Literaturgefluester

2013-10-08

In Frankfurt und in Wien

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:10


In Frankfurt wurde am Montag im „Römer“ um achtzehn Uhr der deutsche Buchpreis vergeben und für die, die dort nicht teilnehmen können oder dürfen, denn da muß man ja sicher auch eine Einladung haben, konnten die Verleihung im Livestream verfolgen, für mich eine sehr ungünstige Zeit, da ich ja meistens zu einer Lesung gehe und daher meistens erst beim Nachhause kommen, das fünf Minuten Filmchen mit der Dankesrede sehen kann, denn den Livestream gibt es nicht als Video, obwohl man sich das ja sicher locker auch später ansehen könnte und diesmal habe ich den dBP ganz besonders intensiv von der Verkündung der Longlist, zu den Leseproben bis zur Shortlist verfolgt und war am Schluß soweit, daß ich keine Prognosen stellen konnte, außer, daß ich sicher war, daß Reinhard Jirgl mit seinem schwer lesbaren Roman nicht gewinnen wird.
Ganz am Anfang sah ich ja Therezia Mora als eine der Favoriten, nach Verkündigung der Shortlist habe ich zuerst auf Clemens Meyer getippt, dann kamen Therezia Mora und Mirko Bonne, den die Blogger ja besonders favorisierten hinzu.
Mir persönlich ist bei den Leseproben Marion Poschmann, die ich vorher nicht kannte, besonders aufgefallen und die wurde im Wochenendstandard auch als Favoritin genannt, da war ich eigentlich nicht sicher, habe mir das Buch inzwischen aber vom Alfred zum Geburtstag gewünscht und von der Anna Rentsiks „Mittelstandrauschen“ und auch die Newcomerin Monika Zeiner hatte durchaus Chancen.

Also spannend zum Auftakt der Frankfurter Messe, wo ich in den Blogs schon lesen konnte, Buzzaldrin geht zur Preisverleihung, Wolfgang Tischner wird über die Messe bloggen und ich hatte für den Abend natürlich wieder etwas vor, ganz selten, daß ich an einem Montag zu Hause bin und diesmal gab es sogar etwas ganz Interessantes, stellte doch Judith Gruber Rizy im Republikanischen Club ihr neues Buch „Schwimmfüchslein“ vor, aber in die Rockhgasse brauche ich nur vierzig Minuten, also konnte ich mir den Beginn des Livestreams geben, vielleicht erfahre ich schon den Namen, dachte ich und schaltete mich um sechs Uhr zu.

Da kam ein Eröffnungsredner und Gottfried Honnefelder, den ich schon von den Preisverkündigungen kannte, erklärte, daß am Ende die Literatur und das Buch gewinnt und, daß die Diskussion über den Buchpreis wichtig sei, dann ein Herr, der die Jury vorstellte, von denen einige in Wien Literatur studiert haben und als er ein Gespräch mit dem Vorsitzenden zu führen begann, war es zwanzig nach sechs und ich schaltete den Laptop ab, um zur Lesung zu gehen und zum ersten Mal bedauerte ich, daß ich kein Handy habe, denn da hätte ich mir den Livestream am Weg weiteransehen können.

Na gut, ich werde es schon erfahren und schwenkte zu Judith Gruber Rizy über, die mir einmal, lang lang ists her, als ich zu einer Lesung ins Ernst Kirchweger-Haus ging, Arthur West vorstellte.
Judith Gruber-Rizy, die eifrige, bemühte, 1952 in ÖO geboren, Journalistin, Studium der Literatur und Theaterwissenschaft, die auch in der GAV Mitglied ist, von Anita C. Schaub die Frauen lesen Frauen Gruppe übernommen hat und eine Reihe von Büchern in Klein- und Kleinstverlagen hat und das besondere bei ihren Büchern ist die Protagonistin, die immer Rosa heißt.

„Aurach“ habe ich mit ihr getauscht. „Drift“ hat sie mir mal zum Geburtstag gebracht, ebenso, wie „Zwischenlandschaft“ und jetzt also „Schwimmfüchslein“ wo es um Künstlerinnen, die von ihren Männern unterdrückt werden und oft ihr eigenes Schaffen aufgeben und im besonderen um die Malerin Gabriele Münter geht, die als Wassily Kandinskys Muse gilt, geht und Rosa fährt im Zug und findet dort ein Buch, mit Briefen, wo einer „Schwimmfüchslein“ an seine Geliebte schreibt.

Judith Gruber Rizy hat glaube ich schon beim Volksstimmefest ein Stück daraus gelesen und setzt sich auch für andere unterdrückte Frauen, so etwa für Veza Canetti ein, wo sie einmal bei einer „Freiheit des Wortes“ einen Text dazu geschrieben hat und den dann in der Ferdinandstraße gelesen hat.
Alle Bekannte und auch die Lesekreisfrauen in der Rockhgasse, Hilde Langthaler, Ruth Aspöck, Susanne Schneider, Elfriede Haslehner, Hilde Schmölzer Hansjörg Liebscher und und und.
Alfred fotografierte und zeigte mir gleich auf dem Handy, daß Terezia Mora den DBp gewonnen hat, was für mich eine Überraschung war. Er kaufte mir auch Judith Grubers Buch, das meine 2013 Leseliste etwas ausreizt, aber sicherlich sehr spannend ist und Anna Jeller an deren Buchhandlung wir beim Nachhauseweg vorübergehen, hat ihre Schaufenster neugestaltet und natürlich „Das Ungeheuer“ liegen und Ingrid Führer hat mich zu der Pressekonferenz bezüglich der Buch Wien, die ja ein Monat später stattfindet eingeladet und mir schon das Programm übermittelt. Aber erst geht es nach Frankfurt wo das Buch ja wichtig ist und wir eine neue dBp Buchpreisträgerin haben, daß es aber viele andere schöne Bücher daneben gibt, habe ich nie bezweifelt und so werde ich in der nächsten Zeit zwischen Wien und Frankfurt pendeln, weil man letzteres mit dem Laptop im Wohnzimmer ja ganz bequem machen kann.

Advertisements

2018-03-27

Verloren in Frankfurt

Die Taschen wogen schwer in ihrer Hand, pflegte sie doch an den Mmesseständen regelmäßig und mit Interesse einzupacken, was sich ihr da bot. Verlagsprogrammen, Leseproben, Prospekte, manchmal auch ein Goody, wie ein Kugelschreiber, ein Notizheftchen, ein Keks oder eine buntschillernde Postkarte und sie war  auch ein wenig verärgert, als sie durch dieMessehöfe wankte. Hatte sie doch vorhin auf einer der Lesebühnen, als sie höflich aufgestanden war, um die neben ihr Sitzenden hinauszulassen, ihren Platz, als sie ihn wieder  einnehmen wollte, besetzt gefunden und war an den sich nun dort Befindenden, als sie ihnen ihren Unmut äußern wollte, abgeblitzt. Sie ihatten sie einfach ignoriert und gar nicht dran gedacht, aufzustehen und sie wieder hinzulassen, hatten höchstens und auch das sehr unfreundlich, die Achseln gezuckt und etwas gemurmelt, das wie „Selber schuld!“, klang.

„Was bist du auch so blöd, aufzustehen, um die anderen an dir vorbei zulassen, du hättest doch auch sitzen bleiben können und sie sich an deinen Knien vorüberdrängen lassen!“

Wieder etwas gelernt, könnte man so sagen. Aber jetzt war es zu spät dazu. Jetzt hatte sie die Halle, an einem Tisch, wo, was sie ein bißchen gewundert hatte, österreichische Magazine aufgestaptelt waren, vorbei, verlassen und überlegte, wann sie ihren Liebsten am Foyder treffen sollte? Hatten sie zwölf Uhr Mittag, um etwas zu essen oder doch erst den Nachmittag, um gemeinsam zu einer anderen Veranstaltung zu gehen, abgemacht?

Die Gedanke daran beschäftigte sie so sehr, daß sie gar nicht bemerkt hatte, daß sie die das Messegebiet bereits verlassen hatte und erst aufmerksam darauf wurde, als sie plötzlich Häuser vor sich sah, ein Postamt, Straßen und keinen Messehof, wo man sich an einer Imbißbude hinsetzen oder Prosepekte einsammeln konnte.

Shit, sie hatte das Messegebiet verlassen, was an sich nichts machte. Hatte sie ja ihren Akkredierungsausweis bei sich in der Tasche und konnte sie also jederzeit wieder betreten, wenn sie nur den Eingang fände und genau das war das Problem, denn sie hatte ihn verloren. War unbeachsichtigt aus ihm hinausgetreten und hatte sich ein paar Schritte in der fremden Stadt verwirrt, die sie an sich  gerne  besichtigen würde, was sie aber nicht konnte, wenn sie Norbert um zwölf vor dem Hauptausgang treffen wollte.

Aber wo war der? Sie hatte ihn und die Orientierun verloren. Befand sich in einer fremden Stadt und plötzlich auf einem Moped. Saß dort festgekrallt hinter einer anderen Frau und wußte gar nicht, wie sie auf es hinaufgekommen war? Natürlich ja, es war offenbar ein öffentliches Verkehrsmittel und sie hatte es bestiegen, wahrscheinlich, um wieder in die Messehallen zurückzukommen. Aber jetzt fuhr es mit ihr davon. Eine dichtbefahrene Straße entlang. Sie bemerkte,  daß sie Angst hatte herunterzufallen und klammerte sich aus diesem Gefühl heraus fest an ihren Sitz.

Sollte sie abspringen oder auf die nächste Station warten? Aber wo befand sie sich diese und wie fand sie wieder auf die Messe zurück, die ja, wie ihr mit Schrecken einfiel, sehr groß war und daher höchstwahrscheinlich nicht so einfach, den richtigen Eingang, den sie vor kurzen verlassen hatte, wiederzufinden.

Die Angst war immer noch in ihr vorhanden, wie sie da nach der möglichen Haltestelle Ausschau hielt und nicht recht wußte, ob sie die vor ihr sitzende Frau ansprechen sollte?

Diese Frage wurde ihr nun abgenommen, hatte sich nun doch eine andere Frau auf das Mopoed aufgeschwungen und sich zwischen sie gedrängt. Eine Geister- oder Schwartzfahrerin, eine Trittbrettfahrerin fiel ihr ein und merkte mit Befriedigung, daß sich nun auch ein Kontrolleur dazugesellte, der der Aufgesprungenen ein Ticket in die Hand drückte und die anderen Fahrgäste, die sich inzwischen auch hier befanden, zu kontrollieren begannen. Das war für sie kein Problem, hatte sie ja ihre Akkreditierungskarte, mit der sie auch die öffentlichen Verkehrsmittel benützen konnte, hatte aber ohnehin vor das Fahrzeug zu verlassen und begann nun mit ihren Taschen abzuspringen, was insofern mit einer Katastrophe endete, daß sie den Halt verlor und auf den Boden fiel und nun doch eine helfende Hand benötigte, die ihr beim Aufstehen half.

Das war nun gelungen und sie stand nun auf der Straße und vor der Frage, wie sie wieder auf die Messe zurückkommen konnte? Da hatte sie, da sie kein Handy besaß, keine Ahnung und fühlte sich völlig orientierungslos. Also jemanden fragen. Zum Glück war die Straße, die sie inzwischen hinuntergegangen war, dich bevölkert und sie mußte sich nur die Person aussuchen, die sie nach ihrem Ziel befragen konnte.

„Entschuldigen Sie, sind Sie vorn hier?“

Sie hatte sich für ihre Frage einen eher zwergenhaft kleinen Mann ausgesucht, der ihr freundlich zuzwinkerte und sich bei näheren Ansehen auch als eine Frau entpuppte.

„Ja!“, antwortete sie ihr freundlich.

„Das Messegelände? Natürlich ja-“ und begann dann etwas von einem Ballhausplatz zu schwatzen und einem Cafe Central, das sie ihr zeigen wollte. Orte, die sich, wie sie wußte, in Wien befanden und ihre Hoffnung von der kleinen Frau auf das Messegelände zurückgeführt zu werden, schwand, obwohl die nun, immer noch fröhlich vor sich hinschwatzend, zu laufen angefangen hatte und sie eine Weile orientierungslos hinter ihr herrante, bis sie sie verloren hatte und sie stehenblieb und sich wieder suchend umblickte.

Sie befand sich nun vor einer Straßenbahnhaltestelle, an der der wieder eine Menge Leute warteten, die sie wahrscheinlich fragen konnte. Wen aber aussuchen, wer würde die Antwort wissen?

„Entschuldigen Sie, sind Sie vor hier?“, fragte sie jetzt eine größer gewachsene junge Frau, die auch nickte und zu überlegen begann, wie sie ihr die Lage des Messegeländes erklären konnte, als just die Straßenbahn vorfuhr und sie ihr bedeutete, daß sie leider in sie einstieigen müsse.

„Hat es Sinn mitzufahren, fährt sie in die richtige Richtig?“, fragte sie noch hoffnungsvoll. Die junge Frau aber schüttelte den Kopf und war schon weggefahren, während sie weiter origentierungslos an der Haltestelle stand, sich umblickte und keine Ahnung hatte, wie sie auf das Gelände zurückfinden sollte, um rechtzeitg um zwöfl vor den Eingang zu stehen und ihren Liebsten dort zu treffen.

2017-11-12

Die zehnte Buch-Wien

Filed under: Literaturbetrieb,Veranstaltungen — jancak @ 21:05
Tags: ,
Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Die Buch- Wien in der Messehalle gibt es schon seit 2008, vorher gab es die Buch-Woche, die zuletzt im Rathaus stattgefunden hat und ich bin seit Anfang an dabei gewesen und sozusagen immer ein paar interessante Tage dort verbracht, so bin ich auch heuer ein bißchen zu spät, weil ich um fünf die letzte Stunde hatte zur Eröffnung hineingehuscht, wo Benedikt Föger gerade mit seiner Einführung war und offenbar wieder darauf hingewiesen hat, daß sich die Politiker während der Regierungsbildung Zeit für Bücher nehmen sollten, dann kam Stadtrat Mailath-Pokorny, der in die selbe Kerbe stieß.

Karl Markus Gauss war der Eröffnungsredner und erzählte von einer Schweizer Bibliothek in einer kleinen Stadt, die dreitausend Bücher in hundert verschiedenen Sprachen hatten und kam auf diese Art und Weise auch auf die politische Situation zurück, wo die Politiker alle darum wetterten, wer den größeren Sozialabbau hat.

Dann gabs Brötchen und Wein im Literaturcafe bevor es zur langen Nacht der Bücher ging, die mit „5/ 8 in Ehren“ eröffnet wurden, dann kam Michael Köhlmeier, der erzählte warum er nicht gerne politische Romane schreibt und ich kam dann, weil ich dachte, es beginnt erst um neun, zum Bücherquiz, die ersten Bücher waren schon verteilt und die Kanditaten wurden ausgelost, das heißt, sie mußten eine Frage als Erster richtig beantworten, was mir diesmal leider nicht gelang.

Das letzte Mal war ich ja dabei, hatte aber Pech, diesmal hätte ich wahrscheinlich was gewonnen, weil die Leute die, da rateten, zum Beispiel nicht mal wußten, wer der Lebensmensch von Friederike Mayröcker war. Anmerkung für meine Leser oder das womit Günter Kaindlsdorfer geholfen hat, er hat Otto Mops geschrieben.

Ich hab dann doch zwei Bücher gewonnen, nämlich das neue von Birgit Vanderbeke und eine Erzählung von Radek Knapp über Alfred Kubin und vorher hat mir Marius Gabriel die „Funkhausanthologie“ der IG-Autoren gegeben, wo ich auch einen Text drinnen habe.

Der Quizz dauerte ziemlich lang, so daß ich das meiste andere versäumte, habe aber die Judith Gruber Rizy am „Wortreichstand“ getroffen und Ingo Schulze bei einem Buffet der skandinavischen Stände, das es beim Ausgang gab.

Am Donnerstag ging es los auf die Buch-Wien, die mir wieder etwas kleiner vorgekommen ist. So bin ich also zuerst wieder etwas herumgeschlichen und dann auf der Messe-Bühne gelandet, wo zwar etwas für Schüler war, ich aber gleich Cornelia Travniceks Stimme erkannte, die Ratschläge zur „Heldenreise“ beziehungsweise über den Unterschied von Games und Literatur sprach.

Dann kamen schon Doron Rabinovici und Robert Menasse und um zwölf ging ich in ins Foyer hinaus, weil da startete die Aktion „Eine Stadt ein Buch“ mit dem Bürgermeister, wo diesmal  Stuart 0`Nans „Letzte Nacht“, von dem ich vor kurzem „Emily allein“ gefunden habe, verteilt wurde, das Buch wurde dann auch auf der Messe Bühne vorgestellt, der Bücherstapel in der Halle war dann aber seltsamerweise verschwunden.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

In dem ehemaligen „Von Tag zu Tag-Format“ traten dann um ein Theodora Bauer mit „Chikago“ und Saskia Jungnickl auf. Die Buchpreisträger wurden vorgestellt und dann wechselte ich langsam zur Kochbühne hinüber, wo Käsekümmelsnackers hergestellt wurden.

Kurz gings dann nochmal zu Paulus Hochgatterer zurück und dann noch einmal zur Weinverkostung zur Kochbühne, aber bis die zu den Rotweinen kamen, mußte ich weg, da ich mit dem Alfred zum Geburtstagsessen zu Manfred Buchingers Gasthaus nach Riedenthal gefahren bin.

Nachdem ich den Donnerstag mit einigen Abstechern bei den Köchen auf der ORF-Bühne verbracht habe, habe ich den Freitag im Literaturcafe begonnen, da war Petra Piuk mit ihrem Heimatroman, dann kam Ljudmila Ulitzkaya mit ihrem Roman „Jakobsleiter“, der ziemlich autobiografisch ihre Familiengeschichte zu schildern scheint und die ich einmal, lang lang ists her bei der „Literatur im März“ kennenlernte und deren „Lügen der Frauen“ ich zwar noch nicht gelesen, aber bei meinen „Berührungen“ verarbeitet habe.

Die nächste Autorin war dann Renate Silberer, die auch einen Erzählband bei „Kremayr & Scheriau“ veröffentliche, den ich zwar im September mit dem Piuk-Buch bestellt, aber nicht bekommen habe. Eine wie die Moderatorin sagte sehr poetische Erzählung, die sie unbedingt zu lesen empfahl.

Andrea Stift auch eine „Kremayr& Scheriau Autorin“, habe ich getroffen und ein bißchen mit ihr geplaudert und habe mich dann entschloßen, den ganzen Tag im Literaturcafe zu bleiben.

Das heißt bis drei habe ich das ausgehalten,  Hilde Langthaler am Klo getroffen, einen Platz in einem bequemen Sessel gefunden und meine Beine auf einen dieser Würfel gepart. Es kam dann noch ein dalmatischer Schwerpunkt und eine kroatische Autorin.

