Literaturgefluester

2017-06-20

Von Zoran Ferics Roman zu meinen Fortsetzungsgeschichen

Da habe ich mich ja vor etwas mehr als einem Jahr fast verzweifelt bemüht kroatische Autoren für meinen Kroatienurlaub zu finden, bin nicht besonders fündig geworden, aber jetzt wurde im Literaturhaus, wie Robert Huez in seiner Einleitung sagte, der neueste Roman eines der bedeutensten kroatischen Autoren, nämlich des 1961 geborenen Zoran Feric, von dem ich, glaube ic,h schon ein bei „Folio“erschienenes Buch gelesen habe, vorgestellt.

Er spielt, was auch ein Zufall ist auf der  Insel Rab und beschreibt dort die letzten Jahrzehnte an Hand der Hauptfigur Luca, der seine Sommer, wie sein Autor auf dieser Insel verbringt und dort,als sogenannte Möwe, die Toruistinnen aufreißt.

Also eigentlich ein Matschothema und eines, was vielleicht nicht so sehr die Herzen der älteren Frauen, die bevorzugt im Publkum saßen aufreißt.

Aber ich habe was ein weiterer Zufall war, mein gestreiftes Leiberl getragen, das mir der Alfred in diesem tollen Laden in Trogir kaufte und das Fischkettchen das ich in Split, um die in Dubrovinic gefundenen zweihunder Kuna erwarb und mein Buch meine Kroatiengeschichte hatte ich auch in der Tasche, als ich hinter Annemarie Türk das Literaturhaus betreten habe,mi reinen Platz in der zweiten Reihe suchte und dann Robert Huez eröffnen hörte.

Es lasen der Autor und sein Übersetzer, der 1939 in Sachsen Anhalt geborene Klaus Detlev Olov und für mich ganz besonders interessant, Robert Huez sprach in seiner Eoinleitung von Geschichten, die sich zu einem Roman zusammenfügen würden.

Was ist das?, habe ich gedacht, ist da jetzt ein Roman oder nicht, die ich ja in den „Dreizehn Kapitel“ und auch jetzt immer wieder Experimente darum mache, wie ein Roman entsteht.

Der Übersetzer sprach auch von neun Geschichgten und acht Protagonistien die in ihnen vorkommen nund in den Geschichten, die gelesenwurden kam immer,wieder ein Luca vor.

Zuerst war der ein sechzehjähriger Gymnasiast, der offenbar bei seiner Oma wohnte, nicht essen konnte,weil er an denStrand wollte unddort eine überf ünfzigjährige alte Frau aufriß und dadurch seine Unschuld verlor.

„Ach ja!“, dachte ich,“ ziemlich matschohaft, warum regt sich da unter den anwesenden Damen niemand auf?“

Aber ich habe es auch nicht getan, nur nachher, als ich Fragen stellen konnte, gefragt, ob das jetzt ein Roman wäre oder nicht und der Autor hat mir sehr lang und ausführlich darauf geantwortet, es sind neun Geschichten, die man einzeln lesen kann, aber durch den Ort, den Raum und die Zeit miteinander verbunden wären und bei der zweiten Geschichte, die gelesen wurde, war Luca schon fünfzig und ein Schriftsteller.

Aha, ein Alter Ego des Autors und reist mit seiner  Lektorin nach Polen, weil er einen Roman geschrieben hat, der um die erfundenen Kinder von Prostituierten handelt und einen zweiten, wo einer eine Zeitlang nur von Hostien lebt und die daraus erstehendende Scheißte dann zu einem Kunstwerk macht.

Aha, also eigentlich auch nicht sehr erfreulich und appetitlich!

Der Autor war aber sehr freundlich, hat geduldig Auskunft gegeben, wie er zu dem Thma gekommen ist, er hat seine letzten vierzig Sommerauf der Insel  Rab verbtracht und, wie das mit dem Interview ist, das auch im Buch vorkommt.

Beim Wein bin ich dann auf Helene Hofmann gestoßen, die mir sagte, daß ihr das Buch aus den oben angeführten Gründen nicht gefallen hat. Sie hat das dann auch dem Autor gesagt, der darüber sehr erstaunt war und meinte, daß er natürlich keine Matscho wäre und ich habe mich darüber nicht geärgert.

Vor zehn oder fünfzehn Jahren hätte ich es wahrscheinlich noch getan und meinen Unmut  geäußért, jetzt hat mich Zoran Ferics Geschichten-Roman auf eine Idee gebracht, weil ich ja jetzt auch Fortsetzungsgeschichten schreibe, die ein Roman werden sollen und von Donnerstag bis Samstag dann meine Juni zehn Geschichten Challenge erfüllte. Jetzt habe ich also vierzehn oder fünfzehn Fortsetzungsgeschichten, je nach dem ob man „Angekommen“ mitgrechnen will, die eigentlich davon handelt, da?die Studentin Slavenka Jagoda ein Stipendium bekommen hat. um die Nichtnobelpreisträgerin E, J. zu erforschen, die ich aber inzwischen nach N. Y ins dortige Kulturinstitut schickte, wo sie Lily vielleicht bei ihrem Blogroman assisieren kann.

Am Donnerstag und am Samstag habe ich also sehr intensiv Geschichten zu Annika Bühnemanns Impulsen verfasst, am Samstag war ich da besonders aktiv und habe fünf Texte geschrieben, die inzwischen nach und nach alle erschienen sind, war dann etwas unzufrieden, als ich merkte, kein Hahn kräht danach und keiner meiner Leser sieht sich das an oder kommentiert darauf.

Außerdem war mit der letzten Geschichte, der „Vergangenheitbewältigung“ auch nicht so ganz zufrieden und habe gesdacht, jetzt wei? ich nicht mehr weiter und habe mir am Sonntag, wo auch der Alfred zurückgekommen ist, die Geschichten nochmals durchglesen, festgestellt, da sind sowohl Flüchtigkeitsfehler, als auch Ungereimtheit darin, also ist jetzt Natalies Praxis in der Tautenzien- oder in derNollendorfstraße und wie ist Moritz Lichtenstern nach Wien zu Natlies Begräbnis bekommen mit dem Flieger oder dem Bus?

Das habe ich jetzt korrigiert und festgestellt, eigentlich bin ich mit dem Text fertig und aus dem langen Roman, den ich  im Juli und im August im Rohtext fertig stellen und dann bis Enbde Oktober korrigieren wollte, damit ich im November wieder beim „Nanowriomo“ mitmachen kann, ist eher eine kurze Geschichte geworden, die noch dazu nicht einmal alle von mir geplanten Personen umaßt, so kommt der Mehmet nur in seiner Eigenschaft als Kellner in der Pizzeria vor, der Dusan Halkic, der budhistische Hausmeister, gar nicht.

Das heißt, jetzt ist mir gerade eine Szene eingefallen, die ich ohne Impuls schreiben könnte und Lilys Blogroman ist auch nur nebenbei erwähnt.

Das heißt, ich bleibe bei meinem Vorsatz bis Ende des Monats noch Geschichten zu schreiben und in meinen Blog zu stellen, wenn sich das ergibt, was vielleicht gar nicht mehr so oft sein wird, denn am Wochenende is twieder Sladky wandern, nächste Woche kommen die Hundertmarks, Praxistermine habe ich auch nicht so wenige und abrechnen mußich zu Monatsende auch und dann gehe ich mein Konzept durch, drei Szenen fallen mir da noch ein, eine mit derLily, wie sie Moritz anruft, dann die Schlußszene Mathilde entschließt sich mit Moritz um die Welt zu fahren und bittet den Hausmeister diesbezüglich auf die Zeitungen zu achten und da fällt mir ein, daß ich die beiden Szenen auch verbinden könnte.

Nun sei es, wie es sei, ich werde das Gehabte durchgehen und ergänzen wieder versuchen den Monsterroman daraus zu machen und wenn wir das wieder nicht gelingt und ich bis Ende August damit fertig bin und dann so zwischen vierzig und fünzig Rohtextseiten haben werde, kann ich im September und Oktober noch immer Lilis Blogroman schreiben und das als zweiten und vielleicht beim Nanowiromonoch einen dritten Teiul anfügen.

Mal sehen, wie es kommt, ich bin jedenfalls recht zufrieden und auch gespannt und wenn sich jetzt noch meine Leser für mein Romanprojekt interessieren sollten, würde mich das sehr freuen!

2017-06-15

Von den Fortsetzungsgeschichten zum Roman?

Ich habe ja meine Schreibcamppläne, beziehungsweise meine Strohwitwenzeit bis jetzt sehr gut, wie geplant verbracht und alles Vorgenommene eigentlich punktgenau erfüllt.

Das WienBesichtungsprojekt, die Pfingst-Bücherkastentour, die „Blogbusterleseproben“, die Spontantexte bei der öffentlichen Raumbeschreibung mit der Ruth und auch mit meinen Fortsetzungsgeschichten beziehungsweise Annika Bühnemanns Schreibchallenge.

Jetzt bleiben mir noch drei Tage bis der Alfred wiederkommt und da werde ich morgen Freitag doch zu der „Schundheft-Party“ der Margit Heumann hingehen und ansonsten fleißig Praxis machen, während ich heute und auch den Samstag für meine Fortsetzungsgeschichten reserviere.

Da den ganzen Tag zu Hause bleibe und Marathon-Geschichten schreibe, beziehungsweise in der Badewann meine eigenen Bücher weiterlesen werde.

