Literaturgefluester

2021-01-22

Das zweite Corona-Buch

Das Thema Corona, meine Leser wissen es, interessiert mich sehr und ich schreibe, seit wir uns in der Krise befinden, auch sehr viel darüber, so daß wieder wie auch in der Flüchtlingskrise eine Trilogie darüber entstehen wird. Kein Frühlingserwachen mehr“ ist das erste Buch, vor ein paar Monaten erschienen, ich ganz schön vermummt, weil man ja keine Kinder fotografieren soll, obwohl wir da ein schönes Foto von der kleinen Lia und ihrer Mama Anna hatten und das hätte ja ohne Corona ein Buch über eine ganz normale Dreierbeziehung werden wollen, dann folgte das Sommergeschehen und da hatte ich schon länger in der Seedosen-Bücherzelle ein Notizbuch gefunden. Die finde ich öfter mal in den Schränken und da waren auch ein paar sehr schöne dabei. Aber dieses war schon ein bißchen beschreiben und zwar wurde da ein Festival im Sonnenpark geplant und die Idee für mein Sommer Corona-Buch, wo es auch um mein alter Ego, die Schriftstellerin Eja Augustin und auch, um ein Handy, das in einen Blumentopf fällt, dazu haben mich die Schreibimpulse aus dem kleinen Handybuch animiert und ein paar Veranstaltungen, die ich im Sommer besucht habe, haben mir auch den Input gegeben und dabei ist die Idee über eine Maskenverweigerin zu schreiben, ein wenig übergeblieben und einen dystopischen Roman über die Corona-Krise wollte ich ja auch schon lange schreiben. Aber wie schreibt man den? Wenn ich vor ein einhalb Jahren ein Buch darüber geschrieben hätte, daß wir alle Masken tragen müßen, daß die Polizisten mit einem Maßstab herumrennen und von einem fünfhundert Euro verlangen, wenn man sich auf eine Parkbank setzt, daß man sich freitesten muß und zu Silvester keine Böller werfen darf, dann wärs ein solcher geworden. Da hätte man mir vielleicht noch sagen können, „Das ist aber jetzt total unrealistisch, da ist aber deine Fantasie ganz schön mit dir durchgegangen!“ Und so fängt auch mein drittes Corona-Buch die „Mathilde im Coronaland,“ geschrieben vorwiegend im November 2020 im Rahmen des „Nanowrimos“ an, nämlich mit einem Absagebrief an die liebe Autorin, datiert mit Ende 2019 und dann kommt, undatiert, ein Brief der Mathilde an ihre Enkeltochter bevor sie ins Nichtgeimpften-Ghetto zieht und dazwschen liegt das Jahr 2020. Nun gut, das ist auch noch ein bißchen Utopie, denn das buch erst im Rohtext fertig und jetzt wird noch eifrig korrigiert. Das buch gibt es also noch nicht, dafür ist das „Notizbuch“ da und ich löse wieder die Gewinnspielfragen auf. Leider hat sich wieder niemand gemeldet, der das Buch gewinnen will. Aber vielleicht will mir einer für eine Leserunde kommentieren oder eine Rezension schreiben. 1. Das Buch wurde, das habe ich schon geschrieben, in der Bücherzelle bei der Seedose gefunden. 2. Ein Festival im Kulturzentrum Sonnenpark 3.Im Weinhaus Sittl bei einer Lesetheaterveranstaltung. Ich war auch dort Ende Juni und habe mich da mit einer älteren Dame unterhalten, die das Vorbild zur Aloisia wurde. Und die nächste Idee oder das nächste Corona-Buch wird das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den dort vorhandenen Corona-Texten werden und da gibt es ja schon sehr sehr viele.

2020-12-25

Vom Adventkalender zum Bücherchristbaum

Ich bin ja irgendwie ein Adventkalenderfan, die mit Schokolade kaufe ich mir zwar nicht, sondern früher höchstens der Anna, im nächsten Jahr wahrscheinlich der Lia, aber heuer geht das wegen des Lockdowns für die Maskenverweigerin ja nicht, und dann haben mich die Bücheradventkalender immer schon fasziniert.

Was das ist und wie bin ich daraufgekommen? Wahrscheinlich durch das Bloggen und die Bücherblogger.

Das „Literaturcafe“ veröffentlicht ja immer einen mit den nicht geschriebenen Büchern und richtig einen Adventkalender habe ich schon geschrieben, als ich noch nicht gebloggt habe, der ist im „Best of“ enthalten, da gibts noch ein paar Exemplare, wer ihn also lesen will, bitte melden und dann war auch einmal die Idee mit der Nika oder ursprünglich wars ein Asylwerber oder Student aus Osteuropa, der sich als Weihnachtsmann auf der Mariahilferstraße verdingt, die Nika ists geworden, 2015 im Rahmen des fünften Nanowrimos endlich geschrieben, aber vorher gab noch ein paar Feldversuche, einer davon ist der „Bücheradventkalender“ und da die Idee im Advent jeden Tag ein Buch zu lesen.

Einen Versuch von einer ,die es machte uns sich dafür in Tolstois Sessel setzte gab es später, bei mir bleibt es wahrscheinlich bei der Idee im Advent jeden Tag ein Weihnachtsbuch zu lesen, aber aufstapeln auf seinem Weihnachtstischchen kann man sie allemal, dafür sammle ich sie ja schon seit Jahren oder seit es die offenen Bücherschränke gibt, wo die dann, die man zu Weihnachten bekommen hat, später entsorgt werden. Vor zwei Jahren habe ich mir den ersten aufgestapelt und voila, heuer gibts das auch, sogar zweimal, weil in Harland gibts ja auch Weihnachtsbücher, aber am

1. Dezember beginnts in Wien und zwar mit einem Fund aus dem Bücherkasten, denn ich bin ja an meinem Geburtstag am neunten November losgestartet, um trotz Corona und Lockdown eine Bücherkastentour zu machen und lag ein Buch darn, das wahrscheinlich keine Weihnachtsbuch ist, aber so heißt, nämlich

Karl Emil Franzos „Leib Weihnachtskuchen und sein Kind“, eine Erzählung aus dem „Globus Verlag“ aus dem Jahr 1984, also vielleicht auch historisch interessant und Karl Emil Franzos, 1848 in Podolien, damals russisches Kaiserreich, geboren gilt als großer Kenner des osteuropäischen Judentums hat Romae und Erzählungen darüber geschrieben. Gelesen habe ich noch nichts von ihm, in der Wien Bibliothek hatte er aber einmal eine Ausstellung und da bin ich an einen Katalog gekommen und jetzt wäre ja die Gelegenheit dazu, wenn ich nicht so eine überlange Leseliste hätte und mit dem Buchpreislesen noch nicht fertig wäre, aber auf dem heurigen Bücheradventkalender, der im Laufe des Monats zum Bücherchristbaum wird, der zwischen den schon aufgestellten Weihnachtsdekorationen seinen Raum einnimmt, Platz hat.

2. „Nika Weihnachtsfrau“ jetzt kommt gleich mein Adventkalender. Die „Nika“, 2015 in Zeiten der Flüchtlingskrise geschrieben und seit dieser Zeit gibt es hier jeden Tag gelegentlich ein Türchen. Das Erste ist im Probekapitel zu finden. Das Zweite gibts am Zweiten und vielleicht da dieser Dezember ja wahrscheinlich ein ruhiger wird, gibts hin und wieder auch ein Neues, viel Spaß beim Lesen wünsche ich. Vielleicht gibt einen mal im „Wortschatz“ zu finden und sofern ich noch welche haben, kann man sie auch bei mir bestellen.

3. Dezember – „Kerzen, Killer, Krippenspiel“, der heurige Krimi-Adeventkalender, mit vierundzwanzig Weihnachtsgeschichten aus Deutschland, das heißt, falsch ein Krimi spielt in Treberndorf und wurde von Eva Rossmann geschrieben. Ansonsten gehts von der Nordsee bis ins Allgäu hinunter, ein kleiner Trost, weil man ja in Wirklichkeit ohne Quaratäne und Zwangstest nicht ein oder ausreisen darf und am dritten Dezebmer sind wird in Ostermoordorf in Ostfriesland gelandet und da geht es um die Weihnachtsmannkonkurrenz.

4. Dezember – Elke Pistor „lasst uns tot und munter sein“

Jetzt gehts nach Harland, beziehungsweise zu einem Bücherschrankfund, ein Weihnachtskrimi mit Tannenzweige, Lebkuchen und Geschenkpäckchen am Cover. Elke Pistor lese ich bei Wikpedia wurde 1967 geboren und hat schon einige Krimis geschrieben. in diesem lese ich am Buchrücken unter „Mörderische Weihnacht überall!“, geht um den Immobilienmakler Korbinian Löffelholz, schöner sprechender Name, der noch vor Weihnachten eine alte Villa verkaufen muß. Spannend spannend und schön zu lesen, heuer gehts ja wahrscheinlich nicht, aber vielleicht im nächsten Jahr, wenn ich sparsamer beim Büchersammeln bin.

5. Rosamunde Pilcher „Misss Camerons Weihnachtsfest“, wieder ein Geschichtenband einer berühmten Autorin. Von Agatha Christie habe ich ja auch einmal ein Weihnachtsbuch gefunden, das sehr gut aufgerufen wird und von der 2019 verstorbenen schottischen Autorin habe ich einmal einen Film gesehen. Hatte dann ein Buch auf der Leseliste, das ich aber nicht schaffte und nun fünf Weihnachtsgeschichten, die aus anderen Büchern entnommen wurden.

