Literaturgefluester

2017-03-04

Netzreaktionen

In den letzten Tagen bin ich wieder mit meinem Kritiker Uli zusammengestoßen, mit dem ich vorigen Sommer bezüglich einer meiner „Literaturcafe-Kommentare“  in Kontakt gekommen bin und der sich seither in regelmäßigigen Abständen bei mir meldet.

Denn ich schreibe ja nicht nur sehr viel, genau, konsequent und regelmäßig über  die Veranstaltungen zu denen ich gehe, über die Bücher die ich lese, versuche mir ein Bild über den Literaturbetrieb  und mir meine Meinung daüber zu machen, sondern ich stehe auch ein bißchen mit der Rechtschreibung auf „Kriegsfuß“ oder, wie immer man das ausdrücken will, mache Fall-, Grammatik- und Beistrichfehler, verwende das „s“ auch ein bißchen eigenwillig und wenn man dann noch so viel schreibt, wie ich und in etwa einer Stunde mit dem Bloggen fertig sein will, passieren,  auch Flüchtigkeitsfehler, die ich, wenn ich sie bemerke, natürlich ausbessere.

Halb so schlimm würde ich für mich einmal sagen, denn die Rechtschreibung war mir schon in der Schule egal. Die Frau Professor Friedl hat es geduldig ausgehalten, sie war eine sehr gute Lehrerin und ich habe sehr viel bei ihr gelernt. Der Literaturbetrieb tut das nicht und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich zwar in einigen Jurien war und bin, aber nie ein Stipendium, wohl aber ein paar kleinere Preise bekommen habe und vielleicht auch der, warum meine Bücher seit 2000 von mir selber herausgegeben werden.

Keine ISBN-Nummer haben sie deshalb, weil ich darauf verzichtete und sie mir nicht kaufte und auf meine Bücher auch nicht „Eva-“ oder was immer „Verlag“ daraufschreibe, sondern mir jeweils fünfzig Stück drucken lassen und die inzwischen, wie ich finde eigentlich ganz gut auf meiner Website vermarkte oder präsentiere, je nach dem welches Wort man dafür finden will.

Natürlich leide ich darunter, daß ich den literarischen Einstieg nicht geschafft habe, denn ich schreibe ja schon sehr lang und sehr viel und so viel schlechter bin ich abgesehen, von den oben erwähnten Eigenheiten, glaube ich, nicht. Vielleicht zu wenig abgehoben, nicht experimentell, sondern realistisch, nun gut ist eben so.

Über vierzig selbstgemachte Bücher sind auf diese Art und Weise trotzdem entstanden und seit Juli 2008 fast dreitausend Blogartikel im „Literaturgeflüster.“

2943, um genau sein und das soll man ja, wie meine Kritiker meinen und keine Unwahrheiten verbreiten, also soviele und wenn es, der dreitausendste sein wird, wird es darüber einen Blogartikel und vielleicht auch ein Gewinnspiel geben.

Mir ist und das habe ich, glaube ich, schon oft geschrieben, mein Blog sehr wichtig, denn ich betrachte ihn für eine gute Möglichkeit mich und mein literarisches Leben, egal, wie erfolgreich ich damit bin oder nicht, zu präsentieren.

Das und meine selbstgemachten Bücher sind meine Nische und dann gehe ich noch Tag zu Tag zu Literaturveranstaltungen,  versuche mich hier umfassend auszukennen und mein Wissen entsprechend wiederzugeben und zu flüstern.

Flüstern ja und nicht plappern! So heißt mein Blog. Das ist mir eingefallen, als ich ich 2008 einen Namen für ihn suchte  „Eva Jancaks Literaturgeflüster“ wollte ich ihn nennen und Ilse Kilic, der ich sehr bald davon erzählte, hat ihn auch eine leichte und lockere Art über Literatur zu plaudern genannt und mich 2010 zu einer Blogpräsentation ins Amerlinghaus eingeladen.

Das ist es, was ich will und weshalb ich die Möglichkeiten sich im Netz zu präsentieren für genauso gut halte, wie seine Bücher selbst herauszugeben, wenn es mit den Verlagen nicht klappt.

Denn natürlich wäre ich gerne bei „Hanser“, „Fischer“ etcetera. Aber wenn das nicht geht, mache ich es selbst und kann auch auf meinen Blog darüber schreiben und mich präsentieren. So einfach ist das.

Ja und nein, denn das kann nicht nur ich, das kann jeder und einige nützen das auch und so ist die Möglichkeit sich im Netz zu verbreiten, riesengroß. Aber man geht auch leicht verloren, bleibt unbeachtet oder setzt sich Angriffen aus, weil es auch Kritiker, Trolle, Spamer, Glaubenskrieger oder was immer gibt, die die Möglichkeiten des Netzes auf ihre Art und Weise nützen.

Ich hatte in den fast neun Jahren seit ich blogge, drei Personen, die mir über eine kurze oder längere Zeit regelmäßig Artikel schrieben, wo sie mich mehr oder weniger aufzumachen versuchten und ich habe mir angewöhnt, mich damit auseinanderzusetzen, weil ich ja mit jeden gut auskommen und vielleicht auch zeigen will, daß das geht!

So einfach ist das zwar nicht und es ist vielleicht auch ein wenig traurig, wenn ich auf meine Gewinnspiele, die ich wenn ich meine Bücher präsentiere, seit einiger Zeit regelmäßig mache, keine Antwort bekomme. Aber immer wieder Meldungen, wo mir diese Art von Kritiker schreiben: „Wow sind Sie schlecht, Sie haben keine Leser, außer Ihnen interessiert sich niemand für Ihren Blog!“

Weiß ich alles! Das heißt, so ganz eindeutig und klar ist das nicht.

Ich habe derzeit täglich etwa hundert bis hundertfünfzig Leser, wieviel davon echte Leser und wieviel Suchmaschinen oder Spamer sind, weiß ich nicht.

Habe aber einmal etwas von 40% bis 60 % gehört, wobei ich jetzt nicht weiß, was da jetzt die Leser und was die Maschinen sind. Es passiert mir aber immer wieder, wenn ich ins Literaturhaus oder zu einer anderen Veranstaltung gehe, daß mich vorwiegend jüngere Autoren, die ich gar nicht persönlich kenne, ansprechen und sich bei mir bedanken, daß ich über sie geschrieben habe. Andreas Pittler, der Krimi-Autor hat das auch einmal getan.

Kommentare bekomme ich inzwischen außer denen der Kritiker und ein oder zwei sehr lieben Kommentierer, sehr wenig, das stimmt. Im Schnitt habe ich einen Kommentar pro Woche und ich antworte fast immer darauf, auch meinen nicht so positiven Kritikern und drei bis fünf „Gefällt mir“ bekomme ich pro Woche auch. Die sind dann meistens aus Deutschland und da habe ich auch ein oder zwei sehr liebe konstruktive Kommentierer, was mich sehr freut.

Das hat sich, seit ich blogge, seit Juli 2008, etwas geändert. Denn, als ich damals meine ersten drei vier Sätze, husch husch, heraussen hatte, hatte ich, so schnell konnte ich gar nicht schauen, schon einen Kommentar, von einer mir unbekannten Niederösterreicherin und dann hatte ich im ersten halben Jahr eine Handvoll sehr interessierer Fangemeinde.

Der liebe Otto, den ich jetzt nur mehr beim Wandern treffe, gehörte dazu, Cornelia Travnicek, Andrea Stift, deren neues Buch ich demnächst lesen will, Anni Bürkl, mit der ich dann wegen einem Büchertausch zusammengestoßen bin, aber der ist eigentlich schon viel früher passiert, Consens, Sara Wipauer und und….

Die haben sich verlaufen und, ich glaube, es passiert auf den Blogs auch nicht mehr soviel. Das hat sich auf Twitter, Facebook, Instragram oder wo auch immer verlagert und das sind alles Medien, die ich nicht aktiv benütze, was vielleicht auch erklärt, warum meine Zugriffszahl nicht angestiegen, sondern im Lauf der Jahre gleich geblieben ist.

Derzeit halte ich bei 366 146 Aufrufen und wie schon geschrieben täglich sind es zwischen hundert und hundertfünfzig, mit einer Bestaufrufzahl von dreihundertsiebenundsiebzig, an dem Tag, an dem Friedericke Mayröcker im Radio war und Kommentare habe ich bis dato tausenddreihundert.

Aber vielleicht habe ich auch meinen ganz speziellen Anspruch an das Bloggen. Ich betrachte das „Literaturgeflüster“  für mein ganz persönliches literarisches Tagebuch in dem ich eben leicht und locker über Literatur plaudern will.

Deshalb schreibe ich auch, was meine Kritiker vielleicht nervt, so oft, glaube ich, weil ich denke, daß ich mich damit vor möglichen Irrtümern absichere und ganz wichtig, ich schimpfe und verreiße nicht, sondern sage offen und ehrlich, das, was ich mir denke und das ist meine sujektive Meinung.

Ich verreiße keine Bücher. Aber natürlich gibt es manche die mir nicht gefallen. Dann schreibe ich das auch, aber das ist natürlich subjektiv, deshalb muß das Buch nicht schlecht und der Autor kein schlechter Autor sein. Wenn was falsch ist, wenn zum Beispiel wieder einer den Psychiater mit dem Psychologen verwechselt, schreibe ich das auch, aber das ist seltsamerweise in den letzten Jahren eher nicht passiert.

Für mich ist das „Literaturgeflüster“, ich habe es schon geschrieben, sehr wichtig und, ich glaube, ich habe da wirklich ein sehr umfangreiches Archiv, das auch Literaturstudenten interessieren könnte.

Ein Problem könnte natürlich sein, daß ich sehr allumfassend berichten will, mich also genauso für experimentelle Literatur, als  für das Self Publishing interessiere und das wird nicht alle ansprechen und dann ist das Netz auch noch sehr flüchtig und ich habe ein paar Mal die Rückmeldung bekommen, daß ich unverständlich, im konstruktiven Sinn, nicht „Hui, das ist das Schlechtestes was ich je gelesen habe!“, das gibt es leider auch, schreibe, was mich sehr betroffen hat, weil ich das ja  nicht will und eigentlich auch der Meinung bin, daß ich einen eher leicht verständlichen Stil habe.

Aber offenbar nicht immer. Ich habe schon meine Schachtelsätze und da habe ich einmal auch von einem Sprachkunststudenten ein großes Lob bekommen. Aber ich denke, ich habe vielleicht auch vierzehnjährige Fantasyleser und die interessieren sich nicht für die literarischen Manisfeste von FALKNER. Ich schon, für Fantasy vielleicht nicht so sehr, aber für das Selfpublishing, etcetera.

Ich denke manchmal, ich habe eigentlich drei Blogs, einen Veranstaltungskalender, einen Bücherblog und dann noch mein literatisches Tagebuch über mein eigenes Schreiben und das alles in einer Stunde.

Wui! Kein Wunder eigentlich, daß dann  ein paar Flüchtligkeitsfehler drinnen sind und schade, daß da die Toleranz der Leser nicht sehr groß zu sein scheint.

Ist aber so  und ich muß damit leben und eigentlich ist es für mich auch nicht so ein großes Problem, daß ich nur wenige Leser habe.

Denn eigentlich blogge und schreibe ich für mich. Das war ja auch das, war mir, 1978, glaube ich, mein wohlmeinender Freund Rudolf R. aus Hamburg oder vielleicht schon Frankfurt riet, als ich schon damals jammerte, daß ich mit meinen Schreiben nicht die Beachtung finde, die ich will!

Damals habe ich das zurückgewiesen. Jetzt bleibt mir nichts anderes über, als für mich zu schreiben und ich jammere auch ein bißchen oder viel im „Literaturgeflüster“ und denke, das darf so sein! Wem das stört, der muß mich nicht lesen!

Ich hätte mir gedacht, ich wäre der Blog, den ich in den Neunzehnhundertsiebzig- und achtzigerjahren, als ich sehr sehr einsam zu schreiben begonnen habe, selber gern gelesen hätte.

Aber inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Es gibt die Selfpublisher mit ihren Marketingkursen und die sind im Literaturbetrieb vielleicht auch nicht so anerkannt, aber sehr selbstbewußt und schreiben einfach ihre Bücher.

Jetzt haben sie zum Beispiel wieder eine Schreibchallenge auf Istragram, die Annika Bühnemann, deren Blog ich  seit einem Jahr regelmäßig verfolge und die mich auch sehr beeindruckt, ins Leben gerufen hat.

Dann gibt es die Debutanten, die die beim „Bachmannpreis“ lesen dürfen, die Sprachkunststudenten, die von Leipzig oder Hildesheim kommen, die „Buchpreis“- und die „Büchnerpreisträger“ und und…

Das alles läßt sich wahrscheinlich nur schwer unter einen Hut fassen. Ich versuche es trotzdem,  flüstere und kommentiere und muß damit leben, daß das nur täglich etwa hundert- bis hundertfünzig Leute interessiert, von denen vierzig oder sechzig Prozent vielleicht auch noch Maschinen sind und aus jeweils einem, der mich aufblättern oder sich bei mir gruseln will und dem ich dann vielleicht auch sehr gerne eifrig und bemüht antworte.

