Literaturgefluester

2020-03-21

Indiebookday trotz Ausgangssperre

Heute ist wieder „Indiebookday“, die Aktion, die die unabhängigen Verlage, um auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen, erfunden haben, wo man die Buchgeschäfte stürmen und sich ein Buch, irgendeines, was man ohnehin haben will, wie es heißt, kaufen und ein Bild davon mit sich posten soll, 2013 eingeführt haben und ich seit dieser Zeit, glaube ich, auch davon berichtet habe, beziehungsweise sie auch ein bißchen dazu benützt habe, um auf mich und meine „Indiebooks“, die vielleicht, weil ja selbstgemacht, eigentlich keine sind, aufmerksam zu machen. Wer also ein Buch von mir posten will, sich bitte melden, ich werde es, solange die Post noch offen ist oder ich noch Marken habe, zuschicken.

Vor drei Jahren war ich auch auf einer diesbezüglichen Veranstaltung, wo in einer Buchhandlung mehrere Kleinverlage ihre Bücher präsentierten und ich ein solches auch  gewonnen, aber leider, leider noch nicht gelesen habe.

Ob heuer wieder eine solche Veranstaltung in Wien geplant war, weiß ich nicht, geben wird es solche, zuminestens live in den Buchhandlungen nicht, weil die ja, wie ich gestern hörte, bis Ostern geschloßen sind, was die und wahrscheinlich nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Verlage in vermutlich nicht  zu kleine Schwierigkeiten bringen wird.

Die gute Nachricht ist aber auch hier das Internet, der Online Buchhandel und daß das Lesen wahrscheinlich eine Beschäftigung ist, die aus der Trübsaal hilft und für Bekämpfung  der Langeweile sorgen kann.

Man kann sich also ein Buch online bestellen, man kann auch E-books lesen, was der Buchhandel vielleicht nicht  ganz so gerne mag, oder  vielleicht auch nicht,  auf jeden Fall kann man auch ein Bild von einem E-Book posten  und im Netz den Freunden mitteilen, welche Beute man Indiebookday für sich ergattert hat und wohl auch darüber diskutieren.

Eine Liste der unabhängigen Verlage gibt es sicher auf der „Indiebookseite“ oder im Netz zu finden, da sind für mich ja einige überraschende, wie „Kremyair & Scheriau“, den ich eigentlich für nicht so klein halte, dabei und durch dessen literarische Neuerscheinungen ich mich gerade gelesen habe.

„Picus“ bei dem Cornelia Travnieks „Feenstaub“, die übrigens daraus am Donnerstag in der „Seeseiten-Buchhandlung“ eine Online-Lesung hielt, ist ein unabängiger Verlag und wahrscheinlich auch „Haymon“, bei dem David Fuchs „Leichte Böden“ erschienen ist, das ich aber erst lesen muß.

Das für den „Leipziger Buchpreis“ nominierte Langgedicht „luna luna“ aus dem Schweizer „Secession-Verlag“  ist sicher auch dabei, aber auch „Droschl“, „Jung und Jung“ und die  deutschen Kleinverlage lassen sich auch dabei aufzählen.

Also Freunde kauft Bücher und wenn ihr selber schreiben wollt, könnt ihr euch  auch am „Quarantimo“ beteiligen, der von Ronny Rindler ausgerufen wurde, ich biete auch meine Leserunde an darüber zu diskutieren und verweise auf meine zwei letzten Bücher „Die unsichtbare Frau“ und „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“, hin, wer mir dazu ein Bild oder einen Kommentar schicken will, ist willkommen und freut  mich sehr, ansonsten lese ich mich zwar gerade durch das letzte „Leipziger Buchpreis- Buch“ der Übersetzungsschiene und demnächst durch das zweite der Abteilung „Belletristik“, die beide nicht den Kriterien entsprechen, aber das ist mir ja, wie ich immer schreibe, ohnehin egal, denn ich lese mich ja, wie ich ebenfalls öfter schreibe, gerne durch den literarischen Gemüsegarten, lese sowohl Groß- als auch Kleinverlage, lese Selbstgemachtes und mich auch eigentlich quer durch alle Genres, so wird  bald ein Krimi kommen und ein Chicklit oder Liebesroman wartet, glaube ich, auch auf mich.

2020-03-14

Leipziger Onlinemessentage

Während man hier am Freitag gebannt auf die Pressekonferenz des Bundeskanzlers wartete, wo die neuen verschärften Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus, ab Montag Geschäftsschließungen mit Ausnahme des Lebensmittelhandel, was zum Stürmen auf die Geschäfte und Hamsterkäufen, wozu braucht man soviel Klopapier?, führte, Restaurantschließungen ab drei, Schulschließungen, Heimarbeit.

Auf meinem Mailaccount wurde eine Veranstaltung nach der anderen abgesagt, wo ich ab Montag ohnehin nirgendwo mehr hingegangen bin und auf OE24, das ich derzeit viel höre, wurde darüber spekuliert, ob es jetzt zu Notverordnungen und Ausgangssperren kommt, geht „Leipzig“, natürlich ebenfalls abgesagt, per Livestream weiter und langsam bekomme ich heraus was man sich da alles online  anschauen kann.

Am Donnerstag wurde der „Leipziger Buchpreis“ per Radio bekannt gegeben, Lutz Seiler, Pieke Biermann und Bettina Hitzer haben gewonnen, Karin Peschka hat auf ihrer Seite bekanntgegeben, das die Autoren, die im Österreich-Cafe lesen hätten sollen, ein Video bei ihr einstellen können und stellte dort gleich ihr neues Buch „Putzt euch, tanzt, lacht“ vor und MDR-kündigte am Samstag von zehn bis zwanzig Uhr einen großen Livestream tagt beziehungsweise oder eine virtuelle Buchmesse an.

Also wieder einmal Leipzig im Zimmer habe ich mir vorgenommen, mir die Programme ausgedruckt, die Charles Baudelaire Übersetzung ausgelesen, „Oreo“ begonnen und bin dann auf die Leipziger Facebookseite gestoßen, wo es auch einen großen Livestram gibt.

Die Bundeszentrale für politische Bildung, zwei engagierte Herren, die sich  offenbar in Bonn vor das Glashallenpanorama stellten, interviewten den Messedirektor Oliver Zille zum Programm, interviewten auch den Chef der „Lit Cologne“, diese Kölner Gegenveranstaltung, die jedes Jahr zeitgleich mit der Messe stattfindet und die sehr lange ankündigten, daß die Veranstaltung stattfinden würde, dann natürlich doch absagen mußten und wiesen auf die Veranstaltungen hin, die trotz Absage im Netz stattfinden, was  auch eine interessante Idee ist, eine Messe online stattfinden zu lassen, allerdings werden die Bücher dabei wahrscheinlich nicht verkauft, es gibt auch keine Einnahmen und Honorare.

Aber Buchempfehlungen kann man natürlich geben und da hat zum Beispiel der „Fischer-blog-Hundertvierzehn“, die „Vierzehn- Tage – Quarantäne-Leseliste mit vierzehn Büchern, wie zum Beispiel die „Commedia divina“ des Dante Alighieri, oder den „Doktor Schiwago“, zusammengestelltund die politischen Bildung Herren befragten auch den Messedirekter und den „Litclogne Veranstalter“ mit welchen Buch sie in Quarantäne gehen würden? Ingo Schulzes „Die rechtschaffenen Mörder“, sagte zum Beispiel Oliver Zille,  dann wurden die Bücher vorgestellt, die man nach Leipzig mitgenommen hätte.

Dann wurden Kleinverleger, wie beispielsweise vom „Verbrecherverlag“ und von der „Parasitenpresse“, befragt, was für sie der Messeausfall bedeutet und eine virtuelle Lesenacht gab es auch.

Am Samstag ging es dann in das ARD-Studio, wo kurz nach zehn Ingo Schulze schon mit seinem Buch in einem Studio saß, aber noch die Nachrichten zu hören war, so daß er sich flüsternd mit der Moderatorin Kathrin Schuhmacher unterhalten konnte, bis dann das Signal „Die virtuelle Buchmesse“ zu hören war und ein „Experiment oder Fest der Freude“, verkündet wurde.

Dreizehn Stunden, neunundzwanzig Romane, Filmbände, etcetera.

Dann wurde das neue Buch „Die rechtschaffenden Mörder“ vorgestellt, das noch auf meinen Badezimmerstapel liegt und von einem ostdeutschen Buchhändler handelt, der sich nach und nach als Rechter entwickelt.

Den 1962 geborenen Ingo Schulze habe ich jas in den später Neunzehnhundertachtziger- oder frühen Neunzigerjahre wahrscheinlich in der „Alten Schmiede“ kennengelernt, wo er sein damals aktuelles Buch vorstellte und ich mich noch den als Fisch verkleideten „Nordsee-Werber“ erinnern kann und inzwischen auch einiges von ihm gelesen habe.

Danach kam es zu einem Wechsel, Musik ertönte, die Wassergläser wurden ausgetauscht, wahrscheinlich auch ein bißchen desinfisziert und dann nahm der mir unbekannte Stephan Ludwig mit seinem Moderator Platz.

Auf dem „Blauen Sofa“ hätte dagegen Samstag um zehn, für den den es interessiert, Josef Haslinger mit seinem „Fall“ auftreten sollen, aber da liegt das Buch auch schon im Badezimmer und ich habe ebenfalls von Katja Gasser moderiert, die Diskussion darüber gehört und Stephan Ludwig ist, habe ich inzwischen mitbekommen, ein Thriller Autor und laut Moderator, der einzige Autor ohne „Wikipedia-Eintrag“, ich kenne, glaube ich, mehrere und habe selber einen, gehöre aber laut meiner Kritiker zu den „Hobbyautoren“, was ich aber noch immer nicht so definiere.

