Literaturgefluester

2021-06-19

Das große Geld

Im dritten Teil der „USA-Trilogie“ kommt alles nach sechzehnhundert Seiten langsam zusammen. Die Kritiker mögen meinen, das das alles für den heutigen Lesegeschmack zu langartmig ist und heutige Lektorenwürden vielleicht einiges hinausstreichen und ich frage mich auch wieder wieviele Leute die Neuübersetzung von Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl wirklich gelesen haben? Ich habe jedenfalls vierzehn Tage dazu gebraucht und nicht abgebrochen, liebe Kritiker, denn das tue ich Erstens überhaupt nie und Zweitens hatte ich keinen Grund dazu. Denn ich habe das gewaltige Opus sehr interessant gefunden und bin darauf gekommen, daß ich einmal vor fast fünzig Jahren auch ähnlich montageartig zu schreiben angefangen habe. Die „U-Bahn-Geschichten“ sind ein Beispiel dafür und hier bekommt man in den Neunzehnhundertreißigerjahren geschriebenen Bände, glaube ich einen guten Eindruck, über das damalige Amerika, das und das finde ich interessant, in manchen Teilen sogar erstaunlich aktuell erscheint.

So wird die spanische Grippe erwähnt, ist doch der Vater, von Mary French, ein altruistischer Hausarzt, daran gestorben. Die eher bürgerlicher Mutter war mit seinem sozialen Engagement nicht einverstanden und hat sich später wieder gut verheiratet. Die Tochter wurde Sozialarbeiterin und in die Gewerkschaftsstreiks vermittelt.

Aber kehren wir an den Beginn des dritten Teils zurück. Kehrt da doch Charley Anderson , den wir schon vom ersten Teil kennen, aus dem Krieg zurück und fährt mit dem Schiff an den großen Banken vorbei, was schon ein Hnweis auf den Titel ist. Dann ist vom großen Geld lange nicht die Rede, denn der Flieger, der später in der Autobranche tätig ist, säuft und hurt sich durch das Leben. Hat mehrere Unfälle, weil er betrunken am Steuer sitzt und, wie einer seinerÄrzte lapidar feststellt, wie alle Flieger, ein verdammt schlechter Autofahrer ist.

Eine Margo Dowling kommt vor. Die ist eine Varieteänzerin und Schauspielerin, die zuerst in Kuba unter dem Patriachat der weiblichen Verwandten ihres Ehemanns fast verkommt. Dann wird sie eine berühmte Hollywoodschauspielerin, degradiert ihren Ex-Mann Tony zu ihrem Chauffeur und wird schließĺich vom Tonfilm, weil sie eine Fistelstimme hat, aus dem Business vertrieben.

Am Schluß treffen wir dann auf die Bekannten von Teil eins und zwei und da erlebte ich wieder eine überraschende Aktutallität, geht es doch um eine geplante Gesundheitsdiktur mit der das große Geld zu verdienen ist. Krankenversicherung war ja nicht vorhanfden. Daher kostetKrankeheiten und Geburten oft ein Vermögen und machte die Betroffenen arm oder sie gingen nicht zu den Ärzten und in die Spitäler.

Da kam ein sehr gesundheitsbewußter Tycoon, der in den Restaurants, die Kellner zusammenschiß, wenn sie den Kohl zu weich und die Karotten zu hart servierten, das Rauchen und den Alkohol verbot während er sich in den Varietees am nackten Fleisch der dortigen Damen durchaus amüsierte, auf die idee in Drugstores patentfreie Medikamente anzubieten.

„In meinen Augen“, unterbrach ihn Colonel Judson,“ist dieses sogenannte Gesett zur Llebensmittelqualität nichts weiter als ein Klassengestz zum Wohl der Ärzteschaft. Natürlich wollen die Ärzte,dass wir sie konsultieren, bevor wir eine Zahnbürste oder eine Schachtel Laktritz kaufen.“,

J W. fuhr fort, wo er aufgehört hatte. „Die wissenschaftlich entwickelten Naturheilmittel sollen den Laien befähigen, frei und selbständig zu entscheiden und kleinere Beschwerden zubehandeln, ohne einen Arzt aufsuchen zu müssen.“

So wird mit dem Tycoon ein großer Handel abgeschlossen, aber J. W. Morrehouse erleidet eine Herzschwäche, während seine Sekretärin Miss Williams sich zu einersäuerlichen alten Jungfer entwickelt hat.

In den Portraits der berühmten Persönlichkeiten werden unter andern Isadora Ducan, Rudolfo Valenino und der Zeitungstycoon William Randolph Hearst skizziert.

Ein interessantes Buch. Ein wenig mühsam zu lesen, vor allem, wenn man es mit den vielen dünnen Seiten in der Badewanne versucht, aber ein interessanter Gewinn undein interessanter autor, der ja, wie schom im ersten Teil erwähnt, 1970 in Baltimore gestorben ist.

2021-06-13

1919

Jetzt kommt der zweite Teil der „USA-Trilogie“ des1896 geborenen John Dos Passos, der eigentlich einen falschen Titel hat. Denn der Band spielt im Krieg, zum großen teil in Frankreich und Italien, wo sich die schon aus dem ersten Teil bekannten Personen zu Friedensverhandlungen oder im Dienst des roten Kreuzes hinbegeben haben und 1919 war der World War I ja schon zu Ende.

Ansonsten das gleich Prinzip, so daß der Band wirklich eine Fortsetzung ist, obwohl es ja keine Handlung gibt, keinen Plot im Sinn der Heldenreise, sondern ein montageartiges Skizzenbild der USA, beziehungsweise der Amerikaner, denn die Handlung spielt ja, wie erwähnt zum größtenteil in Frankreich und da gibt es auch sehr viele französische Passagen, die man im Anhang in der Übersetzung nachlesen kann.

Das haben wohl die Übersetzer Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl so entschieden und das schon bekannte Prinzip der „Wochenschauen“ und dem “ Auge der Kamera“ und die schon bekannten oder bereits im Teil eins erwähnten Personen sind Joe Williams, der Matrose der Handelsarmy und Bruder von Janey Williams, die im ersten Teil zur Sekretärin von J.W. Moorehouse aufgestiegen ist. Der ist ein Pechvogel wird von seiner Frau betrogen, mehrmals verhaftet und eingebuchte, kommt dann auch nach Frankreich und läuft mit aus einem brennenden Schiff mitgenommenden Seidenstrümpfen davon, die er eigentlich einer Prostiutierten versprochen hat.

Eleonor Stoddards Freundin Evelne Hutchins hat auch eigene Kapitel und da kann man das Experimentelle von Dos Passos beobachten, denn da wird zuerst die Kindheit Evelines einer Pfarrertochter beschrieben und man die Stimme der Gouvernante „EuerVater“ und „LiebeMutter“sagen und die Geschwister Margarete, Adelaide, George werden Arget, Lade und Gogo genannt.

