Literaturgefluester

2020-01-11

Mit Links

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine gesellschaftspolitisch sehr engagierte und aktive Frau, die in einem der schönen Gemeindebauten, aus den dreißiger Jahren, erbaut aus den Mittel der Wohnbausteuer aufgewachsen, weil meine Eltern im World war II ausgebomt wurden und der Vater als aktives SPÖ-Mitglied Anspruch auf eine Gemeindewohnung hatte, die damals, wie ich glaube, ausschließlich den SPÖ-Mitglieder vorbehalten war, so daß ich die Partei als soziale <kontrolle erlebte, was mich veranslaßte, nie mehr mit einer ausnahme sie SPÖ zu wählen.

Die Ausnahme war Anfangs der achtziger Jahre, als ich da eine Zeitlang bei den „Kinderfreunden“ arbeitete und die nur Parteimitglieder anstellten.

Als ich das erste Mal wählen durfte, so zwischen neunzehnund zwanzig, weil damals das Wahlalter, beziehungsweise die Großjährigkeit von einundzwanzig auf neunzehn herabgesetzt wurde und ich 1973 dazwischen war, habe ich, ich gebe es zu, als Prostest gegen meinen Vater, die ÖVP gewählt und mir damals auch die „Presse“ öfter gekauft.

Mein Vater hatte die „Arbeiterzeitung“ abonniert, die Mutter, die sozialistische „Frau“.

Das habe ich auch nur einmal getan und bin dann, glaube ich, sehr bald auf die KPÖ gestoßen, weil mich die Monika ja in den Bund der demokratischen Frauen bzw. in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ brachte, die sich damals im“ Rotpunkt“ auf der Reinprechtsdorferstraße trafen.

Irgendwann habe ich dann auch die Grünen gewählt, bin aber bald wieder zur KPÖzurückgekommen, lese ja auch schon seit vielen Jahren am Volksstimmefest und die Ausnahme war irgendwann in den Neunzigerjahren wahrscheinlich, als der Martin mich aufforderte, das zu tun, um den Haider-Aufstieg zu verhindern, damals war Caspar Einem Innenminister, ich habe ihm meine Vorzugsstimme gegeben, nachher war er es nicht mehr und ich habe mir geschworen, nie wieder.

Bis auf letztes Jahr, da habe ich kurz daran gedacht es zu tun, weil ich ja weil ich Anfang des Vorjahres von der GAV oder den IG-Autoren dazu aufgerufen, für den Rücktritt von Innenminister Kickl unterschrieben habe und da auf einer SPÖ-Seite gelandet bin, die mich einlud in die Partei einzutreten und mir später, als das Ibiza Video auftauchte und Neuwahlen ausgerufen wurden, Einladungen zu ihren Wahlveranstatlungen schickte, bei drei bin ich gewesen und habe auch kurz daran gedacht, vielleicht doch die SPÖ zu wählen, weil die KPÖ ja nichts bringt. Der Alfred hat begonnen sich sehr für die Grünen zu engagieren, Wahlzettel verteilt, etcetera und ich habe mich entschloßen, mit einem Gefühl, daß ich es vielleicht bereuen würde, die Grünen zu wählen.

Ob ich das bereuen soll, weiß ich noch nicht? Denn eigentlich, das habe ich ja heute dem Uli kommentiert, bin ich ja dafür, was Neues auszuprobieren und nur wer wagt gewinnt. Aber Kopftuchverbot bis vierzehn, Ausreisezentren und Sicherheitshaft sind eigentlich nicht das, was ich will, absolut nicht, aber gut, schauen wir uns an, wie es wird und dieses Wochenende wären wir wieder nach Harland gefahren, sind wir aber nicht, obwohl wir dort ein neues Bücherregal  aufzustellen haben, weil mich der Alfred auf eine Gründungsversammlung einer neuen neuen Linkspartei aufmerksam machte, zu der er gehen will, obwohl er sich ja nach wie vor für die Grünen engagiert und, obwohl er für die Wien – Wahl, die ja in diesemJahr stattfinden wird, wo alle schon nervös sind, gar nicht wählen darf weil, er ja in Niederösterreich seinen Hauptwohnsitz hat.

„Dann geh ich mit!“, habe ich gesagt und mich nicht recht ausgekannt, spalten sich die jetzt von der KPÖ ab oder wird es eine große Linkspartei geben, die dann fünf Gemeinderäte ins Rathaus bringen, die ich, das ist glaube ich, fix, wählen will und Kurto Wendt den ich von den Volksstimmefestlesungen kenne und der ja die Donnerstagsdemonstrationen organisierte, ist einer der Veranstalter oder Aufrufer und da kann ich mich auch erinnern, daß es auf der letzten Demo auf der ich war schon Arbeitsgruppen gegeben hat, die ein Programm erarbeitet haben, vielleicht hat sich da „Links-Wien“ gegründet und nun gut, schauen wir uns das einmal an und weil wir ohnehin in Wien geblieben sind, konnte ich mir auch Stephans Teichgräber „Dramatiker-Workshop geben“ und da mit ihm nach Sopron und nach Györ ins Theater gehen und in Sopron kann ich gleich verraten, gibt es ein literarisches Programm nämlich „Per Gynt“ und ein Stück nach einem Roman von Sandor  Marai, während  in Györ Agatha Christie aufgeführt wird und, glaube ich, auch eine Dramatisierung eines Romans von Magda Szabo.

Dann bin ich also in die VHS Schwendtergasse hinausgewandert, wo die Gründungsversammlung stattfand und habe da schon vorher Mails bekommen, daß sich viel mehr Leute, als erwartet angmeldet haben und ungefähr zehn habe ich von diesen meist sehr  jungen Leute auch gekannt.  Das Logo war die Farbe Lila, die auf auf den Flyern und auf  der großen Bühne zu sehen war, auf der Grundsatzstatesments  abgegeben wurden, daß für ein sozales Wien, die freie Fahrt auf den Öffis, ein bedingungsloses Grundeinkommen, der Kampf gegen Rassismus, der Einsatz für die Frauen und ein leistbares Wohnen für Wien wichtig ist und bei der letzten Wahl habe ich, glaube ich, auch nicht die KPÖ, sonders das Bündnis „Wien anders“ gewählt, das in fünf Bezirken Bezirksräte hat, einer davon ist Margareten, also hat meine Stimme, was bewirkt und ein paar dieser Bezirksräte waren auch da, ein paar Leute habe ich vom Volksstimmefest gekannt, aber eigentlich waren  nur sehr wenige Bekannte da und ob es nun, da um eine  neue Einheitspartei oder um eine Abspaltung  geht, ist mir nicht so ganz klargeworden, ich werde es aber  herausbekommen, da ich bei der Wien-Wahl, die es im wahrscheinlich im Oktober geben wird, eine linke Partei wählen möchte, obwohl ich mich entschlossen habe, am Samstag nicht mehr in den fünfzehnten Bezirk zu gehen, um die weiteren Ziele in Kleingruppenarbeit zu eräutern und am Abend eine große Party zu feiern, sondern mich in einem „Writersretreat“ und einem möglichst intensiven Korrigiertag „Meinem Schreiben und meinen Büchern“ zu widmen, was mir ja auch sehr wichtig ist und von der anderen Seite kann ich vermelden, hat  sich  eine neue Bewegung gegründet, die sich „Die „Österreicher“ nennt und gegen das Linke kämpfen will, so daß es politisch in diesem Jahr wohl noch sehr spannend wird.

2020-01-07

Die neue Regierung

Filed under: Gesellschaftspolitik — jancak @ 00:35
Tags: , ,

Jetzt wieder etwas Politisches, ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine sehr politische Frau, was sich auch in meinen Büchern ausdrückt, die ich regelmäßig oder Auszüge daraus am Volksstimmefest vorstelle, ich habe gegen schwarz-blau eins im Jahr 2000 geschrieben und demonstriert, habe bei den „Widerstandslesungen“, die es damals von El Awadalla und Traude Korosa organisiert, gelesen und die 1956 in Nickelsdorf geborene Elfriede Awadalla, die ich im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennengelernt habe, wollte ja auch 2016 für die Bundesprädisdenwahl kanditieren und die Bundespräsidentenwahl, wo Alexander van der Bellen und Norbert Hofer gegeneinander antraten und, die dann auch wiederholt werden mußte, hat mich auch sehr interessiert.

