Literaturgefluester

2017-07-21

Christopher Just und Franzobel bei den O-Tönen

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Christopher Just

Christopher Just

Mit dem bei der letzten „Buch-Wien“ gewonnenen „Edelsteingarten“ von Susanne Ayoub bin ich am Donnerstag um sechs ins Museumsquartier gegangen.

Die Kinder der Veranstalter haben diesmal die Goodie-Sackerln verteilt in dem es schon die Ankündigungen zur nächsten Buch-Wien im November zu finden  waren und Debutant des Abend war  der mir bisher unbekannte Christopher Just, offenbar ein Musiker und Kultstar der Technoszene der jetzt bei „Milena“, dem Verlag der einst nur Frauen verlegte und von dem ich  kürzlich zwei  Krimis gelesen hatbe, einen fünfhundert Seiten langen Roman, namens der „Modddetektiv“ herausgegeben hat.

Daniela Strigl leitete wieder ein und Anfangs war der Autor nicht sehr gut zu verstehen, was ein oder  warum   August Johnny Sandemann ein Moddetektiv ist, habe ich so nicht ganz mitbekommen. Er scheint aber eine große Schnauze zu haben und einen trashigen Anzug zu tragen und auf diese Art und Weise ein genauso wortgewandgtes Mädchen namens Birigt zu treffen.

Diese Stelle hat der Autor vorgetragen, dann kam Sebastian Fasthuber auf die Bühne, der übrigens im „Falter“ eine Rezension zum „Modetektiv“ geschrieben hat und stellte Franzobel und dessen „Floss der Medusa“ vor, ein Buch von dem ich wieder annehme, daß es auf einer oder allen zwei der „Buchpreislisten“ stehen wird und aus dem Franzobel schon vor einem guten Jahr in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, als das Buch noch nich erschienen war.

Damals hat Franzobel sehr viele Unterlagen, Bilder Fotografien dazu gezeigt, jetzt erwähnte der Moderator, daß Franzobel sehr lange, nämlich drei Jahre an dem Buch geschrieben hat, das eigentlich schon 2016 erscheinen sollte, da die „Medusa“ ja vor zweihundert Jahren, nämlch 1816 gestrandet ist.

Publikum

Publikum

Franzobel

Franzobel

Es gibt schon Bücher von Julian Barnes, ein Buch, das ich übrigens auf meinen Stapel habe und Peter Weiss zu diesem Thema und Franzobel las sich launig durch das Buch und erzählte etwas vom Untergang der „Medusa und den hundertfünfzig Menschen, die dann auf das Floß verladen wurden, von denen nur fünzehn überlebten indem sie sich vom Fleisch der anderen ernährten und ihren Urin tranken und darob zum Teil auch wahnsinnig wurden.

Während Franzobel las, kam ein Sturm über das Museumsquartier, so war die Lesung nach dem Gespräch mit Sebastian Fasthuber dann auch beendet, bei dem Franzobel noch ein bißchen etwas zu seiner Lust an der Sprachaktobatik und am Fabulieren erzählte, während Sebastian Fasthuber meint, daß das ein eher konventionell erzählter Roman sei, der aber, wenn man Abenteuergeschichten mag, sicherlich ganhz spannend ist.

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2018-09-29

St. Pöltner Höfefest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 20:02
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Das St. Pöltner Höfefest fand heute  zum einundzwanzigsten Mal statt, ich bin aber erst das zweite oder dritte Mal dort gewesen, denn eine Zeitlang fand es gleichzeitig mit dem Volksstimmefest statt, dem ich natürlich den Vorrang gegeben habe, 2010 war ich dann an einem sehr regnerischen Samstag dort, habe ein paar Lesungen gehört und bin dann mit dem Rad zurückgefahren, weil ich mit dem Alfred zur Barbara Frischmuth Lesung ins Stadtmuseum wollte, der hat mich aber verpsst, so daß es nicht mehr pünktlich ausgegangen ist, die letzten drei Jahre, habe ich gehört, hat es auch keines gegeben und heuer bin ich auch erst am Markt daraufgekommen, daß es eines gibt und, daß es ab vierzehn Uhr stattfindet.

Es gab nicht nur  ein Programm in den verschiedenen Höfen, sondern sogar einen Poetry Slam Train, das heißt dieses Waggerl, das durch St. Pölten fährt, stand in der Kremsergasse vorm Bahnhof, eine junge Frau namens Marlies Eder  in einer Schaffneruniform verteilte Zählkarten und hatte mit Andi Pianka, die sogenannte Reiseleitung.

Der war dann gleich auch das Oferlamm, das heißt begann mit einem Slam über Bahnhöfe. Die Regeln waren in etwa gleichm wie im Literaturhaus oder beim ersten Slam, den ich im Cafe Stein erlebte, wo ich lesen wollte, aber nicht durfte.

Jetzt konnte man sich bis 22. 9. anmelden, zehn konnten das, hatten das aber nicht getan, denn ich habe den Robert beim Fahrradständer getroffen und der hatte sich sehr kurzfristig angemeldet und außerdem gab es noch drei junge Männer und eine junge Frau und, wie beim Cafe Stein gab es eine Jury. Das heißt man konnte sich dazu melden, erhielt Karten von eins bis fünf, die man dann hochhalten mußte. Das hab ich im Cafe Stein schon einmal getan, die Regeln aber falsch verstanden und gedacht eins wäre das beste, jetzt habe ich ich es geschnallt.

Es gab auch einen Probleauf mit dem Opferlamm und dann rollte das Wägelchen durch die Innenstadt bis zum Hotel Metropol, blieb an fünf Stationen stehen und je einer performte einen fünf Minuten Text, der Robert war unter dem Künstlernamen Trebor Egil, der dritte, brachte zwei Sonette, eines über das Slamen und erzählte mir auch, daß er in seinem Kunststudium eine Arbeit über Poetry Slams geschrieben hat und einen auf Englisch über das Radfahren, kam aber nicht in die Endrunde, die in einem Hof, nämlich dem Löwenhof in der Linzerstraße neben der Bühne am Hof stattfand, wo dann eine junger Mann namens Daniel, der von allen fünf Jjurymitgliedern je fünf Punkte bekommen hatte, eine junge Frau namens Lena, die über die Liebe performierte und dann noch ein Johannes, dazwischen war ich mit dem Robert  noch im Weinhof, wo es Wein statt dem kulturellen Programm gegeben hat und er mich auf ein Achtel St. Laurent einlud, obwohl ich ihn ja nur mit der Note „drei“ beurteilt habe.

Die zweite Runde fand dann mit Kopfhörern statt.  Daniel hat wieder haushoch gewonnen und ich bin  zum Literatur Hotspot ins Sparkassenhaus in der Herrengasse gegangen, denn da hatte es schon, um drei eine Christine Nöstlinger-Lesung gegeben, um viertel Sechs trat Chropstpher Just auf, den ich mit seinem „Modsdetektiv“,mit dem er auch für den „Perutzpreis“ nominiert war, schon bei den O-Tönen hörte, jetzt hat er bei „Milena“ einen neuen Roman herausgebracht „Catania Airport Club“ mit Namen, der als „selbstironischer genreübergreifender Krimi noir“ im Programm angekündit stand und sowohl von einem Musiker handelt, der in der Hypnose erkennt, Menschen umgebracht zu haben, als auch von einem Fernsehprogramm, das man um einen Woche vorspulen kann und einem japanischen Jungen, der Harald heißt, weil sich die Deutschen oder Österreicher den Namen „Haruki“ nicht merken können.

Man wüßte wohl das Ganze lesen, um denSinn zu erfassen. Es gab auch einen Büchertisch und um sieben noch eine Lesung mit Martin Prinz aus seinem neuen Roman „Die unsichtbaren Seiten“ vom „König von Lilienfeld“, da ich aber nicht gerne mit dem Rad im Finstern fahre und eine Lesung daraus, glaube ich, schon im Musa hörte, habe ich das ausgelassen und werde mich stattdessen demnächst in die Badewnne begeben, um mein aktuelles Buch auszlesen.

Ein Musik- und anderes Programm hat es in den anderen Höfen auch gegeben und in der Bühne im Hof, in der ich kurz schnuppern war, habe ich auch Eva Riebler getroffen, mit der ich zu Ostern immer um den Viehofnersee spaziere.

2018-05-18

Elfter literarischer Lenz mit slowenischer Literatur

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:51
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Den literarischen Lenz im Centrope, die Maiveranstaltung, die Stephan Teichgräber zur Literatur Tschechiens, der Slowakei, Ungarns und Österreichs organisiert, gibt es nun schon zum elften Mal.

