Literaturgefluester

2022-07-04

Vierzehn Jahre Literaturgeflüster

Es ist soweit, meinen Blog in dem ich über mein Schreiben, die Bücher die ich lese, die Veranstaltungen die ich besuche und meine Eindrücke über den Literaturbetrieb in den ich ja so gerne möchte, gibt es seit dem 3. Juli 2008. Ich bin also damit in das fünfzehnte Jahr gegangen und werde im nächsten, 2023, mein fünfzigstes Maturajubiläum feiern und ab da, da war ich sehr stark in der sogenannten philosphischen Krise, habe die Welt verändern wollen und geglaubt Bäume ausreißen zu können, beschlossen literarisch zu schreiben.

Vorher habe ich das auch schon getan und das Schreiben, glaube ich, auch bei dem Logopäden Herrn Aschenbrenner bei dem ich, bevor ich in die Schule konnte, wegen meiner Sprachfehler war, erlernt. Jedenfalls konnte ich es schon, als ich in die Volksschule kam und ich kann mich erinnern, daß ich wahrscheinlich in der vierten Klasse, am Wochenende Aufsätze schrieb, die ich meiner Volksschullehrerin zeigte, die mich, glaube ich, diesbezüglich auch beraten hat. In der Straßergasse, der sogenannten Knödelakademie, hatte ich in der Frau Prof Friedl eine sehr gute Deutschlehrerin und gelesen habe ich auch sehr viel. Courths-Mahler und zugegeben, auch einige Schundhefterl, also sogenannte Liebesromane, Alan wilton und Jerry Cotton-Hefterln und ab der Matura wollte ich es literarisch tun.

Das war 1973 im Jahr wo sich auch die GAV gegründet hat. Da kann ich mich erinnern, daß ich im Gartenhäuschen am Almweg bei der Höhenstraße gestanden bin und davon hörte.

Aber so wie Gert Jonke, Andreas Okupenko, H. C Artmann oder Ernst Jandl wollte ich eigentlich nicht schreiben, sondern sozialkritisch realistisch. Da gab es gerade die Bücher von Michael Scharang, Franz Innerhofer, etcetera, die whrscheinlich meine Vorbilder waren und so habe ich es allein versucht.

Im Sommer 1973 eine Geschichte geschrieben, die von einer Hure handelte, die sich in ihrer Freizeit um Kinder kümmerte. Die ist fertig geworden, ich habe sie aber nie korrigiert und zögernd einigen Leuten gezeigt, die nicht viel damit anfangen konnten.

Mein Plan war am Abend nach meinem Psychologiestudium und am Wochenende zu schreiben. Ging nicht wirklich. Ich war auch sehr allein und hatte keine Verbindung zu Autoren und die „Alte Schmiede“ hat es noch nicht gegeben.

Ich habe viel gelesen, Adalbert Stifter, Thomas Mann und weitergeschrieben. Ein paar Texte sind entstanden, bis ich 1977 mit der „Einladung zum Tee“ endlich zufrieden war. Wenn ich es jetzt beurteile, würde ich sagen, eine durchschnittliche Dreiecksgeschichte, wie sie wahrscheinlich damals in einigen Zeitungen zu lesen war. Nicht experimentell und sprachlich, weil ja ehemalige Hauptschülerin und die Rechtschreibung eigentlich auch rebellisch ablehnend, nicht außergewöhnlich. So haben es dann, als ich sie ihnen zeigte, auch die Monika und der Gerhard K. beurteilt.

Die Monika hat mich aber in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht, wo ich Marie Therese Kerschbaumer, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner, Bruni Langthaler, Valerie Szabo, Erika Danneberg und auch Arthur West sovie Bärbl Danneberg, die das Ganze organisierte kennengelernt und meine erste Lesung im „Lteratureck“ in der „Alten Schmiede“, dem Vorläufer der „Textvorstellungen“ vermittelt.

Da habe ich nach und nach Kontakt zum Literaturbetrieb gekommen, die ersten Adressen von Zeitschriften und Verlagen und habe meine Texte hingeschickt. Mein Problem war wahrscheinlich, daß ich damals sehr gehemmt und schüchtern war und froh einen Text fertigzubekommen, den dann gleich verschickt habe.

An den damaligen „Residenz-Verlag“ unter Jochen Jung„, aber auch an „Suhrkamp“, „Rohwohlt“, etcetera und Lesungen bei den „Textvorstellungen“ hatte ich ab den Achtzigerahren, glaube ich, mehr oder weniger regelmäßig.

Von den Verlagen kamen Absagen. Ich habe es immer weiter probiert und 1986, glaube ich, mein erstes Aufnahmeansuchen an die GAV geschickt. 1987 hat es geklappt. Da hatte ich dann einen Text, meine „U-Bahn-Geschichten“ im „Wespennest“.

In der „Rampe“ hatte ich auch einige Texte, im „Podium“ und in kleineren Literaturzeitschriften, wie das „Log“ und 1990 oder so bin ich das erste Mal auf die Idee gekommen beim Bundesministerium, um einen Zuschuß anzusuchen und meine „Hierarchien“ selbst herauszubringen. Das habe ich auch Jack Unterweger mitgeteilt, der in der „Wortbrücke“ meine Texte herausbrachte und der hat das Buch dann herausgebracht.

Fünfhundert Stück, glaube ich, wo noch einige Schachteln in Harland herumstehen und einige wahrscheinlich im Rathauskeller oder der Literaturabteilung lagern und hat es auch ein bißchen verbreitet. Die Rezensionen waren zum Teil furchtbar, vor allem die in der „Literatur und Kritik“, andere in kleineren Zeitschriften waren nicht so schlecht und im „Falter“ hat mir einer auch ein paar eher lieblose Zeilen geschrieben. Al sich das Buch jahre später wieder gelesen habe, habe ich gedacht, es ist nicht so schlecht, habe weitergeschrieben und weitergeschrieben, meine Texte verschickt, Absagen bekommen, mich mit den Arbeitskeisfrauen, der Bruni, der Valerie und der Elfriede Haslehner getroffen und 2000 hat mir der Alfred, die „Wiener Verhältnisse“, zum Geburtstag geschenkt. Die habe ich der Ruth gewidmet, sozusagen als Antwort auf ihr „Konjunkurs -Erfahrungen zu Alfred Stern“, das ich mit ihr bei einem xx-small, glaube ich, tauschen wollte, was sie als nicht so professionell empfand.

Das war mein erstes „Digi-Buch“, inzwischen gibt es an die sechzig selbstgemachte und vier Druckereien, die es mir machten und damit bin ich leider leider, trotz des Selbfuplishingbooms, das einen besseren Ruf, als das abwertend gemeinte „Eigenverlag“ hat, weil keine Rezensionen, obwohl ich mich bemühte sie zu verschicken und meine Bücher auch auf Lesungen vorstellte.

So las ich seit den Neunzigerjahren regelmäßig beim Volksstimmefest, manchmal bei den „Textvorstellungen“ und auch sonst, wo man mich ließ und in den Zweitaausenderjahren habe ich dann angefangen im Internet Blogs zu verfolgen und irgendwann zum Alfred gesagt, kann ich das auch?

Das war am dritten Juli 2008 und seither gibt es das „Literaturgeflüster“, mit inzwischen an die fünftausendsieben Artikel, wo ich, wie erwähnt, über mein literarisches Leben schreibe.

Am Anfang hat es damit auch gut ausgesehen. Im ersten Jahr hatte ich Anni Bürkl, die mich auf meinen „Eigenverlag-Artikel“ in der „Autorensolidartät“ angesprochen hat, den lieben Otto, Cornelia Travnicek, Andrea Stift und auch den lieben Rudi unter meinen Followern und auch einen guten Kontakt zu „leselustfrust“. Dann kam die Frau Heidegger als meine erste Kritikerin, später JuSophie und ab 2016 den lieben Uli, der sich irgendwie am rechten Eck befindet und da ich auch Corona kritisch bin, das heißt sehr viel darüber schreibe oder darüber blogge, bin ich vielleicht noch mehr ins unprofessionelle Eck gerückt, obwohl ich ja bei der letzten GV der IG Autoren vor Corona noch versuchte auf mich und meine selbstgemachten Bücher aufmerksam zu machen und die gibt es inzwischen im zweiten „Literaturgeflüster Buch“-„Mein Schreiben-meine Bücher“, habe ich auf die siebenundzwanzig Bücher aufmerksam gemacht, die seit 2008 bis 2019 erschienen aufmerksam gemacht. Inzwischen habe ich zehn Corona-Texte geschrieben, sieben erzählende und das „Corona-Texte-Buch“ sind inzwischen erschienen, ich habe seither auch sieben oder achtmal beim „Nanowrimo“ mitgemacht und seit 2015 betreibe ich auch das „Buchpreisbloggen“,, das heißt ich lese seit 2015 so gut, wie alle Longlistbücher, da bin ich durch „Buzzaldrins-Blog“ auf die Idee gekommen.

Gehe nach wie vor sehr viel zu Veranstaltungen, lese sehr viele Bücher, als Bloggerin werden sie mir ja angeboten und da lese ich mich quer über den Tellerrand. Das heißt eigentlich alles, Experimentelles, Romane, Krimis, Genres, etcetera, den österreichischen, den Schweizer und jetzt auch die Leipziger- Buchreisbücher und bin auch in zwei Jurien.

Seit 2007 beim „Ohrenschmaus“ und seit 2016 mache ich mit beim Bloggerdebut. Daneben beschreibe mein literarisches Leben, laboriere jetzt an meinen elften Corona-Text herum, bei dem es nicht sehr weitergeht, dafür habe ich dieses Jahr schon drei Bücher geschrieben, die ich eigentlich für gelungen halte. Das „Frauenleben-Frauenleden“, „Die Uhren haben ihre Zeit verloren oder Fritzi Jelinek sucht einen Autor – ein Verschwörungsroman in vierzehn Episoden“ und das „Gestohlene Jahre“ und fühle mich nach fünfzig Jahren erfolglosen Schreiben irgendwie auch ausgeschrieben.

Trotzdem ist die Literatur meine Lebensform. Ich lese und schreibe weiter, jammere und klage darüber, da es mir nicht und nicht gelingt in den Literaturbetrieb hineinzukommen. Streite mit dem Uli darüber oder feiere jetzt einmal das vierzehnte Bloggerjahr.Ein schönes Archiv der Literaturgeschichte, wie ich immer schreibe, obwohl alles natürlich subjektiv beschrieben und nächstes Jahr geht es wieder in ein großes Jubiläum, nämlich „Fünfzig Jahre Matura – fünfzig Jahre schreiben“, fünfzehn Jahre Literaturgeflüster und wahrscheinlich an die sechzig selbstgemachte Bücher.

Ob es das damit war, wird die Zukunft zeigen und, um meinen möglichen Kritikern vorzugreifen, ich glaube nicht, daß ich am Schlechtesten von allen schreibe, würde mich eher für durchschnittlich halten, möchte mich immer noch an meine eigenen Rechtschreibregeln halten und finde die schöne Sprache auch nicht für so wichtig, sondern interessiere mich eher für den psychologischen realistischen Roman und bin selber sehr gespannt, wie es mit meinen Schreiben, das für mich sehr sehr wichtig ist, weitergehen wird?

2022-06-04

Von den IG-Autoren zum Kuba-Sommerfest am Pfingstwochenende

Die letzten zwei Jahre war ich ja nicht bei der GV der IG-Autoren. 2020 gab es wahrscheinlich keine und 2021 mußte man mit Maske und 2G etcetera, antreten. Da waren dann glaube ich nur fünfzehn Leute anwesend, die sich mit Maske und Impfausweis hineingesetzt hätte. Es ist aber oder in den Vorstandssitzungen eine Statutenänderung beschlossen worden und die wurde nun in einer außerordentlichen Generalversammlung mit vier Tagesunkten eben der Besprechung und Abstimmung der Änderung die, die Geschäftsordnung und die Statuten betrafen.

Gerhard Ruiss hat dann noch ein bißchen was zu den Plänen der nächsten Zeit erzählt und da ist die Leipziger-Buchmesse 2023 interessant, die im April stattfinden wird und da wäre Österreich das Gastland und das betrifft auch die IG-Autoren, die da einen noch größeren Stand und einige Aktionen haben werden.

Um elf hat die Versammlung angefangen. Es waren weniger Leute als sonst dabei. Ich habe die Elfi Resch gesehen, die ich ja auch gestern im Werkl getroffen habe, die Ruth, die Christl Greller, die Sylvia Treudl, die Margit Hahn, Peter Paul Wiplinger, der, glaube ich, zum Ehrenvorstandmitglied ernannt wurde und noch einige die ich nicht kenne.

