Literaturgefluester

2022-04-13

Wie gehts weiter mit den „Jahren?“

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:33

„Die gestohlenen Jahre“, mein neunter Corona-Roman oder Erzählung. Da ist mir die Idee vor zweieinhalb Wochen eingefallen, als ich mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe gegangen bin und da mit den „Uhren oder Fritzi Jelinek sucht einen Autor“, schon fertig war.

Da habe ich dann geplant und die Charakterbögen für die Barbara, den Simon, die Tante Hedy und die Großmutter ausgefüllt, ein paar Szenen geschrieben und bin dann wieder einmal eingefahren.

Denn in zwei Tagen schreibt man keinen Roman. Niemand und ich auf auch nicht, die ich ja trotz meiner an die sechzig selbstgemachten Bücher, keinen Verlag gefunden habe. Aber irgendwie, das habe ich schon geschrieben, werde ich immer schneller und das Thema Corona läßt mich so schnell auch nicht aus.

Solange das nicht beendet ist, kann ich wahrscheinlich nicht über Blumen, Bienen oder natürlich über soziale Probleme, das Altern, den Alkoholismus, etcetera schreiben und wahrscheinlich auch über das Kriegsgeschehen in der Ukraine nicht. Denn da bin ich zu weit weg, habe wahrscheinlich keine wirkliche Ahnung was da passiert und habe das auch schon einmal probiert.

Also wieder einmal Corona aufarbeiten und das ist eigentlich gar keine so schlechte Idee. Zumidest die Nachwelt, das heißt meine Enkeltochter, wird sich vielleicht einmal darüber freuen, wie es damals, als sie zwei drei Jahre alt war und sich nicht erinnern kann, war und das Plotgerüst ist eigentlich auch ganz gut.

Da gibt es die fünfundzwanzigjährige Barbara, die gerade ihr Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen hat und die letzten Jahre sehr traumatisiert erlebte. Denn ihr Vater ist Anfang 2022, nach der zweiten impfung an einem plötzlich wiederaufgetreten Krebs, gestorben und die Mutter hat sich daraufhin umgebracht oder zuviele Schlaftabletten geschluckt. Ihr Freund Simon, ein Ungeimpfter hat sich damals mit ihr auf der WU-Demo, weil man da ja nicht mehr ungeimpft studieren dürfen sollte, zerstritten und jetzt hat er einen Roman geschrieben, der die „Gestohlenen Jahre“ heißt“, den sie von ihrer achtzigjährigen Großtante zur Promotion geschenkt bekommt.

So weit war ich, als ich mich wieder eingefahren glaubte und dann habe ich gedacht, der Simon schreibt seinen Roman und da verwendet er die Ich-Form. Soweit war ich, während der „Fried-Tage“ und habe da einen Autor erzählen gehrt, in welchen Perspektiven er seinen Romane schreibt und da hatte ich es.

Der Roman wird in der Ich-Form erzählt und erzählt die Zeit von 2020 bis 2022 oder vielleicht 2027, wo die Barbara promovierte. Da gibt es ja eine Rahmenhandlung. Ich lasse ich es mit dem Ukraine- Krieg enden und der Simon hat sich auch angesteckt. Er kommt jedenfalls nach Wien, liest in der „Alten Schmiede“, wird nach Klagenfurt eingeladen. Denn da gibts 2027 wahrscheinlich kein 2G mehr.

So weit, so what und der Plan, meine Leser wissen es wahrscheinlich, war ein ellenlanger Roman von ein paar hundert Seiten. Aber jetzt werde ich immer kürzer und so habe ich, wo ich, wo ich gerade mit dem Rohtext fertig wurde, derzeit vierundsiebzigeinhalb Seiten, sechsundreißig Szenen und 37 919 Worte.

Durchs Korrigieren, das jetzt beginnt, denn es ist wirklich ein sehr roher Text oder eigentlich eine Materialsammlung, wo noch einiges wegkommen, beziehungsweise einiges ergänzt wird, wird wahrscheinlich wieder bei den dreißigtausend Worten bleiben. Ist halt so, kann ich offenbar nicht verändern. Ich schreibe so gut, wie ich kann und daran wird sich auch nichts ändern und ein keiner Max, den wir schon aus der „Mathilde“ und den „Uhren“ kennen, gibts wieder auch.

Also spannend und eigentlich bin ich ganz zufrieden, obwohl ich während des Schreibens immer wieder „Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, stöhne und dann weiterschreibe und da hilft mir, glaube ich, der Tip der Jurenka Jurk, mir zu denken, ein Rohtext muß nicht perfekt sein, bearbeiten kannst du später und mir hilft da, glaube ich, sehr, wenn ich paradoxe Intervention betreibe, mir also „Jetzt schreibe ich bewusst schlecht!“, denke. Denn mein innerer Kritiker ist ja von außen gekommen. Da wurde mir vor vierzig Jahren oder so gesagt, jeder Satz muß sitzen, alles muß perfekt sein und du kannst nicht schreiben.

Letztes höre ich manchmal wieder. Aber das ist falsch, denn soviel wie ich, haben wahrscheinlich nicht viel andere geschrieben. Aber natürlich ich habe meine Rechtschreibung und meine Grammatik, schreibe nicht sehr abgehoben und auch nicht experimentell und das lassen die Kritiker offenbar nicht gelten.

2022-03-30

Eingefahren?

Da habe ich ja erst vor ein paar Tagen von einem neuen Projekt geschrieben, das ich gerne angehen würde. Ich bin ja in dieses Jahr sehr hektisch gestolpert. Wir haben Ende März und schon sind zwei kürzere Texte im Rohtext fertig und beim Alfred gelandet.

„Das Seitengewitter“ ist vorige Woche aus der Druckerei gekommen. Der „Arbeitstitel“ könnte demnächst dorthin kommen und was schreibe ich jetzt?

Ich muß was schreiben, sonst fühle ich mich unruhig und getrieben, das habe ich schon geschrieben, obwohl ich dann wieder denke, Zeit lassen, die Idee kommen lassen, einen Roman schreibt man in einigen Jahren und nicht in ein paar Tagen. Mach Studien, suche das Thema, recherchiere!

Das alles ist derzeit ja ein wenig begrenzt und dann will ich eigentlich nicht mehr über Corona aber über was sonst?

Sonst gibt es nicht sehr viel, ist mein Leben diesbezüglich ja sehr eingeschränkt, was mich natürlich bis zur Depression sehr belastet, obwohl ich immer denke, macht ja nichts, du kannst es ignorieren. Der Alfred kauft ein, in Harland kann man radfahren, in die „Alte Schmiede“ streamen und dort hat man mich ohnehin nie wahrgenommen,, also mache ich das Schreiben für mich allein und das kann ich ja auch wenn es niemand merkt oder mir glaubt.

Das ist vielleicht ein Teil des Problems, das ich mir denke, statt was Neues schreiben, sollte ich mehr dafür tun auf mich aufmerksam zu machen. Ich brauche glaube ich das Feedback von außens , aber wie oder was?

Aber eigentlich mache ich das schon. Ich habe nach meiner Matura zu schreiben begonnen, damals dachte ich, am Abend und in den Ferien während meines Studiums. Das ging aber nicht, so habe ich erst Ende Neunzehnhundertsiebzig wieder regelmäßig zu schreiben angefangen oder das nach außen zeigen wollen.

Da war ich schon im „Arbeitskreis schreibender Frauen“, hatte meine erste Veröffentlichung und meine erste Lsung in der „Alten Schmiede“. Dann habe ich versucht, zugegeben ziemlich wahllos, meine Werke an die verschiedensten Verlage von „Resistenz“ bis „Suhrkamp“ geschickt und nachdem ich meine Bücher selber machte, jeweils fünfzig Stück in einer Druckerei, allmählich damit aufgehört. An Ausschreibungen, Stipendien und Wettbewerbungen habe ich dann auch nicht mehr geschickt, sondern ab 2008 zu bloggen angefangen und da vermarkte ich auch meine Bücher mit den Vorschauen, den Gewinnspielen, der Leserundeni, der Erfolg ist minmal, bzw gar nicht da und bis Corona hatte ich auch cira zehn jährliche Lesungen, mein literarisches Geburtstagsfest, das Volksstimmefest, die Poet-Night, etcetera, Corona hat das verhindert und jetzt schreibe ich für mich. Mir ist das wichtig, wahrscheinlich weil ich mich beweisen will, aber wie und über was?

Dann bin ich am Sonntag mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe gegangen und da ist mir der Satz „Die gestohlenen Jahre“ eingefallen und ich dachte, das ist das Thema, obwohl ich eigentlich nicht mehr über Covid schreiben wollte, weil ich da ja schon acht erzählende Texte habe. Dann habe ich konzipiert. Vier Personen gefunden und die Charakterbögen erstellt. Da ist die fünfundzwanzigjährige Barbara, die gerade in Medizin promovierte. Sie wohnt bei der Großmutter und der Großtante, denn da habe ich auf der Rudolfshöhe zwei weißhaarige alte Damen beobachtet, weil ihr Vater nach der zweiten Impfung einen Krebs bekam und dann an Covid verstarb und die Mutter in ihrer Verzweiflung zuviel Schlaftabletten genommen hat. Da ist man dann traumatisiert. Noch dazu da Barbara in dieser Zeit auch ihren Freund Simon, den sie schon von der AHS kannte, verloren hat. Denn der war ein Corona-Gegner ließ sich nicht impfen und konnte dann nicht mehr an der WU weiterstudieren. Da haben sie sich auf der diesbezüglichen Demo zerstritten. Die Großmutter berichtete vom Tod der Mutter und sie hat Simons Verschwinden erst später bemerkt, sondern, wie in Trance zu Ende studiert. Das ist die Vorgeschichte. Bei der Promotionsfeier steckt ihr die Tante ein Buch von Simon Bauer das „Die gestohlenen Jahre“ heißt entgegen. Barbara schlägt es zu Hause im Pyjama auf und erinnert sich an ihren achtzehnten Geburtstag im März 2020, wo Corona begann.

