Literaturgefluester

2019-07-17

PEN-Sommerfest und Neues vom Schreiben

Als ich anläßlich des achtzigsten Geburtstages von Peter Paul Wiplinger im Pressecub-Concoida war, hat mich Helmut Niederle zum Sommerfest in den Hof des Hauses in der Bankgasse Nur acht, eingeladen.

„Kommen Sie, das wird sicher schön!“ hat er gesagt!“ und da ich ja sehr neugierig bin und auch sehr begierig bezüglich meines Blogs, das vielseitige Literaturleben zu erfassen, bin ich heute hingegangen.

Vorher hatte ich nur um fünf und um sechs eine Stunde und daher Zeit für einen allseitigen literarischen Tag. Da habe ich mir im Sommer ja einiges vorgenommen und wollte mich auch von meinen literarischen Figuren, wie die Fritzi Jelinek, die Lisbeth Hahnenpicher und den Theo Hardenberg begleiten lassen, das ist aber Mangels des tatsäclichen Feedback nicht so leicht, das wirklich in die Praxis umzusetzen, obwohl ich schon ein diesbezügliches Notizbuch habe.

Die literarischen Anforderungen kamen aber ohnehin, hat doch Alfred, die „Magdalena“ fertig korrigert, ich habe sie durchgesehen, keinen Fehler mehr gefunden.

Kunststück habe ich das letzte halbe Jahr sehr lange und auch sehr laut daran korrigiert, das heißt mir das Ganze immer und immer wieder vorgelesen.

Jetzt bräuchten wir noch das Cover, damit es in die Druckerei gehen kann und als ich am Morgen im Garten, das Unkraut ausrupfte, hat mich der Alfred zu sich gefrufen und gemeint, er müsse mir etwas zeigen.

Denn auf der Facebookseite des „Globusverlages“ war ein Bild von mir in dem schicken schwarzen Leiberl mit der Aufschrift „Es ist wieder Donnerstag“, denn Christoph Kepplinger hat heuer etwas Besonderes vor, die Autoren des „Linken Wortes des Volksstimmefestes“ vorzustellen. Jeden Tag kommt ein anderer, eine andere und weil er aktuelles Bild vor mir haben wollte, habe ich mich dafür entschieden.

Also ganz schön literarisch, um so mehr da ja noch der Eindruck von der gestrigen Lesung, die eine sehr gute und auch gut besucht war, in mir wach ist.

Trotzdem habe ich dann bis zum Nachmittag gebraucht, bis ich mich an die Korrekturen des „Literaturgeflüsterbuches  Nummer zwei“ machen konnte, was ja, wie ich ahnte, ein wenig schwierig werden könnte, weil zweihundertsechzig Rohseiten und wo setze ich jetzt die Aprostrophe und wo nicht, damit schließlich alles stimmt, trotzdem trage ich mich mit der Idee, daß ich, falls ich bis November nicht mit damit fertig bin, mich bei der Arbeit unterbreche und mich im Rahmen meines siebenten „Nanowrimos“ meinem „Fräulein No“, dem Ulricht Blumenbach und der Gerti Schuster widmen werde.

Allerding werden wir dann bald zur „Buch Basel“ fahren, denn da habe ich schon angefragt, die Karten und der Festivalpaß werden reserviert, die Bahntickets und das Hotelzimmer ist schon bestellt.

Also nur ganz langsam mit meinem Schreibbuch weitergekommen. Die Farbe meines Druckers ist auch schon fast leer, die in Harland ebenso, aber das Buch, beziehungsweise die Schreibartikel, die im „Literaturgeflüster“ so nach und nach entstanden sind, gefallen mir eigentlich sehr gut und ich denke, da ist schon was zusammengekommen, auch wenn das niemand merken will.

Um dreiviertel sieben, nach meiner sechs Uhr Stunde, bin ich  in Richtung Bankgasse aufgebrochen und habe dort im Hof dann gleich Helmut Niederle, Peter Paul Wipplinger und andere getroffen, die dort schwatzend bei einem Gläschen und beim Buffet herumstanden.

Trotzdem gab es auch einen Veranstaltungsraum mit Lesungen und dort moderierte, glaube ich,  Helmuth Niederles Frau und es gab eine Reihe von Kurzlesungen, ein Buch wurde, glaube ich, auch vorgestellt.

Da die autoren nur mit ihrem Vornamen vorgestellt wurden und ich ja kein Pen-Mitglied bin, habe ich mir entsprechend schwer getan, aber Anna Mwangi zuorden können, deren „Kinder des Genossen Rakosi“ ich ja gelesen habe.Jetzt hat sie eine Geschichte von einem Vater, der unbedingt wollte, daß sein Sohn die Matura machen und dann ingenieur werden sollte, obwohl der das gar nicht wollte, gelesen.

Dann kam Ishraga Mustafa, die, ich, glaube ich, schon vom „Milena Verlag“ und der Vernissage die Doris Kloimstein in St. Pölten einmal veranstaltete, kannte.

Helga Neumayr hat einen interessanten Text gelesen, in dem sie ihr Aufwachsen mit der Vielsprachigkeit thematisierte und auch viele andere, deren Namen ich nicht kannte.

Gespräche gab es auch , mit einem Studienkollegen vom Alfred, einem niederösterreischen Kulturbeamten, den ich immer wieder bei Veranstaltungen sehe, Helmut H. Niederle hat mir ein Glas ausgewaschen, so daß ich Rotwein trinken konnte. Der Kuchen war schon ziemlich aus, aber Soletti und Knabberstanden hat es noch gegeben.

Sonja Henisch und Alexander Peer, dessen Lesung im Cafe Prückl ich gestern wegen meiner Lesung versäumte, habe ich gesehen und der Franz hat sich, glaube ich, mit Dietmar Grieser lange unterhalten, aber den habe ich nicht erkannt.

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2019-06-22

Die Außenseiterbücher

Filed under: Buchpromotion,Schreibbericht — jancak @ 00:34
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Ich habe ja, vor allem im letzten Jahr, zu zehn Jahre „Literaturgeflüster“ schon einige Artikel geschrieben, in denen ich meine Bücher zu bestimmten Themen zusammenfaßte.

Da bin ich ja dabei ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ zusammenzustellen, wo ich gerade  in die „Kinderbücher“, die „Politischen Bücher“, die „Depressiven Frauen“, die „Schreibweisen“, die „Bekannten Figuren“, die „Bücherschrankmotive“ und noch einiges mehr, eintauche.

Meine Themen, wo es ja auch immer Wiederholungen gibt, sind die alten die depressiven Frauen, der Krebs, die Demenz, das Sterben, aber auch die erfolglosen Schriftstellerinnen und die Büchersammlerinnen tauchen immer wieder auf, richtig eine sogenannte Flüchtlingstrilogie gibt es auch und dann gibt es die sogaenannten Außenseiterbücher, die vielleicht auch bei den Lieblingsbüchern zu finden sind, mit denen ich mich aber noch nicht einzeln so befaßt habe.

Ich weiß nicht, ob sie im Buch Einklang finden werden, denn da habe ich jetzt ungefähr so viele Artikel, wie Kapitel der Bücher die seit Blogbeginn entstanden sind, die ich dazwischen reihe und die mir der Alfred noch chronologisch ordnen muß, damit alles passt und man sich beim Lesen auskennt.

Während ich also sehr gerne immer wieder bestimmte Themen wiederhole, mal da eine depressive Frau, mal kommt sie dort vor und sammelt Bücher und schreibt erfolglos Romane, gibt es einige Bücher, die sich mit einem ganz bestimmten Thema befassen und dann ziemlich einzigartig in der Bücherlandschaft sind.

Ich weiß nicht recht, ob ich die „Heimsuchung oder halb eins“ meinem ersten „Nanowrimo“ dazurechnen soll,  wahrscheinlich eher nicht, denn da gibt es ja eine kranke Frau, die sich mit dem Bloggen beschäftigt, während ihre türkische Nachbarin, das erste Mal seit langem zum Begräbnis ihres Großvater nach Istanbul fährt.

Das Besondere an dem Buch ist, daß ich damit, den ersten Nanowrimo schrieb und entsprechend aufgeregt war, es folgten aber noch fünf andere Nanowrimo und mit den Blog habe ich mich später auch beschäftigt und da würde ich ein späteres Außenseiterbuch dazureihen, nämlich mein vorletztes „Besser spät als nie“, denn das ist Erstens eine leichte und lockere Liebesgeschichte und dann ist es auch ziemlich ungewöhnlich entstanden.

Nämlich, ich hatte eine Idee und dann wollte, ich, weil ich ja immer perfekt sein und etwas Neues ausprobieren möchte, um endlich endlich doch en literarischen Durchbruch zu schaffen, was zwar auch da nicht gelungen ist, aber ich habe gedacht, ich schreibe erstmal ein paar Szenen und mache dann einen Roman heraus.

Es ist eine sehr kurze Geschichte daraus geworden und eigentlich achtzehn Kurzgeschichten oder so, denn da hat ja  Annika Bühnemann dazu aufgerufen in einemMonat zehn Geschichten zu schreiben. Sie hat auch öfter ein Thema, einen Motto, einen Satz dazu vorgegeben und ich habe es aufgegriffen und mach meiner Vorgabe, die verpatzte Liebesgeschichte, der beiden Zwillingsschwestern Nathalie und Mathilde dazu geschrieben.

Dann war ich fertig, hatte achtzehn Geschichten, dachte, jetzt mache ich einen Roman daraus und bin drarauf gekommen, daß ich eigentlich schon fertig bin.

Das Fortsetzungsbuch war dann  die „Unsichtbare Frau“, denn eigentlich sollte die dort schon vorkommen, dann hat es sich aber anders ergeben.

Ein ungewöhnliches Buch vom Thema her ist wahrscheinlich das „Haus“, die Geschichte von hundert Jahre Steinhof oder psychiatrischen Krankenhaus der Stadt Wien anhand von drei Psychiaterinnen, Großmutter, Mutter, Tochter, die dort tätig waren und daran schließt sich gleich „Mimis Bücher“ an, wo ich durch den „Ohrenschmaus“ inspiriert wurde und das Schreiben mit „Down Syndrom“ darin beschriebe.

Dazu gibt es ein konkretes Vorbild, nämlich die inzwischen verstorbene Michaela König, die ja, glaube ich, den Anstoß zum „Ohrenschmaus“ gab. Sie ist meine „Mimi“.

Es kommen in dem Buch aber auch eine depressive Nachbarin und auch ein Plagiatsskandal vor, zu dem mich der, um Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“ inspiriert hat.