Einen Richard Ellsworth Savage und ein „Töchterlein“ gibt es auch. Die ist, glaube ich, eine Anwaltstochter und irrt wie Dos Passo, die Frauen seiner Zeit wohl erlebte, etwas ambivalent von einem Liebhaber zum anderen herum. Die Frauen haben alle Angst schwanger zu werden und wissen nicht, wie sie verhüten können. Die Präservative wurden, glaube ich, gerade erst erfunden und so kommt das Töchterlein, das eigentlich Anne Elisabeth Trent heißt, in Schwierigkeiten, als sie bemerkt schwanger zu sein. Die Männer wollen nichts mehr von ihr wissen. Von der Hilfsorganisation, wo sie tätig ist, wird sie hinausgeschmissen, beziehungsweise in die USAzurückgeschickt.

So betrinkt sie sich, wirft sich einen betrunkenen Flieger an den Hals und verlangt von ihm mitten in der Nacht Loopings zu drehen. Ja damalswar das wohl noch möglich und ein brutaler Suizidplan. Aber mitten oder am Ende des Wold War I waren die Zeiten hart und so wird auch der schielene Joe Hill, der jüdischer Abstammung ist, studieren möchte, sich aber auch der Revolution verschreibt, gehörig durcheinader gebeutelt und, daß Woodrow Wilson der Präsident Amerikas war, haben wir inzwischen auch erfahren.

Es gibt in den zwischendurch immer wieder eingestreuten Kurzgeschichten auch eine über Theodore Roosevelt und der Band endet mit „Die Leiche eines Amerikanders“, der dann Woodrow Wilson einen Strauß Mohnblumen bringt.

„Bist du erst tot

ist vorbei die Not

und du kriegst Brot.“, liest man vorher in der „Wochenschau XXX“. Da steht auch „Hände falten Schnauze halten“, ein Spruch den ich schon woanders gehört habe.

2021-06-03

Der 42. Breitegrad

Jetzt kommt, etwas vespätet, denn der „Preis der Leipziger Buchmesse“ ist ja schon vergeben, das dritte Buch aus der Übersetzerschiene, das eigentlich aus drei Büchern besteht. Nämlich die „USA-Trilogie“ des von 1896-1970 gelebt habenden amerikanischen Autors John Dos Passos, die ich schon seit November auf meinen Badezimmerstapel liegen habe, habe ich mir das Buch, das aus1644 sehr dünnen Seiten besteht, von der Anna zum Geburtstag gewünscht und hätte den Wälzer wahrscheinlich liegen lassen oder Ende des Jahres in ein Regal geräumt, wäre es nicht auf die Übersetzer-Schiene gekommen. Da hat mich dann der Ehrgeiz gepackt und ich habe es lesen müßen.

Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl haben den Wälzer übersetzt und ich habe von John dos Passos schon was gelesen oder durchgeblättert, habe ich doch als „Buch und Wein“ in der Schäffergasse geschloßen wurde und abverkaufte wurde, mir „Manhattentransfer“ gekauft und in den St. Pöltner Bücherschränken habe ich einmal „Jahrhundertmitte“ gefunden“ und dann noch die „Drei Soldaten“ irgendwo in den Regalen stehen.

Jetzt also der amerikanische Montageroman, wo auf sehr lesbare Weise, wie im Klappentext steht, das politische und soziale Geschehen Amerikas verknüpft mit verschiedenen Charakteren zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, verbunden mit dem ersten Weltkrieg, dem Aufstieg Hollywoods, etcetera, geschildert wird.

Der erste Teil heißt „Der „42 Breitegrad“, dann gibt es noch „1919“und „Das große Geld“ und auf den vierhundertfünfzig Seiten des „42. Breitegrades“ gibt es die verschiedensten Textsorten. Da findet man immer die „Wochenschauen“, dann Textpassagen die „Das Auge der Kamera“ heißt und dann gibt es die Lebensläufe von fünf Personen, drei Männer und zwei Frauen, die auf den ganzen Band verteilt, beschrieben werden.

Da gibt es Fainly oder Fenian, der, als seine Mutter stirbt, von seinem Onkel, einem Gewerkschaftler, der eine Druckerei besitzt, zu sich geholt wird. Fainly, der dann nur noch Mac genannt wird, wird auch Drucker und als der Onkel seine Druckerei verliert, zieht er mit einem windigen Agenten durch die Lande, um Bücher dort an den Mann oder die Frau zu bringen. Er schlägt sich auf verschiedene Art und Weise durch das Leben, schließt sich der Gewerkschaft an, verläßt sie, sie wei er heiraten und ein Kind versorgen muß. Schließĺich zieht er nach Mexiko, um zu kämpfen, übernimmt eine Buchhandlung, erlebt die mexikanischen Freiheitskämpfe, etcetera.

Das Ganz wird von Amerkungen unterfüttert und dann lernen wir Janey kennen, die macht eine Sekretärinnenausbildung, Stenografie war damals noch angesagt und dann tippte man die diktierten Texte auf einer Remington ab, arbeitet bei verschiedenen Rechtsanwälten, teilt sich ein Zimmer bei einer Freundin, mit der sie Sonntags in einem Drugstore ein Soda trinkt oder mal ins Kino geht. Schließlich kommt sie nach New York und wird die persönliche Sekretärin eines J. Ward Moorhouse, dessen Lebenslauf auch geschildert wird.

Der arbeitet als Journalist, wird schließlich Geschäftsmann oder sowas, wie Kommunikationsberater, wenn es das 1916 schon gegeben hat. Er nimmt seine Sekretärin jedenfalls nach Mexiko mit, wo sie sich mit Mac kreuzen und eine Eleonaor Stoddard, die ist eine Art Architektin, die sich als Verkäuferin hochgearbeitet hat, gibt es auch. Man sieht John Dos Passos ist eigentlich sehr modern. Sie lebt in christlichen Boardinghouses, wird die platonische Freundin von J. Ward, der dadurch Schierigkeiten mit seiner zweiten Frau bekommt. Von der er sich nicht lösen kann, weil das Geld von seinen Betrieben von der Schwiergermutter kommt und am Schluß begegnen wir noch einem Charley Anderson, der als Mechaniker durch die Lande bummelt, Frauen begegnet, säuft und sich auch mal prügelt.

Das Ganze wird, was auch bei „Amazon“ kritisiert wird, ziemlich zusammenhanglos geschildert und bei den „Wochenenschauen“ oder „Auge- Passagen“ werden bei den Absätzen oft die Sätze auseinandergerissen. Ich bin gespannt, wie es mit beiden anderen Teilen weitergeht und habe das Lesen, obwohl die dünnen Seiten in der Badewanne ziemlich gelitten haben, eigentlich sehr genoßen und einen interessanten Autor kennengelernt.

2021-05-23

Eurotrash

Jetzt kommt das vierte Buch der Belletristikliste des „Leipziger Buchpreises“ und ich muß sagen, diese Auswahl ist sehr interessant, äußerst unterschiedlich und zeigt, da würde ich die Frau Mayröcker, die ich nicht gelesen habe, ausnehmen, die Grenzen des Schreibens auf und Christian Krachts „Eurotrash“ kann man irgendwie und irgendwie auch nicht als Pendant zu Helga Schuberts Lebensgeschichtenband vom „Aufstehen“ sehen.

Ähnlich oder nicht, den Erstens ist der 1966 in der Schweiz geborene Christian Kracht sechsundzwanzig Jahre Jünger, als die 1940 in Berlin geborene Helga Schubert und dann gilt der Schweizer Buchpreisträger von 2016, glaube ich, als Skandalautor.

