Literaturgefluester

2020-07-27

Vorschau auf „Fräulein Nos Nachtcafe“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:05
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Der Allgemeinmediziner Ulrich Blumenbach hat nach
dem Tod seiner Mutter eine Psychose durchgemacht.
Infolgedessen wurde er von seiner Freundin Anna
verlassen und hat seine Praxis verloren.

In dieser Situation lernt er in einem Nachtcafe nicht
nur die Schauspielschülerin Nolantha kennen, die
dort als Servierein tätig ist, sondern kann auch einer
ehemaligen Patientin aus einer Krise helfen.

Hurrah, hurrah, es wird fertig mein siebenter „Nanowrimo“, das Buch das ich im vorigen November in Basel und auch in Wien geschrieben  und da im Anhang auch von den  Schreibprozessen berichtet habe.

Wie immer gibt es drei Fragen, mit denen man das Buch nach Erscheinen gewinnen kann. Also

  1. Worum geht es in dem Buch?
  2. Wer ist das Fräulein No?
  3. Warum hat sich Anna von Ulrich Blumenbach getrennt.

Das wärs über rege Beteiligung würde ich mich wieder freuen. Wenn das Buch dann erschienen ist, wird es wieder eine Leserunde geben, für die man sich sich jetzt schon anmelden kann.

Die Schreibberichte gibt es auch hier zu finden:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18

 

2020-07-04

In den neuen Text

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit meiner Corona-Geschichte „Kein Frühlingserwachen mehr“, das war ich schon vorigen Freitagabend. Da habe ich dann den kurzen Beschreibungstext verfasst und das Ganze dann an den Alfred schickte, der, glaube ich, das fünfzigste Selbstgemachte daraus machen soll und nun auf zu neuen Ufern und zum neuen Roman.

Das klingt wahrscheinlich einfacher als es ist,denn die, die mich schon länger und genauer lesen, werden vielleicht wissen, daß ich mich in der letzten Zeit oder auch schon länger ein wenig ausgeschrieben fühle.

Ich produziere ja schon seit zwanzig dreißig Jahren einen sozialkritischen realistischen Text nach den anderen, bis Zweitausend, habe ich mir das Manuskriptnoch kopiert und mit mehr oder weniger langen Briefen an die Verlage geschickt, wo außer Absagebriefe nichts zrückkam und das diesbezügliche Feedback, das am Anfang noch gelegentlich zu bekommen war, immerweniger wurde.

Denn „Wir könen uns ja nicht mit jeden Text befassen, wo kämen wir hin wenn wir das täten, fün Sekunden die Praktikantin daraufschauen lassen und dann ab die Post!“

Nun gut, ich habe mir selber geholfen und meine Bücher seit 2000 selbst gemacht, das heißt, der Alfred macht das PDf und schickt es dann in eine Druckerei und ich schreibe und schreibe eines nach dem anderen, weiter.

Feedback kommt auf diese Art und Weise wenig bis gar keines und so bin ich als ich mit der „Paula Nebel“, glaube ich oder war es schon „Die Widergeborene“ nicht weitergekommen bin, in eine tiefe Krise geraten, habe gedacht, ich muß was ändern, und das erste „Literaturgeflüsterbuch“ herausgebracht, mich dann mit der Frage, wie man einen Roman schreibt, beschäftigt und bin auf die Idee gekommen, mich von einer Person in einem Kapitel zu der nächsten im nächsten Kapitel weiterzuhanteln, die „Dreizehn Kapitel“ sind daraus geworden.

Die Flüchtlingstrilogie ist danach entstanden, das waren drei Bücher, die sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen, das Erste „Die Pensionsschockdepression“ beschäftigt sich mit der IS, da kommt eine Fatma Challaki vor und die flüchtet dann im „Sommerbuch“, 2015 nach Wien und steht auch im „Adventkalender“ als Dolmetschin der Hauptfigur zur Seite.

Die „Berührungen“, wo es auch wieder, um das Romanschreiben geht, sind schon politisch, noch politscher die „Unsichtbare Frau“ und dazwischen habe ich wieder aus zehn oder mehr Kurzgeschichten einen Text zusammengeschrieben, der als der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“ gilt. Da habe ich, glaube ich, in den Schreibberichten immer schon geschrieben ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist mir aber immer wieder was eingefallen, aus Kroatien habe ich mir eine leichte Liebesgeschite als Sommersouvenier mitgebracht und „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ geht es wieder darum, ich habe ja auch im Interview mit Cornelia Stahl betont, daß das erfolglose Schreiben immer ein wichtiges Thema für mich war. Da kommen aber auch immer andere Handlungstränge vor, wie die demente Maria Mattuschek, die glaubt, mit ihrem Freund Matthes enck zu kommunizieren, obwohl der ja schon lang gestorben ist.

Der letzte „Nanowrimo“ beschäftigt sich mit einem Arzt, der, weil er in eine Psychose kippte sowohl seinen Kassenvertrag, als auch seine Freundin verliert. Ausgangspunkt dazu war aber ein Telefongespräch, das ich einmal in der Straßenbahn hörte, als ich nach Grinzing gefahren bin, eine Schauspielschülerin hat da ihrer Oma erzählt, daß sie am Reinhardts-Seminar aufgenommen wurde. Dann kam die Idee über die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann zu schreiben, die Corona-Krise hat es ein wenig umgewandelt. Das ist ein eher kurzer Text geworden und jetzt wieder ein Loch in das ich hineinfallen oder hinausspringen müßte?

Nein, nichts davon, denn ich habe ja einmal, es ist schon länger her, in der „Seedosen-Zelle“ ein schönes Notizbuch gefunden. Da liegen öfter schöne Noltizbücher in den Bücherschränken, aber in diesem war schon etwas hineingeschrieben und immer wieder tauchte dabei ein Sommerfestival und da der „Sonnenpark“ auf, was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, weil ich dachte, ich kann da ja nicht einfach weiterschreiben, sondern sollte mich vielleicht auf die Spur der Notizbuchschreiberin machen und die Idee zu meinem neuen Romanprojekt ein wenig wackelig und unsicherzwar, ist schon wieder da.

Denn da gab es ja noch die andere Idee vom Leben mit der Maske zu schreiben, die ja, wie man so hört, vielleicht wieder eingeführt werden soll und die Idee einen spannenden Roman zu verfassen ist auch wieder da.

„Das Frühlingserwachen“ habe ich versucht nach der Heldenreise zu konzipieren. Meine Leser können sagen, ob es gelungen ist, wenn das Buch fertig ist oder die schon veröffentlichten Textproben lesen.

Ich bin mir da nicht so sicher und bin wahrscheinlich der Heldenreise gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie gegenüber der Maske, aber die Frage, wie schreibt man einen Roman, stellt sich, nachdem ja schon hunderttausende geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden, immer wieder und da lese ich gerade und das finde ich sehr interessant Wolf Haas „Das Wetter vor fünfzehn Jahren“, der ja, glaube ich, seine Brenner-Krimis zuerst ganz konventionell geschrieben hat. Dann einen eigenen Stil entwickelt, womit er sehr erfolgreich wurde und das „Wetter vor fünfzehn Jahren“ besteht aus einem einzigen Interview ziwschen Wolf Haas und einer Literaturbeilage und ich finde das Buch sehr sehr spannend, viel beeidruckender, als die beiden Wortreich-Bücher, beispielsweise, die ich zuletzt gelesen habe.