Die zwei Szenen habe ich schon, aber wie mache ich weiter. Da habe ich, wie ich fürchte, jetzt ein Blackout, ein Brett vor dem Kopf und den Gedanken, „Ich kann es nicht!“

Da war ich schon einmal vor achtundreißig Jahren, als ich hochschwanger war und über die Psychose meiner Freundin Elfi schreiben wollte. Da bin ich an der ebenfalls sehr spannenden Geschichte gescheitert, konnte über dieses Problem nicht zeigend schreiben. Der Text ist nie fertig geworden und jetzt denke ich auch, so komme ich nicht weiter. Denn wie mache ich es? Über das erste Corona-Jahr habe ich schon in der „Mathilde“ geschrieben. Das könnte ich jetzt wiederholen. Aber wie es wirklich im Jahr 2027, wo das ganze ja spielt, weitergeht, weiß ich ja nicht wirklich. Trägt man da noch Maske? Muß man sich testen lassen? Bei mir wäre alles schon vorbei, nur die Traumatisierungen noch da und, wie das mit der Inflation, dem dritten Weltkrieg der totalen Überwachung durch Digitalisierung, etcetera, ist, weiß ich auch nicht wirklich und, wie ist das mit diesen Roman, den die Barbara liest?

Der ist ihr gewidmet. Sie denkt aber an ihre Erlebnisse. Vielleicht sollte ich auf Simon umswitschen und ihm die Zeit erleben lassen und dann auch die Sicht der Großmutter und der Tante beschreiben. Die Tante, achtzigjährig, war auch eine Corona kritische Journalistin, die immer noch sehr wach und aktiv ist. Die Großmutter, die ihre Praxis nach dem Tod von Sohn und Schwiegertochter aufgegeben hat, um sich um die Enkeltochter zu kümmern, praktische Ärztin und auch eher angepasst. Der Tante könnte ich also auch eine Stimme geben und am Schluß das hätte ich schon, trifft die Barbara den Simon in der „Alten Schmiede“ bei der Buchpräsentation und er kann jetzt auch sein Studium fertigmachen, wenn man das 2027 ohne Test, Impfung und Maske darf.

Das wären also Ideen, wie ich vielleicht weitermachen könnte, mit Simons Roman und die Tante könnte mit Barbara nach Simon suchen. Doch was anderes schreiben oder nur über mein Schreiben bloggen? Das hat mich ja meine Psychologiekollegen Irmgard G. vor Jahren einmal gefragt, ob mein Schreiben jetzt aus meinem Bloggen besteht? Das Schreiben über das Schreiben. Mir ist ja die Dokumentation, die Selbstdarstellung wichtig. Mit einem Klick kommt man auf mein Schreiben. Ruhiger und langsamer werden und dann vielleicht an den Schwächen, die habe, arbeiten, wäre auch eine Idee. Also Zeit lassen. Einen Roman schreibt man nicht in zwei Tagen. Natürlich nicht und ich habe auch schon viel geschrieben. Soviel, wie die meisten anderen wahrscheinlich nicht und über Feedback und Rückmeldungen wäre ich auch dankbar.

2022-03-28

Die gestohlenen Jahre

Da habe ich ja am Donnerstag wahrscheinlich mit zu vielen Anführungszeichen, wie meine Kritiker meinen könnten, die „Uhren“ abgeschlossen und dem Alfredübergeben und bin dann das Wochenende in Harland ziemlich orientierungslos herumgetappt.

Ich weiß nicht über was ich schreiben soll? Aber das muß ich doch, sonst fühl ich mich leer. Denn was soll ich außer meinen Stunden sonst anderes tun? Lesen ja. Aber das Spazierengehen und das andere ist ja derzeit immer noch sehr eingeschränkt. Ich habe dann meine Bücher geordnet.

Es gibt, herhören vierundfünfzig Selbstgemachte, dann die „Hierarchien“ aus der „Edition Wortbrücke“ des Jack Unterwegers,, die zwei Fach–und Sachbücher übers Stottern und dann die drei, die noch fertig werden müßen.

Der „Arbeitstitel“, wo noch das Cover fehlt, sonst könnte es schon an die Druckerei gehen , dann das „Frauenleiden“ und die „Uhren“. Ich habe wieder ein bißchen in den Romanideenartikele der Jurenka Jurk gesurft. Da Wörter aus Bücher schreiben oder Clustern. Aber über was, wenn ich da drei Wörter habe und über Corona will ich eigentlich nicht mehr, was aber sonst?

Dann bin ich am Sonntag mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe gegangen und da sind wir dann „Die gestohlenen Jahre“ eingefallen. Ja da habe ich und all die anderen zwei Jahre plus nach oben offen verloren.

Die Kinder und die Jugendlichen betrifft das ja besonders und wie man jetzt an dem Geschrei über die Gratistests, die es ab ersten April nicht mehr unbegrenzt gibt hört, sind ja alle traumatisiert. Beschimpfen den Gesundheitsminister, daß er schon wieder versagt hat. Aber wenn er was sagt, schreien alle „Das wollen wir nicht!“

Wie kommen wir aus der Situation heraus? Das ist ja die Frage. Nicht mehr testen, Maske tragen, wenn man will. Ansonsten aufpassen, denke ich. Aber ein Drittel schreit nach mehr Maßnahmen, das andere will alles öffnen und das dritte steht dazwischen und Eigenverantwortlichkeit ist überhaupt kein Thema.

Nein, denn alles muß von oben angeordnet sein und dann hört man immer alles wird teurer. Die Semmeln, die Ostereier, die Energie und wir müßen uns entscheiden essen oder heizen? Dann könnte auch noch der Atomkrieg kommen. Also alles sehr beschissen und noch viel mehr Jahre verloren. Was ja wieder mein Problem sein könnte, wenn ich so tue, als wär schon alles vorbei! Ach nein, denn im Herbst kommt vielleicht schon der nächste Virus und gegen Atomkrieg helfen die Masken auch, wie ich von Werner Gruber hörte, der ja alles sehr viel besser weiß, so daß wir die vielleicht nie mehr loswerden und ich nie mehr einkaufen kann.

Also ein paar Jahre in die Zukunft gehen. Da gibt es eine Barbara, die gerade in Medizin promoviert. Sie ist fünfundzwanzig und am 13. 3. 2020, als die Pandemie begann, achtzehn geworden. Da gab es keine Party oder nur ein heimliches Treffen mit ihrem Freund Simon. Jetzt hat sie promoviert. Die Facharztausbildung in Anästhesie wartet und die Großtante Hedwig, achtzig, eine gewesene Journalistin schenkt ihr ein Buch, das die „Gestohlenen Jahre“ heißt, das von einem Simon Bauer stammt. Sie wohnt bei der Großtante und der Großmutter Anna, fünfundsiebzig, ehemals praktische Ärztin. Ist 2022 nachdem ihr Vater Franz und Statistiker, bei dem nach der zweiten Impfung ein Krebs ausgebrochen ist, an Covid verstarb und sich die Mutter Margit, eine Sozialarbeiterin, deshalb eine Überdosis Schlaftabletten nahm, zu ihr gezogen.

Da hat sie sich auch mit ihren Freund Simon, mit dem sie im selben Gymnasium war, zerstritten, der an der WU studierte. Da gab es 2G und er ist verschwunden. Vorher waren sie sich uneinig, denn Simon wollte mit ihr immer auf Demos gehen und war Corona kritisch. Sie war eigentlich angepasst und geimpft, wie die Großmutter und die Mutter, deren Weltbild nach dem Tod des Vaters zerbrach. Die Tante war da kritischer und jetzt liest die traumatisierte Barbara, die die letzten Jahre durchtauchte und angepasst fertig studierte, das Buch und macht sich auf die suche nach Simon, denn sie dann bei einer Lesung in der „AS“ wiedertrifft.

So weit, so what. Das ist die Grundidee, wo ich schon ein paar Notizen und Charakterbögen habe. Auch die Arbeitsbögen der Jurenke Jurk sind ausgefüllt. Was ich mir erwarte ist, daß ich endlich einen längeren Text, der zumindestens „Nano-Maße“ erreicht. Das ich mir Zeit lassen kann, ist klar. Da bin ich jetzt ja eher hektisch. Den Roman kommen, wachsen lassen und das lang und genau beschreiben, wie die Pandemie, das Leben der zwei jungen Leute zerstörte und dazwischen das Zeitgeschehen beobachten. Anschauungsmaterial habe ich ja genug. Also wieder was Neues, Freunde es, geht weiter und wird das einundsechzigste Buch. Ich werde darüber berichten, mal sehen wie es euch gefällt?

2022-03-24

Alle zwei Monate ein Roman?

Ja gibt es das? Darf das sein? Schreib nicht so schnell, höre ich schon meine Kritiker schreien und ich will ja auch einmal einen richtig dicken Roman schreiben. Ein Jahr oder mehr daran arbeiten, das wäre fein! Das nehm ich mir vor. Geht aber, wie ich fürchte derzeit nicht und ist eigentlich auch nicht so schlimm, wenn ich kürzer und dafür mehr schreibe und inzwischen gibt es ja auch sowas wie Serie oder Personen, die sich in meinen Texten wiederholen und immer wieder vorkommen und Covid ist ja für die realistische Schreiberin soweieso das große Thema, das mich jetzt schon zwei Jahre lang beschäftigt und außer den Blogartikel im „Corona Texte Buch“ gibt es jetzt ja schon acht Covid-Texte oder richtiger es gibt sie noch nicht alle gedruckt, aber im Rohtext vorhanden und in Bearbeitung und da kann ich mich an Jaqueline Vellguth von „schriftsteller-werden.de“ erinnern, die einmal beschlossen hat, einen Roman imMonat also zwölf Bücher in einem Jahr zu schreiben und das auch umsetzte.

Ich bin einmal von sechs Wochen für den Rohtext ausgegangen und dann noch ein paar Montae zur Bearbeitung, bin aber jetzt schneller geworden.

2019 habe ich mit dem „Fräulein No“ ,den siebenten „Nano“, glaube ich geschrieben. Dann kam die Idee meine Schreibtexte mit den Romananfängen der siebenundzwanzig Bücher, die es seit dem Blog gibt entstanden sind, herauszubringen.

Dann kam Corona und ich wollte eigentlich eine Beziehungsgeschichte zwischen einer älteren Frau und ihrem Assistenten schreiben. Da kam dann Corona hinein und es entstand kein „Frühlingserwachen mehr“. Dann kam das „Braunrotkarierte Notizbuch“ und die „Mathilde“,, die ist, glaube ich,im Juni 21 erschienen. Dann habe ich meine „Corona-Artikel“ zusammengestellt und immer wieder neue geschrieben.

