Literaturgefluester

2020-04-04

In die Romanplanung

Was macht man in Zeiten von Corona? Man bleibt zu Hause, wie das die Regierung ja von uns fordert, ab Montag nur mehr mit Maske in Geschäfte, wenn sie  nicht ohnehin geschlossen sind, ab fünfundsechzig, was ich ja schon bin, möglichst nicht aus dem Haus, was ich auch mache, denn der Alfred geht einkaufen, ich mache meine Praxis, so viel wie möglich über Telefon, am Montag stehe ich auch zwei Stunden auf WLP-Helpline zur Verfügung, ansonsten, schreibe und lese ich, je am Morgen und am Abend  in der Badewanne, die Leseliste ist ja lang, obwohl jetzt ja keine Bücher mehr über die deutsche Grenze kommen, ich blogge und da wird meinen Lesern vielleicht auffallen, daß ich da auch versuche ein wenig Werbung für mich zu machen.

So habe ich zum Beispiel die Videos, die es von meinen Lesungen gibt, hineingestellt oder die fünf hinausgeworfenen Szenen aus dem „Fräulein No“ also Corona lesen und hören, Corona-Tagebücher gibt es auch, da versuche ich meine Corona-Gedanken zu sammeln und dann habe ich ja vor ein paar Tagen die Rohfassung des „Fräulein Nos“ fertiggestellt und dem Alfred übergeben, der hat mir das „Schreibbuch“ ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt noch ein paar Fehler, ein Cover brauchen wir auch noch, dann kann ich die „Vorschau“ einstellen, das Gewinnspiel ausrufen, der Text kann an die Druckerei gehen und ich kann das nächste „Work on Progress“ beginnen.

Da habe ich ja schon eine Idee, nämlich eine Geschichte über eine Frau zu schreiben, die sich in einen jüngeren Mann, ihren Assistentin verliebt, während sie ihren an „Alzheimer“ erkankten Mann pflegt, jetzt ist auch noch die Corona-Krise dazu gekommen, über die ja auch schon die Streeruwitz und der Thomas Glavinic einen Roman schreiben oder geschrieben haben. Also kann ich das auch versuchen, aber halt, weil man mir ja immer sagt, daß da nichts passiert und ich, daß es niemanden interessiert, auch an meinen Leserunden merken kann, jetzt endlich einmal richtig plotten und die „Heldenreise“ ausprobieren.

Ich bin zwar nicht wirklich sicher, ob ich das kann, habe aber in den letzten Jahren immer an den Gratiswebinaren der Jurenka Jurk teilgenommen, hätte also die Unterlagen zum Romanfahrplan.

Also probieren möglichst nicht gleich losschreiben, sondern erst das Gerüst aufstellen, was ja umso leichter geht, da die Recherchetage auf der Straße und das Shoppen ohnehin ausfallen, also zu Hause  bzw. auf der Terasse sitzen und plotten und manchmal hat man Glück. Denn es kommt noch etwas dazu, nämlich der Schreibcoach Ronny Rindler der von Hamburg nach Wien gezogen ist, da in der Buchhandlung Frick auf der Meidlinger Haupstraße Schreibkurse gibt, das aber jetzt nicht kann und deshalb vor drei Wochen den „Quarantimo“ ausgerufen hat.

Was ist ein „Quarantimo“?  Wer jetzt an den „Nanowrimo“, also jeden Tag sechszehnhundert Worte, bis die Ausgangssperre vorüber ist, denkt, irrt, denn Ronny Rindler stellt jeden Samstag um sechs ein Video ein, erklärt dabei, was ein Roman ist und wie er entsteht und stellt am Ende eine Schreibaufgabe.

Vor drei Wochen hat er damit angefangen. Da waren es die Morgenseiten, die er empfohlen hat. Ich habe mir das Video angehört, die Aufgabe aber nicht gemacht, denn ich war ja noch mit der Korrektur meines „Fräulein Nos“ beschäftigt.

Vor zwei Wochen hat er dann erzählt, das Geschichten berühren müssen oder sollen und gesagt, man soll sich überlegen, worüber man schreiben will? Welches Thema und welches Genre? Das steht beim „Frühlingserwachen“ eigentlich auch schon fest und vorige Woche ging es um den Anfang, Mitte, Schluß und man sollte eine Kurzgeschichte schreiben in dem die Figur ein Problem hat und sich dadurch verändert, was ich, die ich diese Aufgabe heute Nachmittag auf der Terrasse machte, ein wenig schwierig fand oder das noch immer finde, denn was habe ich davon, wenn ich den Schluß schon in der ersten Szene vorwegnehme, beziehungsweise weiß ich die Lösung noch nicht.

Der Egon hat jetzt „Alzheimer“, dazu hat mich wohl der David Fuchs gebracht und da kenne ich mich wohl auch besser aus, als bei einem Schlaganfall. Die Roswitha lebt mit ihm und einer slowakischen Pflegehelferin, beziehungsweise ist jetzt die Janina da und ob die Szusanna nach dem Wechsel über die Grenze kommt, ist nicht so klar? Die Roswitha ist drei Monate über fünfundsechzig, gehört also schon zur Riskogruppe, der dreiundsiebzigjährie Egon sowieso. Bevor die Krise ausbrach, kuratierte Roswitha ihre wahrscheinlich letzte Ausstellung im Wien Museum, bevor sie in den Ruhestand geht, über das rote Wien und soll da schon ihren Nachfolger einschulen, der ist dreißig, Historiker, heißt Viktor und sie verliebt sich in ihn. Da ist das Problem ganz klar. Aber wie soll sie das lösen? Das weiß ich nicht und das wird und kann ja auch erst nach Szene fünfundvierzig bis fünfzig, also am Schluß passieren.

Also habe ich ungefähr das aufgeschrieben, noch hinzugefügt, daß sie und Egon, ein ehemaliger Universitätsprofessor, zwei Kinder haben, Albert dreißig, ein Lehrer und Beate, achtundzwanzig, Psychotherapeutin in Ausbildung, die ihre Mutter immer gern belehrt. Roswitha ist jetzt im Homeoffice, skypt also mit  Viktor und beschließt das Problem zu lösen, in dem sie ihn nicht mehr sieht und ihren Egon nicht betrügt. So weit, so what und für eine Kurzgeschichte eigentlich lang genug. Leider habe ich sie auf der Terasse mit der Hand und nicht geich in den Laptop geschrieben. Kann sie also nicht mehr so gut lesen und das heutige Webinar behandelte die Struktur. Also eine Geschichte oder ein Roman, Ronny Rinderer nennt, glaube ich, immer das erstere, besteht aus drei Akten, Anfang, Mitte, Schluß in denen das Problem gelöst werden muß und am Ende steht das Scheitern oder das Gewinnen. Dazwischen gibt es die Kapitel und die gliedern sich in Szenen. Daran bin ich auch ein bißchen gescheitert, denn ich schreibe eigentlich Szenen und keine Kapitel und die Aufgabe für heute,  die ich noch machen muß, ist eine Szene zu schreiben, die mit einem Cliffhänger, einer offenen Frage oder einem Mißgeschick endet, damit das Ganze weitergeht.

Spannend spannend,  auf diese Art und Weise läßt sich mein Roman vielleicht auch gliedern. Die Ideen kommen jedenfalls. Also auf in die nächsten Wochen, freuen wir uns darauff und eine Lösung zu finden, wie das jetzt mit unserer Entmüdigungsgesellschaft weiter geht, wäre vielleicht auch sehr gut und spannend ebenfalls, daß sich Exminister Kickl plötzlich als  großer Held entpuppt, der zum Widerstand anstachelt. Wui, das hätte ich  nicht gedacht und entpuppt sich als große Wendung. Diesen Roman zu schreiben, wäre wahrscheinlich eine tolle Aufgabe, da wir aber mittendrin stecken, haben wir wohl Scheuklappen und können das wahrscheinlich derzeit  nicht lösen.

2020-04-03

Trostonlineschreiben in Coronazeiten

Während ich mich mit dem Literaturcafe herumstreite, ob es richtig ist den „Bachmannpreis“ nicht durchzuführen, weil man sonst ja Klaus Kastberger schlecht beleuchtet in seiner Küche sehen könnte, ja lieber Uli, da bin ich Wolfgang Tischer bei seinem „Aprilscherz“ wieder einmal hineingefallen, weil ich ja keinen Spaß verstehe und alles Ernst nehme, die liebe Erika Kronabitter hat mich darauf aufmerksam gemacht, erkennen andere, den Wert der Onlinekommunikation.

So gibt es über all Corona-Tagebücher, Onlinelesungen und sogar die ersten Roman über Corona  oder das Leben in Krisenzeiten finden statt und das ist ja einerseits für die zu Hause gebliebenen gut, damit sie sich beschäftigen können und in keine Panik verfallen und dann vielleicht mit der Mundschutzmaske Amok laufen, Banken überfallen, etcetera…

Wenn das, bitte nur auf dem Papier, die Wut nur in der Phantasiem rauslassen hat sich wohl das „Writersstudio“ gedacht, daß ja, wenn es keine Seminare mehr abhalten kann, auch von der Krise betroffen ist und sich deshalb, was ich für gut und sinnvoll halte, Onlinekurse ausgedacht.

Ich kenne das „Writersstudio“ schon sehr lang, habe es schon besucht, als es sich, noch, ich glaube, in der Kaiserstraße befand und habe keine Ahung, wie und wo ich darauf gestoßen bin?