Erika Kronabitter war auch da und die hatte mich auch zu einer Lesung in einer Gartenbuchhandlung am Flötzersteig eingeladen. Aber am Nachmittag war auch das Sommerfest der österreich-kubanischen Gesellschaft, wo der Alfred hinwollte und Flötzersteig wäre auch ein bißchen weit, obwohl ich zu meinen Steinhof Supervisionen auch immer zu Fuß gegangen bin.

Aber vorher gab es noch ein gemeinsames Essen in der Neubaugasse. Mittagessen kann man nicht sagen, denn es war um vier angesagt.Die Sitzung hatte um elf begonnen. Wir waren schon nach halb drei fertig. Es hat aber länger gedauert bis die Bestellungen aufgegeben waren.

Ganz früher in den Neunzigerjahren fand am Samstag nach der GV immer ein Essen in der „Goldenen Glocke“ in der Kettenbrückengasse statt, das nicht mehr im Betrieb ist. Dann gabs immer ein Würstl- und Käsebuffet. Aber das Literaturhaus hat noch die Corona Regeln, wo es nur Kaffee und Getränke in verschlossenen Behälter gab.

Warum weiß ich nicht wirklich, weil es ja schon Veranstaltungen mit Wein und Buffet gibt. Aber die großen Häuser haben offensichtlich ihren Corona-Regeln und so war es im Literaturhaus auch sehr kalt, weil die offenbar vorgeschriebene Klimaanlage sehr abkühlte und das ist eigentlich nicht sehr umweltfreundlich, wie auch die Müllberge, die das Impfen, Testen, die Masken und das gelieferte Essen erzeugen, sicher ein Problem darstellen, über das sich eigentlich die Umweltministerin Gedanken machen sollte. Man hört aber nicht viel darüber.

Aber zurück zur „Goldenen Glocke“ und zum verspäteten Mittagessen. Ich habe Plejskavica genommen und bin dann in die Seisgasse gegangen, wo schon das Zelt aufgestellt war und ich einige Bekannte getroffen habe. Literarisch war es nicht so sehr, aber interessant zu plaudern und sich zu unterhalten und so bin langsam in das Pfingstwochenende gerrückt und da werden wir morgen zuerst nach Harland fahren und dann mit dem Rad zum Pfingstfest nach Nußdorf an der Traisen. Hoffentlich hält das Wetter aus und das wäre dann mein heuriges Pfingstprogramm, das diesmal normaler, als das der letzten zwei Jahre sein wird, seien wir gespannt.

2022-05-24

Zwei Südtiroler und die neuen Bachmannleser

Letzter Abend des heurigen „Dichterloh-Festivals“, beim ersten mit Ronya Rothmann und Anzhelina Polonskaya bin ich live gewesen, beim zweiten war ich beim „Literarischen Lenz“, den dritten mit Semjon Hanin und Llujeta Lieshanaku habe ich gestreamt, beim vierten war ich bei der „Lyrik im März“, obwohl der Mai jetzt schon zu Ende geht. Aber seit zwei Jahren ist alles verrückt und jetzt der letzte Abend mit Joseph Zoderer und Sepp Mall wieder live und ganz ehrlich, ich habe wahrscheinlich schon vorher gewußt, daß mich das interessiert und das die besten Gedichte sind, habe ich von den beiden Südtiroler autoren ja schon jeweils etwas gehört, oder gelesen und ich muß schreiben es war wirklich sehr beeindruckend den 1935 in Meran geborenen Mann mit Hut und weißer Jacke, der sich schon schwer mit dem Gehen tut und, wie er erwähnte unlängst im Spital gewesen sein muß, zu hören und sein bei „Haymon“ erschienener Band „Bäume im Zimmer“ klingt auch sehr originell.

Bäume im Zimmer das gibt es doch nicht, der alte Mann, der beim Lesen mehrmals gezittert hat, hat das Motiv aber über das ganze Buch gezogen und das und die Begegnung mit den Pflanzen, die da mehrmals thematisiert wurden war höchst beeindruckend. So hat Michael Hammerschmid auch die bilderreiche Sprache sehr gelobt und Joseph Zoderer meinte, daß die Lyrik bei ihm immer der Nebenstrang war, obwohl neben den Romanen jetzt auch schon sieben, glaube ich, Gedichtbände erschienen sind. Joseph Zoderer scheint auch seine ganze Familie mitgebracht haben. So sind jedenfalls zwei kleine Mädchen in der ersten Reihe gesessen, die aufmerksam dem, wie ich vermute, Urgroßvater lauschten und der aus einer Bauernfamilie stammende Sepp Mall ist zwanzig Jahre jünger und in seinem „Haymon-Band“ „Holz und Haut“ ging es auch, um die Natur. Allerdings nicht nur, es ging auch um „Auschwitz“ und einige Zyklen sind in dem Buch, um ein Langgedicht gereiht. Sepp Mall gab Proben daraus und las sich durch das Buch und erzählte dann, daß er sehr lange braucht, bis er mit der „Schönheit der Sprache“ zufrieden ist und natürlich geht es auch um den Inhalt, aber eigentlich ist es die Sprache, die den Südtiroler interessiert, der auch schon Romane geschrieben hat, ja das gibt es öfter, als man meint und Lehrer ist er, wie er sagte, auch sehr lange gewesen.

Am Schluß bedankte sich Michael Hammerschmid bei den Autoren und beim Publikum, wünschte schönes Lesen und lud zum nächsten Lyrikabend bzw Festival ein und noch etwas ist an diesem Tag geschehen, außer, daß die Maskenpflicht in den Supermärkten nächste Woche endlich fällt, wie heute bekanntgegeben wurde und die Impfpflicht wird auch noch nicht scharf gestellt und weil sich jetzt alles außer dem Affenpockenvirus wenigstens über den Sommer zum Guten wenden scheint, bin ich gespannt, ob das noch gilt, daß man, wenn man beim „Bachmann-Preis“ liest, geimpft sein muß?

Bei der Einreichung war es so und so wurden vierzehn höchstwahrscheinlich Geimpfte heute bekanntgegeben. Die Preislesung wird heuer Ende Juni endlich wieder live vor Ort vonstatten gehen. Ich werde sie natürlich streamen und sechs der vierzehn Auserwählten habe ich gekannt oder von ihnen schon etwas gelesen und das ist erstens von den mir Bekannten, der auf der Debutpreisschiene des Öst gestandenen Clemens Bruno Gatzmaga mit seinem „Jakob“, dann der österreichische Literaturstar „Priessnitz-Preisträger“, mal sehen, wie er sich in Klagenfurt schlägt, Elias Hirschl, dessen „Salonfähig“ ich noch lesen muß. Hoffentlich schaffe ich es bis zum Wettbewerb, dann Anna Marwan, die beziehungsweise deren Buch habe ich durch das Bloggerdebutpreislesen kennengelernt. Eva Sichelschmidt ist einmal auf der Longlist des dBps gestanden und ist, glaube ich, etwas älter, als die schon erwähnten. Bei Hannes Stein, der in den USA lebt, ist das ebenso und von ihm habe ich schon zwei Bücher gelesen und am Schluß kommt wieder ein jüngerer österreichischer Literaturstar Barbara Zeman,, also spannend, ob sich die oder die acht anderen durchsetzen werden? Und ich kann noch anfügen oder habe es schon geschrieben, daß es in den „Gestohlenen Jahren“ , das ich jetzt fertig korrigiert habe, auch um den „Bachmann-Preis“ geht. Da wird, das Buch spielt 2027, Simon Bauer zum Lesen eingeladen und er hat einen Corona kritischen Text und ist auch noch ungeimpft. Das wird bei den Kanditaten offenbar nicht so sein. Seien wir gespannt und ein Stück von Simon Bauers „Bachmann-Text“ werde ich auch, wenn es soweit ist, hier veröffentlichen.

2022-04-27

Zurückkommen

Filed under: Alltagsgeplauder,Literaturbetrieb — jancak @ 00:54
Tags: , ,

Da bin ich ja die letzten zwei Jahre weg vom Fenster gewesen, bin in Wien kaum aus dem Haus gegangen und habe mich durch die Literaturveranstaltungen nur gestreamt statt aktiv hinzugehen. Die Pandemie hat das verursacht und daß das auch mein literarisches Leben verändern wird, habe ich schon sehr früh gedacht,

Im Jahr 2000 oder so, wo ich noch viel herumgelaufen bin, oft mehrmals täglich zu Veranstaltungen, habe ich mir gedacht, jetzt mache in ein Experiment, bleibe zu Hause, damit ich mehr Zeit zu mschreiben habe. Nach einiger Zeit habe ich das aufgegeben, weil ich fürchtete, dann bin ich für den Literaturbetrieb verloren und bin wieder hingegegangen. Geschrieben habe ich in dieser Zeit auch nicht mehr und vermißt worden, bin ich, glaube ich, auch nicht.

2019 kam dann mein Absturz. Ein Gips und wieder ein Veranstaltungsstop für sechs Wochen, glaube ich. Danach habe ich gemerkt, daß ich eigentlich nicht mehr so gern in die „AS“ oder ins Literaturhaus gehe. Denn was soll ich dort, die Leute ignorieren mich, ich darf dort nicht lesen und nur herumsitzen und mich für die Literatur der anderen zu interessieren ist vielleicht zu wenig.

Ich bin aber trotzdem weiter hingegangen bis Anfang März, denn dann kamen die Lockdowns und die Ausgangssperren oder die Pandemie und das hat in mehr oder weniger abgespeckter Form bis heute angehalten.

Denn in die „Alte Schmiede“, etcetera konnte man dann ja wieder mit Maske, 3 oder zwei G und Ausweiskontrolle wieder gehen, ich aber nicht. Ich habe gestreamt und gedacht, ganz das Wahre ist es nicht, besser als nichts, aber dort bin ich nicht sichtbar. Also ein aus für mein literarisches Leben? Stimmt auch nicht ganz, denn ich habe in dieser Zeit geschrieben und geschrieben wie nie, neun erzählende Corona-Texte und das Corona-Texte- Buch mit texten aus dem „Literaturgeflüster“. Aber das gilt, weil ich ja sehr kritisch bin, vielleicht als Schwurblerliteratur. Deshalb konnte ich die Szene zwei aus den „Hundert Seiten“ auch nicht beim Volksstimmefest lesen. Das hatte vielleicht auch andere Gründe und 3G mit einem Bändchen gab es auch und im Sommer habe ich von der Ruth, gehört, daß der oder die sich nicht mit Ungeimpften treffen will. Das wurde von der Politik und den Medien ja geschürt „Neben Ungeimpften „will ich nicht im Restaurant sitzen!“, hörte man da ständig und ich dachte „Glauben die das wirklich?“ und dann auch über den Lockdwonn für Ungeimpften gestaunt, der mich, das muß ich auch erwähnen, nicht wirklich tangierte. Da wir ja zum Glück nicht in China leben und man aus dem Haus durfte, wenn man einkaufen oder spazieren wollte, was man ja immer konnte. Habe ich aber gar nicht soviel, denn da ich keine Maske tragen will, ging ich nicht in den „Spar“, am Abend habe ich gestreamt, meine Stunden telfonisch gemacht, alles klar. Aber weil ich nicht so viel spazieren gehe, sonder früher am Abend in die „Alte Schmiede“ und ins Literaturhaus und das jetzt zwei Jahre nicht mehr tat, hat auch meine Kondition abgenommen, was ich zu Weihnachten in Harland beim Radfahren merkte, ist also auch nicht so gut. Aber jetzt wird es den Sommer über wieder normal und ich kann wieder in die „Alte Schmiede“ gehen. Die Bewegung ist also da und das war auch der Grund warum ich vorige Woche, als ich hörte, daß ich jetzt wieder zu Veranstaltungen kann, den Kopf schüttelte, als ich mich fragte, soll ich das überhaupt?

Im Stream geht es ja auch und soviel Unterschied ist es nicht, ob ich da jetzt alleine herum sitze, die Leute, die noch Maske tragen, nicht erkenne und mich die Leute auch nicht mehr kennen. Bequemer ist es, es weiter im Stream zu tun, die Bewegung ist aber gesund. Also zurück zur alten neuen Normalität und natürlich wollte ich wissen, wer mich jetzt fragt, wo ich die letzten zwei Jahre gewesen bin?

Das hat bisher keiner getan, also hat mich keiner vermißt und die jungen Organisatoren kennen mich auch nicht mehr und Eigenverlag, eh klar wollen wir noch immer nicht und neun Covid-Romane, das schon gar nicht, etcetera.

Das sind so meine Gedanken, ob das wirklich so zutrifft, weiß ich noch nicht, gehhe ich ja erst seit voriger Woche in der „Schmiede“ und im Literaturhaus, da hat mich keiner angesprochen und ich habe außer den Leuten, die dort arbeiten und die mich auch grüßten, keinen gekannt. Am Wochenende war ich in Krems und in Göttweig, dort zähle ich aber zum Publikum und die Literaten sitzen im abgegrenzten Bereich, wo man nicht hineinkann und trfft sie höchstens auf der Terrasse, wenn das Wetter schön ist.

