Literaturgefluester

2022-08-08

Ungarische Literatur lesen

Einen ungarischen Literaturstreifzug habe ich ja schon gemacht, als wir mit der Schwiegermutter, mit oder ohne Anna und Andreas einige Mal in Bük im Bad waren und da habe ich mir ja, wie ich das bei Reisen immer mache, um meinen literarischen Horizont zu erweiter, ungarische Bücher mitgenommen und da hat sich bei mir einiges angesammelt und ich habe auch schon einiges gelesen und auf der „Buch Wien“ habe ich auf der „Donau Lounge“ auch immer einige Tips bekommen.

Da gibt es ja Cornelius Hell, der mich auf György Dragoman, Szilard Borbely und andere Autoren aufmerksam machte.

In der „Alten Schmiede“ bin ich auf den „Nischen-Verlag“ und den Übersetzer György Buda aufmerksam geworden, die dort immer die neue ungarische Literatur vorstellen und dann gibt es natürlich den lieben Stephan Teichgräber mit seine Centrope Workshops und dem „Literarischen Lenz des Centropes“ und Ungarn gehört ja zum Centrope, so habe ich dort auch immer neue oder schon bekannte ungarische Autoren gehört.

Einer der bekannteesten ist ja der 2016 verstorbene Peter Estherhazy,, den ich einmal moderiert von Cornelius Hell in der Hauptbücher hörte und auch einige Bücher gelesen oder in meinen Regalen habe und Imre Kertez, der Nobelpreisträger von 2002.

Von György Dalos habe ich einiges gelesen und ihn auch bei einigen Lesungen gehört und eine der bekanntesten ungarischen Autorinnen ist Magda Szabo von der ich auch einiges gelesen und mehrere Bücher gefunden habe.

Als Ungarn das Gastland in Frankfurt war, hat der „Wespennest-Verlag“ ein paar Bücher von nicht so bekannten ungarischen Autoren herausgebracht, die glaube ich über den Bücherturm der „Literatur im März“ zu mir gekommen sind und die in Österreich lebenden ungarischen Autoren, wie Gabor Fonyad höre ich ja auch regelmäßig in der „Alten Schmiede“, Literaturhaus und „Gesellschaft“ und bei der Lyrik wäre noch Kinga Tooth zu erwähnen.

Also bin ich, was die ungarische Literatur betrifft nicht so ganz unbedarft und habe mir für meinen heurigen Badeaufenthalt György Dragoman „Scheiterhaufen“ eingepackt, das ich, wie schon geschrieben, einmal in der „Donau Lounge“ auf der „Buch-Wien“ kennenlernte und mir dann, wenn ich mich nicht irre, einmal in der „Frick-Restbuchhandlung“ kaufte und das auch auf meiner heurigen Leseliste steht. Da steht auch Terezia Moras „Der einzige Mann auf dem Kontinent“,, die 1971 in Sopron geboren wurde, zwar, wie, ich glaube, auf Deutsch schreibt, weil sie sonst keine deutsche Buchpreisträgerin wäre, aber auch als ungarische Übersetzerin tätig ist. So habe ich es mir auch eingepackt.

Bücher von György Dalos, Peter Estherhazy, Magda Szaba, Sziard Borbely, etcetera müßte ich auch in meinen Regalen haben. Aber soviel kann man in vier Tagen nicht lesen und wahrscheinlich werde ich über den Dragoman nicht hinauskommen und wenn wir Freitag nach Österreich zurückkommen warten ja in Harland und Wien, bzw. in meinen E-Book Folder auch einige Bücher auf mich, bevor es ans deutsche Buchpreislesen gibt.

Die ungarische Literatur ist aber sicher interessant und dank Cornelius Hell, der „Donau Lounge,“ wenn ich heuer. was ich hoffe, wieder auf die „Buch-Wien“ gehen kann, Stephan Teichgräbers „Centropefestival „und den Veranstaltungen der „Alten Schmiede“, Literaturhaus, „Gesellschaft für Literatur“ kann ich mich sicher auch in Zukunft darin vertiefen und neue Autoren und Autorinnen kennenlernen.

2022-08-06

Wieder auf den Markt

Der Marktbesuch am Samstag gehört, wenn wir in Harland sind, ja zu unseren Ritualen und seit einiger Zeit treffen wir uns da auch mit der Doris Kloimstein, der ehemaligen Obfrau der LitGes und wieder seit einiger Zeit tausche ich mit ihr Bücher aus, bringe ihr das mit das was ich doppelt bekomme oder doppelt dem Schrank entnehme oder dort denke, daß sie das interessieren könnte.

Jetzt haben sie wir sie urlaubsbedingt schon länger nicht getroffen, so daß sich auf dem Harlander Schreibtisch, der noch aus dem ehemaligen Büro der Schwiegermutter stammt, einiges angesammelt hat.

Im Schrank in der Burggasse und bei dem Regal im Amerlinghaus gibts ja immer einiges aus der „Edition Exil“ und dann habe mal Clemens Berger „Streichelinstitut“ irgendwann gefunden. Da kann ich mich erinnern, wie froh ich vor einigen Jahren war, daß ich das Buch einmal für mich fand. Gelesen habe ich es noch immer nicht und Irene Pruggers Erzählungen „Letzte Aufahrt vor der Grenze“, das 2008 für die Buchpreisprämie nominiert war, als ich dort in der Jury war, habe ich mir einmal glaube ich, bei einem Literaturhaus-Flohmarkt gekauft. Das habe ich dann auch für die Doris gefunden und Helmut Krausser „Wann das mit Jehanne begann“ habe ich vom Verlag gleich dreimal bekommen. Einmal als PDF, dann als Arbeitsexemplar und als wir am Donnerstag in Wien gewesen sind, habe ich mir das Buch von der Post abheben können.

Mich also schon gefreut, das der Doris am Samstag mitbringen zu können und vor allem auch mit ihr über den Literaturbetrieb, über die Corona-Entwicklungen und über was auch immer zu plaudern.

Aber leider hat es in der Nacht stark und viel geregnet und die Temperatur ist von achtunddreißig Grad auf neunzehn zurückgegangen. Also hat die Doris in der Früh angerufen und gefragt, ob wir uns wirklich im Regen treffen wollen?

Ich bin ja wettermäßig sehr unenpfindlich und fahre bei jeden Wind und Wetter Rad und, daß wir am Samstag am Markt Würstel essen gehört auch schon lange zu unseren Ritualen. Außerdem hat des dann aufgehört. So habe ich die Doris angemailt und die Bücher mitgenommen. Notfalls hätten wir sie ihr auch vorbeibringen können. Haben sie dann nicht mehr erreicht und als ich die Traisen entlanggefahren bin, habe ich dort schon weiße Zelte gesehen und einige Roma-Männer die beim Bootshaus herumgesessen oder gestanden sind.

„Aha!“, habe ich gedacht.

„Die Frequency ist wieder da oder kommt nächste Wche!“ und darüber habe ich mich schon öfter geärgert und auch gebloggt, daß da der Traisenweg abgesperrt wird und man nicht oder nur erschwert durchfahren kann. Einmal, kann ich mich erinnern, daß ich eine Woche vorher nach Herzogenbrug gefahren bin und da wars schon beim Bootshaus abgesperrt.

Diesmal konnte ich aber durchfahren. Absperrgitter waren schon aufgestellt und am Domplatz wird schon seit zehn Jahren gegraben und derzeit ist ein großer Teil abgesperrt. Die Standln gibt es im hinteren Teil und als ich mir da einen Tisch suchte, waren die schon ziemlich besetzt, so daß ich da meine Beabachtungen machen konnte.

Zuerst standen zwei Männer da, dann kamen welche mit Käsekrainern dazu „Das essen Sie ganz!“, erkundigte sich einer und auf die Frage, ob er ein Stück haben wolle, schüttelte er den Kopf und antworte te,daß er das nicht dürfte.

„Hat er Diabetes?“, habe ich gedacht. Er war auch sehr schlank und auf die Frage wer ihn kontrolliere, antwortete er „seine Chefin“, womit offenbar die Freundin gemeint war.

Nun ja, nun ja! Später kam ein Mann mit seiner Mutter und zwei Kndern. Seine Frau war in Salzburg beim „Jedermann“ erzählte er und dann gabs eine Diskussion über die derzeitigen Inszenierungsstile.

Ein „Augustin oder Moment- Verkäufer“ erschien und wollte verkaufen, worauf sich ein Mann ziemlich scharf geäußert hat, daß das nicht anginge und nichtsein dürfe und als ich ihn fragte, was er gegen „Augustin-Verkäufer“ hätte?, hat er seine Schärfe auf mich übertragen und gemeint, ich könne ihn ja ein Würstel kaufen oder einen Hunderter wechseln, weil ich nur ein paar Cent Kleingeld hatte. Das Würstel hat ihn dann ein Mann gekauft, den ich eigentich für seinen Freund gehalten habe. Er war aber von der „Arbeiterkammer“ und hat sich mit dem Alfred ziemlich intensiv unterhalten und sein Freund war von der Gewerkschaft und half seiner Tochter beim Verkauf im Konditoreiwagen.

