Literaturgefluester

2019-08-07

Vom Dorf zum Hotel- oder Kunstprojekt

Filed under: Glosse,Reisebericht — jancak @ 21:55
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Corippo

Corippo

Corippo

Corippo

„Corippo will leben!“, steht als Überschrift in dem Artikel des „Tageszeigers“, den sich der Alfred am Markt von Bellinzona kaufte, wo von einem Dorf berichtet wurde, in dem in den siebzig Häusern nur mehr zwölf Menschen leben, von denen der jüngste schon über fünfzig ist. Das soll nun in ein Hotelprojekt umgewandelt werden, steht in der Zeitung, die von der engagierten Wirtin berichtete, die dafür nun die Geldgeber sucht.

Das ganze Dorf von dem jetzt dreißig Häuse leerstehen oder nur im Sommer bewohnt werden, soll nun ein Hotel werden.

Die Rustici, das sind die alten Steinäuschen, sollen zu Zimmern umgewandelt werden, die engen Gässchen dazwischen sind die Gänge, die Rezeption die Osteria und als Gäste wünscht man sich keine Touristen, die  nur schnell für ein Foto kommen.

Nein sie sollen schon für mindestens zwei Wochen kommen und am Tag in den Bergen wandern und die zwölf oder vielleicht auch bald nur mehr elf oder zehn Bewohner mit dem Medianalter sechsundsiebzig jahre, wie auch in derZeitung steht, sollen dazwischen wohnen,  vielleicht auch wie ein Museumstück der Vergangenheit zu einem Fotoobjekt für die Touristen, zu einem s Disney oder Heidiland werden, die sich jetzt noch weigern, in die sehr kleinen Rustici, die vielleicht auch früher Ställe waren, zu ziehen.

Zu klein, zu unbequem für die hohen Ansprüche der Touristen mit den dicken Geldbeuteln, die dafür auch nötig sind, denn die Geldgeber hat die engagierte Wirtin noch nicht gefunden und wir sind animiert durch den Artikel am übernächsten Tag  in das Dörfchen gefahren, sind die Stiegen zu den Häuschen hinaufgeklettert, haben hier eine alte Dame mit einer Gießkanne ihre Blumen gießen und dort einen älteren Herrn gesehen. Ein Kirchlein hat es gegeben und, was ich sehr angenehm an der Schweiz finde, es gibt auch an den kleinsten Orten, ein öffentliches Klo und vielleicht nicht mehr ganz so nötig, ein öffentliches Telefon.

Corippo

Corippo

Die erwähnte Osteria gab es auch und einen Brunnen, an dem sich eine junge Frau noch vorher stärkte, bebor sie mit dem einen Kind im Tragebeutel, das andere an der Hand, das schon die Buchstaben an den Wegweisern „Monte….“, zu entziffern versuchte, zu einer Wanderung aufgebrochen ist.

Ein historisch altes Dorf, mit den aussterbenden Bewohnern, die sich zum Teil noch weigern an dem Projekt mitzumachen, die jungen sind weggezogen und, wie wird es da wohl in zwanzig  oder fünfundzwanzig Jahren aussehen, wenn wir  wiederkommen?

Aber da haben wir das Medianalter auch schon überschritten und sind vielleicht nicht mehr jung genug für die Wanderung und ein Disney oder Heidland ist vielleicht auch nicht so interessant, wie es klingt.

Mal sehen wie es  wird, mit dem Versuch die alten Dörfer zu retten, in dem man die Gegenwart mit der Vergangnheit verbindet und die Dorfbewohner in das Hotelgästen integriert, die sich dann vielleicht auch besichtigen und fotgrafieren lassen sollen, aber, wie gechrieben, der schnelle Tourist ist nicht so erwünscht und den langsamen die ehemaligen Rustici vielleicht zu schmal und zu unbequem…

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2019-06-05

Neuanfang mit Figurenphantasien

Nach dem montäglichen etwas pessimistischen Fülltext kann ich proudly vermelden, es ist geschafft, der Rohtext der „Magdalena“ fertig korrigiert und dem Alfred zur Bucherstellung übergeben, der Beschreibungstext verfasst, das Wunschgedicht von Richard Weihs, herausgesucht, das es auch diesmal wieder geben wird, vielleicht kann ich das Buch, wenn es  fertig ist, wieder im Hauptprogramm bei den „Wilden Worten“ präsentieren und jetzt geht es ans nächste Werk und es stimmt, ich bin da ein wenig pessimistisch und ein wenig ausgeschrieben, der Buchtext animiert dazu, denn die Magdalena bringt ja ihren Roman auch nicht fertig, sondern widmet ihre Pension stattdessen ihrem Enkelkind und meines soll ja schon am Sonntag kommen, aber ein Projekt habe ich mir ja vorgenommen, nämlich ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ mit den Texten über meine Bücher, als literaturwissenschaftliche Beigabe sozusagen.

Das muß mir der Alfred jetzt kopieren und ich werde zwischen den einzelnen Texten noch die Probekapitel der letzten dreizehn oder fünfzehn Bücher, die es auf meiner Website gibt, anfügen.

Damit bin ich dann mindestens den Sommer, wenn nicht auch noch im November, wo ich ja eigentlich nach Jurenka Jurks Romanfahrplan endlich einmal die „Heldenreise“ ausprobieren im Rahmen des „Nanowrimos“ ausprobieren wollte.

Aber da werde ich wahrscheinlich noch korrigieren, den „Nano“ vielleicht wieder auslassen und die Ideen für das neue Werk, die Geschichte der Schauspielschülerin Fräulein No, die einen Job als Kellnerin in einem Sozialbeisl hat, wo sich der an einer Psychose erkrankte arbeitslose oder pensionierte Arzt Ulrich Blumenbach und die obdachlose Gerti Schuster, die sich sehr für Literatur interessiert, treffen, hat sich inzwischen von mir ein wenig abgewandet, so daß ich dachte „Das habe ich alles schon ein wenig angeschrieben und berührt mich vielleicht auch nicht wirklich!“

Ein paar diesbezügliche Notizen gibt es ja in dem roten Buch, das mir der Alfred vorigen Sommer in Genf kaufte und die Gerti Schuster, die immer sehr elegante und gutgeschminkte Obdachlose könnte auch die sein, die gefilmt wird, als sie einer Muslima das Kopftuch herunterreißt,  sie dabei wild beschimpft und dabei einen Politikskandal auslöst.

Nachdem ich jetzt an der „Magdalena“ fast ein Jahr korrigiert habe, wird es beim „Literaturgeflüsterschreibebuch“ auch nicht viel anders sein und ich habe mir zu überlegen, ob ich es mir wirklich noch einmal antun will, das fünfzigste selbstgemachte Buch zu schreiben, das dann keiner lesen will oder mich stattdessen, wie die Magdalena Kirchberg meinem Enkelkind zu widmen.

Aber die Idee meine Roman schreibenden depressiven Heldinnen, da gibt es ja schon einige in meinen Regalen, von dem Psychiater Theo Hardenberg dabei begleiten zu lassen, habe ich ja schon bei den „Berührungen“  ausgeführt und bei der Flüchtlingstrilogie, Teil eins, wo es ja auch, um eine Depressionslochdepression geht, begibt sich Thekla Morgenstern in eine bibliophile Gruppe die in der Pfarre von Janusz Warszinski von Fritzi <jelinek geleitet wird, wo sich wieder einige depressive Frauen, wie beispielsweise die Laura Augustin aus den „Dreizehn Kapitel“ befinden könnte.

Eine depressive Heldin also, die einen Roman zu schreiben versucht, eine bibliophile Gruppe besucht, sowohl eine Schreibtrainerin, als auch einen Psychiater als Ratgeber hat, um  ihren Roman weiterzubringen und die pensionierte Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler aus den „Zwillingswelten“ gibt es auch auch, die als Leseratgeberin fungieren könnte.

Ein Gedankenspiel vergangener schlafloser Stunden und hier die neuerliche Romanschreiberin als Alter Ego integrieren, die sich wieder, wie in dem ersten Obdachlosenroman in ein Obdachlosencafe egibt, wo sich die drei schon erwähnten Personen befinden könnten, ein Szeniaro wie in der „Viertagebuchfrau“, die mich ja durch schwarzblau  begleitet hat.

Das wären also die bekannten Szenario, das, was ich schon angeschrieben, aber offenbar noch nicht wirklich ausgeschrieben habe oder etwas komplett Neues beginnen? Der Romanfahrplan der Jurenka Jurk mit ihrer „Heldenreise“ könnte dazu animieren, aber wo nimmt man die wirklich neuen Themen her?

Dazu müßte, könnte, sollte man sich mit dem Notizbuch auf Stadtrecherche begeben, ein paar Monate in der Stadt herumlaufen und aufschreiben, was einer da begegnet oder wie in den „Berührungen“, ein Buch aus den Regal nehmen, eine Seite aufschlagen und das Wort das man dann findet hernehmen, um loszufabulieren.

Das wären die Ideen, die ich aber erst nach dem „Schreibliteraturgeflüsterbuch“ angehen werde, wo ich mich auch eine Zeitlang mit den schon bekannten Figuren befassen werde, also mich erst beim nächsten oder übernächsten „Nanowrimo“ damit beschäftigen und dann herausfinden werde, ob Buch siebenundvierzig etwas Neues oder schon Bekanntes bringen wird und bis dahin vielleicht ein bißchen regelmäßiger und genauer Aufzeichnungen in meine Notizbücher machen, damit ich dann schon etwas habe, auf das ich jeweils zurückgreifen kann.

2019-05-08

Durch den Untergrund

Filed under: Alltagsgeplauder,Glosse,Textbeispiel — jancak @ 14:04
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Ich bin ja eine, wie ich immer schreibe, eine Stadtflaneurin,  die tapfer das U-Bahn und das Straßenbahnennetz und die damit verbundene sehr billige Jahresnetzkarten ganz besonders für die Pensionisten, ignoriert und die Stadt zu Fuß abläuft, weil man dadurch ja herrlich entspannen kann und sich die Welt von links und rechts von oben und auch vielleicht von unten ansehen und beispielsweise auch herausfinden kann, was die Rechten und die Populisten in Wahlkampfzeiten, wie diesen, ja ganz besonders gern behaupten, so bedrohlich ist, daß man sich vor Messerattacken schützen und als Frau allein am Abend und auch schon am Morgen mit Kopftuch, Pfefferspra oder männlicher Begleitung gehen kann.

