Literaturgefluester

2018-12-12

Vom Doml ins MUSA

Im Solo-Workshop zur Revolutionsliteratur ging es diesmal wieder um Alexander Döblins „November 1918“ und da habe ich die  Absätze „Der Kranke dämmerte allein. Die feinen Pflänzchen, die die Bleikugel aus der Luft von der Jacke in seinen Leib getragen hat, durchwucherten seinen Leib. Sie überzogen alle Därme mit einem trüben Hauch und machten ihren Glanz blind. Grauen Flocken sanken in die Nischen zwischen den Därmen, die sich noch zusammenzogen, hoben und senkten. In die Adern des Mannes waren die Pilze gewandert und hatten sich fröhlich  von dem warmen Strom des Blutes forttreiben lassen, wie fühlten sie sich selig in dem süßen Saft, das war etwas anderes als das Leben an der kalten Luft und auf dem Tuch. Wie ein Orchester, das das auf den Wink seines Kapellmeisters wartet, setzten sie sich rauschend in Bewegung. Und nun war der Mensch ein hohles gewaltiges Gewölbe geworden, durch das ihre Musik scholl. Er lag da, schlaff, schwitzend.

An den Wänden des Gewölbes kriechen Schlingpflanzen, es ist ein Urwald, und dies sind die Tropen, und da klettern Affen, Untiere mit schrumpfigen Hälsen, sie steigen aus demMorast, Kolibiris schwirren mit geschwungenen Schnäbeln, die Blumen halten ihm ihre grellen Blüten hin und schnellen schmale rote Zungen heraus. Nun spielt eine Orgel und von den Tonleitern steigen ernste Männer hinunter im Talar. Lange Schleppen ziehen sie hinter sich her, sie predigen und ermahnen, es ist ein langes schwarzes Lied.

Das graue Licht hellt sie auf. die Stunde rückt vor, ein Tag hat sich in Bewegung gesetzt, der zehnte November, Sonntag. Kleine Sonnenstrahlen schleichen über das Bett.

Schwestern kommen, stützen den Kopf des Fliegers, halten Wein vor seinen Mund. Sein Gesicht – wessen Gesicht – wird länger und länger. Seine Lippen allen auseinander. Er öffnet den Mund nicht. Sie rufen ihn an.

Aber der Urwald hat ihn verschlungen.“

„Zu pathetisch!“, habe ich zuerst Stephan Teichgräber, der seinen Metaphernbaum erstellte, gesagt.

„Wie in einem Drogenrausch geschrieben!“, aber dann bin ich wohl darauf gekommen, daß es wohl eine sowohl sehr blumige, als auch sehr drastische Schilderung eines Arztes eines Sterbens ist und am zehnten November 1918, wo sich in Österreich ja bald die erste Republik gegründet hat, sind wahrscheinlich noch sehr viele Soldaten an ihren Verwundungen und Einschüßen gestorben.

Also kein besonderer Grund des Feiern, obwohl in Österreich ja die hundertjährige Republiksgründung im November sehr intesiv gefeiert wurde, ich am Bibliothestag deshalb in das Parlamentsbibliothek war und dort Grammelpogatscherl und Nußkipferl gegessen habe, die Lesetheateraufführung von Csokors „3. November 1918“ gesehen habe, während ich zu Buchpräsentatation des „Tarantl-Buches“ – „November 1918 in der österreichischen Literatur“ wegen der „Buch-Wien“ nicht gegangen bin. Ich habe das Buch nur bei Gerald Grassl angefragt und heute bekommen, also werde ich über den Döblin und Alexej Toistoi über das Jahr 2018 hinaus noch genügend Lesestoff haben und das Workshop geht ja auch noch bis Ende des Semesters und ich bin am Abend wieder ins MUSA gegangen und da gibt es auch eine Neuerung, die nicht unbedingt erfreulich ist. Denn seit Julia Danielczyk die Literaturbeauftragte der Stadt Wien ist, gibt es ja die monatlichen MUSA – Veranstaltungen, wo die Preisträger und Stipendiaten der Stadt Wien vorgestellt werden, was ich sehr interessant fand zu wissen, wer da von der Stadt Wien gefördert wird und was der oder die schreibt.

Vom Oktober bis Juni gab es da Veranstaltungen. Seit das MUSA aber zum „Wien -Museum“ gehört, beziehungsweise seit heurigen Herbst ist das offenbar anders, denn da gab es Oktober nur die „Veza Canetti-Preisverleihung“ an Petra Ganglbauer und als mir Julia Danielcyck dann das Programm schickte, stellte sich heraus, daß es nur mehr im Dezember und im Jänner Veranstaltungen geben wird, weil jetzt nur mehr die Preisträger und nicht mehr die Stipendiaten präsentiert werden und da ware heute die Förderungspreisträgerin Iris Blauensteiner, deren 2016 erschienener Roman „Kopfzecke“ ich ja gelesen habe, vorgestellt.

Die 1986 geborene Autorin, die auch als Regisseurin tätig ist, hat zwei Szenen aus dem Buch gelesen und wurde  von Julia Danielcyck dazu befragt und der Würdigungspreisträger ist der 1954 in Wels geborene Christoph Ransmayr von dem ich schon ein Buch gelesen habe und ihn mehrmals bei Veranstaltungen hörte. Er las zwei Öuftgeschichten, wie er sagte aus seinen „Atlas eines ängstlichen Mannes“ und ist offenbar auch ein großer Reisender, der in dem Buch seine Begegnungen mit Menschen und Orten in Geschichten aufgeschrieben hat.