Der „Wikipedialose“ hat übrigens eine Kommissar-Zorn Krimi Reihe geschrieben.

Das neue Buch heißt „Unter der Erde“, die Hauptfigur ist ein Schriftsteller, der in der Laußnitz seinen Großvater besucht und von dort nicht mehr wegkommt.

Um elf folgten wieder Nachrichten, in denen mitgeteilt wurde, daß Tirol und Italien von der WHO auf Stufe sechs der Corona-Gefährdung eingestuft wurde und im Studio hat Greta Taubert aus Leipzig Platz gbenommen, die frei nach Maxie Wander und Nadine Kegele Begegnungen mit ostdeutschen Männern unter den Titel „Guten Morgen, du Schöner“ herausgegeben hat und immer, wie der Moderator erklärte, Kakaobohnen mit sich trägt, weil sie glücklich machen.

Um elf kam dann Denis Scheck mit einem Bücherstapel, beziehungsweise „Best of Druckfrisch“,  verglich eine Messe ohne Publikum mit Telefonsex,  stellte dann die besten Neuerscheinungen vor und da zuerst eine Studie einer amerikanischen Hirnforscherin, daß unser Hirn darauf reagiert, was man liest und man also vor Sebastian Fitzek etcetera waren sollte. Das sehen manche wahrscheinlich anders und dann wurde auch gleich zu meiner Freunde „Die Wunderkammer der deutschen Sprache“ vorgestellt.

Dann lobte er Lutz Seilers Leipziger-Buchpreisbuch, Ingo Schulzes „Rechtschaffene Möder“ wurden auch zitiert und interessanterweise auch Maren Karmes „luna luna“ und nach Österreich zu Monika Helfers  Familienroman „Die Bagage“, das neue Buch von Bov Bjerg, das der Valerie Fritsch „Herzklappen von Johnson & Johnson“.

James Baldwien „Giovannis Zimmer“, das ich einmal in einem der Schränke gefunden habe, wurde auch neu herausgegeben und natürlich „Middlemarch“ schon gelesen und auf für den „Leipziger-Buchpreis“ nominiert.

Interessant, interessant, des hehren Literaturkritikers Frühjahrsempfehlungen und ebenfalls interessant, was ich davon schon gelesen habe.

Dann kam Tom Kummer mit seinem neuen Roman „Von schlechten Eltern“, aus dem er, wenn ich mich nicht irre, Teile beim letzten „Bachmann-Preis“, gelesen hat und danach der Fotograf Mario Schneider mit seinem Bildband „Tourist“, wo er Menschen beim Fotografieren fotografierte.

Die 1990 geborene und in Magdeburg aufgewachsene Valerie Schönian hat ein Buch über  „Ostbewußtsein. Warum Nachwendekindern für den Osten streiten und was das für die Deutsche Einheit bedeutet“, geschrieben.

Dann kam die Schauspielerin Katja Riemann, deren Interwiew offenbar schon früher auf einer Parkbank im Freien aufgenommen worden war,  die sich sehr gegen die Beschneidung junger Mädchen in Afrika engagiert und über ihre „Projektreisen“ berichtete.

Der nächste Autor war dann der 1950 in Halle geborene Historiner Stefan Wolle, der sich wieder mit „Ost-Berlin. Biografie einer Hauptstadt“ beschäftigt hat und es auch ein paar Tonbeispielspiele, beispielsweise von den Weltjugendfestspielen 1973, wo der Autor auch anwesend war, gab.

Es folgte Eva Sichelschmidts  Familienroman „Bis wieder einer weint“, die das Leben der Aufbaugeneration der fünziger und sechziger Jahre schilderte.

Paula Irmschler, deren Chemnitz-Roman „Superbusen“ in meinem Badezimmer liegt und auf den ich mich schon sehr freue, ist leider krankheitsbedingt ausgefallen.

So folgte der Psychoanalytiker Hans Joachim Maaz mit „Das gespaltene Land. Ein Psychogramm.

Das alles war zwar  interessant und spannend und sehr auf die DDR und die deutsche Geschichte zentriert.

Literarischer wurde es , als der neue Gedichtband der „Bachmann-Preisträgerin“ von 2015 Nora Gomringer „Die Gottesanbieterin“, das auch Gebetstexte enthält und sich auf Gott bezieht.

Dann wurde es wieder historisch und Deutschland lastig, stellten doch Jan Wenzel und Wolfgang Schwärzer, ihr in der Kategorie Sachbuch für den Leipziger Buchpreis nominierten, sehr umfangreichen Band „Das Jahr 1990 freilegen“ vor, wo es auch um die Wende und den Zerfall der DDR geht, das am Cover zwei Fotos aber keinen Titel hat und das fast wie ein Katalog oder ein Bildband wirkt.

Mit den 1973 in Bagdad geborenen Abbas Khider, der dort mehrmals verhaftet wurde, weil er kritische Bücher geschrieben und Flugblätter verteilte und dann nach Deutschland kam,  wurde es wieder literarischer.

Er hat schon unter anderen, die Bücher „Die Ohrfeige“ und „Die Orangen des Präsidenten“ geschrieben, die ich aber nicht gelesen habe und stellte jetzt seinen neues Roman „Der Palast der Miserablen“ vor, das von 2000-2003 im Irak spielt und dessen Held Shams mit dem Autor einige Ähnlichkeiten hat.

Dann kam, glaube ich, aus Halle, wo die Online-Messe ausgestrahlt wird, Josef Haslinger und erzählte von seinen Erlebnissen, die er im Stift Zwettl hatte.

Dann kam die 1986 geborene Marina Frenk, deren Debut „Ewig her und gar nicht wahr“, ich ja schon gelesen habe.

Mit Michael Kraskes „Der Riss. Wie die Radikalisierung im Osten unser Zusammenleben zerstört“, wurde es dann wieder politisch.

Um sieben kam der Politiker und deutscher Ex-Vizekanzler  Joschka Fischer, der ein Buch zum Thema „Willkommen im 21.Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung“ geschrieben hat.

Das war es dann, ab acht gibt es dann noch eine Radio-Kulturnacht, aber da werde ich wohl mit dem Buchpreisbuch „Oreo“ in die Badewanne gehen und nachher noch ein wenig Öe24 hören, um bezüglich Corona auf dem Laufenden zu bleiben, wo die Krise, mit Bespuckungsvorfällen in der U-Bahn, offenbar voll in Gang ist.

2020-03-12

Preise der Leipziger Buchmesse, Selfpublisherinterview und Corona-News

Der Preis oder die Preise der „Leipziger Buchmesse“, denn da gibt es ja die Kategorien „Sachbuch“, „Übersetzung“ und „Belletristik“, werden üblicherweise, am Donnerstag, dem ersten Messetag, also eigentlich heute, um sechszehn Uhr in der Glashalle vor Publikum vergeben.

Die Halle ist abgesperrt, hinein kann man nur mit Einladung oder mit Presseausweis und dann gibt es Sekt und Brezeln,  kann aber draußen herumstehen und zuhören,  laut übertragen wird es auch.

Aber heuer ist ja alles wegen dieses Carona-Virus, das sich rasant ausbreitet, anders, die Messe wurde vor einer guten Woche abgesagt und anders ist auch, daß ich mich das erste Mal für den Preis besonders interessierte, also die Bücher angefragt, sie lesen und darüber bloggen wollte.

Das heißt, ich habe zuerst, die Belletristikschiene, die mich ja besonders interessiert, dann die Übersetzungen und zuletzt von den Sachbüchern, die Biografie über Ivo Andric angefragt und acht Bücher bereits bekommen, auf eines warte ich noch, drei habe ich schon gelesen, beim Charles Baudelaire bin ich gerade dabei, es waren ja einige sehr umfangreiche Schinken und als die Messeabsage kam, kam damit zugleich die Frage, wie, wann und wo, der Preis der vergeben oder verkündet werden würde und bald die Antwort, daß das am Donnerstag um 9. 30 die Preisgeber bekannt gegeben werden und das ist jetzt geschehen.

Der Belletristikpreisträger ist also Lutz Sailer mit seinem „Stern 111“, ein Buch das „Suhrkamp“ mir versprochen hat, aber noch zu mir kommen muß.

Dafür werde ich die beste Übersetzung, nämlich die von Pieke Bierman von „Oreo“ von der afroamerikanischen Autorin Fran Ross lesen, sobald ich mit dem Charles Baudelaire fertig bin und das Sachbuch habe ich nicht bestellt, wäre aber angesichts derzeitgen <lage sicher auch sehr interessant, nämlich Bettina Hitzer „Krebs fühlen – eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“.

Das ließe sich sicher auf das Corona Virus, das derzeit alle Gemüter erregt und schuld daran ist, daß es derzeit nur ein „Leipzig vurtell“ gibt, sicher ausdehnen, aber bei mir ging es dann sowohl emotional, als auch literarisch weiter.

Hatte ich doch um Zehn ein Interview mit einer Studentin, die ihre Dissertation zum Thema „Autorenschaftskonzepte im Literaturbetrieb der Gegenwart“, schreibt und sich dabei auch für das „Selfpublishing“ interessiert.

Wow, ich wußte gar nicht, daß es das schon  gibt, denn ich erlebe ja noch immer, obwohl ja, wie ich immer schreibe in Leipzig und Frankfurt, die Selfpublisher schon ganze Hallen füllen, aber in Wien nennt man das ja noch immer „Eigenverlag“ und setzt ein „Wollen wir nicht!“, hinzu.

