Literaturgefluester

2020-08-02

Sommerfrischenhalbzeit

Dieser Sommer ist ja Corona bedingt wahrscheinlich ein anderer als der letzte, starren wir ja gebannnt auf die steigenden Fallzahlen, legen uns mit Maske ins Bad, hoffentlich bekommen wir da keinen Ausschlag und keine Atemnot und werden an den Flughäfen zwangsgetestet oder ins Quarantäne geschickt.

Auf der anderen Seite unterscheiden sich meine Sommerfrischenwochenenden nicht so sehr von denen der vergangen Jahre, wo wir zwar zweimal in die Schweiz gefahren sind und ich heuer nur zwei literarische Kurzreisen machte, aber sonst drei Tage Wien mit O-Tönen, Cafe Prückl und Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl und in Harland radfahren, lesen in der Badewanne und am neuen Roman schreiben, der ja den Arbeitstitel „Das rotbraunkarierte Notizbuch“ hat und mir damit meine eigene Schreibwerkstatt mache.

Ich habe auch sehr euphorisch Anfang Juli damit angefangen, habe die Figur der Kathi Sommer kreiert, der rothaarige, sommersprossige Polizist Simon entstand aus den Storytelling Anleitungen, die in „Das ist kein dummes Buch“, enthalten sind, die Angela Hager und die Jasmin Bauer habe ich mir aus meinen Recherchetagen Anfang Juli beziehungsweise aus der Kunstschweigemarsch-Demo geholt , die Tante Aloisa, die alte Klavierlehrerin, habe ich im Weinhaus Sittl kennengelernt.

„Wui!“, denkt man da euphorisch, das ist ja ganz schön viel und schreibt einmal los. Ich mache das zumindest, es gibt ja noch als alter Ego, die Eja Augustin, der Uli würde sagen, das ist „die liebe Frau J. aus W. an der D.“

Ist ihr zumindestens stark nachempfunden, die fährt im Sommer aufs Land in das geerbte Häuschen ihrer Eltern in St. Georgen am Steinfeld und schreibt dort ihren neuen Roman. Will ihn schreiben, fährt zum Recherchieren zur „Seedose“ an den Viehofner See, findet dort das Buch, beobachtet ein streitendes Paar, denkt sich, ich habe jetzt den Plot oder kann ihn aus meinen Figuren machen. Dann fährt sie zurück, hört im Radio oder Fernsehen von der neu verordneten Maskenpflicht, von den Clustern, dem geplanten Ampelsystem und schreibt im Netzt mit ihrer Freundin Lena Wünsche Corona-Gedichte hin und her und das Ganze ist jetzt ein paar Wochen alt und hat derzeit achtundvierzig Seiten, 22 940 Worte und siebzehn Szenen und ich muß ein bißchen aufpassen mich nicht zuviel zu wiederholen.

Denn das eine Frau in Pension geht und beschließt einen Roman zu schreiben, nachdem sie drei Personen in einem Auto vor einer Kreuzung stehen sieht hatten wir schon einmal. Da gibt es auch immer Figurenszenen und dazwischen schreibt oder reflektiert die Magdalena Kirchberg ihren Plot.

So weit bin ich jetzt auch, Corona, das mich ja, obwohl sehr kritisch, brennend interessiert, kann ich da auch nicht ausslassen und muß Bezug darauf nehmen.

So gibt es die Chefredakteurin eines Privatfernsehsenders namens Dagmar Schneider, die Nachbarin der Tante Aloisia, die im Sender für das Maskentragen plädoyieren muß, selbst aber vielleicht nicht soviel davon hält. Der Simon soll seine Geschichte haben, die Kathi, die Tante Aloisia , aber auch die Eja mit ihrer tochter Toni, dem Enkelchen Alix und der Freundin Lena Wünsche mit der sie Corona-Gedichte austauscht.

Irgendwie habe ich ja oft das Gefühl, ich hantle mich am Rand herum und komme nicht wirklich in die Substanz hinein. So habe ich jetzt auch angefangen das Ganze wieder durchzukorrigieren und vielleicht umzuschreiben und verändern. Das nehme ich mir auch meistens vor und dann bleibt es schließlich doch so wie es war.

Mal sehen, ich bin gespannt und werde auch das zweite Sommerfrischenmonat dazu nützen. Eines ist ja in den zwölf Jahren in denen ich blogge und da öffentlich über mein Schreiben reflektiere schon passiert, meine Schreibhemmungen sind gefallen und ich bin auch wenn es nach außen nicht merkbar wird, selbstbewußter geworden und so wird sicher was entstehen, auch wenn es dann vielleicht wieder an der Oberfläche bleibt. Mal sehen ich bin gespannt.

Die Vorschau vom „Fräulein No“ meinem „siebenten Nanowrimo“ und noch nicht durch Corona beeinflußten Text gibt es schon und ich hoffe, daß ich das Buch bald proudly präsentieren kann.

Die Sommerlesereihe im Cafe Prückl, ist am Montag zu Ende gegangen, die des Sittls und die O-Töne gibt es noch. Am Montag will ich ja lieber in Harland bleiben, am Donnerstag ins MQ gehen, so ferne es nicht regnet oder die Veranstaltung, wie die mit der Frau Mayröcker in einer Halle stattfindet.

Ansonsten radfahren, einen Spritzer dabei trinken, da gibt es ja die Radlerschänke in der einen richtung in Ochsenburg und die „Seedose“ in der anderen und die ist ja besonders interessant, weil meine zweite Szuene dort spielt.

Am Samstag waren wir am Markt, sehr viele Menschen, die sich nicht so ganz, an den inzwischen abgeschafften Babyelefanten gehalten haben, sondern sich um die kleinen runden Tischechen drängten, haben dort wieder die Doris Kloimsteingetroffen, die mir wieder interessante Bücher, unter anderen „Lesen als Medizin“ gegeben hat, wir haben dann bei ihr in ihrem schönen Garten noch Kaffeee getrunken, Kuchen gegessen und die Literaturszene beziehungsweise die Corona-Maßnahmen ein bißchen ausgerichtet und heute wollen wir statt auf die Rudolfshöhe auf den Göller gehen und am neunten August hat der Alfred seinen fünfundsechzigsten Geburtstag, da gehen wir zum Vincent Pauli essen. Eine Woche später gibt er dann ein Fest in Harland und dann kommt schon die deutsche Buchpreisliste und das „Kampflesen“, wie es Kritiker nennen könnten.

Meine diesjährigen Buchpreisspekulationen werden noch folgen. Corona bedingt bin ich da heuer vielleicht nicht so ganz informiert und erwarte mir eher lauter mir bisher unbekannte Bücher.

Dann ist der August zu Ende, die „Linke Wort-Lesung“ wurde schon früher vom Christoph Kepplinger abgesagt, das Volkkstimmefest erst später.

Trotzdem ist das Wetter ist schön und die Sommerfrischenwochenenden mit den anschließenden Wien-Tagen sind schön und ich kann mir ja meine eigene Schreibwerkstatt machen und die dümpelt so mehr oder weniger euphorisch vor sich hin.