Das heißt, schon natürlich, die Sigmund Freud-Uni hat vor Jahren das Buch der Judith Wolfsberger vorgestellt und mich dazu eingeladen. Da habe ich dann ein paar Infoabende besucht, auch brav ein paar meiner Klienten mit Schreibblockaden dorthin überwiesen, damit sie ihre Diolomarbeiten fertigstellen können und ich war auch beim ersten Openhouse, als das Studio in die Pramergasse übersiedelt sind, seither bin ich mehr oder weniger regelmäßig zu den Schnupperworkshops, die es jährlich gibt, gegangen, habe dabei vielleicht auch Judith Wolfsgruber mit meinen Wissen über den Hochschullehrgang für Sprachkunst genervt, habe bei den Seminaren auch immer etwas für mein jeweiliges Work on Progress vorgeschrieben, war bem Schreibmarathon vor drei Jahren, habe mir durch mein Bloggen auch ein Writerretreat erschrieben und beide Veranstaltungen für meine „Unsichtbare Frau“ genützt.

2019 habe ich die Schnuppertage ausgelassen, weil wir, glaube ich, in Harland waren. Ich habe aber auch ein Sommerfest besucht, den gratis Schreibcafe mit Joga-Vormittag, eine gratis „Schreibfabrik“ wo auch Margit Heumann mitgekommen ist und ich meine Tanzschulenszene aus der „Frau auf der Bank“ ausprobiert habe.

Denn es gibt da ja jetzt schon eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen. das Ganze ist also sehr angewachsen, während es einmal ganz klein wahrscheinlich mit Seminaren für Studenten mit Schreibhemmungen und der „Schreibnacht“ die jeden ersten Freitag des Monats stattfindet, angefangen hat, wo man sich für dreißig Euro, glaube ich, treffen und gemeinsam zu einem Thema schreiben konnte.

Da war ich noch nie und habe immer gehofft bei der Verlosung bei den Schnuppertagen, das vielleicht einmal zu gewinnen. Aber in Corona-Zeiten hat sich das „Writersstudio“, das da ja sehr innovativ ist wieder etwas besonderes ausgedacht. Es bietet nämlich in der Karwoche verschiedene Onlinekurse an, mit denen man sozusagen gegen die Corona-Krise anschreiben kann.

So gibts beispielsweise unter dem Titel „Auferstehung abgesagt“ ein „Black Humor Writing“ immer jeweils von 23 bis 01 Uhr, wo man sich wahrscheinlich den Corona-Frust ironisch herunterschreiben kann und das Tagebuch oder Journalschreiben ist ja auch eine gute Methode.

Klaus Kastberger hat im Literaturhaus Graz, die Autoren deren Veranstaltungen er krisenbedingt absagen mußte, zu einem solchen eingeladen und ich schreibe ja auch schon länger ein Corona-Tagebuch, um vielleicht auch Material für einen möglichen Roman zu bekommen.

Bei Birgit Schreiber kann man das im Onlinekurs „Keep Writing – Mit dem Journal gesund durch die Krise“, nächste Woche Montag bis Freitag von 10 bis 12 online plus einer Stunde individueller Schreib und Lesezeit tun.

Dann gibt es auch ein Online „Short Story-Seminar- Endlich Zeit, eine Geschichte zu schreiben“ das wieder Ana Znidar wieder macht.

„Writerstricks“ kann man auch online lernen und als Auftaktveranstaltung gibt es diesen Freitag eine gratis Online-Schreibnacht:

„Trost & Re-Gnose in Zeiten von Corona: Schreiben in der Oase der virtuellen Writer`studio-Gemeinschaft“  mit Janina Pollak zu der ich mich natürlich angemeldet habe.

Das beginnt um acht, da bekommt man einen link, wo man sich bei „Zoom“ anmelden kann.

Das habe ich schon bei Jurenka Jurks Gratisseminaren versucht und bin öfter daran gescheitert, kann aber natürlich auch selber und mit mir allein einen Text zu diesem Thema schreiben und dann mit meinen Blog für meine Leser einstellen.

Mal sehen, wie es geht? Am morgigen Samstag gibt esauch wieder ein Video von Ronny Rindler zu seinem „Quarantäneschreiben“ und da habe ich mir ja vorgenommen, weil ich mit dem „Fräulein No“ ja schon fertig bin und nur noch mein „Schreibebuch“ korrigieren, beziehungsweise mit dem Alfred das Cover finden muß, die Seminaraufgaben nachzumachen und da vielleicht schon die ersten Planungsstufen des „Kein Frühlingserwachen mit Corona“ zu erstellen.

Man sieht der Kreativität ist in Zeiten, wie diesen kein Riegel vorgeschoben. Man kann alles online machen, Webinare, lesen, nur schreiben muß man selber, aber wenn man das in einer Online Schreibnacht oder einem Online Webinar tut, fühlt man sich vielleicht weniger allein.

2020-04-02

Fertig mit dem Fräulein No

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit dem Korrigeren, meines siebenten „Nanwowrimo“, „Fräulein Nos Nachtcafe“, wo ich im November zwischen „Buch Wien“ und „Buch Basel“ und auch noch andere Events den Rohtext geschrieben habe.

Den Text dann bis Jänner, glaube ich, liegen gelassen habe, weil ich ja noch das „Zweite Literaturgeflüsterbuch“ fertig zum Korrigieren hatte und den Text ab da fertig korrigiert habe.

Jetzt bekommt ihn der der Alfred, damit er das Buch druckereifertig machen kann und ich kann nur hoffen, daß es in Zeiten, wie diesen mit den Coronanöten den „Digitaldruck“ dann noch gibt und vorher sollte das zweite „Literaturgeflüstertexte Buch – Mein Schreiben – meine Bücher“ fertig werden. Das hat der Alfred jetzt soweit durch, ich muß es noch durchsehen und das Cover brauchen wir auch.

Da habe ich ja schon einige Ideen, nämlich ein Bild von mir mit einem Buch beispielsweise das und dann eines von meinen Büchern. Der Alfred will etwas Neues machen, mal sehen, wie es wird?

Das Cover vom „Fräulein No“ ist auch noch zu gestalten. Da haben wir noch kein Bild und da hötte ich an ein Cafehaus oder Beisl gedacht. Aber das wird ja jetzt, wo man nicht hinausgehen darf oder soll  schwierig. Es ist aber noch etwas Zeit dazu, weil der Alfred den Text ja erst durchsehen muß.

Fünf Szenen habe ich wie schon öfter geschrieben aus dem Text hinausgeschmissen, die sind jetzt vollständig im Blog zu finden, so daß sich meine Leser, denen vielleicht Coronabedingt fad ist, schon ein bißchen ein Bild davon machen können, bis es dann, wenn wir das Cover haben, zur „Vorschau“ kommt, wo ich natürlich wieder ein Gewinnspiel machen werde, und zur Leserunde aufrufen werde und dann ran an das neue Schreiben, etwas, was man ja jetzt, wo es keine Veranstaltungen und auch keine besondere Ablenkungen gibt, wahrscheinlich besonders gut kann und auch besonders zu empfehlen ist und wenn meine Leser jetzt vielleicht fragen sollten, wie das jetzt mit meinen Schreibednungs- oder Schreibanfangsritualen ist?

Die fallen, fürchte ich, diesmal aus oder sind  ein bißchen anders oder auch nicht, denn da gibt es ja wieder das deja vue Erlebnis.

Denn im vorigen Jahr, als ich mit der „Magdalena Kirchberg“ endlich fertig war, war ich ja noch nicht so gut bei Fuß, um in der Stadt herumzustreifen und dann waren wir schon in Harland und ich habe mich, glaube ich, mit dem „Traisenparkcenter“ begnügt und heuer könnte ich ja nicht shoppen gehen und will auch nicht mit Maske herumlaufen, die man ja demnächst zumindestens in den offenen Geschöften  tragen muß und über fünfundsechzig bin ich  auch schon, aber es gibt etwas anderes für den Neuanfang und das hatte ich ja irgendwie auch vor, wie meine  regelmäßigen Leser vielleicht wissen.

Denn ich habe ja immer die Idee, es vielleicht doch einmal mit der „Heldenreise“ zu probieren, das heißt einen Roman mit Spannungsbogen zu schreiben, trifft mich ja immer der Vorwurf, daß bei mir nichts passiert, beziehungsweise das, was niemanden interessiert. Da habe ich mir ja Gustav Ernsts Buch „Romane schreiben“ dafür schicken lassen und zum Jahreswechsel die Unterlagen und die Probeseminare der Jurenka Jurk dafür studiert.

Dann war ich im Jänner bei diesesn Schütte-Lihotzky-Abend und habe dann bald die idee geboren im nächsten Buch, die Beziehung einer Frau, eine Museumskuratorin ist mir das vorgeschwebt, deren Mann einen Schlaganfall oder Alzheimer hat, also von ihr gepflegt wird, sich in einen Jüngeren verlieben zu lassen und darauf die Handlung vorher nach Stufenplan aufzubauen, bevor ich mit dem Rohtext beginne.

Als ich das plante, war ich, glaube ich, gerade mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ fertig und die Rohtextüberarbeitung des „Fräulein Nos“ folgte, dann kam Corona und, daß ich darüber schreiben will, ist ja irgendwie naheliegend aber vielleicht nicht möglich, weil wir stecken ja mittendrin im Geschehen und haben keine Ahnung, wohin uns der Weg noch führt. Trotzdem was eignet sich dazu, wenn nicht das?

Und so werden meine Leser vielleicht bemerken, daß ich auch eine Art Corona-Krisentagebuch führe und die Idee, die Roswitha sich in Quarantänezeiten sich in ihren Viktor, heißt er, glaube ich, verlieben zu laßen und das Ganze darum herum, einzubeziehen, ist auch naheliegend, obwohl ich, wie gesagt, ich keine Ahnung habe, ob und wie sich das realisieren läßt.

Dazu einen Erinnerungssplitter, als ich eine junge Studentin war, habe ich mich in einen älteren Mann verliebt und wollte, naiv wie ich damals war, darüber schreiben. Es ist nicht gegangen, weil ich viel zu sehr befangen von der Chose war.

