Literaturgefluester

2021-09-17

Das Opus Magnus?

Ich habe es ja schon pn öfter geschrieben, die Corona-Krise hat mein Leben verändert und mir den Ausstieg aus der Literatur erleichtert. Das jetzt nicht mißverstehen. Ich schreibe sowiel, wie nie zuvor. Allerdings zumeist über Corona und das gilt ja wahrscheinlich nicht als iterarisch. Aber ich habe mich früher wahrscheinlich wirklich etwas an den Litraturbetrieb geklammert und versucht hineinzukommen und dabei übersehen, daß ich da offenbar keine Chance habe!

Bin zu Literaturversanstaltungen gegangen. Mehrmals in der Woche in die „Alte Schmiede“, Literaturhaus,“ Gesellschaft für Literatur“, etcetera. Habe versucht Einladungen zu Preisverleihungen zu bekommen und auch immer wieder Bücher verteilt, versucht Einladungen zu Lesungen bekommen,bei der letzten GV der IG-Autoren einen Self Publischer-Anftrag gestellt. einmalversucht eine Einladung in eine Autorenwohnung zu bekommen. Hat alles nichts genützt und die Bruni bzw.,die Sussanne A. haben mich auch einmal distanzlos gefunden. Das ist lange her und ich habe es damals nicht verstanden.

Distanzlos, ich doch nicht! Jetzt glaube ich, mein Klammern an den Literaturbetrieb und mein Nichtverstehen, daß ich darin keine Chance habe, war damit gemeint. Dann kam Corona und ich habe von Anfang an Widerstand gegen Masken, testen, registrieren, etcetera, gespürt. Die Folge war das Vermeiden, also nicht mehr zu Lliteraturveranstaltungen gehen und da habe ich einmal Lesungen abgesagt und auch das Skriptorium.

Die Poet Night wo ich ja lesen könnte, findet ohne mich statt, beim Volkssstimmefest habe ich nicht gelesen und Kontakt zu Autorenkollegen habe ich derzeit nur zur Ruth und zur Doris Kloimstein, die anderen habe ich den Kontakt verloren, seit ich nicht mehr nach der Veranstaltung beim Wein im Literaturhaus stehe. Ich bekomme zwar manchmal Einladungen zu Veranstaltungen.Schreibe dann aber „Mit 3G und Maske leider nicht!“

So hat sich mein Leben reduziert. Ich bin auch, warhscheinlich altersbedingt, langsamer geworden, tue viel weniger. Habe auch wenigerStunden, weil nur mehr meinen Verinsvertrag und der wird, wenn ich siebzig bin, auch auf zwei Klienten reduziert,also viel Zeit für das Schreiben.

Und da schreibe ich immer, meine Leser wissen es, ich bin irgendwie ausgeschrieben und schreibe dann trotzdem weiter. Habe jetzt schon an oder vielleicht sogar schon über fünfzig selbstgemachte Bücher, Romane, Erzählungen, „Literaturgeflüster-Texte“ und auch immer noch das Gefühl, das ist nicht gut genug. Das schreibt mir derzeit immer der Uli, wird es wahrscheinlich wieder tun und hat wahrscheinlich auch recht damit, wenn auch vielleicht etwas anders als er glaubt, denn ich denke, es liegt Erstens an meiner Ignoranz an der Rechtschreibordnung, Zweitens, daß ich ja eher journalistisch und an der Realität als experimentell schreibe. Psychologisch, sozialkritisch würde ich meinen und ja, die Sprache ist und war mir nicht so wichtig und das ist ja für den Literaturbetrieb nicht gut. Dafür das Dokumentieren, da bin ich, was Corona betrifft, wahrscheinlich eine Fundgrube, habe mich mit dem Schreiben in Corona-Zeiten schon lange auseinandergesetzt und habe jetzt schon drei Texte darübe,r die erschienen sind. Der vierte Text die „Hundert Seiten“ in denen es eigentlich um den Feminismus geht, liegt beim Alfred zum Druckereiferti gmachen. Das betrifft auch das“ Corona-Texte-Buch“, das wächst zwar immer noch an, weil da ja noch immer viel gechieht über das sich Glossen und Geschichten schreiben lassen und jetzt geht es an das „Seitengewitter“ an dem ich derzeit schreibe.

