Literaturgefluester

2019-10-24

Sabine Gruber im Gespräch

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:26
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Im Literaturhaus gibt es eine Reihe im Zusammenhang mit dem Verein Neugermanistik, wo Alexandrea Millner und der Literaturwissenschaftler Wolfgang Straub sich einen Autor oder Autorin aussuchen und den oder die offenbar in Nahaufnahme besonders beleuchten und diesmal war die 1963 in Meran geborene „Veza Canetti Preisträgerin“ Sabine Gruber beziehungsweise ihre zwei letzten Romane „Stillbach oder die Sehnsucht“ und „Daldossi oder Das Leben des Augenblicks“ an der Reihe, beide Bücher habe ich gelesen und Sabine Gruber kenne ich, glaube ich, noch von der Zeit, wo sie Sekretärin in der GAV war.

Beim „Tag der Freiheit des Wortes“ haben wir einmal in Klagenfurt zusammen gelesen, ihren „Daldossi“ habe ich vom Zeitpunkt der „Veza Canetti-Preisverleihung“ verfolgt. Sie hat das Buch, das nicht allen gefallen hat, ja auch bei den O-Tönen vorgestellt und es ist 2016 auch der öst Bp gestanden.

Alexandra Millner, die ich ja erst vorige Woche als Präsidentin der H. C. Artmann Gesellschaft erleben konnte, hat ihren Kollegen Wolfgang Straub und seine Werke, er hat sich viel mit dem Thema Literatur und Reisen beschäftigt, lange und ausgführlich vorgestellt.

Dann kam eine Lesung aus beiden Büchern von Sabine Gruber und ein sehr ausführliches Gespräch darüber.

Die früheren Romane „Aushäusige“, „Die Zumutung“ und „Über Nacht“, habe ich nicht gelesen, nur in verschiedenen Rundfunkbeiträgen darüber gehört und bei der Präsentation ihres letzten Gedichtbandes war ich sowohl in der „Gesellschaft“ als auch in Krems bei der „Literatur und Wein“.

So habe ich die Auffrischung und das Eintauchtun und das germanistische Gespräch über Sabine Grubers Werke, die ich ja öfter bei Veranstaltungen sehe, sehr genoßen.

Es waren ein paar Jugendliche im Publikum, die wissen wollten, wie Sabine Gruber ihre Charakäte plant und dann, glaube ich, ein paar Bekannte der Autorin beziehungsweise der Germanisten.

Es gab einen Büchertisch und Gespräche beim Glas Wein und es war wieder ein  interessanter Abend, wo man, wie ja schon am Dienstag in der „Alten Schmiede“ in etwas ältere Bücher gut eintauchen und darüber diskutieren konnte.

2015-10-08

Veza Canetti-Preis an Sabine Gruber

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:22
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Das „Musa“ eröffnete am Mittwoch die dritte Saison mit der zweiten Vergabe des „Veza Canetti-Preises“, den letzten hat Olga Flor gewonnen, diesmal ging der Preis an die 1963 in Meran geborene  Sabine Gruber, die ich, glaube ich, kennenlernte, als sie GAV-Sekretärin war und die GAV ihre Vollversammlung am Mondsee abhielt.

Dann habe ich, glaube ich, einmal neben ihr in Klagenfurt beim „Tag der Freiheit des Wortes“ gelesen, das wird vielleicht 1995 oder so gewesen sein.

Den „Priessnitz-Preis“ hat sie gewonnen, das war, glaube ich, das erste Mal, daß ich zu dieser Veranstaltung ins Literaturhaus gegangen bin und den „Wildgans-Preis“ auch, da habe ich in einem Radio Feature gehört, daß sie sich von dem Geld ein Mofa oder Motorrad kaufte, daß sie „Wildgans“ nannte. So gesehen ist es wahrscheinlich spannend zu erfahren, was sie diesmal mit dem Priesgeld macht?

Vier Romane hat sie geschrieben, wie sowohl Julia Danielczyk, als auch Birgit Peter, die die Laudatio hielt, erwähnte, der ersten „Aushäusige“, ist 1996 bei „Wieser“ erschienen, da ging es, glaube ich, um das Aufwachsen in Südtirol, dann 2003 schon bei „Beck“ die „Zumutung“, da ging es  um die Nierenerkrankung, die, glaube ich, autobiografisch ist.

Die Krankheit als Zumutung, hat Birgit Peter sehr schön dargestellt, dann „Über Nacht“ 2007, erschienen, da ging es um die Nierentransplatation.

Von beiden Romanen habe ich, glaube ich, Leseproben im Radio gehört und 2011 erschien der bislang letzte Roman „Stillbach oder die Sehnsucht“, den habe ich  im vorigen Sommer beim „Morawa-Flohmarkt“ um zwei oder drei Euro gekauft, liegt jetzt auf meinem Lesestoß im Schlafzimmer und wartet auf das Lesen und Sabine Gruber schreibt jetzt an einem Roman, wo es um einen kriegstraumatisierten Fotografen und Bildberichterstatter geht.

Daraus hat sie nach der Preisvergabe drei Stellen gelesen, vorher mußte sie wahrscheinlich ein paar Worte zu ihrer Beziehung zu Veza-Canetti sagen und  erwähnte, daß sie vor einundzwanzig Jahren in die Wiener Leopoldstadt, einen Steinwurf von der Ferdinandstraße entfernt zog und da schon die „Gelbe Straße“ gelesen hatte.

Sehr viel Prominenz im Publikum für die sich Sabine Gruber  zweimal bedankte, Robert Schindel, Daniel Striegl, Alexandra Millner, Daniel Wisser, Olga Flor, Gabriele Petricek, Gerhard Jaschke und und und

Ich habe mich mit einer Dame unterhalten, die ich einmal beim „Leo Perutz Preis“ kennengelernt habe und die mir erzählte, daß sie nach Frankfurt fährt, ja, das ist ja nächste Woche und morgen wird wahrscheinlich der Nobelpreis wieder nicht an Philip Roth vergeben und Sabine Gruber hat ja, glaube ich, auch einmal in Frankfurt aus „Stillbach oder die Sehnsucht“ auf dem blauen Sofa wahrscheinlich oder anderswo gelesen.

Nachher gab es wieder Brot und Wein, Gespräche und mein „Literaturgeflüster-Kärtchen“ habe ich an Daniela Strigl und Alexandra Millner ausgeteilt.

2019-12-19

Kinder der Poesie

Filed under: Bücher — jancak @ 00:51
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Nachdem das österreichische Buchpreislesen zu Ende ist, wegen dem vorher folgenden deutschen hat es ein wenig länger gebraucht, ein Poesiealbum der österreichischen Literatur, bevor es über den Umweg Norwegen ans Schweizer Buchpreislesen, beziehungsweise an die „Bloggerdebut-Shortlist“ geht.

Denn die 1982 in Graz geborene Barbara Rieger deren „Bis an Ende Marie“ ich gelesen und mich deshalb wegen der Spoilerfrage mit „Bookster“ zerstritten habe und die vorher schon ein Fotobuch über die „Kaffeehausliteratur“ herausgegeben hat, hat es jetzt mit dem Fotografen Alain Barbero noch einmal versucht und ein Buch herausgebracht in dem sich die österreichische Autorenschaft, die berühmte oder dafür gehaltene jedenfalls,  mit Fotos an ihre Kindheit erinnert, was ja ganz gut an das herannahende Weihnachtsfest passt, weil sich das Buch, glaube ich, ganz gut an literarisch Interessierte verschenken oder unter den Christbaum legen läßt.