Ich hätte auch gern mehr literarischen Erfolg. Würde auf den Buchpreislisten stehen, Preise bekomme, auf Lesereisen gehen, etcetera.

Da das nicht geht, mache ich das meine, mache meine Bücher selbst, nenne mich trotzdem nicht Hobbyautorin, sondern schreibende Frau, für die Literatur, als eine sehr wichtige Lebensform ist, blogge darüber, kommentiere und gerate mit den ein, zwei Kritikern, die ich gelegentlich habe, regelmäßig zusammen.

Manchmal ist das etwas schwierig, wenn man aneinanderer vorbei schreibt und sich gegen „Unwahrheiten“ wehren muß, die gar keine sind!

Das ist halt das Netz und man könnte solche Kommentare auch löschen oder sich streiten und versuchen sie zu entkräftigen, etcetera.

Ich denke trotzdem, das Netz ist eine tolle Möglichkeit sich zu präsentieren und zu dokumentieren. Auch wenn man scheinbar wenig Aufmerksamkeit hat. Man muß auch lernen mit seinen Kritiker umzugehen. Das erscheint mir sehr wichtig und da versuche ich  sehr achtungsvoll und konstruktiv zu sein und schimpfen, hassen,  mobben, darf man natürlich nicht!

Da bin ich auf der letzten „Buch-Wien“, als ich gerade wieder in einer Auseinandersetzung mit meinem derzeitigen Kritiker steckte, auf das Buch von Ingrid Brodnig „Hass im Netz“ gestoßen und habe mit ihr darüber esprochen, was man in so einem Fall am besten tun soll?

Sie hat gemeint freundlich und höflich antworten und seine Sicht klarstellen.

Jetzt habe ich erfahren, daß sie den „Bruno Kreisky Preis“ für das Buch bekommen hat. Leider ist die Verleihung am 22. März, wo wir schon nach Leipzig fahren oder gerade angekommen sind. Aber das Buch ist sicher eine interessante Möglichkeit sich mit dem Problem „Hetze, Mobbing, Lügen im Netz“ auseinanderzusetzen.

Ansonsten werde ich weiter ehrlich und offen meine Meinung sagen. Das heißt, wahrscheinlich mit vielen „glaube ich“, über mein Schreiben, meine Bücher und den Literaturbetrieb berichten und da kann ich auch ein Beispiel geben, daß die Verlage vielleicht gar nicht so sauer reagieren, wie mein Kritiker annimmt.

Denn Erstens schicken sie mir trotz meiner vielen Flüchtligkeitsfehler Rezensionsexemplare, so daß ich jetzt schon zweimal Buchpreisbloggen konnte und auch im letzten Jahr in der „Bloggerdebutpreis-Jury“ war.  Zweitens scheinen sie meine Besprechungen auch zu lesen.

Denn ich habe ja über „Tierchen unlimited“, das mir gut gefallen hat, geschrieben, daß das Buch nach dreimaligen Lesen zerissen war.

Der Verlag hat nicht geschrieben „Beweisen Sie mir das!“, sondern mir mit dem Julian Barnes, den ich gerade lese, das Buch noch einmal geschickt.

So geht es auch, obwohl ich da ein wenig ratlos war, was ich damit machen soll? Aber vielleicht will es die Anna lesen? Ansonsten lege ich das Ausgelesene mit den Rissen und meinen Lesespuren, die es auch gibt, denn ich unterstreiche ja viel, in die „Seedosen-Telefonzelle“, wenn ich nächste Woche nach Harland komme.

So ist es. Das Lesen und das Schreiben ist mir wichtig und ich wäre natürlich gerne erfolgreich, wenn das aber nicht geht, schreibe ich trotzdem weiter!

Wer es lesen will, ist willkommen und wer sich nur gruseln will, weil ich ein paar Rechtschreibfehler mache, ist vielleicht im Prater in der Geisterbahn besser aufgehoben!

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2019-03-01

Identitätsfragen

Die, die meinen Blog schon länger lesen, wissen, daß das Schreiben mir sehr wichtig ist und  ich damit, vielleicht kann man es so formulieren, nicht sehr viel Glück hatte.

Ich habe es gleich nach meiner Matura und neben meinem Psychologiestudium relativ isoliert versucht, hatte wenig Ahnung vom Ligeraturbetrieb der Neunzehnhundertsiebzigerjahre und auch keine Connections dazu. Habe also zu schreiben angefangen, mit kurzen abgehackten Sätzen und vielen Bindestrichen, wie ich mich erinnern kann, vielleicht war das mein Versuch mich experimentell auszudrücken, denn das man damals sollte mußte, das habe ich schon irgendwie verstanden, obwohl ich eigentlich immer realistisch, psychologisch, sozialkritiasch schreiben wollte.

Dann habe ich eine solche Geschichte geschrieben, sie unkorrigiert liegen lassen und nicht recht gewußt, was ich damit anfangen soll?

Dann kam, glaube ich, so etwas wie ein Schreibblockade, obwohl ich wahrscheinlich auch nicht wußte, daß das so heißt und 1976, glaube ich, da bin ich im Sommer zu einem Workcamp nach Hamburg gefahren und habe da den Rudolf B. kennengelernt, ist die „Geschichte „Einladung zum Tee“ entstanden.

Eine recht konventionelle Dreiecksgeswchichte für eine dreiundzwanhzigjährige gehemmte Studentin, würde ich heute wahrscheinlich sagen und wenn mir eine solche gezeigt wird , würde ich „Super!“, antworten.

„Ich sehe das ist dir wichtig!“ und nicht „Das ist,schlecht, ich kann dir aber auch nicht sagen warum!“

Das ist mir, meine Leser wissen es wahrscheinlich circa 1978 zweimal passiert und der Rudolf B. hat mir aus Hamburg, als ich ihm mein Leid klagte, geraten, doch nur für mich zu schreiben und den Literaturbetrieb zu lassen!

Etwas, was ich inzwischen wahrscheinlich bis zur Perfektion betreibe, damals aber nicht passte, was der rudolf nicht verstanden hat, als ich ihm wahrscheinlich antwortete: „Aber die Jelinek tut das doch auch nicht!“

Die Monika, eine von den beiden Kritikern, die mich dann aber zum „Arbeitskreis schreibender Frauen“ brachte, hat, glaube ich, einmal gemeint, daß meine Texte, die ich ihr damals zeigte, sozialistische Schundromane wären.

Aber das waren sie doch auch nicht und sollten nicht so sein, nicht trival und nicht kitschig, obwohl mir damals noch das Handwerk natürlich fehlte und man damals noch nicht glaubte, daß man schreiben lernen kann.

Zumindstens nicht in Schreibwerkstätten, sondern nur allein und durch den Kuß der Muse und so habe ich auch nicht aufgegeben, sondern mich weitergewurschtelt und das schreibe ich jetzt auch, obwohl ich weiß das das schon manche erstaunte Frage und Kopfschütteln auslöste, ich den Nobelpreis haben wollte, was für mich wahrscheinlich das Synonym für literarische Anerkennung ist.

Den werde ich nicht bekommen, das weiß ich inzwischen auch, ein wenig Anerkennung kann aber trotzdem nicht schaden und so hat mir, glaube ich, Maria Gornikiewiecz auch einmal geantwortet:

„Fang doch mit einem etwas kleineren Anspruch an!“

Das wäre die richtige Antwort, die ich auch geben würde, während der Uli „Das meinen Sie doch nicht ernst?“,fragt und Elfriede Haslehner mich einmal gefragt hat, ob ich  betrunken wäre?

War ich nicht und ich denke, man muß das auch nicht sein, wenn man sich das wünscht und bin in den Achtzigerjahren auch in den Arbeitskreis schreibender Frauen gekommen, was vielleicht damals die Form einer Schreibwerkstatt war. Für mich war es die „Gruppe 47“, habe ich gedacht und auch mein erster Eintritt in den Literaturbetrieb, wo ich Frauen wie Marie Therese KerschbaumerElfriede Haslehner, Valerie Szabo, Hilde Langthaler, Christa Stippinger und und kennenlernte.

Dadurch bin ich, 1987, glaube ich, auch in die GAV gekommen, habe angefangen meine Texte herumzuschicken und mich bei Stipendien zu bewerben. Sie waren dafür wahrscheinlich oft nicht genug genug, weil man im Arbeitskreis das Schreiben auch nicht wirklich lernte. Ich habe aber weitergeschrieben, meine Texte an Verlage geschickt, sie zurückbekommen oder auch nicht und 1980 dann den Preis für ein nicht rollenspezifisches Kinderbuch mit „Güler will kein Kopftuch mehr“ das in dem „J u. V- Buch“ „Mädchden dürfen pfeifen, Buben dürfen weinen“ veröffentlicht wurde,  das dann auch einen Teil des Kinderbuchpreises gewonnen hat.

In den Literaturbetrieb, wie ich es wollte und glaubte, bin ich auch dadurch nicht hineingekommen, aber erste Veröffentlichungen in kleineren Literaturzeitschriften hats gegeben und als ich in die GAV aufgenommen wurde, gabs sogar die „U-Bahngeschichten“ im „Wespennest“.

Ich habe in den achtziger Jahre als ich schon als junge Psychologin halbtags auf der Sprachambulanz der II HNO-Klinik arbeitete, einige Lesungen bei den „Textvorstellungen“ in der „AS“ gehabt, damals im zweiten Stock, glaube ich, in dem Haus, das nicht mehr zur „AS“ gehört und moderiert von Herbert J. Wimmer, der das damals machte, habe meine Texte an die“ Editon Wortbrücke“ geschickt, der Literaturzeitschriften des Jack Unterweger, der dann gleich die „Hierachien“ machen wollte, während ich schon damals an das Selbermachen dachte und glaube sogar, um einen Zuschuß dafür beim Bund eingereicht habe.

Das Buch ist dann in der „Edition Wortbrücke“ erschienen, ist also mein erstes Buch in einem Kleinstverlag das es schon lange nicht mehr gibt. Kisten davon stehen immer noch in Harland herum, die Kritiken waren schlecht und Jack Unterweger war dann auch nicht mehr lange literarisch tätig.

Also habe ich meine Manuskripte weiter an Verlage geschickt an „Residenz“ und „Fischer“ oder „Suhrkamp“, ja, ich gebe es zu, aber auch an kleine Verlage, bis mir der Alfred dann die „Wiener Verhältnisse“, im Digitaldruckverfahren herausgegeben in einer fünfzig Stückauflage zum Geburtstag schenkte und ich dachte, fein „Das mache ich jetzt immer! Ab nun erscheint jedes Buch von mir!“ und hatte keine Ahnung, in welches Fettnäpfchen ich mich damit setzte, denn wir schrieben das Jahr 2000 und „Eigenverlag, nein, das wollen wir nicht!“

Das war soetwas, als wenn man zu einem Zuschußverlag gegangen wäre, denen ein paar tausend Schilling oder Euro hingeblättert und zum Schaden den Spott bekommen hätte!

„Aha, ein illegales Buch!“, hat der Martin auch, glaube ich, gesagt und ich war mir eigentlich nie ganz sicher, ob ich jetzt ein Buch habe oder nicht und daran vielleicht auch ein bißchen selber schuld bin, weil ich ja aus Kostenkünden und auch, weil ich merkte, daß das ja auch bei den „Hierarchien“ nichts brachte und ich das Buch trotzdem in Schachteln und nicht in den Buchhandlunghatte, auf die ISBN-Nummer verzichtet habe und auch nicht „Eva -oder was auch immer Verlag“ daraufgeschrieben habe, wie ich von einigen weiß, das sie so machten.

Aber so mit immer zwei Büchern in der Tasche, die man dann im Literaturhaus oder in der „AS“ tapfer herumzeigt, sitzt man bald im Fettnäpfchen und die Leute schauens es angesichts der Bücherfülle, die es schon gibt, nicht an, sondern rümpfen die Nase und sagen „Eigenverlag wollen wir nicht!“

Das hat sich durch den bösen „Amazon“, der ja den Selfpublishern, die Türen und Toren öffnete, inzwischen stark verändert. Die Selfpublischer boomen, aber die stellen ihre Bücher bei „Amazon“ hinein, schauen auf die Rankingliste und lassen sich nicht fünfzig Stück drucken mit denen man offenbar noch immer zwischen den Sesseln sitzt oder steht.

Denn damit bekommt man zwar in der „AS“ einen Termin bei den „Textvorstellungen“, wenn man Glück hat. Das Literaturhaus hat mich wahrscheinlich aber, obwohl nie so ausgesprochen aus diesen Gründen, die „Mittleren“ nicht mehr dort machen lassen, die „Gesellschaft für Literatur“ nimmt nicht selbstgemachtes und schüttelt bei meinen vorsichtigen Anfragen nur bedauernd den Kopf und die Chance auf einen Buchpreis oder eine Buchpreisprämie hat man sowieso nicht, denn schaut man die meisten Ausschreibungen durch, steht da immer Selfpublishing ausgeschlossen, obwohl die in Leipzig und in Frankfurt schon ganze Halle füllen und es auch nicht mehr stimmt, daß man, wenn man mal was selber machte, nie mehr die Chance hat, bei einem Verlag genommen zu werden.