Da ist dann ja auch schon mein dritter und, wie sich herausstellte eher rechter Dauerkritiker Uli aufgetreten, dessen Blog ich dann auch einige Zeit verfolgte und dann gabs 2017 eine vorgezogene Neuwahl und kurz danach, natürlich von Präsident van der Bellen angelobt, eine eine neue diesmal türkis-blaue Regierung, in der „Unsichtbaren Frau“ habe ich über die Wahl geschrieben, die von den Rechten dieses Landes, als die beste aller Zeiten gelobt wurde.

Die Linken und die Grünen sahen das etwas anders und so hat es seit Oktober 2018 auch wieder Donnerstagsdemonstrationen gegeben, bei einigen bin ich mitgegangen, nicht bei allen und durch meinen Sturz bedingt, im März 2019 konnte ich das auch einige Zeit nicht, kann mich aber erinnern, daß es mich sehr ärgerte, daß die neuen GAV- Jour fixes immer an einen Donnerstag angesiedelt waren.

„Da ist die Demo!“, habe ich gesagt und, als ich dann erfuhr, daß der nächste im Frühjahr 2019 angesetzt war, „Dann gibt es die Demos wahrscheinlich nicht mehr!“

„Da ist die Regierung schon weg!“, hat Ilse Kilic geantwortet, was ich nicht glaube, als ich aber im Mai auf die „KritLit“ gegangen bin, habe ich am Morgen in den Nachrichten von diesem Ibiza-Video erfahren, das seither Österreich und die halbe Welt erregte, zur Regierungsumbildung und Neuwahlen führte, wo die Grünen wieder gewonnen haben.

Der Alfred hat sich sehr stark dafür eingesetzt, ich ein bißchen weniger.

Bei der Wahlparty bin ich aber auch gewesen und jetzt wird es eine grün- türkis Regierung geben, die bald angelobt werden wird und sie sich, wie man hört, auch für das Kopftuchverbot bis vierzehn, die Sicherheitshaft, etcetera, also keine grünen Themen, eisetzen, dafür aber ein großes Umweltministerium bekommen wird.

„Herbert Kickl kann sich freuen!“, vloggt der Politvlogger Gerald Grosz und die Identitären fürchten sich vor der neuen grünen Justizminsterin Alma Zadic.

Man hört also sehr widersprüchiges und ich bin, ohnehin immer sehr pessimistisch, gespannt, was sich jetzt tut in dem schönen Österreich und wünsche den Grünen wirklich sehr, daß sich, wie sie es ja auf ihren Versammlungen versprochen haben, ihre Handschrift durchsetzt. Österreich wird das sicher brauchen, auch wenn die Rechten dagegen sind und gegen „Fridays for Future“ hetzen.

Eine neue Linkspartei, die bei den Wien Wahlen antreten will, soll sich dieses Wochenende auch gründen, ich werde darüber berichten.

2019-09-11

Noch einmal Republikanischer Club

osef Steinbach, Peter Huemer, Alfred Noll

Josef Steinbach, Peter Huemer, Alfred Noll

Den Saisonbeginn, bis die „Alte Schmiede“ und das Literaturhaus aufsperren, habe ich jetzt dreimal im Republikanischen Club verbracht, wo es ja eher politische als literarische Programme gibt, obwohl ich schon zweimal dort gelesen habe, einmal im Rahmen der GAV in einer von Irene Wondratsch organisierten Veranstaltung zum Thema Männer und Frauen  und im Mai habe ich aus der „Unsichtbaren Frau“ gelesen, ein sehr politisches Buch, das den Wahlkampf 2017 beschreibt, ohne zu wissen, daß es ein paar Tage später diese Regierung nicht mehr geben wird und sich seither politisch viel verändert hat.

Es gibt eine Übergangsregierung, eine Wahl am 29. September. Bücher wurden geschrieben, Journalisten sind zu Parteien und Nationalratsabgeordnete von dort wieder weggegangen.

ich bin seither auf einigen Widerstandsdemos gewesen und zu zwei Wahlveranstaltungen der SPÖ.

Am Samstag zum Wahlkampfauftakt der Grünen und am Freitag davor stellte im Republikanischen Club der vormalige“ Kurier-Herausgeber“ und jetziger Neos-Kanditat Helmut Brandtstätter sein Buch „Kurz und Kickl – Ihr Spiel mit der Macht und der Angst“ vor.

Da war es im RC natürlich viel voller als  bei meiner  Mai – Lesung, wo ich gerade fünf Zuhörer hatte und gestern war es dann literarisch mit Günter Kaindlsdorfers Debut. Ein bißchen weniger Leute aber schöne Gespräche und heute wollte  der Alfred in den Club , ist er doch ein Fan von Alfred Noll, dem Rechtsanwalt und gerade noch Abgeordneten, den wir im Jänner im Schauspielhaus hörten, der zu Josef Steinbach bei „Sisyphus“ erschienen Politthriller, der vom ehemaligen Journalisten Peter Huemer moderiert wurde, diskutieren sollte.

Josef Steinbach ist ein 1941 geborener, ehemaliger Universitätsprofessor, der in seiner Pension zu schreiben angefangen hat und in „Narren führen Blinde“ offenbar die österreichischen Ereignisse vorweggenommen hat.

Hat er doch das Buch, das im Frühjahr erschienen ist, in dem es, wie im Klappentext steht, um „Trägheit, Freunderlwirtschaft und populistische  Parolen geht“.

Ein Salzburger Unternehmer wird von seinen Freunden in die Politik gedrängt und findet sich offenbar auch in einer Art Übergangsregierung, als Bundeskanzler wieder, was offenbar der Grund war, daß das Buch so prominent im RC vorgestellt wurde.

Josef Steinbach hat ein Kapitel aus der Mitte des Buches gelesen, wo es nur so von Ministern, Erpressungen und schönen Frauen wimmelte, nachher drehte sich die Diskussion natürlich um das österreichische Politikgeschehen.

Alfred Noll wurde zu der gegenwärtigen Parlamentssituation befragt. Peter Huemer erwähnte  die Gründlichkeit des Autors, der in einem Detail erwähnte, daß man den Niedergang eines Landes daran erkennen würde, daß sich die Frauen mehr Lippenstifte kaufen würden, weil sie sich alles andere nicht mehr leisten können.

Das ist mir zwar bisher nicht aufgefallen, wäre aber interessant nachzuprüfen.

Anschließend gab es wieder Wein und Knabberein. Man konnte sich das Buch signieren lassen, das jetzt  auf meinen Lesestapel kommt.

Da ich aber im Rahmen meines Buchpreislesens schon über dreißig Bücher warten, werde ich es wohl erst sehr lange nach der Wahl lesen können, wo wahrscheinlich schon wieder alles anders sein wird, ob es aber besser wird, würde ich bezweifeln.

2019-08-30

Von der Rot-Show zum Wohnzimmertag

Patricia Brooks

Patricia Brooks

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Wahlkampfauftakt der SPÖ am Viktor Adler Markt, im zehnten Bezirk, der Heimat der Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner und ich habe ja schon geschrieben, daß ich, seit ich für den Rücktritt Kickls unterschrieben habe, in den Verteiler gekommen bin, im Juli bei einer Vorveranstaltung im Bruno Kreisky Park war und jetzt zur offiziellen Wahlkampferöffnung, obwohl ich ja kein SPÖ-Fan bin, aber ich gehe ja manchmal zur Wahlveranstaltungen und diesmal war auch ein besonderes Programm angekündigt.

Um vier oder um fünf hat es angefangen, da spielte zuerst eine Musikgruppe, dann gab es Interviews mit Jugend- und Spitzenkanditaten.

Vor der Bühne gab es Stehtische und dahinter Holzbänke, wo ich auf einem Platz genommen habe, wo sich, glaube ich, die Bezirkselete getroffen hat, lauter ältere Männer, die sich kannten und mit „Freundschaft!“, begrüßten, aber sehr freunlich waren.