Und das ist wahrscheinlich wieder ein Versuch eine unausgegorene Idee zu verwirklichen. War es bei den Vorbüchern ja die Beschreibung, wie es um einer Maskenverweigerin geht, ist das jetzt immer noch offen und dann würde ich auch gerne wissen, wie es denen geht, die da im Fernsehen auftreten und ständig „Impfen,impfen, impfen!“, schreien.

„Und wenn du dich das nicht läßt, wirst du sicher krank und daran sterben!“

Glauben die das wirklich und wenn haben sie dann Angst? Und da ist schon die Idee gekommen, ein Impf-und Maskenverweigerin mit einen solchen Journalisten, Ärztekammerpräsidenten oder Politiker zusammenzubringen.

Virologe ist besser, weil allgemeiner und da ist dann der Philip Knirsch entstanden, der Chefvirologe des Landes, dem ich Sätze in den Mund gelegt habe, die ich einem Herrn Mucha und einem Sebastian BornMena entnommen habe, wie „Alle Nichtgeimpften sollen scheßen gehen!“, beispielsweise oder “ Wir nehmen Ihnen nicht ihr Eigentum weg, sperren sie auch nicht ein, aber sie dürfen dann nicht überall ihr Leberkäsesemmerl essen!“

Starke Sätze, die eine zum Gruseln bringen kann und es mich immer noch wundert, daß die so unwidersprochen bleiben , aber um zur Literatur zurückzukommen.

Da gibt es also eine Alberta Wassermann. Zuerst habe ich an die Lotte Füchsel aus den „Hundert Seiten“ gedacht.aber die kann sich schwer in den Virologen verlieben. Also die Alberta, 38, Übersetzerin, die am Kutschkermarkt einkaufen geht und sonst zu Hause bleibt und übersetzt, aber im Währingerpark zuerst den alten Hans Knirsch, Philips Vater trifft. Der ist ein gewesener Psychiater und lebt in einer Seniorenresidenz, wo er in Clinch mit der Oberschwester ist, weil er sich nicht impfen läßt. Also muß er in seinem Zimmer bleiben und dort essen. Diese Idee ist mir auch einmal gekommen, also steht die Alberta zwischen zwei Männern.

Das eine Minusfrau einen berühmten Mann trifft, habe ich schon in einigen anderen Texten beschrieben und ich weiß nicht, wie weit es mir gelungen ist. Beim jetzigen Staus Quo des „Seitengewitters“ ist es das auch noch nicht. Denn da ist mir inzwischen eine andere Idee gekommen, denn der Philip hat zwei Kinder, den Felix, 12 und Tanja,15 und Felix will sich nicht impfen lassen. Philip Knirsch, der das gemeinsame Sorgerecht mit Sophie hat, aber schon und da kommt es zum Streit. Philip stellt seine Zustimmung aus. Felix läuft davon. Das Jugendamt schaltet sich ein. Felix flüchtet zum Großmvater, der beginnt als Psylchiater zu deeskaloieren, versteckt ihn bei Alberta. Philips Schwester Martin ist Zahnärztin und engagiert sich bei den „Ärzten gegen Kinderimpfung“. Es kommt zu einer Kundgebung, wo sowohl Hans, als auch Martina reden und Hans beobachtet da ein traurig aussehendes Mädchen, dem er dann bis zum Donaukanal folgt. Es ist die sechzehnhäührige Jessi, die Tochter, der Oberschwester Elfriede, die ist magersüchtig und depressiv, weil schon wieder in Quaranätne. Hans Knirsch spricht sie an und so weit so what.

Das sind zum Größtenteil noch Pläne, denn derzeit habe ich einunddreißg Seiten, elf Szenen, und 15.037 Worte und wenn ich das, was ich jetzt skizzierte, schreibe, werden es vielleicht zwanzig bis fünfundzwanzigtausend Worte sein. Also kein Roman. Höchstens wieder eine Kurzgeschichte und ich bin in drei Wochen mit dem Rohentwurf fertig. Das will ich eigentlich nicht, das die letzte Szene wieder die ist, wo sich Sophie und Philip einigen Felix Zeit zu lassen und sich der Hans mit der Oberschwester und vielleicht auch mit seinem Sohn aussöhnt, zwar in der Seniorenresidenz bleibt, aber öfter seine alte Villa und hier die Bibliothek, die ihm abgeht besucht.