Das ist ein Buch, das mir, wie das „Haus“ sehr gut gefallt. JuSophie, meiner zweiten Kritikerin, die glaubte, dem „Literaturgeflüster“, eine Zeitlang kritische Ätzes geben zu müßen, hat es weniger und sie hat eine ziemlich scharfe Kritik dazu geschrieben, die ich immer noch nicht ganz nachvollziehen kann, denn, ich denke, es ist ein besonderes Buch und auch wichtig auf Themen, wie diese hinzuweisen.

Ein weiteres besonderes buch sind die „Dreizehn Kapitel“. Da wäre die Entstehungsart zu nennen. Ich schreibe ein Kaptiel mit einer Person, dann nehme ich die zweite, die darin vorkommt für das zweite und so weiter bis ich beim letzten wieder bei der ersten angelangt bin. So eine Art Reigen ist mir da vorgeschwebt. Dann habe ich mich nicht so ganz an die Form gehalten. Es sind auch meine bekannte Themen in dem Buch enthalten, das Buch ist auch kürzer als geplant geworden.

Das zweite Besondere aber ist das zweite Kapitel, glaube ich, denn da hat ja die Büchersammlerin und depressive Pensionistin Laura Augustin, ein Buch im Schrank gefunden, das ich auch einmal von dort herausgezogen habe. Chinesische Novellen, in der DDR herausgegeben und der Herausgeber ist kein Chinese, sondern ein Ernst  Schwarz. Ich habe nachgegooglet, bin auf eine interessante Lebensgeschichte gestoßen und die Bigorafie, des in Wien geborenen jüdischen Übersetzers, den das dritte Reich zuerst nach China, wo er Chinesisch lernte, dann in DDR, wo er ein berühmter Sinologe war und dann wieder zurück nach Österreich verschlagen hat, ist ein Kapitel in meiner Erzählung, die doch kein Roman geworden ist.

Dann hätte ich noch ein Außenseiterbuch nämlich „Claire-Klara-Clarisse“, auch eine leichte Liebesgeschichte oder mein Souvenier, das ich mir aus Kroatien mitgenommen habe, anzubieten. Das ist nach einem Traum entstanden, der Campingplatz in Trogir, wo wir auch campierten, spielt eine Rolle. Ein Zauberer, der eigentlich ein Kaffeehausbesitzer ist und die Klara ist Buchpreisjurorin und geht am Camp in ihrem Liebeskummer, die deutschen Buchpreisbücher durch und das ist wieder nicht so neu und originell.

Dann gibt es noch, was ich jetzt fast vergessen hätte, das ebenfalls sehr dünne Büchlein „Paul und Paula“, das sich, was ja jetzt besonders aktuelle ist, mit der Transgenderproblematik beschäftigt und als weitere Besonderheit, auch noch ein „professionelles Cover“ hat.

So das wars, der Nachtrag zu meinem Bücher, wo mir beim Korrigieren eingefallen ist, daß diese Information noch fehlt, ob der Artikel ins Buch kommt, weiß ich nicht, geplant habe ich es nicht und ich habe auch schon ein paar konkretere Ideen für mein nächstes „Work in Progress“, wenn, das „Literaturgeflüsterbuch“ fertig ist, das „Fräulein Nos Nachtcafe“ heißen könnte.

2019-06-21

Shopping- und Recherchetag

Zu meinen Schreibritualen gehört ja eigentlich, daß ich die Fenster putze und dann, um mich zu belohnen und mir etwas zu gönnen in der Stadt herumlaufe, aber auch schon, um Recherchen für das nächste Projekt, Eindrücke für Szenen, etcetera, einzufangen und so vielleicht auch ein wenig Abstand von einem Projekt zum nächsten zu gewinnen, denn meistens ist es ja so, daß ich, während ich korrigiere und einen Fehler nach dem anderen finde, schon am Planen des nächsten Projektes bin und da in meinem jeweiligen Notizbuch schon ein paar Szenen und Ideen eingetragen habe.

Diese Recherchetage mache ich auch meistens wenn der Alfred auf Urlaub ist, daß ich da ungeniert in der Stadt herumspazieren, mir beim Mc Donald einen Hamburger kaufe, mit der Straßenbahn herumfahre und mir meine Notizen mache.

Das ist im vorigen Jahr ein wenig flach gefallen, weil ich mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ nicht und nicht fertig wurde und dann, glaube ich, schon die Sommerfrische und die verlängerten Wochenende in Harland heramkamen, bis es so weit war.

In Harland und in St. Pölten läßt sich auch nicht soviel recherchieren. Gut, ich kann ins Traisencenter fahren und mir dort beim „H u M“ Socken, Unterwäsche oder T-Shirts kaufen, ein Eis verzehren oder nach Wilhelmsburg und dort beim „Spar“ einen Kafffee und ein Croissant.

St. Pölten ist für das Szenensammeln auch ein wenig eingeschränkt, so habe ich den letzten großen Recherchetag, glaube ich, in Wien vorigen September gemacht und da war ich im Rohtext der Magdalena schon ziemlich fortgeschritten und ein Jahr davor bin ich im September, glaube ich, in Wien auch herummarschiert und habe für die „Unsichtbare Frau“ recherchiert und mich dann von den FPÖ-Videos „Tu was, Hasi!“, ein wenig verwirren lassen und nicht recht gewußt, wie ich sie einbauen soll.

Diesmal war es ähnlich oder anders, denn ich habe auch geglaubt, ich werde zu Ostern mit der „Magdalena“ fertig, wurde ich dann nicht und der Alfred war dann schon aus Kuba zurück, als es so weit war.

Sehr fit zum in der Stadt herumlaufen war ich damals wohl auch nicht, so habe ich die Fenster geputzt, einen Büchertag gemacht und dann gleich mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ über das Schreiben angefangen und gedacht, einkaufen brauch ich ohnehin nichts oder mach das nebenbei und für das „Fräulein No“ recherchiere ich dann in einem Jahr, wenn es soweit ist, denn das ist mein neues Projekt, wenn ich mit dem „Literaturgeflüsterbuch II“ fertig bin und da kann ich gleich flüstern, daß mir die Idee dazu, glaube ich, vor Weihnachten gekommen ist, als ich mit der Straßenbahn nach Grinzig hinausgefahren bin, um mich mit dem Alfred beim Herrn Fischer bei einer Weinverkostung zu treffen.

Da saß in der Bahn ein junges Mädchen und rief ihre Großmutter an, um ihr mitzuteilen, daß sie im „Reinhards-Seminar“ aufgenommen wurde. Das ist das Fräulein No, habe ich beschlossen oder Nomanda Wiesinger, nicht Amanda oder Jolanda, wie sie eigentlich heißen sollte, der Standesbeamte hat sich verhört oder verschrieben, so ist ein Fräulein No aus ihr geworden.

Sie wohnt bei der Großmutter, eine ehemalige Apothekerin namens Henrike, die in Grinzig eine baufällige Villa hat, ihre Eltern, die sie als Studenten bekommen haben, leben in Brüssel und London, als Künstler oder Regierungsbeamte und sehen sie höchstens zu Weihnachten oder in den Sommermonaten und jetzt ist No zwanzig mit ihrer Matura fertig, vorher ist sie vielleicht noch ein bißchen in der Welt herumgegondelt, frischgebackene „Reinhards-Seminar-Schülerin“ und jobbt in einem Cafe „Josys Nachtcafe“ heißt es.

Der Text wird „Fräulein Nos Nachtcafe“ heißen und dorthin kommt der praktische Arzt Ulrich Blumenbach, der eine Psychose hatte und nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder Rehaaufenthalt von der Krankenkasse erfährt, daß sein Kassenvertrag gekündigt wurde und die Ärztekammer rät ihm, in Pension zu gehen. Er ist fünfundvierzig, seine Freundin Sabine oder Thea, eine Künstlerin, hat ihn während der Krise verlassen, seine lebenslustige Mutter Dora, 75, ehemalige Ärztin, die mit drei Freundinnen in einer Seniorenresidenz wohnt, geniert sich für ihn.

Er kommt dorthin und wird gleich von der literaturinteressierten Obdachlosen Gerti Schuster mit „Willlkommen im Club!“, angesprochen und die hat auch Probleme und vielleicht auch Psychose oder Demenzerfahrung, ist sie doch im Verdacht, die verwirrte Frau zu sein, die gefilmt wurde, als sie in einer U-Bahn eine junge Muslima wüst beschimpfte.

„So weit, so what und nicht unbedingt neu!“, werden meine Kritiker sagen. Stimmt, ist es nicht, denn die Geschichte von einem pensionierten Arzt, der mit Fünfundvierzig auf der Straße steht und in einem Nachtcafe sozusagen illegal weiterbehandelt. schwebt mir schon länger im Kopf herum und sie ist auch ein bißchen schon in der „Viertagebuchfrau“ enthalten.

Nun gut, ob was daraus wird, werden wir in einem Jahr wissen, da habe ich ja auch die Idee, daß nach der „Heldenreise“ oder der „Schneeflockenmethode“ zu entwickeln, um endlich die gewünschte Spannung in meine Texte zu bringen.

Die Schreibgruppe, wo ich ja immer ein paar Szenen voraus geschrieben habe, gibt es ja nicht mehr. Jetzt habe ich in dem roten Notizbuch daß mir der Alfred vorigen Sommer in Genf kaufte, ein paar diesbezügliche Notizen drinnen und konnte sie nicht lesen, als ich am Freitag mit dem Rad in den Traisenpark fuhr, mir dort Socken und eine Uhr, meine ist mir schon vor ein paar Tagen stehengeblieben, obwohl ich mir erst vor kurzem eine Batterie geholt habe, kaufte und mich dann zuerst zum McDonalds auf einen Big Mac, Pommes, Cafe latte und ein Eis und dann auf die „Seedosen-Terrasse“ auf einen Kaiserspritzter setzte, um meine Recherchen für ein Projekt zu machen, das ich wahrscheinlich frühestens im November angehen werde, denn jetzt ist ja das „Literaturgeflüsterbuch II“, angesagt.

Das heißt, das stimmt auch nicht so ganz, denn ich habe, glaube ich, noch vor dem Fensterputzen ein neues Notizbuch herausgeholt und sozusagen beschloßen, daß mich meine Figuren, die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibliotherapiegruppe, der Psychiater Theo Hardenberg und die pensionierte Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler mich oder die erfolglose Schreiberin Eja Augustin bei ihrem nächsten Schreibprojekt begleiten können, das sind alles Figuren aus meinen früheren Werken und wer weiß aus welchen sie stammen, kann sich das entsprechende Buch bei mir holen und ich könnte, habe ich gedacht, während des Korrigierens mir Notzen in das Buch machen, um dann schon was zu haben, wenn ich im November oder später mit dem Schreiben beginne.

