Literaturgefluester

2017-12-08

Von alten und von neuen Bücherbergen

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 19:10
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Jetzt zwischen der Bücherpromotion, die Leserunde ist ja angesagt und Luis Stabauer hat sie schon eröffnet, Manfred Lager-Regall der getreue, hat mit die Gewinnspielfragen für das nächste neue Buch aufgelöst, dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“, die ich am Montag beim „Writerretreat“ so richtig angehen möchte, mein Kritiker Uli hat sich auch wieder mal gemeldet und mich wissen lassen, daß ich in seinen Augen keine ernstzunehmende Autorin bin, die Veranstaltungen werden wegen Weihnachten weniger, dafür mehren sich die Feste, die Punschmärkte,  die Adventkalender und die Bücherstapel in meinem Badezimmer, das heißt die Bücher, die ich heuer noch lesen sollte, werden auch nicht weniger- und während ich mich tapfer durfch einen kleinen Böll-Schwerpunkt zu dessen kommenden hundersten Geburtstag lese, wieder einmal etwas über Bücher.

Denn das ist ja auch ein Schwerpunkt des „Literaturgeflüsters“, das ich über meine Bücher schreiben will und ich habe  sehr viele, ich würde einmal an die zehntausend schätzen.

Die genaue Zahl weiß ich nicht, obwohl ich einen Bibliothekskatalog führe. Aber in diesem Computer kann ich sie nicht zählen, im früheren hatte ich genaue Zahlen, damals waren es an die dreitausend. Das ist aber schon länger her, daß ich den Katalog erstellte, es war 2005, glaube ich, als ich in Harland nach Thomas Bernhards „Heldenplatz“ suchte, wußte, das muß in dem Regalen sein, aber erst nach stundenlangen Suchen fand.

Inzwischen gibt es die offenen Bücherschränke, vor denen ich ja nicht vorbei gehen kann und seit ich Buchpreisblogge und da einmal die deutschen Verlage anfragte, vorher habe ich mich das eigentlich nicht getraut und mich mit den heimischen den „Haymon“ und den „Residenz“ beispielsweise begnügt, schicken die mir die Vorschauen und ich suche mir dann auch immer eifrig aus, bin ich ja an sehr vielen interessiert und dann lese ich und lese….

Wenn man auf meine Bücherliste geht, über die sich manche meiner Leser wundern und „Wow!“, oder „Verrückt!“, ausrufen, sieht man, daß meine jährliche Bücherzahl abnimmt von 90 2010 bin ich auf 176 2013 gekommen. vorher habe ich nicht alle Bücher besprochen und die <leseliste gibts auch erst seit 2011 bin ich 2016 nur auf 148 gekommen, bei 2017 habe ich bis jetzt 177 Bücher eingetragen,  18 1/2 aber derzeit noch nicht gelesen.

Ich weiß selber nicht genau warum, da ich bewußt nicht weniger lese, vielleicht nur etwas strukturierter. Das heißt, fast ausschließlich in der Badewanne und da während der Woche meistens nur am Morgen, weil ich ja am Abend bei Veranstaltungen bin und dann darüber blogge.

Im vorigen Jahr habe ich mir dann während des Buchpreislesens, als ich beispielsweise wartend in der „Gesellschaft für Literatur“ saß und darauf wartete, daß die Veranstaltung anfängt, mir vorgenommen, mir ein Buch mitzunehmen, was ich jetzt auch tue. Mit der Straßenbahn fahre ich selten und da habe ich auch erst in der letzten Zeit ein Buch in der Tasche, weil ich ja weiß, daß im Bad noch sehr viele Bücher auf mich warten.

Gelesen habe ich, glaube ich, schon immer sehr viel, mich für Bücher interessiert und sie gesammelt. Zum Besprechen habe ich auch schon vor dem „Literaturgeflüster“ angefangen, nämlich als es da eine Zeitlang von „Thalia“ eine Akton gab, wo man eine Rezension hinschicken konnte und wenn sie sie veröffentlichten, einen Zehn Euro Gutschein bekam. Sehr wenig eigentlich, mich hat es aber motiviert. Ich habe damals eine Menge Bücher besprochen, wahrscheinlich auch alle die ich gelesen habe und vier oder fünf Rezensionen sind, glaube ich, erschienen.

Zu meiner Bücherliste ist es dann 2011 glaube ich gekommen, denn da habe ich bei „Leselustfrust“, die ich ja damals sehr häufig las, von einer Herbst und Winterchallenge gelesen oder war es die Challenge „Hundert Bücher“ in einem Jahr zu lesen?

Ja, ich glaube, das war die, da ist dann meine „Hundert Bücher-Liste“ entstanden, da habe ich dann schon mehr gelesen, weiter Bücher aufgeschrieben und die Leseliste war geboren, die ich dann nachgetragen habe.

Seit 2010 gibt es die Bücherschränke, da wuchs mein SUB, der schon vorher groß war, weil es  auch bei der „Literatur im März“ die „Büchertürme“ gegeben hat, an und ich habe dann, glaube ich, 2013 mir vorgenommen, jetzt aber wirklich alle Bücher zu lesen und sie, ich glaube, auf zehn Jahre in voraus in meiner Liste aufgeschrieben. Da habe ich mir auch vorgenommen wirklich und wahrhaftig niemals mehr ein Buch zu kaufen, anzufragen oder aus den Schränken zu nehmen, ein Vorhaben, bei dem ich, glaube ich, schon am allerersten Tag gescheitert bin.

Artikel über Bücher gibt es auch einige in diesem Blog, für das „Lliteraturgeflüsterbuch“ habe ich die schönsten ausgesucht, aber das ist ja auch schon vor einiger Zeit erschienen und so gibt es inzwischen neue, durch die man sich gerne surfen kann, um einen Eindruck von meinen Leseverhalten zu bekommen.

Büchersucht nenne ich es nicht, obwohl ich eine Sammlerin bin und gerne alle Bücher lesen oder haben möchte und so war meine Bücherliste 2016, als ich gerade zum zweiten Mal Buchpreis bloggte schon sehr lang und weil ich ja damals hundertfünzig im voraus aufgeschrieben hatte, sind Ende des Jahres dann zig ungelesene übergeblieben, denn es gab ja schon die Rezensionsexemplare, die ich immer genau und gewissenhaft vorziehe, so habe ich mich damals entschloßen umzuräumen, die Liste zuerst gelöscht und dann auf je fünfzig von den wirklich feinen Schmankerl, die sich da im Lauf der Zeit angesammelt haben, aufgefüllt.

Da bin ich auch schon wieder sehr im Voraus, denn man findet ja sehr viel und ich muß, glaube ich, sehr genau aufpassen, daß ich 2018, die inzwischen 54 vorgemerkten, die alle wirklich interessant sind, lesen kann.

Denn ich habe in den letzten Wochen  sehr viel von den Frühjahrsprduktonen bestellt, die auch sehr interessant sind und da ich wahrscheinlich ab August wieder Buchpreisbloggen möchgte, die deutsche und die österreichische Liste und dann bin ich ja auch in der „Blogger Debutpreisjury„, muß ich mich wahrscheinlich wirklich sehr bemühen, da nicht wieder kläglich zu scheitern und ob ich, die achtzehn noch Ungelesenen noch heuer schaffe, weiß ich nicht wirklich, haben wir ja schon den 8. 12. und da kann ich mich erinnern, habe ich  vor ein paar Jahren auch umgeräumt, die ungelesen Büchern aus dem Badezimmer geräumt, die neuen herausgesucht und dann ist mir der Bücherstapel, den ich in der Krongasse im Schlafzimmer habe umgefallen.

Ein paar Bücherregale habe ich mir inzwischen auch gekauft und muß so leid es mir tut, inzwischen bei der Auswahl auch selektieren, also mich vielleicht auch auf das „qualitativ hochwertige“ obwohl ich von diesem Begriff ja nicht sehr viel halte, zu konzentrieren und das andere die Chicklits, die Krimis etcetera ablehnen, weil man ja nicht alles lesen kann. So ganz halte ich mich dann doch nicht daran, nehme zwar eher keine Kinderbücher, oder Gruselgeschichten, habe aber in Meredeith Winter, die sich im vorigen August bei mir meldete, eine sehr interessante Autorin kennengelernt, bei Csilla Bekes war das ebenso, und wenn ich die Bücher nicht gelesen hötte, hätte ich bestimmt einiges versäumt, während sich bei den Buchpreislisten, wie mir aufffiel, ja die Midlifkrisis Romane der mittelalten Männern mit den berühmten Namen höufen und ob siie wirklich immer so einzigaritg und außergewöhnlich sind undk ich statt dessen vielleicht nicht besser nach einem selbstgemachten Buch greifen sollte, kann man wahrscheinlich beweifeln.

Nun gut, ich tue was ich kann, frage an, obwohl sich die Bücher bei mir biegen und ich sehr aufpassen muß, daß ich noch alles finde und ich mit dem Lesen nachkommen und das Schreiben dabei nicht vernachläßige.

Aber nein, das tue ich nicht. Da bin ich, glaube ich, sehr strikt und habe, obwohl mich der Uli  für chaotisch hält einen sehr strukturierten Tagesplan, schließlich bin ich  Verhaltenstehrapeutin und rate das auch meinen Klienten und ich halte mich auch ziemlich daran.

Am Morgen lesen, dann meine Praxis machen und dazwischen schreiben, in der letzten Zeit, wo ich mehr Klienten nehmen kann, gelingt mir das nicht mehr so. Da bleibt dann das Wochenende oder die Ferien dafür.

Am Abend gehe ich zu Veranstaltungen, die sind für mich  auch sehr interessant und dann blogge ich schon manchmal mehrmals täglich, da sind mir die Flüchtlingkeitsfehler, was der Uli nicht verstehen kann, eigentlich egal, denn ich bin, glaube ich, auch sehr ökonomisch, eine Stunde sollte reichen, weil ich ja auch schlafen muß.

Ich reflektiere aber gerne über mein Schreiben und mein Lesen, habe da schon ein wunderbares Archiv und wer wissen möchte, was in den letzten fast zehn Jahren in Wien in der „Alten Schmiede“, oder im Literaturhaus geschah, also auch was gelesen wurde, wer dort war, nicht nur die Programmzettel, die es natürlich auch gibt, kann bei mir, glaube ich, fündig werden, weil ich ja ziemlich regelmäßig dorthin gehe und dem wird dann ein Beistrichfehler wahrscheinlich auch egal sein.

So komme ich mit meiner Litertaturleidenschaft meinem Lesen und Schreiben als Lebensstil, glaube ich, auch gut zurecht, möchte das auch präsentieren, finde es schade, daß es mir nicht so ganz gelingt, aber eigentlich tut es das auch und, um wieder auf die Bücher zurückzukommen,  bin ich durch die Bücherschränke wirklich auf Sachen gekommen, die sonst an mir vorbeigegangen wäre.

Das Buchpreisbloggen, das ich höchstwahrscheinlich weiter machen werde, ist auch sehr sehr interessant, denn nur, wenn man die Bücher gelesen hat, kann man wirklich was dazu sagen und die Debuts sind das auch.

So wurschtle ich mich  durch den Berg und schaffe das, glaube ich, auch ganz gut, auch wenn ich natürlich nicht alles lesen kann und ich bin wohl sowohl eine Quantitätsleserin, wie eine solche Schreiberin. Ist das wirklich so schlecht? Ich glaube eigentlich nicht!

Auf den anderen Blogs werden schon die ersten Bücherhighlights von 2017 veröffentlicht. Wer von mir wissen will, welche der bis jetzt gelesenen über hundertfünfzig Bücer mir am besten gefallen haben, wird mich ein wenig ratlos sehen.

Denn Lieblingsbücher habe ich eigentlich nicht und an eine so besondere Highlightspitze kann ich mich auch nicht erinnern.

Ich habe das Jahr mit Hans Fallada angefangen, habe dann das „Hochhaus“ entdeckt und gleich darauf die Juliana Kalnay.

„Tierchen unlimited“ hat mir gut gefallen, Tim Krohns Projekt ebenso, von Andreas Okopenkoa Klassiker „Kindernazi“ war ich ein wenig enttäuscht,

Viktors Klemperers Briefe haben mich beeindruckt, dann kam schon das Buchpreisbloggen. Da haben mich vor allem die politischen Romane „Die Hauptstadt“ und die „Außerirdischen“, beindruckt.

Meine <nummer eins wäre allerdings Marion Poschmann gewesen und bei den Deburts „Liebwies“ und „Reibungsverluste“, das stand aber nicht auf der Debut-Shortlist. Also habe ich mich da für „Immer ist alles schön“ entschieden. Cornelia Travnicek habe ich in diesem Jahr viel gelesen und bin jetzt auf die noch ungelesen 2017 Bücher und auf das Bücherjahr 2018 sehr gespannt

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2017-09-30

Zwischendurch

Im Herbst ist es bei mir immer etwas hektisch, seit ich Buchpreislese überhaupt, denn war ich 2015 noch nicht so sicher, ob ich die zwanzig Bücher schaffe, kam dann 2016 gleich der österreichische nach dem deutschen, also noch einmal dreizehn Bücher, minus denen, die ich nicht bekommen habe oder den Überschneidungen und als ich 2011 meine Leseliste eingeführt habe, war ich mir ja nicht einmal sicher, ob ich hundert Bücher im Jahr schaffe.

