Literaturgefluester

2017-05-16

Zwei Herren am Strand

Ich habe mir auf unserer Bodensee-Radrundfahrt ja eifrig heimische, sprich Vorarlberger Literatur mitgenommen. Literatur von Vorarlberger Autoren, obwohl der Bodensee ja nur zu einem eher kleinen Teil in Österreich liegt.

Aber Schweizer- Bodensee-Autoren sind mir keine eingefalen, von den deutschen nur der Martin Walser, der aber dort lebt und auch sehr viel darüber schreibt, während der Vorarlberger Michael Köhlmeier, zwar  in Hard am Bodensee, wo wir, glaube ich, waren und ein Eis gegessen haben, geboren wurde, aber in Hohenems und in Wien lebt.

In Hohenems sind wir, dank Erika Kronabitter und der Konditorei, wo man sehr gute Schokolade kaufen konnte, auch gewesen und der 1949 geborene Michael Köhlmeier ist mir auch ein Begriff.

Also ein Vorarlberger und kein so besonderer Bodensee-Autor, aber als wir mit Erika Kronabitter im Bregenzer Wald gewesen sind und Clou am Rande dort ausgerechnet Antonio Fian und das Kollegium Kalksburg hörten, hat der erstere, als Zugabe auch eine Köhlmeier Hommage gebracht, beziehungsweise sich in einem Dramulette darüber lustig gemacht, daß der das Telefonbuch vorliest und alle sind begeistert und wollen die CDs haben.

Michael Köhlmeier ist ein fleißiger Schreiber, er ist auch, glaube ich, GAV-Mitglied und ich kann mich an eine GAV- GV vor Jahrzehnten erinnern, wo Thomas Rothschild  aufstand und sagte, er würde jetzt das Buch des Mitgliedes Köhlmeier lesen.

Damals war er mir noch nicht so ein Begriff, inzwischen habe ich einiges von ihm gelesen und gefunden und die „Zwei Herren am Strand“, ein Buch über Charlie Chaplin und Winston Churchill, beziehungsweise über die Depressionen der zwei berühmten Männer stand 2014 auf der Longlist des dBps.

Da waren wir, wieder Detail am Rande gerade im Elsaß urlauben und sind einen Tag nach Bekanntgabe der Liste nach Ansbuach zurückgekommen, wo mir die freundliche Buchhändlerin die Liste ausdruckte.

Damals habe ich noch nicht Buchpreis gelesen, das Buch aber später einmal im „Wortschatz“ oder im „Bücherschrank“ gefunden und es noch nicht gelesen. Was lag also näher, als es auf meine Leseliste zu setzen und es auf die Radreise mitzunehmen?

Eigentlich nichts, außer daß es  gar nichts mit dem Bodensee zu tun hat und Michael Köhlmeier auch nicht sehr oder doch vielleicht wieder, denn wir sind ja zweimal kurz in Hohenems gewesen, haben da zwar Michael Köhlmeier genausowenig gesehen, wie in Überlingen Martin Walser.

Das Buch habe ich aber in Konstanz zu lesen angefangen, dann in Rorschach weiter gelesen und im Hotel Bodensee in Bregenz beendet und es spielt hauptsächlich in Amerika, wo  laut Michael Köhlmeier, also wieder nicht sehr klar, ob jetzt wirklich oder erfunden, Charlie Caplin und Winston Churchill bei einer Party in Sanct Monica aufeinander trafen, dort am Strand spazierengingen und beide eine Freundschaft für das Leben schlossen.

Das Buch ist in fünf Teile gedliedert und wird von einem wahrscheinlich wieder fiktiven Ich-Erzähler erzählt, der höchstwahrscheinlich nicht Michael Köhlmeier ist, sondern von seinem Vater Unterlagen vererbt  bekam und jetzt schildert er in fünf Teilen einen Teil des vergangenen Jahrhunderts. Er schildert auch Charlie Chaplins Flme „Der Tramp“, „Der Große Diktator“ und und und…

Ich bin, wahrscheinlich im Gegensatz zu Michael Köhlmeier, keine Chaplin Spezialistin und habe, glaube ich, auch keinen dieser Filme gesehen und von Winston Churchill war ich bis jetzt nur sehr erstaunt, daß der 1953 den „Nobelpreis für Literatur“ bekommen hat.

Wie bitte? Das war doch ein Staatsmann und Politiker und hat trotzdem hitstorische Romane geschrieben. Laut Köhlmaeier soll er in seinen Depressionen auch gemalt haben und die Depression wird in dem Buch „der schwarze Hund“ genannt.

Roman steht in dem Buch und es ist wieder keiner, sondern biografphische Episoden über die beiden Männer. Es wird nicht chronologisch erzählt, sondern in den fünf Teilen hin und hergesprungen und die Buchhändlerin in der Margaretenstraße, die ich ja irgendwie in Verdacht habe, daß es ihr Leseexemplar ist, das ich da auf meiner Radrundfahrt gelesen habe, hat mir im Vorjahr, als ich nach dem Leseprobenbüchlein des östBp fragte, das Buch sehr empfohlen.

Es sei besser als das „Mädchen mit dem Fingerhut“ hat sie gemeint. Das kann ich nicht beurteilen, denn „Deuticke“ oder „Hanser“ schicken mir ja keine Rezensionsexemplare und bei diesen war ich vielleicht nicht in der richtigen Stimmung, interessiere ich mich ja ganz ehrlich weder so besonders für Charlie Chaplin, als für Winston Churchill und in diesen Fall war ich auch eher an Bodenseebezügen interessiert.

Aber wir haben in dem Schloßcafe Fenkart in Hohenems Kaffee getrunken und Schokolade für die Anna eingekauft und die „Idylle mit Hund“ muß ich erst lesen, das „Mädchen mit dem Fingerhut“ finden, der „Joel Spzierer“ hat mir, soweit ich mich erinnern kann, gefallen und die letzte Köhlmeier-Helfer Lesung in der „Alte Schmiede“ habe ich leider versäumt, weil ich eine achtzehn Uhr Stunde hatte und dann zu spät hingekommen wäre.

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2018-03-11

Deutsches Lesen zweiter Durchgang

Ich lese ja sehr viel deutsche Gegenwartsliteratur und auch Klassiker, wie das so schön heißt und, ab wann man auch immer Bücher als solche bezeichnet, ab einem bestimmten Alter oder auch Bestimmheitsgrad und nach Leipzig zur Buchmesse fahren wir seit den späten Neunzehnhundertneunzigerjahren. Nicht immer aber sehr regelmäßig, die Donau sind wir mit dem Rad einige Male abgereist und als wir das vor drei Jahren von Ulm nach Regensburg machte, habe ich, wie ich das seit ich blogge, ja regelmäßig tue, mir deutsche Bücher ins Gepäck gepackt, bin dann gleich am ersten Tag in einen Thalia Abverkauf gekommen und daher ab dann mit einer sehr vollen Büchertasche durch das Land gefahren, habe Gabriele Wohmann, Bernhard Schlinck etcetera gelesen.

Nach Leipzig nehme ich mir meistens nur ein Buch mit und komme dort dann nicht sehr zum Lesen, obwohl ich dann wieder meistens ganze Bücherstöße und Leseproben nach Hause schleppe und diesmal ist es ein bißchen anders, denn wir fahren ja nicht wie üblich erst am Mittwoch Morgen los, sonder sind schon am Samstag abgefahren, denn wir fahren über Essen, denn da wird ja am Montag der Blogger Debutpreis an Klaus Cäsar Zehrer vergeben, dem ich zwar nur einen Punkt gab und auch das erst nach überlegen, da ich ja ursprünglich brav und angepasst die poetischen Bücher rangreihen wollte.

Der Preis wird in Essen in einen Cafe verliehen und die Frauen vom Blog lädt die Bloggerjury zur Preisverleihung ein und organisiert auch eine Übernachtung. Im Vorjahr habe ich abgelenht, weil zu weit. Aber Essen läßt sich mit Leipzig wenn auch mit Umwegen und Extraübernachtungen verbinden und so geht das deutsche Lesen, wenn man es so nennen will, in die zweite Runde, denn ich habe mir von den acht Rezenskionsexemplaren, die derzeit auf meinen Jahresbücherstapel im Badezimmer liegen, die deutschen ausgesucht und das wären Tom Sallers „Wenn Martha tanzt“, an dem ich gerade lese“, Claudia Tieschkys „Engele“ und Gunnar Kaisers „Unter der Haut“ und das ist, höre und staune eines der von den Vorjahrs Bogbusterpreislonglistbücher und es ist auch noch sehr dick, so daß die Chance, daß ich es gelesen nach Wien zurückbringe, sehr gering ist, aber das deutsche Llesen geht bei mir ja, spätestens seit ich Buchpreisblogge und mich da die deutschen Verlage anschreiben, vorher habe ich mich eigentlich eher nicht getraut, sie anzufragen, weiter und da liegt noch einiges auf meinen Stapeln oder wird, beziehungsweise soll dazu kommen und dann ist es auch nicht immer so einfach zu entscheiden, was jetzt deutsches Lesen ist, gibt es da Erstens ja die Autoren mit nicht deutscher Muttersprache und da habe ich ja auch erst vor kurzem einen tollen Debutroman gelesen, den ich mir mindestens auf die nächste Debutpreisshortlist wünsche, als auch ständig die Verwechslungen zwischen der österreichichen Literatur, zumindestens habe ich schon gehört, daß Marlene Streeruwitz, als deutsche Autorin gilt oder sich jemand darüber wunderte, daß sie Österreicherin ist.

