Literaturgefluester

2014-08-30

Konzeptplanung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:15

Nach dem Dämpfer mit dem Dialog schreiben habe ich am Mittwoch vier Szenen an meinem „Innere Stadt-Projekt“ geschrieben und inzwischen beschlossen, das Ganze fortan „Miranda Schutzengelchen“ zu nennen, denn was hat es mit dem ersten Bezirk zu tun, da bin ich ja von meinem Ausgangskonzept weit abgekommen und habe dann auch einen Schreibbericht gegeben, daß ich mit meiner Weisheit wieder momentan am Ende und wirklich weiterplanen werde, etc.
Das habe ich am Donnerstag auch getan. Mir die Handlungsstränge durchgenommen, beziehungsweise das schon Aufgeschriebene in dem neuen kleinen schwarzen Buch nochmals durchgelesen und bin daraufgekommen, daß da einiges drinnen steht, was ich brauchen könnte, zur Dora oder Lonnie Wende und da ruft die Leonie auch ihre Ersatztochter an und kommt in ihr Büro, denn es ist etwas geschehen.
Was weiß ich selber noch nicht so genau, aber vielleicht eine Erpressung einer Freundin und sie könnte nun Angst um ihre Grundsicherung haben.
Der Bruno kommt, dann mit den „Waffen nieder“, die ihm ein junges hübsches ausländisch ausschauendes Mädchen beim Bücherschrank in die Hand drückte zur Dora und die Marija könnte Schwung in die Valentina Handlung, die ja so ein bißchen vor sich hindümpfelt, bringen, in dem sie in der Botschaft in Kiew, wohin sie sich mit Magdalena begibt, erfährt, daß sie kein Visum bekommt. Geld für einen Schlepper hat sie nicht, aber der bietet ihr eine Leihmutterschaft an und voila bin ich schon wieder beim Thema, denn die Miranda hat sie ja schon in der U-Bahn kennengelernt und die bringt sie dann zur Valentina in die Beratungsstelle.
So weit, so what. Da waren wieder ein paar Szenen geplant und eher lustlos habe ich dann die geschrieben, wo die Valentina mit dem Sepp in der Teeküche sitzt, Mirandas Besuch mit ihm reflektiert und von ihrer Leihmutter angerufen wird.
Danach bin ich in die „You tube Falle“ geraten und habe mir nach „Tafelspitz“, „Salzburger Geschichten“ „Drei Männer im Schnee“ und „Kaiserball“, auch noch „Das Leben der anderen“ aus dem Jahr 2006 angeschaut. Ist ein toller Film, die EX-DDR interessiert mich ja sehr, nur mit meinem Romanprojekt hat es nichts zu tun und wenn ich schon so schlecht schreibe, sollte ich das ein wenig konzentrierter tun…
Ein guter Rat, ich weiß, der Film brauchte aber trotzdem eine Wiederholung, um ihn ganz zu verstehen und „Watschenmann“ sollte ich auch weiterlesen.
Als ich dann schon beim Einschlafen war, sind die Ideen gekommen und ich wußte auf einmal, wie es weitergeht und wie ich es mit der Magdalena machen werde.
Die wird Marija nämlich mit ihren Jeans und ihrem weißen Rollkragenpullover nach Kiew begleiten, sich dann aber vertschüßen, das heißt die Marija wird ihren Handlungsstrang übernehmen und Mirandas Visionen werden verschwinden.
Sie wird die ukrainische Studentin zu Valentina in die Beratungsstelle und die sie in ihre Selbsthilfegruppe bringen, aber dann braucht die Miranda keine Beratung mehr, die Wirkung des Joints ist verschwunden und es ist wieder eine eher kurze Geschichte geworden, bei der ich in den nächsten Tagen, mit den geplanten Szenen, das Rohkonzept vollenden kann.
Fünfzig Seiten, vierundzwanzig Szenen bzw. vierundzwanzigtausend Worte habe ich bis jetzt schon.
So an die dreißig Szenen bzw. sechzig Seiten könnten es werden und schätzungsweise dreißígtausend Worte, ein dreiviertel „Nanowrimo“, also.
Aber wenn ich bis Oktober das Rohkonzept überarbeite, noch abschleife und die Fehler verbessere etc, werde ich dann diesmal am ersten November vielleicht nicht so viel vorgeschrieben haben, daß ich am 3. schon mit dem „Nanowrimo§ fertig bin, sondern kann mir wirklich Zeit für meine Sterbehilfegeschichte, lassen, etc und „Miranda Schutzengelchen“ ist vielleicht ein flottes Geschichtchen geworden, das sich von der ursprünglichen Retortenbabyproblematik entfernt hat, mir aber eigentlich ganz gut gefällt. Neue Ideen und Handlungsstränge drinnen hat, obwohl auch schon einiges Vorhande, wie zum Beispiel das mit dem fünf Frauenhaus , die Bruno Problematik, etc. DieUkraine Krise und die Weltkriegproblematik ist aber neu und so ist das Schutzengelchen höchstwahrscheinlich ein wenig abgehobener, als meine bisherigen Geschichten.
Also in die Hände gespuckt und so konzentriert, wie es geht, am Rohkonzept arbeiten und dann korrigieren und korrigieren.
Vielleicht wird etwas daraus, obwohl ich nach der Erfahrung von Dienstagabend ein wenig skeptisch sein sollte.
„Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, das habe ich da ja wieder einmal erfahren, zum hundertausendersten Mal wahrscheinlich, da kann ich wohl wirklich machen was ich will. Aber das tue ich auchunentwegt und sehr viel und wenn mir das jetzt noch ein wenig konzentrierter gelingt, sollte ich zufrieden sein.

2019-12-30

Leben ist mehr – Impulse für jeden Tag

Filed under: Bücher — jancak @ 00:03
Tags: , , ,

Als ich am dreiundzwanzigsten Oktober auf dem Weg zur Debutpreis-Lesung in der AK-Bibiliothek war, bin ich an einem der offenen Bücherschränke vorbeigekommen, habe einen doppelten Remarque hineinglegt  und einen Kalender für das Jahr 2019 herausgenommen.

Ich dachte, es sei ein Kalender, also ein Büchlein, am Cover ist ein schönes Bergpanorama mit See und Booten zu sehen, wo ich etwas hineinschreiben, das Konzept für meinen nächsten Roman vielleicht, kann, aber nein, es steht schon was drin und zwar Gedanken für jeden Tag, so ähnlich, wie die Radiosendung, die es jeden Morgen vier vor sieben in Ö1 gibt.

Der Herausgeber ist wahrscheinlich eine Bibelgesellschaft, denn es gibt für jeden Tag einen Bibelvers, dann hat einer der Autoren eine Botschaft oder einen Artikel dazu geschrieben, die den verschiedensten Lebensbereichen zugeordnet sind.

Und weil ich im Dezember auch einen Adventkalender habe, wo es jeden Tag eine Geschichte zu lesen gab, habe ich mich am vierundzwanzigsten Oktober aufgemacht, jeden Tag eine Seite des Büchleins zu lesen und da gleich einmal zu erfahren, daß der vierundzwanzigste Oktober, der Tag der Bibliotheken ist.

„Hurra, ein Buch!“, lautet die Kapitelüberschrift, die dem Themenbereich Kultur zugeordnet ist, wo man erfahren kann, am vierundzwanzigsten Oktober  1828 die erste Schulbibliothek in Großhain gegründet wurde, daran knüpfte sich die Frage, wann man das letzte Mal in einer Bücherei war, denn lesen ist ja etwas Gutes.

Ich war ganz zufällig am Tag davor in einer und gehe eigentlich nicht so oft in solche, da ich eine Büchersammlerin bin und nein, ausführlicher habe ich noch nicht in der Bibel gelesen, weil ich weder religiös noch katholisch bin, dafür habe ich aber vor, mich ab nun bis Jahresende auf die täglichen Gedanken ein- und den Rest, den Anfang des Buches, also ungelesen zu lassen, weil es ja für das Jahr 2020 wahrscheinlich ein neues Impulsbüchlein geben wird, das ich allerdings erst finden muß.

Dann gehts gleich weiter mit der Abteilung „Geselllschaft“ zum Thema „Ausgerissen“ und wird von einem Kaninchen erzählt, daß von einem kleinen Jungen liebevoll gepflegt wird und trotzdem reißt es aus, rennt weg und der Junge bleibt traurig zurück.

„Aha!“, denkt man und an die Flüchtlingsproblematik, es geht aber, um das Weggehen von Gott, den man verläßt, obwohl er immer gut zu einem war und für einen sorgte.

Da kann man zwar an Auschwitz und die Frage denken, wo Gott da gewesen ist? Das ist aber nicht gemeint, soll man doch die Frage beantworten „Was kann es Gutes bringen, dem Schöpfer entfliehen zu wollen?

„Neue Erkenntnisse vielleicht!“, könnte die aufmüpfige Antwort lauten. Der Leitspruch aber heißt „Vertrauen Sie sich Gott an! Bei ihm finden Sie alles, was Sie brauchen.“

Am sechsundzwanzigsten Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag, geht es, weil es den ja in Deutschland nicht gibt, um das „Christsein“ und die Frage, ob man sein Leben und die Freude daran verliert, wenn man zu Gott gefunden hat.

„Nein, natürlich!“, lautet die Antwort und der Ratschlag folgt, daß man es probieren soll, weil man ja erst dann, wenn man gesprungen ist, merkt, daß das Wasser gar nicht so kalt, sondern angenehm und erfrischend ist.

Am Sonntag, den 27. Oktober gab es die Zeitverschiebung, Ende der Sommerzeit, die ja jetzt abgeschafft werden soll und die Uhr um drei Uhr früh eine Stunde zurückgestellt. Was macht man da, wenn man bei rot über die Straße geht, hat man da einen Fehler gemacht oder nicht, denn es ist ja erst fünf vor drei?

In „Kaminbrand“ geht es um einen Schutzengel in Form eines Rauchfangkehrers, der ausgerechnet dann das Dorf betritt, als Rauch aus dem Haus des Erzählers quillt, ja es gibt sie die Wunder im Hier und Jetzt, die vielleicht nicht so ganz zufällig sind, wie im Psalm 105 1-5 erklärt wird.