Ich war leider nur einmal vor drei Jahren dort. Vorher ist die Veranstaltung irgendwie an mir vorbei gegangen, obwohl ich Stephan Teichgräber schon seit der Zeit kenne, als er die Veranstaltungen der Szene Margareten organisierte und mich dazu eingeladen hat.

Vor zwei Jahren waren wir wohl in Kroatien und im Vorjahr ist der Alfred gerade aus Amerika zurückgekommen oder dorthin gefahren. Da habe ich aber das Centrop Workshop besucht und mit Stephan Teichgräber und Jakob Eder sozusagen ein Semester lang die dort vorgestellte Literatur diskutiert.

Jetzt gibt es den Utopie-Workshop und im vorigen Semester den zur Partisanenliteratur, dafür geht es sich diesmal aber wieder aus, das Theaterbrett in der Münzwardeingasse zu besuchen. Da heißt, ich habe mir das so organisert, daß wir erst Samstagfrüh nach Harland fahren, denn da ist ja Pfingsten und da will ich gerne wiedermal zum Pfingstmarkt nach Nussdorf an der Traisen.

Stephan Teichgräber ist ja wirklich ein unermüdliches Original und es verdient ihm großer Dank, daß er in der Dokumentationsstelle in der Spengergasse Vorträge und Wirkshops organiert, auch wenn da nur ein oder zwei Leute hinkommen und das kleine, aber feine Festival in der Münzwardeingasse, wo man ein paar bekannte Österreicher und dann meist für mich unbekannte Tschechen, Slowaken oder Ungarn in der Originalsprache und der Übersetzung hören kann.

So war es auch heuer. Es begann Anna Weidenholzer mit ihren „Herren, die die Seesterne“ tragen, ein Buch, das ich ja schon gelsen habe und Anna Wiedenholzer, glaube ich, daraus auch einmal in Göttweig lesen hörte und das ist ja interessant, denn das „Literatur und Wein Festival“ ist ja immer bummvoll und sauerteuer ist es auch. Während das kleine tschechische Theater meist ziemlich leer ist, es aber eine interessante Literatur dort zu hören gibt und meist ziemlich übersehen wird.

Stephan Teichgräber führte mit der Autorin ein Gespräch und fragte sie und das war für mich, die mittlerweile einzige Utopie-Workshopteilnehmerin, interessant, ob ihr Roman utopisch ist, weil ja der Karl seine Interviepartner die er zum Thema Glück befragt, M1-.. bzw. F2-… nennt und erwähnte, daß ja Jewegnij Samjatin in „Wir“ seinen Personen auch Namen und Buchstaben gibt. Ich weiß nicht, ob Anna Weidenholzer, die Anspielung verstanden hat? Sie hat jedenfalls eifrig genickt. Dann kam der 1978 in Bratislava geborene Ondrej  Stefanik, der so, wie der tscheoslowakische Staatsgründer heißt und der las aus seinem Roman „Ich bin Paula“ für den er, glaube ich, einen Buchpreis gewonnen hat, auf Tschechisch, während die deutschen Übersetzungen von Studenten einer Schauspielschule gelesen wurde.

Dann wurde es Ungarisch und Zoltan Lesi, der seit sieben Jahren in Wien lebt, habe ich, glaube ich, schon im Literaturhaus gehört. Der hatte einen Gedichtzyklus, der sich mit transgender Sportlern die in der Olympiade 1936 in Berlin aufgetreten oder nicht aufgetreten sind, beschäftigte. Das gab eine interessante Dikussion und Vratislav Manacks Text, der 1988 in Westböhmen geboren wurde, wurde nicht nur ins Deutsche sondern auch ins Ungarische übersetzt und am Schluß wurde es wieder österreichisch und bekannt, denn Franzobels „Floß der Medusa“ mit dem er den bayrischen Literaturpreis gewonnen und auf der Shortlist des dBps gestanden ist, habe ich ja nicht nur bei den O-Tönen gehört sondern vor zwei Jahren in der „Alten Schmiede“ auch in einer Vorschau, als das Buch noch nicht erschienen war.

Dann gabs wieder Brötchen und Gelegenheit zu Gesprächen in verschiedenen Sprachen, wie im Programm angekündigt war und am Freitag ging es am Nachmittag mit einem Vortrag zur slowenischen Literatur im „Doml“ weiter, obwohl die eigentlich nicht zum „Centrope“ gehört, Ivan Cankar aber, der große slowenische Dichter einige Zeit in Wien gelebt hat, so daß es für Stephan Teichgräber in Ordnung war Jana Vollmaier Lubej, die derzeit in Wien eine Gastprofessur hat, einzuladen, um über die „Multikultalität, Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kontakte bei der modernen slowenischen Literatur zu sprechen. Ich war die einzige Zuhörerin und habe so wieder ein Privatissimum über die bedeutensten slowenischen Schriftsteller bekommen, die ja auch öfter in der „Alten Schmiede“, im Literaturhaus oder bei der „Buch-Wien“ zu hören sind.

So habe ich Drago Jancar schon öfter in der „Alten Schmiede“ gehört, von Boris Pahor die „Villa am See“ gelesen und von Lojze Kovacic, das waren die Beispiele die Jana Vollmaier Lubej brachte, habe ich auch schon einiges in meinen Regalen. Sie erwähnte dann noch einen jungen, 1980 geborenen Dichter Goran Vojnovic, dessen Roman „Vaters Land“ bei „Folio“ erschienen ist und Gabriela Babnik, die, glaube ich, noch nicht auf Deutsch übersetzt wurde, sich aber in ihrem Werk viel mit Akfrika beschäftigt und auch einige Zeit dort gelebt hat.

Dann hatte ich noch eine Stunde, bevor es wieder in die Münzwardeingasse ging und hier eröffnete Mechthild Podzeit-Lütjen mit der ich eine Zeitlang in der „Frauen lesen Frauengruppe“ des ersten Wiener Lesetheaters war, die sich inzwischen  Jonke nennt oder nannte. Sie stellte den Band „welch eine liebe der geheime grund“, vor, der, glaube ich, vor zwei Jahren erschienen ist, aber Gedichte enthielt, die ich noch von derZeit kannte, wo wir gemeinsam gelesen habe und las dann eine sehr poetische Geschichte, die von Blutrache und einem Mann, der seine Familie bei einem Flugzeugabsturz verlor, handelte.

Poetisch ist es dann auch geblieben, denn die 1947 slowakische Schauspielerin und Autorin Zusanna Ciganova beschäftige sich in ihrem Buch „Aksal oder Ebeil“ mit der Liebe, während die 1968 geborene Ungarin Virag Erdös sehr schöne und auch sehr politische Gedichte vortrug, Balladen, die auch vertont sind, die ungefähr so klingen:

„He sagt schon ihr Klugscheißer, wie soll es sein, wen schmeißen wir raus, wen lassen wir rein?“, die sich, wie im Gespräch deutlich wurde, auch an Demostrationen in Budapest beteiligt oder solche organisiert.

Reinhard Kaiser-Mühleckers „Fremde Seele dunkler Wald“ habe ich auch schon gelesen, weil es ja 2016 auf beiden Buchlisten stand und es bei der deutschen soar auf sie Shortlist schaffte und der wie Stephan Teichgräber zitierte von Peter Handke aos zwischen „Stifter und Hamsum“ bezeichnet wurde. ich habe von ihm schon zwei andere Bücher gelesen und war auch auf mehreren  Lesungen und am Schluß wurde es audiovisuell, es ging nämlich um einen Comic des 1984 geborenen und in Prag lebenden Marek Sindelka „Heilige Barbbara“, wo es um Verwandlungen, Mißhandlungen, eine Sekte und Journalisten, die die Sache aufklären wollen, geht.

Sehr sehr spannend der elfte literarische Lenz mit sehr unterschiedlichen Texten jüngerer und auch älterer Autoren, die wahrscheinlich einen guten Einblick der mitteleuropäischen Gegenwartsliteratur gibt, so daß man sich, wie Stephan Teichgräber in seinem Schlußwort erwähnte, schon auf das nächste Festival freuen kann.

2017-12-09

Meine Blogger Debut Preis-Entscheidung

Filed under: Buchpreisbloggen,Literaturpreise — jancak @ 00:57
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Die letzten zweieinhalb Wochen war ich intensiv mit dem Bloggerdebutpreislesen beschäftigt, nachdem ich  vorigen Oktober, nach dem ich gerade mit dem doppelten Buchpreislesen fertiggeworden bin, mich im letzten oder leicht verspäteten Moment für die Bloggerjury angemeldet habe.

Heuer war ich etwas früher dran und habe mich auch schon vorher mit den nominierten Bücher beschäftigt, das heißt schon im Frühjahr zwei gelesen, die Juliana Kalnay und den Tijan Sila,  war dann im Sommer wieder bei den O-Tönen wo es ja auch eine Debutlieste gab, habe Bücher vorgeschlagen und bei den Buchpreislisten waren auch einige Bücher darauf, die auch auf der Debutlongliste standen, so daß ich vor der Shortlistenbekanntgabe schon acht Bücher gelesen habe.

