Literaturgefluester

2018-06-17

Spaziergang durch den Neunten

Ich bin ja jetzt, wie im vorigen Jahr auch, seit zwei Wochen „Strohwitwe“, weil sich der Alfred ja mit dem Karl in den USA befindet und von dort fast täglich schöne Fotos schickt. So weiß ich, daß er kürzlich in einer Bibliothek in San Fransico war und sich jetzt im Yellostone Nationalpark befindet und ich befinde mich oder sollte das, neben  meiner täglichen Praxisroutine auf einem intensiven Korrigierretreat, um möglichst bald mit der „Unsichtbaren Frau“ fertig zu werden und etwas Neues zu beginnen.

Im Vorjahr, wo der Alfred mit dem Karli in einem anderen teil der USA war, habe ich die „Besser spät als nie-Szenengeschichten“ geschrieben und habe mit der Ruth den öffentlichen Raum erforscht, woraus sich, was mir damals gar nicht so bewußt war, dachte ich doch, das ist eine schöne Schreiberei und Ablenkung beziehungsweise Fingerübung, bevor ich mit meinem nächsten Jahrhundertromanprojekt beginnen kann,- eine schöne Veranstaltungs- und Veröffentlichungsreihe entwickelte, die im letzten April begonnen hat.

Denn die Ruth hat das Projekt bei der GAV eingereicht und dreimal drei Spaziergänge zu den jeweiligen Orten mit einer Lesung und einem kunstgeschichtlichen Exkurs von Robert Eglhofer geplant. Den ersten diesbezüglichen Spaziergang haben wir, wie schon erwähnt, im April gemacht und sind da vom Heldenplatz über die Schlüssel vom Servitenplatz zum Thuryhof gegangen und vorher hat es einige der Texte mit sehr schönen Fotos, die der Alfred im Februar machte, im „Hammer 95“ der Zeitschrift der „Alten Schmiede“ gegeben, die auch der Straßenzeitung „Augustin“ beigelegt war.

Ja und da ist die Ruth mit der Leiterin der VHS des neunten  Bezirks ins Gespräch gekommen, die so einen Spaziergang durch den neunten Bezirk in ihrem Programm ankündigen wollte.

Da ist für den Spzaziergan der neunte November, der Tag meines fünfundsechzigsten Geburtstags, so daß wir nachher schön feiern,  Sekt trinken und Torte essen können. Wir haben aber nur zwei Objekte im neunten Bezirk beschrieben, in dem Folder von dem und mit dem wir ausgegangen sind, gibt es aber noch ein anderes Kunstwert, das zwar vielleicht nicht so ganz zu der Zeitgeschichte der zwei anderen passt, aber sehr schön und idyllisch anzusehen ist, denn am Zimmermannplatz an dem ich ja, seit es dort den offenen Bücherschrank gibt, der ja eigentlich auch ein Kunstwerk des öffentlichen Raumes ist, aber vom Künstler Frank Gasser initiiert wurde und daher nicht in dem KÖR-Folder enthalten ist, vorübergehe, wenn ich vom klinischen Mittag komme, gibt es auf der anderen Seite ein Projekt ohne Namen oder eigentlich einen Garten mit Brunnen, den die brasilianische Künstlerin Ines Lombardi gestaltete und der 2009 von Stadtrat Mailath-Pokorny eröffnet wurde und so bin ich heute früh aufgestanden und habe mit einer Bücherkastentour, weil sich das ja schön ausgegangen ist, weil ich sowohl am „Wortschatz“, als auch an dem in der Zieglergasse und dem in der Josefstädterstraße über den Frank Gasser sehr sauer war, weil ihn der Bezirk, ohne ihn zu fragen, einfach von ihm abgekupfert hat, vorüberkomme, wenn ich zum Zimmermannplatz will.

Interessant ist dabei vielleicht noch, daß ich in der Zieglergasse zwar ein abgegriffenes dünnes „Haymon-Bändchen“ von Bernhard Aichner „Das Nötigste über das Glück fand“, aber erst am Zimmermannplatz, bei dem ich jetzt schon lange nicht mehr war, so richtig fündig wurde, denn dort gab es ein Reprortagebändchen vom „Augustin-Blattmacher Robert Sommer „Wie bleibt der Rand am Rand“, den ich in der letzten Woche dreimal gesehen habe und dann noch ein kleiner „Meeresroman“ von Petri Tamminen aus der „Edition Mare“. Einen dicken Simmel gab es auch, aber den habe ich mir auf unseren Spaziergang durch den neunten Bezirk nicht mitgenommen und einen Roman von Carlos Ruiz Zafon, von dem ich nicht ganz sicher bin, ob ich ihn nicht schon habe?

Die Ruth ist schon auf einer der Bänke neben dem Schrank gesessen, wir sind zu dem Brunnen in dem verwunschenen Garten auf die  andere Seite hinübergegangen, den ich obwohl ich ja öfter über die Platz gegangen bin, nie gesehen habe und der wirklich ein idyllisch schönes Kunstwerk ist. Ein Stück Märchenlandschaft mitten in der Stadt zwischen AKH und St. Anna Kinderspital gelegen. Ein Steinbrunnen auf dem ein Kübel steht, dem gegenüber ein Rabe auf einem Holzscheit sitzt, aus dessen langen Schnabel sich der Wasserstrahl in den Kübel ergißt und das Ganze ist von dichten Büschen und Rosenhecken umgegeben.

Ein verwunsche Märchenlandschaft mitten in der Stadt sehr idyllisch und ich bin in der sommerlichen Vormittagshitze auf der gegenüberliegenden Bank gesessen und habe das Ganze begierig aufgeschrieben und dann sind wir, um die Zeit für unseren Spaziergang abzustoppen, noch zu den zwei anderen Kunstwerken des Neunten gegangen, beziehungsweise sind wir mit der Straßenbahn dorthin gefahren, weil wir ja nicht wissen, ob die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Spazierganges im November wirklich so weit gehen wollen oder können.

Sind also zuerst zum Thuryhof gegangen und haben den Recken mit dem Schwert angesehen, geschrieben und gelesen haben wir nicht, denn das haben wir ja schon getan und sind dann mit einer anderen Straßenbahn zur Grünetorgasse gefahren und haben uns auf die Bank vor den „Schlüßel gegen das Vergessen-Installation gesetzt und dann in den Straßengarten eines Restaurants in der Servitengasse um Mittag zu essen. Backhendlsalat und roter Spritzer ich, die Ruth hat es mit einer Kokussuppe und einem Eiscafe versucht und ich habe einen intensiven Sommervormittag im öffentlichen Raum verbracht und kann mich jetzt wieder meinem Korrigierprojekt widmen.

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2018-06-09

Mit einem Grillfest in das Wochenende

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:00
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Meide diesjährige Strohwitwenzeit startet in die zweite Woche, hat mit einem gigantischen Bücherputz- und Suchnachmittag begonnen und dann hatte ich am Wochenende ein recht intensives Korrigerretreat. Mit dem Szene für Szene Korrigieren bin ich jetzt durch. Am Sonntag habe ich das Ganze noch einmal von vorn begonnen. Ein Name war noch zu ändern, hieß ja Amanda Siebensterns Nachbarin Olga Proschinsky und Slavenka Jagodas Professor Jan Prochatzka.