2015-08-07

Sommerfrischenhalbzeit

Der Juli ist vorüber, der August schon ein paar Tage alt, Zeit also über die heurige Sommerfrische Bilanz zu ziehen und festzustellen, daß der Juli, wie die meisten meiner Sommerfrischensommer sehr effektiv und intensiv gewesen ist. In drei Wochen habe ich meine Sommergeschichte „Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen“ hinuntergeschrieben,  vorige Woche einmal durchkorrigiert und durch eine Danksagung ergänzt. Denn wir haben jetzt auch schon das Titelbild, das wird Annas kleines Hündchen, ein Import aus Griechenland, namens Ouzo sein und da hat es gepasst, einmal eine Danksagung hinzuzufügen „Ich danke dem politischen Geschehen für die vielen Ereignisse, die ich in dem Roman verarbeiten konnte, obwohl das meiste, wie die Griechenlandkrise, die überfüllten Erstaufnahmelager, die Bootsflüchtlinge auf Lampedusa,etc, alles andere als erfreulich sind!“ Hundertzehn Seiten, neunundvierzig Szenen und 52 423 Worte hat es derzeit und wird jetzt eine Weile so liegen bleiben, das raten auch so die Schreibeschulen, weil ich jetzt zuerst „Die Pensionsschockdepression“ fertig machen will. Zwei Szenen werde ich am neunzehnten August, wenn dann die Longlist bekanntgegeben wird, wahrscheinlich ändern, ergänzen oder umschreiben müssen, denn das sind die, wo das auch im Text geschieht und Sandra Winter, die ja ihre Diplomarbeit über den „Deutschen Buchpreis schreibt“, zum „Thalia“ in die Kremsergasse aufbricht, um sich dort mit Andy Hermann durch die nominierten Bücher zu wühlen und ein paar Kunden zum dBp zu befragen. Da habe ich nämlich vorausgedacht und ein paar österreichische Namen, beispielsweise die der Vea Kaiser und der Valerie Fritsch eingefügt und werde es  wahrscheinlich auf den aktuellen Status Quo bringen oder auch so lassen. Mal sehen, das ist ja noch ein bißchen Zukunft, aber auch das, was mich in den letzten Wochen so bewegte. Soll ich oder soll ich nicht mich heuer am Longlistenlesen beteiligen, bis jetzt habe ich am Tag der Longlistenvergabe immer einen Artikel und das, was ich über die niminierten Bücher gewußt habe, erwähnt, vor zwei Jahren habe ich eines angefragt, das Longlistenbüchlein habe ich auch gesucht oder angefordert und mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein oder zwei Bücher aus der Liste gewünscht. Mehr davon zu lesen, dachte ich, habe ich wegen meiner übervollen Leseliste keine Zeit und das würde auch jetzt zutreffen, aber dann sind die „Buchpreisblogger“ dahergekommen und das hat mir keine Ruhe gelassen, die doch nicht ganz alleine werken zu lassen, denn das ist ja das Tolle am Bloggen, daß es keine offiziellen Blogger geben sollte, sondern alle dürfen können sollten…

Darf ich auch, wenn ich mir die zwanzig Bücher kaufe, dann kann und will mich wahrscheinlich keiner am Lesen hindern, Ich kann auch bei den Verlagen anfragen, das wird dann eine Weile dauern und alle Bücher werden auch nicht zu bekommen sein. So bin ich hin und hergeschwankt, gedacht, ich gehe am Samstag danach mit dem Alfred zum „Thalia“ und wünsche mir meine Geburtstags- und Weihnachtsbücher dieses Jahr schon vorher. Dann bin ich gestern draufgekommen, die Liste wird dieses Jahr am Mittwoch bekanntgegeben, das ist der Tag, wo ich meistens in Richtung St. Pölten fahre und wenn ich da schon in den „Thalia“ gehe, könnte ich gleich mit dem Lesen anfangen, wird die Shortlist ja schon am sechzehnten September bekanntgegeben und wenn ich bis dahin durch bin, könnte ich meine eigene Shortlist machen und mit der vergleichen, die die Jury gefunden hat. Dann bin ich auch noch daraufgekommen, daß wir am Samstag danach mit dem Herrn Sladky und der Wandergruppe in den Bergen sind, also müßte ich mit dem Geldbeutel zum „Thalia“, aber will ich wirklich vier-bis fünfhundert Euro ausgeben, nur um zu beweisen, daß ich ebenfalls zwanzig Bücher lesen kann? Das hat mich am Mittwoch auf der Fahrt von Wien nach St. Pölten sehr beschäftigt. Vor ein paar Jahren bin ich auf diese Art und Weise auch zu dem Ergebnis gekommen, daß es ein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ geben wird. Diesmal ist mir eingefallen, daß ich am Donnerstag den 19. die Bücher ja nicht kaufen, sondern auch beim „Thalia“ eines lesen kann und vorher die Verlage anfragen und meine Leser, ob sie mich vielleicht bei der Aktion unterstützen und mir ein Buch schicken möchten? Ich tausche es gerne mit eines meiner drei die im letzten Jahr entstanden sind und sicher nicht auf der Longlist stehen.  Den lieben Otto habe ich schon angefragt, als wir ihn am Sonntag ganz zufällig in Traismauer getroffen haben, als wir dort zum Bahnhof radgefahren sind, aber der liest alles am „Kindle“ und das kann man ja nicht weitergeben. Einer der Nachteile des E-Booklesens finde ich. Aber so könnte es gehen und ich könnte alle Fliegen auf einmal erlegen und noch eine tolle Sommerausklangsaktion anfügen, die ich bei Gelingen, jedes Jahr wiederholen könnte. Da bin ich schon beim Lesen und das Sommerlesen war heuer auch ein Erfolg, außer John Knittels „Via Mala“ habe ich mich durch einige ältere Longpreis oder beim Bachmannpreis nominierte Bücher gewühlt, dank dieses  „Augustin Flohmarkts“ vor drei Jahren gewühlt und bin jetzt bei Richard Obermayrs „Fenster“ angelangt, das meinen Lesefluß ein bißchen stoppen wird, das man, da es ja ein „Sprachrausch-Buch“ ist, wie Daniela Striegl in einer Rezension meinte, nur häppchenweise lesen kann. Also gebe ich mir das Häppchen bevor ich dann den Longlistensprint loslege und hoffe, daß nicht sehr viele Sprachrauschbücher a la Richard Obermayr oder Reinhard Jirgl dabei sein werden, also ein lustiges Lesen und vom heurigen Sommer ist seine große Hitze anzumerken, die mich aber nicht besonders behindert, so bin ich vor zwei Wochen durch sie nach Herzogenburg gefahren und habe dort und auf meinen anderen Ausflügen immer ein paar kleine Häppchen in mein kleines Stadtschreiberbuch eingetragen. Am Mittwoche bin ich Frühstückslos mit dem Gutschein für ein „Leiner Frühstück“, den der Alfred zum Geburtstag bekam, nach St. Pölten gefahren und habe das, statt dem Brunch am Freitag den „Stadtbekannt“ im „Siebenstern Beisl“ servieren wird, genossen, am Sonntag war ich mit dem Alfred beim Kellergassenfest in Wagram bei Traismauer und ein paar literarische Veranstaltungen habe ich auch besucht, am Motag bin ich dabei über einige Bücherschränke gestolpert, wo ein bibliophiler Berliner oder Berlinerin seine Berlinotheka ausgesondert hat, habe so ein Büchlein über Berliner Stadtspaziergänge gefunden, Irina Liebmanns „Berliner Mietshaus“, das ich allerdings schon hatte und einen führer über das Schiller Haus in Weimar, in dem ich jetzt schmökern könnte, habe die beiden Führer aber in Wien gelassen, weil ich ja meine zwei Works in Progress korrigieren und mich durch meine Sommerleseliste lesen will. Am Wochenende geht es auf den Hochschwab, dann ist Alfreds Geburtstagsfest, dann wird die Longlist bekanntgegeben und ab da ändere ich meine Fahrradrouten, fahre nicht mehr auf die Schubertburg oder nach Wilhelmsburg sondern gehe nur mehr lesen zum „Thalia“ oder später wenn wir wieder in Wien sein werden, zum „Morawa“ auf die Wollzeile, zum „Thalia“ in die Mariahilferstraße oder auch in die Buchhandlung Kuppitsch. Ich bin gespannt, ob und wie ich das schaffen werde, werde darüber berichten und freue mich sehr über Kommentare, Feedback, Reaktionen meiner Leser und Leserinnen, ecetera.

2020-11-24

Corona-Dicht-Fest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:54
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Ich bin ja, wie ich immer schreibe, kein besonderer Lyrik-Fan, zumindestens schreibe ich kaum Gedichte, gehe aber, weil ich ja allgemein an der Literatur interessiert bin und eigentlich alles erfassen will, gerne zu den Lyrikfestivals der „Alten Schmiede“ der des Literaturhauses, der „Gesellschaft“, etcetera und eines dieser Festivals oder Feste ist das „Dicht-Fest“, das Christine Huber viermal im Jahr in der „Alten Schmiede“ ausrichtet und dazu jeweils sechs Autoren oder Autorinnen einlädt.Nach drei gibt es immer eine Pause, vorher erzählt sie kurz etwas zu den Bänden und nachher Wein und Soletti und Gespräche, in Corona-Zeiten natürlich nicht, da muß man sich den Wein selber auf den Schreibtisch oder Nachtkasten stellten und wenn es eine Onlineveranstaltung ist, wie in Zeiten, wie diesen braucht man sich auch keine Maske aufsetzen

Die Zuseher im Homestatus jedenfalls nicht, die Autoren schon und nach jedem kommt August Bisinger mit dem Wischtuch, damit alles sauber ist und noch um vollständig zu sein, ich gehe ja seit jahren mehr oder weniger regelmäßig hin, einmal bin ich, weil ich vorher im Literaturmuseum war auch nur zum Wein zurechtgekommen und das letzte mal war ich mit dem Alfred knapp vor dem ersten Lockdown dort. Da haben wir noch geglaubt wir würde nächste Woche nach Leizig fahren „Fährt ihr?“, hat Monika Vasik uns gefragt.