Solche Experimente will ich, die ich ja nicht experimetell schreibe, auch gern machen und die Idee mir selber über die Schulter zu schauen, ist ja auch schon sehr lang da, also eine Alter Ego, namens Eja Augustin entwickeln, eine fünfundsechzigjährige mehr oder weniger erfolglose schreibende Frau, die im Sommer, die Gelegenheit hat, in ein Haus in der Nähe von St. Pölten zu ziehen, ob sie dort für eine Freundin, die Blumen gießen und die Katze füttern soll oder, ob sie das von einer Tante oder Mutter erbte, ist noch nicht so klar. Sie entflieht jedenfalls der Stadt und ihrer Maskenpflicht und nimmt sich auch vor, ihren neuen Roman zu schreiben. Dann geht sie zur Seedosenzelle, findet das schöne rotbraugewürfelte Notizbuch, liest die Eintragungen, denkt „Darüber könnte ich schreiben, jetzt muß ich nur noch die Figuren und die Handlung entwickeln!“

Setzt sich dann auf die Terrasse, bestellt einen Kaiserspritzer, liest und notiert weiter und entdeckt dabei eine achtunundzwanzig oder fünfunddreißigjährige junge Frau, das ist auch noch nicht so klar, die die Kathi Sommer, der das Notizbuch gehörte, sein könnte. Die sitzt da mit einem sommersprossigen rothaarigen Mann, den sie Simon nennt und mit dem sie in einen heftigen Streit verwickelt ist. Scheint sie sich doch von ihm zu trennen und wirft ihm vor, daß er ihre Projektplanung verhindert hat und ihr Handy in einen Blumentopf warf.

Eine Tante Aloisia wird auch erwähnt und da fällt Eja ein, daß sie ja bei der Lesetheateraufführung bevor sie nach St. Georgen gefahren ist, eine alte Klavierprofessorin kennenlernte, die sich ihr, als Aloisia Brunngraber vorstellte und ihr von ihrer Großnichte erzählte.

Gepongt, gepongt, der Plot war zwar noch die da, aber einige der handelnden Personen und Kathi Sommer braucht auch noch zwei Freuninnen für die weiteren Handlungsstränge, die da wären, Angela Hager beispielsweise, die hat Eja beim letzten „Schweigemarsch für Kunst und Kultur“ getroffen, die ist eine prekär beschäftigte Philosophin, die von Deutsch als Fremdsprache-Kurse und EDV-Projekten lebt und sehr kritisch und sehr verbittert ist und Jasmin Bauer, das ist die Inhaberin des Spielwarengeschäftes, in dem sie, bevor sie abfuhr, eine Puppe für ihre Enkeltochter kaufte.

Das wären die Personen, jetzt muß nur noch der Plot und die Handlung her und das ist das, was ich bis jetzt habe, beziehungsweise in den letzten Tagen erlebte, als ich auf Romanrecherche ging.

Darüber einen Roman zu schreiben, in dem die Autorin die Handlung sich entwickeln läßt, ist wahrscheinlich nicht sehr neu, aber ich habe mir ja vorgenommen, wie die Eja Augusint meine Sommerfrischenwochenenden dazu verwenden, mal hier ein Eis, dort einen Kaiserzpitzer zu trinken und die Beobachtungen aufschreiben, die ich dabei mache.

Vielleicht wird ein Roman daraus und ich schreibe es wieder, was mir fehlt ist das Feedback.

Die Schreibgruppe in der ich ja auch immer an meinen jeweiligen Projekt weiterschrieb, war ein Versuch aus diesem Dilemma hinauszukommen. Der Aufruf zur Lesrunde, wenn das Buch erst erschienen ist, ist ein anderer, denn ich denke, daß ich sicher weiterschreibe, warum sollte ich auch aufhören?

Aber wenn man, wie ich so viel geschrieben hat, aber eigentlich kein Feedback kommt, schwächt sich der Elan auch irgendwann ab und die Motivation wird kleiner und ich denke, das wäre furchtbar, wenn ich da vielleicht noch weitere zwölf Jahre so unbemerkt vor mich hinblogge, aber besser als gar nichts, ist es wahrscheinlich schon und so wird es vermutlich auch weitergehen.

2020-05-14

Das zweite Literaturgeflüster-Buch

Hurrah, hurrah, es ist da mein neues Buch, proudly present, wie das so schön heißt, ein dickes Stück Literaturgeschichte, nun na, siebenundvierzig Jahre Schreiben, zwölf Jahre „Literaturgeflüster“ und siebenundzwanzig selbstgemachte Bücher beziehungsweise achtundzzwanzig Artikel über „Mein Schreiben – Meine Bücher“ geben viel her, vierhundertsiebenundfünfzig Seiten, um genau zu sein, mein bisher dickstes buch, keine Angst, die zwei die folgen werden, werden viel dünner sein.

Aber der oder die die sich für mein Schreiben interessieren, können damit einen schönen Einblick bekommen.

Selbstkostenpreis zehn Euro, wem das zu teuer ist, kann sich in meinen Blog oder auf meiner Website vertiefen, da ist das alles und viel mehr zu finden, nämlich bis dato 4 189 Beitrage und siebenundvierzig selbstgemachte Bücher und drei andere, das Debut in der „Edition Wortbrücke“ und zwei Fach- bzw. Sachbücher übers Stottern.

Sehr viel mögen manche sagen, aber siebenundvierzig Jahre literarisches Schreiben sind sehr lang und da ich ja eine Fleißige bin, beziehungsweise eine von der Literatur besessene, wie ich das ja immer gerne nenne, ein literarisches Original sozusagen, ist das wahrscheinlich nicht zu wenig.

Die Gewinnspielfragen löse ich auf, leider hat sich wieder niemand gemeldet, der das Buch gewinnen will, aber wie gesagt, alles im Blog und auf der Website zu finden. Da sind zwar vielleicht ein paar Flüchtligkeitsfehler und leichte Abänderungen drin und eine Leserunde beziehungsweise eine Diskussion über mein Schreiben – meine Bücher hätte ich auch gerne wieder hier und stelle dafür fünf Bücher, gerne besonders nach Deutschland, als E-Book zur Verfügung, denn das gibt es diesmal auch.

Also meine siebenundvierzig „Indiebücher“ habe ich mir selber zu je fünfzig Stück drucken lassen und zwar bei Digidruck/Melzer, Novum und „druck.at“, die „Hierarchien“ sind in der von Jack Unterweger herausgegebenen „Edition Wortbrücke“ entstanden, „Laß dir Zeit stottern will verlernt sein“ im „Fischer Taschenbuchverlag“ und  die „Verhaltenstherapie bei erwachseneen Stottern“ bei ORAC.

Das erste Buch über das ich im „Literaturgeflüster“ berichtet habe ist „Die Radiosonate oder das einsame Jahr“ und die Kinderbücher heißen „Lore und Lena“ beziehungsweise „Mutter möchte zwanzig Kinder“, die Beschreibungstexte haben meine Tochter Anna und Elfriede Haslehner geschrieben.

So und nun kann ich mich freuen und meinen Lesern schöne Lektüre wünschen!

2020-04-28

Stern 111

Jetzt kommt das letzte Buch das ich von den für Leipziger Buchpreis Nominierten gelesen habe und das Sieger Buch der Belletristik Liste Llutz Seilers „Stern 111“.

Je vier Bücher von der Belletristiksschiene und vier der Übersetzungen habe ich gelesen. Verena Güntners „Power“ und „Die Sanftmütigen“ von Angel Igov habe ich nicht bekommen. Von den Sachbüchern habe ich nur die Andric-Biografie angefragt und von Lutz Seiler habe ich  das erste Mal etwas gehört, als er beim Bachmann-Preis 2007 gelesen und gewonnen hat.

