Literaturgefluester

2018-08-20

Die deutsche Longlist, etwas verspätet

Filed under: Buchpreisbloggen — jancak @ 01:20
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Für die, die sich vielleicht schon gewundert haben, warum ich diesmal nichts über die deutsche Longlist schreibe, obwohl ich doch so eifrig Buchpreis blogge und auch jetzt schon die Verlage angeschrieben habe, obwohl ich heuer ja eine Neuerscheinungsleserin bin, in meinen Badezimmerstapel in Wien an die zehn Herbstbücher warten von dem nur ein einziges auf der LL steht und wahrscheinlich während ich auf Urlaub war, noch eiige andere im Briefkasten oder im Postamt auf mich warten, ich war im Urlaub, in der Schweiz, während die für den deutschen Buchpreis nominierten, bekanntgegeben wurden und habe mich da zwar auch für die Liste interessiert, da ich aber auf einem Campingurlaub keinen Laptop mitgenommen habe, blogge ich erst jetzt darüber.

Erfahren habe ich die neue deutsche Longlist diesmal auch erst ein wenig später, weil der Alfred sich erst in Bern einloggen mußte und dann war ich enttäuscht, daß die Liste wieder einmal so ganz anders, als erwartet war, denn ich habe heuer ja, glaube ich, schon an die sechzig Neuerscheinungsbücher gelesen und hätte da eigentlich Heinrich Steinfest erwartet, Bernhard Schlick, Milena Michiko Flasar, Andre Kubitschek, Julia Schoch, Margit Schreiner, Helmut Krauser, Gunnar Kaiser, Wlada Kolosowa, Bücher, die mir sehr gefallen haben und eigentlich auch Norbert Gstrein, Robert Seethaler und dann habe ich wieder sehr viele von den Büchern, die auf der Lste standen nicht gekannt, von einigen schon etwas gehört, zwei habe ich bestellt und finde sie vielleicht schon vor, wenn ich demnächst nach Wien kommen werde und eines liegt schon über ein Monat in meinem Badezimmer, das Lesen ist sich aber urlaubsbedingt nicht ganz ausgegangen und ein anderes habe ich auf der Rückfahrt von der Schweiz schon zu lesen angefangen, damit ich ich trotz Urlaub nicht ganz in Verzug komme, aber davon sopäter.

Da ist sie also die Longlist 2018, die diesmal sogar von einem Blogger mitausgesucht wurde und wahrscheinlich, sofern die Bücher zu mir kommen, noch einige Überraschungen für mich enthalten werden:

