Literaturgefluester

2021-10-03

Nicht hinterfragen?

Sind wir in der vierten Welle oder nicht, lautet ja schon seit Wochen, die große Frage, die zum drei Stufenplan mit dem sogenannten Schutz für Ungeimpfte und den Wiener Corona- Verschärfungen führte, während die Impfquote trotz niederschwelligster Angebote vor sich hindümpeln und bei sechzig oder siebzig Prozent liegen dürften, je nachdem ob man die unimpfbaren Kinder jetzt weg oder dazu rechnet und das scheint die Politik nervös zu machen, denn impfen, impfen, impfen, lautet die Devise und dann wird von Impfleugnern, Impfskeptikern, etcetera, gesprochen und alle werden aufgerufen, die Ungeimpften zu überzeugen!

„Wir müssen informieren!“, sagt der Ärztekammerpräsident und dann setzt er „Lassen Sie sich impfen, denn die Impfung ist gut und schützt vor schweren Krankheiten und wenn Sie Ängste und Zweifel haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, der wird Ihnen helfen!“ und ich frage mich, wo ist da die Aufklärung?

Weil ich immer höre, nicht im Internet informieren, weil daher kommen die Fake-News und wir brauchen die Faktenchecker, weise ich auf die Aktion „Alles auf den Tisch“ hin, wo eine Menge Schauspieler, wie etwa Nina Proll, Roland Düringer, etcetera mit einer Menge Wissenschaftler, wie Prof Haditsch, Dr. Schubert, etcetera, etwa eine halbe Stunde über aktuelle Themen, wie Impfung, Kinder, Masken, Corona, etcetera, diskutieren und ich da Informationen bekam, die ich weder bei Ö1 noch bei OE24 erfuhr, denn da höre ich in etwa nur, daß alle, die sich nicht impfen lassen wollen, Corona-Leugner sind, die falschen Informationen aufsitzen und, daß man die Impfung nicht hinterfragen soll und darf, denn, wenn ich zu einem Automechaniker gehe und der sagt, das und das, werde ich auch nicht hinterfragen, sondern „Danke schön, gnä Frau!“, sagen.

Falsch, das war das Beispiel von der Friseurin, wenn, die fragt, wie sie schneiden soll und daher darf man auch beim Arzt und Wissenschaftler nicht hinterfragen, denn die haben jahrzehntelang studiert und ich denke „Uje, uje!“, höre ich bezüglich des Corona-Themas ja seit eineinhalb Jahren immer, daß es nur eine wissenschaftliche Meinung gibt. Aber Wissenschaft ist doch Diskussion, das höre ich dann auf der anderen Seite und wenn wir das Beispiel weiter verfolgen, haben wir den mündigen Patienten, den es eigentlich geben soll, begraben!

Denn hier heißt die Devise „Impfen, impfen, impfen! Alle sollen oder müßen das, obwohl es ja keine Impfpflicht gibt! Keine Direkte, weil die wahrscheinlich juristisch nicht durchgehen würde. Aber trotzdem Zwang und Druck, impfen impfen, impfen! Denn die Impfung ist gut und wenn ich ein Gegenargument bringe und da gibt es wohl viele, bin ich ein Corona-Leugner und die Diskussion ist zu Ende. Alle sollen sich freiwillig impfen lassen und damit es für die Verweigerer unbequemer wird, gibt es die 1G- Regel, also nur geimpft in die Disko.

Ganz langsam scheint sich jetzt durchzusetzen, daß auch die Genesenen sicher sind, aber die Antikörpertests werden nicht anerkennt. Also nur mit Impfung und Test in die Gastro, auf die Uni, in die Schule. Wenn man in Deutschland positiv gestestet wird, bekommt man sein Gehalt während der Quarantäne nicht weiterbezahlt und in Österreich wird das Arbeitslosengeld verweigert, wenn man einen Job nicht bekommt, weil man sich nicht impfen läßt.

Auf der anderen Seite bekommt man eine Bratwurst oder einen Gutschein, wenn man sich impfen läßt und ich denke wieder „Hui!“ oder an den Vertreter, der mir mit solchen Argumenten einen Kühlschrank aufschwatzen will. Da sagt wohl ein jeder völlig unkritisiert „Nein!“ und „Hände weg!“

Aber hier wird entmündigt und von einer Impflotterie geschwärmt, wo man, wenn sich achtzig Prozent impfen lassen, ein Auto gewinnen kann. Was man realistisch betrachtet doch nicht bekommen wird und mich schüttelst wieder, weil ich denke, daß man sich impfen lassen soll, wenn es der Arzt empfiehlt, der einen vorher entsprechend aufklärt und weil es für einen nützlich und wichtig ist, aber auch dann stimmt man zu und muß die Nebenwirkungen unterschreiben und nicht, weil es eine Bratwurst gibt, denn da wären wir im Kindergarten und da gehöre ich nicht hin oder höchstens nur, wenn ich meine Enkeltochter von dort abhole und wenn man die Situation so betrachtet, scheint es ohnehin keine Wahl zu geben, denn alle sollen zur Impfung gebracht werden, weil die Impfdosen offenbar eingekauft wurden und weil man offenbar nicht mit der Polizei kommen kann, muß es anders gehen und so wird man eingeschränkt und vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.

Man darf nicht hinterfragen. Jedes Argument wird weggewischt und man unterbrochen, obwohl es da viel Ungeklärtes gibt.

Zum Beispiel die Nebenwirkungen über die auch nicht wirklich gesprochen wird oder nur „Die Impfung ist sicher, es gibt keine Langzeitschäden und das bißchen Kopfweh und der Schüttelfrost nachher ist normal und gibt es bei jeder Impfung!

„Wir haben auch nie behauptet, daß man auch mit der Impfung nicht krank werden kann und jeder der etwas anderes behauptet gehört zu den Verschwörungstheoretikern!“

Die Impfung wurde aber sehr schnell entwickelt und ich frage mich auch, warum der indirekte Zwang?

Warum die 1-3Gs? Wenn du das nicht tust, darfst du nicht mehr ins Kaffeehaus gehen und jetzt auch nicht mehr arbeiten oder in die Kantine und das Denken ist hier ohnehin schon ausgeschaltet und wird nicht gefragt, sondern alle Gegenargumente vom Tisch gewischt.

Wenn einer sagt „Ich glaube, an mein Immunsystem, denn ich gehe viel spazieren und esse Obst!“, wird der Kopf geschüttelt, unterbrochen und gesagt „Ja, ja die Erde ist eine Scheibe! und getan, als gäbe es kein natürliches Immunsystem und jeder, der das glaubt, ist ein ungebildeter Wissenschaftsleugner!

Aber natürlich ist das positive Denken, die richtige Ernährung und Sport wichtig und ich glaube auch, daß man, wenn einem das Virus trotzdem erwischt, vielleicht nur einen milden Verlauf bekommt und nicht, daß jeder, der sich nicht impfen läßt mit Sicherheit schwer krank wird und da ist auch seltsam, daß man sich so wenig um die Dunkelziffer kümmert, weil es ja vielleicht schon viele gibt, die das Virus hatten und es gar nicht bemerkt haben, weil sie sich nicht testen ließen und die sind dann vermutlich immun und werden nicht auf die Intensivstationen kommen!

Obwohl das auch schwierig ist, weil man durch den Lockdown und den versperrten Fitneßstudios und der Ausgangssperren in den Riskobereich vor den Fernseher mit Chips und Bier gedrängt wird und ich frage mich wieder, wo bleibt die Eigentverantwortlichkeit?

Warum muß ich vorgeschrieben bekommen, wo ich welche Maske tragen? Warum kann ich das nicht selbst entscheiden und wird mir nicht zugetraut, daß ich schon selber verantwortungsbewußt umgehe, weil ja keiner wahrscheinlich krank werden will?

Und ich glaube, daß das ohnehin schon sehr viele angstgebeutelte Menschen freiwllig tun und warum werden die Selbsttest nicht anerkannt?

Warum dieses Mißtrauen und das ist auch meine Kritik und wahrscheinlich auch der Grund, warum ich keine Masken trage und mich nicht testen lasse, da ich dazu nicht gezwungen werden will und da sind wir wieder bei der Angst, die da jetzt eindreiviertel Jahre geschürt wird und es dazu auch nachweisbare Unterlagen gibt!

„Es werden bald alle einen kennen, der an Covid gestorben ist!“, hat der Bundeskanzler im März 2020 gesagt, um die Leute zum Mitmachen zu bewegen und diesen Sommer „Wenn alle ein Impfangebot haben, ist es Privatsache und wir heben alle Maßnahmen auf!“, was auch meine Meinung, aber offenbar nicht, die der Politik, ist, denn jetzt darf man ja nicht hinterfragen, nicht zweifeln und auch keine eigene Gesundheitsfürsorge treffen, weil es , die viel ansteckendere Delta-Variante gibt, die Leute sich nicht impfen lassen wollen und die Intensivstationen schon voll sind, aber auch nicht aufgestockt werden und das führt, fürchte ich, zu Verwirrung und der Entmündigung, die ich nicht will!

Schnell zur Eigenveantwortlichkeit zurück, würde ich mir wünschen! Die, die es wollen, sollen sich impfen lassen, Masken tragen und sich testen lassen! Dazu sich informieren, Fragen stellen, kritisch sein!

Das haben wir alle doch einmal gelernt und jetzt soll das auf einmal nicht mehr gelten, weil alle zur Impfung gezwungen werden müssen. Obwohl es, wie ich ebenfalls höre, die sogenannte Herden- oder sterile Immunität ohnehin nicht gibt.

Also das Argument, daß ich es zum Schutz, der anderen oder aus Solidarität tun muß, wegfällt. Die Kollateralschäden, die durch, die ständige Angstmache wird man wahrscheinlich erst in den nächsten Jahren so richtig bemerken! Da werden dann die Pyschologen und Psychotherapeuten viel zu tun haben, um all die Traumatisierungen, Angst-Zwang-und Eßstörungen, die dadurch entstanden sind, zu heilen und ich möchte eigentlich auch mein normales Leben zurückhaben!

