Literaturgefluester

2021-04-23

Zweiter Corona-Buchwelttag

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:50

Der „Welttag des Buches“ wird seit 1995 am dreiundzwanzigsten April gefeiert, weil da sowohl Wiliam Shakespeare, als auch Miguel de Cervantes ihren Todestag haben und es bei den Katalanen Brauch war, an diesem Tag Rosen zu verschenken. Man kann das natürlich auch bei Büchern machen und ich weiß nicht mehr genau in welchen Jahr ich auf dieses Datum aufmerksam wurde. Da gab es aber Gratisbücher des deutschen und auch österreichischen Buchhandels und man konnte in Buchhandlungen gehen und sich dort ein Buch aussuchen, was ich auch machte.

Der österreichische Hauptverband hatte immer ein Gratisbuch. Es gab ein oder zweimal eine Bücherbim und irgendwelche Veranstaltungen. In Deutschland wurde einmal eine Schachtel voller Bücher an Interessierte verschickt, die man dann verteilen konnte und da hat sich Wolfgang Tischer vom Literaturcafe einmal aufgeregt, daß die Leute die Bücher gar nicht wollten.

Aber vielleicht dachten sie, man wollte ihnen die Bibel ansdrehen oder Geld dafür haben. Anna Jeller hat ein paarmal ihre Leseexemplare verpackt ins Schaufenster gelegt, die man sich holen konnte. Ich war einmal zu einem Fest der Wohnpartner eingeladen und habe weil ja eine Bücherfee, Ratte oder was auch immer bin und dsher auch ein besonderer Tag.

Aber heuer haben wir ja noch immer Corona und wie im letzten Jahr Lockdown. Das heißt die Buchgeschäfte geschlossen und der Hauptverband hat, glaube ich, im Vorjahr auch mit der Gratisanthologie aufgehört. Was macht man also heuer um diesen Tag zu feiern? Denn das sollte man doch. Noch dazu, wo Lesen in Zeiten der Ausgangssperre ja zu den wenigen Dingen gehört, die man darf oder kann und das gibt auch Anlaß für einen schönen Blogartikel über das Lesen in Coronazeiten, was ich intensiv betreibe und mich demnächst auch mit den Leipziger Buchpreis- Büchern beschäftigen und wenn man bloggt hat man auch das Glück, daß manche Informationen ins Haus kommen und so hat mich der Grützner-Literaturtest auch zu einem digitalen Netzwerk eingeladen, wo sich die Blogger besser kennen lernen können und der „Schöffling- Verlag“ veranstalt eine „Lange Nacht der Lyrik“, wo von sechs bis ein Uhr früh siebzig Lyriker und Lyrikerinnen darunter, glaube ich, auch Monika Vasik ihre Gedichte lesen und es gibt ja auch verschiedene Seiten, wo man sich über das Lesen austauschen kann.

Und dann hat mich auch ein Jeremy und mich auf seine Website „Reihefolge.org“ aufmerksam gemacht, die sich auf Serien spezialisiert hat und mich zu einen Besuch eingeladen. Also voila, bevor ich mich auf die „Lange Nacht der Lyrik“ begebe und vielleicht auch zum „Wortschatz“ der ja offen hat, schaue ich nach, was mir die Seite zu bieten hat, obwohl ich ja keine Serienleserin bin und sich bei meinen Leseverhalten im Laufe der Zeit einiges verändert hat.

Jetzt lese ich hauptsächlich Gegenwartsliteratur, Neuerscheinungen und die Backlist meiner Bücherschrankfunde. In letzter Zeit sehr viele Buchpreise, den deutschen, österreichischen, schweizer und jetzt auch den des Leipziger Buchpreises,. Bin aber, wie meine Leser wissen, offen für alle und möchte immer noch sehr gerne alles lesen. Also lese ich auch Krimis, Chicklits und habe mich auch einmal an erotischer Liiteratur oder Science Fiction probiert und da hat die Serienseite auch einiges anzubieten. Unterscheidet sie bei ihren eintausenfünfhundert Autoren, die sie schon etwa vierzigtausend Menschen dargeboten haben, zwischen Krimis und Thriller, Fantasy, Science Ficton, Romane und Erzählungen, historische Romane, Liebe und Romantik, Kinder und Jugendbücher, Horror, Lachen und Erotik. Also ganz schön viel und jetzt hineingetaucht in die Serien und schauen, job ich was bekanntes oder auch Neues finde?

Bei den Krimis werde ich schon mal fündig. Denn da ist gleich einmal Sebastian Fitzek aufgelistet, von dem ich schon viele Bücher gefunden und auch einige gelesen habe. Als Serie hätte ich das gar nicht empfunden. Von Dan Brown habe ich, glaube ich, schon was gefunden, aber noch nichts gelesen. Kathy Reichs ist mir vollkommen unbekannt. Von Nele Neuhaus habe ich das „Schneewittchen“ gelesen und von Volker Klüpfl auch schon viel gefunden. Stieg Larsson ist ein Serienschreiber und inzwischen verstorben, wurde aber, glaube ich, weitergeschrieben. Dann würde ich noch die Serienschreiberin Eva Rossmann anfügen von der ich schon sehr viel, fast alles gelesen habe.

Weiter geht es mit der Fantasy, wo ich, wie gestehen muß eigentlich nur Stephen King kenne, beziehungsweise ihn auf meiner Leseliste stehen habe, weil er bei den Bloggern einen großen Fankreis hat und bei der Sciene Fiction ist mir Andreas Eschbach und Haruki Murakami bekannt, obwohl ich den eigentlich nicht in disee Schachtel geschlichtet hätte. Er kommt aber, kann ich gleich anfügen bei den Romanen und Erzählungen nochmals vor. Da gibt es dann noch Ceceilia Ahern, Jojo Moyes, Lucinda Riley, Charlotte Link und Markus Zusak, da hätte ich auch noch großen Nachhollesebedarf.

Auf der historischen Schiene habe ich schon Ken Follet und Noah Gordon gelesen, bin da aber keine Spezialistin. Bei der Romantik ist mir Daniel Glattauer am besten bekannt, obwohl ich den gar nicht so eingeschätzt hatte.

Bei Lachen und Satire taucht zu meinen Erstaunen Sophie Kinsella auf, hätte ich die doch eher unter Liebe und Romantik eingereiht, aber viel von ihr gelesen und bin ein großer Fan von ihrer „Schnäppchenjägerinr. Dann gibt es noch David Safier, Tommy Jaud, Kerstin Gier, die ebenfalls als Liebesautorin eingereiht hätte und Marc-Uwe Kling dessen „Känguru- Bücher“ überreichtvon der lieben Doris ich in Harland auf dem Bücherstapel liegen habe.

Die Kinder und Jugendbücher, den Horror und die Erotik überlasse ich meinen Lesern sich da selber fündig zu machen, wünsche einen schönen Welttag des Buches, erinnere daran, daß man Bücher wenn die Buchläden schon geschlossen haben, ja auch bestellen kann und verweise auf die offenen Bücherschränke die ja immer offen haben. Also schönes Lesen! Was soll man auch in Zeiten wie diesen anderes machen?

2021-04-13

Die neuen Leipziger Buchpreisbücher

Die Leipziger-Buchmesse, die im März wie immer stattfinden hätte sollen, wurde schon vor langen aufden Mai verschoben,dann hieß es pandemiebedingt wird sie im Mai stattfinden und dann, daß sie wieder nur, wenn überhaupt Online stattfinden wird. Was heißt das dann fürden“Preis der Leipziger Buchmesse“,den ich im Vorjahr zum ersten Mal zum Lesen angefangen habe, nachdem ich das schon seit 2015 mit dem deutschen Buchpreis, 2016 mit dem österreichischen und seit 2019 mit dem Schweizer-Buchpreis tat?

Wird im Rahmen des Leipzig-liest-Extra stattfinden, dreihundertneunundachtzig Bücher wurden vorgeschlagen und die Liste der nominierten dreimal fünf Bücher, Belletristik, Sachbuch und Übersetzungen wird am 13. April bekannt gegeben.

Voila da ist die Liste, zeitgleich zum Rücktritt unseres Gesundheitsministers, habe ich sie erfahren. Wui heute ist allerhand los und die Liste bietet wieder Überraschungen, denn als ich so nachgedacht habe, was denn darauf kommen könnte, ist mir eigentlich nur Raphaela Edelbauers „DAVE“ um patriotisch zu bleiben, Martin Mosebachs „Krass“, was ich angefragt habe und dann noch Benedikt Wells „Hard Land“ eingefallen, aber Corona oder Veranstaltungsstop bedingt, bin ich da vielleicht auch nicht auf dem Laufenden, obwohl ich das Wochenende ja in Rauris verbracht habe und da den Katalog auch schon zugeschickt bekommen habe.

