Literaturgefluester

2020-01-13

Susanne Toth bei den wilden Worten

Susanne Toth

Susanne Toth

Die 1964  im Mittelburgenland geborene Susanne Toth habe ich, soweit ich mich erinnern kann, bei der „Poet Night“ kennengelernt, wo sie, glaube ich, regelmäßig liest.

Dann habe ich einmal ihr bei der „Edition Lex Liszt 12“ erschienenes Bändchen  „gebruchs/gut. Oberfläche“ gefunden, wo man schon am Titel den experimentellen Sprachstil erkennen kann und sie im Vorjahr mindestens dreimal gehört, beim Kronabitter-Geburtstag, beim „DichtFest“ in der „Alten Schmiede“ und im Cafe Westend bei der von Luis Stabauer und Erika Kronabitter initiierten Lesereihe und da ist mir ihr Performstil aufgefallen und, daß sie auch auf Englisch gelesen hat und jetzt Gast bei den „Wilden Worten“ aus dem Band „Wir sind“ in dem, wie Richard Weihs einletete, nicht nur zweisprachige Texte, sondern auch Fotografien enthalten sind und man konnte dann gleich wieder Susanne Toths Performance bewundern, die musikalisch aufgetreten ist, bei manchen Texten aufgestanden ist, manches wiederholte, manchmal auch zwischendurch einiges erzählte, zum Beispiel, daß sie durch die englischen Sprache zu ihrem Schreiben gekommen ist und sehr beeidruckend war das Gedicht von dem wunderschönes Tod „Der Tod ist wunderschön“, was ja etwas was ist, was ich so noch nie gehört habe.

Richard Weihs

Richard Weihs

Anschließend wurde der  Vortragsstil sehr gelobt. Susanne Toth forderte zum Bücherkauf auf und ich habe mir wieder etwas Politisches mit der gesamten Farbenlehre, wo jetzt ja auch das Lila dazukommt, als Gedicht gewünscht und bei dem letzten vom Dezember kann ich mir überlegen, ob ich es für das „Fräulein No“ verwendet ist, weil meine Obdachlose ja weiblich ist und aus dem „Fräulein No“ ein „No Fräulein“ geworden ist:

„Kurz vor fünf imNachtcafe

spricht der verwahrloste Obdachlose

mit bierausdünstenden Atemstößen

die bildhübsche Schauspielschülerin an:

No Fräulein, wia warat`s mit uns Zwaa?

Entgeistert blickt ihn da das Mädchen an:

„Ja was soll denn bitte sein mit uns Zwei´n?“

„No, eh nix“, grummelt da der alte Sandler.

„Nix für unguad – haum` S an Tschik fia mi?“

Thomas Northoff, der Conni, Ottwald John, Fritz Nußbaum, den ich auch vorige Woche im Literaturhaus getroffen habe und noch einige andere waren da.

2020-01-22

Vom Workshop zur Studentenlesung

Mittwoch ist es und da verbringe ich ja seit einigen Jahren am Nachmittag regelmäßig zwei Stunden in Stephan Teichgräbers Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropische Literatur, um mit ihm in diesem Semester die Gegenwartsliteratur des Centropes zu analysi2eren.

Dafür habe ich inzwischen auch Dirk Stermanns „Hammer und Radka Denemarkovas „Ein herrlicher Flecken Erde“ gelesen“ und lese gerade ein Buch, das zwar nicht Stephans Teichgräbers Centrope-Kriterien entspricht, dafür aber in Leipzig im 1920 handelt und Stephahn Teichgräber kommt ja aus der ehemaligen DDR und das Revolutionsjahr 1918  bzw. der erste Weltkrieg und sein Ende war ja schon einmal das Thema.

Jetzt lese ich jedenfalls Thoma Ziebulas „Der rote Judas“, was Stephan Teichgräber veranlaßte,Hanns Cibulka nachzugooglen, der ein 1920 in der Tscheoslowakei geborenener und 2004 in Gotha verstorbener Lyriker ist, den er, glaube ich, einmal in die „Gesellschaft für Literatur“ eingeladen hat.

Dann haben wir uns mit einer tschechischen und einer slowakischen Dichterin nämlich mit der 1974 in Pilsen geborenen Pavla Horakova, die 2019 den „Magnesia-Litera“ bekommen hat und deren „Zum Befehl Pane Lajtnant“, das auch den ersten Weltkrieg behandelt, auf Deutsch erschienen ist, sowie mit der 1979 geborenen und in Bratislava lebenden Lyrikerin Katarina Kucbelova und am Schluß haben wir noch ein paar Seiten in Andrea Grills „Cherubino“ gelesen, beziehungsweise analysiert und dann ist es für mich wieder ins Literaturhaus gegangen, wo ja zweimal im Jahr jeweils zum Ende des Semesters immer Lesungen von Studierenden der Sprachkunst stattfinden.

Die hießen am Anfang Studentenlesungen, jetzt haben sie immer einen Namen und werden auch von einem, der Studenten zusammengestellt.

Das war diesmal Hannah Bründl , die auf Barbara Zwiefelhofers Nachfragen erklärte, daß sie nur die Namen der Lesenden nennen und sonst biografielos arbeiten würde und dann noch erklärte, daß die elf Lesenden alle aus dem ersten Semester wären und das waren vor der Pause, sechs starke junge Frauenstimmen, so um 2000 geboren würde ich schätzen und Laura Bärtle begann gleich mit einer Erzählung, dann folgte Sophia Dostal mit einem, wie sie sagte erst vor zwei Stunden geschriebenen Text.

Anouk Doujak brachte zuerst ein Gedicht und dann einen Text, den sie in einer Prosa-Übung geschrieben hat. „boy meets girl“ hieß er, es gab dazu Illustrationen und Lukas Cejpek verriet mir in der Pause, daß er diese Prosaübung geleitet hat und, daß der vorgegebene Name Andreas den Studenten nicht gefallen hat.