Mit zwei Vorbemerkungen beginnt es, dann geht es schon hinein in das Jahr 1924 und zu Friederike Mayröcker, die ja am zwanzigsten Dezember ihren fünfundneunzigsten Geburtstag feiert und ich  erst kürzlich im Literaturhaus lesen und etwas früher in der Wien-Bibliothek beim Artmann-Smposium übers Telefon hören konnte.

Die hat ihre Kindheit in Deitzendorf verbracht und später den Krieg erlebt und dann eine Zeitlang als Englischlehrerin gearbeitet, bevor sie sich als Dichterin selbständig machen konnte.

Es gibt ein Foto mit dem Kinderköpfchen und der Hand der Großmutter und dann, die alte Frau am Sofa, die das Bild in Händen hält und einen entsprechenden Text dazu.

1937 hat Ödon von Horvath „Jugend ohne Gott“ geschrieben, der mir völlig unbekannte  Roger Martin de Gard hat den „Nobelpreis für Literatur“ bekommen, Kurt Schuschnigg war Bundeskanzler und in Amstetten wurde die kleine Jutta geboren, die wir jetzt als Julian Schutting kennen. Der Text heißt „Kinderzeitspuren“ und schon sind wir im Jahr 1941, da war ja Krieg und Barbara Frischmuth wurde in Altaussee geboren, ihr Vater ist 1943 gefallen, die Mutter mußte das Hotel alleine weiterführen und hat die Kinder den Kindermädchen überlassen, eine freie Kindheit für die kleine Barbara, die später in die „Klosterschule“ mußte und jetzt, glaube ich, ihre Kindheit literarisch aufgerabeitet hat.

1943 war noch immer Weltkrieg, Adolf Hitler an der Macht, kein Literaturnobelpreis verliehen und in Salzburg wurde Bodo Hell, der experimentelle Dichter, der ein sehr vertrautes Verhältnis zu Friederike Mayröcker hat und seine Sommer schon seit Jahren auf einer Alm verbringt, geboren.

1945 ging der Krieg zu Ende, die „Farm der Tiere“ wurde geschrieben, Else Lasker-Schüler starb in Jerusalem, Franz Werfel im amerikanischen Exil, Anne Frank in Bergen-Belsen, Josef Weinheber und Adolf Hitler haben sich umgebracht und Alfred Komarek wurde im Ausseerland geboren. Der hat eine Wohnhöhle in Wien, im Weinviertel, wo er den Gendarmen Polt ins Leben rief, wahrscheinlich einen Weinkeller und das Bild zeigt ihm im Wetterfleck mit einem seiner Großväter, der aus einem Stück Holz ein Schiff oder eine Rakete für ihm schnitzte.

1954 hat Ernest Hemingway den Nobelpreis für Literatur bekommen, der „Herr der Fliegen“ wurde geschrieben und ein paar Jahre später hat man den kleinen Robert Menasse vor eine Schreibmaschine gesetzt und sein Milchflascherl dabeben gestellt. Start in die literarische Karriere des deutschen Buchprästrägers von 2017, der die „Hauptstadt“ geschrieben hat und ein paar Jahre in Brüssel lebte.

So passiert er auf dem Erwachsenenbild vor dem „Apple“, Wein und eine leere Milchflasche stehen daneben.

Ein Jahr später wurde „Lolita“ geschrieben und „Bonjour Tristesse“, Omen für den 1955 in Zwettel geborenen Josef Haslinger, der als ich in die GAV kam, dort Generalsekretär war und seine Kindheit im Stift Zwettel verbrachte. Daß man dort nicht nur die Spinde geraderichte und von den Mönchen mit Tiernamen beschimpft, sondern zu Weihnachten oder auch sonst in die Zellen gebeten, mit Wein bewirtet und betapscht und mißbraucht wurden, hat er, glaube ich, in seinem jüngsten Buch beschrieben, das im Literaturhaus vor zwei Wochen just zu der Zeit präsentiert wurde, als ich auf dem Weg zur Poet-Night war.

1961 hat Ivo Andric den Nobelpreis für Literatur bekommen und im Sölden im Ötztal kam Norbert Gstrein auf die Welt, der hatte fünf Geschwister, drei Brüder und zwei Schwestern und den Onkel Jakob, über den er, glaube ich sein erstes Buich geschrieben hat. Mit dem, einem bärtigen Herrn im Schipullover, ist er porträtiert und in seinem jüngsten Buch mit dem er zum diesjährigen österreichischen Buchpreisträger wurde, geht es um Jackson in Wyoming USA und das wird in seinem Beitrag auch erwähnt.

Sabine Gruber wurde 1963 in Südtirol geboren und zitiert in ihrem Text, das was an dem Tag an dem das Kinderfoto, ein blondgelocktes kleines Mädchen, in einem weißen Kleid, das eigentlich lieber eine Lederhose getragen und mit Autos statt mit Puppen gespielt hätte, in der Zeitung stand und Dimitre Dinev 1968 in Bulgarien. 1981 ist er mit seinen Eltern zum ersten Mal nach Sofia gefahren, da posiert er dann mit seinem  Bruder vor dem großen Mausoleum. Später ist er nach Österreich geflüchtet und gleich mit seinem Debut „Engelszungen“, ich glaube, über den Umweg des „Exil-Preises“, gleich berühmt geworden.

1971 kamen sowohl Daniel Wisser als auch Kathrin Röggla zur Welt, der eine in Klagenfurt, die andere in Salzburg, der eine liebt es nicht aus seinem Priviatleben zu erzählen und hat daher aus seinem Text eine Geschichte gemacht. Die andere liebt es schnell, so fährt sie als Kind  Autodrom und sitzt als Erwachsene mit Mütze in einem Keller oder Garage auf einem Fahrrad und lacht uns etwas skeptisch an.

1975 habe ich studiert und Petra Piuk von der ich beide Bücher gelesen habe, ist in Burgenland auf die Welt gekommen. Sie posiert als Kleinkind zwischen einem großen Bären und einem Weihnachtsmann und als Erwachsene steht sie vor einer Bude in die Luft springend im Prater.

1980 sind sowohl Milena Michiko Flasar, als auch Barbi Markovic geboren, die eine in St. Pölten, als Tochter einer japanischen Mutter, die andere in Belgrad, den „Nobelpreis“ hat in diesem Jahr Czeslaw Milos und den „Büchner-Preis“ Christa Wolf bekommen.

Milena Michiko Flasar von der ich ihren „Herrn Kato“, die „Krawatte“ leider nicht, gelesen habe, ist als Kind mit einer japanischen Fibel abgebildet und schreibt in ihrem Text, wie wichtig ihr das Schreiben und Lesen war, während die „Alpha-Preisträgerin“, bei deren Preisverleihung ich dann schon anwesend war und die ja auch kürzlich erst den „Priessnitz-Preis“ bekommen hat, in ihrem Text mit den Belgrader Straßenhunden, beziehungsweise mit den Haustieren, die sie einmal hatte, beschäftigt.

1994 wurde nicht nur meine Tochter Anna, sondern auch das Nachwuchstalent Anna Weidenholzer in Linz geboren, die auf den Bildern jeweils mit einer schwarzen Katze posiert, für ihre Romane beziehungsweise den Erzählband, gerne Tiernamen wählt und sich oder ihr Verlag offenbar, zum Glück werden manche sagen, in einer Jahreszahl gewirrt hat.