„Wenn es stattfindet schon?“, als ich Monika Vasik zwei Tage später in der „Gesellschaft für Literatur“ gesehen habe, war Leipzig schon abgesagt und als Monika Vasik im Sommer im Cafe Prückl gelesen hat, war Montag und da wollte ich meine Sommersfrische zur Gänze in Harland bei St. Pölten verbringen. Seither hat es, glaube ich, kein Dicht-Fest gegeben und jetzt alles digital und der Ton kann ich gleich vermelden, war wieder gut.

Zuerst hat der 1953 in OÖ geborene Richard Wall, den ich meistens bei den GAV-GVs sehe, aus seinem „Löcker-Band“ „Streumond und Nebelfeuer“ gelesen. Der 1964 in der Tschechei geborene Stanislav Struhar mit dem ich schon einmal in der „AS“ gelesen und den ich das letzte Mal beim Tschechien-Empfang auf der letzten „Buch-Wien“ gesehen habe, folgte mit seinem „Stara zahadra – Der alte Garten“ und hat eines seiner Gedichte auch auf Tschechisch gelesen. Kirstin Schwab folgte und las Gedichte ihrer Mutter Friederike 1941 geboren, in Graz lebend, die wahrscheinlich Lockdown bedingt nicht gekommen ist, aus dem ebenfalls bei „Löcker“ erschienenen „Luftglück und Knisterpapier“, was, wie ich finde ein schöner Titel ist.

In der zweiten Session folgte die1966 geborene Eleonore Weber mit „gleitschaften seilschaften. slip-off-slope-rope-parties“. Dann kam und das war für mich die Überrschung, die mir bisher unbekannte 1985 geborene Daniela Chana mit ihrem Gedictband „Sagt die Dame“, ein überraschend frischer Ton, obwohl es mit einem König begann und dann folgte, die mir sehr bekannte Ilse Kilic, bin ich mit ihr und dem Fritz dessen Waffenrad auch in ihrem neuen Band „Die nacht ist dunkel damit die Sterne sich zeigen“, bis nach Regensburg geradelt, habe ihre Textentstehung sehr lange in unserer Schreibgruppe beoachten können und auch schon ihre Filme und Comics gesehen. Solche bezeungsweise Zeichnungen gibt es, wie Christine Huber in der Einleitung erwähnte auch in dem Band, leider wurden sie nicht projeziert und es gab, wie erwähnt auch keinen Wein und keine Kekse, jedenfalls nicht für alle auf einmal im Zeitschriftensaal. Dafür konnte man sich beim Chat begteiligen, was Susanne Toth, Jörg Piringer und noch andere auch sehr eifrig taten und noch etwas war neu im Kellerraum, da gab es jetzt ein großes „Alte Schmiede-Emblem“ damit jeder gleicht sieht, wo er jetzt ist und angenehm war auch, daß jeder, der Autoren, der Autorinnen sich vorstellten, etwas, was ich ja sehr brauche und sie letzte Woche beim „Writers on Prison day“ schmerzhaft vermißte. So wars angenehmer!

2020-09-01

Zurück in Wien

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 18:44
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Der September hat angefangen und pünktlich mit dem Herbstbeginn, wie es jetzt ja überall heißt, hat auch das Wetter angefangen kalt zu werden und zu regnen und das Herbstprogramm, obwohl ja noch eine Ferienwoche beginnt oder beginnt nicht wirklich, weil man ja, wie schon geschrieben zu den meisten Veranstaltungen Indoor nicht ohne Maske gehen kann.

Die Programme kommen aber und die Bücher, die der deutschen Buchliste, die österreichische wird ja übermorgen bekanntgegeben und mir kommt vor bei mir verlangsamtsich derzeit alles.

Ich höre vie Oe24 TV, interessiere ich mich ja sehr für die Corona-Krise und die zweite Welle, die ja kommen soll oder schon da ist und sich wenn es kalt wird und alles Indoor sein wird lustig mit den Grippenviren vermischen wird.

Was den Politikern Angst macht, so werden Verschärfungen angedroht und eine Ampel eingesetzt, die uns sagen soll, wie die Lage istß

Wo schon rot, wo man dann zu Hause bleiben soll und dafür wurde, glaube ich, ein neues Epidemiegesetz beschlossen oder geplant, daß man das leichter und verfassungskonformer umsetzen kann und am Samstag gab es in Berlin eine große Demo.

Die wurde zwar am Mittwoch verboten, dann doch wieder erlaubt und geht es nach den Medien waren dort lauter Coronaleugner, Impfgegner, Rechte und Leute, die die Reichsratgebäude stürmen wollten und das war ja etwas, was mich ein bißchen störte, als ich im Mai auf ein paar solcher Demonstrationen war, daß mir dort die Buberln vom Martin Sellner, ein Flugblatt in die Hand drückten und die Urheber des „Stopp den Corona- Wahnsinn“ die FPÖ ist und dort kann man doch nicht unterschreiben, so habe ich es auch nicht.

Auf eine diesbezügliche Demo würde ich aber gerne wieder gehen und habe am Mittwoch im Internet und sogar auf dem Ballhausplatz nach einer gesucht.

Es war dann zeitgleich mit der in Berlin eine in Wien, ich aber zu dieser Zeit in harland, wenn aber nächsten Samstag wieder eine wäre, könnte ich hingehen, gibt es da ja kein Volksstimmefest und kein „Linkes Wort“, was für mich ja immer der Anfang des Herbstbeginnes war und ein bißchen finde ich es schon seltsam, daß sich plötzlich nur die Rechten gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte einsetzen und besorgt über Gesetzesänderungen, die diese einschränken sind, während man von den Linken und den Grünen diesbezüglich nicht viel hört, obwohl die Leute, die ich kenne, ja eigentlich meiner Meinung sind, daß man mit diesem Virus auch anders umgehen könnte und vieles eigentlich sehr widersprüchig ist.

Der Sommer ist zu Ende oder fast und es war eigentlich ein schöner und obwohl wir nicht im Ausland waren, wir wollten im Juni in Deutschland den Rhein oder Main mit dem dem Rad hinunterfahren, ist viel losgewesen, viele Veranstaltungen im Juli im Cafe Prückl, ein paarmal O-Töne, ein paarmal Weinhaus Sittl. Da kommen dann die Leute hin, die sich nicht vor einer Ansteckung fürchten.

Ich war in Strobl, im Künstlerdorf im Burgenland, in Mariazell, etcetera und ich habe viel geschrieben und habe jetzt zwischen meinen Stunden vor das „Notizbuch“ zu korrigeren. Das hat jetzt zwei oder dreiundachtzig Seiten, ist noch nicht so ganz flüssig, aber eigentlich wieder gut geworden und, wie es dann mit meinen Corona-Texten weitergeht ist noch nicht so klar, weil ich noch nicht weiß, wie lange ich mit den Korrrigieren brauchen werde.

Wenn ich bis Ende Oktober damit fertig bin, könnte ich die dritte Corona- Geschichte während des „Nanowrimos“ schreiben. Da wüßte ich aber nicht worüber, aber auf jeden Fall entlang der wirklichkeit entlang und wenn ich da wieder eine Maskengegnerin als Protagonistin nehme, müßte sich schon was ergeben und Zeit werde ich im November wahrscheinlich haben, weil ja keine „Buch Wien“ und andere Veranstaltungen aber auf jeden Fall ein straffes Leseprogramm, da habe ich ja nachdem ich jetzt endlich mit dem „Halbbart“ fertiggeworden bin, geschrieben, daß ich da ja einige Lesemarathons einlegen möchte, um meine Buchpreislisten und andere Neuerscheinungen zu schaffen und da gibt es sicher interessante Bücher, die man auch lesen kann.

Man muß nicht unbedingt zu Veranstaltungen gehen, obwohl das Drumherum versäumt man dann, man sieht manche Kollegen, Autoren, Besucher nicht. Aber gut sehr leide ich nicht darunter muß ich sagen, sondern nehme es eher als Veränderung hin.

„Das Fräulein No“ ist durchgesehen und jetzt in der Druckerei. Nächste Woche sollen die Bücher kommen hurrah, hurrah, das „Frühlingserwachen“ ist beim Alfred und der kommt jetzt, obwohl oder weil jetzt in Pension nicht wirklich damit weiter.