Am 29. Oktober verriet in den „Gedanken für den Tag“, die evangelische Gefängnisseelsorgerin Christine Hubka, daß die Bibel das Buch wäre, das sie auf die einsame Insel mitnehmen würde, weil man damit nie mit dem Lesen fertig würde und sie außerdem noch sehr spannend ist und in den „Impulsen für jeden Tag“, ging es um die wahre Sicherheit, die ist natürlich in Gott zu finden, warum sich also auf seinen Verstand oder auf die Politiker verlassen? Auf den Verstand schon ein bißchen würde ich meinen und habe im Morgenjournal gerade die Gedanken einer Schuldirektorin gehört ob und warum Bildungspflicht in Österreich wichtig ist und ob unter Druck setzen hilft?

Am 30. Oktober geht es um die Widerspüchigkeiten der Bibelverse und natürlich, wie immer um den Glauben, der einer nahezu auf jeder Seite nahegelegt wird.

Der 31. Oktober, Weltspartag, Reformationstag und Halloween, wie Christine Hubka in ihrer „Gedanken für den Tag-Woche“ erklärte, war 2017, steht in dem Lektürebuch in Deutschland ein Feiertag anläßlich des fünfhunderten Reformationsjubiläums und ein Dienstag. So nutzen ihn viele Deutsche für ein verlängertes Wochenende.

Ob sie wohl da die Bibel gelesen haben, die Martin Luther in nur elf Wochen ins Deutsche übersetzte und damit zu einem Bestseller machte?

Zu Allerheiligen und Allerseelen geht es natürlich auf Begräbnisse und um das Sterben.

„Warum?“, hat Familie Müller auf den Grabstein ihrer fünfjährigen Tochter setzten lassen und es dann später durch ein „Gott weiß warum!“, ersetzt, denn sie waren gläubige Menschen.

Am sechsten November geht es um einen Soldaten im ersten Weltkrieg, der die Briefe seiner Mutter nicht mehr versteht, woran sich die Frage ist, wie das mit der Bibel ist? Versteht man sie nicht, weil sie zu altmodisch geworden ist oder weil man sich zu wenig mit ihr beschäftigen. Der Autor meint natürlich das Letzere und empfiehlt die Lektüre des Markus-Evangelium.

Dann geht es um die Einsamkeit, von der immer Menschen trotz aller sozialen Medien betroffen sind, so daß es in England schon eine Einsamkeitsministerin gibt.

Am achten und neunten November ging es natürlich um den Mauerfall, den es vor dreißig Jahren in Berlin gab.

Dann kommen zwei Texte zur Wissenschaftsgläubigkeit und zu der Frage, wie die mit den Glauben an Gott zu vereinen ist und am zwölften November wird eine spannende Geschichte aus den vermutlichen Neunzigerjahren erzählt. Da fährt ein junger Physikstudent Autostop nach Göttingen, wird von Professor Heisenberg mitgenommen, den er natürlich nicht erkennt und so gibt er an und prahlt während der Fahrt mit seinem Physikwissen.

Am Schluß stellt sich dann der Nobelpreisträger vor und der Textschreiber vermutet, daß der Student rote Ohren bekommen hat.

„Stimmt wahrscheinlich!“, würde ich vermuten. Ein weltbekannter Physikprofessor denke ich aber, würde über dieses Erlebnis lächeln und dem jungen Mann nicht böse sein.

„Sind Sie gut versichert“, lautet die Frage für den vierzehnten November und die Antwort lautet natürlich, daß Gott die breste Lebensversicherung ist.

Es geht ums „sicher gehen“ und, wie man sein Ziel erreicht, ohne vom Weg abzukommen und um die Frage, ob man ein guter Mensch ist?

Dazu gibt es das Bibelzitat des Pharisäers, der phrahlt ein solcher zu sein und nicht in demHimmel kommt, während dem Zöllner, der sich bescheiden hinten anstellt, vergeben wird.

Da gibt es sicher viel zu diskutieren, denke ich. Denn das Glas ist ja sowohl voll als auch leer und es ist gut zu wissen, wo ich besser, als auch, wo ich schlechter, als die anderen bin, als nur auf Gott zu vertrauen, denkt die Atheistin, weil man da vielleicht nicht wirklich weiterkommt.

Am neunzehnten November wird der Kinder gedacht und die Inschrift eines Kindergartens erwähnt, der den Eltern das Handy verbietet, während sie ihre Kinder abholen. Denn sie sollen statt zu telefonieren, sich  um diese kümmern. Die Zeichnungen, die sie gemalt haben, anschauen, etcetera.

Da kann man auch diskutieren, ob es wirklich gut ist, die Kinder gleich nach der Geburt in eine Tagestätte zu geben, denn wenn man sie bis mindestens drei wie es früher üblich war war oder  bis zu Schule bei sich hat, kann man sich mehr mit ihnen beschäftigen. Aber dann reicht vielleicht das Geld nicht aus oder der Mutter fällt die Decke auf den Kopf und sie muß erst recht mit ihren Freundinnen telefonieren, um nicht depressiv zu werden.

Am 20. 11. geht es um den Perspektivenwechsel vom Übergang vom Dunkel zum Licht, der sich laut  Autor Thomas Kröckertskothen im Flugzeug auf dem Weg von Nordamerika nach Deutschland besonders gut beobachten läßt.

Dann geht es zum Alltgsstreß und die Frage, warum Gott den zuläßt, die wahrscheinlich  mit dem Tagesvers „Denn mit dir erstürme ich einen Wall, mit meinem Gott springe ich über eine Mauer“, auch nicht zu beantworten ist.

Am zweiundzwanzigsten November wird gefragt, ob wir auf die Zukunft vorbereitet sind? Zu wenig wahrscheinlich, weil wir telefonieren oder schlafen ein, wenn uns die Flugbegleiterin erklärt, wie man die Sauerstoffmaske aufsetzt und wo der Notausgang ist und auf das eigene Sterben, einen plötzlichen Unfall, das Eintreten von Demenz, etc sind wir auch nicht gerüstet. Können wir wahrscheinlich auch nicht wirklich, ich denke aber, wenn wir das Leben bewußt und voll leben ist schon viel getan und vor dem Tod brauchen wir uns nicht fürchten, denn wo wir sind ist er nicht und dort wo er herrscht, ist man verschwunden, ist die Meinung der Atheistin und geflogen bin ich glaube ich schon zwanzig Jahre nicht, so ist mir auch die Notfallsrutsche eigentlich egal.

Dann geht es um die Korruption, was Gott nicht ist, ist der Ablaßhandel, der ja viele Kriege ausläste, nur seinen Stellvertretern auf Erden zu Gute gekommen und daß man um Gott zu gefallen Gutes tut und versucht, ein guter Mensch zu werden, kann nicht schade, denke ich, auch wenn es in Zeiten, wie diesen, wie ich fürchte nicht sehr populär ist.

Dann geht es um die Frage, was der Mensch denn wert ist? Ein Fußballer zweihundertzwanzig Millionen, die anderen wahrscheinlich weniger, aber Gott, der für uns seinen Sohn geopfert hat, wird wohl nicht so viel zahlen.

Am sechsundzwanzigsten November geht es um den ersten Schnee und die Spuren, die man hinterläßt, wenn man hineintritt und daß es gut ist, wenn das bei hoher Schneeschicht schon jemand anderer vor einem getan hat, so daß man sich so anstrengen muß.

Um einen Krankenbesuch geht es in „Fester Glaube“, wo der Autor einer an einem Tumor erkrankten Frau einen christlichen Kalender verteilt und danach mit ihr ins Gespräch kommt und gemeinsam betet.

Um die Frage ob man sich durch Selbstmord oder frühen Tod von seiner Schuld freimachen kann, geht es in der Geschichte „Davongekommen“, die sich auf den Bibelvers „Und er wird richten die Welt in Gerechtigkeit, wird über die Völkerschaften Gerichthalten in Geradheit. Psalm 9.9.“ bezieht.

Am dreißigsten November geht es wieder um das Schicksal, bzw. um die Frage, ob der Mensch ein Spielball der Gesellschaft oder der Ereignisse ist. Man sieht die Themen wiederholen sich. Denn man plant das Leben, bekommt ein Kind und der Vermieter kündigt die Wohnung oder es kommt plötzlich ein Herzstillstand. Da hilft nur das Gottvertrauen, meint das Buch, denn in seine Hände soll man ja das Schicksal legen, wie es schon der Bibelvers verrät.

Am ersten Dezember geht es auf einen Weihnachtsmarkt, wo auf den Punschbechern das „T“ vergessen wurde und zu der Frage, ob man Fehler reparieren kann. Bei „Kintsugi“ tut das das japanische Kunsthandwerk, hier natürlich Gott, der durch seinen Sohn Neues geschaffen hat, wie in der Bibel steht.

Am dritten Dezember geht es über die Frage, wieso man, wenn man das Richtige tut, trotzdem verlieren kann zu „Josef und seine Brüder“.

Am vierten Dezember geht es um die Lebensphasen. Alles hat seine Zeit, geboren werden, sterben, weinen, lachen, wie schonKönig Salomon wußte und die Rockband „The Byrds“ am vierten Dezember 1965 zum USA Hit Nummer eins werden ließ.

Am Krampustag geht es um die Frage, wie oft in der Bibel „Fürchte dich nicht!“, steht, dreihundertfünfundsechzig oder doch nur hundertneunzehn Mal und die Abschlußfrage ist, warum sich die Christen trotz all des Trosts in der Bibel trotzdem so oft fürchten.

Dann geht es um den Neid oder um die Frage, was man macht, wenn drei Kinder vier Luftballons geschenkt bekommen. Der kluge Vater trägt den vierten zurück, man kann ihm wohl auch zum Gemeingut erklären. Schwieriger ist es wohl mit den Ungerechtigkeiten, was macht man wenn beispielsweise die, die gar nicht besser schreiben, veröffentlicht werden und man selber nicht, um ein persönliches Beispiel zu erwähnen. Ob da der Glaube wirklich gegen Ungerechtigkeiten hilft, wäre ich ein wenig skeptisch, wäre es ja besser diese abzuschaffen, was aber sicher auch in dem Buch steht, nicht die Aufgabe des lieben Gottes und Sinn des Glaubens ist.

Am achten Dezember geht es seltsamerweise nicht um Maria Empfängnis, sondern um die Sternschnuppen, denn früher wurden die Dochte der Kerzen abgeschnitten, diese unnütze dann Schnuppe genannt und wenn einem etwas wurscht ist, sagt man das noch immer. Dem lieben Gott allerdings lautet die Belehrung sind, wir das nicht und so sollte die Weihnachtsbotschaft niemanden „schnuppe“ sein.