Aber jetzt kann ich, wenigstens bis zum Herbst, wieder ins literarische und sonstige Leben zurück und habe das auch vor, weil das ja gesünder ist und die Gesundheit ist ja wichtig, auch die psychische, nicht nur die virale. Also wieder am Abend zu den Veranstaltung und abwarten, ob doch wer fragt, wo warst du in den letztenJahren und was hast du geschrieben? Das haben in Krems und Göttweig aber schon einige Personen getan.

Also geht es weiter, wie normal. Drei meiner Bücher müssen noch erscheinen. Wenn das passiert, schicke ich sie ja auch ein bißchen aus, eines an die „Alte Schmiede“, beispielsweise. An die „Gesellschaft“ habe ich einmal eines geschickt, etcetera, aber da nicht viel gehört.

Nun ja, nun ja, daß ich nur für mich schreibe, das habe ich schon begriffen, aber jetzt doch wieder ins Leben zurück. Sei es auch nur um Bewegung zu machen. Soziale Kontakte hatte ich in letzter Zeit ja nur mit der Ruth und der Doris Kloimstein und ob ich im November, wenn man das darf, wieder ein literarisches Geburtstagsfest, machen werde weiß ich nicht, weil ich ja den Kontakt zu den meisten meiner bekannten verloren habe und ob ich den zu Leuten, von denen ich seit Jahren nicht gehört habe, wieder aufnehmen soll, bin ich nicht so sicher. Reagieren statt agieren habe ich mir in den letzten zwei Jahren angewöhnt und will eigentlich dabei bleiben.

Also weiterschreiben, über Covid oder auch was anderes. Da denke ich jetzt, etwas über die neuen sozialen Systeme, wie in China mit der künstlichen Intelligenz und Digitalisierung, wäre vielleicht ganz gut. Wieder, wenn man kann ,zu Veranstaltungen gehen und wenn es geht versuchen mit den Leuten wieder in Kontakt kommen und abwarten, was mit Covid weiter passiert, ob das jetzt vorbei ist oder sich wiederbelebt und dann gibt es ja noch den Krieg in der Ukraine und die Verteuerung, die Inflation.

Die Leute wissen nicht, ob sie heizen oder essen sollen?, höre ich jetzt immer. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenn es so weitergeht, ist das auch nicht gut.

Bücher gibt es aber immer noch in den Bücherschränken und den Bibliotheken zu finden und die Veranstaltungen gibt es auch. Vom Volksstimmefest, das jetzt einen neuen Organisator hat, habe ich nichts gehört. Da habe ich ja früher jährlich gelesen. Das scheint jetzt auch vorbei, wie die „Textvorstellungen“, was bleibt also über?

Nicht sehr viel, nicht viel weniger als früher, natürlich auch, denn wo nichts da ist, kann man auch nichts verlieren. Ich schreibe aber weiter, blogge, stelle meine Bücher dort vor, lege auch immer was in den Bücherschrank und das ist ja auch schon etwas, auch wenn ich natürlich mehr möchte. Also eingeladen werden, einen Preis bekommen, vielleicht auch einen Verlag, etcetera. Mals sehen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt und stürze mich wieder etwas mehr in das literarische leben, wenn es geht.

2022-02-10

Nachruf auf Gerhard Roth

Der 1943 in Graz geborene Gerhaird Roth ist, wie ich im Morgenjournal hörte, am achten Februar in Graz gestorben und ist wahrscheinlich ein Doyen der österreichischen Literatur, der, glaube ich, in den Siebzigerjahren zu der Grazer Gruppe wie Wolfgang Bauer, Peter Handke, Alfred Kolleritsch, Alfred Paul Schmidt, Barbara Frischmuth, etcetera gehörte und experimentell angefangen hat, so kann ich mich erinnern, daß ich mir einmal ein TB von ihm kaufte mit dem ich nicht sehr viel anfangen konnte, wahrscheinlich war das, was ich aus meinem Bibliothekskatalog eruierte wahrscheinlich „Ein neuer Morgen“ war, denn unter Roth finde ich da viele Eintragungen, gibt es ja auch noch einen Philip Roth, Eugen Roth und einen Joseph Roth, einen Ralph Rothmann gibt es auch und ich habe von Gerhard Roth eif Bücher in den Regalen, denn das zwölfte, das, wie ich aus dem Morgenjournal erfuhr, zur Venedig- Trilogie gehört „Der Himmel ist leer, die Teufel sind alle hier“ und das auf der öst Buchpreisliste stand, habe ich als E- Book gelesen und was ich von den elf anderen Eintragungen gelesen habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Ein paar vielleicht, die meisten wahrscheinlich nicht, ist er ja ein österreichischer Klassiker, der in vielen Bücherschränken zu finden ist und ich greife dann auch danach und denke, werde ich lesen. Gehört habe ich ihn wahrscheinlich bei „Rund um die Burg“ in der alten Form, denn da haben ja die Großen der Literatur gelesen und eine Psychologenkollegin hat mir einmal gesagt, daß sie als eines seiner Bücher erschienen ist, ihm einen Brief geschrieben und er ihr auch geantwortet hat.

„Wow!“, kann ich da nur sagen Aber Peter Turrini hat das auf einen meiner Briefe auch einmal getan und, wie ich weiter im Morgenjournal hörte, hat Gerhard Roth unzählige Bücher geschrieben, wo er in einem Interviewausschnitt auch sagte, daß er die letzten dreißig Jahre mit seinen Figuren gelebt hat, was ich sehr eindrucksvoll gefunden habe. und nachahmen sollte.

Schaut man bei „Wikipedia“ nach, Kristina Pfoser hat das auch berichtet, gibt es zwei Romanzyklen, „Okus“ und die „Archive des Schweigens“, von beiden habe ich einige Bücher in meinen Regalen.

Den „See“, der „Berg“, den „Strom“, das „Labyrinth“ beim „Orkus“ bei den „Archiven“ den „Am Abgrund“ und „Die Geschichte der Dunkelheit.“

Fotobücher gibt es auch und dann noch Einzelromane, Erzählungen, Theaterstücke und die schon erwähnte „Venedig-Trilogie“. Die Steiermark hat er, glaube ich, in seinen Fotobüchern bearbeitet und die österreichische Vergangenheit in seinen Zyklen.

Preise hat er auch sehr viele bekommen, den „Österreichischen Staatspreis“, 2016, den „Rosegger-Preis“ und sogar den „Preis der Stadt Wien“.

In der letzten Zeit habe ich, eher wenig von ihm gehört, so daß mich die Todesnachricht überrascht und betroffen hat und ihn natürlich lesen, wenn mich meine Leseliste das läßt.

2022-02-07

Ruth Aspöcks fünfundsiebziger Geburtstag, WU-Demo und was sonst noch geschah

Filed under: Alltagsgeplauder,Literaturbetrieb — jancak @ 22:14
Tags: , ,

Am siebenten Februar 1947 wurde Ruth Aspöck in Salzburg geboren. Sie ist dann nach Linz umgezogen, studierte in Wien Theaterwissenschaft und hatte Auslandsaufenthalte in Spanien und Kuba. Sie war Mitbegründerung der AUF, betrieb dann die „Edition die Donau hinunter“ mit der sie 2007 zu ihrem sechzigen Geburtstag in Pension gegangen, beziehungsweise mit der Dichter-Radkarawane von Wien nach Bamberg gefahren, da sind wir von Ybbs bis Regensburg mitgefahren, ich habe in Vielfshofen ein Stück aus der „Donauanthologie“ gelesen und weiß gar nicht so genau, wo ich sie, die derzeit neben Doris Kloimstein fast mein einziger literarischer Kontakt ist, richtig Andi Pianka Rundbrief in denen er mich auf seine Corona-Aktionen aufmerksam macht, kennenlernte. Im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ war es nicht, ich kann mich aber erinnern, daß ich mit der Bruni und der Elfriede Haslehner im Cafe Jelinek gesessen bin und mir die Bruni, glaube ich, von ihrer Verlagsgründung erzählte.

„Fein!“, habe ich, glaube ich gesagt.

„Da verlegen wir dann bei ihr unsere Bücher!“

Leider ist es nicht dazu gekommen, obwohl ich ihr, glaube ich, mein „Tauben füttern-Manuskript“ extra angekündigt hat. Die Margot Koller hat sie verlegt, die Irene Wondratsch, die Doris Klomstein, Johann Barth, obwohl die Ruth ja eine Feministin ist, mich aber nicht.

Sie hat mich aber zu einigen Lesungen eingeladen, zum Beispiel zu den Augustin-Tagen, wo ich den „Letzten Versuch“ gelesen habe und zu ihren Geburtstagsfesten auch. Da gab es, glaube ich, das erste wo ich war 2012 in der Konditorei Frömml, dann das große im Augustiner-Keller ein kleineres Treffen mit ein paar Frauen, die Hilde Schmölzer war, glaube ich, dabei, hat es auch gegeben und zu ihrem siebzigsten Geburtstag haben wir sie dann zu der Bodensee-Umrundung, eingeladen um den Neusiedlersee sind wir auch gefahren, vor zwei Jahren kurz vor Corona Ausbruch waren wir auch mit ihr im Hinterthal, diesen Sommer in der Steiermark und als der Alfred mit dem Karli eine Reise machte, habe ich mit ihr den öffentlichen Raum erkundet. Sie war in der Schreibgruppe und ihre Bücher habe ich auch gelesen, sind ja seit der Verlagsstilllegung einige entstanden.

Von der Burggasse ist sie vor einigen Jahren in den Ginzkey-Hof in eine kleinere Wohnung umgezogen, also, keine Feste mehr, in Corona-Zeitend überhaupt nicht möglich, sind ja auch meine Geburtstagsfeste, zu denen ich sie regelmäßig eingeladen habe, gefallen.

So habe ich sie nur am Morgen angerufen und zu ihrem Geburtstag gratuliert und gedacht, daß ich ihr auch einen Artikel widmen könnte, umsomehr da Corona bedingt nicht so viel passiert.

Das heißt das stimmt nicht ganz denn der liebe Richard Langthaler, der sich sehr um Brunis Nachlaß sorgt, hat mir vorige Woche einen neuen Gedichtband von ihr geschickt, wofür er auch die Holzschnitte machte. Das „Alte Schmiede-Programm“ ist aber heute ausgefallen, dafür gibts, was Corona betrifft einiges zu berichten. Denn da geht es derzeit ja rundher.

In einem meiner letzten diesbezüglichen Artikeln habe ich es schizophren genannt. Man könnte es auch durcheinander nennen, um Prof Katschnigg nicht zu verärgern.

Sehr durcheinander, denn die täglichen Zahlen liegen jetzt bei siebenundzwanzigtausend, trotzdem wird überall gelockert, denn das Omikron- Virus scheint zwar sehr ansteckend zu sein, aber keine schwere Verläufe zu haben. Außer in Deutschland und in Österreich, die leider die schärfsten Corona-Maßnahmen zu haben scheinen und bei uns gilt seit Samstag ja die Impfpflicht, was auch ein bißchen widersprüchig ist, denn bis März wird nicht gestraft. Es sollte eine Impflotterie geben, die gibt es aber auch nicht, dafür hat die WU vor kurzem beschlossen, wir führen im Sommersemester die 2G Regel ein, was heißt , entweder du läßt dich impfen oder dein Studium ist passe.

Beim ORF bekommt man demnächst, glaube ich, kein Gehalt mehr, wenn man sich nicht impfen läßt, dabei rufen alle zu Lockerungen und die Pandemie ist vorbei, sagen die einen, die anderen sagen, ist sie nicht. Aber 3G gilt am Arbeitsplatz und ab neunzehnten Februar kann man damit auch ins Wirtshaus gehen, aber nicht studieren.

Eigentlich schlimm finde ich und deshalb bin heute Nachmittag auch zur WU hinausmarschiert, denn dort gab es eine Demo dagegen und die WU ist mir ja bekannt, weil der Alfred bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2020 dort gearbeitet hat. Als ich ihn kennenlernte, war er auf der Uni, dann auf der WU in der Augasse, bis die in den Prater übersiedelt ist, da gab es dann auch einige Festveranstaltungen und die Sommerakademie hat einige Jahre auch dort stattgefunden und wenn ich zur „Buch Wien“ wollte, bin ich auch daran vorbeimarschiert.

Denn ich bin ja eine begnadete Spaziergängerin, was gut, ist weil man jetzt ja ohne Maske nicht Straßenbahn fahren kann und die Demo war auch sehr interessant, obwohl es mich ja eigentlich nichts angeht, denn ich studiere nicht dort, die Anna auch nicht und die Lia ist auch noch viel zu klein, um daran zu denken.

Aber neunzig Prozent der Studenten habe ich gehört, sind ohnehin schon geimpft, wozu dann die Aufregung denke ich und eigentlich könnte man mit den Impfpflichtdruck aufhören, wenn das achtzig bis neunzig Prozent schon ist, was ich immer höre, das wäre das Ziel.

