Literaturgefluester

2018-09-17

Dreitägige Romanwerkstatt

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:57
Tags: , ,

Am Mittwoch ist der Alfred mit dem Karli schon wieder weggefahren. Eigentlich wollten sie nach Rumänien zur Romamusik, das ist dann nicht zustandegekommen, so daß sie auf Kroatien und Friaul umdisponiert haben und mit sozusagen zum Abschluß meiner Schreibvorbereitungsrituale, ein drei Tage Schreib Retrait Freitag bis Samstag beschert haben, auf das ich jetzt ja schon seit Juni, beziehungsweise dem Tag, als ich dem Alfred zum zweiten Mal das PDF zur „Unsichtbaren Frau“ schickte, vorbereitete, beziehungsweise praktizierte.

Denn ich habe seither, abgehackt und unterbrochen durch meine Stunden, den Schweiz-Aufenhalt und das Neusiedlerseeradeln schon circa dreiundsechzig Rohseiten, das sind siebzehn Szenen, beziehungsweise 31.508 Worte, ein zwei Drittel „Nanowrimo“, wenn man es so rechnen will, das Ganze mehrmals korrigiert und das Romankonzept, die Geschichte von der Pensionistin, die einen Roman schreiben will, das ins Netz stellt, dabei ihrer tochter Magda näherkommt und gleichzeitig die Geschichten ihres afghanischen Nachbarn, seiner Klientin Maria Mattaschek und der Supermarktkassiererin Nastasja St. ist eigentlich nicht so neu in meinem Schaffenswerk, sondern folgt eigentlich meinem Muster, ist aber trotzdem vage. Irgendwie weiß ich noch immer nicht so recht, welche Geschichte die Magdalena da erzählt und was es mit der Begegnung mit dem weißen Auto auf sich hat, in dem sie drei Personen sieht, die sie an ihren Geburtshelfer vor fünfunddreißíg Jahren, die Hebamme Sofia und den Psychiater Matthes Enck, der inzwischen schon gestorben ist, erinnern.

Das ist noch sehr vage und wenn ich an den Titel denke „Magdalena Krchberg schreibt einen Roman“, der ja einerseits sehr prägnant und eindrucksvoll ist, kommen mir gleich wieder die Zweifel, wen wird das interessieren, das ist viel zu wenig abgehoben und so weiter und so fort….

So habe ich beim freitägigen und samstägigen Korrigieren der fünfundsechzig Seiten, die ich bis dahin hatte, mehrmal gedacht „Das geht so nicht! Da bist du schon wieder in der Ecke!“

Dann kam mir die Idee, daß ich das Ganze viel viel spannender gestalten sollte und mehrere Wendungen in den Handlungsverläufen bräuchte. Ein paar davon habe ich auch schon, beziehungsweise haben sie sich, als ich Ende August meinen Recherchetag machte, so herauskristallisiert.

Denn eine Rolle spielt auch Magdas unbekannter Vater, der könnte am Schluß auftauchen ,Krebs haben und Kontakt zu seiner Tochter wollen und die drei im Auto waren Sofis und Rudolf Rösslers Tochter Ulla, die einen linken Freund hat, Parlmalmentssekretärin bei einem FPÖ-Politiker ist und mit diesen zu einer entscheidenen Auseinandersetzung fährt, als Magdalena sie sieht und daraufhin, um ihre eigene Geburt herumkreist…..

Ich habe jetzt dreiundsechzig Seiten und denke mehr denn je „Das passt so nicht! Das muß ich ändern! Da muß ich die vier Handlungsstränge nochmals schreiben und eine eigene Geschichte draus machen!“ und dachte auch, als sich das mit Alfreds Kroatienfahrt herausstellte und ich am Freitag keine Stunden hatte, da mache ich ein dreitägigen Schreibretrait.

Ich hatte schon etwa bis Szene zweiundzwanzig vorausgeplant, die mich jetzt aber auch nicht vom Sessel reißen und am Dienstag zwischen meinen Stunden die siebzehnten Szene geschrieben, von der ich auch nicht sehr befriedigt war.

Daß das regelmäßige Schreiben wichtig ist, habe ich zu Schreibbeginn, als ich da auf ein Zeitmanagementseminar von Jurenka Jurk aufmerksam wurde, herausgefunden, wußte aber schon, das ist bei mir nicht möglich.

Aber, daß man immer schauen soll, wenigstens ein bißchen am Ball zu bleiben und so beispielsweise immer das Notizheft bei sich zu tragen, in dem man Einfälle und Szene aufnotieren kann, halte ich sicher für eine wichtige Idee und versuche das auch zu praktizieren, weil ich damit mit meiner Hemmung meinem Hauptfeind und der inneren Stimme „Du kannst und kannst es nicht!“, am besten umgehen kann.

So kam also der Freitag, ich habe eingekauft, weil ich mir dachte, daß eine Art Buffet, ein Bruch in der Küche aufbereitet, wo ich mich bedienen kann, mich in die richtige Schreibstimmung bringen kann.

Wußte aber auch, ich muß wieder korrigeren, zwei bis dreimal habe ich das bisher getan, um in den Schreibfluß hineinzukommen, das habe ich am Freitag und am Samstag auch getan. Die fünfundsechzig Seiten auf dreiundsechzig gekürzt, das ist etwas woran sie einem bei „Nanowrimo“ abraten, es für mich aber nicht anders geht, war gestern, um sechs damit fertig und mit der Szene siebzehn noch immer nicht zufrieden und jetzt am Sonntag weitermachen.

Aber wie? Ich könnte mich hinter mein Heft klemmen und die fünf Szenen, die ich geplant habe, schreiben. Da wäre ja einmal die, wo der Steff der Nasti ein Stück Seife schenkt und sie beleidigt davon läuft. Dann die, wo die Ruth die Maria zur Vertragsunterzeichnung bewegen will, diese Geschichte muß ich auch noch ausarbeiten und brauche überhaupt, das stimmt schon, falls mir das jetzt jemand schreiben sollte, ein noch genaueres  Konzept, worüber ich eigentlich schreiben will?

Also das Heft hernehmen und zu Clustern anfangen. Die Charakterbögen habe ich schon, sie sind aber eher schlampig und flüchtig aufgefüllt. Also die Namen meiner Hauptpersonen aufschreiben und darunter die Szenenfolgen notieren. Wie ist das mit der Nasti und dem Steff, dem Momo mit derMagdalena und der Maria und wie ist das mit dem Vater, der Maria die die Ruth ihr aufzwingen will, die hat sich herausgestellt ist eine Freundin der Sofi Böhm, die von ihrem Rudolf schon geschieden ist. Die Magdalena kommt mit ihrer Tochter zusammen, wo sich am Schluß der Vater meldet und die Magda schwanger wird.

Eigentlich gar nicht so wenig und wenn ich mehr straffe und dichter schreibe, wird vielleicht etwas daraus. Und das wäre schön, wenn da auch von außen was kommt!

Das schreibe ich ja öfter und dann kommt der Uli und sagt „Machen Sie nicht so viele Flüchtigkeitsfehler und ziehen Sie die Muttern an!“ und ich denke „Ja, ein Lektorat würde die Fehler korrigieren!“

Sonst macht es der Alfred, es geht hier ja um den Rohtext und der sollte wahrscheinlich dichter sein und mehr von den depressiven Frauen weg, weil ich über die ja  wahrscheinlich schon oft genug geschrieben habe.

Aber man schreibt ja immer das und so gut, wie man es kann, immer denselben Roman hat Heimito von Doderer einmal gesagt und das machen ja auch die Longlistkanditaten und „Büchner-Preisträger“, die immer und immer von ihren Erlebnissen mit den Frauen, dem Älterwerden und ihren Krankheiten schreiben. Die lesenden Frauen kaufen es, die Kritiker schimpfen und die Literatur dreht sich vielleicht im Kreis, weil ja wirklich schon alles geschrieben wurde und ich denke immer öfter, wozu tue ich mir das an, wenn ich es ohnehin nicht kann? Aber ich kann es ja und habe schon über vierzig Bücher geschrieben, die man wahrscheinlich, ich gebe es schon zu, etwas straffen könne und ich versuche jetzt wieder den Kick in die Magdalena hineinzubringen und am Text zu arbeiten.

Meine Skepsis und Resignation, die ich dabei spüre, könnte mich dabei behindern. Aber ich glaube nicht, daß ich aufgebe, was ich ja sehr gut könnte, wenn ich in mein Badezimmer gehe, wo etwa dreißig Neuerscheinungen liegen, die ich in diesem Jahr noch lesen soll. Die hindern mich vielleicht ein wenig und so denke ich, nun gut, ich lese sie hinunter und bestelle mir dann nie wieder etwas und mache einen Bogen um die Schränke.

Denke, wenn ich das denke „Das wäre fein!“ und weiß schon, daß ich das nicht tun werde. Genauso wenig, wie das Schreiben aufgebe, auch wenn es mich zunehmend nervt, jetzt endlich wirklich zu begreifen, daß nie etwas daraus werden wird, obwohl es ja schon ist und die Geschichte der Magdalena Kirchberg eigentlich ganz spannend sein könnte, wenn ich sie vielleicht ein wenig straffe. Mal sehen, ob mir das und das Clustern, das ich mir für den Nachmittag vorgenommen habe, gelingt, habe ich mich gefragt und dann sehr schnell vier Szenen geschrieben, so daß ich jetzt bei dreiundsiebzig Seiten, 36.666 und einundzwanzig Szenen bin.

Geclustert habe ich nicht so sehr, das liegt mir glaube ich nicht wirklich, habe aber wieder ein paar Ideen, am Ende geht die Ulla mit dem Heiner Link essen, Jens kommt dazu, es kommt zum Crash, Heiner fährt die beiden aber mit seinem Auto hin.

Die Magdalena freundet sich mit der Maria an, das Buch kommt heraus, Magdalena geht zur Präsentation, Maria schimpft und Magdalenas Roman bzw. Blog endet damit, daß Hannes Wolf sich meldet, von seiner Krebserkrankung erzählt und wieder Kontakt zu Magdalena und seiner Tochter haben will. Magda weigert sich, kommt aber zu Magdalena auf Besuch mit Max und erzählt ihrer Mutter, daß sie schwanger ist und die Nastasja kommt mit ihren Steff zusammen. So weit ist  der vorläufige Handlungsstrang jetzt gespoilert. Wie weit ich mit meinen  dreiundsiebzig Seiten schon bin, weiß ich nicht so genau. Ich schätze über der Hälfte und wie es mit der Handlung weiter geht und zu welchen Änderungen in den Verläufen, es kommt, wenn ich jetzt wieder unterbrechen werde, ist sicherlich sehr spannend.

Advertisements

2018-08-31

Sightseeing- Shopping und Recherchetag

Ich habe ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, für mein Schreiben bestimmte Rutiale und das gilt besonders für den Beginn.

Wenn ich etwas beendet habe und was Neues beginne, putze ich die Fenster, dann hole ich mein Notizbuch heraus, erstelle Charakterbögen oder gehe durch die Stadt spazieren, um Idede für die Handlung zu bekommen.