Ich schaffe es, kein Zweifel, bis hundertsechundsiebzig bin ich 2013, glaube ich, gekommen, ab da wars rückläufig. Heuer werden es wahrscheinlich wieder mehr, denn ich übe mich ja jetzt, ich habe es schon geschrieben, im dreifachen lesen und da ist das Bloggerdebut, wo dann im November die Shortlist kommt, noch nicht dabei, was aber noch einmal fünf Bücher bedeutend könnte, im günstigsten Fall habe ich ein paar bis alle dann schon gelesen.

Als Mara Giese 2013 mit dem Buchpreislesen begann und sich die Bücher mit ein paar Bloggern aufteilte, hätte ich das am liebsten auch gemacht, dachte aber an meine Leseliste und dann war ich mir nicht sicher, ob mir die deutschen Verlage, was schicken würden?

Die Österreichischen haben es damals schon gemacht und 2015 habe ich dann angefragt und da hat sich „Aufbau“ bei mir gemeldet, der damals gar kein Buch auf der Liste hatte und hat mir die Vorschauen geschickt oder mir Bücher angeboten.

Im Vorjahr kam dann „Kiwi“ hinzu und da habe ich ja im Frühjahr aus Leipzig eine Liste mit den Bücher mitgebracht, die ich mir angekreuzt habe, nur leider ist die in meinen Regalen verloren gegangen, so daß ich gar nicht mehr so genau weiß, was mich da noch erwarten wird. Aber einige Bücher sind es, glaube ich, noch.

„Wagenbach“ hat sich im Vorjahr auch bei mir gemeldet und heuer ist „Ullstein“ dazugekommen, so daß ich, glaube ich, jetzt schon schauen muß, daß ich das alles zeitgerecht schaffe.

Luxusprobleme ich, weiß und die Verlage bleiben dann auch wieder weg, wie „Residenz“, der mich ja einige Jahre lang mit den Neuerscheinungen versorgte, „Haymon“, der mir 2012, glaube ich, schon die Bücher als E pubs schickte.

Jetzt hat „Otto Müller“ die beiden Buchpreisbücher nicht mehr für mich gehabt, was schade ist, aber nicht so viel macht, denn ich lese mich ja noch immer durch die deutsche Liste, habe da heute das fünfzehnte Buch und das zweite der öst beendet, dann kommen die österreichischen Bücher und die Debuts und wenn man auf meine Leseliste geht, sieht man, da warten noch einige Bücher auf mich, die gelesen werden wollen.

Deshalb habe ich in der Nacht die älteren, die ich wahrscheinlich nicht mehr schaffen werde, daraus entfernt und wenn die Frankfurter Buchmesse kommt, die heuer Frankreich als Gastland hat, werde ich zwar an dem Champagnerempfang, den „Ullstei“n dort veranstaltet, nicht teilnehmen können, aber die beiden vorgestellten Bücher lesen und in meinen Regalen schlummern auch einige Oldies, wie die von der Francoise Sagan, aber da komme ich derzeit wohl nicht dazu.

Also lesen, lesen lesen und das tue ich ja sehr gern, aber eigentlich wollte ich wieder über mein Schreiben berichten, das ich ja nebenbei auch so bettreibe und eigentlich sollte ich das auch hauptsächlich tun oder vielleicht auch nicht, denn als ich im August mit „Besser spät als nie“ fertig gerworden bin, ein kurzer Text den ich nach Schreibimpulsen geschrieben habe, ein Experiment, das ich sehr empfehlen kann, war ich ja nicht siche,r ob ich jetzt nicht wieder zwei Monate auf Schreibvorbereitung gehen soll, denn ich will ja heuer wieder beim „Nanorimo“ mitmachen. Das wäre mein sechster,  denn ich Vorjahr habe ich damit ausgesetzt.

Dann habe ich bezüglich „Unsichtbarer Frau“ mit dem Schreiben angefangen und zwar anfang September bei der Schreibgruppe, da wollte ich eigentlich „unsichtbar“ als Thema haben, Peter Czak hat sich  aber mit „Muße – Muse“ durchgesetzt und ich habe, macht ja nichts, gedacht, denn man kann ja über alles schreiben.

Was auch stimmt, andererseits hat sich der Tex, der dann entstanden ist, für den Einstieg als nicht so günstig herausgestellt, denn das „Muße-Muse-Taferl“ mit dem die Slavenka dann da gesessen ist, während die Lily zu Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann eilte, war ein nicht so guter und eigentlich ist die Lily und Slavenka Schiene ja ein Übelbleibsel aus meinem „Besser spät als nie-Projekt“.

Dann ist aber bald die Amanda Siebenstern als Protagonistin hinzugekommen, ein prekäre Literaturwissenschaftlerin, die statt an Handke oder Thomas Bernhard zu forschen, Deutsch als Fremdsprache-Kurse gibt und am Abend ihre Tarnkappe aufsetzt, um Donald Trump, Wladimir Putin und den anderen Großen dieser Welt die Leviten zu lesen. Das war die Einstiegsidee.

Mit dieser Tarnkappengeschichte bin ich dann auch nicht so glatt weitergekommen, denn ich hindere mich ja manchmal selbst, wenn ich zu schnell einsteige, dann bin ich an der Wand und komme von dort nicht mehr weg, es sind aber zwei Szenen entstanden, die sich um dieses FPÖ-Video „Tu was Hasi!“, rankten, aber dann doch nicht so gut gelungen waren.

Daß ich noch ein paar andere Handlungsstränge außer der Lilli und der Slavenka und ihre Amanda Siebenstern haben will, habe ich auch bald gewußt, denn da gibt es ja einen Alfons Tratschke aus Mecklenburg-Vorpommern, der die beiden beschimpft und selber an der Grenze zum Neonazitum dahinbloggt und weil ich  im Sommer auf einmal sehr viele amerikanische Aufrufe hatte, dachte ich, da sitzt ein vereinsamter Uniprofessor in Ammerika und liest sich durch Lillys Blog.

Dann dachte ich aber, der fällt in New York wahrscheinlich gar nicht so auf und habe ihn nach Stockholm verlegt. Ideen über Ideen und die muß ich nun zusammenfügen und zu einer spannenden Geschichte machen. Da braucht man Zeit und Konzentration und die habe ich in den letzten Wochen nicht so ganz gehabt, weil mich erstens meine Praxis nicht täglich zum Schreiben kommen ließ, zweitens drängt ja die überlange Leseliste, da mehr zu tun und dann kamen in der Vorwoche auch die „Ohrenschmaus-Texte“, das sind diesmal auch fast zweihundert. Ich habe sie aber schon durchgesehen und meine Vorschläge herausgeschrieben und mein Geburtstagsfest kommt auch, da mache ich ja Anfang Oktober immer die Einladungen und sende sie aus und diesmal habe ich sogar einen Gast aus der Schweiz bei den Lesenden, neben den bekannten Namen, wie die Ruth und den Rudi und der Margit Heumann, die ich diesmal auch das erste Mal eingeladen habe.

Denn da hat sich vorigen Woche eine Schweizer Psychiaterin bei mir gemeldet und mir geschrieben, ich solle sie zu einer Lesung mit Musik einladen. Das war ein Irrtum, denn ich vermittle ja keine Lesungen, aber dann hat sie geschrieben, sie ist vom 9. bis 11. 11. in Wien und da ist ja die“ Buch Wien“ und am 11. ist diesmal das Fest, das ist ein Samstag, weil am zehnten, den Freitag den ich sonst immer gern nehme, ja die „Poet Night“ ist, wo ichauch lese. Also habe ich sie gefragt, ob sie auf meinen Geburtstagsfest rein privast lesen will und habe jetzt die Leserliste und schicke nächste Woche, die Einladungen aus.

Vorige Woche waren wieder die beiden Tage der offenen Tür mit den Gratisworkshops des „Writersstudios“ und da hatte ich  geplant da an meinem Text weiterzuschreiben. Entstanden sind einige Texte, die dann zur Szene sechs, die Amanda steht endlich in Minister Bastis Zimmer und spricht ihn auf ihre Schülerinnen an, die jetzt wegen des Vermummungsverbotes nicht mehr in den Kurs kommen können und den Beginn der Szene sieben, das ist die mit den depressiven Mitglied der schwedischen Akademie, habe ich im Krimi Schnupperworkshop auch geschrieben.

Man sieht, ich habe mich da an die Anweisungen ja nicht so gehalten, sondern an mein Projekt gedacht. Diese Woche habe ich  aus den verschiedenen Texten zur Szene sechs, die ich hatte, eine neu geschrieben und gestern dachte ich dann, ich werde, bevor ich weitermache, das Ganze nochmals neu schreiben.

Damit tue ich mich ja immer etwas schwer, mit dem Korrigieren und Zurückfahren, wenn ich wo festgefahren bin. Habe aber gestern ursprünglich alles neu schreiben wollen. Ich hatte da an die  achtzehn Seiten. Habe das dann nur mit der ersten Szene gemacht, das „Muße-Muse“ist jetzt gelöscht und ich habe das mit dem Blog der Lily und Slavenkas Stipendium etwas genauer ausgeführt und halte jetzt bei siebentausendsechshundertsiebzehn Worten und weiß auch, wie ich weiter mache.

Das nächste ist dann der Jonathan Larsen, Moritz Lichtenstern, auch aus „Besser spät als nie bekannt“, kannn auch nach New York kommen und sich um seine Tochter beziehungsweiseihren Blog kümmern und Don Qucho reitet gegen rechts und die beiden halten ihn ein bißchen auf, etcetera.

Ich bin jakeine so unbedingte Freundin des Freewriting und das mit dem inneren Zensor ist bei mir auch so stark vertreten, daß ich den beim besten Willen nicht aus dem Kopf bekommen kann, denn egal wieviel und, wie gut ich schreibe und da ist  schon einiges bei mir weitergegangen, ist es ja nie gut genug und die Kritiker, wie die JuSophie oder der Uli regen sich auf, beziehungsweise meldet sich bei meinen Gewinnspielen nie jemand, der mein Buch gewinnen will.

Das stört mich schon ein bißchen, mache aber weiter und werde bei dem“ Bibliotheksgespenst“, das ja jetzt bald fertig werden wird, eine Leserunde ausrufen. Das heißt fünf Bücher an die verschicken, die dann auf den Blog mit mir darüber diskutieren wollen.

Wäre schade, wenn sich da niemand meldet, probieren werde ich es aber und was den inneren Zensor betrifft, ist es bei mir manchmal so, daß ich zwischen zwei Termine  nur wenig Zeit habe und dann denke, ich muß jetzt was schreiben, bin ich aber nicht in der richtigen Stimmung und es wird dann nichts.

Da habe ich vorige Woche bei den Gratisworkshops mir, glaube ich, eine gute Idee mitgenommen, nämlich bei den Szenen, wo ich nicht so sicher bin, wirklich mit einem Freewirting zu beginnen, nämlich aufnotieren, über was ich da schreiben will. Denn das Schwierigste ist bei mir die Hemmung, daß ich ja immer noch glaube, daß ich nicht schreiben darf,  es dann justament probiere und dann wird es nicht gut. JuSophie hat das einmal, daß ich mein Schreiben mit Zähnen und Klauen verteidigen würde, genannt und ich habe mir „No na!“, gedacht.

Das mit der Hemmung ist aber durch das kontinuierliche Bloggen und meine kontinuierlichen Schreibberichte besser geworden. Denn ich schreibe ja, auch wenn es niemanden interessiert, sehr viel darüber, wie es mir dabei geht und das hilft mir sehr. Das Schreiben nach Impuslsen hat mich weitergebracht und auch, daß ich in der Schreibgruppe, auch wenn die Ilse, der Fritz und die Ruth das nicht wollten,  an meinen Romanenprojekt weiterschreibe.

„Ich will das nicht, daß du da an einem Roman schreibst!“, hat es die Ruth einmal genannt. Ich denke aber, es kann ihr ja egal sein, denn ein zwanzig Minutenteext ist ja sowieso immer nur eine Seite lang, auch wenn es eigentlich schon die Szene fünfzehn ist, da muß ich dann halt vielleicht was zum Veständis erklären, aber das hilft mir sehr und der „Nanowrimo“ ist ja auch soetwas, wie man seine Hemmungen überwinden und einen Text fertig schreiben kann, auch wenn der Zensor schreit „Schon wieder nicht gut genug!“, und da habe ich ja 2009 mit dem ersten angefangen und dann 2012, 2013, 2014 und 2015 wieder mitgeschrieben. Ein paar mal habe ich dabei geschummelt, das heißt am ersten November, wenn man starten soll, schon ein paar tausen Worte gehabt und bin dann  schon nach einwer Woche mit dem Rohtext fertiggewesen.