Will ins Restaurant, in die „Alte Schmiede“ oder einkaufen gehen, ohne irgendeinen Nachweis vorzeigen oder irgendeine Maske tragen zu müßen, weil ich glaube, daß ich als eigenverantwortliche Frau, schon selbst auf mich aufpassen kann und auch nicht die Dumme bin, wie beispielsweise, die Ex-Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky allen Ungeimpften unterstellt, die nicht an die hehre Wissenschaft glaubt, wenn sie Fehler und Widersprüchlichkeiten aufdeckt und kritische Fragen stellt, weil da vieles wirklich nicht zusammenpasst und widersprüchige Informationen kommen, die aber nicht von der angeblichen Verschwörungsseite stammen.

Und da ist die Ärztin und Gesundheitsmanagerin, wie sie immer betont, in einem Gespräch mit Ex-Vizekanzler Strache, der ja eher Corona kritisch ist, ziemlich bös geworden und hat gemeint, die Leute sollen der Wissenschaft glauben, sich impfen lassen und wenn sie mit den Politikern unzufrieden sind, können sie die ja bei der nächsten Wahl abwählen!

Das hat man in Graz und in Oberösterreich schon letzte Woche getan und hat da die Kommunisten und dort die Impf- und Maßnahmen kritische MFG gewählt. Das war dann auch wieder nicht recht und man hat von der Maßnahmen kritischen FPÖ einen Schulterschluß mit den anderen Parteien verlangt, um die Leute zur Impfung zu bringen!

Am Samstagnachmittg war ich wieder auf einer Demonstration am Karlsplatz, wo unter anderen Konstantina Rösch und Roman Schiessler gesprochen haben, es „Kurz muß weg!-Rufe“ und schöne Sticker, sowie auch eine Gegendemonstration mit Polizeieinsatz gab.

2021-08-15

Konsumverzicht

Ich bin ja sozusagen ein Nachkriegskind, zumindestens mit Eltern und einer Schwester, die den Krieg erlebten und das hat meine Einstellung höchstwahrscheinlich geprägt. In den Siebzigerjahren wo ich ja zu studieren begonnen habe, war zwar alles in Aufbruchsstimmung und meine Eltern, die als Kinder den World War I erlebten und als junge Erwachsene den zweiten, haben in dieser Zeit zu konsumieren angefangen.

Ich aber habe irgendwann die Konsumverzichtsthese geprägt, das Notwendige und nicht das Überflüßige hat das gelautet und habe versucht so sparsam und nachhaltig wie möglich zu leben. Damals war das wahrscheinlich ein bißchen absurd und ich bin im Laufe meines Lebens auch immer wieder davon abgekommen, habe große Reisen gemacht, war in Amerika, Mexiko, Hongkong, Bali, Japan, in der Ukraine, den baltischen Staaten, etcetera. Aber seit 1998, glaube ich, wo wir zwei Wochen in New York waren, bin ich nicht mehr geflogen. Nine elefen hat das verhindert, will ich nicht durch einen Nacktscanner gehen und mein Gepäck durchwühlen lassen.

Trotzdem habe ich immer wieder ganz gut gelebt. Gut gekochgt, gut essen gegangen, zu vielen Literaturveranstaltungen und Empfängen etcetera, guten Wein getrunken, guten Schokolade, etcetera. Das Bücherkaufen, das ich mir als Studentin immer wieder abgewöhnen wollte und es nicht schaffte, brauche ich spätestens seit dem ich blogge und es die offenen Bücherschränke gibt, nicht mehr.

Dnn kam die Klimakrise, die Fridays for future-Bewegung, die ja etwas Ähnliches verlangen und ich war oder wäre wieder en vogue gewesen. Eigentlich war mir das egal. Das man sparsam sein soll, war mir ganz klar, seit ich aber eine Pension beziehe und trotzem meine Praxis mache, war das nicht mehr so notwenideg und da habe ich mir auch gedacht „Vielleicht solltest du dein Geld ausgeben, bevor es dir der Staat nimmt!“

Dann kam Corona, mit seinem Lockdown, den geschlossenenen Geschäften und Restaurants, wo man eigentlich gar nichts ausgeben konnte. Der Alfred, der vorigen Herbst in Pension gegangen ist, hat gut gekocht, Wild, Saltimbocca., Lungenbraten und vom Gregor und vom Fruth ode rdem französischen Spezialitätengeschäft Sachen eingkauft, um die Wirtschaft zu stützen und ich habe mir, glaube ich, im April 2020 gedacht, Corona wird mein Leben verändert, weil es mein aus vom Literaturbetrieb sein wird.

Das heißt nicht, daß ich aufgehört habe zu schreiben, im Gegenteilich plane schon den fünften Corona-Text und das „Corona-Literaturgeflüster-Texte-Buch“ in das imme rmehr Texte hineinkommen, soll es auch bald geben. Meine Bücherberge wachsen ebenso und ich bereite mich jetzt schon sehr intensiv auf das drei-oder viermalige Buchpreislesen vor, das höchstwahrscheinlich meinen Herbst und Winter bestimmen wird.

Aber so wie es aussieht, weil ich ja beharrlich die 3Gs verweigere, werde ich wohl sobald nicht mehr in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus und in die „GesellschaftCorona-Dicht-Fest“ kommen, den „Alpha“ gibt es, wenn auch aus anderen Gründen, glaube ich, seit letzten Jahr nicht mehr und auch keine Einladungen mehr zu Preisverleihungen, weil mit Test, Impfung und Maske gehe ich nirgendwo hin. Das ist zwar etwas schade, aber nicht sehr, sehe ich halt ein, daß es bei mir mit dem Literaturbetrieb nicht klappt und weil so, wie es ausschaut, daß mit dem Gamechanger Impfung nicht stimmt und schon der nächste Lockdown für Geimpfte ausgerufen wird, der bei mir, da ich mit Maske nicht einkaufen und zu Veranstaltungen gehe, ohnehin schon vorhanden ist, wird mein Leben in den nächsten Jahren vermutlich weiter eingeschränkt sein. Konsumvericht pur könnte man so sagen, aber wahrscheinlich weiter mit guten Essen.

Konsumverzicht pur könnte man so sagen. Aber wahrscheinlich weiter mit guten Essen, dem Gläschen Wein oder Prosecco, lesen in der Badewanne, Radfahren am Wochenende in Harland.

Aber trotzdem eingeschränkt, denn kein Kino, kein Theater, kein Konzert. Höchstens Veranstaltungen im Freien und da ist es zugegeben ein bißchen komisch mit der Eistüte in der Hand neben den Geimpften im Eisschanigarten zu stehen, die sich ihr Eis servieren lassen können. Aber eigentlich egal, holt man sich halt sein Takeaway und setzt sich auf die Stufen zu einem Brunnen. Hat es nicht einmal gehießen, daß man im Freien nicht essen soll, weil das nicht zum guten Ton gehört.

„Herr Knigge und Herr Elmayer schauen Sie herunter oder hinuauf und schütteln Sie den Kopf!“

Und was die Klima-Krise betrifft, hört man ja auch, daß man sich einschränken soll. Also ist meine Konsumverzichttheorie über die man früher vielleicht den Kopf geschüttelt hätte, jetzt wieder modern. Kein Fleisch essen sondern vegan leben. Das geht nicht, weil der Alfred ein großer Fleischesser ist. Als die Anna klein war, war ich schon fast dabei mir höchstens mal ein bißchen Schniken in den Auflauf oder Omlette zu schneiden und als ich noch allein gekocht habe, habe ich geschaut, was ist da und habe dann Reis, Nudeln, Kartoffeln ausSchrank und Eiskasten herausgenommen.

Ein ziemlich eingeschränktes Leben also, daß ich mir vor zehn Jahren bestimmt nicht so vorgestellt habe. Aber eigentlich geht es mir ganz gut dabei und es kann vermutlich noch lange so weitergehen.

Wenn ich dann höre „Mit Verschwörungstheoretikern oder Nichtgeimpften rede und treffe ich michnicht!“, was im ersten Fall dem Alfred, beim zweiten Fall mir passierte, kann ich mich ärgern oder den Kopf schütteln. Aber richtig, mein Sozialkontakt hat sich, seit ich nicht mehr zuVeranstaltungen gehe, sehr reduziert. Derzeit treffe ich in Harland die Schwiegermutter mit ihrer jeweiligen Betreuerin, die Anna mit Kind und Freund, am Markt, die Doris Kloimstein und in Wien die Ruth Aspöck. Aber die Workshops im Musa sind flachgefallen. Zu den Klinik Forbildungen gehe ich auch nicht mehr. Aber das hat schon vor Corona aufgehört, daß da keine Einladungenmehr gekommen sind. Die Buch Wien wird ohne mich passieren. Also eigentlich mache ich nur meine Stunden, lese in der Badewanne, fahre in Harland Rad, gehe auf die Bank und schreibe, richtig wenn ich mit dem Korrigieren der „Hundert Seiten“ fertig bin, das wird noch ein bißchen dauern, werde ich mich wieder auf Materialsuche machen und da vielleicht beim Standl vorm MQ oder Karlsplatz einen „Hugo“oder „Aperol Spritzer“ trinken.

Not macht ja erfinderisch und statt zum McDonalds zum Würstlstand gehen und da hört man ja schon die Gerüchte vom nächsten Lockdown. Aber in Wien gehe ich außer Recherchieren ohnehin nicht so viel spazieren. Aus Deutschland,wo ja alles viel schärfer ist,hörte man vor ein paar Tagen, daß ab Oktober nurmehrmit3 G in den Supermarkt gehen darf und die Tests, die nur ein paar Stunden gelten, muß man sich selber zahlen. Das wäre, wenn das käme, denke ich gegen die Menschenrechte. Da könnte man wahrscheinlich Amnesty International anrufen. Aber ohne Maske darf man ja schon seit einem Jahr nicht hinein. Alles ganz schön verrückt, obwohl die Impfung ja nicht so wirkt, wie sie sollte und inIsrael in den Spitälern schon die schwer erkrankten Geimpften liegen, hört man hierimmernoch impfen impfen, impfen!