„Literatur und Kritik“ hat ein diesbezügliches Sonderheft herausgebracht, das von Karl Markus Gauss, dem diesjährigen Eröffnungsredner, vorgestellt wurde.

Nach drei war der Kopf dann voll und ich sehr unruhig, bin also ein bißchen in der Halle herumgelaufen, habe bei der Kochbühne ein scharfes Süppchen, ein Bruschetta und viel Olivenöl gekostet und bin dann, während Radek Knapp auf der „ORF-Bühne“ über sein neues Buch scherzte, zum Autorenempfang von „Kremayr & Scheriau“ zurechtgekommen, mich Ursula Riederer vorgestellt, einen Becher Wein, ein Stück Brot und ein Würstchen gekostet und habe jetzt auch „Das Wetter hat viele Haare“ bekommen. Dann wars halb sechs und ich bin in Richtung Cafe Siebenstern aufgebrochen, weil ja am Freitag statt meinem Geburtstagsfest, im Cafe Siebenstern die „Poet Night“ stattfand.

Am Samstag gings dann weiter mit einem Ständehopping und zuerst zur „Wasnerbühne“, wo wieder  „Ohrenschmaus-Texte“ geschrieben wurden, dann gings zur ORF-Bühne, wo Ina Hartwig ihr neues Buch über Ingeborg Bachmann vorstellte.

Im Literaturcafe war anläßlich des Kroatien-Schwerpunkte Slavenka Drakulic mit ihrem neuen Buch „Dora und der Minotaurus“, ein Roman in dem es ähnlich, wie bei Judith Gruber-Rizys „Schwimmfüchsein“ um die erste Frau von Pablo Picasso deren zerstörtes Leben ging.

Dann ging ich in die „Donau-Lounge“ zu Katerina Tuckovas „Vermächtnis der Göttinen“,  dann wurde noch die Gesamtausgabe von Jiri Grusa vorgestellt. Auf der ORF-Bühne war dann Sten Nadolny mit seinem neuen Buch „Das Glück des Zauberers“. Dann war ich wieder ein bißchen im Literaturcafe bis es wieder zur Exil-Preisverleihung zur ORF-Bühne ging und dann nach Hause zu meinem literarischen Geburtstagsfest und da bin ich gemeinsam mit Doris Kloimstein  und  Robert Eglhofer gefahren, die ich auf der Messe getroffen habe.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Am Sonntag gings zunächst mit dem Gutschein von der Anna in die Messebuchhandlung, beziehungsweise blieb ich dort stehen und suchte in den Stepeln herum. Das habe ich schon an den vorigen Tagen immer mal ein bißchen getan und bin da darauf gekommen, daß dort das „Blogbusterbuch“ und der Sten Nadolny liegt. Das habe ich mir gedacht, könnte ich mir kaufen, habe es dann aber nicht mehr gefunden. So wurde es dann Daniel Kehlmanns „Tyll“ obwohl ich ja nicht unbedingt ein Kehlmannfan bin, dann Deborah Feldmanns „Unorthodox“, die ich im vorigen Jahr im Literaturhaus bei den „Fried-Tagen“ kennenlernte und ein Buch, das ich derzeit auf vielen Blogs finde „Underground Rail Road“ von Colson Whiteside, der, glaube ich, damit den „Pullitzer-Preis“ gewonnen hat.

Das Aussuchen mit einem Buchgutschein habe ich mir ja schon lange gewünscht und könnte das zwar auch mit dem Hunderter der Schwiegermutter so machen, aber da denke ich, das ist, angesichts meiner Bücherberge verrückt, bei „Thalia“ kann ich aber nicht aus und wann ich die Bücher lesen werde, keine Ahung, es sind ja keine Rezensionsexemplare und ich habe ja schon so eine lange Leseliste.

Dann weiter im Literaturcafe mit Stefan Slupetzky, der seinem Lemmling eine Fortsetzung gegeben hat und interessant keinen Moderator hatte, sondern die ganze Zeit gelesen hatte.

In der „Rückkehr des Lemmings“ geht es um einen Straßenbahnfahrer, bei dem täglich eine Schöne einsteigt, in die er sich verliebt und dann eines Tages mitansehen muß, wie sie in ein Taxi gezerrt wird.

Dann kam wieder ein Kontrast nämlich das neue in der NÖ-Edition Buch von Julian Schutting „Betrachtungen“ poetische Texte mit Fotografien, denn Julian Schutting hat als Jutta eine fotografische Ausbildung gemacht, das dann mal beiseite gelassen und jetzt wieder damit angefangen.

Das nächste Buch passte besser, denn es war das bei „Klever“ erschienene Poetik der Sprachkunststundentin Raphaela Edelbauer, die Julian Schutting als Lehrer hatte, jetzt aber auch an einem „Antiheimatroman“ schreibt.

Und der Vielschreiber Egyd Gstättner hat sich in seinem „Wiener Fenstersturz“ mit Egon Fridell beschäftigt, der sich, als 1938 die Nazis kamen aus dem Fenster stürzte und das beschreibt der Kärntner Autor in seinem neuen Buch und geht dabei auch ein bißchen in die Zukunft, nämlich in das Jahr 2018, wo sich das Ereignis  zum achtzigsten Mal jährt.

Dann sprach mit Margit Heumann, die inzwischen auf die Buchmesse gekommen war, ich mußte aber zum Ö1 Quiz, denn da hatte ich mich mit dem Alfred verabredet, daß der dorthin kommt, weil man, wenn man das tut, umsonst in die Messe kann.

Aber leider kam er etwas spät und mußte den ganzen Tageseintritt zahlen, obwohl nur mehr knapp vier Stunden übrig waren, was ich etwas ungerecht finde, den Alfred aber nichtsmacht und der Quiz war interessant und ich staunte wieder einmal, wie wenig literarische Ahnung die Kanditaten haben.

Wo wird der dBp vergeben? Nein nicht in Köln, in Frankfurt natürlich, weil da ja dann die Messe ist.

Ich bin vor zwei Jahren auch angetreten, aber leider auch etwas Pech gehabt, diesmal weiß ich auch nicht, ob ich gewonnen hätte, zum Beispiel das „Vamperl“ hätte ich nicht erkannt?

Es trat aber Doron Rabinovici auf. Sein Buch und einen hundert Euro Gutschein konnte man gewinnen. Ich war aber auch so spät dran, daß das Ausfüllen schon vorüber war und der Saal sehr voll, so daß ich wahrscheinlich ohnehin nicht gezogen worden wäre.

Danach bin ich mit dem Alfred durch die Hallen geschlendert, sind dann wieder im Literaturcafe hängen geblieben, wo ich ein Schinken-Käse Bagel aß. Die Messe ist recht teuer, aber das mit der Kochbühne ist nicht mehr das, was es einmal war und heute kam ich überhaupt nicht dort hin und im Literaturcafe haben wir durch das Rumschlendern Gertraud Klemm versäumt, kamen aber zu den „Fünf Minuten Krimis“ zurecht, die ich, glaube ich, auch schon in früheren Jahren hörte.

Es folgte Robert Prosser und da staunte ich, wie Poetryslamartig sein neues Buch trotzdem ist, wenn er es selber liest und er sprach auch von Performances in denen es aufgeführt wird und in seinem nächsten Buch wird ums Boxen gehen. Da bin ich gespannt und wir sind zur ORF-Bühne gewechselt, die während unseres Spazierganges sehr voll war, denn da ist der frühere Bundespräsdient Heinz Fischer aufgetreten.

Es folgte Erich Schirhuber von „Roesner“ der vier Bänden mit Stefan Zweigs Texten herausgegeben hat. Zwei Texte wurden von Katharina Stemberger gelesen und die letzte auf der Bühne war Eva Rossmann mit ihren „Patrioten“, die sich mit Günther Kaindldorfer über die Heimatfrage unterhielt.

Dann war die Messe für heuer aus und ruckzuck wurde alles eingeräumt und die Teppich vom Boden gerissen. Uns sprach eine junge Frau an, die vor fünfundzwanzig Jahren eine Zeitlang auf die Anna aufpasste, sie von der Schule abholte und sich mit ihr beschäftigte, während ich meine Stunden machte und die jetzt im sechsten Bezirk eine Krimibuchhandlung hat.

Es gab im Cafe Korb noch einen Poesieabend. Wir sind aber nach Hause, denn die letzten zwei Wochen waren  sehr heavy und ich müde und erschöpft.

Es gab in der letzten Woche aber noch eine andere Messe, nämlich eine Online-Autorenmesse, wo es jeden Abend drei vier Videos gab, wo das Schreiben für die Autoren, die schreiben wollen, aber nicht in Leipzig oder in Hildesheim studieren und nicht in Klagenfurt lesen, sondern alles selber machen, von allen Seiten beleuchtet wurde und ich mir die Videos bis spät in der Nacht, beziehungsweise in der Früh zumindestens ansatzweise anhörte und jetzt weiß ich, daß ich, weil ich mich ja irgendwie der Rechtschreibung nicht so anpassen will und auch meine Cover selber mache, alle Fehler der Welt mache, denn da wird da ja angeraten, Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Schreibseminare, so daß das bei „Amazon“ hinaufgeladene Buch dann auch schon einige tausende Euro kostet, die man wieder mit Marketingstretegien hereinbringen muß. So daß ich eigentlich gar nicht mehr so große Unterschiede zu den Zuschußverlage sehe oder doch, das Image hat sich auf der einen Seite verbessert. Auf der anderen Seite wieder nicht, weil man damit ja nicht nach Klagenfurt oder auf die Buchpreislisten kommt und sich wahrscheinlich wirklich hier zwei oder drei Klassen gebildet haben und natürlich sehr viele Autoren mit Schreibeschulen, aber da habe ich ja geschrieben, daß es mich erstaunt, wie viel die aus der Schule plaudern, obwohl sie natürlich ihre Seminate anbieten und die Frage, wer das außer mir, liest, stellt sich mir auch, obwohl in den Innterviews oft etwas anderes behauptet wurde, aber der Hauptverband des Buchhandels schreibt auch immer, daß die Buch-Wien immer größer wird, obwohl ich das eigentlich eher anders erlebt habe.

2017-10-15

Von Frankfurt

Ich war mit dem Alfred zweimal, einmal 2000 und dann noch 2002 auf der Frankfurter Buchmesse. Das erste Mal haben wir da in Mainz das zweite Mal in Wiesbaden gewohnt und sind am Abend brav in Hotel zurückgefahren und noch keine Ahnung von den Veranstaltungen und Empfängen, ich hätte auch keine Einladung gebabt und mir beim zweiten Mal geschworen, ich fahre da nie wieder hin, außer es lädt mich jemand ein, was leider nicht passierte.

Als ich dann 2008 bloggte, war ich erstaunt, daß man ganz einfach mit dem Internet aufs blaue Sofa, etcetera kann und war begeistert. Da gab es auch die Blogger mit den kleinen Filmen, die sie machten, wo Barbara Frischmuth mit einer türkischen Autorin durch die Halle ging und von der Bloggerin, als Begleitung vorgestellt wurde, wow, das habe ich dann mit einem Glas Wein in der Hand sehr genossen, habe geschaut, was ich schauen konnte, da auch den Autor Raffael Chirbes kennengelernt, den ich sonst vielleicht noch nicht kennen würde und habe ab da jedes Jhr zwischen meinen Stunden soviel we möglich virtuell nach Frankfurt gestoßen, habe darüber gebloggt und wurde 2011 glaube ich von JuSophie gerügt, ich solle doch etwas Sinnvolleres machen, als da zu surfen.

Ach ja, natürlich, wenn ich mir da die Diskussionen auf dem blauen Sofa anhöre, kann ich keine Kontakte knüpfen und das soll man ja in Frankfurt, höre ich immer und deshalb fahren die Autoren  hin und ich habe glaube ich, 2000 auch verschämt die „Hierarchien“ mein erstes selbstgemachtes Buch in der Tasche gehabt und es verschämt herumgezeigt. Aber in Leipzig habe ich das dann meisten gar nicht mehr in der Tasche, weil ich nicht so viel herumschleppen will und da sitze ich  auch am blauen Sofa oder im Österreich Cafe und bin viel zu schüchtern jemanden anzusprechen, und wenn, dann sagt der höchstwahrscheinlich „Ich habe keine Zeit!“ und läßt mich stehen.

Durch das Bloggen hat sich das  etwas geändert, denn seit 2015 lasse ich mich für Leipzig  akkreditieren und seit 2015 betreibe ich auch das Buchpreisbloggen und seit ich auch die deutschen Verlage anschreibe, schicken die mir ihre Einladungen. so habe ich jetzt auch welche zu Bloggertreffen, und heuer ein Programmheft bezüglich des Schwerpunktlandes Frankfurt und eine Einladung zu einem Champagner-Frühstück.

Das Glas Sekt werde ich mir jetzt selber einschenken, ein Haufen neu erschienener Bücher liegt in meinem Badezimmer und für die Buchpreisverleihung am Montag habe ich sogar eine Stunde verschoben.

Gestern als ich in der „Alten Schmiede“ war, wurde in Frankfurt mit dem französischen Präsidenten und Angela Merkl eröffnet und die beiden sind durch den Gastpavillon gegangen und heute Mittwoch ging es  offiziell los.

Da gibt es dann sehr viel, nicht nur das blaue Sofa und die 3 Sat-Gespräche, wo ich mir das Programm schon ausdruckte und inzwischen auch schon den neuen deutschen Buchpreisträger Robert Menasse über Europa sprechen hörte, gefolgt von Richard David Precht, der seine neue Philosophie vorstellte. Eva Demski tat das mit ihrem Memoiren und der Büchnerpreisträger Jüügen Becker, von dem ich es noch nicht schafftee, ein Buch zu lesen, hat sein neues Langgedicht über Vögel vorgestellt.

Das Literatucafe hat ein Progremm, die IG Autoren, die uns  2000  Ausstellerkarten gaben, weil ma ja als reines Publikum erst ab Samstag hineindarf, stellen aus und haben ein Programm. Da dürfen Autoren, die ein neues Buch haben daraus lesen und sich ihren Flug, glaube ich, selbst zahlen und schauen, daß sie gleich wieder zurückfliegen oder irgendwo schlafen können und auch sehr interessant, der erste „Blogger Award“ wird vergegben. Da bin ich gespannt ob ihn Wolfgang Tischer bekommt, obwohl ich mit dessen Meinung  bezüglich der roten Hosen in seinem Beitrag,  nicht einverstanden bin.

Ein neuen „Blog-Busterpreis“ wird ausgeschrieben,  Stars treten auf, die auch ein Buch geschrieben habe, die Selfpblischerhaben ihre Hallen und noch viel mehr.

Und ich werde mich die nächsten vier Tage neben meiner Praxis und anderer Termine auch wieder soviel, wie möglich dort aufhalten. Am Donnerstag fahren wir wieder nach Harland, da muß ich dem Alfred wohl wieder im Garten helfen und am Sonntag nach Wien zurück, weil wir ja Wahl haben und ich mir keine Wahlkarte hole.

Inzwischen hatte sich Ayelet Gunder-Goshen von der ich heuer „Löwen wecken“ gelesen habe, auf das blaue Sofa gesetzt, umvon ihrem neuen Buch „Die Lügnerin“ zu erzählen, in dem sie ein Plädoyer  auf das Lügen hielt, dem ich nicht ganz zustimmen konnte.

Dann kam der erste Franzose nämlich Emmanuel Carrere, dier ein Buch über die Flüchtlingssituation „Brief an eine Zoowärtin aus Calais“ geschrieben hat, in dem um die Einstellung der Callaier zu dieser Frage, geht.

Dann kam der Lyriker David Wagner mit einem syrischen Autor und erzählte von einem Tandem-Projekt, wo sich deutsche Autoren mit Flüchtlingen verbanden und ein Buch herausgeben werden.

Danach kam eine Frankfurt Pause, denn dann bin ich in die „Dokumentationsstelle für ost-und mitteleuropäische Literatur“ gegangen ist und dann blieb noch ein bißchen Zeit mich in die kleinen Filmchen hineinzuschnuppern, um ein bißchen Messe-Feeling, von dem, was abseits vom blauen Sofa passiert ist, so ist beispielsweise Nathalie Nothomb mit einem großen Hut durch den Frankreich-Pavillon herumgegangen und hat erzählt, wie man sich als Belgierin fühlt und bei 3-Sat war Ingo Schulze  zu Ganst und hat von seinem „Peter Holz“ erzählt und Thomas Lehr hat das über die „Schlafende Sonne“ getan, die ja noch zu mir kommen muß.

Am Donnerstag begann es auf dem blauen Sofa mit dem Debutroman von Theresia Enzensberger „Blaupause“, den ich gerne auf der Blogger-Debutshortlist hätte, leider habe ich, weil um zehn eine Stunde, nur das Ende des Gesprächs gehört, wechselte dann zu 3-Sat über, denn da war Iris Radisich, die ein Buch darüber geschrieben hat, das erklären soll, „Warum die Franzosen besser als die Deutschen schreiben?“

Da glaub ich zwar nicht wirklich, daß das stimmt, finde die französische Literatur aber sehr interessant und habe mir auf meinem Nachttischchen jetzt schon einen ganzen Stoß aufgestapelt und in Iris Radisichs Buch ging es viel um Satre, den französischen Existenzialisten aus den Sechziger und Siebzigerjahren von dem sie den Bogen bis zu Michelle  Houellebeqc  und seiner „Unterwerfungs-Stimmung“ spannt.

Dann wurde auf dem blauen Sofa der „Aspekte-Literaturpreis“ vergeben, den Juliana Kalnay für „Die kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“, ein bei „Wagenbach“ erschienenes Buch, das, ich glaube, schon im Februar gelesen habe. Die junge Frau, die in Spanien lebte und argentinische Wurzeln hat und in „Hildesheim“ studierte, erzählte, wie sie zum Schreiben des Buchs im Stil phantastischen Realismus kam.

Sie hat mit einer Geschichte angefangen und es hat sich dann langsam zum Episodenroman entwickelt. Auch da hoffe ich, daß das Buch auf die Debutpreis-Shortlist“ kommt. Denn da hätte ich weniger zu lesen, bei Sasha Marianna Salzmann, die dann aufs Sofa folgte, bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich mir das wünschten sollte, da habe ich den so angepriesenen neuen frischen Shortlist-Ton noch nicht so ganz gefunden. Vielleicht kommt das noch und auf das blaue Sofa ist inzwischen Ilija Trojanow gekommen, der ein Buch zu dem aktuellen Thema „Flucht“ geschrieben hat.