Also alles ziemlich spannend. So sind wir ziemlich lange am Markt geblieben. Solange bis die Standler schon die Schirme und die Tische wegräumten. Die Anna, die inzwischen auch schon von Kroatien zurück ist, hat angerufen, weil sie mit dem Alfred einkaufen fahren wollte und ich bin am Rückweg in den beiden Büchertelefonzellen die ich seit einiger Zeit dabei aufsuche, auch fündig geworden. In dem beim Bootshaus lag Jenny Erpebecks „Gehen, ging ,gegangen“, das 2015 auf der dBp-Liste ,stand als ich das erste Mal „Buchpreis“ gelesen habe. also auch ein Fall für die Dorisi und dann noch ein Knderbuch von Walter Wippersberg „Der Kater Konstantin“. Vielleicht wird sich die Lia in ein paar Jahren darüber freuen und bei der Zelle beim Amtshaus gab es viele Taschenbücher aus den Neunzehnsiebzigerjahren. Wer ist da gestorben?, könnte man fragen und ich habe mir was von Dürenmatt, j.P. Sartre, Johannes Simmel und Henry Miller ausgesucht. Mal sehen was ich davon schon habe, so daß ich es, wenn wir am Montag nach Ungar fahren, wieder zurücklegen kann.

Bücher, Bücher, Bücher also an diesem Urlaubswochenende, das zwischen unsere zwei Reisen gequetscht ist, obwohl ich sonst ja auch einiges zum Lesen habe, bevor am dreiundzwanzigsten Augst die neue Buchpreisliste bekannt gegeben wird. Eine diesbezügliche Glosse habe ich schon geschrieben, bevor ich in die Stadt gefahren bin.

2022-07-31

Lesen in Kroatien

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 21:30
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Irgendwann bin ich während meines Bloggerlebens daraufgekommen, daß ich mir bei Reisen immer die jeweiligen Bücher mitnehme.

Nun bin ich von meiner Ausbidung Psychologin und Psychotherapeutin und dazu noch schreibende Frau und keine vergleichende Literaturwissenschaftlerin. Also keine wirkliche Kennerin der jeweiligen Literatur und so bin ich es vor sechs Jahren als wir das erste Mal in Kroatien waren, sicher diesbezüglich sehr naiv angegangen und habe nachgesehen, welche Bücher von kroatischen Autoren habe ich, weil ich ja auch nicht groß einkaufen wollte und die dann mitgenommen.

Marica Bodrozic, Bora Cosic, Jagoda Marinic und Stanko Andric sowie zwei Gebrauchsanweisungsbücher ,sind das gewesen und das war auch sehr interessant und interessant ist auch, daß ich als ich von der Reise nach Hause gekommen bin, mich nicht nur über die Wiederholung der Bundespräsidentenwahl geärgert habe, sondern auch ein Buch über Kroatienh gescrieben habe und weiter war ich während meines literarischen Lebens beziehungsweise bei meinen Veranstaltungsbesuchen auf die kroatische Literatur sensiblisiert und habe da auch einige Lesungen besucht.

Bora Cosic habe ich dann auch persönlich einmal in der „Alten Schmiede“ getroffen und seine Frau hat sich sehr nett mit mir unterhalten. Miljenko Jergovicbei der „Buch und Wein“ gehört und als ich mich heuer wieder für eine Kroatienreise rüstete und da war ich zugegeben nicht sehr motiviert, weil ich keine Schwierigkeiten bei der Rückkehr mit dem Testen haben wollte und auch sehr kskeptisch war, ob das funktionieren wird, habe ich dann zwei Bücher von Edo Popovic gefunden, auf den bin ich durch eines der Gebrauchsanweisungsbücher aufmerksam geworden. Vom Miljenko Jergovic gekauft eines und das andere gefunden und auf Adriana Altaras, deren „Titos Brille“über meinen Bett in <harlan lag bin ich auch aufmerksam geworden.

Also das einpacken. Ein Buch von Marica Bodrozic habe ich, glaube ich, auch irgendwo liegen. Aber nachdem habe ich gar nicht gesucht, weil ich dachte, fünf Bücher sind genug. Dann dachte ich aber Rene Freund „Ans Meer“ wäre vielleicht auch ganz gut auf dem Weg bis zur slowenischen Grenze zu lesen. Dann hatte ich aber noch das Arbeitsexemplar von Helmut Krausser „Wann das mit Jeanne begann“, das ich eigentlich noch vorher lesen wollte, aber nicht schaffte. Also habe ich mir das für die Reise mitgenommen und ein Memoir, das mir eine Klientin gegeben habe, habe ich auch mitgenommen und den Freund zu Hause gelassen.

Wird schon passen, habe ich gedacht und dann eigentlich viel mehr, als gedacht gelesen. Kunststück was soll man auch im Auto, am Strand oder am Campingplatz anderes tun? Da hat mich dann der Alfred auf Bogumil Balkanskys „Der dümmste Krieg“ eine Beschreibung des Jugoslawienkriegs aufmerksam gemacht und die Bücher habe ich beim Lesen herausgefunden, haben auch sehr gut zusammengepasst und ich habe viel über Kroatien uund seine Geschichte gelernt.

An den letzten Tagen haben wir dann den Bücherschrank gesucht, wo wir nicht sicher waren, ob sich der jetzt in Krysan, Bulje, Kastav oder Labin befindet?

Er war in Labin und es lagen nur kroatische Bücher oder Schriften darin. Trotzdem habe ich mir ein paar Bücher. mitgenommen. Ein zweisprachiges, Kroatisch, Italienisch über Tomaso Luciani der von 1818 bis 1894 lebte, ein italienischer Patriot war und offenbar in Albona lebte, wie Labin früher hieß. Dann einen Istrien-Kalender von 2008 mit vielen Bildern. Ein Poesiealbum gab es auch und interessant auf den Campingplätzen hat es immer wieder Bücher gegeben, offenbar die, die die Touristen zurückließen, da waren sicher ein paar deutsche Krimis dabei. Ich habe aber nicht recht gewußt, ob man die sich nehmen konnte und hin und wieder habe ich auch am Stand einen lesenden Menschen gesehen, die meisten haben aber in ihr Handy geblickt und jetzt zurückgekommen und wieder ein paar Bücher vorgefunden.

Darunter einen Krimi von Petrus Makaris der sich, höre und staune, unter dem Titel „Verschwörung“ mit dem Thema Corona ,beschäftigte und noch ein paar die vielleicht auf der neuen deutschen Buchpreisliste, die am 23. August bekanntgegeben wird, stehen könnte? Und jetzt bin ich natürlich neugierig, welche Bücher von kroatische Autoren ich noch in meinen Regalen habe. Von Marica Bodroziic weiß ich schon, daß ich „Kirschholz und alte Gefühle“ habe und von Bogumil Balkansky „Auf Neuseeland sind alle alle Briten Tschuschen“.

Aber da weiß ich ja nicht, wann ich wieder nach Kroatien komme und wieviel kroatische Autoren ich demnächst in der „Alten Schmiede“, im Literaturhaus und in der „Gesellschaft für Literatur“ hören werde.

2022-06-19

Sommerpläne schmieden

Von den literatouristischen Ausflug nach Neuberg an der Mürz, einen Tag vor Ende, weil wir den dritten Geburtstag der kleinen Lia im Gasthaus Ambichl feiern wollten, zurückgekommen, sitze ich im lila Spaghettileiberl bei über dreißig Grad in Harland auf der Terrasse und gehe die nächsten Tage durch.

Der Juni hat seine zweite Hälfte überschritten, es gibt noch zwei Wochen Literaturprogramme und in der nächsten Woche das „Bachmann-Lesen“, das wieder mit 2G oder nicht, in Klagenfurt live vor sich gehen wird und ich per Stream verfolgen werde. Ende Juni werden wir wieder ein paar Tage mit der Wandergruppe des Herrn Sladky in die Berge gehen. Dann käme die Sommerfrische, die ich ja seit Jahren in Harland mit Rad fahren, schreiben und lesen verbringe.

Solange der Alfred noch voll arbeitete, war das Mittwoch bis Sonntag. Dann ging er in Altersteilzeit und jetzt ist er in Pension und die Sommerfrische mutierte zu Sommerfrischenwochenenden, das heißt wir fuhren Donnerstag Abend nach den Ö-Tönen nach Harland und kamen Montagabend oder Dienstag früh nach Wien zurück, damit ich meine Stunden machen kann.