Das wäre wohl wirklich zu billig, zu schnell und oberflächtig und ich will mir ja immer für meine Romane endlos Zeit lassen, um die Handlung kommen zu lassen und die hätte ich in Zeiten wie diesen ja auch und der Phhilip hat sich der Alberta noch nicht wirklich angenähert und das wäre ja interessant, wie das gehen könnte?

Da hätte ich wahrscheinlich noch einen Haufen Plotarbeit vor mir und wenn ich das schaffe, aus diesen Ideen wirklich einen Roman zu machen, ist mir vielleicht auch mein Opus Magnum gelungen. Ich gebe es, wenn der Alfred nicht verweigert, es dann wieder im Selbstdruck heraus und poste es auf meinen Blog.

Das wärs dann wahrscheinlich, denn Corona ist ja ein heikles Thema und ob ich damit am Volksstimmefest auch ohne 3G lesen kann, ist eher unwahrscheinlich. Aber das ist mir ganz ehrlich egal. Der Text ist wichtig, wenn ich ihn gut finde und mich verbessert habe, reicht es mir. Dann kann der Uli kommentieren, was er will, sehe für mich aber, aufassen Kritiker, noch Steigerungsbedarf und den will ich ausnützen und daran arbeiten, daß daraus vielleicht wirklich ein Roman entsteht in dem man später nachlesen kann, wie es 2021 war und da wird jetzt, wo heute ja die Stufe eins, des neuen Stufenplans in Kraft tritt, wirklich chaotisch, weil sich angeblich niemand auskennt, wo er jetzt Maske tragen muß und welche und wer das kontrollieren muß? Dabei wäre es doch so einfach. Jeder tut, das was er glaubt und passt auf sich auf, denn eigentlich kann man ja wirklich schwer erkären, was es für den Belag der Intensivstationen bringt, wenn der Geimpfte in Wien im Modehandel Mundschutz trägt und der ungeimpfte FFP2- Maske. Der Modehandel ist wahrscheinlich meistens leer. Da steckt sich niemand an und die Kinder werden in den Schulen auch nur traumatisiert wenn sie dreimal wöchentlich testen und dann in Quarantäne müßen und da sehe ich die größere Gefahr, die uns höchstwahrscheinlich noch länger beschäftigen wird.

2021-08-28

Stadtspaziergang, Torten essen mit Ruth und Afghanistandemo

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 20:49
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Ich bin ja am Mittwoch mit dem Korrigieren der „Hundert Seiten“ fertig geworden, am Donnerstag habe ich das „Corona-texte-Buch“ durchkorrigiert und am Freitag habe ich dann meine Fenster beziehungsweise die Wohnung geputzt.

Die üblichen Rituale halt, wenn ich mit einem Text fertig bin und der nächste folgen kann. Das der „Seitengewitter“ heißt, habe ich auch schon geschrieben. Ja bei mir gehts wie am Fließband zu und üblicherweise mache ich zwischen den beiden Texten ein paar Recherche-oder Schoppingtouren, was diesmal vielleicht ganz besonders zu empfehlen ist, weil ich ja Strohwitwe bin und außer den Stoff für den neuen Text ist es sicher gut Wien im 3G Rausch zu erkunden, also, wo ich was zu essen bekomme und überhaupt ein bißchen fortzugehen, um meine Abwehrkräfte zu stärken. Schwierig ist da vielleicht noch, daß ich unter der Woche nicht so gerne weggehe, denn ich habe mir ja Bücher bestellt und wenn die kommen und ich bin nicht da, kann ich sie mir nicht abholen, ohne eine Maske aufzusetzen, was ich ja nicht will.

Also das Wochenende dazu nützen und da hatte ich ohnehin von der Ruth eine Einladung zur Jause und bezüglich der Post Glück gehabt, denn es ist ein Buch gekommen, aber da war ich noch zu Hause und, daß ich auch ein bißchen auswärts essen will, habe ich, glaube ich, auch schon geschrieben. Also „Nordsee“. Da kann man sich von der Budel etwas holen und wenn man sich nicht in den Gastgarten setzt, muß man auch keinen Impfpaß hervorholen und auf der Kärntnerstraße, wo ich war, gibt es auch Bänke.

Die Stadt war erstaunlich gut gefüllt, wahrscheinlich bin ich, weil ich ja wie eine Erimitin lebe, die Menschenmassen nicht mehr gewohnt. Ich habe mir eine Box mit Garnelen und Kartoffeln geholt. Da waren zwei Sauce Tatare Becher darin und bin dann zum Donaukanal hinuntergegangen. Da war es ziemlich leer. Also auf eine Bank gesetzt und mein jetzt grau geblümtes Buch, das ich von irgendwo bekommen habe, herausgeholt und ein bißchen aufnotiert.

