Literaturgefluester

2021-02-15

Keine Jurysitzung, Margit Schreiner und Track 5

Heute hätte um drei die zweite „Ohrenschmaus-Jursitzung“ für den „Schokoladenpreis“ mit dem Thema Mut sein sollen. Denn da soll es ja heuer fünfzehn Zotter-Schokoladen mit diesbezüglichen Texten geben, für die es fünfundfünzig Einreichungen gegeben hat.

Als ich mich vor drei auf die Zoom-Sitzung, ich habe da ja meistens Schwiergkeiten mit dem Ton und auch keine Kamera, vorbereitete, meine zwölf Vorschläge habe ich schon vorher geschickt, bekam ich dann ein Mail, daß die Sitzung ausfällt, weil die meisten Teilnehmer ihre Vorschläge schriftlich schickten und ich wußte eine Weile nicht, was ich heute flüstern sollte, weil um sieben eine Stunde und da wäre ja in der „AS“ die „Radiophone Werkstatt“ gewesen, wo die zehn Favoriten des „Track 5-Kurzhörspielwettbewerbs“ vorgestellt, die dann am sechsundzwanzigsten bei der „Hörspielgala“ präsentiert, beziehungsweise die Preisträger, bekanntgegeben werden.

Dann bin ich, während ich meine Steuererklärung machte, darauf gekommen in der „Gesellschaft“ präsentiert Margit Schreiner ihr neues Buch „Vater, Mutter, Kind, Kriegserklärung, Über das Private“ und dazwischen habe ich noch ein Mail von Robert Huez bekommen, dem ich ja meine zwei schon erschienen CoronaBücher für das Literaturhaus schickte und mit dem ich mich über den Lockdown unterhielt.

Da wird sich ja vorläufig nichts verändern. Also weiter Livestream was eigentlich ein bißchen intensiver sein kann, denn so konnte ich zwischen meiner Stunde gleich zwei literarische Erfahrungen machen und Margit Schreiner von der ich schon einiges gelesen habe und sie auch schon in der „Alten Schmiede“ ,sowie in der „Gesellschaft“ und im „Literaturmuseum“ hörte, erklärte gleich, was ich eigentlich so nicht wußte, daß sie immer nur autorbiografisch geschrieben hat.

Ich hätte den „Hausfrauensex“ und auch ihre Thomas Bernhard-Texte nicht dafür gehalten, aber die Idee über sich als Siebenjährige, die einmal Scharlach hatte und da wurde offenbar auch schon der Lockdown ausprobiert und die Spielsachen verbrannt oder in der Waschmaschine gewaschen, war eigentlich spannend.

„Da erfahren Sie etwas über die Fünfzigerjahre!“, hat Manfred Müller gesagt und da ich ja auch 1953 geboren bin, war mir auch einiges bekannt, das heißt Margit Schreiner war viel aufmüpfiger, ist sie doch mit einem Schilling in eine Greißlerei gegangen und hat der rothaarigen Kassiererin erklärt, daß sie dafür hundert Stollwerk haben will, aber die kosteten zehn Groschen, also „Rechnen lernen, kleines Fräulei!“ und zehn Stück herausgerückt und die kleine Margit hat die dicke Rothaarige dann sehr gehaßt.

Gerade als Manfred Müller das Kaufen des Buches empfahl, hat mein Telefon geläutet. De Stunde gemacht und dann gedacht „Jetzt schaue ich noch schnell in die „AS“!“

Meistens ist das dann ja nach einer Stunde aus, aber diesmal nicht, denn „Track 5“ ist ja sehr intensiv und das Erste, was ich sah, war ein Plattenspieler auf dem sich eine Art Zug drehte. Dann war Andreas Jungwirth zu sehen, der die zehn Tops präsentierte und auch erklärte, um was es ging. Ein Kurzhörspiel von fünf Minuten Länge, wo immer ein Satz dabei sein muß. Diesmal hieß er „Was wirklich geschah“ und es gab über zweihundertsechzig Einreichungen. Dann erschien schon Jörg Piringer, denn er war einer der top ten und hat auch schon mehrmals eingereicht. Von seinem Hörspiel habe ich aber nicht viel mitgekommen. Dann kam einer der Juroren der Musiker Jürgen Berlakovich und dann drehte sich das Grammophon weiter und Andreas Jungwirth legte immer einen Gegenstand darauf. Eine Klopapierrolle hat es schon gegeben, wie ich dem Chat entnahm und Corona war das große Thema und lockdownbedingt auch sehr viele Einreichungen und ich hörte mich durch die Top zehn, googlete dazwischen auf die ORF- Seite, wo nicht nur schon die zehn Tops präsentiert waren, sondern man sich auch durch alle Einreichungen durchgooglen konnte,wo sich beispielsweise auch Mae Schwinghammer beteiligte.

Also sehr spannend Jörg Piringer hat auch vorgeschlagen, daß der ORF alle Hörspiele spielen soll, aber im Netz kann man sie anhören und es ging dann weiter mit dem Lockdown und anderen Themen.

Ein Hörspiel heißt „Cha cha cha“ und drehte sich, um die Geräusche eines Hauses, die man hören kann wenn es schon sieben Jahre Lockdown gab. Bei einem anderen Hörspiel ging es um den Satz „Schau auf mich, schau auf dich!“

Ein Autor hat sich anonym beworben. Einer heißt „Verirrte Fische“ von Frank Rawel. Da drehte sich dann eine Sardinendose auf der Platte.

Den „Tag, wo Aristoteles verschwand“ gab es auch und das war sehr witzig mit vielen Kinderstimmen und am Schluß kam Claudia Bittner, den sie hat, was schn bekanntgegeben wurde, den Preis gewonnen, den die „Schule für Dichtung“ vergeben hat, die top drei, die dann bei der Gala präsentiert werden, werden morgen bekannt gegeben und ob es heuer auch einen Livestream bei der Hörspielgala gibt, ist auch nicht so klar.

Spannend, spannend und das Gute dabei war, daß ich am Ende wieder an den Anfrang kam, mich also auch durch das Hörspiel „Was wirklich geschah“ geschah, hören konnte. Da gab es auch ein Hörspiel, das nur aus Anagrammen bestand und so weiter und so fort.

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, kein wirklicher Hörspielfan, war aber ein spannender Abend. Eine Schätzung kann ich zwar nicht abgeben, aber wahrscheinlich werde ich mir auch die Hörspielgala geben.

2021-01-16

Wieder zu den Bloggerdebutpreis-Empfehlungen

Filed under: Buchpreisbloggen,Literaturpreise — jancak @ 00:18
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Das was in dem letzten Jahr und noch in diesem am besten oder vielleicht auch als einziges klappte, ist meine Jurytätigkeit. Da gab es ja erst die „Ohrenschmaus-Jursitzung“, die Preisverleihung von 2020, die für Anfang Dezember geplant war, wurde ja verschoben und nach Weihnachten habe ich dann die restlichen drei Bücher, der heurigen Shortlist des „Bloggerdebuts“ gelesen. Zwei der fünf hatte ich schon gelesen und in der Bloggerjury bin ich ja schon seit 2016 dabe und habe mich seit dieser Zeit oder auch schon vorher intensiv mit den jeweiligen Jahresbebuts beschäftigt.

Meine Longlistempfehlungen habe ich auch immer gesammelt und an die Bloggerfrauen weitergegeben, beziehungsweise sie auf meine Longlist gesetzt, wo man auch immer sehen kann, weilche Debutbücher ich jeweils gelesen habe.

Für 2020 habe ich fünfzehn Longlistbücher auf meiner Liste und vierzehn davon schon gelesen und als die Shortlistbücher bekanntgegeben wurden, hatte ich auch schon meine Shortlistempfehlungen.

„Triceratops“, bei den „Verlassenen Kindern“ bin ich mir nicht mehr so sicher.

Leander Fischers „Die Forelle“ habe ich zum Zeitpunkt des Erscheinens der Shortlist gerade gelesen. Dann kam die Shortlist, wo ich zwei derBücher schon gelesen habe, die drei anderen waren mir mehr oder weniger unbekannt und Denis Ohde „Streulicht“ die mit ihrem Debut auf der Shortlist des DBbs gestanden ist und, glaube ich, auch den“ Aspekte-Debutpreis“ bekommen hat, wurde überall sehr gelobt und da war das Erstaunen der Leser, wie sehr Migratenkinder im Bildungsystem immer noch benachteiligt sind und ich habe gedacht, das ist doch nichts Neues. Das habe ich alles schon gelesen, das Buch aber sonst gut konzipiert gefunden.

Lucia Leidenfrosts „Verlassene Kinder“, das ich schon im Frühjahr gelesen habe, hat mich, glaube ich, sehr beeindruckt. Ein sehr poetisches Buch, das auch soziale Themen anspricht, aber eigentlich kein wirkliches Debut ist und mich gefragt, ob es auf die Shortlist kommen wird?

Dann habe ich „Hawaii“ gelesen, ein Buch von dem ich vorher nicht sehr viel, aber da nur Postives gehört habe und war einmal erstaunt, daß es sich dabei, um einen heruntergekommenen Stadtteil von Heilbronn und nicht um die berühmte Südseeinsel handelt.

Ein bißchen Dystopie war dabei, was mich ja besonderns in diesem Jahr sehr interessiert, es ist auch das Debut eines Sohnes einer türkischen Einwandererfamilie und da habe ich die Problematik dichter herausgearbeitet als bei „Streulicht“ gefunden.

Als viertes Buch habe ich Amanda Lasker-Berlins „Elijas Lied“ gelesen und war da von den Tabubrüchen, die die junge Regiestudentin da unerschrocken thematisiert, begeistert. Das „Down-Syndrom“, die Recherche in der neuen Rechten-Szene, nur die Verarbeitung des Themas Sex im Alter habe ich etwas zu aufgesetzt gefunden, obwohl der in den Altersheimen wahrscheinlich immer noch verboten ist. Auch, wie die drei Schwestern da einen Tag lang durch das Moor tappen habe ich künstlerisch und sprachlich gut gelöst gefunden.