Wenn man da erfolgreich ist, reißen sich die wahrscheinlich sogar um einen. Aber da scheine ich wieder nicht hineinzupassen, denn ich schreibe ja Literatur, also realistische sozialkritische psychologische Romane und kein Genere. Keine Fantasy, keine Krimis und kein Chicklit. habe inzwischen schon über vierzig selbstgemachte Bücher, mit denen ich auch regelmäßig in der „AS“, beim Volksstimmefest oder auch woanders lese, bekomme aber immer noch Absagen nach dem Motto „Nein, Selbstgemachgtes nehmen wird nicht!“

Das war die erste Antwort, die ich von Luis Stabauer bekommen habe, als ich fragte, ob ich in der neuen Cafe-Westend Lesereihe lesen kann?

Das heißt, nein, er hat gefragt „Hast du nichts Verlagsmäßiges?“ Und das habe ich ja auch, zwei Fachbücher übers Stottern, die „Hierarchen“ und die „Linken Wort-Anthologien“, denn die gehen zum „Globus-Verlag“ oder schreiben das darauf und lassen ebenfalls bei „Digitaldruc“k drucken, die ja auch schon mal einen Stand auf der „Buch Wien“ hatten.

Die IG Autoren, auf deren GV ich ja erst vor kurzem war, setzen sich an sich für alle Autoren ein, haben bei ihren Messen in Leipzig oder Frankfurt, aber auch nur für die, die ein Verlagsbuch haben, Platz und nehmen das Selbstgedruckte auch nicht in ihren Verlagskataglog auf.

Gut, ein Verlagsprodukt ist es ja nicht. Aber ein Interview könnte ich schon einmal in Leipzig geben und hatte ja auch einmal ein Portrait in der „Autorensolidarität“, denn da gibt es eine Eigentverlagsreihe und das war schon zu Zeiten, wo noch kein Mensch, das Wort „Selfpublishing“ gekannt hat.

Ich habe also angefangen ab 2000 meine Bücher selber zumm achen und irgedwann aufgehört meine Manuskripte an Verlage zu schicken. Habe 2009 mit dem Bloggen begonnen und da auch angefangen, meine Bücher vorzustellen, herzuzeigen, den Schreibprozeß zu beschreiben, ein Gewinnspiel zu machen, Artikel über meine Bücher und mein Schreiben hineinzustellen, so etwa, wie man es wohl auch bei den Marketingkursen der Selfpublisher lernen würde, glaube ich, der Erfolg hält sich auch da in Grenzen und so hadere ich nach, wie vor ein bißchen mit der Frage, bin ich jetzt eine Autorin oder nicht?

Der Uli will mich ja so gerne in die Hobbyschiene abschieben und wundert sich, daß ich bei Lesungen nach dem Honorar frage und dann, weil ich es ja gern tue, trotzdem lesen, es aber versuche und auf Anraten der Ruth vor vier Jahren mich auch um einen Aufenthalt, um eine Autorenwohnung in Veneding der „Literarmechana“ bemüht habe. Da bekam ich zur Antwort, daß das nicht ginge, weil mein literarisches Werk zu klein sei? Aber ich hatte schon damals über fünfunddreißig Bücher und habe jetzt wahrscheinlich zehn mehr.

Habe nie mehr darum angesucht, frage den Gerhard Ruiss aber jedes Jahr bei der GV, ob ich noch immer nicht in Leipzig meine Bücher ausstellen oder vorstellen kann und bleibe mit der Antwort:

„Eigenverlag, nein, können wir nicht! Da sind wir überfordert!“, etwas ratslos zurück, obwohl ich ja schon längst nicht mehr, die einge Selfpublisherin bin und ich nicht nur erst, seit ich blogge, weiß , daß es die verschiedensten literarischen ausdruckformen gibt.

Ich bin eine davon mit meinen über vierzig selbstgemachten Büchern, meinen Berichten über mein Schreiben und dem Literaturbetrieb im „Literaturgeflüster“, versuche es immer und leider nicht sehr erfolgreich literarisch damit aufzufallen und weiß vielleich nach wie vor noch nicht so recht, bin ich jetzt eine Autorin, weil es mir mit meinem  Werk offenbar nicht und nicht gelingt, literarisch aufzufallen, obwohl ich es nach wie vor tapfer versuche und inzwischen auch einige Lesungen, im Republikanischen Club im Mai,  im Cafe Westend im Juli aus der „Unsichtbaren Frau“ anzubieten habe, wo man mich kennenlernen kann und zwei Stadtspaziergänge zu der „Kunst des öffentlichen Raums“ gibt es im April auch und sonst wird es wahrscheinlich so weitergehen mit meinen Weg durch, neben oder um den Literaturbetrieb, als nicht so erfolgreiche, aber literarisch sehr bemühte schreibende Frau und wer möchte, kann sich immer noch an meiner Leserunde bei der „Unsichtbaren Frau“ oder meinen anderen Büchern beteiligen und was mich sehr freuen würde, mit mir in einen diesbezüglichen literarischen Diskurs eintzutreten, weil man, was ich nach wie vor glaube, die Qualität eines Buches erst beurteilen kann, wenn man es in die Hand nimmt und es gelesen hat.

2018-08-06

Änderungen in den Handlungsverläufen

Im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“ und fünfundvierzierig Jahre literarisches Schreiben, habe ich zu Anfang des Jahres ein paar Artikel gepostet, die ein bißchen was über literarisches Arbeiten aussagten:

Dreizehn Bücher

Bekannte Gestalten

Bücherschrankmotive

Depressive Frauen

Scheibweisen

Die Kinderbücher

Die politischen Bücher

Dann ist im Jänner der Bloggeschichten Band „Besser spät als nie“ erschienen. Ich habe die „Unsichtbare Frau“ fertig korrigiert“ und jetzt mit etwas neuem, nämlich mit „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ angefangen und darauf habe ich ja mein ganzes Strowitwenmonat Juni, während ich noch korrigierte gewartet. Notizen wurden in dieser Zeit eher schlampig gemacht. Vor zwei Wochen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden und ich habe mich in der Sommerfrische mit Elan in das neue Projekt gestürzt. Das beginnt bei mir ja immerm mit den Schreibritutaen, Fensterputzen, alles herrichten, Recherchieren und diesmal kam noch pünktlich und zeitgleich Jurenka Jjurks „Zeitmanagementseminar für Autoren“ hinzu. Das habe ich zwar nicht gebucht, weil ich glaube ich ohnehin ein gutes Zeitmanagement habe und auch gut diszipliziert bin, aber mir die zwei Vorbereitungswebinare angeschaut und dabei über meine eigene Schreibtechniken nachgedacht.

Mein größtes Handicap ist ja, lieber Uli es tut mir leid, die mangelnde Anerkennung, das Gefühl nicht schreiben zu dürfen und immer wieder gesagt zu bekommen, daß ich es nicht kann, obwohl es mir ja so wichtig ist und ich es schon so viel und lange praktiziere. Mein zweitgrößtes Handicap ist, glaube ich, die Hemmung und der Widerwille mich zu meinem Werk zu setzen, wozu soll ich das tun, wenn es ohnehin nichts bringt, dann kommt bei mir natürlich auch, wie Jurenka Jurk das trefflich nannte, die Selbstidisziplinierungspeitsche, die ich munter schwinge und durch die Webinare bin ich auch auf einiges draufgekommen.

Eine gute Vorbereitung hilft, um am Ball zu bleiben, wahrscheinlich auch das regelmäßige Schreiben, die täglichen fünf Minuten halte ich dagegen für mich für eher sinnlos, denn bis ich in den Text hineingekommen bin, sind sie schon um.

so habe ich in der letzten Woche seit ich an der „Magdalena Kirchberg“ auch schon sechs Szenen, neunundzwanzig Seiten und 14392 Worte geschrieben habe, auch einige Artikel verfaßt, um auf meine Schreibtechnik hinzuweisen und das ist ja vielleicht auch für meine Leser interessant, wie ich das bei meinem realistischen psychologischen sozialkritischen Roman- und Erzählungsschreiben halte.

Ich bin keine große Plotterin, das heißt ich erarbeite mir nicht einige Monate lang Szene für Szene und setze mich dann nicht hin, um den Roman in einem Schwung hinunter zu schreiben. Das würde mir als zu langweieilig erscheinen und das wäre wohl auch ein Kriterium um den Profi – vom Hobbyautor abzugrenzen. Aber nein, ich bin keine letztere, lieber Uli, noch immer nicht.

Also beginne auch ich mit einer vagen Idee, bei der Magdalena Kirchberg war es das weiße Auto auf der Straßenkreuzung, dazu schreibe ich mir, weil ich zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Idee habe, ja meistens noch am Korrigieren des Vorläufers bin, ein paar Szenen auf und bevor ich beginne fülle ich zu meinem Figuren ein paar Charakterbögen aus und dann schreibe ich mehr oder weniger begeistert  die Szenen hinunter. Diesmal überwiegt die Begeisterung, denn durch Jurenka Jurks Webinar ist mir klar geworden, die gute Organisierung das gute <konzept macht es.

Also habe ich, wie jetzt, acht notierte Szenen im Notizbuch, sechs davon sind schon geschrieben und wenn ich besonders nach längeren Unterbrechungen, da ich ja nicht täglich schreibe, wieder weitermachen will, hole ich meine Notizen heraus und fange dann an.

Das ich meistens ein Gefühl der Hemmung dabei habe, das „Ich muß, aber kann oder darf nicht so richtig!“, ist eher das Unangenehme daran und dann komme ich wieder zum Zeitproblem. Ich habe eine Stunde Zeit und beginne eine Szene, aber dann läutet das Telefon, der Klient kommt früher, der Alfred oder sonstwer will etwas, ich war mitten im Satz, bzw. Sezne, habe unterbrochen, dann schreibe ich weiter und es wird anders, als es geworden wäre, wenn die Unterbrechung nicht stattgefunden hätte.

Das finde ich spannend, weil es ja das Interessante,Unerwartete und auch nicht Planbare ist und das worüber ich in meinen heutigen Schreibartikel berichten will.

Ich war einmal vor <jahren in der „Alten Schmiede“ und habe da, glaube ich, Jürgen Benvenuti aus seinem „Kolibri“ lesen gehört, das schon auf meinen Bücherstapel lag, ich das Lesen dann aber doch nicht schaffte, der sagte im Gespräch mit Kurt Neumann oder einem anderen Moderator, etwa folgendes, das die Figuren manchmal etwas ganz anderes, als von ihm Geplantes machen, ich habe zugehört, „Wui!“, gedacht und „Das  glaube ich nicht!“, aber so ähnlich, wenn auch nicht so krass, ist das mit meinen veränderten Handlungsverläufen.

Im momentanen Text, wo ich jetzt ja die sechs Szenen habe und noch zwei im Notizbuch, ist noch nicht so ganz klar, wie und was da jetzt mit diesem Konflikt zwischen der Magdalena und ihrer Tochter ist und einen gesamten Handlungsverlauf habe ich noch nicht.

Noch nicht die Mitte und das Ende, nur den Anfang und da kann sich noch viel verändern, daß die Magda am Ende schwanger wird, ist geplant und, daß das Buch der Maria Mallutschek, dieser erfolglosen Dichterin, meinem alter Ego also, die mit fünfundachtzig, während sie fünfzehn erfolglos gebliebene realistische Romane hat, plötzlich mit konkreten Texten Erfolg hat, am Ende vorgestellt wird und sie schimpft darüber ist mir heute eingefallen.

Ansonsten weiß ich über mein geplantes Buch viel oder dann doch noch sehr wenig, ich habe die Figuren, weiß, daß die Magdalena, einen Roman schreiben will oder das vielleicht auch nicht wirklich, denn es war ja auch eine Idee, daß sie ihr Leben, die Veränderung, die die Pensionierung mit sich bringt, bloggt.

Die fünfte Szene, die ich vor kurzem geschrieben habe, beschäftigt sich auch genau damit. Sie hat ihr ehemaliges Praxiszimmer aufgeräumt, setzt sich vor den Laptop und schreibt „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ hinein. Aber der wird „Die Begegnung“ heißen, das sind die drei im weißen Auto und, wie es mit diesen ist, ist mir bis jetzt noch überheupt nicht klar. Ich weiß zwar, wie sie heißen, Oberarzt Rössler, Sofia Böhm und Mathes Enk, die ersten zwei waren Geburtshelfer und Hebamme bei Magdalenas Geburt, der dritte, ein Psychiater der Magdalena am Krankenbett besuchte. Er ist aber auch der Jugendfreund der Maria Mallutschek, der sie jeden Tag besucht, aber eigentlich schon vor fünfzehn Jahren gestorben wird.