Nun ja, die österreichische Gegenwartsliteratur gibt es natürlich auch und die lese ich auch sehr gerne und weil es inzwischen auch den österreichichen Buchpreis gibt, bin ich  im Herbst ja dann gleich nach dem deutschen mit ihr beschäftigt und die ersten Verlage, die mir Rezensionsexemplare schickten, waren ja auch die österreichischen, denn die habe ich nach und nach angefragt.

Dann gibt es noch die Schweizer Gegenwartsliteratur und da hat sich bei mir in meinem Badezimmer momentat auch etwas angesammelt, denn es gibt ja die Idee im August in die Schweiz zu fahren und uns diese Städte anzuschauen, ob daraus etwas wird, weiß ich nicht, denn ich habe ja auch schon portugiesische Bücher vom Badezimmerstapel wieder weggeräumt, habe mir aber als es in der „Alten Schmiede“ vor einiger Zeit einen Schweizer Abend gab, Jörg Steiners „Schnee bis in die Niederungen“ gekauft weil das „Suhrkamp-Taschenbüchlein“ nur fünf Euro kostete und habe dann als ich einmal in die Dokumentationsstele für ost und mitteleuropäische Literatur ging, im Bücherschrank ein paar Bücher aus Schweizer Verlagen gefunden und der Alfred hat mir zumindest vorsorglich nach dem der Reiseplan geschmiedet wurde Thomas Küngs „Gebrauchsanweisung für die Schweiz“ aus der „Piper-Reihe“ gekauft.

Aber das ist erst Schnee oder Sommerrregen von morgen, jetzt geht es ein bißchen durch Deutschland, obwohl Klaus Cäsar Zehrer Buch ja bei „Diogenes“ einem Schweizer Verlag erschienen ist und ein „Diogenes-Bloggertreffen“ habe ich mir auch in meinen Kalender aufgeschrieben und auf meinen Bücherstapel derzeit Connie Palmens „Du sagst es“, das Buch einer holländischen Autorin liegen habe, obwohl auf dem Beipackzettel  Antony Mc Carthen „Jack“ stand.

Man sieht, das Lesen ist letztlich doch immer international und ich bin auch sehr gespannt, was ich mir diesmal aus Leipzig an Büchern zurückbringe?

Und wer es bemerkt hat, die Bodenseereise mit der Ruth fällt noch in diesen Aufzeichnung und die war ja auch sehr international mit manchmal mehrmaligen täglichen Grenzübertritten zwischen der Schweiz und Deutschland und da habe ich ja Martin Walser, Arno Geiger, Michael Köhlmeier und auch noch einiges andere gelesen.

2017-08-15

Vier und zwei aus zwanzig

Ich werde immer besser, habe ich ja diesmal schon zwei Bücher aus der deutschen Buchpreisliste gelesen und viermal auch richtig geschätzt.

Aber ja, natürlich, wenn man bedenkt, daß es es paar tausend belletristische deutschsprachige Neuerscheinung gibt, ganz gut, ich hätte, wenn ich so den Prognosen der Buchpreis- und anderen Blogger folgte, zwar auch besser sein und mehr Treffer haben können, aber, wie sage ich immer „Es gibt zu viele Bücher und ich freue mich darüber!“

Für die, die sich jetzt nicht auskennen und meinen, daß ich unverständliches Zeug vor mich hinbrabble, es geht um den deutschen Buchpreis und die Longlist, die heute bekanntgegeben wurde.

Ja, in Deutschland ist das kein Feiertag, zumindestens nicht überall, in München, glaube ich, schon, denn da habe ich von „Hanser“ bezüglich meiner Rezensionsanfrage ein entsprechendes Mail zurückbekommen.

In Frankfurt aber nicht und so hat mir die liebe Frau Michaelis von FVA noch bevor ich auf die Liste gegangen bin, geschrieben,“Hurrah, hurrah, Julia Wolf ist auf der Liste!“

Da stieg natürlich die Spannung und die Hoffnung, daß ich jetzt nicht mehr so viele Bücher lesen muß, es bleiben aber achtzehn, so fern sie zu mir kommen werden, denn außer „Herr Nowak bleibt liegen“ ist  noch Feridun Zaimoglus „Evangelio“ nominiert und den würde ich auch sehr den deutschen Buchpreis wünschen.

Es sind aber noch andere „Wiederholungstäte,r“ wie Jens Lüscher, Ingo Schulze und Mirko Bonne nominiert, die ihn vielleicht auch haben wollen.

Von meinen zwei anderen richtigen Schäthzungen war also auch Jonas Lüschers „Kraft“ und höre und staune Franzobels „Floss der Medusa“ dabei und, was ich ein wenig schade find,e Uwe Timms „Ikarien“ nicht und auch nicht „Hannes Steins „Nach uns die Piguine, das ich vor kurzem ausgelesen habe und eigentlich ganz sicher war, daß ich es auf der Liste finde.

Bevor ich die jetzt im einzelnen durchgehe und schreibe, welche der nominierten Autoren ich kenne und von welchen ich noch nie etwas gehört habe, ja die gibt es auch und gibt es wieder, obwohl ich mich ja wirklich jedes Jahr genau mit der Liste beschäftige und spekuliere, wer darauf stehen könnte, vielleicht noch ein paar Worte zu meiner deutschen Buchpreisgeschichte, die habe ich zwar schon gebloggt, aber ich bin ebenfalls eine Wiederholungstäterin.

Bis 2008 ist der ja, glaube, ich ziemlich an mir vorbeigegangen. 2009 hat dann Christiane Zintzen auf „Inadäquat“ das es ja leider nicht mehr gibt, von ihm berichtet und auch auf das Longlistenheftchen“ aufmerksam gemacht.

Das habe ich dann 2009 gesucht und in Österreich nicht bekommen und 2013 kam Mara Giese auf die Idee mit vier anderen Bloggern die Aktion „Fünf lesen vier“ zu kreiiren, da habe ich schon Blut geleckt und eigentlich schon anfragen wollen, mich aber zurückgehalten, denn ich habe ja schon eine so lange Leseliste und ob die deutschen Verlage mir nach Österreich was schicken werden?

2014 gabs dann dort die „Longlistenleseaktion“ , da habe ich „Kastelau“ gewonnen und, glaube ich, auch schon was gelesen oder auf den Regalen und 2015 kamen dann die offiziellen Blogger, was mich damals ärgerte, daß da alle „Danke, danke!“ schrieen und ich dachte, das kann ja eigentlich jeder machen, die Bücher lesen und darüber schreiben, dafür muß ich man  nicht eigens nominiert sein.

Was sich als Irrtum herausstellte, denn man kann natürlich lesen und die Verlage schicken sie einem auch, 2015, zehn und im Vorjahr waren es schon 19, die deutsche Buchpreisseite verlinkt einen aber nicht und als im Vorjahr „Buzzaldrin“ mit einiigen anderen „Einen Buchpreis Blog“ gründeten, wurde ihr, glaube ich, von einem der offiziellen Blogger vorgeworfen, daß das unfair wäre.

Verstehe ich nicht, aber jetzt gibt es einen „Bloggeraward“, für den ich mich übrigens auch beworben habe und wenn man den gewinnt, wird man im nächsten Jahr offizieller deutscher Buchpreisblogger.

Nun ich gewinne sicher nicht und werde heuer zum dritten Mal inoffiziell mitbloggen, die Bücher lesen und über meine Leseerfahrungen schreiben und ein Monat später, wenn dann die österreichische Buchpreisliste verlautbart wird, werde ich das Ganze noch im Inland wiederholen.

Ja, ja, wie jedes Jahr habe ich wieder ordentlich mitgefiebert und meine Spekulationen gemacht, wie schon geschrieben, bis zehn Bücher hätte ich schon gelesen haben können. ich habe nur zwei, jetzt aber die entsprechenden Verlage angefragt und da in Österreich  Feiertag ist, vorerst nur einige Abwesenheitsnotizen bekommen, aber nun denn, ich bin gespannt, lese gerade für die, die es interessiert Tim Krohns „Erich Wyss übt den freien Fall“, das auch nicht auf die Liste gekommen bin und kenne einige Autoren von der Liste und einige nicht.

Da wäre 1. Mirko Bonne „Lichter als der Tag“, das ist, glaube ich, ein Wiederholungstäter und zwei seiner Bücher, nämlich „Nie mehr Nacht“ und der „Eiskalter Himmel“ habe ich auch auf meiner Leseliste, bziehungsweise in meinen Regalen und den Autor schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ lesen gehört. Von dem Buch habe ich noch nicht viel gehört und bin gespannt, ob es zu mir kommt?

2. Gerhard Falkner „Romeo und Julia“ Der stand mit „Apollokalypse“ im Vorjahr schon auf der langen Liste.

3.Franzobel „Das Floss der Medusa“, ja, das habe ich geschätzt, den Autor, den ich ja als Österreicherin bestens kenne, mit ihm auch in der „Ohrenschmaus-Jury“bin und ihn auch schon „Vor der Vermarktung“ und bei den „O-Tönen“ daraus lesen gehört. Ich wünsche ihm alles Gute, eine Nomionierung auf den öst Bp und einen Platz auf der Shortlist und hoffe, daß ich es lesen kann, obwohl mir das Thema, das Menschenfressen, ja eigentlich nicht so liegt.

4.Monika Helfer „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“, ein Buch das fast an mir vorbei gegangen wäre, obwohl Monika Helfer mit Michael Köhlmeier ja, glaube ich, im Mai daraus in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, aber da hatte ich Kliententermine und es ist sich nicht mehr ausgegangen hinzugehen.

