Literaturgefluester

2018-12-09

Buch Quartier und Ruths Abschiedparty

Filed under: Alltagsgeplauder,Veranstaltungen — jancak @ 19:33
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Hanna Herbst beim Signieren

Hanna Herbst beim Signieren

Das „Buchquartier“ im „Museumsqartier“, den Markt der „Independant und Kleinverlage“ gibt es schon seit einigen Jahren im Dezember, der „Holzbaum-Verlag“ der ein Mitveranstalter ist, schickt mir immer das Programm, zweimal war ich, glaube ich dort, war aber immer etwas enttäuscht, weil die Veranstaltung, die groß angekündigt war, dann eher klein und unauffällig vonstatten gegangen ist und meistens war ich an diesem Dezember-Wochenende auch in Harland, wo es es dann ausgefallen ist. Diesmal aber nicht, diesmal habe ich mir Zeit für die Kleinmesse genommen, die von Samstag bis Sonntag jeweils zwischen elf und neunzehn Uhr stattfand.

Das heißt so ganz pünklich bin ich nicht gewesen, weil ich ja vorher Mittag gegessen habe, so bin ich am Samstag mit dem Alfred, glaube ich ,erst zwischen zwölf und eins in der Ovalhalle des MQ wo ich ja schon am Montag beim „Ohrenschmaus“ war, erschienen und war recht erstaunt, daß die Lesungen diesmal dort stattgefunden haben, wo am Montag die Preise vergeben wurden, die Sesseln waren noch so aufgestellt, nur die Bühne war etwas anders umd es hat auch viel mehr ausstellende Stände gegeben

„Vierzig veranstaltungen, hundert Verlage“ stand am Programmfoder und es hat auch Stände wie die „IG-Autoren“ das „Stifterhaus OÖ“, etceera, gegeben, die, glaube ich, neu waren.

Margit  Heumann war mit einem Stand vertrenten und hat mich dazu eingeladen, Luis Stabauer stand am „Hollitzer-Stand“ und  als ich vor dier Bühne nachdem ich kurz das Quartier abgegangen bin, Platz genomen habe, war es sehr sehr voll, denn Hanna Herbst hat gerade ein Pamphlet bezügich Femminsms beziehungs Regierungsildung vorgelesen und dazu offenbar ihren ganzen Freundeskreis mitgebracht. Mir war die Autorin unbekannt, fand ihre Thesen aber sehr spannend und die Warteschleife am anschließendenen Signiertiasch war auch sehr lange.

Dann folgte Stefanie  Schleemilch mit ihrem Buch „Morgengrauen“ aus dem „Duotinta-Verlag“ in dem es um eine junge Frau mit Psychoseerfahrungen ging.

Patrick Addai beim Trommeln

Patrick Addai beim Trommeln

Isabella Feimer folgte, die für die „NÖ -Literaturedition“ eine Anthologie zu hundert Jahre Frauenwahlrecht mit Texten von niederösterreichischen Autorinnen wie Simone Hirth, Sandra Gugic, Marlene Streeruwitz, Eva Rossmann und Cornelia Travnicek herausgegegeben hat und dann wurde es laut und spannend als Patrick Addai zum Trommeln anfnig und wieder einige seiner afrkkanischen Geschichten erzählte.

Vorher waren noch die Gebrüder Moped, zwei Satirikeran der Reiheund Christopher Wurmdople,r der sein Buch“Solo“ vorstellte, danach gab es einen Poetry Slam und ein Buch aus der „Morawa-Selfpublischer-Schiene“, ja das gab es auch.

Nicolas Mahler signierte an an seinem Verlagsstand, Anna Herzig, die ich, glaube ich, schon einmal in der „Aten Schmiede“hörte“, stellte ihr bei „Roland und Quist“ erschienenes Buch „Sommerreigen“ vor und dann kam Nicole Nakarewicz an der Reihe, die ich glaube ich von der „Texthobellesung“ kenne und, glaube ich, auch schon was von ihr gelesen habe.

Sie hat den „Holzbaum-Thrillerwettbewerb“ gewonnen und stellte das daraufhin entstandene Buch „Dein Fleisch und Blut“ vor, das auf meinem Badezimmerstapel liegt und  ich erst lesen muß. Dann ging es zu Ruths Abschiedparty, die ja von der Burggasse weg in eine kleine Gemeidewohnung ziehtund das, was sie sozusagen nicht mitnehmen konnte, verschenkte  oder verkaufte, aber ich habe mir vom Alfred im MQ noch ein Buch kaufen lassen, nämlich das bei „Milena“ von den Buchpreisnominierten von 2014 Michael Ziegelwagner, der ein Buch namens „Sebastian Ferien im Kanzleramt“, das, wie im Vorwort steht, natürlich alle Personen frei erfunden hat, obwohl die Figur am Cover unserem neuen jungen Bundeskanzler, der ja auch so heißt, verdächtig ähnlich sieht.

Bei der Ruth war es sehr festlich, wir sind bei ihr ja schon öfter bei Adventparties gewesen. Diesmal lagen ein paar Bücher, Bilder, Gläser, Nippes, zur freien Entnahme beziehungsweise für das Spendensparschwein auf, es gab Brötchen, Kekse und was zu trinken. Fingerfood, wie die Ruth es nannte, die ja schon in die neue Wohnung, die sich zufälligerweise in dem Haus befindet, unweit vom Literaturmuseum, in dem auch Erika Brunngraber wohnt, der Tochter des Dichters, der „Zucker aus Cuba“, „Karl und das zwanzigste Jahrhunder“ und und geschrieben hat und den ich von den „Büchergilde-Gutenberg-Katalogen“ und den Bücherkasten meiner Eltern kenne, umgezogen ist und wahrscheinlich ihren Hausrat schon mitgenommen hat.

Erika Brunngraber war mit ihrem Hund Coco tat, die Regisseurin Käthe Kratz, Elfriede Haslehner und Hilde Langthaler, die die Ruth, glaube ich, aus der Frauenbewegung kennt, die ja in den Neunehnhundertsiebzigerjahren den „Wiener Frauenverlag“ gegründet haben, der heute „Milena“ heißt und Männer, wie Michael Ziegelwanger verlegt und noch ein paar von Ruths Studienfreundinnen.

Ich habe mir ein Buch von Lore Heuermann, mit der ich mich ja bei der „Literatur im Herbst“ unterhalten habe, ausgesucht, ein Bild, das jetzt in meinen Vorzimmer hängt mitgenommen und mich entschloßen, auch am Sonntag wieder ins „Buchquartier“ zu gehen, wo ich dann, da ich wieder vorher schnell Mittag gegessen habe, den „Bachmann-Preisträger“ Tex Rubinowitz und auch Maja Silfredi versäumte, die ist allerdings am Nachmittag statt Anita Wiegele nochmals aufgetreten, so daß ich zu  Gerald Eschenauers Absurditäten „Es scheint Hoffnung“ aus dem „Mitgift-Verlag“ zurechtgekommen bin.

Dann kam etwas Interessantes, nämlich eine Schauspielerin aus München las einen Text aus der Anthologie „Trinkende Frauen“, die aus einem Blog von New Yorker Journalistinnen hervorgegangen sind, die Texte von Frauen und den Umgang mit Alkohol sammelten.

Auch Magdalena Diercks Geschichte „Hoffnung auf dem Winter“ waf sehr interessant, die ist eine „Exil-Preisträgerin“, die jetzt ein Buch, nämlich „auf halben weg“ eine Geschichtensammlung bei diesem Verlag hat und die Geschichte handelt von einer Frau namens Frieda, die in Berlin ein Strickwarengeschäft betreibt, von dem aber nicht leben kann, weil nur Touristen zu ihr kommen, die nach dem Weg fragen oder die Post, die Pakete bei ihr abgeben will, so daß in der Nacht als „Kapuzenmann“ Flaschen sammeln muß. Das ist ja ein Thema des Ulis, der ja meint, daß in Deutschland, die Rentnerinnen Pfandflaschen sammeln müssen, weil ihnen die Ausländer ihre Pensionen wegnehmen wollen.

Es stimmt aber sicher, daß in bestimmten Vierteln die Mieten so hoch werden, daß die Leute sie nicht mehr zahlen können und sie vielleicht auch nicht mehr in den kleinen Geschäften kaufen.

Eine sehr beeindruckende Geschichte und so habe ich mir in der Pause, wo etwas über Extremsport kam, das mich nicht so interessierte, gleich das Buch von Christa Stippinger und das zweite, das um vier Uhr vorgestellt wurde, am Stand geholt und  auch  ein bißchen Smalltalk beziehungsweise Networking betrieben, was bei mir aber nie sehr erfolgreich ist, habe mir von einer „Selfpublishing-Agentur“ Unterlagen geben lassen, mit einer „Selfpublisherin“ aus Luxenburg geplaudert und auch mit dem Berliner Verlag, der Texte von Else Feldmann herausbrachte.