Also kann das vielleicht helfen und auf jedenfalls vielleicht die Grundlage für meinen nächsten diesbezüglichen Antrag bei der nächsten GV der IG- Autoren stellen.

Aso war ich an diesem „Ersten Messetag“ sehr beschäftigt, an dem ich ja eigentlich von halb elf bis halb zwölf, eine Einladung  zur „Präsentation des Lesekompass“ hatte.

Da habe ich inzwischen auch schon die diesbezüglichen Informationen bekommen und das Programm des „Österreichs-Cafes“ und das des „Blauen Sofas“, habe ich mir ja auch ausgedruckt. Da hätte ja um halb eins Peter Veran sein „Plädoyer für einen Märtyrer“ halten sollen.

Um vier wäre eben die Bekanntgabe der Preisträger in der Glashalle gewesen und, um fünf der offizielle Empfang oder Umtrunk im Österreich- Cafe.

Das entfällt alles und wäre wohl auch nicht so erfreulich, überschlagen sich ja derzeit bei uns die Corona-Meldungen. Die Schulen werden geschloßen und den ersten Toten gibt es auch schon zu vermelden.

Was die Vorsicht oder die allgemeine Panik wahrscheinlich noch ein Stückchen  anwachsen läßt, denn da gibt es  seit Dienstag sogenannte Notverordnungen, also keine Veranstaltungen über hundert Personen.

Da würden üblicherweise sowohl das Literaturhaus, als auch die „Alte Schmiede“ und die „Gesellschaft für Literatur“ nicht darunter fallen.

Das Literaturhaus hat den Poetry Slam am Freitag abgesagt. Da wären wahrscheinlich mehr Leute gekommen.

In der „AS“ und in der „Gesellschaft“ waren oder sind noch bis jetzt die Pforten offen und ich war am Dienstag auch in der Herrengasse, wollte mich  aber nicht in eine Namensliste eintragen, obwohl mich dort wahrscheinlich ohnehin jeder kennt und für heute beim „Hörspielfestival“ in der „AS“ bin ich mir nicht sicher, ob ich hingehen soll, weil man sich ja wahrscheinlich auch anstecken oder das Virus weitergeben kann, wenn sich weniger als hundert Personen im Raum befinden.

Vielleicht also doch eine Lesequarantäne, beziehungsweise ein „Leipzig im Zimmer“ oder „Leipzig virtuell“.

Da macht ja am Samststag „MRD-Kultur und ARD“ einen intensiven Online Tag und Karin Peschka, die am Samstag um halb drei im Österreich-Cafe lesen hätte sollen, verlegte die Lesung auf ihren You Tube-Kanal und lud  auch die anderen Autoren dazu ein.

Der „Falter-Bücherfrühling“ ist auch zu mir gekommen, also vielleicht ein „Leipzig im Zimmer“ mit einer Lesequarantäne und da habe ich obwohl Lutz Seilers Siegerbuch noch nicht zu mir gekommen ist, noch einiges zu lesen, den neuen Ingo Schulze vielleicht, der ja auch auf der Belletristik-Liste gestanden ist, also um fünf oder um sechs oder sieben, da ich zu dieser Zeit eine Stunde habe, das Glas Wein erheben, auf die Sieger anstoßen und hoffe, daß das Virus gut an uns vorüberzieht, eine demensprechende Glosse wird es bei mir auch bald geben.

2020-03-07

Kein Leipzig wegen Corona

Am Mttwoch hätten wir nach Leipzig fahren sollen und hatte wieder schon alles vorbereitet, die Akkreditierung, die diesesmal mit einem Onlineticket passierte, ein Bloggertreffen, ein paar Termine für den Donnerstag, den fast ausgebucht, „Leipziger Buchpreis“ um vier, wo ich diesmal die Bücher lese und gerade beim einzigen Sachbuch bin, das ich angefragt habe und dem anschließenden Empfang der Österreicher in Halle vier.

Wie gehabt, seit vielen Jahren, seit 2015 bin ich ja akkrediert  und habe nur ein paar Mal ausgelassen, weil der Alfred gerade auf Reisen war und im Vorjahr natürlich, weil ich mir das ja am zehnten März einen offenen Knöchelbruch zugezogen habe und mit Gips nicht nach Leipzig fahren wollte und heuer ist wieder alles anders, denn da gibt es ja seit Jänner den Corona- Alarm, ein Virus, das in China ausgebrochen ist und ich zuerst dachte, aha wie jedes Jahre, Schweinegrippe, Sars, Vogelgrippe, etcetera.

Als ich 2009 beim ersten „Nanowrimo“ mitgeschrieben habe, gab es da ja auch ein Virus, das alle berunruhigt hat und das ich darin behandelt habe und als die Corono-Seuche oder Hysterie, die Welt überschwemmte, habe ich gerade mein Schreibebuch korrigiert, wo das Anfangskapitel ja enthalten ist.

In China wurden also die Städte abgesperrt, an den Flughäfen gab es Kontrolle und in den Videos häuften sich die Verschwörungstheorien von wegen abgesichtilich ausgelassenen Viren und die Meldungen, die man hörte, waren äußerst widersprüchlich, hieß es da doch, lange nicht so gefährlich wie die Grippe, aber als Ende Jänner das Virus Norditalien erreichte und eine Lehrerin im Gymnasium in der Albertgasse, die dort gewesen war, Grippe hatte, wurde die Schule abgesperrt, die Kinder nicht hinausgelassen und Polizisten mit Gasmasken liefen herum, obwohl die Lehrerin dann gar nicht infisziert war.

Spätestens da hatte ich wegen Leipzig, obwohl immer noch Pressemeldungen kamen, ein ungutes Gefühl und am vorvorigen Mittwoch, da war ja, glaube ich, die Geschichte mit dieser Schule, war ich im Literaturhaus und da erzählte mir eine Kammerrätin aus der Steiermark, der Autor würde in Leipzig sein Buch vorstellen.

„Wo?“ habe ich  gefragt und einer, der offensichtlich auch Verleger war, mischte sich ein und fragte mich, ob ich sicher wäre, daß die Messe stattfände?

„Nein!“, habe ich geantwortet, „Ich bin nicht sicher!“, obwohl auf http://www.buecher.at, glaube ich, noch stand, daß sie vorerst nicht betroffen wäre, aber besondere Maßnahme, wie Desinfektionsmittel am Klo, getroffen werden würden.

Dann kam der Virus auch nach Deutschland, die Videos meldeten mehr oder weniger höhnisch von Hamsterkäufen und mokierten sich über die Leute, die mit Gasmasken, die Supermärkte stürmten, um billiges Toastbrot, das nach drei Tagen schimmelt und Konservendosen einzukaufen, aber es kursieren ja auch Videos von Vorratspflicht und Mitteiliungen, daß man sich Taschenlampen und Wasserflaschen einbunkern soll, obwohl ja nicht so klar ist, wieso ich das brauche, wenn ich wegen Ansteckungsgefahr zwei Wochen zu Hause bleiben soll?

Nun ja, die Angst ist wohl ein schlechter Ratgeber,  Panik verringert das logische Denken und fördert die Freude sich über Verängstigte lustig zu machen.

So gab es auch bei Tobias Nazemi vom „Buchrevier“ eine Glosse, daß Leipzig natürlich nicht abgesagt wird, aber keine Bücher ausgestellt werden dürfen, weil das Papier ja die Viren verbreitet,  Gerüchte über die Bargeldabschaffung aus diesbezüglichen Gründen gab es auf den rechten Videos ja auch, daß es also nur Hör- und E-Books zu bewundern gäbe und die Besucher an den Eingängen Mundschutz und Ohrenstöpsel ausgehändigt bekämen, so daß die soziale Komminikation eingeschränkt wäre, worüber dann die Verleger jubeln, weil es geht ja endlich nur um das Buch und das Lesen.

Ich habe ja schon mit meinen Freund Uli öfter darüber diskutiert, daß ich es eigentlich nicht so mit den schwarzen Humor habe und habe zum Alfred gesagt, daß ich glaube am Montag oder Dienstag wird die Messe abgesagt. Am Montag, den zweiten März bekam ich noch eine Einladung zu einer Pressekonferenz, Monika Vasik hat mich aber am Abend in der „AS“ gefragt, ob wir fahren werden und ihre Bedenken geäußert, daß man dann nicht mehr hinauskäme, wenn dort der Virus identifiziert wäre.

Noch bevor ich darüber nachdenken konnte, kam am Dienstag dann die Absage, worüber sich die Aussteller sicherlich nicht freuen werden, aber lesen kann man in der Zeit, wo man dann zu Hause sitzt und das ist sicherlich ein Vorteil, sich eine mögliche oder unmögliche Quarantänezeit  so zu vertreiben und es besteht bei mir diesbezüglich auch kein Bedarf, denn weil „Middlemarch“ ja so umfangreich war, dümple ich ohnehin dahin und meine Neuerscheinungsleseliste, Bücher die ich ja unbedingt lesen muß, hat sich inzwischen auf ungefähr fünfzehn Stück angesammelt.In den letzten Tagen waren die Zuläufe auch besonders reichlich, weil die nominierten Buchpreisbücher kamen und seltsamerweise auch anderes, was ich gar nicht angefragt habe, nun ja, nun ja oder eigentlich sehr gut.