  1. Carmen  Francesca Banciu „Lebt wohl ihr Genoßen und Geliebten“, noch nie etwas, glaube ich, von dem Buch, sowie von der Autorin gehört.
  2. Maria Cedilia Barbetta „Nachtleuchten“, ebenfalls.
  3. Maxim biller „Sechs Koffer“, hier ist es anders, den Autor kenne ich von seinen, meiner Meinung nach nicht sehr qualifizierten Äußerungen im literarischen Quartett, einen Erzählband habe ich auf der Leseliste, die „Sechs <koffer“ könnten schon in der Krongasse oder auf dem Postamt auf mich warten und ich bin auf das Lesen sehr gespannt
  4. Susanne Fritz „Wie kommt der Krieg ins Kind“, das Buch habe ich glaube ich schon einmal auf einem Blog gesehen.
  5. Arno Geiger „Unter der Drachenwand“, das ist eines der Bücher, wo ich die Nominierung erwartet hätte, weil bei den O-Tönen vorgestellt und dann gehe ich am Mittwoch einen Tag nach der Verkündung, in Bern in die „Weltbild-Buchhandlung“ in den Kellner mit den Abverkäufen, sehe es hat einen roten Punkt, kostet also nur fünf Euro, und weil „Hanser“ ja nicht immer Bücher für  Blogger hat, habe ich es schon zu lesen angefangen.
  6. Nino Haratischwilli „Die Katze und der General“ auch eines der Bücher, das ich bekommen sollte und von dem ersten Bestseller der Autorin habe ich natürlich gehört und sie hat auch schon in Göttweig gelesen.
  7. Franziska Hauser „Die Gewitterschwimmerin“, noch nie etwas gehört
  8. Helene Hegemann „Bunglow“, da gab es ja den „Plagiatsskandal“  wegen „Axolotl Roadkill“, das ich gelesen habe und von dem nominierten Buch habe ich, glaube ich,, noch nicht viel gehört.
  9. Anja Kampmann „Wie hoch die Wasser steigen“ ist schon länger erschienen, zumindest hat mir Bozena Anna Badura sehr davon vorgeschwärmt, als ich sie im März in Essen besuchte.
  10. Andrea Klüssendorf „Jahre später“, davon habe ich schon gehört und das Buch auch bestellt, mal sehen ob es jetzt zu mir kommt?
  11. Gert Loschütz „Ein schönes Paar“ mir auch ziemlich unbekannt.
  12. Inger Maria Mahlke „Archipel“, da hat die Autorin, glaube ich, 2012 beim „Bachmannpreis“ gelesen, 2015 stand sie schon Mal auf der LL,  das Buch liegt schon länger in meinem Badezimmer. Der Ingrid K. habe ich es, als wir sie vor kurzem besuchten, auch geschenkt.
  13. Gianna Molinari „Hier ist noch alles möglich“, hat, glaube ich, auch beim „Bachmannpreis“ gelesen und das Buch wurde, glaube ich, von den Bloggern auch auf die LL gewünscht und ich habe es, sowohl in Bern, als auch in Zürich in einigen Buchhandlungen liegen sehen, ist sie ja eine Schweizer Autorin.
  14. Adolf Muschg „Heimkehr nach Fukushima“, der Autor ist mir dem Namen nach bekannt, ich habe ihn glaube ich auch schon auf der „Buch-Wien“ lesen gehört und das Buch, da der Autor auch ein Schweizer ist auch in den Schweizer Buchhandlungen gesehen.
  15. Eckhart Nickel „Hysteria“, hat auch 2017 beim Bachmannpreis gelesen.
  16. Josef Oberhollenzer „Sülzrather“ den Namen des Autors habe ich, glaube ich, schon einmal gehört, sonst weiß ich über ihn und das Buch aber nicht sehr viel.
  17. Susanne Röckel „Der Vogelgott“, wurde, glaube ich, von Cornelius Hell bei der letzten Leseauslese in der „Gesellschaft für Literatur“ sehr empfohlen.
  18. Mathias Senkel „Dunkle Zahlen“ auch sehr unbekann.t
  19. Stephan Thome „Gott der Barbaren“, der Autor stand glaube ich schon auf den deutschen Listen und ich habe, glaube ich, ebenfalls ein paar ungelesene Bücher von ihm.
  20. Christina Viragh „Eine dieser Nächte“, ebenfalls nicht sehr bekannt.

Sehr viele Frauen, sehr viele kleinere unbekannte Verlage und wenig Österreicher könnte man auf dem ersten Blick so sagen. Nach dem Arno Geiger, werde ich wahrscheinlich die Mahlke und auch heuer wieder drei oder viergleisig lesen und kann wieder nur darauf hinweisen, es gibt sehr viele Bücher und auch wenn ich heuer soviele Neuerscheinungen, als nie zuvor gelesen habe, bürgt die Longlist für Überraschungen, da kann man nichts dagegen machen und es ist ja auch egal.

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2018-07-22

Eine andere Buchpreisvorschau

Der „Deutsche Buchpreis“, diese Erfindung des „Börsevereins“ um den Lesern, die Jahresneuerscheinungen nahe zu bringen, gibt es seit 2005 und da ist er an mir ersteinmal, das habe ich schon geschrieben, ein paar Jahre  vorbeigegangen.

2008, als ich schon bloggte, hat ihn dann Christiane Zintzen, die heute, glaube ich, Chris Bader heißt, auf ihren Blog, den es nicht mehr gibt, vorgestellt und hat von diesem Leseprobenbüchlein geschrieben, das damals glaube ich vergriffen war.

2009 habe ich mich dann auf die Suche nach ihm gemacht und es in Österreich nicht bekommen, damals hatte oder war das schon 2008 die FAZ ein großes Buchpreisspezial und ich habe damals, weil ich ja noch kaum Rezensionsexemplare bezogen habe und mir die neuen Bücher auch nicht kaufte, sondern mir höchstens eins oder zwei davon zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken ließ, nicht sehr viel  gelesen, aber trotzdem, glaube ich, schon damals meinen Senf dazu gebloggt.