Aber das ist auch egal, weil ich es ja für mich selber mache und selber meinen Schreibprozeß bestimme. So werde ich im Oktober trotz Lesestreß, Frankfurter Buchmesse, Einladungen aussenden, GAV-GV etcetera, an meinem Projekt weiterschreiben und dann höchstwahrscheinlich, das heißt, wenn nich nicht doch schon mit dem Rohtext fertig sein sollte, im November mit dem was ich habe, einsteigen und weitermachen.

Notfalls wirds halt wieder ein Korrigiermonat, denn heuer kommt ja noch etwas anderes hinzu, nämlich das „Writersstudio“ wird 15 und da bieten sie fünfzehn Tage einen Schreibmarathon an. Man kann dort hinkommen und an seinem Projekt weiterschreiben. Sie machen, glaube ich, auch beim „Nanowrimo“ mit und  dort habe ich auch das erste Mal davon gehört. Also habe ich vor, wann immer mich meine Praxis läßt, dort mit meinen Laptop hinzugehen und an der „Unsichtbaren Frau“ weiterzuschreiben.

Das heißt, ich werde das, die erste Woche so tun. Denn in der zweiten ist ja die „Buch Wien“ und dort gehe ich natürlich auch hin und mache eine Nano-Pause, wie gehabt.

ich glaube aber, daß ich jetzt ein bißchen freier geschrieben bin und an mein Projekt glaube und da hat mir auch Robert Menasses „Hauptstadt“ sehr geholfen, die ich gerade ausgelesen habe. Denn das ist auch ein sehr politisches Buch, das mit der Wirklichkeit spielt. Warum darf ich also nicht meine unsichtbare Tarnkappenfrau zu Minister Basti in sein Schlafzimmer schicken? Und wenn ich das auch lerne, wäre das ja fein. Also so gesehen in den Herbst und neben dem Lesemarathon auch einen solchen beim Schreiben betreiben, das wäre fein und ist auch nicht ganz so neu.

2017-08-29

Buchpreisblognotizen

Filed under: Büchergeschichten,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:24
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Die deutsche Longlist wurde vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben und ich habe davon bisher vier Bücher gelesen, das heißt zwei davon im Frühjahr und die zwei anderen, eines in Buchform auf dem Berg und bei dem anderen das PDF danach.

Ich lese und blogge mich jetzt ja das dritte Mal durch die Liste, beim ersten Mal war es ein Experiment, da habe ich geschaut, daß ich alle Bücher lese, bin deshalb in Buchhandlungen gegangen, habe mir welche ausgeborgt und welche schenken lassen und zehn von den Verlagen bekommen.

Beim zweiten Mal wußte ich schon, daß da ein Monat später die österreichische Liste kommt, durch die ich mich auch lesen wollte, also nur lesen was kommt, das waren neunzehn deutsche Longlist Bücher und fünf von der österreichischen Liste und weil ich ja 2013, als Mara Giese mit dem Buchpreibloggen begann etwas zögerlich war, ob die Verlage auf mich reagieren würden, sie taten es und so mir die liebe Frau Meier von „Kiwi“ heuer in Leipzig bei Kaffee und Keksen die ganze Herbstvorschau vorgelesen.

Ich habe bestellt und bestellt und werde demnächst mein Longlistenlesen kurz unterbrechen, weil  Uwe Timms „Ikarien“ an die Reihe komtmen, das leider nicht auf die LL kam, aber, daß da ja nur sehr wenige Neuerscheinungen stehen und durchaus nicht alles was man sonst  noch lesen sollte, war mir ja immer bewußt.

Also beim dritten Mal dreigleisig lesen, die dLL, die öst und dann das andere, wie das im nächsten Jahr ist, weiß ich nicht, vielleicht mache ich da bei einem Antiquariatspreislesen mit und heuer kam auch noch dazu, daß die deutsche LL an einem österreichischen Feiertag verlautbart wurde, in Bayern war der auch, so kamen an diesem Dienstag sofort einige Abwesenhaitsnotizen zurück und am nächsten Tag mailte mir „Jung und Jung“, sie würden mir Monika Helfers „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“ schicken.

Das Buch ist noch nicht gekommen, dafür habe ich Jonas Lüschers „Kraft“, die zweite Zusage auf dem Berg gelesen, dann kamen einige PDFs und eine etwas hantige Antwort von „Hanser“, man würde sich über mein Interesse freuen, hätte aber kein RE mehr und ich solle mir das Bloggen deshalb nicht verderben lassen.

Keine Sorge, tue ich nicht und dann meldet sich die Frau Rössler von  „Deuticke-Zsolnay“, den österreichischen „Hanser- Töchtern“ und machte mich darauf aufmerksam, daß es auf der „Net-Galley“, die Bücher für Blogger die über den dBp schreiben wollen, bereitstehen.

Auf diese Seite hat mich schon „Aufbau“ einmal aufmerksam gemacht und sie ist es auch, die den „Blogger Award“ vergeben wird, für den ich mich nominieren ließ.

Fein könnte man denken, denn dann käme ich an das Hanser-Buch, hatte dann, als ich vorige Woche nach Wien kam, schon Robert Prossers „Phantome“ geschickt bekommen und „Suhrkamp“ hat mir seine Bücher auch zugesagt.

Aber leider war dann zwar das Anmelden, an dem ich, glaube ich, schon einmal gescheitertt bin, ich kenne mich mit dem Internet ja nicht so aus, einfach, das Herunterladen der bestellten Bücher aber schwierig, denn außer Kerstin reiwuß „Nach Onkalo“ ließen sich die angefragten Bücher, wegen eines besonderen Kopierschutzes mit meinem „Ubunto- Programm nicht öffnen. Zum Glück habe ich aber bei allen außer der „Shlafenden Sonne“ und“ Flugschnee“ schon die Zusagen und die Frau Rössler schickt mir vielleicht das Franzobel-PDF, bei den österreischen Büchern, die auf die iLste kommen, hat sie es mir schon versprochen.

Die ersten Tage nach der Listenbekanntgabe sind ja immer  spannend, da hat man die Zusagen, wartet auf die Bücher und wird etwas nervös, beziehungsweise befürchtet man, nicht so schnell zum Lesen zu kommen und diesmal hat mir ja „Kiwi“ eine Woche vorher vier Bücher geschickt, die ich erst nach und nach ausgelesen habe.

So habe ich jetzt also außer „Evangelio“ und „Walter Nowak bleibt liegen“ inzwischen auch das „Jahr der Frauen“ gelesen, ein Buch, das sonst an mir vorübergegangen wäre und das mir sehr gefallen hat und auf dem Berg Jonas Lüschers „Kraft“ und werde jetzt mit dem zweiten PDF, nämlich Christine Wunnikes „Katie“ beginnen.

Die stand ja schon 2015 mit „Der Fuchs und Dr. Shamura“ auf der Liste und dahabe ich das Buch zwischen zwei Fortbildungsveranstaltungen bei „Kuppitsch“ gelesen.

Dann warten noch die PDFs von „Lichter als der Tag“ und eben Kerstin Preiwußs Buch auf mich, aber das werde ich mit dem Buch von Gerhard Falkner auch bekommen und „Galiani“ hat mir heute geschireben, daß sie auch schon den Sven Regner an mich abgeschickt haben.

Vielleicht wartet der also in Wien auf mich und ich habe viel zu lesen, Michael Wildenhain „Das Singen der Sirene“ ist auch schon zu mir gekommen und ich müßte jetzt nur noch auf den Ingo Schulze, Jakob Noltes „Schreckliche Gewalten“ und auf das buch der Birgit Müller Wiland warten, aber dann gibt es ja schon die österreichische Liste und auf die bin ich  auch scon sehr gespannt.

Ich finde, das habe ich sicher schon geschireben, das Buhcpreislesen sehr interessant und meine  Einstellung zum Bp hat sich durch das Buchpreislesen auch verändert.

Das Tolle daran ist für mich, daß ich da auf Bücher komme, die sonst an mir vorübergegangen wären, ich weiß aber, daß es viele andere gibt, die auch interessant zu lesen wären und es ist auch sicher spannend, die Meinungen der anderen im Netz zu verfolgen.

Die offiziellen Buchpreisblogger schweigen da ja noch etwas still, beziehungsweise haben sie ihre drei Bücher und das Leseprobenheftchen erst bekommen und zeigen sie auf ihrer Facebookseite her , einige lesen schon daran, bloggen aber noch über etwas anderes und da habe ich ja auch noch interessante Bcher auf meinen Badezimmerstapel liegen und Edith Kneifls „Der Tod liebt die Oper“ habe ich bei meiner Fahrt zur Seedose heute auch in der dortigen Bücherzelle gefunden. Ein Buch, das heuer erschienen ist, aber Krimis stehen ja nicht auf den Listen und für den „Perutz-Preis“, wurde es, glaube ich, auch nicht nominiert.

2017-07-24

Verwirklichte und unverwirklichte Sommerpläne

Allmählich beginnt sich bei mir die Hektik, in die ich durch mein sehr abwechslungsreiches Mai und Juniprogramm gekommen bin, zu legen, obwohl ich immer noch vier Bücher im Voraus besprochen habe und hier in Harland auch sehr viel lese, was in Anbetracht meiner überlangen Leseliste, auf der noch soviel Interessantes steht, obwohl ja jetzt schon die ersten Herbstneuerscheinungen kommen und bald wahrschlich das große doppelte Buchpreislesen wieder beginnt, sehr gut ist.

Mein Sommerprogramm ist ja heuer, das habe ich auch schon geschrieben, sehr abwechslungsreich.

Die Mitte der Woche verbringe ich in Wien mit einer meist gut gefüllten Praxis, gehe am Abend auf den Rathausplatz oder zu den O-Tönen, im Juli gibt es die Sommerlesereihe im Cafe Prückl und in Harland, von Freitag bis Montag, fahre ich Rad, gehe mit dem Alfred auf den Markt oder auf die Rudolfshöe und widme mich ansonsten meinen achtzehn Kurzgeschichten, die ich jetzt ein paar mal korrigiert habe und ansonsten mit ein paar inhaltlichen Veränderungen doch so lassen werde, wie sie sind.

Das heißt ein kurzes Nachwort zu der diesmaligen Entstehungsgeschichte habe ich noch angefügt und bin jetzt bei 21758  Worten, beziehungsweise 54 Seiten und werde wohl noch den ganzen Sommer daran korrigieren und dann weitersehen, wie ich das mit meiner Bloggeschichte und der „Unsichtbaren Frau“ machen werde.

Zur Ruhe kommen ist also ganz gut und in Harland ist es auch ein bißchen fad oder langweilig, obwohl da der Alfred  schon seine Pläne macht, er will da immer auf den Hochschwab gehen, am neunten August hat er Geburtstag, da gibt es diesmal kein Fest, aber wir werden wieder mit der Anna und dem Andreas essen gehen.

Die Idee, um den fünfzehnten August nach Contona zum Beefsteakfest zu fahren, hat er auch, da habe ich sogar schon ein paar Italienische Bücher aus meinen Regalen herausgesucht, die ich mitnehmen könnte. Eines davon steht auf meiner Jahresliste und die Ruth hat mir die Elena Ferrante geschenkt, die ich dann lesen könnte, aber am fünfzehnten August wird  auch die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben, so daß es vielleicht ganz gut ist, wenn jetzt doch nichts daraus wird, weil der Alfred nicht sicher ist, wie das mit dem Zelt  wird und eine Reise nach Italien wegen eines Beefsteaks ja vielleicht auch ein wenig aufwendig und umständlich ist.

Anfang August gibt es  auch noch das Kellergassenfest in Wagram an der Traisen, wo wir mit dem Rad hinfahren könnten, wenn wir nicht an diesem Wochenende mit einem Teil der Wandergruppe unterwegs sind und einen Rathausplatz mit einem Filmfestival gibt es in St. Pölten auch, da hat sich der Alfred auch schon einen Film ausgesucht, den wir uns am Abend anschauen könnten.

Also viele Pläne und ich überlege, wenn ich nicht korrigiere oder mit dem Rad entweder in Richtung Wilhelmsburg oder St. Pölten fahre und zur „Seedose“ schaue, was ich alles noch bezüglich meiner Leseliste unterbringen will, lese mich jetzt durch  Krimis oder ältere Bücher, während ich schon neugierig, was da heuer auf den Listen stehen wird, was auch ganz spannend ist und zum Urlaubsfeeling einer Literaturflüsterin in der Sommerfrische passt.

2017-06-18

Bücherparty

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 22:11
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Nachdem ich gestern fünf Fortsetzungsgeschichten, beziehungsweise fünfmögliche Kapitel meines Mathilde- Projektes geschrieben habe, die schon erschienen sind oder noch erscheinen werden, möchte ich mich heute wieder dem anderen für mich wichtigen Blogthema, nämlich dem Lesens widmen und da lebe ich nicht nur in einer „Bibliothek“ beziehungsweise zwischen Bücherregalen und aufgestapelten Bühcherwänden, ich habe auch meine Leseliste und fülle beides mehr oder weniger regelmäßig mit Funden aus den offenen Bücherschränken, die ich mehr oder weniger regelmäßig frequentiere, auf.