Aber das scheint ja die Karotte zu sein, die einen immer vor die Nase gehalten wird und man sie nie erreicht. Die Studenten sind es also, deshalb waren auch sehr wenige da, weil ja erstens Ferien, zweitens kalt.

„Wir lassen uns das nicht gefallen!“, haben die junge Leute gerufen und ich denke, sie sollten das auch nicht und es war für mich interessant, wieder mal zur WU zu kommen, auf den Platz davor, nicht hinein, das sind wir in dem Sommer als die Hundertmark zu uns gekommen ist und im vorigen Sommer gab es auch eine Festveranstaltung zu der der Alfred eingeladen wurde. Da hat er dann die Anna und die Lia mitgenommen, weil 3G und jetzt ist er mit der Straßenbahn hingefahren.

Er ist ja nicht so ein Maskenphobiker wie ich und morgen kommen wahrscheinlich die Anna und die Lia nach Wien und das neue Cover meines neuen Buches, wo das Dummie höchstwahrscheinlich auch morgen kommen wird, hat den lieben Uli nicht gefallen, dabei finde ich es sehr schön und viel beeindruckender als die früheren, wo das Bild halt in die Mitte gedruckt war und was das „Frauenleben“ betrifft kann ich vermelden, daß ich da auch noch drei Szenen weitergeschrieben habe und jetzt bei etwa dreißigtausend Worte halte und jetzt das Ganze noch einmal ordentlich abklopfen, ob ich noch was einfügen kann, bei den Effi-Bezügen, kann ich da, glaube ich, noch fündig werden.

2022-01-20

Grillparzers hundertfünfzigster Todestag und Impfpflichtdebatte im Parlament

Franz Grillparzer der grantige Rebell und österreichische Hofdichter ist am einundzwanzigsten Jänner 1872 in Wien gestorben, deshalb sind ihm diese Woche die „Gedanken für den Tag“ gewidmet, in denen ihm der Germanist Arno Dusini neu beleuchtet. Denn er war offenbar gar nicht so grantig und verstaubt, wie ich als Hauptschülerin seine Gesamtausgabe gehalten habe, sonder hat seine Mitarbeiter in dem Hofarchiv, das heute das Literaturmuseum ist, mit den Worten „Ich freue mich bei Ihnen zu sein!“, begrüßte und am Mittwoch hat er den „Witz der Zensur“ beleuchtet. Ich habe mir die Sendung vier Minuten vor sieben vor dem Morgenjournal angehört und dann die Ruth, die ja ein Buch über seine Reisen geschrieben und im Frühjahr vor dem Denkmal drei Privatissimenveranstaltungen abgehalten und aus ihrem Buch gelesen hat, darauf aufmerksam gemacht, weil ich dachte, es würde sie interessieren und die ist ja Mitglied der Grillparzer-Gesellschaft und die hat mir gesagt „Donnerstag um drei legt die Gesellschaft einen Kranz vor dem Denkmal nieder!“

Nun bin ich ja nicht so ein besonderer Fan des grantigen alten Herrn, bin aber schon von diversen Impfkritikern auf Demonstrationen aufmerksam gemacht worden, die am Donnerstag ab neun vor dem Parlament stattfinden würden, denn da wird heute das Impfpflichtgesetz abgestimmt.

„Scheiße!“, habe ich gedacht, denn da hatte ich zwei Stunden, aber wenn ich um drei zum Grillparzerdenkmal marschiere und die Ruth treffe kann ich schauen, ob noch Reste von der Demo treffe.

Dann habe ich gehört, es gibt eine Bannmeile dreihundert Meter um das Parlament, aber das wird jetzt renoviert und ist derzeit in der Hofburg untergebracht und um das Impfpflichtgsetz das ja heute beschlossen werden soll, geht es rund her. Es hat sich um Madleine Petrovic eine Gruppe „Grüne gegen Impfpflicht“ gebildet und verschiedene Abgeordnete haben gemeldet, daß sie dagegen stimmen würden, so zum Beispiel einige der Neos. Es gibt große Diskussionen, wie verfassungswidrig der Entwurf ist und ob es Angesichts Omikron, das ja bald durchgeschoßen sein wird, noch notwendig sein wird? Elga kann es vor April auch nicht abwickeln, deshalb soll es drei Phasen geben, die erste, wo es eine Impflotterie als Anreiz geben soll. Jeder zehnte gewinnt einen Gutschein, dann wird von der Polizei kontrolliert und anschließend bekommt man den Strafbescheid, wenn noch notwendig.

Also sehr turbulent und viele Demos, bevor wir in Richtung Volksgarten aufbrachen, hörte ich in Oe24 TV, der Ring ist gesperrt und es gibt eine Demo am Platz der Menschenrechte, aber wir haben nur ein paar „Grüne gegen Impfpflicht“ vor dem Parlament gesehen, sowie ein paar Polizeiautos und haben auch lange den Eingang in den Volksgarten gesucht, wo es vor dem Denkmal um dreiviertel drei nur eine Dame mit Hund zu sehen war. Deshalb bin ich den Volksgarten abgegangen, um die Absperrungen zu suchen. Der Hmmel war dunkel, aber der Blick zum Burgtheater sehr sonnig und als Fotomotiv geeignet und als wir zurückkamen, lag ein kleiner Kranz schon vor dem Denkmal und ein Foto wurde auch geschossen. Die Ruth war noch nicht da, weil sie eine Vorlesung hatte.

Kam aber später, als es schon zu schneien angefangen hatte und innerhalb zehn Minuten war der Boden schneebedeckt, trotzdem hat eine Dame eine Rede vorgelesen, die zu seinen achtzigsten Geburtstag gehalten wurde. Dann zerstreuten sich die circa acht Teilnehmer. Morgen wo der Todestag sein Jubeläum hat, wird am Hietzinger Friedhof noch ein Kranz niedergelegt, aber ich bin ja kein Mitglied der Gesellschaft. So sind wir mit der Ruth in Richtung Oper gegangen, wo wir am Ring ein paar Leute mit einer Österreichfahne, also Restdemonstranten, stehen sahen und wir wollten am Würstlstand bei der Oper einen Glühwein trinken, aber der war schon aus, so sind wir über den Naschmarkt nach Hause gegangen, wo mich dann OE24 -TV darüber informierte, daß es doch Demonstranten gab und die habe ich auch schon am Vormittag via TV gesehen, wo sie von der Polizei in den Volksgarten abgedrängt wurden. Jetzt standen sie in der Rotenturmstraße und wurden von der Polizei zur Ausweiskontrolle aufgefordert und Wolfgang Fellner informierte, daß sich einige Abgeordnete krank gemeldet haben, weil sie nicht für die Impfpflicht stimmen wollten, so daß schließlich achtzig Prozent der anwesenden Abgeordneten, hauptsächlich ohne FPÖ für die Impfpflicht stimmten.

Am Abend hat es dann eine Zoom-Sitzung mit dem Bloggerdebut gegeben, wo ja am ersten Februar das neue Gewinnerbuch bekanntgegeben wird und darüber gerätselt wurde, ob die Leipzigerbuchmesse heuer stattfinden wird.

2021-11-14

Buch Wien im 2G-Format

Die Buch-Wien gibt es seit 2008 und da war für mich am Anfang die Frage, wie ich dabei umsonst teilnehmen konnte und die Ingrid von der Wandergruppe hat mir dann, weil ihre Tochter im Organisationsteam war, die Einladung zur Eröffnung und die Gratiskarten übergeben.

Im nächsten Jahr war sie dann in Nicaragua oder sonstwo auf der Welt und ich habe die Buch Wien wegen meines Blogs angeschrieben, war nicht bei der Eröffnung, nur bei der des Lesefestes im Prater, aber sonst immer dort und im ersten Jahr kann ich mich ja erinnern, weil die sehr viel Werbung dafür machte,n daß ich dachte, ich wäre in Leipzig oder Frankfurt, dann eine Stunde zu früh dort war und ein paar Schritte nach links, ein paar nach rechts, nach vorn und hinten gegangen bin und dachte „Uje, das wars schon? Was mache ich dann die nächsten vier Tage?“

Ich habe immer etwas gemacht und war fast immer die ganze Zeit dort habe wurde einmal auch für das Bloggen vorgeschlagen und habe manchmal auch ein bißchen gezittert, ob ich rechtzeitig die Pressekarte bekomme? Das Akkreditieren hat es, glaube ich, erst 2019 gegeben und 2019 war ich nur bei der Eröffnung und am Donnerstag weil wir da ja nach Basel gefahren sind.

Im Vorjahr wurde die Messe, glaube ich, mit Elan vorbereitet und dann Ende September abgesagt und heuer findet sie statt unter besonderen Hygienebedingungen, haben wir ja seit Montag G2, also nur geimpft und genesen, wie das mit der Maske ,ist weiß ich nicht so genau und, daß man sich das, wie in Frankfurt oder Leipzigg digital ansehen kann habe ich eigentlich nicht gedacht.

Daß ich mit 2 oder 3G, oder was auch immer, nicht hingehen werde, war mir immer klar und da bin ich auch sehr stur.

Russland ist das Gastland habe ich entnommen, früher gab es das, glaube ich nicht und nach Benedikt Föger sprach die Stadträtin für Kultur Veronica Kaup-Hasler und sprach vom „Hochakt der Literatur“, der hier eröffnet wird.

Die Akkreditierungsaufforderung ist gekommen, also diesbezüglich kein Problem. Der Alfred hat mir auch schon Ende September das Programm gebracht, das diesmal im Großformat ist und da habe ich dann und auch auf der Facebookseite herausbekommen, daß einiges übertragen wird. Im Programm fand ich aber nichts von der Eröffnung nur von der „Langen Nacht“, die es ja seit einigen Jahren gibt und da fand ich bald heraus, das wird ab viertel neun übertragen. Um sieben habe ich dann nachgeschaut und bin darauf gekommen, es gibt einen Eröffnungsstream ab sechs und bin auch etwas später auf das Video gekommen, wo ich ein paar mehr oder weniger Maskierte, ihre Plätze einnehmen sah. Ein Gefühl der Trauer, ich bin diesmal nicht dabei und habe mich ja so dazu gedrängt, aber jetzt habe ich das selbst entschieden und dann trat schon Benedikt Föger, der Präsident des Hauptverbandes auf die Bühne und sagte „Ich freue mich, daß sie alle wieder da sind!“ oder „Schön Sie zu sehen!“ und erklärte dann die Hygieneregel „Tragen Sie, wenn Sie unsicher sind, eine Maske!“ und es ja auch eher eine schwierige Situation, weil zum ersten Mal über elftausend positive Tests und das Gerede, wann und, wie der Lockdown für Ungeimpfte kommen soll und dann wird da gefeiert und Bücher präsentiert.

Es gibt, wie in Frankfurt eine Debattenschiene zur Political Correcktness und die Eröffnung wurde dann von der Staatssekretärin Andrea Mayer übernommen, die auch von dem großen Highlight, den vielen Ausstellungsmetern, Verlagen, Büchern, wo man ins Gespräch kommen kann, erzählte und ich dachte „Huch, eine Parallelwelt, wenn man ohne Impfung nicht einmal einen Kaffee trinken kann und man überall von Kontaktreduzierung spricht!“

Andrea Mayer sprach auch von der großartigen Förderung, die es für die Kulturschaffenden gegeben hat und, daß der Buchhandel in der Krise besonders gut funktionierte und die Leute die Krise auch überlesen haben.

Die Eröffnungsrede zum Titel „Wendepunkt“ wurde von Isolde Charim gehalten, die gleich mit den Querdenkern und dem System Kurz als Erschütterung der Demokratie begann, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, weil ich ja eine linke Corona-Kritikerin bin.

Benedikt Föger hat, was auch ein wenig ungewöhnlich ist, weil es im Literaturhaus beispielsweise anders ist, dann zu Getränken und Snacks gebeten und die Lesenacht wurde mit einem Konzert von Attwenger eröffnet, das aber, glaube ich, nicht übertragen wurde.

Übertragen wurde das Gespräch zwischen Eva Menasse und Florian Scheuber zu ihrem Roman „Dunkelblum“, der ja in Harland auf meinen Lesestapel liegt und den ich frühestens nächstes Jahr lesen werde.

Dann kam Sebastian Fitzek den ich live, glaube ich, auf der letzten Buchwoche kennenlernte, einiges von ihm gelesen habe und auch einige ungelesene Bücher in meinen Regalen liegen. Jetzt wurde sein neues Buch „Das Rätsel der Playlist“ vorgestellt, in dem es um eine musikalische Schnitzeljagd zu gehen scheint und der ein sehr origineller Autor mit ungewöhnlichen Vermarktungsideen zu sein scheint.