„Frei aber nicht glücklich“, heißt die Geschichte, die über den Umweg über einen freigesprochenen Kaufhausbesitzer, den man die Brandstiftung nicht nachweisen konnte, wieder dafür playdiert den Glauben an Gott anzunehmen.

Am nächsten Tag geht es um die Frage, wie gefangen oder frei man mit oder ohne Gott ist?

„Wenn alle Dämme brechen…“ ist die nächste Frage. Ja was ist, wenn die Menschen statt zum Arzt zu gehen, auch Online-Beratung in Anspruch nehmen oder sich mit Präservativen vor Aids schützen? Eigentlich nicht so schlimm, würde ich meinen, der Verfasser sieht es, aber, glaube ich, anders.

Am 12. 12. geht es „Vermieter kontra Mieter“ und die Streitigkeiten die zwischen beiden entstehen können.

Am dreizehnten Dezember wird die Frage „Weiß niemand, wie es mir wirklich geht?“, gestellt, die wohl nur Gott richtig beantworten kann und der Bibelvers dazu lautet „Du hast mein Elend angesehen, hast Kenntnis genommen von den Bedrängnissen meiner Seele.“

Am vierzehnten Dezember geht es um die „60 Geschlechter“, die es ja angeblich gibt und zu denen man sich bekennen kann, während die Bibel nur von „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie“, in „1. Mose 1.27“, spricht.

Dann geht es um das lebenslange Warten und um die Sorgen, die man sich macht und, die man sich eigentlich nicht zu machen braucht, während am sechzehnten Dezember ein blinder Opernsänger davon spricht, wie wichtig es für ihn und auch die Umwelt war, daß seine Mutter ihn nicht abgetrieben hat, obwohl ihr die Ärzte genau das geraten haben.

„Enjoy your life!“, sagt der Englischlehrer, doch was heißt das genau? Gibt es ja oft genug Schwierigkeiten, Schmerzen, Probleme, etcetera, die einen oder eine daran hindern. Da hilft es dann, meint der Autor „Gott zu verherrlichen und sich an ihm immer zu erfreuen!“, wenn das nur so einfach wäre, füge ich wieder hinzu.

Um die „Likes und Dislikes“ im sozialen Leben geht es am neunzehnten Dezember.

Der Text vom zwanzigsten Dezember beschäftigt sich mit dem Mobbing in der Schule, das selbst dem Lehrer, der Lehrerin Tränen in die Augen treiben kann.

Ums Schenken beziehungsweise, die Frage, ob man solche ablehnen kann, um nicht verpflichtet zu werden, geht es am einundzwanzigsten Dezember.

Am zweiundzwanzigsten Dezember 1917 wurde das deutsche Institut für Nomierung gegründet, so daß fortan alle Stecker in die Steckdosen passen und das Papier die gleiche Größe hat, was uns das Leben sehr erleichtert, wie das auch mit den zehn Geboten so ist. Wenn sich alle daran halten, wäre das Leben besser, ist aber nicht so und wahrscheinlich auch nicht so leicht.

Darum, daß die Chemie nicht zwischen allen Menschen stimmt, daß man aber sein Herz für Gott aufmachen soll, der eines für alle hat, geht es am dreiundzwanzigsten Dezember, wie wahrscheinlich an jedem Tag.

„Die große Geschichte“ gibts natürlich am vierundzwanzigsten Dezember, da geht es allerdings nicht um die Herbergsuche und die Geburt des Christkindleins, sondern um die böse Kraft, die Eva dazu veranlaßte, nach dem verbotenen Apfel zu greifen.

Am Fünfundzwanzigsten, dem ersten Weihnachtsfeiertag gibt es dann über „Gott im Stallgeruch“ zu lesen und darüber, daß es zu Gott keine Barrieren und keine Hindernisse gibt, sondern, daß jeder zu ihm kommen kann.

Am sechsundzwanzigsten Dezember geht es um „Salvator Mundi – der Heiland der Welt“, ein Werk von Leonardo da Vinci,das 2017 um vierhundert Millionen verkauft wurde.

Daß man Gott vertrauen und sein Schicksal in seine Hände legen soll, kann man auch dem Bibelvers „Höre,HERR sei mir gnädig! HERR sei mein Helfer!“, entnehmen, die dazu gehörende Geschichte trägt den Titel „Schrecksekunde und Reflex“ und der Ausgang dazu sind die Kinder des Verfassers, die sich ihrer Schnelligkeit brüsten. Ja aber bei Rad- oder Autofahren muß man die Schrecksekunde einberechnen, damit kein Unfall passiert!

Am achtundzwanzigsten Dezember kann man schon ein bißchen in die Zukunft schauen, um herauszubekommen, was im neuen Jahr passieren wird. Aber kann man das wirklich? Die „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parallelgesellschaften“ in Roßdorf bei Darmstadt hat  2017 herausgefunden, daß alle Wahrsager mit ihren Prognosen voll daneben lagen. Was also tun? Der Tagesvers „In deiner Hand sind meine Zeiten“ oder das Lied der von 1826 bis 1901 lebenden Julie Hausmann „So nimm denn meine Hände“, verrät uns, wer oder was da helfen kann.

„Der Tod hat nicht das letzte Wort“, heißt es am neununzwanzigsten Dezember, dem Tag zwischen Weihnachten und Silvester, wo das Jahr langsam zu Ende geht.

Am dreißigsten Dezember wird mit „leichten Gepäck“ gereist, also für die Weitwanderung, nur das unbedingt nötigste in den Rucksack gepackt und im Leben ist es auch wichtig sich von all unnötigen Ballast der Sünden zu befreien, so daß man gut zu Gott kommen kann und wir sind am Ende des Jahres angekommen, denn am einunddreißigsten Dezember gibt es ja einen „Guten Rutsch“ zu wünschen.

Bei mir gibt es da den Jahresrückblick auf 2019 zu lesen und heute am dreißigsten wird noch einmal, das letzte vorläufig, Adventkalenderfenster aus der „Nika, Weihnachtsfrau“ aufgemacht und hier kann man lesen, was bisher geschah:

1, 5, 7, 9, 10, 14, 19, 20, 23, 24, 25, 29,

2018-09-17

Dreitägige Romanwerkstatt

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:57
Tags: , ,

Am Mittwoch ist der Alfred mit dem Karli schon wieder weggefahren. Eigentlich wollten sie nach Rumänien zur Romamusik, das ist dann nicht zustandegekommen, so daß sie auf Kroatien und Friaul umdisponiert haben und mit sozusagen zum Abschluß meiner Schreibvorbereitungsrituale, ein drei Tage Schreib Retrait Freitag bis Samstag beschert haben, auf das ich jetzt ja schon seit Juni, beziehungsweise dem Tag, als ich dem Alfred zum zweiten Mal das PDF zur „Unsichtbaren Frau“ schickte, vorbereitete, beziehungsweise praktizierte.

Denn ich habe seither, abgehackt und unterbrochen durch meine Stunden, den Schweiz-Aufenhalt und das Neusiedlerseeradeln schon circa dreiundsechzig Rohseiten, das sind siebzehn Szenen, beziehungsweise 31.508 Worte, ein zwei Drittel „Nanowrimo“, wenn man es so rechnen will, das Ganze mehrmals korrigiert und das Romankonzept, die Geschichte von der Pensionistin, die einen Roman schreiben will, das ins Netz stellt, dabei ihrer tochter Magda näherkommt und gleichzeitig die Geschichten ihres afghanischen Nachbarn, seiner Klientin Maria Mattaschek und der Supermarktkassiererin Nastasja St. ist eigentlich nicht so neu in meinem Schaffenswerk, sondern folgt eigentlich meinem Muster, ist aber trotzdem vage. Irgendwie weiß ich noch immer nicht so recht, welche Geschichte die Magdalena da erzählt und was es mit der Begegnung mit dem weißen Auto auf sich hat, in dem sie drei Personen sieht, die sie an ihren Geburtshelfer vor fünfunddreißíg Jahren, die Hebamme Sofia und den Psychiater Matthes Enck, der inzwischen schon gestorben ist, erinnern.

Das ist noch sehr vage und wenn ich an den Titel denke „Magdalena Krchberg schreibt einen Roman“, der ja einerseits sehr prägnant und eindrucksvoll ist, kommen mir gleich wieder die Zweifel, wen wird das interessieren, das ist viel zu wenig abgehoben und so weiter und so fort….

So habe ich beim freitägigen und samstägigen Korrigieren der fünfundsechzig Seiten, die ich bis dahin hatte, mehrmal gedacht „Das geht so nicht! Da bist du schon wieder in der Ecke!“

Dann kam mir die Idee, daß ich das Ganze viel viel spannender gestalten sollte und mehrere Wendungen in den Handlungsverläufen bräuchte. Ein paar davon habe ich auch schon, beziehungsweise haben sie sich, als ich Ende August meinen Recherchetag machte, so herauskristallisiert.

Denn eine Rolle spielt auch Magdas unbekannter Vater, der könnte am Schluß auftauchen ,Krebs haben und Kontakt zu seiner Tochter wollen und die drei im Auto waren Sofis und Rudolf Rösslers Tochter Ulla, die einen linken Freund hat, Parlmalmentssekretärin bei einem FPÖ-Politiker ist und mit diesen zu einer entscheidenen Auseinandersetzung fährt, als Magdalena sie sieht und daraufhin, um ihre eigene Geburt herumkreist…..

Ich habe jetzt dreiundsechzig Seiten und denke mehr denn je „Das passt so nicht! Das muß ich ändern! Da muß ich die vier Handlungsstränge nochmals schreiben und eine eigene Geschichte draus machen!“ und dachte auch, als sich das mit Alfreds Kroatienfahrt herausstellte und ich am Freitag keine Stunden hatte, da mache ich ein dreitägigen Schreibretrait.

Ich hatte schon etwa bis Szene zweiundzwanzig vorausgeplant, die mich jetzt aber auch nicht vom Sessel reißen und am Dienstag zwischen meinen Stunden die siebzehnten Szene geschrieben, von der ich auch nicht sehr befriedigt war.

Daß das regelmäßige Schreiben wichtig ist, habe ich zu Schreibbeginn, als ich da auf ein Zeitmanagementseminar von Jurenka Jurk aufmerksam wurde, herausgefunden, wußte aber schon, das ist bei mir nicht möglich.