Also habe ich eine Frau Koschinski aus der Nachbarin gemacht und bin darauf gekommen, daß der Text zeitlich noch nicht ganz stimmt. Da hatte ich ja das Problem, daß sich die vier Handlungsstränge zeitlich nicht ganz zusammenpassten, denn Slavenka Jagoda sitzt beispielsweise schon in New York in der Bibliothek und studiert die „Nobelpreisgalerie“, während sich Jonathan Larsen auf der anderen Seite noch weigert seiner Tochter zu sagen, wer es heuer geworden ist.

Das muß ich noch einmal gut durchkorrigieren und bin da jetzt etwa bei der Hälfte. Ganz stimmig ist es wahrscheinlich noch nicht, ich hoffe es wird aber immer besser und dann so lange durch, bis es sitzt.

Da hatte ich ja die Juni Wochenenden geplant, weil ich unter der Woche jetzt ziemlich viele Stunden habe, aber dieses Wochenende gibt es in den Breitenseer Lichtspielen ein Literaturfestival, das ich eigentlich besuchen will, so daß dieses Wochenende das Korrigieren ziemlich ausfallen wird.

Eigentlich hätte das Festival schon am Freitag begonnen, aber da hatte ich, beziehungsweise der Alfred eine Einladung zum Augustin-Grillfest und da hat er mich sogar angekündigt.

Die Ruth hat heute in Krems gelesen, aber deren Buch habe ich schon gelesen, so bin ich nach meiner neunzehn Uhr Stunde, ich habe am Nachmittag relativ viel korrigert in die Reinpreichtsdorferstraße aufgebrochen, wo ich ja schon einmal, lang lang ists her, Gast bei der Schreibwerkstatt war und einmal tolle Flohmarktbücherfunde machte.

Jetzt wurde zwanzig Jahre Radio Augustin mit einer Torte gefeiert. Es sang das „Stimmgewitter“, es gab Würstl,  gegrillten Tofu und viele Leute.

Die Bärbl Danneberg vom Arbeitskreis schreibender Frauen habe ich gesehen, die Christa Urabenk mmit der ich einmal bei einem Open Mike aufgetreten bin, sowie den „Mandelbaum-Verleger“.

Sonst gibt es noch einige Anrufe mit der Ruth, die ich diese Woche hatte, zu vermelden. Sie kam zwar nicht am Mittwoch in die Schreibgruppe, weil sie eine andere Veranstaltung, ich glaube, wegen ihres Frauenbuchs hatte, hat aber mit der Leiterin der VHS im neunten Bezirk ausgemacht, daß wir im November, ausgerechnet an meinem Geburtstag, noch einmal einen literarischen Spaziergang durch den Neunten machen und weil das eine Veranstaltung des neunten Bezirkes ist, brauchen wir neben den „Schlüßeln“ und den „Thuryhof“ noch ein drittes Objekt. Und da gibt es offenbar eines am Zimmermannplatz direkt gegenüber vom offenen Bücherschrank, das wir nächsten Sonntag besuchen und beschreiben wollen.

Da wird es dann wieder nichts mit dem Korrigierretrat, aber vielleicht kann ich am Samstag fleißig sein und lesetechnisch geht es derzeit auch sehr langsam voran. Da habe ich ja nach Pfingsten fünf Rezensionsexemplare bekommen, wührend ich vorher ja schon drei Stück von meiner Backlist hinuntergelesen habe.

Für die vier Bücher habe ich jetzt lang gebraucht und lese immer noch „Wien 1938“ und gestern und vorgestern habe ich auch je ein Buch bekommen, nämlich Barbara Riegers „Bis ans Ende Marie“ und Inger Maria Mahlkes „Archipel“, das sind aber schon Herstproduktionen. Also erst im August zu lesen. Dafür kam heute, worauf ich schon gewartet habe, Judith Gruber Rizys „Eines Tages verschwand Karola“, was ich gleich lesen kann und dann wieder meine Backlistbücher, da warten ja noch einige schöne Stückerln, bevor das Buchpreislesen, beziehungsweise die Schweiz-Lesewoche beginnt, aber vorher starte ich ja noch in meine Sommerfrischenwochenendem,  bin auf das Programm der O-Töne, das auch bald bekanntgegeben wird, gespannt, das „Bachmann-lesen“ naht, da wissen wir, wer heuer darf und Pläne für mein neues Projekt kommen auch gelegentlich und werden von mir getreulich aufgeschrieben.

2018-06-06

Zwei Duoveranstaltungen

Heute wieder nach einigen Stunden und zwei Befundbesprechung Utopie-Workshop mit Stephan Teichgräber im Doml, wo ich ja inzwischen seit einem Monat oder so mit ihm alleine bin und was meine Seite betrifft, die eineinhalb Stunden eher zum literarischen Plaudern als zur Werkanalyse benütze.

Aber ich habe mich darauf vorbereitet, habe ich ja am Donnerstag am Fronleichnahmstag meine Bibliothek durchgeputzt und sowohl den „Report der Magd“, als auch die „Rote Zora“ gefunden und beide Bücher mit dem vom Jaroslav Rudis in den Workshop mitnehmen wollen und gestern im tschechischen Zentrum hätte ich ihm auch ein Buch über die tschechischen Verlage mitnehmen können, das dann aber dort geleassen und heute auch nur das Altmann-Buch, neben den Orwell, den ich ja immer mitnehme eingepackt, denn wir tun, seit wir zu zweit sind ja nicht mehr ganz so viel, sondern plaudern.

So habe ich Stephan Teichgräber erzählt, daß heuer Tanja Malartschuk beim „Bachmannpreis“ lesen wird. Er hat es aber schon gewußt und sie auch einmal in Prag getroffen und hat auf der ukrainischen Seite ihre Werke gegooglet, weil mir erst nach und nach eingefallen ist, daß das Buch das ich von ihr gelesen habe „Biografie eines zufälligen Wunders“ heißt.

Dann sind wir aber doch wieder zum Orwell gekommen, haben wieder festgestellt, daß die deutsche Übersetzung offenbar weniger poetische Vergleiche oderMetaphern hat, als die englische Originalausgabe und sind dann auf die „Kleine Grammatik gekommen, die es im Anhang gibt.

Orwell hat da ja eine besonder Sprache gefunden und Vergleiche mit Kemperers LTI liegen natürlich nahe, aber auch der Vergleich zu dem leichter lesen, wenn man alles verkürzt und die Frage wo und wie der Neusprech sinnvoll und nützlich oder das Gegenteil ist und auch der Vergleich zu der neuen Rechtschreibordnung.

Da zitiere ich ja immer gerne die Geschichte, wo ich einmal vor dem offenen Bücherschrank in der Zieglergasse stand. Eine Menge Nöstlinger oder andere „Jugend und Volk Bücher“ aus den Siebzigerjahren, ganz schöne, lagen drinnen und draußen stand eine Frau mit einem Mädchen das gerne danach greifen wollte.

„Achtung!“, rief die Mutter.

„Pass auf das ist noch die alte Rechtschreibordnung!“

Und das Kind mußte zwangsläufig nachgeben. Ich habe mit der Mutter ein bißchen diskutiert und kann darüber nachdenken, ob das jetzt Leseförderung ist oder nicht und es war ein interessanter Workshop- Nachmittag.