Danach kam Michael Köhlmeier mit seinem „Matou“, das auch zu meinen Geburtstagsbüchern gehört und der auch 2019 auftreten sollte, aber offenbar krank war.

Jetzt befragte er ihn nach der politischen Korrektheit, weil ja in dem Buch das Wort „Neger“ vorkommt oder vorkommen sollte und meinte dann, daß ihn die Person H.C. Strache interessieren würde.

Dann kam Doris Knecht mit ihrem Buch „Die „Nachricht“, wo es um Internetstalking geht und wurde von Florian Scheuba zu ihrem diesbezüglichen Shitstormerfahrungen gefragt. Sie hat dann auch, wie Sebastian Fitzek ein bißchen aus dem Buch gelesen. Das war die Lesenacht. Auf der „Buch-Wien“ live wurde noch sowohl der russische Messestand als auch die Donau Lounge eröffnet und einen Poetry Slam gab es wieder auch.

Am Donnerstag war dann die „Buch-Wien“ über das Radio mitzuschnuppern. Denn da wurde die Sendung „Punkt 1″ von dort übertragen und da ging es wahrscheinlich in der Debatten-Schiene um Ciani-Sophia Hoeders“ Buch „Wut und Böse“, die Philipp Blom gleich „Wann waren Sie das letzte Mal richtig wütend?“, fragte und dann mit ihm darüber diskutierte, daß die bei Frauen oft unterdrückt wird.

Um fünf wurde dann das Kulturjournal von der ORF-Bühne übertragen, in dem es um die „Identitätspolitik der Literatur“, beziehungsweise um die Frage, ob Armanda Gormans Gedicht, das sie zur Amtseinführung von Joe Biden vorgetragen hat, von einem weißen Mann oder Frau übersetzt werden darf, mit Doron Rabinovici, Solmaz Khorand und den Psychiater Sama Maani diskutiert wurden, was ich selbstverstänlich finde, daß man das darf, weil sonst ist man ja im Tellerrand gefangen, habe das aber auch schon gehört, daß ich nicht über den ersten Joint schreiben darf, wenn ich noch nie einen rauchte oder für „Paul und Paula“ disqualifiziert wäre.

Aber da gibt es ja ein Zitat, daß man nicht in der Bratpfanne schwimmen muß, wenn man über ein Schnitzel schreibt, Tolstoi hat das, glaube ich, gemacht, während die Übersetzer meinten, daß sich die Übersetzerinnen schon in Amanda Gorman hineinversetzen könnten, worauf der Psychiater entgegnete, daß das anmaßend wäre.

Aber das wird, glaube ich, von den Übersetzern, wenn sie „weiße alte Männer“ oder Frauen sind“, solche übersetzen, gefordert, und da würde sich niemand aufregen und mich ärgert es ja immer noch ein bßchen, daß „Schuld und Sühne“ plötzlich „Verbrechen und Strafe“ heißt und noch mehr ärgere ich mich, wenn die Übersetzer alles umdeuten und neue Bücher schreiben, weil da hätten sie sich in niemanden hineinversetzt.

Am Abend gab es dann und das ist interessant, an den verschiedensten Orten Veranstaltungen. Die interessanteste war wahrscheinlich zum Russland-Schwerpunkt und zum Dostojewski-Jahr, eine in der Nationalbibliothek „Fjodor Dostojewski -Seisomograf der Moderne“, aber auch im „Phil“, das stellte Barbi Markovich die „Beschissene Zeit“ vor. Beim „Thalia“ war Petra Hartlieb und dann gab es für mich interessant, weil Streams, auch wieder die „AS,“ das Literaturhaus und die „Gesellschaft“ dabei, nur hatte ich leider, um sechs und um sieben je eine Telefonstunde und da hatte ich dann, was mich besonders interessierte die isralelische Autorin Ayelet Gundar -Goshen deren „Löwen wecken“ , ich ja gelesen habe, fast versäumt. Beziehungsweise bin ich erst in das Gespräch über „Wo der Wolf lauert“ beziehungsweise über Rassismus, Opfer, Täter, etcetera ,dazugekommen. Johanna Öttl fragte, die Übersetzerin hat übersetzt und am Schluß hat Markus Köhle noch ein Stück aus dem Buch gelesen, wo eine jüdische Familie in den USA lebt und der Sohn der Ich-Erzählerin in Verdacht kommt, offenbar einen farbigen Jungen ermordet zu haben oder an seinen Tod schuld zu sein. Ein interessantes Thema also im Sinne der politischen Korrektness und dann bin ich noch die Schlußminuten ins Literaturhaus zurechtgekommen, wo im Rahmen des „Traduki“ oder des rumänischen Kulturinstituts und da war ich ja 2008 bei einem sehr schönen Abend die 1960 in Brasov geborenen Iona Parvulescu ihr Buch „Wo die Hunde in drei Sprachen bellen “ vorgestellt. Der Übersetzer hat ein noch ein Stück gelesen und die Moderatorin Viktoria Waldhäusl hat dann auch sehr aktuell gefragt, warum er die Worte „Studierende“ oder waren es doch „Studenten“ und „Zigeuner“ gebraucht hat und dann, das Internet macht es möglich, bin ich in der Zeit zurückgesprungen, denn die Veranstaltung in der „Gesellschaft“ hat schon um sechs begonnen. Also habe ich das Video von der Veranstaltung gesehen, die eigentlich schon im Vorjahr stattfinden hätte sollen, aber da hat es keine „Buch Wien“ gegeben. Also wurden die Österreich-Bibliotheken „Wie trägt man österreichische Literatur in die Welt“ erst heute vorgestellt.

Es gab aber da, glaube ich, schon im September eine Veranstaltung, und jetzt ein Podiumsgespräch mit Alexander Belabratow, dem Leiter der Bibliothek in St. Petersburg, Jaroslav Lopuschanksky aus Drohobytsch, Joanna Drynda aus Posen und dem Prof. Giovanni Sampaolo aus Rom, die die Aktivitäten ihrer Bibliotheken vorstellten. Manfred Müller fragte die vier, wie man die österreichische Literatur in ihre Institute bringt und welche Autoren zu den besonderen Highlights zählen? Elfriede Jelineks „Lust“ kann in Russland nicht erscheinen, sagte Alexander Belobratov und Daniel Glattauer und Christine Nöstlingers „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“ ist dort ein Hit und auch „Ottos Mops“, interessant, daß Jaroslaw Lopuschansky sagte, daß er vor 1989, die Namen Joseph Roth, Paul Celan, etcetera nicht gekannt hat.

Dann hat noch im Rahmen der „Literaturdialoge“ Stefan Klutzenberger über sein von Egon Schieles Gedichten ausgehenden Projekt „Die blaue Dame“ gesprochen und damit die Leute bleiben, hat ihnen Manfred Müller noch Wein und Brötchen versprochen, was ich, wie schon geschrieben auch interessant fand und natürlich versäumte.

Am Freitag gabs wieder eine „Debatten-Übertrag“ im „Punkt1“ und zwar stellte da der Soziologe Aladin El-Mafaalani sein Buch „Wozu Rassismus“ vor. Eine spannende Frage, jetzt überhaupt und eigentlich absolut unnötig.

Aber die „Weißen alten Männer“ fühlen sich vielleicht bedroht, wenn sie plötzlich als solche bezeichnet werden und ich frage eine schwarze junge Frau wahrscheinlich aus Neugier „Wo kommst du her?“ und fange dann mit der Antwort „Aus Wien!“, nicht so viel an, weil ich ja ihre Biografie wissen wollte, was ja eigentlich mein Interesse zeigt.

Ein spannendes Thema diese Debatten-Diskussion. Trotzdem habe ich mich erst verspätet zugeschaltet, weil ja außerhalb der Buch-Wien der Lockdown für Ungeimpfte in OÖ oder überhaupt für ganz Österreich beschloßen wurde und eine Impfpflicht für Gesundheitsberufe, womit die Buch- Wien ja schwer konkurrieren kann.

Aladin El-Mafaalani trat übrigens am Abend im „Kreisky Forum“ auf und mit den Livestreams, die leider sehr knapp bemessen waren, ging es am Freitag auf der „Standard-Bühne“, die es, wie die „3 Sat.Lounge“, die „ORF“, „Radio Wien Bühne“ und die „Donau Lounge“, wo am Samstag Michal Hvorecky mit „Thaiti Utopia“ ein Buch auf das ich beim Frankfurt Surfen aufmerksam wurde, auftrat, zuerst mit Barbi Markovic „Beschissener Zeit“ weiter, ein Buch, das ich, wie das von Elias Hirschl, der am Samstag auf die Messe kam, ich in meinem Badezimmer habe, obwohl es nicht auf der Öst steht, ein Buch, das, das Belgrad der Neunzigerjahre schildert, die für Barbi Markovic offenbar sehr problematisch waren, in dem sehr viel geschimpft wird und es auch ein Rollenspiel ,dazu gibt, das in einem eigenen Büchlein dem Buch beiliegt.

Auf der „Standard Bühne“ wurde dann gleich weiter gestreamt und da moderierte Michael Freund, die Bloggerin und Influencerin Christl Clear deren Eltern aus Nigeria stammen, die ein Buch namens „Let me be Christl Clear“ bei „K&S“ herausgebracht hat, das Kapitel, wie „selfcare“ „fuck me“ etcetera, hat aber auf Deutsch gelesen hat, von dem ich noch nie etwas gehört habe, also wieder was gelernt, obwohl ich mir auf diese Art und Weise ja nur Buch-Wien Splitter herauspicken kann, aber trotzdem eine Antilockdown-Demo, die offenbar am Heldenplatz stattfand, auf der auch Hannes Hofbauer interviewt wurde, versäumte.

Und dann zum Abendprogramm, da gab es das schon erwähnte Kreisky-Forum und für mich die Wahl zwischen Literaturhaus und „Gesellschaft“, die man streamen kann und weil es in der „Gesellschaft“ von „Skopje nach Ljubiana ging“ beziehungsweise zwei neue Bücher in denen es um frustrierte Frauen und schwierige Familienverhältnisse ging, habe ich mich dorthin gestreamt.

Die mir unbekannte Sophie Weilandt hat moderiert, der Schauspieler Nikolaus Kinsky die deutschen Texte gelesen, Mascha Dabic hat übersetzt und und als erstes wurde der bei „Suhrkamp“ erschienene Erzählband „Mein Mann“ der 1981 in Skopje geborenen Rumena Buzarovska vorgestellt, die Mascha Dabic aus Englisch übersetzen ließ und die Geschichte, die gelesen wurde hieß „Mein Mann, der Dichter“ wo sich eine frustrierte Ehefrau über ihren Mann lustig macht, der mit seinen billigen Bändchen im Koffer auf Lesereisen geht, sie vorher schlecht und billig von Studtentinnen übersetzen ließ und sich dann am Lesepult mit seinem „Dichtergesicht“ fotografieren ließ. Also auch eine starke frauenbewegte Frau, die meinte, daß sie den Sex lieber genießt, in ihren Büchern aber eher grausliche Szenen schildert, aber nicht so negativ ist, wie manche ihrer Kritikerinnen meinen. Das Buch ist 2014 in Mazedonisch erschienen, das wie die Moderatorin meinte, eine eher junge Sprache ist.

Dann kam der 1989 in Ljubljana geborene Goran Vojnovic mit seinem Übersetzer, dessen bei „Folio“ erschienenes Buch, den langen Titel „Tschefuren raus! Als ich wieder mal zu Fuß in den zehnten Stock mußte“, hat.

Tschefuren sind, wie Nikolaus Kinsy erklärte oder las, Minderheiten, also ein Kind bosnischer Eltern in einer slowenischen Trabantenstand, namens Mirko, also ein entwurzeltes Vorstadtkind, das die Geschichte relativ rotzig erzählt.

Am Samstag gab es dann wieder nur einen Livestreamveranstaltung, auch keine Radioübertragungen und auf der Facebookseite ist nur eine Aufforderung zum „Maske aufsetzen!“ zu sehen, während sonst, wie ich dem Programm entnehme Ljuba Arnautovic mit „Junischnee“ – Zwischen Stalin und Wirtschaftswunder“, wie schon erwähnt Elias Hirschl, Thomas Brezina, der sich in „Krimijahre einer Kaiserin“ mit der „Leiche Sisi“, sowie ein Gespräch zwischen Margarete Kopeinig und Ex- Bundeskanzler Franz Vranitzky.

Die Podiumsdiskussion, die gestreamt wurde, ging um das „Grundeinkommen für alle“, wo Messedirektor Günter Kaindlsdorfer mit dem Betriebsseelsorger Karl Immervoll, der Politologin Barbara Painsack und dem „Auge-Gewerkchafter“, der jetzt im Nationalrat sitzt, den ich immer von den „Auge-Weihnachtsfeiern“ kenne, Markus Koza diskutierte.