So habe ich beide Bücher mitgenommen, als ich im verlängerten Wochenende aufgebrochen bin, der Alfred war in Wien, die Oma stellte ich fest, im Spital, als ich sie begrüßen wollte, die kleine Lia ist schon zu Hause und kann sich an den Luftballons und dem Storch freuen, die ihretwegen am Mittwoch im Garten aufgehängt wurden und ich dachte,  so einen Rechcheretag einen Tag im Traisenpark herum zu schlendern und zu konsumieren, kann ich mir gönnen, obwohl ich mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ ohnehin schon gut angefangen habe.

Das Vorwort ist geschrieben und das Inhaltsverzeichnis. Da bin ich daraufgekommen, daß nicht alles chronologisch passt, so habe ich  auch noch einen „Nanowrimoartikel“ eingefügt. Das müßte mir der Alfred angleichen und kommt nicht dazu, die Verlinkungen sind aber aufgelöst und ich kann den Text jetzt durchgehen und das ist interessant. Da bin ich daraufgekommen, wie viel ich schon geschrieben habe und das wird oder soll mich auch im Sommer begleiten.

Ein bißchen herumschnuppern tut mir aber sicher gut, habe ich beschlossen, eine Uhr wäre ohnehin zu kaufen und so bin ich, glaube ich, um zehn mit den beiden Notizbüchern losgefahren. Vorher habe ich noch erfahren, daß die Oma nicht in ihrem Schlafzimmer war und im Traisencenter ist mir dann schnell langweilig geworden, denn so viel gab es nicht zu sehen.

Ich bin ein bißchen herumspaziert, habe nach dem Uhr- und Sockenkauf beschlossen, das Eis doch beim McDonalds und nicht in der Eisgrotte, die es im Traisencenter gibt, zu konsumieren, habe dann beim McDonalds, meine Notizen durchgesehen und dem Gespräch zweier Männer zugehört, die sich bei einem Cafe über die Lage der Nation unterhielten, was auch ganz interessant war.

Dann bin ich, um den See herumgefahren, auf die Warte hinaufgeklettert, das Gehen geht jetzt schon ganz gut, zur „Alten Schmiede“, Literaturhaus und „Gesellschaft“ versuche ich auch schon wieder zu Fuß zu gehen und vielleicht das nächste Mal schon auf die Rudolfshöhe, um kein Trauma zu entwickeln, dann bin ich zur „Bücherzelle“, habe drei Bücher gefunden, eines aber gleich wieder zurückgelegt, denn das war glaube, die türkische PEN- Ausgabe, die von Doris Kloimsteins Ausstellung stammte, die mir die Bücher ja vor einem Jahr gegeben hat und ich die, die ich nicht brauchen konnte, dorthin gelegt habe. Die Lyrikheftchen die von Alfreds Festivalspaß stammten und die ich dort hineingelegt habe, als wir zu Pfingsten nach Nußdorf an der Traisen fuhren, lagen, glaube ich, auch noch da und ich habe  also zwei Bücher gefunden bin damit in die Seedose, wo die Leute schon Mittag aßen, aber das hatte ich schon beim McDonalds, also nur einen Spritzer trinken und die Notizbücher durchsehen.

Geplant ist, das eine Buch immer auf meine Recherchen mitzunehmen, um mir Notizen zu machen, die ich für den Plot vom „Fräulein No“ brauche, aber das „Nachtcafe“ befindet sich sicher in Wien.

Dort könnten aber auch zwei Raunzer sitzen und der eine dem anderen erklären, daß „Ein verwundeter Soldat, dem Staat teuere als ein toter kommt!“, daß also, etwas, was wahrscheinlich stimmt, wenn auch makaber klingt.

So weit so what, die Recherchegänge also schließen. Aber Radfahren werde ich ja immer, wenn ich in Harland bin .Jeden Tag ein Stück in Richtung St. Pölten oder Wilhelmsburg fahren, auf den Markt gehen oder bei der Seedose einen Spritzer trinken, in der anderen Richtung gibt es in Wilhelmsburg einen „Spar“, wo ich mir meistens einen Cafe Latte-Becher und ein Croissant kaufte.

Gestern war ich aber in der Radlertränke bei Ochsenburg und habe mir einen Erdbeerspritzer gekauft und Morgen werde ich, wenn ich nach Wilhelmsburg fahre, vielleicht dort auch einkehren und mir zum Kaisespritzer, der billiger ist, eine Schnitzelsemmel kaufen, denn der Alfred fährt ja nach Wien zur wahl der Grünen.

Also kein Marktbesuch, denn allein, gehe ich dort, glaube ich, nicht hin. Am Sonntag kommt die Ingrid, um sich das Baby anzusehen und ins Spital zur Oma, die derzeit dort wegen eines Herzflimmern liegt, müßen wir vielleicht auch und dann gibt es noch die Sonnwendfeiern, die vielleicht auch ganz interessant sind, heute ist da einer in Altmannsdorf und morgen findet der beim Bootshaus in Spratzern statt, wo, wie ich beim Radfahren gesehen habe, schon die Standln aufgestellt sind.

2019-06-16

In die Schreibwerkstatt

Ich habe ja die Sommer, als ich mich noch die „richtige Sommerfrische“ begeben habe, also Montag, Dienstag meine Praxistage machte und dann nach Harland fuhr meistens mit einer sogenannten Schreibwerkstatt begonnen oder mir auch vorgestellt, daß ich jetzt Stadtschreiberin von St. Pölten wäre und auch einige diesbezügliche Texte verfaßt.

Lesemarathone habe ich da auch manchmal veranstaltet und meistens an einem „Work on Progress“ gearbeitet, daß ich dann diesbezüglich geschrieben habe.

Meine Art mich im Literaturbetrieb festzuhalten, von dem ich, seit ich blogge ja vielleicht noch ein wenig weiter draußen bin und vielleicht noch weniger ernst oder wahrgenommen werde, obwohl das natürlich ein Paradoxon ist, weil man ja auf einem oder ein paar Klicks in mein gesamtes literarisches Schaffen oder zumindestens in das das, was seit dem Sommer 2008 passiert ist, eintauchen kann.

Das Interesse daran hält sich in Grenzen, für mich ist mein Blog, der ja demnächst seinen elften Geburtstag hat, sehr wichtig, obwohl ich ihn ja  immer mehr nur für mich betreibe.

Es ist aber eine sehr gute Reflexion über mich, mein Schreiben, die siebenundzwanzig Bücher, die seither, glaube ich, entstanden sind und natürlich über die, die ich lese. Das ist ja ein Vorteil des Bloggen, daß einem die Bücher angeboten werden, ich sie ziemlich ungeniert anfrage und die Bücherschränke gibt es ja seit 2010 auch und die Veranstaltungen, die ich besuche.

Mein Blog ist also der ausdruck meines literarischen Lebens und seit der Alfred in Altersteilzeit ist, als nur Dienstag bis Donnerstag arbeitet, gibt es die klassische Sommerfrische nicht mehr, denn da fahre ich dann im Sommer jede Woche, sonst nur jede zweite oder dritte am Donnerstag nach Harald und komme Montag oder Dienstag früh zurück nach Wien.

Donnerstags erst sehr spät, denn da gibt es in Wien ja die O-Töne, die ich vorher versäumt habe, die aber sehr interessant und wichtig sind, weil man sich da ja ganz gut ausrechnen kann, was dann später auf den Buchpreis und Debutpreislisten stehen wird und Montagabend verlocken auch die Sittl-Sommerlesungen, so daß die Sommerfrische eigentlich keine mehr ist, denn am Freitag will der Alfred meistens, daß ich ihm im Garten helfe, am Samstag fahren wir zum Markt und am Sonntag üblicherweise auf die Rudolfshöhe, so daß für ein wirkliches Eintauchen in eine Schreibwerkstatt eigentlich keine Zeit ist

Das wird heuer vielleicht auch ein bißchen anders und ein Schreibwerkstadtprojekt habe ich dieses Jahr auch, sogar ein monumentales und umfassendes, das weit mehr, als bis in den August, wo wir ja wieder in die Schweiz und diesmal nach Locarno zum Filmfestival fahren werden, dauern wird.

Habe ich doch vorige Woche endlich die erste Korrekturphase der „Magdalena Kirchberg“ beendet und nach meinen üblichen Ritualen, wie Fensterputzen oder Bücherräumen bin ich zu meinem nächsten Monsterprojekt, das mich wahrscheinlich mindestens bis Ende des Jahres, wenn nicht noch länger, falls ich es nicht für den „Nanowrimo“ unterbrechen, beschäftigen werde.

Habe ich doch vor ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ herauszugeben, das sich diesmal mit meinen Schreiben und den siebenundzwanzig Bücher, die seit es den Blog gibt, beschäftigten wird.

Denn irgendwann habe ich ja angefangen, den Blog zum Vermarkten meiner Bücher oder der Vorstellung meines Schreibens zu benützen, daß das nicht funktioniert hat, habe ich schon geschrieben. Das heißt, das Interesse meiner Leser, die sich wahrscheinlich nicht wirklich für mein selbstgemachtes Schreiben, mit den falschen scharfen „ß“ interessieren, habe ich nicht geweckt, aber ich habe für mich selbst mein Schreiben reflektiert, die Themen zusammengefaßt und da vorallem im vorigen Jahr im Jubiläumsjahr zehn Jahre  einige diesbezügliche Artikel verfaßt, die ich jetzt in Buchform zusammenfassen möchte, damit man, wenn man es so will, schön alles hintereinander und in einem lesen kann.

Da habe ich dann auch die in der Website erhaltenen Probekapitel der bücher seit der „Radiosonate“ und der „Magdalena Kirchberg“ zusammengestellt und werde dann im nächsten oder übernächsten Jahr wieder ein sehr dickes Buch haben.

Nämlich eines, das derzeit im Rohtext 269 Seiten und 97.981 Worte hat, die bin ich jetzt dabei durchzusehen. Vorläufig löse ich noch die Verlinkungen auf und schreibe die Buchbeschreibungen aus der Website neu. Dann werde ich mir das ganz ausdrucken und korrigieren und korrigieren, was zwar einerseits leichter sein müßte, da es sich ja schon, um veröffentlichte Texte handelt, ew werden aber, würde ich jetzt einmal schätzen, auch sehr viele Wiederholungen darin sein, von denen ich entscheiden muß, was ich drinnen lassen und was ich verändern muß.

Ein Glossar, um die Namen und die Anspielungen zu verstehen, wenn ich die Verlinkungen weglasse, werde ich vielleicht auch noch brauchen und und und…..