Das könnte jetzt ähnlich werden. Es läßt sich aber probieren und das nach Romanfahrplan schreiben, läßt sich glücklicherweise auch ohne Jurenka Jurks Lehrgang zu besuchen, wie, ich glaube, jetzt auch besuchen, veranstaltet ja Ronny Rinderer derzeit einen „Quarantimo“ und stellt dazu jeden Samstag ein Video ein, wo er spezielle Aufgaben zur Romanentwicklung gibt.

Diese Videos habe ich mir bisher immer angeschaut, ein bißchen mitgeschrieben, die Aufgaben aber nicht gemacht. Jetzt könnte ich das am nächsten Samstag tun. Die aufgaben nachholen und mit dem Romanplanen  beginnen.

Ob ich vorher noch die Fenster putze oder nicht, weiß ich nicht so genau, ist das vielleicht  ja, da der Alfred  Homeoffice macht, derzeit etwas schwierig. Aber am Freitag fährt er immer nach St. Pölten, um mit der Vierundzwanzigstundenbetreuerin einzukaufen. Da ginge es vielleicht und da gibt es auch ein Quarantäneschmankerl über das ich dann auch berichten will.

Nämlich eine Online Schreibenacht des Writersstudio. Man sieht an Schreibimpulsen gibt es derzeit keinen Mangel und so werde ich mein neues Projekt vielleicht ein bißchen anders, aber ebenso kreativ starten und nur hoffen, daß das „Schreibebuch“ und das „Fräulein No“ auch trotz Corona erscheinen können.

2020-03-19

Quarantäne-Schreiben

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 00:41
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„Ins Erzählen flüchten“, lautet der Titel von drei Poetik-Vorlesungen, die Jonas Lüscher abgehalten hat, als von Corona wahrscheinlich noch keine Rede war und die jetzt als Buch erschienen sind.

Als ich es gelesen habe, war davon schon ein bißchen die Rede, aber noch lange nicht so aktuell und brisant wie jetzt und ich bin ja dafür bekannt, daß ich immer gerne über die aktuellen gesellschaftlichen, literarischen, sozialen, etceteram Zustandslagen schreibe, so habe ich in einem sogenannten „Haßposting an Corona“ eine diesbezügliche Glosse abgeliefert.

Das war vorige Woche, die Ereignisse haben sich inzwischen überschlagen und die Realität überholt, so daß ich denke, daß es sehr sehr interessant ist, in literarischen Glossen und Berichten, die gegenwärtige Entwicklung als Zeitdokoment zusammenzufassen.

„Die postapokalyptische Welt wird Ihnen bestimmt für Ihr Zeitdokument ewig dankbar sein!“, hat so in etwa mein Freund Uli kommentiert und hat es wahrscheinlich ironisch gemeint.

Glaube ich nicht, beziehungweise ist das gar nicht das, was mich an der Sache hauptsächlich interessiert, für mich ist das Dokumentieren  in erster Linie wichtig, um meine Gefühle und Gedanken zusammenzufassen und das ist wahrscheinlich in Zeiten, wie diesen etwas was jeden betrifft und da rät die Psychologin, darüber reden, darüber schreiben, malen, singen etcetera.

In Italien hat man, glaube ich, angefangen sich am Abend auf den Balkon zu stellen und „Bella Ciau“ zu singen.

Man könnte sicher auch die „Internationale“ dafür nehmen oder die Bundeshymne, je nach Geschmack, aber die bitte in gegenderter Form, füge ich hinzu, denn es gehen jetzt ja wohl auch die Töchter auf den Balkonen und singen oder gehen für die kranke Nachbarin einkaufen, stehen im Spital, machen Tests, etcetera und das Erste was mir schon vor zwei Wochen eingefallen ist, als da die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, war lesen, lesen gegen die Angst, gegen das Aufschaukeln in die Hysterie, etcetera, die Alternative.

Dafür habe ich auch meine Frühjahrslesestapel im Badezimmer und da habe ich sicher keinen Notstand, die Bücher gehen so schnell nicht aus und kommen auch nach, wie ich merken kann, obwohl die Buchhandlungen bei uns ja ab heute geschloßen sind und das Literaturcafe hat auch schon eine Zusammenstellung gegeben, welche Bücher sich dafür am besten eignen.

Camus „Pest“ könnte, sollte man da vielleicht nochmals oder erstmals lesen. „S. Fischer“ hat für die sich in Quarantäne befindenden Personen und wahrscheinlich auch für die anderen, eine Leseliste mit vierzehn Büchern für die vierzehn Tage zusammengestellt.

Die meisten, ich eingeschloßen, werden das wahrscheinlich in dieser Zeit gar nicht schaffen und länger dafür brauchen, aber man braucht wahrscheinlich mehr, um seine Angst zu bewältigen und da eignet sich, wenn man jetzt seine Sozialkontakte einstellen soll, auch bevorzugt, das Schreiben.

Da hätte ich wahrscheinlich noch vor einem Monat die Antwort bekommen „Dafür habe ich keine Zeit!“

Das gilt Erstens wahrscheinlich jetzt gar nicht mehr, denn Zeit in Hülle und in Fülle und was bitte fängt man damit an, wenn man gar nicht damit geechnet hat?

Also eignet sich das Schreiben besonders dafür, aber für die Zeit braucht man auch ein Management und für das Schreiben einen Plan und für all das hat ja Jurenka Jurk ihre Roman-Schreibschule und die bietet sie schon seit längeren Online an und da hat sie auch immer ihre berühmten Zeitmangagementseminare und Zufall oder nicht, gab es in der letzten Woche wieder zwei Gratiswebinare und ich glaube auch einen Kurs zu „Zeit fürs Schreiben“, der nächste Woche beginnt.

Für Jurenka Jurk ist es da in Zeiten, wie diesen warhscheinlich auch besonders wichtig, daß sich Leute dafür melden, andere zögern vielleicht und denken, daß sie, wenn sie nicht wissen, wie es in der nächsten Zeit weitergeht, vielleicht vorsichtig sein sollen und noch andere, wie beispielsweise Ronny Rinderer, den ich durch eine von Jurenka Jurks Onlinemessen kennengelernt habe, hat und der in der Buchhandlung auf der Meidlinger Haupstraße ein monatliches Schreibcafe hat, das jetzt natürlich nicht mehr stattfindet, hat noch eine andere Idee, hat er doch den „QuarantiMo“ ausgerufen.

„QuarantiMo“ was ist das bitte?“, werden jetzt vielleicht meine Leser fragen. Wir kennen den „Nanowrimo“, den „National Writing Month“, ein Schreibprojekt aus Amerika, der jeden November stattfindet, aber ein QuarantiMo?

Also da hat Ronny Rindler wahrscheinlich auch die Idee gehabt, daß es gut sein kann, seine Ängste schreibend auszudrücken und sich in der Zeit, wo man zu Hause ist, schreibend zu beschäftigen. Anstecken kann man sich  dabei auch nicht, wenn er jeden Samstag ein Video auf seinen Kanal mit einer Schreibaufgabe stellt und das, solange die Krise anhält und man nicht ins Schreibcafe gehen kann, anhält.

Die erste Aufgabe gibt es schon, da rät er jeden Tag drei Morgen- oder was auch immer Seiten mit seinen Ängsten, Befürchtigungen etcetera zu schreiben und mir, die ich ja schon seit einigen Wochen über die aktuelle Krise literarisch oder glossenhaft schreibe, ist auch schon die Idee gekommen, bei meinem nächsten Projekt, das ich angehen werde, wenn ich mit dem „Fräulein No“, an dem ich derzeit aktuell korrigiere, fertig bin, die Krise einzubeziehen.

Da war ja die Idee im Sinne der „Heldenreise“ einen Plot auszuprobieren beziehungsweise zu planen, wo eine Frau, die ihren kranken Mann betreut sich in einen Jüngeren verliebt, das könnte ich in Carona-Zeiten vorverlegen und dafür sammle ich aktuell schon Ideen.

Zum Schreiben selber ist es dazu wahrscheinlich noch zu früh, weil sich die Ereignisse ja derzeit überschlagen, aber schreiben und lesen ist sicher eine gute möglichkeiten in Zeiten, wie diesen Ruhe und Sicherheit wiederzugewinnen, denke ich und freue mich auf das nächste Video am Samstag, die ich zum reinen Morgenseiten schreiben wahrscheinlich zu ungeduldig bin, selber schon, wie, ich glaube, ein ganz gutes Zeitmanagement habe, Zeit zum Schreiben wahrscheinlich auch und Zeit zum Lesen natürlich, die ganz besonders und ein Notizbuch habe ich auch auf meinen Schreibtisch liegen, in das ich alles eintragen kann.

2020-01-29

Korrigierbericht und letztes Semestergegenwartsliteraturworkshop

Mit dem Korrigieren meines zweiten „LiteraturgeflüsterSchreibebuchs“ bin ich letzten Dienstag eigentlich recht überraschend fertig geworden, habe ich da doch schon gedacht, da korrigiere ich noch ein Jahr, finde Fehler und Fehler und werde nie damit fertig, aber eigentlich war es eh klar, weil ja alles schon veröffentlichte Texte sind, aus denen das Buch besteht, die vom Blog sind zwar ein bißchen fehlerhaft, die aus den Büchern müßten aber eigentlich passen und es ging ja im wesendlichen darum, die einzelnen Artikeln aneinander anzupassen, wo also Ausrufungszeichen hinkommen und wie das mit den Beistrichen ist, beispielsweise, dann habe ich am Mittwoch und am Donnerstag, die Fenster in der Krongasse geputzt, meine üblichen Schreibende- oder Anfangsrituale und habe am Donnerstag nach meiner elf Uhr Stunde gedacht, jetzt mache ich einen Shoppingbelohnungstag und bin dann zur Neubau-Lindengasse gegangen, wo ja der Ulrich Blumenbach wohnt bzw. seine Praxis hatte und dann zur Wiedner Hauptstraße, wo sich ja „Harries Nachtcafe“ befindet, dazwischen habe in beim Mc Donald ein Menu gegessen, einen Markforschungstest gemacht, mir Servietten bekauft und beim neuen „Lidl“ auf der Wiednerhauptstraße, wo sich auch eine „Aida“ befindet, eine Creme gekauft.