Cornelia Travniceks „Feenstaub“ die ja in Leipzig auch prominent auftreten hätte sollen, ist ausgelesen,  David Fuchs  „Leichte Böden“, ein Buch, das er  in Leipzig im Österreich Cafe präsentiert hätte, liegt auf meinen Lesestapel, dann gibt es  noch ein paar bücher von Ulrich Becher, über den ich ja am Anfang gestolpert bin, als ich vor jahrzehnten ein paar ausrangierten Exemplare vor der städtischen Bücherei in der Gumpendorferstraße fand, darunter war auch der „Nachtigallzyklus“, den hat „Schöffling & Co“ jetzt unter dem Titel „New Yorker Novellen“, wieder aufgelegt und auch seine „Murmeljagd“, die ich noch nicht gelesen habe.

Als noch keine Rede von der Absage war, habe ich überlegt, welche Bücher ich nach Leipzig mitnehmen soll und Anfang des Jahres habe ich auch einen Krimi gelesen, der in Leipzig nach dem ersten Weltkrieg spielt.

Diese Frage erübrigt sich, ich werde mich weiter durch meine Leseliste arbeiten, zu Literaturveranstaltungen gehen, sofoern sie nicht auch abgesagt werden und bezüglich des „Leipziger Buchpreises“ meine Schtzungen geben.

Der wird wohl  vergeben werden, wann oder wo steht, glaube ich, noch nicht so ganz fest. Aber man kann sich ja vorsorglich durch die Bücher lesen und da ist man vielleicht auch von der Massenhysterie abgelenkt und es besteht keine diesbezügliche Ansteckungsgefahr.

Schade ist es natürlich doch, denn jetzt kann ich der Ute schon das zweite Mal nicht den „Hammer“ mit unseren Stadtspaziergängen gehen und die Ulrike, ihre älteste Tochter, feiert ihren vierzigsten Geburtstag, wo ich ihr auch nur übers Netz gratulieren kann!

2020-02-23

Bei den IG-Autoren

Filed under: Literaturbetrieb,Veranstaltungen — jancak @ 13:49
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Generalversammlung der IG-Autoren, deshalb sind wir ja einen Tag früher aus Hinthertal abgefahren, die Ruth, die länger geblieben ist, wird wohl erst am Sonntag zu der Wahl zustoßen, aber ich bin ja ein gwissenhafter Typ und gehe eigentlich immer zu den IG-Autoren, seit dem ich einmal vor zig Jahren als Einzelmitglied nominiert wurde und diesmal war es auch besonders wichtig, denn ich habe ja einen Antrag wegen Selfpublishing gestellt, weil die IG ja grundsätzlich alle Autoren vertritt für die Selfpublisher, wie Gerhard Ruiss immer sagt, nichts machen kann, aber da nennt er es Eigen oder Selbstverlag und das hatte ja früher ein Schmuddelimage und war, glaube ich, den Zuschußverlagen zuzuorden oder wird das immer noch.

Bis vor zehn Jahren war das ja, glaube ich, so, daß das Selberverlegen, das letzte war und man das nur machte, wenn man keinen Verlag fand und das stimmt ja auch, ich habe bis auf die „Hierarchien“ in der „Edition Wortbrücke“ keinen gefunden, obwohl ich, bis 2004, glaube ich, meine Mansuskripte immer mehr oder weniger ausschickte, bis zweiundvierzig Mal habe ich das, glaube ich, getan, von „Rowohlt“, „Suhrkamp“, angefangen über „Residenz“ „Haymon“ bis zum „Resistenz-Verlag“ und keiner hat es machen wollen, bis der Alfred die „Wiener Verhältnisse“, 2000, glaube ich, selber machte und sie mir zum Geburtstag schenkte.

Inzwischen habe ich fast fünfzig selbstgemachte Bücher, die genaue Zahl vergesse ich immer, es sind  auch immer einige in Vorbereitung, ich lasse sie mir fünfzigmal drucken, verzichte auf die ISBN-Nummer und würde sie aber trotzdem gerne bei Lesungen präsentieren und bei Preisen einreichen, beziehungsweise einen „Buchpreis“ damit gewinnen, geht aber nicht, denn „Selfpublishing“ ausgeschloßen, heißt es da ja meistens und das heißt es auch bei den Rezensenten, zumindestens hat das Doris Kloimstein so gesagt, daß sie  nicht wüßte, wie und wo, man, die unterbringen könnte und das stimmt ja auch, denn, wie heißt es ja so schön „Selfpublishing wollen wir nicht!“, obwohl sich das Bild in Deutschland ja schon so ungefähr vor zehn Jahren geändert hat, weil dort ja „Amazon“ den „Selfpublishern“ Tür und Tore geöffnet haben und seither, die Selbstverleger boomen, alle drei Monate ein neues Buch auf den Markt schmeißen und damit erst recht, die Ausschreibungen und Wettbewerbe überfordern, die sich dann die Kritierien suchen, um die Einreichungen zu beschränken und, wie heißt das so schön beim „Bachmannpreis“  oder wo auch immer, „Selfpublishing wollen wir nicht!“

Aber ich greife vor, noch sind wir nicht so weit, noch kam zuerst das Frühstücksbuffet und die Begrüßung, sowie die Feststellung der Beschlußfähigkeit und dann wurde ein Antrag nach dem anderen besprochen, von denen Gerhard Ruiss  betonte, daß es diesmal viele wären, so daß es von einer Stunde Mittagspause unterbrochen, wo es wieder die tradtionellen Würstln gab, ein dichtes Arbeiten war und ein Antrag war meiner, der ziemlich am Schluß besprochen wurde.

Vorher ging es noch um die neue Regierungsbildung und was sich die Autorenschaft von der grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek erwarten kann und die Rolle des Deutschunterrichts in den Schulen wurde auch besprochen.

Dann kam, wie schon erwähnt ein Antrag der Doris Kloimstein, die eine bessere Unterscheidung zwischen den Verlags- und den Zuschußverlagen wünschte, weil diese oft nicht mehr so leicht zu erkennen sind.

Natürlich, denn ich kann mir ja die ISBN-Nummer kaufen und „Eva“, „Erika“ oder was auch immer Verlag darauf schreiben und auch wenn man eine ISBN-Nummer hat, heißt das ja noch lange nicht, daß man das Buch dann in der Buchhandlung bestellen kann.

Die „Hierachen“ haben ja eine solche und da habe ich  noch einige Schachteln in Harland stehen, sie erst vor kurzem in das neue Bücherregal umgeräumt und beschloßen, da jetzt immer eines in die Telefonzelle in Altmannsdorf bzw. in die bei der „Seedose“ zu legen, wenn ich da vorüberkomme.

Dann durfte ich meinen Antrag vortragen, bekam den Vorschlag, daß ich eine „Selfpublisherplattform“ gründen soll, aber das ist ja, glaube ich, nicht das was ich will.

Ich will mehr Anerkennung für meine Bücher, will daß sie beachtet werden und gebe ja jetzt bald mein „Vorlaßbuch“ heraus, wo man sich ja auch ein bißchen über „Mein Schreiben, meine Bücher“ informieren kann und denke und das habe ich gerade Margit Heumann als Kommentar geschrieben, steter Tropfen höhlt den Stein und jetzt kommen ja auch Selfpublisher zu den Generalversammlungen und mit denen kann ich mich, Plattform hin, Plattfrom her, wirklich ein bißchen verbünden, obwohl ich ja eigentlich nichts weiter, als den Zusatzparagraphen bei Ausschreibungen „Selfpublishing wollen wir nicht!“,  abschaffen, was mir, wie ich fürchte, so bald nicht gelingen wird, bin aber beim Abendbuffet mit zwei netten Kollegen ins Gespräch gekommen, habe einer ein Buch gegeben, mit der Doris Klomstein noch ein bißchen geplaudert und die Sylvia Treudl gefragt, ob ich mich bei „Literatur und Wein“ , weil ich ja darüber blogge, vielleicht auch, wie in Basel akkreditieren könnte?

Am Sonntag gab es dann noch ein paar Anträge, darunter die  Hochhausdebatte bezüglich der Weltkulturerbediskussion, die Gerhard Ruiss schon ein paar Jahre diskutiert und dann die Wahl.

Renate Welsh, Peter Turrini und Anna Migutsch wurden wieder als Präsidenten und Vizepräsidenten bestätigt, die anderen wiedergewählt. Ich habe mich für das Schiedsgericht gemeldet. Mit jemanden noch über das Selfpublishing diskutiert, dann ging es nach Hause, weil Margit Kröll, die in den letzten Jahren immer die Einladungen zur anderen Buchmesse, die ja auch irgendwie etwas selbstgemachtes war, diesmal nicht gekommen war.

2020-01-23

Regional versammeln

Die IG-Autoren, die vor zig Jahren von Gerhard Ruiss und Johannes Vyoral gegründet wurden und sich als Interessensvertretung für alle österreichische Autoren sehen, halten jedes zweite Jahr eine Regionalversammlung in jedem Bundesland ab, wo Gerhard Ruiss, der inzwischen der alleinige Geschäftsführer ist, von den aktuellen Entwicklungen berichtet und Deligierte für die Generalversammlung, die im Februar in Wien stattfindet, berufen.

So bin ich auch heute Abend statt mit dem Alfred nach St.Pölten zu fahren ins Literaturhaus gepilgert, wo schon Ljuba Arnautovic, Elfi Resch, Magdalena Tschurluwitz, Dieter Scherr  und noch einige andere versammelt waren.