Die eine Geschichte handelt davon, daß er sich mit zwei Leuten auf einer Wanderung durch Bolivien befindet und da von einem Militärflugzeug angeschossen wird und die zweite vom Flug eines Albatrosses und einem Kind das nach dem Tod der Mutter zu wachsen aufhörte und erst wieder ins Leben hineinfinden mußte.

Christoph Ransmayr wirkte auf Julia Danielczyks Fragen ziemlich abgehoben, da ihn, wie er sagte, die Gattungsfragen, ob seine Texte jetzt Erzählungen oder Novellen wären nicht interessiere und er seine Werke auch nicht mit denen anderer Autoren vergleichen könne.

Nachher gab es wieder Brot und Wein, sowie interessante Gespräche und besonders interessant war dabei, daß ich dabei mehrmals nach dem „Ohrenschmaus“ befragt wurde.

Und bezüglich meiner Adventvorsätze habe ich am Nachmittag wieder ein Buch in den „Wortschatz“ gelegt.

Advertisements

2018-12-03

Zwölfter Ohrenschmaus

Filed under: Literaturpreise,Veranstaltungen — jancak @ 23:59
Tags: ,
Ehrenliste

Ehrenliste

Den „Ohrenschmaus- „Literaturpreis für Menschen mit Lernschwierigkeiten“, von Franz Joseph Huainigg ins Leben gerufen, gibt es seit 2007,  ich bin seither in derJury dabei, die inzwischen aus Felix Mitterer, der den Ehrenschutz hat, Franzobel, Heinz Janisch, Ludwig Laher und Barbara Rett besteht, seit 2008 findet die Preisverleihung im Museumsquartier statt und heuer wurde der Preis das erste Mal von Gerlinde Hofer organisiert und es gab wieder ein tolles Programm.

Die Moderation hatten diesmal wieder Dani Linzer und der Vorjahrpreisträger David Trischer, mit dem ich auch auf der „Buch-Wien“ gelesen habe und nach der Begrüßung folgte wieder die Lesung  und die Vorstellung der Ehrenlistetexte, worunter wieder sehr viele Bekannte waren.

Begonnen hat es mit einem sehr interessanten Text von Cornelia Pfeifer, die sehr eindringlich erklärte, warum das „Leichter lesen und leichter sprechen“ für sie so wichtig ist.

Hans Martin Hiltner

Hans Martin Hiltner

Der 1980 in Graz geborene Christian Zsivkovic beschrieben seinen „Freitag Aabend in Stinaz“, wo er viel auszugehen pflegt.

Dann kam der „Europa-Text, der „Forum Logus Gruppe“, die aus einigen vorigen Preisträger wie Paul Text und Christan Kargl besteht.

Sehr beeindruckend der Text „Stimmen im Kopf“, der in Salzburg lebenden Jaqueline Moser, sowie“Johannas Lebensgeschichte“, der 1965 in Deutschlandsberg geborenen Denise Luttenberger.

Bei Christoph Dietrich handelt es sich auch um einen Vorjahrssieger, für den ich für seinen „Schmierfetten,“ die Laudatio geschrieben habe. Diesmal hat er sein außergewöhnliches Sprachtalent in dem Text „Super Deutz Traktor“ bewiesen, in dem das schöne Wort „Luftdrillmasche“ vorkommt, das Gregor Seberg, der die Texte wieder abwechselnd mit Chris Pichler gelesen hat, besonder gut gefallen hat.

Silvia Hochmüller, die glaube ich, auch schon öfter auf der Ehrenliste stand, beschäftigte sich in ihrem Text mit dem Widerspruch zwischen „Herz – Denken“ und der Dauerpreisträger Peter Gstöttmeier für den ich zweimal die Laudatio gehalten habe und dessen Buch „Söbständi“ ich auch hier besprochen habe, hatte diesmal mit „Ih sog zum Abschied leise Servus“  einen melancholischen Text, mußte er doch aus Gesundheitsgründen seine geliebte Außengruppe  aufgeben und sich wieder der Korbflechterei zuwenden und hat dies wieder in seiner Mundartart treffend beschrieben.

Markus Baumgartner

Markus Baumgartner

Ruth Oberhuber war 2011 Preisträgerin, ich habe vor zwei Jahren mit ihr auf der „ORF-Bühne“ der „Buch-Wien“ diskutiert und ihren Text „Regierung“ kann man wirklich treffend nennen:

„Darf ich mich vorstellen? Ich bin die neue Bundeskanzlerin. Ich rede nicht, ich tue mehr. Bitte denkt mehr nach, mit dem Geld mehr haushalten und eure Hosentaschen entleeren. Ist zwar nicht leicht, aber ihr könnt es schaffen. Mein Name ist <marie Sabine Grubauer“, dem kann man nicht viel hinzufügen, es gab aber noch einen ehrentliste Text von Stefan Mann, für den ich, glaube ich auch schon einmal eine Laudatio gehalten habe.

Den ersten Hauptpreis bekam  der 2015 Preisträger Hans Martin Hiltner der 1960 in Leipzig geboren wurde für seinen Text „Verletzt“, der von seiner Schwester Beate Henneberg aufgeschrieben wurde. Heinz Janisch hat die Laudatio  gehalten, ihm folgte der 1991 geborenen Markus Baumgartner, der seit 2008 Rainbows Home besucht, sich sehr für Zahlen interessiert und jeden, glaube ich, den Wochentag seines Geburtstags sagen kann.

Stipendiaten

Stipendiaten Viktor Noworski und David Silvester Marek

Ich habe für „Mir geht es gut“: „Der Buchstabe M riecht nach dem, auf dem draufsteht WAFER und in dem die Schnitten drinnen sind und die Zahl 13 riecht nach Frisör“, die Laudatio mit dem Titel „Das Gutgehen ist eine spezielle Welteinsicht“ gehalten.