Wahlprognosen angestellt, die natürlich, weil ich ja weder die Gruppendynamik der Jurien, noch die Bücher kannte, meistens voll daneben waren, aber ich habe mich, das läßt sich nicht leugnen, sehr dafür interessiert.

„Buzzalddrins-Bücher“ hat dann 2013  mit der Aktion „Fünf lesen vier“ oder „Vier lesen fünf“ angefangen, damals an dem Tag der Longlistbekanntgabe kann ich mich erinnern, bin ich mit dem Rad nach Traisen gefahren und war bei meiner Rückkehr baßerstaunt, über die vielen unbekannten Titel auf der Liste, die ich natürlich nicht vorausahnen konnte.

Da habe ich schon vage daran gedacht, ob ich nicht vielleicht auch die Verlage anfragen sollte? Habe das  aber nur bei Nellja Veremejs „Berlin liegt im Osten“ getan und das Leseprobenbüchlein, das ich damals direkt angefragt habe, gebloggt, was inzwischen mehr Leute machen, ich aber zu dem Schluß gekommen  bin, daß ich damit keine Prognosen stellen und auch keinen adäquaten Eindruck bekommen kann.

2014 gab es dann wieder eine Buchpreisbloggeraktion bei „Buzzaldrins Bücher“ und wir waren damals im Elsaß auf Urlaub und ich habe die Buchpreisliste in einer Buchhandlung in Ansbach erfragt, das Leseprobenbüchlein gab es damals noch nicht und bei der Longlistenleseaktion, habe ich eifrig mitgemacht, „Kastelau“ bekommen und als sich dann 2015 die offiziellen Buchpreisblogger bildeten, habe ich inoffizielle Blut geleckt, das Buchpreislesen ist ja auch sehr spannend, immer Prognosen von den Büchern die ich damals kaum kannte, weil ich noch kaum Vorschauen gelesen habe, gegeben, mich immer gehörig verschätzt, aber 2015 alle Bücher gelesen, mir davon ein paar vorzeitig zum Geburtstag und zu Weihnachten schenken lassen, ein paar geborgt, zwei in einer Buchhandlung gelesen, etcetera.

2016 habe ich neunzehn Bücher bekommen und gelesen und 2017 waren es achtzehn vom dBp inzwischen hat es ja schon den öst gegeben,  die restlichen zwei habe ich dann im Jänner bekommen und muß sie noch lesen.

Und eine Folge meines inoffiziellen Buchpreislesen war, daß ich plötzlich die Vorschauen bekommen habe und heuer von den achtundzsiebzig Büchern,  die, ich glaube,  in diesem Jahr gelesen habe, so an die sechzig bis siebzig Neuerscheinungen, also Buchpreiskanditaten sind.

Allerdings wird das nicht so ganz stimmen, daß ich am vierzehnten August mit dem Buchpreislesen schon fertig bin, was ich ja gerne wäre, weil ich zwar zwanzig neue Bücher gelesen habe, aber die Hälfte der Verlage, die auf der Liste stehen, sicher fehlen und noch etwas ist heuer neu, der „Kaffeehaussitzer“, der ja 2015 bei den offiziellen Buchpreisbloggern war, hat voriges Jahr den „Bloggeraward“ gewonnen, damit hätte er das wieder werden können, kam aber wahrscheinlich, weil er da schon war oder auch aus anderen Gründen, in die offizielle Jury und liest sich seither streng geheim durch die 165 eingereichten Bücher.