So hatte ich dann auch bald meine eigene Shortlist, die bestand dann auch aus Julia Webers „Immer ist alles schön“, das ich vorgemeldet bekommen habe, so daß ich es schon gelesen hatte, als ich meine Shortlist erstellte und sehr erstaunt war, auf der offiziellen vier Bücher zu finden, die vorher an mir vorbei gegangen waren.

Das ist jetzt vorbei. Ich habe alle fünf gelesen und wunderte mich wieder, wie im letzten Jahr, über die heterogene Auswahl.

Das heißt, so ganz hertogen ist sie nicht, waren ja drei sehr poetische, sprachlich anspruchsvolle Bücher von drei Debutantinnen, die auch schon anderen Debutpreise gewonnen haben, dabei und ich dnchte lange, meine Reihung, jetzt sollen wir ja drei Namen nennen und die mit fünf, drei und einen Punkt bewerten, weil ja im letzten Jahr mit nur einer Nennung Sonja Harters „Weißblende“, obwohl mir das Buch gut gefallen hatte, keine einzige Stimme  bekam.

Also habe ich gelesen und dachte lange, meine Auswahl wäre:

  1. Julia Weber „Immer ist alles schön“, weil mich die Metapher von dem Sozialarbeiter, der ein Riese ist und der erste Satz, daß sich der Sohn einen Urlaub ohne Alkohl wünscht und ihn doch nicht bekommt, sehr beeindruckt hat
  2. Juliana Kalnay „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“, weil mich auch hier die Poetik der Sprache, den magische Realismjus und das Haus-Thema, ich hatte damals gerade ein paar Bücher gelesen, die sich mit Häusern beschäftigten, sehr beeindruckt hat.

Dann habe ich aber als drittes Buch, die „Chronik“ habe ich schon im Februar gelesen. „Alles ist immer schön“ gleich nachdem ich das PDF bekommen habe, Klaus Cäsar Zehrers „Das Genie“ gelesen. Eine fiktionale Biografie über ein Wunderkind und dachte, das ist mein Buch nummer drei, obwohl das Debut, des  1969 geborenen Journalisten, der dafür schon für den bayrischen Buchpreis nominiert war, eigentlich im Stil und Thema so überhaupt nicht zu den zwei oben Genannten passend.

Aber wer sagt, daß ein Debutpreisbuch immer ein poetisches Sprachexperiment sein muß? Niemand sagt das und die Vorauswahl war wohl auch bewußt heterogen und so habe ich zu Jovana Reisingers „Still halten“ gegriffen und schwankte beim Lesen hin und her, denn jetzt das dritte sprachlich schöne sehr poetische Buch, wo ich auch viele österreichische Vorbilder erkannte, obwohl Jovana Reisinger in München geboren ist.

Es mir aber  ein bißchen zuviel Bernhard und Jelinek enthielt, obwohl die Wende in die persöbliche Psyche, das Burn- Out und das Absetzen der Tabletten, dann wieder gegeben war und für mich das Neue war, das ein Buch ja haben soll, um als literarisch zu gelten.

Aso doch Weber, Kalnay, Reisinger und die anderen Bücher halte ich, eine realistische Autorin, außen vor?

Denn da hatte ich  schon gehört, daß es bei Christian Bangels „Oder Florida“ um einen DDR-Nachwenderoman geht und das ist ja ein Thema das mich interessiert. Allerdings bin ich nicht ganz so leicht in das Buch hineingekommen, vielleicht auch deshalb, weil ich vor kurzem „Peter Holtz“ gelesen habe und mich in der letzten Zeit mehr mit den Patrioten von 2017, als mit den Neonazis von 1998 beschäftigte?

Das hat sich aber geändert, denn eine realistische Autorin soll und kann den Realismus und die politische Situation auch wenn sie schon von 1998 ist und die Welt sich inzwischen sehr geändert hat, vorne weglassen, also hier meine Reihung, wie folgt:

  1. Julia Weber „Alles ist immer schön“, weil das in dem Buch zwar gar nicht so ist, Julia Weber aber gelungen ist, ein sehr bedrückenden Thema  in einer poetisch schönen Sprache auszurdrücken und das auf eine Art und Weise tat, wie ich sie vorher noch nicht gelesen habe, immer noch von der Riesenmetapher beeindruckt bin und ich mich, als Psychologin und Psychotherapeutisch auch sehr für überforderte Mütter und vernachläßigte Kinder interessieren. Also fünf Punkte.
  2. Christian Bangel „Oder Florida“ hier war es das Thema, weil mich DDR Romane sehr interessieren und wenn sich auch die Neonazis inzwischen in Patrioten umgewandelt haben und die Ossis wahrscheinlich mit dem Kapitalismus ein bißchen besser umgehen können, haben mir hier vor allem die Ideen mit mit „Mehr Sonne für Frankfurt!“, eine Wahl gewinnen,  der SPD einen Kaptilastien unterjubeln und den zum Bürgermeister machen zu wollen, sehr gefallen und da man wahrscheinblich immer noch „sowohl politische als auch gefühlvolle Bücher über Deutschland nach der Wende braucht“, vergebe ich hiermit dafür drei Punkte.
  3. Und zuletzt habe ich mich doch für Klaus Cäsar Zehrers „Genie“ entschieden, weil die Psychologie das Geniethema natürlich sehr interessiert und es eine sehr spannende Geschichte war, zu erfahren mit welchen Ehrgeiz man Wunderkinder erzeugen kann und, wie die dann vereinsamen und siebzig Jahre nach ihrem Tod schon ganz vergessen sind. Also ein Punkt für die fiktionale Wunderkindbiografie von der ich viel gelernt habe und die mich ebenfalls sehr beeindruckt hat.

Das war es, kurz und bündig. Nach einigen Hin- und Herschwankungen und Umentscheidungen, was natürlich wieder dem geschuldet ist, daß man Bücher weder vermessen, noch wie Äpfel und Birnen vergleichen kann und eigentlich jede Einkastelung Unsinn ist und ich immer noch gerne auch „Liebwies“, „Tierchen unlimited“ und und und auf der Liste haben möchte.

Jetzt bin ich gespannt auf das Voting der mitstimmenden Blogger und Bloggerinnen und natürlich, was am Ende dabei herauskommt.

Im Vorjahr hats gepasst, da hat mein Tip dann auch gewonnen, aber heuer kann natürlich alles ganz anders sein und letztlich ist es wahrscheinlich gut, die Bücher selbst zu lesen und sich sein eigenes Urteil zu bilden.

2017-10-23

Die Außerirdischen

Buch sieben der österreichischen Buchpreisliste und eines, das es zum meinem Bedauern nicht auf die Shortlist brachte, denn ich habe mich, seit ich auf den „O-Töne“ davon hörte, in „Exlibris“ gab es auch einen Beitrag, darauf gefreut und mich gefragt, ob das jetzt ein Fantasy Roman ist und es diese Außerirdischen gibt oder nicht?

Der Alfred, der auch bei den  „O-Tönen“ war und „Exlibris“ hörte, vermutete es hätte mit der FPÖ und vielleicht auch mit dem Wahlkampf zu tun.

Das letztere sicher nicht, denn das ist für einen Roman sicherlich zu aktuell, um die Chance zu haben, in den Kanon aufzusteigen und der 1961 in Tel Avic geborene und schon lange in Wien lebende Doron Rabonovici, ist ein Profi.

Ich denke aber immer noch an das Symposium für Sprachkunst, wo die Frage diskutiert wurde, ob man in Leipzig oder auch in Wien das Schreiben von Fantasyromanen unterrichten solle, denn das ist es ja, was die Leser wollen und wenn ich mich so in der jungen Book Tuber-Szene umhöre, dann ist es ja genau das, was sie lesen und es auch unzäliche von Dystopien, Weltuntergangszenarien, ecetera gibt.

Es ist aber, nehme ich gleich vorweg und denke da an das diabolisch überlegene Lächeln, das Doron Rabiovici während der Lesung im Museumsquartier aufsetzte. Ein sehr politischer Roman, ein gesellschaftpoltisches Portrait, das da meisterhaft mit allen Regeln der Sprachkunst und des spannenden Romanschreiben, gezeichnet wird und es hat natürlich mit dem Holocaust zu tun, was ja auch Rabinovicis Biografie und sein Engegament gegen Waldheim mit der Gründung des republikanischen Clubs etcetera, vermuten läßt. Es wirft aber auch ganz alltägliche Fragen auf. Schließen essen wir ja alle wahrscheinlich Fleisch und es gibt die Tierfabriken und die Schlachthöfe und auch die Proteste dagegen. Den Holocaust hat es gegeben und die Kriege, die Außerirdiischen warhscheinlich nicht.