1990, so jung ist sie noch, kommt Theodora Bauer, die mit einem Blumenkranz als Kind abgebildet ist und sich später an die Haube greift, auf die Welt und versucht sich an ihre Kindheit zu erinnern.

Von ihr habe ich „Chicago“ gelesen, während das „Fell der Tante Meri“ irgendwo in meinen Regalen steht und der Jüngste, des Bandes, siebzig Jahre nach Friederike Mayröcker geboren ist Elias Hirschl, der trotzdem schon Slammeister ist und drei Romane geschrieben hat, die alle witzige Namen tragen.

Jüngere Autoren fallen mir nicht ein, sind aber wahrscheinlich schon am Schreiben und ich kann das Buch, das sich, wie schon erwähnt,  als Weihnachtsgeschenk bestens eignet, für alle Literaturinteressierten unterm Christbaum sehr empfehlen.

 

2019-12-05

Dichtfest mit fünf Frauen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:55
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Wieder einmal „Dichtfest“ in der „Alten Schmiede“ eine Veranstaltung von Christine Huber organisiert, die ich eigentlich sehr mag und wenn möglich immer hingehe, denn Erstens gibts nachher Wein und was zum Knabbern und außerdem interessiere ich mich ja für Lyrik, obwohl ich keine schreibe und komme, seit ich „Buchpreis“ lese, eigentlich nicht sehr oft dazu, welche zu lesen und jetzt hat es wieder einmal gepasst in die „AS“  zu gehen und diesmal war es auch sehr voll.

Viele Freunde und Bekannte im Publikum. Linda Christanell, E. A. Richter, Ruth Aspöck, Erika Kronabitter mit ihrem Hubert,Jopa Joakin, Christl Greller, Susanne Toth, Alice Harmer, Cornelia Hülmbauer, Monika Vasik, Luis Stabauer und und – und gelesen haben Sabine Gruber mit ihren „Am Abgrund und im Himmel zuhause“ und dann noch den Monatsgedichten, die ich schon zweimal in der „Gesellschaft“ und in Krems hörte.

Dann folgte Petra Ganglbauer mit ihrem bei „Limbus“ erschienenen, sehr politischen Band „Gefeuerte Sätze“ und John Sauter, den Sprachkunststudenten, den ich auch schon gehört habe, der mir sehr gefallen hat, mit seinen bei „fabrik transit“ erschienenen „Startrampen“.

Nach der Pause zum Kopfauslüften, wie Christine Huber sagte und wahrscheinlich auch zum Rauchen, kam dann für mich eher Unbekanntes. Nämlich die 1962 geborene Claudia Karolyi die aus einem Manuskipt von einem roten Kleid las, sowie die 1983 geborene Seda Tunc, die ebenfalls ein Manuskript mit dem klingenden Mamen „eigentlich ist die straße eine venusfliegenfalle und die amsel dreht eine runde“ hatte, während ich die 1978 geborene Maria Seisenbacher schon im Literaturhaus und in der „Gesellschaft“ gehört habe, die aus ihrem in der „Edition Nö“ erschienenen Band „kalben“ las.

Ein interessanter und gut besuchter Abend, wo ich wieder einige interessante Stimme entdeckte, sowie  schon Bekanntes getroffen habe.

2019-10-29

Priessnitzpreis an Barbi Markovic

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 22:20
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Gustav Ernst

Gustav Ernst

Mascha Dabic[

Mascha Dabic

Jetzt wirds eng im Wiener Literaturleben und für die Literaturgeflüsterin, denn ein Preisreigen, leider nicht an mich, beginnt, mündet in die „Buch-Wien“, wo ich dann ja nach einem Tag nach Basel entfliehe, dazwischen gibts dann noch die Online-Autorenmesse und mein siebenter „Nanowrimo“, aber mit dem „Reinhard Priessnitz-Preis“ fängt es vorerst an, denn, den gibt es schon seit fünfundzwanzig Jahren zum Gedenken, an den am 5. November  1985 verstorbenen Lyriker und Dichter Reinhard Priessnitz.

Das Bundeskanzleramt vergibt ihn, Gustav Ernst und Robert Schindel sind die Juroren und ich war, glaube ich, das erste Mmal 1998 da, als er an Sabine Gruber vergeben wurde und dann sind wir, glaube ich, ein paar Tage mit der vierzehnjährigen Anna an den Traunsee wandern gefahren.

Einmal war ich, glaube ich, in der Hauptbücherei, als dort Elfriede Gerstl gelesen hat, dann bin ich, glaube ich, etwas früher weggegangen, weil Olga Flor, die Preisträgerin war. 2005 hat ihn Gerhild Steinbuch bekommen, 2006 Thomas Ballhausen, 2007 Ann Cotton, die sich, glaube ich, in einer Schachtel verstecken wollte und 2008 dann Angelika Reitzer, ab da habe ich gebloggt und war verärgert auf Silvia Bartl, weil sie mich im Literaturhaus nicht mehr meine „Mittleren“ machen ließ.

Ich war aber immer bei den Preisverleihungen, bis auf 2017, wo ihn Hanno Millesi bekommen hat, denn da hatte ich soviele Stunden, daß es sich nicht ausgegangen ist, obwohl ich ja, wie ich immer behaupte, ein Fan von Hanno Millesi bin.

2018 hat ihn Antonio Fian bekommen und diesmal die 1980 in Beglrad geborene Barbi Markovic, die ja, glaube ich, 2010 oder war es 9 gemeinsam mit Cornelia Travnicek bei der „Buch Wien“ bloggte, das Buch „Superheldinnen“ geschrieben hat, womit sie 2016 den „Alpha“ gewonnen hat, beim „Bachmannpreis“ hat sie glesen und vor kurzem beim „Kolik Slam“ in der „Gesellschaft“/, ihr neues Buch , da 2021 bei „Residenz“ erscheinen wird, wird „Verschissene Zeit“ heißen und Mascha Dabic, eine der Debutshortlistdebutanten des Öst, die auch „Zwei Jahre Nacht“ übersetzte, hielt die Laudatio und ist offenbar, wie sie erwähnte, auch eine der „Superheldinnen“.

Gustav Ernst, Barbi Markovic, Robert Huez[

Gustav Ernst, Barbi Markovic, Robert Huez

arbi Markovic

Barbi Markovic

Spannend, spannend, die Preislesung war dann ein Computerspiel, das nicht so recht funktionierte oder eine Leseperformance mit Musik daraus und ich kann gleich auf einen der übernächsten Preise, die es im Literaturhaus geben, wird, den „Fried-Preis“ an Steffen Mensching hinweisen, beziehungsweise darauf, daß dort vor zwei Jahren ein Comic vorgestellt. nämlich Ulli Lusts „Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein“, vorgestellt wurde, den ich heute im „Wortschatz“ gefunden habe und wem es interessiert, die restlichen „Shades of Grey-Bände“ die ich noch nicht hatte, sind auch darin gelegen und unter dem Publkum war  Christian Jahl einer der Vorjuroren des „Alpha“, der mir verraten hat, daß er schon auf die morgendliche Preisverleihung gespannt ist, ich auch, denn wenn Angela Lehner gewinnt, bekomme ich das Buch, das ich ja nur als E-Book Ausgabe gelesen habe.

