Literaturgefluester

2019-05-15

Sebastian Ferien im Kanzleramt

Jetzt kommt passend zum Vortrag im Literaturmuseum ein satirischer Roman, könnte ich so schreiben, aber den habe ich ja schon auf meinen Bücherchristbaum liegen gehabt und mir vom Alfred bei der letzten Kleinverlagsmesse im Museumsquartier kaufen lassen und erst jetzt gelesen, weil ich vorher soviel Neuerscheinungen „abzuarbeiten“ hatte, dabei ist Michael Ziegelwagners zweiter Roman ja auch erst im Vorjahr erschienen.

Bei dem ersten, der dann auf die Longlist von 2014 gekommen ist, war ich im Literaturhaus bei der Präsentation und da sagte mir der Name des 1983 in St. Pölten geborene, der Redakteur des Frankfurter Satiremagazins „Titanic“ gearbeitet hat, noch nichts und nun ein Roman über die österreichische Regierungsbildung und den Aufstieg des Sebastian Kurz zum Bundeskanzlers.

Das kann ja, da es in meiner „Unsichtbaren Frau“ auch darum geht und dort auch ein „Minister Basti“ vorkommt, nur spannend sein und ein „must to read“ und ist es ja auch spannend zu sehen, wie die anderen, solche Themen verarbeiten.

„Das Schuljahr beginnt! Sebastian ist neu in der Klasse, startet aber gleich voll durch. Mit seinen zwei besten Freunden will er viel verändern. Alte Schustrukturen hinter sich lassen und das Lehrpersonal in eine erfolgreiche Zukunft führen. Michael <ziegelwagner verbindet Enid Blyton mit österreichischer Innenpolitik. Aber: Droht am Ende doch Zoff mit den Lehrern?“, steht am Buchrücken und darunter ist noch angeführt, daß die Illustrationen von Leo Riegel stammen und die sieht man gleich am Cover.

Ein lächelnder Sebasti mit roten Wangen und den großen Ohren, die beiden anderen abgebildeten Personen könnten Elisabeth Köstinger und Reinhold Mitterlehner ähnlich sehen.

Da ich mit den Namen, wie Karoline Edelstaberl als Hilfslehrerin und  Direktor Albux Vandebore meine Schwierigkeiten hatte, das sind die, die ich noch eindeutig zuordnen konnte, frage ich mich, wie es den deutschen Lesern geht, die sich mit der österreichischen Bundesregierung vielleicht  nicht so auskennen?

Die Geschichte ist aber sehr einfach erzählt und hat mit der Bildung der österreichischen Bundesregierung vielleicht gar nicht so viel zu tun, wie das Cover mit dem Ballhausplatzbild suggerieren könnten. Genau genommen ist auch der Titel falsch, denn der Sebastian der da mit seinem Trolley zum Schloß Ballhausplatz mit der U-Bahn gefahren kommt, um dort in die Oberprima einzutreten, macht ja keine Ferien, sondern wird als Schüler ins Nobelinternat aufgenommen, wie ihm der hilfreiche Hausmeister, der sich um den Schlotternden und Zitternden annimmt, gleich freundlich erklärt. Dann kommt er in die Klasse, wo Professor Koffner von ihm gleich was über die Logarithmen hören will und der Junge stottert oder redet sich herum: „Ein wichtiges Thema, Logarithmieren, danke für diese Frage. Wenn Sie mir kurz erlauben, Herr Professor, ein bisschen auszuholen.. ein Satz nur zur Klarstellung, denn da werden….“

Mit diesem Talent muß man Klassensprecher werden und der junge antiautoritäre Musikprofessor Dr. Samstag, der vielleicht an Wolfgang Schüssel erinnern soll, der kurz die Klasse von Professor  Koffner übernimmt, hilft ihm dazu und springt danach singend aus dem Fenster.

Dann steht „Ende“ auf der Seite Mitten im Buch und danach geht es mit einem Sebastian, der traurig am Weihnachtsabend vor dem leeren Keksteller sitzt, weil seine Eltern kein Geld für die U- Bahnfahrt nach Hause haben und nur einen Brief schreiben „Wir können dir dieses Jahr zu Weihnachten nichts geben. Keine Playstation zum Spielen, keine Pakete zum Auspacken, keine Schokoschirme für den Christbaum. Wir haben nichts. Wir können dich nur bitten: Glaub an dieses Österreich..!“

Das ist auch von irgendwo gestohlen und passt nicht in den zeitlichen Rahmen. Was aber nichts macht, denn es kommt gleich der Hausmeister in verwandelter Gestalt. Den habe ich nicht  zuordnen können, was auch nichts macht, weil er sich gleich in den Pfeife rauchenden Direktor Alex van der Sowieso verwandelt und den Jungen auf das Dach bringt, wo die drei Berte, die Burschenschaftler der Schule, das fliegende Klassenzimmer in veränderter Form aufführen und Phrasen werden in dem Buch natürlich auch sehr viele gedrocschen.

Ein paar Beispiel gefällig?

„Wir brauchen Ziffernoten – Genau! Die verbale Beurteilung führt nur zu Verweichlung und Indifferenz!“

„Sanktionen für Schulschwänzer“ – „Flexi- Schule! Mit Ausdehnungsmöglichkeiten bis zu zwölf Stunden!“ – „Kopftuchverbot“.

Das sind wir aber schon bei der Wahlversammlung unter dem Marillenbaum. Denn Sebastian soll ja auch noch Schulsprecher werden. Der Direktor hat ihm das vermittelt, denn der hat ja bei seiner Wahl versprochen, nie und niemals einen blauen Bundeskanzler anzugeloben. Also bitte, bitte, lieber Sebastian, hilf mir aus der Klemme!“

Der tut das natürlich gerne, obwohl er eigentlich niemals Schlusprecher, sondern immer nur ein ganz normaler Schüler sein wollte und am Ende sehen wir ihn bei der Anglobung oder heißen Rede am Podest vor der vollen Klasse, am Fenster steht „Geil, Geil, Geil !“ geschrieben und richtig, ein  „Velociped“, als Wahlhilfe hat es natürlich auch gegeben.

Köstlich kann ich da nur schreiben, wieder was gelernt, wie man satirische Romane verfaßt und nur eines ist wirklich schade, wie die „Literaturgeflüsterin“ immer schreibt, daß der „Milena- Frauenverlag“ jetzt auch Männer verlegt. Das ist meine Meinung, darum komme ich nicht herum!

2020-11-17

Herbert J. Wimmer und Peter Pessel in der AS, Peter Rosei in der Gesellschaft

Das Tolle an den kontaktlosen Literaturveranstaltungen ist ja, man kann sie gestalten, wie man will, kann hin- und her schwitschen und manchmal erwischt man auch ein Video, weil die Veranstaltung schon einen Tag früher als im Programm angekündigt stattgefunden hat, der Nachteil ist, daß die Ton und Bildqualität manchmal sehr schlecht sein kann, aber heute war der Ton der AS sehr gut, ich bin nur wieder zu spät gekommen, weil um sechs eine Stunde und in der Viertelstunde dazwischen, war ein Mail mit Anhang abzuschicken und ein Befund abzuholen, der nicht aufzubekommen war.

Herbert J. Wimmer und Peter Pessl in der „Alten Schmiede“, „Sonderzahl“ und „Ritter-Verlag“ moderiert von Annalena Stabauer, also sehr viel Experiment und Konstruktivismus und der1951in Melk geborene Herbert J. Wimmer, den ich ja seit meinen ersten Textvorstellungen in der „AS“, die der damals im zweiten Stock des Hauses in der Schönlaterngasse, moderierte und den ich auch als Veranstaltungsbescher oft traf, als es noch Live-Veranstatlungen gegeben hat, ist ja ein sehr experimenteller Künster aber auch ein sehr kreativer,wenn ich an seine Performances mit Marion Steinfellner denke.

Jetzt stellte er sein bei „Sonderzahl“ erschienes „klärwerk. rezyklopäodie der gegenwart“ vor und, wie schon beschrieben, ich bin zuspät hineingekommen, hörte ein paar Textstellen und dann schon das Gespräch mit derModeratorin, dann kam aber ein Text oder „MEMoires-meoretten“, wie der Buchuntertiel heißt oder aus 432 solcher Stücke besteht.

Herbert J. Wimmer las eines, wo erdurch den zweiten Bezirk, die sogenannte Mazzeinsel, wandelt und zeigte Fotos dabei . Am Karmelitermarkt, durch die Zirkusgasse, große Schiffgasse, etecetera, wäre ich wahrscheinlich in normalen Zeiten, wenn es die „Buch-Wien“ gegeben hätte, auch gewandert wäre.

Jetzt wandelte ich mit Herbert J. Wimmer dorthin und er erinnerte auch an die Stolpersteine und an die Gedenktafeln, derer, die dort ab 1938 deportiert wurden, fragte was aus ihnen geworden ist, etecetera.