Mit sovielen kann ich natürlich nicht aufwarten, aber sechzig bis siebzig, von denen dann wahrscheinlich eins bis drei auf der offiziellen Liste stehen werden, habe ich heuer auch gelesen und weil wir heuer auch wieder, während der offiziellen Listenbekanntbabe nicht im Lande sind und ich zu dieser Zeit wahrscheinlich, Laptoplos mich durch die Schweizer Literatur lese, habe ich gedacht, daß ich mit meiner Lstenprognose, die ich ja bisher immer getreulich falsch gegeben habe, ein wenig variiere, gut die O-Ttöne die ich seit Alfreds Altersteilzeit  immer getreulich besuche, würden mir dabei helfen, denn der neue Seethaler, der neue Gstrein kommen wahrscheinlich auf die Liste und der neue Arno Geiger zumindestens auf die österreichiche, weil der den dBp ja 2005 mit einem Buch das mir übrigens gar nicht so besonders gefallen hat, gewonnen hat und es so, wie die Jury mache, also nicht schätze, was da vielleicht oben stehen könnte, weil es heuer erschienen ist, sondern das nehme, was ich gelesen habe und da vielleicht ein bißchen nach meinen Erfolgskriterien arbeite, obwohl ich ja Bücher gar nicht so gerne rangreihe.

Was könnte also auf meiner persönlichen deutschen Longlist stehen, habe ich gedacht und kann dabei wahrscheinlich gleich wieder an ein paar Bücher einnern, die ich vor einem halben Jahr gelesen habe, während andere wieder fehlen, weil die Herbstneuerscheinungen ja noch weder wirklich eingetroffen, noch gelesen sind. Also meine zwanzig gelesenen deutschsprachigen Meuerscheinungen für den dBp:

  1. Bernhard Schlick „Olga“
  2. Andre Kubicek „Komm in den totgesagten Park und schau“
  3. Hannes Köhler „Ein mögliches Leben“
  4. Helmut Krauser „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“
  5. Tom Sailer „Wenn Martha tanzt“
  6. Margit Schreiner „Kein Platz mehr“
  7. Julia Schoch „Schöne Seelen und Komplizen“
  8. Jakob Hein „Die Orientmission des Leutnant Sterns“
  9. Milena Michiko Flasar „Herr Kato spielt Familie“
  10. Wlada „Kolosowa „Fliegende Hunde“
  11. Eric Nil „Abifeier“
  12. Heinrich Steinfest „Die Büglerin“
  13. Gunnar Kaiser „Unter der Haut“
  14. Mareike Schneider „Alte Engel“
  15. Kathrin Weßling „Super und dir“
  16. Ruth Cerha „Traumrakete“
  17.  Mareike Fallwickl „Dunkelgrün fast schwarz“
  18. Inger Maria Mahlke „Archipel“
  19. Hans Pleschinski „Wiesenstein“
  20. Michel Decar „Tausend deutsche Diskotheken“

Ein wenig einseitig, was die Verlage betrifft und auch fast nur Frühligsneuerscheinungen, also ziemlich unrealitisch, das habe ich schon geschrieben. Ein paar der Bücher haben mir dabei sehr,  wie der Steinfest, der Gunnar Kaiser, manche weniger gefallen und einige davon habe ich zwar in meinen Regalen, aber noch nicht gelesen, eines weil man das erst im August machen darf, das andere über den Gerhard Hauptmann, weil ich es mir beim Literaturhaus-Flohmarkt kaufte und daher nicht auf meine Jahresliste tat. Aber steht es auf der Liste, was ich hoffe, nehme ich es hervor, dasselbe gilt auch für Anne Reineckes „Leinsee“.

So und weil es ja seit 2016 den östBp gibt, das Ganze noch einmal bis zehn für österreichische Autoren und da wird man wahrscheinlich merken, daß es noch einseitiger wird, weil bei meiner öst Auswahl mehr Debuts und unbekanntere Autoren dabei sind, aber ein bißchen habe ich mich schon durch die heimische Literatur gelesen.

1.Rhea Krchmarova „Böhmen ist ein Ozean“

2.Margit Schreiner „Kein Platz mehr“

3.Milena Michiko Flasar „Herr Kato spielt Familie“

4.Heinrich Steinfest „Die Büglerin“

5.Verena Stauffer „Orchis“

6.Martin Amanshauser „Die Amerikafalle“

7.Cordula Simon „Der Neubauer“

8.Luis Stabauer „Die Weißen“

9. Eva Lugbauer „Und am Ende stehlen wir Zitronen“

10.Judith Gruber-Rizy „Eines Tages verschwand Karola“

Bei den Debuts tue ich mir auch ein wenig schwer, denn Luba Arnautovics „Im Verborgenen“ habe ich ja nicht bekommen, also könnte ich nur aus meinem 2Kremair und Scherriau- Fundus“ schöpfen.Aber da sind meine Lieblingsdebuts, glaube ich, nicht dabei. Denn da bin ich ja für Wlada Kolosowa und Gunnar Kaiser und die spielen bei der österreichischen Liga nicht mit.