Aber, daß man immer schauen soll, wenigstens ein bißchen am Ball zu bleiben und so beispielsweise immer das Notizheft bei sich zu tragen, in dem man Einfälle und Szene aufnotieren kann, halte ich sicher für eine wichtige Idee und versuche das auch zu praktizieren, weil ich damit mit meiner Hemmung meinem Hauptfeind und der inneren Stimme „Du kannst und kannst es nicht!“, am besten umgehen kann.

So kam also der Freitag, ich habe eingekauft, weil ich mir dachte, daß eine Art Buffet, ein Bruch in der Küche aufbereitet, wo ich mich bedienen kann, mich in die richtige Schreibstimmung bringen kann.

Wußte aber auch, ich muß wieder korrigeren, zwei bis dreimal habe ich das bisher getan, um in den Schreibfluß hineinzukommen, das habe ich am Freitag und am Samstag auch getan. Die fünfundsechzig Seiten auf dreiundsechzig gekürzt, das ist etwas woran sie einem bei „Nanowrimo“ abraten, es für mich aber nicht anders geht, war gestern, um sechs damit fertig und mit der Szene siebzehn noch immer nicht zufrieden und jetzt am Sonntag weitermachen.

Aber wie? Ich könnte mich hinter mein Heft klemmen und die fünf Szenen, die ich geplant habe, schreiben. Da wäre ja einmal die, wo der Steff der Nasti ein Stück Seife schenkt und sie beleidigt davon läuft. Dann die, wo die Ruth die Maria zur Vertragsunterzeichnung bewegen will, diese Geschichte muß ich auch noch ausarbeiten und brauche überhaupt, das stimmt schon, falls mir das jetzt jemand schreiben sollte, ein noch genaueres  Konzept, worüber ich eigentlich schreiben will?

Also das Heft hernehmen und zu Clustern anfangen. Die Charakterbögen habe ich schon, sie sind aber eher schlampig und flüchtig aufgefüllt. Also die Namen meiner Hauptpersonen aufschreiben und darunter die Szenenfolgen notieren. Wie ist das mit der Nasti und dem Steff, dem Momo mit derMagdalena und der Maria und wie ist das mit dem Vater, der Maria die die Ruth ihr aufzwingen will, die hat sich herausgestellt ist eine Freundin der Sofi Böhm, die von ihrem Rudolf schon geschieden ist. Die Magdalena kommt mit ihrer Tochter zusammen, wo sich am Schluß der Vater meldet und die Magda schwanger wird.

Eigentlich gar nicht so wenig und wenn ich mehr straffe und dichter schreibe, wird vielleicht etwas daraus. Und das wäre schön, wenn da auch von außen was kommt!

Das schreibe ich ja öfter und dann kommt der Uli und sagt „Machen Sie nicht so viele Flüchtigkeitsfehler und ziehen Sie die Muttern an!“ und ich denke „Ja, ein Lektorat würde die Fehler korrigieren!“

Sonst macht es der Alfred, es geht hier ja um den Rohtext und der sollte wahrscheinlich dichter sein und mehr von den depressiven Frauen weg, weil ich über die ja  wahrscheinlich schon oft genug geschrieben habe.

Aber man schreibt ja immer das und so gut, wie man es kann, immer denselben Roman hat Heimito von Doderer einmal gesagt und das machen ja auch die Longlistkanditaten und „Büchner-Preisträger“, die immer und immer von ihren Erlebnissen mit den Frauen, dem Älterwerden und ihren Krankheiten schreiben. Die lesenden Frauen kaufen es, die Kritiker schimpfen und die Literatur dreht sich vielleicht im Kreis, weil ja wirklich schon alles geschrieben wurde und ich denke immer öfter, wozu tue ich mir das an, wenn ich es ohnehin nicht kann? Aber ich kann es ja und habe schon über vierzig Bücher geschrieben, die man wahrscheinlich, ich gebe es schon zu, etwas straffen könne und ich versuche jetzt wieder den Kick in die Magdalena hineinzubringen und am Text zu arbeiten.

Meine Skepsis und Resignation, die ich dabei spüre, könnte mich dabei behindern. Aber ich glaube nicht, daß ich aufgebe, was ich ja sehr gut könnte, wenn ich in mein Badezimmer gehe, wo etwa dreißig Neuerscheinungen liegen, die ich in diesem Jahr noch lesen soll. Die hindern mich vielleicht ein wenig und so denke ich, nun gut, ich lese sie hinunter und bestelle mir dann nie wieder etwas und mache einen Bogen um die Schränke.

Denke, wenn ich das denke „Das wäre fein!“ und weiß schon, daß ich das nicht tun werde. Genauso wenig, wie das Schreiben aufgebe, auch wenn es mich zunehmend nervt, jetzt endlich wirklich zu begreifen, daß nie etwas daraus werden wird, obwohl es ja schon ist und die Geschichte der Magdalena Kirchberg eigentlich ganz spannend sein könnte, wenn ich sie vielleicht ein wenig straffe. Mal sehen, ob mir das und das Clustern, das ich mir für den Nachmittag vorgenommen habe, gelingt, habe ich mich gefragt und dann sehr schnell vier Szenen geschrieben, so daß ich jetzt bei dreiundsiebzig Seiten, 36.666 und einundzwanzig Szenen bin.

Geclustert habe ich nicht so sehr, das liegt mir glaube ich nicht wirklich, habe aber wieder ein paar Ideen, am Ende geht die Ulla mit dem Heiner Link essen, Jens kommt dazu, es kommt zum Crash, Heiner fährt die beiden aber mit seinem Auto hin.

Die Magdalena freundet sich mit der Maria an, das Buch kommt heraus, Magdalena geht zur Präsentation, Maria schimpft und Magdalenas Roman bzw. Blog endet damit, daß Hannes Wolf sich meldet, von seiner Krebserkrankung erzählt und wieder Kontakt zu Magdalena und seiner Tochter haben will. Magda weigert sich, kommt aber zu Magdalena auf Besuch mit Max und erzählt ihrer Mutter, daß sie schwanger ist und die Nastasja kommt mit ihren Steff zusammen. So weit ist  der vorläufige Handlungsstrang jetzt gespoilert. Wie weit ich mit meinen  dreiundsiebzig Seiten schon bin, weiß ich nicht so genau. Ich schätze über der Hälfte und wie es mit der Handlung weiter geht und zu welchen Änderungen in den Verläufen, es kommt, wenn ich jetzt wieder unterbrechen werde, ist sicherlich sehr spannend.

2018-08-09

Verpatzte Einstimmungs- und Reflektierstunden

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 00:21
Tags: ,

Ich habe ja zwischen meinen Textprojekten immer so meine Rituale, die ich diesmal besonders, wenn auch ein bißchen zerstückelt praktiziere.

Weil eigentlich war ja das Juni mein Strohwitwenmonat, weil der Alfred in Amerika, dafür geplant, daß ich meine Fenster putze, das neue Projekt vorbereite, dafür recherchiere, aber auch ein bißchen Sightseeing durch die Stadt laufe und und, wie ich das ja schon seit einigen Jahren gerne mache.

Dann bin ich aber, auch wenn ich zwischendurch ein wenig geshoppt und Veranstaltungen besucht habe, im Juni über meine „Unsichtbaren Frau“ gesessen, die noch nicht fertig war, als der Alfred schon zurück und ich „Zehn Jahre Literaturgeflüster“ gefeiert habe.

Dann sind wir nach Harland zu den Sommerfrischenwochenenden gegangen. Es war der „Bachmannpreis“, ich bin fertig geworden, habe das Recherche-Konsumieren ein beißen auf Wilhelmsburg und Taisenpark verlegt, habe die Fenster geputzt, war in Wien vorige Woche im Belvedere und in der Seeseitenbuchhandlung und weil ich Mittwoch nur bis zwei Stunden hatte, wäre es sich gut ausgegangen, meine Mappen hervorzuholen, ja richtig, ein paar Textarbeitartikel und solche über mein neues Projekt sind auch entstanden und mich und mein Schreiben ein bißchen zu feiern beziehungsweise zu reflektieren.

Da bin ich auch eine Selfmadefrau, die sich ja fast schon die eigene Laudation gehalten hat, ihre Bücher rankt, sich ein Stadtschreiberstipendium verleiht, in die Sommerschreibwerkstatt bzw. in die Schreibklausur geht, also ein bißchen was zum Essen richten. Gurkensalat, gebratener Hallouimi, überbackene Ḿilchbrotschnitte.

Das eignet sich ja fast für ein Buffet und dann was? Ein bißchen in den Schreibartikelnlesen, die eigene Schreibwerkstatt reflektieren, das in der Küche bei den Milchschnitten tun oder doch in den Garten hinaus, wo ich eigentlich wegen meiner vermehrten Stunden oder dem lauten Korrekturlesen schon länger nicht war. Da ist es aber heiß, man kann nicht laut lesen, soll sich auch nicht so viel loben und der Uli hat mich ja auch schon wieder kritisiert und seine Meinung zu meinem Schreiberstatus kommentiert und da denke ich ich hätte ja gern  Feedback von außen.

Kommt, nicht, gut. Ich kanns ja selber machen, aber zu vlei Eigenreflektion führt vielleicht auch in die Sackgasse. also lieber die restlichen Charakterbögen für die Sofia Böhm, dem Rudolf Rössler, die Nichte Ruth und den Matthes Enck ausfüllen. Die nächsten Szenen konzipieren, war ich ja am montag inHarland wieder fleißig und habe bei der Magdalena Kirchberg drei Szenen geschrieben, so daß ich jetzt vierundvierzig Seiten, zehn Szenen und 21 991 Worte und einge Szenen in Voruas habe und dann den Schreibbericht wieder bloggen.

So war es geplant und so bin ich mit dem Rotwein-Orangensaftgemisch und dem Laptp ein wenig ziellos zwischen Küche und Terrasse gelaufen und richtig dem Uli, der auf mich ja wieder böse bin, weil ich seine Ironie nicht verstehe, beziehungsweise auf seine Ratschläge nicht höre, auf seinen  Kommentar geantwortet.

