Literaturgefluester

2021-10-07

Störungen und Irritationen

In den letzten Tagen bin ich mit dem Bloggen durcheinandergekommen. Denn es geht rund um, in der Politik und auch in meinem Leben, wo vieles nicht zu klappen scheint oder zusammenbricht.

So kann ich mich erinnern, daß, als der Lockdown im März 2020 angekündigt wurde und man noch einen Tag einkaufen konnte, mich der Alfred fragte, ob er Papier besorgen soll?

„Nein, aber ein Schnürl!“,

Gemeint war die Stromversorgung für meinen Computer, weil es da schon Schwierigkeiten gab. Das Schnürl wurde nicht gekauft aber später mehrmals ausgewechselt, dann blieb mein drei Jahre alter Computer hängen und im Sommer versprach mir der Alfred dann, sich um einen neuen Computer zu kümmern.

Das hat sich hingezogen, denn der Computer wurde irgendwann bestellt, war aber nicht lieferbar. Corona oder was auch immer war schuld daran nach Osternd habe ich ihn irgenwann bekommen. Da ist dann mein Alter schon eingebrochen, wurde repariert und ich dachte, macht ja nichts, beim Neuen kenne ich mich nicht aus, schreibe ich halt ja weiter, obwohl das immer schwieriger wurde, länger dauerte und aufwendiger war. Am Wochenende war dann das Hochladen wieder eingeschränkt und der Alfred konnte, was er endlich mußte, nicht speichern. Den Computer also zum Servicedienst bringen, was bedeutete, keine E-Books und da habe ich ja einiges zu lesen und auch kein Weiterarbeiten an meinen Texten, da will ich jetzt das „Seitengewitter“ ordentlich durchkorrigieren und vielleicht auch noch ergänzen. Aber der neue Computer war schnell hergerichtet, das Arbeiten darauf ist auch nicht schwer und es geht auch viel schneller, aber der alte zum Speichern kommt erst nächste Woche.

Aber macht ja nichts, dachte ich am Montag, arbeitete mich ein und erfuhr irgendwie nebenbei, daß facebook einige Zeit nicht verfügbar war.

Betrifft mich zwar nicht wirklich, denn ich schaue da ja nur passiv mit, etwa wie es mit den Veranstaltungen der „Gesellschaft für Literatur“ so ist oder es mit den Buchpreisen steht?

Am Dienstag ist dann das Internet zusammengebrochen. Daß es zu Stromausfällen kommen kann, habe ich in den letzten Tagen schon öfter gelesen und auch die neue Steuerreform mit den Co2 Belastungen oder Erleichterungen waren das große Thema und klangen beunruhigend, ähnlich wie die 3G-Regel am Arbeitsplatz, obwohl die sogenannte vierte Welle irgendwie ehre flach verläuft.

Aber macht ja nichts. Vorsicht ist gut und wichtig und am Dienstagabend kein internet. Fünf Minuten vor sieben habe ich das mitgekommen und da habe ich mich ja in die „Diogenes-Zoomkonferenz“ einloggen wollen, wo Louise Browns Buch Was bleibt, wenn wir sterben-Erfahrungen einer Trauerrednerin“, besprochen werden sollte, was ja, weil meine Schwiegermutter vorigen Woche gestorben ist, vielleicht besonders präsent und wichtig war.

Einen Tag kein Internet, kein Bloggen, kein Textkorrigieren, kein E-book lesen, was mache ich da?

Die Printbücher lesen natürlich! Da bin ich Angesichts der Buchpreislisten ohnehin schon im Rückstand, also den Heinz Strunk beendet, die Dana Grigorcea begonnen.

Am Mittwoch keine Lvestreamveranstaltung. Live geht da ja derzeit ohnehin nichts Internet wieder da was besonders wichtig ist, weil politisch ist ja derzeit sehr viel los, Hausdurchsuchungen im Bundeskanzleramt und im Finanzministerium, Rücktrittsforderungen an Kanzler Kurz der tapfer sagt „Ich bleibe!“

3G am Arbeitsplatz wird beschlossen und da habe ich noch gestern Abend, weil ich ja nicht streamen und bloggen konnte, auch mein mögliches neues Werk ein bißchen vorausgeplant.

Da die Joana Bernard zur Urururenkelin vom Jakob Mandelbaum aus den „Wiener Verhältnssen“ gemacht, deren Mutter ist im Vorjahr, also 2098 gestorben und die wurde 2012 geboren. Hat also die Pandemie in New York live erlebt und am 9.11. 2099 feiert die Drehbuchautorin, die mit dem Fotografen Patrick zusammenlebt, ihren sechsundvierzigsten Geburtstag. Da kommt ein Produzent auf sie zu und gibt ihr den Auftrag, ein Drehbuch für einen Film über die Pandemie zu schreiben und weil sie Wiener Wurzeln hat, soll sie den Schauplatz dorthin verlegen. Er drückt ihr auch eine Zeitungsnotiz in die Hand, wo vom achtunddreißigjährigen Andreas Brunner berichtet wird, der, weil durch die Pandemie arbeitslos und von seiner Freundin als Impfverweigerer, entlassen durchdrehte und eine Tankstellenangestellte, die ihm anschnauzte doch seine Maske aufzusetzen mit einer Schreckschußpistole angeschoßen hat, weil er betrunken war. Joana soll das Drehbuch schreiben, weil sie Wiener Wurzle hat. Ihr Großvater, den sie auch nie live erlebte, lebte zwei Jahre mit Hanna Richter, die ein Buch über seinen Großvater geschrieben hat, zusammen. Sie hat aber nur im College schlecht deutsch gelernt und war zweimal mit ihrer Mutter kurz in Wien und da in einer Thomas Bernhard Aufführung vom „Heldenplatz“, so daß sie der Produzent Johanna Bernhard nennt.

So das wäre das Ausgangsszenario von „Arbeitstitel 2020/21 Wien“, das „Seitengewitter“ muß natürlich vorher fertiggemacht werden und der heurige Nobelpreisträger für Literatur, der zu Mittag bekanntgegeben wurde, heißt Abdulrazak Gurnah, wurde 1948 in Sansibar geboren, lebt in GB und ich habe noch nie etwas von ihm gehört

2021-10-03

Nicht hinterfragen?

Sind wir in der vierten Welle oder nicht, lautet ja schon seit Wochen, die große Frage, die zum drei Stufenplan mit dem sogenannten Schutz für Ungeimpfte und den Wiener Corona- Verschärfungen führte, während die Impfquote trotz niederschwelligster Angebote vor sich hindümpeln und bei sechzig oder siebzig Prozent liegen dürften, je nachdem ob man die unimpfbaren Kinder jetzt weg oder dazu rechnet und das scheint die Politik nervös zu machen, denn impfen, impfen, impfen, lautet die Devise und dann wird von Impfleugnern, Impfskeptikern, etcetera, gesprochen und alle werden aufgerufen, die Ungeimpften zu überzeugen!

„Wir müssen informieren!“, sagt der Ärztekammerpräsident und dann setzt er „Lassen Sie sich impfen, denn die Impfung ist gut und schützt vor schweren Krankheiten und wenn Sie Ängste und Zweifel haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, der wird Ihnen helfen!“ und ich frage mich, wo ist da die Aufklärung?

Weil ich immer höre, nicht im Internet informieren, weil daher kommen die Fake-News und wir brauchen die Faktenchecker, weise ich auf die Aktion „Alles auf den Tisch“ hin, wo eine Menge Schauspieler, wie etwa Nina Proll, Roland Düringer, etcetera mit einer Menge Wissenschaftler, wie Prof Haditsch, Dr. Schubert, etcetera, etwa eine halbe Stunde über aktuelle Themen, wie Impfung, Kinder, Masken, Corona, etcetera, diskutieren und ich da Informationen bekam, die ich weder bei Ö1 noch bei OE24 erfuhr, denn da höre ich in etwa nur, daß alle, die sich nicht impfen lassen wollen, Corona-Leugner sind, die falschen Informationen aufsitzen und, daß man die Impfung nicht hinterfragen soll und darf, denn, wenn ich zu einem Automechaniker gehe und der sagt, das und das, werde ich auch nicht hinterfragen, sondern „Danke schön, gnä Frau!“, sagen.

Falsch, das war das Beispiel von der Friseurin, wenn, die fragt, wie sie schneiden soll und daher darf man auch beim Arzt und Wissenschaftler nicht hinterfragen, denn die haben jahrzehntelang studiert und ich denke „Uje, uje!“, höre ich bezüglich des Corona-Themas ja seit eineinhalb Jahren immer, daß es nur eine wissenschaftliche Meinung gibt. Aber Wissenschaft ist doch Diskussion, das höre ich dann auf der anderen Seite und wenn wir das Beispiel weiter verfolgen, haben wir den mündigen Patienten, den es eigentlich geben soll, begraben!

Denn hier heißt die Devise „Impfen, impfen, impfen! Alle sollen oder müßen das, obwohl es ja keine Impfpflicht gibt! Keine Direkte, weil die wahrscheinlich juristisch nicht durchgehen würde. Aber trotzdem Zwang und Druck, impfen impfen, impfen! Denn die Impfung ist gut und wenn ich ein Gegenargument bringe und da gibt es wohl viele, bin ich ein Corona-Leugner und die Diskussion ist zu Ende. Alle sollen sich freiwillig impfen lassen und damit es für die Verweigerer unbequemer wird, gibt es die 1G- Regel, also nur geimpft in die Disko.

Ganz langsam scheint sich jetzt durchzusetzen, daß auch die Genesenen sicher sind, aber die Antikörpertests werden nicht anerkennt. Also nur mit Impfung und Test in die Gastro, auf die Uni, in die Schule. Wenn man in Deutschland positiv gestestet wird, bekommt man sein Gehalt während der Quarantäne nicht weiterbezahlt und in Österreich wird das Arbeitslosengeld verweigert, wenn man einen Job nicht bekommt, weil man sich nicht impfen läßt.

Auf der anderen Seite bekommt man eine Bratwurst oder einen Gutschein, wenn man sich impfen läßt und ich denke wieder „Hui!“ oder an den Vertreter, der mir mit solchen Argumenten einen Kühlschrank aufschwatzen will. Da sagt wohl ein jeder völlig unkritisiert „Nein!“ und „Hände weg!“

Aber hier wird entmündigt und von einer Impflotterie geschwärmt, wo man, wenn sich achtzig Prozent impfen lassen, ein Auto gewinnen kann. Was man realistisch betrachtet doch nicht bekommen wird und mich schüttelst wieder, weil ich denke, daß man sich impfen lassen soll, wenn es der Arzt empfiehlt, der einen vorher entsprechend aufklärt und weil es für einen nützlich und wichtig ist, aber auch dann stimmt man zu und muß die Nebenwirkungen unterschreiben und nicht, weil es eine Bratwurst gibt, denn da wären wir im Kindergarten und da gehöre ich nicht hin oder höchstens nur, wenn ich meine Enkeltochter von dort abhole und wenn man die Situation so betrachtet, scheint es ohnehin keine Wahl zu geben, denn alle sollen zur Impfung gebracht werden, weil die Impfdosen offenbar eingekauft wurden und weil man offenbar nicht mit der Polizei kommen kann, muß es anders gehen und so wird man eingeschränkt und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.

