Literaturgefluester

2010-05-27

Literaturalltag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:43

Gestern war ich mit Alfred im Odeon Theater in dem schönen alten Renaissancestilhaus in dem früher eine Getreidebörse war und jetzt die Literatur im Herbst Veranstaltungen stattfinden. Dreißig Jahre GAV wurde dort, glaube ich, auch gefeiert. Gestern gab es „School of Night“ eine Tanzveranstaltung des Serapions Ensembles unter der Leitung von Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits bei der sehr viele Kubaner und Südamerikaner mitwirkten.
Vorher habe ich an meinen Texten korrigiert. „Heimsuchung“ ist druckereifertig. Bei „Mimis Bücher“ gibts noch ein paar Fehler, bevor es der Alfred zur Satzgestaltung bekommt und die Namen, der zum Lesen in Klagenfurt Auserwählten, gibts unter www. bachmannpreis.at auch zu sehen.
Drei Österreicher sind darunter, von denen ich Verena Rossbacher, die am Leipziger Literaturinstiut studierte, bisher für eine Deutsche hielt. Die Männer sind Thomas Ballhausen, bei dem ich bezüglich Milena Verlag ein Vorurteil hab und der mir, als er 2006 den Priessnitz-Preis bekam, nicht so besonders aufgefallen ist und Josef Kleindienst, von dem es ein Bild im Schmiedemuseum gibt, man sonst aber, wenn man bei google sucht, hauptsächlich Infos über den ehemaligen F Polizei Gewerkschafter findet.
Von den anderen ist mir nur die deutsche ebenfalls in Leipzig studierende Judith Zander bekannt, weil sie Texte im Wespennest und Manuskripten hat und könnte nach dem Bekanntheitsgrad also nur auf Verena Rossbacher als Gewinnerin tippen. Hätte bekanntlich ganz andere Autoren vorgeschlagen und werde das Preisgeschehen sicher interessiert verfolgen.
Ob daraus wieder eine Parodie entsteht, wird sich zeigen, die bereits vorhandene, werde ich mit der „Heimsuchung“ an Gustav Ernst schicken, vielleicht kann er sie für „Kolik“ brauchen.
Ansonsten habe ich gestern Texte vom Zettelpoeten Helmut Seethaler bekommen, der mir gelegentlich etwas schickt und wegen einer seiner Aktionen im Museumsquartier eine bedingte Verurteilung bekommen hat. Bei facebook gibt es eine schöne Seite, wo man diesen Teil der Literaturgeschichte ausführlich nachlesen kann.
Die Coveridee für „Mimis Büchers“ gibt es inzwischen auch. Da habe ich ja an eine Collage aus den Schokoladenschleifen gedacht, da steht aber „Ohrenschmaus“ statt „Zungenkuß“ darauf. Dann gedacht mir von der Anna ein schematisiertes Frauengesicht mit einem Buch vor der Nase zeichnen zu lassen, den Otto ersucht, ob er nicht jemanden aus seinen Malgruppen fragen kann, bis mir eingefallen ist, daß ich mir das „Ohrenschmaus“-Prospekt selber vor die Nase halten kann. Der Alfred fotografierts. Ich schreibe „Mimis Bücher“ drauf, druck es aus, wickle es um ein Buch und knall es mir nochmals vor die Nase.
Heute morgen gabs im Rahmen der Bezirksfestwochen Mariahilf ein Frühstück mit kulinarischen Köstlichkeiten und dem Bericht der Bezirksvorsteherin über bevorstehende Bezirksaktivitäten. Da bin ich neben einer Mimi ohne Downsyndrom gesessen, die mir erzählte, welche Festwochenaktivitäten sie besuchen wird, während sie ihre Medikamente eingekommen hat. Ein Gespräch mit Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg gab es auch.
Nachher hatte ich Mails von Frans und Hannah zu beantworten, Frans den holländischen Freund, den ich kenne, seit ich mit zwanzig nach meiner Matura, mein erstes Work Camp im psychiatrischen Krankenhaus Westpark Hospital, Epsom, England, machte und der mich eigentlich zur Blogvorstellung im „Alltäglichen Leben“ besuchen wollte und ein Verehrer des Literaturgeflüsters, nämlich Stephan Eibl-Erzberg hat sich auch gemeldet und mir ein aufbauendes Mail geschickt.
Heute gibts noch eine Diagnostik und am Abend eine Wiener Vorlesung zum Thema „Was Sie schon immer über Autismus wissen wollten: Von Asperger bis zukünftige Entwicklungen“, was ja meinen anderen Identitäsanteil betrifft.
Vielleicht wirds trotzdem literarisch, hat mir Ruth Aspöck, als sie mich vorigen Mittwoch besuchte, um gemeinsam nach St. Pölten zu fahren, ja erzählt, daß sie gerade von einem Emmigrantenstammtisch zurückgekommen ist, wo besprochen wurde, eine eventuelle NS-Vergangenheit zu outen.

2020-02-22

Winterurlaub mit literarischen Splittern

Ich bin ja kein Winterurlaubstyp, das heißt keine Schifahrerin oder Snowboarderin, trotzdem bin ich mit dem Alfred, als die Anna  klein war, mit ihr und ihm öfter im Februar nach Obergail in Kärnten ins Lesachtal gefahren, wo wir mit einer Gruppe Leuten ein Bauernhaus benützen und dort gemeinsam kochen konnten.

Der Alfred ist mit der Anna schifahren gegangen, ich bin meistens im Haus geblieben, habe gelesen und geschrieben, gelegentlich einen winterlichen Spaziergang gemacht und einmal sind wir nach Bruneck gefahren, als dort Josef Haslinger gelesen hat.

An das Jahr 2000 kann ich mich auch noch gut erinnern, wo alle wegen der schwarz blauen Wende in höchster Aufregung waren und sogar diskutiert wurde, ob jetzt nicht der  “ Bachmannpreis“ umbenannt werden sollte, was ich im Radio mithörte, während ich einen Text für den „Augustin“ „Widerstand beim Zwiebelschneiden“ schrieb, der glaube ich sogar mehrmals veröffentlicht wurde.

Einmal sind wir auch mit der Iris in ein Hotel in Oberndorf in Tirol zwischen St. Johann und Kitzbühel gefahren, da habe ich meine „Geschichten vom lieben Gott“ geschrieben, die eigentlich auch recht erfolgreich waren, während die Anna mit dem Alfred und den anderen schifahren war und ich im Fernsehen oder im Radio dann am Abend immer von den Schiunfällen hörte, die in dieser Zeit passierten.

Jetzt hat uns die Ruth eine Woche nach Hinterthal in Salzburg eingeladen, weil sie dort in einem Hotel Club ein Appartement hat, das sie einmal im Jahr eine Woche lang benützen kann.

Der Alfred, der inzwischen nicht mehr schifährt, wollte zuerst gar nicht so recht, ich dachte mir aber, daß ich das als eine Art Schreibaufenthalt benützen kann.

Eine Woche Schreib und Leseurlaub sozusagen, habe das „Fräulein No“ und fünf Bücher eingepackt und wir sind am Sonntag losgefahren, obwohl wir schon am Samstag fahren hätten können, aber da hatte der Alfred eine Veranstaltung der „Grünen“, so bin ich auf ein Symposium über „Künstliche Intelligenz“ in die „Sigmund Freud Uni“ gegangen und wir sind erst am Sonntagnachmittag in Hinterthal bei Maria Alm angekommen.

Vorher haben wir in Bischofshofen Mittag gegessen, einen alten Bauern in der Gaststube beobachtet, der als literarischen Vorbild dienen könnte und der Alfred hatte die Idee, daß wir ja, die Margot Koller besuchen könnten, weil die Stadt Salzburg ja nur achtzig Kilometer entfernt liegt.

Die haben wir dann Sonntag Abend in dem Bistro, wo die Ruth und ihr Sohn Martin immer Abend essen  und ich einen roten Spritzer oder einen „Hugo“ trinke, angerufen und sie ist am Montagvormittag tatsächlich gekommen, so daß wir mit ihr, der Alfred, die Ruth und ich, der Martin ist ja der einzige Schifahrer der Gruppe im Urslauerhof Mittag gegessen haben, der ein ausgezeichnetes Restaurant mit einer ausgezeichneten Küche hat, so daß es mich dort noch öfter zu den Mittagsmenüs hinzog.