Es ist also noch nicht so klar und ich kann auch noch nicht spoilern, ob das jetzt eine Geschichte über das Romanschreiben, wie bei den „Berührngen“ wird oder eine über eine depressive fünfundsechzigjährige Frau mit einem Tochter Konflikt. Das die Magda den Blogroman oder das Schreiben darüber mitliest und dadurch zu ihrer Mutter findet, ist auch geplant.

Viel mehr noch nicht, aber das ist eigentlich sehr viel und ich freue mich und das ist sehr schön auf das Weiterschrieben und natürlich auch auf die veränderten Handlungsverläufe, die vielleicht schon die Unterbrechung durch den Schweizurlaub, wo ich  wahrscheinlich nicht zum Schreiben komme, mit sich bringen wird.

2018-05-21

Pfingstmontag-Retreat

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 12:23
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Über meine Pfingstrituale habe ich schon öfter geschrieben. Als Studentin, junge Psychologin und eifrige Besucherin des Klubs der logischen Denker bin ich da auch  einige Male mit dem Herrn Lembacher nach St. Gallen, Steiermark zum Pfingsttreffen mitgefahren.

Das war in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, später bin ich vielleicht einmal zum Frans nach Holland gefahren und noch später waren wir in Harland Radfahren und so seit einigen Jahren, wenn es geht, nach Nussdorf an der Traisen zum Pfingstfest und richtig, davor war ja auch einmal so ein Fest für Friederike Mayröcker, glaube ich in Mürzuschlag wozu die GAV eingeladen hat, der Alfred hat mich am Pfingstsamstag von dort abgeholt. Wir wollten eigentlich auf den Hochschwab, aber leider hat es geregnet. Als der Alfred vor einigen Jahren zu Pflingsten irgendwo war, ich glaube, in Rumänien, habe ich einen Lesemarathon veranstaltet und im Vorjahr, da war er in Amerika, bin ich, glaube ich, endlich in die Seestadt hinausgekommen und habe am Tag darauf mit der Ruth, die ja jetzt, glaube ich, mit Erika Brunngraber am Gardasee sitzt, den öffentlichen Raum erforscht und einmal, da war der Alfred auch nicht da, ich glaube es war 2006, da gabs ein großes Bachmann-Spezial zu einem runden Geburtstag, eine Ausstellung im Palais Palfy, einen Stadtspaziergang durch das „Ungarngassenland“ und zum Cafe Raimund, wo ich, glaube ich, zum ersten Mal von Hans Weigel „Unvollendeter Symphonie“ hörte, die ich ja inzwischen gelesen habe und heuer war es wieder mal besonders hektisch und auch anders, obwohl der Alfred fährt ja schon seit einigen Jahren zu Pfingsten auf einen Betriebsausflug, am Pfingstmontag.

Deshalb wollten wir zuerst auch nicht nach Harland, aber ich wollte ja zum Pfingstfest nach Nussdorf an der Traisen radeln.  Vorher gab es am Donnerstag und am Freitag den literarischen Lenz im Centrope und da wollte ich auch hin.

Der Alfred war am Freitag, wie meist an seinem Altersfreizeitfreitag in Harland bei seiner Mutter, die jetzt langsam dieOrientierung verliert, um elf Uhr abends aufsteht, die Türen aufläßt oder nicht öffnet. So wollte er mit dem Pflegedienst sprechen, aber die hatten keine Zeit, zum Arzt zur Blutabnahme wollte er mit ihr auch, aber der oridiniert immer noch im ersten Stock und hat keine Zeit für Hausbesuche. So war es ihr, glaube ich, zu anstrengend, was zuerst zu einer Prellung und dann am Samstag morgen. als wir nach Harland wollten, zu einem Anruf von der Anna führte, die Oma hat um zwei Uhr früh den Notknopf gedrückt, weil sie nicht vom Fernsehsessen aufkonnte, lag am Boden und ist jetzt im Spital, wo zwar nichts außer der Prellung gefunden wurde, sie aber noch einen Tag zur Beobachtung bleiben sollte und den Alfred durcheinanderbrachte und wir wußten nicht, ob wir nach Nussdorf radeln, er zum Pfingstausflug nach Budapest, die Brüsselreise, die er vor einer Woche mit seiner Gewerkschaftsfraktion machen wollte, ist wegen eines Streiks einer anderen Gewerkschaft ins Wasser gefallen und nächste Woche mit dem Karl für ein Monat wieder in die USA fliegen kann?

Das scheint inzwischen geregelt, die Oma  wieder zu Haus, hat eine Abendbetreung, der Alfred ist, glaube ich, schon in Budapest, im Orbanland, angekommen und ich hatte vor in Wien einen Pfingsmontag-Retreat zu machen, sprich so viel wie möglich an der „Unsichtbaren Frau“ zu korrigieren, damit die endlich einmal an den Alfred zur Druckfertigstellung gehen kann.

Ich schreibe ja jschon seit Herbst daran und bin da, wie ich, glaube ich, auch schon geschrieben habe, wieder in einer Art Krise, denn was sollte ich da anderes , als es ist ohnehin egal und ich kann und schaffe es nicht, denken, wie mir der Uli, der sich jetzt ja nicht mehr meldet, mir schon oft genug erklärte und die Idee des neuen Werks ist auch nur recht vage und ich weiß nicht recht, ob die Geschichte mit der Krankenschwester, dem Psychiater, der vielleicht wieder Theo Hardenberg heißt und dem feschen Chirugen, die die depressive Magdalena Kirchberg, die ihre Depression in der Pension ins Netz stellen will, auf der Kreuzung Pilgrammgasse Wienzeile sah, wirklich jemanden interessieren wird? Habe ich mir ja mit den Leserunden, die ich bei meinen letzten beiden Büchern machen wollen, sehr schwer getan und bin eigentlich damit gescheitert.

Aber gut, die „Unsichtbare Frau“ wird fertig werden, dann mache ich mir wahrscheinlich oder hoffentlich im Juni, wenn der Alfred in Amerika ist, wieder ein paar schöne Schnuppertage und schaue, wie es mit dem nächsten Projekt werden wird und heute ist ja wieder Zeit für einen Writersretreat.

Zur Erklärung, ich habe mit der „Unsichtbaren Frau“ diese Geschichte von der letzten Wahl und der jungen prekären Deutschlehrerin Amanda Siebenstern, die während der Nacht aktiven oder passiven Widerstand leistet und dort Donald Trump oder eigentlich eher einen reschen feschen Minister besucht, im vorigen Herbst begonnen. Da habe ich aber viel getrödelt und mir stattdessen lieber Wahlkampfvideos angeschaut. Trotzdem ist es nur ein halber Nanowrimo geworden, denn ich hatte am ersten November schon an die zehntausend korrigierten Worte und bin mit denen in die erste Halbzeit der fünfzehn kostenlosen Schreibmarathontage des Writersmarathon gegangen, habe da etwa vierzigtausend Worte geschrieben und den Rest dann bis Ende November und zum Korrigieren bin ich Anfang Dezember wieder ins Writiersstudio gegangen, denn da hatte ich ja einen Gutschein für einen kostenlosen Writerretreat. Lleider war ich an diesem Tag ein wenig krank und mit dem Korrigieren bin ich auch noch nicht fertig, weil ich derzeit während der Woche nicht wirklich dazu komme, so bin ich immer noch beim Szene für Szene korrigieren, bin damit bei Szene vierundzwanzig oder Seite siebzig.

Aber in Harland geht das nicht richtig, weil ich da keinen funktionierenden Drucker habe und so dachte ich fein, wenn der Alfred in Budpest ist, werde ich korrigieren und korrigieren und der schönen Ordung einen Artikel einstellen, der das beschreibt und sich „Pfingstmontagsretreat“ nennt, denn wegen meiner vielen Stunden, habe ich in der letzten Zeit auch einige Abendtermine versäumt, was nicht wirklich etwas machte, weil ich derzeit sehr viel Rezensionsexemplare hatte oder habe, so daß stattdessen Buchbesprechungen kamen und Zeit für Zustands- oder Schreibberichtberichte, hatte ich in der letzten Zeit auch nicht wirklich, was auch nichts machte, denn ich kann ja nicht immer schreiben „Bin mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ noch immer nicht weiter gekommen!“, weil das wahrscheinlich nicht nur dem Uli nicht interessiert.

Wir waren also gestern mit dem Auto zwei Stunden kurz in Nussdorf an der Traisen, weil vorher kam ein Krankenpfleger, um die Nachtbereuung zu besprechen. Dann holte der Alfred für die Oma und mich was vom Mc Donalds, er hat ein Grillhendl dort gegessen, ich einen Spritzer getrunken, mit den Herzingers geplaudert, Kirschen gepflückt und zurück zur Nachmittagsbetreuerin und dann nach Wien und da hatte ich schon die Idee, daß ich eigentlich wieder etwas über Bücher, es gibt ja soviele und bekommt man, wenn man bloggt ein Bücherburnout, wie man derzeit in einigen Blogs lesen kann und dann will ich  auch, weil ich ja jetzt zu meinem Schreibjubiläum eine Serie über mein eigenes Schreiben habe, noch einen Artikel über meine politischen Bücher schreiben. Aber wenn ich das mache, komme ich nicht zum Korrigieren und Schande über mich, wie mache ich das und eigentlich ist da ja ohnehin egal, weil es  außer mich eh niemanden interessiert und so weiter und so fort….

Jetzt ist es Mittag, ich liege mit dem neuen Strandkleid, das ich mir eigentlich für die Terrasse kaufte, im Bett, habe einen Spinatstrudel aufgetaut, der noch von Alfred letzten Betriebsratfest stammt, meine Artikel schreiben, dann Ralph Rothmanns „Im Frühling sterben“, ein Buch von meiner Backlist auslesen und die Writerretreats, wenn nicht noch etwas durcheinanderkommt, wohl auf den Juni verschieben, denn eigentlich geht es mit dem Korrigieren ohnehin ganz gut voran.

Auch wenn der Text noch nicht fertig ist, ist er sicher interessant und, daß ich in meiner Art ganz gut schreibe, glaube ich auch und wenn mir das niemand glaubt, ist mir das eigentlich auch egal, weil ich das ja, weil ich so viel lese schon selber ganz gut einschätzen kann.

Bin aber gerne, um die Probe aufs Example zu machen, bereit, an Blogger oder andere Interessieren Rezensions- oder Leseexemplare zur Verfügung zu stellen.

aber ich weiß schon, es gibt zu viele Bücher und wenn man bloggt kommt man leicht unter Zugszwang, obwohl mir das glückerlicherweise noch nicht passierte, obwohl ganz ehrlich, vor ein paar Tagen habe ich auch ganz freundlich eine freundliche Anfrage abgelehnt.

2017-12-31

Wieder einmal Jahresrückschau

Das Jahr 2017 ist fast vorbei, da blickt auch das „Literaturgeflüster“ zurück und fragt sich, war das jetzt ein gutes oder schlechtes literarisches Jahr?

Politisch war es sehr turbulent, da haben wir zuerst im Jänner einen grünen Präsidenten nach sehr viel Hangen und Bangen, Geschrei und Geschimpfe angelobt bekommen, ich war am Ballhausplatz beim öffentlichen Gulaschessen leider nicht dabei, weil um diese Zeit in Salzburg bei der „Angekommen-Lesung“, aber mein vor kurzem erschienenenes Buch „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, bei dem man sich noch immer an einer Leserunde beteiligen kann, beschäftigt sich damit und dieser hat etwas zögerlich vor der Wahl fest versprochen, er werde nie und nimmer eine F-Regierung angeloben.

Zu viel versprochen, denn was soll man machen, wenn sie die Leute wählen und nun haben wir einen Herbert Kickl als Innenminister, einen Minister Hofer, einen Vizekanzler H.C. Strache und und…

Haben schwarz oder türkis blau und darum geht es ja auch im „Bibliotheksgespenst“ beziehungsweise in der „Viertagebuchfrau“ und die liest oder schreibt die Dorothea in der Hauptbücherei des Nächtens ja noch einmal.

Aber schön der Reihe nach damit sich meine Leser auskennen und nicht schon wieder schreien, „Nicht so unverständlich schreiben, du Content Queen!“

Also das Jahr hat mit einigen Kommentaren vom lieben Uli begonnen, der mich dann auch ein bißchen beim „Literaturcafe“ auflaufen ließ oder glaubte das zu  können, dann hat er sich aber in einen eigenen Blog verabschiedet, wo er versucht, das dritte Reich den Linken in die Schuhe zu schieben und sich darüber aufregt, daß nicht alle Leute rechte Verlage auf der Buchmesse haben mögen.

Aber Frankfurt war im Jänner noch weit entfernt, da habe ich das „Bibliotheksgespenst“ geschrieben, bin dann wieder als Bloggerin nach Leipzig mit dem Alfred gefahren und habe mich in dieser Zeit schon durch viele Frühlingsbücher gelesen, denn seit ich Buchpreisblogge, schicken die Verlage ja auch mir die Vorschauen zu und meine Leseliste bleibt liegen oder wird umgewälzt.

