Literaturgefluester

2017-12-03

Ach! Reden über die Liebe

Robert Huez

Robert Huez

Jürgen Meindl

Jürgen Meindl

Ach reden wir über die Liebe, ein sehr schöner, hoffnungsvoller und auch interessanter Satz. Das Literaturhaus Wien tut es jetzt fast eine Woche lang, denn seit zwei Jahren, glaube ich, dauert das Erich Fried Symposium so lange und diesmal ist die Liebe das Thema.

Aha, werden meine literarisch gebildeten Leser sagen, das ist ja ein berühmtes Fried-Gedicht und den letzten Absatz, „Es ist wie es ist, sagt die Liebe!“, zitiere ich ja immer besonders gerne, wenn wieder jemand kommt und mir erklärt, daß ich nicht schreiben kann.

Ich schreibe, wie ich kann und ich interessiere mich für Literatur und deshalb bin ich heute auch ins Literaturhaus gegangen, beziehungsweise mit Bus und Straßenbahn gefahren und auch eine Viertelstunde zu spät gekommen, weil ich eine sechs Uhr Stunde hatte und dann bin ich zwei Stunden ganz hinten gestanden und habe den Kopf geschüttelt, als eine Dame, die noch ein Stückchen hinter mir in der letzten Reihe saß, bedeutete, ich solle mich verziehen.

Es ist, wie es ist und ich blieb jetzt auch stehen, weil ich etwas sehen wollte. Es war sehr heiß, ich habe in der Jacke und dem Schal geschwitzt und jetzt tut mir  das Kreuz vom vielen Stehen weh.

„Es ist, wie es ist!“, sagt die Liebe und Erich Fried, der 1921 in Wien geboren und 1988 in Baden Baden, ich glaube, bei einer Veranstaltung, gestorben ist. Dazwischen hat er, weil er ja vor den Nazis fliehen mußte, in London gelebt und die Eröffnungsrednerin des heurigen Symposiums kommt, was sicher nur ein Zufall ist, aus england und weil man für eine Veranstaltung, die dann so voll ist, daß eine keinen Sitzplatz mehr findet, Werbung machen muß, war es heute im Mittagsjournal und als ich da den Namen Jeanette Winterson hörte, schnallte es bei mir, denn „Das Powerbook“ von dieser Autorin liegt ja seit einigen Monaten auf meinen Schlafzimmertischchen. Ich habe es einmal im Schrank gefunden und dann hervorgeholt, denn darin geht es ja über das Netz und ich habe in den letzten Monaten ja einen Internet oder Blogroman geschrieben und dachte, das nehme ich als Recherchelektüre. Dann kam der Sommer und damit das doppelte oder jetzt schon dreifache Buchpreislesen und weil mir jetzt schon fast alle Verlage ihre Vorschauen schicken und ich nicht nein sagen kann oder will, häuft sich mein Badezimmerstapel,  ich schob das Lesen auf und dachte, was auch stimmte, ich kann „Die unsichtbare Frau“ auch ohne dieses Buch schreiben, hatte jetzt aber ein Aha-Erlebnis.

Klaus Amann

Klaus Amann

Zum Signieren habe ich es  trotzdem nicht ins Literaturhaus mitgenommen, erstens bin ich keine Autogrammsammlerin und zweitens ist die Tasche, die ich von der Ruth geschenkt bekommen habe, so klein, daß es nicht hineingepasst hatte, denn da steckte ja ohnehin schon Jovana Reisingers „Still halten“, das vierte Bloggerdebutshortlistbuch, das ich gerade zu lesen angefangen habe.

Zum Weiterlesen bin ich im Literaturhaus aber nicht gekommen, denn ich kam ja zu spät und steckte dann im Stau und als ich das Literaturhaus erreichte, hielt Julia Danielcyk gerade ihre schöne Eröffnungsrede, dann kam der britische Botschafter und sagte, wir alle können seine Facebookfreunde werden, denn er kommuniziere gern mit Menschen.

Dann kam, glaube ich, noch Anne Zauner die Kuratorin und dann schon die 1959 in Manchaster geborene Autorin. Die ist ein Adoptivkind, wurde von streng religiösen Elternangenommen und dann verstoßen, als sie mit sechzehn eine lesbische Bezihung einging, sie ging dann nach Oxford um englische Literatur zu studieren und wurde dann mit ihrem Erstling „Orangen sind nicht die einzige Frucht“, die auch der Botschafter lobend erwähnte, bekannt.

Jetzt hielt sie einen Vortrag auf Englsich über die Liebe, erwähnte Romeo und Julia, Tristan und Isolde und auch Donald Trump dabei, die Lwute lachten und die, die sich zur Diskussion meldeten, luden sie  zum Kaffeetrinken ein, nur leider fliegt sie schon morgen, wenn das Programm so richtig losgeht, wieder zurück.

So konnte man wahrscheinlich mit ihr im Anschluß anstoßen oder sich die Bücher signieren lassen und ich, die ich am Nachhauseweg drei schon vergilbte Taschenbüchlein von der 2015 in Darmstadt verstorbenen Gabriele Wohmann fand, kann mir jetzt überlegen, wann ich „Das Powerbook“ lesen werde.

Am Mittwoch ging es dann im Filmcasino mit zwei Filmen, nämlich dem „Greenaway-Alphabet“ und „Goltzius  and the Pelican Company“ von Peter Greenaway, wo es ziemlich erotisch zuging, weiter.

Am Donnerstag war das Programm wieder im Literaturhaus mit dem Schwerpunkt Prosa und Essay und da bin ich zu dem Vortrag von Bianca Burger über die Sexualratgeber der Zwischenkriegszeit zu spät gekommen, habe aber, glaube ich, einen solchen von Paul Lazarsfeld  in meinem Praxiszimmer stehen.

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Franz Schuh

Franz Schuh

Dann kam die Präsentation von Peter von Matts „Sieben Küsse“ und der streifte, weil der Verlag zu seinem achtzigsten Geburtstag, ein Buch von ihm haben wollte, in sieben Essays durch die Literaturwissenschaft, beziehungsweise beschäftigte er sich mit den Werken, wo es um das Küssen ging und da wurde die Mrs Dalloway ja auf ihrer Abendveranstaltung von einer Freundin geküßt und bei Tschechow gibt es auch eine Erzählung, wo ein Langeweiler plötzlich einen Kuß bekomme und darüber aufblüht.

Sehr interessant, obwohl es wahrscheinlich das Beste ist, die Bücher im Original zu lesen, aber zu Mrs Dalloway bin ich noch nicht gekommen, obwohl ich das Buch, glaube ich, mal gefunden habe und jetzt wenigstens weiß, worum es darin geht.

Dann kam Zsuzsa Bank mit ihrem neuen Buch „Schlafen werden wir später“, wo es um eine Mailfreundschaft zweier Freund waren innen geht und ich muß gestehen noch kein Buch von Zsuzsa Bank gelesen zu haben, obwohl ich, glaube ich, einmal bei einer „Literarischen Soiree“ war, wo über eines ihrer Bücher gesprochen wurde. Dagegen habe ich, wie wahrscheinlich die meisten von der Norwegerin Hanne Ostavik  noch nie etwas gehört, was wahrscheinlich kein Wunder ist, da sie jetzt erst übersetzt wurde, obwohl das Buch aus dem sie gelesen hat, schon vor zwanzig Jahren erschienen ist und am Schluß kam der 1954 in London geborene Hanif Kureshi, von ihm habe ich, glaube ich, auch schon was im Schrank gefunden und den Film „Mein wunderbarer Waschsalon“ habe ich 2000 im Rahmen der Widerstandsbewegungen gegen schwarz blau im Filmcasino gesehen.

Der hat jetzt ein Buch geschrieben, wo es um einen achtzigjährigen im Rollstuhl sitzenden Mann geht, der miterleben muß, wie ihn seine Frau mit seinem Freund, der ein Schwindler ist, betrügt.

Am Freitag ging es dann um Lyrics, das heißt zuerst einmal ging es den Literaturwettbewerb für Schüler „Zehn Zeilen  Zuneigung“, den das Festival ausgeschrieben hat. Gustav Ernst, Zita Bereuter, Thomas Ballhausen und Robert Huez waren in der Jury.

Siebzig Texte wurden eingereicht, die drei ausgewählten wurden vorgestellt und dabei hat mir der Text eines jungen Mannes mit blauen langen Haaren „Ich lerne mich zu lieben, damit ich dich lieben kann“, am besten gefallen und das werde ich, glaube ich, auch meinen Klienten so sagen.

Dann gings zu einer von Thomas Ballhausen moderierten Diskussion über Lyrik, bei der Silvia Geist, Tristan Marquart, Judith Nika Pfeifer und Clara Luzia teilgenommen haben.

Klara Luzia ist eine Singer Songwriterin, die im Anschluß ein Solokonzert gab und dazu sagte, daß sie Solokonzerte hassen würde. Dann wurde es hochkarätisch, es kamen nämlich drei je zehn Minuten Lesungen mit Friederike Mayröcker, Jan Wagner und Oswald Egger. Friederike Mayröcker hat 2001 den „Büchner-Preis“ bekommen, Jan Wagner heuer und 2015 den „Preis der Leipziger Buchmesse“ mit seinen Regenbogenvariationen“ und Oswald Egger von dem ich vor kurzem „Val di non“ gelesen habe, den „Trakl-Prei“s. Da war es im Literaturhaus auch sehr voll und dann wurde „Die unmögliche Liebe“ die Kunst des Mminnesangs in Neuübertragungen“ vorgestellt. Das ist ein Buch, das von Tristan Marquart und Jan Wagner herausgegeben wurde und sechzig Dichter und Dichterinnen wie Elke Erb, Ulrike Draesner, Gerhard Ruiss, Oswald Egger, Silvia Geist, etcetera, haben nachgedichtet.

Franz Schuh

Franz Schuh

Teresa Präauer

Teresa Präauer

Silvia Geist, Ulrike Draesner und Oswald Egger haben ihre Übersetzungen vorgestellt. Daniele Strigl hat moderiert. Dann wurden die Stühle für das anschließende Konzert von Sophia  Kennedy weggeräumt, ich habe mir einen Becher Wein gekauft, bei den „Fried Tagen“ muß man neuerdings dafür bezahlen, mich länger mit Helene Hofmann uterhalten, die mir auch mein neues Buch abkaufte, mich dann kurz auf die Sesselreihe im Foyer gesetzt, als sich dann aber die Leute vor mich stellten und ich nichts gesehen habe und es nur laut war, bin ich gegangen, um noch Zeit zum bloggen zu haben, denn das soll man ja, wie mein Kritiker Uli unermüdlich anmerkt, der auf seinen Blog einen längeren diesbezüglichen Artikel geschrieben hat, ja tun. Helene Hofmann hat mich übrigens gefragt, warum ich ihm immer antworte, wahrscheinlich weil ich mich im Argumentieren üben will, harmoniebedürftig bin und mit allen gut auskommen möchte, ist die Antwort, es ist aber schon bedrückend, immer wieder solche Kommentare zu bekommen.

Helene Hoffmann hat mir noch gesagt, daß sie am Samstag den „Graphic Novel-Tag“ nicht kommen würde und ich habe mich noch gewundert, daß es diese einen ganzen Nachmittag und Abend geben würde, denn ich bin keine Graphic Novel Spezialistin, obwohl ich schon einige gelesen habe und als ich dann am Samstag knapp vor zwei eintraf, war es wieder sehr voll, so daß ich gerade noch in der vorletzten Reihe einen Platz bekommen habe.  Zita Bereuther saß am Podium mit dem 1960 in Boston geborenen Scott Mc Cloud, der seine Novel „Der Bildhauer“ vorstellte und einen fulminanten Einblick in das Comicschreiben gab.

Dann ging es nach Frankreich oder zu den 1984 geborenen Bastien Vivens, der schon drei Novels geschrieben hat, eine heißt „Der Geschmack des Chlor“, da gibt es viel Bewegung und kaum Sprache, denn Bastien Vivens kommt vom Trickfilm her, bei der „Schwester“ und der „Liebe“ änderte sich das und als ich in der Pause in die untere Bibliothek, dort wo es den Büchertisch und die Getränke gibt, ging, wunderte ich mich über die Schlangen, die sich die Bücher signieren ließen und die beispielsweise, die des danach auftretenden Amerikaner Craig Thompson, eine amerikanischen Comic Größe, wie Anne Zauner einleitete, waren auch sehr teuer. Die Leute stellten sich aber, glaube ich, über eine Stunde an und die Autoren zeichneten auch etwas in das Buch hinein.

Erstaunlich für mich, die ich ja eher den Eindruck habe, Bücher wären unverkäuflich, bei Comics ist das offenbar anders und dann kam  noch eine Österreicherin, nämlich die 1967 in Wien geborene Ulli Lust, mir bisher genauso unbekannt, wie die anderen Autoren und die bestätigte etwas, was schon Craig Thompson erwähnte, daß Graphic Novels oder Comics sehr autobiografisch wären.

Sie hat zwei solche, sowie die „Flughunde“ von Marcel Beyer, nämlich „Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“, sowie  brandneu, die Fortsetzung davon „Wie ich versuchte ein guter Mensch zu sein“, wo es um eine Dreiecksbeziehung, nämlich ihre sexuelle Beziehung zu einem Nigerianer und die mehr intellektuelle zu ihrem Freund Georg oder so, ging.

Sehr erstaunlich für mich diese Erfahrung, gelten ja, wie auch diskutiert wurde, die autobiografischen Elelemente in der Literatur als etwas eher Verpöntes und, daß sich soviele Leute dafür interessieren, die Bücher kaufen und sich eine Stunde dafür anstellen, war für mich auch neu, obwohl bei der Friederike Mayröcker steht man wahrscheinlich auch etwas länger, aber da haben die Buchhändler, als sie den Bp bekam schon gestöhnt, daß sie sich nicht so gut verlaufen lassen würde.

Eine neue Erkenntnis und ein Eck der Literatur in dem ich nicht so zu Hause bin, dann ging es von den Comics weg und wurde wieder experimenteller, stellte doch Sebastian Fasthuber den Amerikaner Mark Z. Danieleswski und sein Monsterprojekt „The Familar“ vor, von dem es schon fünf Bände gibt, siebenundzwanzig sollen es noch werden und es geht darin, um eine Katze und um noch vieles andere. Eine Sondernummer der „Flugschrift“ hat der Autor auch gestaltet.

Das war es dann, der Parcour der verschiedenen Genres durch die Liebe und am Sonntag kam dann die berühmte Preisverleihung und da ist ja das Besondere, daß hier ein Juror allein entscheidet, weil man sonst ja meistens den Durchschnitt der Jurymitglieder also zu einer Kompromißentscheidung kommen muß und diesmal war Franz Schuh der Juror, dessen „Fortuna: Aus dem Magazin des Glücks“ auf der „Longlist des österreichischen Buchpreises“ stand und der hat  Teresa Präauer ausgewäht, die mir ja das erste Mal als Illustratorin von Wolf Haas „Die Gans im Gegenteil“ aufgefallen ist, dann hat sie schnell ein paar Romane herausgebracht und aus dem mit den Affen hat sie in Klagenfurt gelesen und wurde durch alle Runden durchgewinkt und ist ohne Preis nach Hause gegangen, bei den „O-Tönen“ im letzten Jahr habe ich sie daraus gehört. Aber zuerst kamen im Literaturhaus, in der obeneren Bibliothek, wo man jetzt aus Angst vor dem Bücherdiebstahl die Jacken abgeben mußte, eine Reihe von Begrüßungsreden.