So war Zeit vorher zum Burgtheater zu schauen, wo es eine Demo zum Schutz der Verfassung und gegen die Kinderimpfung, die es jetzt schon ab fünf Jahren geben soll, gab und außerdem am Rathausplatz gegenüber, der Christkindlmarkt eröffnet, beziehungsweise beleuchtet wurde und ich mir auch die diesbezüglichen Zutrittskontrolle, weil ja 2G oder zwei G plus das heißt Impfung plus PCR, anschauen konnte.

An Sonntag wenn es ans Finale geht, begann die Übertragung schon um eins, mit dem Ö1-Quiz, das von dort übertragen wurde, da habe ich ja auch einmal mitgemacht, wo es natürlich wieder über das Lesen ging.

„Sage mir was du liest, und ich sage dir wer du bist!“

Der erste Kanditat liest ein Buch Bernhard Aichinger, ich gerade „Metropol“von Philiph Kerr und, daß Raphaela Edelbauer, den Öst gewonnen hat, die erste Frage, habe ich natürlich auch gewußt und das „Füßige Land habe ich auch gelesen. Der Gastautor war dann der Kabarettist Klaus Eckel, der natürlich auch ein Buch grschrieben hat, das „Allerdings“ geht, wo es unter anderen

um einen dementen Kühschrank und um einen kommunstischen Kugelschreiber geht, der ein Trauma bekam, weil alle Sebastian Kurz wählten, das Buch wurde anschließend, wo ein Nachtwächter in einem Selftstorage mit dreißig Gegenständen in eine Beziehung tritt, auf der ORF-Bühne vorgestellt und gemeinsam Bernhard Murg gelesen hat und dann ging es dort bis zum Schluß im Livestream weiter, so kam der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer und der Autor Rainer Mayerhofer mit seinem Buch über die Nationalratsabgeordnete und KZ-Überlebende Rosa Jochmann „Eine Biografie in Briefen“, wo Heinz Fischer seine Erinnerungen an die „Rosl“ erzählte.

Dann gabs wieder eine Debattendiskussion „Noch haben wir die Wahl“, wo die die zugeschalteten Klimaaktivisten Luisa Neubauer und Bernd Ulrich über die Klimakonferenz in Glasgow berichteten und darüber, moderiert von Wolfgang Popp mit der österreichischen Friday of Future-Aktivistin Katharina Roggenhofer sprachen. Dann kam der mir unbekannte You tube Star Michael, Buchinger, obwohl der Moderator meinte, daß man ihn nicht vorstellen müßte mit seinem Buch „Hasst du noch alle“, wo er erzählt, was ihm so täglich auf die Palme bringt, wenn die Leute rücksichtslos sind, beispielsweise, also ein schöner Kontrast zu den Vorveranstaltungen und auch einer zu dem Kabarettisten Michael Naravani und seinem Nestroy-Buch, „Es glaubt kein Mensch, was ein jeder Mensch glaubt,was er für ein Mensch ist“, der nachher mit Martin Haidinger auftrat und sich zuerst über den Lockdown für Ungeimpfte mokierte und seine Witze darüber machte, den es ja seit Mitternacht geben wird, bevor er über Karl Farkas und dem „Mundl“ zu seinem Buch das er seiner Mutter verdankte und seiner Nestroy-Liebe kam.

Das wars dann, nach der Eröffnung, der langen Nacht gab es noch einen ORF-Bühnen-Nachmittag, um einen Messeeindruck mitzukommen, obwohl es schon wie beschrieben andere Bühnen, auch eine BoD und ein Kinderprogramm gab, außerdem wurde am Donnerstag, glaube ich, das heurige „Eine STadt-ein Buch“ Edmund de Waal „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ vorgestellt.

Also viel versäumt und nur einiges mitbekommen. Macht aber nichts kann man alles nachlesen und ein paar der vorgestellten Bücher habe ich auch auf meiner Bücherliste, die ich dann vielleicht zu Weihnachten lesen werde, so daß dieses trotz Lockdown und der Bundeskanzlerprognose wahrscheinlich doch nicht so ungemütlich werden wird.

2021-10-24

Re: connect fbm 21

Unter diesem Motto wurde am Dienstagabend die Frankfurter Buchmesse live und digital eröffnet und hingestreamt bin ich dort schon seit ich blogge also seit 2008 jedes Jahr, habe mich dort auf das blaue Sofa gesetzt, die 3 Sat und die Ard Bühne besucht , 2000 und 2002 war ich live dabei und bin mit dem Alfred ein paar Tage lang jeweils von Mainz oder Wiesbaden,weil wir direkt kein Zimmer bekommen haben hin und hergefahren. Im Vorjahr war die Messe größtenteils Online, heuer wieder live.

Getestet, geimpft, genesen, wie das so heißt. Ein paar Masken waren auch zu sehen und die Eröffnungshalle ziemlich leer besetzt, während ich vorher schon Sandra Kegel auf einem Empfang gesehen habe und am Montag wurde ja der „Deutsche Buchpreis“ an Antje Ravik Strubel vergeben. „Re. Connect fbm 21“ ist auf dem Transparent im Festsaal gestanden, eine Mona Ameziane hat moderiert und zuerst einmal den Direktor und die Börsenvorsteherin interviewt die das Buch lobten und erzählten, wie sehr das Lesen und die Bücher durch die Krise gebracht haben.

Ansonsten scheint die Messe sehr divers zu werden. Gastland ist Kanada, da gab es eine Inuk-Sopranistin mit einem Eröffnungslied. Vorher trat noch die neue Frankfurter Bürgermeisterin auf, die iranischer Abstammung ist und auch das Lesen lobte und der hessische Stadtrat. Dann erschien die kanadische Eröffnungsrednerin, ihre Exellenz Mary May Simon, die Multturministerin Monika Grüters hat auch gesprochen, bevor Margaret Atwood aus Kanada zugeschalter wurde. Die Transperformerin Vivek Schraya ist auch noch aufgetreten und aus Paris war eine Inuk Poetin Josefine Bacon zugeschaltet, die aber leider schwer zu verstehen war. Seltsam, daß, das bei einer so hochprofessionellen Veranstaltung nicht klappt, aber alle haben sich gefreut und am Mittwoch wird es dann in Frankfurt live und bei mir auf dem stream weitergehen. Ich bin gespannt, freue mich sehr und habe mir schon ein Video über die kanadische Literatur angesehen, während ich am Mittwoch früh mit dem sechzehntenBuchpreisbuch angefangen habe.

Dann ging es um zehn auf die ARD-Bühne, wo der etwas heisere Messedirektor Jürgen Boos mit der vietnamesisch kanadischen Autorin Kim Thuy, die betonte, daß sie in beiden Ländern zu Hause sei und dem Innuk Autor Michel Jean auf Englisch ein Gespräch führte. Dann wurde an die kolumbianische Autorin Pilar Quintana für ihr Buch „Die Hündin“, ein „Aufbau“ erschienen, ein Preis verliehen, bei dem immer eine unterpräsentierte Autor, Autorin aus Lateinamerika, Afrika, etcetera, ausgezeichnet wird.

Es gibt wieder Kritik an der Teilnahme von rechten Verlagen, obwohl heuer viel weniger Verlage ausstellen oder zugelassen wurden, 2017 war das ja, glaube ich, sehr stark, da gab es einen regelmäßigen Tumult und Martin Sellner ist spöttisch lächelnd auch dabei gestanden. Die Veranstalter pochen auf die Meinungsfreiheit, einige Autoren haben aber deshalb schon abgesagt.

Der Alfred hat mir den „Falter-Bücherherbst“ gebracht, wo ich mich noch ein bißchen informieren konnte und ich habe mir dann auch noch die Pressekonferenz angesehen, wo das Projekt „Wie wollen wir leben?“ ein Messemotto vorgestellt wurde. Da wurden, glaube ich, acht Autoren acht Stunden den Main hinuntergefahren, wo sie Zukunftsprojekte entwerfen konnten.

Dennis Scheck hat seinen Bücherherbst vorgestellt und eine alte Buchzeit gab es in der blauen Sofa Pause auch zum Nachhören, wo ich mir gleich ein Buch aussuchte, das der Alfred für mich bei der Anna Jeller bestellte.

Antje Ravic Strubel ist auf der ARD-Bühne aufgetreten und wird, glaube ich auch, auf den anderen herumgereicht. Eva Menasse stellte ihr „Dunkelblum“ vor, das das Massaker von Rechnitz beschreibt, da habe ich die O-Töne.versäumt, mir das Buch aber schon vom Alfred sozusagen zum Geburtstag kaufen lassen.

Gert Loschütz stellte auf dem blauen Sofa seine „Besichtigung eines Unglücks“ „mit dem er zwar nicht auf die Shortlist aber den Raabe-Preis“ bekommen wird.

In der „Blauen Stunde“ ging es um „transatlantische Beziehungen“ und bei ARD wurde übr das Gendern diskutiert, etwas was den Uli interessieren wird.

Das Gespräch zwischen Katja Gasser und Anna Baar über deren Buch „Nl“ das auf das öst Shortlist steht, auf dem blauen Sofa habe ich dann nachgehört um mich schon ein bißchen über das Buch, das ich lesen werde, zu informieren.

Dann bin ich in mein Praxiszimmer hinübergegangen, habe eine Stunde gemacht und danach in die AK-Bibliothek zur österreichischen Debutpreis-Lesung gegangen, wo Anna Felnhofer, Anna Albinus und Clemens Bruno Gatzmaga ihre nominierten Bücher vorstellten und danach wieder nach Frankfurt geswitscht, wo es eine „Canada Nigt“ gab, wo wieder die Innuk-Sängerin und die Gouverneurin aufgetreten ist und auch ein paar Autoren auf französisch Texte lasen oder interviewt wurden.

Am Donnerstag ging es dann auf der ARD- Bühne weiter, denn da wurde zuerst der Ehrengast von 2022 Spanien vorgestellt. Danach als ich eigentlich zum „Aspekte Literaturpreis“ und zum „Blauen Sofa“ switchen wollte, ging es auf der Hessen-Bühne wieder um Cancel-Culture, das momentan sehr aktuelle Thema, wie korrekt wir schreiben oder gendern müßen. In manchen Ämtern muß man das um nicht entlassen zu werden, wie man bei uns demnächst dort 3G braucht.

Was macht man dann, wenn einem die Sternchen auf die Nerven gehen? Matthias Politycki tut es das vielleicht, Jagoda Marinic ihat es verteidgt und die Verlegerin Antje Kunstmann von den Schwierigkeiten erzählt, die ein Verlag damit hat.

Julia Franck, deren „Mittagsfrau“ und auch noch anderes ich gelesen habe, war als nächstes dran. Sie hat einen Roman geschrieben, in dem sie sich mit ihrer Großmutter beschäftigte, die in Ostberlin einen großen Salon führte, in dem sich die ganzen Intellektuellen trafen. Julia Franck lebte damals in Westberlin, ist aber öfter hinübergependelt und die Großmutter hat ihr und der Mutter den Zwangsumtausch bezahlt.

Denis Scheck mit seinen Lteraturempfehlungen folgte und bei mir das Mittagessen. Dann doch auf das „Blaue Sofa“, wo aber gerade Mittagspause war. Also nachholen und da bin ich zuerst über Jasmin Schreibers „Mauersegler“ gestolpert und habe gestutzt, denn das habe ich ja im Frühjahr gelesen. Was das ist auf dem blauen Sofa und stammt es nicht von einer Valerie Jakobs und hat Jasmin Schreiber nicht den „Marianengraben“ geschrieben?

Die Covers angesehen und auch nicht wirklich weitergekommen, denn die sind sehr ähnlich. Auf beiden sind die Vögel darauf und das eine hat noch das „der“ davor und man könnte wieder über den Titelschutz diskutieren, der offenbar nicht wirkich eingehalten wird, nur bei mir, wenn ich ein Buch „Paul und Paula“ nennen will.

Der „Aspekte-Literaturpreis“ ist auch sehr interessant, denn da werden immer die Debuts nominiert und damit habe ich mich ja in der letzten Zeit beschäftigt und da gibt es auch mehrere, das Bloggerdebut, wo ich mitjuriere beispielsweise oder auch der öst Debutpreis, wo ich am Mittwoch die Lesung streamte und bei den O-Tönen gibt es auch Debuts. Der „Aspekte- Preis“ ist, glaube ich, der berühmteste und vielleicht auch der ältste und da waren diesmal „Identiti“, der Timon Karl Kaleyter der beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat, Lisa Krusche mit „Unseren anarchistischen Wurzeln“ und eine mit bisher ziemlich unbekannte Ariane Koch mit „Die Aufdrängung“ nomiert. Letztere hat gewonnen, das Buch ist ein „Suhrkamp-Tb“ und es handelt von einem Gast in einem Haus, der offenbar ähnlich identitätslos, wie Anna Baars Hauptfigur sein könnte.

