Literaturgefluester

2018-04-05

Die Kinderbücher

Weiter geht es mit der Vorstellung meiner Bücher, beziehungsweise der Themengebietesammlung, denn das habe ich ja vor im Jubiläumsjahr, zu zehn Jahre „Literaturgeflüster“, meinen Leserinnen und Lesern ein bißchen etwas über die eigene Buchproduktion zu erzählen.

Denn da ich ja meine Bücher selber mache, mir also immer fünfzig Stück drucken lasse und sie dann verteile und dabei sogar auf die ISBN-Nummer verzichte, liegt das ein wenig brach, beziehungsweise ist an meine Bücher nur schwer heranzukommen, obwohl ich ja subjektiv das Gefühl habe, ich posaune das ohnehin den ganzen Tag heraus und jeder müßte, um mein Schreiben wissen.

So ist es nicht, bin ich, als mich Ljuba Arnautovic einmal für eine Journalistin oder Literaturkritikerin gehalten hat, daraufgekommen. Klar, die GAV-Kollegen wissen das ich schreibe.Meine Blogleser könnten es eigentlich auch wissen, aber die halten mich vielleicht für eine Hobbyautorin, finden, daß ich schlecht, trottelig oder unverständlich schreibe oder lesen vielleicht nur den Artikel, wo ich sie und ihr Werk erwähne und das andere nicht.

Meine Psychologiekollegin und Vorgängerin Irmgard G. auf der II HNO Sprachambulanz hat mich einmal gefragt, ob mein Blog mein Schreiben ersetzen würde?

So ist es nicht, natürlich nein, ich schreibe nach wie vor meine Bücher, Romane und realistische Erzählungen und gebe sie dann fünfzigmal geraus, nehme sie auf Lesungen, wenn ich welche habe, also aufs Volksstimmefest, zu den „Textvorstellungen“ in die „Alte Schmiede“, etcetera mit und lege sie auf, aber das wäre es dann schon, wenn man keine ISBN-Nummer und die Bücher bei sich selber zu Hause liegen hat.

Es ist auch so, wenn man eine solche hat, aber in einen Kleinstverlag erscheint, so habe ich ja noch immer einige Schachteln der „Hierarchien“, erschienen Anfang 90, in der „Edition Wortbrücke“ in Harland stehen und ein paar andere stehen warhscheinlich im Keller des Kulturamtes der Stadt Wien, die ja Jack Unterweger, auf mein Betreiben, empfohlen von Barbara Neuwirth, glaube ich, diese abkaufte.

Das war auch das, was mich dazu brachte, bei meinen „Digis“ auf die ISBN-Nummer zu verzichten, die man natürlich kaufen kann, aber ich denke, meine fünfzig Stück wären auch dann kaum auffindbar und keiner würde sie nur über die Nummer bestellen.

Bestellen kann man die Bücher übrigens bei mir und einige Mal im Jahr bekomme ich auch solche Anfragen und verschicke meine Bücher und durch das „Literaturgeflüster“ und die Marketingbestrebungen der Selfpublischer, habe ich auch begonnen, meine Bücher dort vorzustellen.

So gibt es regelmäßig, wenn der Text an die Druckerei gehen kann, eine kleine Vorschau, neuerdings auch mit Gewinnspiel. Schade, daß sich da nie jemand meldet, der interessiert an meinen Büchern ist und sie lesen will.

Das ist schon etwas, was mich ein bißchen irritiert. Aber ich habe seit 2002, als ich auf dem Geburtstagsfest der Erika Danneberg im „Siebenstern“ war und nicht so recht wußte, ob ich ihr eines meiner Bücher, ich glaube, es waren die „Schreibweisen“ schenken sollte und das Buch während ich mir das überlegte, einigen Leuten zeigte, die es gleich kaufen wollten, immer die letzten zwei Bücher in meiner Tasche, um sie Interessierten zu zeigen und habe da auch schon einige verkauft und auch manchmal ein positives Feedback zurückbekommen und seit einigen Jahren, lege ich auch immer ein Exemplar in den Bücherschrank.

Da hat sch beim Sommerbuch eine halbe Stunde später, als ich von der Pojt zurückgekommen bin, eine Dame angerufen und sich dafür bedankt und das „Bibliotheksgespenst“, wird habe ich gesehen, im Netz angeboten. Ich glaube, um zehn Euro. Ich, kann ich nur flüstern, verkaufe die Bücher zum Selbstkostenpreis, weil ich  nicht wirklich an ihnen verdienen will, also billiger.

Es gibt  das Gewinnspiel mit jeweils drei Fragen zu dem Buch, um es ein wenig vorzustellen und wenn es dann fertig ist, gibt es ein Bild mit mir davon und da würde ich gerne eine Leserunde machen, aber auch das funktioniert noch nicht so wirklich, als ob die selbstgemachten Bücher ohne ISBN-Nummer von vornherein mit einem Makel behaften wären und man sich an ihnen anstecken könnte.

Nun gut, man braucht ein wenig Zeit sie zu lesen, aber das braucht man auch bei anderen Büchern und es gibt ja Leute, die von sich behaupten, sie würden, alles, was sie in die Finger kriegen, begierig verschlingen. Nun gut, es gibt auch selbstverlegte Bücher und da hat noch nicht  der Verlag darüber gesehen und sie für gut befunden oder früher meine unverlangten Zugesandten nicht gedruckt.

Jetzt schicke ich  nicht mehr hin, sondern mache gleich selbst. Aber ich wollte  etwas über meine Kinderbücher erzählen, weil ich bei den Thmengebieten schon die depressiven Frauen, die Bücherschrankmotive, die Schreibweisen und noch einiges andere mehr vorgestellt habe, so daß man, wenn man es will, schon einen kleinen Einblick in mein Schreiben und meine inzwischen, glaube ich, an die vierzig selbstgemachten Bücher bekommen kann, die meistens Romane, Erzählungen oder Novellen sind. Zwei Erzählbiände mit Kurzgeschichten gibt es auch, die „Schreibweisen“ mit drei längeren Erzählungen übers Schreiben und das „Literaturgeflüster Texte Buch“ das die literarischeren Texte der ersten fünf Jahre des Blogs enthält und dann gibt es zwei Kinderbücher, obwohl ich mich jeigentlich nicht als Kinderbuchautorin bezeichnen würde, aber eher unfreiwllig damit angefangen oder einen meiner frühen größeren Erfolge von dort herbekommen habe.

Denn ich habe, auch menn man mir das vielleicht nicht glaubt, einmal einen Teil des „Kinderbuchpreises der Stadt Wien“ bekommen, die andere Hälfte, Christine Nöstlinger, ich glaube für das „Austauschkind“. Man sieht, das ist lange her und ich kannn mich nicht mehr ganz daran erinnern. Die eine Hälfte also Christine Nöstlinger, die andere hat das nicht rollenspezifische Kinderbuch, das aus einen Wettbewerb, den „Jugend und Volk“ und das Staatssekretariat für Frauenfragen für nicht rollenspezisische Texte veranstaltet hat, wo auch Christine Nöstligner in der Jury saß „Buben dürfen weinen, Mädchen dürfen weinen“ und da ist mein Text „Güler will kein Kopftuch mehr“ drin, obwohl der Text eigentlich für einen Roman, der nie fertig oder veröffentlicht wurde, geplant war.

Das war mein erster großer Erfolg, mehrere Auflagen, einige Interviews, schon Verrisse, wegen der Sprache, obwohl das Buch lektoriert worden ist. Danach habe ich auch noch an „Jugend und Volk“ geschickt, der einen meiner Texte über die Arbeitswelt an den „Wiener Frauenverlag“ schickte, so daß er dort in einer der ersten Anthologien veröffentlicht wurde.

Die zwei Kinderbücher die ich hier vorstellen will, sind später entstanden. Beim Ersten handelt es sich, um eines meiner Lieblingsbücher, es wurde, wie unter der letzten Zeile steht „Im Mai und Juni 1993 in Lemberg, Krakau und Wien“ geschrieben und ich kann mich an eine sehr rauschhafte Zeit erinnern.

„Lore und Lena“ behandelt das doppelte Lottchen -Motiv. Das sind zwei zehnjährige Mädchen. Eine geht in eine katholischePrivatschule und lebt bei ihrer Mutter, einer erfolgreichen Kinderärtzin, die mit dem Professor, denPrimar einer Kinderklinik verheiratet ist, der ist allerdings nicht ihr Vater und die andere,Lena, geht in eine Alternativschule, das WUKwird, glaube ich, direkt genannt. Ihr Vater ist ein erfolgreicher Schriftsteller, Josef Haslinger, war vielleicht mein Vorbild beim Schreiben und dort machen sie sie ein Zeitschriftenprojekt. Lena findet einen Artikel, wo die Kinderärtzin Lore und der Professor abgebildet sind, erkennt, daß sie ihr ähnlich sieht und das sie das Jugendbild der Ärztin in ihrer Schachtel und als einzige Erinnerung an ihre Mutter hat. Geht in ihre Praxis täuscht Bauschmerzen vor und die Geschichte beginnt. Denn die konservativen Großeltern nehmen Lena nicht so leicht und sofort in ihre Familie auf. Lena zerbricht fast deran, während die lockere Lore, das ganze als Spiel sieht, auch in die alternative Schule will, mit dem Vater und seiner Freundin ach Griechenland auf Urlaub fährt und dort zu schreiben beginnt.

Das Buch hat mich fast in einen Rausch versetzt und ich habe es innerhalb ein paar Wochen heruntergeschrieben. In Wien, während ich in der Reinprechtsdorferstraße meine Praxis machte und meinen Vater betreute und dann bin ich damals vier Tage mit einem Bus des akademischen Reisediestes über Krakau nach Lemberg gefahren und habe dort, wie ich mich erinnern kann, beispielsweise die Griechenlandszenen,  geschrieben.

Ich war sehr begeistert von dem Buch, habe es auch fleißig herumgeschickt und gedacht, jetzt muß es doch mal was werden und ein Kinderbuchverlag wird es nehmen. Damals ist auch zeitgleich mein zweites Buch übers Stottern erschienen. Aber nichts, Sense aus. Eine Rückmeldung, die mir, glaube ich,  schrieb, daß der Verlauf der Handlung unglaubwürdig wäre oder so, ich habe den Brief, glaube ich, in der Konditorei  Aida liegenlassen und nie mehr zurückbekommen, habe ich erhalten, sonst nichts außer Absagen.

Aber als wir dann im Sommer nach Mexiko geflogen sind, habe ich mein zweites Kinderbuch, nach einer Iidee, die ich schon länger hatte, geschrieben.

„Mutter möchte zwanzig Kinder“.

Es ist relativ dünn,  mein viertes Digibuch, Lore und Lena ist das dritte, hat einen gelben Umschlag und den Titel hat die damalige neunjährige Anna mit der Hand darauf geschrieben. Bei „Lore und Lena“ hat sie den Buchtext verfasst und ist zusammen mit einer Freundin, am Cover zu sehen.

Bei der „Mutter“ habe ich Elfriede Haslehner gebeten, die hat dann: „Die Autorin, Mutter einer Tochter, unternimmt das Wagnis das Leben einer Frau zu schildern, die 20 Kinder haaben möchte (zu Beginn der Erzählung hat sie gerade ihr elftes Kind bekommen), diese als Alleinerzieherin aufzieht und auch selbst unterrichtet.

Ob das gut geht?

Ja, es gibt sie, diese Vielfach-Mütter, und sie sind so etwas Besonderes, daß man hin und wieder eine von ihnen in einer Fersehshow bewundern kannn. Allerdings haben die Fernseh-Mütter meist einen unterstützenden Ehemann an ihrer Seite.

Es ist wohl eine Menge Fantasie nötig, um jungen (und junggebliebenen) Lesern/Leserinnen Einblicke in das turbulente Leben einer solchen Übermutter -geschildert aus der Sicht ihrer zehnhährigen Tochter – gehen zu können. Eva Jancak hat sie.“

E. H. steht daruber und nicht der volle Name, offenbar auch hier etwas Distanz zu den selbstgemachten Büchern und das Ganze ist natürlich eine Phantasie , die ich irgendwann einmal herbekommen und ausgesponnen habe.