Man darf nicht hinterfragen. Jedes Argument wird weggewischt und man unterbrochen, obwohl es da viel Ungeklärtes gibt.

Zum Beispiel die Nebenwirkungen über die auch nicht wirklich gesprochen wird oder nur „Die Impfung ist sicher, es gibt keine Langzeitschäden und das bißchen Kopfweh und der Schüttelfrost nachher ist normal und gibt es bei jeder Impfung!

„Wir haben auch nie behauptet, daß man auch mit der Impfung nicht krank werden kann und jeder der etwas anderes behauptet gehört zu den Verschwörungstheoretikern!“

Die Impfung wurde aber sehr schnell entwickelt und ich frage mich auch, warum der indirekte Zwang?

Warum die 1-3Gs? Wenn du das nicht tust, darfst du nicht mehr ins Kaffeehaus gehen und jetzt auch nicht mehr arbeiten oder in die Kantine und das Denken ist hier ohnehin schon ausgeschaltet und wird nicht gefragt, sondern alle Gegenargumente vom Tisch gewischt.

Wenn einer sagt „Ich glaube, an mein Immunsystem, denn ich gehe viel spazieren und esse Obst!“, wird der Kopf geschüttelt, unterbrochen und gesagt „Ja, ja die Erde ist eine Scheibe! und getan, als gäbe es kein natürliches Immunsystem und jeder, der das glaubt, ist ein ungebildeter Wissenschaftsleugner!

Aber natürlich ist das positive Denken, die richtige Ernährung und Sport wichtig und ich glaube auch, daß man, wenn einem das Virus trotzdem erwischt, vielleicht nur einen milden Verlauf bekommt und nicht, daß jeder, der sich nicht impfen läßt mit Sicherheit schwer krank wird und da ist auch seltsam, daß man sich so wenig um die Dunkelziffer kümmert, weil es ja vielleicht schon viele gibt, die das Virus hatten und es gar nicht bemerkt haben, weil sie sich nicht testen ließen und die sind dann vermutlich immun und werden nicht auf die Intensivstationen kommen!

Obwohl das auch schwierig ist, weil man durch den Lockdown und den versperrten Fitneßstudios und der Ausgangssperren in den Riskobereich vor den Fernseher mit Chips und Bier gedrängt wird und ich frage mich wieder, wo bleibt die Eigentverantwortlichkeit?

Warum muß ich vorgeschrieben bekommen, wo ich welche Maske tragen? Warum kann ich das nicht selbst entscheiden und wird mir nicht zugetraut, daß ich schon selber verantwortungsbewußt umgehe, weil ja keiner wahrscheinlich krank werden will?

Und ich glaube, daß das ohnehin schon sehr viele angstgebeutelte Menschen freiwllig tun und warum werden die Selbsttest nicht anerkannt?

Warum dieses Mißtrauen und das ist auch meine Kritik und wahrscheinlich auch der Grund, warum ich keine Masken trage und mich nicht testen lasse, da ich dazu nicht gezwungen werden will und da sind wir wieder bei der Angst, die da jetzt eindreiviertel Jahre geschürt wird und es dazu auch nachweisbare Unterlagen gibt!

„Es werden bald alle einen kennen, der an Covid gestorben ist!“, hat der Bundeskanzler im März 2020 gesagt, um die Leute zum Mitmachen zu bewegen und diesen Sommer „Wenn alle ein Impfangebot haben, ist es Privatsache und wir heben alle Maßnahmen auf!“, was auch meine Meinung, aber offenbar nicht, die der Politik, ist, denn jetzt darf man ja nicht hinterfragen, nicht zweifeln und auch keine eigene Gesundheitsfürsorge treffen, weil es , die viel ansteckendere Delta-Variante gibt, die Leute sich nicht impfen lassen wollen und die Intensivstationen schon voll sind, aber auch nicht aufgestockt werden und das führt, fürchte ich, zu Verwirrung und der Entmündigung, die ich nicht will!

Schnell zur Eigenveantwortlichkeit zurück, würde ich mir wünschen! Die, die es wollen, sollen sich impfen lassen, Masken tragen und sich testen lassen! Dazu sich informieren, Fragen stellen, kritisch sein!

Das haben wir alle doch einmal gelernt und jetzt soll das auf einmal nicht mehr gelten, weil alle zur Impfung gezwungen werden müssen. Obwohl es, wie ich ebenfalls höre, die sogenannte Herden- oder sterile Immunität ohnehin nicht gibt.

Also das Argument, daß ich es zum Schutz, der anderen oder aus Solidarität tun muß, wegfällt. Die Kollateralschäden, die durch, die ständige Angstmache wird man wahrscheinlich erst in den nächsten Jahren so richtig bemerken! Da werden dann die Pyschologen und Psychotherapeuten viel zu tun haben, um all die Traumatisierungen, Angst-Zwang-und Eßstörungen, die dadurch entstanden sind, zu heilen und ich möchte eigentlich auch mein normales Leben zurückhaben!

Will ins Restaurant, in die „Alte Schmiede“ oder einkaufen gehen, ohne irgendeinen Nachweis vorzeigen oder irgendeine Maske tragen zu müßen, weil ich glaube, daß ich als eigenverantwortliche Frau, schon selbst auf mich aufpassen kann und auch nicht die Dumme bin, wie beispielsweise, die Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky allen Ungeimpften unterstellt, die nicht an die hehre Wissenschaft glaubt, wenn sie Fehler und Widersprüchlichkeiten aufdeckt und kritische Fragen stellt, weil da vieles wirklich nicht zusammenpasst und widersprüchige Informationen kommen, die aber nicht von der angeblichen Verschwörungsseite stammen.

Und da ist die Ärztin und Gesundheitsmanagerin, wie sie immer betont, in einem Gespräch mit Ex-Vizekanzler Strache, der ja eher Corona kritisch ist, ziemlich bös geworden und hat gemeint, die Leute sollen der Wissenschaft glauben, sich impfen lassen und wenn sie mit den Politikern unzufrieden sind, können sie die ja bei der nächsten Wahl abwählen!

Das hat man in Graz und in Oberösterreich schon letzte Woche getan und hat da die Kommunisten und dort die Impf- und Maßnahmen kritische MFG gewählt. Das war dann auch wieder nicht recht und man hat von der Maßnahmen kritischen FPÖ einen Schulterschluß mit den anderen Parteien verlangt, um die Leute zur Impfung zu bringen!

Am Samstagnachmittg war ich wieder auf einer Demonstration am Karlsplatz, wo unter anderen Konstantina Rösch und Roman Schiessler gesprochen haben, es „Kurz muß weg!-Rufe“ und schöne Sticker, sowie auch eine Gegendemonstration mit Polizeieinsatz gab.

2021-10-02

Schreib- und Wochenendbericht

„Was tut sich so?“ , könnten meine Leser fragen.

„Nicht sehr viel!“, wird meine Antwort lauten. Das heißt, das stimmt nicht ganz, denn Dienstag früh ist, was den Privatbereich betrifft, meine Schwiegermutter, die im Juli Neunundachtzig geworden ist und seit einigen Jahren von zwei Vierundzwanzigstunden-Betreuerinnen betreut wurde und die, das ist interessant seit Februar 2020 Blut im Harn hatte und seither war es nicht möglich einen Hausbesuch zu bekommen. Es kamen zwar regelmäßig Arzthelferinnen mit Handschuhen zur Blutabnahme und eine Menge Facharztuntersuchungen hat es auch gegeben. Dazwischen Ferndiagnosen und Medikamentenverschreibungen vom Hausarzt und am letzten Donnerstag hat sich der Alfred mit dem Hausarzt zerstritten, weil der keine Zeit trotz Vereinbarung zum Corona- Test und zur Blutabnahme hatte und am Montag war es auch unmöglich einen Hausbesuch zu bekommen und was das Skurrile an der Sache ist, daß die Rettung, die am Dienstagmorgen kam und keine Herztöne mehr feststellte nachher nur, um die Ecke fuhr, den Nachbarn dann zwar ins Krankenhaus fuhr, der dann dort verstorben ist und Hausbesuch hat es vorher auch keinen gegeben.

Denn die gibt es offensichtlich nicht mehr, weil die Hausärzte überfordert sind, obwohl ich ständig vom Ärztekammerpräsidenten, der ja Gebetsmühlenartig „Impfen, impfen, impfen!“, wiederholt. „Und wenn Sie Angst oder Sorgen haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, der wird sie beraten!“, höre.

„Aha!“, könnte man jetzt denken. Wahrscheinlich haben sie deshalb keine Zeit.

Das Begräbnis wird also in zwei Wochen sein. Der Alfred ist jetzt viel in Harland und ich bin dieses Wochenende, in dem wir eigentlich endlich das Schlafzimmer ausmalen wollten, in Wien und was mache ich da?

In Wien sehr wenig,denn das habe ich schon geschrieben, daß ich da wenig aus dem Haus gehe, weil ich da nicht spazierengehe, sondern nur in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus zu Veranstaltungen gegangen bin. Das fällt jetzt weg, weil ich da nur von einem ins andere Zimmer oder vom Garten in die Wohnung gehe und was die Livestreams betrifft, gibt es die zwar noch im Literaturhaus, „Alte Schmiede“ und „Gesellschaft“, aber ich bin in der letzten Zeit öfter nicht hineingekommen, habe die Veranstaltung nicht gefunden oder sie ist ausgefallen und die Seite war gestört, etcetera.

„Macht ja nichts!“, könnte man sagen. Habe ich ohnehin genug zu lesen und dann sind auch die Buchpreislisten dazu gekommen. Die Bücher ebenfalls und ich plage mich gerade mit dem achten deutschen Buchpreisbuch herum und das ist erstens, der experimentelle Dath und zweitens wieder sehr dick.