„Wen man am blauen Sofa sitzt, kann man die ganze Messe erleben und braucht sich nicht durch die Hallen bewegen!“, hat gestern, glaube ich, ein Moderator gesagt und so ging es mir am Donnerstag in meinem Schlaf-Bücherzimmer, um zehn und um sechs eine Stunde, die zweimal Diagnostik, die ich am Nachmittag machen sollten sind ausgefallen, so habe ich mir Mittagessen gekocht und bin während des Mittagsschläfchens, das ich ja gerne halte,  einem afrikanischen Autor namens Alain Mabanckou gefolgt, der, glaube ich, ein Buch mit Fotografien gemacht, das er seiner Mutter zeigen oder sich an sie erinnern kann.

Die 1992 in Köln geborene Mariana Lecky, die ich, glaube ich, einmal mit  der ukrainischen Autorin Marina Lewyka, verwechselt habe, war mir dagegen bekannt, dachte ich doch, sie würde es mit „Was man von hier aus sehen kann“, eine offenbar etwas esoterische Dorfgeschichte, auf die LL kommen.

Dann kam wieder ein mir Unbekannter und offenbar auch ein Wunderkind, nämlich der 1992 geborene Soziologiestudent Edouard Louis, der mit seinem Buch „Im Herzen der Gewalt“, offenbar schon seine Autobiografie geschrieben hat und in sehr anklagenden Worten, die Gewalt und Armut, die derzeit in Frankreich herrscht, beschrieb.

Dann kam noch eine Autobiografie oder eigentlich wie Peter Nadas, den ich in diesem Jahr schon zweimal in Wien hörte, nannte „Aufleuchtende Details „Memoiren eines Erzählers“, aus denen er, glaube ich, auch schon im Literaturhaus gelesen hat.

Dann wurde es wahrscheinlich voll vor dem blauen Sofa, denn es tauchte Salman Rushdie auf, dessen „Golden House“, das in New York City spielt, gerade auf Deutsch erschienen ist und diskutierte mit der Moderatorin, ob seine Hauptfigur eine Donald Trump-Parodie ist oder nicht.

Die gebürtige Polin Emilia Smechoswski hat ein Buch „Wir Strebermigranten“ geschrieben, das wahrscheinlich auch gute Hintergrundinformation gibt, dann ging ich auf die ARD-Seiten, wo Sven Regner seine „Wiener Straße“ vorstellte und sich auch mit einem Stofftaschentuch schneuzte, was sie Moderatorin sehr verwunderte.

Auf das blaue Sofa kam dann noch ein Prominenter nämlich Daniel Kehlmann, der ein Buch über Till Eulenspiegel geschrieben hat, das bisher an mir vorbeigegangen ist.

Und in der „Blauen Stunde“ ging es um die Oktoberrevolution, die ja heuer auch ein Jubiläum hat.

Danach habe ich eine „Arte-Bühne“ entdeckt, wo es ebenfalls Liveübertragungen gibt und mir dort einen Film über die französische Literatur „Die Macht der Bücher“ angesehen und  ein Interview mit der in Deutschland geborenen und in Frankreich aufgewachsenen Autorin Gila Lustiger, von der ich auch schon ein Buch gelesen habe, angehört, die ebenfalls auf die sehr politische französische Literatur mit ihren vielen aus anderen Ländern stammenden Autoren wie Boualem Sousal, Patrick Chamoiseau, Alain Mabanckou, Mahtias Enard, Karin Tuil etcetera hinweisen. Von Karin Tuil habe ich ich ja einmal „Die Gierigen“ im Schrank gefunden. „Die Zeit der Ruhelosen“ muß noch zu mir kommen und finde es sehr faszinieren, wie aktuell und politisch die französische Gegenwartsliteratur ist, die an in Frankfurt präsentiert wird und mein Literaturbild erweitert, höre ich ja immer noch gelegentlich, daß man nicht politisch schreiben darf und steckte da bei meinem momentanen Projekt ja auch ein bißchen fest.

Ich habe ja während meines „Frankfurtsurfens“, meine Leser werden es gemerkt haben, weiter „österreichischen Buchpreis“ gelesen.

„Der Tag an dem mein Großvater ein Held war“, ist erschienen, das „Magazin des Glücks“ wird es noch und „Klartraum“ von Olga For ausgelesen und gebloggt, deshalb bin ich am Freitag erst spät auf das blaue Sofa gekommen. Da verschwand gerade, was ich sehr schade finde, aber man kann es ja nachschauen“ Sten Nadolny, der ein Buch „Das Glück des Zauberers“ geschrieben hat.

Während des Korrigierens gab es zwei Bücher auf dem Blauen Sofa, nämlich Rana Yogeshwar „Nächste Ausfahrt Zukunft“ und Christiph Markschies „Aufbruch oder Katerstimmung zur Lage des Reformationsjubiläums. Trotz „Evangelio“, hat mich letzeres nicht so interessiert. So switschte ich zu 3-Satz, wo Frank Witzel seinen neuen wahrscheinlich „verrückten“ Roman vorstellte und dann während des Mittagesses kochen. Es gab Kalbschnitzel mit Kartoffelsalat, verfolgte ich John Burnside, den ich schon in Krems hörte, auf dem blauen Sofa. Dann habe ich noch einmal Sven Regner gehört und dann kam wieder eine französische Autorin, Leila Slimani, deren Bestseller „Dann schlaf auch du“, die französische Literatur ist, ja, wie ich inzwischen herausgefunden habe, sehr interessant , wo es, glaube ich, um ein Kindermädchen, beziehungsweise den Tod deren anvertrauter Kinder ging.

György Dalos hat zum Jubiläuumsjahr ein Buch zum „Untergang des Hauses Romanov“ geschrieben.

Danach ging es in den Garten, Nüße einklauben, Unkraut wegführen mit dem Hund Ouzo spielen, der ja in den „Sommererlebnissen“ seine Rolle spielt, beziehungsweise das Cover ziert und den Blogger-Award, das heißt eine Reise in ein Hamburger Literaturhotel und die Möglichkeit im nöchcten Jahr Buchblogger zu werden, haben der „Kaffeehausitzer“, der das schon einmal war und ein Instagram betreibender Buchhändler gewonnen, der kann dann den hundert Eurobuchgutschein gleich in seinen Laden lassen, ich gratziliere herzlich, finde schade, daß ich das wahrscheinlich nie gewinnen werden, obwohl mein Blog ja auch schon sehr viel Inhalt hat und werde weiter Buchpreis und auch anderes bloggen.

Danach bin ich auf den 3-Stat Stand gegangen und habe dort sehr viel Bekanntes gefunden, zuerst aber zwei Bücher, die in meinem Badezimmer liegen und die ich wahrscheinlich im Dezember, wenn Heinrich Böll, der inzwischen fast vergessene Nobelpreisträger, von 1972, den hundersten Geburtstag feiern würde, lese, nämlich die Erstherausgabe seiner Kriegstagebücher, was er eigentlich gar nicht wollte. Ralf Schnell der Herausgeber, der auch ein Buch „Böll und die Deutschen“ geschrieben hat, stellte die beiden Bücher vor und verwies auf Bölls Bedeutung und dann hörte ich Uwe Timm, der seine seine „Ikarien“ vorstellte, Katja Gasser sprach mit Mirco Bonne über „Lichter als der Tag“ und nannte es ein bedeutendte Buch, die SL konnte sie offensichtlich nicht durchsetzen und dann kam gleich  Gerhard Falkner  mit seinem Shortlistbuch, alles Bücher, die ich schon gelesen habe, was eigentlich ein gutes Gefühl ist.

An Prominenz gab es am Freitag, Ken Follet, Dan Brown, Udo Lindenberg und die belgische Königin oder Prinzessin und am Samstag ging es, um neun  mit  Ranga Yogeshwar, dem Physiker mit einem indischen Vater und einer luxenburgischen Mutter, den ich schon auf dem Sofa gehört habe, weiter.

Und der wahrscheinlich bekannteste Kolumnist Deutschlands Axel Hacke, wie ihn der Moderator am blauen Sofa vorstellte, hat ein Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten“ geschrieben, zu dem ihm Donald Trump inspiriert hat.

Ich habe dann noch ein bißchen in dem Video über Vorstellung der neuen Blogbusterpreisrunde mit Denis Scheck und Tobias Nazemi gesurft, da geht es ja in die zweite Runde, es gibt ein neues Bloggerteam, Wolfgang Tischer vom Literaturcafe ist unter anderen dabei und die durften alle sagen, was sie sich von den eingereichten Texten wünschten, da waren die Ansprüche wieder sehr hoch. Die Texte sollten schon ziemlich fertig sein, sonst würde man sie gleich weglegen, da gibt es aber, denke ich zum Glück auch das Selfpublishing, konnte mir das Video aber nicht zu Ende anschauen, da wir uns, um zwölf mit Doris Kloimstein am Markt getroffen haben, mit der wir dann auch ins Stadtmuseum gegangen ist, wo sie eine Ausstellung über den PEN, bei dem sie ja Mitglied ist, kuratierte.

Danach zurück und weitergesurft. Am blauen Sofa war Stefanie Sargnagel, die, seit sie den Publikumspreis in Klagenfurt gewonnen hat, ihre Facebookstatusmeldungen bei „Rowohlt“ verlegt und die mit Luzia Braun mehr oder weniger locker ausplauderte, sich über die rechten Verlage, die es auf der Buchmesse gab, es hat da ja Tumulte und Störungen gegeben, ärgerte und über ihre Burschenschaft erzählte.

Vorher hat Gregor Gysi genauso locker über sein Jusstudium in der DDR geplaudert, während bei 3 Sat über den Einfluß der Lliteratur bei den Fernsehserien gesprochen wurde und um fünf gab es wieder eine blaue Stunde, wo Alina Bronsky,  die auch Jugendbücher schreibt, Kirsten Boie und Paul Maar über „Geschichten von Kim, Thabo und dem Sams“ und darüber, ob die Texte jetzt leichter zu lesen, als früher mußten, diskutierten.

Am Sonntag wurde, um elf der „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ an die kanadische Autorin Margret Atwood verliehen. Da hielt Eva Menasse, die Laudatio und lobte sehr den „Report der Magd“, ein Roman, der vor dreißig Jahren geschrieben wurde und jetzt nach Donald Trumps Wahl wieder aktuell geworden ist und den ich vor kurzem im Schrank gefunden habe,  den ich, wie wahrscheinlich noch einige andere Atwood-Bücher noch lesen muß.

Dann ging es mit dem Rad nach St. Georgen zum Mittagessen, danach nach Wien zur Wahl.In Frankfurt wird indessen die Messe zu Ende gehen und wer jetzt ein Resume von mir wissen will:

Mir hat das Surfen gefallen und ich habe, glaube ich, durch die Filmchen und Artikel einen guten Überblick erhalten, war erstaunt über die Vielfältigkeit und Gesellschaftskritik der französischen Literatur, bin auf dem „Report der Magd“ neugierig und auf die „Buch-Wien“, die in einem knappen Monat stattfindet, sehr gespannt.

Daß es auf der Buchmesse eine Rauferei wgen den rechten Ständen, die dort waren und, daß wir wahrscheinlich demnächst eine schwarz-blaue Regierung bekommen werden, gefällt mir dagegen weniger, kann aber vermutlich nichts dagegen machen, als Bücher lesen und da waren gerade Doron Rabinovices „Außerirdische“ an der Reihe, die ja ganz gut dazupassen, aber leider nicht auf der Shortlist des östBp sind.

 

2016-11-13

Die neunte Buch-Wien

Nach der gestrigen Buchpreisverleihung wurde am  Mittwoch Abend die „Buch-Wien“ eröffnet, um achtzehn Uhr mit einer Rede von Terezia Mora und anschließenden Umtrunk mit Brötchen oder Semmerln im morgigen Literaturcafe.

Dazu brauchte man eine Einladung, beziehungsweise, wie ich ich es hatte, eine Pressekarte, denn um halb acht wurden dann die Tore für die „Lange Nacht der Bücher“ geöffnet. Die gibt es jetzt zum dritten Mal, mit einem Programm für alle Besucher und die Studenten haben freien Eintritt.

Eine Lesefestwoche gibt es auch, die hat bisher immer am Montag irgendwo stattgefunden und dann gibt es Veranstaltungen an verschiedenen Orten, wie Literaturhaus, Alte Schmiede, Hauptbücherei etcetera.

Die offizielle Eröffnung fiel heuer aus, beziehungsweise wurde sie wahrscheinlich durch die den „Buch-Preis“ ersetzt, Veranstaltungen gibt es, aber ich werde nicht zu sovielen gehen, das heißt zu einer schon natürlich, nämlich dem „Ohrenschmaus“ im Museumsquartier, denn der findet ja heuer auch im Rahmen der „Buch-Wien“ statt, ist aber glaube ich, gar nicht im Programm angekündigt, nur die Diskussion am Freitag, aber erst ist es ja mit der „Langen Nacht“ losgegangen.

Da hat der „Nino aus Wien“ auf der Hauptbühne gespielt und man könnte sich natürlich fragen, was hat der mit Literatur zu tun? Aber doch wahrscheinlich scheint es nämlich ein Buch zu geben, was man kaufen konnte und das  präsentiert wurden.

Anschließend kam der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer auf die Bühne und las wahrscheinlich aus seinen Memoiren, da bin ich dann schon ein bißchen herum gegangen, habe mir von  Christa Stippinger einige Bücher abgeholt und die Anthologie der Stipendiaten von der Edition Nö und um neun gab es ja das Bücherquiz, bei dem ich so gerne mitspielen und einen Büchergutschein gewinnen wollte.

Das gibt es heuer zum dritten Mal, beim ersten Mal vor zwei Jahren wurde man ausgewählt. Da war ich leider nicht dabei, habe nur zwei Bücher gewonnen, von denen ich eines noch lesen müßte und voriges Jahr war ich in der „Alten Schmiede“ bei den „Textvorstellung mit Chris Bader-Zintzen, dann ist es sich nicht mehr ausgegangen zu den Messehallen zu fahren, beziehungsweise wollte ich das nicht und heuer durfte ich teilnehmen, stand aber irgendwie, wie auch vorigen Jahr beim „Ö1- Quiz“ auf der Leitung, habe den Günther Eich mit dem Clemens verwechselt und dann mußte man irgendwelche Gesichter erkennen, die zwar nichts mit Literatur zu tun haben, aber gefragt wurden und Musikstücke gab es auch zu erraten.

Also wurde es nichts mit dem Büchergutschein, ich habe nur drei Flaschen Wein gewonnen, was aber vielleicht, da es ja bald das Geburtstagsfest gibt, auch nicht zu verachten ist und ein Buch von der Susanne Ayoub habe ich auch gewonnen.

Dann bin ich noch über ein Buffet, ich glaube, beim Stand des Hauptverbandes gab es ein ständiges, gestolpert und habe noch ein bißchen der Stefanie Sargnagel zugehört, die eine wirklich sehr deftige Sprache hat und dann ging es los mit den vier Messetagen, die für  mich ja so etwas, wie ein literarischer Kurzurlaub sind.

Am Donnerstagmorgen bin ich durch die Messehalle marschiert und habe mir die Veränderungen angeschaut. So gibt es keine „Fm 4-Bühne“ mehr, sondern eine „WASNERIN-Bühne“, benannt nach einem Literaturhotel, glaube ich. Es gibt einen „News-Stand“, wo man Kaffee bekam, einen Stand mit Gemeinschaftsbüchern und wenn ich mich nicht irre, ist es wieder ein bißchen kleiner geworden.

Auf jeden Fall hat sich der Stand der Saudi-Araber verkleinert und liegt nicht mehr so im Zentrum, dafür gibt es, glaube ich, einen, der sich mit skandinavischer Literatur beschäftigt und man auch Lachsbrötchen eßen konnte.

Schulkinder liefen mit ihren Aufgabenzetteln  herum und ich habe mich zuerst zu einem Kaffee hingesetzt, mir das Programm durchgesehen und dann mit der „ORF-Bühne“ mit dem Buch von Ingrid Brodnig „Haß im Netz“ begonnen, was für mich sehr iteressant war, weil ich ja auch gelegentlich auf meinen Blog von „Trollen“ oder „Glaubenskriegern“ besucht werde und ich mich im Anschluß, bei der jungen Frau gleich erkundigen konnte, wie man am besten darauf reagiert, wenn man von jemanden beschimpft oder in eine Ecke gedrängt wird?

Im Literaturcafe wurde dann die Debutpreisträgerin, des ersten öst. Buchpreises Friederike Gösweiner vom selben Moderator, den sie auch auf ihrer ersten Lesung in Leipzig hatte, vorgestellt. Ich bin aber bald wieder zur Hauptbühne zurückgegangen, denn da kam der schwedische Krimiautor Arne Dahl und den habe ich, obwohl ich inzwischen ein paar seiner Bücher im Schrank gefunden habe, noch nie live gesehen und es war auch sehr interessant zu hören, wie gut er Deutsch konnte, weil er sehr oft bei Lesungen in Deutschland unterwegs ist, wie er der Frau, die neben mir gesessen ist und die sich seinen neuen Krimi signieren ließ, erzählte.

Bekannte, wie den Lehrer Christian oder die Autogrammsammlerin habe ich getroffen, später auch Franz Sch., den ich noch vom Klub logischer Denker kenne und den ich meistens auf der „Buch-Wien“ treffe.

Armin Thurnher stellte sein neues Buch „Ach Österreich“ vor und wunderte sich gemeinsam mit Katja Gasser darüber, daß Donald Trump den amerikanischen Wahlkampf gewonnen hat.

Dann habe ich die „Buch Wien“ kurz verlassen und bin mit dem Alfred in das gegenüberliegende Hotel zu einem sehr tollen und verbilligten Business-Lunch gegangen und kam dann auf der ORF-Bühne zurecht, als von dort die von „Tag zu Tag-Sendung“ mit Terezia Mora ausgestrahlt wurde, die ihren neuen Erzählband „Die Liebe unter Aliens“, von dem ich schon auf meinen „Frankfurt-Surfing“ hörte, vorstellte.

Dann kam Marlene Streeruwitz mit ihrem „Yseut“, wurde wieder sehr politisch und rief zum „Widerstand der Anständigen“ auf.

Eva Rossmann stellte dagegen ihren neuen Krimi  „Gut aber tot“, in dem es um das richtige oder falsche Essen, also vegan oder nicht vegan geht und, um eine Gruppe die sich V.A nennt und junge Bauern im Waldviertel bedroht.

Danach switschte ich wieder in das „Literaturcafe“, wo Petra Hartlieb ihr neues Buch „Ein Winter in Wien“, eine Auftragsarbeit, wo sie einen leichten Winterroman mit einem historischen Thema, wahrscheinlich für den Weihnachtseinkauf, schreiben sollte und dazu ein Kindermädchen das beim Herrn Dr. Arthur Schnitzer angestellt wurde und sich in den Buchhändler verliebte, der Petra Hartliebs Vorvorgänger war, erfand.