Nächste Woche fällt es wieder aus, also haben wir noch ein paar Nachmittage, wo wir uns der Utopie des Neusprechs widmen können und ich ging in meine Praxis, machte eine Stunde und empfing dann, was ich ohnehin schon wußte, Doris Kloimstein zur Schreibgruppe. Denn Peter Czak, der die Gruppe eigentlich verschieben wollte, meldet sich derzeit nicht, Klaus Khittel schon und hat auch Interesse, aber leider keine Zeit, der Robert keine Zeit am Mittwoch und die Ruth diesmal einen anderen Termin.

Also haben wir wieder eine Flasche Wein getrunken uns sehr gut über den Literaturbetrieb, den Schmähungen und den Kränkungen, denen man in diesen ausgesetzt ist und noch über vieles anderes unterhalten und diesmal nichts geschrieben und ich kann denen, die an meinen Korrigierfortschritten interessiert sind, frohlockend vermelden, daß ich am Samstag und am Sonnstag da sehr produktiv gewesen bin.

Am Samstag war ich wie vorgenommen beim Friseur und habe ein wenig eingekauft, dann den Text szeneweise zu Ende korrigiert. Am Sonntag das Ganze einmal von vorn nach hinten durchgesehen und bin darauf gekommen, daß vieles noch nicht so passt.

Da habe ich ja auch zeitliche Probleme, denn wann wurde 2017 der Nobelpreiskanditat bekanntgegeben, vor oder nach Frankfurt und vor oder nach der Wahl+<ich glaube erst nachher. Daher mußte ich noch einiges umändern, aber sonst bemühe ich mich sehr zwischen meinen Stunden den Text nicht zu vernachläßigen, so daß ich möglichst bis Ende Jun,i wenn der Alfred wieder zurückkommt, damit fertig bin und mit frischen Plänen für das Neue in die Sommerfrischenwochenende starten kann.

Mal sehen wie es geht? Die Schreibgruppe habe wir einstweilen ad Acta gelegt, denn es kommt ohnehin die Sommerpause und dann werden wir sehen, wie es weitergeht.

2018-05-21

Pfingstmontag-Retreat

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 12:23
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Über meine Pfingstrituale habe ich schon öfter geschrieben. Als Studentin, junge Psychologin und eifrige Besucherin des Klubs der logischen Denker bin ich da auch  einige Male mit dem Herrn Lembacher nach St. Gallen, Steiermark zum Pfingsttreffen mitgefahren.

Das war in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, später bin ich vielleicht einmal zum Frans nach Holland gefahren und noch später waren wir in Harland Radfahren und so seit einigen Jahren, wenn es geht, nach Nussdorf an der Traisen zum Pfingstfest und richtig, davor war ja auch einmal so ein Fest für Friederike Mayröcker, glaube ich in Mürzuschlag wozu die GAV eingeladen hat, der Alfred hat mich am Pfingstsamstag von dort abgeholt. Wir wollten eigentlich auf den Hochschwab, aber leider hat es geregnet. Als der Alfred vor einigen Jahren zu Pflingsten irgendwo war, ich glaube, in Rumänien, habe ich einen Lesemarathon veranstaltet und im Vorjahr, da war er in Amerika, bin ich, glaube ich, endlich in die Seestadt hinausgekommen und habe am Tag darauf mit der Ruth, die ja jetzt, glaube ich, mit Erika Brunngraber am Gardasee sitzt, den öffentlichen Raum erforscht und einmal, da war der Alfred auch nicht da, ich glaube es war 2006, da gabs ein großes Bachmann-Spezial zu einem runden Geburtstag, eine Ausstellung im Palais Palfy, einen Stadtspaziergang durch das „Ungarngassenland“ und zum Cafe Raimund, wo ich, glaube ich, zum ersten Mal von Hans Weigel „Unvollendeter Symphonie“ hörte, die ich ja inzwischen gelesen habe und heuer war es wieder mal besonders hektisch und auch anders, obwohl der Alfred fährt ja schon seit einigen Jahren zu Pfingsten auf einen Betriebsausflug, am Pfingstmontag.

Deshalb wollten wir zuerst auch nicht nach Harland, aber ich wollte ja zum Pfingstfest nach Nussdorf an der Traisen radeln.  Vorher gab es am Donnerstag und am Freitag den literarischen Lenz im Centrope und da wollte ich auch hin.

Der Alfred war am Freitag, wie meist an seinem Altersfreizeitfreitag in Harland bei seiner Mutter, die jetzt langsam dieOrientierung verliert, um elf Uhr abends aufsteht, die Türen aufläßt oder nicht öffnet. So wollte er mit dem Pflegedienst sprechen, aber die hatten keine Zeit, zum Arzt zur Blutabnahme wollte er mit ihr auch, aber der oridiniert immer noch im ersten Stock und hat keine Zeit für Hausbesuche. So war es ihr, glaube ich, zu anstrengend, was zuerst zu einer Prellung und dann am Samstag morgen. als wir nach Harland wollten, zu einem Anruf von der Anna führte, die Oma hat um zwei Uhr früh den Notknopf gedrückt, weil sie nicht vom Fernsehsessen aufkonnte, lag am Boden und ist jetzt im Spital, wo zwar nichts außer der Prellung gefunden wurde, sie aber noch einen Tag zur Beobachtung bleiben sollte und den Alfred durcheinanderbrachte und wir wußten nicht, ob wir nach Nussdorf radeln, er zum Pfingstausflug nach Budapest, die Brüsselreise, die er vor einer Woche mit seiner Gewerkschaftsfraktion machen wollte, ist wegen eines Streiks einer anderen Gewerkschaft ins Wasser gefallen und nächste Woche mit dem Karl für ein Monat wieder in die USA fliegen kann?

Das scheint inzwischen geregelt, die Oma  wieder zu Haus, hat eine Abendbetreung, der Alfred ist, glaube ich, schon in Budapest, im Orbanland, angekommen und ich hatte vor in Wien einen Pfingsmontag-Retreat zu machen, sprich so viel wie möglich an der „Unsichtbaren Frau“ zu korrigieren, damit die endlich einmal an den Alfred zur Druckfertigstellung gehen kann.

Ich schreibe ja jschon seit Herbst daran und bin da, wie ich, glaube ich, auch schon geschrieben habe, wieder in einer Art Krise, denn was sollte ich da anderes , als es ist ohnehin egal und ich kann und schaffe es nicht, denken, wie mir der Uli, der sich jetzt ja nicht mehr meldet, mir schon oft genug erklärte und die Idee des neuen Werks ist auch nur recht vage und ich weiß nicht recht, ob die Geschichte mit der Krankenschwester, dem Psychiater, der vielleicht wieder Theo Hardenberg heißt und dem feschen Chirugen, die die depressive Magdalena Kirchberg, die ihre Depression in der Pension ins Netz stellen will, auf der Kreuzung Pilgrammgasse Wienzeile sah, wirklich jemanden interessieren wird? Habe ich mir ja mit den Leserunden, die ich bei meinen letzten beiden Büchern machen wollen, sehr schwer getan und bin eigentlich damit gescheitert.

Aber gut, die „Unsichtbare Frau“ wird fertig werden, dann mache ich mir wahrscheinlich oder hoffentlich im Juni, wenn der Alfred in Amerika ist, wieder ein paar schöne Schnuppertage und schaue, wie es mit dem nächsten Projekt werden wird und heute ist ja wieder Zeit für einen Writersretreat.