In den Urlaub sind wir auch immer gefahren. Einige Zeit lang sehr viel nach Italien. Dann kam das Wandern in der hohen Tatra. im Wir waren im Elsaß, in den Masuren, in den baltischen Staaten und in der Schweiz auch ein paarmal. Dann kam Corona und da gabs seit 2020, wo wir den Rhein oder den Main hinunterradeln wollten , eigentlich keinen mehr.

2020 haben wir ein paar literarischen Ausflüge gemacht, 2021 waren wir zwei Wochenenden bei der Ruth in der Steiermark in der Kittner-Stiftung und heuer befinden wir uns gerade in der Corona- Sommerpause oder eigentlich auch nicht wirklich, denn die Sommerwelle ist, wie ich höre, bei derzeit circa sechstausend täglichen Infektionen, schon da und an die Wintermaskenpflicht von Oktober bis Ostern sollen wir uns, wie ich ebenfalls höre, wie an die Winterreifenpflicht gewöhnen, damit es keine Grippe mehr gibt.

Aber jetzt darf man noch G-los ins Ausland fahren und von dort wieder zurückkommen, obwohl an der Scharfstellung der Impflicht im Herbst schon eifrig gearbeitet wird und des da eine Verkehrsbeschränkung auch bei „geringer epidemologischer Gefahr“ bei Covid verdächtigen Personen geben soll, damit die auf keine Demonstrationen gehen können, geben soll.

Aber noch Pläne, der Alfred macht sie schon und will im Juli nach Kroatien, Albanien, Montenegro, Kosovo oder vielleicht auch nur nach Kroatien fahren, um dort seinen neuen Campinganhänger ausprobieren und im August hat er schon ein Hotel in Bück gebucht, wo wir mit der Anna, dem Andreas und der kleinen Lia und mir ein paar Tage hinfahren will.

Also wirds wenns so bleibt ein intensiver Sommer. Nach den Wandertagen noch ein paar Tage Praxis und eigentlich will ich ja endlich an das Backlistlesen kommen. Da liegen ja noch die Geburtstagsgeschenke der letzten Jahre in den Regalen und wenn im August die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird, komme ich dann ohnehin nicht mehr dazu, sondern lese mich den Rest des Jahres durch die deutsche, die österreichische, die Schweizer Liste und dann noch durch das Bloggerdebut.

Aber wenn wir wieder nach Kroatien fahren brauche ich kroatische Bücher und habe da auch schon meine Leselisten durchorstet, denn da hat sich ja schon einiges angesammelt.

Also werde ich wenn wir nach Kroatien fahren Adriana Altaras „Titos Brille“, Edo Popovis „Die Spieler“ und „Den Aufstand der Ungenießbaren“, Miljenko Jergovis „Ruth Tannenbaum“ und seinen „Vater“ mitnehmen. Und für Ungarn steht schon lang Georgy Dragoman „Der Scheiterhaufen“ und Terezia Moras „Der einzige Mann auf dem Kontinent“, obwohl die ja eine deutsche Buchpreisträgerin ist, auf meiner Liste.

Ein paar Bücher, die im Juli und im August erscheinen, habe ich auch noch auf meiner Liste, die Elke Heidenreich liegt halbgelesen am Harlander Klo und den Elias Hirschl will ich auch unbedingt lesen, wenn dann auch der Peter Henisch, die Eva Menasse und der Michael Köhlmeier liegenbleiben, weil dann schon das Buchpreislesen kommt und dann gibt es noch das Schreiben und da bin ich ja öfter im Sommer nach Harland in eine Schreibwerkstatt gegangen und jetzt laboriere ich immer noch an meinen „Socialkredit-Text“, herum, der inzwischen „In den Wolken leben oder die Verkehrsverschränkung“ heißen könnte, aktuell aus sechs Szenen, vierzehn Seiten und 6400 Wörtern besteht, ich aber immer noch nicht weiß, wie ich die aktuelle Covid Situation beschreiben soll und wie gefährlich die ist und mich dann beim, „Du mußt ja nichts schreiben, hast du doch ohnehin schon sehr oder zuviel getan, leg mal eine Pause ein!“, ertappe und dazu wäre der Sommer vielleicht ganz gut. Denn nach Kroatien nehme ich den Laptop nicht mit und bringe vielleicht auch wieder ein Buch oder eine Idee als Souvenier zurück, denn ich könnte ja auch über etwas anderes als über Corona schreiben und über etwas anderes, als das wieder eine ältere oder jüngere Frau einen Roman darüber versucht.

Also in den Sommer, mal sehen, wie er wird und ob die Sommerwellen uns überrollen. Die O-Töne gibts ja wahrscheinlich auch und die Lesetheater-Sommerlesereihe ist auch schon geplant und natürlich gibts am dritten Juli wenn wir von den Wanderwochenende zurückkommen auch vierzehn Jahre „Literaturgeflüster“ zu feiern und im nächsten Jahr gibts überhaupt ein ganz großes Jubiläum. Nämlich fünfzig Jahre Matura und literarisches Schreiben und da was daraus geworden ist? Wahrscheinlich sechzig selbstgemachte Bücher und fünfzehn Jahre „Literaturgeflüster“.

2022-02-12

Leseflaute

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:01
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Am Dienstag hat ja eine Buchhändler-Zoom-Konferenz zu dem auch die Blogger eingeladen wurden, wo Portugal, das ja das Gastland der Leipziger Buchmesse 2022 sein sollte, vorgestellt wurde.

Das heißt, ich glaube Portugal sollte schon 2020 das Gastland sein und Österreich dann im darauffolgenden Jahr.

Das dürfte sich durch die Absage der Messe vor zwei Jahren verschoben haben. Voriges Jahr fand sie dann im Mai und da vorwiegend digital statt und heuer hörte ich zwar von Ruth Justen bei einem Bloggerdebut Meeting, daß es noch nicht fix sei, daß sie wie gewohnt im März stattfindet, überall sonst wurde aber diesbezüglich gerüstet. Die Hundertmarks haben uns auch schon eingeladen, aber mit 2G und Maske eh schon wissen, fahre ich nirgendwo hin und heute kam dann, als ich mich schon auf den Lesefrühling einstellen wollte, die Pressemitteilung, die Messe findet wieder nicht statt, weil so viele Verlage abgesagt haben und weil das erst so spät erfolgte, wird es auch keine digitales Progrmm geben. Nur die Preise, die für „Europäische Verständigung“ und den „Preis der Leipziger Buchmesse“ werden per Stream vergeben werden.

Und das sind wir schon bei den Büchern und dem Lesen, obwohl ich mich schon ein wenig wundere, denn Frankfurt hat sowohl 2020 als auch 2021 stattgefunden und die im letzten Herbst sogar auch ziemlich präsent und die „Buch Wien“ hat im Vorjahr stattgefunden und da nur live und das war in den Hochzeiten der Delta Phase, wo da ja dann das 2G und der Lockdown für Ungeimpfte ausgerufen wurde.

Aber lesen kann man trotzdem, kann es im Lockdown besondern gut, sollte man meinen, denn ich merke bei mir, daß ich damit, obwohl ich ja am Abend immer zu Hause bin, damit nur langsam weiterkomme. Das heißt ich streame mich am Abend auch in die „Schmiede“, in die „Gesellschaft“ und ins Literaturhaus, sofern es dort Programm gibt, aber momentan sind ja Ferien beziehungsweise wird da auch viel abgesagt und verschoben.

Meine Leseliste ist aber ziemlich voll, bin ich ja erst vor kurzem mit den dreifachen Vorjahrbuchpreislesen fertig geworden und so an die zehn Neuerscheinungen warten auch schon in meinen E-Bookfolder oder im Badezimmer auf mich.

Da kann ich nicht so gut nein sagen, will das eigentlich auch nicht, merke aber, daß ich offenbar langsamer und weniger lese und im Augenblick plage ich mich auch an einem Buch herum, wo es zwar um ein interessantes Thema, nämlich um die Abschaffung des Geldeso geht, ich aber auch nicht weiterkomme, weil es sehr kompliziert und theoretisch, obwohl es ein Roman ist, geschrieben wurde und auch eine eigene Sprache verwendet.

Da bin ich dann schon ungeduldig, weil die anderen Neuerscheinungen warten und die Bücher für den „Leipziger-Buchpreis“, die ich auch wieder anfragen will, werden nächste Woche, glaube ich ,auch bekanntgegeben. Da habe ich dann wieder einen langen Vorrat, so daß ich wahrscheinlich bis Juni oder Juli brauchen werde, bevor ich mich an die Altlasten machen kann und dann kommt schon der „Deutsche Buchpreis“ und ich bin Jahresende ausgebucht. Klingt ein wenig nach Streß, ist aber ein Luxusproblem und ich war ja immer eine, deren Begeisterung an Büchern nicht nachgelassen hat und die auch nicht verstand, wenn die anderen schrieben, daß sie das Lesen nicht mehr interessiert.