Im Sommer 21 kamen dann die „Hundert Seiten“, die Geschichte über eine feministische Oma, den Demo besuchenden Sohn und die Enkeltochter mit der Corona-Matura, aus dem ich eigentlich beim Volksstimmefest lesen wollte. Ging dann nicht, weil entweder dem Christoph Kepplinger nicht gefallen oder ich den 3 Gs nicht entsprechen wollte und dann kam das „Impfpflichtgerede“ verweigt im „Seitengewitter“, im Herbst geschrieben und dann kam der November und die Frage, schreib ich jetzt bei Nanowrimo mit oder nicht? Aber da war ich mit dem Korrigieren, glaube ich, noch nicht fertig. Das hat sich dann bald geändert und die Idee die Corona-Dystopie aus der Zukunft zu beschreiben, war dann auch da. Dann habe ich zwischendurch gestartet und bin mit dem „Arbeitstitel 2021 Wien“ im Dezember fertig geworden. Ein sehr kurzer Text, der auf die „Wiener Verhältnisse“ meinem ersten „Digi“ Bezug genommen hat, beziehungsweise die Joana Bernard eine Nachfahrin des Jakob Mandelbaums sein ließ.

Dann kam der Jahreswechsel und da besuche ich seit einigen Jahren ja immer die ,“Plan dein Romanjahr- Webinare“ der Jurenka Jurk, die da immer Kursteilnehmer sucht, die sich ihren „Traum einen Roman zu schreiben“, wie sie es nennt, erfüllen wollen.

Da schreib ich ja immer mit und hatte am dritten Jänner, glaube ich, die Idee vom „Frauenleiden“ oder die einen alten Lektor als Hauptperson zu haben. Enen alten Psychiater hatte ich ja schon im „Seitengewitter“ und wieder, das wird jetzt ein Jahrhundertroman. Der Bernhard Wilhelm gibt seiner Großnichte die „Effi Briest“, das „Gretchen“, die „Fromme Helene“ und die schreibt dann aus der aktuellen Situaation einen Roman darüber. Der ist dann wieder sehr kurz geworden und dann, wie gehts weiter? Wie man Fließband, alle zwei Monate was Neues. Das ist ja toll, auch wenns dem Ulinicht gefällt und sich auch sonst niemand dafür interessiert.

Was mache ich also?, habe ich vor drei Wochen gefragt? bin dann auf die Fritzi Jelinek bekannt aus der „Absturzgefahr“ und der „Pensionsschockdepression“ „gekommen und als ich das das erste Buch durchblätterte, hatte ich schon die Struktur, nämlich den Roman im Roman und das sind meine Blogartikel, die es zum größten Teil schon im „Corona-Texte-Buch“ gibt. Die Emma Baldinger aus dem „Frauenleiden“ hat den Roman geschrieben. De Fritzi hat ihn lektoriert. Jetzt soll Hans Haller, wie sie sich nannte, den „Rauriser Förderungspreis“ bekommen. Aber wer ist Hans Haller? Ein kleiner Bub mit Schultüte aus den Siebzigerjahren. Das Foto lag dem Manu bei und Thekla Morgenstern, die Nachbarin hat noch andere im Bücherschrank gefunden. Ja damit bin ich jetzt auch fertig geworden. Hab den Text den Alfred gegeben, der gerade das Cover für den „Arbeitstitel“ macht. Das „Seitengewitter“ ist vor ein paar Tagen gekommen, in den Schrank gelegt, an die NB und die „Schmiede“ geschickt und was mach ich jetzt?

Jetzt steh ich da ich armer Tor und habe schon wieder keine Idee für das nächste, fühle mich ausgeschrieben, aber ohne Idee fühl ich mich auch leer, wie mach ich also weiter?

Die Fenster sind geputzt, recherchieren ist derzeit immer noch ein wenig schwierig. Aber natürlich will ich die Ideen kommen lassen und wenn es geht auch etwas abseits von Corona schreiben. Die Ideen also kommen, wachsen, reifen lassen. Mal sehen, wie es weitergeht und wann ich wieder „Die Idee ist schon da!“, schreiben werde und dazwischen meine acht Corona-Texte vermarkten. Das wäre ja auch fein. Wieder mal, wo lesen und das Work on progress präsentieren. Da wärs fein, daß ich mich mit dem schon vorhandenen beschäftigen sollte, denke ich mir auch immer und das „Literaturgeflüster“ ist ja auch mein Schreibtagebuch in dem ich immer über mich und meine Schreibprojekte berichte.

Voila, bin gespannt, wie es weitergeht und das Wochenende geht es wieder nach Harland. Dann gibts die „Fried-Tage“ im Literaturhaus und nächste Woche schon den Osterspaziergang, um den Viehofner See und da habe ich vor teilzunehmnen und meinen „Meister Hoppel“ zu lesen.

2022-03-07

Frauen & Revolution in Kuba

Der Frauentag naht und da gab es schon am Freitag eine Veranstaltung im Literaturhaus und am Montag hat die Ruth im „Havanna Club“, die ja einige Zeit in Kuba war und auch Sekretärin in der „österreichischen kubanischen Gesellschaft“ ein Referat über die Rolle der kubanischen Frauen in der Revolution gehalten. Da gibt es vier, eine Celia Sanchez, eine Melba Hernandez, eine Haydee Santamaria und eine Vilma Espin. Von keiner habe ich je etwas gehört, obwohl ich, als ich das letzte Mal in Harland war, dort in den Regalen ein Buch über die „Frauen von Havanna“ entdeckte. Aber ich ja keine Spezialistin der kubanischen Revolution und bin eigentlich ganz ehrlich auch ein bißchen skeptisch bezüglich der Heldenschaft von Che Guevara, habe aber „Zucker aus Kuba“ vor Jahren gelesen. Ein Exemplar der „Büchergilde Gutenberg“ aus dem Bücherschrank meiner Eltern, und nicht das das die Ruth in der „Edition die Donau“ hinunter herausgegeben hat, aber Erika Brunngraber, Rudolf Brunngrabers Tochter, die morgen Geburtstag hat, ist dort gewesen und ausgerechnet heute, welch ein Zufall könnte man sagen, gab es im Literaturhaus wieder einen großen Zeeman-Leseclub und da wurde Rudolf Brunngrabers „Karl und das zwanzigste Jahrhundert“ vorgestellt, das vom „Milena-Verlag“ neu herausgebracht wurde und das ist sehr interessant, ausgerechnet zum Vorabend des Frauentags ein wiederaufgelegtes Buch von einem Mann im „Milena Verlag“, der einmal, lang lang ists her „Wiener Frauenverlag“ geheißen hat, der ja einmal, lang lang ist her von Bruni Langthaler, Elfriede Haslehner und noch ein paar anderen Frauen gegründet wurde und am Mittwoch gibts im Literaturhaus wieder eine von Helga Pregesbauer organisierte Veranstaltung, die ich mir streamen werde und am Mittwoch führt auch die Ruth im Rahmen des Lesetheaters im Weinhaus Sittl einen Lyrik Abend zu Ehren von Elfriede Haslehner, die ja bald ihren neunzigsten Geburttag hat auf.

Da hat sie mich schon vor einiger Zeit nach meinen Lieblingsgedicht gefragt und das hab ich ja.

„Welch ein erfolgreiches Lben: Ich habe nicht unter der Brücke geschlafen, es wurde auch noch kein Krebs diagnostiziert“, das jetzt aus dem Gedächtnis zitiert, das hätte ich lesen können, aber leider leider trotz Freedomday in Wien immer noch 2G, aber das mit dem Freedomday ist Angesichts des Krieges in der Ukraine, wo sich alle vor einem Atomanschlag und dem dritten Weltkrieg fürchten, ohnehin ein bißchen fragwürdig und es gibt ja auch die die Alternativveranstaltung im Literaturhaus.

So erinnere ich noch einmal, daß ich vor zwei Jahren im Literaturhaus bei der Veranstaltung der Helga Pregesbauer, wo auch die Ruth und Gertraud Klemm gelesen haben, das letzte Mal eigentlich bei einer Veranstaltung war, weil dann ja der Lockdown, angefangen hat, stimmt nicht ganz, im Sommer gab es ja die O-Töne und bei den „Wilden Worten“ war ich inzwischen auch ein paar Mal und im Sommer 2020 im Cafe Prückl, bzw. im Weinhaus Sittl aber das letzte Mal im Literaturhaus und jetzt wo man freedomgemäß ja eigentlich wieder könnte, darf man in Wien noch nicht und so war ich auch gestern mit der Ruth, der Erika Parovsky und den Damen von der WUK-Seniorengruppe im Laxenburger Schloßpark wandern und dann in einem Gasthaus bei einem tollen Mittagessen, weil da braucht man ja seit Samstag nur mehr ein einziges G ein und ansonsten kann ich anfügen, habe ich arbeitsreiches Wochenende gehabt, nämlich in zwei Tagen meinen neuen Roman, der eigentlich wieder eine Novelle ist, konzipiert „Die Uhren haben ihre Zeit verloren oder Fritzi Jelinek sucht einen Autor – ein Verschwörungsroman in vierzehn Episoden“ beziehungsweise den Rohtext fertig geschrieben.

Wieder sechzig Seiten, dreißigtausend Worte und einen Roman im Roman und der besteht zum größten Teil aus meinen Literaturgeflüster Texten, mit dem Egon auf der Josefstädterstraße fängt es an, dann schreibt die Mathilde einen Brief an ihre nie gesehene Enkeltochter, die vier Lena-Geschichten kommen vor, noch drei Mathilde Szenen, der „Traum“ und die erste Szene aus dem Seitengewitter, die ich noch mit einer Lotte Füchsel vorher in den Blog gestellt habe und am Schluß läuft der Egon wieder über die Josefstädterstraße und will für seine „Hexen“ Jodtabletten kaufen, weil der dritte Weltkrieg begonnen hat und da ist mir, glaube ich, was ich schon immer wollte, der Rahmen durch die Pandemie gelungen und die Fritzi Jelinek schon bekannt aus der „Absturzgefahr“ und der „Pensionsschockdepression“ lektoriert den Roman und muß dann den Autor suchen, weil der den „Rauriser Förderungskreis“ bekommen wird. Es aber nur ein Kinderbild und eine Postfachadresse von ihm gibt.

