Literaturgefluester

2021-05-12

Echos Kammern

Filed under: Bücher,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:36

Jetzt kommt schon das erste Buch, das in der Sparte „Belletristik“ für den „Leipziger Buchpreis“ nominiert wurde, denn da habe ich mich das letzte Jahr auch entschlossen diese Liste hinunterzulesen, zumindestens was die Belletristik und die Übersetzungen betrifft und Iris Haniksas „Echos Kammern“ wurde ja bei der letzten „Leseauslese“ in der „Gesellschaft“ vorgestellt und empfohlen.

Da bin ich aufdas Buch aufmerksam geworden und hätte es mir fast um den Gutchein eingelöst, den mir der Alfred vor Weihnachten gegeben hat, denn ich kenne die 1962 in Würzburg geborene Iris Hanika und ihr „Treffen sich zwei“ glaube ich von der „Deutschen Buchpreisliste“ 2008 ,die ich da das erste Mal per Internet verfolgte und 2009 versuchte das Büchlpreisleseprobenbüchlein in Österreich zu bekommen.

„Wie der Müll geordnet wird“ habe ich mir, glaube ich, einmal in Salzburg aus einer Abverkaufskiste gezogen oder war das das „Eigentliche“, das auch auf meiner Bücherliste steht und nun ist auf der Liste des „Lleipziger Buchpreises“ 2021 gekommen.

Die liebe Henrike Blum, die ich jetzt auch live lange nicht gesehen habe, hat mir das PDF geschickt, so daß ich das Buch, als Erstes gelesen habe und war, kann ich schreiben oder mich wiederholen, zuerst einmal verwirrt und habe mir fast gedacht, daß ich jetzt das Gleiche schreiben werde, was ich schon über die„Wilden Theorien“ geschrieben habe.

Sorry, nichts verstanden, aber ganz so einfach oder so unverständlich war es nicht. Denn da gibt es erst einmal einen allwissenden Erzähler, der uns durch das Geschehen führt. Ich habe zwar Psychologie und nicht Literaturwissenschaften studiert, hätte aber doch gedacht, daß das jetzt gar nicht mehr geht und ein absolutes no go ist, wie es ja heißt, wenni ch manchmal spoilere und dann und das führt mich wieder zu mir zurück, ist einer der ersten Sätze „Bevor ich bin gereist nach New York, ich war in Sorge.“

,Was heißt denn das? Wenn ich so schreiben würde, würde nicht nur der Uli aufschreien. Aber halt, bevor ich Iris Hanika sprachliche Inkompetenz vorwerfe, das Buch ist bei „Droschl“ erschienen und da gibt es auch„Broken German“ und Iris Hanika schreibt auch sogleich, daß es dabei, um die sogenannte „Lengevitsch“, handelt die 1925 von einem Kurt M.Stein erfunden wurde und in dem Buchgeht es im wesentlichen, um zwei Städte. Um Berlin und New York und um zwei Frauen. Um Sophoniste und Roxana und da haben wir schon einmal zwei ungewähnliche Namen. Ich hatte da ja mit meiner „Sophie Hungers“ und auch schon vor 2009 Probleme, weil ich gerne sprechende oder ungewöhnliche Namen verwende, Sophoniste ist eine alternde Dichterin, die mit ihren „Mythen in Tüten“ berühmt geworden ist, in denen es um die Musen Echo und Narziß geht und da haben wir schon die Anpielung zum Titel und die reist jetzt nach New York um einen Roman über die Stadt zu schreiben. Was auch recht schwierig ist, weil das ja heute jeder Dichter machen will, über New York und den Holocaust zu schreiben und da bin ich schon bei Gustav Ernst und seiner Präsentation seiner „Betriebsstörung“ im Literaturhaus, wo es darum geht, was gute Literatur ist und ob man nachden hunderttausend Millionen Romanen, die es schon gibt, noch überhaupt einen schreiben kann, der verständlich ist? Und so würde ich mir Iris Haniska „Echo Kammern“ auch interpretieren.

Sophoniste reist also nach New York und beginnt zu schreiben. Tut das aber in der „Lengevitsch“ und dann geht sie in den Starbuck, lernt dort einen Engel kennen, der sie zu einer Party einer berühmten Sängerin führt, deren Namen mir, die ich ja früher viel in die Oper ging, jetzt aber eigentlich wenig Musik höre, nichts sagte. Sie lernt aber einen Josch kennen, der über die ukrainische Literatur schreiben will und einen Alf, der früher Bedolf heißt, Achtung Anspielung an den Adolf würde ich vermuten, der lebt mit einer Deborah in einer New Yorker Luxuswohnung beim Central Park, lädt sie ein und bekocht sie. Die alternde Sophoniste und da wären wir auch bei den alternden Romanheldinnen von denen sich Mieze Medusa ja nicht vorstellen kann, daß es sie gibt, hat keine Wohnung sondern zieht von Stipendiumquartier zu Stipendiumsuartier und braucht, wenn sie wieder nach Berlin zurückkehrt, eine solche. Guter Rat ist hier nicht teuer, denn Alf kennt ja Roxane, die von Ratgebern lebt und damit berühmt geworden ist, zu der kann Sophaniste ziehen und Josh kommt auch gleich dorthin. Roxana verliebt sich unsterblich in ihm und ich habe dieses Wirrwarr, die verschiednen Sprache und ein Haufen literarischer Anspielungen kommen auch darin vor, eigentlich ganz gut, verstanden.

Das heißt, um nicht hochzustapeln. Ganz so einfach war das doch nicht. Zuerst habe ich bei „Wikipedia“ gelesen, daß man die Handlung des Buches nicht nacherzählen kann und dann ein Interview mit der Autorin gehört, wo sie sehr viel lachte und mir war klar, nach den hunderttausend Romanen, die es schon gibt, darf man sich ja nicht wiederholen, sondern muß immer danach trachten, etwas Neues und noch nie dagewesenes zu schreiben und da läuft man dann leicht in Gefahr unverstänlich zu werden oder vielleicht banal und es mit einer „Lengevitsch“ und vielen Anspielungen zu versuchen, so daß dann vielleicht gar keine komplizierte Handlung überbleibt, außer einer, die man vielleicht doch nacherzählen kann und das finde ich spnnend, habe ich mir doch, als ich beim Lesen des erstens Drittels war und nichts verstanden habe, gedacht, wieso empfehlen Cornelius Hell oder Katja Gasser, die ja einen elitären Literaturgeschmack haben müssen, dieses Buch und wieso wird es in der „Gesellschaft“ präsentiert, die mich ja wegen „selbstgemacht“ nicht lesen lassen, wieso gilt alles, was unverständlich ist, als gute Literatur und das andere nicht?

Das habe ich mir durch das Interview jetzt schon erklärt. Was über bleibt und vielleicht doch zu wenig beachtet wird, ist der Leser. Dennn lesen die das, was auf den deutschen, leipziger oder was immer Listen steht, das hehre, elitäre, unverständliche, was von den Literaturkritikern angepriesen wird oder wollen sie, wenn sie überhaupt noch lesen nicht vielleicht doch Krimis, ChickLlit, Fantasy oder what else.

Ich lese selber ja nachweislich viel und bekomme von meinen Spamern manchmal zu hören, daß ich nichts verstanden habe, ja manchmal tue ich das nicht. Dieses Buch habe ich aber doch verstanden. Bleibe ein wenig nachdenklich und noch immer ratlos zurück und bin jetzt gespannt, wie es sich neben den vier anderen Belletristik-Büchern durchsetzen kann. Da habe ich schon gehört, daß Judith Hermann nicht so gut Romane, wie Erzählungen schreiben können soll, von Christian Kracht habe ich auch schon einiges Kritisches gehört, aber noch nichts gelesen. Auf Helga Schubert bin ich gespannt und die Fritzi wäre ja, meine Leser wissen es, meine große Favoritin, scheine ihr Buch aber nicht zu bekommen und in den Schränken ist auch nicht soviel von ihr zu finden.

2021-05-08

Rauris 1971-2021

Filed under: Bücher,Literaturbetrieb — jancak @ 00:00
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Noch einmal zu den „Literaturtagen im Innergebirg“, die ja 2020 ihr fünfzigstes Jubiläum feiern wollten, Corona hats verhindert. So wurde heuer digital nachgeholt und ich bin dazugekommen mich durch die Literaturtage zu hören, von denen ich schon einiges gehört habe und auch die dort aufgetretenen Literaturgrößen zum größten Teil schon kannte. Es gibt aber ein Buch beziehungsweise einen dichtbebilderten Katalog, den ich, glaube ich, schon am Montag danach zugeschickt bekam und mich so auch durch den Ausstellungskatlog blättern und mein literarisches Wissen vielleicht noch ein bißchen auffrischen kann, was in Zeiten, wo ich ja schon über ein Jahr nicht mehr live im Literaturhaus, in der „AS“ und der „Gesellschaft“ war und mich nur im Sommer kurz bei den „Strobeler Literaturtagen“ und denen im Künstlerdorf im Burgenland tummeln bezihungsweise mich bis Oktober bei den „Wilden Worten“ umschauen konnte, besonders wichtig, die Bücher der „Lepziger Buchmesse“ warten aber schon, die Teilnehmer des heurigen wahrscheinlich auch nur digitalen „Bachmann-Lesen“ werden wohl auch bald bekanntgegeben, also ist doch etwas los und eine, die sich nun ja auch schon fast fünfzig Jahre oder sogar schon mehr für Literatur interessiert, geht da auch nicht unter oder bleibt nicht wirklich über, auch wenn man das fast glauben könnte.