Dann hat er mit „Kruso“ 2014 den dBp gewonnen, das Buch hat mir der Alfred einmal bei dem Lyon- Flohmarkt in St. Pölten zu Weihnachten gekauft, es steht auf meiner Leseliste fürs nächste Jahr und das Lutz Seiler eigentlich Lyriker ist, merkt man dem Buch, das wahrscheinlich sehr viel Biografisches enthält, an. So ist Lutz Seiler ja , wie sein Held Carl, 1963 in Gera geboren. Das Buch ist seinen Eltern gewidmet und es beginnt, daß Carls Eltern Inge und Walter, den Sohn 1989 kurz nach der Wende verlassen haben, um in den Westen zu gehen. Er soll in Gera bleiben und das Haus hüten. Carl, ein Maurer, der Gedichte schreibt, nennt das, das „Elternrätsel“, das die ihm mit dem Schiguli an die Grenze bringen ließen und dann mit dem Akkordeon und in Wanderkleidung  entschwunden sind.

Carl hütet das Haus nicht lang, sondern geht nach Berlin, das heißt er fährt mit dem Schiguli dorthin, verbringt einige Nächte in der Linienstraße, wo glaube ich, auch Kerstin Hensel wohnt oder wohnte und ich sie zweimal dort besucht habe. Er wurd vom sogenannten „Rudel“ aufgelesen, das ist eine anarchistische Künstlergruppe, die dort die Häuser besetzen, Werkzeuge klauten und eine Kneipe, die sogenannte „Assel“, hatte, wo glaube ich, auch Lutz Seiler einmal kellnerte und vorher war er in Hiddensee, was er in „Kruso“ beschrieben hat und beides kommt in dem buch auch vor.

Carl bekommt eine der besetzten Wohnungen, wird Kellner in der Assel, wo es eine Ziege namens „Dodo“ gibt. Er schießt zur Ergötzung der Gäste auch mit einer Kalaschnikow herum, trifft seine Jugendfreundin Effi wieder und fängt fast widerwillig zum Gedichteschreiben an. Das heißt, er ist nie mit ihnen zufrieden, wird aber doch entdeckt und verlegt und den Kontakt zu den Eltern, die eine Zeitlang durch Westdeutschland tingeln, eine Zeitlang bei einem syrischen Arzt wohnen, was Lutz Seiler in einem Interview betonte, er nicht erfunden hat, weil  das zu kitschig gewesen wäre, -gibt es vorläufig nur über Briefe, die er sich bei der Postfrau in Gera  nachschicken läßt und seinen Eltern nur zögernd schildert, daß er das Haus verlassen hat.

Die Eltern emigirieren schließlich nach Amerika. Walter, der Programmierer arbeitet dort für Hollywood. Carl besucht sie und erfährt von ihnen, daß sie schon einmal vor seiner Geburt über die Grenze und nach Amerika wollten, Bill Hailey ist schuld daran und der „Stern 111“, die Titelgebung ist ein Kofferradio, das in den Sechzigerjahren in der DDR üblich war.

Fünfhundert Seiten hat der Lyriker gebraucht, um seine Jugenderinnerungen und wieder einen DDR- und Wenderoman aufzuschreiben. Manches habe ich überflogen, manches sehr konzentriert gelesen. Ich hatte nur ein PDF, da das Buch, glaube ich,  wegen der durch Corona geschossenen Grenzen nicht angekommen ist.

Jetzt bin ich auf „Kruso“ sehr gespannt und auch was ich von Lutz Seiler noch lesen werde. Es gibt im Netz auch ein Video, wo er alle Orte in Berlin in denen das Buch spielt, begeht und ihre Geschichte erzählt.

2020-04-15

Keine Veranstaltungen und andere Ausblicke

Ich habe mir in den letzten Monaten, als noch keiner etwas von Corona wußte, wenn ich mich  am Abend in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus oder in die „Gesellschaft“ ging, was ich ja regelmäßig machte, öfter gedacht, daß ich eigentlich keine Lust habe, die Veranstaltungen der anderen anzuhören, die mich dann ignorieren, nur auf Aufforderung grüßen, übersehen oder mich neben sich zehn Minuten stehen lassen, wenn ich sie etwas fragen will, was tust du da, die gehen ja auch nicht zu dir, wenn du liest, bist du alleine da oder hast ein zwei Zuhörer, die du dir noch selber anschleppst, also aufhören, etwas verändern.

„Gut!“, habe ich mir dann öfter gedacht und mir dabei schon die Schuhe und die Jacke angezogen, um Richtung Ziegler- oder Schönlaterngasse zu gehen, weil ich gewußt habe, daß ich das nicht tun werde, denn was sollte ich sonst tun?

Gewohnheiten sind eben ein Hund oder wahrscheinlich wichtig, predige ich ja nicht umsonst meinen Klienten immer die Tagesstruktur und das kann man jetzt auch in den Medien hören, wenn dort erklärt wird, daß man sich zu Hause nicht gehen lassen, sondern aufstehen, sich  anziehen und sich dann zum Homelearnig oder Homeoffice setzen soll.

Veranstaltungen gibt es jetzt bis mindestens Ende Juni nicht mehr und ob es dann einen „Bachmann-Preis“ geben wird, was eigentlich leicht lösbar wäre, ist auch noch nicht klar und meine Leser werden es vielleicht an meinen bisherigen CoronaBerichten gemerkt und erstaunt festgestellt haben, sie gehen mir nicht ab.

Ich gehe derzeit nur wenig aus dem Haus, eigentlich nur um Zahlscheine einzuzahlen,Briefe aufzugeben oder die Plastikflaschen zu entsorgen, richtig nach Harland unseren Zweitwohnsintz sind wir über Ostern auch gewesen und dort bin ich ein bißchen Rad gefahren, aber ich lese und schreibe viel und versuche mich auf meinen Blog noch besser zu promoten, obwohl ich weiß, daß mein erfolgloses Schreiben wohl wirklich niemanden interessiert.

Also etwas ändern oder, wie wird es nach Corona weitergehen. Das wissen wir noch nicht so genau. Wissen auch nicht, wie lange es dauert, nur, daß ich mit einer Maske nicht in ein Bad und auch nicht spazieren gehen will, aber in Bäder bin ich auch vorher nicht gegangen und beim Volksstimmefest, das ja immer Ende August, Anfang September pünktlich vor Schulbeginn stattfindet, wissen wir auch nicht, ob es das gegeben wird. Ist es ja doch, obwohl es ja nur wenige Kommunsten gibt, eine Massenveranstaltung.

Daß es aber kein „Linkes Wort“, meine jährlich größte Lesung geben wird, war auch schon vor Corona klar, hat sich da ja, die letzten zwei Volksstimeanthologien werden wohl auch nicht fertig, Christoph Kepplinger gemeldet und gesagt, daß er es nicht mehr organisieren wird.

Ich will das auch nicht, obwohl ich ja schon Veranstaltungen organisert habe. Von 2001 bis 2009 mit Ausnahme 2002, die „Freiheit des Wortes“ für die GAV, dann habe ich es für die „Mittleren“ zurückgegeben, weil man ja nur mehr eine Veranstaltung organiseren durfte, die mache ich auch nicht mehr und sonst werde ich ja nur sehr wenig zu Veranstaltungen eingeladen und wenn, dann kommen, so wie im Republikanischen Club voriges Jahr nur wenige Leute hin oder es ist, wie in der „Gesellschaft“ ohnehin ein Hindernis, weil ich ja nur Selbstgemachtes habe und „Eigenverlag, nein das wollen wir  nicht!“

So hätte ich heuer wahrscheinlich auch ohne Corona wenige oder keine Lesungen, der Osterspaziergang der LitGes, wo ich ja mit Ausnahme des letzten Jahres immer hingegangen und etwas gelesen habe, ist wegen Corona ausgefallen, das „Linke Wort“ gibt es nicht mehr, höchstens die „Poet Night“, die ja im Oktober oder November stattfindet, könnte es noch geben, aber das ist ja auch nur eine Insiderveranstalter, wo die Lesetheatermitglieder, die auch schreiben, einen Text lesen, dafür eine halbe Stunde früher kommen,  nach der Lesung ihren Fünfziger oder was es an Honorar gibt, abholen und dann meistens verschwinden oder sich in den Gastraum setzten.