Wahnsinn in einem Wochenende einen ganzen Rohtext, auch wenn ich die Hälfte der Texte schon hatte und ein bißchen mit dem Frauentag hat das Ganze wohl auch zu tun oder besser der Vorvorvorgänger, die „Hundert Seiten Depression“.

2022-03-06

Die Idee ist schon da

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:48
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Ich habe es ja gewußt oder doch nicht wirklich, könnte aber trotz der Diskussionen mit dem Uli auf mich vertrauen, daß ich nicht aufgeben werde und seit circa zwanzig Jahren schließt sich bei mir auch eine Idee zeitnah an die andere an.

Das war nicht immer so.Ich kann mich erinnern, das war wahrscheinlich in den später Siebziger- frühen Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts, bei der Vali gleich neben dem Grinziger Friedhof wahrscheinlich mit der Bruni und der Elfriede Haslehner gesessen bin und die hat gesagt, daß ihr eine Idee nach der anderen kommt und sie sich nur durch ihren berühmten Mann, den Dichter Wilhelm Szabo, der damals noch gelebt hat, behindert fühlte.

„Wow!“, habe ich gedacht.

„Bei mir ist das nicht so! Ich quäle mich mit meiner Hemmung ab, denke, ich kann oder darf es nicht!“ und irgendwann war das vorbei. Habe ich jetzt ja schon sechsundfünfzig selbstgemachte Bücher, drei davon sind noch nicht erschienen, die „Hirarchien“ aus der „Edition Wortbrücke“ und dann noch zwei Sach- oder Fachbücher übers Stottern und schreibe wirklich, wie am Fließband.

Daß mir das Feedback fehlt, habe ich schon gejammert und es stimmt auch, daß ich mir denke, da schreibe ich schon an die fünfzig Jahre und niemand nimmts wahr, glaube aber nicht, daß mein Schreiben das schlechteste von der Welt wäre, das wäre zuviel Ehre, denn da wäre ich ja im negativen Sinn berühmt! Nein, es wird schon durchschnittlich sein und ist wahrscheinlich sowohl sprachlich als stilistisch nicht so gut, daß es die Kritiker hintern Ofen hervorlockt und die anderen, die nicht lesen, interessieren sich auch nicht dafür.

Aber für mich ist es wichtig, obwohl ich mir in letzter Zeit denke, ich muß ja nicht schreiben, brauche niemanden etwas beweisen, mache es, wie mir schon Rudolf B, der Pastor aus Hamburg, der später nach Frankfurt zog, in den später Siebzigerjahren riet, für mich selber!

Damals habe ich nicht geglaubt, daß ich das bis in alle Ewigkeit so muß, aber macht ja nichts, ich mache meine Bücher seit 2000 selber, vorher habe ich die Manuskripte an die Verlage geschickt und zurückbekommen oder nicht und seit 2008 blogge ich darüber.

Als mir der Alfred „Die Wiener Verhältnisse“ zum Geburtstag schenkte, habe ich gedacht „Wow, so schnell so schön, so billig, ab jetzt wird jedes meiner Bücher erscheinen und so ist es auch.

Das Bloggen ist mein Tor zur Welt und dann bin ich dreimal in der Woche in die „Alte Schmiede“ und ins Literaturhaus gegangen, habe viel gelesen und zuletzt schon darüber gelitten, wie ich da übersehen wurde. Aber hin und wieder ist jemand, den ich gar nicht kannte auf mich zugekommen und hat gesagt „Du hast einen schönen Blog!“

Corona, hat das verändert, obwohl am fünften außer in Wien ja die Regeln fielen und man da ab April wieder maskenlos in die Schmiede gehen könnte. Aber gut, Corona hat viel verändert und mir das Loslassen erleichtert, auf der einen Seite. Auf der anderen wieder nicht, denn soviele Bücher über Corona, wie ich, hat wohl niemand geschrieben. Damit bin ich auch nicht aufgefallen, was vielleicht auch gut ist, denn dann nennt mich niemand „Schwurblerin“ und schmeißt mich irgendwo hinaus.

Obwohl auch das ist geschehen, habe ich die zweite Szene aus den „Hundert Seiten“ ja nicht auf dem Volksstimmefest lesen dürfen, aber das hat wahrscheinlich andere Gründe, als daß man kein männerhassender Feminist sein darf und der Richard ist das auch gar nicht, sondern hat unter seiner feministischen Mutter sehr gelitten, die ja ihre Karriere und den Feiminsmus aufbauen mußte und daher nur sehr wenig Zeit hatte, sich um ihn zu kümmern. Ich kenne einige Männer, denen das passiert ist und die zu ihren Müttern „Warum sind wir nicht eine normale Familie?“ sagten, aber gut „Die hundert Seiten“ sind erschienen und an die „Alte Schmiede“ geschickt. Die „Textvorstellungen“ , wo ich ja zuletzt mein „Literaturgeflüsterbuch I“ vorstellen konnte, gibt es nicht mehr. Aber vielleicht passen meine Corona- Bücher in die Politisch schreiben-Reihe, und wenn nicht ist das auch egal, denn es gibt ja meinen Blog und da stelle ich meine Bücher vor, auch wenn sich außer dem Uli niemand für mich interessiert und der kommt hat er mir mal geschrieben, zum Gruseln her.

So fürchterlich ist das nicht, denke ich, genausowenig, wie der Peter Handke eine langweilige Schlaftablette ist, um mich wieder mal mit einem Nobelpreisträger zu vergleichen.

Also seit zwanzig, dreißig, vierzig Jahren geschrieben und geschrieben und unlängst den siebenten Corona-Text, die Literaturgeflüstertexte, ausgelassen, dem Alfred übergeben. Das war vor einer guten Woche und dann eigentlich zum ersten Mal kein Thema für ein neues gewußt.

Wui, was mache ich da? Meine Rituale, Fensterputzen, Recherchieren gehen, etcetera, die Fenster in der Krongasse habe ich aber erst im Jänner geputzt und man muß nichts übertreiben. Also, die in Harland, wo ich am letzten Wochenende war und das Recherchieren fällt trotz Freedomday, weil ja in Wien, glaube ich, immer noch 2G gilt auch irgendwie aus. Ich könnte zwar von Würstelstand zu Würstelstand und dann zu den Bücherschränken wandern oder was ich in den letzten Wochen ja bevorzugt tat, auf eine Demo gehen. Oder auch nur ein bißchen trödeln, Zeitlassen, ich muß ja weder mir noch jemanden anderen was beweisen und dann kommen schon die Idee, das weiß ich nach fünfzig Jahre Schreiberfahrung und sie sind auch gekommen.

Ich habe also den Ideenfindeartikel der Jurenka Jurk nochmal gelesen, wo ja steht, daß ich mir Cluster bilden oder jeweils drei Wörter auch einem Buch herausziehen soll und dann habe ich gedacht, schau ich mir noch einmal in Ruhe meine fünfzig Bücher an, denn da ist sicher vieles nur angeschrieben, was man noch näher ausführen könnte und die Idee eine Romanfigur herauszunehmen und sie wieder zum Protagonisten oder Protagonistin machen ist mir auch schon gekommen.

Dann habe ich am Wochenende in Harland in der ehemaligen Telefonzelle beim Amtshaus ein paar Bände aus der „Nobelpreisträger-Reihe“ entdeckt, habe mir die Gedichte der Nelly Sachs genommen, den Alexander Solschenizyn wieder zurückgetragen, weil ich den „Archipel Gulag“ schon genauso, wie die „Früchte des Zorns“ oder die „Atmostation“ und „Wem die Stunde schlägt“ schon hatte.

Aber in einem der Bücher habe ich ein paar Fotos gefunden auf denen ein blonder Bub, einmal mit einer Schultüte, einmal im Kreise seiner Familie, dann noch ein Wohnwagen abgebildet war. Und das ist ja auch eine Idee aus dem Ideenfindungsartikel.

Aus den Fotos eine Geschichte machen. Aber eine Familiengeschichte am Land aus dem Sechziger- oder Siebzigerjahren gibt nicht viel her. Die Frage, wem die „Nobelpreis-Reihe“ gehörte ist aber interessant! Wahrscheinlich einem alten Herrn wie den Bernhard Wilhelm oder dem Professor aus dem „Wilden Rosenwuchs“, wie der nach Harland gekommen ist, ist vielleicht auch interessant, aber nicht das Thema, obwohl ich ja öfter meine Bücher in die Harlander Telefonzellen oder in die von Altmannsdorf hineinlege.

Aber soweit war ich noch nicht. Denn da gabs ja die Idee meine Bücher nochmals zu lesen oder mir da ein paar Potagonistin herauszupicken und da gibt es ja schon die Fritzi Jelinek aus der „Absturzgefahr“ und der „Pensionsschockdepression“. Die heißt so, weil ihre Mutter eine Deutschprofjessorin sie nach der Frau Mayröcker und der Nobelpreisträgerin von 2004 nannte und die ist Schreibtrainerin und hat eine platonische Beziehung zu dem polnischen Priester Janus Warszinszki und die könnte jetzt ein Manuskript lektorieren. natürlich einen Corona-Roman,, einen vielleicht der den Bogen von der Dystopie von der Vergangenheit zur Gegenwart oder Zukunft spinnt. da gibt es ja das „Frühlingserwachen“, wo der demente Egon an den dritten Weltkrieg oder eine Invasion vom Mars glaubt. Das ist jetzt, zwei Jahre später sogar ein bißchen realistischer geworden und in der „Mathilde im Coronaland“ geht es um ein Ungeimpften- Ghetto, das es wahrscheinlich nicht geben wird, nur einen Schutzlockdown für dieselben und eine 2G- Regel und dann fliegt 2053 eine Dreihbuchautorin von New York nach Wien um über die Pandemie von 2020 zu schreiben.

Darüber läßt sich wohl ein längerer Roman schreiben, als es mir gelungen ist, die ich da ja mit Novellen überbleibe und den hat die Fritzi jetzt zu lektorieren. Der gewinnt dann einen Preis, vielleicht will „Suhrkamp“ ihn verlegen oder „Rauris“ interessiert sich dafür. Aber jetzt kommt das Problem. Wer ist der Autor? Die Fritzi hat ihn lektoriert, hat aber nur ein Bild von einem blonden Jungen, eine Postffachadresse und den Autor, der sich Hans Haller nennt, nie gesehen.