Also auf der Belletritikliste stehen:

1. Iris Hanika „Echo Kammern“, daswurde ja aufder letzte Leseauslese vorgestellt und als mir dann der Alfred einen Thalia-Gutschein in die Hand drückte, den die Schwiegermutter nichtmehr einlösen kann, habe ich an das Buch gedacht, als ich vor Weihnachten auf den Markt gefahren bin und es dann vergessen der Doris Kloimstein die für mich in den Thalia gegangen ist, anzusagen. Henrike Blum vom Literaturbüro hat es mir aber schon als PDF geschickt, so daß ich es gleich zum Lesen anfangen kann, wenn ich mit den Rezensionsexemplaren, die noch vorher auf der Liste stehen, fertig bin.

2.Judith Hermanns „Daheim“, da hat sich die Legasthenikerin in mir gleich einmal verlesen und an Juli Zeh gedacht, denn die hat ja einen Corona-Roman glaube ich geschrieben, den mir die Doris <kloimstein schon empfohlen hat und ich dachte „Fein!“, bis ich daraufgekommen bin, das ist ja eine andere. Aber von JudithHermann habe ich schon etwas gelesen und einiges gefunden, bin also gespannt, ob das buch zu mir kommen. Denn ich habe ich schon angefragt.

3. Christian Kracht „Eurtrash“ von dem habe ich noch nichts gelesen, von dem Autor schon viel, von dem Buch noch nichts gehört, das Cover ist aber häufig im Netz zu finden, ich bin also gespannt.

4.Friederike Mayröcker „da ich morgens und moosgrün Ans Fenster trete“. Da würde ich ja sagen, hoffentlich die Gewinnerin, obwohl ich nicht so ein unbedingter FM Fan bin, aber schon bei Lesungen war, im Schrank außer“Larifari „noch nichts von ihrgefunden habe, die Fan geben offenbar nichts her und die anderen lesen sie vielleicht nicht, „Und ich schüttelte einen Liebling“ habe ich gelesen und bin jetzt neugierig, ob „Suhrkamp“, mir das Print oder das PDF schickt, denn gespannt bin ich schon darauf und ebenso auf

5. Helga Schuberts „Vom Aufstehen: Ein Leben in Geschichten“, denn das ist ja wahrschein der Text aus dem sie beim „Bachmannpreis“ gelesen undgewonnen hat.

So das wars in der Belletristik, die Sachbuchschiene lasse ich wohl komplett aus, da gibt es aber was übern Krieg, über Foucaults, die Freiheitsgrade, die Bauern und die Affen und beim Thema Übersetzung geht es zu Ann Cotten, die aus dem Englisch „Pippins Tochter Tacschentuch“ von Rosmarie Waldrop übersetzte. Klingt spannend und ist ebenfalls bei „Suhrkamp“ erschienen und Ann Cotten habe ich ja vor kurzem in der „Alten Schmiede“ gehört.

Angefragt habe ich dann noch Hinrich Schmidt-Henkels übersetzung von Tarjei Vesaas „Die Vögel“ und Times Tankos Übersetzung von „Apropop Casanova- Das Brevier des heiligen Orpeus“ von M klos Szenkuthy, klingt ein wenig schwierg, wie es wahrscheinlich auch das dicke

John DosPassos Buch „USA-Trilogie“ ist. Das hat tausendfünfhundert Seiten und liegt momentan neben mir, beziehungsweise seit November im Badezimmer habe ich es mir ja zum Geburtstag gewünscht, also kann ich hier ein wenig Backlist lesen und

„Den großen Absturz. Stories aus Kitchike von Louis-Karl Picard-Sioui habe ich noch nicht angefragt, könnte es aber, wie das eine oder andere Sachbuch noch tun.

Die Preisverleihung findet jedenfalls am achtundzwanzigsten Mai um sechzehn Uhr in der Kongreßhalle am Zoo in Leipzig statt. Dazu wird es einen Stream geben. Ich bin sehr gespannt und habe bis dahin auch schon da eine oder das andere gelesen. Denn lesen kann man, wie ich immer schreibe und in pandemischen Zeiten sogar besonders gut, noch dazu da in Wien und in NÖ der Lockdown ja bis Anfang Mai verlängert wurde.

In der Jury, füge ich noch an, sind Jens Bisky, Anne-Dore Krohn, Tobias Lehmkuhl, Andreas Platthaus, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch gesessen.

2021-03-20

Vom Indiebookday zur Antirassismusdemo

Motto

Motto

Heute am zwanzigsten März ist wieder Indiebookday, diese Aktion der unabhängien Verlage die damit auf die kleineren Verlage aufmerksam machen wollen und dazu aufrufen, daß man an diesem Tag in eine Buchhandlung gehen soll und sich ein Buch aus einem unabhängigen Verlag, egal welches, eines das man immer schon haben wollte, sagen die Veranstalter und sich mit diesem posten soll. Das gibt es schon seit einigen Jahren und ich habe meistens darüber geschrieben und auch versucht ein bißchen auf meine Bücher aufmerksam zu machen, obwohl da nicht ganz klar ist, ob die selbstgemachten, als Indiebücher gelten, obwohl ich einmal sogar einen Artikel darüber geschrieben habe, einmal war ich auch bei einer Veranstaltung und habe ein Buch dabei gewonnen, das ich noch immer nicht gelesen habe, ich gebe es zuund dann kam Corona und so gabs im Vorjahr Ausgangssperre, die Buchhandlungen waren geschloßen und der Indiebookday hat nur über das Netz oder Online stattgefunden und heuer, wo die Buchhandlungen in Österreich seit Anfang Februar, in Deutschland seit Anfang März wieder offen sind und man sich mit FFP2-Maske hineinbegeben kann, hätte ich fast darauf vergessen, hätte mich nicht Marina Büttner, die ich, glaube ich, 2015 durch mein Buchpreislesen kennengelernt habe und mit der ich seit 2016 auch in der Bloggerdebutjury bin, darauf aufmerksam gemacht,so daß ich darüber schreiben kann.

ÖGB

ÖGB

In die Buchhandlung gehen, lasse ich aus und dieBücher, die ich im „Bücherschrank“ finde, gelten vielleicht nicht richtig. Ich habe aber einige Indiebooks auf meiner Leseliste, bieten mir ja immer wieder junge Autoren ihre Bücher an und es kommen, glaube ich, auch einige aus den kleineren unahängigen Verlagen zu mir, Da könnte ich meine Leseliste danach durchforsten.

Da habe ich ja gerade Fabian Neidhardts „Immer noch wach“ gelesen, der auch ein Bloggerjurymitglied ist, hat sein Buch bei „Haymon“ herausgebracht, und der gilt, glaube ich, als ein solcher. Auch „Kremayr und Scheriau“,wasmich ja eine Zeit verwunderte, weil ich den eigentlich als Großverlag eingeschätzt hätte, aber da habe ich die „Ameisenmonarchie“ gerade gelesen und werde mich demnächst an den „Reigen reloaded“ machen, die „Wäscheleinen Schaukel“ ist wahrscheinlich in einen Indiebookverlag erschienen und Kai Lüddders „Mauern“ glaube ich auch.

Neues grünes Motto?

Neues grünes Motto?

Dagegen gilt „Aufbau“ von demich gerade den ersten Band der „Kopenhagenertrilogie“ von Tove Dietlevsen ausgelesen habe und Hannes Stein „Der Weltreporter“ das ich demnächst beginnen, das bei „Galllini-Berlin“ erschienen ist, glaube ich, nicht als solches.

Aber mir ist ja eigentlich, wie ich immer schreibe, ganz egal, ob das Buch das ich demnächst lese, in einen kleinen oder großen Verlag erschienen ist, obwohl ich ja immer eine Lanze für das Selbstgemachte breche und meine Bücher im Zuge dieser Aktion ganz gern promoten will, also wer gerne ein solches von mir lesen und besprechen oder kommentieren will, bitte bei mir melden und um wieder auf den Samstag zurückzukommen, der bei mir ja seit es Corona gibt, eigentlich ein Demotag ist oder die Gelegentlich aus dem Haus zu kommen, denn wenn ich in Wien bin, gehe ich eigentlich seit einem Jahr nur auf die Bank, um meine Zahlscheine einzuzahlen und meine Kontoauszüge zu beheben.

Aber gerne doch ...