Seit einer Woche gehe ich jetzt schon durch den Text, bin derzeit bei der Hälfte und denke, daß es ein sehr spannendes Projekt ist, das mir Einsicht in mein schon vorhandenes Schreiben gibt und da denke ich wohl, so viel habe ich schon und so genau habe ich das beschrieben und verlinkt und keinem fällt es auf und ist daran interessiert.

Schade eigentlich, es ist aber auch egal, für mich ist es wichtig, habe ich schon oben geschrieben und da wird es auch sicher spannend sein, sich das nächste halbe Jahr oder länger mit meinem Schreiben zu beschäftigen und auf einem Blick ein schönes Stück Literaturgeschichte in der Hand zu haben, obwohl ich mir schon öfter dachte, daß der Vorteil im Blog, die Verlinkungen sind, die im Buch dann wegfallen.

Die Bilder tun es auch. Dafür hat man alles auf einem Blick zusammen und kann, wenn man das möchte, sich in mein literarisches Schaffen einlesen.

Ich weiß nicht, wer und wieviele das möchten, bin jedenfalls gespannt und freue mich sehr auf das nächste, schreiben wir mal, halbe Jahr, wo ich mich intensiver mit meinem Schreiben befassen werde und da habe ich auch vor, nicht nur im Blog, sondern auch in einem eigenen Schreibjournal darauf zu reagieren und zwar habe ich ja kurz nach dem ich mit der „Magdalena“ fertiggeworden bin, mir eines der schönen Notizbücher, die ich in meinen Regalen liegen habe, genommen und mir vorgestellt, daß mich die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek bekannt aus der „Absturzgefahr“ und der „Pensionsschockdepresseion“ ja bei meinem nächsten „Work on progess“ begleiten werden.

Das war dann für den nächsten Roman geplant, wo ich ja mit Hilfe der „Heldenreise“ oder Jurenka Jurks „Romanfahrplan“, die Geschichte eines Arztes beschreiben will, der einer Psychose wegen seine Berufslaufbahn unterbrechen muß und in einem Cafe sowohl eine literaturinteressiere Obdachlose, als auch die Schauspielschülerin Fräulein No, die dort kellnert, kennenlert.

Das wird  noch ein bißchen dauern, bis ich dazukomme, aber über meine Schreibwerkstattberichte könnte ich ja Buch führen und da könnte ich auch die Fritzi ein bißchen über meine Schultern schauen lassen und vielleicht Notizen über das schon vorhandene oder auch schon das Neue einfließen lassen.

Also das Buch mitnehmen, wenn ich mich in zwei wochen in meine verkürzte Sommerfrische oder verlängerten Wochenenden begeben werde und das Buch vielleicht auch in die Handtasche stecke, wenn ich vielleicht doch längere oder kürzere Rechercheschnupperzüge machen.

Da habe ich ja auch gedacht, daß ich mich, wenn mir mal fad ist und nichts weitergeht, damit neben den „Wortschatz“ oder anderen Bücherschrank setzen können und aufnotieren, was die Autorin Eja Augustin, die ja wieder einen Roman schreiben will und das nicht so kann, vielleicht erlebt.

Mal sehen, noch bin ich ja noch nicht so weit oder es liegt noch ein Restwochenende vor mir, wo ich den Samstag ja zuerst bei der Regenbogenparade, auf dem Wehrgassen-Straßenfest und dann bei der Besichtigung von Ruths neuer Wohnung verbracht habe, vor mir, wo ich  mein Mankuskript durchgehen kann, dann ein verlängertes Wochenende in Harland, bevor es in den Sommer geht und da folgt diesmal das Bachmannlesen vor meinem elften Geburtstagfest.

Eine Lesung gibt es im Juli auch und Ende August, die Lesung beim „Linken Wort am Volksstimmefest“, wo ich diesmal aus der „Magdalena“, eine der „Maria Mattuschek-Szenen“ lesen werde, ich weiß noch nicht genau welche, aber eine wird auch in das „Literaturgeflüsterbuch“ über das Schreiben hineinkommen.

Und noch ein Nachsatz für alle, die es interessiert, die kleine Lia wurde Samstagmittag im Universitätsklinikum St. Pölten auf die Welt geholt und sieht derzeit noch ein wenig verschlafen aus.

2019-06-10

Das zweite Literaturgeflüsterbuch

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:00
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Das erste „Literaturgeflüsterbuch“, das Texte von 2008 bis 2013 enthält, ist im Dezember 2013 erschienen und  entstand, als ich, während oder nach der Arbeit an der „Widergeborenen“ in eine Krise gekommen bin.

Irgendwie war ich mit dem Text nicht zufrieden, ich glaube, es hat mir auch das Feedback und die Rückmeldung gefehlt und die Art der Krisenbewältigung, die ich betrieb, war, daß ich mich 2012 entschlossen habe, statt das nächste Werk anzuschreiben, damit nicht zufrieden zu sein und kein Feedback zu bekommen,  ein Buch mit den literarischen Texten meines Blogs zusammenzustellen.

Gefragt, ob ich ein Buch aus meinem seit Juli 2008 bestehenden Blog machen möchte, wurde ich da schon öfter und ich habe meistens geantwortet „Da müßte  ein Verlag auf mich zukommen!“

Es ist, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, keiner gekommen. Das „Literaturgeflüster-Texte -Buch“ ist erschienen und vorher pünktlich zur Fünfjahresfeier ist auch ein großes Gewinnspiel mit „Dreißig Fragen zu Dreißig Büchern“ herausgekommen.

Da kam es wahrscheinlich schon zu der Idee meine Bücher und mein Schreiben auch auf meinen Blog vorzustellen, der ja im Sommer 2008, so daß ich bald das elfte Jahr  feiern kann, ziemlich spontan und konzeptlos entstanden ist und ich dann bald ziemlich allgemein über mein literarisches Leben, also die Veranstaltungen, die ich besuchte, die Bücher, die ich gelesen habe, zu plaudern begann.

Und ein wichtiger Teil meines literarischen Lebens ist ja mein Schreiben. 2008 habe ich gerade „Die Radiosonate oder das einsame Jahr“ geschrieben, das von der eher kürzeren Erzählung „Das Haus“ gefolgt wurde und als die zwei Bücher fertig waren, sie sind, weil ich die „Radiosonate“ voher an einen Kleinverlag schicken wollte, der mir allerdings nicht geantwortet hat, gleichzeitig entstanden, habe ich schon eine Vorschau und dann die sogeannte „Präsentation“ gehabt, die ich mit jeden meiner Bücher fortsetzte und die elf Jahre in denen ich nun schon blogge, habe ich auch sehr viel und sehr intensiv geschrieben, so sind inzwischen siebenundzwanzig Bücher, von der „Radiosonate“ angefangen bis zur „Unsichtbaren Frau“, da ist die „Magdalena Kirchberg“, die es ja noch nicht gibt,  nicht mitgezählt und für jedes dieser Bücher gibt es eine Vorschau und  nach Erscheinen ein Bild von mir mit dem Buch.

Ein Gewinnspiel dazu, das sich, ich gebe es zu, keiner großen Ressonanz erfreut, gibt es seit einiger Zeit auch und bei den letzten Büchern würde ich auch  gerne eine Lese- und Diskussionsrunde veranstalten.

Auch da melden sich nicht sehr viele, die über meine Bücher diskutieren wollen, trotzdem habe ich seit ein paar Jahren angefangen, meine Bücher, meine Themen, etcetera in eigenen Artikeln vorzustellen, habe meine „Lieblingsbücher“ beschrieben, über „Coverfragen“ gesprochen, die ersten Sätze zusammengestellt und zum Jahresanfang beschlossen, ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ über mein „Schreiben und meine Bücher“ zu machen.

Da war ich noch intensiv mit dem Korrigieren der „Magdalena Kirchberg“ beschäftigt, womit ich erst vor einigen Tagen fertig geworden bin und mich nun, nachdem die Fenster geputzt sind, an das neue Buch machen kann.

Da habe ich dann als erstes am Samstag zwischen die Kapitel jeweils die Beschreibung und das Probekapitel aus meiner Website gestellt, was sich, da ich noch einen Artikel über meine „Nanwowrimos“ zu dem Buch gab und am Schluß,  die noch nicht erschienene „Magdalena Kirchberg“ mit einer „Maria Mattuschek-Szene“ dazustellte, auf ein ziemlich umfangreiches Buch ausweitete.

Meine Bücher werden ja immer kürzer, weil ich wohl schon ein bißchen ausgeschrieben bin und alles angerissen habe, so hat auch die „Magdalena Kirchberg“, die nicht im „Nanowrimo“ entstanden ist, ich aber am ersten November, als ich den Rohtext fertig hatte, etwa die fünfzigtausend Worte hatte,  jetzt im Rohtext, den ich den Alfred am Dienstag schickte, 46  068 Worte.

Der Text, den mir der Alfred gestern aus dem Blog  kopierte, hat jetzt 273 Rohseiten, 98.632 Worte und besteht derzeit aus neunundzwanzig Artikel und den schon erwähnten achtundzwanzig Buchkapitel samt der Buchbeschreibung.

Ob ich alle Artikel in dem Buch lassen werde, weiß ich noch nicht, das werde ich bestimmen, wenn ich es jetzt langsam durchkorrigiere und mir das Ganze einmal durchlese.

Vielleicht fällt die „Laudatio“ oder sonst was, was sich vielleicht wiederholt oder doch nicht so passend ist, heraus. Die Bücher, die ich in dieser Zeit geschrieben habe, würde ich aber gerne drinnenlassen.

Mal sehen, jetzt kommt die Korrigierarbeit. Ein Vorwort wird es auch geben, das ich noch schreiben muß. Das „Wunschgedicht“ von Richard Weihs, das es schon in den „Berührungen“ gibt, werde ich wieder an den Anfang stellen und dann korriegeren und korrigieren.

Jetzt zuerst einmal  alle Verlinkungen löschen  und das Ganze so weit durchgehen, daß ich es ausdrucken kann. Dann kann ich entscheiden, was bleibt drinnen, was kommt noch hinein, damit ich  in einen oder zwei Jahren  ein literaturwissenschaftliches Werk über mein Schreiben haben kann, bezeihungsweise ein Buch, wo man sich auf einen Blick in meine Bücher einlesen kann und alles  komprimiert nebeneinander findet.

Das wird mich also dieses Jahr begleiten, ob ich dann zum „Nanowrimo“ schon zum meinen nächsten buch komme oder ob es ein solches überhaupt gibt, wird sich weisen.