Die, die meinen Blog regelmäßig verfolgen, werden sich erinnern, daß ich im April, als ich noch am „Bibliotheksgespenst“ korrigiert habe, schon den Plan hatte, jetzt nicht wieder schnell schnell mit etwas, nämlich mit der Idee von der Frau, die jeden Abend in der Pizzeria sitzt und dort ein Glas Wein trinkt, anzufangen, dann in ein paar Wochen den x-ten Text über eine depressive Frau vollende, der dann als fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch erscheint und niemand schaut es an und höchstens ein Kritiker schreit „Nicht schon wieder soviel sinnlosen Content!“

Aber was ist die Alternative, habe ich überhaupt eine? Die die mich und meine schon über dreitausend Artrikel länger lesen, wissen, daß ich, wenn ich was Neues anfange, immer gern schreibe, jetzt nehme ich mir aber wirklich und ganz ehrlich ein Jahr Zeit dazu und bin dann in den besagten paar Wochen fertig.

Was ja eigentlich toll ist, wenn das so gut geht. Ich will aber auch, ganz ehrlich, mehr Aufmerksamkeit und nicht immer ganz am unteren Rand stehen, die Erfolge der anderen miterleben, während sich bei mir kein Hund rührt, wenn ich beim neuen Buch ein Gewinnspiel mache oder um eine Rezension ersuche.

Wie ich die Aufmerksamkeit bekomme weiß ich nicht, hätte ich doch gedacht, das Bloggen wäre eine gute Möglichkeit dazu und, ob es wirklich nur an den Flüchtigkeitsfehlern und den falschen „s“ liegt, würde ich eigentlich auch bezweifeln, was aber dann?

Das Jammern natürlich, das ist schon klar, daß das meine Leser vielleicht nicht immer hören wollen und der Erfolg liegt auch im Tun, schreiben die anderen Blogger und haben damit Erfolg, also habe ich mir die Monate Mai und Juni zum Recherchieren und Ideensammeln vorgenommen, die oben schon erwähnten Pläne gemacht, die Bodenseeradfahrt mit der Ruth und das öfentliche Schreibprojekt mit ihr sind noch dazu gekommen und auch, was ebenfalls sehr hilfreich war, Annika Bühnemann Schreibchallenge zehn Geschichten in einem Monat, nämlich bei ihr, der Juni, zu veröfentlichen. Da hat sie zwar erst zwei hineingestellt und wer sonst noch an der Aktion mitmacht ist mir auch nicht ganz klar, weil ich ja nicht bei Facebook bin.

Ich habe aber schon im Mai damit angefangen, weil ich mir ja schon im vorigen Jahr dachte, es ist eine gute Idee vielleicht erst einmal mit Geschichten anzufangen.

Da habe ich dann auch, noch angeregt durch meinen Kritiker Uli und das „Werfel-Symposium“, die „Stipendiatin“ geschrieben und dann nach dem ich vom Bodensee wieder zurückwar, den diesmal einzigen Reisetext, denn ich habe ja eigentlich wieder ziemlich bald, nachdem die Fenster geputzt und die „das Bibliotheksgeschpenst“ fertig war, mit dem neuen Projekt angefangen.

Vielleicht kann ich da nicht anders. Also die Figurenbögen für die Mathilde, ihre Zwillingsschwester, des Moritz Lichtenstern, ihrer Tochter Lily und da ist dann auch noch die Slavenka Jagoda dazugekommen, die ich eigentlich als Text für mein „Literaturgeflüster feiern“ mit dem ich meine Strohwitwenzeit begonnen habe, geplant hatte, aber jetzt denke, die macht ihr Stipendium in New York am österreicchischen Kulturinstitut, wo die Lily Kuratorin ist und einen Blogroman über eine unsichtbare Frau will die Lily vielleicht auch schreiben, aber da muß ich noch konzipieren.

Die Ideen mit den Zwillingsschwestern, wo die eine von den Eltern der anderen vorgezogen wurde, dem Kind der Mathilde, von dem Moritz nichtś weiß und, daß der ihr von der Natalie weggeheiratet wird, hatte ich schon bald im Kopf und da kamen auch die Schreibimpulse, der Annika Bühnemann bezüglich ihrer Challenge, die ich sehr produktiv fand, zum Beispiel die von der Geschichte über einen Süchtigen, der seiner Sucht nicht nachgegehn konnte, das war meine Auftakt Projekt Geschichte, die ich bei der Mai-Gruppe geschrieben haben. Dann folgten glaube ich noch zwei, bevor wir nach Bregenz fuhren, die, wo sich der Moritz mit der Mathilde beim Begräbnis ihrer Schwester trifft und ihr sagt, daß er mit ihr abhauen und von vorn anfangen will und die, wo ein Kind erfährt, daß ihre Eltern gar nicht ihre Eltern sind, das ist die Lily und so habe ich schon im Mai ein paar Geschichten eingestellt.

Ich will ja eigentlich mein eigenes Projekt machen und gar nicht so bei einer Challenge, wo ich mich auch nicht angemeldet habe, mitmachen und das war inzwischen bis Ende Juni einfach bezüglich meines vorhandenen Konzepts Szenen sammeln und damm im Juli schauen, ob ich daraus einen Roman machen kann und, daß ich das will, war schon sehr bald klar und noch etwas ist mir aufgefallen:

Das Schreiben war bei mir ja manchmal etwas mühsam, wenn ich es zwar wollte, aber eigentlich nicht so recht wußte worüber?

Das ist mir bei  den „Berührungen“ das letzte Jahr so passiert und da haben mir die „Wurfgeschichten“ ein bißchen  geholfen.

Beim „Bibliotheksgespenst“ war das auch so, daß ich lange ohne Konzept geschrieben habe, was ja auch meinem Kritiker aufgefallen ist.

Dem fällt ja alles Schlechte an mir auf und das Gute vielleicht gar nicht, aber es stimmt, wenn man ungefähr weiß worüber man schreiben will und sich dann einen Impuls nimmt und einfach eine Szene darüber schreibt, dann wird das sehr spannend, wahrscheinlich, weil man da immer ein paar Lücken, beziehungsweise was nicht Gesagtes dabei hat.

So schreibe ich beispielsweise derzeit nicht chronologisch, sondern, das, was mir zu dem Impuls, Annika Bühnemann verwendet inzwischen bevorzugt Bilder, einfällt.

Neun Mathilde Geschichten, wenn ich sie so nennen will habe ich inzwischen, wenn man das „Angekommen“ mit der Slavenka Jagoda mitrechnen will, fünf davon wurden im Mai,  vier im Juni veröffentlicht.

Im Mai habe ich, was die zehn Geschichten-Challenge betrifft, sieben Texte im Blog veröffentlich, fünf Mathilde, dann den „Grenzverkehr“ und die „Stipendiatin“, weil ich die fünfnzehn öffentlichen Raum-Geschichten. die in den letzten Wochen entstanden sind, nicht als Ganzes im Blog veröffentlicht habe.

Bis Ende JMuni will ich noch weiter so ungeordnet Szenen nach einem Bild oder einem Impuls dazu schreiben, ganz halte ich mich da auch nicht nur an die Annika Bühnemann.So ist die Angekommen-Geschichte, glaube ich nicht nach einem Motiv und, daß ich die Mathilde mit dem Moritz am Albertinaplatz zusammenkommenlassen will, war ein Einfall, den ich aus dem öfentlichen Raum Projekt übernommen habe.

Die habe ich in der Juni Schreibgruppe geschrieben, da hat der Klaus Khittl wieder die Themenverfehlung beanstandet, aber gut, ich will ja die Schreibgruppe zum Romanszenenschreiben verwenden, was die anderen, was mich ein wenig wundert, gar nichtso wollen, denn ich denke ja, daß es spannend sein könnte zu sehen, wie da ein Roman entsteht?

Ist es offenbar nicht, für mich war es das aber schon und in meiner Strohwitwenzeit war ich mit meinen Wien- Herumrenn- Projekten und meiner Praxis auch so beschäftigt, daß die Fortsetzungsgeschichten bis jetzt eher nebenbei passierten..

Obwohl ich noch im Mai eine nach einem Bild Impuls wo ein einsamer Bahnsteig zu sehen ist geschrieben habe, da steht der Moritz und bekommt den Brief von Natalies Anwalt, daß die Lily seine Tochter ist und auf den Satz „Ich habe nie etwas Unvorhergesehenes getan, bis heut nicht“ ist mir die „Wiedergutmachung“ eingefallen.

Die habe ich am Pfingstmontag geschrieben, bevor ich mich mit der Ruth getroffen haben.

Und heute und Samstag, dann den ganzen Tag Szenen schreiben und dannh bis Ende des Monats sehen, wie weit ich damit komme?

Ein paar Impulse habe ich schon vorbereitet und danach wird wahrscheinlich doch ein Roman aus dem Ganzen entstehen.

Ich weiß noch nicht so genau, ob ich zu der tradionellen Schreibweise zurückkehren werde oder damit weitermache, daß ich mich nach meinem Konzept eher lose von Szene zu Szene hantle. Das hat schon etwas an sich und der Nebeneffekt ist, daß meine Leser. wenn sie wollen, noch  ein bißchen intensiver meine Schreibarbeit verfolgen können, wie aus den Fortsetzungsgeschichten ein Fortsetzungsroman werden könnte.