Dann kam der Klagenfurter Literaturprofessor Klaus Amann, der mich auch einmal mit Mitjuroren für einen Preis nominiert hat, mit der Vorstellung des Laudators.

Da las er eine Rezension vor, wo bedauert wurde, daß der Autor über kein Werk verfüge, weil keinen Roman geschrieben und ich dachte „<Ö ha, was ist denn mit dem „Stadtrat“, ein Buch, von dem ich, wie meine Leser vielleicht wissen, bedauere, es noch nicht gelesen zu habe, aber das ist ja bei „Ritter“ erschienen und hat sich daher  nicht zu den Rezensten durchgesprochen.

Dann kam die Laudatio in der sich Franz Schuh auf „Jonny und Jean“ bezog, das offensichtlich auch bei den  O-Tönen vorgestellt wurde und Teresa Präauer bezog sich in ihrer Dankesrede auf den „Blick“ oder die „Posen der Jugend“, das ist offenbar ein Bild einer Künstlerin, wo zwei Jugendliche auf einem Sofa sitzen und vor sich hinschauen. Daraus hat sie einen Rundumschlag auf die prekären Arbeits- und Ausbildungsverhältnisse gezogen und sich danach bei allen, also auch beim Publkium für den Preis bedankt.

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2017-11-28

Ein nicht rechtschreibwollender erfolgsfreier Bücher-Messie?

Im Herbst 1973, ein paar Monate nach meiner Matura, bin ich, glaube ich mich zu erinnern, in die Oper gegangen, es hat den „Feischütz“ gegeben und ich habe mich auf dem Weg gefragt, was wohl aus meinem Schreiben werden wird?

Ich habe, glaube ich, immer gern geschrieben, schon meiner Volksschullehrerin Aufsätze gezeigt, die ich am Wochenende geschrieben habe und die hat mir glaube ich, auch wohlwollend, den Rat gegeben, nicht zwei Adjektive auf einmal zu verwenden.

In der Hauptschule habe ich ein Krippenspiel geschrieben und mich dann nicht getraut, es der Lehrerin zu zeigen, beziehungsweise für die Aufführung vorzuschlagen. Es wird aber auch nicht viel anders, wie die üblichen gewesen sein und dann 1971 wahrscheinlich beschlossen, nach meiner „Knödel-Matura“ in der Straßergasse, sowohl zu schreiben, als auch Psychologie zu studieren, was ich dann auch machte und gleich im Mai 1973 mit einer Erzählung von einer französischen Prostituierte, die nebenbei studierte, damit anfing.

Sie ist fertig geworden, ich habe sie unkorrigiert oder angestrichen wohl immer noch irgenwo liegen, hatte dann einige Schreibkrisen, bis ich mich ein paar Jahre später traute, der Monika und dem Gerhard „Die Einladung zu Tee“ zu zeigen“, die beide, was mich bis heute nicht losgelassen hat, voneinander unabhängig „Das ist nicht gut!“, sagten.

Aber zurück zur Frage, beziehungsweise deren Antwort, die ich inzwischengeben kann. Was ist daraus geworden? Zwei Antworten gibt es da.

Vierundvierzig Jahre kontinuierliches Schreiben, eine GAV-Mitgliedschaft, ein Buch in einem Kleinstverlag, nämlich in der „Editon Wortbrücke“, wo ich die Exemplare immer noch in Schachteln in Harland habe, zwei Fachbücher übers Stottern in den sogenannten Publkums- oder Fachbuchverlagen und inzwischen dreiundvierzig selbstgemachte Bücher und zwei in Arbeit, zwei Jurymitgliedschaften, neun Jahre Bloggen und ein seit über vierzig Jahren regelmäßiges beschäftigen mit dem Literaturbetrieb, in dem ich vorwiegend zu Wiener Veransaltungen gehe, Bücher lese, etcetera.

Gut könnte man da also sagen, gelungen, Lesungen beim Volksstimmefest, bei der Poet Night, mein literarisches Geburtstagsfest  und gelegentliche Veröffentlichungen, wie beispielsweise in der „Linken Wort-Volksstimmeanthologie“ kommen auch noch dazu.

Auf der anderen Seite ist es wieder genau das Gegenteil, denn mein Schreiben scheint niemanden zu interessieren.Ich habe abgesehen von der „Ediotn Wortbrücke“ keinen Verlag gefunden, mache so seit 2000 meine Bücher selbst, vorher habe ich herumgeschickt und herumgeschickt und meistens keine Antwort oder  das Manuskkritpt zurückbekommen und spätestens seit ich blogge, habe ich damit aufgehört und damit begonnen mein Literarisches Leben nur noch im Literaturgeflüster zu besprechen.

Was für mch auf der einen Seite eine sehr gute Möglichkeit der Präsentation ist. Denn hier kann ich meine Bücher vorstellen, Gewinnspiele machen, Schreibberichte geben, mich beim „Nanowrimo“ betreiligen und darüber schreiben oder überhaupt was ich ja seit nun fast zehn Jahren sehr regelmäßig umfangreich und kontinuierlich mache,  meine Ansichten über den Literaturbetrieb verspritzen.

Toll, könnte man sagen und ist es auf der einen Seite auch. Auf der anderen wieder nicht, denn da das ja jetzt jeder machen kann, seine Ansichten, Rezensionen, Texte, etcetera, einfach bloggen, geht vieles verloren und ich erreiche höchstwahrscheinlich nicht das Publkum, das ich gerne haben möchte, sondern sitze hier vielleicht wieder zwischen den Stühlen noch dazu, da ich versuche, möglichst umfangreich zu berichten, also über die Selfpuplisherszene, genauso wie über den „Bachmannpreis“ und das interessiert dann halt nicht alle und ich ziehe vielleicht nur die Trolle oder die Spamer an.

Da hatte ich im Laufe der neun Jahre drei und habe mich, weil ich das irgendwie lustig finde, mich auch mit ihnen auseinandergesetzt und  immer höflich geantwortet, auf der anderen Seite haben die und wahrscheinlich auch andere, das vielleicht ein bißchen überheblich oder herablassend gefunden, zumindestens wurde mir das schon so gespiegelt.

Und dann scheint man es im Netz nicht auszuhalten, wenn die Rechtschreibung nicht vollkommen ist, man, daß vielleicht immer noch mit scharfen „ß“ schreiben will oder Verlagsnamen beispielsweise unter Anführungszeichen setzt.

Dann kommen Kommentare der Empörung, die sich darüber aufregen, während anderes, beispielsweise, die Rezensionen oder die Gewinnspiele bei meinen Bücher untergehen und keine Beachtung finden, was ich sehr schade finde und ja es stimmt, ich habe meine eigene Rechtschreibung beziehungsweise meine eigenen Ansichten darüber, denn so arg ist sie wahrscheinlich nicht .Das kann sie sie gar nicht, da ich ja regelmäßig und viel schreibe, habe aber schon in der Schule nicht verstanden, warum man nicht so schreiben kann, wie man will.

Die Deutschlehrerin in der Straßergasse hat es ausgehalten. Meine Leser offenbar nicht und, daß man, wenn man seine Bücher publizieren will, da auch ein Lektorat  braucht und keine Rechtschreibfehler haben darf, höre ich auch immer wieder.

Gut, die kann man dann ja ausbessern und lektorieren lassen, da habe ich gar nichts dagegen. Der Alfred schaut mir meine Bücher durch und die lasse ich mir seit 2000 immer fünfzigmal drucken, nehme sie auf Lesungen mit oder vertreibe oder promote sie auf meinen Blog.

Bei „Amazon“ stelle ich sie nicht ein, erstens weil ich nicht genau weiß, wie das dann mit der Steuer geht und zweites, weil ich auch keine Lust auf Einsternrezensionen habe, die dann vielleicht kommen würden, weil ich vielleicht einen Rechtschreibfehler habe.

Beim Blog hats mir der Alfred am Anfang auch durchgesehen, jetzt ist es ihm zuviel, denn ich blogge sehr viel und oft und habe da eigentlich den Anspruch zum Beispiel am Abend nach einer Veranstaltung das in einer Stunde zu schaffen und da stellen sich beim schnellen Tippen eben öfter „Legastheniefehler“ ein, die korrigiere ich auch, wenn ich sehe sehen, aber mehr als einmal den Text durchgehen, kann und will ich eigentlich nicht.

So ist das „Literaturgeflüster“ eine Momentaufnahmen, viel Spontanes aus dem Wiener Literaturbetrieb, sehr viel und genau, aber eben nicht hindertprozentig fehlerfrei, weil ich ja ein Einfrau-Betrieb bin und kein Lektorat hinter mir habe, was manche vielleicht stört.

Mich webniger, ich tue was ich kann und der Content ist, denke ich immer noch enorm und wer mich finden will, findet viel  und wer wissen will, was so in Wien die letzten neune Jahre literarisch los war, kommt, glaube ich, auch zu mir.

Natürlich subjektiv und als persönliches Tagebuch gedacht und kein wissenschaftlicher Anspruch, habe ich ja Psychologie und nicht Germanistik studiert.

Es ist ein Geflüster und Geplauder. Plappern hat es mein Kritiker Uli mal genannt, der irgenwann einmal, ich glaube über das Literaturcafe auf mich aufmerksam wurde und mir dann den Rat gegeben hat, ich solle viel lesen.

Aber mehr als hundertfünfzig Bücher pro Jahr lesen wahrscheinlich wenige und er, wie sich herausstellte überhaupt nicht  viel und so hat sie sich eben herausgebildet, die zwei,  zehn,  zwanzig oder was auch immer  Klassenliteratur.

Denn ich tue was ich kann, lese hundertfünzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher im Jahr und bespreche sie auch. Betreibe seit drei Jahren das „inoffizielle“ Buchpreisbloggen, was mir großen Spaß macht, gehe mehrmals wöchentlich zu Veranstaltungen, schreibe etwa drei Bücher im Jahr, interessiere mich für den „Bachmann-und andere Preise, fahre nach Leipzig, gehe auf die „Buch Wien“, bin in der „Ohrenschmaus-Jury“ und jetzt auch in der des „Blogger-Debutpreises“ und führe bei all dem, da mir Literatur sehr wichtig ist, ist da wohl zu merken, ein sehr eigenartiges Leben, denn, weil ich ja meine Bücher selber mache, werde ich halt leider nie auf einer Buchpreisliste stehen oder einen wichtigen Preis bekommen.

Über die GAV habe ich eine Zeitlang Lesungen, den „Tag der Freiheit des Wortes“ und eine Frauenlesereihe organisert und wenn ein Buch erscheint, schicke ich es inzwischen fast nur mehr an die „Alte Schmiede“ für die „Textvorstellungen“, das andere herumschicken, habe ich nach und nach aufgegeben, wie ich meine Texte auch nicht mehr an Verlage und Literaturzeitschriften schicke und mich nicht mehr um Preise und Stipendien bewerbe.

Aber damit bin ich weg vom Fesnster und wenn die Verkmarktungsstratiegie über das Geflüster nicht funktionliert, bleibt vieles oder eigentlich auch ich über, obwohl mein Leben ja literarisch sehr ausgefüllt ist und ich gerade die Vorschauen von drei Verlagen zugeschickt bekommen habe, das funktioniert und eine Anfrage für eine Lesung hatte ich inzwischen auch einmal, die dann mein Geburtstagsfest bereichert hat.

Trotzdem habe ich ein Problem damit nicht in den Literaturbetrieb hineingekommen zu sein, obwohl ich mich ja  sehr darum bemühe und ich eigentlich auch nicht so ganz verstehe, warum, denn inzwischen schreibe ich, wie ich  auch immer wieder merken kann, wenn ich die Bücher der anderen lese und deshalb tue ich ja auch wahrscheinlich so intensiv, gar nicht so schlecht.

Gut ich habe ein paar Rechtschreibfehler, aber die haben die anderen wahrscheinlich auch, die ihnen dann wahrscheinlich das Lektorat wegmacht. Ich schreibe realstisch und bin keine Sprachkünstlerin und auch, obwohl man das in Wien immer noch sehr ist, nicht experimentel, sondern eher politisch psychologisch, aber auf den heurigen Buchpreislisten waren einige solcher Bücher, also wird halt vieles untergehen, weil ich nicht mehr die Verlage beschicke und vorher in den Achtziger und Neunzigjerahren, wo ich es nocht tat, war vielleicht auch vieles fehlerhaft und unvollkommen, denn schreiben lernt man durch das Schreiben und wenn niemand meinen Blog oder meine Sachen liest, dann bemerkt man das auch nicht und viele, die mich in der „Alten Schmiede“ oder so grüßen oder sich für meine Berichte bedanken, wissen wahrscheinlich gar nicht, daß ich schreibe, habe ich bemerkt, weil sie vielleicht nicht in der GAv sind und woher sollen sie es dann wissen.

Nun ja, sehr schwierig und sehr zweideutig die Antwort, wie es mit meinem Schreiben geworden ist, denn auf der einen Seite ist sehr viel passiert, nächste Woche wird „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ erscheinen. Da würde ich dann ganz gern eine Leserunde machen und verschicke fünf Bücher, für die, die sie lesen und mir einen Kommentar darüber schreiben wollen.

Die Bloggeschichten, die man hier in der Rohform nachlesen kannn, werden wohl auch bald fertig werden und „Die unsichtbare Frau“ mein heuriger Nanowrimo ist auch in der Rohfassung fertig und wird von mir jetzt überarbeitet und weil ja bald der Dezember anfängt, wird mein anderer Blogroman, beziehungsweise mein fünfter Nanowrimo „Nika, Weihnachtsfrau“ wieder kapitelweise hin und wieder auf dem Blog zu finden sein, denn ich bin ja literarisch sehr aktiv, halte mich eigentlich für keine Hobbyautorin, obwohl ein Hobby nichts Schlechtes sondern etwas sehr Schönes ist, aber das Schreiben beziehungsweise, die Literatur ist für mich viel mehr, nämlich meine Lebensform, die ich neben meinem Brotberuf und meiner Familie sehr intensiv und mit Herzblut betreibe und da das niemand, so sehr ich mich auch  bemühe zu bemerken und wahrzunehmen scheint, ist das schon ein wenig deprimierend, obwohl ich höchstwahrscheinlich nicht damit aufhören, sondern weitermachen werde.

So könnte man in diesem Sinne die obige Frage beantworten. Das erfolgsfrei schreiben ist ein Terminus, den ich einmal von Peter Danzinger gehört und dann in meiner „Dora Faust“ verwendet habe und „Büchermessie“ hat die Anna einmal zu mir gesagt, weil ich ja eine Büchersammlerin bin und seit 2010, seit es sie gibt an den offenen Bücherschränken nur schwer vorüber gehen kann und mir inzwischen schon einige Bücherregale gekauft und einige Bücher auf dem Boden angestapelt habe und die Hobbyautorin, ist auch ein Ausdruck der von dem kritischen Töchterlein stammt.

In meinem Aufsatz „Poesie und Brotberuf“ den ich einmal für eine gleichamige Veranstaltung der Ruth in „Poldis Galeriecafe“ geschrieben habe, habe ich ihn verwendet und er hat inzwischen auch einigen Anklang gefunden.