  1. Barbara Rieger „Bis ans Ende Marie“
  2. Verena Stauffer „Orchis“
  3. Eva Lugbauer „Und am Ende stehelen wir Zitronen“, hätte ich also da anzubieten.

So das war meine diesmal ungewöhlichere Buchpreisschätzung, mal sehen, wie ich es getroffen habe. Es wird ja noch bis vierzehnten August einiges an Wissen dazu kommen und auch noch etwas Gelesen werden.

 

2018-07-12

O-Töne-Start

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:12
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Stefan Sterzinger Trio

Stefan Sterzinger Trio

Und wieder hat ein tolles Literaturfestival angefangen, die O-Töne, die es im Museumsquartier im Juli und im August, nun schon, glaube ich, zum fünfzehnten Mal gibt und von denen ich wegen meiner Sommerfrische, die ich früher ab Mittwoch in Harland machte, sehr viel versäumte.

Seit zwei Jahren ist der Alfred aber in Altersteilzeit und da gibt es nur mehr Sommerfrischenwochenenden und ich kann mich Donnerstagabend mit einem Buch ins Museumsquartier setzen. Denn man sollte schon eine Stunde vorher dort sein, damit man einen Platz bekommt.

Ich war also, um halb sieben dort, habe begonnen in Elelena Ferrantes „Meine geniale Freundin“, ein Buch das mir die Ruth voriges Jahr geschenkt hat, als wir mit ihr um den Bodensee geradelt sind, zu lesen. Petra Eckhart hat begonnen, die Goodiebags mit dem Programm und den Bleistiften, die ich ja für mein Lesen brauche, weil ich eine starke Anstreicherin bin, zu verteilen. Dann ist  schon meine Hauptschulfreundin Christa U. aufgetaucht, die ich meistens im Sommer bei den den Sommerfestivals sehe und etwas später die Ruth, denn wir wollen ja heuer mit ihr um den Neusiedlersee radeln und hat dem Alfred einen Plan gebracht.

Robert Seethaler

Robert Seethaler

Marie Gamillscheg

Marie Gamillscheg

Langsam hat sich das Areal im Haupthof gefüllt, das Wetter war ja sehr schön und beim Eröffnungsabend der O-Töne gibt es auch immer ein Konzert. Diesmal war es das Stefan Terzinger Trio das begonnen und immer nach dem „Chef!“, gerufen hat und außerdem noch etwas von den Impressionen preisgab, die man erleben kann, wenn man plötzlich in eine Hölle kommt.

Dann kam Daniela Strigl und stellte ihre erste Debutantin vor. Das war diesmal die 1992 in Graz geborene und in Wien lebende Marie Gamilschegg „Mit alles was glänzt“, ein Roman, der in einer Stadt, ähnlich wie Eisenerz spielt und von dem Tod eines jungen Mannes handelt. Zumindest war das die Stelle, die die junge Autorin vorgelesen hat. Sprachlich sind mir einige sehr schöne Stellen in dieser wahrscheinlich leisen Dorfgeschichte aufgefallen und eine solche hatte auch der Star des Abends, der von Katja Gasser moderiert wurde, hat doch der ebenfalls in Berlin lebende Robert Seethaler, von dem ich das erste Mal etwas hörte, als bei „Rund um die Burg neu“ seinen Trafikanten vorgestellt wurde. Ich habe im Schrank einmal ein Buch von ihm gefunden und noch nicht gelesen und richtig berühmt ist er mit seinen „Ein ganzes Leben“ geworden, ein Buch mit dem ich trotz der vielen Lorbeeren, die es bekommen hat, nicht so ganz warmgeworden bin und in seinem „Feld“ scheint es wieder, ums einfache Leben zu gehen und zwar wird da  und das ist ein origineller Einfall, den ich auch beim vorwöchigen „Bachmannlesen“ gefunden habe, eine Stadt durch ihre Toten vorgestellt. Vier solcher Stellen hat Robert Seethaler gelesen, zwei habe ich davon sehr berührend gefunden. Da erzählt eine Lehrerin, wie sie ihren Mann kennengelernt hat und die andere handelt von zwei Krebspatientinennen, die ihre letzten Tagen in einem Sanatorium genannten Sterbehospitz verbringen

Das Buch hat wieder großes Lob bekommen und ist derzeit in großen Stößen in den Buchhandlungen zu finden, so daß zu vermuten ist, daß es auf eine der beiden Buchpreislisten kommen wird. Dann werde ich es wahrscheinlich lesen und herausfinden, ob ich mit Robert Seethaler warm werden kann.