Vera Heinemann hatte einen sehr körperbezogenen Text, in dem sie immer wieder Verena Stefans „Häutungen“, ein feministisches Buch der Neunzehnhundertsiebzigerjahre erwähnte, die Männer kamen dann nach der Üause, in der ich außer Ferdinand Schmatz, dem Professor, der in der ersten Reihe saß, Lukas Cejpek, wie erwähnt, noch die ehemalige Studentin Marie Luise Lehner und Susanne Toth erkannte und die Männer-Texte waren ebenso sehr stark, gab es da doch einen von Ralf Peterson mit einem urlangen Titel, der von einemMetzger handelte.

Mae Schwinghammer hatte einen sehr poetischen Spitalstext. Felix Senzenberger brachte zwei Texte, die sich, glaube ich, auch auf das Lyrikseminar von heute bezogen und wo er von einem noch den Titel änderte und Johann Voigt brachte, wie er betonte, einen noch nicht fertigen Text, der von verschiedenen Tagen handelte und der möglicherweise ein Zwiegespräch mit einem Psychiater war, wo immer wieder zwischenbemerkungen wie „ok“ vorkamen und von einem Luftschloß die Rede war.

Veronika Zorn beendete die Lesung mit dem Text „namenlos“ und ich habe eine Reihe starker Stimmen mit einer starken Sprache gehört, wo ich nur gespannt sein kann, was ich von der Biografie und den weiteren Texte der Studierenden noch hören werde.

Der Titel der Lesung war übrigens ganz prgragmatisch „wir haben vergessen einen titel zu wählen“ und da kann ich mich erinnern, daß ich mich einmal vor Jahren nach der Titelgebung, die mir nicht ganz logisch erschien, erkundigt habe und bezüglich meines eigenen literarischen Schaffen kann ich erwähnen, daß das „LiteraturgeflüsterSchreibebuch“ gestern an den Alfred zur weiteren Bearbeitung gegangen ist, ich mit meinem Fensterputzritual schon begonnen habe, so daß ich mich demnächst der Korrektur meines „Fräuleins No“, das seit Ende November unbeachtet am Schreibtisch lag, widmen kann.

2019-12-09

Wilde Worte statt Marlene Streeruwitz

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:55
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Peter Iwaniewicz

Peter Iwaniewicz

Der zweite  Montag im Monat ist ja den „Wilden Worten“ gewidmet und wir gehen da auch ziemlich regelmäßig hin. Für heute hatte ich aber die „Alte Schmiede“ geplant, da dort in der Reihe „Dichterin liest Dichterin“, Marlene Streeruwitz die 2007 verstorbene Marianne Fritz lesen und dokumentieren sollte und beide Dichterinnen sind ja interessant.

Marianne Fritz, als „singuläre Einzelstimme“, wie sie von Elfriede Jelinek bezeichnet wurde. mit ihren „Schwerkraft der Verhältnisse“, dem Ürojekt „Dessen Sprache du nicht verstehst“, bis hin zum „Fritzpunkt“, wo es ja eine Zeitlang Veranstaltungen gab und dem „Marianne Fritz-Park“, den es seit 2014 gibt und von Marlene Streeruwitz habe ich ja auch sehr viel, fast alles gelesen, zuletzt ihre „Flammenwand“ die ja zu Beginn des Jahres prominent vorgestellt wurde.

Also hingegangen, mit dem Alfred ausgemacht, der ja nicht so ein Streeruwitz-Fan ist und stattdessen lieber zu den „Wilden Worten“ geht, daß er mich um acht Uhr abholt und als ich die Schnölaterngasse erreichte, sah ich Ottwald John mit Claudia Karolyi, die am Donnerstag beim „Dichtfest“ gelesen hat, vor dem Eingang stehen.

„Hast du schon gehört?“, sprach er mich an und wies mich darauf hin, daß die Veranstaltung ausfällt, weil Marlene Streeuwitz, glaube ich, krank geworden ist.

Für solche Fälle habe ich mich ja einmal in den Mailverteiler die „AS“ eintragen lassen, aber jetzt ist keine entsprechende Verständigung gekommen. Es sind aber, da ich noch eine Weile mit dem Beiden vor dem Eingang gestanden bin und mich von Ottwald John unterhalten ließ, nur zwei oder drei Leute gekommen, die zu der Veranstaltung wollten, also hat offenbar doch eine Verständnigung stattgefunden.

Ottwald John hat mich noch eingeladen ins Cafe Hawelka mitzukommen, ich war aber mit dem Alfred verabredet und auf dem Heimweg ist mir eingefallen, daß es sich doch noch zu den „Wilden Worten“ ausgehen könnte, obwohl mir der Name Peter Iwaniewicz, der im Programm stand, nichts sagte.

Macht aber nichts, erlebte ich diesbezüglich schon öfter Überraschungen, diesmal auch, obwohl der Kontrast zwischen Marlene Streeruwitz und Marianne Fritz ein ziemlich großer ist, denn Peter Iwaniewicz ist ein Biologe und dann noch einer, der schon seit fünfundzwanzig Jahre eine Kolumne im „Falter“ hat, wo er über Tiere schreibt, so daß ihm die LeuteMehlpakte mit schwarzen Punkten zur Begutachtung schickten und sich Doris Knecht bei ihm beklagte, daß zu ihrem Vogelhäuschen keine Vögel kommen und hat jetzt bei „Kremayr und Scheriau“ ein Buch mit seinen Kolumnen unter den Titel „Menschen, Tere und andere Dramen“, herausgebracht, das er im Amerlinghaus vorstellte.

Peter Iwaniewicz

Peter Iwaniewicz

Ich hätte das Programm  vielleicht doch besser anschauen sollen, denn Tierbücher interessieren mich ungefähr, soviel wie Fußball, obwohl ich schon zweimal beim „Katzenfasching“ des „Wiener Lesetheaters“ gelesen habe und die Veranstaltung  war relativ wenig besucht.

