Literaturgefluester

2019-04-06

Samstag-Geplauder

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 07:13
Tags: , ,

Solange es hier noch keine Veranstaltungen, sondern nur Buchbesprechungen gibt, kommt einmal in der Woche der Zustandsbericht und da hat sich seit dem letzten noch nicht viel geändert.

In der Praxis-Wohnung hin- und herhumpeln, meine Stunden machen, sehr viel lesen, was kein Problem ist, denn die Leseliste mit den Neuerscheinungen und den Back-ups ist ja sehr lang.

Kein Bücherschrank, auch kein wirkliches Problem, eher ein ideelles und da war ich zwar schon vor fast drei Wochen im Film-Casino und hätte mir vorher auch gedacht, daß ich beim Rückweg  die paar Meter zum Schrank machen könnte, war mir aber dann doch zu viel.

Aber, wie das ja öfter ist, wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg…, in diesem Fall ich über meine Google-Einträge zu Instragram und da zu Elisabeth von „Leselustfrust“, die ich ja 2009 durch das Googlen kennenlernte, merkte da ist eine Bloggerin, die sehr viel und sehr toll bespricht und dann auch noch in meiner  Nähe wohnt und war mit ihr, beziehungsweise  ihren Blog über ein Jahr lang in Kontakt.

Dann hat sie wegen den Rezensionsexemplaren, weil es sie offenbar ärgerte, daß da die anderen Bücher an sich raffen und sie danach fragen, wie man zu solchen kommt,  aufgehört zu bloggen.

Inzwischen wieder damit angefangen, aber die Zeiten haben sich seit 2009 geändert, man schreibt  kürzer und knapper, beziehungsweise postet man ein Bild und schreibt dazu in ein paar Zeilen eine „Instangram Story“.

Ich mache das nicht, bin aber auf meiner Google-Seite darauf gekommen, daß Elisabeth zweimal über mich gepostet hat.

Das erste Mal im Juli zu meinem zehnten Bloggeburtstag. Da hat sie sich  bei mir gemeldet und mir gratuliert. Sie hat den Artikel dann aber auch auf Instagram gestellt und sich gewundert, daß die Blog Community da nicht reagiert, sondern mich so links oder rechts liegen läßt.

Das wndert mich, wie schon öfter geschrieben, auch ein bißchen, kanns mir aber mit meiner nicht immer so perfekten Rechtschreibungen und den Flüchtigkeitsfehlern, da ich ja viel schreibe und mir nicht mehr als einmal die Zeit nehme, darüber zu schauen, den Uli ärgert das auch erklären, mit der allgemeinen Leseunlustst, der Reizüberflutung, vielleicht auch mit meinen mangelnden technischen Kenntnissen, denn ich instagramme, twittere, facebooke, etcetara, ja nicht.

Sei es, wie es sei, mein Blog ist für mich, schreibe ich dann ja immer, freue mich aber, wenn Ilse Kilic liest, daß ich am Weg von der Rudolfsrhöhe gestürzt bin und mir alles Gute wünscht und auch über die anderen, die dann doch hin und wieder lesen, was ich über sie scheibe.

Elisabeth hat aber nicht nur meinen Bloggeburtstag bemerkt, sie ist auch eine eifrige Benützerin des „Wortschatz“, stellt da, glaube ich, mehr als ich hinein und postet dann die Bücher, so daß ich ich mir fast sicher bin, auch schon was von ihr vielleicht nach Hause getragen zu haben.

Vielen Dank dafür, wenn so wäre und einmal hat sie auch was von mir gefunden. Denn ich war ja im Dezember noch so mit meiner Leseliste und dem doppelten Buchpreislesen zugeschüttet, daß ich nicht dazu gekommen bin, wie ich es ja eigentlich wollte, ein neues Adventkalenderfester von der „Nika“ in den Blog zu stellen, habe mir dafür aber vorgesnommen, immer, wenn ich zu den Schränken komme, ein Buch sozusagen als Weihnachtsgeschenkt von mir hineinzustellen.

Nicht immer die „Nika“, denn da habe oder hatte ich ja nur fünfzig Exemplare, aber ein paar waren es schon und eines hat, was mich besonders freut, die Elsabeth gefunden und ich freue mich auch über die Rückmeldung, denn es ist ja gut zu wissen, wohin die Bücher kommen.

Ein bißchen kann man dass ja auch ergooglen, so habe ich herausgbekommen, daß eines meiner Bücher, ich stelle ja seit einiger Zeit auch immer eines meiner Neuerscheinungen hinein, auf E-bay gelandet ist und bei einem anderen und das war auch die „Nika“ im August, hat mich die Finderin, gleich nach dem ich wieder nach Hause gekommen bin, angerufen und sich bedankt.

Das sind die kleinen Neuigkeiten, die zu mir kommen, die größeren sind vielleicht immer noch die Identitären, beziehungsweise Martin Sellner mit seiner Spende von dem Christchurch-Attentäter, der ist ja eshalb, worüber man eigentlich auch nachdenken und diskutieren kann, derzeit in aller Munde, auf dem „Profil“ und dem „Falter- Cover“, war zweimal in der Talkshow bei Wolfgang Fellner und lustig auch zu merken, wie sich die FPÖ nach und nach von ihm distanziert, was ja vielleicht  problematisch werden könnte, wenn sie dann auch ihre identären Wähler verliert, aber das ist  mein geringstes Problem und so gibt es auch einiges Politisches zu beobachten und ansonsten, wie gehabt, an den Freitagen fahre ich nach St. Pölten zur Kontrolle in die Unfallsambulanz. Nach Ostern soll der Gips oder diese Plastikschale hinunterkommen.

Danach fährt der Alfred auch schon bald wieder ein Monat mit dem Karli nach Kuba. Das wird  dann spannend, wie es dann mit den Kontrollen und dem Gehen werden wird?

Dann könnten ja eigentlich wieder die Veranstaltungen folgen, das heißt die werden  wahrscheinlich schon am Donnerstag beginnen, denn da ist ja wieder „Literatur und Wein“, wo wir ja schon dieKarten haben und zum Literaturhaus Krems und zum Stift Göttweig kann man ja mit dem Auto fahren.

Dann beginnen schon die Osterferien, wo schon am Palmsamstag, wo ja zeitgleich „Literatur und Wein“ stattfindet, der Osterspaziergang der LitGes ist, aber dort um den See zu humpeln wäre wir wahrscheinlich schon zu anstrengend und danach Gips hinunter und wieder hinein in das Veranstaltungslebn.

Fast vier Wochen habe ich ihn jetzt ja schon und ich muß sagen, es geht mir geigentlich ganz gut damit. Manchmal zwickt oder zwackt es, aber sonst bin ich innerhalb meiner Wohnung eingentlich recht mobil und die Veranstaltungsreduktion kann auch was Gutes haben. Zumindestens kann sie mich zum Nachdenken bringen und zur Frage, wem gehe ich ab, wem fällt es auf, daß ich jetzt vier Wochen nur über das Netz sichtbar bin?

Sehr wenigen natürlich und wer es wissen möchte, so eine Reduktion habe ich schon nach 2000, als es zufälligerweise auch schwarz blau gegeben hat und ich die  „Dora Faust“ geschrieben habe.

Da habe ich mir gedacht, ich sollte nicht so viel zu den Veranstaltungen der anderen, die ja auch nicht zu mir kommen, gehen, sondern zu Hause bleiben und intensiver schreiben.

Habe das ein paar Wochen oder Monaten gemacht und bin darauf gekommen, daß ich niemanden abgegangen und auch nicht mehr geschrieben habe, so daß ich  damit aufgehört habe.

Eine kleine Pause kann aber gerade in der Fastenzeit  gut sein und so in diesem Sinne  in die restlichen zwei Wochen, bis das Osterfest und die Wiederauferstehung beginnt und dann gibts auch bald ein paar eigene Veranstaltungen, nämlich die zwei Spaziergänge durch den öffentlichen Raum Ende April und im Mai soll ich ja im Republikanischen Club aus der „Unsichtbaren Frau“ lesen und bin da gespannt ob dorthin außer mir und der Veranstalterin jemand kommt, lade aber wieder alle, die das lesen und die „Unsichtbare Frau“ kennenlernen möchten, sehr herzlich dazu ein!

Werbeanzeigen

2019-03-31

Zustandsbericht

Wieso gibt es hier so viele Buchbesprechungen und seit drei Wochen keine Veranstaltungsberichte mehr?, mag vielleicht ein nicht so regelmäßiger Besucher fragen.

Richtig, da war ja der Sturz vor drei Wochen vom Weg von der Rudolfshöhe in Richtung Ochsenburg, der Hubschrauberflug ins Universitätsklinikum St. Pölten, der Gips, der inzwischen mehrmals ausgewechselt wurde und jetzt durch einen leichtere Umhüllung aus Plastik ersetzt wurde.

In den drei Tagen Krankenhaus lesen lesen lesen. Es kamen da ja auch zwei Besucher, die mir, Achtung nicht gedendert, neuen Lesestoff brachten, dann war auch noch die gesellschaftsrelevante Lektür vom Frauentag da, die ich später, bis ich zu den Frühjahrsneuerscheinungen kam, aufgelesen habe. Leipzig wiedermal im Zimmer und nicht live vor Ort, zwischen meinen Praxisstunden, denn die habe ich gleich am nächsten Tag, als ich vom Krankenhaus zurückgekommen bin, gemacht.

Sonst nicht sehr viel. Krückenlos durch die Praxis-Wohnung, das liegt ja gleich gegenüber, nur in der Reinprechtsdorferstraße hatte ich eine extra Praxis und vorher in der Gumpndorferstraße, von wo wir dann jeweils nach St. Pölten gependelt sind, gehumpelt.