Also das rote Buch im Katalogformat aufgeschlagen und lustig durchgeblättert, zuerst sieht man ein schönes Bild vom Gebirg und das ist wahrscheinlich das besondere an den Literaturtagen, daß sich da vor fünfzig Jahren ein Journalist und eine Lleiterin des Fremdenverkehrsbüro aufmachten, die Literatur ins Dorf zu bringen, also die langhaarigen Hippies, die nachts betrunken in grünen Gummistiefeln durch das Dorf tappten und trotzdem ist Rauris eine Legende und eine unvergeßliche Literaturgeschichte und man sollte, wenn man das wieder dürfen sollte, vielleicht einmal dort hinfahren, aber richtig, Kritiker, das weiß ich schon, Erstens lädt mich niemand zum Lesen ein und Zweitens habe ich ja keinen grünen Paß, setze keine Maske auf, etcetera, also wäre eine diesbezügliche Einladung gar nicht möglich.

Manfred Mittermayer und Ines Schütz, die jetzigen Organisatoren haben unter Mitarbeit von Bernhard Judex den Jubiläumsband herausgegeben und das Vorwort geschrieben

Dann folgt ein Artikel von Anton Thuswaldner, dem Saluburger Journalisten, der diesbezüglich auch eine Rolle spielt „Eine Welt ohne Rauriser Literaturtage? Das ist keine Welt!“ heißt er und man sieht ein Bild von 1972 und da Günther Eich, ilse Aichinger, Hilde Spiel und Alois Brandtstetter beim Eistockschießen und das ist natürlich auch sehr interessant.

Britta Steinwendtner hat nach dem die Literaturtage da offenbar in einer Krise waren, 1990 die Organisaton des Festivals übernommen.

„Die Worte sind das Gold“, heißt ihr Artikel. Sie hat die Festtage unter ein Thema gestellt, Studenten wurden auch eingeladen, für hunderfünzig österreichische Schilling für Kost und Quartier in das Dörfchen zu kommen und die Dörfler wurden auch eingebunden, in dem es in ihren Häusern zu sogenannten Störlesungen kam. Da sieht aman Ilse Aichinger auf einem Bild mit einem Bauern und die Literaturpreise, die die jungen Talente nach Rauris brachten, wurden auch eingeführt und natürlich gab es, wie schon Anton Thuswalder schrieb, zu Fehlentscheidungen und Literaturskandalen, so hat Karin Struck meint er, die Geschichte ihres Scheiterns erzählt. Ja die ist in den Siebzigerjahren in den Literaturhimmel aufgestiegen und wurde dann glaube ich von „Suhrkamp“ fallengelassen. Brigitte Schwaiger ist ja etwas Ähnliches passiert, da weiß ich aber nicht, ob sie je in Rauris gelesen hat.

Ines Schütz und Manfred Mittermayer haben 2013 Brigitta Steinwendtner in der Organisation abgelöst und die Leitung übernommen. Da gibt es auch ein schönes Foto aus dem Gasthaus Grimming von David Sailer vom Jahr 2017, wo beide neugierig offenbar in Richtung Tür und zum auftretenden Autor oder zu was auch immer schielen.

Christa Gürtler hat einen Artikel über die Studenten geschrieben, die ja, wie schon erwähnt eingeladen wurden um sich mit den Autoren zu unterhalten und ihnen die entsprechenden Fragen zu stellen und die haben, wie in ihrer Überschrift verraten wird auch „Eine Flasche Gin“ Kristof Magnusson gespendet.

Hldemar Holl schildert seine „Impressionen von den Rauriser Literaturtagen“. Da gibt es ein schönes Foto aus dem Jahr 1975, wo man den kochenden H. C. Artmann sieht. Es raucht gewaltig und das Gulasch habe ich später gelesen wurde erst verspätet serviert, weil der Autor zuviel geplaudert hat.

Dann gibts einen Text von Bodo Hell, dem ersten Literaturpreisträger und dann werden kurz die ersten dreißig Jahre 1971 bis 2000 geschildert.

Dorothea Granegger und Erwin Grimmelsberger waren die Initiatoren, die das Experimant 1971 gewagt haben. Da gibts auch ein schönes Foto und dann folgen noch sehr viele von den aufgetretenen Stars. So kann man Thomas Bernhard, Peter Handke beim Lesen und beim Autogramm geben sehen. Der hat lange dunkle Haare und eine Brille. Man sieht die junge Barbara Frischmuth die 1972 gelesen hat und Hans Lebert. Hilde Spiel wurde 1973 abgebildet und Franz Innerhofer der, glaube ich, mit seinen „Schönen Tagen“ auch dort entdeckt wurde. Interessant, daß mein GAV-Kollegen Johann Barth, der als Fotograf offenbar erfolgreicher war, die Fotos geschossen hat.

Rudolf Bayr sieht man beim Schifahren und den Verleger Wolfgang Schaffler.

Dann gibts die Bilder von den Tagen, die Brigtitta Steinwendtner organisiert hat. Da sieht man Robert Schindel und den Literaturpreisträger Thomas Lehr und von 1995 bis 2000 sind Peter Henisch damals noch mit dunklen Bart und schwarzen Kappel und Peter Rosei, den ich auf den ersten Blick fast für Erich Fried gehalten hätte. Herta Müller die Nobelpreisträgerin von 2009 ist zu sehen, Peter Handke hat den ja 2019 bekommen, die dritte Literaturnobelpreisträgerin die erwähnt wurde, ist wohl Elfriede Jelinek, die aber nicht zu sehen ist oder habe ich einen anderen vergessen?

Gert Jonke ist zu sehen und Felizitas Hoppe, die wie ich geschrieben sehe, das Pech hatte, übersehen zu werden, weil Hermann Nitsch beim Musikprogramm einen Skandal auslöste. Ernst Jandl und Friederike Mayröcker waren natürlich ebenfalls da. Peter Stamm und der „Büchner- Preisträger“ Josef Winkler, Norbert Gstrein der vorletzte österreichische Buchpreisträger und und, eine Auswahl war ja schon bei der Onlineveranstaltung zu hören. Ruth Klüger hat einen Preis bekommen und die teilweise schon erwähnten „Rauriser Erregungen“ gab es auch und dann natrlich auch das Theater, bei dem, glaube ich, „Sakkorrausch“ von Elisabeth Reichart aufgeführt wurde.

Dann gehts zu den „Schulprojekten“, denn Lesungen und Schreibwerkstätten beziehungsweise Einbeziehung der Bevölkerung, was ich sehr gut finde, war immer ein Anliegen der Literaturtage.

Klaus Merz hat eine „Rausiser Notiz“ geschrieben:

„Eine Sprache finden, Worte, die nicht über das Erzählte hinweg flutschen, sondern Reibung erzeugen, Wärme, Licht.“

Dann gehts zu Rauris von 2001 bis2019 gesehen oder fotgografiert von David Sailer.

„Spurensuche“ hieß das Thema von 2001. Da sieht man Corinna Soria, deren Buch ich gelesen, weil bei den Büchertürmen der „Literatur im März“ gefunden, habe.

„Facetten der Kriminalliteratur“und das finde ich sehr spannend, hieß das Thema von 2002, da sieht man Alfred Komarek, Petra Hammesfahr und natürlich Franz Schuh, der, glaube ich, dazu Essays und Rezensionen schreibt.

„Versuchte Nähe“ 2003 mit Michael Krüger und Alfred Kollertisch. „Lieben und Leben“ 2004, da hat Katja Oskamp mit ihrem „Halbschwimmer“, glaube ich, gewonnen, ein Buch wurde dort verkauft oder verschenkt und signiert und ich habe dann gefunden.

„Worte und Orte“ 2005, da sieht man Herta Müller, die erst 2009 den „Nobelpreis“gewonnen hatund eineCollage von ihr.

2006 wardas Mozartjahr, da gab es natürlich eine Annäherung an den berühmten Komponisten. „Literatur und Wissenschaft“ gab es 2007.

„Zwischen den Worten – zwischen den Welten“ 2008, mit Bildern von Wladimir Kaminer von dem ich einiges gelesen hab und Ilija Trojanow.

„Lust.Spiel.Wut“ 2009, da sieht man den verstorbenen Architekten und Wiener Gruppe Mitglied Friedrich Achleitner.

2010 gab dann as „40 Jahre-Festival“ mit Wolf Haas, Antonio Fian und Peter Esterhazy.

„…und ich begehre nicht schuld daran zu sein“ 2011, Dorothee Elminger, die Bachmanngewinnerin von 2010 und Michael Stavaric. Marlene Streeruwitz hat eine Schreibwerkstatt gehalten.

„Die Erfindung der Wahrheit“ 2012, da sieht man die „Bachmann-Preisträgerin“ Maja Haderlap am Podium.

„Lebens.Wege“ 2013 mit Christoph W. Bauer in der Volksschule und Anna Weidenholzer von der ich viel gelesen habe.

„Kapital.Gesellschaft“ 2014, Josef Winkler und Sabine Gruber, Tanja Maljartschuk, Fiston Mwanza Muljila und Angelika Reitzer.

Das berühmte Flüchtlingsjahr 2015 wo ich mit den Buchpreislesen angefangen habe, ist natürlichen den „Mehr-Sprachen “ gewidmet und man kann die Portraits von Jaroslav Rudis, Seher Cakir und György Dalos.