Ein neues Rad hat er mir gestern in Harland auch gekauft, obwohl ich ja zwei andere habe, das in Harland aber schon ein bißchen am Kaputtwerden ist.

Mit dem bin ich dann, nachdem ich es von St. Pölten nach Harland zurückgefahren hatte, gleich mit der Anna und der Lia weiter bis zur Radlerschänke in Ochsenburg geradelt, obwohl die am Montag Ruhetag haben, aber die L,ia hat einen Fahrradanhänger, so ein Waggerl bekommen und damit wurde sie gleich ausgefahren und ich warte ja schon ungeduldig, daß sie zu Laufen anfängt.

Damit läßt sie sich, obwohl schon vierzehn einhalb Monate noch Zeit und vielleicht tut sie es schon, wenn ich das nächste Mal nach Harland komme, das wird ja wahrscheinlich erst in zwei Wochen sein.

Bis dahin lesen habe ich mir vorgenommen und festgestellt, daß bei mir derzeit alles etwas verzögert ist und ich durch die Maßnahmen im Herbst wahrscheinlich mehr Zeit habe, denn die „Ohrenschmaus-Texte“, die um diese Zeit meistens kamen, kommen diesmal auch erst später, weil der Preis auf das nächste Jahr verschoben wurde, macht ja nichts, vielleicht kann ich dann eine Laudatio halten, denn mit Maske würde ich, das habe ich schon geschrieben, nicht hingehen.

Also auf in den Herbst oder Restsommer. Die Ruth hat heute angerufen und gefragt, ob wir mit ihr am Samstag auf den Rathausplatz gehen wollen?

Sie hätte dort reserviert und wenn sie, die Restplätze bekommt, eine Viererloge und es wäre Corona bedingt trotzdem schön, also auch interessant und alles anders und das ist ja wahrscheinlich die Chance in der Krise, zu sehen, was da rundherum alles passiert und, wie das jetzt, wenn man Montag die Schule beginnt mit der zweiten oder dritten Welle weitergehen wird?

2020-08-23

Im Mariazellerland

Wir gehen ja seit September 2000 seit Alfreds ehemaliger Mathematik und Turnlehrer sechzig geworden ist jedes jahr zweimal mit den ehemaligen Mitgliedern der Wandergruppe, die der Lehrer im Gymnasium, als der Alfred dort Schüler war, gebildet hat und deren Freunden und Bekannten, meist in die Steiermark, im Hochschwab-Gebiet oder auch im Mariazellerland wandern und der Alfred und ich haben auch eine in Holz gebrannte Art Urkunde, daß wir von 2000 bis 2013 so neunzehnmal mitgegangen sind.

Damit lagen wir damals wohl an der Spitze der eifrigen Wanderer, inzwischen sind wir wahrscheinlich etwas abgedrückt, weil wir in den letzten zwei Jahren nur bei der kurzwanderung und dem sogenannten Fototreff waren, weil wir 2018, verhindert waren, der Alfred bei der Juni Tour mit dem Karl auf Reisen und im August waren wir in der Schweiz, im Vorjahr konnte ich nicht wegen meinem Knöchel und heuer im Juni dachte ich eigentlich das findet wegen Corona nicht statt, wir hatten aber nur keine Benachrichtung, weil wir in keinerWhatsapp-Gruppe sind, dann haben wir es aber irgendwie doch erfahren und konnten uns zur zweiten Wanderung anmelden, die ebenso, wie die erste im sogenannten Mariazellerland oder Hochschwabgebiet beim „Franzbauer“ stattgefunden hat und da haben wir die Ingrid und den Herbert ja vor einigen Wochen am Markt im St. pölten getroffen, die uns vorschwärmten, daß die Wanderungen sehr schön gewesen waren und das Essen sehr gut und beim „Franhzbauer“, dem Wirtshaus im Salzatal bei Gußwerk waren wir, glaube ich, schon einmal als wir noch in die hohe Tatra gefahren sind, zumindestens kann ich mich erinnern, daß ich dorthin Prospekte oder Fotos von unseren Touren mitgenommen und vorgeschlagen haben, daß wir das auch einmal tun könnten.

Dazu ist es nicht gekommen und wir fahren, glaube ich, seit zehn Jhren auch nicht mehr dorthin, weil wir zu langsam sind und auch diesmal war meine Kondition wahrscheinlich nicht die allerbeste, habe ich das Gehen und das Wandern nach meinen Unfall erst wieder lernen müßen, dann kam Corona und da bin ich bis Ostern ja auch eher zu Hause geblieben.

Jetzt hat mir der Alfred, weil ich keine mehr hatte und, um den Knöchel zu schonen neue hohe Wanderschuhe gekauft, aber die müßen erst eingegangen werden, so war ich einmal damit auf der Rudolfshöhe und vor einigen Wochen am Göller und damit auch im Mariazellerland und sogar in Mariazell im der berühmten Konditorei Pirkner mit den Lebkuchen, Mittagessen, weil wir nichts anderes gefunden haben.

Diesmal sind wir am Freitag Morgen von Harland losgefahren, haben beim „Franzbauer“, wo wir unser Quartier hatten Mitaggessen, die anderen begrüßt und schon einmal gehört, wie gut die Mehlspeisen dort sind.

Ich hätte bei meinem Menu zwar auch eine bekommen, hatte aber schon einen Kaffee bestellt und wir sind auch bald aufgebrochen, um an der Salz und durch die Salzaklamm zu wandern. Vierzehn Personen waren wir und drei neue, die in der Zwischenzeit dazu gestoßen sind, waren auch dabei. Ein gutes Abendessen, um sieben mit dem Schnapserl, daß der Herr Sladky immer stiftet, ich aber nicht trinke, dafür ein Achter Rot und eine Wildpastete mit Toast habe ich auch gegessen, obwohl ich am Abend eigentlich nichts esse.

Am Samstag war das Frühstück, um halb sieben, die Wirtin hat extra für uns gedeckt, obwohl die frischen Semmeln erst um sieben kommen. Ein reichhaltiges Wurst-Käse- Schinken- Speck-Angebot und ein weiches Ei und dann sind wir in Richtung Zellerhut aufgebrochen.

Da waren wir, glaube ich, auch schon einmal und wir mußten uns beeilen, weil Regen angesagt, aber alle sind ja nicht mehr so gut zu Fuß und der Herr Sladky schon über achtzig.

Durch ein Holzfällgebiet sind wir auch gewandert und die neuen Schuhe haben immer noch gedrückt. So bin ich nur bis zum mittleren Zeller gekommen und dann, wie ich die Schuhe gewechselt habe, ist das Gewitter schon dagegewesen und wir sind ziemlich naß geworden.

Zurück zum „Franzbauer“, die Terrasse war überdeckt. So konnte man auch trotz Regen draußen sitzen. Ich habe einen Hawaitoast und einen Topfenstrudel gegessen, mich dann zum Lesen und zum Ausruhen ins Zimmer zurückgezogen und bin dann um sieben zwar zum Abendessen hinuntergegangen, habe aber nur einen Kaiserspritzer und dann ein Achterl Rot getrunken und dem Konzert zugehört, daß der Gunther und der Andreas auf der Gitarre beziehungsweise Manduline darboten.

Am Sonntag war das Wetter wieder schön, das Frühstück war um sieben, die Semmeln wegen Sonntag wahrscheinlich wieder aufgetaut und wir sind zur Graulm hinaufmarschiert, haben dort Blumen geplückt. Eierschwammerl gab es, wie ich hörte, auch, die habe ich versäumt und zu Mittag sind wir wieder und zum letzten Mal zum „Franzbauer“ dort habe ich Damhirschfilet mit Erdäpfelkroketten, sehr gut und fein und gar nicht so teuer, gegessen und zum Dessert mir eine Cremeschnitte geteilt und weil man immer soviel hört, daß Coronabedingt, die ganzen Wirtshäuser pleite gehen, weil sich die leute nicht hintrauen. hier war das nicht so.

Die Terrasse eigentlich immer sehr voll, obwohl wir unterwegs nicht so viele Wanderer gesehen haben, aber Motorradfahrer sind vorbei gekommen, die Wirtsleute sehr freundlich und offen für Sonderwünsche und so war es wieder mal ein schönes Wanderwochenende, wo ich meine Kondition trotz Blasen anden Füßen hoffentlich ein wenig aufgebaut habe.