Gelesen habe ich bisher noch nichts von ihm. Habe aber sowohl sein „1979“ als auch „Die Toten“ in den Harlander Regalen stehen und habe die Bücher wohl bei den „Thalia-Abverkäufen“ erworben und wie bei Helga Schubert geht es um etwas Persönliches, um die Reise in sein Leben, heißt der Protagonist doch Christian Kracht und hat auch einen Roman namens „Faserland“geschrieben. Es geht auch um die NS- Vergangenheit seiner Familie. Der Unterschied ist wohl, daß Helga Schubert versuchte ihr Leben ernsthaft und künstlerisch aufzuarbeiten, während der Popliterat wohl wieder versucht seine Leser auf die Schaufel zu nehmen, an der Nase herumzuführen ode reinen Skandal auszulösen.

Muß man das wirklich tun, um aufzufallen oder für einen Buchpreis nominiert zu werden und was wäre, wenn ich das versuchen würde?

Bestseller steht wohl irgendwo über dem Buch und am Buchrückchen hat Peter Handke „Christian Kracht ist ein ganz schlauer Bursch“ schreiben lassen, was mich ein wenig wundert, daß er das so sieht und Daniel Kehlmann hat geschrieben: „ChristianKracht ist ein Meister der wohlgebauten Sätze, hinter deren Eleganz sich das Grauen verbrigt. Seine Romane handeln von Deutschland, von Gespenstern, von Krieg von Wahn und allen erdenklichen Schrecken, aber sie sind auch voll melancholischer Komik, und sie verbergen allesamt ein Geheimnis, dem man nie ganz auf den Grund kommt.“, das würdeich nicht so empfinden. Es wundert mich aber weniger, kommt Daniel Kehlmann in dem Buch doch vor, das heißt, der Held wird ein paarmal mit ihm verwechselt und er widerspricht nicht.

Das habe ich am Mondseeauch einmal erlebt, daß Gerhard Rühm dort von einen Passanten gefragt wurde, wer er sei und der, glaube ich, H.C. Artmann antwortete.

Aber das war ein GAV-Treffen, obwohl literarisch geht es in dem Buch auch hoch her, wohl der Versuch Christian Krachts seine literarische Bildung zu beweisen, trotzdem würde ich das Buch vor dem der Iris Hanika reihen, liest es sich doch leichter, dieses Roadmovie, wo ein Christian Kracht nach Zürich reist, um seine Mutter zu besuchen. Die ist über achtzig, lebt von Wodka und Psychopharmaka, war vor kurzem auch in der Psychiatrie in Winterthur und klagt über ihre Haushälterin, die sie ständig bestehelen würde. Vorher hat er über seine Familie, die autobiografische Züge trägt, resommiert, aber sehr reich und sehr furchtbar war und in NS- Greuel verwickelt und mit Axel Springer und anderen Berühmtheiten verbandelt. Diese Stellen erinnern ein bißchen an Thomas Bernhard und sein Geschimpfe.

Dann wird es aber zum Roadmovie, denn Kracht packt seine Mutter, die zieht sich ein gelbes Chanel oder anderes Kostüm an und macht sich mit ihr aufdie Reise. Vorher halten sie bei einer Bank in der Bahnhofstraße und heben sechshunderttausend Franken ab, packen sie in ein Plastiksackerl und setzen sich mit dem Vorsatz das Geld zu verschenken in ein Taxis. Die Mutter glaubt, er würde sie in ein Hotel bringen. Er hat aber vorher einen Öko-Pullover gekauft und dabei einen Prospekt zugesteckt bekommen, der auf eine Kommune hinweist. Sie fahren mit dem Taxi dorthin und geben dem Fahrer zweitausend Franken. In der Nacht werden sie, weil sie mitdem Geld geprahlt haben, fast überfallen. Sie hauen am nächsten Morgen ab.

Vorher kommt eine eigentlich spannende Szene. Weil die Mutter hat noch einen künstlichen Darmausgang und kann sich ihre Stomabeutel nicht selber wechseln, so daß der Sohn, dem dabei graust, helfen muß. Am nächsten Tag kommen sie zu einem kleinen Flughafen und wollen nach Basel fliegen, da werden sie auch fast um ihr Geld betrogen. Zum Glück taucht aber der Taxifahrer wieder auf und rettet sie. Dann will die Mutter auf einen Gletscher um dort die Edelweiße zu sehen. Sie treffen auf der Hütte aber nur auf drei alte Inderinnen, denen sie auch ihr Geld schenken wollen, das dann durch den Wind verweht wird. Sie bleiben noch in der Gondel stecken, dann will die Mutter nach Afrika, um dort ihr Geld zu verschenken. Der Sohn bringt sie aber in die Psychiatrie nach Winterthur und verabschiedet sich von ihr.

Tut mir leid so toll kann ich diesen „Trash“ nicht finden. Auch wenn es zugegeben, leicht und spannend geschriebend ist und noch eine Stelle hat, die ich zitieren will:

„Aber du solltest dir mal ein Beispiel nehmen an, an wie heißt der an, Knausgard oder an Houllebecq oder an Ransmayr oder Kehlmann oder an Sebald„, sagt die Mutter zum Sohn während sie zu den Edelweißfeldern fahren.

Die Frage warum das Buch „Euro- und nicht Frankentrash“ heißt, da es doch um diese geht, die ein „Amazon-Rezensent“ stellt, kann ich mir auch nicht beantworten.

2021-05-19

Apropos Casanova

Jetzt kommt das zweite Buch, der Sparte Übersetzung, das heuer für den „Leipziger Buchpreis“ nominiert wurde und ich muß schreiben, die übersetzten Bücher bergen für mich Überraschungen und sehr viel unbekanntes.

So sind die „Vögel“, glaube ich das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Don Passos „USA-Trilogie“ habe ich zwar schon seit November in Badezimmer liegen unddieser Autor war mir im Gegensatz zu Tarjei Vesaas und Miklos Szentkuthy auch schon bekannt und ich habe den „Manhatten Transfer“ auch schon mal gelesen oder übeflogen von einem Miklos Szentkuthy habe ich aber noch nie etwas gehört und sein „Apropos Casanova aus dem „Brevier des heiligen Orpheus“ scheint ein ähnliches Gustostückler, wie Theodor Sappers „Kettenreaktion Kontra“ zu sein und es istauch in einem speziellen Verlag, der „Anderen biblothek“ begründet von Hans Magnus Enzensberger, in einer speziellen Ausgabe erschienen, die man fast für die schönsten Bücher nomieren könnte, herausgegeben von Christian Döring, übersetztvon Timea Tankö, die ja für den Preis nominiert wurde.

György Dalos hat das Nachwort geschrieben. Das Buch ist in rot und schwar zgehalten, dieSeitenzahlen werden unterande rgeschrieben und es gibt und das ist auch ungewöhnlich ein mehrere Seiten langes Inhaltsverzeichnis, das man fast,wie einen Kurzroman lesen könnte.

György Dalos beschreibt das Lebend es eher unbekannten ungarischen Autors, der als Miklos Pfisterer in einer bürgerlichen katholischen Familie in Budapest geboren wurde und von 1908 und 1988 lebte. Das Brevier ist 1937 erschienen und wurde gleich der Blasphemie rverdächtigt, aber auch von den <kommunisten verfolgt.