„Geschichte“ wurde 2016 von Josef Haslinger, Hanna Sukare und Ludwig Laher erzöhlt.

„Körper.Sprache“ war das Thema von 2017. Da kann man eine lachende Mercedes Spannagel sehen, deren Buch ich gelesen und sie auch bei mehreren Gelegentheiten, auch Online gehört habe.

„Frühe.jahre“ wurden 2018 mit Raphaela Edelbauer, derBachmanngewinnerin und buchpreis shortliststehenden präsentiert.

„Auf.Brüche“ war das Thema von 2019. Da sieht man Simone Lappert, die ich ja in Basel gesehen habe.

Freunde und Kooperationspartner der Literaturtage gibt es auch und dann dibts die „Dokumentation“ mit den Llesungsprogrammen und den Literaturpreisträgern, beziehungsweise den Büchern, die dort entstanden, beziehungsweise präsentiert wurden.

Da findet man die „Klassenliebe“ von Karin Struck, die „Schönen Tage “ von Franz Innerhofer, Peter Hensichs „Kleine Figur meines Vaters“, daß da schon veröffentlicht war. Thomas Hettches „Ludwig muß sterben“, Ruth Klüger „Weiter leben“. Felicitas Hoppes“Picknick der Friseure“, Peter Stamms „Agnes“, Julie Zehs „Adler und Engel“Corinna Sorias „Leben zwischen den Seiten“, Katja Oskamp „Halbschwimmer“, Thomas Klupps „Paradiso“, Dorothee Elmingers „Einladung an die Waghalsigen“, Maja Haderlaps „Engel des Vergessens“, Karen Köhlers Wir haben Raketen geangelt“,, Angela Lehners „Vater unser“ um nur die zu erwähnen, die ich gelesen haben und natürlich Julyia Rabinowitsch „Spaltkopf“ nicht vergessen, aber den habe ich nicht gelesen, nur viel davon gehört.

Das war der Rundgang durch die Festbroschüre um noch einmal an Rauris zu denken und ich wiederhole es, darauf zu wrten, wann ich mich ohne Paß, Test und Maske vielleicht doch einmal als sogenanntes literarisch interessiertes Publikum in den Vortragssaaal oder an den Wirtshaustisch setzen kann.

2021-05-05

Der ehemalige Sohn

Filed under: Bücher — jancak @ 00:51
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Mit Sasha Filipenkos „Roten Kreuzen“ habe ich nicht soviel anfangen können, beziehungsweise es für nicht so ungewöhnlich gehalten. Bei dem 2014 erstmals erschienen „Ehemaligen Sohn“ des1984 in Ninsk geborenen und in St. petersburg lebenden auf Russisch schreibenden Autors, ist das anders. Denn das ist ein wahrscheinlich sehr aktuelles Buch, das auch in einer sehr ungewöhnlichen frischen Sprache geschrieben ist. Es wird zu Anfang viel geschimpft und hat dann auch sehr originelle Szenen. Gleich am Anfang gibts ein Vorwort des Autors und ein Nachwort der Übersetzerin Ruth Altenhofer in der ein bißchen die belarussische Situation erklärt gibt es auch und, was in diesem Fall fast schade ist, einen Klappentext, aber der Autor hat die Handlung und das wie und das warum in seinem Vorwort auch schon erklört.

Ich bin ja eine, die zu Beginn eines Buches meistens zuerst das Beschreibung liest, aber hier nimmt es viel vorweg, was man anfangs gar nicht findet. Da wacht einer, ein Celloschüler, nach zehn Jahre Koma auf und erlebt, es hat sich nichts geändert.

Nun gut, nun ja, interessant und man hat von Weißrundland in der letzten Zeit auch sehr viel gehört. Dann findetman zunächst aber etwas ganz anderes. Eine Großmutter schimpft mit dem Enkel, weil der nicht Cello üben will. Dann gehts in die Schule in das Musikgymnasium, das Franzisk besucht, dort gibt es eine Notenkonferenz und da wird immer ein Veteran eingeladen, der ein bißchen was über die Geschichte erzählt. Diesmal ist es offenbar ein rebellerischer, das habe ich trotzdem ein wenig langweilig gefunden. Dann gehts in die Konferenhz, dort soll der faule Zisk hinausgeschmissen werden, obwohl die Großmutter, wie üblich die Lehrer bestochen hat und der geht dann zu einem Konzert, gerät in eine Massenpanik und fällt ins Koma.

Ab da wirds spannend, der Chefarzt gibt den Jungen auf, die Großmutter ist die Einhzige die für ihn kämpft. Sie besticht die Ärzte, erkämpft ein Einzelzimmer, räumt es mit Plakaten voll und quatscht den Enkelden ganzen Tag an, obwohl alle ihr erklären, daß das verrückt ist.

Das ist vielleicht auch nicht so ungewöhnlich, ob so was wirklich, wie oft passiert, weiß ich nicht. Man hört oder liest aber darüber und Sasha Filipenko erzählt das auch sehr genau. Die Freundin Nastja verläßt ihn. Die Mutter, die sich ohnehin nicht so sehr um den Sohn gekümmert hat, wird vom Chefarzt geheiratet, der dann und das ist für uns ein wenig ungewöhnlich, die Wohnung, der Großmutter verkauft, denn die ist durchaus eine selbstbewußte Frau und auch eine bekannte Übersetzerin. Es gibt auch eine deutsche Gastfamilie, die Zisk jeden Sommer besucht hat und die erscheint miteiner übersetzerinund will den Jungen nach Deutschland holen. Die Großümutter lehnt ab und stirbt nach zehn Jahren und ausgerecht einen Tag danach erwacht Zisk aus dem Koma und erholt sich rasch. Er zieht in die nunmehrige Einraumwohnung der Großmutter, besucht sie am Friedhof und die hat und das ist auch originell, einen Berief an den Enkel hinterlassen, in dem sie all das voraussieht, und ihn mahnt auf die Orden des Großvaters zu achten, aber die hat der Stiefvater längst verkauft und der tobt auch gehörig, überlegt sich aber schon seine Habilitation.

Zisk bekommt eine Stelle als Verkäufer in einem Sanitärgeschäft, erkennt die Mißstände desLandes, obwohl es doch immer heißt, wie toll es dort ist. Er geht auf eine Demonstration und erlebt, wie alle hunderttausend, die dort waren gejahgt und verhafte wurden. Es tut mir leid, das hat mich ein bißchen an meine letzten Demonstrationen erinnert und am Schluß sucht er um ein Visum an, geht nach Deutschland zu seiner Gastfamilieund spielt dort auf der Straße Cello.

Ein tolles Buch, ein sehr aktuelles, das viel über das mir doch sehr unbekannte Weißrussland erzählt, spannendundungewöhnlich geschrieben, ein Lesegewinn und füge ich noch an, bei „Diogenes“ erschienen.

2021-05-02

Wir sind allein unter den Bäumen

Filed under: Bücher — jancak @ 00:39
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Jetzt kommt wieder ein Debut und wieder ein Roman der eigentlich keiner ist, sondern eine beeindruckende Skizzensammlung in einer sehr schönen künstlerischen Sprache des 1983 in Zwickau geborenen Jonathan Böhm, der in Leipzig lebt und auch am Literaturinstitut studierte, vor der Danksagung betauert er, daß alles in diesem Buch, die Handlungund die Personen frei erfunden wäre und wenn man trotzdem Ähnlichkeiten erkennte müßte man „die Wirklichkeit beschuldigen, weil sie Verhaltenswisen hervorbringt, die man wiedererkennt.“

Also auch sehr schön formuliert und es geht um eine Schulklasse in der ehemaligen DDR, die dort aufgewachsen und vielleicht sogardas Abi machten und danach in alle Winde verschwanden und einer von ihnen, Richard ist verstorben. Nun tragen sie ihn zu Graben und reflektieren dann über ihn und das Leben und tun das, wie am Klappentext steht „Richard ist tot. In seinem ersten Roman erzählt der Autor in eindringlicher sprache von einer Gruppe junger Menschen, die einst Freunde Richards waren und später in verschiedenen Berufen und auf denkbar unterchiedlichen Wegen ihr Lebensglück versuchen. Böhm schafft es aus verschiedenen Erzählperspektiven und Erzählzeiten ein Puzzle zu entwerfen, und wir Leser schauen wie durch ein Kaleidoskop auf die Biografien der Protagonisten, was uns bis zur letzten Zeile in Atem hält“ und ich schreibe wieder, daß es hier ein wenig schwierig für mich wurde, weil ich mich nicht immer auskannte, da die handelnden Personen immer in der „Ich-Perspektive“ sprachen, so daß ich oft nicht wußte, wer ist wer?

Richard ist tot und da gibtes einen Christoph, eine Dora, eine Damris, eine Kristina, eine Sophie und und, also die Klassenkollegen, die erzählen und auch die Erzählzeiten, was mir im Klappentext ein wenig weiterhalf, waren nicht immer klar. Wann ist Richard jetzt gestorben? Nach dem Abi oder erst später? Denn er ist nach Bremen gegangen und hat auch in verschiedenen Berufen gearbeitet.

Eine große Rolle spielt ein See, vor dem sich alle treffen, hingehen und ihre Erinnerungen an Richard davon. Einezieht ins alte Land und züchtet alte Äpfel und ein Plastwerk spielt auch eine große Rolle in dem Buch, das eigentlich könnte man sagen aus verschiedenen Szenen besteht, die lose meist mit schönen Metaphern und Überschriften verbunden, zusammenhängen.