Interessanterweise habe ich auch Doris Kloimstein getroffen, die ja als in St. Pölten wohnendem sich eigentlich nächste Woche in Krems versammeln sollte, aber da hat sie die Ruth zu einer Lesung in St. Pölten eingeladen, so daß sie nach Wien gefahren ist und wieder interessant ist, daß ich einmal, als ich noch von St. Pölten nach Wien pendelte, bei einer RV in St. Pölten war, wo ich die Doris Kloimstein kennenlernte.

Gerhard Ruiss begann seinen Vortrag mit den Veränderungen, die die neue Regierung mit sich brachte. Da gibt es ja jetzt ein Sekretariat für Kunst und Kultur, wo die Grüne Ulrike Lunacek die  Staatssekretärin ist und der Sozialminister ist auch ein Grüner, was, wie Gerhard Ruiss betonte auch für die Belange der Autoren wichtig ist.

Es gibt Neuerungen mit dem Musterverlagsvertrag und wieder die Messe in Leipzig, wo die IG Autoren ja, wie in Frankfurt ausstellen, den Neuerscheinungskatatlog und die „Autorensolidarität“ und wenn man rechtliche oder soziale Problem hat, wird man auch kostenlos von der iG  vertreten.

Dann gab es eine Diskussion,  man konnte Fragen stellen und wieder interessant, daß sich jetzt auch schon andere Selfpublisher zu Wort melden und auch ihre Rechte vertreten haben wollen, was ich ja auch zum Thema der nächsten GV machen wollte, weil ich mich ja manchmal bei all den Diskussionen um Stipendien, Verlagsvertrag, etcetera ziemlich daneben fühle und am Schluß erfuhr ich noch, daß Hermann J. Hendrich gestorben ist und bin dann mit der Doris Kloimstein in die Krongasse gegangen, wo ich die Ruth, die ihn ja herausgegeben hat, angerufen und davon verständigt habe, die, wie sie mir sagte, eigentlich auch zu der Regionalversammlung gehen wollte und Adolf Holl, der kritische Theologe, der ja eigentlich auch Mitglied der IG- Autoren sein hätte können, hat er doch unter anderen „Jesus in schlechter Gesellschaft“ geschrieben, ich habe auch einige Bücher von ihm in meinen Regalen, hat mir der Alfred verraten ist auch im neunundachtzigsten LA gestorben.

 

2019-10-19

Von der GAV-GV zum Badeschiff

Erika Kronabitter, Eva Jancak © Erika Kronabitter

Erika Kronabitter, Eva Jancak © Erika Kronabitter

Dieses Wochenende sind ja nicht nur die Publikumstage auf der Frankfurter-Messe, sondern auch die Generalversammlung der Grazer Autorinnen Autoren, 1973 in Graz als Abspaltungsversuch vom damaligen PEN gegründet und immer noch der größte österreichische Autorenverein, den wir haben, auch wenn die Gründungsmitglieder fehlen und nicht mehr Ernst Jandl, der, glaube ich, zu Zeiten meiner Aufnahme Präsident war, H. C. Artmann, den ich kaum dort gesehen habe, aber auch Marie Therese Kerschbaumer, Gert Jonke, Elfriede Gerstl, Friederike Mayröcker,  etcetera, zu den Generalversammlungen kommen.

Ich habe, glaube ich, schon geschrieben, daß ich 1987 in die GAV aufgenommen wurde. 1986 habe ich das erste Mal eingereicht, damals gab es noch die Vollversammlung und die Generalversammlungen haben das ganze Wochenende, das heißt bis Samstagmittag, stattgefunden.

Josef Haslinger war der Generalsekretär, später Gerhard Kofer, Heidi Pataki lange die Präsidentin, Rolf Schwendter war das auch, dann kam Petra Ganglbauer und jetzt ist, welch Überraschung Ilse Kilic die Präsidentin, die zu Zeiten meiner Aufnahme, die Sekrretärin war.

Die Zeiten ändern sich, jetzt hat die GAV siebenhundert Mitglieder, die GVs finden im Oktober an einem Samstag statt und vorher gibt es am Freitag nachmittag seit einigen Jahren den kulturpolitischen Arbeitskreis, wo verschiedene kulturrelevanten Themen diskutiert werden.

Ruth Aspöck hat den, glaube ich, einmal eingeführt. Jetzt machen ihn Ilse Kilic und Christa Nebenführ und die Lesung der Mitglieder, die im letzten Jahr aufgenommen wurden, die es eine Zeitlang anschließend in der „Alten Schmiede“ gab, gibt es auch nicht mehr.

Jetzt werden auch nur mehr alle zwei Jahre neue Mitglieder aufgenommen, so wurde heuer auch sehr lange über die Neuaufnahmen diskutiert.

Es gab viele Vetos, denn jedes Mitglied kann ein solches einlegen, wenn ihm ein Juryentscheid nicht gefällt, daher gibt es dann auch lange Diskussionen und Abstimmungen und die eingereichten Veranstaltungen. Inzwischen kann jedes Mitglied pro Jahr ein Veranstaltung einreichen und weil die Mitglieder mehr werden, die Subventionen aber gleichbleiben, gab es im letzten Jahr, wo keine neuen Mitglieder aufgenommen wurden, eine lange Diskussion darüber, was und wie eingespart werden kann.

Heuer gingen die Veranstaltungsvorschläge schneller vor sich, so daß nach den Berichten aus den Bundeslängern, denn wenn der Name auch „Grazer Autorenversammlung“ heißt, gibt es in jeden Bundesland eine eigene Regionalversammlung, die ihre eigenen Veranstaltungen machen, noch Zeit für allfälliges war und da wurde über eine eventuelle Namensumänderung diskutiert, da das „Graz“ im Namen vielleicht ein bißchen lästig und wiedersprüchig sein könnte.

Aber ich möchte nicht Mitglied einer „Allgemeinen österreichischen Autorenversammlung“, werden, denn die GAV, bei der ich ja schon sehr lange Mitglied bin, ist ein wichtiges Stück Identität für mich und man kann ja das „Gegründet in Graz!“, zusätzlich erklären.

Wird wohl so bleiben, zumindestens noch für die nächste Zeit, dann gab es wieder das Abendessen, diesmal im Cafe Prückl, wie im letzten Jahr, lange war es im Gasthaus Pfudl, aber diesmal hätte man sich wahrscheinlich aus Einsarungsgründen das Essen und das Trinken selber zahlen müßen und ich eße ja eigentlich nichts am Abend.

Erika Kronabitter, Christian Kargl © Erika Kronabitter

Erika Kronabitter, Christian Kargl © Erika Kronabitter

Zu Mittag war ich bei der „Nordsee“ und habe mir eine mittlere Portion Fisch und Chips besorgt und mir nachher beim „Heindl“ drei Maroni gekauft und außerdem hat mich die Gerlinde vom „Ohrenschmaus“, die ja dort nicht nur den „Preis“ organisert, sondern auch Lesungen der Einreichenden schon lange ins Badeschiff am Donaukanal eingeladen, wo es das“ Cafe Ohrenschmaus“ gibt und da gab es heute ein Fest oder ein Party, jedenfalls spielte die Tschuschenkapelle oder ein Musiker davon und um halb sechs hat Erika Kronabitter ihr neues, bei der „Edition Taschenspiel“ erschienenes Buch „Endlich Alles Richtig“ vorgestellt, so daß ich, die ja die Erika schon beim Artmann-Symposium am Donnerstag und am Freitag gesehen habe, darauf angesprochen  und eigentlich gedacht habe, daß ich mit ihr von der Sitzung zum Badeschiff gehen könnte, denn der Donaukanal ist ja nicht weit von der „Alten Schmiede“ entfernt.

Sie hatte aber ein Schreibcoaching und war gar nicht bei der GV obwohl sie Vorstandsmitglied ist, so bin ich nach der Verabschiedung durch die Präsidentin alleine hingegangen, bin gerade noch rechtzeitig zur Lesung gekommen, konnte auch einen Kaiserspitzer trinken, einen sehr guten Salat mit Grantäpfel und anderem und ein Stück Kuchen essen und dann noch mit der Erika mit einem Achterl Rot auf die sehr literarischen Woche anstoßen, in der ich viel in Wien erlebt habe und gar nicht nach Frankfurt gekommen bin und nächstes Jahr, das kann ich gleich anmerken, wird die GAV-GV wieder zeitgleich mit der Frankfurter-Buchmesse sein, also wird es vielleicht wieder etwas hektisch werden und bezüglich Leipzig, wo wir ja eigentlich immer regelmäßig fahren, gibt es das Problem auch, wenn auch vielleicht nicht mehr so regelmäßig, da es ja keine jährlichen Vollversammlungen mehr gibt und sich mein Messebesuch also höchstens mit der „Lyrik im März“ schneidet was auch nichts macht, da ich ja keine Lyrik schreibe, sondern mich nur an die Großveranstaltungen erinnern kann, die in den Achtzigerjahren im NIG im Hörsaal eins, stattgefunden habe, wo Rolf Schwendter gelesen habe, Gerald Bisinger sich sein Begräbnis vorstellte, Ernst Jandl, Gerhard Kofler auf Deutsch und auf Italienisch, Friederike Mayröcker, Marie Therese Kerschbaumer und und und die GAV ist ein Stück von mir auch wenn ich selten nach Graz komme, die ich nicht missen will, aber einmal war dort auch eine Vollversammlung und Dietmar Füssel ein sehr engagiertes oberösterreichisches GAV-Mitglied, hat mir auch seinen neuen Gedichtband übergeben, so daß ich wieder genügend Lesestoff habe und mich auch demnächst wieder ein bißchen auf das blaue Sofa setzen werden, um herauszufiden, was ich während der Neuaufnahmediskussion und den Badeschifflesungen in Frankfurt versäumt habe.