Mitnichten, nichts davon habe ich gesehen, wenn ich auch am Abend, beispielsweise von der „Buch-Wien“ in Praternähe nach Hause wandere, den angeblich so gefährlichen Praterstern durchquere oder mich auch in den sogenannten Problembezirken wie Ottakring oder Rudolfsheim-Fünhaus herumtreibe, denn ich gehe ja gern durch wien des Abends und des Morgens, nicht umbedingt spazieren, wenn ich nicht gerate für ein kommendes Work on Progress recherchiere, sondern eher zweckgebunden, also beispielsweise zum Begräbnis der Elfriede Gerstl oder Friedl Hofbauer auf den Zentralfriedhof, eine sehr lange Strecke, wie ich für nicht Ortskundige gleich anmerke, von oder zur „Buch-Wien“ im November und fast täglich in die „Alte Schmiede“, Literaturhaus, „Gesellschaft für Lteratur“, Hauptbücherei, etcetera.

Peanuts also, weil sehr kleine Strecken und das Flanieren bildet, schärft den Blick. Man nimmt Stimmungen auf, bekommt impressionen für das nächste Werk, etcetera.

Ganz abgesehen davon, daß es auch sehr gesund ist, sich zu bewegen, eine der fünf oder was auch immer Säulen sich vor herzinfarkt, Demenz, Bluthochdruck, etcetera zu schützen.

Also ich bin eine, wie die, die mich kennen, wissen werden, Zufußgeherin,  und eine, die das öffentliche Straßennetz, die U Bahn und die anderen Öffis nur nützt, wenn sie muß, weil sie beispielsweise nach einer sechs Uhr Stunde noch immer einigermaßen pünklich in die „Alte Schmiede“, „Gesellschaft für Literatur“, etcetera kommen will.

So weit und what und seit dem zehnten März leider nicht mehr so ganz so gültig, denn da habe ich mich ja mit dem Alfred zu unserer, wenn wir in Harland sind, sonntäglichen Rad und Spaziertour auf die Rudolfshöe aufgemacht, bin am Rückweg ausgerutscht und drei Tage Landeskrankenhaus, wo ich in einem solchen schon fast sechzig Jahre nicht mehr als Patientin war, sechs Wochen Gips und obwohl der Fuß voll belastbar, trotzdem ein Veranstaltungsstop, sechs Wochen Pause vom Literaturbetrieb und außer zu „Literatur und Wein“, mit der Anna Geburtstagsessen und einmal ins Kino,  nur in der Praxiswohnung, ins Spital zur Kontrolle und auf die Bank, um die Zahlscheine aufzugeben und die Kontoauszüge abzuheben, gegangen.

So weit, so what und auch nicht mehr ganz aktuell, denn der Gips ist ja nach Ostern heruntergekommen, die begutachtende Ärztin zufrieden „Viel bewegen und viel eincremen!“, gesagt und  wieder hinein in den Veranstaltungsbetrieb.

Gleich am selben Tag mit der Hofburg und dem „Bruno Kreisky-Preis“, auf Betreiben des Alfreds zwar mit einem Taxi begonnen und die nächsten Tage soviel Abendstunden, daß es mit dem Veranstaltungsprogramm erst am Freitag darauf weitergehen konnte und da hätte eigentlich unser  literarischer Spazierung zur „Kunst im öffentlichen Raum“ durch den Neunten stattfinden sollte und da habe ich schon beim Telefonat mit der Ruth gedacht, daß ich nicht ganz sicher bin, ob ich das schaffe, denn von der Idylle am Zimmermannplatz war bis zur Straßenbahn doch ein größeres Stück zu gehen.

Die Probe fiel aus, wie der gesamte Spaziergang, weil zu wenig daran interessierte Teilnehmer, es war aber gleichzeitig Bloggertag bei „Books 4life“ und „Rund um die Burg“ und so bin ich am „Wortschatz“ vorüber zum 13 A gehumpelt, denn die nächste Zeit Öffis ganz klar.

Man muß ja nichts übertreiben, es geht auch nicht anderes und der Alfred hat mir auch, bevor er mit dem Karli nach <kuba abgeflogen ist, einen haufen Fahrscheine in die Hand gedrückt, die ich derzeit auch en masse gebrauche.

Denn der Fuß ist ja noch ein wenig angeschwollen und besonders das Stiegensteigen nach unten ist nicht so einfach. Es gibt aber U-bahn und Straßenbahnen, obwohl ich daraufgekommen bin, daß es, weil ich die ja bisher eher verweigerte, erst herausfinden mußte, wie ich zu meinen gewohnten Zeilen  mit den Öffis komme.

So bin ich bei „Rund um die Burg“ vielleicht auch deshalb früher weggegangen, weil ich nicht so sicher war, wie das mit den Straßenbahnen ist und ich mit keinen Taxi fahren wollte und als ich es am Montag darauf wieder mit dem Literaturhaus probierte, mußte ich herausfinden, daß das nicht so leicht öffentlich zu erreichen ist, weil trotzdem etwas zu gehen und der 13 A wegen der Fußgängerzohne auf der Mariahilferstraße auch einen großen Umweg fährt.

Am Dienstag darauf war unser zweiter „Öffentlicher Kunst Spaziergang“, der eigentlich eine einzige U3 Fahrt mit Unterbrechungen war und daher, Stiegen, Rolltreppen, Lifte und, wo sich die befinden, mußte die bisher öffentliche Verkehrsmittel Verweigerin erst herausfinden und manchmal muß man doch die Stiegen hinunter, weil es die Rolltreppe nur in der anderen Richtung gibt.

Ein Bravourstück des Gehens, also am Dienstag vor einer Woche, das dann zu dem Entschluß führte, es am darauffolgenden ersten Mai, der Uli wird sich freuen, doch nicht mit dem Maiaufmarsch, wie ich es eigentlich wollte, zu versuchen, sondern brav zu Haus zu bleiben und meine Abreechnung, was ja auch sein mußte, zu machen.

Dafür am Donnerstag wieder ein Öffitag, weil eine Fortbildungsveranstaltung bei der WGKK am Wienerberg und wie komme ich dahin?

Zu Fuß kein Problem. Die Triesterstraße hinunter bin ich da schon mehrmals gegangen und es waren immer sehr angenehme Flaneurerlebnisse, aber mit den Öffis?

Nachgegooglet und recht lang gebraucht, obwohl ich es schon wußte, weil ich  schon einmal ausprobiert, daß es von der Meidlinger Hauptsptraße einen Bus dorthin gibt.

Also bis zur U4-Station Kettenbrückegasse hinuntergehumpelt, weil die Station Pilgramgasse, wo ich mit dem 13 A fahren könnte, durch den U- Bahnausbau bis auf weiteres gesperrt ist. Mit dem Lift zum Perron gefahren und die ersten Erfahrungen gemacht, wer diesen benützt.

Ältere Menschen und junge Frauen mit Hunden scheinen die bevorzugten Benützer zu sein, wie auch auf den Pickerl darauf angeschrieben steht, daß der lift für Gehbehinderte, Alte und Kinderwägen reserviert ist.

In den 63 A bin ich dann gleich einmal falsch eingestiegen und war schon fast beim Südwestfriedhof bis ich daraufgekommen bin, daß da etwas nicht stimmen kann. Also ausgestiegen und zurückgefahren. Aber macht ja nichts, denn es war ein schöner Tag und eine schöne Gegend. Obwohl ich  in den Festsaal der WGK im zehnten Stock, auch mit Lift natürlich, etwas zu spät gekommen bin.

Danach wollte ich in die „Alte Schmiede“ und hatte die Wahl herauszufinden, ob die Zufahrt über Schweden- oder Stephansplatz günstiger, das heißt, kürzer ist?

Ich habe beides ausprobiert. Also zuerst Schwedenplatz, weil ich mich schon in der U-4 befunden habe und bin danach mit einer älteren Stammbesucherin, die eine Krücke benützte, zum Stephansplatz gegangen, weil ich noch auf die Bank mußte, um einige Zahlscheine einzuzahlen und es die schöne Bank gleich neben mir auf der Margaretenstraße, wo ich auch meinen Bankfreund hatte, nicht mehr gibt.

Also auch an diesem Tag sehr viel U-Bahn gefahren, Hinauf- und Hinuntergehumpelt und das U-Bahnleben, das ja seit sie die Junkies von der Station Karlsplatz vertrieben haben, derzeit von einigen Obdachlosen belebt zu sein scheint und sonst bevorzugt mit dem 57 A von der Oper bis zur Ziegelofengasse, obwohl man da auch ein Stückchen gehen muß und in die andere richtung ein größeres bis zur Schönbrunnerstraße und das war sehr wichtig herauszufinden, wie ich es machen will, als ich gestern statt in den „Republikanischen Club“ oder in die „AS“, wo es auch tolle Veranstaltungen gegeben hat, doch in die „Gesellschaft“ wollte, in die ich, auch wenn ich eine sechsUhr Stunde habe, meist zurecht klomme, wenn ich zu Fuß hingehe, da die  ja erst eine Viertelstunde später beginnen. Aber wie komme ich mit den Öffis hin?

Sehr umständlich und da bin ich zu Fuß wahrscheinlich schneller. Aber derzeit geht das nicht und eine sechs Uhr Stunde hatte ich auch.

Also hatte ich mich zu entscheiden, ob ich mit dem Bus zum Karlsplatz fahre oder, weil es schneller ist, zur U 4 hinunterhumpel und dann zweimal umsteige. Zuerst am Karlsplatz in die U1 zum Stephansplatz und dann mit der U3 bis zur Herrengasse, auch eine Station, was ich bisher noch nie machte und daher auch nicht sicher war, wo ich da ankommen werde?

Es ist sehr gut gegangen und ich bin auch, wieder mit einer Liftpremiere, nur ein bißchen zu spät gekommen und  am Rückweg nur zweimal U-Bahn. nämlich mit der U3 zum Stephansplatz und mit der U1 zum Karlsplatz und dann mit derm Bus bis zur Ziegelofengasse gefahren und den kleinen Umweg zum „Wortschatz“ ließ ich meines Fußes wegen aus.

Am Montag, als ich im Literaturmuseum war und vorher die Kärntnerstraße bis zur Bank am Stephansplatz hinunterhumpelte, weil ich für den Alfred den Besen, den er sich beim „Blindenverband“ bestellte und den ich für ihn auch eine Woche vorher von einem „Paket-Shop“ auf der Reinpreichtsdorferstraße abholte, obwohl ich am Tag der Zustellung ganz sicher in meiner Praxis war und da auch immer aufmache, wenn es läutet, zu bezahlen hatte, habe ich den Umweg gemacht.