5. Christoph Höhtker „Das Jahr der Frauen“, noch nie etwas von Buch und Autor gehört. Ich bin gespannt.

6.Thomas Lehr „Schlafende Sonne“, da habe ich schon einiges gelesen, auf den Tip wäre ich aber nicht gekommen.

7. Jonas Lüscher „Kraft“, von dem Buch habe ich inzwischen so viel gehört und  und gelesen, daß es mir klar war, daß es auf die Liste kommt, es ist übrigens auch für das Debut nominiert, was ich aber etwas komisch finde, da er ja schon  2013 mit „Frühling der Barbaren“ nominierrt war. Gut da steht „Novelle“ darauf, der dBp ist aber im Unterschied zum öst ein Romanpreis, also liebe Fachexperten, vielleicht doch ein bißchen genauer nominieren und definieren!

8..Birgit Müller-Wieland“ „Flugschnee“, eine wahrscheinlich unbekannterte österreichische Autorin, die aber Katja Gasser bei der letzten „Leseauslese“ in der „Gesellschaft“ sehr lobte. Vielleicht hat sie sich für sie eingesetzt. Ich bin gespannt.

9.Robert Menasse „Die Hauptstadt“, ein Autor den ich selbstverständlich kenne und ihn auch immer wieder bei Lesungen und bei Preisverleihungen sehe, daß er ein neues Buch hat, darauf bin ich erst in den letzten Tagen durch die Blogvorschauen gekommen. So habe ich ihn nur auf meine östBpliste gesetzt, bin aber gespannt und hoffe „Suhrkamp“ schickt mir das Buch, aber die gehen, gaube ich, sehr sparsam mit Rezensionsexemplaren um.

10.Jakob Nolte „Schreckliche Gewalten“ wieder einer von den mir bisher unbekannten Autoren.

11.Marion Poschmann „Die Kieferninsel“, war schon mit der „Sonnenposition“ nominiert, das Buch habe ich mir, glaube ich, zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht und bin jetzt gespannt, denn Frau Poschmann ist eine sehr lyrische Autorin.

12.Kirsten Preiwuß „Nach Onkalo“, da habe ich die Autorin einmal beim „Bachmannpreislesen“ gehört und,  glaube ich, auch ein Buch in meinen Regalen, das ich mir beim letzten Literaturhaus-Flohmarkt kaufte.

13. Robert Prosser „Phantome“, die Überraschung für mich und auch, daß er nicht mehr bei „Klever“ verlegt, aber dann wäre er vielleicht nicht auf die LL gekommen, unke ich einmal oder hat ihn Katja Gasser die Jurysprecherin vorgeschlagen, die ihn wahrscheinlich kennen wird?

14. Sven Regner „Wienerstraße“, da habe ich  „Herr Lehmann“ gelesen. Ich bin schon des Titels wegen, der aber wahrscheinlich in Berlin spielt, gespannt.

15 Sasha Marianna Salzmann „Außer sich“, auch noch nie etwas gehört, ich bin gespannt.

16.Von Ingo Schulze habe ich schon einiges gelesen,  er war mit „Adam und Evelyn“ auch schon mal nominiert und, ich glaube, auf der Shortlist sogar.

17.Michael  Wildenhain „Das Singen der Sirene“, wieder ein mir völlig Unbekannter und spannend, wie viele Bücher an einer vorbeigehen können, auch wenn sie sich wirklich sehr dafür interessiert.

18.Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“, die erste Leseersparnis, von der Autorin habe ich im vorigen Sommer das erste Mal gehört, als sie mit einem Ausschnitt daraus in Klagenfurt gelesen hat, dann kam Bodo Kirchhoff auf die LL, ich habe bei FVA angefragt und die liebe Frau Michaelis schickt mir seither ihre Vorschauen.

19.Christe Wunnike „Katie“, stand schon 2015 auf der Longlist und wurde auch von etlichen Bloggern auf die LL gewünscht und

20. Feridun Zaimoglu „Evangelio“ zum Lutherjahr, das Buch eines Türken über den berühmten Reformer.

Zaimoglu war, glaube ich, schon einige Male nomioniert, 2015 mit „Siebentürmeviertel“, da gings nach Istanbul, jetzt auf die Wartburg. Ich habe das Buch im März nach Leipzig mitgenommen und deshalb Clemes Meyer, der ja 2013 damit auf der Shortlist stand „Am Stein“ im Badezimmer liegen lassen. Jetzt liegt es auf dem Harlander Küchenschreibtisch und wartet und wartet, ob ich in diesem Jahr noch zum Lesen komme?.

So, das wars im Schnelldurchgang. Wenn  ich die Bücher lese, werde ich mehr über die Autoren schreiben. Ich freue mich darauf, denn ich finde das Buchpreislesen wie man sich wahrscheinlich denken kann, sehr schön und spannend. Auch wenn ich weiß, daß es nicht der beste Roman sein kann, der da gekürt wird. Das heißt ja jetzt, glaube ich, auch nicht mehr so und, daß es viele viele andere schöne neue Bücher gibt, die nicht auf dieser Liste stehen.

Ein paar davon habe ich und werde ich wahrscheinlich auch noch lesen und so finde ich es spannend, daß ich nicht alles treffe und nicht alles gelesen habe.

Denn so kann man immer wieder neue Autoren kennenlernen, die bisher an einer vorbeigegangen sind.

Und jetzt lesen, lesen, lesen, ich bin sschon dabei, obwohl diesmal noch nichts von der  LL ungelesen auf mich warten und mir die österreichischen Verlage, die mir ja meistens die PDFs schickten, fast alle geschrieben haben, „Feiertag, (Dumpfie), wir melden uns dann wieder!“

2018-08-25

Deutscher Buchpreis

Filed under: — nagl @ 16:14

Gelesene und vorhandene Bücher:

2005

1. Arno Geiger „Es geht uns gut“

2.Friederike Mayröcker „Und ich schüttelte einen Liebling“

3. Daniel Kehlmannn „Die Vermessung der Welt“

4.Wilhelm Genazino „Die Liebesblödigkeit“

5.Matthias Politycki „Herr Der Hörner“

 

2006

  1. Katharina Hacker „Die Habenichtse“
  2. Sasa Stanisic „Wie der Soldat das Grammafon reparierte“
  3. Ilija Trojanow „Der Weltensammler“
  4. Daniel Glattauer „Gut gegen Nordwind“
  5. Ingo Schulze „Neue Leben“?
  6. Sibylle Lewitscharoff „Consummatus“
  7. Heinrich Steinfest „Ein dickes Fell“
  8. Felizitas Hoppe „Johanna“
  9. Wolf Haas „Das Wetter vor fünfzehn Jahren“
  10. Paulus Hochgatterer „Die Süße des Lebens“

 

2007

1.Julia Frank „Die Mittagsfrau“

2.Thomas Glavinic „Das bin doch ich“

3.Katja Lange-Müller „Böse Schafe“

4. Peter Henisch „Eine sehr kleine Frau“

5.Robert Menasse „Don Juan de la Mancha“?

6. Michael Köhlmeier „Abendland“

 

2008

  1. Uwe Tellkamp „Der Turm“
  2. Iris Hanika „Treffen sich zwei“
  3. Ingo Schulze „Adam und Evelyn“
  4. Martin Walser „Ein liebender Mann“
  5. Karen Duve „Taxi“

 

2009

  1. Herta Müller „Atemschaukel“
  2. Thomas Glavinic „Das Leben der Wünsche“
  3. Peter Stamm „Sieben Jahre“
  4. Thomas Stangl „Was kommt“
  5. Terezia Mora „Der einzige Mann auf dem Kontinent“
  6. Kathrin Schmidt „Du stirbst nicht“
  7. Wolf Haas „Der Brenner und der liebe Gott“
  8. Stephan Thome „Grenzgang“

 

2010

  1. Melina Nadj Abonji „Tauben fliegen auf“
  2. Judith Zander „Dinge, die wir heute sagen“
  3. Alina Bronsky „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“
  4. Olga Martynova „Sogar Papageien überleben uns“
  5. Kristof Magnusson „Das war ich nicht“
  6. Michael Köhlmeier „Madalyn“

 

2011

  1. Eugen Ruge „In Zeiten des abnehmenden Lichts“
  2. Sibylle Lewitscharow „Blumenberg“
  3. Marlene Streeruwitz „Die Schmerzmacherin“
  4. Ludwig Laher „Verfahren“
  5. Klaus Modick „Sunset“
  6. Judith Scharlansky „Der Hals der Giraffe“
  7. Thomas Melle „Sickster“
  8. Astrid Rosenfeld „Adams Erbe“

 

2012.

  1. Olga Grjasnowa „Der Russe ist einer der Birken liebt“

 

2013.

1.Marion Poschmann „Die Sonnenposition“

2.Daniel Kehlmann „F“

3.Nella Verremej „Berlin liegt im Osten“

4.Ralph Dutli „Soutines letzte Fahrt“

5. Clemens Meyer „Im Stein“

6. Mirko Bonne „Nie mehr Nacht“

7.Jonas Lüscher „Frühling der Barbaren“

 

2014.