2020-08-13

Corona-Texte

Filed under: Uncategorized — jancak @ 18:35
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Ich bin ja an dem Corona-Virus und der Krise, die die ganze Welt deshalb lahmlegt und mir nach wie vor unverständlich ist, sehr interessiert und habe mich seit März sehr damit beschäftigt, gelesen, Videos angeschaut und auch sehr bald, sobald ich mit dem Korrigeren des „Fräulein No“ fertig war, mit dem Schreiben darüber begonnen. Viele Blogeinträge und sogar ein Gedicht hat es auch gegeben und das schon geplante „Frühlingserwachen“, eine Dreiecksgeschichte über eine Frau, die zwischen zwei Männern steht, ist ein solcher Text geworden. Da habe ich um Ostern, wo wir also noch mitten im Lockdown steckten mit dem Schreiben angefangen und das war wohl auch ein Problem, daß ich da keine Ahnung hatte, wie es mit der Krise weitergeht und wie das Ganze einzuordnen ist.

Ein paar persönliche Erfahrungen, wie der lila Schal, den ich eine Zeitlang in der Tasche hatte, weil ich nicht sicher war, ob ich ihn vielleicht nicht doch, wo brauche, sind eingeflossen und ich hätte gerne auch ein Bild als Cover, das die Anna mir damals ich noch nicht nach St. Pölten gefahren bin, schickte und das sie und die Lia mit einer Maske zeigt.

Der Text ist sehr flüßig von statten gegangen, ein paar Leseproben gibt es hier schon zu finden, er ist sehr kurz geworden und war, glaube ich, im Rohtext fertig als die Lockerungen begannen.

Daran knüpft sich bei mir immer die Frage, wie geht es weiter oder was schreibe ich als nächstes? Und da war die Idee in das kleine Notizbuch das ich mal gefunden habe und in dem schon was stand einen roman zu machen oder die Handlung daraus zu nehmen.

Anfang Juli war ich so weit, daß ich damit beginnen konnte und das Thema Corona, das da auch nicht geplant war, ist da gleich, ob ich es wollte oder nicht, hineingeflossen. Das interessiert mich nämlich, obwohl ich da schon hörte, daß man über Corona, das heißt das aktuelle Tagesgeschehen nicht schreiben könne und sich die Verleger schon vor den vielen Corona- Romanen fürchten, die sie da ab Herbst auf den tisch gelegt bekommen könnten, offensichtlich gilt das nicht als professionell und das ist wahrscheinlich der Grun,d warum ich auch nicht so gelte.

Es ist interessiert mich nämlich und in dem Text, mit dem ich am Mittwoch mit der Rohform fertig geworden bin, sind auch einige persönliche Erlebnisse in mehr oder weniger abgewandelter Form enthalten. Zum Beispiel, der Friseurbesuch oder der Praktikant in der Konditorei in Marialzell, wo wir nach unserem Gölleraufstieg gegessen habe, der mich mit seinem Selbstbewußtsein beeindruckte, als er mir den „Cappucchino mit Schlagobers“ hinstellte, das Erlebnis bei der Bestellung in Gasthaus Vincent Pauli, wo ich den Alfred am Sonntag zum Geburtstag eingeladen habe, ist auch enthalten, etcetera.

Ansonsten ist der Handlungsrahmen nicht sehr originell, die Eja Augustin, mein Alter Ego, das ich schon länger verwenden wollte, fährt anfang Juli in das Häuschen ihrer Eltern nach St. Georgen am Steinfelde, um dort den Sommer zu verbringen bzw. einen Roman zu schreiben. Sie ist fünfundsechzig, die Roswitha Herweg ist das auch und da ist eingefloßen, daß der Alfred, der ja erst am neunten August fünfundsechzig wurde, mich im März öfter mit „Risikogruppe, Risikogruppe“ ärgerte, weil ich das ja schon seit eindreivierteljahre bin und vor fünf Jahren als ich meinen „Sommernanowrimo“ schrieb, ist da die Heldin nach Harland bei St. Pölten in die Sommerfrische gefahren, um dort ihre Diplomarbeit oder Dissertation über den „Deutschen Buchpreis“ zu schreiben und dieses Buch, „Die Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen“ ist dann auch irgendwie ungewollt, der zweite Teil meiner sogenannten Flüchtlingstrilogie geworden und als ich am Mittwoch nachdem ich mit dem Schreiben fertig war, in die Badewanne ging und gedacht habe, jetzt weiß ich wieder nicht, was ich als Nächstes schreiben soll, ist mir eingefallen, daß ich ja über das thema Corona, das uns höchstwahrscheinlich noch länger beschäftigen wird, eine Serie machen könne.

Das zweite Buch, „Das rotbraunkarierte Notizbuch“, wird es heißen, schließt ja unmittelbar an den ersten Teil, in der Lockdownphase geschrieben, an, denn da waren die Lockerungen im Gange, man konnte ohne Maske in die Geschäfte aber in Oe 24, daß ich ja seit Corona sehr viel höre, war ständig davon die Rede die Maskenpflicht muß wieder her, so hört, die Eja auch im Radio als St. Georgen erreicht und interessant, die Eja, eine mehr oder weniger erfolgreiche Schriftstellerin, sie hat aber einen Verlag, hört her, hat in Wien versucht einen Text über Corona zu schreiben, den aber aufgegeben, weil man das ja nicht tut darf oder soll, etcetera, dann wird natürlich wieder einer daraus, meine Erlebnisse und das, was so in der Welt geschah, fließen ein, eine Rahmenhandflung, die in den „Sonnenpark“ zurückführt und einen Polizisten der Unterschrifen für die „Stopp die Corona-Petion“ sammelt“ gibt es auch und es schließt ungefähr zur Jetztzeit, wo alle auf die zweite Welle starren und man in Paris nur mit Mundschutz auf den Eifelturm fahren darf oder sich in Spanien damit auf den Strand legen muß, obwohl ja alle sagen, Aufenthalt im Freien ist ungefährlich. Das wars, wo der Rohtext endet und wie es mit der Wirklichkeit weitergeht, liegt in den Sternen und ist zumindestens für mich sehr interessant.

Worüber ich als Nächstes schreiben und ob das wirklich ein Corona-Text werden wird, habe ich noch keine Ahnung.

Bis dahin ist ja noch genug zu tun, zwei Texte, das „Fäulein No“, das von Corona noch überhaupt keine Ahnung hatte und das „Frühlingserwachen“ fertig zu bekommen und dazwischen werden die Ereignisse auf mich einströmen, so wie es aussieht, wird sich ja mein Verhalten sehr verändern und wahrscheinlich im Herbst keine Veranstaltungen außer vielleicht die Siebenstern-Lesungen und die „Wilden Worte“, wo man ohne Maske hoffentlich hinein kommt, keine Preiseverleihungen, keine „Buch Wien“, etcetera und noch weiter weg vom Literaturbetrieb, als ich schon war, weil es ja dann überhaupt keine Kontakte mehr dazu gibt, das Corona-Geschehen werde ich vermutlich weiter beobachten und darüber bloggen in Form meines Krisentagesbuch, was sich darüber hinaus literarisch ergibt wird spannend.

Ich könnte mir aber schon vorstellen, daß es noch weitere Corona-Texte gibt, die die Handlung mit dem Corona-Geschehen, was ja vermutlich das realistische Szenario der nächsten Zeit ist, umgibt. Mal sehen, seien wir gespannt und für die kleine Lia habe ich mir schon gedacht, wird es in zwanzig jahren schon sehr interieren, was in ihrem ersten Lebensjahr passiert ist, an das sie sich nicht erinnern kann.

2020-08-05

Spaziergang zum Zentralfriedhof

Ich bin ja, wie ich immer schreibe eine Stadtflaneurin oder begnadete Spaziergängerin, die alles zu Fuß geht und so wenig, wie möglich die Öffis nimmt. Das hat sich im letzten jahr durch meinen Unfall ein wenig geändert, jetzt muß ich wegen Corona beziehungsweise Maskenpflicht wieder, aber so lange Spaziergänge sind jetzt eigentlich ohnehin nicht mehr, da ja kaum Veranstaltungen, an der Tagesordnung.

Früher habe ich meine Psychologenkollegin Irmgard G. gelegentlich in Hütteldorf besucht und bin hin und hermarschiert und dann war ich in den letzten Jahren ein paar Mal bei einem Begräbnis am Zentralfriedhof.