Ob das gut geht im realen leben, wahrscheinlich nicht und Beate Baumann ist auch keine von den neuen Konservativen, wie es sie die Identitären haben wollen. Sie ist im Gegenteil eine sehr alternative Frau und kämpft sich mit ihrer Kinderschar sehr selbstbewußt durchs Leben. Als die Familienhelferin Hilde Pokorny sich aufmacht, nach der Wohnung zu suchen, wurde gerade der kleine Markus, als elftes Kind gerade geboren, alle zu Hause, so wie ja auch die Anna zu Hause geboren wurde, um die kinderrreiche Alleinerzieherin, die erste Woche zu betreuen, kommt auch bald die Sozialarbeiterin Frau Koller vom Jugendamt, macht ein strengen Gesicht, sagt „Frau Baumann, Frau Baumann!“ und erzählt dann etwas von Schwierigkeiten, die es mit dem Rechtsanwalt Viktor Frank, einer der Väter gibt, das hört Liesel die älteste Tochter, die wie ihr Bruder Stephan einen Vater hat. Der ist Lehrer und hat Beate Baumann wegen ihrer Kinderwünsche verlassen und Liesel überninnt nun eine Odyssee, um ihrer Mutter aus den Schwierigkeiten zu helfen. Sie freundet sich mit Karin, der Tochter von Viktor Frank an, geht zu ihrer Geburtstagsfeier mit seinem sohn und Bea Baumann, die inzwische einen kinderfreundlicheren Mann kennengelernt hat, ist auch sehr bemüht, aus den Schwiergkeiten herauszukommen, in die sich sogar der Bürgermeister einmischt und alles wird gut.

Eine Phantasie und vielleicht kein wirkliches Kinderbuch, obwohl meine bücher ja eigentlich sehr leicht geschrieben sind und ich mich ganz ehrlich immer etwas wundere, wenn mir einer meiner Blogleser schreibt, daß er meine Texte nicht versteht. Es wären eher Kinderbücher habe ich von anderen meiner Texte, öfter gehört und so habe ich in den Neunzigerjahren dann auch den Versuch, zwei Kinderbucher zu schreiben, gemacht.

Ich habe auch „Mutter möchte zwanzig Kinder“, an die Verlage geschickt, wie man sieht, keinen Erfolg gehabt. Das Buch dann als viertes „Digi“ herausgegeben und noch in Mexiko den Versuch eines drittes Kinderbuchs, nach einer Idee, eine alten Frau, die sich gegen das Pflegeheim in das gescteckt wurde, wehrt, schon hatte, zu schreiben, habe aber in Wien zurückgekommen, damit aufgehört und später auch keine expliziten Texte für Kinder mehr geschrieben.

Es hat damals in einem Cafe im achten Bezirk einen monatlichen Jour Fix, wo sich Kinderbuchautoren getroffen haben, gegeben, Georg Bydlinsky, den ich von der GAV und der IG kenne, hat mir ihn empfohlen. Ich bin ein paar Mal hingegangen, die zwei Bücher, beziehungsweise die Manuskripte, auch einer Kinderbuchautorin gezeigt, die sie freundlich gelesen hat und mir dann erklärte, daß sie zwischen der Kinder und der Erwachsenenliteratur angesiedelt wären und ich sie vielleicht deshalb zurckbekommen habe.

Magl sein. Es sind sicher nicht meine typischsten Bücher. Ich schreibe jetzt mehr wahrscheinlich über die Schwierigkeiten des Alterwerdens oder den Schwierigkeiten, die man in einer Gesellschaft, wie dieser hat, gebe meine Bücher nach wie vor selber heraus, vermarkte oder stelle sie im Blog vor und fühle mich ein wenig ausgeschrieben, so daß ich mich beim Schreiben dieses Artikel auch ganz ehrlich, ein wenig vor dem Korrigiereb der „Unsichtbaren Frau“, drückte, das gebe ich zu.

Es ist mir aber eingefallen, daß ich, daß ich Kinderbücher geschrieben habe, das hier noch nicht so oft erwähnt habe und, daß ich im Zuge meiner zehn Jahrespromotion, sie einmal vorstellen könnte.

Für den, der neugierig geworden ist, ich habe noch ein paar Exemplare der beiden Bücher in meinen Regalen und schicke sie dem, der sie lesen will, gerne zum Selbstkostenpreis oder als Rezessionsexemplar zu.

Johann Barth hat mir übrigens eine sehr schönen Rezension über „Mutter möchte zwanzig Kinder“ geschrieben und etwas über „Lore und Lena“ gibt es auch.

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2018-03-03

Schreibweisen

Wieder gibt es einen Artikel  über meine eigenen Bücher, denn da haben sich ja inzwischen über vierzig selbstgemachte sogenannte Indie-Bücher angesammelt, die ich im Jubiläumsjahr ein bißchen promoten oder nach Themengebieten geordnet nach und nach vorstellen will.

Seit 2009, beziehungsweise, seit ich diesen Blog betreibe stelle ich die Bücher ja immer in den sogenannten Vorschauen vor und zeige mich dann auch nach dem Erscheinen mit einem solchen, es gibt Gewinnspiele und seit kurzem die sogenannte Leserunden die ich gerne machen will.

Es gibt aber auch einen Artikel zu den Covern, den ersten Sätzen, den Lieblingsbüchern und in diesem Jahr habe ich ein bißchen die bekannten Gestalten, also immerwiederkehrende Figuren in meinen Büchern, die depressiven Frauen und auch die Bücherschrankmotive vorgestellt.

Was bleibt dann noch? Ja richtig, die Bücher übers Schreiben oder die, wo die erfolglosen Schriftsteller und Schriftstellerinnen vorkommen, meistens sind es Frauen, also die Alter Egos von mir und manchmal sind sie auch ein bißchen depressiv, wie es das erfolglose Schreiben ja macht. Sie geben ihre Bücher selber heraus, werden verwechselt, bleiben über, aber auch die Nobelpreisträgerinnen interessieren mich und da habe ich mir bei zwei auch schon Geschichten ausgedacht.

Da ich ja schon viele Bücher geschrieben habe und mich, wie man sieht auch gerne wiederhole, man schreibt ja immer sein ganzes Leben den gleichen roman, hat, glaube ich, Heimito von Doderer oder was es doch ein anderer gesagt, fällt es mir wie bei dem Depressionsartike auch ein wenig schwer nichts auszulassen, beziehungwweise von einem Thema nicht zum anderen zum kommen.

Also werde ich mich, wenn es geht und ich es schaffe, auf ein paar Beispiele konzentrieren. Das Thema ist ja beliebig und kann bei Interesse und Bedarf auch noch wiederholt und weiter ausgeschlachtet werden.

Das erste Mal habe ich mich mit dem thema Schreiben, glaube ich, in der Kurzgeschichte „Die Verwechslung“ beschäftigt, die in einer der Volksstimmeanthologien, ich glaube in der ersten mit dem Hrdlicka-Cover, agedruckt ist.

Da geht iene erfolglose Autorin in eine Buchhandlung, schlägt ein Buch auf und findet unter einem bekannten Autorennamen eine Geschichte, die eigentlich von ihr ist und fährt mit Hilfe der IG-Autoren nach Frankfurt zu „Suhrkamp“ um das aufzuklären.

Ja, das sind so Phantasien der erfolglosen Autorinnen, die fast ein wenig peinlich klingen könnten, wenn man sie aufschreibt, denn da kommt ja gleich die Frage, ob das vielleicht autobiografisch ist?

Aber nein, ganz klar, natürlich leider nur erfunden, aber die Seele ist ein weites Land und die Phantasien wie man so hört zollfrei und erlaubt.

So habe ich das Thema auch später wieder aufgegriffen und kann es im „Wilden Rosenwuchs“ wiederfinden, wo es ja nach Stockholm zu einer Literaturpreisträgerin geht und das ist auch ein beliebtes Thema, diese Reise nach Stockholm zur Nobelpreisverleihung, die man am besten noch mit Billig- oder Gratisreisen antritt. Ja die Seele ist ein weites Land und die Phantasien bekanntlich zollfrei….

„Der wilde Rosenwuchs“ ist 2007 noch bei „Novum“ erschienen, oäter habe ich ja die Druckerei gewechselt und bin zum „Digitaldruck“ gegangen wo ich immer noch meine Bücher herausgebe.

Im „Wilden Rosenwuchs“ geht es um eine Wohngemeinschaft mit drei prekären Germanistikstudentinnen. Da habe ich ja auch einmal eine Veranstaltung zu den prekren Arbeitsverhöltnissen im Literaturhaus machen wollen, da haben sie mich aber schon hinausgeschmissen, so daß ich sie im Amerlinghaus machte und habe dort aus dem Buch oder war es noch das Manuskript gelesen.

Franhziska Link ist, glaube ich, die Ich-Erzählerin, die lebt mit Karoline Radeztky und Rosa Binder in einer WG. Da sie keinen Job findet, jobbt sie als Altenhelferin bei einem dementen Literaturprofessor. Sie schreibt aber auch einen Roman und in dem geht es, um eine solche Verwechslung. Eine erfolglose Schriftstellerin findet keine Verlag, beziehungsweise landen ihre Mansukripte in einem Müllcontainer oder einem Abstellregal. Dort fischt sie eine schreibblockierte Erfolgsautorin heraus, gibt es unter ihren namen heraus und die Finderin der Manuskripte fliegt nach Stockholm, um sie zur Rede zu stellen, beziehungsweise das Manuskript bei einer Leetheateraufführung vorzustellen.

Der Band „Schreibweisen“ von dem der heutige Artikelname übernommen wurde, ist mein zweites „Digibuch“und dort sind drei Erzählungen übers Schreiben herausgekommen, zu denen Alexandra Millner den Beschreibungstext verfasst hat.

Der Krimi „Tod eines Jurymitglieds“, den ich nach einem Allan Wilton-Hefterl geschrieben habe. Das heißt, es gibt drei Polizisten, den Kommissar und zwei Inspektoren, die ich nach dortigenVorbild moderierte, einen Schreibwettbewerb, wo eine der Juroren tot aufgefunden wird und der Kommissar ermittelt mit seinem Team, geht von Autor zum Autor und fragt nach den Schreibmotiven, beziehungsweise soll er den Töter herausfinden, den es, weil meine Krimis ja keine sind, nicht gibt.

Die Geschichte hätte in dem Band enthalten sein sollen, den ich mit Elfriede Haslehner und Hilde Langthaler herausgeben wollte, aber dran scheiterte, weil der Verleger einen Beitrag von uns haben wollte und man das eigentlich nicht zuzahlen soll. Also habe ich mich geweigert das zu tun, obwohl ich ja meine Bücher selbst herausgebe und die Erzählund dann mit zwei anderen in einem solchen Buch erschienen ist.

Man sieht, das Leben ist widersprüchlich und die Grenzen zwischen Selbstzahler- und Eigenverlag fließend, aber inzwischen ist das Selfpublishing ja in und zumindestebs in Frankfurt und Leipzig füllt es eine ganze Halle.

Die zweite Geschichte heißt „Der verrückte Traum der Thea Leitner“ und sagt auch viel über meine Phantaisien aus, denn da gibt es ja sogar eine  schreibende Psychotherapeutin, die keine Stunden hat, so daß sie nach Salzburg fährt, in den „Starverlag“ geht, um sich dort nach ihrem Manuskript zu erkundigen und sich dabei in den Cheflektor verliebt. Eine Verwechslung gibt es auch und am Ende wird ihr Manuskript gedruckt.

Und Geschichte drei, das „Salz in der Suppe“ geht ein bißchen in die Dystopie oder in die Diktatur von schwarz-blau und erzählt auch die Geschichte einer erfolglosen Autoren, die ihren Mann und ihren Verleger findet.

Dann gibt es dann als neuntes „Digibuch“, bei „Novum“ herausgegeben „Das literarische Lleben der Dora Faust“, einen ganzen Roman über das erfolglose Schreiben, beziehungsweise eine Reihe von literarischen Kurzgeschichten, die Dora Faust, die eigentlich an ihrem fünfzigsten Geburtstag, den Schwur ableistet, nie mehr zu schreiben, vor sich hinschreibt, am Ende ebenfalls nach Stockhom fährt und auch einen Text in einer Anthologie bekommt.

Eingerahmt ist das Buch, das 2004 erschienen ist von einer ganzen Reihe von Absagebriefen, die ich selbst bekommen habe und für das Buch leicht abgewandelt und mit dem Adressat „Sehr geehrte Frau Faust“, beziehungsweise „Mit freundlichen Grüßen Dora Faust“ versehen habe.

Das Buch habe ich, glaube ich, einer literarischen Agentur angeboten, die damit nichts anfangen konnte. Inzwischen gibt es aber eine Reihe von Büchern übers Schreiben und auch meine literarische Produktion darüber ist weitergegangen.

„Den Wilden Rosenwuchs“ habe ich schon erwähnt, biem „Novembernebel“,  dem ersten „Digitaldruck-Buch“, gibt es   die beschriebenen  Überlappungen, denn eigentlich geht es da ja um einen Brief, den eine alte Frau zu ihrem achtzigsten Geburtstag bekommt, daß sie sich bald heimdrehen soll.

Die hat aber auch eine Enkeltochter, die eine Dissertation schreibt, ein Schreibseminar besucht, etcetera.

Man sieht, meine Themen gleichen sich, ich kann es nicht lassen mich zu wiederholen, habe  schon wirklich viel geschrieben und  schreibe immer mehr und mehr.