Der Fuß hat dann gejuckt, ich habe aber Isabella Straubs „Das Fest des Windrads“, ein Buch, das ich schon immer haben wollte, im „Wortschatz“ gefunden und die  U- Bahn Rückfahrt am Dienstag war auch interessant, denn die Stationen sehr voll, so daß ich auf der Rolltreppe fast Platzangst bekommen habe. Drängten sich doch auf einmal hunderte italienisch sprechende Schüler, alle mit Anzug  und Krawatte und die Mädchen in einem festlichen Kleid bekleidet von einer Klosterschwester darauf, so daß ich mich „ein wenig fremd in meiner Heimat-U-Bahnstation fühlte“, obwohl man hier höchstens von von einem „Schüleraustausch“ sprechen kann und ich im meiner vierten Hauptschulklasse mit dem selbstgenähten Dirndl auch vier Tage von meiner Lehrerin durch Salzburg und das Salzkammergut geleitet wurde.

Die Stadt  also sehr voll und die U-Bahnstationen sehr belebt und das Hinauf- und Hinunter bin ich schon gewohnt, weiß, wie ich mit den Öffis in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus und in die „Gesellschaft“ komme, weiß vielleicht auch, wo sich die Lifts befinden und, wo man trotzdem ein Stückchen, die Stiege hinunterhumpeln muß. Das Geldtascherl mit den Fahrscheinen ist noch voll gefüllt.

Die Idee mir eine günstige Pensionstenjahresnetztkarte zuzulegen, wurde mir bei unserem U- Bahn-Spaziergang beim anschließenden Umtrunk im Cafe Raimund auch nahegelegt.

Ich warte aber lieber trotzdem noch ein bißchen, bis die Schwellung abgeklungen ist und trainiere inzischen moderat, denn ich bin ja eine Stadtflaneurin und will das wieder werden, obwohl das U-Bahngeschehen und das Leben und Treiben im U- Bahnuntergrund für das literarische Schreiben sicher auch nicht so uninteressant ist.

2019-04-21

Rotwein trinken in Krems

Filed under: Glosse — jancak @ 00:00
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Ich bin ja, wie meine Leser wissen werden, eine, die gerne ein Gläschen Rotwein trinkt, zum Essen, bei Literaturveranstaltungen, Vernissagen, wo immer was zum Trinken angeboten wird, etcetera.

Rowein, keinen Weißen, ich weiß auch nicht wieso, mir der nicht schmeckt.

Die süßen Sachen, wie Sekt mit Hollersaft, trinke ich aber recht gerne und mixe mir in meinen Rotwein auch Orangensaft hinein oder trinke ihn mit Erdbeeren.

Das sind dann meine Aperitivs, die ich mir selber mache, Bier trinke ich keines und auch keinen Schnaps. Aber das Gläschen Rotwein gerne, das es noch im Literaturhaus oder auch bei anderen Veranstaltungen gibt.

Wir haben könnte man so sagen, auch unseren Lieblingswinzer, nämlich den „Herzinger“ in Nußdorf an der Traisen, wo wir gerne zu den Verkostungen gehen. ich gehe mit dem Alfred seit 2013, auch zum Literaturfestival „Literatur und Wein“, das es jetzt ja schon seit zwanzig Jahren von Sylvia Treudl in Krems und Göttweig gibt.

Krems und Göttweig, das sind die Ausgangspunkte meiner heutigen Ostersonntag-Glosse, denn in Krems ist mir schon früher aufgefallen, wir hatten eine Zeitlang Einladungen zu den Vernissagen der dortigen Kunstgalerie oder, wie das damals hieß, jetzt gibt es ja ein neues Kunsthaus dort und dort gab es nachher Wein in rauhen Mengen, aber leider nur weißen, was mich dann immer etwas unschlüßig werden ließ, ob ich den jetzt lassen oder trinken sollte?

Die „Buch Wien“ hatte zwar, glaube ich, auch einmal nur einen weißen als Ö1 Wein ausgewählt und als wir vor einem halben Jahr bei der Buchpräsentation von Eva Roßmann waren, hat es Brot und Käse und weißen Wein aus den Weinviertel gegeben, den ich, glaube ich, nach einigen Zögern auch getrunken habe, denn Käse mit Wasser schmeckt nun mal nicht so gut.

Ja und als Robert Streibl vor ein paar Jahren sein „April in Stein“ in der Justizanstalt, die dem Literaturhaus genau gegenüber liegt, vorstellte, hat es nachher auch ein Burffet und Wein, aber richtig nur weißen gegeben, so daß sich bei mir eingprägte Krems und Rotwein, das geht doch nicht, was man vielleicht auch ein bißchen beim „Literatur und Wein-Festival“ sehen kann, weil die dort anwesenden Winzer, meistens auch einen „Riesling“ oder „Vetliner“ präsentieren. Man aber im Verkostungssaal schon zwischen einen oder zwei Roten wählen konnte, die ich dann bevorzugt getrunken habe und machmal auch die Achsel zuckte, wenn mich jemand belehrte, daß es in Krems und vielleicht auch in der Wachau eben bevorzugt Weißwein gibt. Das scheint sich inzwischen auch zu verändern. Denn die Winzer hatten bei der letzten „Literatur und Wein“ auch auf ihren Roten und da bevorzugt auf den „Pinot Noir“ hingewiesen, von dem ich beim Festival auch einige Gläschen getrunken habe und dann auch einen Zweigelt.

Aber als ich am Samstag in der Mittagspause in das Kulturbeisl der neuen NÖ- Galerie oder Kunsthaus, ich weiß nicht genau den offizellen Namen, ging und einen roten Spritzer bestellte erlebte ich eine Überraschung. Das heißt zuerst nicht, denn die Kellnerin nickte, machte keine Berichtigung, sagte auch nicht, haben wir nicht. Eine andere brachte mir aber einen Weißen und war dann auch ein wenig ungehalten, als ich den nicht haben wollte.

„Wir haben keinen roten Spritzer!“

Also etwas anderes. Also einen „Hugo“ den ich auf der Karte gesehen habe, weil ich die süßen Schlatze ja, wie schon beschrieben, gerne mag, aber meisten nicht bestelle, weil sie teuerer, als die normalen Spritzer sind und die Kellnerin erklärte mir auch sogleich, daß, das ohnehin auch Weißwein wäre, aber trotzdem.

Es kam dann von der ersten Kellnerin serviert ein Aperiol Spritz serviert, das ist diese orange Flüßigkeit, die ich auch nicht so mag.

„Also bringen Sie mir ein Achtel Rot und ein Glas Wasser!“, sagte ich noch, weil ich inzwischen auf der Karte gesehen hatte, daß es das um vier Euro achtzig gab, aber tatsächlich keinen roten Spritzer.

Ich bekam dann einen „Hugo“, der auch nicht viel billiger war, vermutete, daß es der selbe Weißwein mit einer Zitronenscheibe war, den ich zuerst zurückgehen ließ und fragte beim Bezahlen die Kellnerin, warum es keinen roten Gespritzen gäbe, das wäre doch nicht so schwierig?

„Doch haben wir!“, sagte die sehr freundlich und „Berufen Sie sich, wenn Sie wieder kommen auf mich!“

Was ich dann am Sonntag nach der Sektmatinee auch tat. Die Kellnerin war nicht da und der Kellner erklärte mir sehr freundlich, daß sie nur die eine Rotweinsorte hätten, die zu teuer zum Spritzen wäre.

Also habe ich das Achterl getrunken und mich nur ein bißchen geärgert, als mir die Kellnerin dann ein zweites brachte, das ich gar nicht bestellt hatte. Das liegt aber wahrscheinlich am Service und der mangelden dortigen Kommunikation und nicht an der Frage, warum es in Krems nur so wenig Rotwein gibt?

Wird der dort nicht bestellt, denn es kann ja nicht so schwierig sein, sich einen Hauswein anzuschaffen und den dann aufzuspritzen. Aber Krems ist, habe ich kapiert, ein Weißweingebiet, was sich jetzt vielleicht langsam ändern wird. Aber inzwischen noch so ist, denn, wenn man am Samstag nach dem Wandern und der Lesung im Literatuhaus seinen Weinbon einlösen will, gibt es dort dann auch nur Weißen, während es in Göttwein diesmal, glaube ich, sogar schon fünf oder sechs Rotweinsorten gegeben hat und der Winzer aus dem Kamptal außer seinen „Muskateller“ auch den „Pinot Noir“ angeboten hat.

„Hast du keine anderen Sorgen?“ höre ich meine Leser fragen.

Habe ich, ja natürlich, habe, ich. Die politische Situaton finde ich nicht so gut, das Gipsbein das ich noch habe, hindert mich an den Veranstaltungsbesuchen und in Wien und in Harland haben wir genügend Rotweinflaschen liegen, die der Alfred am Markt oder beim „Herzinger“ kauft und wenn er demnächst nach Kuba fliegt, werde ich wahrscheinlich wieder zum „Hofer“ gehen und mir dort ein paar „Hollersprudelspritzflaschen“ kaufen und  das junge Duo „Wiener Blond“ hat mich am Sonntag in Göttweig ohnehin belehrt, daß es nicht versteht, warum sich die Wiener die guten Weine immer mit Soda mischen?

Das tun, glaube ich, nicht nur die Wiener, heißt doch in Deutschland, der Gespritze „Schorle“ und „Spritzer“ sind, glaube ich, derzeit auch modern.

Das Burgenland ist ein Rotweinland, im Elsaß habe ich auch „Pinot Noir“ getrunken und so oft komme ich ja nicht nach Krems und wenn ich das, das nächste Jahr zum „Literatur und Wein-Festival“ tue, bin ich wahrscheinlich schon so fit, daß ich in der Samstag Mittagspause wieder in die Stadt Krems gehe und mir dann beim „Nordsee“ ein Fischbrötchen kaufe und dazu Mineralwasser trinke oder mich in das Restaurant bei der Schiffstation sitze, wo es, glaube ich, auch Roten gibt.

Ein wenig seltsam finde ich es zwar schon, daß ein Restaunt eine Reihe Spritzer aber keinen roten anbietet. Aber vielleicht ist der in Krems nicht so begehrt, ein „No go!“ oder etwas, was man im Land der „Rieslings“, „Vetliner“ oder „Kaiserspritzer“, wie mich im letzten Jahr die Fremdenführerin beim Spaziergang belehrte, dort der „Hugo“ heißt und dann viel billiger ist, aber „Kaiserspritzer“ hat es, glaube ich, in dem Kulturbeisl auch keinen gegeben.

2019-03-01

Identitätsfragen

Die, die meinen Blog schon länger lesen, wissen, daß das Schreiben mir sehr wichtig ist und  ich damit, vielleicht kann man es so formulieren, nicht sehr viel Glück hatte.

