Literaturgefluester

2021-05-13

Vorschau auf „Mathilde im Coronaland“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:04
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Wie schreibt man einen dystopischen Roman in Corona-Zeiten, in dem es plötzlich Maskenpflicht, eine ein- oder zwei Meter Abtandsregel, sowie Diskussionen über das Freitesten und eine mögliche Impfpflicht gibt?
Dieser Frage bin ich, nachdem ich schon zwei Corona-Bücher, nämlich „Kein Frühlingserwachen mehr?“ und „Ein braunrot kariertes Notizbuch“ geschrieben habe, in dem ich die Ereignisse vom Frühling, beziehungsweise Sommer 2020 schildere, nachgegangen und sie hat mich zu der Maskenverweigerin Mathilde, die sich ihre Einkäufe von ihrer Nachbarin Rosa Binder besorgen läßt, gebracht.

Die, eine gerade mit ihrem Studium fertiggewordene Germanistin, lernt, während sie eine Praktikumsstelle sucht und schließlich Contacttracerin wird, den Kanzleramtsmitarbeiter Benedikt Thalhammer im Rathauspark kennen, während ihr Geschwister Mar, eigentlich Maria, die Aufnahmsprüfung an der „Angewandten“ besteht.

Mathilde durchlebt das verflixte Corona-Jahr in dem sie im Tagebuch ihrer Großmutter Barbara liest, die vor mehr als hundert Jahren an der spanischen Gruppe gestorben ist. Sie hat einige seltsame Begegnungen mit ihrer 1946 verstorbenen Großtante Aloisia und schreibt, bevor sie in eine NI-Wohnung zieht, einen Brief an ihre Enkeltochter Jasminka, die sie nie gesehen hat.

So wird es auschauen mein neues Buch, mein drittes Corona-Buch und der Versuch  einen dystpischen Roman aus der Pandemie zu machen und wieder gibt es ein Gewinnspiel beziehungsweise drei Fragen mit denen man das Buch gewinnen kann:

1.  Wie heißen die zwei anderen Corona-Bücher, die es schon gibt?

2.  Was ist  das wirklich dystopische in dem Buch?

3. Von wem bekommt  Mathilde Besuch, den es eigentlich nicht geben kann und wen hat sie noch nie gesehen?

Das Probekapitel, das ein bißchen Einblick in das Buch geben kann,wird es bald geben und zur Erleichterung der Beantwortungverweiseich wieder auf die Schreibberichte, die es im Blog gibt.

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Ich wünsche viel Spaß beim Raten und verweise wieder auf die Leserunde, die es nach Erscheinen des Buches wieder geben soll, wo ich mich auf regen Austausch und rege Diskussion freue!

2020-12-19

Vorschau auf „Ein braunrot kariertes Notizbuch“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:14
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Wieder ein Corona-Text. Die Schriftstellerin Eja Augustin hat sich im Sommer in das elterliche Häuschen in St. Georgen am Steinfeld zurückgezogen, um dort einen Roman zu schreiben. Es ist die Zeit der wiedereingeführten Maskenpflicht und der Reisewarnungen.
Eja findet in der Bücherzelle am Viehofner See ein Notizbuch in dem einige Eintragungen stehen, die sich auf ein geplantes Festival beziehen.
Im Seedosen-Restaurant in das sie sich später auf einen Kaiserspritzer setzt, beobachtet sie ein streitendes Paar, das von einem Handy spricht, das der Freund der rothaarigen jungen Frau, ein Polizist namens Simon, in einen Blumentopf geworfen haben soll.
Das inspiriert Eja zu einer Romanidee, denn eine prekäre Philosophiestudentin hat sie noch in Wien bei einer Künstlerdemo getroffen und eine alte Klavierprofessorin bei einer Lesetheateraufführung, die sie ebenfalls dort besuchte.

Schon wieder ein neues Buch, das vierte in diesem Jahr, zumindestens die vierte Vorschau. Das Buch selber wird wahrscheinlich erst am Anfang des nächsten Jahrs erscheinen und das „Braunrotkarierte Notizbuch“ ist sozusagen der zweiten Teil der sogenannten Corona-Trilogie.

Teil eins ist „Kein Frühlingserwachen mehr“, der dritte „Mathilde im Corona-Land“, meinem achten „Nanowrimo“ an dem ich gerade korrigiere.

Hier wieder die drei Fragen mit denen man das Buch gewinnen kann:

1.Was hat es mit dem Notizbuch auf sich und wo wurde es gefunden?

2, Was will Kathi organisieren?

3 Bei welcher Veranstaltung hat Eja das Vorbild, der Tante Aloisa kennengerlent?

Ich lade wieder herzlich zu einer Leserunde ein, würde dafür wieder Bücher verschicken und beim „Frühlingserwachen“ kann man sich auch noch bei der Leserunde beteiligen.

Die Schreibberichte verlinke ich auch, damit man den Schreibprzeße ein wenig nachvollziehen und mir sozusagen beim Schreiben über die Schulter blickenkann, beziehungsweise sich beim Beantworten derGewinnspielfragen leichter tut:

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Und nun seien wir gespannt,wie es mit Corona weitergeht und ob es noch einen Teil vier, fünf, etcetera geben wird, denn das Thema Corona interessiert mich ja sehr.

2020-10-09

Vorschau auf „Kein Frühlingserwachen mehr?“

Frühjahr 2020, die Corona Krise ist ausgebrochen. Geschäfte, Restaurant, Schulen und auch die Museen wurden geschlossen, sodaß die fünfundsechzigjährige Wien-Museum-Kuratorin, Roswitha Herweg ihre geplante Ausstellung über das „Rote Wien“ im Homeoffice vorbereiten muß.

Dabei telefoniert sie viel mit ihrem Assistenten Viktor, in dem sie sich fast ein wenig verliebt, während ihr an Alzheimer erkrankter Mann Egon, ein ehemaliger Universitätsprofessor, der von der slowakischen Personenbetreuerin Janina betreut wird, die Krise als einen dystopischen Roman erlebt.

 

So schaut es aus mein nächstes Buch, der erste Corona-Text, der mich in diesem Frühjahr sehr beschäftigt hat.

Und ein kleines oder großes Schmankerl für meine Leser gibt es auch, nämlich eine Premiere, nicht das neue Buch, denn das ist ja schon bald das fünfzigste. Aber das erste Mal, das mich jemand mit einem Schal maskiert sieht und für alle die es noch genauer wisen wollen.

Das Foto ist gestellt, beziehungsweise habe ich mich nur für die Aufnahme im Harlander Vorzimmer in das Schalensbemble, das mir der Alfred einmal am Markt von St. Pölten  kaufte, gewickelt, obwohl ich ja ursprünglich ein anderes Coverbild  nehmen wollte, nämlich die Anna und die kleine Lina schön maskiert, ein Bild, das mir die Anna während des Lockdown, wo ich bis Ostern ja nicht nach Harland gekommen bin, schickte, da man aber keine Kinderbilder mißbrauchen soll, sieht man jetzt mich hübsch verkleidet und für alle, die trotzdem etwas bemängeln wollen, ja es stimmt, der Schal, den die Roswitha Herweg in der Tasche trägt, wenn sie sich auf die Bank oder in ihr Museum schleicht, um sich mit ihren Assistenten dort zu treffen, ist lila und nicht rötlich und eine Haube hat sie  auch nicht auf, aber das ist wohl die künstlerische Freiheit die auch für mich gilt.

Aber jetzt zu den drei Gewinnspielfragen mit denen man, wenn man das möchte, das Buch nach Erscheinen gewinnen kann:

  1. Worum geht es in dem Buch noch außer Corona?
  2. Wie heißen die slowakischen Pflegehelferinnen, die Egon Herweg betreuen?
  3. Wie heißt das Museum in dem sich die Roswitha mit ihrem Viktor trifft?

Hinweise zur Beantwortung sind wahrscheinlich in den Schreibberichten x Jetzt wünsche ich viel Vorfreude mit den Textbausteinen und rufe wie mmer zu einer Leserunde auf, beziehungsweise vergebe ich nach Erscheinen fünf Bücher an die, die mit mir in meinen Blog über das Buch diskutieren möchten.

Und jetzt die Schmankerln:

Ein überraschender Besuch

Die Veränderung

Der Heimweg

Lauter Vernaderer

Ein schrecklicher Verdacht

Egons Verdacht

Eine unerlaubte Demonstration

Und interessant füge ich hinzu, daß in diesem jahr schon zwei andere Bücher von mir erschienen sind und das nächste auch schon fast fertig korrigiert ist.

2020-04-15

Keine Veranstaltungen und andere Ausblicke

Ich habe mir in den letzten Monaten, als noch keiner etwas von Corona wußte, wenn ich mich  am Abend in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus oder in die „Gesellschaft“ ging, was ich ja regelmäßig machte, öfter gedacht, daß ich eigentlich keine Lust habe, die Veranstaltungen der anderen anzuhören, die mich dann ignorieren, nur auf Aufforderung grüßen, übersehen oder mich neben sich zehn Minuten stehen lassen, wenn ich sie etwas fragen will, was tust du da, die gehen ja auch nicht zu dir, wenn du liest, bist du alleine da oder hast ein zwei Zuhörer, die du dir noch selber anschleppst, also aufhören, etwas verändern.

„Gut!“, habe ich mir dann öfter gedacht und mir dabei schon die Schuhe und die Jacke angezogen, um Richtung Ziegler- oder Schönlaterngasse zu gehen, weil ich gewußt habe, daß ich das nicht tun werde, denn was sollte ich sonst tun?

Gewohnheiten sind eben ein Hund oder wahrscheinlich wichtig, predige ich ja nicht umsonst meinen Klienten immer die Tagesstruktur und das kann man jetzt auch in den Medien hören, wenn dort erklärt wird, daß man sich zu Hause nicht gehen lassen, sondern aufstehen, sich  anziehen und sich dann zum Homelearnig oder Homeoffice setzen soll.

Veranstaltungen gibt es jetzt bis mindestens Ende Juni nicht mehr und ob es dann einen „Bachmann-Preis“ geben wird, was eigentlich leicht lösbar wäre, ist auch noch nicht klar und meine Leser werden es vielleicht an meinen bisherigen CoronaBerichten gemerkt und erstaunt festgestellt haben, sie gehen mir nicht ab.