Das heißt nicht ganz, denn Ende Juni werde ich wahrscheinlich aufhören, die Szenen direkt in den Blog zu stellen. Das wird vielleicht zuviel, habe ich ja jetzt schon Sorge, daß in den nächsten Tagen sehr viele Artikel erscheinen könnten und meine Leser schreien dann „Nicht soviel, hör auf damit, nicht so viel sinnloser Content!“

Aber sinnlos ist der ja nicht, auch wenn jetzt in den Geschichten noch einiges unlogisch ist und die Reihenfolge auch nicht stimmt.

Ich denke, das ist vielleicht etwas ganz Neues und eine Mischung zwischen Blogroman und aktiver Romanentstehung, das Experiment das durch das Bloggen möglich ist und am Ende wird, sofernein Roman aus dem Projekt entsteht, das Ganze wieder selbst herausgegeben und mit einer Vorschau veröffentlicht.

Da habe ich auch eine neue Idee, auf die mich Annika Bühnemann gebracht hat, die schon beim „Bibliotheksgespenst“ wirksam werden wird, sofern meine Leser mitmachen, was wahrscheinlich das Problem sein wird.

Denn da möchte ich eine Leserunde machen, das heißt zuerst wieder eine Vorschau, wie gehabt, mit drei Fragen, wo man das Buch gewinnen kann.

Die löse ich dann, wenn das Buch da ist auf und stelle nochmal fünf Bücher zur Verfügung, für die, die es lesen  und mir einen Kommentar dazu schreiben wollen, so daß wir einen kleinen Austausch machen können.

Das werde ich ab jetzt immer anbieten, obwohl die Rückmeldung bei meinen Gewinnspielen ja eigentlich Null  ist. Aber wer will, kann sich schon jetzt an den bis jetzt neun vorhandenen Bloggeschichten festlesen und mir einen Kommentar dazu schreiben.

Würde mich freuen wenn einmal etwas anderes kommt, als „Sie plappern, sind trottelig und haben einen sinnlosen Content!“, denn das ist, ich schreibe es noch einmal, meine Mathilde-Geschichte wahrscheinlich nicht, sondern ein neues interessantes Blogprojekt, zu dem ich aber auch meine Leser brauche, damit das Ganze ein Austausch werden kann.

2017-06-14

Von der öffentlichen Kunst in und um die U-Bahn

Das letzte Mal öffentliches Kunst erschreiben mit der Ruth, fünfmal habe wirdas in den letzten Wochen nun schon gemacht und haben das Texterfassen vorläufig abgeschlossen.

Das Projekt ist bei der GAV eingereicht, wird bei der GV besprochen. Dann werden wir weitersehen und für mich war es sehr interessant, passte es doch vollkommen zu meiner WienErforschung und ich habeviel gesehen über die alte und die neue, die politische und die abstrakte Kunst im öffentlichen Raum.

Über fünfzehn Projekte haben wir geschrieben, auf dem Folder der im Museumsquartier und im Rathaus aufliegt, gibt es, glaube ich, fünfzig Objekte und dann natürlich noch viele andere und ein außertourliches haben wir auch heute, wo wir sehr fleißig waren, auch noch erforscht.

Begonnen haben wir am Karlsplatz, vor dem Teil, neben dem in den letzten Jahren ja immer das Filmfestival „Kino unter Sternen“ stattfand, daß es heuer, wie ich hörte, nicht mehr gibt. Aber da gibt es die „Hill Arches“ von Henry Moore, die der britische Künstler der Stadt Wien schenkte, als der Karlsplatz in den Neunzehnsiebziger Jahren neu gestaltet wurde.

Zwei ineinander verschlugene Figuren vor oder in dem Teich und davor ließen sich die Touristen, die es um zehn Uhr morgend schon gab, fotografieren und spielte einer, der sich aus welchen Gründen auch immer ein en Pferdekopf aufgesetzt hat, auf der Ziehharmonika.

Dann ging es zur U-Bahn hinunter und da hat Peter Kogler in der Station Karlsplatz seine Röhren angebracht, die er von der Station kommend, über die ganze obere Halle zog. Dicke und dünnere schwarze Röhren auf weißen Hintergrund, um damit die Grenzen der Architektur aufzuzeigen und die Touristengruppen, sowie die Politzisten ziehen daran vorüber und bekommen von dem 2011 gestalteten Kunstwerk vielleicht gar nicht soviel mit.

Dann ging es hoch hinaus mit dem Blick auf das Haus am Getreidemarekt 17, Ecke Mariahilferstraße, denn da steht auf dem Sims zwischen vierten Stock und neuerbauten Dachgeschoß ein Mann im schwarzen Anzug, Chaplin-Hut und Aktentasche und macht was?

Will er hinunterspringen und wenn ja werden es die Passanten überhaupt mitbekommen oder nur in dieU-Bahn Station hinuntergehen die es zwischen Mariahilferstraße und Museumsquartier gibt und da gibt es auch ein Kunstwerk zu bewundern, nämlich das, das nicht am Plan zu sehen ist, das aber die Wiener Linien offenbar gestalten ließen, um ihre Kunden auf das naheliegende Museumsquartier hinzuweisen und so haben sie einen Künstler beauftragt, der auf den beiden Bahnsteigen insgesamt achtzehn große Bleistiftzeichnungen anbrachte, die auf die Verletzlichkeit des Lebens hinweisen.

Beim Aufgang gibt es noch ein besonderes Relief und oben  drei  Figuren.

Interessant, interessant, auf einer sind wir gesessen und haben geschrieben undsind danach ins Museumsquartier gegangen, wo mich die Ruth, um den Abschluß des Projektes zu feiern zum Essen eingeladen hat.

Hühnespieße mit Cous Cous, beziehungsweise Blunzengröstl und dann gab es noch einen Scheiterhaufen mit Rhabarba und Erdbeeeis. Sehr fein.

Dann konnte ich noch ein wenig für die nächsten drei Tage einkaufen, wo ich mich vermehrt meinem anderen Schreibprojekt widmen will und bin danach ins den Centrope Workshop gegangen, den es  noch bis Ende Juni geben wird.

Da konnte ich Stephan Teichgräber schon das Klemperer-Buch zeigen, das ich heute bekommen habe und da haben wir uns vermehrt den Motiven bei Ilija Trojanow, Michal Horetzky und Irena Douskova gewidmet.

Ein sehr interessanter Tag also, der mit der öffentlichen Kunst begonnen hat und mit der literarischen Analyse weiterging, während ich den Abend in meinem Garten verbringe, den Rasen gieße und meine vier Spontantexte aufschreiben werde.

2017-06-11

Noch einmal drei öffentliche Kunstprojekte

Filed under: Schreibbericht,Uncategorized — jancak @ 19:38
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Diesmal hätte ich die Ruth als ich sie um zwei an der Ecke Oper beim Hotel Bristol treffen wollte, fast verfehlt, ist sie doch auf einer Bank bei der Straßenbahnhaltestelle gessen. sie hat mir aber schon einen Brief an Frau Danielcyck geschickt, will sie unser Projekt ja auch im MUSA vorstellen und so sind wir wieder, der Kunst im dritten Reich auf der Spur, das inzwischen von einer modernen Künstlerin transkribiert wurde, in den neunten Bezirk hinausgefahren, denn dort wurde am Thury Hof, einem Gemeindebau des roten Wiens, nach 1938 ein Recke angebracht und darunter war ein Spruch von Adolf Hitler zu lesen:

„Wir bitten dich Herr Gott, laß uns niemals wankend werden und feige sein, laß uns niemals die Pflicht vergessen, die wir über nonmmen haben“

Das steht noch immer dort, das Adolf Hitler wurde nach dem Krieg entfernt und Maria Theresia Litschauer hat 2013, eine Klammer, um die Figur angebracht und sie mit einem Band zu einer Inschrifttafel verbunden, worauf man lesen kann, daß 1938 den jüdischen Mietern die Wohnung gekündet wurde.

Das war sehr interessant zu sehen, was es alles noch an Rest- NS-Kunst zu bemerken gibt. Dann wurde es noch historischer oder vielmehr moderner, denn wir sind wieder nach Aspern hinausgefahren.

Da war ich in den letzten Wochen schon zweimal, habe die Seestadt bewundert und auch auf einer Informationstafel erfahren, daß es dort bis 1927 den damals größten Flughafen gab.

Daß es schon viel früher die Schlacht von Aspern, die Napoeon verloren hat, habe ich schon in der Schule gelernt und nun gibt es in der U-Bahn Station Aspern Nord, die „Aspern Affairs“ des deutschen Künstlers Stephan Huber, an den beiden Seitenwänden und auch sonst überall angebracht, die meiner Meinung nach eine Themenverfehlung sind, denn Aspern hat 1809, glaube ich, noch nicht zu Wien gehört.

Er hat aber auf der einen Tafel all die Ereignisse, die zwischen 1800 und 1830 in Wien geschehen sind, also beispielsweise die Eröffnung des Theaters in der Josefstadt und auf der anderen Seite das Ganze ein Jahrhundert später und hat hier so vermerkt, daß Sigmund Freud beklagte, daß die Psychoanalyse nirgendswo mehr mißachtet, wie in Wien werden würden.

Dann ging es, weil es so weit in der  Pampa wahrscheinlich kein Kaffeehaus gab in dem wir uns stärken konnten, nach Wien zurück, zum Rathaus und in die Konditorei Sluka, wo sich auch ein paar Jungbürger niederlassen haben, die wahrscheinlich gerade im Rathaus gefeiert wurden und ein Gläschen Wein tranken.