Die „Magdalena Kirchberg“ , wo ich am Dienstag, dem Alfred, den Text, das Wunschgedicht und die Beschreibung schickte, ist ja irgendwie auch ein Abschlußwerk und als ich nach dem „Literaturgeflüsterbuch I“ , nach der „Widerge borenen“, sind noch die „Paula Nebel“,“Kerstins Achterln“ und der zweite „Nanowrimo“ erschienen, weitergeschrieben habe, sind zuerst die „Dreizehn Kapitel“, dann die „Flüchtlingstrilogie“, ein paar weitere politische Bücher, aber auch „Paul und Paula“ und noch anderes mehr entstanden.

Ich bin gespannt,  werde darüber berichten und ein Cover für die „Magdalena“, das wollte ich noch schreiben, gibt es inzwischen auch.

Nämlich die alte Schreibmaschine, die Alfreds Mutter aus ihrem Büro  mitgenommen hat und die schon länger auf meinen Schreibtisch, den es in der Harlander Küche gibt, steht.

Da habe ich ein Blatt Papier eingespannt und wollte darauf „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ tippen.

Aber leider war das Farbband schon etwas eingerostet, beziehungsweise verblichen, es hat also nicht funktioniert.

Was habe ich gemacht? Ich bin ins Wohnzimmer, in dem es inzwischen zwei große Bücherregale und auch wieder einen Drucker gibt, gegangen und habe mir die erste Seite des Manuskkriptes ausgedruckt und in die alte Maschine eingespannt, was, wie ich hoffe, ein gutes Titelbild für mein, glaube ich, sechsundvierzigstes selbstgemachtes Buch geben wird.

2019-06-08

Büchertag vor Pfingsten

Pfingsten naht, das wir wieder in Harland verbringen werden, ein Radausflug nach Nußdorf an der Traisen ist geplant und am Samstag die Radfahrt in die Stadt zum Markt und Pfingsten, das ich ganz früher noch als Studentin und junge Psychologin in St. Gallen in der Steiermark mit dem „Klub der logischen Denker“ verbracht habe, hat auch öfter etwas mit dem Lesen zu tun.

Habe ich doch einmal als sich der Alfred irgendwo befand, einen Lesemarathon gemacht und habe da entweder den ganzen Tag gelesen oder einen Rundgang von einem Bücherschrank zum anderen gemacht.

Heuer hatte ich etwas zeitversetzt etwas Ähnliches vor, denn ich habe es ja am Dienstag geschafft mit etwas Schummeln, also einem eher flüchtigen Korrigierdurchgang die „Magdalena“ zu beenden und dem Alfred zur Endkorrektur und Formatierung zu übergeben und da beginnen dann immer meine Rituale.

Als Erstes habe ich einen Artikel geschrieben, in dem ich mich damit befasste, wie mich meine schon vorhandenen Fguren, der Psychiater Theo Hardenberg vielleicht, aber auch die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibbliotherapiegruppe, sowie die pensionierte Bibbliothekarin Lisbeth Hahenpichler durch meinen nächsten Schreibprozeß führen können, aber der wird ja auch im Korrigieren der schon im Blog entstandenen Schreibetexte bestehen.

Die Figurenanalyse habe ich dann am nächsten Tag auch in ein schönes Notizpunkt aufnotiert, das mir, glaube ich, meine Hauptschulfreundin Christa U. zum Geburtstag schenkte und dann habe ich am Mittwoch nach meiner Einuhrstunde schon einen kleinen Shoppinggang zum Bacherpark und die Spengergasse zu Stephans Teichgräbers „Revolutionsworkshop“ gemacht, das heißt, ich bin vorher auf die Post gegangen, habe mir Unterwäsche gekauft, ein Eis gegessen und dann eine Stunde lang im Bacherpark im Alexejs Toistoi gelesen.

Eine größere Rechercherunde werde ich wohl erst machen, wenn ich mit dem nächsten Romanprojekt beginne. So habe ich am Donnerstag, was auch schon sehr notwendig war, die Wohnung und die Fenster geputzt und am Freitag wieder einen Büchertag, wie das ja manchmal mache, daß ich mit dem Staubtuch durch meine Bücherberge fahre und mir ansehen, was ich mir so von den Bücherschränken nach Hause getragen habe und lesen sollte, aber noch nicht dazu kommen.

Mit den Rezensionsexemplaren bin ich ja vorerst fertig. Jetzt habe ich im Badezimmer den Bücherstapel von meiner 2019 Bücherliste, die längere, die ja bis ins Jahr 2030 reichte, habe ich inzwischen gelöscht, vor mir.

Also mich einen Tag lang durch meine ungelesenen Bücher zappen, da ein Kapitel, dort eine  Seite lesen und mir Notizen machen, habe ich geplant und es dann doch nicht geschafft, die Bücher anzulesen und auch das Anlegen neuer Leselisten nicht, ich habe mir nur ein paar Booktube Videos angehört und meine Bücherreihen ein wenig durchforstet.

Julia K. Stein, die Schreibtrainerin im Netz, die mich einmal zu einem Webinar eingeladen hat, mir seither ihre Rundbriefe schickt und von der ich vor kurzem auch im Schrank ein Buch gefunden habe, hat mir vor kurzem ein Lese-Journal und ein Referat darüber geschickt, wie man das Lesen effenzieller gestalten kann, in dem man sich ein Bookjournal bastelt, in das man dann alle Bücher einträgt, die man liest und sich seine Notizuen darüber macht. Ein solche Buch habe ich auch schon mal im Schrank gefunden und es mir im Vorjahr auf unseren Schweiz-Urlaub mitgenommen.

Ansonsten befindet sich mein Buchjournal ja im Netz, denn da gibt es ja meine Leseliste, die inzwischen fast nur noch aus den schon gelesenen Büchern, aber das sind ja auch eine ganze Menge und meine Rezensionen beziehungsweise Buchbesprechungen besteht, denn ich schreibe ja über jedes Buch, das ich gelesen habe und ich lese auch alle aus.

Eine Bücherabbrecherin bin ich ja nicht und ich lese auch nur sehr selten parallel, vor einer Woche habe ich ein E-Book und eine Printausgabe parallel gelesen, weil man seinen Computer nicht in die „Alte Schmiede“ und auch nicht ins Landesklinikum nach St. Pölten mitnehmen kann und ich den E- Bookreader, den ich habe, eigentlich kaum benütze.

Der Uli, der mich auf seinen Blog inzwischen sperrt, weil ich ihm seiner Meinung nach zuviele unpassende Fragen, wie, wie er das Strache-Video oder, daß die Grünen bei der Europa Wahl so stark gewonnen habe, findet, stelle, meint zwar,  ich würde die Bücher nur sehr flüchtig und oberflächig lesen, aber das stimmt , glaube ich, nicht.

Ich lese eigentlich auch nicht sehr schnell, schaffe keine hundert Seiten in der Stunde, sondern eher fünfzig, streiche mir  sehr viel an, aber natürlich zwei bis drei Bücher pro Woche, sollte ich angesichts meiner Bücherberge doch schaffen und so werde mir für einen Arno Schmidt kein Jahr lang Zeit nehmen, sondern notfalls überfliegen, wenn ich nichts mehr verstehe.

Im Moment lese ich auch sehr lange und langsam am Alexej Toistoi, was daran liegt, daß ich beim „Leidensweg“ den Band zwei ausgelassen habe und daher mit  Band drei, wegen der dazwischen liegenden Lücke meine Schwierigkeiten habe.

Bei dem „Lese-Journal“, das sind die sechs Seiten, die man sich bei julia K. Stein ausdrucken kann, kann man sich die Bücher ankreuzen, die man in der nächsten Zeit lesen will, man kann auch seinen Eindruck in Form von eins bis sechs Sternchen wiedergegeben, etwas was ich auch nie mache, ich bewerte keine Bücher, sondern fasse sie zusammen und schreibe ehrlich und offen was mir gefallen hat und was nicht, man kann auch seine Lieblingssätze herausschreiben und sogar das Cover übertragen.

Und natürlich schleppe ich  immer ein Notizbuch herum in das ich mir eintrage, was ich demnächst schreiben will und jetzt habe ich auch eines, wo mich meine Lieblingsfiguren bei meinem übernächsten Buchprojekt begleiten werden, während ich am „Literaturgeflüsterbuch“ über mein Schreiben arbeiten werde.

2019-06-05

Neuanfang mit Figurenphantasien

Nach dem montäglichen etwas pessimistischen Fülltext kann ich proudly vermelden, es ist geschafft, der Rohtext der „Magdalena“ fertig korrigiert und dem Alfred zur Bucherstellung übergeben, der Beschreibungstext verfasst, das Wunschgedicht von Richard Weihs, herausgesucht, das es auch diesmal wieder geben wird, vielleicht kann ich das Buch, wenn es  fertig ist, wieder im Hauptprogramm bei den „Wilden Worten“ präsentieren und jetzt geht es ans nächste Werk und es stimmt, ich bin da ein wenig pessimistisch und ein wenig ausgeschrieben, der Buchtext animiert dazu, denn die Magdalena bringt ja ihren Roman auch nicht fertig, sondern widmet ihre Pension stattdessen ihrem Enkelkind und meines soll ja schon am Sonntag kommen, aber ein Projekt habe ich mir ja vorgenommen, nämlich ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ mit den Texten über meine Bücher, als literaturwissenschaftliche Beigabe sozusagen.

Das muß mir der Alfred jetzt kopieren und ich werde zwischen den einzelnen Texten noch die Probekapitel der letzten dreizehn oder fünfzehn Bücher, die es auf meiner Website gibt, anfügen.

Damit bin ich dann mindestens den Sommer, wenn nicht auch noch im November, wo ich ja eigentlich nach Jurenka Jurks Romanfahrplan endlich einmal die „Heldenreise“ ausprobieren im Rahmen des „Nanowrimos“ ausprobieren wollte.

Aber da werde ich wahrscheinlich noch korrigieren, den „Nano“ vielleicht wieder auslassen und die Ideen für das neue Werk, die Geschichte der Schauspielschülerin Fräulein No, die einen Job als Kellnerin in einem Sozialbeisl hat, wo sich der an einer Psychose erkrankte arbeitslose oder pensionierte Arzt Ulrich Blumenbach und die obdachlose Gerti Schuster, die sich sehr für Literatur interessiert, treffen, hat sich inzwischen von mir ein wenig abgewandet, so daß ich dachte „Das habe ich alles schon ein wenig angeschrieben und berührt mich vielleicht auch nicht wirklich!“

Ein paar diesbezügliche Notizen gibt es ja in dem roten Buch, das mir der Alfred vorigen Sommer in Genf kaufte und die Gerti Schuster, die immer sehr elegante und gutgeschminkte Obdachlose könnte auch die sein, die gefilmt wird, als sie einer Muslima das Kopftuch herunterreißt,  sie dabei wild beschimpft und dabei einen Politikskandal auslöst.