„Mehr Bücher am Büchertisch, wie Besucher!“, wie Richard Weihs launig feststellte. Er begann auch mit der Feststellung, daß sich soviele Leute vor Spinnen fürchten, obwohl die, die es in Österreich gibt, nicht gefährlich sind und sich die Spinnenphobiker  ihre Punkte an den Armen, die sie für Spinnenbisse halten, vom Autor begutachten lassen.

Die erste Kolumne, die Peter Iwaniewicz las, bschäftigte sich auch mit der Frage, wie er zu seinem Biologiestudium gekommen ist? Das hörte sich dann ungefähr, wie die Beschreibungen von Joachim Meyerhoff von seinem Schauspielunterricht an, dann gab es, dem Rahmen angepasst noch einige mehr oder weniger wilde Texte, die von Giraffen und Vogelspinnen in den Yuccapalmen berichteten, die zu Polizeieinsätzen führten, handelten.

Nicht besonders literarisch, würde ich unken. Dafür habe ich mir jetzt doch die entsprechenden Worte für den „Siebenten Nanowrimo“ als Wunschgedicht gewünscht, nämlich „Nachtcafe, Kurz nach fünf“, „Fräulein No“, „Schauspielschülerin“ und „Obdachlose“, bin gespannt und habe dem Gedicht gelauscht das sich Susanne Toth,das letzte Mal wünschte, als Christl Greller die Gästin war und die wird das nächste Mal am dreizehnten Jänner lesen, wo es wahrscheinlich literarischer  wird.

2019-12-05

Dichtfest mit fünf Frauen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:55
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Wieder einmal „Dichtfest“ in der „Alten Schmiede“ eine Veranstaltung von Christine Huber organisiert, die ich eigentlich sehr mag und wenn möglich immer hingehe, denn Erstens gibts nachher Wein und was zum Knabbern und außerdem interessiere ich mich ja für Lyrik, obwohl ich keine schreibe und komme, seit ich „Buchpreis“ lese, eigentlich nicht sehr oft dazu, welche zu lesen und jetzt hat es wieder einmal gepasst in die „AS“  zu gehen und diesmal war es auch sehr voll.

Viele Freunde und Bekannte im Publikum. Linda Christanell, E. A. Richter, Ruth Aspöck, Erika Kronabitter mit ihrem Hubert,Jopa Joakin, Christl Greller, Susanne Toth, Alice Harmer, Cornelia Hülmbauer, Monika Vasik, Luis Stabauer und und – und gelesen haben Sabine Gruber mit ihren „Am Abgrund und im Himmel zuhause“ und dann noch den Monatsgedichten, die ich schon zweimal in der „Gesellschaft“ und in Krems hörte.

Dann folgte Petra Ganglbauer mit ihrem bei „Limbus“ erschienenen, sehr politischen Band „Gefeuerte Sätze“ und John Sauter, den Sprachkunststudenten, den ich auch schon gehört habe, der mir sehr gefallen hat, mit seinen bei „fabrik transit“ erschienenen „Startrampen“.

Nach der Pause zum Kopfauslüften, wie Christine Huber sagte und wahrscheinlich auch zum Rauchen, kam dann für mich eher Unbekanntes. Nämlich die 1962 geborene Claudia Karolyi die aus einem Manuskipt von einem roten Kleid las, sowie die 1983 geborene Seda Tunc, die ebenfalls ein Manuskript mit dem klingenden Mamen „eigentlich ist die straße eine venusfliegenfalle und die amsel dreht eine runde“ hatte, während ich die 1978 geborene Maria Seisenbacher schon im Literaturhaus und in der „Gesellschaft“ gehört habe, die aus ihrem in der „Edition Nö“ erschienenen Band „kalben“ las.

Ein interessanter und gut besuchter Abend, wo ich wieder einige interessante Stimme entdeckte, sowie  schon Bekanntes getroffen habe.

2019-07-01

Dichtfest zum Saisonschluß

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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CHRISTINE HUBER

CHRISTINE HUBER

Alfred Goubran

Alfred Goubran

Bevor es in der „AS“ in die Sommerpause geht, gab es noch einmal das von Christine Huber veranstaltete „DichtFest“, da war ich heuer durch meinen Unfall, glaube ich, noch gar nicht, aber die Saison lasse ich gerne damit ausklingen, deshalb sind wir schon am Vormittag nach Wien gefahren und nicht, wie wir es sonst im Sommer machen werden, erst am Dienstagmorgen.

Ich gehe  ja ganz gerne zu diesen Lyrikveranstaltungen, obwohl ich sonst gar nicht so ein großer Lyrikfan bin und Christine Huber hat auch wieder sechs sehr interessante Dichter- und Dichterinnen für die Abschlußveranstaltungen ausgewählt.

Zwei davon habe ich schon gekannt, beziehungsweise sie vor kurzem aus ihren neuerscheinenen Büchern lesen hören, nämlich Alice Harmer bei der KritLit und Susanne Toth, das letzte Mal im Cafe Westend, wo ich ja am sechzehnten Juli lesen werden.

Begonnen hat der Abend mit einer Lesung von Alfred Goubran, der ja früher die „Edition Selene“ hatte und meine Bücher dort nicht haben wollte.

Jetzt hat er aus den „Technische Tiere“ gelesen und die Frau, die hinter mir saß und die ich schon öfter bei literarischen Veranstaltungen gesehen habe, hat öfter laut gelacht und ihre  Zwischenfragen gestellt.

„Was Sie lesen wirklich nur dreizehn Minuten? Hören Sie dann mitten im Satz auf?“, beispielsweise.

Alfred Goubran hat „Selbstverständlich!“, geantwortet, mich hat aber ihr Gelächter und ihr Dazwischenreden genervt und es hat mich auch aus meiner Konzentration gerissen, weil ich die lauten Dazwischenqatscher ja nicht so gerne habe.

Monika Maslowska

Monika Maslowska

Alice Harmer

Alice Harmer

Das habe ich ihr in der Pause auch hgesagt.

„Sie können das ja auch machen!“, hat sie geantwortet und Alice Harmer, die als Dritte gelesen hat, hat sich bei ihr für ihre Lacher sogar bedankt.