Der dritte Preisträger war der 1989 geborene Mustafa Akmaz, der in Mmst wohnt und deshalb nicht zur Preisverleihung kommen konnte, er schickte aber eine Videogrußbotschaft und sein Text „mut“ ist auch sehr kurz, da er nur aus sieben Zeilen besteht.

„hasen-mut schaf-mut esel mut affen-mut  giraffen-mut elefanten-mut LÖWEN-MUT“, darüber läßt sich natürlich herrlich philosophieren. Felix Mitterer versuchte es in seiner Laudatio. Vorher gab es eine Musikeinlage der Inklusionband „Ohrenklang“ in der auch Ronnie  Pfennigbauer, der frühere Moderator Mitglied ist und die zwei Texte früherer Preisträger vertonten und musikalisch interpretierten, was mir sehr gut gefallen hat.

Dann folgte noch der sogenannte Schokoladepreis, das Gedicht auf der „Zotter Schokolade“, das diesmal von dem in Dresden lebenden Sebastian Zipser stammt, der Autor der Zeitschrift „Kaffepause“ ist, was sehr gut zur Schokolade passt, die von Franz Joseph Huainigg gleich angebissen wurde.

Alle

Alle

Ein „Ohrenschmaus-Stipendium“ gibt es seit einigen Jahren auch. Der erste Stipendiat ist der ebenfalls sehr häufig einreichende David Silvester Marek, dessen „Gehiemnisgeschichtenlexikon“ von Franzobel herausgegeben wurde und im Herbst bei „Klever“ erschien. Das Buch muß von mir noch gelesen werden und der nächste Preisträger wird auch ein Vorjahresieger nämlich Viktor  Noworski sein, der sein Buch mit Felix Mitterer erarbeiten wird.

Die Staatssekretärin Caroline  Edtstadler hat die Urkunde vergeben und den Preisträger vorgestellt, der gleich eine Probe seines Schaffens gab, dann gab es das Schlußfoto, das Buffet, die Schokoladen und den „Wohn und Werkstättenexpress“ in dem die Siegertexte wieder abgedruckt sind, was ich ich für eine sehr gute Idee finde.

Anschließend haben wir noch bei der „Augustin-Glühhmost-Hütte“, in der Rahlgasse einen Stop gemacht und einen Glühwein getrunken, was gut passte, denn der Coverboy des „Augustin 470“  ist David Sylvester Marek und ein Portrait von ihm gibt es in der Zeitschrift auch.

2018-11-25

Erich Fried Preis 2018

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 23:42
Tags: , ,

Den Erich Fried Preis, der immer um den Todestag von Erich Fried im November 1988 von der „Erich Fried Gesellschaft“ im Literaturhaus vergeben wird, gibt es seit 1990 und das besondere an der Veranstaltung ist, daß da ein Juror immer allein den Preisträger aussucht und diesmal war das die Schweizerin Beatrice von Matt, die auch einen Schweizer, der vierte, wie der Schweizer Botschafter bei seinen Begrüßungsworten erwähnte, denn 1994 war das Jörg Steiner, 1996 Paul Nizon und 2015 Dorothee Elmiger, war das der 1954 in Schaffhausen geborene Ralph Dutli, der glaube ich in Heidelberg lebt und von dem ich schon zwei Bücher gelesen habe, weil er ja 2013 mit „Soutines letzte Fahrt“ und 2015 mit den „Liebenden von Mantua“ auf den dBp Listen stand.

Robert Huez hat wieder eröffnet und wies auf das „Kolik Heft“ mit einem Sonderteil zum dreißigsten Todestag des Dichters hin, musikalische Einladungen gab es von der „Capella con Durezza“, die aus Ronald Deppe, Michael Bruckner und Matija Schellander besteht, dann kam Robert Schindel der jetzige Präsident der „Fried Gesellschaft“ mit seiner Begrüßung und die Laudatio der 1936 in Basel geborene Publizistin und Literaturkritikerin, die auf die Vielseitigkeit des Dichters, der sich sowohl, als Lyriker als auch als Essayist einen Namen machte, Osip Mandelstam übersetzte und die schon bewußten Romane schrieb, hinwies.

Jürgen Meindl der Leiter der Sektion „Kunst und Kultur“ im Bundeskanzleramt übergab den Preis und der Autor wies in seiner Rede auf die von ihm übersetzten Autoren, wie Osip Mandelstam oder Joseph Brodsky hin, zitierte die Gedichte sowohl auf Russisch als Deutsch und gab Beispiele über seine Lieblinglaute, das wäre der Buchstabe l und verriet, daß ihm das Wort „Flüchtling“ besser als das Wort „Geflüchtete“, wie es das offenbar jetzt in der Schweiz oder auch in Deutschland so heißt, besser gefällt.

Danach gab es wieder Sekt und Knabbereien, ich habe mir von Gustav Ernst das erwähnte „Kolik-Heft“ geholt, um mein Fried Wissen, dessen „Vietnam Gedichte“ ich ja kürzlich gelesen habe, zu erweitern, ein paar Gespräche geführt. Den Nachmittag habe ich dann wieder literarisch, nämlich im „Odeon“ bei der „Literatur im Herbst“ verbracht, wo ich ja leider die Vormittagsmatinee versäumte.

2018-11-24

Viel Österreichisches auf der Bloggerdebutshortlist

Filed under: Buchpreisbloggen,Literaturpreise — jancak @ 00:59
Tags: ,

Den Bloggerdebutpreis gibt es, glaube ich, seit drei Jahren. Jedenfalls bin ich seit 2016 in der Jury desselben der vom „Debut“ vergeben wird. Drei Frauen, Anna Bozena Badura, Janine Hasse und Sarah Jäger sind das Team und sammeln alle Debuts des Jahres, aus denen sie dann zu Ende eine Shortlist aus fünf Kanditaten ermitteln, die an die Bloggerjury gehen, die dieses Jahr aus vierzehn Literaturbloggern besteht. Die lesen dann und vergeben Punkte und der Winner und der Zweitplazierte werden dann nach Essen in das Cafe Livres eingeladen, wo der Preis vergeben wird.