Nachdem ich jetzt an der „Magdalena“ fast ein Jahr korrigiert habe, wird es beim „Literaturgeflüsterschreibebuch“ auch nicht viel anders sein und ich habe mir zu überlegen, ob ich es mir wirklich noch einmal antun will, das fünfzigste selbstgemachte Buch zu schreiben, das dann keiner lesen will oder mich stattdessen, wie die Magdalena Kirchberg meinem Enkelkind zu widmen.

Aber die Idee meine Roman schreibenden depressiven Heldinnen, da gibt es ja schon einige in meinen Regalen, von dem Psychiater Theo Hardenberg dabei begleiten zu lassen, habe ich ja schon bei den „Berührungen“  ausgeführt und bei der Flüchtlingstrilogie, Teil eins, wo es ja auch, um eine Depressionslochdepression geht, begibt sich Thekla Morgenstern in eine bibliophile Gruppe die in der Pfarre von Janusz Warszinski von Fritzi <jelinek geleitet wird, wo sich wieder einige depressive Frauen, wie beispielsweise die Laura Augustin aus den „Dreizehn Kapitel“ befinden könnte.

Eine depressive Heldin also, die einen Roman zu schreiben versucht, eine bibliophile Gruppe besucht, sowohl eine Schreibtrainerin, als auch einen Psychiater als Ratgeber hat, um  ihren Roman weiterzubringen und die pensionierte Bibliothekarin Lisbeth Hahnenpichler aus den „Zwillingswelten“ gibt es auch auch, die als Leseratgeberin fungieren könnte.

Ein Gedankenspiel vergangener schlafloser Stunden und hier die neuerliche Romanschreiberin als Alter Ego integrieren, die sich wieder, wie in dem ersten Obdachlosenroman in ein Obdachlosencafe egibt, wo sich die drei schon erwähnten Personen befinden könnten, ein Szeniaro wie in der „Viertagebuchfrau“, die mich ja durch schwarzblau  begleitet hat.

Das wären also die bekannten Szenario, das, was ich schon angeschrieben, aber offenbar noch nicht wirklich ausgeschrieben habe oder etwas komplett Neues beginnen? Der Romanfahrplan der Jurenka Jurk mit ihrer „Heldenreise“ könnte dazu animieren, aber wo nimmt man die wirklich neuen Themen her?

Dazu müßte, könnte, sollte man sich mit dem Notizbuch auf Stadtrecherche begeben, ein paar Monate in der Stadt herumlaufen und aufschreiben, was einer da begegnet oder wie in den „Berührungen“, ein Buch aus den Regal nehmen, eine Seite aufschlagen und das Wort das man dann findet hernehmen, um loszufabulieren.

Das wären die Ideen, die ich aber erst nach dem „Schreibliteraturgeflüsterbuch“ angehen werde, wo ich mich auch eine Zeitlang mit den schon bekannten Figuren befassen werde, also mich erst beim nächsten oder übernächsten „Nanowrimo“ damit beschäftigen und dann herausfinden werde, ob Buch siebenundvierzig etwas Neues oder schon Bekanntes bringen wird und bis dahin vielleicht ein bißchen regelmäßiger und genauer Aufzeichnungen in meine Notizbücher machen, damit ich dann schon etwas habe, auf das ich jeweils zurückgreifen kann.

2019-04-24

Vorbilder

Filed under: Buchpromotion,Schreibbericht — jancak @ 00:56
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„Wie geht es in der Schreibwerkstatt weiter?“, werden meine Leser vielleicht wissen wollen, die sich mit mir in der letzten Zeit durch die Frühjahrsneuerscheinungen gewühlt haben.

Da passiert sehr viel, da gibt es die Debuts, das realistische Schreiben der jungen Autoren und der großen schon bekannten Autoren, es gibt ein paar Krimis oder Thriller, die noch kommen werden und da ich ja das letzte Monat am Abend nicht weggegangen bin, habe ich gelesen und gelesen.

Am Morgen und am Abend jeweils eine Stunde, diesmal ohne Badewanne, geht auch, obwohl ich das ja am liebsten tue und dazwischen neben meinen Stunden habe ich die „Magdalena Kirchberg“ korrigiert.

Das tue ich jetzt schon sehr lang und immer wieder laut lesend und bin eigentlich jetzt schon soweit durch, daß ich es fast auswendig kann und immer wieder denke, daß ich jetzt endlich fertig werde, um dann doch noch einen Fehler finde, dann doch noch was korrigiere, was vielleicht doch nicht so stimmig ist, etcetera.

Am Mittwoch nach Oster fliegt der Alfred mit seinem Freund Karli nach Kuba und hat dafür schon viele Mitbringseln besorgt und ich bin am Überlegen was ich in dieser Zeit machen werde?

Als er vor zwei Jahren, glaube ich, in Amerika war, war ich ja sehr aktiv, bin mit der Ruth den öffentlichen Raum abgegangen, habe bei Annika Bühnemanns Kurzgeschichten-Challenge, die Szenen für „Besser spät als Wien erschrieben“ und bin auch sonst durch die Stadt flaniert, habe nach der Seestadt Ausschau gehalten und die erst im zweiten Anlauf gefunden, etcetera.

Voriges Jahr war es damit, glaube ich, ein wenig ruhiger, denn da wollte ich auch immer weg, das Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ und die vielen Fehler, die zu finden waren, hinderten mich daran und heuer?

Was werde ich heuer machen, wenn der Alfred in Kuba ist?

Die „Magdalena“ korrigieren, solange ich das muß, natürlich. Dann steht, wie ich es ja immer nach dem Fertigwerden machen, das Stadtflanieren an und da hätte ich auch, weil ich ja die letzten sechs Wochen kaum draußen war, auch einen Nachholbedarf.

Zum Recherchieren gibt es aber noch nicht sehr viel, da ich zwar schon eine vage Idee habe, was ich als nächstes schreiben will, aber das wird erst das übernächste Buchprojekt sein, weil ich ja als nächstes ein „Literaturgeflüsterbuch“ über meine Schreibberichte machen will.

Da habe ich die Artikel schon, sie sind im Blog nachzulesen, müßen aber für das Buch  angepasst werden, ob ich da schon zu weit bin, daß  mir das der Alfred herauskopiert und ich dann das Monat daran korrigiere, weiß ich nicht?

Sieht nicht ganz so aus, weil ja noch die vorher erwähnten Pläne, aber da muß ich  ohnehin noch die Probekapitel der dreizehn oder vierzehn Bücher einfügen, die seit dem Entstehen des Blogs entstanden sind und seit einigen Jahren habe ich mich ja auch bemüht, meinen Lesern im Blog kleine Einsichten in mein Schreiben, über meine Lieblingsbücher, die ersten Sätze, meine Themengebiete zu geben, etcetera, so daß da nach und nach ein kleiner oder auch größerer Einblick in meine Schreibwerkstatt entstanden ist.

Es gibt auch einen Querschnitt über meine Themengebiete, über die Kinderbücher, die depressiven Frauen, die bekannten Gestalten, die politischen Bücher, etcetera, so daß sich die daran Interessierten einen guten Einblick in mein Schreiben bekommen können.

In das realistisch psychologische sozialkritische Schreiben einer seit über fünfundvierzg Jahren erfolgfrei schreibenden Frau, die das aber seit ihrer Matura, im Mai 1973 beinah unverdrossen und wahrscheinlich auch verbissen unentwegt regelmäßig tut, so daß man vielleicht auch fragen kann, wie ich zu meinen Figuren komme und da schreibe ich wahrscheinlich keine wirklichen Schlüßelromane, habe aber meine Vorbilder, das heißt ich orientiere mich eigentlich immer an mir bekannten Personen, die ich dann in meine Texte sozusagen literarisiere.

Ich weiß nicht, wie das die anderen machen, aber wahrscheinlich orientiert man sich immer an irgendetwas und erfindet die Welt und auch die Charaktere, die in ihr leben, nicht neu.

Das macht dann manchmal Probleme, wenn man ein Buch herumreicht und sich dann die Betroffenen erkennen, wie es mir beispielsweise bei den „Schreibweisen“ mit meiner Freundin Bruni, das heißt der Hilde Langthaler, die ja am 22. Jänner gestorben ist, passierte, mit der mich  bis in die Neunzigerjahre wahrscheinlich, zusammen mit anderen schreibenden Frauen getroffen habe und meine Heldin Katharina, hat sie, glaube ich, gehießen, hat das in „Das Salz in der Suppe“, die im Erzählband „Schreibweisen“, meinem zweiten „Digi-Buch“ enthalten ist, auch getan und die Bruni war dann bös, als sie sich erkannte, obwohl ich  ja nicht über sie geschrieben habe, sondern sie nur als „Vorbild“ für die „zaghaft unenstschlossene Margarete“ nahm.

Mit der Bruni bin ich  später nocheinmal zusammengestoßen, als Dieter Scherr in der „Eigenverlagsreihe“, die es in der Zeitschrift „Autorensolidariät“ schon lange gibt, ein Portrait von mir herausbrachte und dazu Fotos vorn mir haben wollte.

Ich habe ihm ein paar zusammengesucht und dann waren in dem Artikel zwei enthalten, wo ich mit der Bruni abgebildet war. Eines ist, glaube ich, auf einer „IG-GV-Sitzung“ entstanden, das anderer stammte aus einem Textheft, das der „Arbeitskreis schreibender Frauen“ herausgebracht hat.

„Warum bin ich so oft mit dir abgebildet?“, hat sie mich gefragt. Aber ich habe das ja gar nicht ausgesucht. So ist ein Streit daraus entstanden, über den ich dann „Im wilden Rosenwuchs“ geschrieben hat.

„Ja so kommt man zu seinem Themen!“, lasse ich in der „Magdalena Kirchberg“, die fünfundachtzigjährige erfolglose demente Dichterin Maria Mattuschek, die erst spät mit experimentellen Träumen berühmt werden, soll, sagen.

Die hat kein reales Vorbild oder ist vielleicht mein alter Ego und darüber habe ich, glaube ich, bei der letzten „Kritlit“ mit Wolfgang Helmhart gesprochen, daß ich gerne einmal darüber schreiben will, daß eine erfolgfrei schreibende Frau und solche kann man ja meinen Texten zu Hauff finden, erst in ihrer Demenz berühmt wird.