Das trifft für den Beginn für das schon Neue zu, um das Alte abzuschließen und zu feiern, gehe ich auch gerne zum MC Donald einen Cheeseburger kaufen oder mache eine sogenannte Shoppingtour und wenn der Alfred auf China-oder Amerikareise ist, versuche ich mich auch gerne als Wien-Touristin. Das alles um mich zu belohnen oder auch in das nächste Werk hineinzukommen, denn daß die Hemmung und das „Das kann ich nicht!“ oder „Das wird sicher wieder nichts!“, mir öfter einen Streich spielt, darüber habe ich schon geschriebern.

Diesmal hat sich das mit den Ritualen etwas hingezogen, denn eigentlich wollte ich ja im Juni, als der Alfred in den USA war, durch die Stadt flanieren, wie ich es ja im Jahr davor mit der Ruth getan habe und den öffentlichen Raum erforschte.

Aber dann wurde ich nicht und nicht mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ fertig, habe zwar inzwischen etwas geschoppt und auch ein bißchen das „Literaturgeflüster“ gefeiert.

Aber zum Flanieren wäre ich erst gekommen, als der Alfred schon zurück war und da haben  schon meine Sommerfrischenwochenende begonnen und da bin ich zwar einmal mit dem Rad nach Wilhelmsburg und einmal in den Traisenpark gefahren, aber sehr zum Recherchieren sind diese Orte nicht geeignet.

So habe ich stattdessen mein Konzept erstellt  und auch ein paar Artikel über meine Schreibarbeit verfaßt, über das Zeitmanagement, da ich mir da ein paar diesbezügliche Videos angesehen habe, über die Wichtigkeit des regelmäßigen Schreibens und, wie das die Handlung verändern kann, wenn man es nicht regelmäßig tut.

Das tat ich dann auch nicht, weil ich ja für die Schweiz Reise unterbrochen habe, dann kam auch schon das Buchpreisbloggen und die Bücher stapeln sich im Badezimmer, meinen Handlungsplan habe ich aber wieder aufgenommen, mich zwischen durch ein bißchen mit dem Uli gestritten, ob ich den Schreibmaraton mit lockeren Muttern bestreite, ich denke nicht so sehr, wie er es glaubt, denn zwölf Szenen und cirka fünfzig Seiten sind  inzwischen bei der Magdalena Kirchberg entstanden und ich habe bezüglich Schweizurlaub unterbrochen, aber als ich die Verlage bezüglich des dBps angeschrieben hatte, wieder damit angefangen und weil ich am heutigen Freitag in Wien war, aber keinen Stunden hatte, konnte ich mir die Zeit auch für das Recherchieren, Konsumieren, Wien- Touristin spielen oder was auch immer reservieren und bin am Morgen munter mit dem neuen roten Notizbuch, das mir der Alfred in Genf gekauft hat, losgezogen.

Eine Dreizehnte vielleicht nicht so vollkommene Szene, hatte ich am Donnerstag zwischen dem Abrechnen, den Stunden und vor den O-Tönen noch geschrieben und dabei festgestellt, daß ich nicht wirklich weiß, worüber Magdalena Kirchberg jetzt ihren Roman schreibt und was es mit den drei Personen in dem Auto, die sie an ihren Geburtshelfer, ihre Hebamme, als sie ihre Tochter Magda gerboren hat und den Psychiater, den man ihr schickte, erinnerten, auf sich hat.

Daß, die aber vielleicht doch eine Rolle spielen und der Geschichte vielleicht eine Wende bringen, ist mir vorgeschwebt, als ich am Morgen losgezogen bin und zuerst am Postamt in der Pilgramgasse, die „Volksstimme-Anthologie“ von 2016 und den „Hammer“, den die ich dem Uli versprochen hatte, losschickte.

Dann habe ich mir beim McDonald ein zweites Frühstück besorgt, mich damit in den kleinen Park in der Hofmühlgasse gesetzt und mein Notizbuch hervorgenommen.

Da ist mir klargeworden, daß die Sofia Böhm eine Freundin der Ruth Matuschek ist und ihr bei einem Besuch von den Sorgen erzählt, die sie mit ihrer Tochter Ulla hat. Die ist Sekretärin bei einem FPÖ- Funktionär aber mit einem linken Aktivisten befreundet und ich wußte, wer die drei im Auto waren.

Die Magdalena Kirchberg weiß das noch nicht, ihr wird aber von ihren Nachbarn Momo erzählt, daß der Psychiater Matthes Enck von dem seine Klientin Maria Matuschuk angeblich besucht wird, schon vor fünfzehn Jahren gestorben ist.

Das hilft ihr bei ihrem Roman wahrscheinlich nicht weiter und die Nichte Ruth verhilft ihrer Tante zu experimentellen Ruhm, den die gar nicht will und schmeißt am Schluß ihre selbstgemachten ihre Bücher weg und die Maria vielleicht das experimentelle Buch, während sich Nastasja Stankic klarwerden muß, ob sie eine Beziehung zu dem tätowierten Prostliedsänger Stefan Hager haben will.

Soweit so gut, als Konzept und noch ziemlich unausgegoren, aber darüber kann ich mich ja in zwei Wochen machen, wenn der Alfred wieder mit dem Karli für ein paar Tage verreist, dann mache ich ein ausgedehntes Schreib-, Plotting oder Korrigerretreat und meine Rituale sind beendet,  ich kann mich an das Rohkonzept machen und werde heuer höchstwahrscheinlich nicht beim „Nanowrimo“ mitmachen, weil ich da korrigiere oder schon hundert Seiten habe, aber was weiß man schon so genau?

Der Recherche-Schopping-Tag war dann noch sehr interessant, denn da am Montag die Schule beginnt, habe ich viele Kinder gesehen, die mit ihren Vätern, Müttern oder Omas Schulsachen einkaufen waren. Eine Mami hat ungedudig „Komm schon, Ulla!“, zu ihrer Tochter gesagt und ich habe gewußt, wie Sofia Böhms Tochter heißen wird.

Habe dann ein paar Kosmetikartikel gekauft, weil ich jetzt beim Yves Rocher eine Kundenkarte habe und ein paar Büroartikel, weil mir die Kuverts, die Büroklammern und die Schnellhefter ausgegangen sind.

In einem „Hongkong-Haus“ genannten Billigladen, eine bunte Kette aus echten Steinen, wie angeschrieben stand, um drei Euro, weil ich das liebe Fischkettchen, das ich mir in Split, glaube ich, um die zweihundert Kunar, die ich in Dubrovnik gefunden habe, verloren habe und dann noch in einem tollen Geschäft in das ich schon immer gehen wollte, einen tollen teueren Pullober für den Herbst, den ich gleich anziehen werde, wenn ich demnächst zu einem Film ins Museumsquartier gehen werde.

Im „Haas-Haus“ habe ich dann Bruschetta gegessen und einen Gespritzten getrunken, weil mir der Hugo zu teuer war und die feinen älteren Damen, die sich dort trafen, beobachtet, dann noch einen Cappuchino und ein Croissant in den neuen Cafe, beziehungsweise in dessen Vorgarten, an dem ich immer vorbei gehe, wenn ich in die „Alte Schmiede“ will und dann noch im Stadtpark meinen Mittagschlaf gemacht.

Dabei ist mir  eingefallen, daß ich die dreizehnte Szne noch korrigieren und meine Recherchebeobachtungen bloggen sollte und so habe ich meine Schreibrutuale hiermit beendet und kann munter weiterschreiben und das gelingt bis jetzt eigentlich ganz gut.

2018-08-29

Zurück zum Roman

Ich habe ja vor meinem Urlaub über das Zeitmanagement und über die Regelmäßigkeit geschrieben, die wichtig ist, um mit dem Schreiben weiterzukommen und habe bis dahin auch zehn Szenen und über dreiundvierzig Seiten geschrieben und das ist eigentlich ganz flüßig vor sich dahingegangen, obwohl ich noch immer nicht so genau weiß, wie das jetzt eigentlich mit dem Roman der Magdalena Kirchberg ist?

Es geht um ihre Pensionierung und ihre Beziehung zu ihrer Tochter, die in Graz lebt und mit der sie über den Roman wieder in Kontakt kommt. Der knüpft sich an die Begegnung mit dem Auto und den drei Menschen, zwei Mänern und eine Frau, die darin sitzen und die  die Magdalena an ihren Gnäkologen, ihre Hebamme und den Psychiater, der  sie damals besuchte erinnerte. Dann gibt es die Figur des Heimhelfers Mono, die der Supermarktkassiererin Nastasja und die Maria Mallatschek, die  erfolglose Dichterin, die plötzlich Erfolg hat weil sie in der Demenz experimentell zu schreiben anfängt, gibt es auch.

Das ist das Gerüst und es ist noch sehr vage, denn ich bin durch den Urlaub natürlich wieder aus dem Schreiben herausgekommen. Habe da das Manuskript gar nicht mit, sonder nur ein Buch mitgenommen, in das ich Ideen, die eventuell kommen könnten, hineinschreiben wollte.

Aber weil das graue Buch in das ich das bisherige Konzept aufnotiert hatte, fast voll war, habe ich ein neues mitgenommen und das war das rote Buchtagebuch, das ich einmal in einem Schrank gefunden habe, in das man eigentlich die Bücher aufschreiben sollte, die man liest, verliehen hat, sich wünscht, etcetera.

Da habe ich dann die Longlist hineingeschrieben und die Bücher die ich in der Schweiz gelesen habe und als einzige Idee ist mir nur gekommen, daß ich vielleicht doch in die Vergangenheit der Magdalena hineingehen könnte. Da war ja einmal die Idee, daß sie während der Geburt oder vorher eine Schizophrenie entwickelt haben könnte und sozusagen ein zweites Leben hat, das in der Geschichte, in dem Roman wieder auflebt. Das habe ich dann verworfen, in der Schweiz gedacht, daß ich es wieder aufleben lassen könnte, bin aber damit doch nicht weitergekommen, wie ich auch nicht weiß, ob ich dem Rudolf Rössler, dem OA und der Sofia Böhm, der Hebamme eine eigene Geschichte geben könnte, daß die geheiratet haben und geschieden sind, erzählt zwar der Matthes Enck, der Psychiater, der Maria Mallatschek und die wird vom Momo betreut und der erzählt es dann der Nachbarin und so könnte der Roman entstehen, von dem ich ich bisher ein vages Gerüst und mehr oder weniger vage Ideen haben.

Daß das regelmäßige Schreiben hilft, am Ball zu bleiben, glaube ich theoretisch, führe es aber durch meine Beruftätigkeit nicht so praktisch aus und, daß sich Handlungsverläufe durch Unterbrechungen verändern können, habe ich auch schon geschrieben, bevor ich auf Urlaub gefahren bin.

Das war dann auch ein bißchen so, denn zwei Szenen hatte ich ja noch geplant, die, wo die Nastja mit dem Phil, der jetzt Stefan Hager heißen wird, im Amerlinghaus nach dem Konzert etwas tringt und dann die, wo der Matthes, die Maria besucht, obwohl er eigentlich schon gestorben ist und ihr erzählt, daß Rudolf Rössler, Sofia Böhm geheiratet hat, inzwischen aber wieder von ihr geschieden ist.