Im Schnitt lese ich drei Bücher in der Woche, meistens morgens in der Badewanne und wenn ich zu keiner Veranstaltung gehe auch am Abend und ich bin, wenn man das so nennen möchte, derzeit ein wenig im Streß, meine ohnehin schon sehr reduzierte Leseliste zu schaffen, da ich ja, glaube ich, von März bis Mai nichts, als Frühlingsrezensionsexemplare und dabei ein paar wirklich sehr schöne und interessante Bücher gelesen habe, mich jetzt bis cirkca Mitte August  meinen Leselisten-SUB widmen kann, denn dann kommt  schon wieder die nächste LL, die österreichische und die deutsche undda werde ich ja wahrscheinlich wieder anfragen und lesen und bei paar Herbstvorschauen sind bisher auch zu mir gekommen und da habe ich auch ein paar Wünsche geäußert, so daß es wieder knapp oder leseintensiv werden kann.

Aber mit meinen Geburtstagsbücher von 2016 bin ich jetzt durch und in meiner Strohwitwenzeit, die jetzt ja schon beendet ist, habe ich diesmal zwar keinen Pfingstlesemarathon eingeplant aber am Freitag davor eine sogenannte Bücherkastentour und da einiges für mich sehr Interessantes gefunden. Das ich in meiner jetzt improvisierten ganz privaten Bücherparty gerne durchschauen will.

Ich war ja  am Freitag auf einer Schundheftparty aber da habe ich mir sowohl den Abomenntbezug, als auch das Hefterln schnorren tapfer verkniffen, denn ich habe ja nicht nur genug, sonder ziemlich sicher sogar viel mehr, als ich lesen kann und in den Bücherblog ändern sich da auch die Meinungen.

Habe ich da früher immergehört, daß es Spaß macht zu sammeln und, daß man Bücher niemals unter gar keinen Umständen hergeben soll, sprechen die jetz tauch schon von Loslassen und Minimalisieren, belächeln die, also auch mich, mit dem zu großen Sub und lesen, wie ich allgemein merken kann, viel weniger.

Das tue ich wahrscheinlich auch und habe auch heute den ganzen Tag geschrieben und hatte da in der Badewanne bei meinem eigenen Bücherlesen, das ich ja parallel betreibe, gerade nur das „Haus“ wiederlesen und vom Viktor Klemperer „Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen“, eines der wenigen Rezensionsexemplare, das ich in diesem Monat bekommen habe, die Herbsterscheinungen kommen ja erst.

Viel weniger, als geplant, aber bei meiner Bücherkastentour vor zwei Wochen,  war ich fündig, da hat es vor allem, was ich sonst viel weniger erlebe, bei dem am Zimmermannplatz, jemanden gegeen, der, während ich dort gesessen bin und meinen beim Mc Donald`s gekauften Kaffee trank, sowohl ein Buch über die „Fünfziger und die Sechziger Jahre“, als auch eines über die „Wilden siebziger Jahre“ hineingelegt und in beiden kann man  sehr gut blättern, obwohl, das über die Fünfziger und die Sechziger, weil bilderreicher, interessanter ist und in dieser Zeit wurde ich geboren und bin auch in die Schule gegangen und so interessieren mich die Bilder von den jungen Mädchen in den knappen Caprihosen und den Hulareifen, um die Hüften ganz besonders und interessant, vorhin in der Badewanne, habe ich ja im „Haus“ gelesen und da kommet der Hulafreifen auch darin vor.

Am Zimmermannplatz habe ich auch ein Buch gefunden, mit dem ich mich, wenn ich nicht nur gern die eigenen Texte lesen würde, mich für den nächsten „Katzenfasching“ des Lesetheaters, wenn es den noch gibt, anmelden könnte, nämlich ein Buch mit Katzentexten, die von Elfriede Ott, der Doyenne und Lebensfrau von Hans Weigel unter dem Titel „Katze was schnurrst du“, gesammelt wurde.

Dann bin ich ja über die Lerchenfelderstraße nach Hause gegangen und habe mir dort in der verstauben ein Euro- Kiste der kleinen Buchhandlung die es dort gibt, das Leseexemplar von „Das geträumte Land“ von Imbolo Mbue, das ich auf den Blogs öfter gesehen habe, gekauft und Cornelia Travniceks „Junge Hunde“ liegen lassen, denn das war das Weihnachtsbuch vor zwei Jahren und daher  schon gelesen.

Richtig fündig wurde ich aber beim „Wortschatz“ erst zwei Tage später als ich mich mit der Ruth bezüglich unserer Büchertour in die Brandmayergasse begeben habe und dort am Hinweg Uwe Tellkamps,Dresdner Erkundungen „Die Schwebebahn“ und am Rückweg dann noch Amoz Oz „Judas“, das glaube ich, 2015 den „Leipziger Buchpreis“ bekommen hat. Da lag dann noch Ayelet Gundar-Goshen „Eine Nacht Markowitz“ im Schrank und deren „Löwen wecken“, das damals auch sehr besprochen wurde, steht jetzt auf meiner Leseliste und  werde es demnächst lesen.

Spannend, spannend sich so durch seinen SUB zu wühlen, mir jedenfalls macht das großen Spaß, obwohl man bei den Book-Tubern schon Diskussionen hören kann, wie groß ein Sub sein soll oder darf?

Eine müßige Diskussion, wie ich finde, denn man hat ja nie alle Bücher gelesenund da ist es egal, ob ich sie im Regal stehen habe oder nicht.

Habe ich sie im Regal, kann ich sie, wie jetzt, jederzeit herausnehmen und darin schmökern, ein Kapitel lesen oder mir vornehmen, das Buch im nächsten Jahr auf jeden Fall zu lesen. Das gibt es bei den Booktubern auch einen Tag, wo sie sich ihren SUB hernehmen und dann entscheiden, was sie als nchstes lesen werden.

Nun da bin ich durch meine Leseliste ein wenig vorbestimmt, werde aber als nächstes, wenn nicht schon die Herbst- Rezisonsexemplare dazuwischen kommen, Barbara Frischmuths Ferienfamilie und Andreas Okopenkos „KIndernazi“ lesen und ein Bilderbuch, wo man sich durch  durch das Leben von Jane Austen blätten kann, habe ich in dem englischen Delkiatessengeschäft, das auch eine Bcherkiste hat, in dem man aber manchmal auch Suppendosen oder Schokoladewürfel findet, auch gefunden.

Spannend spannend und während ich mich so durch meinen Sub wühle, die Dresden  Bilder von Uwe Tellkamp durchschaue, die ich ja brauche kann, während ich den Klemperer lese, mache ich mir schon ein paar Gedanken, was da vielleicht demnächst au den Longlisten stehen wird, wo ja Katja Gasser bei der deutschen LL diesmal den Vorsitz hat und die macht Ende Juni mit Cornelius Hell in der „Gesellschaft für Literatur“ ja auch wieder ihre Leseempfehlungen und da hoffe ich ja sehr daß Zaimoglus „Evangelio“, sowie Olga Gjrasnowas „Gott ist nicht schüchtern“ auf der Liste steht, sowie JuliaWolfs „Walter Nowak bleibt liegen“ vielleicht, denn das habe ich schon gelesen und was die österreichische Liste betrifft, da bin ich besonders ratlos, beziehungsweise, denke ich, daß ich da wahrscheinlich nicht sehr viel gelesen haben werde, obwohl ich mich ja regelmäßig durch die „Kremayr und Scheriaus Debuts“ lese, aber die stehen vielleicht nicht darauf und es die „O Töne“ zu dem ich durch Alfred Altersteiltzeit auch heuer wieder gehen werde, gibt.

Also spannend spannend, das Lesen und das Schreiben und ich habe in meiner Strohwitwnzeit auch wirklich viel gelesen, ein paar neue Bücher nach Hause gebracht und natürlich mich mit meinen Fortsetzungsgeschichten eingeschrieben und da kann ich gleich vermelden, daß ich damit sehr zufrieden bin.

2017-06-03

Pfingstprogramm

Pfingsten nähert sich mit Riesenschritten und diesmal bin ich wieder Strohwitwe, beziehungsweise allein zu Haus, was ich, glaube ich, schon 2005 war, als es in Wien ein großes „Bachmann-Symposium“ gab und einmal habe ich  für die „Edition Splitter“ Bücher auf den Judenplatz getragen und E. A. Richter hat mich dabei fotografiert und einen Lesemarathon noch in sehr guter Erinnerung hat es auch einmal gegeben.

Sonst sind wir zu Pfingsten meistens in Harland und fahren mit dem Rad nach Nußdorf an der Traisen, wo es ja einen großen Pfingstmarkt gibt.

Das fällt heuer flach, aber ich habe ja mein straffes zwei Monats-Schreib- und Rechercheprogramm, das ich eifrig betreibe, erforsche mit der Ruth den öffentlichen Raum und da werden wir uns am Montag im „Wienerwald“ treffen und dort zuerst ein Schnitzel essen, bevor es an das Schreiben geht.

An einen Lesemarathon, beziehungsweise eine Bücherkastentour habe ich für heuer aber auch gedacht, denn ich will ja abwechselnd zu Hause bleiben und nach Annika Bühnemanns Vorschläge, die ja zufällererweise gerade eine Schreibchallenge macht, der ich mich bestens anschließen kann und Fortsetzungsgeschichten schreiben, weil ich ja nicht schon wieder so schnell mit denm neuen Romantext anfangen will und dann bin ich ertig und ich denke „Hui!“

Und es lief ja besher alles bestens, am vorigen Donnerstag ist der Alred losgeflogen und ich habe versucht in die Seestadt zu kommen, was zwar nicht ganz gelungen ist, es gab aber beim Museumsquartier einen Biomarkt, wo ich mich mit ein paar Gratisproben, Aufstriche und Tee eindecken konnte.

Am Freitag habe ich dann mich selbst beziehungsweise das Literaturgeflüster gefeiert, das soll man, denke ich auch, wenn es schon kein anderer tut, bin am Naschmarkt einkaufen gegangen, habe mir selbst ein Buffet gemacht, ein kleines Fläschen Sekt getrunken, in das ich die Kirschen aus dem eigenen Garten gegeben hat und dann  auch einen Text geschrieben, den ich vielleicht auch für mein Projekt gebrauchen kann.

Am Samstag war ich beim Friseur und beim „Leiner“ essen, denn da hatte ich Gutscheine, habe mir dann ein Krischenttiramisu gemacht, von dem ich diesen Freitag das letzte Stück gegessen habe.

DDR-ilme beziehungsweise welche über die „Weiße Rose“, habe ich mir dann über „you Tube“, wir haben ja keinen Fernseher, auch angesehen.

Da muß ich immer aufpassen, nicht in eine Trödelphase abzugleiten, aber am Sonntag habe ich meine eigenen Bücher, was ja auch einer meiner Pläne ist gelesen und sie für gut gefunden. Tut mir leid, auch wenn meine Kritiker jetzt den Kopf schütteln und „Sie schnallt es nie!“, murmeln werden und habe mich durch das „Blogbuster-Leseprobenbuch“ gelesen.

Am Montag war dann der erste Treff mit der Ruth bezüglich unseres „Öffentlichen Raums Schreiprojekts“. Das geht sie ja mit vollen Elan an und hat sogar bei der GAV drei beziehungsweise eine Veranstaltung eingereicht, wo wir dann im nächsten Jahr an drei Orte gehen werden und jeweils drei der geschriebenen Texte lesen.

Das heißt, ich sollte die fünf Texte, die jetzt habe, ins Reine schreiben, beziehungsweise lesefertig machen.

Dann gabs die ganze Woche, Montag bis Donnerstag literarische Veranstaltungen und den jetztigen Freitag hatte ich geplant, eine Büchertour, beziehungsweise Lesemarathon zu machen.

Das heißt nicht wirklich, so, wie damals mir Bücher aus den Kästen schnappen und sie zu lesen. Dazu warten zu viele auf meiner Leeliste. Aber ich wollte eine große Runde machen und das, was dabei passiert beschreiben.

Allerdings war am Mittwoch der Monatsletzte, das heißt meine Abrechnung bezülich Praxis war fällig.

Das ist diesmal bezüglich diagnostikohnehin ein wenig schwierig, da ich dazu den Alfred brauche, der ja erst am Achtzehnten zurückkommt, aber die die WPGV-Rechnungen kann ich schreiben, dachte ich am Mittwochmorgen und schaltete, noch bevor der erste Klient kam, meinen Rechner ein und siehe, ich hatte kein Internet „Ue, uje, was mache ich da?

Das mein Comüputer eingehen könnte, damit hatte ich gerechnet. Es gibt auch schon einen neuen, den der Alfred allerdings erst einrichten muß, aber damit hatte ich nicht gerechnet uind war entsprechend hilflos, was mache ich jetzt?