  1. Thomas Melle „3000 Euro“
  2. Lukas Bärfuss „Koala“
  3. Michael Köhlmeier „Zwei Herren am Strand“
  4. Martin Lechner „Kleine Kassa“
  5. Charles Lewinsky „Kastelau“
  6. Marlene Streeruwitz „Nachkommen“
  7. Lutz Seiler „Kruso“
  8. Antonio Fian „Das Polykrates-Syndrom“
  9. Mathias Nawrat „Unternehmer“
  10. Christoph Poschenrieder „Das Sandkorn“
  11. Sasa Stanisic „Vor dem Fest“

 

2015.

  1. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
  2. Jenny Erpenbeck „Gehen ging gegangen“
  3. Rolf Lapert „Über den Winter“
  4. Inger-Maria Mahlke „Wie ihr wollt“
  5. Ulrich Petzer „Das bessere Leben“
  6. Monique Schwiter „Eins im Andern“
  7. Alina Bronksy „Baba Dunjas letzte Liebe“
  8. Ralf Dutli „Die Liebenden von Mantua“
  9. Valerie Fritsch „Winters Garten“
  10. Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“
  11. Gertraud Klemm „Aberland“
  12. Steffen Kopetzky „Risiko“
  13. Peter Richter „89/90“
  14. Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
  15. Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“
  16. Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“
  17. Vladimir Vertlib „Lucia Binar und die russische Seele“
  18. Kay Weyand „Applaus für Bronikowski“
  19. Christine Wunnike „Der Fuchs und Dr. Shamura“
  20. Feridun Zaimoglu „Siebentürmeviertel“

 

2016.

  1. Bodo Kirchhoff „Widerfahrnis“
  2. Reinhard Kaiser-Mühlecker „Fremde Seele dunkler Wald“
  3. Andre Kubicek „Skizze eines Sommers“
  4. Thomas Melle „Die Welt im Rücken“
  5. Eva Schmidt „Ein langes Jahr“
  6. Philip Winkler „Hool“
  7. Akos Doma „Der Weg der Wünsche“
  8. Gerhard Falkner „Apollokalypse“
  9. Michael Kumpfmüller „Die Erziehung des Mannes“
  10. Katja Langen-Müller „Drehtür“
  11. Dagmar Leupold „Die Witwen“
  12. Sibylle Lewitscharoff „Das Pfingstwunder“
  13. Joachim Meyerhoff „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“
  14. Hans Platzgummer „Am Rand“
  15. Arnold Stadler „Rauschzeit“
  16. Peter Stamm „Weit über das Land“
  17. Michelle Steinbeck „Mein Vater war am Land ein Mann und im Wasser ein Walfisch“
  18. Thomas von Steinaecker „Die Verteidigung des Paradieses“
  19. Anna Weidenholzer „Weshalb die Herren Seesterne trugen“

 

2017.

  1. Marion Poschmann „Die Kieferninsel“
  2. Robert Menasse „Die Hauptstadt
  3. Sven Regener „Wiener Straße“
  4. Ingo Schulze „Peter Holtz“
  5. Monika Helfer „Schau mich an, wenn du mit mir redest“
  6. Feridun Zaimoglu „Evangelio“
  7. Christoph Höhtker „Das Jahr der Frauen“
  8. Michael Waidenhain „Das Singen der Sirenen“
  9. Christine Wunnike „Katie“
  10. Kerstin Preiwuß „Nach Onkalo“
  11. Robert Prosser „Phantome“
  12. Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“
  13. Franzobel „Das Floß der Medusa“
  14. Sasha Marianna Salzmann „Außer sich“
  15. Jonas Lüscher „Kraft“
  16. Mirco Bonne „Lichter als der Tag“
  17. Gerhard Falkner „Romeo oder Julia“
  18. Jakob Nolte „Schreckliche Gewalten“
  19. Thomas Lehr „Schlafende Sonne“
  20. Birgit Müller-Wieland „Flugschnee“

 

2018.

  1. Arno Geiger „Unter der Drachenwand“
  2. Josef Oberhollenzer „Sültzrather
  3. Inger Maria Mahlke „Archipel“
  4. Maxim Biller „Sechs Koffer“
  5. Carmen Francescas Banciu „Lebt wohl ihr Genossen und Geliebten“
  6. Susanne Röckel „Der Vogelgott“
  7. Franziska Hauser „Die Gewitterschwimmerin“
  8. Nino Haratischwili „Die Katze und der General“
  9. Stephan Thome „Gott der Barbaren“
  10. Gert Loschütz „Ein schönes Paar“
  11. Adolf Muschg „Heimkehr nach Fukushima“
  12. Gianna Molinari „Hier ist noch alles möglich“
  13. Angelika Klüssendorf „Jahre später“
  14. Eckelhart Nickel „Hysteria“
  15. Helene Hegemann „Bungalow“
  16. Anja Kampmann „Wie hoch die Wasser steigen“
  17. Susanne Fritz „Wie kommt der Krieg ins Kind“
  18. Maria Cecilia Barbetta „Nachtleuchten“

2017-08-11

Archivnachtrag und Listenschätzung

Filed under: Buchpreisbloggen — jancak @ 00:33
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Am Dienstag ist es wieder soweit, da wird die neue Longlist des dBp bekanntgegeben, den es ja seit 2005 gibt und den ich seit 2008, glaube ich, mehr oder weniger intensiv verfolge.

Seit 2015 tue ich das eher intensiv, denn da habe ich mich ja auch zum „Longlistenlesen“ entschlossen, vorher habe ich mir manchmal ein oder zwei der Bücher zum Geburtstag oder Weihnachten schenken lassen und dann nach den Büchern gegriffen, wenn ich sie beispielsweise in einer Abverkaufskiste fand.

2015 habe ich mich im Sommer durch das Buchpreisarchiv gewühlt und die Bücher aufgezählt, die ich damals gelesen oder noch ungelesen zu Hause hatte. Dann habe ich 2015 komplett gelesen und im Vorjahr habe ich bis auf „München“ auch alle Bücher von den Verlagen zugestellt bekommen.

Heuer werde ich, glaube ich, wieder anfragen und lesen was kommt und weil ich zwischendurch auch schon was gelesen habe und immer wieder was Betreffendes finde, ergänze ich die Liste der gelesenen Longlist-Shortlist und Buchpreisbücher, die ungelesenen lasse ich aus, da ich sie ja nicht verlinken kann und was die Schätzung für 2017 begtrifft, da bin ich ja nie sehr gut, weil ich nur wenig oder kaum Vorschauen lese, habe, was ich hoffe, aber diesmal  einiges gelesen.

So würde ich mir, jetzt rein nach meinem Bauch, das heißt, was ich schon zu Hause habe oder auf den Messen, bei Veranstaltungen oder bei den  Bloggern so hörte, folgendes wünschen und nächste Woche kann man wieder schauen, wie gut ich im Schätzen oder besser Wünschen bin:

  1. Olga Grjasnowa „Gott ist nicht schüchtern“
  2. Feridun Zaimoglu „Evangelio“
  3. Tiljan Sila „Tierchen „Unlimited“
  4. Juliana Kalnay „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“
  5. Simon Strauß „Sieben Nächte“
  6. Uwe Timm „Ikarien“
  7. Hannes Stein nach uns die Pinguine“ (Da weiß ich aber nicht ob der als deutscher Autor gilt)
  8. Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“
  9. Tim Krohn „Herr Brechbühl sucht eine Katze“ (oder auch der Folgeband)
  10. und dann noch: Jonas Lüscher „Kraft“
  11. Christoph Hein „Trutz“
  12. John von Düffel „Klassenbuch“
  13. Anna Kim „Die große Heimkehr“
  14. Franzobel „Das Floß der Medusa“
  15. Karin Peschka „Autolyse Wien“
  16. Olga Flor „Klartraum“
  17. Paulus Hochgatterer „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“
  18. Doron Rabinovici „Die Außerirdischen“
  19. Mariana Leky „Was man von hier sehen kann“
  20. Lukas Bärfuß „Hagard“

 

Und jetzt die Rückschau:

2005

1. Arno Geiger „Es geht uns gut“

2.Friederike Mayröcker „Und ich schüttelte einen Liebling“

 

2006

  1. Katharina Hacker „Die Habenichtse“
  2. Sasa Stanisic „Wie der Soldat das Grammafon reparierte“
  3. Ilija Trojanow „Der Weltensammler“
  4. Daniel Glattauer „Gut gegen Nordwind“
  5. Ingo Schulze „Neue Leben“?

 

2007

1.Julia Frank „Die Mittagsfrau“

2.Thomas Glavinic „Das bin doch ich“

3.Katja Lange-Müller „Böse Schafe“

4. Peter Henisch „Eine sehr kleine Frau“

5.Robert Menasse „Don Juan  de la Mancha“?

 

2008

  1. Uwe Tellkamp „Der Turm“
  2. Iris Hanika „Treffen sich zwei“
  3. Ingo Schulze „Adam und Evelyn“
  4. Martin Walser „Ein liebender Mann“

 

2009

  1. Herta Müller „Atemschaukel“
  2. Thomas Glavinic „Das Leben der Wünsche“
  3. Peter Stamm „Sieben Jahre“
  4. Thomas Stangl „Was kommt“

 

2010

  1. Melina Nadj Abonji „Tauben fliegen auf“
  2. Judith Zander „Dinge, die wir heute sagen“
  3. Alina Bronsky „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“
  4. Olga Martynova „Sogar Papageien überleben uns“

 

2011

  1. Eugen Ruge „In Zeiten des abnehmenden Lichts“
  2. Sibylle Lewitscharow „Blumenberg“
  3. Marlene Streeruwitz „Die Schmerzmacherin“
  4. Ludwig Laher „Verfahren“
  5. Klaus Modick „Sunset“
  6. Judith Scharlansky „Der Hals der Giraffe“

 

2012.