Annalena Stabauer stellte dann die Frage, wie Herbert J. Wimmer es mit der Gegenwart hält, weil seine Texte, die sich ja auf die Vergangenheit beziehen, etwas durchaus gegenwärtiges hat. Es kam dann noch so ein Erinnerungsstück und dann der 1963 geborene Peter Pessl, den ich ja durch die GAV kenne, der regelmäßig bei den von mir moderierten „Freiheit des Wortes-Veranstaltungen“ gelesen hat, bei einigen seiner „Alten Schmiede-Lesungen“ war ich und im Sommer im Burgenland im Künstlerdorf, da hat er vielleicht schon das neue Buch „Der Schwertkönig und die Bienen“ erwähnt, das wieder höchst experimentell ist und aus einigen Teilen besteht, Zeichnungen oder Bilder vom Autor angefertig,, gibt es auch und Peter Pessl las ein Stück aus dem Mittelteil, wo es sowohl um die Bienen, aber auch um den Kanzler Kurz und den Innenminister. Das alles natürlich ein wenig retrospektiv auf schwarz blau bezogen und Peter Pessl erklärte im Gespräch dann noch, daß es für ihn keine Ggegenwart, Vergangenheit und Zukunft, sondern nur die Sprache gäbe, etwas was ich zwar nicht ganz nachvollziehen kann und eigentlich auch zu einer anderen Veranstaltung in die „Gesellschaft“ switschen wollte, nämlich zu den „Essays von Peter Rosei über „Ich bin kein Felsen, ich bin ein Fluß, auch bei „Sonderzahl“ erschienen, über Kunst und Politik, aber da es da ein Video und keinen Livestream gab, weil die Veranstaltung schon einen Tag vorher stattgefunden hat, konnte ich das Ende der“AS“ abwarten und mir dann ganz gemütlich das Gespäch zwischen den 1946 geborenen Peter Rosei von dem ich schon einiges gelesen habe und Manfred Müller anhören und dabei ist es auch um sehr viel gegangen, denn Peter Rosei ist ein sehr politischer Mensch, auch ein Intellektueller, hat lange in Amerika gelebt und meinte auch, was ich auch nicht so ganz verstanden habe, daß er das Schreiben eher als Erforschen betrachte und auch, daß man durchaus bei einer Fahrt in der Straßenbahn mehr als in einer Vorlesung erleben oder erfahren kann. Das habe ich wieder verstanden, weil ich das auch glaube und erlebe und so habe ich, während ich heute ja mit dem Korrigieren meines achten „Nanos“ und dritten Corona-Roman begonnen habe und dadurch die fünzigtausend Worte wieder verlassen habe, einen kleinen Rundgang durch die experimentelle Literatur und zwei literarischen Veranstaltungsorten gemacht, was in Zeiten des zweiten strengen Lockdowns, wo wir ja alle massengetestet werden sollen, ganz interessant war, um vom sprachlichen Experiment wieder in die gesellschaftspolitische Gegenwart zurückzukommen.

2019-07-15

Nestroy im Weinhaus Sittl

Da der Alfred heute wieder eine Betriebsratsitzung hatte, sind wir wieder zu der Sommerlesereihe ins Weinhaus Sittl gegangen, um ums vom ersten Wiener Lesetheater eine Nestroy-Aufführung geben zu lassen.

Irgendwie passen die Wientage mit den Sommerlesereihen ja ganz gut zusammen, am Montag Weinhaus Sittl, aber da sollte ich eigentlich in Harland sein, am Dienstag im Juli Cafe Prückl und am Donnerstag die O- Töne, da bleiben für den Mittwoch nur der Rathausplatz oder das Filmfestival am Karlsplatz über, sofern es eines gibt.

Und Nestroy mag ich eigentlich sehr, obwohl ich ja keine große Theatergeherin bin, habe ich als Schülerin und Studentin, glaube ich, recht viele seiner Stücke gesehen und wir waren auch vor zwei Jahren mit der Ute und dem Andreas bei den Nestroy-Spielen in Schwechat. Da hat Ottwald John einen Hausherrn gespielt, jetzt hat er bei der von Christa Kern kuratierten Veranstaltung der „Beiden Nachtwandler oder das Notwendige und das Überflüßige“, auch einen bankrotten Vater gespielt, der seine beiden Töchter gegen Geld verkuppeln will.

Ein eher selten gespieltes Stück, ich weiß nicht, ob ich es schon einmal gesehen oder gelesen habe. Der Titel ist aber sehr bekannt und war eigentlich das Motto das die Schülerin oder Studentin aus ihrer philosophischen Phase ins Leben mitgenommen hat, auch wenn sich das inzwischen vielleicht ein bißchen verwischt hat und ein berühmtes Zitat habe ich auch daraus erkannt, daß ich gerne öfter mal zitiere „Ich denke von allen Menschen das Schlechteste, selbst und mir und ich habe mich noch selten getäuscht!“

Sonst war mir die Handlung von dem Nachtwandler, der durch sein Auftauchen einen reichen Herrn vor einem Einbrecher rettet, der ihn daraufhin glücklich machen will, was aber nicht gelingt, weil die Ansprüche mit den Gelegenheiten steigen, ziemlich unbekannt und Nestroy, ja Nestroy ist sehr moralisch und es ist eigentlich ein starkes Stück, das viel über die Menschheit aussagt, daß der Seiler, glaube ich, Sebastian hieß, war dann ein Gag, der eigentlich gar nicht so hineinpasste, die Leute aber zum Lachen brachte, mich aber ein bißchen störte, habe ich es doch bekanntlich nicht so sehr mit der Ironie, es war aber gut, wenn ich schon nicht in Harland Radfahren konnte, mir wieder einmal einen Nestroy zu geben oder in Erinnerung zu rufen, da ich da ich ja außer im Sommer oder zu den „Frauen lesen Frauen-Aufführungen“, nicht so oft zu Lesetheateraufführungen gehe.

Außer Christa Kern und Ottwald John haben noch Manuel Gierisch,Renate Woltron und Thomas Macek , die ich von den Poet-Nächten kenne mitgelesen, während mir die anderen Darsteller eher unbekannt waren und der schöne Bidermayergastgarten des Weinhaus Sittl war des schönen Wetters wegen auch sehr voll und der Hof ist auch so stilecht, daß man sich vorstellen könnte, daß Johann Nestroy auch hier gespielt haben könnte.

2018-12-09

Buch Quartier und Ruths Abschiedparty

Filed under: Alltagsgeplauder,Veranstaltungen — jancak @ 19:33
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Hanna Herbst beim Signieren

Hanna Herbst beim Signieren

Das „Buchquartier“ im „Museumsqartier“, den Markt der „Independant und Kleinverlage“ gibt es schon seit einigen Jahren im Dezember, der „Holzbaum-Verlag“ der ein Mitveranstalter ist, schickt mir immer das Programm, zweimal war ich, glaube ich dort, war aber immer etwas enttäuscht, weil die Veranstaltung, die groß angekündigt war, dann eher klein und unauffällig vonstatten gegangen ist und meistens war ich an diesem Dezember-Wochenende auch in Harland, wo es es dann ausgefallen ist. Diesmal aber nicht, diesmal habe ich mir Zeit für die Kleinmesse genommen, die von Samstag bis Sonntag jeweils zwischen elf und neunzehn Uhr stattfand.

Das heißt so ganz pünklich bin ich nicht gewesen, weil ich ja vorher Mittag gegessen habe, so bin ich am Samstag mit dem Alfred, glaube ich ,erst zwischen zwölf und eins in der Ovalhalle des MQ wo ich ja schon am Montag beim „Ohrenschmaus“ war, erschienen und war recht erstaunt, daß die Lesungen diesmal dort stattgefunden haben, wo am Montag die Preise vergeben wurden, die Sesseln waren noch so aufgestellt, nur die Bühne war etwas anders umd es hat auch viel mehr ausstellende Stände gegeben

„Vierzig veranstaltungen, hundert Verlage“ stand am Programmfoder und es hat auch Stände wie die „IG-Autoren“ das „Stifterhaus OÖ“, etceera, gegeben, die, glaube ich, neu waren.

Margit  Heumann war mit einem Stand vertrenten und hat mich dazu eingeladen, Luis Stabauer stand am „Hollitzer-Stand“ und  als ich vor dier Bühne nachdem ich kurz das Quartier abgegangen bin, Platz genomen habe, war es sehr sehr voll, denn Hanna Herbst hat gerade ein Pamphlet bezügich Femminsms beziehungs Regierungsildung vorgelesen und dazu offenbar ihren ganzen Freundeskreis mitgebracht. Mir war die Autorin unbekannt, fand ihre Thesen aber sehr spannend und die Warteschleife am anschließendenen Signiertiasch war auch sehr lange.

Dann folgte Stefanie  Schleemilch mit ihrem Buch „Morgengrauen“ aus dem „Duotinta-Verlag“ in dem es um eine junge Frau mit Psychoseerfahrungen ging.

Patrick Addai beim Trommeln

Patrick Addai beim Trommeln

Isabella Feimer folgte, die für die „NÖ -Literaturedition“ eine Anthologie zu hundert Jahre Frauenwahlrecht mit Texten von niederösterreichischen Autorinnen wie Simone Hirth, Sandra Gugic, Marlene Streeruwitz, Eva Rossmann und Cornelia Travnicek herausgegegeben hat und dann wurde es laut und spannend als Patrick Addai zum Trommeln anfnig und wieder einige seiner afrkkanischen Geschichten erzählte.

Vorher waren noch die Gebrüder Moped, zwei Satirikeran der Reiheund Christopher Wurmdople,r der sein Buch“Solo“ vorstellte, danach gab es einen Poetry Slam und ein Buch aus der „Morawa-Selfpublischer-Schiene“, ja das gab es auch.