Ansonsten gibt es in Wien seit dem ersten Oktober verschärfte Maßnahmen, die Zahlen sind zwar wieder stabil und die vierte Welle, wie das so heißt, im Plateau und die Intensivstationzahlen gehen jetzt auch langsam zurück. Aber man kann ja nicht wissen und die Grippe kommt bestimmt, weil die gab es nicht im letzten Jahr. Aber heuer sicher, weil wir ja keine Abwehrkräfte haben, damit umzugehen und die bösen Leute sich noch immer nicht impfen lassen wollen, so daß wir immer noch je nach dem, wie man zählt, sechzig oder siebzig Prozent Geimpfte haben. Es ist ja diesbezüglich immer alles zweideutig, also, daß man sich nicht wirklich auskennen kann und verwirrt zurückbleiben muß. Aber wir brauchen mindestens fünfundachtzig oder doch neunzig Prozent, wenn wir das, wie die Dänen haben, dann machen wir Freedomday. Aber die bösen Leute wollen das nicht und ich wäre dann auch skeptisch, ob dann nicht am nächsten Tag, die nächste Variante kommt, zu der man leider hundert Prozent oder darüber braucht!

Aber jetzt sind wir über sechzig Prozent und daher muß auch das 3G am Arbeitsplatz her, damit es die Ungeimpften noch unangenehmer haben und endlich nachgeben. Also in Wien ab ersten Oktober überall FFP2-Maske. Finde ich eigentlich gut, weil dann die Unterscheidung geimpft nicht geimpft wegfällt und Achtung Kritiker, mir wär das eigentlich egal, weil ich ohnehin nicht einkaufen gehe und sonst überall 21/2G, also geimpft, genesen oder PCR- Test und das tue ich auch nicht, weil ich nicht jeden meinen Impfnachweis zeigen will!

Aber trotzdem nicht glaube, daß ich dann unbedingt krank werde, wenn ich mich nicht impfen lasse, weil ich denke, daß ich eigenverantwortlich auf mich aufpassen kann und das auch tue und außerdem noch immer an die Abwehrkräfte glaube, obwohl ich auch da jetzt immer höre, daß es nicht stimmt, wenn der Herr Kickl sagt, daß man mit guter Luft und Vitaminen auch auf sich schauen könnte.

Natürlich kann und soll man das und kann dann trotzdem erkranken. Aber wahrscheinlich viel weniger, sowie das ja auch bei den Geimpften momentan so ist und ein skurriles Detail war auch die Unterstellung, daß sich der Herr Kickl heimlich impfen ließ. Nach meiner Menschenkenntnis nach hätte ich ihm ihm das nicht zugetraut und wenn, wäre es mir auch egal und würde nichts an meiner Einstellung verändern. Er hat sich aber Blut abnehmen lassen, um das Gegenteil zu beweisen, was ich beispielsweise nicht tun würde!

Da nehme ich lieber, was ich ja schon seit eindreiviertel Jahre tue, den Dauerlockdown in Kauf, fühle mich dabei, Achtung herhören, aber nicht ungemütlch und bin auch glücklicherweise in der Lage, mir das, weil schon in Pension und freiberuflich und mit einem Zweitwohnsitz zum Radfahren, leisten zu können. Denn Kaffee kann ich auch zu Hause trinken und kochen kann ich auch, weil ich das ja in der Straßergasse lernte, was aber meistens ohnehin der Alfred tut. Also geht es mir im Lockdown ganz gut, obwohl das Ganze schon irgendwie seltsam ist und man sich fragen könnte, wie man aus dieser Situation herauskommt?

Ohne Einstellungveränderung sicherlich nicht, obwohl es in Burgendland eine Impflotterie gibt und wenn sich bis November achtzig Prozent impfen lassen, kommt es zum Freedomday, da bin ich gespannt und der FPÖ hat die Antkörpertestaktion des Herrn Kicks offenbar doch nicht soviel geholfen, denn am letzten Sonntag gabs ja Wahlen in Oberösterreich und da kanditierte auch die MFG-Partei, die ich damals oder ihre Proponenten auf der Demo am Maria Thereien Platz kennenlernen konnte und die hat auf Anhieb sechs Prozent gewonnen, obwohl ich jetzt ständig höre, daß das alles Schwurbler sind, glaube ich nicht, sondern eher, daß Druck Gegendruck erzeugt und, daß sich das darin ausdrückte und in Graz gab es auch eine Wahl.

Da kanditierte MFG zwar nicht, aber dafür die KPÖ und die kanditierte dort nicht nur, sondern sitzt schon seit Jahren im Stadtrat und ist die zweitstärkste Partei, weil sehr sozial.

Die stärkste Partei ist natürlich die ÖVP oder sagen wir, sie war es, denn die KPÖ und die Frau Elke Kahr hat sie überholt und seither steht alles Kopf und spricht von „Stalingraz“ und den Stalin-Toten, aber die Frau Kahr und vorher der Herr Kaltenegger spenden immer einen Teil ihres Gehalts und schauen, daß die Bedürftigen Wohnungen bekommen und da hört man jetzt auch nichts sehr Schönes.

Denn es wird wahrscheinlich auch Pandemie bedingt oder durch die Maßnahmen erzeugt alles teurer. Der Strom soll das werden und neue Klimagesetze oder Steuern brauchen wir auch!

Also alles nicht sehr schön, obwohl der Herbst ist es gerade und ich sitze, wenn ich keine Stunden habe meistens auf der Terrasse und schreibe an meinen Corona-Texten. Mit dem „Seitengewitter“ bin ich im Rohtext fertig, das habe ich schon geschrieben. Das habe ich gerade das erste Mal durchkorrigiert. Jetzt kommt das Szene für Szene korrigieren und ich habe derzeit über einundsiebzig Seiten, dreiunddreißig Szenen, sind doch ein paar mehr geworden, als ich glaubte, als ich mein „Opus Magnum“ beschrieb und 37504 Worte.

Also zu kurz für ein Opus Magnum und wahrscheinlich auch für einen Roman und wieder ein Corona-Text ich kann und will nicht anders, weil mich dieses Thema sehr interessiert und da geht es um einen impfwütigen Vater und einen Buben, der das nicht will. Um einen Starvirologen, der die nicht Impfwilligen als Schwurbler beschimpft, aber einen Vater hat, der sich auch nicht impfen läßt und, um eine andere Impfgegnerin und Maskenverweigerin, die ihm im AKH fast umläuft und mit ihm am Karlsplatz einen Aperol Spritzer trinkt.

Da sind, wie meine Leser ahnen werden, einige autobiografische Elemente darin. Anderes ist erfunden und jetzt geht es an den Feinschliff und in einen hoffentlich schönen Herbst. Mit dem Lesen sollte ich mich auch ein bißchen anstrengen, obwohl es heuer keine „Buch-Wien“ geben wird und daher auch keine österreichische Buchpreisverleihung, obwohl ich da schon zum Akkreditieren aufgefordert wurde. Das Testzelt brauchen sie dort aber, glaube ich, gar nicht aufbauen, weil der PCR-Test,den man jetzt braucht, dauert ja einige Stunden, bis man ihn bekommt .

De Frankfurter-Messe, die, glaube ich, hybrid ablaufen wird, kann ich mir wahrscheinlich per Livestream ansehen, bei der „Buch- Wien“ geht das, glaube ich, aber nicht.

2021-09-17

Das Opus Magnum?

Ich habe es ja schon öfter geschrieben, die Corona-Krise hat mein Leben verändert und mir den Ausstieg aus der Literatur erleichtert. Das jetzt nicht mißverstehen. Ich schreibe sowiel, wie nie zuvor. Allerdings zumeist über Corona und das gilt ja wahrscheinlich nicht als iterarisch. Aber ich habe mich früher wahrscheinlich wirklich etwas an den Litraturbetrieb geklammert und versucht hineinzukommen und dabei übersehen, daß ich da offenbar keine Chance habe!

Bin zu Literaturversanstaltungen gegangen. Mehrmals in der Woche in die „Alte Schmiede“, Literaturhaus,“ Gesellschaft für Literatur“, etcetera. Habe versucht Einladungen zu Preisverleihungen zu bekommen und auch immer wieder Bücher verteilt, versucht Einladungen zu Lesungen bekommen,bei der letzten GV der IG-Autoren einen Self Publischer-Anftrag gestellt. einmalversucht eine Einladung in eine Autorenwohnung zu bekommen. Hat alles nichts genützt und die Bruni bzw.,die Sussanne A. haben mich auch einmal distanzlos gefunden. Das ist lange her und ich habe es damals nicht verstanden.

Distanzlos, ich doch nicht! Jetzt glaube ich, mein Klammern an den Literaturbetrieb und mein Nichtverstehen, daß ich darin keine Chance habe, war damit gemeint. Dann kam Corona und ich habe von Anfang an Widerstand gegen Masken, testen, registrieren, etcetera, gespürt. Die Folge war das Vermeiden, also nicht mehr zu Lliteraturveranstaltungen gehen und da habe ich einmal Lesungen abgesagt und auch das Skriptorium.

Die Poet Night wo ich ja lesen könnte, findet ohne mich statt, beim Volkssstimmefest habe ich nicht gelesen und Kontakt zu Autorenkollegen habe ich derzeit nur zur Ruth und zur Doris Kloimstein, die anderen habe ich den Kontakt verloren, seit ich nicht mehr nach der Veranstaltung beim Wein im Literaturhaus stehe. Ich bekomme zwar manchmal Einladungen zu Veranstaltungen.Schreibe dann aber „Mit 3G und Maske leider nicht!“

So hat sich mein Leben reduziert. Ich bin auch, warhscheinlich altersbedingt, langsamer geworden, tue viel weniger. Habe auch wenigerStunden, weil nur mehr meinen Verinsvertrag und der wird, wenn ich siebzig bin, auch auf zwei Klienten reduziert,also viel Zeit für das Schreiben.

Und da schreibe ich immer, meine Leser wissen es, ich bin irgendwie ausgeschrieben und schreibe dann trotzdem weiter. Habe jetzt schon an oder vielleicht sogar schon über fünfzig selbstgemachte Bücher, Romane, Erzählungen, „Literaturgeflüster-Texte“ und auch immer noch das Gefühl, das ist nicht gut genug. Das schreibt mir derzeit immer der Uli, wird es wahrscheinlich wieder tun und hat wahrscheinlich auch recht damit, wenn auch vielleicht etwas anders als er glaubt, denn ich denke, es liegt Erstens an meiner Ignoranz an der Rechtschreibordnung, Zweitens, daß ich ja eher journalistisch und an der Realität als experimentell schreibe. Psychologisch, sozialkritisch würde ich meinen und ja, die Sprache ist und war mir nicht so wichtig und das ist ja für den Literaturbetrieb nicht gut. Dafür das Dokumentieren, da bin ich, was Corona betrifft, wahrscheinlich eine Fundgrube, habe mich mit dem Schreiben in Corona-Zeiten schon lange auseinandergesetzt und habe jetzt schon drei Texte darübe,r die erschienen sind. Der vierte Text die „Hundert Seiten“ in denen es eigentlich um den Feminismus geht, liegt beim Alfred zum Druckereiferti gmachen. Das betrifft auch das“ Corona-Texte-Buch“, das wächst zwar immer noch an, weil da ja noch immer viel gechieht über das sich Glossen und Geschichten schreiben lassen und jetzt geht es an das „Seitengewitter“ an dem ich derzeit schreibe.

