Literaturgefluester

2021-11-25

Preis der Literaturhäuser an Ingo Schulze

Filed under: Literaturpreise,Veranstaltungen — jancak @ 21:26
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Der „Preis der Literaturhäuser“i wurde in Leipzig, glaube ich, fast immer am Freitag als Letztes auf dem „Blauen Sofa“ verliehen. Nachher gab es Wein und Brezeln, einmal am Vormittag Kaffee, warum weiß ich nicht mehr und der Preis besteht aus einer Lesetournee durch verschiedene deutschsprachige Literaturhäuser und sehr lange war das Literaturhaus Wien nicht dabei.

„Warum?“, habe ich Silvia Bartl einmal gefragt, als sie in Leipzig war, als sich dort die GAV präsentierte, 2007 war das glaube ich.

„Gute Frage!“, war ihre Antwort.

Später habe ich dann verstanden, daß das Wiener Literaturhaus kein richtiges Literaturhaus war, weil es mit verschiedenen anderen Institutionen verbunden war. Seit einigen Jahre ist das aber anders und da habe ich 2016 Ulf Stolterfoht im Literaturhaus präsentiert von Oswald Egger gehört und 2020 Marlene Streeruwitz, die ihre Tournee Pandemie bedingt überhaupt nicht oder nur verspätet und digital antreten konnte, 2021 hat ihn Ingo Schulze bekommen und, ob der seine Tournee schon ganz halb oder gar nicht absolviert hat, weiß ich nicht genau.

Ich war auch nicht bei der Verleihung auf dem „Blauen Sofa“ auf der digitalen Buchmesse im Mai, seit dieser Woche gibt es Österreich aber wieder strengen Lockdown also keine Liveveranstaltungen, so saßen Robert Huez mit seinem Team, Wolfgang Popp und dem 1962 in Dresden geborenen Autor wahrscheinlich allein im Literaturhaus und Ingo Schulze sollte auch, diesmal der alleinige Juror des heurigen „Frieds-Preisträgers“ Frank Witzel, von dem ich zwei Bücher gelesen habe und der Preis sollte auch am Sonntag in der Literaturhausbibliothek gestreamt, werden, wurde, aber, wie ich gerade gelesen habe, auf den Frühling verschoben. Also nur einmal Ingo Schulze und den habe ich einmal, wahrscheinlich in den Neunzehnneunzigerjahren in der „Alten Schmiede“ gehört.

Die Wende war vorbei und ich habe mich ja sehr für die DDR-Literatur interessiert und die auch öfter in der „AS“ gehört, aber die war vorüber und die Geschichte von dem Mann in dem Taucheranzug, der vor einem Fischrestauraunt steht und dort an die Passanten Flyer verteilt, hat mich sehr beeindruckt. Daß die Geschichte aus den „Simplen stories“ ist, habe ich erst jetzt in der Diskussion von Wolfgan Popp erfahren. Ich habe das Buch aber, glaube ich, mal gefunden oder aus der Abveraufskiste gezogen und habe von ingo Schulze überhaupt sehr viele Bücher und einige davon auch gelesen.

Das „Neue Leben“ den großen Wenderoman, glaube ich, auf einen unserer Sommeraufenthalte in der hohen Tatra.

„Adam und Evelyn“ ist 2008, „Peter Holtz“, 2017, da habe ich sccchon Buchpreisgelesen, auf der deutschen Buchpreisliste, da habe ich schon Buchpreis gelesen und die „Rechtschaffenden Mörder“ war 2020 für den „Leipzger Buchpreis“ nominiert. Da habe ich noch geglaubt hinzukommen. Die Pandemie hat es verhindert und jetzt führte Wolfgang Popp, der im Ö1 moderiert und auch schon einige Bücher geschrieben hat, durch das Werk.

Ingo Schulze dessen Bücher ja alle sehr genau die Wende und die ehemalige DDR beschreiben, erwähnte, was mir bisher offenbar entgangen ist oder ich vergessen habe, daß er die „Rechtschaffenden Mörder,“ wo mir ja der erste Teil sehr gut gefallen hat, während ich die anderen eher aufgesetzt fand, in Joseph Roth-Manier geschrieben hat, während er die „Short stories“ an die amerikanischen Shortstoriesmanier und beim „Peter Holtz“ an den Schelmenroman orientierte.

Ingo Schulze hat aus den „Rechtschaffenden Mördern“ gelesen und sehr viel darüber erzählte. Eine interessante Lesung, die ich wieder im Livestream und während ich noch die siebente Szene meiner „Arbeitstitel-Geschichte“ mit der ich jetzt doch weitergekommen bin und inzwischen 6316 Worte habe, korrigierte, verfolgte.

2021-11-08

Buchpreisverleihung per Radio

Heute wird also wieder im Casino Schwarzenberg der österreichische Buchpreis verliehen und seit 2016 war ich dabei, weil mir Charlotte Sucher vom Bundesministerium freundlicherweise eine Einladung dazu schickte, denn die Buchpreisverleihung war eher eine interne Angelegenheit wo sich die Autoren, Verleger und andere wichtige Personen trafen und man anschließend im Radio am nächsten Morgen vielleicht eine kurze Mitteilung hören konnte, wer den Preis gewonnen hat, falsch natürlich die Preisträger traten und treten dann immer auf der „Buch Wien“ auf , aber mein Eindruck ist, daß sich der österreichische Buchpreis den es seit 2016 in Anlehnung an den deutschen ,gibt kaum in der Öffentlichkeit abspielt.

Falsch die „Buchinsel“ in der Margaretenstraße stellt immer die Bücher in ihrer Auslage aus und es gibt auch so ein kleines Buchpreisbüchlein, das man im Gegensatz zu dem deutschen in Österreich auch bekommt mit den Proben der zehn nominierten Bücher und den drei Debuts und ich lese ja seit ich mich 2015 entschloßen habe den deutschen Buchpreis mitzulesen auch beim österreichischen mit, bin da heuer gerade bei Buch sechs der Longlist und den zweiten der Debutlist, angekommen und im Vorjahr, wo ich das auch getan habe, wurde der Preis ja lockdown bedingt nur irgendwo bekanntgegeben.

Heuer kann man, seit heute nur mit 2G wieder teilnehmen, ich habe mich, da ich das ja nicht haben,, diesmal gar nicht um eine Einladung bemüht und hätte wahrscheinlich auch, wenn ich mich impfen oder testen hätte lassen, keine bekommen, weil die Plätze wahrscheinlich liimitiert waren, aber oh <überraschung habe ich vor einigen Tagen herausbekommen, die Verleihung wird in Ö1 übertragen und das finde ich schön, daß man als kulturlinteressierter Ö1 hörer etwas von dem Buchpreis mitbekommen kann.

Also habe ich mir heuer nicht mein rotes oder schwarzes Kleid angezogen, wie ich das früher tat und bin zum Schwarzenbergplatz gestöckelt, sondern, die vier Bücer die ich noch auf meinen Regalen liegen habe, ins Schlafzimmer getragen, um in die Buchpreisverleihung einzutauchen, die wieder von Philipp Hauss und Dorothea Hartinger moderiert wurden.

Ich kann mich erinnert, daß die einmal in „Torquato Tasso-Kostümen“ vom Burgtheater kommend aufgetreten haben und das letzte Mal also 2019 wurden auch „Ohrenkuß-Autoren“ vorgestellt.

Diesmal ging es um die Zeit und es wurde auch Xaver Bayer , dem Preistrger vom Vorjahr nochmals gratuliert und darauf verwiesen, daß die nominierten Autoren jetzt wohl die Sekunden zählen würden.

Dann wurde die Jury Tilman Eder, Walter Grond, Manuela Reichert, Daniela Strigl und Peter Zimmermann vorgestellt und danach kamen Renate Anderl von der AK, Benedikt Föger vom Hauptverband und Staatssekretärin Andrea Mayer auf die Bühne und mußten ihre Beziehung zur Zeit bekanntgeben, die Jurymitglieder haben vorher erklärten,wann sie Zeit zum Lesen hätten.

Danach wurden die drei Debutpreisbücher vorgestellt, jeweils eine Probe daraus verlesen und dann wieder Überraschung, ich hätte da ja eigentlich an Anna Felnhofer oder Clemens Bruno Gatzmaga gedacht, aber wieder einmal total verschätzt, denn Anna Abinus wurde mit „Revolver Christi“ mit dem ich eigentlich nicht so viel anfangen konne, dafür ausgewählt.

Musik gab es auch immer wieder dazwischen zu hören, bevor es zur Vorstellung der Shortlist kam.

Da habe ich ja vor kurzem bei Daniela Chanas Erzälungen, die Überraschung erlebt, das als das beste von den drei bisher gelesenen Shortlistbüchern zu halten,hätte aber sonst eher auf den Schmalz oder die Olga Flor geschätzt, aber da ich mich ja immer verschätze, wer mag ihn bekommen? Das Buch das mir wieder nicht so gut gefallen hat!

Ja natürlich, da scheine ich Meisterin zu sein! Also gratuliere ich Raphaela Edelbauer, die ja schon zum zweiten Mal auf der Shortlist steht, zum Öst 2021 herzlich.

„Das flüßige Land“ hat mir ja viel besseer gefallen aber Raphaela Edelbauer schreibt schon wieder an etwas Neues, wie sie Philipp Hauss erklärte, der von ihr wissen wollte, wieviel Zeit sie sich zwischen den Büchern nehmen würde und dankte ihrer Auterin herzlich, ohne die sie, wie sie meinte, den Preis nicht gewonnen hätte.

Dann gabs nochmals Musik vom „David Helbock`s Random Control-Trio“ und ein Gruppenfoto, offenbar Pandemie bedingtt kein Bufett, aber das wird nachgeholt, versicherten die Moderatoren und Ö1 hat dann erwähnt, daß man die beiden Sieger am Donnerstag auf der „Buch-Wien“ hören kann, aber ich habe die Bücher ja schon gelesen und freue mich, wenn mans wissen will, auf das „Lieblingstier“ und die anderen noch ungelesenen Bücher.

2021-10-27

Kaffeetrinken mit der Poesie beim Priessnitz-Preis

Heute ist der siebenundzwanzigste Oktober und da wurde im Jahr 1945 der Dichter Reinhard Priessnitz geboren, der am fünften November 1985 an seinem Krebsleiden verstorben ist und seit 1994 gibt es den „Reinhard Priessnitz-Preis“ vom damaligen Bundesministerium für Unterricht und Kunst gestiftet und von Robert Schindel und Gustav Ernst ausgesucht und im Literaturhaus vergeben. 1998 wurde er an Sabine Gruber vergeben. Da war ich das erste Mal dabei und bin nachher mit dem Alfred und der Anna zum Wandern an den Traunsee, glaube ich, gefahren.