Nicolas Mahler signierte an an seinem Verlagsstand, Anna Herzig, die ich, glaube ich, schon einmal in der „Aten Schmiede“hörte“, stellte ihr bei „Roland und Quist“ erschienenes Buch „Sommerreigen“ vor und dann kam Nicole Nakarewicz an der Reihe, die ich glaube ich von der „Texthobellesung“ kenne und, glaube ich, auch schon was von ihr gelesen habe.

Sie hat den „Holzbaum-Thrillerwettbewerb“ gewonnen und stellte das daraufhin entstandene Buch „Dein Fleisch und Blut“ vor, das auf meinem Badezimmerstapel liegt und  ich erst lesen muß. Dann ging es zu Ruths Abschiedparty, die ja von der Burggasse weg in eine kleine Gemeidewohnung ziehtund das, was sie sozusagen nicht mitnehmen konnte, verschenkte  oder verkaufte, aber ich habe mir vom Alfred im MQ noch ein Buch kaufen lassen, nämlich das bei „Milena“ von den Buchpreisnominierten von 2014 Michael Ziegelwagner, der ein Buch namens „Sebastian Ferien im Kanzleramt“, das, wie im Vorwort steht, natürlich alle Personen frei erfunden hat, obwohl die Figur am Cover unserem neuen jungen Bundeskanzler, der ja auch so heißt, verdächtig ähnlich sieht.

Bei der Ruth war es sehr festlich, wir sind bei ihr ja schon öfter bei Adventparties gewesen. Diesmal lagen ein paar Bücher, Bilder, Gläser, Nippes, zur freien Entnahme beziehungsweise für das Spendensparschwein auf, es gab Brötchen, Kekse und was zu trinken. Fingerfood, wie die Ruth es nannte, die ja schon in die neue Wohnung, die sich zufälligerweise in dem Haus befindet, unweit vom Literaturmuseum, in dem auch Erika Brunngraber wohnt, der Tochter des Dichters, der „Zucker aus Cuba“, „Karl und das zwanzigste Jahrhunder“ und und geschrieben hat und den ich von den „Büchergilde-Gutenberg-Katalogen“ und den Bücherkasten meiner Eltern kenne, umgezogen ist und wahrscheinlich ihren Hausrat schon mitgenommen hat.

Erika Brunngraber war mit ihrem Hund Coco tat, die Regisseurin Käthe Kratz, Elfriede Haslehner und Hilde Langthaler, die die Ruth, glaube ich, aus der Frauenbewegung kennt, die ja in den Neunehnhundertsiebzigerjahren den „Wiener Frauenverlag“ gegründet haben, der heute „Milena“ heißt und Männer, wie Michael Ziegelwanger verlegt und noch ein paar von Ruths Studienfreundinnen.

Ich habe mir ein Buch von Lore Heuermann, mit der ich mich ja bei der „Literatur im Herbst“ unterhalten habe, ausgesucht, ein Bild, das jetzt in meinen Vorzimmer hängt mitgenommen und mich entschloßen, auch am Sonntag wieder ins „Buchquartier“ zu gehen, wo ich dann, da ich wieder vorher schnell Mittag gegessen habe, den „Bachmann-Preisträger“ Tex Rubinowitz und auch Maja Silfredi versäumte, die ist allerdings am Nachmittag statt Anita Wiegele nochmals aufgetreten, so daß ich zu  Gerald Eschenauers Absurditäten „Es scheint Hoffnung“ aus dem „Mitgift-Verlag“ zurechtgekommen bin.

Dann kam etwas Interessantes, nämlich eine Schauspielerin aus München las einen Text aus der Anthologie „Trinkende Frauen“, die aus einem Blog von New Yorker Journalistinnen hervorgegangen sind, die Texte von Frauen und den Umgang mit Alkohol sammelten.

Auch Magdalena Diercks Geschichte „Hoffnung auf dem Winter“ waf sehr interessant, die ist eine „Exil-Preisträgerin“, die jetzt ein Buch, nämlich „auf halben weg“ eine Geschichtensammlung bei diesem Verlag hat und die Geschichte handelt von einer Frau namens Frieda, die in Berlin ein Strickwarengeschäft betreibt, von dem aber nicht leben kann, weil nur Touristen zu ihr kommen, die nach dem Weg fragen oder die Post, die Pakete bei ihr abgeben will, so daß in der Nacht als „Kapuzenmann“ Flaschen sammeln muß. Das ist ja ein Thema des Ulis, der ja meint, daß in Deutschland, die Rentnerinnen Pfandflaschen sammeln müssen, weil ihnen die Ausländer ihre Pensionen wegnehmen wollen.

Es stimmt aber sicher, daß in bestimmten Vierteln die Mieten so hoch werden, daß die Leute sie nicht mehr zahlen können und sie vielleicht auch nicht mehr in den kleinen Geschäften kaufen.

Eine sehr beeindruckende Geschichte und so habe ich mir in der Pause, wo etwas über Extremsport kam, das mich nicht so interessierte, gleich das Buch von Christa Stippinger und das zweite, das um vier Uhr vorgestellt wurde, am Stand geholt und  auch  ein bißchen Smalltalk beziehungsweise Networking betrieben, was bei mir aber nie sehr erfolgreich ist, habe mir von einer „Selfpublishing-Agentur“ Unterlagen geben lassen, mit einer „Selfpublisherin“ aus Luxenburg geplaudert und auch mit dem Berliner Verlag, der Texte von Else Feldmann herausbrachte.

Dann bin ich wieder zu einem Sportbuch zurechtgekommen, nämlich zu Antoine Blondins „Tour de France“, das vom Verleger vorgestellt wurde, da der Autor 1922 in Paris geboren und 1991 verstorben ist und die „Tour de France“ von  1954 bis 1982 als Chronist begleitete.

Danach wurde es wieder interessant, obwohl der Autor, der lesen hätte sollen, glaube ich, erkrankt ist und deshalb ein anderer „Morawa-Autor, denn der hat jetzt auch eine „Selbstpublischer-Initiative“ sein Buch, der, glaube ich, ein Krimi ist, vorstellte und Wilhelm Vogel offenbar ein ehemaliger Beamter hat in seinem „Lockruf des Pirols oder ein September im Leben des Julius Wondraschek“, offenbar ebenfalls einen pensionierten Beamten beschrieben, der auf das Begräbnis seines Freundes auf den Zentralfriedhof geht, der aus einem Fenster eines Hotels stürzte, nicht glaubt, daß der Selbstmord beginn und sich mit einer Biologin offenbar der Sache annehmen will. Wilhelm Vogel hatte eine sehr interessante Art in sein Buch einzuführen und ich schreibe ja gerade auch über eine Pensionistin, die versucht mit ihrem neuen Leben etwas anzufangen.

Diana Köhles bei „Holzbaum“ erschienenes Tagebuchslambuch kenne ich schon, sie hat aber zwei Slamteilnehmerinnen, zwei junge Frauen gebeten, ihre Texte daraus zu lesen und sozusagen einen Mini-Slam zu veranstalten.

Dann kam Thomas Perle der zweite „Exil-Autor“, Thomas Perle, der in Rumänien geboren wurde, in Deutschland aufwuchs, dreisprachig ist und auch einen Erzählband herausbrachte, aus der er eine Geschichte gelesen hat.

Dann ging ich wieder eine Runde, beziehungsweise aufs Klo, traf Helene Hoffmann, die früher in Salzburg bei der Leselampe war, jetzt aber schon länger in Wien ist und die ich öfter bei Veranstaltungen treffe, am „Stifter Haus Stand“, wo sie sich gerade eine Rampe kaufte und unterhielt mich länger mit ihr, hörte dann noch wie beschrieben aus dem Buch „fickfisch“ von  Maja Siffredi aus dem „Schriftstella-Verlag“, die ich vorher schon an ihrem Stand traf und zuhörte, wie sie einem jungen Mann etwas über ihr Schreiben erzählte.

Dann folge die „edition weinviertel“ mit Helmut Steiner „Monate mit R“, das offenbar eine Art Thriller ist, wo drei alte Damen, die in einer Mühle wohnen, von Börsenspekulanten vertrieben werden sollen. Der Verlag hatte am Signiertiasch eine Menge Bücher aufgebaut und ich bin, da danach ein Vortrag über „Allergien“ folgte, der mich auch nicht so sehr interessierte, gegangen, um noch genügend Zeit für die Badewanne, beziehungsweise das Bloggen zu haben.

Kann aber sagen, daß das „Buchquartier“ im MQ jetzt eine sehr interessante Kleinmesse ist, die sehr viele mir bisher unbekannte deutsche Verlage hatte, ich wieder interessante Bücher von „Selfpublishern“ und Kleinverlagen kennenlernte, die jetzt wahrscheinlich so groß ist, wie es die „Buch-Woche“ im Wiener Rathaus war. Sie ist gratis zu besuchen und Punsch gibt es, was, wie ich immer höre, die meisten Besucher der „Buch-Wien“ vermissen, im Hof des „Museumsquartiers“ auch zu kaufen.  Didi Sommer und Diana Köhle, die beiden Moderatoren, bemühten sich auch immer sehr für das Buch Werbung zu machen und die Uuhörer mit dem Hinweis „Weihnachten kommt bald“, zu einem Kauf zu animieren.