Aber gerne doch …

Aber seit Jänner finden ja regelmäßig Demos statt. Am sechzehnten gab es eine Große um den Ring, die war noch legal und man konnte wenn man den ein Meter Abstand hielt, auch ohne Maske daran teilnehmen. Das hat sich dann gleich am nächsten Tag geändert, denn dann gab es schon, die vorher von den Medien sehr oft beschworene Maskenpflicht und einen zwei Meter Abstand. So wurden ab da die meisten Demos, auch die die FPÖ anmeldete, verboten und und fanden Online statt und die nächsten waren dann illegal. Das heißt die Teilnehmer wurden meistens eingekesselt und angezeigt und ich habe auch das Problem, daß diese Demos sehr verrufen sind, weil sie als rechts gelten. Ein Herr Küssel nimmt regelmäßig daran teil, die Identitären und die FPÖ und von der letzten, auf der wir auch waren, hieß es dann, die ist eskaliert, weil die Teilnehmer am Rückweg eine Versicherung stürmten und sogar einen Wachmann verzletzten. Es stellte sich heraus, daß die Polizei alle Brücken zum ersten Bezirk abgesperrt hatten und wir wären vielleicht auch in den Kessel gekommen, wenn der Alfred nicht bei der Urania bei der Polizei durchgesetzt hat, daß sie uns durchließen. Die Presseberichte über diese Demos sind aber alle sehr negativ, von Schwurblern, Hooligans und Covidioten ist da ist Rede, das bin ich alles nicht. So habe ich schon seit der Großdemo nach linken Demos Ausschau gehalten. Am Donnerstag gibt es da jetzt auch wieder Demonstratonen am Platz der Menschenrechte und vor drei Wochen waren wir auf einer am Ballhausplatz, da habe ich dann ein Pickerl zugesteckt bekommen, das zu einer „Aufstehen gegen den Rassismus-Demo“ am Karlsplatz aufrief. Denn da wurden ja vor ein paar Wochen ein paar Schüler abgeschoben und die „Black lives matter-Bewegung“ gibt es auch und weil der Alfred ja immer nach den Grünen Ausschau hält sind wir statt in eine Buchhandlung dort hingegegangen, haben der Musik und den Reden zugehört und sind dann über den Platz der Menschenrechte bis zum Volksstheater gegangen, wo am Balkon eine Schauspielerin stand und auch ein Programm gegen den Rassismus vorbereitet hat.

Buchhandlung Jeller

Buchhandlung Jeller

Dann ging es zurück zum Resselpark, wo Schülervertreter und andere Aktivisten ihre Statements abgaben und zum Wachsein gegen den Rassismus aufriefen. Es war zwar ziemlich kalt, aber eine gute Stimmung und am Rückweg sind wir ,um den Indiebookday doch ein bißchen zu feiern zum „Wortschaft“ gegangen, wo es ein paar Funde gab

So habe ich John Streelecky „Das Cafe am Rande der Welt“ ein esoterischer Bestseller glaube ich, den ich schon einmal bei „Rund um die Burg“ hörte und Yann Martels „Die hohen Berge Portugbals“ aus dem „Fischer Verlag“, sowie Ines Geipels „Umkämpfte Zone- mein Bruder, der Osten und der Haß „von „Klett-Cotta“ gefunden. Also wieder Lesestoff um die Krise, man spricht ja wegen der ansteigenden Zahlen, die besonders in Ostösterreich sehr hoch, daß ein Osterlockdown kommen soll, so daß wir im schlimmsten Fall, wenn die Mobiliät eingeschränkt werden soll, zu Ostern nicht nach Harland kommen, besser auszuhalten und die Anti-Corona Demo, die es wieder gegeben hat, haben wird diesmal versäumt.Das heißt, bevor wir weggegangen sind, haben wir in OE24 gehört, daß sie vom Westbahnhof in Richtung Karlsplatz marschieren. Da haben wir sie auf der Wiedner Hauptstraße, glaube ich, auch gehört, dann aber nicht gesehen und jetzt habe ich gehört, daß sie am Gürtel eingekesselt und sogar Pfefferspray verwendet wurde, was eigentlich sehr sehr arg ist, da der Einsatz für die Freiheit ja auch sehr wichtig ist.

2020-12-31

Das verflixte Corona-Jahr

In diesem jahr war alles anders. Falsch, denn bei mir hat es ja schon 2019 mit den Veränderungen angefangen. Denn da habe ich mir ja im März den Knöchel gebrochen, war ein paar Tage im Landesklinikum St. Pölten, hatte sechs Wochen einen Gips, konnte daher nicht nach Leipzig fahren und die sechs Wochen bin ich zu keinen Veranstaltungen gegangen.

Auf der „Buch-Wien“ war ich, aber nur auf der Eröffnung und am Donnerstag, denn da sind wir ja am Abend nach Basel gefahren um uns die „Buch Basel“ und den „Schweizer Buchpreis“ zu geben. Infolgedessen gab es kein Geburtstagsfest und heuer, ja, da kamen irgendwann, ich weiß es gar nicht mehr so genau wann,die Gerüchte von diesem Virus aus Wuhan, die ich anfangs nicht so ernstgenommen habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß wir plötzlich in so massive Veränderungen und Zwangsmaßnahmen hineinkippen, die ich lange oder vielleicht noch immer als einen dystopischen Roman erlebte, beziehungsweise einen solchen darüber schreiben wollte.

Im Februar hat es ja noch ganz gut angefangen, da wurde die nominierten Bücher des „Leipziger-Buchpreises“ verkündet und ich habe mich das erste Mal entschloßen, diese, nicht alle, die Sachbücher habe ich eher ausgelassen, anzufragen und zu lesen. Die Ruth hat uns nach Hinterthal in den Winterurlaub eingeladen. Da bin ich dann gleich, das heißt sogarein bißchen früher, zurück um an der GV der IG-Autoren teilzunehmen, habe da einen Antrag gestellt, daß die IG vielleicht etwas für die Selfpublisher tun könnte, denn die haben da ja auch noch ein eher konservatives Bild, ich habe dann gleich eine Anfrage für ein Interview bekommen. Da war die Leipziger Buchmesse, wo ich auch schon wieder akkreditiert war und mir Vertmine ausgemacht habe, abgesagt und dann ging es Schlag auf Schlag mit den Maßnahmen, dem ersten Lockdown, der Maskenpflich, dem Veranstaltungsstop, der Registrierungspflicht, etcetera.

Im sommer gab es dann ein paar Lockerungen. Eine kurze Zeit konnte man wieder ohne Maske einkaufen und ins Gasthaus gehen. Veranstaltungen gab es auch wieder und wir sind eigentlich relativ viel herumgefahren, haben den Sommer genoßen und ich habe geschrieben und geschrieben.

Im Blog Artikel über Corona mein persönliches Corona-Tagetuch. Sicher ein wichtiges Instrument die Situation zu verstehen und zu bewältigen und dann drei Texte darüber, immer in dem Versuch einen dystopoischen Roman darüber zusammenzubringen, was vielleicht wirklich nicht geht und eine Utopie ist, weil man ja mittendrinnen steht.

Aber diese Zwangsmaßnahmen, Tests, Maskenpflicht, Registrierungspflicht und die Diskussion darüber, ob ich jetzt mit meiner Großmutter Weihnachten feiern darf und ob die sechs Personen, die ich da sehe, aus einem Haushalt stammen oder nicht und ob die Polizei das kontrolalieren darf, was ja immer mit dem drohenden Zeigefinger diskutiert wird, halte ich schon für einschneiden Veränderungen, die sich ja auch beispielsweise in der Sprache ausdrücken, wo man plötzlich ganz ungeniert und ohne sich etwas darüber zu denken vom Isolieren und Wegsperren der Älteren, etcetera, gesprochen wird.

Schreiben kann man aber gut darüber und das ist auch eine Sache, die im Lockdown gut geht und da habe ich ja zum Jahresanfang zuerst mein sogenanntes Opus Magnum mein „Literaturgeflüsterbuch II“ korrigiert, was insofern ganz spannend war, da mein erster „Nanowrimo“ die „Heimsuchung“ ja mitdem „H1N1-Virus“ beginnt. Dann kam das „Fräulein No“, der vorletzte „Nanowrimo“ und das zweite Buch das in diesem Jahr fertig geworden ist. Im Frühling habe ich schon das „Frühlingserwachen“ geschrieben, was ja ursprünglich nur ein Buch über eine Dreierbeziehung beiziehungsweise, um die zwischen einer älteren Frau zu einem jungen Mann werden sollte.

Der Sommer war, wie beschrieben sehr intensiv. Wir waren am Wolfgangsee, im Künstlerdorf im Burgenland, bei den O-Tönen aber da nur weiter hinten, weil man da ja schon mit Maske hineingehen und sich registrieren mußte.

Im Herbst war dann die Wien-Wahl, wo sich der Alfred sehr für die Grünen engagierte. Ich war da auch auf ein paar Veranstaltungen, aber da kamen die auch mit der Maske und dem Angemeldetsein für die Veranstaltungen und richtig Volksstimmefest hat es leider auch keines gegeben und daher kein „Linkes Wort“ aber da war nicht Corona schuld, sondern Christoph Kepplinger, der das nicht mehr organieren wollte, ansonsten habe ich diesem Jahr Corona bedingt kein einziges Mal gelesen und hatte auch kein Geburtstagsfest, weil da waren ja die Zahlen schon wieder hoch und der zweite Lockdown angesagt, aber vorher war ich neben einigen Demonstrationen auch bei der Sommerlesereihe im Cafe Prückl, als Zuhörerin, voriges Jahr habe ich mich ja dafür angemeldet und wurde nicht genommen. Heuer hab ich gar nicht angefragt, aber die Frau Danielczyk dort gegtroffen und der mein Opus Magnum schon vorhergeschickt, die ja eine sehr nette Frau ist und mich gleich aufgefordert hat, mich um die Buchprämie zu bewerben, die ich nicht bekommen habe. Was eigentlich logisch war, denn bei den Einrecihungsbestimmungen ist natürlich auch etwas von einem Verlag gestanden, denn selbstgemachtes nein, das wollen wir ja nicht, wie es ja immer noch überall heißt.

