Jurenka Jurk am Leben ist,  schon einiges selbst herausgefunden habe und so habe ich gleich beim ersten Arbeitsplatt, wo es um das Festlegen der Ziele ging, gedacht, daß ich das in dem Morgen erscheinenden Artikel ohnehin schon vorausgeplant habe. War 2018 doch insofern ein Wowjahr für mich, als daß ich in der „Alten Schmiede“ gelesen habe, zweimal mit der Ruth den öffentlichen Raum begangen habe. Der“Hammer“ mit den Texten und auch die „Volksstimmeanthologie“ von 2016 erschienen ist, etcetera und, um die Frage wo ich 2019 stehen möchte habe ich in der ersten April-Geschichte auch schon satirisch beantwortet. Real wird dann vielleicht die „Magdalena“ erschienen sein, die „Unsichtbare Frau“ sowieso. Ich arbeite dann an meinem eigenen Schreibratgeberbuch aus dem „Literaturgeflüster“ und ich könnte natürlich die „Magdalena“ auch bei „Amazon“ einstellen, statt, was ja immer noch ein wenig anrüchig ist und ich auch nicht ganz sicher bin, ob das jetzt ein richtiges Buch ist, weil ja selbst gedruckt und ohne ISBN-Nummer, die man zwar natürlich kaufen könnte, beim „Digitaldruck“ fünfzig mal selber mache und es dann, wie ich ja ohne Resonanz aber eigentlich ganau nach den Ratschlägen, versuche auf meinen Blog selber per Leserunde und Gewinnspiel zu „vermarkten“, vielleicht noch einmal die Verlage anschreiben, etcetera.

Könnte man machen, ob ich damit Erfolg habe, weiß ich nicht. In den letzten Jahren ist da ja das meiste schiefgelaufen, aber eigentlich habe ich ja über vierzig selbstgemachte Bücher und, daß ich mir da mehr Erfolg wünsche, habe ich schon öfter geschrieben. Eine kleinere oder größere Fanrunde würde mir da genügen, die es aber wahrscheinlich deshalb nicht gibt, weil die Leute, die schreiben, ja nicht so viel lesen und die im Lliteraturbetrieb, die außerhalb noch immer nicht so ernst nehmen, auch wenn in Leipzig und in Frankfurt die Selfpublisherhallen boomen.

Noch mehr Selbstvertrauen von Jurenka Jurks Webinar mitnehmen ist wahrscheinlich auch eine Lösung, denn eigentlich bin ich ja schon im Literaturbetrieb, war das wahrscheinlich scho seit ich das erste Mal in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gekommen bin und 1980 in dieser Vorläuferform der „Textvorstellungen“ gelesen habe, auch wenn mich Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer, die damals dazu eingeladen wurden, ziemlich links liegen ließen. Also nicht darin sondern daneben und ob ich jetzt unbedingt an fünfzigtausenste Stelle beim „Amazon Rankinng“ liegen möchte, ist wahrscheinlich auch keine Verbesserung.

Das „Literaturgeflüsterbuch“ mit den Schreibartikeln wird es vielleicht auch nicht bringen, weil sie die Leute wahrscheinlich mehr für sich sich selber, als für meinen Schreibwerdegang interessieren, kann für mich aber nützlich sein und wenn sich dann 2020 warhscheinlich erst oder später noch ein Buch mit einem etwas weniger abgelutschten Thema und etwas genauer nach der „Heldenreise“ konzipiert ergibt, wäre das auch sehr schön und ich finde es ja, wie gesagt sehr gut, daß viele Leute schreiben, interessiere mich dafür, auch wenn ich nicht alles lesen kann, versuche ich das doch zu tun und, daß es soviele Schreibtips im Netz gibt, finde ich auch sehr schön, denn jeder, der das will, soll schreiben und kann das auch oder kann es lernen und wenn man sich jetzt auch noch für das des anderen interessiert, wäre das auch sehr schön und so freue ich mich auf das abendliche Webinar, das Jahr 2019, das zuerst ein Korrigierjahr werden wird, auf die „Unsichtbare Frau“ mit der ich mich wahrscheinlich wenigstens mit dem Uli in einer Leserunde catchen werde, geht es da ja um die politische Situation und um einen rechten Blogger für den er das Vorbild war, geht es darin auch.