So machen die Abiturenten in diesem Werk ein Praktikumund müßen den Wachmann fragen, wenn sie in den Pausen oder auch so an den See wollen. Der hat ein Bildchen mit einer Fee irgendwo hängen und das treffen wir späterin einem Hospitz wieder, wo eine der Abiturentinnen Krankenschwester ist und der Wachmann seiner Leukämie erlag. In dem Werk soll umgebaut werden, die Leiharbeiter entlassen. Nur einer setzt sich durch und ein anderer Klassenkamerad, ich glaube Jakob, wollte Schauspieler werden.Später wurde er Lehrer. Vorher spielte er aber in einem Becket Stück.

Sehr eindrucksvoll und schön erzählt. Für mich, die ich es ja gerne ganz genau auserzählt haben will, ein wenig unklar. So weiß man beispielsweise bis zum Ende nicht, wer Richard eigentlich war. Von einigen seiner Freunden erfährt man viel. So geht eine mit Sophie am Meer entlang, um nach Dänemark zu sehen und erzählt dabei, daß ihr Vater, der Pfarrer, die Mutter mit der Katechetin betüg tund die Eltern der anderen sind auch geschieden und die Mutter hat sich nach ihrem Krankenschwesterberuf doch noch entschloßen Medizin zu studieren. Schöne undauch sozialkritische Szenen von der Veränderung der DDR in die das vereinte Deutschland und der 1983 geborene Autor als Kind erlebte.

Schön erzählt und eindrucksvoll. Von Jonathan Böhn wird man wahrscheinlich noch einiges hören. Ein Roman ist es, denke ich, trotzdem nicht, es sollte aber auf Long- oder Shortlist des Bloggerdebuts und vielleicht auch noch auf andere Listen kommen.

2021-05-01

Die Beichte einer Nacht

Filed under: Bücher — jancak @ 00:53
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Jetzt kommt noch ein Buch das das Frauenleben in den Neunzehnhundertzwanzigerdreißigerjahre schildert, interessant wie viel sich das tut und das 1930 erstmals erschienen Buch der niederländischen Autorin Marinanne Philips, die von 1886 und 1940 in Amsterdam lebte, „Diogenes“ hat es auf Deutsch herausgebracht, die Enkeltochter, die Leiteri des jüdischen Museums in Amsterdam Judith Belinfante hat das Nachwort geschrieben und das Leben ihrer Großmutter vorgestellt und das passt zur Trilogie der Dänin Dove Ditlevson, obwohl es in einem anderen Stil geschrieben ist.

„Die Beichte einer Nacht“, da erzählt die Patientin einer Nervenheilainstalt einer strickenden nachtschwester ihr Leben und tut das in einem Monolog. hin und wieder wird die Schwester angesprochen und ihr Desinteresse unterstellt, die letzten Sätze an sie lauten aber

„Schwester, was machen Sie? Weinen Sie? Wegen mir?“ und eine Seite weiter „Schwester! Was machen Sie jetzt? Beten Sie? Für mich?“

Darin liegt die Tragik des Arbeiterkindes, das wohl Ende des Neunzehntenjahrhundert in eine Amsterdamer Arbeiterfamilie geboren wurde. Sie ist die älteste Tochter. Der Vater ist Handwerker.Dann gibt es noch eine Reihe Kinder bis die kleine Lintje kommt. Da liegt der Vater nach einem Unfall im Bett. Die Mutter hat er noch einmal geschwängert. Die Mutter ist nach den vielen Geburten erschöpft und so muß die siebzehnjährige Lentje, die aber Heelen, Liilian oderLeen gerufen wird, die kleine nachts zu sich nehmen und sie füttern. Sie ist sehr früh von der Schule abgegangen, um der Mutter ein Jahr lang im Haushalt zu helfen. Dann verunfallte der Vater und um die Unterstützung zu bekommen, mußte die Tochter aus dem Haus. Also zu einer Schneiderin in die Lehre. Da lernte die Juffrouw einen Handelsvertreter namen Groenmans, der sie auffordert in sein Hotel zu kommen. Sie tut es, um die kleine Lientje nicht zu erwürgen, wie sie erzählt. Folgt ihm dann in die hauptstadt, wo er ihr eine Stelle in einem Herrenmodengeschäft für fünfzig Gulden, wie er ihr erzählt, verschafft. Dann sind es nurzehn, Groenmans muß sie unterstüzen, damit sie die zwanzig versprochenen Gulden nach Hause schicken kann und kauft ihr auch die Kleider.

Die scheinen der jungen Frau sehr wichtig zu sein. Sie wird dann auch Leiterin einer Antiquitätenabteilung, wo es viele vergoldete Sachen gibt und heiratet dann einen Charles Gould, mit dem sie sehr unglücklich ist. Das warum und wieso wird nur diskret angedeutet.Dann stirbt die Mutter und sie nimmt die kleine schwester zu sich. Sie verläßt sie ihren Ehemann und verdient sich das Leben wieder durch Nähen und lernt dann im Schwimmbad ihren Hannes kennen. Da ist sie dreißig. Er, der Schwimm- oder Turnlehrer, fünfundzwanzig. Was damals offenbar ein Problem war. Lientje dreizehn. Er zieht bald zu ihr. Sie heiraten auch und Leentjes Schwermut scheint hier zu beginnen oder sich fortzusetzen. Denn sie kann ihm keine Kinder schenken. Er wünscht sich diese. Sie wird eifersüchtig. Die Ehe erkaltet und Hannes verunglückt dann in der Schweiz. Das reißt Leentje offenbar vollends den Boden unter den Füßen weg, obwohl es schon vorher einen Selbstmordversuch gegeben hat. Sie nimmt an einer Seance teil, um mit Hannes in Verbindung zu treten. Die inzwischen auch schon über zwanzigjährige Lientje verbietet ihr das. Sie tut es trotzdem und die Seanceleiterin beschreibt ihr dann, daß Hannes neben Lientje hinter ihr steht und er ihr den Auftrag gibt, daß sie beschützt werden muß. Leentje tappt nach Hause und findet die Schwester in Hannes Zimmer. Da packt sie einen Gegenstand und schlägt ohne recht zu wissen, was sie tut, zu.

Sehr eindrucksvoll, die Beichte einer Insaßin einer Nervenheilstanstalt. Damals sind ja viele intellektuelle junge Frauen dorthin gekommen, wenn sie aufsässig waren. Sehr eindrucksvoll erzählt, obwohl manches nicht mehr sehr realsitisch wirkt. Die vielen vergoldeten Zimmer etwa. Aber das waren wohl die Sehnsuchtsorte der jungen Frauen und das Drama zwischen den beiden Schwestern wird auch nur angedeutet. Heute wäre die Geschchite voll von Mißbrauchsbeschreibungen, wird nur angedeutet und die Enkeltochter schreibt auch über die Großmutter, daß sie eine Psychoanalseerfahrung hatte und sogar Freud dabei kennengelernt haben soll und nach der Geburt eines ihrer Kinder wegen einer postnatalen Depression in einer Nervenheilanstalt war, wo sie vielleicht einiges über die anderen Patienten beobachtet hat, was sie in ihrer Beichte beschrieb.

2021-04-27

Keines natürlichen Todes

Filed under: Bücher — jancak @ 00:09

jetzt bin ich gleich an den anderen Ende des Tellerrandes gehüpft, denn nach den „Wilden Theorien“ kommt ein Krimi. Kein gewöhnlicher, sondern der dritte Band von der von 1893-1957 gelebt habenden Dorothy Sayers „Ein Fall für Lord Peter Wimsey- Reihe“, die „Wunderlich“ jetzt neu übersetzt neu herausgibt. Den zweiten Band habe ich gelesen und spannend ist natürlich auch, daß ich jetzt viele Bücher lese, die vor hundert Jahren geschrieben wurden oder dort spielen und interessant ist auch, daß von der spanischen Grippe, die da ja gerade aktuell war, nicht die Rede ist, vielleicht ist das auch in hundert Jahren so, wenn da die Bücher gelesen werden, die Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts geschrieben wurden, daß das Wort Corona nicht erwähnt wird?

Daß Dorothy Sayers Stil sehr interessant und ungewöhnlich ist, habe ich schon bei den „Diskreten Zeugen“ beschrieben. Hier ist das wieder so und denkt man an die tausend Millionen Krimis, die seither geschrieben wurden und die man vielleicht gelesen hat, findet man einiges was sich vielleicht naiv liest, denn wir sind bei den Krimis ja schon anderes gewohnt.

Da sitzen also zwei Herren in einem Restaurant und unterhalten sich. Da mischt sich plötzlich der Herr vom Nebentisch ein, sagt er ist oder war Arzt und erzählt eine Geschichte, wo er sich in einem Fall zu viel eingeschmischt und jetztden Schaden hat. Denn da ist eine krebskranke alte Dame gestorben. Er schöpfte Verdacht und autopsierte sie. Es kam kein Ergebnis heraus und er hatte plötzlich keine Patienten mehr. Die Braut war auch weg und die war Krankenschwester bei besagter Miss Dawson. Die hatte eine Nichte, die alles erbte, wollte aber kein Testament machen, weil sie abgergläubisch ihren Tod nicht selbst herbeiführen wollte. Dann wurden noch die zwei Dienstmädchen entlassen, weil sie eine Teekanne zerbrochen hatten und Lord Wimsey hat Blut geleckt, obwohl ihm Inspektor Parker abrät, die Nase in den Fall, der keiner ist, zu stecken.