Einmal war ich  mit dem Filmcasino bei der „Rocky Horror Picture Show“, weil wir da schon Karten hatten und das Kino ja keine fünf Minuten von der Krongasse entfernt liegt.

Ansonsten lesen lesen, kein Leipzig, keine „Lyrik im März“ und keine andere der schon geplanten und sicher schön gewesenen Veranstaltungen.

Inzwischen bin ich etwas mobiler und kann, der Gips soll ja nach Ostern hinunterkommen, mir vorstellen, es nächste Woche probeweise mal mit dem Literaturhaus Krems versuchen, es naht ja wieder „Literatur und Wein“, wo der Alfred wieder, diesmal nach einigen Zögern Karten bestellt hat, die Samstägige Wanderung lasse ich aus und kann mich stattdessen ja an die Donau setzen, wenn ich es so weit schaffe, wie es mit Göttweig, das ja auf einen Berg liegt, wird, werden wir sehen und dazwischen lesen lesen lesen, was ja nichts macht, denn ich Frühjahrsneuerscheinungsleseliste ist ja sehr lang, obwohl ich mich da ja immer zurückzunehmen versuche und es nicht schaffe, denn meine Neugier auf all das Geschriebene ist ja sehr groß.

Ein wenig langweilig?, werden vielleicht meine regelmäßigen oder auch unregelmäßigen Leser fragen.

Wahrscheinlich schon, sechs Wochen lang nur in der Wohnung herumzuhumpeln, am Wochenende weil es jetzt schon sehr frühlingshaft ist, auf der Terrasse im Nachthemd die Calamari und die Sardinen essen, die der Alfred immer so getreulich vom Naschmarkt holt.

Am Freitag nach St. Pölten fahren und den Gips wechseln lassen. Da muß man, das kann ich gleich lobend erwähnen, eigentlich nie sehr lange warten, was im AKH sicher anders wäre und am letzten Freitag bin ich dann schon in Harland, wo unsere Wohnung im ersten Stock liegt, herumgegangen.

Die „Magdalena Kirchberg“ korrigeren, das ist gut, denn die sollte  schon bald fertig werden und sonst nicht sehr viel, außer den ungefähr zwanzig Stunden, die ich so  pro Woche habe.

Nicht sehr viel also und wahrscheinlich wirklich langweilig, wenn es nicht, die politischen Ereignisse und den lieben Uli gäbe, der ja nach Frau Haidegger und You Sophie mein dritter Kritiker wäre, der sich über mein fehlerhaftes Bloggen und meinen Anspruch es trotzdem im Literaturbetrieb zu etwas zu bringen, aufregt und der sich in Zeiten, wie diesen noch als aufrechter Rechter erweist, der auf alles, was ihm nicht passt und das ist sehr viel, wie eine Armee von Rohrspatzen vor sich hinschimpft.

Hat doch die sogenannte Flüchtlingskrise ja seit 2015, die Welt verändert, die Rechten, wollen alle, die  ihrer Meinung nach „Noch nicht aufgewacht sind“ und den sogenannten „großen Austausch nicht als Bedrohung“, sondern vielleicht immer noch als Bereicherung sehen, aufwecken und benützen viele Beispiele dazu, was nicht passt,  die Linken, Grünen und die Sozialisten zu beschimpfen, beispielsweise, wenn sie statt Weihnachtskarten, „Wintergrüße“ versenden, um niemanden zu kränken oder was vielleicht wirklich ein bißchen bizzar ist, das Tragen von Indianderkostümen bei den Kinderfaschingsbällen verbieten wollen.

„Die Lehrerinnen sollen auch aus den Schulen!“, weil sie sich ja angeblich oder tatsächlich gegen das Mobbing der zugewanderten Kinder, die diese auf die sogenannten „Bio-Deutschen“ ausüben, durchsetzen können und wenn ich das als „frauenfeindlich“ betrachte und auch das Gendern und die neue Bundeshymne möchte, gerät der Uli in Rage und belehrt mich per Mail:

„Ich solle doch aufhören schlechten Journalismus zu betreiben!“

Aber den betreibe ich gar nicht, weder guten noch schlechten, sondern begnüge mich auf meinen höchstpersönlichen Tagebuch in dem ich die Welt über mein literarisches und bezüglich Sturz, beispielsweise auch privates Leben unterrichte, auch auf meine politischen Ansichten hinzuweise.

So berichte ich beispielsweise über die Donnerstagsdemonstrationen, gut die fallen, der Uli kann sich freuen, in der nächsten Zeit aus, da geht dann nur noch der Alfred mit der „Auge-Fahne“, weil er ja grüner Gewerkschaftler und Betriebsrat an der WU ist, hin und hat den, laut Martin Sellner, dem Chef der Identitären, größten Triumpf gegen die Antifaschisten, die dort angeblich aufmarscheren, nämlich, weil der ein „Großes Austausch- Transparent“, hißte, während die Donnerstagsdemonstranten vorbeimarschierten, gar nicht bemerkt und das er das tat, hat seinen guten Grund, ist er doch bezüglich der rechtsextremen Anschläge auf  zwei Moscheen in Neuseeland und eine Spende des  Attentatäters, ins Visier der Öffentlichkeit geraten und darüber, lieber Uli, kann man schreiben und seine Meinung äußern!

Man kann auch für den Rücktritt von Minister Kickl unterschreiben, wenn man der Meinung ist, einen anderen Innenminister zu wollen. Erstaunlich vielleicht, wenn man dann auf einer SPÖ-Seite landet und gleich aufgefordert wird, in die Partei einzutreten, obwohl ja die GAV bzw. die IG- Autoren zur Unterschrift aufgefordert haben und weiter Pech vielleicht, wenn dann gepostet wird: „Das es fein ist, jetzt eine solche Unterschriftenliste zu haben, weil man dann, wenn, es so weit wäre, die Leute gleich….., etcetera, etcetera, -abholen könnte!“

Ein Schelm, wer da an „Finsterwalde“, denkt oder nein, das ist ja ein Krimi oder ein Jugendroman,  spielt in Deutschland und wurde vom Uli, als absurd beurteilt.

Mit dem werde ich mich also vielleicht weiter streiten, ob ich meine politischen Ansichten äußern darf oder mich auf das bloße Buch besprechen begnügen soll, aber da habe ich ja auch noch einiges sehr kritisches, wie beispielsweise das neue Buch von Robert Misik, das sich genau mit diesem Thema beschäftigt, auf meiner Leseliste und der Uli äußert sich auch immer sehr politisch und betrachtet es als sein gutes Recht beispielsweise Sarah Wiener, als „verwirrte Person“ zu beschimpfen und sie an den Herd, beiehungsweise an den „Kaiserschmarrn“ zurückzuschicken, obwohl sie, weil sie ja ein Buch über Bienen geschrieben hat, nichts anderes tat, als zu meinen, daß man von den Bienen das menschliche Verhalten gut ableiten oder beobachten kann.

Kann man, lieber Uli, auch wenn die Wächterbienen, die bösen Eindringliche abwehren, das wollen Sie ja auch und können in diesem Sinn der Grünpolitikerin dankbar sein, wenn sie da auf ihrer Welle schwimmt  und das menschliches Verhalten bestätigt obwohl sie es wahrscheinlich auf der anderen Seite wieder verändern will.

So weit, so gut, es ist, wie es, der „Brexit“ in England scheint gescheitert oder wird möglicherweise sehr ungeordnet passieren, weil sich die Leute auch da nicht mit ihren eigenen Abstimmungen zufriedengeben können. Der Rechtspopulismus wächst an, der Uli schreibt und schimpft darüber und ich werde ihm zwischen meinen Stunden und meinen oft sehr politischen Büchern auch weiter antworten und mir vom Alfred erzählen lassen, was auf den Donnerstagsdemos so passiert, bis ich wieder selber mitgehen kann.

2019-03-16

Veranstaltungspause

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 08:59
Tags:

Ich gehe ja schon seit über vierzig Jahren mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus, in die „Gesellschaft für Literatur“ etcetera und plane mir das auf meinen Blog wegen der Beiträge auch genau ein, lasse Tage dafür frei und deponiere Buchbesprechungen dementsprechend später.

Das habe ich auch vorige Woche so gemacht, weil diese Woche ja so einiges Interessantes los war und wir am nächsten Mittwoch nach Leipzig fahren wollten.

Da war schon alles vorbereitet, die Akkreditierungsunterlagen waren da, der Alfred hatte seine Karte, zwei Termine bei Verlagen und ein Bloggertreffen war ausgemacht, die Höhepunkte am Donnerstag, die Verleihung des „Preises der Leipziger Buchmesse“ und das anschließende Treffen der Österreicher im Österreich-Cafe in der Halle vier eingetragen.

Dann kam der Sturz, wo ich drei Tage bis Mittwoch im LKH St. Pölten war, dann mit einem Gips und Krücken nach Hause ging. Der Alfred hatte mir meine Klienten abgesagt. Ab Donnerstag habe ich wieder Stunden gemacht und gehe auch krückenfrei in Wohnung und Praxis herum, aber auf der Straße will ich nicht herumhumpeln, so wird es in der nächsten Zeit wahrscheinlich nichts mit den Veranstaltungen, die ich mir eingetragen hatte, werden, dafür mehr lesen. Meine Leseliste ist ja sehr lang, weil ich, da ich am liebsten alles lesen möchte, nur schlecht nein sagen kann oder will und in den Artikel mehr über Bücher, als über Veranstaltungen schreiben, was auch nichts macht, weil ich mir ja irgendwie immer denke, warum ich eigentlich so beharrlich zu den Veranstaltungen laufe, dort übersehen werde und beispielsweise im Literaturhaus oder in der „Gesellschaft“ keinen Lesetermin bekomme, weil „Eigenverlag, leider, Eigenverlag wollen wir nicht!“

Das gilt natürlich auch für das Lesen, da habe ich mir das auch schon länger gedacht, wieso lese ich so begierlich das, was die anderen schreiben, wenn die sich für das meine auch nicht interessieren?