„Apropos Casanova“ ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil beschreibt „Das Leben eines Heiligen“, nämlich das von „Alfonso Maria de Liguori 1696-1787“, da war mir das Ganze noch ein bißchen unverständlich. Dann ging es hinein in das Leben Giacomo Casanovas, 1725-1798, dessen Eltern, wie das erste Kapitel gleich verkündet, Schauspieler waren. In längeren oder kürzeren Kapitel wird das Leben beschrieben, das in Venedig begann, wo die Verführer öfter Mönchskutten trugen, um bei den Damen vorgelassen zu werden. Er erwähnt eine Bettina, ein Fräulein Vesian, eine Philosophin und beschreibt auch, die Erotik oder den Sex in Kutschen, was beim damaligen Straßenzustand und den Dienern, die hinten aufsaßen und den verschlossenen Damenkleidern invielen Schichten, wohl besonders aufregend war.

Die freie Liebe, der Inzest, die lesbischen Beziehungen werden beschrieben und regen zum Nachdenken, wie sich das erotische oder sexuelle Verständnis im Lauf der Zeit, im Sinne der Me too -Debatten, wohl verändert hat.

Die Reisen nach Neapel, Rom oder nach Alexandria werden beschrieben, da muß der Giacomo auch in Quarantäne, die er auf einen Balkon, „Halb Zimmer, halb freie Natur“ verbringtund dabei einer schönen Sklavin huldigt, beziehungsweise heute ein wenig unverständlich, das Sklaventum preist.

Weiter gehen die Kommentare über die Lektüre von Casanovas Werk zu den Pallazzi, wo der Begnadete neben Kardinälen und Marchesen meist Unterschlupf gefunden hat. Sehr genau werden die Gärten im Renaissancestil beschrieben und hier wird behauptet, daß es „In tialien keine Natur gibt und bei der „Errichtung von Gärten Natur und Schönheit unbekannte Begriffe“, wären „und es lediglich den alleinselig machenden Lxus gibt.“

Die Musik spielt in diesen Szenarien natürlich eine große Rolle, die Mozartopern, Don Giovanni beispielsweise und Papst Benedik XIV, zu dem Casanovaoffenbar jederzeit Zutrtt hatte und ihm darum bat in der Fastenzeit Fleisch essen und verbotene Bücher lesen zu dürfen. Dann muß er in der Liebe zwischen einem Kardinal und einer Marchesa vermitteln, die er im Hauskleid vorfand, was damals wohl etwas Ähnliches wie ein Negligee oder noch weniger bedeutete und er ihr im Namen des Kardinals unbeholfene Briefe oder Gedichte schreiben mußte, damit sie nicht erkannte, daß sie von ihm waren. Am Balkon haben sich die Beiden getroffen, dem Mittelding zwischen Natur und Schlafzimmer, wie wir schon wissen, während sich der Kardinal in diesem befand, was in der Inhaltsangabe mit „Der schlummernde Kardinal, Casanova und die Marchesa am Balkon“, beschrieben wird.

Vollends erotisch phiilosophierend wird es dann, wenn es weg von Casanova und zu „Abelard und Heloise“ oder zu Tinorettos „Susanna im Bade“ geht. Da hat ja Szenkuthy das berühmte Bild im Kunsthistorischen Museum in Wien gesehen. 1937 ist er dann mit seinem Freund Istvan Söter nach Italien gereist und hat da die Tintoretto-Sonderausstellung im Palast derFamilie Bevilaquva in Venedig gesehen, die ihm sehr beeindruckt hat, da sich da das Bild, das in der seiner Vorstellung hatte, von dem Realen unterschied, so daß er nach Budapest zurückgekommen, mitseiner Frau Dora Eppinger noch einmal nach Venedig reiste, um das Bild erneut zu sehen.

Dann gehts wieder zurück zu Casanova, seine Beziehung zum Geld wird reflektiert und wieder sein Verhältnis zu Musik. Er spielte offenbar nicht nur Karten im Theaterfoyer, sondern auch Violine in kleinen Theatern, schenkte seinen Geliebten ein Klavier und Noten in einem Korb und am Schluß werden Casanova noch Andrew Marvells „Betrachtungen über die Liebe“gegenüber gestellt.

„Wenn wir nicht im18. Jahrhundert leben können, so sollten wir uns mit der Liebe nicht befassen“, heißt es auf Seite zweihunderteinundvierzig des Romans einer geisigen Reise.

Interessant, interessant Miklos Szenkuthys Casanova-Lektüre und die philosophischen Betrachtungen, die er sich darüber macht. Ein interessantes Buch, wieder eines, das ich nicht so ganz verstanden habe, weil ich mich nur eher schnel ldarber gelesen habe, aber einen interessanten mir bisher unbekannten Schriftsteller kennenlernte und natürlich sollte, könnte, müßte man sich mitden Schriften Casanovas oder zumindestens seiner Biografie weiter befassen und darüber seine eigenen Betrachtungen anstellen.

2021-05-16

Daheim

Buch zwei der Belletristikliste der für den „Preis der Leipziger Buchmesse“ nominierten Bücher. Iris Hanikas „Echos Kammern“ habe ich ja schon gelesen und war etwas verwirrt von dem verwirrenden Inhalt oder der verwirrenden Schreibweise und von der 1970 geborenen Judith Hermann, die durch ihre Erzählungen bekannt geworden ist und auch den „Erich Fried-Preis“ bekommen hat und ich muß schreiben, das Buch hat mir gut gefallen undwürde es, als einen eher leisen, verständlich geschriebenen Roman, der von den Katastrophen und Problemen, der heutigen Welt erzählt beschreiben. Das ist nicht ganz richtig, so einfach strukturiert ist er gar nicht, da ist, glaube ich, schon System dahinter und eine Metaphernvielfalt gibt es auch.

Die Ich-Erzählerin, sie hat, glaube ich, keinen Namen, springt gleich ein in das Sujet und erzählt von der zeit vor dreißig Jahren, als sie eine junge Frau war, richtig Mietz Medusa, die Romanfiguren wachsen mit ihren Heldinnen und diese Protagonistin ist, glaube ich, siebenundfünzig und vor dreißig Jahren hat sie in einer Einraumwohnung über einer Tankstelle gewohnt und in einer Zgarettenfabrik gearbeitet. Sie hat sich geweigert „Mahlzeit!“, im Betrieb zu sagen, wurde daher abgemahnt und galt als rebellische Person. Eines Tages oder Abends ging sie in die Tankstelle, um etwas einzukaufen und wurde da von einem alten Mann angesprochen, der ihr anbot seine AAssistentin zu werden. Er war Zauberer und wollte sie in eine Kiste legen und dort zersägen. Es gab einen Probelauf im Beisein seiner Frau dann lud er sie ein mit ihm auf eine Tournee auf ein Kreuzschiff nach Singapur zu fahren.

Das war vor dreißig Jahren. Sie ist nicht gefahren, sondern hat einen Otis geheiratet und eine Tochter namens Ann bekommen. Jetzt hat sie beide verlassen und ist in ein Haus am Meer gezogen und arbeitet bei ihrem Bruder, der dort eine Kneipe hat, als Kellnerin. Dem Otis schreibt sie kurze Nachrichten, mit Ann die durch die Welt reist, hat sie Skypekontakt und weil sie einmal nachts, die Türe, die sie versperrt hat, offen fand, kauft sie Pfeffersprax und legt ihn unters Bett.