Eine Schreibgruppe habe ich, um mit dem Arbeitsblatt  vier abzuschließen, nach dem „Arbeitskreis schreibender Frauen“, den es bis cirka 1984 gab, ich bin aber, als die sich zu einem Verein mit vielen Regeln umgebildet haben, nicht mehr hingegangen, einige Frauen wie die Hilde Langthaler und die die Elfriede Haslehner und die Valerie Szabo aber lange noch privat getroffen, auch gehabt.

Hat sich der Robert doch als er nicht mehr Vizeobmann der LitGes war eine solche gewünscht, die Ruth hat sie mit der Ingeborg Reisner, die dann das Schreiben nicht mehr wie in der Schule lernen wollte, gegründet und ich bin, weil ich ja nicht so gerne konsumiere, erst spät das erste Mal ins Cafe Ludwig oder Fortuna gegangen. Habe dann Blut geleckt, wie man so sagen könnte und mir angewöhnt bei den jeweiligen Abenden, immer wenn es passte, eine Szene zu meinem momentanen Work on Progress zu schreiben.

Da waren Anfangs auch der Fritz Widhalm und die Ilse Kilic dabei, später haben der Robert oder die Ruth die Geduld verloren und die Gruppe mit enier Lesung im Amerlinghaus abschließen wollen, Peter Czak und auch Klaus Khittl haben aber weitermachen wollen,  Doris Kloimstein war da auch schon dazugestoßen, so gab sie dann noch eine Weile bis sich das Cafe Fortuna auflöste dort und dann noch bis Sommer bei mir, da hat sie dann Peter Czak, der wieder zurückgekommen war, an einen anderen Tag verlegen wollen und so ist ab März niemand außer der Ruth und der Doris mehr gekommen, so daß es sie seit Herbst nicht mehr gibt.

Ich habe auch was die Schreibbuddies, wie das jetzt so heißt, betrifft, ein paar meiner Bücher der Judith Gruber zum Testlesen gegeben, die mir dann auch einen Beschreibungstext dazu lieferte.

Das habe ich auch bei ein paar anderen bekannten Autoren versucht, es aus mangelnder Resonanz aber aufgegeben, so daß ich mir meine Texte jetzt meistens selber schreibe, habe mir aber angewöhnt mir bei den „Wilden Worten“ zu den jeweiligen Texten je ein Wunschgedicht zu wünschen, daß dann auch, so wie bei der „Unsichtbaren Frau“, wo aus dem „Schäfchen“ auch ein „Schälchen“ geworden ist, im Buch enthalten ist. Das kann ich, fällt mir gerade ein mit der ersten „Unsichtbaren Frau-Szene“, die ich übrigens, wie auch die „Nobelpreisszene“, die ich schon öfter gelesen habe, bei den nächsten „Wilden Worten“, als Gästin in der „freien Wildbahn“ lesen, das habe ich auch bei der „Anna“ so gemacht.

Also auf in das neue Romanjahr, wenn ich auch die Ausbildung nicht buchen werde und es vielleicht ein eher Reflektives werden wird.

2018-11-27

Kolik liest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:11
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Als ich am Sonntag im Literaturhaus Gustav Ernst um die „Kolik 77“ mit dem Sonderteil zu Erich Frieds dreißigsten Todestag gebeten habe, habe ich noch nicht gewußt, daß ich am Dienstag einen Teil daraus in der „Gesellschaft für Literatur“ hören wurde, denn da wurde das Heft, beziehungsweise zwei der darin enthaltenden Autoren nämlich Barbi Markovic und Elias Hirschl im Rahmen von „Kolik liest“ vorgestellt und das ist eine Reihe, wie Ursula Ebel in ihrer Einleitung erklärte, die es seit 2005 gibt, damals hieß sie noch „Kolik Slam“ bis sich einige und, ich glaube, auch Christiane Zintzen empörte, daß das kein Slam sei, was da geboten wird, während das heute vielleicht sogar ein bißchen anders war, denn der 1994 in Wien geborene, also noch sehr junge Elias Hirschl ist mehrfacher Slammeister und hat auch schon drei Romane, darunter den letzten „Hundert schwarze Nähmaschinen“ bei „Jung und Jung“ herausgebracht.