2019-10-16

Fast verpasste Buchmesse

Ich bin ja, das habe ich schon geschrieben, 2000 und 2002 in Frankfurt gewesen, in Leipzig fast jedes Jahr, weil wir ja Freunde dort haben, wo wir schlafen können, in Frankfurt nur die beiden Male, wo das Gastland 2000 Polen und 2002 Litauen war und wir einmal in Mainz und das andere Mal in Wiesbaden geschlafen haben und immer hin und hergefahren sind.

Als ich dann 2008 zu bloggen angefangen habe, habe ich fast zufällig entdeckt, daß man sich sehr viel, die blauen Sofa Videos beispielsweise, damals gab es aber auch so kleine feine Bloggerclips im Internet ansehen konnte, war begeistert und habe seither immer die Buchmesse in meinem Schlafzimmer im Bett oder sonstwo mehr oder regemmäßig verfolgt. MancheLeser werden sich über meinen Eifer gewundert haben und eine hat sich, glaube ich, auch gedacht, daß ich das Leben darüber versäume und eine andere oder war es dieselbe, hat mich aufgefordert doch mein Resume darüber abzugeben.

Nun ein Resume über ein Buchmesse auf der man gar nicht war, ist wahrscheinlich schwer zu geben, ich habe aber 2008 den spanischen Autor Rafael Chirbes für mich entdeckt, der sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre.

Interessant es es also für eine solche Literatur und Buchfantikerin, die ich bin, für mich allemal da aus der Ferne beizuwohnen, so habe ich meine Stunden gemacht, bin auch zu Literaturveranstaltungen gegangen, habe aber zwischendurch immer über Frankfurt gesurft und meine Kommentare darüber abgegeben.

Heuer könnte das anders, beziehungsweise knapper werden, denn heuer ist sehr viel los, war ich doch am Mittwochnachmittag, dem ersten Buchmessentag bei einer Fortbildungsveranstaltung bei der WGKK am Wienerberg und vorher hätte ich mich zwar ein paar Stunden auf das blaue Sofa setzen können und habe das auch vorgehabt, aber leider ist bei uns am Dienstagmittag das Internet ausgefallen und dann hatten wir bis Mittwochabend keines und da hatte ich mir noch nicht die Programme ausgedruckt.

Ich war zwar am Monttag zwischen der „Ohrenschmausjurysitzung“ und den „Wilden Worten“ den Live stream der „dBp-Preisverleihung“ gesehen und mich da über Sasa Stanisics Peter Handke-Kritik sehr geärgert und auf dem Literaturcafe habe ich auch sehr viel kommentiert, weil es da einen Artikel gegeben hat, wo Handke als der „Größte Langeweiler genannt und mit einer Schlaftablette verglichen wurde“ und da mußte ich natürlich wiedersprechen.

So bin ich erst am Mittwochabend als das Internet wieder ging, zu den Programmen und ein paar blaue Sofa-Videos gekommen und am Donnerstag und Freitag gibt es ein H. C. Artmann-Symposium in der Wien Bibliothek in der Bartensteingasse, am Freitagnachmittag ist dann Kulturpolitischer Arbeitskreis und am Samstag, die Generalversammlung der GAV und amSonntag, wo dann der Ehrenpreis des deutschen Buchhandels in der Paulskirche vergeben wird, ist das Sladky-Fototreffen, also knapp knapp und ich werde also, wie auch meine Leserin weiland wünschte, mein Leben leben, die literarischen Higlights in  Wien genießen und am Abend, wenn es sich ausgeht, mich ein bißchen auf das Sofa setzen und dann auch, wenn es sich ergibt, darüber bloggen.

Daß das Gastland Norwegen ist, könnte ich beispielsweise schreiben und das hat die Blogger ja schon vor zwei Jahren auf eine Lesereise durch das Land geschickt, mich natürlich nicht, aber ich habe einen Jon Fosse in meinem Badezimmer liegen und werde ihn aber  erst lesen, wenn ich mit dem deutschen, den österreichischen und den schweizer Buchpreis, also wahrscheinlich im Dezember fertig bin.

Sonst kenne ich von den Norwegern nur Jostein Gaardener und Karl Ove Knausgaard natürlich, der ja glaube ich auch die Eröffnungsrede hielt, von dem ich aber  noch nichts gelesen habe, nur einmal in der Schweiz vor einem Jahr ein Buch gefunden.

Die Buchpreisträger treten wahrscheinlich auf, Olga Tocarczuk und noch ein paar andere berühmte Autoren und Jurenka Jurk, die mir ja immer die Einladungen zu ihren Webinars schickt, macht dort, glaube ich, ein Schreibprojekt, wo zwei ihrer Schülerinnen einen Roman während der Messe schreiben.

Das kann man sich, glaube ich, auch per Livestream ansehen. Mal sehen, ob ich dazu komme, Wolfgang Tischer hat sein Programm und sicher vieles mehr.

Die kleinen feinen Videos, die mich im ersten Jahr so begeistert haben, gibt es, glaube ich, nicht mehr, aber mal sehen, wie es weiter geht und was ich so von der Messe, auf der ich ja nicht bin, mitbekomme, die sicher groß und riesig ist und vom deutschen Buchpreis warten ja auch noch sechs Bücher auf mich.

2019-07-03

Elf Jahre Literaturgeflüster

Es ist soweit, hurrah, hurrah, das Literaturgeflüster gibt es nun schon elf Jahr und wenn das vielleicht auch der Uli oder eineige andere meiner Leser das narzistisch finden, ich finde es schön, daß ich auf diese Art und Weise mein literarisches Leben, mein Schreiben, die Veranstaltungen, die ich besuche und die Bücher die ich lese, der daran interessieren Öffentlichkeit präsentieren kann.

Die ist, ich weiß, sehr klein, ein gutes Archiv und eine gute Zusammenfassung dessen, was in den letzten elf Jahren so literarisch passierte, ist es allemal und so sind in dieser Zeit, kann ich stolz vermelden, auch über dreitausendachthundertfünfzig Artikel entstanden, die es inzwischen täglich oder so gar öfter gibt.

Ich weiß, der Uli nennt es, sinnlosen Content, den er nicht verstehen kann und es sind sicher auch einige Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler dabei, dennoch nenne ich eine solche Leistung beachtlich und deshalb gibt es auch wieder einen Artikel, um das zu feiern.

Ein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ ist 2013 entstanden, in dem man die literarischsten Artikel des Blogs nachlesen kann, das habe ich vorigen April in der „Alten Schmiede“ vorgestellt, inzwischen arbeite ich am „zweiten Literaturgeflüsterbuch“, in dem es um mein Schreiben und meine Bücher geht, sind in der Zeit meines Bloggens doch, glaube ich, siebenundzwanzig Bücher entstanden, deren Entstehen man hier auch nachlesen kann.

Beim ersten Jahr „Literaturgeflüster“ hatte ich einige Gratulanten, denn damals ist man mit einem solchen Blog in den literarische interessierten Kreisen, ich habe das getestet, noch ein bißchen aufgefallen.

Jetzt nicht so sehr, jetzt siegt vielleicht die „Bullshit-Fraktion“, die wie der Uli „Sinnloser Content!“, ruft, während sich die literarischen Interessierten vielleicht nicht auf das Blogniveau hinabbegeben.

Schade eigentlich und es stimmt auch nicht so ganz, da es mir immer wieder passiert, daß mich die Leute kenne, wenn ich oder sie mich auf einer Veranstaltung ansprechen und sie wenigstens den Artikel gelesen haben, den ich über sie, ihr Buch oder ihre Lesung geschrieben habe.

Mein Schreiben interessiert dagegen nicht so sehr, das gebe ich schon zu und muß es auch nicht, denn da hat Rudolf  B. schon recht gehabt, als er mir vor vierzig Jahren den Ratschlag gab, daß ich es für mich  praktizieren soll.

Damals habe ich ihm das nicht geglaubt und geantwortet, aber die Jelinek tut das doch auch nicht!“

Es ist mir leider nichts anderes über geblieben, als diesen Rat anzunehmen, weiterzuschreiben und als das Herumschicken meiner Manuskripte nichts nützte, begonnen meine Bücher ab 2000 selber zu machen.

Da war ich, würde ich sagen, eine Pionierin des Selfpublishings, habe mich aber in die Nesseln gesetzt, weil ich in Zeiten, wie diesen ja noch heute höre „Leider, leider, Selfpublishing wollen wir nicht!“

Fast fünfzig Bücher sind aber auf diese Art und Weise inzwschen entstanden, die ich auf Lesungen vorstelle und seit es das „Literaturgeflüster“ gibt, auch auf meinen Blog, denn 2008 habe ich, als nächste Selbsthilfeaktion mit dem Bloggen angefangen und bin trotz aller Ambivalenzen höchst zufrieden.

Im ersten Jahr hatte ich, glaube ich, eine Hand oder waren es schon zwei Interessierte, die mir Kommentare schrieben und sich für meine Berichte interessierten.

Das hat inzwischen aufgehört oder es kamen die Kritiker oder Spamer, zwei Frauen und ein Mann der berühmte Uli, der sich außerdem auch noch rechts engagiert, haben sich da gemeldet und sind inzwischen auch verschwunden, so daß ich, was eigentlich sehr seltsam bin, ein wenig einsam vor mich hinblogge und in den Weiten des Netzes, wie ich fürchte fast verschwinde.