Ich gehe derzeit nur wenig aus dem Haus, eigentlich nur um Zahlscheine einzuzahlen,Briefe aufzugeben oder die Plastikflaschen zu entsorgen, richtig nach Harland unseren Zweitwohnsintz sind wir über Ostern auch gewesen und dort bin ich ein bißchen Rad gefahren, aber ich lese und schreibe viel und versuche mich auf meinen Blog noch besser zu promoten, obwohl ich weiß, daß mein erfolgloses Schreiben wohl wirklich niemanden interessiert.

Also etwas ändern oder, wie wird es nach Corona weitergehen. Das wissen wir noch nicht so genau. Wissen auch nicht, wie lange es dauert, nur, daß ich mit einer Maske nicht in ein Bad und auch nicht spazieren gehen will, aber in Bäder bin ich auch vorher nicht gegangen und beim Volksstimmefest, das ja immer Ende August, Anfang September pünktlich vor Schulbeginn stattfindet, wissen wir auch nicht, ob es das gegeben wird. Ist es ja doch, obwohl es ja nur wenige Kommunsten gibt, eine Massenveranstaltung.

Daß es aber kein „Linkes Wort“, meine jährlich größte Lesung geben wird, war auch schon vor Corona klar, hat sich da ja, die letzten zwei Volksstimeanthologien werden wohl auch nicht fertig, Christoph Kepplinger gemeldet und gesagt, daß er es nicht mehr organisieren wird.

Ich will das auch nicht, obwohl ich ja schon Veranstaltungen organisert habe. Von 2001 bis 2009 mit Ausnahme 2002, die „Freiheit des Wortes“ für die GAV, dann habe ich es für die „Mittleren“ zurückgegeben, weil man ja nur mehr eine Veranstaltung organiseren durfte, die mache ich auch nicht mehr und sonst werde ich ja nur sehr wenig zu Veranstaltungen eingeladen und wenn, dann kommen, so wie im Republikanischen Club voriges Jahr nur wenige Leute hin oder es ist, wie in der „Gesellschaft“ ohnehin ein Hindernis, weil ich ja nur Selbstgemachtes habe und „Eigenverlag, nein das wollen wir  nicht!“

So hätte ich heuer wahrscheinlich auch ohne Corona wenige oder keine Lesungen, der Osterspaziergang der LitGes, wo ich ja mit Ausnahme des letzten Jahres immer hingegangen und etwas gelesen habe, ist wegen Corona ausgefallen, das „Linke Wort“ gibt es nicht mehr, höchstens die „Poet Night“, die ja im Oktober oder November stattfindet, könnte es noch geben, aber das ist ja auch nur eine Insiderveranstalter, wo die Lesetheatermitglieder, die auch schreiben, einen Text lesen, dafür eine halbe Stunde früher kommen,  nach der Lesung ihren Fünfziger oder was es an Honorar gibt, abholen und dann meistens verschwinden oder sich in den Gastraum setzten.

Also keine Lesungen mehr, aber zum Schreiben höre ich nicht auf, obwohl ich auch das ja schon öfter angeküngt habe, daß ich mich ausgeschrieben fühle und nicht wirklich weiß, ob mir noch etwas einfallen wird?

Das stimmt nicht, kann ich gleich vermelden, Corona hat mich da eher kreativ gemacht, denn ich habe in den letzten Tagen das „Fräulein“No“ fertig korrigiert und mit der Planung des „Frühlingserwachen“ meinem Corona-Roman angefangen und die Vorschau vom „Zweiten Literaturgeflüster-Buch“ ist auch schon da und was den Veranstaltungsstop betrifft, da gibt es ja nicht ur den Corona bedingten und den vor einem Jahr wegen des Gips, nein, ich habe das, glaube ich, schon 2000 einmal ausprobiert, weil ich dachte, ich sollte lieber zu Hause bleiben und nicht so viel zu den Veranstaltungen der anderen gehen.

Habe dann damit aufgehört, weil ich dachte, sonst vergessen mich die anderen. Damals habe ich meine Texte ja noch zu Veranstaltungen geschickt und mich für Stipendien geschickt und mehr habe ich ohne Lesungen auch nicht geschrieben.

Damals habe ich  noch nicht gebloggt. Als ich 2008 damit angefangen habe, habe ich noch die „Mittleren“ und die „Freiheit des Wortes“ organisiert und bin von der GAV 2008 auch in die  die Jury für die „Buchprämien“ vorgeschlagen worden. 1996 haben sie das schon einmal für das „Nachwuchsstipendium“ getan. Da habe ich in den diesbezüglichen Artikel schon etwas von einer Gradwanderung geschrieben, von dem Boderlinehüpfen von Hüben nach Drüben, von der Hobby zur Profiautorin oder vom Publkum zur Lesenden und als Hobbyautorin, meine Leser wissen es, bezeichne ich mich immer noch nicht, sondern eher als literarischen Original, obwohl ich ja selber eifrig nach drben schaue und mir auch Webinare und Probeworkshops von Leuten anhöre, die vermutlich viel weniger als ich geschrieben haben, die sie wahrscheinlich für Schreibanfänger anbieten, was ich sicher nicht bin.

Der Blog, könnte man also sagen, hat mich von der Profischiene in die ich ja sehr gerne will, noch ein Stückchen weiter weggebracht hat und ob ich nach Corona wieder zurückfinde, ist wahrscheinlich auch eher unwahrscheinlich, bin ich ja schon über fünfundsechzig. Da bekommt man kein Stipedium mehr und Preise warhhrscheinlich auch nur, wenn man Mayröcker, Handke oder Jelinek heißt, gut die Ilse Helbich ist eine Ausnahme. Aber ich schreibe ja sehr viel und eifrig, habe bei den IG Autoren ja noch vor Ausbruch der Corona-Krise meinen „Selfpublisherantrag“ gestellt, da hat sich dann etwas später eine Studentin bei mir gemeldet, die Dissertation darüber schreiben will und ein Interveiw mit Cornelia Stahl soll es in diesem Monat auch geben. Die hat mich ja einmal bei dieser anderen Buchmesse angesprochen und gesagt, sie würde mich im Juni interveiwen. Das war vor sechs Jahren. Jetzt scheint es zu klappen und die Doris Kloimstein hat mich im Herbst auch zu einer Klosterwoche eingeladen, wo ich mit anderen einen Text zu einer Bibelstelle schreiben soll, ob das stattfindet ist auch noch nicht so klar?

Es würde dann eine Anthologie geben und daß ich mein „Mein Schreiben meine Bücher“ wenn es erst fertig ist, an die Frau Danielcyck, die „Gesellschaft“, Ö1, etcetera schicken will, habe ich mir auch schon vorgenommen. Aber Ö1 spart ja derzeit sehr, so hat mir die Ruth erzählt, daß sie da  keine neuen Texte mehr nehmen und auch das Kulturjournal umfunkoniert haben.

Corona-Lesungen gibt es aber sehr viele und ich schaue mich auch manchmal durch die Online-Lesungen, aber da fehlt der persönliche Kontakt, das merke ich schon. Da kann man dann zwar auch nicht ignoriert werden. Mal sehen, wie es mit meinen Veranstaltungspausen weitergeht, auf dem Blog werde ich sicher  präsentbleiben und mit Maske gehe ich sicher zu keinen Veranstaltungen, also warten wir ab.

2021-01-22

Das zweite Corona-Buch

Das Thema Corona, meine Leser wissen es, interessiert mich sehr und ich schreibe, seit wir uns in der Krise befinden, auch sehr viel darüber, so daß wieder wie auch in der Flüchtlingskrise eine Trilogie darüber entstehen wird. Kein Frühlingserwachen mehr“ ist das erste Buch, vor ein paar Monaten erschienen, ich ganz schön vermummt, weil man ja keine Kinder fotografieren soll, obwohl wir da ein schönes Foto von der kleinen Lia und ihrer Mama Anna hatten und das hätte ja ohne Corona ein Buch über eine ganz normale Dreierbeziehung werden wollen, dann folgte das Sommergeschehen und da hatte ich schon länger in der Seedosen-Bücherzelle ein Notizbuch gefunden. Die finde ich öfter mal in den Schränken und da waren auch ein paar sehr schöne dabei. Aber dieses war schon ein bißchen beschreiben und zwar wurde da ein Festival im Sonnenpark geplant und die Idee für mein Sommer Corona-Buch, wo es auch um mein alter Ego, die Schriftstellerin Eja Augustin und auch, um ein Handy, das in einen Blumentopf fällt, dazu haben mich die Schreibimpulse aus dem kleinen Handybuch animiert und ein paar Veranstaltungen, die ich im Sommer besucht habe, haben mir auch den Input gegeben und dabei ist die Idee über eine Maskenverweigerin zu schreiben, ein wenig übergeblieben und einen dystopischen Roman über die Corona-Krise wollte ich ja auch schon lange schreiben. Aber wie schreibt man den? Wenn ich vor ein einhalb Jahren ein Buch darüber geschrieben hätte, daß wir alle Masken tragen müßen, daß die Polizisten mit einem Maßstab herumrennen und von einem fünfhundert Euro verlangen, wenn man sich auf eine Parkbank setzt, daß man sich freitesten muß und zu Silvester keine Böller werfen darf, dann wärs ein solcher geworden. Da hätte man mir vielleicht noch sagen können, „Das ist aber jetzt total unrealistisch, da ist aber deine Fantasie ganz schön mit dir durchgegangen!“ Und so fängt auch mein drittes Corona-Buch die „Mathilde im Coronaland,“ geschrieben vorwiegend im November 2020 im Rahmen des „Nanowrimos“ an, nämlich mit einem Absagebrief an die liebe Autorin, datiert mit Ende 2019 und dann kommt, undatiert, ein Brief der Mathilde an ihre Enkeltochter bevor sie ins Nichtgeimpften-Ghetto zieht und dazwschen liegt das Jahr 2020. Nun gut, das ist auch noch ein bißchen Utopie, denn das buch erst im Rohtext fertig und jetzt wird noch eifrig korrigiert. Das buch gibt es also noch nicht, dafür ist das „Notizbuch“ da und ich löse wieder die Gewinnspielfragen auf. Leider hat sich wieder niemand gemeldet, der das Buch gewinnen will. Aber vielleicht will mir einer für eine Leserunde kommentieren oder eine Rezension schreiben. 1. Das Buch wurde, das habe ich schon geschrieben, in der Bücherzelle bei der Seedose gefunden. 2. Ein Festival im Kulturzentrum Sonnenpark 3.Im Weinhaus Sittl bei einer Lesetheaterveranstaltung. Ich war auch dort Ende Juni und habe mich da mit einer älteren Dame unterhalten, die das Vorbild zur Aloisia wurde. Und die nächste Idee oder das nächste Corona-Buch wird das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den dort vorhandenen Corona-Texten werden und da gibt es ja schon sehr sehr viele.