Also keine Lesungen mehr, aber zum Schreiben höre ich nicht auf, obwohl ich auch das ja schon öfter angeküngt habe, daß ich mich ausgeschrieben fühle und nicht wirklich weiß, ob mir noch etwas einfallen wird?

Das stimmt nicht, kann ich gleich vermelden, Corona hat mich da eher kreativ gemacht, denn ich habe in den letzten Tagen das „Fräulein“No“ fertig korrigiert und mit der Planung des „Frühlingserwachen“ meinem Corona-Roman angefangen und die Vorschau vom „Zweiten Literaturgeflüster-Buch“ ist auch schon da und was den Veranstaltungsstop betrifft, da gibt es ja nicht ur den Corona bedingten und den vor einem Jahr wegen des Gips, nein, ich habe das, glaube ich, schon 2000 einmal ausprobiert, weil ich dachte, ich sollte lieber zu Hause bleiben und nicht so viel zu den Veranstaltungen der anderen gehen.

Habe dann damit aufgehört, weil ich dachte, sonst vergessen mich die anderen. Damals habe ich meine Texte ja noch zu Veranstaltungen geschickt und mich für Stipendien geschickt und mehr habe ich ohne Lesungen auch nicht geschrieben.

Damals habe ich  noch nicht gebloggt. Als ich 2008 damit angefangen habe, habe ich noch die „Mittleren“ und die „Freiheit des Wortes“ organisiert und bin von der GAV 2008 auch in die  die Jury für die „Buchprämien“ vorgeschlagen worden. 1996 haben sie das schon einmal für das „Nachwuchsstipendium“ getan. Da habe ich in den diesbezüglichen Artikel schon etwas von einer Gradwanderung geschrieben, von dem Boderlinehüpfen von Hüben nach Drüben, von der Hobby zur Profiautorin oder vom Publkum zur Lesenden und als Hobbyautorin, meine Leser wissen es, bezeichne ich mich immer noch nicht, sondern eher als literarischen Original, obwohl ich ja selber eifrig nach drben schaue und mir auch Webinare und Probeworkshops von Leuten anhöre, die vermutlich viel weniger als ich geschrieben haben, die sie wahrscheinlich für Schreibanfänger anbieten, was ich sicher nicht bin.

Der Blog, könnte man also sagen, hat mich von der Profischiene in die ich ja sehr gerne will, noch ein Stückchen weiter weggebracht hat und ob ich nach Corona wieder zurückfinde, ist wahrscheinlich auch eher unwahrscheinlich, bin ich ja schon über fünfundsechzig. Da bekommt man kein Stipedium mehr und Preise warhhrscheinlich auch nur, wenn man Mayröcker, Handke oder Jelinek heißt, gut die Ilse Helbich ist eine Ausnahme. Aber ich schreibe ja sehr viel und eifrig, habe bei den IG Autoren ja noch vor Ausbruch der Corona-Krise meinen „Selfpublisherantrag“ gestellt, da hat sich dann etwas später eine Studentin bei mir gemeldet, die Dissertation darüber schreiben will und ein Interveiw mit Cornelia Stahl soll es in diesem Monat auch geben. Die hat mich ja einmal bei dieser anderen Buchmesse angesprochen und gesagt, sie würde mich im Juni interveiwen. Das war vor sechs Jahren. Jetzt scheint es zu klappen und die Doris Kloimstein hat mich im Herbst auch zu einer Klosterwoche eingeladen, wo ich mit anderen einen Text zu einer Bibelstelle schreiben soll, ob das stattfindet ist auch noch nicht so klar?

Es würde dann eine Anthologie geben und daß ich mein „Mein Schreiben meine Bücher“ wenn es erst fertig ist, an die Frau Danielcyck, die „Gesellschaft“, Ö1, etcetera schicken will, habe ich mir auch schon vorgenommen. Aber Ö1 spart ja derzeit sehr, so hat mir die Ruth erzählt, daß sie da  keine neuen Texte mehr nehmen und auch das Kulturjournal umfunkoniert haben.

Corona-Lesungen gibt es aber sehr viele und ich schaue mich auch manchmal durch die Online-Lesungen, aber da fehlt der persönliche Kontakt, das merke ich schon. Da kann man dann zwar auch nicht ignoriert werden. Mal sehen, wie es mit meinen Veranstaltungspausen weitergeht, auf dem Blog werde ich sicher  präsentbleiben und mit Maske gehe ich sicher zu keinen Veranstaltungen, also warten wir ab.

2020-04-13

Vorschau auf das „Literaturgeflüsterbuch II – Mein Schreiben meine Bücher“

Das vorliegende Buch besteht sowohl aus den Artikeln, die im „Literaturgeflüster“ zwischen 2012 und 2019 über mein Schreiben entstanden sind, beziehungsweise gibt es Einblick in die seit Bestehen des „Literaturgeflüsters“ entstandenen Bücher.

 

Statt Osterspaziergang und Ostereiersuchen gibt es am  Ostermontag den ersten Blick auf das Cover und den Beschreibungstext  meines neuen Buchs mit dem man in meine  Schreibwerkstatt schauen kann.

Jetzt  muß es nur noch in die Druckerei gehen, dann können sich meine Leser bei der Leserunde beteiligen,  Kommentare über das Buch abgeben  und darüber, wenn vorhanden mit anderen diskutieren.

In die Texte kann man  jetzt schon hineinsehen, sind ja alle im Blog entstanden, beziehungsweise handelt es sich, um die Buchkapitel, die auf meiner Website zu finden sind

Daher geht es gleich zu den Gewinnspielfragen, mit denen man das Buch nach Erscheinen gewinnen kann.

  1. Auf welche Art und Weise sind meine Bücher entstanden und wie heißen die Druckereien, die ich bisher in Anspruch nahm?
  2. Welches ist das erste Buch über das ich schon  im „Literaturgeflüster“ in den Schreibberichten berichtet habe?
  3. Wie heißen meine meine zwei Kinderbücher und wer hat die Beschreibungstexte dafür geschrieben?

Das wärs, ich würde mich über Interesse und rege Beteiligung freuen und bin schon sehr gespannt.

2020-04-08

Weiter mit dem Handlungsaufbau

Filed under: Buchpromotion,Schreibbericht — jancak @ 00:37
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Ich bin ja derzeit, vielleicht Corona bedingt, vielleicht auch so, literarisch sehr aktiv, versuche auf meinen Blog das zu machen, was die Veranstaltungsorte wie die „Alte Schmiede“, die „Gesellschaft“, Klaus Kkastberger, etcetera, auf ihren Seiten machen, meine Veranstaltungsvideos online zu stellen, wer also etwas von mir hören oder lesen will, ist hier richtig, Doris Kloimstein habe ich gehört, ist diesbezüglich schon unterwegs und auch, was das Schreiben betrifft, geht es gut und ich bin, wie schon einmal „gestern, heute und auch morgen“ unterwegs.