Zur Erklärung, ich habe mit der „Unsichtbaren Frau“ diese Geschichte von der letzten Wahl und der jungen prekären Deutschlehrerin Amanda Siebenstern, die während der Nacht aktiven oder passiven Widerstand leistet und dort Donald Trump oder eigentlich eher einen reschen feschen Minister besucht, im vorigen Herbst begonnen. Da habe ich aber viel getrödelt und mir stattdessen lieber Wahlkampfvideos angeschaut. Trotzdem ist es nur ein halber Nanowrimo geworden, denn ich hatte am ersten November schon an die zehntausend korrigierten Worte und bin mit denen in die erste Halbzeit der fünfzehn kostenlosen Schreibmarathontage des Writersmarathon gegangen, habe da etwa vierzigtausend Worte geschrieben und den Rest dann bis Ende November und zum Korrigieren bin ich Anfang Dezember wieder ins Writiersstudio gegangen, denn da hatte ich ja einen Gutschein für einen kostenlosen Writerretreat. Lleider war ich an diesem Tag ein wenig krank und mit dem Korrigieren bin ich auch noch nicht fertig, weil ich derzeit während der Woche nicht wirklich dazu komme, so bin ich immer noch beim Szene für Szene korrigieren, bin damit bei Szene vierundzwanzig oder Seite siebzig.

Aber in Harland geht das nicht richtig, weil ich da keinen funktionierenden Drucker habe und so dachte ich fein, wenn der Alfred in Budpest ist, werde ich korrigieren und korrigieren und der schönen Ordung einen Artikel einstellen, der das beschreibt und sich „Pfingstmontagsretreat“ nennt, denn wegen meiner vielen Stunden, habe ich in der letzten Zeit auch einige Abendtermine versäumt, was nicht wirklich etwas machte, weil ich derzeit sehr viel Rezensionsexemplare hatte oder habe, so daß stattdessen Buchbesprechungen kamen und Zeit für Zustands- oder Schreibberichtberichte, hatte ich in der letzten Zeit auch nicht wirklich, was auch nichts machte, denn ich kann ja nicht immer schreiben „Bin mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ noch immer nicht weiter gekommen!“, weil das wahrscheinlich nicht nur dem Uli nicht interessiert.

Wir waren also gestern mit dem Auto zwei Stunden kurz in Nussdorf an der Traisen, weil vorher kam ein Krankenpfleger, um die Nachtbereuung zu besprechen. Dann holte der Alfred für die Oma und mich was vom Mc Donalds, er hat ein Grillhendl dort gegessen, ich einen Spritzer getrunken, mit den Herzingers geplaudert, Kirschen gepflückt und zurück zur Nachmittagsbetreuerin und dann nach Wien und da hatte ich schon die Idee, daß ich eigentlich wieder etwas über Bücher, es gibt ja soviele und bekommt man, wenn man bloggt ein Bücherburnout, wie man derzeit in einigen Blogs lesen kann und dann will ich  auch, weil ich ja jetzt zu meinem Schreibjubiläum eine Serie über mein eigenes Schreiben habe, noch einen Artikel über meine politischen Bücher schreiben. Aber wenn ich das mache, komme ich nicht zum Korrigieren und Schande über mich, wie mache ich das und eigentlich ist da ja ohnehin egal, weil es  außer mich eh niemanden interessiert und so weiter und so fort….

Jetzt ist es Mittag, ich liege mit dem neuen Strandkleid, das ich mir eigentlich für die Terrasse kaufte, im Bett, habe einen Spinatstrudel aufgetaut, der noch von Alfred letzten Betriebsratfest stammt, meine Artikel schreiben, dann Ralph Rothmanns „Im Frühling sterben“, ein Buch von meiner Backlist auslesen und die Writerretreats, wenn nicht noch etwas durcheinanderkommt, wohl auf den Juni verschieben, denn eigentlich geht es mit dem Korrigieren ohnehin ganz gut voran.

Auch wenn der Text noch nicht fertig ist, ist er sicher interessant und, daß ich in meiner Art ganz gut schreibe, glaube ich auch und wenn mir das niemand glaubt, ist mir das eigentlich auch egal, weil ich das ja, weil ich so viel lese schon selber ganz gut einschätzen kann.

Bin aber gerne, um die Probe aufs Example zu machen, bereit, an Blogger oder andere Interessieren Rezensions- oder Leseexemplare zur Verfügung zu stellen.

aber ich weiß schon, es gibt zu viele Bücher und wenn man bloggt kommt man leicht unter Zugszwang, obwohl mir das glückerlicherweise noch nicht passierte, obwohl ganz ehrlich, vor ein paar Tagen habe ich auch ganz freundlich eine freundliche Anfrage abgelehnt.

2018-05-09

Mittwoch-Geplauder

Jetzt bin ich in der letzten Woche kaum zu literarischen Veranstaltungen gekommen, weil am Dienstag erster Mai, am Montag und Mittwoch Abendstunden und am Wochenende sind wir wieder zu unserem üblichen Programm nach Harland gefahren, so daß es sich erst am Montag wieder wenigstens zu zwei Dritteln für die „Alte Schmiede“ und zu einem „Poliversale-Abend“ ausgegangen ist.

Gestern den „Tag des Freiheit des Wortes“ versäumt, dafür habe ich aber in meinen Stundenlücken ein wenig an der „Unsichtbaren Frau“ korrigieren können, wo ich ja hoffe, bald fertig zu werden und heute Mittwoch wieder das „Utopie-Workshop“ in der Spengergasse, da bin ich ja jetzt mit  Stephan Teichgräber allein und das literarische Plaudern überwiegt, obwohl Stephan Teichgräber intensiv an seinem Skriptum weiterarbeitet.

Aber da habe ich, als ich am achtzehnten April im tschechischen Zentrum war ein Heftchen zur neueren tschechischen Literatur ab 1990 bekommen, da ich heute mitgebracht habe, weil ich seine Meinung zu den angeführten Autoren wissen wollen, so daß er sie mit mir durchgegooglet hat und Überraschung, einen von ihnen werde ich nächste Woche beim „Centrope-Festiva“l kennenlernen, denn Marek Sindelar ist da ja neben Mechthild Podzeit-Jonke, Anna Weidenholzer, Reinhard Kaiser-Mühlecker und Franzobel eingeladen und nach dem Workshop hatte ich noch zwei Stunden, während der Alfred parallel ein Fest für seine Betriebsratkollegen veranstaltet hat, so daß es ein sehr gutes Essen gegeben hat.

Morgen ist wieder Feiertag und am Freitag und am Wochenende ist die „Kritlit“, die kritischen Literaturtage, wo ich wieder zu ein paar literarischen Veranstaltungen kommen werde und ansonsten ist diese Woche sehr von Michael Köhlmeier dominiert, habe ich den doch nicht nur am Montag als Lyriker kennengelernt, nein, er hat auch am letzten Freitag zum Kriegsende eine Rede im Parlament gehalten, wo er die schwarz-blaue Regierung sehr kritisierte und dafür sowohl Lob, als auch Tadel bekam. Das war im Fernsehen zu sehen und im „Falter“ zu lesen und ich habe mich durch meine Rezensionsexemplare jetzt auch langsam durchgelesen, so daß ich höchstwahrscheinlich bald zu den anderen Büchern komme, die sich in meinem Badezimmer angesammelt haben.