Luxusprobleme jawohl und welche, die man sehr genießen kann und viele Veranstaltungen, im Literaturhaus gab es ein „Werfel-Symposium“, dazu haben sowohl der Uli, als auch ich unsere Geschichten geschrieben, die „Literatur und Wein“ gab es auch und vorher noch den Osterspaziergang in St. Pölten und dann ging es schon bald mit der Ruth um den Bodensee.

Da war das „Bibliotheksgespenst“ im Rohentwurf fertig und ich habe mir gedacht, was schreibe ich jetzt? Aber eigentlich will ich mir ja Zeit lassen, Szenen sammeln, recherchieren, dann kam Annika Bühnemann mit ihrer zehn Geschichten-Challencge und ihren Schreibimpulsen, die sich dafür hervorragend eigeneten und „Besser spät als nie“ war geboren, achtzehn Geschichten oder ein Blogroman der jetzt als längere Erzählung an die Druckerei gehen kann.

Die Ruth war auch sehr kreativ und hat mir mir während der Alfred in Amerika war den öffentlichen Raum erforscht, da wir es im April wahrscheinlich einen Spaziergang geben, aber mehr davon wenn es ans Vorausschauen geht, denn 2018 wird ja wieder ein Jubiläumsjahr, denn da gibt es das „Literaturgeflüster“  zehn Jahre lang und ein großes Fest und ein Gewinnspiel wird es dann sicher auch dazu geben, den dreitausensten Artikel hat es schom im Frühjahr gegeben und dann natürlich wieder „Bachmannpreis“ in Klagenfurt, den ich von Wien aus über meinen Computer verfolgte.

Im Juni kamen dann noch die Ute und der Andreas aus Leipzig auf Besuch dann gings aufs Land zur Sommerfrische oder jetzt eigentlich nur mehr zu einem verängerten Wochenende, so daß ich wieder die „O Töne“ hören und mich damit auf das Buchpreislesen einstimmen konnte.

Das dritte Mal den deutschen und das zweite Mal den österreichischen Bp gebloggt, in der Jury für das Blogger Debut war ich auch wieder, habe meine Entscheidung abgeben, die offizielle wird es dann Anfang Jänner gegeben und gelesen und gelesen, im Sommer die älteren Bücher von der Leseliste, aber auch einiges Angefragte, dann ab August ging es mit dem Buchpreislesen und den Herbstbüchern rund.

Daneben meine Praxis machen und da habe ich ja jetzt mehr WGKK-Klienten, so daß es auch ziemlich hektisch wurde und weil ich im August mit dem Korrigieren von „Besser spät als nie“ fertig war, kam die Fage, soll die „Unsichtbare Frau“ jetzt mein sechster“Nanowrimo“ werden oder nicht?

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen, sie ist es geworden oder auch nicht, denn eigentlich habe ich schon im September mit dem Schreiben angefangen und bin Anfang November mit elftausend Worten eingestiegen und die beim „Nanomarothon des Writerstudios“ in vier Tagen auf sechsunddreißigtausend erhöht, dann kam die Buch-Wien und auch sonst noch eines zu tun und ich habe erst zwei Wochen später wieder weitergeschrieben, die fünfzigtausend Worte geknackt, die jetzt korrigiert werden müßen.

Es gab den „Ohrenschmaus“ und zwei Bücher sind 2017 erschienen .

Die Kroatiengeschichte „Claire-Klara-Clarisse“ und „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“.

Geschrieben habe ich drei Bücher, wie man in „Gestern- heute- morgen“ nachlesen kann.

Lesungen gab es auch wieder, die in Salzburg im Jänner mit Margot Koller, Manfred Chobot und Wolfgang Kauer, die Amerlinghaus-Benefizlesung, die beim Osterspaziergang, dann die beim Volksstimmefest, bei der „Poet-Night“ und dann natürlich mein literarisches Geburtstagsfest, wo ich diesmal einen Gast aus der Schweiz hatte.

Bei den Textvorstellengen soll ich nächtes Jahren einen Termin für die „Klara“ bekommen, hat mir Renata Zuniga schon des Längeren gesagt und ich habe im Dezember zweimal aus der Nika lesen lassen oder selbst daraus gelesen, habe den Adventkalender um vier neue Fenster erweitert, das Buch im Dezmber vorgestellt und jetzt das Weihnachtsfest in Harland mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ und dem Lesen hinter mich gebracht.

Dann gabs ein wenig Literaturwissenschaft, nämlich das „Centrope-Workshop“ und das zur „Partisanenliteratur“ in der „Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur“ und die Schreibgruppe, die ja jetzt in meiner Praxiswohnung stattfindet, ein kleiner Hinweis für die, die glauben, daß ich mich nicht literarisch weiterbilde, die Schnupperworkshops beim „Writersstudio“ und und und….

War es jetzt ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Ein paar Lleser mehr habe ich hinzugewonnen, ein paar mal die fünfhunderter Aufrufe geknackt und am neunten November an meinem Geburtstag, wo wir in der „Alten Schule“ bei einem Festessen und einer Eva Rossmann-Lesung waren, hatte ich sogar über dreitausend Besucher aber da bin ich skeptisch, denn die kamen aus Amerika und waren schon nach Mitternacht da.

Vielleicht wars ein Geburtstagssgeschenk von „WordPress“, werde aber bezüglich des „Gespenstes“ eine kleine Leserunde haben, beziehungwsweise haben mir da Luis Stabauer und die Ruth eine Rezension eingestell und Manfred Lagler-Regall mein treuer Leser hat auch meine Gewinnspielfragen bezüglich „Besser spät als nie“ aufgelöst, dafür hat mir der Uli dann gleich einen offenen Brief geschrieben, um mir mitzuteilen, was er von mir hält.

Ja, für eine Plapperin und einen Content-Messie und keine ernsthafte Autorin, nun ja, da ich 2018 fünfundvierzig Jahre schreibe, bin ich das meiner Meinung nach schon, aber sonst hat sich 2017 wohl wirklich nicht so viel geändert und ich bin nach, wie vor ein wenig ausgeschrieben, obwohl ich schon die ersten Notizen für das nächste Work on progress habe.

In diesem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern einen gutenRutsch in das Jahr 2018 , freue mich auf das Wiederlesen und, wiegeschrieben, Anfang Juli gibts ein großes Fest und ein großes Gewinnspiel, wo man bezüglich zehn Jahre „Literaturgeflüster“ wahrscheinlich meine letzten zehn Bücher gewinnen kann.

2017-11-28

Ein nicht rechtschreibwollender erfolgsfreier Bücher-Messie?

Im Herbst 1973, ein paar Monate nach meiner Matura, bin ich, glaube ich mich zu erinnern, in die Oper gegangen, es hat den „Feischütz“ gegeben und ich habe mich auf dem Weg gefragt, was wohl aus meinem Schreiben werden wird?

Ich habe, glaube ich, immer gern geschrieben, schon meiner Volksschullehrerin Aufsätze gezeigt, die ich am Wochenende geschrieben habe und die hat mir glaube ich, auch wohlwollend, den Rat gegeben, nicht zwei Adjektive auf einmal zu verwenden.

In der Hauptschule habe ich ein Krippenspiel geschrieben und mich dann nicht getraut, es der Lehrerin zu zeigen, beziehungsweise für die Aufführung vorzuschlagen. Es wird aber auch nicht viel anders, wie die üblichen gewesen sein und dann 1971 wahrscheinlich beschlossen, nach meiner „Knödel-Matura“ in der Straßergasse, sowohl zu schreiben, als auch Psychologie zu studieren, was ich dann auch machte und gleich im Mai 1973 mit einer Erzählung von einer französischen Prostituierte, die nebenbei studierte, damit anfing.

Sie ist fertig geworden, ich habe sie unkorrigiert oder angestrichen wohl immer noch irgenwo liegen, hatte dann einige Schreibkrisen, bis ich mich ein paar Jahre später traute, der Monika und dem Gerhard „Die Einladung zu Tee“ zu zeigen“, die beide, was mich bis heute nicht losgelassen hat, voneinander unabhängig „Das ist nicht gut!“, sagten.

Aber zurück zur Frage, beziehungsweise deren Antwort, die ich inzwischengeben kann. Was ist daraus geworden? Zwei Antworten gibt es da.

Vierundvierzig Jahre kontinuierliches Schreiben, eine GAV-Mitgliedschaft, ein Buch in einem Kleinstverlag, nämlich in der „Editon Wortbrücke“, wo ich die Exemplare immer noch in Schachteln in Harland habe, zwei Fachbücher übers Stottern in den sogenannten Publkums- oder Fachbuchverlagen und inzwischen dreiundvierzig selbstgemachte Bücher und zwei in Arbeit, zwei Jurymitgliedschaften, neun Jahre Bloggen und ein seit über vierzig Jahren regelmäßiges beschäftigen mit dem Literaturbetrieb, in dem ich vorwiegend zu Wiener Veransaltungen gehe, Bücher lese, etcetera.

Gut könnte man da also sagen, gelungen, Lesungen beim Volksstimmefest, bei der Poet Night, mein literarisches Geburtstagsfest  und gelegentliche Veröffentlichungen, wie beispielsweise in der „Linken Wort-Volksstimmeanthologie“ kommen auch noch dazu.

Auf der anderen Seite ist es wieder genau das Gegenteil, denn mein Schreiben scheint niemanden zu interessieren.Ich habe abgesehen von der „Ediotn Wortbrücke“ keinen Verlag gefunden, mache so seit 2000 meine Bücher selbst, vorher habe ich herumgeschickt und herumgeschickt und meistens keine Antwort oder  das Manuskkritpt zurückbekommen und spätestens seit ich blogge, habe ich damit aufgehört und damit begonnen mein Literarisches Leben nur noch im Literaturgeflüster zu besprechen.

Was für mch auf der einen Seite eine sehr gute Möglichkeit der Präsentation ist. Denn hier kann ich meine Bücher vorstellen, Gewinnspiele machen, Schreibberichte geben, mich beim „Nanowrimo“ betreiligen und darüber schreiben oder überhaupt was ich ja seit nun fast zehn Jahren sehr regelmäßig umfangreich und kontinuierlich mache,  meine Ansichten über den Literaturbetrieb verspritzen.

Toll, könnte man sagen und ist es auf der einen Seite auch. Auf der anderen wieder nicht, denn da das ja jetzt jeder machen kann, seine Ansichten, Rezensionen, Texte, etcetera, einfach bloggen, geht vieles verloren und ich erreiche höchstwahrscheinlich nicht das Publkum, das ich gerne haben möchte, sondern sitze hier vielleicht wieder zwischen den Stühlen noch dazu, da ich versuche, möglichst umfangreich zu berichten, also über die Selfpuplisherszene, genauso wie über den „Bachmannpreis“ und das interessiert dann halt nicht alle und ich ziehe vielleicht nur die Trolle oder die Spamer an.

Da hatte ich im Laufe der neun Jahre drei und habe mich, weil ich das irgendwie lustig finde, mich auch mit ihnen auseinandergesetzt und  immer höflich geantwortet, auf der anderen Seite haben die und wahrscheinlich auch andere, das vielleicht ein bißchen überheblich oder herablassend gefunden, zumindestens wurde mir das schon so gespiegelt.

Und dann scheint man es im Netz nicht auszuhalten, wenn die Rechtschreibung nicht vollkommen ist, man, daß vielleicht immer noch mit scharfen „ß“ schreiben will oder Verlagsnamen beispielsweise unter Anführungszeichen setzt.

Dann kommen Kommentare der Empörung, die sich darüber aufregen, während anderes, beispielsweise, die Rezensionen oder die Gewinnspiele bei meinen Bücher untergehen und keine Beachtung finden, was ich sehr schade finde und ja es stimmt, ich habe meine eigene Rechtschreibung beziehungsweise meine eigenen Ansichten darüber, denn so arg ist sie wahrscheinlich nicht .Das kann sie sie gar nicht, da ich ja regelmäßig und viel schreibe, habe aber schon in der Schule nicht verstanden, warum man nicht so schreiben kann, wie man will.

Die Deutschlehrerin in der Straßergasse hat es ausgehalten. Meine Leser offenbar nicht und, daß man, wenn man seine Bücher publizieren will, da auch ein Lektorat  braucht und keine Rechtschreibfehler haben darf, höre ich auch immer wieder.

Gut, die kann man dann ja ausbessern und lektorieren lassen, da habe ich gar nichts dagegen. Der Alfred schaut mir meine Bücher durch und die lasse ich mir seit 2000 immer fünfzigmal drucken, nehme sie auf Lesungen mit oder vertreibe oder promote sie auf meinen Blog.

Bei „Amazon“ stelle ich sie nicht ein, erstens weil ich nicht genau weiß, wie das dann mit der Steuer geht und zweites, weil ich auch keine Lust auf Einsternrezensionen habe, die dann vielleicht kommen würden, weil ich vielleicht einen Rechtschreibfehler habe.