Jetzt scheint das ein wenig anders sein und ich fange vielleicht auch schon zu nörgeln an, wenn die anderen immer dasselbe schreiben oder einen Verlag finden, während ich da ja chancenlos zu sein scheine. Das heißt, ich mache meine Bücher ja seit 2000 selber und frage seit 2004 die Verlage nicht mehr an und da geht es im Augenblick auch sehr rund bei zu, nämlich die „Hundert Tage“ sind am Fertigwerden. Da gibt es schon die „Vorschau“, ein neues Cover, das dem Uli nicht zu gefallen scheint und das Dummie, das ich noch durchsehen muß, bevor der Auftrag an die Druckerei gehen kann.

Beim „Seitengewitter“ ist das Cover auch shon da, dann kommt der „Arbeitstitel“, an dem der Alfred noch zu arbeiten hat und ich bin meinen ersten Rohentwurf beim „Frauenleben“ auch schon durch. Da war ich unter 30. 000 Worten, habe dann noch drei Szenen angefügt und jetzt denke ich, es gefällt mir zwar, aber von den anderen wird es wahrscheinlich wieder nicht beachtet werden.

Warum soll ich dann soviel der anderen lesen? Eine gute Frage, die kochen ja auch nur mit Wasser und schreiben wahrscheinlich auch nicht viel besser. Aber dann werde ich es natürlich weitertun, habe auch schon „Hundepark“ von Sofi Oksanen angefragt, aber nicht bekommen. Vielleicht kommt es in Leipzig auf die Übersetzerschiene und die Bucherkästen gibt es ja auch.

Da habe ich ja jahrelang immer, wenn ich von den Klinik fortbildungen oder von wo anders kam, Bücher nach Hause geschleppt. Am Anfang habe ich sie noch Herunterlesen können. Jetzt komme ich kaum mehr zu einer Backlist, komme aber durch den Veranstaltungsstop auch viel weniger daran vorbei, obwohl in St. Pölten alle Telefonzellen in solche umgewandelt wurden.

Also ist es vielleicht gar nicht so schlimm, daß es keine Leipziger Buchmesse geben wird oder doch natürlich, das Portugal Spezial hat mich auch ein wenig neugierig gemacht und beim Streamen in der „Alten Schmiede“, ins Literaturhaus und in die „Gesellschaft“ bekommt man auch einiges bezüglich Neuerscheinungen mit und außerdem, glaube ich, daß ich immer noch viel mehr lese, als die meisten anderen.

2022-01-02

Ins Roman- und Lesejahr

Nachdem die Ruth nach dem Frühstück wieder abgereist, beziehungsweise an der Traisen entlang zum Bahnhof spaziert ist, habe ich Zeit an mein neues Romanschreibjahr zu denken, was ich ja eigentlich seit 1973 mehr oder weniger intensiv betreibe, so daß inzwischen über fünfzig selbstgemachte Bücher, Romane, Erzählungen etcetera entstanden sind. In der letzten Zeit hat mich ja das Thema Corona sehr beschäftigt, so daß es außer dem „Corona-Texte-Buch“, das dritte Buch mit gesammelten „Literaturgeflüster-Texten“, schon drei Corona Bücher gibt, die bereits erschienen sind.

Das „Frühlingserwachen“ , das „Braunrot karierte Notizbuch“, die „Mathilde im Coronaland“ und im letzten Jahr habe ich zwei Corona-Texte, die „Hundert Seiten Depression“ und das „Seitengewitter“, die jetzt beim Alfred liegen herausgebracht.

„Arbeitstitel Wien 2021“ wo ich aus dem Jahr 2053 auf 2021 zurückschaue, korrigiere ich gerade. Das ist ja ein eher kurzer Text, also sechsundvierzig Seiten, fünfundzwanzig Szenen und bis dato 21897 Worte, was alles eigentlich keine Romane sind. Aber meine Leser wissen es wahrscheinlich, daß ich dank Jurenka Jurk, die inzwischen eine „Romanschule“ und neun Angestellte hat, das neue Jahr seit einigen Jahren mit einem Romanschreibworkschop beginne.

„Plan dein Romanschreibjahr“, ein fünf Tage Kurs, den sie seit einigen Jahren kostenlos anbietet und den ich seit einigen Jahren begeistert mitmache, obwohl ich mit der „Heldereise“ und auch damit, ein ganzes Jahr einen Text zu planen und ihm erst dann hinunterzuschreiben, nicht sehr viel anfangen kann.

Dazu bin ich, das wissen meine Leser wahrscheinlich auch, viel zu ungeduldig, deshalb sind meine „Nanos“ meistens auch kürzer und ich oft schon in der halben Zeit fertig, aber die Arbeitsblätter und Bögen, die Jurenka Jurk da zur Verfügung stellt, fülle ich immer beharrlich aus.

Die ist ja Schreiblehrerin aus Leidenschaft und wenn ich auch ganz ehrlich nicht mehr glaube, daß ich den Sprung in die Professionalität oder in den Erfolg noch schaffe, bin ich, das wissen oder glauben meine Leser, wie der Uli beispielsweise, nicht, doch sehr begierig dazuzulernen und mich zu verbessern, obwohl ich ganz ehrlich auch nie sehr viel mit der Frage, warum ich eigentlich schreiben will, was anfangen kann.

Um mich selbst zu verwirklichen wahrscheinlich und mich auszudrücken und da werden, glaube ich, ganz bestimmt, auch Spuren übrig bleiben, lasse ich mir ja meine Bücher seit 2000 immer fünfzigmal drucken, verteile und verschenke sie und der Rest liegt in meinen Regalen und besonders was die Corona-Bücher betrifft, denke ich, daß die für die Nachwelt, meine kleine Enkeltochter Lia beispielsweise, interessant sein können.

Das Schreiben ist mir sehr wichtig, und daß ich damit nicht den Erfolg hatte, den ich eigentlich wollte, verstehe ich vielleicht immer noch nicht so ganz und ich weiß auch nicht, wie es ab 2022 und überhaupt damit weitergehen wird. Denn wenn man schon über fünfzig Büchergeschrieben hat, ist man wahrscheinlich ein wenig ausgeschrieben.

Aufgeben natürlich nie. Das ist ganz klar, aber kann ich noch jemals über etwas anderes als über Corona schreiben? Das weiß ich jetzt noch nicht. Es gibt aber, wie schon beschrieben, jetzt noch drei Bücher, die fertig werden müßen.

Das wird mich im neuen Jahr beschäftigen. Was dann kommt, weiß ich nicht. Wenn ich den „Arbeitstitel“ soweit fertig habe, daß er an den Alfred geht, kann ich ja wieder Fensterputzen und dann im Februar oder März wahrscheinlich auch wieder in der Stadt herumlaufen um zu recherchieren.

Das ist in den Lockdown-Zeiten für Ungeimpfte ja vielleicht ein wenig schwierig oder auch nicht, denn das Recherchieren gilt ja wahrscheinlich als Arbeit und das dürfen auch die Ungeimpften und vielleicht ist dann auch schon das neue Virus durchgerauscht und die Impfpflicht sowie der Lockdown wieder aufgehoben. Das würde ich mir wünschen und darüber werde ich auch sicher schreiben, ob es so kommt oder auch nicht und Jurenka Jurk, die Unentwegte hat mir im Vorfeld auch schon Links zu einem Artikel geschickt, wie man zu seinen Themen kommen kann?

Da ist nicht unbedingt viel Neues dabei. Denn ich bin ja, als seit 1973 erfolgfrei Schreibende nicht unbedingt ein Neuling, sondern ein Profi, auch wenn das niemand glaubt und habe auch schon den Trick angewendet, mir ein Buch aus dem Regal zu klauben, eine Seite aufzuschlagen und die Worte die ich dann finde, für einen Text zu verwenden.

Mit dem Wort „Bierdose“ oder „Dosenbier“ habe ich das schon einmal gemacht und beim Recherieren sammle ich ja auch immer einiges an, was ich mir dann in mein Notizbuch schreibe.

Ob das dann ohne Corona geht, weiß ich nicht, muß auch gar nicht und heute ist von der Romanschule und dem „Fünf Tage-Kurs“ auch schon wieder, das erste Arbeitsblat gekommen.

Zwanzig Minuten vermutet Jurenka Jurk, daß man täglich braucht, um sich damit auseinanderzusetzen. Bei mir ging das, weil ich das ja, glaube ich, jetzt schon zum dritten Mal machte, wieder schneller, war aber trotzdem interessant und informativ, meine Romanziele und meine Zeit dazu zu planen.

Zeit habe ich, dank Corona ja, glaube ich, genug. Die nötige Disziplin auch. Den Plan für den neuen Roman noch nicht, müßen ja erst die noch unveröffentlichen Bücher fertig werden.