Die Nachbarin Mimi, eine Bildhauerin, die nackt auf der Wiese tanzt, beruhigt sie, das ist nur der Wind. Es gibt aber auch ein Tier imHaus, einen Marder wahrscheinlich, Mimis Bruder ein Schweinebauer, baut für sie eine Falle auf, aber darin fängt sich nur eine Katze und ein Vogel und die Falle erinnert sie an die Kste, in die sie damals gestiegen ist.

Eine andere Kiste gibt es auch noch, in die wurde Nike, die zwanzigjährige Freundin des sechzigjährigen Bruders, ihren Beschreibungen nach, in ihrer Kindheit von ihrer Mutter oft gefangengehalten und Sascha und die Erzählerin mußten auch oft auf den Stufen des Wohnhauses auf die Mutter warten, wenn die sich ihre Freiheit nahm und daher nicht daheim war, wenn sie aus der Schule kamen.

Mimi erzählt ihr einer Sage von einer Nixe, die von Fischern aus dem Meer gezogen und dann gequält und gefoltert wurde, so daß, die den Sturm dann in die Gegend schickte. Jetzt gibt es aber keinen Regen mehr, die Fische kann man sich auch nicht mehr besorgen und die Erzählerin knüpft eine vorsichtige Beziehung zu Mimis Bruder an. Mit seinem Vater Onno freundet sie sich auch an und Nike wird eines Tages überfahren auf der Straße gefunden.

Da ist der Sommer schon fast vorbei, die Erzählerin hat sich eingelebt,also angekommen und läßt jetzt freiwillig ihre Haustür offen und ich denke mir, so geht es auch, so kann man auch heute noch einen Roman schreiben, der fesselt und auch die gewünschten Geheimnisse hat und dabei hatte ich doch das Vorurteil Judith Hermann könne keine Romne schreiben. Da habe ich mich, glaube ich, getäuscht.

2021-05-14

Die Vögel

Filed under: Bücher,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:22
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Jetzt kommt das erste Buch der Sparte Übersetzung der für den Preis der „Leipziger Messe“ nominierten Bücher Tarjei Veesas „Die Vögel“ und ich muß schreiben, das ist, glaube ich, das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe und das ist eine Überraschung hatte ich ja in letzter Zeit mit den Neuerscheinungen ein paar Enttäuschungen erlebt, denn es ist ja nicht so leicht angesichts der schon vorhandenen Bücher immer etwas, wie man ja muß und soll, wirklich Neues und noch nie dagewesenes zu schreiben und dann werden die Ergebnisse immer orgineller, unverständlicher oder what else.

Da hatte es der 1897 in Norwegen geborene und 1970 dort verstorbene Tarjei Vesaas, der auch mehrmals für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde und in einem norwegischen Dialekt geschrieben hat, wohl leichter, obwohl er jetzt vergessen ist und sich nur der kleine „Guggolz-Verlajg“ sich um ihn bemüht und eine neue Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel herausgebracht hat, der für den Preis nomniert wurde und interessant ist auch, daß Judith Hermann, die ja auch auf der Belletristik-Liste steht und als Nächstes von mir gelesen werden wird, das Nachwort geschrieben hat.

Über den Wert und die Kunst der Übersetzung kann ich natürlich, da ich ja Norwegisch nichts verstehe nichts aussagen und bin da vielleicht auch ein wenig skeptisch, weil ich das schon einiges Seltsames gehört habe und habe sonst über den norwegischen Dichter, glaube ich, noch nie etwas gehört und jetzt war ich, wie schon geschrieben sehr überrascht und auch erfreut

Es geht um den siebenunddreißigjährigen Matti, irgendwo habe ich etwas von einem Alter Ego des Autors gelesen, ob das so ganz stimmt, weiß ich nicht, denn der ist ein Außenseiter. Der Dorftrottel oder Dussel, wie er von den Kindern und den Ortsbewohnern genannt wird. Er scheint aber in dem Dorf an einem See, in dem er mit seiner um drei Jahre älteren Schwester lebt, sehr integriert zu sein. Der Krämer steckt ihm manchmal Kampferbonbons zu und die Schwester ernährt sich und den Bruder durch das Stricken von Jacken.

Das Buch wurde, glaube ich, in den Fünfzigerjahren geschrieben und der Matti zeichnet sich durch seine Senisiblität aus, die aber nicht von allen erkannt wird. Die Schwester, die etwas rauher als der Bruder ist, mag ihn sehr, schickt ihn aber immer in den Ort, um den Bauern bei der Arbeit zu helfen, wo Matti seine Schweirigkeiten hat.

Er hat auch Angst vor den Blitzen und versteckt während der Gewitter am Pumpsklo und seine Spezialität sind die Vögel, wie schon der <name sagt. So beobachtet er die Schnepfen und deren Balzuflügel und nerv die Schwester auch mit seiner Begeisterung.

Eine der Schnepfen wird dann abgeschoßen, was Matti im emotionale Aufregung versetzt. Es gibt auch ein Boot, mit dem fährt Matti auf den See hinaus, weil das Bootaber leck ist, strandet er und wird von zwei Urlauberinnen Anna und Inger von einer Insel gerettet. Begeistert rudert er die beiden Mädchen zurück und landet vor dem Kaufmann, damit ihn alle sehen und dann verdingt er sich als Fährmann. Da hat er zwar keine Kunden. Die Schwester ist aber froh, den Bruder zu beschäftigen und dann bringt er einen Gast, den Holzfäller Jorgen ins Haus, der Quartier bei ihnen nimmt. Die Schwster verliebt sich in ihn und versetzt Matti damit in große Schwierikeiten, denn was macht er, wenn er die Schwester verliert?

Er faßt einen Plan, rudert auf den See hinaus und kommt nicht mehr zurück.

Ein spannendes Thema, sehr eindrucksvoll beschrieben mit ein bißchen Symbolik, die heutzutage vielleicht ein wenig ungewöhnlich anmutet, denn heute werden die Plots ja eher mit der Heldenreise geschmiedet gibt es auch. Aber spannend auch von den Außenseiter und ihren Schweirigkeiten mit der Intergration oder der Eingebettetheit in die dörfliche Gemeinschaft zu lesen und da kanni ch auch an meine „Mimi“ verweisen,die aber viel später geschrieben wurde.

Das Cover mit den grünen Vogelfedern ist auch sehr eindrucksvoll.

2021-05-12

Echos Kammern

Filed under: Bücher,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:36

Jetzt kommt schon das erste Buch, das in der Sparte „Belletristik“ für den „Leipziger Buchpreis“ nominiert wurde, denn da habe ich mich das letzte Jahr auch entschlossen diese Liste hinunterzulesen, zumindestens was die Belletristik und die Übersetzungen betrifft und Iris Haniksas „Echos Kammern“ wurde ja bei der letzten „Leseauslese“ in der „Gesellschaft“ vorgestellt und empfohlen.