Dann bin ich wieder zu einem Sportbuch zurechtgekommen, nämlich zu Antoine Blondins „Tour de France“, das vom Verleger vorgestellt wurde, da der Autor 1922 in Paris geboren und 1991 verstorben ist und die „Tour de France“ von  1954 bis 1982 als Chronist begleitete.

Danach wurde es wieder interessant, obwohl der Autor, der lesen hätte sollen, glaube ich, erkrankt ist und deshalb ein anderer „Morawa-Autor, denn der hat jetzt auch eine „Selbstpublischer-Initiative“ sein Buch, der, glaube ich, ein Krimi ist, vorstellte und Wilhelm Vogel offenbar ein ehemaliger Beamter hat in seinem „Lockruf des Pirols oder ein September im Leben des Julius Wondraschek“, offenbar ebenfalls einen pensionierten Beamten beschrieben, der auf das Begräbnis seines Freundes auf den Zentralfriedhof geht, der aus einem Fenster eines Hotels stürzte, nicht glaubt, daß der Selbstmord beginn und sich mit einer Biologin offenbar der Sache annehmen will. Wilhelm Vogel hatte eine sehr interessante Art in sein Buch einzuführen und ich schreibe ja gerade auch über eine Pensionistin, die versucht mit ihrem neuen Leben etwas anzufangen.

Diana Köhles bei „Holzbaum“ erschienenes Tagebuchslambuch kenne ich schon, sie hat aber zwei Slamteilnehmerinnen, zwei junge Frauen gebeten, ihre Texte daraus zu lesen und sozusagen einen Mini-Slam zu veranstalten.

Dann kam Thomas Perle der zweite „Exil-Autor“, Thomas Perle, der in Rumänien geboren wurde, in Deutschland aufwuchs, dreisprachig ist und auch einen Erzählband herausbrachte, aus der er eine Geschichte gelesen hat.

Dann ging ich wieder eine Runde, beziehungsweise aufs Klo, traf Helene Hoffmann, die früher in Salzburg bei der Leselampe war, jetzt aber schon länger in Wien ist und die ich öfter bei Veranstaltungen treffe, am „Stifter Haus Stand“, wo sie sich gerade eine Rampe kaufte und unterhielt mich länger mit ihr, hörte dann noch wie beschrieben aus dem Buch „fickfisch“ von  Maja Siffredi aus dem „Schriftstella-Verlag“, die ich vorher schon an ihrem Stand traf und zuhörte, wie sie einem jungen Mann etwas über ihr Schreiben erzählte.

Dann folge die „edition weinviertel“ mit Helmut Steiner „Monate mit R“, das offenbar eine Art Thriller ist, wo drei alte Damen, die in einer Mühle wohnen, von Börsenspekulanten vertrieben werden sollen. Der Verlag hatte am Signiertiasch eine Menge Bücher aufgebaut und ich bin, da danach ein Vortrag über „Allergien“ folgte, der mich auch nicht so sehr interessierte, gegangen, um noch genügend Zeit für die Badewanne, beziehungsweise das Bloggen zu haben.

Kann aber sagen, daß das „Buchquartier“ im MQ jetzt eine sehr interessante Kleinmesse ist, die sehr viele mir bisher unbekannte deutsche Verlage hatte, ich wieder interessante Bücher von „Selfpublishern“ und Kleinverlagen kennenlernte, die jetzt wahrscheinlich so groß ist, wie es die „Buch-Woche“ im Wiener Rathaus war. Sie ist gratis zu besuchen und Punsch gibt es, was, wie ich immer höre, die meisten Besucher der „Buch-Wien“ vermissen, im Hof des „Museumsquartiers“ auch zu kaufen.  Didi Sommer und Diana Köhle, die beiden Moderatoren, bemühten sich auch immer sehr für das Buch Werbung zu machen und die Uuhörer mit dem Hinweis „Weihnachten kommt bald“, zu einem Kauf zu animieren.

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2018-12-07

Korrigiertag und Auge-Nichtweihnachtsfest

Weil ich heute keine Stunden hatte, habe ich mich wieder der „Magdalena Kirchberg“ gewidmet, da hatte ich ja die einzelnen Handlungstränge korrigiert, dann das Ganze noch einmal durchgegangen und jetzt bin ich dabei wieder Szene für Szene einzeln zu korrigieren und halte da jetzt bei 47.049 Worten, die Szenen sitzen noch nicht alle, bei der Rechtschreibung muß ich noch einzelne Worte gleichschreiben und das Ganze wird mich wahrscheinlich noch einige Monate beschäftigen.

Bei der „Unsichtbaren Frau“ wäre ich jetzt fertig, von mir aus könnte das Manu an den „Digitaldruck“ gehen und wir einen „Dummie“ anfordern, der Alfred will es aber noch einmal durchsehen und kommt nicht dazu, weil er mit der „Auge-Fahne“ und der grünen Weste zuviel demonstrieren und auch auf sehr viele Weihnachtsfeiern geht.

Das Cover gibt es aber schon, mit einem, wie ich finde, sehr schönen Demo-Bild, da könnte es, siehe oben, die Vorschau und das Probekapitel, das das von der Nobelpreisverleihung sein wird, bald geben und eine Idee für das nächste, wo ich ja einmal die Heldenreise ausprobieren will, gibt es auch schon und da habe ich eine schon sehr alte Idee, von einem Arzt der eine Psychose bekommt, da beruflich ausfällt, jetzt wahrscheinlich von der Mindestsicherung leben und einen Rehacoach bekommen wird, der sich aber selbständig machen und in seinem Grätzel Sozialbedürftige betreuen wird und als ich am Mittwoch nach Grinzing zu einer Weinverkostungeinladung vom Herrn Fischer gefahren bin, war ein vor sich hin singendes junges Mädchen in der Straßenbahn, das auch mit ihrer Oma telefonierte und ihr freudig mitteilte, daß sie die Aufnahmprüfung in einer Schauspielschule bestanden hat.

So weit, so waht mit meinen Schreibüroprojekten, da denke ich jetzt wieder, ich müßte etwas machen, daß ich literarische Aufmerksamkeit bekomme, weiß aber nicht was, beziehungsweise tue ich ohnehin was ich kann und was den Veranstaltungskalender betrifft, wäre ich heute eigenlich zu einer Exil-Preislesung ins Literaturhaus gegangen und hätte mir da vielleicht wieder ein paar Bücher mit nach Hause genommen, aber es war um sechs das „Auge-Nichtweihnachtsfest“, das jedes Jahr im „Auge-Büro§, dem der Alternativen Gewerkschaften in der Belvederegasse, in dem Haus, in dem einmal Soma Morgenstern gelebt hat, stattfindet und am Kirchenplatz in der Belvederegasse gibt es einen Bücherschrank, so daß ich meinen Weihnachtswichtelvorsatz wieder ausführen und eine „Linke Wort-Anthologie“ nämlich die von 2010 zum Thema „Abgeschoben – Rassismus in Österreich“ in den Schrank legen und mir etwas später nämlich beim Heimgehen ein Buch für meinen Bücherchristbaum nämlich Morton Feldmann „Der perfekte „Mann“ schon leicht zerfleddert aus dem Schrank nehmen konnte.

Zum „Auge-Nichtweihnachtsfest“ bin ich glaube ich durch die Renate Sassmann, deren Sohn Robert ja einmal ein Jahr mit der Anna in die freie Schule Hofmühlgasse gegangen ist, gekommen und ich war, glaube ich, schon dort, noch bevor der Alfred „Auge-Betriebsrat“ für die WU geworden ist, ich gehe nicht jedes Jahr aber doch regelmäßig hin, denn einmal, glaube ich, war es an dem Tag wo der Nobelpreis an die Elfriede Jelinek vergeben wurde, die war zwar nicht in Stockholm, aber im Literaturhaus gab es eine diesbezügliche Veranstaltung und ich war dort und im vorigen Jahr hat mich der Anton Blitzstein zu seinem Geburtstagsfest eingeladen, so war ich 2016 und das war kurz vor der Bundespräsidentenwahl das letzt Mal dort und da kann ich mich erinnern, daß das Fest sehr konstruktiev gewesen ist, denn Kurti Winterstein, hat das „van der Bellen-Lied“ gesungen und der Markus gesagt „Ihr habts am Sonntag die einmalige Chance einen Kommunustien als Präsidenten zu wählen!“ und meine Stimmung stieg, da ich ja ein halbes Jahr sehr pessimistisch gewesen war und gedacht habe, wenn jetzt der Hofer die Wahl gewinnt, wäre das sehr sehr unfair.

Er hat bekanntlich nicht, ist aber jetzt FPÖ-Minister, aber damals stieg meine Stimmung, obwohl klar war, bei der „Auge-Weihnachtsfeier“ waren keine FPÖ- Wähler während es bei der nächsten FPO-Weihnachtsfeier höchstwahrscheinlich genau umgekehrt gewesen war und auch heuer sehr voll und gute Stimmung.

der Alfred hat die Auge-Fahne von der gestrigen Demo zurückgebracht, die ich ja geschwänzt habe, weil ich beim „Dichtfest“ war, wovon mir der Rudi inzwischen sehr viele, aber nicht sehr scharfe Fotos schickte. Luis Stabauer war da und eine Menge mir bekannter.