Auf einem Stand wurden Bleistifte, Folder und Knabbertüten verteilt und dann gab es noch große rote Pappschilder mit dem Motto der Veranstaltung „Menschlichkeit siegt!“, die man bei den Reden in die Höhe halten konnte und ich eigentlich für einen guten Wahlkampfslogan halte.

Astrid Nischkauer

Astrid Nischkauer

jopa jotakin

hörb

Einen SPÖ- Song gab es auch, der seine Weltpremiere hatte und dann die Rede der Vorsitzenden, ich ich lange vor ihrer politischen Karriere, als Spitzenbeamtin im Gesundheitsministerium kennengelernt und für eine sehr durchsetzungsfähige Karrierefrau gehalten habe. Dann wurde sie Gesundheitsministerin und jetzt SPÖ-Vorsitzende, wo sie ihre Kindheit in dem Arbeiterbezirk Favoriten betont, von den SPÖ-Männern, glaube ich, sehr gemobbt wird, sich aber durchzusetzen scheint.

Mal sehen wie es gelint, die Wahlkampferöffnung war aber sehr spannend und als ich gegangen bin und  schon dachte, daß ich niemanden hier kenne, habe ich den Rudi mit einer seiner Verwandten getroffen und dann noch am Heimweg Thomas Northoff mit seiner Freundin in einem Schanigartensitzen gesehen.

Beide wollte nicht ins Amerlinghaus zum Wohnzimmertag, obwohl es da auch ein tolltes Programm mit der gegenwärtingen experimentellen Literatur gegeben hat.

Ilse Kilic moderierte, Patrica Brooks, die glaube ich auch im Vorjahr bei den Wohnzimmertagen gelesen hat, begann mit einem Text, den sie zu einer musikalischen Vorgabe geschrieben hat. Dann folgten Sommergedichte und ein vier Minunten Horrorcomcichörspiel, das sie gemeinsam mit Ilse Kilic geschrieben hatte.

hörb

jopa jotakin

Ilse Kilic

Ilse Kilic

Fritz Widhalm folgte mit ausschnitten aus zwei Büchern wo er seine Pläne nach seinem sechzigsten Geburtstag offenbarte.

Da hat er in der Schreibgruppe, glaube ich, immer betont, daß er dann zu Schreiben aufhören würde. Jetzt ist er aber, glaube ich, schon sechzig und schreibt weiter und danach folgte die 1989 geborene Astrid Nischkauer, die ich manchmal in der „Alten Schmiede“ sehe, die sowohl Gedichte las, die sie übersetzte, als auch aus ihrem Band „Satyr mit Tunfisch“ las und am Schluß folgte Jopa Joakin, der ein szenisches Gedicht namen „Sommerloch“ mit musikalischer Begleitung performte und nachher sind wir noch lange mit der Ruth im Garten des Amerlingbeisl gesessen, um mit ihr unsere fürs nächstes Jahr geplante Radreise zu besprechen.

2019-06-27

Letzte Demo vor dem Sommer

Filed under: Gesellschaftspolitik — jancak @ 23:12
Tags: ,

Die Donnerstagsdemos bezüglich schwarz-blau II gibt  es seit letzten Oktober. Bei einigen sind wir mitgegangen. Jetzt gibt es kein schwarz-blau mehr, sondern bis zur nächsten Wahl, die Ende September sein wird, eine sogenannte Expertenregierung und heute das letzte Mal vor dem zwölften September, „Es ist wieder Donnerstag!“

Ich habe mir dazu passend mein schwarzes „Donnerstagsleiberl“ angezogen, das der Alfred vor einigen Wochen kaufte und bin um halb sechs zum Bruno Kreisky Park in Margareten gegangen, der ist in der Schönbrunnerstraße vor dem Haus wo Bruno Kreisky geboren wurde, bei einem literarischen Spaziergang, den die Frau Bezirksrat, ich glaube Steininger, hat sie geheißen einmal durch Margareten veranstaltet hat, sind wir dorthin gegangen.

Jetzt bin ich allein hinmarschiert und, als ich den Park erreichte, hat mich eine Frau bezüglich meines Leiberls angesprochen und  mich nach der Demo gefragt.

Aber eigentlich hat dort nur ein sogenannter „Open Space“ stattgefunden.

Das heißt man saßim Gras und bildete Arbeitsgruppen,umdieThemen, wie „Wie wir die nächste Kurz-Regerung verhindern können, wie wir langfristig miteinander Politik machen können“, etcetera, etcetera, zu beantworten.

Ich habe mich auf eine der Bänke neben den Omas gegen Rechts, ich bin ja jetzt auch eine Oma, wenn auch ohne rosa Mützchen, gesetzt und mich zuerst mit dem Richard, dem Mann der Hilde Langthaler und dann mit dem Alfred unterhalten.

Eine Frau ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir Ideen für eine bessere Regierung  hätten?

„Außer grün wählen, habe ich keine!“ , habe ich geantwortet.

„Das ist schon etwas!“ hat sie gemeint.

Aber dann kann ich die Kommunisten nicht mehr wählen, wie ich es in den letzten Jahren tat und wenn die Grünen an der Macht sind, wird wahrscheinlich auch nicht viel Gutes herauskommen.

Aber  immerhin, man kann es versuchen, damit die Stimme nicht vollkommen sinnlos ist.

Eigentlich nur wenige Leute in dem Park. Bei der letzten Demo am Ballhausplatz mit den „Vengaboys“ waren viel viel mehr, aber wahrscheinlich sind die schon in den Sommer aufgebrochen und nach acht ging es los in Richtung Karlsplatz, leider zick zack, völlig sinnlos hinauf und hinunter, statt einfach die Margareten- oder Schönbrunnerstraße entlangmarschiert.

Irgendwann haben wir den Karlsplatz mit dem kühlen Springbrunnen, wo schon für das Filmfestival, das Morgen beginnen wird, erreicht.

Es gab Musik und eine kurze Ansprache beziehungsweise Aufruf, den Sommer zu nützen, um mit den Nachbarn im Schwimmbad oder wo auch immer ins Gespräch zu kommen, um sie für eine andere Politik zu begeistern.

Lieder von Jura Soyfer wurden gesungen, ich habe einen „Hugo“ und vorher ein Minieralwasser getrunken und dann wieder zurück in den Alltag  beziehungsweise zum „Bachmannlesen“, bevor es am Samstag, weil der Alfred noch auf ein Sommerfest muß, für das Wochenede nach Harland zum ersten oder zweiten Sommerfrischenwochenende geht.

Und mein Beitrag für eine bessere Regierung, wo ich mit den anderen ins Gespräch kommen kann, wird dann am sechzehnten Juli im Cafe Westend sein, wo zwei Stellen aus der „Unsichtbaren Frau“ lesen werde und lade alle daran Interessierten sehr herzlich dazu ein.

2019-06-21

Shopping- und Recherchetag

Zu meinen Schreibritualen gehört ja eigentlich, daß ich die Fenster putze und dann, um mich zu belohnen und mir etwas zu gönnen in der Stadt herumlaufe, aber auch schon, um Recherchen für das nächste Projekt, Eindrücke für Szenen, etcetera, einzufangen und so vielleicht auch ein wenig Abstand von einem Projekt zum nächsten zu gewinnen, denn meistens ist es ja so, daß ich, während ich korrigiere und einen Fehler nach dem anderen finde, schon am Planen des nächsten Projektes bin und da in meinem jeweiligen Notizbuch schon ein paar Szenen und Ideen eingetragen habe.

Diese Recherchetage mache ich auch meistens wenn der Alfred auf Urlaub ist, daß ich da ungeniert in der Stadt herumspazieren, mir beim Mc Donald einen Hamburger kaufe, mit der Straßenbahn herumfahre und mir meine Notizen mache.

Das ist im vorigen Jahr ein wenig flach gefallen, weil ich mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ nicht und nicht fertig wurde und dann, glaube ich, schon die Sommerfrische und die verlängerten Wochenende in Harland heramkamen, bis es so weit war.