In den ersten Tagen nach meiner Rückkehr hatte ich auch keine Zeit mich dem Roman zu widmen, denn jetzt ist ja auch das Buchpreislesen angesagt. Ich habe die Verlage angeschrieben, meine Urlaubsartikel geschrieben, meine Stunden in Wien bis Donnerstag gemacht und als ich dann am Freitag in Harland weiterschreiben sollte, wollte, könnte, habe ich nicht recht gewußt, wieder getrödeltund Viedos geschaut, aber gewußt, daß ich die vierundvierzig Seiten langsam langsam durchkorrigieren muß, um wieder in den Stoff hineinzukommen.

Das ist jetzt getan, Szene elf und zwölf sind geschrieben und, wie es mit dem Roman der Magdalena Kirchberg weitergeht, weiß ich noch immer nicht so genau.Will aber am Freitag ohnehin noch eine Recherchetg einlegen und  danach kann ich dasGanze dann langsam langsam konzipieren und vielleicht bekommen, die drei im Auto noch ihre eigene Geschichte und, wie das mit der Magdalena wird, fällt mir vielleicht auch noch ein.

2018-08-09

Verpatzte Einstimmungs- und Reflektierstunden

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 00:21
Tags: ,

Ich habe ja zwischen meinen Textprojekten immer so meine Rituale, die ich diesmal besonders, wenn auch ein bißchen zerstückelt praktiziere.

Weil eigentlich war ja das Juni mein Strohwitwenmonat, weil der Alfred in Amerika, dafür geplant, daß ich meine Fenster putze, das neue Projekt vorbereite, dafür recherchiere, aber auch ein bißchen Sightseeing durch die Stadt laufe und und, wie ich das ja schon seit einigen Jahren gerne mache.

Dann bin ich aber, auch wenn ich zwischendurch ein wenig geshoppt und Veranstaltungen besucht habe, im Juni über meine „Unsichtbaren Frau“ gesessen, die noch nicht fertig war, als der Alfred schon zurück und ich „Zehn Jahre Literaturgeflüster“ gefeiert habe.

Dann sind wir nach Harland zu den Sommerfrischenwochenenden gegangen. Es war der „Bachmannpreis“, ich bin fertig geworden, habe das Recherche-Konsumieren ein beißen auf Wilhelmsburg und Taisenpark verlegt, habe die Fenster geputzt, war in Wien vorige Woche im Belvedere und in der Seeseitenbuchhandlung und weil ich Mittwoch nur bis zwei Stunden hatte, wäre es sich gut ausgegangen, meine Mappen hervorzuholen, ja richtig, ein paar Textarbeitartikel und solche über mein neues Projekt sind auch entstanden und mich und mein Schreiben ein bißchen zu feiern beziehungsweise zu reflektieren.

Da bin ich auch eine Selfmadefrau, die sich ja fast schon die eigene Laudation gehalten hat, ihre Bücher rankt, sich ein Stadtschreiberstipendium verleiht, in die Sommerschreibwerkstatt bzw. in die Schreibklausur geht, also ein bißchen was zum Essen richten. Gurkensalat, gebratener Hallouimi, überbackene Ḿilchbrotschnitte.

Das eignet sich ja fast für ein Buffet und dann was? Ein bißchen in den Schreibartikelnlesen, die eigene Schreibwerkstatt reflektieren, das in der Küche bei den Milchschnitten tun oder doch in den Garten hinaus, wo ich eigentlich wegen meiner vermehrten Stunden oder dem lauten Korrekturlesen schon länger nicht war. Da ist es aber heiß, man kann nicht laut lesen, soll sich auch nicht so viel loben und der Uli hat mich ja auch schon wieder kritisiert und seine Meinung zu meinem Schreiberstatus kommentiert und da denke ich ich hätte ja gern  Feedback von außen.

Kommt, nicht, gut. Ich kanns ja selber machen, aber zu vlei Eigenreflektion führt vielleicht auch in die Sackgasse. also lieber die restlichen Charakterbögen für die Sofia Böhm, dem Rudolf Rössler, die Nichte Ruth und den Matthes Enck ausfüllen. Die nächsten Szenen konzipieren, war ich ja am montag inHarland wieder fleißig und habe bei der Magdalena Kirchberg drei Szenen geschrieben, so daß ich jetzt vierundvierzig Seiten, zehn Szenen und 21 991 Worte und einge Szenen in Voruas habe und dann den Schreibbericht wieder bloggen.

So war es geplant und so bin ich mit dem Rotwein-Orangensaftgemisch und dem Laptp ein wenig ziellos zwischen Küche und Terrasse gelaufen und richtig dem Uli, der auf mich ja wieder böse bin, weil ich seine Ironie nicht verstehe, beziehungsweise auf seine Ratschläge nicht höre, auf seinen  Kommentar geantwortet.

Dann dachte ich, ich kann doch nicht wieder im Eigenlob verharren, wenn der so beharrlich meint, daß da nichts zu loben ist. Aber am Text weiterschreiben wollte ich auch nicht, sondern mein Ritual abschließen, was dazu führte, daß ich dann noch ein paar You tube Videos gesehen habe, denn der Buchpreis naht ja und am Dienstag wird schon die Longlist verlautbart werden, die mir zwar eine Woche verborgen bleiben wird, weil wir uns in der Schweiz befinden, die You Tuber fangen aber schon an über den dBp zu berichten und Bücher, der letzten Preise und überhaupt deutsche Literatur hochzuhalten und ich habe meinen eigenen Listentip auch schon bekannt gegeben.

Die Schweizer Bücher, die ich mir in den Urlaub mitnehmen wollten, waren hergerichtet. Ich hatte aber noch das „Kala-Experiment“ von Karl Olsberg auszulesen und war da erst auf Seite zweihundert, so daß ich mein Experiment etwas vorzeitig abgebrochen und mich mit dem Buch auf dem Rathausplatz begeben haben, um dort  ein bißchen zu lesen, bevor Glenn Gould die „Goldberg Variationen“ spielte und ein slovenische Version von Carl Orff „Carmina Burana“ zu hören war.

Das hat auch nicht so ganz geklappt, da bald die Ruth auftauchte und mir von ihren Salzburgplänen beziehungsweise ihr Griechisch lernen, das sie jetzt betreibt, erzählte.

Die Romanvorbereitungsrituale sind aber hiermit abgeschlossen,  nach dem Urlaub werde ich, wenn es geht, weiter regelmäßig am Projekt schreiben und hoffe auch  auf Erfolg.

2018-08-06

Änderungen in den Handlungsverläufen

Im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“ und fünfundvierzierig Jahre literarisches Schreiben, habe ich zu Anfang des Jahres ein paar Artikel gepostet, die ein bißchen was über literarisches Arbeiten aussagten:

Dreizehn Bücher

Bekannte Gestalten

Bücherschrankmotive

Depressive Frauen

Scheibweisen

Die Kinderbücher

Die politischen Bücher

Dann ist im Jänner der Bloggeschichten Band „Besser spät als nie“ erschienen. Ich habe die „Unsichtbare Frau“ fertig korrigiert“ und jetzt mit etwas neuem, nämlich mit „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ angefangen und darauf habe ich ja mein ganzes Strowitwenmonat Juni, während ich noch korrigierte gewartet. Notizen wurden in dieser Zeit eher schlampig gemacht. Vor zwei Wochen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden und ich habe mich in der Sommerfrische mit Elan in das neue Projekt gestürzt. Das beginnt bei mir ja immerm mit den Schreibritutaen, Fensterputzen, alles herrichten, Recherchieren und diesmal kam noch pünktlich und zeitgleich Jurenka Jjurks „Zeitmanagementseminar für Autoren“ hinzu. Das habe ich zwar nicht gebucht, weil ich glaube ich ohnehin ein gutes Zeitmanagement habe und auch gut diszipliziert bin, aber mir die zwei Vorbereitungswebinare angeschaut und dabei über meine eigene Schreibtechniken nachgedacht.

Mein größtes Handicap ist ja, lieber Uli es tut mir leid, die mangelnde Anerkennung, das Gefühl nicht schreiben zu dürfen und immer wieder gesagt zu bekommen, daß ich es nicht kann, obwohl es mir ja so wichtig ist und ich es schon so viel und lange praktiziere. Mein zweitgrößtes Handicap ist, glaube ich, die Hemmung und der Widerwille mich zu meinem Werk zu setzen, wozu soll ich das tun, wenn es ohnehin nichts bringt, dann kommt bei mir natürlich auch, wie Jurenka Jurk das trefflich nannte, die Selbstidisziplinierungspeitsche, die ich munter schwinge und durch die Webinare bin ich auch auf einiges draufgekommen.

Eine gute Vorbereitung hilft, um am Ball zu bleiben, wahrscheinlich auch das regelmäßige Schreiben, die täglichen fünf Minuten halte ich dagegen für mich für eher sinnlos, denn bis ich in den Text hineingekommen bin, sind sie schon um.

so habe ich in der letzten Woche seit ich an der „Magdalena Kirchberg“ auch schon sechs Szenen, neunundzwanzig Seiten und 14392 Worte geschrieben habe, auch einige Artikel verfaßt, um auf meine Schreibtechnik hinzuweisen und das ist ja vielleicht auch für meine Leser interessant, wie ich das bei meinem realistischen psychologischen sozialkritischen Roman- und Erzählungsschreiben halte.

Ich bin keine große Plotterin, das heißt ich erarbeite mir nicht einige Monate lang Szene für Szene und setze mich dann nicht hin, um den Roman in einem Schwung hinunter zu schreiben. Das würde mir als zu langweieilig erscheinen und das wäre wohl auch ein Kriterium um den Profi – vom Hobbyautor abzugrenzen. Aber nein, ich bin keine letztere, lieber Uli, noch immer nicht.

Also beginne auch ich mit einer vagen Idee, bei der Magdalena Kirchberg war es das weiße Auto auf der Straßenkreuzung, dazu schreibe ich mir, weil ich zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Idee habe, ja meistens noch am Korrigieren des Vorläufers bin, ein paar Szenen auf und bevor ich beginne fülle ich zu meinem Figuren ein paar Charakterbögen aus und dann schreibe ich mehr oder weniger begeistert  die Szenen hinunter. Diesmal überwiegt die Begeisterung, denn durch Jurenka Jurks Webinar ist mir klar geworden, die gute Organisierung das gute <konzept macht es.

Also habe ich, wie jetzt, acht notierte Szenen im Notizbuch, sechs davon sind schon geschrieben und wenn ich besonders nach längeren Unterbrechungen, da ich ja nicht täglich schreibe, wieder weitermachen will, hole ich meine Notizen heraus und fange dann an.

Das ich meistens ein Gefühl der Hemmung dabei habe, das „Ich muß, aber kann oder darf nicht so richtig!“, ist eher das Unangenehme daran und dann komme ich wieder zum Zeitproblem. Ich habe eine Stunde Zeit und beginne eine Szene, aber dann läutet das Telefon, der Klient kommt früher, der Alfred oder sonstwer will etwas, ich war mitten im Satz, bzw. Sezne, habe unterbrochen, dann schreibe ich weiter und es wird anders, als es geworden wäre, wenn die Unterbrechung nicht stattgefunden hätte.

Das finde ich spannend, weil es ja das Interessante,Unerwartete und auch nicht Planbare ist und das worüber ich in meinen heutigen Schreibartikel berichten will.