Macht aber nichts, der den es interessiert, kann mich finden und wissen welche Veranstaltungen ich in den letzten elf Jahren besucht habe, es waren sehr viele, siebuenzwanzig Bücher habe ich geschrieben, die Schreibberichte sind hier nachzulesen und sehr sehr viele Bücher habe ich gelesen, denn und das ist interessant, die Verlage interessieren sich für Blogger und bieten ihnen ihre Bücher an, so habe ich derzeit fast einen Lesenotstand und hetze von einem Buch zum anderen, denn die Bücherschränke, die ich ja auch sehr eifrig besuche und darüber schreibe, sind auch entstanden, ich habe mit dem Buchpreisbloggen angefangen und da gibt es ja jetzt den deutschen und den österreichischen Buchpreis, in der Jury des „Ohrenschmauses“ war ich schon als ich zu bloggen angefangen habe, damals habe ich für die GAV auch noch die „Mittleren“ und den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisiert, das tue ich inzwischen auch nicht mehr, gehe aber nach wie vor zu Veranstaltungen, versuche auf meine Bücher hinzuweisen und jetzt sie auch literaurwissenschaftlich zusammenzustellen.

Interessant, interessant würde ich sagen und bin für die Möglichkeit des Bloggens, obwohl ich eigentlich daran gescheitert bin, sehr dankbar und betreibe es auch sehr diszipliniert und genau.

Zum fünften und zum zehnten Jahrestag hat es mehr oder weniger größere Gewinnspiele gegeben. Beim Elften verzichte ich darauf, aber wer was lesen und mir gratulieren oder auch einen kritischen Kommentar geben will, kann sich trotzdem eines aussuchen.

Aber Achtung, es sind nicht mehr alle vorhanden, weil ich mir ja nur fünfzig Stück drucken lassen, die PDFs verschicke ich aber gerne und bei einigen Büchern kann man auch noch auf der Leserunde kommentieren,  sie sozusagen eröffnen oder in Schwung halten.

Wenn wer das möchte,  freut es mich, wie mich auch das ganze „Literaturgeflüster“ freut und ich es, wie schon geschrieben, sehr froh über die Möglichkeit bin, mich damit literarisch zu präsentieren.  Daß mir das nicht sehr gelingt, damit literarisch aufzufallen, ist sehr schade und vielleicht auch wirklich eine kleinere oder größere literarische Kränkung, aber wie erwähnt, macht es auch nichts, denn es ist schön, daß ich schreibe, mich immer noch für Literatur und die Veranstaltungen interessiere und wer mich jetzt vielleicht persönlich kennenleren und sich ein Buch abholen möchte, am sechzenten Juli gibt es um neuzehn Uhr im Cafe Westend beim Westbahnhof dazu Gelegenheit und wem das zu spät ist, den verweise ich auf den 31. August und auf das Volksstimmefest, denn da lese ich ab sechzehn Uhr beim „Linken Wort“, das eine Mal aus der „Unsichtbaren Frau“, das andere aus der noch nicht erschienenen „Magdalena“ und jetzt aufs ins zwölfte „Literaturgeflüsterjahr“, beziehungsweise in die Sommerfrischenwochenenden in Harland bei St.Pölten, ich freue mich schon sehr darauf!

2019-06-30

Wieder einmal Bachmannlesen

Ich verfolge ja ziemlich genau von Anfang an und das war, glaube ich, 1977, das Geschehen um den „Bachmann-Preis“, zuerst mit dem, was ich aus der Zeitung in dem Fernsehen so nebenbei mitbekommen habe, zweimal habe ich, glaube ich, auch einen Text hingeschickt und versucht mich für eine Lesung zu bewerben. 1996 bin ich  auf eigene Faust hingefahren, habe mich ins Studio gesetzt, mir die Lesungen angehört und weil ich nicht akkreditiert war, die Texte nicht bekommen.

Jetzt kann man sie sich ausdrucken und das Ganze im Fernsehen oder im Internet verfolgen, was ich eigentlich jedes Jahr tue und heuer ein bißchen Terminkollusion, den 1996 war der Wettbewerb noch in der letzten Juniwoche, dann wurde 2009 pder 2010 wegen der Fußballmeisterschaften, die es da ja zeitgleich gibt, in den Juli verlegt.

Jetzt ist es wieder in der letzten Juniwoche und die Eröffnung fand auch nicht, wie üblich Mittwoch, um halb neun sondern schon, um halb sieben statt und da habe ich ja eigentlich in die „Gesellschaft für Literatur“ zu einer Veranstaltung von Andrea Grill, die ja auch einmal in Klagenfurt gelesen hat, gehen wollen und vorher war ich bei einem Vernetzungstreffen in der WGKK, das am Wienerberg von eins bis halb fünf stattgefunden hat, dann hätte ich eigentlich gedacht, als ich noch nicht wußte, daß es diesmal schon um halb sieben losgeht, fahre ich zum Karlplatz, kaufe mir dort Fahrscheine und mache mir ein bis zwei schöne Stunden, dann gehe ich in die „Gesellschaft“ und dann nach Hause, um mir die Eröffnung, was man ja kann, im Nachhinein anzusehen.

Dann war ich aber nicht so sicher, ob ich das wirklich wollte, weil was mache ich zwei Stunden in der heißen stadt, wenn das Gehen noch nicht so geht und ich auch keinen Kaffee trinken oder ein Eis essen will und mir eigentlich auch keine Bücher kaufen will.

Auf den Karlsplatz mit der U- Bahn fahren und mir Fahrscheine kaufen und dann überlegen was ich mache, dachte ich, bin dann aber schon viel früher in den Bus gestiegen, der ja an der Kettenbrückengasse hält oder das sollte, denn dann gab es eine Durchsage und der Bus ist die Pilgramgasse hinunter und nicht die Schönbrunnerstraße gefahren und dort, wo ich eigentlich aussteigen wollte, war alles abgesperrt und im Oe24 live erfuhr ich kurz darauf, daß es in der Schäffergasse Ecke Pressgasse, dort wo ich vorbeigehen hätte müßen, eine Gasexplosium gegeben hat, die derzeit, glaube ich, ganz Wien in Atem hält.

Also nach Hause, die Krongasse liegt ja ein wenig abseits, mich mit einem Campari Soda, den der Alfred gestern bei seinem Betriebsratfest geschenkt bekommen hat, in den Garten gesetzt.

Zuerst, die von Klaus Kastberger, der ja auch in der Klagenfurter-Jury sitzt, herausgegebenen Fritsch-Tagebücher, die ich gerade lese, gebloggt und mich abwechsend zum Oe24-livestream versucht in den Klagenfurt- livestream hineinzukommen, was dann kurz nach halb acht gelungen ist.

Es gab die Eröffnungsmusiik und dann die Begrüßungsreden von Karin Bernhard. Christian Ankowitsch moderierte, stellte die Gäste vor und begrüßte  die Bürgermeisterin für ihre Eröffnungsrede. Dann sprach eine 3-Satfrau, danach kamen die Preisstiftenden Privatsponsoren von der PSK-Bank und der Kelag und wurden vom Moderator ausgefragt.

Der Klavierspieler  Karen Asatrian folgte und forderte die Anwesenden zum Mitsingen auf. Die Jury Stefan Gmündner, Nora Gomringer, Klaus Kastberger, Hildegard Keller, Michael Widerstein, Insa Wilke und der Jurysprecher Hubert Winkels marschierten auf, der Sprecher hielt seine Antrittsrede, dann wurden die Lesereihefolge ausgelost und mein Internet verschwand für eine Weile, so daß ich erst wieder zur Festrede von Clemens J. Setz, der auch einmal in Klagenfurt gelesen hat und jetzt einen langen Bart trägt, die „Kayfabe und Literatur“ heißt und man rätseln konnte, was das heißt.

Eines der Strache-Videos, wo der ehemalige Vizekanzler einer Familie Österreicher ein fremdenfreies Österreich zeigt, wird dabei zitiert und wer von den vierzehn Autoren, bei denen diesmal sechs Österreicher sind, von denen ich nur Sarah Wipauer, Lukas Meschik und Birgit Birnbacher kenne, Morgen beginnen wird, werde ich erst später erfahren.

Wahrscheinlich erst zu Mittag, da ich morgen bis zwölf Uhr Stunden habe und  am Nachmittag noch ein paar, aber dazwischen werde ich mich wieder nach Klagenfurt schalten, um herauszubekommen, was für spannende Texte dort gelesen werden.

Sarah Wipauer wird aber, was man auf der Seite sehen kann, morgen um elf die zweite sein. Christian Ankowitsch stellte seine Co Autorin Zita Bereuther vor und das eingeladene Festpublikum strömte zum Buffet, während ich die Rede nachlesen und meine Texte korrigieren werde.

Die erste Leserin am Freitagmorgen, ein undankbarer Lesetermin, wie ich denke, war die 1980 geborene in Berlin lebende Katharina Schultens, die auf Einladung von Insa Wilkens einen Romanauszug aus einem eher schiencefictionalen Text las.

Dann folgte die 1986 in Wien geborene Sarah Wipauer, die ich vor einigen Jahren über meinen Blog kennenlernte und die auch schon im Literaturkurs gelesen hat und auf deren Twitteraccaunt laut Wolfgang Tischer Klaus Kastberger aufmerksam wurde und sie daher mit ihrem Text, der von einem Gespenst, das durch den Weltall fliegt, zum Lesen einlud.

Dann kam die 1974 in Zürich geborene Silvia Tschui, die ein sehr witziges Vorstellungsfilmchen hatte, in dem erklärt wird, warum sie den Preis gewinnen muß und dann aus ihrem Roman „Der Hartmut am Buffet“ las, wo es um eine Geschichte und ihre Rivalität von zwei Brüdern geht, die im Krieg flüchten mßte.