Das heißt das „Mein Schreiben-meine Bücher-Literaturgeflüsterbuch“, liegt beim Alfred, das Cover hat er schon erstellt. Es ist ein anderers, als ich dachte, aber sehr schön, kann ich schon verraten und ich hoffe auch, er stellt sehr bald die „Vorschau“, damit man es auch sehen kann, ein. Dann muß ich den Text noch endkorrigieren, bevor das Manuskript an die Druckerei und das Cover mit der Leseprobe, dem Kapitel  „Sogenannte Indiebücher“ auf meine Website gehen kann.

Ich habe inzwischen das „Fräulein No“ korrigiert und den Text samt der Beschreibung dem Alfred übbergeben. Coverbild haben wir noch keines. Da müßen wir erst auf Suche gehen, aber ich bin schon eifrig am Schreiben des Neuen, bezieungsweise am Planen, denn da habe ich ja vor auszuprobieren, ob ich das mit der „Heldenreise“ kann, da habe ich mir die Unterlagen die ich von Jurenka Jurks  Webinaren habe, herausgesucht, das „Romanschreibbuch“ von Gustav Ernst, das ich auch dazu benützen will, liegt schon länger am Schlafzimmertischchen und am Samstag habe ich mich endlich wieder auf die Terrasse in die Sonne gesetzt, meine Morgenseiten geschrieben, beziehungsweise in mein kleines schwarzes Büchlein, meine Zustandsnotizen gemacht und mir dann das vierte Video von Ronny Rindler gegeben und die sind sehr informativ und ich kann jeden nur empfehlen, sie sich anzuhören, der sich für das Schreiben interessiert. Sie richten sich zwar wahrscheinlich an Schreibanfänger und das bin ich wohl wirklich nicht, auch wenn mich mein Freund Uli für eine Hobbyautorin hält. Aber die Aufgabe eine Szene so zu schreiben, daß sie am Schluß eine offene Frage, ein Mißgeschck oder einen Cliffhänger enthält, damit die Leser am Ball bleiben, habe ich gemacht. Mit dem Cliffhänger habe ich zwar so meine Schwierigkeiten. Das heißt, ich weiß nicht so recht, ob es wirklich spannend geworden ist. Aber das sind die Bücher, die ich lese, ja meistens auch nicht und sie sind wahrscheinlich auch nicht immer nach der „Heldenreise“ komponiert. Ich könntle sie aber vielleicht als Einstiegsszene für das „Kein Frühlichgserwachsen mehr“ verwenden, obwohl ich auch da nicht wirklich sicher bin, ob das wirklich schon der Einstieg ist oder die Geschichte nicht vielleicht doch schon vorher beginnt.

die Corona-Krise ist jedenfalls ausgebrochen, beziehungsweise hat sie Österreich mit seinen ersten Toten erreicht und Kanzler Kurz gibt seine Pressekonferenz, Roswitha Wegerth oder Herwath sitzt zu Hause vor dem Laptop. Sie ist ja Ausstellungskuratorin und will mit ihrem Assistenten Viktor, eine Ausstellung über das „Rote Wien“ vorbereiten, die im Juni eröffnet werden sollte. Sie denkt dabei an ihren Assistenten den dreißigjährigen Viktor,der ihr Nachfolger werden soll, wenn sie sich nach der Ausstellung offiziell in den Ruhestand begeben wird und überlegt oder fürchtet, daß sie sich ein bißchen in Viktor verliebt hat. In der Küche sitzt ihr Ehemann Egon und sabbert vor sich hin, denn beim ehemaligen Universitätsprofessor wurde vor drei Jahren eine Alzheimer Disease diagnostiziert. Jetzt füüttert ihn die slowakische Personenbetreuerin Janina, der beschimpft sie und Roswitha denkt an ihre Tochter Bea, die Psychotherapeutin ist und die ihrer Mutter sowas sicher nicht erlauben würde. So weit, so what und jetzt beginnt die Figuren- und die Heldenreiseplanung, da habe ich mir ja den Romanfahrplan der Jurenka Jurk herausgesucht, die Schneeflockenmethode gibt es auch und die „Nanowrimotips“, der Annika Bühnemann und eine ungefähre Szenenfolge und auch den Schluß, an dem es mir bei meinem letzten Schreibbericht noch mangelte, gibt es inzwischen auch.

Es gibt also die Coroanausgangsbeschränkungen, dazu habe ich ja auch meine Corona-Notizen. Roswitha trifft sich trotzdem einige Male heimlich oder auch offiziell, um die Ausstellung zu planen im Wien-Museum, Egon reißt ein paarmal aus und hat Schwierigkeiten mit der Polizei, weil er sich ja nicht an die Abstandsregeln hält, Bea mischt sich ein und schimpft mit ihrer Mutter. die sie mit ihren fünfundsechzig Jahren und drei Monaten für eine Risikopatientin hält. Janina kümmert sich um Egon, muß aber zurück in  die Quarantäne und man weiß dann nicht, ob die andere Betreuerin Zsusanna über die Grenze kommt? Am Schluß hat Egon einen Autounfall. Das heißt, er wird von einem solchen angefahren, hat einen geprellten Finger und ein Cut am Auge. Das ist mir wirklich vorgestern passiert, als ich auf der Bank gewesen bin. Das heißt, ich bin im Park über irgendwas gestolpert und hingefallen und es hat ein bißchen geblutet und die Corona-Krise geht auch vorbei. Alle dürfen sich wieder treffen, Viktor stellt Roswitha seine Freundin Christine vor, Bea bringt ihre Freundin Esther mit, der Sohn Albert, seine Frau Valeria und erzählt, daß sie im dritten Monat schwanger ist. Szusanna ist auch über die Grenze gekommen. Die Ausstellung kann dann auch eröffnet werden. Eventuell findet das alles auch dort statt, so,weit, so what und nun mach einen spannenden Roman daraus, liebe Eva!

Wie ich mich kenne, wird der Rohtext fertig werden und es wird wahrscheinlich wieder nicht so spannend oder besser vielleicht nicht so ganz neu sein. Das heißt, die Corona-Krise ist das schon und das Verarbeiten derselben, wie der Egon darauf reagiert, mein fast fünfzigstes Selbstemachtes, wenn ich mich nicht irre, wird das sein!

Aber stop und halt, nicht zu weit in die Zukunft hinauslehenen. Erst die Szenenplanung machen und dann den Rohtext schreiben. Danach das Ganze gründlich  überarbeiten, bevor ich mich entscheiden kann, ob es wieder an den „Digidruck“ gehen wird oder sich vielleicht doch ein Verlag findet, der sich für mein literarischen Schaffen interessiert?

Mal sehen, ich bin gespannt und jetzt schauen sich meine Leser am Besten meine Vorschau an, beantworten die Gewinnspielfragen, melden sich für die Leserunde an und bis das soweit ist, können sie auch auf meine Website gehen. Da finden sich die Leseproben der meisten Bücher und die Schreibartikel gibt es, da allerdings unkorrigiert, im Blog.

2020-04-04

In die Romanplanung

Was macht man in Zeiten von Corona? Man bleibt zu Hause, wie das die Regierung ja von uns fordert, ab Montag nur mehr mit Maske in Geschäfte, wenn sie  nicht ohnehin geschlossen sind, ab fünfundsechzig, was ich ja schon bin, möglichst nicht aus dem Haus, was ich auch mache, denn der Alfred geht einkaufen, ich mache meine Praxis, so viel wie möglich über Telefon, am Montag stehe ich auch zwei Stunden auf WLP-Helpline zur Verfügung, ansonsten, schreibe und lese ich, je am Morgen und am Abend  in der Badewanne, die Leseliste ist ja lang, obwohl jetzt ja keine Bücher mehr über die deutsche Grenze kommen, ich blogge und da wird meinen Lesern vielleicht auffallen, daß ich da auch versuche ein wenig Werbung für mich zu machen.