Zum Glück hatte ich mich für Donnerstag mit der Anna ohnehin zum Mittagessen verabredet, die mir da sehr geholfen hatt. So hatte ich am Donnerstagabend wieder das Netz und habe meine Veranstaltungsberichte beziehungsweise eine Buchbesprechung, inzwischen offline gebloggt.

Am Donnerstag traf ich mich auch wieder mit der Ruth, wir sind in die Kriau hinausgefahren und haben dort die Kunstwerke, die es an den U-Bahnsäulen gibt, beschrieben und am Freitag morgen zuerst die „WGPV-Rechnungen“ ausdrucken und dann los von Bücherschrank zu Bücherschrank und ein bißchem zum Westbahnhof, der ja jetzt auch ein Shoppingcenter ist, wollte ich ebenfalls.

Es ist  ja immer die Frage, wie ereignisreich solche Büchertouren, dann letzten Endes sind. Es ist ja eigentlich nichts besonderes und wenn sich die Tasche füllt, schleppe ich schwer und habe dann meistens auch keine Lust mehr durch die Stadt zu laufen.

Am Freitag war es außerdem sehr heiß und am „Wortschatz“ und bei dem Schrank am Brunnenmarkt auch nichts los. Das heißt ich habe nichts gefunden. Sehr gut, brauche ich nichts tragen und das Buch, das ich mir eigentlich zum Lesen von meiner Liste , nämlich „Tram 83“ mitziunehmen wollte, hatte ich auch vergessen.

Sehr gut, brauchte ich es nicht tragen und so habe ich mich mit dem Beobachten und die Tagebuchnotizen begnügt.

Habe am Westbahnhof beim Mc Donald`s einen Cheeseburger, Pommes frites gegessen und dazu einen kleinen Bananenshake getrunken und bin dann über den Brunnenmarkt zum Zimmermannplatz gegangen, wo ich mir beim dortigen Mc Donald`s einen Kaffee besorgte und mich dann auf ein möglichst schattiges Bänchen zu setzen und oh Überraschung, diese zwei Kästchen, die ja eigentlich nie so besonders sind, waren diesmal gut gefüllt.

Lauter interessante ältere Bücher von denen ich zwar schon einge hatte, aber ein paar Roth-Ausgaben waren dabei und auf den Platz, wo ich rastete lagen auch drei Bücher, von denen ich die Siri Husquedt schon hatte.

Also zurücktragen und während ich meine Notizen schrieb und die Frau in dem weißen Kleid und den älteren Herrn mit seinen Trolley beobachteten, hatten die mir den Schtrank noch einmal besonders gefüllt.

Es gab ein Buch über den „Novemberprogrom“.

Reichskristallnacht, hat mich die Judith Gruber-Rizy belehrt, darf man nicht mehrsagen und je eines über die fünzigerund sechziger, beziehungsweise die siebziger Jahre, was mich auch sehr interessiert.

Also viel durch die Hitze zu schleppen. Ursüprünglich habe ich ja wieder bis zum Museumsquartier gehen wollen, so bin ich gleich zurückgegangen. Das heißt üer den Bücherschrank im achten, den die dortige Bezierksvorstehung, dem von Franz Gassner abgekupfert hat, was ihn sehr geärgert hat.

Dort gab es einen Alex Capus und dann gehe ich immer über die Lerchenfelderstraße und da gibt es einen alten Buchhändler mit einer meistens sehr verstaubt wirkenden „Ein Euro Kiste“, diesmal waren die „Jungen Hunde“ darin, schade, schade, daß ich mir das vom Alfred zu Weihnachten kaufen ließ und dann ein brandtneues Leseexemplar, das zwar nicht verkäuflich wäre und mir die liebe Frau Meier von „Kiwi“ wahrscheinlich ohnehin geschickt hätte, aber in den Blogs ist jetzt vom „Geträumten Land“ von Imbolo Mbue so viel zu lesen. Mir ist es bei der Vorschau entgangen,  so kaufte ich es und fragte die Buchhändlerin nur, ob sie es gelesen hätte?

Sie hat nicht und der eine Euro ist sicher gut angelegt. Dann habe ich noch eine Rast im Esterhazypark gehalten, wo es am dortigen Flakturm auch ein Kustwerk aus der Liste gibt. Ich habe mich aber nur erfrischt, meine Wasserflasche am Hydranten neu gefüllt und bin nach Hause gegangen.

Als ich schon dort war, ist mir eigefallen, daß ich noch Joghurt und Bananen für das Müsli der nächsten Tage kaufen hätte können. Aber das werde ich entweder am Sonntag oder Montag an einem der Bahnhöfe machen oder am Mittwoch, wenn ich ins „Centrope“ gehe und das Müsli vorher mit Milch und Bananenchips verzehren.

Denn ich habe ja mein Pfingstprogramm und da will ich Samstag eigentlich zu Hause bleiben, die eigenen Bücher lesen oder Fortsetzungsgeschichten schreiben und am Sonntag vielleicht noch einmal die Seestadt suchen, aber da sind ja die Geschäfte zu. Am Montag treffe ich die Ruth und am Dienstag ist wieder Schreibgruppe, so daß ich da auch nicht vor der „Alten Schmiede“ oder dem Literaturhaus einkaufen könnte

Luxussorgen könnte man so sagen, denn der Kühlschrank ist ja noch gut gefüllt, das Wetter schön und meine Schreibe- und Recherchepläne habe ich bis jetzt auch sehr gut eingehalten. Nur mit der Resonanz haptert es, aber das ist ja auch nichts Neues.

2017-03-18

Wieder einmal Indie-Bookday

Den „Indie-Bookday“ gibt es jetzt schon seit einigen Jahren, eine Initiative eines kleinen und sogenannten unabhängigen Verlags, um sich gegen die großen Konzernen, die mit ihren Büchern den Markt überschwemmen zu wehren oder auf sich aufmerksam zu machen.

Da soll man, rufen die Blogger und die, die sich um die unabhängigen Verlage kümmern, auf, die Buchhandlungen stürmen, sich irgendein Buch, egal welches, es muß nur aus einem dieser Verlage sein, kaufen, sich damit fotografieren und das Foto auf Facebook, Instagram etcetera posten und auf den Begriff „Indie“ bin ich ein bißchen früher in Zusammenhang mit einer Autorin, die sich darüber sorgte, daß die sogenannten Selfpublisher, die es ja auch immer stärker gibt, ihr mit ihrer sogenannten schlechten Qualität den Rang ablaufen könnten, gestoßen.

Mich hat sie nicht damit gemeint und mich gar nicht gekannt, aber ich habe damals die „Wiedergeborene“ geschrieben und bin damit nicht recht weitergekommen, weil ich mir dachte, was soll es, wenn ich damit fertig bin, schaut es ja wieder niemand an.

Das war dann auch so, durch meine damalige Krise bin ich aber durch das „Literaturgeflüster-Texted-Buch“, das ich danach machte, herausgekommen und den Begriff „Indie-Autor“ und „Indie-Bücher“ habe ich dann begonnen für mich zu verwenden, habe einen diesbezüglichen Artikel geschrieben, dann dam der sogenannte „Indie-Bookday“, wo ich lernte, daß ich mit meinen fünfzig „Selbstdruck-Büchern“ nicht damit gemeint bin, sondern, daß man die Bücher der Autoren aus kleineren Verlagen damit fördern soll, habe aber trotzdem einen Artikel darüber geschriebe oder bei meinem Tagesaktuellen einen Hinweis darauf gestellt und den dem es interssiert ein Buch von mir angeboten.

Hat sich wie üblich niemand gemeldet, der es haben wollte, eh klar, denn der Markt ja von den jährlich neunzigtausend  Neuerscheinungen, die ja auch nächste Woche in Leipzig liegen werden, überschwemmt und wenn man acht bis neun Bücher im Jahr liest, wird man wahrscheinlich jetzt im Frühjahr zu Julian Barnes „Der Lärm der Zeit“ oder Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“ greifen, denn das sind die Bücher von denen man jetzt überall hören und lesen kann und die sind wahrscheinlich in keinen „Indie-Verlag“ erschienen, wobei mir die Definition, was ein solcher ist, überhaupt eher schwer fällt, denn da gibt es ja eine Liste, wo die Namen darauf stehen und das ist glaube ich, um in Österreich zu bleiben, wo ich mich besser als im großen deutschen Raum auskene „Haymon“, „Droschl“ „Resisdenz“ dabei, die ich eigentlich für keine kleinen Verlage halten würde, aber eh klar zu „Bertelsmann“ etcetera, gehören sie nicht.

Bei „Deuticke“ ist dann dann wahrscheinlich schon wieder anders, denn der gehört ja zu der „Hanser-Gruppe“ und das ist, glaube ich, kein „Indie-Verlag“ und da bin ich schon bei dem Problem, zu dem ich ja immer komme, wenn ich was bezüglich „Indie-Bookday“ schreibe oder kommentiere, denn mir ist es eigentlich wurscht in welchen Verlag die Bücher, die mich interessieren erscheinen und ich möchte mich eigentlich weder dem „Amazon“ noch dem „Großverlag-Mobbing“ anschließen sondern, so weit ich das kann und das kann ich, habe ich erst unlängst geschrieben, ohnenin nicht wirklich, allles lesen.

Also dann wenigstens eine bunte Mischung und da kann meiner Meinung nach ruhig einmal Mainstream dabei sein, dagegen habe ich nichts und auch nichts gegen den „Deutschen Buchpreis“, den das ja ursprünglich, glaube ich, auch angeprangert wurde, daß da nur der Mainstream gefördert wird.

Stimmt, glaube ich, so nicht, aber natürlich wenn ich zwanzig aus hunderttausend aussuche, bleibt der Großteil über. Dem versuche ich mit meiner Leseliste und meinem Leseverhalten entgegenzusteuern und ich lese ja durchaus Kleines und wenn ich da an beispielsweise an das „Fröhliche Wohnzimmer“ oder an den experimentellen „Ritter-Verlag“ denke, weiß ich gar nicht, ob die jetzt in der „Indie-Definition“ drinnen sind, beziehungsweise, glaube ich nicht, daß dann sovoviele Leute sich mit diesen Büchern posten.

Da ist dann wahrscheinlich eher Julia Wolf, die beim vorigen „Bachmannpreis“ gelesen hat, dabei,  deren „Herr Nowak bleibt liegen“ in der „FrankfurterVerlagsanstalt“ erschienen ist und das ist, glaube ich, ein „Indie“ und hat auch den letzten „Buchpreisträger“ Bodo Kirchhoff verlegt.

Es ist also kompliziert oder ich würde sagen spannend und ich möchte alles lesen, Indies Großǘerlage, selbstgemachte, Krimis ChickLits und und und das Alte und das neue und die Mischung machts, habe ich auch erst unlängst geschrieben.

Aber natürlich ist es gut und wichtig auf die vielen schönen Bücher der vielleicht kleineren Verlage aufmerksam zu machen und heuer im Frühjahr nicht nur Hanya Yanagihara und Julian Barnes zu lesen, sondern vielleicht auch Tiljan Silas „Tierchen Unlimeted“.

Ist „Kiwi“ jetzt ein „Indie-Verlag“?

Wahrscheinlich nicht, aber Sofi Oksanens „Die Sache mit Norma“ würde ich sehr empfehlen, ganz egal, wie groß oder klein, der Verlag jetzt ist und natürlich möchte ich auch wieder auf meine Bücher hinweisen, die ja sonst immer überbleiben. Denn da ich mich nicht dazu aufraffen kann, sie bei „Amazon“ hochzuladen und, daß der den „Selfpublishern“, die Türen und die Tore weit geöffnet hat, rechne ich ihm hoch an, falle ich ja auch bei „Selfpublisher-Preisen“ heraus. Aber sonst sind die ja nach, wie vor bei allen Preislisten ausgeschlossen. Deutscher oder österreicherischer Buchpreis und sogar Buchbloggerdebut, bitte nicht.

Die „Selfpublisher“ sind aber zumeist sehr selbstbewußte junge Frauen, die, wie mir Annika Bühnemann vor cirka einem Jahr geschrieben habt, sich um den Literaturbetrieb nicht viel scheren. Sie wollen vom Schreiben leben, machen Coachings, kaufen sich ein Lektorat und ein Cover, besuchen vielleicht noch einen Marketingkurs und schreiben und ich lese auch das sehr gerne und habe mir im Vorjahr auch aus Leipzig ein paar selbstgemacht Bücher mitgebracht, die ich noch lesen muß und die „Selfpublisher“ hatten vor kurzem, glaube ich, auch ihre „Indie-Aktion“, wo sie ihre Bücher zum Sonderpreis von achtzig oder neunzig Cents anboten.

Es gibt also sehr viel. Viel mehr als die vier Bücher, die da vierteljährlichh beim „Literarischen Quartett“ hochgehalten wurden und das hat Wolfgang Tischer vom „Literatucafe“ sehr beklagt, daß da immer nur Mainsrtream gezeigt wird. Die zwei drei Bücher von denen jetzt alle sprechen und in einem halben Jahr sprechen alle von den zwanzig, die auf der deutschen Longlist stehen und die Buchhändler beklagen sich daüber, daß zwanzig für den Durchschnittsleser viel zu viel sind und sich ihre Kunden, wenn überhaupt nur für Shortlist interesssieren.