Dann kriegst du eine Bratwurst, darst dich vom Dr Pogo impfen lassen und bekommst dann auch ein bißchen Musik dazu. Sechzig Prozent wollen das weltweit machen, höre ich. Achtzig<prozent müßen es ssein und der nächste Virus steht auch schon vor der Tür.

Aso alles schön verrückt! Aber schön zu beobachten und Naterial zu sammeln für den sechsten, siebten, etcetera, dystopischen Roman und zu der Konsumverzichtsthese zurückkehren oder nicht wirklich. Denn wenn schon Menschin zweiter Klasse, dann gut leben und die Wirtschaft stützen. Wir haben im Wohnzimmer eine neue Bettbank, damit die Hundertmarks vielleicht mal kommen können. Dazu habe ich Polster bei der grünen Erde gekauft und einen Tisch bestellt und der Alfred hat ein neues Auto und einen neuen Campinganhänger. Damit will er demnächst mit dem Karli nach Albanien fahren. Mt dem Auto. Mit dem Campihnganhänger waren wir an zwei Wochenende in der Kittnerstifung in der Steiermark, haben uns da unser Essen aus einem Gasthaus geholt und ich habe in Radkersburg den Bücherschrank gestürmt. Also ein durch die Politik und Corona verändertes Leben, was möglich macht, was früher unmöglich war. Wie wird es weitergehen?Ich bin gespannt, kenne aber viele, denen es nicht so gut damit geht, sondern depressiv geworden sind.

2021-06-12

Ein Bachmann-Text?

Filed under: Glosse,Literaturbetrieb — jancak @ 01:04
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Nächste Woche findet wieder der „Bachmann-Preis“statt. In Klagenfurt werden, glaube ich, die Juroren Insa Wilke, Mara Delius, Vea Kaiser, Klaus Kastberger, Brigitte Schwens-Harrant, Philipp Tingler und Michael Widerstein, im ORF-Studio sitzen, die vierzehn Autoren von denen ich Nava Ebrahimi, Nadine Schneider, Julia Weber, Magda Woitzuck und seit kurzem auch Lukas Maisel kenne, werden zugeschaltet und ich, das habe ich, in meinen „Bachmannpreis-Geflüster“ schon geschrieben habe oder würde da auch gerne lesen. 1982, als es noch den „Arbeitskreis schreibender Frauen“gegeben haben, hat Brigitte Guttenbrunner dort gelesen und ich kann mich erinnern, daß ich mit ihr darüber gesprochen habe.

„Da kann man sich nicht bewerben!“, hat sie mir gesagt!“

Das hat sich inzwischen geändert. Zwei oder dreimal habe ich meineTexte auch an die Juroren geschickt und irgendwann hieß es dann, wenn man das tut, muß man eine Verlagsempfehlung beilegen. Ich weiß nicht, ob das noch gilt. Hätte die auch nicht und seit ich blogge, auch keine unveröffentlichten Texte wahrscheinlich, was ja eine der Teilnahmebedingungen ist, weil ich das meiste in meinen Blog veröffentliche oder in den Schreibberichten, die jeweiligen Works on Progress kommentiere und dann sind sie den Juroren wahrscheinlich zu trivial, zuwenig abgehoben, zu wenig experimentell und haben wahrscheinlich auch Rechtschreib- und Grammatikfehler, weil mir das nicht so wichtig ist.

Aber ich würde noch immer gern dort lesen, obwohl ich mit meinem Geburtsjahr wahrscheinlich zu alt dazu bin. Gut, Helga Schubert, die Vorjahrssiegerin war noch viel älter, aber die saß vorher in der Jury und dann wird mich keiner einladen. Zweitens würde ich wahrscheinlich auf Grund und Boden kritisiert werden und das muß ich nicht haben. Schaue mir das Preisgeschehen aber schon lange Online an, fiebere mit, gebe meine Empfehlungen, blogge darüber und habe einmal auch einen diesbezüglichen Text geschrieben, mit dem ich mich dann für einen Preis einer Schreibwerkstatt geworden habe, den ich auch nicht gewonnen habe.

Einmal, ich glaube, in dem Jahr als Cornelia Travnicek, deren Schreiben ich sehr intensiv verfolgte, gelesen hat, habe ich zeitgleich an „Kerstins Achterln“geschrieben und bin dann, da war ich in Harland und bin anschließend mit dem Rad dieTraisen entlanggefahren und habe mir gewünscht, einmal lädt mich jemand vielleicht auch als Jurorin ein und, als sich Cornelia Travnicek, als sie noch nicht eingeladen war, darüber ärgerte, daß es nur neun statt der ausgeschriebenen Literaturkurskanditaten gab, habe ich vorgeschlagen, daß sich die nicht Eingeladenen mit ihren Texten in den ORF-Garten setzen und auf eigene Faust ihre Texte lesen sollen.

Vielleicht kommt dann ein Juror und kommentiert sie, habe ich fabuliert. Heute würde ich denken, falsch, dennn Erstens sind jetzt ja Corona- Zeiten, also das meiste digital und Zweitens würde da wahrscheinlich der ORF die Polizei holen, die die Lesenden dann entfernt. Vielleicht verwendet die dann noch Pfefferspray und Wasserwerfer, denn wir leben ja in autoritären Zeiten.

Also keine Phantasien oder doch, denn jetzt hätte ich vielleicht einen Text, kann den aber nicht nur mangels eines Verlags, nicht einreichen, weil die Glücklichen längst ausgewählt, aber ich bin vorige Woche mit dem Korrigieren fertig geworden.

Die „Mathilde im Coronaland“liegt in derDruckerei. Die Corona-Texte sind beim Alfred und könnten vielleicht noch anwachsen, denn Corona ist mit den 3 Gs, der Maskenpflicht und dem indirekten Impfzwang noch lange nicht vorbei. Ich habe aber schon mit dem Schreiben des nächsten Textes anfgefangen. Das geht, kann ich verraten, erstaunlich gut voran, auch wenn mich meine Leser jetzt vielleicht erinnern, daß ich immer schreibe, daß ich ausgeschrieben bin.

Aber als vor einigen Monaten Mieze Medusa in der „Alten Schmiede“ sagte, daß es keine älteren Autorinnen oder Protagonistinnen gibt, habe ich eine Großmutter-Sohn-Enkeltochtergeschichte konzipiert und dann darauf vergessen. Am Freitag habe ich mir die Notizen hervorgeholt und gedacht, jetzt gehe ich erst einmal ein Monat recherchieren und feiere dreizehn Tage mein „Literaturgeflüster“ bevor ich in die Sommerfrische gehe, dann bin ich am Wochenende auf eine Antiimpfungzwangdemo gegangen, wo es seltsamerweise keine Masken gab und die Polizei sehr zurückhaltend war und am Sonntag auf den Karlsplatz, nachdem der Samstagabend ein Platzverbot hatte, weil am Freitag einige Jugendliche dort feierten und Flaschen auf Polizisten warfen, die in Kampfmontur aufmarschierten.

Das waren möglicherweise vorläufig meine Recherchen, denn ab da habe ich geschrieben und geschrieben. Drei Szenen, zehn Seiten und 4483 Worte habe ich schon. Das Ganze wird „Wie wir waren oder hundert Seiten Depression“ heißen und wer es wissen will, Corona spielt natürlich wieder eine Rolle.

Da kann eine realistische Autorin, die in der Gegenwart schreibt, gar nicht anders. Denn die Amelia Spielberg, die in Weitra bei der Großmutter lebt, fragt sich, ob sie als Corona-Maturantin zu der verlorenen Generation gehört? Die Großmutter Lore, eine alte Feministin, wird demnächst siebzig und schreibt an ihren Memoiren und ihr Sohn Richard, ein stellvertretender Chefredakteur wurde von seiner Zeitung entlassen, weil er auf einer Corona-Demo gesichtet wurde und macht jetzt ein Online-Portal auf. Die Amelia will Gender studeren und zieht nach der Matura nach Wien zu ihren Vater und da geht sie als Erstens auf den Donaukanal oder zum Karlsplatz, um sich die verbotenen Corona-Parties anzusehen.

Zehn Seiten habe ich schon und drei Szenen, das wäre wohl ungefähr die dreißigminütige Lesezeit. Es ist aber ein Ausschnitt aus einem Roman und sehr realistisch und Corona gilt höchstwahrschauch nicht als literarisch taugliches Thema. Wenn ich meinen Text noch hinschicken könnte und da ich keine Maske trage, werde ich mich auch nicht in den ORG-Garten setzen und mich dann von der herbeigeholten Polizei mit Pfeffer bespritzen oder verhaften lassen, weil ich keinen drei G-Paß habe. Also bleibe ich zu Hause, höre mir das Preislesen an und kann dann, weil das in Wien sein wird, wenn es aus ist, statt Rad fahren, meinen Text weiterschreiben oder ihn mir auch laut vorlesen. Aber das könnte ich wahrscheinlich nur am Freitag tun, weil wir am Samstag in der Krongasse ausmalen wollen.

2021-06-04

Verschwörungstheorien

Filed under: Glosse — jancak @ 00:56
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Jetzt kommt eigentlich ein heikles Thema, leben wir ja Zeiten, wo es mit den Widerspruch in Bezug der Corona-Maßnahmen ein wenig schwierig ist, bekommt man doch öfter, wenn man beispielsweise sagt, daß es mit diesem Virus vielleicht doch nicht so schlimm ist oder man sich nicht impfen lassen möchte, manchmal gleich gesagt: „Ja, die Erde ist eine Scheibe!“ oder „Nimm den Aluhut ab, du Covidiot!“

Was ich eigentlich bedenklich finde, obwohl schon klar ist, daß man am Anfang der Krise, ab März 2020, die Angst geschürt wurde, um die Leute zum Mitmachen zu bewegen. Da gibt es den Saga von „Wir werden bald jemanden kennen, der an dem Virus gestorben ist!“

Zum Glück ist das nicht passiert. Ich habe nur davon gehört, daß das dem oder dem, den ich nicht persönlich kannte, passiert sein soll und kenne ein paar posiiv Getestete, die aber keine oder kaum Symptome hatten.