Beim Blog hats mir der Alfred am Anfang auch durchgesehen, jetzt ist es ihm zuviel, denn ich blogge sehr viel und oft und habe da eigentlich den Anspruch zum Beispiel am Abend nach einer Veranstaltung das in einer Stunde zu schaffen und da stellen sich beim schnellen Tippen eben öfter „Legastheniefehler“ ein, die korrigiere ich auch, wenn ich sehe sehen, aber mehr als einmal den Text durchgehen, kann und will ich eigentlich nicht.

So ist das „Literaturgeflüster“ eine Momentaufnahmen, viel Spontanes aus dem Wiener Literaturbetrieb, sehr viel und genau, aber eben nicht hindertprozentig fehlerfrei, weil ich ja ein Einfrau-Betrieb bin und kein Lektorat hinter mir habe, was manche vielleicht stört.

Mich webniger, ich tue was ich kann und der Content ist, denke ich immer noch enorm und wer mich finden will, findet viel  und wer wissen will, was so in Wien die letzten neune Jahre literarisch los war, kommt, glaube ich, auch zu mir.

Natürlich subjektiv und als persönliches Tagebuch gedacht und kein wissenschaftlicher Anspruch, habe ich ja Psychologie und nicht Germanistik studiert.

Es ist ein Geflüster und Geplauder. Plappern hat es mein Kritiker Uli mal genannt, der irgenwann einmal, ich glaube über das Literaturcafe auf mich aufmerksam wurde und mir dann den Rat gegeben hat, ich solle viel lesen.

Aber mehr als hundertfünfzig Bücher pro Jahr lesen wahrscheinlich wenige und er, wie sich herausstellte überhaupt nicht  viel und so hat sie sich eben herausgebildet, die zwei,  zehn,  zwanzig oder was auch immer  Klassenliteratur.

Denn ich tue was ich kann, lese hundertfünzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher im Jahr und bespreche sie auch. Betreibe seit drei Jahren das „inoffizielle“ Buchpreisbloggen, was mir großen Spaß macht, gehe mehrmals wöchentlich zu Veranstaltungen, schreibe etwa drei Bücher im Jahr, interessiere mich für den „Bachmann-und andere Preise, fahre nach Leipzig, gehe auf die „Buch Wien“, bin in der „Ohrenschmaus-Jury“ und jetzt auch in der des „Blogger-Debutpreises“ und führe bei all dem, da mir Literatur sehr wichtig ist, ist da wohl zu merken, ein sehr eigenartiges Leben, denn, weil ich ja meine Bücher selber mache, werde ich halt leider nie auf einer Buchpreisliste stehen oder einen wichtigen Preis bekommen.

Über die GAV habe ich eine Zeitlang Lesungen, den „Tag der Freiheit des Wortes“ und eine Frauenlesereihe organisert und wenn ein Buch erscheint, schicke ich es inzwischen fast nur mehr an die „Alte Schmiede“ für die „Textvorstellungen“, das andere herumschicken, habe ich nach und nach aufgegeben, wie ich meine Texte auch nicht mehr an Verlage und Literaturzeitschriften schicke und mich nicht mehr um Preise und Stipendien bewerbe.

Aber damit bin ich weg vom Fesnster und wenn die Verkmarktungsstratiegie über das Geflüster nicht funktionliert, bleibt vieles oder eigentlich auch ich über, obwohl mein Leben ja literarisch sehr ausgefüllt ist und ich gerade die Vorschauen von drei Verlagen zugeschickt bekommen habe, das funktioniert und eine Anfrage für eine Lesung hatte ich inzwischen auch einmal, die dann mein Geburtstagsfest bereichert hat.

Trotzdem habe ich ein Problem damit nicht in den Literaturbetrieb hineingekommen zu sein, obwohl ich mich ja  sehr darum bemühe und ich eigentlich auch nicht so ganz verstehe, warum, denn inzwischen schreibe ich, wie ich  auch immer wieder merken kann, wenn ich die Bücher der anderen lese und deshalb tue ich ja auch wahrscheinlich so intensiv, gar nicht so schlecht.

Gut ich habe ein paar Rechtschreibfehler, aber die haben die anderen wahrscheinlich auch, die ihnen dann wahrscheinlich das Lektorat wegmacht. Ich schreibe realstisch und bin keine Sprachkünstlerin und auch, obwohl man das in Wien immer noch sehr ist, nicht experimentel, sondern eher politisch psychologisch, aber auf den heurigen Buchpreislisten waren einige solcher Bücher, also wird halt vieles untergehen, weil ich nicht mehr die Verlage beschicke und vorher in den Achtziger und Neunzigjerahren, wo ich es nocht tat, war vielleicht auch vieles fehlerhaft und unvollkommen, denn schreiben lernt man durch das Schreiben und wenn niemand meinen Blog oder meine Sachen liest, dann bemerkt man das auch nicht und viele, die mich in der „Alten Schmiede“ oder so grüßen oder sich für meine Berichte bedanken, wissen wahrscheinlich gar nicht, daß ich schreibe, habe ich bemerkt, weil sie vielleicht nicht in der GAv sind und woher sollen sie es dann wissen.

Nun ja, sehr schwierig und sehr zweideutig die Antwort, wie es mit meinem Schreiben geworden ist, denn auf der einen Seite ist sehr viel passiert, nächste Woche wird „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ erscheinen. Da würde ich dann ganz gern eine Leserunde machen und verschicke fünf Bücher, für die, die sie lesen und mir einen Kommentar darüber schreiben wollen.

Die Bloggeschichten, die man hier in der Rohform nachlesen kannn, werden wohl auch bald fertig werden und „Die unsichtbare Frau“ mein heuriger Nanowrimo ist auch in der Rohfassung fertig und wird von mir jetzt überarbeitet und weil ja bald der Dezember anfängt, wird mein anderer Blogroman, beziehungsweise mein fünfter Nanowrimo „Nika, Weihnachtsfrau“ wieder kapitelweise hin und wieder auf dem Blog zu finden sein, denn ich bin ja literarisch sehr aktiv, halte mich eigentlich für keine Hobbyautorin, obwohl ein Hobby nichts Schlechtes sondern etwas sehr Schönes ist, aber das Schreiben beziehungsweise, die Literatur ist für mich viel mehr, nämlich meine Lebensform, die ich neben meinem Brotberuf und meiner Familie sehr intensiv und mit Herzblut betreibe und da das niemand, so sehr ich mich auch  bemühe zu bemerken und wahrzunehmen scheint, ist das schon ein wenig deprimierend, obwohl ich höchstwahrscheinlich nicht damit aufhören, sondern weitermachen werde.

So könnte man in diesem Sinne die obige Frage beantworten. Das erfolgsfrei schreiben ist ein Terminus, den ich einmal von Peter Danzinger gehört und dann in meiner „Dora Faust“ verwendet habe und „Büchermessie“ hat die Anna einmal zu mir gesagt, weil ich ja eine Büchersammlerin bin und seit 2010, seit es sie gibt an den offenen Bücherschränken nur schwer vorüber gehen kann und mir inzwischen schon einige Bücherregale gekauft und einige Bücher auf dem Boden angestapelt habe und die Hobbyautorin, ist auch ein Ausdruck der von dem kritischen Töchterlein stammt.

In meinem Aufsatz „Poesie und Brotberuf“ den ich einmal für eine gleichamige Veranstaltung der Ruth in „Poldis Galeriecafe“ geschrieben habe, habe ich ihn verwendet und er hat inzwischen auch einigen Anklang gefunden.

Ich würde mich ja eher, als eine emsig schreibende Frau bezeichnen und wahrscheinlich für ein literarisches Original halten, ein Ausdruck, der glaube ich,  auch schon belächelt wurde.

2017-11-07

Autorenmessen und Schreibkursboom

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:17
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Als ich 1973 zu schreiben angefangen habe, habe ich mich diesbezüglich sehr allein und einsam gefühlt. Die GAV hat sich in diesem Sommer zwar gegründet, aber was ist die GAV, da hatte ich keine Ahnung, habe mich zwar sehr für Literatur interessiert, aber keine Autoren gekannt und keinen Mentor gehabt.

Ich habe ja gleich nach Matura mit einer Geschichte begonnen, die von einer Hure in Paris handelte, Satre und Caums auf jeder Seite, habe ich flapsig einmal darüber geschrieben und im ersten Psychologie-Semester in dem ich damals war, einen lieben Seniorenstudenten gezeigt, der sie freundlich „eine nette Broschüre“ nannte, was mich damals sehr verunsichert hat.

Ich kann mich auch erinnern, daß meine  Mutter, als die müde von der Arbeit in das Gartenhäuschen am Almweg kam,  den Text zeigen wollte, sehr damit überfordert war und mich mit einem diesbehzüglichen Blick angesehen hat und als ich der Monika und dem Gerhard ein paar Jahre später eine andere Geschichte „Die Einladung zum Tee“ zeigte, haben die sie, woran ich immer noch sehr nage, beide voneinander unabhängig als „sehr schlecht“ bezeichnet.

Die Monaika hat mich aber danach in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht und mich später für eine Lesung im „Literatureck“ die Vorläufer der „Textvorstellungen“ in die „Alten Schmiede“ gebracht, wo man seine Texte lesen konnte, die dann von zwei Autoren, bei mir waren es Marie Therese Kerschbaumer, die ich schon vom Arbeitskreis kannte und Gustav Ernst, sehr „kritisiert“ wurden, was einem aber schon bei der Anmeldung gesagt wurde, daß das passieren konnte.

Seit damals hat sich sehr sehr viel geändert, denn damals gab es ja noch keine Schreibschulen, die „Schule der Dichtung“ hat sich erst viel später gegründet. Es gab nur diesen Fernlernstudiengang die „Schule des Schreibens“, wo ich mir mehrmals das Informationsmaterial  schicken ließ und mich über die „Fünfzehn goldenen Regeln des Schreibens“, die man dort bekam, sehr sehr freute, denn damals war man ja der Meinung daß man schreiben nicht lernen kann, und niemand da, der einen in seine Schreibwerkstatt schauen ließ und man mußte, glaube ich, auch, wenn man einen solchen Fernlehrgang buchte, unterschreiben, daß man niemand in das Lehrmaterial schauen ließ.

Das ist heute wo die Internetforen und Schreibratgeber boomen, nahezu unvorstellbar und mein ersten Buch über das Schfreiben war auch das von James N. Frey „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“, auch um das, habe ich mich, herumgeschlichen, bis ich es dann einmal in einer Buchhandlung fand und mir kaufte und seit ich blogge oder auch schon etwas früher befasse ich mich ja mit den Schreibakademien und Schreintrainern, die es dort gibt.

Eine der erste war Anni Bürkl, mit ihrem „Texte für Tee“, die habe ich schon verfolgt, bevor es das „Literaturgeflüster“ gab und sie hat mir eine Zeitlang auch  kommentiert.

Auf das „Writersstudio“ bin ich 2008 oder 2009 gekommen, da gab es schon die die „Leondinger Akademie“ und der „Hochschullehrgang für Sprachkunst“ hat sich auch gegründet und durch das „Writersstudio zu dessen Schnupperworkshops“ ich ja sehr gerne begeistert gehe, bin ich auch auf den „Nanowriomo“ gestoßen, bei dem ich gerade das sechste Mal mittmache und 2015, glaube ich, nach der Leipziger Buchmesse auf Annikas Bühnemanns Blog „Vom Schreiben leben“ gestoßen und man kann auch da nur staunen, in wieviel Videos sie den Leuten das schreiben beibringen will.

Die Schreibkurse sind ja irgenwie wie die Litertaturinstitute auch ein bißchen verpönt, da gibt es ja immer noch das Gerücht, daß man schreiben nicht lernen kann, was man ja doch irgendwie muß und, daß die Texte dort glattgebügelt werden, was, wie ich denke zum Teil nur stimmt. Aber natürlich hört man dort oft, daß man das nur so oder so machen kann, da gibt es ja beispielsweise die Regeln, ob man jetzt plotten oder nicht plotten soll und darüber gibt es ja vielleicht  regelrechte Glaubenskämpfe.

Chris Baty, der Erfinder des Nanos, ist glaube ich, dagegen, das man das für den Nano macht, hat das Buch „No plot, no problem“ geschrieben, das ich mir 2009 kaufen wollte, aber nicht bekommen habe, während Annika Bühnemann heuer einen kostenlosen Onlinevorbereitungskurs, den ich buchte, angeboten hat, wo sie einem erklärte, daß man vor dem Nano sein Thema, seine Figuren aussuchen soll und das Ganze auch nach der „Heldenreise-Methode“ vorbereiten soll.

Dann gibt es auch noch die „Schneeflockenmehtode“ und sicher vieles anderes und für den, den es interessiert, ich bin eigentlich keine große Vorausplotterin, habe aber immer ein paar Szenen im voraus, nach denen ich schreibe und mit den Spannungsbögen habe ich auch meine Schwierigkeiten, habe aber die letzten Tage beim „Schreibmarathon des Writersstudio“ zugebracht, mit dem dieses seinen fünfzehnten Geburtstag feierte.