Ich würde mich ja eher, als eine emsig schreibende Frau bezeichnen und wahrscheinlich für ein literarisches Original halten, ein Ausdruck, der glaube ich,  auch schon belächelt wurde.

2017-11-12

Die zehnte Buch-Wien

Filed under: Literaturbetrieb,Veranstaltungen — jancak @ 21:05
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Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Die Buch- Wien in der Messehalle gibt es schon seit 2008, vorher gab es die Buch-Woche, die zuletzt im Rathaus stattgefunden hat und ich bin seit Anfang an dabei gewesen und sozusagen immer ein paar interessante Tage dort verbracht, so bin ich auch heuer ein bißchen zu spät, weil ich um fünf die letzte Stunde hatte zur Eröffnung hineingehuscht, wo Benedikt Föger gerade mit seiner Einführung war und offenbar wieder darauf hingewiesen hat, daß sich die Politiker während der Regierungsbildung Zeit für Bücher nehmen sollten, dann kam Stadtrat Mailath-Pokorny, der in die selbe Kerbe stieß.

Karl Markus Gauss war der Eröffnungsredner und erzählte von einer Schweizer Bibliothek in einer kleinen Stadt, die dreitausend Bücher in hundert verschiedenen Sprachen hatten und kam auf diese Art und Weise auch auf die politische Situation zurück, wo die Politiker alle darum wetterten, wer den größeren Sozialabbau hat.

Dann gabs Brötchen und Wein im Literaturcafe bevor es zur langen Nacht der Bücher ging, die mit „5/ 8 in Ehren“ eröffnet wurden, dann kam Michael Köhlmeier, der erzählte warum er nicht gerne politische Romane schreibt und ich kam dann, weil ich dachte, es beginnt erst um neun, zum Bücherquiz, die ersten Bücher waren schon verteilt und die Kanditaten wurden ausgelost, das heißt, sie mußten eine Frage als Erster richtig beantworten, was mir diesmal leider nicht gelang.

Das letzte Mal war ich ja dabei, hatte aber Pech, diesmal hätte ich wahrscheinlich was gewonnen, weil die Leute die, da rateten, zum Beispiel nicht mal wußten, wer der Lebensmensch von Friederike Mayröcker war. Anmerkung für meine Leser oder das womit Günter Kaindlsdorfer geholfen hat, er hat Otto Mops geschrieben.

Ich hab dann doch zwei Bücher gewonnen, nämlich das neue von Birgit Vanderbeke und eine Erzählung von Radek Knapp über Alfred Kubin und vorher hat mir Marius Gabriel die „Funkhausanthologie“ der IG-Autoren gegeben, wo ich auch einen Text drinnen habe.

Der Quizz dauerte ziemlich lang, so daß ich das meiste andere versäumte, habe aber die Judith Gruber Rizy am „Wortreichstand“ getroffen und Ingo Schulze bei einem Buffet der skandinavischen Stände, das es beim Ausgang gab.

Am Donnerstag ging es los auf die Buch-Wien, die mir wieder etwas kleiner vorgekommen ist. So bin ich also zuerst wieder etwas herumgeschlichen und dann auf der Messe-Bühne gelandet, wo zwar etwas für Schüler war, ich aber gleich Cornelia Travniceks Stimme erkannte, die Ratschläge zur „Heldenreise“ beziehungsweise über den Unterschied von Games und Literatur sprach.

Dann kamen schon Doron Rabinovici und Robert Menasse und um zwölf ging ich in ins Foyer hinaus, weil da startete die Aktion „Eine Stadt ein Buch“ mit dem Bürgermeister, wo diesmal  Stuart 0`Nans „Letzte Nacht“, von dem ich vor kurzem „Emily allein“ gefunden habe, verteilt wurde, das Buch wurde dann auch auf der Messe Bühne vorgestellt, der Bücherstapel in der Halle war dann aber seltsamerweise verschwunden.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

In dem ehemaligen „Von Tag zu Tag-Format“ traten dann um ein Theodora Bauer mit „Chikago“ und Saskia Jungnickl auf. Die Buchpreisträger wurden vorgestellt und dann wechselte ich langsam zur Kochbühne hinüber, wo Käsekümmelsnackers hergestellt wurden.

Kurz gings dann nochmal zu Paulus Hochgatterer zurück und dann noch einmal zur Weinverkostung zur Kochbühne, aber bis die zu den Rotweinen kamen, mußte ich weg, da ich mit dem Alfred zum Geburtstagsessen zu Manfred Buchingers Gasthaus nach Riedenthal gefahren bin.

Nachdem ich den Donnerstag mit einigen Abstechern bei den Köchen auf der ORF-Bühne verbracht habe, habe ich den Freitag im Literaturcafe begonnen, da war Petra Piuk mit ihrem Heimatroman, dann kam Ljudmila Ulitzkaya mit ihrem Roman „Jakobsleiter“, der ziemlich autobiografisch ihre Familiengeschichte zu schildern scheint und die ich einmal, lang lang ists her bei der „Literatur im März“ kennenlernte und deren „Lügen der Frauen“ ich zwar noch nicht gelesen, aber bei meinen „Berührungen“ verarbeitet habe.

Die nächste Autorin war dann Renate Silberer, die auch einen Erzählband bei „Kremayr & Scheriau“ veröffentliche, den ich zwar im September mit dem Piuk-Buch bestellt, aber nicht bekommen habe. Eine wie die Moderatorin sagte sehr poetische Erzählung, die sie unbedingt zu lesen empfahl.

Andrea Stift auch eine „Kremayr& Scheriau Autorin“, habe ich getroffen und ein bißchen mit ihr geplaudert und habe mich dann entschloßen, den ganzen Tag im Literaturcafe zu bleiben.

Das heißt bis drei habe ich das ausgehalten,  Hilde Langthaler am Klo getroffen, einen Platz in einem bequemen Sessel gefunden und meine Beine auf einen dieser Würfel gepart. Es kam dann noch ein dalmatischer Schwerpunkt und eine kroatische Autorin.

„Literatur und Kritik“ hat ein diesbezügliches Sonderheft herausgebracht, das von Karl Markus Gauss, dem diesjährigen Eröffnungsredner, vorgestellt wurde.

Nach drei war der Kopf dann voll und ich sehr unruhig, bin also ein bißchen in der Halle herumgelaufen, habe bei der Kochbühne ein scharfes Süppchen, ein Bruschetta und viel Olivenöl gekostet und bin dann, während Radek Knapp auf der „ORF-Bühne“ über sein neues Buch scherzte, zum Autorenempfang von „Kremayr & Scheriau“ zurechtgekommen, mich Ursula Riederer vorgestellt, einen Becher Wein, ein Stück Brot und ein Würstchen gekostet und habe jetzt auch „Das Wetter hat viele Haare“ bekommen. Dann wars halb sechs und ich bin in Richtung Cafe Siebenstern aufgebrochen, weil ja am Freitag statt meinem Geburtstagsfest, im Cafe Siebenstern die „Poet Night“ stattfand.

Am Samstag gings dann weiter mit einem Ständehopping und zuerst zur „Wasnerbühne“, wo wieder  „Ohrenschmaus-Texte“ geschrieben wurden, dann gings zur ORF-Bühne, wo Ina Hartwig ihr neues Buch über Ingeborg Bachmann vorstellte.

Im Literaturcafe war anläßlich des Kroatien-Schwerpunkte Slavenka Drakulic mit ihrem neuen Buch „Dora und der Minotaurus“, ein Roman in dem es ähnlich, wie bei Judith Gruber-Rizys „Schwimmfüchsein“ um die erste Frau von Pablo Picasso deren zerstörtes Leben ging.

Dann ging ich in die „Donau-Lounge“ zu Katerina Tuckovas „Vermächtnis der Göttinen“,  dann wurde noch die Gesamtausgabe von Jiri Grusa vorgestellt. Auf der ORF-Bühne war dann Sten Nadolny mit seinem neuen Buch „Das Glück des Zauberers“. Dann war ich wieder ein bißchen im Literaturcafe bis es wieder zur Exil-Preisverleihung zur ORF-Bühne ging und dann nach Hause zu meinem literarischen Geburtstagsfest und da bin ich gemeinsam mit Doris Kloimstein  und  Robert Eglhofer gefahren, die ich auf der Messe getroffen habe.

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Ohrenschmaus-Lesung © Gerlinde Hofer

Am Sonntag gings zunächst mit dem Gutschein von der Anna in die Messebuchhandlung, beziehungsweise blieb ich dort stehen und suchte in den Stepeln herum. Das habe ich schon an den vorigen Tagen immer mal ein bißchen getan und bin da darauf gekommen, daß dort das „Blogbusterbuch“ und der Sten Nadolny liegt. Das habe ich mir gedacht, könnte ich mir kaufen, habe es dann aber nicht mehr gefunden. So wurde es dann Daniel Kehlmanns „Tyll“ obwohl ich ja nicht unbedingt ein Kehlmannfan bin, dann Deborah Feldmanns „Unorthodox“, die ich im vorigen Jahr im Literaturhaus bei den „Fried-Tagen“ kennenlernte und ein Buch, das ich derzeit auf vielen Blogs finde „Underground Rail Road“ von Colson Whiteside, der, glaube ich, damit den „Pullitzer-Preis“ gewonnen hat.

Das Aussuchen mit einem Buchgutschein habe ich mir ja schon lange gewünscht und könnte das zwar auch mit dem Hunderter der Schwiegermutter so machen, aber da denke ich, das ist, angesichts meiner Bücherberge verrückt, bei „Thalia“ kann ich aber nicht aus und wann ich die Bücher lesen werde, keine Ahung, es sind ja keine Rezensionsexemplare und ich habe ja schon so eine lange Leseliste.

Dann weiter im Literaturcafe mit Stefan Slupetzky, der seinem Lemmling eine Fortsetzung gegeben hat und interessant keinen Moderator hatte, sondern die ganze Zeit gelesen hatte.

In der „Rückkehr des Lemmings“ geht es um einen Straßenbahnfahrer, bei dem täglich eine Schöne einsteigt, in die er sich verliebt und dann eines Tages mitansehen muß, wie sie in ein Taxi gezerrt wird.

Dann kam wieder ein Kontrast nämlich das neue in der NÖ-Edition Buch von Julian Schutting „Betrachtungen“ poetische Texte mit Fotografien, denn Julian Schutting hat als Jutta eine fotografische Ausbildung gemacht, das dann mal beiseite gelassen und jetzt wieder damit angefangen.

Das nächste Buch passte besser, denn es war das bei „Klever“ erschienene Poetik der Sprachkunststundentin Raphaela Edelbauer, die Julian Schutting als Lehrer hatte, jetzt aber auch an einem „Antiheimatroman“ schreibt.

Und der Vielschreiber Egyd Gstättner hat sich in seinem „Wiener Fenstersturz“ mit Egon Fridell beschäftigt, der sich, als 1938 die Nazis kamen aus dem Fenster stürzte und das beschreibt der Kärntner Autor in seinem neuen Buch und geht dabei auch ein bißchen in die Zukunft, nämlich in das Jahr 2018, wo sich das Ereignis  zum achtzigsten Mal jährt.

Dann sprach mit Margit Heumann, die inzwischen auf die Buchmesse gekommen war, ich mußte aber zum Ö1 Quiz, denn da hatte ich mich mit dem Alfred verabredet, daß der dorthin kommt, weil man, wenn man das tut, umsonst in die Messe kann.

Aber leider kam er etwas spät und mußte den ganzen Tageseintritt zahlen, obwohl nur mehr knapp vier Stunden übrig waren, was ich etwas ungerecht finde, den Alfred aber nichtsmacht und der Quiz war interessant und ich staunte wieder einmal, wie wenig literarische Ahnung die Kanditaten haben.

Wo wird der dBp vergeben? Nein nicht in Köln, in Frankfurt natürlich, weil da ja dann die Messe ist.

Ich bin vor zwei Jahren auch angetreten, aber leider auch etwas Pech gehabt, diesmal weiß ich auch nicht, ob ich gewonnen hätte, zum Beispiel das „Vamperl“ hätte ich nicht erkannt?

Es trat aber Doron Rabinovici auf. Sein Buch und einen hundert Euro Gutschein konnte man gewinnen. Ich war aber auch so spät dran, daß das Ausfüllen schon vorüber war und der Saal sehr voll, so daß ich wahrscheinlich ohnehin nicht gezogen worden wäre.

Danach bin ich mit dem Alfred durch die Hallen geschlendert, sind dann wieder im Literaturcafe hängen geblieben, wo ich ein Schinken-Käse Bagel aß. Die Messe ist recht teuer, aber das mit der Kochbühne ist nicht mehr das, was es einmal war und heute kam ich überhaupt nicht dort hin und im Literaturcafe haben wir durch das Rumschlendern Gertraud Klemm versäumt, kamen aber zu den „Fünf Minuten Krimis“ zurecht, die ich, glaube ich, auch schon in früheren Jahren hörte.

Es folgte Robert Prosser und da staunte ich, wie Poetryslamartig sein neues Buch trotzdem ist, wenn er es selber liest und er sprach auch von Performances in denen es aufgeführt wird und in seinem nächsten Buch wird ums Boxen gehen. Da bin ich gespannt und wir sind zur ORF-Bühne gewechselt, die während unseres Spazierganges sehr voll war, denn da ist der frühere Bundespräsdient Heinz Fischer aufgetreten.

Es folgte Erich Schirhuber von „Roesner“ der vier Bänden mit Stefan Zweigs Texten herausgegeben hat. Zwei Texte wurden von Katharina Stemberger gelesen und die letzte auf der Bühne war Eva Rossmann mit ihren „Patrioten“, die sich mit Günther Kaindldorfer über die Heimatfrage unterhielt.

Dann war die Messe für heuer aus und ruckzuck wurde alles eingeräumt und die Teppich vom Boden gerissen. Uns sprach eine junge Frau an, die vor fünfundzwanzig Jahren eine Zeitlang auf die Anna aufpasste, sie von der Schule abholte und sich mit ihr beschäftigte, während ich meine Stunden machte und die jetzt im sechsten Bezirk eine Krimibuchhandlung hat.

Es gab im Cafe Korb noch einen Poesieabend. Wir sind aber nach Hause, denn die letzten zwei Wochen waren  sehr heavy und ich müde und erschöpft.

Es gab in der letzten Woche aber noch eine andere Messe, nämlich eine Online-Autorenmesse, wo es jeden Abend drei vier Videos gab, wo das Schreiben für die Autoren, die schreiben wollen, aber nicht in Leipzig oder in Hildesheim studieren und nicht in Klagenfurt lesen, sondern alles selber machen, von allen Seiten beleuchtet wurde und ich mir die Videos bis spät in der Nacht, beziehungsweise in der Früh zumindestens ansatzweise anhörte und jetzt weiß ich, daß ich, weil ich mich ja irgendwie der Rechtschreibung nicht so anpassen will und auch meine Cover selber mache, alle Fehler der Welt mache, denn da wird da ja angeraten, Lektorat, Korrektorat, Covergestaltung, Schreibseminare, so daß das bei „Amazon“ hinaufgeladene Buch dann auch schon einige tausende Euro kostet, die man wieder mit Marketingstretegien hereinbringen muß. So daß ich eigentlich gar nicht mehr so große Unterschiede zu den Zuschußverlage sehe oder doch, das Image hat sich auf der einen Seite verbessert. Auf der anderen Seite wieder nicht, weil man damit ja nicht nach Klagenfurt oder auf die Buchpreislisten kommt und sich wahrscheinlich wirklich hier zwei oder drei Klassen gebildet haben und natürlich sehr viele Autoren mit Schreibeschulen, aber da habe ich ja geschrieben, daß es mich erstaunt, wie viel die aus der Schule plaudern, obwohl sie natürlich ihre Seminate anbieten und die Frage, wer das außer mir, liest, stellt sich mir auch, obwohl in den Innterviews oft etwas anderes behauptet wurde, aber der Hauptverband des Buchhandels schreibt auch immer, daß die Buch-Wien immer größer wird, obwohl ich das eigentlich eher anders erlebt habe.