Im Sommer kamen die Lockerungen. Dann die zweite, dritte, vierte Welle mit den entsprechenden Lockdowns, die Mutationen und schließlich die Impfung und jetzt zu Beginn des Sommers, wo es endlich endlich ein bißchen wärmer wird, bis Ende Mai ist das ja nichts passiert, sind schon vierzig oder fünfzig Prozent, der, die es wollen geimpft und es kommen die Erleichterungen oder die große Freiheit mit den drei Gs und der grüne Impfpaß, den es digital noch nicht wirklich gibt. Aber man muß eines der Drei vorweisen, wenn man ins Cafe, zum Friseur oder zum Fußpfleger will und jetzt ist natürlich der große Druck vorhanden, daß sich möglichst alle impfen lassen, damit die sogenannte Herdenimmunität, obwohl das, glaube ich, noch nicht so klar ist, daß das passiert, erreicht wird, obwohl es, wie die Politiker immer betonen, es keine Impfpflicht gibt!

„Alle die es möchten!“, heißt es immer. Aber auch „Wir müßen aufklären und motivieren!“ und „Bitte, bitte nehmen Sie den ersten Termin, den Sie bekommen, wahr!“

Und dann gibt es die indirekte Impfpflicht oder sogar die sogenannte Impfapartheit, wie das Herbert Kickl, beispielsweise nennt. Der wurde daraufhin sehr angeschoßen, auch wenn er sagte, daß alle, die sich impfen lassen, Versuchskaninchen sind!

„Wie kann er nur, denn die Impfung ist ja hundertprozentig sicher!“, hört man da manchmal auf OE24-TV.

Die Impfungen sind aber nur bedingt zugelassen, Studien werden nachgereicht müssen und da nimmt man natürlich die Daten der Geimpften und da sind Nebenwirklungen und sogar Todesfälle wegen Blutgerinnsel aufgetreten, die das Ganze vielleicht doch nicht so sicher macht.

Sehr unwahrscheinlich natürlich, daß es einem trifft. Aber wenn, hat man Pech gehabt und dann wird auf alle ein großer Druck ausgeübt, sich trotzdem impfen zu lassen, um endlich wieder die Freiheit zu genießen, auf Urlaub zu fahren, ins Cafe gehen zu können, etcetera.

Ein Grund, wie ich finde, weshalb man sich nicht impfen lassen soll. Man soll es tun, wenn man die Impfung für eine gute Möglichkeit hält, gesund zu bleiben und nicht, weil man sonst nicht arbeiten darf, weil der Arbeitsgeber einen Impfnachweis verlangt. Darf er eigentlich nicht, sagt doch der Bundeskanzler immer, die, die sich nicht impfen lassen wollen, lassen sich halt testen. Aber da war eine Schauspielerin, die keinen Vertrag mehr bekam, obwohl sie sich testen hätte lassen und in OE24 wird manchmal sehr laut gefordert, daß es diese indrekte Impfpflicht geben soll, damit sich alle testen lassen und der Reporter geschützt ist, etcetera.

Wie passt das zu den Verschwörungstheorien? Eigentlich gar nicht. Denn wenn es keine Impfpflicht gibt, ist es ja keine solche, wenn man sagt „Ich will mich nicht oder noch nicht impfen lassen, weil mir das zu heikel ist oder will das nicht für meine Kinder!“, wo das jetzt schon ab zwölf passieren kann und es da, zumindestens in Deutschland einen relativ großen Widerstand von Ärzten gibt, die das eigentlich für unnötig halten. Die werden dann vielleicht zu den Verschwörungstheoretikern gerechnet und bekommen vielleicht auch Schwierigkeiten mit ihren Job. Da gab es schon Suspendierungen und dann gibt es noch wilden Theorien, die wahrscheinlich wirklich in die Verschwörungskiste passen, ich aber noch nicht wirklich von einem Menschen gehört habe, den ich kenne, wie beispielsweise, daß man stirbt, wenn man den Impfeinstich einer Person berührt. Das wohl sicher nicht, merke ich an, obwohl schon Menschen an Impfungen gestorben sind und vielleicht auch schon Kinder umgefallen sind, weil sie das Maskentragen nicht vertrugen. Die sind dann wahrscheinlich nicht gestorben und wenn doch , dann wahrscheinlich durch eine Vorerkrankung und nicht primär durch die Maske. Aber das ist, habe ich vorige Woche bei einer Fortbildung und auch bei meinem Leipziger Messebloggen bei dem Ingrid Brodnig ihr neues Buch „Einspruch-Verschörungstheorien und Fake News kontern“, vorstellte, hörte, daß das falsch sei und die auch Ratschläge gab, was man Verschwörungstheoretikern antwortet?

„Ich mag dich als Mensch, bin in diesem Punkt aber nicht deiner Meinung!“

Selbstverständlich, denke ich, wenn mir jemand , wie mir das einmal im Literaturhaus beim „Fest für Heinz Lunzer“ passierte, sagt, daß Jörg Haider keinen Unfall hatte, sondern ermordet wurde. Heikler wird es, wenn einer meint „Ich lasse mich nicht impfen, da laße ich mich eher kündigen!“

„Da soll man hellhörig werden!“, meint ingrid Brodnig. Natürlich werde ich dem raten, vorsichtig zu sein und nicht alles hinzuschmeißen, weil er, wenn er dann aufs Arbeitamt geht, auch einesde 3Gs braucht. Besser wäre es, auf sein Recht zu bestehen, weil es ja, wie oben angemerkt, keine Impfpflicht gibt, zuklagen oder sich an die Medien wenden.

Aber ist man schon ein Verschwörungstheoretiker, wenn man sich nicht impfen lassen will? Und ist man einer, wenn man beispielsweise auf eine Anti-CoronaDemo geht? Da ist man, habe ich gehört, ein Terrorist und ein Nazi, weil bei solchen Waffen gefunden wurden und ein Herr Küssel dorthin geht. Deshalb darf ein normaler Mensch das nicht tun, aber wo soll er seine kritischen Bedenken äußern, wenn er Widersprüche sieht?

Nicht ganz so einfach zu beantworten. Denn es gibt inzwischen genug Ärzte und Wissenschaftler, die das anders sehen, ein Dr. Sönnichsen, ein Martin Sprenger, ein Sucharid Bhakdi, ein Wolfgan Wodarg und und und….

Aber die werden sehr angegriffen , wie ich bezüglich Prof Bhakdi, dessen Buch ich gelesen habe und es eigentlich nicht sehr verschwörerisch finde, auf den schon zitierten Semiar erlebte und Andrea Kdolsky, die ehemaligen Gedundheitministerin, hat in der Tamara Fellner-Show sogar gesagt, er wäre kein Arzt, obwohl sie mit ihm schon öfter diskutiert hat. Er ist aber Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemologie. Zwar schon über siebzig, was da immer negativ angemerkt wird. Aber in diesem Alter bekommen andere Ärzte manchmal den Nobelpreis und da regt sich keiner auf.

Ein schwieriges Thema, wo ich meine, daß man mehr Widerspruch zulassen sollte, auch andere Meinungen anhören und darüber diskutieren oder streiten, so denke ich doch, daß man bei Disserationen seine Thesen in Streitgesprächen diskutieren soll. Bei diesem Thema scheint es aber keinen Widerspruch geben zu dürfen.

Wahrscheinlich steckt da auch die Angst dahinter, daß die Leute sonst nicht mitmachen würden. Aber sie haben mitgemacht und jetzt sind die Zahlen auch soweit unten, daß, wie ich höre, die Maskenpflicht im Freien, nächste Woche fällt und man nur noch einen Meter Abstand halten muß.

Also darf man vielleicht seine Meinung äußern und kann dem anderen, wenn er Bedenken äußert, vielleicht ausreden lassen, statt ihm gleich „Du bist ein Covidiot und möchte mit dir gar nicht mehr sprechen!“, wie mir das auch schon mal passierte, kontern. Das wär doch wirklich schön und, daß bei der Impfung, die Gefahr von Blutgerinnseln besteht, hat Prof Bhakdi, glaube ich, in seinem zweiten Buch beschrieben, noch bevor diese Krankenschwester in Zwettl daran gestorben ist. Und dann gibt es noch die Theorie, daß das Virus nicht von Fledermäusen, sondern aus einem Labor kommt!

Das hätte ich eigentlich für eine Verschwörungstheorie gehalten, ohne den, der mir das erklärt, gleich niederzumachen. Jetzt höre ich aber, das wäre offiziell bewiesen. So ganz, glaube ich, das zwar nicht, lasse mich aber gern belehren.

2021-04-01

Kein Aprilscherz?

Filed under: Glosse — jancak @ 00:39
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Wir schreiben den ersten April, Gründonnerstag und starten wieder statt in die Auferstehung nach Ostern, wie es uns unser Kanzler im letzten Jahr während des ersten Lockdowns verkündet hat, in ein zweites Corona-Oster beziehungsweise in die Osterruhe genannten dritten, vierten oder fünften verschärften Lockdown und da sich die Leute, weil das Wetter ja hoffentlich schön sein wird, an den Donaukanal setzen könnten, obwohl es wieder eine verschärfte Ausgangssperre gibt, also Lockdown rund um die Uhr und nur zum einkaufen, zum spazieren, zur Arbeit, wenn man das zu Ostern muß und anderen zu helfen darf man hinaus und heuer darf man zum Unterschied zum letzten Jahr, wo es ja den verunglückten Ostererlaß gab, eine Person besuchen, also nicht, wie zu Weihnachten, zehn personen aus verschiedenen Haushalten, sondern nur eine einzige. Die Kinder darf man, glaube ich, dazu mitnehmen und braucht sie nicht schreiend zu Hause lassen und der Handel ist selbstverstündlich ab Gründonnerstag, also pünktlich zum Aprilschrz schicken, an den aber ohnehin keiner glaubt, geschloßen.