Wir wollten uns aber noch mit Fritz Wotrubas „Großer stehendder Figur beschäftigen, die dieser 1962, als er aus der Schweizer Emigration zurückgekommen war, dorthin stellte, um zu zeigen, daß man das Gegenständliche zugunsten der geometrischen Abstraktkion auflösen kann.

Interessant, elf Kunstwerke haben wir auf diese Art schon beschrieben. Am Mittwoch wollen wir uns am Karlsplatz noch einmal treffen. Das Projekt ist bei der GAV eingereicht und wird bei der GV besprochen werden.Ich schreibe die letzten Texte noch rein, bin dann gespannt und werde mich wieder mehr meinen Fortsetzungsgeschichten widmen, die ja mein persönliches Schreibprojekt sind, mit dem ich mich in den Monaten Mai und Juni beschäftige.

2017-06-06

Schreibgruppe: Denkmäler

Heute abend wieder Schreibgruppe und mit Ausnahme des Roberts der ja einen Achillessehnenriß hat, sind auch alle gekommen und ich hatte wieder vor eine Szene beziehungsweise eine Challenge-Geschichte zu schreiben, die dann ab Juli ein Roman werden wird.

Da hatte ich ja schon gestern, die mit dem Unvorhersehbaren geschrieben und hatte da noch drei, vier Schreibimpulse, die ich als Thema einbringen wollte.

Da ist mir aber dann die Ruth zuvor gekommen und hat als Thema Denkmäler vorgeschlagen, wahrscheinlich als Referenz auf unsere Erkundungen bezüglich öffentlichen Raum und ich habe gedacht, macht ja nichts, denn ich hatte  ohnehin vor, daß sich die Mathilde mit dem Moritz am Albertinaplatz vor dem Hrdlicka-Denkmal trifft.

Dem Peter Czak schien das Thema gar nicht recht zu sein und er hat sich dann auch als ein Denkmalgegner erwiesen, dabei ist die Doris Kloimstein gerade dabei eines zu errichtet, das im September einer Kindergartenpädagogin gewidmet, in St. Pölten aufgestellt werden wird.

Klaus Khittl hat mit den Wörtern gespielt und mir eine Themenverfehlung vorgeworfen, was ja auch stimmt, denn mir war das Thema  nur Mittel zum Zweck und ich habe auch schon lange beschlossen, die Schreibabende, wenn es gerade passt, meiner Romanentstehung zu widmen und habe auch schon mehrmals geschrieben, daß ich gerade das äußerst kreativ und spannend finde.

Die Ruth hat dagegen überraschend nicht zu unserem öffentlichen Raum sondern über Kriegerdenkmäler geschrieben und nun voila das „Zusammentreffen auf dem Albertinaplatz“.

Einen eigenen Hrdlicka-Denkmal -Text gibt es ja auch schon und denn werde ich, wenn sie stattfindet und wir dorthin gehen, bei unserer Veranstaltung im nächsten Jahr vortragen.

„Das Hrdlicka-Denkmal am Albertinaplatz ist ein sehr berühmtes und auch umstrittenes Monument, des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka, der damit dem dritten Reich und der da stattgefundenen Judenverfolgung etwas dagegen setzten wollte.

„Ein sehr berühmtes Denkmal!“, dachte Mathilde und erinnerte sich an den Widerstand, der zu Zeiten seiner Errichtung durch die Kronenzeitung ausgerufen wurde. Damals war sie eine alleinerziehende Mutter der halbwüchsigen pubertierenden Lily gewesen. Heute war die Tochter längst erwachsen und Kuratorin am österreichischen Kulturinstitut in New York.

Alfred Hrdlicka gestorben und der Stein des Anstoßes, der den Boden aufreibende Jude, der von den Touristen oft nicht als solcher erkannt wurde, so daß sie sich daraufsetzten und die Ruhe des Ortes störten, war inzwischen mit Stacheldraht umhüllt worden, so daß niemand die weihevolle  Stimmung des Gedenkens untergraben konnte.

Es gab, wie Mathilde sah, als sie den Platz betrat, vor dem sich schon ein paar Japaner mit  ihren Handies und Kameras aufgestellt hatten, um die drei Stelen der Erinnerung für das Fotoalbum oder die Facebookseite festzuhalten, auch sonst keine Sitzgelegenheit auf dem großen Platz.

Keine Bank zum Ausruhen und Verweilen, so daß es vielleicht gar keine so gute Idee gewesen war, sich mit Moritz hier zu treffen.

Aber dieser hatte, als er sie am Morgen angerufen hatte, ihr vorgeschlagen, sich mit ihm um zwei hier zu treffen, um alles Weitere zu besprechen. Und sie war zu baff oder auch zu einfallslos gewesen, einen anderen Ort vorzuschlagen. Hatte sie doch ganz ehrlich nicht einmal gewußt, ob sie ihm treffen und was ihm als Antwort geben sollte.

„Laß uns abhauen und irgendwo neu anfangen, Mathilde!“, hatte er bei Natalies Begräbnis zu ihr gesagt und ihr sein Handy mit dem Schnappschuß von seinem Reisebus hingehalten und sie war zu baff gewesen, irgendwas darauf zu antworten.

Er hatte ihr die Ratlosigkeit von der Nasenspitze abgesehen, ihr beruhigend zugelächelt und sanft ihre Hand gedrückt.

„Keine Sorge, Mathilde, du kannst dir Zeit lassen und dir alles in Ruhe überlegen. Ich wollte dich nicht überfallen!“, hatte er zu ihr gesagt und hinzugefügt, daß er jetzt erst einmal nach Berlin zurückfahren und seine Koffer packen werde.

Das war vor sechs Wochen gewesen.Sechs Wochen in denen sie Zeit hatte, nachzudenken und heute um halb neun, hatte er sie angerufen und sie, um sich ihre Antwort anzuhören, hierher auf den großen Platz, zu dem Mahnmal gegen Krieg und Faschismus, bestellt.

Wollte ihre Antwort hören, die sie noch immer nicht wußte, obwohl sie in den letzten Wochen Zeit gehabt hatte, darüber nachzudenken und sie auch Lily angerufen hatte, um sich mit ihr darüber zu unterhalten. Aber die hatte ihr auch keinen Rat geben können. Hatte sie stattdessen nach ihrem Vater gefragt, denn Natalie mußte in ihrer Todesstunde, die Reue überkommen haben. Jedenfalls hatte sie durch einen Notar einen Brief an Lily geschickt, in dem sie ihr mitteilte, daß Moritz ihr Vater war.

„Einen schönen Nachmittag, Mathilde!“, hörte sie jetzt hinter sich seine dunkle Stimme, sah ihn auftauchen, sich vor sie stellen und ihr eine kleine rose und eine kitschige kleine Souvenierschachtel in der sich sicher Sisy-Taler oder Mozart-Kugeln befanden, hinzuhalten.

„Schön, daß du gekommen bist! Du bist sehr pünktlich! Hast du lange auf mich gewartet?“, fragte er und ließ ihren Blick über das „Tor der Hölle“ und den Stacheldraht umwickeltenStraßenwaschenden Juden  schweifen. Dann schien auch er zu realisieren, daß es auf den berühmten Platz keine Sitzgelegenheit zu geben schien, den er drehte sich noch einmal um und deutete auf den Schanigarten, den es vor dem Augustinerkeller gab hin, berührte ihr Hand und sagte leise „Komm, laß uns dort Platz nehmen, Mathilde! Ich lade dich gerne auf einen Kaffee oder ein Glas Rotwein ein!“

Weitere Texte aus dem Fortsetzungsgescichtenprojekt gibt es hier: 1 2 3

2017-06-05

Pfingstmontag im öffentlichen Raum

Heute haben wir wieder den öffentlichen Raum erschrieben, denn da gibt es auf dem Plan, den die KÖR herausgegeben hat, ja noch einiges zu erforschen, waren wir ja erst an fünf Plätzen und so habe ich mich zu Mittag mit der Ruth im „Wienerwald“ bei der Bellaria getroffen, weil ich da Gutscheine für verbilligte Schnitzel hatte und haben die heutige Route festgelegt.

„Die Gerngrosssäule“, die der Aktionskünstler Franz West, der 2012 gestorben ist, in der Rahlgasse bei der Stiege errichtete, haben wir schon vorige Montag beschreiben wollen, dann ist sich das aber, weil eine fünf Unhr Stunde, nicht ausgegangen.

Also nichts wie hin und dieses Kunstwerk, das ich dem Namen nach, dem Kaufhaus Gerngross, das es ja auf der Mariahilferstraße gibt, zuordnete, unterschied sich von einigen andere, die wir bisher besuchten, von seiner Ästhetik, denn eigentlich ware diese weißé Säule, obwohl sie aus Müllbehältern zusammengebastelt war, sehr schön und auch eher konventionell anzusehen.