Ja und noch etwas hat es außer dem Selbpublisherinterview, was, glaube ich, für eine Diplomarbeit war, gegeben, nämlich das Interview mit Cornelia Stahl, die mich ja einmal lang langs ists her auf der anderen Buchmesse angesprochen hat und sich dann offenbar doch nicht entschließen konnte, mit einer Selfpublisherin zu reden. Corona hat es dann doch möglich gemacht und die Sendung im Radio Orange ist auch sehr schön geworden.

Im Sommer habe ich den sogenannten Sommer Corona Text „Das Notizbuch“ geschrieben und weil das mit dem dystopischen Raum und den Erlebnissen einer Maskenverweigerin immer noch übrig geblieben ist, ist dann noch eine „Mathilde im Corona-Raum“, geschrieben im November mitein bißchen Schummeln im Rahmen des „Nanowrimos“ daraus geworden und richtig, eine Einladung hätte ich noch gehabt und da ist Corona oder ich natürlich schuld, daß ich sie nicht angenommen habe, hat mich doch die Doris Kloimstein zu einem Skriptorium ins Stift Seitenstetten zu den Bibelwochen eingeladen, um dort mit anderen Literaten beziehungsweise bildenden Künstlern einen Text zu „Noahs Fest“ zu schreiben. Da hätte ich aber auch schon Maske tragen müßen, also ist „Noahs Fest“ für den Blog entstanden und da gibt es ja auch noch den „Corona-Ampel-Text“, die inzwischen ja sehr schnell und überall auf rot geschaltet worden ist.

Der zweite Lockdown2 kam, die Weihnachtsmärkte wurden wieder abgebaut und inzwischen soll man sich Massentesten lassen, damit man ein ungesörtes Weihnachtsfest feiern und dann langsam im Jahr 2021, wenn die Impfung kommt, durch den Tunnel wieder in das Licht hinausgehen 2kann und dazwischen muß man noch schauen, wie das mit der Impfung werden wird, die ja freiwillig werden soll, wie man ja auch nur freiwillig zur Massentestung gehen kann, aber dann wird man schon als „kriminell beschimpft, wenn man das nicht tut, als „faul und schuld daran, wennn hundert Leute ihren Arbeitsplatz verlieren, obwohl das ja nicht wirklich nachvollziehbar oder nachweisbar ist und, ich fürchte, das habe ich ja schon im April geschrieben, daß Corona mein literatirscher Abgesang werden kann.

Weiterschreiben werde ich zwar sicher, keine Frage, solange mir etwas einfällt, aber seit Oktober war ich bei keinen Veranstaltungen, weil man da ja schon die Maske brauchte und dann könnte ich, wenn das so bleibt, ja auch nicht lesen, weil mit Maske gehe ich nirgendwohin, wie ich immer behaupte. Es hat mich außer der Doris Kloimstein aber heuer auch keiner zu was eingeladen und beim Skriptorium gab es auch keine Lesung. Es soll aber eine Publikation mit den Texten entstehen und da hätte „Noahs Fest“ ja noch eine Chance.

Mit der Doris Kloimstein habe ich mich im Sommer öfter auf dem Markt getroffen und mit ihr Bücher getauscht. Mit der Ruth habe ich mich auch getroffen und mit ihr einige literarische Mittagessen und Spaziergänge gehabt und als Jurorin darf ich zum Jahresausklag auch wieder gleich zweimal tätig sein.

Denn es wurde ja der „Ohrenschmaus“ ja ocoroabedingt nicht wie vorgesehen, am 30. November vergeben, sondern verschoben. Die Texte sind aber inzwischen schon bei mir eingetroffen und wurden durchgesehen und da kann ich gleich spoilern, daß sich viele, der diesmal weniger Einreichungen mit dem Thema Corona beschäftigten.

Die Jurysitzung wird am fünfzehnten Jänner sein. Der Preis, wenn sich nicht wieder etwas verändert, im März vergeben und „Buchpreis“ habe ich heuer auch wieder sehr viel und eifrig gelesen. Die Frankfurter Buchmesse hat online stattgefunden, die Buch-Wien gar nicht. Ich bin aber gerade sowohl mit den schweizern, den deutschen und den österreichischen Büchern fertig geworden und habe gerade meine persönliche Buchpreisliste veröffentlicht.

Jetzt folgen, wie meine Leser vielleicht ahnen, noch die Bloggerdebuts, denn da bin ich ja seit 2016 auch in der Jury und da auch der Gewinner am fünfzehnten Jänner bekanntgegeben wird, kann ich mir mit dem Lesen der drei noch nicht gelesen Büchern noch ein bißchen Zeit lassen und im neuen Jahr damit beginnen, denn ich lese ja zwei bis drei Bücher in der Woche. Also müßte es sich das ausgehen.

Es war also ein verflixtes Jahr. Eines, das ich nie für möglich gehalten hätte und noch immer für dystopisch halte und hoffe, daß ich bald wieder überall hingehen kann.

War ich ja jetzt fast ein halbes Jahr lang in keinem Geschäft, in keinem Restaurant und habe mir die Veanstaltungen per livestream angesehen. Die Maske will ich loswerden. Den Abstand kann ich ja beibehalten und auf das Küßen und das Hände geben auch verzichten und irgendwie werden wir wohl lernen müßen mit den Viren richtig umzugehen, weil uns sonst das, was uns im Jahr 2020 passierte, ja gleich wieder passieren kann und die Folgeschäden, da bin ich mir sicher, werden sich noch zeigen, wie neurotisiert und traumatisiert die Gesellschaft dadurch geworden ist. Ich höre öfter, daß da die Psychologen in Zukunft ein gutes Leben haben werden, was mich, da ich ja schon bald siebzig werde, wahrscheinlich nicht mehr so betrifft. Herausfinden, wie gefährlich dieses Virus wirklich war und, ob die Maßnahmen wirklich alle so angemessen waren und, ob man es nicht vielleicht doch anders machen hätte können, würde ich sehr gern. Aber auch das wird man wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wissen.

2020-12-29

Die 2020-Bücherliste

Filed under: Bücher,Büchergeschichten,Uncategorized — jancak @ 00:12
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Ich lese ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, relativ viel. Das heißt, ganz so viel ist es eigentlich, so hundertfünzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher pro Jahr. Die Zweihundertermarke ist mir nie gelungen zu knacken und es wird auch eher weniger als mehr. Das heißt ich lese ehe rlangsam, obwohl ich ja eigentlich Corona bedingt mehr Zeit und Gelegenheit dazu hätte, weil es ja kaum Veranstaltungen gibt, so daß ich eigentlich zweimal pro Tag in der Früh und am Abend mit einem Buch in der Badewanne versinken kann.

Ich lese, wie meine Leser wahrscheinlich ebenfalls wissen, derzeit viele Buchpreislisten. In diesem Jahr waren es besonders viele. Zu der deutschen Buchpreisliste mit der ich ja 2015 angefangen habe, ist ab 2016 sowohl die österreichische als auch das Bloggerdebut dazugekommen, im Vorjahr weil wir ja auf der „Buch-Basel“ waren ist auch der Schweizer Buchpreis dazugekommen und heuer habe ich mich erstmal mit dem „Preis der Leipziger Messe“ beschäftigt und dann meine Leser wissen es wahrscheinlich wieder, bin ich ja eine Büchersammlerin und kann seit 2000, seit es die offenen Bücherschränke gibt, nicht daran vorüber gehen. So hat sich bei mir eine riesige Backlist angesammelt, Schmankerln, die ich eigentlich lesen möchte aber die Neuerscheinungen machen es zunehmend schwieriger, da auch wirklich alles zu lesen. Da gibt es auch die Weihnachtsbücher, die ich heuer wenigstens auf meiner Bücherchristbaumseite ein wenig vorstelle, denn da hat sich im Laufe der Jahre auch so einiges angesammeltwas ich gerne lesen möchte.

Einige Blogger geben zum Jahresende immer ihre jeweiligen Jahreslieblingsbücher bekannt und damit habe ich, obwohl ich ja keine Monatsleseliste habe, auch einmal angefangen. Vor der Buchpreisbücher- Veröffentlichungen, gebe ich ja auch schon länger immer eine kleine Vorschau von den Büchern die ich gelesen habe, won denen ich mir vorstellen könnte, daß sie auf den Listen landen.

Die Trefferrate ist, weil es ja soviele Bücher gibt, meistens bescheiden. Am Jahresende kann ich aber schon einen besseren Rückblick geben, was mir in diesem Jahr besonders gefallen hat und was davon vielleicht auf irgendweiner Liste stand und was ein Oldie war und da habe ich heuer mindestens zwei Überraschungen erlebt und ein paar der Buchpreisbücher zählen auch zu meinen Highlights.