Kurt Winterstein hat seine „Erlkönigin“ vorgetragen, das Gedicht nach der berühmten Vorlage, die er auf Birig Hebein, die ja wahrscheinlich die nächste Vizebürgermeisterin wird, gedichtet hat.

Es gab ein Bufftet und dann wieder eine Sketcheinlage, wo der Markus eine Familieaufstellung mit AK, ÖGB, den „guten“ und der Wirtschafts- und der Bauernkammmern, den „schlechten“ gemacht hat.

Ich habe mich ein bißchen mit Luis Stabauer unterhalten, dessen „Weissen“ man vom Bücherregal kaufen konnte und den ich morgen wahrscheinlich im „Buchquartier“ gesehen habe und bin dann, um meinen Adventblog zu machen, nach Hause gegangen, denn ich habe ja ein Adventkalenderfesnter vom siebenten Dezember, das man sich noch schnell anschauen kann, verlinke nach und gebe auch die übrige Vorschau bekannt, wo man hier noch weitere Adventkalenderfenster finden kann.

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2018-12-04

Hundert Jahre Frauenwahlrecht und doch etwas Adventliches

Eigentlich hätte ich heute eine sieben Uhr Stunde gehabt und danach wäre ich mit „Sungs Laden“ in die Badewanne gestiegen und keine Adventaktion an diesem Tag, weil von neun bis neunzehn Uhr Stunden und dazwischen eine Stunde Mittagessen, während ich ja den Advent heuer möglichst jeden Tag mit einem kleinen Higlight zelebrieren will und weil ich eine schnelle bin, habe ich schon am dreißigsten November nachdem ich mit meiner Monatsabrechnung fertig war, begonnen und bin bevor ich ins „Siebenstern“ zur „Poetnight“ gegangen bin, in den „Yves Rocher“ eingefallen, habe meine Gutscheinkarte abgegeben und mir selber ein, beziehungsweise zwei Geschenke gemacht.

Das heißt je eine Geschenkpackung mit kleinen Badeölen und dann noch eine rote Apfel Garnitur, mit Handcreme, Lippencreme, Duschbad ectera, deshalb bin ich dann zur „Poet Night“, wo schon der Herr Blaha mit seinen Weinachtsgedichten auf mich gewartet hat, etwas zu spät gekommen und als wir von der „Poet Night“ nach Hause gegangen sind, war schon Samstag, der erste Dezember, allerdings sehr sehr früh und so habe ich, wie ich es mir ja vorgenommen habe, vergessen, eines meiner Bücher in den Bücherschrank zu stellen, was ich erst heute zweimal, einmal im „Wortschatz“ und dann in den in der Zieglergasse nachholte.

Am Samstag waren wir in Harland, da habe ich die Weihnachtsdekorationen herausgeholt und der Alfred hat einen kleinen Teignikolo und noch anderes Adventliches vom Markt besorgt, die Anna mir zwei Guscheine gegeben, wo man sich vom „Kika“ je zwei Weihnachtshäferln, gerade richtig für den Punsch holen konnte und am Sonntag war Jungweinverkostung beim Herzinger in Nußdorf mit Glühwein und Weihnachtskeksen und gestern Montag, der „Ohrenschmaus“, wo es wieder die „Zotter-Schokolade“ gegeben hat und nachher waren wir beim Glühmoststand des „Augustins“ vor dem „Top- Kino“, haben mit der Sozialarbeiterin dort, nett geplaudert und einen Uhudlerglühwein getrunken.

„Heute also nicht!“, habe ich gedacht. Dann sind aber ein paar Stunden ausgefallen und so bin ich, um dreiviertel sieben schnell schnell mit einem schon gewidmeteten „Besser spät als nie“ in den Bus gestiegen und ins Literaturhaus gefahren, weil dort das „PEN Frauenkommitee“ „Hundert Jahre Frauenwahlrecht“ feiert, denn ja das wurde 1918 eingeführt und Doris Kloimstein, die ich am Samstag wegen der Schneelage leider nicht am Markt von St. Pölten getroffen habe, ist dort mit einigen anderen Frauen aufgetreten und hat ein tolles Programm mit berühmten Frauen rund herum gestaltet.

Sonja Henisch die erste Frau vom Peter hat durch das Programm geführt und gerade, als ich in den Saal gehuscht bin, Doris Kloimstein angesagt, die einen Text über Marie von Ebner Eschenbach gelesen hat, die 1830 geboren und 1916 genau, wie der Kaiser gelebt hat und also das Frauenwahlrecht nicht mehr erlebte, aber trotzdem eine emanzipierte Frau war, die mit der Männerwelt sehr zu kämpfen hatte.

Dann kam Christine Tidl und stellte dazu passtend Berta von Suttner vor, die 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieg, angeblich mit den Worten „Die Waffen nieder“ verstorben ist. Ingrid Schramm widmete sich den britischen Sufragetten und Claudia Thaller ging ein bißchen in die Zukunft nämlich in die Fünzigerjahre, wo Sylvia Platz 1932 biw 1963, die „Glasglocke“ geschrieben hat und mit Elektroschocks behandelt wurde und Maghdalene Tschurlovits erkliomm mit einer tollen Handtasche, die Bühne, nahm aus ihr ein altes englisches Buch heraus, in dem es eine Übersetzung eines der dreizehn Bücher von der Weltreisenden Ida Pfeifer, die in Wien geboren und verstorben ist, herus und stellte diese tolle Frau vor, die zu Zeiten durch die Welt reiste, wo es noch lange kein Frauenwahlrecht gegeben hat, dann kam ein Interview, das offensichtlich Sonja Henisch mit Olympe de Gouche, eine Kämpferin der französischen Revolution aus dem Jenseits führte und ganz am Schluß kam noch der Advocatus Diabolis und erklärte den Frauen, warum sie kein Frauenwahlrecht brauchen?

Eine sehr interessante Veranstaltung, wo es für mich sowohl Bekanntes als auch Unbekanntes zu hören gab und wenn ich unken möchte, würde ich sagen, was nützt das Frauenwahlrecht, wenn dann doch etwas anderes, als gewünscht herauskommt und die „Omas gegen rechts“ von den Rechten vehöhnt und verspottet werden, wie ich vor kurzem auf einem Video hörte.

Es gab aber gute Stimmung im Literatuhaus mit Wein und Gesprächen und Doris Kloimstein hat mir, welch Überrschung auch noch ein „Weihnachtsbuch“ geschenkt und ein Buch habe ich mir aus dem Bücherschrank auch herausgezogen, nämlich eines mit „Schweizer Geschichten“ aus den Fünzigerjahren, das ich mir voräufig auf meinen Weihnachtstisch mit den anderen Büchern, die noch kommen werden, zu einer Art Bücherchristbaum zusammenstellen kann und wem es interessiert, die „Nika Weihnachtsfrau“ ist auch schon gewidmet und ich werde sie mitnehmen und in den „Wortschatz legen“, wenn ich morgen zu Stephan Teichgräber gehe, das wird wahrscheinlich kurz vor drei geschehen, wer sie also haben will, rechtzeitig hingehen!

2018-12-01

Adventaktionen

Ich bin ja, wie ich immer schreibe nicht besonders religiös, halte mich aber gerne an Rituale und so gibt es im „Literaturgeflüster“ im Monat Dezember immer Adventliches.

„Leselustfrust“  der ich vor acht oder neun Jahren ja gerne kommentierte, hat mich auf die Idee gebracht, also habe in dieser Zeit Weihnachtsbücher gelesen, habe vom Punschtrinken , von der xxxx-small und anderen Weihnachtsaktionen, wie den literarischen Spazierguang durch den siebenten, Veranstaltungen, die es in dieser Form nicht mehr gibt, berichtet.

Ich habe auch die Weihnachtsbücher, die ich im Schrank gefunden habe gesammelt und auf meine Leseliste gesetzt, aber dann hatte ich so viele andere Bücher zu lesen, daß ich sie wieder hinuntergestrichen habe, habe heuer aber ein Buch das ich mir von meinem Geburtstagsgutschein gekauft habe und werde vielleicht noch Weihnachtsgedichte dazubekommen.

Ich habe auch selber einiges Weihnachtliches aus meiner Werkstatt anzubieten. Da gibt es das „Weihnachten 2000“ Gedicht, das ich damals im Rahmen der Schreibwerkstatt der Gewerkschaft geschrieben habe und den „Adventkalender“, die Geschichte von dem der vom Himmel fällt, um die Welt zu retten, die glaube ich im „Best of I oder II enthalten ist und dann war da die Idee von der „Nika Weihnachtsfrau“, die ich einige Zeit mit mir herumgetragen habe, bevor ich sie im November 2015 im Rahmen des „Nanowrimos“ zu schreiben angefangen. Vorher gab es schon den „Bücheradventkalender“ und einige Schreibversuche zu diesem Thema in der Schreibgruppe.