Oben droben thronte ein quergestelltes Ei mit der verkehrten Aufschrift „Gerngross“, keine Ahnung was das bedeutet, dagegen stand im Plan vermerkt, daß es nicht dem Kaufhaus, sondern dem Ausstrellungsmacher, Architekten und Publizisten Hidulf Gerngross, von dem ich noch etwas gehört habe, gewidmet ist und das fand ich interessant und dann wollte, die Ruth noch etwas zum Faschismus machen und da gibt es ja in der Brandmayergasse, ganz in meiner Nähe, auf einem Gemeindebau ein Wandbild aus der NS-Zeit, das, wie ich in den Bezirkszeitungen lesen konnte, für einigen Aufruhr sorgte. Denn es hat im Gegensatz zum tausendjährigen Reich, die NS-Zeit überlebt und so prangte noch lange nach dem Krieg auf dem Haus, das Bild mit dem blonden bläuäugigen Mann, seiner ebensolchen Frau, die einen Säugling in ihren Armen hält, während sich drei Kinder, zwei blonde Mädchen und ein Hitlerjunge mit der NS-Fahne mit dem Hakenkreuz an ihrem Rocksaum klammern.

NS-Idylle des Familienlebens. Das Hakenkreuz hat man entfernt, die Idylle lange gelassen und dann gab es eine Diskussion.

Was macht man mit unerwünschter, weil nicht ideologiefreier Kunst? Entfernen, verbrennen, hinunterhauen, wie die unerwünschten Bücher 1933 in den deutschen Städten. Die Künstlerin Ulrike Lienbacher hat eine Glasscheibe darauf angebracht und mit verkehrter Schrift, das Wort „Idylle“ darauf geschrieben.

Ich hätte das Bild  so gelassen und unten eine Tafel angebracht: „Wir distanzieren uns von Nationalismus und Faschismus und gedenken der Opfer im dritten Reich!“

Aber so ist ein neues Kunstwer daraus entstanden, das wir zuerst gar nicht fanden, weil die Ruth gleich in den Gemeindebau hineinstrebte, es ist aber an der Ecke angebracht. Ein kleiner Bub hat es uns dann freundlich gezeigt.

Dann gab es noch etwas zu entdecken, , nämlich die Synagogge oder den Tempel, den es bis 1938 in der Turnergasse im fünzehnten Gemeindebezirk gegeben hat.

Das heißt, nein, entdecken kann man den nicht mehr, wurde er doch in der Reichskristallnacht zerstört und abgebrannt. Das Künstlerduo Iris Andraschek und Hubert Lobnig hat einen Erinnerungsort daraus gemacht, in dem es an dem Platz, wo er einstmals  stand, schwarze Betonbalken zwischen ieben Bäumen anbrachteund dazu noch ein paar Mosaike setzte, die Motive mit Früchten und Plfanzen aus der Torah zeigen.

So weit so gut und sicherlich interessant, der 2011 errichtete Erinnerungsort. Nur heute ist der Platz und das Mahnmal ziemlich heruntergekommen. Der Müllkübel in der Ecke neben der Tafel, wo es Bilder von der ehemaligen Synagoge zu sehengibt, überfüllt und stinkig, überall Papierln, Bier- und Getränkedosen, Müll und die Mosaike verblasst, die Balken ausgebleicht.

So etwas ist, glaube ich, eher eine Schande, als ein Mahnmal, aber sicher interessant, daß es das, im fünfzehnten Bezirk, wo kaum Touristen hinkommen, zu sehen ist.

Dann war es fünf vorbei und wir sehr durstig. So wollten wir am Gürtel etwas trinken, erwischten da, was wohl auch ein Zeichen der Zeit ist, ein arabisches Lokal, wo uns die jungen Männer nicht verstanden, vielleicht auch ihre Schwierigkeiten mit zwei Frauen hatten und uns zwar zwei Gläser Wasser, aber nicht die bestellten Fruchtsäfte brachten.

Und was auch den öffentlichen Raum betrifft, im „Wortschatz“ gab es heute tolle Bücher. So habe ich dort Haruki Murakamis „Pilgerfahrt des farblosen Herrn Tazakii“,Ayelet Gundar-Goshen „Eine Nacht Markowitz“, David Safiers „28lange Tage, sowie Amoz Oz „Judas“ dort gefunden, was ja eigentlich auch gut zum Thema passt.

2017-06-04

Pfingstsonntag am Wasser und Fortsetzungsgeschichtenpläne

Obwohl das Wetter heute nicht so besonders war, bin ich noch einmal losgefahren, um die Seestadt zu suchen. Auch diesmal ist der U-Bahnzug nur bis zur Aspernstraße gefahren, es war aber ein junges Paar mit einem Kind im Zug, das schon deutliche Badekleidung trug und die haben auch auf den Anschlußzug gewartet und da habe ich den See dann gleich gesehen.

Einige schöne Schaukelpferde für die Kinder, ein paar ästhetisch arrangierte Boote, eine Parkanlage, die einer Frau gewidmet ist, die die erste Gartenbauschule für Mädchen gegründet hat, die Straße heißen nach Hannah Arendt  und der Kinderpsychologin  Schenk Danzinger und die Leute die mir aus den Neubauten entgegenkamen, trugen auch schon Freizeitkleidung.

Das ist ja wohl das Lebensgefühl der Seestadt, daßman von der L Wohnung aus, baden, radfahren, etcetra kann, obwohl noch alles ziemlich neu wirkt und unfertig.

Den See kann man umrunden, man kann dort auch Blumen pflücken und es gibt genau aufgestellte Regeln, was man machen darf und was nicht.

Ein paar Geschäfte gibt es auch, eine große Schule, einen schönen Kinderspielplatz,  Gesundheitszentrum, ich habe eine Bäckerei und zwei Restaurants gesehen, auch da wirkt alles noch unfertig und in eines der Restaurants, kam ein Mann, es war etwa zwölf und verlangte ein Frühstück.

Auf dem  Platz vor der Schule war ein Pfingstmarkt mit Ringelspielen, Imbißuden und Kleiderstandleln aufgebaut. Auch da waren nur wenige Leute da und das Ringelspiel fuhr los, wenn sich ein Kind hineingesetzt hat und es gibt auch, wonach ich vielleicht gesucht habe, oder neugierig war, ob es das gibt, einen offen Bücherschrank, der heißt „Nachbarschaftslade“ und  es lagen auch andere Sachen, wie zum Beispiel Legosteine darin, aber ich fand, neben sehr vielen älteren Büchern, Krimis, CickLits, etcetera und das fand ich interessant Stefanie Sargnagls „Fitness“, das eine Karin im März beommen hat und offenbar schon ausrangierte.

Ich habe bei den noch sehr leeren Bänken eine Käsekrainer mit einer etwas albackenen Semmel gegessen, bin um den See herumspaziert, danach mit der U-Bahn bis zur Station Donaustadt zurückgefahren, denn wenn ich schon am Wasser war, wollte ichdas, da hat es nur leicht bis gar nicht geregnet,  ausnutzen und bin an der neuen Donau oder war es schon die Donauinsel, bin zur Reichsbrücke gegangen, dann über die Donau, den Wasserschifahren und den Grillern zugesehen unter der Reichbrücke gab es ein sehr ausgeprägtes Picknick und dann ganz zurück.

Eigentlich hätte ich auch beim Prater aussteigen können und da das Pfingstreiben genießen, aber durch den Prater gehe ich ja öfter, beispielsweise wenn ich zum Alfred  oder zur „Buch-Wien“ will und beim Praterstern ist auch eine Gruppe Deutscher eingestiegen, die, was ich ebenfalls interessant fand, zum Zentralfiredhof wollten, um das Falco-Grab zu suchen.

Sehr interessant also mein Pfingsprogramm und Pfingstmärkte gibt es offenbar nicht nur in Nußdorf and der Traisen sondern auch in der Seestadt, wo allerdings das Ambiete wahrscheinlich interessanter, als die Jahrmarktbuden sind, für die nicht Bewohner jedenfalls und sonst geht es weiter mit meinen Schreibcampplänen.

Da bin ich schon ziemlich erfolgreich gewesen und habe einige abgehackt. So ist das „Blogbuster-Lesebuch“ gelesen, die inzwischen fünf vorhandenen Kurztexte zum „öffentlichen Raum“ habe ich ins Reine übertragen, morgen treffe ich mich, ich hoffe nur, daß es da nicht regnet, wieder mit der Ruth.

Anneika Bühemanns Schreibchallenge hat auch schon angefangen und sie hat, glaube ich, da schon zwei Kurzgeschichten veröffentlicht.

Ich habe damit  schon im Mai angefangen. Zuerst mit dem Text „Die Stipendatin“ auf den Impuls „Hausarbeit“ und als Nachwehe auf meine Erlebnisse  mit meinen meinen Kritiker Uli, beziehungswese der „Franz Werfel Stipendium-Veranstaltung“ im Literaturhaus.

Eine Reisegeschichte habe ich mir dann auch vom Bodensee mitgenommen und eine Geschichte habe ich geschrieben, als ich mich, beziehungsweise das „Literaturgeflüster“ gefeiert habe, sozusagen eine Festgeschichte, die nirgends hineinpasst, beziehungsweise von einer Stipendiatin handelt, die ich vielleicht nach New York schicken könnte zu Lily Schmidt, die ja im österreichischen Kultursinstiut Kuratorin ist und da habe ich schon im Mai angefangen zu Annika Bühnemanns Impulsen Szenen zu schreiben, die in mein „Mathilde Schmidt-Projekt“ gehören.

Bei der letzten Schreibgruppe habe ich mit dem Thema „Sucht“ damit angefangen und dann noch, bevor wir nach Bregenz geahren sind, zwei Impulse genommen und eine Lily-Szene geschrieben und eine, wo sich der Moritz mit der Mathailde nach dem Begräbnis der Natalie trifft.