Nun ja, wie sich die Geister scheiden, ich denke es stört, wenn einer so ungeniert, seine Meinungen abgibt, während, die anderen den Mund halten und daziwschen hat auch noch die aus Polen stammende und mir bis jetzt unbekannte  Monika Maslowa mit ihrem bei „Limbus“ erschienenen „Winterrot“ gelesen und zwar gibt es da in dem Buch sehr schöne Illustrationen, die die Autorin immer mit einem sehr kurzen Satz versehen hat.

Dann gab es die Pause und dann folgte Susanne Toth mit ihrem „Wir sind“. SIe hat diesmal im Sitzen gelesen,  ihre Texte sehr konzentriert vorgetragen und auch öfter wiederholt.

Dann folgte die Schweizerin Christine Zurbrügg, die ich, glaube ich, vom „Volksstimmefest“ oder anderen Veranstaltungen kannte. Sie hat einen noch unveröfftentlichten „Haiku Band“, der die in die vier Jahreszeiten eingeteilt sind und dazu Akkordeon gespielt und sogar gejodelt.

Der letzte Leser dieses Abend ist der „Textvorstellungen-Moderator“ Friedrich Hahn, der schon über vierzig Bücher hat und von dem ich auch die Idee übernommen habe, zu meinem sechzigsten Geburtstag aus meinen dreißig letzten Büchern zu lesen, beziehungsweise sie vorzustellen.

Jetzt hat er aus „neben deinen fußnoten mein alter schuh“ gelesen und dazwschen immer wieder auf seine anderen Bücher aufmerksam gemacht. Anschließend gab es wieder Wein, Knabbereien und Gespräche, die ich vorwiegend mit dem Franz, der der Alfred von seiner Studentenheimzeit kennt und mit einer Stammbesucherin geführt habe.

Susanne Toth

Susanne Toth

Christina Zurbrügg

Christina Zurbrügg

Und Morgen, kann ich gleich verraten, geht es weiter mit der „Podium-Auftaktveranstaltung“, die immer in der „AS“,stattfindet, bevor sie ins Cafe Prückl geht und die werde ich mir auch anhören, bevor es aufs Land in meine  Sommerfrischenwochenenden, beziehungsweise zu den O-Tönen gehen wird, die aber erst nöchste Woche beginnen.

Friedrich Hahn

Friedrich Hahn

2019-06-18

Wieder ins Cafe Westend

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:00
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Angelika Krabacher

Angelika Krabacher

Bettina Balaka

Bettina Balaka

Heute hat es im Cafe Westend auf der Mariahilferstraße beim Westbahnhof  wieder eine von Luis Stabauer und Erika Kronabitter orgainiserte Lesung mit Bettina Balaka, Herbert J. Wimmer und Susanne Toth gegeben.

Angelika Krabacher hat moderiert und es waren glaube ich etwas weniger Leute als beim letzten Mal, dafür war es sehr heiß und sehr laut und Angelika Krabacher hat einen interessanten Leseabend mit zum Teil experimentellen Texten angekündet und dann die 1966 in Salzburg geborene Bettina Balaka vorgestellt, die ich schon lange kenne, als ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendiums war, sind mir ihre Texte, glaube ich, das erste Mal aufgefallen, bei Ruths„Poldi-Lesung“ habe ich mit ihr gelesen, das Buch „Kasseiopea“ gelesen und die „Prinzessin von Arborio“, glaube ich, einmal im Schrank gefunden.

Jetzt hat sie aus ihrem Buch zu hundert Jahre Österreich oder hundert Jahre Frauenwahlrecht das Kapitel über die Schaffnerinnen gelesen, die es im ersten Weltkrieg gegeben hat und die dann, als die Männer wieder zurückkamen an den Herd entlassen wurden.

Mit Herbert J. Wimmer der aus seinen drei letzten gedichtartigen Bänden, wie er es bezeichnete, gelesen hat, wurde es wieder experimentell. Es lagen auch wieder zwei Textkarten zur freien Entnahme auf und die 1964 im Burgenland geborene Susanne Toth, die ich, glaube ich, von den „Poet-Nights“ kenne und die ich in der letzten zeit öfter bei Veranstaltungen sehe, performte gleich weiter mit ihren zwei letzten Buch und eines, nämlich „Gebrauchs/gut Oberfläche“ habe ich auch im Schrank gefunden und muß es noch lesen.

Herbert J. Wimmer

Herbert J. Wimmer

Susanne Toth

Susanne Toth

Eine sehr spannende Lesung mit realistischen und auch experimentellen Texten und bei der nöchsten Cafe Westend Lesung am 18 Juli bin ich ja ich mit Bruno Schernhammer und Christian Schwetz dran, Luis Stabauer wird moderieren und hat mir schon einen Stoß Einladungskarten gegeben, die ich in der „AS“ sowie im Literaturhaus, wenn ich dorthin komme, auflegen werde und wieder alle meine im Raum von Wien lebenden Leser sehr herzlich dazu einlade und gleich verrate, daß ich zwei Szenen aus der „Unsichtbaren Frau“ lesen werde, die ja in Zeiten, wie diesen, wieder besonders aktuell ist.

Und als ich am Heimweg beim „Wortschatz“ vorbei gegangen bin, habe ich statt eines Buch ein neues und ungetragenen, wie auf dem Beipackzettel stand, Sonnentor-T-Shirt gefunden.

2019-06-17

Erinnerungen an Elfriede Gerstl

Das „Erste Wiener Lesetheater“ präsentierte heute im Literaturhaus unter diesem Titel eine Aufführung von Texten der zu Ostern 2009 verstorbenen Elfriede Gerstl, die am sechzehnten Juni 1932 in Wien geboren wurde.

„Alle Tage Gedichte“, stand im Programm, die Texte waren aber, glaube ich, eine Mischung aus  verschiedenen Büchern, so gab es einen der von einem Postkasten handelte, den ich als Frühtext einordnen würde und auch den Handysketsch, der einmal lang lang ists her zu einer „Langen Nacht des Hörspiels“, wie es damals wohl noch so hieß, im großen Festsaal des Radiokulturhauses aufgeführt wurde.