2017-11-08

Die zweite österreichische Buchpreisverleihung

Und während es bei mir rund um geht, derzeit drei intensive Praxistage und ein heimliches Bedauern, daß ich nicht mehr am Schreibmarathon mitmachen kann und der „Nanowrimo“ derzeit stagniert, obwohl ich schon ein paar weitere Schreibideen habe, wurde in Wien zum Auftakt  der  Messe der österreichische Buchpreis vergeben, den es ja seit 2016 gibt.

Die Longlist war, wir erinnern uns sehr interessant und der einzige Unterschied, den ich zum großen deutschen Vorbild sehe, ist ja der, daß es kein reiner Romanpreis ist, so daß auch zwei experimentelle Sachen und Eva Menasses Erzählband sowie Franz Schuhs Essays auf der langen Liste stand. Ich habe, wir erinnern und acht Bücher, der Longlist gelesen und mir Karin’Peschka „Autolyse Wien“ das „Otto Müller“ nicht für mich hatte, mir von Alfred zum Geburtstag grwünscht, das ich, wenn es geht, noch heuer lesen werde, von der Shortlist waren es dann vier, da fehlte Brigbitte Falkners „Stratteien zur Wirtsfindung“ mit dem sie, glaube ich, die Hot List“ gewonnen hat.

Meine Buchpreisschätzungen, mit denen ich ja oft ziemlich falsch liege, waren im ersten Durchgang, als der dBp noch nicht vergeben war, Poschmann für Deutschland und Robert Menasse für Österreich und dann, als der den dBp gewann und ich den Rabinovici gelesen habe, wünschte ich mir den, aber der kam nicht auf die Shortlist, nur Olga Flor lag darauf, Paulus Hochgatterer, Robert Menasse, Brigitta Falkner und Eva Menasse und ich dachte, Falkner ist zu experimentell, Robert Menasse hat schon gewonnen, lga Flor mir zu kompliziert. Also beide, wenn nicht doch Robert Menasse gewinnt, seine Schwester Eva oder Paulus Hochgatterer und tippte eher auf den letzteren.Aber ich liege ja immer schlecht im schätzen und der Buchpreis sorgt für Überraschungen und bezüglich des Debutpreises habe ich auf Irene Diviak getippt, weil ich das Buch, obwohl ein wenig kitschig, für das Literarischte halte.

Dann ging es los mit der Eröffnung, Frau Sucher hat mir ja gleich nach meiner Anfrage, nachdem mir Teresa Preis nicht geantwortet hat, eine Einladung geschickt und da gab es diesmal schon zu Beginn Brötchen und Getränke und ich stand unter lauter Prominenz, denn der österreichische Buchpreis wird ja in der Literaturszene von Verlegern, Hauptverband und Kritikern vergeben.

Ich bin da eine Ausnahme und dränge mich beharrlich hinein, stehe immer daneben, habe bei den Brötchen mitgenascht, ein Gläschen Wein getrunken und dann ging es los mit Musik vom „Mischwerk“.

Dorothee Hartinger und Philpp Hauss moderierten und die begannen mit einem antiquert anmutenden Text, den ich zuerst aus der „Sappho“ hielt, dann wars mir klar, das ist aus Goethes „Torquato Tasso“, denn damit habe ich mich ja in den späten Siebzigerjahren sehr beschäfigt und eine Erzählung  über eine diesbezügliche Theateraufführung im Landestheater Linz geschrieben und war damals auch ein paarmal im Burgtheater, wo Joachim Bissmaier, den Tasso gab.

Ietzt wird das Stück dort wieder aufgeführ, Phillip  Hauss ist der „Tasso“und Dorothee Hautzinger, die Leonore Sanvitale, deshalb waren die beiden halb kostümiert angezogen und hatten die Idee, die Prkeisverleihung mit Zitaten aus dem Stück zu moderieren. Ein toller Einfall eigentlich, ist aber wahrscheinlich nicht so gut angekommen, weil man die Gegenwartsliterauter weder mit Goethe noch mit Tasso vergleiche kann.

Es kamen aber die Honoratoren, Nochminister Drozda, Benedikt Föger und ein Herr von der AK auf die Bühne der wieder ein Plädoayer für die Pflichtkammermitgleidschaft den schwarz blau ja abschaffen will, hielt.

Dann wurden die Debuts vorgestellt und für mich keine Frage Irene Diwiak gewinnt, vor Mascha Dabic, Nava Ebrahimi habe ich ja nicht gelesen und große Überraschunf and the winner is „Sechzehn Wörter“ und ich bin wieder einmal falsch gelesen, wie vorige Woche beim „Alpha“.

Dann die Hauptrunde, wieder eine kurze Lesung aus den Büchern nun dann die Honoratoren auf die Bühne und die Winnerin ist diesmal eine kleinere Überraschung Eva Menasse, deren „Tiere für Fortgeschrittene“ ich schon im Frühjahr gelesen habe und so gut hats mir eigentlich nicht gefallen, aber Eva Menasse sehr selbstbewußt bedauerte oder beklagte, daß ihr Bruder Robert schon wieder einmal vier Wochen früher dran war und weil er keine Rede mithatte, hat sie auch keine, dann gabs nochmals Snack und Getränke und ich bin herumgegangen und habe geschaut, wer mit mir reden will, da bin ich ja immer isoliert, weil ich keine so große Ansprecherin bin.

Ich versuchs zwar schon und habe Anna Jung erzählt, daß Tobias Nazimi mit den „Jung und Jung- Verlag“ auf der Frankfurter Buchmesse schlechte  Erfahrungenm machhte.

„Ich hwar es nicht!“, hat sie gemeint und ich habe geantwortet, daß ich gespannt bin, ob ich jetzt noch ein Buch  beekomme, wiel ich Olga Flor auch nicht so gut besprochen habe.

Dann habe ich Christian Jahl von der Hauptbücherei versprochen ihm mein neues Buch, wenn es erschienen ist, zu schenken, weil es ja in der Hauptbücherei spielt, der Sascha, das fotografiernde GAV-Mitglied hat jetzt wieder mit mir gerdet, er war ja eine zeitlang bös auf mich  dem neuen „Picus-Pressemenschen“ habe ich mich auch vorgestellt und Gustav Ernst ist aufgefallen, daß ich diesmal nicht im Literaturhaus war, als Hanno Millesi den „Priessnitzpreis“ bekommen hat, aber da hatte ich so viele Stunden, daß es sich nicht ausgegangen ist.

Interessant, daß die mir alle sagten, welche Bücher sie noch nicht gelesen haben, ich habe mich aber diesbezüglich sehr gut durchgelesen,  derzeit siebzehn Bücher vom dBp, derzeit acht vom österreichischen und zwei der Debuts und bezüglich Writersstudio kann ich noch vermelden, daß ich mit meinem „Marathon Bericht“ ausnahmsweise bei der Facebookatkion auch einen Gutschein für ein „Writerretreat“ gewonnen habe, ich habe mich für den elften Dezember angemeldet und kann da vielleicht an der „Unsichtbaren Frau“ weiterschrieben oder wenn ich schon fertig bin, das Ganze korrigieren. Aber jetzt auf die Buch Wien, mal sehen, wie das klappen wird!

2017-11-06

Besuch in der Kulturabteilung

Wir sind mit der Ruth, die als, als sie zu ihrem sechzigsten Geburtstag in Pension ging und ihren Verlag „Die Donau hinunter“ aufgab, eine Dichteradkarawane von Wien nach Bamburg, wo es jeden Abend an einem anderen Ort eine Lesung gab, veranstaltete, von Ybbs bis Regensburg mitgefahren und weil das so schön war und so beeindruckend, haben wir mit der Ruth zehn Jahre später zu ihrem siebzigsten Geburtstag eine Radfahrt um den Bodensee gemacht.

Das war im Mai, ein paar Wochen später ist der Alfred mit dem Karli nach Amerika geflogen und hat mich sozusagen, als „Strohwitwe“ zurückgelassen, was ja nichts machte, weil ich in der Zeit für mein neues Romanprojekt recherchieren und eigentlich Szenen schreiben wollte, da gab es ja zeitgleich Annika Bühnemanns dreißig Geschichten Challenge und die Ruth ist auf die Idee gekommen, den öffentlichen Raum zu erforschen.

Da gibt es ja einen Folder „Kunst im öffentlichen Raum“, der beispielsweise im Museumsquartier aufliegt, wo eine Reihe von Kunstwerken aufgelistet sind, die in Wien herumstehen. An den meisten geht man meistens ohne sie zu beachten vorbei, aber wir sind in Mai und im Juni an fünf Nachmittagen, einmal war es, glaube ich, auch in der Früh durch die Stadt gefahren und gelaufen und haben uns jeweils drei Kunstwerke ausgesucht und einen Spontantext dazu geschrieben, was mir an sich schon genügt hätte.

Der Ruth aber nicht, denn sie ist sehr ehrgeizig und hat das Projekt gleich als Veranstaltung bei der GAV eingereicht, daß wir drei Stadtspaziergänge mit jeweils drei Orten, die wir aufsuchen und unsere Texte lesen wollen und Robert Eglhofer wird als Kunsthistoriker, der er inzwischen auch ist, dazu etwas über die Kunstwerke erzählen.

Die erste diesbezügliche Veranstaltung wird im nächsten April stattfinden, da werden wir uns den historischen Aspekten widmen, die vergessen Schlüßel im Servitenviertel aufsuchen und uns auch den Thuryhof mit der Tranksripton, der NS-Kunst auf den Gemeindebau anschauen und vorher noch unsere Texte zum neuen Denkmal für die verfolgten der NS- Militärjustiz am Ballhausplatz vortagen.

Die Ruth war aber noch ehrgeiziger, sie will auch noch eine Diskussionsveranstaltung im MUSA zum Thema „Denkmal-Monument-Mahnmal-Installation“ abhalten.

Da waren wir im August in der Literaturabrteilung der Stadt Wien bei Julia Danielcyk und Kurt Neumann in der „Alten Schmiede“ hat sie das Projekt auch noch vorgeschlagen, die alle recht beigeistert sind, so daß es heute noch einmal ein Gespräch im Kulturamt gab und nächsten April und Mai wahrscheinlich eine oder zwei  Veranstaltungen gibt, die wir aber noch planen und vorbereiten müssen, meine diesbezüglichen Blogartikel kann man aber schon heute lesen.

2017-10-21

Nur den Samstag bei der GAV

Filed under: Literaturbetrieb — jancak @ 23:59
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Ich bin ja seit 1987, glaube ich, Mitglied bei der Grazer Autoren-Autorinnen Versammlung, der größten österreichischen Schriftstellervereinigung, die sich 1973 in Graz vom damals sehr konservativen PEN abgespaltent hat, daher der Name.

1986 habe ich, wie ich mich zu erinnern glaube, den ersten Antrag gestellt, 1987 wurde ich dann aufgenommen. Damals war, wenn ich mich nicht irre, Ernst Jandl der Präsident und Josef Haslinger der Generalsekretär und seither pendle ich Jahr für Jahr zu den Generalversammlungen und wenn mich jemand fragt, warum ich Mitglied bin oder warum die GAV mir wichtig ist, ist da die Antwort wahrscheinlich der Kontakt zu den anderen Schriftstellern und Autorenkollegen, während ich sonst  eigentlch immer ziemlich außerhalb und neben dem Literaturbetrieb stehe oder in der „Alten Schmiede“ und im Literaturhaus auf der Publikumsseite sitze.

Die Abgrenzung von der Hobby- zu der professionellen Autoren zum Beispiel, die mir mein Kritiker ja immer unterstellt, daß ich die bin, aber da sitze ich dann einen Tag unter Autoren und es wird ein Tag lang über das Schreiben, die geplanten Veranstaltungen, die Neuaufnahmen, etcetera gesprochen.

Seit ich in der GAV bin, hat sich einiges am Procedere verändert. So war ich, das muß dann 1988 gewesen sein, das erste Mal bei einer Vollversammlung, Joosef Haslinger hat mich und Ronald Pohl, der heute im „Standard“ schreibt, als neue Mitglieder vorgestellt und inzwischen gibt es die Vollversammlung, das Treffen im Frühjahr nicht mehr jährlich.

Die Generalsversammlungen waren damals im November und dauerten das gesamte Wochenende beziehungsweise auch den Sonntag Vormittag. In den letzten Jahren gab es am Freitag Nachmittagvor der GV einen sogenannten „Kulturpolitischen Arbeitskreis“, wo in kleiner Runde sogenannte gesellschaftspolitische Aspekte besprochen wurden.

Ruth Aspöck hat ihn moderiert beziehungsweise veranstaltet und am Abend gab es in den letzten Jahren in der Alten Schmiede immer die sogenannte Neuaufnahmelesung.

Da haben dann die Mitglieder die im letzten Jahr aufgenommen wurden, ein paar Minuten aus ihren Werken gelesen und ein Heftchen mit ihren Textproben gab oder gibt es immer auch.

Inzwischen ist die GAV ja sehr gewachsen, hat, glaube ich, an die siebenhundert Mitglieder und im letzten Jahr wurden  soviele Leute aufgenommen, daß man zwei Lesungen machen hätte müßen, also ist die Lesung gestern ausgefallen.

Der kulturpolitische Arbeitskreis hat zum Thema „Entwicklung der GAV“ stattgefunden. Ilse Kilic hat ihn jetzt geleitet und ich habe nicht teilgenommen, weil es gleichzeitig in der Versicherung der Eisenbahner ein Treffen bezüglich des neuen elektronischen Überweisungssystem bei der Psychodiagnostik gegeben hat und so war ich am Abend in der Hauptbücherei und bin erst heute zur GV in die „Alte Schmiede“ gewandert.

Da gibt es dann immer ein striktes Programm, der Kassabericht wird besprochen. Vom gestrigen Arbeitskreis wurde berichtet und dann ging es zu den Neuaufnahmen, wo es diesma auch an die vierzig neue Mitglieder gibt. Die berühmtesten,  beziehungsweise mir bekannten sind Harald Darer, Livia Getreider, Rhea Krcmarova, Peter Krobath, Norbert Kröll, Lukas Meschik, Irtene Suchy, Otto Tremetzberger und Erwin Uhrmann.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie alt die neu angenommenen Mitglieder im Durchschnitt sind. Es wurde aber bei der Versammlung deponiert, daß sich die GAV um die jungen Autorenschaft kümmern und neue Talente aufnehem soll und dann ging es am Nachmittag zu den Regionalberichten beziehungsweise zu den geplanten Veranstaltungen.