Denn ich habe mir ja  fest vorgenommen, mit dem neuen Projekt von der depressiven Frau, die jeden Abend in der Pizzeria in ihrem Haus sitzt und ein Glas Wein trinkt und eine Zwillingsschwester-Geschichte hat, erst im Juli anzufangen.

Dann ist es aber mit Annika Bühnemanns Schreibimpulsen sehr konkret geworden.Ich habe mir die passenden ausgesucht und je eine Szene bezüglich meines Projekts geschrieben und da habe ich herausgefunden, daß das sehr spannend ist, daß da immer etwas offen bleibt und das Schreiben Spaß macht.

Wie ich das dann im  Juli mache, ob ich die die einzelnen Geschichten so lasse, oder das Ganze  chronologisch vom Anfang bis zum Ende neu schreibe, weiß ich noch nicht.

Aber irgenwie wird aus den Fortsetzungsgeschichten wohl ein Roman werden. Ein Fortsetzungsroman, ein Blogroman vielleicht. Genauer weiß iches noch nicht, aber bis jetzt können mir meine Leser, sofern ich welche habe, die das interessiert, mir ganz schön beim Schreiben über die Schulter, beziehungsweise mir ins Nähkästchen meiner Schreibwerkstatt schauen.

Nachdem ich vom Bodensee zurückgekommen bin und der Alfred nach Amerika flog, habe ich mir noch vier von Annika Bühnemanns  Schreibimpulsen herausgesucht, zu denen ich Szenen schreiben will.

Jetzt hat sie vorwiegend Bilder und eines davon ist ein einsamer Bahnsteig, da habe ich am Montag eine Geschichte geschrieben, bevor ich mich das erste Mal mit der Ruth getroffen habe und jetzt habe ich noch drei Impulse, die ich zwischen meine Praxis, den einen Ausflugs- und Wien Tag und den Öffentlichen Raumtreffen mit der Ruth, da haben wir noch drei geplant, einschrieben will.

Da wäre der Impuls „BeginneeineSznene mit dem Anfang „Ich habe noch nie etwas Unvorhergesehendes getan. Bis heute…“

Das wäre der Brief, den die Natalie in ihrem Hospitz an Mathilde, Moritz und Lily schreiben will.

Dann käme „Du macht mit deinem Freund deiner Freundin Schluß und er sie erinnert dich daran, daß Valentinstag ist“, da könnte die Mathilde an diesem in der Pizzeria sitzen und sich erinnern, wie das damals war, als sie aus Berlin plötzlich abreiste, weil Natalie ihr sagte, daß sie Moritz Freundin ist und ihn heiraten wird.

Sowie „Eine Figur schreibet einen Liebesbrief an jemanden, der seine Lebe nicht erwiedert“.

Das gibt es glaube ich schon im „Eugen Onegin“ und bei mir wird die Mathilde diesen Brief an Moritz nach Lilys Geburt schreiben, ihn aber nie abschicken und dann habe ich noch einen Schreibimpuls, der mit eingefallen ist, als ich mit Ruth am Montag am Albertinaplatz war, um das Hrdlicka-Denkmal zu beschrieben. Denn da könnten Mathilde  Moritz treffen, um ihm zu sagen, daß sie doch mit ihm ihm nach Berlin und dann nach New York zur Lily fliegen will, aber vielleicht kommt die nach Berlin und das könnte auch eine Schlußszene sein und also vorher noch die ganze Zwillingsgeschwichte kommen, von der ich bis jetzt noch nichts aufgeschrieben habe.

Also vier Geschichten, die ich noch bis Ende Juni schreiben könnte und wenn dann noch Zeit ist, habe ich auch noch einige Schreibimpulse gesammelt.

Zum Beispiel einen zu der Frage, „auf was man neugierig ist“, etcetera. Aber wenn der Alfred in zwei Wochen zurückkommt, kommen auch die Hundertmarks und es ist wieder Sladky-Wanderwochenende und dann ist der Juni schon vorbei und es bleibt spannend, wieviele Challengegeschichte es bei mir werden.

Im Mai habe ich  sieben, wenn man „Die Stipendiatin“, die über die Slavenka Jagoda, die in den Roman kommen wird, und die Reisegeschichte zu den vier Projekttexten zählt.

Die „Öffentlichen Raum-Geschichten sind ja zuviele,  um sich in einen Blogbeitrag auszugehen, so habe ich sie in den entsprechenden Artikeln nur beschrieben und jetzt hätte ich Pläne für vier Geschichten und am nächsten Dienstag ist ja wieder Schreibgruppe und da werde ich spätestens die erste schreiben.

Es werden also wahrscheinlich auf zwei Monate verteilt, mehr als zehn Geschichten sein und dann entsteht aus den Geschichten wahrscheinlich ein Roman und das ist spannend und ein Experiment, das ich sehr neugierig verfolge und meinen Lesern, wenn es sie interessiert auch weiter berichten werde.

2017-06-03

Pfingstprogramm

Pfingsten nähert sich mit Riesenschritten und diesmal bin ich wieder Strohwitwe, beziehungsweise allein zu Haus, was ich, glaube ich, schon 2005 war, als es in Wien ein großes „Bachmann-Symposium“ gab und einmal habe ich  für die „Edition Splitter“ Bücher auf den Judenplatz getragen und E. A. Richter hat mich dabei fotografiert und einen Lesemarathon noch in sehr guter Erinnerung hat es auch einmal gegeben.

Sonst sind wir zu Pfingsten meistens in Harland und fahren mit dem Rad nach Nußdorf an der Traisen, wo es ja einen großen Pfingstmarkt gibt.

Das fällt heuer flach, aber ich habe ja mein straffes zwei Monats-Schreib- und Rechercheprogramm, das ich eifrig betreibe, erforsche mit der Ruth den öffentlichen Raum und da werden wir uns am Montag im „Wienerwald“ treffen und dort zuerst ein Schnitzel essen, bevor es an das Schreiben geht.

An einen Lesemarathon, beziehungsweise eine Bücherkastentour habe ich für heuer aber auch gedacht, denn ich will ja abwechselnd zu Hause bleiben und nach Annika Bühnemanns Vorschläge, die ja zufällererweise gerade eine Schreibchallenge macht, der ich mich bestens anschließen kann und Fortsetzungsgeschichten schreiben, weil ich ja nicht schon wieder so schnell mit denm neuen Romantext anfangen will und dann bin ich ertig und ich denke „Hui!“

Und es lief ja besher alles bestens, am vorigen Donnerstag ist der Alred losgeflogen und ich habe versucht in die Seestadt zu kommen, was zwar nicht ganz gelungen ist, es gab aber beim Museumsquartier einen Biomarkt, wo ich mich mit ein paar Gratisproben, Aufstriche und Tee eindecken konnte.

Am Freitag habe ich dann mich selbst beziehungsweise das Literaturgeflüster gefeiert, das soll man, denke ich auch, wenn es schon kein anderer tut, bin am Naschmarkt einkaufen gegangen, habe mir selbst ein Buffet gemacht, ein kleines Fläschen Sekt getrunken, in das ich die Kirschen aus dem eigenen Garten gegeben hat und dann  auch einen Text geschrieben, den ich vielleicht auch für mein Projekt gebrauchen kann.

Am Samstag war ich beim Friseur und beim „Leiner“ essen, denn da hatte ich Gutscheine, habe mir dann ein Krischenttiramisu gemacht, von dem ich diesen Freitag das letzte Stück gegessen habe.

DDR-ilme beziehungsweise welche über die „Weiße Rose“, habe ich mir dann über „you Tube“, wir haben ja keinen Fernseher, auch angesehen.

Da muß ich immer aufpassen, nicht in eine Trödelphase abzugleiten, aber am Sonntag habe ich meine eigenen Bücher, was ja auch einer meiner Pläne ist gelesen und sie für gut gefunden. Tut mir leid, auch wenn meine Kritiker jetzt den Kopf schütteln und „Sie schnallt es nie!“, murmeln werden und habe mich durch das „Blogbuster-Leseprobenbuch“ gelesen.

Am Montag war dann der erste Treff mit der Ruth bezüglich unseres „Öffentlichen Raums Schreiprojekts“. Das geht sie ja mit vollen Elan an und hat sogar bei der GAV drei beziehungsweise eine Veranstaltung eingereicht, wo wir dann im nächsten Jahr an drei Orte gehen werden und jeweils drei der geschriebenen Texte lesen.

Das heißt, ich sollte die fünf Texte, die jetzt habe, ins Reine schreiben, beziehungsweise lesefertig machen.

Dann gabs die ganze Woche, Montag bis Donnerstag literarische Veranstaltungen und den jetztigen Freitag hatte ich geplant, eine Büchertour, beziehungsweise Lesemarathon zu machen.

Das heißt nicht wirklich, so, wie damals mir Bücher aus den Kästen schnappen und sie zu lesen. Dazu warten zu viele auf meiner Leeliste. Aber ich wollte eine große Runde machen und das, was dabei passiert beschreiben.

Allerdings war am Mittwoch der Monatsletzte, das heißt meine Abrechnung bezülich Praxis war fällig.

Das ist diesmal bezüglich diagnostikohnehin ein wenig schwierig, da ich dazu den Alfred brauche, der ja erst am Achtzehnten zurückkommt, aber die die WPGV-Rechnungen kann ich schreiben, dachte ich am Mittwochmorgen und schaltete, noch bevor der erste Klient kam, meinen Rechner ein und siehe, ich hatte kein Internet „Ue, uje, was mache ich da?