„Alle Tage Gedichte“, gab es wohl auch und die Lesenden waren nicht die „Frauen- oder Frauen lesen Frauen-Guppe“, um Judith Gruber-Rizy, wie ich ursprünglich dachte, sondern Eszter Hollosi, Vera Schwarz, Susanna Schwarz- Aschner, Gabriele Stöger und als musikalischer Begleiter aber auch Mitleser Gerhard Ruiss und ich bin wegen einer sechs Uhr Stunde und einer anschließend schlechten Bus- und Straßenbahnverbindung sehr spät gekommen.

Beim sehr vollen Bücherschrank habe ich dann Ulrich Peltzers Buchpreisbuch von 2015 „Das bessere Leben“ gefunden, das ich damals, wenn ich mich nicht irrte, mir vom lieben Otto ausgeborgt habe und das ähnlich oder anders schwer zu lesen, wie Thomas Lehr „Schlafende Sonne“ von 2017 ist, durch das ich mich derzeit langsam vorwärts tastete.

Als ich dann das Literaturhaus erreichte, waren davor Tische aufgestellt, und ich dachte, was für ein Gastgarten, auf einem lagen aber Bücher, darunter Hackls „Am Seil“ auf und es handelte sich, wie ich am Programm ersehen habe, um Diana Köhles und Didi Sommers „Superleseclub“ für alle Öeser zwischen fünfzehn und zweiundzwanzig, die Leseempfehlungen für den Sommer gaben. Da bin ich schon weit darüber und außerdem wollte ich ja zur Elfriede Gerstl, die ich, glaube ich, sehr gut gekannt habe.

Zuerst als Ikone und interessanter weise in Hilde Schmölzers „Was Frauen schreiben“ noch nicht enthalten, weil damals noch nicht so bekannt.

Ich habe sie aber, glaube ich, schon in den Siebzigerjahren gekannt und sie dann auch bei der GAV immer wieder gesehen. Sehr beeindruckend auch der Dialog, einmal in Mürzzuschlag, als sie erzählte, daß sie dort nicht spazierengehen wolle, weil sie nicht Zecken geimpft wäre, was sie in Wien auch nicht brauchte.

In den „Alle Tage-Gedichten“ oder auch woanders, kam ein Dialog zwischen einer Mutter und einer Tochter vor, wo die Mutter der Tochter vorwarf, daß sie nur an der Natzur interessiert wäre, Birgenstocksandalen tragen und kein Fleisch essen würde, während sie eine Stadtpflanze war.

Erlfriede Gerstl war das auch, eine Cafehausflaneuerin und einmal als ich noch in der Otto Bauer Gasse wohnte und wahrscheinlich noch studierte, habe ich sie auch auf der Wollzeile in der Konditorei Aida getroffen, was mich damals sehr beeindruckte.

Später habe ich sie öfter in der „Alten Schmiede“, wo sie regelmäßig hinkam und sich mit ihrem Hut in die letzte Reihe setzte, getroffen und als ich keine Einladung für dieses „Wesepennestfest“, als die Zeitschrift von Walter Famler übernommen wurde, bekam und mir das Kurt Neumann, sagte, hat sie mich, die neben mir saß, einfach mitgenommen.

1999 hat sie, sowoh den „Fried- als auch den Trakl-Preis“ bekommen und ist spät berühmt geworden, was sie auch in ihren Gedichten thematisierte und als die „Frauen lesen Frauengruppe“ sie dann mehrmals im Literaturhaus las, ist sie immer im Publikum gesessen und hat auch gewußt, daß sie als Magnet eingeladen wurde.

2009 ist sie dann zu Ostern gestorben, vorher hat sie einmal auf meinen Geburtstagsfest gelesen und mir auch ein Buch von ihr als Geschenk mitgebracht, der „Droschl-Verlag“ hat inhwischen ihre Gesamtausgabe in, ich glaube, ich vier Bänden herausgebracht, die am Büchertisch auflagen und die man kaufen konnte.

Gerhard Ruiss hat zwischen den Texteinlagen immer wieder Schlager gesungen und danach erzählt, daß er bei der Gerstl-Modeschau zum „Kleiderflug“ mit Bodo Hell als männliches Modell aufgetreten ist und ihr auch immer seine Schlager vorgesungen hat, die sie sehr gemocht hat.

Beim Wein bin ich dann mit der Enkeltochter ins Gespräch gekommen und habe mich mit ihr über Handies und ihre Großmutter unterhalten, ich habe sie nach ihrem Großvater nämlich Gerald Bisinger gefragt, von dessen Gedichte ich ja auch sehr viel halte und habe ich ein bißchen was von ihm erzählt.

Susanne Schneider, Elfriede Haslehner, Susanne Toth, die ja morgen im Cafe Westend liest und viele andere waren da und es war gut an Elfriede Gerstl erinnert zu werden, denn ich habe sie ja sehr gemocht.

Herbert J. Wimmer ihr Lebensmensch war nicht anwesend, aber er wird morgen auch im Cafe Westend lesen.

2019-05-21

Cafe Westend-Lesung

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:50
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Erika Kronabitter

Erika Kronabitter

Ljuba Arnautovic

Ljuba Arnautovic

Als ich mich am Freitag bei der „KritLit“ am „Perspektive-Stand“ umschaute, hat mich Stefan Schmitzer angesprochen und mir gesagt, er wüßte, was ich am Dienstag machen würde.

„Ja?“, habe ich geantwortet, „Woher weißt du das?“, denn da hatte ich ja geplant, endlich zu der Lesereihe zu gehen, die Luis Stabauer und Erika Kronabitter seit Jahresanfang jedes Monat im Cafe Westend auf der Mariahilferstraße  beim Westbahnhof veranstalten.

Er meinte aber die „AS“, wo es derzeit das „Dichterloh Lyrikfestival“ gibt und er und Dine Petrik am Dienstag gelesen habe.