Dann gibts noch zwei Maiwochen, mit dem „Wildgans-Preis“, den diesmal Sabine Scholl bekommen wird. Es gibt das Centrope-Festival im Theaterbrett, „Rund um die Burg“ das letztes Wochenende war, habe ich versäumt.

Es kommt dann Pfingsten, wo wir etwas verkürzt wieder in Harland sein werden und dann im Juni fliegt der Alfred wieder für ein Monat nach Amerika, wo ich mir zumindestens die Wochenende für möglichst intensive Writer-Retreats vorgenommen habe, um endlich mit der „Unsichtbaren Frau“ fertig zu werden.

Denn die Idee danach wartet schon, beziehungsweise, hat sich diese dopptelte Magdalenageschichte, die ihre Depression ins Netz outet und ihre Vergangenheit noch einmal durchlebt ein wenig umgewandelt.

Da gibt es dann noch eine idee einen jungen Syrer einzuführen und eine Supermarktkassiererinidee, als Nebenfigur habe ich auch.

Mal sehen, wie lange ich noch zum Korrigieren brauche, denn Anfang Juli gibts ja das zehn Jahre Jubläum und dann die Sommerfrischenwochenenden, wo ich eigentlich mit dem Schreiben beginnen könnte, wenn es nicht wieder ein „Nanowrimo“ werden wird.

Ansonsten habe ich Nachricht vom Chritoph Kepplinger bekommen, am ersten und zweiten September wird es wieder ein Volksstimmefest geben, wo ich ja, das Motto steht noch nicht so ganz fest,  meine Jonathan Geschichte mit der Nobelpreissitzung lesen könnte und die ist ja höchst aktuell.

Zwar schlägt er da  die Lilly mit ihrer „Unsichtbaren Frau“ vor, aber aktuell hat sich die Kommission ja so zerstritten, daß sie heuer keinen <preis vergeben wird, während es bezüglich des Volksstimmefest noch die zwei letzten Anthologien fertig werden müssen.

Da ist in der einen ja meine Fabianszene aus dem „Bibliotheksgespenst“ drinnen und in dem anderen die Himmelssezene aus den „Berührungen und was die „Kunst im öffentlichen Raum“ betrifft, gibt es auch etwas zu berichten und zwar ist da  die Ruth letzte Woche zu mir gekommen und wir haben für 2019 die „U-Bahntexte“ eingereicht und da mir Erika Kronabitter empfohlen hat, die Texte auch an „Art Science“ zu schicken, habe ich das getan.

Mal sehen, vielleicht wird ein Buch daraus, noch habe ich keine Antwort bekommen, aber wenn etwas daraus wird, könnten wir es ja in der „Gesellschaft für Lteratur“ vorstellen, wo man mit selbstgemachten Bücher  noch immer nicht lesen darf.

Mal sehen noch ist es nicht so weit und wer jetzt wissen will, wie es mit der Schreibgruppe weitergehen wird, da werden wir uns am nächsten Mittwoch wiedertreffen und da könnte ich, wenn da ein paar Leute kommen werden, vielleicht wieder eine Szene für mein work in Progress schreiben.

2018-05-02

Versäumte Gelegenheiten

Ich hab es ja schon geschrieben, ich habe in der letzten Zeit sehr viele Stunden, so daß ich bezüglich meiner Abendveranstaltung sehr gut jonglieren muß und manchmal etwas versäumte oder auch in letzter Sekunde oder zu spät komme, was eine meiner Leserinnen offensichtlich erzürnte und sie nicht verstehen ließ, was ich an Lliteraturveranstaltungen finde?

Für die, die es noch nicht wissen, ich finde sehr viel daran, führte aber auch eine psychologisch-psychotherapeutische Praxis, die mir auch sehr wichtig ist und der Mai ist noch dazu, zum Glück natürlich, ein Monat in dem jede Woche einen Feiertag ist und da wir auch noch jede zweite Woche nach Harland fahren, muß ich auf so manche Veranstaltung verzichten.

Was nicht wirklich etwas macht, dann komme ich am Abend zum Lesen und meine Leser finden vermehrt Besprechungen, Rezensionen will ich es ja nicht nennen, der vielen Bücher, die in meinem Badezimmer liegen und so hat der Mai auch begonnen.

Der Dienstag, ein Feiertag, wo ich mit dem Alfred traditionell von der Albertina zum Parlament spaziert bin und dann beim Maifest im „Siebenster“n Chilli con Carne gegessen habe, war am Nachmittag meiner Abrechnung gewidmet.

Dann ist noch das Internet eingegangen, so daß ich die WGPV-Rechungen erst heute ausdrücken konnte und der Montag war auch sehr voll, bis sieben Stunde, so daß es zu spät für die „Alte Schmiede“ war, wo es ein „DichtFest“ geben hat, zu dem ich ja sehr gerne gehe, obwohl es sich wahrscheinlich ausgegangen wäre, wenn ich nicht eine Stunde doppelt eingetragen, beziehungsweise, übersehen hatte, daß die um sechs, nicht stattfindet.

Wir sind dafür aber ins Kino gegangen und haben uns den Film über den Prozeß, der 1963 gegen Franz Murer, den „Schlächter von Vilna“ stattfand und der einstimmig freigeprochen wurde und in den Neunzigerjahren, als Bauernbundfunktionär gestorben ist, angesehen.

Dann kam, wie schon beschrieben, der erste Mai, der am Abend wegen des mangelden Internets ein wenig hektisch war,  habe aber beim Bücherschrank tolle Funde gemacht und in den letzten Tagen einige ebenso interessante Bücher gelesen, die die veranstaltungslosen Tage ausfüllen werden und heute habe ich es geschafft in die Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropaische Literatur zu gehen, obwohl ich sehr pünktlich weg mußte, weil ich von fünf bis acht Stunden hatte und da, was mir sehr leid tat, die Literatur im MUSA Veranstaltung versäumte, wo Margret Kreidl und  Martin Prinz auftraten, obwohl ich ja fast immer ins MUSAgehe, aber macht ja nichts, bin ich wenigstens nicht zu spät gekommen, obwohl ich das schon einmal tat.

Und in der Dokumentationsstelle war ich wieder mit Stephan Teichgräber allein und hatte dann auch mein Skriptum nicht mit, weil ich das offenbar nach Harland transportiert habe und stattdessen zu der Mappe mit der Partisanenliteratur gegriffen habe.

Den Orwell hatte ich aber mit und Stephan Teichgräber erweiterte wieder sein Skriptum für den Workshop, den er nächstes Jahr oder Semester auf der Uni halten will.

Morgen habe ich dann wieder einen dichten Tag, der sogar schon um acht beginnen wird, ohne Pausebis acht am Abend durch, nur unterbrochen von einem Besuch der Ruth, die mit mir über die nächste öffentliche Kunst Veranstaltung, die wir fürs nächste Jahr bei der GAv einreichen wollen, zu sprechen und am Abend werden wird wieder nach Harland fahren und dort ein langes Wochenende verbringen, Radfahren am Samstag die Doris Kloimstein am Markt treffen, auf die Rudolfshöhe fahren und hoffentlich weiter an meiner „Unsichtbaren Frau“ korrigieren, zu der ich derzeit nur sehr sehr wenig komme und nächste Woche gibt es, zum Glück natürlich, wieder einen Feiertag und wie es dann mit den Veranstaltungen werden wird, wird man sehen.