Nach Ostern braucht man dann, um in die Geschäfte zu dürfen auch einen Eingangs- oder Freitest, denn das sollen ja alle Leute solange das mit der Impfung nicht klappt, testen, testen, testen und nach Ostern hörte man letzte Woche, wird beim Ostlockdown der ja bisher nur Wien, Burgendland und NÖ betrifft.

Das war vorige Woche, diese hieß es dann, der Lockdwon wird zumindesten in Wien, um eine Woche verlängert, denn die Zahlen steigen ja noch immer an und werden, wie die Eperten schon seit Wochen phropehezeiien, bald bei sechstausend liegen. Die Intensivstationen sind voll und die Schanigärten die ja am siebenundzwanzigsten März erföffnet werden sollten, bleiben auch noch zu.

„Macht ja nichts!“, wird man sich vielleicht gedacht haben.

„Dann hole ich mir mein Takeaway aus dem Restaurant und meinen Kaffee und setzte mich damit in den Stadtpark oder an den schon zitierten Donaukanal. Es gibt da ja immer Bilder von den lockdownmüden Österreichern, die die Sonne genießen wollen, denn das hieß es ja, wenn der Frühling kommt ist man viel im Freien und da geht dann auch das Virus zurück!

So war das auch im letzten Jahr, wo es auch einen Osterlockdown gegeben hat, man sich aber schon auf den ersten Mai freuen konnte, wo dieser beendet war. Heuer kann man das nicht, denn die Experten rufen alle laut, eine Woche Lockdwohn ist zu wenig, da müßen mindesten vier, wenn nich tnoch mehr her und also sollte, hörte man auch, dasTake away verboten werden, damit sich die Leute damit nicht in den Park setzen.

Der Handel scheint das verhindert zu haben, mahnt aber auch, Take away heißt „Trags nach Haus und iß es nicht im Park oder auf der Bank vor dem Lokal!“

Aber da hört man doch immer im Freien ist es weniger ansteckend, als zu Hause und wenn man jetzt nicht aus dem Haus zum Osterpcknick gehen kann und sich die Lockdown müden leute dann heimlich in der Wohnung treffen, wäre es ja eigentlich gefährlicher, sollte man meinen und auf die Eigenverantwortlichkeit und den Hausverstand statt auf das Verordnungschaosbauen!

Aber das scheint nicht zu sein und so gehen die Widersprüchlichkeiten und die Aprilscherze, wie die Zahlen hoch, aber die tun das eigentlich gar nicht so sehr, liegen sie ja immer noch bei dreitausend. Die Inzidenzen sind aber in Wien, NÖ und Burgenland hoch. In Salzburg sind sie das auch, so wird überall nach einem österreichweiten Lockdown gerufen, außer in Voralrberg, wo die Gastgärten und die Restaurants immer noch zu Testzwecken geöffnet sind.

Und in Tirol kann man hören, ist jetzt eine neue britische Mutante aufgetaucht. Bisher gab es da ja die Süfafrikanische und da gab es eine Generralimpfung des Bezirkes Schwaz, was aber auch nicht zu einem Absinken der Zahlen führte. Jetzt gibt es wegen der britische Mutante eine Ausreisesperre und die Virologin Dorothee von Laer warnt schon von einer neuen ansteckenden Variante, die dann im Herbst nach einem angeblich milden sommer zu einer neuerlichen Welle führt, aber da hätte ich gedacht, haben wir das Licht des Tunnes schon erreicht!

Da sind alle, die das wollen schon geimpft und können mit dem grünen Impfaß ihr neues normales leben zu leben, scheint aber vielleicht doch nicht zu sein, weil diese neue Variante, wie auch die deutschen Experten schon warnten nicht nur viel ansteckender, sonder auch gegen jede Art von Impfung resistent sein wird!

Uje, uje, wenn das kein Aprilscherz ist, kommen wir ja nie aus dieser Virusseuche und den Lockdowns heraus. Vielleicht haben wir uns da schon an die Aussgangssperren das Dauertesten und Dauerimpfen, sofern wir genügend Impfdosen gewöhnt und auch, daß die Polizei auftaucht, wenn wir mit unseren Takeawaypaket im Stadtpark sitzen oder in einer Supermarktgarage mit einem Bier in der Hand, um eins in der Nacht eine illegale und verbotene Corona-Party feiern.

„Das ist doch ein Aprilschrerz!“, schreien da die Osterhasen, die schon ihre Eier zum Verstecken eingepackt haben und zu den kindern loshoppeln wollen.

„April, April eingefahren, hast du das wirklich geglaubt?“

Leider nicht, denn der Scherz bestehtim letzten Satz und so werden wir auch heuer nicht zu der Auferstehung nach Ostern kommen, wenn wir nicht endlich mit dem Virus leben lernen! Aber das habe ich gehört ist eine Verschwörungstheorie und kann also auch als eine Art Aprilschrerz gelten oder vielleicht doch nicht so ganz?

Und Bärlauch habe ich, um wieder auf den Gründonnerstag zurückzukommen, am Sonntag auf der Mostalm auch gepflückt, so daß ich ihn mit Rösti und Spiegelei zubereiten kann und dazu kein verbotenes oder doch erlaubtes Takeaway brauche!

2020-12-31

Die Corona-Fledermaus

Filed under: Glosse — jancak @ 19:08
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Ich bin ja eine, die offenbar einen eher konservativen Literatur- und Kulturgeschmack hat. So habe ich mich schon als Studentin sehr energisch gegen die Regisseure gewehrt, die die „Walküre“ nach Auschwitz verlegten und den „Don Giovanni“ in einer Bäckerei spielen ließen und habe dazu auch, wie ich mich erinnern kann, handschriftliche Protestartikel geschrieben.

Damals bin ich ja noch sehr viel in die Oper gegangen, jetzt tue ich das nicht mehr. Ins Theater ging ich schon damals nicht sehr viel. Da bevorzugte ich wohl schon damals den Roman, aber jetzt, Corona macht es möglich, ist mir eine Inszenierungsmöglichkeit eingefallen, als ich gestern im Radio hörte, daß die „Fledermaus“ die berühmte Strauß-Operette auch heuer, in Zeiten, wie diesen in der Staatsoper zwar ohne Publikum, aber live im Fernsehen übertragen, aufgeführt werden soll.

Das hat mich zwar ein wenig gewundert und auch, als ich bei dem Interview mit dem Regisseur oder wem auch immer hörte, daß es eine eher konventionelle Inszenierung wäre und da ist mir eingefallen, wie man die „Fledermaus 2020“ aufführen könnte, die ich ja einmal vor Jahren im Stehen und in der Kälte vor der Oper erlebt habe, als wir ein einziges Mal mit der damals kleinen Anna über den Silvesterpfad, den es heuer auch nicht geben wird, gegangen sind.

Da hat Ernst Steinhauer oder wer auch immer, Fritz Muliar war wohl schon gestorben, die Laterne in den Mistkübel fallen lassen und dazu „Licht ins Dunkel!“, gegröhlt, was, wie ich mich erinnern kann, der kleinen Anna gut gefallen hat.

Aber nun zur Fledermaus 2020 und die würde ich in einer bürgerlichen Villa, in Hietzing oder Döbling vielleicht, spielen lassen. Ein bürgerliches Wohnzimmer oder Salon. Hinten sind groß und nicht zu übersehen, die Corona-Regeln angeschlagen. Die Desinfektionsflasche steht auf dem Tisch. Die Adele ist ein moldawisches Aupair-Mädchen mit Theaterambitionen. Sie trägt Jeans statt der Stubenmädchenuniform. Die Rosalinde ein eher zeitloses Abendkleid und später statt der Augenmaske ein Gesichtsvisir. Der Herr von Eisenstein Frack oder einen Anzug und muß ins Gefängnis, weil er die Maßnahmen nicht eingehalten hat, der Advokat ist von den „Rechtsanwälten für die Freiheit“, hat aber auch nicht helfen können und der Alfred, der ehemalige Liebhaber, der Rosalinde, der zum Schäferstündchen kommen will desinfiziert sich immer, bevor er sie ansingt. Vielleicht hat er auch eine FFP2-Maske auf oder eine im Fledermausdesign. Alle bis auf den Alfred wollen auf eine dieser verbotenen Silvesterparties. Dort steht der Prinz Orlofsky als russischer Oligarch auf der Terrasse, wirft die Raketen in die Luft, singt dazu auf die Frage, warum er das denn täte: „Ist halt bei mir so Sitte, chaqun a son gout!“

Draußen streifen die Polizisten herum und nehmen die Gesellschaft fest. Im Gefängnis gibt es statt des Franz-Josef natürlich ein Kurz-Portrait und der Frosch spritzt betrunken, statt die Laterne in den Mistkübel zu werfen mit dem Desinfektionsspray herum und traktiert die Ankömmlinge mit Schnelltests.