Ab 2003 wo ihn Olga Flor bekommen hat, war ich dann dabei. Xaver Bayer, Gerhild Steinbuch, Thomas Ballhausen und Anne Cottont, folgten, die hat mich da beeindruck daß sie sich in einer Schachtel verstecken wollte und ab 2008 war ich auch dabei und habe schon darüber gebloggt. Da bin ich zur Preisverleihung von Angelika Reitzer, wahrscheinlich ein wenig frustiert hingegangen habe ich mich da geärgert, daß mich Silvia Bartl meine „Mittleren“ nicht mehr dort veranstalten lassen wollte, obwohl eigentlich hätte ich Grund zur Freude gehabt, weil mich an diesem Tag Friedrich Hahn zu einer Lesung bei den „Textvorstellungen“ eingeladen hat.

2015 hat ihn Anna Elisabeth Mayer bekommen und da war ich, als sie den „Alpha“ bekommen hat auch frustriert, weil die hatten mich da hinausgeschmissen. Das habe ich im Literaturhaus ihrem Vater erzählt, der mir daraufhin das Buch geschickt hat.

Ab 2008 also gebloggt nur 2017 nicht, denn da hatte ich so viele Studne, daß ich erst um acht darauf gekommen bin, das es zu spät ist, jetzt noch hinzufahren. Obwohl ihn eigentlich einer meiner Lieblingsautoren Hanno Millesi bekommen hat.

Gustav Ernst hat mir später gesagt, da er mich vermißte. Das wird er wohl heuer auch oder hat es im Vorjahr, wo ihn Elias Hirschl bekommen hat, dessen neues Buch schon in meinem Badezimmer liegt und heute Simone Hirth, deren bei „Kremayr&Scheriau“ erschienen Bücher ich gelesen habe und auch bei diesem H. C. Artmann-Fest im Breitenseerkino war und da hätte ich eigentlich geglaubt, daß ich es mir höchstens nachsehen und dann nicht mehr darüber bloggen werde, weil eine Stunde. Die wurde aber vorverlegt. So konnte ich mir die Preisverleihung wieder per Livestream geben und Barbara Zwiefelhofer, wie sie am Schluß sagte, dann mit den maskierten Anwesenden feiern lassen. Wein wurde vielleicht schon vergeben. Jedenfalls hat sie diesmal nichts davon gesagt.

Nur „Kaufen Sie die Bücher, aber nicht beim („bösen“) Amazon“. Aber ich habe sie freundlicherweise ohnehin vom Verlag bekommen. „Das Loch“ sogar zweimal. Das habe ich dann der Anna gegeben, die ja auch ein keines Kind zu Hause hat.

Die 1985 in Freudenstadt geborene Simone Hirth, die seit 2016 Simone Seidl heißt, hat einen kleinen Sohn zu Hause und dankte ihren Eltern, daß sie ihr durch dessen Betreuung, das Schreiben ermöglichten und sie, als sie vierzehn war, zum Schreiben ermutigte, beziehungsweise keinen Anfall bekamen, als sie damals sagte, sie würde Autorin werden.

Kennengelernt habe ich sie damals bei diesem Fest oder der Veranstaltung in der „Gesellschaft“ von „Kremayr &Scheriau“, und Gustav Ernst hat eine sehr kurze Juryrede gehalten. Dann das Wort an die Laudatorin Daniela Fürst übergeben, die gerade aus Frankfurt zurckgekommen ist, denn Simone Hirth hajt nicht nur die drei „K&S-Bücher,“ die auch am Lesepult standen, sondern auch offenbar ganz neu, dreihundertfünfundsechzig Miniaturen in der „Edition Niederösterreich“ -„365 Tassen Kaffee mit der Poesie“ herausgegeben, das in Frakfurt vorgestellt wurde.

Daniela Fürst hielt eine sehr gefühlsvolle Laudation in der sie durch die Bücher zog und auf die poetische Sozialkritik der Autorin hinwies. So bastelt sich in der „Notunterkunft“ eine Aussteigerin ja eine neue Welt zusammen. In „Bananama“ eine geht es um antiautoriäre Kindergruppen-Kindheit und im „Loch“ schreibt eine junge Mutter Briefe an die Jungfrau Maria und an andere Personen und jetzt jeden Morgen eine Tasse Kaffee mit der Poesie damit man das Leben und seine Ungerechtigkeit, ein wenig besser verträgt.

Das wars dann schon. Simone Hirth, die nach der Preisübergabe, ein Päckchen Priessnitz-Bücher ist auch immer dabei, darauf hinwies und aus den dreihundertfünfundsechzig Splitter las. Vorher hat sie sich noch bei Gustav Ernst, bedankt der der erste war, der in Österreich ihre Texte in der „Kolik“ veröffentlichte und sie auch an den Verlag vermittelte und meine Leser wissen es wahrscheinlich, daß mir das mit dem Kaffeetrinken mit der Posie gut gefällt.

Wow, das tue ich jetzt auch, könnte ich jetzt großspurig versprechen und Simon Hirth zwar nur virtuell aber trotzdem herzlich gratulieren und vielleicht mag die Poesie auch ein Glas Rotwein mit mir trinken oder einen Kaisersppritzer, denn das ist sicher auch sehr inspirierend.

2021-08-17

Wieder einmal Preisgeplauder

Was könnte man in Zeiten,wie diesen, mit den den 3G-Regeln und der geimpft-nicht geimpft Zweiklassengesellschaft über Literatur bloggen, wenn man mit dem Lesen nicht so schnell nach kommt und ja zu fast keinen Veranstaltungen gehen kann?

Richtig über das Preisgeschehen könnte ich schreiben, wer also heuer welchen Preisbekommt? Denn das interessiert mich ja sehr und früher wäre ich ja zu den Preisverleihungen gegangen und würde, auch wenn das meinen Freund Uli ärgert, auch gern einen oder mehrere von den Preisen bekommen.

So wie es aussieht,werdeichjahöchstwahrscheinlich zu keiner der Veranstaltungen gehen oder höchstens, wenn es das gibt, per Stream daran teilnehmen können. Habe aber die Nachricht,wer welchen Preis heuer bekommt, nach und nach aufgeschnappt.

Meistens war es die Hauptverbandsseite, die mir das mitteilte, also voila, ich teile gerne mit meinen Lesern und berichtige mich auch gleich, denn, daß der 1982 in Graz geborene Graz geborene Clemens J.Setz, den „Büchner-Preis“, den wichtigsten deutschen Literaturpreis bekommt, hat mir vor einiger Zeit Doris Kloimstein gemalt und das wär ewahrscheinlich auch die einzige Preisverleihung,wo ich auch in normalen Zeiten nicht hingekommen und nicht eingeladen wordenwäre.

Ich kenne denPreisträger schonlange,wahrscheinlich habe ich bei Ö1 von seinen „Söhne und Planeten“ gehört. Das Buch dann auch gelesen und da kann ich mich erinnern, daß es nicht so simpel war, wie ich es mir erwartet habe. Denn Clemens J Setz ist ein sehr hintergründigerAutor. Mit seinem „Mahlstädter Kind- Erzählungen“ hat er, glaube ich in Leipzig gewonnen und da dachten alle Arno Geiger würd ihn kriegen .Den“Bremer-Preis“ hat er vor Friederike Mayröcker gewonnen, wow, das ist doch was für für einen so jungen Mann. Bei den O-Tönen habe ich ihn gehört, auf der Öst ister gestanden und jetzt diese Auszeichnung,wow ich gratuliere und gehe gleich zum „Wildgans Preis“über, zu den mich einmal Barbara Neuwirth einladen hat.Das waren immer sehr schöne Preisverleihungen mit einem sehr schönen Buffet und einer sehr netten Organistorin, diesmal wird ihn die 1975 in Bad Ischl geborene Andrea Grill bekommen, die ich, glaube ich, seit ihrer Lesung beim „Bachmann-Preis“ kenne. Den „Stößl-Preis“ hat sie auch bekommen und ich habe einige Bücher von ihr gelesen, darunter „Cherubino“ mit dem sie auf der dBp- Longlist gestanden ist.

Den „Veza-Canetti-Preis“ den Julia Danielcyck eingeführt hat,als sie das Literaturreferat derStadt Wien übernommen hat, bekommt heuer die sehrexperimentelle Autorin Brigitta Falkner, die ja auch schon auf der Öst gstanden ist. sie ist Gav-Mitglied und ich habe sie schon ein paarMal in der „Alten Schmiede“ gehört.

Den „Priessnitz-Preis“,den ja Robert Schindel und Gustav Ernst im Gedenken an den 1984 verstorbenenen Dichter gegrümdet hat, jährlich jeweils eine jüngere Autorin oder Autor vergeben wird, heuer die 1985 geborene Simone Hirth vergeben, deren Bücher, weil sie bei „Kremayr & Scheriau“ erscheinen, ich alle gelesen habe und den „Theodor-Kramer-Preis“, der ja von Konstantin Kaiser und der „Kramer- Gesellschaft“ vergeben wird, den im Vorjahr Erich Hackl bekommen hat, der auch „Wildgans-Preisträger“ ist und wird heuer an Richard Schubert und Eva Geber vergeben, da ja die Exilautoren für die er gedacht war, langsam ausgestorben sind. Von Richard Schubert, der auch am Volksstimmefest liest und der mich immer zu seinenVeranstaltungen einlädt, habe ich ein Buch gelesen. Bei der Feministin Eva Geber war ich bei einigen Lesungen. Sie hat, glaube ich, auch die „Laudatio“ für Ruth Klüger gehalten, die den „Kramer-Preis“ 2011 erhalten hat.

Dann fehlt noch der „Fried-Preis“, der ja von einem einzigen Juror immer jeweils im November bestimmt und vergeben wird. Diesmal hat sich Ingo Schulze für Frank Witzel entschieden,der 2015 den deutschen Buchpreis gewonnen hat und auch im Vorjahr aufder Longlist stand.

So das waren die mir zugänglichen Preise. Es gibt ja noch viel viel mehr. Bei der Leipziger Buchmesse hat immer ein Büchlein aufgelegen, wo man die Preise und Preisträger nachlesen konnte.

Wer den deutschen, den österreichischen und den Schweizer Buchpreis bekommt, wird sich in den nächsten Monaten entscheiden und dann gibt es natürlich noch den Nobelpreis, wo der oder die Nominierte im Oktober bekannt gegeben wird. Ein Autor oder Autorin, die ich höchstwahrscheinlich nicht kenne oder einer,wie Peter Handke, der dann sehr beschimpft werden wird.