Schaffe ich es nicht, gibt es stattdessen eine Buchbesprechung, da lese ich derzeit ja sehr fleißig oder wenn ich da nicht nachkoimme, ein bißchen Alltagsgeplauder oder vielleicht wieder etwas aus meiner Schreibwerkstatt, da bin ich ja sehr fleißig und es gibt ja Anfang Juli auch etwas zu feiern, daß ich mit ein paar Einblicken über mein Schreiben ein wenig begleiten will.

Es gäbe aber wieder den „Tag der Freiheit des Wortes“, den ich ja von 2001 bis 2009 orgianisierte und der jetzt wieder „GAV-Chefsache“ ist und von Ilse Kilic verantwortet wird und vieles andere.

Mal sehe,n was ich schaffe, ich bin gespannt was ich schaffe und vielleicht finde ich in harland meine „Utopie- Unterlagen, so daß ich nächste Woche vollständiger in die Spengergasse komme und da vielleicht auch wieder die anderen Teilnehmer treffe.

2018-04-03

Nichtstattgefundene Schreibgruppe

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 20:52
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Unsere Schreibgruppe, einmal „Westbahn spontan“ geheißen, weil lange im Cafe Fortuna, vormals Cafe Ludwig stattgefunden, hat schon einige Krisen, bezeihungsweise Veränderungen erlebt.

Ins Leben gerufen wurde sie vor Jahren von Robert Eglhofer, Ruth Aspöck und Ingeborg Reisner, weil Robert, glaube ich, als er aus der LlitGES ausgetreten ist, einen regelmäßigen Ort zum Schreiben suchte.

Da ich ja nicht so gerne konsumiere, war ich zuerst skeptisch mich regelmäßig in einen Kaffeehaus zu treffen, habe dann aber zugesagt, mir das einmal anzusehen und bin hängengeblieben.

Da waren die Treffen noch am Freitag, Ilse Kilic und Fritz Widhalm waren dabei, Peter Czak ist bald dazu gestoßen, Ingeborg Reisner hat sich entschieden, daß das doch nichts für sie ist und ich habe begonnen die Gruppe dazu zu benützen, um Szenen meiner jeweiligen Romane zu schreiben, denn da gab es ja immer ein Thema, zu dem wir spontan zwanzig Minuten schreiben wollten.

Ruth und Robert haben dann irgendwann die Lust verloren, eine Lesung im Amerlinghaus veranstaltet, die der krönenede Abschluß sein sollte.

Da war aber Peter Czak dagegen aufzuhören, und Klaus Khittl, alisas Gloria G. der oder die inzwischen dazugekommen war, war auch fürs Weitermachen. Ilse Kilic und Fritz Widhalm wollten nur mehr spooradisch kommen, Doris Kloimstein war bei der <lesung auch schon dabei.

So ist es wieder eine Zeitlang weitergegangen, bis Peter Czak, die Gruppe aus Krankeheitsgründen absagte, da haben wir, Doris, Ruth, Robert, Klaus Khittl und ich aber weitergemacht und als Doris Kloimstein eines Jänner im Cafe, das eigentlich ein Beisl war, die Termine für das nächste halbe Jahr reservieren wollte, war das Cafe geschlossen und hat seither nicht mehr aufgemacht.

So hat die Gruppe dann bei mir stattgefunden, Ilse Kilic und Fritz Widhalm sind nicht mehr gekommen, sie ist aber  trotz der kleinen Gruppengröße ganz gut gelaufen. Drei bis vier Lleute waren immer da, wir haben uns auf ein Thema geeinigt, darüber gschrieben und danach diskutiert und jetzt scheint es wieder eine Krise zu geben, denn Peter Ckak hat mir schon im Februar geschrieben, daß er die Termine, wir waren inzwischen wegen der St. Pöltner auf Dienstag auchtzehn Uhr gelandet, auf Montag verschieben wollte, von mir aus kein Problem, ich wollte das aber mit den anderen besprechen, aber leider waren im März weder Peter Czak noch Ruth da und Ruth und Robert hatten schon verlautet, am Montag eher nicht zu können und heute habe ich mir eigentlich schon die fünf Uhr Stunde reserviert, weil Ruth und ich ja mit den Robert unseren literarischen Spaziergang besprechen wollten, da Robert  ja die kunsthistorische Einführung zu den Denkmäerln gibt.

Als wir aber gestern von Harland zurückgekommen sind, hatte ich einen Anruf Roberts auf dem Band, daß er in Salzburg schifahren ist und daher nicht kommt und heute haben uch noch Doris Kloimstein und Gloria G. abgesagt, so daß ich mit  Ruth alleine dagessen bin, zuerst mit ihr die letzten Details für unseren Spaziergang besprochen habe,  dann haben wir uns entschlossen nichts zu schreiben und nur bei Kaffee, dem Wein und den Apfelstrudel, den der Alfred noch gestern gebacken hat, zu verbleiben und die Schreibgruppe heute sozusagen ins Wasser gefallen ist.

Was mir auch recht ist, weil ich mit dem Magdalena Kirchberg-Text ja noch nicht richtig angefangen habe und eher wissen wollte, wie es mit unserer Gruppe weitergehen wird? Die Terminverschiebung war ja ohne den anderen wieder nicht möglich, so habe ich ein Rundmail ausgeschickt. Zwei Termine im Mai und Juni sind noch vereinbart, wenn dann auch keine Leute kommen, um zu sagen, wie sie weigtermachen wollen, ist die Geschichte wahrscheinlich gelaufen.

Was auch nichts macht, da ja, wie der Volksmund so schön sagt, alles bis auf die Wurst ein Ende hat und wie es mit unserer Schreibgruppe ist, die es jetzt  schon länger in der Krongasse gibt, wird sich herausstellenb und ich werde es meine Leser  wissen lassen und kann jetzt nur noch einmal auf die morgendliche Lesung in der „Alten Schmiede“ hinweisen, wo ich zum zehn Jahresjubiläum mein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ vorstellen werde und alle dazu herzlich einladen möchte und jetzt werde ich Luis Stabauers „Die Weissen“ weiterlesen.

2018-03-30

Karfreitagszauber

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:01
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Die vier Praxistage sind vorrüber, da hat es am Montag einen Besuch mit experimenteller Literatur in der „Alten Schmiede“ und am Dienstag ebendort ein Konzert mit Werken von Werner Pirchner gegeben. Am Mittwoch habe ich mit dem Abrechnen begonnen, am Donnerstag Bankgeschäfte erledigt und am Dienstag und am Donnerstag hat es doch Bärlauch mit Rösit und Spiegelei mit Schninken gegeben, da wir den am Sonntag beim sontäglichen Spaziergang auf die Mostalm doch schon gefunden haben und einen Hasen mit zwei Ostereiern habe ich von einer lieben Klienten auch bekommen.

Also doch ein bißchen Osterstimmung, obwohl das Wetter noch nicht so österlich ist, als wir am Donnerstag Abend mit gepackten Taschen in das Osgterwochenende aufgebrochen sind und mit der Oma noch Sekt getrunken haben.