2018-07-11

Sommerfrischenwochenendepläne

Der Alfred ist etwas erschöpft, aber mit einer Büchertasche aus dem „Ghetty-Museum“, einigen T- Shirts und einem schönen Büchlein aus dem „American Writers Museum“, das er dort besuchte, sowie einigen tausenden Fotos, die er nach und nach bearbeiten muß, aus den USA zurückgekommen.

Meine Strowitwenzeit, die ich diesmal für einige sehr schöne literarische Veranstaltungen und ein  Korrigiermonat benützte, ist vorbei. Und das ist sehr intensiv gewesen, obwohl, wie ich gleich bekennen muß, noch immer nicht mit dem Rohentwurf der „Unsichtbaren Frau“ fertig bin. Ich habe zwar schon einmal geglaubt, daß ich das wäre und dem Alfred vorwitzig den Text, mit dem Weihs-Gedicht und meiner Beschreibung geschickt, aber dann munter Fehler um Fehler gefunden.

Denn da reitet mich ja das Fehlerteufelchen, obwohl ich das eigentlich nicht will und mir das wurscht sein könnte, aber dann soll es doch passen und ich nehme den Text heran, gehe ihn laut lesend noch einmal durch und da findet man Fehler um Fehler, obwohl ich mir schon längst, ein paar schöne Schnuppertage und mich dem nächsten Projekt widmen möchte.

Aber so ist einmal und wenn man schon sechsundvierzig oder so selbstgemachte Bücher hat, ich tue mir da mit der genauen Zahl selbst schon etwas schwer, obwohl ich ja alles genau dokumentiere, die niemand lesen und ansehen will, ist der Gedanke, wozu das alles, das wird ja doch nichts und ich schaffe es niemals nie und nimmer in den Literaturbetrieb, sehr naheliegend und kann auch nicht gut entkräftet werden. Denn, daß ich was ändern sollte, weiß ich schon, nur was, das mit dem Aufgeben als einzige Alternative leuchtet mir nicht ein und das ist es auch nicht, was ich will, aber etwas anderes scheint es nicht zu geben.

Nun gut, einmal wird es schon passen und da der Juni vorrüber, der Alfred wieder im Lande ist, sind wir auch am vorigen Donnerstag wieder nach Harland hinausgefahren. Da gab es in der Woche wieder die „Sommerakademie“ des Instituts der jüdischen Geschichte„, wie schon seit vielen Jahren, aber da war das Programm immer dem der „Wiener Vorlesungen“ beigelegt und das wird nicht mehr postalisch ausgeschickt.

So bin ich nur durch den Dschungelfunk darauf gekommen, bezeihungsweise habe ich erst, als ich mir schon meine Stunden eingeteilt habe, das Programm in der Buchhandlung Frick hängen sehen, als ich in die „Alte Schmiede“ wollte, aber ich hatte in der vorigen Woche am Mittwoch keine Stunden, da habe ich eigentlich, in der Hoffnung, daß ich mit dem text schon fertig wäre, einen Schnuppertag einlegen wollen, habe dann bald gemerkt, es ist noch nicht so weit und bin  draufgekommen, ich könnte eigentlich ins Völkerkundemuseum zu dem Symposium gehen, aber mir nur einen Tag lang etwas über jüdische Geschichte anzuhören, was ja eigentlich nicht so wirklich literarisch ist?

Lieber doch den Text korrigieren, um endlich fertig zu werden, habe ich gedacht und das auch getan. Fertig geworden, bin ich aber, wie erwähnt noch nicht. Hatte aber am Tag davor mein zehn Jahresjubiläum mit einem großen Gewinnspiel mit Sekt und Kuchen gefeiert.