Ich habe es gleich nach meiner Matura und neben meinem Psychologiestudium relativ isoliert versucht, hatte wenig Ahnung vom Ligeraturbetrieb der Neunzehnhundertsiebzigerjahre und auch keine Connections dazu. Habe also zu schreiben angefangen, mit kurzen abgehackten Sätzen und vielen Bindestrichen, wie ich mich erinnern kann, vielleicht war das mein Versuch mich experimentell auszudrücken, denn das man damals sollte mußte, das habe ich schon irgendwie verstanden, obwohl ich eigentlich immer realistisch, psychologisch, sozialkritiasch schreiben wollte.

Dann habe ich eine solche Geschichte geschrieben, sie unkorrigiert liegen lassen und nicht recht gewußt, was ich damit anfangen soll?

Dann kam, glaube ich, so etwas wie ein Schreibblockade, obwohl ich wahrscheinlich auch nicht wußte, daß das so heißt und 1976, glaube ich, da bin ich im Sommer zu einem Workcamp nach Hamburg gefahren und habe da den Rudolf B. kennengelernt, ist die „Geschichte „Einladung zum Tee“ entstanden.

Eine recht konventionelle Dreiecksgeswchichte für eine dreiundzwanhzigjährige gehemmte Studentin, würde ich heute wahrscheinlich sagen und wenn mir eine solche gezeigt wird , würde ich „Super!“, antworten.

„Ich sehe das ist dir wichtig!“ und nicht „Das ist,schlecht, ich kann dir aber auch nicht sagen warum!“

Das ist mir, meine Leser wissen es wahrscheinlich circa 1978 zweimal passiert und der Rudolf B. hat mir aus Hamburg, als ich ihm mein Leid klagte, geraten, doch nur für mich zu schreiben und den Literaturbetrieb zu lassen!

Etwas, was ich inzwischen wahrscheinlich bis zur Perfektion betreibe, damals aber nicht passte, was der rudolf nicht verstanden hat, als ich ihm wahrscheinlich antwortete: „Aber die Jelinek tut das doch auch nicht!“

Die Monika, eine von den beiden Kritikern, die mich dann aber zum „Arbeitskreis schreibender Frauen“ brachte, hat, glaube ich, einmal gemeint, daß meine Texte, die ich ihr damals zeigte, sozialistische Schundromane wären.

Aber das waren sie doch auch nicht und sollten nicht so sein, nicht trival und nicht kitschig, obwohl mir damals noch das Handwerk natürlich fehlte und man damals noch nicht glaubte, daß man schreiben lernen kann.

Zumindstens nicht in Schreibwerkstätten, sondern nur allein und durch den Kuß der Muse und so habe ich auch nicht aufgegeben, sondern mich weitergewurschtelt und das schreibe ich jetzt auch, obwohl ich weiß das das schon manche erstaunte Frage und Kopfschütteln auslöste, ich den Nobelpreis haben wollte, was für mich wahrscheinlich das Synonym für literarische Anerkennung ist.

Den werde ich nicht bekommen, das weiß ich inzwischen auch, ein wenig Anerkennung kann aber trotzdem nicht schaden und so hat mir, glaube ich, Maria Gornikiewiecz auch einmal geantwortet:

„Fang doch mit einem etwas kleineren Anspruch an!“

Das wäre die richtige Antwort, die ich auch geben würde, während der Uli „Das meinen Sie doch nicht ernst?“,fragt und Elfriede Haslehner mich einmal gefragt hat, ob ich  betrunken wäre?

War ich nicht und ich denke, man muß das auch nicht sein, wenn man sich das wünscht und bin in den Achtzigerjahren auch in den Arbeitskreis schreibender Frauen gekommen, was vielleicht damals die Form einer Schreibwerkstatt war. Für mich war es die „Gruppe 47“, habe ich gedacht und auch mein erster Eintritt in den Literaturbetrieb, wo ich Frauen wie Marie Therese KerschbaumerElfriede Haslehner, Valerie Szabo, Hilde Langthaler, Christa Stippinger und und kennenlernte.

Dadurch bin ich, 1987, glaube ich, auch in die GAV gekommen, habe angefangen meine Texte herumzuschicken und mich bei Stipendien zu bewerben. Sie waren dafür wahrscheinlich oft nicht genug genug, weil man im Arbeitskreis das Schreiben auch nicht wirklich lernte. Ich habe aber weitergeschrieben, meine Texte an Verlage geschickt, sie zurückbekommen oder auch nicht und 1980 dann den Preis für ein nicht rollenspezifisches Kinderbuch mit „Güler will kein Kopftuch mehr“ das in dem „J u. V- Buch“ „Mädchden dürfen pfeifen, Buben dürfen weinen“ veröffentlicht wurde,  das dann auch einen Teil des Kinderbuchpreises gewonnen hat.

In den Literaturbetrieb, wie ich es wollte und glaubte, bin ich auch dadurch nicht hineingekommen, aber erste Veröffentlichungen in kleineren Literaturzeitschriften hats gegeben und als ich in die GAV aufgenommen wurde, gabs sogar die „U-Bahngeschichten“ im „Wespennest“.

Ich habe in den achtziger Jahre als ich schon als junge Psychologin halbtags auf der Sprachambulanz der II HNO-Klinik arbeitete, einige Lesungen bei den „Textvorstellungen“ in der „AS“ gehabt, damals im zweiten Stock, glaube ich, in dem Haus, das nicht mehr zur „AS“ gehört und moderiert von Herbert J. Wimmer, der das damals machte, habe meine Texte an die“ Editon Wortbrücke“ geschickt, der Literaturzeitschriften des Jack Unterweger, der dann gleich die „Hierachien“ machen wollte, während ich schon damals an das Selbermachen dachte und glaube sogar, um einen Zuschuß dafür beim Bund eingereicht habe.

Das Buch ist dann in der „Edition Wortbrücke“ erschienen, ist also mein erstes Buch in einem Kleinstverlag das es schon lange nicht mehr gibt. Kisten davon stehen immer noch in Harland herum, die Kritiken waren schlecht und Jack Unterweger war dann auch nicht mehr lange literarisch tätig.

Also habe ich meine Manuskripte weiter an Verlage geschickt an „Residenz“ und „Fischer“ oder „Suhrkamp“, ja, ich gebe es zu, aber auch an kleine Verlage, bis mir der Alfred dann die „Wiener Verhältnisse“, im Digitaldruckverfahren herausgegeben in einer fünfzig Stückauflage zum Geburtstag schenkte und ich dachte, fein „Das mache ich jetzt immer! Ab nun erscheint jedes Buch von mir!“ und hatte keine Ahnung, in welches Fettnäpfchen ich mich damit setzte, denn wir schrieben das Jahr 2000 und „Eigenverlag, nein, das wollen wir nicht!“

Das war soetwas, als wenn man zu einem Zuschußverlag gegangen wäre, denen ein paar tausend Schilling oder Euro hingeblättert und zum Schaden den Spott bekommen hätte!

„Aha, ein illegales Buch!“, hat der Martin auch, glaube ich, gesagt und ich war mir eigentlich nie ganz sicher, ob ich jetzt ein Buch habe oder nicht und daran vielleicht auch ein bißchen selber schuld bin, weil ich ja aus Kostenkünden und auch, weil ich merkte, daß das ja auch bei den „Hierarchien“ nichts brachte und ich das Buch trotzdem in Schachteln und nicht in den Buchhandlunghatte, auf die ISBN-Nummer verzichtet habe und auch nicht „Eva -oder was auch immer Verlag“ daraufgeschrieben habe, wie ich von einigen weiß, das sie so machten.

Aber so mit immer zwei Büchern in der Tasche, die man dann im Literaturhaus oder in der „AS“ tapfer herumzeigt, sitzt man bald im Fettnäpfchen und die Leute schauens es angesichts der Bücherfülle, die es schon gibt, nicht an, sondern rümpfen die Nase und sagen „Eigenverlag wollen wir nicht!“

Das hat sich durch den bösen „Amazon“, der ja den Selfpublishern, die Türen und Toren öffnete, inzwischen stark verändert. Die Selfpublischer boomen, aber die stellen ihre Bücher bei „Amazon“ hinein, schauen auf die Rankingliste und lassen sich nicht fünfzig Stück drucken mit denen man offenbar noch immer zwischen den Sesseln sitzt oder steht.

Denn damit bekommt man zwar in der „AS“ einen Termin bei den „Textvorstellungen“, wenn man Glück hat. Das Literaturhaus hat mich wahrscheinlich aber, obwohl nie so ausgesprochen aus diesen Gründen, die „Mittleren“ nicht mehr dort machen lassen, die „Gesellschaft für Literatur“ nimmt nicht selbstgemachtes und schüttelt bei meinen vorsichtigen Anfragen nur bedauernd den Kopf und die Chance auf einen Buchpreis oder eine Buchpreisprämie hat man sowieso nicht, denn schaut man die meisten Ausschreibungen durch, steht da immer Selfpublishing ausgeschlossen, obwohl die in Leipzig und in Frankfurt schon ganze Halle füllen und es auch nicht mehr stimmt, daß man, wenn man mal was selber machte, nie mehr die Chance hat, bei einem Verlag genommen zu werden.

Wenn man da erfolgreich ist, reißen sich die wahrscheinlich sogar um einen. Aber da scheine ich wieder nicht hineinzupassen, denn ich schreibe ja Literatur, also realistische sozialkritische psychologische Romane und kein Genere. Keine Fantasy, keine Krimis und kein Chicklit. habe inzwischen schon über vierzig selbstgemachte Bücher, mit denen ich auch regelmäßig in der „AS“, beim Volksstimmefest oder auch woanders lese, bekomme aber immer noch Absagen nach dem Motto „Nein, Selbstgemachgtes nehmen wird nicht!“

Das war die erste Antwort, die ich von Luis Stabauer bekommen habe, als ich fragte, ob ich in der neuen Cafe-Westend Lesereihe lesen kann?

Das heißt, nein, er hat gefragt „Hast du nichts Verlagsmäßiges?“ Und das habe ich ja auch, zwei Fachbücher übers Stottern, die „Hierarchen“ und die „Linken Wort-Anthologien“, denn die gehen zum „Globus-Verlag“ oder schreiben das darauf und lassen ebenfalls bei „Digitaldruc“k drucken, die ja auch schon mal einen Stand auf der „Buch Wien“ hatten.

Die IG Autoren, auf deren GV ich ja erst vor kurzem war, setzen sich an sich für alle Autoren ein, haben bei ihren Messen in Leipzig oder Frankfurt, aber auch nur für die, die ein Verlagsbuch haben, Platz und nehmen das Selbstgedruckte auch nicht in ihren Verlagskataglog auf.