Der „Nichtswürdige Herr Direktor!“, gespielt von Gernot Kulis mit Nehammer-Maske, „Außen schön und innen Direktor!“, erscheint und am Schluß schleppt der Oligarch, die lustige Adele ab, um sie auszubilden. Vielleicht wird sie später die Oligarchin für das nächste Ibiza- oder was auch immer Video, sein und alle singen „Glücklich ist, wer vergißt, was vielleicht doch so ändern ist!“

Und oben schwebt die chinesische Fledermaus herum und streut das Virus aus

So und in diesem Sinn auf in ein hoffentlich besseres neues Jahr angestoßen! Der entsprechende Artikel wird bald folgen! Aber eigentlich, ganz ehrlich, wenn ich mir die Nachrichten so ansehe, bin ich nicht so optimistisch und sehe mich schon den Zeiten der freiwilligen Zwangsimpfung ohne, die man nicht auf die Straße, in ein Restaurant oder in die Arbeit gehen kann, entgegen und damit wir uns daran gewöhnen, haben wir ja demnächst die Massentests von dem man sich freitesten darf und damit das nicht so pessimistisch klingt, füge ich hinzu, Bleigießen war zu Silvester noch erlaubt und die serbische Bohnensuppe für die private Knallerei, denn furzt man öffentlich, kann das ja fünfhundert Euro kosten!

P.S und eine kleine Anspielung, daß das Rauchen nur nach der Impfung gestattet ist und, daß eine Gefängniszelle schon für den Gerrn Grasser vorbereitet sei, hat es in der alten Schenk-Inszenierung auch gegeben und am Schluß hat das Orchester in der publikumsfreien Staatsoper applaudiert.

2020-12-21

Positiv-negativ-positiv

Filed under: Glosse — jancak @ 00:21
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„Nach einem entbehrungsreichen Leben endlich positiv und das ist negativ!“, dichtete, glaube ich, der Lyriker Hans Augustin im Frühling während des ersten Lockdowns und das gibt Anlaß ein wenig über die Worte „positiv“ und „negativ“ nachzudenken. Kommt wahrscheinlich von der Allmacht der Medizin, daß der Kranke als positiv beurteilt wird und hat man die Krankheit nicht, ist man negativ. Und das muß man nun allendhalben und überall sein und wenn man in Zukunft einkaufen, in ein Konzert oder in ein Gasthaus gehen will, muß man wohl seinen Negativbescheid vorweisen, damit man Einlaß findet, denn wir suchen ja das Virus derzeit, wie die berühmte Nadel in den berühmten Heuhaufen, um, wie es, glaube ich, der freiheitliche Politiker Peter Westenthaler nannte, eine Krankheit zu finden, bei der man zuerst einenTest machen muß, muß sie herauszubekommen, um dann die Leute zu einer Impfung zu motivieren, damit sie sich davor schützen lassen und da ist jetzt wahrscheinlich nicht nur in Österreich der Teufel los.

Der dritte Lockdown naht und testen, testen, testen, hat ja nicht nur unser Kanzler gesagt und so werden Gesunde über Teststraßen gejagt, um sie dann abzusondern, zu isolieren oder wegzusperren, damit sie die Krankheiten nicht übertragen und zu Superspraydern werden, sitzen sie dann eine Woche in Quarantäne, reagieren meist asymptomatisch, während die Krankenhäuser offenbar bei den Älteren, bei denen die Krankheit tödlich sein kann, immer noch nicht nachkommen sie zu behandeln.

Also braucht man die Maßnahmen, um das Virus in den Griff zu bekommen, das ja jetzt mit Eifer und sehr verbissen, wie die Nadeln in dem berühmten Heuhaufen gesucht und aufgespürt werden soll, was ja eigentlich, wie schon der Hausverstand sagt, nicht gelingen kann und so schießen wir mit Kanonen auf den Spatzen Covid. Schießen dabei alles nieder, zertrümmern die Wirtschaft, traumatisieren die Bürger und die Kinder in den Schulen in die sie jetzt nicht gehen dürfen und das Virus hüpft dann lustig davon.

Das hat, glaube ich, der zu den Corona-Kritiker gezählte Experte Prof Bhakdi in seinen Buch „Corona-Fehlalarm?“ geschrieben und ich habe mir schon am Anfang etwas schwer getan, diese Virus Bekämpfung- Manie nachzuvollziehen, stamme ich ja noch aus der Generation, wo man lernte sich bei einer Grippe, einer Verkühlung ins Bett zu legen, heißen zitronentee trinken und den täglichen Apfel, beziehungsweise, das berühmte Hühnersüppchen zu essen und die Krankheit auszukurieren.

„An apple per day keeps the doctor away, stand, glaube ich, auf einem Zettelchen das auf dem Nachttisch meiner Großmutter lag. Das gilt nicht mehr, gilt als überhaolt und nicht mehr aktuell, denn jetzt darf man ja alles, nur nicht positiv sein und so wird getestet und getestet. Man muß Abstand halten und seine Hände desinfizieren, obwohl ich ja, glaube ich, auch in der Schule lernte, daß man damit auf Dauer seine Abwehrkräfte eher dezimiert, als stärkt, aber die scheinen derzeit ohnehin nicht sehr gefragt, wurden doch im Frühling in Wien die Bundesgärten abgesperrt, so daß man nicht in Schönbrunn oder im Prater spazieren gehen konnte, hieß es doch „Stay at home!“ und man darf nur aus den berühmten vier oder fünf Gründen aus dem Haus und die häufigsten Worte, die man jetzt hört, sind „Ist es noch erlaubtß“ und man darf ab Weihnachten, glaube ich, zwar einen Skilift benützen, braucht da aber eine FFP2-Maske und den Sicherheitsabstandmuß man auch einhalten.

Denn die Viruszahlen, die der Getesten schnellen immer noch nach oben oder eigentlich hat sie der Lockdown 2 schon ein wenig eingedämmt. Eine sogenannte Plateauspitze wurde schon erreicht. Aber Weihnachten naht und da haben alle offenbar Angst und die Politiker scheinen in ein eine Art Massenpanik verfallen.

Was ist, wenn nach Weihnachten, wozu ja die Massentestungen gestartet wurden, daß man nachher in Ruhe bei seinen Lieben Weihnachten feiern darf, aber davor haben jetzt offenbar alle Angst. Zwar dürfen sich da maximal zehn Personen aus maximal zehn Haushalten treffen. Wie geht sich das aus? Ist die berühmte Frage. Aber das soll man ja ohnehin nicht auskosten. Aber was ist, wenn die Zahlen dann nachher in die Höhe schnellen, weil da alle vor dem Christbaum vielleicht ohne Maske „Stille Nacht!“, singen oder die Oma ohne Handschuhe küßen? Deshalb „Machen sie einen Schnelltest, bevor sie sie aus dem Altersheim holen!“, hat der Bundeskanzler geraten. Aber das soll man ohnehin nicht tun und wenn man sie dort besucht, muß man einen Schnelltest machen und ab Jänner ist der Massentest ohnehin bei wahrscheinlich Allen Pflicht, bis uns dann die Impfung aus dem Dilemma erlöst.

Aber das wollen, hört allenhalb aus den Umfragen, die Impfmuffeln Österreichs ja nicht, haben sie doch Angst davor und wollen erst abwarten, ob den anderen nicht vielleicht doch grüne oder blaue Ohren wachsen, bis sie sich selber impfen lassen. Aber wenn sich nicht mindestens sechzig Prozent impfen lassen, gibt es keine Herdenimmunität, obwohl ohnehin noch nicht klar ist, ob es die überhaupt gibt, wie lange der Impfstoff wirkt und, ob man nicht doch noch trotzdem ansteckend ist.

Deshalb weiter testen, testen, Abstand halten, Maske tragen und es bleibt die Frage, wie wirkt sich das alles auf die Psyche des Menschens aus. Was macht das mit der Psyche, wenn man den anderen nicht trauen kann, ob der nicht vielleicht doch ansteckend ist und die Krankheit auf einen übertragen kann? Der nächste als Feind! Vorsicht, Vorsicht, Maske auf, Socialdistancing und Abstand halten, sich zu Hause einsperren und nur noch miteinander telefonieren und die, die in Folge der Lockdowns arbeitslos geworden sind, haben jetzt andere Verdienstchancen. Werden doch Sicherheitsmitarbeiter, die vor den Geschäften stehen und die Negativatteste kontrollieren, die Contakttracer und die Covidverordnungsplaner sehr gesucht, während die anderem, die Arbeitslose und die Kurzarbeit anmelden und alles alles vielleicht den Bach hinuntergeht, obwohl uns der Bundeskanzler ja schon seit langem, das Licht am Ende des Tunnels und die Auferstehung zu Ostern oder zu Weihnachten verspricht. Zu Weihnachten nicht, da rät er zur Vorsicht und das Silvesterfeiern ist ohnehin schon lange abgesagt und bis wir das Licht des Tunnels sehen, müssen wir uns weiter regelmäßig testen lassen und uns, sollten wir postiv sein, rechtzeitig isolieren, absondern, wegsperren und alles nur nicht positiv sein! Denn das ist das Ende mit oder ohne Schrecken und da habe ich ich doch gelernt, daß man immer positiv denken und auch so leben soll! Wie habe ich mich da getäuscht!

2020-11-25

Sprache in Corona-Zeiten

Filed under: Glosse,Uncategorized — jancak @ 00:13
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Was ist skurril in diesen Zeiten und, wie skurril sind sie, wo wir alle hinter einem Virus herlaufen, um es einzufangen, auszumerzen, eliminieren oder nein, falsch, unrichtig! Nicht genügend setzen! Das dürfen wir ja nicht! Wir müssen schön zu Hause bleiben und uns isolieren! Werden massengetestet, damit wir, wenn wir brav sind, ein halbwegs schönes Weihnachtsfest, natürlich nur mit FFP2-Maske und Handschuhen auf den Fingern unsere Großeltern besuchen dürfen und vor dem Christbaum ein Weihnachtsliedchen singen können.

„Daß das passiert hängt von uns allen ab!“, sagt der Bundeskanzler.

Wenn die Zahlen jetzt nicht endlich sinken, müßen wir die Maßnahmen verschärfen und können nicht stufenweise die Geschäfte öffnen! Natürlich nicht, denn wenn dann alle ab dem sechsten Dezember, wie verrückt die Geschäfte stürmen, um sein Klopapier oder falsch, natürlich, die Adventkränze und die Geschenke für die Kinder einzukaufen? Um das zu verhindern und uns ein halbwegs schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen brauchen wir die Massentest, um die positiv Getesten rechtzeitig zu isolieren.