Um zwei gabs dann wieder eine blaue Stunde mit einem mich natürlich sehr interessierenden Thema, nämlich „Der lange Atem von Corona“, wo drei mir bisher unbekannte Bücher vorgestellt wurden. Nämlich die Psychologin Beate Küppers mit „Die geforderte Mitte Rechtsextreme und demokratiegefährdete Einstellungen in Deutschland“, Malte Thiessen „Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Corona-Pandemie“ und Klaus Zierer „Ein Jahr zum Vergessen. Wie wir die drohende Bildungskatastrope nach Corona verhindern können“

Also die geschichtliche Seite, die Bildungskmisere und dann natürlich der Rechtsextemismus, wo ich noch immer nicht verstehe, was Corona damit zu tun hat und wieso man das sofort sein muß, wenn man sich nicht impfen und nicht testen und keine Maske tragen will und man sich fragt, wann die Maßnahmen jetzt endlich vorbei sind?

Das wurde in der Diskussion natürlich nicht beantwortet, nur auf den rechten Verlag hingewiesen, während mich die drei vier Manderl, die man da manchmal vor dem blauen Sofa sitzen sieht, mehr beeindruckte. Fünfundzwanzigausend Leute dürften da, glaube ich, täglich hinein und die Bilder, die man sieht, zeigen ziemlich leere Messehallen. Aber vielleicht wird sich das am Freitagnachmittag, wenn das Publikum zugelassen wird, ändern.

Die 1946 in der Türkei geborene Emine Sevgi Özdemar, die 1991 beim „Bachmann-Preis“ gewonnen hat , hat in „Ein von Schatten begrenzter Raum“ von einer Frau geschrieben, die 1971 nach dem Putsch von Istanbul übers Meer nach Europa flieht.

Am Abend schon in Harland habe ich mir dann das Tischgespräch mit Elke Heidenreich angehört, die jetzt ja einen Shitstorm bezüglich ihrer Genderaversion eingefahren und ein Buch „Hier gehts lang“ über ihre Leseerfahrungen geschrieben hat, wo ihre Lesebiografie enthalten ist, am Anfang waren es die Kinderbücher, dann kam der „Nils Holgersohn“ und die Frauenbücher, während sie als Studentin Seminararbeiten für ihre Kommillitionen geschrieben hat, das würde heute wahrscheinlich die Plagiatsstürmer animieren, aber Elke Heidenreich hat sich durch das Leben gelesen, tut das immer noch und ist sicherlich eine interessante Frau mit einer starken Sprache und Katzenliebhaberin ist sie, glaube ich, auch.

Der Freitag hat mit dem Weiterlesen der Sasha Marianna Salzmann begonnen, die um zehn auf der ARD-Bühne war, beziehungsweise von einer Redakteurin interviewt wurde. Vorher war ich noch eine Runde Rad fahren, um meine Abwehrkräfte zu stärken und bin da bei der Zelle in Altamannsdort vorbeigekommen, wo ich vier Bücher nach Harland brachte, von denen ich drei schon hatte. Interessant, interessant. Der Alfred hat vom „Thalia“ ein Gutscheinheft, eine „Buchkultur“ und den Bücherfolder vom Krimifest mitgebracht und Sahsa Marianna Salzmann, deren erstes Buch mir ja nicht so gut gefallen hat, hat mich bei ihrem zweiten, das kann ich schon spoilern, durch ihr sehr eindrucksvolles Show not tell, das mir eigentlich noch nie so beobachten konnte, beeindruckt und auch dadurch daß sie selbstbewußt sagte, daß sie hoffe daß sie mehr, als über ihre postsowetische Herkunft schreiben könne.

Das Thema Rassismus scheint auf der Messe ein großes Thema zu sein, denn es folgt gleich der 1978 geborene Soziologie Aladin El-Mafaalani mit seinem Buch „Wozu Rassismus?“

Der Schauspieler Edgar Selge hat ein Buch über seine Kindheit geschrieben und die Krimi-Autoren Kat Menschik und Volker Kutschker haben eine Buchreihe herausgegeben.

Dann ging es zu der 1963 geborenen Jenny Erpenbeck und ihren für den bayrischen Buchpreis nominierten Roman „Kairos“ wo es um die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem älteren Mann geht, die nach seinem Tod zwei Kartons zugeschickt bekommt, die die Struktur des Romanes schildern.

Danach kam Sven Regner mit seinem „Glitterschnitter“ auf das „Baue Sofa“, wo Marie Sagschneider versuchte den Inhalt in zwei Sätzen zusammenzufassen und zu dem Schluß kam, daß es um das Lebensgefühl der prekären Künstler der Neunzehnachtzigerjahre geht.

Es gibt einen Stand des Goethe-Instituts, die ihre Verantaltungen streamen, so bin ich in ein Gespräch mit der Buchpreisträgerin Antje Ravic Strubel hineingekommen und dann noch in die Präsentation des neuen Buchs des 1976 in Bratislava geborenen Michal Hvorecky, der dort das Goethe Institut leitet und den ich ja einmal auf dem Literaturschiff kennenlernte, Stefan Teichgräber hat ihn für sein Festival und in seinem Workshop vorgestellt. „Troll“ habe ich gelesen, jetzt hat er ein Buch über einen slowakischen Nationhelden geschrieben und ihn auf die Insel Tahiti versetzt, außerdem erzählte er eine Anekdote, wie einmal ein älterer Mann in das Institut kam und fragte, ob sie Bücher von seinem Großvater hätten?

„Wie heißt er?“, war die Frage. Hermann Hesser die Antwort und es gab Bücher sogar in slowakischer Übersetzung.

Auf das „Blaue Sofa“ kam dann die heurige Friedespreisträgerin, die Zimbabwer Autorin Tsiti Dangarembga, die dort während einer Demonstration verhaftet wurde.

Dann kam der türkische Komiker Bülent Ceylan und erklärte, daß er auf die Messe kam, weil er den rechten Verlagen keinen Platz geben würde.

Der Soziologe Armin Nasehi hat die Pandemie benützt um ein Buch über die „Theorien der überforderten Gesellschaft“ zu schreiben und der 1976 in München geborene Fridolin Schley hat in „Die Verteidigung“ bei „Hanser“ einen Roman über den SS-Brigadeführer Ernst von Weizsäcker herausgebracht.

Interessant das Buch des Professor für molekulare Psychologie der Universität Ulm, ich wußte gar nicht, daß es sowas gibt, Christian Montag „Du gehörst uns – Die psychologischen Strategien von Facebook, Tik Tok, Snapchat & Co“, der sich öffentlich rechtliche soziale Medien wünscht.

Während ich auf die „Blaue Stunde „Deutschland nach Merkel“ , die ja jetzt die politische Bühne verläßt, mit Büchern von Ralph Bollmann,Ursula Weizendfeld und Stephan Lamby wartete, bin ich auf den Stream der ARD Hörbuchnacht gestoßen, wo Elke Heidenreich sich wieder bezüglich ihres Shittorms äußern mußte und natürlich ihre Lesebiografie präsentierte. Dann gab es dort eine Hörbuchreihe wo die Jahrhundertstimmen von 1900-2000 respektive 1945 aufgezeichnet wurden, wo man Albert Einstein, Winrifed Wagner, Adolf Hitler, Thomas Mann und den Berichterstatter über das Attentat von Sarajevo hören konnte.

Dann kam die Hörspielstimme Jens Wawrczeck, der die „Drei Fragezeichen“ gesprochen hat und Hitchcock liebt und aus „Über den Dächern von Nizza“ gelesen hat. Den Hörbuchpreis hat das Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess – „Saal 101“ gewonnen.Dann wurde das Hörbuch von Marcia Zuckermann „Mischpoke“ präsentiert, beziehungsweise vorgelesen.

Am Samstag kam dann die durchgestrichene Frauenliteratur in dem Buch von Nicole Seifert auf die ARD-Bühne, die sich mit den vergessenen ausgegrenzten Frauen beschäftigte und da Marlen Haushofers „Wand“, sowie Sylvia Plaths „Glasglocke“ Sechzigerjahren erschienen sind. Außerdem stellte sie Gabriele Reuters „Aus guter Familie“ Theodor Fontanes „Effi Briest“ gegenüber, die im neunzehnten Jahrdhundert das gleiche Thema behandelten, aber Fontane ist berühmt geworden, Reuters eher vergessen. Das hat sich zwar inzwischen verändert, da inzwischen ja oft mehr Frauen auf Buchpreislisten stehen oder Preise bekommen und auf meiner Shortlist stehen inzwischen ja auch schon sechs Frauen, obwohl ich auf den Ferdinand Schmalz noch immer neuegierig bin.

Hannah Lühmanns Debut Auszeit bei „Hanser“ erscheinen, gehört wahrscheinlich auch in die Abteilung Frauenliteratur oder ist auf jeden Fall von einer Frau erschienen, Marlene Haushofer wird auch dabei erwähnt und interesant ist dabei, daß die Autorin erwähnte, daß sie sich sehr schwer mit dem Schreiben tat, aber den Vertrag schon hatte, bevor sie den Plot wußte. Wui, könnte man da sagen und neidig werden, aber Andreas Schwab der dann folgte, ist im „SWR-Lesemagazin“ in „Zeit der Aussteiger“ den Künstlerkonlonien nachgereist, wo ich ja auch schon in einer war.

Um elf, als ich dann beschloß, nicht auf den Markt zu fahren, sondern mir die Buchmesse ungestört zu geben, trat wieder Eva Menasse mit ihrem „Dunkelblum“, das ja auf meinen Harlander Stapel liegt und erzählte, daß es in dem kleinen Ort an der ungarischen Grenze Rotwein gab und man dort zu Österreich wollte. 1989 fand dann dort das paneuropäische Picknick statt und die DDR-Flüchtenden strömten durch und 1944 sollte dort der letzte Grenzwall aufgebaut werden, wofür die ungarischen Zwangsarbeiter hingekarrt wurden, Eva Menasse aber darauf bestand, daß das Buch kein Rechnitz-Roman sei, weil sie überall rundherum massakriert wurden und man nur in Rechnitz die Massengräber nicht gefunden hat und so eigentlich das Schweigen das Thema des Buches ist.

Dann bin ich auf eine Krimibühne gekommen, You tube zeigt ja viele Buchmessenvideos an, wo zuerst der Tiroler Jan Beck „Die „Nacht“ vorstellte und dann über Marc Elsberg schon vor Jahren „Blackout“, das in Corona-Zeiten offenbar verfilmt wurde und derzeit ja ein sehr aktuelles Thema ist, gesprochen wurde.

Auf die ARD-Bühne, ich hatte mir da ja die Programme ausgedruckt, kam dann Doris Knecht– mit ihrem Cyberstalking-Roman „Die Nachricht“, von der ich schon einiges gelesen habe, in dem von einer starken Frau berichtet wird, die dennoch am Stalking zerbricht.

Um drei war Uwe Wittstock auf der ARD-Bühne und hat sein Buch Februar 1933 vorgestellt, das in Wien in meinem Badezimmer liegt und das die Frage zu beantworten versucht, wieso es möglich war, daß sich da eine Demokratie innerhalb von vier Wochen in eine Diktatur verwandelt hat und was die Schriftsteller in dieser Zeit gemacht haben, etwas was mich derzeit ja besonders interessiert. Dann ging es, wie oft auf der Buchmesse auf dem Sofa um Identitäten und zwar traaten da Dilek Güngör und Mona Ameziane, die ja am Dienstg eröffnet hat, auf und die beide Bücher über ihre Väter geschrieben haben. Die eine ist mit ihm, glaube ich, nach Marokko gefahren, die andere hat ihn besucht, während die Mutter auf Welnessurlaub war und dann folgte auf dem Sofa wieder eine Krimistunde oder ein Krimi speed dating, während es auf ARD wieder um die Frauenliteratur ging und da neben Nicole Seifert auch die Krimiautorin Simone Buchholz diskutierten. Karl Ove Knausgards Befindlichkeitsliteratur ist gut ist und wird hoch besprochen, während Simone Hirths, die ja am Mittwoch den „Priessnitz-Preis „bekommt „Loch“ offenbar einen Shitstorm erlebte.

Das Neue an der Hybrid Messen ist im Gegensatz zu früher, daß man viele Videos von der Messe angeboten bekommt, im Goethe Institut war ich schon, die Zeitschrift Brigitte moderierte eine Stunde Frauenliteratur, der „Stern“ hat ein Kochstudio, wo er jeden Tag einen Autor vorstellt. Es gab eine Krimi-Bühne und auch eine Homestory von BDs also durchaus interessant, weil es wieder mehr Programm als bloß das blaue Sofa gibt. Interessant natürlich, daß die großen Autoren von der einen Bühne zur anderen gereicht wird und ein paar Videos, wo man die Maskierten über die Messe laufen sieht, wo ich mich immer frage, wer tut sich das an? Offenbar sehr viele, denn die Samstag Tickets, die man diesmal bestellen und auch den Kindern eine eigene Mailadresse schaffen mußten, waren, wie ich las, ausverkauft.