2019-07-05

Daldossi oder Das Leben des Augenblicks

Filed under: Bücher — jancak @ 00:50
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Jetzt geht es  bei meinem „Backlist-Lesen“ um das östDB Shortlistbuch von 2016 Sabine Grubers Kriegsreporterroman, von dem ich ja das erste Mal etwas gehört habe, als die 1963 in Meran geborene, die ich von der GAV kenne und auch immer wieder bei Veranstaltungen sehe, 2015 den „Veza Canetti-Preis“ gewonnen hat. Bei den O-Tönen hat sie dann 2016 aus dem Buch gelesen, das oft gar nicht so gute Kritiken hatte und einigen Leuten, wie ich hörte, nicht so sehr gefallen hat.

Als die öst Preisliste bekanntgegeben wurde, habe ich es angefragt, aber nicht bekommen und dann ein halbes oder ein Jahr später ein schon ziemlich ramponiertes Leseexemplar im Schrank gefunden und es dann wegen meiner übervollen Leseliste nicht geschafft, es im Vorjahr zu lesen. Aber jetzt ist ein bißchen Zeit bevor die Herbstneuerscheinungen und Buchpreislisten kommen und ich schreibe am besten dazu, das Buch hat mir gut, besser als „Stillbach“, das ich ja, glaube ich, einmal bei einem Abverkauf kaufte und vor zwei Jahren gelesen habe, gefallen und es behandelt ein rauhes und sehr wichtiges Thema, das Sabine Gruber, glaube ich, auch sehr gut und interessant erzählt.

Am Beginn des Buches gibt es ein Interview mit der Autorin, wieso sie das buch geschrieben hat. Ob das auch in den Originalexemplaren enthalten ist, weiß ich nicht, es war aber ganz interessant, in die Beweggründe und in die Kriegsreporterwelt einzudeuten, denn das ist wahrscheinlich wirklich ein zweischneidiger Beruf, denn ist es Sensationslust, wenn man sich nah an die Mienen stellt und dann die zerschossenen Körper fotografiert? Kann man damit Elend verhindern, in dem man aufklärt?

Wahrscheinlich beides davon und die Berichterstatter gehen auch meistens kaputt daran, Beziehungen zerbrechen, sie fangen an zu trinken, nehmen Drogen, wie Sabine Gruber  genau weiß.

Es gibt auch immer wieder Beschreibungen von Kriegsfotografien und die Handlung ist eigentlich schnell erzählt.

Bruno Daldossi war in Tschetschenien, Sarajevo, Krak, Afghanistan und und und und….

Nun ist er in Pension und erfährt, daß ihn seine Freundin Marlies, eine Zoologin verlassen hat. Daran zerbricht er und während er das tut, geht er sein bisheriges Leben durch und das tut die Autorin ebenfalls in sehr schönen Bildern und scharfen Momentaufnahmen.

Die Ex Freundin eines Kollegen, Johanna, soll nach Lampedusa fliegen, um   über die Flüchtlingezu berichten. Daldossi trifft sich am Flughafen mit ihr, fliegt aber nach Venedig Marlies nach, wo er sich betrinkt und von ihr beschimpft wird.

So kommt er auch nach Lampedusa, Johanna, die vor kurzem ihre Mutter verlorin hat, erkrankt dort, fliegt nach Palermo in ein Spital, während Daldossi sich ein Boot mietet, um auf  Meer hinauszufahren, ob er dort den Bruder einer afrikanischen Flüchtlingsfrau, die als Prostiutierte arbeitet, retten oder nicht nicht mehr zurückkommen will, ist nicht so klar.

Er hinterläßt jedenfalls im Hotel  seine letzten Verfügungen und man taucht, glaube ich, scharf erzählt, ein, in eine Welt, die den, der ein normales Alltagsleben führt, fremd bleibt und trotzdem wichtig ist und für den, der es noch nicht weiß, fühge ich hinzu, Sabine Gruber ist auch Lyrikerin und hat inzwischen auch einen neuen Gedichtband heruasgebracht.

2019-06-23

Das fünfte Buchpreisbloggen?

Im August wird es dann wieder eine deutsche Buchpreisliste geben, die dann im September, seit 2016 von der österreichischen gefolgt wird und ich lese ja seit 2015 eigentlich sehr eifrig mit.

Seit 2005 gibt es ja die Idee, um den Buchkauf anzukurbeln, glaube ich, weil der Preis vom Börseverein des deutschen Buchhandels gestiftet wurde, aus den deutschen Neuerscheinungen von einer Jury zuerst zwanzig Bücher auszuwählen, dann sie auf sechs zu reduzieren um am Vorabend der Frankfurter Buchmesse einen Gewinner oder Gewinnerin zu prämieren.

Bevor ich bloggte ist das ziemlich an mir vorbeigegangen. Da habe ich höchstens bei den Nachrichten davon erfahren und „Interessant!“, gedacht.

2008 hat dann Christiane Zintzen in ihrem „Inadäquat“, das es schon lang nicht mehr gibt, auf den Preis, beziehungsweise auf die Broschüre hingewiesen, aber dazu geschrieben, daß sie vergriffen ist.

2009 habe ich mich dann auf die Suche derselben gemacht, sie in Österreich nicht bekommen und mir die Bücher natürlich nicht gekauft, mir höchstens eines oder zwei davon zu Weihnachten oder zum Geburtstag gewünscht, mich aber in meinen Blogbeiträgen trotzdem darauf bezogen, habe ich halt die Bücher erwähnt, die ich von den nominierten Bücher kannte.

Dann habe ich begonne den Blog von „Buzaldrin“ zu verfolgen, der sich auch auf den dBp bezog und 2013 das „Fünf lesen zwanzig“ gründete, wo sie offensichtlich mit vier anderen beim Börseversein anfragte, ob sie die Bücher lesen können,  das auch taten und darüber schrieben.

„Wow habe ich gedacht!“ und eigentlich auch gleich hinschreiben wollen. Meine lange Leseliste, die ich schon damals hatte, hat mich aber daran gehindert und dann dachte ich auch, daß mir die deutschen Verlage, die Bücher wahrscheinlich nicht schicken würden, habe ich ja damals höchstens bei „Residenz“ oder „Haymon“ angefragt.

So habe ich den „Jung“ gefragt ob er mir Nellja Veremjes „Berlin liegt im Osten“ schicken könne und versucht das „Buchpreisprobenbüchein“, das ich damals beim Börseverein angefragt habe, zu bloggen.

Das habe ich dann gelassen, weil ich daraus überhaupt keinen Eindruck von dem Büchern bekommen konnte und 2014 hat es dann bei „Buzzaldrin“ das „Longlistenlesen“ gegeben. Da hat sie sich mit ein paar anderen zusammengetan, die Bücher vorgestellt, man konnte sie anfragen und sollte wenn man sie bekommen hat, auf seinen Blog vorstellen.

Ich habe das bei „Kastelau“ getan und 2015 bei „Buzaldrin“ gelesen, daß das Modell offenbar nicht so klappte, so daß es in diesem Jahr die offiziellen Buchpreisblogger gab, die dann erfreut  „Hurrah, hurrah, ich bin in einer Jury!“,  schrieen, was mich zugegeben ein wenig ärgerte, so daß ich wochenlang überlegte, ob ich mir die Bücher nicht vielleicht kaufen soll und dann nach Bekanntgabe der Liste  die Verlage anfragte.