Eine berechtigte Frage.

Es interessiert mich aber!“, lautet die Antwort und ich habe auch schon geschrieben, daß ich gern herausfinden möchte, was die anderen besser, als ich können und  glaube das inzwischen zu wissen, daß meine beharrliche Weigererung sich den Rechtschreibregeln anzupassen, ein größerer Schuß ins Bein ist, als ich mir damals, als ich zu schreiben begann, vorstellte und dann schreibe ich nicht so abgehoben, sondern vielleicht mehr realistisch journalistisch. Ich würde das psychologisch sozialkritisch hinzufügen und das gilt vielleicht  nicht  als so große Literatur.

Also gut, in der nächsten Zeit keine Veranstaltungen, denn ob ich auch, wenn ich dann einen leichteren Gips oder Plastikschale habe, wirklich damit nach Krems und Göttweig will, wo der Alfred schon Karten bestellt hat, ist mir auch nicht so klar.

Stattdessen neben meinen Stunden, die „Magdalena“ korrigieren, denn da werde ich vielleicht noch damit fertig, bevor der Alfred Ende April nach Kuba fährt und er kann mir die Blogartikel über mein Schreiben kopieren, so daß ich mich da ans Korrigieren machen kann, denn mein nächstes Buch wird ja eines über mein Schreiben sein.

Die Leipziger Buchmasse kann man sich, wie die in Frankfurt, was ich ja regelmäßig tue, auch im Internet anschauen und das habe ich auch schon zweimal getan, als der Alfred in dieser Zeit auf Reisen war oder sonst nicht wegkam. Die Preisverleihung am Donnerstag gibts, glaube ich, über Livestream, etcetera, so daß ich da nicht zu viel versäumen werde und ein paar Frühjahrsneuerscheinungen warten ja auch auf mich, ansonsten weiß ich nicht so genau, was ich versäumen werde.

Versäumt habe ich jedenfalls die Abschiedslesung der Bruni im vorigen Montag in der Buchhandlung „Tempo Nuovo“ wo zwei ihrer Bücher vorgestellt wurden.

Da war der Alfred, hat ein Foto gemacht und mir ihr „Podium-Portrait“ mitgebracht und am Mittwoch, wo ich aus dem Spital entlassen wurde, war in der „Gesellschaft“ die Kerstin Hensel, die ich ja durch Vermittlung der Christine Haidegger vor zig Jahren brieflich kennenlernte, 1989 hat sie beim „Bachmann-Preis“ gelesen, da habe ich sie in Wien beim Uwe Bolius getroffen und als ich  in Berlin bei einem Psychotherapeutenkongreß war, habe ich bei ihr gewohnt, sie  noch einmal dort getroffen und einmal in Wien, als sie in der „Alten Schmiede“ gelesen habe, auch einmal ein Buch von ihr gewonnen, sie in Leipzig einige Male gesehen, aber sonst ist der Kontakt ziemlich abgebrochen, als Bloggerin wechselt man ja vielleicht die Seite und rutscht von der Literatenschiene  hinunter und ich wäre ohnehin, weil eine neunzehn Uhr Stunde nicht hingegangen.

So bin ich um diese Zeit von St. Pölten nach Wien gefahren, habe am Donnerstag die Demo, beziehungsweise das ÖAAG-Reflexionstreffen zu dem ich gegangen wäre, versäumt.

Am Freitag hat  Reinhard Kaiser-Mühlecker sein neues Buch im Literaturhaus vorgestellt. Da wäre ich hingegangen und das habe ich versäumt und am kommenden Montag hätte ich in Cafe Westend gehen wollen, wo Luis Stauber und Erika Kronabitter ja eine monatliche Lesereihe haben und, wo ich  auch einmal lesen werde.

Sonst weiß ich gar nicht so genau, was ich versäumen werde, denn am Donnerstag fängt ja Leipzig an, wo ich mich aufs „Blaue Sofa“ setzen werde und ansonsten eine längere oder kürzere Veranstaltungspause machen, was ich ja auch schon einmal ausprobierte, um mehr selber schreiben zu können.

Mal sehen, wie es mir damit geht und, ob mich jemand vermißt? Was ich eigentlich, wenn ich auf meine Suchanfragen gehe, mir schon vorstellen kann, ich bin gespannt.

2019-03-02

Szenische Collage um Woody Guthrie

Message

Message

Eigentlich hätte ich dieses Wochenende nach Harland fahren wollen, war ich das doch jetzt schon ein Monat nicht mehr, denn am zehnten Februar, einem Sonntag war Erika Kronabitters Geburtstagsfest, die Woche darauf, das „Lach-Symposium“ zu dem mich die „Sigmund Freund Uni“ eingeladen hat, um mich psychologisch-psychotherapeutisch fortzubilden und am Sonntag  die Matinee zu ArminThurnhers siebzigsten Geburtstag im Schauspielhaus und voriges Wochenende die GV der IG Autoren und dieses Wochenende war eigentlich nichts, was mich vom Radfahren an der Traisen und einem Marktbesuch mit oder ohne Doris Kloimstein abhalten hätte, aber der Alfred, der ja jeden Freitag nach Harland fährt, um mit den Betreuerinnen seiner Mutter einzukaufen oder die Arzt- und Krankenkasse besuche bezüglich Verordnungscheine, Pflegestufen, etcetera zu absolvieren, will das amMontag noch einmal bezüglich Kinderwagen für das kommende Enkeltkind und außerdem wollte er  Freitag Abend in die VHS Heiligentadt, weil da trat sein Schul- und Wanderkollege Gunther Maier in einer  szenischen Collage mit und von für Musik von Woody Guthrie auf.

Woody Guthry, wer ist das? Keine Ahnung, denn in in der Singer Songwriter Szene der fünfziger und sechziger Jahre bin ich nicht sehr zu Hause, bin ich doch in meiner Studentenzeit brav jede Woche einmal in die Oper gegangen und habe mir die Musik von Guiseppe Verdi und Richard Wagner angehört und hatte von Woodstock etcetra nicht viel Ahnung.

Habe aber ohne zu wissen, um was es da gehen könnte gesagt, ich will den Alfred begleiten und war dann eigentlich nicht einmal so motiviert dazu, denn ich bin diese Woche nur  am Montag bei einer literarischen Veranstaltung in der „Alten Schmiede“ gewesen.

Die war sehr interessant und überraschend und den Dienstag, wo Friederike Mayröcker dort aufgetreten ist, habe ich mir selbst versaut, weil ich das in meinen Kalender offenbar so unleserlich hineinschmierte, daß ich mir eine achtzehn und neunzehn Uhr Stunde draufhin einteilte.

Am Mittwoch hatte ich dann nur eine um achtzehn, aber kein Alternativprogramm, so daß ich da  auch mit dem „Subutex“ in die Badeswanne gestiegen bin, was auch gut war, weil ich derzeit ohnehin das Gefühl habe mit meinen Bücherbergen unicht und nicht nach zu kommen.

Dafür habe ich mir am Mittwoch  auch noch gleich drei Bücher bezüglich „Frauentag“ bestellt, die am Freitag kamen, für mich zum Teil sehr überraschend waren und mich auch zu einem speziellen Artikel anregten und die Überraschung war, das eines davon von der Soziologin stammte, die ich am Donnerstag, ich glaube, wenn ich mich nicht sehr irre, am Tage des Opernballs am Meidlingerplatzl zum Thema „Armut“ stattfand, mit einer sehr interessanten Donnerstagstatement kennenlernte, aber „Kremayr und Scheriau“, dem ich einmal, lang, lang ists her,  meine Texte, als der noch lang keine literarische Schiene hatte, schicken wollte, hat inzwischen auch auf seinen anderen, sehr interssanten Bücher, so werden Livia Klings Facebook- oder Twittereintragungen zum politischen Geschehen alsbald folgen.

Aber erst einmal habe ich mich am Freitagabend, bevor ich mit dem Alfred nach Heiligenstadt gefahren bin, darüber informiert, was mich dort erwarten wird:

Alle

Alle

Nämlich, die schon erwähnte szenische Colleage „Drei Griff und die Wahrheit“ von und um Woody Guthrie, ich habe mir eigentlich ein Gitarresolo von Gunther Mayer, der auf die Berge immer seine Gitarre mitnimmt und dann singt und improvisiert, erwartet und Woody Guthrie keine Ahnung-?

inzwischen weiß ich, das Woodrow Wilson Gutrhrie, ein 1912 geborenener und 1967 verstorbener amerikanischer Singer-Songwriter war, der sich noch dazu sehr mit dem linken gewerkschaftlichen Spektrum, wie in „Wikipedia“ steht, beschäftigt hat und außerdem noch Lyrik geschrieben hat.