Ich war einmal vor <jahren in der „Alten Schmiede“ und habe da, glaube ich, Jürgen Benvenuti aus seinem „Kolibri“ lesen gehört, das schon auf meinen Bücherstapel lag, ich das Lesen dann aber doch nicht schaffte, der sagte im Gespräch mit Kurt Neumann oder einem anderen Moderator, etwa folgendes, das die Figuren manchmal etwas ganz anderes, als von ihm Geplantes machen, ich habe zugehört, „Wui!“, gedacht und „Das  glaube ich nicht!“, aber so ähnlich, wenn auch nicht so krass, ist das mit meinen veränderten Handlungsverläufen.

Im momentanen Text, wo ich jetzt ja die sechs Szenen habe und noch zwei im Notizbuch, ist noch nicht so ganz klar, wie und was da jetzt mit diesem Konflikt zwischen der Magdalena und ihrer Tochter ist und einen gesamten Handlungsverlauf habe ich noch nicht.

Noch nicht die Mitte und das Ende, nur den Anfang und da kann sich noch viel verändern, daß die Magda am Ende schwanger wird, ist geplant und, daß das Buch der Maria Mallutschek, dieser erfolglosen Dichterin, meinem alter Ego also, die mit fünfundachtzig, während sie fünfzehn erfolglos gebliebene realistische Romane hat, plötzlich mit konkreten Texten Erfolg hat, am Ende vorgestellt wird und sie schimpft darüber ist mir heute eingefallen.

Ansonsten weiß ich über mein geplantes Buch viel oder dann doch noch sehr wenig, ich habe die Figuren, weiß, daß die Magdalena, einen Roman schreiben will oder das vielleicht auch nicht wirklich, denn es war ja auch eine Idee, daß sie ihr Leben, die Veränderung, die die Pensionierung mit sich bringt, bloggt.

Die fünfte Szene, die ich vor kurzem geschrieben habe, beschäftigt sich auch genau damit. Sie hat ihr ehemaliges Praxiszimmer aufgeräumt, setzt sich vor den Laptop und schreibt „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ hinein. Aber der wird „Die Begegnung“ heißen, das sind die drei im weißen Auto und, wie es mit diesen ist, ist mir bis jetzt noch überheupt nicht klar. Ich weiß zwar, wie sie heißen, Oberarzt Rössler, Sofia Böhm und Mathes Enk, die ersten zwei waren Geburtshelfer und Hebamme bei Magdalenas Geburt, der dritte, ein Psychiater der Magdalena am Krankenbett besuchte. Er ist aber auch der Jugendfreund der Maria Mallutschek, der sie jeden Tag besucht, aber eigentlich schon vor fünfzehn Jahren gestorben wird.

Es ist also noch nicht so klar und ich kann auch noch nicht spoilern, ob das jetzt eine Geschichte über das Romanschreiben, wie bei den „Berührngen“ wird oder eine über eine depressive fünfundsechzigjährige Frau mit einem Tochter Konflikt. Das die Magda den Blogroman oder das Schreiben darüber mitliest und dadurch zu ihrer Mutter findet, ist auch geplant.

Viel mehr noch nicht, aber das ist eigentlich sehr viel und ich freue mich und das ist sehr schön auf das Weiterschrieben und natürlich auch auf die veränderten Handlungsverläufe, die vielleicht schon die Unterbrechung durch den Schweizurlaub, wo ich  wahrscheinlich nicht zum Schreiben komme, mit sich bringen wird.

2018-08-03

Negatives Feedback

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:09
Tags: ,

Jetzt kommen wieder einige Artikel über mein Schreiben, zu meiner eigenen Orientierung, denn ich habe ja jetzt wieder ein Projekt begonnen und mich diesbezüglich schon mit dem Konzept, dem Zeitmanagement und dem regelmäßigen Schreiben, was sicher sehr zu empfehlen wäre, bei mir wahrscheinlich aber nicht so stattfindet, beschäftigt und dann kommt auch noch ein wichtiges Thema, das man in diesem Blog auch öfter finden kann, nämlich mein Handicap, warum geht es ausgerechnet bei mir nicht? So blöd bin ich ja auch nicht, daß ich immer und ewig an der untersten Stelle stehen bleibe, obwohl ich ja doch so sehr bemühe?

Negatives Feedback habe ich diesen Artikel genannt und das ist, glaube ich, etwas das mich prägte und ich vielleicht  noch immer nicht so ganz verstehe, warum ausgerechnet ich nicht das Interesse, der anderen finde.

Gut ich habe Flüchtigkeits– und Rechtschreibfehler, schreibe auch knapp am Gebrauchsstil und der Journalistik vorbei, habe aber doch interessante Themen, schreibe politisch, realitstisch und übers Schreiben und schreibe auch schon sehr lang und sehr viel.

Warum also klappt es bei mir ausgerechnet nicht? Ich fürchte, das wird mir auch dieser Blogartikel nicht beantworten. Habe aber, glaube ich, schon als Volksschülerin am Wochenende Aufsätze und Geschichten geschrieben,  die auch meiner Lehrerin gezeigt, die mir, wie ich mich erinnern kann, auch positives Feedback gegeben hat.

1971, zwei  Jahre vor meiner Matura habe ich dann gewußt, nach der Matura will ich sowohl schreiben, als auch Psychologie studieren und habe im Mai 1973 auch damit angefangen. Eine Geschichte über eine frazösische Hure. Sie ist fertig geworden. Ich habe sie nicht bearbeitet und damals auch keine Ahnung gehabt, wie das gehen könnte und, daß man das muß.

Denn Schreibschulen gab es damals, wie ich Jurenka Jurk gerade in einem Video sagen hörte, nur in Amerika und in Leipzig. Ich habe sie aber einem alten Herrn, der mit mir nach seiner Pensionierung Psychologie zu studieren begonnen hat und der hat wohwollend „Eine nette Broschüre!“, gesagt, was mich verunsicherte, denn es war ja eine Erzählung.

Rückfragen habe ich mich aber nicht getraut. Damals dachte ich in den Ferien und am Abend zu schreiben, merkte bald, das geht nach dem Studium, das ja auch neu für mich war, ich aber nach der Straßergasse, als eher leicht empfunden habe und ich habe auch einmal versucht meiner berufstätigen Mutter, den Inhalt meines Schreibertags zu erzählen, habe aber erschrocken aufgegeben, als sie mich hilflos angesehen hat. Man merkt schon, feed back war  nicht da, ich habe zwar einmal im Gartenhäuschen im Sommer 1973 im Radio gehört, daß sich die GAV gegründet hat. Aber GAV, was bitte ist die GAV und, daß ich eigentlich nicht wie Gert Jonke, Andreas Okopenko, die damaligen Größen, des letzteren Lexikonroman gerade im Radio gleaufen ist, schreiben möchte, habe ich auch erst später herausgefunden.

Ich habe dann noch ein paar Geschichten angefangen, bin aber daran gescheirt und bin erst 1976 mit der „Einladung zum Tee“ mit einer Geschichte fertig geworden, die ich wieder herzeigen wollte. Dazwischen habe ich aber, glaube ich, etwas über den Torquato Tasso, das heißt die Aufführung davon und eine nach dem Lohengrin inspirierte Erzählung geschrieben, aber das war wohl auch nicht, was ich für gelungen hielt. „Die Einladung zum Tee“ diese kurze und sicher sehr traditionelle Dreiecksgeschicte, aber dem Gerhard K. und der Monika gezeigt. Die Beide, obwohl sie sich nicht kannten und es nicht gleichzeitig geschah, ungefähr sagten „Das ist schlecht, ich kann dir aber auch nicht sagen, wie du besser wirst!“

Uje uje, sage ich noch heute und habe mir schon damals gedacht, ob ich jemanden so kritisieren könnte? Heute denke ich, daß man das einer jungen gehemmten Studentin nicht sagen soll.

Da sagt man „Gut, ich sehe das ist dir wichtig, fein!“ und wenn man will und kann, kann man ja noch die Textkritik hinzufügen.

Es stimmt schon, daß, ich glaube, daß Daniel Kehlmannns erste Geschichten vielleicht auch nicht besser waren und, daß der vielleicht jemanden hatte, der nicht „Fein!“ und auch nicht nur nur „Schlecht!“, sagte, sondern „Komm, setz dich hin und mach es so uns so!“

Das fehlte mir oder eigentlich doch nicht so, denn die Monika hat mich ja dann in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht und 1980 habe ich auch in der „Alten Schmiede “ bei diesem „Literatureck“, dem Vorläufer der „Textvorstellungen“ gelernt. Da bekam man kein Honorar, aber hatte zwei Dichter, die dazu was sagten, bei mir waren es die Marie Therese, die ich damals schon vom Arbeitskreis kannte und der Gustav  Ernst und bei der Anmeldungen sagte sie einem schon, man würde kritisiert werden.

Man sagt mir manchmal, daß ich sehr empfindlich auf Kritik reagiere. Es stimmt auch, daß ich mit der ersten harschen Kritik nichts anfangen konnte und sie auch nicht verstanden habe.Heute würde ich verstehen, wenn mich jemand kritisiert und auch wissen, was stimmt und was stimmt nicht, es kommt aber keine mehr, da ich ja selbst veröffentliche, beziehungwweeise, die auf den Blog von mir gewünschten Leserrunden keinen entsprechenden anklang finde, was ich eigentlich sehr schade finde.

Über den Arbeitskreis, wo ich ja die MarieTherese Kerschbaumer, die Elfriede Haslehner, die Erika Danneberg, die Christa Stippinger, Hilde Langthaler, El Awadalla und und kennenlernte, bin  dann 1987 in die GAV gekommen,  habe dann herumgeschickt und herumgeschickt und die „Hierachien“ den Roman, den ich über meinen Abgang in der Klinik geschrieben habe in der „Edition Wortbrücke“ dem Kleinverlag den der berühmte Jack Unterweger damals in der Strafanstalt Krems Stein hatte, herausgebracht. Da hatte ich was mich sehr erstaunte und auch nicht so wirklich verstanden habe, einige sehr scharfe Kritiken, einige in dieser Nö  Literaturzeitschrift von diesem Kleinverleger von dem ich eigentlich gedacht hätte, er wäre an dem Manuskirpt nicht so unin teressiert. So kann man sich täuschen. Der „Falter“ hat eine kleine uninteressierte Kritik bebracht und ein paar kleinere Zeitschriften haben sich wirklich darum bemüht.

Später habe ich dann keinen Verlag mehr gefunden und ab  2000 damit begonnen es selbst zu machen, da ist man bezüglich Kritik natürlich weg vom Fenster. Das heißt ein paar Rezensionen hat es schon gegeben, aber viele davon haben auch nur eher den Inhalt widergegeben, so daß ich gedacht habe, die fangen nicht wirklich was damit an und nehmen sich auch nicht die Zeit dafür und seit ich seit 2009 blogge nehme ich mir hier den Raum für meine Bücher, es gibt die Vorschauen, die Buchpromotionen, die Schreibberichte, die Artikel über mein Schreiben und meine Bücher, die aber, glaube ich, auch nicht wirklich interessieren oder Anklang finden. Manchmal denke ich, die Leute trauen sich nicht meine Bücher zu lesen, was ich auch nicht versthe, denn ich habe schon Bücher rezensiert, wo ich immer noch der Meinung bin, sie sind schlechter als meine, aber das muß und habe ich nicht geschrieben.