Denn sechs gehen sich gerade aus und da kann man auch noch ein paar davon zu Weihnachten verschenken.

Es gibt aber viel viel mehr , das Alte und das Neue und für mich ist ja an den offenen Bücherschränken besonders interessant, daß ich dort das finde, was sonst an mir vorübe gegangen wäre.

Die Bestseller von vorvorgestern beispielsweise, denn Bücher haben ja inzwischen eine irrsinns kurze Verkaufs- oder Haltbarzeit. Das heißt, sie halten natürlich sehr lange, haben eigentlich kein Ablaufdatum, aber trotzdem fliegen sie nach ein paar Wochen von den Bestsellerlisten und landen, was ich auch sehr schön finde, in den Abverkaufskisten, weil ich sie mir dann von dort herausziehe und auf meinen Bücherstapel lege. Aber weil ich jetzt schon so viele Neuerscheinungen habe, auch nicht alles lesen kann.

So hoffe ich, daß ich wenn ich in zwei Monaten mit der Ruth und den Alfred, um den Bodensee radeln werde, mir doch Michael Köhmeier „Zwei Herren vom Strand“ mitnehmen kann, das wenn ich mich nicht irre, mir die „Bücherinsel“ einmal in den „Wortschatz“ gelegt hat und Arnos Geigers „Uns geht es gut“ und nach Leipzig habe ich mir eigentlich „Clemes Meyer „Im Stein“ mitnehmen wollen, denn das ist ja, glaube ich, ein Leipziger. Jetzt wird es wahrscheinlich Feriduns Zaimoglus Luther-Roman werden, denn die Wartburg ist ja, glaube ich, von Leipzig nicht so weit entfernt.

In einem Blog, den eine Buchhändlerin betreibt, habe ich einmal gelesen, daß sie bedauert, daß sie keine Bücher lesen kann, die inzwischen vergriffen sind.

ich weiß nicht, ob sie sich das selbst auferlegte, oder ob die Buchhandlungen, das tatsächlich von ihren Verkäufern verlangen. Ich habe ihr jedenfalls energisch abgeraten sich daran zu halten und so gesehen ist es auch immer gut, daß Bücher wiederaufgelegt werden.

„Kurz nach 4“ vielleicht, was ja für mich ein Parradebeispiel ist, aber wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gehe und dabei an Anna Jellers Schaufesnter vorbei komme, ist es mir schon mehr als einmal passiert, das dort etwas liegt, was ich eigentlich für vergriffen hielt und auf meinen Stepel habe.

Die „Moravias“, Sagans, etcetera werden Gottsei Dank wieder aufgelegt, für mich ein weiterer Beweis, daß man alles lesen soll, was man will.

Auch Kerstin Gier und Donna Leon, die Mainstreambücher, die die Leser lieben und  Verkaufsumsatz bescheren, auch darüber braucht man nicht die Nase rümpfen.

Dank der offenen Bücherschränke habe ich Donna Leon recht viel gelesen, Kerstin Gier habe ich auch schon gefunden, komme, wie ich fürchte, aber in der nächsten Zeit nicht dazu sie zu lesen und denke wieder die Mischung machts.

Nicht nur die zwischen alt und neu, sondern auch die zwischen Mainstream und Nische, Indie und Konzern, Krimi, Chick Lit oder die sogenannte Hochkultur, von der ich, trotz der entsprechen Ratgeberlektüre noch immer nicht weiß, was das ist, aber ich möchte ja eigentlich offen sein und mich für alles interessieren und da wurde ich ganz ehrlich eigentlich auch noch nicht enttäuscht.

Natürlich auch mir gefallt nicht alles und mit den zu witzigen Autoren, wie Radek Knapp, David Sedaris oder Wladimir Kaminer beispielsweise habe ich meine Schwierigkeiten und manche Chicklits halte ich für übertrieben, machne wieder, wie Sophie Kinsells „Schnäppchenjägerin“, für ein tolles und sehr empfehlenswertes Buch und ich war oder bin noch immer ein Courths-Mahler Fan, obwohl ich auch nicht mehr dazu komme sie zu lesen.

So gesehen freue ich mich auf den „Indie-Bookday“ auch wenn ich mir wahrscheinlich kein Buch kaufen werde, habe aber einmal daran gedacht, den Hunderter, den ich zu Weihnachten immer von der Schwiegermutter bekomme bei „Thalia“ auszugeben oder mich von der Frau Jeller beraten zu lassen.

Ich habe es nicht gemacht, denn wann soll ich die Bücher lesen? Würde mir aber sehr sehr wünschen zu Weihnachten oder zum Geburtstag einmal einen „Thalia-Gutschein“ zu bekommen.

Die Anna, die mir eigentlich nicht gerne Bücher schenkt, hat das zum letzten gemacht und ich habe mir Tillmann Rammmstdts „Morgen viellecht und Fiston Mwanza-Mujilas  „Tram 83“ gekauft..

Die Bücher liegen jetzt im Badezimmer und ich muß mich wahrscheinlich sehr anstrengen, sie heuer noch zu lesen, werde aber versuchen es zu tun und freue mich auch auf die Bücherberge, die nächste Woche in Leipzig auf mich warten.

Also allen einen schönen „Indie-Bookday“ mit schönen Bücherkäufen oder -funden und wenn ein Mainstream oder ein selbstgemachtes Buch dabei sein sollte, stört mich das nicht, sondern biete wieder gerne den Ersten oder auch Zweiten, der sich bei mir meldet, ein solches aus meiner  Produktion an.

Eine ganz aktuelle Neuerscheinung habe ich diesmal zwar nicht. Die Sommergeschichte „Claire-Klara-Clarisse“ wäre da mein letztes, wil ich am „Frühstück“ ja noch korrigiere.

Aber voriges Jahr ist zum „Indie-Bookday“ die Sommerfrischengeschichte mit der Sandra Winter, der Fatma Challaki, der Jelena Malatschuk und der Elenei Soulaki erschienen.

Da habe ich auch noch Exemplare, also wer übeer den Tellerrand schauen will und sich dafür interessiert, was eine seit über vierzig Jahren schreibende Frau, die ihre Bücher selber macht und sich mit ihren Kritikern darüber streitet, ob sie jetzt eine Hobbyautorin ist oder nicht, verfaßt, dem schicke ich es gerne zu.

Und hier noch ein Programmpunkt beziehungsweise österreichischer Werkschautip

2017-03-12

Was man lesen soll?

Angeregt von Judith Olivas Blogartikel „Überwältigt von all den Büchern, die man gerne lesen würde“, möchte ich hier auch wieder mal über mein Leseverhalten und meine Bücherliste nachdenken.

Denn das, was sie da beschreibt ist ein Problem, das ich gut verstehe und mit dem ich mich auch regelmäßig auseinandersetze und darüber schreibe.

Problem? Eigentlich ist es gar kein keines, denn es es ja ein Luxus eine große Auswahl, viele Bücher und eine große Leseliste zu haben und ich denke auch, daß es die Mischung zwischen alt und neu ausmacht und daß man beides lesen soll.

Die Neuerscheinungen, aber auch die Bücher die vor ein zwei drei Jahren auf den Buchpreislisten standen, aber auch die Klassiker, den Schwejk, den Ulysses, den „Mann ohne Eigenschaften“ und und und falls man es noch nicht gelesen haben sollte….

Und da bin ich natürlich schon bei dem Problem und komme ihm nicht aus, denn bei neunzigtausend oder was auch immer jährlichen Neuerscheinungen kann man im Jahr 2017 gar nicht alles lesen, so gerne man es will und das will ich, ich gebe es zu.

Obwohl ich natürlich weiß, ich ich es nicht kann und schaffen werde, weil ich ja gar keine so besonders schnelle Leserin bin, sondern, wie man auf meiner Bücherliste unschwer sehen kann, nur hundertfünfzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher jährlich schaffe und die Tendenz ist rückläufig, wie man ebenfalls sieht.

Ich lese derzeit fast jeden Morgen ein bis zwei Stunden in der Badewanne und stehe diesbezüglich auch gern ein wenig früher auf, so daß ich es leicht und locker bis zu meiner ersten Stunde, die meistens um zehn beginnt, schaffe und ich mich darauf auch ein wenig vorbereiten kann.

Am Abend komme ich eher nur am Wochenende dazu ebenfalls eine Badewannenleserunde einzulegen und ich lese inzwischen bevorzugt in der Badewanne. Das erspart mir, glaube ich auch, die Saunabesuche, die Urlaube am Meer und die Wellnessaufenthalte, weil ich ja Montag bis Freitag oder Donnerstag bevorzugt zu Veranstaltungen gehe und dann komme ich nach Hause und blogge darüber.

Am Wochenende, wenn mich der Alfred nicht gerade in ein Kino schleppt. lese ich auch am Abend und zu Weihnachten, Ostern oder wenn ich meine Sommerfrische in Harland mache, denn da gibt es kaum Veranstaltungen und ich lese im Schnitt drei Bücher pro Woche, das macht die hundertfünfzig, weil es gibt ja immer auch ein paar dicke, wofür ich  länger brauche.

In den Vorblogzeiten habe ich gedacht, die richtige Lesezahl, beziehungsweise Leseverhalten ist ein Buch pro Woche und habe das glaube ich auch so getan.

Die Durchrschnittsleser, die Österreicher und die Deutschen habe ich mal gehört lesen acht beziehungsweise neun Bücher im Jahr, da bin und war ich eindeutig immer darüber und inzwischen lesen immer mehr Leute weniger bis gar nicht und einige mehr und bloggen oder vloggen beziehungsweise booktuben auch darüber.

Bei mir hat auch das Bloggen das Leseverhalten eindeutig verstärkt, beziehungsweise das Jahr 2010, wo die offenen Bücherschränke kamen, beziehungsweise ich durch die anderen Blogs zu einer hundert Bücher Liste animiert wurde, woraus dann meine Leseliste entstanden ist und die wurde immer länger und länger, dennn 2013 habe ich mich dazu aufgerafft, allle ungelesenen Bücher, ich hatte ja noch viele von den Büchertürmen bei der „Lyrik und März“ und anderen Gelegenheiten, aufzuschreiben und hinunterzulesen.

Teilweise habe ich das auch getan, denn da hatten sich ja wahre Schmankerln und Klassiker angesammelt und in den Bücherschränken findet manauch wahre Schätze und ich bin auch keine, die sagt, ich lese pro Autor nur ein Buch, ganz im Gegenteil.

Wenn ich einen Autor für mich entdecke, will ich möglichst alles von ihm lesen und greife bevorzugt nach seinen Büchern.

So habe ich vor Jahren einen Artikel über das zwischen Alt und Neu geschrieben und habe damals auch eher bevorzugt das Ältere gelesen, nämlich, das was ich auf meiner Leseliste hatte, beziehungsweise in den Abverkaufskisten fand, denn neue Bücher zum Normalpreis habe ich mir schon lange nicht mehr gekauft.

Das kann man gut oder schlecht finden. Die Buchhändler werden sich nicht darüber freuen, aber ich sage, ich habe schon genug und habe irgendwann auch angefangen Rezensionsexemplare anzufragen. Sehr vorsichtig und wenig erst.

Bei der Veranstaltung im „Palais Niederösterreich“ habe ich Gabriele Ecker nach dem Travnicek Buch gefragt und  Dine Petrik ist daneben gestanden und hat  „Macht man das so?“ gefragt.

Wenn man bloggt vielleicht schon und als ich, die „Mimi“ geschrieben habe, habe ich bei „Haymon“ nach Ludwig Lahers „Einleben“ gefragt, daraufhin habe ich dann eine Zeitlang die Vorschauen und die Vorabbücher bekommen. „Residenz“ hat mir auch eine Zeitlang die Kataloge geschickt, denn da habe ich ja einmal den Verlag besucht und ein paar Autoren und Verlage haben mich auch schon angeschrieben.

Der „Holzbaum-Verlag“, zum Beispiel der mir ja in schöner Regelmäßigkeit schickt und ganz langsam und behutsam habe ich auch einmal in Deutschland angegragt.

Als Buzzaldrin 2013, die Aktion „Fünf lesen vier“ startete, woraus sich dann die „Buchpreisblogger“ bildeten, habe ich gedacht, das möchte ich auch, mich aber irgendwie noch nicht so recht getraut und gedacht, die deutschen Verlage schicken mir sicher nicht und ich habe ja meine Leseliste.

2015 habe ich mich dann auch entschlossen „Buchpreiszubloggen“, habe etwa zehn der zwanzig Bücher bekommen und 2016 schon 19 und ab da haben sich immer mehr Verlage gemeldet und mir ihre Bücher angeboten, ganz selten habe ich sie auch ungefragt zugeschickt bekommen und da kann ich, weil ich ja sehr neugierig bin, schlecht neun sagen und es ist ja auch sehr interessant, was da alles erscheint.