Also heuer habe ich 168 Bücher gelesen und davon kommen auf meine Lieblingsücherliste:

1.Jaroslav Rudis „Winterbergs letzte Reise“

2.Vea Kaiser“Blasmusikpopp“

3.J. D.Salinger „Der Fänger im Roggen“

4.Wladyslaw Szpilman „Der Pianist“

5.Eugen Ruge „Metropol“

6.Olga Tocarczuk „Der Gesang der Fledermäuse“

7.Ingo Schulze „Die rechtschaffenen Mörder“

8.Ulrich Becher „Murmeljagd“

9. Lutz Seiler „Stern 111“

10.Eshkol Nevo „Die Wahrheit ist“

11.Marlene Streeruwitz „So ist die Welt geworden“

12.Michael Scharang „Aufruhr“

13.Stephan Roiss „Triceratops“

14.Helena Adler „Die Infantin trägtden Scheitel links“

15.Robert Seethaler „Der letzte Satz“

16.Thomas Hettche „Herzfaden“

17.Xaver Bayer „Geschichten mit Marianne“

18.Charles Lewinsky „Der Halbbart“

19.Tom Kummer „Von schlechten Eltern“

20.Dirk Stermann „Der Hammer“

21.Margaret Goldsmith „Patience geht vorüber“

22.Amanda Lasker-Berlin „Elijas Lied“

23. Alma M. Kalin „im Banne der Südsee“

So das war es aus dem Gedächtnis. Ich tue mir ja mit dem Bewerten immer schwer. Aber das waren wohl die Highlights des 2020-Jahres und bin natürlich sehr gespannt, was meine Leser dazu sagen und was sie davon schon gelesen haben?

2020-12-19

Am Markt vor dem dritten Lockdown

Gleich nach Weihnachten wird ja, weil da die Zahlen hochgehen könnten, der dritte Lockdown oder die sogenannte Weihnachtsruhe kommen, Geschäfte wieder zu, die Restaurants sind es ja noch. Die Schule auch wieder zu oder Ferien bis nach dem zweiten Massentestdurchgang verlängert, durch den man sich dann am achtzehnte Jännern freitesten kann, ansonsten muß man noch eine Woche länger zu Hause sitzen und die Impfung wird dann auch beginnen.

„Uje, uje!“, könnte man da sagen. Aber ich befinde mich ja ohnehin schon im Dauerlockdown und komme mit meinem Schreiben und dem Lesen ja gut zurecht und das Radfahren in St. Pölten ist ja auch nicht zu verachten. Da komme ich wenigsten hinaus und bleibe gesund, so bin ich gestern wieder in Richtung Ochsenburg gefahren, auf das Schloß hinaufgestiegen und wieder zurückgegangen und heute wieder auf den Markt in St. Pölten und habe dort die Doris Kloimstein getroffen, denn das tun wir ja schon seit einigen Jahren. Würstl essen, Bier trinken oder Cidre und manchmal Bücher tauschen, geht aber jetzt natürlich nicht mehr, denn am Markt herrscht ja auch schon länger Maskenpflicht, die Würstln gibt es auch nicht mehr, nur noch Leberkäsesemmeln und Bier in Flaschen, aber kein Punsch. Der war in St. Pölten ohnehin nicht gut und Weihnachtsmärkte gibt es ja heuer auch nicht, was mich eigentlich auch nicht sehr stört, als ich aber den Markt erreichte, stand dort ein Leiermann im Nikolauskostüm und spielte sein Liedchen.

Ein bißchen weihachtlich war es also auch und ich hatte zwei Gutscheine in der Tasche, die ich noch vor dem dritten Lockdown eintauschen wollte. Den einen hat der Alfred von den „Grünen“ bekommen, weil er ja im September so eifrig für sie Wahl gekämpft hat. Zehn Euro einzulösen beim „Sonnentor“ und dann hat mir der Alfred einen sechzig Euro Gutschein für den „Thalia“ gegeben. Den hat einmal seine Mutter zum Geburtstag bekommen, weil sie früher sehr viel gelesen hat. Jetzt tut sie das nicht mehr und früher, als ich von der Schwiegermutter zu Weihnachten noch einen Hunderter bekommen habe, habe ich ja einmal überlegt, ob ich mir den nicht nach Weihnachten beim „Thalia“ einlösen soll?

Ich habe es dann wegen meiner schon damals vorhandenen Bücherberge nicht getan, aber im Vorjahr zum Geburtstag von derAnna, glaube ich, einen solchen bekommen, dafür fünf Bücher eingelöst, von denen ich, glaube ich, nur den Stermann gelesen habe. Der Handke und der Volker Weidermann warten noch immer auf mich und ich kann mich auch erinnern, daß ich das eine oder das andere Mal vor Weihnachten, wo ich den Alfred vielleicht noch nicht am Markt getroffen war, beim „Thalia“ schauen oder schmökern war und, ich glaube, die „Wunderbare Buchhandlung“ der Petra Hartlieb durchgeblättert habe. Deren Weihnachtsbuch habe ich mir ja einmal von einem Gutschein der Margit Heumann eingelöst und schon gelesen und jetzt, trotz der Bücherberge, die noch auf mich warten und die Bloggerdebutshortlist die ich auch noch lesen muß, wieder Bücher aussuchen, aber welche?

Da tue ich mir ja immer schwer. Denn die „Buchpreislisten“ sind ja schon abgelesen .Jana Volkmanns „Auwald“ habe ich angefragt. Also welche Bücher, Lydia Mischkulnigs „Richterin“ ist mir dann eingefallen und dann schau her, die Empfehlungen der „Leseauslese“, Sigrid Nunenz, Iris Hanika, Elif Sharif, denn heuer ist ja wieder etwas anders. Ich kann ja nicht in das Geschäft, um mir die Bücher auszusuchen, denn mit Maske, eh schon wissen, gehe ich nirgendwo hinein. Aber der Alfred kann sie mir ja herausholen oder die Doris Kloimstein, weil, ob derAlfred das findet, was ich will?

Also hab ich ihr meine Bücherwünsche angesagt und sie hat mir stolz ihr negatives Covid-Attest gezeigt, denn sie war beim Massentest. Am markt war es dann sehr voll und die Leute sind am Rand gestanden. haben dort ihr Bier getrunken und beim „Sonnentor“, lag der Weihnachtstee, den ich für den Punsch verwenden kann, mit einer Packung Vollkornkekse, in Geschenkpackung in dem Körbchen vor dem Geschäft. Das also ausgesucht und während die Doris mir netterweise, die gewünschten Bücher und oh überraschung und großes Kompliment, es waren alle da, die Sigrid Nunenz, die Elif Sharaf und die Lydia Mischkulnig, die Iris Hanika habe ich ausgelassen, wäre aber ohnehin nicht mehr drinnen gewesen, aussuchte, habe ich in den Bücherkisten vor dem Eingang die Weihnachtsrezept- und Weihnachtskinderbücher durchgeschaut, die dort aufgestellt waren und die Weihnachteinkäufer beobachtet.

2020-11-20

Doppelte Spur

Hurrah, ich bin fertig mit dem österreichischen Buchpreis, mit der Hauptschiene, mit den Debuts noch nicht und habe mich eigentlich und wieder einmal durch eine interessante Mischung der österreichischen Gegenwartsiteratur gelesen, die ich jeden nur empfehlen kann. Wer sich die Bücher nicht kaufen möchte und sie auch nicht in den Schränken findet, dem kann ich das Leseprobenheftchen nur empfehlen, es liegt vielleicht immer noch in dem Glaskasten vor dem Literaturhaus, denn eigentlich alles darin enthalten, was das Herz der literarisch interessierten Leser begehrt.

Gedichte, die Erzählungen des Buchpreisträgers, ein Bericht über das Sterben der eigenen Mutter, ein tpischer Midlife- oder old man Roman, der leicht skurilen Ton der Karin Peschka, das Debut der Helena Adler, die Familiengeschichte der Monika Helfer, das doch nicht Science fi des Michael Stavaric, den „Feenstaub“ der Cornelia Travnicek, das ich als erstes noch im Frühling gelesen habe und last but not least Ilija Trojanow „Doppelte Spur“, der ja schon mit seinem „Macht und Widerstand“ das 2015, als ich angefangen habe Buchpreis zu blogen auf der Longlist des deutschen stand.

Ich habe den 1965 in Sofia geborenen, glaube ich, durch das Radio und seine Moderationen bei der „Literatur im Herbst“, die er jetzt gerade wieder macht und die in der „Alten Schmiede“ kennengelernt und kenne ihn als einen sehr engagierten sehr korrekten aber auch distazierten Intellektuellen und das ist wohl auch mein Problem dabei, denn lieber oder liebe A. Yanga, jetzt wirklich ein Buch das nicht nicht verstanden habe und ein Roman der nicht besonders spannend ist, obwohl er, glaube ich, den Thriller-Eindruck vermitteln will.