  1. Olga Grjasnowa „Der Russe ist einer der Birken liebt“

 

2013.

1.Marion Poschmann „Die Sonnenposition“

2.Daniel Kehlmann „F“

3.Nella Verremej „Berlin liegt im Osten“

 

2014.

  1. Thomas Melle „3000 Euro“
  2. Lukas Bärfuss „Koala“
  3. Michael Köhlmeier „Zwei Herren am Strand“
  4. Martin Lechner „Kleine Kassa“
  5. Charles Lewinsky „Kastelau“
  6. Marlene Streeruwitz „Nachkommen“

 

2015.

  1. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
  2. Jenny Erpenbeck „Gehen ging gegangen“
  3. Rolf Lapert „Über den Winter“
  4. Inger-Maria Mahlke „Wie ihr wollt“
  5. Ulrich Petzer „Das bessere Leben“
  6. Monique Schwiter „Eins im Andern“
  7. Alina Bronksy „Baba Dunjas letzte Liebe“
  8. Ralf Dutli „Die Liebenden von Mantua“
  9. Valerie Fritsch „Winters Garten“
  10. Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“
  11. Gertraud Klemm „Aberland“
  12. Steffen Kopetzky „Risiko“
  13. Peter Richter „89/90“
  14. Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
  15. Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“
  16. Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“
  17. Vladimir Vertlib „Lucia Binar und die russische Seele“
  18. Kay Weyand „Applaus für Bronikowski“
  19. Christine Wunnike „Der Fuchs und Dr. Shamura“
  20. Feridun Zaimoglu „Siebentürmeviertel“

 

2016

  1. Bodo Kirchhoff „Widerfahrnis“
  2. Reinhard Kaiser-Mühlecker „Fremde Seele dunkler Wald“
  3. Andre Kubicek „Skizze eines Sommers“
  4. Thomas Melle „Die Welt im Rücken“
  5. Eva Schmidt „Ein langes Jahr“
  6. Philip Winkler „Hool“
  7. Akos Doma „Der Weg der Wünsche“
  8. Gerhard Falkner „Apollokalypse“
  9. Michael Kumpfmüller „Die Erziehung des Mannes“
  10. Katja Langen-Müller „Drehtür“
  11. Dagmar Leupold „Die Witwen“
  12. Sibylle Lewitscharoff „Das Pfingstwunder“
  13. Joachim Meyerhoff „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“
  14. Hans Platzgummer „Am Rand“
  15. Arnold Stadler „Rauschzeit“
  16. Peter Stamm „Weit über das Land“
  17. Michelle Steinbeck „Mein Vater war am Land ein Mann und im Wasser ein Walfisch“
  18. Thomas von Steinaecker „Die Verteidigung des Paradieses“
  19. Anna Weidenholzer „Weshalb die Herren Seesterne trugen“

2017-07-30

Sunset

Jetzt kommt das nächste Leseexemplar aus dem offenen Bücherschrank:„Liebe Buchhändler nicht zu besprechen vor dem 1.3.2011“, da scheine ich wirklich einen Glückstag gehabt zu haben, denn die damals gefundenen Bücher, die ich jetzt nach und nach alle lese, waren sehr interessant und das ist es auch, was da so alles 2011 erschienen beziehungsweise geschrieben wurde, Bücher an die ich sonst wahrscheinlich nicht gekommen wäre und interessant ist auch der zeitliche oder inhaltliche Zusammenhang.

Nämlich das dritte Buch das in den Fünfzigerjahren handelt und auch das dritte, wenn auch in anderen Exemplaren, das von berühmten Dichtern, berziehungsweise Künstlern handelt, die das dritte Reich nach Amerika brachte,  beziehungsweise von dort schon wieder zurückgekommen waren.

Vermutlich stammt Hans Pleschinskis „Königsallee“ ein Buch über Thomas Mann auch vom selben Buchhändler oder vom gleichen Bücherschub, Michael Köhlmeiers „Zwei Herren am Strand“ ist wahrscheinlich auch ein Leseexemplar, aber das stand erst 2014 auf der LL und interessant ist auch, daß sich die Verlage offenbar alle Romane über bekannte <persönlichkeiten bestellen oder sich die Schriftsteller solche aussuchen.

Nun denn, ich lüfte das Geheimnis, der neuerliche Fund heißt „Sunset“ und ist von dem 1951 in Oldenburg geborenen Klaus Modick, dessen Namen ich seit einigen Jahren kenne und mir auch einmal dachte, er würde mit „Konzert ohne Dichter“ auf LL kommen.

Ist er nicht, er hat aber auch „Klack“ geschrieben und das habe ich  ebenso gefunden und „Klick“, ein Buch von einem anderen Autor, habe ich im Frühjahr gelesen und leicht legasthen, wie ich zu sein scheine, die beiden Bücher auch miteinander verwechselt, oder gedacht „Klack“ wäre noch heuer zum Lesen dran, ist es aber nicht und „Sunset“ spielt in LA , am gleinamigen Boulevard, wo sich während des dritten Reiches ja viele Dichter hinflüchteten und da lebt jetzt im Jahr 1956 mit seiner Frau Marta, der berühmte Schriftsteller Lion Feuchtwander, ist  da 1884 geboren schon ein alter Herr und allein zu Haus, denn seine Frau ist in San Diego um etwas wegen der Einbürgerung zu erledinge, die Sekretärin Hilde in New York und er macht zu Beginn  am Morgen, das Buch spielt an einem Tag, Liegestütze, worauf ihm alles wehtut. Es läutet aber an der Tür, ist es wieder die Einwanderungsbehörde mit ihren unbequemen Fragen, bezüglich Kommunismus?

Nein, es ist der Postbote mit einem Telegramm vom DDR-Kulturminister Johannes R.Becher und der teilt ihm mit B. B. oder Bertolt Brecht ist in Ostberin gestorben und lädt ihn zum schon am nächsten Tag stattfindenden Staatsakt ein.

Das wird sehr schön und umständlich geschildert, Feuchtwanger hat nämlich nur eine Turnhose an und daher kein Trinkgeld in der Tasche, so muß er ins Haus hecheln, in der Brieftasche sind aber nur Scheine. Soll er nocheinmal zurück, nein und, um auch nicht als geizig zu gelten, hält er dem Boten einen Dollarschein hin, der bedankt sich übereifrig und wünscht noch einen schönen Tag!

Der soll es dann nicht werden, oder doch, denn die Mitteilung des Todes, des Freundes der viel jünger war, regt den Dichter zum Nachdenken über sein Leben an, beziehungsweise Klaus Modick, der auch eine Dissertation über Lion Feuchtwanger schrieb, hat den entsprechenden Rahmen gefunden, in zwölf Kapiteln über das Leben der beiden Dichter und ihre Beziehung zu schreiben.

Nun habe ich von B.B. schon nach meiner Matura, beziehungsweise noch in der Schule ein paar Theaterstücke gelesen und Feuchtwangers wahrscheinlich bei „Aufbau“ erschienene Bücher, lagen schon vor längerer Zeit in den Bücherkisten, so habe ich einige gekauft und gelesen, darunter auch sein „Moskau 1937“, wohin er von Stalin  eingeladen wird und den Staat überschwänglich lobte, was ihn dann viel Ärger und vor allem auch unangenehme Verhöre durch die McCarthy Behörde einbrachte.

Brecht hat er aber nach dem ersten Weltkrieg kennengelernt, da hat der an seiner Tür geläutet, ihm eines seiner Theaterstücke hingehalten und Feuchtwanger hat sein Talent aber auch sein großes Selbstbewußtsein erkannt.

Von Kapitel zu Kapitel tauchen wir in das Leben der beiden Dichter, aber auch in die damalige Zeit ein, erfahren, daß Brecht ein großer Frauenheld war und viele uneheliche Kinder hatte. Er war aber auch sehr offen und ehrlich, so hat er die McCarthy Behörde nicht angelogen, hatte da aber schon das Rückflugticket in der Tasche und ist ja wie ,bereits erwähnt, in Ostberlin gestorben, obwohl er viel jünger als Lion Feuchtwanger war.

Der biografische Roman ist, ich wiederhole es, durchaus raffiniert aufgebaut, denn während Feuchtwanger denkt und denkt und auch noch einen Brief von Arnold Zweig bekommt und versucht ein Beileidschreiben an Brechts Frau Helli, beziehungsweise Helene Weigel zu verfassen, geht der Tag dahin und Marta Feuchtwanger hat ihrem Lion genau aufgeschrieben, was und wann er essen soll.

Zum Frühstück Obstsalat und Orangensaft, zu Mittag soll er sich das Gulasch mit Sauerkrau und Knödel aufwärmen, das der geborene Münchner gerne ißt, und das Marta im „Bavarian Deli“ in der Nähe einzukaufen pflegt. Er läßt es anbrennen, so gibt es wieder nur Obstsalat zu Mittag. Deshalb beschließt er am Abend den Speiseplan zu mißachten und in ein Fischlokal zu gehen und die Katzen und die Schildkröten füttern, muß er zwischendurch auch.

So geht es durch das Leben. Feuchtwanger hat noch den „Jud Süß“ geschrieben, mit dem er berühmt geworden ist, den die Nazis aber sehr mißbrauchten und schreibt gerade an seinem letzten Buch.

Denn er ist bald danach, nämlich im Dezember 1958 an Magenkrebs gestorben, wie in der angefügten „Note“ steht.