„Lassen Sie sich verzaubern! Kaum jemand vermag die kleinen häuslichen Dramen, die die Welt bewegen, so geschickt zu inszenieren, wie Rosamunde Pilcher“, steht am Rücken des hundertzwanzig Seiten starken „Rororo- Bändchen“, das leider schon ziemlich ramponiert aussieht und ein bißchen naß geworden ist, sich aber trotzdem sicher lesen läßt.

Am 6.Dezember, dem Nikolotag geht es zu „Residenz“ beziehungsweise zu Vater und Sohn Grissemann, denn die haben dort einmal ein Weihnachtsbuch herausgegeben.

„Klappe, Santa“ heißt es frech und ich habe es einmal oder mehrmals bei der „Buch-Wien“ am „Residenz-Stand“ bewundert, bevor ich es im „Seedosen-Schrank“ gefunden habe.

„weihnachten ernst und christoph“ heißt es da poetisch abgewandelt. Ein verrutschtes Christbäumchen ist am Cover neben Vater und Sohn auch zu sehen. Der Vater war ein bekannter Fernsehmoderator und ich habe ihn als ich einmal in Klagenfurt war und er dort moderierte, schimpfen gehört, der Sohn tritt gemeinsam mit Dirk Steermann auf.

„Eine schöne Bescherung: In diesen Geschichten wird anders gefeiert! Nämlich so, wie es sich gehört.“, verspricht der Buchrückentext.

„Christoph und Ernst Grissemann haben für dieses Buch Weihnachtsgeschichten gesammelt, die Sie bestimmt in Stimmung bringen. Schräg und besinnlich, lustig oder tiefsinnig. Mit Texten von Bertold Brecht, Robert Gernhardt, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz u.v.a. Das Christkind hätte seine Freude“, heißt es da.

Also lesen, lesen, eintauchen in die Weihnachtsliteratur und solche Bücher habe ich auch schon gelesen

7. Dezember – Manfred Baumann „Glühwein, Mord und Gloria“

Wieder ein Weihnachtskrimi oder kriminelle Weihnachen, wie am Cover steht. Advent und Krimis passen offenbar gut zusammen, leicht und schnell zu lesen, spannend und zeigt vielleicht auch den Widerspruch zwischen Glanz und Freude und den geheimen Mordgelüsten, wenn man Weihnachten vielleicht doch nicht mit der Familie und Tante Emma feiern will. Manfred Baumann wurde 1956 in Hallein geboren, hat schon eine Reihe Krimis geschrieben und in „OTannenbaum O Mörderbaum“, wie am Buchrücken steht, geht es um einen Kommisasar Merau, der sich fast am Glühwein verschluckt, als ihm die Nachricht erielt, daß ein Johnny Lametta, Hauptdarsteller der Weihnachtskrimi – Komödie „Lebkuchen, Leichen und Lametta“, verschwunden ist. Klingt spannend und sollte man lesen, vielleicht geht es sich im nächsten Adventkalender aus.

Am achten Dezember kann ich ein besonderes Schmankerl auf meinen Adventbücherchristbaum legen, nämlich „Deutsche Weihnachten“ aus dem Jahr 1922, aus dem „Österreichischen Schulbuchverlag“, wem das Büchlein mit dem schlichten grünenCover wohl gehört haben mag. Ich habs ziemlich am Anfang im Bücherschrank gefunden. Ludwig Richter, der berühmte Illustrator hat die Bilder dazu beigesteuert. Ein Karl Lustig hat die „Deutsche Hausbücherei“ eine „Auslese von Gedichten, Erzählungen und Spielen“ herausgegeben und wir können, wenn wir die Schrift noch lesen können, eintauchen in die Weihnachtswelt unserer Groß- und Urgroßeltern.

Am neunten Dezember lege ich ein Buch auf meinen Wiener Bücherchristbaumstapel, das ich vorher von meiner Leseliste genommen und auf die des nächsten Jahrs gesetzt habe. Denn Angesichts meiner überlangen Leseliste schaffe ich es nicht Isabel Boltons „Der Weihnachtsbaum“ zu lesen. Das Buch habe ich, glaube ich, im „Wortschatz“ gefunden und von der 1975 in New York verstorbenen schon etwas gelesen. So bin und bleibe ich neugierig, endlich einmal einen literarischen Roman mit dem Weihnachtsthema zu lesen und freue mich auf das nächste Jahr, wo ich mir meine Bücher halt besser einteilen muß, um Platz dafür zu schaffen.

Am zehnten gehts zu dem Adventkalender, den ich einmal von meiner Leseliste entfernt habe. Jetzt tue ich ihn fü r2021 wieder hinauf. Habe ich jetzt doch begriffen, daß man die Geschichten ja täglich lesen kann und der Adventkalender ist bei dem „Kleinen Aeventsbegleiter – 24 Geschichten zur Weihnachtszeit“ aus dem „Piper-Verlag“ gleich am Cover zu finden. Da hat der Vorbesitzer, das Buch stammt aus dem Schrank, die Türchen schon aufgemacht und an dem, wo einmal ein Zehner stand ist ein Schlittschuh zu sehen. Im Inhaltsverzeichnis ist der nicht mehr zu finden. So habe ich nachgezählt. Karl Valentins „Winterstreichee“ ist die zehnte Geschichte. Schaut man die nach ist der Schlittschuh zu finden. Also kann man sich in dem Buch in dem es Geschichten von Selma Lagerlöf, James Krüss, Joachim Ringelnatz, Italo Calvino, etcetera gibt, von Tag zu Tag durchblättern und ich verweise aufs nächste Jahr, um mehr von diesem Buch zu erfahren und bin schon gespannt.

Am elften Dezember geht es zu Andrea Schacht und zum „Fliegenden Weihnachtskater“, im „Aufbau-Taschenbuchverlag“ ist das Buch erschienen, Ich habs, glaube ich, im vorigen Jänner im „Wortschatz“ gefunden und in meine Weihnachtsbuchergalerie eingereiht. Es geht, wie schon der Titel verspricht, um eine in einen Teppich eingewickelte Katze und um eine Pilotin namens Anita geht es auch, also seien wir gespannt!

Am zwölften Dezember wird es, kann man sagen kitschig, geht es da ja zu „Weihnachten 2004“ aus der „Julia- Cora-Reihe“, zurück. Drei Liebesromane zur Weihnachtszeit immer in einem Bändchen gesammelt und ich habe im „Wortschatz“ schon vier solche Bücher gefunden. Im Jahr 2004 ist es um die „Wunder der Weihnachtszeit“, „Bleib bei mir für immer“ und „Im hellen Schein derKerzen gegangen“. Das Cover ist schön weihnachtlicht und wenn ich im nächsten Jahr jeweils an zwei Tagen so eine Geschichte lese, hätte ich einen etwas anderen Adventkalender, werde meine Leser vielleicht noch ein bißchen mehr von mir enttäuschen, die mir ohnehin schon einen kitschigen Lesegeschmackt zuorden. So ist es, in meiner Jugendtagen habe ich Hedwig Courths-Mahler begeistert gelesen und vorher auch sehr viele „Siliva-Romane“ gesammelt und in den letzten Jahren mir auch öfter diverse Weihnachtsfilme angesehen.

Am dreizehnten Dezember wird es etwas mythisch. Führt uns doch der bekannte Benediktiner und Bestsellerautor Anselm Grün ind das „Weihnachtliche Leben“ ein und ich habe das kleine in blau gehaltene „Herder-Büchlein“, glaube ich, in dem Schrank, der sich gegenüber der „Kuppitsch-Buchhandlung“ gefunden. Ein paar schöne Illustrationen gibt es auch. Das Buch hat nur dreißig Seiten, dafür aber dreizehn, wie passend, kurze Kapitel, die sich mit der „Herbergssuche, dem „Glanz des Engels“, der „Flucht nach Ägypten“ etcetera, beschäftigen.

Die berühmte „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens lege ich am vierzehnten Dezember auf den Adventkalenderstapel, dabei hätte ich das Büchlein, das ich einmal gefunden haben muß, beinahe übersehen. Wahrscheinlich wars ein Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr, das im Vorjahr in den Schrank gelegt wurde. Übersetzt wurde das kleine Büchlein, das am Cover einen rennenden Mann mit Zylinder zeigt, von der Gräftin Sybil von Schönfeldt und ich habe von dem Büchlein schon vor langer Zeit erfahren, als ich mir den Schreibratgeber „Wie man einen verdammt guten Roman schreibte“ kaufte. Da wurde es als Beispiel für die Spannung avisiert. Dann habe ich vom Alfred einmal einen E-Book Reader geschenkt bekommen. Den benütze ich zwar nicht sehr. Es gab aber ein paar freigegebenen Bücher drin. Eines war das Weihnachtsmärchen von dem geizigen Scrooge, das ich auf meiner Leseliste hatte, aber leider, leider nicht dazu gekommen bin.

Am fünfzehnten Dezember gibts, hurra, hurra, den „Fröhlichen Advent“, weitere vierundzwanzig Weihnachtsgeschichten, die sich ja herrlich einzeln lesen lassen. So wirds also auch in den nächsten Jahren die tägliche Weihnachtsgeschichte geben und dieser ist, wie am Cover steht „Ein Hausbuch für die schönste Zeit des Jahres“ – „Fröhlicher Advent – ein Buch, das zum Geschichtenerzählen verführt, zum Vorlesen, zum Einstimmen in eine frohe Weihnachtszeit“ ist am Rücken, des „Insel-Taschenbuchs“ zu lesen. Schauen wir also in den fünfzehnten Dezember, da gibts zuerst ein Gedicht von Heinrich Hoffmannvon Fallersleben. „Der Traum. Ich lag und schlief, da träumte mir ein wunderschöner Traum. Er stand auf unserm Tisch vor mir ein hoher Weihnachgtsbaum.“ Und dann noch ein Kochrezept von Elisabeth Borchert „Pomeranzenbrötle und Weihnachtsschiffchen“. Schön illustriert ist das Ganze auch.