Die „Magdalena Kirchberg“ ist vielleicht auch ein „Alter Ego-Teil“ von mir und als ich meinen ersten „Nanowrimo“ die „Heimsuchung“ geschrieben habe, habe ich mich da an den Blogs orientiert, die ich damals gelesen habe und einiges von dem der Cornelia Travnicek entnommen, die ja damals gerne in Klagenfurt gelesen hätte,  sich auch an den Uni-Streiks beteiligt hat und gerne an der „Hochschule für Schreibkunst“ aufgenommen worden wäre, aber dafür als überqualifizert galt.

Es haben mir auch einige meiner Klienten als Vorbilder gedient und darüber habe ich mich ja einmal mit Friedl Jary vor langer langer Zeit unterhalten, als die mich für das Radio Österreich International interviewt hat und die mich fragte, was ich mir für mein Schreiben aus meiner Praxis mitnehme?

Nun die „Kerstin “ aus „Kerstins Achterln“ hat ein solches Vorbild, sowie die Sveti und die Sevim  aus  der „Frau auf der Bank“.

Es ist mir auch schon passiert, daß mich eine Klientin darauf angesprochen hat, was ja  ein wenig heikel ist und die Frage, habe ich auch genug entfremdet und keine Personenrechte verletzt?, aufwirft.

Das war  auch so, als ich „Paul und Paula“ geschrieben habe, wo es ja, um zwei Tanspersonen geht und das auch in meinen Blog berichtet habe. Da habe ich dann auch eine Zeitlang Schwierigkeiten gehabt, Gehard Ruiss von den IG-Autoren zu Hilfe gerufen, der mich diesbezüglich beruhigte und auch die Frage klärte, ob ich das Ganze „Paul und Paula“ nennen darf, denn da gibt es ja die „Legende von „Paul und Paula“ oder so und einen dementsprechenden Film gibt es, glaube ich, auch.

Da ich ja sehr viel und sehr politisch schreibe, komme ich um die entsprechenden Vorbilder auch da nicht herum. So gibt es im „Bibliotheksgespenst“ den Fabian Schulthes und das ist ein Patriot, der die Welt vor der „Überfremdung“ oder dem „Großen Ausstausch“ retten will und als ich die „Unsichtbare Frau“ geschrieben habe, habe ich für den Alfons Tratschke ja auch ein Vorbild gebabt, das mir sogar eine Rezension für das Buch geschrieben hat.

Da gibt es dann noch ein paar andere reale Personen, wie den Donald Trump, den Recep Erdogan oder den Minister Basti, der nächtens ja von der „Unsichtbaren Frau“ besucht wird und ein Vorbild für die Gerti Schuster, die literaturbefliessene Obdachlose, die der Ulrich Blumenberg in einem Obdachlosencafe, in dem die junge Schauspielschülerin Fraulein No, Figuren aus meinem nächsten Work on Progress, jobbt, gibt es auch.

Ich denke, es geht gar nicht ohne Vorbilder und so ist es wahrscheinlich auch wichtig, ihnen hier ein Denkmal zu setzen, obwohl die Romanpersonen dann natürlich ganz andere sind, als die, die mich auf diese Ideen brachten und spannend ist es wahrscheinlich auch, daß sich die Vorbilder dann vielleicht  gar nicht zu erkennen sind, denn im „Tod eines Jurymitglieds“, auch in den „Schreibweisen“ enthalten, was ja wieder der Versuch eines Krimis war, wo der Tod nicht durch einen Mord, sondern durch eines heruntergefallenen Ast, wie bei Ödon von Horvath in Paris passierte, geht das den „Allan Wilton-Hefterln“ nachempfundne Erimttlerteam von Tür zu Tür der Autoren, die für den Wettbewerb eingereicht haben,  wo Pia Moser Jurymitglied war und da hatte ich für jeden ein Vorbild und als ich die Erzählung, die ich auch einmal extra mit Elfriede Haslehner und der Bruni in einem Buch, daß das  nie zustande kam, weil wir uns über die Finazierung nicht einig waren, herausgeben wollte, dann Judith Gruber zeigte, sagte sie bei einem Kapitel: „Da habe ich gleich die Elfriede Gerstl“ erkannt.

„Sehr interessant!“, habe ich gedacht, denn an die hatte ich da gar nicht gedacht, aber inzwischen, wie ich vielleicht zu Bedauern meiner Leser spoilern möchte, vergessen, wer mein tatsächliches Vorbild war.

Bei den anderen Kapiteln würde ich das wahrscheinlich noch zusammenbringen.

2019-02-06

Probespaziergang statt Workshopplausch

Das Revolutionsworkshop im „Doml“ mit Stephan Teichgräber ist ja jetzt beendet oder wird beziehungsweise im nächsten Semester ab März weitergehen und das letzte Mal bin ich zu keinen Mittwochsplausch gekommen, weil ich schon vorher über den Tod von Hilde Langthaler, die ich im Arbeitskreis schreibender Frauen in den spätern Siebzigerjahren kennenlernte und, die am Montag ihr Begräbnis am Heiligenstädter Friedhof hat, berichtet habe, dabei hätte ich doch etwas über mein neues geplantes Buchprofjekt plauschen können, das ich, wenn die „Magdalena Kirchberg“ an der ich derzeit eifrig korrigiere, fertig ist,  angehen könnte.

Stimmt, da habe ich schon Anfang Jänner geschrieben, daß ich als nächstes an ein weiteres „Literaturgeflüsterbuch“ mit Texten über mein Schreiben denke, aber da war schon vorher die Idee da, als Nächstes oder, als Übernächstes in diesem Fall, etwas mit der Romanfahrplanmethode der Jurenka Jurk versuchen, die ja damit eine ausführliche Romanausbildung gestartet hat.

Da gab es zwischen Weihnachten und Neujahr einige Probeseminare und eines über die „Heldenreise“ gab es vorher auch und da ich ja den Verdacht habe, daß ich manchmal mit einer Idee, die ich habe, zu schnell voran schreibe und dann an der Oberfläche haften bleibe und wieder nicht den Durchbruch schaffe, obwohl ich den in meinen „stillen Eckchen“ jawohl das schreibe ich jetzt, obwohl mich damit sonst der Uli immer ein bißchen verarschen will, höchstwahrscheinlich trotzdem nicht finde und ich bin eigentlich kein großer Planer und auch kein Schneeflockenmethoden-Schreiber, sondern gehe mit der Idee meist recht schnell voran, so daß es nicht schaden kann, wirklich einmal zu versuchen, das ein bißchen genauer zu konstruieren und schauen, ob das Ergebnis dann schöner und besser ist oder ob es, was ja auch sein kann, keinen Unterschied macht?

Ich habe mir also schon vor ein paar Wochen aufgeschrieben, daß das übernächste Projekt von einer Schauspielschülerin, die bei ihrer Großmutter wohnt und der am Telefon erzählt, daß sie die Aufnahmsprüfung geschafft hat, eine solche Szene habe ich einmal in einer Straßenbahn beobachtet, handeln könnte, die heißt Fräulein No, Nomelia statt Amelia, weil sich der Standesbeamte damals vertippte und jobbt prekär in einem Nachtcafe, dort findet sich  ein Ulrich Blumenberg ein, das ist ein vom Sozialamt lebender Arzt mit Psychoseerfahrung, weil er dadurch seine Job verloren hat und jetzt vielleicht nicht mehr in einer solchen Situation  so leicht in Pension gehen kann, wie das früher war und eine alte ebenfalls vielleicht psychotisch wirkende Obdachlose mit literarischen Interessen gibt es auch.

Das ist, was ich bis jetzt habe. Drei Personen und Stoff vielleicht für zwei szenen, so daß ich damit planen und entwickeln kann. Nur wann ist die Frage? Denn mit dem Korrigieren der Magdalena werde ich wahrscheinlich in ein paar Monaten fertig, wenn ich mich dann an das „Literaturgeflüster-Buch“ mache, bin ich im November, wenn der „Nano“ beginnt, wahrscheinlich noch nicht fertig und dort soll man ja eigentlich plotlos schreiben und da habe ich wahrscheinlich auch nicht die Zeit, mich vorher an das Planen zu machen, weil der November bei mir ja meistens durch die „Buch Wien“ und mein Geburtstagsfest sehr hektisch ist und wird das wohl auch so sein, wenn wir heuer statt auf die „Buch-Wien“ zu gehen, auf die „Buch Basel“ fahren.

Das sind aber so meine Pläne und zwei Lesetermine habe ich inzwischen für die „Unsichtbare Frau“ auch ausgemacht, am 14. 5. wie beschrieben im Republikanischen – Club, bitte hinkommen, damit ich dort nicht allein lese und am 16. Juli im Cafe Westend beim Westbahnhof in der neuen Lesereihe die Luis Stabauer und Erika Kronbitter dort installierten und da war es, wie ich flüstern möchte, anfangs ein bißchen schwierig ohne Verlagsbuch einen Termin zu bekommen, denn wie heißt es so schön auch in Kollegenkreisen immer noch ein bißüchen „Eigenverlag, nein, das wollen wir nicht!“

Aber da habe ich vorhin in Ö1 eine Sendung über eine Plattform gehört, wo man seine selbsterlebte Geschichten einstellen und sich dann ein Buch daraus machen lassen kann, was zeigt, daß sich die Zeiten langsam vielleich doch ein bißchen ändern und weil ja immer mehr Leute schreiben und da vielleicht auch weniger lesen, ich vielleicht doch eine Selbfpublischer Pionierin mit meinen schon über vierzig selbstgemachten Büchern bin, auch wenn ich sie nicht bei „Amazon“ hochstelle und heute gab es zwar kein Privatisimum mit Stephan Teichgräber, ich habe mich aber schon, um neun mit der Ruth und dem Robert vor dem Cafe Museum getroffen, denn am 30. April, da ist zwar noch ein bißchen Zeit bis dahin, soll unser zweiter Spaziergang im Rahmen von Ruths „Kunst im öffentlichen Raum Projekt“, mit der dich ja vor zwei Jahren fünfzehn öffentliche Kunstprojekte beschrieben habe, stattfinden, in dem es um die U-Bahn Kunst gehen soll.

Ruth und ich werden unsere Texte lesen, der Robert soll vorher ein bißchen kunsthistorisch in die Kunstwerke einführen, so sind wir den Spaziergang heute abgegangen und haben die vier Stationen abgesucht, so daß sich der Robert sein Bild von ihnen machen und sich kunstgeschichtlich auf die Projekte vorbereiten kann.

Und da wird es ja in der U-Bahn Station Karlsplatz beginnen, denn da gibt es ja die „Röhren“ von Peter Kogler, die vielleicht aufzeigen wollen, wie es hinter so einer U-Bahn Station aussehen kann.