Gustav Ernst erklärte das alles in seiner Einleitung, aber zuerst kam die 1980 in Belgrad geborene Barbi Markovic dran, deren Profil sogar das Heft ziert „Das erste Mal, das ich Covergirl!“, bin, sagte sie, glaube ich, bevor sie ihren im Heft abgedruckten Text „Die verschissene Zeit – aus dem Regelbuch zu einem in Arbeit befindenden Roman“ las, vorher erklärte die „Alpha Preisträgerin“ von 2016 die 2017 beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat und deren „Superheldinnen“ ich gelesen habe, daß das Buch nach einem phantastischen Rollenspiel entstehen wird und da schlüpfen Personen in verschiedene Charaktere und spielen das Belgrad der Neunzehnneunzigerjahre nach.

Sehr spannend und sehr originell oder phantastisch realistisch wahrscheinlich in einem anderen Sinn, als es die phantastischen Realisten meinen, das schwierge Leben der Jugendlichen dort, die den Krieg erlebten, schlechte Drogen nahmen und sich wahrscheinlich nach dem goldenen Ausland sehnten, kommt dort vor und ich war ja zweimal mit dem Alfred und der Anna in Belgrad bei der inzwischen verstorbenen Tante Dora, das erste Mal, glaube ich, 1986 als wir in der Türkei waren, das zweite Mal 1997 oder 1998 und haben daher von der Stimmung, die in Barbi Markovics Kindheit herschte, höchstwahrscheinlich etwas mitbekommen.

Dann kam JochenJungs „Quotenmann oder literarischen Wunderkind“, wie ich es einmal bezeichnet habe, als ich bei der Lesung aus den „Nähmaschinen“ im Literaturhaus war.

Jetzt hat der sehr vielseitige und sehr junge Autor aus zwei realistischen Geschichten, beispielsweise einer wo Leute auf einer Verkehrsinsel leben, weil sie eine Straße überqueren wollten und das aber nicht schafften und eine andere, wo ein Professor Affen auf einer Schreibmaschine verschollene Shakespeare Texte schreiben läßt, was aber nicht gelingt, die erfunden sind, obwohl sie mit Fußnoten belegt werden und dann noch den Beginn eines neuen Romanes, der von der jungen ÖVP handelt, also meiner „Unsichtbaren Frau“, vielleicht sehr ähnlich ist, obwohl <minister Basti hier einen anderen <namen trägt.

Danach gabs ein Gespräch beziehungsweise eine Diskussion, in der ich mich wunderte oder lobend erwähnte, wie realistisch die „Kolik“ inzwischen geworden ist, aber wahrscheinlich sind die Texte realistisch übertrieben, der Übertreibungskünstler Thomas Bernhard wurde dabei erwähnt und in dem Heft, das ich inzwischen durchgeblättert habe, gibt es auch experimentellen, wie Texte von Friederike Mayröcker und eine Buchbesprechung von „Sülzrather“ von Herbert J. Wimmer und eigentlich brauche ich mich über den phantastischen Realismus in den „Koliken“ nicht wundern, denn das „Wespennest“, in dessen Redaktion Gustav Ernst vorher tätig war und in dem ich auch einmal einen Text hatte, hieß ja im Unteritel „Zeitschrift für brauchbare Texte“ und Gustav Ernst, den ich ja sehr mag und gerne lese, ist auch ein realistischer Autor.

2018-11-25

Erich Fried Preis 2018

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 23:42
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Den Erich Fried Preis, der immer um den Todestag von Erich Fried im November 1988 von der „Erich Fried Gesellschaft“ im Literaturhaus vergeben wird, gibt es seit 1990 und das besondere an der Veranstaltung ist, daß da ein Juror immer allein den Preisträger aussucht und diesmal war das die Schweizerin Beatrice von Matt, die auch einen Schweizer, der vierte, wie der Schweizer Botschafter bei seinen Begrüßungsworten erwähnte, denn 1994 war das Jörg Steiner, 1996 Paul Nizon und 2015 Dorothee Elmiger, war das der 1954 in Schaffhausen geborene Ralph Dutli, der glaube ich in Heidelberg lebt und von dem ich schon zwei Bücher gelesen habe, weil er ja 2013 mit „Soutines letzte Fahrt“ und 2015 mit den „Liebenden von Mantua“ auf den dBp Listen stand.