Am sechzehnten Dezember wird es etwas esotherisch, denn es geht zu „Stella“ oder zu dem peruanischen Bestsellerautor Sergio Bamaren. Ein kleines blaues „Piper-Büchlein“. Ein Christbaum, ein Engel und ein Stern am Cover des Weihnachtsmärchen. „Die Nacht , in der die Liebe auf die Welt kam“ steht am Buchrücken, der uns verrät, daß es darum um die kleine Taube Stella geht, die darunter leidet, anders als die anderen zu sein.

Das „Christkindl auf Ottakringisch“, hatten wir schon. Am siebzehnten Dezember kommt dann das „Weihnachtsberevier“ von Franz Lahner, dem „beliebten WienerMundartdichter“, wie am Buchrücken steht „S Christkindl redt wienerisch“. Da sieht man am Cover das Weihnachtsenterl vor dem „Wiener Sprachkurs“ stehen und den Stephansturm als Hintergrundimpession gibt es auch.

Am achtzehnten Dezember lege ich das „Große Brigitte Weihnachtsbuch“ aus dem Jahr 1996 auf den Harlander Bücherchristbaumstapel,das ich einmal bei der „Seedose“ gefunden habe. In meiner Studentinnenzeit habe ich regelmäßig, die „Brigitte“ gelesen und war da immer hingerissen von den Weihnachtsdekorationen und Tips,die dann aber schwer zu verwirklichen waren, aber einmal habe ich das Weihnachtsmenü mit Lachsforelle gekocht. Die „Brigitte-Weihnachtsbücher“, die Sondereditonen sind auch nicht zu mir gekommen oder erst später durch den Schrank. Ich hab das Buch einmal auf die Leseliste gesetzt, dann wieder hinuntergenommen, aber öfter durchgeblättert. Als Schreibunterlage habe ich es auch einmal benützt und interessant natürlich nachzuschauen, was da vor dreißig Jahre Weihnachtsmode war. Es gibt Basteltips, Keksrezepte und viele Bilder von Weihnachtsmännern und Nikoläusen. Vierundzwanzig Weihnachtsmänner mit und ohne Schlitten, tanzend, laufend und sogar Kopf stehend sind auch zu sehen, denn das Buch beinhaltet ja, wie am Cover steht „Viele originelle Ideen für die festlichste Zeit des Jahres – mit Bastelbogen für die ganze Familie.“

Am neunzehnten Dezember geht es um den „Weihnachtszwilling“. Chris Heimerdinger hat die Geschichte geschrieben, wo es um einen Buben geht, für den Weihnachten immer sehr traurig ist, weil sein Bruder ist an diesem Tag gestorben und da das sein Zwilling ist, fällt auch das Geburtstagsfest aus.

jetzt kommt die „Schöne Geschichte!“ oder das „Amadeus-Weihnachtsbuch“ und die Geschichte dazu. Denn da gab es ja einmal, lang lang ist es her, wahrscheinlich in den Neunzigerjahren, ein Inserat in der Zeitung, die ersten fünfzig Personen, die an einem der Einkaufssamstage zu „Thalia“ kommen, bekommen es. Ich bin hingeradelt, habe lange herumgeredet, dann haben sie mir das Büchlein offenbar aus dem Lager geholt, in dem es Geschichten von Christine Nöstlinger, Hans Christian Andersen, Mira Lobe, etcetera, gibt, also eigentlich nicht so besonderes. Aber ein schönes Weihnachtsgeschenk und gestern am vierten Adventsamstag vor dem dritten Lockdown war ich auch beim „Thalia“, mit dem Alfred und der Doris Kloimstein und habe einen Gutschein eingelöst, den die Oma einmal zum Geburtstag bekommen hat.

Am einundzwanzigsten Dezember geht es zu „Weihnachten in die wundervollen Buchhandlung“, ja jetzt kann man noch schnell hingehen und seine Weihnachtsbuchgeschenke kaufen und ein Buch das ich schon gelesen habe, hate ich es mir ja einmal auf der „Buch-Wein“ von dem Geburtstagsgutschein der Margit Heumann eingeöst. Dabei mag ich das Vorkämpfen der Petra Hartlieb, die Krimis und andere Bücher geschreiben hat für den stationären Buchhandeln und gegen das böse „Amazon-Einkaufen“ nicht so besonders und die „Wundervolle Buchhandlung“, fand ich eigentlich, ganz ehrlich, auch ein wenig banal. Aber zu Weihnachten in eine Buchhandlung zu gehen, ist schön, ohne Maske nicht möglich, habe ich vor ein paar Tagen bis zum Portal auch schon getan und mein Weihnachtsbücherstapel ist, wie man hier sehen und lesen kann, ohnehin schon sehr schön.

„Still erleuchtet jedes Haus – ein Weihnachtsbuch aus dem alten „Residenz-Verlag“, herausgegeben von Adolf Haslinger, lege ich am zweiundzwanzigsten Dezember auf meinen Advent-Bücher-Christbaum. Wenn ich mich nicht irre, habe ich es von den Bücherregalen des „Read!!ingrooms“, denn da habeich ja einmal meine Weihnachtsgeschichte gelesen, es ist bunt bespickt mit allerlei Werbesprüchen und das Cover ist durch ein Pickerl, verunstaltet Ein Christbaum ist auf dem an sich schönen Cover auch zu sehen, die ja die alten „Residenzbücher“ hatten und Texte gibt es viele darinnen. Rainer Maria Rilke, Peter Rosei, Gottfried Benn, Theodor Kramer, Alfred Kolleritsch, Peter Handke, ich kann gar nicht alle aufzählen, und einen „Kostnix Stempel von 2014“ gibt es auch zu sehen. Dafür ist die Seite wo ich sehen könnte, wann das Buch herausgegeben wurde, herausgerissen, es wird aber noch länger her sein, gibt es den alten „Residenz-Verlag“ von „Jung und Jung“ ja schon längst nicht mehr. Nur das Buch als Erinnerung oder viele andere schöne Bücher, denn damals habe ich mir ja viele gekauft.

Am dreiundzwanzigsten Dezember lege ich in Wien eine Leseprobe auf den Bücherchristbaumstapel, die ich wahrscheinlich auf der Bühn-Wien oder bei der Buchmesse im MQ gefunden habe. „Weihnachten in der kleinen Sommerküche am Meer“, das ist eine Serie der in Edinburgh geobrenen und in Frankreich lebenden Jenny Colgan und solche Bücher würde ich ja gerne lesen, wenn ich mehr Zeit hätte, aber vielleicht geht sich die Leseprobe aus.

Obwohl ich noch ein paar ungelesene Weihnachtsbüchlein in Harland liegen habe, habe ich mich entschieden Uli Lucas „Weihnachten im Weltall“ auf den Bücherchristbuch zu legen, das ich schon gelesen habe und den Uli habe ich, 2016, glaube ich, kennengelernt, da hat er sich über einen meiner Kommentare auf dem Literaturcafe kommetiert, dann hat er mir ein Mail geschrieben und meine Fehler korrigert, dann haben wir uns über seine politischen Ansichten gestritten und jetzt sind wir in Sachen Corona seltsamerweise einer Meinung.

So Weihnachten ist da und ich lege noch schnell am fünfundzwangsten ein Büchlein, das ich von meiner Mutter erbte oder aus dem Bücherschrank aus der Wattgasse stammt „Als Weihnachten noch Weihnachten war“ mit schönen Illustrationen und Weihnachtsgeschichten von Adalbert Stifter, Peter Rosegger und auch einigen anonymen Texten. Die beiden Weihnachtsstapel in der Krongasse und in Harland sind groß und schön geworden und eigentlich ist es eine ganz beachtliche Sammlung an Weihnachtsbücher, Krimis, Romane und besinnlichen Texte, die sich da angesammelt haben. Gelesene und noch ungelesene und im nächsten Jahr habe ich wahrscheinlich auch noch genug für einen neuen Bücherturm und ich kann auch noch einiges finden. Seien wir gespannt und ein Weihnachtsgedicht und die Weihnachtskekse, die früher der Schwiegervater backte, kann ich auch noch präsentieren und natürlich auch den „Nika, Adventkalender“, wer da noch nicht hat, kann sich da weiterlesen. Ungefähr die Hälfte der Adventkalenderfester gibt es da jetzt schon. Zwei sind heuer noch dazugekommen. Das Probekapitel ist schon oben verlinkt, dann kommen 2 5 7 8 9 10 14 19 20 23 24 25 29 30 und wer wissen will, was ich zu Weihnachten bekommen habe?

Von der Anna wieder Badeschaum und belgische Pralinen, vom Alfred die zwei literarischen Kalender, die ich schon seit Jahren bekomme, ein Häferl von der Heimhelferin Martina, von meinen Klienten Schokolade und ein selbstgebasteltes Herz und aus dem Bücherschrank in Altmannsdorf habe ich mir gestern Hans Falladas „Junger Herr ganz gross“, eine Donaulandausgabe aus den Füfzigerjahren. Wer ist da wohl mit oder ohne Corona gestorben und ich habe die „Sommerereignisse“ und die „Hierarchien“ hineingelegt.

