Literaturgefluester

2018-10-18

Dritte österreichische Debutpreislesung

Heute fand in der Arbeiterkammerbibiothek in der Prinz Eugen Straße zum dritten Mal die Vorstellung der drei Debutpreisfinalisten statt, die ich zum zweiten Mal besuchte, denn 2016 fand es ja zeitgleich mit der „Veza Canetti Preisverleihung“ an Ilse Kilic statt und da habe ich mich dafür entschieden weil ich ja auch schon alle drei Bücher gelesen habe, im Vorjahr war ich da und heuer auch und von den drei Finalisten

1.Ljuba Arnautovic „Im Verborgenen“

2. David Fuchs „Bevor wir verschwinden“ und

3. Marie Gamillscheg „Alles was glänzt“, die ich ja alle drei schon bei den O-Tönen gehört habe, habe ich inzwischen das Buch der Ljuba Arnautovic gelesen, das des David Fuchs wartet noch auf mich und das der Marie Gamillscheg wird, so wie es ausschaut nicht zu mir kommen und wenn ich von den O-Tönen und der Shortpreislesung eine Prognose abgeben kann, würde ich mir da des David Fuchs als Preisträger wünschen und bis dahin werde ich es wohl auch mit dem Lesen schaffen, obwohl ich es dem 1981 in Linz geborenen Onkologen nicht glaube, daß er das Buch nicht zu seiner Psychohygiene geschrieben hat, vielleicht weiß er es noch nicht, daß es ihm dazu nützt, ich würde es aber für ausgeschlossen halten, wenn es ander wäre, aber auf mich kommt es nicht an.

Gar nicht soviele Leute in der Arbeiterkammerbibliothek, ich glaube ja, daß sich der österreichische Buchpreis ziemlich im Verborgenen und im Geheimen abspielt und kein Mensch etwas davon weiß und  Ute Weiner, die Bibliotheksleiterin sagte in ihrer Einleitung auch, daß sie den Büchern recht viele Leser wünsche und glaube, daß sich einige der Nominierung wegen die Bücher gekauft hätten.

Das glaube ich zwar nicht, es gab aber einen Büchertisch und einige Besucher hatten auch die Bücher vor sich liegen und ließen sie sich signieren.

Es kam aber der Arbeiterkammerdirektor Christoph Klein und hielt eine flammende Rede auf die Wichtigkeit der Arbeiterkammer, die ja der derzeitigen Regierung ein Dorn im Auge ist und dann kamen die Lesungen der drei, beziehungsweise das Gespräch und das Interview das Ute Weiner mit ihren führte.

Ljuba Arnautovic habe ich ja schon öfter daraus lesen gehört und kannte auch die zwei ausgewählten Stellen. David fuchs hat, glaube ich, auch das gelesen, was er bei den O-Tönen präsentieren, bei Marie Gamilgscheg weiß ich es nicht mehr, aber ihr Buch ist sicherlich das literarischte der drei, obwohl ich noch immer nicht so genau weiß, worum es darum geht.

Velleicht kommt es noch einmal zu mir, man soll ja die Hoffnung nie aufgeben und es gibt auch immer wieder Überraschungen, aber hier im Anschluß Brötchen und Wein, beziehungsweise kleine Schinken- oder Käsesemmerln.

Angelika und  Josef waren da, die Frau K. und noch einige andere literarisch Interessierte. Ich habe mich mit Ljuba Arnautovic ein wenig unterhalten. Ich habe ihr alle Gute gewünscht und ich glaube auch, daß sie Chancen für den Preis hat. Aber meine Prognosen sind ja, wie man am heurigen deutschen Buchpreis sieht, nie richtig, also bin ich gespannt und die Einladung zur Preisverleihung am fünften November ist auch schon bei mir, so daß ich es ja erfahren kann.

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2018-10-17

Verwechslungen bei der Veza Canetti-Preisverleihung

Nachdem der Veza-Canetti-Preis vor zwei Jahren an Ilse Kilic der damaligen GAV- Generalsekretärin gegangen ist, geht er heuer an Petra Ganglbauer, der GAV-Präsidentin und die hat ja entgegen der meisten bisher anderen Preisträgerinnen einen Bezug zu Veza Magd oder Veronika Knecht, hat sie doch zu deren fünfzigsten Todestag, mit Gertrude Moser-Wagner die mich höre und staune für Waltraud Seidlhofer gehalten hat, ein Projekt veranstaltet und die Anthologie „Veza lebt“ herausgegeben, die heurige Autorinnen feiern Autorinnen Vorlesung hat sie auch gehalten und ich habe sie in der letzten Zeit auf mehreren Veranstaltungen aus mehreren Büchern lesen gehört.

Also ganz toll und das Interessante an der 1958 in Wien geborenen, die schon länger in Wien lebt, ist wohl die Verbinduing zwischen der experimentellen Literatur und dem Gesellschaftsbezug, so wurde sie, glaube ich, von der Stadträtin, die die Veranstaltung im MUSA einleitete oder auch vom Laudator Klaus Zeyringer vorgestellt und ich kenne sie schon lange, wahrscheinlich seit ich in den Achtzigerjahren in die GAV gekommen bin, habe etwas von ihr gelesen, sie hat einige Bücher von mir rezensiert, das Institut für Schreipädagogik geleitet oder gegründet, deren Präsidentin sie auch ist, also auch eine Doppelpräsentschaft, „Wasser im Gespräch“ habe ich rezensiert und jetzt hat die slowenische Musikerin Maya Osojnik, die Veranstaltung mit einer Performance eröffnet und auch beendet.

Dazwischen hat Julia Danielcyk begrüßt, Klaus Zeyringer vom besonderen Wert der experimentellen Literatur gesprochen, denn die braucht den Leser ja nicht abzuholen, wo er steht, sondern soll ihn fordern, obwohl der Buchhadel, weil er in der letzten Zeit ja viele Leser verloren hat, um deren Gunst buhlt und alles noch leichter verdaulich machen will.

Petra Ganglbauer widersetzt sich dem Trend und hat aus ihrem im nächsten Jahr erscheinend sollenden Gedichtband „Gefeuerte Sätze“ gelesen.

Auf den Sitzen in dem sehr vollen MUSA in dem ich gerade noch einen Platz in der dritten Reihe gefunden habe, lagen kleine Schiffchen auf , die aus Seiten aus dem Ganglbauer Buch „Wie eine Landschaft aus dem Jahre Schnee“ gefaltet wurde, man sollte es im Anschluß entfalten und laut zu der Musik von Maja Osonjik daraus vorlesen und dann gab es wieder Brot und Wein und diesmal war das gesamte „Fröhliche Wohnzimmer“, beziehungsweise die GAV-Familie gekommen und ich wurde, oh Wunder nicht nur für Waltraud Seidlhoferm als auch für Ilse Kilic gehalten, obwohl ich beiden ja nicht ähnlich sehe und Daniel Wisser hat mich angesprochen, ob ich sein Buch jun schon bekommen habe, habe ich noch nicht und lese mich gerade auch durch den Thome, aber wenn ich es bekommen sollte, würde es sich mit dem Lesen bis zur Preisverleihung gerade noch ausgehen und ist es nun gut oder schlecht, ob ich im MUSA so viel verwechselt wurde?

Anita C. Schaub hat mich jedenfalls nicht verwechselt, sondern sich nach meinen „Mittleren“ erkundigt, aber die gibt es schon lang nicht mehr.

2018-10-09

Deutscher Buchpreis und österreichische Shortliste

Am Montagabend wurde also zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse der vierzehnte deutsche Buchpreis vergeben, der mich, könnte man so sagen, seit ich blogge,  sehr interessiert, vorher ist er eher an mir vorbeigegangen und seit 2015 lese ich eifrig mit und blogge darǘber.

Da habe und das war mein Ziel alle Bücher gelesen, ab 2016, wo es ja auch schon den öst Bp gab, waren es neunzehn, im Vorjahr achtzehn und heuer werden es wohl wieder achtzehn werden.