2021-01-14

Überarbeitung der Romanideen

Bis zum siebzehnten Jänner kann man sich ja noch zur Jurenka Jurks „Ausbildung zum Romanautor“ oder ARA 21 anmelden und da gibt es vorher immer viele Webinare, an denen ich, die ich, die ja dazu lernen will, immer eifrig teilnehmen.

So gab es ja in den ersten Jännertagen den fünf Tagekurs „Plan dein Romanjahr“, dann wurden die acht Stufen des „Romanfahrplans“ vorgestellt. Am Dienstag gabs noch eine Plauderstunde mit ehemaligen Teinehmern, das ich wegen dem „Dichterloh-Festival“ versäumte. Auf der Website kann man es sich aber, glaube ich, noch anschauen und heute wieder ein Webinar zum „Abklopfen seiner Romanideen“.

Dieses Webinar gabs, galube ich, schon im letzten und vorletzten Jahr, wo ich ja, glaube ich, die „Magdalena Kirchberg“ und das „Frühlingserwachen“ schrieb oder plante und jetzt überarbeite ich ja meinen achten „Nanowrimo“ und dritten Corona-Text „Mathilde im Coronaland“ und habe da klaube ich auch noch einiges abzuklopfen, beziehungsweise einiges stringenter zu machen.

Im Okotber gab Jurenka Jurk einen Überarbeitskurs und dazu einige Webinare, wo man lernen kann, wie man sein Rohkonzept überarbeiten kann und soll?

Da habe ich mir die Webinare angeschaut und war etwas ratlos, hatte ich bezüglich der „Mathilde“, die ich ja im November schreiben wollte, noch nichts, was ich überarbeiten hätte können, hatte ich ja nur eine ungefähre Ahnung, daß ich über Corona einen dystopischen Roman in dem es, um eine Maskenverweigererin geht, schreiben wollte, aber darüber hinaus hatte ich noch nicht viel Ahnung, wie ich da in die Dystopie kommen soll. Soll ich über die spanische Grippe schreiben? Über das Tabgebuch der Großmutter, die daran verstorben ist oder über das Leben im Nichtgeimpften-Ghetto schreiben? Ich hatte da, glaube ich, gerade die zwei Briefe und dachte, was soll ich da überarbeiten, wenn ich noch keine Handlung habe und noch nicht wirklich weiß, was ich da schreiben soll?

inzwischen ist mein Rohkonzept fertig, da war ich ja nachdem ich schon im Oktober, ich glaube, bald nach Frankfurt begonnen habe. Mitte November, als der strenge Lockdown bei uns losgegangen ist. Und habe dann eigentlich recht lustlos das ganze ein oder zwei mal durchkorrigert, dazwischen liefen die Corona-News die mich ja sehr interessieren und die auch sehr aufregend waren. Wie schaut das Freitesten aus? Wird der Lockdown bis Ostern verlängert? Darf man nicht weiter als fünfzehn Kilometer seinen Wohnort verlassen? Alles eigentlich recht seltsam klingende Dinge, wenn man den Hintergrund nicht weiß und dachte, ich soll oder will die Freude an meinen Text wiederfinden, weil es da noch einiges zu überarbeiten gibt, damit am Ende ein halbwegs guter Text wird.

Inzwischen habe ich das, glaube ich, auch erreicht, beziehungsweise korrigiere ich das jetzt Szene für Szene bis das Ganze sitzt und ich das, was ich noch ausbessern muß, verbessert habe und bin dabei, glaube ich, im Monat Juni, wo die Mathilde ins Cafe Prückl geht und die Rosa und die Mar von Gänselhäufel kommen und habs, glaube ich, jetzt ein bißchen flüßiger, aber einige Hunde habe ich sicher noch drinnen, wo ich noch einiges abklopfen muß und habe mich auf das Webinar sehr gefreut, obwohl es mir jetzt ja umgekehrt als im Oktober geht. Denn jetzt bräuchte ich eher das Überarbeitungsseminar, denn die Romanidee ist schon da und das Rohkonzept fertig.

Es waren auch interessante Themen, die Jurenka Jurk mit ihren Teilnhmern diskutieren, die viele Fragen stellten. Da hieß es, daß man sich ein Thema suchen soll, das einem liegt, damit man an der Stange bleibt und bereit ist ausdauernd daran zu arbeiten. Dann natürlich, daß man, wenn man das Ganze veröffentliche will, den Markt abklopfen soll und dann natürlich das Werkzeug lernen, beziehungsweise dem Romanfahrplan folgen, was meine derzeitige Überarbeitungsproblematik betrifft, streiche ich derzeit den Verlagsnamen heraus, wo die Rosa hospitiert, die Beziehung zwischen Rosa und Benedikt kann wahrscheinlich noch mehr Schwung gebrauchen,und die Mar-Transgeschichte muß ich sicher auch noch . beklopfen. Aber wichtig, der Spaß ist da, ich korrigiere langsam, denn morgen erwarten mich ja zwei Jursitzungen, beziehungsweise, die des „Ohrenschmauses“ und der Bloggerdebutpreisträger wird auch bekanntgegeben. Aber wenn ich mich an den Text setze, dann gefällt er mir wieder und ich denke, ich werde ihn schon so hinbekommen, daß der fertig wird.

Das Ende des Romans wurde bei Jurenka Jurk auch besprochen und etwas, wo ich wahrscheinlich auch Schwierigkeiten habe oder nicht professionell bin, nämlich, daß die Idee „bigger than live“ sein soll und das ist das Corona-Land meiner Mathilde vielleicht nicht so ganz, denn da ist die Dystopie wahrscheinlich viel zu realistisch. Ist aber so und die kleine Lia wird es später vielleicht interessieren. Also ist es eher ein chronologisches Schreiben und da habe ich immer ein bißchen Angst, daß man das eigentlich nicht soll oder ich immer höre, daß ich viel zu banal schreibe. Es ist, wie es ist und schreibe so gut, wie ich es kann und das zweite Corona-Buch auch schon erschienen und ich habe die ersten zwei Bücher auch an das Literaturhaus und an Herrn Huez geschickt, denn die Hoffnung stirbt ja zuletzt und so ganz gebe ich offensichtlich doch noch nicht auf.

2021-01-07

Korrigierschwierigkeiten

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:10
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Das neue Jahr hat für mich ja jetzt schon das dritte Mal mit einen Romanjahrkurs der Jurenka Jurk begonnen und außerdem ganz speziell und viel unangnehmer mit der Frage, wie es mit Corona weitergeht, kein Freitesten, aber dafür eine Verlängerung des Lockdowns denn die täglichen Zahlen sind ja über tausend statt darunter, wie Parteichefin Pamela Rendi-Wagner fordert und im Gesundheitsministerium wird mit der Opposition die weiteren Teststategien und wie das mit der neuen Virusmutation weitergeht, besprochen und zwischen all dem sitze ich da und soll mein drittes Corona Buch „Mathilde im Coronaland“ meinen achten „Nanwowrimo“ korrigieren und will das eigentlich nicht so recht. Das heißt, ich trödle herum, der innere Kritiker schreit, das ist nicht gut und das sehe ich selbst, wenn ich mich da durch das Jahr 2020 korrigiere.

Mit den ersten beiden Corona-Texten ist es mir ja sehr gut gegangen. Das „Frühlingserwachen“ ist schon erschienen, besonders aufgefallen und wahrgenommen wurde es zwar nicht. Das „Braunkarierte Notizbuch“ wird nächste Woche erscheinen und da ist das Schreiben im Sommer auch sehr flott gegangen. Da habe ich ja mein Alter Ego, die Eja Augustin beschrieben, wie die sich über den Sommer aufs Land zurückgezogen hat, um dort einen Roman zu schreiben. Da ist mir ja vorgeschwebt, es war die Zeit, wo die Maskenpflicht wieder eingeführt wurde, über eine Maskenverweigerin zu schreiben und habe das nicht so ganz hinbekommen und auch der dsytopische Roman, den ich ja eigentlich schon beim „Frühlingserwachen“ schreiben wollte, war das noch nicht. Da habe ich mir „Leben einer Maskenverweigerin“ und dystopischer Roman in mein Notizbuch notiert und die Idee der Mathilde war geboren.

Ursprünglich sollte es „Leben im Coronaland“ heißen und, obwohl ich nicht so ganz sicher war, wie man über die Corona-Siutation einen dystopischen Roman schreiben soll, bei dem nicht alle schreien, das ist doch real und habe dann im Oktober den Absagebrief des Verlags geschrieben und den Brief der Mathilde an die Jasminka, bevor sie in eine Ni-Wohnung oder Nichtgeimpften-Ghetto zieht. Das ist noch ein bißchen utopisch und ich hatte es mit 12.12. 2021 datiert. Der Absagebrief stammt aus dem Jahr 2019, das habe ich inzwischen weggestrichen und den Brief undatiert gelassen. Den eigentlichen Roman, den ich im Oktober begonnen und dann im November im Rahmen des „Nanwowrimos“ fertiggeschrieben habe, spielt im Jahr 2020 und ich habe ihn im November mit dem Monat Dezember beendet und der ist auch nicht wirklich dystopisch, sondern sehr realistisch und endet mit der Diskussion über die Massentests. Die Mathilde ist die Maskenverweigerin, da habe ich immer das Problem das begründen, warum tut sie das, warum weigert sie sich das Stück Stoff umzubinden und habe das eher offengelassen. Sie hat eine Nachbarin die für sie einkaufen geht, das ist Rosa Binder, die Germanistik studiert hat und später Kontakttracerin wird und einen Mitarbeiter des Bundeskanzleramt kennenlernt in den sie sich verliebt. Sie hat ein diveres Geschwister, das muß ich auch noch ausarbeiten und die Mathilde hat ihre enkeltochter noch nicht gesehen.