Dann hatte ich eigentlich geplant mir die Orte aufzuschreiben, die noch im „Fräulein No“ vorkommen, den Grinzinger und den Heiligenstädter Friedhof abzulaufen, mich vielleicht ins Wilhelminenspital zu setzen etc, da hätte ich in dieser Woche sogar an einigen Nachmittagen Zeit gehabt, aber irgendwie gemerkt, daß ich das nicht so recht will und bin am Donnerstagabend mit dem Alfred nach Harland gefahren, wo ich dann begonnen habe, den seit Ende November liegengebliebeden Text einmal durchzuarbeiten. Dann habe ich ja vor mir Jurenka Jurks Minikurs Unterlagen hervorzunehmen und nachzuschauen, was mir beziehungsweise, der Szenenplanung noch fehlt, welche Szenen nicht stimmen,  wie und was ich überarbeiten muß und eventuell noch sehr viel umzuschreiben, damit es diesmal wirklich spannend wird.

Am Freitagabend habe ich, glaube ich, angefangen zu korrigieren, vorher haben wir noch das neue Bücherregal in dem großen Wohnzimmer aufgestellt und die Bücher eingeräumt und war mit dem Anfang eigentlich nicht zufrieden, das sitzt nicht, habe ich gedacht, das wird nicht, das ist kein Roman, etcetera.

Am Samstag und am Sonntag bin ich aber eigentlich in eine Art Korrigierrausch hineingekommen und habe das Ganze es sind jetzt neunzig Seiten, die „Nanowrimoberichte“ lasse ich vorerst aus, fertig korrigiert. Da habe ich gemerkt, es gibt Schwierigkeiten, einige Szenen lassen zeitlich   nicht zusammen, eine Szene habe ich umgestellt und nach vorn gerückt und die letzten zwei von den vier Szenen am Schluß, die ich im November nur geschrieben habe, um an die fünfzigtausend Worte zu kommen, habe ich jetzt auch noch hinausgeschmissen, aber sonst habe ich erstaunt festgestellt, daß es passen könnte und, daß sogar einige Spannungsbögen drin sind, die man als die „Heldenreisenstationen“ interpretieren könnte. Hauptperson ist der Ulrich und der hat, höre und staune, eine Antoginistin, habe ich da ja vorher geschrieben, ich hätte keine, die ist die Anna, die jetzt Feuerbach heißten wird, denn die trennt sich ja von ihm und kommt zu ihm zurück und im zweiten Handlungsstrang, den der Gerti Schuster, wäre ja die Fatma Sayjan, die Gegenspielerin.

Einige Szenen sitzen wahrscheinlich immer noch nicht so ganz und werden noch überarbeitet, da gehe ich jetzt das Ganze ein zweites Mal durch und schreibe mir dann auf Jurenka Jurks Arbeitsblatt heraus, was ich noch ergänzen bzw. umändern muß, dann sortiere ich die einzelnen Handlungsstränge und gehe  jede Szene einzeln durch, bevor ich mich an die „Nanowrimoberichte“ mache, dann noch das, was ich jetzt verändere, hinzufüge und dann das Ganze solange durchgehe bis es sitzt.

Große Veränderungen werde ich wohl auch diesmal nicht mehr machen, mal sehen wie das wird und als Zeitplan hätte ich mir den Sommer gesetzt, dann hätte ich viel Zeit das „Frühlingserwachen“ vorzuplanen und schauen, ob ich mit dieser Methode, die ja Jurenka Jurk sehr progagiert, überhaupt kann, um dann im November, wenn ich bis dahin noch nicht mit dem Rohtext fertig bin, mit dem Drauflosschreiben plus Szeneplan beim  achten „Nanowrimo“ anzufangen.

Mal sehen wie es wird? Am Wochenende, wenn der alfred auf eine Sitzung fährt, werde ich nicht in Grinzing herumlaufen, das brauche ich, glaube ich, nicht mehr, sondern ein möglichst intensives Korrigierretreat veranstalten und darüber berichten.

Ja richtigm das Arbeitsmaterial zum Romanfahrplan bin ich gestern  auch durchgegangen und habe heute wieder die ersten drei Szenen korrigiert, dazwischen habe ich auf ein Buch gewartet, das mir „Kremayr und Scheriau“ geschickt hat und bin dann eine halbe Stunde später zu Stephan Teichgräbers Workshop gegangen, weil der auch eine Sitzung hatte und habe mir da auf seinen Wunsch das Notbook auf dem ich das Andrea Grill E-book habe, den Jaroslav Rudis, den ich inzwischen gelesen habe und den „Hammer“ mitgenommen und der hat mir gesagt, daß es jetzt das fünfzehnte „Literaturworkshop“ in diesen Semester ist und wir noch vier Seiten Skriptum zu besprechen haben und hat dann neue Bücher angeschleppt, vorwiegend Tschechen und Slowaken, die er mir zeigte und bei denen er mich gleich mit dem György Dragoman verwirrte, denn ich habe gestern ja noch etwas gemacht, außer meine Romanschreibunterlagen durchzusehen, ich habe meine Bücherregale durchgesehen und nach Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ und Ivan Mandy „Kino aller Zeiten“, gesucht, was ich auf meiner heurigen Leseliste stehen, aber in den Regalen nicht gefunden habe und dabei bin ich auf Gyorgy Dragomans „Scheiterhaufen“ gestoßen, den ich mir, glaube ich, einmal bei einem Literaturhausflohmarkt oder sonstwo gekauft habe, weil er wahrscheinlich auf einer „Buch Wien“ auf der Donaulounge präsentiert wurde, ein Buch, das ich also auch noch lesen muß, aber da kommen ja jetzt schon die Neuerscheinungen und Stephan Teichgräber, der auch auf eine tschechische Autorin wartete, die er für sein Festival übersetzten muß, hat sich in Ivana Dobrokovovas „Mütter und Fernfahrer“ vertieft und mir daraus vorgelesen und sich erst später auf meinen Wunsch hin mit Ladislav Rudis „Winterbergs letzte Reise“ beschäftigt, was meiner Meinung nach eigentlich das Buch für ein „Centrope-Literatur-Workshop“ ist, gehen die Beiden, Wenzel Winterberg und sein Altenhelfer ja darin mit dem Beadeker von 1913 auf eine Reise durch das gesamte Centrope, was für mich typischer ist, als Andrea Grills „Cherubino“, das ich an diesem Mittwoch gar nicht gebraucht habe oder die Lyrik der tschechischen bzw. slowakischen Gegenwartsautoren, die ich ohnehin nicht lesen kann.

Dafür hat mir Stephan Teichgräber aber die Lektüre des letzten Jahres, des Workshops zur „Revolutionsliteratur“, die drei Alexej Tolstojs Bände, die er mit mir ja bei einem Antiquariat gekauft hat, geschenkt und ich stecke ja auch in meiner Gegenwartsliteratur bzw. meinem Backlistlesen fest, wäre das ja Eugen Ruges „Metropol“ an der Reihe und als nächstes das Buch über Hedy Lamarr, das ich auf der letzten „Buch Wien“ bekommen habe, aber jetzt habe ich das neue Buch der Simone Hirth bekommen, das der Cornelia Travnicek, das eine Art Phantasy Roman ist, warten auch und dann habe ich noch ein Buch David Albahari und eines von Alix Ohlin bekommen.

Das Lesen und das Schreiben in diesem Jahr wird also spannend werden. Am Freitag gibt es noch ein „Theaterworkshop“ und dann geht es nach den Februarferien wahrscheinlich wieder in ein neues Workshopsemester und ein bißchen über mein „Fräuleion No“ habe ich Stephan Teichgräber auch erzählt.

Und noch was kann ich gleich verraten, am nächsten Mittwoch kommt der Bücherschrank in der Zieglergasse wieder.

2020-01-22

Vom Workshop zur Studentenlesung

Mittwoch ist es und da verbringe ich ja seit einigen Jahren am Nachmittag regelmäßig zwei Stunden in Stephan Teichgräbers Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropische Literatur, um mit ihm in diesem Semester die Gegenwartsliteratur des Centropes zu analysi2eren.

Dafür habe ich inzwischen auch Dirk Stermanns „Hammer und Radka Denemarkovas „Ein herrlicher Flecken Erde“ gelesen“ und lese gerade ein Buch, das zwar nicht Stephans Teichgräbers Centrope-Kriterien entspricht, dafür aber in Leipzig im 1920 handelt und Stephahn Teichgräber kommt ja aus der ehemaligen DDR und das Revolutionsjahr 1918  bzw. der erste Weltkrieg und sein Ende war ja schon einmal das Thema.

Jetzt lese ich jedenfalls Thoma Ziebulas „Der rote Judas“, was Stephan Teichgräber veranlaßte,Hanns Cibulka nachzugooglen, der ein 1920 in der Tscheoslowakei geborenener und 2004 in Gotha verstorbener Lyriker ist, den er, glaube ich, einmal in die „Gesellschaft für Literatur“ eingeladen hat.

Dann haben wir uns mit einer tschechischen und einer slowakischen Dichterin nämlich mit der 1974 in Pilsen geborenen Pavla Horakova, die 2019 den „Magnesia-Litera“ bekommen hat und deren „Zum Befehl Pane Lajtnant“, das auch den ersten Weltkrieg behandelt, auf Deutsch erschienen ist, sowie mit der 1979 geborenen und in Bratislava lebenden Lyrikerin Katarina Kucbelova und am Schluß haben wir noch ein paar Seiten in Andrea Grills „Cherubino“ gelesen, beziehungsweise analysiert und dann ist es für mich wieder ins Literaturhaus gegangen, wo ja zweimal im Jahr jeweils zum Ende des Semesters immer Lesungen von Studierenden der Sprachkunst stattfinden.