Es reicht ja, ich fasse den Inhalt zusammen und gebe meine persönlichen Eindrücke wieder und das würde mir auch bei mir genügen. Nun gut, der Otto, mein literarischer Begleiter des ersten bloggerjahr hat mir ein paar wohlwollende Rezensionen geschrieben und Jusophie hat bei der „Mimi“ was ich auch noch nicht so ganz verstehe zuerst geschrieben, sie würde nur“ ungern im Sinne einer Schreibanleitung darüber schreiben“, obwohl sie sich das Buch da deshalb genommen und und ich eigentlich die „Mimi“ für nicht so schlecht halte.

Sie hat es dann doch getan und mir was darüber geschrieben, was ich auch nicht so ganz verstanden habe, glaube aber inzwischen mein eigenes Schreiben inzwischen einschätzen zu können, mich damit auszukennen und es in Vergleich zu anderen stellen zu können.

Kunststück, wenn man so viel liest, wie ich, so viel schreibt und sich mit dem Schreiben, dem eigenen und dem der anderen beschäftige und ich glaube auch, daß ich mit wohlwollender konstruktiver Kritik etwas anfangen kann und die wird ja  in den Schreiseminaren inzwischen geboten. Aber die besuche ich ja nicht wirklich, ich war zwar, um das Jahr zweitausend einige Zeit in dieser Schreibwerkstatt, der Eveline Haas, die die Gewerkschaft veranstaltete, nachdem ich den „Luitpold Stern-Preis“ gewonnen habe, die ich als sehr angenehm empfunden habe. Dort wurde nicht kritisiert und mit dem Arbeitskreisfrauen habe ich mich auch lange getroffen. jetzt gehe ich zu den Schnuppertagen des Writerseminar, dort habe ich mir Feedback geholt und ansonsten glaube ich mein Schreiben auch gut einschätzen zu können, bin damit mehr oder weniger zufrieden. Erfolg und Feedback hätte ich natürlich gern und viel mehr und starte jetzt mit der „Magdalena Kirchberg und ihrem Roman weiter“ ein Projekt, das zumindestens bis jetzt sehr sehr gut geht und ich auch damit zufrieden bin.

2018-07-31

Regelmäßig schreiben

Jetzt habe ich mit dem neuen Projekt „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“, begonnen,  an dem ich schon seit Jahresbeginn plane und in den letzten drei Schreibgruppen oder auch in der letzten mit der Doris Kloimstein ein bißchen daran gearbeitet habe. In der Jänner bis März Schreibgruppen waren es aber die selben Romananfänge, die Magdalena geht vom Literaturhaus nach Hause und überlegt, je nach dem damaligen Thema, was soll ich jetzt in meiner Pension beginnen? Sieht das weiße Autor mit den drei Personen, damals waren es noch der Chirurg, der Psychiater und die Schwester Hildegard und es gab auch einen Psychiatrieaufenthalt, der Magdalena, von dem ich jetzt aber weg bin, während ich inzwischen den Momo Shalir und die Nastasja Stankic, den Nachbarn und die Supermarktkassiererin dazu bekommen habe und die Magda- Lena, die Tochter, die Flüchtingsbetreuerin in Graz ist und einen noch nicht so ganz klaren Konflikt mit ihrer Mutter hat, gibt es auch und ich habe in dem letzten halben Jahr nur sehr wenig an dem Projekt gearbeitet, denn da habe ich  hauptschlich neben meiner Praxis an der „Unsichtbaren Frau“ korrigiert.

Dadurch hat es sich in der Invensivität natürlich verwischt und auch verändert und jetzt, da ich seit einer  Woche mit dem Korrigieren fertig bin, ich fürchte ich habe zwar wieder einen Fehler entdeckt, aber ich bekomme es, wenn der Alfred mit dem PDF fertig ist, ohnehin noch zum Korrigieren, bin ich, wie durch einen Wunder oder ausnahmsweise einen guten Zufall in einen Flow hineingekommen.

Denn das ist ja, glaube ich, mein Problem beim Schreiben, die Hemmung, ich habe es in den letzten Schreibartikel schon so beschrieben. Das Denken, es wird nicht, ich kann nicht, das ist nicht so gut, wie es soll, die mich am Hinsetzten und Beginnen hindert und ich habe dann meistens auch kein so gutes Gefühl sondern einen Widerwillen, obwohl ich den natürlich überwinde und auch schon sehr viel geschrieben habe, aber ich bin vielleicht doch nicht so dicht dabei, wie es sollte und das dürfte jetzt anders sein, denn die letzten Tage waren bezüglich Text sehr produktiv.

Da habe ich mich einmal vor einer guten Woche hingesetzt und das Konzept aufgeschrieben und das ziemlich sehr genau und dicht, dann mir die schon vorhandenen Textstellen und, die sich darauf beziehenden Textstellen ausgedruckt, die Charakterbögen für die Magdalena, die Magda, den Momo, die Nastasja und die Maria Mallatschek, das ist die demente Dichterin, die plötzlich konkret zu schreiben anfängt und vom Momo betreut wird, gemacht.

Wie weit der OA Rössler und die Sofia Böhm eine eigene Stimme bekommen ist, mir noch nicht ganz klar, denn ich bin ja keine Schneeflockenplanerin, sondern schreibe mir ein ungefähres Konzept, das diesmal recht dicht ist und hantle mich von Szene zu Szene weiter und mit der ersten habe ich am vorigen Samstag begonnen, das ist die Quintessenz, der drei Schreibgruppenvarianten könnte man so sagen, aber viel dichter und viel länger.

Die Magdalena geht vom Literaturhaus, wo sie bei einer Lesung von Mario Wurmitzers „Im Inneren Klavier“, denn das Buch habe ich am Freitag im Seedosenschrank gefunden, wow, nach Haus, sieht das Auto, denkt, was fange ich mit der Pension an, denkt an Magda in Graz und beschließt einen Roman zu schreiben, weil sie das immer schon gerne wollte, aber im Laufe ihres Berufslebens darauf vergessen hat. Das war eigentlich sehr dicht und dann ist noch etwas passiert, was ich im vorigen Artikel beschrieben habe. Ich habe von Jurenka Jjurk vom „Schreibfluß“ nämlich eine Einladung zu einem Schreimanagementseminar bekommen. Die hat immer ein genaues Programm und ein Webinar dazu, das ich mir angehört habe. Daß ich eigentlich ganz gut im Zeitmangament bin, habe ich auch gewußt, aber wenn mir plötzlich eine Stunde ausfällt, ich denke, ich sollte jetztschreiben, aber nicht so richtig im Fluß bin, wird nichts daraus, beziehungsweise die Szene schlecht. Daß aber bei solchen Zweifeln ein Freewriting hilft, habe ich mir auch gedacht. Also habe ich mich zwischen dem Romanplanen ein bißchen mit Jurenka Jurks Projekt beschäftigt, die noch ein Webinar dazu hatte und  meint, weil sie ja wahrscheinlich hauptsächlich berufstätige Klienten hat, man sollte, um den Roman fertig zu kriegen, regelmäßig schreiben. Jeden Tag von fünf Minuten bis zu einer Stunde oder so und das ist es, was ich in den letzten Jahren eher nicht praktizierte. Da geht es ja so, ich habe immer das momentane Projekt und dann das nächste in Planung. Da mache ich, während ich am Alten korrigiere, Notizen in mein kleines derzeit graues Buch, dann bin ich mit dem Korrigieren fertig und ich fange mit dem Schreiben an, habe da im Buch die Szenenfolge und schreibe, die dann mehr oder weniger intensiv und störungsfrei hinunter, bin so zwischen vier, wenn ichs beim „Nano“ tue oder sechs Wochen mit dem Rohkonzept fertig und dann korrigiere und korrigiere ich ein paar Wochen bis Monate lang, bis es soweit sitzt, daß ich es dem Alfred geben kann und konzipiere dann wahrscheinlich schon das nächste, schreibe also nichts.

Wenn man genau ist, könnte man sagen, ich schreibe, die sechs Wochen am Rohkonzept und das cirka ein bis zwei Mal im Jahr und den Rest plane oder korrigiere ich. Ich bin zwar immer, auch wegen dem Blog auf dem ich ja auch sehr viel über mein Schreiben und meinen Schreibprozeß schreiben, bei meinem Schreiben, aber täglich schreiben und wenn es auch nur die fünf Minuten sind, halte ich für mich für unmöglich, denn das wären dann die Seiten, die nachher wegkommen, aber irgendwie gehört, das wohl auch zum Schreibfluß und zu der Schreibarbeit dazu, wie Jurenka Jurk, glaube ich, in ihrem letzten Webinar so sagte, denn sie meint, auch das Recherchieren und das Planen ist ja Schreibarbeit und dann stimmt es wieder, denn irgendwie bin ich immer bei meinem Projekt entweder bei dem in Planung oder dem in Überarbeitung und wahrscheinlich befeuert durch das Webinar, habe ich das letzte Wochenende auch sehr viel geschrieben und es geht auch sehr gut, ich klopfe auf Holz und hoffe, daß es sich nicht so schnell ändert.

So habe ich dann am Sonntag, die erste Momo-Szene geschrieben, dann kam heute, die erste der Nastasja und dann noch eine mit der Magda-Lena und geplant habe ich vorläufig sieben. Die nächste wird dann die sein, wo die Magdalena zu schreiben beginnt, dann stellt sich die Maria Mallatschuk vor und erzählt ihrer Nichte Ruth, daß sieMatthes Enck, ihren früheren Verehrer, drei jahre älter, als sie, jetzt regelmäßig besucht und sie mit ihm auf einen Ball gehen wird „Aber der Tante ist doch schon fünfzehn Jahre tot!“, sagt entsetzt die Nichte und die Nastasja beschließt mit Phil Körner, dem tätowierten Liedermacher zu seinem Konzert ins Amerlinghaus zu gehen.

Zwanzigeinhalb Seiten, vier Szenen und 10250 Worte sind es schon. Der Konfklikt mit derMagda-Lena ist, wie beschrieben noch nicht so ganz klar und, wie das mit dem Roman werden wird, ob die Magdalena jetzt ihr Leben oder den Roman mit OA Rössler und Sofia Böhn hineinstellt, ist auch nicht so ganzu klar.

Ich habe aber ein gutes Gefühl, bin sehr motiviert, nehme mir vor dran zu bleiben und mich auch von dem „Du kannst es nicht oder es wird doch nicht so wie du es willst oder es wird sich wieder niemand dafür interessieren!“, aus dem Konzept bringen zu lassen. Ich schreibe so gut ich es kann und das schon über vierzig Jahre und sehr viel und wenn die Coming of AgeJungautorien ihr Sex und Crime in einem Schwung auf das Papier bringen, kann ich das mit meinen depressiven Frauen und der Realisitik höchstwahrscheinlich auch tun  und werde jetzt wahrscheinlich in der nächsten Zeit intensiv schreiben, zwar höchstwahrscheinlich doch nicht täglich, weil ich an den Praxistagen nicht so dazukommen werde und in der Schweiz wahrscheinlich auch nicht, aber das Konzept, um den Fahrplan nicht zu verlieren hilft, wahrscheinlich sehr und auch die täglichen Notizen, das weiter Planen und wenn ich eine Szene geschrieben habe, korrigiere ich sie zuerst mal durch und wenn ich dann, was immer wieder mal passiert, irgendwie stecke bleibe und nicht weiterkomme, korrigiere ich das Ganze von vorn und habe so höchstwahrscheinlich auch schon meine Schreibrituale, um im Schreibfluß zu bleiben, schließlich schreibe ich schon sehr lang und  auch sehr viel.