Literarische Gespräche zwischen den meist holländischen Gästen, die Ruth liest ja im März bei der Margot Koller in Salzburg gemeinsam mit dem Julian Schutting. Ihr neues Buch wird auch bald erscheinen und am Dienstag, als wir von einer nächtlichen Schishow, die mir gar nicht so gefallen hat, in Maria Alm zurückkamen, ist es noch einmal literarisch geworden, denn da habe ich ein Mail von  Erika Kronabitter bekommen, das sie an die „Loosräume“ gerichtet hat, weil sie dort wegen des Kinderschändervorwurfs an den Architekten ihre Anmeldung zu der Führung zurückzog und ihren Protest öffentlich aussendete.

Daran schloß sich dann gleich die Debatte bezüglich Peter Handke an, denn wir fahren ja schon einen Tag früher, als notwendig zurück, weil am Wochenende die GV der IG Autoren ist und die GAV- Vorstandsstitzung mit dem anschließenden Jour fix im Cafe Ritter ist am Donnerstag auch.

Die Vorstandsitzung würde nur die Ruth betreffen, zum Jour fix bin auch ich eingeladen, da wir aber erst am Freitag zurückfahren, werden wir ihn versäumen, dort wird aber auch ein Brief von Bettina Balaka bezüglich Peter Handke diskutiert und bei mir sind einige E-books bezüglich des „Leipziger Buchpreises“ eingetroffen, von dem ich heute morgen schon „luna luna“ ausgelesen habe.

Eine schöne Winterlandschaft gibt es zu bewundern, wenn man aus dem Fenster sieht, mit der Ruth sind wir zweimal am Bach entlang durch den verschneiten Wald gegangen.

Einmal war ich mit dem Alfred in Saalfelden und in Zell am See. In Saalfelden gibt es eine Buchhandlung, wo ich „Walter Nowak bleibt liegen“ um fünf Euro und den neuen Stefan Slupetzky kaufen hätte können.

Aber ich bringe morgen wahrscheinlich ohnehin drei ungelesene Bücher nach Wien, beziehungsweise zuerst nach St.Pölten zurück.

Das „Fräulein No“ habe ich einige Mal durchkorrigiert und sogar gedacht, wenn ich im „Geflüster“ eine Artikellücke hätte, könnte ich einen oder mehrere der vier Füllszenen, die ich letztlich aus dem Text weggestrichen habe, sozusagen als Schmankerl veröffentlichen.

Einen Bücherschrank in dem einige von Ruths Büchern zu finden sind, gibt es in der Hotellobby auch und so ein Winterurlaub ist, glaube ich, sehr erholsam und  literarisch zu benützen, auch wenn man nicht schifahren geht und jetzt geht es noch einmal zum Urslauerhof zum Abendessen oder einen Hugo trinken, bevor es nach Wien zur Generalversammlung der IG Autoren geht, wo ja mein „Selfpublisher-Antrag“ behandelt werden soll.

Die Ruth bleibt noch einen Tag länger in Hinterthal und wird wahrscheinlich erst am Sonntag zur Wahl im Literaturhaus erscheinen.

Der Autor Ror Wolf ist, kann ich noch anmerken, am Montag gestorben, wie mir der Verlag mitteilte.

2019-11-29

Poet Night

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:59
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Publikum

Publikum

Während im Literaturhaus die hochkarätigen und perfekt durchorganisierten  internationale „Erich-Fried-Tage“ abliefen, fand im Kulturcafe „Siebenstern“ die Poet-Night des ersten Wiener Lesetheaters statt, wo von achtzehn Uhr bis Mitternacht im sieben Minuten Takt,  Lyrik, Prosa, satirische Texte, etcetera gelesen wurden.

Rolf Schwendter hat die Veranstaltung, glaube ich, eingeführt, damit die Lesetheatermitglieder, die auch schreiben, ihre Texte präsentieren können. Nach seinem Tod haben Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli, die Organisation übernommen, die Veranstaltung etwas gekürzt und ich war heuer, als letzte im dritten Block, der von halb zehn bis dreiundzwanzig Uhr stattfand, eingeteilt.

Also hätte ich im Literaturhaus bleiben können und mir die Präsentation von Josef Haslingers neuem Buch, was mich eigentlich interessierte, anhören können, habe mich aber im Siebenstern mit einigen Leuten, wie mit meiner Hauptschulfreundin Christa verabredet, die ich nicht warten lassen wollte, so bin ich nach sieben, als die Extremismusdiskussion mit Julia Ebner, Sherko Fatah und Jörg-Uwe-Albig, die ich sehr interssant fand, gegangen und bin vor dem Literaturhauseingang mit Robert Schindel und Bettina Balaka zusammengestoßen, die im ersten Block gelesen haben, denn Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli laden auch immer ein paar Starautoren ein.

So sind vor dem Veranstaltungszimmer Gerhard Ruiss und Antonio Fian gestanden, die auch schon gelesen habe und ich bin gerade zu Richard Weihs zurechtgekommen, der wieder seine Wunschgedichte gelesen hat.

Eva Nagl-Jancak

Eva Jancak

Dann kam Karin Gayer, die ich vom Volksstimmefest kenne und Anita C. Schaub, die wie Linda Kreiss einen Reisetext las.

Thomas Havlik war wieder sehr experimentell und Christa Kern las eine Geschichte von einer jungen Frau, die den Tod ihrer Großmutter bewältigen muß, das passte zu Hilde Schmölzers Text, die sich wieder, wie im „Vaterhaus“ mit der Beziehung zu ihren Eltern beschäftigte.

Susanne Schneider las davon, wie sie ihr chinesisches Adoptivkind von Peking nach Wien brachte und Hans Jörg Liebschers Text war sehr lang und sehr theoretisch.

Nach Christian Katt folgte im dritten Block Judith Gruber-Rizy, die wieder aus ihrem „Mann im Goldrahmen“ las und dann kam die mir bisher unbekannte Marjolijn Sleeswijk, die auf Holländisch zwei Gedichte von zwei holländischen Dichtern, also nichts Eigenes las. Sie teilte dazu allerdings ihre deutsche Übersertzung aus.

Ruth Aspöck brachte Naturbetrachtungen, Christl Greller las aus ihrem letzten Gedichtband, wies dann auf das „Fried-Tage“ hin und brachte dann ihr Lieblings-Fried-Gedicht und Monika Schmatzberger beschäftigte sich mit dem Ärger, den man hat, wenn man eine neue Waschmaschine braucht oder ein Laufband kaufen will.

Dann kam ich mit meiner „Magdalena Kirchberg“. Ingrid Jantzen las einen Text, der sich mit ihrer Rolle, als Mädchen oder Frau, die trotzdem ihren Mann stellt, beschäftigt und am Schluß kam Hahnrei Wolf Käfer, dier sich in seinen Kyokos, die er er neuerdings schreibt mit dem Klimwandel beschäftigte.

Und so weiter und so fort. Einige der Lesende habe ich ausgelassen, einige versäumt. Es gibt heuer auch weniger Fotos, obwohl mir sogar Christl Greller eines schickte, ich war anschließend, ob der ganzen Literatur auch sehr müde und der Kopf hat mir geraucht. Die Frage, ob das alles sinnvoll und wem es interessiert, hat sich auch wieder mal gestellt.

Mich lautet, immer noch die Antwort und ich denke, obwohl ich ja schon im zweiten Jahr meiner „Poet-Night Berichterstattung“ einen kritischen Kommentar erhielt,  nach wie vor, das Wiener Literaturleben ist sehr vielfältig, es gibt das Kleine und das Große, das Bekannte und das vielleicht Unbekannte. Die „Poet-Night“ des „Wiener Lesetheaters“ gehört aber sicherlich dazu und man sollte sie nicht versäumen.