Da ich aber wegen unserer Schweizreise erst eine woche später zum Lesen, beziehungsweise mit dem Anfragen angefangen habe und außerdem eine Menge Nichtbuchpreisbücher, die ich paralell lese, auf meinem Bücherstapel habe, bin ich heuer sehr sehr langsam und lese mich gerade durch mein zehntes LL beziehungsweise viertes Shortlist-Buch, nämlich das der Georgerin Nno Haratschiwilli, das über siebenhundert Seiten hat und von dem ich gleich schreibe, daß es mir sehr sehr gut gefällt.

Vorher war ich ja der Ansicht und habe das auch Robert Huez im Literaturhaus so mitgeteilt, daß Maxim Biller denPreis bekommen wird, aber das Buch der Haratischwilli ist, meiner Meinung nach, viel biel besser, Manfred Rebandl im „Standard“ und manche „Amazon-Rezensenten“ sind da zwar anderer Ansicht, aber ich dachte am Schluß, sie wirds, weil ja auch das Messegastland heuer Georgien ist, gewinnen oder doch  Stephan Thome, den ich aber noch nicht gelesen habe.

„Nachleuchten“ von  Maria Cecilia Barbetta, habe ich erst vorige Woche von „Netgalley“ bekommen, beziehungsweise ist es das Einzige, der mir da fehlenden vier Bücher, das der Anja Kampmann ist mir ja kurzfristig verloren gegangen, das ich öffnen konnte. Der „Vogelgott“ den ich gelesen habe, schien mir zu speziell für de nPreis bezeihungsweise dem „Massengeschmack und „Archipel“ ebenfalls schon gelesen, hat mir  nicht so gefallen.

Der Livestream wird ja immer um sechs übertragen, da habe ich in den vorigen Jahren öfter hieneingehört und bin dann zu einer Veranstaltung gegegangen, einmal habe ich sogar selber gelesen. Im Vorjahr habe ich eine Stunde verschoben, um mir den ganzen Lifestream anschauen zu können. Heur hatte ich dann eine Stunde, so bin ich als der Klient gegangen war, gerade in das Video vom Stephan Thome hineingekommen, dachte mir „Schau an, also doch der „Gott der Barbaren“!“, dann trat Heinrich Riethmüller vom Börseverein auf die Bühne und verkündete Inger Maria Mahlke ist die Preisträgerin und ich dachte „Nein und ich liege wirklich immer daneben!“

Da kann man offenbar nichts machen und auf den österreichischen Buchpreis hoffe, wo ja am Dienstag die Shortlist bekanntgegeben wird und da bin ich in meiner Schätzuing bei der Longlist  richtiger gelegen, hatte da schon fünf Bücher gelesen, inzwischen sind es sieben, ein achtes steht noch auf meiner Leseliste, das Buch vom Daniel Wisser und das von Robert Seethaler ist leider noch nicht zu mir gekommen und ich tue mir beim Schätzen der Shortlist etwas schwer, denn meiner Meinung nachkönnten sowohl Milena Michiko Flasar, Arno Geiger, Margit Schreiner, Heinrich Steinfest, Robert Seethaler und Josef Winkler darauf kommen, dann entweder Hanno Millesi oder Daniel Wisser, dann wären es aber sieben und nicht fünf Bücher. Also mal sehen, warten wir auf die Bekanntgabe und schauen wir, wie schief ich da wieder liegen werde. Mal sehen, ich bin gespannt und lese mich ansonsten weiter durch meine drei oder vier Herbstleselisten.

Nun ist sie da, voila, die Shortlist und wieder eine Überraschung, denn die erwarteten großen Namen Geiger, Seethaler, fehlen, leider auch Margit Schreiners Platzgeschichte und statt  Hanno Millesi ist es Daniel Wisser aus dem „Jung und Jung Verlag“ geworden, das einzige Buch auf der Liste, das ich noch  bekommen muß. Vielleicht kann ich Anna Jung auf der Preisverleihnung nochmals anschnorren.

Also um nicht allzu verwirrend zu sein, das sind die fnf uind das Buch von Gerhard Jäger ist für mich die Überraschung, damit hätte ich, wie geschrieben nicht gerechnet.

Also, die Shortlist des öst Bp, besteht aus:

1. Milena Michiko Flasars „Herr Kato spielt Familie“

2.Gerhard Jäger „All die Nacht über uns“

3.Heinrich Steinfest „Die Büglerin“

4.Josef Winkler „Laß dich heimgeigen Vater, Oder den tod ins herz mir schreibe“, was ich noch lesen muß und

5. Daniel Wisser „Königin der Berge“, das noch zu mir kommen sollte.

Wer wird gewinnen? Josef Winkler wahrscheinlich, der ja schon „Büchner-Preisträger“ ist. Ich würde mir, wie zu vermuten, Heinrich Steinfest wünschen, denn das hat mir von den drei Büchern, der Liste die ich gelesen habe und sonst auch, am besten gefallen und die Jury besteht, damit man sich orientieren kann, wie weit ich mit meinen Schätzungen vielleicht schon wieder falsch liege aus: Bernhard Fetz, Konstanze Fliedl, Jens Jessen, Evelyne Polt-Heinzl und der Buchhändlerin Bettina Wagner, also kännte es schon der <Herr Winkler werden und ansonsten bin ich im Gegensatz mit dem dBp sehr zufrieden, eine schöne Wahl, obwohl natür,lich sehr viele andere schöne Bücher fehlen, aber wie gesagt, man kann ja selber alles was man möchte lesen und ich habe das in diesem Jahr  schon sehr getan.

2018-09-28

Vom Blumenfest zum Kramer-Preis

An der Ecke zur Krongasse gibt es seit zehn Jahren ein Blumengeschäft, das vom Verein LOK betrieben wird und die haben schon vor fünf Jahren einen Teil der Gasse abgesperrt, Blumen darauf gestreut und ein Fest gefeiert, wo ich, da auch die angrenzenden Hausbewohner dazu eingeladen wurden, war und ein paar bekannte Psychotherapeuten dabei getroffen habe und heute wurde der zehnte Geburtstag  ab drei gefeiert. Das Wektter war schön, man konnte draußen sitzen, Musik spielte auf und die Kinder dekorierten den ganzen Nachmittag, die Blumenmotive.

Von drei bis fünf hatte ich vor hinzugehen, denn dann ging es wieder nach Niederhollabrunn zum „Theodor Kramer-Preis“, der heuer an die 1928 in Wien geborene Lore Segal, die 1938 mit einem Kindertransport nach Großbritanien kam und heute in Amerika lebt, vergeben wurde.

Als ich das geplant hatte, habe ich ein Mail von Gerlinde Hofer vom „Ohrenschmaus“ bekommen, die diesbezüglich ja sehr rührig ist und viele Veranstaltungen und Lesungen von „Ohrenschmaus-Autoren“ organisiert.

Karl Müller

Karl Müller

Karin Hanta

Karin Hanta

Das neue Buch des „Ohrenschmaus-Stipendiaten“ David Sylvester Marek, das von Franzobel herausgegeben wurde, ist fertig und wird um vier im Badeschiff von Josef Hader vorgestellt.

Schade und sehr interessant, aber alles geht sich leider nicht aus, Ralph Klever hat mir aber das Buch schon geschickt, so daß ich es, wenn ich mit meinem doppelten Buchpreislesen fertig bin, lesen kann, vorher habe ich mich aber noch durch die an  die dreihundert „Ohrenschmaustexte“ durchzuwühlen, so daß ich bis zur Jurysitzung am dreißigsten Oktober meine Vorschläge machen kann.

Beim Blumenfest habe ich wieder eine Supervisorenkollegin getroffen, die mich mit in das Atelier eines Freundes in der Krongasse nahm und dann ist es nach Niederhollerbrunn gegangen.

Die Führung mit Harald Maria Höfinger durch das Geburtshaus haben wir diesmal versäumt, sondern sind gleich in das Pfarrheim gekommen, wo Karl Müller eröffnete, die Bürgermeister begrüßten und Karin Hanta, die Laudatio, beziehungsweise eine Einführung in das Werk von Lore Segal hielt, von der ich noch nichts gelesen habe, es aber auch einige auf Deutsch übersetzte Romane gibt, einer „Wo andere Leute wohnen“, liegt jetzt auch bei mir und ich muß nur noch schauen, wie und wann ich zum Lesen komme.