Am sechzehnten November war ich, glaube ich, mit dem Rohtext fertig, da war ich etwas über fünfzigtausend Worte. Das geht sich bei mir immer zufälligerweise genau aus, meistens muß ich anstückeln und es wird nie so lange, wie ich es eigentlich will. Aber diesmal habe ich den Text in der Zwischenzeit nicht korrigiert, das heißt, da ist nichts weggefallen, das kam erst später. Am fünften Dezember hatte ich dann das Ganze das erste Mal durchkorrigiert und danach 47 840 Worte und 101 Seiten und bin vor einigen Tagen mit dem zweiten Korrigierdurchgang fertiggeworden, da stehe ich jetzt bei 45 532 Worten und siebenundneunzig Seiten und bin nicht damit zufrieden. Vielleicht, Uli schau owa, weil ich nicht sehr konzentriert korrigiere, sondern ständig Oe 24-TV dazu laufen lassen, was ich seit März eigentlich ständig tue und das ist wahrscheinlich mein Problem. Denn ich korrigiere das Jahr 2020, den ersten Lockdown, die Rücknahme der Maßnahmen, die Wiedereinführung der Maskenpflicht und bin in der Realität schon viel weiter, höre gerade beispielsweise, wie sich das neue Virus verändert hat und habe, wie man sieht, am Text viel weggestrichen und die meisten Szene finde ich noch sehr flach und sollte sie flüßiger machen. Wirklich am Text will ich wieder nicht viel ändern.

Der Text ist mit Ausnahme des Beginns sehr realistisch und lebt auch mehr von den Nebenhandlungen, der Beziehung zwischen Rosa und Benedikt, die Geschichte des Geschwisters, die des kleinen Max, der in die Schule kommt, infolgedessen eine Maskenphobie beziehungsweise eine Enuresis entwickelt. Da müßte ich die Szenen noch flüßiger machen und auch noch einiges ausarbeiten. Das habe ich jetzt vor, das Ganze wieder Szeneweise so lange bis es sitzt, zu verbessern. Dazu kann mir vielleicht auch der Fünftagekurs helfen, morgen kommt ja auch das Thema Überarbeitung dran und im Oktober gab es dazu auch ein spezielles Seminar, wo ich mir dachte, was soll ich korrigieren, wenn ich nicht noch einmal den Plan für den Rotext sondern nur die zwei Briefe habe, jetzt muß ich die Freude an dem Text wiederfinden und vielleicht das „Oe 24“ ausschalten, um mich besser auf den Text konzentrieren zu können.

Ich weiß nicht, ob es mir gelingt, wär aber schön einen spannenden Text daraus zu machen, schon um der kleinen Lia einmal etwas zu hinterlassen, damit sie lesen kann, wie das im Jahr 2020 war und Spannungsbögen, um wieder an Jurenka Jurk anzuköpfen, hätte ich ja.

So kommt ja das Tagebuch der Großmutter vor, die an der spanischen Grippe gestorben ist und so ganz realistisch ist es auch nicht, taucht da doch am Schluß die Aloisia mit einer schwarzen Maske einen langen Rock und einem Strohhütchen auf und die ist ja eigentlich 1946, als mittelalte Frau an Krebs gestorben. Spannend, spannend drei Corona-Texte zu haben, auf meinen Blog kann man noch andere Texte und Alltagsberichte finden, sonst falle ich ja nicht sehr auf, überlege aber das „Notizbuch“, wenn es dann erscheint, an das Literaturhaus zu schicken, denn die sammeln, glaube ich, Corona-Texte und da gibt es ja schon einige davon.

2021-01-06

Wie wird das Romanschreibjahr 2021?

Seit zwei oder drei Jahren beginnt mein Jahr mit einem Fünftagekurs „Plane dein Romanschreibjahr?“, das Jurenka Jurk im Auftakt für ihre „Ausbildung zum Romanautor“, die ja schon sehr professionell mit mehreren Assistenten in der Romanschule am Bodensee online stattfindet.

2017 bin ich, glaube ich, durch Anika Bühnemann, auf die ich schon früher gestoßen bin, das Netz hat ein paar sehr engagierte Schreibtrainerinnen, die alle viel jünger als ich sind , auf ihre Online-Autorenmesse aufmerksam geworden. Habe mir die Videos dazu neben der Buch-Wien und vielleicht auch zwischen einem „Nanowrimo“ angesehen. Ja damals war es noch hetzig und dicht gedrängt und habe dann die letzten zwei Jahre jeweils mit dem Fünftagekurs begonnen, habe meine Schreibziele defniert und immer wieder gedacht jetzt probiere ich es ernsthaft mit der „Heldenreise“.

Man bekommt von Jurenka Jurk ja Arbeitsblätter, wo man seine Ziele aufschreiben kann und Webinare gibt es immer wieder auch, die ich mehr oder weniger intensiv ausfüllte und über meine Ziele bloggte, denn natürlich wäre es schön wenn das neue Jahr ein wenig produktiver werden würde, ich beispielsweise einen kleineren oder größeren Verlag finden würde, obwohl ich ja an sich mit meinen selbstgemachten Büchern, wo es ja glaube ich bald das fünfzigste gibt, an sich zufrieden wäre. Die Bücher sind schön, aber das Selfpublisherstigma bleibt natürlich und obwohl ich es ja auf meinem Blog eifrig bewerbe, Leserunden und Gewinnspieleausrufe mache, gibt es kaum mehr Feedback als die Feststelungen des Uli, daß ich mich mehr bemühen soll.

Das tue ich auch und ich korrigere auch meine Buchmanuskripte, im Blog gibt es Fehler, weil ich ja immer noch etwas anderes zu tun habe, als Blogartikel schreiben und außerdem mein Computer ziemlich hinüber ist. Also bei der Groß- und Kleinschreibung immer öfter hängenbleibt und manche Buchstaben auch nicht mehr funktionieren. Feedback wäre schön, denke ich, schreibe ich ja schon fast fünfzig Jahre, habe fünfzig Bücher geschrieben und blogge seit Juli 2008, also sehr viel. Mehr als viele andere, aber gut, man gewöhnt sich daran und der Corona-Veranstaltungstop der wahrscheinlich bleiben wird, weil ich ja weder mit Maske noch mit Test oder Registrierungsapp irgendwohin gehen werde, würden ja auch die Einladungen flachfallen, wenn welche kommen würden.

Also wird das Jahr 2021 wahrscheinlich auch anders als bis 2019 werden, obwohl ich ja 2020 viel geschrieben habe, drei Bücher sind erschienen, drei geschrieben, zwei fertigkorrigiert und zu lesen gibt es auch sehr viel. Aber die Frage, bin ich etwa ausgeschrieben, wenn nichts als Ulis „Sie können es nicht!“, kommt und dann denke ich, jetzt werde ich bald siebzig, also ist es ohnehin schon egal.

2020 waralso eine sehr intensives Schreibjahr obwohl ich meinen Vorsatz das „Frühlingserwachen“ nach der „Heldenreise“ zu konzipieren eigentlich gescheitert bin. Das Buch ist ja fertig und auch schön geworden. Nach der „Heldenreise“ ist es aber nicht geschrieben und danach weiter zu forschen, habe ich, glaube ich, inzwischen aufgegeben.

Ab den zweiten Jänner fängt der nächste Kurs für das Romanjahr 2021 statt und da habe ich die fünf Arbeitsblätter, es sind, glaube ich, dieselben oder ähnliche der letzten zwei Jahre ausgefüllt und geschrieben, daß ich „Mathilde im Coronaland“ an dem ich derzeit herumtrödle und nicht oder noch nicht so zufrieden damit bin, fertigzumachen und dann will ich ein drittes „Literaturgeflüsterbuch“ mit meinen ja sehr zahlreichen Corona-Texten zusammenstellen.

Was dann kommt liegt in der Luft, denn auch, wenn ich immer schreibe, daß ich wahrscheinlich keine Lesungen mehr haben werde, will ich das Schreiben ja nicht aufgeben, obwohl ich es langsamer und geduldiger angehe und mich auch weniger antreibe, wie ich es die letzten Jahrzehnte getan habe.

Jetzt denke ich immer öfter, es ist ohnehin egal, an fünfzig selbstgemachte Bücher gibt es und eines in einem Kleinverlag, das sehr schlechte Kritiken hatte, die Leser stänkern oder beachten es nicht. Ich bin eigentlich zufrieden und habe endgültig Rudolf B.s Rat, den er mir, glaube ich, schon 1978 gegeben hat, es doch nur für mich zu machen, angenommen. Obwohl es eigentlich sehr schade ist, daß es so gekommen ist und, daß ich mich, obwohl ich ja soviel literarschen Output habe, so wenig Beachtung finde. Aber gut, ich kann es nicht ändern. Ist halt so, aber weil ich ja immer noch sehr am literarischen Leben interessiert bin und jetzt wahrscheinlich auch zu keinen Preisverleihungen und GVs mehr kann, werde ich mich weiter im Netz umsehen und so werde ich auch das Jahr 2021 mit Jurenka Jurks-Kurs beginnen, habe das erste umfangreiche Arbeitsblattpensum schon aufgefüllt und war auf das erste Online-Webinar gespannt, Aber vorher gabs noch ein Online Jury-Treffen des Boggerdebut, das obwohl ich bei meinen Computer weder Ton habe, noch mich selbst beteiligen kann, sehr lang war, so daß ich gerade zu den Fragen der etwa dreihundert Teilnehmer zurechtgekommen sind, die aber schon sehr speziell waren, so daß ich eigentlich wissen will, was ich da versäumte, geben.

Bei den Tagesblättern zum Tag zwei geht zu dem, was ich noch brauche, um ein Autor zu werden. Da gibt es auch ein Video dazu und die Frage wird geklärt, kann man sich schon Autor nennen, auch wenn man noch nichts veröffentlicht hat?