Wer Interesse daran hat, schnell hinschauen, vielleicht sind sie noch da. Die „Hierarchien“ werde ich aber, weil davon ja noch einige Schachteln in Harland stehen, noch öfter in die beiden St. Pöltner Schränke, also auch in den bei der Seedose hineinlegen und hoffe, daß ich die St. Pöltner damit nicht überfordere. Also frohes Fest und laßt es auch durch Corona nicht allzusehr vermiesen, die dazu passende Weihnachtsgosse kommt dann morgen!

2020-12-19

Vorschau auf „Ein braunrot kariertes Notizbuch“

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Wieder ein Corona-Text. Die Schriftstellerin Eja Augustin hat sich im Sommer in das elterliche Häuschen in St. Georgen am Steinfeld zurückgezogen, um dort einen Roman zu schreiben. Es ist die Zeit der wiedereingeführten Maskenpflicht und der Reisewarnungen.
Eja findet in der Bücherzelle am Viehofner See ein Notizbuch in dem einige Eintragungen stehen, die sich auf ein geplantes Festival beziehen.
Im Seedosen-Restaurant in das sie sich später auf einen Kaiserspritzer setzt, beobachtet sie ein streitendes Paar, das von einem Handy spricht, das der Freund der rothaarigen jungen Frau, ein Polizist namens Simon, in einen Blumentopf geworfen haben soll.
Das inspiriert Eja zu einer Romanidee, denn eine prekäre Philosophiestudentin hat sie noch in Wien bei einer Künstlerdemo getroffen und eine alte Klavierprofessorin bei einer Lesetheateraufführung, die sie ebenfalls dort besuchte.

Schon wieder ein neues Buch, das vierte in diesem Jahr, zumindestens die vierte Vorschau. Das Buch selber wird wahrscheinlich erst am Anfang des nächsten Jahrs erscheinen und das „Braunrotkarierte Notizbuch“ ist sozusagen der zweiten Teil der sogenannten Corona-Trilogie.

Teil eins ist „Kein Frühlingserwachen mehr“, der dritte „Mathilde im Corona-Land“, meinem achten „Nanowrimo“ an dem ich gerade korrigiere.

Hier wieder die drei Fragen mit denen man das Buch gewinnen kann:

1.Was hat es mit dem Notizbuch auf sich und wo wurde es gefunden?

2, Was will Kathi organisieren?

3 Bei welcher Veranstaltung hat Eja das Vorbild, der Tante Aloisa kennengerlent?

Ich lade wieder herzlich zu einer Leserunde ein, würde dafür wieder Bücher verschicken und beim „Frühlingserwachen“ kann man sich auch noch bei der Leserunde beteiligen.

Die Schreibberichte verlinke ich auch, damit man den Schreibprzeße ein wenig nachvollziehen und mir sozusagen beim Schreiben über die Schulter blickenkann, beziehungsweise sich beim Beantworten derGewinnspielfragen leichter tut:

1 2 35  6

Und nun seien wir gespannt,wie es mit Corona weitergeht und ob es noch einen Teil vier, fünf, etcetera geben wird, denn das Thema Corona interessiert mich ja sehr.

2020-12-11

Wo gibts meine Texte?

„Ich habe noch nichts vonIhnen gelesen?“, schreiben mir meine Kritiker manchmal und daran knüpft sich vielleicht die Frage „Wo gibts ihre Bücher?“

Im normalen Buchhandel, da ich sie mir ja zu einer fünfzig Stückanzahl selber drucken lasse, nicht, was manche, wie beispielsweise dem Martin, ein alter Freund vom Alfred, einmal sagte, für ein illegales Buch halten.

Verboten natürlich nicht, denn schreiben ist ja erlaubt, das selber drucken auch. Es hat halt trotz des Selfpublishing noch immer einen schlechten Ruf. Früher hat man das ja einmal Vanitypress genannt. Die Druckkostenverlage haben sich darauf gestürzt, oft horrende Summen von den scheinbar Unbedarften verlangt, sie dann unterschreiben lassen, daß sie ihnen nun alle Bücher geben müssen und dann im schlimmsten Fall ein paar Bücher gedruckt, die man sich dann in den Keller stellen konnte.

Das hat sich durch das Selfpublishing, wo jeder ja sein Buch bei „Amazon“ einstellen kann, ein bißchen geändert. Obwohl die Zuschußverlage, wie ich höre immer noch ihr Geschäft mache, was ich nicht verstehe und ich habe mich nach kurzem Zögern auch gegen Amazon entschieden und mache meine Bücher noch immer selbst.

Also fünfzig Mal drucken und seit ich den Blog habe, kann ich sie ja dort auch bewerben, also eine Vorschau machen, ein Gewinnspiel und eine Leserunde ausrufen, etcetera.

Der Erfolg hält sich in Grenzen, weil ich mit meinen Blog offenbar ja nicht die literarisch interessierten Massen erreiche. Die sind bei Blogs und selber machen offenbar noch immer kritisch und natürlich würde ich es nicht selber machen, wenn ich zu „Suhrkamp“ oder „Drosch“l gehen könnte, kann ich nicht und ich denke eigentlich noch immer, daß, das was ich so mache eigentlich interessant sein müßte. Mich würde es jedenfalls interessieren, wenn ich auf jemanden stoße, der es ähnlich macht und das Tolle beim Bloggen ist ja auch, daß ich nicht nur Bücher und Veranstaltungen besprechen kann, sondern auch Leseproben ins Netz stellen kann.

So habe ich zum Beispiel, als ich noch Reisen machte, auch Reisengeschichte in den Blog gestellt und Leseproben oder kürzere oder längere Texte gibt es auch immer wieder und dann im Jahr 2011 als ich bezüglich Schreiben ja in einer Krise war und dachte „Wozu tue ich mir das an, wenn das, egal wieviel Mühe ich mir auch gebe, das keiner lesen will?“, ist das „Literaturgeflüstertextebuch“ entstanden, wo ich die literarischsten Texte, die seit 2008 entstanden sind zusammenfaßte und als Buch herausgab und diese Texte sind hier auch zu finden. Im Buch ist es korrigiert und ein bißchen abgewandelt, die Kommentare wurden beispielsweise weggelassen.

Aber das„Literaturgeflüstertextebuch“ ist das erste Buch, das man komplett im Netz finden kann.

Das „Literaturgeflüsterbuch II Mein Schreiben meine Bücher“ folgte im zeitlichen Abstand. Denn da gab es ja schon Texte übers Schreiben und ich habe irgendwann 2012 wars, glaube ich, auch begonnen über mein Schreiben zu berichten. Die Themen meiner Bücher zusammenzufassen und weil seit 2008 bis zum Erscheinen des zweiten Literaturgeflüsterbuch auch siebenundzwanzig selbstgemachte Bücher, hui, wirklich so viele, erschienen sind, gibts im“ Literaturgeflüsterbuch II“ auch die diesbezüglichen Lseproben, die man sonst auf meinen Blog finden kann. Da werden auch die anderen Bücher vorgestellt. Von den Ersten gibts noch keine Leseproben. Jetzt wird aber alles vorgestellt und die Bücher kann man, sofern noch vorhanden, auch bei mir berstellen und beispielsweise eine Rezension darüber schreiben oder sich bei den jeweiligen Vorschauen noch immer an einer Leserunde beteiligen.

Annika Bühnemann, die ich im Netz kennengelern habe hat einmal im Sommer 2017 zu einer Kurzgeschichten-Callenge aufgerufen, da sollte man innerhalb eines Monats zehn Geschichten schreiben und ich habe gedacht „Na gut!“ und mir immer ihre Schreibimpulse genommen und daraus das eher kurz Buch „Besser spät als nie“ daraus gemacht. Die Texte kann man hier finden und wieder für alle Perfektionisten, im Buch ist es korrigiert. Hier gibts ein paar Fehler, denn ich bin immer noch berufstätig, lese und schreibe viel und dann schaue ich über meine Texte halt einmal drüber und lasse sie dann stehen, so daß ein paar Flüchtigkeits- beziehungsweise Legastheniefehler, wenn ich sehr schnell schreibe, drinnen sind, wenn ich darauf komme, korrigiere ich es, ein Sekretariat, das das für mich tut, stelle ich aber nicht an.

Also buch Drei im Netz zu finden ist „Besser spät als nie“, das Buch und die Vorschau kann man sich hier anschauen und dann gibt es im Advent besonders aktuell die „Nika, Weihnachtsfrau“

Da hatte ich ja schon lange die Idee einmal über die Erlebnisse eines Weihnachtsmannes zu schreiben, der im Dezember auf der Mariahilferstraße steht und Zettel verteilt. Dann ist eine Weihnachtsfrau daraus geeworden. In der Schreibgruppe habe ich die ersten Texte dazu geschrieben. Den Bücheradventkalender gibt es auch und dann habe ich mich 2015 dazu aufgerafft im Rahmen des „Nanowrimos“ das Buch zu schreiben und habe schon 2015 die ersten Kapitel dazu in den Blog gestellt und das dann jedes Jahr erweitert. Vor zwei Jahren war ich, glaube ich, durch meinen Bücherstapel so überfordert, daß es keine neuen Fenster gab. Heuer ist es durch den Lockdown und den Veranstaltungsstop wahrscheinlich lockerer.

Bücher habe ich zwar genug zu lesen, aber eines täglich schaffe ich nicht. Also gabs schon zwei neue Fenster und werLust hat sich in das Jahr2015 zurückzulesen, den lade ich herzlich ein sich in die „Nika“ einzulassen. An der Leserunde kann man sich auch beteiligen und ein paar Bücher habe ich für Interessierte vielleicht auch noch.