“ Vor allem für die Heiminsaßen wäre das angesagt und wichtig, sie zu schützen!“, sagte er und nickt nachdrücklich mit dem Kopf.

„Gibt es Fragen?“, fragt die Pressesprecherin und die Reporterin erkundigt sich natürlich nach der Freiwilligkeit. Warum immer diese Frage und die Sorge, daß es doch Sanktionen braucht, wenn sich nicht alle freiwillig testen und brav isolieren lassen? Denn mit der Eigenverantwortlichkeit ist das so eine Sache, wie man im Sommer gesehen hat, wo sich alle unvernünftig am Donaukanal drängten!

Werden die Tests freiwillig sein und wird man, wenn man sie verweigert, sein Haus verlassen dürfen oder wird man, wie es in der Slowakei so war, die ja seit der Massentestung wieder schöne Zahlen haben, vierzehn Tage in Quarantäne müssen und gelten nicht vielleicht die, die den Test verweigern automatisch als positiv und wenn sie, wie es das Schicksal will, an einem Unfall sterben oder sich in ihrer Depression, weil sie die Einsamkeit nicht ertragen und nicht wissen, wie es nach der Krise mit ihrem Geschäft weiter geht, die Pulsadern aufschneiden, gelten die dann nicht vielleicht, als Corona-Tote, die an oder mit, aber auf jeden Fall gestorben sind!

„Stop, halt, hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien! Denn die wollen wir nicht hören! Die stören nur und hindern an der Einsicht! Wir ziehen alle doch am selben Strang, wenn wir ein halbwegs schönes Weihnachtsfest und vielleicht auch einen solchen Winterurlaub haben wollen! Denn da gibt es ja ein Skifahrkonzept. Mit der Maske in die Gondel, wo die Fenster offen bleiben und schön brav in Zweierreihen angestellt und bezahlt wird natürlich bargeldlos! Was ist so schlimm daran, sich zum Schutze aller ein wenig einzuschränken und was ist schlimm daran Maske zu tragen? Warum verweigerst du dich da? Schau doch nach Amerika!“, sagt der Reporter, der dort während der Präsidentenwahl weilte

„Da tragen alle Maske!“ und schüttelt den Kopf über den Kollegen, der sich darüber mokierte, daß immer mehr Menschen allein im Auto sitzen und eine solche tragen.

Im Auto und im Freien ist die Wirksamkeit nicht erwiesen! Aber wenn sich da die Menschen, um die Punschstände oder um die Würstlbuden drängen! Das muß viel mehr von der Polizei kontrolliert werden, daß die da nicht beinanderstehen und maskenlos ihre Bosna essen und ihren Punsch schlürfen!

„Den Punsch wahrscheinlich nicht, denn der ist nicht erlaubt und wir brauchen Schnelltests für die Altersheime, um die Insaßen zu schützen!“, wiederholt jetzt der Reporter und ich schüttle den Kopf. Denn was ist das für eine Corona-Sprache? Welche Entmenschlichung drückt sie aus?

Was hätte Victor Klemperer dazu gesagt?

Hätte er sich mit dem Isolieren, Absondern, Wegsperren, den Menschenmaßen und den Heimisaßen, die massengetestet werden sollen, abgefunden oder sich, statt der staatlich verordneten Entmündigung mit Abstandhalten, Maskentragen, Handhygiene und brav zu Hause bleiben, um sich und die anderen zu schützen, mehr Selbstentscheidung gewünscht?

„Das ist doch nicht so schwer!“, sagt der Reporter.

„Und unsere einzige Chance! Hör mir auf mit der Herdenimmunität, wie es die Schweden machen, denn die hat nicht funktioniert! Also brav sein Mitmenschen! Zwei Wochen kann man auf ein Buch verzichten! Du hast doch sicher ein Zweitbuch zu Haus und brauchst nicht auf die Straße gehen, das ist doch nicht schwer! Socialdistancing und Kontaktreduktion ist jetzt angesagt! Also denk daran, wenn du ein halbwegs schönes Weihnachtsfest haben willst! Denn sonst müßen wir die Maßnahmen noch einmal verschärfen und ein einzig Unvernünftiger hat zu hundert verlorenen Arbeitsplätze geführt!“, sagt der Reporter streng und ich denke „Lingua corona zwanzigzwanzig! Wegsperren, absondern, isolieren, Heiminsaßen, Zögling,Impfling, Hausarrest! Das muß doch nicht sein und kann auch anders ausgedrückt werden! Da wünsche ich mir ein anderes Sprachemenü! Das wär doch wirklich schön!“

2020-10-31

Lockdown und Demos

Die Zahlen steigen und steigen und seit dem Herbstbeginn und der Ampeleinführung hat es eine Verschärfung nach der anderen gegeben, zuerst war es eine freiwillige Maskentragung in allen Geschäften, dann wurde das per Verordnung eingeführt, bei Farbe orange und das war Wien gleich als Erstens galt in der „Gesellschaft für Literatur“, das Maskentragen auch während der Veranstaltung, dann hieß es nur zehn, dann sechs Leute bei privaten Feiern, in Wohnungen kann das offenbar nicht kontrolliert werden und sollte freiwillig eingehalten werden, weil sich die Leute vorwiegend bei privaen Parties treffen, so daß es auf einmal sechshundert postiv Gegeste pro Tag waren, da gibt es jetzt ja Teststraßen, wo sich die Urlaubsrückkehrer testen lassen konnten. In den Schulen wird gegurgelt, so daß es, glaube ich, derzeit über fünfzehntausend Tests täglich gibt und es gab drei Berechnungen, wie sich die Zahlen entwickeln könnten, die schlechteste wäre tausend positiv Getestete pro Tag.

Derzeit sind es aber schon fünftausend und die Spannung stieg. Es kamen die Herbstferien, die es heuer, das erste Mal, glaube ich, zwischen dem Nationalfeiertag bis nach Allerheiligen gibt und da gab es ein Gerücht von Norbert Hofer am dreiundzwanzigsten Oktober kommt der zweite Lockdown.

„Das ist nicht nur eine Ente, sondern ein ganzer Entenstall!“, antwortete Gesundheitsminister Anschober, aber die Zahlen stiegen weiter an, zuerst hieß es, das sind junge Leute, die werden nicht krank und in den Spitäler gibt es nur wenige Hospitalisierte, dann hieß es plötzlich, das KFJ kann keine Covid-Patienten mehr aufnehmen und wenn wir so weitermachen reichen die Spitalskapitzitäten nicht aus.

In den Bundesländern Tirol und Salzburg wurden wegen der Reisewarnungen aus Deutschland, um zweiundzwanzig Uhr geschlossen, in Wien wurde die Registrierungspüflicht eingeführt. Es kam die Wahl und man hörte immer, Deutschland liegt viel besser bei den Zahlen, als in Österreich, deshalb kam es auch zu den Reisewarnungen und am Dienstag hieß es plötzlich Deutschland führt ab nächster Woche den zweiten Lockdown ein, Bayern ist da, glaube ich, schon ein bißchen vorausgeprescht und in einzelnen Orten gab es schon eine Quaratäne.

Wann kommt der neue Lockdown?, wurde gefordert und nun ist es so weit und wurde gerade bei einer Pressekonferenz verkündet und oh Schreck, es ist kein Lockdown light, sondern offenbar ein schwerer, nämlich eine nächtliche Ausgangssperre, nur Kontakt zu einer anderen Familie, Restaurants geschloßen, keine Veranstaltungen und nur Schulen und Geschäfte offen, etcetera und das Ganze offenbar den ganzen November.

Ich habe aber schon geschrieben, daß mir das ohnehin nicht soviel macht, beziehungsweise sich bei mir nicht so viel verändert, da ich ja, weil ich keine Maske trage, ohnehin schon seit längeren nur auf die Bank, zum Postkasten, in Harland radfahren und auf Demos gehe, wenn es welche gibt und ich sie herausbekomme und, daß das mit den Demos etwas schwierig ist, habe ich schon geschrieben, obwohl ich anfangs ganz sicher war, daß ich dort die Leute treffe mit denen ich früher auf den Donnerstagsdemonstrationen war. Aber weit gefehlt, als ich im Mai auf einer war, stand ich ein paar Meter neben Martin Sellner und als in Berlin die Leute im August auf die Straße gingen, hieß es das sind Covidioten, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker und auch sonst ist auf den Domstrationen auf denen ich inzwischen war, manchmal etwas seltsames passiert, so wurde eine Fahne, die wie eine Regenbogenfahne aussah zerrisen, weil das Doppelherz, das darauf war offenbar ein Symbol für Kinderschänder war und dann hieß es, Homosexuelle wären Kinderschänder, was nicht so war, trotzdem war für den einunddreißigsten Oktober eine Großdemonstration geplant.

Andi Pianka hat mich darauf aufmerksam gemacht und nachdem gestern die neuen Lockdownregeln vorabgekündigt wurden, hieß es bei OE 24-TV ständig, daß man diese Covdiotendemo verbieten solle, weil es auch am Nationalfeiertag eine gegeben hatte, bei der ich nicht war, weil der Alfred den Karli eingeladen hat, wo, weil die Demonstranten auch keine Masken tragen wollten, welche verbrannt wurden und es in der Weihburggasse, wo sich die Ärztekammer befindet und dort der kritische Arzt Dr. Eifler, der weil, er formlos Maskenbefreiungsbestätigungen ausgestellt hat, ausgeschloßen wurde, seinen Aussweis eingeworfen hat, sehr eng war, so daß der Mindestabstand, der ja jetzt wieder eingeführt wurde, offenbar nicht eingehalten wurde und man sich jetzt nur mehr mit sechs Personen reffen darf.