2015 habe ich schon angefangen einzelne Tage aus der „Nika“ zu bloggen, so daß nach und nach das ganze Buch im Blog zu finden sein wird, dachte ich mir und habe Jahr für Jahr wenn nichts anderes zu erwähnen war, einen Tag hinzugefügt.

Heuer habe ich aber noch eine Leseliste von etwa dreißig Neuerscheinungsbüchern die abzulesen sind, je eines von der öst und zwei von der dBp sind noch dabei, das wäre dann das dortige achtezehnte, weil mir zwei der deutschen Liste ja fehlen und das Buch der Bettina Wilpert für den Bloggerdebutpreis muß ich auch noch lesen.

Da werde ich die veranstaltungsfreien Tage höchstwahrscheinlich mit den Rezensionen füllen und es wird vielleicht nichts bezüglich der „Nika“ weitergehen, habe ich gedacht, mir da aber schon eine besondere Aktion für den heurigen Advent ausgedacht.

Eine wäre ja mir jeden Tag ein Buch aus den Schrank zu ziehen und es zu lesen. Unmöglich, geht nicht bei dreißig noch ungelesen Büchern. Ich könnte aber, habe ich gedacht, abgesehen von den kleinen Adventfreuden, die ich mir jeden Tag machen will, also für mich ein höchstpersönliches Fenster der Freude öffnen, ein Buch aus dem Schrank ziehen, mir eine Süßigkeit oder etwas anderes, beim Yves Rocher vielleicht, kaufen, etcetera, eine besondere Aktion für meine Leser, wenn man so will auch Werbung für mich selber machen und jeden Tag, wenn ich am Schrank vorüber gehe, eines meiner Bücher mit einer schönen Widmung hineinlegen.

Das muß nicht unbedingt die „Nika“ sein von der ich wahrscheinlich auch nicht mehr so viele Exemplare haben, so daß es mir wie ihr bald, wie heuer mit dem „Haus“, als es Manfred Lager Regall zu meiner Geburtstagsaktion haben wollte und der „Mimi“ ging, die ich zu der Lesung auf die „Buch Wien“ mitnehmen wollte, ich werde aber schauen, was noch da ist und sonst je ein anderes meiner inzwischen fast vierzig selbstgemachten bücher, wenn ich an einem Tag zwischen eins und vierundzwanzig an einem Schrank vorübergehen sollte, hineinlegen. Komme ich an mehr vorbei, kann ich auch die aus meiner Tasche nehmen, da habe ich meisten zwei Stücke darin. Ein paar der Volksstimmeanthologien, wo meistens ein Kapitel aus einem meiner Bücher drinnen ist, habe ich auch noch.

Also aufgepasst, wem es von meinen Wiener Lesern interessiert, da gibts vielleicht was zu finden, ansonsten habe ich zu vermelden, daß ich jetzt die vom Alfred lektorierten Seiten der „Unsichtbaren Frau“ zum Endkorrektat habe. Das Cover ein Bild von einer Demo vielleicht muß noch kommen, dann wird wahrscheinlich als zusätzliches Adventschmankerl noch die Vorschau mit Gewinnspiel und Aufruf zur Leserunde geben, das Buch selber wird höchstwahrscheinlich nicht mehr fertig werden und dann gibts auch noch die „Magdalena“ zu korrigeren, die ich auch nach Harland zu einem ausführlicheren Weihnachtswirtierretreat mitnehmen kann.

Ein paar Einladungen und Weihnachtsfeiern wirds vielleicht auch noch geben, vielleicht mach das Doml wieder was, da könnte ich dann die Stelle mit der Praktikantin in New York, wo sie aufpassen muß Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann nicht Rotwein auf die Hose zu schütten vorlesen, denn die Urform der Slavenka Jagoda ist mir ja dort begegnet.

Die Ruth die inzwischen umgezogen ist, veranstaltet am achten Dezember einen Flohmarkt, wo man ihre alten Bücher und anderes Inventar kaufen kann, ein „Buchquartier“ im Museumsquartier gibt es an diesem Tag auch und schon am Montag vorher wieder den „Ohrenschmaus“, das ist der zwölfte, wenn ich mich nicht irre, also einen schönen Advent liebe Leser und weil ich nicht genau weiß, ob sich das Verlinken immer ausgehen wird, verweise ich hier auf die Tage, wo man etwas von meinem Adventkalender für die, die sich durch die Lüken wühlen möchten, finden kann und wenn ich im nächsten Jahr vielleicht eine kürzere Leseliste habe, kann es  weitere Fenster geben.

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Öffnen muß man sie selbst, um keinen Spoileralarm zu bekommen.

2018-11-01

Allerheiligen, Donnerstagsdemo und fertig mit dem Nanowrimo

„Fertig?“, werden jetzt meine Kritiker fragen.

„Jetzt spinnst du total, denn es ja erst der erste Nomember und der „Nanostart“ und du hattest doch vor einer knappen einer Woche schon vierzigtausend Worte, wie kannst du da schon fertig sein?“

Und richtig, stimmt, der Rohtext ist vor ein paar Stunden geworden, da habe ich jetzt  achtundneunzigeinhalb Seiten, dreißig Szenen und hört und staunt nut 49 238 Worte und da die circa sechs Szenen, die ich am heutigen Tag hinuntergeschrieben habe, noch unkorrigiert sind, werden wohl noch an die tausend Worte wegkommen. Aber ist ja egal und ich habe vor einer Woche, den vorläufigen Zustandsbericht geschrieben, da hatte ich, glaube ich  einundzwanzig Szenen und an die dreißigtausend Worte, hatte schon ein paar Wochen nicht weitergeschrieben und war aus der Story ziemlich heraus, dann habe ich am letzten Freitag in Harland, glaube ich, drei oder vier Szenen geschrieben und das Ganze dann bis zum Ende skizziert.

Demo am Eingang zum Heldenplatz

Demo am Eingang zum Heldenplatz

Am Samstag wollte ich weiterschreiben, aber da ist mir der „Traffikant“ in die Quere gekommen, so daß es nur ein bis zwei Szenen wurden, aber klar war, der „Nano-Zug“ ist abgefahren. Ich schreibe den Text so schnell wie möglich fertig und nütze den November zum Korrigieren, soweit mich die „Buch Wien“ das läßt und heute wieder ein fast verlängertes Wochenende, der Donnerstag ein Feiertag, am Freitag habe ich zwar  Stunden. Dann kommen aber Samstag und Sonntag. Da war klar, daß ich weiterschreiben werde, allerdings habe ich den Tag mit meiner „Ohrenschmaus-Laudatio“ begonnen, dann das Mittagessen bereitet. Um cirka halb zwei mit dem Schreiben angegefangen und geschrieben und geschrieben, bis kurz nach fünf, da war ich schon bei meiner letzten Stzene, der Alfred lästig geworden ist und gedrängt hat „Gehen wir auf die Demo!„, wo sich die Leute, um sechs bei der Albertina und beim Hrdlicka-Denkmal trafen.

Auch die JapanerInnen freuen sich über die Demo

Auch die JapanerInnen freuen sich über die Demo

Gustav

Gustav

Dazu braucht man cirka zwanzig Minuten, aber der Alfred will immer die Leute vorher treffen und ich war gerade im Lteraturhaus, nicht in der „Alten Schmiede“, wo in meinen früheren Szenen noch steht, daß da die Präsentation von Maria <mattuscheks „Traummotizen“ stattfinden werden. Aber das Literaturhaus brauchte ich, denn wenn Magdalena von dort nach Hause geht, kommt sie wieder an die Kreuzung Wienzeile-Pilgramgasse und da sieht sie ja wieder den weißen BMQ, wo diesmal Heiner Kubik, Ulla und ihren Freund Jens nach Hause bringt und die Maria Mattuschek war mir gerade eingefallen und das stand  nicht in meinen Notizen, liest im Literaturhaus nicht die „Traumnotizen“, sondern aus einen ihrer selbstgemachten realistischen Romane. So weit so what. Weil der Alfred so drängte habe ich dann an der Kreuzung mit dem weißen Auto haltgemacht und dachte, das ist es vorläufig, aber man soll ja auch etwas ausparen und braucht nicht alles hunderttausend Mal wiederholen.

So weit, so what mit meinem fast „Nanrowrimo“, gerade habe ich mir das Motivationsviedo der Julia K. Stein angehört, die erklärte, daß man sich beim „Nanrowirimo“ Ziee setzten soll.

Mein Ziel ist erreicht, jetzt werde ich die Plotlücken, die ich sicherlich noch habe. schließen, die Handlungstränge einzeln korrigieren und vielleicht, wenn es geht, noch soweit zu verändern, daß dem Roman der Durchbruch gelingt.

Angelica Baumer

Angelica Baumer

Jelena Gucanin, Maria Rösslhumer, Nicole Schöndorfer

Jelena Gucanin, Maria Rösslhumer, Nicole Schöndorfer

Geht wahrscheinlich wieder nicht, aber es gibt sicher in den fast hundert Rohseiten, die ich bis jetzt habe, einiges zu verbessern. Nur der Roman der Magdalena wird so unvollendet bleiben. Das andere kann ich noch beliebig ausarbeiten und dann war heute ja nicht nur Allerheiligen, der Tag wo man seiner Toten gedenkt, ich bin aber keine Friedhofsgeherin, sondern auch wieder Donnerstag und da gibt es  seit Anfang Oktober wieder wöchentlichen Demonstrationen gegen die blautürkise Regierung und deren Sozialabbau und autoritären Veränderungen.