In Harland und in St. Pölten läßt sich auch nicht soviel recherchieren. Gut, ich kann ins Traisencenter fahren und mir dort beim „H u M“ Socken, Unterwäsche oder T-Shirts kaufen, ein Eis verzehren oder nach Wilhelmsburg und dort beim „Spar“ einen Kafffee und ein Croissant.

St. Pölten ist für das Szenensammeln auch ein wenig eingeschränkt, so habe ich den letzten großen Recherchetag, glaube ich, in Wien vorigen September gemacht und da war ich im Rohtext der Magdalena schon ziemlich fortgeschritten und ein Jahr davor bin ich im September, glaube ich, in Wien auch herummarschiert und habe für die „Unsichtbare Frau“ recherchiert und mich dann von den FPÖ-Videos „Tu was, Hasi!“, ein wenig verwirren lassen und nicht recht gewußt, wie ich sie einbauen soll.

Diesmal war es ähnlich oder anders, denn ich habe auch geglaubt, ich werde zu Ostern mit der „Magdalena“ fertig, wurde ich dann nicht und der Alfred war dann schon aus Kuba zurück, als es so weit war.

Sehr fit zum in der Stadt herumlaufen war ich damals wohl auch nicht, so habe ich die Fenster geputzt, einen Büchertag gemacht und dann gleich mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ über das Schreiben angefangen und gedacht, einkaufen brauch ich ohnehin nichts oder mach das nebenbei und für das „Fräulein No“ recherchiere ich dann in einem Jahr, wenn es soweit ist, denn das ist mein neues Projekt, wenn ich mit dem „Literaturgeflüsterbuch II“ fertig bin und da kann ich gleich flüstern, daß mir die Idee dazu, glaube ich, vor Weihnachten gekommen ist, als ich mit der Straßenbahn nach Grinzig hinausgefahren bin, um mich mit dem Alfred beim Herrn Fischer bei einer Weinverkostung zu treffen.

Da saß in der Bahn ein junges Mädchen und rief ihre Großmutter an, um ihr mitzuteilen, daß sie im „Reinhards-Seminar“ aufgenommen wurde. Das ist das Fräulein No, habe ich beschlossen oder Nomanda Wiesinger, nicht Amanda oder Jolanda, wie sie eigentlich heißen sollte, der Standesbeamte hat sich verhört oder verschrieben, so ist ein Fräulein No aus ihr geworden.

Sie wohnt bei der Großmutter, eine ehemalige Apothekerin namens Henrike, die in Grinzig eine baufällige Villa hat, ihre Eltern, die sie als Studenten bekommen haben, leben in Brüssel und London, als Künstler oder Regierungsbeamte und sehen sie höchstens zu Weihnachten oder in den Sommermonaten und jetzt ist No zwanzig mit ihrer Matura fertig, vorher ist sie vielleicht noch ein bißchen in der Welt herumgegondelt, frischgebackene „Reinhards-Seminar-Schülerin“ und jobbt in einem Cafe „Josys Nachtcafe“ heißt es.

Der Text wird „Fräulein Nos Nachtcafe“ heißen und dorthin kommt der praktische Arzt Ulrich Blumenbach, der eine Psychose hatte und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder Rehaaufenthalt von der Krankenkasse erfährt, daß sein Kassenvertrag gekündigt wurde und die Ärztekammer rät ihm, in Pension zu gehen. Er ist fünfundvierzig, seine Freundin Sabine oder Thea, eine Künstlerin, hat ihn während der Krise verlassen, seine lebenslustige Mutter Dora, 75, ehemalige Ärztin, die mit drei Freundinnen in einer Seniorenresidenz wohnt, geniert sich für ihn.

Er kommt dorthin und wird gleich von der literaturinteressierten Obdachlosen Gerti Schuster mit „Willlkommen im Club!“, angesprochen und die hat auch Probleme und vielleicht auch Psychose oder Demenzerfahrung, ist sie doch im Verdacht, die verwirrte Frau zu sein, die gefilmt wurde, als sie in einer U-Bahn eine junge Muslima wüst beschimpfte.

„So weit, so what und nicht unbedingt neu!“, werden meine Kritiker sagen. Stimmt, ist es nicht, denn die Geschichte von einem pensionierten Arzt, der mit Fünfundvierzig auf der Straße steht und in einem Nachtcafe sozusagen illegal weiterbehandelt. schwebt mir schon länger im Kopf herum und sie ist auch ein bißchen schon in der „Viertagebuchfrau“ enthalten.

Nun gut, ob was daraus wird, werden wir in einem Jahr wissen, da habe ich ja auch die Idee, daß nach der „Heldenreise“ oder der „Schneeflockenmethode“ zu entwickeln, um endlich die gewünschte Spannung in meine Texte zu bringen.

Die Schreibgruppe, wo ich ja immer ein paar Szenen voraus geschrieben habe, gibt es ja nicht mehr. Jetzt habe ich in dem roten Notizbuch daß mir der Alfred vorigen Sommer in Genf kaufte, ein paar diesbezügliche Notizen drinnen und konnte sie nicht lesen, als ich am Freitag mit dem Rad in den Traisenpark fuhr, mir dort Socken und eine Uhr, meine ist mir schon vor ein paar Tagen stehengeblieben, obwohl ich mir erst vor kurzem eine Batterie geholt habe, kaufte und mich dann zuerst zum McDonalds auf einen Big Mac, Pommes, Cafe latte und ein Eis und dann auf die „Seedosen-Terrasse“ auf einen Kaiserspritzter setzte, um meine Recherchen für ein Projekt zu machen, das ich wahrscheinlich frühestens im November angehen werde, denn jetzt ist ja das „Literaturgeflüsterbuch II“, angesagt.

Das heißt, das stimmt auch nicht so ganz, denn ich habe, glaube ich, noch vor dem Fensterputzen ein neues Notizbuch herausgeholt und sozusagen beschloßen, daß mich meine Figuren, die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibliotherapiegruppe, der Psychiater Theo Hardenberg und die pensionierte Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler mich oder die erfolglose Schreiberin Eja Augustin bei ihrem nächsten Schreibprojekt begleiten können, das sind alles Figuren aus meinen früheren Werken und wer weiß aus welchen sie stammen, kann sich das entsprechende Buch bei mir holen und ich könnte, habe ich gedacht, während des Korrigierens mir Notzen in das Buch machen, um dann schon was zu haben, wenn ich im November oder später mit dem Schreiben beginne.

So habe ich beide Bücher mitgenommen, als ich im verlängerten Wochenende aufgebrochen bin, der Alfred war in Wien, die Oma stellte ich fest, im Spital, als ich sie begrüßen wollte, die kleine Lia ist schon zu Hause und kann sich an den Luftballons und dem Storch freuen, die ihretwegen am Mittwoch im Garten aufgehängt wurden und ich dachte,  so einen Rechcheretag einen Tag im Traisenpark herum zu schlendern und zu konsumieren, kann ich mir gönnen, obwohl ich mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ ohnehin schon gut angefangen habe.

Das Vorwort ist geschrieben und das Inhaltsverzeichnis. Da bin ich daraufgekommen, daß nicht alles chronologisch passt, so habe ich  auch noch einen „Nanowrimoartikel“ eingefügt. Das müßte mir der Alfred angleichen und kommt nicht dazu, die Verlinkungen sind aber aufgelöst und ich kann den Text jetzt durchgehen und das ist interessant. Da bin ich daraufgekommen, wie viel ich schon geschrieben habe und das wird oder soll mich auch im Sommer begleiten.

Ein bißchen herumschnuppern tut mir aber sicher gut, habe ich beschlossen, eine Uhr wäre ohnehin zu kaufen und so bin ich, glaube ich, um zehn mit den beiden Notizbüchern losgefahren. Vorher habe ich noch erfahren, daß die Oma nicht in ihrem Schlafzimmer war und im Traisencenter ist mir dann schnell langweilig geworden, denn so viel gab es nicht zu sehen.