Lore Segal

Lore Segal

Herbert Rainer, Andi Sagmeister, Michael Preuschl, Alfred Wittmann

Herbert Rainer, Andi Sagmeister, Michael Preuschl, Alfred Wittmann

Dann gabs wieder Musik und zwar hat Herbert Rainer sechs Kramer-Gedichte vertont, die in drei Blöcken vorgetragen wurden.

Lore Segal hat das Kramer-Gedicht „Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan“, das ich, wie das „Wer klopft draußen an der Tür“ für sehr beeidruckend halte, auf Englisch übersetzt und hat es gemeinsam mit einem Gedicht ihres Onkels vorgetragen.

Es gab auch noch eine Lesung aus dem Buch „Die dünne Schicht Geborgenheit“ und dann wieder den Empfang der Landeshauptfrau, das heißt ein sehr gutes Heurigenbuffet, mit Braten, Aufstrich und Getränken und ich habe mich lange mit zwei Herren über die Kramer-Gedichte und, ob und, wie man sie vertonen soll, unterhalten und dann sind wir, wie wir es auch bei den früheren „Kramerpreisverleihungen“, als die noch in Krems stattfanden, nach St. Pölten gefahren, wo ich seit langem wieder einmal das Wochenende verbringe.

2018-09-25

Amerika

Weiter geht es mit der Parallelliste und das ist ja das spannende am heurigen Herbstlesen, daß ich einen Einblick geben kann, was so abseits der Mainstreamlisten passiert und das Buch, das jetzt folgt, Kai Wielands „Amerika“ ist in mehrerer Weise interessant.

Erstens ist der 1989 in Backnang geborene einer der Shortlistfavoriten des vorjährigen „Blockbuster-Preises“, wo sich ja die prominenten Literaturblogger, um sich zu profilieren, unter Denis Schecks Oberjury einen Forum schafften, ein unentdecktes Literaturgenie zu finden.

Daß sie dabei meiner Meinung nach die Latten viel zu hoch setzen und man wahrscheinlich schon besser als ein dBp-Favorit sein muß, um da überhaupt vorgeschlagen zu werden ist ein anderer Kaffee und etwas was mir nicht gefällt.

Ich habe mir aber im Vorjahr die Preisermittlung im Internet angesehen, wo es drei Favoriten gab und ein Buch über B.Traven gewann, daß ich mir auf der letzten „Buch-Wien“ fast gekauft hätte, wenn es noch auf dem „Thalia-Stapel“ der Messebuchhandlung gelegen wäre.  Daß alle der Finalisten einen Verlag verdienen, was für ein seltsames Wort, habe ich bei mehren Kommentaren gelesen, Gunnar Kaisers „Unter der Haut“ ist dann auch bei „Piper“ erschienen und ich habe es gelesen, weil die mir ihre Vorschau schickten.

Bei Kai Wieland bin ich schon beim „Blogbuster-Leseproben-Buch“ oder vorher aufmerksam geworden, weil ich ihn, wie es mir öfter passtiert, mit Kai Wayand verwechselt habe, der ja mit „Applaus für Broniskowski“, 2015 auf der „dBp-Longlist“ stand, schau an, wie prominent, habe ich gedacht, gemerkt, das ist ein anderer und dann auf Buch und  Autor vergessen, das in der Leseprobe ja noch „Ameehrikah“, hieß und statt in dem gelobten Land in einem schwäbischen Provinzdörfchen spielt.

Dann habe ich meiner heurigen Buchpreis-Vorausschau geschrieben und einen „Gefällt mir“ von einem Kai Wieland bekommen und bin darauf gekommen, daß der nicht nur in der Stadt oder dem Dorf lebt in dem Alfreds Tante Edith, die Zahnärztin aus der DDR, lebte oder arbeitete und das ich in den Neunzigerjahren mehrmals besuchte, sondern daß sein Buch „Amerika“ Ende August erscheint.

Da habe ich es angefragt, gleich bekommen und kann jetzt einen weiteren Einblick in das ungeheure Schaffensreichtum der deutschsprachigen Literatur geben.

„Ein eigener Ton, eine eigen Weltsicht, ein schwäbischer William Faulkner, der zur Endteckung eindlädt“, hat Schirmherr- Scheck auf das Buch schreiben lassen, das kann ich, weil ich in Faulkner nicht sehr eingelesen bin, zu wenig beurteilen. Das mit dem Ton stimmt aber, obwohl es wieder eines der unzähligen Bücher ist, das in den letzten Kriegstagen spielt oder nein, stimmt gar nicht, denn der Chronist, kommt erst in der Jetztzeit in das kleine Dorf, setzt sich in das herunterkommene Wirtshaus und läßt sich von seiner Wirtin und den drei Stammgästen, alle über sechzig, seine Geschichte erzählen, die ja, wie so oft von den Kriegserfahungen handelt und die meisten der Protagonisten damals Kinder waren und mit ihren Eltern und Großeltern, die da Oberscharführer oder etwas Ähnliches waren, leben mußten.

Eine weitere Eigenwilligkeit des Buches ist wahrscheinlich der Titel und irgendwo habe ich auch etwas von den noch vorhandenen Unfertigkeiten des jungen Verlagsangestellten gelesen oder gehört, denn so ganz klar, wieso das Buch so heißt, ist mir das nicht geworden.

Gu,t es gibt eine amerikanische Flagge und einer der Protagonisten, der alte Alfred, der im zweiten Stock des Wirtshauses lebt, war, glaube ich, auch in den Neunzigerjahren mit seiner Frau in dem gelobten Land und hat dort die Grabstätten der Familie Kennedy aufgesucht.

Ansonsten geht es auch viel um das Sterben und das dürfte auch eine der Metaphern sein, mit denen der junge Autor spielt. Es passieren sehr viele Selbstmorde in dem kleinen Dörchen Rillingsbach, das nur zwei Straßen, das heruntergekommene Wirtshaus, das einmal ein Hotel war und eine aufgelassene Schule hat und, wie das so ist, werden da auch einige Morde vertuscht über die man lebenslang rätsel kann.

Das wäre jetzt wieder ein Grund für das unerwünschte Spoilern, zu sagen, wer den Ungustl Erwin, der glaube ich, auch die kleine Wirtstochter Martha vergewaltigen wollte, umbrachte und ich kann auch, wie weiland Sasha Mariana Salzmann im „Literarischen Quartett“ sagen, auf Seite 223 steht es. Aber vielleicht der Reihe nach:

Da kommt also der nicht weiter beschriebene Chronist in das Wirtshaus, setzt sich zu Alfred, Frieder und der „wilden Hilde“, läßt sich von Martha ein Fanta servieren und die Ereignisse der letzten Jahre erzählen, die waren, daß Erwin eines Tages tot in einem Schuppen aufgefunden wurde.

Selbstmord sagen, die noch amtierenden Besatzungspolizisten und kümmern sich nicht weiter darum, daß das Gewehr dafür nicht an der richtigen Stelle liegt.

Seine Frau, die später sowohl das „Amerikahaus“ in Murrhardt betreut, könnte es gewesen sein, denn sie blüht auf,  geht fortan auffällig oft in die Kirche und löchert den Pfarrer damit, wie es in der Hölle aussieht. Auch gottlieb, der Vater Marthas, der damals noch ein Hotel betrieb oder die anderen Dorfbewohner.

Da gibt es den eehmaligen Oberscharführer Wilhelm, den Nazilehrer Mangelhardt und auch einen Nazidichter, der zu Kriegsende in dem damaligen Hotel wohnte und sogar ein Gedicht für dien kleinen Alfred geschrieben hat, von dem vielleicht seine Amerikaobsession kommt.

Die wilde Hilde, 1949, nach dem Tod ihres Vaters Erwin geboren, verließ mit mit neunzehn das Dorf, ging im Kreisstädtchen auf die Polizei und verlangte daß der Tod des Vaters untersucht werden muß. Der Polizist wehrt ab und Hilde verließ die Heimat und kehrte erst mit Sechzig wieder nach Rillingsbach zurück. Dazwischen hat sie „Heilbronn, Stuttgart und sogar Freiburg gelebt und der Mutter immer erst dann Briefe geschrieben, wenn sie die jeweilige Adresse schon wieder verlassen hat.