Aber die Leseexemplare wandern oft auch in den Bücherschrank und wenn ich Glück habe, komme ich hinzu und nehme sie heraus, setze sie auf meine Liste und freue mich darüber.

Denn vor 2015 habe ich ja nicht  alle Buchpreisbücher gelesen, wenn ich sie also finde wow, freu ich mich und über das Buch der Theodora Bauer, da habe ich zwar einmal anfragte, aber nicht gekommen ist, die Andrea Stift hat es mir auch einmal versprochen und  vielleicht darauf vergessen und dann habe ich es vor einiger Zeit gefunden und Hanno Millesis „Schmetterlingstrieb“ den ich ja sehr gerne mag vor kurzem auch und Sabine Grubers „Daldossi“. Da bin ich schon sehr neugierig, wie mir das Buch gefällt, da es ja auch schlecht besprochen wurde.

Im vorigen Herbst, als ich gerade Buchpreis las und sah, daß ich meine Leseliste unmöglich schaffen werde, habe ich ja umdisponiert, sie kurzerhand gelöscht und dann im Jänner mit den absoluten Schmankerl und den Büchern die ich unbedingt lesen will ergänzt. Das sind die älteren, zum Beispiel Dimitri Dinevs „Engelszungen“ oder „Engelsgift“ von der Susanne Ayoub, oder die Bücher die ich mir aus den Abverkaufskisten ziehe oder bei den Bücherflohmärkten kaufe.

Rezensionsexemplare ziehe ich immer vor und lese sie zuerst. Das wird von mir erwartet und ist ganz klar und dann kann es, wenn man, was ja fein ist, immer mehr Anfragen bekommt und schlecht nein sagen kann und das eigentlich auch nicht will, passieren, daß die Bücherliste, auch wenn ich die alten Schmankerln jetzt schon auf nur mehr fünfzig und nicht hundertfünzig, wie ich 2013, glaubte, daß es zu schaffen ist, immer länger und länger wird und da gibt es ja 2017, die Geburtstags und Weihnachtsbücher vom Vorjahr, die ganz tollen den Tillmann Rammstedt, die Marlene Streeruwitz, die ich unbedingt schaffen will, aber Buchpreis lesen wiill ich wahrscheinlich auch wieder, denn das ist ja eigentlich sehr toll und außerdem jetzt doppelt.

Also muß ich mich auch, wie Jutdith Oliva zwischen alt und neu entscheiden. Es bleibt mir gar nichts anderes über. als das zu tun. Und da gibt es einige Möglichkeiten das zu tun. Ich kann allen Anfragen, ein „Nein!“, eintgegensetzen und selber auch nicht anfragen, nicht mehr Buchpreisbloggen, einen Bogen, um die Bücherschränke und die Abverkaufskisten machen, etcetera….

Ich sagte gleich, ich habe das versucht und überhaupt nicht zusammengebracht und denke mir auch, warum soll ich es tun?

Denn die Lösung ist wahrscheinlich, die Quadaratur des Kreidses ausprobieren, in dem man beides tut. Denken, dieses und dieses Buch auf meiner Liste will ich heuer unbedingt leen, aber wenn ich das will, muß ich vielleicht strenger auswählen und bei den Schränken öfter überlegen, werde ich das wirklich lesen und da trage ich auch regelmäßig etwas zurück.

Julian Barnes „Flaubert Papagei“ auf Englisch beispielsweise auf kurzem. Denn das würde ich zwar gerne lesen, bin aber so realistisch, daß ich weiß, zu englischen Büchern komme ich wahrscheinlich nicht, wenn so viel anderes wartet, wie ich auch kaum ein Buch ein zweites Mal lese.

Würde ich gerne, aber tut mir leid, geht eben nicht. Ausnahmen gibt es, so habe ich den Doderer das letzte Jahr zweimal gelesen, aber daß ich das tue bin, ich erst während des Lesens darauf gekommen, da in dem Buch schon was unterstrichen war und bei der „Welt von gestern“ habe ich das bewußt getan. Da habe ich gedacht, das muß ich tun, wenn ich Stefan Zweig verstehen will.

Judith Oliva meint, glaube ich, daß sich ihre Leser für das Alte nicht interessieren und das ist eine Beobachtung, die ich eigentlich bei mir nicht teilen kann.

Denn ich habe ja einmal vor vielen Jahren in der städitischen Büchereifiliale Gumpendorferstraße aus der dortigen Gratiskiste zwei Ulrich Becher Bücher genommen und dann lange liegen lassen, dennn Ulrich Becher, wer ist denn das? Keine Ahnung, der Johannes R. nicht, wenn man kein Literaturlexikon hat und es noch kein Wikipedia gibt.

Dann habe ich „Kurz nach 4“ gelesen und bin etwas später wandern gegangen und dann hatte ich verzweifelte Anrufe und Mails eines Verlegers, der das Buch neu auflegen wollte, auf meinen Bändern und der Mailbox, weil er glaube, daß ich Briefe hätte, die ohnehin nur in einem „Aufbau Taschenbuch“ standen.

So kann es gehen und weil ich ja manchmal ganz ganz Altes lese,  kommen die Leute die sich dafür interessieren, nur zu mir und zu niemanden sonst. So ist das zum Beispiel bei Sigrid Undsets „Kristin Lavrantochter“ ein Buch aus der Bibliothek meiner Eltern, das wird bei mir sehr oft aufgerufen. Wahrscheinlich gibt es nicht so viele andere Rezensionen.

„Scherbenpark“ wird auch sehr oft aufgerufen. Da stehe ich wahrscheinlich bei den Suchanfragen vorn und „Der Weg des Künstler“, das selbe beobachte ich auch bei Thomas Sautners „Fremdes Land“ und das finde ich spannend, aber mir ist das ja eigentlich egeal, denn ich bin ja  kein Dienstleisterblog, obwohl ich mich über positive Kommentare sehr freue, sondern blogge eigentlich für mich und betrachte mein Bücherarchiv, als mein literarisches Gedächtnis und ich würde gerne allle Bücher lesen und weil das nicht geht, so viel wie möglich und so werde ich auch in Zukunft weiter mischen und  abwarten, wie das geht und was mir davon gelingt?

Im Augenblick habe ich eine längere Leseliste der Frühjahrsneuerscheinungen und werde dafür wahrscheinlich den ganzen März und wahrscheinlich auch den April brauchen. Wenn ich dann wenigstens die Schmankerln von meiner Leseliste herunterlesen kann, bis im August die neue „Buchpreisliste“ kommt und mich wahrscheinlich für den Rest des Jahres lahmlegt, wäre das fein.

Aber vielleicht habe ich dann auch schon einige Bücher gelesen, bei dem neuen buch der Olga Grjasnowa und dem des Ferddun Zaimoglu könnte das ja sein und vielleicht steht auch Juliana Kalnay auf der langen Liste, nur zu würde ich sagen das wäre fein, gilt übrigens auch für „Tierchen unlimited“, das mir sehr gefallen hat.

Es ist die Mischung, die ist macht und es ist schön, daß es soviele Bücher gibt und schade, daß ich jetzt auch schon selektieren muß und denken, na ja diesen Krimi vielleicht nicht und das mußt du auch nicht lesen!

Etwas, was ich eigentlich nicht will, weil ich das beim mir  ja auch nicht hören will, aber wohl nicht immer möglich ist.

In diesen Sinne wünsche ich mir, Judith Oliva und alles anderen, ein schönes Lesen und finde es fein, daß ich die Freude daran im Laufe der Zeit nicht verloren habe.

Das wünsche ich natürlich auch alle den anderen, wenn mir auch das Schreiben der eigenen Bücher natürlich wichtiger ist, das schreibe ich auch dazu und das ist wohl auch der Grund, warum ich nie über die zweihundert Bücher komme werde und Blogs lese ich auch sehr gerne und habe mir in den letzten Monaten auch die „Booktube Videos“ entdeckt, die ich sehr interessant finde.

Da sind zwar sehr viel junge Mädchen dabei, die etwas ganz ganz anderes, als ich lesen. Aber auch eine junge Frau aus Wiesbaden, die mich auf die Idee gebracht hat, Julian Barnes „Lärm der Zeit“ zu lesen, was mir sonst entgangen wäre und das ist veilleicht auch sehr interessant, bei einigen Büchern denke ich mir, daß ich sie nicht lesen will, „Harry Potter“, zum Beispiel, lasse ich im Schrank sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch stehen, da werden jetzt wahrscheinlich einige auschreien und ich entschuldige mich auch dafür, gehört dazu.

„Shades of Grey“ nicht. Da habe ich einmal einen Teil gefunden und der steht auf der Leseliste. Bei Hanya Yanaghara „Ein wenig Leben“ verspüre ich auch wenig Begeisterung, mir das Buch jetzt unbedingt sofort zu bestellen.

Werde aber danach greifen, wenn ich es in den Schränken finden sollte und mich dann nur fragen, wann ich es lesen soll?

Denn meine Leseliste geht schon wieder weit in die Zukunft hinein und da hätte ich auch einige Neuerscheinungen oder vielleicht schon etwas ältere Bücher, die ich gerne finden würde. Das der Julya Rabinowitsch gehört dazu, das letzte des Peter Henisch, Volker Weidermanns „Ostende“ und und und….

Ich bin gespannt und manchmal hat man ja auch Glück und findet, was man sucht, so ging es mir in Salzburg mit Isabell Bodgans „Der Pfau“ und die Klassiker, Pearl S.Buck zum Beispiel, die von meiner Leseliste verschwunden sind, sollten auch nicht zu kurz kommen.

Aber wie heißt es so schön, man kannn nicht allles lesen, aber die Mischung machts!

2017-02-22

Vor dreißig Jahren

Vor dreißig Jahren ist Andy Warhol gestorben, das ist der in Pittsburgh geborene Künstler und Filmemacher, der mit dem Marilyn Monroe Portrait und den Campbell-Konservendosen berühmt geworden ist, woran ich diese Woche täglich vier Minuten vor sieben erinnert werde, wenn ich die „Gedanken für den Tag“ aufdrehe und mir Johanna Schwanbergs diesbezügliche Gedanken anhöre.

Ansonsten ist die amerikanische Popikone, wie man wahrscheinlich merken kann, ziemlich an mir vorbei gegangen, denn ich war ja ein braves Mädchen und eine schüchterne Studentin, die nach der Hauptschule, die HBLA für wirtschaftliche Frauenberufe in der Strassergasse besuchte, um doch irgendwie zur Matura zur kommen, nicht um kochen oder Hauswirtschaft zu lernen und habe dort zwei Jahre davor beschlossen, nachher Psychologie zu studieren und zu schreiben und während ich das tat, zuerst noch bei meinen Eltern in der Wattgasse, später in der von meiner Freundin Elfi übernommenen Wohnung in der Otto Bauergasse, bin ich einmal in die Woche in die Oper gegangen, habe mir Verdi angehört, bin vorübergehend zum Wagner Fan geworden, das heißt ich, mag ihn noch immer und halte den „Parzifal“ für eine tolle Oper und den „Ring“ und die „Meistersinger“ und die amerikanische Popmusik, die damals in aller Munde war, ist genauso an mir vorbeigegangen, wie Andy Warhol etcetera, was ich 2003, als ich  beim Ö1- Quiz in Graz antrat, schmerzlich merken konnte, weil ich die Popikonen, die inzwischen bis Ö1 vorgedrungen waren, nicht kannte, was mir zwar egal ist, aber inzwischen wahrscheinlich zur Allgemeinbildung gehört, aber die besteht bei mir zu neunzig Prozent aus Literatur.

Das heißt, ein bißchen Crossover ist auch dabei, so war ich am Montag zum Beispiel mit dem Alfred im Musikverein und habe mir dort spanische Renaissancemusik aus dem fünfzehnten Jahrhundert mit dem Clemencic Concort angehört und bin gestern nach der Veranstaltung in der Herrengasse zum fünfundsiebzigsten Todestag von Stefan Zweig noch kurz in die Albertina hineingegangen, weil man sich dort die Vernissage von Egon Schieles Kinderaktzeichnungen und Blumenbilder ansehen konnte.

Aber ich wollte von Andy Wahrhol erzählen oder dem, was ich vor dreißig Jahren gemacht habe, als Andy Warhol starb, da war die Anna fast drei Jahre alt und ich noch Assistentin an der II. HNOKlinik an der Sprachambualz, habe mich aber, glaube ich, schon entschlossen gehabt, den Zweijahresvertrag meiner Halbtagsstelle nicht zu verlängern und in die freie Praxis zu gehen, was ich ab Mai dann machte.

Da war der dritte Geburtstag der Anna, die damals in die Kindergruppe Spatzennest in die freie Schule Hofmühlgasse ging, schon gefeiert. Wir haben in der Gumpendorferstraße gewohnt, meine erste Praxis war in der Otto Bauergasse. Ich habe versucht mir ein paar Klientin von der Klinik mitzunehmen, habe Arztaussendungen gemacht, Spielzeugfirmen angeschrieben und von „Matador“  eine riesige Kiste mit Matadorteilen und einen dazupassenden Tisch bekommen und als ich mit den ersten Klienten anfangen wollte, sind bei der Anna die Masern ausgebrochen, die in der Kindergruppe, das gab es damals noch, herumgegangen sind.