Die werden da ja immer durchbesprochen und genehmigt. Jedes Mitglied kann da eine Veranstaltung im Jahr organisieren und ein paar Kollegen dazu einladen.

Ich habe 2001 und dann von 2003 bis 2009 den „Tag der Freiheit des Wortes“ organiserit und dann einige Male eine Frauenlesung unter dem Titel die „Mittleren“

In den letzten Jahren organisiere ich nichts mehr, weil es sehr mühsam ist die Leute hinzubekommen, lasse mich aber gerne von anderen einladen und diesmal hat ja die Ruth mit der ich im Mai und Juni den öffentlichen Raum abgeklappert bin und circa fünfzehn Spontatnetexte zu der diesbezüglichen Kunst geschrieben habe, eine Veranstaltung eingereicht, wo wir erstmal nur an einem Nachmittag zu drei Orten führen und die entsprechenden Texte vorlesen werden.

Ein Höhepunt der Generalversammlung ist sicher das gemeinsame Abendessen und böse Stimmen behaupten, daß es Leute gäbe, die nur deshalb um Aufnahme ansuchen würden.Was natürlich ein Blödsinn ist, da man sich ja, um den jährlichen Mitgliedsbeitrag das Abendessen selber bezahlen könnte. Dann aber wahrscheinlich nicht in so illustrer Gesellschaft das Schnitzel oder den Tafelspitze und danach den Apfelstrudel oder die Paltaschinke verzehren würde.

Ich bin jedenfalls wieder mit dem Rudi, der Margot Koller, der Ruth,  Elisabeth Ernst, Hilde Schmölzer und einigen anderen an einem Tisch gesessen und habe, weil ich mir noch einen Schilchersturm bestellen wollte, versäumt, Doron Rabinovici der an mir vorbeigegangen ist, zu sagen, daß mir seine „Außerirdischen“ sehr gut gefallen haben und daß ich es sehr schade finde, daß sie nicht auf die Shortlist des ÖstBp gekommen sind.

2017-10-15

Von Frankfurt

Ich war mit dem Alfred zweimal, einmal 2000 und dann noch 2002 auf der Frankfurter Buchmesse. Das erste Mal haben wir da in Mainz das zweite Mal in Wiesbaden gewohnt und sind am Abend brav in Hotel zurückgefahren und noch keine Ahnung von den Veranstaltungen und Empfängen, ich hätte auch keine Einladung gebabt und mir beim zweiten Mal geschworen, ich fahre da nie wieder hin, außer es lädt mich jemand ein, was leider nicht passierte.

Als ich dann 2008 bloggte, war ich erstaunt, daß man ganz einfach mit dem Internet aufs blaue Sofa, etcetera kann und war begeistert. Da gab es auch die Blogger mit den kleinen Filmen, die sie machten, wo Barbara Frischmuth mit einer türkischen Autorin durch die Halle ging und von der Bloggerin, als Begleitung vorgestellt wurde, wow, das habe ich dann mit einem Glas Wein in der Hand sehr genossen, habe geschaut, was ich schauen konnte, da auch den Autor Raffael Chirbes kennengelernt, den ich sonst vielleicht noch nicht kennen würde und habe ab da jedes Jhr zwischen meinen Stunden soviel we möglich virtuell nach Frankfurt gestoßen, habe darüber gebloggt und wurde 2011 glaube ich von JuSophie gerügt, ich solle doch etwas Sinnvolleres machen, als da zu surfen.

Ach ja, natürlich, wenn ich mir da die Diskussionen auf dem blauen Sofa anhöre, kann ich keine Kontakte knüpfen und das soll man ja in Frankfurt, höre ich immer und deshalb fahren die Autoren  hin und ich habe glaube ich, 2000 auch verschämt die „Hierarchien“ mein erstes selbstgemachtes Buch in der Tasche gehabt und es verschämt herumgezeigt. Aber in Leipzig habe ich das dann meisten gar nicht mehr in der Tasche, weil ich nicht so viel herumschleppen will und da sitze ich  auch am blauen Sofa oder im Österreich Cafe und bin viel zu schüchtern jemanden anzusprechen, und wenn, dann sagt der höchstwahrscheinlich „Ich habe keine Zeit!“ und läßt mich stehen.

Durch das Bloggen hat sich das  etwas geändert, denn seit 2015 lasse ich mich für Leipzig  akkreditieren und seit 2015 betreibe ich auch das Buchpreisbloggen und seit ich auch die deutschen Verlage anschreibe, schicken die mir ihre Einladungen. so habe ich jetzt auch welche zu Bloggertreffen, und heuer ein Programmheft bezüglich des Schwerpunktlandes Frankfurt und eine Einladung zu einem Champagner-Frühstück.

Das Glas Sekt werde ich mir jetzt selber einschenken, ein Haufen neu erschienener Bücher liegt in meinem Badezimmer und für die Buchpreisverleihung am Montag habe ich sogar eine Stunde verschoben.

Gestern als ich in der „Alten Schmiede“ war, wurde in Frankfurt mit dem französischen Präsidenten und Angela Merkl eröffnet und die beiden sind durch den Gastpavillon gegangen und heute Mittwoch ging es  offiziell los.

Da gibt es dann sehr viel, nicht nur das blaue Sofa und die 3 Sat-Gespräche, wo ich mir das Programm schon ausdruckte und inzwischen auch schon den neuen deutschen Buchpreisträger Robert Menasse über Europa sprechen hörte, gefolgt von Richard David Precht, der seine neue Philosophie vorstellte. Eva Demski tat das mit ihrem Memoiren und der Büchnerpreisträger Jüügen Becker, von dem ich es noch nicht schafftee, ein Buch zu lesen, hat sein neues Langgedicht über Vögel vorgestellt.

Das Literatucafe hat ein Progremm, die IG Autoren, die uns  2000  Ausstellerkarten gaben, weil ma ja als reines Publikum erst ab Samstag hineindarf, stellen aus und haben ein Programm. Da dürfen Autoren, die ein neues Buch haben daraus lesen und sich ihren Flug, glaube ich, selbst zahlen und schauen, daß sie gleich wieder zurückfliegen oder irgendwo schlafen können und auch sehr interessant, der erste „Blogger Award“ wird vergegben. Da bin ich gespannt ob ihn Wolfgang Tischer bekommt, obwohl ich mit dessen Meinung  bezüglich der roten Hosen in seinem Beitrag,  nicht einverstanden bin.

Ein neuen „Blog-Busterpreis“ wird ausgeschrieben,  Stars treten auf, die auch ein Buch geschrieben habe, die Selfpblischerhaben ihre Hallen und noch viel mehr.

Und ich werde mich die nächsten vier Tage neben meiner Praxis und anderer Termine auch wieder soviel, wie möglich dort aufhalten. Am Donnerstag fahren wir wieder nach Harland, da muß ich dem Alfred wohl wieder im Garten helfen und am Sonntag nach Wien zurück, weil wir ja Wahl haben und ich mir keine Wahlkarte hole.

Inzwischen hatte sich Ayelet Gunder-Goshen von der ich heuer „Löwen wecken“ gelesen habe, auf das blaue Sofa gesetzt, umvon ihrem neuen Buch „Die Lügnerin“ zu erzählen, in dem sie ein Plädoyer  auf das Lügen hielt, dem ich nicht ganz zustimmen konnte.

Dann kam der erste Franzose nämlich Emmanuel Carrere, dier ein Buch über die Flüchtlingssituation „Brief an eine Zoowärtin aus Calais“ geschrieben hat, in dem um die Einstellung der Callaier zu dieser Frage, geht.

Dann kam der Lyriker David Wagner mit einem syrischen Autor und erzählte von einem Tandem-Projekt, wo sich deutsche Autoren mit Flüchtlingen verbanden und ein Buch herausgeben werden.

Danach kam eine Frankfurt Pause, denn dann bin ich in die „Dokumentationsstelle für ost-und mitteleuropäische Literatur“ gegangen ist und dann blieb noch ein bißchen Zeit mich in die kleinen Filmchen hineinzuschnuppern, um ein bißchen Messe-Feeling, von dem, was abseits vom blauen Sofa passiert ist, so ist beispielsweise Nathalie Nothomb mit einem großen Hut durch den Frankreich-Pavillon herumgegangen und hat erzählt, wie man sich als Belgierin fühlt und bei 3-Sat war Ingo Schulze  zu Ganst und hat von seinem „Peter Holz“ erzählt und Thomas Lehr hat das über die „Schlafende Sonne“ getan, die ja noch zu mir kommen muß.

Am Donnerstag begann es auf dem blauen Sofa mit dem Debutroman von Theresia Enzensberger „Blaupause“, den ich gerne auf der Blogger-Debutshortlist hätte, leider habe ich, weil um zehn eine Stunde, nur das Ende des Gesprächs gehört, wechselte dann zu 3-Sat über, denn da war Iris Radisich, die ein Buch darüber geschrieben hat, das erklären soll, „Warum die Franzosen besser als die Deutschen schreiben?“

Da glaub ich zwar nicht wirklich, daß das stimmt, finde die französische Literatur aber sehr interessant und habe mir auf meinem Nachttischchen jetzt schon einen ganzen Stoß aufgestapelt und in Iris Radisichs Buch ging es viel um Satre, den französischen Existenzialisten aus den Sechziger und Siebzigerjahren von dem sie den Bogen bis zu Michelle  Houellebeqc  und seiner „Unterwerfungs-Stimmung“ spannt.

Dann wurde auf dem blauen Sofa der „Aspekte-Literaturpreis“ vergeben, den Juliana Kalnay für „Die kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“, ein bei „Wagenbach“ erschienenes Buch, das, ich glaube, schon im Februar gelesen habe. Die junge Frau, die in Spanien lebte und argentinische Wurzeln hat und in „Hildesheim“ studierte, erzählte, wie sie zum Schreiben des Buchs im Stil phantastischen Realismus kam.

Sie hat mit einer Geschichte angefangen und es hat sich dann langsam zum Episodenroman entwickelt. Auch da hoffe ich, daß das Buch auf die Debutpreis-Shortlist“ kommt. Denn da hätte ich weniger zu lesen, bei Sasha Marianna Salzmann, die dann aufs Sofa folgte, bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich mir das wünschten sollte, da habe ich den so angepriesenen neuen frischen Shortlist-Ton noch nicht so ganz gefunden. Vielleicht kommt das noch und auf das blaue Sofa ist inzwischen Ilija Trojanow gekommen, der ein Buch zu dem aktuellen Thema „Flucht“ geschrieben hat.

„Wen man am blauen Sofa sitzt, kann man die ganze Messe erleben und braucht sich nicht durch die Hallen bewegen!“, hat gestern, glaube ich, ein Moderator gesagt und so ging es mir am Donnerstag in meinem Schlaf-Bücherzimmer, um zehn und um sechs eine Stunde, die zweimal Diagnostik, die ich am Nachmittag machen sollten sind ausgefallen, so habe ich mir Mittagessen gekocht und bin während des Mittagsschläfchens, das ich ja gerne halte,  einem afrikanischen Autor namens Alain Mabanckou gefolgt, der, glaube ich, ein Buch mit Fotografien gemacht, das er seiner Mutter zeigen oder sich an sie erinnern kann.

Die 1992 in Köln geborene Mariana Lecky, die ich, glaube ich, einmal mit  der ukrainischen Autorin Marina Lewyka, verwechselt habe, war mir dagegen bekannt, dachte ich doch, sie würde es mit „Was man von hier aus sehen kann“, eine offenbar etwas esoterische Dorfgeschichte, auf die LL kommen.

Dann kam wieder ein mir Unbekannter und offenbar auch ein Wunderkind, nämlich der 1992 geborene Soziologiestudent Edouard Louis, der mit seinem Buch „Im Herzen der Gewalt“, offenbar schon seine Autobiografie geschrieben hat und in sehr anklagenden Worten, die Gewalt und Armut, die derzeit in Frankreich herrscht, beschrieb.

Dann kam noch eine Autobiografie oder eigentlich wie Peter Nadas, den ich in diesem Jahr schon zweimal in Wien hörte, nannte „Aufleuchtende Details „Memoiren eines Erzählers“, aus denen er, glaube ich, auch schon im Literaturhaus gelesen hat.

Dann wurde es wahrscheinlich voll vor dem blauen Sofa, denn es tauchte Salman Rushdie auf, dessen „Golden House“, das in New York City spielt, gerade auf Deutsch erschienen ist und diskutierte mit der Moderatorin, ob seine Hauptfigur eine Donald Trump-Parodie ist oder nicht.

Die gebürtige Polin Emilia Smechoswski hat ein Buch „Wir Strebermigranten“ geschrieben, das wahrscheinlich auch gute Hintergrundinformation gibt, dann ging ich auf die ARD-Seiten, wo Sven Regner seine „Wiener Straße“ vorstellte und sich auch mit einem Stofftaschentuch schneuzte, was sie Moderatorin sehr verwunderte.

Auf das blaue Sofa kam dann noch ein Prominenter nämlich Daniel Kehlmann, der ein Buch über Till Eulenspiegel geschrieben hat, das bisher an mir vorbeigegangen ist.

Und in der „Blauen Stunde“ ging es um die Oktoberrevolution, die ja heuer auch ein Jubiläum hat.

Danach habe ich eine „Arte-Bühne“ entdeckt, wo es ebenfalls Liveübertragungen gibt und mir dort einen Film über die französische Literatur „Die Macht der Bücher“ angesehen und  ein Interview mit der in Deutschland geborenen und in Frankreich aufgewachsenen Autorin Gila Lustiger, von der ich auch schon ein Buch gelesen habe, angehört, die ebenfalls auf die sehr politische französische Literatur mit ihren vielen aus anderen Ländern stammenden Autoren wie Boualem Sousal, Patrick Chamoiseau, Alain Mabanckou, Mahtias Enard, Karin Tuil etcetera hinweisen. Von Karin Tuil habe ich ich ja einmal „Die Gierigen“ im Schrank gefunden. „Die Zeit der Ruhelosen“ muß noch zu mir kommen und finde es sehr faszinieren, wie aktuell und politisch die französische Gegenwartsliteratur ist, die an in Frankfurt präsentiert wird und mein Literaturbild erweitert, höre ich ja immer noch gelegentlich, daß man nicht politisch schreiben darf und steckte da bei meinem momentanen Projekt ja auch ein bißchen fest.

Ich habe ja während meines „Frankfurtsurfens“, meine Leser werden es gemerkt haben, weiter „österreichischen Buchpreis“ gelesen.

„Der Tag an dem mein Großvater ein Held war“, ist erschienen, das „Magazin des Glücks“ wird es noch und „Klartraum“ von Olga For ausgelesen und gebloggt, deshalb bin ich am Freitag erst spät auf das blaue Sofa gekommen. Da verschwand gerade, was ich sehr schade finde, aber man kann es ja nachschauen“ Sten Nadolny, der ein Buch „Das Glück des Zauberers“ geschrieben hat.