Da hatte ich Annika Bühnemanns zehn Lektionen mit, die außerdem in nstagram noch ein „Ein „Roman in 30 Tagen Projekt“ gestartet hat, wo man jeden Tag ein Bild zu seinem Lieblingsgetränk, seinen Plot, seine Figuren, etcetra posten kann.

Man sieht die Schreibtips im Netz boomen und zufällig oder nicht hat auch die Schreibtrainerin Jurenka Jurek eine konstenlose „Online Autorien Messe“ veranstaltet, vom man vom fünften bis zwölften November sich jeden Abend vier Vedos herunterladen und später in einem Messepaket kaufen kann.

Ich habe mir ein paar davon angesehen und denke, wow wie informativ und kann den Besuch der Messe sehr empfehlen, den Schreibexperten, Schreibcoaches etcetera, werde da von der Autoren interviewt und geben wirklich sehr sehr konkrete Innformation zu Schreibblockaten, Schreibbeginn, Schreibprogrammen, etcetera.

Nun bin ich ja der Meinung, auch wenn Thomas Rothschild, wie  Lucas Uli, Yu Sophie und wahrscheinlich noch ein paar andere, mir das nicht glauben, daß ich inzwischen schreiben kann.

Denn wenn man das seit über vierzig Jahre ununderbrochen tut, kann man wahrscheinlich gar nicht anders, auch wenn ich ein paar Rechschreib-und Flüchtigkeitsfehler habe, schaue mir diese Schreibratgeberflut aber immer noch sehr gerne an und suche mir die Streu von Weizen und da hat mich beim ersten Video von Andreas Eschbach aus seinem Nähkästchen plauderte, auch sehr erstaunt, daß er offenbar die gleichen Schreibmethoden, wie ich hat.

Auch er plottet immer ein paar Szenen voraus und überlegt sich dann, wie er wieder in den Schreoflow hinein kommt, wow dann bin ich vielleicht gar nicht so schlecht, habe jetzt aber auch auf Julia Stein vergessen, bei der ich auch einmal ein kostenlosen Onlineseminar machte und die jetzt auch jeden Tag ein Video zum „Nanowrimo“ macht und natürlich auch auf Jaqueline Vellguth, die ich schon länger kenne, mich 2009 mit ihr über meinen ersten „Nanowrimo“ ausstauschte und die iinzwischen auch zwölf Bücher in einem Jahr geschrieben hat.

Da gibt es ja viele Experimente und die Buchmessen beweisen es, viele Leute die schreiben wollen und offenbar auch schon sehr viele, die unterrichten, wie man veröffentlichungsfähige Romane schreiben kann und das Selbpublishing gibt es auch und bei mir wird es bald mein neuesten Buch das Bibliotheksgespenst, mein zwei oder drei oder was auch immer vierzigsten Selbstgemachte und die <kurzerzöhlung, die ich bei Annika Bühnemann dreißig Geschichten Callenge „Besser spät als nie“ geschrieben habe, muß ich jetzt auch noch korrigeren, da es der Alfred inzwischen fertig gesetzt hat.

2017-10-27

Nanowrimovorbereitungsgedanken

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 08:49
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Die letzten Monate waren bei mir durch das doppelte Buchpreisbloggen, dem „Ohrenschmaus“, wo es ja am Montag die Jurysitzung gibt, den Vorbereitungen zu meinen Geburtstagsfest und meiner Praxis, wo ich derzeit viele Erstgespräche habe, sehr hektisch, so daß meine Befürchtung, daß ich am ersten November vielleicht mit der „Unsichtbaren Frau“ schon fertig bin und dann korrigieren muß, statt mitzuschreiben, nicht eingetroffen ist.

Denn da stecke ich ja fest,  bin nicht so recht zufrieden und korrigiere im übrigen noch immer an der Endfassung von „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, bis das an die Druckerei gehen kann, so daß es zum Weiterschreiben in der letzten Zeit nicht recht gekommen ist.

Zwar habe ich da schon dreiundzwanzig Seiten, über zehntausend Worte und neun Szenen, bin aber nicht damit zufrieden, denn ich glaube, ich bin zu rasch eingestiegen und war dann auch sehr bald durch die politischen Ereignisse, die ja auch damit zu tun haben und die darin eine Rolle spielen sollen, so sehr abgelenkt, als daß ich die nötige Konzentriation nicht aufbrachte, um mich auf die Handlung zu konzentrieren.

Die Idee mit der unsichtbaren Frau, die prekäre Literaturwissenschaftlerin oder auch die Figur der Lily Schmidt hatte ich ja schon im Frühjahr, als ich an dieser Pizzeria-Geschichte geschrieben habe. Da sollte der Blog der Lily ja neben der Mathilde Schmidt  eine Rolle spielen, was sich dann aber eher als Seitenstrang erwiesen hat, so daß ich, als ich mit „Besser spät als nie“ fertig war, dachte „Na gut, dann schreibe ich das extra!“ und habe dann auch damit begonnen, nämlich in der Schreibgruppe im September und da bin ich noch dazu mit einem vorgesetzten Thema, glaube ich, zu schnell eingestiegen und habe mich wieder an den Rand gefahren, von wo ich dann trotz der vielfältigen Schreibversuche bei den offenen Tagen des Writersstudio nicht recht weitergekommen bin.

Denn da habe ich mit der Slavenka und der Lily begonnen, die Slavenka ist nach New York gekommen, um dort ihre Dissertation über Blogs fertig machen und soll gleich an der unsichtbaren Frau weiterschreiben, während die Llily Daniel Kehlmann unterviewte.

Dann kam das Volksstimmefest und dann die Idee, die Amanda Siebenstern, die prekäre Deutschlehrerin und ihre Tarnkappe extra einzuführen. Auch ein schöner Handlungsstrang und dann gibt es de,n des Alfons Tratschke und den des Jonathan Larsen, der ursprünglich ein amerikanischer Literaturprofessor war, der Lilils Blog entdeckt, weil ich ja eine Zeitlang sehr viele amerikanische Aufrufe hatte, aber die scheinen eher Roboter, als ein an mir interessierte Fan zu sein und da die Lily ja in New York Kuratorin ist, habe ich dann an Stockholm und an den Nobelpreis gedacht.

So weit, so what, aber wirklich kreativ bin ich damit auch nicht geworden, weil ich beim Schreiben, wenn ich einmal dazu gekommen bin, gedacht habe, das ist ohnehin nicht gut und dann hatte ich auch mit diesen Tarnkappengeschichten meine Probleme. Denn ich wollte ja, wie ich es  auch schon bei der „Sophie Hungers“ gemacht habe, die zum amerikanischenPräsidenten, der jetzt Trump und nicht mehr Bush heißt, schicken. Dann ist mir aber  Sebastian Kurz mit seinem Vermummungsverbot eingefallen und die Ruth hat während der Schreibgruppe auch gefragt, willst du wirklich so politisch sein? Kann darf man das und ich dachte ständig, das ist nicht gut.

War es auch nicht und die letzten Wochen war ich vom Weiterschreiben ohnehin sehr weit entfertn und habe auch öfter gedacht „Macht ja nichts, habe ich doch ohnehin schon über vierzig Bücher für die sich niemand interessiert und sich kein einziger bei meinen Gewinnspielen meldet, der eines lesen will, warte ich also ab, bis sich der Erfolg von draußen, also der ameriksanische Literaturprofessor oder das schwedische Akademiemitglied bei mir meldet!“ und dachte dann aber auch sofort, das ist nicht gut, denn die kommen ja nicht und dann ginge es nicht weiter!

So weit so gut und auch sicher richtig, aber die letzten zwei Wochen bin ich ohnehin nicht zum Weiterschreiben und nicht einmal zum Korrigeren von dem „Frühstück“ gekommen und am Samstag bei der GAV-GV habe ich wieder einmal gehört, daß ich keinen einzigen deutschebn Satz richtig schreiben kann.

Etwas was auch nicht neu  und wahrscheinlich auch nicht wirklich stimmt, denn ein paar Sätze werden schon richtig sein, aber nicht sehr aufbauend, sondern entmutigend ist und mich auch trifft, wenn auch nicht mehr wirklich sehr, denn ich mache ja weiter und habe auch schon meine „Nanowrimopläne“ und da sogar was ich sonst immer erst am ersten November machte, mich angemeldet und mein Projektprofil erstellt.

Der „Nanowrimo“, für die, die es noch nicht wissen, ist ja das kreative Schreibprojekt aus Amerika, wo sich alle sogenannten Hobbyautoren und wahrscheinlich auch ein paar andere, im Monat November hinsetzen, um einen Roman mit fünfzigtausend Worten zu schreiben. Sinn der Sache ist es die Schreibblockaden aufzulösen und inzwischen schreiben da, glaube ich, schon hunderttausende mit.

Als ich das 2009 das erste Mal tat, habe ich immer Jackeline Vellguth von „Schriftstellerwerden.de“ meine Schreibprojekte geschickt und sogar, glaube ich, etwas dabei gewonnen. Dann hat einmal Anni Bürkl Schreibtips gegeben und ein paar ihrer Kursteilnehmer, habe ich sogar als meine Buddies.

Inzwischen ist Annika Bühnemann sehr aktiv und verschickt, wenn man sich bei ihr anmeldet, jeden Tag einen Schreibtip, wie man sich auf den „Nano“ vorbereiten kann und wenn das, was sie da rät, für mich auch nicht wirklich sehr neu ist, hat es mich, glaube ich, doch sehr motiviert. Denn ich habe schon gedacht, was soll ich da ab ersten November, wenn ich zumindestens Tagetweise beim Schreibmarathon des Writerstudio teilnehme, mit meinen festgefahrenen zehntausend Worten tun und wie soll ich da motiviert weiterschreiben, wenn ich überzeugt bin, daß das nichts taugt?

Das Writersstudio, das sollte ich vielleich auch noch einmal erwähnen, wird heuer fünfzehn Jahre alt und macht da nach der Halloweenparty, vom ersten Bis fünzehnten November einen Schreibmaratohon, wo man einfach kommen und an seinem Projekt arbeiten kann.

Das geht gut für die erste Woche, da habe ich mir das Wochenende dafür schon extra freigenommen, die Woche darauf ist dann die „Buch Wien“, für die ich mir auch schon  freigenommen habe. Teresa Preis hat mir zwar noch nicht gemailt, ob sie mir wieder eine Pressekarte hinterlegen wird. Wenn aber schon, werde ich da sicher herumlaufen. Aber das war ja in den letzten Jahren, wo ich auch öfter am „Nanowrimo“ geschrieben habe, auch schon so.

Denn das wäre jetzt mein sechster. 2009 habe ich das erste Mal mit der „Heimsuchung“ sehr motiviert und voll Enthusiasmus, jetzt entdeckt zu werden, teilgenommen dann 2012-20015 jeweils wieder.

Voriges Jahr nicht und ein paar mal habe ich auch geschummelt, weil ich schon ein paar tausend Worte hatte und dann meistens am zehnten Tag fertig war, denn ich bin ja eine schnelle Schreiberin.

Diesmal habe ich gedacht, als ich im August mit „Besser spät als nie“ fertig war, ob sich das wohl ausgeeht, dann zu schreiben angefangen. Habe jetzt an die  zehntausend Worte, aber vor ein paar Tagen gedacht, ich schummle diesmal nicht, sondern fange am Mittwoch ganz neu, das heißt,  mit den zwanzig Seiten die schon habe, die ich auch einbauen werde, an. Aber mit einer Amanda Szene. Die kommt vom Kurs an dem Farida Shima und Muna Ghadi wegen dem Vermummungsverbot nicht waren, nach Haus, ärgert sich über Minister Basti, träumt dann vom Schäfchen, das ihr die Tanrkammpe gibt, etcetera und in der nächsten Szene kommt die Slavenka in New York an und beschließt mit der Lily gemeinsam an ihren Blog zu arbeiten, wieder etcetera und alle Fallen verschwunden?

Man wird sehen. Da wir  jetzt ein langes Wochenende haben, könnte es sein, daß ich am Mittwoche vielleich doch nicht ganz bei Null einsteige, sondern schon ein paar Seiten von der Amanda neu haben werde. Aber die Fallen habe ich dann hoffenlich trotzdem entfernt und es wird ein fröhliches motiviertes Schreiben und wie das dann mit der Unterstützung durch das Writersstudio wird, finde ich auch ganz spannend und bin gespannt. Denn bisher habe ich immer ganz allein geschrie ben und nur im Blog über meine Fortschritte berichtet, wo  nicht viel Feedback kommt.

Also sehr spannend und nein, ich gebe nicht auf und wenn ich nicht schreiben kann, dann soll das so sein. Dafür habe ich allerdings schon sehr viel geschrieben und tue es auch weiter und das „Frühstück“ soll bald fertig werden.