Zehn oder elf habe ich auf diese Art und Weise bekommen, gelesen habe ich alle, zwei in einer Buchhandlung, von denen ich dann eines bekommen habe, vier habe ich mir vom Alfred kaufen lassen, zwei vom Otto ausgeborgt und war wohl ein bißchen verkrampft bei meinenKommentaren, weil mich eine der offiziellen Blogerinnen  nicht mehr veröffentlicht hat. Ich habe es gut gemeint und war sehr eifrig dabei. 2016 neunzehn Bücher bekommen und da gab es schon den österreichischen Buchpreis, da habe ich angefragt, ob sie mich vielleicht als offizielle Bloggerin haben wollten und keine Antwort gekommen, es also  für mich getan und 2017 waren es achtzehn Bücher, die ich gelesen habe und die zwei restlichen habe ich im Jänner darauf geschenkt bekommen, sie auf meine Leseliste gesetzt und bin jetzt beim Lesen.

2018 waren es auch achtzehn, aber ein Effekt des Anfragens war, daß mir einige der Verlage dann ihre Vorschauen schickten und da bestelle ich ja immer ungehemmt und so habe ich, glaube ich, bis Februar die Bücher abgelesen und kann mir jetzt die Frage stellen, ob ich mir das Buchpreislesen ein fünften Mal „antun“ soll?

Denn ein bißchen habe ich ja auch beim Lesen resigniert, denke, ich kann ja ohnehin nicht alles lesen und diese zwanzig sind ja ohnehin sehr ausgesucht, keine Krimis dabei, keine ChickLits und auch das nicht, was die Leute lesen wollen und ich habe ja so eine lange Backlist von beispielsweise Bücherschrankbüchern, vielleicht sollte ich die statt der Liste lesen?

Keine Sorge, das sage ich, plappern, würde es wohl der Uli nennen, dahin, ohne es wirklich ernst zu meinen, denn es hat ja auch meine Bücherbeschränkung keinen Tag gehalten, aber meine Backlist ist inzwischen schon  sehr lang und ich habe inzwischen auch einige Bücher gefunden oder bei Abverkäufen gekauft, die auf früheren Listen standen, die habe ich jetzt alle auf meine deutsche oder österreichische Liste, die ich im letzten Sommer auf meinen Sidebord veröffentlicht habe, gesetzt und denke, das sollte ich alles lesen und es wäre ja auch spannend, wenn ich nach Bekanntgabe der Longlist, mir diese Bücher vornehmen und darüber bloggen würde.

Dagegen spricht, daß es ja schön wäre, ein fünftes Buchpreisbloggen zu machen und dann vielleicht damit aufzuhören. Diesmal wäre es wahrscheinlich ein dreifaches, weil wir wollen ja statt auf die „Buch-Wien“ auf die „Buch-Basel“ und zum „Schweizer Buchpreis“ fahren und da würde ich auch diese Bücher anfragen, was ich bisher nicht machte.

Anfragen werde ich wahrscheinlich schon, das Ganze aber  lockerer nehmen und einePrognese kann ich jetzt, zwei Monate davor, überhaupt nicht geben, obwohl ich bedingt durch meinen Unfall, Knöchelbruch und Gips ja im März und April eine sechswöchige Veranstaltungspause machte und in dieser Zeit die Frühjahrsneuerscheinungen gelesen und gelesen habe, aber ob das die Bücher sind, die dann Daniela Strigl, Petra Hartlieb und die fünf anderen Juroren, auf ihre Liste setzen?

Wahrscheinlich nicht, denn das buch von John Wray und das der Tanja Maljartschuk wurden ja nicht auf Deutsch geschrieben.

Marlene Streeruwitz wird wohl darauf stehen,  Clemens J. Setz und die anderen Bücher, die bei den heurigen O Tönen vorgetellt werden.

Es ist ja auch noch Zeit sich mit der heurigen Buchpreisliste auseinanderzusetzen, werden meine Kritiker jetzt wahrscheinlich sagen, aber, ich lese ja gerade“ Buchpreis“.

Die „Schlafende Sonne“ von 2017, habe ich vor kurzem ausgelesen und den Peter Henisch vom öst 2016 und als nächstes würde die Sabine Gruber und die Birgit Müller Wieland von 2016 oder 2017 kommen.

In diesem Zusammenhang habe ich auch die anderen Ungelesenen auf meine Listen geschrieben und die Frage, wie wichtig der „Deutsche Buchpreis“ für mich ist, ist in Zeiten, wo ich mich ja mit meinen eigenen Büchern und meinen eigenen Schreiben, beschäftige, auch besonders wichtig.

Eine klare Antwort habe ich noch nicht, außer daß ich im August, wenn die Liste veröffentlicht wird, in der Schweiz sein werde und dort Schweizer Bücher lesen werde, jetzt schon ein paar Herbst oder Sommerneuerscheinungen auf meiner Liste habe und da auch, wenn auch ein wenig zurückhaltender, als im Vorjahr angefragt habe und jetzt auch nach dem Lesemarathon vom März und April wieder besonders langsam lese.

Aber natürlich interessiert es mich, was die anderen schreiben und womit sie auf die Buchpreislisten kommen, ob ich aber ständig Buchpreisbücher von mittelalten Männern mit ihrer  Angst vor dem Sexverlust und dem Sterben lesen möchte, weiß ich auch nicht, es ist aber egal.

Lockerer werden ist die Losung und möglichst viel von meiner Backlist lesen, denn es sind ja auch sehr schöne Bücher, die sich bei mir angesammelt haben.

2019-06-13

Lese.Auslese mit Erdbeerbowle

Die Lese.Auslese mit den persönlichen Empfehlungen von Cornelius Hell und Katja Gasser gibt es zweimal im Jahr in der „Gesellschaft für Literatur“, vor Weihnachten mit Punsch und Keksen, im Juni mit Erdbeerbowle und obwohl ich ja nicht soviel von Leseempfehlungen halte und mein Sommerlesestoß schon längst im Badezimmer in Wien und in Harland überm Bett liegt, gehe ich eigentlich ganz gern dorthin, um einzutauchen in die persönlichen Empfehlungen der beiden Literaturexeperten und sie mit dem, was ich davon gelesen habe zu vergleichen und kann gleich fröhlich vermelden, ich habe von den acht vorgeschlagenen Büchern noch nichts gelesen. Von einigen habe ich schon was gehört und zwei habe ich mir gerade bestellt, mal sehen, ob sie zu mir kommen?

Manfred Müller stellte gerade, als ich den Saal im Palais Wilcek in der Herrengasse erreichte, ein neuntes Buch vor, nämlich Cornelius Hells letzte Übersetzung aus dem Litaurischen, erschienen im „Residenz-Verlag“, so saß Jessica Beer, die früher in der Hauptbücherei gearbeitet hat, hinter mir, Henrike Blum war da, Christl Greller und noch einige literarisch Interessierte.

Cornelius Hell begrüßte gleich mit dem bekannten Satz, daß man einen Abend wie diesen besser bei einem Heurigen zubringen sollte und es begann dann gleich nichts desto trotz mit der Vorstellung von Claudio Magris „Schnappschüßen“, dann wurde Slobodan Snajders „Reparatur der Welt“ vorgestellt, das glaube ich, einmal Ö1 buch war und der Ex Libris Redakteur Peter Zimmermann hat auch ein neues Buch geschrieben.

„Der himmel ist ein sehr großer Mann“ heißt es und handelt, wie könnte es anders sein von der Liebe zum Lesen.