Außer Amerika gibt es noch ein Thema, das sich durch das Buch durchzieht und das auch mir sehr sympathisch ist, nämlich die Bücher und das Schreiben. Sowohl Martha, als auch Hilde haben das versucht.Martha hat es, obwohl ihr einmal, noch als Schulmädchen, ein amerikanischer Soldat, einen Erzähband von Hemingway gegeben hatte, den sie nicht lesen konnte und sich den Autor auf „Ernst „Heimweg“ übersetzte, gleich aufgegeben. Sie hat aber, bevor sie nur mehr Wirtin wurde, Elisabeth im „Amerikahaus“ sehr geholfen und auch Hilde schrieb, glaube ich, ihre Memoiren, die der Bürgermeister im Rathaus, neben dem Nazibuch, aufbewahrt.

Ein sehr interessantes Buch also, in dem man die Schreibprozesse und das Autorwerden gut nachvollziehen kann. Kai Wieland meint in seinem Nachwort, daß er ohne den „Blogbusterpreis“ keinen Verlag gefunden hätte.

Nun man kann es ja inzwischen selber machen und hat dann vielleicht auch nicht viel weniger Leser, als wenn man auf einer der Buchpreislisten steht, geht ja, wie man überall nachlesen kann, das Leseverhalten der Leute stark zurück.

Es ist aber eine sehr interessante Neuerscheinung, die sonst wahrscheinlich an mir vorbei gegangen wäre, so bin ich Kai Wieland für sein „Gefällt mir“ sehr dankbar und neugierig, ob er auch das hier liest und ob Edith Neumann vielleicht seine Zahnärztin war?

2018-09-19

Nervenkitzel hoch fünf

Wieder einmal „Leo Perutz-Preis„, der Kimipreis des österreichischen Hauptverbandes, den es seit einigen Jahren gibt, weil Krimis sich offenbar am besten verkaufen lassen und nicht seit Anfang an, aber schon sehr lang, bin ich dabei gewesen, obwohl ich ja keine so typische Krimileserin bin, aber Leo Perutz war auch kein so typischer Krimiautor und so typische Krimis werden dort auch nicht prämiert, sondern das eher „literarische Anspruchsvolle“, aber Eva Roßmann war regelmäßig dabei  Beate Maxian und und und…

Seit ich dabei bin haben die Veranstaltungen in der Grünangergasse stattgefunden, Günther <kaindlsdorfer der Jetztige“ Buch-Wien-Messedirektor“ moderierte, es gab ein Buffet und, ich glaube, keinen Büchertisch, weil ja die Veranstaltung an die Insider, an die buchhändler, die Verlage, etcetera gerichtet war.

Einmal fand die Veranstaltung  im Bestattungsmuseum statt. Da gab es kein Buffet, man konnte aber eine Führung durch das Museum machen und seit vorigenJahr gibt es offenbar eine Connection mit der „Wien-Bibliothek“, die das letzte Jahr, glaube ich, Brötchen, aber heuer nur das übliche Brot und Wein Angebot stiftete.

Das Prozedere blieb gleich. Statt Günter Kaindlsdorfer moderiert jetzt RomanKollmer, der auch in Leipzig  das Österreich-Cafe moderiert und bei der „Buch Wien“ auf der Kochbühne etcetera tätig ist, eine Jury, die aus Buchhändlern, der Stadt Wien, dem Hauptverband und seit vorigen Jahr auch dem Bestattungsinstitut, was ich eigentlich, ganz ehrlich, ein wenig makaber, die anderen aber für lustig finden, suchte aus den gängigen Krimis eine Shortlist aus fünf Büchern aus und die waren heuer Albert Frank „Tod vor dem Steffl“, David Krems „Falsches Licht“, Fritz Lehner „Nitro“, Beate Maxian „Tod in der „Kaisergruft“ und Günther Neuwirths „Die Frau im roten Mantel“, davon waren mir Beate Maxia, die schon dreimal nominiert war und von der ich auch einige Bücher in meinen Regalen, aber noch nicht gelesen habe und Fritz Lehner bekannt, der das 2016 mit „Seestadt“ war, was ich mir im Winter bei einem „Morawa-Abverkauf“ kaufte, die anderen Bücher nicht und es ist jetzt auch nicht mehr so leicht zu der Veranstaltung zu kommen, da www. buecher.at, zwar den Ort und das Datum, aber nicht die Uhrzeit bekannt gab.

Beim Wien-Bibliothek-Programm habe ich das dann herausbekommen und war, weil sich das gut ausgegangen war, schon um halb sieben da, weil die ja keine Plätze für das Publkikum präsentieren. Aber soviel Andrang war dann gar nicht, weil die Wien-Bibliothek ja nicht extra ausschickte und außerdem fand, wie vor zwei Jahren auch zeitgleich,  die“ H. C. Artmann-Preisverleihung“ an Gundi Feyrer statt.

Ja, kann die Stadt Wien da nicht schauen, denn so groß ist das literaische Publkum Wiens ja nicht, obwohl genau betrachtet, sich die Krimileser wahrscheinlich nicht für die experimentelle Literatur interessieren werden und umgehkehrt.

Aber die Stadt Wien unterstützt den Preis. So war eine Dame vom Kulturamt in der Jury, nämlich Sylvia Fassl-Vogler, die ich, als ich mich mit dem Josef vor die geschlossene Tür stellte und auf das Eingelassen werden wartetete, gerade mit Benedikt Föger über diese Doppelveranstaltung renden hörte.

Also wäre sie auch ganz gerne hingegangen, mußte aber den <preisträger verkünden und ich habe ihr gesagt, daß ich das nächste Mal ganz gern zum „H. C Artmann-Preis“ gehen würde und werde das auch tun, ganz egal was da noch parallel stattfindet.

Aber diesmal Krimipreis, obwohl ich ja eigentlich keine so passionierte Krimileserin bin, aber eine Experimenetalfan auch nicht und so hörte ich der Moderatdion von Roman Kollmer zu, der die fünf ausgewählten vorstellte und mit ihnen jeweil ein kurzes <interview führte.

Albert Frank ist ein Schauspieler, so setzte er sich auch ein Kappl auf, als er aus seinem Roman „Tod vor dem Steffl“ in dem es, um genetisch veränderte Riesentauben geht, ein Stücken vorlas und er las natürlich sehr gut und es ist wahrscheinlich kein typischer Krimi und hat mir wahrscheinlich deshalb sehr gut gefallen.

David Krems ist wahrscheinlich auch kein typischer >Krimischreiber, denn er hat eine Dissertation über Fotografie geschrieben und die „Abfallprodukte“ dann zu „Falsches Licht“ verarbeitet.

Dann kam Fritz Lehner, den ich  urspüglich, glaube ich, bei einer der „Rund um die Burg-Veranstaltungen“ kennenlernte mit seinem Krimi „Nytro“, wo es um einen Sprayer beziehungsweise einen Bankbeamten und Serienmörder geht und der Autor las minitiös, die Szene, wo der Mörder, die Schnurr, um den Hals seines Opfers legt und ich dachte, daß mir das nicht gefällt.

Dann kam Beate Maxian, die schon dreimal nominierte, die vom Moderator gefragt wurde, was sie macht, wenn sie jetzt wieder nicht gewinnt?

Was sollte sie darauf sagen? „Solche nominierungen sind ein Scheiß!“ oder „Dabei sein ist alles!“

Sie hat sich für das letztere  entschieden und hat, das kann ich gleich verraten, wieder nicht gewonnen und der letzte Nomiinerte ist offensichtlich ein Perutz-Experte, nämlich Günter Neuwirth mit der „Frau im roten Mantel“, wo es um eine Villa in Wien und eine alte Frau, die dort lebt und offenbar, um ihre Pfegehelferin geht, die von ihr beschuldigt wurde, daß sie ihren Sohn beseitigt hat.