Jetzt muß sie nach ihm suchen und am Ende stellt sich vielleicht heraus, das Buch ist von einer Sprachkunststudentin geschrieben, die Emma Baldinger heißt.

Spannnend oder nicht? Der Uli wird es wahrscheinlich nicht so finden und mir müßte noch das Kunststück gelingen, eine Nanowrimolänge hinzubekommen. Mal sehen, Recherchieren könnte ich vorher noch ein bißchen und habe da an den Freitag gedacht, aber dann habe ich in der Nacht vom Donnerstag immer wieder das Licht aufgedreht und mir ein Konept, wie in der „Absturzgefahr“ ausgedacht, also den Roman zwischen der Rahmenhandlung mit der Fritzi einplanen und dann ist ein „Verschwörungsromankonzept in fünfzehn Episoden“ daraus geworden, das mit einem verwirrten Egon beginnt, der durch die Josefstädterstraße läuft, vom Maskenpolizisten Max aufgeklärt wird, was geschehen ist, dazwischen kommen dann die LenaTexte, die der Mathilde und des „Meister Hoppels“ , bis der Egon wieder durch die Straßen läuft und sich Jodtabletten kaufen will, weil alle um ihm herum vom dritten Weltkrieg und einem Atomangriff reden und dann kommt noch dreißig Jahre später die Joana Bernard nach Wien, um ein Drehbuch zu schreiben und am Heldenplatz Walzer zu tanzen.

Das sind fast alle Texte, die es entweder in den Büchern oder im Blog schon gibt und dann brauche ich noch die Rahmenhandlung darum herum. Am besten auch vierzehn oder fünfzehn Szenen, die erste habe ich schon geschrieben, dann kommt, die Thekla Morgenstern, Fitzis Nachbarin aus der „Pensionsschockdepression“, bringt ein Stück Kuchen, sieht das Foto von dem blonden Buben mit der Schultüte und erzählt, daß sie ähnliche Fotos in alten „Nobelpreisträger-Ausgaben“ im offenen Bücherschrank gefunden hat. Dann geht sie mit der Fritzi in die Bibliotherapie-Gruppe in die St. Ulrichskirche, wo Fritzi den „Uhrenroman“ vorstellt. Fritzis Mutter, die ehemalige Deutschlehrerin, die jetzt mit ihren Freundin Erika in einer Senioren-WG wohnt, ist auch da und erzählt, wie schilmm die Pandemie auch in einer alternativen Pflegeeinrichtung war, denn die ist jetzt offenbar vorbei und Fritzi trifft beim Bücherschrank eine junge Frau mit einem Trolley voller Bücher, wo sich auch ein paar der „Nobelpreisträger-Anthologie“ befinden, die sagt, daß sie die Wohnung ihres verstorbenen Großonkel ausräumt.

„Hieß der vielleicht Hans Haller?“, fragt Fritzi hoffnungsvoll, um vielleicht eine Spur zu haben.

„Nein, Bernhard Wilhelm! Alois Haller ist der Lebensgefährte meiner Mutter, die mit mir die Wohning ausräumt und der war ein Patenkind des Onkels, einen Hans kennen wir nicht!“, antwortet die und das ist jetzt das, was ich schon habe.

„Wui!“, werden meine Kritiker jetzt schreien.

„In zwei Tagen einen ganzen Roman skizziert, der wahrscheinlich wieder eine Novelle wird, darf das sein?“

Und jetzt heißt es schreiben, schreiben, ich bin gespannt und das „Seitengewitter“ ist auch schon an die Druckerei gegangen.

2022-02-27

Wie es weitergeht?

Eine interessante Frage, die ich hier schon öfter zu beantworten versucht habe

und auf jedenfall bin ich mit dem „Frauenleben“ wieder fertig und habe den Text schon an den Alfred geschickt, damit er an die Druckerei gehen kann.

So lange, wie geplant ist es nicht geworden, zwar ein bißchen länger als der „Arbeitstitel“ und vielleicht in etwa solange die die „Hundert Seiten“, die inzwischen schon erschienen sind und das „Seitengewitter“ das noch an die Druckerei gehen muß.

Also über sechzig Rohseiten, zweiunddreißig Szenen und 30.682 Worte, also vom „Nanowrimo“, wo es ja auch heißt, daß fünfzigtausend Worte für einen Roman sehr kurz ist, weit entfert, aber mehr scheine ich trotz meiner besten Vorsätze derzeit nicht zu schaffen, obwohl, ich glaube, daß der Text sehr dicht geworden ist und eigentlich alles drin enthalten ist.

Ich scheine also immer schneller zu werden. Vor ein paar Jahren habe ich ja noch geschrieben, daß ich sechs Wochen für den Rohtext brauche und das schon für sehr schnell gehalten.

Mit dem „Frauenleiden“ war ich mit dem Rohtext aber nach zwei Wochen fertig und mit dem Korrigieren nach fünf oder sechs Wochen und im vorigen Jahr habe ich ja auch drei Texte nämlich die „Hundert Seiten“, das „Seitengewitter“ und den „Arbeitstitel“– geschrieben und dann ja noch das „Corona-Texte- Buch“ die Corona-Texte aus dem „Literaturgeflüster“ herausgebracht.

Wenn das so weiter geht, schreibe ich alle zwei Monate ein Buch, was eigentlich nichts macht, wenn es statt dem einen Jahrhundertroman, viele kürzere knackige Texte gibt.

Allerdings beschäftigt mich ja schon länger die Frage, was ich schreiben soll oder anders ausgedrückt, ich habe schon länger das Gefühl, ich bin ausgeschrieben.

Dann bringe ich einen Text zu Ende, habe eigentlich keine Ahnung, was als nächstes kommt und schwupp, dann kommt schon die Idee,, so wie Anfang Jänner bei dem Minikurs von Jurenka Jurk, wo eine Teilnehmerin fragte ob sie sich von ihrem achtzigjährigen Onkel lektorieren lassen soll und schwupp war die Idee für das „Frauenleiden“ schon da und ein paar Tage vorher habe ich auch gedacht, ich habe keine Ahnung was als nächstes kommt? Da habe ich dann den „Arbeitstitel“ fertig korrigiert und dann das „Frauenleiden“ angefangen. Jetzt bin ich, glaube ich, am Donnerstag mit dem Korrigieren fertig geworden und keine Ahnung was als nächstes kommt?

Was mache ich da? Da habe ich meine Schreibrituale, Fensterputzen, auf Recherchezüge gehen und weiterschreiben. Die Fenster in der Krongasse habe ich Anfang Jänner geputzt. Das muß ich erst im Sommer wieder tun. Aber wir sind dieses Wochenende wieder in Harland. Da wurden die Fenster schon länger nicht geputzt, also habe ich das am Freitag getan und dann, wie gehts weiter? Wie finde ich Ideen für was Neues?

Da beschäftigt mich ja schon länger die Frage mit, über oder ohne Corona, da es außer dem „Corona-Texte-Buch“, schon vier erschenene Corona Bücher und drei in der Warteschleife gibt, habe ich mich ja gefragt, wann werde ich über was anderes schreiben?

Das hängt zwar nicht nur von mir ab, denn wenn ich was schreibe und die Heldin beispielsweise einkaufen geht, dann werde ich die Maske nicht weglassen, wenn sie sie zum Zeitpunkt des Schreiben noch brauchen sollte und da denke ich auch, ich bin zwar Corona kritisch was ja in Zeiten, wie diesen vielleicht ein Minuspunkt bin, habe aber wahrscheinlich, soviel wie kaum eine andere über dieses Thema geschrieben, also von mir aus, ein achter Corona-Text, aber von was handelt er und wie kommt man auf neue Ideen?

Da hat ja Jurenka Jurk auch einen Artikel herausgebracht, wo Dinge drinnen stehen, die ich auch schon ausprobierte. Meistens ist es bei mir ja so, wie am Dienstag auch Heinrich Steinfest im Literaturhaus sagte, er hat eine Idee und dann schreibt er drauf los ohne sich erst zwei Jahre ein Konzept dazu zu machen. Bei mir war das beim „Frauenleiden“ der Onkel und beim „Seitengewitter,“ das Gerede, daß man „Die Ungeimpften zwar nicht einsperren sie aber auch nicht überall ihr Leberkässemmel essen lassen wird!“ und dann auch die Idee von dem alten Psychiater, der in einer Senioren-Residenhz lebt, sich aber nicht impfen läßt und dann wieder die Figur einer Impfverweigerin, die da Alberta Wassermann heißt, ich aber wohl die Idee der Mathilde weiterverfolgte.

Das nehme ich dann auf und schreibe darüber, beziehungsweise putze ich die Fenster, räume die alten Sachen weg, die neuen her, drucke mir beispielsweise die Charakterbögen aus, die ich mir einmal von Jaqueline Vellguth übernommen habe. Dann gehe ich ein paar Tage spazieren und dann schreibe ich meistens los.

Im Sommer war das bei den „Hundert Seiten“ so. Da bin ich zwei Tage herumgerannt und dann hatte ich alles, daß ich schreiben konnte. Da hatte ich aber schon eine Idee.

Jetzt bin ich aber fertig und stehe vollkommen ideenlos da. Auch nicht schlimm, denn wenn man schon fast fünfzig Jahre literarisch schreibt und an die sechzig überhaupt und an die fünfzig Bücher hat, ist das egal und ich brauche mir auch keine Sorgen machen, ob ich noch was schreibe?

Daß ich schreiben kann, weiß ich.Früher war es ja für mich ein großes Problem, daß ich dachte, ich dürfte nicht schreiben oder es wollte und nicht so recht wußte wie, also sehr gehemmt war.

Das ist jetzt weg. Jetzt denke ich, ich kann schreibe, denn das habe ich ja schon sehr viel und sehr lang getan. Ich bräuchte wahtscheinlich Anerkennung von außen. Aber die kriege ich, in Zeiten, wie diesen nicht, denn es schreit ja derzeit nur der Uli auf „Ich haben Ihnen schon zigmal gesagt, daß Sie es nicht können und Sie unbelehrbar sind!“

Das glaube ich eigentlich nicht, beziehungsweise, glaube ich, schon daß ich mich mit meinen Schreiben auseinandersetze.