Während des Korrigierens gab es zwei Bücher auf dem Blauen Sofa, nämlich Rana Yogeshwar „Nächste Ausfahrt Zukunft“ und Christiph Markschies „Aufbruch oder Katerstimmung zur Lage des Reformationsjubiläums. Trotz „Evangelio“, hat mich letzeres nicht so interessiert. So switschte ich zu 3-Satz, wo Frank Witzel seinen neuen wahrscheinlich „verrückten“ Roman vorstellte und dann während des Mittagesses kochen. Es gab Kalbschnitzel mit Kartoffelsalat, verfolgte ich John Burnside, den ich schon in Krems hörte, auf dem blauen Sofa. Dann habe ich noch einmal Sven Regner gehört und dann kam wieder eine französische Autorin, Leila Slimani, deren Bestseller „Dann schlaf auch du“, die französische Literatur ist, ja, wie ich inzwischen herausgefunden habe, sehr interessant , wo es, glaube ich, um ein Kindermädchen, beziehungsweise den Tod deren anvertrauter Kinder ging.

György Dalos hat zum Jubiläuumsjahr ein Buch zum „Untergang des Hauses Romanov“ geschrieben.

Danach ging es in den Garten, Nüße einklauben, Unkraut wegführen mit dem Hund Ouzo spielen, der ja in den „Sommererlebnissen“ seine Rolle spielt, beziehungsweise das Cover ziert und den Blogger-Award, das heißt eine Reise in ein Hamburger Literaturhotel und die Möglichkeit im nöchcten Jahr Buchblogger zu werden, haben der „Kaffeehausitzer“, der das schon einmal war und ein Instagram betreibender Buchhändler gewonnen, der kann dann den hundert Eurobuchgutschein gleich in seinen Laden lassen, ich gratziliere herzlich, finde schade, daß ich das wahrscheinlich nie gewinnen werden, obwohl mein Blog ja auch schon sehr viel Inhalt hat und werde weiter Buchpreis und auch anderes bloggen.

Danach bin ich auf den 3-Stat Stand gegangen und habe dort sehr viel Bekanntes gefunden, zuerst aber zwei Bücher, die in meinem Badezimmer liegen und die ich wahrscheinlich im Dezember, wenn Heinrich Böll, der inzwischen fast vergessene Nobelpreisträger, von 1972, den hundersten Geburtstag feiern würde, lese, nämlich die Erstherausgabe seiner Kriegstagebücher, was er eigentlich gar nicht wollte. Ralf Schnell der Herausgeber, der auch ein Buch „Böll und die Deutschen“ geschrieben hat, stellte die beiden Bücher vor und verwies auf Bölls Bedeutung und dann hörte ich Uwe Timm, der seine seine „Ikarien“ vorstellte, Katja Gasser sprach mit Mirco Bonne über „Lichter als der Tag“ und nannte es ein bedeutendte Buch, die SL konnte sie offensichtlich nicht durchsetzen und dann kam gleich  Gerhard Falkner  mit seinem Shortlistbuch, alles Bücher, die ich schon gelesen habe, was eigentlich ein gutes Gefühl ist.

An Prominenz gab es am Freitag, Ken Follet, Dan Brown, Udo Lindenberg und die belgische Königin oder Prinzessin und am Samstag ging es, um neun  mit  Ranga Yogeshwar, dem Physiker mit einem indischen Vater und einer luxenburgischen Mutter, den ich schon auf dem Sofa gehört habe, weiter.

Und der wahrscheinlich bekannteste Kolumnist Deutschlands Axel Hacke, wie ihn der Moderator am blauen Sofa vorstellte, hat ein Buch „Über den Anstand in schwierigen Zeiten“ geschrieben, zu dem ihm Donald Trump inspiriert hat.

Ich habe dann noch ein bißchen in dem Video über Vorstellung der neuen Blogbusterpreisrunde mit Denis Scheck und Tobias Nazemi gesurft, da geht es ja in die zweite Runde, es gibt ein neues Bloggerteam, Wolfgang Tischer vom Literaturcafe ist unter anderen dabei und die durften alle sagen, was sie sich von den eingereichten Texten wünschten, da waren die Ansprüche wieder sehr hoch. Die Texte sollten schon ziemlich fertig sein, sonst würde man sie gleich weglegen, da gibt es aber, denke ich zum Glück auch das Selfpublishing, konnte mir das Video aber nicht zu Ende anschauen, da wir uns, um zwölf mit Doris Kloimstein am Markt getroffen haben, mit der wir dann auch ins Stadtmuseum gegangen ist, wo sie eine Ausstellung über den PEN, bei dem sie ja Mitglied ist, kuratierte.

Danach zurück und weitergesurft. Am blauen Sofa war Stefanie Sargnagel, die, seit sie den Publikumspreis in Klagenfurt gewonnen hat, ihre Facebookstatusmeldungen bei „Rowohlt“ verlegt und die mit Luzia Braun mehr oder weniger locker ausplauderte, sich über die rechten Verlage, die es auf der Buchmesse gab, es hat da ja Tumulte und Störungen gegeben, ärgerte und über ihre Burschenschaft erzählte.

Vorher hat Gregor Gysi genauso locker über sein Jusstudium in der DDR geplaudert, während bei 3 Sat über den Einfluß der Lliteratur bei den Fernsehserien gesprochen wurde und um fünf gab es wieder eine blaue Stunde, wo Alina Bronsky,  die auch Jugendbücher schreibt, Kirsten Boie und Paul Maar über „Geschichten von Kim, Thabo und dem Sams“ und darüber, ob die Texte jetzt leichter zu lesen, als früher mußten, diskutierten.

Am Sonntag wurde, um elf der „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ an die kanadische Autorin Margret Atwood verliehen. Da hielt Eva Menasse, die Laudatio und lobte sehr den „Report der Magd“, ein Roman, der vor dreißig Jahren geschrieben wurde und jetzt nach Donald Trumps Wahl wieder aktuell geworden ist und den ich vor kurzem im Schrank gefunden habe,  den ich, wie wahrscheinlich noch einige andere Atwood-Bücher noch lesen muß.

Dann ging es mit dem Rad nach St. Georgen zum Mittagessen, danach nach Wien zur Wahl.In Frankfurt wird indessen die Messe zu Ende gehen und wer jetzt ein Resume von mir wissen will:

Mir hat das Surfen gefallen und ich habe, glaube ich, durch die Filmchen und Artikel einen guten Überblick erhalten, war erstaunt über die Vielfältigkeit und Gesellschaftskritik der französischen Literatur, bin auf dem „Report der Magd“ neugierig und auf die „Buch-Wien“, die in einem knappen Monat stattfindet, sehr gespannt.

Daß es auf der Buchmesse eine Rauferei wgen den rechten Ständen, die dort waren und, daß wir wahrscheinlich demnächst eine schwarz-blaue Regierung bekommen werden, gefällt mir dagegen weniger, kann aber vermutlich nichts dagegen machen, als Bücher lesen und da waren gerade Doron Rabinovices „Außerirdische“ an der Reihe, die ja ganz gut dazupassen, aber leider nicht auf der Shortlist des östBp sind.

 

2017-09-23

Fünfzehn Jahre Writersstudio

Das Writersstudio gibt es jetzt schon fünfzehn Jhre, daß heißt, daß Judith Wolfersberger oder Huber, wie sie früher hieß 2002 mit dem Freewriting angefangen hat. Sie hat auch ein Buch geschrieben, daß sich mit den Schreibblockaden bei Studenten beschäftigt hat. Das wurde einmal in der Sigmund Freud Uni vorgestellt. Da bin ich hingegangen und habe ihre Seminare auch einmal einer Kientin und später einer Bloggerin empfohlen.

Ich bin auch zweimal in ihr Studio im siebenten Bezirk in die Kaiserstraße, glaube ich, gegangen, um an einen der kostenlosen Infoabende teilzunehmen, dann ist das Studio in die Pramergasse, in ein ehemaliges Zuckergeschäft übersiedelt und seither gibt es die „Tage der offenen Tür“ mit den kostenlosen Seminaren und seither gehe ich auch regelmäßig hin, erstens weil mich ja alles Schreiben interessiert und zweites, weil ich  auch möglichst umfangreich darüber bloggen möchte, was ew im Bereich des Schreibens so alles gibt.

Man kann an den kostenlosen vierzig Minuten Workshops die Entwicklung des „Writersstudios“ ganz schön ablesen, Zuerst hat es da einen Tag gegeben, dann waren es schon zwei und dann wurde auch das berufliche vom literarischen Schreiben abgetrennt.

Ich bin dann eine Zeilang nur mehr zu dem Tag gegangen, wo das Passion writing, also  Shortstory, Memoir, etcetera angeboten wurde, weil ich ja nicht unbedingt journalistisch und auch keine Werbetexte schreiben will.

Vor zwei Jahren bin ich dann auch um die Abendveranstaltung gekommen, weil die Anna unbedcingt mit mir ins Kino gehen wollte und im vorjahr werden wir wohl in Harland gewesen sein.

Aber heuer hat es gepasst, mir wieder alles zu geben und da waren, die zwei Tage auch wieder anders eingeteilt. So hat es am Freitag mit „Diary“ also dem Tagebuchschreiben begoggen und als ich da, um fünf vor neun da war, war das Studio schon voll.

Ein full House gleich vom Beginn und ich habe gerade noch einen Platz an dem großen Tisch gefunden und begonnen hat es wieder mit den Morgenseiten, beziehungsweise mit den Regeln ohne den Bleistift abzusetzen  zehn Minuten vor sich hinzuschreiben. Das ist von Julia Cameron und deren Buch habe ich ja auch gefunden und gelesen und ich habe mir heute auch ein Programm vorgenommen, bin ich ja beim Schreiben meiner „Unsichtbaren Frau“ und komme da nicht recht weiter, aber eigentlich habe ich gar nicht so viel Zeit dazu und gestern ist mir auch wieder eine Idee  für eine Amanda Siebenstern Geschichte eingefallen, also habe ich mir vorgenommen, möglichst in jedem der Miniworkshops daranzubleiben und darüber zu schreiben und das war bei den Morgenseiten auch sehr passend.

Vor ein paar Jahren, als ich an meiner „Sterbehilfegeschichte „ geschrieben habe, habe ich das auch so gemacht.

Dann ging es weiter mit Johanna Vedral, die, glaube ich, außer Schreibtrainerin auch Psychologin ist und die hat ja das Collagenschreiben als Weg zum Unbewußten weiter gentwickelt.

Da muß man sich immer ein Bild nehmen und darüber schreiben und ich erwischte eines mit einer gütigen alten Frau und einer jüngeren. die irgendwie ekstatisch wirkte. Das passte nun nicht so gut zu meiner Tarnkappengeschichte über das Vermummungsverbot , aber dann kam Birigt Schreiber aus Bremen mit den nichtabschickten Briefen und da habe ich schon einmal einen langen an den Herrn Kurz geschrieben, mit meiner Nachbarin, einer AHS- und Yogalehrerin, habe ich mich dann darüber unterhalten und dann wurde es vollends kreativ, nämlich mit „Picken, stempeln, sprayen“ Judith Wolfersberger packte den Tisch voll mit Wasserfarben und anderen Malutensilien und erzählte, wie sie da am Morgen meistens noch im Bett mit den Faben spielt und einmal haben wir in einem Workshop auch ein bißchen die Kalliographie probiert und daraus ist dann mein Cover für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ entstanden.

Das wars dann mit dem Unbewußten, dann ist es in den Beruf gegangen und da kam gleich wiederJohanna Vedral mit den „WriterTricks“, ich glaube, da ist es um das Einstiegen in den Text gegangen und das ist ja auch etwas was mich momentan beschäftigt, bevor Simone Leonhardsberger kam, bei der ich  schon einmal einen Mini-Workshop machte und die uns unter dem Titel „Rasende Reporterin“ wieder mit dem wie warum wieso eine Nachricht schreiben ließ, ich erwischte eine mit einer Gefängnisrevolte und habe mir da ein bißchen schwer getan, weil ich ja eigentlich wieder über meine Amanda mit der Tarnkappe schreiben wollte, aber damit war es vorläufig Schluß, denn es ging gleich mit dem Aufbereiten der eigenen Texte für die Presse weiter. Dann kam die Krimi Autorin und Coachin Michaela Muschitz und erzählte etwas übers „Newsletter“ schreiben, bevor der FM4-Sieger Markus Fischer kam und uns zu den „Knalligen Überschriften“ texten ließ.

Am Samstag ging es am Vormittag weiter mit dem „New Meomoir“, da begann Anna Laturner, die ihre Seminare immer sehr sorgfältig vorbereitet und viele Anleitungen und Übungen mit gibt mit einer Übung, wo man die Graphic  mit dem Wort verband. Das heißt, man zeichnete Kreise und Wellenlinien und schrieb dann, wennn es kam, ein Wort hinein. Mein Kreis hieß „Kunstprojekt“, da habe ich wohl meine Erinnerungen an den öffentlichen Raum hineingepackt und die Worte „Kunst“ „Recht haben, „künstlich“ Aha“.

Dann gabs wieder Zettelchen, ich erwischte eines mit dem Text „Hast du Geschwister? Erinnerungen an den Bruder die Schwester“.

Das wurde dann  ein Speedwriting, absolut unlesbar, aber ich glaube ziemlich klärend „Tell me, Ursula, an was kannst du dich, kann ich mich an dich erinnern?“

Ana Zidnar machte weiter und bot den Einstieg in das litarische Schreiben, den „Short Story Kurs“ mit den drei Regeln „Herzblut, Origininalität, show not tell“ für eine spannende Geschichte. Das gab mir wieder Gelegenheit die Tarnkappe aufzusetzen. Das machte ich dann, glaube ich, auch bei dem „Personal Essay-Workshop“ von Judith Wolfersberger, irgendwie und irgendwann geriet ich dann von der VHS in eine Hietziger oder Döblinger Villa und Amanda Siebenstern war bei Minister Basti gelandet. Ich glaube, das war dann mein „Personal Essay“, während Judith Wolfersberger etwas von dem Verlust ihres Notizbuches vorlas.

Mit Ana Znidar ging es mit dem „neuen Memoir“ weiter und den Erinnerungen mit den Sinnen „Ich erinne mich“ mit Szenen aus der Kindheit, aus denen sich dann später in dem Seminar, wenn man das bucht, ein ganzes Buch oder Text formen läßt.

Dann gings in das „Classic Liiterary“ und da gabs zum ersten Mal ein Workshp zur Kinderliteratur mit einem echten Amerikaner, einem New Yorker, der seit einigen Jahren im neunten Bezirk wohnt. Keith Mc Gowan, der mit starken Akzent sehr gut Deutsch sprach, seine Bücher, die in verschiedenen Sprachen übersetzt sind, zeigte und uns eine phantastische Figur ausdenken ließ und da kam dann endlich der Aha Effekt und es klappte, bei mir als er sagte, daß man seine phantastische Figur sehr real aussehen lassen soll.

Also ging die Amanda in ihr Badezimmer frisierte und schminkte sich, setzte sich dann die Tarnkappe auf und landete, siehe oben bei Minister Basti in der Villa und das Ganze, die Ergebnisse von einigen Mini Workshops werden sich zu meiner Szene sechs formen lassen, beziehungsweise der Beginn eines neuen Handlungstranges sein, denn zwischen Amanda und dem Minister könnte sich ja auch etwas  entwickeln.

Dann kam eine kleine Amanda Pause oder die „Ode an die Zwiebel“ beziehungsweise an das „Kaffeehäferl“ oder „Poetry“ vorgetragen von Gundi Haigner, aber die „Ode an die Zwiebel“, habe ich schon einmal mit einer anderen Trainerin geschrieben.