Jurenka Jurk sagt ja und ich denke erstens an H. C. Artmann und zweitens, daß ich ja schon veröffentlicht habe und sogar, Kritiker herhören, bei großen Verlagen und Literaturzeitschriften, ist zwar schon länger her, kann ich aber belegen, trotzdem höre ich gerade von meinen Kritikern immer wieder „Und Sie wollen sich Autor schimpfen?“

Tue ich meistens nicht, sondern bleibe bei der schreibenden Frau, ein Begriff den Jurenka Jurk vielleicht wieder als zu Undercovered nennt. Für mich passt er aber und was ich brauche, um endlich den Druchzubruch zu finden?

Ich weiß es nicht wirklich. Natürlich könnteich wieder die Verlags- oder Agenturtour beschreiten. Als ichs vor dreißig Jahren tat, war ich wahrscheinlich zu unprofessionell und natürlich sollte ich mehr auf meine Fehler achten und zu journalistisch ist es vielleicht auch noch. Die Dialoge sind zu flach und die „Heldenreise“ ist wahrscheinlich wirklich nicht mein Ding. Also habe ich wahrscheinlich ähnlich wie im letzten Jahr geschrieben, daß ich versuche bei meinem dritten Corona-Text, wo ich jetzt ja noch stecke und der wirklich unfertig ist, wieder Spaß zu finden und ihn so gut zu machen, daß sich, wenn das Buch erschienen ist, vielleicht doch jemand für die Leserrunde findet und mir eine Rezension dazu machen will.

In dem Webinar hatte ich dann wieder Schwierigkeiten mit meiner alten Software, der Ton ruckelte aber und man hatte im Chat die Ziele der anderen Teilnehmer, es waren, glaube ich, wieder einige Hunderte. Es wurde die Papyrussoftware, etwas was für mich auch ein spanisches Dorf ist, besprochen, daß man immer Normseiten verwenden soll und daß es gut ist, wenn man die zehn Finger Technik kann. Kann ich, denn ich habe ich in der Straßergasse Maschinschreiben gelernt und für Tag drei wurde ein Sped-Dating angekündigt. Dafür braucht man aber auch eine Kamera und kann sich dann mit den anderen austauschen, wenn man sein Genre und seinen Arbeitstitel bekanntgeben kann. Im Augenblick habe ich beides nicht. Das heißt, bei meinem Mathilde-Projekt bin ich ja in der Überarbeitungssphase, also werde ich mehr Zeit für den Nico Bleutge und seinen „Drei Fliegen“ in der Badewanne haben und bei dem Video und den Arbeitsblättern zum Tag drei ging es wieder um den Romanfahrplan, den Jurenka Jurk kurz vorstellte und dann die Figuren, die Heldenreise, das Plotten und die Szenenplanung erläuterte. Was man auch in den Arbeitsblättern ausfüllen sollte, wie weit man damit schon ist und was man noch dazu braucht? Die ersten beiden Arbeitsblätter habe ich brav ausgefüllt, bei diesen habe ich gepasst und werden stattdessen einen Korrigierbericht bezüglich der Mathilde schreiben und habe nur die Frage, wie es den anderen damit geht, ob die so genau wissen, was ihre Figuren brauchen, um den Leser auf dreihundert Seiten zu fesseln, das auf einer Skala von 1-10 ausfüllen können und wissen was sie 2021 damit erreichen wollen?

Ich habe das in den letzten zwei Jahren wahrscheinlich für die Magdalena Kirchberg und die Roswitha Herweg ausgefüllt. Beim „Frühlingserwachen“ habe ich auch versucht danach zu schreiben und würde jetzt denken es ist mir nicht gelungen. Jetzt habe ich ein Manuskript in der Überarbeitungsühase und den Plan ein „Corona-Texte-Literaturgeflüsterbuch“ herauszugeben. Ausgedruckt habe ich mir die Arbeitsblätter schon, denn vielleicht komme ich noch darauf zurück.

Am Tag vier ging es weiter mit den Dialogen, dem Show not tell, dem Überarbeiten und dem Romane anbieten, wo man wieder auf den Arbeitsblättern seinen Stand feststellen konnte. Das habe ich ein bißchen auf mein „Mathilde-Konzept“ bezogen, gemacht und dann am Nachmittag meine ersten zwei Szenen überarbeitet und am Abend gab es in dem Webinar wieder eine Show not tell – Übung, wie es sie schon bei der Schreibparty gab.

Damals wurden gerade die Massentests angekündigt und ich habe da die Aloisia zur Mathilde geschickt und sie ihre diesbezügliche Gefühle zeigen lassen. Wahrscheinlich bin ich ja immer noch mehr auf das Tell fixiert und diesmal war ich bezüglich der aktuellen Lage auch sehraufgeregt, beschäftigt mich ja die Frage, warum, wenn das Impfen schon so wichtig ist, dann nicht geimpft wird und auch die Tatsache, daß die Deutschen jetzt wieder verschärfen und in Oe 24-TV, die Weihnachts-Zehnpersonenregel diskutiert wurde, obwohl die Zahlen zwar nicht hinunter gehen, aber das erzwungene Eintrittstesten, um die Wirtschaft nicht zusammenklappen zu lassen, vielleicht doch nicht erfordert?

Das hat mich am Abend beschäftigt, so daß ich sogar nicht in die Badewanne gegangen bin, um weiterzulesen. Dann hatte ich wieder Schwierigkeiten mit den Ton und den Bild und bin in die Show-Übung, wo es um eine Larissa 37, die vielleicht geizig oder panisch ist und um halb zwölf auf einen Jahrmarkt geht und man eine Geschichte darüber schreiben sollte, wo man das nicht benennen sollte, zu spät hineingekommen. Dann habe ich wiederan meine Mathilde und meine Aloisia gedacht. Einen viel kürzeren Text geschrieben und während Jurenka Jurk und ihre Assistentin Natascha vier oder fünf Texte analsierten, den auch öfter korrigiert. Lang ist er diesmal nicht geworden, die Wut über das Interview bezüglich der Eintrittstestung habe ich beschrieben und ansonsten die Aloisa Mathildes Gefühle erraten lasssen und ihr am Schluß empfohlen ihre Gefühlen freien Lauf zu lassen „Dann schick ihn halt auf den Mond…!“

Und damit in die Überarbeitung meines dritten Corona-Textes gehen und versuchen die Freude und den Spaß daran wiederzufinden, es gibt aber noch einen Romanfahrplan, der am Tag fünf vorgestellt wurde. Da gabs dann in den Arbeitsblättern, die Möglichkeit einen Vertrag mit sich selber abzuschließen, wo man sich auch belohnen kann, wenn man sein Ziel erreicht hat und am Abend wurde noch einmal der Romanfahrplan mit seinen acht Modulen vergestellt, wo man diesmal in Sechserteams das Handwerk erlernen, seinen Roman schreiben und mit einem Zertifikat nach einer Prüfung in zwei Jahren abschließen kann

Mein Ziel ist ja wie geschrieben, die Mathilde möglichst gut und möglicht lustvoll fertig zu bekommen, also noch verbessern und dann das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den Corona-Texten und dann eventuelle einen neuen Text im November als neuen „Nanowrimo“. Das weiß ich noch nicht so genau. Einen <kalender wo man alles eintragen kann, gab es auch, eine tolle Schreibfahrplanwoche, wo ich mir wahrscheinlich die Show not tell-Übung die man ja immer zwischendurch machen kann, mitnehmen werde.

2020-12-31

Das verflixte Corona-Jahr

In diesem jahr war alles anders. Falsch, denn bei mir hat es ja schon 2019 mit den Veränderungen angefangen. Denn da habe ich mir ja im März den Knöchel gebrochen, war ein paar Tage im Landesklinikum St. Pölten, hatte sechs Wochen einen Gips, konnte daher nicht nach Leipzig fahren und die sechs Wochen bin ich zu keinen Veranstaltungen gegangen.

Auf der „Buch-Wien“ war ich, aber nur auf der Eröffnung und am Donnerstag, denn da sind wir ja am Abend nach Basel gefahren um uns die „Buch Basel“ und den „Schweizer Buchpreis“ zu geben. Infolgedessen gab es kein Geburtstagsfest und heuer, ja, da kamen irgendwann, ich weiß es gar nicht mehr so genau wann,die Gerüchte von diesem Virus aus Wuhan, die ich anfangs nicht so ernstgenommen habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß wir plötzlich in so massive Veränderungen und Zwangsmaßnahmen hineinkippen, die ich lange oder vielleicht noch immer als einen dystopischen Roman erlebte, beziehungsweise einen solchen darüber schreiben wollte.

Im Februar hat es ja noch ganz gut angefangen, da wurde die nominierten Bücher des „Leipziger-Buchpreises“ verkündet und ich habe mich das erste Mal entschloßen, diese, nicht alle, die Sachbücher habe ich eher ausgelassen, anzufragen und zu lesen. Die Ruth hat uns nach Hinterthal in den Winterurlaub eingeladen. Da bin ich dann gleich, das heißt sogarein bißchen früher, zurück um an der GV der IG-Autoren teilzunehmen, habe da einen Antrag gestellt, daß die IG vielleicht etwas für die Selfpublisher tun könnte, denn die haben da ja auch noch ein eher konservatives Bild, ich habe dann gleich eine Anfrage für ein Interview bekommen. Da war die Leipziger Buchmesse, wo ich auch schon wieder akkreditiert war und mir Vertmine ausgemacht habe, abgesagt und dann ging es Schlag auf Schlag mit den Maßnahmen, dem ersten Lockdown, der Maskenpflich, dem Veranstaltungsstop, der Registrierungspflicht, etcetera.

Im sommer gab es dann ein paar Lockerungen. Eine kurze Zeit konnte man wieder ohne Maske einkaufen und ins Gasthaus gehen. Veranstaltungen gab es auch wieder und wir sind eigentlich relativ viel herumgefahren, haben den Sommer genoßen und ich habe geschrieben und geschrieben.