Einen Tag später hat seine Frau erfahren, daß dem Einbürgerungsansuchen stattgegeben wurde. Sie wurde da von der Behörde noch einmal gefragt, ob sie Kommunistin wäre, was sie bejahte und trotzdem eingebürgert wurde.

So ist viel später, nämlich erst im Oktober 1987 gestorben und wurde neben ihrem Mann beigesetzt.

Ja und mit den oben erwähnten Persönlichkeiten, wie Charly Chaplin und Thomas Mann waren die Feutwangers auch bekannt. Ebenso kommen die Werfels und andere Persönlichkeiten in dem Buch vor, die nach Amerika emigrieren mußten und mit  den Feuchwangers befreundet waren.

2017-05-15

Um den Bodensee mit Ruth und Alfred

Konstanz

Konstanz

Imperia in Konstanz

Imperia in Konstanz

Vor zehn Jahren sind wir ja mit Ruth Aspöcks Radkarawane, die damals mit ihrem Verlag „Die Donau hinunter“ in Pension gegangen ist, von Ybbs nach Regensburg geradelt.

Sie hat das von Wien nach Bamberg gemacht und jeden Abend hat es eine Lesung aus einem ihrer Verlagsbücher gegeben. Ich habe die „Donauanthologien“ in Vielshofen, das ist ein Örtchen zwischen Passau und Deggendorf, vorgestellt.

Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Robert Eglhofer sind mitgefahren, Margot Koller, Irene Wondratsch und und und die Reise war so ein Erfolg, daß wir sie zu Ruths siebzigsten Geburtstag wiederholen, beziehunsweise sie zu einer solchen einladen wollten.

Aber, statt, um noch einmal die Donau hinauf oder hinunter zu radeln, ist uns diesmal der Bodensee eingefallen und so sind wir am vorigen Samstag  weggefahren.

Zuerst mit den Rädern, der Alfred und ich haben ja Klappräder, die Ruth ein mormales Rad, vom Hauptbahnhof mit dem Zug nach Bregenz, wo wir auch übernachtet haben und dann sind wir am nächsten Tag, weil es geregnet hat, zuerst ein Stück mit dem Schiff nach Lindau gefahren.

Rheinfall

Rheinfall

Rheinfall

Rheinfall

Dort sind wir herumspaziert und dann, was mir sehr gefallen hat, in einer Paul Klee-Ausstellung gelandet und am Nachmittag, sind wir  weil das Wetter etwas besser war, doch losgeradelt.

Über Wasserburg, Kressbronn, Langenargen bis nach Friedrichshafen, wo wir in einem schönen fahrradfreundlichen Gasthaus übernachteten, das gleich neben einem Fahrradgeschäft lag, das wir gut gebrauchen konnte, denn der Alfred hatte sich einen Nagel eingefahren, die Ruth keine Luft im Hinterrad und geregnet hat es auch, so daß der abendliche Stadtspaziergang ein bißchen ungemütlich war.

Am nächsten Tag sind wir aber weitergefahren, zuerst nach Meersburg zum Mittagessen, wo es schon die schwäbischen Maultaschen gab und dann über Überlingen nach Sipplingen, wo wir in einem schönen, etwas abgelegenen Landgasthaus, übernachteten.

Rheinfall

Rheinfall

Gottlieben

Gottlieben

Von Überlingen bis Sipplingen hat es ununderbrochen geregnet, so daß wir ziemlich tropfend in dem Gasthaus ankamen und den Wimpel von der Donauradkarawane, den ich mir als Erinnerung mitgenommen und um das Rad gebunden habe, habe ich auch verloren. Zum Glück am nächsten Tag aber wiedergefunden, wo das Wetter besser war, so daß wir zuerst in Überlingen spazierengehen konnten und dann mit dem Schiff, um die Rundfahrt ein wenig abzukürzen, nach Wallhausen hinüberfuhren und von dort nach denm Mittagessen, Flammkuchen, nach Konstanz weiterradelten.

Und Literarisch, das kann ich gleich erwähnen, ist das auch ein bißchen gewesen, denn ich habe mir ja, wie bei mir üblich, für meine Reise, ein paar „Bodensee typische“ Bücher eingepackt und das ist für die hier beschriebene Strecke sicherlich  Martin Walser, der ja in Wasserburg geboren wurde und heute, glaube ich, in Überlingen oder in Nussdorf lebt und der feierte im März auch seinen neunzigsten Geburtstag, so daß es ein diesbezügliches „Spiegel-Sonderheft“ gibt, das die Ruth in Konstanz besorgte.

Paul Skrepek

Paul Skrepek

Wolfgang Vincenz Wizlsperger

Wolfgang Vincenz Wizlsperger

Die nächsten Tage haben wir in Konstanz, dem deutschen Städtchen an der Schweizer Grenze geschlafen und sind von dort mit dem Schiff am Rehin gefahren. Dabei haben wir ständig die Grezne zwischen der Schweiz und Deutschland gewechselt und den berühmten Reinfall in Schaffhausen haben wir auch besucht, beziehungsweise erklettert.

Das war am Mittwoch. Am Donnerstag sind wir mit dem Schiff nach Stein am Rhein gefahren und auf der Rückfahrt schon eine Station früher ausgestiegen, weil es in Gottlieben eine schöne Konditorei mit den berühmten Hohlhippen gibt, die wir schon am Dienstag mit dem Rad besuchten.

Also noch einmal heiße Schokolade und die gefüllten Waffelröllchen und  ein paar Weinstuben haben wir an den Abenden auch besucht.

Am Freitag sind wir dann wieder mit dem Rad gefahren, nämlich in das berühmte Stätchen Rorschach von dem ich noch immer noch weiß, ob der „Rorschachtest“ von dort kommt oder von einem Herrn Rorschach „erfunden“ wurde. Wir haben dort aber einen offenen Bücherschrank gefunden und den Abend zur Abwechslung in einer Bierbrauerei verbracht und am Samstag wurde es dann noch literarischer.

Denn da gab es zuerst Frühstück im Hotel Mozart, dann haben wir uns mit Erika Kronabitter getroffen, die uns von dort abholte und mit uns zurück nach Bregenz geradelt ist.

Der ihr Buch, „La Laguna“ das mir in Leipzig die Frau Cvancara gegeben hat, habe ich schon auf der Herfahrt gelesen und sie hat uns auch gleich auf eine Idee für die Abendgestaltung gebracht.#

Heinz Ditsch

Heinz Ditsch

Antonio Fian

Antonio Fian

Denn ich wollte ja gerne etwas Literarisches erleben, ein Vorarberger Autor wäre ja vielleicht gut, die ich den Michael Köhlmeier, der letzte Woche in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, ja versäumte und von einer eigenen Lesung haben wir auch einmal gesprochen, aber die Erika Kronabitter, die in Feldkirch ja eine Literaturschiene im Theater am Saumarkt betreut, erzählte uns von einer Antonio Fian und Kollegium Kalksburg-Veranstaltung, die es am Freitag in Feldkirch und am Samstag im Bregenzer Wald gegeben hat.

Also sind wir zum „Kultur-Bahnhof“ nach Andelsbuch gefahren und haben uns Wienerisches übers Saufen und die Sozialdemokratie angehört, was ja auch insofern aktuell war, weil es ja in Österreich, während wir so friedlich den Bodensee entlangradelten, einige politische Veränderungen und Regierungsumbildungen gab oder noch geben wird.

Den Sonntag haben wir dann auch mit der Erika und ihrem Mann Hubert verbracht, die uns zuerst in der Bregenzer Oberstadt, es war der Muttertag, herumführten.

Wir sind auf den Martinsturm hinaufgefklettert, haben uns ihre schöne Wohnung mit Blick auf den Bodensee angeschaut und sind am Nachmittag mit der Erika sogar nach Vaduz nach Lichtenstein ins dortige Kunsthaus gefahren, weil die sich dort mit ihrer Tochter traf, während Ruth und Alfred in einer Ausstellung waren und ich den dortigen Bücherschrank inspizierte, wo ich prompt ein Buch über Maria Theresia fand.

In Feldkirch, wo ja 2008, die „Mittleren“ stattfanden, weil man mich die nicht mehr im Wiener Literaturhaus machen ließ, gibt es auch einen offenen Bücherschrank und dort habe ich dann von Martin Walser den „springenden Brunnen“ gefunden, bin aber nicht ganz sicher, ob ich das Buch nicht vielleicht schon in meinen Regalen habe.

Heute sind wir dann in Höchst gewesen, wo es Dörrobst und Schnäpse gibt und dann im Schlosscafe Fenkart zum Schokoladegenuß in Hohenems. Dort gibt es Schokoladen mit den Trockenfrüchten aus Höchst. Wir  haben eingekauft und Kaffee getrunken und von Michael Köhlmeier, der ja, glaube ich, auch in Hohenems lebt, hatte ich inzwischen  „Die zwei Herren am Strand“ gelesen, die zwar hauptsächlich in Amerika spielen, wo sich Churchill und Chaplin getroffen haben sollen, für mich aber auch meine „Vorarlberger-Reiselektüre“ waren und dann ist schon wieder mit dem Zug zurückgegangen und ich kann nur sagen die Bodenseerundfahrt war sowohl landschaftlich, als auch kulinarisch, sowie literarisch interessant.

ich habe wieder viele Bücher und Inspirationen mit nach Hause gebracht, Dörrobst für das Müsli und Schokolade für die Anna und Arno Geigers „Uns geht es gut“, das Buchpreisbuch von 2005, habe ich auf der Rückreise auch zu lesen begonnen und mit der Ruth, der es, glaube ich, auch sehr gut gefallen hat, ausgemacht, in der Zeit, in der der Alfred mit dem Karl in Amerika ist, in Wien auf literarische Entdeckungsreise zu gehen und hier den literarischen Raum zu erforschen.