 

2019-08-13

Filme, Filme, Filme

Filed under: Reisebericht — jancak @ 20:45
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Piazza Grande in Erwartung von „Once Upon a Time… in Hollywood“ von Quentin Tarantino

Ich bin ja nicht so eine große Filmexpertin, gehe meistens nur auf Initiative des Alfreds ins Kino, bei der Viennale, dem österreichischen Filmfestivals war ich ein zweimal bei einem Film, den ich  durch Ö1 gewonnen habe und in den letztenJahren war ich ein paarmal beim Filmfestival am Karlsplatz, heuer bin ich dort gar nicht hingegangen und war mit dem Alfred auch nur ein einziges Mal am Rathausplatz wo es ja Opern, Konzerte und Ballettaufführungen gibt und als wir vor cirka fünfundzwanzig Jahren durch das Tessin fuhren, da waren wir in St. Moritz kann ich mich erinnern und auch in Sils Maria, wo der Nietzsche wohnte, sind wir per zZufall zu dem Filmfestival von Locarno zurechtgekommen, sind einmal auf der Piazza Grande gewesen und haben einen Film der „Jamie und der Pfirsich“ hieß, gesehen, da haben wir mit der Eintrittskarte einen Pfirsich bekommen und am nächsten Tag sind wir noch einmal dorthin gefahfren, wahrscheinlich haben wir auf einem Campingplatz in Ascona übernachtet, waren in einem Pressequartier und haben uns etwas Filmmaterial, darunter eine Karte mit dem bild vom Anotnny Quinn, das immer noch in der Harlander Küche hängt, mitgenommen.

Heuer ist wahrscheinlich auch der Alfred auf die Idee gekommen, daß wir den Urlaub in Locarno verbringen und uns die Filme ansehen könnten. Er hat gegooglet und herausgefunden, daß es eine Dauerkarten für Pensionisten gibt, wo man sich jeden Vorstellung auf der Piazza Grande oder die in dem Kino, die parallel bezüglich des Regenwetters in einem Großraumkino ansehen kjonnten.

Am siebenten August hat das Festival begonnen, am vierten hat es aber schon eine Vorsgtellung für Kinder und Familien gegeben.

„La famosa invasione degli orsi in Sicilia“, das „Königreich der Bären“ auf Deutsch, nach einem Roman des  1972 verstorbenen italienischen Autors  Dino Buzzati. Der Film war auf italienisch, die Untertitel französisch. Die Kinder haben sich sehr gefreut und vor Beginn der Vorstellung, als ein Kameramann das Publikum filmte, gelacht, gewinkt und eines hat sogar einen Handstand gemacht.

Vorher haben wir uns den Festivalpaß geholt im Merchancise-Shop konnte man sich auch so ein Band im Leokpardendesign kaufen, das das Motto des Festivals war.

Die ganze Stadt war sozusagen mit diesem Design dekoriert und das Festival gab es zum zweiundsiebzigsten Mal vom 7. bis zum 17. August, wir sind schon am Morgen des 15. abgefahren  und hatte diesmal eine neue Direktorin, die Französin Lili Hinstin, die jeden Abend mit einem schicken Kleiderensembel auf die Bühne maschierte, das Publkum in verschiedenen Sprache gegrüßte und die Stars interviewte.

Ab acht konnte man, glaube ich auf demn Platz, der für Prominenz sehr großflächig abgesperrt war und man nur eigentlich auf der Seite und weiter hinten freien Zugang hatte. Die Prominenz wurde dann mit ebenfalls sehr schicken Kleidern, was die Damen betrifft, die Herren waren viel lässiger angezogen mit gefüllten gelben Merchadisetaschen auf den Platz gelassen und am Samstagm als die Premiere von Quentin Tarantinos  „Once upon  a Time… in Hollywood mit Leonardo di Caprio und BradPitt gezeigt wurde, war es sehr sehr voll.

Am Montag hat es den ganzen Tag so sehr geschüttet, daß wir in das Ausweichkino mit dem Bus gefahren sind, da ist dann auch dort das Begrüßungskomitee aufmarschiert und es gab zuerst  einen holländischen Film „Instinkt“, der von einer Gefängnistherapeutin und ihrer Liebe zu einem Klienten handelte und dann einen koreanischen Krimi, der fast solange, wie der Film von QuentinTarantino dauerte.

Der ist am Samstag zur Premiere nicht persönlich erschienen, hat nur eine Grußbotschaft geschickt, während der koreanische Star Song  Kang -ho anwesend war und vor dem Film einen Award bekommen hat.

Am Sonntag, den 4. hat es noch vor der Eröffnung, wie schon beschrieben, ein Familienprogramm gegeben und am Dienstag darauf ein Prefestival mit freien Eintritt, da hat es einen älteren film „Do the RightThing“, aus dem Jahr 1989 der von der Rassenproblematik in Amerika handelte, gegeben, da hat es, glaube ich vor der Eröffnung auch sehr zu schütten angefangen und am Mittwoch, wo das Festival dann offiziell eröffnegt wurde, hat es nur am Vormittag geregnet, während es dann am Abend eher trocken war.

Zwei interessante Frauen Filme hat es gegeben „Notre Dame“ am Sonntag ein französischer Film, der von den Schweierigkeiten einer Architektin zwischen Beruf und Karriere handelte und etwas überzogen war und dann die Premiere eines Schweizer films „Die fruchgtbaren Tage sind vorbei“, der vom Kinderwunsch der Frauen überdreißig handelte und am Wochenende hat es meistens zwei filme gegeben an den anderen Tagen eher nur einen.

„Crazy Midnight“ hat das Abendprogramm geheißen und „Greener Green“ eine Parodie auf die Amerikaner war tatsächlich ein etwas verrückter Film und nach dem Film vonQuenton Tarantino sind wir erst um drei auf den Camp gekommen.

Einen deutsch-österreichischen Film, der in Schwechat gedreht wurde und der mir sehr gut gefallen hat, hat es auch gegeben.

„7500“, hat er gehießen, das ist der Code für eine Flugzeugentführung und hat nur im Cockpit eines Flugzeuges, das von Berlin nach Paris fliegen sollte, gehandelt.

An einem Abend sind wir ins Gespräch mit einem Ehepaar aus dem Engadin gekommen, das uns als Wiener erkannte, dabei spfrechen wir eigentlich gar nicht wirklich Wienerisch, weil der Mann einige Jahre in Wien gearbeitet hat und auch sonst ist die Athomsühöre immer sehr interessant gewesen.

Die Besucher haben sich teilweise gbekannt, einander umarmt und small talk betrieben, dieProminenz rauschte, wie erwähnt schick gekleidet, auf den großen Platz oder küßte sich schon vorher in der Magnolia Bar oder ließ sich dort fotografieren. Einmal war ich auch dort und habe einen Glas Champagner getrunken , weil ich einen diesbezüglichen Gutschein und einen Katalog gefunden habe und beim Eingang auf den Platz, wo es in Zeiten, wie diesen natürlich Taschenkontrollen gab und man das Bier aus der Flasche in Becher umleeren mußte, in den Neunzigerjahren  hat es das wohl noch nicht gegeben, hat man immer ein Los und eine Programmzeitung bekommen.

Das Rubbellos war eigentlich eine Werbung für eine App, die man sich herunterladen sollte, um für den Publikumspreis zu stimmen. Fünfzig Preise hat es, bei achttausend Plätzen zu gewinnen gegeben und ich habe gleich am ersten Tag einen Gutschein für eine private Führung durch die „Ghisla Art Collection“ gewonnen. Die hätte ich zwar eine Woche vorher anmelden müssen, wir sind aber erst am letzten Tag in die Touristeninformation gekommen, wo man den Gutschein einlösen konnte, so haben wir uns die Sammlung, wo es einen Miro, einen Andy Warhol, einen Keith Hering etcetera gab, nur mit Hilfe eines Guides angesehen, aber einen Katalog bekommen und so auch abseits der Filme und des Schweizer Lesens, das ich  für mich selbst betrieben habe, auch ein bißchen künstlerischen Crossover gehabt. Schokolade haben wir dort auch bekommen, beziehunsweise diese später zum Mitnachhause nehmen in Coop gekauft, wo auch ein Kamerateam herumlief, um vielleicht, die Kunden nach ihren Filmeindrücken zu befragen.

2018-08-13

Opoe

Jetzt kommt ein Debut und das erste Buch eines Schweizer Autors, das ich  auf der Hinfahrt  in unseren Schweiz-Urlaub, um mich sozusagen auf das Gastland einzustimmen, gelesen habe, nämlich das des 1985 in Schaffhausen geborenen Donat Blum, der sowohl am schweizerischen als auch am deutschen Literaturinstitut   studierte.