Ein Buch, das ich mir wahrscheinlich gekauft hätte, wenn ich beim Quiz einen Buch-Gutschein gewonnen hätte, so habe ich nur die Gewinnerin getroffen, die sich für ihre Einkäufe noch nicht festgelegt hat und bin, bevor ich ins Museumsquartier zum „Ohrenschmaus“ gefahren bin, noch rasch zum Messeforum gegangen, wo der PEN-Club, der die Gedichte von Mahvash Sabet, die im Iran wegen ihres Glaubens, zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt wurde, herausgegeben hat, eine Veranstaltung zum Thema „Ohne Grenzen-Gedichte aus dem Gefängnis“ machte.

Am Freitag gings dann mangels anderer Alternativen mit einem Buch über Klemens Wenzel Lothar Metternich, von Wolfram Siemann, der ein neues Bild über den „Kutscher Europas“ zeichnen wollte, auf der „ORF-Bühne“ weiter. Klaus Nüchtern folgte mit seinem „Kontinent Doderer“, das ich inzwischen von der Trude zum Geburtstag bekommen habe und den ich dann auch fragte, ob Doderer mit Stefan Zweig befreundet war, weil das in meinen „Berührungen“ ja eine Rolle spielt.

Danach gings zum ersten Mal für heuer auf die „Koch-Bühne“, wo der Unterschied zwischen vegan und vegetarisch erklärt wurde und eine Mayonnaise aus Kichererbsenwasser hergestellt wurde.

Martin Prinz hat seine „Letzte Prinzessin“, gefolgt von Susanne Ayoub, deren neues Buch „Der Edelsteingarten“ ich ja beim Quiz, obwohl mir der Hrdliczka, über den sie gearbeitet hat, erst im zweiten Versuch einfiel, gewonnen hat, auf der „ORF-Bühne“ vorgestellt und dann war es schon Zeit für den „Ohrenschmaus“ der ja am Nachmittag prominent vorgestellt wurde.

Hakan Alkis, Melanie Corn, Monika Fischer, Sybille Grafl ©Teresa Novotny

Hakan Alkis, Melanie Corn, Monika Fischer, Sybille Grafl ©Teresa Novotny

Felix Mitterer, Richard Pils ©Teresa Novotny

Felix Mitterer, Richard Pils ©Teresa Novotny

So hat ihn die „Springlädlegruppe“ mit ihrem neuen Buch „Durch Erfahrung wird man klug“, das dem verstorbenen Preisträger Herbert Offenhuber gewidmet ist, vorgestellt.

Melanie Corn,  Sybille Grafl  und Hakan Alkis, die heurigen Sieger haben ihre Texte gelesen und dazu auch noch Musik gemacht.

Im Anschluß kam Franz Joseph Huainigg auf die Bühne, der auch ein neues Buch hat „Mit Mut zum Glück“ heißt es, wo er das Leben mit Behinderung, er sitzt ja im Rollstuhl und wird beatmet und ist trotzdem Parlamentarier, beschreibt, dann kamen Richard Pils und Felix Mitterer, die das neue „Ohrenschmaus-Buch“ präsentierten, Schokolade wurde verteilt und ich hatte eine kleine Pause, die ich der Frage, was österreichische Literatur ist, widmen konnte, denn „News“ hat ja  heuer auch eine Bühne und da diskutierten das Heinz Sichrovsky mit Ela Angerer, Peter Henisch und Heinz Zeman, der einen zehn Bücher Kanon aufstellen sollte, welche Österreicher man gelesen haben soll.

Simon Hadler, Ruth Oberhuber, Ludwig Laher ©Teresa Novotny

Simon Hadler, Ruth Oberhuber, Ludwig Laher ©Teresa Novotny

Simon Hadler, Eva Jancak, Ruth Oberhuber, Germain Weber, Ludwig Laher ©Teresa Novotny

Simon Hadler, Eva Jancak, Ruth Oberhuber, Germain Weber, Ludwig Laher ©Teresa Novotny

Nun da gibts wahrscheinlich mehr als Kafka, Bernhard und Hoffmannsthal und ich mußte ohnehin weg, denn zehn vor fünf habe ich mich mit den anderen, die an der „Diskussion“ teilnahmen, beim Hauptverbandstan, auf dem schon eifrig für einen Empfang hergerichtet wurde, getroffen.

Während ich auf die anderen warteten, konnte ich noch rasch ein Fleischbällchen kosten, das auf der Kochbühne von Günter Kaindlsdorfer mit einer  Schürze, moderiert wurde und habe dabei erfahren, daß Ilse Aichinger gestorben ist, was mich, da sie ja gerade ihren fünfundneunzigsten Geburtstag hatte, besonders berührte.

Dann gings schon au die „ORF- Bühne“ Ludwig Laher hat statt Barbara Rett moderiert und der Preisträgerin Ruth Oberhuber von 2012, Germain Weber, dem Präsidenten der Lebenshilfe und mir Fragen zum „Ohrenschmaus“, den dort präsentierten Texten und den Veränderungen, die sie in den letzten Jahren erfahren haben, gestellt.

Die junge  Preisträgerin hat einige ihrer Texte vorgelesen, das neue und das alte Buch wurde präsentiert und dann ist es schon zu meinem literarischen Geburtstagsfest gegangen, das wieder sehr schön wurde, obwohl ich nach der Diskussion und dem anstrengenden Tag schon sehr müde war.

Am Samstag ging es, um eine Stunde später weiter, so daß ich Aris Fioretos auf der „ORF-Bühne“ versäumt habe und erst zu Cynthia  D`Aprix Sweeney zurecht gekommen bin, eine Amerikanerin, deren spätes Debut „Das Nest“ jetzt in aller Munde ist, wo  es um eine Familie geht, die einen Geldbetrag erwartet,  den sie dann nicht bekommt.

Auf der Kochbühne wurde unter dem Titel „Sehnsuchtsküche“ ein Linsencurry zubereitet, ein paar Stück Schweinslungenbraten vom gestrigen Fest hatte ich auch mit, so daß ich das Schaukochen für den Rest des Tages ausgelassen und mich ins Literaturcafe begeben habe, wo ich noch ein bißchen den Josef Formanek hören konnte. Da habe ich ja im Frühling von „Literaturtest“ ein Rezensionsexemplar bekommen, die haben mich dann angeschrieben und gefragt, ob sie mir einen Platz reservieren sollen und ich den Autor interviewen will, aber ich mache ja keine Autoreninterviews, sondern gebe meine persönlichen Eindrücke wieder und der von Manfred Rebhandl, den ich ja einmal in Leipzig kennenlernte und mit dem ich, glaube ich, auch beim „offenen Bücherschrank“ in Ottakring gelesen habe, ist, das er eine sehr deftige Sprache hat und sehr von sich überzeugt ist, daß er den spannensten Krimi geschrieben hat, wo es um unbegleitete Flüchtlinge und zwei Polizisten geht.

Jani Oswald habe ich im „Literaturcafe“ auch noch gehört, dann bin ich schon zur „Donau-Lounge“ hinübergeweselt, wo Josef Formanek nochmals auftrat und gemeinsam mit Angelika Klammer und dem ungarischen Autor Laszlo Darvasi Peter Esterhazy gedachte, der ja vor kurzen an Speicheldrüsenkrebs gestorben ist, vorher aber ein Tagebuch darüber geschrieben hat, das im Frühjahr bei „Hanser“ erscheinen wird.

Richtig, auf Paul Lendvais „Orbans Ungarn“ hätte ich jetzt fast vergessen und auch auf den iranischstämmigen Autor Sama Maani, der seinen Erzählband „Der Heiligenscheinorgasmus“  in der „3 Sat Louge“ präsentierte.

Edith Kneifl und Erwin Riess haben den „Tatort Gemeindebau“ präsentiert, während es nach der Gedenkstunde für Peter Esterhazy mit Laszlo Darvasis Novellenband „Wintermorgen“ weiterging.

Da wurden zwei Geschichten gelesen, der „Baum“, wo eine Frau von ihrem Mann immer fordert, einen Baum zu fällen, sich schließlich mit ihm darauf einigt, daß sie es selber tun wird und weil sie das nicht zusammenbringt, erhängt sich sich schließlich auf diesen.

„Und dann ging er in das Haus um nachzusehen, wie die Uhr ging“, lautete glaube ich der letzte Satz.

„Die zweite Geschichte heißt „Shoppingcenter“, da erzählte Laszlo Darvasi, daß er einmal gesehen hat, wie eine Frau in einem solchen ihr Handy auflud, daraus ergab sich dann die Geschichte einer Jugendbande, wo es um sehr viel Gewalt ging. eine Geschichte, die nur in Ungarn spielen könnte, meinte der Autor, etwas was ich eigentlich nicht so glaube.

Da war es dann schon kurz vor fünf und ich bin wieder zur „ORF-Bühne“ gegangen, weil um fünf  dort der „Exil-Preis“ verliehen wurde.

Es war  sehr voll, weil noch Günter Kaindlsdorfer,  Bundeskanzler Kern und Robert Misik präsentierte, die ein Buch über „Victor Adler“ geschrieben haben.

Seltsamerweise habe ich einen freien Platz in der ersten Reihe gefunden, den ich aber gleich räumte, weil die dann ja für die „Exil-Preisträger“ reserviert war, die während sich die Leute, um ein Autobramm beim Bundeskanzler anstellten,  eintrafen.
Jessica Beer moderierte, wie auch in den letzten Jahren und gratulierte Christa Stippinger dazu, daß es den „Exil Preis“ jetzt schon zwanzig Jahre gibt.

Es gab Musik und eine Schauspielerin las kurz aus drei Siegertexten, die dann in den verschiedenen Katgorien von den verschiedenen Subventionsgebern vergeben wurden. Ich habe mir die neue Anthologie ja schon am Mittwoch geholt und kann die Texte also nachlesen.

Verena Mermer, die schon einen Roman bei „Residenz“ hat, hat in der Kategorie „Deutsch als Muttersprache“ mit einem Auszug aus ihrem neuen Roman gewonnen.

Es gab heuer auch einen Lyrikpreis, der ja nicht sehr oft vergeben wird, einen Dramatikerpreis und auch Preis für Schulprojekte.

Im Amerlinghaus und im Literaturhaus wird es dann noch längere Lesungen geben, denn die Zeit ist sehr knapp in einer Stunde all die Urkunden zu vergeben und die Sieger zu fotografieren und ich habe dann doch noch eine Lesefestwochenveranstaltung gefunden, die ich besuchen konnte, wurde doch im Alten Rathaus Veit Heinichens neuer Krimi die „Zeitungsfrau“ vorgestellt, ich habe von dem deutschen Autor, der seit über zwanzig Jahren in Triest lebt, auch schon einiges gelesen und in den Schränken gefunden, glaube, daß ich damit aber eher Schwierigkeiten hatte und so ist es mir auch jetzt gegangen.

Die „Zeitungsfrau“ ist eine Trafikantin, die ihren Mann verloren hat, ihre Kinder alleine erzieht, einen Finanzbeamten niedergefahren hat, der jetzt im Rollstuhl sitzt und um Korruption, Mafia und Kunstgeldwäsche ging es auch. Veit Heinichen hat drei Stellen gelesen, vor allem aber sehr viel über die Mafia und Korruption, auch über die in Österreich und über die „Hypo Alpe Adria“ zum Beispiel erzählt und die letzte Frage lautete auch, ob er sich nicht einen Krimi über Wien vorstellen könnte?

„Ja!“, hat er geantwortet.

„Über das Alte Rathaus, wo ja mal die Zentralsparkasse gegründet wurde oder sich befunden hat, über die Bundespräsidentenwahlen und über die Zustände in Klebstofffirmen.

Das wäre sicher spannend und man kann ja über vieles schreiben, wenn man mit sehenden Augen durch die Welt geht und am Sonntagt ging es noch einmal durch den Prater, da hat ja, glaube ich, auch Roland Girtler ein Buch  darüber geschrieben zum vierten und letzten Tag der „Buch-Wien“, wo es gleich wieder mit Krimis weiterging.

Die „Krimiautoren“, die ja einen eigenen Stand hatten, stellten fünf mal fünf Minuten Krimis vor, zwei davon habe ich versäumt unter anderem den von Eva Holzmayr, die mich am Freitag kurz bevor ich meinen Auftritt hatte, angesprochen hatte und von der ich noch ein Buch zu lesen habe.

Zu dem von Teresa Prammer, der vorjährigen „Perutz-Preisträgerin“, wo es um ein Stalkingopfer auf der Coach, das dann seinen Stalker, die Psychoanalytikerin erschießt, bin ich noch zu recht gekommen und auch auf den anderen Bühnen wurden die neuen Krimis von Herbert Dutzler, Bernhard Aichner und Thomas Raab vorgestellt.

Dann kam Peter Henisch, der immer gerne eine Katze gewesen wäre und wie er sagte, vielleicht bald wieder eine sein wird, auf die „ORf-Bühne“ und um zwei, den „Ö1-Quiz“ habe ich diesmal ausgelassen, wollte ich eigentlich zur „News-Lounge“ und zur Diskussion zwischen Konrad Paul Liessmann und Michael Köhlmeier zum Thema „Wer hat gesagt, daß du nackt bist, Adam?“, aber da waren so viele Leute, daß ich zur Kochbühne gegangen bin, wo gerade der „Zuckerorgasmus“ vorgestellt, beziehungweise Schokoladetörtchen zubereitet wurden.

Danach habe ich den Rest des Nachmittags im Literaturcafe verbracht, habe Hilde Schmölzer dort getroffen, die zu dem neuen Buch ihrer Cousine Britta Steinwendter „Die Welt entlang“, wo sie achtzehn Autorenportraits und deren Schreiborte, darunter Friederike Mayröcker vorstellte, gekommen ist und über Georg Bydlinsky, den Kinder- aber auch Erwachsenenautor, „Mitten im Karottenfeld, kam ein Hasenkind zur Welt, als es die Karotten sah, dache es, ich bleibe da“, der sich auch sehr stark in der IG engagiert, der heuer sechzig wird, hat die „Édition NÖ“ auch ein Buch herausgebracht.

Dann war es schon fünf, die Bücher wurden eingeräumt und die Teppiche aufgerollt, die neunte „Buch-Wien“ ist Geschichte und ich kann mich jetzt wieder an das Lesen machen, zu dem ich in den letzten Tagen ja so gar nicht gekommen bin, da ja noch zwölf Rezensionsexemplare, darunter die, der Shortlist des „Blogger-Debutpreises“, den ich ja mitbestimmen soll, auf mich warten, obwohl ich mich mit dem Bücherschnorren sehr sehr zurückgehalten habe.

 

2016-10-23

Frankfurter Messesplitter

Am Mittwoch um zehn begann die Frankfurter Buchmesse, die größte Buchmesse Europas oder der Welt, glaube ich, wahrscheinlich die berühmteste und zu der alle „Möchtegern“- und richtige Autoren, Leser, Verleger, Buchhändler, etcetera ehrfürchtig aufschauen und Selfpublisher, wie beispielsweise Annika Bühnemann schon Videos drehen, in dem sie erklären was man dafür mitnehmen soll, gutes Schuhwerk und eine Wasserflasche, einen Müsliriegel, etcetera.

Ich war zweimal dort 2000 und 2012 und das ist gar nicht so einfach, weil ja beispielsweise, der gewöhnliche Leser erst am Wochenende hineindarf, Mittwoch bis Freitag sind dem Fachpublikum vorbehalten.

So sind wir 2000 mit einer Ausstellerkarte, die mir Gerhard Ruiss gegeben hat, hingereist und haben in Mainz gewohnt, weil in Frankfurt kein Hotel zu bekommen, 2002 hatte ich dann eine Einladung von einem dieser Selbstzahlverlage, womit ich mir für den doppelten eintritt eine Fachbesucherkarte kaufen konnte und in Wiesbaden wohnte.

Dann habe ich mir geschworen, nie wieder Frankfurt, außer sie laden mich zu einer Lesung ein und zahlen mir die Fahrt und das Hotel und das habe ich  auch 2008, als ich schon bloggte so geschrieben und ein paar Tage später bin ich durch einen anderen Blog daraufgekommen, man kann sich sehr viel davon im Netzt anschauen, die „3 Sat“, die „ARD“ und die „blauen Sofaveranstaltungen“ beispielsweise und die IG Autoren haben auch ein Literatur-Radio und 2008 hat es, was es jetzt, glaube ich, nicht mehr gibt, auch Blogger gegeben, die dort herumgelaufen sind und lauter sehr interessante kleine Filmchen einstellten.

„Wow!“, habe ich gedacht und war im Himmel und habe seither immer Frunkfurt gesurft, bis mir 2011, glaube ich meine Kritikerin JuSophie, die, wenn ich mich nicht irre, jetzt in anderer Gestalt wieder aufgetaucht ist, geschrieben hat, „Machen Sie was praktischeres, als da bloß herumzuschauen!“ und das stimmt ja auch, Annika Bühnemann hat,  glaube ich, auch ein anderes Video gedreht, in dem sie den Autoren, wahrscheinlich den Selfpublishern, verdeutlicht, warum Buchmessen für sie wichtig sind!

Ja, natürlich, 2000 habe ich mir auch die „Wiener Verhältnisse“ mitgenommen. Aber wem sollte ich sie zeigen, von Stand zu Stand marschieren und „Hallo, ich bins, eure neue Autorin!“, sagen?

Das tun wahrscheinlich hundert andere und Bücher zu verkaufen und dort für sie zu werben ist auch, wenn man keinen Stand gemietet hat, glaube ich verboten und ich bin ja auch eine Leserin, so bin ich dort herumgerannt, habe eingesammelt und eingesammelt und schon zu Mittag meine volle Tüten, am Stand der IG Autoren deponiert und am nächsten Tag wahrscheinlich mein Buch, weil ich nicht so viel schleppen wollte, nicht mehr mitgenommen, das tue ich jetzt jedenfalls wenn ich in Leipzig oder auf der „Buch-Wien“ bin.

Ich interessiere mich  für Bücher und Literatur, wenn ich entsetzlich spoilere, Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler mache, so daß auf meine Kommentare kaum geantwortet wird und so betrachte ich die Messe wahrscheinlich wirklich hauptsächlich als Möglichkeit mich dort umzuschauen und umzuhören und vielleicht nicht so sehr, um Kontakte als Autorin zu knüpfen, obwohl ich die natürlich schon sehr gerne hätte.

Also die Tage der „Frankfurter Buchmesse“ reserviert und zwischen meinen Stunden und eventuellen Klinikbesuchen mich schnell aufs „blaue Sofa“ setzen oder bei Dennis Scheck nachhören, was ich lesen soll?