In den „Fluchtbewegungen“, 2006 herausgekommen, wo das Cover das Frankfurter Literaturhaus ziert, das uns Rudolf B. zeigte, als wir im Sommer vom Urlaub in Dänemark mit den Hs. kurz dort waren und ich 2005 bei der „Text und Kritikwerkstatt der Erika Kronabitterr in Vorarlberg eine Szene las, geht es in verschlüsselter Form, um die Nobelpreisträgerin von 2004, die heißt bei mir Llarissa Lichtblau und versteckt sich vor ihrem Ruhm in einem Haus, wo sie von einer erfolglosen Schriftstellerin beobachtet wird und da es in meinen Büchern oft mehrere ineinander verknüpfte Handlungsstränge gibt, gibt es da auch noch einen bankrott gegangenen Großbuchhändler, der sich in einem Hotel in Venedig versteckt und eine analphabetische Putfrau, die sowohl in diesem Hotel, als auch bei Larissa Lichtblau jobbt, gibt es auch.

Die zweite Nobelpreisträgerin findet man in der „Heimsuchung“ mein erstes „Nanowrimo-Buch“ und da gibt es auch noch einige Schriftstellerinnen, es geht um den Hochschullehrgang für Sprachkunst und eine Studentin von dort, die einen Fantasyroman schreibt und es ist, glaube ich, auch mein erstes Buch, das sich mit Blogs und Blogromanen beschäftigt, was sich, wie man sehen kann, noch öfter wiederholt, denn auch in meiner „Unsichtbaren Frau“ an der ich gerade korrigiere und nicht recht weiterkomme, geht es, um einen solchen und der wird, ja sogar von einem Mitglied der Nobelpreiskoimmission entdeckt.

Während es bei „Anna und das Vergessen“ wo die Enkeltochter, die Geschichte ihrer Großmutter in das Netz stellt, ja nur vom ehemaligen Leiter des „Starverlags“ oder habe ich den anders genannt, entdeckt wird.

Es gibt aber noch ein früheres Buch über das Schreiben, und da habe ich jetzt Buch fünf meiner Buchproduktion „Die Viertagebuchfrau“ wo es natürlich auch darum geht, vergessen, nämlich die „Mimi“, die ja eine schreibene Frau mit Downsyndrom ist, die, als sie zu ihrer Therapeutin will, mit einem Schriftsteller namens Johannes Sedelmayer zusammenstößt, der in einen Plagiatskandal verwickelt ist.

You Sophie hat das Buch nicht sehr gefallen und eine eher negative Rezension darüber geschrieben, ich zähle es zu meinen Lieblingsbüchern und um zu der „Viertagebuchfrau“ zurückzukommen, die ja die ersten hundert Tage von schwarz blau reflektiert.

Da geht es im Vordergrun,d um eine Therapeutin die eine Klientin hat, die die politische Situation in vier verschienenfarbien Tagebücher rot  blau schwarz grün reflektiert. Es gibt aber auch da mehrere Handlungstränge und einer erzählt von einer erfolglosen Schriftstellerin, die im Portierhäuschen eines Verlegers oder Großbuchhändlers unterkommt und die treffen wir, glaube ich, auch schon in den „Wiener Verhältnissen“.

Man sieht also das Schreiben über das erfolglose Schreiben ist fast in allen meiner Bücher mehr oder wenigerr zu finden.

Wie in der „Radiosonate oder dem einsamen Jahr“. Da schreibt eine erfolglose Autorin einen Roman, ärgert sich über ihre Kolleginnen und schickt ihm am Ende an eine Ausschreibung. Eine depressive Frau und zwei Radiomoderatoren, eine verschollene Mozarsonate, das Haus des Meeres mit seinen Äffchen und vieles andere kommen auch darin vor und es ist mit Ausnahme des „Literaturgeflüsterbuchs“ mein dickster Roman.

In der „Absturzrgefahr“ treffen wir die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihren literarischen Namen, die das Projekt eines Autors betreut, der über eine Psychiaterinnendynastie schreibt. Her kommt das erfolglose Schreiben also nur am Rande vor, später wird es auch subtiler und verschlüsselter.

Es kommt zu den Blogs und den Blogromanen und auch hier gibt es immer wieder Verwechslungen, beziehungsweise Erfolgsgeschichten, die es in meinem Leben noch nicht gegeben hat, da schreibe ich ja immer noch eher einsam vor mich hin, fühle mich inzwischen auch ein wenig ausgeschrieben und komme derzeit mit dem Korrigieren nicht recht weiter. In meinem nächsten Projekt wird es aber möglicherweise wieder über das erfolglose Schreiben und einen Blogroman gehen. Mal sehen, da bin ich noch nicht so weit um mich wirklich damit zu beschäftigen, obwohl es ja nächste Woche wieder eine Schreibgruppe gibt.

2018-02-18

Depressive Frauen

Filed under: Buchpromotion,Glosse — jancak @ 17:22
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Obwohl es mir ganz gut gelungen ist, wieder in den Veranstaltungsplan hineinzukommen und ich in der letzten Woche sogar auch wieder in der „Gesellschaft für Literatur“ war und auch genug zu Lesen habe, jetzt wieder ein Artikel bezüglich des Zehnjahresjubiläums, denn da habe ich meinen Lesern ja eine Serie zu meinen Büchern versprechen, um die hier ein wenig vorzustellen, weil sie sonst nicht zu entdecken sind, da ich sie mir ja selber drucken lasse und da zwar im Katalog der National- und der deutschen Bibliothek bin, aber sie jetzt nicht mehr an die Dokumentationsstelle für neuere Literatur ins Literaturhaus und auch nicht mehr an die GAV-Bibliothek schicke, nur immer eines in eines der offenen Schränke lege und da habe ich kürzlich im Netzt gesehen, wird das „Bibliotheksgespenst“ schon um zehn Euro im Netz angeboten. Ob der der Finder einen Käufer findet wird?

Wenn ihm mein Schreiben aber interessiert, kann er auf meinr Website nachsehen und die Probeakapiteln zu meinen Büchern lesen, es gibt die „Vorschauen“ und den Promotionsartikeln im Netz, die immer was zu den jeweiligen Büchern erzählen und auch ein paar spezielle Artikel zu den Themen, zu den Lieblingsbüchern, den Romananfängen und da man bei an die vierzig Büchern zu den Themen wahrscheinlich mehr als nur ein paar Worte verlieren kann, gibt es auch ein paar extra Artikel, obwohl meine Themen gar nicht so unterschiedlich sind und einem regelmäßigen Leser werden wahrscheinlich die depressiven Frauen auffallen, die meistens die Protagonistinnen sind.

Die Anna hat das, glaube ich, schon vor Jahren angesprochen, daß da oft eine arbeitslose oder sonst nicht Mitten im Leben stehende Frau, die Heldin ist, die im Lauf der Handlung eine Wende macht und meist ist die postiv und es geht gut aus. Die Heldin findet wieder Anschluß und Freude am Leben, bekommt einen Job, hat jemanden kennengelernt, der sich um sie kümmert, etcetera.

Zu positiv? Vielleicht, aber ich bin vom Brotberuf ja Psychologin und Psychotherapeutin und habe da meine Themen auch her, weil es ja öfter depressive Frauen sind, mit denen ich arbeite und was die eigene Depressivität betrrifft, ist es auch nicht gerade lustig an die fünfundvierzig Jahre zu schreiben und immer zu hören und zu denken, da bist du nicht gut genug, das schaffst du nicht, hör doch damit auf!

Das sehe ich, wenn ich nach Änderungen suche, leider wirklich nur als einzige Alternative und das will ich nicht und schreibe weiter, bin aber gerade jetzt wieder in einer Blockade, weil das, das  nützt ja eh nichts, so stark ist, daß ich nicht weiter mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ kommen, die ja auch eher eine depressive ist und die Magdalena, die nächste Protagonistin, von der es ja schon zwei Textproben gibt, wäre das ja auch.

Angefangen habe ich ja auch mit dem Schreiben über das erfolglose Schreiben, aber das ist ein weiterer Artikel, der demnächst kommt und mein veröffentlichter Debutroman die „Hierarchien“ beschäftigt sich nicht wirklich mit dem Thema Depression, sondern da habe ich mein Weggehen von der Klinik, wo ich vier Jahre halbtags Vertragsassistentin war, in die freie Praxis beschrieben und dort ist es mir ja nicht so gut gegangen.

Das Buch ist nicht sehr gut angekommen, was ich auch noch nicht so ganz verstehe, denn es war sehr ehrlich, aber natürlich ist das kein Kriterium für gute Literatur und sehr erhöht schreibe ich auch lnicht, obwohl mir das Buch, als ich es später gelesen habe, gar nicht so schlecht gefallen hat.

Aber ich wollte ja über die depressiven Frauen schreiben, obwohl man die vielleicht gar nicht immer so leicht von dem Thema „Älter werden“ und „Sterben“ abgrenzen kann und inwieweit, die Arbeitslogkeit mit der Depression korreliert, wäre auch eine interessante Frage, aber da fällt mir schon „Die begrenzte Frau“ ein, 2002 erschienen, Judith Gruber-Rizy hat den Beschreibungstext verfaßt und die wäre so ein Beispiel für eine depressive Frau

Die Archtiektin Agathe Zimmermann verliert ihren Job, hebt ihr Geld von der Bank ab und beschließt es auszugeben und danach in den Wald zu gehen und nicht mehr wiederzukommen.

Es kommt anders, denn sie lernt einen polnischen Sänger kennen, der vor der Staatsoper die Arie des Cavaradossi aus der „Toska“ singt und eine erfolglose Schriftstellerin, mit der sie in einem Bus Werbefahrten macht. Enen alten Mann in einer Hütte und einen Job bekommt sie dann auch.

Da wäre vielleicht das Muster, mit dem ich, wie vielleicht schon stimmen kann, viel zu wenig abgehoben und vielleicht auch zu schnell und unfertig meine Geschichten erzähle. Die Resonanz bleibt ja meistens aus, obwohl ich schon ein paar Rezensionen habe und es jetzt ja auch mit einer Leserunde versuchen möchte, aber dazu müßte ich Leser haben, die sich auf das Buch einlassen und mir Feef back geben möchte, was ja auch nicht so einfach ist.

Und 2003 war ich auch noch nicht so weit, denn da hat es das „Literaturgeflüster“ noch nicht gegeben und ich habe meine Bücher höchstens bei meinen Lesungen vorgestellt und ein Stückchen daraus gelesen.

Den Blog hatte ich dann schon, als 2010 „Sophie Hungers Krisenwelt“ erschienen ist und da gab es mit meiner ersten Kritikerin auch eine entsprechende Diskussion über die sprechenden Namen, weil es ja eine Schweizer Künstlerin gibt, die Sophie Hungers heißt, aber der Namen hat mir gefallen und meine Sophie Hunger, wie sie dann vorsorglich hieß,  ist auch eine freiberuflich arbeitende Lektorin, die ihre Aufträge verliert und, wie Andrea Stift in ihrerm Beschreibung schrieb, „um nicht in depressiven Stillstand zu verfallen, beschließt die Wirtschaftskrise in einer Art literarischen Winterschlaf zu verbringen.“

Und um eine wirkliche depressive Frau, fällt mir ein, ist es schon in dem früher erschienenen Roman „Die Radiosonate“ gegangen. Da ist die Josepha Stock, die ihren depressiven Alltag mit dem Radiohören verbringt und über ihre Todesarten nachdenkt, aber nicht die Hauptfigur, sondern eigentlich nur eine Episode. Die Hauptfigur wäre vielleicht, wo wir schon wieder beim anderen Thema und dem Alter Ego wären,  die erfolglose Schriftstellerin Elisa Eisenstein, die über Amanda Silberkandl und  Xaxer Mayrhofer, den beiden Radiomoderatoren, die aus Ö1 entstiegen sein könnten, einen ultimativen Roman schreiben will, der sie durch das „einsame Jahr“ begleitet.

Das Bücherlesen hatten wir schon 2009, bei der Sophie, obwohl es die Bücherschränke und die Idee mit dem Auflesen der ungelesenen Exemplare, erst später kam und da versucht ja die Thekla Morgenstern ihren Pensonsschock, man sieht meine Protagonistinnen werden schon älter, das Buch ist auch 2016 erschienen, damit zu überwinden und lernt dabei nicht nur die Fritzi Jelinek, die wir ja schon aus der „Absturzgefahr“ kennen, näher kennen, weil sie in ihre „Bibliotherapiegruppe“ geht, nein sie hilft auch der kleinen Yasmin Bilic aus ihren Sorgen mit ihrer Freundin Selma, die nicht mehr in die Schule kommt, weil sie dort kein Kopftuch tragen darf und da wäre wir schon beim nächsten Thema,  nämlich dem der „Flucht und Migration“ und da gibt es dann noch zwei Bücher, wo die depressiven Frauen nur am Rand vorkommen, aber da gibt es im Sommerbuch eine demente Oma und da wären wir schon bei einem anderen Thema, wo sich die Depression vielleicht mit dem Vergessen verbindet.