Eine spannende Sache, wie ich finde und ich bin, glaube ich, zufällig vor zwei Jahren, als ich wahrscheinlich Nele Pollatschek gelesen habe und die Bewerbungsfrist der Blogger eigentlich schon vorrüber war, auf das „Debut“ gestoßen, habe geschrieben „Kann ich noch mitjurieren?“, was klappte und dann suchte ich aus der Shortlist von 2016 „Nachts ist es leise in Teheran“, das dann auch gewonnen hat aus und in Vorjahr war, wo „Das Genie“ von Klaus Cäsar Zehrer die meisten >Punkte hatten, waren wir sogar in Essen bei der Preisverleihung.

Heuer ging es weiter und ich habe, da ich in diesem Jahr sehr viele Neuerscheinungen gelesen habe, auch sehr viele Vorschkläge für die lange Liste machen können, die dann aus neunundsechzig Romanen bestand.

Sechszehn davon habe ich gelesen, nämlich:

Gunnar Kaiser „Unter der Haut“

Florian Wacker „Stromland“

Gianna Molinari „Hier ist noch alles möglich“

Lukas Rietzschel „Mit der Faust in die Welt schlagen“

Kai Wieland „Amerika“

Denis Pfabe „Der Tag endet mit dem Licht“

Claudia Tieschky „Engele“

Donat Blum „Opoe“

Michel Decar „Tausend deutsche Diskotheken“

Wlada Kolosowa „Fliegende Hunde“

David Fuchs „Bevor wir verschwinden“

Barbara Rieger „Bis an Ende Marie“

Verena Stauffer „Orchis“

Hilmar Klute „Was nachher so schön fliegt“

Ljuba Arnautovic „Im Verborgenen“

Mareike Schneider „Alte Engel“

 

Mario Wurmitzer „Im Inneren des Klaviers“

Anne Reinecke „Leinsee“

Livia Klingl „Der Lügenpresser“ und

Angelika Stallhofer „Adrian und Die  unzähbaren Dinge“

liegen noch ungelesen in meinen Regalen oder auf Alfreds Schreibpult und ich habe mir aus den von mir gelesenen Bücher natürlich meine persönliche Shortlist gemacht, die aus Wlada Koloswa, Gunnar Kaiser, Hilmar Klute, Gianna Molinari und David Fuchs bestehen würde.

„Amerika“, „Mit der Faust in die Welt schlagen“ und das Buch der Ljuba Arnautovic waren aber auch sehr interessant.

Anna Bozena Badura, Janine Hasse und Sarah Jäger haben anders entschieden und

Christian Y Schmidt „Der letzte Huelsenbeck“

Marie Gamilschegg „Alles was glänzt“, die öst Debutpreisträgerin

David Fuchs „Bevor wir verschwinden“

Verena Stauffer „Orchis“ und

Bettina Wilpert „Nichts, was uns passiert“, die glaube ich, den „Aspekte-Debutpreis“ bekommen hat, auf die Shortlist gesetzt.

Sehr viel Österreichisches, wie ich mit Erstaunen feststellte und bis auf Christian Y Schmidt auch Bekanntes. Denn Bettina Wilpert habe ich auf dem „Blauen Sofa“ bei meinem „Frankfurtsurfen“ gehört.

Marie Gamilschegg bei den „O-Tönen“ und bei der öst-Preisverleihung, ihr Buch auch im September angefragt und nicht bekommen.

jetzt kann ich es lesen, die Bücher von David Fuchs, der ja auch für den öst Debutpreis nominiert war und Verena Stuaffers „Orchis“, die ich auf dem ersten Blick mit Angelika Stallhofers „Adrian“, die ich ja bei den letzten „Wilden Worte“ hörte, verwechelte, habe ich schon gelesen und jetzt geht es trotz meiner noch so langen Leseliste an das Shortlistlesen und  bin gespannt, wie die Bücher mir, sowie den anderen dreizehn Mitjuroren gefallen werden.

2018-11-06

EU- Literaturpreise

Am Sonntag habe ich eine Einladung von Gerhard Ruiss zu der „Verleihung der EU-Literaturpreise“ ins Belvedere für diesen Dienstag um acht Uhr bekommen. Eine Einladung für Schnellentschlossene oder vielleicht auch für Lückenbüßer, weil sonst die Plätze vielleicht leer geblieben wären. Ich bin aber, wie meine Leser vielleicht wissen, eine begeisterte Preisbesucherin und dachte „Shit, da habe ich ja eine Stunde!“

Aber von meiner Praxis ins Belvedere brauche ich nur eine halbe Stunde und wenn die Klientin vielleicht früher kommt….

Es ließ sich arrangieren und ich war pünktlich dort und mehr Information darüber habe ich auch bei der östBp-Verleihung bekommen, denn da lagen die persönlichen Einladungen gültig für zwei Personen auf. Meine zweite Person interessiert sich aber mehr für die Fußballballübertragungen und ich hate mich ohnehin schon bei Chárlotte Sucher angemeldet, da man das bis vierten sollte.

Die von Gerhard Ruiss mitgeeschickten Informationen waren auf Englisch, der Hauptverband war aber ein Mitveranstalter und den Preis scheint es seit zehn Jahren zu geben und das wurde im Belvedere gefeiert. Auf der Buch-Wien gibt es, habe ich im Programm gelesen, dann auch diesbezügliche Lesungen. Aber jetzt der Empfang, beziehungsweise der Festakt, der von Michael Freund vom „Standard“ moderiert wurde.