Bei der ersten am 4. 10 sind wir geweisen. Seither nicht mehr, weil wir ja jeden zweiten Donnerstag nach Harland fahren und vor zwei Wochen, die Debutpreisleseung in der Arbeiterkammer war. Diesmal aber wieder soziales Engement, da gibt es ja genug zu tun und die Demo traf sich, wie schon erwähnt beim Hrdlicka Denkmal, wo auch immer am ersten Mai die Kommunisten losmarschieren und weil ja Allerheiligen war, stand die Demo auch unter diesem Motto und es wurde aller Toten gedacht, die im Krieg und im Faschismus gestorben sind.

Tafeln wo“ Rassismus, Armut, Sexismus, etcetera, tötet!“ stand, wurden hochgehalten und wir sind über den Ring zum Ballhausplatz marschiert, wo es wieder ein umfassendes Kunst und Protestprogramm gegeben hat.

Doron Rabinovici hat gesprochen, die Sängerin Gustav gesunden, zwei junge Roms, wo einer der Exilpreis-Schriftsteller Samuel Mago war, der 1996 in Budapest geboren wurde, haben gesprochen. Es gab wieder gute Stimmung, viel Aktivismus und Aufruf zum Widerstand, diesmal waren offenbar sechstausend, das letzte Mal waren es zehntausend, glaube ich, Leute da. Robert Schindel habe ich wieder gesehen, Christa Stippinger, Magdalena Knapp Menzel und und und als wir über den Heldenplatz nach Hause gehen wollten hat uns eine Frau aus Hamburg angesprochen und uns erzählt, daß sie ihren Sohn besucht, der in Wien Sprachkunst studiert und  auch auf der Demo war.

2018-10-28

Ins Cinema Paradiso und in die Bühne am Hof

Für das verlängerte Wochenende sind wir wieder nach Harland gefahren, wo ich am Freitag, dem Nationalfeiertag wieder drei Szenen in der „Magdalena Kirchberg“ weitergeschrieben habe. Da stellte sich mir ja die Frage, wie ich das mit dem „Nanowirimo“ machen soll, bin aber, nachdem ich im September bei meiner dreitägigen Romanwerkstatt, zwei Tage den bisherigen Text korrigiert habe und dann ein paar Szenen konzipierte, ganz gut in den Text hineingekommen, bin jetzt bei Szene fünfundzwanzig und  41000  Worten, zweiundachtizig Seiten, habe noch sechs weitere Szenen konzipiert, womit ich dann vorläufig fertig wäre und die fünfzigtausend Worte auch mehr oder weniger erreicht hätte, womit sich das „Nanowrimoschreiben“ erübrigt hätte und ich im November korrigieren werde.

Zwar bin ich mit dem Ganzen noch immer nicht zufrieden und denke, daß ich die drei Handlungsstränge noch besser einzeln ausarbeiten sollte und vielleicht bekommt der Roman im Roman doch noch eine Handlung, bis jetzt hat es da nicht viel, aber ich bin in das Schreiben wieder hineingekommen und dachte eigentlich daß ich am Samstag drei oder mehr Szenen weiterschreiben würde.

Dann habe ich  am Morgen in der Badewanne die Gianna Molinari ausgelesen und bin mit dem Rad zu unserem samstägligen Markttreff gefahren. Daß Doris Kloimstein kommen wollte, habe ich der Ruth am Freitag gemailt, als sie mir mitteilte, daß sie nicht mehr in den Workshop kommen wird und war daher erstaunt am Markt nicht nur die Doris, sondern auch sie mit einer Freundin zu treffen, mit beiden haben wir  Kaffee getrunken und erzählt, daß wir am Sonntag im Rahmen des „Blätterwirbels“ dieses St. Pöltnerliteratur Festival, daß es im Oktober seit einigen Jahren in St. Pölten gibt und das ich bisher versäumte, weil ich  unter der Woche nicht dort bin, in die Bühne am Hof zu einem literarischen Chansonabend von Sandra Kreisler und Roger Stein gehen werden und dann sind wir daraufgekommen, daß es im Cinema Paradiso den „Traffikanten“, den Film von Nikolaus Leynter nach dem 2012 erschienenen Roman von Robert Seethaler, geben wird,  aus dem ich ihn bei der ersten „Rund um die Burg- Veranstaltung“ lesen hören und da war mir der 1966 in Wien geborenen Autor der spätestens mit „Ein ganzes <leben“ sehr bekannt wurde, noch nicht bekannt. Dieser Roman wird, wie der „Traffikant“ hochgelobt, was ich bei den Lesungen, die ich hörte, nicht ganz nachvollziehen konnte und jetzt steht er mit dem „Feld“ auf der österreichischen Longlist und wird das einzige Buch des öst Bps sein, das ich nicht gelesen habe.

Der „Traffikant“ behandelt ein mich sehr interessierendes Thema und so habe ich den Alfred überreden können, ihn uns anzuschauen. Daher am Nachmittag nur  eine Szene im Rohtext geschrieben und  das Lesen in der Badewanne ausgelassen, habe ich ja über das Buch soviel gehört, daß ich sehr neugierig war, obwohl die meisten Lliteraturverfilmungen, die ich gesehen habe, es mit dem Original nicht aufnehmen konnten.

Da kann ich, da ich das Buch nicht gelesen habe, nicht vergleichen. Der Film ist auch prominent besetzt. Bruno Ganz spielt Sigmund Freud und Buch und Film handeln von einem siebzehnjährigen Burschen, der von seiner Mutter 1937 nach Wien geschickt wird, um bei einem  kriegsversehrten Traffikanten in die Lehre zu gehen.

Der, Franz Huchel, genannt, hat viele Träume und tauchte im Film, nachdem ihm die Mutter, das mitteilte,  in einem Faß unter, was mir wahrscheinlich zu viele psychoanalytische Anspielungen waren. Er lernt in Wien  Sigfrmund Freud kennen, weil der seine Zigarren in der Traffik kauft, freundet sich mit ihm an und verliebt sich auch in eine Varieteetänzerin, die ihm ziemlich zappeln läßt.

So schreibt er seine Träume, wie ihn auch der Professor rät, auf und hängt sie täglich an die Fensterscheibe kommt aber, beziehungsweise sein Lehrmeister, der verhaftet und im Gestapo Gefängnis stibt, mit der NS- Zeit in Kontakt. Am Schluß kommt  Anezka im März 1945 zu der Traffik und löst den letzten Zettel ab.

So weit so gut und  die Verfilmung eines hochgelobten Buches gelesen und nun gespannt sein kann, ob ich das Buch einmal lesen werde, um es mit dem Film vergleichen zu können.

Die Chansons und Gedichte von Roger Stein und Sandra Kreisler, die ich mit ihrem Duo „Wortfront“ schon einmal bei einem „Volkkstimmefest“ hörte, am Sonntag Nachmittag in der Bühne am Hof zum Thema „Glück“, waren dann auch ein bißchen literarisch, zumindest wurde ein Tribut auf die Bratwurst beziehungsweise den Grillabend gebracht, in dem man Goethe und Schiller sich bei einem solchen treffen und  um die Wurst streiten ließ und da hat Roger Stein betont, daß man wenn man die literarischen Kanons durchblättere nichts über das thema Grillen und Wurst finden würde, da hätte ich fast ein Lesezeichen hochgehoben, das ich in einem Krimi gefunden habe, den im offenen Bücherschrank dort gab, das eine   Senfwerbung hatte, denn die Krimiautorin Rita Falk, hat sowohl ein Buch über den „Leberkäse“ als auch eines über die „Weißwurst“ geschrieben, steht aber natürlich höchstwahrscheinlich in keinen literarischen Kanon, so daß das Roger Stein verborgen blieb.

Topsy Küppers, Sandra Kreislers Mutter haben wir, bezeihungsweise ihr Auto mit dem interessanten Nummernschild „Topsy“ auch gesehen.

2018-09-09

Um den Neusiedlersee

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 20:14
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Blick von oberhalb Oggau auf den Neusiedlersee

Blick von oberhalb Oggau auf den Neusiedlersee

Sopron

Sopron

Um den Neusiedlersee bin ich ein paar Mal mit dem Alfred und der Anna geradelt, als sie noch ganz klein war. Da kann ich mich an ein Wochenende Anfang der Neunzigerjahre erinnern, als wir mit der Iris und ihren Kindern losgeradelt sind.