Seit 2005 gibt es ja auch den „deutschen Buchpreis“, der am Montag davor vergeben wird, am Dienstag wird dann offiziell eröffnet und für den Buchpreis interessiere ich mich ja auch, seit dem ich blogge und lese seit dem vorigen Jahr ja auch sehr eifrig mit und die Buchpreisübertragung habe ich mir wenigsten halb in den letzten Jahren auch meistens angeschaut.

Am Montag hat das, wie beschrieben nicht ganz geklappt, daß Bodo Kirchhoff, nicht Thomas Melle, der Preisträger wurde, ich hoffe, Maxim Biller und das „Literarische Quartett“, sind nicht schuld daran, trotzdem mitbekommen und gestern wurde dann offiziell eröffnet.

Die Könige von Flandern und Holland waren da, denn diese beiden Länder sind ja heuer Gastland, 2000 war es Polen und 2002 Litauen, ich habe mir ein paar Videos angeschaut und einige der offiziellen und auch inoffiziellen Bücherblogger sind schon in Frankfurt und zeigen erste Eindrücke von dort her, sie vergeben inzwischen auch einen Debutpreis, das heißt sechzehn ausgewählte Superblogger wählen Manuskripte aus, die man bei ihnen einreichen darf und spielen sie dann einer offiziellen Jury zu, der unter anderen auch Dennis Scheck angehört.

Nun ja, nun ja, die Blogger freuen sich über ihre Wichtigkeit, ich werde da aber wohl auch nichts gewinnen und nicht ausgewählt werden, so reiche ich gar nicht ein, sondern habe mir inzwischen nur die „blauen Sofa“ und „3 Sat Programme“ ausgedruckt, denn um elf geht es am „blauen Sofa“ mit der Vorstellung des neuen Buchpreisträgers los und werde heuer vielleicht auch gar nicht so viel Zeit zum Surfen haben, denn Donnerstag möchte ich ins Literaturhaus, um mir einen Teil eines Jelinek-Symposium zu deren siebzigsten Geburtstag anzuhören und am Freitag ist um zwei, der „Kulturpolitische Arbeitskreis“ in der „Alten Schmiede“ und am Samstag dann GAV-GV, so daß eigentlich nur der Sonntag überbleibt, wo der Friedenspreisträger in der Paulskirche seinen Preis bekommt und wenn ich den entsprechenden Livestream finde, kann ich dort auch hineinsehen.

Das mit dem „blauen Sofa“ war dann nicht so einfach, denn da kam ich nur zur „Leipzig-Schiene“, bei „3-Sat“ nahm aber der Programmdirektor des Holland-Flanders-Schwerpunkt Bart Moeeyaert, einem Kinderbuchautor, Platz und erzählte etwas von seinen und den niederländischen Büchern. Dann kam Torben Kuhlmann, der ein ein Buch über eine Maus im Weltall gezeichnet hat.

Dann wurde es bekannter, denn auf „3-Sat“ traten dann meine LL-Lieblinge, Katja Lange-Müller und Sybille Lewitscharoff auf und erzählten etwas über ihre neuen Bücher.

Auf der „ARD-Bühne“, wo ich ebenfalls die Videos empfangen konnte, demonstrierte Dennis Scheck den Bücherherbst und dann gab es ein Gespräch mit dem türkischen Journalisten Can Dünder über die politische Situation in der Türkei und Jörg Armbruster hat ein Buch geschrieben über Deutsche die  in israelischen Altersheimen leben.

Danach erzählte der neue Buchpreisträger über seine Gefühle während der Preisverleihung und bei „3 Sat“ kam Dagmar Leutpold auf die Bühne.

Es gibt eine Biografie über eine englische Freundin Hitlers, Michaela Karl hat über Unity Mitford geschrieben, Aron Grünberg, ein Holländer, Sohn deutscher Emigranten, der jetzt in NewYork lebt hat zum Niederlandschwerpunkt seinen neuen Roman „Muttermal“  vorgestellt und der ARD-Journalist Tilman Bünz berichtete in seinem Buch „Fünf Meter unter Meer. Niederlande für Anfänger“, von den Eigenarten und Schönheiten, die  man in Holland erleben kann.

So habe ich mich neben meiner Praxis, zwischen der „ARD-Bühne“ und dem „3 Sat Stand“, nachdem ich kapiert habe, daß es heuer wohl nichts mit dem „Blauen Sofa“ werden wird, hin- und hergezapt, habe auf www. buecher.at nachgelesen, daß  der österreichischen Gemeinschaftsstand  sowohl von Benedikt Föger als auch von Minister Drozda feierlich eröffnet wurde.

Die fünf Shortlistbücher und die drei Debuts liegen dort wohl auch auf und die gestrige Eröffnungsrede vor den beiden Majestäten von EU-Parlamentspräsident Schulz, der früher einmal Buchhändler war und die Besucher zum „Aufstand der Anständigen“ aufrief, habe ich mir auch angehört, so daß ich nun, während in Frankfurt die Eingeladenen zu den Empfägen und Festen wandern, mich ins Literaturmuseum begeben werde, wo es ein Archiv-Gespräch über Franz Grillparzer gibt.

Am Abend bin ich dann zu den blauen Sofas Videos gekommen und habe mir einige Interviews mit den Buchpreisbuch-Autoren angehört, die mich in den letzten zwei Monaten sehr beschäftigt haben, so zum Beispiel das von Philipp Winkler, der auch den „Aspekte-Literaturpreis“ gewonnen hat und dessen Shortlist-Buch „Hool“ ich leider nicht gelesen habe.

Gerhard Falkner, schon ein älterer Herr habe ich dann kennengelernt, der eine sehr genaue Analyse seiner „Apollokallypse“ gab, kurz habe ich in das Stadler-Video, dessen Buch mir ja nicht so gefallen hat, hineingehört und dann besonders interessant, das Interview mit Wolf Biermann, der ja 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde, jetzt achtzig ist, ein Buch über sein Leben geschrieben hat und der ein besonderes Darstellungstalent ist.

Am Donnerstag hatte ich dann nicht sehr viel Zeit für Frankfurt, sondern drei Stunden, so daß ich nur zu Mittag kurz auf das Sofa und zu den anderen Kanälen konnte und so das Interview mit Carolin Emcke, der heurigen Friedenspreisträgerin hörte, die ein Buch „Gegen den Hass“ geschrieben hat, das sich mit der „Begida-Bewegung“ beschäftigt, die ja in Deutschland ganz besonders stark vertreten ist.

Danach bin ich ins Literaturhaus zum „Jelinek-Symposium“ gegangen, wo zu erfahren war, wär aller wegen Frankfurt nicht zu der Veranstaltung kommen konnte und ich habe mich am Abend wieder eingesurft, war aber zu müde, um mir wirklich alle versäumten Vidos anzusehen.

So surfte ich erst am Freitag zwischen einigen Telefonaten und einem Blogbeitragsentwurf kurz weiter, hörte Katha Lange-Müller, ich glaube noch einmal über „Drehtür“ sprechen und auf „3Sat“ Marcel Beyer, der ja der heurige „Büchner-Preisträger“ ist  und werde dann wahrscheinlich mit dem Alfred in den „Waldviertlerhof“ essen gehen und danach in die „Alte Schmiede“ zum „Kulturpolitischen Arbeitskreis“, wo es, glaube ich, um Kleinverlage geht.

Damit war war ich dann auch noch am Samstag, wo es ja die Generalversammlung gab noch sehr beschäftigt, so daß ich mir am Abend gerade jeweils noch die Videos Annika Bühnemann und das von der Blogbuster-Konferenz anschauen konnte, wo Tobias Nazemi mit Dennis Scheck und einigen anderen, den neuen „Blogger-Literaturpreis“ vorstellte.

Ich habe mich dann auch noch ein bißchen auf dem „Blauen Sofa“ umgesehen, mir einen Teil der Zusammenfassungen angesehen, bin dabei auf Donna Leon und immer wieder auf die niederlängischen und flamischen Autoren, wie Arnold Grünberg, Connie Palmen, etcetera, denen ich auch noch einen extra Artikel widmen möchte.

Anna Weidenholzer ist auf dem blauen Sofa gesessen und viele andere.

Am Sonntag wurde dann der „Friedenspreis“ an die 1967 geborene Carolin Emke verliehen, die ich mit Verzögerung im Live Stream gefunden habe, eine türkische Philosphin hielt, die Laudatio und die Journalistin, die bei Habermas studierte, eine große energisch aussehende Frau, schüttelte dem Börsevereinvorsteher oder wer der Herr ist, der die Urkunde überreichte, sehr kräftige die Hand und hielt dann eine Dankesrede, in der sie erwähnte, daß sie bisher diese Preisverleihung immer von „unten“ vorm Fernsehapparat oder im Publikum gesehen hat.

Sonst wird der Frankfurter Sonntag höchstwahrscheinlich wieder ein Resterlessen werden, eine Mischung von alten Sendungen und neuen.

Es gibt  Videos übers die Öffnung der Messe für das sogenannte allgemeine Publikum, dem Leser, der zwischen ein und neun Bücher pro Jahr liest.

Angeblich lesen die Niederländer wenig, obwohl es vierhunderfünfzig deutsche Neuübersetzungen gibt, die auf der Messe aufliegen und ein holländerischer Gast tritt täglich auf, der durch die Messe marschiert und die sogenannten Goodies, die man dort bekommen kann, einsammelt oder im Zug, der die holländischen Autoren nach Frankfurt führte, interviewte.

Olga Martynova kam um zwölf mit ihrem Roman „Der Engelherd“ auf das blaue Sofa und hielt ein Playoyer gegen den einfach linear erzählten Roman, der ich mich nicht anschließen würde.

Der achtundachtzigjährige Hardy Krüger hat ein Buch geschreiben, das, wie er betonte, keine Autobiografie, sondern ein Playoder gegen den Rechtsruck ist und der Rest des „Blauen Sofas“ war, sowohl Arnold Grünbergs neues Buch „Muttermal“, sowie in der blauen Stunde dem „Schweizer Buchpreis“ gewidmet, wo Sacha Battyany, Christoph Höhtker, Christian Kracht, Charles Lewinsky und Michelle Steinbeck, nominiert waren, gewidmet und das war es dann mit der heurigen „Frankfurter Buchmesse“, auf die ich nur sehr sporadisch gesurft bin, so daß ich wahrscheinlich keine Meinung darüber abgeben kann, sondern nur ein paar Blitzlichter auf die siebzig- oder achtzigtausend Bücher, die dort ausgestellt waren, werfen konnte, dafür aber auch ein bißchen mitbekommen habe, was in dieser Zeit in Wien literarisch so passierte.

2015-11-15

Buch-Wien und Lesefestwoche

Buchmesse

Buchmesse

Zum achten Mal gibt es jetzt schon die „Buch-Wien“ im Messegelände, die die gute alte „Buch-Woche“, die zuletzt im Wiener Rathaus stattfand, verdrängte und die wird  mit einer Lesefestwoche, literarischen Veranstaltungen in ganz Wien an den verschiedensten literarischen Orten, verbunden, die am Montag im Wiener Rathaus mit einer Präsentation von Tomas Sedlacek und Oliver Tanzers Buch  „Lilith und die Dämonen des Kapitals“ eröffnet wurde. Dazu habe ich mich zwar an, aber später wieder abgemeldet, da mich erstens die Wirtschaft nicht so besonders interessiert und zweites auch Hilde Schmölzer ihr neues Buch über „Karl Kraus und die Frauen“ in der „Gesellschaft für Literatur“ präsentierte, wo ich  aber auch nicht war, sondern mit Alfred, Anna, Andreas und ihrem Hund Ouzo in dem vietnamesischen Restaurant zumGeburtstagsessen, an dem ich immer vorübergehe, wenn ich ins Literaturhaus will und dort ging die Lesefestwoche am Dienstag mit Feridun Zaimoglus „Siebentürmeviertel“ weiter, interessant, aber das Buch habe ich  im Zuge meines heurigen Longlistenlesens schon gelesen und zweitens war wieder  Kassenpsychologen-Jour-fixe, wo ich mich seit Einführung des Kassenvertrags für Psychodiagnostik regelmäßig mit einigen Kollegen treffe, um diesbezügliche Probleme zu besprechen und uns auszutauschen.

So fing die „Buch-Wien“ für mich heuer erst am Mittwoch an oder auch nicht wirklich, denn ich habe zwar jetzt  eine Einladung zur Eröffnung zugeschickt bekommen, wo Adolf Muschg die Eröffnungsrede hält, aber zeitgleich  gibt es in der „Alten Schmiede“, ebenfalls im Rahmen der Lesefestwoche „Textvorstellungen“ und da stellte Sissi Tax ihre neue Prosa vor, aber auch Christiane Zintzen, die sich jetzt Chris Zintzen-Baden nennt, ihren Blog, der jetzt „acheronta movebo“ heißt und da war ich im September sehr über die Nachricht „Ich habe mich umgebracht“ irritiert.

Doris Glaser mit KandidatInnen

Doris Glaser mit KandidatInnen

So daß ich mich entschlossen habe in die „Alte Schmiede“ zu gehen und erst zur „Langen Nacht“ der Bücher, wo es wieder einen Literaturquizz mit Günter Kaindlsdorfer und diesmal mit Franzobel geben wird, zu gehen, was ich dann aber unterlies.

Ein bißchen hatte ich auch schon in die „Buch-Wien“ hineingeschnuppert, finden da ja auch immer Preisverleihungen statt und da wurde am Mittwochvormittag das Ehrenkreuz der Stadt Wien an den ehemaligen „Hanser-Verleger“ und Lyriker, der auch schon einige Romane geschrieben hat, Michael Krüger, vergeben.

Armin Thurnher hielt die Laudatio und Michael Krüger  eine Liebeserklärung an die österreichische Literatur, erzählte von den historischen Räumlichkeiten des „Zsolnay-Verlages“, den „Hanser“ mit „Deuticke“  vor einigen Jahren übernommen hat und von seinen Begegnungen mit Albert Drach, dem er einmal den „Büchner-Preis“ zusprach, worüber sich MMR sehr empörte und bezüglich des Ehrenkreuzes an Michael Krüger, empörte sich, glaube ich, die FPÖ, wie Stadtrat Mailath-Pokorny in seiner Eröffnungsrede launig feststellte.

Am Donnerstag ist es dann richtig losgegangen. Viele Schulklassen mit Kindern, die mit einem Ratespiel herumrannten, beim Saudi-Arabischen Stand, der diesmal kleiner war, die Gratisbücher, die es diesmal nicht nur in der Kinderform gab, einsammelten, sehr viele Mädchen mit Kopftüchern, die von ebensolchen Lehrererinnen begleiten wurden, sind mir dabei aufgefallen.

Thomas Raab

Thomas Raab

Langsam fing das Programm an. Am Vormittag schien es hauptsächlich für Kinder reserviert, obwohl ja auch die Pensionisten freien Eintritt hatten.

Ich begann dann mit einer solchen Veranstaltung auf der FM-4 Bühne und zwar wurde da der letzte Wortlautpreisträger Markus Fischer, der auch Trainer im Writersstudio ist, mit seinem Siegertext „Wild Campen“ vorgestellt, dann wanderte ich zur ORF-Bühne, da interviewte Katja Gasser Daniela Striegl und Evelyne Polt-Heinzl zu ihrer Ebner Eschenbach Gesamtausgabe, die bei „Residenhz“ erschienen ist und wo ich im Vorjahr einen Band gelesen haben.

Dann ging es  zur Kochbühne, da stellte Ute Maurnböck-Mosser „Kreolisches aus New Orleans“ vor,  ein E-Book, das demnächst erscheinen wird und erzählte viel von ihren Reisen nach New Orleans nach Cathrina, dazu kochte sie einen Eintropf aus Okra, Schrimps und spanischer Wurst, der auf Reis serviert wurde.

Kaffee gab es beim ORF Bus und beim „Servus Stand“  und ich wanderte  zur ORF-Bühne zurück, wo ich Franz Schawerda, Ruth Aspöck und Peter Czak  traf und Michael Krüger seinen neuen Erzählband vorstellte, sowie Arno Geiger mit seinem „Selbstportrait mit Flußpferd“.

Danach kam der gestrige Festredner, der Schweizer Adolf Muschg mit seinem neuen Roman „Die japanische Tasche“, wo es glaube ich, um einen Selbstmörder, der vor einem Zug sprang und überhaupt um den Tod und das Sterben ging, das Adolf Muschg, der dann auch im anschließenden Kulturjournal über den Niedergang der Literaturkritik auftrat, sehr ausführlich kommentierte.

Bei der Diskussion waren noch Daniela Strigl und Karl Markus Gauß, die es mehrheitlich bedauerten, daß es jetzt nicht mehr zehn oder zwölf Großkritiker a la Reich Ranicki gibt, die vorsagen, was man lesen soll, sondern jeder Leser seine Rezension ins Netz stellen kann, „was ja keine Qualität haben kann“, sie aber trotzdem zu befürchten schienen, obwohl sie sich dann gleichzeitig den müdigen Leser wünschten.

Eva Jancak

Eva Jancak

Bei den deutschten Messen ist man da  schon weiter, da gibt es, wie man ja in Leipzig und in Frankfurt sah, regelrechte Bloggertreffen, hier folgte Valerie Fritsch, die ja mit „Winters Garten“ sehr in den Literaturhimmel aufgestiegen ist und wahrscheinlich am Dienstag den „Alpha-Literaturpreis“  bekommen wird und erzählte Katja Gasser von den Vor- und Nachteilen des plötzlichen Ruhms. So kann sie sich gar nicht mehr daran erinnern, wann sie das letzte Mal in ihrem Bett geschlafen und den Abend mit ihrer Familie und nicht mit Literaturmenschen verbracht hat.

Dann ging es in die „Alte Schmiede“ wo der 1948 geborene slowenische Dichter Drago Jancar seinen Neuen Roman „Die Nacht als ich sie sah“ vorstellte, eingeleitet wurde er von Cornelius Hell, der die wichtigsten Werke des Autors vorstellte.

„Rauschen im Kopf“ habe ich gelesen und bei einer Lesung in der „Alten Schmiede“ war ich wahrscheinlich auch.

Das neue Buch handelt vom Ende des Krieges, beziehungsweise von einem Mord an einem Burgbesitzerpaar.

In fünf Kapiteln mit fünf verschiedenen Stimmen wird das Mißverständis erzählt und Drago Jancar erzählte in der Diskussion, daß es sich dabei um einen authentischen Fall gehandelt hat, den er bei Recherchen entdeckte.

Am Freitag war dann der Tag der Preisverleihungen, der mich am Messebesuch hinderte.

So wurde um elf im Rathaus der „Ehrenpreis für Toleranz in Denken und Handeln“ an den  1961 in Tel Aviv geborenen und seit 1964 in Wien lebenden Doron Rabinovici, der auch GAV-Mitglied ist, der mit „Andernorts“ 2010 auf der DBP Shortlist gestanden ist und von dem ich „Ohnehin“ gelesen habe.