Mein siebenter „Nanowrrimo“ war ja dem „Fräulein No“ gewidmet. Da habe ich mir, ich war da ja sowohl auf der „Buch Wien“ als auch auf der „Buch Basel“ also im Streß, ein Beispiel an Julia K. Stein genommen, die ja vielleicht für Leute, die noch nicht soviel Schreibroutine, als ich haben. den Ratschlag gaben, man könnte ja einfach Szenen unabhängig von der Linearität schreiben um das geforderte Wörtersoll zusammenzubekommen. und dann war ich mit der Geschichte fertig und hatte glaube ich, vierzigtausend Worte, so habe ich einige Szenen im Anhang angefügt, die ich dann nicht im Buch enthalten sind. Als aber im Frühling der Lockdown war und ich vielleicht Schwierigkeiten hatte, den täglichen Artikel zu finden, habe ich die vier nicht im Buch enthaltenden Szenen ins „Geflüster“ gestellt und dann habe ich gleich das „Frühlingserwachen“ geschrieben, das jetzt als Buch vorhanden ist, aber ein paar Szenen gabs schon vorher als Leseproben im Netzt und auch ein paar Coronona-Geschichten kann man hier finden.

Also wer an meinen Schreiben interessiert ist, dem kann ich das Stöbern in meinen Blog empfehlen, auf der Website gibts die Bücher im Blog, die Vorschauen und dann das Buch als Bild. Ich habe ja schon sehr viel geschrieben, fast fünfzig selbstgemachte Bücher oder sogar mehr davon.

Corona hat meine Schreibfreudigkeit auch sehr erhöht. Ich korrigiere gerade meinen achten „Nanowirmo“, beziehungsweise mein drittes Corona-Buch und weil ich ja immer schreibe, daß ich ein weing ausgeschrieben bin, kann ich für meine Kritiker wieder schreiben, daß ich nicht recht weiß, ob ich nach dem dritten Corona- Text noch etwas Neues einfallen wird.

„Hören Sie zu schreiben auf!“, haben mir ja schon einige Kritiker geraten. Ich denke manchmal, da ich ja schon genug geschriebenhabe und mich eigentlich auch schon im Pensionsalter befinde, könnte ich das tun. Ob ich das dann wirklich mache, weiß ich nicht! Das wird sich sicher hier zeigen! Seien wir also gespannt und über Interesse an meinen Büchern im und Texten, ob im Netz oder in gedruckter Form, freue ich mich sehr und vielleicht gibts im „Wortschatz“ während des Advent auch was von mir zu finden?

2020-12-08

Dienstag 8. Dezember

Filed under: Buchpromotion,Uncategorized — jancak @ 00:17
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Ein Feiertag, im Jahr 2020 werden am Ende des „harten Lockdowns“ wohl die Geschäfte mit oder ohne Sicherheitsabstand gestürmt, um die Geschenke, für die Oma, die man eigentlich nicht besuchen darf, einzukaufen.

Im Jahr 2015 gab es eine Flüchtlingskrise und in der „Nika Weihnachtsfrau“ stand die Nika auf der Straße um an die Kinder Zuckerl zu verteilen und die Mütter in das Kaufhaus zu locken und wer statt einzukaufen oder sich testen lasen in meinem Adventkalender lesen will, für den gibts ein neues Kapitel.

Das 1. 2. 5. 7. Fenster gibts schon hier und jetzt

„Am Dienstag, an dem Nika fast verschlafen hätte, wurde es tatsächlich hektisch auf der Mariahilferstraße. Gegen elf begann sie sich zu füllen, so daß Nika gar nicht nachkam, ihre Zettel und ihre Süßigkeiten aus dem Jutesack zu nehmen und sie in die sich ihr entgegengestreckten Hände zu legen.

„Ich will auch, Frau Weihnachtsfrau!“

„Sage deiner Schwester, daß ich mich um meine Tochter kümmern werde!“, hatte der Schauspieler Joe Prohaska dagegen am gestrigen Montag, der etwas ruhiger war, zu ihr gesagt und sie bedrohlich angefunkelt. So lange hatte er auf sie eingeredet, bis Rade Jovanovic in seinem grauen Magazineurmantel auf der Straße erschienen war und sie fragte, ob sie Nachschub brauche, weil er sein Magazineursbüro verlassen und sich um einen Leitungsschaden kümmern müsse.

„Ja, bitte!“, hatte sie erleichtert genickt und „Entschuldigung!“, zu Joe Prohaska gesagt.

„Ich bin im Einsatz und mein Dienst geht vor!“

Hatte den noch halbvollen Sack geschultert und war ins Kaufhaus verschwunden. Als sie ihn nach einer Viertelstunde gefüllt hatte, sie war noch aufs Klo gegangen, waren sowohl der Schauspieler, als auch der Deckenmann verschwunden. Sein Platz beim Kaufhauseingag war leer. Dafür stand Fatma Challaki mit tief ins Gesicht geschobenem Kopftuch, roten Wangen und wie es schien, verlegen auf den Boden blickend, auf der anderen Seite. Als sie ihr Kommen bemerkte, atmete sie auf und ging ihr entgegen.

„Er heißt Hassan Arawani und kommt aus dem Irak!“

Dann brach sie ab, strich sich mit der Hand über die Stirn, wie, um sich zu vergewissern, daß das Kopftuch richtig saß und fragte, ob sie störe oder erzählen solle, was sie erfahren habe?

„Tu das, bitte!“, hatte Nika neugierig geantwortet.

„Ich muß zwar meine Sachen verteilen! Es interessiert mich aber sehr! Er ist jetzt weg, ich hoffe, wir haben ihn nicht vertrieben!“

„Das hoffe ich ebenfalls!“, antwortete Fatma hastig und strich sich wieder mit der Hand über die Stirn.

„Wie ich ist er mit einem Boot nach Europa gekommen. Er war aber nicht allein, seine Eltern und sein Bruder haben ihn begleitet!“, sagte sie und brach ab, beziehungsweise hatte sich ihre Stimme überschlagen und ihre Augen begannen feucht zu schimmern.

„Entschuldige!“, sagte sie hastig.

„Ich mußte an meinen Bruder denken, der erschossen wurde, weshalb mich mein Vater hergeschickt hat! Seine Familie wurde im Irak verfolgt. Der Vater hat alles verkauft und den Erlös seines Geschäftes dem Schlepper übergeben. Dafür hat er ein kaputtes Boot bestiegen und ist mit seiner Frau im Mittelmeer ertrunken, weil das Schiff lange nicht für die fünfzig Personen seetauglich war, die die Schlepper auf es geladen haben. Hassan und sein Bruder Ahmed konnten sich retten! Wurden von einem Boot aufgegriffen, auf eine griechische Insel gebracht und sind hergekommen, weil sie zu einem Onkel wollten, der in einem bayrischen Dörfchen lebt! Der Tod ihrer Eltern, sie sind beide achtzehn, ist ihnen aber nicht aus dem Kopf gegangen! Hassan und seinem Zwillingsbruder nicht, der sich vor einer Woche, als Hassan noch in dem „Caritas-Zelt“, in dem sie Unterschlupf gefunden haben, schlief, auf die U-Bahnschienen in der Station Meidlinger Hauptstraße geworfen hat. Die Polizei ist zu ihm gekommen, hat ihn aufgeweckt und ihn die Nachricht überbracht! Seither traut er sich nicht mehr in das Zelt, weil er Angst hat, daß die Polizisten ihn schnappen und zurück in den Irak bringen, wo er nicht sicher ist und die IS einen Teil seiner Familie und seiner Freunde verschleppt und ermordet hat. So kommt er, der kein Deutsch und nur schlecht Englisch versteht, hierher, verbringt die Tage vor dem Kaufhaus, denkt an seinen Bruder und seine Eltern und am Abend schläft er unter Brücken oder in einem Abbruchhaus! Ich habe ihm geraten zurück zu dem „Caritas-Lager“ zu gehen und sich den Sozialarbeitern anzuvertrauen! Ich habe ihm auch angeboten, als Dolmetscherin zu fungieren und ihm gesagt, daß ich glaube, daß er nicht abgeschoben wird, obwohl ich das so genau nicht weiß! Aber ich habe, das konnte ich ihm versichern, gute Erfahrungen mit der Polizei und auch im Erstaufnahmelager in Traiskirchen in dem ich ein paar Wochen war, gemacht! Das war zwar sehr überfüllt, es hat Schweinfleisch zu essen gegeben und ich habe auch in einem Zelt geschlafen! Dann hat mich Sandra in ihre WG geholt, ich habe Professor Eberhard kennengelernt, der so freundlich ist, mit mir Deutsch zu üben und mit dem ich mich durch die österreichische Literatur lese. Das ist ein netter alter Mann, der sehr traurig ist, weil seine Frau gestorben ist, der sich sicher auch um Hassan kümmern und ihm Deutschunterricht geben wird! Als ich ihm das sagte, ist er mißtrauisch geworden und weggelaufen! Vielleicht kann ich aber im Internet herausfinden, um welches „Caritas-Lager“ es sich handelt und ihn besuchen!“, sagte sie wieder etwas schüchtern und wurde rot.

„Mein Vater wird zwar nicht wünschen, daß ich so viel mit fremden Männern spreche, aber er erinnert mich an meinen Bruder Fahrid und ich glaube auch, daß er mir nichts tut, sondern nur an seinen Bruder und seine Eltern denkt! Professor Eberhard kann ihn vielleicht auch beruhigen! Deshalb darf ich vielleicht ins Lager gehen und mich nach ihm erkundigen. Sandra kann mitgehen, damit mein Vater beruhigt ist! Mit ihr bin ich auch manchmal am Bahnhof und da muß ich bei Männern dolmetschen, die kein Deutsch verstehen!“, sagte sie und Nika beeilte sich zu versichern, daß sie glaube, daß ihr Vater nichts dagegen hätte.