So habe ich zum Beispiel die Videos, die es von meinen Lesungen gibt, hineingestellt oder die fünf hinausgeworfenen Szenen aus dem „Fräulein No“ also Corona lesen und hören, Corona-Tagebücher gibt es auch, da versuche ich meine Corona-Gedanken zu sammeln und dann habe ich ja vor ein paar Tagen die Rohfassung des „Fräulein Nos“ fertiggestellt und dem Alfred übergeben, der hat mir das „Schreibbuch“ ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt noch ein paar Fehler, ein Cover brauchen wir auch noch, dann kann ich die „Vorschau“ einstellen, das Gewinnspiel ausrufen, der Text kann an die Druckerei gehen und ich kann das nächste „Work on Progress“ beginnen.

Da habe ich ja schon eine Idee, nämlich eine Geschichte über eine Frau zu schreiben, die sich in einen jüngeren Mann, ihren Assistentin verliebt, während sie ihren an „Alzheimer“ erkankten Mann pflegt, jetzt ist auch noch die Corona-Krise dazu gekommen, über die ja auch schon die Streeruwitz und der Thomas Glavinic einen Roman schreiben oder geschrieben haben. Also kann ich das auch versuchen, aber halt, weil man mir ja immer sagt, daß da nichts passiert und ich, daß es niemanden interessiert, auch an meinen Leserunden merken kann, jetzt endlich einmal richtig plotten und die „Heldenreise“ ausprobieren.

Ich bin zwar nicht wirklich sicher, ob ich das kann, habe aber in den letzten Jahren immer an den Gratiswebinaren der Jurenka Jurk teilgenommen, hätte also die Unterlagen zum Romanfahrplan.

Also probieren möglichst nicht gleich losschreiben, sondern erst das Gerüst aufstellen, was ja umso leichter geht, da die Recherchetage auf der Straße und das Shoppen ohnehin ausfallen, also zu Hause  bzw. auf der Terasse sitzen und plotten und manchmal hat man Glück. Denn es kommt noch etwas dazu, nämlich der Schreibcoach Ronny Rindler der von Hamburg nach Wien gezogen ist, da in der Buchhandlung Frick auf der Meidlinger Haupstraße Schreibkurse gibt, das aber jetzt nicht kann und deshalb vor drei Wochen den „Quarantimo“ ausgerufen hat.

Was ist ein „Quarantimo“?  Wer jetzt an den „Nanowrimo“, also jeden Tag sechszehnhundert Worte, bis die Ausgangssperre vorüber ist, denkt, irrt, denn Ronny Rindler stellt jeden Samstag um sechs ein Video ein, erklärt dabei, was ein Roman ist und wie er entsteht und stellt am Ende eine Schreibaufgabe.

Vor drei Wochen hat er damit angefangen. Da waren es die Morgenseiten, die er empfohlen hat. Ich habe mir das Video angehört, die Aufgabe aber nicht gemacht, denn ich war ja noch mit der Korrektur meines „Fräulein Nos“ beschäftigt.

Vor zwei Wochen hat er dann erzählt, das Geschichten berühren müssen oder sollen und gesagt, man soll sich überlegen, worüber man schreiben will? Welches Thema und welches Genre? Das steht beim „Frühlingserwachen“ eigentlich auch schon fest und vorige Woche ging es um den Anfang, Mitte, Schluß und man sollte eine Kurzgeschichte schreiben in dem die Figur ein Problem hat und sich dadurch verändert, was ich, die ich diese Aufgabe heute Nachmittag auf der Terrasse machte, ein wenig schwierig fand oder das noch immer finde, denn was habe ich davon, wenn ich den Schluß schon in der ersten Szene vorwegnehme, beziehungsweise weiß ich die Lösung noch nicht.

Der Egon hat jetzt „Alzheimer“, dazu hat mich wohl der David Fuchs gebracht und da kenne ich mich wohl auch besser aus, als bei einem Schlaganfall. Die Roswitha lebt mit ihm und einer slowakischen Pflegehelferin, beziehungsweise ist jetzt die Janina da und ob die Szusanna nach dem Wechsel über die Grenze kommt, ist nicht so klar? Die Roswitha ist drei Monate über fünfundsechzig, gehört also schon zur Riskogruppe, der dreiundsiebzigjährie Egon sowieso. Bevor die Krise ausbrach, kuratierte Roswitha ihre wahrscheinlich letzte Ausstellung im Wien Museum, bevor sie in den Ruhestand geht, über das rote Wien und soll da schon ihren Nachfolger einschulen, der ist dreißig, Historiker, heißt Viktor und sie verliebt sich in ihn. Da ist das Problem ganz klar. Aber wie soll sie das lösen? Das weiß ich nicht und das wird und kann ja auch erst nach Szene fünfundvierzig bis fünfzig, also am Schluß passieren.

Also habe ich ungefähr das aufgeschrieben, noch hinzugefügt, daß sie und Egon, ein ehemaliger Universitätsprofessor, zwei Kinder haben, Albert dreißig, ein Lehrer und Beate, achtundzwanzig, Psychotherapeutin in Ausbildung, die ihre Mutter immer gern belehrt. Roswitha ist jetzt im Homeoffice, skypt also mit  Viktor und beschließt das Problem zu lösen, in dem sie ihn nicht mehr sieht und ihren Egon nicht betrügt. So weit, so what und für eine Kurzgeschichte eigentlich lang genug. Leider habe ich sie auf der Terasse mit der Hand und nicht geich in den Laptop geschrieben. Kann sie also nicht mehr so gut lesen und das heutige Webinar behandelte die Struktur. Also eine Geschichte oder ein Roman, Ronny Rinderer nennt, glaube ich, immer das erstere, besteht aus drei Akten, Anfang, Mitte, Schluß in denen das Problem gelöst werden muß und am Ende steht das Scheitern oder das Gewinnen. Dazwischen gibt es die Kapitel und die gliedern sich in Szenen. Daran bin ich auch ein bißchen gescheitert, denn ich schreibe eigentlich Szenen und keine Kapitel und die Aufgabe für heute,  die ich noch machen muß, ist eine Szene zu schreiben, die mit einem Cliffhänger, einer offenen Frage oder einem Mißgeschick endet, damit das Ganze weitergeht.

Spannend spannend,  auf diese Art und Weise läßt sich mein Roman vielleicht auch gliedern. Die Ideen kommen jedenfalls. Also auf in die nächsten Wochen, freuen wir uns darauff und eine Lösung zu finden, wie das jetzt mit unserer Entmüdigungsgesellschaft weiter geht, wäre vielleicht auch sehr gut und spannend ebenfalls, daß sich Exminister Kickl plötzlich als  großer Held entpuppt, der zum Widerstand anstachelt. Wui, das hätte ich  nicht gedacht und entpuppt sich als große Wendung. Diesen Roman zu schreiben, wäre wahrscheinlich eine tolle Aufgabe, da wir aber mittendrin stecken, haben wir wohl Scheuklappen und können das wahrscheinlich derzeit  nicht lösen.