Daniel Kehlmann der große Autor, der in der „Unsichtbaren Frau“ auch ein bißchen vorkommt, hielt die Eröffnungsrede oder „Keynote“ wie das auf Englisch heißt und erzählte, was von einer Budapest Bookfair, wo er schlechten Kaffee aus weißen Plastkbechern trank und dabei Imre Kertez und Peter Esterhazy kennenlernte.

Minister Blümel, der auch gestern anwesend war, trat wieder auf und erzählte was von „Kierkegaard“ über den er dissertiert hätte und den er empfehlen würde und ein EU-Kommissar namens Tibor Navraciscs, dann kamen die Preisträgerinnen aus Serbien, Luxemburg, Rumänien etcetra, lasein ein bißchen was vor oder hielten eine Rede und ein Buch zur freien Entnahme mit der entsprechenden Tüte „European stories“ gab es im Anschluß auch.

Da weiß man, wo das Geld hingeht, denn das Buffet war excellent und ausgezeichnet, Vorspeisen, Süppchen, Schnitzel, Tafelspitz und Maroni in kleinen Becherchen und Schälchen und ein Bonmot habe ich auch zu flüstern.

Am meinem Tisch stand nämlich Helmut Niederle, der ehemalige Präsident der „Gesellschaft für Literatur“ mit einer sehr attraktiven libanesischen Autorin, die auch sehr extravertiert war und über mich gleich einer anderen Dame, von ihren Büchern erzähle.

Walter Famler tauchte auf und empörte sich über die österreichische Verweigung der Unterschrift zum Migrationspakt. das wollte er dem Minister sagen, die Dame kam ihm aber zuvor, schüttelte den Minister die Hand und ließ sich mit ihm fotografieren.

Ansonsten habe ich mich wieder mit Robert Huez vom Literaturhaus und auch mit Marie Therese Kerschbaumer unterhalten.

2018-11-05

Dritte österreichische Buchpreisverleihung

Seit 2016 haben auch wir einen österreichischen Buchpreis mit einer eigene Debutschiene und der wurde heute sozusagen statt der Eröffnung der Lesewoche, die es, glaube ich, in dieser Form nicht mehr gibt, im Casino Schwarzenberg vergeben.

Ich bin ja was das öst Buchpreislesen betrifft, besser als beim deutschen, denn bei diesen warten noch vier Bücher auf mich und zwei, das sie zu mir kommen. Beim Öst habe ich einschließlich der Debuts alle bis auf zwei und davon alle bis auf eines gelesen und das ist, wie es so kommen muß, ausgerechnet das Buchpreisbuch und das der Debutpreisträgerin werde ich wie im Vorjahr vielleicht gar nicht lesen.

Aber morgen fange ich mit dem Buchpreisbuch an und am Wochenende habe ich die letzten öst Bücher gelesen, eines von der Shortlist und ein Debut, wo die Besprechung morgen, beziehungsweise übermorgen erscheinen wird und da war ich mir eigentlich fast sicher, das wären die Preisbücher, aber ich bin schlecht im schätzen.

Das ist nichts Neues, ich treffe es nie. Man kann wahrscheinlich auch sagen, die gruppendynamischen Effekte der Juryentscheinung sind nicht wirklich vorzauszusehen. Also wieder eine Überraschung und anders als beim dBp bin ich beim Öst auch einverstanden, obwohl ich das Buch, noch nicht gelesen habe.

Aber schön der Reihe nach, damit es nicht zu unverständlich wird.

Bernhard Fetz vom Literaturmuseum, Konstanz Fliedl, Jens Jessen, Evelyne Polt-Heinzl vom Literaturhaus und Bettina Wagner von der Seeseiten-Buchhandlung waren in der Jury und Dorothee Hartinger und Philipp Hauß haben wieder durchs Programm geführt.

Im letzten Jahr kamen sie, glaube ich, aus der Vorstellung vom „Torquato Tasso“ aus dem Burgtheater, diesmal haben sie Thomas Bernhard zitiert, dessen „Es ist ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt!“, gesprochen anläßlich einer Preisverleihung als Dankesrede, natürlich treffen als Programmpunkt passt, dann stellte Philliph Hauß noch fest, daß die nomierten Bücher alle zwei Themen behandlen würden „Heimat und Krankheit, also könne man ein „Heimat macht krank, daraus schließen und dann stellte er die Jury und die Stifter nämlich Benedikt Föger vom Hauptverband, Renate Anderl von der AK und Minister Gernot Blümel vor und befragte sie übers Lesen.

Dann kamen die Kurzlesungen und die Vorstellungen selbst, zuerst wurden die Debutanten aber nicht in alphabetischer Reihenfolge, sondern mit Marie Gamilschegg beginnend, vorgestellt „and the winner is Marie Gamilschegg“, die sagte etwas überrascht, sie hätte keine Preisrede vorbereitet, konnte die an sie gestellte Frage aber doch beantworten und dann ging es weiter mit den Shortlistnomiierten und da rätselte ich schon seit Tage, wer das wohl der Gewinner wäre?

Josef Winkler natürlich, obwohl mir die „Büglerin“ am besten gefallen hat, dann habe ich aber am Samstag und am Sonntag das Buch gelesen, das zum wiederholten Male in schöner Sprache dwen gleichen Inhalt hatte und dachte mir, da werden die Buchhändler wohl etwas dagegen habe, da sich das Buch vielleicht nicht sehr verkauft. Also doch vielleicht der Steinfest oder die Flasar, auf die auch Alfred tippte, den Jäger ließ ich aus, den Wisser, ich weiß nicht recht, aber dann stand er an erster Stelle und Josef Winkler in der Mitte and the Winner is….