Robert Huez hat wieder eröffnet und wies auf das „Kolik Heft“ mit einem Sonderteil zum dreißigsten Todestag des Dichters hin, musikalische Einladungen gab es von der „Capella con Durezza“, die aus Ronald Deppe, Michael Bruckner und Matija Schellander besteht, dann kam Robert Schindel der jetzige Präsident der „Fried Gesellschaft“ mit seiner Begrüßung und die Laudatio der 1936 in Basel geborene Publizistin und Literaturkritikerin, die auf die Vielseitigkeit des Dichters, der sich sowohl, als Lyriker als auch als Essayist einen Namen machte, Osip Mandelstam übersetzte und die schon bewußten Romane schrieb, hinwies.

Jürgen Meindl der Leiter der Sektion „Kunst und Kultur“ im Bundeskanzleramt übergab den Preis und der Autor wies in seiner Rede auf die von ihm übersetzten Autoren, wie Osip Mandelstam oder Joseph Brodsky hin, zitierte die Gedichte sowohl auf Russisch als Deutsch und gab Beispiele über seine Lieblinglaute, das wäre der Buchstabe l und verriet, daß ihm das Wort „Flüchtling“ besser als das Wort „Geflüchtete“, wie es das offenbar jetzt in der Schweiz oder auch in Deutschland so heißt, besser gefällt.

Danach gab es wieder Sekt und Knabbereien, ich habe mir von Gustav Ernst das erwähnte „Kolik-Heft“ geholt, um mein Fried Wissen, dessen „Vietnam Gedichte“ ich ja kürzlich gelesen habe, zu erweitern, ein paar Gespräche geführt. Den Nachmittag habe ich dann wieder literarisch, nämlich im „Odeon“ bei der „Literatur im Herbst“ verbracht, wo ich ja leider die Vormittagsmatinee versäumte.

2018-10-29

Priessnitzpreis an Antonio Fian

Den „Reinhard Priessnitz-Preis“, benannt nach dem am 5. November 1985 verstorbenen experimentellen Dichter, der vom „Bundesministerium für Unterricht und Kunst“ gstiftet wurde und von der Jury, Gustav Ernst und Robert Schindel vergeben wird, gibt es seit 1994 und wird im Literaturhaus immer Ende Oktober verliehen.

Als  ihn1998 Sabine Gruber bekommen hat, war ich das erste Mal bei der Verleihung. Dann kann ich mich erst wieder an die von 2003 an Olga Flor erinnern. Danach war ich bis auf das Vorjahr, wo ihn Hanno Millesi, den ich ja sehr gern mag, ich aber bis acht Stunden hatte, bekommen hat, war ich jedesNahr dabei und ab 2008 kann man das in meinem Blog auch nachlesen:

Angelika Reitzer,  Michael Hammerschmid, Andrea Winkler, Richard Obermayr,  Judith Nika Peifer, Anna Weidenholzer, Robert Prosser, Anna Elisabeth Mayer, Sandra Gugic.

Man sieht, bis auf Lotte Podgornik, die Volksstimme-Journalistin, die ihn 1997 bekommen hat, lauter jüngere eher experimentelle Autorinnen.

Aber heuer gab es wieder eine Ausnahme, denn heuer hat ihn Antoino Fian bekommen, der 1956 in Klagenfurt geboren wurde und mit seinen Dramuletten, die bei „Droschl“ und im „Standard“ erscheinen, eigentlich nicht als experimenteller Dichter gilt.

Auf der Longlist des dBps ist er 2014 mit seinem „Polykrates-Syndrom“, das ich ja im Sommer in Zürich in dieser kommunistischen Buchhandlung gefunden habe, ist er auch schon gestanden und ich kenne ihn  schon sehr lange.

Wahrscheinlich schon seit meiner Zeit im „Arbeitskreis schreibender Frauen“, wo ich auch Lotte Podgornik kennenlernte und kann mich ich an die Zeitschrift „Fettleck“ erinnern, wo ich seine Texte gefunden habe, aber vielleicht war es auch eine andere Gelegenheit.