Im Blog Artikel über Corona mein persönliches Corona-Tagetuch. Sicher ein wichtiges Instrument die Situation zu verstehen und zu bewältigen und dann drei Texte darüber, immer in dem Versuch einen dystopoischen Roman darüber zusammenzubringen, was vielleicht wirklich nicht geht und eine Utopie ist, weil man ja mittendrinnen steht.

Aber diese Zwangsmaßnahmen, Tests, Maskenpflicht, Registrierungspflicht und die Diskussion darüber, ob ich jetzt mit meiner Großmutter Weihnachten feiern darf und ob die sechs Personen, die ich da sehe, aus einem Haushalt stammen oder nicht und ob die Polizei das kontrolalieren darf, was ja immer mit dem drohenden Zeigefinger diskutiert wird, halte ich schon für einschneiden Veränderungen, die sich ja auch beispielsweise in der Sprache ausdrücken, wo man plötzlich ganz ungeniert und ohne sich etwas darüber zu denken vom Isolieren und Wegsperren der Älteren, etcetera, gesprochen wird.

Schreiben kann man aber gut darüber und das ist auch eine Sache, die im Lockdown gut geht und da habe ich ja zum Jahresanfang zuerst mein sogenanntes Opus Magnum mein „Literaturgeflüsterbuch II“ korrigiert, was insofern ganz spannend war, da mein erster „Nanowrimo“ die „Heimsuchung“ ja mitdem „H1N1-Virus“ beginnt. Dann kam das „Fräulein No“, der vorletzte „Nanowrimo“ und das zweite Buch das in diesem Jahr fertig geworden ist. Im Frühling habe ich schon das „Frühlingserwachen“ geschrieben, was ja ursprünglich nur ein Buch über eine Dreierbeziehung beiziehungsweise, um die zwischen einer älteren Frau zu einem jungen Mann werden sollte.

Der Sommer war, wie beschrieben sehr intensiv. Wir waren am Wolfgangsee, im Künstlerdorf im Burgenland, bei den O-Tönen aber da nur weiter hinten, weil man da ja schon mit Maske hineingehen und sich registrieren mußte.

Im Herbst war dann die Wien-Wahl, wo sich der Alfred sehr für die Grünen engagierte. Ich war da auch auf ein paar Veranstaltungen, aber da kamen die auch mit der Maske und dem Angemeldetsein für die Veranstaltungen und richtig Volksstimmefest hat es leider auch keines gegeben und daher kein „Linkes Wort“ aber da war nicht Corona schuld, sondern Christoph Kepplinger, der das nicht mehr organieren wollte, ansonsten habe ich diesem Jahr Corona bedingt kein einziges Mal gelesen und hatte auch kein Geburtstagsfest, weil da waren ja die Zahlen schon wieder hoch und der zweite Lockdown angesagt, aber vorher war ich neben einigen Demonstrationen auch bei der Sommerlesereihe im Cafe Prückl, als Zuhörerin, voriges Jahr habe ich mich ja dafür angemeldet und wurde nicht genommen. Heuer hab ich gar nicht angefragt, aber die Frau Danielczyk dort gegtroffen und der mein Opus Magnum schon vorhergeschickt, die ja eine sehr nette Frau ist und mich gleich aufgefordert hat, mich um die Buchprämie zu bewerben, die ich nicht bekommen habe. Was eigentlich logisch war, denn bei den Einrecihungsbestimmungen ist natürlich auch etwas von einem Verlag gestanden, denn selbstgemachtes nein, das wollen wir ja nicht, wie es ja immer noch überall heißt.

Ja und noch etwas hat es außer dem Selbpublisherinterview, was, glaube ich, für eine Diplomarbeit war, gegeben, nämlich das Interview mit Cornelia Stahl, die mich ja einmal lang langs ists her auf der anderen Buchmesse angesprochen hat und sich dann offenbar doch nicht entschließen konnte, mit einer Selfpublisherin zu reden. Corona hat es dann doch möglich gemacht und die Sendung im Radio Orange ist auch sehr schön geworden.

Im Sommer habe ich den sogenannten Sommer Corona Text „Das Notizbuch“ geschrieben und weil das mit dem dystopischen Raum und den Erlebnissen einer Maskenverweigerin immer noch übrig geblieben ist, ist dann noch eine „Mathilde im Corona-Raum“, geschrieben im November mitein bißchen Schummeln im Rahmen des „Nanowrimos“ daraus geworden und richtig, eine Einladung hätte ich noch gehabt und da ist Corona oder ich natürlich schuld, daß ich sie nicht angenommen habe, hat mich doch die Doris Kloimstein zu einem Skriptorium ins Stift Seitenstetten zu den Bibelwochen eingeladen, um dort mit anderen Literaten beziehungsweise bildenden Künstlern einen Text zu „Noahs Fest“ zu schreiben. Da hätte ich aber auch schon Maske tragen müßen, also ist „Noahs Fest“ für den Blog entstanden und da gibt es ja auch noch den „Corona-Ampel-Text“, die inzwischen ja sehr schnell und überall auf rot geschaltet worden ist.

Der zweite Lockdown2 kam, die Weihnachtsmärkte wurden wieder abgebaut und inzwischen soll man sich Massentesten lassen, damit man ein ungesörtes Weihnachtsfest feiern und dann langsam im Jahr 2021, wenn die Impfung kommt, durch den Tunnel wieder in das Licht hinausgehen 2kann und dazwischen muß man noch schauen, wie das mit der Impfung werden wird, die ja freiwillig werden soll, wie man ja auch nur freiwillig zur Massentestung gehen kann, aber dann wird man schon als „kriminell beschimpft, wenn man das nicht tut, als „faul und schuld daran, wennn hundert Leute ihren Arbeitsplatz verlieren, obwohl das ja nicht wirklich nachvollziehbar oder nachweisbar ist und, ich fürchte, das habe ich ja schon im April geschrieben, daß Corona mein literatirscher Abgesang werden kann.

Weiterschreiben werde ich zwar sicher, keine Frage, solange mir etwas einfällt, aber seit Oktober war ich bei keinen Veranstaltungen, weil man da ja schon die Maske brauchte und dann könnte ich, wenn das so bleibt, ja auch nicht lesen, weil mit Maske gehe ich nirgendwohin, wie ich immer behaupte. Es hat mich außer der Doris Kloimstein aber heuer auch keiner zu was eingeladen und beim Skriptorium gab es auch keine Lesung. Es soll aber eine Publikation mit den Texten entstehen und da hätte „Noahs Fest“ ja noch eine Chance.

Mit der Doris Kloimstein habe ich mich im Sommer öfter auf dem Markt getroffen und mit ihr Bücher getauscht. Mit der Ruth habe ich mich auch getroffen und mit ihr einige literarische Mittagessen und Spaziergänge gehabt und als Jurorin darf ich zum Jahresausklag auch wieder gleich zweimal tätig sein.

Denn es wurde ja der „Ohrenschmaus“ ja ocoroabedingt nicht wie vorgesehen, am 30. November vergeben, sondern verschoben. Die Texte sind aber inzwischen schon bei mir eingetroffen und wurden durchgesehen und da kann ich gleich spoilern, daß sich viele, der diesmal weniger Einreichungen mit dem Thema Corona beschäftigten.

Die Jurysitzung wird am fünfzehnten Jänner sein. Der Preis, wenn sich nicht wieder etwas verändert, im März vergeben und „Buchpreis“ habe ich heuer auch wieder sehr viel und eifrig gelesen. Die Frankfurter Buchmesse hat online stattgefunden, die Buch-Wien gar nicht. Ich bin aber gerade sowohl mit den schweizern, den deutschen und den österreichischen Büchern fertig geworden und habe gerade meine persönliche Buchpreisliste veröffentlicht.

Jetzt folgen, wie meine Leser vielleicht ahnen, noch die Bloggerdebuts, denn da bin ich ja seit 2016 auch in der Jury und da auch der Gewinner am fünfzehnten Jänner bekanntgegeben wird, kann ich mir mit dem Lesen der drei noch nicht gelesen Büchern noch ein bißchen Zeit lassen und im neuen Jahr damit beginnen, denn ich lese ja zwei bis drei Bücher in der Woche. Also müßte es sich das ausgehen.

Es war also ein verflixtes Jahr. Eines, das ich nie für möglich gehalten hätte und noch immer für dystopisch halte und hoffe, daß ich bald wieder überall hingehen kann.

War ich ja jetzt fast ein halbes Jahr lang in keinem Geschäft, in keinem Restaurant und habe mir die Veanstaltungen per livestream angesehen. Die Maske will ich loswerden. Den Abstand kann ich ja beibehalten und auf das Küßen und das Hände geben auch verzichten und irgendwie werden wir wohl lernen müßen mit den Viren richtig umzugehen, weil uns sonst das, was uns im Jahr 2020 passierte, ja gleich wieder passieren kann und die Folgeschäden, da bin ich mir sicher, werden sich noch zeigen, wie neurotisiert und traumatisiert die Gesellschaft dadurch geworden ist. Ich höre öfter, daß da die Psychologen in Zukunft ein gutes Leben haben werden, was mich, da ich ja schon bald siebzig werde, wahrscheinlich nicht mehr so betrifft. Herausfinden, wie gefährlich dieses Virus wirklich war und, ob die Maßnahmen wirklich alle so angemessen waren und, ob man es nicht vielleicht doch anders machen hätte können, würde ich sehr gern. Aber auch das wird man wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wissen.

2020-12-24

Kerzen, Killer, Krippenspiel

Filed under: Bücher,Uncategorized — jancak @ 09:36
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Auf die Idee im Advent Weihnachtsbücher zu lesen hat mich, glaube ich „Leselustfrust“ gebracht, die hat 2010 glaube ich ein Adventspecial ausgerufen und dann allmählich mit dem Nloggen aufgehört, ich habe mit dem Weihnachtsbuch lesen angefangen, was damals noch leicht möglich war, die im Laufe des Jahres gefundenen Schätze aus den Bücherschränken aufzulesen, dann wurde die Leseliste aber länger und spätestens seit dem Buchpreisbloggen habe ich die aufgeschriebenen Weihnachtsbücher ungelesen wieder ausgetragen.