Das mein Comüputer eingehen könnte, damit hatte ich gerechnet. Es gibt auch schon einen neuen, den der Alfred allerdings erst einrichten muß, aber damit hatte ich nicht gerechnet uind war entsprechend hilflos, was mache ich jetzt?

Zum Glück hatte ich mich für Donnerstag mit der Anna ohnehin zum Mittagessen verabredet, die mir da sehr geholfen hatt. So hatte ich am Donnerstagabend wieder das Netz und habe meine Veranstaltungsberichte beziehungsweise eine Buchbesprechung, inzwischen offline gebloggt.

Am Donnerstag traf ich mich auch wieder mit der Ruth, wir sind in die Kriau hinausgefahren und haben dort die Kunstwerke, die es an den U-Bahnsäulen gibt, beschrieben und am Freitag morgen zuerst die „WGPV-Rechnungen“ ausdrucken und dann los von Bücherschrank zu Bücherschrank und ein bißchem zum Westbahnhof, der ja jetzt auch ein Shoppingcenter ist, wollte ich ebenfalls.

Es ist  ja immer die Frage, wie ereignisreich solche Büchertouren, dann letzten Endes sind. Es ist ja eigentlich nichts besonderes und wenn sich die Tasche füllt, schleppe ich schwer und habe dann meistens auch keine Lust mehr durch die Stadt zu laufen.

Am Freitag war es außerdem sehr heiß und am „Wortschatz“ und bei dem Schrank am Brunnenmarkt auch nichts los. Das heißt ich habe nichts gefunden. Sehr gut, brauche ich nichts tragen und das Buch, das ich mir eigentlich zum Lesen von meiner Liste , nämlich „Tram 83“ mitziunehmen wollte, hatte ich auch vergessen.

Sehr gut, brauchte ich es nicht tragen und so habe ich mich mit dem Beobachten und die Tagebuchnotizen begnügt.

Habe am Westbahnhof beim Mc Donald`s einen Cheeseburger, Pommes frites gegessen und dazu einen kleinen Bananenshake getrunken und bin dann über den Brunnenmarkt zum Zimmermannplatz gegangen, wo ich mir beim dortigen Mc Donald`s einen Kaffee besorgte und mich dann auf ein möglichst schattiges Bänchen zu setzen und oh Überraschung, diese zwei Kästchen, die ja eigentlich nie so besonders sind, waren diesmal gut gefüllt.

Lauter interessante ältere Bücher von denen ich zwar schon einge hatte, aber ein paar Roth-Ausgaben waren dabei und auf den Platz, wo ich rastete lagen auch drei Bücher, von denen ich die Siri Husquedt schon hatte.

Also zurücktragen und während ich meine Notizen schrieb und die Frau in dem weißen Kleid und den älteren Herrn mit seinen Trolley beobachteten, hatten die mir den Schtrank noch einmal besonders gefüllt.

Es gab ein Buch über den „Novemberprogrom“.

Reichskristallnacht, hat mich die Judith Gruber-Rizy belehrt, darf man nicht mehrsagen und je eines über die fünzigerund sechziger, beziehungsweise die siebziger Jahre, was mich auch sehr interessiert.

Also viel durch die Hitze zu schleppen. Ursüprünglich habe ich ja wieder bis zum Museumsquartier gehen wollen, so bin ich gleich zurückgegangen. Das heißt üer den Bücherschrank im achten, den die dortige Bezierksvorstehung, dem von Franz Gassner abgekupfert hat, was ihn sehr geärgert hat.

Dort gab es einen Alex Capus und dann gehe ich immer über die Lerchenfelderstraße und da gibt es einen alten Buchhändler mit einer meistens sehr verstaubt wirkenden „Ein Euro Kiste“, diesmal waren die „Jungen Hunde“ darin, schade, schade, daß ich mir das vom Alfred zu Weihnachten kaufen ließ und dann ein brandtneues Leseexemplar, das zwar nicht verkäuflich wäre und mir die liebe Frau Meier von „Kiwi“ wahrscheinlich ohnehin geschickt hätte, aber in den Blogs ist jetzt vom „Geträumten Land“ von Imbolo Mbue so viel zu lesen. Mir ist es bei der Vorschau entgangen,  so kaufte ich es und fragte die Buchhändlerin nur, ob sie es gelesen hätte?

Sie hat nicht und der eine Euro ist sicher gut angelegt. Dann habe ich noch eine Rast im Esterhazypark gehalten, wo es am dortigen Flakturm auch ein Kustwerk aus der Liste gibt. Ich habe mich aber nur erfrischt, meine Wasserflasche am Hydranten neu gefüllt und bin nach Hause gegangen.

Als ich schon dort war, ist mir eigefallen, daß ich noch Joghurt und Bananen für das Müsli der nächsten Tage kaufen hätte können. Aber das werde ich entweder am Sonntag oder Montag an einem der Bahnhöfe machen oder am Mittwoch, wenn ich ins „Centrope“ gehe und das Müsli vorher mit Milch und Bananenchips verzehren.

Denn ich habe ja mein Pfingstprogramm und da will ich Samstag eigentlich zu Hause bleiben, die eigenen Bücher lesen oder Fortsetzungsgeschichten schreiben und am Sonntag vielleicht noch einmal die Seestadt suchen, aber da sind ja die Geschäfte zu. Am Montag treffe ich die Ruth und am Dienstag ist wieder Schreibgruppe, so daß ich da auch nicht vor der „Alten Schmiede“ oder dem Literaturhaus einkaufen könnte

Luxussorgen könnte man so sagen, denn der Kühlschrank ist ja noch gut gefüllt, das Wetter schön und meine Schreibe- und Recherchepläne habe ich bis jetzt auch sehr gut eingehalten. Nur mit der Resonanz haptert es, aber das ist ja auch nichts Neues.

2017-06-01

Vom öffentlichen Raum zu Brigitte Hamanns Sammlungen

Mit dem Erforschen des öffentlichen Raumes mit der Ruth, die inzwischen einen Veranstaltungsvorschlag für das nächste Jahr bei der GAV einreichen wird, ist es heute weitergegangen.

Wir haben uns, vorher  war ich mit der Anna am Naschmarkt essen und Probleme mit dem Internet hatte ich auch, bei der U-Bahnstation Krieau getroffen und dort steht die U-Bahntrasse auf einer Menge Säulen und die wurden von zwei verschiedenen Künstlern bemalt.

Da gibt es einmal die „3 Brothers“, das ist ein Projekt des brasilianischen Künstlers Speto, der eine Hommage an die Brüder Villas-Boas und an die Erzählkunst der indogenen Bevölkerung Brasiliens geliefert hat, in dem er die Säulen mit kugelförmigen Gesichtern in verschiedenen Größen, die die Brüder darstellen sollten und noch eine indogene Frauenfigur dazu malte.

Wir sind im Gras auf der gegenüberliegenden Straßenseite gesessen und haben unsere Texte, was mit der wenigen Hintergrundinformation, die wir hatten, gar nicht so einfach war, geschrieben.

Dann gab es eine Pause in der Bäckerei Felber bei Kaffee und Kuchen. Danach ging es mit dem französischen Künstler Honet, der seine Säulen mit minimalistischen Figuren, beziehungsweise modernen Totemköpfen bemalt hat, weiter.

Da sind jeweils drei auf einer Säule in den verschiedensten Farben und ich habe mir während des Schreibens Gedanken gemacht, wen  die Totemköpfe wohl bewachen, was ihre Funktion unterhalb derU-Bahntrasse ist und oben brausten die grauen Silberpfeile vorbei.

Bei unserer Veranstaltung werden wir laut Ruths Plan, die beiden Stationen mit der „Gerngroß-Säule“ von Franz West verbinden.

Jetzt  sind wir aber in die Servitengasse gefahren, denn da git es noch eine Ergänzungen zu den „Antifaschismus-Stationen“,die wir schon am Montag beschrieben haben.

Denn dort hat die Künstlerin Julia Schulz in den  Boden eine Vitrine eingelassen und die mit 462 Schlüsseln gefüllt, an denen jeweils ein Namensschild einer Jüdin oder eines Juden befestigt ist, die dort bis 1938 ihren Wohnsitz oder ihr Geschäft hatten.

Das regt natürlich an Geschichten über Helena Friedmann, Alfred Kohn oder Moritz Eisler, etcetera, zu schreiben.

Wir haben uns auch hier unsere Geschichten vorgelesen und uns dann getrennt. Die Ruth ist zu einer Lesetheaterveranstaltung ins Theatermuseum gefahren, ich in die Wien-Bibliothek, wo eine Ausstellung, der im Vorjahr verstorbenen Historikerin Brigitte Hamann eröffnet wurde, denn die war eine große Sammlerin und ihre Wohnung war voll von Gegenständen, Briefen, etcetera, die sie aus verschiedenen Nachläßen und Auktionen erstanden hat.

Die wurden inzwischen von der Wien-Bibliothek übernommen und dort war es, als ich zwanzig Minuten vor Beginn gekommen bin, wieder sehr voll, so daß ich nur ganz hinten einen Platz bekommen habe, mich aber da mit Agnes Pistorius unterhalten konnte, die neben mir gesessen ist.