In der Mittagspause ging es dann um Peter Handke und dem Leben mit seiner kleinen Tochter in Paris, ein Film von Georg Stefan Troller.

Nach zwei Interviews ging es dann laut Programm  verspätet, wieder in den Sall, wo die mir bisher unbekannte 1982 in St. Veit an der Glan, wo ich einmal fast ertrunken wäre, geborene Julia Jost, deren Portrait ein Interview in einem Theater ist und deren Text „Unweit vom Schalkaltal“, glaube ich, auch in Kärnten spielt,  vom Hof ihrer Eltern und an Hand einer Klassenfotografie eine Kindergrausamkeit erzählt.

Als letzte in der Frauenrunde folgte am Freitag die 1959 in Schaffhausen geborene Andrea Gerstner, deren Text „Das kann ich“, heißt und in dem, glaube ich, eine Großmutter von dem Sorgerechtverfahren um ihren Enkel erzählt und dabei hintergründige Gedanken hat.

Die Diskussion darüber habe ich dann wegen meiner Nachmittagsstunden versäumt und mußte von mir nachgehört werden.

Ich bin aber auf die letzte Donnerstagsdemo vor den Sommer zuerst in den Bruno Kreisky Park und dann im Zick-Zack zum Karlplatz gegangen, um mir Freitagmorgen, nachdem ich die Fritsch-Tagebücher ausgelesen habe, mir den Wolfgang Tischer Podcast vom „Literaturcafe“ angehört habe, die die Texte von Sarah Wipauer und Katharina Schultens lobten und die von Silvia Tschul, Julia Jost und Andrea Gerstern als nicht neu genug und schon sehr oft gehört verunglimpften und sich von der Jury mehr Kritik wünschten. Ich bin ja gegen das „Bachmann-Preis-Geschimpfe“, das mit den Finger wackeln und „Das ist ein schlechter Text-Geschrei!“, aber Wolfgang Tischer ist da defensiver und wünscht sich zu seinem Vergnügen mehr Widerspruch!

Dann gings in meine erste Stunde und in Klagenfurt betrat der 1986 geborene und in Köln lebende Yannic Han Biao Federer, die Bühne,  indessen Text „Kenn ich nicht“, der Autor offenbar in verschiedenen Positionen selber auftritt.

Dann folgte die 1993 in München geborene Ronya Othmann, die in Leipzig studiert und wahrscheinlich kurdische-jesidische Wurzeln hat und in ihrem Text „Vierundsiebbzig“ den Genozid an den Jesiden schildert und der in seiner Beurteilung der Jury große  Schwierigkeiten machte, ihn literarisch zu beurteilen.

Die 1885 in Salzburg geborene Birgit Birnbacher, deren „Wir ohne Wal“,ich gelesen habe und der mich vor poetische Herausforderungen stellte, folgte mit den Text „Der Schrank“ und beschäftigte sich in ihrem Portrait mit der Arbeitswelt und die Geschichte handelt sehr konkret von einem Schrank, der plötzlich in einem Stiegenhaus steht und dann, wie sich herausstellt, der Ich-Erzählerin gehört, der mich sehr beindruckt und mir sehr gefallen hat, obwohl die Erzählerin am Schluß der Geschichte in den Schrank ist, um zu verschwinden, was wieder nicht sehr realistisch ist.

In der Pause gab es dann ein filmisches Portrait des „Thomas-Sessler-Theaterverlags“ und ein Interview mit dem Direktor der Schule für Dichtung und glaube ich, einem Komponisten über den Schlager, beziehungsweise Udo Jürgens, der ja aus Klagenfurt stammt.

Danach folgte der 1996 in Berlin geborene Daniel Heitzler, der noch keine Veröffentlichungen hat, was eigentlich den Wettbewerbsbedingungen, daß man eine Verlagsempfehlung haben muß, widerspricht mit seinem Text „Der Fluch“, der in Mexiko zu spielen scheint und dann folgte, als letzter des Tages, der offenbare Star des Bewerbes,  der 1961 in Bern geborene Tom Kummer, der glaube ich, bisher durch seine „Fälschungen“ aufgefallen ist. . Sein Text „Von schlechten Eltern“, scheint von Schweizern zu handeln, die sich auf der Flucht befinden.

Am Abend bin ich dann doch in die Galerie in die Florianigasse gegangen, um einer GAV-Veranstaltung zu lauschen, statt noch einmal genauer über meine mißglückte „Bachmann-Preis-Karriere“ zu schwadronieren und am Samstag fuhren wir dann nach Harland, um dort als Erstes festzustellen, daß der Kühlschrank ausgefallen war, so daß ich erst sehr spät in den Text, der 1974 in Wien geborenen Ines Birkan, die ich, glaube ich, schon bei Veranstaltungen gesehen habe, einsteigen konnte, der von einer Ekaterina, die sich glaube ich mit einem Seeskorpion eingelassen hat, handelt.

Dann kam  der 1992 in Völckerbruck geborene und in Hannover lebende Leander Fischer mit seinem Text „Nymphenverzeichnis“, wo es um einen Musiker und das Fliegenfischen geht.

Dann kam ein Film über Anna Katharina Hahn,die sich als Stadtschreiberin von Mainz für Tauben interessierte.

Danach der letzte Österreicher in der Lesereihe, einer der, obwohl sehr jung, schon viele Bücher geschrieben hat, der 1988 in Wien geborene Lukas Meschik, der in seinem Portrait die Hauptbücherei vorstellte und ein Plädoyer über das Lesen hielt und über den Tod seines Vaters  die schönen Sätze schrieb: „Jeder Sohn stirbt als sein Vater. Jeder Vater lebt weiter als sein Sohn“ und die Behauptung enthält, daß man immer, um vier Uhr früh stirbt, was wohl nicht so stimmt, der Sohn es sich aber für sich selber wünscht. Ein Text über den die Jury sehr kontrovers diskutierte und als letzter stellte der 1976 in Frankfurt geborene Storyteller Martin Beyer das Henkerhaus in Bamberg vor und las seinen Text „Und ich war da“, der sich natürlich mit einem Henker und die Hinrichtung von Hans und Sophie Scholl beschäftigte, wie die meisten Texte ja schon in den Portraits vorgestellt wurden.

Ein Text, der mir, wie auch der von Silvia Tschui,  sehr gut, der Jury weniger gefallen hat, die meinte, daß man so nicht über die Geschwister Scholl schreiben dürfe, aber ich denke auch, daß der junge Kriegsheimkehrer, der Sophie Scholl, die Augen zudrücken hätte sollen, imJahre 1943 keine Ahnung haben konnte, wen er da vor sich hat.

Das war es dann mit sehr unterschiedlichen und auch sehr interessanten Texten. In Klagenfurt kann man schwimmen gehen, ich werde mich aufs Rad setzen und schauen, was die „Seedosen-Telefonzelle“ für mich hat und ab fünfzehnUhr kann das Publikum abstimmen.

Soll ich das heuer, habe ich meinem resignativen Rückzug gedacht und überlegt, ob ich jetzt Sarah Wipauer, Birgit Birnbauer, Lukas Meschik oder doch dem nicht so gut weggekommenen Text von Andrea Gerster meine Stimme geben soll?

Was ich, wie sich herausstellte, ohne Alfreds Hilfe gar nicht konnte, weil ich da aus Sicherheitsgründen ein SMS schicken müßte und ich keine Handy habe. Ich dann aber, vielleicht weil mir das letzte Buch nicht so gefallen hat, doch für Birgit Birnbacher stimmte und ich den Wipauer-Text nicht ganz gelesen habe.

Nur meine Shortlistprognose: Birgit Birnbacher, Yannik Han Biao Federer, Julia Jost, Tom Kummer, Ronya Othmann, Katharina Schultens und Sarah Wipauer würde ich vermuten, aber meistens sind dann  zwei nicht so offensichtliche Namen dabei, die dann auch keine Stimme bekommen und wer es machen wird…?

Sarah Wipauer, Tom Kummer und Ronya Othmann und vielleicht auch Birgit Birnbauer oder Yannik Han Biao Federer werden wohl einen Preis bekommen und Wolfgang Tischer scheint auch, wie der Moderator angedeutet hat, eine öffentliche Shortlistenreihung zu bekommen.

Die wurde dann am Sonntag verlesen und wenn man sie mit meiner vergleicht, fehlen Katharina Schultens und Tom Kummer, dafür kamen Leander Fischer und Daniel Heitzler darauf.

Zur Bachmannpreisträgerin wir dann ziemlich kurz und schmerzlos Birgit Birnbacher, was mich überraschte aber freut, weil mir der Text bis auf den Schluß ja sehr gut gefallen hat.

Der zweite Preis ging dann an mir sehr überraschend an Leander Fischer und wieder wurde mit Herrn Federer stichgewählt. Was dann beim nächsten Druchgang mit Julia Jost noch einmal passierte, daß er wieder überblieb.

Was dann bei der 3Sat- Stichwahl Heitzler gegen Federer, dessen Debutroman ja auch auf der Debutpreis-Longlist steht, endlich für Yannik Han Biau Federer gewann und Sarah Wipauer ist, was ich sehr schade finde, leider übergeblieben. Dafür hat die bisher auch eher übersehene Ronja Othmann für ihren starken Text den Puplikumspreis gewonnen.

Die Preise sind vergeben, die Spannung ist vorbei und ich kann mich nach der Abschlußrede von Hubert Winkels mit dem Alfi um ein Trauma zu vermeiden auf die Rudolfshöhe begeben.

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