Hätte mich natürlich auch sehr interessiert, aber da ich ja im Juli bei der Leserreihe ausnahmsweise mit meinen selbstgemachten Büchern lesen darf und ich ja eigentlich schon im März hinschauen wollte, durch meinen Gips aber behindert war, habe ich es mir für heute fest vorgenommen, obwohl mir das Programm gar nicht so unbekannt war, habe ich Ljuba Arnautovic, die damit ja auch für den letzten östBp nominiert war schon einige Male aus „Im Verborgenen“ lesen gehört und  Stefan Kutzenberger habe ich vorige Woche auch zweimal aus „Friedinger“ lesen gehört.

Die 1967 in Wien geborene Sascha Wittmann habe ich auch schon in Leipzig, glaube ich, gehört und bin mit ihr auch im Vorjahr durch den Augarten spaziert aus dem Roman „Wie ich berühmt wurde“, aus dem sie ein Kapitel, das in einem Cafehaus und vom Ober Franz handelte, der einen Schlaganfall bekam, weil ihn ein Gästepaar „Kellner“ nannte, aber noch nicht.

Stefan Kutzenberger

Stefan Kutzenberger

Sascha Wittmann

Sascha Wittmann

Das war also ein Novum und die Lesereihe im Cafe Westend auch, haben da ja Erika Kronabitter und Luis Stabauer einen Verein gegründet, auch ein paar Bücher in das Cafe gestellt und die Cafehausecke, wo die Lesung stattfand, war auch gut gefüllt und ich bin auch gleich mit den Damen an deren Tisch ich einen Platz gefunden habe, ins Gespräch gekommen und bin da zufällig mit einer Ärztin und Psychotherapeutin, die nach ihrer Pensionierung zu schreiben anfgefangen hat und in Harland wohnt, ins Gespräch gekommen.

Sonst war Susanne Toth anwesend, die nächstes Monat gemeinsam mit Bettina Balaka und Herbert J. Wimmer lesen wird, gekommen und bin außerdem noch darauf gekommen, daß ich Stefan Kutzenberger, beziehungsweise seinen Debutroman schon länger, als, ich glaubte, kannte, hat ihn doch die Anna Lindner, der Anna einmal geschenkt, weil beide, glaube ich, Literaturwissenschaftskollegen sind. Die Anna hat ihn mir gezeigt und ich habe gesagt „Kenne ich nicht!“

Jetzt habe ich innerhalb von zehn Tagen dreimal eine Lesung daraus gehört und wem es interessiert, ich lese am 16. 7. fünfzehn Minuten zwei Szenen aus der „Unsichtbaren Frau“, die die gerade  in Zeiten der Regierungsumbildung, wo  Minister Basti vielleicht bald kein Bundeskanzler mehr ist, sich besonderer Akutalität erfreut, lesen werde und lade alle sich im Raum Wien befindlichen sehr herzlich dazu ein.

Wer meine zwei Co-Leser sind, weiß ich noch nicht, das wird nochmal besonders spannend werden, wer sie sind und ob ich sie kenne. Warten wir es ab.

2019-05-19

Von den kritische Literaturtagen zum Ballhausplatz

Eva Jancak ©2019 Peter Paul Wiplinger

Eva Jancak ©2019 Peter Paul Wiplinger

Die „Kritischen Literaturtage“, die alternative  Literaturmesse, der eher linken Kleinverlage, gibt es schon seit einigen Jahren. Sie wird von Ulli Fuchs jetzt in derr Brunnenpassage veranstaltet, einmal war ich auch im Gewerkschaftshaus an der Donau und habe sie nicht immer, aber einige Male besucht und heuer vor, mir mit Ausnahme der Abendveranstaltungen das ganze Programm zu geben, so bin ich , etwas zu spät, zu der  Eröffnung durch die Bildungssekretärin des ÖGBs Isabelle Ourny gekommen, die gerade etwas von der Wichtigkeit, in Zeiten, wie diesen, der kritischen Literatur erzählte und dann kam der Lokalmatador Uwe Mauch, der immer im „Augustin“ schreibt und der jetzt seine Sozialreportagen in zwei Büchern herausgegeben hat.

Ulli Fuchs meinte, sie würde ihm den „Max Winter-Preis“ verleihen, hat er doch über die „Armut von Wien“ und das „Working pur“ geschrieben und las einen Text über einen slowakischen vierundzwanzig Stunden-Betreuer mit Rückenschmerzen vor, der sich mit seiner Alzheimer-Patientin Valerie herumquält. Ein  interessanter Text, der zeigt, wie schwierig das Problem ist, denn die alte Frau, die in ihrer Verwirrung der Betreuer quält und beschimpft, braucht Betreuung. Herr Vlado ist aber nicht mehr arbeitsfähig, muß das aber, weil er nur ein paar hundert Euro Pension hat und in der Slowakei die Lebensmittel fast teurer, als in Österreich sind.

Der zweiten Text aus dem zweiten Buch, ein Portrait des „Augustin- Verkäufers “ Helmerl,  wurde dann von diesem selbst gelesen.

Dann kam wieder Christa Stippinger von der „Editon Exil“ mit  Magdalena Diercks und Thomas Perle, die ich beide schon bei der Kleinverlagsmesse im Museumsquartier im Dezember gehört habe und außerdem auch noch ihre Bücher auf meinem Lesestapel habe.

So bin ich ein bißchen durch die Brunnenpassage geschlendert, um mir die ausstellenden Stände anzusehen und ein wenig zu plaudern, habe da Gernot Ragger vom „Der Wolf Verlag“ getroffen und bin darauf gekommen, daß ich ihn 1989 in Klagenfurt kennengelernt habe, als ich dort mit meiner „Slavica“ zum „Preis der Arbeit“ eingeladen wurde.  Er hat dabei gewonnen, ich nicht und  inzwischen  viele Bücher herausgeben.