Spannend, spannend, spannend. Dann kamen Alex Beer, die Vorjahrssiegerin und Sylvia Fassl -Vogler und verkündigte, wen wunderts, Fritz Lehner, als den Gewinner, denn das Reißerische wollen offenbar die Leute lesen, denkt sich vielleicht der Hauptverband oder auch nicht und ich kann natürlich alles kaufen oder anfragen und lesen, was ich will und tue es es, ob meiner elendslangen Leseliste nicht.

Also zum Brot und Wein und da gab es heuer keine Brötchen mehr. Aber die Angela war da und der Josef und  auch die Obdachlose, die mich gestern, als ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gegangen bin, um ein paar Euro angegangen ist und sehr freudnlich zu mir war. Heute war sie das etwas weniger. Sie hat mich aber erinnert, daß ich sie auch schon früher bei Stadt Wien-Veranstaltungen gesehen habe, was mein literarisches Gemüt natürlich sehr neugierig machte, denn die sozialen Verbindungen einer Stadt interessieren mich natürlich sehr und darüber läßt sich wahrschein lich sowohl ein Krimi oder auch etwas ganz anderes schreiben.

2018-09-05

Die dritte österreichische Buchpreisliste

Filed under: Buchpreisbloggen,Literaturpreise — jancak @ 14:27
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Nun ist sie da, wahrscheinlich schön hinter der großen Deutschen verborgen, die österreichische lange Liste zum österreichischen Buchpreis, den es nun schon das dritte Mal gibt und Hurrah, meine Wünsche scheinen diesmal erfüllt und ich werde, was, angesichts des wachsenden Bücherstapel im Badezimmer, der mir schon fast ein schlechtes Gewissen macht, sehr schön ist, nur fünf beziehungsweise acht Bücher lesen müssen, denn fünf  von der Langliste habe ich schon gelesen, vier im Frühling und das fünfte, das eigentlich auch eine Frühjahrserscheinung ist, als erstes dBp und das habe ich mir noch dazu im Abverkaufskeller des „Weltbild-Ladens“ in Bern um fünf Franken gekauft, beziehungsweise kaufen lassen.

Bei den Debut sind meine Schätzungen, die ich an Hand der gelesenen Bücher gegeben habe, nicht so ganz eingetroffenA aber da überwiegern, wie auch bei der Longlist, die O-töne, denn das diese eine Beziehung zum österreichischen Buchpreis haben, habe ich schon im Vorjahr festgestellt.

Alle drei, die darauf stehen, wurden bei den O-Tönen vorgestellt und daß Ljuba Arnautovics „Im Verborgenen“, das ich schon im Frühjahr angefragt habe, darauf stehen wird, war ich mir eigentlich besonders sicher, habe ich doch am Samstag beim verregneten Volksstimmefest bei Kaffee und Kuchen im Favoritner-Zelt gefragt, ob sie auf der Shortlist stehen wird?

„Das darf ich nicht sagen!“, hat sie geantwortet und nicht „Weiß ich nicht!“ oder „Wer schön!“ und dann davon gesprochen, daß es gerade nicht verfügbar wäre.

Also ein guter Schnitt, für die, die gerade Buch fünf des dBps beendet hat und eigentlich sehr schöne Bücher, obwohl interessant, das auch eines auf der Liste steht, das ich, sowie seinen Autor noch gar nicht kenne, aber das ist diesmal ein Einzelfall.

Also voila die Longlist und gleich, wenn vorhanden, die Verlinkungen:

  1. Mareike Fallwickl „Dunkelgrün fast schwarz“, hätte ich eigentlich nicht so erwartet oder auf die Debutliste getan, weil ja überall behauptet wird, daß es ein solches ist.
  2. Milena Michiko Flasars „Herr Kato spielt Familie“, wunderbar, denn das habe ich mir ja sehr gewünscht.
  3. Arno Geiger „Unter der Drachenwand“, die Doppelnominierung
  4. Gerhard Jäger „All die Nacht über uns“, das ist nun das mir unbekannte Buch und der mir unbekannte Autor aus dem „Picus-Verlag“
  5. .Hanno Millesi „Die vier Weltteile“, habe ich eigentlich nicht erwartet, aber fein, denn ich mag ja Hanno Millesi sehr, obwohl ich seine „Priessnitz-Preisverleihung“ versäumte.
  6. Margit Schreiner „Kein Platz mehr“ wieder fein, denn das habe ich mir gewünscht
  7. Robert Seetaler „Das Feld“ hätte ich auch erwartet, weil es ja bei den O-Tönen war.
  8. Heinrich Steinfest „Die Büglerin“, fein, fein, denn ich habe es ja sehr bedauert, daß es nicht auf der deutschen Longlist stand.
  9. Josef Winkler „Laß dich heimgeigen Vater, oder Den tod ins Herz mir schreibe“, habe ich eigentlich nicht erwartet, ist aber das sprachspielerische Buch auf der List und vielleicht das Siegerbuch, ein Büchner-Preisträger sollte ja gewinnen und schade, daß das heuer Peter Henisch nicht kann, das tut mir wirklich leid, wie ich auch sehr bedauere, daß Norbert Gstrein nicht auf die Liste gekommen ist.
  10. Daniel Wisser „Königin der Berge“, ein bißchen erwartet, weil bei den O-Tönen und große Freude, weil ich noch nichts von Daniel Wisser gelesen habe, mal sehen, ob es kommt?

 

Und nun die Debuts:

Wie schon geschrieben, wurden alle drei von Daniela Strigl für dieO-Töne ausgewählt, die eigentlich auch auf der Liste stehen könnte, also wie schon verraten:

1.Ljuba Arnautovic „Im Verborgenen“, die ich schon in der „Gesellschaft“ und bei den „O-Tönen“ daraus lesen hörte

2. David Fuchs „Bevor wir verschwinden“, das habe ich auch schon gedacht und freut mich sehr, weil ich es sehr interessant gefunden habe und

3.Marie Gamilscheg „Alles was glänzt“, was ich auch bei den „O- Tönen“ hörte.

Nun also fleißig in die Hände spuken und die Bücher, falls sie kommen, zwischen den deutschen, von dem ich inzwischen dreizehn Bücher auf der Liste stehen habe und fünf schon gelesen habe und den anderen Herbstneuerscheinungen, die  auch daraufstehen hätten könnten, einschieben und weil, was ich sehr bedauere Verena Roßbachers „Ich war Diener im Hause Hobbs“ nicht darauf gekommen ist, werde ich mir Franziska Hausers „Die Gewitterschwimmerin“ und Michael kupfmüllers „Tage mit Ora“ auf die Radtour, um den <neusiedlersee mit der Ruth und dem Alfred mitnehmen.

Und nun noch zur Jury, in der diesmal Bernhard Fetz vom „Literaturmuseum“, Konstanze Fliedl, jens Jessen, Evelyne Polt-Heinzl vom Literaturhaus und  Bettina Wagner von der Seestadt-Buchhandlung waren.

 

 

 

2018-07-08

Zweiundvierzigstes Bachmannlesen

Filed under: Literaturbetrieb,Literaturpreise — jancak @ 12:04
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Ich bin ja ein großer Fan des Bachmannpreises, verfolge ihn eigentlich seit seiner Gründung 1977, als in Nachfolge der Gruppe 47 von Marcel Reich Ranicki, Humbert Fink und ich glaube Ernst Willner ins Leben gerufen, obwohl es damals für eine Nichtfernseherin wahrscheinlich sehr schwer war, etwas mitzubekommen.

Nicht desto trotz hat Gert Jonke ihn gewonnen und ich habe oder hätte immer gerne dort gelesen, aber als realistisch schreibende Selbstdarstellerin wahrscheinlich keine Chance.

Das weiß ich jetzt, damals habe ich es nicht gewußt und habe auch, glaube ich, zweimal oder dreimal einen Text an die Juroren geschickt.

Seit man aber eine Verlagsempfehlung haben muß, tue ich das nicht mehr. Obwohl was würde passieren, wenn ich es trotzdem täte? Würde ich da eine Verwarnung kriegen?, habe ich mich damals, als das eingeführt wurde, bei den Orgnisatoren beschwert und seit es Internet gibt verfolge ich die Texte und das Lesen natürlich ganz besonders und war einmal, ein einziges Mal in meinem Leben, nämlich 1996, auf eigene Faust und eigene Kosten sozusagen live dort.