Ein dokumentarischer Roman und der Clou dabei Ilija Trojanow scheint humor zu besitzen. die Hauptperson heißt Iiija trojanow und ist ein Journalist. In die „Alte Schmiede“ geht er auch und war da wohl auch einmal mit mir in der gleichen Veranstaltung.

Er sitzt aber zu Beginn des Buches mit einem, den er Boris nennt in einem ausgepolsterten überwachungssicheren Zimmer und am Ende hat er sich in ein selbstverwaltetes Dorf am Rande des Urwalds zurückgezogen und geht wenn er mitseiner Freundin Emi, die einen Film gedreht hat mit dem sie für den Oskar vorgeschlagen wurde in die nächste Stadt und dazwischen bekommt er von zwei Whistleblowern einem amerikanischen und einem russischen Unterlagen zugespielt über die sich ja Bücher beziehungsweise Romane schreiben lassen.

„Alles in diesem Roman ist wahr oder wahrscheinlich“, steht am Anfang des Buches und das ist wohl auch mein Problem dabei, die ich eine zwar sehr politisch Interessierte, aber nur mäßig Zeitungslesende, kenne mich bei den vielen Namen nicht aus, sind die jetzt echt oder erfunden? Was stimmt jetzt an den Leak-Geschichten oder nicht? Und was hat die Leserin davon, wenn sie nur erfunden sind aber wahr sein könnten, löst zumindest bei mir Verwirrung und Unsicherheit aus.

Das Buch ist „Allen ehrlichen Whistleblowern gewidmet“, etwas über das man auch nachdenken und philosophieren kann. Man kann es aber auch lassen und denken, sich lieber nicht zu tief hineinsinken lassen in diese korrupte Welt, wo man als naive Leserin nur staunen kann, was es alles gibt.

Sich lieber mit der schönen Literatur befassen, da der Schweizer Literaturpreis, die mir noch unbekannten Bloggerdebutshortlistbücher uund vieles andere auf mich wartet, werde ich es wohl dabei lassen, obwohl man sich ja mit den gesellschaftlichen Umständen beschäftigen soll.

2020-11-13

Die Bagage

Buch sieben des österreichischen Buchpreises der ja inzwischen an Xaver Bayers Geschichtenband vergeben wurde und das vierte Shortlistbuch Monika Helfers, der Frau von Michael Köhlmaier, die 1947 in Vorarlberg geboren wurde „Die Bagage“, das im Frühlichg erschienen ist, sehr und postiv beschrieben wurde und von dem ich eigentlich dachte, daß es den Öst gewinnen könnte, weil ich es ja mit den bekannten Namen habe, mein zweiter Tip war der Bayer und ich muß sagen, es ist ein wirklich gutes Buch.

Bei der Familiengeschichte, der Monika Helfer von der ich auch „Schau mich an wenn ich mit dir rede“ gelesen habe, weil es auf der deutschen Buchpreisliste stand, bin ich mir nicht so sicher oder sagen wir einmal, es ist kein Roman, obwohl das natürlich wieder draufsteht.

Es ist ein Memoir oder eine Framiliengeschichte. Eine Familiengeschichte natürlich, wo Monika Helfer ganz offen von ihrer Großmutter Maria, der schönen, erzählt, die mit einem Josef verheiratet war, der1914 in den großen Krieg mußte. Der Postadjunk brachte die Einberufung. Der Bürgermeister war der Freund. Der mußte dem Josef versprochen auf den die Frau gut aufzupassen. Vier Kinder waren schon da und die Maria, die schöne Frau, wie mehrmals betont wurde, geht mit dem Bürgermeister auf einen Kirtag. Dort lernt sie den deutschen Georg aus Hannover mit den roten Haaren, kennen und, daß die kleine Grete, Monika Helfers Mutter, 1915, glaube ich, wie meine Mutter Rosa, von ihm ist oder sein könnte, ist das Familiengeheimnis, das gleich von Anfang an gespoilert wird und Bagage heißt das Buch, weil so ja die armen Leute genannt werden und das Buch ist auch Monika Helfers „Bagage“ gewidmet.

Der Vater hat dann, als er vom Krieg zurückkam, nie mit der kleinen Margarethe gesprochen. Es sind aber noch zwei weitere Kinder geboren worden, bevor Maria gestorben ist. Monika Helfers Mutter ist auch jung gestorben. Sie ist dann mit ihren Schwestern bei der Tante Kathe aufgewachsen und ist, wie sie am Schluß des Buches schreibt nun selbst eine alte Frau, die einige Kinder hat, die noch alle leben.

Alle bis auf Paula Köhlmeier, die sehr jung einen Unfall hatte und sonst wahrscheinlich eine inzwischen sehr bekannte Dichterin wäre. Ihr Buch „Maramba“ habe ich im Schrank gefunden und Monika Helfer hat meine Rezension darüber gelesen.

„Ich bin die Mama von Paula!“, hat sie geschrieben und dieser Satz „Ich bin die Mama von-„, kommt auch in dem Buch vor. Wie einige sehr schöne Monika Helfer Sätze, so sagte die Großmutter immer zu der Tochter, wenn sie sie mahnen wollte „Schau mir tief ins Augeninnere!“

Eine schöne Formulierungund, daß der Lorenz der zweitälteste Sohn, glaube ich, immer „Nach der Schreibe“ sprach, wurde auch erwähnt und Monika Helfer hat noch, sollte ich hinzufügen, das Buch in zwei Perspektiven geschrieben.

Die Erste vom Leben der Maria während des ersten Weltkriegs und danach, der Bürgermeister der den Speck und den Käse bringt, will auch einmal mit Maria vögeln, wenn sie es schon mit dem Georg tat.

Sie lehnt das ab und läßt sich von dem Sohn Lorenz sogar mit einem Gewehr bewachen. Der Pfarrer kommt, als sie schon schwanger ist und montiert das Kreuz von dem Haus ab und der Bürgermeister erzählt dem Josef als der vom Krieg zurückkommt, das Kind ist von ihm und dazwischen erzählt Monika Helfer von ihrer Tante Kathe, ihrer Tochter Paula und so weiter und so fort.

Eine berührende Geschichte natürlich. Im „Wikipedia“ habe ich gelesen, daß Familiengeschichten Monika Helfers Sepzialität ist und eine berühmte Dichterin und berühmte Dichtersgattin, die viele Preise bekommen hat und hoch gelobt wurde, den Öst nicht und da denke ich inzwischen nach den sieben gelesenen Büchern, der Bayer war doch die bessere Wahl aber ich könnte mich noch irren, denn die Karin Peschka, das fünfte Shortlistbuch habe ich noch nicht gelesen.

2020-11-09

Geburtstag sowie öst. Buchpreis ohne Fest

Das literarische Geburtstagsfest hat bei mir Tradition. 1986 oder 87 hat es, glaube ich, das erste gegeben. Da wollte ich noch einen literarischen Salon mit einer monatlichen Veranstaltung machen, ging abernicht, soviel Publkum bringe ich nicht zusammen, habe ich ja auch bei meinen Festen öfter gebangt, ob da ohnehin genug Leute kommen.

Circa fünfzig habe ich jeweils eingeladen, zwanzig sind meistens gekommen.Waren es mehr haben schon die Leute gerufen „Das ist zu voll!

Ich habe immer gelesen und auch meistens drei bis fünf andere Autoren, meistens meine Freundinnen, die Lesetheaterfrauen, die Ruth, aber auch den Rudi, etcetera, dazu eingeladen.

Dreimal hat es kein Fest gegeben, einmal wollte ich nicht, ein andermal gab es zeitgleich ein Praxiserföffnungfest ohne Lesung, weil meine Praxis übersiedelt ist und im Vorjahr waren wir ja in Basel und haben dem Schweizer- Buchpreis beigewohnt,da habe ich eine Besucherin getroffen, die ich sonst in der AS oderim Literaturhaus sehe, die hab e ich schon für den sechsten November, mein Geburtstag ist der neunte, eingeladen und bevor wir nach Salzburg gefahren sind, war ich ja auf der SFU bei einer Tagung und habe das mit der einer Pschologenkollegin auch getan.

Dann kam Corona und die Zahlen stiegen und es hieß nur zehn Leute im bei privaten Festen, dann waren es sechs, ich habe nachgedacht, wen könnte ich einladen und zum Lesen lade ich die Ruth und die Doris Kloimstein ein dann kam der Lockdown mi tder Ausganggeschränkung ab acht und das Fest fiel flach, dabei hätte ich ja ein Stück aus dem „Frühlingserwachen“ lesen können.

So kein Fest am Freitag und die Einladung in ein Restaurant, was wir auch zelebrieren fiel auch flach, weil erstens keine Maske, keineRegistration und dritten ab 2. 11.ohnehin alle Restauranst geschlossen.