Daß ich mich in der amerikanischen Singer- Songwriter Szene nicht so sehr auskenne, obwohl ich einmal  am Ostermontag mit dem Alfred, statt des damals noch existierenden Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters ins Filmcasino zu Allen Ginsbergs „Howl“ gegangen bin, habe ich schon geschrieben, dafür habe ich ihn  2016, als Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur bekommen hat, mit ihm verwechselt, beziehungsweise das dem Lehrer den ich bei einem Symposium in der „Gesellschaft für Literatur“ bei dem ich da gerade war, so erzählt und weiß von Allen Ginsberg, von dem ja beispielsweise die „Schule für Dichtung“ sehr schwärmt, noch immer nicht sehr viel mehr und von Bob Dylan ebenfalls nicht, obwohl ich, wenn ich mich nicht irre, 2016 zu meinem Geburtstagsfest ein diesbezügliches Reclamheftchen bekommen habe.

Wie gut oder schlecht zu den beiden erwähnten, Woodrow Guthrie nun hineinpasst, weiß ich noch immer nicht, war aber sehr erstaunt nun doch einen  literarischen Arbend präsentiert zu bekommen, denn Rudi Burda, der auch schon am Volksstimmefest mit seinen Liedern aufgetreten ist, hat seine Werke für das „nicht Englisch sprechende Publikum“ auf Deutsch übersetzt und den Song von der „Bürgerwehr“ habe ich  schon wo mal gehört und das mit dem „My land“ habe ich natürlich auch gekannt, denn es war kein Gitarresolo von Gutner Mayer allein, das da in der VHS, an der ich auch vorübergegangen bin, als ich von  Brunis Begräbnis nach Hause gegangen bin, sondern die schon zitierte Collage, die fünf Männer und zwei Damen, alle in karierten Countryhemden, die jener Woody wohl getragen hat, präsentieren.

Sein Leben wurde vorgestellt, es gab auch Bilder an der Wand und dazwischen wurde gesungen und durch das Leben und die Songs auf Wienerisch und Englisch geführt, was ich sehr interessant gefunden und wieder etwas gelernt habe, so daß ich mich nun doch entschossen habe, etwas darüber zu schreiben, weil man das Singen-Songwriten ja ohne Zweifel in ein literarisches Flüstern einreihen kann, die Collage auch sehr politisch wurde und sich die Situation in dem Armerka der Vierziger- und fünzigerjahre, wo jener Woody singend und texten herumgefahren ist von der heutigen Sitation des Rechtsrucks und den wöchentlichen Donnerstagsdemonstratonen gegen schwarz blau gar nicht so sehr unterscheidet und da habe ich wohl auch den Song von der „Bürgergerwehr“ gehört oder war es in den „Spielräumen“ von Ö1, das weiß ich jetzt auch nicht so genau es war aber auf jeden Fall sehr interessant und Faschingsamstag ist dieses Wochenende auch.

2019-02-11

Brunis Begräbnis und wilde Worte

Daniela Meisel

Daniela Meisel

Vom Fest zum sechzigsten Geburtstag meiner Autorenkollegin Erika Kronabitter Sonntagnachmittag und Abend ist es am Montagvormittag gleich mit dem Begräbnis meiner Autorenkollegin Hilde Langthaler weitergegangen, die ich vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennen, die am 22. Jänner ihrem Krebs erlegen ist und demnächst im Literaturhaus lesen hätte sollen.

Um elf war das Begräbnis am Heiligenstätter Friedhof angesagt und weil ich nicht genau gewußt habe, wie ich dort hinkomme, am Grinzinger Friedhof bin ich schon einmal gewesen, da aber nicht und nicht zu spät kommen wollte, bin ich mit der U Bahn und dem D-Wagen nach Nußdorf gefahren, dort aber, weil ich vor noch Wäsche aufgehängt,  weggeräumt und Blumen gegossen habe, um eine Minute vor oder nach elf ausgestiegen und es war noch ein etwa zehnminütiger Weg den Beethoven Gang entlang, dort wo dieser angeblich immer spazierengegangen ist, zum Friedhof, so daß ich, als ich endlich beim Friedhof angekommen bin, in die Aufbahrungshalle gar nicht hineingekommen bin, weil so viele Menschen davorstanden, eine Bekannte hat mir zugenickt, als ich sie fragte, ob ich richtig bin, ich habe aber trotzdem eine Weile gedacht, hoffentlich bin ich nicht beim falschen Begräbnis, aber nach dem ein Mann „Aus dem Buch mit den sieben Siegeln“ gesungen hat, hörte ich den Namen Hilde Langthaler.

Man mußte auch bald zur Seite treten, Richard Langthaler kam mit seinen Kindern und Enkelkindern heraus, die Ruth, Käthe Kratz, Elfriede Haslehner und und…

Es ist dann zum Grab gegangen, da habe ich noch die Rizys, die Erika Parovsky, die mich von ihrem Tod ja verständigt hat, Maria Lautischer, Susanne Ayoub und wieder und und und es ist dann in ein Lokal am Nußdorferplatz gegangen, wo es eine sehr gute Rindfleischsuppe mit Nudeln und Gemüse und Tafelspitz, Schnitzel, geröste Knödel, Spinat mit Rösti und den Tagesteller zur Auswahl gab.

Ich habe mich für den Tagesteller, das heißt Kartoffelpürree mit Prager Schinken entschieden und es waren auch hier soviele Leute, daß erst Tische und Sessel in den Extrasaal gebracht werden mußte.

Richard Langthaler hat nur kurz „Guten Appetit!“, gewünscht. Die Kinder, die Tochter Margarita und der Sohn Willi und Brunis Bruder haben aber noch aus dem Leben ihrer Mutter beziehungsweise Schwester erzählt und wieder wurde hier das „über die Grenzen gehen und das neue Wege suchen“ erwähnt.

Richard Weihs

Richard Weihs

Der Sohn hat ein Fotoalbum zusammengestellt, daß er herumgehen ließ und da sieht man, die Bruni in Afrika auf einen Baum klettern, während die Kinder unten stehen und ängstlich nach oben schauen.

Es gibt auch ein Bild vom“ Tag der Freiheit des Wortes“ ich glaube 2007 oder 08, wo die Bruni mit mir am Lesetisch des Literaturhauses sitzt und viele andere schöne Fotos aus ihrem Leben.

Richard Langthaler hat einen Nachruf auf die Bruni geschrieben, den man sich mit einigen Texten von ihr als Erinnerung mitnehmen konnte. Wieder habe ich bereut, damals das Theaterstück „Nur keine Tochter“ im Schrank liegen gelassen zu haben, weil ich gedacht habe, daß ich es schon hatte und außerdem Theaterstücke ja nicht so gerne lese.

Vielleicht finde ich es einmal. Das Lesetheater hat Judith Gruber Rizy mir erzählt, wird aber ihr eine Aufführung widmen und vielleicht gibt es auch ein „Podium Portrait- Heftchen“ zum achtzigsten Geburtstag, der ja am elften März wäre.

Das war es. Zurück bin ich, wie ich es ja eigentlich auch am Morgen wollte, zu Fuß gegangen und am Abend ist es wieder zu den „Wilden Worten“ ins Amerlinghaus gegangen, wo die 1977 in Horn geborene Daniela Meisel, die Biologie studierte und auch Schreibpädagogin ist, ihr 2018 bei „Picus“ erschienenes Buch „Wovon Schwalben träumen“ vor, wo es um eine Enkelin und ihre Großmutter, die Gegenwart und die Vergangenheit, sowie Vögeln als Metahpern geht. Frieda ist in den Dreißigerjahren im Waldviertel als uneheliches Kind aufgewachsen, weil der Vater die Mutter nicht heiratete, weil sie ein Mädchen ist und nachdem sie gestorben ist, scheint sich die Enkeltochter Marie mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen.

Nachher gab es eine wilde Diskussion, in der es um das Atmen, aber auch um die Fragen, ob man vom Schreiben leben kann und wieviele Bücher man verkaufen muß und kann, ging.

Mein Wunschgedicht vom letzten Mal, wo es um Goethes Farbenlehre ging, wurde verlesen und auch die der anderen. Diesmal waren nur eher wenige Leute da, aber dafür zwei freie Wildbahnkanditaten.

Ein bildender Künstler las seine sehr visuellen konkreten Texte vor in den denen es um Glückskekse und gefundende Zahlscheine ging und dann kam Frantisek, der von 1977 bis 1996 in Wien kritischer Liedermacher war, dann nach Deutschland ging und jetzt wieder zurückgekommen ist und beispielsweise morgen im Cafe Anno auftritt.

Daniela Meisel

Daniela Meisel

Das schien er vorher bei Richard Weihs proben zu wollen und so sang er mit einfühlssamer eher leiser Stimme zur Gitarre ein Wienerlied von den Wunschträumen eines Mannes, der in seinem Stammcafe sitzt und sich dabei vorstellt, wie er die Kellnerin vernaschen wird, ein Text, der eher diamentral zu dem frauenbewegten  Text von Daniela Meissl steht, aber die Wildbahn ist ja frei und das literarische Spektrum  sehr weit und spannens zu sehen, was sich alles an einem Abend präsentieren läßt.

2019-02-06

Probespaziergang statt Workshopplausch

Das Revolutionsworkshop im „Doml“ mit Stephan Teichgräber ist ja jetzt beendet oder wird beziehungsweise im nächsten Semester ab März weitergehen und das letzte Mal bin ich zu keinen Mittwochsplausch gekommen, weil ich schon vorher über den Tod von Hilde Langthaler, die ich im Arbeitskreis schreibender Frauen in den spätern Siebzigerjahren kennenlernte und, die am Montag ihr Begräbnis am Heiligenstädter Friedhof hat, berichtet habe, dabei hätte ich doch etwas über mein neues geplantes Buchprofjekt plauschen können, das ich, wenn die „Magdalena Kirchberg“ an der ich derzeit eifrig korrigiere, fertig ist,  angehen könnte.