Dann kam Buch fünf und das war schon optisch das Außenseiterbuch. Ich habe die Inhaltsangabe und eine Amazon-Rezension gelesen, die vielleicht auch von einem Blggerjurymitglied stammt, das das Buch abgebrochen hat, weil es sich beim Lesen nicht mehr ausgekannt hat, es aber als ein sehr anspruchvolles schwer verständliches Buch beschreibt. Habe es zu lesen angefangen, gedacht, Platz vier, war dann in der Mitte sehr begeistert. Der Monologstil, die Themen haben mir gefallen, verstanden habe ich auch nicht sehr viel und es hat sehr lange gedauert, bis sich der Inhalt mit der Beschreibung deckte, also doch drei Punkte und der Würfel muß her.

Also voila und wieder betone ich, es kann immer alles ganz anders sein und alle drei Bücher und natürlich auch die anderen, die auf der Longlist stehen sind lesenswert und habe ich es schon geschrieben, ich bedauere natürlich, daß keine Selfpublisher-Bücher auf die Liste kommen können und da auch noch dieses Vorurteil besteht, aber gut, das kann ich zumindestens jetzt noch nicht verändert.

Also fünf Punkte für „Elijas Lied“, weil ich mich die Tabubrüche, die Themenauswahl, das sensible Beschreiben des Leidens unter der erzwungenen Kinderlosigkeit Elijas, weil Downsyndrom-Betroffene immer noch keine Kinder haben dürfen, die neuen Rechte-Szene und auch der Tag, der Schwestern, in dem Moor sehr beeindruckt haben und man von der jungen Frau in dem Buch Dinge erfahren kann, die in anderen Büchern nicht zu finden sind.

Drei Punkte für Cihan Alcars „Hawaii“, weil mich das Leben der jungen Deutschtürken sehr interessiert und mir auch die Genreübergreifungen des Buches sehr gefallen hat und mich das Buch mehr als Denis Ohdes „Streulicht“ angesprochen hat.

Ein Punkt für Lucia Leidenfrost „Wir verlassenen Kinder“, weil ihr Buch sowohl sehr poetisch als auch sehr sozialkritisch ist und das auf eine ganz besondere Art und Weise wiedergibt.

Abschließend möchte ich das Lesen von David Mischs „Schatten über den Brettern“ noch einmal empfehlen und dem Buch vielleicht auch noch eine Überarbeitung wünschen, weil das Lesen so wirklich nicht ganz einfach war, ich es aber trotzdem für sehr interessant halte.

Und nun zu den Gewinnerinnen und dazu wie sich die anderen Blogger entschieden haben:

Da hat natürlich, wie erwartet Deniz Ohdes „Streulicht“ gewonnen, gefolgt von Lucia Leidenfrust, dann überraschend, weil es ja sehr kritisiert wurde, „Elijas Lied“ und „Hawaii“, zum Schluß kommt David Misch, dessen Buch ja sehr ungewöhnlich ist und dem man sich sehr ambilavent nähern kann. ich gratuliere und am Abend wird es noch einmal eine „Zoom-Sitzung“ der anderen Blogger geben.

2021-01-15

Ohrenschmaus-Jurysitzung per Telefon und Zoom

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 18:34
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Seit einem Jahr ist ja alles anders, Literaturveranstaltungen und Lesungen finden per Livestream statt und sind per You tube anzusehen, ich war seit Oktober bei keinen Liveveranstaltungen, habe im Jahr 2020 nirgends gelesen, meine Lesung bei der Poet-Night wegen der Maske abgesagt und auch die Einladung in das Sktiptorium ins Stift Seitenstetten, wo ich mich mit „Noahs Fest“ beschäftigen hätte sollen

„Buchpreis“ habe ich aber gelesen und sehr viel geschrieben, zwei CoronaBücher sind entstanden. Am Dritten corrigiere ich eifrig und eine Unmenge an Corona-Texten gibt es auf meinen Blog, die wahrscheinlich zu einem dritten „Literaturgeflüster-Buch“ werden könnte.

Wo die Reise hingehen wird, weiß man nicht, weil ja trotz Impfung, die schon seit Jänner stattfindet, der Lockdown bis Ostern verlängert wird und man demnächst nur mehr mit FFP2-Maske einkaufen wird können, obwohl die Zahlen trotz Massentests eigentlich nicht steigen. Aber da gibt es die neue Virus-Variante und alle fürchten sich, die Wirtschaft geht noch mehr den Bach hinunter und auch Lesungen und andere Veranstaltungen soll es bis Ostern keine mehr geben. Da hilft offenbar das Freitesten, das so progagiert wurde, auch nichts.

Ob die „Buch Wien“ stattfinden wird, weiß man nicht, die Leipziger Buchmesse soll es im Mai geben, aber da ich ja keine Maske tragen und keine Tests machen will, wird sie für mich wohl auch nur Online stattfinden und so habe ich mein literarischen Requiem eigentlich schon gehalten. Das heißt, so ganz auch wieder nicht, denn wenigstens an diesen Freitag geht es bei mir sehr literarisch ab, nämlich zwei Jurysitzungen an einen Tag, denn ich habe ja kaum Preise und auch keine Stipendien bekommen, bin aber in zwei Jurien. Seit 2016 in der des Bloggerdebuts und seit 2007 in der des „Ohrenschmauses-Literatur von und mit Menschen mit Lernschwierigkeiten.“

Der heurigen Bloggerdebutpreisträger wurden heute jauf der Debutseite bekanntgegeben und wenig überraschend, Deniz Ohde die „Aspekte-Preisträgerin“ hat den Preis, gefolgt von Lucia Leidenfrost gewonnen. Mein diesbezüglicher Artikel wird nach Mitternacht erscheinen. Denn richtig heute gab es noch eine anderes literarisches Event, nämlich die „Ohrenschmaus-Jurysitzung. Der Preis hätte zwar schon Anfang Dezember vergeben werden sollen, wurde aber Corona bedingt verschoben und es gab auch viel weniger Texte die eingericht wurden.

Das ist interessant, denn ich enerinne mich an die Jurysitzung vor zwei Jahren, wo die Jurymitglieder, ob der hohen Anzahl der Einreichungen klagten, das schaffen wir nicht. Diesmal waren es nur siebenundzsiebzig Einreichungen. Es sind ja, glaube ich, auch viele Werkstätten, wo die Texte geschrieben werden hättten können, geschloßen und auch sehr interessant, Corona war das große Thema, das viele der Einreichenden beschäftigt hat.

Es gibt neue Jurymitglieder und eine neue Organisatorin, die Franz Joseph Huainig unterstützt. So sind Barbara Rett und Franzobel verschwunden. Dafür besteht die Jury außer Felix Mitterer, Heinz Janisch und mir, jetzt auch aus Günter Kaindlstorfer und Vea Kaiser, die ja heuer auch erstmals Jurymitgleid beim „Bachmann-Preis“ ist und die Jursitzung wurde nicht live, sondern per Zoom abgehalten und damit habe ich bekanntlich meine Schwierigkeiten, nämlich einen alten Browser, kein Mikro und meistens keinen Ton, so daß mich Franz Joseph Huainigg und Estiverli Rafyi angerufen haben, damit ich meine Vorschläge abgeben konnte. Günter Kaindlsdorfer und Vea Kaiser waren online. Heinz Janisch hat seine Vorschläge geschickt und wir waren uns bald einig und hatten eigentlich viele Übereinstimmungen.

Die Pfreisverleihungen wird am zweiundzwanzigsten März ohnePublikum im Studio 44 und da werden ja immer Laudations gehalten, um die mich mich ja immer reiße, halte ich ja solche gerne, habe auch einige für Peter Gstöttmeier, dem Dauersieger gehalten.

Aber diesmal ist es schwierig, denn mit Maske gehe ich ja nicht hin und ohne Maske geht es nicht. Also keine Laudatio und die Preisverleihung im Livestream ansehen. Macht ja nichts, denn es wird noch eine Jurysitzung geben, denn einen Sonderpreis oder eine neue Ausschreibung, daß man noch Texte zum Thema „Mut“ einreichen konnte, wo dann die besten für die Zotter-Schokolade ausgesucht werden sollen. Also spannend und weiter meinen Text korrigieren, mich auf die morgige Großdemo vorbereiten, hoffentlich werde ich dort nicht verhaftet, denn am Abend gibt es noch ein Treffen der Bloggerjury um sich über die Preisverleihung auszutauschen.

2020-12-22

Veza Canetti-Preisverleihung in W24

Den „Veza Canetti -Preis“ gibt es seit 2014. Als Julia Danielcyck Literaturbeauftragte der Stadt Wien geworden ist, hat sie ihn eingeführt und von 2014 bis 2018 fand die Preisverleihung immer im Oktober, glaube ich, im Musa statt, 2014 an Olga Flor, 2015 an Sabine Gruber, 2016 an Ilse Kilic, 2017 an Lydia Mischkulnig, 2018 an Petra Ganglbauer. Man sieht die GAV-Frauen hatten hier Einfluß und 2019 an Rosa Pock der Witwe von H. C. Artmann. Da fand die Preisverleihung, glaube ich, schon im Rathaus statt, denn das Musa wurde ja umstrukturiert und ein Teil des Wien-Museums, so daß die Stadt Wien-Veranstaltungen jetzt ja in der „Alten Schmiede“ stattfinden.

Da war ich dann schon nicht mehr dabei, weil die Verleihung, glaube ich, zeitgleich mit dem „Ohrenschmaus“ stattfand und da habe ich ja eine Laudatio gehalten. Julia Danielcyck hat mich, glaube ich, als ich im letzten Jahr zur Eröffnung der „Buch-Wien“ marschierte, darauf aufmerksam gemacht. Aber leider, leider und heuer ist ohnehin alles anders, Corona hat uns in den Händen und sperrt uns ein oder aus. Also nur mehr Livestreamveranstaltungen, bis wir dann vielleicht wieder einmal nach Absolvierung eines Schnelltests in die „Alte Schmiede“ dürfen und noch vielleichter einmal die Masken fallen lassen können.