2018-07-30

Zeitmanagement

Ich bin, glaube ich, eine, die sehr gut mit ihrer Zeit umgehen kann und auch sehr diszipliniert arbeitet. Trotzdem habe ich, was das Schreiben betrifft, wahrscheinlich immer noch mit einer Hemmung und dem „Das kannst du nicht!“, zu kämpfen. Wahrscheinlich ist es auch ein „Du darfst es nicht!“, was sich bei mir irgendwann einmal eingeprägt hat, obwohl ich meine Sachen eigentlich mag und eigentlich auch glaube, daß ich gut schreibe.

Da sind es eher, die anderen, die dann kommen und sagen, das ist es nicht und damit muß man, von wegen dem inneren Kritiker, auch einmal umgehen.

Ich versuche es natürlich unentwegt und  ein wenig stur, seit über fünfunfvierzig Jahren und denke auch immer, ich muß schreiben, zwinge mich dazu, dann wird es nicht, wie ich will, etcetera.

Das ist natürlich nach fünfundvierzig Jahren Schreiben und zehn Jahren Bloggen besser geworden, denn man kann ja sagen, ich beschäftige mich fortwährend damit und bin auch davon überzeugt, daß Übung den Meister macht und man, wenn man etwas kontinuierlich praktiziert, auch besser wird.

Da sind es wieder die anderen, die den Kopf schütteln und „Das stimmt nicht, du schaffst es nie!“, sagen, und so ist das Hinsetzen und anfangen oft ein Krampf. Ich spüre Widerwillen, muß mich dazu zwingen und es wird  nicht so, wie ich es wollte.

Das war glaube ich auch 2012, als ich zuerst „Paula Nebel“ und dann die „Wiedergeborene“ geschrieben habe, der Anlaß für die Krise, in die ich damals kam, die dann zum „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ führte und jetzt nach über vierzig Büchern fühle ich mich etwas ausgeschrieben.

Trotzdem schreibe ich weiter, bemühe mich was Neues zu schaffen und setze mich auch mit dem Prozeß des Schreibens intensiv auseinander. Da gehe ich ja zu den Schnupperseminaren des „Writersstudios“ und im Laufe der Zeit haben auch einige Schreibtrainerinnen im Internet zu mir gefunden oder ich zu ihnen.

Eine sehr engagierte ist ja Annika Bühnemann, da habe ich ja mein zuletzt erschienenes Buch nach ihren Schreibimpulsen geschrieben und mir auch ein letzten „Nanowrimo“ ein paar Schreibtips von ihr zuschicken lassen, obwohl ich ja eigentlich glaube, daß ich das Schreiben schon kann, beziehungsweise es in den letzten fünfundvierzigJahren erlernt habe, denn ich weiß natürlich, daß man es lernen muß.

Das kann  durch das learnig by doing oder durch Schreibseminare gehen und die sind in den letzten Jahren  auch, wie die Schwammerln aus dem Boden geschossen, weil auch viel autoren davon leben.

Als ich zu schreiben angefangen habe, hat es da noch kaum etwas gegeben. Da mußte man sich noch von der Muse küssen lassen oder das Handwerk selbst erlernen. Jetzt gibt es die verschiedensten Schreibschulen und Akademien und über Annika Bühnemann bin ich, glaube ich, zu den Webinaren von Jjulia K. Stein gekommen, die auch Videos macht und zum Beispiel beim letzten „Nanowrimo“ jeden Tag etwas darüber erzählte.

Zu dieser Zeit hat auch Jurenka Jurk ihre Autorenmesse, die zeitgleich mit der „Buch-Wien“ stattfand abgehalten,  so daß ich nicht wirklich intensiv zu den Videos gekommen bin, aber da hat sie das Thema Schreiben lernen von allen Seiten beleuchtet und dann auch einen Lehrgang zum Romanschreiben entwickelt, wo man mit ihr  in einem Jahr sein eigenes Buch entwickeln kann und als ich letzte Woche endlich mit dem Überarbeiten der „Unsichtbaren Frau“ fertig war und dachte, daß ich jetzt wieder in eine Sommerschreibklausur bezüglich der „Magdalena Kirchberg“ starten kam, habe ich einige Mails von ihr bekommen, in denen sie mich auf ihren Zeitmangementkurs für Autoren aufmerskam machte. Es gab ein Einführungswebinar, das ich mir angesehen habe und daraufhin mir Gedanken über mein eigenes Zeitmanagment beim Schreiben  machte, das ich ja eigentlich, wie schon erwähnt, für recht gut halte.

Aber ich bin auch eine Frau mit einem Brotberuf, für die das Schreiben nur zwischen den Stunden, in den Ferien, am Wochenende, etcetera, erfolgen kann. Da braucht man Disziplin, wie Jurenka Jurk in ihrem Webinar auch erwähnte, um sich hinzusetzen und die habe ich eigentlich. Es ist nur gleich der Kritiker da, der sagt, schon wieder nicht gut genug, so gut es vielleicht auch geworden ist.

Jurenka Jurk rät täglich zu schreiben, auch wenn man nur ein paar Minuten hat, um in den regelmäßigen Schreibfluß hineinzukommen.

Das klappt bei mir nicht ganz so, sondern ich habe im Gegenteil,  die Erfahrung gemacht, daß ich, wenn beispielsweise einmal ein Klient ausfällt und mein Gewissen sagt, jetzt setzt dich hin und fang an und es ist dann nicht wirklich die Zeit da, hineinzukommen, es  eine schlechte Szene wird.

Eine interessante Erfahrung habe ich auch beim dem Schreibmarathon des „Writersstudios“ letzten November gemacht. Da habe ich an der „Unsichtbaren Frau“ geschrieben und das ist eigentlich sehr gut gegangen. So kann ich diese „Writerretreats“, wo man sich in in die Kursräume setzt und alle schreiben vor sich hin, sehr empfehlen, weil das sehr motivierend und antreibend ist, aber man muß natürlich auf die eigenen Kräfte achten. Denn damals war sehr viel zu tun, ich hatte meine Abrechunung zu machen und am Samstag war ein langer Schreibtag mit einer Nachtschicht von sieben und elf. Da habe ich den ganzen Tag bleiben wollen und bis sieben auch sehr gut geschrieben. Nach sieben war auf einmal alles weg, ich bin leer gewesen und mir ist nichts mehr eingefallen. Ich bin nach Hause gegangen und am nächsten Tag wieder hin und habe weitergeschrieben.

Zum Schreiben braucht man viel Disziplin, die ich eigentlich auch habe, denn ich schreibe jetzt wieder weiter und fange etwas Neues an. Zwar wahrscheinlich wieder was von einer depressiven Frau, obwohl ich nicht so sicher bin, ob das die Magdalena Kirchberg wirklich ist. Sie geht jedenfalls in Pension, stellt fest, daß sie keine Freunde hat, sieht das Auto mit den drei Personen, die sie an ihre Hebamme und den Gynäkologen vor dreißig Jahren, als sie ihre Tochter Magfa geboren hat, erinnert, beschließt einen Roman  zu schreiben und und und….

Das ist nichts wirklich Neues, in der „Dora Faust“ findet man vielleicht dieses Motiv, in der „Pensionsschockdepression“ auch, aber auch die Großen der Literatur, die Midlifekrise-Männer, wie Philip Roth oder auch die die im letzten Jahr auf der Longlist des dBp standen, machen das auch und „schreiben immer den selben Roman, sein Leben lang“ und dann wird es doch wieder etwas anderes und das habe ich auch bei der „Magdalena Kirchberg“ vor und was das Zeitmanagement betrifft, habe ich vor, die Anregungen die ich durch Jurenka Jurks Webinar bekommen habe, auch intensiv zu nützen.

Jetzt ist es Ende Juli, ein Monat habe ich noch die Sommerfrischenwochenenden, wo  ich ja früher in eine intensive Schreibklausur gegangen bin. Das Konzept dazu habe ich mir schon vor ein paar Tagen notiert. Ich weiß so ungefähr was und worüber ich schreiben will, habe die erste szene  im Kopf, beziehungsweise sie auch schon bei drei Schreibgruppen mehr oder weniger angeschrieben.

Magdalena geht nach Hause, denkt jetzt bin ich in Pension, was fange ich da an, ich habe ja kaum Freunde , meine Tochter lebt in Graz, sieht das auto, beschließt einen Roman darüber zu schreiben und mein Roman beginnt.

Nicht neu, ich weiß, aber etwas wirklich Neues kann man wohl auch nicht wirklich schreiben. Aber vielleicht kann ich damit auffallen,  Erfolg haben, etcetera….

Was da für mich wichtig wäre, ein wenig besser mit der Hemung umzugehen, ein Vorsatz wäre, wenn ich anfangen will und die inneren Stimmen von „Ich mag und kann nicht!“, kommen, wirklich das Konzept und das leere Blatt herzunehmen und mit einem Freewriting zu konzipieren, was ich da jetzt schreiben will. Die Geschichte langsam wachsen lassen. Eine meiner Fallen wäre auch die Ungeduld, daß ich vielleicht wirklich den großen  Roman in einer Woche schreiben will, was natürlich nicht geht. So gesehen ist vielleicht das „Nanworimo“ schreiben, wo man ja in einem Monat fertig sein soll, nicht ganz das Richtige für mich oder ich schon darüber hineweg.

Diesmal wirklich Zeit lassen,  den Roman kommen und sich entwickleln lassen, das nehme ich mir immer vor. Bisher ist es mir vielleicht noch nicht so ganz gelungen. Vielleicht geht es diesmal, ein wenig gelassener bin ich ja schon.

Habe die Einladung zu dem Zeitmangagementkurs also sehr konstruktiv gefunden und mir meine eigenen Gedanken darüber gemacht, in meinem Praxiszimmer auch ein kleines Zeitmanagementbüchlein gefunden, das einmal im „Wortschatz“ oder einem der Schränke lag und ich habe auch einmal einen solchen Workshop gemacht, wo man sein Tempo bestimmen sollte und ich gemerkt habe. ich bin sehr schnell. Nun gut, soll so sein.

In den letzten Jahren, wo ich ungefähr drei Texte, die alle vielleicht nicht so ganz und wirklich fertig waren, pro Jahr geschrieben habe, hat der Alfred immer zu mir gesagt „Lass dir Zeit, sei nicht so schnell!“

Da habe ich immer ein bißchen schuldbewußt genickt, bin aber nicht wirklich langsamer geworden. Warum auch, es ist ja gut, daß ich so viel und dizipliniert schreibe. Schade, daß es niemanden auffällt. Aber eigentlich muß das auch nicht wirklich sein oder man kann halt nichts dagegen machen, wenn es so ist.