Stimmt, da habe ich schon Anfang Jänner geschrieben, daß ich als nächstes an ein weiteres „Literaturgeflüsterbuch“ mit Texten über mein Schreiben denke, aber da war schon vorher die Idee da, als Nächstes oder, als Übernächstes in diesem Fall, etwas mit der Romanfahrplanmethode der Jurenka Jurk versuchen, die ja damit eine ausführliche Romanausbildung gestartet hat.

Da gab es zwischen Weihnachten und Neujahr einige Probeseminare und eines über die „Heldenreise“ gab es vorher auch und da ich ja den Verdacht habe, daß ich manchmal mit einer Idee, die ich habe, zu schnell voran schreibe und dann an der Oberfläche haften bleibe und wieder nicht den Durchbruch schaffe, obwohl ich den in meinen „stillen Eckchen“ jawohl das schreibe ich jetzt, obwohl mich damit sonst der Uli immer ein bißchen verarschen will, höchstwahrscheinlich trotzdem nicht finde und ich bin eigentlich kein großer Planer und auch kein Schneeflockenmethoden-Schreiber, sondern gehe mit der Idee meist recht schnell voran, so daß es nicht schaden kann, wirklich einmal zu versuchen, das ein bißchen genauer zu konstruieren und schauen, ob das Ergebnis dann schöner und besser ist oder ob es, was ja auch sein kann, keinen Unterschied macht?

Ich habe mir also schon vor ein paar Wochen aufgeschrieben, daß das übernächste Projekt von einer Schauspielschülerin, die bei ihrer Großmutter wohnt und der am Telefon erzählt, daß sie die Aufnahmsprüfung geschafft hat, eine solche Szene habe ich einmal in einer Straßenbahn beobachtet, handeln könnte, die heißt Fräulein No, Nomelia statt Amelia, weil sich der Standesbeamte damals vertippte und jobbt prekär in einem Nachtcafe, dort findet sich  ein Ulrich Blumenberg ein, das ist ein vom Sozialamt lebender Arzt mit Psychoseerfahrung, weil er dadurch seine Job verloren hat und jetzt vielleicht nicht mehr in einer solchen Situation  so leicht in Pension gehen kann, wie das früher war und eine alte ebenfalls vielleicht psychotisch wirkende Obdachlose mit literarischen Interessen gibt es auch.

Das ist, was ich bis jetzt habe. Drei Personen und Stoff vielleicht für zwei szenen, so daß ich damit planen und entwickeln kann. Nur wann ist die Frage? Denn mit dem Korrigieren der Magdalena werde ich wahrscheinlich in ein paar Monaten fertig, wenn ich mich dann an das „Literaturgeflüster-Buch“ mache, bin ich im November, wenn der „Nano“ beginnt, wahrscheinlich noch nicht fertig und dort soll man ja eigentlich plotlos schreiben und da habe ich wahrscheinlich auch nicht die Zeit, mich vorher an das Planen zu machen, weil der November bei mir ja meistens durch die „Buch Wien“ und mein Geburtstagsfest sehr hektisch ist und wird das wohl auch so sein, wenn wir heuer statt auf die „Buch-Wien“ zu gehen, auf die „Buch Basel“ fahren.

Das sind aber so meine Pläne und zwei Lesetermine habe ich inzwischen für die „Unsichtbare Frau“ auch ausgemacht, am 14. 5. wie beschrieben im Republikanischen – Club, bitte hinkommen, damit ich dort nicht allein lese und am 16. Juli im Cafe Westend beim Westbahnhof in der neuen Lesereihe die Luis Stabauer und Erika Kronbitter dort installierten und da war es, wie ich flüstern möchte, anfangs ein bißchen schwierig ohne Verlagsbuch einen Termin zu bekommen, denn wie heißt es so schön auch in Kollegenkreisen immer noch ein bißüchen „Eigenverlag, nein, das wollen wir nicht!“

Aber da habe ich vorhin in Ö1 eine Sendung über eine Plattform gehört, wo man seine selbsterlebte Geschichten einstellen und sich dann ein Buch daraus machen lassen kann, was zeigt, daß sich die Zeiten langsam vielleich doch ein bißchen ändern und weil ja immer mehr Leute schreiben und da vielleicht auch weniger lesen, ich vielleicht doch eine Selbfpublischer Pionierin mit meinen schon über vierzig selbstgemachten Büchern bin, auch wenn ich sie nicht bei „Amazon“ hochstelle und heute gab es zwar kein Privatisimum mit Stephan Teichgräber, ich habe mich aber schon, um neun mit der Ruth und dem Robert vor dem Cafe Museum getroffen, denn am 30. April, da ist zwar noch ein bißchen Zeit bis dahin, soll unser zweiter Spaziergang im Rahmen von Ruths „Kunst im öffentlichen Raum Projekt“, mit der dich ja vor zwei Jahren fünfzehn öffentliche Kunstprojekte beschrieben habe, stattfinden, in dem es um die U-Bahn Kunst gehen soll.

Ruth und ich werden unsere Texte lesen, der Robert soll vorher ein bißchen kunsthistorisch in die Kunstwerke einführen, so sind wir den Spaziergang heute abgegangen und haben die vier Stationen abgesucht, so daß sich der Robert sein Bild von ihnen machen und sich kunstgeschichtlich auf die Projekte vorbereiten kann.

Und da wird es ja in der U-Bahn Station Karlsplatz beginnen, denn da gibt es ja die „Röhren“ von Peter Kogler, die vielleicht aufzeigen wollen, wie es hinter so einer U-Bahn Station aussehen kann.

Dann sind wir mit der U 2 zur Station Krieau hinausgefahren, dort wo immer die „Buch-Wien“ stattfindet und sich auch die neue WU-Befindet, wo der Alfred arbeitet, da gibt es gleich zwei Projekte, dicht nebeneinander, nämlich „Totem modern“ vom französischen Künstler Honet und dann die „3 Brothers“ von Speto.

Wir haben uns noch ein anderes Kunstwerk angesehen, das sich auf der anderen Straßenseite befand, von uns aber nicht beschrieben wurde und sind dann mit der U-Bahn weiter bis zur Station Aspern-Nord gefahren, wo es die „Aspern Affairs“ von Stephan Huber, nämlich zwei große Wandprojektionen mit dem Plan von Wien um 1809 beziehungsweise 1912, gibt.

Das ist das Programm, was auch am 30. April ablaufen wird. Interessiert geworden? Dann den Termin vormerken und hinkommen. Ich freue mich, wenn wir großen Zulauf haben und das wird wahrscheinlich der letzte Spaziergang sein, weil die Ruth nicht mehr, wie eigentlich geplant im nächsten Jahr noch einen dritten einreichen möchte.

 

2019-01-28

Abschied von Hilde Langthaler

Hilde Langthaler

Hilde Langthaler (Volksstimmefest 2013)

Am Donnerstagabend vom „Tag der offenen Tür“ von „NHP-Austria-Nuestros Pequenos Humanos oder unsere kleinen Brüder und Schwestern“, die Paten für ihre Kinder in den Kinderdörfern in Honduras suchen nach Hause gekommen bin, hatte ich einen Anruf von Erika Parovsky, die ich vom Lesetheater und der „Frauen lesen Frauen-Reihe“ kenne, am Band, die mir mitteilte, daß Hilde Langthaler am Mittwochabend gestorben ist und die am elften März 1939 als Brunhilde geborene, habe ich 1978 oder 1979 wahrscheinlich, als Bruni im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennengelernt und mich sehr lange mit ihr, Elfriede Haslehner, Valerie Szabo und anderen Frauen getroffen, um über unsere Texte zu diskutieren, einander vorzulesen, etcetera.

Die Bruni, die literarisch Hlde genannt werden wollte war eine sehr vielseitige Frau, sie hat in Graz und Wien Medizin studiert, war, glaube ich bei Entwicklungshilfeeinsätzen in Afrika und  anderswo und hat. irgendwann zu schreiben begonnen.

Wann weiß ich nicht so genau. Als ich sie in den Siebzigerjahren kennenlernen, hat sie schon durch ihr „Theaterstück „Nur keine Tochter“, das ich, glaube ich, irgendwann in den Schränken gefunden, aber nicht mitgenommen habe, Aufsehen erregt.

Sie hat mit Elfriede Haslehner den ersten „Wiener Frauenverlag“ gegründet, der später in „Milena“ umgenannt wurde und jetzt keiner mehr ist und war eine Mitbegründerin der „Auf“, ist in Ruths „Zündende Funken“, das sie vorigen März am Frauentag in der Wien-Bibliothek vorstellte, verewiegt und sollte, glaube ich, auch in der nächsten Zeit diesbezüglich lesen oder eine Veranstaltung organieren.

Gesehen habe ich sie das letzte Mal am achten Dezember beim Abschiedsfest der Ruth, da ist sie mir, die ja demnächst ihren achtzigsten Geburtstag feiern würde, sehr aktiv vorgekommen, sie hat aber schon länger an einem Karzinom gelitten.

Mein Verhältnis zu ihr war ein etwas schwieriges, sind wir doch literarisch einige Male aneinandergestoßen und ich habe sie auch in eineigen meiner Bücher, wie in den „Schreibweisen“ und dem „Wilden Rosenwuchs“ als Vorbild für meine Figuren genommen.