Das ist auch ein Buch im Doppelpack, also zweiseitig benutzbar. Da konnte ich auf der einen Seiten schreiben, wasich so erlebe. Die Ausladung vom Volksstimmefest beispielsweise und, daß ich denen heute morgen , noch dazu wo sich der Andi Pianka bei mir meldete, ein Mail geschickt habe und auf der anderen Seite, die Plotnotizen und da bin ich gleich ein bißchen gehangen, denn die Grundidee ist ja, auch nichts besonderes Neues. So ein Chefivirologe, der im Fernsehen schreit „Impfgegner sollen scheißen gehen! Wir nehmen Ihnen nicht die Freiheit weg, enteignen sie nicht, aber wenn sie sich ihrer Bürgerpflicht entziehen, können sie eben nicht Kaffeetrinken gehen und ihr Leberkässemmerl überall essen!“, mit einer 3G Verweigerin zusammenzubringen und da hatte ich ursprüglich an die Lotte Füchsel von den „Hundert Seiten“ gedacht. Ich habe da ja schon eine Einstiegsszene geschrieben und da war es auf einmal nicht der Starvirologe Philip Knirsch, der solches äußert, sondern dessen Vater, der ehemalige Primar und Psychiater Hans Knirsch, den sie in einem Park trifft. Der klärt das Corona-Rätsel auf, hatte ich noch vage gedacht. Aber eigentlich wollte ich eine Liebesgeschichte zwischen Lotte und Philip entwickeln, aber die lebt ja mit Richard Schwarz zusammen, also brauche ich überhaupt die Lotte?

Die zweite oder erste Szene könnte sein, daß sich Hans Knirsch, der sich in seiner Seniorenresidenz mit Oberschwester Elfriede streitet, weil er sich nicht testen und auch nicht Maske tragen will, über die Äußerungen seines Sohnes, der ihm den Umzug in die Seniorenresidenz überhaupt erst schmackhaft machte, ärgert. Und in der ersten Szene,die ich nochmals schreiben muß, trifft die Masken- und Tests verweigernde achtunddreißigjährige Alberta Weissmann, von Beruf Übersetzerin auf Hans Knirsch. Sie ärgern sich beide über Hans Sohn und Alberta schreibt ihm dann ein Mail, das er nicht beantwortet. Hans Knirsch bekommt inzwischen einen Anruf von seinen Enkeltöchtern Tanja und Hannah, denn Philip Knirsch will den zwölfjährigen Felix impfen lassen und die wollen das nicht und dann geht die Übersetzerin nach ihrer Übersetzungsarbeit noch ein bißchen spazieren und trifft im Rathaus- oder anderen Park Philip Knirsch und eine Liebes- und Verwechslungsgeschichte bahnt sich an.

Da ist viel Corona dabei und diesmal sogar das Hauptthema, tut mir leid! Also wieder kein Text für das Volksstimmefest und es ist auch noch ziemlich unausgegoren. Trotzdem war der Recherchegang erfolgreich und dann ist noch ein junger, wahrscheinlich ausländischer Mann auf mich zugekommen und hat mir erklärt, daß er mich beobachtet hat und mich kennenlernen will.

„Ich bin aber ziemlich älter!“, habe ich geantwortet.

„Macht nichts!“ -„Mir schon!“ und ich hätte schon den Dialog, der vielleicht beim Volksstimmefest gefordert war oder eine Szene für den nächsten Text und dann zur Ruth zur Jause. Der Kuchen war gut und ein Glas Sekt hat es zu Beginn auch gegeben und später ein Glas Wein. Die Ruth hat mir erählt, daß sie wieder in der Aufnahmejury der GAV ist und sich da nächste Woche zu einer Sitzung trifft. Das ist auch so ein wunder Punkt von mir und ich habe ihr das mit der Ausladung erzählt, beziehungsweise hat sie mir vorgelesen, daß ich schon in der Volksstimme angekündigt bin. Im „Falter“ auch. Sie hat die Einladung nicht bekommen und sie hat auch die Idee geboren, daß ich vielleicht deshalb ausgeladen wurde, weil mein Text nicht der Dialogform entsprach, wie im Programm angekündigt stand.