Roman steht auf dem  hundertvierundsechzig Seiten dicken Bändchen und es ist natürlich keiner, sondern würde ich sagen, poetische Fingerübungen über die Beziehung eines jungen Mannes zu seiner  Großmutter.

Literaturinstitutsprosa vielleicht für den Abschluß geschrieben, würde ich es nennen und denken, daß für mich in dieser Auseinandersetzung über die Großmutter, die allmähliche Annäherung an die für den Erzähler unbekannte Frau, der in sein homosexuelles Leben und in seine Schriftstellerkarriere hineingeht, eigentlich nicht das neue und noch nie dagewesene an der Literatur enthalten ist, kann aber bei einem Dreiunddreißigjährigen auch nicht sein.

Das Buch ist bei „Ullstein“ erschienen, also wartet vielleicht eine literarische Karriere auf den Autor und der Leser erfährt, daß man Opoe „Opu“ ausspricht und, daß das das holländische Wort für Großmutter ist. Denn des Autors verstorbene Großmutter, die vorher ihrer Demenz entgegenging und ihren Enkel mit „Sie“ ansprach, war Holländerin und wurde von dem Großvater in die Schweiz geholt.

Dort machte der einen alternativen Blumenhandel auf, ging damit Pleite, betrog die Großmutter auch mit einer Wochenendgeliebten und der Autor ärgert sich inzwischen über seinen Freund, der keine feste Beziehung haben will.

Er reist der Großmutter auch nach Holland nach, überlegt, ob sie vielleicht jüdische Wurzeln hatte, erzählt, daß er eine Zeitlang bei ihr in Bern lebte und berichtet auch ein wenig über seine Mutter.

In mehr oder weniger kurzen Skizzen ist das Buch geschrieben, die Erlebnisse der Großmutter und die des Autors wechseln sich dabei ab.

Es gibt ein Motto von Werner Herzog „Ich will das Opernhaus! Ich will mein Opernhaus! Ich will meine Oper haben!“ und die Großmutter steht ein paar Seiten später geschrieben „liebte Wien ohne je hingekommen zu sein, und die Oper, die sie nur aus dem Fernsehen kannte.“

Das Buch ist auch für den „Bloggerdebutpreis“ nominiert. Mal sehen, ob es auf die Shortlist kommt und  was ich sonst noch über den jungen Autor hören und von ihm lesen werde.

2018-03-11

Deutsches Lesen zweiter Durchgang

Ich lese ja sehr viel deutsche Gegenwartsliteratur und auch Klassiker, wie das so schön heißt und, ab wann man auch immer Bücher als solche bezeichnet, ab einem bestimmten Alter oder auch Bestimmheitsgrad und nach Leipzig zur Buchmesse fahren wir seit den späten Neunzehnhundertneunzigerjahren. Nicht immer aber sehr regelmäßig, die Donau sind wir mit dem Rad einige Male abgereist und als wir das vor drei Jahren von Ulm nach Regensburg machte, habe ich, wie ich das seit ich blogge, ja regelmäßig tue, mir deutsche Bücher ins Gepäck gepackt, bin dann gleich am ersten Tag in einen Thalia Abverkauf gekommen und daher ab dann mit einer sehr vollen Büchertasche durch das Land gefahren, habe Gabriele Wohmann, Bernhard Schlinck etcetera gelesen.

Nach Leipzig nehme ich mir meistens nur ein Buch mit und komme dort dann nicht sehr zum Lesen, obwohl ich dann wieder meistens ganze Bücherstöße und Leseproben nach Hause schleppe und diesmal ist es ein bißchen anders, denn wir fahren ja nicht wie üblich erst am Mittwoch Morgen los, sonder sind schon am Samstag abgefahren, denn wir fahren über Essen, denn da wird ja am Montag der Blogger Debutpreis an Klaus Cäsar Zehrer vergeben, dem ich zwar nur einen Punkt gab und auch das erst nach überlegen, da ich ja ursprünglich brav und angepasst die poetischen Bücher rangreihen wollte.

Der Preis wird in Essen in einen Cafe verliehen und die Frauen vom Blog lädt die Bloggerjury zur Preisverleihung ein und organisiert auch eine Übernachtung. Im Vorjahr habe ich abgelenht, weil zu weit. Aber Essen läßt sich mit Leipzig wenn auch mit Umwegen und Extraübernachtungen verbinden und so geht das deutsche Lesen, wenn man es so nennen will, in die zweite Runde, denn ich habe mir von den acht Rezenskionsexemplaren, die derzeit auf meinen Jahresbücherstapel im Badezimmer liegen, die deutschen ausgesucht und das wären Tom Sallers „Wenn Martha tanzt“, an dem ich gerade lese“, Claudia Tieschkys „Engele“ und Gunnar Kaisers „Unter der Haut“ und das ist, höre und staune eines der von den Vorjahrs Bogbusterpreislonglistbücher und es ist auch noch sehr dick, so daß die Chance, daß ich es gelesen nach Wien zurückbringe, sehr gering ist, aber das deutsche Llesen geht bei mir ja, spätestens seit ich Buchpreisblogge und mich da die deutschen Verlage anschreiben, vorher habe ich mich eigentlich eher nicht getraut, sie anzufragen, weiter und da liegt noch einiges auf meinen Stapeln oder wird, beziehungsweise soll dazu kommen und dann ist es auch nicht immer so einfach zu entscheiden, was jetzt deutsches Lesen ist, gibt es da Erstens ja die Autoren mit nicht deutscher Muttersprache und da habe ich ja auch erst vor kurzem einen tollen Debutroman gelesen, den ich mir mindestens auf die nächste Debutpreisshortlist wünsche, als auch ständig die Verwechslungen zwischen der österreichichen Literatur, zumindestens habe ich schon gehört, daß Marlene Streeruwitz, als deutsche Autorin gilt oder sich jemand darüber wunderte, daß sie Österreicherin ist.

Nun ja, die österreichische Gegenwartsliteratur gibt es natürlich auch und die lese ich auch sehr gerne und weil es inzwischen auch den österreichichen Buchpreis gibt, bin ich  im Herbst ja dann gleich nach dem deutschen mit ihr beschäftigt und die ersten Verlage, die mir Rezensionsexemplare schickten, waren ja auch die österreichischen, denn die habe ich nach und nach angefragt.

Dann gibt es noch die Schweizer Gegenwartsliteratur und da hat sich bei mir in meinem Badezimmer momentat auch etwas angesammelt, denn es gibt ja die Idee im August in die Schweiz zu fahren und uns diese Städte anzuschauen, ob daraus etwas wird, weiß ich nicht, denn ich habe ja auch schon portugiesische Bücher vom Badezimmerstapel wieder weggeräumt, habe mir aber als es in der „Alten Schmiede“ vor einiger Zeit einen Schweizer Abend gab, Jörg Steiners „Schnee bis in die Niederungen“ gekauft weil das „Suhrkamp-Taschenbüchlein“ nur fünf Euro kostete und habe dann als ich einmal in die Dokumentationsstele für ost und mitteleuropäische Literatur ging, im Bücherschrank ein paar Bücher aus Schweizer Verlagen gefunden und der Alfred hat mir zumindest vorsorglich nach dem der Reiseplan geschmiedet wurde Thomas Küngs „Gebrauchsanweisung für die Schweiz“ aus der „Piper-Reihe“ gekauft.

Aber das ist erst Schnee oder Sommerrregen von morgen, jetzt geht es ein bißchen durch Deutschland, obwohl Klaus Cäsar Zehrer Buch ja bei „Diogenes“ einem Schweizer Verlag erschienen ist und ein „Diogenes-Bloggertreffen“ habe ich mir auch in meinen Kalender aufgeschrieben und auf meinen Bücherstapel derzeit Connie Palmens „Du sagst es“, das Buch einer holländischen Autorin liegen habe, obwohl auf dem Beipackzettel  Antony Mc Carthen „Jack“ stand.

Man sieht, das Lesen ist letztlich doch immer international und ich bin auch sehr gespannt, was ich mir diesmal aus Leipzig an Büchern zurückbringe?