„Vielen Dank für Ihre Vermittlung! Wenn ich ihn wieder sehe, rufe ich Sandra an!“, bot sie an. Fatma hatte erleichtert genickt.

„Das wäre fein!“, geantwortet“ und schien sich kurz darauf nicht mehr sicher zu sein, ob sie das wirklich wollte! So hatte sie sich schnell verabschiedet, weil sie mit Professor Eberhard in der Nationalbibliothek verabredet war, um mit ihm in der „Kapuzinergruft“ zu lesen, die sich mit Professor Schachinger in Damaskus nicht durchgenommen hatten. Dann war sie verschwunden und jetzt waren sie auch auch nicht da. Weder Fatma Challaki, noch der Deckenmann, von dem sie nun wußte, daß er Hassan Arawani hieß, aus dem Irak stammte und, wie es der Zufall wollte, der Bruder von dem Burschen war, der vor einer Woche auf die Schienen sprang und sie sich deshalb fast verspätet hatte. Aber heute hatte es keinen Unfall gegeben und jetzt war die Straße voll. Die Passanten rissen sich um ihre Flyer und ihre Süßigkeiten, als lebten sie in seiner heilen Welt und es würde keine Selbstmorde und keine Massenflucht geben.

„Hallo, Frau Weihnachtsfrau, hast du für mich noch etwas Süßes!“, hörte sie ein dünnes Stimmchen und sah in Jessica Nikolics aufgewecktes Gesicht, die ihren gelben Anorak trug und ihr grauens Mützchen auf den roten Haarschopf gestülpt hatte.

„Ich bin wieder da, denn ich muß noch etwas einkaufen, beziehungsweise das für Onkel Max tun, der nicht mehr so gut gehen kann, weil er eine Krankheit hat, die „Parkinson“ heißt, die ihn zittern und seine Jacken schlecht schließen läßt und wenn er gehen will, wankt er oft über die Straßen, so daß die Leute glauben, daß er betrunken ist und in beschimpfen! Ermuß aber einkaufen, weil seine Frau gestorben ist und er keine Kinder hat! Er ist ganz allein und hat niemanden, der ihm hilft! Aber wir haben heuer in der Schule eine Wichtelaktion in Religion! Da haben wir Zettel in eine Schachtel geworfen. Jedes Kind hat einen herausgezogen und war dann der Wichtel für das Kind, das es gezogen hat. Weil wir aber eine ungerade Klasse sind, bin ich übergeblieben! Die anderen haben blöd gelacht und die Frau Meister hat gesagt, daß sie nicht so doof sein sollen und mir der liebe Gott schon einen Fingerzeig geben wird, wer mein Schützling ist, den ich bewichteln soll! Den habe ich nun in Onkel Max gefunden und werde mich um ihn kümmern, obwohl es der Mama gar nicht recht war, als ich ihr davon erzählte! Die scheint Angst bekommen zu haben, daß es sich bei ihm um einen Kinderschänder handelt, der mir Böses will und mir deshalb verboten in seine Wohnung zu gehen! Was soll ich aber machen? Wenn der „Parkinson“ so stark ist, kann er nicht die zwei Stöcke hinunterfahren und wenn er zu Hause hungert, ist das nicht gut und zu Advent soll man fromme Taten setzen und den anderen helfen! Onkel Max hat mich, als ich ihm am Samstag den Adventkranz und den Einkaufsack nach oben getragen habe, auch nicht vergewaltigt, sondern mir fünf Euro gegeben, für die ich jetzt dem Dominik, damit sich der Papa freut, ein Spielzeug kaufen kann! Das ist auch eine gute Tat und wenn ich jetzt nach oben fahre und ihn frage, ob er etwas braucht, kann ich ihm auch ein bißchen aufräumen! Da hat er nämlich ebenfalls Schwierigkeiten! Ich habe wieder eine gute Tat gesetzt, Frau Meister wird sich freuen und den anderensagen, daß ich in den Himmel komme, wo ich zwar nicht hinwill, aber dann ist mir nicht langweilig, denn ich mag nicht den ganzen Tag allein zu Hause bleiben! Die Mama darf ich nicht bei ihrer Arbeit stören, weil sie sonst Ärger mit ihrem Chef bekommt und ihre Arbeit verliert und Sie darf ich sicher auch nicht stören, weil die Kinder Ihre Zuckerln haben wollen!“, hatte sie wieder altklug eingeworfen und Nika hatte ihr ein „Stollwerck“ in die Hand gedrückt und gemeint, daß sie glaube, daß sie dem alten Max schon trauen könne!

„Sehen Sie!“, rief Jessica triumphierend aus und fügte hinzu, daß es schön wäre, wenn sie das der Mama sagen könne!

„Damit sie das auch von der Weihnachtsfrau hört, wo das doppelt zählt!“

Dann fragte sie, ob sie auch ein Schokoladestückchen haben dürfte, bedankte sich dafür und rief „Ich muß los!“, bevor sie über die Straße lief. Nika schob ihe Weihnachtsmütze zurecht und griff wieder in den Sack. Es war nicht leicht, die Mariahilferstraße sehr voll und sie würde noch sechs lange Stunden auf ihr stehen und ihre Sachen verteilen, bis Harald Schwabeneder kam, den sie von Joe Prohaskas Besuch erzählen würde. Bei Ruth hatte sie das auch getan, die geseufzt und „Der gute Joe läßt nicht nach, mir auf die Nerven zu gehen!“, geantwortet hatte.

„Jeden Tag steht er vor meiner Tür! War auch bei meinem Chef und hat ihm versichert, daß er mich nicht in Stich läßt und sich selbstverständlich um Zoe-Philipa kümmern wird! Beim Jugendamt hat er das auch getan und die haben mir eine Sozialarbeiterin ins Haus geschickt, die mir erklärte, daß ein Kind selbstverständlich Vater und Mutter braucht. Daß es mit einer Adoption von Frauen nicht so leicht ist und Vera, noch dazu, wo sie jetzt Schwierigkeiten hat, keine Genehmigung dafür bekommt! Dabei ist Vera doch keine schlechte Mutter, nur weil ein Kient von ihr einen Schlaganfall am Klo erlitten hat! Harald hat mir versichert, daß es ein Schlaganfall war! Das hat der Amtsarzt eindeutig herausgefunden! Er weiß es von einem Schulfreund, der bei der Polizei Jurist ist und ihn manchmal mit Informationen versorgt. Es war eindeutig ein Schlaganfall, auch wenn er sich an diesem Leucher angeschlagen hat, von dem Vera keine Ahnung hat, wie er auf ihr Klo gekommen ist! Frau Sibelinski weiß das auch nicht! Aber das ist kein Verbrechen und es ist auch keines, daß Vera Mißbrauchstäter behandelt! Sie muß das sogar, hat Kronauer doch die Auflage bekommen, sich in Theapie zu gebeben und mußte seinem Bewährungshelfer die diesbezüglichen Bestätigungen vorlegen! Warum darf ich also mein Kind nicht mit ihr aufziehen? Ich beginne es schon zu bereuen, daß ich bei Prohaska so blauäugig gewesen bin und gedacht habe, daß er sich freuen wird, wenn er sich nicht um mein Kind kümmern muß! So kann man sich irren, Schwesterchen und die Zeitungsreporter mit ihren blöden Schlagzeilen gehen mir auch auf den Geist! Sie scheinen nicht aufzuhören, Unsinn zu verbeiten, auch wenn Harald einen sehr vernünftigen Gegenartikel geschrieben hat, scheint das nichts zu nützen!“, hatte Ruth gesagt, noch einmal geseufzt und Nika bemerkte, daß ihr Sack leer war. Sie mußte ins Magazineursbüro, neue Zettel und Zuckerln holen. Aufs Klo mußte sie auch. Dann konnte sie gleich, da es schon zwölf vorbei war, in die Personalkanitine fahren, ihren Essengutschein eihnlösen und Mittagspause machen.“

Das war und morgen am 9. und dann am 10. 14. 19. 20. 23. 24. 25. 29. und 30. Dezember geht es weiter.

2020-10-24

Das dritte Buch in diesem Jahr und das erste über Corona

Hurra, hurra, es ist da mein neues Buch, das die Dreiecksgeschichte zwischen der Kuratorin Roswitha, ihrem Assistenten Viktor und ihrem an Demenz erkranken Mann, den Geschichtsprofessor Egon schildert und das, weil es der Zufall so wollte zu meinem ersten Corona-Text geworden ist.

Um die Gewinnspielfragen aufzulösen. Es geht, um die schon erwähnte Dreiecksbeziehung und dieverbotene Liebe zwischen einer älteren Frau zu einem jungen Mann. Die Pflegehelferinnen heißen Janina und Zsuzsanna und das Museum ist das Wien-Museum.

Das Thema Corona beschäftigt mich ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen sehr. So ist im Sommer ein weiterer Text nämlich das „Braunrotkarierte Notizbuch“ entstanden, der jetzt beim Alfred liegt, der es Druckereifertig machen soll und ich brüte gerade über einen dritten und denke da „Das kann ich nicht, das geht nicht, da bin ich zu betroffen, da stehe ich mitten drin, um über den Tellerrand zu schauen!“

denn ich will ja so gerne enen dystopischen Roman über die Corona-Situation, die ich, glaube ich, auch, so empfinde, schreiben.