Am Sonntag war dann Peter Licht auf der ARD-Bühne, der einmal in Klagenfurt mit Sicht nach hinten gewonnen hat und danach Henning Ahrens mit seinen Roman „Mitgift“ dessen Übersetzungen ich ja vorher gelesen habe.

Um elf wurde dann traditionell der Friedenspreis des deutschen Buchhandels an die Zimbabwsche Autorin Tsitsi Dangaremgba, die in Berlin filmkust studierte und einen deutschen Ehemann hat in der Paulskirsche verliehen.

Die rechten Verlage auf der BM waren ein Thema der Ansprache des Bürgermeisters, der dann noch für einen euphorischen Aufruf dagegen unterbrochen wurde. Dann folgte ein Rückblick auf den Friedenspreis, den es seit 1950 gibt, der erste Preisträger war Max Tau, 1965 hat Nelly Sachs, als erste Frau den Preis bekommen. Tsitisi Dangarembga, eine Missionarstochter ist die zwöfte und die erste schwarze Frau, die den Preis bekommen hat.

Auma Obama, die Halbschwester des Präsidentin und Freundin der Preisträgerin hat die Laudatio gehalten. Nach der Urkundenüberreichung kam die Rede der Autorin, die auf Englisch durch die Geschichte Zimbabwes, das einmal Rhodesien hieß und eine englische Kolonie war, führte und zum Lesen und für Toleranz aufrief und dazu ist zu sagen, daß ich bei meiner samstägigen Bücherkastentour „Gottes Holzstücke“ des 2007 verstorbenen Autors und Schriftstellers Sembene Ousmane gefunden habe.

Nach der Friedenspreisverleihung bin ich mit Alfred auf die Rudolfshöhe gefahren und auf diese Art und Weise sowohl die „Blaue Stunde“ zu Kanada als die zum Schweizer Buchpreis, auf die ich mich eigentlich gefreut habe, weil ich ja eine noch sehr ungelesene Schweizer Buchpreisliste habe, versäumte, so habe ich mir Martina Clavaldetscher auf dem „Blauen Sofa“, die dort zeitgleich mit der Buchpreisverleihung gesprochen hat, nachgehört und ihr Buch „Die Erfindung des Ungehorsams“ scheint sehr interessant zu sein, geht es da doch um eine autistische chinesische Arbeiterin einer Sexpuppenfabrik, die den Puppen Ungehorsam beibringen soll.

Aauf der Festbühne wurde dann die Gastrolle von Kanada an Spanien, das im nächsten Jahr Gastland sein wird, übergeben.

Eine Diskussionsrunde über die rechten Verlage auf der Messe gab es auch noch und eine über Politikerbücher, da hatte ja die Grüne Annalena Baerbock mit ihrem Buch Schwierigkeiten, da sie damit in Pagiatsverdacht geriet oder dieses zu schnell hinutergeschrieben hat und die Links Politikerin Sahra Wagenknecht hat mit den „Selbstgerechten“ auch ein kritisches Buch geschrieben.

Die Schweizer-Buchpreisstunde habe ich dann nachgehört und so die drei mir bisher unbekannte Autoren Veronika Suter, Thomas Duarte und Michael Hugentobler sowie ihre Bücher etwas kennenlernen konnte.

„Feuerland“ von Michael Hugentobler werde ich wohl nicht lesen, die anderen Bücher aber schon, Christian Kracht, das einzige Buch von der Liste, das ich bis jetzt gelesen habe, hat seine Nominierung inzwischen zurückgezogen. „Feuerland“ fand ich natürlich interessant, aber die frauenbewegten Erzählungen von Veronika Suter, Michael Duartes Rechtfertigungsbericht, da erzählt einer der Polizei sein Leben und das von der Sexpuppenfabrik der Martina Clavaldetscher auch. Ich bin also gespannt.

Das war also die Frankfurter Buchmesse 2021. En paar Videos werde ich mir wohl noch nachhören. Weil eine Leserin aber einmal ein Resume von mir haben wollte, was man natürich nicht geben kann, wenn man dort ist, nicht und aus dem Wohnzimmer noch viel weniger, weil man da ja nur Splitter mitbekommt, also diese Buchmesse war spannend, weil es erstens immer wieder Videos gab, an die ich sonst nicht gekommen bin.

Thema der Diskussionen waren die Identitäten, die rechten Verlage, die Frauenliteratur, etcetera. Von der kanadischen Literatur habe ich nicht viel mitbekommen, obwohl ich in die „Blaue Stunde“ auch noch hinein- und ein paar Filmchen angehört habe.

Die Cosplayer, wenn es die gegeben hat, habe ich nicht gesehen, wohl aber die ziemlich leeren Bühnen und die Masken. Das Thema Corona wurde nicht diskutiert, zumindestens nicht in der Art, wie ich es tue, das kommt vielleicht erst in einigen Jahren und eigentlich ist der Zweck von Buchmessen ja neue Bücher kennenzulernen, die man sich zu Weihnachten wünschen oder lesen kann und das habe ich getan und mir auch eines bestellt.

2021-08-26

Keine O-Töne, keine Lesung am Volksstimmefest und mit dem „Hundert Seiten-Rohtext“ fertig

Heute wird es die letzten O-Töne in dieser Corona-Saison geben und da wird Eva Menasse ihr neues Buch „Dunkelblum“ und Ulrike Haidacher ihr Debut „Die Party“ vorstellen, allerdings weil das Wetter kalt und regnerisch ist, im sicheren Hafen der Arena 21, wie seit zwei Stunden auf der O-Töne Facebookseite steht und da kommt man ohne 3G und Mundnasenschutz nicht hinein.

Also werde ich zu Hause bleiben, bloggen, Denis Pfabes „Simonelli“ in der Badewanne auslesen und warten, ob Eva Menasse auf die Öst kommt und Ulrike Haidacher auf die Debutschiene. Die Bücher werde ich sonst wahrscheinlich nicht lesen, da noch einige andere Neuerscheinungen auf mich warten und die ersten Zusagen und E-Books bezüglich der deutschen Longlist auch schon eingetroffen sind.

Schade natürlich, denn die O-Töne sind derzeit ja die einzigen Veranstaltungen, wo eine Masken- und 3G-Verweigerin hingehen kann und die habe ich heuer auch schon zweimal versäumt. Denn beim ersten Mal am Juli waren wir in Harland um den neunundachtzigsten Geburtstag der Schwiergermutter zu feiern und am fünften August, als Hanno Millesi aufgetreten ist, hat es bis cirka halb sechs geregnet. Dann hat es aufgehört. Aber da wollte der Alfred nach Harland fahren und hat gesagt „Es fängt eh gleich wieder an!“ Hat es nicht und ich habe mich geärgert. Derzeit regnet es nicht, schaut aber sehr danach aus und ist windig.

Nun ja, nun ja, vielleicht sollte ich mich doch mehr anpassen und nicht mehr so Corona kritisch sein, denn Texte, die das Wort Corona-Leugner oder Demo-Teilnehmer enthalten, gelten offenbar nicht als linke Wörter und sind offenbar auf dem Volksstimmefest nicht willkommen und dabei hätte ich ohnehin nicht den Text von der Kickl-Demo gelesen, sondern die Szene zwei aus den „Hundert Seiten“ und da ist die Corona-Situation eigentlich nur eine Nebensache. Das Drumherum, denn meine Texte sind ja realistisch und passen sich immer den Zeitumständen an und da hat die Amelia eben gerade ihre Corona-Matura gemacht und der Richard wurde von seiner Redaktion entlassen, weil er auf einer Corona-Demo war. Das soll schon vorgekommen sein. Ansonsten geht es in den „Hundert Seiten“ um eine siebzigjährige Feministin, die mit ihren Freundinnen, die zweite Frauenbewegung aufgebaut hat und auf diese Idee bin ich bezüglich Mieze Medusas neues Buch bekommen, beziehungsweise deshalb, weil die bei der Vorstellung meinte, es gäbe keine alten Frauen in der Literatur bzw. keine alten Autorinnen.

Es geht also um die Frauenbewegung und was daraus wurde und auch um das Verhältnis das der Richard zu seiner Mutter hat und da haben mich einige Erlebnisse geprägt, die meine feministischen Freundinnen, die alle älter sind als ich mit ihren Söhnen hatten, beziehungsweise, die mit ihren Müttern, die, weil sie den Feminismus aufbauen wollten, keine oder wenig Zeit für sie hatten.

„Warum snd wir keine normale Familie?“, hat, glaube ich, der Sohn, der Hansi Berger einmal zu ihr gesagt und das sagt auch der Richard zur Lotte Spielberg und da kommen in der Szene zwei halt die Worte „Männerhassende Feministinnen“ vor und das ist dann nicht „links genug“, obwohl ich mich erinnern kann, daß in den Siebzigerjahren, die Frauen ihre männlichen Babies nicht ins „Frauenzimmer“ oder in den Frauenstützpunkt in der Tendlergasse mitnehmen konnten und dann empfinden dann die Kinder das vielleicht so…

Nun ja, nun ja, ist ja nicht das erste Mal, das mir das passierte. Aus der Szene Margarete wurde ich auch einmal ausgeladen, weil ich nach dem Honorar fragte und bei der Lesung im Cafe Amadeus war ich so gut wie und bei der im Republikanischen Club ziemlich allein.

Macht ja nichts, könnte ich wieder schreiben, wie der Fuchs, der die Trauben nicht bekommt, weil ich mir ohnehin nicht ganz sicher bin, wie das in Zeiten wie diesen mit den 3Gs Maßnahmen am Volkssstimmefest ist, wenn man aufs Donauinselfest, egal ob geimpft, nur mit PCR-Test und Anmeldung darf, obwohl mir die Veranstalter schrieben, daß es keine nennenswerte Corona-Restriktionen gibt.

Gibt es wahrscheinlich doch, wenn eine Corona kritische linke Autorin keinen gar nicht so Corona kritischen Text lesen darf und das haben mir die Veranstalter auch geschrieben, daß die Ausladung nicht wegen meiner Einschätzung der Corona-Politik passierte.

Nun gut, nun gut, ist meine letzte Lesung also schon vor zwei Jahren passiert und ich erinnere, daß ich eigentlich mit nur wenigen Ausnahmen seit 1989 am Volksstimmefest gelesen habe und was die „Freiheit des Wortes“ betrifft, habe ich diese Veranstaltungen für die GAV 2001 und 2003-2009 organisiert und mit den „Hundert Seiten“, wo ich die zweite Szene, die ich eigentlich sehr gut finde, lesen wollte, bin ich gestern mit dem Korrigieren fertig geworden. jetzt liegt der Text am Küchentisch und wartet darauf, daß der Alfred aus Albanien zurückkomt und ihn druckerdeifertig macht.

Das „Corona-Texte-Buch“ wo es cirka fünfzig meiner Corona kritischen Texte gibt, hat er mir vor seiner Abreise auch ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt bis auf die letzten Szenen, die ich noch angefügt habe, eigentlich keine Fehler und kann mich jetzt an das Recherchieren für das „Seitengewitter“ machen und werde da vielleicht aufpassen, daß er nicht zu Corona kritisch wird!

Aber stimmt, das ist das Thema, das mich seit eineinhalb Jahren am meisten beschäftigt, ich hätte keinen „neutraleren“ Text für das Fest gehabt. Aber das wäre dann auch nicht ehrlich gewesen, wenn ich das Wort „Corona-Leugner“ oder die alte Frau, die sich über Küßchen, das der Richard der Amelia am Bahnhof gibt und die dann „Ich habe den Babyelefanten bei der Oma vergessen!“, sagt herausgestrichen hätte.

Nun gut, nun ja, ich habe mich ja schon länger gewundert, daß de es keine Corona kritischen Linken gibt. Ein paar gibt es natürlich, den meisten scheinen die Freiheitsbeschränkungen aber egal zu sein und ich werde mich die nächsten Tage auf Textrecherche, beziehungsweise auf das Plotten machen.

Mal sehen, wie es geht und wann ich auf andere Themen, als Corona komme? Das wird wohl noch eine Weile dauern, denn noch geht es ja um das Impfen, das G1 und die vierte Welle, vielleicht aber auch um Afghanistan und die Talibans, die dort die Frauenrechte unterdrücken.

Das wäre vielleicht auch ein Thema für den nächsten oder übernächsten Text. Mal sehen, ich bin gespannt und wenn Eva Menasse und Ulrike Hadiacher auf die Buchpreislisten kommen, kann ich ihre Bücher lesen, wenn nicht, habe ich mit den anderen Büchern in den nächsten Monaten genug zu tun, so daß ich zumindestens bis der Alfred aus Albanien zurückkommt, wahrscheinlich wenig aus dem Haus gehe und daher auch als Ungeimpfte niemanden anstecken kann!

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.