Was ich dazu brauchen werde, ist natürlich die Anerkennung und der Erfolg und da schauts ja dank Corona oder leider deshalb nicht sehr rosig aus, weil man ja ohne 2G plus und Maske wahrscheinlich nirgends lesen kann, das heißt über Zoom und Online wahrscheinlich schon und meine Vorschauen, meine Gewinnspielet etcetera, wird es ja wahrscheinlich wieder geben.

Da habe ich dank Annika Bühnemann, die ja immer Vermarktungskurse hat, in den letzten Jahren auch sehr viel gelernt. Ich habe zwar wenig Reaktionen darauf, stelle aber trotzdem immer meine Gewinnspielfragen. Früher hatte ich immer zwei Bücher in der Tasche, um sie bei Veranstaltungen, wo ich war, herzuzeigen.

Das hat sich jetzt auch erübrigt. Aber im Blog gibt es nach wie vor Schreibberichte und dann wird 2022 sicherlich wieder ein Lesejahr werden.

Bin ich ja ziemlich entschlossen, mein Buchpreislesen weiterzumachen. Also die für den Leipziger Buchpreis nominierten, die für den deutschen, österreichischen und Schweizer Buchpreis nzu lesen und dan wahscheinlich wieder in der „Bloggerdebut-Jury“ sein. Da lese ich jetzt ja die 2021 Bücher, bin da gerade beim dritten, beim“Jungen mit schwarzen Hahn“ und habe auch noch einige Bücher, die ich von der 2021 auf die 2022-Liste hinübergenommen habe.

Geburtstagsbücher, habe ich auch noch nicht gelesen. Also gibts auch da wahrscheinlich genug zu tun und da ist es ja auch, was mich trotz Ungeimpften-Lockdown und 2G plus am gesellschaftlichen Leben erhält, obwohl ich mir wieder vorgenommen habe, bei den Neuanschaffungen vorsichtig sein.

Daß ich ohne Maske und Impfzeugnis keinen Buchladen betreten darf, halte ich für einen Vorteil. Es gibt aber die Bücherschränke und die darf man besuchen und da tue ich auch immer noch sehr begierlich und die Verlage kann man auch anschreiben.

Ich finde es ja spannend, daß ich da ein paarmal, das erste Mal von einer Veranstaltung, das zweite Mal vom Volksstimmefest kommend an der Anna Jeller vorbeigegangen bin und da einmal Vicki Baums „Hotel Berlin“ das zweite Mal „Barbi Markovics „Die verschissene Zeit“ liegen gesehen habe, dann nach Hause ging und das Buch bei „Wagenbach“ und „Residenz“ anfragte.

Das geht also auch, obwohl ich schon glaube, daß die Lockdowns und die 2Gs die Leute vom der Kultur wegbringen kann und mich hats ja dazu gebracht, meine literarische Karriere als beendet zu betrachten. Damit gehts mir sogar ganz gut, obwohl ich natürlich weder zum Schreiben noch zum Lesen aufhören werde und wenn jemand vielleicht doch meine literarische Qualitäten erkennen sollte, würde mich das freuen.

Die Tür ist offen. Aber ich muß mich ja nicht hinausdrängen, sondern kann mich entdecken lassen. In diesem Sinne werde ich mich also auch 2022 in den „Fünf Tage-Kurs“ stürzen und da, bin ich sicher, wieder was daraus lernen und in mein neues Schreibjahr mitnehmen.

2021-12-12

Nil

Filed under: Bücher,Büchergeschichten — jancak @ 00:49
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Weiter gehts mit den Buchpreislisten auflesen und zwar mit dem fünften öst Shortlistbuch und dem neunten derselben, von dem ich schon vor der Nominierung viel gehört habe und das prominent besprochen wurde.

„Nil“ der 1973 in Zagreb geborenen Anna Nil, die beim „Bachmann-Preis“ gelesen und ein paar Bücher geschrieben hat, auf der Frankfurter Buchmesse hat sie am blauen Sofa auf ihr Shortlistbuch ,aufmerksam gemacht und da erklärt, daß man sich nicht sicher sein kann, worum es dabei geht, auf jeden Fall aber über das „Ich“ und das Ich sein. Bei der Ilse Aichinger Hommage hat sie sich auch beteiligt und bei den kleinen dünnen „Wallstein-Büchlein ist ein Photoautomat mit einem Krokodilschwanz zu sehen

Worum geht es? Auf den ersten Blick ganz klar und doch auch überraschend. Eine Fortsetzungsgeschichtensschreiberin hat von ihrer Zeitung den Auftrag bekommen, die Story, die gerade aktuell erscheint, zu beenden, weil die Leser das nicht haben wollen.

Wie macht man das? Dann steht schon was von der Angst zu sehr ins eigene Ich zu geraten. Dann kommt aber doch die Idee die Beiden über Klippen springen zu lassen.

Dann geht es aber über die Ich-Figur und die Frage, ist das jetzt der Autor die Autorin oder nicht und wir gehen in die Kindheit der Erzählerin zurück. Der Vater war Zoodirektor, da gab es Bären und auch schon das erwähnte Krododil, deshalb auch der Buchtitel und einmal hat sie zu Weihnachten ein Buch geschenkt bekommen, war frustriert, wenn nicht verärgert, bis sie dann in ihrem Zimmer eingesperrt darauf kam, es ist ein Buch mit leeren Seiten, worin man seine Geschichte schreiben kann.

Ganz richtig, die Erzählerin befindet sich in einer Art Verhörzelle, bewacht von einem Wächter und einer Kamerafrau. Dann gibt es einen Sobek, der ist vielleicht der Mann, der springen soll und der begegnet einer Frau und soll eine Geschichte aufschreiben.

Also ganz schön verwirrend für eine, die immer alles genau wissen will. Was bleibt ist also wieder die schöne Sprache und das hätte ich jetzt vergessen auch die Frage, wer oder was jetzt eine Hobbyautorin ist?

Eine Frage, die ja mal die Anna für mich beantwortete und sich der Uli, der sich jetzt zur Impfung schleppen ließ, daran festhielt.

Es geht um die Frage wer oder was ist jetzt die Erzählerin? Ist sie Mensch oder Tier? Also ganz schön geheimnisvoll und ein wenig verwirrend oder doch nicht so ganz, bin ich ja schon einiges gewohnt und kann mir, weil ich ja selbst schon an die fünfzig Jahre mehr oder weniger erfolglos schreibe, vorstellen, wie schwer es die Autoren haben, etwas Neues und Einzigartiges zu verfassen, weil ja schon alles hunderttausendmal beschrieben wurde.

Katja Gasser, die Moderatorin am „Blauen Sofa“ hat gemeint, daß das Buch auch politsch ist, weil es ja um Identitäsfragen geht, das habe ich nicht so empfunden oder würde es nicht so interpretieren.

2021-09-06

Buchpreisblogbericht

Die heurige deutsche Buchpreisliste wurde am 24. 8. bekanntgegeben, die österreichiche am 2.9. und ich bin, wie meine Leser wissen, spätestens seit 2015 daran interessiert, da habe ich angefangen die deutsche Liste zu lesen, die österreichische ein Jahr später, denn die wurde ja erst 2016 auf Drängen der Autorenschaft, glaube ich, eingeführt und mit der Schweizer, das sind nur fünf Bücher, habe ich erst 2019 begonnen. Seit 2016 gibts auch noch das Bloggerdebut und da juriee ich mit und meine Leser wissen es, es macht mir großen Spaß und das Lesen der Neuerscheinungen, gibt mir, glaube ich, auch einen guten Überblick was in der Gegenwartsliteratur passiert. Das kann man natürlich auch kritisch sehen, denn Erstens fehlt da die Zeit für die internationale Literatur oder die Klassiker weg, da würden ja die Bücherschränke entsprechenden Lesestoff bieiten und dann fällt natürlich alles weg, was unter dem Mainstream liegt, also auch das Selbstgemachte, was mich ja auch sehr, weil ich es auch so mache, interessiert und auf den Buchpreislisten stehen ja keine Krimis, zumindestens keine konventionelle, keine Chicklits, keine Fantasy, etceterta.

Das lese ich zwar ohnehin weniger, am ehesten noch Krimis und weil ich bezüglich Bücher ohnehin nur schwer nein sagen kann, bin ich da auch ganz gut versorgt. Bekomme ich ja immer wieder Bücher angeboten, manchmalsind es auch Selfpublischer oder Autoren, die sich melden und so bin ich eigentlich auch am Laufenden und sage mehr zu, als ich vernüftigerweise sollte, um in keinen Lesedruck zu kommen, denn ich weiß ja schon seit einigen Jahren, ab Mitte August ist es aus, da kommen die vierzig Buchpreisbücher und Weihnachtsbücher würde ich ja auch ganz gern im Dezember lesen.