Vielleicht vorgenommen, aber das nächste Jahr und weiter gesammelt und einmal war auch ein Adventkalender dabei, vierundzwanzig Türchen. Eins für jeden Tag, der kugelt auch irgendwo ungelesen herum. Dafür gibts aber den eigenen Adventkalender, den ich ja auch irgendwann zu planen und 2015 zu schreiben angefangen habe und im Vorjahr gab es dann ein tägliches Adventkalenderfensterlesen.

Richtig der „Holmes-Adventkalender“ war auch einmal dabei, den gibts in Fortsetzungen, aber einmal habe ich ihn nicht bestellt, das nächste Mal dann nicht bekommen.

Aber Weihnachtsbücher und Buchadventkalender gibts zum Glück zu Hauf, ist Weihnachten ja ein wichtiges Fest, was heuer Corona bedingt ohnehin ein wenig flachzufallen scheint und das Punschtrinken mehr oder weniger illegal und kommt die Polizei, mit dem Becher schwupps um die Ecke, was zwar für nicht Corona-Erleber ein wenig makaber klingen mag, aber zu den Weihnachtskrimis führt und da habe ich einmal einen gelesen und Krimiadventkalender scheint es auch in Serie zu geben.

Einen habe ich dieses Jahr gefunden auf meine Liste geschrieben und pünktlich am ersten Dezember mit dem Lesen der ersten Geschichte begonnen. Ein Deutschlandkrimiadventkalender, den es auch in Serien zu geben scheint und jeden Tag ist ein anderer Ort dran, was inZeiten der Reisebeschränkungen, wo man seinen Advent ja höchstens Indoor feiern kann, vielleicht auch ganz passend ist.

„24 Weihnachtskrimis vom Nordseestrand zum Alpenrand“, steht am Cover, unsere Eva Rossmann kann ich gleich spoilern und damit die deutsche Grenze sprengen ist auch dabei und beginnen tuts pünktlich am Ersten in Sylt. Die lehrerin Gisa Pauly hat „Familiengrufti“ geschrieben und da geht es hübsch makaber zu. Nämlich um ein Familiengrab in dem nur mehr ein Platz frei ist und in das nun alle hineinwollen. Die alte Dora, die von ihrer Schwester gepflegt wird, denn die will auch hinein, tut das und wünscht sich nur noch einmal Sylt im Schnee zu sehen und dann abzukratzen. Ein Wunsch, der von Neffe und Nichte, die die zweihunderttausend im Testament vorgesehen Euro erben wollen, zu erfüllen versucht wird. Mit Kunstschnee rasen sie heran und zaubern vor Doras Fenster ein Schneeparadies, die will aber ins Wohnzimmer hinunter, um auch den Garten zu sehen. Gerda versucht es zu verhindern. Die Nichte rollt den Kunstschnee aus und der Neffe, der vom Apotheker schon das Gift besorgen wollte, rutscht auf seinem Motorrad dann auf diesen aus.

Am zweiten Dezember gehts wieder auf eine Nordseeinsel, nämlich langeoog. Nie gehört, denn dahin hat sich eine Oma nach dem Tod des Opas zurückgezogen und sich seltsam verändert. Die Enkeltochter wird zu Weihnachten hingeschickt und erlebt ein total geschmücktes Haus. Im Wohnzimmer sitzt eine Hippiefrau. In der Küche steht die Oma und bäckt Plätzchen und bis zum Weihnachtstag kommen alle Weihnachtsmänner auf der Insel um. Sie rutschen im Schnee aus, so daß am nächsten Tag drei Weihnachtsfrauen durch den Ort huschen und die Plätzchen an die Kinder verteilen. Apropos Weihnachtsfrau, die gibts natürlich auch bei mir und das zweite Türchen ist auch schon geöffnet.

Am dritten Dezember bleibts noch in Ostfriesland, denn dort, in Ostermoordorf wird ein Weihnachtsmann gesucht. Christiane Franke hat die Geschichte von dem Herbert, der sich um Weihnachtsmann zu werden einen Bauch angefressen hat und auch alles tut, um den sich ebenfalls bewerbenden Nachbarn auszuschalten, geschrieben. Nur leider bekommt er zu dem Zeitpunkt, als die Polizei erscheint, einen Herzinfarkt, denn der Nachbar ist schlauer gewesen.

Am vierten Dezember gehts nach Hamburg in die Elbphiloharmie. Da soll sich ein Sologeiger bei einem Konzert beweisen, hat aber einen Zwillingsbruder, der ihn erpreßt. Der liegt jetzt als Engel vor ihm, scheint vom Himmel gefallen, hat aber vorher LSD ins Glas gemischt bekommen. Also muß man seine Leiche beseitigen, die „Orchestervioline namens Swantje, die auch gern Solo spielen will, hilft ihm dabei, nur leider ragen die Flügel aus dem Wasser, also springt der Violinist hinein und Swantje kann für ihn spielen. Mit LSD sieht man aber alles anders und spielt wahrscheinlich auch falsch.

Am fünften Dezember geht es nach Berlin in das noble Viertel Grunewald. Da steht Alice mit einer Weihnachtsmütze in ihrer feudalen Villa und setzt sie einer Marmorstatue auf. Die ist, erfahren wir bald, ihr Ehemann, denn der hat im letzte Jahr das gewünschte Collier seiner Sekretärin statt ihr geschenkt. Jetzt ist er eben verschollen. Alice muß auf seinen Totenschein warten. Da ruft die beste Freundin an und schluchzt ins Telefon, denn ihr Mann, der Kompagnon von Alice Albert hat dessen Sekretärin übernommen und will ihr nun ein Schmuckstück schiken. Das geht doch nicht und so beginnt Aice zu routieren und nach Kapstadt fliegen. Ein paar Briefe werden noch aufgegeben und am Ende hat sie dann einen Diamanten, der einmal die Sekreätrin war, um den Hals. Ein bißchen makaber könnte man meinen. Die Story wurde aber von Profis geschrieben. Nämlich Saskia und Veit Etzold und die ist Fachärztin für Rechtsmedizin, ihr Mann Autor von spekulären Todesfällen.

Am sechsten Dezember bleibt es in Berlin und es geht von Andreas Gößling geschrieben, zu einem Luk oder einem Krippenspiel. Der ist zweiundvierzig und seine Mutter Elsa liegt tot im Bett. Wie sie dort hingekommen ist, weiß man nicht, nur daß sie in einer Schuhschachtel eine Menge Euroscheine hat. Die nimmt das Söhnchen nun und geht dorthin, wo Berlin schon etwas schäbig wird. Da wird ein Krippenspiel aufgeführt. DerJosef gefällt ihm nicht, der möchte er selber sein. So verteilt er die Scheine. Nimmt dann den Engel mit nach Haus und stellt ihm die ganze Schuhschachtel hin, nur leider hat der einen Penis und am Ende fliegt Luk selbst als „Engelchen, flieg!“, aus dem Fenster hinaus und ich bleibe am Nikolaustag etwas verwirrt zurück. Denke, es gibt schon merkwürdige Adventgeschichteoder wenn ich wieder an den Anfang gehe, wo es ja ein abgewandeltes „Von drauß vom Walde komm ich her“ gibt das mit „nun wertet das nachfolgend Geschriebene aus eurer Sicht. Sind gute Gschicht, sinds böse Gschicht?“

Am siebenten Dezember geht es nach Bielefeld, obwohl die Geschichte von Mechthild Borrmann „Einmal Ägypten“ heißt, denn das ist der Traum eines Ehepaares, einmal dorthin zu reisen. Dafür spart der Mann seit er einen Herzinfarkt erlitt und daher Frührentner ist, aber die Tochter ist geschieden und braucht mal eine Waschmaschine oder Sachen für die Kinder. So ist das Konto bald leer und über die Bank muß er sich auch ärgern. Da muß man alles selber machen und die Angestellten sind unfreundlich. Da spuckt ihm der Automat aber einmal eine Zinsnachzahlungvon fünfunddreißigtausend Euro aus und alles ändert sich.

Am achten Dezember gehts auf einen Weihnachtsmarkt. Eine Kommissarin fährt dort hin, denn dort gibts eine Leiche und Harald Gilbers spart in „Ein Mörder sieht rot-grün“ auch nicht an Kunstkritik. Denn da inszeniert ein verhinderter Schauspieler ein Weihnachtsstück und einer. der eigentlich farbenblind ist und als Buchhalter arbeitet, träumt von der Künstlerkarriere, aber leider will keiner seine Figürchen kaufen.

Am neunten Dezember geht es in den Harz und da vorerst in eine Kirche, dort sprechen die Damen den Gemeindemitarbeiter Markus Draugard an und wollen ihn trösten, weil seine Frau ihn verlassen hat. Er will aber nur in den Wald hinaus, um sich an seiner Schwiegermutter zu rächen, was aber nicht so wie geplant gelingt.

In „Bert-Bernd der Engel und ich“ zeigt Rudi Jagusch am zehnten Dezember, wie man perfekt die Genres mischen kann. Da geht es zuerst in den Unglückstag eines erfolglosen Detektiven, der statt vom Gerichtsvollzieher den Besuch eines Engels bekommt. Der heißt Angela, ist eine ehemalige Schulkollegin und will, daß er ihr hilft ihren mann zu ermorden. Er macht natürlich für Geld und Sex alles und am Schluß stehen alle am Weihnachtsmarkt und trinken Punsch, was man jetzt wahrscheinlich in Köln, wo die Geschichte spielt, auch nicht darf. Bert-Bernd, der Engel, die Schulklasse und auch noch die Sekretärin und in den Dom geht es Schluß auch.

Am elften Dezember geht es nach Bonn am Rhein, ins Beethoven-Haus und zu einer erfolgreichen Jungunternehmerin über fünfzig, die bäckt die berühmten Elisen-Lebkuchen, denn ihr Herbert hat sie verlassen. Jetzt ist er das Backtriebmittel für ihre Lebkuchen und da sie immer positiv denkt, verschluckt sich auch ihre Rivalin an den lebzelten, beziehungsweise bekommt sie eineAllegie davon.