2021-05-10

Hundert Jahre Erich Fried

Der „Erich Fried-Preis“ an Esther Kinsky 2020 konnte Corona bedingt nicht, wie wahrscheinlich geplant im vorigen November vergeben werden, denn da fand ja immer im Literaturhaus entweder die „FriedPreisverleihungoder sogar die „Fried-Tage“mit einem umfangreichen Programm statt, das ich mir regelmäßig angesehen habe.

Groß war daher die Überraschung im Mai/juni Programm sowohl das Portrait von Erich Fried, als auch die Ankündigung der Preisverleihung und einem Erich Fried Programm zu sehen, was genauer betrachtet und klar für die Fried Spezialisten nicht so ungewöhnlich ist, denn Erich Fried wurde 6. 5. 1921 in Wien geboren und am 22. 11. 1988 in Baden Baden gestorben und ich wiederhole, ich bin keine so besondere Fried Spezialistin, habe auch nur eher wenig seiner Gedichte gelesen und ihn, glaube ich ,auch nie live gesehen, was wie ich ebenfalls betone, meine Schuld ist und mir im nachheinein sehr leid tut, denn er war in Wien in den Achtzigerjahren und hat da im NIG gelesen und der Alfred hat mich auch aufgefordert hinzukommen, aus irgendeinen Grund wollte ich das nicht.

Bin also selber schuld und zu den Fried-Veranstaltungen wie schon geschrieben eher regelmäßg gegangen, also höchstwahrscheinlich auch zur Preisverleihung an Esther Kinsky. Der Preis wird da ja immer von der „Fried-Gesellschaft“ vergeben, die sucht sich immer einen Alleinjuror aus, diesmal war es Maja Haderlap, die dann die Preisträgerin, was auch ein Unikum ist, allein bestimmt.

Und da das Literaturhaus ja die Veranstaltungen streamt und dann vier Wochen ins Netz stellt, hätte ich mir die Preisverleihung Online anschauen können, was ich auch sicherlich getan hätte, hätte die Ruth da nicht ihre dritte Runde ihres Grillparzer-Privatissimums veranstaltet und da hatte ich ihr quasi das Kommen versprochen. Zweites war das ja in Zeiten, wie diesen eine der wenigen Gelegenheiten aus dem Haus zu kommen, was vor allem bei schönen Wetter sehr wichtig ist, habe ich mir gedacht und den Stream kann ich ja nachholen.

Leider war das aber bis Montag Nachmittag, wo dann das restliche Programm begann, nicht möglich, beziehungsweise der Stream noch nicht eingestellt, so daß ich jetzt nur darüber schreiben kann, daß ihn die 1956 in Engelskirchen geborene Ester Kinsky bekommen hat, die schon auf einigen Buchpreislisten stand und einige Preise gewonnen hat, ich aber noch nichts von ihr gelesen habe und, wie schon erwähnt, Maja Haderlap, die „Bachmann-Preisträgerin“ von 2011, die Laudatio hielt und Andrea Mayer, die Kunststaatssekträrin, hat den Preis wahrscheinlich übergeben und Daniela Strigl die Laudatorin vorstellte und am Montag Nachmittag begann dann das übrige Programm in der Bibliothek, diesmal wieder vor dem schönen Fried Portrait von Hedi Heide, das ja, glaube ich, eine Zeitlang verschwunden war.

Anne Zauner, die das Ganze, glaube ich, kuratierte, hat eröffnet und dann kam Volker Kaukureit von der Nationalbibliothek, der, glaube ich, das Fried-Archiv verwaltet und führte durch das Leben Frieds an Hand von Bildern beziehungsweisen Gedichten, die Herbert J. Wimmer las. Eigentlich tat er das an Hand eines Briefumschlages den „Wagenbach“, der Fried-Verlag an den Autor nach London sandte, wo der die verschiedenesten Dinge, zum Beuspiel Notizen für eine Lesung aber auch die für einen Tee aufnotiert hat, denn Fried war ein Sammler, um nicht zu sagen, ein Messie hat nichts weggeworfen, so daß ein ganzer LKW eines Tages vor die NB angefahren kam und das ganze Konvolut in unzähligen Schachteln auslud.

Dann folgte eine kurze Beschreibung des Lebens des 1921 Geborenen. Man sah den kleinen Erich im Matrosenanzug und hörte einen Text, wo er sich beklagte, daß er nicht so so sportlich, wie die anderen Kinder war. Er hat sich durch Schauspielkünste geholfen, wurde dabei entdeckt und sollte bei einer Raimund-Aufführung mitspielen, den er als Märchendichter beschrieb, uje, uje.

Da wurde ich dann unterbrochen, weil das Telefon läutete und sich Peter Czak meldete, um sich sich zu erkundigen, wie es mir ging. Als das geklärt war, war Fried schon in London, da ist er ja vor den Nazis geflohen, hatte Kontakt zur Joung Austra und da viele Dichter kennengelernt, darunter Arthur West, füge ich an, dessen Trauzeuge er war. Er hat in dieser Zeit eher konventonell gedichtet und noch eher Schiller Oden ausgestoßen, wie Volker Kaukoreit anmerkte. Dann wurde er experimenteller und politischer wurde er auch. Sehr politisch sogar, wenn er sich traute, Ulrike Meinhof in gleicher Reihe ,wie Rosa Luxemburg stellte und dann gab es auch ein Gedicht, das sich mit der Einreihung von links und rechts beschäftigte.

Berühmt sind aber auch seine Lliebesgedichte, obwohl das „Es ist was es ist“ gar nicht aus diesem Band stammt und die Vietnam-Gedichte mit denen er, glaube ich, bekannt geworden sind. Die wurden von „Wagenbach“ vor drei Jahren wieder aufgelegt. Ich habe sie gelesen und sie wurden in den letzten Tagen auch verstärkt aufgerufen, womit man sieht, daß mein Blog vielleicht gar icht so unbedeutend ist, wie er vielleicht scheinen könnte.

Erich Fried war also sehr politisch und gar nicht so unbekannt waren mir seine Gedichte auch nicht. Denn das „Es ist was es ist“ zitiere ich ja sehr oft und dann auch das „Zweifle nicht an dem, der dir sagt, er hat Angst, aber habe Angst vor dem der dir sagt, er kennt keine Zweifel“

Das, habe ich mir gedacht, könnte man in Zeiten, wie diesen, für die abwandeln, die man vielleicht für Corona -Leugner hält: „…aber hab Angst vor denen, die dir sagen, es gibt keine Alternative!“

Aber jetzt ist dieses Thema ohnehin schon vorbei, denn der Bundeskanzler hat ja jetzt sehr euphorisch erklärt, daß die Geschichte im Juli vorüber wäre, da die Zahlen heute zum ersten Mal unter tausendund man ja nächste Woche mit Test, Impfung, Registrierung und Maske ins Wirthaus gehen kann.

Erich Fried war viel in Deutschland unterwegs, ist 1962 das erste Mal wieder nach Österreich gekommen und war 1988, da war er schon sehr krank, in Baden-Baden, hat da zur Reichskristallnacht gesprochen, wurde aber nach der Veranstaltungins Krankenhaus gefahren und ist dort bald verstorben..

Dann gabs eine Spezialeinlage, hat doch nämlich ein Herr ein Typoskript dem Literaturhaus vermacht, denn er hat für Fried einmal ein Gedicht auf Spanisch übersetzt. Jetzt wurde der Text in der FAZ veröffentlicht und Anne Zauner hat ein schönes Geschenk erhalten und dann erschien Klaus Fried, der1969 geborene Sohn und Filmemacher, der auch einen Film über seinen Vatergedreht hat, den ich, wenn ich mich nicht irre, schon bei den Fried-Tagen gesehenhabe.

Da war auch die 2015 verstorbene Cathrine Boswell Fried,die Mutterda, denn Erich Fried war dreimal verheiratetund der Sohn erzählte im Gespräch mit seinem österreichischen Filmproduzenten Ralp Wieser und dem Moderator Michael Omasta, daß im Hause Fried zwar viel Deutsch gesprochen wurde, der Vater mit seinen Kindern aber nicht so sprach. Dann war es Punkt sechs und ich hättte da der nächste Programmpunkt erst um sieben begann, eigentlich die geplante, aber verschobene Stunde abhalten können, konnte aber in der Pause doch den Livestream der Preisverleihung, die inzwischen eingestellt wurde, nachholen.

Dann kam die Präsentation der bei „Wagenbach“ wieder aufgelegten Erinnerungen „Mitunter sogar lachen“, wo zuerst der Schauspieler Bardo Böhlefeld ein paar Texte, darunter die Geschichte, wie sich die Schüler im Wasa-Gymnasium, das Fried besuchte, die jüdischen mit den Hitler- Jungen scheinbar oder wirklich prügelten, weil sie ja eigentlich miteinander befreundet wurde, las.