Im „Frühlingserwachen“ empfindet es der Egon ja auch ein bißchen so und drücke mich derzeit noch ein wenig darum herum. Habe, wenn man es will, eine Schreibblockade oder eigentlich gar nicht, denn wenn ich den Rohtext während des „Nanowrimos“ schreiben will, habe ich ja noch eine Woche Zeit und einen ungefähren Handlungsrahmen und ein paar Personen hätte ich ja auch schon für meinen dritten Corona-Text bzw. „Achten Nanowrimo“. Auch schon ein paar Seiten. Denn da gibt es zuerst einen Absagebriefes eines Verlags.

„Leider, leider können wir Ihr Manuskript nicht nehmen, weil viel zu unrealstisch!“

. Dann konnt ein Brief der Mathilde an ihre Enkeltochter, bevor sie in das „Nichtgeimpften-Ghetto“ zieht und dann könnte das Ganze mit dem Silvester 2019-2020 beginnen. Die an der spanischen Grippe verstorbene Großmutter Barbara, beziehungsweise ihre Tagebücher, die die verschnupfte Mathilde, die da zu Hause bleiben muß, finden könnte, auch noch eine Rolle spielen. Dann kommt der Virus aus China, die Enkeltochter Jasminka wird geboren und Mathilde mag keine Maske tragen und sich nicht registrieren lassen und erlebt solcherart ein dystopisches jahr, läßt sich von ihrer Nachbarin Rosa, die zur Contakttracerin umgeschult wird, einkaufen, die lernt einen postiv getestetenKanzleramtmitarbeiter kennen und hat einen Bruder, der einmal eine Schwester war und das Ganze dann im Monat November locker hinunter schreiben und zu meinem vierten oder dünften 2020 buch machen?

Wäre schön und ich bin auch sehr produktiv, eine Vielschreiberin, von der doch einige behaupten, daß ich es gar nicht kann und noch nie so etwas Schlechtes, wie ich es produziere, gelesen haben. Da bleibe ich schon realistisch und denke zuviel der Ehre, mein fast fünfzigjähriges bemühtes Schreiben wird schon mindestens durchschnittlich sein, wenn auch sehr realistisch und nicht so sehr abgehoben und möchte nun einen dstopischen Roman produzieren, mal sehen wie es wird.

Wer sich außer an der Leserunde zu beteiligen oder mir vieleicht eine Rezension über das „Frühlingserwachen“ schreiben , sich auch noch in mein bisherigen Werk einlesen möchte, dem kann ich das zweite „Literaturgeflüstebuch-Mein Schreiben, meine Bücher“ sehr empfehlen. Auch da kann man noch bei der Leserunde mitmachen, ebenso beim zweiten Buch, das in diesem Jahr erschienen aber auch schon im Vorjahr nämlich im November anläßlich des „Siebenten Nanowrimo“ geschrieben wurde und wer sich für die Entstehung des dystopischen Romans interessiert, dem sind die kommenden Schreibberichte sehr zu empfehlen.

Sich also einlesen in das neue Buch, ein paar Szeneschmankerln sind auchhier oder in der Vorschau zu finden.

Lesung wird es ja coronabedingt höchstwahrscheinlich keine geben, obwohl ich ja bei der Poet-Night oder bei meinem Geburtstagsfest vorstellen hätte können.

Also wer mehr darüber wissen will, die Probekapitel lesen und dann in der Leserunde darüber diskutieren. Ich schicke das Buch bei Interesse auch gerne zu und habe eines in den Wortschatz am Margaretenplatz gelegt.

2020-10-09

Vorschau auf „Kein Frühlingserwachen mehr?“

Frühjahr 2020, die Corona Krise ist ausgebrochen. Geschäfte, Restaurant, Schulen und auch die Museen wurden geschlossen, sodaß die fünfundsechzigjährige Wien-Museum-Kuratorin, Roswitha Herweg ihre geplante Ausstellung über das „Rote Wien“ im Homeoffice vorbereiten muß.

Dabei telefoniert sie viel mit ihrem Assistenten Viktor, in dem sie sich fast ein wenig verliebt, während ihr an Alzheimer erkrankter Mann Egon, ein ehemaliger Universitätsprofessor, der von der slowakischen Personenbetreuerin Janina betreut wird, die Krise als einen dystopischen Roman erlebt.

 

So schaut es aus mein nächstes Buch, der erste Corona-Text, der mich in diesem Frühjahr sehr beschäftigt hat.

Und ein kleines oder großes Schmankerl für meine Leser gibt es auch, nämlich eine Premiere, nicht das neue Buch, denn das ist ja schon bald das fünfzigste. Aber das erste Mal, das mich jemand mit einem Schal maskiert sieht und für alle die es noch genauer wisen wollen.

Das Foto ist gestellt, beziehungsweise habe ich mich nur für die Aufnahme im Harlander Vorzimmer in das Schalensbemble, das mir der Alfred einmal am Markt von St. Pölten  kaufte, gewickelt, obwohl ich ja ursprünglich ein anderes Coverbild  nehmen wollte, nämlich die Anna und die kleine Lina schön maskiert, ein Bild, das mir die Anna während des Lockdown, wo ich bis Ostern ja nicht nach Harland gekommen bin, schickte, da man aber keine Kinderbilder mißbrauchen soll, sieht man jetzt mich hübsch verkleidet und für alle, die trotzdem etwas bemängeln wollen, ja es stimmt, der Schal, den die Roswitha Herweg in der Tasche trägt, wenn sie sich auf die Bank oder in ihr Museum schleicht, um sich mit ihren Assistenten dort zu treffen, ist lila und nicht rötlich und eine Haube hat sie  auch nicht auf, aber das ist wohl die künstlerische Freiheit die auch für mich gilt.

Aber jetzt zu den drei Gewinnspielfragen mit denen man, wenn man das möchte, das Buch nach Erscheinen gewinnen kann:

  1. Worum geht es in dem Buch noch außer Corona?
  2. Wie heißen die slowakischen Pflegehelferinnen, die Egon Herweg betreuen?
  3. Wie heißt das Museum in dem sich die Roswitha mit ihrem Viktor trifft?

Hinweise zur Beantwortung sind wahrscheinlich in den Schreibberichten x Jetzt wünsche ich viel Vorfreude mit den Textbausteinen und rufe wie mmer zu einer Leserunde auf, beziehungsweise vergebe ich nach Erscheinen fünf Bücher an die, die mit mir in meinen Blog über das Buch diskutieren möchten.

Und jetzt die Schmankerln:

Ein überraschender Besuch

Die Veränderung

Der Heimweg

Lauter Vernaderer

Ein schrecklicher Verdacht

Egons Verdacht

Eine unerlaubte Demonstration

Und interessant füge ich hinzu, daß in diesem jahr schon zwei andere Bücher von mir erschienen sind und das nächste auch schon fast fertig korrigiert ist.

2020-09-13

Das siebente Nano-Buch

Hurrah, hurrah es ist da das „Fräulein no“ das Buch das ich vorigen november sowohl in Basel als auch in Wien während des „Nanowrimo“ geschrieben habe.

„Fräulein Nos Nachtcafe“, die Geschichte von dem Arzt mit der Pschoseerfahrung, der dadurch seinen kassenvertrag verliert, in einem Cafe die Schauspielschülerin Nolantha kennenlernt und die ehemalige Germanistin Gerti Schuster, die jetzt in einem Obdachlosenheim wohnt und eine Kopftuchfrau angespuckt haben soll.

Ich löse die Gewinnspielfragen auf, beziehungsweise habe ich Frage eins und zwei schon oben beantwortet und die Anna hat sich vom Ulrich getrennt, weil sie wegen des Selbstmords ihres Vaters seine Pschose nicht aushzuhalten glaubt.

Leider hat sich wieder niemand dafür interessiert, ich vergebe aber wieder Bücher oder PDFS an die, die mit mir in einer Leserunde bei den Kommentaren darüber diskutieren und ihre Meinung darüber bekanntgeben wollen.

Ebenfalls würde ich mich über Rezensionen freuen und wünsche viel Spaß beim lesen bei meinem noch Corona freien Buch.

2020-07-27

Vorschau auf „Fräulein Nos Nachtcafe“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:05
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Der Allgemeinmediziner Ulrich Blumenbach hat nach
dem Tod seiner Mutter eine Psychose durchgemacht.
Infolgedessen wurde er von seiner Freundin Anna
verlassen und hat seine Praxis verloren.

In dieser Situation lernt er in einem Nachtcafe nicht
nur die Schauspielschülerin Nolantha kennen, die
dort als Servierein tätig ist, sondern kann auch einer
ehemaligen Patientin aus einer Krise helfen.

Hurrah, hurrah, es wird fertig mein siebenter „Nanowrimo“, das Buch das ich im vorigen November in Basel und auch in Wien geschrieben  und da im Anhang auch von den  Schreibprozessen berichtet habe.

Wie immer gibt es drei Fragen, mit denen man das Buch nach Erscheinen gewinnen kann. Also

  1. Worum geht es in dem Buch?
  2. Wer ist das Fräulein No?
  3. Warum hat sich Anna von Ulrich Blumenbach getrennt.

Das wärs über rege Beteiligung würde ich mich wieder freuen. Wenn das Buch dann erschienen ist, wird es wieder eine Leserunde geben, für die man sich sich jetzt schon anmelden kann.

Die Schreibberichte gibt es auch hier zu finden:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18

 

2020-07-04

In den neuen Text

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit meiner Corona-Geschichte „Kein Frühlingserwachen mehr“, das war ich schon vorigen Freitagabend. Da habe ich dann den kurzen Beschreibungstext verfasst und das Ganze dann an den Alfred schickte, der, glaube ich, das fünfzigste Selbstgemachte daraus machen soll und nun auf zu neuen Ufern und zum neuen Roman.

Das klingt wahrscheinlich einfacher als es ist,denn die, die mich schon länger und genauer lesen, werden vielleicht wissen, daß ich mich in der letzten Zeit oder auch schon länger ein wenig ausgeschrieben fühle.