Und das ist wahrscheinlich wieder ein Versuch eine unausgegorene Idee zu verwirklichen. War es bei den Vorbüchern ja die Beschreibung, wie es um einer Maskenverweigerin geht, ist das jetzt immer noch offen und dann würde ich auch gerne wissen, wie es denen geht, die da im Fernsehen auftreten und ständig „Impfen,impfen, impfen!“, schreien.

„Und wenn du dich das nicht läßt, wirst du sicher krank und daran sterben!“

Glauben die das wirklich und wenn haben sie dann Angst? Und da ist schon die Idee gekommen, ein Impf-und Maskenverweigerin mit einen solchen Journalisten, Ärztekammerpräsidenten oder Politiker zusammenzubringen.

Virologe ist besser, weil allgemeiner und da ist dann der Philip Knirsch entstanden, der Chefvirologe des Landes, dem ich Sätze in den Mund gelegt habe, die ich einem Herrn Mucha und einem Sebastian BornMena entnommen habe, wie „Alle Nichtgeimpften sollen scheßen gehen!“, beispielsweise oder “ Wir nehmen Ihnen nicht ihr Eigentum weg, sperren sie auch nicht ein, aber sie dürfen dann nicht überall ihr Leberkäsesemmerl essen!“

Starke Sätze, die eine zum Gruseln bringen kann und es mich immer noch wundert, daß die so unwidersprochen bleiben , aber um zur Literatur zurückzukommen.

Da gibt es also eine Alberta Wassermann. Zuerst habe ich an die Lotte Füchsel aus den „Hundert Seiten“ gedacht.aber die kann sich schwer in den Virologen verlieben. Also die Alberta, 38, Übersetzerin, die am Kutschkermarkt einkaufen geht und sonst zu Hause bleibt und übersetzt, aber im Währingerpark zuerst den alten Hans Knirsch, Philips Vater trifft. Der ist ein gewesener Psychiater und lebt in einer Seniorenresidenz, wo er in Clinch mit der Oberschwester ist, weil er sich nicht impfen läßt. Also muß er in seinem Zimmer bleiben und dort essen. Diese Idee ist mir auch einmal gekommen, also steht die Alberta zwischen zwei Männern.

Das eine Minusfrau einen berühmten Mann trifft, habe ich schon in einigen anderen Texten beschrieben und ich weiß nicht, wie weit es mir gelungen ist. Beim jetzigen Staus Quo des „Seitengewitters“ ist es das auch noch nicht. Denn da ist mir inzwischen eine andere Idee gekommen, denn der Philip hat zwei Kinder, den Felix, 12 und Tanja,15 und Felix will sich nicht impfen lassen. Philip Knirsch, der das gemeinsame Sorgerecht mit Sophie hat, aber schon und da kommt es zum Streit. Philip stellt seine Zustimmung aus. Felix läuft davon. Das Jugendamt schaltet sich ein. Felix flüchtet zum Großmvater, der beginnt als Psylchiater zu deeskaloieren, versteckt ihn bei Alberta. Philips Schwester Martin ist Zahnärztin und engagiert sich bei den „Ärzten gegen Kinderimpfung“. Es kommt zu einer Kundgebung, wo sowohl Hans, als auch Martina reden und Hans beobachtet da ein traurig aussehendes Mädchen, dem er dann bis zum Donaukanal folgt. Es ist die sechzehnhäührige Jessi, die Tochter, der Oberschwester Elfriede, die ist magersüchtig und depressiv, weil schon wieder in Quaranätne. Hans Knirsch spricht sie an und so weit so what.

Das sind zum Größtenteil noch Pläne, denn derzeit habe ich einunddreißg Seiten, elf Szenen, und 15.037 Worte und wenn ich das, was ich jetzt skizzierte, schreibe, werden es vielleicht zwanzig bis fünfundzwanzigtausend Worte sein. Also kein Roman. Höchstens wieder eine Kurzgeschichte und ich bin in drei Wochen mit dem Rohentwurf fertig. Das will ich eigentlich nicht, das die letzte Szene wieder die ist, wo sich Sophie und Philip einigen Felix Zeit zu lassen und sich der Hans mit der Oberschwester und vielleicht auch mit seinem Sohn aussöhnt, zwar in der Seniorenresidenz bleibt, aber öfter seine alte Villa und hier die Bibliothek, die ihm abgeht besucht.

Das wäre wohl wirklich zu billig, zu schnell und oberflächtig und ich will mir ja immer für meine Romane endlos Zeit lassen, um die Handlung kommen zu lassen und die hätte ich in Zeiten wie diesen ja auch und der Phhilip hat sich der Alberta noch nicht wirklich angenähert und das wäre ja interessant, wie das gehen könnte?

Da hätte ich wahrscheinlich noch einen Haufen Plotarbeit vor mir und wenn ich das schaffe, aus diesen Ideen wirklich einen Roman zu machen, ist mir vielleicht auch mein Opus Magnum gelungen. Ich gebe es, wenn der Alfred nicht verweigert, es dann wieder im Selbstdruck heraus und poste es auf meinen Blog.

Das wärs dann wahrscheinlich, denn Corona ist ja ein heikles Thema und ob ich damit am Volksstimmefest auch ohne 3G lesen kann, ist eher unwahrscheinlich. Aber das ist mir ganz ehrlich egal. Der Text ist wichtig, wenn ich ihn gut finde und mich verbessert habe, reicht es mir. Dann kann der Uli kommentieren, was er will, sehe für mich aber, aufassen Kritiker, noch Steigerungsbedarf und den will ich ausnützen und daran arbeiten, daß daraus vielleicht wirklich ein Roman entsteht in dem man später nachlesen kann, wie es 2021 war und da wird jetzt, wo heute ja die Stufe eins, des neuen Stufenplans in Kraft tritt, wirklich chaotisch, weil sich angeblich niemand auskennt, wo er jetzt Maske tragen muß und welche und wer das kontrollieren muß? Dabei wäre es doch so einfach. Jeder tut, das was er glaubt und passt auf sich auf, denn eigentlich kann man ja wirklich schwer erkären, was es für den Belag der Intensivstationen bringt, wenn der Geimpfte in Wien im Modehandel Mundschutz trägt und der ungeimpfte FFP2- Maske. Der Modehandel ist wahrscheinlich meistens leer. Da steckt sich niemand an und die Kinder werden in den Schulen auch nur traumatisiert wenn sie dreimal wöchentlich testen und dann in Quarantäne müßen und da sehe ich die größere Gefahr, die uns höchstwahrscheinlich noch länger beschäftigen wird.

2021-09-11

Harland statt kühle Meile Zieglergasse

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 19:12
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Der Alfred ist ja am dreivierundzwanzigsen August mit dem Karli nach Albanien gefahren, weil das ja ein sehr schönes Land sein soll, wie man überall hört und liest und bin in eine sogenannte Corona-Strohwitwenzeit gegangen, was durch die Verkündigung der deutschen und der österreichischen Buchpreisliste und der diesbezüglichen Bücherbeschaffung eine sehr intensive war. Außerdem gab es Ausblicke auf das Volksstimmefest und die kühle Meile Zieglergasse,das Literaturfest das es ja am elften September wieder gibt.

Als ich die deutschen Büchpreislistenbücher alle angeschrieben hatte und in meine Mailbox ging, erlebte ich eine üble Überraschung „Sie werden verstehen, daß Ihr Text nicht auf das „Linke Wort -Lesung“ passt. Habe ich nicht, mich mit dem Veranstalter ausgesprochen und dann bezüglich der 3G-Verordnung nicht gelesen. Eine Demo gab es am vorigen Samstag auch und von der Pastoralstelle St. Pölten habe ich noch ein Belegexemplar von „Noahs Fest“ bekommen, das ich der Ruth geben wollte, die also für den gestrigen Freitag eingeladen, wo es ja auch eine Literaturhaus livestream Veranstaltung mit einer Buchpräsentation von Didi Dobras Neuerscheinung geben sollte, denn die literarische Saison hat schon angefangen.

Am Mittwoch, wo der bei der „Grünen Erde“ bestellte Tisch gekommen ist, der Alfred hat ja die Sitzgarnitur im Wohnzimmer hinausgeschmissen und sich von seinem Lieblingstischler eine Bettbank machen lassen, damit die Hundertmarks wenn sie nach Wien kommen, darauf schlafen können und da hat dann auch der Alfred aus Kroatien, glaube ich, angerufen, mitgeteilt, daß Albanien doch nicht so wie vorgestellt gewesen wäre und es auch nicht so viel zu sehen gäbe. Also würde er früher als, wie geplant, am Neunzehnten zurückkommen und „Fahren wir am Wochenende nach Harland?“, hat er gefragt.

Aber da wäre ja die kühle Meile Zieglergasse, aber da in Zeiten wie diesen, höchstwahrscheinlich ein Bannd davor und daher vielleicht eine vorgezogene 1G odernatürlich erst 3 G Regel, die ich auch nicht erfülle , gibt. Das Literaturereignis also auslassen und nur den Besuch der Ruth abwarten und dann nach Harland fahren.

Der Alfred ist dann cirka um halb fünf gekommen, hat Käse, viel Polenta, denn er war auch in Italien und den esse ich ja gern, zwei T- Shirts und ein paar Keramikschüßeln mitgebracht, noch nicht so viel erzählt, dafür von der Ruth die Information bekommen, daß sie auf der Auslandkulturtagung gewesen ist und auch zur Romanarbeit demnächst nach Triest in eine Schriftstellerwohnung fahren wird, die GAV-Neuaufnahmejurdiskussion hat es auch gegeben. Wir haben den Käse gegessen, Wein getrunken. Torten hat der Alfred später auch gebracht, weil ich ihm erzählt habe, daß ich bei der Ruth vor zwei Wochen auch solche gegessen zuhaben.

Wir sind dann um cirka halb acht, glaube ich, nach Harland gefahren. Also keine Livestreamveranstaltung. Aber die könnte ich mir, glaube ich, mindestens eine Woche lang nachhören und auf der Literaturmeile wird es vor dem Literaturhaus diesmal einen Slam B geben, habe ich im Programm gelesen. Ob der gestreamt wird, weiß ich nicht. Aberi ch wäre ohnehin höchstwahrscheinlich wieder in ein Dilemma gekommen, denn der Andi Pianka hat mir kommentiert, daß es um zwei eine Antimaßnahmen- oder Antinichtgeimpftendiskriminierungs -Demo geben soll. Da hätte ich wohl zwischen Zieglergasse und Karlsplatz hin und her switschen müssen. Vielleicht gibts in OE24 davon zu hören und ansonsten nach drei Wochen wieder auf den Markt radeln.