Bei dem der Heidi Pataki bin ich gewesen, bei der Elfriede Gerstl, bei der Friedl Hofbauer, zuletzt vor mehr als zwei Jahren bei dem der Ingrid Wald, aber da habe ich vorher so viel Stunden gehabt, daß sich das Gehen nicht ausgegangen ist und nachher die Lesung in der „Alten Schmiede“ und auch sonst bin ich hin und wieder ein paar Stationen zwischendurch mit der Straßenbahn gefahren, denn das Gehen ist ja, noch dazu wenn man bald siebzig wird, anstrengend, hätte ich mir wahrscheinlich normalerweise gedacht und zwischen durch ein paar Erholungsstationen eingelegt, geht als Maskenverweigerin in Corona-Zeiten aber nicht und so bin ich heute Vormittag losmarschiert, weil ich vorige Woche die Benachrichtigung bekommen habe, daß mein lieber Psychologenkollge Wolfram Huber am zweiundzwanzigsten Juli seinem Krebs erlegen ist und mit dem Wolfram, der nach dem Fall der Mauer aus der DDR nach Österreich gekommen ist, war ich ja jahrelang in der Vertragspsycholgengruppe.

Die Gruppe gibt es nicht mehr. Ich habe auch izwischen keinen Kassenvertrag für Psychodiagnostik und der Wolfram ist auch schon vor einigen Jahren in Pension gegangen da hat er sich der Bertha von Suttner zugewandt und wollte über sie ein Buch herausbringen, das ist, glaube ich, unfertig geblieben und das letzte Mal habe ich vor Weihnachen vom Wolfram etwas gehört. Da wollten wir uns treffen, dazu ist es dann nicht mehr gekommen.

Aber ich bin heute losmarschiert, habe mir sozusagen einen Recherchetag mit Friedhofsbesuch gemacht und das war ja auch schon einmal so, als ich nach Grinzing hinausmarschiert bin um Andreas Okopenko die letzte Ehre zu geben.

„Du brauchst drei Stunden!“, hat der Alfred zu mir gesagt und weil ich schon lange nicht mehr dort war und mir auch Zeit lassen wollte beziehungsweise keine Stunden hatte, bin ich vor elf losmarschiert.

Leider war das Wetter nicht so besonders schön und es hat leicht geregnet. Ich hatte meine gelbe Regenjacke an, was insofern nicht so unpassend war, als daß Wolframs Frau Brigitte mir geschrieben hat, daß Wolfram, weil ein fröhlicher Mensch sich bunte Kleider wünschte.

So bunt ist es dann nicht gewesen. Bei mir und auch bei den anderen nicht und ich habe gesehen, daß ich wahrscheinlich schon, um zwölf draußen bin, um halb drei wars angesagt, eine Station im EKZ-Simmering gemacht, mein Notizbuch herausgenommen und mir das Maskentreiben angesehen. In Einkaufszentren darf man ja ohne, in Supermärkten nicht und, wie ist das wenn ich mir beim „Ströck“ oder bei der Nordsee“ von der Theke etwas holen will?

Habe ich nicht, denn es war ja ein Leichenschmaus oder kleiner Imbiß angesagt, habe aber viele Masken gesehen und weil elfter Bezirk auch viele Frauen, die dazu noch ein Kopftuch hatten. Der Uli würde jetzt sicher toben, war aber nicht da und ich bin etwa eine dreiviertel Stunde sitzen geblieben, habe in mein Buch eingetragen und mir das weitere Konzept für das „Notizbuch“ überlegt. Da habe ich ja das Ganze die siebzehn Szenen, die ich schon habe, zwei Seiten kürzer gemacht, habe aber noch immer kein wirkliches Konzept, beziehungsweise Handlungsplan.

Mal sehen, kommt vielleicht noch, interessant war das Einkaufserlebnis im August 2020 mit Vermummung trotzdem und am Zentralfriedhof war ich immer noch eine Stunde zu früh, habe mir gedacht „Uje, uje, was mach ich da, wenn die mich ohne Maske nicht hineinlassen?“, habe aber dann gesehen, es gibt ein Kurcafe Oberlaa, bezwiehungsweise eine Filiale der berühmten Konditorei und mich auf einen Kaffee und ein Croissant hineingesetzt.

Es gibt inzwischen, ich war schon länger nicht da, denn die Verabschiedung der Ingrid Wald fand ja in der Feuerhalle gegenüber statt, sogar ein Museum und davon hat mir eine Klientin erzöhlt, denn die war auch auf einem Begräbnis dort, hatte aber ihre M<maske vergessen und hat sie sich dann dort gekauft.

Das tat ich natürlich nicht, sondern habe mir die Halle eins gesucht und geschaut, ob ich jemanden kenne, außer den Psychologiekollegen wohl kaum, obwohl ich ja zweimal beim Wolfram eingeladen war.

Es standen dann auch ein paar mir unbekannte Personen vor der Halle, die Silvia, die ich eigentlich erwartet hätte oder die Brigitte G. aber nicht und so bin ich, als ich gesehen habe, daß alle ihre Masken herausgezogen haben, draußen geblieben, beziehungsweise habe mich wieder auf die Bank gesetzt, habe dann die Pfarrerin mit dem Kreuz einmarschieren gesehen und das Auto vorfahren, das später den Sarg transportierte, ein Friedhofsgärtner ist auf seinem Fahrrad gekommen und hatte eine offensichtliche Putzfrau begrüßt, interessant, interessant, die Beobachtungen, für mein rotbraunkariertes Notizbuch kann ich es wohl nicht brauchen und dann kamen schon die Trauergäste und ich habe die Petra Rau und die Gertraud Müller entdeckt und bin mit ihnen bis zum Grab marschiert.

Statt Erde gab es Rosenblüten in den Sarg zu werfen und der Imbiß hat im Concordia Schlößel stattgefunden, wo ich auch nach dem Begräbnis der Ingrid Wald und der Friedl Hofbauer war. Danach zurück durch das mehr oder weniger maskierte Wien, habe von meinem lieben Kollegen Abschied genommen und vielleicht ein paar Impressionen gehabt, die ich für mein Projekt verwenden kann.

Die Füße tun mir jetzt weh und zwei Bücher, habe ich in einer Schachtel vor der Schule in der Schäffergasse auch gefunden, darunter war ein Novellenband des Nobelpreisträgers von 1910, Paul Heyse und von dem habe ich einmal bei einem Ebner-Eschenbach-Symposium gehört, wo der der Wolfram auch war.

2018-08-05

Radausflug zum Hauermarkt nach Wagram an der Traisen

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:58
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Die Sommerfrischenhalbzeit ist abgeschlossen, die diesmal, da der Alfred ja erst am ersten Juli aus den USA zurückgekommen ist, etwas langsam angelaufen ist.

Sind wir doch erst die Woche darauf nach Harland, da war der „Bachmann-Preis“ und der Schwiegermutter sechsundachtzigster Geburtstag und ich habe korrigiert und korrigiert und bin nur pro forma und ganz kurz mit dem Rad eine Runde bis zum dem Sportverein nach Spratzern und wieder zurück gefahren. Dazwischen drei Tage Wien mit Praxis, den letzten Veranstaltungen, der Podium Sommerlesereihe, den Filmfestivals am Rathaus und am Karlplatz,  sowie an den Donnerstagen die O-Töne.

Den Martin haben wir in Pernitz einmal besucht und sind mit ihm die Myra-Fälle hinaufgeklettert. Bei der Ingrid waren wir letzte Woche in Nejuwaldegg.

Am Hochschwab waren wir auch, dazwischen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden, habe das neue Projekt angefangen und bin mit dem Rad nach Wilhelmsbeurg und in das Traisenpark Einkaufscenter, sowie eine Runde um den Viehofenersee und zur Seedose gefahren.

Dazwischen das Alltägliche. Samstag Markt, da haben wir gestern die Doris Kloimstein getroffen, die mir einen Sack voll Bücher, ihre Urlaubslektüre, sie ist einfach in die Buchhandlung Schubert gegangen, hat dort gefragt, was die leute am meisten lesen und hat dort eine „Kängaruhtrilogie“, das Machwerk eines Kabarettisten, überreichte.

Auf der Rudolfshöhe waren wir ein paarmal auch und dieses Wochenende war wieder Hauermarkt in Wagram an der Traisen.

Steckerlfische, richtig gemacht

Steckerlfische, richtig gemacht

Das Traisental ist ja ein Weinbaugebiet und wir haben auch unseren Lieblingswinzer, zu dessen Verkostungen wir regelmäßig radeln. Zu Pfingsten gibt es den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen, nach Traismauer ins Donaugasthaus radeln wir zu Ostern meistens auch und im August gibts den Hauermarkt in Wagram an der Traisen in der dortigen Kellergasse. Zweimal waren wir schon dort. Voriges Jahr wollten wir auch hinradeln, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diesmal hat es wieder geklappt. Zum größten Teil jedenfalls. Auf der Rückfahrt sind wir ein bein bißchen naß geworden. Das macht mir aber eigentlich nicht viel aus.