Ich bin ein bißchen herumspaziert, habe nach dem Uhr- und Sockenkauf beschlossen, das Eis doch beim McDonalds und nicht in der Eisgrotte, die es im Traisencenter gibt, zu konsumieren, habe dann beim McDonalds, meine Notizen durchgesehen und dem Gespräch zweier Männer zugehört, die sich bei einem Cafe über die Lage der Nation unterhielten, was auch ganz interessant war.

Dann bin ich, um den See herumgefahren, auf die Warte hinaufgeklettert, das Gehen geht jetzt schon ganz gut, zur „Alten Schmiede“, Literaturhaus und „Gesellschaft“ versuche ich auch schon wieder zu Fuß zu gehen und vielleicht das nächste Mal schon auf die Rudolfshöhe, um kein Trauma zu entwickeln, dann bin ich zur „Bücherzelle“, habe drei Bücher gefunden, eines aber gleich wieder zurückgelegt, denn das war glaube, die türkische PEN- Ausgabe, die von Doris Kloimsteins Ausstellung stammte, die mir die Bücher ja vor einem Jahr gegeben hat und ich die, die ich nicht brauchen konnte, dorthin gelegt habe. Die Lyrikheftchen die von Alfreds Festivalspaß stammten und die ich dort hineingelegt habe, als wir zu Pfingsten nach Nußdorf an der Traisen fuhren, lagen, glaube ich, auch noch da und ich habe  also zwei Bücher gefunden bin damit in die Seedose, wo die Leute schon Mittag aßen, aber das hatte ich schon beim McDonalds, also nur einen Spritzer trinken und die Notizbücher durchsehen.

Geplant ist, das eine Buch immer auf meine Recherchen mitzunehmen, um mir Notizen zu machen, die ich für den Plot vom „Fräulein No“ brauche, aber das „Nachtcafe“ befindet sich sicher in Wien.

Dort könnten aber auch zwei Raunzer sitzen und der eine dem anderen erklären, daß „Ein verwundeter Soldat, dem Staat teuere als ein toter kommt!“, daß also, etwas, was wahrscheinlich stimmt, wenn auch makaber klingt.

So weit so what, die Recherchegänge also schließen. Aber Radfahren werde ich ja immer, wenn ich in Harland bin .Jeden Tag ein Stück in Richtung St. Pölten oder Wilhelmsburg fahren, auf den Markt gehen oder bei der Seedose einen Spritzer trinken, in der anderen Richtung gibt es in Wilhelmsburg einen „Spar“, wo ich mir meistens einen Cafe Latte-Becher und ein Croissant kaufte.

Gestern war ich aber in der Radlertränke bei Ochsenburg und habe mir einen Erdbeerspritzer gekauft und Morgen werde ich, wenn ich nach Wilhelmsburg fahre, vielleicht dort auch einkehren und mir zum Kaisespritzer, der billiger ist, eine Schnitzelsemmel kaufen, denn der Alfred fährt ja nach Wien zur wahl der Grünen.

Also kein Marktbesuch, denn allein, gehe ich dort, glaube ich, nicht hin. Am Sonntag kommt die Ingrid, um sich das Baby anzusehen und ins Spital zur Oma, die derzeit dort wegen eines Herzflimmern liegt, müßen wir vielleicht auch und dann gibt es noch die Sonnwendfeiern, die vielleicht auch ganz interessant sind, heute ist da einer in Altmannsdorf und morgen findet der beim Bootshaus in Spratzern statt, wo, wie ich beim Radfahren gesehen habe, schon die Standln aufgestellt sind.

2019-06-03

Montagsgeflüster

Heute habe ich eigentlich wieder ins Literaturmuseum zu einer Frederic Morton-Lecture gehen wollen, aber der Alfred will lieber ins Kino, wo es den Film „Inland“ spielt, wo es um ehemalige SPÖ-Wähler geht, die inzwischen die FPÖ wählen, also in Zeiten wie diesen, wo gerade innerhalb von zwei Wochen die zweite Regierung angelobt wird, weil es kurz vor der EU-Wahl ein Video gab, das zum Rücktritt von Vizekanzler Strache führte, dann wurde Innenminister Kikl abgelöst, worauf die gesamte FPÖ-Regierung zurücktratt und es am Montag nach der EU-Wahl einen Mißbtrauensantrag an die Regierung sowie Kanzler Kurz gab, während wir am Donnerstag zuerst in den Museen und dann am Ballhausplatz auf der Demo waren, hat  Bundespräsident van der Bellen, eine neue Experten-Bundeskanzlerin angelobt, die jetzt ihr Übergangsteam zusammen hat und es gibt schon Spekulationen, daß die Grünen nach der Neuwahl im September oder so, der Termin steht noch nicht fest und da habe ich mich mit dem Alfred am Donnerstag sehr gestritten, weil der meinte, daß es gar nicht fix sei, daß es Neuwahlen gäbe, weil manche aus taktischen Gründen, die Expertenregierung länger im Amt haben wollen, ich will das nicht und denke, daß der Film ganz interessant sein wird, obwohl er mir wahrscheinlich nicht so viele neue Erkenntnisse bringen wird und eine Vorlesung zur Literatur über Frederic Morton, dessen „Eigkeitsgasse“, ja, das erste „Eine Stadt-ein Buch“ Exemplar war, so daß ich den 2015 in Wien verstorbenen Schriftsteller, den ich, glaube ich, anläßlich der Aktion auch gesehen habe, kennenlernen und lesen konnte.

Es gibt aber sicher einiges zu flüstern, was ich in den Turbulenzen der letzten Tage und Wochen vergessen habe und nicht dazugekommen bin.

Am Dienstag nach Ostern ist ja mein Gips heruntergekommen, so daß ich wenn auch Anfangs und vielleicht auch noch immer ein wenig mühsam, wieder zu Veranstaltungen gehen konnte.

Der Alfred ist gleich am nächsten Tag mit dem Karli auf große Kuba-Reise gegangen und vor zwei Wochen, als Österreich gerade von dem „Ibiza-Video“ erschüttert wurde, wieder zurückgekommen.

Dazwischen hat es unseren zweiten Spaziergang im öffentlichen Raum, der eigentlich eine U-Bahnfahrt war, gegeben, der von der VHS initiierte ist ja  ausgefallen, meine Lesung aus der „Unsichtbaren Frau“ hat es im Republikanischen Club mit nur sehr wenig Zuhörern gegeben, was ich eigentlich sehr schade finde, denn es ist ja ein sehr schönes und jetzt sehr aktuelles Buch, dafür wird es am 16. 7. im Cafe Westend eine kürzere Lesung draus geben und als ich vor zwei Wochen bei„Krit-Lit“ war und mich da länger mit Gernot Rgger unterhalten habe, hat mir der die heurigen „Bachmann-Leser“ auf seinem Handy gezeigt.

Daß die bekanntgegeben wurden, ist mir offenbar entgangen und der „Bachmann-Preis“ wird heuer wieder eine Woche früher, also ende Juni, wie das früher war, stattfinden.

Es lesen fünf oder sechs Österreicher hat mir Gernot Ragger gesagt, darunter sind mir Sarah Wipauer, die meinen Blog eine Zeit lang verfolgte und Lukas Meschik von dem ich schon was gelesen habe bekannt, die anderen Auserwählten nicht so sehr.

Das heißt von Birgit Birnbacher habe ich auch schon was gelesen und sie war auch sowohl für den Blogglerdebutpreis als auch für den „Alpha“ nominiert. Sonst stehen noch Ines birkhan, die ich vielleicht vom Sehen kennen könnte, Leander Fischer und Julia Jost als Österreicher auf der Liste, die ich, wie alle anderen Autoren erst kennenlernen muß, also sehr spannend, obwohl leider weit weg von mir, denn ich befinde mich ja sehr Abseits vom Literaturbetrieb und streite inzwischen eher mit dem Uli auf seinem Blog über die Politik herum, als daß ich hier einen ernsthaften literarischen Diskurs führte.