Ana Zidnar „Travel-Workshop“ habe ich auch schon einige Male gemacht und habe mich kurz wieder einmal nach Trogir begeben, um zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu hören und dann gibt ein neues Seminar, das Markus Fischer, der inzwischen die „Leonharder Akademie“ absolvierte, anbietet, nämlich  Veröffentlichungsmöglichkeiten mit den Teilnehmern zu besprechen. Er teilteLiteraturzeitschriften aus, sagte „Dum“ wäre gut geeignet, „Kolik“ eher nicht, denn die nehmen nur Insider (sprich vermehrt Absolventen der Leonharder Akademie oder spätere „Priessnitzpreisträger“ – Anmerkung von mir) und ließ uns dann eine Szene schreiben und verbessern, in dem man sie von rückwärts wiederholte, verkürzt oder in einem Satz schrieb.

Da war ich dann wieder in der Volkshochschule, denn in der Szene sollten sich zwei Menschen auf der Straße treffen, die einander nicht begenen wollten.

Amanda trifft da die Männer ihrer Schülerinnen und will ihnen nicht begegnen, weil die ja nicht ohne Schleier oder Kopftuch in den Kurs kommen wollen. Mit dieser Szene war ich nicht so recht zufrieden, beziehungsweise war sie noch nicht fertig, so habe ich in der Verkurzung versucht sie zu verändern.

Dann kiam wieder Michaela Muschitz mit dem Krimischreiben. Meinte, spannend wird die Geschichte durch die Figuren und den Schauplatz und wir sollten uns einen ausdenken, wo unsere Geschichte spielt. Meine spielt in Wien und in New York und vor allem wahrscheinlich auch im Netz. Da ich aber nicht wieder in die Volkshochschule wollte, ging gleich in die Szene sieben, nämlich nach Stockholm, obwohl Michaela Muschitz meinte, man solle die Orte kennen, über die man schreibt und stellte mal meinen Jonathan Larsen vor, der todunglücklich ist, weil er seine Frau Wiebke an Krebs verloren hat. Das ist die Ausgangslage, warum er sich in seiner Depression mit Blogs beschäftigt und da auf den von Lily und Slavenka kommt.

Das wars dann mit den Mini Workshops. Dann gabs Wein, Käse und Brot und eine Festansprache von Judith Wolfersberger zum fünzehnten Jubiläum mit ihren Erinnerungen, wie es begonnen hat.Birigt Schreiber hielt dann noch eine Lecture über das neue Tagebuchschreiben, davor und danach gab es die übliche Verlosung von Gutscheinen zu Schreibkursen. Gewonnen habe ich wieder nichts. Aber diesmal gab es einen Trostpreis für alle, beziehungsweise einen fünzehntägigen Schreibmarathon der mit einer Haloweenparty am 31. Oktober beginnt und am fünzehnen November endet. Da kann man kommen und an seinem Proekt schreiben und sich Feed back holen und da ich ja wieder beim „Nanowrimo“,  mitmachen will, von dem ich übrigens das erste Mal übers „Writersseminar“ hörte, habe ich auch vor das mit meiner „Unsichtbaren Frau“ zu tun und soviel wie möglich zu kommen. Das heißt, meine Praxis muß ich natürlich machen und die „Buch Wien“ ist in dieser Zeit ja auch.

2017-08-15

Vier und zwei aus zwanzig

Ich werde immer besser, habe ich ja diesmal schon zwei Bücher aus der deutschen Buchpreisliste gelesen und viermal auch richtig geschätzt.

Aber ja, natürlich, wenn man bedenkt, daß es es paar tausend belletristische deutschsprachige Neuerscheinung gibt, ganz gut, ich hätte, wenn ich so den Prognosen der Buchpreis- und anderen Blogger folgte, zwar auch besser sein und mehr Treffer haben können, aber, wie sage ich immer „Es gibt zu viele Bücher und ich freue mich darüber!“

Für die, die sich jetzt nicht auskennen und meinen, daß ich unverständliches Zeug vor mich hinbrabble, es geht um den deutschen Buchpreis und die Longlist, die heute bekanntgegeben wurde.

Ja, in Deutschland ist das kein Feiertag, zumindestens nicht überall, in München, glaube ich, schon, denn da habe ich von „Hanser“ bezüglich meiner Rezensionsanfrage ein entsprechendes Mail zurückbekommen.

In Frankfurt aber nicht und so hat mir die liebe Frau Michaelis von FVA noch bevor ich auf die Liste gegangen bin, geschrieben,“Hurrah, hurrah, Julia Wolf ist auf der Liste!“

Da stieg natürlich die Spannung und die Hoffnung, daß ich jetzt nicht mehr so viele Bücher lesen muß, es bleiben aber achtzehn, so fern sie zu mir kommen werden, denn außer „Herr Nowak bleibt liegen“ ist  noch Feridun Zaimoglus „Evangelio“ nominiert und den würde ich auch sehr den deutschen Buchpreis wünschen.

Es sind aber noch andere „Wiederholungstäte,r“ wie Jens Lüscher, Ingo Schulze und Mirko Bonne nominiert, die ihn vielleicht auch haben wollen.

Von meinen zwei anderen richtigen Schäthzungen war also auch Jonas Lüschers „Kraft“ und höre und staune Franzobels „Floss der Medusa“ dabei und, was ich ein wenig schade find,e Uwe Timms „Ikarien“ nicht und auch nicht „Hannes Steins „Nach uns die Piguine, das ich vor kurzem ausgelesen habe und eigentlich ganz sicher war, daß ich es auf der Liste finde.

Bevor ich die jetzt im einzelnen durchgehe und schreibe, welche der nominierten Autoren ich kenne und von welchen ich noch nie etwas gehört habe, ja die gibt es auch und gibt es wieder, obwohl ich mich ja wirklich jedes Jahr genau mit der Liste beschäftige und spekuliere, wer darauf stehen könnte, vielleicht noch ein paar Worte zu meiner deutschen Buchpreisgeschichte, die habe ich zwar schon gebloggt, aber ich bin ebenfalls eine Wiederholungstäterin.

Bis 2008 ist der ja, glaube, ich ziemlich an mir vorbeigegangen. 2009 hat dann Christiane Zintzen auf „Inadäquat“ das es ja leider nicht mehr gibt, von ihm berichtet und auch auf das Longlistenheftchen“ aufmerksam gemacht.

Das habe ich dann 2009 gesucht und in Österreich nicht bekommen und 2013 kam Mara Giese auf die Idee mit vier anderen Bloggern die Aktion „Fünf lesen vier“ zu kreiiren, da habe ich schon Blut geleckt und eigentlich schon anfragen wollen, mich aber zurückgehalten, denn ich habe ja schon eine so lange Leseliste und ob die deutschen Verlage mir nach Österreich was schicken werden?

2014 gabs dann dort die „Longlistenleseaktion“ , da habe ich „Kastelau“ gewonnen und, glaube ich, auch schon was gelesen oder auf den Regalen und 2015 kamen dann die offiziellen Blogger, was mich damals ärgerte, daß da alle „Danke, danke!“ schrieen und ich dachte, das kann ja eigentlich jeder machen, die Bücher lesen und darüber schreiben, dafür muß ich man  nicht eigens nominiert sein.

Was sich als Irrtum herausstellte, denn man kann natürlich lesen und die Verlage schicken sie einem auch, 2015, zehn und im Vorjahr waren es schon 19, die deutsche Buchpreisseite verlinkt einen aber nicht und als im Vorjahr „Buzzaldrin“ mit einiigen anderen „Einen Buchpreis Blog“ gründeten, wurde ihr, glaube ich, von einem der offiziellen Blogger vorgeworfen, daß das unfair wäre.

Verstehe ich nicht, aber jetzt gibt es einen „Bloggeraward“, für den ich mich übrigens auch beworben habe und wenn man den gewinnt, wird man im nächsten Jahr offizieller deutscher Buchpreisblogger.

Nun ich gewinne sicher nicht und werde heuer zum dritten Mal inoffiziell mitbloggen, die Bücher lesen und über meine Leseerfahrungen schreiben und ein Monat später, wenn dann die österreichische Buchpreisliste verlautbart wird, werde ich das Ganze noch im Inland wiederholen.

Ja, ja, wie jedes Jahr habe ich wieder ordentlich mitgefiebert und meine Spekulationen gemacht, wie schon geschrieben, bis zehn Bücher hätte ich schon gelesen haben können. ich habe nur zwei, jetzt aber die entsprechenden Verlage angefragt und da in Österreich  Feiertag ist, vorerst nur einige Abwesenheitsnotizen bekommen, aber nun denn, ich bin gespannt, lese gerade für die, die es interessiert Tim Krohns „Erich Wyss übt den freien Fall“, das auch nicht auf die Liste gekommen bin und kenne einige Autoren von der Liste und einige nicht.

Da wäre 1. Mirko Bonne „Lichter als der Tag“, das ist, glaube ich, ein Wiederholungstäter und zwei seiner Bücher, nämlich „Nie mehr Nacht“ und der „Eiskalter Himmel“ habe ich auch auf meiner Leseliste, bziehungsweise in meinen Regalen und den Autor schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ lesen gehört. Von dem Buch habe ich noch nicht viel gehört und bin gespannt, ob es zu mir kommt?

2. Gerhard Falkner „Romeo und Julia“ Der stand mit „Apollokalypse“ im Vorjahr schon auf der langen Liste.

3.Franzobel „Das Floss der Medusa“, ja, das habe ich geschätzt, den Autor, den ich ja als Österreicherin bestens kenne, mit ihm auch in der „Ohrenschmaus-Jury“bin und ihn auch schon „Vor der Vermarktung“ und bei den „O-Tönen“ daraus lesen gehört. Ich wünsche ihm alles Gute, eine Nomionierung auf den öst Bp und einen Platz auf der Shortlist und hoffe, daß ich es lesen kann, obwohl mir das Thema, das Menschenfressen, ja eigentlich nicht so liegt.

4.Monika Helfer „Schau mich an, wenn ich mit dir rede“, ein Buch das fast an mir vorbei gegangen wäre, obwohl Monika Helfer mit Michael Köhlmeier ja, glaube ich, im Mai daraus in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, aber da hatte ich Kliententermine und es ist sich nicht mehr ausgegangen hinzugehen.

5. Christoph Höhtker „Das Jahr der Frauen“, noch nie etwas von Buch und Autor gehört. Ich bin gespannt.

6.Thomas Lehr „Schlafende Sonne“, da habe ich schon einiges gelesen, auf den Tip wäre ich aber nicht gekommen.

7. Jonas Lüscher „Kraft“, von dem Buch habe ich inzwischen so viel gehört und  und gelesen, daß es mir klar war, daß es auf die Liste kommt, es ist übrigens auch für das Debut nominiert, was ich aber etwas komisch finde, da er ja schon  2013 mit „Frühling der Barbaren“ nominierrt war. Gut da steht „Novelle“ darauf, der dBp ist aber im Unterschied zum öst ein Romanpreis, also liebe Fachexperten, vielleicht doch ein bißchen genauer nominieren und definieren!

8..Birgit Müller-Wieland“ „Flugschnee“, eine wahrscheinlich unbekannterte österreichische Autorin, die aber Katja Gasser bei der letzten „Leseauslese“ in der „Gesellschaft“ sehr lobte. Vielleicht hat sie sich für sie eingesetzt. Ich bin gespannt.

9.Robert Menasse „Die Hauptstadt“, ein Autor den ich selbstverständlich kenne und ihn auch immer wieder bei Lesungen und bei Preisverleihungen sehe, daß er ein neues Buch hat, darauf bin ich erst in den letzten Tagen durch die Blogvorschauen gekommen. So habe ich ihn nur auf meine östBpliste gesetzt, bin aber gespannt und hoffe „Suhrkamp“ schickt mir das Buch, aber die gehen, gaube ich, sehr sparsam mit Rezensionsexemplaren um.

10.Jakob Nolte „Schreckliche Gewalten“ wieder einer von den mir bisher unbekannten Autoren.

11.Marion Poschmann „Die Kieferninsel“, war schon mit der „Sonnenposition“ nominiert, das Buch habe ich mir, glaube ich, zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht und bin jetzt gespannt, denn Frau Poschmann ist eine sehr lyrische Autorin.

12.Kirsten Preiwuß „Nach Onkalo“, da habe ich die Autorin einmal beim „Bachmannpreislesen“ gehört und,  glaube ich, auch ein Buch in meinen Regalen, das ich mir beim letzten Literaturhaus-Flohmarkt kaufte.

13. Robert Prosser „Phantome“, die Überraschung für mich und auch, daß er nicht mehr bei „Klever“ verlegt, aber dann wäre er vielleicht nicht auf die LL gekommen, unke ich einmal oder hat ihn Katja Gasser die Jurysprecherin vorgeschlagen, die ihn wahrscheinlich kennen wird?

14. Sven Regner „Wienerstraße“, da habe ich  „Herr Lehmann“ gelesen. Ich bin schon des Titels wegen, der aber wahrscheinlich in Berlin spielt, gespannt.

15 Sasha Marianna Salzmann „Außer sich“, auch noch nie etwas gehört, ich bin gespannt.

16.Von Ingo Schulze habe ich schon einiges gelesen,  er war mit „Adam und Evelyn“ auch schon mal nominiert und, ich glaube, auf der Shortlist sogar.

17.Michael  Wildenhain „Das Singen der Sirene“, wieder ein mir völlig Unbekannter und spannend, wie viele Bücher an einer vorbeigehen können, auch wenn sie sich wirklich sehr dafür interessiert.

18.Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“, die erste Leseersparnis, von der Autorin habe ich im vorigen Sommer das erste Mal gehört, als sie mit einem Ausschnitt daraus in Klagenfurt gelesen hat, dann kam Bodo Kirchhoff auf die LL, ich habe bei FVA angefragt und die liebe Frau Michaelis schickt mir seither ihre Vorschauen.

19.Christe Wunnike „Katie“, stand schon 2015 auf der Longlist und wurde auch von etlichen Bloggern auf die LL gewünscht und

20. Feridun Zaimoglu „Evangelio“ zum Lutherjahr, das Buch eines Türken über den berühmten Reformer.

Zaimoglu war, glaube ich, schon einige Male nomioniert, 2015 mit „Siebentürmeviertel“, da gings nach Istanbul, jetzt auf die Wartburg. Ich habe das Buch im März nach Leipzig mitgenommen und deshalb Clemes Meyer, der ja 2013 damit auf der Shortlist stand „Am Stein“ im Badezimmer liegen lassen. Jetzt liegt es auf dem Harlander Küchenschreibtisch und wartet und wartet, ob ich in diesem Jahr noch zum Lesen komme?.

So, das wars im Schnelldurchgang. Wenn  ich die Bücher lese, werde ich mehr über die Autoren schreiben. Ich freue mich darauf, denn ich finde das Buchpreislesen wie man sich wahrscheinlich denken kann, sehr schön und spannend. Auch wenn ich weiß, daß es nicht der beste Roman sein kann, der da gekürt wird. Das heißt ja jetzt, glaube ich, auch nicht mehr so und, daß es viele viele andere schöne neue Bücher gibt, die nicht auf dieser Liste stehen.