Ich habe, wer es wissen möchte, auch schon ein paar Preise bekommen. Preiserl, wie es mein Studienkollege Gerhard K, der auch einer von den Zweien war, der sich damals über die „Einladung zum Tee“ mokierte bekommen.

Mein größter Erfolg war die Geschichte „Güler will kein Kopftuch mehr“ in dem frauenunspezifischen Kinderbuch „Mädchen dürfen weinen Buben dürfen püfeifen“, das dann auch den halben „Kinderbuchpreis derStadt Wien“ bekommen hat. Ein paar Mal den „Luitopld Stern- Preis“, den die Gewerkschaft eigentlich für ihre Mitgliederausschrieb, einmal einen Hörspielpreis in der Buchhandlung „Thalia“, einmal einen in der Bücherei Pannaschgasse, was, glaube ich, 2005 war. Das war mein letzter Preis. Lang, lang ists her und sehr literarisch waren die meisten nicht. Ich habe mich aber sehr bemüht und in einigen Juries war ich auch. Zweimal in einer des Bundes, ein paarmal bei Poetry Slams und jetzt noch in der des „Ohrenschmauses“ und der der „Deubutblogger-Preises.“

2021-06-27

Österreichische Staatspreise für literarische Übersetzungen 2019 und 2020

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 12:49
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Ich schreibe ja immer, daß ich mich eigentlich für alles Literarische interessiere, da ich gern über den Tellerrand schaue und das gilt auch für Übersetzungen. Inzwischen lese ich nur mehr übersetzte Bücher, auch die, die ich vielleicht in Englisch lesen könnte, weil mir alles andere zu schwieirig ist. Ich bin aber daraufgekommen, daß man da vielleichtet, was ganz anderes, als das Original zu lesen bekommt und auf einmal „Schuld und Sühne““Verbrechen und Strafe“,heißt, was mich ein wenig stört, wenn Bücher immer wieder neu übersetzt werden, während das Original ja gleich bleibt. So habe ich in Zeiten, wo ich noch zu Veranstaltungen gehen konnte,mir auch einige Übersetzerabende und Diskussionen gegönnt, ob ich aber bei der Verleihung des „Österreichischen Staatspreises“ dabei gewesen bin, weiß ich gar nicht, finden die ja meistens zu einer Zeit statt, wo wir in Harland sind und so kann ich wieder den Vorteil der livesreams loben und bin in den Gesprächs und Lesungsabend am Freitag ins Literaturhaus hineingeswitscht, wo wieder wahrscheinlich lockdown bedingt die Preise für zwei Jahre verliehen wurde und Alexander Nitzberg und Stefan Vevar die Preise für 2019 und Erna Pfeifer und Iva Ivanova für2020 bekamen. Die für 2021 stehen wohl noch aus und werden später vergeben und es waren auch nur Stefan Vevar und Erna Pfeifer da, da sich Alexander Nitzberg aus Moskau zurückgekommen, offenbar gerade in Quaratän ebefindet und die bulgarische Übersetzerin vielleicht nicht kommen konnte. Robert Stocker vom Ministerium hielt die Einleitungsrede, RenateWelsh die selbst auch einmal ins Englische übersetzt hat, die Laudatio und Erwin Köstler der slowenische Übersetzer, der auch schon den Staatspreis bekommen hat, moderierte und stellte die beiden anwesenden Übersetzer, den 1953 geborenen Solwenen Stefan Vevar, der sowohl Kafka, als auch Ransmayr und Maja Haderlap ins Slowenische übersetzt. Er las ein Stück von seiner Kafka Übersetzung und erzählte,wie schwierig es war, Maja Haderlaps„Engel des Vergessens“ins Slowenische zu übersetzen, da die ja selber Kärntner Slowenin ist und ihre Gedichte auf slowenisch schreibt oder geschrieben hat und die ebenfalls 1953 in Graz geborenene Romanistin Erna Pfeifer übersetzt spanische und lateinamerikanische Autoren,las ein Stück aus Luisa Futoranskys „Formosa“ und erzählte,daß sie einmal nach Peru geflogen ist,weil sie sich von dem Autor, den sie übersetzen sollte, die Gräser und die Gegend zeigen lassen wollte. Das führte dann zu der Frage, wie gut oder schlecht die Übersetzungen bezahlt werden und wieviel Mühe sie machen. Renate Welshsagte, daß sie ihre Texte dreimal übersetzt. Zuerst sehr eng am Original, dann eher frei und dann wieder werkgetreuer und Erna Pfeifer führte an, daß sie gehört habe, daß die jungen Übersetzter sieben Euro pro Normseite bekommen. Da verdienen die Putzfrauen mehr, wurde beklagt.

Am Sonntag gab es dann Musik, Robert Huez begrüßte. Erna Pfeifer und Stefan Vevar waren anwesend und für Iva Ivanova und Alexander Nitzberg, den ich ja einmal auf einer Demo getroffen habe, sind die Botschafter gekommen. Erwin Köstler stellte wieder die Preisträger vor und gabAuszüge aus Renate Welschs Festtrede wieder . Robert Stocker übergab statt Andrea Mayer die Urkunden und erwähnte wieder die Wichtigkeit der Übersetzer das Babylonische den Lesern verständlich hinüberzubringenn. Die Dankesreden der nicht anwesenden Preisträgerwurden verlesen. Alexander Nitzberg drückte seine Besorgnis über die zunehmende Spatltung der Gesellschaft aus und sich wieder sehr kritisch gegen das Freitesten aus,was ich Angesichts der Masken,dien zu sehen waren,sehr spannend fand.Stefan Vevarsn Vevars Peisreden beschäftigte sich mit den „Erfahrungen eines literarischen Sinnschmugglers mit dem Schatzkästchen der österreichis chen Lteratur“ und gab einen Parcour durch die österreicischgen GegenwartsauAutoren,die er übersetzt hat. Erna Pfeifer schilderte ihre Gefühle die sie erfasste, als sie das „Preisbriefchen“ zu Faschingsbeginn bekommen hat und dankte ihren mann und ihren Söhnen.

Erwin Köslter verlas die Preisrede iva Ivanovas, deren Urgroßbater von Wien nach Sofia zog, um Leibarzt desdamaligen Königs zu werden. Jetzt lebt sie in München, dem Vorort von Wien, wie sie launig meinte und wies darauf hin, daß der bulgarische Leser nicht Zweig oder Kafka liest,sondern das, was der Übersetzer daraus gemacht hat. Robert Huez beendete die Veransgtaltung und die schwierige Saison. Mal sehen wie es im Herbst weitergehen wird?

2021-05-10

Hundert Jahre Erich Fried

Der „Erich Fried-Preis“ an Esther Kinsky 2020 konnte Corona bedingt nicht, wie wahrscheinlich geplant im vorigen November vergeben werden, denn da fand ja immer im Literaturhaus entweder die „FriedPreisverleihungoder sogar die „Fried-Tage“mit einem umfangreichen Programm statt, das ich mir regelmäßig angesehen habe.

Groß war daher die Überraschung im Mai/juni Programm sowohl das Portrait von Erich Fried, als auch die Ankündigung der Preisverleihung und einem Erich Fried Programm zu sehen, was genauer betrachtet und klar für die Fried Spezialisten nicht so ungewöhnlich ist, denn Erich Fried wurde 6. 5. 1921 in Wien geboren und am 22. 11. 1988 in Baden Baden gestorben und ich wiederhole, ich bin keine so besondere Fried Spezialistin, habe auch nur eher wenig seiner Gedichte gelesen und ihn, glaube ich ,auch nie live gesehen, was wie ich ebenfalls betone, meine Schuld ist und mir im nachheinein sehr leid tut, denn er war in Wien in den Achtzigerjahren und hat da im NIG gelesen und der Alfred hat mich auch aufgefordert hinzukommen, aus irgendeinen Grund wollte ich das nicht.

Bin also selber schuld und zu den Fried-Veranstaltungen wie schon geschrieben eher regelmäßg gegangen, also höchstwahrscheinlich auch zur Preisverleihung an Esther Kinsky. Der Preis wird da ja immer von der „Fried-Gesellschaft“ vergeben, die sucht sich immer einen Alleinjuror aus, diesmal war es Maja Haderlap, die dann die Preisträgerin, was auch ein Unikum ist, allein bestimmt.

Und da das Literaturhaus ja die Veranstaltungen streamt und dann vier Wochen ins Netz stellt, hätte ich mir die Preisverleihung Online anschauen können, was ich auch sicherlich getan hätte, hätte die Ruth da nicht ihre dritte Runde ihres Grillparzer-Privatissimums veranstaltet und da hatte ich ihr quasi das Kommen versprochen. Zweites war das ja in Zeiten, wie diesen eine der wenigen Gelegenheiten aus dem Haus zu kommen, was vor allem bei schönen Wetter sehr wichtig ist, habe ich mir gedacht und den Stream kann ich ja nachholen.

Leider war das aber bis Montag Nachmittag, wo dann das restliche Programm begann, nicht möglich, beziehungsweise der Stream noch nicht eingestellt, so daß ich jetzt nur darüber schreiben kann, daß ihn die 1956 in Engelskirchen geborene Ester Kinsky bekommen hat, die schon auf einigen Buchpreislisten stand und einige Preise gewonnen hat, ich aber noch nichts von ihr gelesen habe und, wie schon erwähnt, Maja Haderlap, die „Bachmann-Preisträgerin“ von 2011, die Laudatio hielt und Andrea Mayer, die Kunststaatssekträrin, hat den Preis wahrscheinlich übergeben und Daniela Strigl die Laudatorin vorstellte und am Montag Nachmittag begann dann das übrige Programm in der Bibliothek, diesmal wieder vor dem schönen Fried Portrait von Hedi Heide, das ja, glaube ich, eine Zeitlang verschwunden war.

Anne Zauner, die das Ganze, glaube ich, kuratierte, hat eröffnet und dann kam Volker Kaukureit von der Nationalbibliothek, der, glaube ich, das Fried-Archiv verwaltet und führte durch das Leben Frieds an Hand von Bildern beziehungsweisen Gedichten, die Herbert J. Wimmer las. Eigentlich tat er das an Hand eines Briefumschlages den „Wagenbach“, der Fried-Verlag an den Autor nach London sandte, wo der die verschiedenesten Dinge, zum Beuspiel Notizen für eine Lesung aber auch die für einen Tee aufnotiert hat, denn Fried war ein Sammler, um nicht zu sagen, ein Messie hat nichts weggeworfen, so daß ein ganzer LKW eines Tages vor die NB angefahren kam und das ganze Konvolut in unzähligen Schachteln auslud.