Schade, kann man aber nichts machen, die Politik ist aber auch interessant, beziehungsweise bedenklich und sonst war ich gestern mit dem Alfi wieder auf der Mostalm, zweimal auf der Demo und was die Literatur betrifft, korrigiere ich immer noch an der „Magdalena Kirchberg“ herum und scheine nicht und nicht damit fertig zu werden, was vielleicht auch etwas bedeutet, daß das nicht zu gehen scheint, weil ich mir dann immer denke „Soll so sein, es müßte aber von außen etwas kommen, was ermutigt und neuen Schwung und neue Richtug gibt!“

Aber da kommt ja nichts und, wenn ich endlich damit fertig bin,  ist vielleicht schon Sommer und ich in der Sommerfrische oder die ist vielleicht auch schon wieder aus, will ich ja ein neues „Literaturgeflüsterbuch mit meinen Texten übers Schreiben“ erstellen und dann was Neues schreiben, aber was, ich habe zwar schon eine Idee, finde sie aber inzwischen nicht mehr so interessant und schwanke zwischen dem „Das wird ja nichts!“ und „Ich bin schon ausgeschrieben!“, weil ich ja in meinen über vierzig selbstgemachten Büchern schon wirklich alles angeschrieben habe.“

Trotzdem hat mir das „Literaturgeflüster“ literarisches Selbstbewußtsein gebracht, ich habe mir eine „Wikidpedia-Seite“ erstellt und jetzt da alle meine Bücher drinnen, die die mir ein paar jahre ja herausgestrichen haben, weil, „Selbstgemachtes, nein das wollen wir nicht!“

Das hat sich inzwischen, wie ich immer schreibe, zwar sehr geändert, es schreiben jetzt wahrscheinlich wirklich alle Leute, die das wollen und stellen ihre Bücher bei „Amazon“ ein, angebich liegen die dann auch ganz vorne im Ranking, was mich immer noch ein wenig wundert, weil die Leute auch viel weniger lesen, in den Literaturbetrieb und auf Buchpreislisten, was für mich interessant wäre, kommt man damit aber, glaube ich, noch immer nicht und auf meinen Blog, wo ich meine Bücher, glaube ich, gut vorstelle, dümple ich damit nur dahin.

Soll so sein und macht auch nicht wirklich was, auf mein Selbstbewußtsein drückt es dich dann aber doch wieder aus, obwohl ich zu mir und meinem Schreiben stehe und denke macht ja nichts, wenn das niemanden interessiert, aber ein bißchen schade ist es natürlich doch.

Dann bleibt dann nur das Lesen über und seit ich Rezensionsexemplare bekomme und es die „Bücherschränke“ gibt, türmen sich bei mir die Bücher,  komme mit dem Lesen nicht mehr nach und würde es auch nicht schaffen, wenn ich ein zehn Mal so langes Leben hätte.

Da würde ich ganz gerne, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin, wieder einen Büchertag machen und einen Artikel darüber schreiben, beziehungweise meine Leseliste vielleicht wieder ein bißchen auffrischen. Mal sehen, wann und wie das wird, weil sich meinLeseenthusiasmus auch ein wenig verdümpelt hat und ich mir jetzt auch öfter denke, wozu soll ich das lesen, die anderen tun das bei mir ja auch nicht?

ich lese aber inzwischen Tolstois „Leidensweg“, erster Teil und finde das ganz interessant, den ersten Weltkrieg auch von der anderen, der russischen Seite, kennenzulernen und werde im Juni, weil jetzt keine oder weniger Rezensionsexemplare kommen, mich an meine „Backlist“ machen, die ja sehr interessante Schmankeln hat.

Das also zu meinem literarischen Alltag oder meinen „Literaturgeflüster“, wo es ja auch Eniges jenseits des Veranstaltungskalender zu vermelden gibt.

Im sommer wird es wahrscheinlich wieder die „O-Töne“ geben, da habe ich aber noch kein Programm gefunden und die Cafe Prückl- Sommerlesereihe, wo ich leider keinen Termin bekommen habe, obwohl ich mich bei Birgit Schwaner darum beworben habe, Christa Nebenführ, die das früher machte, war ja von meinem realistischen Schreiben nicht so begeistert und hat mir das auch sehr direkt gesagt,  nun ja, nun ja, auch das realistische Schreiben ist wichtig und ein bißchen Anerkennung drum herum wahrscheinlich auch. Und das Enkelkind wird wohl auch bald kommen, am neunten wäre der Geburtstermin und da ist ja Pfingsten und da werden wir wieder in Harland sein und nach Nußberg an der Traisen zum Pfingstmarkt radeln, denn das Radfahren ist ja kein Problem, nur das Stiegensteigen nach unten, ist noch ein bißchen schwer, aber das trifft wahrscheinlich auch in den anderen Bereichen so zu.

2019-05-30

Ausstellungstag und Donnerstagsdemo

Beim Augustin-Hoffest am Freitag hat es ja eine Tombola gegeben, bei der man Museums-beziehungsweise Ausstellungseintrittskarten gewinnen konnte und da wir vier Lose und zwei in der Farbe blau hatten, haben wir dann je zwei Eintrittskarten für die Ausstellung „Überleben am Land“  im „Hundertwasser-Museum“ sowie für die Austellung „Hysterical Mining“ im Museumsquartier und in der Kunsthalle am Karlsplatz, so daß der Christihimmelsfahrt-Feiertag nach dem ebenfalls sehr bildende Kunst lastigen gestrigen „AS-Besuch“ sehr kunstaffin wurde, bis es dann am Abend zur Donnerstagsdemo auf den Ballhausplatz gegangen ist und wir inzwischen eine neue Bundeskanzlerin bekommen haben, die nun bis zur Neuwahl im Herbst eine Expertenregierung bilden soll.

Ursprünglich wäre die Demo schon um vier am Heldenplatz gewesen, dann war aber das Wetter wohl zu schlecht dazu, so ist es um sechs am Ballhausplatz losgegangen und dort war es sehr voll. Gab es ja den Jubel, um den Abgang von Kanzler Kurz zu feiern und außerdem waren die Vengaboys mit ihrem Ibiza-Song angesagt.

Aber zuerst gab es einige Reden, die „Omas“ traten wieder auf und die Ungeduldigen schrien schon, „Wir wollen die Vengaboys hören!“

Es gab Transparente, der Alfi hatte wieder seine „Auge-Fahne“ da. Auch der Karl war gekommen und am Schluß rieselten die Konfettis und die Riesenbälle auf die Menge. Ich hatte mich inzwischen auf das Deserteurdenkmal zurückgezogen. Es gab eine tolle Partystimmung und auch sonst war am Ring  viel los, gab es da ja noch bis Ende Mai eine Fotoausstellung von Holocaustopfern, „Wider das Vergessen“ zu sehen. Vor dem Heldenplatz wurde das Fastenbrechen zelebriert und gleichzeitig eine Mahnwache abgehalten, weil die Portraits, vor denen Blumen lagen und Kerzen brannten, schon dreimal Zerstörungen ausgesetzt waren.

2019-05-23

Nur zur Hälfte auf der Demo

Filed under: Gesellschaftspolitik — jancak @ 23:35
Tags: ,

Durch meinen Unfall bin ich glaube ich das letzte Mal am Frauentag auf der Donnerstagsdemo gewesen und da mit dem Alfred, seiner Fahne und der grünen Weste die Meidlinger Hauptstraße hinuntergegangen.

Dann machte ich eine Veranstaltungspause und ließ den Alfred alleine demonstrieren, der ja Ende April mit dem Karli nach Kuba geflogen ist. Jetzt ist er wieder zurück und wir haben in den letzten Tagen nicht nur den Rücktritt von H. C. Strache wegen seines Skandalvideos, wo er einer schönen Russin halb Österreich verkaufen wollte und Johann Gudenus erlebt, sondern auch den Rücktritt der FPÖ-Minister, weil Bundeskanzler Kurz, den Innenminister nicht mehr in der Regierung haben wollte.

Jetzt haben wir eine sogenannte Expertenregierung, eine Neuwahl im September und ob es einen Mißtrauensantrag und den Rückzug von Sebastian Kurz geben wird, wird sich am Montag entscheiden.