Er war einmal bei den Staatsstipendiaten, als Gerhard Jaschke eine „Freibordnummer“ darüber herausgegeben hat, da sitzt Gerhard Ruiss  ziemlich unbekleidet am Cover am Klo und sonst war ich schon bei sehr vielen seiner Lesungen und Buchpräsentationen.

Als es die „Literatur im März“ und ihre Büchertürme noch gab, habe ich auch ein paar seiner „Droschl- Bücher“ dort gefunden und habe ihn mit dem Alfred und der Ruth sogar einmal bis in den Bregenzer Wald verfolgt. In Göttweig bei „Buch und Wien“ liest er auch und als wir noch den „Standard“ in seiner Printform kauften, sind mir auch die dort erschienenen Dramulette untergekommen. Mein Lieblingsdramulette ist das mit der schwerhörigen alten Frau und deren pubertierenden tochter, die sie mit künstlicher Untersützung geboren hat und die nun ziemlich allein mit ihren Nöten ist.

Das Literaturhaus nicht sehr voll, aber Maximillian Droschl war da, der Josef, den ich eine Einladung zu meinem Geburtstagsfest gegeben habe, ein paar Stammbesucher und natürlich die Laudatorin Karin Fleischandl.

Barbara Zwiefelhofer hat eröffnet, Gustav Ernst kurz und bündig den Jurybescheid verlesen, die Laudatio war etwas länger. Es gab  die Urkunde und, wie das bei diesen Preisverleihungen üblich ist, ein Paket mit Priessnitz-Bänden, die glaube ich inzwischen auch bei „Droschl“ erscheinen. Antonio Fian nahm eine Nenge seiner Bücher auf die Lesebühne mit und hat sich querdurchgelesen, worunter für mich einiges schon Bekanntes, aber auch viel Neues war.

Dann gabs Wein und die Bücher am Büchertisch zum Kaufen und betrachten und ich habe Antonio Fian natürlich vom „Polykrates-Syndrom“ in der Wühlkiste in der Züricher Volkssbuchhandlung erzählt und er mir, daß er am dreißigsten November wieder bei der „Poet-Night“ lesen wird.

2018-08-31

Abschlußveranstaltung mit Bernhard Strobels Palme und Peter Henischs Leben

Bernhard Strobel, Daniela Strigl

Bernhard Strobel, Daniela Strigl

Der Sommer neigt sich zu Ende, es ist auch schon ziemlich kalt und windig und so fand die Abschlußveranstaltung der heurigen O-Töne wieder im Arena Quartier statt und als ich so um halb sieben mit Hilmar Klutes „Was dann nachher so schön fliegt“, ein Buch über den deutschen Literaturbetrieb und den Einstieg in denselben aus den Neuzehnachtzigerjahren  eintraf, wurde gerade geprobt, denn Peter Henisch wollte, was ich eigentlich nicht wußte, einmal Sänger werden und er hat auch eine Band und so probten sie gerade seine sehr poetischen Lieder.

Es war auch sehr viel ausreserviert, fand doch die Abschlußveranstaltung zu Peter Henischs fünfundsiebzigsten Geburtstag am siebendundzwanzigsten August, statt und so trafen nicht Julia Danielczyk , sondern auch Alexandra Millner, Doris Glaser, Cornelius Hell und  andere österreichische Literaturexperten ein, auch Henrike Blum, die den „Droschl-Literaturverlag“ vertrittt, denn bei dem vorher präsentierten Debutanten handelte es sich, um den 1982 geborenen Bernhard Strobel, der zwar schon, ich glaube, auch bei „Droschl“ drei Erzählbände herausgebracht hat, aber die Literaturexeperten halten sich da nicht genau daran, was ein Debut ist?

Alles, was als Erstes bei dem entsprechenden Verlag erscheint also, weitgetroffen wie bei Mareike Fallwickl oder meistens der erste Roman, wie Daniela Strigel in ihrer Einleitung betonte und der „Im Vorgaten der Palme“ scheint auch sehr skurril zu sein oder, wie offenbar bei Strobel üblich, hintergründig hinterfotzig. Geht es dabei doch offenbar, um ein Familiengeheimnis oder ein Familienzerwürfnis. So ist der Protognist sauer auf seine Frau und seine Schwiegermutter, hat ein kleines Kind und fühlt sich von allen ausgetrickst.