Eigentlich habe ich ja nicht gedacht, daß ich auf die Demo gehen gehen kann, weil wir ja nach Harland fahren wollte, dann ist der Alfred aber überraschend mit dem Karl am Dienstag nach Italien gefahren, obwohl es dort ja auch die Lokale um achtzehn Uhr geschloßen werden, also hatte ich Zeit auf den Heldenplatz zu gehen und ein bißchen ein mulmiges Gefühl weil ich ja nicht wußte, was sich dort wieder abspielen würde und auch nicht so genau wußte, wie das mit der Maske ist, aber der Heldenplatz ist groß genug und fünfzehntausend Teilnehmer waren dann auch nicht da, so daß Platz genug war, den Einmeterabstand, wie die Polizei öfter durchsagte, einzuhalten und die Veranstalter die Leute auch aufforderten, weil ja Halloween einen Maskenball zu veranstalten, daß es aber heute keine Halloweenfeiern geben soll, hat der Gesundheitsminister ohnehin öfter erklärt, wie die Leute auch aufgefordert wurden, während der Herbstferien nicht auf Urlaub zu fahren.

Es war auch eine gute Stimmung und für mich überraschen auch Leute, die gar nicht so konservativ aussahen und Themen, die man diskutieren kann, gibt es ja genug. So berichtete, die Pyschologin Elisabeth Mayerweck von den Schwierigkeiten, die Kinder mit dem Maskentragen haben können. Ein Schüler bestätigte das und rief zu einer Telegramgruppe auf. Ein Pfarrer aus Deutschland erzählte von einem Begräbnis, wo, die Angehörigen von ihrer Mutter nicht verabschieden konnten, weil es zuerst hieß, es ist noch nicht so weit und dann war sie schon gestorben.

Gutes Wetter, aber auch sehr viele Polizisten, einer hat ein Bild von einem Elefanten mit der Aufschrift „Einführung der Maskenpflicht“ fotografiert, fünf andere, die in einer Gruppe standen, haben von einer Frau ein Madonnenbildchen mit dem Zusatz, daß man das jetzt brauche, überreicht bekommen, was sie auch nahmen.

Die Demo hätte bis neunzehn Uhr gedauert und dann hätte es noch einen Lichtermarsch über die Ringstraße gegeben und morgen gibts auch noch ein Programm, aber da bin ich, weil wir ja nach Harland fahren wollten, gegangen und da sind mir eigentlich viele Halloweenkostüme aufgefallen und die Schanigarten noch geöffnet.

Dann habe ich mir Pressekonferenz angehört mit den neuen Verordnungen angehört, wo es ja dann Schluß mit lustig ist, keine Weihnachtsmärtke, kein Ganslessen und da man sich ja auch nur mit einem Haushalt treffen kann, fällt auch mein Geburtstagfest weg. Jetzt können wir nur hoffen, daß die Zahlen sinken, daß man wenigstens Weihnachgten feiern kann.

2020-08-25

Corona-Opfer?

Filed under: Glosse — jancak @ 09:47
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Wer oder was ist ein Corona-Opfer? Das ist in Zeiten, wie diesen wo man ja an oder mit oder ist es umgekehrt an diesem Virus stirbt und man Geschichten hört, daß alle jemals positiv Getesten diese Krankheit in den Totenschein eingetragen bekommen, ganz egal, ob sie an Krebs, an einem Unfall starben oder aus dem Fenster sprangen. Man hört Geschichten, daß Leute das Begräbnis bezahlt bekamen, wenn sie den Toten daran sterben ließen, das erscheint mir ein bißchen unlogisch, denn die Totenscheine werden ja von Ärzten ausgestellt und dann müßten sie das Geld bekommen und auf der anderen Seite hört man von den Kollateralschäden, die viel höher sind, weil im letzten halben Jahr ja die Spitäler und die Intensivstationen für die Carona-Patienten leergehalten wurden, so daß Operationen und Untersuchungen verschoben wurden und sich die Leute aus Angst vor Ansteckung nicht in die Spiäter trauten.

So habe ich beispielsweise von drei Leuten gehört, die in dieser Zeit an einem Schlaganfall verstarben, während ich noch immer keinen Corona- Toten persönlich kenne, nur von zwei jungen in einem Pflegeheim arbeitenden Leuten gehört habe, daß sie postiv infiziert waren und Jonas Lüscher soll ohne Vorerkrankungen einige Zeit im Koma gelegen haben.

Die Zahl der Selbstmorde sollen sich rasant gesteigert haben, in Österreich werden aber nach Erwin Ringel keine Zahlen veröffentlich,t um den Nachahmeeffekt zu hintergehen, vom Anstieg der psychischen Erkrankungen hört man, meine Klienten muß ich dagegen halten, scheinen dieses Virus locker wegzustecken, lebten aber wahrscheinlich schon vorher in einer angespannteren Situation, so daß ihnen die Angstmache und die darum entstandene Hysterie wohl egal war.

Nun ja, nun ja, die Urlauber werden heimgeholt und müssen dann, weil an den Grenzen lückenlos kontrolliert wird, bis fünfzehn Stunden in der Hitze im Stau stehen, die Maskenpflicht soll schon wieder erweitert und auf alle Innenräume ausgedehnt werden und da bin ich schon bei meinem heutigen Glossenthema, denn ich mag das Maskentragen nicht und will mir keine im Supermarkt kaufen, wo dann auf der Packung steht, daß sie leider nicht vor Viren schützen, aber es geht ja, habe ich gehört, um den psychologischen Effekt, damit die Leute nicht zu übermütig werden.

Das bin ich eigentlich ohnehin nicht und außerdem habe ich das Glück so priveligert zu sein, einen einkaufswütigen Mann zu haben, so daß ich schon vorher kaum in die Supermärkte gekommen bin. Eine Stadtflaneurin, also Fußgängerin bin ich auch und war da nur im Vorjahr durch meinen Knöchelbruch etwas behindert, so daß ich damals öfter die Öffis benützen mußte, ob ich wollte oder nicht.

Jetzt geht das wieder und so bin ich sogar schon bis zum Zentralfriedhof zu Fuß gelaufen, nachher taten mir zwar die Füße weh, obwohl ich auf meinen Schreibtisch ja die Taxisgutscheine liegen habe, die Bürgermeister Ludwig an alle über Fünfundsechzig verteilen ließ, aber da man da ja Maske tragen muß, habe ich sie nicht angefordert.

Spazierengehen ist ja gesund, fördert die Arwehrkräfte und dient auch als Thromboseprohylaxe, das haben unsere Politiker während des Lockdown zwar, glaube ich, vergessen, weil sie da ja die Alten aufforderten zu Haus zu bleiben und die Bundesgärten und die Spielplötze versperrt haben.

Aber jetzt darf man ja bevor der zweite Lockdown kommt, hinaus und so war ich ja am Wochenende, ich habe es schon geschrieben mit Alfreds Wandergruppe im Mariazellerland und bin in Richtung Zellerhut und auf die Graualm gewandert.

Mit neuen Schuhen, weil der Alfred meine Knöchel schonen wollte, was aber, weil die noch nicht so gut eingegangen oder vielleicht auch nicht so richtig passen, Blasen auf den Sohlen auslösten, was ich ja an sich wegstecke und ein Pflaster darauf klebe.

Aber am darauffolgenden Montag als wir von Harland nach Wien gekommen sind, waren zwei Postverständigungen im Briefkasten bzw. auf der Pinwand am Gang, daß ich mir Bücher abholen sollte, also nach dem Mittagessen im Waldviertlerhof bis zum Matzleinsdorfer Platz hinaufmarschiert, weil die Post oder die Paketzustelldienste da ja ihre Partner meist in Handieschops, Schneidereien, Weingeschäften, etcetera, hat, auch ein bißchen seltsam und etwas worüber man eine eigene Glosse schreiben könnte, aber ich habe da schon zum ersten Mal gedacht, bezeihungsweise, das schon im Harland zur Vierundzwanzigstundenbetreuerin meiner Schwiegermutter gesagt, daß ich ein bißchen Angst habe, ob ich es am Abend zur Joe Berger- Aufführung ins Weinhaus Sittl schaffe, denn das ist ja auch ein bißchen von der Krongasse entfert.

Normalerweise wäre das zumal, weil der Alfred, als Jahreskartenbesitzer , mit ist, kein Problem, weil mich der ja immer zum Öffi fahren drängte, aber ich ein wenig stur und wie nennt das Oe 24, das ich derzeit ja bevorzugt höre, Maskenanarchistin, nein das tue ich nicht, dazu lasse ich mich nicht zwingen!

Also schon beim Hinweg ein wenig Schwierigkeiten und einen Pflasterwechsel auf einer Bank am Gürtel. Am Rückweg bin ich dann an drei Bücherschränken, wo es auch einige Funde gab, der Alfred hat mir zum Glück meine Tasche getragen, dabei aber selber ein wenig geflucht, nach Hause gehumpelt und mir die Frage gestellt, ob ich nun nicht vielleicht auch ein Corona-Opfer bin?

Natürlich denn ich wäre ja sonst wahrscheinlich schon am Hinweg mit den Öffis gefahren, am Rückweg auf jeden Fall, aber dann werden jetzt meine Kritiker wahrscheinlich sagen, natürlich nicht, denn du mußt ja nicht so stur sein und kannst dich ja, um die anderen zu schützen, in deinen Schal wickeln und wenn du den dann in die Waschmaschine steckst, dann atmetst du das nächste Mal auch keine Viren ein und Allergikerin bist du ja ebenfalls nicht….

Aber trotzdem gut gegangen. Die Blasen sind versorgt, die Füße tun ein bichen weh und weil ich derzeit ja ein wenig langsam beim Lesen bin und mit Justin Steinfelds fünfhundert Seiten Buch, wo er einen Mann beschreibt, der in einem Prager Cafehaus sitzt und dort Zeitungen liest, nicht weiterkomme, einen neuen Artikel Glosse oder Text geschrieben, so daß im „Literaturgeflüster“ alles stimmt und man mein literarisches oder auch mein Alltagsleben, meine Wehwechen und meine Freuden gut nachvollziehen kann.

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