Noch ist es nicht so weit. So ist die Einladung der Stadt Wien doch an der Preisverleihung, denn heuer hat ihn die 1953 geborene Elisabeth Reichart bekommen, nur über das „W- 24-Portal“ erfolgt. Da wurde die Preisverleihung, die, glaube ich, am dritte Dezember in Beisein der vier Frauen, der Stadträtin für Kultur Veronica Kaup-Hasler, die, die Veranstaltung eröffnete, Julia Danilcyck, die Elisabeth Reichart interviewte, derselben und der Laudatorin Christina Kaindl-Hönig erfolgt und ich, ich schreibe es wieder, die diesen Preis ja auch gerne haben würde, also meinen Anspruch darauf erhebe, wie es Mieze Medusa über Yasmin Hafedh bezüglich des Nobelpreis sagte, kenne Elisabeth Reichart schon sehr lange, obwohl ich ihr berühmtes Buch mit dem sie 1984 den Durchbruch schaffte „Februarschatten“ nie gelesen habe. Ich habe aber einmal mit ihr gelesen, beziehungsweise an dem von Christine Haidegger im Liiteraturhaus Salzburg organisierten Symposium „Sichten und Vernichten“.

Ein paar ihrer Bücher habe ich gefunden oder billig gekauft zum Beispiel „Die unsichtbare Fotografin“ aus der habe ich die Autorin, die gerade zehn Tage jünger ist, als ich, einmal bei „Rund um die Burg“ lesen gehört.

„Das vergessene Lächeln der Amaterasu“ habe ich, glaube ich, im Schrank gefunden und noch nicht gelesen und 2016 war ich bei Präsentation ihres Romanes „Frühstück bei Fortuna“ in der „Alten Schmiede“. Ich habe das Buch angefragt, aber nicht bekommen. „Komm über den See“ habe ich auch noch nicht gelesen, aber wahrscheinlich in meinen Regalen.

Heute also die „Veza Canetti-Preisverleihung“, an die studierte Historikerin und ein bißchen seltsam, das über eine Aufzeichnung zu sehen, wo alles ein bißchen abgehackt erfolgte. Zuerst eröffnete die Stadträtin, dann interviewte Julia Danielcyck, die Autorin und fragte sie zu ihren Bezug zu Veza Canetti. Den habe ich auch. Habe ich mir ja den „Oger“ gekauft. War dann bei einigen Festen in der Ferdinandstraße, Judith Gruber-Rizy hat bei einem Tag der „Freiheit des Wortes“, glaube ich, das erste Mal ihre Pseudonyme Veronika Knecht und Veza Magd erwähnt, die ja sehr bezeichnet sind und die Mär, daß, der Elisas ihr Schaffen ein wenig unterdrückt haben soll, geht auch herum. In der „Alten Schmiede“ präsentierte Julia Danielcyck einmal Veza Canetti in der Reihe der Grundbücher und Elisabeth Reichart erwähnte die Pseudonyme, erzählte, daß sie, als Veza Canetti endlich publiziert wurde, zu ihren Lebzeiten gab es, glaube ich, nur Artikel in der „Arbeiterzeitung“, sie ihre Werke las und dann kam die Theaterwissenschaftlerin Christina Kaindl-Hönig an das Podium und führte durch das Werk der Autorin. Die Bücher waren auch ein paarmal eingeblendet und richtig, Lyrikbände gibt es auch. Aus dem letzten hat Elisabeth Reichart dann gelesen. Dann überreichte die Stadträtin den Blumenstrauß, den die Autorin, glaube ich, mit bunter Maske entgegennahm. Julia Danielcyck präsentierte das Gruppenfoto und forderte oder war das die Stadträtin, die unsichtbaren Zuhörer auf, doch Elisabeth Reichart zu lesen. Denn jetzt hätte man die Zeit dazu. Ich wahrscheinlich nicht zu viel, denn ich lese mich gerade durch das Bloggerdebut und habe gestern drei Gedichtbände von Peter Paul Wiplinger zugeschickt bekommen, von denen ich einen allerdings schon hatte, fand es aber allemal sehr erfrischend mich auf diese Art und Weise durch mein Reichart-Archiv zu wühlen. Das Glas Wein und das Brot, das es im Musa im Anschluß gegeben hätte, fehlte zwar dabei und auch das Gespräch mit der Angela und dem Josef. Also können wir nur auf das nächste Jahr hoffen, wo man vielleicht wieder maskenlos ins Rathaus gehen kann und da bin ich schon gespannt, wer den Preis vielleicht bekommen wird und schlage wieder Julja Rabinowich oder Judith Gruber-Rizy dafür vor und wenn ich ihn vielleicht doch einmal bekäme, würde ich mir die Ruth als Laudlatorin wünschen.

2020-12-03

Texte – Preis für junge Literatur

In der „Alten Schmiede“ hätte heute eine Grundbuch-Vorstellung Franz Schuhs „Krückenkaktus“ stattfinden sollen. Aber höchstwahrscheinlich lockdownbedingt, es dürften ja keine Veranstaltungen live stattfinden, fand auch kein Livestream statt, dafür eine für mich, die ich mich ja schon sehr lang für Literatur interessiere und mich, wenn mir das mancnhe nicht glauben, recht gut darin auskenne, eine für mich bisher unbekannte Veranstaltung, obwohl da, wie ich herausgefunden habe, offenbar die ganze Wiener oder österreichische Literaturszene daran beteiligt ist, aber ich gehöre wohl nicht dazu, also „Texte – Preis für junge Literatur“, ein Wettbewerb, der sich an Schüler zwischen vierzehn und neunzehn wendet und den es schon seit einigen Jahren gibt.

Aber, wie geschrieben, bisher an mir vorbeigegangen, vielleicht auch weil die Veranstaltung bisher im Burgtheater stattfand, aber aus wahrscheinlich wieder Corona-Gründen, fand das Finale, eine Lesung aus den Texten der fünfundzwanzig Finalisten, die aus über dreihundert Einsendungen ausgewählt wurden und dann die Preisverleihung.

Spannend, spannend, auf den Tischen der „Alten Schmiede“ einmal eine gelbe Rose stehen zu sehen und für mich ebenfalls überraschend Christoph Braendle am Podium, denn der ist der Intemdant des Preises, ein Autor von dem sich bei mir schon einige Bücher angesammelt haben und den ich auch einmal bei den „Wilden Worten“ hörte.

Der begrüßte, sprach die Einleitung und stellte dann die drei Schauspieler vor, die die Textproben der fünfundzwanzig Finalisten vorlas nämlich Dorthee Hartinger, Alexandra Henkel und Cornelius Obonya der auch an führender Stelle im Team steht.

Von den Texten und den Finalisten kann man auf der „Texte-Seite“ ziemlich viel finden. Da gibt es die Texte, die man, glaube ich, im Vorfeld auch bewerten konnte. Es gab auch schon Lesungen in Schulen oder an anderen Orten. Es gab Workshops und Bilder von den Finalisten, die waren zwischen den Textproben auch immer wieder kurz zu sehen und zu hören und nach einigen Minuten gab es einen Gong und man konnte die nächste Textstelle hören.

Dann gab es wieder eine kurze Erklärung oder Beschreibung von dem was bisher geschah, das Rainer- Gmnasium im fünften Bezirk hat die meisten Texte eingeschickt und deshalb auch einen Preis bekommen. Dann wurden die Texte der drei Gewinner ganz gelesen, die kann man auch im Netz finden und also vioila

Platz drei: Bernadette Sarmann „Wir, und mehr“

Platz zwei: Hannah Unterthiner „Also verliert man nichts “ und

Platz eins: Milena Dörfler „an selbst“

Das Thema des heurigen Wettbewerbs war übrigen „Mut/Unmut/Übermut“ und nach den Lesungen, kam immer die Jurybegründung und die Jury bestand aus zehn Personen darunter Überraschung, Hanno Millesi, Karin Ivancsics und Judith Fischer und die Siegerin Milena Dörfler war auch anwesend und konnte ihren Preis, eine Reise nach Zürich mit einem Theaterbesuch, wenn das wieder möglich ist, direkt entgegennehmen. Die beiden anderen jungen Frauen bekamen Burgtheaterkarten und interessant für mich, ich habe wieder was gelernt und vielleicht ein, zwei Namen kennengelernt von denen ich später vielleicht beim FM4-Preis, vielleicht in Klagenfurt oder auf einer Buchpreisliste etwas lesen oder hören werde und in die Internetseite kann ich mich, wenn ich Lust und Zeit habe, auch noch vertiefen.

2020-10-22

Von Vierjahrzehnten Freibord zur AK-Debutpreislesung

Der Vorteil vom Livestream-Schauen ist ja, daß man nach Belieben hin und her hoppel kann, was ich an sich gerne tue und da gab es heute durchaus ein abwechslungsreiches Programm.

Wolfgang Hermann in der „Gesellschaft für Literatur“ habe ich dabei augelassen, denn ich fieberte ja eigentlich schon lange der Vorstellung der drei österreichischen Debutanten in der AK -Bibliothek entgegen, die es ja heuer zum fünften Mal gab.

Das erste Mal habe ich, glaube ich, versäumt, weil Ilse Kilic gleichzeitig den Veza Canetti-Preis bekommen hat. Bei den drei anderen war ich und habe mich anschließend bei Wein und Brötchen jeweils mit derAngela und dem Josef über den besten Text unterhalten. Die Bücher hatte ich da, wie auch heuer zum Teil noch nicht gelesen, aber, glaube ich, alle oder die meisten nachgeholt und heuer gab es wegen den strengen Corona-Regeln überhaupt nur eine Livestreamlesung, das heißt, wie in Frankfurt, ein paar der Verlagsleute waren eingeladen und saßen weit auseinander, die anderen konnte es sich über Livestream ansehen.