Jetzt würde ich wahrscheinlich auch eine Einladung brauchen, um am Eröffnungsabend teilzunehmen, aber die würde ich als „Literaturgeflüsterin“ wahrscheinlich bekommen und ich habe meistens auch Spekulationen angestellt, wer da eingeladen wird und die österreichischen Teilnehmer auch meistens gekannt. Die Deutschen, die Schweizer oder anderen Deutschhreibenden nicht so sehr und heuer sind die Teilnehmer erst sehr spät, nämlich am vierten Juni bekannt gegeben worden, dafür folgten die Videos, auf die ich immer wartete, gleich bald hernach und ich habe von den vierzehn Autoren, die von den sieben Juroren, von denen es heuer zwei neue gibt, nämlich Nora  Gominger, die Bachmannpreisträgerin von 2015 und Insa Wilke, sowie schon bewährt Hildegard Keller, Klaus Kastberger, Stefan Gmünder, Michael Widerstein und als sogenannter Vorsitzender Hubert Winkels, ausgesucht wurden, nur die einzige Österreicherin Raphaela Edelbauer und dann die in Wien lebende Ukrainerin Tanja Maljartschuk gekannt und von den deutschen Jakob Nolte, weil er mit seinem doch nicht Vampirroman „Schreckliche Gewalten“ im letzten jahr auf der DBp-Longlist gestanden ist und dann habe ich noch vom Namen Stephan Lohse und dessen Debutroman der „Ein fauler Gott“ ein Begriff und, daß  Bov Bjerg mit seinem Bestseller „Auerhaus“, der berühmtesten der heuer Eingeladenen ist, habe ich erst heute durch Wolfgang Tischers ersten Bachmannpodcast erfahren, der dafür die einzige Österreicherin vergessen hat. Die anderen Autoren werde ich wohl in den nächsten Tagen kennenlernen, denn ich werde mir  das Ganze, soviel, wie möglich geben, obwohl ich am Donnerstag, den ganzen Tag Stunden habe und am Samstag Omas Geburtstag zu feiern ist.

Zuerst ging es aber an die Eröffnung, die wieder nach bewährten Muster musikalisch begonnen wurde. Es spielte das „World Sounds Ensemble“ unter dem Jazzsaxophonisten Michael Erlan. Christian Ankowitsch moderierte und dann wurden zuerst wieder die Honoratoren vorgestellt und die Politiker und Preisstifter interwiet.

Die vierzehn Autoren waren hinten auf einer langen Bank aufgereiht, die Jury ist später feierlich einmarschiert und wurde platziert. Der Vorsitzende begann mit seiner Rede, wobei er erwähnte, daß Deutschland  in den letzten Tagen eine Krise erlebte und stellte die Frage, ob man sich Angesichts der bewegten Zeiten, wo an der Flüchtlingsfrage, eine Koalition  am Zerplatzen ist, vier Tage lang im schönen und schon viel regideren Österreich der schönen Literatur widmen kann, was er natürlich bejahte.

Ich denke zwar, daß das nicht so einfach ist, werde das aber ebenfalls tun und dann kam schon der Justitiar mit der Box und die Autoren durften anmarschieren und sich ihre Zettelchen mit der Lesereihenfolge ziehen. Raphaela Edelbauer wird am Donnerstag beginnen und dann folgte, mit Spannung erwartet, Ferdiun Zaimoglus Rede, der 2003 in Klagenfurt gelesen und gewonnen hat.

„Der Wert der schönen Worte“ hieß seine Rede, die sich sprachlich sehr kompliziert,  gegen die Rechten und die Patrioten wandte und für die Schwachen und die Menschlichkeit eintrat und großen Applaus bekam.

„Er rennt offene Türen ein, aber in Österreich sind die ja schon geschlossen!“, witzelte Wolfgang Tischler auf Twitter und dann ging es in Klagenfurt  ans Buffet in den schönen Garten, was wie ich später hörte, aber durch starken Regen nicht möglich war und am Donnerstag habe ich zwar in der Küche, die ganze Zeit den Livestream laufen lassen, aber zwischendurch meine Stunden gemacht, so daß ich nur zur Diskussion über Raphaela Edelbauers Text „Das Loch“, wo es um die Seegrotte in Hinterbrühl, einen Techniker und die Ermordung der Juden im dritten Reich ging, zurechtkam, der von Klaus Kastberger, der die Autorin und „Rauris-Preisträgerin“, auch eingeladen hat, verteidigt hat.

Mit  „Schnittmuster“ dem Text, der 1979 geborenen Schweizer Autorin Martina Clavadetscher, die von Hildegard Keller eingeladen wurde, in dem es um das Sterben einer alten Frau geht, ist es mir ähnlich gegangen und auch bei dem 1964 in Hamburg geborenen Stephan Lohse, dessen Text „Lumumbaland“  heißt, bin ich nur in die Diskussion gekommen, da war die Jury begeisteter, so daß sich da wahrscheinlich ein erster Favorit abzeichnen könnte.

Bei den zwei anderen Lesenden der 1990 in Rorschach geborenen und in Zürich lebenden Anna Stern, deren Text „Warten auf Ava“ heißt  und dem 1989 in Bayern geborenen Joshua Groß mit „Flexen in Miamai“ bin ich in meinen Pausen jeweils ein Stück in den Text hineingekommen und habe die Diskussion erst später nachgehört, wie ich auch die Texte, der schon erwähnten Autoren erst hören oder lesen mußte.

Dann sind wir, während die Prominenz in Klagenfurt zum Empfang nach Loretto pilgerte, nach Harland gefahren, so daß ich mir die Freitagstexte ganz und per livestream geben konnte und da hat es der in Zürich lebenden Zahnärztin Corinna T.  Sievers angefangen und die, deren Text „Der nächste Bitte“ heißt, eine  1965 geborene geschminkte Frau mit langen blonden Frauen und großer Brille, die, als ihre Vorbilder Michel Houllebecq, Martin Walser und Philip Roth angibt, scheint die besondere Variante des  heurigen Bachmannslesen zu sein, zuerst einmal ihr Beruf und dann ihre Fixierung auf die Sexualität, denn da steht dieZahnärztin mit ihren Instrumenten und wahrscheinlich Mundschutz vor ihrem Patienten, hat die Sprechstundenhilfe vorsorglich ins Wartezimmer hinausgeschickt und läßt  ihre erotischen Phantasien spielen „Weder die Länge des Penis…“ etcetera, während die Ärztin vor Lust ins Koma fällt und zu einem Psychiater geht sie natürlich auch. Und dann war ich gespannt, was die Jury zu diesem Text sagen wird, die dann sehr wissenschaftlich darüber diskutierte und interessant, die mangelnde Radikalität bemängelte, was Huberts Winkels bemerkte und Wolfgang Tischer hat unter dem Text, glaube ich, sehr gelitten, wie ich seinen Twitternotes entnehme.

Und wenn jemand meine Meinung wissen wollte, ich fand den Text lustig und interpretiere ihn auch, als eine Parodie auf  die männlichen Sexphantasien und hätte ein Mann diesen Text geschrieben, lieber Klaus Kastberger, hätte ich auch aufgeschrieeen.

Dann kam die 1984 geborene  Ally Klein, deren Debutroman „Carter“ erst erscheinen muß. Sie las mit stark empathischer Stimme einen Teil daraus, wo ein „Ich“ durch die Gegend rennt, dann ein Haus erreicht und  mit einer Person namens Carter konfrontiert wird. Die Jury war von der sprachlichen Gewalt begeistert und rätselte, wie der Text, der zu viele Adjektive hat, zu interpretieren ist? Ob das eine der Preisträgerinnen ist?