Der Alfred kocht aber gut und da habe ich gedacht, weil ja auch die Ganslessen wegfallen, da könnte der Alfred ja eines machen und zwei Personen können wir vielleicht auch einladen, ich glaube zwar, sie sollten aus de selben Haushalt sein, habe aber an die Ruth und die Christa U. meine Hauptschulfreundin gedacht, die ich beispielsweise bei den O-Tönen immer sehe, die ist aber nach einer Hüftoperation ohnehin noch auf Reha, so kamen gestern die Ruth und Hilde Schmölzer zum Entenessen, denn ein Gansl hat ja fünf Kilo und das essen wir nicht.

Und beim Geburtstag gibt es ja auch immer die Frage nach den Geschenken. Was willst du haben? Ich antwoorte da immer Bücher, obwohl ich ja ohnehin so viele habe, wie ich nie in meinem Leben lesen kann, aber gut, soll so sein.

„Welche willst du?“, hat die Anna gefragt, die heute mit der Lia zum Essen gekommen ist, weil wegen derMaskenpflicht das Gutscheineinlösen auch nicht mehr geht. Da habe ich bei der „ORF-Besten-Liste“ nachgeschaut, dafür ist sie ja da undmich für Sandra Gugics „Zorn und Stille“ entschieden, die wir ja schon bei den O-Tönen hörten und ganz besonders dick, John Dos Passos „USA-Trilogie“.

Dann hat mirder Alfred den „Falter-Bücherherbst“ gedabracht und ich habe mir gedacht ich müßte mir auch was wünschen. Da gibt es ein Buch über den „Lockdown“ vom „Promedia-Verlag“ und dann habe ich entdeckt, daß Nadja Bucher die ich ja von den Volksstimmefestlesungen kennen, eines über Doderer geschrieben hat und als mich Hilde Schmölzer das fragte war die Antwort besonders schwer, ist sie doch ein regelmäßiger Gast, so habe ichschon alle, bis auf das über die „Hexen“ aber das ist vergriffen und bei einem neuen über ihre Familie, ist ihr der Alfred gerade mit dem Satz behilflich.

Also wurde es ein Blumenstrauß und eigentlich habe ich gedacht, daß der November ist ja immer ein geschäftiger Monat, ich nicht nur am Freitag auf einem Fest sein werde, sondern auch am Montag meinem Geburtstag, denn da würde ja zum Auftakt der Buch-Wien der Öst vergeben. Daß ich dort nicht hingehe und also Frau Sucher gar nicht um eine Einladung bitten werde, war wegen der Maskenpflicht schon länger klar. Ich dachte aber an einen Livestream, wurde aber wegen Lockdown auch abgesagt und also wie in der Schweiz und damals in Leipzig nur eine Bekanntgabe, aber da hatte ich schon die Idee, ich hatte mir den Montag stundenfrei gehalten, zum „Wortschatz“ zu gehen und mir da meine Geburtstagsbücher zu holen. Das habe ich schon früher gemacht, aber jetzt gehe ich ja nur wenig aus dem Haus und daher auch sehr wenig zu den Bücherschränken, höchstens wenn ich auf die Bank muß, mache ich einen Umweg zum margaretenplatz und dann hat mir der Alfred noch gesagt in der Stiftgasse gibt es einen Neuen und da ist mir dann habe ich mich entschlossen, eine größere Bücherschrankrunde zu machen oderauch einen größeren Spaziergang, den man ja auch manchmal machen soll.

Zuerst dachte ich an „Wortschatz“, Zieglergasse und dann zum Neuen, dann dachte ich aber, warum nicht gleich alle. Da gibt es ja einen auf der Josefstädterstaße, einen beim Brunnenmarkt, einen beim Ceija Stoika-Platz und dann den beim Hegerpark.

Was gut klingt und vielleicht auch ein kleiner Buch Wien- Ersatz sein kann, aber den Nachteil hat, daß ich, wenn ich etwas finde,viel zu schleppen habe, weil man ja für die Öffis auch Maske braucht.

Also eine Tasche genommen und die Plastikflaschen oder Dosen, um sie zeitgleich in den Container zu schmeißen und habe dann im „Wortschatz“ ein Alexa Henning von Lange-Buch „Ich habe einfach Glück“ gefunden, dann in die Stiftgasse.

Da habe ich nagegooglet, wo das ist und habe zu meiner Überraschung ein Bild von Christa Stippinger und dem Bezirksvorsteher gefunden. Die Christa hielt ihre „Exil-Ausgaben“ in derHand und der Schrank in Burggassen Nähe vis avis der Volksschule bei einem kleinen Park ist ein „Edition Exil-Lager“ könnte man unken. Also ein Geheimtip für meine Leser, wer die die „Exilpreis-Editonen“ noch nicht hat, geht hin, die neue war aber leider nicht dabei. Die habe ich mirimmer bei der „Buch Wien“ oder bei einer Literaturhaus-Lesung geholt, da das über Livestream aber nicht geht, schaue ich vielleicht ein anderes Mal noch vorbei.

Am Brunnenmarkt gab es dann, glaube ich, den Rebhandl „Das Schwert des Ostens“ und das Salinger Buch von Frederic Beigbeber war auch irgenwo dabei. In der Zieglergasse gab es, glaube ich, nichts, aber da war meine Tasche ohnehin schon voll, weil ich mir wahrscheinlich ein paar „Exil- Bücher“ genommen habe, die ich schon habe und als ich das zweite Mal beim Ceija Stoika-Platz vorüber gekommen bin, oh Überraschung lag Hilde Schmölzers „Schöne Leich“ darin, das habe ich zwar wahrscheinlich auch schon, konnte aber der Originalität wegen nicht wiederstehen und beim Literaturhaus gibt es neuerdings auch einen Kasten, da wird zwar etwas ausgestellt, aber die Öst-Buchpreisleseprobenheftchen lagen dort zur Entnahme und, um das wäre ich heuer ja fast gekommen, zwar hätte ich wie die Longlist verkündet wurde, glaube ich noch maskenlos in die „Bücherinsel“ gehen können, bin aber nicht, dachte wohl, das lese ich ohnehin alles und das tue ich jetzt auch, habe vor meinen Spaziergang gerade das sechste Buch Ludwig Fels „Mondbeben“ ausgelesen und gerätselt, wer wird den Preis bekommen?

Da bin ich immer schlecht und wenn es so wie in der Schweiz wäre, würde ihn Cornelia Travnicek bekommen, denn die habe ich an fünfter Stelle meiner Schätzung gereiht und dachte zuerst an Monika Helfers „Bagage“ was ich noch lesen muß, dann dachte ich aber, vielleicht doch der Xaver Bayer mit seinen Marianne-Geschichten, weil der „Jung und Jung“ ja, glaube ich, sehr einflußreich ist, das Buch einen aktuellen Bezug hat und mir außerdem, ich habe es schon geschrieben, mir auch gefallen hat. An dritter Stelle hätte ich die Karin Peschka gereiht, muß ich auch noch lesen, das Buch der Helena Adler hat mir sehr gefallen, aber eine Debutantin uund ich halte mich bei meinen Schätzungen ja gerne an die Berühmtheit. Von den Debuts habe ich noch nichts gelesen, aber die Lesung per Livestream gehört und war auch bei den O-Tönen, wo einiges vorgestellt wurde. Da hätte ich der Sprache wegen an Leander Fischer gedacht und hurra, fast richtig.

Leander Fischer ist der Debutgewinner und der Xaver Bayer der österreichische Buchpreisträger, ich gratuliere, habe mir schon ein Glas Punsch auf mein Tischchen gestellt und werde mich demnächst in die „Alte Schmiede“ streamen, weil da soll es ja, wenn es klappt, zwei Veranstaltungen geben.

2020-10-08

Leserkritik und Lesegewohnheiten

Eigentlich habe ich diesen Artikel nur „Lesegewohntheiten“ nennen wollen, bin ich aber daraufgekommen, daß es in diesem Blog schon zwei so genannte Beiträge gibt. Ja ich blogge schon über zwölf Jahre über mein Schreiben und mein Lesen und darüber, daß es mir nicht und nicht gelingt, in den Literaturbetrieb hineinzukommen, obwohl ich mich Ja so sehr darum bemühe.

„Kunststück!“, wird da wohl der Uli grollen.

„So wie Sie schreiben und keinen geraden Satz zusammenbringen, kein Stilgefühl haben und und und…!“

Ja, das Netz und die Kitik, da gibt es ja den Haß im Netz, von dem bin ich eigentlich verschont oder bekomme ihn zumindestens nicht so, daß ich mich nicht gegen ihn wehren kann.

Aber der Vorworf „Mei so etwas Schlechtes habe ich noch nie gelesen!“, ist schon öfter gekommen. Einmal auf einen Bericht über die Lesung, die ich im „Häferl“ gehalten habe, da habe ich gedacht, daß das eine von meinen zwei damaligen Kritikerinnen war, die unter anderen Namen diese Kritik äußerte.

Dann ist der Uli gekommen, dem meine „Schlampigkeit“ nicht gefällt und mich wahrscheinlich gerne mit den Maßband vermessen will.