Drei oder vier haben, das, wie bei den anderen Livestreamlesungen auch getan und ich freute mich, wie erwähnt darauf, hatte um fünf eine Stunde, um sieben fing es in der Arbeiterkammerbibliothek an und dann ist mir eingefallen, daß ich schon vor längerer Zeit von Gerhard Jaschke eine Einladung zum„Freibord-Maskenball mit Abstand“ in die „Alte Schmiede“ bekommen habe. Gerhard Jaschke hat also Humor, ich weniger und so habe ich ihm auch „Mit Maske eher nicht!“, geantwortet und bin dann daraufgekommen, daß die von Kurt Neumann noch initierten „Gesellschaftsräume der Literatur“ nämlich die „Revue durch vier Jahrzehnte Resonanz und Produktionsraum“ oder der Rundgang durch die seit 1975 entstandenen „Freibord-Produktion“ schon um sechs begonnen haben.

thematisch passt es zwar nicht sehr zusammen, denn das „Freibord“ istja eine sehr avantgardistische Zeitschrift und dann auch wieder nicht, habe ich doch drei Texte drinnen, denn ich habe ab den Neunzehnhun,,,dertachtzigerjahre und solgange ich noch Ausendungen machte, meine Texte immer wieder auch an Gerhard Jaschke geschickt , der mir, glaube ich, einmal auch einen lobenden Brief geschickt hat. Später habe ich ihn dann durch meine wahrscheinlich etwas provokante Art auch ein paar Mal verärgert, als aber das erste „Literaturgeflüsterbuch“ erschienen ist, hat er es auch sehr gelobt.

Der 1949 geborene Gerhard Jaschke hat also 1975 mit seiner Frau Ingrid Wald, den ebenfalls versctorbenen legendären Dichter Hermann Schürrer, Camillo Schaeffer und, ich glaube, noch jemanden anderen das „Freibord“gegründet. Da gab es dann die „Edition Freibord“, eine Sonderausgabe und später nach dem Schlaganfall die kleinen „Feribord“ und „FirebordHeftchen“ und jetzt hat Gerhard Jaschke seinen Vorlaß, glaube ich, dem Literaturarchiv in Krems übergeben, so daß der Schweizer Fermin Suter, in der „AS“ an einem Tischchen saß, Markus Köhle saß an einem anderen. Dazwischen Gerhard Jaschke und dann hat es mit Hermann Schürrer, dem Exzentriker, Josef Enegls Gedichten, Elfriede Gerstl, die mir ja auch einmal ein „Freibord“ ihrer Werke schenkte oder es mit einem meiner Bücher tauschte, begonnen. Eine gute Stunde lang die wilde experimentelle Literatur, des letzten Viertels des letzten Jahrhunderts, die ich ja hautnah miterlebte, besprochen, während es dann in der abgespeckten Arbeiterkammerbibliothek mit zwei in den Neunzehnhundertneunzigerjahren jungen Leute und den älteren, sein Geburtsdatum habe ich nirgends gefunden, Gunther Neumann weiterging. Leander Fischer und die schon gestern gehörte Mercedes Spannangel stehen ja auch noch auf der öst. Debutpreisliste.

Die Leiterin der Bibliothek Ute Wödl eröffnete, dannn kamm der AK- Direktor Christoph Klein und hob wieder den Wert der Bildung und des Lesens vor, be–vor Ute Wödl dann die drei Nominierten vorstellte und ich dachte eigentlich, daß ich den der 1992 in Völklabruck geborenen Leander Fischer mir völlig unbekannt wäre.

Jetzt also den ersten Einblick in das umfangreiche Werk, in dem es sowohl um das Fliegenfischen, als auch um die Ermordung des Thornfolgers in Sarajewo geht. Ich bin also gespannt, werde aber noch eine Weile brauchen, bis ich zu dem Buch komme, weil es ziemlich weit unten auf meiner Leseliste steht, während ich von den schon älteren Gunther Neumann, der, glaube ich, eine diplomatische Karriere hinter sich hat, bevor er ans Debutpreisschreiben ging, schon bei den O-Tönen hörte.

In seinem Buch „Über alles und nichts“ geht es um eine Pilotin und Mercedes Spannagel, 1995 geboren, habe ich, wie schon erwähnt, sowohl bei den O-Tönen als gestern in der Exil-Vorstellung in der „Gesellschaft“ ,gehört. Sie las, glaube ich, dieselben Stellen aus „Das Palais muß brennen“ obwohl sie ja gestern sagte, sie würde immer etwas anderes lesen und Ute Wödl fragte dann ins Publkium „Haben Sie sich schon einen Eindruck über den Gewinner gemacht?“

Ich habe nicht, dazu muß ich die Bücher erst lesen. Würde aber auf Leander Fischer schätzen, der wahrscheinlich der sprachexperimentellst,e ist und habe heute in meinem Zimmer eine große literarische Runde gemacht. Von Gerhard Jaschkes Avantgarde zu den drei Debutpreis-Büchern des Öst. DerPreis wird ja an meinem Geburtstag am neunten November vergeben. Ich hoffe, daß es da auch einen Livestream gibt und, daß ich mich bis dahin schon ein bisher durch die österreichische Liste gelesen habe. Derzeit lese ich ja Martin Peichls „Bierdeckelbuch“ und gehe dann noch kurz zum dBp zurück, um da noch drei Bücher zu lesen, bevor ich zum österreichischen Buchpreis komme.

2020-10-12

Deutscher Buchpreis und wilde Worte

Diese Woche hätte es für viele nach Frankfurt gehen sollen, da aber die Zahlen steigen und man aus den sogenannten Risikogebieten nicht mehr anreisen kann, findet die Buchmesse auch nur oder hauptsächlich online statt und der „Deutsche Buchpreis“, den es seit 2005 als Auftakt zur Messe gibt und den ich seit 2015 begeistert blogge, wurde heute im „Römer“ auch nur im kleinen Kreis und ansonsten über Stream vergeben.

Das ist für mich nichts Neues, begleite ich den Preis ja, glaube ich, seit ich blogge per Stream oder auch nicht ganz, denn einmal las ich selbst bei den Mariahilfer Kulturwochen, einmal besuchte ich eine Judith Gruber-Lesung im Republikanischen Club, einmal war ich im Kino oder in der „AS“ und schaute nur vorher odernachher hinein.

Richtig, die „Wilden Worte“ gibt es am Montag immer auch und da war ich ja im Vorjahr vorher bei der „Ohrenschmausjurysitzung“ beim ORF, dann habe ich mich über Sascha Stanisics Buchpreisrede geärgert und danach war ich im Amerlinghaus und heute hätte ich mir eigentlich den ganzen Livestream, den ich dann oft nicht gefunden habe oder nur vorher oder nachher kurz hineinschnupperte und mich dann zur Lesung aufmachte, geben können, leider habe ich das aber in meinem Kalender nicht rechtzeitig notiert, daß das schon um sechs stattfand, die „Wilden Worte“ beginnen um acht, wäre sich also schön ausgegangen, aber leider, leider wieder unachtsam gewesen und daher eine Stunde eingeteilt und so war ich schon kurz im Kaisersaal im „Römer“, als dort die Covid Regeln erklärt wurden und es an meiner Türe läutete und nachher kam ich gerade zurecht um „And the winner is Anne Weber zu hören!“ und ich dachte wieder „Aha, aha!“, denn ich hätte ganz ehrlich auf Thomas Hettche, den ich gerade beendet habe, geschätzt und gedacht, das ist eigentlich der klassische Buchpreisträger im Sinne der Publkumstauglichkeit, aber die Jury sieht das ja immer anders, als man selbst und wem es interessiert, fünfzehn der Longlistbücher und vier der Shorlistbücher habe ich gelesen, die „Anette“ und „Streulicht“ noch nicht, die Valerie Fritsch muß noch folgen, das andere Debut und der Franz Witzel und als der 2015 gewonnen hat, war ich glaube ich in der „Alten Schmede“ und es war das einzige Buch, das ich damals noch nicht gelesen hatte, weil es mir die Trude K. meine Straßergasseschulkollegin erst zum literarischen Geburtstagsfest schenkte, diesmal habe ich trotz Corona bedingten Veranstaltungsstop gerade fünfzehn geschafft, habe den Livestream bis auf die Preisrede versäumt, die Kurzfilmchen der Long– und Shortlistnominierten habe ich mir aber angesehen und ich muß sagen, es war diesmal eine sehr schöne und interesante Auswahl und von den fünzehn bis jetzt gelesenen Bücher haben mir sehr viele gefallen und es war ein interessanter und auch sehr abwechslungsreicher Streifzug durch die deutschsprachige Gegenwartsliteratur und ich bleibe bei

„Herzfaden“, als meinen bisherigen Favoriten,

„Der Halbbart“, hat mir gut gefallen,

„Die Infantin trägt den Scheitel links“

„Triceratops“

Aber auch die stille Prosa des Jens Wonneberger „Mission Pflaumenbau“

Der vielgeschmähte „Letzte Satz“

„Die goldenen Jahre“ von Arno Camenisch und und….

Und dann während man in Frankfurt vielleicht doch ein wenig feierte und den Sektkorken knallen ließ, ist es in Amerlinghaus zu den „Wilden Worten“ und wieder eine Livelesung, was in Zeiten wie diesen, ja selten ist, gegangen und das war auch sehr interessant, hat ja doch die GAV-Kollegin Regine Koth Afzelius, die ich bei einem Gav-Jour fix persönlich kennenlernte und deren „Letzte Partie“ ich genau, wie den „Kunstliebhaber“ in einen der Schränke gefunden habe, dieses in der „Editon Roesner“ erschienen Buch vorgestellt und hätte das auch schon vorher tun sollen.

In der „AS“, glaube ich, im März kurz nach dem Shutdown, im Amerlinghaus im April, die „Alte Schmiede-Lesung“ wurde, glaube ich, im Juni oder September nachgeholt.

Jetzt stellte die 1962 geborene, den „Kunstliebhaber“ bei den „Wilden Worten“ vor und nochmals interessant, vorher während noch auf die Besucher gewartet wurde, gab es eine kleine Diskussion über Corona, das ist ja ein Thema, das ich liebe und mich sehr beschäftigt und nachher oder zwischendrin, die Geschichte von dem Kunstexperten Leo der mit einer Claire nach Rom auf Bildungsreise fährt und ihr dort die Werke Michelangelos in der sixtinischen Kapelle voführt.

Ich habe vorher in meinen Kinderzimmerregalen nach dem Buch gesucht und es nicht gefunden und es gab im Amerlinghaus auch eine Diskussion welches Kapitel Regine Koth Afzelius lesen sollte?