Das wäre also ganz gut, wenn ich mich ab Mitte August darauf konzentrieren könnte, da es aber noch andere Neuerscheinungen gibt, als die angeblich dreißig besten Bücher, passiert es mir nun schon seit einigen Jahren, daß ich gar nicht pünkltlich zum Buchpreislesen komme, weil ja noch andere Neuerscheinungen warten und das Problem ist auch, daß die Bücher die da im Juli oder August bei mir eintrudeln, oft die Auflage haben, erst am zwanzigsten August oder Anfang September erscheinen. Also lasse ichsie liegen, denn ich habe ja eine Backliste, die ich auch auflesen will. Ein paar Tage vor Ende der Sperrlist fange ich dann doch zu Lesen an und so ist es auch heuer passiert, daß ich am 24. 8. noch fünf oder sechs ungelesene Bücher auf der Liste hatte und jetzt sind es noch zwei.

Ich lese gerade Thomas Mulitzer „Pop ist tot“ aus dem „Kremayr &Scheriau-Verlag“, dessen Debut ich seltsamerweise versäumt habe, obwohl ich sonst ja fast alles von deren Literaturschiene gelesen habe. Dann wartet noch ein Krimi auf mich, der mir von „Literaturtest“ empfohlen wurde, nämlich „Das weiße Haus“und ich gebe es zu, ich lese hin und wieder gerne einen solchen, obwohl ich mir beim selber schreiben schwer tue und mich darum herumschummle und dann kommt noch bevor ich zur der Buchpreisliste kommen Sven Regner mit seinem „Glitterschnitter“, das ich zwar schon, glaube ich, ein Monat im Badezimmer liegen habe, weil der Erscheinungstermin, glaube ich, erst der neunte September ist und erst dann komme ich zum ersten deutschen Buchpreisbuch, nämlich zum Franzobel, weil mir Susanne Rössler von „Zolnay“ immer sehr schnell das PDF schickt und was Ungelesen von der Liste hatte ich ja diesmal nicht. Da hätte ich zwar auch auf den Regner und dann auf den Ulrich Woelk,den Georg Klein und den Adolf Muschg getippt und ich muß gestehen, so spät, wie heuer war ich mit dem Buchpreislesen noch nie dran und ich glaube auch, daß ich jetzt langsamer und weniger lese, obwohl ich, weil ja keine Veranstaltungern mehr Zeit habe, aber wahrscheinlich ist das Alter schuld daran, ich tue ja jetzt auch sehr viel weniger, weil ich kaum aus dem Haus gehe, aber da ist Corona oder die Politik schuld daran und die Leseliste ist mit den Buchpreisbüchern voll, weil man die deutsche und die österreichische Liste seit einigen Jahren auch bei Netgalley bekommen kann, obwohl es jetzt wieder Öffnungsprobleme zu geben scheint.

Ich frage aber immer noch die Verlage an, weil ich ja lieber Prints als e pubs lese und außer Buchpreisbüchern lese ich auch kaum welche. Beim Buchpreis packt mich aber der Ehrgeiz und so habe ich jetzt schon eine elendslange Leseliste und auch viel Neugier, was mich da in den nächsten Monaten erwarten wird. Blogger, die darüber berichten, gibt es, glaube ich, weniger, seit es die Buchpreisblogger in diesen Sinn nicht mehr gibt. Es werden jetzt zwar je ein Buch an zwanzig Blogger, Instagramer, etcetera, verteilt. Aber da gibts keine Diskussion darüber, zumindestens habe ich die jetzt noch nicht mitbekommen.

Den „Papierstaupodcast“ gibts aber seit letzten Jahr. Das sind ein Mann und zwei Frauen, die in den Wochen bis zur Shortlist, alle Bücher lesen und besprechen und auch ein internes Ranking geben und da habe ich in der ersten Folge deren Fastination für Heinz Strunk von dem ich zwar Bücher habe, aber noch nichts gelesen habe, Franzobel, mein Erstlingskanditat, die mir bisher unbekannte Mithu Sanyal, Christian Kracht und Ferdinand Schmalz bekanntgaben. Das wird mich also in der nächsten Zeit begleiten, sonst habe ich von anderen Bloggern noch nichts gehört, die sich für den Buchpreis interessieren und ihre Prognosen geben.

Aber ein bißchen was, weiß ich selber und bin ja nicht so, auch wenn mir das manche Leser vielleicht nicht glauben, nicht so unbedarft im Literaturbetrieb und ich finde, ganz ehrlich, beide Listen sehr gut und sie geben glaube ich, auch einen guten Einblick in die Gegenwartsliteratur.

Zu meinem Erstaunen fehlt Michael Köhlmeier. Da werde ich mir, das weiß ich schon „Matou“ zum Geburtstag wünschen. Auf den Ferdinand Schmalz freue ich mich, da muß ich das Buch erst bekommen, wurde mir aber schon zugesagt und das Netgalley-Exemplar kann ich nicht öffnen. Felizitas Hoppes „Die Nibelungen“ liegt schon neben mir, da hatte ich mit dem „Picknick der Friseure“ meine Schwierigkeiten, bin aber gespannt.

Also lesen, lesen, lesen! Ein paar andere Bücher wird es dazwischen wahrscheinlich auch noch geben, aber nicht so viele. Allerdings konnte ich mir nicht verkneifen vor ein par Tagen auch Uwe Wittstocks “ Februar 33″ anhzufragen, weil ich fürchte, daß es da Parallen zur Jetztezeit gibt.

Also lesen, lesen, lesen! Auf meiner Leseliste und die über die jeweiligen Buchpreise, kann man meine geplante Reihenfolge gut ersehen. Es isind sehr viel E- books aber auch ein paar Prints dabei, die ich dann in der Badewanne lesen kann. 2016 habe ich mir, glaube ich, angewöhnt, als ich da auch im Lesedruck war, in die „Gesellschaft“ oder „AS“, wenn man auf den Beginn und das akademische Viertel abwarten mußte, ein Buch mitzunehmen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Jetzt lese ich jeweils in der Früh und am Abend in der Badewanne. Manchmal bin ich, wenn ich sehr viel geschrieben oder gebloggt habe, dann oft schon müde und in der Früh oft unruhig den Postzusteller nicht zu versäumen, weil ich den ja nicht unbekleidet öffnen kann.

Nun ja, das sind so die Sorgen einer Profileserin, aber mir macht das Buchpreislesen, ich wiederhole es, großen Spaß und kann es wirklich nur weiterempfehlen. Mein literarischer Verstärker, der Otto, wie ich immer schreibe, hat mir ja schon vor Jahren erzählt, daß er immer alle Buchpreisbücher liest und sie auch bei seiner Lieblingsbuchhändlerin bestellt. Ich weiß nicht ob er noch dabei ist. „Papierstau“ beklagt, glaube ich, daß sie die einzigen sind, die alles lesen. Aber stimmt ja nicht, ich tue das auch, auch wenn ich dabei sehr verborgen und, wie es früher hieß, als es noch die offizellen Blogger gab, auch nicht offiziell bin. Aber was heißt das schon? Zum Lesen kann sich jeder ligitimieren und sollte das meiner Meinung nach auch tun, auch wenn ich mit den Büchern länger als bis zur Shortlistverkündung brauche.

2021-07-14

Buch und Lesegeschichten

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:42
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Es ist Mitte Juli Sommerlesezeit und da wollte ich ja und tue das seit einigen Jahren meine Backleseliste, also die ungelesenen Bücher, die ich schon seit Jahren vor mich herschleppe, meine Bücherschrankfunde oder Geschenke nach und nach auflesen. Und da hat es ja schon mit dem Bücherschrank im Wohn- und späteren Schlafzimmer meiner Eltern in der Wattgasse angefangen. Den ich geerbt habe und die Traven und John Knittels, das was man damals gelesen und die Büchergilde Gutenberg empfohlen hat, noch immer nicht alle aufgelesen. Als Studentin habe ich mir sehr viele Bücher gekauft, später das Bücherkaufen aufgegeben, dann kam der Büchertum der „Lteratur im März“, wo es eher unbekannte Bücher österreichischerVerlage zu finden gab, die ich auch noch nicht alle gelesen habe. 2010, als ich glaubte, jetzt lese ich meinen SUB einmal fertig, kamen die Bücherschränke und ich dachte, fein, ich hole mir da ein Buch pro Woche und erweitere meinen Lesegeschmack.