Gratulation, gratulation. Er hat mir ja auch das Buch beziehungsweise das PDF verschafft, weil das von „Jung und JungQ an mich abschickte, offenbar verlorengegangen und einmal beim „Alpha“, als es auch hieß „and the winner is….“, habe ich an ihn gedacht, aber ann war es Eva Menasse, die aber den Öst schon im letzten Jahr  bekonnen hat.

Also ist „Königin der Berge“, das Preisbuch und ich frage mich, ob es sich besser als das des Winklers verkaufen lassen wird?

Wohl nicht wirklich, würde ich unken, gönne ihm aber seinen Preis, da ich seine Karriere beziehungsweise seinen literarischen Aufstieg schon ganz von Anfang an verfolgte, nämlich, als er, glaube ich, in einer fröhlichen Wohnzimmerlesung im Amerlinghaus sein bei „Ritter“ erschienes Buch vorstellte, das mir erstaunlich realistisch schien, so daß ich mich etwas überschätzend dachte: „Wenn er es schafft, müßte ich ja auch ein Buch dort unterbringen können!

„Welch ein Iirrtum Würde wieder Ernst Jandl sagen. Dann kam der „Bachmannpreis“, die „Alpha- Nominierung“, die Musa-Lesungen, der Wechsel von „Klever“ zu  „Jung“ und jetzt der dritte österreichische Buchpreis und bei der Verleihung kamen die Dankesreden und die Musik stammte, das habe ich jetzt fast vergessen von „Federspiel“.

Ein Buffet gab es auch und Gespräche, mit denen, die mit mir reden wollten, wie beispielsweise Robert Huez vom Literaturhaus, Christian Jahl von der Hauptbücher oder Ines Varga vom Kulturamt der Stadt Wien, die im MUSA immer den Wein ausschenkt, neben der ich gesessen bin, Robert Stocker vom Bund, dem ich vom „Ohrenschmaus“ erzählte und jetzt geht es zuerst weiter mit der einer europäischen Literaturpreisverleihung und dann mit der „Buch-Wien“, wo ich mich ja auch ein bißchen präsentieren werde.

2018-10-30

Von der Jurysitzung in die AS

Jurysitzung © Gerlinde Hofer

Jurysitzung © Gerlinde Hofer

Die zwölfte „Ohrenschmaus-Preisverleihung“ naht her, Literaturpreis für „Menschen mit Lernbehinderung“  naht heran und heute war die Jurysitzung im Büro von Franz Joseph Huainigg, dem Preisbegründer.

Den Preis gibt es seit 2007, Otto Lambauer, der Anfangs das „Literaturgeflüster“ sehr unterstützte, hat mich in die Jury gebracht und so habe ich mich vor einigen Wochen durch dreihundertvierundzwanzig Texte, die von hundertsechsunddreißig Autoren eingereicht wurden gelesen.

Der „Ohrenschmaus“ boomt. Anfangs waren es nur etwa hundert Texte, die zu beurteilen waren. Seit Gerlinde Hofer nach Evelyne Pammer, die Organisation übernommen hat.

Es gibt jetzt viele Lesungen von „Ohrenschmaus Autoren“ und ein Stipendium für ehemalige Preisträger gibt es auch.

Das erste hat David Sylvester Marek gewonnen, der mit Franzobel, einem Mitjuror ein Buch herausgebracht hat, das Ende September im Badeschiff vorgestellt wurde.

Das muß ich noch lesen. Die Texte habe ich schon gelesen und meine Vorschläge gemacht, die am Nachmittag mit Barbara Rett und Felix Mitterer durchdiskutiert wurden. Die anderen Juroren haben ihre Vorschläge schriftlich geschickt.

Jetzt gibt es wieder Preisträger, die Anfang Dezember im Museumsquartier präsentiert werden, auf der „Buch Wien“ gibt es auch Wieder eine „Ohrenschmaus Lesung“, da werde ich auch kurz meine „Mimi“ vorstellen. Eine Schokolade wird es wieder geben und ich werde demnächst meine Laudatio schreiben, aber vorerst hatte ich mich in den Rathauspark gesetzt und mein vierzehntes DBp-Buch ausgelesen, bevor es in die Alte Schmiede ging, wo wieder „Textvorstellungen“ waren.

Renate Zuniga hat unter dem Motto „Unerwartet Unangenehmens“ wieder drei Bücher vorgestellt und die erste Autorin war die 1974 in Wien geborene Karoline Cvancara, die ich eigentlich als „Wortreich-Verlegerin“ kenne. Sie schreibt aber auch Bücher und stellte daher ihr 2018 erschienenes „Horak  hasste es, sich zu ärgern vor“ und das war sehr interessant, handelt es doch von einen Gymnasiallehrer, der im Cafe Hummel sitzt, weil er vor dem Lärm in seiner Wohnung flieht und dann kommt  eine Frau daher, setzt sich an seinen Tisch und quasselt ihn an.

Dann kam ein skurillier Erzählband des mir bisher unbekannten Fritz Weilandt, der 1941 in Pommern geboren wurde, bis 2000 auch Lehrer war und jetzt bei „Sisyphus“ achtzig Minierzählungen unter dem Titel „Schwarz surren Kastagnetten“ herausgegeben hat, von denen er sechs gelesen hat.

Der dritte Autor war der 1969 in Graz geborene Wilfried Ohms mit „Neun Stunden“ und so lange ist ein Drogensüchtiger im Burgenland auf einer Straße gelegen. Ein Journalist beginnt zu recherchieren und jeder den er interviewt, scheint seine eigene Geschichte dazu zu erzählen. Eine solche las der Autor vor, die von einem Arzt handelte, der dann auch etwas anderes erzählt.