Er gibt aber ein Inserat auf, damit sich die Dienstmädchen melden und eines wird davon tod aufgefunden, an einem plötzlichen Herzschlag im Wald verstorben. Lord Wimey kommt in die Wohnung einer Mrs. Forrest, die ihm Schaudergeschichten erzählt und ihm dann verführen oder vetäuben will und eine alte Klatschbase wird von ihm in das Dorf geschickt, wo die Eregnisse stattfanden.

Ein Rechtsanwalt taucht auf, der auch fast ermordet wurde und alles deutet auf die Nichte hin. Aber die hat ein Alibi, ist sie doch von einer jungen Dame umgeben, die so verliebt in sie ist, daß sie sie nicht aus den Augen läßt.

Das ist auch interessant, obwohl das wort lesbisch nicht erwähnt wird und die wird tot im Wald aufgefunden. Diesmal wars ein Überfall, aber der scheint fingiert zu sein. Ein Reverend Hallelujah Dawson aus Westindien taucht auch noch auf und gerät in Mordverdacht und dann findet Mss Climpson in der Kirche den Beichtzettel jener Vera Findlater, wo sie die Lügen, die sie über Mary Whittacker erzählte, aufschrieb und gerät in Gewissennöte. soll sie ihn lesen oder nicht? Sie tut es und bricht dann in die wohnung jener Missis Forrest auf und wäre dort fast auch eines natürlichen todes verstorben, wäre nicht Lord Wimsey, der die Lösung des Rätsel inwischen herausgefunden hatund interessant ist vielleicht noch der letzte Satz des Nachwortes „Über Dorothy L. Sayers, der von einem Walther Kill geschrieben wurde.

„Ich bin ein Autor und kann mein Handwerk“, hat da Dorothy Sayers stolz über sich gesagt. Das Zweite stimmt, das Erste nicht, füge ich besserwisserisch an. Aber damals hat man noch nicht gegendert, obwohl Dorothy Sayers Miss Climpson schon bedauern ließ, daß sie nicht studieren durfte, sondern vom Schicksal zu einer neugierigen alten Jungfer verdammt wurde.

Jetzt bin ich nur gespannt wieviel der elf Bände ich noch lesen werde?

2021-04-25

Wilde Theorien

Jetzt kommt wieder ein Kunststück, nämlich ein Buch ohne Plot „Sie möchten sich von einem Roman verzaubern lassen? Literarische Figuren kennenlernen, die zu guten Freunden werden? In „Wilde Theorien“ gibt es nichts davon – nur intellektuelle Trolle mit empathiefreiem Weltzugang, grenzenloser Lust an der Provokation und dem unstillbaren Wunsch, zu dominieren. Eine philosophische Komödie über Macht, Verführung und die Schönheit der Niedertracht – barock, brillant-verrückt, erbarmungslos“, steht auf dem Buchrücken von Pola Oloixarac „Wilden Theorien“ dem im Original 2008 erschienen Debut der Autorin, die 1977 in Buenos Airen geborenen wurde und von der ich schon „Kryptozän“ gelesen waren.

Klingt eigentlich nicht nach dem was ich unter Literatur verstehe, Struktur, Handlung und ein wenig Sozialkritik, aber ich lese, wie meine Leser wissen eigentlich alles und gerne über den Tellerrand, gehe oder ging immer wieder in die „Alte Schmiede“ oder in die „Gesellschaft“, wenn dort „Ritter-Bücher“ vorgestellt werden, die wohl ähnliche Ansprüche haben und auf dieses Buch wurde ich Anfang März durch das „Morgenjournal“ aufmerksam gemacht und kann meinen Kritikern jetzt schreiben, wieder ein Buch das ich nicht verstanden habe und es daher nur mehr oder weniger schnell durchgelesen habe. Trotzdem finde ich es interessant, was andere Leute schreiben und was von der hehren Literaturkritik hochgelobt und mit Preisen bestückt wird?

Nun zum Inhalt, Kritiker freut euch weiter, hier kann ich nicht viel spoilern, sondern nur mehr oder weniger das wiedergeben, was am Klappentext steht. Es geht um eine wunderschöne Erzählerin, sie ist oder gibt an achtundzwanzig und hat schwarze Haare. Fotos oder Illustrationen gibt es auch immer wieder, studiert Philosophie. Am Klappentext steht noch was, daß sie immer eine dreisprachige Aristotelausgabe mit sich führt. Das habe ich offensichtlich überlesen und ist mir entgangen. Sie geht aber mit einem Augusto essen, das ist offenbar ihr Professor. Dann gibt es noch die kleine Kamtchowsky mit ihrem Freund Papst. Was sie aber nicht daran hindert zum Mac Donaldś zu gehen und sich von einem Downsyndrommitarbeiter sich durch das Lokal führen zu lassen und Spekulationen darüber zu machen, ob Behinderte besseren Sex machen? Was in Zeiten, wie diesen eigentlich als nicht mehr korrekt gelten sollte. Aber vielleicht war das 2008 anders?

Einen dritten Strang gibt es auch. Da beforscht ein genialer niederländischerAnthopologe 1917 den Urwaldund verschwindet dort.

Diese Handlungsstränge und vieles anderes werden, wie der Titel schon besagt, in wilden Theorien, frei philosophisch oder intellektuell assozierend aneinandergereiht. Psychoanalytische Theorien tauche auf, aber dann geht es gleich auf Klo und auch woanders hin.

„Pola Oloixarac ist eine derbesten Schriftstellerin des Internets, dem einzigenLand, das größer ist als Argentienien“, schreibt Joshua Cohen und über dessen „Buch der Zahlen“ bin ich ja auch gestolpert und habe es nicht verstanden. Aber trotzdem Kritiker, hört und merkt es euch, habe ich es zu Ende gelesen. Denn ich breche selten Bücher ab, auch wenn ich sie nicht verstehe. Füge interessant hinzu, würde aber wieder gerne wissen, wie viele Leser Pola Oloixarac wirklich hat? Und kann auch noch „Amazon“ anführen, wo LutziFutzi schreibt. „Sorry, nichts für den Durchschnittseuropaier. Meiner Meinung nach nur verständlich, wenn man sich mit der Geschichte Argeniniens auskennt. Weitere Kritikpunkte sind die verschachtelnten Sätze mit bedeutungsvollen Wörtern, die nur erahnen lassen, was gemeint ist. Man könnte auch sagen, einfaches kompliziert ausgedrückt. Das hemmt den Lesefluß ungemein und man kommt nicht wirklich in die Geschichte hinein und den handelnden Personen nahe. Bin dann nach der Hälfte ausgestiegen.“

Das bin ich, wie schon erwähnt nicht. Kann mich aber trotzdem im Großen und Ganzen anschließen. Die Literaturkritiker, wie etwa bei „Spiegel Online“: Oloixaracs Sprache könnte schärfer nicht sein“ oder „Ohne Zweifel einer derersten spanischsprachigen Klassiker des 21. Jahhunderts“, „El Mundo“, sehen es wohl anders.

2021-04-21

Die neue (Ab)normalität

Filed under: Bücher — jancak @ 09:30
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Ich bin ja, meine Leser wissen es wahrscheinlich, sehr am Thema Corona interessiert, habe, während ich schon unzählige Artikel geschrieben habe und gerade an meinem Corona-Literaturgeflüsterbuch arbeite, auch schon einige gelesen, Sucharid Bhakdis „Corona Fehlalarm?“, „Pandemische Zeiten“, „Lockdown 2020“, beispielsweise und natürlich das erste von Paolo Giordano „In Zeiten der Ansteckung“, das Robert Misik auch erwähnt und was alle, bis auf das Letzte gemeinsam haben, ist, daß sie eher Corona kritisch sind.

So hat der „Lockdown 2020“ , beispielsweise „Wie ein Virus dazu benützt wird, die Gesellschaft zu verändern“, aus dem „Promedia Verlag“ als Untertitel. Dann gibt es noch unzählige andere. So hat wahrscheinlich Martin Sprenger eines geschrieben. Michael Fleischhacker, der jeden Donnerstag sehr kritische Diskussionen zu diesem Thema im „Hangar 7“ macht, wo man sich allerdings auch testen lassen muß, so daß allzu Kritische dort nicht mehr hingehen und das Interessante ist daran, wie schnell die Kritiker ins rechte Eck, wie die Demonstranten, gerückt werden, was man vielleicht auch einmal untersuchen sollte.

Ich höre seit März 2020 sehr viel OE24-TV, weil mich das Thema sehr interessiert und die ständig darüber berichten und obwohl das vielleicht ein konservativer Boulvardsender ist, bringen sie, glaube ich, eher Kritischeres, als beispielsweise Ö1.

Das hat sich im letzten Jahr auch erstaunlich viel geändert, was man untersuchen sollte und sie bringen täglich Diskussionen zwischen links und rechts. Josef Cap gegen Peter Westenthaler, Sebastian Bohrn-Mena gegen Gerald Grosz und am Montag Robert Misik gegen Andreas Mölzer, der sich am Donnerstag auch gelegentlich mit einem Heimo Lepuschitz matscht und ich kenne, den 1966 geborenen Blogger und Politjournalisten schon lange und habe ihn eigentlich immer als sehr kritisch eingeschätzt. Eine Zeitlang habe ich mir seine Vlogs angeschaut und war auch einmal bei einer Diskussion im Kreisky-Forum, wo er, glaube ich, Kurator ist.