Dann kam ein von Günter Kaindlsdorfer moderiertes Gespräch mit Theresa Präauer, die ja auch einmal den „Fried-Preis“ gewonnen hat, Josef Haslinger und der „Wagenbach-Verlegerin“ Susanne Schüssler, die zugeschaltet war, wo Josef Haslinger bekannte, daß er in seiner Jugend ein großer Fried Fan war, ihn öfter in Wien hörte und auch als „Wespennest Redakteur“ und GAV-Generalsekretär einige diesbezügliche Veranstaltung organiserte und ihm beim ersten österreichischen Schriftstellerkongreß 1981, bei dem ich nicht dabei war, kennenlernte. Dann wurde der gegenwärtige Stellungswert von Erich Fried diskutiert und besprochen welchen Stellenwert er in der heutigen Lyrik hat und da ist die politische Lliteratur eher in den Poetry Slamszene zu finden, wie Teresa Präauer betonte, die auch Armanda Gorman, die schwarze Dichterin erwähnte, die bei Joe Bides Amtseinführung offenbar ein sehr politisches Gedicht aufführte.

Interessant, interessant und Günter Kaindlsdorfer, der die Diskussion, wie ich meinen würde, eher beschwichtigend führte, bekannte zum Schluß, daß er seinen Beitrag zur Förderung der Lyrik leiste, in dem er seiner Familie mehrmals in der Woche Gedichte vorliest und offenbar sind auch ein paar von Erich Fried dabei.

Der letzte Programmpunkt war ein Fim von Danielle Proskar „Der Dichter im Porzellanladen“, der auf ästhetisch schöne Weise noch einmal durch das Leben des Dichters führte. Leider war der Ton am Anfang verschwunden, so daß der Film wiederholt werden mußte. Volker Kaukureit war im Literaturarchiv zu sehen, wie er dem Schauspieler Peter Simonischek seine Schätze zeigte, ein Lehrer des Wasa- oder jetzt Fried-Gymnasium führte durch sein Archiv. Es ging nach England und auch zu alten Filmaufnahmen, die Erich Fried bei einem Club 2 zeigte, bis zu seinem letzten Auftritt in Baden Baden.

Interessant, interessant durch das Leben des Dichters zu gleiten, ein Fried-Symposium, wie ich es mir wünsche. Wiedermal etwas gelernt und morgen könnte es noch einmal zum „Tag der Freiheit des Wortes“ zum Tag der Bücherverbrennun am 10. Mai 1933 ins Literaturhaus gehen, die ich sehr lange für die GAV organisierte und der jetzt von Monika Gentner gestaltet wird, was ja auch zum Thema passt, denn ich kann mich erinnern, daß ich im Jahr 2003, wo ich die Veranstaltung zum ersten Mal im Literaturhaus organierte, Volker Kaukoreit bei einem Interview für Radio Orange kennenlernte, der dort für eine Fried-Veranstaltung eingeladen war, die dann, glaube ich, abgesagt wurde.

2021-04-08

Eine Corona-Phantasie?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 20:04
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Da muß man doch etwas tun!“, dachte Eja Augustin und schaute grimmig vor sich hin. Sie schaute in den Fernsehschirm, wo gerade über den neuen, den vierten oder fünften Lockdown oder die sogenannte Osterruhe, die es im Osten dieses Landes seit Gründonnerstag gab, berichtet wurde. Nur eine Person hatte man über die Feiertage besuchen dürfen, Ausgangssperre bis Ende der Woche, wenn der Lockdown nicht noch verlängert wurde und die FFP2- Maskenpflicht an den belebten Plätzen schien immer mehr zuzunehmen und sich auszudehnen und wenn dann die Geschäfte vielleicht doch wieder geöffnet werden sollten, mußte man sich freitesten, um hinein zu können und sich einen neuen Slipo der Büroklammern zu kaufen, die man für den Berufs- und anderen Alltag brauchte und wenn man Pech hatte, wurde das auch auf die Supermärkte ausgedehnt, so daß man sich, wenn man sich nicht impfen, testen und auch nicht maskieren wollte, womöglich sein weiteres Leben nie mehr aus dem Haus gehen durfte, wenn man keinen grünen Freiheitspaß vorweisen konnte. Denn die Inzidenzzahlen stiegen möglicherweise zu einem expontionellen Anstieg an, der die Intensivstationen zum Platzen brachten, weil immer wieder neue Mutationen auftauchten, die noch viel gefährlicher waren und die Impfungen, die ohnehin nur zögernd anliefen, offenbar vor diesen nicht schützten.

„Verdammt, verdammt!“, murmelte Eja Augustin vor sich hin, als sie die Nachrichtensprecherin, beziehungsweise den Gesundheitsminister diese Besorgnis äußern hörte.

„Verdammt, verdammt!“, dabei stiegen die Zahlen gar nicht exponentiell, sondern, wie sogar der Gesundheitsminister bestätigte, linear an, was aber trotzdem Besorgnis erregend war und der Bundeskanzler hatte vor kurzem erklärt, daß man handeln müße, wenn die täglich gemessenen positiven Zahlen sechstausend erreichten! Das taten sie aber nicht. Lagen sie ja noch immer bei dreitausend und waren, bevor der neuerliche Lockdown verkündet wurde, knapp unter viertausend gelegen. Trotzdem warnten die Experten und die Nachrichtensprecherin forderte gerade eine Maskenpflicht für den Reumannplatz, weil sich da die Leute vor dem berühmten Eissalon drängten und nur die Freiheitlichen plädierte für einen Lockdownstop, verlangten, weil sonst alles kaputt ginge, alles aufzusperren und Eja Augustin hörte die Nachrichtensprecherin wiederholen, daß die Maskenpflicht im Freien für den Donaukanal, Schwedenplatz, Stephansplatz, sowie den Karlsplatz und den Maria Theresien-Platz betraf, also genau die Orte, wo die ohnehin verbotenen Demonstrationen stattfanden. Für heute war wieder eine angesagt und die letzten, auf denen sie war, hatten meist damit geendet, daß die Polizei, die Demonstranten, die den Ruf von rechten Schwurblern, Nazis und Verschwörungstheoretiker hatten, in einen Kessel hineintrieb, wo sie angezeigt wurden und Strafe zahlen mußten, denn für Demonstrationen galt schon länger FFP2-Maskenpflicht, so daß sie immer versucht hatte, sich an den Rand stellen, wo man bisher keine tragen hatten müssen.

„Verdammt, verdammt!“, dachte Eja Augustin.

„Das kann man sich doch nicht gefallen lassen, wenn das alles so widersprüchig ist und man keinen grünen Impfpaß will, der alle Bewegungswellen registriert!“

Aber wie oder was?“, bisher hatte sie das Demonstrieren für das Mittel gehalten, ihre Meinung frei zu äußern! Aber das galt nicht mehr. Noch dazu da sie eine alte Linke und keine rechte Verschwörungstheoretikerin war und auch nicht unbedingt neben der FPÖ und schwingenden Österreichfahnen , die auf einer Anti-Corona-Maßnahmendemonstration eigentlich nichts verloren hatte, stehen wollte.

„Da muß man doch etwas dagegen tun!“, wiederholte es in ihr und auf einmal war ihr das Schreiben eingefallen.

Richtig schreiben, denn sie war ja Schriftstellerin und sie würde auch sehr gern einen dystopischen Roman über die Pandemie, die man vielleicht auch Gesundheitsdiktatur nennen könnte, verfassen. Aber wie tat man das?, dachte Eja Augustin seufzend, nahm einen Bleistift in die Hand und schaltete den Computer ein.

Sie hatte schon versucht einen dystopischen Roman darüber zu schreiben, einige darüber gelesen und vorher, als es noch keine Pandemie, sondern eine schwarz-blaue Regierung, die sie bekämpfen wollte, einen über eine „Unsichtbare Frau“.

Da hatte sie eine unsichtbare Frau zum damaligen Außenminister, der inzwischen Bundeskanzler war, geschickt, um die Zustände der Welt zu ändern. Das heißt, ein Schäfchen hatte sie dazu geschickt und sie hatte den schönen jungen Minister die Leviten gelesen und das könnte sie wieder tun! Des Nachts mit der Tarnkappe auf dem Kopf den Bundeskanzler, Gesundheits-Innen- und Finanzminister aufsuchen und mit ihnen darüber reden oder sie, in ein Marmeladeglas stecken, wie das in der „Sophie Hungers“ so geschehen war.

„Stoppt den Lockdown und laßt uns mit Corona leben lernen!“, könnte sie ihnen sagen.

„Steckt das Geld, das ihr für die vielen Masken und Tests braucht, lieber in die Spitäler! Rüstet die Intensivstationen auf und laßt die Menschen selbst entscheiden, wie sie sich schützen und sie auch ohne Test aus dem Wohnzimmer in den Schanigarten, damit sie sich nicht zu heimlichen Parties treffen oder zum Friseur schlechen müßen, wenn sie sich nicht dauertesten lassen wollen, weil man das vielleicht nur den schon Errankten tun sollten!

Also eine neue Aufgabe für Amanda Siebenstern, die Minister Basti aufgesucht hatte, dachte Eja Augustin und nickte schon ein bißchen fröhlicher vor sich hin

So könnte es gehen, wenn sie, um nicht kriminalisiert zu werden, auf keine Demo gehen konnte, könnte sie einen zweiten Teil der „Unsichtbaren Frau“ schreiben, wo sich Amanda mit der Tarnkappe zum Kopf einer Protestbewegung machte und wenn sie die Minister dazu in eine Nußschale setzte, könnte das ihren Roman die nötige Dramatik geben.