Das hat zwar nur meinen treuer Leser Manfred Lagler bewegt, sich ein Buch zu wünschen, daß  ich dann gar nicht mehr in Print From hatte, weil sich in neun Jahren auch fünfzig Exemplare verteilen lassen und ich der Schweizer Psychiaterin, die als Gast bei meinem letzten Geburtstagsfest gelesen hat, offenbar das letzte Exemplar als Honorar überreichte und Elisabeth von „leselustfrust“, die doch noch zu bloggen scheint, hat sich auch wieder bei mir gemldet und mir gratuliert, was mich sehr freute, obwohl es sonst mit den Reaktionen, wie leider zu erwarten war, sehr ruhig blieb.

Nun gut, das ist halt so und mein Blog und mein Schreiben halt nur mir selber wichtig und außerdem hat sich am Abend meines Korrigiertages, wo ich mir zur Feier des Tages ein asiatisches Menu aus dem Asia Restaurant, das es jetzt in der Margaretenstraße gibrt und das vorher, glaube ich, ein persisches war, holte, Avocadomaki und Nudeln mit knusprigen Huhn und am Abend habe ich mir, glaube ich, ein Glas Rotwein eingeschenkt, ich mische den ja gern mit Orangensaft und gebe Eiswürfeln hinein und bin mit meinem Laptop nach Klagenfurt gegangen, denn da wurde die „Zweiundvierzigsten Tage der deutschsprachingen Literatur“ eröffnet und die waren heuer besonders schön und interessant, wenn ich auch am Donnerstag nur zwischen meinen Stunden jeweils ein bißchen hineingeschnuppert habe und am Freitag und am Samstag, als wir schon in Harland waren, jeweils zu Mittag mit der Oma ins Bootshaus essen gingen und am Samstag dann dort noch ihren sechundachtzigsten Geburtstag feierten.

Das erste Sommerfrischenwochenende ist also schon vorbei, ich habe „Bachmannpreis“ gesurft, ein bißchen korrigiert und bin am Freitag und am Samstag ins Bootshaus mit dem Rad gefahren und am Sonntag mit dem Alfi auf die Rudolfshöhe gegangen und weil der Alfred am Montag Betriebsratsitzwung hatte, sind wir schon am Morgen nach Wien gefahren und da konnte ich auch ein bißchen korrigieren, weil ich mir ja den Montag und Freitag klientenfrei halte, also die Sommerfrische  in den Krongassengarten verlegte, beziehungsweise zuerst noch einmal den Text durchging und da ich den ja laut lese, mache ich das lieber im Zimmer.

Es gibt ja auch ein Wiener Sommerprogramm, das Weinhaus Sittl würde ich, da ich ja am liebsten erst am Dienstag nach Wien fahren will, zwar auslassen, im Juli gibts aber die Prückl-Veranstaltungen des Lteraturkreises Podium und den ganzen Juli das Filmfestival am Karlsplatz und diesen Donnerstag beginnen auch wieder die O Töne mit Robert Seethalers  neuem Roman „Das Feld“ und dem Debut der Marie Gamilschegg, das auch sehr interessant sein soll. Dann fahren wir wieder nach Harland und da werde ich zuminste diesen Freitag höchstwahrscheinlich noch immer korrigieren und am Montag sind wir beim Martin zum Grillen in Pernitz eingelasen.

Ein tolles Programm also und sehr schönes Wetter und literarisch gibt es auch ein wenig zu vermelden, ein klein wenig zwar nur, und nicht wirklich Neues, aber ich werde, wenn die Sommerfrische beendet ist, wieder am Samstag beim Volkkstimmefest lesen und da ein Stück aus der „Unsichtbaren Frau“, die bis dahin hoffentlich schon fertig korrigiert ist und wenn nicht, ist das auch egal und dann geht es mit den literischen Plänen schon in den Herbst, beziehungsweise in den November, denn da wird es dann noch einmal sehr dicht, da habe ich am neunten Geburtstag und da ist, glaube ich, auch die Buch Wien um fünf werde ich aber mit der Ruth im Rahmen der Volkshochschule noch einmal einen Spaziergang durch den neunten Bezirk machen, am zehnten mein Fest haben und am elften auf der „Buch Wien“ im Rahmen des „Ohrenschmauses“ zehn Minunten lang um fünfzehn Uhr  lesen, also war es heuer doch ein literarisches Jahr. auch wenn ich weder den „Bachmann-Preis“, noch den Priessnitz und auch nicht den „Büchner-Preis“ gewonnen habe.“