Spannend, spannend, die österreichischen Neuerscheinungen, abseits der österreichischen Buchpreisliste, aber da habe ich noch einiges zu lesen, bevor es am Montag zur Preisverleihung kommt, so daß ich den Büchertisch ziemlich unbeachtet ließ.

2018-10-29

Priessnitzpreis an Antonio Fian

Den „Reinhard Priessnitz-Preis“, benannt nach dem am 5. November 1985 verstorbenen experimentellen Dichter, der vom „Bundesministerium für Unterricht und Kunst“ gstiftet wurde und von der Jury, Gustav Ernst und Robert Schindel vergeben wird, gibt es seit 1994 und wird im Literaturhaus immer Ende Oktober verliehen.

Als  ihn1998 Sabine Gruber bekommen hat, war ich das erste Mal bei der Verleihung. Dann kann ich mich erst wieder an die von 2003 an Olga Flor erinnern. Danach war ich bis auf das Vorjahr, wo ihn Hanno Millesi, den ich ja sehr gern mag, ich aber bis acht Stunden hatte, bekommen hat, war ich jedesNahr dabei und ab 2008 kann man das in meinem Blog auch nachlesen:

Angelika Reitzer,  Michael Hammerschmid, Andrea Winkler, Richard Obermayr,  Judith Nika Peifer, Anna Weidenholzer, Robert Prosser, Anna Elisabeth Mayer, Sandra Gugic.

Man sieht, bis auf Lotte Podgornik, die Volksstimme-Journalistin, die ihn 1997 bekommen hat, lauter jüngere eher experimentelle Autorinnen.

Aber heuer gab es wieder eine Ausnahme, denn heuer hat ihn Antoino Fian bekommen, der 1956 in Klagenfurt geboren wurde und mit seinen Dramuletten, die bei „Droschl“ und im „Standard“ erscheinen, eigentlich nicht als experimenteller Dichter gilt.

Auf der Longlist des dBps ist er 2014 mit seinem „Polykrates-Syndrom“, das ich ja im Sommer in Zürich in dieser kommunistischen Buchhandlung gefunden habe, ist er auch schon gestanden und ich kenne ihn  schon sehr lange.

Wahrscheinlich schon seit meiner Zeit im „Arbeitskreis schreibender Frauen“, wo ich auch Lotte Podgornik kennenlernte und kann mich ich an die Zeitschrift „Fettleck“ erinnern, wo ich seine Texte gefunden habe, aber vielleicht war es auch eine andere Gelegenheit.

Er war einmal bei den Staatsstipendiaten, als Gerhard Jaschke eine „Freibordnummer“ darüber herausgegeben hat, da sitzt Gerhard Ruiss  ziemlich unbekleidet am Cover am Klo und sonst war ich schon bei sehr vielen seiner Lesungen und Buchpräsentationen.

Als es die „Literatur im März“ und ihre Büchertürme noch gab, habe ich auch ein paar seiner „Droschl- Bücher“ dort gefunden und habe ihn mit dem Alfred und der Ruth sogar einmal bis in den Bregenzer Wald verfolgt. In Göttweig bei „Buch und Wien“ liest er auch und als wir noch den „Standard“ in seiner Printform kauften, sind mir auch die dort erschienenen Dramulette untergekommen. Mein Lieblingsdramulette ist das mit der schwerhörigen alten Frau und deren pubertierenden tochter, die sie mit künstlicher Untersützung geboren hat und die nun ziemlich allein mit ihren Nöten ist.

Das Literaturhaus nicht sehr voll, aber Maximillian Droschl war da, der Josef, den ich eine Einladung zu meinem Geburtstagsfest gegeben habe, ein paar Stammbesucher und natürlich die Laudatorin Karin Fleischandl.

Barbara Zwiefelhofer hat eröffnet, Gustav Ernst kurz und bündig den Jurybescheid verlesen, die Laudatio war etwas länger. Es gab  die Urkunde und, wie das bei diesen Preisverleihungen üblich ist, ein Paket mit Priessnitz-Bänden, die glaube ich inzwischen auch bei „Droschl“ erscheinen. Antonio Fian nahm eine Nenge seiner Bücher auf die Lesebühne mit und hat sich querdurchgelesen, worunter für mich einiges schon Bekanntes, aber auch viel Neues war.

Dann gabs Wein und die Bücher am Büchertisch zum Kaufen und betrachten und ich habe Antonio Fian natürlich vom „Polykrates-Syndrom“ in der Wühlkiste in der Züricher Volkssbuchhandlung erzählt und er mir, daß er am dreißigsten November wieder bei der „Poet-Night“ lesen wird.

2018-10-23

Der neunte Alpha

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 23:02
Tags: ,

Den „Alpha-Literaturpreis“, gesponsert vom „Casino Austria“ gibt es bereits seit 2010. Das erste  Mal hat ihn Thomas Stangl bekommen. Ab dann nur mehr Frauen. 2011 und 2012 war ich leider nicht dabei. Ab 2013 aber regelmäßg und einreichen kann man für den „Alpha“ glaube ich, wenn man noch nicht mehr als drei Bücher hat.

Es ist also sowas wie ein Nachwuchspreis und hat vielleicht bis 2016 den österreichischen Buchpreis ersetzt.