Ich habe gerade „Lore und Lena“ geschrieben und war diesbezüglich sehr beschäftigt, so daß ich die anderen ein paar Mal veroren habe und als wir dann mit dem Zug zurückgefahren sind, habe ich, glaube ich, versucht eine Szene zu schreiben, was einem Bestrunkenen aufgefallen ist, der auf Annas Antwort, was ich denn schreiben würde: „Die Mama schreibt ein Buch!“, die ganze Zeit wissen wollte, ob das Buch über ihn gehen und er drin vorkommen würde? Darüber hab ich, glaube ich, dann auch was geschrieben, was irgendwo, glaube ich, auch wo veröffentlicht wurde.

Am Tomalom Fürdö in Sopron

Am Tomalom Fürdö in Sopron

Ein kurzer Radweg von Sopron nach Balf

Ein kurzer Radweg von Sopron nach Balf

Dann wollten wir, glaube ich, noch einmal radeln, beziehungsweise, die Anna vom Neusiedlersee abholen, die dort eine Woche mit einer Freundin und deren Oma verbrachte. Wir waren aber zu spät daran, weil der Alfred unbedingt noch amMarkt von St. Pölten einkaufen mußte. Die Räder mußten wird auch aufmontieren, so daß die Anna schon in Wien war und wir mit ihr dann noch einmal hingefahren sind, aber ich glaube, nur zu einem Heurigen und gleich wieder zurück, weil, die Anna nicht mehr radfahren wollte.

Ja, ich hasse, zu spät zu kommen und unpünktlich zu sein, aber diesmal sind wir vier Tage von Donnerstag bis Sonntag mit der Ruth, mit der wir ja schon zweimal Rad gefahren sind, um den See gefahren und sogar ein kleines Stücken nach Sopron und alles hat ganz gut geklappt.

Obwohl man den See eigentlich nicht sehr oft und sehr gut sehen kann, aber die Radwege sind fast immer schön, von Sopron nach Balf hat es keinen gegeben, sonst aber schon, auch das Wetter war sehr schön und die Weinernte war auch überall zu beobachten, als wir am Donnerstag von Nejusiedl am See nach  Oggau geradelt sind und in Donnerskirchen bei einem Heurigen ein Menu und dann noch sehr gute Zitronennockerln gegegssen haben. Überall gab es schon Sturm zu trinken und in Oggau hatte der Alfred ein schönes Zimmer reserviert und wir sind, weil wir sehr flott unterwegs waren, noch nach Rust gefahren, um den See doch ein bißchen zu sehen.

Schloß Esterhazy in Fertőd

Schloß Esterhazy in Fertőd

Apetlon

Apetlon

Am nächsten Tag ist es dann über Mörbisch nach Ungarn gegagen und da hatten der Alfred beziehungsweise die Ruth vorgeschlagen, daß wir vom See noch weiter weg und nach Sopron radeln sollten, weil sie für eine Freundin etwas in einer Apotheke besorgen wollte.

Der Radweg von Mörbisch nach Sopron war zwar nicht ganz eben, aber gut zu befahren und wir haben bei einem Bad in einer Imbißstube einen sehr guten Fisch gegessen.

In Sopron, wo ich schon ein paar Mal im Zuge dieser Werbefahrten, die ich früher ganz gern gemacht habe, war, haben wir Kaffee getrunken, beziehungsweise Eis gegessen und sind am Freitagnachmittag auf einer dcht befahrenen Ausfahrtstraße nach Balf in das „Krodil-Panzio“ gefahren, wo der Alfred Zimmer reserviert hatte, was ich eigentlich nicht so gerne mache, aber gut geklappt hat.

Apetlon

Apetlon

Danach ging es am Samstag  über einen Stop beim Schloß Esterhazy, wieder nach Österreich und zwar nach Apetlon zurück, wo wir in einem  schönen Gasthaus übernachteten, das Gasthaus zum „Fröhlichen Arbeiter“ besichtigten und dann bei einem Heurigen ein Schmalzbrot, beziehungsweise eine Heurigenplatte aßen und am Sonntag über Ilmitz, Podersdorf nach Neusiedl zurück, wo wir wieder vom See nicht sehr viel gesehen haben, aber guten Wein und Sturm getrunken haben und ich durch die  Ruth auch einige literarische Impressionen über das Radfahrwochenende bekommen habe, die ich, glaube ich, noch verarbeiten werde.

2018-08-09

Verpatzte Einstimmungs- und Reflektierstunden

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 00:21
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Ich habe ja zwischen meinen Textprojekten immer so meine Rituale, die ich diesmal besonders, wenn auch ein bißchen zerstückelt praktiziere.

Weil eigentlich war ja das Juni mein Strohwitwenmonat, weil der Alfred in Amerika, dafür geplant, daß ich meine Fenster putze, das neue Projekt vorbereite, dafür recherchiere, aber auch ein bißchen Sightseeing durch die Stadt laufe und und, wie ich das ja schon seit einigen Jahren gerne mache.

Dann bin ich aber, auch wenn ich zwischendurch ein wenig geshoppt und Veranstaltungen besucht habe, im Juni über meine „Unsichtbaren Frau“ gesessen, die noch nicht fertig war, als der Alfred schon zurück und ich „Zehn Jahre Literaturgeflüster“ gefeiert habe.

Dann sind wir nach Harland zu den Sommerfrischenwochenenden gegangen. Es war der „Bachmannpreis“, ich bin fertig geworden, habe das Recherche-Konsumieren ein beißen auf Wilhelmsburg und Taisenpark verlegt, habe die Fenster geputzt, war in Wien vorige Woche im Belvedere und in der Seeseitenbuchhandlung und weil ich Mittwoch nur bis zwei Stunden hatte, wäre es sich gut ausgegangen, meine Mappen hervorzuholen, ja richtig, ein paar Textarbeitartikel und solche über mein neues Projekt sind auch entstanden und mich und mein Schreiben ein bißchen zu feiern beziehungsweise zu reflektieren.

Da bin ich auch eine Selfmadefrau, die sich ja fast schon die eigene Laudation gehalten hat, ihre Bücher rankt, sich ein Stadtschreiberstipendium verleiht, in die Sommerschreibwerkstatt bzw. in die Schreibklausur geht, also ein bißchen was zum Essen richten. Gurkensalat, gebratener Hallouimi, überbackene Ḿilchbrotschnitte.

Das eignet sich ja fast für ein Buffet und dann was? Ein bißchen in den Schreibartikelnlesen, die eigene Schreibwerkstatt reflektieren, das in der Küche bei den Milchschnitten tun oder doch in den Garten hinaus, wo ich eigentlich wegen meiner vermehrten Stunden oder dem lauten Korrekturlesen schon länger nicht war. Da ist es aber heiß, man kann nicht laut lesen, soll sich auch nicht so viel loben und der Uli hat mich ja auch schon wieder kritisiert und seine Meinung zu meinem Schreiberstatus kommentiert und da denke ich ich hätte ja gern  Feedback von außen.

Kommt, nicht, gut. Ich kanns ja selber machen, aber zu vlei Eigenreflektion führt vielleicht auch in die Sackgasse. also lieber die restlichen Charakterbögen für die Sofia Böhm, dem Rudolf Rössler, die Nichte Ruth und den Matthes Enck ausfüllen. Die nächsten Szenen konzipieren, war ich ja am montag inHarland wieder fleißig und habe bei der Magdalena Kirchberg drei Szenen geschrieben, so daß ich jetzt vierundvierzig Seiten, zehn Szenen und 21 991 Worte und einge Szenen in Voruas habe und dann den Schreibbericht wieder bloggen.

So war es geplant und so bin ich mit dem Rotwein-Orangensaftgemisch und dem Laptp ein wenig ziellos zwischen Küche und Terrasse gelaufen und richtig dem Uli, der auf mich ja wieder böse bin, weil ich seine Ironie nicht verstehe, beziehungsweise auf seine Ratschläge nicht höre, auf seinen  Kommentar geantwortet.

Dann dachte ich, ich kann doch nicht wieder im Eigenlob verharren, wenn der so beharrlich meint, daß da nichts zu loben ist. Aber am Text weiterschreiben wollte ich auch nicht, sondern mein Ritual abschließen, was dazu führte, daß ich dann noch ein paar You tube Videos gesehen habe, denn der Buchpreis naht ja und am Dienstag wird schon die Longlist verlautbart werden, die mir zwar eine Woche verborgen bleiben wird, weil wir uns in der Schweiz befinden, die You Tuber fangen aber schon an über den dBp zu berichten und Bücher, der letzten Preise und überhaupt deutsche Literatur hochzuhalten und ich habe meinen eigenen Listentip auch schon bekannt gegeben.

Die Schweizer Bücher, die ich mir in den Urlaub mitnehmen wollten, waren hergerichtet. Ich hatte aber noch das „Kala-Experiment“ von Karl Olsberg auszulesen und war da erst auf Seite zweihundert, so daß ich mein Experiment etwas vorzeitig abgebrochen und mich mit dem Buch auf dem Rathausplatz begeben haben, um dort  ein bißchen zu lesen, bevor Glenn Gould die „Goldberg Variationen“ spielte und ein slovenische Version von Carl Orff „Carmina Burana“ zu hören war.