Aber die kommen in Rabinovics Roman auf die Erde,  nach Wien, wo der Protagonist Sol wahrscheinlich lebt, genau steht das, glaube ich nie geschrieben. Es wird nur das Morgenjournal erwähnt, das Sol, der Gastrokriiker eines Onlinejournals mit seiner Frau Astrid, einer Museumskuratorim, also bestes Bobo-Milieu, gebildete Mittelschicht, hört und da wird berichtet, die Außerirdischen sind, nicht nur in Wien, sondern überall auf der Welt gelandet, Panik bricht aus, obwohl Astrid das zuerst für einen Scherz oder die nochmalige Übertragung eines Hörspiels hält. Es geht aber der Strom aus. Der Nachbar und sein Kind bleiben im Lift stecken. Sol will hilfe holen und sieht, wie die Supermärkte geplündert werden und Jugendliche mit Stangen auf der Straße stehen. Das hat Rabinovici, glaube ich, nicht erfunden, sondern kann man wahrscheinlich im Fernsehen vom Realgeschehen in Südamerika oder sonstwo, recherchieren.

Die Lage beruhigt sich aber wieder, nach einigen Wochen oder Tagen, das blieb mir unklar, denn zuerst heißt es, die Banken werden geschlossen. Es gibt kein Geld und keine Versorgung, dann geht aber alles sehr bald wieder in geordneten Bahnen über und die Außerirdischen, die niemand gesehen hat, heißt es, wollen den Frieden bringen. So gibt es Friedendemostrationen und Aufmärsche und das Gastromagizin in dem Sol arbeitet und das ist, glaube ich, auch ein besonderer Clou des Autors, verwandelt sich in eine  Politshow die „Brandheiß“ heißt, den Namen hat Sol erfunden und es kommen auch Gerüchte auf, daß die Außerirdischen eine Wettkampfshow wollen, wo man sich freiwillig melden kann. Der Sieger bekommt viel Geld und außerirdische Exomobilien. Der Verlierer aber wird geschlachtet, weil die Außerirdischen gerne Menschen essen, also wieder ein Kannibalismus-Roman, das hatten wir ja schon auf der deutschen Liste und bei dem „O Tönen.“

Aber nein, bei Rabinovici geht es ja um Fiction und zuerst heißt es auch, daß sich kein Mensch da freiwillig melden wird. Dann kommen die aber natürlich, werden Märtyrer genannt, denn die Außerirdischen heißt es, können Krankheiten heilen und die Welt retten. Beweis gibt es dafür zwar keinen, aber das müße man halt, als das kleinere Übel hinnehmen.

Die Talkshow wird berühmt und ein anderer Nachbar  Sols, Elliot, ein Student der Luftfahrtstechnik meldet sich als Freiwilliger. Jetzt kommt es aber zu Protesten und Terroranschlägen gegen die Show und da tauchen dann auch die Sicherheitsleute in dem Haus auf, wo die Talkshow abgehalten wird.

Elliot und andere Champs, wie die Freiwilligen genannt werden, sollen dort auftreten und das Projekt verteidigen. Elliot tut es, bittet Sol dann aber, ihm zur flucht zu verhelfen, denn die Zustände in dem Vorbereitungscamp wären furchtbar und von Freiwilligkeit schon längst nicht mehr die Rede.

Sol tut es und Astrid verschwindet. Sie hat, wie wir erfahren, sich für Elliot geopfert, denn die Behörden haben gewußt, daß er nicht bei dem vorgetäuschten Brandt, ums Leben gekommen ist, sondern Sol ihm zur Flucht verholfen hat. Sol sucht Astrid und kommt jetzt selbst in das Lager und wird auf die Insel geschickt, die sich nicht so paradiesisch erweist, wie den Freiwilligen eingeredet wurde.Kein Luxus, sondern blanker Terror. Ein Konzentrationslager und, um die Schlachtung geht es eigentlich nicht mehr oder doch, um sie schon, es wird aber kein Fleisch verpackt und verarbeitet.

Sol trifft Elliot und Astrid wieder. Elliot wird vom Mitläufer zum Widerstandskämpfer und am Ende sind wir dort, wo wir nach 1945 und wahrscheinlich bis zur Waldheim-Affaire waren.

Sol und Astrid kommen zurück, gelten als Traumatisierte, werden interviewt, sollen aussagen, werden aber auch gefragt, wieso sie zurückkommen konnten und ob sie nicht vielleicht selbst an ihrem Unglück schuld waren?

Die Außeridischen, die ja immer noch niemand gesehen hat, sind abgezogen. Denn sie haben, hört man von den Zuständen auf der Insel nichts gewußt und wollen jetzt kein Menschenfleisch mehr. Elliot soll angeklagt werden, Astrid und Sol werden aber für ihn aussagen und das Leben geht weiter. Wieder hat niemand von etwas gewußt und wir wissen jetzt vielleicht noch immer nicht, ob wir einen Fantasyroman gelesen haben und ich könnte vermuten, daß manche jugendliche oder auch ältere Leser enttäuscht sein werden, wenn sie vielleicht unbedarft nach dem Buch griffen und etwas anderes, als erwartet zu lesen bekommen.

Und ich bin enttäuscht, daß Doron Rabinovice, der ausgefuchste, diabolische nicht auf die Longlist kam. Denn wer soll jetzt den Preis gewinnen?

Robert Menasse, der, wenn auch anders, einen ebenso politischen Roman geschrieben hat, meiner etwas naiven Mainstreamleserseele liegt aber Rabinovicis Art mehr, kommt nachdem schon deutscher Buchpreisträger, vielleicht doch nicht mehr in Frage, denn das wäre ja fad und wohl auch ungerecht, das Geld nur an einen, statt an zwei zu verteilen, Paulus Hochgatterer Geschichte ist mir zu wenig zu wenig neu, Olga Flors Roman zu kompliziert und mit der experimentellen Literatur haben es sowohl ich, als auch die meisten Bücherkäufer nicht so sehr. Da blieben nur noch Eva Menasses raffinierte Kurzgeschichten über, die ich eigentlich auch nicht so mag.

Aber ich weiß schon, der Lesergeschmack ist auch nicht der gesellschaftspolitische Fantasyroman, der keiner ist und so wird wahrscheinlich, vermute ich jetzt mal, Eva Menasse oder Paulus Hochgatterer den öStBp gewinnen und ich habe einen sehr  spannenden Roman gelesen, der uns zeigt, wie die Welt leider ist.

Die Menschen schlecht, Fleischfresser, politisch  unlorrekt, Hassposter und Dirty-Campainer, ecetera und was man dagegen machen kann, hat Doron Rabinovici uns auch nicht geseagt. Aber das weiß er wahrscheinlich ebensowenig, wie ich und es wäre auch  zu vermessen, das von einem Autor zu verlangen. Also ich habe einen sehr spannenden politischen Roman gelesen, der mit sehr gefallen hat und jetzt bin ich gespannt, wer den österreichischen Buchpreis gewinnen wird?

2017-09-13

Leo Perutz-Preisverleihung

https://literaturgefluester.wordpress.com/2012/09/13/elisabeth-chovanec-leo-perutz-preis-und-shortlist-des-dbp/Den „Leo Perutz-Preis“ für den besten in ovativen Krimi mit Wien-Bezug gibt es  vom „Hauptverband des Buchhandels“ und der Stadt Wien veranstaltet, seit einigen Jahren und meistens fand die Veranstaltung im Palais Fürstenberg in der Grünangergasse statt. Einmal war die die Veranstaltung im Bestattungsmuseum und diesmal überraschend in der Wien Bibliothek, in der es ja auch manchmal Krimilesungen gibt und fast wäre ich aus Gewohnheit in die Grüngangergasse gegangen ,denn auf der Seite www. buchhandel. at, wo ich meine Informationen beziehe, gab es zwar vor einigen Monaten oder Wochen einen Hinweis auf die Shortlist und, daß die Veranstaltung am 13. September stattfinden würde, mehr aber nicht.

Dann habe ich aber am Freitag doch ein Mail an Teresa Preis geschickt, die jetzt die Pressearbeit macht und sie hat mir auch schnell geantwortet, Mittwoch 19 Uhr Wien Bibliothek, ich setze Sie gerne auf die Liste.

Das war dann gar nicht so notwendig, denn der der Chemiker Manfred, ein regelmäßiger Wien Bibliothek Besucher, der gestern  bei einer Veranstaltung über Johann Strauß war, war auch da und sonst die üblichen Perutz-Besucher.