Dann folgte eine kurze Beschreibung des Lebens des 1921 Geborenen. Man sah den kleinen Erich im Matrosenanzug und hörte einen Text, wo er sich beklagte, daß er nicht so so sportlich, wie die anderen Kinder war. Er hat sich durch Schauspielkünste geholfen, wurde dabei entdeckt und sollte bei einer Raimund-Aufführung mitspielen, den er als Märchendichter beschrieb, uje, uje.

Da wurde ich dann unterbrochen, weil das Telefon läutete und sich Peter Czak meldete, um sich sich zu erkundigen, wie es mir ging. Als das geklärt war, war Fried schon in London, da ist er ja vor den Nazis geflohen, hatte Kontakt zur Joung Austra und da viele Dichter kennengelernt, darunter Arthur West, füge ich an, dessen Trauzeuge er war. Er hat in dieser Zeit eher konventonell gedichtet und noch eher Schiller Oden ausgestoßen, wie Volker Kaukoreit anmerkte. Dann wurde er experimenteller und politischer wurde er auch. Sehr politisch sogar, wenn er sich traute, Ulrike Meinhof in gleicher Reihe ,wie Rosa Luxemburg stellte und dann gab es auch ein Gedicht, das sich mit der Einreihung von links und rechts beschäftigte.

Berühmt sind aber auch seine Lliebesgedichte, obwohl das „Es ist was es ist“ gar nicht aus diesem Band stammt und die Vietnam-Gedichte mit denen er, glaube ich, bekannt geworden sind. Die wurden von „Wagenbach“ vor drei Jahren wieder aufgelegt. Ich habe sie gelesen und sie wurden in den letzten Tagen auch verstärkt aufgerufen, womit man sieht, daß mein Blog vielleicht gar icht so unbedeutend ist, wie er vielleicht scheinen könnte.

Erich Fried war also sehr politisch und gar nicht so unbekannt waren mir seine Gedichte auch nicht. Denn das „Es ist was es ist“ zitiere ich ja sehr oft und dann auch das „Zweifle nicht an dem, der dir sagt, er hat Angst, aber habe Angst vor dem der dir sagt, er kennt keine Zweifel“

Das, habe ich mir gedacht, könnte man in Zeiten, wie diesen, für die abwandeln, die man vielleicht für Corona -Leugner hält: „…aber hab Angst vor denen, die dir sagen, es gibt keine Alternative!“

Aber jetzt ist dieses Thema ohnehin schon vorbei, denn der Bundeskanzler hat ja jetzt sehr euphorisch erklärt, daß die Geschichte im Juli vorüber wäre, da die Zahlen heute zum ersten Mal unter tausendund man ja nächste Woche mit Test, Impfung, Registrierung und Maske ins Wirthaus gehen kann.

Erich Fried war viel in Deutschland unterwegs, ist 1962 das erste Mal wieder nach Österreich gekommen und war 1988, da war er schon sehr krank, in Baden-Baden, hat da zur Reichskristallnacht gesprochen, wurde aber nach der Veranstaltungins Krankenhaus gefahren und ist dort bald verstorben..

Dann gabs eine Spezialeinlage, hat doch nämlich ein Herr ein Typoskript dem Literaturhaus vermacht, denn er hat für Fried einmal ein Gedicht auf Spanisch übersetzt. Jetzt wurde der Text in der FAZ veröffentlicht und Anne Zauner hat ein schönes Geschenk erhalten und dann erschien Klaus Fried, der1969 geborene Sohn und Filmemacher, der auch einen Film über seinen Vatergedreht hat, den ich, wenn ich mich nicht irre, schon bei den Fried-Tagen gesehenhabe.

Da war auch die 2015 verstorbene Cathrine Boswell Fried,die Mutterda, denn Erich Fried war dreimal verheiratetund der Sohn erzählte im Gespräch mit seinem österreichischen Filmproduzenten Ralp Wieser und dem Moderator Michael Omasta, daß im Hause Fried zwar viel Deutsch gesprochen wurde, der Vater mit seinen Kindern aber nicht so sprach. Dann war es Punkt sechs und ich hättte da der nächste Programmpunkt erst um sieben begann, eigentlich die geplante, aber verschobene Stunde abhalten können, konnte aber in der Pause doch den Livestream der Preisverleihung, die inzwischen eingestellt wurde, nachholen.

Dann kam die Präsentation der bei „Wagenbach“ wieder aufgelegten Erinnerungen „Mitunter sogar lachen“, wo zuerst der Schauspieler Bardo Böhlefeld ein paar Texte, darunter die Geschichte, wie sich die Schüler im Wasa-Gymnasium, das Fried besuchte, die jüdischen mit den Hitler- Jungen scheinbar oder wirklich prügelten, weil sie ja eigentlich miteinander befreundet wurde, las.

Dann kam ein von Günter Kaindlsdorfer moderiertes Gespräch mit Theresa Präauer, die ja auch einmal den „Fried-Preis“ gewonnen hat, Josef Haslinger und der „Wagenbach-Verlegerin“ Susanne Schüssler, die zugeschaltet war, wo Josef Haslinger bekannte, daß er in seiner Jugend ein großer Fried Fan war, ihn öfter in Wien hörte und auch als „Wespennest Redakteur“ und GAV-Generalsekretär einige diesbezügliche Veranstaltung organiserte und ihm beim ersten österreichischen Schriftstellerkongreß 1981, bei dem ich nicht dabei war, kennenlernte. Dann wurde der gegenwärtige Stellungswert von Erich Fried diskutiert und besprochen welchen Stellenwert er in der heutigen Lyrik hat und da ist die politische Lliteratur eher in den Poetry Slamszene zu finden, wie Teresa Präauer betonte, die auch Armanda Gorman, die schwarze Dichterin erwähnte, die bei Joe Bides Amtseinführung offenbar ein sehr politisches Gedicht aufführte.

Interessant, interessant und Günter Kaindlsdorfer, der die Diskussion, wie ich meinen würde, eher beschwichtigend führte, bekannte zum Schluß, daß er seinen Beitrag zur Förderung der Lyrik leiste, in dem er seiner Familie mehrmals in der Woche Gedichte vorliest und offenbar sind auch ein paar von Erich Fried dabei.

Der letzte Programmpunkt war ein Fim von Danielle Proskar „Der Dichter im Porzellanladen“, der auf ästhetisch schöne Weise noch einmal durch das Leben des Dichters führte. Leider war der Ton am Anfang verschwunden, so daß der Film wiederholt werden mußte. Volker Kaukureit war im Literaturarchiv zu sehen, wie er dem Schauspieler Peter Simonischek seine Schätze zeigte, ein Lehrer des Wasa- oder jetzt Fried-Gymnasium führte durch sein Archiv. Es ging nach England und auch zu alten Filmaufnahmen, die Erich Fried bei einem Club 2 zeigte, bis zu seinem letzten Auftritt in Baden Baden.

Interessant, interessant durch das Leben des Dichters zu gleiten, ein Fried-Symposium, wie ich es mir wünsche. Wiedermal etwas gelernt und morgen könnte es noch einmal zum „Tag der Freiheit des Wortes“ zum Tag der Bücherverbrennun am 10. Mai 1933 ins Literaturhaus gehen, die ich sehr lange für die GAV organisierte und der jetzt von Monika Gentner gestaltet wird, was ja auch zum Thema passt, denn ich kann mich erinnern, daß ich im Jahr 2003, wo ich die Veranstaltung zum ersten Mal im Literaturhaus organierte, Volker Kaukoreit bei einem Interview für Radio Orange kennenlernte, der dort für eine Fried-Veranstaltung eingeladen war, die dann, glaube ich, abgesagt wurde.

2021-04-13

Die neuen Leipziger Buchpreisbücher

Die Leipziger-Buchmesse, die im März wie immer stattfinden hätte sollen, wurde schon vor langen aufden Mai verschoben,dann hieß es pandemiebedingt wird sie im Mai stattfinden und dann, daß sie wieder nur, wenn überhaupt Online stattfinden wird. Was heißt das dann fürden“Preis der Leipziger Buchmesse“,den ich im Vorjahr zum ersten Mal zum Lesen angefangen habe, nachdem ich das schon seit 2015 mit dem deutschen Buchpreis, 2016 mit dem österreichischen und seit 2019 mit dem Schweizer-Buchpreis tat?

Wird im Rahmen des Leipzig-liest-Extra stattfinden, dreihundertneunundachtzig Bücher wurden vorgeschlagen und die Liste der nominierten dreimal fünf Bücher, Belletristik, Sachbuch und Übersetzungen wird am 13. April bekannt gegeben.

Voila da ist die Liste, zeitgleich zum Rücktritt unseres Gesundheitsministers, habe ich sie erfahren. Wui heute ist allerhand los und die Liste bietet wieder Überraschungen, denn als ich so nachgedacht habe, was denn darauf kommen könnte, ist mir eigentlich nur Raphaela Edelbauers „DAVE“ um patriotisch zu bleiben, Martin Mosebachs „Krass“, was ich angefragt habe und dann noch Benedikt Wells „Hard Land“ eingefallen, aber Corona oder Veranstaltungsstop bedingt, bin ich da vielleicht auch nicht auf dem Laufenden, obwohl ich das Wochenende ja in Rauris verbracht habe und da den Katalog auch schon zugeschickt bekommen habe.

Also auf der Belletritikliste stehen:

1. Iris Hanika „Echo Kammern“, daswurde ja aufder letzte Leseauslese vorgestellt und als mir dann der Alfred einen Thalia-Gutschein in die Hand drückte, den die Schwiegermutter nichtmehr einlösen kann, habe ich an das Buch gedacht, als ich vor Weihnachten auf den Markt gefahren bin und es dann vergessen der Doris Kloimstein die für mich in den Thalia gegangen ist, anzusagen. Henrike Blum vom Literaturbüro hat es mir aber schon als PDF geschickt, so daß ich es gleich zum Lesen anfangen kann, wenn ich mit den Rezensionsexemplaren, die noch vorher auf der Liste stehen, fertig bin.

2.Judith Hermanns „Daheim“, da hat sich die Legasthenikerin in mir gleich einmal verlesen und an Juli Zeh gedacht, denn die hat ja einen Corona-Roman glaube ich geschrieben, den mir die Doris <kloimstein schon empfohlen hat und ich dachte „Fein!“, bis ich daraufgekommen bin, das ist ja eine andere. Aber von JudithHermann habe ich schon etwas gelesen und einiges gefunden, bin also gespannt, ob das buch zu mir kommen. Denn ich habe ich schon angefragt.

3. Christian Kracht „Eurtrash“ von dem habe ich noch nichts gelesen, von dem Autor schon viel, von dem Buch noch nichts gehört, das Cover ist aber häufig im Netz zu finden, ich bin also gespannt.