Dann dachte ich, ich kann doch nicht wieder im Eigenlob verharren, wenn der so beharrlich meint, daß da nichts zu loben ist. Aber am Text weiterschreiben wollte ich auch nicht, sondern mein Ritual abschließen, was dazu führte, daß ich dann noch ein paar You tube Videos gesehen habe, denn der Buchpreis naht ja und am Dienstag wird schon die Longlist verlautbart werden, die mir zwar eine Woche verborgen bleiben wird, weil wir uns in der Schweiz befinden, die You Tuber fangen aber schon an über den dBp zu berichten und Bücher, der letzten Preise und überhaupt deutsche Literatur hochzuhalten und ich habe meinen eigenen Listentip auch schon bekannt gegeben.

Die Schweizer Bücher, die ich mir in den Urlaub mitnehmen wollten, waren hergerichtet. Ich hatte aber noch das „Kala-Experiment“ von Karl Olsberg auszulesen und war da erst auf Seite zweihundert, so daß ich mein Experiment etwas vorzeitig abgebrochen und mich mit dem Buch auf dem Rathausplatz begeben haben, um dort  ein bißchen zu lesen, bevor Glenn Gould die „Goldberg Variationen“ spielte und ein slovenische Version von Carl Orff „Carmina Burana“ zu hören war.

Das hat auch nicht so ganz geklappt, da bald die Ruth auftauchte und mir von ihren Salzburgplänen beziehungsweise ihr Griechisch lernen, das sie jetzt betreibt, erzählte.

Die Romanvorbereitungsrituale sind aber hiermit abgeschlossen,  nach dem Urlaub werde ich, wenn es geht, weiter regelmäßig am Projekt schreiben und hoffe auch  auf Erfolg.

2018-08-05

Radausflug zum Hauermarkt nach Wagram an der Traisen

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:58
Tags: , ,

Die Sommerfrischenhalbzeit ist abgeschlossen, die diesmal, da der Alfred ja erst am ersten Juli aus den USA zurückgekommen ist, etwas langsam angelaufen ist.

Sind wir doch erst die Woche darauf nach Harland, da war der „Bachmann-Preis“ und der Schwiegermutter sechsundachtzigster Geburtstag und ich habe korrigiert und korrigiert und bin nur pro forma und ganz kurz mit dem Rad eine Runde bis zum dem Sportverein nach Spratzern und wieder zurück gefahren. Dazwischen drei Tage Wien mit Praxis, den letzten Veranstaltungen, der Podium Sommerlesereihe, den Filmfestivals am Rathaus und am Karlplatz,  sowie an den Donnerstagen die O-Töne.

Den Martin haben wir in Pernitz einmal besucht und sind mit ihm die Myra-Fälle hinaufgeklettert. Bei der Ingrid waren wir letzte Woche in Nejuwaldegg.

Am Hochschwab waren wir auch, dazwischen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden, habe das neue Projekt angefangen und bin mit dem Rad nach Wilhelmsbeurg und in das Traisenpark Einkaufscenter, sowie eine Runde um den Viehofenersee und zur Seedose gefahren.

Dazwischen das Alltägliche. Samstag Markt, da haben wir gestern die Doris Kloimstein getroffen, die mir einen Sack voll Bücher, ihre Urlaubslektüre, sie ist einfach in die Buchhandlung Schubert gegangen, hat dort gefragt, was die leute am meisten lesen und hat dort eine „Kängaruhtrilogie“, das Machwerk eines Kabarettisten, überreichte.

Auf der Rudolfshöhe waren wir ein paarmal auch und dieses Wochenende war wieder Hauermarkt in Wagram an der Traisen.

Steckerlfische, richtig gemacht

Steckerlfische, richtig gemacht

Das Traisental ist ja ein Weinbaugebiet und wir haben auch unseren Lieblingswinzer, zu dessen Verkostungen wir regelmäßig radeln. Zu Pfingsten gibt es den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen, nach Traismauer ins Donaugasthaus radeln wir zu Ostern meistens auch und im August gibts den Hauermarkt in Wagram an der Traisen in der dortigen Kellergasse. Zweimal waren wir schon dort. Voriges Jahr wollten wir auch hinradeln, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diesmal hat es wieder geklappt. Zum größten Teil jedenfalls. Auf der Rückfahrt sind wir ein bein bißchen naß geworden. Das macht mir aber eigentlich nicht viel aus.

Also in der Früh aufgestanden, die Wasserflasche eingepackt, das Sonnenkappel, da habe ich vor kurzem ein lustiges buntes gefunden, aufgesetzt. Der Alfred hat vorsorglich die Klappräder von Wien mitgenommen, damit wir bei der Rückfahrt in Traismauer einsteigen und bis nach St. Pölten mit dem Zug fahren können und sind dann losgeradelt.

Kurz vor zwölf waren wir am Ziel, das heißt, in der Kellergesse, wo es an beiden Seiten Stände mit Essen, Trinken und Weinproben gab. Am Eingang standen junge Mädchen die das Gratissechzehntel, Wein und Brot, leider nur ein Weißer, anboten. Aber ich habe mich, da ich gerne Hugo trinke, Sangria und Erdbeerbowole, ohnehin schon auf Kaiserspritzer umgestellt und da gab es mal einen zu der gebackenen Blunze beim Winzerhaus Schöller.

Der Alfred hat ein Surschnitzl gegessen, was er alsbald bereute, nicht, daß es nicht gut war, aber auf der anderen Seite beim Haimel, gab es Steckerlfische und die dufteten köstlich.

Dazu mußte man dort aber erst einmal hinkommen. Ein bißchen an den Weinreben vorbei. Wir sind aber zu hoch hinaufmarschiert, so daß wir fast nicht hingefunden hätten.

Dazwischen haben wir aber noch Erdbeerfrizzante gekostet, beziehungsweise eine Himbeerbowle getrunken. Der süße Schlatz eben, der gut schmeckt, aber die Kalorien macht. Dann hat der Alfred, die Fische fotografiert und beschloßen sich vor der Rückfahrt doch eine Forelle zu gönnen. Einen Eisckaffee gab es auch noch uind dann auf nach Traismauer, das einen Kilometer von Wagram entfernt ist. Der Zug kam bald und wir waren bis auf drei Burschen, glaube ich, die einhzigen Gäste. Auch einen Schaffner habe ich nicht gesehen,  nur eine sympathische Frauendurchsagstimme, die die nächsten Haltestelle und Austiegsrichtungendurch gab.

Der Alfred hat sich dann ein paarmal bei mir erkundigt, ob ich nicht doch bei der „Seedose“ aussteigen will.

„Nein!“, habe ich tapfer geantwortet.

Ich habe doch scchon genügend Bücher und das war auch gut so. Denn, als wir St. Pölten erreichten, hatte sich der Himmel verdunkelt und der Regen hat begonnen, so daß ich wiedermal ein bißchen naß wurde. Ansonsten ein schöner Ausflug und eine schöne schöne Abwechlung in der Sommerfrische.Morgen geht es wieder intensiv mit dem Romanschreiben weiter, was eigentlich ganz gut geht.

2015-01-02

Vorschau auf „Miranda Schutzengelchen“

Filed under: Uncategorized — nagl @ 00:40

20141129-210443-a

Als die zwanzigjährige Miranda Himmelbauer ihren ersten Joint versucht, gerät sie in einen Alptraum, der sie in den dritten Weltkrieg, bzw. in den ersten, in dem ihre Ururgroßmutter Magdalena eine Frühgeburt erlitt, nach dem sie vom Heldentod ihres Gatten erfuhr, führt.

Dann gibt es noch eine ukrainische Studentin, die den Flugzeugabsturz bei Donezk hautnah miterlebte und eine Sozialarbeiterin, die von zwei Müttern bzw. einem Samenspendenvater aufgezogen wurde, gibt es auch.

 

 

Im neuen Jahr gibt es gleich eine kleine Vorschau auf mein übernächstes Buch, auf die Erzählung, die im Sommer entstanden ist. Bis das Buch fertig ist wird es wahrscheinlich noch etwas dauern.

Dafür soll die „Anna“ schon am Freitag kommen. Da wird es dann wieder einen Artikel mit einem Foto geben.

Wer also die Fragen für das Gewinnspiel beantworten will, muß sich etwas beeilen und für das neue Buch gibt es auch ein paar Fragen, die, wenn man die Schreibberichte liest zu beantworten sein sollten.

 

1.  Wie heißt das Buch das am Cover zu sehen ist und wer hat es geschrieben?

2. Warum fliegt Magdalena Himmelbauer nach Donetz und wo sollte sie stattdessen eigentlich sein?

3.Wie kam es zu der Idee der Erzählung und wie sollte sie urspünglich heißen?

 

Für den ersten mit den richtigen Antworten gibt es das Buch sobald es erschienen ist.

Für Rezensionsanfragen bin ich dankbar und hier die Schreibberichte als kleine Hilfestellung:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

 

Die Postkarten auf dem Cover sind übrigens original erster Weltkrieg und wurden von meinem Großvater an das hochgeborene Fräulein Grete und den kleinen Otto geschrieben, es gab auch eine Wochenkarte der Straßenbahnen mit dem feschen Anton Jantschak in der k u k Uniform, das eigentlich auch hinaufkommen sollte. Aber leider war sie für das Jahr 1024 gültig und der Albert Himmelbauer ist schon 1914 im Feld gefallen.

 

2015-01-01

Neujahrsvorsätze

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:12

Also hineingerutscht in das neue Jahr, wo im letzten noch der Schnee gekommen ist, so daß das Radfahren ein wenig schwierig war. Also auf die Rudolfshöhe, wo wir regelmäßig zu Silvester den Nachmittag verbringen, ein bißchen weiter mit dem Auto gefahren. Danach waren wir früher einige Jahre bei der Hilde Schmölzer und haben mit ihr mit dem Lidio Mosca und auch einigen anderen Autoren das Jahr beendet. Dann ist der Schwiegervater gestorben und so sind wir vor zwei Jahren bei der Oma geblieben, im Vorjahr waren wir bei Ruth und Robert in St. Pölten, aber die sind diesmal, glaube ich, verreist, so wieder ein ruhigerer Jahresrutsch und sich den Büchern gewidmet, denn die Leseliste ist ja lang, obwohl die übervolle von 2014 schon vor Weihnachten korrigiert war und jetzt sind sich die „Lichtjahre“ doch noch ausgegegangen.

171 Bücher waren es im alten Jahr und ins neue nehme ich den Vorsatz mit mir die neue Leseliste nicht wieder so anzufüllen, das heißt nur maximal zwei Rezensionsexemplare im Monat, die für Jänner sind schon da und müssen noch gelesen werden und ansonsten nur noch ein Buch pro Woche, damit die endlos Liste schrumpfen und spätestens 2033, was auch eine schöne Zahl ist und ich liebe diese Zahlenkombinationen, nicht mehr vorhanden ist.