Die hießen am Anfang Studentenlesungen, jetzt haben sie immer einen Namen und werden auch von einem, der Studenten zusammengestellt.

Das war diesmal Hannah Bründl , die auf Barbara Zwiefelhofers Nachfragen erklärte, daß sie nur die Namen der Lesenden nennen und sonst biografielos arbeiten würde und dann noch erklärte, daß die elf Lesenden alle aus dem ersten Semester wären und das waren vor der Pause, sechs starke junge Frauenstimmen, so um 2000 geboren würde ich schätzen und Laura Bärtle begann gleich mit einer Erzählung, dann folgte Sophia Dostal mit einem, wie sie sagte erst vor zwei Stunden geschriebenen Text.

Anouk Doujak brachte zuerst ein Gedicht und dann einen Text, den sie in einer Prosa-Übung geschrieben hat. „boy meets girl“ hieß er, es gab dazu Illustrationen und Lukas Cejpek verriet mir in der Pause, daß er diese Prosaübung geleitet hat und, daß der vorgegebene Name Andreas den Studenten nicht gefallen hat.

Vera Heinemann hatte einen sehr körperbezogenen Text, in dem sie immer wieder Verena Stefans „Häutungen“, ein feministisches Buch der Neunzehnhundertsiebzigerjahre erwähnte, die Männer kamen dann nach der Üause, in der ich außer Ferdinand Schmatz, dem Professor, der in der ersten Reihe saß, Lukas Cejpek, wie erwähnt, noch die ehemalige Studentin Marie Luise Lehner und Susanne Toth erkannte und die Männer-Texte waren ebenso sehr stark, gab es da doch einen von Ralf Peterson mit einem urlangen Titel, der von einemMetzger handelte.

Mae Schwinghammer hatte einen sehr poetischen Spitalstext. Felix Senzenberger brachte zwei Texte, die sich, glaube ich, auch auf das Lyrikseminar von heute bezogen und wo er von einem noch den Titel änderte und Johann Voigt brachte, wie er betonte, einen noch nicht fertigen Text, der von verschiedenen Tagen handelte und der möglicherweise ein Zwiegespräch mit einem Psychiater war, wo immer wieder zwischenbemerkungen wie „ok“ vorkamen und von einem Luftschloß die Rede war.

Veronika Zorn beendete die Lesung mit dem Text „namenlos“ und ich habe eine Reihe starker Stimmen mit einer starken Sprache gehört, wo ich nur gespannt sein kann, was ich von der Biografie und den weiteren Texte der Studierenden noch hören werde.

Der Titel der Lesung war übrigens ganz prgragmatisch „wir haben vergessen einen titel zu wählen“ und da kann ich mich erinnern, daß ich mich einmal vor Jahren nach der Titelgebung, die mir nicht ganz logisch erschien, erkundigt habe und bezüglich meines eigenen literarischen Schaffen kann ich erwähnen, daß das „LiteraturgeflüsterSchreibebuch“ gestern an den Alfred zur weiteren Bearbeitung gegangen ist, ich mit meinem Fensterputzritual schon begonnen habe, so daß ich mich demnächst der Korrektur meines „Fräuleins No“, das seit Ende November unbeachtet am Schreibtisch lag, widmen kann.

2020-01-19

Korrigieren, Fräulein No und kein Frühlingserwachen?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 18:55
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Die letzten Wochen waren ja sehr von Jurenka Jurks Webinaren zur Vorbereitung ihres Schreiblehrgangs mit dem sie demnächst startet, geprägt und das war für mich sehr produktiv, denn ich habe ja schon bei dem „Schreibmarathon des Writersseminars“, die Erfahrung gemacht, daß ein „Writersretreat“, wo man sich mit anderen in einen Raum setzt und vorher sagt, was man erreichen will und nachher, was man schaffte sehr nützlich sein kann.

Das  motiviert, treibt einen oder eine an, etcetera und so war es auch im Vorjahr, als ich mich durch Jurenka Jurks „Minikurse“ surfte und dabei irgendwann auf die Idee gekommen bin, ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ zum Thema „Mein schreiben-meine Bücher“ herauszugeben.

Dazu bin ich dann erst im Sommer 2019 gekommen, weil ich ja bis dahin an der „Magdalena Kirchberg“ korrigierte“, habe im November unterbrochen, um meinen siebenten „Nano“ zu schreiben und bin jetzt soweit, daß ich hoffe im nächsten Durchgang mit dem Korrigieren fertigzuwerden, damit ich mich dem „Fräulein No“ widmen kann, das ja seit Ende November in der Rohtextfassung auf dem Schreibtisch liegt.

Und im Jänner war wieder ein fünftägiger Minikurs von Jurenka Jurk, wo man am fünften Tag, den Romanfahrplan von ihr bekam, auf dem man ausfüllen sollte, was man für das Jahr 2020 plant, beziehungwweise wann man mit seiner Ideenfindung, Figurenplanung, „Heldenreiseplan“ etcetera fertig sein will.

An den Vortagen hat es auch immer Arbeitsblätter gegeben, die ich aber nicht ausgefüllt habe, denn ich wußte ja, was ich im Jahr 2020 machen will, das „Literaturgeflüstertextebuch“ dem Alfred geben, dann mir das „Fräulein No“ vornehmen und das vorher noch bezüglich Figurenplanen, „Heldenreise“ und Spannungsbögen durchsehen, obwohl ich da schon wieder skeptisch war, ob ich das schaffe, denn eigentlich habe ich da  nicht nur eine Hauptfigur, sondern mehrere, beziehungsweise mehrere Handlungsstränge und keinen Antagonisten und die Dreiaktstruktur oder die „Heldenreisestationen“ müßte ich auch erst einfügen und da wahrscheinlich, den Rohtext sehr verändern, was ich wahrscheinlich nicht will.

Aber das Nächste könnte ich nach dem Romanfahrplan konzipieren, habe ich mir wieder vorgenommen, mir da eine Figur nehmen und für die die „Heldenreise“ machen und dann vielleicht auch eine Szenenplanung machen, bevor ich mit dem Niederschreiben beginne.

Da hatte ich  schon ein paar konkrete Pläne, habe ich doch einmal im „Seedosenschrank“ so ein schönes Notizbchlein gefunden, in dem schon ein paar Notizen standen und da habe ich mir gedacht, ich schnappe mir das im Sommer, wenn ich mit dem „Fräulein No“ fertig bin, gehe damit spazieren und erfinde mir anhand der Notizen, beziehungsweise der Beboachtungen, die ich dabei mache, eine Figur.

Irgendwann habe ich auch aufgeschrieben, daß ich über die Beziehung zwischen einer älteren Frau zu einem jüngeren Mann schreiben möchte und gestern oder vorgestern habe ich mir einige Notizen in mein derzeitiges Notizbuch gemacht, nämlich das von der alten Frau und dem jüngeren Mann, habe aber auch etwas von einem Paar geschrieben, das sich gegenseitig pflegt und darüber refektiert, wer von ihnen als Erster sterben wird, sicher auch eine interessante Idee und als ich am Freitag durch diese „Rote Wien-Ausstellung“ gegeangen bin und dabei gesehen habe, wie hoffnungsvoll euhporisch die Sozialisten damals waren, das Nachkriegs-Wien von 1920 zu einer modernen Musterstadt zu machen und dann dieser Sozialismus schon 1934 verboten und dann im ab 1938 alles wieder kaputt gemacht wurde, so daß es in den Siebzigerjahren oder schon vorher von Bruno Kreisky wieder aufgebaut wurde und jetzt die SPÖ schon wieder danieder liegt, habe ich mir auch gedacht, interessant darüber zu schreiben und inzwischen ist die Idee geboren für den neuen Roman an dem ich den Romanfahrplan, beziehungsweise die Figuren- und Szenenplanung, beziehungsweise die „Heldenreise“ endlich einmal ausprobieren will. Denn da brauche ich einen Protogonisten und mal einen Antagonisten, den ich ja bisher nie hatte.

Zu Silvester habe ich auch Gustav Ernsts „Romane schreiben“ gelesen und der gibt an Hand eines Paares, das sich trennen will, ziemlich genau die Stationen der „Handlungsreise“ an, an das könnte ich mich auch halten.

Also da habe ich eine Rosa, fünfundsechzig, Kunsthistorikerin, die irgendwo in Wien eine Ausstellung zum „Roten Wien“ kuratiert, die hat einen circa um zehn jahre älteren Mann namens Egon, der hatte vor zwei Jahren einen Schlaganfall, und ist seither ein Pflegefall, liegt im Bett und wird von zwei Slowakinnen, Marika und Jelena vielleicht, betreut.

Sie verliebt sich in ihren Assistenten, den dreißigjährigen Viktor und die Antogonisten wären Egon, beziehungweise die Kinder Sonja und Albert, Albert ist so alt wie Viktor, Sonja zwei jahre jünger und feiert vielleicht gerade den ersten Geburtstag ihrer Zwillinge Kira und Fabian. Am Schluß stirbt Egon und Rosa läuft vom Begräbnis in Vikotors Arme mit open end.

Das wäre doch der Stoff, wo sich die „Heldenreise“ oder die Aktstruktur nachvollziehen lassen könnte und das einzige Problem, das ich voll optimistisch derzeit dabei sehe, ist, daß ich vielleicht mit dem „Fräulein No“ Ende Oktober gerade fertig oder noch nicht fertig bin und dann, weil da ja dann der „Nanowrimo“ kommt, wieder nicht Zeit ist für die „Figuren und Heldenreiseplanung“.