Den Roman also wachsen und kommen lassen, mal sehen, ob es mir diesmal gelingt? Ich bin sehr zuversichtlich und habe nachdem ich Anfang der Woche noch in Harland mein Rohkonzept notiert habe, am Mittwoch meine Rituale, wie Fensterputzen etcerta, in Wien erledigt. Denn damit starte ich immer gerne in ein neues Projekt. Ich habe auch diesmal ein paar Recherche, beziehungsweise Konsumtage vor, die ich eigentlich schon im Juni machen wollte, als ich Strohwitwe war, aber da war ich mit dem Korrigieren noch nicht fertig, so bin ich am letzten Montag in Wilhelmsburg mit dem Rad gewesen und am Freitag im Traisencenter. Da habe ich übrigens ein paar tolle Bücher in der Seedosen-Telefonzelle gefunden, habe jetzt noch den Gutschein für das Belvedere und in die Buchhandlung in der Seestadt will ich auch noch schauen. Aber dann kann ich Losstarten mit dem neuen Projekt und nach dem Urlaub in den Herbst hineinschreiben, solange ich dazu brauche.

Da raten die Schreibratgeberinnen sicher auch dazu sich Zeit zu lassen. Regelmäßig schreiben geht bei mir vielleicht nicht täglich, weil ich wahrscheinlich mehr als fünf Minuten brauche, um eine Szene hineinzukommen. Aber ein Konzept zu haben hilft und das hat sich bei mir schon angesammelt.

Mal sehen, wie es wird. Ich werde darüber berichten und würde mich über Feedbacks und Tips natürlich freuen.Schreibe aber auch gern für mich selbst vor mich hin, weil das, glaube ich, auch sehr hilfreich ist, eine eigene Struktur zu finden.

2018-07-27

Konzepterstellung

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:24
Tags:

Nachdem ich mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ jetzt doch fertig geworden bin, habe ich mich über die Notizen gemacht, die ich mir, glaube ich, seit Jahresanfang oder sogar schon früher über mein nächstes Work in Progress mit dem Arbeitstitel „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“, gemacht habe.

Da war ja die Ausgangslage, daß ich irgendwann vom Literaturhaus oder snostwo nach Hause gegangen bin und an der Kreuzung linke Wienzeile-Pilgramgasse ein Auto stehen gesehen habe und dachte über die Insaßen könnte ich einen Roman schreiben.

Dann habe ich in derJänner-, Feburar– und Märzschreibgruppe jeweils darüber geschrieben und weil ich inzwischen ja etwas anderes gemacht habe, nämlich meine Praxis, beziehungsweise an der „Unsichtbaren Frau“ korrigiert, bin ich damit nicht recht weitergekommen, obwohl ich mir in mein graues Büchlein, das mir der Alfred in Lindau kaufte, als ich mit ihm und der Ruth um den Bodensee geradelt bin, schon sowas wie ein Konzept aufnotiert habe, was sich im Lauf der Zeit auch ein bißchen verändert hat.

Einmal war die Magdalena Kirchberg sechzig, dann fünfundsechzig und dann wieder siebzig, eine depressive Frau, wie ich ja schon einige in meinen Büchern habe, sie geht in Pension und will ihr Leben beziehungsweise ihre Depression online stellen,  war auch so eine Idee, die ich hatte.

Dann habe ich ihr eine Tochter angedichtet, Magda oder Lena, die in Graz Flüchtlingsbetreuerin oder Sozialhelferin ist, es gibt nur mehr Telefonkontakt, die Tochter könnte aber den Blog der Mutter lesen und wieder zu ihr finden.

Das waren so glaube ich die ersten Ideen, dann bin ich davon abgekommen oder habe darauf vergessen, weil soviel anderes zu tun war und ich mit dem Korrigieren beschäftigt und dann sind auch zwei andere Figuren hinzugekommen, nämlich der Heimhelfer Mohamed, der nicht so genannt werden will, der könnte Magdalenas Nachbar sein und ihr von einer seiner Klientinnen, einer erfolglosen realistischen Autorin, die im Verlauf ihrer Demenz plötzlich experimentell schreibt, von ihrer Nicht entdeckt wird und sich darüber ärgert, erzählt und von ihrer Supermarktkassiererin Nastasja St., die sich immer freundlich bei ihr erkundigt, wie es ihr geht?

Das alles habe ich mir hervorgeholt und durchgelesen, in der Mai Schreibgruppe, wo nur die Doris Kloimstein war, habe ich ja ein Stück von dem Mohamed Momo geschrieben und dann war das Konzept auf einmal da und ich habe es aufgeschrieben, erweitert, ergänzt, etcetera.

Die Magdalena Kirchberg wird fünfundsechzig sein, vom Beruf Physiotherapeutin und ihr Kassenvertrag läuft aus, sie geht in Pension und auch nach Hause, kommt beispielsweise an die Kreuzung Pilgramgasse, denn sie könnte ja wieder, wie viele meiner Figuren, der Einfachheit halber in der Margaretenstraße wohnen, vorbei, bleibt stehen, sieht ein Auto mit drei Personen, das war ja auch der Ausgangpunkt, wird an ihren Geburtshelfer und die Hebamme, die sie vor fünfdreißig Jahren im Wilhelminenspital hatte, erinnert. Der dritte Insaße und zweite Mann im Auto könnte ein Psychiater namens Matthes Enck sein und vorher hat sie sich schon gefragt, was sie in ihrer Pension anfgangen kann?

Ist sie doch etwas isoliert, weil die Tochter Magda Flüchtlingshelferin in Graz, die sie nur alle heiligen Zeiten einmal sieht, da fällt ihr einm daß sie im Gymnasium schreiben hat wollen, dann aber im Laufe ihres Lebens darauf vergessen hat, jetzt könnte sie es wieder tun und einen Roman schreiben über den Gynäkologen Rudolf Rössner, die Hebamme Sophia Böhm und den Psychiater Matthes Enck, wie der auf die Geburtsstation kommt, ist noch nicht so klar, das tut sie dann auch und variiert vielleicht auch die Figuren, wie ist mir noch nicht so klar.

Sie kommt aber in Kontakt mit dem fünfundzwanzigjährigen Momo Kalish, dem Heimhelfer aus Afghanistan, der neben ihr wohnt und der ihr von seinen Klienten, nämlich der besagten alten Schriftstellerin Maria Mallatschek erzählt und deren Bruder und Vater, der Nichte, die Lektorin ist und der Tante Werke auf einmal herausgibt, könnte der Psychiater Matthes Enck sein und mit ihrer Supermarktkassiererin Nastasja Stankic aus Serbien, die unter ihren Kunden einen Mann sucht, könnte sie auch in Kontakt kommen.

So weit, so what, das ist das vorläufige Grundkonzept, an dem ich nun in meinen Sommerfrischenwochenenden arbeiten werde.

Da habe ich wohl wieder das Problem, daß ich schon die kritischen Stimmen „Das ist ja nichts Neues!“, höre.

„Wieder eine depressive Frau!“, obwohl das die Magdalena Kirchberg gar nicht ist und auch die Idee mit der Psychose, die sie vielleicht vor fünfunddreißig Jahren und dem Helferwahn hatte, lasse ich jetzt weg, aber sonst ist das Konzept wohl so, wie in meinen anderen Büchern, aber das wird wohl auch so sein und gehört zu mir und meinem Schreiben.

Ob ich ein Jahr lang daran schreibe, wie ich das ja immer will und bei der „Unsichtbaren Frau“ jetzt wohl auch gebraucht habe, aber da war das Rohkonzept auch in ein ein paar Wochen fertig, weiß ich nicht, habe aber wieder fest vor, mir Zeit zu lassen und an meinen Schwächen, die ich sicher noch oder überhaupt habe, zu arbeiten.

Da gebe ich ja wahrscheinlich immer zu schnell auf, wenn ich mich einmal an die Wand geschrieben habe, da daran zu bleiben, ist wohl eine Aufgabe an der ich mich schulen kann und ansonsten, wird es wohl wieder eine Eva Jancak werden, mit meiner Sprache, meiner Psychologie und so abgehoben, wie es für mich passt.

Mal sehen, wie es gelingt, wenn ich jetzt wieder in meine Sommerschreibwerkstatt gehe und mehr oder weniger rasch und problemlos aus dem Grundkonzept einen längeren oder kürzeren Roman, beziehungsweise Erzählung mache und professionelle Unterstützung hat sich mir auch angekündigt, habe ich doch in den letzten Tagen sowohl von Jurenka Jurk von „Schreibfluß“, als auch von der Schreibtrainerin Julia K. Stein Mails erhalten, die mich zu ihrem Schreibschulen und Schreibkursen eingeladen haben und Jurenka Jurk, mit der ich im Vorjahr durch ihre Autorenmesse in Kontakt gekommen bin, macht gerade einen Kurs zum Zeitmanagement für Autoren und da denke ich, daß ich eigentlich ohnehin sehr diszipliniert bin.

Aber früher und vielleicht auch jetzt, wenn ich mich dann vor den Laptop setze, sich immer wieder die Hemmung und die inneren Stimmen mit dem „Du kannst es nicht!“, melden. Da hilft gegen die Schreibunlust oder Hemmung wohl wirklich das weiße Blatt und das Freewriting und um sich klarzumachen, wo die Hemmung liegt, wenn ich da ein bißchen sorgfältiger arbeite und bei Schwierigkeiten dranbleiben, um sie aufzulösen kann das wirklich hilfreich sein und so habe ich zwar nicht vor diesen Kurs und auch keine Ausbildung zur Romanautorin zu machen, um meinen Roman, wenn ich ihn nach einem Jahr Kurs erarbeitet habe, dann vielleicht doch bei „Amazon“ einzustellen, mir genügen da wohl meine eigenen Schreibberichte und das Selfpublishin,g wie ich es seit circa 2000 mache, seit ich die Verlagssuche aufgegeben habe, aber im Blog werde ich weiter über meine Schreibprozesse, Fortschritte und Rückschläge erzählen und wenn ich jemanden daran interessieren kann, wird mich das freuen.

2018-07-23

Endlich fertig

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:44
Tags: , ,

Ich bin ja eine Mischung zwischen zwanghafter Genauigkeit und einer gewissen vielleicht auch legasthen bedingten Schlmpigkeit, wie ich immer schreibe und die Rechtschreibung ist mir eigentlich ganz ehrlich immer noch egal.

Immer noch ein bißchen, denn die lässige Lockerheit, wie als Schulmädchen in der Straßergasse, wo ich mich über die Verzweiflung meiner Deutschlehrerin amüsierte, mir wegen der Rechtschreibung nur ein „Minus sehr gut!“, geben zu können, habe ich schon längst nicht mehr und ich sitze schon seit Jahren nachdem der Rohentwurf meistens sehr schnell in vier bis sechs Wochen hinuntergeschrieben wurde, dann einige Monate über den Text und korrigiere und korrigiere, wahrscheinlich in der Vorstellung ihn endlich fehlerfrei hinzubekommen, wohl wissend, daß das wahrscheinlich ohnehin nicht gelingen kann und wenn, was hätte ich davon?

Die Sprache war mir und das ist wahrscheinlich auch nicht gut, nie so wichtig, wie das Erzählen, kommen ja die großen Sprachkünstler wie Friederike Mayröcker immer noch daher und verkünden stolz, daß ihnen der Inhalt nicht wichtig ist und die nicht so bekannten Sprachkünstler wie Hans Jörg Zauner reihen bis zur Unverständlichkeit Wort an Wort, kreiierenWortneuschöpfungen und erzählen nichts.