Denn die ehemalige Buchhändlerin Anna Mittlinger ist ja nicht depressiv, sondern hat eine Alzheimerdiganose bekommen, die sie ins Leben hinaustreibt und einen rumänischen Arzt kennenlernen läßt, aber die macht vielleicht auch ein  depressiv und so ist es wahrscheinlich auch, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt, wie ich es die Journalistin Veronika Sieberer erleben ließ.

Da war mein Thema eigentlich die „Sterbehilfe“, weil ich mit dem Buch von Ernst Lothar nicht einverstanden war.

Es ist eine Behandlungsverweigerung daraus geworden und eigentlich ist die Veronika Sieberer, die ihren alten Nachbarn aus einer Krise heraushilt und seine Hüte aufträgt, auch gar nicht depressiv, sondern lebt ihr Leben selbstbestimmt bis zum Ende weiter, obwohl das Sterben ja sicher nicht so einfach ist.

Und das Thema „Alter werden“ und „Sterben“ gehört auch zu meinen Favoriten. Von ältereren Eltern aufgezogen, habe ich  schon einige Leute bis an ihr Ende begleitet, habe auch Sterbehilfeseminare gemacht und mich bei meinen psychologischen Unterricht an Krankenpflegeschulen mit diesem Thema beschäftigt, begleite manchmal Klienten durch diese Situation, werde selber älter und meine Pensionistennen, wie etwa die „Paula Nebel“, oder die alte Dame im „Novmbernebel“ sind auch rüstige Pensionistinnen, die dem Leben etwas abgewinnen und sich nicht unterkriegen lassen wollen.

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ meinem zweiten „Nanowrimo“, an dem ich mich 2012 wieder beteiligte, ist sogar eine besonders betagte Frau die Heldin, nämlich die fünfundneunzigjährie Lea Weissensterner, die einen alten Herrn in einer Seniorenresidenz kennenlernt und seine Memoiren schreibt und besonders alte Menschen, nämlich neunzig bis hundertjährige kommen in meinen Texten auch immer wieder vor.

In den „Wiener Verhältnissen“ ist der Held ein jüdischer Schriftsteller, der Wien 1938 verlassen mußte und ich habe jetzt die depressiven Frauen verlassen, die mich aber, wie man sieht, immer wieder einholen und sich mit den arbeitslosen Frauen, den erfolglosen Schriftstellerinnen, den Älterwerdenden, an Krebs oder Alzheimer erkrankten etcetera, immer wieder überschneiden.

Interessante Themen, wie ich finde, und mich immer wieder, jetzt schon in über vierzig Bücher an sie heraunmache, damit vielleicht schon ein wenig ausgeschrieben bin, so daß ich schon länger „Nicht schon wieder eine depressve Frau!“, stöhne, mich aber dann doch immer wieder damit beschäftige und jetzt nur noch gespannt bin, ob es die „UnsichtbareFrau“, die ja wahrscheinlich auch ein wenig depressiv ist, obwohl sie jünger ist und an den blauschwarzen beziehungsweise prekären Verhältnissen leidet, in Buchform geben wird und im „Bibliotheksgespenst“ fällt mir ein, gibt es auch eine depressive Frau, nämlich die Lehrerin Therese Schwarzenberg, die ihrer Depression, beziehungsweise ihrer Freundin und ihrem Psychiater mit einem Bus von Wien zuerst nach Belgrad und dann über Graz, Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt und dort von der realen Wirklichkeit nämlich den Anschlägen am Weihnachtsmarkt eingeholt, was eine auch depressiv machen kann oder eine solche weiterbestehen läßt.

Bei den depressiven Frauen hätten wir noch die „Karoline Wagner“ von 2006, da hat Erika Kronabitter den Text geschrieben, nachdem ich Szenen aus dem Buch 2005, bei der „Text und Kritikwerkstatt“ auf der Silvrettahöhe vorgetragen habe.

Da ist die Heldin eine  erfolglose Lebensberaterin, die in die Fängen des Nobelpreisbetrieb geträt, beziehungsweise eine sich versteckt haltende Frau beobachtet, die im Buch Larissa Lichtblau heißt, aber an die Nobelpreisträgerin von 2004 erinnern könnte, eine analphabetische Putzfrau und einen untergetauchten Zeitschriftenmagnaten gibt es auch und wir sind schon wieder im erfolgreichen oder erfolglosen Literaturbetrieb und nicht wirklich bei den depressiven Frauen und auch Mathilde Schmidt, die Frau aus der Pizzeria mit dem Glas Wein aus „Besser spät als nie“ ist das warhscheinlich nicht wirklich, zumindest nicht diagnostiziert.

Denn da hätten wir wahrscheinlich wirklich nur die Josepha Stock und die Thekla Morgenstein, aber beide sind höchstwhrscheinlich nie zu einem Psychiater gegangen.

Das taten nur Therese Schwarzenberg aus „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ und  Anna Augusta Augenstern aus den „Berührungen“ aber die ist  auch Autorin und will einen Roman schreiben, hat aber eine schlechte Kritik bekommen und geht deshalb zu Theo Hardenberg, der sie eigentlich auch mehr literarisch berät und da wäre noch die Selma aus der „Frau auf der Bank“, die selbsternannte Stadtsheriffa, die ist wahrscheinlich depressiv und geht ins AKH, hatte aber auch eine Psychose hinter sich.

Man sieht ganz schön verwirrend, der Schreiballtag einer erfolgfrei schreibenden Psychologin und Psychotheraueptun mit Überlappungen und Überschneiderugen.

Neugierig darauf geworden?

Da ich schon über vierzig selbstgemachte Bücher habe, habe ich jetzt sicher noch einiges vergessen.  Vergebe sie aber gerne, sofern sie noch nicht vergriffen sind, an die, die sich dafür interessieren, beziehungsweise  mir eine diesbezügliche Frage oder Kommentar schreiben möchten.

2018-01-22

Bekannte Gestalten

Weiter geht es mit der Buchpromotion aus der Selbstgemacht-Kiste, denn da habe ich mir ja vorgenommen im Jubiläumsjahr ein wenig aus der Schule zu plaudern, damit man dann das Gewinnspiel, das dann folgt, problemlos beantworten kann.

Die dreißig Fragen zu den dreißig damals vorhandenen Büchern waren wahrscheinlich zu schwer. Die dreizehn oder besser vierzehn Bücher, die danach folgten, habe ich ja schon vorgestellt und ich habe auch schon einige Artikel verfaßt in denen man über meine Buchproduktion so einiges erfahren kann.

Da gibt es die Themengebiete, die Coverfragen, die Lieblingsbücher, die Romananfänge, das Ranking, die Bücherschrankgeschichten und noch einiges mehr und ein Thema, das vielleicht ganz interessant ist und über das ich hier plaudern, beziehungsweise flüstern will und das sehr zum Thema „Ausgeschrieben“ passt, über das ich ja auch manchmal jammere, ist das mit den bekannten Gestalten, beziehungsweise den Figuren, die man in mehreren meiner Bücher finden kann.

Ich schreibe ja eigentlich keine Serien und so ist auch meine Flüchtlingstrilogie, die eigentlich gar keine wirkliche ist, mehr oder weniger zufällig entstanden, denn eigentlich ist es ein Sommer- und ein Winter- oder Weihnachtsbuch in dem die Fatma Challaki vorkommt und die finden wir auch schon in der „Pensionsschockdepression.“

Aber wieder schön der Reihe nach. Meine Lieblingsthemen sind ja zweifellos das Schreiben, Bücher kommen immer wieder vor, die Bücherschränke habe ich schon erwähnt, die depressiven oder auch die alten Frauen, dann Themen, wie Sucht, Sterben, Krebs, Demenz, Down-Syndrom, Transgender, etcetera.

2010 habe ich die „Absturzgefahr“ geschrieben und da war der Ausgangspunkt dieser Flugzeugabsturz mit dem polnischen Präsidenten. Darum habe ich eine Geschichte gewoben und da kommt eine Lehrerin vor, die ihrer Tochter, weil sie mit einem Herrn Jelinek verheiratet war, den Namen Fritzi gab, die literarischen Vorbilder eben. Die verflucht das auch und versucht sich von dem Vorbild der Mutter zu lösen, was ihr nicht ganz gelingt und sie nimmt eine platonische Beziehung zu dem Sohn des Absturzpiloten auf, der Priester ist und die Fritzi treffen wir dann ein paar Jahre später in der „Pensionsschockdepression“ wieder, wo es ja um eine depressive Frau geht, die ihre Bücher loswerden will und von der Fritzi, ihrer Nachbarin in die Pfarre ihres Freundes gebracht wird, weil sie dort eine „Bibliotherapiegruppe“ hält.

Mit der Fritzi Jelinek und ihter platonischen Beziehung liebäugle ich auch sehr und so könnte es passieren, daß wir die beiden später vielleicht noch einmal in einem anderen Buch begegnen. Momentan beschäftige ich mich aber mit der „Unsichtbaren Frau“, beziehungsweise den verschiedenen Ichs der Magdalena Kirchberg und die hat noch keine Vorläufer, wenn man von den depressiven Frauen absieht, die unter den Namen Thekla Morgenstern, Laura Augustin und wie sie alle heißen, immer wieder auftauchen.

Und wenn wir schon bei der Laura Augustin sind, die kommt in den „Dreizehn Kapitel“ vor und hat da eine Nachbarin, die Nika Horvath oder ist es noch Nika Richter, heißt und die ist ja eine prekäre Studentin, die sich im Dezembert auf der Marihalilferstraße als Weihnachtsfrau verdingen will.

In den „Dreizehn Kapitel“ hat sie ein Kapitel, im Adventkaldender der „Nika, Weihnachtsfrau“, aber ein ganzes Monat und da treffen wir natürlich die Nachbarin wieder, die hat den Clemens j. Setz  im Bücherschrank gefunden und schenkt ihm der Nika zu Weihnachten.

Noch früher nämlich in der „Frau auf der Bank“ begegnen wir dem Psychiater Theo Hardenberg, denn der ist ja Oberarzt im AKH, wo die Svetlana Mihic, eine der drei S, ihre Facharztausbildung macht. Er verliebt sich in sie und heiratet sie später und weil es so schön ist oder ich einen Psychiater brauchte, begegnen wir dem Theo, einer von mir als fortschrittlich geschilderte Psychiaterfigur, sowohl in den „Berührungen“, da heißt die depressive Frau Anna Augusta Augenstern und will einen Roman schreiben und weil das nicht so geht, wie sie will, konsultiert sie dem Psychiater, der sie beruhigt und ihr wertvolle Impuse gibt und im „Frühstück“ treffen wir ihn noch einmal, denn da gibt es ja auch eine depressive Frau, namens Therese Schwarzenberg, die soll ihre Freundin Karoline treffen und auch zum Psychiater gehen, weil sie beiden aber nicht sagen will, daß sie ihre Deutsch für Fremdsprachen Stunden verloren hat, setzt sie sich in einen Bus, um nach Belgrad zu einer anderen Freundin zu fahren, die aber in Graz eine Vernissage hat, so wird eine Odyseee oder ein Roadmovie von Graz-Linz-Salzburg-Berlin daraus, wo Therese in den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt kommt und da Theo Hardenberg die Roma-Ärztin Svetlana inzwischen geheiratet hat, kommt die dann auch immer wieder vor.

So das war es mit meinen Serienfiguren, die Fritzi Jelinek und natürlich der Janusz Warszinski, den ich jetzt vergessen habe, extra herauszuheben, die Llaura Augustin und die Nika, der Theo Hardenberg und die Svetlana, sowie, die Fatma Challaki in der Flüchtlingstrilogie und jetzt habe habe ich auch meine letzten  Bücher vergessen, denn in den „Berührungen“, gibt es ja mehrere Ebenen und eine davon geht in den Himmel zu Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank und die beidenDichter kommen auch in einem Theaterstück vor, das Zarah Bashrami, Zoran Simcic und Jurij Abrahamovic proben und Stefan Zweig und Heimito von Doderer kommen ja, das kann ich gleich verraten, auch in der „Unsichtbaen Frau“ vor, denn da gibt es das Nobelpreiskomiteemitglied Jonathan Larsen, dessen Frau gestorben ist, mit der sich in seiner Verzweiflung unterhält und die erzählt ihm, daß sie sich im Cafe Wolke sowohl mit Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, als auch Stefan Zweig und Heimito von Doderer trifft.

Und in „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, treffen wir auf Dorothea Wewerka, die keine Wohnung hat oder vorübergehend in einer Bibliothek wohnt und dort liest sie oder schreibt sie mein fünftes Digitbuch „Die Viertagebuchfrau“, wo es ja um die ersten hundert Tage von schwarz blau I, geht und da gibt es ja eine Felizitas Fee über die ich damals geschrieben habe und die war eine wohnungslose Frau, ist also, wenn man es so will, die Vorform der Dorothea Wewerka.