Jurenka Jurks Romanschule dauert auch zwei Jahre. Aber ich bin ja eine Schnelle und tappe schlimmstenfalls wieder ohne Planung in den „Nano“, „No plot, no problem!“ oder mit dem, was ich schon habe, hinein und gebe die „Heldenreiseplanung auf, obwohl Jurenka Jurk schon recht hat, daß man das vielleicht einmal ausprobieren soll.

Mal sehen, ich bin noch nicht soweit, habe aber, wie man wieder sieht, mein Romanjahr 2020 schon sehr genau geplant und bin mit dem „Kein Frühlingserwachen mehr“, so könnte der Arbeitstitel lauten,  wahrscheinlich schon bei 2021 gelandet, denn ich habe heute auch, so weit das geht, das „Romanfahrplanarbeitsblatt“ ausgefüllt, habe den Arbeitstitel hingeschrieben, mir die Figurennamen erdacht und bei den Fragen, wann ich mit der Planung fertig sein will, meistens 2020 oder 2021 hingeschrieben, denn bis Sommer oder Herbst brauche ich für das „Fräulein No“ und ob ich mit den „Schreibebuch“ jetzt schon wirklich so bald fertig bin, ist auch noch nicht so ganz klar.

Spannend aber wieder auf die Frage zurückzukommen, ob und wie man das Schreiben lernen kann?

Man kann es wahrscheinlich wie alles, entweder allein durch Üben oder durch Schreibkurse und schreiben muß man trotzdem und ich bräuchte noch ein bißchen Feedback dazu und hätte dazu gern das „Literaturgeflüster“, zumindest tue ich so, als könnte ich mich hier mit meinen Büchern promoten und das hilft mir, glaube ich,  sehr.

2020-01-16

Schreibschulbänke drücken

Wir leben ja momentan in Schreibschuzlzeiten, alle möchten schreiben, offenbar nur mehr wenige Leute lesen, werden ja in den Möbelhäusern kaum mehr Bücherregale ausgestellt, in den Schulen werden die Literaturinhalte abgestellt, die Maturanten kennen keinenKanon mehr, während die Schreibschulen sprießen, alle möglichst nach Lepzig oder Hildesheim wollen, das Institut für Sprachkunst jährlich 250- 300 Bewerbungen bekommt, wovon dann fünfzehn Leute genommen werden und es im Internet Trainerinnen wie Annika Bühnemann, Julia K. Stein, Jurenka Jurk gibt, die ausführliche Schreibschulen und Schreibseminare und Wow-Kurse anbieten und diesbezüglich sehr viele kostenlose Videos oder Webinare ins Netz stellen und ich bin ja, um diese lange Einleitung zu erklären, eine, die sich sehr dafür interessiert, die 1973 nach ihrer Matura mit dem literarischen Schreiben begonnen hat, circa 1978 in den Arbeitskreis schreibender Frauen kam, 1987 in die GAV, 1990 ihr Romandebut bei Jack Unterweger hatte, ab 2000 ihre Bücher selber macht und seit 2008 unentwegt und sehr beharrlich über ihr literarisches Leben bloggt, wofür sie manchmal auch beschimpft wird, sich aber auch sehr für jede Form von Schreibschulen interessiert, an den kostenlosen Webinaren teilnimmt, zu den Lesungen der Sprachkunststudenten ins Literaturhaus geht und auch wenn dort Symposien der Schreibkunst angeboten werden. Da gab es vor cirka zehn Jahren ja etwas vom der Hochschule der Sprachkunst, andere Workshopsveranstaltungen hat es auch gegeben und heute, so zwischen Jurenka Jurks Schreibwebinare könnte man so sagen, gab es auch etwas, das der Grazer Auto Stefan Schmitzer von der Grazer Zeitschrift „Perspektive“ in Zusammenarbeit mit der GAV anbot und da habe ich mir natürlich den Nachmittag freigehalten und auch die Korrekturen meines zweiten „Literaturgeflüster Schreibebuchs“, wo ich mein Schreiben und meine Schreibartikel vorstelle, beiseite gelegt und bin in die Zieglergasse marschiert, beziehungsweise mit dem Bus gefahren, um mir anzuhören, was es da im Raum Österreich an Schreibschulen gibt.

Es gibt, glaube ich, mehr als die fünf Institute, die von Stefan Schmitzer eingeladen wurden, sich vorzustellen und der hat auch ein Einleitungsreferat gehalten in der er, glaube ich, die Frage stellte, wie sehr die Schreibschulen, die ja die Autoren, um Geld zu verdienen, anbieten, die Autorenschaft verändert hat, denn früher, als ich zu schreiben angefangen habe, hat es ja geheißen, das kann man nicht lernen, beziehungsweise man muß das selber tun.

Das hat sich jetzt geändert und während Jurenka Jurk betont, was ich auch glaube, daß das Handwerk jeder lerene kann und man zum schreiben kein Genie sein muß, betonen die Gegner immer, daß man die Romane, die von Leipzig– und den Hildesheim-Absolventen geschrieben wurden, sich alle gleichen, weil alle überspitzt ausgedrückt, im dritten Kapitel einen Spannungseffekt einbauen oder, wie es Jurenka Jurk anbietet, sich an den acht bis vierzehn Stufen der Heldenreise abbarbeiten.

Der erste Referent des Block eins war Martin Ohrt, nicht zu verwechseln mit den deutschen Schriftsteller Markus Ohrts, der schon beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat und von dem ich einige Bücher in meinem Regalen liegen habe.

Der in Graz geborene Martin Ohrt, den ich, glaube ich, vom Namen kenne, seit ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendium war, leitet seit 1922 die „Jugend-Literatur-Werkstatt Graz“, aus der glaube ich Talente, wie Elisabeth Klar, Theodora Bauer und vielleicht sogar Cornelia Travnicek, deren im Feburar erscheindes neues Buch, ich mir gestern bestellt, hervorgegangen sind und er war, das ist auch interessant Abslovent des Johannes R. Becher Instituts in Leipzig, als das noch so hieß und noch nicht  Literaturinstitut Leipzig, das war ja in DDR- Zeiten, das einzige deutschsprachige Literaturinstitut und Martin Ohrt erzählte ein bißchen was von seinen Erfahrungen dort und dann über die, die er als Leiter der „Jugend-Literatur- Werkstatt“ hat, die ich ein bißchen schon weiter oben in den Schlagwörtern wiedergegeben habe.

Dann folgte Fritz Ostermayer von der „Schule für Dichtung“, die es, glaube ich, seit 1994 gibt, da war ich ja bei der fünfundzwanzig Jahrfeier und ich kann mich auch erinnern, daß Christian Ide Hintze einer der Gründer, das einmal bei einer GAV- GV  bekanntgab und mich dann auch bezüglich des „Arbeitskreises schreibender Frauen“ anrief, denn damals hat es etwas Derartiges in Wien nicht gegeben, die „Schule für Dichtung“ ist aber sehr experimentell und avantgardistisch, ich war bei einigen ihrer Veranstaltungen, bei „Rund um die Burg- Alt“ hat es auch immer eine Performance davon gegeben.

Petra Ganglbauer hat den „Berufverband österreichischer Schreipädagoginnen“ gegründet, wo, glaube ich, auch Irene Wondratsch, Erika Kronabitter und und tätig sind oder waren und Gustav Ernst hat mit Karin Fleischanderl die „Leondiger Akademie“ gegründet, die Talente wie Anna Weidenholzer, Petra Piuk, etcetera, deren Texte man in der „Kolik“ bewundern kann, aber auch Luis Stabauer besuchte und Gustav Ernst hat dann ja auch mit Robert Schindel den „Hochschulllehrgang für Sprachkunst“ mitbegründet, den es seit 2009 gibt und deren Leiter jetzt Ferdinand Schmatz mit Gerhild Steinbuch ist, Karin Fleischaderl stellte die „LeondingerAkademie“ beziehungsweise ihr „Romane schreiben-Buch“ vor in dem sie das Vorwort daraus las und, ich glaube, die Beiden haben auch eine „Waldvierler Akademie“ oder eine „Waldviertler Schreibwerkstatt“ gehabt oder haben sie noch immer.

Dann gibt es ja, glaube ich, noch die Schreibschule der Marlene Schachinger, die diesmal nicht eingeladen war, ihr Institut aber schon früher in Literaturhausveranstaltungen über das Schreiben vorstellte und Luis Stabauer ist, glaube ich, auch noch in einem anderen Scheibekreis, denn da gibt es ja sehr viel und ich war auch einige Zeit in einer Schreibgruppe die Ruth Aspöck sozuzugen für oder mit Robert Egbelhofer begründet hat, die sich eine Zeilang im Cafe Ludwig und dann bei mir traf, wir einmal im Amerilinghaus eine diesbezügliche Veranstaltung machten, im Literaturhaus hätten sie uns, glaube ich, nicht gelassen, denn es wollen ja viele Leute schreiben und sich darüber austauschen und ich finde das sehr gut.

Das „Writersstudio“ das einen etwas anderen Ansatz hat, gibt es auch noch, und die Schreibwerkstätten in den Volksshochulen und und und seit es das Internet gibt, kann man ja, siehe oben, auch sehr viel davon finden.

Im Literaturhaus gab es den Block eins, wo sich die oben erwähnten fünf Schreiinitativen vorstellten, während es im Block zwei etwas unübersicherlicher wurde, denn da hat Markus Köhle, der Poetry Slamer, der auch in der „AS“ sehr aktiv ist, seine Poetry Slam-Workshops, die er an den verschiedenesten orten veranstaltet in einem poetischen Text vorgestellt, dann kam die mir unbekannte Autorin Caca Sevic mit einem Langgedicht, einer der nicht im Progrtamm stand, aber offenbar auch von der Zeitschrift „Perspektive“ stammt, erzählte von seinen Erfahrungen.

Die Erfahrungen der Leipziger-Absolventinnen wurden auch zusammengefaßt und sich darüber etwas lustig gemacht.