Und wer es bemerkt hat, die Bodenseereise mit der Ruth fällt noch in diesen Aufzeichnung und die war ja auch sehr international mit manchmal mehrmaligen täglichen Grenzübertritten zwischen der Schweiz und Deutschland und da habe ich ja Martin Walser, Arno Geiger, Michael Köhlmeier und auch noch einiges andere gelesen.

2017-07-31

Niederland

Filed under: Bücher — jancak @ 00:09
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Der Titel ist  ein Fake, denn um Holland geht es in diesen Fund aus dem Bücherschrank nicht, so macht es auch nichts, daß ich das Buch nicht im letzten Herbst gelesen habe, als Holland Gastland auf der Frankfurter Buchmesse war, obwohl der 1964 geborene Joseph O`Neill, Sohn eines Iren und einer Türkin, in Holland aufgewachsen ist und das Buch spielt in New York nach den Ereignissen von nine eleven und New York wird ja, glaube ich, irgenendwie auch New Amsterdam oder so genannt, weil sich dort viele holländische Auswanderer niederließen und der Protagonist Hans van den Broek ist auch ein Holländer, der in in  New York  als Banker tätig ist.

Damit ist vielleicht schon viel gesagt und Joseph O’Neill ist mit diesen Buch, wie ich im Klappentext und in „Wikipedia“lese, schalgartig berühmt geworden. Ich habe von ihm noch nichts gehört, also Danke an die Bücherschrankerfinder, sie frischen mein Literaturwissen, das schreibe ich immer wieder und es stimmt auch, enorm auf und füllen Lücken, die ohne der Schränke vielleicht solche geblieben wären.

Die Handlung des Buches zu erzählen ist auch nicht ganz einfach, geht es, glaube ich ja nicht so chronologisch dahin. Es ist wahrscheinlich eine Liebeserklärung an New York, d,em Schmelztigel, wo sich die verschiedensten Menschen, Rassen und Kulturen treffen und zusammenleben und Joseph O` Neill, das habe ich jetzt vergessen ist  in England als Anwalt gearbeitet und scheint jetzt in New York zu leben oder hat dort gelebt, als das Buch erschienen ist.

Er scheint auch in dem berühten Chelsea Hotel gewohnt zu haben und dort wohnt auch der Banker, wurde, glaube ich, dorthin evakuiert, als die Tower einstürzten und in dieser Zeit ging es auch in seiner Ehe mit der Wirtschaftsanwältin Rachel nicht so ganz glatt, kehrt die doch mit dem Söhnchen nach England zu ihren Eltern zurück. Hans kann sie zwar am Wochenende besuchen, aber sie freundet sich bald mit einem Koch namens Martin an zund zeigt nicht viel Interesse am Überdenken der Situation.

Das stürzt Hans in eine Krise, der auch, als er den  amerikanischen Führerschein machen will, Schwierigkeiten mit den Behörden hat, weil sein Name Johannus Franciscus Hendrikus van den Broek auf den verschienden Papieren nicht immer gleich geschrieben ist, sondern manchmal auch abgekürzt erscheint.

Da lernt er den aus Trinidat stammenden Chuck Ramkissoon kennen, das ist ein kleiner Gauner mit großen Plänen und hunderttausend Geschäftsideen im Kopf zu denen er seine verschiedenen Freunde, darunter auch den weißen Banker Hans mißbraucht.

So läßt er sich von ihm unter dem Vorwand ihm das Fahren beizubringen durch die verschiensten Vierteln von New York chauffieren, während er in Wirklichkeit seine Geschäfte abwickelt.

Er träumt auch von einem großen Chricketplatz und ist auch Torwart in einem, wo Hans auch spielt und zu Beginn des Romanes geht der wieder zu Frau und Kind nach England zurück, weil Rachel inzwischen von ihrem Koch verlassen wurde und Chuck hat man  tot im Gowanus Canal mit handschellen gefesselt aufgefunden.

Darum rankt sich die Geschichte, um die Rückerinnerungen. Es geht auch in die Kinheit nach Holland und zu der verstorbenen Mutter zurück. Hans fährt mit Chuck durch New York. Der führt ihn zu seiner Frau, stellt ihn seiner Geliebten vor und geht mit ihm auch über einen Friedhof, wo es Papageieien gibt.

Ein interessantes Buch, wo man den Schmelztigel New York, in dem ich, glaube ich, 1998 das letzte Mal gleich vierzehn Tage war und dort sehr viel herumgegangen bin, ein wenig kennenlernen kann oder in de Stadt geführt wurde, wie sie zwischen nine elefen und 2009 war.

Heute ist es wahrscheinlich wieder ganz anders.Ich war seither nicht mehr dort und fliege wahrscheinlichlich wegen der komplzierten Sicherheitskontrollen auch nicht mehr hin.  So war es interessant, ein Buch zu lesen, das Niederland heißt und in New York und England spielt.

Bei „Amazon“ gibt es von eins bis fünf Sterne, die verschiednsten Bewertungen. Die meisten Leser haben aber fünf Sterne gegeben und einer meinte er wolle kein Buch lesen, das seitenweise vom Chricketpielen handelt, aber da denke ich, er hat er es nicht lang genug gelesen, geht es doch um sehr viel mehr.

2017-01-02

Liebe und Tod auf Bali

Weiter geht es mit dem „Vicki Baum-Schwerpunkt“, der vorläufig ein kleiner ist, denn 2016 habe ich von den sechs geplanten Bücher nur „Die Karriere der Doris Hart“ gelesen und „Liebe und Tod auf Bali“ in das neue Jahr hinübergenommen, was ein interessantes Buch einer interessanten Autorin ist, die ja irgendwie den Ruf  einer  Chick Lit oder Trivialschreiberin hat, mit „Stud chem  Helene Willfüer,“ 1928 schlagartig berühmt wurde und damit ihren Beitrag zur neuen Sachlichkeit lieferte.

„Menschen im Hotel“ gilt als Kolportageroman, mit „Hotel Shanghai“ hat sie das Leben der jüdischen Emigranten in China beschrieben und weil sie auch einige Monate in Bali war, erschien 1937, zeitgleich mit dem ChickLit „Doris Hart“, der Roman „Liebe und Tod auf Bali“

„Entgegen dem Titel handelt es sich nicht, um eine Liebesgeschichte, sondern um eine romanhafte Schilderung des von Ritualen bestimmten Lebens eines balinesischen Dorfs und seine Vernichtung durch holländische Kolonisalitoren am Anfang des letzten Jahrhunderts“, steht bei „Wikipedia“.

Das klingt gar nicht so verlockend, beweist aber wieder, daß die 1888 in Wien geborene und 1960 in Hollywood verstorbene Hedwig Baum eine sehr vielseitige Schriftstellerin war, bei der es sich lohnt, ihre Werke zu entdecken. Nun ich habe ja noch einige auf meinen Leselisten und zumindestens die, die in Harland sind, werde ich heuer höchstwahrscheinlich auch lesen.

„Liebe und Tod auf Bali“ beginnt mit einem Vorspiel, ein alter offenbar holländischer oder deutscher Arzt Dr. Fabius, der schon längst die einheimischen Gebräuche angenommen hat, kehrt von seinem Dienst im Spital heim zu seinem Hof und sieht dort in den Vorhöfen zwei Menschen sitzen, einen Schnitzer und einen Bauern, die ihn lange mit höflichen Gesprächen aufhalten, bevor der Arzt erfährt, daß der Sohn des Bauern Putuh, der zum Tempeltänzer ausgebildet werden soll, krank ist und wahrscheinlich Malaria hat.

Er eilt mit dem Bauern hin und am Rückweg überfallen ihn Visionen, von der Zeit, um Neunzehnhundert, als die Holländer in das Dorf eindrangen, den Fürstenpalast zerstörten, an deren Stelle jetzt moderne Hotelanlagen stehen.

Dann geht es in die Zeit um 1907 und da strandete ein chinesisches Schiff vor dem Dorf Taman Suri und die Einheimischen bemächtigten sich der Waren, wie es Brauch war, denn was die Götter an das Land schwemmen, gehört ihnen, der Chinese Kwe Tik Tijang verlangt Schadenersatz vom Fürsten Alit, der zahlt nicht.

Die holländischen Kolonisatoren, die Verbesserungen bringen wollen, also die Hahnenkämpfe und das Witwenverbrennen verbieten, mischen sich ein und am Schluß des Romanes ist das Dorf zerstört und der Chinese unterschreibt, dem holländischen Beamten Boomsmer, daß er siebentausendfünfhundert Gulden Schadenersatz erhalten hat.