2016-08-05

Halbzeit bei den O-Tönen

20160804-204727

Der vierte Abend des heurigen Literaturfestes im Museumsquartier, das diesmal wieder im Haupthof stattfand und als ich mit dem Alfred vor halb acht dort eintraf, war es schon ziemlich voll und schwer einen Platz zu finden, den wir dann ganz hinten, eine Reihe vor Nadine Kegele und anderen Jungliteratinnen zu denen auch Pia Piuk, die diesmalige Debutantin, kamen, fanden.

Brigitte Schwens-Harrant, Jurymitglied des österreichischen Buchpreises und Staatspreisträgerin für „Literaturkritik“ moderierte und stellte auch die Debutantin vor, deren Buch ich inzwischen gelesesen habe und das mich sehr beeindruckt hat.

Leider waren beim Vorgelesen bekommen die vielen abgebrochenen Sätze, in denen Pia Piuk ihre hyperaktive Protagonistin durch das Leben taumeln, beziehungsweise durch die Luft fliegen läßt, fast störend, beim Selberlesen habe ich es nicht so bemerkt, trotzdem ein spannendes Buch und  sehr beeindruckend der Realismus mit dem die Debutantinnen das harte Leben des Erfolgs und Scheiterns im Neoliberalismus schildern und dann kam als Hauptlesender Michael Köhlmmeier mit seinem „Das Mädchen mit dem Fingerhut“, eine Mischung zwischen Märchen oder Flüchtlingsschicksal, das ich in Leipzig, wo das Buch am blauen Sofa vorgestellt wurde, versäumte, das, wie Brigitte Schwens-Harrant in ihrer Einleitung erklärte, durch die Parabel besser rüber kommt, als wenn die harten Fakten der unbegleiteten Flüchtlingsschaft direkt angesprochen würden.

Da weiß ich zwar nicht so genau, ob ich dem zustimme, es gab auch diesmal kein Gespräch, so daß Michael Köhlmeier nichts erklärte und man gleich in Medias Res geworfen wurde oder mit der Einleitung der Moderatorin auskommen mußte.

Petra Piuk

Petra Piuk

Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier

Es geht jedenfalls, um ein wahrscheinlich namenloses, stummes, sechsjähriges Mädchen, das von einem Onkel auf einen Markt zu einem Bodgan geschickt wird.

Es versteht die Sprache nicht oder nur mangelhaft, hat von diesen Onkel und einigen Frauen aber Unterweisungen bekommen. So stellt es sich einfach hin und schaut, bis es zu Essen bekommt und wenn es das Wort „Polizei“ hört, fängt es an zu schreien.

Auf diese Weise geht es eine Weile gut, bis der Onkel, der das Kind  jeden Abend von dem Geschäft des Bodgans, wo es den Tag verbringt, abholt, nicht mehr erscheint und es alleine loszieht, in einer Mülltonne landet und schließlich in einem Cafe von der Polizei aufgegriffen wird.

In Zeiten, wie diesen ein interessantes und sehr wichtiges Thema und ein Buch warhscheinlich, das man auch auf den beiden Listen, die es ja in ein paar Wochen gibt, finden wird.

Der 1949 geborene Michael Köhlmeier ist ja vor zwei Jahren mit seinen „Zwei Herren am Strand“, ein Buch, das ich inzwischen gefunden habe, auf die Longlist gekommen, ein Jahr früher mit seinen „Joel Spazierer“ nicht.

Brigitte Schwens-Harrant hat noch ein paar andere Kählmeier Werke aufgezählt und nächste Woche wird es mit der Grande Dame, Friederike Mayröcker weitergehen, deren „fleurs“ ja auch der österreichischen Liste stehen kann, die am sechsten September veröffentlicht wird.

Ein schöner, spannender und recht kurzer Abend. Gustav Ernst habe ich auch noch im Publikum gesehen.

2015-08-26

Leselisten-Sorgen

Neun der LL-Bücher wurden mir bis jetzt, glaube ich, avisiert, das der Gertraud Klemm hatte ich schon zu Hause und auf der 2016 Leseliste stehen, fünf Bücher könnte ich mir vom Alfred zu Weihnachten und zum Geburtstag schenken lassen und die restlichen fünf mir vielleicht vom Otto ausborgen oder wieder in den Buchhandlungen lesen. Vierzehn würde ich mal schätzen, könnte ich bis zur Shortlistnominierung schaffen und den Rest dann bis zur Preisvergabe, wenn nicht zu viele dicke dabei wären und auch andere Bücher, die dazwischen gelesen werden möchten, wie jetzt der „Susan-Effekt“, den ich durch die „Hanser-Bloggeraktion“ bekommen habe, das neue Buch des Dänen Peter Hoeg, das jetzt zwischen all der Longlisteneuphorie offenbar vermarktet werden soll und dann habe ich auf meiner eigenen Leseliste, die ich wegen meiner Longlisteneuphorie ja sträflich vernachläßige, auch das Buch „Jesuitenwiese“ stehen, das über das „Volksstimmefest“, das mir der Alfred im Vorjahr kaufte, ich setzte es auf die 2016 Leseliste und habe mir vorgenommen, es heuer vor oder während des Volksstimmefestes zu lesen und vom „Residenz-Verlag“ sollten eigentlich auch einige Bücher kommen, gibt es da doch eine Anthologie der Petra Hartlieb, den Debutroman der Verena Mermer und und und es macht den Eindruck, als wäre die Bestellung verloren gegangen oder hätte der Verlag, die Bücher nicht mehr für mich, was einerseits sehr schade ist, andererseits habe ich durch das Longlistenlesen ohnehin genug zu tun und eine elendslange Leseliste, die ich dadurch ganz sicher wieder nicht schaffen werden.

Es gibt zuviele Bücher, weil sehr viele Leute schreiben und immer weniger Leute lesen, ich gehöre zu letzteren nicht dazu und so haben die offenen Bücherschränke, die es seit 2010 ja in wachsender Anzahl gibt, eine große Anziehungskraft für mich und da kann ich auch nicht vorrübergehen, wenn so viele schöne Schätze darinnen liegen, obwohl ich mir  immer vornehme, nur das wirklich Besondere zu nehmen, aber stehe ich davor, ist alles interessant und ich lese  auch gerne Krimis, Chitlits, Vicki Baum, Pearl S. Buck und und und so ist meine Leseliste in den letzten Jahren endlos angewachsen, so daß ich sie beschränken sollte, müßte und das irgendwie nicht kann, obwohl sich schon einige Presse- und Verlagsmenschen darüber mokiert haben.

Bei meinen Bücherbeschränkungsplänen bin ich auf die Idee gekommen, mir die Jahresleselisten, die ich  schon an die zehn Jahre voraus habe, bis hundertfünzig anzufüllen, dann habe ich noch Platz für zwanzig Rezensionsexemplare, habe ich gedacht und es geht sich locker aus, wenn ich an die hundertfünfundsiebzig Bücher im Jahr lese.

2013 hat das glaube ich so in etwa geklappt, das Jahr darauf schon nicht mehr und da habe ich einen Haufen ungelesener Bücher auf den St. Nimmerleinstag verschoben und dabei habe ich da ja noch nicht LL gelesen, sondern tapfer gedacht, würde ich zwar gern, kann aber nicht, aber jetzt haben mich die offiziellen Bücherblogger auf die Idee gebracht und ich denke fast, ich werde das ab jetzt immer tun, will aber auch meine Leseliste möglichst hinunterlesen und wenn ich dann ein neues Buch finde oder davon höre, kann ich schwer nein sagen.

die Quadratur des Kreises oder Luxusprobleme angesichts der Krise in Griechenland oder der überfüllten Flüchtlingslager, die jetzt auch die Bücherblogger zu Hilfsktionen anregen, ich weiß und ich genieße den Überfluß  auch sehr, habe mir auch heuer wieder Frühlingsbücher bestellt und irgendwann vor dem Sommer gedacht, jetzt werde ich nach der Sommerfrische die Leseliste nicht mehr der Reihe nach hinunterlesen, sondern die Bücher aussuchen, die ich wirklich lesen will, den „Circle“ zum Beispiel, das, das mir die Hilde Schmölzer zum Geburtstag schenkte, „Blumenberg“, die „Zehntelbrüder“, das Buch der Andrea Stift, das des Dietmar Füssels, der Doris Nussbaumer, der Nadine Kegele, der Eva Menasse und und und dann anderes, was ich eigentlich auch lesen sollte, wie Evelyn Waughs „Tod in Hollywood“, von dem ich hörte, daß es neu aufgelegt wurde, doch nicht zu schaffen, wie Haruki Murakamis „Mister Aufziehvogel“, den ich mir zum Lesen  schon nach Harland mitgenommen habe.

Es gibt zuviele Bücher und manchmal findet man in den Bücherschränken auch ganz tolle Leseexemplare, wie die „Zwei Herren am Strand“, Rachel Kushners „Flammenwerfer“ von denen die Blogs gerade schwärmen, die kommen dann, was mir sehr leid tut, auf spätere Listen und daß sich einiges dann vielleicht gar nicht mehr ausgeht, tut mir ebenfalls sehr leid.