Welche Themengebiete könnten jetzt noch interessieren? Vielleicht über die depressiven Frauen und ihre sprechenden Namen noch einmal extra schreiben oder die Bücher- und die Schreibmotive noch besser abgrenzen?

Denn manche Figuren treffen wir ja wieder, auch wenn sie andere Namen haben, so gibt es ja einen Ex-Verleger, der in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ aufjtaucht und da der Johanna, der Enkeltochter mit ihrem Blogroman zu einem Verlag hilft, der heißt K.M.

In „Besser spät als nie“, heißt der Exverleger des Starverlags Moritz Lichtenstern und klar, natürlich gibt es da eine Fortsetzung in der „Unsichtbaren Frau“, die wahrscheinlich ein richtiger Forsetzungroman sein könnte, denn hier treffen wir ja alle wieder, die Mathilde Schmidt, den Moritz, die Lily und auch die Slavenka Jahoda wieder und hier wird das Motiv der „Unsichtbaren Frau“ jerzählt, für die in den Fortsetzungsgeschichten kein Platz war.

Habe ich etwas vergessen? ich weiß nicht ob es einen Leser gibt, der es bemerken könnte, aber wenn, dann gäbe es natürlich wieder ein Buch dafür und auch für eventuelle weiteren Themenvorschläge über die man Artikel schreiben könnte, wäre ich dankbar.

Und wer jetzt etwas mehr von mir lesen will, ohne sich gleich eines meiner Bücher zu kaufen, den kann ich auf das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ beziehungsweise auf die Blogartikel, die darin enthalten sind, verweisen, auf die „Bloggeschichten“ aus denen dann die kürzlich erschienene Erzählung „Besser spät als nie“ wurde und natürlich auf die „Nika“, die jeden Dezember immer wieder hier ein Kapitel haben wird.

2018-01-20

Bücherschrankmotive

Ich habe ja versprochen, meinen Lesern im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“, als kleine Vorbereitung auf das mögliche große Gewinnspiel, das dann folgt, etwas über meine selbstgemachten, also nicht nur geschriebenen, sondern, ach Schande, auch selbst herausgegebenen Büchern zu erzählen und da sind, seit ich blogge, höre und staune fünfundzwanzig Bücher erschienen, denn damals habe ich ja an der „Radiosonate“ geschrieben.

Über die letzten dreizehn Bücher angefangen vom „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ oder den „Dreizehn Kapiteln“ habe ich ja vor kurzem einen Artikel geschrieben.

Aber die Bücher vorzustellen, die während meines Bloggens entstanden sind, ist da sicher auch eine gute Idee.

Da gibt es einmal die „Radiosonate“, die Geschichte über eine depressive Frau deren Sozialkontakt aus zwei Radiostimmen, nämlich, die der Amanda Silberkandl und des Xaver Mayerhofer und deren Geschichten aufgeschrieben von der wenig erfolgreichen Schriftstellerin Elsa Eisenstein besteht.

Das Manuskript habe ich, glaube ich, ein wenig großspurig einem Verleger auf der ersten Buch Wien versprochen, der mir aber nicht geantwortet hat, so habe ich mit der Herausgabe gewartet und gewartet und das Buch dann gemeinsam mit dem „Haus“, die Geschichte über hundert Jahre Steinhof an Hand einer Psychiaterinnengeneration, drucken lassen,

Dann kam mein erster „Nanowrimo“, nämlich „Heimsuchung oder halb eins“ und da habe ich schon über das Bloggen beziehungsweise über den Literaturbetrieb geschrieben.

Dann kam das Jahr 2010 und damit der erste offene Bücherschrank in der Neubaugasse und weil meine Bücher ja immer irgendwie autobiografisch sind, ob es meinen Kritikern gefällt oder nicht,  spielt der ab da in einigen meiner Bücher eine Rolle.

Weiß jemand was das erste Buch war, wo der offene Bücherschrank beziehungsweise seine Bücherwartin eine Rolle spielt? Der oder die könne das Buch dann gewinnen…

Aber halt, das weiß ich schon, daß meine Leser  auf meine Gewinnspiele nicht sehr happig sind und außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch und will auf keine Antwort warten, die dann nicht kommt.

Also löse ich das Geheimnis, das erste Buch mit dem Bücherschranksujet war „Mimis Bücher“ und da geht es eigentlich um den „Ohrenschmaus“, der hier „Zungenkuß“ heißt oder das Schreiben mit intellektueller Behinderung, den sogenannten Lernschwierigkeiten und der Plagiatskandal um Helene Hegemann den es damals gab, spielt in dem Buch auch eine Rolle,.

Das heißt, der passiert hier dem Schrifjtsteller Johannes Staudinger und JuSophie meine zweite Kritikerin, der ich das Buch zum Lesen gab, als ich sie 2011 bei der ersten Studentenlesung kennenlernte, hagt es fürchte ich nicht gefallen.

Mir aber schon, füge ich ganz unprofessionell, was ich ja auch angeblich bin, hinzu, zählt es doch zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe daraus auch schon bei der „offenen Bücherschranklesung“ in der Grundsteingasse gelesen.

Dann kam im Sommer 2010, glaube ich, geschrieben, die „Absturzgefahr“, wo es um eine Lehrerin und ihre Tochter Fritzi Jelinek geht und die kommt, das kann ich gleich verraten, auch in einem meiner anderen Bücher vor und darüber wird es wahrscheinlich noch einen Promotionsartikel geben.

Hier also nur so viel, daß es auch einen dementen Großvater gibt und der plündert die Bücherschränke und das beruht auch auf einer aktuellen Begebenheit. Hat es ja wirklich einen alten Mann gegeben, der offenbar die Bücherschränke ausräumte und Frank Gasser, den Begründer sehr verärgerte.

Bei den „Zwillingswelten“ meinem nächsten Buch, spielen die Schränke, glaube ich, keine Rolle, es gibt hier aber eine pensionierte  Bibliothekarin als Heldin.

Dagegen geht die Selma, die „Frau auf der Bank“ aus dem gleichnamigen Buch zu den Schränken, holt sich was heraus und hält als selbsternannte Stadtsheriffa, die Schränke auch in Schuß.

Dann kommt „Die Wiedergeborene“, das Buch, das 2012 erschienen, mich in eine „Schreibkrise“ brachte, die dann letztendlich zum „Literaturgeflüster-Texte Buch“ führte.

Dazwischen gibt es noch ein kleins dünnes Büchlein namens „Paula Nebel“, da geht es wiedermal, für mich auch sehr typisch, um eine alte Frau. Im „Novembernebel“ schon früher erschienen und mein erstes „Digitaldruck.Buch“ hatten wir das schon mal.

In „Kerstins Achterl“ geht es um das Thema Sucht und wie man davon loskommt, sowohl vom Alkohol als auch von einer unbefriedigten Beziehung. Das gelingt der Kerstin durch die Bekanntschaft mit dem kleinen Hektor und dem alten Max. Bücher kommen, wenn ich mich nicht irre, nicht sehr viele darin vor und dann kommt 2013 erschienen und 2012 geschrieben mein zweiter „Nanowrimo, nämlich „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“, da geht es um eine Pflegehelferin, ein uneheliches Kind, ein touffe junge Roma, eine alte Frau und einen alten Medienzar, der in einer Senorenresidenz lebt und es geht auch ein bißchen, um den Bücherschrank oder eigentlich um den „Wortschatz“ am Margaretenplatz, denn Milka Horvath die Pflegehelferin in besagter Seniorenresidenz in der Kasimir Konstantin lebt, wohnt am Margaretenplatz und bezieht daher manche ihrer Bücher von dort unnd daher gibt es auch ein Bild vom Margaretenplatz am Cover zu sehen.

Dann kommt schon das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und wie es mit meiner Buchproduktion weitergeht, kann man in dem „Dreizehn-Bücher-Artikel“ lesen.

Ich füge nur hinzu, daß die Laura Augustin aus den „Dreizehn Kapitel“, eine Bücherammlerin ist und in der „Brüderschaft“ bedient sich Swetlana Alexewitsch aus den Schränken, das ist übrigens mein dritter „Nanowrimo“

Die Bücherschränke kommen auch wieder im „Schutzengelchen“ vor, da gibt es nämlich einen Lebenskünstler namens Bruno Leitner und der wird zu einem Geburtstagsfest eingeladen und bringt dazu den im Schrank gefundnen Krimi „Kilmousky“ von Sybille Llewitscharoff mit und den bekommt das Geburtstagskind dann noch ein zweites Mal geschenkt.

Bücher spielen auch noch in anderen meiner Bücher eine  Rolle, der Bücherschrankt kommt aber, glaube ich in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ nicht vor, vielleicht aber in der „Pensionsschockdepression“, da müßte ich erst nachsehen, aber, ich glaube, da trägt meine Heldin Thekla Morgenstern ihre ausgelesenen Bücher hinein und die Fritzi Jelinek, das kann ich jetzt verraten, trifft sie in dem Buch dann auch, denn die macht ja in der Pfarre ihres platonischen Freundes Jjanusz Warszinski, einen Bibliotherapiegruppe und die fünfzehnjährige Yasmin Bilic und eine Selma, die in der Schule kein Kopftuch tragen darf und auch nicht Zahnärztin werden soll und deshalb verschwindet, gibt es auch.

Hier kommt auch schon eine Fatma Challaki vor und die treffen wir in anderer Form dann in der „Nika“, dem Adventkalender, wieder“. Dort freundet sie sich mit dem Afgahnen Hassan Arawani an und plündert mit ihm den offenen Bücherschrank, ich glaube den bei der Buchhandlung Kuppitsch, während Nikas Nachbarin Laura Augustin, schon bekannt aus den „Dreizehn Kapiteln“ Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ im Schrank gefunden hat und das Buch Nika zu Weihnachten schnenkt.

So, ich glaube, das wars. Hat jemand mitgezählt? Für den der hat und mir die Zahl verraten möchte in wievielen meiner Bücher die Bücherschränke eine Rolle spielen, gibt es  eines der Bücher nach Wahl zu gewinnen.

2018-01-18

Das Bloggeschichtenbuch

 

Hurrah, Hurrah, es ist da mein neues Buch, eigentlich ein kleines Bänchen, das aus den achtzehn Skizzen entstanden ist, die ich im Frühjahr zum Teil als Kurzgeschichtenprojekt beziehungsweise zur Romanrecherche  geschrieben habe.

Die Vorform der „Unsichtbaren Frau“, dem Folgeprojekt, die Geschichte von der älteren Dame, die  man jeden Abend mit einem Glas Wein in einer Pizzeria sitzen sehen kann.

So gibt es am Cover auch eine Pizza und ein Glas beziehungsweise Flasche Wein zu sehen.

Die Vorschau mit den Schreibberichten gibt es hier zu finden, die Gewinnspielfragen hat schon mein treuer Blogger Manfred Lagler-Regall aufgelöst.

Hurrah, hurrah, das Buch ist schon unterwegs, ich wünsche viel Freude beim Lesen und fordere wieder zu einer Leserunde auf.

Das habe ich schon bei meinem letzten Buch, dem „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ gemacht und ein paar meiner Leser haben mir dazu ihre Meinungen geschickt.

So will ich es wieder probieren, stelle für den oder die, die das Buch lesen und mir einen möglichst persönlichen Kommentar dazu schreiben über den man dann diskutieren kann, wieder fünf  in Bücher zur Verfügung.

Bei Interesse bitte melden, bitte einen Kommentar, der die Leseeindrrücke etcetera dazu erfaßt und keine Rezension.

Rezensionen sind natürlich auch willkommen, die stelle ich dann in der rechten Spalte ein und nehme Anfragen dafür auch zur Verfügung.

Ganz interessant wäre vielleicht auch, das Buch mit den Bloggeschichten zu vergleichen, hier ist der Link, wo man zu den Geschichten kommen kann. Sie haben zum Teil noch andere Titel und eine, nämlich die „Angekommen“ spielt auch noch an einen anderen Ort.

Vergleicht man das Buch mit den Geschichten wird man auch entdecken, daß sie in einer anderen Reihenfolge, also nicht chronologisch entstanden sind.

Vielleicht beides lesen und das Buch mit den Geschichten vergleichen, wäre auch ganz interessant, denn das Schreiben war für mich ja sozusagen ein Experiment, das ich sehr inspirierend gefunden habe.

Wie unterscheidet sich das Buch von meinen anderen Büchern, wäre vielleicht auch eine spannende Frage, denn ich habe bemerkt, daß durch das nicht chronologische Schreiben, vieles ausgespart ist und dadurch einen anderen Rhythmus bekommen hat.

Hier auch der erste Absatz, da man das erste Kapitel, die erste Geschichte „Krank im Bett“, die bei einer Schreibgruppe nach dem Schreibimpuls zum Thema Sucht, sowohl als Probekapitel auf der Website , als auch im Blog finden kann, gab es kein „Mimikry-Spiel“.