Gut, ein Verlagsprodukt ist es ja nicht. Aber ein Interview könnte ich schon einmal in Leipzig geben und hatte ja auch einmal ein Portrait in der „Autorensolidarität“, denn da gibt es eine Eigentverlagsreihe und das war schon zu Zeiten, wo noch kein Mensch, das Wort „Selfpublishing“ gekannt hat.

Ich habe also angefangen ab 2000 meine Bücher selber zumm achen und irgedwann aufgehört meine Manuskripte an Verlage zu schicken. Habe 2009 mit dem Bloggen begonnen und da auch angefangen, meine Bücher vorzustellen, herzuzeigen, den Schreibprozeß zu beschreiben, ein Gewinnspiel zu machen, Artikel über meine Bücher und mein Schreiben hineinzustellen, so etwa, wie man es wohl auch bei den Marketingkursen der Selfpublisher lernen würde, glaube ich, der Erfolg hält sich auch da in Grenzen und so hadere ich nach, wie vor ein bißchen mit der Frage, bin ich jetzt eine Autorin oder nicht?

Der Uli will mich ja so gerne in die Hobbyschiene abschieben und wundert sich, daß ich bei Lesungen nach dem Honorar frage und dann, weil ich es ja gern tue, trotzdem lesen, es aber versuche und auf Anraten der Ruth vor vier Jahren mich auch um einen Aufenthalt, um eine Autorenwohnung in Veneding der „Literarmechana“ bemüht habe. Da bekam ich zur Antwort, daß das nicht ginge, weil mein literarisches Werk zu klein sei? Aber ich hatte schon damals über fünfunddreißig Bücher und habe jetzt wahrscheinlich zehn mehr.

Habe nie mehr darum angesucht, frage den Gerhard Ruiss aber jedes Jahr bei der GV, ob ich noch immer nicht in Leipzig meine Bücher ausstellen oder vorstellen kann und bleibe mit der Antwort:

„Eigenverlag, nein, können wir nicht! Da sind wir überfordert!“, etwas ratslos zurück, obwohl ich ja schon längst nicht mehr, die einge Selfpublisherin bin und ich nicht nur erst, seit ich blogge, weiß , daß es die verschiedensten literarischen ausdruckformen gibt.

Ich bin eine davon mit meinen über vierzig selbstgemachten Büchern, meinen Berichten über mein Schreiben und dem Literaturbetrieb im „Literaturgeflüster“, versuche es immer und leider nicht sehr erfolgreich literarisch damit aufzufallen und weiß vielleich nach wie vor noch nicht so recht, bin ich jetzt eine Autorin, weil es mir mit meinem  Werk offenbar nicht und nicht gelingt, literarisch aufzufallen, obwohl ich es nach wie vor tapfer versuche und inzwischen auch einige Lesungen, im Republikanischen Club im Mai,  im Cafe Westend im Juli aus der „Unsichtbaren Frau“ anzubieten habe, wo man mich kennenlernen kann und zwei Stadtspaziergänge zu der „Kunst des öffentlichen Raums“ gibt es im April auch und sonst wird es wahrscheinlich so weitergehen mit meinen Weg durch, neben oder um den Literaturbetrieb, als nicht so erfolgreiche, aber literarisch sehr bemühte schreibende Frau und wer möchte, kann sich immer noch an meiner Leserunde bei der „Unsichtbaren Frau“ oder meinen anderen Büchern beteiligen und was mich sehr freuen würde, mit mir in einen diesbezüglichen literarischen Diskurs eintzutreten, weil man, was ich nach wie vor glaube, die Qualität eines Buches erst beurteilen kann, wenn man es in die Hand nimmt und es gelesen hat.

2018-09-10

Und auf Knopfdruck Urlaubsstimmung

Filed under: Glosse,Reisebericht — jancak @ 00:00
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„Jetzt sind wir auf Urlaub!“, hat die Ruth am Donnerstag zu mir gesagt, als ich mit ihr und dem Alfred den Neusiedlersee entlanggeradelt bin.

„Es ist keine Sport- sondern ein Genußradeln, wir können uns Zeit lassen und den Ausflug genießen!“, noch ein oder zwei Mal hinzugefügt.

„Nun ja! Na klar!“, habe ich gedacht.

„Natürlich!“ und mich ein bißchen gewundert, daß sie das so extra betonte. Denn kann man auf Knopfdruck in eine solche Stimmung kommen?

Auf Knopfdruck natürlich nicht und normalerweise denkt man wohl auch nicht daran, daß man jetzt in Urlaubsstimmung kommt, wenn man die  Radtasche packt, das Bahnticket löst, sich in den Zug hineinsetzt und später zu Radeln beginnt.

Die Stimmung kommt wahrscheinlich dann von selber. Noch dazu, wo das Wetter ja sehr schön war, warm und sonnig und auch das Radfahren gut von statten ging.

„Wir sind zu schnell! Wir sollten eine Pause machen!“, sagte der Alfred zwar am Anfang öfter, offenbar weil er  an die gute Kondition nicht so ganz glaubte. Dann haben wir aber schon, um zwölf bei einem Heurigen in Donnerskirchen Mittagsrast gemacht, ein gutes und auch sehr billiges Menu zu uns genommen. Leberknödel- oder Grießnockerlsuppe, Surbraten mit Linsen. Haben Sturm oder auch ein „Lüfterl“, dazu getrunken, ein Gläschen Wein oder ein Bier und ich habe mir auch die Zitronennockerln mit Schlagobers und Erdbeersauce bestellt und damit die Urlaubsstimmung ganz von selber und ohne Knopfdruck in mir gespürt. Und am Nachmittag sind wir, um den See zu sehen,  nach Rust geradelt, sind  ein bißchen auf der Wiese gesessen und haben in das Wasser geschaut.

„Jetzt spüren wir die Poesie des Segelbootes!“, hat die Ruth gefordert, wohl um die Urlaubsstimmung  noch ein bißchen zu verstärken und zu verankern.

„Schreiben wir ein Gedicht über diesen Pullover!“, hat sie gemeint. Denn am Rand des Sees lag ein Stück Stoff, was zwar an sich nicht so besonders poetisch scheint. Aber natürlich man kann sich einige lyrischeZeilen  ausdenken, wie das Stück Stoff wohl an das Land gekommen ist?

Es könnte ein Badender vergessen haben oder ist es  aus einem Boot geworfen worden? Vielleicht hat von dort ein schönes Mädchen ihrem Liebsten zugewinkt und ihren Pullover dabei verloren?

Sich die Geschichte des Strandgutstpückes ausdenken, wenn man nur poetisch wäre. Aber ich schreibe  keine Gedichte und ein Pullover ist an sich auch kein sehr poetischer Gegenstand, sondern ein Gebrauchstück und die Urlaubsstimmung war auch schon da.

Ganz von selber und ohne Knopfdruck ist sie gekommen, als wir im Strandcafe auf den See und die Poolbar schauten, einen „Hugo“ schlürften und der Alfred von dem Schmalzbrot schwärmte, das er nachher bei einem Heurigen zu einem guten Glas burgenländischen Rotwein trinken wollte.

Der Heurige war dann ein Landgasthaus und das Schmalzbrot, ein Bauerntoast, denn das Gasthaus setzte auf internationale Küche, auf Bruschetta und  Prosciutto, beispielsweise.

Die Urlaubsstimmtung wurde aber am nächsten Tag durch einige Telefonate der Anna, die, die Nachricht von einem geschwollenen Bein der Oma und dem Tod der Mutter ihrer Pflegehelferin überbrachte, erschüttert und auch das Radeln am Rand der dicht befahrenen Landstraße von Sopron nach Balf, am freitäglichen Stoßverkehr erforderte, wohl mehr Konzentration als Urlaubsstimmung, aber die ist später wieder zurückgekommen und war auch in Apetlon vorhanden, als wir am Abend das Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter“ besichtigten und rätselten, ob sich dort die Arbeiter in der Zwischenkriegszeit oder wann auch immer getroffen haben, um bei einem Maß bier oder einem Stifterl Wein die Revolution zu besprechen.

Denn das Wetter war sehr schön, der Wein gut und auch das Radeln hat zumindest auf den mehr oder weniger gepflegten Radwegen, wo man auch die Weinlese beobachten und sich die reifen Trauben von den Lauben sozusagen in den Mund stecken konnte, Spaß gemacht.

2018-04-01

Wie es sein könnte

In der nächsten Zeit werde ich sehr beschäftigt sein, habe ich ja, gerade vom Osterspaziergang der LitGes zurückgekommen, wo ich einige meiner Texte aus dem „Hammer 95“ zu der „Kunst im öffentlichen Raum“ las, gleich ma Mittwoch eine Lesung. Nein, nicht in Rauris, dem berühmten Literaturfestival, das ja  demnächst beginnen wird, wo Raphaela Edelbauer und Florian Gantner, den Haupt- und den Förderungspreis gewinnen werden, sondern bei den „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“, wo ich passend zu zehn Jahre „Literaturgeflüster“, das ich ja im Juli feiern werde, mein zum fünf Jahresjubiläum erschienenes „Literaturgefüster-Texte-Buch“ noch einmal vorstellen werde.

Und von Leipzig der Buchmesse des Herzens bin ich auch vor kurzem zurückgekommen und da habe ich, das kann ich gleich verraten ein sehr interessantes Gespräch mit einem Verleger geführt, der sich für meine seit 2000 im sogenannten Digitaldruck selbst herausgegebene Bücher interessiert und er das eine und das andere in sein Programm aufnehmen möchte.

Mit ihm werde ich nach der Lesung ein Gespräch führen und das ist  doch  schön wenn das „Bibliotheksgespenst“ oder die „Dora Faust“ im nächsten Herbst oder Frühlingsprogramm erscheinen könnte. Dem einen und dem anderen, obwohl ja „Taubenfüttern“ zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Mal sehen, die Gespräche sind ja noch nicht abgeschlossen und, wie mir Herr G. sagte, wäre er auch an meiner „Unsichtbaren Frau“, die ich ja noch korrigieren muß, sehr interessiert. Also das Manuskript verlagsfertig machen, damit ich es dem Lektorat übergeben kann, denn das ist ja, wie man weiß und hört, sehr sehr wichtig und kann nie und nimmer durch ein hausgemachtes Lektorieren, wie wir es bisher betrieben, ersetzt werden.