Habe sie in der GAV bei den Generalsversammlungen, bei denen der IG Autoren und auch bei verschiednenen Veranstaltungen immer wieder getroffen, sie hat bei meinen Frauenlesungen mehrmals gelesen, zum Beispiel bei meiner ersten Frauenlesung, die ich in den Achtzigerjahren in St. Pölten organisierte, dann bei der 1998 in der „Alten Schmiede“ und ich habe auch zweimal eine Frauenlesung im Rahmen des Lesetheaters, eine im Seniorenraum des WUKs, wo ja Erika Parovsky sehr aktiv war und den Raum zur Verfügung stellte, die andere, ich glaube, 2006 im Literaturhaus organisierte. Bei den „Mittleren“ hat sie, glaube ich, nicht oder vielleicht das erste Mal gelesen, aber mehrmals bei den Veranstaltungen zum „Tag der Freiheit des Wortes“, die ich ja 2001 im NIG Hörsaal 1 und dann 2003 bis 2009 im Literaturhaus organisierte. Gelesen hat sie, glaube ich, auch bei der „Poet Night“ und auch beim Volksstimmefest, obwohl ihr das, glaube ich, zu politisch war und dann gab es auch noch die Frauenlesungen, die eine Zeitlang in der Galerie Heinrich stattfanden.

Ich habe einige Bücher von ihr in meinen Regalen und auch einiges gelesen, zum Beispiel „Gras dein Gesicht“, in dem auch Illustrationen von Regina Alfery, der komponierenden und zeichnenden Psychologin, die ich durch sie kennenlernte, enthalten sind.

In der Anthologie des Schriftstellerverbandes, in dem sie auch Mitglied oder sogar im Vorstand war, sind Texte von ihr enthalten, später hat sie, glaube ich, auch in der „Edition Roesner“ Bücher herausgebracht und in dem dort erschienenen Frauenbuch, das Antia C. Schaub die ich ja bei der von Rolf Schwendter organisierten „Tag der Freiheit des Wortes“ 2002 im Literaturhaus darauf angesprochen hat, sie ein Portrait von ihr und anderen Frauen, beispielsweise Elfriede Haslehner, aber auch Friederike Mayröcker, Barbara Frischmuth etcetera, in ihr 2004 erschienenes Frauenbuch  aufgenommen.

Die Bruni stammt aus einer Ärztefamilie, so war ihre Mutter auch praktische Ärztin, ihre Großmutter, die in 1852 in München geoborene und 1929 in Würzburg verstorbene Agnes Sapper war eine bekannte Kinderbuchautorin, deren „Familie Pfäffling“ ich vor einigen Jahren im Schrank gefunden habe.

Erika Parovsky, Hilde Langthaler, Elisabeth Krön

Erika Parovsky, Hilde Langthaler, Elisabeth Krön (Lesung Monika Giller Mai 2011)

Ihr Onkel Theodor Sapper 1905 bis 1982 war Lyriker und Dozent, der, glaube ich, in der „Urania“ Vorträge zur Literatur gehalten hat. Von ihm habe ich einige Gedichtbände und sein Hauptwerk „Kettenreaktion Kontra“ wurde von der Bruni 2006 herausgegeben, da war ich bei der Präsentation im Literaturhaus und habe mir das Buch dann von dem Büchergutschein gekauft, den ich bei dem gewonnenen Literaturwettbewerb in der „Szene Margareten“,  bekam.

Ein sehr interessante Biografie also und eine schon sehr lange Beziehung mit der Bruni, die mich die letzten vierzig Jahre mehr oder weniger intensiv begleitet hat.

Beim Begräbnis der Valerie 1996 bin ich mit ihr und der Elfriede gewesen. Da haben mich die Reden und die Texte, die dort von Valeries Verwandten gelesen wurden, sehr beeindruckt und habe mir gedacht, ich könnte mir zu meinem Begräbnis auch eine solche Lesung organierien.

Davon bin ich inzwischen abgekommen. Mein Begräbnis wird so verlaufen, wie es meine Nachkommen gestalten, im „Letzten Versuch“ habe ich aber darüber geschrieben und da habe ich wohl auch an meine schreibenden Freundinnen vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“, mit denen ich mich noch lange vorwiegend in Valeries schöner Wohnung gleich neben dem Grinzinger Friedhof, wo ja auch der große Thomas Bernhard begraben ist, dessen Grab ich an jendem heißen Sommertag als Andreas  Okopenko begraben wurde, nicht gefunden habe, gedacht und so war ich auch sehr betroffen, als ich Erika Parovsky, die wohl bis zum Schluß im Krankenhaus war, bekommen habe, habe die Ruth angerufen und dann auch die Elfriede, die ja sehr mit ihr befreundet war und später Hilde Schmölzer, die ja das erste Buch über schreibende Frauen geschrieben hat, das wir im „Arbeitskreis“ vor vierzig Jahren besprochen habe.

Das Begräbnis wird, glaube ich, am elften Februar am Heiligenstädter Friedhof sein und vielleicht gibt es eine Lesetheaterveranstaltung oder wird im November bei der „In Memorian-Veranstaltung“ der GAV an die Bruni gedacht, die mir, wenn ich so nachdenke, trotz aller Schwierigkeiten eine sehr liebe und lange literarische Freundin war und jetzt tut es mir sehr leid, daß ich mir das Theaterstück damals nicht aus dem Schrank genommen habe, weil ich wohl dachte, daß es schon hätte und Theaterstücke  auch gar nicht so gerne lese.

2019-01-23

Workshopplaudereien

Ich besuche ja seit zwei Jahren jeden Mittwoch von drei bis fünf bei Stephan Teichgräber in der Dokumentationsstelle fpr ost und mitteleuropäische Literatur, den Workshop, der er dort anbietet.

Vor zwei Jahren hat es mit der Literatur des Centope begonnen, das heißt Literatur aus Österreich, Slokwakei und der Tschechei und diese Literatur wird ja auch immer beim Centrope Festival angeboten, das in dem kleinen tschechischen Theater in der Münzwardeingasse stattfindet.

Mit Herrn Eder haben wir da unter anderen einen Roman von Michal Hvorecky und den von Ilija Trojanow erforscht, die damals dort gelesen haben. Ich habe für mich auch anderes gelesen, denn die osteuropäische Literatur interessiert mich sehr und das Semester darauf ist es mit der Partisanenliteratur weitergegangen und hat mir Herr Eder das „Engelchen“ von Ladislav Mlacko geschickt, das ich dann auch gelesen habe.

Im vorigen Sommersemester war die utopische Literatur an der Reihe und da habe ich  schon einige Dystopien gelesen und für mich eine eigene Liste erstellt, bei Stephan Teichgräber zuerst mit der anderen Teilnehmerin, Herr Eder ist nicht mehr gekommen und soll auch, wie mir Stephan Teichgräber sagte, inzwischen verstorben sein, später allein, den George Orwell erforscht und dieses Semester ist die Revolution an der Reihe und da hat Stephan Teichgräber was für mich gar nicht so typisch für die Revolutionsliteratur ist einen Roman von Alexex Tolstoi einen drei Bänder und einen Vierbänder von Alexander Döblin ausgesucht.

Sie ersten zwei Male ist die Ruth mitgekommen, dann wurde es ihr, weil sie inzwischen ja evangelische Theologie studiert und Griechisch lernen muß, zuviel geworden und so komme ich jeden Mittwoch, wenn Stephan Teichgräber, der auch auf der Uni unterrichtet, nicht auf einer Sitzung oder einen Kongreß ist, allein und plaudere mit ihm über Literatur.

Das ist  mein Anliegen das ich an den Workshop habe, weil ich von den literarischen Analysen nicht so viel halten und Stephan Teichgräber ist da sehr genau und hat  schon einige Skriptumfassungen, die er sich jeweils erstellt, so daß wir mit den beiden Werken nicht sehr weiterkommen und jeweils immer noch auf den ersten Seiten sind, die aber inzwischen sehr genau erforscht haben.

Das Lesen des Drei- und des Vierteilers schaffe ich, ob meiner elendslangen Leseliste derzeit nicht, obwohl ich mit Stephan Teichgräber vor einigen Wochen die drei Toilstoi Bände bei einem Antiquar in der Margaretenstraße erstanden habe und da wir ja oft das schon Erarbeitete wiederholen, habe ich eigentlich auch nicht soviel Stoff über die zwei Stunden einen eigenen Artikel zu schreiben.

Das kombiniere ich dann wenn ich am Abend zu einer Veranstaltung gehe dann damit, aber heute habe ich eine neunzehn Uhr Stunde, so daß ich es weder in die „Alte Schmiede“ noch in das Lteraturhaus schaffe, habe mir den Platz aber freigehalten und beim Nachhausegehen gedacht, uje, uje, was soll ich da bloggen? Der Uli beschwert sich ohnehin, daß ich nur sinnlosen Content schreiben würde, ich das „Literaturgeflüster“ aber als mein literarisches Tagebuch betrachte, so daß eigentlich Platz für eine literarische Plauderei, was ja meine ursprüngliche Absicht des „Geflüsters“, ein lockeres Plaudern über die Literatur und mein literarisches Leben wäre, aber was schreibe ich?