Das Radfahren gesund ist und die Abwehrkräfte, die man braucht, um der Ungeimpften-Pandemie zu entgehen, habe ich, glaube ich, schon geschrieben und das Sport machen, soll ja den Nichtgeimpften bei Stufe zwei oder so auch entzogen werden und es wäre auch noch eine letzte Gelegenheit in St. Pölten maskenlos einzukaufen. In Wien kann man das ohnehin nicht und ab nächsten Mittwoch müßen sich die Ungeimpften damit ja outen.

Da ich ohnehin nicht Maske trage und in Wien lebe, tangiert mich das wahrscheinlich nicht und in den „Thalia“ muß ich auch nicht gehen, weil ja jetzt ein Stapel von ungefähr dreißig Buchpreis- und auch ein paar anderer Bücher im Wiener Badezimmer liegen, denn Barbi Markovics „Verschissene Zeit“ ist jetzt auch zu mir gekommen.Unterhosen habe ich mir vor drei Wochen beim NKD auch gekauft, daß ich in meiner Strohwitwenzeit nicht Wäsche waschen muß und vorher schon ein paar Hosen und Nachthemden.

Also werde ich nicht in St. Pölten die letzte Gelegenheit nützen müßen, weil wir, weil wir die Polster und den Tisch schon bekommen haben, auch nicht in den kleinen „Grüne Erde-Shop“ müßen. Da hat sich die Verkäuferin das letzte Mal gewundert, wieso wir von Wien nach St. Pölten kommen, um einen Tisch zu bestellen. Aber in Wien gibt es die Maskenpflicht und außerdem ist es am Samstag wahrscheinlich einfacher in die Wienerstraße zu kommen, als in Wien auf dieMariahilferstraße.

Also nur am Markt ein Würstl oder einen Burger essen. Das wird man wahrscheinlich noch länger tun können und vielleicht die Doris Kloimstein treffen, denn da hätte ich ja wieder einen Stoß Bücher für sie. Darunter Kurto Wendts „Sie sprechen mit Jean Amery, was kann ich für sie tun?“, aber die ist wahrscheinlich noch in Frankreich und hat ihren Urlaub nicht, wie der Alfred vorzeitg beendet.

Also wieder ein Harland Wochenende, die Anna und das Baby sehen und natürlich die Schwiegermutter.

„Willst auf den Hochschwab gehen?“, hat der Alfred mich gefragt.

„Aber Erstens wahrscheinlich kein Platz auf der Hütte, Zweitens natürlich 3G und drittens ist mir das vor allem in den neuen Schuhen wahrscheinlich zu weit, weil nach eineinhalb Jahren Pandemie und dem einen Jahr vorher mit dem Unfall und dem Knöchelbruch, wo ich ja jetzt viel weniger aus dem Haus gehe, sondern mich in die „Alte Schmiede“ streame, ist meine Kondition höchstwahrscheinlich nicht die beste.

Das also zum Schutzgedanken bezüglich der Ungeimpften. Denn wenn sich die vor dem Fernseher mit Chips Bluthochdruck und Diabetes anessen. Gehören sie vielleicht wirklich zu den Riskopatienten und das ist wahrscheinlich nicht so gut, wie der Herr Gesundheitsminister als praktischer Arzt mit einer TCM-Ausbildung sicher wissen wird.

Mit der Ruth habe ich auf der Terrasse gestern aber auch Kartoffelchips gegessen, weil da noch ein Sack da war und wie schon erwähnt, Wein dazu getrunken und jetzt auf in die Romanarbeit. Spätestens wenn ich vom Markt zurückgekommen bin, obwohl ich die Handlung vom „Seitengewitter“ noch nicht so ganz habe, weil nur Corona und 1G bzw Schutzlockdown für Ungeimpfte ist wohl zu wenig, obwohl ich da schon ein paar starke Aussagen mitgeschrieben habe, die sich sicher verwenden lassen.

Eine Handlung muß her, die darüber, daß sich die Alberta mit Philip Knirsch anfreudet und der sie oder sie ihn überzeugt, hinausgeht. Die Tanja, die Hannah und der Großvater wollen den Felix vor der impfung bewahren und die Zahnärztin Martina, die Mutter der Hannah und Schwester des Philips könnte vielleicht auch illustre Patienten haben und die Sophie, die Mutter der Tanja und des Felix, in ihrer Galerie vielleicht eine neue Liebe begegnen, während sie in einen Lockdown für Nichtgeimpfte hineingehen und dann, wenn doch alle geimpft sind, vielleicht schon die neue Variante die zu Da Capo ruft, erschienen ist.

Mal sehen, noch sind wir nicht so weit. Die knackige Handlung mit der mir der literarische Durchbruch gelingt, muß erst kommen, was in Zeiten, wie diesen, vielleicht noch ein Stückchen schwerer ist, als es ohnehin schon war.

Und nine elefen ist heute auch. Da habe ich ja vor zwanzig Jahren an meinen“ Wiener Stadtroman“ geschrieben und da auch eine kleine Wien Tour gemacht. In einer der Buchhandlungen in der Wiedner Hauptstraße, die es nicht mehr gibt, Irvings „Pension Grillparzer“ gesehen, die ich mir damals nicht kaufte und zum zehn Jahre Gedenken war ich, glaube ich, im MQ und habe da gratis Würstl gegessen. Jetzt gibts in OE24 Sondersendungen.

2021-09-05

Spaziergang durch den Prater

Filed under: Alltagsgeplauder,Veranstaltungen — jancak @ 23:45
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Ich bin ja eine, wie ich schon geschrieben habe, eine, die in Wien nicht viel spazieren geht. Eine Stadtflaneurin ja, die früher viel herumgerannt ist, am Abend in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus, „Gesellschaft für Literatur“, zu meinen Supervisionen, wenn ich welche hatte, manchmal auch zu einem Begräbnis am Zentralfriedhof oder wenn ich die Irmgard G. in Hütteldorf besuchte, durch Schönbrunn, in die Klinik zu den Fortbildungen, etecetera.

Das fällt oder fiel jetzt alles weg und da habe ich als ich von der Sommerfrische zurückgekommen bin, fast befürchtet, daß ich dann gar nicht mehr aus dem Haus oder höchstens zum „Wortschaz“, zum Container oder auf die Bank komme und das ist ja eigentlich nicht gesund, denn man soll ja seinen Körper trainieren und seine Abwehrkräfte stärken, in Zeiten, wie diesen überhaupt, obwohl man seltsamerweise von Seiten der Experten und der Regierung jetzt gar nicht besonders darauf schaut.

Jetzt bin ich schon fast zwei Wochen Strohwitwe und bin auch ein bißchen hinausgegangen,nämlich vorigen Samstag zum Kaffee bei der Ruth und vorher habe ich am Donaukanal auch ein bißchen für mein neues Projekt „Seitengewitter“, das noch nicht so recht läuft, obwohl ich jetzt schon fünf Szenen habe, recherchiert. Am Sonntag habe ich das noch einmal ein bißchen wiederholt, habe vom „Berlin-Döner“ ein Schnitzel Sandwich geholt und das dann in dem kleinen Park in der Stiftgasse, wo es auch einen Bücherschrank gibt, gegessen und dieses Wochenende war es spannend, denn da war ja das Volksstimmefest und da gab es heuer Probleme.

„Es ist kompliziert!“, habe ich zu Bärbl Danneberg auf ihre Frage, ob ich lese, gesagt, denn zuerst die Rückweiseung von den neuen Organisation,weil derText nicht auf das Fest passen würde. Dann eine Einigung und eine Aussprache mitAlex Hartl und ein Alternativtext der gepasst hätte, aber dann kam 3G und das ist ja nichts für mich und Andi Pianka hat mich auch auf den „Aktionstag gegen die Kinderimpfung“ aufmerksam gemacht, die am Samstag am Maria Theresien Platz stattfand und am Sonntag den Spaziergang durch den Prater, um das Band anzusehen,das um die Jesuitenwiese gespannt wurde.

Andi Pianka sagte mir am Samstag auch, daß man bei den Kontrollpunkten ein Band bekäme, mit dem man dann konsumieren könne. Also auch keine logische Vorstellung, daß man wie in den Eissalons innerhalb des Bands oderGastgarten die Gs braucht und außerhalb kann man sein Eis essen oder seinen Sturm trinken und das habe ich auch getan.

Das Wetter war wieder sehr schön und sommerlich. Also raus ins Freie. Normalerweise würde ich über den Donaukanal zu dem Fest gehen,bin aber schon früher gelegentlich über die Prater Hauptallee gegangen und was die Jesuitenwiese betrifft, habe ich ja auch ein Deja vue, denn im Winter eine Demonstration,die dort hinführte, die auch sehr aufregend war.

Auf der Prater Hauptallee sah man die Radfahrer, damals sind die Polizeiautos durch gerast, Leute saßen mit ihren Kindern auf der Wiese oder lagen in den Hängematten. Ich bin an sehr schönen Spielplätzen vorbeigekommen, dann zu dem Gasthaus bei der Straßenbahnlinie 1 gekommen, wo ich damals Kaffee getrunken habe. Jetzt habe ich mir einen Becher Sturm gekauft und dann das Band gesucht. Dabei habe ich mich prompt auch ein bißchen verlaufen, bin auf einmal in der Hundezone gelandet und habe die Lilliputbahn fahren gesehen, wo die Leute seltsamerweise keine Masken trugen.

Dann habe ich das Fest doch gefunden, das laut Programm „Ein Labor des Widerstandes gegen den freudlosen Alltag genauso wie gegen die geplante asoziale Abzocke, werden soll!“ und beim „Linke Wort“, das am Sonntag schon um drei begonnen hat, haben Barbi Markovic, Florian Neuner, Eva Schörkhuber, janaVolkmann, Anon Tantler und Erhan Altan gelesen.

Am Rückweg, wo ich am Impfbus vorbeigekommen bin, bin ich den Donaukanal entlang gegangen, wo auch gute Stimmung herrschte. Es aber nicht überfüllt war und das Klo wieder offen war, da hatte ich ja im Winter Schwierigkeiten. Dann als es schon langsam dunkel wurde, durch den Stadtpark und habe einen schönen Ausflug erlebt,wo ich das Leben in der Stadt trotz der schon orange gefärbten Corona-Ampel noch einmal beoabachten konnte. Festlich gekleidete Menschen standen mit und ohne Maske in der Hand vor dem Konzerthaus. Einer der Künstler sah aus einem Fenster und bei Anna Jeller lag Barbi Markovics „Die verschissene Zeit“,von dem ich schon einiges gehört habe, in der Auslage.