„Toll!“, werden meine Leser sagen aber das ist noch nicht alles. Das literarische Glückshorn hat mich, die ich ja bisher eher neben dem Literaturbetrieb gestanden bin, noch ein bißchen mehr getroffen, denn Gespräche mit dem Rundfunk haben sich in Leipzig auch ergeben und einer der diesbezüglichen Vertreter ist an dem literarischen Spaziergang, den ich ja zwei Wochen später mit der Ruth und dem Robert zu drei <kunstwerken des öffentlichen raums machen werde, sehr interessiert und wird mit seiner Kamera daran teilnehmen.Eine Vertreterin des Kulturamtes der Stadt Wien hat ihr Kommen auch zugesagt.

Jetzt müßte nur noch ein Preiserl oder ein Preis dazukommen, der „Veza-Canetti“– oder „Erich Fried-Preis“ vielleicht, um meine literarischen Phantasien nicht zu unverschämt zu halten und sie in errreichbaren Höhen zu belassen. Einer der zwei genannten, würde für eine seit fünfundvierzig Jahren schreibene Frau  auch genügen und könnte sein, da ich für einen Nachwuchspreis, wie den „Alpha“ oder den „Priessnitz-Preis“  schon zu alt bin oder eine zu hohe Publikationszahl habe, ja und ein literarisches Highlight habe ich noch vergessen, beziehungsweise werde ich das jetzt angehen und, um einen Aufenthalt in der Künstlerwohnung der „Literamechana“ in Venedig wieder ansuchen, da sich meine literarischen Chancen ein solches zu bekommen, zumindestens in der Phantasie und einen Blick auf den Kalender verbessert haben.

Und um in der Realität zu verbleiben, beziehungsweise am ersten April wieder in sie zurückzukommen, Ostersonntag ist heute auch und da werde ich mich mit den Alfred ja auf eine Radtour in das Donaugasthaus nach Traismauer machen. Der Osterspaziergang hat gestern wirklich stattgefunden, die GAV-Versammlung,  die „Textvorstellungen, den literarischen Spaziergang, Rauris und den „Hammer 95“ gibt es auch.

Es ist also, wie mir einmal mein Dichterfreund Stephan Eibel Erzberg, der auch ein sehr euphorischen Nachwort für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ geschrieben hat, doch nicht alles so schlecht und Frau sollte sich und ihre Zukunft nicht so pessismistisch sehen und richtig ja, für eine Hobbyautorin halte ich mich noch immer nicht, sonder für eine, seit fünfundvierzig Jahren bessesen, wenn auch bislang eher erfolgfrei schreibende Frau, die wegen ihrer leichten Legasthenie beziehungsweise ihrem etwas schlamperten Umgang mit der Rechtschreibordnung natürlich ganz allein und selber daran schuld ist, das weiß ich schon.

2018-03-19

Leseprobenbeute

Von unserer Deutschlandreise nach Leipzig über Würzburg und Essen zurückgekommen, habe ich die letzten Stunden damit zugebracht, die drei bis vier Taschen mit Büchern, Prospekten, Zeitschriften und Messiegoodies auszupacken und einzuordnen und kann denen, die jetzt aufstöhnen und sagen, warum soviel, entgegnen, daß ich jetzt schon sehr viel sparsamer einpacke und immer vorher, wenn ich nach etwas greife, überlege, ob ich das wirklich brauchen kann und lesen werde?

Aber trotzdem waren es drei bis vier Taschen und darunter eine Menge Leseproben, die ich meistens interessiert einsammle und katalogisiere und dann doch nicht lese, denn wenn schon, denn schon, das ganze Buch.

Aber interessant sind sie trotzdem und diesmal das kann ich gleich anmerken, bin ich schon nach Leipzig mit einem Stapel Leseproben gekommen, sind wir ja am vorigen Samstag in Würzburg in den „Hugendubel“ eingefallen und die hatten einen ganzen Leseprobenständer und da dachte ich noch, nehme ich sie mit, weil ich habe für die  neun Tage Deutschland ja nur drei Bücher eingepackt und das erste schon fast ausgelesen, was ist wenn ich dann nichts mehr zu lesen habe?

Das war dann natürlich doch nicht so, denn auf der Fahrt nach Leipzig habe ich dann zwar das „Engele“ ausgelesen, den Gunnar Kaiser aber eigentlich erst heute so richtig begonnen und bei „Hugendubel“ hatten sie dann auch noch einen Stapel Abverkaufsbüchej und da habe mich mir zwei  wenn auch nur ein deutsches, und in Deutschland lese ich ja gerne deutsche Bücher, kaufen lassen und war dann noch am Sonntag und am Montag bei zwei offenben Bücherschränken, wo ich auch ein bißchen was gefunden habe.

In Essen gab es dann die „Mayersche-Buchhandlung“, das ist auch so eine Kette und da waren wir in zwei Filialen, mein Leseprobenvorrat hat sich ausgeweitet und in Leipzig hatten die größeren Verlage meistens auch so kleine Heftchen zur allgemeinen Entnahme liegen.

Da habe ich dann noch drei Bücher bekommen und die vier Tage natürlich überhaupt nichts gelesen, weil ich ja  die Messeimpressionen bloggen wollte und jetzt nach Hause gekommen, erwarteten mich wieder zwei Bücher und die Frage, welchen Artikel soll ich heute schreiben, weil ich ja, wie mein Kritiker Uli anmerken wird, eine Contentschreiberin bin und eigentlich täglich über mein literarisches Leben plaudern oder flüstern möchte.

Also bietet sich ein Streiftuzg durch die Leseprobensammlung an und die ist interessant, denn bei dem Stapel Heftchen die da vor mir liegen, ist sehr viel Unbekanntes dabei und nur  ein paar, wo ich den Autor schon kannte, bezeihungsweise bei den Verlagsständen oder Vorschauen auf das Buch aufmerksam wurde.

Was ist also das Interessante, was ich mir da aus Deutschlang mitgebracht habe und vielleicht, wenn ich dazukomme, lesen werde, es wartet ja schon ein ganzer Stapel Bücher in meinem Badezimmer, wie meine Leser wahrscheinlich  wissen werden?

Ein paar Highlights sind schon darunter und da fange ich vielleicht einmal mit Margriet de Moor „Von Vögeln und Menschen“ bei „Hanser“ erschienen an, was, glaube ich, ein Neuerscheinungshighlight der Saison ist.

Dann folgt in einem ganz anderen Genre Rachel Joyce „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harnonie“ und das ist die Autorin der „Unwahrscheinlichen Pilgerreise des Harold Frey“, das vor einigen Jahren großes Aufsehen machte und von der ich einmal „Das Jahr das zwei Sekinden hatte“ gefunden und noch nicht gelesen habe.  Die Leseprobe des „Harold Frey“ ersehe ich gerade in meinen Katalog, habe ich auch einmal gefunden  und könnte jetzt danach suchen.

Sehr ansprechend auch das Cover von Anja  Baumeiers „Kranichland“. Da sieht man zwei Frauen im Profil die Neunzehnfünfzigerjahrekleider tragen und das Buch ist mir dann auf der Messe auch aufgefallen.

Und weil ich ja ein Wien Fan bin, da wird natürlich auch sehr viel für den allgemeinen Publikumsgeschmack geschrieben und da ist bei „Aufbau“ Caroline Bernhards „Die Muse von Wien“- „Klimt war Almas erste Liebe, Gustav Mahler ihr Leben und ihr Schicksal“.

Ein Buch, das sehr interessant klingt und ich wahrscheinlich nicht lesen werde, herausgekommen und dann noch als Pendant bei „Pendo“ Michael Wallners „In Zeiten der Liebe und des Krieges“, in dem es, wie am Heftchen steht, um Wien im Sommer 1912 geht.

Dazu passend und dennoch ganz was andeeres, wäre Mary Shellys „Streifzüge durch Deutschland“, die deutsche Erstausgabe und von Wolfram Eilenbergers „Zeit der Zauberer – das große Jahrzehnt der Philosophie“, das ich, glaube ich, in Würzburg gefunden habe und dann in Leipzig noch einen ganzen Reader dazubekommen habe.

Sehr interewsant, aber ich bin ja eigentlich keine Sachbuchleserin.

Bei „Diogenes“ der mir inzwischen  Antony Mc Cartens Buch über Jack Kerouac schickte, habe ich am Stand, die Leseproben von Chris Kraus „Das kalte Blut“ und Emanuel Bermanns „Der Trick“ gefunden und bin daraufgekommen, daß ich das Buch wahrscheinlich auf meinen Harlander Lesestapel liegen habe, weil es das einmal bei „Thalia“ im Abverkauf gegeben hat und auch noch nicht gelesen habe. Aber ich bin ja eine Sammlerin und werde das wahrscheinlich bleiben.

Bei der „Frankfurter Verlagsanstalt“ gab es ein Leseheft von Marcia Zuckermabns „Mischpocke“, das auch schon 2016 erschienen ist und ich wäre jetzt schon fast durch mit meinen Highlights, obwohl ich noch einen ganzen Stapel Thriller und ein paar Liebesromane vor mir liegen habe, die höchstwahrscheinlich nicht zu mir kommen werden, aber sicher ebenfalls sehr interessant sind.

Also lesen, lesen, lesen und vorher, die große Büchertasche, in die ich meine Leseausbeute umgebpackt ist, nach Harland transportieren, wo ich mehr Patz habe und demnächst mit Gunnar Kaisers „Unter die Haut“ in die Badewanne gehen, denn das Badewannenlesen ist in den letzten Tagen auch zu kurz gekommen.

Und ein unkorrigiertes Leseexemplar eines „Kleinen Nick-Heftchens“, das man nicht vor dem 28. 3. besprechen soll, ist, sehe ich gerade, in Leipzig auch zu mir gekommen und kann es in meinen Lesekatalog aufnehmen.

2018-02-18

Depressive Frauen

Filed under: Buchpromotion,Glosse — jancak @ 17:22
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Obwohl es mir ganz gut gelungen ist, wieder in den Veranstaltungsplan hineinzukommen und ich in der letzten Woche sogar auch wieder in der „Gesellschaft für Literatur“ war und auch genug zu Lesen habe, jetzt wieder ein Artikel bezüglich des Zehnjahresjubiläums, denn da habe ich meinen Lesern ja eine Serie zu meinen Büchern versprechen, um die hier ein wenig vorzustellen, weil sie sonst nicht zu entdecken sind, da ich sie mir ja selber drucken lasse und da zwar im Katalog der National- und der deutschen Bibliothek bin, aber sie jetzt nicht mehr an die Dokumentationsstelle für neuere Literatur ins Literaturhaus und auch nicht mehr an die GAV-Bibliothek schicke, nur immer eines in eines der offenen Schränke lege und da habe ich kürzlich im Netzt gesehen, wird das „Bibliotheksgespenst“ schon um zehn Euro im Netz angeboten. Ob der der Finder einen Käufer findet wird?