Dann kam Tanja Maljartschuk mit ihrem Text „Frösche im Meer“, eine sehr packende Geschichte von einem Mann ohne Pass, der in einem Park kehrt und eine demente alte Frau, die in einer Wohnung mit Frösche lebt, versorgt und dabei verhaften wird, während seine Mutter in der Ukraine ohne ihn begraben wird, den ich aber vorläufig  versäumte, weil ich mit der Anna und dem Ouzo mit dem Rad zum Bootshaus fuhr und dort den Alfred und die Oma traf und nach dem gebackenen Zander, erst wieder zurückkam, als ich Christian Ankowitsch abschließend über Bov Bjergs  Text „Serpentinen“ sagen hörte, daß er sehr stark wäre, der handelt von einem Mann, der mit einem Jungen einen Tag lang in seiner ehemaligen Heimat spazierenfährt, an seine Familie denkt, dabei das Handy in einer Dose versteckt und einen falschen Namen angibt.

Applaus tönte auf und dann kam der letzte Freitagleser, nämlich der 1973 in Hamburg geborenen Anselm Neft, der heute Geburtstag hat und der schon viel literarische Erfahrung hat. Sein Text heißt „Machs, wie Miltos“ undhandelte von einem Obdachlosen, der ebenfalls mit seiner Familie spricht, Hefte seiner Tochter verbrennt, weil die schon verstorben ist und den überfahren wordenen Hund, beerdigen muß.

Das wars für den Freitag und am Samstag habe ich noch vor der ersten Lesung, hoffentlich nicht wieder voreilig, wie vor ein paar Jahren, im Literaturcafe für Klaus Kastberger als den besten Juror abgestimmt, weil ich ja zu Mittag wieder ins Boothaus radeln werde, um mit der Oma ihren Geburtstag zu feiern.

Und in Klagenfurt hat der 1988 geborene Jakob Nolte, der von Hubert Winkels eingeladen wurde, mit seinem Text „Tagebuch einer jungen Frau, die am Fall beteiligt war“, begonnen, ein strebsam wirkender junger Mann in einem hochgeschlossenen hellblaugemusterten Hemd und runder Brille, der diesmal nicht von „Schrecklichen Gewalten“, sondern in einem Tagebuch von einem Mexiko-Aufenthalt und zwei Niederländerinnen las.

Die Lesung mußte wegen eines Kreislaufzusammenbruchs einer Zuschauerin kurz unterbrochen worden, was für einige Irritierung und Unsicherheiten sorgte. Es ist aber bald wieder weitergagen und bei der Diskussion waren sich die Juroren nicht einig, ob man ein Tagebuch so schreiben kann und warum man Kokain nimmt? Hildegard Keller war wieder sehr kritisch und unzufrieden und es wurde diskutiert, was ein“Unbedarftes Delirium“ ist und, ob der Autor seine Textfehler bewußt eingesetzt hat und das ein schlechter oder guter Text ist?

Dann kam ein noch surrealerer Text, den von Nolte habe ich gar nicht so verwirrend empfunden, des 1965 in Hamburg geborenen Stephan Groetzner, ein Romanauszug aus „DESTINATION AUSTRIA“, der von Gagausien, Haus der Landwirtschaft und Kultur, einem Grazer Kino und und ständig hinundherschwankte, der von Wolfgang Tischer, „als sprach schön gebauter reiner Nonsensetext“ beurteilt wurde und mir wahrscheinlich auch zu überdreht war, wenn er auch wahrscheinlich sehr politisch zu interpretieren ist.

Die letzten zwei Texte habe ich nach dem Mittagessen und der Geburtstagsfeier mit Annas Cremeschnitten und Omas alten Schulfreundinnen, Schwägerin und Schwager, Alfred und Andreas, wieder nachgehört und da gab es, wie ich Wolfgang Tischers Twitternotes entnahm, in der 1983 in Solingen geborenen türkischen Autorin Özlem Özgut Dündar, wieder eine Shortlistfavoritin, die  einen Romanauszug aus “ und ich brenne“ gelesen hat, in dem verschiedene „mütter“ eine Rolle spielen und es trotz der poetischen Form einen real politischen Hintergrund zu geben scheint, während der letzte Leser in der Runde, der 1992 in Braunschweig geborene Lennardt Loß, einen sehr überfrachteten Text hatte, in dem ein Mann sich zuerst in einem Flugzeug an einem Katalog, die Finger aufschneidet, dann stürzt das Flugzeug ab. Er sitzt mit einem schönen Mädchen, dem ein Zahn fehlt, er ist Zahntechniker, auf einem Flugzeugsitz im Pazifik und rast sein Leben durch. Es könnte aber auch, wie einer der Juroren bemerkte, auch nur seine Flugangst sein, die ihm dieses tuen läßt. Er hat jedenfalls eine Kugel im Bauch, deshalb ist er den Flug überhaupt erst angetreten, denn er war RAF-Terrorist und sein Ausbildner ein SS-Mann, der auch eine tötliche Tätowierung mit sich herumschleppte…

Vierzehn sehr unterschiedliche Texte also, die da in den letzten Tagen in Klagenfurt zu hören waren. Erstaunlich welch unterschiedliche Genres, da jetzt zugelassen werden und ab Samstag fünzehn Uhr bis Mittermacht konnte man wieder für seinen Favoriten abstimmen.

Weil ich das Ganze diesmal ein bißchen lockerer angegangen bin und mir auch nicht eine eigene Shortlist zusammenbastle, um dann am Sonntag enttäuscht zu sein, welche Namen auf der, der Jury stehen, die dann doch nur Platzhalter waren, verrate ich jetzt nur, daß mir die Texte von Tanja Maljartschuk und der, der erotikbesessenen Zahnärztin, den ich immer noch für eine Parodie auf die Männersexphantasien a la Martin Walser und Philip Roth halte, sehr gut gefallen haben und abgestimmt habe ich für die  „Frösche“, weil ich erotikbesessene Zahnärztinnen eigentlich doch nicht haben will.

Der Text über den Obdachlosen hat mir auch ganz gut gefallen, über die Politsatire von Stephan Groetzner müßte ich noch nachdenken und von Wolfgang Tischer, der ja wieder im Literaturcafe einen täglichen Podcast hatte und dort seine Einschätzungen gab, hörte ich, daß der Böv Bjerg für den Preisträger hält.

Am Sonntag kam wurde dann als Erstes die Shortlist verlautet:

  1. Raphaela Edelbauer
  2. Joshua Groß
  3. Ally Klein
  4. Anna Stern
  5. Tanja Malatschuk
  6. Bov Bjerg
  7. Özlem Özgül Dundar

Und dann habe ich diesmal recht gehabt,  Tanja Maljartschuk, dessen nächstes Buch, aus dem sie schon ein Stück damals im Literaturhaus geboren hat, wird demnächst bei  „Kiwi“ erscheinen wird, wurde die neue „Bachmannpreisträgerin“, gefolgt von Böv Bjerg mit seiner Vater Sohn Geschichte, die von Klaus Kastberger vorgeschlagen wurde.

Die dritte Preisträgerin wurde  Özlem Özgul Dündar, mit ihren vier Müttern, die ihren Text klein und ohne Punkt und Beistriche geschrieben hat.

Und die vierte Jurypreisträgerin wurde für mich überraschend, weil sie in der Diskussion gar nicht so gut weggekommen ist, die Schweizerin Anna Stern mit ihren Text „Warten auf Ava“ und was den Publikumspreis betrifft, ging die Folge, daß der an  Österreich geht, wie das glaube ich seit Cornelia Travnek so üblich ist, an Raphaela Edelbauer weiter, die aber diesmal in der Shortlist war und  bei der Jury über geblieben ist.

Dann zog Hubert Winkel den Vorhang zu und mokierte sich ein bißchen über Marlene Streeuwitz und Daniel Kehllmann, die im Vorfeld den Preis kritisiert haben und zu kapitalistisch hielten und ein paar Reden und Interviews gab es auch, bevor es im nächsten Jahr weitergehen wird und ich habe wieder einmal vier Tage interessante Literatur erlebt.

2018-05-22

Anton Wildgans-Preis 2018

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 22:02
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Angela, Josef, Eva © Industriellenvereinigung – Elisabeth Kessler

Angela, Josef, Eva © Industriellenvereinigung – Elisabeth Kessler

Den „Anton Wildgans-Preis“ der seit 1962 von der Industriellenvereinigung vergeben wird, gibt es seit 1962 und wird wie es so schön heißt, an Autoren, die schon ein Werk geschaffen aber auch noch eines vor sich haben, vergeben und wie man auf „Wikipedia“ nachlesen kann, hat ihn schon das „Who ist who der österreichischen Literatur bekommen.