Da bin ich aufdas Buch aufmerksam geworden und hätte es mir fast um den Gutchein eingelöst, den mir der Alfred vor Weihnachten gegeben hat, denn ich kenne die 1962 in Würzburg geborene Iris Hanika und ihr „Treffen sich zwei“ glaube ich von der „Deutschen Buchpreisliste“ 2008 ,die ich da das erste Mal per Internet verfolgte und 2009 versuchte das Büchlpreisleseprobenbüchlein in Österreich zu bekommen.

„Wie der Müll geordnet wird“ habe ich mir, glaube ich, einmal in Salzburg aus einer Abverkaufskiste gezogen oder war das das „Eigentliche“, das auch auf meiner Bücherliste steht und nun ist auf der Liste des „Lleipziger Buchpreises“ 2021 gekommen.

Die liebe Henrike Blum, die ich jetzt auch live lange nicht gesehen habe, hat mir das PDF geschickt, so daß ich das Buch, als Erstes gelesen habe und war, kann ich schreiben oder mich wiederholen, zuerst einmal verwirrt und habe mir fast gedacht, daß ich jetzt das Gleiche schreiben werde, was ich schon über die„Wilden Theorien“ geschrieben habe.

Sorry, nichts verstanden, aber ganz so einfach oder so unverständlich war es nicht. Denn da gibt es erst einmal einen allwissenden Erzähler, der uns durch das Geschehen führt. Ich habe zwar Psychologie und nicht Literaturwissenschaften studiert, hätte aber doch gedacht, daß das jetzt gar nicht mehr geht und ein absolutes no go ist, wie es ja heißt, wenni ch manchmal spoilere und dann und das führt mich wieder zu mir zurück, ist einer der ersten Sätze „Bevor ich bin gereist nach New York, ich war in Sorge.“

,Was heißt denn das? Wenn ich so schreiben würde, würde nicht nur der Uli aufschreien. Aber halt, bevor ich Iris Hanika sprachliche Inkompetenz vorwerfe, das Buch ist bei „Droschl“ erschienen und da gibt es auch„Broken German“ und Iris Hanika schreibt auch sogleich, daß es dabei, um die sogenannte „Lengevitsch“, handelt die 1925 von einem Kurt M.Stein erfunden wurde und in dem Buchgeht es im wesentlichen, um zwei Städte. Um Berlin und New York und um zwei Frauen. Um Sophoniste und Roxana und da haben wir schon einmal zwei ungewähnliche Namen. Ich hatte da ja mit meiner „Sophie Hungers“ und auch schon vor 2009 Probleme, weil ich gerne sprechende oder ungewöhnliche Namen verwende, Sophoniste ist eine alternde Dichterin, die mit ihren „Mythen in Tüten“ berühmt geworden ist, in denen es um die Musen Echo und Narziß geht und da haben wir schon die Anpielung zum Titel und die reist jetzt nach New York um einen Roman über die Stadt zu schreiben. Was auch recht schwierig ist, weil das ja heute jeder Dichter machen will, über New York und den Holocaust zu schreiben und da bin ich schon bei Gustav Ernst und seiner Präsentation seiner „Betriebsstörung“ im Literaturhaus, wo es darum geht, was gute Literatur ist und ob man nachden hunderttausend Millionen Romanen, die es schon gibt, noch überhaupt einen schreiben kann, der verständlich ist? Und so würde ich mir Iris Haniska „Echo Kammern“ auch interpretieren.

Sophoniste reist also nach New York und beginnt zu schreiben. Tut das aber in der „Lengevitsch“ und dann geht sie in den Starbuck, lernt dort einen Engel kennen, der sie zu einer Party einer berühmten Sängerin führt, deren Namen mir, die ich ja früher viel in die Oper ging, jetzt aber eigentlich wenig Musik höre, nichts sagte. Sie lernt aber einen Josch kennen, der über die ukrainische Literatur schreiben will und einen Alf, der früher Bedolf heißt, Achtung Anspielung an den Adolf würde ich vermuten, der lebt mit einer Deborah in einer New Yorker Luxuswohnung beim Central Park, lädt sie ein und bekocht sie. Die alternde Sophoniste und da wären wir auch bei den alternden Romanheldinnen von denen sich Mieze Medusa ja nicht vorstellen kann, daß es sie gibt, hat keine Wohnung sondern zieht von Stipendiumquartier zu Stipendiumsuartier und braucht, wenn sie wieder nach Berlin zurückkehrt, eine solche. Guter Rat ist hier nicht teuer, denn Alf kennt ja Roxane, die von Ratgebern lebt und damit berühmt geworden ist, zu der kann Sophaniste ziehen und Josh kommt auch gleich dorthin. Roxana verliebt sich unsterblich in ihm und ich habe dieses Wirrwarr, die verschiednen Sprache und ein Haufen literarischer Anspielungen kommen auch darin vor, eigentlich ganz gut, verstanden.

Das heißt, um nicht hochzustapeln. Ganz so einfach war das doch nicht. Zuerst habe ich bei „Wikipedia“ gelesen, daß man die Handlung des Buches nicht nacherzählen kann und dann ein Interview mit der Autorin gehört, wo sie sehr viel lachte und mir war klar, nach den hunderttausend Romanen, die es schon gibt, darf man sich ja nicht wiederholen, sondern muß immer danach trachten, etwas Neues und noch nie dagewesenes zu schreiben und da läuft man dann leicht in Gefahr unverstänlich zu werden oder vielleicht banal und es mit einer „Lengevitsch“ und vielen Anspielungen zu versuchen, so daß dann vielleicht gar keine komplizierte Handlung überbleibt, außer einer, die man vielleicht doch nacherzählen kann und das finde ich spnnend, habe ich mir doch, als ich beim Lesen des erstens Drittels war und nichts verstanden habe, gedacht, wieso empfehlen Cornelius Hell oder Katja Gasser, die ja einen elitären Literaturgeschmack haben müssen, dieses Buch und wieso wird es in der „Gesellschaft“ präsentiert, die mich ja wegen „selbstgemacht“ nicht lesen lassen, wieso gilt alles, was unverständlich ist, als gute Literatur und das andere nicht?

Das habe ich mir durch das Interview jetzt schon erklärt. Was über bleibt und vielleicht doch zu wenig beachtet wird, ist der Leser. Dennn lesen die das, was auf den deutschen, leipziger oder was immer Listen steht, das hehre, elitäre, unverständliche, was von den Literaturkritikern angepriesen wird oder wollen sie, wenn sie überhaupt noch lesen nicht vielleicht doch Krimis, ChickLlit, Fantasy oder what else.

Ich lese selber ja nachweislich viel und bekomme von meinen Spamern manchmal zu hören, daß ich nichts verstanden habe, ja manchmal tue ich das nicht. Dieses Buch habe ich aber doch verstanden. Bleibe ein wenig nachdenklich und noch immer ratlos zurück und bin jetzt gespannt, wie es sich neben den vier anderen Belletristik-Büchern durchsetzen kann. Da habe ich schon gehört, daß Judith Hermann nicht so gut Romane, wie Erzählungen schreiben können soll, von Christian Kracht habe ich auch schon einiges Kritisches gehört, aber noch nichts gelesen. Auf Helga Schubert bin ich gespannt und die Fritzi wäre ja, meine Leser wissen es, meine große Favoritin, scheine ihr Buch aber nicht zu bekommen und in den Schränken ist auch nicht soviel von ihr zu finden.