Wenn ihm mein Schreiben aber interessiert, kann er auf meinr Website nachsehen und die Probeakapiteln zu meinen Büchern lesen, es gibt die „Vorschauen“ und den Promotionsartikeln im Netz, die immer was zu den jeweiligen Büchern erzählen und auch ein paar spezielle Artikel zu den Themen, zu den Lieblingsbüchern, den Romananfängen und da man bei an die vierzig Büchern zu den Themen wahrscheinlich mehr als nur ein paar Worte verlieren kann, gibt es auch ein paar extra Artikel, obwohl meine Themen gar nicht so unterschiedlich sind und einem regelmäßigen Leser werden wahrscheinlich die depressiven Frauen auffallen, die meistens die Protagonistinnen sind.

Die Anna hat das, glaube ich, schon vor Jahren angesprochen, daß da oft eine arbeitslose oder sonst nicht Mitten im Leben stehende Frau, die Heldin ist, die im Lauf der Handlung eine Wende macht und meist ist die postiv und es geht gut aus. Die Heldin findet wieder Anschluß und Freude am Leben, bekommt einen Job, hat jemanden kennengelernt, der sich um sie kümmert, etcetera.

Zu positiv? Vielleicht, aber ich bin vom Brotberuf ja Psychologin und Psychotherapeutin und habe da meine Themen auch her, weil es ja öfter depressive Frauen sind, mit denen ich arbeite und was die eigene Depressivität betrrifft, ist es auch nicht gerade lustig an die fünfundvierzig Jahre zu schreiben und immer zu hören und zu denken, da bist du nicht gut genug, das schaffst du nicht, hör doch damit auf!

Das sehe ich, wenn ich nach Änderungen suche, leider wirklich nur als einzige Alternative und das will ich nicht und schreibe weiter, bin aber gerade jetzt wieder in einer Blockade, weil das, das  nützt ja eh nichts, so stark ist, daß ich nicht weiter mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ kommen, die ja auch eher eine depressive ist und die Magdalena, die nächste Protagonistin, von der es ja schon zwei Textproben gibt, wäre das ja auch.

Angefangen habe ich ja auch mit dem Schreiben über das erfolglose Schreiben, aber das ist ein weiterer Artikel, der demnächst kommt und mein veröffentlichter Debutroman die „Hierarchien“ beschäftigt sich nicht wirklich mit dem Thema Depression, sondern da habe ich mein Weggehen von der Klinik, wo ich vier Jahre halbtags Vertragsassistentin war, in die freie Praxis beschrieben und dort ist es mir ja nicht so gut gegangen.

Das Buch ist nicht sehr gut angekommen, was ich auch noch nicht so ganz verstehe, denn es war sehr ehrlich, aber natürlich ist das kein Kriterium für gute Literatur und sehr erhöht schreibe ich auch lnicht, obwohl mir das Buch, als ich es später gelesen habe, gar nicht so schlecht gefallen hat.

Aber ich wollte ja über die depressiven Frauen schreiben, obwohl man die vielleicht gar nicht immer so leicht von dem Thema „Älter werden“ und „Sterben“ abgrenzen kann und inwieweit, die Arbeitslogkeit mit der Depression korreliert, wäre auch eine interessante Frage, aber da fällt mir schon „Die begrenzte Frau“ ein, 2002 erschienen, Judith Gruber-Rizy hat den Beschreibungstext verfaßt und die wäre so ein Beispiel für eine depressive Frau

Die Archtiektin Agathe Zimmermann verliert ihren Job, hebt ihr Geld von der Bank ab und beschließt es auszugeben und danach in den Wald zu gehen und nicht mehr wiederzukommen.

Es kommt anders, denn sie lernt einen polnischen Sänger kennen, der vor der Staatsoper die Arie des Cavaradossi aus der „Toska“ singt und eine erfolglose Schriftstellerin, mit der sie in einem Bus Werbefahrten macht. Enen alten Mann in einer Hütte und einen Job bekommt sie dann auch.

Da wäre vielleicht das Muster, mit dem ich, wie vielleicht schon stimmen kann, viel zu wenig abgehoben und vielleicht auch zu schnell und unfertig meine Geschichten erzähle. Die Resonanz bleibt ja meistens aus, obwohl ich schon ein paar Rezensionen habe und es jetzt ja auch mit einer Leserunde versuchen möchte, aber dazu müßte ich Leser haben, die sich auf das Buch einlassen und mir Feef back geben möchte, was ja auch nicht so einfach ist.

Und 2003 war ich auch noch nicht so weit, denn da hat es das „Literaturgeflüster“ noch nicht gegeben und ich habe meine Bücher höchstens bei meinen Lesungen vorgestellt und ein Stückchen daraus gelesen.

Den Blog hatte ich dann schon, als 2010 „Sophie Hungers Krisenwelt“ erschienen ist und da gab es mit meiner ersten Kritikerin auch eine entsprechende Diskussion über die sprechenden Namen, weil es ja eine Schweizer Künstlerin gibt, die Sophie Hungers heißt, aber der Namen hat mir gefallen und meine Sophie Hunger, wie sie dann vorsorglich hieß,  ist auch eine freiberuflich arbeitende Lektorin, die ihre Aufträge verliert und, wie Andrea Stift in ihrerm Beschreibung schrieb, „um nicht in depressiven Stillstand zu verfallen, beschließt die Wirtschaftskrise in einer Art literarischen Winterschlaf zu verbringen.“

Und um eine wirkliche depressive Frau, fällt mir ein, ist es schon in dem früher erschienenen Roman „Die Radiosonate“ gegangen. Da ist die Josepha Stock, die ihren depressiven Alltag mit dem Radiohören verbringt und über ihre Todesarten nachdenkt, aber nicht die Hauptfigur, sondern eigentlich nur eine Episode. Die Hauptfigur wäre vielleicht, wo wir schon wieder beim anderen Thema und dem Alter Ego wären,  die erfolglose Schriftstellerin Elisa Eisenstein, die über Amanda Silberkandl und  Xaxer Mayrhofer, den beiden Radiomoderatoren, die aus Ö1 entstiegen sein könnten, einen ultimativen Roman schreiben will, der sie durch das „einsame Jahr“ begleitet.

Das Bücherlesen hatten wir schon 2009, bei der Sophie, obwohl es die Bücherschränke und die Idee mit dem Auflesen der ungelesenen Exemplare, erst später kam und da versucht ja die Thekla Morgenstern ihren Pensonsschock, man sieht meine Protagonistinnen werden schon älter, das Buch ist auch 2016 erschienen, damit zu überwinden und lernt dabei nicht nur die Fritzi Jelinek, die wir ja schon aus der „Absturzgefahr“ kennen, näher kennen, weil sie in ihre „Bibliotherapiegruppe“ geht, nein sie hilft auch der kleinen Yasmin Bilic aus ihren Sorgen mit ihrer Freundin Selma, die nicht mehr in die Schule kommt, weil sie dort kein Kopftuch tragen darf und da wäre wir schon beim nächsten Thema,  nämlich dem der „Flucht und Migration“ und da gibt es dann noch zwei Bücher, wo die depressiven Frauen nur am Rand vorkommen, aber da gibt es im Sommerbuch eine demente Oma und da wären wir schon bei einem anderen Thema, wo sich die Depression vielleicht mit dem Vergessen verbindet.

Denn die ehemalige Buchhändlerin Anna Mittlinger ist ja nicht depressiv, sondern hat eine Alzheimerdiganose bekommen, die sie ins Leben hinaustreibt und einen rumänischen Arzt kennenlernen läßt, aber die macht vielleicht auch ein  depressiv und so ist es wahrscheinlich auch, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt, wie ich es die Journalistin Veronika Sieberer erleben ließ.

Da war mein Thema eigentlich die „Sterbehilfe“, weil ich mit dem Buch von Ernst Lothar nicht einverstanden war.

Es ist eine Behandlungsverweigerung daraus geworden und eigentlich ist die Veronika Sieberer, die ihren alten Nachbarn aus einer Krise heraushilt und seine Hüte aufträgt, auch gar nicht depressiv, sondern lebt ihr Leben selbstbestimmt bis zum Ende weiter, obwohl das Sterben ja sicher nicht so einfach ist.

Und das Thema „Alter werden“ und „Sterben“ gehört auch zu meinen Favoriten. Von ältereren Eltern aufgezogen, habe ich  schon einige Leute bis an ihr Ende begleitet, habe auch Sterbehilfeseminare gemacht und mich bei meinen psychologischen Unterricht an Krankenpflegeschulen mit diesem Thema beschäftigt, begleite manchmal Klienten durch diese Situation, werde selber älter und meine Pensionistennen, wie etwa die „Paula Nebel“, oder die alte Dame im „Novmbernebel“ sind auch rüstige Pensionistinnen, die dem Leben etwas abgewinnen und sich nicht unterkriegen lassen wollen.

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ meinem zweiten „Nanowrimo“, an dem ich mich 2012 wieder beteiligte, ist sogar eine besonders betagte Frau die Heldin, nämlich die fünfundneunzigjährie Lea Weissensterner, die einen alten Herrn in einer Seniorenresidenz kennenlernt und seine Memoiren schreibt und besonders alte Menschen, nämlich neunzig bis hundertjährige kommen in meinen Texten auch immer wieder vor.

In den „Wiener Verhältnissen“ ist der Held ein jüdischer Schriftsteller, der Wien 1938 verlassen mußte und ich habe jetzt die depressiven Frauen verlassen, die mich aber, wie man sieht, immer wieder einholen und sich mit den arbeitslosen Frauen, den erfolglosen Schriftstellerinnen, den Älterwerdenden, an Krebs oder Alzheimer erkrankten etcetera, immer wieder überschneiden.

Interessante Themen, wie ich finde, und mich immer wieder, jetzt schon in über vierzig Bücher an sie heraunmache, damit vielleicht schon ein wenig ausgeschrieben bin, so daß ich schon länger „Nicht schon wieder eine depressve Frau!“, stöhne, mich aber dann doch immer wieder damit beschäftige und jetzt nur noch gespannt bin, ob es die „UnsichtbareFrau“, die ja wahrscheinlich auch ein wenig depressiv ist, obwohl sie jünger ist und an den blauschwarzen beziehungsweise prekären Verhältnissen leidet, in Buchform geben wird und im „Bibliotheksgespenst“ fällt mir ein, gibt es auch eine depressive Frau, nämlich die Lehrerin Therese Schwarzenberg, die ihrer Depression, beziehungsweise ihrer Freundin und ihrem Psychiater mit einem Bus von Wien zuerst nach Belgrad und dann über Graz, Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt und dort von der realen Wirklichkeit nämlich den Anschlägen am Weihnachtsmarkt eingeholt, was eine auch depressiv machen kann oder eine solche weiterbestehen läßt.