Das wäre eine Möglichkeit. Ich habe das mit dem Dialog nicht so verstanden oder eher als Gruppenreaktion interpretiert. Aber da hätte es Vernetzungstreffen geben müßen. Sei es wie es sei. Die Torten waren gut. Der Kaffee auch und „Gehen wir nach draußen?“, hat die Ruth um viertel fünf gefragt

„Ja!“, habe ich geantwortet. Denn um vier gabs wieder eine Afghanistan-Demo bei der Oper. Da waren vielen afghanischen Burschen und Mädchen da und noch einmal zur Ruth zurück um ein Glas Wein zu trinken und sich über die Corona-Situation zu unterhalten. Das Notizbuch ist gefüllt und morgen kann ich noch einen Recherchetag beziehungsweise eine Büchertour machen. Vielleicht bei einem Würstlstand etwas essen, um dann am Montag mit dem Text zu beginnen, beziehungsweise mir die Charakterbögen auszudrucken und schauen, ob schon Buchpreis-Bücher kommen.

2021-08-26

Keine O-Töne, keine Lesung am Volksstimmefest und mit dem „Hundert Seiten-Rohtext“ fertig

Heute wird es die letzten O-Töne in dieser Corona-Saison geben und da wird Eva Menasse ihr neues Buch „Dunkelblum“ und Ulrike Haidacher ihr Debut „Die Party“ vorstellen, allerdings weil das Wetter kalt und regnerisch ist, im sicheren Hafen der Arena 21, wie seit zwei Stunden auf der O-Töne Facebookseite steht und da kommt man ohne 3G und Mundnasenschutz nicht hinein.

Also werde ich zu Hause bleiben, bloggen, Denis Pfabes „Simonelli“ in der Badewanne auslesen und warten, ob Eva Menasse auf die Öst kommt und Ulrike Haidacher auf die Debutschiene. Die Bücher werde ich sonst wahrscheinlich nicht lesen, da noch einige andere Neuerscheinungen auf mich warten und die ersten Zusagen und E-Books bezüglich der deutschen Longlist auch schon eingetroffen sind.

Schade natürlich, denn die O-Töne sind derzeit ja die einzigen Veranstaltungen, wo eine Masken- und 3G-Verweigerin hingehen kann und die habe ich heuer auch schon zweimal versäumt. Denn beim ersten Mal am Juli waren wir in Harland um den neunundachtzigsten Geburtstag der Schwiergermutter zu feiern und am fünften August, als Hanno Millesi aufgetreten ist, hat es bis cirka halb sechs geregnet. Dann hat es aufgehört. Aber da wollte der Alfred nach Harland fahren und hat gesagt „Es fängt eh gleich wieder an!“ Hat es nicht und ich habe mich geärgert. Derzeit regnet es nicht, schaut aber sehr danach aus und ist windig.

Nun ja, nun ja, vielleicht sollte ich mich doch mehr anpassen und nicht mehr so Corona kritisch sein, denn Texte, die das Wort Corona-Leugner oder Demo-Teilnehmer enthalten, gelten offenbar nicht als linke Wörter und sind offenbar auf dem Volksstimmefest nicht willkommen und dabei hätte ich ohnehin nicht den Text von der Kickl-Demo gelesen, sondern die Szene zwei aus den „Hundert Seiten“ und da ist die Corona-Situation eigentlich nur eine Nebensache. Das Drumherum, denn meine Texte sind ja realistisch und passen sich immer den Zeitumständen an und da hat die Amelia eben gerade ihre Corona-Matura gemacht und der Richard wurde von seiner Redaktion entlassen, weil er auf einer Corona-Demo war. Das soll schon vorgekommen sein. Ansonsten geht es in den „Hundert Seiten“ um eine siebzigjährige Feministin, die mit ihren Freundinnen, die zweite Frauenbewegung aufgebaut hat und auf diese Idee bin ich bezüglich Mieze Medusas neues Buch bekommen, beziehungsweise deshalb, weil die bei der Vorstellung meinte, es gäbe keine alten Frauen in der Literatur bzw. keine alten Autorinnen.

Es geht also um die Frauenbewegung und was daraus wurde und auch um das Verhältnis das der Richard zu seiner Mutter hat und da haben mich einige Erlebnisse geprägt, die meine feministischen Freundinnen, die alle älter sind als ich mit ihren Söhnen hatten, beziehungsweise, die mit ihren Müttern, die, weil sie den Feminismus aufbauen wollten, keine oder wenig Zeit für sie hatten.