Peter Henisch

Peter Henisch

Dann kam der große Peter, beziehungsweise das Geburtstagsständchen und für alle, die es noch nicht wissen, ich betrachte mich eigentlich als  Peter-<henisch Fanin, Fangirl will ich nicht sagen, denn dazu bin ich nicht mehr jung genug und finde diese Bezeichnung eigentlich auch für blöd.

Habe aber, als er noch bei „Residenz-alt“ erschienen ist, fast alles von ihm gelesen und sein Realismus hat mich, als ich in den Siebziger und Achtzigerjahren zu schreiben begonnen habe, sehr ermutigt und bei jedem Buch habe ich gedacht, jetzt schaffe ich es auch zu „Residenz“.

Welch ein Irrtum, würde wieder Ernst Jandl sagen, die Ähnlichkeit zwischen mir und ihm scheint aber auch zu sein, daß er seine Werke zitiert, so in dem neuen kleinen feinen Bändchen „Siebeneinhalb Leben“, denn Peter Henisch scheint ein Katzenfan zu sein und in dem Buch kommt ein Paul Spielmann vor, Protagonist aus der „Sehr kleinen Frau“ und ein Max Stein, Protagonist aus „Steins Parnoia“, an das ich mich noch sehr gut erinnern kann, daß ich als ich es las, dachte, jetzt schaffe ich es auch dorthin, denn ich habe ja auch über die „Waldheim-Affaire“ geschrieben und in dem „Bibliothekgespenst“, kommt auch ein Bjuch vor, das ich einmal geschrieben habe.

In „Siebeneinhalb Leben“ sitzt der Protagonist im Türkenschanhzpark, wo heute, glaube ich, auch die Identiärtren sitzen und will ein Buch schreiben. Da kommt  Max Stein daher und erklärt ihm, daß er ihm in „Steins Paronia“ falsch geschrieben hat und der verdutzte Autor antwortet „Hören Sie, alles erfunden und alle Ählichkeiten mit  anderen Personen sind zufällig“, etwas was mir auch schon ein paar Mal passierte und vielleicht noch passieren wird.

Peter Henisch & Band

Peter Henisch & Band

„Aber den Waldheim haben sie nicht erfunden!“, lautete die Pointe, wo Peter Henisch zur Musik und seiner Band hinüberwechselte und dann noch kurz aus zwei anderen Büchern las, die ich schon gelesen habe, die der „Deuticke Verlag“ aber zu seinem Geburtstag wiederauflegte, nämlich „Der Mai ist vorbei“ wo es, um das Jahr 68 und, ich glaube auch um die „Wespennest-Gründung“ geht, deshalb war auch Gustav Ernst im Foyer und der ist ja mein zweites österreichisches Vorbild, sowie den „Peppi Prohaska“.

Dann kamen schöne Liebesleder und am Schluß „Hallo Tod, heute hab ich keine Angst mehr vor dir!“, bevors zu neuerlichen Geburtstagswünschen und einen Blumenstrauß ging und ich denke, wenn das neue Buch am Dienstag, wenn dann die öst Liste verlautbart wird, darauf steht, weiß ich wieder wer gewinnt, allerdings habe ich mich da schon im letzten Jahr geirrt, als ich da an Florian Lipus dachte, beim ersten Mal lag ich richtig und da war ich ja kurz vor der Shortlistverkündung in der „Alten Schmiede“ bin neben Peter Henisch gesessen, der im Publikum war und habe ihm erklärt, daß da sicher, die Frau Mayröcker gewinnen wird. Er hat es gelassen genommen und mich heute sogar gegrüßt und es war ein  stimmungsvoller Abschluß, der heurigen O Töne und jetzt mache ich noch einen Recherchetag, wo ich auch versuchen werde, sowohl der Welt, als auch dem Leben „den Haxn auszureißen“ und dann geht es auf zum Volksstimmefest, wo ich aus meinem  noch nicht erschienene Werk, nämlich der „Unsichtbaren Frau“ ein Stück lesen werde.

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