Christopher Just, der mit seinem „Modsdetektiv“ nicht nur niminiert war, sondern auch bei den O-Tönen Debuts gelesen hat, habe ich im Lift getroffen und ihn gleich frech gefragt, ob er den Preis gewinnen würde?

Aber das hat er wahrscheinlich weder gewußt noch gewonnen. Er hat mir aber den Vortritt in die BibliotheK gelassen und dort trafen dann nach  und nach die Horoatoren ein. Roman Kollmer hat moderiert, vom „Picus“ waren Alexander Pootyka und Dorothea Löcker da, hatten sie ja auch einen Kanditaten und Günter Kaindlsdorfer, der bisher moderierte, war verschwunden.

Die sogenannte Shortlist bestand aus fünf mir außer Theresa Pramer, der vor zwei Jahren Preisträgerin und Christopher Justaus lauter unbekannten namen und ich denke ja auch, das ist ein schräger Preis, denn Leo Perutz hat ja eher Gespenstergeschichten als Krimis gechrieben und es sind ja auch meist eher schräge <Kimris die da nominiert werden, obwohl Eva <menasse, Stephan Slopethzky, Thomas Raab, etcetera haben schon gewonnen und diesmal war die Shorthlist mit

  1. Alex Beer „Der zweite Reiter“
  2. Christopher Just „Der Modsdetektiv“
  3. Stephan Peters Erstbezug“
  4. Theresa Prammer „Die unbekannte Schwester“ und
  5. Hans-Peter Vrtacnik „Totenvorgel“

bestückt und diesmal war diePreisverleihung eher ungewöhnlich. Das heißt Roman Kollmer hat moderiert. Eine Vertreterin von der Stadt Wien hat Grußworte gesprochen und dann kam Erwin Riedesser vom Hauptberband, der in ein Streitgepräch mit Roman Kollmer verwickelt wurde, beabcbsichtig oder unbeabsichtigt, habe ich keine Ahnung. Er sagte jedenfalls ein paar Worte zu dem Preis, den Preisträgern, Leo Peruthz und möglichen Veränderungen. Dann stellte Roman Kollmer die Preisträger vor, die diesmal nach und nach den Lesetisch füllten. Es gab eine jeweilige Kurzlesung von drei bis fünf Minuten und ein Gespräch zwischen Roman Kollmer und den Autoren, wo man erfuhr, daß Alex Beer, deren Namen ein Pseudonym ist und die in Bregenz geboren wurde, Roman ein historischer ist, der im 1919 nach dem ersten Weltkrieg spielt. Andreas Pittner, ich glaube, auch ein Preisträger, hat einmal auch etwas Ähnliches geschrieben, wo der Kommissar in der geheitzten Straßenbahn fährt.

Die Krimihandlung des Moddetekiven habe ich immer noch nicht verstanden und der bei „Picus“ erschienene Krimi „Erstbezug“ handelt von einem Afghanen, der in eine überfüllte Wohnung gestopft wurde.

Die Preisträgerin von vor zwei Jahren hatte dagegen etwas von einer unbekannten Schwester und Hans Peter Vertacnik ist offenbar ein pensionierter Pensionist, der sich jetzt im Krimigenre versucht und dabei gleich einen Innenminister ermorden läßt.

Dann kam Andreas Gruber, der Vorjahrspreisträger, der heuer in der Jury saß, erzählte etwas von den Juurysitzungen, verkündete, daß Alex Beer gewonnen hat und verlas die Laudatio.

Großer Applaus und Juchu Geschrei, Alex Beer, die noch unter einem anderen Namen offenbar schon einmal nominiert war, hatte sich ihr Fan Publikum mitgebracht, dann gabs Wein und Brötchen.

Ich habe mich mit dem Chemiker Manfred unterhalten und das Geschehen, um mich herumbetrachtet und werde, da ich ja jetzt doppelten Buchpreislese wohl in der nähsten Zeit kaum zum Krimilesen kommen. Benedikt Föger der Präsident des <Hauptverbandes erwähnte aber etwas, das die Krimis dem Buchhandel den Ummsatz bringen und wieder neu, es gab diesmal einen Büchertisch, wo man alles kaufen konnte. Sehr viele Interessenten habe ich dabei aber nicht gesehen.

2017-09-05

Die österreichische Buchpreisliste und ihre Beziehung zu den O-Tönen

Jetzt ist sie da, die zweite österreichische lange Buchpreisliste, die, wie ich höre, in Deutschlan ziemlich unbekannt ist und wenn man sich so die Namen der nominierten Bücher durchsieht und sie mit meiner vor ein paar Wochen getroffenen Schätzung, vergleicht, dann sieht man, es gibt, wenn man regelmäßig zu den O-Tönen geht, nur wenige Überraschungen oder doch. Ein paar experimentelle Bücher von denen ich öfter hörte, die aber irgendwie an mir vorbeigegangen sind, wie das, der Brigitta Falkner oder des Oswald Eggers, und  von Franz Schuhs „Magazin des Glücks“, ein Buch das es meiner Schätzung nach schon seit ewigen Zeiten gibt, war für mich auch eine Überraschung.

An Doris Knecht neues Buch hätte ich ja bei der deutschen Liste gedacht und das ht der Alfred heuer in Leipzig ja gekauft, aber dann der Anna geschenkt, während ich, als er in Amerika war, „Wald“ gelesen habe, was einmal im Schrank für mich lag.

Also keine sonderlichen Überraschungen, aber da hatte ich ja nach den letzten O-Tönen, als Katja Gasser dort bedauerte, dam man Florjan Lipus den großen österreichischen Staatspreis verwehrte, die Idee, daß wir, wenn, er auf der Liste steht, schon genauso den Preisträger hätten, wie es im Vorigen Jahr die Frau Mayröcker war.

Ist er aber nicht uind war auch nicht so. Natürlich, denn Katja Gasser ist ja in der Jury für den deutschen Bp und tüftelt, während ich gerade eine Longlistlesepause mache und mich mit literarischen Reportagen beschäftige, aus, wer da nächste Woche auf die kurze Liste kommt?

In der österreichen Jury sind die Buchhändlerin und Amazon-Hasserin, Petra Hartlieb, deren „Wunderbare Buchhandlung“, ich noch lesen muß, Klaus  Kastberger, der bei den O-Tönen moderierte, Klaus Nüchtern vom Falter und Kristina „Pfoser vom ORF und die mir eher unbekannte Wiebke Porombka, die, glaube ich, schon einmal in der dBpjury war und ich hätte noch gedach,t Brigitte Schwens Harrant, aber die war vielleicht schon im vorigen Jahr dort und wer, werden jetzt meine Leser vielleicht fragen, steht  nun auf der langen Liste und auf der kurzen für die Debuts?

Also als erstes eine Überraschung, obwohl es eigentlich nicht so unerwartet ist.

  1. Oswald Egger „Val di Sol,   dann folgt zweitens wieder sehr experimentell und daher für mich unerwartet
  2. Brigitta Falkner „Strategien der Wirtsfindung, aber da gab es schon eine Ausstellung im Literaturhaus darüber
  3. Olga Flor „Klartraum“ endlich ein OTöne -Treffer, aber auch ein sehr kompliziertes Buch, ob ich es verstehen werde>?
  4. Paulus Hochgatterer „Der Tag an dem mein Großvater ein Held war“, decapo o-tönig und sehr kurz für die Vielleserin also erholsam
  5. Doris Knecht „Alles über Beziehungen“, ein Buch, das an mir bisher vorbei gegangen ist. Aber vielleicht kann ich es mir von der Anna holen, wenn „Suhrkamp“ es mir nicht schickt.
  6. Eva Menasse „Tiere für Fortgeschrittene“ ist auch o-tönig und erholsam, weil schon gelesen
  7. Robert Menasse „Die Hauptstadt“, war nicht bei den O-tönen, weil offiziell noch nicht erschienen, steht aber auf der dBp und liegt in meinem Badezimmer und ich freue mich schon auf das Schwein, das da durch Brüssel rennt
  8. Karin Peschka „Autolyse Wien“ wieder o tönig, wieder ein Treffer und beim Bachmannpreis wurde ein Textauszug auch gelesen.
  9. Doron Rabinovici „Die Außerirdischen“ o-tönig und ein Buch, auf das ich mich sehr freue und bitte, bitte, lieber „Suhrkamp“ schick es mir, denn ich habe Doron Rabonivice schon im MQ gefragt, ob er damit wieder auf die Shortlist kommen wird und
  10. Franz Schuh „Fortuna aus dem Magazin des Glücks“, ein Buch, das Christa Nebenführ, glaube ich, schon bei ihrer Glücksreihe in der „Alten Schmiede“ vorstellte oder darüber sprach. Ich bin nicht sicher, ob ich es verstehen werde,  werde es aber sicher lesen , denn die liebe Frau Rössler von Deuticke, die mir ja schon voraussagte, ihr Verlag steht darauf, es mir bereits mit dem Franzobel-PDF schickte, das nicht auf der Liste steht. Aber macht ja nichts, höre ich ja allethalben, der wird den dBp gewinnen oder zumindestens auf die Shortlist kommen.