4.Friederike Mayröcker „da ich morgens und moosgrün Ans Fenster trete“. Da würde ich ja sagen, hoffentlich die Gewinnerin, obwohl ich nicht so ein unbedingter FM Fan bin, aber schon bei Lesungen war, im Schrank außer“Larifari „noch nichts von ihrgefunden habe, die Fan geben offenbar nichts her und die anderen lesen sie vielleicht nicht, „Und ich schüttelte einen Liebling“ habe ich gelesen und bin jetzt neugierig, ob „Suhrkamp“, mir das Print oder das PDF schickt, denn gespannt bin ich schon darauf und ebenso auf

5. Helga Schuberts „Vom Aufstehen: Ein Leben in Geschichten“, denn das ist ja wahrschein der Text aus dem sie beim „Bachmannpreis“ gelesen undgewonnen hat.

So das wars in der Belletristik, die Sachbuchschiene lasse ich wohl komplett aus, da gibt es aber was übern Krieg, über Foucaults, die Freiheitsgrade, die Bauern und die Affen und beim Thema Übersetzung geht es zu Ann Cotten, die aus dem Englisch „Pippins Tochter Tacschentuch“ von Rosmarie Waldrop übersetzte. Klingt spannend und ist ebenfalls bei „Suhrkamp“ erschienen und Ann Cotten habe ich ja vor kurzem in der „Alten Schmiede“ gehört.

Angefragt habe ich dann noch Hinrich Schmidt-Henkels übersetzung von Tarjei Vesaas „Die Vögel“ und Times Tankos Übersetzung von „Apropop Casanova- Das Brevier des heiligen Orpeus“ von M klos Szenkuthy, klingt ein wenig schwierg, wie es wahrscheinlich auch das dicke

John DosPassos Buch „USA-Trilogie“ ist. Das hat tausendfünfhundert Seiten und liegt momentan neben mir, beziehungsweise seit November im Badezimmer habe ich es mir ja zum Geburtstag gewünscht, also kann ich hier ein wenig Backlist lesen und

„Den großen Absturz. Stories aus Kitchike von Louis-Karl Picard-Sioui habe ich noch nicht angefragt, könnte es aber, wie das eine oder andere Sachbuch noch tun.

Die Preisverleihung findet jedenfalls am achtundzwanzigsten Mai um sechzehn Uhr in der Kongreßhalle am Zoo in Leipzig statt. Dazu wird es einen Stream geben. Ich bin sehr gespannt und habe bis dahin auch schon da eine oder das andere gelesen. Denn lesen kann man, wie ich immer schreibe und in pandemischen Zeiten sogar besonders gut, noch dazu da in Wien und in NÖ der Lockdown ja bis Anfang Mai verlängert wurde.

In der Jury, füge ich noch an, sind Jens Bisky, Anne-Dore Krohn, Tobias Lehmkuhl, Andreas Platthaus, Marc Reichwein, Katrin Schumacher und Katharina Teutsch gesessen.

2021-04-10

Die fünfzigsten Rauriser Literaturtage

Das Schöne an Corona und den diesbezüglchen Lockdownbedingungen ist, daß man sich per Livestream auch Veranstaltungen ansehen kann, zu denen man sonst live nie gekommen wäre und das betrifft besonders die „Rauriser Lliteraturtage“, die immer wieder neue Literaturtalente entdeckten und die es seit 1971 in dem schönen Salzburger Örtchen gibt und von denen ich bisher höchstens ein bißchen was über die Medien mitbekommen habe, denn ich stehe ja außerhalb des Literaturbetriees, hörte aber immer wieder, daß der oder die, wie beispielsweise Raphaela Edelbauer oder Julyia Rabinowich dort gewonnen haben, denn der Preisträger ist immer ein Debutant und es gibt dan auch einen entsprechenden Förderpreis.

Im Vorjahr hat die Veranstaltung, glaube ich, Corona bedingt nicht stattgefunden, so daß heuer wieder zwei Preisträger geehrt werden, die für 2020 und für 2021 und das viertägige Festival hat am Mittwochabend mit der Verleihung der beiden Hauptpreise begonnen und ein bißchen seltsam ist es natürlich im Livestream den publkumsleeren Raum zu sehen, auf dem ein Rednerpult, zwei Stehtische und ein Lesetisch aufgestellt waren und die Anwesenden mit Masken auftraten. Der testende Gemeindearzt wurde erwähnt, manche der Lesenden und Honoratoren waren auch per Livestream zugeschaltet.

Intentanten sind jetzt der Sazburger Universitätsprofessor Manfred Mittermayer und Ines Schütz, vorher war das lange Britta Steinwendtner und die beiden Hauptpreise sind an Angela Lehner für „Vater unser“ für das Vorjahrund heuer an Benjamin Quaderer für seinen Debutroman „Für immer die Alpen“ gegangen.

Die Eröffnung folgte live durch den Bürgermeister der das C- Wörtchen nicht erwähnen wollte, da verstehe ich diese Ziererei nicht und vom Landeshauptmann Haslauer, der per Zoom zugeschaltet war, die Renovierung des Mesnerhauses, wo die Veranstaltung stattfindet, erwähnte und genau aufzählte, was alles im Jahr1971 geschehen ist, als die ersten „Rauriser Literaturtage“ über die Bühne gingen.

Dann kam der Landeshauptmann Stellvertreter auf die Bühne und forderte Benjamin Quaderer auf seine Urkunde abzuholen, da sie Corona bedingt nicht persönlich übergeben werden konnte, sondern auf einem Tischchen auflag. Eine Musikbeilage gab es auch.

Dann wurde die 1987 in Klagenfurt Angela Lehner aus ihrem Arbeitszimmer zugeschaltet, die den Peis für ihr „Vater unser“ erhalten hat. Die diesbezügliche Laudatio hat ein hat ein Lucas Marco Gisi gehalten und Angela Lehner, die ein bißchen was über die Covid-Situation und, wie es ihr damit ergangen ist, berichtet, hat für ihren Debutroman, mit dem sie, glaube ich, 2019 auf beiden Buchpreislisten gestanden, beim österreichischen fürdas Debut und auch noch auf der Bloggerdebutlist, ist, auch einschon einige Preise erhalten. Es erfolgte eine Lesung daraus. Dann ging es wieder in das Mesnerhaus und da wurde die Laudatio an den Lichtensteiner Benjamin Quaderer, der 1989 in Feldkirch geboren wurde und in Wien und Hildesheim Lliteratur studierte für seinen im vorjahr erschinenen Roman „Für immer die Apen“ von Anne Sophie Scholl gehalten und das Buch wurde im Vorjahr auch prominent besprochen. Benjamin Quaderer war, glaube ich, auch bei den O- Tönen, da habe ich ihn aber versäumt und das Buch auch nicht gelesen, es scheint aber, wie ich derLesungund derLaudatio entnahm sehr originell zu sein.

Am Donnerstag ging es mit der Verleihung der Förderungspreise weiter, die es, glaube ich seit 1973, gibt. Da haben sie Franz Innerhofer und Alf Schneditz bekommen, 1974, wie ich der Archivseite entnehme, Michael Köhlmeier und 2020, als es keine Preisverleihung gab, die 1992 geborene Vanessa Graf, die, glaube ich, in Linz lebt. Es gibt zu der Ausschreibung immer ein Thema und eine Jury, die den Preis vergibt. 2020 waren das Erika Wimmer, Ludwig Hartinger und Liliane Studer. Vanessa Graf Text heißt „Genauso schwarz wie hier“ und schildert die Demenz einer Mutter, die alles in Schachteln, Kisten oder Boxen verpackt. Das Thema hieß „Innehalten“ und die 1957 in Bozen geborene Erika Wimmer, die, glaube ich, GAV- Mitglied ist, hat die Laudatio über Zoom gehalten und die Autorin, die eigentlich nach Rauris kommen wollte, hat auch auf diese Art und Weise gelesen.

Dafür waren die Laudatorin und der Gewinner des heurigen Preises da. Das Thema hielt natürlich „Abstand“ Pandemie geschuldet und der Text des 1987 in innsbruck geborenen Martin Mader der, wie Zita Bereuter in ihrer Laudato erwähnte, sowohl Philosophie, Theaterwissen- als auch vergleichende Literaturwissenschaften studierte, „Abstand ist überall“ und hier kann man, glaube ich, lernen einen Pandemietext zu schreiben, ohne dieses Wort zu erwähnen. Denn da hastet der Erzähler mit seiner Freundin durch die menschenleeren Gassen, steckt seinen Schlüßel durch eine Kinotür vor dem vermoderte Prospekte liegen, die nach alter Pilzsuppe riechen. Die Menschen auf den menschenleeren Straßen schreien und flüstern und noch ist nicht alles verloren. Denn es geht in eine verlassene Fabrik, wo ein Zahnloser mit drei Frauen tanzt und allen Hoffnung gibt. Das ist ein Spiel und das ist noch nicht verloren und der Erzähler schlägt den Hoffnungsträger nieder und interessant dabei ist, daß Martin Mader alles dabei wiederholt und ich habe wieder was gelernt. Waren mir doch sowohl Vanessa Graf, als Martin Mader bisher unbekannt.

In Rauris ist es, glaube ich, gleichzeiting mit einer Lesung in einem Kindergarten weitergegangen, denn das gehört auch zu den Besonderheiten der Literaturtagen, daß es die Bevölkerung einbezieht. Eine Ausstellung über fünfzig Jahre Rauris sollte es auch geben, die entfällt, wie die „Spoken Wort- Veranstaltung“, die es am Nachmittag geben sollte oder wird nachgeholt, so daß es, wie Ines Schütz nach Martin Maders Lesung sagte, um siebzehn Uhr mit Lesungen von ehemaligen Gewinnern weitergeht.

Der erste Hauptpreisträger war 1972 Bodo Hell, im Gründungsjahr hat es offenbar keinen Preis gegeben und der wurde um fünf als Erstes eingeladen. Das heißt, er war nicht allein. Das Musikduos schon bei der Eröffnung aufspielte, nämlich Peter Angerer und Fritz Moßhammer verbanden sich mit ihm zu einer Performanceeband. Sie spielten. Bodo H ell saß dazwischen, hielt dann ein Plakat in die Höhe und performte durch die fünfzig Jahre Rauris-Geschichte. Moderiert wurde das ganze von Manfred Mittermayer, der neben den 1946 geborenen Peter Rosei saß, der 1973 gemeinsam mit Gerhard Amanshauser den Preis gewonnen hat. Bodo Hell wurde 1943 in Salzburg geboren, von ihm, dem Performer und experimentellen Autor, sowi e Almwirt, habe ich, glaube ich, noch nichts gelesen. Von Peter Rosei schon und der hat ein Stück aus dem Buch gelesen mit dem er in Rauris gewonnen, „Landstriche“, dann kam ein Gespräch mit Manfred Mittermayer, wo es um seine vielen Bücher ging. Rosei, der ja auch über das Geld und die Banken geschrieben hat und Jus studierte, gilt als sehr ökonomischer Autor, zumindestens stellt er sich oft so vor.