Das wäre dann mein zweites Buch für 2017, voriges Jahr waren es fünf. Man sieht, heuer ist es bescheiden, aber „Besser spät als nie“, dieses Malen nach zahlen gibt es auch noch. Das hat jetzt der Alfred zum Korrigieren und Setzen und das Cover dafür müssen wir auch noch machen.

2017-10-21

Nur den Samstag bei der GAV

Filed under: Literaturbetrieb — jancak @ 23:59
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Ich bin ja seit 1987, glaube ich, Mitglied bei der Grazer Autoren-Autorinnen Versammlung, der größten österreichischen Schriftstellervereinigung, die sich 1973 in Graz vom damals sehr konservativen PEN abgespaltent hat, daher der Name.

1986 habe ich, wie ich mich zu erinnern glaube, den ersten Antrag gestellt, 1987 wurde ich dann aufgenommen. Damals war, wenn ich mich nicht irre, Ernst Jandl der Präsident und Josef Haslinger der Generalsekretär und seither pendle ich Jahr für Jahr zu den Generalversammlungen und wenn mich jemand fragt, warum ich Mitglied bin oder warum die GAV mir wichtig ist, ist da die Antwort wahrscheinlich der Kontakt zu den anderen Schriftstellern und Autorenkollegen, während ich sonst  eigentlch immer ziemlich außerhalb und neben dem Literaturbetrieb stehe oder in der „Alten Schmiede“ und im Literaturhaus auf der Publikumsseite sitze.

Die Abgrenzung von der Hobby- zu der professionellen Autoren zum Beispiel, die mir mein Kritiker ja immer unterstellt, daß ich die bin, aber da sitze ich dann einen Tag unter Autoren und es wird ein Tag lang über das Schreiben, die geplanten Veranstaltungen, die Neuaufnahmen, etcetera gesprochen.

Seit ich in der GAV bin, hat sich einiges am Procedere verändert. So war ich, das muß dann 1988 gewesen sein, das erste Mal bei einer Vollversammlung, Joosef Haslinger hat mich und Ronald Pohl, der heute im „Standard“ schreibt, als neue Mitglieder vorgestellt und inzwischen gibt es die Vollversammlung, das Treffen im Frühjahr nicht mehr jährlich.

Die Generalsversammlungen waren damals im November und dauerten das gesamte Wochenende beziehungsweise auch den Sonntag Vormittag. In den letzten Jahren gab es am Freitag Nachmittagvor der GV einen sogenannten „Kulturpolitischen Arbeitskreis“, wo in kleiner Runde sogenannte gesellschaftspolitische Aspekte besprochen wurden.

Ruth Aspöck hat ihn moderiert beziehungsweise veranstaltet und am Abend gab es in den letzten Jahren in der Alten Schmiede immer die sogenannte Neuaufnahmelesung.

Da haben dann die Mitglieder die im letzten Jahr aufgenommen wurden, ein paar Minuten aus ihren Werken gelesen und ein Heftchen mit ihren Textproben gab oder gibt es immer auch.

Inzwischen ist die GAV ja sehr gewachsen, hat, glaube ich, an die siebenhundert Mitglieder und im letzten Jahr wurden  soviele Leute aufgenommen, daß man zwei Lesungen machen hätte müßen, also ist die Lesung gestern ausgefallen.

Der kulturpolitische Arbeitskreis hat zum Thema „Entwicklung der GAV“ stattgefunden. Ilse Kilic hat ihn jetzt geleitet und ich habe nicht teilgenommen, weil es gleichzeitig in der Versicherung der Eisenbahner ein Treffen bezüglich des neuen elektronischen Überweisungssystem bei der Psychodiagnostik gegeben hat und so war ich am Abend in der Hauptbücherei und bin erst heute zur GV in die „Alte Schmiede“ gewandert.

Da gibt es dann immer ein striktes Programm, der Kassabericht wird besprochen. Vom gestrigen Arbeitskreis wurde berichtet und dann ging es zu den Neuaufnahmen, wo es diesma auch an die vierzig neue Mitglieder gibt. Die berühmtesten,  beziehungsweise mir bekannten sind Harald Darer, Livia Getreider, Rhea Krcmarova, Peter Krobath, Norbert Kröll, Lukas Meschik, Irtene Suchy, Otto Tremetzberger und Erwin Uhrmann.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie alt die neu angenommenen Mitglieder im Durchschnitt sind. Es wurde aber bei der Versammlung deponiert, daß sich die GAV um die jungen Autorenschaft kümmern und neue Talente aufnehem soll und dann ging es am Nachmittag zu den Regionalberichten beziehungsweise zu den geplanten Veranstaltungen.

Die werden da ja immer durchbesprochen und genehmigt. Jedes Mitglied kann da eine Veranstaltung im Jahr organisieren und ein paar Kollegen dazu einladen.

Ich habe 2001 und dann von 2003 bis 2009 den „Tag der Freiheit des Wortes“ organiserit und dann einige Male eine Frauenlesung unter dem Titel die „Mittleren“

In den letzten Jahren organisiere ich nichts mehr, weil es sehr mühsam ist die Leute hinzubekommen, lasse mich aber gerne von anderen einladen und diesmal hat ja die Ruth mit der ich im Mai und Juni den öffentlichen Raum abgeklappert bin und circa fünfzehn Spontatnetexte zu der diesbezüglichen Kunst geschrieben habe, eine Veranstaltung eingereicht, wo wir erstmal nur an einem Nachmittag zu drei Orten führen und die entsprechenden Texte vorlesen werden.

Ein Höhepunt der Generalversammlung ist sicher das gemeinsame Abendessen und böse Stimmen behaupten, daß es Leute gäbe, die nur deshalb um Aufnahme ansuchen würden.Was natürlich ein Blödsinn ist, da man sich ja, um den jährlichen Mitgliedsbeitrag das Abendessen selber bezahlen könnte. Dann aber wahrscheinlich nicht in so illustrer Gesellschaft das Schnitzel oder den Tafelspitze und danach den Apfelstrudel oder die Paltaschinke verzehren würde.

Ich bin jedenfalls wieder mit dem Rudi, der Margot Koller, der Ruth,  Elisabeth Ernst, Hilde Schmölzer und einigen anderen an einem Tisch gesessen und habe, weil ich mir noch einen Schilchersturm bestellen wollte, versäumt, Doron Rabinovici der an mir vorbeigegangen ist, zu sagen, daß mir seine „Außerirdischen“ sehr gut gefallen haben und daß ich es sehr schade finde, daß sie nicht auf die Shortlist des ÖstBp gekommen sind.

2017-10-11

Workshop zur Partisanenliteratur

Ich habe ja Psychologie nicht Literaturwissenschaft oder Germanistik studiert und noch vor meiner Matura beschloßen, das mit dem Schreiben gleichzeitig zu tun.

Ungefähr im fünften Semenster, wo ich warhscheinlich ein bißchen frustriert war, habe ich eine Vorlesung des damals noch sehr jungen Assistenten Wendelin Schmidt-Dengler besucht, kurz überlegt, vielleicht doch Germanistik zu studieren und Bibliothekarin zu werden und es dann geleassen.

So bin ich Psychologin und Psychotherapeutin geworden, die über vierzig Jahre sozusagen erfolgfrei schreibt und sich immer schon,  schon als Studentin sehr für Literatur interessiert hat.

Herausgekommen sind  über vierzig Jahre später über vierzig selbstgemachte Bücher, fast schon zehn Jahre Blog und eine Serie von Veranstaltungen, die ich besucht habe.

Seit fast zehn Jahren kann man das alles nachlesen, auch die Bücher die gelesen habe, die ich sammle, über die ich Buchpreis– oder sonstwie blogge und im vorigen Semester hat mich eine Eindadung Stephan Immaneul Teichgräber von der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur erreicht, an einem Workshop zur Literatur des Centropes“ teilzunehmen, weil die ja immer ein diesbezügliches Festival veranstalten.

Ich bin hingegangen und habe die Veranstaltung dann ein Semester lang gemeinsam mit einem Philosophen besucht und viel dabei gelernt, obwohl ich ja in den literarischen Analysen nicht sehr versiiert bin, bei meinen Buchbesprechungen entsetzlich spoilere, den Inhalt nacherzähle und dann mehr oder weniger auf mich bezogene literarische Portraits daraus mache.

Dieses Semester haben mich gleich zwei Einladungen von der Dokumentationsstelle erreicht, so daß man fast sagen könnte, ich betreibe der Pensionszeit nahe, ein Privatliteraturstudium dort und das, was ich da studiere, ist wohl auch sehr spziell, denn Stephan Immanuel Teichgräber hat einen sehr speziellen Geschmack.

So hat er diesmal zu einem Workshop zur Partisanenliteratur in Mitteleuropa und dann noch zu einem Arbeitskreis „Zaza“ eingeladen, wo man diese Sprache lernen  kann. Das sollte am Freitag Nchmittag passieren, wo ich ja vierzehntägig in Harland bin, die Partisanenliteratur, wie der Centrope-Workshop am Mittwoch.

Ich habe mich mal für beide angemeldet, dann gedacht, daß „Zaza“ doch zu speziell ist und ich da vielleicht nur ein bißchen hineinschnupperm möchte. Dann gab es  ohnehin keine anderen Teilnehmen und Stephan Immanuel Teichgräber, der noch andere Seminare und Vorlesungen hält, hat auch nicht soviel Zeit und so habe mich mit Herrn E. heute mit der Partisanenliteratur beogonnen.

Partisanenliteratur, was stellt man sich darunter vor?, war Stephan Immanuel Teichgräbers erste Frage und mir ist da schon vorher die „Rote Zora“ eingefallen und sonst eigentlich nicht viel. oder doch natürlich.

Maja Haderlap schreibt in ihrem „Engel des Vergessens“ davon und in dem neuen Buch in Ivan Ivanij und anderen, die ich so lese, ist wahrscheinlich auch davon die Rede. In dem Infoblatt, mit dem Stephan Immanuel Teichgräber einlud, war aber die Rede, daß es in Österreich so gut wie keine gäbe. Der Grund soll in dem Workshop erforscht werden und Stephan Immanuel Teichgräber hat uns auch drei Bücher angegeben, mit denen wir uns beschäftigen sollen.

„Wo Spinnen ihre Nester bauen“ von Italo Calvino, dann Ladislav Mnacko „Der Tod heißt Engelchen“ und dann noch „Die junge Garde eines Russen“, dessen Namen ich  nicht ganz verstanden habe.

Interessant könnte man so sagen und das ist es sicher auch, interessiere ich mich ja eigentlich für jede Art von Liiteratur und auch weit über den Tellerrand, obwohl ich mit dem doppelten Buchpreislesen und dem Gastland Frankreich der Frankfurter Buchmesse, sowie auch mit anderen Neuerscheinungen noch sehr beschäftigt bin.

Die Diskussion ging dann auch hin und her und wir landeten auch bei der Frage, ob die realsozialistische Literatur der DDR und der ob sie einen ästhetischen oder literarischen Wert hätte? Sie gilt inzwischen auch sicher, als veraltet und so ist es wahrscheinlich schon ganz gut, sein diesbezügliches Wissen aufzufrischen und sich damit zu beschäftigen und die „Rote Zora“, die ich einmal in einem der Schränke gefunden habe, will ich auf jeden Fall lesen.

Also das nächste Semester sehr beschäftigt, vielleicht wird noch mal eine Literaturwissenschaftlerin oder eine literaturwissenschaftlich gebildete Person aus mir, obwohl ich ja ganz ehrlich glaube, daß ich das schon bin.

Wenn sich eine über vierzig Jahre mit der Literatur und dem Literaturbetrieb beschäftigt, kann das gar nicht anders sein und es wird da schon, wenn es das noch gibt, ein „Genieparagraph“ in Frage kommen.

Bei der Etablierung des Psychologengesetzes war es ja auch so, daß während der Übergangszeit Leute auf der Liste standen, die nie Psychologie studierten und hier handelt es sich ohnehin, um mein Privatvergnügen.

Ich habe da nur an eine Diskussion mit meinem Kritiker Uli gedacht, der mir  im Frühling öfter kommentierte, daß er mich für eine Hobbyautorin hält und meine literarische Flüchtigkeit bemängelte, obwohl er selber keine Bücher liest und sich für Literatur, wie Lyrik auch nicht sehr  zu interessieren scheint.

Nun, ich tue das und bin derzeit  auch mit der Frankfurter Buchmesse sehr beschäftigt, die „Ohrenschmaus-Jurysitzung“, der Bloggerdebutpreis und der „Nanrowrimo“ beziehungsweise der Schreibmarathon des „Writersstudio“ zu dessen fünfzehnjährigen bestehen kommt auch noch auf mich zu, die „Buch-Wien“, der österreichische Buchpreis und und….

Aber einen Einblick in die in Österreich nicht sehr existierende Partisanenlitetatur ist sicher sehr interessant und ich habe mir schon die entsprechenden Unterlagen ausgedruckt.

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