Um halb sechs war der Block zwei zu Ende, der um neunzehn Uhr, als nach eineinhalb Stunden mit einer Poddiumsdiskussion mit Publkumsbeteiligung weiterging, wo  wahrscheinlich das Resume aus den beiden Blöcken zusammengefaßt wurde.

Ich bin aber, weil ich nicht eineinahalb Stunden herumstehen oder weiter an der Radka Denemarkova, die ich gerade begonnen habe, lesen wollte, gegangen, um so mehr, da es um acht ja noch ein Webinar von Jurenka Jurk gab, wo wieder Teilnehmerinnen über ihre Ausbildungen berichteten, das ich sonst versäumt hätte , obwohl ich die Ausbildung  nicht buchen werde, aber jetzt schon viele Unterlagen  habe und da habe ich ja vor, wenn ich hoffentlich bald mit der Korrektur meines Schreibebuchs fertig werde, mir  den Romanfahrplan, noch einmal durchzuarbeiten, um mich dann mit diesen Erkenntnissen an die Korrektur meines „Fräulein Nos“ zu machen, wo ja noch der sehr rohe Rohtext vom letzten „Nanowrimo“ auf mich wartet.

Da werde ich versuchen ein wenig Pepp und Schwung in den Text hineinzubringen. Ich weiß, das schreibe ich immer und mache es dann nicht und ich werde den Text auch nicht aufbröseln, um die „Heldenreise“ vielleicht doch noch hineinzupressen, habe aber vor, wenn ich damit fertig bin, mit dem Notizbuch das ich einmal im „Seedosenschrank“ gefunden habe und in dem schon einige Notizen stehen, mich auf eine ausführliche Recherchetour zu begeben und mich dann nach den acht Romanfahrplanstationen daran zu machen, vielleicht wirklich einmal einen Roman zu basteln, der nach diesem Muster entsteht, also einen Helden und einen Antogonisten hat, sich auf die „Heldenreise“ mit den drei Akten begibt, etcetera und die Romanidee kann ich auch entsprechend abklopfen, um das Handwerk, was mir vielleicht noch fehlt, zu erlenen, obwohl ich mich  im Literaturhaus mit Martin Ohrt, der da ja etwas pessimistisch ist, ein bißchen darüber unterhalten habe, ob Fantasyromane, die nach einem Schema gebaut sind, nicht die Phantasie beeinträchtigen, obwohl das auf dem ersten Blick ja sehr widersprüchig klingt.

2020-01-08

Vom „Plan dein Romanjahr-Kurs“ zum Workshop zur Gegenwartsliteratur

Das neue Jahr hat  begonnen, die neue grün-türkise Regierung wurde angelobt, die literarischen Veranstaltungen werden auch bald anfangen.

Die Romanjahrplanung hat das schon, denn, daß ich da mit dem zweiten „Literaturgeflüsterbuch“ über „Mein Schreiben- meine Bücher“ fertig werden will, ist klar.

Da bin ich jetzt wieder bei Seite hundertneunzig  und kann nur hoffen, es im nächsten, übernächsten oder auch fünfzehnten bis zwanzigsten Durchgang zu schaffen, während Jurenka Jurks Minikurs zur Vorbereitung für ihren Romanjahrlehrgang in den vierten Tag gestartet ist.

Fünf Tage dauert der Kurs und bei Tag drei und vier sollte ich einschätzen, wie weit forgeschritten ich mich bei meinen „Figuren“, bei der „Heldenreise“, beim „Plotten“, bei der „Szenengestaltung“, bei den „Dialogen“, dem „Show not tell“, dem „Überarbeiten“ und der „Vermarktung“ halte.

Gute Fragen, die wenigstens für mich, gar nicht so leicht auf den mitgeschickten Arbeitsblättern zu beantworten sind. Ich denke aber, wenn ich mit dem „Schreibe-Buch“ fertig bin und zum „Fräulein No“ hinüberwechsle, werde ich die hunder t Rohseiten oder knapp fünfzigtausend Worte, die ich da habe, nach einem weiteren Durchgang, auf ihre Fehler und Schwächchen abklopfen.

Jede Szene daraufhin untersuchen, was noch nicht passt, um sie dann entsprechend zu bearbeiten. Beim „Dialoge schreiben“ schreibe ich ja immer, bin ich nicht so gut, obwohl ich gar nicht so sicher bin, ob das noch stimmt.

Der Text wäre, wenn ich Jurenka Jurk richtig verstanden habe, eher Plot-, denn Figurenzentriert, weil ich ja mehrere Handlungsstränge, beziehungsweise mehrere Protagonisten habe, die das ganze abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen. Und beim Antogonisten hapert es ja immer  bei mir, da habe ich wohl noch nicht richtig herausbekommen, wozu ich den brauche?

Beim Roman Anbieten oder Vermarkten habe ich ja inzwischen mein Konzept, also das fertige, fünfzigmal gedruckte Buch nach einer Vorschau auf meinen Blog vorstellen, ein Gewinnspiel und eine Leserunde ausrufen, die, ich weiß schon, nicht so richtig funktioniert und beim nächsten Projekt vielleicht wirklich mal versuchen, das ganze Mal im Voraus zu planen und schauen, wie weit ich damit komme, was aber vielleicht schwierig wird, wenn ich Ende Oktober damit fertig bin und wieder sage, so jetzt starte ich plotlos „No plot, no problem!“ in den „Nanwowrimo“, mal sehen.

Aber ich habe in den ersten Tagen des neuen Jahrs, als ich vor einer Woche wieder nach Wien zurückgekommen bin, noch etwas anderses gemacht, nämlich meine Bücher geordnet, beziehungsweise Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ gesucht, weil ich das ja auf meiner 2020 Leseliste habe, das Buch aber noch nicht auf dem Badezimmerstapel liegt. Ansonsten habe ich bis jetzt in diesem Jahr schon elf Bücher gelesen und bevor jetzt jemand aufschreit, es waren sechs eher dünne „Holzbaum-Bändchen“ dabei, Dietmar Füssels ebenfalls recht dünnes Gedichtbändchen und dann neben Olga Tokarczuks eher umfangreichen Buch noch drei weitere dünne Bücher, ich bin aber mit den mitgeschleppten 2019 Bücher fast fertig und könnte jetzt noch die Bücher, die ich von der „Buch-Wien“ als Rezensionsexemplare bekommen habe, sowie zwei der Geburtstagsbücher lesen und da ist ja Dirk Stermanns „Hammer“ dabei, auf den ich bei Stephans Teichgräber „Centrope Workshop der Gegenwartwliteratur“ aufmerksam wurde und da habe ich noch zwei Bücher auf meiner Leseliste die ich demnächst lesen will, nämlich Radka Denemarkovas „Ein herrlicher Flecken Erde“ und Jaroslav Rudis „Winterbergs letzte Reise“, beide Bücher passen zum Tschechien- Schwerpunkt der letzten Leipziger Buchmesse, stehen aber nicht auf Stephans Teichgräbers Centrope-Liste, der sich bei Radka Denemarkova ja für die „Stunden aus Blei“ entschieden hat, die die Autorin auch bei seinem letzten Centrope-Festival vorstellte.

So bin ich heute Nachmittag wieder mit dem „Stermann“ in die Spengergasse gepilgert. Stephan Teichgräber hat aber auch einen Gegenwartsliteraturstapel, der ein bißchen anders als meiner ist und hat für heute Tonio Schachingers „Nicht wie ihr“ausgesucht, weil er sich ja für Fußball interessiert.

Ich weniger, habe das Buch aber, glaube ich, schon in September gelesen, weil es ja bezüglich des dBps sogar auf die Shortlist gekommen ist, so habe ich mit ihm wieder die ersten Seiten durchanlysiert, bin daraufgekommen, daß auf Seite fünfmal das Wort „Bugatti“ steht und habe noch einige andere diesbezügliche Erkenntnise gemacht, während ich mir heute Morgen bezüglich meiner Leseliste dachte, daß ich, wenn ich so weitermache, jetzt bald zu meinerm Backlistlesen komme und, daß ich da heuer vielleicht wieder mit den vorgenommenen Büchern fertig werde.

In den zwei letzten Jahren habe ich das nicht geschafft, weil so viele Neuerscheinungen, diesmal habe ich mich aber mit dem Bestellen zurückgehalten, während ich also schon Pläne machte, sind wieder einige Angebote gekommen, so daß ich es wahrscheinlich doch nicht schaffen werde.

Aber mal sehen, ich bin wieder gespannt, was sowohl meine Lese- also auch meine Romanfahrpläne betrifft und werde demnächst in die Badewanne gehen, um das zwölfte 2020 Buch, nämlich Jörg-Uwe Albigs „Zornfried“ auszulesen, von dem ich Ende November beim „Fried Festival“ hörte und, daß mich seines Themas wegen sehr interessierte, auch wenn es nicht zur „Gegenwartliteratur es Centropes“, weil von deinem deutschen Autor, zählt.