Also in der Früh aufgestanden, die Wasserflasche eingepackt, das Sonnenkappel, da habe ich vor kurzem ein lustiges buntes gefunden, aufgesetzt. Der Alfred hat vorsorglich die Klappräder von Wien mitgenommen, damit wir bei der Rückfahrt in Traismauer einsteigen und bis nach St. Pölten mit dem Zug fahren können und sind dann losgeradelt.

Kurz vor zwölf waren wir am Ziel, das heißt, in der Kellergesse, wo es an beiden Seiten Stände mit Essen, Trinken und Weinproben gab. Am Eingang standen junge Mädchen die das Gratissechzehntel, Wein und Brot, leider nur ein Weißer, anboten. Aber ich habe mich, da ich gerne Hugo trinke, Sangria und Erdbeerbowole, ohnehin schon auf Kaiserspritzer umgestellt und da gab es mal einen zu der gebackenen Blunze beim Winzerhaus Schöller.

Der Alfred hat ein Surschnitzl gegessen, was er alsbald bereute, nicht, daß es nicht gut war, aber auf der anderen Seite beim Haimel, gab es Steckerlfische und die dufteten köstlich.

Dazu mußte man dort aber erst einmal hinkommen. Ein bißchen an den Weinreben vorbei. Wir sind aber zu hoch hinaufmarschiert, so daß wir fast nicht hingefunden hätten.

Dazwischen haben wir aber noch Erdbeerfrizzante gekostet, beziehungsweise eine Himbeerbowle getrunken. Der süße Schlatz eben, der gut schmeckt, aber die Kalorien macht. Dann hat der Alfred, die Fische fotografiert und beschloßen sich vor der Rückfahrt doch eine Forelle zu gönnen. Einen Eisckaffee gab es auch noch uind dann auf nach Traismauer, das einen Kilometer von Wagram entfernt ist. Der Zug kam bald und wir waren bis auf drei Burschen, glaube ich, die einhzigen Gäste. Auch einen Schaffner habe ich nicht gesehen,  nur eine sympathische Frauendurchsagstimme, die die nächsten Haltestelle und Austiegsrichtungendurch gab.

Der Alfred hat sich dann ein paarmal bei mir erkundigt, ob ich nicht doch bei der „Seedose“ aussteigen will.

„Nein!“, habe ich tapfer geantwortet.

Ich habe doch scchon genügend Bücher und das war auch gut so. Denn, als wir St. Pölten erreichten, hatte sich der Himmel verdunkelt und der Regen hat begonnen, so daß ich wiedermal ein bißchen naß wurde. Ansonsten ein schöner Ausflug und eine schöne schöne Abwechlung in der Sommerfrische.Morgen geht es wieder intensiv mit dem Romanschreiben weiter, was eigentlich ganz gut geht.

2016-08-21

Das Buchpreis-Archiv

Während um mich herum die „Frequency“ stattfindet, ich dem Alfred wieder mit Thuljen  half und  sehr schnell und flüchtig den Beginn der zweiten Szene von „Claire-Klara-Clarisse“ entworfen habe, hat in Frankfurt die dBp-Jury die lange Liste erstellt, die am Dienstag bekannt gegeben wird.

Die sechs „offiziellen Buchpreisblogger“ beginnen sich schon zu rühren und Mara Giese, die diesmal nicht dabei ist, aber 2013 das „Fünf lesen zwanzig“ ins Leben berufen hat, wo es dann 2014 das „Longlistenlesen“ und im vorigen Jahr dann die ausgewählten offiziellen Buchpreisblogger gab, hat jetzt mit einigen anderen bemühten Bloggern, die teilweise schon bei den früheren Aktionen dabei waren, sowie „Zeilensprünge“, die glaube, ich außer mir im letzten Jahr die gesamte LL ggelesen haben, einen vom dBp unabhängigen „Buchpreisblog“ gegründet und ich lese wieder daneben, von einigen Bloggern vielleicht gelöscht, unbachtet wieder mit, diesmal wahrscheinlich nicht mehr alles, das heißt, ich habe nicht vor in Buchhandlungen zu gehen, mir Bücher auszuborgen und mir meine Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke auch erst zum gegebenen Anlaß zu wünschen.

Die ersten Jahre ist ja der dBp, den es seit 2005 gibt,  ziemlich an mir vorbeigegangen. Ab 2008, als ich schon bloggte bin ich, glaube ich, durch Christiane Zintzens Blog, den es in dieser Form ja nicht mehr gibt, auf diese Aktion aufmerksam geworden, da hatte, glaube ich, die FAZ ein Lesespezial und 2009 habe ich mich dann auf die Suche nach diesem „Longlistenheftel“, das es in Österreich nicht gibt, gemacht.

Ab 2010 bis 2013, glaube ich, habe ich es mir dann bestellt und  habe seither auch über die Listen gebloggt, gelesen aber nicht sehr viel, mir höchstens einige der Bücher zum Geburtstag und zu Weihnachten gewünscht.

2013 kam dann Mara Giese auf die Idee des Buchpreisbloggens und ich habe, glaube ich, schon daran gedacht, mitzumachen und die Bücher zu lesen. Es dann aber doch nicht getan, mir nur die Nellja Veremej bestellt und das Buchpreisheftchen besprochen, da aber festgestellt, daß das keineswegs die Bücher ersetzt und man wahrscheinlich auch keinen ungefähren Eindruck bekommt.

Ich habe da, glaube ich, auch immer Prognosen abgegeben, aber wenn man die Bücher nicht gelesen hat, kann man nicht wirklich was darüber aussagen und so habe ich eher nur geraten und mich auch regelmäßig verschätzt.

2014 waren wir in Elsaß im Urlaub und sind von dort zurückgefahren, als die Liste bekanntgeben wurde, ich war in Ansbach in einer Buchhandlung und habe nach dem Heftchen gefragt und Mara Giese startete das „Longlistenlesen“, das heißt drei Blogger haben die Bücher  vorgestellt, man konnte sie gewinnen und sollten sie  besprechen.

Ich habe „Kastelau“ gewonnen und den Lukas Bärfuß und die Marlene Streeruwitz erst später gelesen, sowie den Thomas Melle, den ich mir ja zum Geburtstags wünschte.

Im Vorjahr gab es dann schon die „offiziellen Bloggen“ die sich dann alle bedankten, daß sie ausgewählt wurden. Ich habe mich darüber geärgert und gedacht, daß das doch jeder tun kann und lange mit mir gehadert, bzw. überlegt, ob ich mir die Bücher jetzt kaufen und vier bis fünf hundert Euro darin investieren soll, dann habe ich sie angefragt, eine gute Hälfte bekommen und habe darüber gebloggt.

Ein Longlistentagebuch hat es gegeben und ich habe alle Bücher gelesen, obwohl ich nicht allle habe, den Peltzer und den Vertlib habe ich mir vom Otto ausgebort, den „Dr. Shimamura“ in einer Buchhandlung gelesen, „Risiko“ auch, aber das kam als Rezensionsexemplar und die Alina Bronsky, die ich mir vom Alfred vorzeitig zum Geburtstag schenken ließ, hätte ich auch  bekommen und dann auch noch einmal bei Mara Gieses Gewinnspiel gewonnen.

Es war eine interessante Aktion und ich habe Blut dabei geleckt, obwohl mich ja Jacqeline Masuck gelöscht hat und habe, glaube ich, schon bald beschlossen, daß ich da weiter mache und weiter inoffiziell oder eigentlich selbstbewußt und unabhängig, wie das besser heißen sollte, weiter lesen werde, wenn auch nicht, siehe oben, alles.

Aber meine Buchpreisprognosen habe ich schon abgegeben und ich finde diese Aktion sehr interessant und nur  schade, daß es auf der offizielle Facebookseite keinen Aufruf gibt, daß sich alle, die  mitlesen wollen, melden sollen und auf sie hingewiesen wird.

Ich bin auch gespannt, ob sie den Buchpreisblog verlinken werden oder weiterhin so tun, als gäbe es nur  die „offiziellen Buchpreis blogger“, denn eigentlich ist das ja Werbung für den dBp und die Bücher sind, das habe ich im letzten Jahr festgestellt, relativ leicht zu bekommen.