Armin Thurnher hat wieder die Laudatio gehalten und am Nachmittag wurde im Bundeskanzleramt der Staatspreis für Literaturkritik an die Kritikerin Brigitte Schwens-Harrant vergeben, die ich vor kurzem im Literaturhaus gehört habe.

Die Sendung „Von Tag von Tag“ kam dann auch von der „Buch-Wien“, wo Rainer Rosenberg Monika Helfers neues Buch vorstellte, wo das tote Kind einer drogensüchtigen Mutter am Friedhof gefunden wird. Da habe ich ein bißchen hineingehört und bin dann in Richtung Ballhausplatz marschiert.

Auf der Margraetenstraße wurde ein neuer Bio-Supermarkt eröffnet, da gab es Müsliproben und anderes zum Kosten.

Beim Joghurtstand habe ich Anna Jeller getroffen, die da auch ihren berühmten Buchladen hat und im ebenfalls berühmten Kongreßsaal war es voll, als ich ihn erreichte.

Ministerialrat Robert Stocker hielt die Eröffnungsrede, dann gab es Musik von „Globl Glue“, die Stücke von Dave Brubeck und und Antonio Carlos Jobim spielten.

Stefan Neuhaus hielt die Laudatio und erzählte Lobendes über Brigitte Schwens-Harrant, die 1967 geborenen wurde, deutsche Philologie und Theologie studierte und seit einigen Jahren die Literaturbeilage der „Furche“ herausgibt, die monatlich oder so erscheint und immer Interessantes  darzubieten hat.

Es gibt auch einen Literaturfernkurs der Erzdiözese, den sie leitet und ich habe sie, glaube ich, auch einmal bei dem „Winkler-Symposiums“ gehört.

Ihre Dankesrede war nur kurz, sie bedankte sich bei allen und sagte, sie wolle mit ihnen feiern und so gab es auch Wein und Brötchen und das Who is Who der Wiener Literaturszene Daniela Strigl, Evelyne Polt-Heinzl, Radek Knapp, Sabine Gruber, Semir Insaif, Ralph Klever, Julia Danielczyk, Manfred Müller von der Gesellschaft für Literatur, die Leute vom Hauptverband, etcetera etcetera, haben sich unterhalten.

Am Abend gab es wieder ein tolles Festwochenprogramm im MUSA, Literaturhaus, Hauptbücherei, Gesellschaft für Literatur und und und, wo ich mich für die ukrainische Literatur und die Hauptbücherei entschieden habe.

Andrej Kurkow las aus dem dritten Teil seiner Trilogie „Die Kugel auf dem Weg zum Helden“, den ersten Teil „Der wahrhaftige Volkskontrolleur“ habe ich gelesen und wurde damals auf der „Buch-Wien“ von Andrej Kurkow, den ich ja schon öfter bei Lesungen hörte, signiert. Jetzt las er eine Stelle wo der Künstler der mit seinem Papagei inzwischen im Gefängnis gelandet ist, aus diesem wieder entlassen werden soll und dann noch eine über den Helden.

Die zweite Autorin war die mir bis jetzt unbekannte Maria Matios die ihren Roman „Mitternachtsblüte“ präsentierte, da ging es nicht um satirische Beschreibung der Aufbaujahre der SU, sondern die Erlebnisse eines kleinen Mädchens aus der Bukowina, als dort die Juden abtransportiert und ermordet wurden.

Ernst Grandits moderierte und Susanne Scholl, die auch bei der Ehrenpreisverleihung gewesen war, half beim Übersetzen.

Am Samstag ging es wieder auf die „Buch-Wien“ und da zuerst zu dem Stand, wo für die Flüchtlingshilfe und für die „Caritas“ Leseexemplare oder Ausstellungsstücke um drei, fünf oder fünfzehn Euro verkauft wurden  und ich zuerst neun und dann noch einmal sechs Euro dort gelassen habe, dann zum „“Servus-Stand“ um einen Kaffee und damit ins Literaturcafe, wo Liliana Corobea, das ist eine Moldawierin mit rumänischen bzw. Doppelpaß ihr Buch „Der erste Horizont meines Lebens“ vorstellte, die Freitagabend auch im MUSA zu hören gewesen wäre. Sie tat es in der Nationaltracht und in ziemlich fließendem Deutsch und darin geht es um die Kinder in den moldawischen Dörfern, die ohne Eltern aufwachsen, weil die sich im Ausland ihr Geld verdienen.

Dann ging ich zur Kochbühne, wo Barbara Melle ihr Brotbackbuch vorstellte und es verschiedene Brotsorten zu verkosten gab und dann zur Donau-Lounge, wo ich ziemlich lange verblieb, mir zuerst den Lyriker  Marco Pogacar anhörte, dann den berühmten ungarischen Filmer Peter Gardos, der mit dem Roman über seine Eltern und deren Liebesbriefe „Fieber am Morgen“ im ersten wiederaufgelebten literarischen Quartett sehr verrissen wurde und dann noch den ungarisch-rumänischen Schriftsteller György Dragoman und dessen Roman „Scherbenhaufen“ über das kleine Mädchen Emma, der von Cornelius Hell moderiert wurde.

Doris Glaser

Doris Glaser

Dann war es wieder Zeit für die Kochbühne, beziehungsweise für die burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen und ihre Kekse, dann ging ich schon auf die Hauptbühne, wo um sechzehn Uhr Vea Kaiser kam und allerhand Unterhaltsames über ihre Karriere und die moralisch oder unmoralischen Angebote, die sie durch sie bekommen hat, erzählte.

Thomas Sautner folgte noch mit seiner „Ältesten“ und dann wurden zum neunzehnten Mal die „Exil-Literaturpreise“ verliehen.

Jessica Beer, früher Hauptbücherei, jetzt „Resistenz-Verlag“ moderierte, Musik gab es auch und drei Textbeispiele, das des Hauptpreisträgers Alexander Turek „Über den Dächern“, aber auch ein Stück der serbischen Autorin Barbi Markovic und des ungarischen Samuel Mago, danach wurden die Preise verliehen, die Anthologie hatte ich mir schon am Donnerstag geholt, es gab am Eingang aber „Kolik-Ausgaben“, so daß ich mit einer vollen Tasche nach Hause ging.

Am Sonntag ist es dann zuerst zur Donau-Lounge und zur Präsentation einer Burgenland-Anthologie gegangen, die seltsamerweise auch Texte von dem Salzburger Cornelius Hell und dem Bratislaver Michael Horetzky, aber keine wie Vladimir Fried erfragte, Roma-Texte hat. Dine Petrik hat aber einen Text darinnen, Clemens Berger, El Awadalla und Karin Invancic.

Dann gings in den ersten Stock zum Ö1-Quizz, wo sie offenbar doch literaturaffine Kanditaten gecastet haben und ich habe mich gewundert, daß sie mich gleich genommen haben, obwohl ich mich ja erst sehr spät gemeldet habe.

Außer mir ist ein Bibliothekar und ein Lektor angetreten, gewonnen habe ich leider nicht, aber es gibt ja ohnehin nichts zu gewinnen, außer einer Graphik, ein paar CDS und im Falle der richtigen Beantwortung der Zusatzfrage, den neuen Knausgard, aber da bin ich gar nicht so sicher, ob ich den lesen will und ein Buch habe ich doch bekommen, nämlich Ralf Rothmanns „Im Frühling sterben“, so daß ich jetzt für mich herausfinden kann, ob es auf meine Shortlist käme  und den Clemens J. Setz, eine meiner Fragen und auch das Buch, das ich empfohlen habe, hat dann ein anderer der Kanditaten bekommen.

20151115-141732

20151115-141737

Danach gabs noch ein Zusammensitzen bei Getränken und Brötchen und dann war es schon drei Uhr Nachmittag und ich habe den Rest der „Buch-Wien“ im Literaturcafe verbracht, da meinen Psychologiekollegen Wolfram Huber, der sich ja für Bertha von Suttner interessiert, mit seiner Enkeltochter getroffen, Andrea Kern hat ihr zweites Buch über „Selbstmörder“ vorgestellt, Claudia Erdheim ihres über „Die Judenstadt“, dann kam noch Janko Ferk, der Richter und GAV-Kollege aus Kärnten, der auch ein Buch über „Poesie und Brotberuf“ beziehungsweise eines mit dem Titel „Bauer Bernhard, Beamter Kafka“ hatte, Andreas Pittler schloß mit seinem letzten Bronstein Krimi, der schon im Jahr 1955 kurz vor dem Staatsvertrag spielt und den ich schon  gehört habe, ab und damit war die achte Buch-Wien, die wieder sowohl sehr interessant, als auch intensiv gewesen ist, beendet und jetzt heißt es nicht nur lesen, lesen, lesen, sondern auch schreiben, denn es ist ja inzwischen der fünfzehnte Nanowrimotag und die „Buch-Wien“ hat mich aus dem Flow in dem ich so schön drinnen war, herausgebracht.

Aber eigentlich liege ich sehr gut im Kurs, nämlich bei 30.012 Worten, also drei Tage im voraus, einundsiebzig Seiten und dem sechzehnten Dezember. Den Handlungsfaden habe ich auch einigermaßen im Kopf, beziehungsweise aufnotiert, obwohl ich  alles durchkorrigieren sollte, um wieder in den Schreibfluß hineinzukommen.

Und ich will ja den Text, beziehungsweise ein Stückchen daraus, am siebzehnten Dezember bei den „Adventlesungen“ im „Read!!!ingroom“ vorstellen, worauf Doris Glaser auch in der Sendung hingewiesen hat.

2015-10-18

Frankfurtsurfen und ein tolles Buchpaket

So hätte ich mir das jedenfalls gedacht, denn als ich am Dienstag mit meiner Diagnostik fertig war, war es halb fünf und ich habe gedacht, daß ich, bevor ich in die „Alte Schmiede“ gehe, ein bißchen  Recherchieren auf die Mariahilferstraße gehe, denn da soll ja der Roman spielen, den ich im November beim „Nanorimo“ schreiben will.

Als ich am Abend zurückgekommen bin, hatte ich einen Zettel an der Tür hängen.

„Wir haben uns verpasst, Sendung beim „Heimtierprofi“ abzuholen!“

„Was ist das?“, habe ich gedacht, ich wartete ja auf mein neues Buch, aber das war noch nicht fertig und sollte erst am Mittwoch zugestellt werden, also vielleicht doch die Büchersendung, die ich da von „Buzzaldrin“ gewonnen habe, weil ich im August eine halbe Stunde lang Verlagstitel Büchern zugeordnet habe.

„Das wird noch etwas dauern!“, hat Mara Giese mir geschrieben, denn sie volontiert ja in Hamburg, hat aber in Göttingen ihren Hund und auf ihrer Twitterseite, hat die zweite Gewinnerin schon ein Bild mit den Büchern gepostet.

Also kann ich mir die zehn oder neun Bücher, weil ich das der Alina Bronsky  schon gelesen habe, in meinem Schlafzimmer ausbreitem, wenn ich ab Mittwoch zwischen meinen Stunden Frankfurt Buchmessensurfen gehe.

Das mache ich  schon seit 2008 und da war ich sehr begeistert, was ich mir da alles in mein Wohnzimmer ziehen kann, habe Autoren wie Rafael Chirbes kennengelernt und seine Bücher inzwischen gelesen.

Inzwischen bin ich zwar ein bißchen desillusioniert, weil das wahre Leben in Frankfurt, die Beziehungen, die Parties etcetera ja an mir verüber geht, wenn ich mich da in meinem Zimmer aufs blaue Sofa setze oder bei ARD bzw 3Sat surfe.

Aber der Typ, der da mit seinem Buch von Stand zu Stand spazierengeht, bin ich sowieso nicht und auf Parties bin ich auch 2000 und 2002 nicht gekommen, denn da sind wir entweder nach Mainz oder Wiesbaden gefahren, weill in Frankfurt kein Zimmer.

Yu Sophie hat mich zwar einmal gerügt, daß ich stattdessen etwas Gescheiteres maches soll, aber was ist gescheiter?

Mein neues Buch ist sowieso gerade fertig und wird hier vorgestellt, nächste Woche lese ich im 7*, ich habe im letzten Monat Buchpreis gebloggt, fünfzehn der LLs gelesen und niemand hat es interessiert.

Das heißt, die Verlage wahrscheinlich schon, den die haben mir die Bücher zur Hälfte geschickt und „Klett Cotta“ schickt auch weiter oder fragt mich an.

Das neue Buch der Isabella Feimer habe ich inzwischen auch bekommen, das der Andrea Wolfmayr gelesen und und….

Also am Mittwoch früh nach dem Lesen der „Lucia Binar“ in die Badewanne gehen, die Bücher holen und auf meinem Nachttisch ausbreiten, auf meine Leseliste stellen und dazwischen aufs blaue Sofa gehen.

Daß Salman Rushdie am Dienstag in Frankfurt vor verschärften Sicherheitsbedingungen, die Messe eröffnet hat und Freiheit forderte, habe ich in den Nachrichten gehört. Das Indonesien heuer Gastland ist, haben schon „Buzzaldrin“ und die „Klappentexterin“ gebloggt, im „Standard“ ist es auch gestanden.

Also los und sich auf das Lesen von Nora Bossong, Ruth Cerha, Matthias Nawrat, etc freuen.

Da habe ich zwar noch etwas zu warten, denn am Mittwoch hat der „Heimtierprofi“ seltsamerweise zu. Warum mußte ich da gestern eine Stunde auf die Mariahilfestraße spazieren? Aber, daß die Post um halb fünf noch kommt, hätte ich eigentlich nicht erwartet.

Also die Unterlagen für meine Wochendiagnostiken herräumen und dazwischen schon auf „ARD“ gehen, das ist die Bühne, wo Dennis Scheck sich ein bißchen mit Salman Rushdie unterhielt und dann die zehn Belletistrik- Bestseller entweder in den Müll hinunterschmieß oder auf den Lesestapel legte.

Das Buch der Nora Bossong, die dann bei „3 Sat“ war, kam auch an der Reihe und dann kam Judith Holofernes, das ist das Pseudonym einer, ich glaube, Sängerin, die jetzt Tiergeschichte schrieb und Adam Soboczynski, ein Journalist hat, glaube ich, auch ein neues Buch geschrieben.

Der neue Buchpreisträger wurde interviewt, man kann sein Buch jetzt der Enfachheit halber nur „Erfindung“ nennen und muß nicht den ganzen Schwanz anhängen und Laksi Pamuntjak setzte sich aufs „3Sat Sofa“ und erzählte, daß man in Indonesien eine Religion haben muß, weil man sonst für einen Kommunsisten gehalten wird. Laksi Pamuntjak, 1971 geboren, lebt in Jakarta und hat ein Buch namens „Alle Farben Rot“ geschrieben, das wurde vorgestellt.

Dann gibt es noch einen Autor namens Andrea Hirata, der hat ein Buch namens „Die Regenbogentruppe“ geschrieben. Sonst scheint es nicht sehr viel zu geben, die Indonesier habe ich gehört, scheinen nicht viel zu lesen und ich habe das auch nicht, obwohl ich ja einmal mit meiner Familie einmal ein paar Wochen in Bali war.

Auf das blaue Sofa kam dann ein Sänger, der auch ein Buch geschrieben hat, weil man sich damit selbst verwirklichen kann und die Lektoren schon korrigieren und Tips geben. Das tun in Frankfurt ja alle, die einen berühmten Namen haben und die anderen leben sich auf den Selfpublisherforen aus.

Darüber berichtet Wolfgang Tischer vom „Literaturcafe“ oder macht darüber Veranstaltungen und Martin Amanshauser, der lustige, hat sein neues Buch „Der Fisch in der Streichholzschachtel“ auch bei „ARD“ vorgestellt.

Feridun Zaimoglu kam aufs „Blaue Sofa“, mit dessen neuen Buch, ich mich ja vor kurzem beschäftigt habe. Die Literaturwissenschaftlerin Ursula März hatte ein Buch über die Internetpartnersuche.

Alain Claude Sulzers Roman „Post scriptum“ über drei homosexuelle Männer und einem jüdischen Künstler ist mir schon auf verschiedenen Blogs begegnet.

Am Donnerstag bin ich dann erstmal auf die Post und die Bank gegangen, um mein Pflichtexemplar an die NB zu schicken und die Buchrechnung zu bezahlen.

Dann hatte der „Heimtierprofi“ offen, so daß ich den neuen Roman von Matthias Nawrat, der ja eigentlich auch auf die LL kommen hätte können „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ eingetragen habe, während ich den 1979 in Polen Geborenen, den ich beim „Bachmannpreislesen“ kennengelernt habe, auf dem „Blauen Sofa“ darüber erzählen hörte.

Anschließend wurde der „Aspekte Literatur Preis“, für den auch Richard Schuberth nominiert war, der  an die für mich unbekannte Kat Kaufmann vergeben wurde, vorgestellt.

Der schwedische Autor Sven sem-Sandberg,der auch die „Elenden von Lodz“ geschrieben hat, hat ein Buch über den „Spiegelgrund“ und Dr. Heinrich Gross geschrieben und behauptet, daß er der erste wäre, der diese Ereignisse aufarbeitete und  Reinhold Messner saß auch wieder auf dem „Blauen Sofa“ berichte von einem Seil, das durchschnitten oder nicht beschnitten wurde und darüber ein Buch namens „Absturz des Himmels“ geschrieben hat.

Danach kam der LL-Autor Ilija Trojanow mit seinem „Macht und Widerstand“ über die bulgarische Vergangenheit und ihre Geheimakten.

Danach kam Charlotte Roche mit ihrem dritten Buch über Mütter, erzählte von ihren Gewaltphantasien und davon, daß sie ihrer dreizehnjährigen Tochter Tatoos verbietet, denn sie ist keine achtundsechziger Mutter, sie liest während sie schreibt nicht, aus Angst Plagiatorin zu werden, aber Max Frisch hat sie vor kurzem gelesen und sich selbst als Volker Hages Füllhorn oder ein Füllhorn von ihm bezeichnet.

Es gibt es Kurzvideo über Flüchtlinge, am Sonntag haben alle Flüchtlinge freien Eintritt in Frankfurt, wieviele da wohl kommen werden? Österreich hat seinen Stand eröffnet und die Blogger berichten von den Empfängen, die sie besuchten und lesen Trostbücher oder erhalten Trostplaster von Verlagen.

Dann kam noch Isabell Allende mit ihrem „Japanischen Liebhaber“, auch ein Buch, wo es ums Älter werden geht. Offensichtlich ein Thema, das viele Autoren beschäftigt und Alina Bronsky mit ihrer „Baba Dunja“, die ich ja schon öfter in Frankfurt hören oder sehen konnte. 2008 hat sie da ja auch gebloggt.