Diesmal nur zweieinhalb Bücher als Lektüre und nicht meine Patientenordner, ist es sich doch mit dem Abrechnen sehr gut ausgegangen und denKarfreitag habe ich mir, owohl ich nicht katholisch bin, immer als freien Tag aufgehoben, seit ich in der freien Praxis bin. Als ich noch Assistentin an der HNO- Klinik/ Sprachambulanz war, hat es dort ein Gestreite gegeben, denn die vom Bund Angestellten hatten an diesem Tag frei, die von der Stadt Wien angestellten Logopädinnen hatten zu kommen.

Nun ich habe mir meinen Karfreitag immer als Ferien- oder Feiertag erhalten und kann mich erinnern, daß ich in der Zeit, als ich noch in die Oper ging, mir öfter in der Karwoche den „Parsifal“ anschaute, obwohl ich jetzt nicht sagen kann, ob das, trotz „Karfreitagszauber“ am Karfreitag war, denn es kann sein, daß die Oper in den Siebzierjahren spielfrei hatte und vielleicht noch immer hat.

Einmal waren wir bei einem Osterkonzert in der Karthause Mauerbach, ich glaube vor fünf Jahren und da war es dort sehr kalt, viel kälter als zu Weihnachten, wie die anderen Zuhöhrer sagten und Foto von einem Spaziergang auf die Rudolfshöhe vom Ostermontag gibt es von diesem Jahr auch, während wir an einem anderen Karfreitag im Cinema Paradiso bei einem „Karfreitsslam“ waren.

Karfreitagszauber? Was ist das also für eine nicht gläubige Atheistin ohne Bekenntnis? Seit ich diese Tage in Harland verbringe, gehe ich da gerne Radfahren und ein paar Mal bin ich am Karfreitag nach Herzogenburg gefahren, dort durch das Stift gegangen und habe am Rückweg auch ein paar Ratschenbuam betroffen. Ob es die noch gibt, weiß ich auch nicht so genau.

Nach Wilhelmsburg bin ich auch schon mal am Karfreitag gefahren und einmal nach Traisen und habe mir dort bei „Spar“ eine Osterpinze gekauft.

Karfreitag, also zur Erholung und zur Einstimmung auf das Fest, das bei mir ein nicht Religiöses ist, mit ein paar Ostereiern , die man von Klienten oder in Geschäften bekommt. Am Palm- oder Ostersamstag der Osterspaziergang der Litges, auch das ist schon gute Tradition und am Ostersonntag die Radfahrt nach Traismauer in das Donaugasthaus.

Dazwischen liegt der Karfreitag und seit ich nicht mehr möglichst viel der Karwoche, sondern weil der Alfred in Altersteilzeit ist, nur noch ab Karfreitag in Harland bin, beginnt das Osterwoche bei mir mit diesem Tag, den ich sozusagen zum Karfreitagzauber stilisiere, obwohl höchstwahrscheinlich nicht so viel besonders passiert, als daß ich am Morgen und am Abend in der Badewanne, meist keine besonderen Osterbücher, sondern die von meiner Leseliste lese, dazwischen Radfahren und diesmal wahrscheinlich mit dem Alfred und der Schwiegermutter ins Bootshaus essen gehen, da gibt es sicher Fisch als Tagesmenu und dann wenn noch Zeit ist und es sich ausgeht, an meiner „Unsichtbaren Frau“ korrigere, was  auch etwasZauberhaftes sein kann, einKarfreitagretreat sozusagen.

Sehr viel Zeit wird dazu nicht bleiben, die „Hammer“ für die Lesung am Ostersamstag, habe mitgenommen und die vier Texte, die ich am Mittwoch nach Ostern, während in der „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ noch Osterferien sind, habe ich auch schon vorbereitet.

Wer da nicht dabei sein kann oder so ein bißchen hineinschnuppern will, dem sei verraten, daß ich den ersten Artikel, dann das Gerstl-Begräbnis, das ja vor neun Jahre auch kurz nach Ostern passierte, dann den „Wunderschönen Tintentraum“ und dnn noch einen Reisetext, nämlich „Samstag in Litauen“ lesen werden und jetzt hinein in das Osterwochenende und den „Karfreitagszauber“ in allen seinen Formen und Facetten genießen, bevor es zum Osterspaziergang und dann am Ostersonntag vor oder nach dem Ostereiersuchen zum in den April schicken geht. Den entsprechenden Text, das kann ich auch verraten, habe ich schon vorbereitet.

2018-03-25

In die Osterwoche

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:14
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Obwohl es das Wetter  kaum glauben läßt, bis vor kurzem war es ja ziemlich kalt und in Leipzig hat es auch geschneit, hat die Karwoche begonnen.

Die Osterdekorationen sind in der Krongasse schon hergerichtet, für Harland muß ich das noch tun, wenn ich dort hinkomme. Was ich erst am Gründonnerstag tun werde, weil wir wegen Alfreds Altersteilzeit, Montag und Freitag frei, jetzt immer nur Harlandwochenenden haben und ich habe auch Montag bis Donnerstag Stunden, so daß meine Osterferien, die wir in Harland verbringen werden, erst am Karfreitag beginnen.

Wenn ich es diesmal schaffe, meine Abrechnung schon am Donnerstag in Wien zu machen, kann ich dann gleich mit den Radtouren beginnen. Der Alfred will aber, glaube ich, daß ich ihm im Garten helfe und am Ostersamstag gibt es wieder den Osterspaziergang um den Viehofener See und da habe ich lange überlegt, was ich diesmal lesen soll?

Ich lese da ja bevorzugt St. Pöltner Texte, habe aber jetzt keinen, dachte dann an die „Fabinan Szene“ aus dem „Bibliotheksgespenst“, bis ich den „Hammer 95“ mit unseren „Kunst im öffentlichen Raum Texten“ in die Hand bekommen habe und dachte, ich lese daraus.

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht passiend scheint, denn die Spaziergänge habe ich ja mit der Ruth in Wien gemacht, dann aber wieder schon, denn Robert Eglhofer, der ja beim Spaziergang am 18., die kunstgeschichtliche Einführung hält, war ja einmal Vizeobmann der Litges und die Ruth ist auch schon bei den Spaziergängen mitgegangen.

Der Ostersamstag ist also dem Osterspziergang gewidmet und das finde ich immer eine sehr schöne Veranstaltung. Am Sonntag fahren wir vielleicht wieder mit dem Rad zum Donaugasthaus nach Traismauer, was wir ja  gerne zu Ostern machen und am Ostermontag Rudolfshöhe. Das wäre dann schon das österliche Programm.

Und in die österliche Stimmung bin ich diesmal wahrscheinlich nicht nur wetterbedingt oder doch vielleicht, erst sehr spät hineingekommen. So habe ich die Osterdekorationen erst diese Woche aus dem Keller geräumt. In Harland steht zwar schon ein Lindt-Osterhase, den mir der Alfred, das letzte Mal, als wir dort waren, vom Einkaufen mitbrachte. Die erste Pinze habe ich mir aber erst kurz bevor wir nach Leipzig fuhren, gekauft und dann nur halb gegessen und den Rest eingefroren.  Bärlauch den ich mir ja meistens in der Karwoche mache, gibt es diesmal wettermäßig, glaube ich, auch noch nicht. Obwohl ich mir schon vor einigen Wochen Schneeglöckchen pflückte.