Die Rechtschreibung und die Grammatik sind mir ziemlich egal, da denke ich, für die selbstgemachten Bücher korrigierts der Alfred, bei einem Verlag würde es der Lektor tun und dann bin ich ja eher handlungs- als sprachgetrieben. Da kann ich mich erinnern, daß ich noch in der Straßergasse war und mit einem Walter einmal auf die Mostalm ging, ihm von meinen Schreibplänen erzählte und der sagte mir, da gibt es zwei Typen, die, denen die Sprache wichtig ist und die, die vom Inhalt ausgehen.

Eine Experimentelle oder eine Sprachkünstlerin, also das, was als literarisch gilt, bin ich nicht, stimmt. Ich betrachte mich als realistische Schreiberin und schramme da vielleicht ein bißchen an der Gebrauchsliteratur, am Kolportageroman oder am journalistischen Schreiben vorbei. Alles was vielleicht als nicht so literarisch gilt und von den Sprachkünstlern etwas belächelt wird. Andererseits gibt es sehr viele realistische Romane. Also warum nicht und da habe ich auch schon sehr viel geschrieben.

„Die Hierarchien“, Ende Achtzig da habe ich meinen Weggang von der Klinik beschrieben der Text ist fertig geworden. Ich habe da schon selber beim damaligen Ministerialrat Ungar im Bundesministerium, um eine Unterstützung, um es herauszubringen, angesucht und das dann auch dem Jack Unterweger mitgeteilt, der es dann gemacht hat. Die Kritiken waren schlecht und ich dachte, nun ja, eines meiner ersten Bücher, dann hab ichs später gelesen und gedacht, so schlecht ist das nicht.

Seit ich meine Bücher selber mache, bin ich ja weg von der Kriti kund nur der Uli ,schreibt wie schon erwähnt „Sie können es nicht!“

Aber der kann das vielleicht nicht so wirklich beurteilen und es stimmt wahrscheinlich auch, daß ich sehr schnell und vielleicht auch ein wenig flüchtig bin.

Früher, als ich noch sehr unsicher war, habe ich wahrscheinlich auch schlechte Texte an die Verlage geschickt, die sie mir dann zurückgeschickt oder sich nicht gerührt haben. Aber durch das Schreiben wird man besser, davon bin ich überzeugt, obwohl, als ich die „Hirarchien“ wieder gelesen habe, habe ich schon gedacht, da ist eigentlich alles da und ich bin auch immer bemüht besser zu werden und denke, das ist mir auch gelungen, weil ich ja sehr viel und flüßig schreibe, obwohl ich manchmal denke, ich komme nicht weiter, ich stecke fest, etcetera und sehr verzweifelt bin.

Dann fange ich wieder von vorne an und so tun es auch die anderen, auch wenn denen vielleicht, die Lektoren herumstrechen, was ich zugegebenerweise nicht so gerne mag. Da kritisiere ich mich schon lieber selber, denke aber, ein Feedback von außen wäre schon gut, auch wenn ichs nicht wirklich brauche, denn ich werde schon wieder ein Thema finden und langsamer und weniger hektischer werden, wäre wahrscheinlich auch ganz gut. Ob ich das schaffe, weiß ich nicht und es ist auch egal.

Also die drei noch ausstehenden Texte fertig machen und da brauche ich eigentlich nur auf den Alfred warten und zwischendurch korrigieren und dann schauen, daß ich zu einem neuen Thema komme, ob mit, über oder ohne Corona, ist egal und ich dachte auch, ich könnte solange ich noch nichts habe, mir ein paar Skizzen machen.

Eine Idee, die ich ja schon mit den „Bierdosen“ in der Schreibgruppe praktizierte, ist ja auch mir ein paar Bücher aus den Regalen zu klauben, ein paar Worte herausschreiben und darüber eine Geschichte machen oder, was ich vielleicht am Freitag könnte, wenn der Alfred zu einem Begräbnis fährt, auf die Straße gehen und meine Beobachtungen notieren.

Alles zusammen und wenn nichts kommt, ist das auch nicht so schlimm, denn ich habe ja schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher auf die ich mich auch konzentrieren könnte und stattdessen mehr lesen. Da stagniere ich derzeit ja auch ein wenig und die politische Lage füllt eine derzeit ja auch aus. Da ist der Krieg in der Ukraine, der derzeit alle beschäftigt und darüber habe ich schon 2014 und 2015 ,geschrieben und Corona mäßig ist es ja auch die Frage wie es weitergeht?

Der Freedomday soll nächste Woche kommen, da sollen außer den ,Masken alle Maßnahmen fallen aber die Zahlen sind noch immer hoch und wie es mit der Impfpflicht weitergeht ist auch sehr spannend. Aber eigentlich will ich nicht mehr über Corona, sondern über etwas anderes schreiben.

Aber über was? Das ist jetzt die Frage. Also Zeit lassen, bis die Idee kommt und dazwischen die eigenen Bücher wieder lesen und schauen was ich besser machen kann und da gibt es, stimmt Uli, wahrscheinlich schon einiges zu tun.

Ein bißchen genauer und ein bißchen tiefer werden, kann sicherlich nicht schaden. Also mag sehen, wie es weitergeht. Eine Schreibpause machen, falls ich das schaffen sollte, wäre auch nicht so schlecht, bin aber, wie Heinrich Steinfest auch nicht sicher, ob ich das schaffe, denn irgendwie bin ich ja auch eine Scribioholic und die Frage „Warum schaffe ich es nicht in den Literaturbetrieb, obwohl ich mich ja sehr bemühe?“, ist auch noch nicht beantwortet, obwohl es mir der Uli sicher gleich erklären wird.

Die Veränderungen meines Schreibens kann man, glaube ich, ganz gut dem „Mein Scheiben-meine Bücher- Literaturgeflüsterbuch“ entnehmen, denn da gibt es ja immer ein Kapitel der Bücher, die seit 2008 bis 2019 entstanden sind und die dazugehörigen Artikeln, die sich mit meinen Themen, meinen Satzanfängen, meinen Lieblingsbüchern, etcetera beschäftigen.

2022-01-30

Nur sehr kurzes Frauenleiden?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:35
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Es ist ja immer dasselbe, da nehme ich mir vor, aber diesmal wirds wirklich ein langer Roman und wenn ich es nicht gleich hinbekomme, werde ich es solange umschreiben, bis es klappt und dann klappt es nicht. Die Korrigierphasen bestehen hauptsächlich aus Recht- und Inhaltsfehler. Aber was Wesentliches kommt selten hinzu. Höchstens Mal eine Szene, wie beim „Arbeitstitel“ das bisher mein kürztestes Werk ist und ich schreibe ja sehr viel, habe ich ja im Vorjahr drei Corona-Texte geschrieben und die diesbezüglichen „Literaturgeflüster-Artikel“ als Buch herausgebracht, das lasse ich jetzt weg und wenn es „Nanowrimos“ , wären müßte ich viel anstückeln und das habe ich bei denen, die ich geschrieben habe, auch öfter gemacht beim „Fräulein No“ habe ich ein paar Szenen angefügt, die ich später weggelassen habe und dafür dem Buch die Schreibberichte anfügte, damit es in der Rohfassung fünfzigtausend waren. Beim Korrigieren ist dann ohnehin noch viel weggekommen. Die „Liiteraturgeflüster-Bücher“ sind sehr dick, aber das sind ja Blogartikel. Die „Radiosonate“ war das auch, dafür ist das „Haus“ dann wieder kürzer geworden und den „Arbeitstitel“ habe ich ja auch sehr schnell geschrieben und er ist sehr kurz geworden. Macht ja nichts, aber das Nächste wird dann lang, versprochen, denke ich dann und das stimmt ja auch, vor allem wenn ichs selbst verlege, kanns so kurz sein, wie es will und der „Arbeitstitel“ ist nach der ersten Umschreibphase, ja, da habe ich es dann um vierzig Jahre nach vor verlegt, sehr flüßig geworden und dann kam mir noch in dem „Plan dein Romanjahr-Webinar“, das „Frauenleben“, konzipiert, habe wie immer flott losgeschrieben oder doch nicht so ganz, denn ich habe, bevor ich damit angefangen habe, sogar die Arbeitsblätter nochmals ausgefüllt und dann natürlich nicht zwei Jahre meinen Roman vorausgeplant und auch nicht jede Szene vorher, sondern habe da immer einige im Voraus. Aber wenn ich anfange, weiß ich eigentlich, wo ich hinkomme und denke wirklich, das wird jetzt ein Monsterroman, dann habe ich irgendwann das Konzept. Vorher kann ich meistens nicht sagen, ob ich jetzt im ersten Drittel oder schon über der Mitte bin und dann weiß ich, ich bin bald fertig und in letzter Zeit denke ich dann, uje erst dreißigtausend Worte.

Bei den „Nanos“ konnte ich es immer darüber bringen, beim „Fräulein No“ wars schwieriger. Da hatte ich am Ende, glaube ich, auch soviel und diesmal hatte ich eigentlich die Handlung und dachte, uje, das müßte ich um die geplanten 60000 Worte, die ich mir ja diesmal fest vorgenommen habe, verdoppeln, aber dann wird es nicht. Denn es ist ja eigentlich schon dicht und das ist es, glaube ich, auch und flüssig geschrieben und so kann ich wieder schreiben:

Rohtext fertig 30 337 Worte, neunundzwanzig Szenen, sechzig Seiten, in der Rohform. Das heißt, jede Szene einmal korrigiert. Also wenn ichs durchkorrigiere habe ich wahrscheinlich fünftausend Worte weniger und schließe wahrscheinlich dicht an mein bisher kürzestes Geschichterl an. Aber es ist dicht und ich habe die drei geplanten Handlungsstränge und die auch in die Rahmenhandlung verwoben. Das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen und bekannte Elemente sind natürlich auch wieder drin. Der alte Onkel, der achtzigjährige Lektor, der eigentlich der Ausgangspunkt war, der täglich zum Grinzinger Friedhof fährt und dort seiner Rosi, das Geschehen erzählt.

Das gibts schom im „Fräulein No“ und in der „Radiosonate“ trauert auch einer um seine Frau. Aber die ist erstaunlicherweise sehr lang geworden, wohl weil ich mich an die Jahresstruktur hielt.