Sehr viel Aufregung in einer Woche, Staatskrise, Regierungskrise und am Sonntag, noch die EU-Wahl und als ich vorigen Samstag davon erfahren habe, war ich auf dem Weg zu der „KritLit“, bei der ich ja auch gern einmal lesen möchte, Ulli Fuchs bei der „Lavant-Ausstellungseröffnung“ auch die „Unsichtbare Frau“ gegeben haben, aber „Eigenverlag, ja, Eigenverlag, wollen wir nicht!“, eh schon wissen, obwohl am Samstag hätte ich vielleicht schon eine Chance gehabt, wenn ich das Buch mitgehabt und rechtzeitg geschaltet hätte, denn um zwölf und, um zwei gab es ja keine Veranstaltung, die Leute waren, hörte ich, alle am Ballhausplatz, so bin ich auch dorthin gegangen und heute hatte ich vor, es mit dem Alfred wieder auf der Demo zu versuchen.

Das wollte ich eigentlich schon am vorigen Donnerstag, als alles noch normal und, wie gehabt war, aber da war der „Literarische Lenz“, den ich dann doch vorgezogen habe.

„Aber heute probiere ich es einmal!“, habe ich gedacht und, als ich kurz vor sechs, den Europaplatz und den Westbahnhof erreichte, war es dort noch ziemlich leer und ich habe auch ziemlich herumgesucht, bis ich die Demo gefunden habe.

Elfi Resch habe ich gesehen, den Auge-Gewerkschafter mit dem ich ein paarmal mit dem Alfred unterwegs war, die Erika Parovsky und und, denn bald hat sich der Platz gefüllt, es wurde „Kurz muß weg!“ geschrieen und seltsamerweise riefen auch einige Leute „Ibiza!“, was ja eigentlich kein Kampfruf ist.

„Kurz muß weg-Plakate“, gab es auch, die „Omas“ haben sich formiert und es ist nach und nach sehr voll geworden. Es gab ein paar Reden, eine Musikeinlage, dann setzte sich der Zug durch den fünzehnten Bezirk, dort wo viele Migranten wohnen und Leute, die, wie die Veranstalter sagten, nicht wählen dürfen, bis zur Tannengasse, dann  hinauf bis zur Gablenzgasse und die Burggasse hinunter bis zu ÖVP-Zentrale.

Dort war ich schon ein paar mal. Vor der Angelobung von Schwarz-blau I, hat es, glaube ich, eine diesbezpügliche Demo gegeben. Einmal war ich auch auf einen ÖVP-Fest, weil ich eine Zeitlang in deren Verteiler war und vor ein paar Wochen oder zwei Monaten hat es auch eine Demo gegeben, die dort endete.

Da habe ich kann ich mich erinnern, lange mit dem Uli kommentiert, dem ich ein Video schickte und er dann die ÖVP für links hielt, weil bei der dortigen Diskussionsveranstaltung, wo es um die Lehren der Asylwerber ging, eine Dame vom ÖVP-Wirtschaftsbund relativ sachlich diskutierte und ich habe ihm geschrieben, daß es mich interessieren würde, ob Kanzler Kurz einen Lach- oder Wutanfall bekommen würde, wenn er wüßte, daß der Uli die ÖVP für linksextrem hält.

Kanzler Kurz war aber natürlich nicht da und ich auch erst sehr spät, weil ich eine sieben Uhr Stunde hatte, so bin ich der Demo nachgelaufen und gerade zu der letzten oder vorletzten Rede bei der ÖVP-Zentrale zurechtgekommen und diesmal sollte es von der Tannengasse auch dorthin gehen.

Ein langer Weg, wenn der Fuß immer noch ein wenig geschwollen ist, so daß ich mich bei der U 6 Station Burggasse verabschiedete und mit der U-Bahn zum 13 A gefahren bin, dort eine halbe Stunde auf dem Bus, bis die Demo eben vorübergezogen war, warten mußte und der Alfred ist alleine weitermarschiert, weil er alles fotografieren wollte.

Eine tolle Stimmung und viel Aufbruchseuphorie. Ich bin da ein wenig skeptischer, ob nach der Neuwahl etwas Besseres nachkommen wird.

Die Zeiten in denen wir leben sind aber sehr spannend und ich bin gespannt, wie die Route, der nächsten Demo sein wird, vielleicht ist sie kurz genug, daß ich sie schaffe und ebenfalls ist es sehr spannend, ob Sebastian Kurz dann noch Kanzler ist.

Ich werde aber demnächst wieder aus der „Unsichtbaren Frau“ lesen und zwar am 16. Juli im Cafe Westend, das sich auch beim Westbahnhof befindet und in dem ich schon bei der letzten Lesung am vorigen Dienstag war und diesbezüglich schon mein Foto und meine Kurzbiografie an Luis Stabauer geschickt, die Einladungskarten drucken kann und da kann ich meinen neugierigen Lesern auch vermelden, daß außer mir noch Christian Schwetz und Bruno Schernhammer lesen werden.

2019-05-19

Von den kritische Literaturtagen zum Ballhausplatz

Eva Jancak ©2019 Peter Paul Wiplinger

Eva Jancak ©2019 Peter Paul Wiplinger

Die „Kritischen Literaturtage“, die alternative  Literaturmesse, der eher linken Kleinverlage, gibt es schon seit einigen Jahren. Sie wird von Ulli Fuchs jetzt in derr Brunnenpassage veranstaltet, einmal war ich auch im Gewerkschaftshaus an der Donau und habe sie nicht immer, aber einige Male besucht und heuer vor, mir mit Ausnahme der Abendveranstaltungen das ganze Programm zu geben, so bin ich , etwas zu spät, zu der  Eröffnung durch die Bildungssekretärin des ÖGBs Isabelle Ourny gekommen, die gerade etwas von der Wichtigkeit, in Zeiten, wie diesen, der kritischen Literatur erzählte und dann kam der Lokalmatador Uwe Mauch, der immer im „Augustin“ schreibt und der jetzt seine Sozialreportagen in zwei Büchern herausgegeben hat.

Ulli Fuchs meinte, sie würde ihm den „Max Winter-Preis“ verleihen, hat er doch über die „Armut von Wien“ und das „Working pur“ geschrieben und las einen Text über einen slowakischen vierundzwanzig Stunden-Betreuer mit Rückenschmerzen vor, der sich mit seiner Alzheimer-Patientin Valerie herumquält. Ein  interessanter Text, der zeigt, wie schwierig das Problem ist, denn die alte Frau, die in ihrer Verwirrung der Betreuer quält und beschimpft, braucht Betreuung. Herr Vlado ist aber nicht mehr arbeitsfähig, muß das aber, weil er nur ein paar hundert Euro Pension hat und in der Slowakei die Lebensmittel fast teurer, als in Österreich sind.

Der zweiten Text aus dem zweiten Buch, ein Portrait des „Augustin- Verkäufers “ Helmerl,  wurde dann von diesem selbst gelesen.

Dann kam wieder Christa Stippinger von der „Editon Exil“ mit  Magdalena Diercks und Thomas Perle, die ich beide schon bei der Kleinverlagsmesse im Museumsquartier im Dezember gehört habe und außerdem auch noch ihre Bücher auf meinem Lesestapel habe.

So bin ich ein bißchen durch die Brunnenpassage geschlendert, um mir die ausstellenden Stände anzusehen und ein wenig zu plaudern, habe da Gernot Ragger vom „Der Wolf Verlag“ getroffen und bin darauf gekommen, daß ich ihn 1989 in Klagenfurt kennengelernt habe, als ich dort mit meiner „Slavica“ zum „Preis der Arbeit“ eingeladen wurde.  Er hat dabei gewonnen, ich nicht und  inzwischen  viele Bücher herausgeben.

Zu Thomas Perles Lesung, wo er seine Kindheit im Rumänien Ceausescus beschreibt, bin ich aber zurechtgekommen und  von seinem klaren Stil mit denen er seine Erlebnisse, die Mutter wird inhaftiert, weil sie kritisch ist, er bekommt schlechte Noten und als er sich weigert, ein Gedicht auswendig zu lernen,  das seiner Mutter nicht gefallen würde, wird der Vater verhaftet und es wird ihm ein Zahn ausgeschlagen, sehr beeindruckt.