Der Ungar Andras Forgach hat ein Buch über seine Mutter geschrieben, die bei der unarischichen Stasi gearbeitet hat und Damir Ovcina eines über den Balkankrieg und einen bosnischen Jungen, der „Zwei <jahre Nacht“ in einem von Serben besetzten Stadtteil von Sarajewo verbrachte. Das habe ich angefragt und die Tagebücher von Gerhard Fritsch, die von Klaus Kastberger herausgegeben wurde und von denen ich schon einiges auf seinen Twitterseiten gelesen habe.

Katharina J. Ferner hat bei „Limes“ ein kleines feines Gedichtbändchen herausgegeben und Thomas Stangl einen Erzählband in denen vielen kurze Geschichten und Notizen enthalten sind.

Interessant, interessant, könnte man so sagen und wenn ich meinen eigenen Senf beziehungsweise Service dazugeben darf, dann empfehle ich acht Frühjahrerscheinungen plus einen Gedichtband, die ich vor kurzem gelesen habe und die mich mehr oder weniger beeindruckt haben:

1.John Wray „Gotteskind“

2.Matthias Nawrat „Der traurige Gast“

3.Tanja Maljartschuk „Blauwal der Erinnerung“

4.Jiri Weil „Mendelsohn auf dem Dach“

5. Andrea Stift-Laube „Schiff oder Schornstein“

6. Fernanda Melchor „Saison der Wirbelstürme“

7.Corninna T. Sievers „Vor der Flut“

8.Lisa Kränzer „Coming of Carlo“und der Lyrik Tip

9.Hilde Langthalers „Podium Portrait“, um noch einmal an eine liebe Freundin beziehungsweise Arbeitskreiskollegin zu erinnern.

Ich habe mich dagegen vor kurzem an meine Backlist gemacht, habe Peter Henischs „Suchbild mit Katze“ und Norbert Gstreins „Die kommenden Jahre“ gelesen, gerade mit Thomas Lehrs „Schlafende Sonne“ dem Ll- Buch von 2017, das ich derzeit noch für unlesbar halte, begonnen, möchte mich dann an Nina Bußmanns „Große Ferien“, Sabine Grubers „Daldossi“, Katharina Tiwalds „Die Wahrheit ist ein Heer“ Anna-Elisabeth Mayers „Fliegengewicht“ und an noch einiges anderes als Sommerlektüre machen, es warten aber schon einige Rezensionsexemplare, die ich im Juli beziehungsweise im Augsust lesen soll auf mich.

Da werden wir dann in die Schweiz und nach Locarno zum Filmfestival fahren und dann kommen wieder die Buchpreislisten und meine Leseliste wird vermutlich expolodieren.

In diesem Sinne einen schönen Lesesommer, liebe Lesefreunde und wem es interessiert, ich werde jetzt wahrscheinlich bis Ende des Jahres aber zumindestens bis November in eine intensive Schreibwerkstatt begeben und mein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ über mein Schreiben und meine Bücher  zusammenstellen und die Einladung zum „Linken Wort am Volksstimmefest“, wo ich eine der Maria Mattuscheks Szenen lesen werde, am Samstag den 31. August ist auch schon gekommen.

Es wird also wieder intensiv werden, aber vorher ist ja noch die Lesung im Cafe Westend aus der „Unsichtbaren Frau“.

2019-05-10

Privat versus politisch zum Tag der Freiheit des Wortes

Am zehnten Mai 1933 haben die Nazis, die Bücher der anders Denkenden verbrannt und als sich die GAV 1973 gegründet hat, hat sie diesen Tag zu einer Großveranstaltung gemacht, wo im NiG im Hörsaal eins, eine ganze Menge von Autoren dazu gelesen haben.

Gerhard Kofler, der damalige Generalsekretär hat diese Veranstaltung dann allmählich einschlafen lassen, was ich nicht wollte, so daß ich sie 2001 im NIG und dann von 2003 bis 2009 im Literaturhaus weiter organisierte, da ich aber nicht im Literaturbeteieb bin, von da nur wenig Untersützung im Literaturhaus hatte, habe ich mich , als die GAV entschloßen hatte, daß man nur mehr eine Veranstaltung pro jahr organisieren darf, für die „Mittleren“ entschloßen, die ich inzwischen auch nicht mehr organisiere.

Das GAV-Büro, beziehungsweise Ilse Kilic oder Petra Ganglbauer haben dann die Veranstaltung was eigentlich sehr schön und wichtig ist, weiter organisert.

2010 hat mich Petra Ganglbauer zum Lesen eingeladen, seither wurde ich das nicht mehr und bin auch nur mehr sporadisch, hin und wieder, wenn es sich ergeben hatte, zu der inzwischen noch mehr abgespeckten Veranstaltung, die nun ein Thema hat, hingegangen und heuer hat es sich, obwohl Festwocheneröffnung, aber mein Herz schlägt ja für die Literatur und das Gratiskonzert am Rathausplatz hätte ohnehin erst später stattgefunden und so bin ich zu der von Ilse Kilic unter dem Thema „Das Private ist politisch“ hingegangen und das Literaturhaus war auch sehr voll. Barbara Zwiefelhofer hat begrüßt und Ilse Kilic hat zehn Autoren und Autorinnen, darunter einen Film- und einen Musikbeittrag eingeladen und Jörg Piringners Film, den er über die Statements, die die Mitglieder über das, was die GAV für sie bedeuteten, machte, wurde Eingangs auch gezeigt. Da gibt es auch einen Beitrg von mir den Erika Kronabitter bei der letzten GAV-GV in der Schönlaterngasse aufgenommen hat und dann erklomm Ditha Brickwell das Podium und hat einen Text gleesen, den sie 2002 anläßtlich „nine elefen“ geschrieben hat. Dann folgte Markus Köhle der einen Auszug aus seinem Buch „Jammern auf hohen Niveau“ brachte und die mir bislang unbekannte Marlene Hachmeister, die einen sehr experimentellen Text zur Frauenfrage hatte.

Dine Petrik hat zwei Stellen aus ihrem Buch „Stahlrosen zur Nacht“ vorgetragen und Fritz Widhalm hatte einen Film, in dem sich der Fritz mit dem Älterwerden, den Hörgeräte, die man dann braucht, etcetera, beschäftigte.

Sabine Gruber las eine Stück aus ihrem „Dalvadossi“, ein Buch mit dem sie auf der öst Bb stand und das ich in einem sehr zerflederten Zustand im Schrank gefunden und jetzt auf meiner heurigen Leseliste stehen habe, mal sehen, wann ich dazu komme, im Moment stehen die Zeichen dazu sehr gut. Monia Gentner las aus ihrem utopioschen Roman der im Jahr 2070 spielt, ein Stückchen, das, glaube ich, wenn ich mich nicht sehr irre, schon mal im Literaturhaus gehört ahbe.

Eleonore Weber, die Gedichte und einen Prosatext hatte, war mir bisher ebenfalls unbekannt und Kurt Mitterndorfers Text hat mir, weil realistisch am besten gefallen, weil er die Angst eines offensichtlichen Türken schildert, die er vor dem Schlafengehen hat, er schaut dann aus dem Fenster, sperrt die Türe mehrmals ab, geht essen, Zähnenputzen und dann ins Bett, wo dann die Flashbacks kommen, weil er offenbar einmal überfallen wurde und die ihn Überfallen „Wir finden dich, Kümmeltürke!“, zu ihm sagten.