Ich produziere ja schon seit zwanzig dreißig Jahren einen sozialkritischen realistischen Text nach den anderen, bis Zweitausend, habe ich mir das Manuskriptnoch kopiert und mit mehr oder weniger langen Briefen an die Verlage geschickt, wo außer Absagebriefe nichts zrückkam und das diesbezügliche Feedback, das am Anfang noch gelegentlich zu bekommen war, immerweniger wurde.

Denn „Wir könen uns ja nicht mit jeden Text befassen, wo kämen wir hin wenn wir das täten, fün Sekunden die Praktikantin daraufschauen lassen und dann ab die Post!“

Nun gut, ich habe mir selber geholfen und meine Bücher seit 2000 selbst gemacht, das heißt, der Alfred macht das PDf und schickt es dann in eine Druckerei und ich schreibe und schreibe eines nach dem anderen, weiter.

Feedback kommt auf diese Art und Weise wenig bis gar keines und so bin ich als ich mit der „Paula Nebel“, glaube ich oder war es schon „Die Widergeborene“ nicht weitergekommen bin, in eine tiefe Krise geraten, habe gedacht, ich muß was ändern, und das erste „Literaturgeflüsterbuch“ herausgebracht, mich dann mit der Frage, wie man einen Roman schreibt, beschäftigt und bin auf die Idee gekommen, mich von einer Person in einem Kapitel zu der nächsten im nächsten Kapitel weiterzuhanteln, die „Dreizehn Kapitel“ sind daraus geworden.

Die Flüchtlingstrilogie ist danach entstanden, das waren drei Bücher, die sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen, das Erste „Die Pensionsschockdepression“ beschäftigt sich mit der IS, da kommt eine Fatma Challaki vor und die flüchtet dann im „Sommerbuch“, 2015 nach Wien und steht auch im „Adventkalender“ als Dolmetschin der Hauptfigur zur Seite.

Die „Berührungen“, wo es auch wieder, um das Romanschreiben geht, sind schon politisch, noch politscher die „Unsichtbare Frau“ und dazwischen habe ich wieder aus zehn oder mehr Kurzgeschichten einen Text zusammengeschrieben, der als der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“ gilt. Da habe ich, glaube ich, in den Schreibberichten immer schon geschrieben ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist mir aber immer wieder was eingefallen, aus Kroatien habe ich mir eine leichte Liebesgeschite als Sommersouvenier mitgebracht und „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ geht es wieder darum, ich habe ja auch im Interview mit Cornelia Stahl betont, daß das erfolglose Schreiben immer ein wichtiges Thema für mich war. Da kommen aber auch immer andere Handlungstränge vor, wie die demente Maria Mattuschek, die glaubt, mit ihrem Freund Matthes enck zu kommunizieren, obwohl der ja schon lang gestorben ist.

Der letzte „Nanowrimo“ beschäftigt sich mit einem Arzt, der, weil er in eine Psychose kippte sowohl seinen Kassenvertrag, als auch seine Freundin verliert. Ausgangspunkt dazu war aber ein Telefongespräch, das ich einmal in der Straßenbahn hörte, als ich nach Grinzing gefahren bin, eine Schauspielschülerin hat da ihrer Oma erzählt, daß sie am Reinhardts-Seminar aufgenommen wurde. Dann kam die Idee über die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann zu schreiben, die Corona-Krise hat es ein wenig umgewandelt. Das ist ein eher kurzer Text geworden und jetzt wieder ein Loch in das ich hineinfallen oder hinausspringen müßte?

Nein, nichts davon, denn ich habe ja einmal, es ist schon länger her, in der „Seedosen-Zelle“ ein schönes Notizbuch gefunden. Da liegen öfter schöne Noltizbücher in den Bücherschränken, aber in diesem war schon etwas hineingeschrieben und immer wieder tauchte dabei ein Sommerfestival und da der „Sonnenpark“ auf, was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, weil ich dachte, ich kann da ja nicht einfach weiterschreiben, sondern sollte mich vielleicht auf die Spur der Notizbuchschreiberin machen und die Idee zu meinem neuen Romanprojekt ein wenig wackelig und unsicherzwar, ist schon wieder da.

Denn da gab es ja noch die andere Idee vom Leben mit der Maske zu schreiben, die ja, wie man so hört, vielleicht wieder eingeführt werden soll und die Idee einen spannenden Roman zu verfassen ist auch wieder da.

„Das Frühlingserwachen“ habe ich versucht nach der Heldenreise zu konzipieren. Meine Leser können sagen, ob es gelungen ist, wenn das Buch fertig ist oder die schon veröffentlichten Textproben lesen.

Ich bin mir da nicht so sicher und bin wahrscheinlich der Heldenreise gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie gegenüber der Maske, aber die Frage, wie schreibt man einen Roman, stellt sich, nachdem ja schon hunderttausende geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden, immer wieder und da lese ich gerade und das finde ich sehr interessant Wolf Haas „Das Wetter vor fünfzehn Jahren“, der ja, glaube ich, seine Brenner-Krimis zuerst ganz konventionell geschrieben hat. Dann einen eigenen Stil entwickelt, womit er sehr erfolgreich wurde und das „Wetter vor fünfzehn Jahren“ besteht aus einem einzigen Interview ziwschen Wolf Haas und einer Literaturbeilage und ich finde das Buch sehr sehr spannend, viel beeidruckender, als die beiden Wortreich-Bücher, beispielsweise, die ich zuletzt gelesen habe.

Solche Experimente will ich, die ich ja nicht experimetell schreibe, auch gern machen und die Idee mir selber über die Schulter zu schauen, ist ja auch schon sehr lang da, also eine Alter Ego, namens Eja Augustin entwickeln, eine fünfundsechzigjährige mehr oder weniger erfolglose schreibende Frau, die im Sommer, die Gelegenheit hat, in ein Haus in der Nähe von St. Pölten zu ziehen, ob sie dort für eine Freundin, die Blumen gießen und die Katze füttern soll oder, ob sie das von einer Tante oder Mutter erbte, ist noch nicht so klar. Sie entflieht jedenfalls der Stadt und ihrer Maskenpflicht und nimmt sich auch vor, ihren neuen Roman zu schreiben. Dann geht sie zur Seedosenzelle, findet das schöne rotbraugewürfelte Notizbuch, liest die Eintragungen, denkt „Darüber könnte ich schreiben, jetzt muß ich nur noch die Figuren und die Handlung entwickeln!“

Setzt sich dann auf die Terrasse, bestellt einen Kaiserspritzer, liest und notiert weiter und entdeckt dabei eine achtunundzwanzig oder fünfunddreißigjährige junge Frau, das ist auch noch nicht so klar, die die Kathi Sommer, der das Notizbuch gehörte, sein könnte. Die sitzt da mit einem sommersprossigen rothaarigen Mann, den sie Simon nennt und mit dem sie in einen heftigen Streit verwickelt ist. Scheint sie sich doch von ihm zu trennen und wirft ihm vor, daß er ihre Projektplanung verhindert hat und ihr Handy in einen Blumentopf warf.

Eine Tante Aloisia wird auch erwähnt und da fällt Eja ein, daß sie ja bei der Lesetheateraufführung bevor sie nach St. Georgen gefahren ist, eine alte Klavierprofessorin kennenlernte, die sich ihr, als Aloisia Brunngraber vorstellte und ihr von ihrer Großnichte erzählte.

Gepongt, gepongt, der Plot war zwar noch die da, aber einige der handelnden Personen und Kathi Sommer braucht auch noch zwei Freuninnen für die weiteren Handlungsstränge, die da wären, Angela Hager beispielsweise, die hat Eja beim letzten „Schweigemarsch für Kunst und Kultur“ getroffen, die ist eine prekär beschäftigte Philosophin, die von Deutsch als Fremdsprache-Kurse und EDV-Projekten lebt und sehr kritisch und sehr verbittert ist und Jasmin Bauer, das ist die Inhaberin des Spielwarengeschäftes, in dem sie, bevor sie abfuhr, eine Puppe für ihre Enkeltochter kaufte.

Das wären die Personen, jetzt muß nur noch der Plot und die Handlung her und das ist das, was ich bis jetzt habe, beziehungsweise in den letzten Tagen erlebte, als ich auf Romanrecherche ging.

Darüber einen Roman zu schreiben, in dem die Autorin die Handlung sich entwickeln läßt, ist wahrscheinlich nicht sehr neu, aber ich habe mir ja vorgenommen, wie die Eja Augusint meine Sommerfrischenwochenenden dazu verwenden, mal hier ein Eis, dort einen Kaiserzpitzer zu trinken und die Beobachtungen aufschreiben, die ich dabei mache.

Vielleicht wird ein Roman daraus und ich schreibe es wieder, was mir fehlt ist das Feedback.

Die Schreibgruppe in der ich ja auch immer an meinen jeweiligen Projekt weiterschrieb, war ein Versuch aus diesem Dilemma hinauszukommen. Der Aufruf zur Lesrunde, wenn das Buch erst erschienen ist, ist ein anderer, denn ich denke, daß ich sicher weiterschreibe, warum sollte ich auch aufhören?

Aber wenn man, wie ich so viel geschrieben hat, aber eigentlich kein Feedback kommt, schwächt sich der Elan auch irgendwann ab und die Motivation wird kleiner und ich denke, das wäre furchtbar, wenn ich da vielleicht noch weitere zwölf Jahre so unbemerkt vor mich hinblogge, aber besser als gar nichts, ist es wahrscheinlich schon und so wird es vermutlich auch weitergehen.

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