Dazwischen ranken sich neun Kapiteln, die vom Leben des Dorfes an Hand des Bauern Pak, seinen zwei Frauen, seinen Söhnen und Töchtern, seinen Hahnenkmpfen etcetera erzählt, seine Schwester Lambon, ebenfalls zur Tempeltänzerin ausgebildet und in den berühmten Tänzer Raka verliebt, wird dem Fürsten, der eigentlich eher ein weltfremder Gelehrter, als ein Frauenliebhaber ist, als eine von sechs Nebenfrauen zu seinem Geburtstag zugeteilt.

Das erfolgt in großen Ritualen, sie trifft sich eine Zeit heimlich mit Raka, dem besten Freund des Fürstens, bis der die große Krankheit und den Aussatz bekommt. Pak gewinnt mit einem schönen Hahn und während er noch überlegt, ob er den nicht einem Schmied verkaufen soll, kommen die Beamten des Fürsten und erklären ihm, daß er dazu auserwählt worden ist, dem Fürsten den Hahn zu schenken und nehmen ihn ihm weg, was Pak  dazu bewegt, als die Holländer das Dorf angreifen, weil sich beim Begräbnis seines Vaters drei seiner Frauen mit ihm verbrennen ließen, obwohl das doch streng verboten ist, nicht mitanzugreifen, sondern sich in dem Hof eines Abtrünnigen zu verschwazen.

Ein Teil der Bauern,auch Lambon und Raka tun das aber schon und gehen mit dem Fürsten in den Tod und die Tradition verschwindet. Die Holländer beginnen zu herrschen und in den Bali-Führern entnehme ich „Wikipedia“, wird das Buch den Bali Touristen, als Lektüre wärmstens empfohlen. Deshalb gibt es auch relative viele Rezensionen bei „Amazon“ zu finden.

Ich war einmal mit dem Alfred und der kleinen Anna in Bali und habe das wahrscheinlich in seinem Führer auch so glesen und bedaudert, daß ich das Buch nicht habe, jetzt habe ich es gelesen und empfinde es durchaus interessant. Es regt auch angesichts der Tatsache, daß ich mir in der letzten Zeit einige Videos der Identitären, die sich und ihre Identität durch die Flüchtlingskrise und die Masseneinwanderung bedroht fühlen, auch zum Nachdenken an.

Aber die Gebräuche, Rituale und Tempelfeste gibt es in Bali, glaube ich, noch immer und ansonst ist das Land wahrscheinlich sehr amerikanisiert und als ich vor dreißig oder fünfunddreißig Jahren öfter in Holland war, habe ich die indonesischen Reistafeln, die man dort essen konnte, als etwas sehr Besonderes und Außergewöhnliches erlebt, das man bei uns noch nicht kannte.

Daß sich die Witwen in Bali nicht mehr mitverbrennen lassen müßen, ist natürlich gut, Gewalt gegen Frauen und Massenvergewaltigungen soll es aber, wie man  hört, immer noch dort und auch in Indien geben.

2016-10-24

Gastland: Niederlande und Flandern

Noch ein kleiner Nachtrag zu meinem heurigen „Buchmessen-Surfing“, das ich ja nur sehr sporadisch und unvollkommen betrieben habe, weil ich stattdessen auch beim „Jelinek-Symposium“ zu deren siebzigsten Geburtstag, beim kulturpolitischen Arbeitskreis und bei der Generalversammlung der IG-Autoren war.

Aber die Buchmessen haben ja nicht nur ihre Buchpreise, sondern auch die jeweiligen Gastländer, die mich mehr oder weniger interessieren, beziehungsweise mehr oder weniger intensiv an mir hängen bleiben, aber ich interessiere mich ja auch, obwohl ich ja bevorzugt deutschprachige Gegenwartsliteratur  lese und über sie schreibe, für die Literatur der Nachbarländer und nehme mir solche Bücher wenn ich beispielsweise in den Urlaub nach Kroatien oder Ungarn fahre, bevorzugt mit. Einen litauischen Literaturstreifzug gibt es auch.

Heuer waren Holland und Flandern, das ist, glaube ich, der deutschsprache Teil Belgiens, die Gastländer und zumindest zu Holland habe ich einen größeren Bezug, weil ich früher, als Studentin sehr regelmäßig dort hingefahren bin und meinen Freund Frans besuchte, den ich 1973 während meines Workcamps im Westpark Hospital in England kennenlernte.

Da habe ich ihm, ich glaube, in den Achtzigerjahren nach der holländischen Literatur befragt und er hat mir, glaube ich, Maarten T`Hart  „Ein Schwarm Regenbrachvögel“ genannt.

Ich habe mir dann noch 2005, als ich in der Szene Margareten den dortigen Literaturpreis gewonnen und einen „Thalia-Gutschein“ bekommen habe, sein „Mozart-Buch“ dazugekauft.

Im Laufe der Zeit sind dann noch Bücher von Cees Nooteboom und Harry Mulisch dazu gekommen.

Frans hat mir dann noch Anna Enquist und ihr Buch „Die Betäubung“ genannt. Margrit de Moor ist auch noch eine holländische Schriftstellerin. Von Anna Enquist und Harry Mulisch habe ich in den offenen Bücherschränken jeweils ein Buch in hollänischer Sprache gefunden und just for fun mitgenommen, weil das Holländisch, dem Deutschen ja sehr ähnlich ist und ich mir einmal sogar ein Lehrbuch dafür kaufte.

Von den belgischen Autoren wüßte ich nur Dimitri Verhulst von dem ich zwei Bücher gelesen habe und jetzt fällt mir noch ein, daß ich einmal in der alten Schmiede war, als Peter Buwaldas „Bonita Avenue“ vorgestellt wurde, als das Buch, glaube ich, noch gar nicht auf Deutsch übersetzt wurde.

Da war, glaube ich, das ganze niederländische Institut samt Professor im Publikum und hat den Autor sehr viel gefragt und auf der folgenden Leipziger Buchmesse gab es dann schon die Übersetzung die groß präsentiert wurde.

Heuer in Frankfurt wurde das Gastland, beziehungsweise die Gastländer auch groß präsentiert und es wurden, glaube ich, vierhundfünfzig Bücher extra dafür auf Deutsch übersetzt.

Die Blogger hat das auch sehr interessiert, so haben Mara Giese und die „Klappentexterin“ interessante Artikel dazu gebracht und bei „3 Sat“ gab es auch einen Film, wo das Land, die Bücher und die Autoren vorgestellt wurden.

Und weil ich, wenn ich in die „Alte Schmied“ gehe,  immer den „Morawa“ durchquere und der auch einen Stapel der Gastlandbücher dort liegen hat, habe ich auch schon in einige hineingesehen und habe mich diesbezüglich informiert. Jtzt fällt mir noch ein, auf Leon de Winter und Connie Palmen, beziehungsweise auch auf Arnon Grünberg, alles „Insel-Autoren“, von denen ich schon Bücher gelesen habe, beziehungsweise sie auf Lesungen hörte, habe ich jetzt vergessen und das sind auch die Autoren, die in den Filmen, beziehungsweise beim „Blauen Sofa“ oder den „3 sat-“ oder „ARD-Stand“ auftraten.

Ich habe auch noch vergessen, daß ich 1986 als ich mit meiner Psychologenkollegin Irmgard G. in Holland war, auch einen Tag mit dem Frans in Brüssel war und das ist eine zweisprachige Stadt, nämlich holländisch und französisch, aber die Holländer wollen sie dort nicht und so tun sie, als würden sie holländisch nicht verstehen und so mußte der Frans Französisch sprechen, als er in einem Geschäft etwas kaufen wollte.

Das kam in den Filmen über Land und Leute auch so vor und da wurden natürlich einige interessante Romane vorgestellt, die mich neugierig machen und die ich auch gerne lesen, beziehungsweise finden will.