Am Schluß kam Baml Joachim mit ihrer Band und wir haben einen sehr abgespeckten „Tag zur Freiheit des Worts“ in Gedenken an die Bücherverbrennung von 1933 erlebt, mit einigen sehr starken und einigen eher privaten Texten, aber so ist,  wenn das Politisch privat oder das Private politisch wird und wir stehen, die ich mich ja auch im rechten Spektrum sehr umhöre und auch einen rechten Kritiker habe, fünf vor oder vielleicht schon nach zwölf, wie ich meine.

Das Leben ist aber trotzdem noch immer schön und die Festwocheneröffnung wahrscheinlich hochinteressant. Ich habe meines Beines wegen, das noch immer zemlich geschwollen ist, aber darauf verzichtet, im Bücherschrank aber zwei weitere „Wortreich-Bücher“ darunter eines von Patrica Brooks gefunden, es war also heute ein schöner Tag, obwohl die politische Situation rundherum warhscheinlich alles andere als lustig ist und wer auch von mir etwas Privat-Politisches hören möchte, den lade ich sehr herzlich ein, am Dienstag in den „Republikanischen Club“ zu kommen, wo ich aus meiner „Unsichtbaren Frau“ lesen werde.

2019-04-14

Reisen und Erinnern bei der 21. Literatur und Wein

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 17:09
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Alternativtext

Sylvia Treudl

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Bora Cosic

Ein vorläufiges Ende meiner Veranstaltungspause machte ich, wie angekündigt, mit dem einundzwangisten „Literatur und Wein-Festival“ in Krems und Göttweig, für das Alfred, glaube ich, jetzt schon das siebente Mal Karten kaufte und so sind wir am Donnerstag nach fünf wieder nach Krems hinausgefahren, wo das niederösterreichische Kunstmuseum das ja im vorigen Jahr noch gebaut wurde und die Zufahrt leicht behinderte, inzwischen fertig ist.

Nach vier Wochen Veranstaltungsabstinenz also wieder hinein in das Vergnügen und eine andere Veränderung gab es auch, wurde der Wein aus dem Kamptal ja diesmal direkt im Veranstaltungsraum und nicht wie früher im Foyer dargeboten und die Eröffnungsveranstaltung war, wie man vielleicht sagen kann, zwei älteren internationalen Dichtern gewidmet, von denen ich von beiden jeweils schon etwas gelesen habe.

Sylvia Treudl eröffnete wie immer und stellte Bora Cosic und Meir Shalev vor und von dem 1932 in Zagreb geborenen Bora Cosic habe ich ja während unseres Kroatienurlaubs in Montenegro seinen, wie Sylvia Treudl erwähnte Kultroman „Die Rolle meiner Familie bei der Weltrevolution“ gelesen.

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Meir Shalev

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Dzevad Karahasan

Jetzt hat er ein Buch über das Reisen, das halbe Thema der heurigen Veranstaltung, geschrieben und zwar eines wo er durch Österreich und durch Italien reist und wenn man in Krems ist und die Doanu hinuntergefahren ist, werden natürlich diese Stellen gelesen, wo Krems, Göttweig und St. Pölten vorkommen.

Bora Cosic hat ein Stück auf Kroatisch und Christoph Mauz, wie immer die Übersetzung gelesen und von dem 1948 in Israel geborenen Meir Shalev, den ich, glaube ich schon einmal auf der „Buch-Wien“ hörte, habe ich „Judiths Liebe“ gelesen und er hat jetzt ein Erinnerungsbuch, die andere Themenhälfte geschrieben, wo es um seine Familie, seine Großmutter und ihren amerikanischen Staubsauger geht und wo dann er, beziehungsweise Christoph Mauz die Stellen lasen, wo der Erzähler mit roten Zehennägel, die ihm seine kleinen Nichten angemalt haben, zu einer Ausstellungseröffnung geht und sich dann an seine Großmutter erinnert, die mit ihren Staubsauer und ihren Putzlappen immer sehr viel reinigte und deren Klo man  nie benutzen durfte, weil dort die Pflaumenkuchen zum Auskühlen standen.

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Jaroslav Rudis

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Erich Hackl

Am Freitag ging es in Göttweig weiter, wo der 1953 geborene bosnische Autor Dzevad Karahasan mit seinem „Erinnerungsbuch“ „Ein Haus für die Müden“,  begann, das in das zwanzigste Jahrhundert, beziehungsweise in den ersten Weltkrieg zurück geht, wo Briefe von Baden bei Wien nach Sarajewo aus Schuld eines Briefträgers vierzehn Monate brauchten, bis sie ankamen.

Das nächste Buch nämlich Jaroslav Rudis „Winterbergs letzte Reise“, über das ich bei meinem Leipzig Surfing ja schon einiges hörte, geht auch in die Vergangenheit, nämlich bis in die Schlacht von Köngisgrätz zurück, beziehungsweise reist der Herr Winterberg mit seinem Altenbetreuer, glaube ich, auch bis nach Sarajewo, mache aber in Wien Station, wo er die Kapuzinergruft und noch einige andere Orte besuchte.

In der Pause versuchte ich dann in das Sommerreflektiorium und zu den Weinen, die diesmal, glaube, ich die gesamte niederösterreichische Region umfassten und wieder von den Winzern vorgestellt wurde, zu gelangen, was mit dem am Morgen ausgewechselten neuen Gips ein wenig angstrengend war. Der Zweigelt und der Pinot Noir schmeckten aber gut.

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Christina Viragh

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David Schalko

Aus  Erich Hackls „Am Seil“ habe ich ja schon im Literaturhaus gehört, während das Buch der Christina Viragh in dem es wieder um das Reisen, nämlich um einen Flug nach Zürich geht, wo einer das ganze Flugzeug mit seinen Geschichten unterhält, obwohl es mir versprochen wurde, weilauf der 2018 Longlist des dBp stehend, nicht zu mir gekommen ist, so daß ich es jetzt über die <lesung kennenlernen konnte.

Die musikalischen Einlage stammten wieder von Roland Neuwirth, der diesmal mit dem radio string quartett, auftrat und diesmal nur zwei Sessions hatte. Die zweite haben wir versäumt, weil schon zu erschöpft, vorher aber wieder David Schalko aus seinen „Schweren Knochen“ gehört.

Am Samstag ging es dann  mit der „Transflair-Reihe“, die von Klaus Zeyringer moderiert wurde, weiter, die diesemal ein sehr aktuelles Thema, nämlich „Frauen, Ohnmacht, Macht“ hatte, habe ich da ja vor kurzem auch einige Bücher gelesen, die „Zib-Moderatorin“ Lou Lorenz-Dittelbacher hat aber auch eines dazu geschrieben und hat da acht ehemalige Politikerinnen interviewt und zu ihrer Situation befragt. Das diskutierte sie mit dem stellvertretenden Spiegel-Chef Dirk Kurbjuweit, der auch als Autor tätig ist.

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Barbara Frischmuth

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Julian Schutting

Dann war Mittagspause und da bin ich ja meistens nach Krems gegangen und habe mir dort beim „Nordsee“ ein Fisch-Weckerl gekauft. Vor zwei Jahren habe ich in dem Gasthaus gegessen, wo das Alternativprogramm stattgefunden hat und diesmal wollte ich eigentlich in das Restaurant bei der Schifflandestation an der Donau gehen, habe aber gesehen, daß es dort, wo es einmal das Gasthaus zur „Stadt Krems“ gegeben hat und jetzt die neue Kunsthalle steht, auch ein Restaurant gibt, habe dort eine Leber gegessen und wollte dazu einen roten Spritzer trinken. Was dann kam, ist eigentlich Wert  ein Stück Literatur daraus zu machen. Es kam nämlich ein weißer Spritzer, ich grinke aber keinen Weißwein, die Kellnerin war ein wenig ungehalten, sagte, es gäbe keinen roten Spritzer, also was anderes, haben sie einen „Hugo“ habe ich gefragt, aber das ist auch ein Wißwein, hat sie geantwortet, den trinke ich aber nur in der süßen Holunderform und eigentlich mit Prosecco.