Und als ich damals den Lektor hatte, dachte ich noch während ich die „Show not tell-Szene“ geschrieben habe, an die Emma, die Sprachkunststudentin werden will und eine Romanausschreibung über „Frauenleiden“ findet. Dann geht sie zu ihrem Onkel und der gibt ihr den „Faust“ zu lesen, die „Effi Briest“ und die „Fromme Helene“, wohl um sie abzuschrecken und daraus entwickle ich den Roman.

Das hat sich dann sehr flüssig entwickelt. Es gibt wieder die Nachbarin und die Beobachtungen, die sich daraus entwickeln. Die der Emma heißt Helene Hofer und hat eine Flasche Eierlikör, als sie vom Einkaufen kommt und die ist natürlich eine Impfverweigerin wie die Mathilde oder die Alberta Wassermann, da konnte ich nicht anders und in der „Magdalena Kirchberg“, habe ich ja auch eine Dreiecksbeziehung. Da sieht die Magdalena drei Personen in einem Auto und will über sie eine Geschichte schreiben. Jetzt findet die Emma die fromme Helene in ihrer Nachbarin, das Gretchen ist ihre Freundin Greta, eine Jusstudentin und Umweltaktivistin und wurde einmal von ihrem Prof gestalkt. Jetzt trifft sie ihn wieder und verliebt sich in ihn und die Effi ist die Freundin der Helene, eine Krankenschwester, die Ehe ist ein wenig fad geworden, der Oberarzt verführerisch und während sie sich das läßt, geht der Mann zur Freundin und bringt Orangenlikör und das ganze erzählt, die Emma ihrem Onkel, dem sie Kolatschen oder Sachertorte bringt, damit er nicht versumpert und der erzählt es dann seiner Frau am Grab.

Eigentlich ganz schön viel für knapp sechzig Seiten oder dreißigtausend Worte. Zumindest kommt mir das vor und jetzt werde ich mir natürlich wieder die Romanplanung vornehmen und versuchen das Ganze vielleicht doch noch aufzupäppeln, verdoppeln oder neuzuschreiben. Mal sehen, ob es mir gelingt?

Bisher ist es das nie und muß wahrscheinlich auch nicht wirklich und die Effi Briest habe ich mir in Harland auch aus dem Regal holen wollen, um sie zu lesen. Der Bernhard liest sie seiner Rosi vor. Die „Fromme Helene“ habe ich mir aus dem Internet geholt. Das sechzehnte Kapitel „Es ist ein Brauch seit altersher: Wer Sorgen hat, hat auch Likör!“ ausgedruckt. Auf die „Effie“ mußte ich warten, weil erst jetzt wieder in Harland und ich werde auch schauen, ob ich das Buch finde und vielleicht kann ich auch noch was verändern oder einzubeziehen, in der „Dora Faust““ habe ich mich übrigens auch schon mit dem „Gretchen“ beschäftigt und dieses ist, glaube ich, sehr modern geworden, obwohl ich ja wahrscheinlich doch eine eher konventionelle Schreibern bin.

Neugierig geworden? Nach der Bearbeitungsphase kann man dann in der Vorschau darüber lesen oder diskutieren bzw. die Gewinnspielfragen beantworten. Über mein Schreiben und die Verknüpfungen bei fast sechzig Büchern gibt es sicher automatisch viele Überschneidungen. Darüber kann man im „Literaturgeflüsterbuch II“ lesen und jetzt überarbeiten und sagen, macht ja nichts, habe ich halt kürzere Bücher. Erzählungen statt Romane. Novellen sage ich meistens dazu. Was vielleicht auch ganz gut ist, weil die Leute, wie ich immer höre, auch eher Kürzeres lesen wollen.

2022-01-15

Zum Recherchieren zur Demo

Hurrah, hurrah, mit dem Korrigieren des „Arbeitstitel“ bin ich am Mittwoch fertiggeworden, die Fenster habe ich am Donnerstag mit der gesamten Wohnung geputzt. Das sind ja immer meine Rechercherituale, wenn ich mit dem einen Text fertig bin, bevor ich etwas Neues anfange. Da habe ich ja noch vor kurzem gedacht, ich habe keine Ahnung ob und wann mir wieder etwas Neues, einfällt. Dann ist mir, das geht ja sehr schnell bei mir, ein Satz während des Show not tell-Seminars des fünf Tage Kurs der Jurenka Jurk aufgefallen, der sich dann in ein paar schlaflosen Nächten zu einer Plotidee entwickelt habe, die habe ich dann am Freitag noch einmal gründlich abgeklopft, so daß ich die Personen und auch die ersten Szenen schon im Kopf oder aufnotiert habe. Es wird da ja vier bis fünf Handlungsstränge oder zwei Ebenen geben und drei Geschichten, die der Helene Hofer, der Greta Mayer und der Elfriede Binder. Heldenreisenplan habe ich noch keinen. Da tue ich mir ja immer schwer, also eigentlich kein Konflikt, den ich Szene für Szene mit Spannung aufladen kann und eigentlich auch keinen Antagonisten, wenn man nicht den Onkel Bernhard dazu machen kann, dazu bin ich wahrscheinlich zu friedlich oder schreibe nicht wirklich Genres, wo ja alles spannungsgeladen sein muß. Und die Geschichte, wie man die Effi Briest und das Gretchen in die Jetztzeit integrieren oder einen Roman darüber schreiben kann , mit dem man dann letztlich im Institut für Sprachkunst aufgenommen wird oder einen Verlagsvertrag bekommt, wird das vielleicht nicht so sehr spannungsgeladen sein, sind das doch die Romane, die ich so lese eigentlich auch nicht.

Aber ich bin noch einmal die Webinarunterlagen durchgegangen und habe die Arbeitsblätter und den Romanfahrplan teilweise neu erstellt und war dann heute schon so weit, daß ich mit dem Schreiben beginnen konnte.

Ich weiß ich bin sehr schnell. In der Romanschule braucht man zwei Jahre dazu, bis man soweit ist. Ich schreibe aber auch schon an die fünfzig Jahre und habe auch schon zweiundfünfzig Bücher, die ich nicht nur geschrieben, sondern selbst herausgegeben habe, was ja wahrscheinlich ähnlich anrüchig ist, als wenn man sich heute nicht impfen läßt und richtig, in den „Wilden Rosenwuchs“ habe ich gestern in der Badewanne auch noch durchgelesen, habe ich ja schon viele Bücher, die von Schreiben es handeln und darum soll es in dem neuen Buch ja auch geben und heute habe ich dann die erste Szene geschrieben, die ich bei dem Show not tell-Seminar auch schon ein wenig anskizert hatte.

Da war es noch ein wenig holprig und theoretisch, jetzt weiß ich aber, wie die ersten Szenen gehen. Ein bißchen Handlung habe ich bezüglich Greta, Helene und Elfriede Binder auch schon gefunden und was jetzt fehlt, sind noch die Recherchetage, die ich ja bisher, wenn ich was fertig hatte, immer machte. Da bin ich mit dem Notizbuch auf die Straße gegangen oder habe mich in die Straßenbahn gesetzt und beobachtet und da gibt es ja auch einen Artikel der Jurenka Jurk, wo es um das Ideefinden ging und elf Techniken dazu vorgestellt wurden.

Die waren mir als Profschreiberin zum Teil schon bekannt, weil ja der Tip 1 heißt „Entdecke das besondere im Alltäglichen“.

Also setz dich ins Cafe, denk darüber nach, was mit dem Nachbar los ist und mach eine Geschichte daraus.

Das geht in 2G-Zeiten natürlich nicht, also habe ich das Recherchieren diesmal auslassen wollen, gehe ich jetzt ja eigentlich nur auf die Bank und zum Demonstrieren auf die Straße, was Wien betrifft. In Harland setze ich mich aufs Rad und fahre die Traisen entlang in Richtung Markt oder Ochsenburg und Demonstrationen gibt es jetzt auch wieder, in Zeiten wie diesen, wo nächste Woche das Impfpflichtgesetz beschlossen werden soll, überhaupt sehr viele und da ist nur das Problem, daß man, wenn man von einer kommt dann im Fernsehen oder in den Zeitungen erfahren kann, wie gewalttätig, die schon wieder waren und wieviel Rechte und Schurbler dorthin gingen, so daß ein normaler Mensch stattdessen nur auf die Impfstraße gehen kann, wie Innenminister Karner sagte.

Also demonstrieren, aber das ist in Zeiten, wie diesen auch nicht leicht, gibt es da ja wieder die Maskenpflicht und da habe ich mich bisher immer an den Rand gestellt, weil man im Freien bis vor kurzen keine Maske brauchte. Das gibt es, wegen Omikron seit einer Woche auch nicht mehr. Da braucht man sie, wenn man nicht zwei Meter Abstand halten kann und das kann man nicht, wenn man den Ring mit hunderttausend anderer hinuntergeht.

Also keine Deomos mehr. Die von der FPÖ haben ja einen livestream und bei den Demos kann man vielleicht auch noch vorbeispazieren oder sich an den Rand, um die Ecke stellen, wie ich es letzte Woche gemacht habe, als es da eine am Platz der Menschenrechte vom Verein „Demokratie und Grundreche“ gegeben hat. Das ist der von Hannes Hofbauer vom „Promedia-Verlag“, also ein linker Verein, das gibt es jetzt auch schon und als ich dann an den Ring hinuntergegangen bin, war der von der Polizei so abgesperrt, daß man den zwei Meter Abstand unmöglich einhalten konnte und heute wieder Demos.

Am Heldenplatz eine von der FPÖ veranstaltete, da war ich ja im Dezember auf einer und wurde dann von einer Kommentiererin gerügt, wie ich nur kann?

Ich kann es schon. Aber es gibt zum Glück noch andere Initiativen und der liebe Andi Pianka schickt mir auch immer die diesbezüglichen Termine, denn die Gesundheitsberufe, die diesbezüglich auch sehr engagiert sind, weil sie sich nicht impfen lassen wollen, treffen sich im Votivpark und am Schwarzenberplatz meistens die MFG, die ja in Oberösterreich, die letzte Wahl gewonnen habe.