Zu Thomas Perles Lesung, wo er seine Kindheit im Rumänien Ceausescus beschreibt, bin ich aber zurechtgekommen und  von seinem klaren Stil mit denen er seine Erlebnisse, die Mutter wird inhaftiert, weil sie kritisch ist, er bekommt schlechte Noten und als er sich weigert, ein Gedicht auswendig zu lernen,  das seiner Mutter nicht gefallen würde, wird der Vater verhaftet und es wird ihm ein Zahn ausgeschlagen, sehr beeindruckt.

Dann folgte Alice Harmer, die nicht nur ein Stipendium bei der Stadt Wien bekommen hat, sondern als Burgenländerin auch bei der „Edition  Lex Liszt 12“ verlegt mit ihrem sehr poetischen Buch „Die Farbe der Veränderung“.

Dann wurde die steirische Literaturzeitschrift „Perspektive“ vorgestellt, beziehungsweise das Heft 96/97 „Bildtestbild – Bild – Störbild“, das offenbar auch eine deutsche Verbindung hatte, wurde es doch sowohl von Silvia Stecher, als auch von Ralf B. Korte vorgestellt und im Heft sind auch viele deutsche Autoren enthalten. Die Texte, die vorgestellt wurden, hatte aber einen starken Wien- Bezug, beziehungsweise beschäftigten sie sich, sowohl mit dem Rechts- und dem Linkspopulismus, als auch mit den Schulen des Schreibens, die es in Österreich gibt.

Dann wurde es politisch, kam doch Gerhard Senft der sich in der „Edition FZA“ mit der ungarischen Räterepublik beschäftigte und als letzter am Freitag kam dann noch Georg Fingerlos und stellte sein bei „Bahoe-Books“ erschienenens Buch „Verlottertes Blaublut. Entadelte Schwerverbrecher in Österreich 1912-1918“ vor.

Dann hätte es noch im Kunstraum Ewigkeitsgasse  Ramona Kasheer ihre Lavant-Vertonungen vorgetragen, aber die habe ich schon bei der letzten Kritlit und vor einer Woche im Literaturhaus bei der Eröffnung der Lavant-Auwstellung gehört und am Donnerstag hat Eva Geber im Weinhaus Sittl über Rosa Mayreder gesprochen  und ihr Buch „Die Anarchistin und die Menschenfresser“ szenisch vorgestellt.

Aber da war ich ja beim „Literarischen Lenz“, kann aber anmerken, daß ich die Buchvorstellung schon in der „Alten Schmiede“ hörte und mir beim Mandelbaum-Stand aus der Abverkaufskiste „Das Haus in der Landskrongasse“ gekauft habe, das ja ein Vorwort von Eva Geber hat.

Als ich am Samstagfrüh das Radio aufdrehte, hörte ich als erstes, daß am Freitagabend ein Video aufgetaucht ist, das Vizekanzler Strache im Sommer 2017 in einer Villa in Ibiza zeigte, wo er einem Lockvogel aufgesessen ist, der sich als Nichte eines russischen Oligarchen ausgab und es verfängliche Aussagen, wie die Übernahme der Kronenzeitung, etcetera, gab.

Bis cirka elf habe ich mir sämtliche Radiosendungen und Fernsehsendungen, die ich auftreiben konnte, angehört, hörte, daß ein Rücktritt und Neuwahlen wahrscheinlich seien und es auch eine Demo geben würde.

Ich hatte allerdings die „KritLlit“, die ja auch eine politische Veranstaltung ist, vor, dort war es aber, als ich um cirka halb eins in der Brunnenpassage eintraf, ziemlich ruhig, der angekündigte Frühschoppen des „Septime-Verlags“ fand nicht statt und ich hörte, als, um eins Gernot Ragger mit einer Verlagsautorin auftauchte, daß sich die meisten am Ballhausplatz befanden, die Lesung vor allem der Text von Rhonda Lamberty, die einen Kärntner Nachwuchspreis gewollen hat und der von Meeresmenschen handelte, war aber sehr spannend.

Dann gab es wieder eine Pause, weil auch Dieter Bregg, der um vierzehn Uhr auftreten sollte, nicht anwesend war und den Hinweis auf den Ballhausplatz, so daß ich diese nutzte, mich auch dorthin zu begeben, meine erste Demo seit meinem Unfall, aber das Stehen macht mir ja keine Probleme und der Ballhausplatz war auch sehr voll.

Susanne Toth ist mir entgegen gekommen, Peter Clar, habe ich gesehen, „Widerstand!“, wurde geschrieeen, eine „Oma gegen Rechts“ sang das „Omalied“ und, als die politischen Reden beendet waren und nur mehr Partystimmung, bis es zu der Pressekonferenz oder der erwarteten Kanzlerrede, kommen würde, bin ich, da auch Uli Fuchs, die übertragen wollte, wieder in die Brunnengásse zurückgefahren, wo gerade Verena Mermer, die unter dem Psedonym Louise Werner erschienenen Lebenserinnerungen „Aber mir hat der  Marxismus besser gefallen“ vorstellte, ein Buch, der zu diesem politischen Tag hervorragend passte, hat doch die 2018 verstorbene Autorin,  es für sich selbst geschrieben und berichtet hier vom „Lichtermeer“ , dem Austeig der Rechten, die Plakate, der FPÖ aus den Neunzigerjahren „Lieben Sie, Scholten, Peymann, Jelinek oder Kunst und Kultur?“

Danach kam Thomas Griesel mit einem ähnlichen Buch, hat er doch in zweiunddreißig Bilder, das Leben und die Kriegserfahrungen seines Onkels, in dem Buch „Sehr geehrtes Fräulein Reli!“, beschrieben.

Dann kam der „Mandelbaum-Verlag“ beziehungsweise Margit Appel und Martin Birkner mit dem Buch „Digitalisierung? Grundeinkommen!“, wo die Politikwissenschaftlerin vor allem die Rolle der Frauen herausarbeitete.