Ja, ich habe Rechtschreibfehler weil ich mich Erstens noch an die alte Rechtschreibung halte und eigentlich nicht verstehe, warum ich das, was ich in der Schule lernte auf einmal abändern soll? Und dann habe ich ja in der Schule schon mit meiner Deutschlehrerin darum gekämpft, daß sie mich so schreiben läßt, wie ich will. Sie hat mich gelassen, mir dafür einmal nur ein „Minus sehr gut!“, gegeben und mir in weiterer Folge damit wahrscheinlich einige Stipendien vermasselt, aber daran bin ich selber schuld, daß ich mich patout nicht anpassen will, so wie ich heute keine Maske trage, war das damals das Rebellische an mir.

Inzwischen hat sich das schon sehr ausgewachsen, korrigiere ich doch meine Bücher oft hunderte Male, habe aber wahrscheinlich immer noch meine eigene Rechtschreibung und die halten manche Leser nicht aus und geben dann ihre Kommentare.

Manche regen sich auch auf, wenn ich zu spät in eine Veranstaltung komme, ja ich blogge ehrlich, gehe jetzt aber ohnehin in keine hin und manche Leser oder sind es Leserinnen gefallen auch nicht meine Rezensionen, die ich aber ohnehin nur Besprechungen oder literarische Skizzen nennen. So hat mir A. Yanger kürzlich vorgeworfen, sie hätten Grundschulniveau und mir dann unterstellt, daß ich die Bücher oder den „Himmel auf Zeit“ nicht gelesen oder nicht verstanden hätte.

Was mich ein wenig erstaunte, da ich da ja eher den Inhalt wiedergegeben habe. Aber vielleicht war es das, was den Leser oder die Leserin störte, im „Literaturcafe“ gab es bei dem neuen Seethaler-Buch ja auch so eine Diskussion oder die Frage, ob der sich bei seinem Mahler-Portrait vielleicht an „Wikipedia“ orientiert hätte?

Nun, ich orientiere mich an „Wikipedia“ oder schaue meistens nach, wie die anderen das Buch bewerteten und ich, liebe Frau oder lieber Herr Yanga, lese alle Bücher, die ich bespreche und bin auch eine, die sich darüber ärgert oder unverständlich findet, wenn ein Blogger schreibt „Ich vergeude doch nicht meine Lebenszeit an einem schlechten Buch!“

Das ist etwas, was mir nicht gefällt, weil ich mich dadurch wahrscheinlich persönlich angegriffen fühle, daß ich vielleicht auch schlecht schreibe und habe auch die Erfahrung gemacht, daß zumindestens ich nicht ein Buch an der ersten Seite beurteilen kann und auch nicht will.

Bei der Lilian Faschinger habe ich über das erste Kapitel geflucht und wollte da vielleicht das Buch schon wegwerfen, dann bin ich hineingekommen und habe den Sinn verstanden.

Und nein, ich verstehe nicht alle Bücher und schreibe das meistens auch in meiner Besprechung und manchmal, wenn sie sehr unverständlich,, wie beispielsweise der Arno Schmidt sind und ich mir eigentlich ein Jahr Zeit nehmen müßte, um wie bei „Zettels Traum“ den Inhalt zu verstehen, was ich angesichts meiner Bücherberge nicht kann, überfliege ich das Buch zu Ende und schreibe dann darüber.

Ich lese hundertfünzig bis hundertsiebzig Bücher im Jahr, wie man an meiner Leseliste merken kann. Aber eigentlich nicht so schnell, auf jeden Fall keine sechzig Seiten in der Stunde, wie ich bei manchen Bloggern hörte, daß sie das tun würden. Aber konsequent am Morgen und wenn ich nicht weggehe auch am Abend in der Badewanne und ungefähr drei Bücher in der Woche und da ich ja ab August inzwischen „Buchpreis“ lese und es da ja den deutschen, den österreichischen und auch den Schweizer Buchpreis gibt, muß ich mich wohl beeeilen, um die vierzig Bücher, die ich in diesem Jahr noch zu lesen habe, auch zu schaffen.

Da kann man vielleicht auch sagen, daß ich ein bißchen flüchtig bin. Wahrscheinlich stimmt das und wahrscheinlich ist es mir auch deshalb so wichtig, das Buch zu verstehen, beim Lesen nach einer Struktur zu suchen und das wenn es geht, auch zusammenzufassen.

Bei allen Bücher geht das nicht. Dann versuche ich es anders und meistens gelingt mir das auch und ich habe, bevor ich zu bloggen angefangen habe, auch schon Bücher besprochen.

Da gab es so eine Aktion von „Thalia“, die Leserrezesionen suchten. Da habe ich regelmäßg hingeschickt und auch ein paarmal, wenn sie den Text abdruckten, einen zehn Euro Gutschein dafür bekommen.

Da habe ich mir meinen Besprechungsstil wohl angewöhnt, den Inhalt zusammenzufassen, meinen Bezug zum Autor, wenn ich einen habe, dazuzuschreiben und auch, weil ich ja einmal geschrieben habe, daß ich soviele Bücher lesen, weil ich herausfinden will, was der jeweilige Autor besser als ich kann, meine Gedanken zum Schreibstil, etcetera.

Als ich damals angefangen habe, habe ich, glaube ich, die Eugenie Kain sagen gehört, daß Inhaltsangaben keine Rezensionen sind. Diese Meinung vertritt auch, glaube ich, Sigrid Löffler, die grand dame, der Rezensenten, wenn sie sich über die schlechten Blogger- oder „Amazon-Rezensionen“ aufregt und ich habe damals, glaube ich, gedacht, dann nenne ich meine Berichte besprechungen und daß mit der Zusammenfassung ist mir auch deshalb wichtig, weil ich meine Besprechungen ja als Erinnerungsstüzten oder mein persönliches Archiv betrachte.

Ich spoilere auch viel, wo sich auch einige Blogger oder Autoren aufregten, glaube aber, daß ich mit meinen inzwischen über tausend Buchbesprechungen ein sehr schönes Archiv angesammelt habe, was zumindestens für mich sehr nützlich ist.

Ob ich meine Leser damit anrege, die Bücher zu lesen oder zu kaufen, weiß ich nicht, will auch niemanden bevormunden. Wenn sie sich aber für mich und mein Lesen interessiert, wird man vielleicht auch auf die Bücher neugierig und so habe ich, glaube ich, auch „Leselustfrust“ einmal zu Ilse Kilic gebracht, Sigi Maron hat mir einmal geschrieben, daß ihm meine Beprechung seines Buches sehr gefallen hat und Monika Helfer hat sich, glaube ich, über die Besprechung von „Maramba“ auch sehr berührt gezeigt.

Das sind so die Erlebnisse die man beim Bloggen haben kann und ich denke, daß ich mich inzwischen, auch wenn ich nicht Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft, sondern Psychologie studiert habe, sehr gut in der Gegenwartliteratur auskenne, wahrscheinlich eine der wenigen bin, die wirklich alle Buchpreisbücher liest und die Verlage sind, glaube ich, mit meiner Art der Besprechung nicht so unzufrieden, auch wenn mich ein Verlagsmann schon wegen meiner Flüchtigkeitsfehler mahnte, damals hatte ich einen neuen Computer und bin sehr oft hängen geblieben, jetzt ist der bald kaputt bleibt und nimmt es mit den Leerstellen nicht so genau, so daß ich wahrscheinlich öfter, als einmal korrigieren müßte. Da bleibt bei einem Einfrauenberieb oft etwas übrig, wo ich „Der Weg ist das Ziel denke!“ und mich Zeitgründen nicht mehr damit befasse.

Übers freundliche Korrigieren dankbar bin, aber mit Sätzen, wie, „Das ist Grundschulnieveau!“, nicht so viel anfange, denn das habe ich, nachdem ich jetzt schon wahrscheinlich sechzig Jahre sehr viel und regelmäßgig lese, mir schon in der Hauptschule immer viele Bücher aus der Bücherlade ausgeborgt habe und einmal sogar eines abschreiben wollte, mir als Studentin sehr viel Bücher kaufte, sie auch sammle und wahrscheinlich auch einige tausend gelesen habe, wahrscheinlich nicht, wenn auch vielleicht einen eigenen Stil.

Aber wenn jetzt ein Grundschüler oder ein Legastheniker mehr oder weniger mühsam ein Buch liest und es es dann genauso mühsam bespricht, würde ich „Toll!“, sagen und nicht „Mei so was Schlechtes habe ich noch nie gelesen!“, weil ich ja niemanden abschrecken will.

Ich verreiße, auch wenn ich vielleicht ein nicht so gelungenes Buch gelesen habe, nicht oder nur selten, weil man auch da wertfrei seine Meinung äußern kann und da ich viel und eigentlich alles lesen will, lese ich fast nie ein Buch zweimal. Habe aber schon einmal bei einem Buch noch einmal angefangen, wenn ich nicht mehr mitgekommen bin und denke immer noch, das Lesen ist schön und eigentlich will ich alles lesen!

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