Er hat aber auch über das Glückgeschrieben „Das Märchen vom Glück“ heißt sein letztes oder vorletztes Buch. Dann gibt es noch das „Schnelle Glück“, 1980 erschienen. Das wurde auch zitiert. Dann läutete meine Klientin und da es in Rauris erst um zwanzig Uhr weiterging, hatte ich noch Zeit in die „Alte Schmiede“ und da in die Wien-Reihe, zu der mich ja immer Julia Danielczyk so nett einlädt. Das Internet macht das möglich und da wurden Zarah Weiss und Thomas Stangl vorgestellt. Beide sind Stipendiaten, Thomas Stangl Canetti-Stipendiat. Die 1992 in Düsseldorf geborene Zarah Weiß hat ein Arbeitsstipendium bekommen und die, eine sehr junge Frau wäre wohl auch eine Kanditatin für den nächsten oder übernächsten Förderungspreis, um damit in den Literaturbetrieb einzusteigen. Mal sehen, ich bin gespannt. Ihr Text heißt „Die Geister“, eine spannende Geschichte aus der Sicht eines Kind am Land aus einer nicht intakten Familie, die von ihrer um sechs Jahre älteren Schwester verlassen wird und der 1966 geborene Thomas Stangl von dem ich schon einiges gelesen und gehört habe, schloß mit seinem Romanprojekt „Quecksilberlicht“ gleich daran an. Da habe ich aber nur, weil ich um acht wieder nach Rauris wollte, die Lesung gehört und wurde bestätigt, daß Thomas Stangl eine sehr kunstvolle Sprache hat. Der Erzähler schwankte von einer Großmutter und den Geschwistern Bronte hin und her. Virginia Woolf und wohl noch einige Romanfiguren kamen darin vor und ich bin gespannt den Roman dann vielleicht zu lesen und in Rauris ging es mit jüngeren Preisträgern weiter. Das heißt, Erwin Einzinger ist so alt wie ich, hat den Preis 1984 gewonnen und ihn habe ich vor kurzem auch in der „Alten Schmiede“ gehört, als er dort den vor einem Jahr verstorbenen Hans Eichhorn würdigte, der hat 1983 in Rauris ein Arbeitsstipendium bekommen und wäre im Vorjahr zur Lyrik-Schiene eingeladen gewesen, war aber schon zu krank dazu. Petra Nagenkögl hat die Lesung mit Erwin Einzinger moderiert, der sehr viel plauderte, erklärte, daß er sehr chaotisch sei, die kleine Form liebe und dann noch eine für mich sehr interessante Anekdote erzählte, denn als er sich für Rauris testen mußte, hatte ihm die Rotkreuzschwester erkannt und ihm erklärt, daß sie schon einige seiner Bücher gelesen hat und auch schon mal in Rauris war. Da fragte sich Erwin Einzinger wer seine Bücher lesen würde? Ich glaube, ich habe noch nicht, mir zwar eines einmal bei einem Literaturhausflohmarkt gekauft und ihn, den ich für sehr sympatsch halte, auch schon auf einigen Lesungen, wie in Krems Göttweig oder in dem Breitenseerkino gehört.

Dann wurde es noch jünger, denn es ging in das Jahr 2009, denn da hat Julya Rabinowich mit ihrem „Spaltkopf“ gewonnen, der ja in der „Edition Exil“ erschienen ist, das war ihr einstieg in den Literaturbetrieb, der seither unaufhaltsam war, sie hat beim „Bachmannpreis“ gelesen und die „Erdfreßerin“ geschrieben. Aus der „Krötenliebe“, glaube ich, bei der https://literaturgefluester.wordpress.com/2016/04/06/april-musa/„Literatur im Musa“, wie die“ Wien-Reihe“ damals hieß. Da hat sie, glaube ich, die Stelle von dem Reserl, das sich Kokoschkas Initialen in die Brust schneidet, während der mit Almas Puppe schlief, gelesen. Das tat sie jetzt über „Zoom“ und hat dann noch viel über die Entstehung des Buches mit dem sie, wie sie sagte, Wien entdecken wollte, erzählt.

Am Donnerstag ging es am Vormittag mit Gesprächen zwischen den Eingeladenen und Studenten weiter und am Nachmittag mit den Parcour durch die fünfzig Jahre und da begann es mit dem Jahr 2018, wo die Debutantin Raphaela Edelbauer mit ihrer Debut „Entdecker – Eine Poetik“ aus dem „Klever-Verlag“ ausgezeichnet wurde. Das ist sehr theoretisch und davon habe ich 2017 im Literaturcafe bei der „Buch Wien“ gehört und war nahe daran Ralph Klever um das Buch zu bitten, habe die Sprachkunststudentin damit kennengelernt, die später beim „Bachmannpreis“ gelesen hat und mit dem Kapitel aus dem „Flüßigen Land“, den Publikumspreis gewonnen hat. Dann kam das „Flüßige Land“ 2019 auf beide Buchpreislisten und jetzt ist „DAVE“ erschienen, das ich vor kurzem gelesen habe. Raphaela Edelbauer stellte im Gespräch mit Manfred Mittermayer dieses vor und erläuterte sehr theoretisch, was sie damit bezwecken wollte, was ich offenbar alles nicht verstanden hatte. Für mich bleibt es ein dystopischer Roman und die Beziehung zu der Covid 19- Dystopie obwohl Raphaela Edelbauer mit dem Schreiben schon früher begonnen hat.

Dann ging es zurück ins Jahr 1996 und zu dem Debutanten Raoul Schrott, der der erste Preisträger von Ines Schütz war, die damals offenbar mit ihm eine studentische Lesung hielt und Raoul Schrott hat damals mit „Finis Terrae“ gewonnen und war heuer aus dem Bregenzer Wald nach Rauris zugeschaltet und ich habe von dem 1964 in Landeck geborenen, glaube ich, noch nichts gelesen, ihm aber einmal im Naturhistorischen Museum und auch bei anderen Gelegenheiten gehört. Jetzt las er aus „Ener Geschichte des Windes oder Vom deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal“ beziehungsweise wurden Ausschnitte aus einem Film gezeigt in dem die Lesung enthalten ist, wo es offenbar um die Umsegelung Magellans ging und Raoul Schrott sehr viel und sehr launig über sein Buch erzählte.

Wenn die lesungen live in Rauris stattgefunden hätten, wäre man wahrscheinlich zwischen halb sieben und acht bis zum nächsten Programmpunkt in ein Wirtshaus gegangen. So können sich die Zuhörer mit sich selbst beschäftigen, was in meinem Fall einen Kurzbesuch ins Literaturhaus bedeutete, denn da fand der „Großartige Zeman Leseklub“ statt, den Barbara Zeman im Vorjahr gegründet hat und damit ins Literaturhaus übersiedelt ist. Da hat es schon im Winter einen Adventkalender gegeben. Diesmal wurde mit der Schauspielerin Katharina Pichler und einer Musikerin Brigitte Schwaiger vorgestellt. Die Barbara Zeman-Veranstaltungen sind ja alle genreübergreifen, so waren Bilder hinterm Lesepult ausgestellt und Barbara Zwiefelhofer leitete auch mit einer Vorstellung, der am 6. April 1949 in Freistadt geborenen Brigitte Schwaiger, die sich im Juli 2010 das Leben genommen hat, mit ihrem Debut „Wie kommt das Salz ins Meer“ sehr berühmt geworden ist und dann den Literaturbetrieb nicht ausgehalten hat, in der Nähe des Literaturhauses wohnte und dort auch oft Statmmgast war, ein. Da habe ich sie und im „Siebenstern“ auch öfter getroffen und einmal auch am Rathausplatz am ersten Mai. Barbarara Zeman erzählte aus ihrem Leben, während Katharina Pichler verschiedene Textstellen las. „Das Salz ins Meer“ wäre vielleicht auch ein Rauris-Buch gewesen oder vielleicht nicht, weil das Frauenschreiben ja anders, wie das der Männer bewertet wird, wie Barbara Zeman erwähnte, aber in Rauris haben natürlich schon viele Frauen die Haupt- und die Förderungspreise gewonnen, wie 2015 Birgit Birnbacher, mit deren Debut ich 2016 meine Schwierigkeiten hatte, weil es mir zu wenig Romanhaft war, die dann um acht im Mesnerhaus auftrat und von Magdalena Stieb von der Zeitschrift „Salz“ moderiert wurde. Sie hat dann 2019 den „Bachmann-Preis“ gewonnen. 2020 ist „Ich an meiner Seite“ über den Haftentlassenen Arthur herausgekommen, das auf der dBp– Liste stand und auch bei den O-Tönen vorgestellt wurde. Aus dem Buch hat Birgit Birnbacher auch gelesen und viel über die Entstehung und die Schreibweise erzählt, wie beispielsweise, daß die Figur des ausgeflippten Bird ursprünglich als brave Psychologin konzipiert war, die Arthur beraten sollte, aber wie Birgit Birnbacher erwähnte, fürchterlich zum Lesen gewesen wäre, also Romanhaft übertrieben und am Schluß wollte Magdalena Stieb von der Autorin noch wissen, was sich bei ihr seit 2015, wo sie ja sehr erfolgreich wurde, verändert hat?

Dann ging es wieder in die „Alte Schmiede“, aber halt, bevor mir meine Kritiker wieder Aufmerksamkeitsschwankungen vorwerfen, das war eine Kooperation mit Rauris, denn Peter Henisch, der 1976 mit seiner „Kleinen Figur meines Vaters“ einen Sonderpreis, weil es nicht mehr ein Debut war, bekommen hat, wurde dort von Johannes Öttl moderiert. Vorher stellte Ines Schütz den 1943 geborenen Autor vor, von dem ich ja immer schreibe, daß ich ein Fan von ihm bin und in meinem Schreiben Ähnlichkeiten zu ihm sehe. Ich habe auch schon viel von ihm gelesen und war bei vielen Lesungen und „Die kleine Figur meines Vaters“, das erste Vater Buch in der Literaturgeschichte, wie Ines Schütz erwähnte, wurde vom Autor 1987, als auch 2003 überarbeitet, was, glaube ich, eine Spezialität Peter Henisch ist. Jetzt las er neben Johanna Öttl eine Stelle aus dem Buch, welche Fassung hat er nicht verraten und ich habe das Buch, glaube ich, auch einmal gelesen.

Der 1913 als Walter Hemis geborene Vater war sowohl Kriegsberichterstatter der deutschen Wehrmacht, später dann bei den Sozialdemokraten oder der AZ. Dann kam ein Ausschnitt aus dem neuen Buch, das im Sommer erscheinen soll.