Eine passende Osterlektüre habe ich eigentlich auch nicht, obwohl irgendwo in meinen Bücherstößen liegt der „Kameramörder“, den ich einmal in den Schränken gefunden habe. Ich habe aber noch soviele andere Bücher auf meiner Leseliste, daß ich ihn erst später lesen werden und sonst, was kann man sonst zu Ostern tun, wenn man nicht gerade gläubig ist und in die Kirche geht?

Richtig, einmal waren wir im Cinema Paradiso beim „Karfreitags-Slam“, aber das ist schon lange her. Den Osterspaziergang des Lesetheaters, wegen dem wir manchmal schon früher von Harland nach Wien fuhren, gibt es seit Rolf Schwendter gestorben ist auch nicht mehr und da wären wir schon bei der traurigen Seite des Osterfestes, denn 2009  als es den Osterspaziergang noch gab ist ja Elfriede Gerstl in der Karwoche gestorben und vor einigen Jahren war ich am Dienstag nach Ostern beim Begräbnis der Friedl Hofbauer.

Diesmal werde ich knapp danach zu dem der Ingrid Wald Gerhards Jaschkes Lebensmenschen gehen und Ostereier werde ich wahrscheinlich auch keine suchen. Nur Eierpecken beim Picknick, das es nach dem Osterspaziergang der Litges immer gibt.

Das wären sie also meine Osterpläne. Aber vorher habe ich noch vier Praxistage bis ich in Osterstimmung kommen kann. Habe aber und das will ich auch verraten, schon Pläne für den Karfreitagszauber über den ich dann auch berichten will.

2018-03-07

Utopia-Workshop und LIM

Im Sommersemester bietet Stephan Teichgräber ein Workshop zum utopischen Roman an und das ist interessant, ist mir doch, die ich ja ohne Zweifel sehr viel Gegenwartsliteratur lese, in der letzten Zeit aufgefallen, daß sich die Dystophien häufen. Die politische Situation greift, um sich könnte man so sagen und so findet man in den Neuerscheinungen immer mehr Werke, wo die Islamisierung und die Machgtergreifung der Rechten eine Rolle spielen.

Dann geht die Welt unter,  man muß fliehen und die DDR spielt manchmal dabei eine  Rolle oder die Raben oder die Krähen und wenn es dabei auch nur ums Bügeln geht, dann sitzt die Büglerin in der Kaffeetheke eines Gemüseladens und hört die anderen Gratistortenesser über die Flüchtlingssituation lametieren.

Stephan Teichgräber, der sich ja gerne mit der originalsprachlichen Literatur beschäftigt, hat an das Ganze gedacht und ist gründlch in die Vergangenheit gegangen, so stammt der Namensgeber der utopischen Literatur doch von Thomas Morus, denn der hat 1516 „Utopia“ geschrieben und hundert Jahre früher hat noch eine Frau etwas Zukunftweisendes geschrieben.

Das ist aber gar nicht Stephan Teichgräbers Primärliteratur. Die ist ohne jeden Zweifel Georges Orwells „!984“ und das habe ich als Studentin noch in der Wattgasse, keine Ahnung, wie ich zu dem Buch gekommen bin, gekauft habe ich es mir wahrscheinlich nicht, gelesen und war tief beeindruckt, obwohl ich das Rundherum und die Anspielung auf den zweiten Weltkrieg sicher nicht verstanden habe.

„Die schöne neue Welt“ habe ich viel später erst gelesen, als ich das Büchlein einmal im Bücherschrank fand und darauf hat sich ja angeblich Dave Eggers mit seinem „Circle“ bezogen.

Stephan Teigchgräber, der Slavist hat aber ein Failbe für die russische Literatur, so hat er den 1920 entstandenen Roman „Wir“ von Jewgenij Samajatin  vorgeschlagen, von dem man Teile im Internet finden kann und dann noch den phantastischen Roman eines Chinesen „Stadt der Katzen“.

Ich habe Stephan Teichgräber aber vorgeschlagen, daß ich mich mehr mit der dystophischen Literatur der Gegenwart beschäftigen will und da ist ja Michel Houllebecqs „Unterwerfung“ sicher wegweisend.

Heinz Helles   „Eigentlich müßten wir tanzen“ gehört dazu, aber das stand schon 2015 auf der Longlist in letzter zeit habe ich Helmut Kraussers „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“ und Andre Kubitscheks „Komm in den totgesagten Park und schau“ dazu gelesen. Das habe ich Stephan Teichgräber schon im Februar gemailt und als ich in die Spengergasse gekommen bin, saß schon eine kroatische Komparatistik, die sich in ihrer Pension mit den Utopien beschäftigen will, im Raum. Jjakob Eder fehlte und wir haben die ersten Sätze von George Órwells „1984“ analysiert, das ich ja schon fast vergessen habe.

Und am Abend ging es dann wieder in das MUSA, mit diesmal drei Stpendiaten und die deckten und das ist sehr spannend, die gesamte Spannweite der Literatur ab.

Kam da doch zuerst 1972 in Wels geborene Barabar Schwarcz, Tochter eines Ungars, die auch Deutsch für Fremdsprache Lehrerin ist mit ihrem Buchprojek „Sommerverschwendung“, wo es genau um diese biografischen Inhalte geht, ein kleines Mädchen sitzt im Sommer in Wels oder Linz und wartet darauf daß es in die Heimat ihres Vaters, dessen Sprache sie nur rudimentär sprcht in die Ferien fahren darf.

Dann wurde es experimentell oder vielleicht doch politisch, das allerdings nur durch die Sprache, denn Peter Pessls Bücher erscheinen ja bei „Ritter“ und so ist sein „Märchen von der Zauberratte „Mammamaus  Mandzukic in Palmyra“ auch ein Sprachkunststück, während das Dramatikerstipendium an die 1990 in Warschau geborene Julia Vitouch ging und ihr Stück „Schnupperscheiße“ aus dem sie mit Ruben Turner, Basil Schu und Greta Lauer eine szenische Lesung bot, ist, könnte man so sagen, eine Verarschung auf den Kultureinreichungsbetrieb und daher besonders lustig, weil ja julia Vitouch, um das Stipendkum zu bekommen, sich wahrscheilich auch dessen Regeln beugen mußte, aber man kann darüber lachen.

Das Publkum tat es reichlich, was mich wieder etwas störte, weil ich das Ganze auch diesmal wieder nicht so lustig fand, aber nachher gab es wieder Brot und Wein, wo ich mich mit dem Chemiker Manfred unterhielt und mich in der anwesenden Wiener Lieraturszene wieder als wahrscheinlich nur halbe Außenseiterin befand, denn ich bin ja inzwischen auch, wenn ich wahrscheinlich kein Stipendkum mehr bekomme und es mir auch niemand glaubt, literarisch sehr selbstbewußt geworden und halte mich noch immer nicht für eine Hobbyautorin und so sagte ich dem Chemiker Manfred auf seine Frage, warum die nächste „Literatur im Musa“ vom 4. 4. auf den 11. 4. verschoben wurde, weil da Julia Danielcyck in „Rauris“  ist und ich in der „Alten Schmiede“ lese, obwohl das letztere natürlich nur ein Zufall ist.

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