Vielleicht habe ich Glück und es liegen in ein paar Monate die Leseexemplare vielleicht von Connie Palmens  „Du sagst es“, ein Buch Bücher Syvia Plath und ihren Ehemann Ted Huges im Schrank, Nina Weijers „Die Konsequenzen“ würden mich interessieren oder Arnons Grünbergs „Muttermale“, aber ich habe ja ohnehin schon so eine lange Leseliste und bin ja jetzt erst am Fertigwerden der österreichischen Buchpreisliste, die Debut und auch noch einige andere Neuerscheinungen warten noch auf mich und zu meinem Geburtstag habe ich mir vom Alfred das neue Buch der Marlene Streeruwitz, Isabell Lehns „Binde zwei Vögel zusammen“ und Tomer Gardis „Broken German“ gewünscht, Peter Henischs „Suchbild mit Katze“ würde ich auch sehr gerne lesen und dann warten auf mich  auch noch mein Vicki Baum- Schwerpunkt und vier Neuerscheinungen vom Vorjahr oder ältere Buchpreisbücher, beziehungsweise das, was ich vor zwei Jahren auf der Buch-Wien gewonnen habe, sprich Bücher von Arno Geiger, Sabine Gruber, Richard Schuberth und Franzobel auf mich die ich unbedingt auch noch heuer lesen will.

Ich habe aber sicher noch ein paar Bücher, der schon erwähnten Holländer auf meinen Stapel, die ich mir nach und nach auch hervorziehen und lesen will und so war es  interessant und lehrreich, sich ein bißchen neben dem Buchpreisbloggen bezüglich Gastland auf der Messe herumzutreiben und mich  über die Literatur der Niederlande und von Flandern zu informieren.

Vor ein paar Jahren habe ich, glaube ich, auch einen extra Artikel über das sagenhafte Island gemacht, seither ein paar diesbezügliche Krimis gefunden, aber leider leider noch nicht gelesen, dafür habe ich das aber mit der „Atomstation“ getan.

2016-10-23

Frankfurter Messesplitter

Am Mittwoch um zehn begann die Frankfurter Buchmesse, die größte Buchmesse Europas oder der Welt, glaube ich, wahrscheinlich die berühmteste und zu der alle „Möchtegern“- und richtige Autoren, Leser, Verleger, Buchhändler, etcetera ehrfürchtig aufschauen und Selfpublisher, wie beispielsweise Annika Bühnemann schon Videos drehen, in dem sie erklären was man dafür mitnehmen soll, gutes Schuhwerk und eine Wasserflasche, einen Müsliriegel, etcetera.

Ich war zweimal dort 2000 und 2012 und das ist gar nicht so einfach, weil ja beispielsweise, der gewöhnliche Leser erst am Wochenende hineindarf, Mittwoch bis Freitag sind dem Fachpublikum vorbehalten.

So sind wir 2000 mit einer Ausstellerkarte, die mir Gerhard Ruiss gegeben hat, hingereist und haben in Mainz gewohnt, weil in Frankfurt kein Hotel zu bekommen, 2002 hatte ich dann eine Einladung von einem dieser Selbstzahlverlage, womit ich mir für den doppelten eintritt eine Fachbesucherkarte kaufen konnte und in Wiesbaden wohnte.

Dann habe ich mir geschworen, nie wieder Frankfurt, außer sie laden mich zu einer Lesung ein und zahlen mir die Fahrt und das Hotel und das habe ich  auch 2008, als ich schon bloggte so geschrieben und ein paar Tage später bin ich durch einen anderen Blog daraufgekommen, man kann sich sehr viel davon im Netzt anschauen, die „3 Sat“, die „ARD“ und die „blauen Sofaveranstaltungen“ beispielsweise und die IG Autoren haben auch ein Literatur-Radio und 2008 hat es, was es jetzt, glaube ich, nicht mehr gibt, auch Blogger gegeben, die dort herumgelaufen sind und lauter sehr interessante kleine Filmchen einstellten.

„Wow!“, habe ich gedacht und war im Himmel und habe seither immer Frunkfurt gesurft, bis mir 2011, glaube ich meine Kritikerin JuSophie, die, wenn ich mich nicht irre, jetzt in anderer Gestalt wieder aufgetaucht ist, geschrieben hat, „Machen Sie was praktischeres, als da bloß herumzuschauen!“ und das stimmt ja auch, Annika Bühnemann hat,  glaube ich, auch ein anderes Video gedreht, in dem sie den Autoren, wahrscheinlich den Selfpublishern, verdeutlicht, warum Buchmessen für sie wichtig sind!

Ja, natürlich, 2000 habe ich mir auch die „Wiener Verhältnisse“ mitgenommen. Aber wem sollte ich sie zeigen, von Stand zu Stand marschieren und „Hallo, ich bins, eure neue Autorin!“, sagen?

Das tun wahrscheinlich hundert andere und Bücher zu verkaufen und dort für sie zu werben ist auch, wenn man keinen Stand gemietet hat, glaube ich verboten und ich bin ja auch eine Leserin, so bin ich dort herumgerannt, habe eingesammelt und eingesammelt und schon zu Mittag meine volle Tüten, am Stand der IG Autoren deponiert und am nächsten Tag wahrscheinlich mein Buch, weil ich nicht so viel schleppen wollte, nicht mehr mitgenommen, das tue ich jetzt jedenfalls wenn ich in Leipzig oder auf der „Buch-Wien“ bin.

Ich interessiere mich  für Bücher und Literatur, wenn ich entsetzlich spoilere, Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler mache, so daß auf meine Kommentare kaum geantwortet wird und so betrachte ich die Messe wahrscheinlich wirklich hauptsächlich als Möglichkeit mich dort umzuschauen und umzuhören und vielleicht nicht so sehr, um Kontakte als Autorin zu knüpfen, obwohl ich die natürlich schon sehr gerne hätte.

Also die Tage der „Frankfurter Buchmesse“ reserviert und zwischen meinen Stunden und eventuellen Klinikbesuchen mich schnell aufs „blaue Sofa“ setzen oder bei Dennis Scheck nachhören, was ich lesen soll?

Seit 2005 gibt es ja auch den „deutschen Buchpreis“, der am Montag davor vergeben wird, am Dienstag wird dann offiziell eröffnet und für den Buchpreis interessiere ich mich ja auch, seit dem ich blogge und lese seit dem vorigen Jahr ja auch sehr eifrig mit und die Buchpreisübertragung habe ich mir wenigsten halb in den letzten Jahren auch meistens angeschaut.

Am Montag hat das, wie beschrieben nicht ganz geklappt, daß Bodo Kirchhoff, nicht Thomas Melle, der Preisträger wurde, ich hoffe, Maxim Biller und das „Literarische Quartett“, sind nicht schuld daran, trotzdem mitbekommen und gestern wurde dann offiziell eröffnet.

Die Könige von Flandern und Holland waren da, denn diese beiden Länder sind ja heuer Gastland, 2000 war es Polen und 2002 Litauen, ich habe mir ein paar Videos angeschaut und einige der offiziellen und auch inoffiziellen Bücherblogger sind schon in Frankfurt und zeigen erste Eindrücke von dort her, sie vergeben inzwischen auch einen Debutpreis, das heißt sechzehn ausgewählte Superblogger wählen Manuskripte aus, die man bei ihnen einreichen darf und spielen sie dann einer offiziellen Jury zu, der unter anderen auch Dennis Scheck angehört.

Nun ja, nun ja, die Blogger freuen sich über ihre Wichtigkeit, ich werde da aber wohl auch nichts gewinnen und nicht ausgewählt werden, so reiche ich gar nicht ein, sondern habe mir inzwischen nur die „blauen Sofa“ und „3 Sat Programme“ ausgedruckt, denn um elf geht es am „blauen Sofa“ mit der Vorstellung des neuen Buchpreisträgers los und werde heuer vielleicht auch gar nicht so viel Zeit zum Surfen haben, denn Donnerstag möchte ich ins Literaturhaus, um mir einen Teil eines Jelinek-Symposium zu deren siebzigsten Geburtstag anzuhören und am Freitag ist um zwei, der „Kulturpolitische Arbeitskreis“ in der „Alten Schmiede“ und am Samstag dann GAV-GV, so daß eigentlich nur der Sonntag überbleibt, wo der Friedenspreisträger in der Paulskirche seinen Preis bekommt und wenn ich den entsprechenden Livestream finde, kann ich dort auch hineinsehen.