2020-01-06

Zum neuen Romanschreibjahr

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 17:14
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Ich bin ja, auch meine Leser mir das nicht glauben und mich für eine Hobbyautorin halten, absolut keine Schreibanfängerin. Nicht sehr erfolgreich ja, aber absolut schreiberfahren, da ich das ja nun schon seit fast fünfzig Jahre kontinuierlich betreibe und auch schon in der Volksschule am Wochenende Ausätze schrieb, die ich dann meiner Lehrerin, einer Frau Theresia Keiler zeigte und in der Hauptschule ein Krippenstück, daß ich mich dann nicht der Lehrerin, Frau Else Linser, zu zeigen traute, fast fünzig selbstgemachte Bücher, bald zwölf Jahre „Literaturgeflüster“, meine Leser wissen das ebenfalls und ich beschäftige mich auch kontiniuierlich mit der Kunst des Schreibens, gehe mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, lese sehr viele Bücher, die ich darauf hin abklopfe, was da besser als das meine ist, habe da erst vor kurzem Gustav Ernst Schreibratgeber durchstudiert und mache derzeit wieder, wie im vorigen Jahr Jurenka Jurks Mini – Kurs „Plan dein Romanjahr 2020“, die tut das höchstwahrscheinlich,  um Teilnehmer für ihre „Romanschule“, die sie ab Jänner wieder anbietet, zu gewinnen, ich tue es aus Interesse und Lust am Schreiben, profitiere aber sicherlich damit, hat sich doch daraus im letzten Jahr mein „Zweites Literaturgeflüster BuchMein Schreiben meine Bücher“ entwickelt, das aus den Schreibartikel, die im Blog seit 2008 oder seit 2012, um genauso zu sein, entstanden sind und den Probekapitel der siebeununzwanzig Bücher, die ich herausgegeben habe, seit es das „Literaturgeflüster“ gibt, an dem ich seit Juni letztes Jahres mehr oder weniger lustlos korrigiere.

Denn eigentlich ist ja jeder Artikel, jedes Kapitel schon fertig, das heißt veröffentlicht, aber der Teufel liegt auch hier, wie wahrscheinlich überall, im Detail, also an den Beistrichen, den Anführungszeichen und den doppelten Wortwiederholungen, die sich ja doch hin und wieder eingeschlichen haben. Außerdem scheine ich über ein veraltetes oder defektes Schreibprogramm zu verfügen, so bleiben, die einkopierten Texte immer  an bestimmten Stellen hängen und die Seitenzahl stimmt dann nicht und am Freitag habe ich mir überhaupt einen Hund eingebaut, daß ich schon gedacht habe, ich könnte wieder von vorne anfangen oder ich werde nie damit fertig, dabei wartet ja schon mein siebenter „Nanowrimo“, seit Ende November auf das Korrigeren und da habe ich mir ja auch vorgenommen, mir beim Überarbeiten Jurenka Jurks Romanfahrplan oder Gustav Ernsts „Romane schreiben-Buch“ vorzunehmen, um das Ganze vielleicht doch einmal so spannend zu machen, daß es meine Leser interessiert, ich einen Verlag finde, auf eine Buchpreisliste komme, etcetera, was ich mir vielleicht wünsche und dann auch wieder nicht, denn ich schicke ja nicht mehr zu Verlage, stelle die Bücher auch nicht bei „Amazon“ ein, sondern lasse sie ja bekanntlich seit 2000 fünfzigmal drucken und mache dann seit einigen Jahren auf meinen Blog ein Gewinnspiel und rufe zu einer Leserunde aus, bei der sich keiner meldet, für mich aber trotzdem sehr wichtig ist, weil ich mein Schreiben, was ich als meinen „Vorlaß“ bezeichnen würde, wenigstens auf dieser Art und Weise präsentieren kann.

Jetzt habe ich mich wieder gefangen, das Ganze seit letzten Freitag ein paar Mal ausgedruckt, zwei Schachteln Papier dabei verbraucht. Jetzt stimmt es wieder und ich hoffe in ein paar Durchgängen so weit fertig damit zu sein, daß ich es dem Alfi zur Formatierung übergeben und mich den „Fräulein No“ widmen kann und dieses dann vielleicht bis Oktober oder November fertig korrigieren kann, daß ich dann vielleicht beim nächsten „Nanowrimo“ das „Heldenreisemodell“ vielleicht doch endlich einmal anwenden kann.

Und während ich das schreibe, beziehungsweise mich die letzten Tage durch meine zweihundertsechzig oder zweihundertsiebzig Seiten quälte, schickt Jurenka Jurk jeden Tag ein Arbeitsblatt, wo man sich über seine Motivation zum Schreiben und seinen diesbezüglichen Status quo klarwerden kann. Gestern gab es ein diesbezügliches Webinar am Abend, heute ein Video dazu und die Arbeitsblätter habe ich auch nicht so wirklich ausgefüllt, sondern bisher nur eher überflogen, denn ich weiß ja eigentlich, wie wichtig mir das Schreiben ist?

„Sehr!“, würde ich sagen und ich habe auch eine Arbeitshaltung und für 2020 auch den Plan, das „Mein Schreiben-meine Bücher-Buch“- fertigwerden lassen, dann auf dem Blog eine Leserunde machen, wo sich vielleicht ein paar Leute melden, aber das kann ich ja nicht beeindlußen.

Ich werde es aber ein bißchen ausschicken, an den ORF, an die „Alte Schmiede“, an die Frau Danielcyck, etcetera, dann am „Fräulein No“ arbeiten und wenn noch Zeit bleibt, für das nächste Buch, wo ich noch wirklich keine Ahnung habe, ob ich noch ein einundfünfzigsten oder so, schreiben will, ein bißchen genauer recherchieren.

Warum ich schreibe, weiß ich eigentlich auch nicht so genau.

Um mich selbst zu verwirklichen, wahrscheinlich, was immer das auch heißt. Um mich auszudrücken, um der Nachwelt was zu hinterlassen, was jetzt schon ein bißchen pathetisch klingt, aber durch meine Bücher werde ich sicher Spuren hinterlassen und man kann alles nachlesen.

Das zum gestrigen Arbeitsblatt, das heutige beschäftigt sich mit der Frage, was ich zur Verwirklichung meiner Pläne noch alles brauchen würde? Und da ist wahrscheinlich, das sogenannte „Handwerkzeug“ gemeint, daß ich mir durch die Buchung des Kurses aneignen könnte.

Da bin ich mir gar nicht so sicher, was mir da  noch fehlt, denn durch die vielen Probeseminare, die ich schon absolvierte, den Schnuppertagen beim Writersstudio, den Schreibratgebern, weiß ich eigentlich, wie man einen Romn schreiben soll.

Meine fallen dann trotzdem nicht so auf. Woran liegt es? An der Spannung und den Rechtschreibfehlern und, daß es mir nicht so gelingt, das Interesse meiner Leser zu erschaffen, würde ich meinen und könnte auf das Blatt unter dem Punkt, was ich noch brauche, mehr Aufmerksamkeit, mehr Leser, einen Verlag, einen Förderer, einen Preis vielleicht, hineinschreiben oder vielleicht auch nur eine etwas größere Leserunde auf dem Blog mit einer etwas größeresn Diskussion.

Das ist das, was ich mir wünsche, aber selbst wahrscheinlich nicht herstellen kann. Aber eines ist mir sicher wieder durch dieses Webinar gelungen, meine Pläne klarer vor mir zu sehen, habe ich ja, wie, ich glaube, ein gutes Zeitmanagement und habe die Hemmung und die inneren und die äußeren Kritiker jetzt auch so weit im Griff, daß ich mich am Schreiben nicht mehr hindern lasse und da hilft mir das „Literaturgeflüster“ und wenn mir in den letzten Jahren, seit ich blogge oder auch schon länger, etwas gelungen ist, dann das, daß ich selbstgewußter geworden ist.

Resignierter bezüglich es mangeldens Feedback und daß es mir nicht und nicht gelingt, natürlich auch, aber eigentlich ist mir das auch schon egal, auch wenn das jetzt sicher etwas mißverständlich klingt und mißverstanden werden kann und, was ich schön finde, ist auch was sich alles bezüglich des Schreibens in den letzten dreißig vierzig Jahren verändert hat.

Als ich angefangen habe, habe ich  irgendwann gehört, das erste Mal war es in der „Alten Schmiede“, als da einer sein selbstgemachgtes Heftchen vorstellte, daß man das nie und niemmer und unter keinen Umständen selber machen kann.

Das hat sich, wenn auch nur vielleicht qualitativ und an der Oberfläche geändert, es gibt die Selfpublisher, die ganze Hallen in Leipzig und in Frankfurt füllen, wie ich immer schreibe, die aber auch keine Buchpreise gewinnen und wenn dann nur ganz bestimmte, für sie gemachte und es gibt das „Writersstudio“, wo Leute, die gern schreiben und auch das Geld haben sich so einen Kurs oder ein Retreat zu leisten und es gibt Jurenka Jurk, die bei ihren „Webinaren“ ja, glaube ich, über tausend Teilnehmer hat, die alle schreiben wollen, sich ihren Traum dazu mehr oder weniger erlauben und das fertige Buch, wenn es das wird, dann auch sehr leicht bei „Amazon“ oder sonst veröffentlichen können.

Es schreiben also jetzt sicher viel mehr Leute, als früher und brauchen das auch nicht mehr wirklich nur für die Schublade tun. Sie können sich das Handwerk, das man sicher braucht, auch leicht in einem Kurs oder einer Romanschule erkaufen, bekommen dann auch das entsprechende konstruktive Feedback, an dem hat es ja mir früher gemangelt und das finde ich sehr schön.

Ob dann wirklich viele Leute diese vielen Bücher lesen, da wäre ich sehr skeptisch, ich lese aber viel, bin an vielen interessiert, habe jetzt erst meine Debutempfehlungen abgegeben und werde, wenn ich mit diesen Artikel fertig bin, wieder mein Schreibe-Manuskript vornehmen, bei dem ich vor kurzem bis auf Seite hundertfünzig ohne einen Fehler zu finden, vorangekommen bin.

Dann mich auf die restlichen Arbeitsblätter, Videos und Webinare konzentrieren, das am Donnerstag werde ich wohl auslassen, weil ich da wahrscheinlich in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus gehe und so mit meinem Schreiben, in mein Romanjahr 2020 starten, wo es hoffentlich zwei Bücher geben wird, mein „Vorlaßbuch“ und mein „Fräulein No“ und, ob ich dann schreitechnisch in Pension gehe, was ich ja altersmäßig könnte oder es noch einmal oder jetzt doch mit der „Heldenreise“ oder etwas anderen probiere, wird man sehen, ich bin jedenfalls gespannt.

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