Die, die es schon gelesen hatten, wünschten sich ein anderes als das erste und Bücher über Museen oder Bilder sind ja sehr interessant und es gibt ja einige davon, die auf den österreichen Buchpreisliste stehen oder standen, wie beispielweise Hanno Millesis „Vier Weltteile“ oder in der „Infantin“ von Helena Adler kommen ja auch in jeden Kapitel Bilder vor.

So habe ich mich bei Regine Koth Afzelius nach der Entstehungsgeschichte erkundigt und es gibt auch eine spezielle Geschichte zum Coverbild. Eine angeregte Diskussion, die eigentlich fast ohne Richard Weihs oder mit diesen nur im Hntergrund stattfand und die nächsten „Wilden Worte“ werden wieder zu einer ungewöhnlichen Zeit, nämlich am vierten Montag im November stattfinden und wer es wissen will, ich habe mir diesmal ein Gedicht zum Thema „H. C. ist weg“, um an den gestrigen Wahltag anzuknüpfen, gewünscht und bin gespannt, was Richard Weihs daraus machen wird?

2020-10-09

Schreibprojekte und andere literarische Ereignisse

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem Korrigieren des „Braunrotkarierten Notizbuchs“, der Text ist mit der Beschreibung vorvorgestern an den Alfi gegangen, der ihn jetzt auf Fehler korrigieren und druckfertig machen wird, damit wir ihn an „druck at“ schicken können.

Das entsprechende Foto von dem entsprechenden Notizbuch, das ich ja wirklich einmal in der „Seedosen-Zelle“mit den entsprechenden Eintragungen gefunden habe, müßen wir als Coverbild fotografieren und das Dummie für das „Frühjahrserwachen“ ist, glaube ich, heute von der Druckerei an den Versand übergeben worden und wird wahrscheinlich morgen oder übermorgen zur letzten Durchsicht zu mir kommen, bevor der Druckauftrag gegeben werden kann.

Die Vorschau ist hier zu finden. Auf meiner Website gibt es sie schon mit dem entsprechenden Probekapitel. Also die Gewinnfragen lösen, wer das Buch gewinnen will oder sich an der Leserunde beteiligen, wenn das Buch erschienen ist und ich bin im verflixten Coronajahr auch literarisch wirklich sehr aktiv gewesen.

Das ist der Vorteil von zu Hause bleiben, wenn man ja, wie ich so stur ist zu keinen Veranstaltungen zu gehen, weil ich mich weder maskieren noch reigstrieren will, bei den Veranstaltungen kennt mich wahrscheinlich sowieso jeder, aber ich habe mein Prinzip und man kann wenn auch mit ein wenig schweren Herzen und vielleicht auch ein wenig depressiv, denn immer zu Hause zu bleiben trübt ja vielleicht doch die Stimmung, die Sachen auch per Livestream verfolgen und darüberbloggen und über meine persönliche gesellschaftspoitische oder Corona-Meinung gibt es hier auch immer wieder zu lesen.

Lesen tue ich auch sehr viel, nämlich die dreimalige Buchpreisliste und bin da jetz tschon bei Buch dreizehnen des dBp der ja am Montag in Frankfurt, glaube ich, auch nur im engsten Kreis und per Livestream vergeben wird und die Messe, wo es ja schon Pressekonferenzen gegeben hat, findet, glaube ich, auch zum Großteil oder überhaupt per Livestream statt. Steigen ja die Zahlen der positive Getestenen auch in Deutchland ständig an, die Panik ist groß und es gibt, glaube ich, auch ein Beherbergungsverbot für Leute aus dem Risikogebiet.

Also was tun in Zeiten wie diesen?

Schreiben, schreiben, schreiben und das habe ich, auch wenn manche bezweifeln, daß ich es überhaupt kann, getan und so wird das „Frühlingserwachen“ das dritte Buch sein, das in diesem Jahr erscheint.

Das erste war mein Opus Magnum könnte man so sagen oder mein Stück Literaturgeschichte, nämlich die Literaturgeflüsterartikel übers Schreiben die seit 2012, glaube ich, erschienen sind und dazu alternierend die Probekapteil aus den siebenundzwanzig Bücher, die seit es das „Literaturgeflüster“ gibt, erschienen sind. Also wenn man sich kurz und knapp in mich und mein Schreiben einlesen will, kann ich das Buch empfehlen und für die, die es nicht kaufen wollen, alle Artikel sind im Netz entweder auf meinem Blog oder auch auf meiner Website zu finden.

Danach kam das „Fräulein No“ und mein „siebenter Nanowrimo“, nämlich das Buch, das ich im vorigen November im Rahmen des internationalen Schreibemonats in Wien und Basel geschrieben habe, denn damals war es im Gegensatz zu heuer, noch ein wenig hektisch und ich bin von der „Buch Wien“ weg mit dem Alfred mit dem Nachtzug zur „Buch-Basel“ gefahren und habe versucht dazwischen soviel wie möglich zu schreiben.

Das Resultat ist hier zu finden. Das zweite Buch in diesem Jahr. Die Gewinspielfragen sind aufgelöst. An der Leserunde kann man sich, wie auch bei den anderen Büchern noch beteiligen und ich bitte auch darum und dann kam Corona und daher die Corona-Texte, die Corona-Gedichte, die Corona-Tagebucher, denn für die realistische Schreiberin ist das natürlich ein Thema, obwohl das natürlich nicht so leicht ist, wie es scheinen mag, denn wenn man im Glashaus sitzt kann oder soll man ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen und ist man mitten drin in der Krise ist es wahrscheinlich nicht wirklich möglich, sich ein objektives Bild darüber zu machen.

Trotzdem sind schon zwei Texte darüber entstanden. ext eins „Kein Frühlingserwachen mehr“ mit mir mit Schal um den Mund, ein einzigartiges Ereignis. Denn die Maske, die mir einmal eine Hilfsorganisation als Spendendankenschön zuschickte, trage ich noch immer im Kuvert in der Handtasche für den Fall, daß ich sie vielleicht doch einmal brauchen könnte und dieser sehr kurze Text, diese Dreiecksgeschichte, um die Museumskuratorin Roswitha Herweg beschreibt die Zeit des Lockdown.

Dann war ich mit dem Rohtext fertig. Der Sommer war da und die Lockerungen. Das heißt, die wurden zu diesem Zeitpunkt schon zurückgenommen oder darüber diskutiert, daß das sein muß. Ich bin aufs Land gefahren und habe mein Alter Ego bzw. meine Protagonistin Eja Augustin auch dorthin geschickt, nicht nach Harland bei St. Pölten, das tat nur im Jahr 2015, die Sandra Winter in den „Ereignisreichen Sommererlebnissen“, sondern nach St. Georgen am Steinfelde, also für die Ortskundigen, auch nicht so sehr weit weg und die will wie die „Magdalena Kirchberg“ einen Roman schreiben, fährt dazu mit dem Fahrrad an den Viehhofner See. Die Sandra Winter merke ich an, tat das auch und findet dort im Bücherkasten ein braunrotkariertes Notizbuch mit den entsprechenden Eintragungen, geht in die Seedose einen Spritzer trinken, beobachtet dort ein streitendes Paar und die Idee für den Roman ist geboren.

Der Text, er ist auch nicht sehr viel länger als das „Frühlingserwachen“ und ich offenbar eher eine Kurzschreiberin, ist in zwei Perpektiven oder Schreibstile gegliedert. Da gibt es die Reflexionen der Eja Augustin. Sie hört, als sie das Sommerhäusechen erreicht, im Radio gerade die Nachrichten über die Wiedereinführung der Maskenpflicht und dann in der zweiten Perspektive abwechselnd, die Romanhandlung mit der Kathi Sommer. Vielleicht bin ich doch nicht so eine Namensexpertin, die das Sonnenpark-Festival plant, sich mit ihrem Simon versöhnt und ihn mit ihrer Tante Aloisa, die die Nachbarin der Insider-Redakteurin Dagmar Schneider ist und einige persönliche Erlebnisse, wie meinen Friseurbesuch, das Geburtstagsessen mit dem Alfred und den Besuch der Konditorei in Mariazell habe ich auch dabei verarbeitet. Der Text endet mit dem Sommerfestival,, das Anfang September stattfindet. Die Maskenflicht ist wieder da. Das Festival findet aber statt, der FPÖler versucht Unterschriften für seine „Stop-Corona-Petition“ zu sammeln und inzwischen hat sich schon wieder einiges verändert.

Die zweite Welle ist da oder wird herbeigetestet, die täglichen Zahlen liegen jedenfalls inzwischen bei tausend und es wird nach Maßnahmen gerufen, den endgültigen Wirtschaftszusammenbruch zu verhindertn. Seit voriger Woche muß man sich eintragen, wenn man in ein Restaurant oder Cafe gehen will. Am Sonntag wird in Wien gewählt, da habe ich auch schon ein Vedeo gesehen, wie das abgehen wird.

Ich würde da mit Maske nicht hingehen. Zum Glück gibt es aber die Briefwahl.So habe ich halben Herzen die „Linken“ gewählt.

Denn eigentlich wäre mir in diesen Punkt ja die FPÖ sympathisch, bezüglich ihrer Ansichten über Corona, die sich mit meinen decken, nicht über die, daß man Wien wieder ausländerfrei machen will und ich sitze da mit meinen Restideen.

Denke über den dystpischen Raum, das habe ich ja schon ein bißchen im Frühlingserwachen versucht, müßte ich noch weiter schreiben oder einen dystopischen Roman über eine Maskenverweigerin. Eine Frau, nennen wir sie Mathilde, da gibt es ja schon einen Vortext sozusagen, lebt seit einem Jahr oder so im Untergrund. Das heißt sie schleicht sich mehr oder weniger nachts aus dem Haus, denn die Maskenpflicht im Freien gibt es schon in einigen anderen Ländern, die noch höhere Zahlen haben, läßt sich von ihrer Nachbarin Rosa einkaufen und die wirtschaft, das Ganze kann ruhig ein bißchen in der Zukunft spielen, ist soweit hinabgefahren, daß fünfundzwanzog oder dreißig oder noch mehr Prozent arbeitslos sind und die müssen natürlich auch beschäftigt werden. Berufsfelder für sie gibt es aber schon, denn Contakttracer, Securitpersonal und Tester werden ja gesucht und eingeschult, so daß sich die Rosa dafür bewirbt. Es kann ja sogar eine Art Ghetto für Maskenverweigerer oder noch nicht Geimpfte geben, in dem sich die Mathilde befindet.