Und ab halb fünf gibt es auf dem „Blauen Sofa“ jetzt immer ein neues Format,“Die blaue Stunde.“

Und da gabs am Donnerstag eine Diskussion über Astrid Lindgren, über die jetzt einige Bücher, wie zum Beispiel die Kriegstagebücher erschienen sind.

Den „Story-Teller- Selfpublisher-Award“, hat,erfahre ich dann bei Wolfgang Tischer Philip P. Peterson mit seinem Science Fiction Roman „Paradox“ gewonnen.

Am Freitag war dann Clemens J. Setz bei 3 Sat und lobte das Buch des neuen Buchpreisträgers,

Dana Gricorcea saß auf dem blauen Sofa und Hans Ulrich Treichls Buch „Der Verlorene“, wo es um seinen verschwundenen  Bruder geht, wurde verfilmt.

Dann kam Dennis Scheck auf den ARD Stand, hielt Tommy Jauchs und Charlotte Roches neue Bücher in die Höhe und erklärte, daß er mit der heurigen Entscheidung des Nobelpreiskomitee einverstanden ist und oh Wunder, das was ich auch immer sagen, daß man Äpfel mit Birnen nicht vergleichen kann.

Navid Kermani der neue Friedensbuchpreisträger ist Flüchtlingen entgegen gereist und berichtete darüber auf dem  blauen Sofa.

Die holländische Autorin, Musikerin und Psychoanalytikerin, Anna Enquist sprach über ihren Roman „Streichquartett“, der im Ärztemilieu spielt.

Dann kam der ukrainische Autor Serhij  Zhadan, der am Mittwoch auch in der Hauptbücherei  lesen wird,  der seinen Roman „Mesopotamien“ vorstellte, der eigentlich aus neun Erzählungen  besteht.

Frank Witzel, der neue Buchpreisträger, 1955 in Wiesbaden geboren, auch Musiker und Illustrator, der fünfzehn Jahre an seiner „Roten Armee-Fraktion“ gearbeitet hat, kam Freitags um halb vier auf den „3 Sat-Stand“ und erzählte, daß er in den letzten vierundzwanzig Stunden vierundzwanzig Interviews gegeben hat und sich darüber freute, aus der Isolation herausgekommen zu sein, denn er hat den Roman zweiundvierzig Verlagen, wie ich bei den „Hierarchien“ angeboten, bis ihn „Mathes und Seitz“ haben wollte.

Die israelische Bestsellerautorin Zeruja Shalev auf das „Blaue Sofa“ von der ich schon etwas gelesen habe, stellte dann ihren neuen Roman „Schmerz“ vor, in dem es um einen Anschlag auf einen Bus geht, der auch der Autorin vor elf Jahren passierte.

In der blauen Stunde ging es um das Thema Flucht. Karim El Gawary, Marina Naprushkina und Michael Richter diskutierten mit Hand Dieter Heimendahl, während die 1959 geborene Literaturkritikerin Iris Radisch ihre Gespräche mit Schriftsteller über den Tod und das Sterben „Die letzten Dinge“ vorstellte.

Um halb sieben wurde dann im Lesezelt der „Vierenschleudererpreis“ für den unter anderem auch Mara Giese nominiert war, vergeben, sowie, um neun im Frankfurter Literaturhaus der „Preis der Hotlist“, den Monika  Rincks, die ich ja, glaube ich, im Literaturhaus kennenlernte, für ihre Streitschriften „Risiko und Idiotie“ bekommen hat.

Anke Stelling hat mit ihren „Bodentiefen Fenstern“ auch einen Preis bekommen.

Am Samstag ging es dann wieder auf den Markt, Holz war abzuräumen, weil wir in Harland jetzt im Wohnzimmer einen Ofen haben, so hätte ich Lena Gorelik auf dem blauen Sofa versäumt, wenn man das nicht nachhören könnte, das habe ich auch mit der blauen Stunde vom Mittwoch getan, wo es auch um die russische Seele ging und zum Lesen habe ich inzwischen den Ulrich Peltzer angefangen, den ich bis jetzt überhaupt nicht unlesbar finde.

Am Nachmittag war dann der indonesische Autor Andrea Hirata am „3 Stat Stand“ die „Regenbogentruppe“ und  „Der Träumer“, wo es um die Autobiographie, die Armut und die Lehrer des Autors geht, geschrieben hat und  Indonesien in drei Worten mit  Toleranz, Lächeln und Lernbereitschaft vorstellte.

Um halb fünf ging es dann am „Blauen Sofa“, wie der Moderator sagte, in die  Niederungen des Alltags oder in die Realität des Literaturgeschmacks, nämlich zum „Krimi Speeding“, wo Ulrich Wickert, Ursula Poznanski, Petra Reski und Oliver Botrtini ihre neuen Thriller vorstellten.

Dann ging es wieder zu Wolfgang Tischers Podcast, der sich am Freitag in leere Gänge setzte, eine Literaturagentin, eine Selbpublisherin und eine Bloggerin, während eines „Meet an greets“ interviewte und Martina Gercke hat ja, glaube ich, auch schon ihre Goodies gepostet, die sie dort verteilte.

Mario Adorf war am Samstag auf der Messe, wo die Tore auch dem allgemeinen Publikum geöffnet waren. Also war es sehr voll und auf der „ARD-Seite“ gab es Tips, was man anziehen soll, nicht zu warm, bequeme Schuhe und wo man etwas essen kann und am Sonntag wurde um elf der Friedenspreis in der Paulskirche an den deutsch iranischen Schriftsteller Navid Kermani verliehen.

Die Blogger haben die Buchmesse da meistens schon verlassen, die zu Hause gebliebenen Blogger, haben sich mit einer „Leseparty“ getröstet und Mara Giese ist in Hamburg in eine Buchhandlung zum Trostkauf gegangen.

Das brauchte ich dank meines Buchgewinns von ihr, nicht tun, habe mir in Wien aber auch die „Falter-Messe-Buchbeilage“ auf das Tischchen neben dem Bett gelegt und als Goodies, die Leseproben, die ich am Montag in der Buchhandlung beim Reumannplatz gefunden habe, als ich meine Cousine Irmi, besuchte.

Am Donnerstag sind wir dann nach Harland gefahren, weil der Alfred schon in Altersteilzeit ist, also werde ich den „Friedenspreis-livestream“ falls es einen gibt, versäumen, weil wir ja in Harland Sonntags auf die Rudolfshöhe marschieren.

Und habe auch nur ganz kurz bei „3-Sat“ hineingeschaut, wo Cornelia Travnicek ihr neues Buch „Junge Hunde“, das auch am Mittwoch bei Petra Hartlib vorgestellt wird, präsentierte.

Vom Fleischknödel und dem Topfenstrudel zurückgekommen wurden dann auf dem „Blauen Sofa“ die fünf Kanditaten für den „Schweizer Literaturpreis vorgestellt“, den es seit 2008 gibt und der am  achten November in Basel vergeben wird.

Dana Gricorcea, die heuer, wie Monique Schwitter beim „Bachmannpreis“ gewonnen hat, Meral Kiureshy, Martin R. Dean und Ruth Schweikert wurden zuerst zu einem Essay von Lukas Bärfuß zur Schweizer Wahl, die heute stattfindet, befragt.

Die 1983 im ehemaligen Jugoslwaisen geborene Meral Kureyshi wurde mit ihrem Roman „Elefanten im Garten“ nominiert und war mir bisher ziemlich unbekannt, während ich über den Roman  der in Bukarest geborene Dana Gricorcea „Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit“, schon  einiges gehört habe.

Ruth Schweikert von der ich schon einige Bücher gefunden habe, ist mit der Familiengeschichte „Wie wir älter werden“ nominiert. Monique Schwitters Buch habe ich schon gelesen und der 1955 im Argau geborene Martin R. Dean, Sohn eines Trinidader Arztes, der mit „Verbeugung von Spiegeln“ nomiert wurde, war mir ebenfalls unbekannt.

Anschließend sollten die fünf Nominierten ihr Buch jeweils einem aus der Runde schenken. Monique Schwitters bekam, weil sie in Hamburg lebt gleich drei und schenkte ihres, dem „ER“, dem Mann in der Runde.

Spannend wer den Preis gewinnen wird und dann war es mit der „Blauen Sofa-Übertragung“ schon aus.

Ich habe mir noch ein paar Videos angeschaut, so hat Katharina Hacker, die ja auch einmal den dBp gewonnen hat, von der ich heuer auch schon was gelesen habe, ihr neues Buch „Skip“ vorgestellt, wo es um einen in Israel lebenden Mann geht, der Sterbende in den Tod zu begleiten scheint.

Rafik Shami war am Sonntag noch auf dem „Blauen Sofa“, Ianina Ilitcheva, eine der Debutantin von „Kremayr und Scheriau“, die in „183 Tage“ ein Experiment schildert und es waren wieder fünf intensive Tage, die ich in „Frankfurt verbracht“ habe und wenn ich, weil sich das eine Leserin einmal von mir wünschte, ein Resume geben darf, es ist toll, was man alles von dem Messegeschehen ins Wohnzimmer transferieren kann.

Wieder habe ich einiges mir bisher Unbekannte kennengelernt, obwohl ich es, ganz ehrlich, überhaupt nicht bedauere, nicht live am Ort gewesen zu sein und hängen bleiben wird auch, daß sehr viele Autoren sich mit dem Tod und mit dem Sterben, den Seniorenresidenzen und was man macht, wenn der Vater sein Geld statt es an die Kinder zu vererben, an seine Pflegehelferin weitergibt, beschäftigt haben.

Ja und 2016 wird es in Österreich auch einen Buchpreis und einen der besten Buchhandlungen geben, habe ich bei http://www.bücher gelesen.

Hier für alle Interessierte noch mein Frankfurt-Archiv:

2008 1 2 3, 2009 1  2 3, 2010 1 2 3 4, 2011 1 2, 2012, 2013 und 2014

Und jetzt werde ich in die Badewanne weiter  Ulrich Pelzer lesen um mein Longlistlese-Projekt demnächst mit oder ohne Frank Witzel zu beenden.