2021-01-16

Wieder zu den Bloggerdebutpreis-Empfehlungen

Filed under: Buchpreisbloggen,Literaturpreise — jancak @ 00:18
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Das was in dem letzten Jahr und noch in diesem am besten oder vielleicht auch als einziges klappte, ist meine Jurytätigkeit. Da gab es ja erst die „Ohrenschmaus-Jursitzung“, die Preisverleihung von 2020, die für Anfang Dezember geplant war, wurde ja verschoben und nach Weihnachten habe ich dann die restlichen drei Bücher, der heurigen Shortlist des „Bloggerdebuts“ gelesen. Zwei der fünf hatte ich schon gelesen und in der Bloggerjury bin ich ja schon seit 2016 dabe und habe mich seit dieser Zeit oder auch schon vorher intensiv mit den jeweiligen Jahresbebuts beschäftigt.

Meine Longlistempfehlungen habe ich auch immer gesammelt und an die Bloggerfrauen weitergegeben, beziehungsweise sie auf meine Longlist gesetzt, wo man auch immer sehen kann, weilche Debutbücher ich jeweils gelesen habe.

Für 2020 habe ich fünfzehn Longlistbücher auf meiner Liste und vierzehn davon schon gelesen und als die Shortlistbücher bekanntgegeben wurden, hatte ich auch schon meine Shortlistempfehlungen.

„Triceratops“, bei den „Verlassenen Kindern“ bin ich mir nicht mehr so sicher.

Leander Fischers „Die Forelle“ habe ich zum Zeitpunkt des Erscheinens der Shortlist gerade gelesen. Dann kam die Shortlist, wo ich zwei derBücher schon gelesen habe, die drei anderen waren mir mehr oder weniger unbekannt und Denis Ohde „Streulicht“ die mit ihrem Debut auf der Shortlist des DBbs gestanden ist und, glaube ich, auch den“ Aspekte-Debutpreis“ bekommen hat, wurde überall sehr gelobt und da war das Erstaunen der Leser, wie sehr Migratenkinder im Bildungsystem immer noch benachteiligt sind und ich habe gedacht, das ist doch nichts Neues. Das habe ich alles schon gelesen, das Buch aber sonst gut konzipiert gefunden.

Lucia Leidenfrosts „Verlassene Kinder“, das ich schon im Frühjahr gelesen habe, hat mich, glaube ich, sehr beeindruckt. Ein sehr poetisches Buch, das auch soziale Themen anspricht, aber eigentlich kein wirkliches Debut ist und mich gefragt, ob es auf die Shortlist kommen wird?

Dann habe ich „Hawaii“ gelesen, ein Buch von dem ich vorher nicht sehr viel, aber da nur Postives gehört habe und war einmal erstaunt, daß es sich dabei, um einen heruntergekommenen Stadtteil von Heilbronn und nicht um die berühmte Südseeinsel handelt.

Ein bißchen Dystopie war dabei, was mich ja besonderns in diesem Jahr sehr interessiert, es ist auch das Debut eines Sohnes einer türkischen Einwandererfamilie und da habe ich die Problematik dichter herausgearbeitet als bei „Streulicht“ gefunden.

Als viertes Buch habe ich Amanda Lasker-Berlins „Elijas Lied“ gelesen und war da von den Tabubrüchen, die die junge Regiestudentin da unerschrocken thematisiert, begeistert. Das „Down-Syndrom“, die Recherche in der neuen Rechten-Szene, nur die Verarbeitung des Themas Sex im Alter habe ich etwas zu aufgesetzt gefunden, obwohl der in den Altersheimen wahrscheinlich immer noch verboten ist. Auch, wie die drei Schwestern da einen Tag lang durch das Moor tappen habe ich künstlerisch und sprachlich gut gelöst gefunden.

Dann kam Buch fünf und das war schon optisch das Außenseiterbuch. Ich habe die Inhaltsangabe und eine Amazon-Rezension gelesen, die vielleicht auch von einem Blggerjurymitglied stammt, das das Buch abgebrochen hat, weil es sich beim Lesen nicht mehr ausgekannt hat, es aber als ein sehr anspruchvolles schwer verständliches Buch beschreibt. Habe es zu lesen angefangen, gedacht, Platz vier, war dann in der Mitte sehr begeistert. Der Monologstil, die Themen haben mir gefallen, verstanden habe ich auch nicht sehr viel und es hat sehr lange gedauert, bis sich der Inhalt mit der Beschreibung deckte, also doch drei Punkte und der Würfel muß her.

Also voila und wieder betone ich, es kann immer alles ganz anders sein und alle drei Bücher und natürlich auch die anderen, die auf der Longlist stehen sind lesenswert und habe ich es schon geschrieben, ich bedauere natürlich, daß keine Selfpublisher-Bücher auf die Liste kommen können und da auch noch dieses Vorurteil besteht, aber gut, das kann ich zumindestens jetzt noch nicht verändert.

Also fünf Punkte für „Elijas Lied“, weil ich mich die Tabubrüche, die Themenauswahl, das sensible Beschreiben des Leidens unter der erzwungenen Kinderlosigkeit Elijas, weil Downsyndrom-Betroffene immer noch keine Kinder haben dürfen, die neuen Rechte-Szene und auch der Tag, der Schwestern, in dem Moor sehr beeindruckt haben und man von der jungen Frau in dem Buch Dinge erfahren kann, die in anderen Büchern nicht zu finden sind.

Drei Punkte für Cihan Alcars „Hawaii“, weil mich das Leben der jungen Deutschtürken sehr interessiert und mir auch die Genreübergreifungen des Buches sehr gefallen hat und mich das Buch mehr als Denis Ohdes „Streulicht“ angesprochen hat.

Ein Punkt für Lucia Leidenfrost „Wir verlassenen Kinder“, weil ihr Buch sowohl sehr poetisch als auch sehr sozialkritisch ist und das auf eine ganz besondere Art und Weise wiedergibt.

Abschließend möchte ich das Lesen von David Mischs „Schatten über den Brettern“ noch einmal empfehlen und dem Buch vielleicht auch noch eine Überarbeitung wünschen, weil das Lesen so wirklich nicht ganz einfach war, ich es aber trotzdem für sehr interessant halte.

Und nun zu den Gewinnerinnen und dazu wie sich die anderen Blogger entschieden haben:

Da hat natürlich, wie erwartet Deniz Ohdes „Streulicht“ gewonnen, gefolgt von Lucia Leidenfrust, dann überraschend, weil es ja sehr kritisiert wurde, „Elijas Lied“ und „Hawaii“, zum Schluß kommt David Misch, dessen Buch ja sehr ungewöhnlich ist und dem man sich sehr ambilavent nähern kann. ich gratuliere und am Abend wird es noch einmal eine „Zoom-Sitzung“ der anderen Blogger geben.