Aber natürlich man muß sie lesen und sich damit beschäftigen und das habe ich im letzten Jahr glaube ich auch  getan. So gibt es eine Longlist und eine Shortlistrefexion, das Lesetagebuch und natürlich die entsprehende Besprechung, die ich  auch insgesamt verlinken wollte, aber da kam das Löschen meiner Kommentare und als ich dann das letzte Buch, den „Teennager mit der roten Armee Fraktion“, das ich mir von der Trude Kloiber zum Geburtstags wünschte gelesen habe, wollte ich die Liste, der neunzehn anderen eigentlich in den Kommentaren verlinken und habe das auch getan.

Aber ich war wieder etwas im Voraus und voraus kommentieren geht nicht, so hole ich das hiermit nach und verlinke die Longlist angefangen von dem Preisbuch, der Shortlist und dann die vierzehn anderen.

  1. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“
  2. Jenny Erpenbeck „Gehen, ging, gegangen“
  3. Monique Switters „Eins im anderen“
  4. Rolf Lappert „Über den Winter“
  5. Ulrich Peltzer „Das bessere Leben“
  6. Inger.Maria Mahlke „Wie ihr wollt“
  7. Gertraud Klemm „Aberland“
  8. Steffen Kopetzky „Risiko“
  9. Kay Weyand „Applaus für Broniskowski“
  10. Ralph Dutli „Die Liebenden von Mantua“
  11. Alina Brosky „Baba Dunjas letzte Liebe“
  12. Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“
  13. Peter Richter „89/90“
  14. Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“
  15. Valerie Fritsch „Winters Garten“
  16. Feridun  Zaimoglu „Siebentürmeviertel“
  17. Christine Wunnicke „Der Fuchs und Dr. Schimamura“
  18. Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“
  19. Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
  20. Vladimir Vertib „Lucia Binar und die russische Seele“

Denn so ein Archiv ist ja sehr schön. In dem Artikel über den deutschen Buchpreis habe ich ja, glaube ich, auch geschrieben, welche Bücher von der Liste ich seit 2005 gelesen habe. Das sind dann meistens die, die ich in den Abverkaufskisten fand.

Für heuer steht noch der Arno Geiger mit „Uns geht es gut“, das erste Gewinnerbuch auf meiner Leseliste und jetzt bin ich gespannt, einige Blogger, die auch nicht zu den „offiziellen“ gehören, haben ja schon ihre Prognosen abgegeben und ich denke, es ist ja auch nicht so schwer aus den Verlagsvorschauen die 154 herauszufinden, die eingereicht wurden, obwohl es dann ja immer Überraschungen gibt.

Ich bin also sehr gespannt, welche Bücher von der Liste mir dann vollkommen unbekannt sind und welche ich erraten und  vielleicht schon gelesen habe, was mich auch freuen würde, obwohl ich mir gar nicht so viele Rezensionsexempalatre bestellt habe.

Bis dahin habe ich aber mit William Faulkner „Licht im August“ begonnen, daß ich zu meinen Erstaunen erstaunlich gut finde, obwohl ich ja mit den großen Amerikanern eigentlich meine Schwierigkeiten habe, es ist aber ein interessantes Buch, das „Atalante“, die 2013 zu den „Buchpreisploggern“ zählte und die immer getraulich ihre Liste zusammestellt, als probates Mittel gegen die „Buchpreis-Bulimie“ empfiehlt.

Nun denn, mag es kommen, das große Lesen und ich lese mit, zuerst die deutsche und dann die österreichische Liste, auch wenn ich dann vielleicht, was  auch sehr schade ist, nicht oder nur verspätet zu meinen Vicki-Baum Schwerpunkt komme, aber ich bin schon sehr gespannt und werde natürlich wieder „Buchpreisbloggen“ und kommentieren und bin auch schon neugierig, welche Bücher ich jetzt in den nächsten Monaten lesen werde?

2016-08-11

Wiener Kaffeehauskrimi

Ich gehe ja meistens durch die Buchhandlung „Morawa“, wenn ich in die „Alte Schmiede“ gehe und schaue da auch nach den „Flohmarkt-Abverkäufen“, zu den Veranstaltungen, die es dort gibt, gehe ich aber eher selten, das heißt ein zweimal war ich dort, ich glaube immer im Rahmen der Kriminacht und als ich im Juni durchgegangen bin, habe ich mir das Veranstaltungsprogramm mitgenommen, da mein Sommer ja heuer anders ist und ich mich von Dienstag bis Donnerstag in Wien befinde und das Literaturprogramm das es gibt, quer durchkonsumiere und es gibt ein solches, die „Sittl-Lesereihe“, das „Podium-Sommerprogramm“, die „Ö-Töne“ und dann die Filmfestivals am Karls– und am Rathausplatz, die ja nicht unbedingt mit Literatur etwas zu tun habe und ich auf den Rathausplatz gehe, wenn ich nichts anderes finde.

Am Montag habe ich dann im „7*-Stern-Wohnzimmer“ selber gelesen und daß es am 10. August in  der Buchhandlung Morawa eine Krimipräsentation von Hermanns Bauer „Kostümball“, einen „Gmeiner-Krimi gibt, habe ich dem Programm entnommen.

Nun lese ich ja ganz gerne, wenn auch etwas verschämt Krimis, beziehungsweise nehme ich sie mir, wenn ich sie in den Bücherschränken finde und komme dann oft nicht zum Lesen, aber ich gehe zu den „Leo-Perutz-Preis-Veranstaltungen“ und manchmal auch zur Kriminacht oder den entsprechenden Festivals und diesmal eben zu dem Wiener Kaffeehauskrimi von einem Herrn namens Hermann Bauer, von dem ich noch die etwas gehört habe, der aber ein in den Fünzigerjahren geborener Lehrer ist und schon den neunten Kaffeehauskrimi um das Cafehaus Heller mit dem Kellner Leopold geschrieben hat und die offenbar auch immer im Sommer in der Buchhandlung Morawa präsentiert, die mir, da ich ja bisher immer meine Sommerfrische machte und mich an den Wiener Montaggen auf den Rathausplatz begab, entgangen sind.

Sehr viele Besucher, zu den anderen kommen die offenbar immer, zu mir nie, aber Hermann Bauer, der ein extravertierter Typ zu sein scheint, hat sie offenbar alle eingeladen und auch herzlich begrüßt.

Ein paar Stammbesucherinnen, die ich kannte, waren auch dabei, darunter die Angela, die ich von der Wien-Bibliothek kennen und immer im MUSA treffe und Hermann Bauer zog dann bald auch durch sein Programm, erzählte, daß er immer oder jetzt schon öfter literarische Krimis schreibe.

Nestroy, Rilke etcetera waren schon an der Reihe, jetzt is Raimund daran und so hätte das Buch auch „Raimund-Zauber“ heißen sollen, der Verlag hat aber umdispniert, weil in Deutschland kein Mensch Ferdinand Raimunds Zaubermärchen kennen würde und hat ihm einen Brief geschrieben „Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, daß Ihr Buch jetzt „Kostümball“ heißt.

Nun ja, so einen Brief habe ich von Franz Joseph Huainigg, bezüglich eines „Ohrenschmaus-Lyrikpreisträgers“, den es dann so nicht gegeben hat, auch einmal bekommen undbezüglich der Titelgebung kann ich mich nur freuen, daß ich mir meine Bücher selber mache, mir das also nicht passieren kann.

Dem extrovertierten Hermann Bauer war das offenbar egal und so zog er im Schnellverfahren durch seinen Krimi und erwähnte das Personal.

Im Cafe Heller soll ein Kostümball mit einer Zaubereinlage und einer Raimund Gesangsvorführung „Brüderlein fein“ stattfinden, ein Typ plant dort aber einen Mord zu begehen, der Zauber offenbar die Leute auszunehmen und die Freundin des Leopolds will mit diesen immer Walzer tanzen, was der aber nicht will.

Das Ganze beginnt in der Silvesternacht, der Ball findet offenbar erst später statt und als Hermann Bauer dahin kam, war seine Lesezeit fast um, so zog er im Schnellverfahren durch das Event und endete mit dem Satz „Leopold es ist ein Mord passiert!“ und war dann noch so freundlich das Mordopfer zu verraten.

Danach war Gelegentheit zum Plaudern, beziehungsweise zum Signieren. Eine Weinverkostung gab es auch und im nächsten Jahr vielleicht die Präsentation des zehnten Hermann Bauer Krimis, an dem er, wie er sagte, schon schreibt, mal sehen, ob es sich ausgeht hinzugehen und wie das dann mit meiner Sommerfrische werden wird?

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