Jetzt diskutiert er ein – bis zweimal in der Woche als Linker gegen rechts und da habe ich gemerkt, er ist einer, der das Corona-Virus offenbar für gefährlicher, als ich es finde, hält und er sich auch vor der Ansteckung fürchtet und habe ihn, als er sich einmal darüber wunderte, daß da offenbar auch ein paar linke Bekannte, auf die Demos gehen und nicht nur die bösen Rechten, bevor ich das auch tat, als man das noch konnte, ohne gleich registriert und angezeigt zu werden, gemailt, daß ich gern mit ihm darüber diskutieren möchte.

Er hat mir leider nicht geantwortet und genauso leider nach dieser oder der nächsten Demo bei OE24 gesagt, daß man doch mit Wasserwerfern gegen die rechten Corona-Covidoten auftreten sollte, was ich nicht finde und dort zwar sehr viele Österreichfahnen, aber eigentlich wenig Idioten sehe und was der Grund ist, daß die Linken nicht auf diese Demos gehen würde ich gern mit ihm diskutieren.

Er hat aber jetzt ein Buch über die neue Corona-Abnormalität geschrieben und das habe ich mir natürlich besorgt. Las es gespanntund kann berichten, daß es mich vom Stil mehr beeindruckt hat, als die „Herrschaft der Niedertracht“ die ich gelesen habe.

Denn Robert Misik geht es sehr literarisch an und beginnt mit Charles Beaudlaire und seinen „Bösen Blumen“. Denn da gibt es ein Gedicht „Auf eine Vorübergehende“ wo die zufällige Begegnung mit einer Passantin beschrieben wird, die man gerne kennenlernen möchte, es dann aber doch zu keinen Kontakt kommt und das darf man jetzt auch nicht. Denn seit dem letzten Jahr ist das soziale Distancing angesagt und da beginnt Robert Misik und das finde ich interessant, gleich die Masken tragenden guten Amerikaner von den bösen Trump-Wählern zu trennen, die das nicht tun.

Da fängt auch meine Frage an, wie ist es zu dieser Klassizifierung gekommen? Weil man vielleicht deshalb keine Maske tragen will, weil man ein Trauma oder Atmebeschwerden hat? Ich habe bei mir selber nachgeforscht, warum ich so gegen Masken bin, daß es mich schon beutelt, wenn ich daran denke, daß ich eine aufsetzen soll und habe lange gedacht, daß das so ist, weil ich mich nicht zu etwas zwingen will, was ich nicht wirklich nachvollziehen kann!

Dann ist mir aber eingefallen, daß ich mit knapp sieben einmal fast ertrunken wäre. Das Buch „Mauern“ hat mich darauf gebracht, daß ich da vielleicht eine Traumatisierung habe. Ich habe nie um eine Maskenbefreiung angesucht, aber die werden auch nicht anerkannt, sondern Maskenverweigerer gleich als rechts bezeichnet. Ob das wirklich so einfach ist, lieber Robert Misik möchte ich bezweifeln, weil ich wegen der Widersprüche auf die Demos gehe und nicht, um das Parlament zu stürmen und ich diese Vermischung für sehr gefährlich halte!

Robert Misik kommt aber in seinem zweiten Kapitel zu den Epdiemien und führt uns da durch die Pest, die Cholera und die spanische Grippe. Also durch Krankheiten, wo die Menschen wirklich reihenweise umgefallen sind und tot auf der Straße lagen, was bei Corona zum Glück nicht der Fall ist. Da ist es wohl eher die Angst davor, was vielleicht den logischen Blick vernebelt.

Es gibt aber auch literarische Vorbilder. So hat Camus mit der „Pest“ ein berühmtes Buch darüber geschrieben und Foucault hat sich mit der Pest in historischen Zeiten beschäftigt und ich frage mich immer noch, wie man dazu gekommen ist, ab März 2020 mit Polizei- und Militärgewalt gegen das Virus anzukämpfen. Das tut man jetzt vielleicht ein wenig weniger offensichtlicher. Mich stört ja da vor allem die Entmündigung, die da passierte und die mich auch demonstrieren ließ, weil ich mir immer noch denke, man müßte es eigentlich mit Hausverstand probieren und kann ja selber den Abstand halten und die Politik kann auch darauf vertrauen, daß sich die mündigen Menschen vielleicht selber testen und müßen das nicht unbedingt kontrollieren, was aber offenbar nicht passiert, so daß es, was mich auch stört, zu einer Vernaderungsgesellschaft gekommen ist oder kommen kann.

„Die Krankheit als Metapher“, ein Ausdruck, den Susan Sontagfür einen Essay verwendet hat, kommt bei Misik auch vor. Früher war es einmal schick „tuberkulös“ zu sein, schreibt er und meint damit wohl die „Zauberberg-Gesellschaft“ obwohl er den nicht zitiert und, daß Seuchen immer auch soziale Ursachen haben, was vielleicht auch bei Corona so ist.

Wenn ich in beengten Verhältnisse wohne, klebe ich halt mehrauf den anderen, als wenn ich eine Luxusvilla mit Garten habe. Deshalb gab es vor hundert Jahren den sozialen Wohnbau, um die Nachwirkungen der spanischen Grippe zu bekämpfen. Daß die neoliberale Gesellschaft das Gesundheitssystem kaputt gespart hat, ist auch kein Geheimnis.

Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Leben in der Pandemie und da beginnt Robert Misik mit den Gesetzen über die man sich nicht wundert, wenn man sie für gerecht hält. So schnallen wir uns protestlos an, wenn wir mit dem Auto fahren. Nur als das Rauchen verboten wurde, begannen vielleicht die Probleme und jetzt haben wir die, wenn die Reichen ungestört ihre Corona-Parties feiern oder nach Dubai fliegen, während wir zu Hause sitze

Da habe ich das Problem, daß ich denke, daß mit Freiwilligkeit alles besser geht und ich keinen Polizisten brauche, der mit sagt, daß ich eine FFP2-Maske aufsetzen muuß, wenn ich beim Karlsplatz um die Ecke biege. Es gibt Umfragen, daß sich etwa fünfzig Prozent schärfere Maßnahmen wünschen. Die sollen ihre Masken tragen und sich testen lassen, denke ich. Die anderen, die das Virus für nicht so gefährlich halten, zumindestens steckt sich ja nicht jeder an und fällt tot um, wie man manchmal suggeriert bekommt, passen vielleicht so auf, in dem sie Abstand halten und keine Hände geben. Das tue ich zum Beispiel und hatte daher überhaupt keine Angst, daß ich mich damals auf der Jesuitenwiese anstecken könnte, wurde aber schon danach gefragt und ärgere mich manchmal über Leute, die den Abstand nicht halten und sich, wie beispielsweise im Sommer am Markt einfach, um das überfüllte Tischchen drängten.

Robert Misik kommt hier schnell zu der Ungerechtigkeit und das rechne ich ihm hoch an. Die systemerhaltene Putzfrau im Krankenhaus und die Kassiererinnen im Supermarkt wurden bekatscht, haben aber nichts davon, während wir uns ärgerten, daß wir zu den nicht Systemrelevanten gezählt wurden und das habe ich teilweise auch so empfunden.

Das Virus steckt die Armen an, die Reichen können es sich richten, schreibt Robert Misik und erzählt von Lehrern, die sich beklagten, daß manche Kollegen zu den Verschwörungstheoretikern zählen und nicht lüften wollten. Da denke ich, daß die sogenannten Verschwörungstheorien, „Das Virus dient Bill Gates!“, beispielsweise, wahrscheinlich auch den Zweck haben, sich die Unischerheit zu erklären und sollten vielleicht doch nicht so verteufelt, sondern ernster genommen werden und Robert Misik beschreibt auch, wie er bei einem Meeting mit vier Personen saß und plötzlich kam die Nachricht Paula wurde postiv getestet und er hat mit ihr erst vor ein paar Tagen gegessen. Ist er jetzt Kontaktperson und auch positiv uje uje?

Die „Betrachtungen“ der Zadie Smith, die ich auch gelesen habe, werden zitiert und das nächste Kapitel ist der Wirtschaft „Koste es was es wolle!“, gewidmet und den Konkursen, die wir in den nächsten Jahren höchstwahrscheinlich erleben werden und den auch eintreffenden sozialen Niedergang und interessant auch das Schlußkapitel, das sich „Laßt die Party beginnt!“ überschreibt, denn was folgte auf die spanische Grippe?

Die wilden Zwanziger, wo sich die Frauen die Haare abschnitten, Zigaretten rauchten und sich vielleicht eine Freundin suchten. Da habe ich ja, vielleicht nicht so zufällig, einiges gelesen und was kam dann, uje uje…?

Gar nicht auszumalen, obwohl die Verwandlung von links nach rechts ist schon da und Martin Sellner rühmt sich tatsächlich, daß es seine Leute sind, die er auf die Demos bringt.

Ein gutes Buch und Robert Misik ist zum Glück doch noch kritischer, als ich schon befürchtet habe, daß er es vielleicht nicht mehr ist. Also lesen, lesen, lesen und ich würde noch immer sehr gern mit ihm darüber diskutieren!

2021-04-20

Der verkaufte Feminismus

Filed under: Bücher — jancak @ 00:41
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Für die, die sich vielleicht darüber mokieren, daß ich beim „Leipziger Buchpreis“ keine Sachbücher anfragte, ich lese manchmal welche, nicht sehr oft zugegeben und auch nur in bestimmten Fachgebieten die hauptsächlich die Politik, die Literatur und vielleicht auch sonst noch Gesellschaftskritisches betrifft und voila, jetzt kommt ein Sachbuch, eines über den Feminsmus, zumindest stehtdas darauf. Es ist bei „Residenz“ erschienen, es aber durch ein Literaturbüro zugeschickt bekommen und der Titel ist verwirrend „Der verkaufte Feminsmus“, was bedeutet das?