Das hat auch nicht so ganz geklappt, da bald die Ruth auftauchte und mir von ihren Salzburgplänen beziehungsweise ihr Griechisch lernen, das sie jetzt betreibt, erzählte.

Die Romanvorbereitungsrituale sind aber hiermit abgeschlossen,  nach dem Urlaub werde ich, wenn es geht, weiter regelmäßig am Projekt schreiben und hoffe auch  auf Erfolg.

2018-08-05

Radausflug zum Hauermarkt nach Wagram an der Traisen

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:58
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Die Sommerfrischenhalbzeit ist abgeschlossen, die diesmal, da der Alfred ja erst am ersten Juli aus den USA zurückgekommen ist, etwas langsam angelaufen ist.

Sind wir doch erst die Woche darauf nach Harland, da war der „Bachmann-Preis“ und der Schwiegermutter sechsundachtzigster Geburtstag und ich habe korrigiert und korrigiert und bin nur pro forma und ganz kurz mit dem Rad eine Runde bis zum dem Sportverein nach Spratzern und wieder zurück gefahren. Dazwischen drei Tage Wien mit Praxis, den letzten Veranstaltungen, der Podium Sommerlesereihe, den Filmfestivals am Rathaus und am Karlplatz,  sowie an den Donnerstagen die O-Töne.

Den Martin haben wir in Pernitz einmal besucht und sind mit ihm die Myra-Fälle hinaufgeklettert. Bei der Ingrid waren wir letzte Woche in Nejuwaldegg.

Am Hochschwab waren wir auch, dazwischen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden, habe das neue Projekt angefangen und bin mit dem Rad nach Wilhelmsbeurg und in das Traisenpark Einkaufscenter, sowie eine Runde um den Viehofenersee und zur Seedose gefahren.

Dazwischen das Alltägliche. Samstag Markt, da haben wir gestern die Doris Kloimstein getroffen, die mir einen Sack voll Bücher, ihre Urlaubslektüre, sie ist einfach in die Buchhandlung Schubert gegangen, hat dort gefragt, was die leute am meisten lesen und hat dort eine „Kängaruhtrilogie“, das Machwerk eines Kabarettisten, überreichte.

Auf der Rudolfshöhe waren wir ein paarmal auch und dieses Wochenende war wieder Hauermarkt in Wagram an der Traisen.

Steckerlfische, richtig gemacht

Steckerlfische, richtig gemacht

Das Traisental ist ja ein Weinbaugebiet und wir haben auch unseren Lieblingswinzer, zu dessen Verkostungen wir regelmäßig radeln. Zu Pfingsten gibt es den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen, nach Traismauer ins Donaugasthaus radeln wir zu Ostern meistens auch und im August gibts den Hauermarkt in Wagram an der Traisen in der dortigen Kellergasse. Zweimal waren wir schon dort. Voriges Jahr wollten wir auch hinradeln, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diesmal hat es wieder geklappt. Zum größten Teil jedenfalls. Auf der Rückfahrt sind wir ein bein bißchen naß geworden. Das macht mir aber eigentlich nicht viel aus.

Also in der Früh aufgestanden, die Wasserflasche eingepackt, das Sonnenkappel, da habe ich vor kurzem ein lustiges buntes gefunden, aufgesetzt. Der Alfred hat vorsorglich die Klappräder von Wien mitgenommen, damit wir bei der Rückfahrt in Traismauer einsteigen und bis nach St. Pölten mit dem Zug fahren können und sind dann losgeradelt.

Kurz vor zwölf waren wir am Ziel, das heißt, in der Kellergesse, wo es an beiden Seiten Stände mit Essen, Trinken und Weinproben gab. Am Eingang standen junge Mädchen die das Gratissechzehntel, Wein und Brot, leider nur ein Weißer, anboten. Aber ich habe mich, da ich gerne Hugo trinke, Sangria und Erdbeerbowole, ohnehin schon auf Kaiserspritzer umgestellt und da gab es mal einen zu der gebackenen Blunze beim Winzerhaus Schöller.

Der Alfred hat ein Surschnitzl gegessen, was er alsbald bereute, nicht, daß es nicht gut war, aber auf der anderen Seite beim Haimel, gab es Steckerlfische und die dufteten köstlich.

Dazu mußte man dort aber erst einmal hinkommen. Ein bißchen an den Weinreben vorbei. Wir sind aber zu hoch hinaufmarschiert, so daß wir fast nicht hingefunden hätten.

Dazwischen haben wir aber noch Erdbeerfrizzante gekostet, beziehungsweise eine Himbeerbowle getrunken. Der süße Schlatz eben, der gut schmeckt, aber die Kalorien macht. Dann hat der Alfred, die Fische fotografiert und beschloßen sich vor der Rückfahrt doch eine Forelle zu gönnen. Einen Eisckaffee gab es auch noch uind dann auf nach Traismauer, das einen Kilometer von Wagram entfernt ist. Der Zug kam bald und wir waren bis auf drei Burschen, glaube ich, die einhzigen Gäste. Auch einen Schaffner habe ich nicht gesehen,  nur eine sympathische Frauendurchsagstimme, die die nächsten Haltestelle und Austiegsrichtungendurch gab.

Der Alfred hat sich dann ein paarmal bei mir erkundigt, ob ich nicht doch bei der „Seedose“ aussteigen will.

„Nein!“, habe ich tapfer geantwortet.

Ich habe doch scchon genügend Bücher und das war auch gut so. Denn, als wir St. Pölten erreichten, hatte sich der Himmel verdunkelt und der Regen hat begonnen, so daß ich wiedermal ein bißchen naß wurde. Ansonsten ein schöner Ausflug und eine schöne schöne Abwechlung in der Sommerfrische.Morgen geht es wieder intensiv mit dem Romanschreiben weiter, was eigentlich ganz gut geht.

2018-07-30

Zeitmanagement

Ich bin, glaube ich, eine, die sehr gut mit ihrer Zeit umgehen kann und auch sehr diszipliniert arbeitet. Trotzdem habe ich, was das Schreiben betrifft, wahrscheinlich immer noch mit einer Hemmung und dem „Das kannst du nicht!“, zu kämpfen. Wahrscheinlich ist es auch ein „Du darfst es nicht!“, was sich bei mir irgendwann einmal eingeprägt hat, obwohl ich meine Sachen eigentlich mag und eigentlich auch glaube, daß ich gut schreibe.

Da sind es eher, die anderen, die dann kommen und sagen, das ist es nicht und damit muß man, von wegen dem inneren Kritiker, auch einmal umgehen.

Ich versuche es natürlich unentwegt und  ein wenig stur, seit über fünfunfvierzig Jahren und denke auch immer, ich muß schreiben, zwinge mich dazu, dann wird es nicht, wie ich will, etcetera.

Das ist natürlich nach fünfundvierzig Jahren Schreiben und zehn Jahren Bloggen besser geworden, denn man kann ja sagen, ich beschäftige mich fortwährend damit und bin auch davon überzeugt, daß Übung den Meister macht und man, wenn man etwas kontinuierlich praktiziert, auch besser wird.

Da sind es wieder die anderen, die den Kopf schütteln und „Das stimmt nicht, du schaffst es nie!“, sagen, und so ist das Hinsetzen und anfangen oft ein Krampf. Ich spüre Widerwillen, muß mich dazu zwingen und es wird  nicht so, wie ich es wollte.

Das war glaube ich auch 2012, als ich zuerst „Paula Nebel“ und dann die „Wiedergeborene“ geschrieben habe, der Anlaß für die Krise, in die ich damals kam, die dann zum „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ führte und jetzt nach über vierzig Büchern fühle ich mich etwas ausgeschrieben.

Trotzdem schreibe ich weiter, bemühe mich was Neues zu schaffen und setze mich auch mit dem Prozeß des Schreibens intensiv auseinander. Da gehe ich ja zu den Schnupperseminaren des „Writersstudios“ und im Laufe der Zeit haben auch einige Schreibtrainerinnen im Internet zu mir gefunden oder ich zu ihnen.

Eine sehr engagierte ist ja Annika Bühnemann, da habe ich ja mein zuletzt erschienenes Buch nach ihren Schreibimpulsen geschrieben und mir auch ein letzten „Nanowrimo“ ein paar Schreibtips von ihr zuschicken lassen, obwohl ich ja eigentlich glaube, daß ich das Schreiben schon kann, beziehungsweise es in den letzten fünfundvierzigJahren erlernt habe, denn ich weiß natürlich, daß man es lernen muß.

Das kann  durch das learnig by doing oder durch Schreibseminare gehen und die sind in den letzten Jahren  auch, wie die Schwammerln aus dem Boden geschossen, weil auch viel autoren davon leben.

Als ich zu schreiben angefangen habe, hat es da noch kaum etwas gegeben. Da mußte man sich noch von der Muse küssen lassen oder das Handwerk selbst erlernen. Jetzt gibt es die verschiedensten Schreibschulen und Akademien und über Annika Bühnemann bin ich, glaube ich, zu den Webinaren von Jjulia K. Stein gekommen, die auch Videos macht und zum Beispiel beim letzten „Nanowrimo“ jeden Tag etwas darüber erzählte.