Am Ende des Samstag kam wieder die Redaktion von „PS“, also vier engagierten Frauen, die ihr neues Heft in Formen einer szenischen <lesung sehr engagiert und feministisch vor stellten und dabei Thomas Frechberger, der auch am Freitag seine Gedichte vortrug, und darüber diskutierten wollten, ignorieren beziehungsweise sich von ihm nicht stören ließen.

Das wars dann für den Samstag, obwohl es noch zwei Abendveranstaltungen gegeben hat, aber ich wollte nach Hause und bin da zu der Pressekonferenz zurechtgekommen, wo Sebastian Kurz, Neuwahlen ankündigte, etwas, was eine sehr postive Überraschung ist.

Am Sonntag ist es dann wieder um zwölf mit dem Buch von Gernot Trausmuth über Adelheid Popp weitergegangen. Da wurde eine theatralische Überraschung von Susita Fink angekündigt und so sang diese gerade auch „Ach, Adelheid, ach, Adelheid!“ und hatte eine große Puppe, die offenbar die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene sozialistische Politikerin, darstellen sollte, aufgebaut, der sie nach jeder Strohe eine Tafel in die Hand drückte „Für Frauenrechte“ oder „Gleiche Bildung“ stand beispielsweise darauf. Dann kam der Autor des Buches, erzählte den Lebenslauf der Autorin und zitierte einige Texte, darunter dievon Alfons Petzold, die sich darauf bezogen.

Dnn kam die „fabrik transit“, das ist eine bosonderer Kleinverlag, wo auch Doris Nussbaumer ihreTexte hat. Außer ihr, die gar nicht im Programm angekündigt war, haben noch Martin Winter, Eleonore Weber und Sonja Gruber gelesen.

Die nächsten zwei Stunden warem dem Schwerpunkt Afrika gewidmet. Da las zuerst der ehemalige Botschafter von Marokko und Senegal, Gerhard Deiss, aus seinem bei der „Edition Atelier“ erschienenes Buch „Rückkehr nach Europa“ und dann kam Esperance  Bulayumi aus dem Kongo und stellte zwei Bücher vor, die sich sowohl mit der kolonialen Aufteilung Afrikas, als auch mit der Migrationsbewegung gbeschäftigen und zum Schluß kam Bekanntes, nämlich das Lesetheater „Tarantl“ sprich Gerald Grassl, Christian Schreibmüller und Franz Blaha, stellten ihre Texte, die zum größten Teil aus Dialektgedichten bestanden vor und damit war die KritLit 2019 beendet und ein Erfolg geworden und ich auf dem Sprung zur nächsten Veranstaltung.

 

2019-05-13

Wieder bei den Wilden Worten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:16
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Jetzt  war ich ja zweimal nicht bei den „Wilden Worten“. Am elften März war das nicht geplant, denn da hat ja im „Tiempo Nuovo“, die Abschiedslesung von der Bruni stattgefunden, bei der ich dann allerdings auch nicht war, weil abgestürzt und mit dem Gips im Krankenhaus und im April hatte ich noch meine Veranstaltungspause, allerdings Karin Ivancsiscs „Die Gastgeberin“ inzwischen schon gelesen und jetzt habe ich mich, als ich Rchard Weihs Einladung bekommen habe, dafür entschieden, obwohl in der „AS“ ja, glaube ich, gerade das Lyrikfestival  „Dichterloh“ stattfrindet, aber Stefan Kutzenbergers Roman „Friedinger“ klang interessant und von Stefan Kutzenberger hatte ich in der Vorwoche auch noch nichts gehört. Das hat sich zwar inzwischen geändert, da er nächste Woche auch im Cafe Westend lesen wird und am Donnerstag bei Stephan Teichgräbers Centrope-Festival“, also doch umdisponieren?

Ging nicht, weil schon eine sechs Uhr Stunde, also werde ich den 1971 in Linz geborenen Literaturswissenschaftler demnächst zum dritten Mal hören, was ich ja eigentlich zu vermeiden versuche, aber ein Roman, wo der Protagonist Stefan Kutzenberger heißt, klingt interessant, obwohl das ja nicht so neu ist.

Der macht dann noch einen Schreiburlaub in Griechenland, wo er den Herrn Friedinger trifft und der erzählt ihm etwas von einem „Noricum-Skandal“ und verbotenen Waffenlieferungen, wie in der Ankündigung steht.

Dann kam es doch ein bißchen anders, denn der junge Mann, dessen Debut bei „Hanser“ erschienen ist, erzählte etwas von  Bob Dylan und dann von einer Sexszene im einer Clelia und dann doch das oben erwähnte, aber um nicht zu spoilern konnte er nichts von der Krimihandlung lesen, weil er wollte doch die drei mitgebrachten Bücher verkaufen.

Also ging es um Sex statt, um Crime bei der Lesung und Richard Weihs bedauerte, daß er dann nicht das, sondern die „Noricum-Handlung“ ins Programm geschrieben hat.

Dem Publikum hat es trotzdem gefallen und applaudierte heftig und bei den Wunschgedichte, die dann verlesen wurde, konnte ich erahnen, wer aller im April im Publikum war.

Die Mechthild Podzeit-Lütjen, die Ruth Aspöck, die Judith Gruber-Rizy, die Susanne Toth, das who ist who, der heimischen Literaturszene und wahrscheinlich der Freundeskreis von Karin Ivansciscs. Diesmal waren Margit Heumann da, ein Autor, der vor cirka einem Jahr gelesen hat und ein paar Freunde von Stefan Kutzenberger und ich kann gespannt sein, welche Szenen er am Donnerstag und Dienstag lesen wird und, wie er dann sein Publikum unterhält?

Freie Wildbahn hat es diesmal keine gegeben, beziehungsweise keinen Autor, der sich honorarlos in sie hineinbegeben wollte. So habe ich meine Wunschgedichtworte, auf das Wunschgedichtformular geschrieben, ein bißchen in dem Buch geblättert und mir auch von Margit Heumann versichern lassen, daß sie morgen in den „Republikanischen Club“ kommen wird.

Und weil der Alfred ja in Kuba ist, gibt es diesmal kein Bildmaterial

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