Ich kaufe mir auch sehr viele Bücher, wenn ich sie in den Abverkaufskisten, um einen oder zwei Euro finde, der „Morawa“ hat ja zweimal im Jahr einen Flohmarkt und dann die Tereza Mora oder den Clemens Meyer dort stehen und als wir mit dem Rad von Ulm nach Regensburg gefahren sind, habe ich im Fahrradkorb auch einen Haufen Bücher vom „Thalia“, der dort geschloßen wurde, durch die Gegend geschleppt und finde den Spagat vom Alten und dem Neuen auch sehr spannend.

Die Blogs besprechen ja immer das Neueste, schwärmen davon, ein paar Monate später findet man das dann, wenn man Glück hat in den Schränken.

Jetzt kann ich das, was sehr schade ist, erst Jahre später lesen oder das, was auf meiner Liste steht, nicht mehr.

In Wien gabs schon vor Jahren eine Diskussion darüber, daß manchen Blogs, die Verlagsnähe der Bücherblogger nicht gefallen haben, das habe ich damals nicht verstanden oder so gesehen. Jetzt rüsten sich einige junge Frauen auf. mit den Verlagen zusammenzuarbeiten, gehen zu Bloggertreffs, empfehlen Bücher, machen Verlosungen, etcetea und da bleibt bei mir dann auch einiges hängen und den Namen Rafael Chirbes habe ich mir 2008 gemerkt, als in Frankfurt sein „Krematorium“ besprochen wurde.

Da hatte ich zwar schon ein Abverkaufbuch von ihm in meinen Regalen, „Krematorium“ dann gefunden und in meinem Weihnachtsmarathon vor zwei Jahren gelesen und jetzt wartet „Am Ufer“ auf mich, das eigentlich noch heuer gelesen werden sollte.

Mal sehen wie es geht, wenn ich im Oktober mit der Longlist fertig bin, den besten Vorsatz im nächsten Jahr keine so lange Liste ungelesener Bücher zurückzulassen, habe ich wieder, daß ich die nächste Longlist lesen will, wahrscheinlich ebenfalls und jetzt begebe ich mich ins Badezimmer an den „Susan Effekt“.

Dann warten noch „Die Liebenden von Mantua“ und „Applaus für Breonikowski“ auf mich und in Wien sollten sechs Bücher kommen, die hoffentlich, weil ich noch in Harland bin, nicht verlorengehen und für das Eigene, das Korrigieren meines Sommerromanes sollte ich auch wieder Zeit haben, obwohl bei meiner Bücherproduktion, der Fertigstellung von „Im Namen des Vaters“ und der „Selma“ jetzt nicht viel weitergeht und sich auch keiner dafür interessiert.

2015-07-28

3000 Euro

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Nun kommt vorläufig die Besprechung des letzten Buches der 2014 Longlistennominierung und es ist auch das einzige von denen, die ich gelesen habe, die es auf die Shortlist schaffte, nänmlich Thomas Melles 3000 Euro, die Liebesgeschichte zwischen der Supermarktkassiererin Denise und dem ehemaligen Jus-Studenten Anton, die alle dreitausend Euro brauchen oder haben wollen und das mich wegen der sozialrealistischen Thematik, die ja nicht so oft auf der Long- oder Shortlist  zu finden ist und mit der sich die Literaturkritik meistens schwer tut, so sehr interessierte, daß ich es mir zu Weihnachten wünschte.

Thomas Melle, 1975 geboren, ist mit seinem Debutroman  „Sixster“ den ich vor kurzem bei „Kuppitsch“ um einen Euro aus der Abverkaufkiste zog, schon auf der Longlist gestanden.

Da ist also Anton, ehemaliger Jusstudent, psychisch oder emotional labil, wie die Sozialarbeiter sagen, der hatte einmal einen wilden Sommer, zuviel getrunken, offenbar auch manische Schübe, Kredite aufgenommen und dadurch jetzt einen Prozeß mit der deutschen Bank wegen dreitausend Euro. Eine Wohnung hat er nicht mehr, so lebt er im Obdachlosenheim und wird dort von einer Sozialarbeiterin betreut. Er hat auch eine Mutter, die ihn offenbar alleine aufgezogen hat, selber an depressiven Schüben litt, deshalb Elektroschock bekam, bei der hätte er zwar ein Zimmer, aber die Mutter Sohn-eziehung ist nicht so gut, daß er nur selten zu ihr geht, einmal tut er es sogar und will ihr da fast ihre alte Rolex klauen und versetzen, denn er braucht ja die dreitausend Euro für den Prozeß, der bald ansteht. Er hat auch einen Freund, der inzwischen Rechtsanwalt geworden ist, der steckt ihn in einen alten Anzug und wird ihn gemeinsam mit seiner Frau bei seinem Prozeß verteidigen. Vorerst muß er zu einem Gutachter, der angeblich für die Begutachtung, die dreitausend Euro bekommt, die ihm so fehlen, so sucht er in den Containern nach alten Flaschen und trägt sie  in dem Supermarkt zurückt, wo Denise an der Kasse sitzt, das ist eine Alleinerziehering, ihre sechsjährige Tochter, hat eine Wahrnehmungsstörung, wird deshalb erst später eingeschult und muß auch zur Ergotherapie und Denise hat offenbar, um die Haushaltskasse aufzubessern oder sich den Traum einer New York Reise zu erfüllen, vielleicht auch aus anderen Gründen, Pornofilme gedreht, wartet jetzt auf das Honorar, das sind ebenfalls dreitausend Euro, dreitausendzweihundert sogar und steht Ängst an der Kassa aus, das jemand sie erkennen könnte.

Es kommt aber Anton zuerst mit einer Billigpizza, den sie Stanley nennt, später kauft er, was ich nicht ganz nachvollziehen kann, Champagner, Lachs und Luxuspizza und lädt Desise zu einem gemeinsamen Mahl auf einer Parkbank ein, so kommt es zu einer vorsichtigen Beziehung zwischen den beiden, die damit endet, das Denise ihre drei Tausender doch bekommt, zur Gerichtsverhandlung geht, die mit einem Ausgleich endet und sich die dreitausend inzwischen wegen der Mahnspesen ect schon auf etwa zehntausendsechshundert verwandelt haben.

Sie denkt immer daran ihm das Geld oder einen Teil davon zu geben, tut es aber nicht, sondern fährt ein Jahr später mit ihrer Tochter dafür nach New York, ißt dort in dem Lokal von dem er ihr erzählte, Pizza und glaubt ihn zu sehen, obwohl sie ihn wahrscheinlich niemals wiedertrifft.

In kurzen abwechselnden Abschnitten wird von den Beiden und der Realität, der unteren Schichten des Lebens erzählt, Themen die mich ja sehr interessieren und die in der Literatur, wo es oft ja um das Abgehobene, die Sprachräusche und die Elfenbeintürme geht, nicht so oft vorkommen und toll, daß es das Buch, das natürlich zu vielen Spekulationen Anlaß gibt, auf die Shortlist schaffte, wofür Thomas Melle ja zweitausendfünfhundert Euro bekommen hat.

Ob er die einem Anton gegeben hätte?

Marlene Streeruwitz Heldin Nelia Fehn, die ja mit ihren „Nachkommen“ 2014 ebenfalls auf der Longlist stand, hätte, wenn sie den Preis bekommen hätte, dafür die Operationen ihres griechischen Freundes, der auf einer Demonstration verletzt wurde, bezahlt. Die zweitausenfünfhundert Euro hat sie ihm, aber, glaube ich, nicht gegeben, vielleicht sogar selber nicht bekommen, denn ihr Verleger war ja, wie Marlene Streeruwitz aufzeigte, ein sehr geizig windiger und man sieht, dreitausend Euro sind für den einen sehr viel, für den anderen sehr wenig Geld. Was würden wir damit machen, wenn wir sie plötzlich bekämen und hätte Denise Anton aus seiner seelischen Labilität wirklich herausgeholfen, wenn sie ihm das Geld gegeben hätte und nicht nach New York gefahren wäre?

Thomas Melle hat den Charakter, glaube ich, so angelegt, daß das wahrscheinlich zu bezweifeln wäre und eine eins zu eins Liebesgeschichte, wo der Sohn dann auch noch zu seiner Mutter zurückzieht, wäre von der Kritik wahrscheinlich auch für kitschig erklärt und nicht nominiert worden.

Michael Ziegelwanger einer der Nominierten hat im Vorjahr vorgeschlagen auf den Preis zu pfeifen, das Geld zu teilen und ein gemeinsames Picknick vor dem Römer zu verstalten, nur einer der Sls oder Lls hat, glaube ich, darauf geantwortet und im Falle des Gewinns ein paar Flaschen Wein dazu stiften wollen. Sten Nadolny hat es aber bei seinem Bachmannpreis, glaube ich, wirklich getan.

Von den 2014 Longlist Büchern habe ich inzwischen das von Martin Lechner „Kleine Kassa“, Charles Lewinskys „Kastelau“, Lukas Bärfuß „Koala“ und Marlene Streeruwitz „Nachkommen“ gelesen.

Michael Köhlmeiers „Zwei Herren am Strand“ habe ich vor kurzem im Strand gefunden und steht noch auf meiner Leseliste.

Michael Ziegelwanger und Antonio Fian habe ich bei Lesungen aus ihren nominierten Büchern gehört, ebenso wie Sasa Stanisic „Vor dem Fest“ und Matthias Nawrat hat aus seinen „Unternehmern“ glaube ich in Klagenfurt gelesen.

Die anderen Bücher sind mir nach wie vor mehr oder weniger unbekannt.

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