Dann folgte Alice Harmer, die nicht nur ein Stipendium bei der Stadt Wien bekommen hat, sondern als Burgenländerin auch bei der „Edition  Lex Liszt 12“ verlegt mit ihrem sehr poetischen Buch „Die Farbe der Veränderung“.

Dann wurde die steirische Literaturzeitschrift „Perspektive“ vorgestellt, beziehungsweise das Heft 96/97 „Bildtestbild – Bild – Störbild“, das offenbar auch eine deutsche Verbindung hatte, wurde es doch sowohl von Silvia Stecher, als auch von Ralf B. Korte vorgestellt und im Heft sind auch viele deutsche Autoren enthalten. Die Texte, die vorgestellt wurden, hatte aber einen starken Wien- Bezug, beziehungsweise beschäftigten sie sich, sowohl mit dem Rechts- und dem Linkspopulismus, als auch mit den Schulen des Schreibens, die es in Österreich gibt.

Dann wurde es politisch, kam doch Gerhard Senft der sich in der „Edition FZA“ mit der ungarischen Räterepublik beschäftigte und als letzter am Freitag kam dann noch Georg Fingerlos und stellte sein bei „Bahoe-Books“ erschienenens Buch „Verlottertes Blaublut. Entadelte Schwerverbrecher in Österreich 1912-1918“ vor.

Dann hätte es noch im Kunstraum Ewigkeitsgasse  Ramona Kasheer ihre Lavant-Vertonungen vorgetragen, aber die habe ich schon bei der letzten Kritlit und vor einer Woche im Literaturhaus bei der Eröffnung der Lavant-Auwstellung gehört und am Donnerstag hat Eva Geber im Weinhaus Sittl über Rosa Mayreder gesprochen  und ihr Buch „Die Anarchistin und die Menschenfresser“ szenisch vorgestellt.

Aber da war ich ja beim „Literarischen Lenz“, kann aber anmerken, daß ich die Buchvorstellung schon in der „Alten Schmiede“ hörte und mir beim Mandelbaum-Stand aus der Abverkaufskiste „Das Haus in der Landskrongasse“ gekauft habe, das ja ein Vorwort von Eva Geber hat.

Als ich am Samstagfrüh das Radio aufdrehte, hörte ich als erstes, daß am Freitagabend ein Video aufgetaucht ist, das Vizekanzler Strache im Sommer 2017 in einer Villa in Ibiza zeigte, wo er einem Lockvogel aufgesessen ist, der sich als Nichte eines russischen Oligarchen ausgab und es verfängliche Aussagen, wie die Übernahme der Kronenzeitung, etcetera, gab.

Bis cirka elf habe ich mir sämtliche Radiosendungen und Fernsehsendungen, die ich auftreiben konnte, angehört, hörte, daß ein Rücktritt und Neuwahlen wahrscheinlich seien und es auch eine Demo geben würde.

Ich hatte allerdings die „KritLlit“, die ja auch eine politische Veranstaltung ist, vor, dort war es aber, als ich um cirka halb eins in der Brunnenpassage eintraf, ziemlich ruhig, der angekündigte Frühschoppen des „Septime-Verlags“ fand nicht statt und ich hörte, als, um eins Gernot Ragger mit einer Verlagsautorin auftauchte, daß sich die meisten am Ballhausplatz befanden, die Lesung vor allem der Text von Rhonda Lamberty, die einen Kärntner Nachwuchspreis gewollen hat und der von Meeresmenschen handelte, war aber sehr spannend.

Dann gab es wieder eine Pause, weil auch Dieter Bregg, der um vierzehn Uhr auftreten sollte, nicht anwesend war und den Hinweis auf den Ballhausplatz, so daß ich diese nutzte, mich auch dorthin zu begeben, meine erste Demo seit meinem Unfall, aber das Stehen macht mir ja keine Probleme und der Ballhausplatz war auch sehr voll.

Susanne Toth ist mir entgegen gekommen, Peter Clar, habe ich gesehen, „Widerstand!“, wurde geschrieeen, eine „Oma gegen Rechts“ sang das „Omalied“ und, als die politischen Reden beendet waren und nur mehr Partystimmung, bis es zu der Pressekonferenz oder der erwarteten Kanzlerrede, kommen würde, bin ich, da auch Uli Fuchs, die übertragen wollte, wieder in die Brunnengásse zurückgefahren, wo gerade Verena Mermer, die unter dem Psedonym Louise Werner erschienenen Lebenserinnerungen „Aber mir hat der  Marxismus besser gefallen“ vorstellte, ein Buch, der zu diesem politischen Tag hervorragend passte, hat doch die 2018 verstorbene Autorin,  es für sich selbst geschrieben und berichtet hier vom „Lichtermeer“ , dem Austeig der Rechten, die Plakate, der FPÖ aus den Neunzigerjahren „Lieben Sie, Scholten, Peymann, Jelinek oder Kunst und Kultur?“

Danach kam Thomas Griesel mit einem ähnlichen Buch, hat er doch in zweiunddreißig Bilder, das Leben und die Kriegserfahrungen seines Onkels, in dem Buch „Sehr geehrtes Fräulein Reli!“, beschrieben.

Dann kam der „Mandelbaum-Verlag“ beziehungsweise Margit Appel und Martin Birkner mit dem Buch „Digitalisierung? Grundeinkommen!“, wo die Politikwissenschaftlerin vor allem die Rolle der Frauen herausarbeitete.

Am Ende des Samstag kam wieder die Redaktion von „PS“, also vier engagierten Frauen, die ihr neues Heft in Formen einer szenischen <lesung sehr engagiert und feministisch vor stellten und dabei Thomas Frechberger, der auch am Freitag seine Gedichte vortrug, und darüber diskutierten wollten, ignorieren beziehungsweise sich von ihm nicht stören ließen.

Das wars dann für den Samstag, obwohl es noch zwei Abendveranstaltungen gegeben hat, aber ich wollte nach Hause und bin da zu der Pressekonferenz zurechtgekommen, wo Sebastian Kurz, Neuwahlen ankündigte, etwas, was eine sehr postive Überraschung ist.

Am Sonntag ist es dann wieder um zwölf mit dem Buch von Gernot Trausmuth über Adelheid Popp weitergegangen. Da wurde eine theatralische Überraschung von Susita Fink angekündigt und so sang diese gerade auch „Ach, Adelheid, ach, Adelheid!“ und hatte eine große Puppe, die offenbar die in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsene sozialistische Politikerin, darstellen sollte, aufgebaut, der sie nach jeder Strohe eine Tafel in die Hand drückte „Für Frauenrechte“ oder „Gleiche Bildung“ stand beispielsweise darauf. Dann kam der Autor des Buches, erzählte den Lebenslauf der Autorin und zitierte einige Texte, darunter dievon Alfons Petzold, die sich darauf bezogen.

Dnn kam die „fabrik transit“, das ist eine bosonderer Kleinverlag, wo auch Doris Nussbaumer ihreTexte hat. Außer ihr, die gar nicht im Programm angekündigt war, haben noch Martin Winter, Eleonore Weber und Sonja Gruber gelesen.

Die nächsten zwei Stunden warem dem Schwerpunkt Afrika gewidmet. Da las zuerst der ehemalige Botschafter von Marokko und Senegal, Gerhard Deiss, aus seinem bei der „Edition Atelier“ erschienenes Buch „Rückkehr nach Europa“ und dann kam Esperance  Bulayumi aus dem Kongo und stellte zwei Bücher vor, die sich sowohl mit der kolonialen Aufteilung Afrikas, als auch mit der Migrationsbewegung gbeschäftigen und zum Schluß kam Bekanntes, nämlich das Lesetheater „Tarantl“ sprich Gerald Grassl, Christian Schreibmüller und Franz Blaha, stellten ihre Texte, die zum größten Teil aus Dialektgedichten bestanden vor und damit war die KritLit 2019 beendet und ein Erfolg geworden und ich auf dem Sprung zur nächsten Veranstaltung.

 

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.