Dann sind wir mit der U 2 zur Station Krieau hinausgefahren, dort wo immer die „Buch-Wien“ stattfindet und sich auch die neue WU-Befindet, wo der Alfred arbeitet, da gibt es gleich zwei Projekte, dicht nebeneinander, nämlich „Totem modern“ vom französischen Künstler Honet und dann die „3 Brothers“ von Speto.

Wir haben uns noch ein anderes Kunstwerk angesehen, das sich auf der anderen Straßenseite befand, von uns aber nicht beschrieben wurde und sind dann mit der U-Bahn weiter bis zur Station Aspern-Nord gefahren, wo es die „Aspern Affairs“ von Stephan Huber, nämlich zwei große Wandprojektionen mit dem Plan von Wien um 1809 beziehungsweise 1912, gibt.

Das ist das Programm, was auch am 30. April ablaufen wird. Interessiert geworden? Dann den Termin vormerken und hinkommen. Ich freue mich, wenn wir großen Zulauf haben und das wird wahrscheinlich der letzte Spaziergang sein, weil die Ruth nicht mehr, wie eigentlich geplant im nächsten Jahr noch einen dritten einreichen möchte.

 

2019-01-09

Revolutionsworkshop und Textüberarbeitung

Filed under: Schreibbericht,Workshop — jancak @ 21:22
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Nachdem ich im neuen Jahr mein neues Buch bekommen habe und ich gestern und vorgestern jeweils in der „Alten Schmiede“ war, ist es heute wieder in der „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ wieder mit dem Alexej Tolstoj weitergegangen.

Das heißt so viel Neues haben wir dort gar nicht bearbeitet, sind wir noch immer beim ersten Kapitel  des „Leidensweg“.

Stephan Teichgräber hat mich aber auch ein wenig über „You Tube“ in die russische Fernsehserie hineinschnuppern lassen und ich habe auf dem Weg dorthin im Schrank ein anderes, gerade zehn Jahre altes Buch zu einer Fernsehserie gefunden, nämlich das zum „Sommer 1939“, wo es auch ein Bild von Josef Stalin gibt und mit Stephan Teichgräber darüber diskutiert, ob Tojsois Petersburger Schilderung als Schauerroman verstanden werden kann.

So weit so what und sonst habe ich die stundenfreie Zeit dieser Woche viel mit meiner „Magdalena Kirchberg“ verbracht.

Die es ja jetzt zum Überarbeiten gilt, ich habe darüber ja schon einmal mit dem Uli und ich glaube ich auch mit der Antje Dörsam diskutiert, wie ich das mache und da ist das in etwa so, daß ich mit dem Rohentwurf meistens in ein paar Wochen fertig bin und dann ein paar Monate, in der letzten Zeit immer länger, bei der „Unsichtbaren Frau“ habe ich ein halbes Jahr dazu gebraucht und bin im Juni, wo der Alfred in Amerika war nicht und nicht damit fertig geworden, obwohl ich mich ja schon längst auf Recherchtour für das neue machen wollte, daran korrigiere, aber eigentlich nicht so viel verändere, sondern im Großen und Ganzen bei den Rechtschreibfehlern verbleibe.

Das löst bei manchen ein verständnisvolles Kopfschütteln aus und ich nehme mir ja auch immer meist vergeblich vor, jetzt wirklich daran zu korrigieren, umzuschreiben, dazuzuschreiben und was Neues daraus zu machen, endlich den umwerfenden Weltbewegenden spannenden Roman und dann verändere ich ein paar Zeilen und denke es passt schon so.

Die mangelnde Resonanz darauf weist darauf hin, daß es vielleicht doch nicht so passt, aber wie ich es anders machen könnte, habe ich nicht viel Ahnung und denke da warscheinlich auch und da bin ich schon bei Jurenka Jurk und ihrem Romanlehrgang für den sie in letzter Zeit sehr viel Werbung macht und in meheren Gratisworkshops schmackhaft machen will, denn nachdem es da ja zwischen Weihnachten und Neujahr ein fünf Tage Workshop gegeben hat, gab es am Sonntag ein Webinar zum Überarbeiten und über diesen Video  bin ich am Montag auch gesessen und habe es mir während des Korrigierens angehört und ich muß sagen, es hat gewirkt.

Nicht, daß es mein Werk soviel verändert hätte. Aber aufmerksame Leser wissen es, daß ich schon mal beim Korrigieren zum Trödeln anfange.

„Ich will und will nicht!“, dabei denke.

„Es macht mir keinen Spaß!“, etcetera. Diesmal hat mich das Thema Überarbeiten beschwingt und ich habe mir öfter gedacht „Richtig!“, obwohl ich mich, wie schon erwähnt, dabei ertappt habe, festzustellen, daß es beim Korrigieren zum größten Teil um Rechtschreifehler und darum, daß die Sätze sitzen müssen und nicht so sehr, um das Szenen verändern, geht. Obwohl ich bei meiner letzten Reflektion darüber ja schon die Erfahrung machte, daß wahrscheinlich einiges daran zu verändern wäre, zum Besipiel den Roman der Magdalena Kirchberg wirklich schreiben und den drei im Auto ein eigenes Leben und  einen eigenen Handlungsstrang geben.

Ich habe ja während des Schreibens auch gedacht, ob ich vielleicht beim „Nanowrimo“ das Ganze mit dem schon vorhandenen Material nochmal schreiben, dann bin ich aber am ersten November mit dem Rohtext fertiggeworden, der mir einerseits gefällt und ich andererseits wieder denke, daß mir da etwas fehlt, daß es vielleicht doch nicht so geworden ist, wie es hätte sein können, etcetera.

Jurenka Jurk hat in ihrem Webinar zum Überarbeiten auch ein paar Tips gegeben, wie man das machen könnte.

Erstens den, während des Schreibens nicht zu korrigieren. Das ist auch das, was man beim „Nanowrimo“ immer geraten bekommt und bei mir nicht so funktioniert, weil ich vor allem, wenn ich schon ein paar Seiten Text habe und einige Zeit das Schreiben unterbrochen habe, das Ganze noch einmal durchgehe, um wieder in den Stoff hineinzukommen.

Das hilft mir, ist gut und wichtig für mich und dann ist der Rohtext irgendwann fertig und hier raten ja die Schreibexperten, das Ganze einige Zeit liegen zu lassen, bevor mans überarbeitet.

Etwas das ich auch nicht tue, außer wenn dazwischen die „Buch Wien“ ist, ich auf Urlaub bin oder sonst keine Zeit für den Text habe, sonst korrigiere ich gleich und, wie schon geschrieben, meistens bleibt der Inhalt gleich, nur bei ganz wenigen Texten habe ich einmal eine Szene angefügt oder weggenommen und ich überarbeite eigentlich eher den sprachlichen Stil und es geht dann, wie Jurenka Jurk auch recht kritisch anmerkt, zum nächsten Text mit der Hoffnung jetzt endlich den großen ultinativen Roman daraus zu machen, was dann meistens nicht gelingt.

Jurenka Jurk hat in ihrem Webinar auch ein paar Punkte genannt, auf die man beim Überarbeiten achten könnte, ob die Szenen sitzen, die Handlung passt, etcetera. Etwas, an das ich zwar auch denke, es dann aber meistens lasse und erst am Schluß auf die Rechtschreibung und die Grammatik zu achten.

Jetzt habe ich beim Überarbeiten ein bißchen bewußter darauf geachtet, vor allem darauf, ob die Sätze sitzen und den einzelnen Szenen versucht, ein bißchen mehr sprachlichen Schwung und Pett zu geben, beziehungsweise sie aufzufüllen.

Bin jetzt, glaube ich, bei Szene fünfzehn beim einzeln Korrigeren. Manche Szenen sitzen schon, bei anderen bin ich noch unzufrieden und wenn ich damit fertig bin, kann ich noch immer darauf schauen, ob ich jetzt groß was ändere, was einfüge und vielleicht noch was beachte, mal sehen wie es wird.

Die Schreibexemperten raten dann ja immer die Testleser und denen einen Fragebogen zu geben, auf denen sie notieren können, was ihnen aufgefallen ist und was noch nicht stimmt.

Ich gebe den Text dann den Alfred, der es durchsieht, auf die Rechtschreibung und die Grammatik achtet und dann ein PDF für den „Digitaldruck“ daraus macht.

Das Cover mache ich mir meistens mit einem Foto vom Alfred selber, bei der „Magdalena Kirchberg“ denke ich, daß ich vielleicht die alte Schreibmaschine der Schwiegermutter, die in Harland steht, dazu nehme.

Einmal für „Paul und Paula“ hat mir der Alfred eines von einer Grafikerin machen lassen, mit dem ich dann nicht so zufrieden war. Denn eigentlich finde ich meine Cover schön. Die Anna hat mir früher auch mal was dazu gezeichnet oder collagiert, obwohl da ja auch die Experten meinen, unbedingt ein professionelles Cover und unbedingt ein professionelles Korrektorat und Lektorat. Mal sehen, ich bin da ein bißchen unbelehrbar, wie mir der Uli immer schreibt, habe aber jetzt und das, denke ich, ist eindeutig dem Webinar zu verdanken mehr Spaß und Freude am Korrigeren und danach, wenn ich damit fertig bin und dann schon die Idee als nächstes ein“ Literaturgeflüsterbuch“ über mein Schreiben und meine Bücher herauszugeben und habe mir da vor einer Woche auch schon die diesbezüglichen Artikel herausgesucht, die ich, wie ich noch ergänzen kann, durch die entsprechenden Probekaptiel meiner Bücher erweitern möchte und eine Coveridee habe ich auch schon, nämlich das Foto vom Promotionsartikel zum ersten „Literaturgeflüsterbuch“ dazu zu nehmen.

So das wars und wird mich wahrscheinlich die nächsten Monate noch beschäftigen. Ich werde mehr oder weniger, je nachdem, wie es passt, darüber berichten und hätte heute auch noch die Möglichkeit zu einem neuen Webinar zur Figurenanalyse. Da scheine ich aber nicht hineinzukommen, so daß ich stattdessen verratenkann, daß ich genau, wie in der „Magdalena Kirchberg“ geschrieben, die auch einen Roman schreiben will, mir da immer vorher je einen Charakterbögen zu meinen Hauptfiguren ausfülle, den ich einmal bei Jaqueline Vellguth von der Schreibwerkstatt.de gefunden habe.

Ansosten bin ich keine „Schneeflockenplanerin“, sondern eigentlich eine „Bauschreiberin“ wie das genannt wird. Das heißt, eine, die mit einer Idee anfängt, bei der Magdalena war es die, mit den drei Personen im weißen Auto und dann immer ein paar Szenen vorausplant, die im Notizbuch aufnotiert und danach schreibt.

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