Am zwöften Dezember geht es in das kleine Dörfchen Vogelsberg und zu einem Weihnachtsmann, der auf seiner Tour alle seine Kumpels, die er verdächtigt mit seiner Frau geschlafen zu haben, umbringen will. Am Ende erwartet ihn die Frau, serviert nach Mandeln schmeckenden Weihnachtsstollen, erklärt, sie hatte nie mit den Kollegen etwas, aber jetzt wird sie ihn verlassen.

Am dreizehnten Dezember führt uns Katja Bohnet nach Gießen und da kommen zwei Polizisten zu einer Leiche die an einem Feuerwehrschlauch aufgehängt ist und deren die Füße fehlen. Einer der Kommissareist ein Turgenjews Spezialist und zitiert mehrmals „Die Väter und Söhne“ und der Tote bekommen wir heraus, war ein Autohändler, der seine Schwiegertochter, die die Mörderin war, im Fußballspielen trainierte und das Ganze ist wohl auch, als eine gewisse Ironie auf das Krimigenre zu interpretieren.

In Limburg an der Lahn verpackt Oma Rotraud sorgfältig den Adventkalender mit der Giftpraline, die für den Nachbar bestimmt ist, der sie aus der Wohnung ekeln will. Dann geht sie die Werkzeuge entsorgen und als sie zurückkommt ist der kalender verschwunden. Der Enkel der zur Weihnachtsfeier muß, hat sich ihn ausgeborgt. Sie hetzt zum Schloß um das Stück zu holen. Der Chef erwischt sie, lädt sie ein und verteilt dann auch noch die Pralinen. In letzter Sekunde kann Rottraud sie sich noch schnappen. Nur um vom Enkel am nächsten Tag zu erfahren, daß er die Kalender ausgetauscht hat, weil er schon abgelaufen war.

Wem die bisherigen Adventkrimis, Mann will seine Rivalen ermorden und kommt selbst dabei um, zu banal waren, den kann ich am fünfzehnten Dezember in die Stadtbibliothek von Bayreuth verweisen. Denn da ist schon das zweite Wort Thomas Bernhard, denn Thomas Kastura, der Autor hat Germanistik studiert und so schickt er einen erfolglosen Autor zu einer Adventlesung, wo sein Rivale der sehr bekannter Krimiautor Gratasch auftreten soll. Er hat vorgesorgt und aus dem Darknet einen Auftragsmörder bestellt, der ihm den Kopfschuß geben soll. Eine schöne Gratasch-Verehrerin setzt sich neben ihm und berührt ihn an der Schulter, was bei Thomas Kastura zu köstlichen Bernhard-Passagen bewegt, denn der ist ja ein Autor den man herrlich nachahmen kann. Also gibt es „sentimentalitätsdurstige Beamtenweiber und frühpensionierte Krankenschwestern“ etcetera. Und während er in Worten wie „Gratasch-Salat“ und „Gratasch-Verhinderer“ schwelgt, wird das akademische Viertel überschritten und statt dem berühmten Autor tritt nur eine verlegene Bibliothekarin auf, die von einer Verhinderung des Autors spricht. Aber es gibt ja Ersatz, die schöne Nachbarin hat sie darauf aufmerksam gemacht, daß ja noch ein Autor im Publikum sitzt, den sie bitten, würde, etwas was ich mir ja auch schon gewünscht habe und während ich noch dachte „Uje, jetzt kann er nicht auftreten!“, schwelgt er in seinem Glück, bis er dann den Kopfschuß spürt und ich kann noch verraten, daß ich jetzt endlich verstehe, warum man keine Genre mischen soll, denn ein Thomas Bernhard Verschnitt in Krimimanier klang wenigstens für mich am Schluß unerträglich und die Krimileser werden wohl auch nicht soviel von Thomas Bernhard lesen wollen und dessen Anhängern sind Krimis wahrscheinlich sowieso viel zu banal.

Am sechzehnten Dezember geht es ins Mittelalter. Denn da reitet eine gescheite Frau mit ihren drei Töchtern von Nürnberg in ein Kloster. Aber leider liegt zu viel Schnee, so müßen sie bei einem Ritter übernachten. Der ist ein ungeselliger Kerl, serviert schlechtes Fleisch, seine zwei Neffen und zwei seltsame Nonnen sitzen mit am Tisch und am nächsten Morgen ist er tot und blutige Mistelzweige gibt es als Auflösungshilfe auch.

Am siebzehnten Dezember wird in Karlsruhe eingebrochen und zwar immer in Häusern oder Wohnungen, wo vorher der Nikolaus bei den Kindern war. Ein pensionierter Polizist verdingt sich auch als solcher. Der ist einsam und erzählt seine Erlebnisse in einer Kneipe und ein Freund oder Bekannter, der Besitzerin geht dann einbrechen.

Am achtzehnten Dezember geht es in den schwäbischen Wald und zur „Mühlenweihnachten“, denn da holt ein Müller eine Agnieszka vom Bahnhof ab, die bei ihm einziehen soll. Die scheint offenbar besser Deutsch zu sprechen, als sie vorgibt und dem Sex weicht sie auch aus. Schickt ihn dagegen ins Gasthaus einen trinken während sie sich alles genau anschaut. Die Mühle läßt sie sich auch vorführen, dann schenken sie sich Bücher. Er bekommt den „Max und Moritz“ denn für Bildbände über Mühle interessiert er sich, sie „Shades of grey“. Dann versuchen sie das in Echt zu praktizieren. Sie legt sich auch im Slip aufs Bett. Schnallt sich die Handschnellen aber nicht an, sondern haut ihm mit dem Baseballschläger eine übern Kopf bevor sie dann an ihm das praktiziert, was er einmal bei ihrer Schwester tat.

Am neunzehnten Dezember sind wir in Stuttgart auf dem Weihnachtsmarkt. Da soll ein Posaunenchor ein Konzert geben. Aber der dicke Willi mit der Tuba ist nicht da. Der wird dann später tot in der Kirche aufgefunden und eine junge Komissarin klärt das Ganze auf.

Am zwanzigsten Dezember führt und Eva Rossmann dann ins Weinviertel nach Treberndorf, denn da lebt eine syrische Flüchtlingsfrau bei einer Maria, einer Weinbauerin, trägt Dirndl und hilft am Weihnachtsmarkt. Haßpostings gegen den Bürgermeisger und gegen die Windmühlenbefürworter oder ihre Gegner gibt es auch und als Lilia am Ende einen Aufsatz über ihr Weihnachten schreiben soll, gibt ihn ihr die Lehrerin kopfschüttelnd zurück. Zwar keine Fehler und die richtige Grammatik, aber Themenverfehlung, denn so läuft das deutsche oder österreichische Weihnachten ja nicht ab.

Am einundzwanzigsten Dezember sind wir in München, beziehungsweise in einem Gefängnis, wo ein Schriftsteller namens Bronsky, so steht auch über der „Mangoldtragödie“, auf Seite dreihundertneunundachtzig und bei den Lebensläuften, daß Max Brosky ein Pseudonym für Franz-Maria Sonner, von dem ich, wenn ich mich nichts irre, schon was gelesen habe, den Weihnachtsglocken lauscht und erzählt, wie es ist in einer Kleinstadt zu leben, wo man vom Feinkosthandel total überwacht wird, so daß es schließlich zum Blasphemievorwurf kommt.

Am zweiundzwanzigsten Dezember führt uns Su Turhan in den „Dönersquare“, das ist eineKebab-Bude in München und wünscht uns „Mutlu Noeller!“, also „Frohe Weihnachten!“ auf türkisch. Denn da hilft Yusuf, was ja Josef heißt, dreimal in der Woche aus. Der war mal im Gefängnis, holt also gleich das Messer, als Meryem, also Maria mit dem schwangeren Bauch, die aus Sofia eingeflogen kam, nicht zahlen will. ein Drogenfahnder sucht auch nach ihr, der wird aber von Albert, der in Afghanistan seinen Arm verloren hat, ruhig beziehungsweise auf Schnaps gestellt. Ein türkisches Pärchen zahlt die zeche und das Christkindlein wird dann am Klo geboren. Herbergssuche im Multikultiland.

Am dreiundzweanzigsten Dezember gehts in den Allgäu aber eigentlich zurück zum Nikolaustag, vielleicht hätte man die Geschichten besser ordnen sollen, denn ich habe ja schon welche, die am Weihnachtstag spielen, gelesen. Egal, denn der berühmte Kommissar Kluftinger der Autorengruppe Klüpfel und Kobr von der ich schon viel gehört, aber, glaube ich, noch nichts gelesen habe, muß einen Fall aufklären, wo Diebsgut vielleicht in einem Knderheim versteckt ist. Wie bekommt man das heraus? In dem man sich als Nikolo und Krampus verkleidet, bei den gelangweilten Kindern und Jugendlichen eine Show abzieht und sie ein bißchen traumatisiert und dann auch noch den Rivalen verprügeln läßt.

Am vierundzwanzigsten Dezember geht es in die Schweiz, zu Tom Zai, den Wölfen und zu einem Wildhüter, der Drohbriefe bekommt, weil er Wölfe in sein Revier angesiedelt hat, deshalb hat er seine Frau vernachläßig und will zur Versöhnung in der Weihnachtsgeschichte, die auch zu Nikolo spielt mit ihr in ein Superrestaurant gehen. Dann kommt die Nachricht, die Wölfe sind ausgebrochen, beziehungweise wurde sie von den Gegnern in eine Falle gelockt und seine frusterierte Frau droht zu allem Überfluß sich von den Maffia-Russen in ihr Hotelzimmer entführen zu lassen.

So das wars mit den vierundzwanzig Weihnachtskrimis und für die, die es weniger kriminell haben wollen, verlinke ich noch einmal zur „Nika, Weihnachtsfrau“, die habe ich heuer trotz meines Versprechens nicht in die Bücherschränke gelegt, war auch nur einmal im „Wortschatz“ und habe das „Frühlingserwachen“ hineingelegt. Jetzt radle ich noch einmal nach Altmannsdorf und da habe ich ja die „Hierarchien“ zur Auswahl, die „Sommerelebnisse“, die zwar nicht zur Jahreszeit passen, gibt es auch zur Auswahl und jetzt wünsche ich ein frohes Fest und hoffe ihr habt euch alle brav durchgetestet, das Corona-Weihnachtsmärchen gibts dann übermorgen!

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