Die Rosa lebt vielleicht mit jemanden zusammen, der Mark oder Markus heißt, aber einen Brief mit dem Namen Maria bekommt und man nicht recht weiß, ob es eine Frau oder ein Mann ist, mit dem die Rosa lebt.

Aber die lernt im Rathauspark, um vielleicht auf einen meiner früheren Texte zurückzukommen, wer weiß welcher damit gemeinst sein könnte, bekommt dieses oder wenn er warten will, das neue Buch, einen Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes names Benedikt kennen, der wurde vielleicht gerade positiv getestet und kommt in Qualrantäne und die Mathilde schreibt vielleicht einen Brief an ihre gerade geborene Enkeltochter, um über die Zustände im „Coronistan zu berichten.

So weit so gut, viel mehr als das habe ich noch nicht und da denke ich,daß das noch sehr unaufgegoren ist, weil ich ja wirklich bis zum Hals in der Sache stecke und noch nicht über den Tellerrand hinaussehen kann.

Aber der „Notizbuchtext“ ist an den Alfred geschickt, die Fenster sind geputzt, jetzt warten meine Notizbücher, das rotbraunkarierte ist auch dabei und eines das mit der Alfred vor zwei Jahren in Zürich kaufte, für weitere Einfälle.

Ein paar Recherchegänge lassen sich vielleicht auch noch machen, solange das Wetter schön ist und man sich vielleicht in einen Park setzen kann, ansonsten ist mein sozialer Radius derzeit ja sehr eingeschrnkt und es ist auch noch die Frage zu beantworteten, wird der „Dystopoische Raum“ vielleicht mein achter „Nanowriomo“ werden? Dazu müßte ich jetzt drei Wochen recherchieren, damit ich am 1.11. um 00 uhr oder so wirklich unbeleckt losschreiben kann.

Einen Plot sollte ich laut Erfinder dann nicht haben, einige Schreibtrainer, wie die Annika Bühnemann, die Julia K. Stein, etcetera, raten aber sehr wohl das zu tun und wenn ich noch nicht losschreibe und dann am 1. 11., wie vor zwei Jahren gerade den Schlußstreich setzen will, wird mir gar nichts anderes überbleiben.

Romanrecherche kann aber nicht schaden und Zeit werde ich ja haben, weil keine Buch-Wien und höchstwahrscheinlich auch kein Gebutstagsfest und da wäre ich schon bei den anderen Ereignissen, denn gestern um dreizehn Uhr wurde ja der heurige Nobelpreisjträger bekanntgegeben, dazu hatte ich zugegebnermaßen, um den den lieben Uli und vielleicht auch andere zu ärgern, ein paar Phantasien, denn in Stockholm, braucht man ja, glaube ich, keine Maske, dann könnte ich also dort zum Friseur gehen.

Aber wie komme ich dort hin, wenn ich auf der Fahrt in kein Restaurant und wahrscheinlich auchauf kein Klo gehen kann? Und auf der Fähre müßte man höchstwahrscheinlich auch Maske tragen!

Braucht mich natürlich nicht zu kümmern, obwohl mir die Autorin die dann einfliegen wird, ich gebe es zu, bisher völlig unbekannt war.

Louise Glück heißt die 1943 in New York geborene Lyrikerin, die die heurigen Nobelpreisträgerin ist. Sie wurde von Ulrike Draesner überetzt und es gibt zwei Gedichtbände von ihr auf Deutsch, die ich mir auch zum Geburtstag schenken lassen könnte und weil wir schon bei Amerika sind, Ruth Klüger, die ich ja in Wien und Krems erlebte, ist gestorben und der ehemalige DDR-Autor Günter de Bruyn von dem ich, glaube ich, einige Bücher habe, auch.

2020-06-21

Bachmannlesen in Corona-Zeiten

Filed under: Literaturbetrieb,Literaturpreise — jancak @ 15:25
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Anfang März kam es zum Corona bedingten Shutdown und dann wurden eine nach der anderen, die Leipziger Buchmesse war es schon, alle Veranstaltungen abgesagt.

Dann wurde, während Klaus Kastberger noch rätselte, wie lange es den Shutdown, bis zum „Bachmannpreis“ oder den „O-Tönen“, den Shutdown geben würde, der „Bachmannpreis“ abgesagt und ich habe mich gewundert, beziehungsweise das an Wolfgang Tischers „Literaturcafe“ kommentiert, daß es das wurde, denn diesen Preis hätte man ja sehr gut digital organisieren können, habe ich gedacht. Die Juroren taten es auch und Wolfgang Tischer schrieb ein paar Tage später, als schon klar war, daß das überlegt werden würde, daß man das unmöglich könne, denn ein Klaus Kastberger schlecht geschminkt in seiner Küche, wolle er nicht.

Die Einzelheiten zum „digitalen Bachmannpreis“ wurden dann am achtundzwanzigsten Mai bekanntgegeben und ich habe mich wiedermal gewundert, denn da waren schon die Restaurants offen, die Hotel folgten, und sogar die Grenzen sind seit dem sechzehnten Juni geöffnet und Veranstaltungen bis hundert Personen möglich. Also könnte man diesen mit oder ohne Maske in das ORF-Landestheater setzen, aber ich weiß natürlich, da war schon alles digital vorbereitet, die Online-Lesungen der vierzehn eingeladenen autoren wahrscheinlich schon aufgezeichnet und die Kameras in den Juroren-Wohnungen aufgebaut.

Also „Bachmannpreis“ in einem leeren Studio, das heißt in einem von dem aus der Moderator Christian Ankowitsch mit Kamerateam und Liveschaltungen agieren wird.

Das Julya Rabinowich und Heinz Sichrovsky den Garten bevölkern würden war auch schon klar und in dem Studio war ein alter Schreibtisch und ein altes Redepult aufgebaut wurden, um die Stimmung der Fünfziger Sechziger Jahre, wo die Bachmann in Klagenfurt gelebt hat, zu demonstrieren. Dann wurde noch klar, daß es im Studio zwar kein Publikum, keine Autoren und Juroren, aber dafür das Public Viewing geben würde und vielleicht noch überraschender, Wolfgang Tischer, der ja gegen das „digitale Bachmannpreislesen“ war, wird dort Platz nehmen, denn er ist, weil er schon seine Zugkarte hatte, dorthin gefahren und wird von dort aus twittern und podcasten, also interessant , interessant und vielleicht auch, wie die ganzen Corona-Zeiten widersprüchlig und etwas verrückt.

Der Preis wird ja schon seit Jahren im Fernsehen bzw. als livestream übertragen, das kann man natürlich auch heuer tun, die Eröffnung, wo die „Bachmannpreisträgerin“ von 2016 Sharon Dodua Otoo, die Festrede „Dürfen Schwarze Blumen Malen?“ hielt, war aber nur im livestream zu sehen und da stand dann der Moderator hinter dem kirchenähnlichen Pult und begrüßte. Zwei Musiker saßen im leeren Saal und hielten ihre muskalischen Einlagen, dann kamen die gewohnten Erföffnungsreden, der ORF-Direktor Wrabetz, die Intentantin Karin Bernhard, die Bürgermeisterin, der Landeshaupmann, die Preisstifter, alle via den Leiwände, wo sie bedauerten, daß heuer leider leider alles anders wäre, dann kam der Justitiar, führte den Moderator zu der Schulbank und erklärte ihm, daß er heuer, die Zettel mit den Lesereihenfolgen aus der Box ziehen müße, der machte seine Witzchen darüber und falsch, jetzt habe ich die Begrüßung der Jury auf den Leiwandwänden und der beiden Gartenkommentatoren in echt vergessen.

Die lesenden Autoren wurden auch kurz zugeschaltet und der Jury- Sprecher hat natürlich seine Rede gehalten. Die Rede der ehemaligen Preisträgerin war mit schönen Blümchen illustriert, die zum Teil Maske trugen und handelten von der schwarzen Community in Deutschland und Morgen um zehn geht es los, da werden dann, das kann ich gleich verraten Jasmin Ramadan und Lisa Krusche beginnen und das gewohnte Gartenfest mit Buffet, sowie der Literaturkurs, wo schon die Teilnehmer nominiert waren, fielen aus und warten wahrscheinlich schon auf ihren Auftritt im nächsten Jahr.

Am Donnerstag bin ich nach meiner zehn Uhr Stunde in die Diskussion von der 1974 in Hamburg geborenen Jasmin Ramadan, die den Roman „Soul Kitchen“ geschrieben hat, Text „Ü“, hineingekommen. Danach setzte sich Christian Ankowitsch wieder zu Justiziar Andreas Sourij, um mit ihm einige Twittermeldungen durchzugehen, was beim digitalen Bachmannpreis neu ist, den sozialen Stimmen mehr Raum zu geben.

Dann kam die 1990 in Hildesheim geborene Lisa Krusche, die von Klaus Kastberger eingeladen wurde und las einen sehr dystopischen Text namens „Für bestimmte Welten kämpfen gegen andere“, der einem Computerspiel stark nachempfunden ist und daher eine intensive Diskussion ausgelöste. Der dritte Donnerstagvormittagleser war der 1987 in Bad Homburg geborene Leonard Hieronymi, der von Michael Wiederstein eingeladen wurde und die zwölfseitige Erzählung „Über uns Lufizer“ vortrug, in dem es um eine Reise nach Konstanza geht, wo Ovid verbannt gewesen war.

Dann gings in die Mittagspause, beziehungsweise in den Garten und zu einem Film den Eva Menasse über Robert Schindel machte.

Am Nachmittag kamen die Österreicher und da zuerst die 1976 in Innsbruck geborene Carolina Schutti, die von der Neo-Jurorin Brigitte Schwens-Harrant eingeladen wurde, schon einige Romane geschreiben hat und von der es gerade auch eine Online-Lesung in der „Gesellschaft für Literatur“ gibt und die aus einem Text namens „Nadjescha“ las.