2014-10-12

Ab nach Frankfurt

Filed under: Uncategorized — jancak @ 11:20

In Frankfurt hat die Buchmesse angefangen, beziehungsweise wurde sie das Dienstags mit einer Rede des Außenministers und einer Festrede von Sofi Oksanen, die die Festrednerin war, eröffnet, denn Finnland ist ja heuer Gastland, „Finnland cool“, soll der Auftritt heißen, der überall in den Messehallen zu finden ist. Das Bibliothekswesen wird erklärt, die Finnen lesen ja sehr viel und führen auch im Pisatest, weil sie die Kinder nicht mit zehn voneinander trennen, etwas das man bei uns offenbar machen muß, weil eine gemeinsame Schule der Zehn bis Vierzehnjährigen unvorstellbar ist. Dafür gehen die Österreicher aber viel weniger in Bibliotheken, aber ich tue das eigentlich auch nicht so sehr und habe es von der Hauptschule bis zu einem Hochschulabschluß geschafft, in den Literaturbetrieb aber nicht und auch nicht nach Frankfurt, denn dorthin hat mich keiner eingeladen. So werde ich die nächsten Tagen vor meinem Laptop verbringen und mich zwischen meinen Stunden auf das blaue Sofa setzen und wieder einmal schauen, was man von hier aus mitbekommt.
Und das ist, wie mein Archiv beweist sehr viel, seit 2008 surfe ich ja schon und war anfangs sehr begeistert, jetzt sehe ich das resignativer, weil man von seinem Zimmer aus auch nicht die Kontakte hat, um die es ja angeblich geht, an die Buffet kommt man auch nicht, aber mein Glas Wein kann ich selber trinken, bzw. am Abend zu Veranstaltungen gehen, wo es ein solches und vielleicht auch noch Brötchen und was zu knabbern gibt und so war ich am Montag auch in der „Alten Schmiede“ als im Frankfurt im „Römer“ ja der dBp an Lutz Sailer vergeben wurde, das habe ich ein bißchen im Livestream bzw. im Abschlußvideo mitverfolgt und jetzt habe ich schon nachgeschaut, was es am blauen Sofa ab elf zu hören geben wird, 3SAt und ARD übertragen auch, Wolfgang Tischer ist in Frankfurt und überträgt von hier seinen Podcast und eine eigene Halle der Selfpublisher wird es dort auch geben, Martina Gercke ist in Frankfurt und Twitterromane werden dort auch verfaßt.
Dann gings los mit den drei Programmen, bzw. mit Dennis Scheck auf der ARD-Bühne, wo auch ein Übersetzerkam der Grimmelshausen aus dem Mittelhochdeutschen übersetzte und den „Keuchschen Joseph“ sehr empfahl, um elf folgte Wolf Haas mit seinem „Brennerova“, der Fortsetzung seiner Brenner-Romane und erzählte was darüber, aber da man den auch auf der Buch-Wien und beim Bücherquiz, bei dem ich ja gerne teilnehmen würde, erleben kann und ich den Link zum Sofa endlich gefunden hatte, das ist ja aus der Ferne ein bißchen schwer, alles rechtzeitig zu finden, in Frankfurt irrt man aber mit den vollen Büchertaschen wahrscheinlich auch herum, gings dorthin, bzw. zu Lutz Sailer und Wolfgang Herles, der diesen gerade fragte, warum „Kruso“ kein Wenderoman sei. Er spielt im Wendejahr auf einer Insel, wo sich ein paar intellektuelle Aussteiger trafen, um zu servieren und die heile Welt zu erleben, aber auch andere, die nach Dänemark hinüberschwimmen oder fahren wollten und dann oft in der Forensik in Kopenhagen landete. Bei ARD ging es wieder weitermit dem „Best of Druckfrisch“, wo sich Dennis Scheck als Ratgeber versteht was man und was besser nicht lesen soll und um halb zwölf erzählte Esther Kinsky, die, glaube ich, auch auf der Longlist stand etwas über ihren Roman „Am Fluß“, der in London spielt, bzw. ein Stück aus dem Leben der Protagonisten an Hand von Flüßen erzählt.
Die Autorin von Frauen oder Gesellschaftsromanen Charlotte Link, von der ich auch schon was gefunden aber noch nicht gelesen habe, hat die Krebserkrankung ihrer Schwester begleitet und jetzt ein Buch „Sechs Jahre“ darüber geschrieben, ein Thema, das mich ja auch sehr interessiert und dem ich mich in irgendeiner Form ja in meiner nächsten Arbeit widmen möchte.
Dann kam Marlene Streeruwitz auf das blaue Sofa, deren Name von der Moderatorin sehr seltsam ausgesprochen wurde, aber wahrscheinlich ist das der Unterschied des Österreichischen vom Deutschen, was ja in dem Gespräch auch diskutiert wurde, hier ist auch ein bißchen Slawisches dabei, damit hat man in Frankfurt vielleicht auch Schwierigkeiten, jedenfalls wurde Cornelia Travnicek in Leipzig mal gefragt, ob das ihr echter Name ist und Marlene Streeruwitz ist ja mit „Nachkommen“ auf der LL gestanden und darin geht es um eine Autorin namens Nelia Fehn, die mit ihrem Roman „Die Reise einer jungen Anarchistin nach Griechenland“ auf die Shortlist gekommen ist und den hat Marlene Streeruwitz inzwischen auch geschrieben und das ist auch sehr interessant, dann kam ein Starautor nämlich Ken Follet, der schon mal auf der Buch-Wien war, der in London lebt und seinen Historienroman „Kinder der Freiheit“ präsentierte.
Auf http://www.buecher.at kann man inzwischen vom Auftritt der Österreicher auf der Buchmesse lesen und sich die Fotoshow anschauen, gleichzeitig war dort zu entnehmen, daß Daniela Strigl ihren Jurorensitz beim Bachmannlesen zurückgelegt hat, weil sie den ihr zugesprochenen Vorsitz an Hubert Winkels abgeben mußte, der ja auch in Frankfurt ist und von dem ich ein Video gesehen habe, wie er am Montag auf der Buchpreisparty steht und was über den Preisroman erzählt.
Mit Thomas Hettche ging es dann bei ARD weiter. Der war ja der zweite Favorit des dBP und Dennis Scheck lobt die „Pfaueninsel“ auch als den besten Roman des Jahres und da habe ich ja schon ein Video gesehen, wo Scheck mit Hettche, glaube ich, auf diese Insel fährt.
Mit Kristof Magnussons „Arztroman“ gings bei ARD weiter, während auf das blaue Sofa, den Reinhold Messner und den Wolf Haas habe ich versäumt mit John Burnside weiter, der einen Roman vorstellte, wo ein Gewalttäter Kinder in einen Keller versteckt.
Dann habe ich mir noch ein 3Sat-Video über die Zukunft des Netzes angeschaut, wo Andrea Maier mit Thomas Hettche und einer Big Data Frau diskutierte und auch der Friedenspreisträger Joran Lanier interviewt wurde, während auf der Messe gerätselt wurde, ob jetzt Helmuth Kohl erscheinen wird oder nicht.Auf jedenfall wird ein Buch über ihn vorgestellt.
Und am blauen Sofa stellte Marion Brasch ihren Roman „Wunderlich fährt gegen Norden“ vor, in dem ein Handy den Protagonisten steuert, bzw. seine Biografie erzählt und die das Buch teiweise auch in Schloß Wiepersdorf geschrieben hat. Dann lernte ich endlich Karen Köhler kennen, die ja in Klagenfurt lesen hätten sollen und deren Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ in der letzten Zeit sehr viel auf den Blogs vorgestellt wurde.
Mit den Videos endete es dann bei 3-Sat mit dem jungen Stefan Bachmann, der mit zwanzig Jahren schon seinen zweiten Roman geschrieben hat und dem „Jesus Deal“ von Andreas Eschbach von dem ich im Sommer „Perfekt Copy“ gelesen habe und während es in Frankfurt für die Eingeladenen warhscheinlich auf die Parties geht, bin ich mit dem Alfred und dem Karli ins Akzent-Theater zum dreißig Jahre der „Tschuschnkappe“ gegangen, wo es nachher auch ein Buffet mit Schnaps, Spanferkel, Lamm und einigen Bekannten gab.
Am Donnerstag ging es mit Wolfgang Tischers Buchmessenpodcast von der Selbstpublisher Halle 3 erster Stock weiter, der zuerst genau den Weg dorthin genau beschrieb, dann die Veranstaltungsbühne zeigte, mit einer an Selbstgemachten interessierten Buchhändlerin und einer Lektorin sprach und eine Studie über die Motive des Selber Publizierens vorstellte.
Ein Video mit dem heurigen Büchner Preisträger Jürgen Becker, von dem ich ein ein paar Bücher habe, weil ich ihn mit dem Jurek verwechselte, habe ich mir auch noch angesehen, bevor es mit den Lievestreams losging und hier war interessant zu erfahren, daß Lutz Seiler der heurige dBP Sieger und Lyriker am 25. Oktober für den ebenfalls Lyriker Becker hält.
Nino Haratschwilli, deren umfangreichreiches Epos auf den Blogs ja sehr gelobt wird und Olga Grjasnowa, deren erstes Buch ich gelesen habe, habe ich versäumt und bin erst wieder bei Ulrike Dreasners Longlist-Buch, das ich schon ein bißchen in Leipzig hören konnte, eingestiegen.
Marcel Beyer den ich einmal in der „Alten Schmiede“ hörte und der mit seinen Gedichten jetzt den „Kleist“ und den „Pastior-Preis“ gewonnen hat, folgte und danach Sherko Fatah, dessen frühe Bücher bei „Jung und Jung“, wahrscheinlich sind sie noch bei „Residenz“ erschienen, ich bei den „Lyrik im März“ Büchertürmen fand und zum Teil immer noch nicht gelesen habe. Bei Ard erzählte dann Marc Elsberg oder Marcus Rafelsberger etwas über seinen Thriller „Zero“.
Dann ging es zum klinischen Mittag zu den „Genderfragen bei der Depression“ ins AKH, am Rückweg machte ich eine Runde zu den Bücherkästen, wo ich das deutsche Buchpreisbuch von 2005, also die Premiere, Arno Geigers „Es geht uns gut“ und noch drei Bände der „Luitpold Stern Gesamtausgabe“, für die dreifache „Luitpold Stern Preisträgerin“ eine absolute Rarität, das kleine Luitpold Stern Büchlein hat sich schon im Bücherschrank meines Vaters gefunden und dann stieg die Spannung, wer ist heuer Nobelpreisträger geworden?
Auf Haruki Murakami und Swetlana Alexijewitsch gingen wieder mal die Schätzungen und dann bekam ich, noch ehe ich nachgooglen konnte, ein Mail von Doris Lind von einer Grazer Literarischen Agentur, die mir außer einigen Lesetips mitteilte, ein mir wieder völlig unbekannter Franzose, der allerdings einer der bedeutensten Schriftsteller des Landes namens Patrick Modian hat ihn gewonnen.
Interessant, interessant und bevor es zum Abendprogramm ins Literaturhaus ging, noch ein bißchen weitergesurft.
Judith Hermann, die neue Fried Preisträgerin, stellte ihren ersten Roman „Aller Liebe Anfang vor“ und am blauen Sofa wurde noch Katja Petrovskaya, die Bachmannpreisträgerin vom letzten Jahr und diesjährige Gewinnerin des „Aspekte Literaturpreises“ präsentiert.
Am Freitag ging es zuerst mit Wolfgang Tischer durch die Messehallen zu „Rowohlt“, wo man auch schon sehr intensiv mit dem Selfpublishern zusammenarbeitet, wo die Amerikaner ihre Bücher inzwischen schon selber ins Deutsche übersetzen lassen, weil es hier viele Leser gibt und dann nach einigen Computerabstürzen zu ARD, wo Bruno Walker saß, der neben seinen vielen Krimis auch Kochbücher schreibt, was ja auch sehr interessant ist.
Dann gings zu Herta Müller, die mit „Mein Vaterland war ein Apfelkern“ ein neues Buch geschrieben hat und wieder viel über ihre Kindheit im rumänischen Dorf erzählte und das Krimiduo Michael Kobr und Volker Klüpl haben mit „Grimmbart“ einen neuen „Kluftinger Krimi“ geschrieben, in dem es um ein abgefracktes Schloß geht.
„Erntedank“ steht noch auf meiner heurigen Leseliste und ich muß wahrscheinlich sehr dazuschauen, das noch zu schaffen und auf das Autorenduo mit den Allgäuer Regionalkrimis bin ich vor langen durch den Blog von „Leselustfrust“ aufmerksam geworden, den es ja leider nicht mehr gibt.
Michael Köhlmeier ging mit Dennis Scheck und seinen zwei Herren auf den Strand und ein paar andere Herren erzählten inzwischen auf dem blauen Sofa etwas von den letzten Tagen der DDR und den wirtschaftlichen Veränderungen, die diese inzwischen machte.
Man kann sich die Buchmesse aber auch via Twitter und Facebook geben, sieht da Bücher, die man sonst wahrscheinlich nicht gesehen hätte und kann sowohl Frauen mit roten Haaren und roten Kleidern als auch Polizisten vor Veranstaltungen sehen und Clemens J. Setz habe ich erfahren, hat ein Protestsonett auf Daniela Strigl Verlassen der Bachmannpreisjury geschrieben.
Der Halb – oder Sommerfinne Christian Gasser, ein Schweizer, der der Liebe wegen nach Finnland gegangen ist und ein Buch darüber schrieb, erzählte etwas von den schrecklichen depressiven Wintern, die man nur in der Sauna überstehen könne und den Sommern an den Seen, wo man das Wasser direkt daraus schöpfen und trinken kann. Und im “ war dann Nadine Kegele zu hören, die zwar mit „Kegeler“ angekündigt war, aber ihr neues Buch „Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen“ zu Hause, auf das ich ja noch immer warte.
Der Schweizer Matthias Zschokke hat einen E-Mail Roman über Venedig geschrieben, der wie Ernst Grandits auf der 3Sat Bühne erklärte, bzw. vom Klappentext verlas, etwas noch nie dagewesenes und erinnerte an die Vorbilder und spannend, daß der Autor aus den E-mails die er von seinem halbjährigen Venedigaufenthalt schrieb, später einen Roman bastelte, etwas was mir wahrscheinlich nicht passieren wird, obwohl mein Ansuchen auf einen Aufenthalt in einer Autorenwohnung am 25. September noch einmal behandelt wird.
Dann gabs noch auf ARD noch ein „Büchermagazin“, wo es ein bißchen um Franz Kafka ging und Nino Haratschiwili bevor es wieder zum eigenen Schreiben ins Cafe Luwig zum Schreiben mit mit Ruth, Robert, Ilse und Fritz, etc, ging.
Den dritten Messe Tag hat Wolfgang Tischer bei einem Selfpublisher Kongreß in einer anderen als der dritten Halle verbracht und erzählt mir das am frühen Morgen im Freien, wo am Samstag Martina Gercke bei Angora Zelt auftreten und Freunde treffen wird, was wieder daran erinnert, daß auf der Messe viel passiert, was 3Sat oder ARD nicht überträgt und man sich da nur bei den Bloggern umsehen könnte, wo es bei einigen derzeit etwas still ist, so haben die „Klappentexterin“ und „Literaturen“ nur die Lektüre gepostet, die sich auf den Weg nach Frankfurt mitnehmen wollen. Die Klappentexterin hat Patrick Modiano dazu ausgewählt, Hut ab, ob sie den zu Hause hatte, aber sie ist ja Buchhändlerin und der „Hanser Verleger“, der dann Donnerstag um 13 Uhr auf seinem Stand interviewt wurde, hat ohnehin schon mit dem Drucker telefoniert, daß sie der mit dem Erscheinen des neuen Buchs beeilt.
Die kleinen lieben Messefilmchen, die mich 2008 so beeindruckt haben, vermisse ich auch ein bißchen und den Link zum LitRadio der IG-Autoren habe ich noch nicht gefunden, aber da war ich meistens ohnehin zu ungeduldig um mir Robert Prosser, den neuen „Priessnitz-Preisträger“, Andrea Winkler und die Autoren, die ich wahrscheinlich auch in Wien hören kann, extra zu geben.
Nach einer kurzen Begegnung mit einem neuen Traumbuch und den „Popo-Blicken“ eines älteren Herrn und einem Interview mit der ebenfalls sehr erfolgreichen ehemaligen Selfpublisherin Nele Neuhaus ging es dann zum Kreativen-Brunch ins „Weiße Haus“ wo mein Projektvorschlag aus dem „Literaturgeflüster“ zu lesen, nicht angenommen wurde.
Nach Kaffee und Kipferln und einem gut gefüllten „Wortschatz“ war es dann etwas schwer in das blaue Sofa hineinzukommen. Martin Walser war aber am ARD Stand und stellte dort den vierten Band seiner Tagebücher vor.
„Schreiben und Leben“ heißt der, weil das Schreiben für den Schwimmer und Waldgänger immer wichtiger ist und so wird alles ganz genau notiert, auch wann ihm Böll auf der Bestenliste überholte und wann Martin Walser vorne lag.Ein Gespräch über Benjamin Leberts „Mitternachtsweg“ von dem ich im Schrank vorher „Der Vogel ist ein Rabe“ gefunden habe, gab es vorher auch.
Dann ging es doch mit dem blauen Sofa und dort stellte Wolfgang Herles den Unternehmer und Autor Ernst W.Händler mit „Versuch über den Roman vor“, während es bei 3sat mit Thomas von Steinaecker weiterging.
Dann diskutierte Wolfgang Herles mit dem Autor des „Schundromans“, den mir einmal Judith Gruber Rizy zum Geburtstag schenkte, Bodo Kirchhoff über sein neues Buch „Verlangen und Melancholie“, wo es um eine nachgelebte Liebe zu einer Frau die Selbstmord beging geht. Martin Walser gab es auch noch einmal zu hören, der trotz seiner fast neunzig Jahren sehr viel von den Softwareprogrammen seines Computers hält.
Weiter ging es mit dem Publikumswochenende, wo die Massen und die Cospyplayers auf das Messegelände strömen und sich auch mal umsehen konnten, wenn sie nicht schon vorher da waren, um elf am Sonntag wird in der Paulskirche der Friedenspreis des deutschen Buchhandels an Jaron Lanier den 1963 in New York geborenen Informatikkünstler mit den Threadlooks vergeben,in den ich nur ein bißchen hineinsehen konnte, da wir zum Fototreff der Sladky-Wandergruppe nach Klosterneuburg fahren und nachher vielleicht noch ein paar Videos von den großen Bühnen ansehen, auf der kleinen höre ich gerade den Tag vier von Wolfgang Tischers Podcast, wo die Selbstpublisher erzählen, wie sie mit Pseudonymen umgehen, ob sie die Kameras in ihr Wohnzimmer zu ihrer Mutter lassen, die das Marketing betreibt oder für was sie außer dem Schreiben noch verantwortlich sind?
Etwas was mich an diesen Selfpublisherberichten ein wenig stört, daß sie sosehr auf den wirtschaftlichen Erfolg schielen.
„Bin ich jetzt schon auf Platz eins des „Amazon-Rankings“ und wie komme ich darauf?“, während es mir ja um mein Schreiben geht, das ich aber auch mit allen Stolpersteinen auf meinem Blog präsentiere und weil mich einmal eine Leserin nach meinem Buchmessenresumee fragte, als Surferin aus Wien und Literaturbesessene habe ich natürlich keines und auch nur einen kleinen Teil auf meinen Sofa, ganz ohne Visitenkarten und Verlagsterminen mitbekommen.
Eine Einladung zu einem Bloggertreffen habe ich aber gehabt und werde das auf der Buch-Wien nachholen, wenn ich dazu wieder meine Gratiskarten bekomme, ansonsten klappt es vielleicht auch mit meinem Pensionistenausweis und der Goodiebox, die es möglicherweise wieder beim „Alpha“ gibt.
Und natürlich ist es toll, was man alles, wenn man sich dafür interessiert aus Frankfurt in sein Zimmer bekommen kann und ein paar Bücher haben ganz nebenbei in diesen fünf Tagen auch zu mir gefunden.

2014-10-10

Von Frankfurt in die Schreibgruppe

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:58

Mit ein bißchen rauschenden Kopf bin ich dann nach sechs, als das blaue Sofa schon geschlossen hatte, da gab es nach der letzten Lesenden, der Georgiererin Nino Haratischwili eine lange Leerlaufübertragung, wo sich Leute auf dem Sitz fotografieren ließen, in die Westbahnstraße zur Schreibegruppe, die diesmal ohne Fritz und Ilse, nur mit Robert, Ruth und Peter Zak stattfand, gegangen.
Genau wie im letzten Jahr, da habe ich an der „Verbrüderung“ geschrieben, diesmal ist ja „Im Namen des Vaters an der Reihe“, wo es schon ein paar Skizzen und einen vagen Ideenplan gibt und ich im November im Rahmen des Nanowrimos schreiben will. Außer dem handgeschriebenen Skizzen ist die Gefahr des Vorausschreibens diesmal nicht so groß, wie in den letzten zwei Jahren, denn ich bin mit dem Korrigieren des „Schutzengelchens“ noch lange nicht fertig, beziehungsweise befinde ich mich derzeit wieder in einer intensiven Trödelphase, mit den Gedanken „Schreib nicht zuviel!“ und so wirklich gefällt mir die kleine Geschichte auch nicht und der Gedanke, daß das dann niemanden interessiert oder die Kritiker kommen werden, die sie zerreißen ist auch nicht von der Hand zu weisen.
Dann bin ich ziemlich ratlos, denn wenn ich weniger schnell schreibe, komme ich nicht weiter, da es aber niemanden interessiert, ist es eh egal, aber aufgeben will ich auch nicht, weil ich keine Alternative habe und die Schleife dreht sich endlos fort.
Und jemand der mir sagt:“Mach nur weiter, denn es ist toll, was und wie du schreibst!“, gibt es nicht. Stimmt nicht ganz wirklich, denn Klaus Khittl, den ich zu meinem literarischen Geburtstagsfest eingeladen habe, hat mir eine Rezension zu „Lore und Lena“, dem Buch, das er bei meinem letzten Geburtstagsfestgewinnspiel gewonnen hat, geschrieben und der hat mich sehr gelobt und eigentlich habe ich in den letzten Tagen auch nicht wirklich viel Zeit gehabt, am „Schutzengelchen“ zu korrigieren, denn Anfang der Woche habe ich die Einladungen zu meinem literarischen Geburtstagsfest, das am siebenten November sein wird, geschrieben und ausgeschickt und ab Mittwoch fing das Buchmessensurfen an und das wollte ich mir ja geben.
Trotzdem eine gute Abwechslung den Freitagabend wieder dem eigenen Schreiben zu widmen, denn es ist schon sehr deprimierend zu sehen, daß da in Frankfurt die sehr jungen Frauen, wie Karen Köhler, Nina Haratischwili, Katja Petrovskaja auftreten, die dann selber sagen, „Es ist erst mein erstes, zweites Buch, ich bin noch ein bißchen unsicher!“, aber sie haben den Erfolg und in der Halle 3/1 treten die Selbstpublisher auf, sagen „Wir sind schon lange aus der Schmuddelecke, kaufen uns das Lektorat und den Grafiker dazu, lassen unsere Bücher selber übersetzen und haben auch ein Lesermanagement!“, während ich noch in der Ecke drinnensitze und nicht und nicht herauszukommen scheine, so sehr ich mich auch bemühe!
Stimmt auch wieder nicht so ganz, denn die sehr geduldige Dame von der Literarmechana hat mich aufgefordert, noch ein zweites Ansuchen um einen Aufenthalt in der Autorenwohnung in Venedig zu schicken, das dann am 25. November behandelt wird.
Ich bin zwar eigentlich überzeugt, daß es nichts nützen wird, denn in Wien werden die Selbstpublisher, glaube ich, noch immer nicht anerkannt, habe aber getan, was ich konnte und alle meine literarischen Pluspunkte zusammengeschrieben.
in paar habe ich sogar dabei vergessen, so zum Beispiel, daß Gerhard Jaschke der GAV Generalsekretär von meinen „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ sehr begeistert war und daß ich Juorin beim „Ohrenschmaus“ bin und da ist am nächsten Dienstag die Jurysitzung und dann sollte es wieder etwas ruhiger werden und ich könnte mir bis Ende Oktober das „Schutzengelchen“ vornehmen und im November mit dem Neuen beginnen.
Aber erst eine kleine Szene in der Schreibgruppe weiterschreiben und da erwarteten mich Ruth und Robert, die das Projekt bei der GAV-GV, die nächsten Samstag stattfinden wird, einreichen wollen, erzählten, daß Ilse und Fritz noch in Salzburg sind und ein Thema, nämlich „Single“, das der Peter letztes Mal einbrachte, hatten wir schon.
Ein Weiteres brachte er dann noch vor, „Trägheit“ und ich brachte, wie im letzten Jahr „Frankfurter Buchmesse“ ein, obwohl ich da nicht gewußt hätte, wie ich das mit der Veronika kombiniere.
Mir sind ja die Themen eigentlich egal und finde es im Gegenteil sehr spannend, die zwanzig Minuten den Plot mit diesem Thema weiterzutreiben, dadurch ergeben sich interessante Handlungsänderungen oder Spannungsimpulse.
War aber dann doch, als die „Trägheit“ zum Thema geworden war, ein wenig ratlos. Wie gehe ich es nun an, da ja die Veronika nach ihrer Krebsdiagnose den Schönbrunner Schloßpark das letzte Mal durch die Herbstblätter hinaufgestiegen ist, bzw. im Writerstudio ihrer Tochter Paula in einem Cafe eröffnete, jetzt habe ich sie einfach in der Gloriette Sekt bestellen lassen und nach einer Krebsdiagnose fühlt man sich wahrscheinlich ohnehin, wie gelähmt, während die Ärzte vermutlich zu raschen Entscheidungen drängen.
Ein wenig ratlos bin ich vielleicht auch, weil ich mich mit den vier bis fünf Skizzen, die ich bis jetzt habe, ein wenig auf die Krebsdiagnose festgefahren habe, die von allen Seiten wiederholte, aber noch nicht wirklich weitergekommen bin und eigentlich will ich ja etwas anderes, nämlich vom selbstbestimmten Sterben und den damit verbundenen Konflikten schreiben.
Da weiß ich Moment noch nicht sehr weiter, muß es aber nicht und, daß ich in zwanzig Minuten sehr flott und sehr viel schreiben kann, das weiß ich inzwischen und muß es nicht mehr extra betonen.
Es wurde auch gelobt. Wie es dann damit weitergeht, wenn es vielleicht im nächsten Jahr fertig ist und ich es auf meinen Blog vorstelle ist eine andere Frage, da da ja meistens keine Reaktion kommt und auch die Leuten, denen ich die Büchern dann im Literaturhaus oder in der „Alten Schmiede“ bei Veranstaltungen zeige, sind meistens nicht sehr erpicht darauf.
Und morgen gibt es auch eine Unterbrechung beim Buchmessensurfen, nämlich um zwölf ein Kreativenfrühstück, zu dem mich der fünfte Bezirk neuerdings einlädt und da konnte man ein Projekt einreichen, ich habe das mit „Literaturgeflüster“ gemacht, wurde aber, eh schon wissen, nicht ausgewählt, obwohl das viel über die literarischen / Initiativen in Margareten, das aber auch sehr kritisch, erzählt.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.