Ich will ihn aber meinen Lesern die nicht extra nachschauen wollen, als kleines Lesehäppchen und Animation zum Weiterlesen geben und er ist auch sehr kurz:

„Krank im Bett “

 

Sie hatte von einem Glas Rotweis geträumt, von einem herrlichen Valpolicella aus der Toskana, den ihr Guiseppe, der Kellner im „Venezhzia“ empfohlen hatte.“

Und für alle die es noch wissen wollen.

Mathilde heißt die Frau, die täglich ein Glas Wein in der Pizzeria „Venezia“ trinkt. Ihre Zwillingsschwester Natalie hat ihr ihren Freund Moritz <lichternstern weggeschnappt und sich außerdem immer vorgedrängt, weil ihre Eltern mit Zwillingen überfordert waren und das Besondere ist eben die Entstehungsweise, daß der Text aus den achtzehn Bloggeschichten besteht, die ich im Mai und Juni im Rahmen von Annika Bühnemanns zehn Geschichten-Challenge geschrieben habe.

So das wars, ich freue mich sehr über das Buch und auch auf eine spannende Leserunde und bin auf Rückmeldungen sehr neugierig!

2018-01-05

Die dreizehn letzten Bücher

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 14:22
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Hin und wieder gibt es hier auch etwas über meine Bücher, Informationen für die, die sich für mein Schreiben interessieren. Die Bücherliste und je ein Propebekapitel kann man auf meiner Website finden. Es gibt die Schreibberichte, die Vorschauen und dann den Promitonsartikel und hin- und wieder eingestreut meistens um Textlücken zu füllen, etwas über meine Romananfänge, meine Themen, meine Lieblingsbücher, meine Cover etcetera oder überhaupt etwas Grundsätzliches über meine sogenannten Indiebücher.

2018 wird, das habe ich schon geschrieben ein Jubiläumsjahr werden, denn dann wird es mein literarisches Schreib- Lese und Veranstaltungstagebuch zehn Jahre geben und 2013 war auch ein solches.

Nämlich fünf Jahre Literaturgeflüster und vierzig Jahre literarisches Schreiben, was daraus geworden ist, habe ich kürzlich in eine Glosse kommentiert, was meinen rechten Kritiker Uli zu einem offenen Brief veranlaßte.

Nun ich sehe das anders und denke, daß jeder schreiben kann der will und es ist vielleicht auch interessant  über das Schreiben der vielen anderen die nicht Menasse, Streeruwitz oder Jeilinek heißen, etwas zu erfahren.

Mich interessiert es jedenfalls und ich dokumentiere auch gern mein literarisches Lleben. So hat es 2013, als ich gerade an meinem „Literaturgeflüster-Texte-Buch““ gearbeitet hat, das aus einer Art Schreibkrise, die ich 201un 2012, glaube ich hatte, entstanden ist, ein großes Gewinnspiel veranstaltet, wo es dreißig Fragen zu meinen Dreißig damals vorhandenen selbstgemachten Bücher gab.

Das waren alle bis zum „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ deren unkorrigierten Vorläufer Texte man im Blog finden kann. Seither sind fünf Jahre vergangen und 2018 habe ich schon angekündigt, wird es zum zehn Jahrestag wieder ein Gewinnspiel gebe.

Die letzten zehn Bücher gibt es da zu verlosen, habe ich gedacht und dann nachgezählt.

Bis dato gibt es ab dem „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ zwölf oder dreizehn neue Bücher, je nachdem, wie genau man zählt, denn das letzte die Bloggeschichten „Besser spät denn nie“, die man auch im Netz finden kann, liegt erst als Korrigierexemplar vor mir. Es ist aber fehlerfrei, das heißt der Auftrag an die Druckerei kann ergehen und dann wird es bald dazu den Promotionsartikel geben und eine Leserunde wofür ich wieder fünf Bücher vergebe, wem das aber zu kompliziert ist, sich das Buch zu bestellen und trotzdem seine Meinun  sagen will, kann die Urtexte, die sind allerdings  wie sie damals entstanden sind, im Netz zu finden, als Bloggeschichten lesen.

Also werde ich meine letzten dreizehn Bücher, denn ich liebe diese schöne Zahl meinen Lesern hier etwas genauer vorstellen, obwohl man ja auch fünfzehn daraus machen könnte, wenn man das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und die „Unsichtbare Frau“ mitzählt.

Aber die Blogbeiträge lasse ich aus, weil ich sie schon besprochen habe und  die „Unsichtbare Frau“ befindet sich noch in den ersten Korrigierphasen und es gibt zwar schon ein Gedicht von Richard Weihs aber noch kein Cover dazu.

Als werde ich das Buch wahrscheinlich erst in fünf Jahren, bei fünfzig Jahren Schreiben, wenn es den Blog dann noch gibt, bewerben und jetzt voila ein kleiner Rundgang durch die dreizehn letzten Büchern, damit man sich dann bei dem Gewinnspiel, das es im Juli wahrscheinlich geben wird, beim Beantworten und Gewinnen etwas leichter tut.

Nach dem „Literaturgeflüster- Texte-Buch“, sind

  1. 2013, die „Dreizehn Kapitel“ herausgekommen und die sind, wenn man so will, auch ein Experiment. Beschäftigte mich da ja die Frage, wie es ist, einen Roman zu schreiben, wenn man in jedem Kapitel von einer anderen Person erzählt und das dann Reigenartig zusammengefügt. Die „Dreizehn Kapitel“ sind daraus geworden. Was, glaube ich, auch das letzte Buch war, was ich in der „Alten Schmiede“ vorstellen konnte. Bei der „Claire“ soll ich wieder einen Termin bekommen. Mal sehen, vielleicht ist es bis zum Jubiläum schon so weit. Die „Dreizehn Kapitel“ sind aber auch aus einem anderen Grund sehr interessiert, denn da gibt es schon ein „Nika, Weihnachtsfrau-Kapitel“ die Vorform zum dritten Teil meiner sogenannten Flüchtlingstrilogie, die 2015 im Rahmen des „Nanorimos“ entstanden ist.
  2. Das nächste Buch ist die „Brüderschaft“ und die ist  auch 2013 als mein dritter „Nanowrimo“ entstanden und da ist interessant, daß ich die Geschichte über drei Brüder zu schreiben von denen einer Wissenschaftler, einer Psychiater der dritte Zahnarzt ist, auch schon lange mit mir herumtrug und dann schließlich eine Liebesgeschichte daraus machte.
  3.  In „Anna kämpft gegen das Vergessen“, beschäftige ich mich mit dem Thema Alzheimer, da lasse ich eine Buchhändlerin an dieser Krankheit leiden und ihre Enkeltochter einen Blogroman darüber schreiben.Man sieht die die neuen Publiziermethoden holen mich ein. Sie wird natürlich damit entdeckt und bekommt einen Verlagsvertrag und ein schönes Gedicht von Richard Weihs, gibt es, wie in einigen anderen meiner nächsten Bücher, auch.
  4. „Miranda Schutzengelchen“ ist eines der dünneren Büchlein, 2015, erschienen, etwas früher geschrieben, so da der erste Weltkrieg, Bertha von Suttner, die Ukraine-Krise und wieder, wie schon bei der „Absturzgefahr“, eine Frauendynasie won jede Tochter mit zwanzig eine andere Tochter auf die Welt bringt, eine Rolle spielt. Eine Nebenhandlung die sich mit den sogenannten Genkindern beschäftigt, da gab es ja diesen Skandal mit Sybille Lewitscharoff gibt es auch und der Bücherschrank spielt natürlich wie auch in einigen anderen meiner Bücher eine rolle und am Cover gibt es neben „Die Waffen nieder“ Originalüostkarten aus dem ersten Weltkrieg, die mein Großvater nach Hause geschickt hat, zu bewundern.
  5. Zu „Im Namen des Vaters“ hat mich Ernst Lothars „Die Mühle der Gerechtigkeit“ angeregt, denn da geht es, um die Sterbehilfe bei einer krebskranken Frau und das ist in dem Buch meiner Meinung nach zu patriachal einseitig geschehen und man weiß eigentlich nicht, wie die betroffende Frau darüber denkt, die ja meiner Meinung nach die einzige ist, die das für sich entscheiden kann. Also habe ich das Veronika Sieberer für sich entscheiden lassen, die geht aber nicht in die Schweiz oder nach Holland, sondern bricht nur jede Behandlung ab und strickt während sie ihr Leben genießt viele schöne Stofftiere für ihr noch ungeborenes Enkelkind.
  6. in „Paul und Paula“ geht es um die Transgenderproblematik, da hatte ich während des Schreibens eine heftige Auseinandersetzung mit einem meiner Vorbilder. Klaus Khittl oder Glora G. haben mir mir beim Schreiben aber sehr geholfen und aufgepasst, daß alles faktisch  stimmt und nichst falsch wiedergegeben wurde.
  7. Dann kommt schon Teil eins meiner sogenannten Flüchtlingstrilogie „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“, obwohl es damals  gar nicht so geplant war, aber die Fatma Challaki taucht hier schon das erste Mal auf, denn eigentlich sollte es wieder über das Büchersammeln und eine depressive Frau gehen, die vor ihrem Tod noch alle ihre Bücher auflesen oder loswerden will.
  8. in „Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen“, dem zweiten Teil, verbringt die Studentin Sandra Winter ihren Sommer im Haus ihrer Eltern in Harland bei St. Pölten uind soll während sie an ihrer Disseration schreibt, ein bißchen die Pflegehelferinnen, die ihre demenzkranke Großmutter betreuen. überwachen. Es ist der Sommer der sogenannten Flüchtlingskrise, so kommt ihre Brieffreundin Fatma Challaki mit einem Boot zuerst nach Lampedusa und dann in das Erstaufnahmelager in Traiskirchen, während  Jelena Malatschuk in Donetz ihre Dissertation zu Ende schreiben und sich nicht in den Westen verheiraten lassen will und Eleni Soualaki in Athen darunter leidet, daß ihr Land verschuldet ist und sie einen Job in einer Hundefängerfirma annimmt und da den Hund Ouzo findet, der auch am Cover anbegildet ist.
  9. Im November darauf habe ich dann gleich im Rahmen meines „fünften Nanowrimos“, der vierte war „Im Namen des Vaters“, die „Nika, Weihnachtsfrau“ geschrieben, die man im Dezember immer kapitelweise im Blog finden wird können, also mein drittes Buch ist, das es im Netz mehr oder minder zu lesen gibt und da ist die Nika mit Sandra Winter befreudet ist und Fatma Challaki,  inzwischen bei ihr wohnt, bei einem afghanischen Flüchtling dolmetschen soll, den Nika während ihrer Weihnachtfrautätigkeit kennenlernt, ist es Teil drei meiner Flüchtlingstrilogie geworden.
  10.  „Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung“ beschäftigt sich wieder mit dem Schreiben. Denn die will ja Anna Augusta Augenstern einen Roman schreiben und weiß nicht recht, wie sie das beginnen soll. Hat sie doch gerade eine Rezension bekommen, wo der kritiker meint, daß ihre Sachen nicht berühren würden. Das trifft natürlich, so geht es eine Weile mit der penisonierten Lehrerin Hildegard Hadringier, die eigentlich um die Welt reisen will, sich das in Zeiten, wie diesen, wo man ja den Flüchtlingen helfen soll, nicht traut und die ihre ehemalige Schülerin Zahra Bashrami, die ein Stück geschrieben hat, in dem sich Stefan Zweig mit Heimito von Doderer am 12. 2. 1934 im Cafe Central begegnen, in ihrer Bankfiliale trifft, nicht recht weiter. Obwohl sich Stefan Zweig, Heimito von Doderer mit Anne Frank auf einer anderen Ebene im Himmel treffen und das Geschehen auf der Welt da unten mit kritischen Augen beobachten und ein sehr schönes Gedicht, hat mir Richard Weihs bei den „Wilden Worten“ auch dazu geschrieben.
  11. Das nächste ist eine kleine feine Sommergeschichte „Claire-Klaria-Clarisse“ ein Souvenier aus unseren Kroatienurlaub, die nach einem Traum entstanden ist. Das Buchpreislesen spielt dabei aber auch eine Rolle.Und drückt mir die Daumen Leser, daß ich heuer einen Termin für die Textvorstellen dafür bekomme, so daß sich meine Wiener Fans die Sache live anhören können.
  12. „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ ist dann wieder sehr politisch, aber das sind die „Berührungen“ eigentlich auch, kommt in ihen ja die verhinderte Präsidentschaftskanditatin El Awadalla vor und, um den Präsidentenschaftswahlkampf geht es in dem sogenannten „Bibliotheksgespenst“, wo das Wunschgedicht der Beschreibungstext geworden ist. Da geht es um eine angebliche obdachlose Frau aber die will eigentlich einen neuen Roman über die politische Situation wo alles auf schwarz blau hindeutet schreiben, denn der der 2000 darüber geschrieben wurde, liegt längst ausrangiert in der Hauptbücherein.
  13. So weit so what, zu den schon erschienen Bücher, denn die „Bloggeschichten „Besser spät als nie“ liegen ja noch in der Druckerei. Der Druckauftrag kann aber schon gegeben werden. Und auf dem Cover des Dummies, das vor mir liegt, gibt es eine Pizza und ein Glas Wein, denn die Ausgangsidee war eine alte Frau, die ich manchmal in einer Pizzeria sitzen sah, wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause kam. So ist die Mathilde Schmidt daraus geworden, die eine Tochter namens Lily hat, die in New York Kuratorin im österreichischen Kulturinstitut ist und die werden wir, das kann ich schon verraten, in Buch vierzehn kennenlernen, denn sie hat einen Blog in dem es eine „Unsichtbare Frau“ gibt, die des Nachts mit einer Tarnkappe auf dem Kopf bei Sebastian kurz oder auch Donald Trump erscheint, während die Mathilde den Vater ihrer Tochter Moritz Lichtentenstern beim Begräbnis ihrer Zwillingsschwerster Natalie wieder trifft, der sie fragt, ob sie mit ihm und seinen Bus künftig durch die Welt reisen wird.