„Jahrhundertroman“ wird der heißen und so heißt auch der Roman, den ein alter Buchhändler schreiben will, aber nicht mehr kann, weil er einen Schlaganfall hatte, so daß ihm eine junge Frau namens Lisa dabei helfen soll. Thomas Bernhard und sein „Heldenplatz“, Ödon von Horvath, der doch nicht von einem Ast erschlagen wurde, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Ingeborg Bachmann, Robert Musil und andere kommen dabei vor und ich bin gespannt, ob es im Sommer wieder O-Töne gibt, die ich besuchen kann und dann schon aus dem Buch höre?

Am Samstag ging es weiter mit der Lyrik-Reihe und da begann die 1989 in Polen geborene Dagmara Kraus ,die derzeit in Straßburg lebt und als Übersetzerin tätig ist, das Leipziger Lliteraturinstitut absolvierte und schon einige Gedichtbände herausgebracht hat, denen ihre Mehrsprachigkeit anzumerken ist.t

Die nächste der zweisprachigen Lyrik-Reihe war die zweisprachige Maja Haderlap, die1961 in Eisenkappel geboren wurde und die einzige der drei Lyrikerinnen ist, die auch Romane schreibt. So hat sie mit ihrem „Engel des Vergessens“ 2011 beim „Bachmannpreis“ gewonnen und 2012 damit den Rauriser-Literaturpreis bekommen. Seit damals den Roman auf Deutsch, die Gedichte auf Slowenisch geschrieben. Ab 2014 hat sie das mit ihrem Band „Langer Transit“ auch auf Deutsch begonnen.

Auch die 1983 geborene Performancekünstlerin Kinga Toth, die ich, glaube ich, schon einmal im Literaturhaus hörte, hat aus Ungarn nicht ausreisen können. Sie ist in einem Thermalort aufgewachsen, war immer schon von deutschen Sprache fasziniert. So hat sie ihre Uhr abgehängt, um mit den deutschen Touristenins Gespräch zu kommen. Sie war 2018/2019 Stadtschreiberin von Graz, hat im letzten Jahr den „Hugo Ball-Preis“ bekommen“ und las letzt aus ihren „Koffergedichten“. Ballalll-preis“

Am Nachmittag ging es mit einem Gespräch über Literatur, das Manfred Mittermayer mit Anton Thuswaldner, Johann Holzner, Britta Steinwendter und Christa Gürtler, das in die Vergangenheit aber auch in die Zukunft der Literatur führte, weiter und habe auf diese Art und Weise die verbotene Megademonstration im Schweizergarten, die offenbar auch eskalierte, versäumt, aber da ich ja weder Maske tragen noch kriminalisiert werden will, war das vielleicht nicht so eine schlechte Option.

Um fünf kam dann der 1963 im Kanton Thurgau geborene Peter Stamm von dem ich schon einiges gelesen habe. in Rauris hat er 1999 mit „Agnes“ gewonnen, das irgenwie sehr berühmt geworden ist. Maturastoff für verschiedene deutsche Bundesländer, verfilmt etcetera und zum „Welttag des Buches“ wurde es auch einmal verschenkt und da wunderte sich, glaube ich, Wolfgang Tischer vom Literaturcafe, daß es niemand haben wollte.

2018 hat Peter Stamm mit „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“den „Schweizer Buchpreis“ gewonnen. Jetzt hat er nach dem Gespräch mit Ines Schütz, die Erzählung „Wenn es dunkel wird“ gelesen, wo esum eine Polizistin geht, die in einem Kartstgebiet im kanton Schwyz auf einer Hütte nach einer Frau und zwei verschwundenen Kindern sucht. Das Ganze ist ziemlich surreal. Ines Schütz nannte das Kippelemente, denn am Schluß stellt sich heraus, die Frau gibt esvielleicht gar nicht und die Polizistin hat einen verschwundenen Bruder.

Dann kam die 1959 in Westfalen geborene Judith Kuckart von der ich zwar den Namen kannte, aber noch nichts gelesen habe. Sie hat1991 mit ihrem Debutroman „Wahlder Waffen“ wo es um eine RAF-Terroristin geht, gewonnen und hat jetzt aus ihrem neuen Buch „Kein Sturm nur Wetter“ gelesen, der am Flughafen Tegel beginnt und alle Männer der Protagonistin sechsunddreißig sind. Interessant ist auch, daß Judith Kuckart eineTanzausbildung hat und lange Zeit Choreografineines Tanztheaters war und einen Film den Studenten im Vorjahr über Judith Kuckart gedreht haben, gibt es auch In der nächsten Session trat der 1949 in Hard geborene Michael Köhlmeier auf, der sowohl der Förderungspreis, als auch den Hauptpreis bekommen hat. 1974, als er noch Student war, den Förderungspreis mit einen Bob Dylan- Stück, 1983 den Hauptpreis mit dem Roman „Der Peverl Toni und seine abenteuerliche Reise durch meinen Kopf“ von dem ich noch nie etwas gehört habe und der 1982 bei“Hoffmann und Campe“, erschienen ist.

Ich habe viel von Michael Köhlmeier gelesen und viele seiner Bücher in meinen Regalen und der Sagenerzähler und Radiovorleser, der früher einmal Musiker war, hat sehr viele Bücher geschrieben und auch viele Preise gewonnen, beziehungsweise auf vielen Buchpreislisten gestanden und erzählte Tomas Friedmann vom Salzburger Literaturhaus der ihn per Zoom interviewte, daß er sich über den kleinen Rausier Förderpreissich mehr gefreut hat, als wenn er den Nobelpreis bekommen hätte, weil er sich dachte, daß er jetzt als freierSchriftsteller leben könne. Er las dann ein Stück aus dem „Peverl Toni“ und erzählte Tomas Friedmann, daß er den Roman mehrmals umgeschrieben hat, weil er nie damit zufrieden war und die Anfangsworte „Aus vorbei“ hat ihm Monika Helfer, die er damals kennengelernt hat, am Telefon angesagt.a

Dann las Michael Köhlmeier noch, wie es auch Peter Henisch tat, ein Stück aus seinen im Herbst erscheinden Roman,der ebenfalls ein Jahrhundertroman sein scheint oder die sieben Leben einer Katze schildert, die in der französischen Revolution sprechen und bei E. T. A. Hoffmann oder seinem „Murr“ schreiben gelernt hat, was ich sehr interessant finde.

Im nächsten Jahr soll Michaela Köhlmeier das Buch dann in Rauris vorstellen,da bin ich auch gespannt und als letzter Leser kam der 1961 in Mils geborene Norbert Gstrein, der 1989 mit „Einer“ den Preis gewonnen hat, der in diesem Jahr auch beim „Bachmannpreis“ gewonnen, ich kenne seinen Namen seit Klagenfurt und Norbert Gstrein hat 2019 mit „Als ich jung war“ den österreichischen Buchpreis gewonnen, da war er krank, hat aber ein Stück aus seinem neuen Roman vorlesen lassen und das scheint vielleicht „Der zweite Jakob“ zu sein. Wieder ein sehr vielschichtiger Roman, eine Spezialiät von Norbert Gstrein, der von einem sechzigjährigen Schauspieler und seinem Biografen handelt. Eine Tochter gibt es auch und es geht wieder um Schuld und Sühne und um das Beschützen und auch um Matscho-Männer.

Damit wären die Rauriser Literaturtage wenigstens für mich vorbei. Am Sonntag gibt es noch eine Lesung aus Texten von einer Schreibwerkstatt die Bodo Hell mit Raurisern gehalten hat und Herta Müller, die Preisträgerin von 1985, die 2009 den Nobelpreis bekommen hat, hätte am Sonntag auch noch lesen sollen. Das ist aber Corona bedingt ausgefallen und habe viel über den Literaturbetrieb gelernt, die Online-Veranstaltung sehr interessant gefunden und warte jetzt auf das „Rauris1971-2021-Buch“ um mein diesbezügliches Wissen noch zu erweitern.

2021-03-22

Corona-Ohrenschmausverleihung

Den „Ohrenschmaus-Literaturpreis für und von Menschen mit Lernbehinderunng“ gibt es seit 2007 und durch den Otto, meinen, wie ich immer schreibe, literarischen Begleiter, der mich zu Beginn meines Bloggens, sehr unterstützte, ein Schulkollege vom Alfred, den ich durch die Wandergruppe kennengelernt habe und der, obwohl Musiktherapeut und Germanistik studierte, bei der Caritas arbeitet, bin ich in die Jury gekommen.

2007 fand die Preisverleihung im Literaturhaus statt, seit 2008 im der Ovalhalle im Museumsquartier, ich war immer dabei und habe bis auf einma lauch eine Laudatio gehalten, aber seit einem jahr ist alles anders und so fand die Preisverleihung für 2020 nicht, wie sonst Anfang Dezember, sondern erst heute statt und zwar nicht mehr im MQ, sondern im Studio 44, wo sonst immer der „Alpha“, den es auch nicht mehr zu geben scheint und zwar nicht Corona bedingt, sondern weil es dort mehr Platz als in der Ovalhalle gibt und der „Ohrenschmaus“ ja großen Zulauf hat, aber Corona bedingt waren nur wenige Leute in den großen Saal und das ganze fand für die anderen online statt und es haben diesmal auch weniger Leute als sonst eingereicht.

Sechsundsiebzig Einreichungen gab es heuer und die Jurysitzung fand am fünfzehnten Jänner auch nur Online statt.

Jurmitglieder sind jetzt Günter Kaindlstorfer und Vea Kaiser die auch bei der Zoom-Sitzung waren, ich wurde telefonisch zugeschaltet. Ludwig Laher, Heinz Janisch und Felix Mtterer, der Schirmherr fehlten und weil Corona bedingt nur so wenige Leute eingereicht haben, sonst waren es immer über hundert, gab es noch einen Sonderpreis und eine neuerliche Ausschreibung Texte zum Thema „Mut“ einzureichen, wo fünfzehn in einer anderen Jurysitzung ausgesucht wurden, die dann auf die Schokolade sollte, denn die Zotter-Schokolade mit dem Preisgedicht ist ja auch eine Spezialität des „Ohrenschmauses“.