Was auch Anfags gut klappte, da habe ich Kafkas-Tagebücher, von dem ich damals nicht viel Ahnung hatte, gelesen und Paolo Giordanos „Einsamkeit der Primzahlen“. Irgendwann hatte ich dann soviele ungelesene Bücher, daß ich mir ernsthaft schwor, nie wieder kaufe ich ein Buch und nehme eines aus den Schränken! Das habe ich, glaube ich, nicht einmal eine Woche ausgehalten, was zur Folge hatte, daß ich etwa um 2013 schon Bücherlisten bis 2023 hatte, die habe ich nach und nach aufgelöst, da ich ja 2015 mit dem „Buchpreis-Lesen“ angefangen habe. Damals war es nur die deutsche Leseliste, 2016 kam dann die österreichsche dazu, sowie das Debutpreisbloggen.Inzwischen lese ich auch die Schweizer Bücher und seit dem Vorjahr die des Leipziger Buchpreises, was zur Folge hatte, daß ich meistens bis Februar brauche, um mit den Büchern des Vorjahres fertig zu sein. Also stockt das Backpreislesen. Die schönen Bücher, die ich gefunden habe und lesen möchte, die am Anfang meiner Jahresliste stehen und bin seit einigen Jahren erst im Juni dazugekommen, sie aufzulesen,, bis dann im August die „Buchpreis-Liste“ kommt und dann ist das Lesejahr ohnehin schon vorgeplant, das heißt im Dezember sollte ich auch Weihnachtsbücher lesen und da auch im Sommer Leseanfragen kommen, sind die Backlistbücher, die ich dann lesen konnte, immer weniger und weniger geworden, habe Clemens Meer „Im Stein“ aufgeschoben, weil mir ein paar erotische Krimis angeboten wurde. Jetzt wartet eigentlich der Haslinger auf mich, den ich ja im vorigen Herbst im Skriptorium lesen wollt und dann dort nicht war und heuer habe ich zwar schon sehr interessante Bücher, die für Leipzig nominiert waren, aber erst sehr wenige Backlistbücher gelesen. Das heißt das stimmt nicht ganz denn die „USATrilogie“, die ich mir von der Anna zum Geburtstag schenken ließ habe ich wahrscheinlich nur deshalb gelesen, weil sie auf der Übersetzer Schiene der „Leipziger Buchpreisliste“ standen. Jetzt habe ich den Volker Weidermann gelesen, bin gerade bei der „Obstdiebin“, die, glaube ich, genauso ein Gewinn ist, wie es die „Vögel“ waren und Handke kann ich wieder sagen, ist kein „Langweiler und keine Schlaftablette“, man braucht nur, das stimmt schon, ein bißchen Geduld zum Lesen und höchstwahrscheinlich auch etwas Zeit.

Ich habe noch ein paar Geburtstagsbücher die ich eigentlich noch heuer lesen möchte, dazu gehört Nadja Buchers „Doderer-Gasse“ und Sandra Gugics „Zorn und Stille“ und dann würde ich auch gern unbedingt neben dem Haslinger auch das Buch der Ingrid Broding über den „Der unsichtbare Mensch“ lesen und datürlich Dominik Bartas „Vom Land“ und Gertraud Klemms „Erbsenzählen“. Es kommen aber inzwischen auch immer wieder neue Bücher, denn ich kann und will es ja nicht lassen, angebotene Bücher abzulehnen und die sind ja auch meistens sehr sehr interessant. So habe ich mit Melissa Broders „Muttermilch“ erst vor einigen Wochen eine große Entdeckung gemacht.

jetzt habe ich also noch ein Monat Zeit bis das deutsche Buchpreislesen kommt und da lese ich ja wie schon erwähnt seit 2015 eifrig mit und habe, kann ich erwähnten, sehrviel dadurch gelernt, so daß ich das Nachmachen wirklich nur empfehlen kann Auf das „Buchpreis-Lesen“ bin ich ja auf dendurch „Buzzaldirs- Blog“ aufmerksam geworden. Denn vor 2013 habe ich da ja nicht sehr viel mitgelesen und mir höchstens ein paar Bücher davon zum Geburtstag oder Weihnachten schenken lassen. Dann kam „Buzzaldrin“ auf die idee, die Bücher mit drei oder vier Kollegen zu lesen und ich habe schdamals schon gedacht, das würde ich ich sehr gerne auch machen, aber wegen meiner überlangen Leseliste habe ich das dann erst 2015 gemacht, als „Buzzaldirn“ mit sechs anderen zu den offiziellen „Buchpreis-Bloggern“ wurde die auch viel Aufwand darum machten. Jetzt gibt es das nicht mehr oder inur in anderer Form, denn jetzt bekommen zwanzig Bogger, Vlogger, Istagrammer, etcetera, je ein Buch, das sie dann vorstellen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich wieder alles lesen, weil man diee Bücher auch über „Netgalle“ bekommen kann, ist das überhaupt kein Problem und ab 2015 hat es auch immer Voraussagen gegeben, was da wohl auf den Listen stehen könnte?

Ich habe da auch immer eifrig mitgeraten und mir von den Neuerscheinungen und dem, was ich schon gelesen habe, eine Voraussage gestellt. Heuer, wo ich das jetzt auch tun könnte, bin ich ein wenig ratlos, denn auch das, wie man die Informationen über die Neuerscheinungen bekommt, hat sich in letzter Zeit verändert. Eine Zeitlang habe ich da ja von den Bücherblogs sehr viele Informationen bekommen. Aber die gibt es jetzt viel weniger. Es gibt das „Ex Libris“ und die Buchempfehlungen von Ö1 aber auch das höre ich weniger. Ich schaue aber regelmäßig die ORF-Bestenliste und bin da immer erstaunt, welche Bücher da empfohllen werden von denen ich bisher nicht viel Ahnung hatte. INformationen habe ich natürlich von der „Lese-Auslese“ der „Gesellschaft“ bekommen und da auch schon „Corona in Buchenwald“ gelesen. „Rund um die Burg“ hat mir auch Informationen gegeben und natürlich habe ich auch viel von den Livestreams aus der AS, dem Literaturhaus und der „Gesellschaft“ mitbekommen, weiß also von dem neuen Buch der Olga Flor, von dem der Ljuba Arnautovic dem von Daniel Wisser und und…

Gelesen habe ich von den möglichen Buchpreiskanditaten eigentlich nur Raphaela Edelbauers „Dave“ und die wird ja ihr Buch auch bei den „O-Tönen“ präsentieren und die „O-Töne“ sind ja auch ein heißer Tip dafür, was man dann auf den „Buchpreis-Listen“ finden könnte? Also bin ich sehr gespannt, denke aber wieder, ich muß nicht alles lesen und Backlisten sind auch sehr pannend, da nach und nach das Ältere aufzulesen. Ein Dilemma oder ein Verdrängungskampf, ein Luxusproblem, wie ich immer schreibe und durchaus spannend, was sich da durchsetzen und alles ansammeln wird. Daß ich nicht alles lesen kann, habe ich jetzt endlich begriffen. Es ist aber sicher interessant aus dem Vollen wählen zu können und da sind die Bücherschrzellen die es da um St Pölten gibt, auch sehr interessant und spannend auch was sich da neben den „Angelique-Bänden“ so alles finden läßt. So habe ja erst kürzlich eine Elif Shafak, eine Julie Zeh und ein Buch von Thomas Sautner herausgenommen und das ist ja auch sehr schön, während mir die Ruth oder war es die Doris Kloimstein vorige Woche sagte, daß es es den Bücherschrank beim Hegerpark und den vor der Buchhandlung Kuppitsch, die jetzt dem „Thalia“ gehört, nicht mehr gibt.

2021-06-16

Lesen statt telefonieren

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:56
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Wir leben in Zeiten, wo jeder ein oder sogar mehrere Handies besitzt, also die Telefonzellen der Vergangenheit angehören. Es ist auch schon lange her, daß ich eine solche benützte, obwohl ich gar kein Handy habe und vor einigen Jahren ist, was ich als eine der wenigen sinnvollen Maßnahmen halte, die in letzter Zeit passierten, sind die offenen Buchschränken wie, die Schwammerln, wie ich immer schreibe, aus dem Boden geschoßen.

Sinnvoll deshalb,weil sonst ja alles registriert,verwaltet und kontrolliert wird und wenn man beispielsweise aus einer Mülltonne hinter einem Supermarkt etwas herausnimmt, kann man verhaftet werden, auch wenn man vielleicht Mndestrentenbezieher ist und die Sachen brauchen könnte. Aber hier kann man sich einfach Bücher aus dem Kasten nehmen oder hineinlegen, wenn beispielsweise, die Mutter gestorben, ist, man eine Wohnung ausräumen wil, etcetera.

2010 wurde der erste in Wien, glaube ich in der Zeglergasse von Frank Gassner initiert und da gab es auch ein Geschrei darüber, das Ganze „Obdachlosenakademie“ genannt, obwohl, wenn man da schon sarkastisch sein muß, „Bibliothek“, der passendere Ausdruck gewesen wäre.