Ich will aber erzählen und bin dabei auch wahrscheinlich zu sehr an der Realität, das heißt zu wenig abgehoben und was mein letztes Work on Progress die „Unsichtbare Frau“ betrifft, die vor kurzem ein zweites Mal an den Alfred abgegangen ist, damit er nochmals meine „s“ und Fallfehler, die ich immer noch verweigere, korrigiert und ein PDF machen kann, woraus dann wiederum ein paar Monate später, aber hoffentlich noch in diesem Jahr mein fünfundvierzigstes „Selbstgemachtes“ und das achtundvierzigste Buch überhaupt, denn da kommen ja noch die in der „Edition Wortbrücke“ entstandenen „Hierarchien“ und die beiden in „richtigen“ und zum Teil großen Verlagen erschienenen beide Bücher über das Stottern hinzu.

Fünfundvierzig selbstgemachte Bücher, wui, auch wenn man schon über fünfundvierig Jahre literarisch schreibt ist das sehr viel und eigentlich sehr schade, daß ich damit so unbedachtet bleibe, was mich, obwohl ich das ja tapfer trotzig ignorieren und unentwegt weitermachte, wahrscheinlich doch dazu führt, daß ich mich inzwischen schon sehr ausgeschrieben fühle und immer öfter denke, das bringt ja ohnehin nichts!

Es wird dann zwar wieder eine Vorschau geben und wenn das Buch dann erschienen ist, einen Aufruf zu einer Leserunde, das heißt, ich vergebe fünf Bücher, so daß die daran Interessierte darüber in den Kommentaren dikutieren können. Aber die gibt es ja nicht sehr und das hat wahrscheinlich dazu geführt, daß ich in den letzten Jahren sehr viel und sehr schnell vor mich hingeschrieben.

2016 sind fünf Bücher erschienen, die ich zwar nicht alle im selbenJahr geschrieben habe, aber einige pro Jahr waren es in den letzten Jahren schon.

Wenn die „Unsichtbare Frau“ noch heuer erscheint, ist es das zweite Buch 2018 , das erste im Jänner erschienen und das, im vorigen Mai und Juni geschrieben und ein paar Monate vorher konzipiert, ist eigentlich der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“, denn die Idee, da eine Blogfigur des Nachts zu Wladimir Putin oder Donald Trump zu schicken ist mir schon da gekommen und die Lilly Schmidt, die in den Blogeschichten noch Lily heißt ist ja die Tochter der Mathilde, deren Vorbild ich in der Pizzeria in der Margaretenstraße immer des Abends, wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gekommen bin, bei einem Glas Wein sitzen sah.

Dann ist in den Blogeschichten von der „Unsichtbaren Frau“ nur kurz oder eigentlich gar nicht wirklich die Rede und so habe ich mich, glaube ich, nach der Sommerfrische 2017, als ich damals mit dem Korrigieren fertig war, an die „Unsichtbare Frau“ gemacht, die Blogfigur der Lilly Schmidt.

Im September kann ich mich erinnern, habe ich angefangen mich auf Materialrecherchetour zu begeben und da waren wir ja Mitten im Wahlkampf und so ist die unsichtbare Frau eher zu einem Minister Basti als zu Donald Trump gekommen und das Schreiben des Rohtextes, mit dem ich im September begonnen habe, ist, wie ich mich erinnern kann, nicht so flüssig dahingegangen. Der Wahlkampf hat mich daran gehindert und abgelekt und so ist bald klar geworden, das wird doch ein Nanowrimo werden, obwohl ich ja schon im September mit dem Schreiben begonnen habe, mit dem Text der da entstanden ist, aber nicht sehr zufrieden war. Ende Oktober habe ich ihn zuerecht korrigiert, umgeändert, verbessert, so daß ich mit zwanzig Seiten oder zehntausend Worten zum Schreibmarathon des „Writers Studios“ gegangen bin, denn da gab es ja zum fünfzehn Jahrjubiläum einen solchen und die erste Woche habe ich daran teilgenommen, geschrieben und geschrieben, dann kam die „Buch Wien“, mein Geburtstag, die „Poet Night“ und noch einiges anderes, so habe ich mir am letzten Tag an dem ich dort war, ein Feedback geholt, das heißt, die Szene gelesen, die auch als Probekapitel auf die Website kommt, beziehungsweise beim Volksstimmefest gelesen wird und dann in der entsprechenden Anthologie, sofern es noch eine geben sollte, enthalten sein wird, denn jetzt ist erst, habe ich gerade erfahren, die von 2016 fertiggeworden und da ist da die Himmelgeschichte aus den „Berührungen“ drinnen.

Ich habe nach dem Feedback im vorigen November aber wieder eine Woche zu schreiben aufgehört, bin auf die „Buch-Wien“ gegangen und habe bei meinem Geburtstagsfest, die Szene aus dem „Bibliotheksgespenst“ gelesen, dem dreiundvierzigsten Selbstgemachten, die dann auch in der „Linken- Wort- Anthologie 2017“ enthalten sein sollte.

Als die „Buch-Wien“ vorüber war, habe ich die fünfzigtausend Worte fertiggeschrieben, der Rohtext, den ich den Alfred gerade schickte, hat 44 982 Worte, es ist also sehr viel wegkorrigiert worden. Aber auch das ist nur sehr zögerlich geschehen und hat lange gedauert. Zuerst bin ich im Dezember einmal zu einem Writerretreat ins „Writerstudio“ gegangen, weil man da ja einen Gutschein dafür bekam, wenn man über das Event berichtet hat, auf Facebook sollte man das tun, bei mir ist esauch so gegangen und da habe ich gedacht, fange ich mit dem Korrigieren an.

Das habe ich auch gemacht, leider war ich aber ein bißchen krank, so daß ich nur sehr langsam weitergekommen bin, aber meiner Tandempartnerin, die zufällerweise auch Psychologin war, die erste Minister Basti- Szene vorgelesen habe.

Und dann korrigieren und korrigieren, ich habe mir gedacht, ich mache es professionell und nennen es Retreat, habe mir da zu Weihnachten viel vorgenommen, war aber sehr unkonzentriert dabei und habe teilweise dazu Videos gehört, was wahrscheinlich nicht sehr effizient war.

Es war auch ein bißchen schwerig mit der Handlung, die ja, wie bei mir sehr oft, was wahrscheinlich aber als nicht sehr literarisch gilt, eng an die Wirklichkeit angelehnt war. Der Wahlkampf kommt vor, der Nobelpreis, die Krawalle auf der Frankfurter Buchmesse und ich habe vier Handlungsstränge.

Da ist einmal  Amanda Siebenstern, die Blogfigur der Lilly Schmidt, die nächtens zu Minister Basti geht, des Tages  „Deutsch als Fremdsprache-Kurse“ an der Volkshochschule gibt und Proble damit hat, daß ihre Schülerinnen wegen des Vermummungsverbots dort hicht mehr erscheinen.

Dann gibt es die Lilly Schmidt und die Slavenka Jagoda aus Kosice oder Bratlisava, die ein Stipendium hat, um Lillys Blog zu erforschen und sie da in New York besucht, wo sie Kuratorim am österreichischen Kulturinstitut ist und es gerade eine Lesung mit Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann gibt. Es gibt den Alfons Tratschke, der auf seinen Blog nach rechts reitet und Lilly und Slavenka, als linke Schwestern beschimpft und es gibt den Jonathan Larsen, Mitglied der schwedischen Akademie, die den nächsten Nobelpreisträger bestimmt, was er aber, da er gerade seine Frau verloren hat, nicht so gut kann und das zeitlich nicht durcheinander zu bringen, war nicht so leicht und hat einige Änderungsdurchgänge erfordert.

Ich korrigiere ja, wenn ich mit dem Rohtext fertig bin und geschaut habe, daß es so halbwegs passt, ja immer gern Szene für Szene durch und drucke mir das dann aus, was ich aber, wenn ich in Harland bin, nicht recht kann, weil ich  dort keinen Drucker habe.

So hat auch das sehr lang gedauert und ich war Ende Mail als der Alfred nach Amerika flog und ich dachte jetzt habe ich ein Monat zum Korrigieren, noch nicht damit fertig und dann habe ich im Juni korrigiert und korrigiert, wieder mal gedacht, ich wäre schon fertig, dem Alfred alles geschickt und am nächsten Tag wieder von vorne damit angefangen und gedacht, ich werde nicht und nicht damit fertig.

Denn irgendwie packt mich dann doch der Ehrgeiz, daß ich alles richtig machen will und lese laut, was ja eigentlich schon stimmen sollte, finde Fehler und Fehler und das hat diesmal besonders lang gedauert und ich habe besonders lang laut gelesen und eigentlich den Juni fazu nützen wollen, mit dem Recherchieren für das Nächste, an dem ich ja schon ein bißchen bei den letzten Schreibgruppen begonnen habe.

So weit kam es dann nicht und jetzt hat ja schon die Sommerfrische mit den verlängerten Wochenenden angefangen, die ich ab nun dazu benüzen kann, mit der Magdalena Kirchberg, die wahrscheinlich wieder eine depressive Frau ist, ein Auto sieht, das sie in ihre Vergangenheit führt, einen muslimischen Nachbarn hat, der nicht Mohamed heißen will und eine Supermarktkassierin, die Interessantes zu erzählen weiß , zu beginnen.

Das erste Sommerfrischenwochenende war ja dem Geburtstag der Oma und dem „Bachmannpreis“ gewidmet, das zweite gab es neben dem Korrigieren, das übliche Programm, Samstag Markt, Sonntag Rudolfshöhe und am Montag sind wir nach Pernitz, beziehungsweise Muggendorf zum Martin und der Zahui hinausgefahren und sind mit ihren, was besonders schön war, die Myra Wasserfälle hinaufgeklettert und dieses war dem Hochschab gewidmet, so daß die Bühne wieder frei ist, wie ich es ja schon einmal oder sogar öfter machte, die Sommerfrische zum Recherchieren und dem neuen Roman zu widmen.

Ein schönes kleines Stadtschreiberbuch habe ich zwar nicht und, ob ich in Wilhelmsburg oder im Traisenpark viel bezüglich der Magdalena <kirchberg recherchieren kann, weiß ich auch nicht, muß aber erst die Entwürfe zusammensammeln, denn von der ursprünglichen Idee mit dem Psychiater, der Krankenschwester und dem Chirurgen bin ich ja schon wieder abgekommen.

Mal sehen, ich bin gespannt und natürlich immer noch entmutigt, denn wirklich wahrscheinlich, daß es diesmal klappt ist es ja nicht, aber aufgaben will und werde ich nicht. Also wieder eine depressive Frau, die sechs- oder siebenundvierzigste und ob ich den Rohentwurf im Sommer schaffe oder es wieder ein „Nanowrimo“ wird, steht auch in den Sternen.

Dazwischen soll dann die unsichtbare Frau fertig werden, für die ich ja diesmal, was ich mir immer wünschte, wirklich ein Jahr gebraucht habe, ich lese am Volkstimmefest, die Nobelpreiszene und vielleicht gelingt mir der große Wurf oder bekomme auf den Blog doch ein wenig Interesse, wenn ich über meine Fortschritte schreibe. Die diesbezüglichen Schreibberichte wierd es ja wieder geben, mal sehen, ich bin gespannt.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.