Die Diskussion darüber habe ich versäumt, weil eine vierzehn Uhr Stunde und bin erst wieder in die Lesung des 1974 geborenen Jörg Piringer hineingekommen, der ja sehr experimentell schreibt und war dann erstaunt, daß sein Text zwar eher in Gedichtform geschrieben, aber trotzdem erstaunlich realistisch war und keine digitale Spiereien aufwies, aber trotzdem dieses Thema sprachlich analysierte.

Und dann wurde natürlich diskutiert, ob dieser Text nach Klagenfurt gehört oder nicht und ob man einen Text nur Kleinschreiben kann oder ob das nicht schon längst ein Anachronismus ist?

Am Freitagmorgen hastete Christian Ankowitsch dann durch das Studio, zeigte den Technikerbus, stellte die Socialmediagruppe vor und lief dann in den Theaterraum an den Schreibtisch zu Magister Surnij, gab dem fast die Hand und dann begann es mit einer Rückschau an den ersten Lesetag, beziehungsweise zu dem Portrait der 1940 in Berlin geborenen Helga Schubert, die in Klagenfurt zwar noch nicht gelesen hat, aber einige Jahre dort Jurorin war, als es die DDR nicht mehr gab. In ihrem Portrait, das ich jetzt erst gelesen habe, erzählte sie über die damaligen Ablehungsgründe, die lauteten, daß es keine deutsche Literatur gäbe und, daß Marcel Reich Ranicki, der ja damals in der Jury saß, ein Kommunistenhaßer war. Interessant, interessant, es haben aber immer DDR-Autoren gelesen, 1989 beispielsweise Kerstin Hensel, mit der ich über die GAV in Kontakt kam und die ich damals in Wien kennenlernte.

Helga Schubert hieß „Vorm Aufstehen“ und scheint ziemlich autobiografisch über das Leben, dem pflegebedürftigen Lebensgefährten, den Tod der Mutter, die Kriegserinnerungen, wie Helga Schubert in ihrem Portrait fast schelmisch erzählte, der wahrscheinlich ältesten Autorien die je in Klagenfurt, beziehungsweise in dem verrückten heurigen Jahr in ihrem Garten gelesen hat und mir, das kann ich gleich verraten, hat dieser Text sehr gut gefallen und, daß ich mir Helga Schubert, als Preisträgerin wünsche, habe ich ja schon geschrieben, obohl ich inzwischen daraufgekommen bin, daß ich Hanna Herbst, die als nächste an die Reihe kam, schon im MQ lesen hörte und die ebenfalls ein sehr eindruckvolles Portrait hat, in dem sie sich, glaube ich, singend über sich lustig macht.

Der Text heißt „Es wird einmal“ und die Bachmannpreis-Liegestühle, die die Autoren offenbar alle hinter oder neben sich in ihren Zimmern aufbauen mußten, trügt deutlich sichtbar, die Aufschift „19“, ist also Schnee vom letzten Jahr.

Und der Text ebenfalls vorgeschlagen von Insa Wilke, passt diametral zu dem der Helga Schubert, geht es doch um den Tod des Vaters, den die Tochter sozusagen einen Erinnerungsbrief schreibt, wie ich es mir interpretieren würde, owohl ich am Anfang glaubte, daß es der Partner wäre und es in dem Text offenbar auch nicht drinnen steht.

Der Alfred hat mir gestern auf meine Frage, wer gewinnen wird, Hanna Herbst gesagt, obwohl er den Text ja nicht kannte, ich würde mir das jetzt auch wünschen und darum würfeln, aber die Jury scheint gerade dabei ihn zu zerreißen, was bei dem der Helga Schubert eigentlich nur Philipp Tingler, versuchte, mit dessen Wortmeldungen ich meine Schwierigkeiten habe, weil sie mir zu aggressiv waren.

Dann kam der mir bisher unbekannte Grazer Egon Christian Leitner, der von Klaus Kastberger eingeladen wurde, mit seinem Text „Immer im Krieg“, der aus einer Kirche zu lesen schien und der von Philipp Tingler wieder sehr zerißen wurde und in der Jury eine heftige Diskussion auslöste, weil er allen widerspricht und alles besser weiß. Klaus Kastberger auf die Neunzehnhundertdreißigerjahr, den statistischen Roman und Rudolf Brunngraber beziehungsweise seinen Roman „Karl und das zwanzigste Jahrhundert“ zurückam und der Autor seinen Text anschließend zu erklären versuchte.

Dazu passte dann das Mittagsprogramm, das aus einer Dokumentation von Feridun Zaimoglu über Istabul über die ja für sein „Siebentürmeviertel“ recherchierte, bestand.

Christian Ankowitsch unterhielt sich dann mit Julya Rabinowich, die ja den Bewerb auf einem Balkon im Garten kommentieren soll, über die Vielsprachigkeit und dann folgte in den Nachmittagslesungen, der 1977 in Greiz geborene Matthias Senkel, der schon 2012 in Klagenfurt gelesen hat, mit einem ebenfalls sehr montierten Text, der in der Zeit und in der ehemaligen DDR sehr herumsprang und den unseren lieben Philipp Tingler, wie er behauptete, aus lauter Langeweile fast ins Koma fallen ließ, was mein Problem mit diesen Juror noch ein bißchen verstärkte und ich ihn fast, wenn man das könnte, beim Jurorranking die geringste Punktzahl geben würd, weil ich ja nicht so besonders viel von den angeblichen Kriterien mit denen man gute Literatur beurteilen kann, halte.

Ich habe aber einmal eine Leseprobe von den in Zürich lebenden Autor gefunden und wäre jetzt gespannt, wie ich „Fischtal“ beurteilen würde? Mal sehen, vielleicht finde ich die Zeit dazu oder er kommt mit einem neuen Buch auf eine Buchpreisliste.

Beim „Bachmannlesen“ kam dann noch eine Überraschung, nämlich ein Lyriker, der 1980 in Deutschland geborene und in der Schweiz lebende Levin Westermann, der fast in Reimen von Vögeln, Schafe und Katzen dichtete „der hype auf seine hütte, die geht mir auf den geist“, beispielsweise und ich dachte Lyrik wäre in Klagenfurt unerwünscht, muß aber gestehe, daß ich den Text sehr lustig und den Autor wahrscheinlich sehr mutig finde. Hubert Winkels hat den Autor eingeladen.

„und was die welt zusammenhält ist fraglich und geheim“ und weniger geheim war weniger die Feststellung, daß sich Philipp in einem Sketch vermutete und von der Literatur „Keine Verschlichtheit der Welt“ erwarten würde.

Am Samstagmorgen ging es dann mit den zwei noch fälligen Österreicherinnen weiter und da kam zuerst die 1985 in Steyr geborene Lydia Haider weiter, die schon einmal auf der Shortlist des „Alphas“ stand, ich sie in der „Alten Schmiede“ hörte, als sie dort die „Wienzeile“ vorstellte, bei den „Wilden Worten“ war sie glaube ich auch und jetzt hat sie, weil offenbar sehr offensiv, die Anthologie „Und wie wir hassen“ herausgegeben, die hatte sie bei ihrer Lesung auch auf den vor ihr stehenden Tisch aufgereiht, offenbar lautete die Losung an die Autoren, Bücher und „Bachmannpreis-Logos“. Der Text heißt „Der große Gruß“ und scheint ebenso offensiv und angriffslustig und von der Massenabschießungen von Hunden zu handeln, wie eigentlich zu erwarten war.

Der liebe Philipp Tingler, den ich inzwischen spannend finde, versuchte wieder den Rahmen zu sprengen, in dem er Lydia Haider schon am Anfang fragte, was sie mit dem Text bewirken wollte? Was Hubert Winkels in Bedrängnis brachte, weil es die Regeln und den Rahmen sprengen würde. Mal sehen, ob wir diesen Juror im nächsten Jahr noch haben werden oder, ob ihn die Zuseher vielleicht bei Wolfgangs Tischers Juror-Bewertung zum besten Juror wählen werden und, um die Frage zu beantworten, was der Text bewirken will?

Sowohl auf den Nationalsozialismus, als auch auf die neuen Rechten hinweisen, denke ich und finde eigentlich, daß er wahrscheinlich weder dem Wiener Aktionistmus zuzurechnen, noch wirklich etwas Neues ist.

Dann kam die 1984 in Salzburg geborene Laura Freudenthaler, die ich schon zweimlal bei den O-Tönen hörte. Ihr Text heißt „Der heißesteste Sommer“ was im Augenblick so gar nicht zu der Wetterlage passt, aber von einer Mäuseinvasion und einer verletzten Lippe zu handeln scheint, also nach den neuen Rechten auch die Klimakatastrophe und auch sehr spannend, die Autorin hat sich für die inzwischen sehr verpönte, schlichte Wasserglaslesung entschieden.Der Text wurde hoch gelobt und Laura Freudenthaler als vielschichtige Erzählerin, die die österreichische Erzähltradition fortführt, gepriesen und würde ihn ihn als Corona-Text interpretieren würde, obwohl er wahrscheinlich davor geschrieben wurde und bin mir jetzt nicht sicher, ob ich nicht ihr meine Publikumsstimme geben sollte, denn Texte über die DDR sind ja nicht so wirklich neu.

Dann kam die in Sachsen geborene und in Zürich lebende Katja Schönherr, die von unseren „Problemjuror“ eingladen wurde und deren Text „Ziva“ heißt, das ist eine Affenfrau, die mit einem Protestschild in der Hand großen Tumult bei den Zoobesuchern auslöst und die Erzählerin dazu bringt, ihren Partner zu verlassen.

Die letzte Leserin war die im ehemaligen Jugoslawien und jetzt in Bern lebende Meral Kureyshi, die von Michael Widerstein einladen wurde und deren Text „Adam“ heißt und in einem Museum spielt.

Das wars dann mit den Lesungen, am Sonntag um elf werden die Preise vergeben. Das wird spannend werden, wie das passiert. Die Juroren legen auf Wolfgang Tischers Vorschlag vor zwei Jahren ja am Nachmittag mit oder vor dem Justitiar die Shortlist der sieben Kanditaten, die gewinnen können, fest.