Mal sehen ob ich diesen Neujahrsvorsatz halten werde, das ist ja, wie ich aus Erfahrung weiß nicht so leicht und ich bin mit meinen Bücherbeschränkungspläne bisher ja immer kläglich gescheitert.

Dafür gibt es ein neues Bücherregal in Harland, das heißt, gekauft wurde es schon im vorigen Sommer, aufgestellt muß es noch werden und dafür den großen Kasten im Wohnzimmer entrümpeln und die alten Zeitschriften aus denAchtziger und Neunzigerjahren, die sich da angesammelt haben, wegwerfen.

Anfang des Jahres wird gleich bei mir die „Anna“ erscheinen. Der Druckauftrag ist jedenfalls gegeben. Bis dahin können noch die Fragen bei dem Gewinnspiel in der „Vorschau“ beantwortet und das Buch gewonnen werden.

Zwei Bücher müssen von mir in diesem Jahr noch fertig werden.

Das „Miranda Schutzengelchen“, da wird es hoffentlich bald eine Vorschau und wieder ein Gewinnspiel geben und „Im Namen des Vaters“ an dem ich noch eifrig korrigieren muß. Da habe ich meine „Trödelphase“, wie ich es gerne nenne, noch nicht ganz überwunden und auch die depressiven Gedanken, daß es ja eh nichts bringt, wozu ich mir das antue, etc.

Das heißt, das denke ich nicht einmal, nur der Gedanke, es ist schon wieder nicht genug geworden, ist wohl, wie die Praxis zeigt, nicht wirklich zu vertreiben und, daß mir beim nächsten Text der große Durchbruch gelingt, is,t wie die Erfahrung zeigt, nicht mehr wirklich zu glauben. Nun gut, nun gut, irgendwie sollte ich, weil ich ja weiter schreiben will, aus dem Depressionsloch hinaus, auch wenn sich bei meinem Gewinnspielen wieder niemand meldet, der das Buch lesen und besprechen will…

Und da gehört es auch zu meinen Neujahrsfortsätzen sozusagen ein weniger „distanzlos“ zu sein, wie es die B.   einmal meinte, also nicht mehr im Literaturhaus anfragen, ob sie mein Buch nicht vielleicht doch besprechen wollen, sondern denken, die können sich ja melden, wenn sie das wollen.

Das ist zwar Resignation, ich weiß und die ist nicht gut, denkt die Psychologin, aber sehr viel anderes bleibt mir wohl nicht übrig, als schauen möglichst wieder Spaß und Freude am Korrigieren zu gewinnen, der Text gefällt mir ja, obwohl er vielleicht zu ehrlich und zu wenig abgehoben ist, daß sich die Verlage und die Leser darum reißen.

Aber vielleicht bekomme ich mit der „Anna“ oder dem „Schutzengelchen“ einen Termin in der „Alten Schmiede“ im nächsten Jahr. Die kleineZehnprozentausendung werde ich ja wieder machen und dann möglichst lustvoll am „Nanowrimo“ korrigieren, mir Zeit dazu lassen und bis zum nächsten, vielleicht etwas Neues schreiben. Da weiß ich noch nicht, was, glaube im Moment auch nicht, daß mir etwas einfällt, was ich noch nicht geschrieben habe. Aber nötigenfalls lassen sich ja Studien machen und vielleicht ein paar kurze Texte, bis ich dann im November mit der „Nika Weihnachtsfrau“ und dem neuen „Nanwowrimo“ beginnen.

Das sind meine Pläne für das neue Jahr, nicht sehr spekulär ich weiß, denn ich denke immer, ich sollte vielleicht abwarten, bis sich jemand meldet und „Wow, das ist toll!“ zu mir sagt, nur da weiß ich, daß das nicht passiert und da ich nicht aufhören will, bleibt mir nichts anderes übrig, als so gut wie möglich weiterzumachen, auch wenn das jetzt ein bißchen resigniert klingt.

Dazwischen weitermachen mit den State of the Art, also im März nach Leipzig fahren und vorher im Amerlinghaus die Schreibgruppenresultate lesen, die löst sich wahrscheinlich anschließend auf, was mir nicht viel macht, in der Sommerfrische in Harland wieder eine eigene Schreibwerkstadt oder ein neues Stadtschreiberprohekt durchführen, dann am Volksstimmefest lesen, bei der Poet Night, beim Geburtstagsfest etc und wenn vielleicht doch einmal eine Einladung oder ein Kontakt auf mich zukommen sollte, der sich von dem üblichen leicht depressiven Einheitsbrei abheben sollte, freut mich das sehr!

In diesem Sinne also auf ins neue Jahr ich wünsche allen alles Gute und freue mich auf das Lesen, Schreiben und natürlich auch auf den Veranstaltungsreigen, der sicherlich ebenfalls sehr spannend werden wird!

2014-12-16

Weihnachtsdepression

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:51

Nach dem ich  Ende November einen eher distanzierten Artikel bezüglich Adventzauber und Weihnachtsstimmung geschrieben habe, bin ich eine Woche später auf die „You tube-Weihnachtsfilmschiene“ gekommen und schaue mir seither in einem fort Weihnachtsfilmchen, wie der „Weihnachtshund“, „Weihnachten für Einsteiger“, „Weihnachten unter Palmen“, „Der Weihnachtsmuffel“, „Das Weihnachtsekel“, etc, etc, an, lauter rührselige Filme, die für die Atheistin und Konsumverweigerin, die ja eigentlich an ihrem „Nanowrimonovel“ korrigieren soll, nicht taugen, bzw. zuviel Zeit verbrauchen, ablenken, etc.

„Die Trödelphase!“, werden meine Stammleser jetzt sicher sagen.

„Wir wissen schon, das kommt nach jeder Rohfassung und nach der „Frau auf der Bank“, „Miranda Schutzengelchen“, der  „Anna“ etc, etc, auch nicht besser gewesen.

Da muß man durch, um wieder herauskommen, denn eigentlich gefällt mir der Text, den ich da im November so flott vor mich hingeschrieben habe und eigentlich ist er auch gut gelungen.

So gut wie das „Miranda Schutzengelchen“ etwa oder „Anna kämpft gegen das Vergessen“ die auch noch auf das Fertigwerden warten und dann das fünfunddreißigste, bzw. vierunddreißigsten Selbstgemachte werden, die dann niemanden interessieren und über die „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“ nicht hinauskommen werde.

„Du schreibst zu viel!“, stöhnt der Alfred, der mir dann die Bücher setzt bzw. das PDF erstellt und den Umschlag macht und erzählt das dann mit leidender Miene dem Otto Lambauer beim „Ohrenschmaus“, der wissend nickt und wenn ich um einen Aufenthalt in einer Autorenwohnung der „Literarmechana“ ansuche, sagen sie mir, „Leider nein, denn ihr literarisches Ouvre ist nicht groß genug!“

Sehr viel größer als fünfunddreißig Bücher in vierzig Jahren kann das zwar nicht sein, aber ich weiß schon meine Bücher sind ja selbstgemacht, beziehungsweise erscheinen sie im „Eigenverlag“ wie das früher hieß und das geht doch nicht, das darf man nicht, etc…

Der „Böse Amazon“ hat das zwar in den letzten Jahren ein bißchen geändert und seither höre ich da immer von den Erfolgszahlen, die die Selbstpublisher dort erleben, aber ich habe bisher dort noch nicht eingestellt, weil ich mir dachte, daß bei mir da niemand etwas bestellt.

Ich weiß schon, wenn ich es nicht ausprobiere, kann ich das nicht wissen, ein Kollege hat mir aber gesagt, daß er der einzige Kunde seines Buches war und wenn ich meine Buchvorschauen mache und meine Gewinnspiele, dann bekomme ich keine Reaktion, also wird sich auf der „Amazon-Seite“ auch nicht soviel ändern und das ist ja mein Problem.

Ich schreibe und schreibe, dann wird das  Buch fertig, ich mache die Vorschau, lasse mich damit fotografieren, schicke es an die NB, an den ORF, an die „Alte Schmiede“, an das Literaturhaus, versuche eine Rezension zu bekommen, aber bis auf einen gelegenlichen „Alten Schmiede-Termin“ passiert nicht sehr viel.

„Das Literaturgeflüster-Texte-Buch“ hatte heuer eine sehr sehr schöne Rezension im „Log“, aber in das Literaturhaus, wie ich das gerne wollte und wie es mir auch versprochen war, habe ich es nicht geschafft.

Es ist wirklich wie die Haushofersche „Wand“ gegen die ich stoße und über die ich nicht hinwegkomme, ich schreibe und schreibe und niemand sieht es, nimmt es wahr und interessiert sich dafür.

Was macht man dagegen aufhören? Ist doch logisch und das Einzige was mir einfällt, aber nicht das, was ich will und auch nichts was mir gut tun könnte, denn was mache ich dann mit meiner Zeit und wenn mir das Schreiben schon so wichtig ist, sollte man es doch tun dürfen.

Meine Schreibgeschichte ist wahrscheinlich ohnehin bekannt. Nach der Matura 1973 habe ich damit angefangen, 1978 oder so der Monika und dem Gerhard K „Die Einladung zum Tee“ gezeigt, die sie beide von einander unabhängig meiner Einschätzung nach ziemlich unverhältnismäßig kritisiert haben.

Zumindest ist das bei mir hängen gelieben. Ich habe  weitergeschrieben, meine Texte mehr oder weniger patschert an die Verlage geschickt, die „Hierarchein“ glaube ich über vierzig mal an „Fischer“, „Suhrkamp“, aber auch an die kleineren Verlage, dann habe ich schon damals einen Antrag auf Druckkostenzuschuß ans Unterrichtsministerium geschickt.

Das Buch ist dann in der „Edition Wortbrücke“ bei Jack Unterweger herausgekommen. In der GAV bin ich ja seit 1987 oder 1988, dann habe ich meine Manuskripte noch weiter verschickt, bis Alfred mir 2000, das erste Selbstgemachte, bei Digi/Melzer gedruckte „Die Wiener Verhältnisse“, zum Geburtstag schenkte.