Und hier derText, den ich am Samstag gelesen hätte : „Ein männerhassender Feminst?“

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2021-08-28

Stadtspaziergang, Torten essen mit Ruth und Afghanistandemo

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 20:49
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Ich bin ja am Mittwoch mit dem Korrigieren der „Hundert Seiten“ fertig geworden, am Donnerstag habe ich das „Corona-texte-Buch“ durchkorrigiert und am Freitag habe ich dann meine Fenster beziehungsweise die Wohnung geputzt.

Die üblichen Rituale halt, wenn ich mit einem Text fertig bin und der nächste folgen kann. Das der „Seitengewitter“ heißt, habe ich auch schon geschrieben. Ja bei mir gehts wie am Fließband zu und üblicherweise mache ich zwischen den beiden Texten ein paar Recherche-oder Schoppingtouren, was diesmal vielleicht ganz besonders zu empfehlen ist, weil ich ja Strohwitwe bin und außer den Stoff für den neuen Text ist es sicher gut Wien im 3G Rausch zu erkunden, also, wo ich was zu essen bekomme und überhaupt ein bißchen fortzugehen, um meine Abwehrkräfte zu stärken. Schwierig ist da vielleicht noch, daß ich unter der Woche nicht so gerne weggehe, denn ich habe mir ja Bücher bestellt und wenn die kommen und ich bin nicht da, kann ich sie mir nicht abholen, ohne eine Maske aufzusetzen, was ich ja nicht will.

Also das Wochenende dazu nützen und da hatte ich ohnehin von der Ruth eine Einladung zur Jause und bezüglich der Post Glück gehabt, denn es ist ein Buch gekommen, aber da war ich noch zu Hause und, daß ich auch ein bißchen auswärts essen will, habe ich, glaube ich, auch schon geschrieben. Also „Nordsee“. Da kann man sich von der Budel etwas holen und wenn man sich nicht in den Gastgarten setzt, muß man auch keinen Impfpaß hervorholen und auf der Kärntnerstraße, wo ich war, gibt es auch Bänke.

Die Stadt war erstaunlich gut gefüllt, wahrscheinlich bin ich, weil ich ja wie eine Erimitin lebe, die Menschenmassen nicht mehr gewohnt. Ich habe mir eine Box mit Garnelen und Kartoffeln geholt. Da waren zwei Sauce Tatare Becher darin und bin dann zum Donaukanal hinuntergegangen. Da war es ziemlich leer. Also auf eine Bank gesetzt und mein jetzt grau geblümtes Buch, das ich von irgendwo bekommen habe, herausgeholt und ein bißchen aufnotiert.

Das ist auch ein Buch im Doppelpack, also zweiseitig benutzbar. Da konnte ich auf der einen Seiten schreiben, wasich so erlebe. Die Ausladung vom Volksstimmefest beispielsweise und, daß ich denen heute morgen , noch dazu wo sich der Andi Pianka bei mir meldete, ein Mail geschickt habe und auf der anderen Seite, die Plotnotizen und da bin ich gleich ein bißchen gehangen, denn die Grundidee ist ja, auch nichts besonderes Neues. So ein Chefivirologe, der im Fernsehen schreit „Impfgegner sollen scheißen gehen! Wir nehmen Ihnen nicht die Freiheit weg, enteignen sie nicht, aber wenn sie sich ihrer Bürgerpflicht entziehen, können sie eben nicht Kaffeetrinken gehen und ihr Leberkässemmerl überall essen!“, mit einer 3G Verweigerin zusammenzubringen und da hatte ich ursprüglich an die Lotte Füchsel von den „Hundert Seiten“ gedacht. Ich habe da ja schon eine Einstiegsszene geschrieben und da war es auf einmal nicht der Starvirologe Philip Knirsch, der solches äußert, sondern dessen Vater, der ehemalige Primar und Psychiater Hans Knirsch, den sie in einem Park trifft. Der klärt das Corona-Rätsel auf, hatte ich noch vage gedacht. Aber eigentlich wollte ich eine Liebesgeschichte zwischen Lotte und Philip entwickeln, aber die lebt ja mit Richard Schwarz zusammen, also brauche ich überhaupt die Lotte?

Die zweite oder erste Szene könnte sein, daß sich Hans Knirsch, der sich in seiner Seniorenresidenz mit Oberschwester Elfriede streitet, weil er sich nicht testen und auch nicht Maske tragen will, über die Äußerungen seines Sohnes, der ihm den Umzug in die Seniorenresidenz überhaupt erst schmackhaft machte, ärgert. Und in der ersten Szene,die ich nochmals schreiben muß, trifft die Masken- und Tests verweigernde achtunddreißigjährige Alberta Weissmann, von Beruf Übersetzerin auf Hans Knirsch. Sie ärgern sich beide über Hans Sohn und Alberta schreibt ihm dann ein Mail, das er nicht beantwortet. Hans Knirsch bekommt inzwischen einen Anruf von seinen Enkeltöchtern Tanja und Hannah, denn Philip Knirsch will den zwölfjährigen Felix impfen lassen und die wollen das nicht und dann geht die Übersetzerin nach ihrer Übersetzungsarbeit noch ein bißchen spazieren und trifft im Rathaus- oder anderen Park Philip Knirsch und eine Liebes- und Verwechslungsgeschichte bahnt sich an.

Da ist viel Corona dabei und diesmal sogar das Hauptthema, tut mir leid! Also wieder kein Text für das Volksstimmefest und es ist auch noch ziemlich unausgegoren. Trotzdem war der Recherchegang erfolgreich und dann ist noch ein junger, wahrscheinlich ausländischer Mann auf mich zugekommen und hat mir erklärt, daß er mich beobachtet hat und mich kennenlernen will.

„Ich bin aber ziemlich älter!“, habe ich geantwortet.

„Macht nichts!“ -„Mir schon!“ und ich hätte schon den Dialog, der vielleicht beim Volksstimmefest gefordert war oder eine Szene für den nächsten Text und dann zur Ruth zur Jause. Der Kuchen war gut und ein Glas Sekt hat es zu Beginn auch gegeben und später ein Glas Wein. Die Ruth hat mir erählt, daß sie wieder in der Aufnahmejury der GAV ist und sich da nächste Woche zu einer Sitzung trifft. Das ist auch so ein wunder Punkt von mir und ich habe ihr das mit der Ausladung erzählt, beziehungsweise hat sie mir vorgelesen, daß ich schon in der Volksstimme angekündigt bin. Im „Falter“ auch. Sie hat die Einladung nicht bekommen und sie hat auch die Idee geboren, daß ich vielleicht deshalb ausgeladen wurde, weil mein Text nicht der Dialogform entsprach, wie im Programm angekündigt stand.

Das wäre eine Möglichkeit. Ich habe das mit dem Dialog nicht so verstanden oder eher als Gruppenreaktion interpretiert. Aber da hätte es Vernetzungstreffen geben müßen. Sei es wie es sei. Die Torten waren gut. Der Kaffee auch und „Gehen wir nach draußen?“, hat die Ruth um viertel fünf gefragt

„Ja!“, habe ich geantwortet. Denn um vier gabs wieder eine Afghanistan-Demo bei der Oper. Da waren vielen afghanischen Burschen und Mädchen da und noch einmal zur Ruth zurück um ein Glas Wein zu trinken und sich über die Corona-Situation zu unterhalten. Das Notizbuch ist gefüllt und morgen kann ich noch einen Recherchetag beziehungsweise eine Büchertour machen. Vielleicht bei einem Würstlstand etwas essen, um dann am Montag mit dem Text zu beginnen, beziehungsweise mir die Charakterbögen auszudrucken und schauen, ob schon Buchpreis-Bücher kommen.

2021-08-26

Keine O-Töne, keine Lesung am Volksstimmefest und mit dem „Hundert Seiten-Rohtext“ fertig

Heute wird es die letzten O-Töne in dieser Corona-Saison geben und da wird Eva Menasse ihr neues Buch „Dunkelblum“ und Ulrike Haidacher ihr Debut „Die Party“ vorstellen, allerdings weil das Wetter kalt und regnerisch ist, im sicheren Hafen der Arena 21, wie seit zwei Stunden auf der O-Töne Facebookseite steht und da kommt man ohne 3G und Mundnasenschutz nicht hinein.

Also werde ich zu Hause bleiben, bloggen, Denis Pfabes „Simonelli“ in der Badewanne auslesen und warten, ob Eva Menasse auf die Öst kommt und Ulrike Haidacher auf die Debutschiene. Die Bücher werde ich sonst wahrscheinlich nicht lesen, da noch einige andere Neuerscheinungen auf mich warten und die ersten Zusagen und E-Books bezüglich der deutschen Longlist auch schon eingetroffen sind.

Schade natürlich, denn die O-Töne sind derzeit ja die einzigen Veranstaltungen, wo eine Masken- und 3G-Verweigerin hingehen kann und die habe ich heuer auch schon zweimal versäumt. Denn beim ersten Mal am Juli waren wir in Harland um den neunundachtzigsten Geburtstag der Schwiergermutter zu feiern und am fünften August, als Hanno Millesi aufgetreten ist, hat es bis cirka halb sechs geregnet. Dann hat es aufgehört. Aber da wollte der Alfred nach Harland fahren und hat gesagt „Es fängt eh gleich wieder an!“ Hat es nicht und ich habe mich geärgert. Derzeit regnet es nicht, schaut aber sehr danach aus und ist windig.

Nun ja, nun ja, vielleicht sollte ich mich doch mehr anpassen und nicht mehr so Corona kritisch sein, denn Texte, die das Wort Corona-Leugner oder Demo-Teilnehmer enthalten, gelten offenbar nicht als linke Wörter und sind offenbar auf dem Volksstimmefest nicht willkommen und dabei hätte ich ohnehin nicht den Text von der Kickl-Demo gelesen, sondern die Szene zwei aus den „Hundert Seiten“ und da ist die Corona-Situation eigentlich nur eine Nebensache. Das Drumherum, denn meine Texte sind ja realistisch und passen sich immer den Zeitumständen an und da hat die Amelia eben gerade ihre Corona-Matura gemacht und der Richard wurde von seiner Redaktion entlassen, weil er auf einer Corona-Demo war. Das soll schon vorgekommen sein. Ansonsten geht es in den „Hundert Seiten“ um eine siebzigjährige Feministin, die mit ihren Freundinnen, die zweite Frauenbewegung aufgebaut hat und auf diese Idee bin ich bezüglich Mieze Medusas neues Buch bekommen, beziehungsweise deshalb, weil die bei der Vorstellung meinte, es gäbe keine alten Frauen in der Literatur bzw. keine alten Autorinnen.