Es kam dann von der Kellnerin bei der ich bestellt habe, ein Aperol Spritz, „Also gut, dann bringen Sie mir ein Achter rot und ein Glas Wasser!“, habe ich gesagt, weil ich auf der Karte gesehen habe, daß es das gibt, roter Spritzer tatsächlich nicht. Sie hat mir dann wahrscheinlich in den weißen Spritzer eine Zitronenscheibe und einen schwarzen Strohhalm gegeben und beim Bezahlen gesagt, daß es eigentlich schon roten Spritzer gäbe, dann zurück ins Literaturhaus, zwar nicht zur Wanderung, das geht mit Gips doch nicht, obwohl das andere  eigentlich erstaunlich gut funktionierte.

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Antonio Fian

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Wienerblond

Also mit dem  Lift in den zweiten Stock gefahren, wo diesmal das Alternativprogramm abgespult wurde. Da gab es schon am Vormittag die „Wo Lyrik zu Hause-Reihe“ wo es ja auch immer die kleinen bunten Hefterln gibt, die zur freien Entnahme aufliegen oder auch bei den Goodies waren ist, die  im Festivalpaß enthalten sind.

Da wurden diesmal Vladimir Durisic  aus Montenegro, Eleaor Rees aus GB, Marija Andrijasevic aus Kroatien und Jakobe Mansztajn aus Polen vorgestellt und am Nachmittag gab es dann „Dichtung entdecken, wo Christoph W. Bauer, die derzeitge Writerin in Residence die Serbin Sofia Zivkovic, Sabine Gruber, Julian Schutting und Kathrin Schmidt vorstellte, die jeweils aus ihren Werken lasen.

Das hat etwa eine Stunde gedauert, wahrscheinlich so wie die Wanderung, die schon eine halbe Stunde früher weggegangen ist, so daß ich noch bequeum in den Veranstaltungssaal kam, wo die Lesung mit Lorenz Langenegger, der eigentlich aus Zürich ist, aber in Wien zu leben scheint, weil ich ihn sehr oft bei Veranstaltungen sehe, gerade begonnen hat.

Das heißt Sylvia Treudl stellte gerade ihn und seinen Krimi um einen Polizisten namens Wattenhofer, der eigentlich keiner ist, vor und Lorenz Langenegger hat zuerst zum Thema passend aus den zwei Bücher gelesen, die ich auch gelesen habe und dann ein Stück aus „Dorffrieden“ was ich sehr interessant fand.

Alternativtext

Verena Doublier

Alternativtext

Sebastian Radon

Dann gab es Wein zu verkosten, allerdings wieder nur weißen, also habe ich mich zuerst in das Foyer und dann in den kleinen Park wo es das Denkmal bezüglich „April in Stein“ gibt, gesetzt und mein aktuelles Buch gelesen, bis der Bus kam, der mich nach Göttweig brachte.

Der Alfred ist diesmal erst um acht gekommen, weil er in Wien bei einer Besprechung wegen seiner Kuba-Reise war, die ja bald stattfindet und in Göttweig hat es mit Hans Platzgumer, von dem ich ja „Am Rand“ gelesen habe angefangen.

Jetzt hat er ein neues Buch, das „Drei Sekunden jetzt“ heißt und von zwei Findelkindern handelt. Dann kam Barbara Frischmuth und von der wurde ja nicht nur ihr altes „Macht nix“ aufgelegt, sie hat auch ein Erinnerungsbuch, das „Verschüttete Milch“ heißt und von einem Kind handelt, das im Ausseerland in einem Hotel aufwächst und weil niemand Zeit hat, sich mit ihm zu beschäftigten mit Geistern und mit Elfen spricht, bis es dann in die Klosterschule kommt.

Sehr bekannt also, während mir der Schweizer Schriftsteller Klaus März dessen Buch „fima“ heißt, höchstens vom namen bekannt war. Karl Markus Gauss habe ich dagegen gekannt und er hat etwas gemacht, was, glaube ich, sowohl Ilse Kilic, als auch ich selber schon machte. Er hat sich mit den ganz banalen Gegenständen in seinem Zimmer beschäftigt und die beschrieben. Das heißt er hat von seiner Wohnung und seinen Büchern gelesen, er hat auch ungefähr zehntausend Stück und gibt sie wie ich nicht mehr her und dann davon, daß er aus den Hotels in denen er logiert immer die Duschhauben mitnimmt und sie sammelt.

Sehr interessant, dann kam Ernst Molden mit seinerm „Frauenorchester“ und danach wäre Natascha Wodin gekommen, die ja im vorigen Jahr den „Leipziger- Buchpreis“ bekommen hat. Der Alfred war auch schon da und so sind wir noch in der Pause und nach einem Glas Wein, es bleiben uns diesmal die Gutscheine über, zurückgefahren, weil das Ganze nach vier Wochen Abstinenz doch sehr anstrend ist und ich auch noch bloggen mußte.

Am Sonntag ging es  aber gleich weiter mit der berühmten Sektmatinee im Literaturhaus, diesmal mit einem jungen und mir bisher unbekannten Musikduo „Wiener Blond“, das heißt Verena Doublier und Sebastian Radon, die moderne frische Wiener-Lieder gesungen haben und sich mit dem Publikum darum duellierten, ob die schönste Stadt an der Donau nach Krems nun Linz oder Wien wäre?

Darüber kann man sicher streiten und die Wiener sehen, das wahrscheinlich anders, als es die Linzer sehen, es gab aber auch einen Literaturblock, beziehungwweise außer den „Wo Lyrik zu Hause ist-Hefterln“, die Sonderpublikation „Herbst in der Nußschale“, mit Texten von Barbara Frischmuth und Julian Schutting, die diese verlesen haben.

Danach ist wieder der „Priessnitzpreisträger“ Antonio Fian auf die Bühne gekommen und hat sich durch Werner Koflers Werkauswahl, die neu herausgegeben wird, gelesen und an den 2011 verstorbenen Kärntner Dichter Werner Kofler erinnert, mit dem er früher gemeinsam aufgetreten ist, beziehungsweise, wie er es bezeichnet, als sein Sekretär tätig war.

Danach drang wieder Sylvia Treudls Stimme aus dem Off, die allen „Schöne Ostern!“, wünschte, sowie das einundzwanzigste „Literatur und Wein Festival“ für beendet erklärte und wir sind wieder in das NÖ-Kunsthaus-Beisl gegangen, wo ich feststellen mußte, daß es trotz anderslautender Versicherung im schönen Weinland Krems doch keinen roten Gspritzen, sondern nur ein Achtel Rot, um vier Euro achtzig gab, was aber  nicht wirklich etwas machte, haben sich Verena Doubler und Sebastian Radon in ihrer Zugabe doch ohnehin über die Winer Marotte, sich den guten Wein mit Soda oder Mineralwasser zu verdünnen, lustig gemacht, mich aber zu einem Text veranlaßen wird, den man demnächst hier lesen kann.

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