Bis 2004 habe ich immer noch versucht einen Verlag zu finden und mehr oder weniger regelmäßge Aussendungen gemacht, die nichts brachten, ich weiß auch nicht so genau, warum, außer, daß ich halt vielleicht zu wenig abgehoben schreiben, mich nicht ganz an die Rechtschreibkriterien halte, etc und früher sehr gehemmt war.

Seit 2008, seitdem ich regelmäßig blogge, ist das anders. Das Literaturgeflüster hat mein literarisches Selbstbewußtsein ohne Zweifel gesteigert, ich schreibe seitdem mehr und schneller. Nur leider habe ich da auch nicht ganz die Resonanz und erwünschte Aufmerksamkeit gefunden.

Obwohl es Anfangs fast so ausgesehen hat, da hatte ich den Otto als regelmäßigen Verstärker und auch eine Handvoll anderer, die mir regelmäßige Kommentare schickten, dann kamen meine beiden Kritikerinnen Frau Heidegger und JuSophie, die Spaß daran hatten mir meine „Fehler“ oder das schlechte Schreiben vorzuhalten und dann noch ein paar Kommentare, wie das ist das „Schlechteste was ich je gelesen habe, das ist „Trottelhaft“, etc, einer leider von einem anerkannten Dichter, wie auch ein paar GAV-Kollegen nicht so gerne wollten, daß ich über sie schreibe.

Aber man kann ja über Veranstaltungen, die man besucht und Bücher die man liest, berichten und ich habe das ohnehin immer versucht wertfrei zu betreiben, weil ich  auch nicht gerne kritisiert werden will.

Inzwischen hat auch das aufgehört, in diesem Jahr keine negativen Rückmeldungen, wie fein, allerdings ist die Resonanz auch ausgeblieben und so blogge und schreibe ich mehr oder weniger isoliert vor mich hin, was im world wide net  ein bißchen frustrierend ist.

Und was das schreiben betrifft, gibt es wieder drei Manuskripte, die zu Bücher werden müßen.

Da ist einmal die „Anna“, im Frühjahr geschrieben, vom Alfred fertiggesetzt, von mir als druckfertig empfunden,  gestern hat mir der Alfred auch noch einen sehr schönen Umschlag gebracht mit den Bücherstößen vom Schlafzimmer.

Das kann bald an die Druckerei gehen, dann gibt es hier eine Vorschau und das Buch erscheint vielleicht noch in diesem oder Anfang des nächstens Jahrs.

Der Alfred korrigiert jetzt am „Miranda Schutzengelchen“, da haben wir das Coverfoto auch schon gemacht und ich sollte an „Im Namen des Vaters“ korrigieren, ein Text der mir gefällt, der aber natürlich eine Eva Jancak ist, also so abgehoben, wie ich es halt kann und will und wenn ich dann damit fertig bin und keine Resonanz kommt und ich absolut nicht, weiß wie ich zu einer solchen komme kann, ist das nicht sehr befriedigend.

Mit der „Paula Nebel“ und der „Wiedergeborenen“ bin ich vor zwei Jahren ja auch in eine Krise geraten, das Ergebnis war dann das „Literaturgeflüsterbuch“, das einige Leute für toll empfunden haben und ich habe, wenn ich zu Veranstaltungen gehe, auch das Gefühl, daß mich die meisten jüngeren Leute kennen, die lesen dann, was ich über ihre Veranstaltungen schreibe und interessieren sich nicht für meine Bücher und ich komme aus dem Teufelskreis nicht heraus und wenn ich es auch noch so oft probiere und das macht dann frustriert und dannn trödle ich herum,  denke mir „Wozu tue ich mir das an?“ und mache trotzdem weiter, weil es mir wichtig ist und ich es will.

Bis Frühjahr und Sommer werde und sollte ich also an der „Veronika“ korrigieren. Dann etwas schreiben, wovon ich noch keine Ahnung habe und beim nächsten Nanowrimo den „Adventkalender“ mit der „Nika Weihnachtsfrau“, die ich dann im Dezember in meinen Blog stellen kann.

So habe ich es mir vorgenommen, ein wenig Anerkennung wäre aber gut, die ich nicht habe  und so versuche ich meistens mehr oder weniger frustriert damit  umzugehen und trotzdem selbstbewußter zu werden.

Bei den vielen Weihnachtsfilmen mit den vielen Weihnachtswundern fällt es dann recht schwer, sich nicht auch ein solches zu wünschen, also einen, zwei, drei oder mehr Leser, die „Woh das ist aber toll!“, kommentieren,  mich vielleicht einladen bei einer „Anthologie“ mitzumachen, mich für einen Preis vorschlagen, etc…

Da gibt es ja herrliche Phantasien, ein paar habe ich in meinen Büchern auch schon aufgeschrieben und jetzt würde ich mich vielleicht auch ganz gern in eine solche Adventgeschichte hineinfantasieren, bin aber vielleicht schon zu realistisch, frustriert oder dissoziert dazu, daß das gelingt. Da ich aber nächstes Jahr wieder einen Adventkalender schreiben will, wäre das schon eine Idee dazu.

Damit das aber jetzt nicht ganz so pessimistisch endet, die Fahnen für die „Volksstimmeanthologie 2014“ sind von Christioph Kepplinger gekommen. Sie muß ich korrigieren und zurückschicken. Dann gibts das „Zweite Kapitel“ von mir auch zu kaufen und in einer Anthologie zu lesen und im übrigen, glaube ich, daß ich ganz durchschnittlich und auch nicht so uninteressant schreibe, es aber  leider in der Fülle der immer jünger werdenen Autoren, nicht schaffe, damit aufzufallen und wahrgenommen zu werden, was ich immer noch nicht so ganz verstehe und nicht sehr lustig ist.

2014-11-24

Zweimal experimentelles Crossover

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:37

Wieder einmal „literarische Erleuchtung“ in der „Alten Schmiede“, um achtzehn Uhr, also mit einer siebzehn Uhr Stunde nicht zu schaffen und so bin ich zu Jörg Piringers Performance bezüglich Anestis Logothetis Sprachmusik zu spät gekommen, was die Sache schwierig machte, da der Sprachkünstler Piringer, den ich schon von einigen Veranstaltungen kenne, gerade in Lautermalereien und Wortwiederholungen schwellte und ich kannte mich nicht recht aus. Den Namen Logothetis hatte ich schon gehört, mehr war mir aber nicht präsent, so mußte ich erst nachlesen, daß das ein 1921 geborener  in Bulgarien geborener 1994 in Wien verstorbener Musiker griechischer Herkunft war, der offenbar auch in Sachen visueller Poesie unterwegs war.

Nach einer Weile unterbrach Jörg Piringer seinen Vortrag und wies auf Parallelen zwischen seinem und Logothetis Werk hin, zeigte einige Partituren und gab Klangbeispiele.

Am Schluß fragte Kurt Neumann noch Lothetis Tochter Julia, die mit ihrer Familie im Publikum saß, wie sie mit der Veranstaltung zufrieden war und wies auf den reichhaltigen Büchertisch, wo man CDs und Partituren des Klangkünstlers kaufen konnte.

Da Jörg Piringer seine Stunde überzogen hatte und es nachher auch noch einige Gespräche  gab, ersparte ich mir den Spaziergang und sah nach einer halben Stunde, Brigitta Falkner, die als nächste kam, war schon eingetroffen und hatte ihre visuelle Präsentation schon vorbereitet, das diesbezügliche Publikum der mit Fotos, Comics etc audiovisuell arbeitenden 1958 geborenen Künstlerin, die ich ebenfalls schon bei einigen Veranstaltungen hörte, eintreffen und da war es für mich sehr interessant, den Fankreis, nämlich Liesl Ulvary, Daniela Strigl, Christiane Zintzen, Hanno Milessi, Alexander Nitzberg, um nur die zu nennen, die ich kannte, zu beobachten.

„Strategien der Wirtsfindung“ heißt ihr Transformation und Metamorphosenprojekt, das vorläufig nur als Mappe aufliegt, die Buchfassung soll in zwei Jahren erscheinen. Es gibt aber schon zwei Filme und eine Diashow und Kurt Neumann erklärte in seiner Einleitung, daß es dabei um das Parasitentum geht und sprach von einer „grauslichen Befallung von Lebensweisheiten.“

Dann projezierte Brigitta Falkner ihre Mappe, die teilweise mit Tonspur unterlegt war, teilweise nur mit den Bildern präsentiert wurde.

In der Diskussion erkundigte sich Alexander Nitzberg, ob es gelenkt sei, worauf man seine Aufmerksamkeit als erstes richte und Brigitta Falkner erkärte, daß manche Leute Schwierigkeiten haben vom Bild zum Text zu switchen und nur das eine oder das andere wahrnehmen.

Eine Frau stellte eine meiner Meinung nach die sehr realistische psychologische Frage, nämlich wie weit einem das jahrelange Beschäftigen mit Parasiten verändern kann., Brigitta Falkner wirkte etwas überfordert dabei, ist sie eben ein experimentelle Künstlerin, die sich vielleicht für die Psychologie nicht so interessiert, meinte aber, daß ihr der Verlag freie Hand ließe, so daß sie das Projekt, wenn das Buch erscheint, vielleicht schon um einige Dimensionen erweitert hat.

Und um von der visuellen Poesie zu meinem eigenes realisitsch psychologisch politischen Schreiben zurückzukommen, ist anzumerken, daß es da mit den drei Projekten mit denen ich derzeit beschäftigt bin, ein wenig weitergeht.

Bin ich doch mit dem „Nanowrimo“ seit einigen Tagen fertig und habe am Wochenende schon mit dem Korrigieren begonnen. Die „Anna“ ist mir dagegen vom Alfred zur Endkorrektur übergeben worden, während er sich mit dem „Schutzengelchen“ beschäftigt, um es zu einem Buch zu machen.

Und ein literarisches Ereignis habe ich heute versäumt ,beziehungsweise ausgelassen, nämlich die Eröffnung der heurigen „Eine Stadt ein Buch-Aktion“- zu Mittag im Rathaus.

Habe ich Anna Gavaldas „Zusammen ist man weniger allein“ ja dank der offenen Bücherschränke schon gelesen.