Wirklich Neues haben wir heute nicht erarbeitetet, ich hatte Stephan Teichgräber, der ja als Slavist, die Bücher immer in der Originalsprache liest, einiges zu erzählen, habe ich  in der letzten Zeit, ein Buch des Centrope, nämlich Michal Hvoreckys „Troll“, was mir gar nicht so sehr gefallen hat und ich eigentlich eher als „dahingeschluddert“ halten würde, gelesen und heute Morgen in der Badewanne auch Vladimir Sorokins „Manaraga“ ausgelesen und das hat eigentlich einen Bezug zum Workshop oder zumindestens zum Tolstoi, wenn schon nicht zum Lew, der in dem Buch ja vorkommt, beziehungsweise dort verbrannt wird, dann doch zum Alexej und in dem Sorokin Buch geht es ja um russische Literatur, also habe ich darüber mit Stephan Teichgräber geplaudert, beziehungweise ihm das Buch schmackhaft zu machen versucht und ein drittes, eine Frühjahrsneuerscheinung, die im Februar erscheinen wird, habe ich auch schon in meinem Baqdezimmer liegen, nämlich Tanja Maljartschuks „Blauwal der Erinnerung“, worüber ich sie schon einmal im Literaturhaus reden hörte und da geht es um einen ukrainischen Volksshelden, der zwar nicht ganz exakt zum Centrope gehört, von Stephan Teichgräber aber schon erwähnt wurde und wenn ich dann das Buch über Donald Trump, das ja eigentlich nicht meinen primären Lesegeschmack entspricht und Robert Seethalers „Feld“ mein letztes östBp-Buch ausgelesen haben werde, werde ich mich an den „November 1918 in der österreichischen Literatur“ machen, was ja, glaube ich, auch nicht ganz der Revolution zuzuorden ist, aber wichtige Informationen zur Republickgründung geben kann.

Nächste Woche ist ja noch ein Workshop, bevor es in die Semesterferien geht, Stephan Teichgräber hält sich da genau an den Universitätslehrplan, da werde ich mir, weil eine achtzehn und neunzehn Uhr Stunde, vielleicht auch nicht so viel zu plaudern habe, mir den Platz aber wahrscheinlich trotzdem freihalten, also für die, die mein literarisches Leben interessiert, die entsprechenden Infos geben und so kann ich jetzt nachdenken, was sonst noch zu erzählen ist.

Ich korrigiere immer noch an der „Magdalena Kirchberg“ und während ich das, während des Szenekorrigierens immer mit Videos übers Schreiben getan habe, die meine Konzentration vielleicht verringerte, meine Motivation an der Sache aber entsprechend erhöhten, bin ich jetzt in der Lautlesephase und werde das wahrscheinlich  noch ein paar Wochen, wenn nicht Monate so tun und bin jetzt bei 97 Seiten und 46.170 Worten und für die Leipziger Buchmesse zu der wir auch heuer wieder fahren werden, habe ich mich inzwischen ach akkreditierte. Ich wollte das zwar erst ein bißchen später machen, habe dann aber vom „Diogenes Verlag“ schon eine Einladung zum Bloggertreffen bekommen  und mit Susanne Bühler auch schon einen Einzeltermin ausgemacht.

Eine Termin für eine Lesung aus der „Unsichtbaren Frau“ habe ich für 14.Mai im „Republikanischen Club“ auch vereinbart und der „Bremer Literaturpreis! wird nächste Woche an Arno Geiger und an Heinz Helle vergeben, Daniela Striegl hält da die Laudatio kann ich vermelden, obwohl ich natürlich nicht nach Bremen zur Preisverleihung fahre und heuer auch nicht nach Essen zur Verleihung des „Blogger Debutpreises“ an Bettina Wilpert, da diese schon am zwölften Februar stattfindet, da werde ich wahrscheinlich einen Comic über den 12. Februar 1934 lesen und vielleicht auch Thomas Bernhard gedenken, obwohl ich ja kein besonderer Bernhard Fan bin und höchstens nach Leipzig nach Essen zur Lesung von Wlada Kolosowa fahren, zumindestens würde sich das ganz gut ausgehen, da die am Mittwoch nach der Messe ist.

Mal sehen, das wäre interessant, aber vielleicht kommt die auch einmal nach Wien oder  Göttweig und das Buch habe ich auch schon gelesen.

Jetzt ist mir, glaube ich, zum „Plaudermittwoch“, den ich ja für alle Interessierte als eigene Rurik einführen könnte, doch eine ganze Menge eingefallen

2019-01-01

Ins neue Jahr

Weihnachten und Silvester habe ich diesmal wieder in Harland bei St. Pölten verbracht. Zehn lange Tage, denn wir sind am Samstag den 22. Dezember sehr früh dorthin gefahren, nachdem ich den Freitag davor am Nachmittag bei der Ruth war, um mir ihre neue Wohnung anzusehen und bin dann, um sechs nach Grinzing hinausgefahren bin, weil dort die Anna B., eine Freundin vom Alfred, der sie von der Gerlinde kennt, ihren sechzigsten Gburtstag in einem heurigen in der Armbrustergasse gefeiert hat.

Über meine diesbezüglichen Erlebnisse habe ich schon in der „Weihnachtsgeschichte“ gescrheiben und dann war es eigentlich ein ruhiges Wochenende. Ich bin wieder mit dem Rad nach St. Pölten auf den Markt gefahren, nachdem ich das die letzten zwei Mal wegen Schneelage nicht machen konnte und der Alfred da die Doris Kloimstein allein getroffen hat.

Vor Weihnachten war sie aber schon in Innsbruck oder in Zürich, wo ihr Sohn, glaube ich, Psychiater ist und am Sontag  sind wir wieder auf die Rudolfshöhe gegangen.

Dann kam das Weihnachtsfest und es war sehr ruhig, ich habe meine Weihnachtsbücher gelesen. Bücher lagen diesmal nicht unter dem Christbaum, die eine der Pflegehelferinnen der Schwiegermutter aufgeputzt hat. Sie hat auch Kekse gebpacken. Von der Anna habe ich die üblichen Badeessenzen für die Lesebadewannensessions bekommen, vom Alfred zwei Kalender, einen literatischen und einem vom „Augustin“.

Dann hat der Alfred die nächsten zwei Feiertage gekocht, Gansl mit Rotkraut am Dienstag und Braten mit Kartoffelpürre und Karotten am Mittwoch.

Am Donnerstag ist der Alfred nach Wien arbeiten gefahren, ich bin in Harland geblieben und mit dem Rad in den Traisenpark gefahren und am Freitag in die andere Richtung nach Wilhelmsburg.

Lesetechnisch, wie das offensichtlich blogmäßig so heißt, habe ich mit  Peter Nadas „Leni weint“ verbracht.

Am Samstag wieder Markt, meinen Jahresrückblick habe ich geschrieben und am Sonntag sind wir mit der Anna auf die Rudolfshöhe gefahren und seit dem zweiten Feiertag hat es, wie ich auch schon geschrieben habe, ein kleines Geschenk von Jrenka Jurk oder eine etwas größere Promotion auf ihre Romanschule gegeben, jeden Tag um acht ein Arbeitsblatt, um sich seine Schreibziele für 2019 festzulegen und da hat mir schon „Digitaldruck“ gemailt, daß die „Unsichtbare Frau“ wahrscheinlich am Mittwoch, wenn ich wieder in Wien bin, geliefert wird.

Die kann ich dann promoten, beziehungsweise dem Uli schicken und mich dann mit ihm wahrscheinlich in der Leserunde austauschen und am Montag, am Sonntag abend hat es noch einmal ein intensives Webinar zum Abklopfen der Romanidee gegeben, sind wir wieder auf die Rudolfshöhe, diesmal mit dem Rad, wo der Betreiber wieder einmal wechselt und sie deshalb nur bis fünf offen hatten, obwohl es sehr voll war, weil es ja irgendwie zur Tradtion gehört, Silvester auf der „Rudi“ zu feiern, was wir aber niemals machten, weil ich in der Nacht nicht so gerne Radfahre und auch nicht durch den Wald gehe.

Früher waren wir zu Silvester öfter beim Martin in der Porzellangasse, später mehrmals bei der Hilde Schmölzer im vierzehnten Bezirk, die letzten Jahre in Harland und ein so besonderer Silvesterfeierer bin ich ja nicht, obwohl ich den Jahresrückblick geschrieben habe und durch Jurenka Jurk animiert meine Vorausschau auf mein Romanjahr 2019.

Da habe ich ja vor kurzem ihr Webinar über die „Heldenreise“ gemacht und mir gedacht, bei meinem nächsten Projekt versuche ich es mal damit, weil ich diesbezüglich offenbar immer stecken geblieben bin, dann habe ich aber gemerkt, daß ich mit dem Korrigieren der „Magdalena“ vor mich hintrödle, die „Unsichtbare Frau“ hat auch sehr lang bis zum Fertigwerden gebraucht und ich habe wohl ähnlich, wie die Maria Mattuschek in der Magdalena Kirchberg gedacht, wozu das alles, wenn es niemand lesen will und ich habe doch schon so oft über depressive Frauen geschrieben, daß ich es nicht nochmals versuchen sollte.

Obwohl ich schon so etwas, wie eine Idee hatte, mit der ich es mit der „Heldenreise“ versuchen hätte können. Dann ist mir auch die Idee gekommen, ein zweites „Literaturgeflüster-texte-buch“ mit den Artikeln über mein Schreiben und meinen Büchern herauszugeben, denn da bin ich ja im letzten Jahr sehr aktiv gewesen.

Mal sehen, wie es wird, zuerst starte ich einmal in das neue Jahr, in dem ich den Makarewicz-Krimi anfange, mit dem Lesen bin ich im letzten Jahr ja auch eher langsam gewesen, habe nur 146 Bücher geschafft und, glaube ich, über zehn Herbst- und Winterbücher noch auf meiner Liste, dann putze ich die Wohnung, wir fahren nach Wien, ich räume die Weihnachtsdekotrationen weg, mache zwei Praxistage, warte auf die „Unsichtbare Frau“ und den Beginn der Veranstaltungen und sonst wahrscheinlich alles wie gehabt.