So das war der Rundgang durch meine dreizehn letzten Bücher ab 2013. Man sieht, ich bin sehr produktiv und fleißtig. Wenn ich darauf neugierig machen konnte, wird mich das freuen, lade zu meinen <leserunden und meinen Gewinnspielen ein und werde höchstwahrscheinlich auch weiter immer wieder über mein Schreiben und meine Bücher etwas zu erzählen, beziehungsweise zu flüstern wissen.Über Kommentare, Anregungen, Rückfragen, etcetera würde ich mich freuen.

2017-12-24

Weihnachtsretreat

Es ist soweit, der vierundzwanzigste Dezember, ein Sonntag, ich kann mich gar nicht erinnern, den schon einmal an einem Sonntag erlebt zu haben, wo alles ein bißchen anders ist und sich der Wirtschaftsbund mit dem Erzbischof darüber streitet, ob jetzt die Geschäfte offen haben dürfen oder nicht?

Wir sind seid Donnerstag Abend in Harland und vorher war es in meiner Praxis ein wenig hektisch, denn ich glaube, neun Stunden und einmal Diagnostik. Zum Glück wurden die nach fünf, aber alle abgesagt, so daß wir schon um neun oder so mit dem Laptop und der Büchertasche, ein Packerl für die Anna war auch dabei, in Harland waren und vom Ouzo gleich gegrüßt wurden.

Fünf frei Tage und dann kommt der Abrechungsstreß und wahrscheinlich dreimal ADHD-Diagnostik hintereinander, aber jetzt ausschlafen und sich erholen, denn ich bin ja noch immer ein bißchen krank.

Fünf Bücher habe ich mir zum Lesen mitgenommen, ja die Leseliste ist noch lang, obwohl jetzt schon die Frühjahrsbücher kommen und meinen Text, meine „Unsichtbare Frau“ habe ich ja auch zum Korrigeren. Also fünf Tage Writerretreats, obwohl wir in Harland wie ja schon öfter beschrieben, so unsere Rituale haben.

Am Samstag Markt und der war diesmal besonders voll, obwohl die Doris Kloimstein in Innsbruck, aber den Herbert von der Wandergruppe haben wir dort getroffen und mit ihm Kaffee getrunken und dazwischen habe ich meine „Frau“ auf   48 857 Worte hinunterkorrigiert, bin die hundertdrei Seiten, die das Ganze in  fünfunddreißig Szenen jetzt hat, einmal durchgegangen.

Alle Szenen sitzen noch nicht, kann ich meinen Kritikern gleich verraten, sonst finde ich es nicht so schlecht, aber ich bin sehr politisch, sehr realistisch, mit dem Erzählen übe ich mich auch und mit der schönen Sprache habe ich es wahrscheinlich noch immer nicht so.

Mal sehen, die Feiertage liegen ja heuer günstig, Montag, Dienstag ist ja auch noch Zeit zum Korrigieren, bevor es wieder nach Wien geht und ich mir das Ganze ausdrucken kann.

Die Rudolfshöhe ist diesmal bis zu Silvester geschlossen, Radfahren werde ich warhscheinlich trotzdem ein bißchen und der Alfred bereitet jetzt gerade das Gansel mit dem Rotkraut und den Knödel zum Sonntagsschmaus.

Den Christbaum im unteren Wohnzimmer haben wir gestern geschmückt, die Kekse und das Früchtebrot sind eingekauft, früher hat sie der Opa gebacken und um fünf wird es wahrscheinlich wieder die Bescherung geben, wer sich die eZit bis dahin versüßen will, kann mit mir ein bißchen in das Jahr 2015 zurückschauen, denn ich öffne wieder ein Adventkalenderfenster.

„Donnerstag, 24. Dezember

Dann war es ihr trotz aller besten Vorsätze nicht gelungen in der Mittagspause alle Geschenke zu besorgen, wie sie am Donnerstag dachte, als sie auf die Uhr schaute. Es war kurz vor eins. Eine Stunde war sie noch im Dienst. Um zwei schloß das Kaufhaus, wie auch alle anderen Geschenke, um vier sollte sie sich mit Ruth und Vera treffen, um zu den Eltern hinauszufahren und in ihrer Wohnung lag nur eine Bonbonniere für die Mutter und eine Flasche Whisky für den Vater. Die Bücher, die sie für Ruth und Vera besorgen wollte, fehlten, denn die waren in ihrem Kaufhaus nicht zu bekommen. Dazu müßte sie sich in den „Thalia“ oder in das Buchgeschäft das schräg gegenüber lag, begeben. Das war sich gestern nicht mehr ausgegangen, obwohl sie sich bemüht hatte. So war sie um zwölf im Anzug und mit Mütze in den „Merkus-Markt“ gegangen, hatte sich dort eine Leberkäsesemmel für den Hunger, den Whisky und die Bonbons besorgt. Da war sich noch ein Schokoladeweihnachtsmann für Jessica ausgegangen, wie sie befriedigt dachte, als sie sich mit ihren Beutestücken in die Schlange vor die Kasse stellte, die sehr lang war und die Einkaufskörbe ihrer Vorkäufer sehr gefüllt, so daß es über zehn Minuten gedauert hatte, bis sie an die Reihe gekommen war und da war ihre Mittagspause fast vorbei. Trotzdem hatte sie es sich verdrießen lassen, in das Kaufhaus zu gehen, um den geplanten Strampelanzug für Zoe-Philippa zu besorgen, als sie sich aber über an der Infotafel erkundigen wollte, wo sie die Babyabteilung fand, war Widerling Seidler neben ihr gestanden und hatte auf seine Uhr geschaut.

„Schon fünf nach eins, Frau Magister und Sie stehen noch nicht auf der Straße?“, hatte er seinem Spottnamen Ehre machend, gefeixt.

„Oder sollten Sie die Mittagspause verspätet angetreten haben? Und was sehe ich, Sie haben noch einige Päckchen, die Sie besser in der Garderobe verstauen sollten! Husch, husch, auf die Straße, Ihr Dienst ist noch nicht vorbei! Noch haben wir einen Einkaufstag und den Tag vor dem heiligen Abend sollte man nicht unterschätzen, wie uns die Marktanalysen lehren! Denn da wollen alle einkaufen, die bis jetzt noch nicht dazu gekommen sind!“, sagte er mit einem Blick auf die Bonbonniere und die Whiskyflasche, die aus Nikas Einkaufssack ragte.

Beim „Merkur-Markt“ haben Sie auch noch eingekauft! Das sehen wir nicht gern, daß Sie unsere Konkurrenz bemühen, damit können Sie nicht auf die Straße! Also, husch, husch, in die Garderobe und dann auf die Straße, wenn Sie wollen, daß ich Ihr Minus übersehe und ich Ihnen keinen Schlechtpunkt eintrage!“, hatte er gedroht und Nika hatte sich verkniffen, ihn zu fragen, ob er sie dann bei der Nachweihnachtsfeier ausladen würde und nur Dragana Nikolic zugewinkt, die zu ihr hinübersah und sie mitleidig anlächelte.

„Aje, aje, Chef!“, hatte sie geantwortet und von ihm wissen wollen, ob er schon alle Geschenke beisammen habe Widerling Seidler hatte ihr nicht geantwortet und auch höchstwahrscheinlich keinen, der ein Geschenk von ihm wollte. Obwohl er, das war nicht zu übersehen, einen Ehering an der Hand trug.

„Die arme Frau!“, hatte sie gedacht, als sie in die Garderober gehetzt war, den Sack in ihrem Spind neben dem Buch von Clemens Setz gestellt hatte und überlegte, daß sie ihrer Nachbarin auch ein Geschenk bereiten mußte. Was sollte sie für sie besorgen? Ein Buch kam für die Büchersammlerin wohl nicht in Frage, aber wenn sie solche für die Schwester und für Vera besorgen wollte, wäre sie am richtigen Ort, dachte sie und schaute noch einmal auf die Uhr. Zehn nach eins! In fünfzig Minuten schlossen die Geschäfte, ihr Dienst war vorbei und Widerling Seidler konnte sie mal kreuzweise, denn sie wollte ohnehin nicht als Osterhäschen in der Karwoche in einem braunen Plüschanzug mit zwei großen Ohren über die Mariahilferstraße hüpfen. Das würde sie sich sparen und ihre Dissertation sollte bis dahin schon fertig sein, so daß sie dann wahrscheinlich auf der Suche nach einem unbezahlten Praktikumsplatz war und keine Zeit für solche Späße hatte und jetzt würde sie mit ihrem Sack in dem die letzten Zettel und die letzten Süßigkeiten steckten, langsam die Mariahilferstraße hinuntermarschieren und beim „Weltbild“ eine kleine Pause machen. Das konnte ihr Widerling Seidler nicht verwehren, dachte sie aufmüpfig und steckte einem kleinen Mädechen ein „Stollwerck“ zu. Überhörte, daß die  entnervte Mutter, die sich selber in einem Geschenknotstand zu befinden schien „Du sollst doch nicht so viel Süßes essen, Margareta! Denk doch an heute Abend!“, rief, sondern atmete durch und antwortete „Keine Sorger, gnä Frau, die Weihnachtsfrau ist schon da und von ihr darf  Margareta ein „Stollwerck“ nehmen! Sagt man doch, einmal ist keinmal und der Weihnachtsfriede ist schon angebrannt!“

Überhörte auch das empörte „Skandal!“, der Mutter und lächelte sie betont fröhlich an. Dann hatte sie deas Buchgeschäft erreicht und lief in die Sachbuchabteilung. Ein Babypflegebuch für Ruth und etwas Psychologisches für Vera. Da war schon etwas über das „Helfersyndrom“ und einen „Wien-Führer“ für Fatma Challaki und Hassan Arawani konnte sie auch besorgen. Denn daraus ließ sich sicher ebenfalls Deutsch lernen und richtig, den Bücherschrank würde sie Fatma empfehlen, das war bestimmt ein geeigneter Ort für die syrische Germanistikstudentin.

„Vierzig Euro achtzig, Weihnachtsfrau!“, forderte eine sichtlich erschöpfte Verkäuferin von ihr. Nika zuckte leicht zusammen und blickte auf den letzten Fünfzigeuroschein in ihrem Portemaonnaie. Da ging sich wohl ein Strampelanzug für Zoe-Phillipa nicht mehr aus und sie hatte ohnehin keine Zeit mehr einen solchen zu besorgen, denn am Westbahnhof würde sie den nicht bekommen. Also nach dem Sonderangebot greifen, das an der Kassa lag. Ein kleines Bilderbüchlein mit einem Weihnachtsmann am Cover, um neun Euro achtzig. Das ging sich gerade aus, weil noch ein paar Euro Münzen in ihrem Geldfach lagen, die sich vielleicht in einen Weihnachtsstern für Laura Augustin verwandeln ließen. Dann fehlte zwar noch die Flasche Wein, die sie Max Schröder mitbringen hatte wollen und für Harald hatte sie auch noch kein Geschenk.

„Uje, uje!“, dachte sie noch einmal erschrocken und hoffte auf ein Geldgeschenk von ihrer Mutter, mit dem sie am ersten Weihnachtsfeiertag wchnell auf den Westbahnhof fahren  konnte.

„Frohes Fest, Weihnachtsfrau!“, wünschte die Verkäuferin, steckte die Bücher in ein Säckchen und hielt ihr den Kassenzettel hin.