2014-09-07

Bücherreihen oder zuviel der Ehre

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:13

20140906-231243

Die literarisch Interessieren leben ja jetzt in einer Buchpreiszeit, dem Longlistenlesen und dem Hangen und dem Bangen, wer da am Mittwoch auf die Shortlist kommt und was man zu Weihnachten als das angeblich beste Buch des Jahres der Schwiegermutter unter dem Christbaum legen kann?
Meine Schwiegermutter interessiert sich sehr für Krimis und die „Reader Digest Proben“ und liest, glaube ich, mehr als ich und wenn ich in den Schränken mal was Doppeltes finde oder was, das doch nicht passt, nimmt sie es und ich bin nicht nur eine lesende sondern auch eine schreibende Frau, beziehungsweise denke ich manchmal, daß ich soviel lese, um endlich mal herauszubekommen, was die anderen denn besser können als ich?
Gibt es ja inzwischen dreiunddreißig selbstgemachte Bücher, zwei in der Werkstatt und ein drittes ist für den „Nanowrimo“ geplant, dann die „Hierarchien“ und die beiden Fachbücher übers Stottern für die die großen oder Publikumsverlage, „Fischer TB“ und „Orac“, nie ein Problem waren und jede Menge Texte in Anthologien, die berühmteste ist wohl das Jugend und Volk Buch „Mädchen dürfen weinen, Buben dürfen pfeifen“ wo ich mit der „Güler“ gewonnen habe, ein Erfolg, an dem ich dann nicht mehr anschließen konnte, obwohl er schon 1980 war.
Daher der Schmerz bei diesem Bücherreihen des deutschen Hauptverbandes, bei dem ich ja eifrig mitfiebere, um das Leseprobenbüchlein rannte, jetzt beim Longlistenlesen, wie ich kürzlich erfuhr, den Charles Lewinsky gewonnen habe, Buch und Autor waren mir bisher völlig unbekannt, jetzt habe ich das Buch bei „Kuppitsch“ liegen gesehen und denke es ist sehr interessant und freue mich schon darauf.
Die „Streeruwitz“, das habe ich ja schon geschrieben, werde ich mir zum Geburtstag wünsche, wenn ich sie nicht bei „Buzzaldirin“ gewinnen sollte und, ich glaube, es ist auch eine Satire auf den Buchpreisbetrieb.
Da hat Michael Ziegelwagner einen sehr entspannten Artikel darüber geschrieben, dem ich in fast allen zustimmen kann, denn wenn man in der Wiener Löwelstraße, wo sich ja die SPO Parteizetrale befindet, einen Anschlagzettel sieht „Junges Akademikerpaar sucht Wohnung oder Haus, fleißig, Nichtraucher, ordnungsliebend, sich vor keiner Renovierungs scheuend!“, ist das doch ein wenig arg und dieses Castingdenken, ist etwas, was ich nicht mag und das Buch, das dann Anfang Oktober am Siegerpodest steht, wird, ganz egal, um welches es sich handelt, nicht das Beste des Jahrgang 2014 sein, denn jedes Buch ist so individuell, wie der Autor und man sollte weder Äpfel mit Birnen, noch Tauben mit Automobilen vergleichen!
Trotzdem rätsle ich gerne mit, denn ich interessiere mich ja sehr für Literatur und das Schreiben der anderen und leide dann ein bißchen, weil meine schönen selbstgemachten Bücher nie auf einer dieser Liste stehen werden. Warum eigentlich nicht? Weil sie in keinem Verlag erscheinen und von keiner Buchhandlung vertrieben werden, ganz klar, aber das sagt nichts aus über ihre Qualität und mit Herzblut und mit viel Engagement sind sie geschrieben, was eigentlich das Literaturgeflüster beweisen sollte. Tut es wahrscheinlich nicht, denn ich flüstere ja sehr verborgen, aber eigentlich habe ich gedacht, könnte ich mir auch so eine Bücherliste mache. Ich nehme meine dreiunddreißig, reduziere sie erst auf zwanzig, dann auf sechs und am Ende hole ich mir ein Buch heraus und schreie „Hurra, Trommelwirbel, es ist das Beste!“
Gesagt, getan, aufgereiht und geht natürlich nicht, wie es wahrscheinlich auch am Montag vor der Frankfurter Buchmesser im „Römer“ nicht gehen wird und fünf enttäuschte Männer oder Frauen überbleiben werden, die vielleicht nicht den Mut, wie Clemens Meyer im letzten Jahr haben werden, wütend die Veranstaltung zu verlassen und die Türen hinter sich zuzuknallen, sondern lächelnd sagen werden „Die Trauben sind mir ohnehin zu hoch!“
Und nächsten Mittwoch wird das vierzehn anderen Autoren passieren, es wird dann empörte Aufschreie geben „Was Daniel Kehlmanns „F“ ist nicht dabei, Skandal!“ oder Verwunderung über das eine oder andere Buch und so ist es mir jetzt auch gegangen, als ich meinen dreiunddreißig Bücherstapel zu meinen Wohnzimmertisch trug und zwanzig aussortieren wollte.
Geht nicht, denn eigentlich sind ja alle schön und von mir, obwohl, das weiß ich schon, einige Wiederholungen drinnen sind und sicher auch einiges was nicht so gelungen ist und ich trotzdem veröffentlichte, weil ich mir nach den „Wiener Verhältnissen“ sagte, ab jetzt wird jedes Buch von mir erscheinen.
Trotzdem gibt es natürlich Lieblingsbücher, „Tauben füttern“, mag ich zum Beispiel sehr und die „Mimi“ obwohl das von der JuSophie zerrissen wurde, obwohl ich da nicht ganz sicher bin, ob das ganz objektiv oder aus der Freude am Zerreißen geschah.
Den „Wiener Stadtroman“ mag ich, die „Radiosonate“, das „Haus“ ist sicher eine besondere Geschichte und dann natürlich das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ obwohl ich das jetzt von meiner „Longlist“ nahm, weil die inzwischen ohnehin schon fünfzehn Bücher hat und eigentlich kein erzählender Text, sondern die Printform des Literaturgeflüsters und von da von einigen, wie zum Beispiel, dem Gerhard Jaschke, sehr gelobt wurde.
An der Shortlist nage ich noch herum, denn wie gesagt, das Reduzieren tut mir schwer, über jedem Buch bin ich etwa ein halbes Jahr gesessen, obwohl die „Paula Nebel“, die „Nobembernebel“ etc, vielleicht nicht so gelungen ist.
Aber was weiß man schon so genau? Habe ich doch erfahren, daß oft die Texte am besten angekommen sind, von denen ich mir dachte „Das ist es jetzt nicht!“
Und das mit der Publikumsresonanz ist ohnehin so eine besondere Geschichte. Denn ich habe ja keine. Als die „Hierarchien“ in der „Edition Wortbrücke“ des Jack Unterwegers herausgekommen sind, hatte ich ein paar Zeilen im „Falter“ von einem sichtlich desinteressierten Redakteur und dann eine sehr vernichtete Kritik in der „Literatur in Österreich“ von einem, von dem ich zuerst dachte, daß ihm das Buch eigentlich gefallen hätte.
Und mit den Selbstgemachten dringe ich trotz Literaturgeflüster“ ohnehin nicht außen, da die wenigen Rezensionen, die es dazu gibt, hauptsächlich von Bekannten stammen, es gibt aber eine tolle Rezension vom Lev Detela über das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, der Otto Lambauer hat mir ein paar geschrieben, der Robert Eglhofer und und und…
Meine Bücher erscheinen also sehr im Verborgenen und das Lesen von „Selbstgemachten“ scheint immer noch tabu zu sein, so daß es wahrscheinlich nicht viel hilft, wenn ich jetzt ein Foto von meinen fünfzehn Longlistenfavoriten in das Netz stelle und meine Leser frage „Was davon, liebes Publikum soll auf eine Shortlist kommen und an welches Buch würdet ihr den „Literaturgeflüsterpreis“ beispielsweise vergeben?“

20140907-153935

Da ja die meisten die Bücher gar nicht gelesen haben.
Ich kann sie aber inzwischen auch als E-Book verschicken, obwohl ich mich noch immer nicht dazu aufgerafft habe, sie bei „Amazon“ einzustellen.
Es gibt die Leseproben auf der Website, die Schreibberichte und bei den neuen Büchern auch jeweils ein schönes Foto, Lesungen gab es auch und wahrscheinlich schon ein paar Leute, die ein paar meiner Bücher gelesen haben.
Zu meinem sechzigsten Geburtstag habe ich aus dreißig gelesen, beziehungsweise, die vor mich hingestellt und zumindestens ins Publikum gehalten, ein Gewinnspiel mit dreißig Fragen und dreißig Antworten gibt es auch und im Juni habe ich im „Werkl“ unter dem Titel „Selbstgemacht“ aus zwei schon erschienenen und zwei noch nicht erschienenen gelesen, von denen es die „Brüderschaft“ schon gibt.
Soll ich es also doch versuchen und meine Leser um Reaktionen, Eindrücke, Schätzungen ersuchen und pro Kommentar ein Buch nach Wahl vergeben, soweit vorhanden?
Ich fürchte es gibt da wenig Reaktionen, zumindest war das bei meinen früheren Gewinnspielen so, aber ich kann vielleicht auf die „Wiener Verhältnisse“ hinweisen, „Lora und Lena“ mag ich sehr und habe diese Kindergeschichte, vor zwanzig Jahren auch in einem Rausch vor mich hingeschrieben, „Besessen oder das literarische Leben der Dora Faust“ mag ich und natürlich „Tauben füttern“ den „Wiener Stadtroman“, „Das Haus“, die „Mimi“, die „Frau auf der Bank“, „Kerstins Achterln“, „Dreizehn Kapiteln“ wo ich über das zweite auf dem Volkstimmefest von mehreren Leuten gesagt bekommen habe, daß es ihnen gefallen hätte und dann natürlich doch das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ das ja wahrscheinlich etwas Besonderes ist, das es nur einmal gibt.
Da bin ich wieder, glaube ich, bei elf, habe also auf ein Drittel reduziert und vieles Schönes ausgelassen. Wo bleiben da die Protestrufe? Es fehlen die Bücher über die alten Menschen und das Sterben und und…
Ich kann es nicht und soll höchstwahrscheinlich auch nicht auf Eines reduzieren, wenn ich aber den einen oder anderen meiner Leser vielleicht ein bißchen neugierig gemacht haben sollte, hätte ich mein Ziel erreicht und den Pokal den, ich sicherheitshalber gleich neben die „Longlist“ reihte, gabs am Freitag zur freien Entnahme in dem Fangeschäft in der Kettenbrückengasse.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.