2021-01-02

Zoom-Jurytreffen

Filed under: Buchpreisbloggen — jancak @ 23:40
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Ich habe ja schon geschrieben, daß mich die Corona-Krise noch mehr, als es schon war vom Literaturbetrieb weggebracht hat, für den Samstagabend gilt das nicht, denn da hätte ich gleich zwei Treffen gehabt, um sieben ein Zoom-Jury treffen, um sich über die fünf Shortlistbücher des Bloggerdebuts miteinander auszutauschen und um acht hat Jurenka Jurk ihr erstes Webinar bezüglich des Fünftagekurs „Plan dein Romanschreibjahr“, das mich noch bis sechsten begleiten wird, gegeben hat und das ich, wie in den letzten zwei Jahren wieder mitmachen möchte, obwohl ich mein Romanschreibjahr 2021 eigentlich schon geplant habe und da kann ich gleich spoilern, daß ich das Webinar, weil das Zoom-Treffen sehr lang war, fast versäumte, was aus den schon zitierten Gründen, aber wahrscheinlich nichts macht, obwohl die Teilnehmerfragen zu denen ich noch zurecht kam, sehr interessant waren

Der Bloggerdebutpreis, den die Frauen vom „Debut“ ins Leben gerufen haben, gibt es seit 2016 und seitdem bin ich auch dabei und lese mich durch die Jahresdebuts und finde die fünf ausgewählten Bücher immer sehr interessant und unterschiedlich.

Die Shortlist wurde am dreißigsten November auch, Corona macht es offenbar möglich oder die Debutfrauen auch durch einen Zoom-Konferenz bekannt gegeben und da ich ich bezüglich Internet ein wenig altmodisch bin und auch einen veralteten Browser habe, kann ich bei den meisten Zoom-Konferenzen den Ton nicht hören und so war die Shortlist-Bekanntgabe ein ziemliches Rätselraten, weil Bozena Badura, die ich ja einmal in Essen kennenlernen konnte, die Bücher nur sehr kurz in die Höhe gehalten hat, ich konnte aber alle erraten und habe sie inzwischen alle gelesen und kann mir jetzt die Zoom-Konferenzen auch über Alfreds Laptop, wo der Ton funktioniert anhören, was die Frauen ein wenig verwirrte, da plötzlich ein unbekannter Teilnehmer anwesend war. Dann aber klappte, das heißt, ich konnte mich nicht direkt beteiligen, weil ich kein Mikro habe oder mich damit nicht auskenne, konnte diesmal aber gut zuhören, was die neun anderen Teulnehmer, der sechzehn Jurybloggern zu den Büchern zu sagen hatten, eine Facebookgruppe gibt es auch, da bin ich auch dabei, blogge die Bücher also sehr isoliert vor mir, gebe aber manchmal auf den anderen Blogs Kommentare und bekomme auch welche.

Zuerst wurde gefragt, wer schon welche Bücher gelesen hat, da stehen ja

1.Lucia Leidenfrost „Wir verlassene Kinder“

2. Deniz Ohde „Streulicht“

2.David Misch „Schatten über den Brettern“

4. Cihan Alcar „Hawaii“ und

5. Amanda Lasker-Berlin „Elijas Lied“ auf der Liste.

Mit der Diskussion über „Streulicht“ wurde dann begonnen, das ja weil es auch auf der „Shortlist des Deutschen Buchpreises“ stand und den „Akzente-Debutpreis“ bekommen hat, das bekannteste ist und das hat, glaube ich, den meisten Bloggern gut gefallen. Mich hat es, das habe ich schon geschrieben, nicht so beieistert, weil ich die Bildungsdiskriminierung von Migrantenkindern nicht so ungewöhnlich fand und mich sonst auch nicht so sehr mit den Stil erwärmen konnte. Die Diskussion darüber war aber sehr lang und interessanterweise wurde dann noch über einige andere deutsche Buchpreisbücher diskutiert und sehr lange über Anne Webers „Heldenepos“, das bei den Diskutanten nicht so gut weggekommen ist. Ich habe es zwar auch nicht so ungewöhnlich aber sehr interessant gefunden, hatte keinen so besonders großen Einwand, daß es den Preis bekommen hat, obwohl ich mir eigentlich den Thomas Hettche erwartet hätte und einen Zusammenhang zwischen dem Epos und Deniz Ohdes Buch kann icheigentlich auch nicht so besonders sehen, war aber interessant, die Gedankensprünge zu verfolgen.

Dann wurde Cihan Alcars „Hawaii“ besprochen, das mir recht gut gefallen hat. Da wurde die einfache Sprache diskutiert, die dieser junge Ex-Fußballer hat und dann kam für mich die Überraschung, nämlich die Verurteilung eines Buchs, das mir sehr gut gefallen hat, weil es Tabus bricht, die man sonst eigentlich nicht so auf den Buchpreislisten findet, wo es ja oft um den Sex und die Liebe der älteren Männern geht .

Bei „Elijas Lied“ hat die sehr junge Autorin meiner Meinung nach ein sehr frisches Buch geschrieben, obwohl ich mit der Sexualbegleiterin, wie das jetzt zu heißen scheint, die in ein Pflegeheim am Abend arbeitet, während sie am Tag in einer Kantine jobbt und dann noch einen Freund in den oberen Etagen hat, nicht so viel anfangen konnte und dachte, das ist halt so bei den Debuts, daß man es da sehr überzeichnet macht. Das wurde, glaube ich, auch sehr dkritisiert und aufgezeigt, daß eine der beschriebenen Szenen schon woanders zu finden wären. Mich hat ja sehr beeindruckt, wie genau Amanda Lasker-Berlin, die neue Rechten- Szene beschrieben hat. Ich habe mir ja eine Weile Martin Sellners Videos angeschaut. Amanda Lasker- Berlin scheint das auch getan und daraus ihre Loth geformt zu haben. Am meisten hat mich aber die Beschreibung der Elija“ und dabei bleibe ich, beeindruckt, denn wenn man seit 2007 Jurymitglied des „Ohrenschmauses“ ist und da auch immer die Tanzeinlagen bei den Preislverleihungen sieht, weiß man ungefähr, wie es den jungen Frauen mit Down-Syndrom, die, glaube ich, oft noch immer keine Kinder bekommen dürfen, aber künstlerisch sehr gefördert werden, geht und so habe ich die Schilderung der Elija sehr realistisch gefunden und bleibe, auch wenn ich da vielleicht allein sein werde, dabei, daß ich das Buch für etwas besonderes halte.

Dann wurde David Misch besprochen, mit dem ich ja auch meine Schwierigkeiten hatte und eine ähnliche Dskussion erwartet hätte. Die kam dann auch, ist aber nicht so schlimm ausgefallen. Wahrscheinlich auch, weil solche Bücher vielleicht doch nichtso ungewöhnlich sind, als die Schilderung eines Down-Sndroms und als Letztes kam die Besprechung von Lucia Leidenfrosts „Wir verlassenen Kinder“, das ich ja schon im Frühling gelesen habe und das den meisten wieder sehr gefallen hat, so daß wir sehr gespannt sein können, wie die Entscheidung der Blogger ausfallen wird. Die dann am fünfzehnten Jänner, wo interessanterweise auch die „Ohrenschmaus-Jurysitzung ist, bekanntgegeben wird.

Ich kann da noch nichts voraussagen, aber sehr empfehlen, die Bücher selbst zu lesen und sich ein eigenes Urteil zu machen, ob es jetzt Deniz Ohde oder vielleicht doch Amanda Lasker-Berlin schaffen sollte?

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