Es geht also um die Frauenbewegung und was daraus wurde und auch um das Verhältnis das der Richard zu seiner Mutter hat und da haben mich einige Erlebnisse geprägt, die meine feministischen Freundinnen, die alle älter sind als ich mit ihren Söhnen hatten, beziehungsweise, die mit ihren Müttern, die, weil sie den Feminismus aufbauen wollten, keine oder wenig Zeit für sie hatten.

„Warum snd wir keine normale Familie?“, hat, glaube ich, der Sohn, der Hansi Berger einmal zu ihr gesagt und das sagt auch der Richard zur Lotte Spielberg und da kommen in der Szene zwei halt die Worte „Männerhassende Feministinnen“ vor und das ist dann nicht „links genug“, obwohl ich mich erinnern kann, daß in den Siebzigerjahren, die Frauen ihre männlichen Babies nicht ins „Frauenzimmer“ oder in den Frauenstützpunkt in der Tendlergasse mitnehmen konnten und dann empfinden dann die Kinder das vielleicht so…

Nun ja, nun ja, ist ja nicht das erste Mal, das mir das passierte. Aus der Szene Margarete wurde ich auch einmal ausgeladen, weil ich nach dem Honorar fragte und bei der Lesung im Cafe Amadeus war ich so gut wie und bei der im Republikanischen Club ziemlich allein.

Macht ja nichts, könnte ich wieder schreiben, wie der Fuchs, der die Trauben nicht bekommt, weil ich mir ohnehin nicht ganz sicher bin, wie das in Zeiten wie diesen mit den 3Gs Maßnahmen am Volkssstimmefest ist, wenn man aufs Donauinselfest, egal ob geimpft, nur mit PCR-Test und Anmeldung darf, obwohl mir die Veranstalter schrieben, daß es keine nennenswerte Corona-Restriktionen gibt.

Gibt es wahrscheinlich doch, wenn eine Corona kritische linke Autorin keinen gar nicht so Corona kritischen Text lesen darf und das haben mir die Veranstalter auch geschrieben, daß die Ausladung nicht wegen meiner Einschätzung der Corona-Politik passierte.

Nun gut, nun gut, ist meine letzte Lesung also schon vor zwei Jahren passiert und ich erinnere, daß ich eigentlich mit nur wenigen Ausnahmen seit 1989 am Volksstimmefest gelesen habe und was die „Freiheit des Wortes“ betrifft, habe ich diese Veranstaltungen für die GAV 2001 und 2003-2009 organisiert und mit den „Hundert Seiten“, wo ich die zweite Szene, die ich eigentlich sehr gut finde, lesen wollte, bin ich gestern mit dem Korrigieren fertig geworden. jetzt liegt der Text am Küchentisch und wartet darauf, daß der Alfred aus Albanien zurückkomt und ihn druckerdeifertig macht.

Das „Corona-Texte-Buch“ wo es cirka fünfzig meiner Corona kritischen Texte gibt, hat er mir vor seiner Abreise auch ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt bis auf die letzten Szenen, die ich noch angefügt habe, eigentlich keine Fehler und kann mich jetzt an das Recherchieren für das „Seitengewitter“ machen und werde da vielleicht aufpassen, daß er nicht zu Corona kritisch wird!

Aber stimmt, das ist das Thema, das mich seit eineinhalb Jahren am meisten beschäftigt, ich hätte keinen „neutraleren“ Text für das Fest gehabt. Aber das wäre dann auch nicht ehrlich gewesen, wenn ich das Wort „Corona-Leugner“ oder die alte Frau, die sich über Küßchen, das der Richard der Amelia am Bahnhof gibt und die dann „Ich habe den Babyelefanten bei der Oma vergessen!“, sagt herausgestrichen hätte.

Nun gut, nun ja, ich habe mich ja schon länger gewundert, daß de es keine Corona kritischen Linken gibt. Ein paar gibt es natürlich, den meisten scheinen die Freiheitsbeschränkungen aber egal zu sein und ich werde mich die nächsten Tage auf Textrecherche, beziehungsweise auf das Plotten machen.

Mal sehen, wie es geht und wann ich auf andere Themen, als Corona komme? Das wird wohl noch eine Weile dauern, denn noch geht es ja um das Impfen, das G1 und die vierte Welle, vielleicht aber auch um Afghanistan und die Talibans, die dort die Frauenrechte unterdrücken.

Das wäre vielleicht auch ein Thema für den nächsten oder übernächsten Text. Mal sehen, ich bin gespannt und wenn Eva Menasse und Ulrike Hadiacher auf die Buchpreislisten kommen, kann ich ihre Bücher lesen, wenn nicht, habe ich mit den anderen Büchern in den nächsten Monaten genug zu tun, so daß ich zumindestens bis der Alfred aus Albanien zurückkommt, wahrscheinlich wenig aus dem Haus gehe und daher auch als Ungeimpfte niemanden anstecken kann!

2021-08-25

Corona-Strohwitwe

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:41
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Wir leben ja immer noch oder schon wieder oder derzeit ganz besonders in schwierigen Zeiten, denn die Delta-Variante hält uns ja in Schrecken. Die positiv getesteten Coronazahlen steigen an, die Zahl der Impfwilligen nimmt ab, die nächste, noch viel ansteckendere Variante, lauert auch schon hinter den Wänden oder wurde in Amerika gefunden und Österreich oder überhaupt die halbe Welt, diskutiert derzeit über die G1- Regel, die etwas schwierig ist zu entscheiden, unter welchen Umständen man in Zukunft ins Kino, ins Theater oder in den Nachtclub gehen kann?

„Nur Geimpfte!“, sagen Stadtrat Hacker, der Gesundheitsminister, der Ärztekammerpräsident, auch Kanzler Kurz. Aber dann kamen die Zahlen, daß auch die Geimpften ansteckend sein können. Also doch nur Zutritt mit PCR-Test?

Aber dann würden sich die Geimpften vielleicht verarscht vorkommen. Also etwas schwierig. Der Sommer geht langsam zu Ende. Das heißt zwei Wochen sind es noch bis Schulbeginn. Also könnte ich bis dahin noch in Harland bleiben. Bin aber am Montag mit dem Alfred schon zurückgefahren. Denn der ist am Dienstag mit dem Karli nach Albanien gefahren. Ich bleibe in Wien zurück und also, wie schon früher auch, die nächsten vier Wochen Strohwitwe.

Diesmal aber unter besonderen Umständen, denn weil ich ja keine Maske tragen will, sollte ich genügend Milch im Haus haben. Am Naschmarkt kann man derzeit ohne Maske einkaufen. Aber Bürgermeister Ludwig hat zu Schulbeginn, damit die Zahlen nicht zu sehr ansteigen, schon für Schulbeginn neue Verschärfungen angekündigt. Aber wahrscheinlich meint er damit 1G statt 3G. Die Würstlstände sind aber, glaube ich, maskenlos betretbar. Obwohl ich auch da schon die Frage hörte, ob sie nicht auch in die 1G-Verordnung fallen sollen? Also etwas schwierig und klingt ein wenig verrückt, für die, die das vor einigen Jahren gelesen hätten.

Aber der Eiskasten ist voll und ein paar Unterhosen für alle Fälle, habe ich mir am Samstag in St. Pölten beim NKD auch gekauft. Denn dort kann man maskenlos einkaufen. In Wien, das die höchsten Infektionszahlen hat nicht. Also Eiskasten gefüllt. Takeaway gibt es auch und ansonsten habe ich mit meiner Praxis und meinen Schreibprojekten ja genug zu tun und auch mit Lesen, weil ja jetzt das deutsche Buchpreislesen und auch noch einige andere Neuerscheinungen auf mich warten. Also genug zu tun, was die mangelnden Veranstaltungsbesuche ausgleichen könnte.

Aber auch da gibt es vielleicht, wenn nicht neue Verschärfungen kommen, einiges. Nämlich das Volkssstimmefest, am Wochenende vor dem Schulbeginn. Das ja, wie ich hörte, ohne wesentliche Corona-Einschränkungen stattfinden soll. Also habe ich da die zweite Szene aus den „100 Seiten“ hingeschickt. Ich habe überlegt, ob ich vielleicht aus dem „Frühlingserwachen“ lesen soll, mir beim Probelesen aber gedacht, daß das gar nicht mehr aktuell ist, hat sich inzwischen doch schon sehr viel verändert. Und bei den „Hundert Seiten“ bin ich jetzt in der Phase, wo ich beim Korrigieren immer denke, jetzt bin ich fertig und dannn Fehler um Fehler finde. Also ein paar Wochen wird mich das noch hinhalten, denke ich aus Erfahrung. Dabei wäre die Gelegenheit jetzt gut für den nächsten Text, wo ich den Anfang, die erste Szene schon in den Blog gestellt habe, zum Recherchieren.

Mal sehen, wie es geht. Jetzt die „Hundert Seiten“ fertig korrigeren. Das „Corona-Texte- Buch“ hat mir der Alfred vor seiner Abfahrt auch noch ausgedruckt. Also muß auch das noch durchgesehen werden und ansonsten Praxis machen, Fenster putzen, wenn ich fertig bin, ein paar Recherchegänge machen und vielleicht schon den Plot für das „Seitengewitter“ festlegen.

Da habe ich noch nicht sehr viel, außer der Lotte Füchsel, die im Park den alten Hans Knirsch kennenlernt. Ein Corona-Kritiker, dessen Sohn Starvirologe ist und im Fernsehen immer für das Impfen wirbt.

Außer dem Volksstimmefest gibt es, habe ich auf der Literaturhausfecebookseite gesehen, am elften September wieder eine „Kühle Meile Zieglergasse“, da bin ich im Vorjahr mit dem Alfred hingegangen, statt nach Niederhollabrunnzu fahren. Da hat er die damalige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein getroffen, für deren Wahl als Spitzenkanditatin, er sich sehr eingesetzt hat. Die ist am Sonntag von den „Grünen“ ausgetreten, weil ihr das Schweigen dieser zur Afghanistanpolitik der Regierung in der sie auch sind,nicht gefällt.

Das wären also zwei größere Veranstaltungen, die ich mir in den vier Wochen Strohwitwenzeit geben könnte. Denn ansonsten, habe ich schon geschrieben, komme ich in Wien wegen der Coronamaßnahmen nicht viel aus dem Haus, weil ja keine Veranstaltungen. Die „Alte Schmiede“ hat ja noch zu. Aber das Weinhaus Sittl gäbe es und ich ja sonst in Wien nicht viel spazieren sondern früher immer nur zu den Veranstaltungen gehe. Wenn ich aber vier Wochen zu Hause bin und höchstens Mal auf die Bank komme, tue ich wieder nichts für mein Immunssstem. Luft, Bewegung, Sonne und natürlich auch Sozialkontakt und der ist ja auch bei mir Corona bedingt eingeschränkt.