Derzeit sind Barbara Neuwirth, ebenfalls Preisträgerin, Marianne Gruber, Ehrenprädisdentin der „Gesellschaft für Literatur“ und ein Herr Johann Holzner, Mtglied der Jury und ich bekomme seit 2011 seit Arno Geiger den Preis bekommen hat, eine Einladung. War also seither dabei, nur im Vorjahr, wo Robert Seethaler, der Preisträger war, nicht, denn da bin ich ja mit der Ruth und dem Alfred um den Bodensee geradelt, aber heuer, wo die experimentelle Aurtorin Sabine Scholl den Preis bekommen hat, wieder.

Mit ihrem Vater, einem älteren Herrn im Steireranzug, habe ich das Haus der Industrie betreten und dann gab es wieder, wie in den letzten Jahren, Musik des Damensaxophonquartetts, Marianne Gruber hielt diesmal die Laudation und las ein Gedicht der Autorin, das sehr stark an das Wildgans Epos „Ich bin ein Kind der Stadt, die Leute meinen und spotten weithin über einen, daß solch ein Stadtkind keine Heimat hat…“ angelehnt war und folgendermaßen lautete „Ich bin ein Kind des Alten, des Kalten hielt mein Ohr hin und wartete auf den Übergang  abgeschoben, ein Kind von Kindern des zweiten Welt umfassenden Kriegs.“

Ich habe von der experimentellen Autorin die auch Professorin in Leipzig und am Institut für Sprachkunst ist, nicht sehr viel geselesen, war aber bei der Vorstellung ihres Krimis in der „Gesellschaft für Literatur“ und von „Die Füchsin spiricht“, was Marianne Gruber in ihrer Laudatio erwähnte, habe ich auch schon etwas gehört.

Dann kam die Preisverleihung und die Dankesrede, bis auf die Minute genau im Programm fixiert, die sich auf ein Gedicht von Anton Wildgans bezog. Petra Hartlieb hat wieder den Büchertisch gemacht. Es gab Brötchen und süße Sachen.Ich habe mich mit der Angela und ihrem Partner unterhalten. Susanne Ayoub, Arno Geiger und andere Prominete gesehen. Fotografiert wurde ich auch, mal sehen, ob ich das Foto im Blog präsentieren kann.

2018-03-13

Bloggerdebutpreis an Klaus Cäsar Zehrer

Christian Bangel

Christian Bangel

Klaus Cäsar Zehrer

Klaus Cäsar Zehrer

Am Montag sind wir dann nach einem gemütlichen Hotelfrühstück in Würzburg  nach Essen zur Verleihung des zweiten Bloggerdebutpreises an Klaus Cäsar Zehrer abgefahren, zu der mich ja die Frauen vom „Deburt“ eingeladen haben, und weil ich  gern zu Preisverleihungen gehe und es sich auch gut mit Leipzig verbinden läßt, sind wir schon ein paar Tage früher von Wien weg und haben uns wegen der Umweltzone sogar ein Auto dafür gemietet.

Sind in der Stadt, in der Elke Heidenreich, wie ich in einem Interview las, geboren wurde, ich aber noch nie war,  kurz nach eins eingetroffen,  haben das Auto in der Nähe des Cafe Livres, wo die Veranstaltung stattfand, abgestellt. En sehr gutes und preisgünstiges Mittagsmenü in einem Asia-Snackrestaurant eingenommen und sind durch die Stadt marschiert, um uns die Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Zum Bahnhof, zum Dom, durch die Rathausgalerie, bis zu  der Marktplatzkirche vor der der Herr Krupp steht, dem Essen offenbar viel zu verdanken hat und danach in die Rüttenscheiderstraße, wo es einen der offenen Bücherschränke, die hier von großen Firmen gegründet wurden, gibt und habe dort ganz passend, ein Buch über Alfried Krupp und Beitz  Berthold  gefunden, so daß ich, wenn es sich bei all den Bücherbergen ausgeht, auch über dieses Stück Essener Geschichte nachlesen kann.

Danach haben wir uns in das Cafe Extrablatt gesetzt und einen Caffe Latte getrunken, bevor es zu der Preisverleihung in das Kaffeehaus ging, in dem Bozena Anna Badura, Sarah Jäger und Janine Hasse seit einiger Zeit Debutlesungen veranstalten und zum zweiten Mal der Bloggerdebutpreis vergeben wird, in dem es schon sehr voll war.

Das Cafe hat seinen Namen von den Bücherregalen, die überall aufgestellt sind und hinter und am Lesetischchen waren schon die Debutbücher aufgereiht, die man später kaufen und von den zwei Meistplazierten signieren lassen konnte.

Außer mir waren von der Bloggerjury noch Silvia Walter von den „Leckeren  Keksen“ und sonst noch Tobias Nazemi vom „Buchrevier“ anwesend, der, wie ich hörte, in Essen eine Werbeagentur hat

Bozena Anna Badura moderierte, stellte den Preis, die fünf Shortlistnominierten, die aus den vierundsechzig eingereihten Büchern ausgewählt wurden, sowie den Preisträger Klaus Cäsar Zehrer, der von den dreizehn mitstimmenden Bloggern 46 Punkte bekommen hat, also in der Abstimmung weit vorne lag,  vor.

Der mit 23 Punkten Zweitplazierte Christian Bangel war auch eingeladen und las ebenfalls aus seinem Debut vor. Dann gab es ein Interview zu der Entstehungsgeschichte und die Frage, wie die Autoren zu ihren Büchern gekommen sind und interessant waren die Gemeinsamkeiten, die Christian Bangel bei den eigentlich sehr unterschiedlichen Büchern,  das eine eine Biografie über ein tatsächlich gelebt habendes amerikanisches Wunderkind, das andere ein Stück DDR-Geschichte mit wahrscheinlich autobiograschen Bezug, denn auch Christian Bangel stammt aus dem Osten Deutschlands, fand.

Christian Bangel, Klaus Cäsar Zehrer, Bozena Anna Badura

Christian Bangel, Klaus Cäsar Zehrer, Bozena Anna Badura

Beide Bücher sind aus vorher geschriebenen Artikeln hervorgegangen. Klaus Cäsar Zehrer hat seit 2009 recherchiert und fünf Jahre an dem Buch geschrieben, Christian Bangel zwei oder zweieinhalb Jahre und wurde von seinem Agenten zu dem Buch motiviert, das dann gleich sehr erfolgreich war

Dann gab es noch überraschend und sehr spannend, je einen anderen Text der Autoren, um die unterschiedliche Bandbreite  aufzuzeigen und da meinte Christian Bangel, der den journalistischen Text aus seinem Handy vorlas, das sein Buch sein erster literarischer Einstieg wäre, während Klaus Cäsar Zehrer schon kürzere literarische Texte geschrieben hat.

Einen, mit dem er schon einmal einen von der Zentralen Intelligenz Agentur von Kathrin Passig und Sascha Lobo einen etwas skurillen Preis gewonnen hat, weil das Puplikum offenbar mit Stromstößen die Leselänge bestimmen konnte, las er vor und erzählte, daß er mit dem Buch für den byrischen Literaturpreis nominiert war, den dann Franzobel gewonnen hat und, wie Franzobel der sich ja bei der Preisverleihung sich darüber „freute“ diesen Preis und nicht den dBp gewonnen hat, bedankte er sich mit sehr ähnlichen Worte für den  Preis, der  mit einem Abendessen  in einem Innenstadtlokal zu Ende ging, bei dem wir sozusagen mitkommen mußten, weil wir bei Bozena Anna Badura zweimal übernachten, bevor es nach Leipzig weitergeht und ich habe einer sehr interessanten Veranstaltung beigewohnt und das Gästebuch gesehen, in dem sich schon die anderen Debutanten eingetragen haben, die im „Livres“ gelesen haben und man konnte wieder sehr schön sehen, daß Blogger und das Bloggeschehen für den Literaturbetrieb nicht ganz unwichtig sind.

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