Markus Hering hat Textbeispiele gelesen, dann kam ein Sohn von Brigitte Hamann und erzählte, wie aufregend es für ihn und seine Geschwister gewesen ist, mit den wertvollen Gegenständen, die einmal dem Kaiser Maximillian oder der Kaiserin Sisi gehört haben, aufzuwachsen.

Brigitte Hamann hat auch die Truhe gefunden, die Sisis Gedichte enthielten, die erst 1950 geöffnet werden durften und dann veröffentlicht werden sollten.

Die sind angeblich schlecht oder in der Heine-Nachfolge.

Der Alfred hat mir aber einmal zum Muttertag ein kleines Büchlein mit den Gedichten der Kaiserin Elisabeth geschenkt und Kyra Waldner oder war es Marcel Atze, berichtete von der aufwendigen Haarpflege, die die Kaiserin mit ihren fast bodenlangen Haaren hatte.

Dann gab es wieder Brot und Wein. Man konnte sich den Katalog „So schön kann Wissenschaft sein“, ein Ausspruch von Brigitte Hamann, die ich ja, glaube ich, 2012 das letzte Mal gesehen habe, als sie den „Toleranzpreis des österreichischen Buchhandels“ bekommen hat, kaufen oder sich die Ausstellung ansehen, in der nur ein Teil der Exponate, wie Marcel Atze betonte, zu sehen waren.

Ich habe mir vor allem die tonaufnahmen angehört, wo Brigitte Hamann über ihre Bücher über Kronprinz Rudolf, dieKaiserin Sisi und „Hitlers Wien“ berichtet hat.

Ich habe zwar keines der Bücher gelesen. Aber vielleicht finde ich einmal eines in den Schränken. Das ist sicher interessant und auch natürlich, daß der Sohn sehr offen überdie Demenz seiner Mutter berichtet hat, die ja, glaube ich, schon 2021 zu merken war.

 

2017-05-29

Vom öffentlichen Raum zum Kuchldeutsch

Die Ruth hatte ja Idee zu den Kunstwerken, die es im öfentlichen Raum, da gibt es einen Folder, ein Schreibprojekt zu machen und dann im nächsten Jahr eine Lesung oder einen Rundgang etcetera.

Zu Ostern, als ich gerade meine Schreibcampläne bloggte, hat sie mich deshalb angeschrieben oder angerufen und mir dann bei der letzten Schreibgruppe den entsprechenden Folder übergeben.

Lauter experimentelle Kunstwerke vom Hrdklicka-Mahnmal angefangen,  bis zu den Figuren in der Kriau, igitt, igitt, aber ich bin ja neugierig und aufgeschlossen und kann eigentlich über allles schreiben, obwohl mir die in der Schreibgruppe entsehenden Texte manchmal etwas zu essayistisch sind.

Also okay und mich, wie ich glaubte, heute Mittag zu einer diesbezüglichen Vorbesprechung mit der Ruth getroffen. Die ist sehr ehrgeizig und will mit mir in den kommenden zwei Woche je zweimal losstarten und heute hat es gleich mit dem Hrdlicka- Mahnmal gegen Krieg und Faschismus am Albertinaplatz angefangen. Das kenne ich sehr gut, trifft sich da ja Jahr für Jahr die KPÖ am ersten Mai, um zum Parlament zu marschieren und heuer habe ich festgestellt, daß es keine Bänke dort gibt.

Es gibt dort unter anderen, den die Straßen waschenden Juden von der Progromnacht 1938, aber weil sich die Touristen ungehemmt immer darauf setzten, ist der inzwischen mit Stacheldraht umhüllt und vis a vis vor derAlbertina gibt es eine Bank, aber da sitzen meistens auchTouristen darauf und fotografieren sich und als wir uns zaghaft hinsetzen wollten, winkten sie ab, weil sie uns nicht au ihren Fotos haben wollten.

Wir haben es dann doch getan und, wie in der Gruppe zwanzig Minuten geschrieben. Abr was oder wie?

Wenn man Kunstgeschichte studiert, muß man das Werk beschreiben, aber das tue und will ich ja nicht und ich hatte irgendwie die Idee vielleicht auch meine Fortsetzungsgeschichten einzubeziehen.

Es könnte sich ja der Moritz mit der Mathilde dort treffen. Aber dann hatte ich keinen Blick auf die Stelen, weil an mir die Hop on -hoff off- Busse vorbeibrausten, die Fiaker ihre Pferde striegelten und ihre Kutschen putzen, wie die Ruth so s1chön geschrieben hat und ein Polizist ein paar Meter neben mir stand und das Ganze scharf beäugte.

Und da hat es vor einigen Jahren einen Protrest gegen das Mahnmahl gegeben. Heute hasten die Touristen vorbei, die in die Oper und in die Albertina wollen und wir wollten ja auch noch wohin, nämlich zum Ballhausplatz, weil es da ja inzwischen ein Denkmal für die Verfolgten der NS-Militärjustiz gibt und zwar ausgerechnet auf dem Platz, wo es Ende der Achtzigerjahre eine „Kosmos-Prostestlesung“ gegeben hat, weil Barbara Klein, die engagierierte Intendtantin ein aufgelassenes Sex-Kino als Spielort haben wollte, aber das wollte auch ein Jazzclub und so habe ich da einmal meine“Verwechslung“ und die ist in der „Volksstimme-Anthologe“ abgedruckt, die auch ein Hrdlicka-Cover hat, gelesen und gehe inzwischen manchmal ins Kosmostheater, das es inzwischen am Siebensternplatz gibt.

Und die modernen Denkmäler haben, denke ich, alle das Problem, das sie sehr abstrakt sind und ohne Anleitung nicht so leicht zu erkennen, was damit gemeint ist.

Also an der Stelle, wo einmal eine improvisierte Bühne aufgebaut war,  große Stufen, die die Touristen wahrscheinlich zum Einladuen und >Niedersetzen auffordern. Die Rutha hat geschreiben „Kinder spielen glücklich herum.“

Und es gibt natürlich eine Tafe auf der man lesen kann, daß die Bundesregierung 2008 beschlossen hat, alle Deserteure im World War II zu rehabiliteren und den Auftrag an den Künstler Olaf Nikolai gab, das in einem Mahnmahl darzustellen.

Das ist jetzt also ein großes X, das man allerdings erst so richtig erkennt, wenn man hinaufklettert. Dann sieht man, daß oben  „all all all all alone all all alll all“ etcetera steht und wir haben uns auf eine der Stufen gesetzt und geschrieben.

Eine Frau ist inzwischen gekommen, die sich, glaube ich, auch für das Denkmal interessierte, ein paar Studenten diskutierten dagegenüber die Hochschulwahl und dann kam noch eine Schulklasse, deren Lehrerin ihnen erklärte, daß es am Heldenplatz inzwischen Container geben würde, weil das Parlament renoviert wird und daher für die nächsten drei Jahre in dieses verlegt wure.

Wor wollten eigentlich noch einen dritten Ort, nämlich die Franz West-Säule in der Raalgasse beschreiben. Aber ich hatte, um fünf eine Stunde und da wäre sich das dann nicht mehr ausgegangen und am Abend gab es eine Veranstaltung behiehungsweise Buchpräsentation in der „Gesellschaft für Literatur“.

„Deutschlernen von unten- Böhmakeln und Kucheldeutsch“ eine Gemeinschaftsarbeitder Universität Olmütz und Bamberg und obwohlich  um halb sechs dort war, war es schon sehr voll, weil offenbar ein Fanclub hingepilert ist und auch die achtzig Euro Bücher  alle aufgekauft hatten,  so daß nurmehr ein Ansichtsexemplar über war.

Das Thema ist aber sehr interessant, obwohl heute, nachdem der Heinz Conrad ja gestorben ist, kaum mehr einer böhmakelt. Ich tue es, obwohl meine Großmutter ja von daher hergekommen ist, auch nicht und lese inzwischen ein entsprechendes Pendant, nämlich „Broken German“ von Tomer Gardi und das ist es ja, was die Kids mit dem Migrationshintergrund und dem Asylantrag heute sprechen, während damals die böhmischen Köchinnnen in der Küche ihr böhnmisches Deutsch radebrechten und das die Schauspieler in den Kabaretts, ebenfalls taten.

Und der Joseph Schwejk wurde vor fünfzig oder so Jahren selbstverständlich böhmakelnd „Bitte gehorsamst, Herr Oberst!“ übersetzt und der Fritz Muliar hat das hervorragend beherrscht, während der echte Joseph in Prag ja wahrscheinlich kein Deutsch, sondern Tschechisch gesprochen hat.

Aber so ist das mit den Klischees und die Leute  haben sich sich auch blendend unterhalten und sehr gelacht.

Miguell Herz-Kestranek hat  Beispiele davon vorgelesen und  sich auch beschwert, daß  man in Prag keinen böhmakelten Schwejk haben wollte.

Der ist inzwischen, glaube ich, auch anders übersetzt und nachher gab es Wein ,tschechisches Bier und Oblatten. Ich habe mich mit Ottlwald John und anderen unterhalten und denke sehr über das Deutschlernen von Unten und die veränderte Sprache nach, werde ich ja auch öfter wegen meiner Unverständlichkeit und meinen Rechtscchreibfehlern kritisiert, obwohl ich ja, glaube ich, ganu gut Deutsch oder besser Österreichisch schreiben kann und mich trotzdem nicht anpassen will.

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