2020-04-01

Dorothea

„Dorothea Hartinger hatte heute „Elterndienst“, wie Bruno, das zu nennen pflegte. Das heißt, sie war an der Reihe zum Elternsprechtag in der Schule zu erscheinen, wo die Zwillinge in die erste Klasse gingen. Es war eine ganz gewöhnliche Volksschule, die nächst gelegene im Wohnsprengel, die Antonia und Jakob besuchten. Darauf hatte sie Wert gelegt, obwohl Bruno sie in der letzten Zeit öfter darauf ansprach und „Glaubst du wirklich, daß das eine gute Idee ist? Vielleicht sollten wir darüber sprechen, denn wenn man das glaubt, was man so in den Zeitungen liest, können einen schon Bedenken kommen, ob sie da nicht unterfordert sind und vielleicht sogar Verhaltensauffälligkeiten bekommen!“, zu ihr mit besorgter Stimme sagte.

Dorothea hatte ihn da immer empört angeblinzelt und „Ich dachte, Bruno, du bist ein aufgeschlossener  Mensch, der sich, um diese ausländerfeindlichen Debatten nicht kümmert und seine Kinder nicht in die elitären Privatschulen schicken will oder habe ich mich getäuscht?“, eingeworfen.

Da hatte er den Kopf geschüttelt und „Natürlich nicht, Doro!“, geantwortet. „Sonst wäre ich nicht Anwalt geworden und hätte nicht so viele Asylwerber unter meinen Klienten! Aber ich möchte, daß die Kinder lesen und schreiben lernen, sowie später studieren können und die Toni hat mir gestern empört von einem Jungen erzählt, der ihr das Essen einer Schinkensemmel verbieten wollte, beziehungsweise sie „Blödes Schwein!“, genannt hat, weil das nicht halal wäre „Und das will ich nicht, daß meine Kinder gemobbt werden und die Toni vielleicht aufgefordert wird, ein Kopftuch aufzusetzen, weil sich das für eine anständige Frau so gehört!““

„Dabei hast du Fatma Sajyan vertreten, das heißt, nein, die war nicht deine Klientin! Du warst der Anwalt, der angeblichen Bespuckerin, aber die ist auch eine sozial schwache Frau und gehört eigentlich in mein Revier!“

„Natürlich, Doro!“, hatte Bruno versöhnlich geantwortet und sie an sich gedrückt.

„So ist es und schau nicht so bös! Ich meine nur! Natürlich will ich noch immer nicht meine Kinder in elitäre Privatschulen schicken und werden weiterhin Flüchtlinge und Außenseiter vertreten! Aber den Kindern möchte ich auch nicht schaden! Das verstehst du sicher und bist auf meiner Seite! Also schau dich um, wenn du in die Schule gehst! Mach die Augen auf und du kannst mir danach davon berichten!“

Das tat sie auch, als sie jetzt zwischen zwanzig anderen Müttern und nur einem einzigen Vater, die Emazipation schien sogar in dem angeblich noblen neunten Bezirk, in dem sie mit Bruno und den Kindern in einer Altbauwohnung in  der Währingerstraße lebte, Halt gemacht zu haben und sie gestand sich auch ein, daß es die  Gegend war, die sie veranlaßt hatte, die Kinder in der Seegasse einzuschreiben. Wenn sie in Margareten oder Ottakring wohnen würden, wäre es vielleicht anders gewesen. Aber in AKH-Nähe, hatte sie gedacht, könnte sie die Kinder in eine öffentliche Volksschule schicken, um sie nicht von der Wirklichkeit auszuschließen. Sah  sich jetzt in einer Reihe von Kopftuch tragenden Frauen sitzen, schüttelte aber, ob dieser Gedanken gleich den Kopf und dachte „Es ist trotzdem fortschrittlich, daß die Frauen in die Schule kommen! Habe ich doch gehört, daß es bei den Muslimen, die Männer sind, die das tun, weil sie die Frauen nicht aus dem Haus gehen lassen oder die sich das nicht zutrauen und dann wieder Ärger erregen, weil sie der Lehrerin nicht die Hand geben oder die nicht als solche anerkennen!“ und bemerkte nun, daß der einzige Mann in der Runde tatsächlich Syrier oder Türke zu sein schien. Ob er der Lehrerin, einer Frau Silvia Reiter, die Hand gegeben oder sie verweigert hatte, konnte sie nicht sagen. Das hatte sie nicht gesehen und die Lehrerin, die sie sehr freundlich begrüßt hatte und „Willkommen, Frau Doktor Hartinger! Setzen Sie sich nur! Ich hoffe, die Kinderstühlchen sind für sie nicht zu unbequem!“, machte auch nicht den Eindruck, als würde sie sich unterdrücken lassen, sondern wirkte mit ihren kurzen Pagenschnitt, den hennarotgefärbten Haaren und ihrer Baumwollbluse, ebenfalls sehr fortschrittlich, die sich darüber zu freuen schien, daß sie  die Kinder in ihre Klasse gegeben hatte, was den Klassendurchschnitt und das Image sicherlich erhöhte, wenn sie sagen konnte „Ich habe eine Ärztin und einen Anwalt unter meinen Klasseneltern!“

Die anwesenden Mütter schienen diese Berufe nicht auszuüben, wie sie schätzen würde, obwohl sich außer einigen asiatisch aussehenden Frauen und einigen Serbinnen, wie sie schätzen würde, auch österreichische  Frauen befanden und die hoben gleich die Hand und erkundigten sich, ob es wahr wäre, daß heuer die Nikolofeier ausfallen würde, weil man den muslimischen Kindern den heiligen Mann nicht zumuten könne und sie sich vor dem Krampus fürchten würden.

„Und das will ich nicht!“, sagte jetzt eine hagere Frau in einem schwarzen Rock und einer schwarzen Bluse energisch, an deren Aussprache Dorothea,  den polnischen Dialekt erkannte.

„Meine Katinka soll christlich erzogen werden und ich will auch ein Weihnachts- und kein Winterfest!“

„Aber den Christlindlmarkt zu besuchen, ist vielleicht gefährlich? Hört man doch so viel von den terroristischen Anschlägen, die da passieren!“, warf eine andere Frau ein und ehe Dorothea  „Blödinn!“, sagen und einwerfen konnte, daß sie  auch den Nikolo wünsche nicht nicht wollte, daß Antoia wegen einer Schinkesemmel angepöbelt  wurde, es ihr aber egal war, ob es Weihnachts-oder Winterfest heiße, da sie ohnehin nicht katholisch und die Zwillinge nicht getauft waren, mischte sich Silvia Reiter ein und sagte in  breiten Wiener Dialekt „Keine Sorge, liebe Mütter, lieber Vater! Zu uns kommt der Nikolo und ein Christkindlmarktbesuch ist geplant, weil sich die Kinder darauf freuen! Aber keine Angst, das Rathaus hat uns versichert, daß er gut gesichert ist, so daß man unbesorgt einen Schulausgang dorthin machen kann! Und die Antonia und der Jakob halten sich sehr gut! Sie sind unsere Musterschüler und wir freuen uns sehr, daß wir sie in der <klasse haben!“, erklärte sie an sie gewandt und fügte, als würde sie den Einwand des muslimischen Vaters befürchten, hinzu „Was für den Mo, wie wir den Mohamed nennen, auch gilt, Herr Pashmir! Er bekommt auch kein Schweinefleisch! Da achtet die Küche sehr darauf, daß das nicht passiert, obwohl wir für die Ganztagskinder drei Menus zur Auswahl haben, so daß sich jeder aussuche kann, was er mag und wenn Sie rechtzeitig, die Menüs bestellen, brauchen Sie nicht in Sorge sein!“