Heute also eine Online-Preisverleihung und weil ich ja nicht mit Maske und Test zu Veranstaltungen gehe, habe ich auch keine Laudatio gehalten, die haben Günter Kaindlstorfer und Vea Kaiser als Videobotschaften geschickt. Heinz Janisch war live anwesend und die Moderatoren waren wieder Danzi Linzer und ein David Stockenreitner, Maria Hofstätterund Grgor Seberg haben die Texte gelesen und zuerst wurde wieder die so genannte Ehrenliste vorgestellt und da gab es wieder einige Bekannte, nämlich Peter Gstöttmaier der ja wirklich ein Sondertalent ist, schon mehrmals gewonnen hat und auch diesmal einen sehr berührenden Corona-Text hatte „Nix geht mehr, ois steht“, Viktor Noworski auch ein Vorjahrssieger war dabei, es gab einen Text der die „Kakerlake“ hieß und dann einen über die „Kaffeebohne“.

Sehr berührend der Text von Daniela Tödling „On the Pyre“ und und und..

Zwölf Leute standen auf der Ehrenliste, die sich diesmal nicht in der Gruppe präsentieren konnten und dann kam noch eine Grußbotschaft vom Schirimherr Felix Mitterer aus Tirol, bevor es zu den Hauptpreisen kam und wieder sehr berührend die 1997 geborene Hanna Gugler mit ihrem Text „Ich, mein Freund und das miese Coronavirus“. Günther Kaindlstorfer hielt aus seinem Wohnzimmer die Laudatio und prostete Hanna Gugler dann mit Wodka zu, da der letzte Satz lautet „Ich wünsche mir so sehr, dass das Cornavirus endlich aufhört, und das nervt so lange schon, und ich möchte meinen Freund wieder normal treffen und was unternehmen, und ich möchte so gerne meinen Geburtstag endlich nachfeiern, das vermisse ich auch so sehr, wirklich mit Grillparty und auch mit Wodka trinken. Auch das brauchen wir nach diesen Scheiß-Virus-Zeiten“.

Der zweite Preisträger, der 1965 geborene Gerhard Bürscher, der ein Schädelhirntrauma nach einem Motorradunfall erlitt, hatte mit seiner Zahnarzgeschichte, einen ebe,nfalls sehr berührenden Text, den die Laudatorin Vea Kaiser zwischen Jandl und Kafka ortete und der dritte Preisträger, der 1968 geborene Wilhelm Michael brachte seinen Text „Was ich alles bin“, in fünfzehn Zeilen alles ein, wie Heinz Janisch in seiner Laudatio betonte „Ich bin ein Schreiberling/ Ein dicker Mensch/Ein Zuhörer/ Ich bin ein Rapid Fan/Ein Klugscheißer/Ein nervöses Bündel/ ich bin ein Schwarzhumoriger/ich in ein Kino Geher/ ich bin ein lebendes Kinoprogramm/Ich bin ein Cola Süchtiger/ Ein politischerZeuge/Ich in ein Wortspieler/ ich in ein WC Hocker/ Ich bin ein Blindgänger/ als Mensch könnte ich auch durchgehen.“

Dann folgte die Tanzeinlange, die diesmal auch nur online erfolgte, bevor die fünfzehn Muttexte vorgestellt wurden.

Peter Gstöttmaier war natürlich auch wieder dabei „Des is mei Anschauung /jetzt brauchst Mut/Woar net oiweu so/Bleibt a net oiwei so/Oba es wird wieda guat/Ondas oba a guat/Nächstes Sunniwendfeuer mechat meine Maskn vabrenna und olli Leut die Händ schütteln!“

Christian(e) Kargl, auch ein alter Teilnehmer, der auch einen berührenden Chris Pichler Song auf der Ehrenliste hatte, war wieder dabei und auch Herbert Schinko.

Franz Joseph Huainigg der Initator der Veranstaltung hat die Schokolade wieder angebissen, der Schokoladier Josef Zotter hatte genauso eine Grußbotschaft, wie die Staatssekretärin für Kunst und Kultur Andrea Mayer, die allen Preisträgern herzlich gratulierte. Fotos gab es von den Hauptpreisträgern auch und eine Verabschiedung der Organistatorin Estiverli Rafyi, der Nachfolgerin von Gerlinde Hofer, die ich gar nicht mehr persönlich kennenlernte, die nach Spanien geht. Zwei junge Damen sind ihre Nachfolgerinnen und abschließend folgt mein Wunsch, daß die Preisverleihung, das nächste Jahr ohne Maske und Test stattfindt und ich wieder eine Laudatio halten kann, was ich ja serhr gerne würde. Aber leider bin ich auch technisch nicht so affin, daß ich eine Videobotschaft geschafft hätte.

Ich bin gespannt, habe bis dahin auch die Texte zu lesen, die man, glaube ich, wie die Schokolade auch bald kaufen kann, was ich sehr empfehle!

2021-02-15

Keine Jurysitzung, Margit Schreiner und Track 5

Heute hätte um drei die zweite „Ohrenschmaus-Jursitzung“ für den „Schokoladenpreis“ mit dem Thema Mut sein sollen. Denn da soll es ja heuer fünfzehn Zotter-Schokoladen mit diesbezüglichen Texten geben, für die es fünfundfünzig Einreichungen gegeben hat.

Als ich mich vor drei auf die Zoom-Sitzung, ich habe da ja meistens Schwiergkeiten mit dem Ton und auch keine Kamera, vorbereitete, meine zwölf Vorschläge habe ich schon vorher geschickt, bekam ich dann ein Mail, daß die Sitzung ausfällt, weil die meisten Teilnehmer ihre Vorschläge schriftlich schickten und ich wußte eine Weile nicht, was ich heute flüstern sollte, weil um sieben eine Stunde und da wäre ja in der „AS“ die „Radiophone Werkstatt“ gewesen, wo die zehn Favoriten des „Track 5-Kurzhörspielwettbewerbs“ vorgestellt, die dann am sechsundzwanzigsten bei der „Hörspielgala“ präsentiert, beziehungsweise die Preisträger, bekanntgegeben werden.

Dann bin ich, während ich meine Steuererklärung machte, darauf gekommen in der „Gesellschaft“ präsentiert Margit Schreiner ihr neues Buch „Vater, Mutter, Kind, Kriegserklärung, Über das Private“ und dazwischen habe ich noch ein Mail von Robert Huez bekommen, dem ich ja meine zwei schon erschienen CoronaBücher für das Literaturhaus schickte und mit dem ich mich über den Lockdown unterhielt.

Da wird sich ja vorläufig nichts verändern. Also weiter Livestream was eigentlich ein bißchen intensiver sein kann, denn so konnte ich zwischen meiner Stunde gleich zwei literarische Erfahrungen machen und Margit Schreiner von der ich schon einiges gelesen habe und sie auch schon in der „Alten Schmiede“ ,sowie in der „Gesellschaft“ und im „Literaturmuseum“ hörte, erklärte gleich, was ich eigentlich so nicht wußte, daß sie immer nur autorbiografisch geschrieben hat.

Ich hätte den „Hausfrauensex“ und auch ihre Thomas Bernhard-Texte nicht dafür gehalten, aber die Idee über sich als Siebenjährige, die einmal Scharlach hatte und da wurde offenbar auch schon der Lockdown ausprobiert und die Spielsachen verbrannt oder in der Waschmaschine gewaschen, war eigentlich spannend.

„Da erfahren Sie etwas über die Fünfzigerjahre!“, hat Manfred Müller gesagt und da ich ja auch 1953 geboren bin, war mir auch einiges bekannt, das heißt Margit Schreiner war viel aufmüpfiger, ist sie doch mit einem Schilling in eine Greißlerei gegangen und hat der rothaarigen Kassiererin erklärt, daß sie dafür hundert Stollwerk haben will, aber die kosteten zehn Groschen, also „Rechnen lernen, kleines Fräulei!“ und zehn Stück herausgerückt und die kleine Margit hat die dicke Rothaarige dann sehr gehaßt.

Gerade als Manfred Müller das Kaufen des Buches empfahl, hat mein Telefon geläutet. De Stunde gemacht und dann gedacht „Jetzt schaue ich noch schnell in die „AS“!“

Meistens ist das dann ja nach einer Stunde aus, aber diesmal nicht, denn „Track 5“ ist ja sehr intensiv und das Erste, was ich sah, war ein Plattenspieler auf dem sich eine Art Zug drehte. Dann war Andreas Jungwirth zu sehen, der die zehn Tops präsentierte und auch erklärte, um was es ging. Ein Kurzhörspiel von fünf Minuten Länge, wo immer ein Satz dabei sein muß. Diesmal hieß er „Was wirklich geschah“ und es gab über zweihundertsechzig Einreichungen. Dann erschien schon Jörg Piringer, denn er war einer der top ten und hat auch schon mehrmals eingereicht. Von seinem Hörspiel habe ich aber nicht viel mitgekommen. Dann kam einer der Juroren der Musiker Jürgen Berlakovich und dann drehte sich das Grammophon weiter und Andreas Jungwirth legte immer einen Gegenstand darauf. Eine Klopapierrolle hat es schon gegeben, wie ich dem Chat entnahm und Corona war das große Thema und lockdownbedingt auch sehr viele Einreichungen und ich hörte mich durch die Top zehn, googlete dazwischen auf die ORF- Seite, wo nicht nur schon die zehn Tops präsentiert waren, sondern man sich auch durch alle Einreichungen durchgooglen konnte,wo sich beispielsweise auch Mae Schwinghammer beteiligte.

Also sehr spannend Jörg Piringer hat auch vorgeschlagen, daß der ORF alle Hörspiele spielen soll, aber im Netz kann man sie anhören und es ging dann weiter mit dem Lockdown und anderen Themen.

Ein Hörspiel heißt „Cha cha cha“ und drehte sich, um die Geräusche eines Hauses, die man hören kann wenn es schon sieben Jahre Lockdown gab. Bei einem anderen Hörspiel ging es um den Satz „Schau auf mich, schau auf dich!“

Ein Autor hat sich anonym beworben. Einer heißt „Verirrte Fische“ von Frank Rawel. Da drehte sich dann eine Sardinendose auf der Platte.

Den „Tag, wo Aristoteles verschwand“ gab es auch und das war sehr witzig mit vielen Kinderstimmen und am Schluß kam Claudia Bittner, den sie hat, was schn bekanntgegeben wurde, den Preis gewonnen, den die „Schule für Dichtung“ vergeben hat, die top drei, die dann bei der Gala präsentiert werden, werden morgen bekannt gegeben und ob es heuer auch einen Livestream bei der Hörspielgala gibt, ist auch nicht so klar.

Spannend, spannend und das Gute dabei war, daß ich am Ende wieder an den Anfrang kam, mich also auch durch das Hörspiel „Was wirklich geschah“ geschah, hören konnte. Da gab es auch ein Hörspiel, das nur aus Anagrammen bestand und so weiter und so fort.

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, kein wirklicher Hörspielfan, war aber ein spannender Abend. Eine Schätzung kann ich zwar nicht abgeben, aber wahrscheinlich werde ich mir auch die Hörspielgala geben.

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