2021-04-03

Solo-Osterspaziergang

jetzt bin ich über das Osterwochenendeenende doch nach Harland gefahren, wenn man einen Zweitwohnsitz hat, kann man das auch während des Lockdowns. Man darf dann zwar nur alleine seine Oma besuche, aber die liegt ohnehin im Bett und mag nicht so viele Besucher und in Harland kann man auch Radfahren, obwohl mir heute eine Frau an der Traisen erklärte, daß man das angeblich nicht darf. Eine Maske braucht man in St. Pölten auch noch nicht tragen und Ostern ist ja oderwar immer die Zeit der Osterspaziergänge und da gab esja immer den der LitGes, der literarischen Gesellschaft St. Pöltens und da bin ich 2000, das erste Mal noch mit Alois Eder mitgegangen. Doris Kloimstein war auch dabei. Da bin ich mitdem Rad nach St. Pölten gefahren und dann ist es an der Traisen entlang bis zum Bootshaus gegangen und ich habe, glaube ich, aus der „Viertagebuchfrau“ eine oder zwei Ostereierszenen gelesen. Denn da geht ja eine Frau während der ersten hundert Tage von schwarz-blau zu einer Therapeutin und liest ihr aus ihren verschiedenfärbigen Tagebücher vorund es bekommt dann blaue und auch rote Ostereier auf diversen Wahlveranstaltungen.

Dann war eine LitGes Pause und aufdie Osterspaziergänge bin ich, glaube ich, erst 2008 wieder gekommen. Der war dann im Kaiserwald, da war die Ruth dabei und Robert Eglhofer, der ja damals stellvertretender Obmann der LitGes war. Alois Eder, glaube ich, auch. Es gab ein Ostereier suchen. Was ich gelesen habe, weiß ich nicht mehr so genau. Vielleicht den Text, den ich für die St. Pölten Anthologie geschrieben habe, dier Alois Eder herausgegebe wollte. „Harland-Stadt“ hat er geheißen. Ab da war ich bis 2018 immer bei den Osterspaziergängen die dann um den Viehofnersee gegangen sind und habe mir auch immer einen St. Pölten bezogenen Text herausgesucht. Ich glaube, den „Hochschwab-Blick“ habe ich gelesen, “ Somme am Wasser“, meinen „Frequency-Text“ und und und ….

Da ich immer darüber bloggte, kann man das schön nachlesen. Ein Picknick gab es auch und wenn es regnete, haben wir uns in der „Seedose“ versammelt. 2019 habe ich dann ausgesetztund das war gar nicht meinem Gips geschuldet, sondern weil der Spaziergang damals am Samstag vor dem Palmsonntag war und wir da bei der „Literatur und Wein“ und Eva Riebler, die Obfrau der LitGes, die wir damals auf der Rudolfshöhe getroffen haben, hat uns auch gesagt, daß sie nicht dabei sein wird, sondern Cornelia Stahl, die mich ja das letzte Jahr interviewte, sie vertritt und im letzten Jahr ist der Spaziergang, wie heuer Corona bedingt ausgefallen. Denn dagibt es ja die berühmten fünf Gründe und man darf keine Leute treffen. Heuer auch nur einen beim Pckinicken. Also kein Spaziergang der LitGes.

Aber allein kann man spazieren gehen und soll das auch, weil man sonst ja nur Thrombosen oder einen Vitaminmangel bekommtund so habe ich mich der wachsenden Inzidenzzahlen zum Trotz entschloßen, Oster heuer doch in Harland zu verbringen und auch einen Osterspaziergang um den See zu machen. Da fahre ich ja öfter meine Runde, besteige den Aussichtsturm, plündere den „Seedosenschrank“.

Im heurigen Sommer habe ich dabei öfter einen Kaiserspritzer auf der Seedosenterrasse getrunken und mein zweites Corona-Buch spiegelt ja auch dort. Daraus hätte ich, wenn es den Spaziergang gegeben hätte, ein Stückchen lesen können oder auch die „Meister Hoppel- Ostergeschichte“, die morgen im Blog erscheint. Alleine lesen macht aber keinen Spaß und ist auch ein wenig seltsam. So habe ich mir gedacht, nachdem ich den Alfred am Markt getroffen habe, um mich vorher mit einer Wurst- oder Rehschinkensemmel zu stärken, nehme ich mir mein Notizbuch mit oder gehe ich zur Seedosenzelle und schaue nach, was es dort zu finden gibt. Dann marschiere ich den See ab, setzte mich wie weiland bei den Spaziergänge auf eine der Bänke und lese ein Stück. Das hat dann nicht so ganz gepaßt, obwohl die Seedosenzelle sehr voll gewesen ist, aber nur zwei Bücher nach meinen Geschmack. Nämlich Miljenko Jergovics „Vater“, den ich, glaube ich, einmal bei der „Literatur und Wein“ hörte und ganz besonders spannend „Kein Roman“ von Peter Pilz aus dem Jahr 1989, als er noch ein Grüner und jüngerer Politiker war. Das habe ich nur durchgeblättert und auf den vier oder fünf Bänken, wo ich etwas in mein Notizbuch geschrieben auf den Aussichtsturm bin ich auch geklettert und habe die Spaziergänger beobachtet. Es war aber leider ein bißchen kalt, obwohl es auch sonnig war.

Leider kein Picknick und kein Eierpecken. Die Ostereier liegen aber schon zu Hause und einen Osterkuchen gibt es auch und ein Nestchen, das ich morgen der kleinen Lia verstecken kann, die darf ja mit ihrerMama kommen, denn ohne wird sie das noch nicht schaffen und ihr Hund wird wohl auch dabei sein und dann gibts ein Grillen und vielleicht, wenn es wärmer ist, einen Gang auf die Rudolfshöhe. Da waren wir schon vor drei Wochen und haben Take away-Käsespätze gegessen, leider war es auch sehr kalt und am Ostermontag geht es wieder zurück nach Wien und da hat es früher, solange Rolf Schwendter noch gelebt hat, immer den Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters gegeben und der war auch sehr interessant, denn da ist es immer in einen bestimmten Bezirk gegangen. Man hat sich vor ein Haus gestellt, wo ein berühmter Dichter gelebt hat und aus seinem Werk gelesen. Da waren wir einmal im dritten Bezirk, da hab ich auch meine Ostereiergeschichte gelesen, einmal im achten, wo ich auch gefroren habe.

Als es um den Fünften ging, habe ich vor dem Haus, wo sich die AZ befand, ein Stück über Jura Soyfer aus „M.M. oder die liebe zur Germanistik“ gelesen und im Cafe Standard einen Nachruf auf oder Texte von Elfriede Gerstl, dann ist es noch in den vierten Bezirk gegangen. Da habe ich, glaube ich ein bißchen was mit Susanne Schneider organisert und sogar einen Text über Helmuth Eisendle geschrieben, derdann auch im „Freibord“ war.

Einmal waren wir statt beim Osterspaziergang im Kino ,haben „Howl“gesehen und einmal hat Rudi Lasselberger im „Siebenstern“ eine Performance gehabt. Der letzte Osterspaziergang,wo wir waren, war, glaube ich, durch das Lärchenfeld. 2013 ist Rolf Schwendter gestorben und jetzt gibt es schon länger keine literarische Osterspaziergänge mehr. Hoffen wir auf das nächste Jahr. Kanzler Kurz hat ja versprochen, daß sich ab Sommer wieder alles normalisiert. Aber mit Maske und Test spaziere ich nicht um den See.

Und ein passendes Oster-Buch wäre jaThomasGlavinic „Kameramörder“ das ich mal lesen sollte. Aber jetzt lese ich ja „Dave“ von Raphaela Edelbauer,ein utopischer Roman kannich spoilern und morgen begibt sich „Meister Hoppel mit dem grünen Paß“auf das Ostereierverstecken und wir vielleicht auf die Rudolfshöhe. Mal sehen, ob es dort noch Take away gibt? Aber das ist ja erlaubt.

2021-04-01

Kein Aprilscherz?

Filed under: Glosse — jancak @ 00:39
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Wir schreiben den ersten April, Gründonnerstag und starten wieder statt in die Auferstehung nach Ostern, wie es uns unser Kanzler im letzten Jahr während des ersten Lockdowns verkündet hat, in ein zweites Corona-Oster beziehungsweise in die Osterruhe genannten dritten, vierten oder fünften verschärften Lockdown und da sich die Leute, weil das Wetter ja hoffentlich schön sein wird, an den Donaukanal setzen könnten, obwohl es wieder eine verschärfte Ausgangssperre gibt, also Lockdown rund um die Uhr und nur zum einkaufen, zum spazieren, zur Arbeit, wenn man das zu Ostern muß und anderen zu helfen darf man hinaus und heuer darf man zum Unterschied zum letzten Jahr, wo es ja den verunglückten Ostererlaß gab, eine Person besuchen, also nicht, wie zu Weihnachten, zehn personen aus verschiedenen Haushalten, sondern nur eine einzige. Die Kinder darf man, glaube ich, dazu mitnehmen und braucht sie nicht schreiend zu Hause lassen und der Handel ist selbstverstündlich ab Gründonnerstag, also pünktlich zum Aprilschrz schicken, an den aber ohnehin keiner glaubt, geschloßen.

Nach Ostern braucht man dann, um in die Geschäfte zu dürfen auch einen Eingangs- oder Freitest, denn das sollen ja alle Leute solange das mit der Impfung nicht klappt, testen, testen, testen und nach Ostern hörte man letzte Woche, wird beim Ostlockdown der ja bisher nur Wien, Burgendland und NÖ betrifft.