Fünfzig Bücher wurden  heuer, glaube ich, eingereicht. Aus diesen wählte eine Vorjury, die aus Rudolf Kraus von der Hauptbücherei und noch zwei anderen bestand, neun  Bücher auswählte, das der Laura Freudenthaler, Susanne Gregor und  Verena  Stauffer waren bei denen, die ich kannte und dann kam die Hauptjury unter dem Vorsitz von Paulus Hochgatterer zum Wort und wählten die drei Finalisten:

Petra Piuk mit „Toni und Moni“, Theodora Bauer mit „Chikago“ und die mir bisher  unbekannte Iris Wolff mit ihrem bei „Otto Müller“ erschienen Buch „So tun als ob es regnet“ aus.

Da hätte ich, da in den letzten Tagen das Buch im „Literaturgeflüster“  sehr oft  aufgerufen wude, an Petra Piuk als Siegerin gedacht, aber, wie gewohnt kam alles anderes.

Die Hauptjmury hat die 1977 in Hermannstadt in Siebenbürgen geobrene Iris Wolff ausgewählt, deren Buch ich nun als Lektüre habe, wenn ich mit meiner Herbstlektüre fertig bin, was mich auch besonders freut, da ich die beiden anderen Bücher ja schon kenne.

Spannend, spannend und wieder ein gutes Essen bei der Gala, bei der es, wie man an mir sieht,  ja sehr schwierig ist, hineinzukommen, aber die Vorjahrsgewinnerin Marie -Luise Lehner, von der ich schon das nächste Buch auf meinen Stapel liegen habe und Nomniwrte , wie beispielsweise Cordula Simon, Barbi Markovic, Lydia Haider waren da und noch einige andere.

Man konnte sich das Buch wieder mitnehmen uns signieren lassen, Clarissa Stadler hat durch das Programm geführt, Paulus Hochgatterer hielt wieder eine sehr beeindruckende Laudatio, es gab nach den Lesungen, wo man sich in die Bücher ein bißen einhören, sowie ein Kurzportrait der Autorinnen sehen konnte und vor der Preisverleihung, wieder eine Musikeinlage und ich  habe wieder eine mir bisher unbekannte Autorin kennengelernt und bin auf ihr Buch, das einen schönen Titel, sowie ein sehr schönes Cover hat, jetzt sehr gespannt.

2018-10-18

Dritte österreichische Debutpreislesung

Heute fand in der Arbeiterkammerbibiothek in der Prinz Eugen Straße zum dritten Mal die Vorstellung der drei Debutpreisfinalisten statt, die ich zum zweiten Mal besuchte, denn 2016 fand es ja zeitgleich mit der „Veza Canetti Preisverleihung“ an Ilse Kilic statt und da habe ich mich dafür entschieden weil ich ja auch schon alle drei Bücher gelesen habe, im Vorjahr war ich da und heuer auch und von den drei Finalisten

1.Ljuba Arnautovic „Im Verborgenen“

2. David Fuchs „Bevor wir verschwinden“ und

3. Marie Gamillscheg „Alles was glänzt“, die ich ja alle drei schon bei den O-Tönen gehört habe, habe ich inzwischen das Buch der Ljuba Arnautovic gelesen, das des David Fuchs wartet noch auf mich und das der Marie Gamillscheg wird, so wie es ausschaut nicht zu mir kommen und wenn ich von den O-Tönen und der Shortpreislesung eine Prognose abgeben kann, würde ich mir da des David Fuchs als Preisträger wünschen und bis dahin werde ich es wohl auch mit dem Lesen schaffen, obwohl ich es dem 1981 in Linz geborenen Onkologen nicht glaube, daß er das Buch nicht zu seiner Psychohygiene geschrieben hat, vielleicht weiß er es noch nicht, daß es ihm dazu nützt, ich würde es aber für ausgeschlossen halten, wenn es ander wäre, aber auf mich kommt es nicht an.

Gar nicht soviele Leute in der Arbeiterkammerbibliothek, ich glaube ja, daß sich der österreichische Buchpreis ziemlich im Verborgenen und im Geheimen abspielt und kein Mensch etwas davon weiß und  Ute Weiner, die Bibliotheksleiterin sagte in ihrer Einleitung auch, daß sie den Büchern recht viele Leser wünsche und glaube, daß sich einige der Nominierung wegen die Bücher gekauft hätten.

Das glaube ich zwar nicht, es gab aber einen Büchertisch und einige Besucher hatten auch die Bücher vor sich liegen und ließen sie sich signieren.

Es kam aber der Arbeiterkammerdirektor Christoph Klein und hielt eine flammende Rede auf die Wichtigkeit der Arbeiterkammer, die ja der derzeitigen Regierung ein Dorn im Auge ist und dann kamen die Lesungen der drei, beziehungsweise das Gespräch und das Interview das Ute Weiner mit ihren führte.

Ljuba Arnautovic habe ich ja schon öfter daraus lesen gehört und kannte auch die zwei ausgewählten Stellen. David fuchs hat, glaube ich, auch das gelesen, was er bei den O-Tönen präsentieren, bei Marie Gamilgscheg weiß ich es nicht mehr, aber ihr Buch ist sicherlich das literarischte der drei, obwohl ich noch immer nicht so genau weiß, worum es darum geht.

Velleicht kommt es noch einmal zu mir, man soll ja die Hoffnung nie aufgeben und es gibt auch immer wieder Überraschungen, aber hier im Anschluß Brötchen und Wein, beziehungsweise kleine Schinken- oder Käsesemmerln.

Angelika und  Josef waren da, die Frau K. und noch einige andere literarisch Interessierte. Ich habe mich mit Ljuba Arnautovic ein wenig unterhalten. Ich habe ihr alle Gute gewünscht und ich glaube auch, daß sie Chancen für den Preis hat. Aber meine Prognosen sind ja, wie man am heurigen deutschen Buchpreis sieht, nie richtig, also bin ich gespannt und die Einladung zur Preisverleihung am fünften November ist auch schon bei mir, so daß ich es ja erfahren kann.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.