Die Schränke wurden auch ein bißchen vandalisiert oder leer geräumt. Da gab es einmal einen alten Mann, der alles leerräumte, was Frank Gassner ziemlich ärgerte. Ich habei in der „Absturzgefahr“, darüber geschrieben und es gab auch das Gerede, die Leute nehmen sich die Bücher und verkaufen sie dann, was ich eigentlich nicht glaube, daß sich da Käufer dafür finden und deshalb wurden von Frank Gassner anfangs auch häßliche Bandagen darauf geklebt, die die Bücher eigentlich kaputt machten und später abgestempelt. Das hat sich inzwischen normalisiert und die Buchhändler hatten, was eigentlich wundern könnte, nichts dagegen und schrieen nicht auf, daß jetzt der Handel einbricht und die Schränke daher verboten werden müssen, sondern stellen sogar selber manchmal ihre Leseexemplare hinein und der Hauptverband regte sich auch nicht auf, sondern stellte einmal sogar Freikarten für die „Buch-Wien“zur Verfügung.

Die Schränke sind voll und ich bin erstaunt, was man alles daran finden kann. Habe schon echte Schmankerln herausgenommen und meine Bildungslücken aufgefüllt. Sveto, Updike, Kisch, etcetera, gelesen, an die ich sonst vielleicht nicht gekommen wäre und auch viele Lesexememplare, die vielleicht Buchhändler oder Rezensenten hineinstellen.

Frank Gassner verstand seine Aktion, glaube ich, als Kunstprojekt und gar nicht so als Leseförderung. Die Schränke wurden von Künstlern entworfen, der in der Zieglergasse beispielsweise von Hermann Nitsch, dessen Assistent Frank Gasser einmal war, erneuert. Es kam dann der Schrank im Hegerpark, wo es eine Zeitlang das „Rosa Winkel-Buch zu entnehmen gab“, den in der Grundsteingasse, wo ich mal gelesen habe und der, der in der Gumpendorferstraße Ecke Otto Bauergasse geplant war, hat es nicht gegeben.

Dann kamen bald die Nachahmer. Der Bezirk oder eine Partei stellte in der Josefstädterstraße einen hin und kupferte von Frank Gassner, der sich darüber ärgerte, ab. Es gibt den „Wortschatz“ am Margaretenplatz. Für mich eine reiche Quelle, weil ich da ja oft vorbei gehe und irgendwann bin ich auf die Zelle bei der „Seedose“am Viehofner See gestoßen. Das war die erste ehemalige Telefonzelle und eigentlich eine gute Idee, die Zellen, wenn man sie nicht mehr braucht, weil alle Leute Handies haben, in Bücherzellen umzufunktionieren und damit der Leseförderung zu dienen.

Eine gute Idee für mich, die ja reichlich davon profitiere, ob die Leute dann wirklich mehr lesen, weiß ich nicht und würde da auch skeptisch sein und kann mich auch an das wahrscheinlich schon zitierte Beispiel erinnern, das ich auch einmal bei einer IG-GV vorgegtragen habe. Da stand ich in der Zieglergasse. Es lagen viele schöne alte „Jugend und Volk-Bücher“ darin. Ein Mädchen stürzte sich darauf. Die Mutter hielt sie davon ab und warnte „Das ist ja die alte Rechtschreibung und dann machst du wieder Fehler und bist verwirrt!“

Und ob wirklich soviele Migrantenkinder kommen und durch die Bücherschränkefunde lesen lernen, wie sich vielleicht die Politiker wünschen, weiß ich nicht und ebenfalls ist es mir unbekannt, ob es in Wien auch Büchertelefonzellen gibt oder doch, die vor dem Theater in der Wiedenr Hauptstraße ist eine solche, aber die ist rot angestrichen und wird von dem Theater betrieben.

In St. Pölten gibt es, um wieder zum Thema zurückkommen, den bei der „Seedose“, den ich vor circa zehn Jahren entdeckte. Da habe ich auch schon schöne Bücher gefunden und sie, beziehungsweise das Notizbuch das ich einmal darin fand, in meinen zweiten Corona-Buch erwähnt.

Seit zwei Jahren gibt es die Bücherzelle in Altmannsdorf. Da haben Verlage, als sie eröffnet wurden, schöne Bücher hineingelegt. So habe ich Ransmayer „Cox“ gelesen und lege selber öfter meine Bücher hinein, habe ich in Harland noch ein paar Schachteln von den „Hierarchien“ gefunden und so habe ich mir vorgenommen immer ein Buch hineinzulegen, wenn ich zu den Schränken fahre. Leider vergesse ich öfter, was vielleicht nicht soviel macht, denn Altmannsdorf ist ja eher klein. Da würden meine Hierarchien bald auffallen.

Es ist auch interessant, welche Bücher, die Leute hineinstellen. Frank Gasser wollte, glaube ich, anfangs soziologische Studien darüber machen. Ich weiß nicht, ob er es getan hat. In Wien findet man viele Leserexemplare und auch viel zeitgenößische Gegenwartsliteratur. Die habe ich auch schon in der „Seedose“ gefunden und zum Muttertag in Altmannsdorf Cornelia Travniecs „Junge Hunde“ und ein Skriptum einer Fahrschule. Das habe ich genommen, weil ich dachte, daß die Anna vielleicht ihre Fahrkünste auffrischen will und die „Jungen Hunde“, die ich schon gelesen habe, für Doris Kloimstein, mitder ich ja eifrig Bücher tausche und die Anna hat mir, als wir das letzte Mal in Harland waren gesagt, daß es da jetzt einige neue Bücherzellen gibt.

In Harland beim Amtshaus, da habe ich schon beim Vorbeifahren gedacht, das schaut fast so aus und dann noch eine in Stattersdorf. Das ist eine Initiative der ÖVP, die damit wahrscheinlich das Lesen fördern will und als ich mit der Anna, der Lia und dem Alfred zuerst beim beim Bäcker und dann am Spielplatz war, habe ich auch vier Bilderbücher für die Lia gefunden. Im Stattersdorfer Schrank gab es den älteren Bestseller „Schande“ von Nobelpreisträger J.M. Coetzee und sonst eigentlich Kinderbücher, ChickLits, Krimis und was sonst, die Leute lesen und Peter Klein, der ehemalige Programmleiter von Ö1, beklagte letzten Samstag im „Standard“ unter dem Titel „Unterbelchtete Bestseller und blinde Flecken“, daß die Leute meistens nicht das Lesen, was die Kritiker empfehlen und das, was auf den Bestsellerlisten steht,ist dann das, was Denis Scheck oft in die Mülltonne schmeißt. Das ist auch ein altes Problem beim „Deutschen Buchpreis“, das die Kritiker Hochwergtiges auswählen und die Buchhändler dann stöhnen, weil die Leute, das nicht kaufen und keine Krimis, ChickLits, Fantasy etcetera, was sie vielleicht kaufen würden, auf diese Listen kommen.

Petra Hartlieb, die engagierte Buchhändlerin und auch Krimis und Liebesromanautorin, hat sich darüber beklagt, als sie in derJury für den dBp war und wurde von den Kritikern, die sich angegriffen fühlten, angefeindet. Sie hat aber, glaube ich, recht und ich bin ja eine, die alles liest.

Also ChickLits, Krimis, Fantasie, aber meistens zeitgenößische Gegenwartsliteratur und in letzter Zeit, das von den Buchpreislisten und alles natürlich nicht. Denn ich kann ja nicht hunderttausend Millionen Bücher lesen, obwohl ich das gerne würde, sondern lese cirka hundertfünfzig bis hundertfünfundsiebzig im Jahr, was schon sehr viel liest. Peter Klein meint in seinem Artikel, daß man dreitausend Bücher in seinem Leben lesen würde.

Das hat Wendelin Schmidt-Dengler ausgerechnet und ist von einem Buch pro Wochen, also fünfzig im Jahr ausgegangen. Da kenne ich aber Statistiken, daß die Deutschen acht und die Österreicher neun Bücher im Jahr lesen würden oder ist es umgekehrt und viele junge Leute lesen gar nicht mehr, obwohl sich das Buch erstaunlich gut gehalten hat. Wird es ja immer noch gedruckt und die E-Books, die ich nicht so gerne lese, halten sich eher zurück. Das gute alte Buch hat sich also erhalten und wurde nicht so, wie man vor etwa zehn Jahren fürchten konnte und von den E-Bookreadern verdrängt, wom itich wieder zu den Bücherzellen zurückkomme.

Es gibt nämlich noch einen, wie mir die Anna letzten Freitag zuflüsterte, nämlich den beim Bootshaus und daran bin ich am Samstag, als ich zum Markt wollte, vorbeigefahren und habe auch etwas für den Alfred, passend zum Vatertag gefunden, nämlich einen noblen Bildband über „Toskanische Landhäuser“ und wenn am achten Juli , die Oma dort ihren Geburtstag feiert und sie mich mit meinen vierten G nicht hineinlassen, kann ich mich mit dem Takeaway-Kaiserspritzer, den ich vielleicht doch bekommen, zur Bushaltestelle setzen und in den eventuellen Funden schmökern.

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