Ein paar davon habe ich und werde ich wahrscheinlich auch noch lesen und so finde ich es spannend, daß ich nicht alles treffe und nicht alles gelesen habe.

Denn so kann man immer wieder neue Autoren kennenlernen, die bisher an einer vorbeigegangen sind.

Und jetzt lesen, lesen, lesen, ich bin sschon dabei, obwohl diesmal noch nichts von der  LL ungelesen auf mich warten und mir die österreichischen Verlage, die mir ja meistens die PDFs schickten, fast alle geschrieben haben, „Feiertag, (Dumpfie), wir melden uns dann wieder!“

2017-07-09

Wieder einmal Bachmannpreis

Es ist der Einundvierzigste, glaube ich oder korrekter ausgedrückt, die „Einundvierzigsten Tage der deutschsprachigen Literatur“, die da am Mittwoch in Klagenfurt eröffnet wurden.

Von Humbert Fink und Marcel Reich Ranicki wurden sie, glaube ich, 1977 in der Nachfolge der Gruppe 47 initiiert und ich hätte schon immer gerne dort gelesen, damals hätte ich meine „Einladung zum Tee“ gehabt, die ja der Monika J. und dem Gerhard K. nicht sehr gefallen haben und damals waren auch die iG Autoren sehr empört, daß da öffentlich über die Autoren gerichtet wurde und haben sich sehr über diese Idee des öffentlichen Preislesens entsetzt.

Das hat sich inzwischen sehr geändert, der „Bachmannpreis“ gilt als der schönste Betriebsausflug der Literatur, alle kommen hin,  vierzehn ausgesuchte Autoren dürfen lesen, Wolfgang Tischer berichtet in seinem LiIeraturcafe darüber und ich tue das seit 2009 auch, 1996 war ich einmal live am Ort.

Ein paar Mal, aber nicht sehr oft, habe ich meine Texte eingereicht, aber dann mußte man dazu ja eine Verlagsempfehlung haben und die habe ich  nicht und eingeladen würde ich, weil ich wahrscheinlich, als zu wenig literarisch gelte, wohl auch nicht werden und wenn, wahrscheinlich sehr kritisiert.

Trotzdem interessiert mich der Preis und ich sehe ihn mir seit einigen Jahren per livestream an, blogge darüber, was auch ziemlich unbemerkt bleibt und habe auch schon einige der preisgekrönten oder vorgestellten Bücher gelesen.

Vom vorigen Jahr zum Besipel das der Julia Wolf, des Tomer Gardi, der Isabell Lehn, denn ich bin ja sehr belesen, obwohl heuer im Mai und Juni so viel los war, daß ich eigentlich gar nicht dazugekommen bin, mich für den Preis zu interessieren.

Die Videosportraits der vierzehn Auserwählten habe ich mir natürlich nach und nach angehört und da kenne ich eigentlich nur die Österreicher, Karin Peschka, die „Alpha Preisträgerin“, ihre Bücher habe ich gelesen, Barbi Markovic hat auch den „Alpha“ gewonnen, ihr Buch liegt noch im Badezimmer, ich werde es aber am Wochenende nach Harland mitnehmen, Ferdinand Schmalz habe ich einmal im Musa gehört, John Wray in Göttweig, mit Verena Dürr habe ich im Amerlinghaus gelesen, das ist aber schon alles, also kann ich sehr gespannt bin und habe wie Wolfgang Tischer auch keine Preisfavoriten, weil heuer ist so viel los, daß ich mir die Lesungen und diskussionen eigentlich nur nebenbei anhören kann.

Denn wie 2014 ist die Veranstaltung zumindest am Donnerstag gleichzeitig mit der Sommerakademie und bei der Eröffnung war ich auch nicht zu Haus, sondern im Literaturhaus bei der Tanzperformance von Marion Steinfellner und Herbert J. Wimmer, dann hatte ich als ich zu Hause kam,  einiges zu bloggen, bin aber noch in den Lifestreame und zur Festrede von Franzobel, der ja den Preis 1995 gewonnen hat und damit berühmt geworden ist, zurechtgekommen.

Die hatte den schönen Titel „Seelenfutter oder das süße Glück der Hirngerichteten“ und war eigentlich sehr  kritisch, handelte von den inhaftierten Autoren in der Türkei an die, die Autoren denken sollen, während sie lesen oder sich beim Buffet tumeln, dann gab es noch ein Musikstück von Wolfgang Puschnig zu dem Susanna Riedel Texte vom ersten Bachmannpreisgewinner Gert Jonke las und die Reihenfolge der Lesenden wurde auch ausgelost.

Da beginnt morgen, was sie wahrscheinlich nicht freuen wird, Karin Peschka, gefolgt von Björn Treber und Jhn Wray, am Nachmittag folgen dann Noemi Schneider und Daniel Goetsch, die ich irgendwie nachhören werde, weil ja am Donnerstag noch einmal Sommerakademie ist, am Abend befginnen dann die „O Töne“, dann werden wir nach Harland fahren und da kann ich mir dann ab Freitag die Lesungen anhören und meinen Senf dazu abgeben.

Den ersten Lesetag also komplett versäumt und durch die „Bachmann-Seite“ erfahren, daß Karin Peschka gut angekommen ist.

Sie hat einen „Wienerischen-Text“ mit dem Namen „Wiener Kindl“, der ein bißchen an den „Watschenmann“ erinnern könnte gelesen, der aus dem Erzählband „Autolyse-Wien“ ist und aus dem wird sie ja auch bei den O-Tönen vortragen.

Was  Wolfgang Tischer an den „Kindle“ denken ließ, am der 1992 in Klagenfurt geborene Björn Treber mit einem Begräbnistext und der lese ich auf der Seite, die Videos konnte ich mir vorläufig nicht anhören, eher verissen.

Aber der Amerikaner mit der Kärntner Mutter john Wray, den ich ja schon bei „Literatur und Wein“ hörte und der einen Roman namens „Das Geheimnis der verlorenen Zeit“ geschrieben hat, der auch in Frankfurt vorgestellt wurde, scheint als Favorit zu gelten.

Dann kamen die mir bisher unbekannten Noemi Schneider, 1982 in München geboren mit einem Text mit einem geschützten Titel, nämlich „Fifty Shades of gray“ und der Schweizer Daniel Goetsch, der schon einmal gelesen hat und der wie ich lese, ebenfalls verrissen wurde.

Am Freitag wo ich mir dann die Videos anschauen will, beginnt dann der Dramatiker Ferdinand Schmatz, dessen Name angeblich ein Pseudonym ist um Ferdinand Schmatz zu ärgern und der ist, glaube ich, sehr experimentell, scheint aber sehr erfolgreich.

Der Text heißt „mein lieblingstier heißt winter“ und handelt von einem Tiefkühlkostzusteller der einem Dr. Schauer jahrelang Rehragout zustellt, der dieser im Keller im Tiefkühlschrank hortet, Krebs hat und Franz Schlicht erzählt, daß er Selbstmord durch Tiefgefrieren machen wird und von ihm fordert, daß er seine Leiche dann wieder auftauen helfen soll.

Das Ganze kleingeschrieben und episch vorgetragen und der Jury scheint es, wie man merken kann, sehr zu gefallen.

Mit Österreich ist es dann an diesem Vormittag mindestens eineinhalb Mal weitergegangen, wohnt da doch die 1980 in Belgrad geborenen und in Wien lebenden Barbi Markovic, die ich glaube seit der Buch-Wien, auf der sie mit Cornelia Travnicek bloggte, kenne und die ja auch mit ihren „Superheldinnen“, die ich gerade lese, den letzten „Alpha“ gewonnen hat.

Ihre Familiengeschichte „Die Mieter“, habe ich wohl wegen der anstrengenden letzten Tage komplett verschlafen und muß noch nachgeholt werden.

Bei der 1982 in Wien geborenen Verna Dürr, mit der ich ja auch beim „Amerlinghaus-Solidaritätsfest“ gelesen habe, bin ich dann wieder aufgewacht, als sie sehr sachlich von einen „Zollfreilager“ , „Casablanca“ und einem „Kunstkenner“ las.

Die Diskussion war dann auch entsprechend gespalten, ob man so schreiben kann oder nicht und das Zollfreilager am Ende vielleicht nicht eine Karikatur auf das Bachmannlesen ist.

Dann ging es in die Mittagspause, ein Film über die Schweizer  Schriftstellerin S. Corinna Bille, von der ich auch noch nichts gehört habe, wurde gezeigt und ein Interview mit Franzobel.

Die 1972 in Halle an der Saale geborene und in Berlin lebende Jackie Thomae schilderte in ihren Text „Cleanster“ relativ ungewöhnlich die Beziehung zwischen einer Frau und ihrem Putzmann und es wurde dann sehr lange über die politische Correct- oder Uncorrectness diskutiert.

Als letzter am Freitag kam dann der 1960 geborene Jörg-Uwe Albig und einem „In der Steppe“ heißenden Text und hier verliebt sich ein Mann in eine Kirche.

Den Freitagabend habe ich dann dazu  benützt mich ein bißchen durch die versäumten Texte zu lesen und zu hören, habe Barbi Markovic „Superheldinnen“ fertig gelesen und am Samstag ging es weiter mit dem 1966 in Frankfurt an der Main geborenen Eckhart Nickel, der eine Dissertation über Thomas Bernhard geschrieben hat, dessen Text „Hysteria“, wo ein Mann auf einem Biomarkt seltsame Himbeeren findet und dann in ein fantastischen Laboratorium der Firma „Sommerfrische“ gerät, ich äußerst spannend fand und mich wiedermal darüber wunderte, daß die Jury dann den Lesern aufs Genaueste erklärt, wo man erkennen kann, was man vielleicht alles vorher gar nicht verstanden hat.

Dann kam die 1988 geborene Schweizerin Gianna Mollinari, die in Biel studiert und wie ihr Video verrät Steine sammelt und ihr Text heißt „Loses Mappe“, der von einem Mann erzählt, der einen vom Himmel fallen sah und ihn nicht gerettet hat.

Der Text war noch nicht fertig gelesen,  die Diskussion hatte noch nicht stattgefunden, als mich die Anna mit dem Ouzo abholte, damit wir ins Bootshaus radeln konnten, weil wir dort den fünfundachtzigsten Geburtstag der Oma feierte und jetzt habe ich wieder zwei Texte nachzuholen, bevor ich meine Stimme für den Publikumspreis abgeben kann.

Bis acht kann ich das tun und dann auch noch für den besten Juror stimmen, habe heuer, da dieser Preis ein wenig an mir vorbeigegangen ist, ja früher war man noch enthusiastischer, inzwischen hat einen die „Klassenliteratur“ und das Bewußtsein, daß man sowieso wie sehr man sich auch bemüht, immer ganz unten stehen wird, ein wenig  eingeschüchtert, wahrscheinlich meine Schwierigkeiten.

Aber mal sehen, wie weit ich komme und erst einmal den Text der 1970 geborenen Maxi Obexer, „Europas längster Sommer“ lesen  in dem es, um die Einbürgerung beziehungsweise die Flüchtlingsfrage  geht.

Als Letztes kam dann der 1975 geborene Urs Mannhart, der wie aus seinem Video zu sehen ist, eine landwirtschaftliche Ausbildung macht und in seinem Text „Ein Bier im Banja“ eine Wolfsgeschichte brachte.

Und das wars dann, auffällig viele Texte, die sich mit der Flüchtlingsfrage beschäftigen, was ich sehr interessant und sehr schön finde und jetzt soll ich mich entscheiden.

Ein wenig habe ich mich ja in alle Texte eingelesen, mit dem von dem, der sich in die Kirche verliebt hat, habe ich am wenigstens anfangen können, der mit den Himbeeren hat mich beeindruckt, obwohl ich das mit der Paranoia nicht so ganz nachfolgen konnte und ein „Wiener Kindl“ ist für mich kein E-Bookreader und ich wehre mich auch wenig über die deutsche Arroganz, die von Karin Peschkas Lektor fordert, das Kindl in ein Kind zu verwandeln, damit man sich beim Lesen nicht ärgern muß. Aber zum Glück ist „Otto Müller“ ja ein österreichischer Verlag und hat wahrscheinlich nicht solche Schwierigkeiten.

Wie also abstimmen und soll ich das überhaupt tun? Es gibt ja auch einige Leser, die meinen, daß ich, weil ich ja nicht so perfekt rechtschreibe, mich nicht überall einmischen und tun, als ob ich etwas von Literatur verstehe, soll.

Vielleicht also gerade deshalb für Maxi Obexas „Europas letzter Sommer“ stimmen, die ja auch sehr kritisiert wurde, und wieder einmal, wie vor zwei Jahren für Klaus Kastberger, der immer wieder nonchalant Unterricht in die österreichische Literatur zu geben pflegt.

Wenn ich den Empfehlungen der Bachmannseite folge, werden ja morgen John Wray, Ferdinand Schmalz, Eckhart Nickel und vielleicht auch Karin Peschka und Verena Dürr etwas gewinnen.

Mal sehen, ich bin gespannt und eine „Bachmann-Hymne“ unter anderen von der vorjährigen Publikumspreisträgerin Stefanie Sargnagel gibt es auch.

Wolfgang Tischers Schätzung der Shortlist, die er gemeinsam mit Andrea Diener und Doris Brockmann gab, sind John Wray, Karin Peschka, Ferdinand Schmalz, Barbi Markovic oder Verena Dürr, Jacky Thomae, Eckhart Nickel und Gianna Mollinari Die Preise würden sie an Wray, Schmalz, Nickel und Peschka, trotz ihres Wienerischen Kindls vergeben. Beim Publikumspreis denken sie auch an Schmalz oder Wray. Mal sehen ob sich die Jury daran hält.

Und der beliebteste Juror, sehe ich gerade auf der „Literaturcafe-Seite“ ist wieder Klaus Kastberger geworden, obwohl er den Partezettel von  Björn Triebers Großvater getwittert hat.

Die Jury hat sich dann bei der Shortlist für Urs Allemann, Barbi Markovic, Gianna Molnari, Eckhart Nickel, Ferdinand Schmalz, Jacky Thomae, John Wray entschieden und wir haben uns wieder ein bißchen geirrt.

Beim Bachmnnpreis gab es dann eine Stichwahl zwischen Schmalz und Wray und Ferdinand Schmalz hat wie erwartet gewonnen.

Der neugestiftete „Preis des Deutschlandfunks“ ging dann nach an zwei Zwischenabstimmungen, wie ebenfalls erwartet, an John Wray.

Dann kam der „Kärntner-Kelag-Preis“ und der ging an Eckhart Nickel mit seinen gefälschten Himbeeren.

Der „3Sat-Preis“ erging an Gianna Molinar mit dem Mann, der vom Himmel fiel, was offenbar wirklich einmal geschehen ist und die hat sich einmal bei der Jurorin Hildegard Keller beworben, während die anderen Preisträger ausgewählt wurden und dann ging es an den „Publikumspreis“, den, wie vielleicht von mir und vom Alfred erwartet, Karin Peschka, die nicht auf der Shortlist war, für ihr „Wiener Kindl“ erhielt. Die Laudatio erhielt dazu Stefan Gmünder, der sie wahrscheinlich eingeladen hat.

Hubert Winkels hielt das Schlußwort und eine Pressekonferenz gab es wieder auch.

 

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