„Ebenfalls!“, antwortete Nika wieder fröhlich und dachte daran, daß sie die Geschenke eine halbe Stunde vor Widerlich Seidler verstecken mußte. Am brsten steckte sie sie in ihren Weihnachtssack in dem sich ohnehin nur mehr wenig Werbematerial befand. War es jetzt doch schon fünf nach halb zwei und die, die sich immer noch auf der Mariahilferstraße befanden, hatten für sie und ihre Werbezettel wahrscheinlich ohnehin keine Zeit.“

 

Was bisher geschah gibt es in Fragmenten hier zu lesen 1, 5, 7, 9, 19, 20 beziehungsweise auch hier, hier, hier und hier und das nächste Fensterchen öffnet sich schon morgen.

Frohes Fest wünsche ich noch allen meinen Lesern und Leserinnen und hoffe ihr habt es schön und werdet die gewünschten Geschenke bekommen!

2017-12-05

Schreibgruppe und Adventkalender

Wieder einmal Schreibgruppe in der Krongasse und diesmal keine Romanszene aus einem Work in Pongreß, ist der Rohentwurf der „Unsichtbaren Frau“ ja fertig und soll am Montag beim Writerretreat in der Pramergasse überarbeitet werden, das „Bibliotheksgespenst“ ist erschienen und an die Gruppenmitglieder ausgeteilt, damit womöglich doch eine Leserunde auf dem Blog entstehen kann und „Besser spät als nie“ ist gerade auch beim Fertigwerden.

Bei allen  Texten habe ich Szenen  in früheren Gruppen geschrieben, heute aber themenlos und offen für alles, was da kommen mag und weil ja der fünfte Dezember ist, ist der kleine Weihnachtsstern, den mir die Ingrid beim Geburtstagsfest übergeben hat auf dem Tisch gestanden, zwei Wachsketzen, die ich mir einmal,  um meinen Geburtstagsgutschein bei der „Grünen Erde“ eintauschte und der Alfred der das ja nicht lassen kann, hat aufgetischt. Weintraubenstrudel, Räucherfisch vom Markt in St. Pölten hergerichtet, Baguette und Käsekugeln. Mandarinen, Schokoladestückchen, Wein und Käsekräcker haben die Gruppenmitglieder mitgebracht.

Eine schöne Adventstimmung also und dann hat Peter Czak  das Thema „Ooerloaded“ vorgeschlagen.

„Überladen!“, habe ich gedacht, weil ich ja nicht Denglisch sprechen will und zum Schreiben angefangen. Ohne Ziel und Plan nur von den schönen Wortspielereien, die Bodo Hhell diese Woche jeden Morgen in den „Gedanken für den Tag“ in Ö1 über mich ergießt, inspiriert.

Der untrige Test ist daraus entstanden, den Klaus Khittl dann kritisch wieder als Themenverfehlung anprangerte. Vielleicht oder vielleicht auch nicht, ist mir die schwarz blaue Zwangsbeglückung doch wirklich zuviel, während ich die Flüchtlingskrise, wie Robert Englhofer kritisch einwarf, ja eigentlich nicht für eine Überladung halte.

Es ist wie es ist, hat oder würde Erich Fried vielleicht sagen.

„Überladen – Overoladed – Überfluß

Der Tisch ist überladen und biegt sich von allen den guten Sachen, die auf ihn hinaufgeladen wurden. Brot, Käse, Fisch, Schikoladentorte. Es geht uns gut, wir werden für Ggenstände Geld ausgeben, das wir gar nicht haben, einen Kredit aufnehmen,  weil wir inzwischen längst verschuldet sind. Staatsverschuldet und Leben im Überfluß oder Überdrum. Besser ein Leben im Überdruss nach dieser Schmutzkübel Kampagne, die uns eine blau türkise Regierung beschert hat.

Türkis blau, statt schwarz blau, das klingt doch sicherlich viel besser und dagegen wird man auch nicht so leicht demonstrieren. Nicht mit den Schlüsseln rasseln, wie weiland vor siebzehn Jahren auf dem Ballhausplatz.

„Haider, Schüßel, drahts auch ham ihr Rüsseln!“ und wo bitte bleibt denn jetzt der Überfluß?

Denn über einen solchen wollten, sollten wir ja schreiben. Die Überladung erwähnen, die wie eine Hochleistungsrakete einschägt über uns, auf unseren Köpfen preasselt mit voller ganzer Wucht und  was bitte ist  hier jetzt überladen, aufgesetzt, überworfen?

Natürlich der Rechtsruck, den haben wir eindeutig aufgebrummt bekommen. Ist auf uns herabgefallen, hat uns heimgesucht  und jetzt können wir uns nicht mehr wehren vor all dem blau türkischen Übefluß und werden, wie man hören kann, auch sehr bald ein Heimatschutzministerium aufgebrummt bekommen, von dem ich noch immer keine Ahnung habe, wofür wir ein solches brauchen können?

Ich brauche es nicht. Die Heimat vielleicht schon, aber keinen Schutz oder ich schütze mich am liebsten selber vor allen Übergriffen, Mißbrauchserfahrungen und Überschwemmungen.

Vor allen bösen Geistern möchte ich mich gern bewahren, sie abwehren und mich nicht von ihnen überladen lassen. Keinen Heimatschutz und keine Zwangsbeglückung, wogegen ich gegen eine Ausweitung des Rauchverbotes in öffentlichen Räumen, als Nichtraucherin gar nichts habe oder besser,das ist mir eigentlich egal und denke nur, daß ich zwar keinen spzeliellen Heimatschutz, aber auch keine unbedingte Raucherlaubnis brauche. Auf die kann ich gern verzichten. Muß sie nicht haben und brauche mich von ihnen auch nicht um jeden Preis beglücken lassen.

Wehren wir uns also gegen jeden Overload, wie ich  auch nicht unbedingt, die englischen Sprachfloskeln in unserer schönen Sprache brauche. Mir genügt das Österreichische als Umgangssprache, da bin ich bescheiden.

Kann also überladen, überlasten, übergießen,  aufdrängen sagen und brauche zum Download, den ich gelegentlich auf meinem Computer betreibe, nicht unbedingt auch noch den Überfluß und, um bei den Wortspielen und der Farbenlehre zu verbleiben, die Überschüttung durch eine schwarz blaue Regierung, die  jetzt, um alle Abschreckungen zu vermeiden, sich verschämt blau türkis oder türkis blau benennt, aber höchstwahrscheinlich verjährter vorvorgestriger Wein in umgefärbten modisch aufgepääpelten neuen Schläuchen ist.“

Und dann, weil ja der fünfte Dezember ist und weil ich  auch dieses Jahr meinen weihnachtlichen Beitrag leisten will, kommen wir also zum Adventkalender oder zur „Nika, Weihnachtsfrau“ und da ist ja der fünfte Dezember besonders produktiv, hat da doch vor zwei oder wahrscheinlich schon vor drei Jahren da auch einmal eine Schreibgrußße stattgefunden, wo ich das Thema „Weihnachten, Advent oder Adventkalender“ vorgeschlagen habe.

Ein Jahr später und ein Monat früher sind es dann, während ich im November beim Nanowrimo meinen Adventkalender schrieb, die „Dämonen“ gewesen, die mich zu einer Skizze für meine Nika aus einer anderen  Perspektive veranlaßte und am fünften Dezember des gleichen Jahres bin ich in Bük im Bad gesessen, habe die anderen Badebesucher durch mein Geklapper gestört und den fünften Dezember als Service für meine Leser eingestellt.

Am dreizehnten Deuember wird es noch eine Vorform der „Nika“ geben, am siebzehnten Dezember 2015 war die Lesung im Readingbroom, am dreiundzwanzigsten dezember gibt einen „Bücheradventkalender“, am 19. 25. 29 und 30.Dezember wird es je ein Adventkalenderfenster geben.

Freunde laßt euch überraschen und das ist kein Overload, sondern ein Geschenk an meine Leser, um sie in das Weihnachten vor zwei Jahren, während der inzwischen ach so gefürchteten Flüchtlingskrise einzustimmen.

Ob Platz und Zeit ist ein weiteres Adventkalenderfenster sein wird, weiß ich noch immer nicht.

Ich habe aber noch ein paar meiner fünfzig selbstgemachten Exemplare. Wer eines haben will, um damit vielleicht seine Lieben zu Weihnachten überraschen oder auch zum  Selberlesen, kann es bei mir bestellen. Er kann mir aber auch eine Rezension für das „Literaturgeflüst“er oder ein anderes Medium  schreiben.

 

2017-12-02

Vor dem Frühstück kennt dich keiner

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 00:23
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Gleich nach der Vorschau auf „Besser spät als nie“ gibts wieder eine Ankǘndigung, der Dezember ist offenbar produktiv, denn Teil drei meiner „Gestern- heute- morgen- Jahresproduktion“ – „Die unsichtbaren Frau“, die ich zwar schon nach dem August begonnen habe, dann aber doch einen „Nanowrimo“ daraus machte, ist am Tag achtzehn im Rohtext fertiggeworden und muß wahrscheinlich ab dem elften Dezember beim Writers Retreat den ich da beim Writersstudio ausprobierte, das erste Mal durchgesehen und dann nach und nach korrigiert werden, daß es dann im nächsten Jahr, wenn wir schon eine schwarzblaue Regierung haben werden, erscheinen kann.

„Proudly present!“, heißt es doch oder hier ist es das neue Buch, mein dreiundvierzigstes selbstgemachtes, in dem es um ein sogenanntes Bibliotheksgespenst, eine Frau, die mit einem Bus nach Belgrad, Graz, Linz, Salzburg und Berlin fährt und dabei in einige Turbulenzen gerät, sowie noch einiges anderes geht.

Ein Probekapitel gibt es hier zu lesen: www. jancak.at

Die Auflösung der drei Gewinnspielfragen lautet:

  1. Ein Bibliothekgespenst ist die Dorothea nicht wirklich, obwohl mir Richard Weihs ein so schönes Wunschgedicht, beziehungsweise den Beschreibungstext geschrieben hat. Sie wohnt aber in der Hauptbücherei, aber wie sich am Schluß herausstellt, auch nicht wirklich. Also lesen, wenn man das Geheimnis erfahren will.
  2. Therese Schwarzenberg, die depressive Frau in dem Buch, sollte sich eigentlich mit ihrer Freundin Karoline Prohaska treffen, aber weil sie das nicht will, steigt sie in einem Bus nach Belgrad, um ihre Freundin Jovanka Gordelevic zu besuchen, da sich diese aber gerade in Graz befindet, wo es die Vernissage zu ihrer Performance gibt, disponiert sie um.
  3. Die erste Lesung, die Fabian-Szene, die es auch als Probekapitel gibt, war am Volksstimmefest, dann habe ich sie noch bei der „Poet-Night“ und bei meinem Geburtstagsfest gelesen, da ja alle guten Dinge drei sollen. Ich bin aber gerne für weitere Lesungen bereit und stehe für Einladungen zur Verfügung.

Der erste Satz des Buches lautet, wie man schon in der Vorschau sehen konnte:

„Punkt neun, der Wecker klingelte schrill und laut.“

Leider hat mir keiner einen Absatz dazu geschrieben, so daß ich hier kein „Mimikry-Spiel des Lesens“ mit einem weiteren Gewinnspiel machen kann. Wem es aber trotzdem interessiert, wie es weiter geht, hier der erste Absatz, als Appetizer:

„….Dorothea Wewerka schreckte aus ihren Träumen, beziehungsweise aus der Tiefschlafphase, in der sie sich gerade befunden hatte. Mit der Hand über die halblange aschblonde Haarpracht gestrichen, die Decke falten, die Campingliege zusammenklappen und unter das Regal schieben. Denn bald öffnete die Hauptbücherei ihre Pforten. Die Angestellten, sowie der Sicherheitsdienst und auch die Putzfrauen erschienen und sie mußte ihren Schlafplatz räumen. Sich, wie sie das meistens tat, aus dem Kaffeeautomaten ein Heißgetränk herausdrücken. Das Kipferl würde sie sich später in einem Supermarkt besorgen, wenn sie die Bücherei verlassen hatte, um den Tag mehr oder weniger ziellos auf der Straße zu verbringen. Denn Dorothea Wewerka war wohnungslos. Hatte keine feste Adresse aufzuweisen und pflegte ihre Nächte seit sie auf das unbenutzte Zimmer gestoßen war, hier zu verbringen“

Neugierig geworden? Nun das Buch kann man bei mir bestellen, man mir auch eine Rezension für das „Literaturgeflüster“, den eigenen Blog oder wo auch immer schreiben und eine neue Idee habe ich in der Vorschau auch schon angekündigt.

Ich würde nämlich gerne hier eine Leserunde beziehungsweise eine Diskussion über das Buch in den Kommentaren veranstalten. Zu diesem Zweck stelle ich fünf Bücher zur Verfügung.

Wer eines lesen und mir dann einen Kommentar darüber schicken und in Diskussion mit den anderen Kommentierern treten möchte, soll sich bei mir melden, ich schicke das Buch gerne zu, wünsche viel Spaß beim Lesen und freue mich schon auf eine anregende Diskussion!

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