Das mit dem „blauen Sofa“ war dann nicht so einfach, denn da kam ich nur zur „Leipzig-Schiene“, bei „3-Sat“ nahm aber der Programmdirektor des Holland-Flanders-Schwerpunkt Bart Moeeyaert, einem Kinderbuchautor, Platz und erzählte etwas von seinen und den niederländischen Büchern. Dann kam Torben Kuhlmann, der ein ein Buch über eine Maus im Weltall gezeichnet hat.

Dann wurde es bekannter, denn auf „3-Sat“ traten dann meine LL-Lieblinge, Katja Lange-Müller und Sybille Lewitscharoff auf und erzählten etwas über ihre neuen Bücher.

Auf der „ARD-Bühne“, wo ich ebenfalls die Videos empfangen konnte, demonstrierte Dennis Scheck den Bücherherbst und dann gab es ein Gespräch mit dem türkischen Journalisten Can Dünder über die politische Situation in der Türkei und Jörg Armbruster hat ein Buch geschrieben über Deutsche die  in israelischen Altersheimen leben.

Danach erzählte der neue Buchpreisträger über seine Gefühle während der Preisverleihung und bei „3 Sat“ kam Dagmar Leutpold auf die Bühne.

Es gibt eine Biografie über eine englische Freundin Hitlers, Michaela Karl hat über Unity Mitford geschrieben, Aron Grünberg, ein Holländer, Sohn deutscher Emigranten, der jetzt in NewYork lebt hat zum Niederlandschwerpunkt seinen neuen Roman „Muttermal“  vorgestellt und der ARD-Journalist Tilman Bünz berichtete in seinem Buch „Fünf Meter unter Meer. Niederlande für Anfänger“, von den Eigenarten und Schönheiten, die  man in Holland erleben kann.

So habe ich mich neben meiner Praxis, zwischen der „ARD-Bühne“ und dem „3 Sat Stand“, nachdem ich kapiert habe, daß es heuer wohl nichts mit dem „Blauen Sofa“ werden wird, hin- und hergezapt, habe auf www. buecher.at nachgelesen, daß  der österreichischen Gemeinschaftsstand  sowohl von Benedikt Föger als auch von Minister Drozda feierlich eröffnet wurde.

Die fünf Shortlistbücher und die drei Debuts liegen dort wohl auch auf und die gestrige Eröffnungsrede vor den beiden Majestäten von EU-Parlamentspräsident Schulz, der früher einmal Buchhändler war und die Besucher zum „Aufstand der Anständigen“ aufrief, habe ich mir auch angehört, so daß ich nun, während in Frankfurt die Eingeladenen zu den Empfägen und Festen wandern, mich ins Literaturmuseum begeben werde, wo es ein Archiv-Gespräch über Franz Grillparzer gibt.

Am Abend bin ich dann zu den blauen Sofas Videos gekommen und habe mir einige Interviews mit den Buchpreisbuch-Autoren angehört, die mich in den letzten zwei Monaten sehr beschäftigt haben, so zum Beispiel das von Philipp Winkler, der auch den „Aspekte-Literaturpreis“ gewonnen hat und dessen Shortlist-Buch „Hool“ ich leider nicht gelesen habe.

Gerhard Falkner, schon ein älterer Herr habe ich dann kennengelernt, der eine sehr genaue Analyse seiner „Apollokallypse“ gab, kurz habe ich in das Stadler-Video, dessen Buch mir ja nicht so gefallen hat, hineingehört und dann besonders interessant, das Interview mit Wolf Biermann, der ja 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde, jetzt achtzig ist, ein Buch über sein Leben geschrieben hat und der ein besonderes Darstellungstalent ist.

Am Donnerstag hatte ich dann nicht sehr viel Zeit für Frankfurt, sondern drei Stunden, so daß ich nur zu Mittag kurz auf das Sofa und zu den anderen Kanälen konnte und so das Interview mit Carolin Emcke, der heurigen Friedenspreisträgerin hörte, die ein Buch „Gegen den Hass“ geschrieben hat, das sich mit der „Begida-Bewegung“ beschäftigt, die ja in Deutschland ganz besonders stark vertreten ist.

Danach bin ich ins Literaturhaus zum „Jelinek-Symposium“ gegangen, wo zu erfahren war, wär aller wegen Frankfurt nicht zu der Veranstaltung kommen konnte und ich habe mich am Abend wieder eingesurft, war aber zu müde, um mir wirklich alle versäumten Vidos anzusehen.

So surfte ich erst am Freitag zwischen einigen Telefonaten und einem Blogbeitragsentwurf kurz weiter, hörte Katha Lange-Müller, ich glaube noch einmal über „Drehtür“ sprechen und auf „3Sat“ Marcel Beyer, der ja der heurige „Büchner-Preisträger“ ist  und werde dann wahrscheinlich mit dem Alfred in den „Waldviertlerhof“ essen gehen und danach in die „Alte Schmiede“ zum „Kulturpolitischen Arbeitskreis“, wo es, glaube ich, um Kleinverlage geht.

Damit war war ich dann auch noch am Samstag, wo es ja die Generalversammlung gab noch sehr beschäftigt, so daß ich mir am Abend gerade jeweils noch die Videos Annika Bühnemann und das von der Blogbuster-Konferenz anschauen konnte, wo Tobias Nazemi mit Dennis Scheck und einigen anderen, den neuen „Blogger-Literaturpreis“ vorstellte.

Ich habe mich dann auch noch ein bißchen auf dem „Blauen Sofa“ umgesehen, mir einen Teil der Zusammenfassungen angesehen, bin dabei auf Donna Leon und immer wieder auf die niederlängischen und flamischen Autoren, wie Arnold Grünberg, Connie Palmen, etcetera, denen ich auch noch einen extra Artikel widmen möchte.

Anna Weidenholzer ist auf dem blauen Sofa gesessen und viele andere.

Am Sonntag wurde dann der „Friedenspreis“ an die 1967 geborene Carolin Emke verliehen, die ich mit Verzögerung im Live Stream gefunden habe, eine türkische Philosphin hielt, die Laudatio und die Journalistin, die bei Habermas studierte, eine große energisch aussehende Frau, schüttelte dem Börsevereinvorsteher oder wer der Herr ist, der die Urkunde überreichte, sehr kräftige die Hand und hielt dann eine Dankesrede, in der sie erwähnte, daß sie bisher diese Preisverleihung immer von „unten“ vorm Fernsehapparat oder im Publikum gesehen hat.

Sonst wird der Frankfurter Sonntag höchstwahrscheinlich wieder ein Resterlessen werden, eine Mischung von alten Sendungen und neuen.

Es gibt  Videos übers die Öffnung der Messe für das sogenannte allgemeine Publikum, dem Leser, der zwischen ein und neun Bücher pro Jahr liest.

Angeblich lesen die Niederländer wenig, obwohl es vierhunderfünfzig deutsche Neuübersetzungen gibt, die auf der Messe aufliegen und ein holländerischer Gast tritt täglich auf, der durch die Messe marschiert und die sogenannten Goodies, die man dort bekommen kann, einsammelt oder im Zug, der die holländischen Autoren nach Frankfurt führte, interviewte.

Olga Martynova kam um zwölf mit ihrem Roman „Der Engelherd“ auf das blaue Sofa und hielt ein Playoyer gegen den einfach linear erzählten Roman, der ich mich nicht anschließen würde.

Der achtundachtzigjährige Hardy Krüger hat ein Buch geschreiben, das, wie er betonte, keine Autobiografie, sondern ein Playoder gegen den Rechtsruck ist und der Rest des „Blauen Sofas“ war, sowohl Arnold Grünbergs neues Buch „Muttermal“, sowie in der blauen Stunde dem „Schweizer Buchpreis“ gewidmet, wo Sacha Battyany, Christoph Höhtker, Christian Kracht, Charles Lewinsky und Michelle Steinbeck, nominiert waren, gewidmet und das war es dann mit der heurigen „Frankfurter Buchmesse“, auf die ich nur sehr sporadisch gesurft bin, so daß ich wahrscheinlich keine Meinung darüber abgeben kann, sondern nur ein paar Blitzlichter auf die siebzig- oder achtzigtausend Bücher, die dort ausgestellt waren, werfen konnte, dafür aber auch ein bißchen mitbekommen habe, was in dieser Zeit in Wien literarisch so passierte.

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