Also bevor es zum Debutpreis geht, die Trefferanalyse, zwei bis fünf könnte man sagen, denn Olga Flor und Eva Menasse habe ich unter eins bis zehn geschrieben. Hochgatterer, Rabinovici und Menasse dann nur erwähnt und schade, lieber Dietmar Füssel, daß es nichts mit der Longlist wurde.

Aber macht ja nichts, man kann sein Buch trotzdem lesen,  soll es auch und es gibt noch soviel anderes. Ich habe ja inzwischen auf dem Volksstimmefest Gertraud Klemm gefragt, ob sie glaubt, daß sie mit ihrem neuen Buch auf die Liste kommt? Anna Jeller hat es jedenfalls in ihrem Schaufenster liegen und für die, die mich immer unersättlich nennen, Theodora Bauer hat auch ein neues Buch, das nicht auf dieser Liste steht und Picus hat mir schon geschrieben, daß er es mir schicken wird.

Also wieder mehrgleisig und durcheinander lesen und es würde mich auch interessieren, was meine Leser von der Liste halten, aber richtig, es gibt ja noch den Debutpreis und der hat auch zwei O-Töne Treffer, nämlich

1.Mascha Dabic „Streuungsverluste“ und

2.Irene Diwiak „Liebwies“ auf das letztere Buch freue ich mich besonders und  werde es auch lesen, denn die liebe Frau Rössler hat es mir auch geschickt und dann kam noch das für mich völlig unbekannte Buch von

3. Nava Ebrahimi „Sechszehn Wörte“ darauf.

Also lesen, lesen, lesen und ich erwähnte vielleicht der Vollständigheit halber, daß ich da schon sieben deutsche Bp-Bücher hinter mich gebracht habe und jetzt „Refuges Wordwide“, die literarischen Reportagen aus dem „Wagenbach Verlag“ lese und dann mit Uwe Timms „Ikarien“ weitermache. Ein Buch, das auch nicht auf der dLL steht, es aber sicher könnte, bevor ich mit entweder dem „Singen der Sirene“ oder mit „Nach onalko“ weitermache, aber das ist das einzige Buch, das ich von der „Netgalley“ öffnen konnte. Der Verlag hat mir aber inzwischen geschrieben, daß er es mir schicken wird und da ich ja lieber richtige Bücher als Dateien lese, warte ich  lieber noch ein bißchen, umsomehr, daß ich ja auch noch den Seven Regener, den Robert Menasse, die Sasa Mariaa, Salzmann, den Ingo Schulz und und und zur Auswahl habe….

 

2017-08-18

Österreichische Buchpreisspekulationen

Den österreichischen Buchpreis nach dem Vorbild des großen deutschen gibt es seit einem Jahr. Eigentlich könnte man ja sagen, das ist ein wenig ungerecht, weil der deutsche Buchpreis, seit 2005 bestehend, ist ein deutschsprachiger, der schweizer und der österreichische haben sich erst nachher gebildet und da dürfen nur österreichische und schweizer Bücher nominiert werden, während beim deutschen alle drei Länder teilnehmen können und daher manche Autoren, wie beispielsweise Reinhard Kaiser-Mühlecker doppelt nominiert waren.

Aber egal, er hat beide Preise nicht gewonnen, war nur auf der deutschen Shortlist und ich habe das Buch gelesen, weil ich ja seit 2015 den dBp und seit letzten Jahr auch den österreichischen blogge und den wollten die Autoren haben, die mittleren, die für den „Alpha“ nicht mehr in Frage kommen und auf der deutschen LL vielleicht nicht vertreten sind.

Der Buchhandel und das Ministerium, der Geldgeber haben vorerst abgewinkt.

Dann gab es ihm plötzlich. Friederike Mayröcker hat ihn gewonnen und ich bin seither ein bißchen im Streß, weil ich ja ein Monat nach der deutschen Longlist, wo sich bei mir erfreulicherweise die Bücher stapeln, dann noch einmal anfrage,  lese und lese und mich beispielsweise ärgere, wenn ich in der „Gesellschaft für Literatur“ sitze, auf den Beginn der Veranstaltung warte und das aktuelle Buch nicht mithabe.

Das wird mir heuer, ich verspreche es, nicht passieren und der Streß, ein positiver und für mich sehr angenehmer, wie ich für die, die jetzt „Selber Schuld du mußt ja nicht!“, schreien, betone, nein ich muß nicht, aber ich will, wird heuer vielleicht noch ein bißchen größer sein, denn ich habe mich ja in Leipzig mit der lieber Frau Meier von  „Kiwi“ zusammengesetzt und die hat mir die Herbstvorschau vorgelesen und ich habe „Ich will, ich will, ich will.!“, gesagt und dann hat sich noch „Aufbau“ und „Wagenbach“ und „FVA“ bei mir gemeldet, „Homunculus“ auch, aber den habe ich „ignoriert“ und „Literaturtest“ meldet sich auch gelegentlich und schickt dann manchmal was.

Also selber schuld für den Buchpreisstreß, der ja keiner ist und als ich vorigen Jahr nochmals angefragt habe, es waren ja zum Teil die gleichen Verlagen, die betroffen waren, haben sich die wohl auch gedacht „Das kann die ja nicht alles lesen!“ und haben mich beim zweiten Mal zur Hälfte ignoriert, während ich das erste Mal fast alles bekommen habe.

Also habe ich von der ersten österreichischen Liste „nur“

1.Anna Mitgutsch „Die Annäherung“ und

2. Peter Waterhouse „Die Auswandernden“ gelesen, was, wie ich gleich hinzufüge, für mich die große Überraschung war.

Inzwischen habe ich  Sabine Grubers „Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“ sehr zerfleddert im Schrank gefunden und mir Peter Henisch „Suchbild mit Katze“ vom Alfred bei „Buch und Wein“ kaufen lassen und bezüglich Longlist kommen noch einmal drei Titel hinzu, da habe ich gelesen und bekommen

3. Kathrin Röggla „Nachtsendung“

4.Daniela Emminger „Gemischter Satz“ und

5.Rainer Kaiser Mühlecker „Fremde Seele dunkler Wald“

Von den anderen Büchern hatte ich aber dank der OTöne und des Musas schon etwas gehört und die Frau Mayröcker ist mir ohnehin ein Begriff, obwohl man von ihr wenig im Schrank findet und derHherr vom Suhrkamp Bloggerdienst nur höflich bedauerte, „Haben wir leider nicht mehr“

Nun vielleicht fragen die Blogger nicht so viel FM an und der österreichische Buchpreis ist glaube ich sowieso nicht sehr zu den Bloggern vorgedrungen. Da ar ich außer den „Wortlichtern“, glaube ich, die Einzige die darüber berichtet hat und jetzt ist es Anfang September wieder so weit.

Man kann schon spekulieren und da ich ja auch heuer regelmäßig zu den O-Tönen gehe, ist das wahrscheinlich auch wieder nicht so schwer, obwohl es ja sicher viel mehr österreichische Neuerscheinunge, als zehn Stück gibt und ich mich, wie bei meiner deutschen Schätzung auch wieder mit dem, was ich schon gelesen habe, beginnen will. Also:

  1. Nadine Kegele „Lieben muß man unfrisiert“
  2. Andrea Stift „Die Stierin“
  3. Isabella Feimer „stella maris“
  4. Thomas Sautner „Das Mädchen an der Grenze“
  5. Ivan Ivanji „Schlußstrich“
  6. Eva Menasse „Tiere für Fortgeschritte“

Da  bleibt dann gar nicht mehr so viel Platz für das andere. So lasse ich Cornelia Travniceks „Parablüh“ aus, obwohl Lyrik ja zugelassen ist aus und muß aber noch

7. Dietmar Füssels „Wiederholte Geburten“ anfügen, da er mir schon im Vorjahr gesagt hat, daß er sich dafür bewerben will und von den  O-Tönen:

8.Franzobels „Das Floß der Medusa“

9.Anna Kim „Die große Heimkehr“ und

10.Olga Flor „Klartraum“

Daniela Wissers „Löwen in der Einöde“ hat sicher auch gute Chancen, und Karin Peschkas neues Buch, das des Doron Rabniovci, des Paulus Hochgatterr und Robert Menasse hat ja, wie ich schon bei den deutschen Buchpreisspekulationen der Blogger sah, auch ein neues Buch geschrieben.

Ich höre also mit den Spekulieren auf und bin gespannt, was ich noch  ǘbersehe habe, beziehungsweise an mir vorbeigegangen ist und wende mich den Debuts zu, denn das ist ja auch eine Schiene des öst Bps.