Das war vorige Woche, diese hieß es dann, der Lockdwon wird zumindesten in Wien, um eine Woche verlängert, denn die Zahlen steigen ja noch immer an und werden, wie die Eperten schon seit Wochen phropehezeiien, bald bei sechstausend liegen. Die Intensivstationen sind voll und die Schanigärten die ja am siebenundzwanzigsten März erföffnet werden sollten, bleiben auch noch zu.

„Macht ja nichts!“, wird man sich vielleicht gedacht haben.

„Dann hole ich mir mein Takeaway aus dem Restaurant und meinen Kaffee und setzte mich damit in den Stadtpark oder an den schon zitierten Donaukanal. Es gibt da ja immer Bilder von den lockdownmüden Österreichern, die die Sonne genießen wollen, denn das hieß es ja, wenn der Frühling kommt ist man viel im Freien und da geht dann auch das Virus zurück!

So war das auch im letzten Jahr, wo es auch einen Osterlockdown gegeben hat, man sich aber schon auf den ersten Mai freuen konnte, wo dieser beendet war. Heuer kann man das nicht, denn die Experten rufen alle laut, eine Woche Lockdwohn ist zu wenig, da müßen mindesten vier, wenn nich tnoch mehr her und also sollte, hörte man auch, dasTake away verboten werden, damit sich die Leute damit nicht in den Park setzen.

Der Handel scheint das verhindert zu haben, mahnt aber auch, Take away heißt „Trags nach Haus und iß es nicht im Park oder auf der Bank vor dem Lokal!“

Aber da hört man doch immer im Freien ist es weniger ansteckend, als zu Hause und wenn man jetzt nicht aus dem Haus zum Osterpcknick gehen kann und sich die Lockdown müden leute dann heimlich in der Wohnung treffen, wäre es ja eigentlich gefährlicher, sollte man meinen und auf die Eigenverantwortlichkeit und den Hausverstand statt auf das Verordnungschaosbauen!

Aber das scheint nicht zu sein und so gehen die Widersprüchlichkeiten und die Aprilscherze, wie die Zahlen hoch, aber die tun das eigentlich gar nicht so sehr, liegen sie ja immer noch bei dreitausend. Die Inzidenzen sind aber in Wien, NÖ und Burgenland hoch. In Salzburg sind sie das auch, so wird überall nach einem österreichweiten Lockdown gerufen, außer in Voralrberg, wo die Gastgärten und die Restaurants immer noch zu Testzwecken geöffnet sind.

Und in Tirol kann man hören, ist jetzt eine neue britische Mutante aufgetaucht. Bisher gab es da ja die Süfafrikanische und da gab es eine Generralimpfung des Bezirkes Schwaz, was aber auch nicht zu einem Absinken der Zahlen führte. Jetzt gibt es wegen der britische Mutante eine Ausreisesperre und die Virologin Dorothee von Laer warnt schon von einer neuen ansteckenden Variante, die dann im Herbst nach einem angeblich milden sommer zu einer neuerlichen Welle führt, aber da hätte ich gedacht, haben wir das Licht des Tunnes schon erreicht!

Da sind alle, die das wollen schon geimpft und können mit dem grünen Impfaß ihr neues normales leben zu leben, scheint aber vielleicht doch nicht zu sein, weil diese neue Variante, wie auch die deutschen Experten schon warnten nicht nur viel ansteckender, sonder auch gegen jede Art von Impfung resistent sein wird!

Uje, uje, wenn das kein Aprilscherz ist, kommen wir ja nie aus dieser Virusseuche und den Lockdowns heraus. Vielleicht haben wir uns da schon an die Aussgangssperren das Dauertesten und Dauerimpfen, sofern wir genügend Impfdosen gewöhnt und auch, daß die Polizei auftaucht, wenn wir mit unseren Takeawaypaket im Stadtpark sitzen oder in einer Supermarktgarage mit einem Bier in der Hand, um eins in der Nacht eine illegale und verbotene Corona-Party feiern.

„Das ist doch ein Aprilschrerz!“, schreien da die Osterhasen, die schon ihre Eier zum Verstecken eingepackt haben und zu den kindern loshoppeln wollen.

„April, April eingefahren, hast du das wirklich geglaubt?“

Leider nicht, denn der Scherz bestehtim letzten Satz und so werden wir auch heuer nicht zu der Auferstehung nach Ostern kommen, wenn wir nicht endlich mit dem Virus leben lernen! Aber das habe ich gehört ist eine Verschwörungstheorie und kann also auch als eine Art Aprilschrerz gelten oder vielleicht doch nicht so ganz?

Und Bärlauch habe ich, um wieder auf den Gründonnerstag zurückzukommen, am Sonntag auf der Mostalm auch gepflückt, so daß ich ihn mit Rösti und Spiegelei zubereiten kann und dazu kein verbotenes oder doch erlaubtes Takeaway brauche!

2021-03-25

Osterruhe

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 12:09
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Die Karwoche naht und damit das zweite Corona-Ostern oder, wie das heißt und eigentlich wollten wir heute wieder nach Harland fahren um das Wochenende dort zu verbringen.

Im Vorjahr bin ich erst wieder am Gründonnerstag nach Harland gekommen, weil wir nicht wußten, ob man das durfte und heute weiß ich nicht, ob ich dann am Montag von dort wieder nach Wien zurückkomme.

Was ich ja muß, weil mich die Klienten da anrufen, denn die Zahlen steigen ja und steigen. Sind jetzt schon bei dreitausend angelangt, ,die Insistenz, also wieviele leute sich von hunderttausend anstecken liegt in Wien und Niederösterreich, weil es gibt ja ein Ostproblem, da die Tschechen und die Slowaken angeblich das britische Virus zu uns bringen, schon über oder an dreihundert und sind sie bei vieruhundert angelangt, kann man nur mehr mit negativen Test ausreisen und da gibt es schon vierzig niederösterreichische Orte von Baden bis Lilienfeld und dann sind ja gestern, statt der geplanten Gastartenöffnung, damit sich die Leute kontrolliert mit Test treffen und sich mit Takeaways nicht „illegal“ im Hinterzimmertreffen können und die Intensivstationen sind schon voll.

„Warum wurden die nicht erweitert?“, könnte man ja fragen.

Ab Herbst, wo sich die zweite oder dritte Welle ankündigte, war ja Zeit dazu und warum baut man in den Schulen keine Lüftungssysteme ein, wo wir jetzt ja wissen, daß das britische Virus auch offenbar die Kinder angreift.

Im Jänner hörte man noch,das wäre nicht so gefährlich und Primar Wenisch vom KFJ sagte auch einmal, er hätte es im Griff. Stimmt offenbar doch nicht so nicht, denn die Hysterie und die Aufregung steigt und die Impfungen, die Gamechanger und Hoffnungsträger, scheinen offenbar nicht zu klappen. Keine Dosen, weil in Europa offenbar ungerecht verteilt und ob man dann immun ist und die Maske und den Test ablegen darf, ist auch nicht so klar. Es wird zwar nicht darüber gesprochen, aber Kanzler Kurz will im April den grünen Impfpaß einführen, damit man sich dann wieder frei bewegen kann. Also da sind dann die Testungen und Impfungen eingetragen mit dem man dann Kaffee trinken und ins Theater gehen kann und jetzt wird auch noch die Testpflicht im Handel eingeführt, denn wenn wir schon nicht impfen können, müßen wir alle testen und der Physiker Werner Gruber forderte auch im OE24-TV, daß es einen Testzwang geben sollte, weil das Epidemiegesetz das angeblich erlaubt.

Das, glaube ich, zwar eigentlich nicht, daß da, wenn nur ein Prozent von diesem Virus betroffen sind, das so nötig ist, aber Gesetze kann man ja, wie man sieht verändern und das wird auch versucht.

Also was machen mit den ansteigenden Zahlen, die derzeit um die dreitausend liegen? Im November lagen sie bei neunhundert und getestet wird jetzt so viel,wie nie und eigentlich sollten ja die Gastgärten geöffnet werden. Aber wieder verschärfen, weil Ostern kommt und da sollen sich die Leute ja nicht treffen, also müßen neue Verschärfungen her. Man hörte, daß die Osterferien um eineWoche verlängert werden sollen, und Testpflicht auch in den Geschäften. Der Handel schrie auf, es gab diesbezüglich Demonstrationen und so wurde, weil die Zahlen ja in Wien, NÖ und Burgenland besonders hoch, in Vorarlberg dagegen sehr niedrig sind, ein sogenannter Ostgipfel einberufen, wo die drei Landeshauptleute oder Bürgermeister darüber entscheiden sollten.