Das möchte ich für mich jetzt auch tun.

Also Helga Schubert, Laura Freudenthaler, Lisa Krusche, Jörg Piringer, Levin Westermann, Hanna Herbst und Egon Christian Leitner.

Mal sehen wieviel Übereinstimmungspotial, das mit Wolfgang Tischer oder überhaupt gibt.

Abstimmen für den Publikumspreis werde ich, wenn ich das ohne Handy kann, wahrscheinlich doch für Laura Freudenthaler, obwohl ich mir nach wie vor Helga Schubert als Preisträgerin wünsche und bei dem besten Juror muß ich passen. Denn eigentlich finde ich die alle kompetent und das auffällige Infant terrible, den Neuling, der immer aufschreien mußte „Ätsch, ich weiß es besser!“, fand ich auch sehr interessant.

Also bis morgen, jetzt kann ich, weil es für den Sprung in den Wörthersee sowieso zu kalt ist, radfahren gehen und mir vielleicht in Wilhelmsburg oder in der Fahrradschenke einen Kaiserspritzer gönnen. Dazu war es dann zu verregnet aber nun zur Shortlist und da stehen Laura Freudenthaler, Hanna Herbst, Lisa Krusche, Egon Christian Leitner, Helga Schubert, Matthias Senkel und Levin Westermann darauf, sechs Treffer hurrah hurra und schade, daß Jörg Piringer nicht darauf steht, aber vielleicht hat er viele Fans, er ist ja sehr internetaffin.

Dann gings zur Abstimmung des Hauptpreises und eine Stichwahl zwischen Lisa Krusche und Helga Schubert und wiederum, hurrah hurra, Helga Schubert ist die neue „Bachmannpreisträgerin“, die sich sehr darüber freute, daß der Preis digital stattfand, weil sie wegen der Pflege ihres Mannes nicht nach Klagenfurt reisen hätte könne und verriet, daß ihr Text eigentlich in Anlehnung an Ingeborg Bachmanns „Dreißigstes Jahr“ das „Achtzigste Jahr“ heißen hätte sollen, sie das dann aber zu aufgesetzt fand.

Den „Deutschlandfunk-Preis“ bekam dann Lisa Krusche und für mich ging es dann zu Annas Geburtstagsessen, das wir Corona bedingt jetzt erst abhalten konnte und so habe ich über Alfreds Handy mitbekommen, daß den „KEAG-Preis“, eigentlich eine Überrachung, Egon Christian Leitner für sein „Immer im Krieg“ bekommen hat.

Wo bleibt Laura Freudenthaler, die neue Stimme der österreichischen Literatur könnte man fragen, die schon in der Stichwahl war?

Für den „3-Sat-Preis“ hat es dann gereicht und den Publikumspreis hat ebenfalls überraschend Lydia Haider bekommen, die offenbar auch einen großen Fankreis hat und wer nun wissen willen, was ich gelesen hätte, wenn mich wer dazu eingeladen hätte? Eine Collage aus meinen Corona Text wahrscheinlich „Kein Frühlingserwachen mehr?“, von dem es hier schon Textproben gibt.

Und hier mein Bachmannpreisarchiv, damit man nachlesen kann, wie ich die Bewerbe seit 2009 empfunden habe.

2009 1 2 3 4 5

2010 1 2 3 4 5

2011 1 2 3 4 5

2012 1 2 3

2013 1

2014 1

2015 1

2016 1

2017 1

2018 1

2019 1

2020-06-19

Preisgeschehen

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 00:20
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Während in Klagenfurt, vor den Fernsehapparaten oder den Laptops alle gespannt auf den diesjährigen Bachmannpreisträger – Preisträgerin warten, tut sich auch sonst, da der Kulturbetrieb langsam, langsam hochgefahren wird, einiges und die ersten Gewinner der heurigen Literaturpreise werden bekanntgegeben.

Regelmäßige Leser meines Blogs werden ja wahrscheinlich wissen, daß ich mir da auch gerne einen wünsche, habe aber seit 2005, glaube ich keinen solchen mehr bekommen und damals war es der Literaturbewerb der städtischen Büchereifiliale in der Pannaschgasse, da war, glaube ich, Mozart-Jahr und es wurde ein Text über diesen gesucht und nach der Lesung, wo über den Gewinner beraten wurde, gab es, glaube ich, eine Einlage einer jungen Musikgruppe, die sehr schöne Lieder gesungen haben, aber nicht und nicht damit aufhören wollten, so daß ich sich die Bekanntgabe der Gewinner verzögert hat.

Da habe icheinen „Thalia-Büchergutschein“ gewonnen, den ich mit der Anna geteilt habe.

Ich weiß schon, ein Preiserl, werden meine kritischen Leser jetzt sagen und nicht relevant für den Literaturbetrieb. Ja natürlich, aber mehr, als die Preiserln waren nicht darin, obwohl einmal habe ich den „Theodor Körner Preis, zwanzigtausend Schilling, eine Urkunde und keine Feier, glaube ich, bekommen, aber den bekommt wahrscheinlich auch jeder einmal, wenn er mehr oder weniger regelmäßig schreibt und dann habe ich natürlich in den Achtzigerjahren, diese Ausschreibung für das nicht rollenspezifische Kinderbuch, das später einen Teil des „Wiener Kinderbuchpreises“ bekommen hat.

Das ist lange her. Dann war noch ein „Hörbuch-Preis“, der fand in der „Thalia-Filiale“ in der Mariahilferstraße statt.

Man mußte seinen Text auf eine Cassette aufsprechen und einschicken. Das war schon mal sehr schwierig jemanden zu finden, der ein Aufnahmegerät hatte. Dann waren da auch eher die nicht so professionellen Autoren angetreten. Es war eine Liveabstimmung, wie damals in der Pannaschgasse und ich hatte offenbar genug Fans mit, so daß ich den dritten Preis, ein Buch und einen Gutschein für Hörbücher bekommen habe und das Publikum hat, glaube ich, auch je einen zehn Euro „Thalia-Gutschein“ bekommen.

Das war nicht sehr viel und nicht sehr löblich und so male ich mir noch immer gelegentlich aus, wie es wäre, wenn ich einmal den „Veza Canetti- Preis“, den „Erich Fried-Preis“, den „Wildgans-Preis“, für den ich, wie mir Barbara Neuwirth aber einmal verlautete, schon zu alt wäre bekomme, früher hat es immer geheißen, ich wäre noch zu jung und müßte oder sollte geduldiger sein, aber natürlich wenn man so, wie ich so außerhalb des Literurbetriebs steht, hat man wohl keine Chance vorgeschlagen zu werden und bei der Selfpublisher-Szene passt es auch nicht so richtig, denn dazu habe ich wohl Erstens wahrscheinlich nicht das richtige Genre und Zweitens stelle ich meine Bücher ja nicht bei „Amazon“ ein, sondern lasse sie mir ohne ISBN-Nummer fünfzigmal drucken und dann passt es auch wieder nicht, als professionell zu gelten und bevor ich jetzt die ersten Preisträger, die heuer den Preis bekommen werden, den ich auch gern haben würde, bekanntgebe, kann ich noch vermelden, daß ich es auch zwei oder dreimal versucht habe, bei dem hehren „Bachmannpreis“ einzureichen, für den ich mich, gaube ich, schon interessiert habe, als die GAV und die IG noch geschrieen hat, daß man dort nicht lesen soll!

Aber da hieß es zuerst, da darf man nicht selber einreichen, sondern muß ausgesucht werden, dann habe ich zwei oder dreimal einen Text verschickt. Später hieß es dann, man braucht eine Empfehlung eines Verlages und die habe ich auch nicht und „Eigenverlag, natürlich, pfui, das wollen wir nicht“

So und nun genug der Jammerei, der Uli wird des mir danken und ich gebe bekannt, daß langsam, langsam die ersten Preisträger, der Preise, die diese dann im Herbst oder Winter bekommen werden, bekanntgegeben wurden und da kann ich vermelden, daß Gerhard Ruiss der langjährige Geschäftsführer der IG-Autoren, der aber auch ein unermüdlicher Lyriker ist und als Sänger auftritt, den „H.C. Artmann-Preis“ bekommen wird und das ist der, bei dessen Preisverleihung ich noch nicht so oft war weil da ja meistens zeitgleich der „Leo Perutz-Krimipreis“ vergeben wurde, aber Krimis schreibe ich genauso wenig oder zumindestens keine richtigen, wie Lyrik, obwohl es da ja schon ein Corona-Gedicht gibt und den „Erich Fried-Preis“, der mich ja sehr interessierten würde, bekommt heuer Esther Kinsky, die ich, glaube ich, von den diversen Buchpreislisten kenne, aber noch nicht wirklich was von ihr gelesen habe, die einzigeJurorin, ist Maja Haderlap und die hat ja auch einmal den „Bachmannpreis“ gewonnen und dann ist der „Wildgans-Preisträger“ auch schon bekanntgegeben worden, den wird heuer Reinhard Kaiser-Mühlecker bekommen, von dem ich schon einiges gelesen habe und auch bei einigen seiner Lesungen war.j

Jetzt warte ich nur auf die Bekanntgabe der heurigen „Veza Canetti Preisträgerin“, auf den Gewinner des Büchnerpreises und dann ist natürlich noch die Frage offen, wie das mit den Veranstaltungsbesuchen, ab Herbst werden wird?

Da spricht man ja jetzt schon von einer zweiten Welle, weil die Leute nicht alle, den Babyelefantenabstand einhalten und sich zu fünfhzigtausend oder zu ein paar hunderten dicht gedrängt am Victor Adler Markt zu einer FPÖ- Wahlveranstaltung einfinden oder sich am Donaukanal vergnügen.

Da wird es vielleicht schwierig sein für den „Alpha“ oder den „Österreichen Buchpreis“ eine Einladung zu bekommen, aber wieder mal sehen, ich bin schon sehr gespannt und warte jetzt nur noch auf das O Töne-Programm und auf die Beantwortung der Frage, ob man dort ohne Maske und ohne Voranmeldung hingehen kann?

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