In Wien habe ich den derzeit eigentlich nur zu Ruth Aspöck und die hat mich auch schon eingeladen. Vielleicht sehe ich sie auch am Volksstimmefest. Vielleicht gibt es auch ein paaar Demos. über G1-Maßnahmendemoshört man aber nicht sehr viel. Die wurden vielleicht alle niedergeschlagen, aber vielleicht Afghanistan-Demos. Also spannend, das Strohwitwendasein in Corona-Zeiten, aber da jetzt der Buchpreis-Leseherbst kommt, wird es schon nicht zu einseitig werden und den Plot für das „Seitengewitter“ muß ich mir auch noch erabeiten. Aber erst mit dem Korrigieren der „100 Seiten“ fertig werden und ansonsten aus dem vollen Eiskasten kochen. Der Alfred hat ihn wirklich sehr angefüllt. Ein bißchen über den Naschmarkt schlendern und vielleicht einen „Aperol Spitz“ am Karlsplatz oder ein „Hugo“ beim Museumsquartier, denn richtig die letzten O-Töne gibts in dieser Saison am Donnerstag auch.

2021-08-15

Konsumverzicht

Ich bin ja sozusagen ein Nachkriegskind, zumindestens mit Eltern und einer Schwester, die den Krieg erlebten und das hat meine Einstellung höchstwahrscheinlich geprägt. In den Siebzigerjahren wo ich ja zu studieren begonnen habe, war zwar alles in Aufbruchsstimmung und meine Eltern, die als Kinder den World War I erlebten und als junge Erwachsene den zweiten, haben in dieser Zeit zu konsumieren angefangen.

Ich aber habe irgendwann die Konsumverzichtsthese geprägt, das Notwendige und nicht das Überflüßige hat das gelautet und habe versucht so sparsam und nachhaltig wie möglich zu leben. Damals war das wahrscheinlich ein bißchen absurd und ich bin im Laufe meines Lebens auch immer wieder davon abgekommen, habe große Reisen gemacht, war in Amerika, Mexiko, Hongkong, Bali, Japan, in der Ukraine, den baltischen Staaten, etcetera. Aber seit 1998, glaube ich, wo wir zwei Wochen in New York waren, bin ich nicht mehr geflogen. Nine elefen hat das verhindert, will ich nicht durch einen Nacktscanner gehen und mein Gepäck durchwühlen lassen.

Trotzdem habe ich immer wieder ganz gut gelebt. Gut gekochgt, gut essen gegangen, zu vielen Literaturveranstaltungen und Empfängen etcetera, guten Wein getrunken, guten Schokolade, etcetera. Das Bücherkaufen, das ich mir als Studentin immer wieder abgewöhnen wollte und es nicht schaffte, brauche ich spätestens seit dem ich blogge und es die offenen Bücherschränke gibt, nicht mehr.

Dnn kam die Klimakrise, die Fridays for future-Bewegung, die ja etwas Ähnliches verlangen und ich war oder wäre wieder en vogue gewesen. Eigentlich war mir das egal. Das man sparsam sein soll, war mir ganz klar, seit ich aber eine Pension beziehe und trotzem meine Praxis mache, war das nicht mehr so notwenideg und da habe ich mir auch gedacht „Vielleicht solltest du dein Geld ausgeben, bevor es dir der Staat nimmt!“

Dann kam Corona, mit seinem Lockdown, den geschlossenenen Geschäften und Restaurants, wo man eigentlich gar nichts ausgeben konnte. Der Alfred, der vorigen Herbst in Pension gegangen ist, hat gut gekocht, Wild, Saltimbocca., Lungenbraten und vom Gregor und vom Fruth ode rdem französischen Spezialitätengeschäft Sachen eingkauft, um die Wirtschaft zu stützen und ich habe mir, glaube ich, im April 2020 gedacht, Corona wird mein Leben verändert, weil es mein aus vom Literaturbetrieb sein wird.

Das heißt nicht, daß ich aufgehört habe zu schreiben, im Gegenteilich plane schon den fünften Corona-Text und das „Corona-Literaturgeflüster-Texte-Buch“ in das imme rmehr Texte hineinkommen, soll es auch bald geben. Meine Bücherberge wachsen ebenso und ich bereite mich jetzt schon sehr intensiv auf das drei-oder viermalige Buchpreislesen vor, das höchstwahrscheinlich meinen Herbst und Winter bestimmen wird.

Aber so wie es aussieht, weil ich ja beharrlich die 3Gs verweigere, werde ich wohl sobald nicht mehr in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus und in die „GesellschaftCorona-Dicht-Fest“ kommen, den „Alpha“ gibt es, wenn auch aus anderen Gründen, glaube ich, seit letzten Jahr nicht mehr und auch keine Einladungen mehr zu Preisverleihungen, weil mit Test, Impfung und Maske gehe ich nirgendwo hin. Das ist zwar etwas schade, aber nicht sehr, sehe ich halt ein, daß es bei mir mit dem Literaturbetrieb nicht klappt und weil so, wie es ausschaut, daß mit dem Gamechanger Impfung nicht stimmt und schon der nächste Lockdown für Geimpfte ausgerufen wird, der bei mir, da ich mit Maske nicht einkaufen und zu Veranstaltungen gehe, ohnehin schon vorhanden ist, wird mein Leben in den nächsten Jahren vermutlich weiter eingeschränkt sein. Konsumvericht pur könnte man so sagen, aber wahrscheinlich weiter mit guten Essen.

Konsumverzicht pur könnte man so sagen. Aber wahrscheinlich weiter mit guten Essen, dem Gläschen Wein oder Prosecco, lesen in der Badewanne, Radfahren am Wochenende in Harland.

Aber trotzdem eingeschränkt, denn kein Kino, kein Theater, kein Konzert. Höchstens Veranstaltungen im Freien und da ist es zugegeben ein bißchen komisch mit der Eistüte in der Hand neben den Geimpften im Eisschanigarten zu stehen, die sich ihr Eis servieren lassen können. Aber eigentlich egal, holt man sich halt sein Takeaway und setzt sich auf die Stufen zu einem Brunnen. Hat es nicht einmal gehießen, daß man im Freien nicht essen soll, weil das nicht zum guten Ton gehört.

„Herr Knigge und Herr Elmayer schauen Sie herunter oder hinuauf und schütteln Sie den Kopf!“

Und was die Klima-Krise betrifft, hört man ja auch, daß man sich einschränken soll. Also ist meine Konsumverzichttheorie über die man früher vielleicht den Kopf geschüttelt hätte, jetzt wieder modern. Kein Fleisch essen sondern vegan leben. Das geht nicht, weil der Alfred ein großer Fleischesser ist. Als die Anna klein war, war ich schon fast dabei mir höchstens mal ein bißchen Schniken in den Auflauf oder Omlette zu schneiden und als ich noch allein gekocht habe, habe ich geschaut, was ist da und habe dann Reis, Nudeln, Kartoffeln ausSchrank und Eiskasten herausgenommen.

Ein ziemlich eingeschränktes Leben also, daß ich mir vor zehn Jahren bestimmt nicht so vorgestellt habe. Aber eigentlich geht es mir ganz gut dabei und es kann vermutlich noch lange so weitergehen.

Wenn ich dann höre „Mit Verschwörungstheoretikern oder Nichtgeimpften rede und treffe ich michnicht!“, was im ersten Fall dem Alfred, beim zweiten Fall mir passierte, kann ich mich ärgern oder den Kopf schütteln. Aber richtig, mein Sozialkontakt hat sich, seit ich nicht mehr zuVeranstaltungen gehe, sehr reduziert. Derzeit treffe ich in Harland die Schwiegermutter mit ihrer jeweiligen Betreuerin, die Anna mit Kind und Freund, am Markt, die Doris Kloimstein und in Wien die Ruth Aspöck. Aber die Workshops im Musa sind flachgefallen. Zu den Klinik Forbildungen gehe ich auch nicht mehr. Aber das hat schon vor Corona aufgehört, daß da keine Einladungenmehr gekommen sind. Die Buch Wien wird ohne mich passieren. Also eigentlich mache ich nur meine Stunden, lese in der Badewanne, fahre in Harland Rad, gehe auf die Bank und schreibe, richtig wenn ich mit dem Korrigieren der „Hundert Seiten“ fertig bin, das wird noch ein bißchen dauern, werde ich mich wieder auf Materialsuche machen und da vielleicht beim Standl vorm MQ oder Karlsplatz einen „Hugo“oder „Aperol Spritzer“ trinken.

Not macht ja erfinderisch und statt zum McDonalds zum Würstlstand gehen und da hört man ja schon die Gerüchte vom nächsten Lockdown. Aber in Wien gehe ich außer Recherchieren ohnehin nicht so viel spazieren. Aus Deutschland,wo ja alles viel schärfer ist,hörte man vor ein paar Tagen, daß ab Oktober nurmehrmit3 G in den Supermarkt gehen darf und die Tests, die nur ein paar Stunden gelten, muß man sich selber zahlen. Das wäre, wenn das käme, denke ich gegen die Menschenrechte. Da könnte man wahrscheinlich Amnesty International anrufen. Aber ohne Maske darf man ja schon seit einem Jahr nicht hinein. Alles ganz schön verrückt, obwohl die Impfung ja nicht so wirkt, wie sie sollte und inIsrael in den Spitälern schon die schwer erkrankten Geimpften liegen, hört man hierimmernoch impfen impfen, impfen!

Dann kriegst du eine Bratwurst, darst dich vom Dr Pogo impfen lassen und bekommst dann auch ein bißchen Musik dazu. Sechzig Prozent wollen das weltweit machen, höre ich. Achtzig<prozent müßen es ssein und der nächste Virus steht auch schon vor der Tür.

Aso alles schön verrückt! Aber schön zu beobachten und Naterial zu sammeln für den sechsten, siebten, etcetera, dystopischen Roman und zu der Konsumverzichtsthese zurückkehren oder nicht wirklich. Denn wenn schon Menschin zweiter Klasse, dann gut leben und die Wirtschaft stützen. Wir haben im Wohnzimmer eine neue Bettbank, damit die Hundertmarks vielleicht mal kommen können. Dazu habe ich Polster bei der grünen Erde gekauft und einen Tisch bestellt und der Alfred hat ein neues Auto und einen neuen Campinganhänger. Damit will er demnächst mit dem Karli nach Albanien fahren. Mt dem Auto. Mit dem Campihnganhänger waren wir an zwei Wochenende in der Kittnerstifung in der Steiermark, haben uns da unser Essen aus einem Gasthaus geholt und ich habe in Radkersburg den Bücherschrank gestürmt. Also ein durch die Politik und Corona verändertes Leben, was möglich macht, was früher unmöglich war. Wie wird es weitergehen?Ich bin gespannt, kenne aber viele, denen es nicht so gut damit geht, sondern depressiv geworden sind.

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