Doch natürlich hat die Feministin, die vielleicht verspätet in die Auf-Bewegung hineingekommen ist, da eine Antwort parat, haben wir den ja, glaubt man, schon überwunden, glauben, wir brauchen ihn nicht mehr. Denn die Frauen können ja studieren und manche Medizinstudentin soll schon gesagt haben „Ich bin doch nicht so blöd, wie meine alleinerziehende Mutter, die sich in ihrer Praxis abquält! Ich heirate meinen Doktor lieber, als ihn selbst zu machen!“

Und Ronnja von Rönne hat ja vor einigen Jahren auch viel Unmut erregt, als sie sich über den Feminmus mokierte.

Aber wir sind nicht so weit, auch wenn die meisten Frauen arbeiten und daher von ihren Männern angeblich nicht mehr so abhängig sind und sie brauchen sie auch nicht mehr fragen, ob sie das dürfen? Trotzdem verdienen sie weniger, haben die Doppelbelastung und den muslimischen Frauen geht es besonders schlecht und sind verstärkt Gewalt ausgesetzt. Die Me to-Debatte gibt es auch. Also interessant und bin gleich darauf gekommen, daß der Titel eigentlich eine Mogelpackung ist. Denn es geht weniger, um den Feminsmus sondern darum, wie sich der Kapitalismus derFrauen bemächtigen, um damit seine Geschäfte zu machen.

Die 1978 in Trol geborene Standard-Redakteurin Beate Hausbichler setzt sich in drei Teilen damit auseinander.

„Wie aus einer politischen Bewegung ein profitables Label wurde“, lautet der Untertitel und der erste Teil beschäftigt sich mit der „Pseudofeministischen Warenwelt“ und die ist interessant, haben sich die Firmen doch in den letzten Jahren scheinbar den Frauen angenommen, in dem sie „Feminist-Washing“ machten und also um viel Geld frauenfreundliche Produkte anboten und das ist gleich meine Kritik an dem Buch. Die vielen englischen Ausdrücke, kann man das nicht in Deutsch schreiben und sind es wirklich nur die amerikanischen Firmen, die sich in den letzten Jahren den Frauen angenommen haben?

Die ersten Kapitel könnten darauf schließen lassen. Die Marke „Dove“ gehört aber zu „Unilever“ und die hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht, weil sie die Frauenkörper so darstellen, wie sie sind und daher zur „Body Positivity: Liebe dich selbst wie deine Beautyprodukte“, aufriefen, uje, schon wieder Denglisch!

Aber das ist ein wichtiges Thema, obwohl es eigentlich nicht viel mit Feminsmus zu tun hat, warhscheinlich ganz im Gegenteil, denn die Feminstinnen die ich kenne, schminken sich eher nicht und geben ihr Geld auch nicht für in Beauytprodukte aus. Aber die Frauen, die das tun, sind oder waren in der Werbung vorwiegend hyperschlanken Frauenkörpern ausgesetzt und bekamen dann Schuldgefühle, weil ihre Körper das nicht waren und sie nicht Kleidergröße 34 hatten, wie die Models, die sie ihnen vorführten und das, denke ich, ist ein wichtiges Thema.

Gut, daß es schon Kampagnen gegen die magersüchtigen Models gibt, die dazu gezwungen werden. Die Durchschnittsfrau ist dagegen meist adipös oder hat sich ein paar Kilo zu viel angefressen. Daher ist es sicher gut, daß die Kosmetikfirmen mit normalgewichtigen und normalaussehenden Frauen werben, wenn wir dabei nicht bei dem Punkt sind, daß Übergewicht vielleicht doch nicht so gesund ist, weil es ja zu Bluthochdruck und Diabetes führen kann, aber das ist ein anderes Thema!

Beate Hausbichlergeht es, glaube ich, eher darum, daß es den Firmen nicht, um die kleinen Schwächen der Frauenkörper geht, sondern darum, daß sich diese die meist teuren Produkte kaufen sollen und sich damit verschönern.

Von da kommt Beate Hausbichler, die sich, wie schon bemängelt, in ihrem Buch ein wenig sehr an Amerika orientiert, zur Black Lives Matter- Bewegung, die hat mit Feminsmus vordergründig nicht soviel zu tun, da ja ein Schwarzer von einem weißen Polizisten erstickt wurde. Aber die schwarzen Frauen haben es zugegeben, noch viel schwerer, als die weißen Alleinerzieherinnen und können sich die Wohlfühlcremes noch weniger leisten, sondern produzieren wahrscheinlich zu miserablen Bedingungen, die Wohlfühlkleidung für die weißen Feministinnen, die inzwischen vielleicht schonMarkenkostüme und nicht nur Latzhosen tragen.

Das weiß ich nicht so genau, aber nach dem „Feminst- Washing“ kommt das „Greenwashing“. Das hatmit Feminismus wohl auch nicht soviel zu tun, wenn sich die Firmen, um ihre Produkte zu verkaufen, einen ökologischen Anstrich geben und sagen „Unsere Waren werden nachhaltig erzeugt!“, aber die unverkaufte Waren bei „H&M“ werden, statt sie billig an Unterpriveligerte weiter zu geben, da lobe ich mir die Bücherschränke, wo man seine ausrangierten Bücher abgeben kann, verbrannt.

Dann schreibt Beate Hausbichler noch von einer dieser pseudofeministischen Kampagne, die auch bei uns im letzten Jahr beschlosen wurde, nämlich die Steuersenkung bei Damenhygieneartikeln und da bemängelt, die Autorin, den antiquierten Ausdruck. Es sind die Tampons und Slipeinlagen damit gemeint und, daß sich die Frauen mit der Pille vielleicht nichts Gutes getan haben, ist auch ein anderes Thema, das angeschnitten wird, während Beate Hausbichlervon der von der „Period Pride“ schreibt, die die Firmen in der „Liebe deinen Körper- Bewegung“, den Frauen beibringen wollen. Aber wenn man jedes Monat Regelschmerzen hat, ist das nicht so leicht und da hilft wahrscheinlich die schöne teure Tamponpackung mit der aufgemalten Vulva auch nicht weiter.

Im zweiten Teil geht es um die Medien oder „Feminismus auf Quote und Kliks optimiert“und da beginnt Beate Hausbichler damit, daß sich die Medien lange nicht um die frauenspezifischen Themen kümmerte. Dann änderte sich das allmählich, aber auch da blieben die wirklich relevanten Themen unerwähnt. Denn es geht ja um die „Quotenbringer“.

Aber dann kam die „Me too-Debatte“, die auch im Mainstream nicht zu übersehen war. Beim Kopftuch war das anders und da führt Beate Hausbichler das Beispiel von Kübra Gümüsay, einer kopftuchtragenden engagierten Feministin an, die lange als Quotenfrau zu diversen Talkshows eingeladen wurde, die aber im Vorjahr ausgestiegen ist, weil sie erkannte, daß das Vorsichhertreiben der immer gleichen Themen die Frauenbewegung auch nicht wirklich weiterbringt.

„Alte Werte neu verpackt“, heißt das Kapitel, wo es um die „Frauenmagazine“ geht, die sich im Laufe der Jahrzehnte auch des Feminismus angenommen haben. Was heißt, daß eine Frau jetzt nicht nur mehr schön und sexy, sondern auch selbstbewußtzu sein hat und als geschminkte Karrierefrau, den Haushalt und die Kinder nebenher schupfen muß. So strotzen diese Magazine jetzt von Artikel zum Frauenempowerment und geben Ratschläge, wie die Frauen die Drei oder Vierfachbelastung packen kann. Als Beispielwird hier eine Ausgabe derZeitschrift „Woman“ angeführt, die im Jahr 2020 als Cover die „Neue Heldin der Frauen, die US-Politikerin Alexandria Ocssio-Cortez“ zeigt und dann im Inneren Tips gibt, „wie man mit Raumdüften ein atmosphärischen Heim kreirt, der Rat, die deutsche Feministin Margarete Stokowsi zu lesen, Erzählungen von Promi-Frauen, wie sie lernten, ihr Äußeres zu lieben, statt sich häßlich zu finden, Beratung, man seinen inneren Schweinehund überwindet, der durch falsche Reaktionen im Alltag unser Lebenglück ruiniert, sowie ein „Best of Wintermäntel“ zeigt. Ziemlich kompliziert, das Ganze und dann steht auf einer Zeitschrift oder auf einem T-Shirt auch noch „FeminisMUSS“ was ganz schön die Kontrakonkuriertheit zeigt.

Das nächste Kapitel ist den meist amerikanischen Serien gewidmet, wo ich mich, weil ich die nicht sehe, nicht auskenne. Aber die Sitcoms, hieß es schon früher, dienten in den Fünfziger- und Sechzigerjahren dazu, den Hausfrauen beim Kochen, Putzen und Babyfüttern, Abwechslung zu bringen und so durften sie nicht anspruchsvoll sein, weil man ja während des Kochens öfter wegrennen muß und da soll man nicht zu viel versäumen. Das hat sich jetzt geändert, weil die Sitcoms oder Serien jetzt auch den Aufstieg und die Nöte der meist Mittelschichtkarrierefrauen zeigen. So gibt es eine Premierministerin, die eine magersüchtige Tochter hat, mit der man mitleiden kann.