Der Gesundheitsminister und die Virologen drängten zur Verschärfung, die Verhandlungen dauerten lang und gestern abend wurde dann bekanntgegeben, daß es eine Osteruhe geben wird. Ab Gründonnerstag alles geschlossen, dann auch Test im Handel, Ausgangssperre und Maskenpflicht im Freien, wo Menschen auf der Straße sind. Also kann ich auf keine Demonstrationen mehr, aber da würde ich ohnehin nur in den Kessel getrieben und als Nazi hingestellt

Was machen wir also? Ein Leben lang zu Hause bleiben, wenn man sich nicht testen und maskieren will? Schaut offenbar so aus, weil die Impfung ja nicht funktioniert. Aber wenn ich jetzt in Wien bleibe, kann ich in Harland auch nicht radfahren. Das ist sicher nicht gesund und eigentlich wollte ich ja meinen eigenen Osterspaziergang machen. Also amKarsamstag zur “ Seedose“fahren, dort den Schrank plündern und mit den dort gefundenen Büchern, um den See spazieren und darüber bloggen. Am Samstag am Markt, die Doris Kloimstein treffen, da wollte der Alfred sogar Sessel mitbringen. Aber da rückt die Polizei sicherlich an, weil mehr als vier Personensind ja eine Versammlung sind und es eine Ausgangssperre gibt, obwohl man sich ja in Freien nicht so anstecken kann.

Was es also bringt die Leute in ihre Wohnungen zu drängen, ist mir nicht ganz klar. Aber es ist alles so widersprüchlich und ich habe ja genug zu lesen und zu schreiben. Die Ostergeschichte ist schon konzipiert. Einen kleinen Garten gibt es in der Krongasse Aber da mein Computer jetzt wirklich wohl bald zusammenbricht, kann ich mich nicht gut dorthin setzen.

Also schlimm, schlimm, schlimm und wieder die Frage stellen, was läuft hier ab? Wie kommen wir hier heraus und es ist natürlich spannend in einen dystopischen Roman zu leben, aber als Romanfigur fühlt man sich auch nicht so gut, weil man da ja nach Belieben, wie es der Autor oder der Diktator will, hin undhergeschoben werden kann.,

Und gesund, die Leute ein Jahr lang einzusperren, ihnen Masken und Tests aufzuzwingen und ihnen permanent Angst zu machen, ist es wahrscheinlich, wie wohl alle pschologen sagen nicht, aber die werden ja nicht sehr gehört.

2021-03-13

Was ist eine Veranstaltung?

Wir befinden uns noch mitten der Fastenzeit, Ostern naht aber mit schnellen Schritten, die Dekorationen sind herausgeräumt, es gibt schon Pinzen, Schneeglöckchen am Fensterbrettt, die Osterhasen und die Eier sind in den Geschäften wahrscheinlich auch zu kaufen und da brauchen wir in Zeiten wie diesen, der Pandemie und der neuen Mutationen natürlich einen Ostererlaß damit wir wissen, wie viele Leutewir wann und wo wir besuchen dürfen.

Im vorigen Jahr erinnern wir uns, gab es ja eine Ausgangssperre und man durfte nur aus den vier oder fünf genannten Gründen einkaufen, arbeiten, anderen helfen, spazierengehen, viellleicht noch einen Arzt besuchen, wenn dieser ordinierte, ais dem Haus.

Glaubte man, denn da trat dann pötzlich der Impkoordinator Clemens Martin Auer auf oder es war vorher ein Erlaß aufgetaucht, daß man nur bis zu fünf Personen treffen dürfe. Aber wenn man ohnenicht aus dem Haus gehen darf, wem soll man da noch treffen?

“ Sie werden alles sehen!“, beruhigte der Koordinator. Der Gesundheitsminister, der sich derzeit in Krankenstand befindet, entschuldigte sich. Ostern ging vorüber, die Sommererleichterungen kamen und der zweite Lockdown, der sich langsam aber unausweichlich in einen dritten verwandeln soll oder muß.

Denn die neuen Mutationen, die britische, die südafrikanische, die brasiliansische oder welche auch immer. Die Zahlen sind jetzt auch bis an die dreitausend hinaufgewandert, was die Experten schon lange phrophezeien und die Impfstoffe, die ersehnte Rettung sind noch nicht so da ,wie sie sollen oder lösen Blutgerinnsel aus und was machen wir bis dahin, bis das Licht hinter dem Tunnel, wie uns unser Kanzler versprach endlich auftaucht oder der Katschup aus der Dose spritzt.

Richtig, Freitesten hieß es ja im Dezember, Jänner oder Februar, als man dann nur noch mit Test zum Friseur oder zur Fußpflege durfte und die Gastronomen schrieen laut „Bitte auch zu uns, denn dasFreitesten ist ja kein Problem! Das wollen ja unsere Kunden und so schlug der Wiener Bürgermeister, die Schanigarteneröffnung vor.

„Das ist aber nicht genug!“,schrieen die Gastronomen.

„Da verdienen wir nicht genug oder haben auch keinen solchen!“

Vielleicht fragten sie auch „Wer soll sich da zu uns mit einem Freitest setzen, wenn man das im Park nebenan auch ohne kann und holt man sich das Take away und setzt sich damit in den Stadtpark uje uje! Dann haben wir keine Kontrolle und kein Geschäft und die Prohibition ist ausgeborchen, wenn sich die Leute im Hinterzimmer tereffen und dort essen oder trinken! Das kann es doch nicht sein und darf es nicht geben!“

Noch dazu, wo ja offensichtlich erwiesen ist, daß man sich im Freien weniger anstecken kann und in die Wohnung darf die Polizei, glaube ich, noch immer nicht hinein, außer der Nachbar drückt die Vernaderertaste oder die Musik ist zu laut! Was macht man da, um aus all diesen Dilemmen herauszukommen?

Richtig, wir brauchen eine neue Covid-Novelle die gebietet, daß man den Lockdown nicht nur, wenn das Spitalssystem im Gefahr ist, das ist es, glaube ich nicht, sondern wenn der Verdacht besteht, daß die Zahlen explodieren könnten! Das tun sie zwar nur sehr langsam, bei all den Massentests! Aber man weiß ja nie! Also Lockdown auch bei Verdacht und Treffen ab vier Personen gelten als Veranstaltung und müßen gemeldet werden! Können daher auch nach Belieben, wenn beispielsweise Gefahr in Verzug, verboten werden, lautete die Novelle, die man bis Diensta, glaube ich, beeinspruchen konnte.

Denn was heißt denn das? Da lädt ein Ehepaar ein anderes zu sich in seien Wohnung oder Garten ein, muß es bei der Vereinsbehörde um Genehigung ansuchen?

Nun ja, nun gut! Aber wie soll dieser bürokratische Aufwand, der dann natürlich entsteht, bewältigt werden? Das kann ich mir nicht vorstellen, daß das passiert und wenn ich auf die Straße gehe, was ich momentan ehe rnur um zu demonstrieren, was aber ohnehin verboten ist, tue, sehe ich, daß die Leute versuchen, sich so normal, wie möglich zu verhalten. Was sollen sie denn sonst tun? Sie stellen sich beim „Demel“, um den berühmten Kaiserschnarrn an, lassen sich vielleicht vorher noch von OE24 interviewen, warum sie die FFP2-Maske erst bei Eintritt in den Laden und nicht schon wenn sie in der Schlange stehen, aufsetzen, holen sich den weißen Spritzer natürlich nur im Fläschchen, aus dem Gastroladen und setzen sich damit mindestens fünfzig Meter entfernt auf eine Parkbank und das natürlich nur bis dreiviertel acht. Denn nachher muß man ja zu Hause bleiben. Denn das Virus kommt ja in der Nacht und beißt einem da in die Schulter und es gibt ein paar böse Jugendliche, die tun das nicht. Die nehmen ihr Bier und ihren Kassettenrecorder und setzen sich mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand auf ein Feld und dann kommt die Polizei, die sie zuerst ermahmt und ihnen dann, weil sie nicht darauf hören, ein Example setzen und jeden, weil sie eine verbotene Corona-Party feierten, jeden fünfhundert Euro Strafen aufbrummen!

Uje uje, in welchen Land leben wir? Das Virus ist natürlich trotzt der vielen Test vorhanden. Vielleicht würde es, wenn die Impfung schneller erfolgte, schneller verschwinden? Geht aber nicht, obwohl unser Kanzler schon mit seinem Presseteam nach Isarel geflogen ist, um sich dort nach dem grünen Impfpaß zu erkundigen, der uns allen im Sommer die großen Freiheit bringen wird.

Was der soll, ist mir auch noch nicht so klar, denn ich dachte ja, wenn alle durchgeimpft ist, hat sich die Lage verändert! Das Lcht ist da und wir können wieder in unsere Normalität! Geht aber nicht, wegen der Mutanten. Also trotzdem testen, trotzdem Maske tragen und die Geimpften, die das nachweisen können, können dann ins Kino, während die anderen offenbar immer noch zu Hause bleiben müßen und das vielleicht bis in alle Ewigkeit. Denn das Virus läßt sich ja wahrscheinlich immer spalten und tut es wahrscheinlich auch! Tut das wahrscheinlich schon seit jahren und niemanden hat es gestört! Aber jetzt wird darauf geschaut, getest und geschützt und wenn man in Hinkunft mit seinem Kind auf den Spielplatz will und dort die Nachbarin mit ihrem Kleinen trifft, muß man dem Parksheriff nicht nur einen Impfpaß, sondern auch seine Veranstaltungsgenehigung zeigen!

Uf, das wird wahrscheinlich kompliziert, daß vielleicht auch Gesundheitsminister darüber zusammenbrechen können. Dem unseren, weil ich ihm immer noch sehr sympathisch finde, alle Gute wünsche und die Veranstaltungen, die das wirklich wären, die Literaturprogramme in der „Alten Schmiede“, im Literaturhaus, die Konzerte und Theaterstücke finden vielleicht weiter nur online statt?

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