Da gibt es ja auch eine O Ton- Schöne und das ist mir ja das Buch der

1. Irene Diwiak „Liebwies“ sehr aufgefallen

2.Mascha Dabics „Reibungsverluste“ klingt auch sehr interesssant, auf

3. Laura Freudenthalers „Die Königin schweigt“ bin ich neugierig und weil ich ja auch in der Jury der „Bloggerdebutpreis“ bis, kann ich gleich weiterspekulieren und mir da eine Shortlist wünschen und da habe ich , dank der Verlage auch schon einiges gelesen, so schlage ich um dieses zu erleichtern, also

  1. Juliana Kalnay „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“
  2. Tijan Sila „Tierchen unlimited“
  3. Simon Strauß „Sieben Nächte“ obwohl mir das ja nicht so gut gefallen hat
  4. Jens Eisel „Bevor es hell wird“, habe ich im Schrank gefunden
  5. Fatma Aydemir „Ellbogen“ vor und dann würde ich noch von der Longlist beziehungsweise dem O Töne-Programmm

Theresia Enzensberger „Blaupause“

Ada Dorian „Betrunkene Bume“

Tina Pruschmann „Lostage“

Norbert Kröll „Sanfter Asphalt“

Svenja Gräfen „Das Rauschen in unseren köpfen“

Jakob Prettenhofer „Tagwache“ und wie schon erwähnt, das Diwiak, Dabic- und Freudenthaler Buch und und und interessieren.

Mal sehen wie es wird. Ich bin ja nie sehr gut im schätzen, habe jetzt noch einige Herbstneuerscheinungen vor mir, bevor die deutschen Buchpreisbücher kommen und bin auf jeden Fall sehr gespannt und auf Feedback, beziehungsweise Diskussion ebenfalls sehr neugierig. Also was habt ihr schon gelesen und was würdet ihr so schätzen?

 

2017-08-17

Außerirdisches Glück

Ingrid Kaltenegger

Ingrid Kaltenegger

Ingrid Kaltenegger

Ingrid Kaltenegger

Mit dem Glück, der heurigen Sommerschiene des Literaturkreises Podium, ist es heute bei den O-Tönen im Museumsquartier weitergegangen. Heißt doch Ingrid Kalteneggers, bei  „Hoffmann und Campe“ erschienener Debutroman „Das Glück ist ein Vogerl“ und die 1971 in Salzburg geborene und in Köln lebende Autorin, war mir bisher auch unbekannt und in dem Roman scheint es, sehr interessant, um einen Geist zu gehen.

Jedenfalls erscheint der einem frustrierten Musiklehrer, die Ehe kriselt, die Tochter pubertiert, in einem Glückseminar, zu dem ihm seine Frau schleppte.

Dort soll er meditieren und da erscheint ihm der Mann, den er am Nachmittag niedergefahren hat.

Sehr originell und mit den Geistern oder den Außerirdischen ist es dann gleich mit Doron Rabinovicis gleichnamigen neue Roman weitergegangen.

Ob Science Fiction oder doch politisch, ist mir bei den Stellen, die der 1961 in Tel Aviv geborene Autor, den ich von der GAV kenne und der mit „Andernort,“ 2010, glaube ich, auch auf der Shortlist des DB war, nicht ganz klar geworden. Doron Rabinovici hat jedenfalls die ausgewählten Stellen fast diabolisch lächelnd vorgelesen.

Bühne

Bühne

Publikum

Publikum

Da kommen die Außerirdischen, wird eines Tages im  „Morgenjournal berichtet. Dann scheint es zuerst einen Aufstand, danach eine e Friedensbewegung zu geben. Man sieht sie aber nicht wirklich und dann werden Grundstücke im Weltall verkauft und Gewinnspiele veranstaltet, wo man viel gewinnen kann, aber wenn man verliert von den Außerirdischen gegessen wird.

Sehr diabolisch und sehr hintergründig. Würde ich gern lesen, auf die Longlist des dBp hat es der Roman nicht geschafft, aber vielleicht kommt er auf die österrichische Liste, obwohl sich jetzt die Bücher oder eher die  PDF bei mir zu sgtapeln scheinen und ich mir wahrscheinlich demnächst auch Franzobels „Das Floss der Medusa“ hinunterladen kann.

 

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Aber derzeit lese ich noch Print und  kein LL, nämlich Tims Krohns zweiten Band seiner Reihe der menschlichen Gefühle, das habe ich mir heute ins Museumsquartier mitgenommen und ein Stück darin gelesen, bis mich wieder die Christa, meine ehemalige Hauptschulkollegin  angesprochen hat und fragte, ob sie auch nächste Woche, wo sich ja die O- Töne zu Ende neigen und Florjan Lipus offenbar sein neues Buch vorstellt, hinkommen solle?

2017-08-15

Vier und zwei aus zwanzig

Ich werde immer besser, habe ich ja diesmal schon zwei Bücher aus der deutschen Buchpreisliste gelesen und viermal auch richtig geschätzt.

Aber ja, natürlich, wenn man bedenkt, daß es es paar tausend belletristische deutschsprachige Neuerscheinung gibt, ganz gut, ich hätte, wenn ich so den Prognosen der Buchpreis- und anderen Blogger folgte, zwar auch besser sein und mehr Treffer haben können, aber, wie sage ich immer „Es gibt zu viele Bücher und ich freue mich darüber!“

Für die, die sich jetzt nicht auskennen und meinen, daß ich unverständliches Zeug vor mich hinbrabble, es geht um den deutschen Buchpreis und die Longlist, die heute bekanntgegeben wurde.

Ja, in Deutschland ist das kein Feiertag, zumindestens nicht überall, in München, glaube ich, schon, denn da habe ich von „Hanser“ bezüglich meiner Rezensionsanfrage ein entsprechendes Mail zurückbekommen.

In Frankfurt aber nicht und so hat mir die liebe Frau Michaelis von FVA noch bevor ich auf die Liste gegangen bin, geschrieben,“Hurrah, hurrah, Julia Wolf ist auf der Liste!“

Da stieg natürlich die Spannung und die Hoffnung, daß ich jetzt nicht mehr so viele Bücher lesen muß, es bleiben aber achtzehn, so fern sie zu mir kommen werden, denn außer „Herr Nowak bleibt liegen“ ist  noch Feridun Zaimoglus „Evangelio“ nominiert und den würde ich auch sehr den deutschen Buchpreis wünschen.

Es sind aber noch andere „Wiederholungstäte,r“ wie Jens Lüscher, Ingo Schulze und Mirko Bonne nominiert, die ihn vielleicht auch haben wollen.

Von meinen zwei anderen richtigen Schäthzungen war also auch Jonas Lüschers „Kraft“ und höre und staune Franzobels „Floss der Medusa“ dabei und, was ich ein wenig schade find,e Uwe Timms „Ikarien“ nicht und auch nicht „Hannes Steins „Nach uns die Piguine, das ich vor kurzem ausgelesen habe und eigentlich ganz sicher war, daß ich es auf der Liste finde.

Bevor ich die jetzt im einzelnen durchgehe und schreibe, welche der nominierten Autoren ich kenne und von welchen ich noch nie etwas gehört habe, ja die gibt es auch und gibt es wieder, obwohl ich mich ja wirklich jedes Jahr genau mit der Liste beschäftige und spekuliere, wer darauf stehen könnte, vielleicht noch ein paar Worte zu meiner deutschen Buchpreisgeschichte, die habe ich zwar schon gebloggt, aber ich bin ebenfalls eine Wiederholungstäterin.

Bis 2008 ist der ja, glaube, ich ziemlich an mir vorbeigegangen. 2009 hat dann Christiane Zintzen auf „Inadäquat“ das es ja leider nicht mehr gibt, von ihm berichtet und auch auf das Longlistenheftchen“ aufmerksam gemacht.

Das habe ich dann 2009 gesucht und in Österreich nicht bekommen und 2013 kam Mara Giese auf die Idee mit vier anderen Bloggern die Aktion „Fünf lesen vier“ zu kreiiren, da habe ich schon Blut geleckt und eigentlich schon anfragen wollen, mich aber zurückgehalten, denn ich habe ja schon eine so lange Leseliste und ob die deutschen Verlage mir nach Österreich was schicken werden?

2014 gabs dann dort die „Longlistenleseaktion“ , da habe ich „Kastelau“ gewonnen und, glaube ich, auch schon was gelesen oder auf den Regalen und 2015 kamen dann die offiziellen Blogger, was mich damals ärgerte, daß da alle „Danke, danke!“ schrieen und ich dachte, das kann ja eigentlich jeder machen, die Bücher lesen und darüber schreiben, dafür muß ich man  nicht eigens nominiert sein.