Sehr kritisch scheint Beate Hausbichler mit der „Social Mediea“ umzugehen, schreibt sie doch „Von wegen Freiheit“ dazu und meint, daß man wenn man seine Meinung in den Netzen von Facebook, Instagram, Twitter allzu freudig preisgibt, der Werbemachinerie ausgeliefert ist und führt als Beispiel an, daß man dann vielleicht ein Johanna Dohnal Buch empfohlen bekommt, wenn man allzu offen über eine Frauenkonferenz schreibt, die man besucht hat. Sollte es Schlimmeres geben, könnte man meinen und natürlich mögen die Vollzeitjournalisten die Bloggerszene nicht. Aber trotz aller Mißbrauchsmöglichkeitfinde ich es doch sehr gut, daß man hier seine Meinungnoch mehr oder weniger offen äußern kann.

Der dritte Teil „Feminismus, markttauglich gemacht“ beginnt mit einem Zitat aus den „Zündenden Funken“, das Buch über die „Auf“ die sogenannte zweite Frauenbewegung, die erste war wohl zu Beginn des neunzehnten jahrhunderts, als die Frauen um das Wahlrecht zu bekommen, aufdie Straße gingen, das von Ruth Aspöck, , Erna Dttelbach und anderen Frauen herausgegeben wurde und führt dann über die „Frauennetzwerke“ zu der „Individualismus-Falle“. Begriffe wie „Choice-Feminsmus“ oder „Populärer Feminismus“ tauchen auf, die mich etwas verwirrt zurücklassen. Beate Hausbichler meint damit aber wohl, wie auch am Buchrücken steht „Daß überall, wo Feminsmus in dicken Lettern draufsteht, wohl nur Selbstoptimierung, Selbstdarstellung und letztlich Konsum drinstecken“.

Etwas, was wohl nur die Frauen selbst ändern können, die natürlich die Wahl haben, ob sie sich im Beruf oder bei ihren Kindern wirklichen wollen und dazu amerikanische Markenkleidung oder Parfums brauchen und auch, wie sie es mit ihren Kndern halten wollen und dadenke ich immer noch, daß man, wenn man rechtzeitig verhütet, auch nicht auf das Recht auf Abtreibung bestehen braucht.

Ein interessantes Buch, das viele Aspekte aufzeigt, die mir bisher unbekannt waren und denke, daß die Frauen es immer noch oder immer wieder schwer haben. DieFrauenbewegung viel erkämpft hat, was man sich nicht durch den Markt und auch nicht durch den Neoliberalismus oder Corona wegnehmen lassen soll, da stimme ich Beate Hausbichler zu und interessant ist auch, daß bei den „Amazon Rezensionen“ eine sehr lange zu finden ist und eine das Buch als „unlesbar“ beschreibt, dem ich nicht zustimmen kann.

2021-04-18

Beautiful Fools

Filed under: Bücher — jancak @ 00:29
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Wir bleiben am Beginn des vorigen Jahrhunderts, gehen aber in die Neunzehnhundertdreißigerjahre und da in die USA beziehungsweise nach Kuba und zu Zelda und F. Scott Fitzgerald, denn der amerikanische Schriftsteller, Journalist und<kulturkritiker R. Clifton Spargo hat 2013 einen Roman über das berühmte Paar unter diesem Titel geschrieben, der jetzt bei „ebersbach & Simon“ auf Deutsch, übersetzt von Heddi Feilhauser herausgekommen ist, die und das finde ich interessant, obwohl ich eigentlich nicht so für das „Denglisch“ bin, das wir jetzt alle sprechen, bei dem amerikanischen Titel geblieben ist.

F. Scott Fitzgerald wurde 1896 inMinnesota geboren und ist 1940 in Hollywood gestorben und hat in den Zwanzigerjahren seine berühmten Romane, wie beispielsweise den „Großen Gatsby“ geschrieben, galt in den Neunzehnunderzanzigerjahren mit seiner Frau, als der große Dandy, Emily Walton hat darüber auch einen Roman oder Biografie geschrieben, den ich gelesen habe, war in den Neunzehnhundertdreißiger Jahren, wie ich „Wikipedia“ entnehme, wieder vergessen, verdingte sich in Hollywood mehr schlecht, als recht als Drehbuchschreiber, litt unter Alkoholexzesse und hatte auch Probleme mit der psychischen Erkrankung seiner Frau Zelda, die in dieser Zeit in Psychiatrien untergebracht war.

Da steigt R. Clifton Spargo ein, nämlich am 12 Februar 1932, da fährt Fitzergald mit seiner Frau im Zug, um sie zu dieser Klinik zu bringen, wo er für sie sorgt, sich von ihr auch nicht scheiden läßt, aber längst in Hollywood mit anderen Frauen zusammenlebt. Der zweite, längere Teil spielt dann im April 1939, Fitzgerald hat eine Geliebte namens Sheilah Graham, trennt sich aber von ihr, um mit Zelda, wie versprochen noch einmal einen schönen Urlaub in Kuba zu verbringen, wo sich dann, wie im Klappentext steht, „die Ereignisse überstürzen“.

Ich weiß nicht und kann das auch nicht „Wikipedia“ entnehmen, ob es diese Reise wirklich gegeben hat. Clifton Spargo schreibt jedenfalls einen Roman darüber und bettet ihn in eine spannende Handlung ein, die er wahrscheinlich erfunden hat. Man erfährt aber viel dabei vom Leben des berühmten Skandalspaar und ansonsten kann man sich auch, was wahrscheinlich anzuraten ist, in Fitzgeralds Bücher einlesen, ich habe auch ein paar in meinen Regalen, ihn im Original aber noch nicht gelesen.

Die Beiden kommen in Havanna an, mieten sich in einem Hotel ein. Über die Freundschaft zu Ernest Hemingway wird berichtet, der kommt in dem Buch aber nicht vor. Zelda wird als labil beschrieben, sie fühlt sich verfolgt, will aber ihre Ehe mit Fitzgerald wieder aufleben lassen. Er will das nicht so recht und weicht ihr aus und während sie sich in ihrem Zimmer befindet, wird er an der Bar von einem Fremden angesprochen, der ihm erzählt, daß er lange in den USA war, er ist Immobilienmakler und will sich um Schott kümmern.

Das tut er sehr aufdringlich, bringt Scott und Zelda dann in eine Bar, wo es zu einer Schlägerei kommt, Zelda, die sie sich wieder verfolgt fühlt, hat sie ausgelöst und Mateo Cardona rät ihm vor der Polizei zu füchten. Er taucht dann immer wieder auf, beziehungsweise schickt er ihnen einen Fremdenführer. Scott und Zelda reisen auf eine Insel ab und lernen da einen Spanier und seine französische Freundin kennen, die sich als Flüchtlinge zu erkennen geben. Die Paare freunden sich an, Zelda organisert einen Ausflug und ein Picknick läßt sich von einer Wahrsagerin die Zukunft sagen, verschwindet dann verstört und nach dem sie alle suchen, findet Scott sie im Zimmer wieder.

Der Fremdenführer von Mateo taucht auch wieder auf und Scott will mit Aurelo, das ist der Spanier, einen Hahnenkampf besuchen, um darüber zu schreiben. Zelda bleibt im Hotel zurück. Der Hahnenkampf wird sehr genau beschrieben und Scott, wie immer betrunken, will ihm aus Mitleid mit den Hähnen, die dabei getötet werden, unterbrechen. Es kommt zu einer Schlägerei in die auch der Fremdenführer verwickelt ist.

Scott wird verletzt in das Ressort gebracht, der Fremdenführer, ein Senor Famosa Garcia, rät Zelda sich mit Senor Cardona in Verbindung zu bringen, der Scott in Havanna in einem Sptal unterbringen soll.

Nun erweist Zelda ihre Stärke. Panisch beginnt sie zu packen, weiß nicht, wo die Flugtickets und das Geld ist und der Leser vermutet, daß die Fitzgeralds von dem Kubaner ausgenützt werden. Zelda besteht aber darauf nicht in Havanna zu bleiben, sondern zurück in die USA zu fliegen, was auch gelingt. Senor Cardona regelt alles und ein paar Monate später ist Fitzgerald, wie in dem Buch noch steht, in den Armen seiner Geliebten gestorben.

Zelda wird aus der Klinik entlassen und kehrt in die Obhut ihrer Mutter zurück. Sie ist, entnehme ich wieder „Wikipedia“ 1948 in Asheville gestorben und R. Clifton Spargo hat, glaube ich, einen spannungsgeladenen Roman über die Beiden geschrieben, der, wie schon erwähnt einem das Werk des großen Amerikaners näherbringen soll.

Interessant finde ich auch, daß ein „Moleskine“ immer wieder eine Rolle spielt, in dem Scott Fitzgerald immer wieder seine Notizen aufnotiert, um sie später in seinen Romanen zu verwenden und ich weiß gar nicht, ob es in den Dreißigerjahren schon „Molekines“ gegeben hat? Es gibt auch immer wieder Briefe von Zelda an Scott, wo ich auch nicht weiß, ob es sich dabei, um Originaldokumente handelt oder sie aus der Clifton Spargos Feder stammen? Werde da wohl nicht weiter recherchieren, nehme mir aber vor, den „Großen Gatsby“ und auch meine anderen Fitzgerald-Bücher wenn ich dazu kommen sollte, zu lesen.

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