Was willst du?“ das ist eine ganz andere Liga, werde meine Kritiker jetzt höchstwahrscheinlich mahnen und wieder den Kopf schütteln, was ich zwar noch immer nicht so ganz glauben will, aber den zweiundvierzigstn „Bachmann-Preis“ hat Tanja Maljartschuk gewonnen und das war auch meine Wahl für den Publikumspreis und den „Priessnitz-Preis“ bekommt und das ist vielleicht überraschend, weil nicht mehr ganz so jung und auch nicht experimentell im Schreiben, Antonio Fian und Terezia Mora wird die neue „Büchner-Preis-Trägerin“ sein und das Buch mit dem sie den deutschen Buchpreis gewonnen hat oder der Vorläufer, liegt immer noch auf meinen Badezimmerlesestapel für das Jahr 2018, fürchte aber, daß ich nicht zum Lesen kommen werde, da ich mir für den August schon einiges bestellt habe und eine Sommerlesereihe gibt es auch, denn da bin ich ja vor Jahren durch Elisabeth von „Leselustfrust“ auf das Lesen von Sommerbüchern gekommen, etwas zu dem ich angesichts meiner Bücherstapel, kaum mehr kommen, obwohl ich mir schon „Nobels Testament“ im Juni aus meiner Backlist herausgesucht habe und im Jahr 2014 vom „Hermagoras- Verlag“ eine ganze Kiste von Bücher von Kärntner und slowenischen Autoren zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Das war auch ein Sommerlesen und im Vorjahr habe ich es, wegen meiner Recherchetage, dem Besuch aus Leipzig und den literarischen Spaziergängen mit der Ruth mit der Wien Literatur versucht und heuer ist es schon in vier Hotels gegangen, das heißt eigentlich nur in zwei. Ins Hotel Berlin, noch ehe ich wußte, daß das offenbar die heurgie“ Wagenbach-Sommerlesereihe“ ist und ins „Grandhotel“ von Jarolsav Rudis und damit und den zwei nicht ganz hotelkonformen Sommerbüchern, werde ich es wohl belassen, wenn ich wenigstens ein bißchen was von meiner Lesebacklist lesen will.

Da bin ich gerade bei Houllebecqs „Elementarteilchen“, ein Klassiker, der mich sehr überraschte, den ich mir einmal bei einem Weihnachtsflohmarkt vom Alfred kaufen ließ und wie beschrieben, es liegen schon ein paar August- Bücher in meinem Badezimmer und zwei, die im September erscheinen sollen.

Im August fahren wir eine Woche in die Schweiz und da würde ich ganz gern ein bißchen was Schweizerisches lesen. Auswahl habe ich genug, aber wenn wir zurückkommen, ist schon die deutsche longlist verkündet worden und ob ich da diesmal mitlesen kann, angesichts meiner Bücherberge bin ich nicht ganz sicher, obwohl ich es ja gerne will und hoffe schon einiges im Voraus gelesen habe. Mich dann aber meistens täusche, denn es gibt ja soviel was neu erscheint und ich lese, glaube ich, jetzt auch sehr langsam.

Nun gut, der Sommer ist angebrochen und ich werde die nächsten verängerten Wochenenden in Harland verbringen, dort Radfahren, korrigeren solang ich brauche und dann mit dem nächsten Buch anfangen oder mir zumidest den Stoff dazu zurechtlegen möchte.

Am Samstag werde ich wieder den Alfred am Markt treffen, am Sonntag auf die Rudolfshöhe zuerst radeln und dann gehen. EinenHauermarkt gibt es im August auch und auf den Hochschwab will der Alfred auch wandern. Und dann, das Sladky-Wochenende fällt ja wieder aus und ist schon bald September, das Buchpreislesen naht und das Volksstimmefest.Ob ich dann schon an meinem nächsten Buch arbeiten werde, mit dem ich endlich den Eingang in den Literaturbetrieb finden werde, wird die Zukunft weisen.

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