Dorothea fiel wieder Brunos Frage ein und überlegte, ob sie es Silvia Reiter antun könne, die Kinder abumelden, die sich in der schule trotz der „Schwein-Beschimpfung“, die Antonia widerfahren war, wohlzufühlen schienen und ihre Freunde hatten und, als sie später im Einzelgespräch, nachdem sich die Runde aufgelöst hatte und die meisten Eltern nach Hause gegangen waren, die Lehrerin danach fragte, beziehunsweise ihr die Geschichte mit der Schinkelsemmel erzählte, schüttelte die den Kopf und wiederholte wieder „Keine Sorge, Frau Doktor Hartinger! Es stimmt schon, da hat der Ali, die Toni ein wenig angerempelt! Das hat er wohl zu Hause so gehört, aber keine Angst! Die Toni ist ein starkes Mädchen und hat sich gewehrt! Ich dürfte Ihnen das vielleicht gar nicht sagen! Aber sie hat ihn wütend angefunkelt und „Spinnst du?“, gefragt. „Ich lasse mir von dir nicht vorschreiben, was ich esse und ein Kopftuch werde ich mir auch nicht aufsetzen, da ich keine Muslimin bin!“, und dann hat sie zugeschlagen.  Aber bevor ich mich einmischen und sie ermahnen konnte, hat sie sie dem Ali ihre Schikensemmel hingesteckt und  „Tut mir leid, entschuldige!“, gesagt. „Willst du nicht einmal probieren?  Sie schmeckt sehr gut und ich weiß gar nicht, was du gegen Schinken hast? Ich esse ihn jedenfalls sehr gern!“ Und wissen Sie, Frau Doktor Hartinger, da habe ich gesehen, wie es in seinem Augen aufgeblitzt hat und er gerne zugebissen hätte, wen er sich nicht vor dem Mo und dem Hassan, die daneben standen und ihn anstarrten, geniert hätten!“, sagte Silvia Reiter und nickte ihr schelmisch zu, bevor sie sich Frau Wysocki zuwandte, auch eine Frage an sie hatte.“

So das war jetzt die vierte hinausgeschmissene Anhangszene, die ich im November meinen siebenten „Nanworimo“ angefügt habe, um die geforderte Wortanzahl zu kommen.

Die Szenen „Fatma“, „Harry“ , „Sibylle“ sind hier zu finden, sowie die frühere Szene neunzehn, die in den Text, der derzeit hundertzwei Seiten, neununddreißig Seiten und derzeit 49527 Worte hat, nicht mehr enthalten ist, so daß man sich jetzt schon einen kleinen Einblick machen oder zumindestens die handelnden Personen kennenlernen kann.

Ich bin ja derzeit sehr am Korrigieren, hoffe bald fertig zu werden, so daß mein achtundvierzigsten Selbstbemachtes bald erscheinen kann. Vorher soll ja das zweite „Literaturgeflüsterbuch“„Mein Schreiben-meine Bücher“ fertig werden und ich hoffe nur, daß es dann den „Digitaldruck“ noch gibt, so daß die Bücher erscheinen können.

Bis dahin fordere ich auf in die Blogartikel hineinzuschmöckern, das erste „Literaturgeflüsterbuch“ ist auch im Blog zu finden und die Kurzgeschichtenerzählung „Besser spät als nie“ sowie auch einige Artikel aus der „Nika, Weihnachtsfrau“, aber das passt derzeit nicht zum schönen Wetter und nicht zur Jahreszeit.

Wer  mehr von meinem Schreiben wissen will, kann sich auch auf meiner Website umsehen und eventuell bei mir bestellen oder sich  die Videos anhören, die es von meinen Lesungen gibt.

Da habe ich ja einmal im El Speta aus meiner „Frau auf der Bank“ und der „Wiedergebornen“ gelesen und einmal vor dem offenen Bücherschrank aus der „Mimi“

2020-03-21

Indiebookday trotz Ausgangssperre

Heute ist wieder „Indiebookday“, die Aktion, die die unabhängigen Verlage, um auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen, erfunden haben, wo man die Buchgeschäfte stürmen und sich ein Buch, irgendeines, was man ohnehin haben will, wie es heißt, kaufen und ein Bild davon mit sich posten soll, 2013 eingeführt haben und ich seit dieser Zeit, glaube ich, auch davon berichtet habe, beziehungsweise sie auch ein bißchen dazu benützt habe, um auf mich und meine „Indiebooks“, die vielleicht, weil ja selbstgemacht, eigentlich keine sind, aufmerksam zu machen. Wer also ein Buch von mir posten will, sich bitte melden, ich werde es, solange die Post noch offen ist oder ich noch Marken habe, zuschicken.

Vor drei Jahren war ich auch auf einer diesbezüglichen Veranstaltung, wo in einer Buchhandlung mehrere Kleinverlage ihre Bücher präsentierten und ich ein solches auch  gewonnen, aber leider, leider noch nicht gelesen habe.

Ob heuer wieder eine solche Veranstaltung in Wien geplant war, weiß ich nicht, geben wird es solche, zuminestens live in den Buchhandlungen nicht, weil die ja, wie ich gestern hörte, bis Ostern geschloßen sind, was die und wahrscheinlich nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Verlage in vermutlich nicht  zu kleine Schwierigkeiten bringen wird.

Die gute Nachricht ist aber auch hier das Internet, der Online Buchhandel und daß das Lesen wahrscheinlich eine Beschäftigung ist, die aus der Trübsaal hilft und für Bekämpfung  der Langeweile sorgen kann.

Man kann sich also ein Buch online bestellen, man kann auch E-books lesen, was der Buchhandel vielleicht nicht  ganz so gerne mag, oder  vielleicht auch nicht,  auf jeden Fall kann man auch ein Bild von einem E-Book posten  und im Netz den Freunden mitteilen, welche Beute man Indiebookday für sich ergattert hat und wohl auch darüber diskutieren.

Eine Liste der unabhängigen Verlage gibt es sicher auf der „Indiebookseite“ oder im Netz zu finden, da sind für mich ja einige überraschende, wie „Kremyair & Scheriau“, den ich eigentlich für nicht so klein halte, dabei und durch dessen literarische Neuerscheinungen ich mich gerade gelesen habe.

„Picus“ bei dem Cornelia Travnieks „Feenstaub“, die übrigens daraus am Donnerstag in der „Seeseiten-Buchhandlung“ eine Online-Lesung hielt, ist ein unabängiger Verlag und wahrscheinlich auch „Haymon“, bei dem David Fuchs „Leichte Böden“ erschienen ist, das ich aber erst lesen muß.

Das für den „Leipziger Buchpreis“ nominierte Langgedicht „luna luna“ aus dem Schweizer „Secession-Verlag“  ist sicher auch dabei, aber auch „Droschl“, „Jung und Jung“ und die  deutschen Kleinverlage lassen sich auch dabei aufzählen.

Also Freunde kauft Bücher und wenn ihr selber schreiben wollt, könnt ihr euch  auch am „Quarantimo“ beteiligen, der von Ronny Rindler ausgerufen wurde, ich biete auch meine Leserunde an darüber zu diskutieren und verweise auf meine zwei letzten Bücher „Die unsichtbare Frau“ und „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“, hin, wer mir dazu ein Bild oder einen Kommentar schicken will, ist willkommen und freut  mich sehr, ansonsten lese ich mich zwar gerade durch das letzte „Leipziger Buchpreis- Buch“ der Übersetzungsschiene und demnächst durch das zweite der Abteilung „Belletristik“, die beide nicht den Kriterien entsprechen, aber das ist mir ja, wie ich immer schreibe, ohnehin egal, denn ich lese mich ja, wie ich ebenfalls öfter schreibe, gerne durch den literarischen Gemüsegarten, lese sowohl Groß- als auch Kleinverlage, lese Selbstgemachtes und mich auch eigentlich quer durch alle Genres, so wird  bald ein Krimi kommen und ein Chicklit oder Liebesroman wartet, glaube ich, auch auf mich.

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