Bei den depressiven Frauen hätten wir noch die „Karoline Wagner“ von 2006, da hat Erika Kronabitter den Text geschrieben, nachdem ich Szenen aus dem Buch 2005, bei der „Text und Kritikwerkstatt“ auf der Silvrettahöhe vorgetragen habe.

Da ist die Heldin eine  erfolglose Lebensberaterin, die in die Fängen des Nobelpreisbetrieb geträt, beziehungsweise eine sich versteckt haltende Frau beobachtet, die im Buch Larissa Lichtblau heißt, aber an die Nobelpreisträgerin von 2004 erinnern könnte, eine analphabetische Putzfrau und einen untergetauchten Zeitschriftenmagnaten gibt es auch und wir sind schon wieder im erfolgreichen oder erfolglosen Literaturbetrieb und nicht wirklich bei den depressiven Frauen und auch Mathilde Schmidt, die Frau aus der Pizzeria mit dem Glas Wein aus „Besser spät als nie“ ist das warhscheinlich nicht wirklich, zumindest nicht diagnostiziert.

Denn da hätten wir wahrscheinlich wirklich nur die Josepha Stock und die Thekla Morgenstein, aber beide sind höchstwhrscheinlich nie zu einem Psychiater gegangen.

Das taten nur Therese Schwarzenberg aus „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ und  Anna Augusta Augenstern aus den „Berührungen“ aber die ist  auch Autorin und will einen Roman schreiben, hat aber eine schlechte Kritik bekommen und geht deshalb zu Theo Hardenberg, der sie eigentlich auch mehr literarisch berät und da wäre noch die Selma aus der „Frau auf der Bank“, die selbsternannte Stadtsheriffa, die ist wahrscheinlich depressiv und geht ins AKH, hatte aber auch eine Psychose hinter sich.

Man sieht ganz schön verwirrend, der Schreiballtag einer erfolgfrei schreibenden Psychologin und Psychotheraueptun mit Überlappungen und Überschneiderugen.

Neugierig darauf geworden?

Da ich schon über vierzig selbstgemachte Bücher habe, habe ich jetzt sicher noch einiges vergessen.  Vergebe sie aber gerne, sofern sie noch nicht vergriffen sind, an die, die sich dafür interessieren, beziehungsweise  mir eine diesbezügliche Frage oder Kommentar schreiben möchten.

2018-01-25

Die großen Amerikaner

Filed under: Glosse — jancak @ 21:20
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Jetzt kommt ein Füllartikel, weil ich mit Josua Cohens „Buch der Zahlen“ noch nicht fertig bin und ich heute wieder so viele Stunden hatte, daß sich keine Literaturveranstaltung ausgegangen ist.

Wieder einmal eine kleine literarische Plauderei, ich weiß nicht, ob ich es Glosse nennen kann, eher ein Einblick in meinen Literaturgeschmack und meine Lesegewohnheiten.

Denn ich höre und lese ja immer, daß die Amerikaner, die großen Vorbilder und die größten Schriftsteller sind, höre und lese die Blogger und die Booktuer von ihnen schwärmen. Denke mir „Na ja!“ oder zucke mit den Achseln, wenn ich eines der Bücher der großen Männer lese und feststelle, daß es eigentlich wieder, um das Schnackseln, die Frauen und das Älterwerden geht.

Da war ja Philip Roth der erste, wo ich darauf gerstoßen bin und das war noch in den 1990 Jahren, als es bei „Libro“ diese Bestselleraktion gab, wo man das Buch bekommen hat, wenn es auf der Liste stand und nicht vorrätig war und da war Phillip Roths „Amerikanisches Idyll“, das erste  das ich auf diese Art und Weise bekommen habe und auch meine erste Begegnung mit dem 1933 in Newark geborenen amerikanischen Schriftsteller, denn ich habe damals, glaube ich, nur einen Gerhard und einen Joseph Roth gekannt.

Inzwischen habe ich noch einige andere Bücher des ewig verhinderten Nobelpreisterägers gelesen, der inzwischen, glaube, ich auch zu schreiben aufgehört hat, wie „Der menschliche Makel“, „Exist ghost“ auf Englisch und „Mein Mann der Kommunsit“ und da habe ich wohl den Eindruck bekommen, daß es bei den großen Amerikanern, die ja so hochgelobt werden und uns als Vorbild vorgehalten werden, um den Sex die Frauen und das Älterwerden geht.

Der Alfred hat mir einmal vom „Thalia“ in St. Pölten ein Postkartenbücklein mit Zitaten der großen Amerikaner mitgebracht und ich bin beim Durchblättern daraufgekommen, daß ich viele davon gar nicht kannte.

Inzwischen habe ich einige gelesen Thomas Wolfe „Schau heimwärts Engel“, um einen älteren Klassiker zu zitieren, der dem obigen Klischee nicht entspricht.

Dann war aber Richards Ford „Kanada“ in aller Munde und als ich das Buch kurz darauf im Schrank gefunden und gelesen habe, war ich etwas enttäuscht und dachte, was ist das großartige an dieser Geschichte und habe das, glaube ich, bis heute nicht ganz mitbekommen.

Bei James Salters „Lichtjahre“ ging es mir ähnlich, ebenso bei Louis Begley alle schwärmten und ich dachte, was ist so toll daran?

Eine Ausnahme, die die Regel bestätigt, gibt es aber schon und das wäre John Udike mit seinem „Hasenherz“.

Da habe ich die Folgebände nicht gelesen, war aber sehr beeindruckt von der starken Schilderung dieses jungen amerikanischen Mannes, der sich in sein Auto setzt und dann doch zu Frau und Kind und seinem amerikanischen Kleinbürgerleben zurückkehrt.

Da wären wir schon bei den Frauen und die bilden wohl wieder eine Ausnahme, obwohl man ja eigentlich gar nicht so viel von den großen Amerikanerinnen hört.

Die gibt es aber schon für mich jedenfalls und das würde ich Sylvia Plaths „Glasglocke“ anführen obwohl ich schon früher Grace Metallous „Die Leute von Peyton Place“ und die „Rückkehr nach Peyton place“ gelesen habe, obwohl die vielleicht gar nicht als große Ameriknerin gilt, haben mich ihre Bücher sehr beeindruckt.

„Wer die Nachtigall stört“ habe ich nicht gelesen, wohl aber Harper Les umstrittenes Folgebuch „Gehe hin uns stelle einen Wächter“ und würde auch hier den <unterschied ziwschen dem weiblichen und den <männlichen amerikanischen Schreibens feststellen.

Und wenn wir zu den jüngeren amerikanischen Superhelden kommen, nachdem ich jetzt fast William Faulkners „Licht im August“ vergessen hätte, fällt einen wahrscheinlich Jonathan Franzen ein. Von dem habe ich sowohl die „Korrekturen“, als auch vor kurzen „Unschuld“ gelesen.

Sex spielte im letzteren eine große Rolle, obwohl ich da das sich beschäftigen mit dem einen großen Thema nicht feststellen könnte, würde ich wohl sagen, daß Jonathan Franzen ein vor sich hinschreibender und recherchierender Großstschriftsteller ist, der es bestens versteht menschliche Schicksale mit Komik und Übertreibung auf mehreren hunderten Seiten zu verbinen.

Von Jonathan  Safran Foyer habe ich auch etwas gelesen und war da über die lockerer Darstellung des Holocaust beeindruckt und eher ich zu dem jungen amerikanischen Wunderkind, nämlich dem 1980 geborenen Josuha Cohen, der mit seinem „Buch der Zahlen“ angeblich oder tatsächlich den zweiten großen Internetroman neben dem „Circle“ geschrieben hat, muß ich wohl zu Charles Bukowski und seinen Aufsätzen „Über das Schreiben“ erwähnen, denn die habe ich ja im Sommer gelesen und bin da auf den Namen John Fante gestoßen und habe da vor kurzem, als eines der letzten Bücher im letzten Jahr „Den Weg nach Los Angeles“ gelesen, der mich ähnlich, wie „Hasenherz“ sehr beeindruckt hat.

Sie können doch etwas, die großen Amerikaner, auch wenn sie über das Schnackseln und dem Hangen und Bangen zwischen der erste Liebe und der Großmäuligkeit schwanken, können sie das auch sehr eindringlich beschreiben, zumindestens in den Debutromanen, die anderen habe ich, sowohl von Fante als auch von Updicke nicht gelesen und vielleicht wäre ich auch vom ersten Ford und ersten Roth beeindruckt gewesen.

Ich weiß es nicht und kann es noch nicht sagen, nur erwähnen, daß mich Tom Woolfes „Fegefeuer der Eitelkeiten“, den ich im Sommer 1989 gelesen habe, sehr beeindruckt hat. Dann habe ich noch 2007 auf unserer Radreise von Ybbs nach Regensburg, glaube ich „Ein ganzer Kerl“ gelesen und war nicht begeistert.

Es klappt also nicht so ganz mit mit den großen Amerikanern, obwohl ich einige ihrer Bücher schon toll gefunden habe. Sie sind sehr sexlastig und vermitteln mir den Eindruck, als würden sich da einige alte Männer ein Leben lang mit dem Sex, ihren Krankheiten und den Frauen beschäftigen und das auf vielen hundert Seiten beschreiben.

Die deutschen Buchpreisnominierten tun das mit ihrer Midlifekrisis könnte man erwähnen und hier Bodo Kirchhoff, Gerhard Falkner, Mirco Bonne und und zitieren. Sie tun das sehr sprachgewaltig und sehr kunstvoll, werfen aber trtotzdem die Frage auf, wen das interessieren könnte und bei den großen Amerikanern geht es mir ebenso.

Ich habe noch einige andere ungelesene Bcher von anderen Größen auf meiner Leseliste und von John Irving, der den Eindruck bestätigt natürich auch etwas gelesen und werde mich jezt wieder Josuah Cohen gigantischen Iinternetroman zuwenden, bei dem es mir ähnlich wie mit Arno Schmidts „Kaff Mare Krisium“ geht, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich den jungen amerikanischen Shootingstar damit nicht überschätze.

Die Bücher von Sinclair Lewis und Henry James, das mir übrigens auch nicht gefallen hat, hätte ich jetzt fast vergessen und habe sicher auch noch andere Bücher von anderen amerikanischen Autore, wie zum Beispiel Pearl S. Buck, etcetera gelesen.

 

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