Also bin heute zum Recherchieren mit einem kleinen Büchlein auf den Schwarzenberplatz gegangen und habe da auch einiges Interessantes gesehen, was ich zwar nicht sofort in den neuen Text verwenden, aber vielleicht später brauchen kann, sind da doch zwei Kinder mit zwei Plüschpferdchen auf Rädern an mir vorbeigefahren und eine Christbaumsammelstelle gibt es dort auch, wo die Leute dann ihre Christbäume deponierten, während auf der Bühne der MGF Obmann, Rechtsanwalt Michael Brunner, der Arzt Christian Fiala, Prof Sönnichsen und auch eine Grüne, die aus der Partei ausgetreten ist, weil sie die Impfpflicht nicht vertreten kann und in die MFG eingetreten ist, auftraten.

Es ist auch spannend, wie es mit dem Impfpflichgesetz weitergehen wird. Da haben ja zweihunderttausend Leute, mich eingeschlossen, eine Stelungnahme geschrieben, wo ich dann hörte, das sind nur Copy and paste-Einwände, die uns nicht interessieren, da wischen wir drüber hinweg und die Impfpflicht kommt am ersten Februar, obwohl Elga, die die Datenabwicklung organiseren soll, schon sagte, das vor April nicht zu schaffen und die Richter, die die Einsprüche bearbeiten müssen, rufen auch schon „Wir brauchen mehr Personal, um das zu bearbeiten, wenn da eine Million Strafbescheide ausgestellt werden!“

So hörte ich schon, daß eine Impfpflicht light kommen soll, die mich dann wahrscheinlich noch mehr am Recherchieren hindert, kann einen dann ja offenbar die Polizei auf der Straße nach dem Impfpaß fragen und ein Strafmandat ausstellen.

Mal sehen wie es kommt und wie es wird? Die Stimmung am Schwarzenbergplatz war jedenfalls sehr gut und informativ war es auch. Weiße Luftballons ragten in Trauben in den Himmel und wurden verteilt und dann ist es wieder zum Ring gegangen. Da war mir schon kalt. So bin ich nach Hause gegangen, um mir den Lifestream anzuschauen, um zu sehen, was ich versäumte und spannend auch wie es weitergehen wird?

Spannend auch und nicht so erfreulich, daß des jetzt eine Aktion scharf und eine zwei G-KontrolleNofood geschöften gibt, die da die Leute mit der Impfung betrifft.

Also mich würde es stören, wenn ich da jedesmal wenn ich in den Kika oder in eine Buchhandlung will, nicht nur eine Maske brauche, sondern auch meinen Impfnachweise an der Kasse oder am Eingang vorweisen muß und, daß man ab jetzt mit Bändchen oder Stempel an der Hand Kleider oder Schuhe kaufen geht, ist eigentlich absurd und auch nicht logisch, daß das gefährlicher, als im „Spar-Markt“ oder beim „Hofer“ ist. Da hat ja Wolfgang Fellner, glaube ich, schon geschrieben, daß das das dann auch dort gelten müßte!

Die Ungeimpften können sich ja impfen oder sich ihre Sachen liefern lassen! Mal sehen, wie weit der Wahnsinn noch geht und insofern wird das höchstwahrscheinlich auch in mein neues Projekt einfließen.

2022-01-12

Frauenleiden abgeklopft

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:27
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Meine Leser wissen es wahrscheinlich, daß ich noch kürzlich schrieb, ich habe keine Idee für was Neues, ich bin ausgeschrieben und habe keine Ahnung ob ich noch was schreiben werde, wenn ich mit dem Korrigieren des „Arbeitstitel“ fertig, das „Seitengewitter“ und die „Hundert Tage“ erschienen sind und dann geht es ja, wie die Leser vielleicht ebenfalls wissen, oft schnell bei mir, die Idee fällt vom Himmel und schreibe wieder.

Leider werden die Texte in der letzten Zeit eher kürzer und am Feedback hapert es, jetzt wo ich keine Lesungen mehr habe, überhaupt noch mehr, aber da ist zum Jahresanfang wieder der „Plan dein Romanjahr-Kurs“, gekommen, den ich, glaube ich, jetzt schon seit 2018 oder 2019 mitmache und da habe ich in den ersten Tagen noch geschrieben, daß ich das „Seitengewitter“, den „Arbeitstitel“ und die „Hundert Seiten“ fertig machen will. Dann hat eine Teilnehmerin gefragt, ob sie sich ihre Texte von einen achtzigjährigen Onkel lektorieren lassen soll und es hat bei mir geklickt. Da habe ich noch „Adas Raum“ gelesen, wo, die ja die Frauengeschichte mit verschiedenen Protgonistinnen neu erzählt und ich hatte die Idee.

Da bewirbt sich Emma, etwa zwanzig, um einen Platz bei der „Hochschule für Sprachkunst“, wird abgelehnt, liest in der „Autorensolidarität“ eine Ausschreibung für einen Roman zum Thema „Frauenleiden“, denkt sich, das kann ich da ja einreichen, muß aber vorher ihren Onkel Bernhard, 82 und seit kurzem Witwer, betreuen. Der war Lektor, bei „Suhrkamp“, vielleicht, spricht mit seiner toten Frau und liest sich durch die Literatur in seiner Bibliothek und als Emma von der Romanidee spricht, erwähnt er das Gretchen, die fromme Helene und die Effi Briest, mit diesen drei Frau spricht er auch oder liest sich durch die Bücher und die Emma hat eine Nachbarin namens Helene Berger, die ist etwa vierzig und hört, eine Ungeimpfte, deshalb sitzt sie zu Hause und trinkt zum Trost Eier- oder Orangenlikör, wird aber von ihrer Freundin, Elfriede Binder, Krankenschwester besucht, die gerade dabei ist ihren Mann mit einem Oberarzt zu betrügen und dann gibts noch die zwanzigjährige Greta, eine Umweltaktivistin und Jusstudentin, die wird von ihrem Professor gestalkt bzw. verführt und spricht sich bei Emma aus.

Voila, da denke ich wieder, das müßte ja ein Stoff mit drei Handlungsträngen oder zwei Ebenen sein, der ein paar hundert Seiten hergibt. Da bin ich, die ich, das schön öfter dachte, meistens früher fertig, also wär das „Klopf deine Romanidee ab-Webinar“, für mich eine Superidee, wie ich ja die Arbeitsblätter der fünf Kurstage bevor ich mit dem Schreiben anfangen kann, nochmals durchgehen will.

Diese „Klopf deine Romanidee ab-Seminare“, habe ich auch schon zweimal gemacht. Das waren damals zwei Stunden Gratiswebinare, wo es um die Genres und die Frage, wie wird mein Roman marktfähig, ging. Die Frage beantwortet wurde, wieviel Autobiografie sein darf und dann, ist die Idee für die Leser, interessant?

Eine interessante Frage, die ich mir auch immer stelle, obwohl Jurenka Jurk da, wie die meisten anderen empfiehlt, man soll das schreiben, wo das Herzblut fließt und sich nicht nach Moden richten. Sehr viel habe ich von den Webinaren damals nicht mitgenommen. Jetzt war das Webinar kostenpflichtig und hat den ganzen Tag gedauert.

Da waren noch vier Übungen dabei und da ging es, glaube ich, um eine zur „Figurenplanung“ und eine zur „Heldenreise“, oder wie die einen bei der Idee helfen kann?

Ich habe das Seminar nicht gemacht. Erstens weil ich nicht so gern dafür bezahle und Zweitens war die Ruth zum Essen da und dann sind wir auch wieder auf die Mostalm gefahren, aber jetzt merke ich, ich werde mit meinen sechsundvierzig Seiten langen „Arbeitstitel“ langsam fertig und da habe ich vor einigen Nächten mir wieder meine Romanidee skizziert und das oben geschriebene schon ausgearbeitet.

Die Schwierigkeit, die ich dabei sehe, ist wieder, wie verbinde ich die Handlungsstränge? Kommt da der Roman hinein, den die Emma schreibt und der Bernhard gibt ihr Feedback? Dann kam der Einfall, der liest die Effi Briest und den Faust, um seine Einsamkeit zu bewältigen. Die Emma schreibt den Roman und daneben spricht sie mit ihrer Nachbarin Helene, die natürlich wieder eine Impfgegnerin ist. Das kann ich nicht lassen und muß auch sein, wenn das Ganze in der Gegenwart spielt, die Greta erzählt ihr ihre „Me too-Geschichte“ und das wäre dann schon eine Verknüpfung und die Idee, die ich schon ein paar Mal hatte und mir dann nie gelungen ist, wäre ja, drei Geschichten zu schreiben oder fünf wenn ich noch die Emma und den Bernhard dazunehmen und dann hätte ich genügend Stoff und Zeit lassen, das muß ich mir wieder hinter die Ohren schreiben. Ich bin leider wahrscheinlich wirklich zu schnell und flüchtig, habe aber jetzt Zeit und werde also, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin, die Fenster putzen. Zum Recherchieren ohne Kaffeehaus und Straßenbahnbenützung ist es derzeit wahrscheinlich zu kalt. Aber ich könnte mir die Seminarunterlagen hernehmen und dann wirklich versuchen Schritt für Schritt zu planen, bevor ich losschreibe.

Am Tag drei oder vier habe ich bei der „Show not tell-Übung“ schon eine kleine Emma-Szene geschrieben. Die könnte ich mir hernehmen und die „Heldenreise“, da scheitere ich ja immer und damit das Gerüst durchgehen.

Also auf in das literarische Jahr 2022 und den Roman schreiben, so daß ich im Dezember einen Rohtext oder vielleicht schon das Buch habe und dann müßte ich mich auch mit den Marketingübungen beschäftigen, also Vorschau, Gewinnspiel und Schreibberichte gibt es auch schon ein paar. Also schreibeuphorisch in das neue Jahr, ob es den Uli gefallen wird, glaube ich, ja nicht, muß auch nicht sein. Aber vielleicht habe ich bei den Webinaren doch etwas gelernt, was mich ein bißchen weiterbringt, denn bis jetzt bin ich von der Idee sehr begeistert und was die Autobiografie oder das Wiederschreiben, die Wiederholungen, die ich in meinen zweiundfünfzig oder fünfundfünfzig Büchernd, wenn ich die drei noch nicht erschienenen dazu nehme, natürlich habe, betrifft im „Wilden Rosenwuchs“ hatte ich drei Frauen, drei Freundinnen, die in einer WG leben und eine putzte bei einem alten Literaturprofessor mit dem sich sich über die Literatur und ihr Schreiben unterhielt und das Ende könnte, wie auch schon öfter geschrieben, eine Buchpräsentation oder die Aufnahme in das Institut für Sprachkunst sein.

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