Was sich als Irrtum herausstellte, denn man kann natürlich lesen und die Verlage schicken sie einem auch, 2015, zehn und im Vorjahr waren es schon 19, die deutsche Buchpreisseite verlinkt einen aber nicht und als im Vorjahr „Buzzaldrin“ mit einiigen anderen „Einen Buchpreis Blog“ gründeten, wurde ihr, glaube ich, von einem der offiziellen Blogger vorgeworfen, daß das unfair wäre.

Verstehe ich nicht, aber jetzt gibt es einen „Bloggeraward“, für den ich mich übrigens auch beworben habe und wenn man den gewinnt, wird man im nächsten Jahr offizieller deutscher Buchpreisblogger.

Nun ich gewinne sicher nicht und werde heuer zum dritten Mal inoffiziell mitbloggen, die Bücher lesen und über meine Leseerfahrungen schreiben und ein Monat später, wenn dann die österreichische Buchpreisliste verlautbart wird, werde ich das Ganze noch im Inland wiederholen.

Ja, ja, wie jedes Jahr habe ich wieder ordentlich mitgefiebert und meine Spekulationen gemacht, wie schon geschrieben, bis zehn Bücher hätte ich schon gelesen haben können. ich habe nur zwei, jetzt aber die entsprechenden Verlage angefragt und da in Österreich  Feiertag ist, vorerst nur einige Abwesenheitsnotizen bekommen, aber nun denn, ich bin gespannt, lese gerade für die, die es interessiert Tim Krohns „Erich Wyss übt den freien Fall“, das auch nicht auf die Liste gekommen bin und kenne einige Autoren von der Liste und einige nicht.

Da wäre 1. Mirko Bonne „Lichter als der Tag“, das ist, glaube ich, ein Wiederholungstäter und zwei seiner Bücher, nämlich „Nie mehr Nacht“ und der „Eiskalter Himmel“ habe ich auch auf meiner Leseliste, bziehungsweise in meinen Regalen und den Autor schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ lesen gehört. Von dem Buch habe ich noch nicht viel gehört und bin gespannt, ob es zu mir kommt?

2. Gerhard Falkner „Romeo und Julia“ Der stand mit „Apollokalypse“ im Vorjahr schon auf der langen Liste.

3.Franzobel „Das Floss der Medusa“, ja, das habe ich geschätzt, den Autor, den ich ja als Österreicherin bestens kenne, mit ihm auch in der „Ohrenschmaus-Jury“bin und ihn auch schon „Vor der Vermarktung“ und bei den „O-Tönen“ daraus lesen gehört. Ich wünsche ihm alles Gute, eine Nomionierung auf den öst Bp und einen Platz auf der Shortlist und hoffe, daß ich es lesen kann, obwohl mir das Thema, das Menschenfressen, ja eigentlich nicht so liegt.

4.Monika Helfer „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“, ein Buch das fast an mir vorbei gegangen wäre, obwohl Monika Helfer mit Michael Köhlmeier ja, glaube ich, im Mai daraus in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, aber da hatte ich Kliententermine und es ist sich nicht mehr ausgegangen hinzugehen.

5. Christoph Höhtker „Das Jahr der Frauen“, noch nie etwas von Buch und Autor gehört. Ich bin gespannt.

6.Thomas Lehr „Schlafende Sonne“, da habe ich schon einiges gelesen, auf den Tip wäre ich aber nicht gekommen.

7. Jonas Lüscher „Kraft“, von dem Buch habe ich inzwischen so viel gehört und  und gelesen, daß es mir klar war, daß es auf die Liste kommt, es ist übrigens auch für das Debut nominiert, was ich aber etwas komisch finde, da er ja schon  2013 mit „Frühling der Barbaren“ nominierrt war. Gut da steht „Novelle“ darauf, der dBp ist aber im Unterschied zum öst ein Romanpreis, also liebe Fachexperten, vielleicht doch ein bißchen genauer nominieren und definieren!

8..Birgit Müller-Wieland“ „Flugschnee“, eine wahrscheinlich unbekannterte österreichische Autorin, die aber Katja Gasser bei der letzten „Leseauslese“ in der „Gesellschaft“ sehr lobte. Vielleicht hat sie sich für sie eingesetzt. Ich bin gespannt.

9.Robert Menasse „Die Hauptstadt“, ein Autor den ich selbstverständlich kenne und ihn auch immer wieder bei Lesungen und bei Preisverleihungen sehe, daß er ein neues Buch hat, darauf bin ich erst in den letzten Tagen durch die Blogvorschauen gekommen. So habe ich ihn nur auf meine östBpliste gesetzt, bin aber gespannt und hoffe „Suhrkamp“ schickt mir das Buch, aber die gehen, gaube ich, sehr sparsam mit Rezensionsexemplaren um.

10.Jakob Nolte „Schreckliche Gewalten“ wieder einer von den mir bisher unbekannten Autoren.

11.Marion Poschmann „Die Kieferninsel“, war schon mit der „Sonnenposition“ nominiert, das Buch habe ich mir, glaube ich, zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht und bin jetzt gespannt, denn Frau Poschmann ist eine sehr lyrische Autorin.

12.Kirsten Preiwuß „Nach Onkalo“, da habe ich die Autorin einmal beim „Bachmannpreislesen“ gehört und,  glaube ich, auch ein Buch in meinen Regalen, das ich mir beim letzten Literaturhaus-Flohmarkt kaufte.

13. Robert Prosser „Phantome“, die Überraschung für mich und auch, daß er nicht mehr bei „Klever“ verlegt, aber dann wäre er vielleicht nicht auf die LL gekommen, unke ich einmal oder hat ihn Katja Gasser die Jurysprecherin vorgeschlagen, die ihn wahrscheinlich kennen wird?

14. Sven Regner „Wienerstraße“, da habe ich  „Herr Lehmann“ gelesen. Ich bin schon des Titels wegen, der aber wahrscheinlich in Berlin spielt, gespannt.

15 Sasha Marianna Salzmann „Außer sich“, auch noch nie etwas gehört, ich bin gespannt.

16.Von Ingo Schulze habe ich schon einiges gelesen,  er war mit „Adam und Evelyn“ auch schon mal nominiert und, ich glaube, auf der Shortlist sogar.

17.Michael  Wildenhain „Das Singen der Sirene“, wieder ein mir völlig Unbekannter und spannend, wie viele Bücher an einer vorbeigehen können, auch wenn sie sich wirklich sehr dafür interessiert.

18.Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“, die erste Leseersparnis, von der Autorin habe ich im vorigen Sommer das erste Mal gehört, als sie mit einem Ausschnitt daraus in Klagenfurt gelesen hat, dann kam Bodo Kirchhoff auf die LL, ich habe bei FVA angefragt und die liebe Frau Michaelis schickt mir seither ihre Vorschauen.

19.Christe Wunnike „Katie“, stand schon 2015 auf der Longlist und wurde auch von etlichen Bloggern auf die LL gewünscht und

20. Feridun Zaimoglu „Evangelio“ zum Lutherjahr, das Buch eines Türken über den berühmten Reformer.

Zaimoglu war, glaube ich, schon einige Male nomioniert, 2015 mit „Siebentürmeviertel“, da gings nach Istanbul, jetzt auf die Wartburg. Ich habe das Buch im März nach Leipzig mitgenommen und deshalb Clemes Meyer, der ja 2013 damit auf der Shortlist stand „Am Stein“ im Badezimmer liegen lassen. Jetzt liegt es auf dem Harlander Küchenschreibtisch und wartet und wartet, ob ich in diesem Jahr noch zum Lesen komme?.

So, das wars im Schnelldurchgang. Wenn  ich die Bücher lese, werde ich mehr über die Autoren schreiben. Ich freue mich darauf, denn ich finde das Buchpreislesen wie man sich wahrscheinlich denken kann, sehr schön und spannend. Auch wenn ich weiß, daß es nicht der beste Roman sein kann, der da gekürt wird. Das heißt ja jetzt, glaube ich, auch nicht mehr so und, daß es viele viele andere schöne neue Bücher gibt, die nicht auf dieser Liste stehen.

Ein paar davon habe ich und werde ich wahrscheinlich auch noch lesen und so finde ich es spannend, daß ich nicht alles treffe und nicht alles gelesen habe.

Denn so kann man immer wieder neue Autoren kennenlernen, die bisher an einer vorbeigegangen sind.

Und jetzt lesen, lesen, lesen, ich bin sschon dabei, obwohl diesmal noch nichts von der  LL ungelesen auf mich warten und mir die österreichischen Verlage, die mir ja meistens die PDFs schickten, fast alle geschrieben haben, „Feiertag, (Dumpfie), wir melden uns dann wieder!“

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