Zu dieser Zeit hat auch Jurenka Jurk ihre Autorenmesse, die zeitgleich mit der „Buch-Wien“ stattfand abgehalten,  so daß ich nicht wirklich intensiv zu den Videos gekommen bin, aber da hat sie das Thema Schreiben lernen von allen Seiten beleuchtet und dann auch einen Lehrgang zum Romanschreiben entwickelt, wo man mit ihr  in einem Jahr sein eigenes Buch entwickeln kann und als ich letzte Woche endlich mit dem Überarbeiten der „Unsichtbaren Frau“ fertig war und dachte, daß ich jetzt wieder in eine Sommerschreibklausur bezüglich der „Magdalena Kirchberg“ starten kam, habe ich einige Mails von ihr bekommen, in denen sie mich auf ihren Zeitmangementkurs für Autoren aufmerskam machte. Es gab ein Einführungswebinar, das ich mir angesehen habe und daraufhin mir Gedanken über mein eigenes Zeitmanagment beim Schreiben  machte, das ich ja eigentlich, wie schon erwähnt, für recht gut halte.

Aber ich bin auch eine Frau mit einem Brotberuf, für die das Schreiben nur zwischen den Stunden, in den Ferien, am Wochenende, etcetera, erfolgen kann. Da braucht man Disziplin, wie Jurenka Jurk in ihrem Webinar auch erwähnte, um sich hinzusetzen und die habe ich eigentlich. Es ist nur gleich der Kritiker da, der sagt, schon wieder nicht gut genug, so gut es vielleicht auch geworden ist.

Jurenka Jurk rät täglich zu schreiben, auch wenn man nur ein paar Minuten hat, um in den regelmäßigen Schreibfluß hineinzukommen.

Das klappt bei mir nicht ganz so, sondern ich habe im Gegenteil,  die Erfahrung gemacht, daß ich, wenn beispielsweise einmal ein Klient ausfällt und mein Gewissen sagt, jetzt setzt dich hin und fang an und es ist dann nicht wirklich die Zeit da, hineinzukommen, es  eine schlechte Szene wird.

Eine interessante Erfahrung habe ich auch beim dem Schreibmarathon des „Writersstudios“ letzten November gemacht. Da habe ich an der „Unsichtbaren Frau“ geschrieben und das ist eigentlich sehr gut gegangen. So kann ich diese „Writerretreats“, wo man sich in in die Kursräume setzt und alle schreiben vor sich hin, sehr empfehlen, weil das sehr motivierend und antreibend ist, aber man muß natürlich auf die eigenen Kräfte achten. Denn damals war sehr viel zu tun, ich hatte meine Abrechunung zu machen und am Samstag war ein langer Schreibtag mit einer Nachtschicht von sieben und elf. Da habe ich den ganzen Tag bleiben wollen und bis sieben auch sehr gut geschrieben. Nach sieben war auf einmal alles weg, ich bin leer gewesen und mir ist nichts mehr eingefallen. Ich bin nach Hause gegangen und am nächsten Tag wieder hin und habe weitergeschrieben.

Zum Schreiben braucht man viel Disziplin, die ich eigentlich auch habe, denn ich schreibe jetzt wieder weiter und fange etwas Neues an. Zwar wahrscheinlich wieder was von einer depressiven Frau, obwohl ich nicht so sicher bin, ob das die Magdalena Kirchberg wirklich ist. Sie geht jedenfalls in Pension, stellt fest, daß sie keine Freunde hat, sieht das Auto mit den drei Personen, die sie an ihre Hebamme und den Gynäkologen vor dreißig Jahren, als sie ihre Tochter Magfa geboren hat, erinnert, beschließt einen Roman  zu schreiben und und und….

Das ist nichts wirklich Neues, in der „Dora Faust“ findet man vielleicht dieses Motiv, in der „Pensionsschockdepression“ auch, aber auch die Großen der Literatur, die Midlifekrise-Männer, wie Philip Roth oder auch die die im letzten Jahr auf der Longlist des dBp standen, machen das auch und „schreiben immer den selben Roman, sein Leben lang“ und dann wird es doch wieder etwas anderes und das habe ich auch bei der „Magdalena Kirchberg“ vor und was das Zeitmanagement betrifft, habe ich vor, die Anregungen die ich durch Jurenka Jurks Webinar bekommen habe, auch intensiv zu nützen.

Jetzt ist es Ende Juli, ein Monat habe ich noch die Sommerfrischenwochenenden, wo  ich ja früher in eine intensive Schreibklausur gegangen bin. Das Konzept dazu habe ich mir schon vor ein paar Tagen notiert. Ich weiß so ungefähr was und worüber ich schreiben will, habe die erste szene  im Kopf, beziehungsweise sie auch schon bei drei Schreibgruppen mehr oder weniger angeschrieben.

Magdalena geht nach Hause, denkt jetzt bin ich in Pension, was fange ich da an, ich habe ja kaum Freunde , meine Tochter lebt in Graz, sieht das auto, beschließt einen Roman darüber zu schreiben und mein Roman beginnt.

Nicht neu, ich weiß, aber etwas wirklich Neues kann man wohl auch nicht wirklich schreiben. Aber vielleicht kann ich damit auffallen,  Erfolg haben, etcetera….

Was da für mich wichtig wäre, ein wenig besser mit der Hemung umzugehen, ein Vorsatz wäre, wenn ich anfangen will und die inneren Stimmen von „Ich mag und kann nicht!“, kommen, wirklich das Konzept und das leere Blatt herzunehmen und mit einem Freewriting zu konzipieren, was ich da jetzt schreiben will. Die Geschichte langsam wachsen lassen. Eine meiner Fallen wäre auch die Ungeduld, daß ich vielleicht wirklich den großen  Roman in einer Woche schreiben will, was natürlich nicht geht. So gesehen ist vielleicht das „Nanworimo“ schreiben, wo man ja in einem Monat fertig sein soll, nicht ganz das Richtige für mich oder ich schon darüber hineweg.

Diesmal wirklich Zeit lassen,  den Roman kommen und sich entwickleln lassen, das nehme ich mir immer vor. Bisher ist es mir vielleicht noch nicht so ganz gelungen. Vielleicht geht es diesmal, ein wenig gelassener bin ich ja schon.

Habe die Einladung zu dem Zeitmangagementkurs also sehr konstruktiv gefunden und mir meine eigenen Gedanken darüber gemacht, in meinem Praxiszimmer auch ein kleines Zeitmanagementbüchlein gefunden, das einmal im „Wortschatz“ oder einem der Schränke lag und ich habe auch einmal einen solchen Workshop gemacht, wo man sein Tempo bestimmen sollte und ich gemerkt habe. ich bin sehr schnell. Nun gut, soll so sein.

In den letzten Jahren, wo ich ungefähr drei Texte, die alle vielleicht nicht so ganz und wirklich fertig waren, pro Jahr geschrieben habe, hat der Alfred immer zu mir gesagt „Lass dir Zeit, sei nicht so schnell!“

Da habe ich immer ein bißchen schuldbewußt genickt, bin aber nicht wirklich langsamer geworden. Warum auch, es ist ja gut, daß ich so viel und dizipliniert schreibe. Schade, daß es niemanden auffällt. Aber eigentlich muß das auch nicht wirklich sein oder man kann halt nichts dagegen machen, wenn es so ist.

Den Roman also wachsen und kommen lassen, mal sehen, ob es mir diesmal gelingt? Ich bin sehr zuversichtlich und habe nachdem ich Anfang der Woche noch in Harland mein Rohkonzept notiert habe, am Mittwoch meine Rituale, wie Fensterputzen etcerta, in Wien erledigt. Denn damit starte ich immer gerne in ein neues Projekt. Ich habe auch diesmal ein paar Recherche, beziehungsweise Konsumtage vor, die ich eigentlich schon im Juni machen wollte, als ich Strohwitwe war, aber da war ich mit dem Korrigieren noch nicht fertig, so bin ich am letzten Montag in Wilhelmsburg mit dem Rad gewesen und am Freitag im Traisencenter. Da habe ich übrigens ein paar tolle Bücher in der Seedosen-Telefonzelle gefunden, habe jetzt noch den Gutschein für das Belvedere und in die Buchhandlung in der Seestadt will ich auch noch schauen. Aber dann kann ich Losstarten mit dem neuen Projekt und nach dem Urlaub in den Herbst hineinschreiben, solange ich dazu brauche.

Da raten die Schreibratgeberinnen sicher auch dazu sich Zeit zu lassen. Regelmäßig schreiben geht bei mir vielleicht nicht täglich, weil ich wahrscheinlich mehr als fünf Minuten brauche, um eine Szene hineinzukommen. Aber ein Konzept zu haben hilft und das hat sich bei mir schon angesammelt.

Mal sehen, wie es wird. Ich werde darüber berichten und würde mich über Feedbacks und Tips natürlich freuen.Schreibe aber auch gern für mich selbst vor mich hin, weil das, glaube ich, auch sehr hilfreich ist, eine eigene Struktur zu finden.

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