Höchstwahrscheinlich werden wir wieder nach Leipzig fahren, ob sich das wieder mit Essen und dem Bloggerdebutpreis, wo der Preisträger ja auch in der ersten Jännerwoche bekanntgegeben soll, weiß ich nicht.

Denn diesbezüglich tut sich überhaupt nicht sehr viel. Ich war mit den fünf Shortlistbüchern zwar schon Anfang Dezember fertig, Kunststück hatte ich zwei davon ja schon gelesen und habe auch schon meinen Beurteilungsartikel geschrieben. Von den anderen den dreizehn Mitjuroren aber noch nicht sehr viel gehört. Und daher außer, daß das Buch der Bettina Wilpert offenbar einigen gefallen hat und auf dem Debutpreisranking der „Letzte Huelsenbeck“ hoch oben liegt, noch keine Ahnung habe, wer da das Rennen macht?

Wie wird also 2019, wo ich sechsundsechzig werde und als ich dreiunddreißig geworden bin und das war, kann ich mich erinnern, ein Freitag, bin ich von der HNO-Klinik, wo ich damals eine Halbtagsstelle als Vertragsassistentin auf der Sprachambulanz hatte, daß ich dachte, daß ich nicht älter als das werden werde. Nun denke ich, zwanzig Lesejahre liegen wohl noch vor mir und ich habe eigentlich vor, es heuer mit den Neurerscheinungslesen etwas moderater anzugehen und habe mir auch etwas weniger bestellt. Buchpreislesen will ich aber wahrscheinlich wieder, allerdings im nächsten Dezember wieder einen Bücherchristbaum machen und mir da vorwiegend Weihnachtsbücher hinauftun, alte und neue und die auch lesen.

Und sonst? Im Juni soll das Enkelkind kommen, die Anna leidet momentan sehr darunter. In die Schweiz wollen wir wieder fahren, vielleicht im November statt zur „Buch-Wien“ auf die „Buch Basel“ und zum Schweizer Buchpreis. Das wäre auch einmal interessant.

Mit dem Uli werde ich mich wohl weiter catchen und den Rechtstrend nicht aufhalten können, dafür weiter auf die Donnerstagsdemo gehen. Am Zehnten ist schon die erste, jetzt war ja eine zeitlang Weihnachtspause. Mal sehen, was es alles gibt und wenn das Romanjahr vielleicht doch ein tolles wird und ich mich hier nicht nur mit rechten Kritikern, sondern auch mit ein paar literarisch Interessierten austauschen kann, wäre das sehr schön und auch meine Intention.

Mal sehen, wie es wird, in diesem Sinne wünsche ich allen ein tolles neues Jahr, wo wir vielleicht wieder ein Stückchen toleranter werden können, denn Multikulti ist eigentlich nicht passe und das Gutmenschentum angesagter, als je zuvor!

2018-12-31

Wieder einmal Jahresrückblick

Es ist soweit, 2018 geht zu Ende und man kann sagen, es war auf der einen Seite, ein ganz gutes Jahr, gab es doch zwei literarische Höhepunkte und da waren, sowohl der April, als auch der November besonders intensiv.

Denn ich habe im April in der „Alten Schmiede“ zwar etwas verspätet, aber immerhin mein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ vorgestellt, da war dann schon der „Hammer“ mit meinen und Ruths Texten zur „Kunst im öffentlichen Raum“ herausgekommen und am achtzehnten April gab es den ersten diesbezüglichen Spaziergang, wow, ein bißchen so, wie es eigentlich sein sollte und im November gab es noch einmal einen Spaziergang durch den neunten Bezirk und auf der „Buch-Wien“ habe ich im Rahmen  des „Ohrenschmauses“ ein Stückchen aus der „Mimi“ gelesen.

Ansonsten war ich im März wiedermal  in Leipzig und vorher in Essen bei der „Bloggerdebutpreisverleihung“, wo ich Klaus Cäsar Zehrer und Christian Bangel kennenlernte.

Danach gab es den Osterspaziergang der LitGes, wie gewohnt und auch die Lesung beim „Linken Wort“ beim „Volksstimmefest“, die Lesung bei der „Poet Night“ und mein „Literarisches Geburtstagsfest“, wo ich  jeweils mehr oder weniger ein Stück aus der „Unsichbaren Frau“ gelesen habe, dem Buch, in dem ich den Herbst 2017 im Rahmen des „Nanowrimo 2017“ beschrieben habe und daraus habe ich auch im „Bepop“ gelesen, die man, wenn man so will, auch als eine außertourliche Lesung bezeichnen kann, zu der mich der liebe Rudi eingeladen.

Buch ist in diesem Jahr nur eines herausgekommen, nämlich die Bloggeschichten „Besser spät als nie“, zu Jahresanfang, aber die Fortsetzungsgeschichte, „Die Unsichtbare Frau“ ist schon in der Druckerei und ich werde sie demnächst bekommen.

Geschrieben habe ich ab Sommer den Rohentwurf zur „Magdalena Kirchberg“, bei der ich jetzt beim Korrigieren bin und da habe ich vorher auch ein paar Artikel zum „Zeitmanagement“, „Regelmäßig schreiben“, „Konzeptänderungen“ etcetera verfaßt. Das war im Sommer.

Vorher ab Jahresbeginn habe ich wieder ein bißchen mein Schreiben vorgestellt, über meine „Kinderbücher“, die „Depressiven Frauen“, die „Politischen Bücher“, die „Bekannten Gestalten“, die „Schreib- und die Bücherschrankmotive“, etcetera, geschrieben.

Außer in Leipzig war ich wieder auf der „Buch-Wien“ und beim „Buchquartier“, bei vielen Veranstaltungen, wie den „Wilden Worten“, den „O-Tönen“,„Literatur und Wein“ in Göttweig und in Krems, beim „H .C. Artmann-Festival“, bei einigen Preisverleihungen, den „Bachmann-Preis“, den Tanja Maljartschuk gewonnen hat, hat es gegeben  und ich habe wieder tüchtig gelesen, wenn auch weniger als in früheren Jahren, ich habe Buchpreis gebloggt und mich durch die österreichische und die deutsche Liste gelesen.

Ansonsten dieses Jahr sehr viele Neuerscheinungen und in zwei Jurien bin ich nach wie vor auch.

Da gibt es schon länger den „Ohrenschmaus“, den Literaturpreis für Menschen mit Lernschwierigkeiten und seit 2016 juriere ich auch beim „Bloggerdebut-Preis“ mit, was mir großen Spaß macht, denn ich interessiere mich ja sehr für Literatur.

Reisen hat es auch gegeben, eher kleinere, denn ich bin ja im Gegensatz zum Alfred nicht sehr reiselustig, war aber heuer vor Leipzig, zwei Tage in Würzburg und zwei Tage in Essen, dann sind wir im Sommer zehn Tage in die Schweiz, nach Genf, Bern und Zürich gefahren, wo ich die Bücherschränke erforschte und einige Buchhandlungen besuchte und kurz danach sind wir noch ein paar Tage mit der Ruth um den Neusiedlersee gefahren.

Das waren die erfreuelichen oder die gewöhnlichen Dinge, zu den eher unerfreulichen würde ich die politischen Entwicklungen, den Rechtsruck, etcetra bezeichnen.

Es gibt wieder Donnerstagsdemonstrationen, da war ich auf vier und das ganze Jahr habe ich mich mit dem Uli gecatscht, was manchmal mehr, manchmal weniger erfreulich war, aber ich denke, man soll es wenigsten versuchen politische Korrektheit einzufordern, auch wenn das, wie es aussieht, ein Faß ohne Boden ist.

Das war im Großen und Ganzen 2018 und richtig, daß ich „zehn Jahre Literaturgeflüster“ mit Sekt und Torte gefeiert habe, das hätte ich jetzt fast vergessen!

Und zwei Workshops bei Stephan Teichgräber einen zum Thema „Utopie“ und einen zur „Revolution“ habe ich auch besucht, um mich ein wenig literaturwissenschaftlich weiterzubilden, während es, was wahrscheinlich auch ein wenig schade ist, die „Schreibgruppe“ seit Herbst nicht mehr gibt.

Verluste gibt es auch zu vermelden, so ist in diesem Jahr der „Büchner-Preisträger“  Wilhelm Genazino,  am 12. Dezemer in Frankfurt verstorben, den ich sowohl einmal in Gottweig bei der „Literatur und Wein“, im Literaturhaus und in der „Alten Schmiede“ hörte, sondern auch der ewige Nicht-Nobelpreisträger Philp Roth, der andere große Amerikaner Tom Wolfe am 14. Mai, Philip Kerr am 23. März und auch die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger mit ihren ganz armen Kindern und Frauen, die eine hervorragende Oma  gegen Rechts gewesen wäre, die mit dem Krückstock, wie sie einmal am Ballhausplatz beim Johanna Dohnal- Gedenken verkündete, gegen die Nazi-Verharmloser angetreten wäre.

Und außerdem habe ich gerade erfahren, ist der israelische Schriftsteller Amos Oz von dem ich noch einiges zu lesen habe, vor drei Tagen gestorben.

Außerdem, hat es in diesem Jubuläumsjahr außer fünfundvierzig Jahre Matura und fünfundvierzig Jahre erfolgfrei schreiben, dem fünfundsechzigjährigen Geburtstag und Ende meines Diagnostikkassenvertrages, auch die Erinnerung an den März 1938, das Wien unterm Hakenkreuz, fünfzig Jahre 1968 und hundert Jahre Republik gegeben, was zu einigen literarischen Veranstaltungen und Büchern führte, die ich noch im nächsten Jahr lesen werde.

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.