Der Alfred, der mich vertreten sollte, ist zu spät gekommen und als ich ein paar Minuten nach der vereinbarten Stunde in die Otto Bauergasse gekommen bin, waren die Klienten schon weg.

Inzwischen habe ich dreimal meine Praxis gewechselt, bin nach dem Zwischenspiel wohnen in Harland,  Praxis in der Gumpendorferstraße und dazwischen meinen diabetischen Vater betreuen und Insulin spritzen, zuerst in die Reinprechtsdorferstraße gegangen mit Wohnung in der Gumpendorferstraße.

Nach dem Tod meines Vater habe ich mir die Wohnung in der Krongasse gekauft wo beides zusammen ist, habe jetzt die zwei Kassenverträge die es gibt, den für Psychodiagnostik und den WGPV-Psychotherapievertrag und mache gelegentlich noch eine KAV-Supervision, sonst nicht mehr sehr viel psychologisch-therpautiscesh, keinen Psycholgoie- oder Kommunikationsunterricht in Krankenpflegeschulen mehr, beispielsweise, wie ich das früher sehr viel machte, dafür schreibe ich aber viel und blogge und geschrieben habe ich auch schon vor dreißig Jahren, denn da hätte die freie Praxis in die ich damals gegangen bin, auch eine literarische sein können.

Geschrieben habe ich damals, es war ja die Waldheim-Zeit, die Erzählung „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“, eine Fortsetzung der „U-Bahngeschichten“, die damals, ich wurde 1987 beim zweiten Versuch in die GAV aufgenommen, wo damals Josef Haslinger Generalsekretär war und Ernst Jandl Präsident, wenn ich mich nicht irre, in das „Wespennest“ kam.

Geschrieben habe ich damals noch viel in Kaffeehäusern, im Cafe Jelinek, in der Otto Bauergasse beispielsweise oder auch im Sperl, wenn die Anna in der Kindergruppe war und ich keine Stunden hatte.

Meine ersten Lesungen in der „Alten Schmiede“ habe ich schon gehabt, da hatte ich ja von 1996 bis 1999 glaube ich jedes Jahr einen Termin bei „Textvorstellungen,“ noch im zweiten Stock, wo man durch den Hof durchgehen mußte und Herbert J. Wimmer moderierte.

„Die Gasse oder Marthas Wohnungen“, wo ich die Otto Bauergasse beschrieben habe, war, glaube ich, meine erste Lesung und nach „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ habe ich  bald begonnen meine Klinikerlebnisse in den „Hierarchien“ aufzuarbeiten, die dann, 1990 oder so glaube ich war das, wir sind schon von Harland nach Wien gependelt, in Jacks Unterwegers „Edition Wortbrücke“ erschienen sind.

Mein erstes Buch in einem Klein-Kleinstverlag. Texte in Anthologie und Zeitschriften hatte ich damals mehrere, denn ich habe sehr viel ausgeschickt und habe mich auch noch, um Stipendien beworben, bevor ich es  ab 2000 selber machte und seit 2008 regelmäßig mein literarisches Leben im „Literaturgeflüster“ blogge.

In Literarische Veranstaltungen bin ich schon damals sehr viel und regelmäßig gegangen, jetzt tue ich es schon bezüglich des „Geflüsters“ genauer und systematischer und vor allem schreibe ich alles auf, so daß man in meinem Archiv, glaube ich, ein sehr genaues Bild des literarischen Lebens Wiens, der letzten fast neun Jahre bekommen kann.

Ich höre inzwischen nur mehr Ö1, damals habe ich, glaube ich, noch manchmal „Radio-Wien“,  Radio-Niederösterreich“ oder „Ö3“ gehört, gehe nicht mehr in die Oper, bleibe aber manchmal, wenn ich von der „Alten Schmiede“ komme, am Krarjan-Platz stehe und schaue mir das Ende der Übertragung an, die es jetzt ja gibt, kaum ins Theater, gelegentlich wenn ich die Karten gewinne, in ein Konzert und, wie schon erwähnt, sehr viel und sehr systematisch zu literarischen Veranstaltungen.

Ich lese, glaube ich, auch viel mehr als früher, damals habe ich mich an das Prinzip, ein Buch pro Woche gehalten und habe, glaube ich, gerade aufgehört mirBücher zum Normalpreis, was ich, als Studentin sehr viel tat, zu kaufen. Den Abverkaufskisten bin ich damals, glaube ich, schon treu gewesen,  Gratisbücher hat es  noch keine gegeben.

Da waren die Ersten, glaube ich, die der „Libro-Bestselleraktion“, aber da war ich schon in der Krongasse.

Dann hat mich Edith Brocza einmal in den Kistenwühlen lassen, die der Buchhändler ihres Hauses, als er sein Geschäft schloß, ihr ins Erdgechoß stellte.

Dann kamen die Büchertürme der „Literatur im März“ und bei „Thalia“ gab es eine Zeitlang Leserrezensionen, wo man, wenn sie sie nahmen, einen zehn Eurogutschein, eigentlich sehr mikrig, dafür bekam und dann habe ich schon angefangen zu flüstern und die Bücherschränke, diesowohl meine Buchbestände als auch mein Leseverhalten enorm vermehrten, hat es ab 2010 auch gegeben.

Ab 200o gab es mein erstes selbstgemachtes Buch, die „Wiener Verhältnisse,“, jetzt warte ich schon auf mein zweiundvierzigstes, die Kroatiengeschichte „Claire-Klara-Clarisse„, die morgen kommen soll.

Der Alfred hat mich schon ermahnt, dafür Platz in meinen Bücherregalen zu schaffen und an dem dreiundvierzigsten dem „Frühstück“ krorrigiere ich gerade, während ich für das vierundvierzigste, was wieder eine Art Blogroman werden könnte, schon die ersten Notizen sammle und dazwischen höre ich am Morgen vor dem Aufstehen und bevor ich zum Lesen in die Badewanne steige, Johannas Schwanbergs Gedanken zu Andy Warhols dreißigsten Todestag, weree bald Annas dreiunddreißigsten Geburtstag feiern, die inzwischen mit Freund und Hund nach Harland, in das Haus übersiedelt ist, das ihr Harlander Großvater 2007 für die zu bauen angefangen hat, der Ende 2012 gestorben ist.

Ich habe in „Und trotzdem“ darüber geschrieben, ein Hund namens Ouzo kommet in den „Sommergeschichten“ vor. Da geht es auch, um eine Sommerfrische in Harland bei St. Pölten und Alfreds Mutter war vor kurzem im Spital und hat jetzt  eine Heimhilfe, die jeden Morgen eine Stunde zu ihr kommt und ihr beim Aufstehen hilft.

So fließt alles dahin und ändert sich das Leben, Stefan Zweig hat sich vor fünfundsiebzig Jahren umgebracht und ich habe in der letzten Zeit zwei sehr interessante Debutromane gelesen und habe auch einiges andere auf meiner überlangen Leseliste, was schon auf mich wartet.

2017-01-17

Oberösterreich erforschen

Unter diesem Titel hat Helmuth Rizy, der gebürtige Linzer, schon vor einem Jahr oberösterreichische Autoren ins Literaturhaus gebracht: Waltraud Seidlhofer, Walter Kohl, Rudolf Habringer, da war ich leider nicht dabei, dafür aber Gregor M. Lepka, Waltraus Seidlhofers Gatte und der hätte im zweiten Teil lesen sollen, ist aber kurz nach seinem achtzigsten Geburtstag verstorben.

So las heute Helmuth Rizy nur einige seiner Gedichte vor und sagte dann kurz etwas zur oberösterreichischen Literaturszene, die ja weit verbreitet ist und auch in der GAV sehr vertreten und viele dieser Oberösterreicher leben auch in Wien oder waren heute im Literaturhaus, wie Judith Gruber Rizy, Ruth Aspöck, die eigentlich in Salzburg geobrene, Luis Stabauer dessen Buch „Atterwellen“ über seine Mutter ich ja erst kürlich gelesen habe. Die Ruth und Judith Gruber-Rizy treten auch nächste Woche in Linz im Stifterhaus auf und die Ruth wird von Bernhard Widder eingeführt, der auch heute im Literaturhaus war und die erste Autorin, die Helmuth Rizy vorstellte, ist gar keine Oberösterreicherin sondern kommt aus Bremen, wohnt aber in Ottenschlag, nämlich die 1969 geborene Corinna Antelmann von der ich schon zwei Bücher gelesen habe.

Das erste „Die Farbe der Angst“ hat mir ja einmal Dietmar Ehrenreich, der so unerwartet verstorbene „Residenz-Verleger“ geschickt, das zweite habe  „Hinter der Zeit“ hat mir die Autorin geschickt, als ich sie anläßlich ihrer GAV-Neuaufnahmelesung  2015 persönlich kennenlernte.

Sie hat auch heute daraus gelesen, was mir Gelegenheit gab, auf besonders schöne Sprachschöpfungen zu achten, die mir beim Lesen gar nicht so aufgefallen sind.

Der zwete Oberösterreicher, der1956 in Völklabruck geborene Hans Eichhorn, der auch als Fischer am Attersee tätig ist, ist mir ebenfalls kein Unbekannter, habe ich ihn doch, glaube ich, schon einmal in der „Alten Schmiede“ gehört, jetzt las er zwei Geschichten aus einem Prosaband, die mir vor allem durch ihre lakonische Realistik auffielen.

Die Erste spielte in einem Cafe, die Zweite von einem Neubau und es geht noch um hunderttausend andere Dinge und dann kam die 1978 in Linz geborene Dominika Meindl an die Reihe, die ich wahrscheinlich auch von den GAV-Neuaufnahmen kenne.

Sie organisiert Lesungen in Wels, ist auch irgendwo Präsidentin und las zwei Texte, einen ernsten und einen heiteren, wie sie sehr extravertiert erzählte.

Der Erste handelte von einer Frau, die in Südtirol schifährt  und vom Tod eines Großvaters. Der Zweite war ein Dramulett, wo alle auf der Bühne in verteilten Rollen, die Familie Putz, bekannt aus der Lutz-Werbung darstellten. Das Dramulett stammt, glaube ich, aus dem Shakespeare-Jahr und besteht, wie Dominia Meindl erklärte, größtenteils aus Originaltexten. Alle bringen alle um und ein paar gesellschaftkritische Anmerkung bezüglich der bekannten Möbelfirma brachte Dominika Meindl auch noch an.

Nachher gabs ein paar Hinweise auf die nächsten Veranstaltungen, die bezogen sich zwar auf Vorarlberg, beziehungsweise auf die der Rizys.

Aber ich kann gleich anmerken, daß übermorgen in der „Alten Schmiede“, die oberösterreichische Literaturzeitschrift „Die Rampe“, wo ich auch einmal ein paar Texte hatte, vorgestellt wird.

Ich weiß noch nicht genau ob ich hingehen werde. Es gibt ja auch ein verlockendenes Paralellprogramm in der „Gesellschaft für Literatur“.

Im Literaturhaus gabs wieder Wein und Gespräche. So hat mich Bernhard Widder auf einige Literaturveranstaltungen angesprochen. Beispielsweise hat er mir erzählt, daß es gestern in der „Alten Schmiede“ sehr voll war, was ihn ein wenig gewundert hat, mich hat das auch.

Er war auch vorige Woche im MUSA, wo es ja sehr experimentell zugegangen ist und er wollte von mir wissen, wie mir Robert Schindels Roman „Der Kalte“ gefallen hat?

Er hat, glaube ich, soweit ich mich erinnern kann und im Bücherschtrank wo ich natürlich vorher wieder war, hätte ich Sabine Grubers „Daldossi oder das Leben des Augenblicks“, die ich ja gestern auch in der „Alten Schmiede“ sah, fast übersehen, so abgegriffen war das Leseexemplar, „bitte nicht vor dem 21. Juli 2016 besprechen“, daß ich es fast für „Stillbach oder die Sehnsucht“ was ja auf meiner Leseliste steht, gehalten hätte.

Dann habe ich aber doch danach gegiffen und frohlockt, Buch sechs der ersten österreichischen Buchpreislonlist und das dritte von der Shortlist, was ich nun habe.

Die Frage ist nur, wann ich es lesen werde? Ist meine Leseliste ja schon sehr lang und sehr voll, aber wieder eine Bestätigung, wenn ich nur lang genug warte, kommen schon die Bücher zu mir und „Stillbach oder die Sehnsucht“ das ich ja vom vorigen Jahr auf heuer verschoben habe, werde ich diesem Jahr lesen.

Aber ich schweife ab mit Oberösterreich hat die in Südtirol geborene Autorin nicht viel zu tun, obwohl sie ja manchmal mit Sabine M. Gruber verwechselt wird und die wurde ja in Linz geboren.

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