„Warum snd wir keine normale Familie?“, hat, glaube ich, der Sohn, der Hansi Berger einmal zu ihr gesagt und das sagt auch der Richard zur Lotte Spielberg und da kommen in der Szene zwei halt die Worte „Männerhassende Feministinnen“ vor und das ist dann nicht „links genug“, obwohl ich mich erinnern kann, daß in den Siebzigerjahren, die Frauen ihre männlichen Babies nicht ins „Frauenzimmer“ oder in den Frauenstützpunkt in der Tendlergasse mitnehmen konnten und dann empfinden dann die Kinder das vielleicht so…

Nun ja, nun ja, ist ja nicht das erste Mal, das mir das passierte. Aus der Szene Margarete wurde ich auch einmal ausgeladen, weil ich nach dem Honorar fragte und bei der Lesung im Cafe Amadeus war ich so gut wie und bei der im Republikanischen Club ziemlich allein.

Macht ja nichts, könnte ich wieder schreiben, wie der Fuchs, der die Trauben nicht bekommt, weil ich mir ohnehin nicht ganz sicher bin, wie das in Zeiten wie diesen mit den 3Gs Maßnahmen am Volkssstimmefest ist, wenn man aufs Donauinselfest, egal ob geimpft, nur mit PCR-Test und Anmeldung darf, obwohl mir die Veranstalter schrieben, daß es keine nennenswerte Corona-Restriktionen gibt.

Gibt es wahrscheinlich doch, wenn eine Corona kritische linke Autorin keinen gar nicht so Corona kritischen Text lesen darf und das haben mir die Veranstalter auch geschrieben, daß die Ausladung nicht wegen meiner Einschätzung der Corona-Politik passierte.

Nun gut, nun gut, ist meine letzte Lesung also schon vor zwei Jahren passiert und ich erinnere, daß ich eigentlich mit nur wenigen Ausnahmen seit 1989 am Volksstimmefest gelesen habe und was die „Freiheit des Wortes“ betrifft, habe ich diese Veranstaltungen für die GAV 2001 und 2003-2009 organisiert und mit den „Hundert Seiten“, wo ich die zweite Szene, die ich eigentlich sehr gut finde, lesen wollte, bin ich gestern mit dem Korrigieren fertig geworden. jetzt liegt der Text am Küchentisch und wartet darauf, daß der Alfred aus Albanien zurückkomt und ihn druckerdeifertig macht.

Das „Corona-Texte-Buch“ wo es cirka fünfzig meiner Corona kritischen Texte gibt, hat er mir vor seiner Abreise auch ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt bis auf die letzten Szenen, die ich noch angefügt habe, eigentlich keine Fehler und kann mich jetzt an das Recherchieren für das „Seitengewitter“ machen und werde da vielleicht aufpassen, daß er nicht zu Corona kritisch wird!

Aber stimmt, das ist das Thema, das mich seit eineinhalb Jahren am meisten beschäftigt, ich hätte keinen „neutraleren“ Text für das Fest gehabt. Aber das wäre dann auch nicht ehrlich gewesen, wenn ich das Wort „Corona-Leugner“ oder die alte Frau, die sich über Küßchen, das der Richard der Amelia am Bahnhof gibt und die dann „Ich habe den Babyelefanten bei der Oma vergessen!“, sagt herausgestrichen hätte.

Nun gut, nun ja, ich habe mich ja schon länger gewundert, daß de es keine Corona kritischen Linken gibt. Ein paar gibt es natürlich, den meisten scheinen die Freiheitsbeschränkungen aber egal zu sein und ich werde mich die nächsten Tage auf Textrecherche, beziehungsweise auf das Plotten machen.

Mal sehen, wie es geht und wann ich auf andere Themen, als Corona komme? Das wird wohl noch eine Weile dauern, denn noch geht es ja um das Impfen, das G1 und die vierte Welle, vielleicht aber auch um Afghanistan und die Talibans, die dort die Frauenrechte unterdrücken.

Das wäre vielleicht auch ein Thema für den nächsten oder übernächsten Text. Mal sehen, ich bin gespannt und wenn Eva Menasse und Ulrike Hadiacher auf die Buchpreislisten kommen, kann ich ihre Bücher lesen, wenn nicht, habe ich mit den anderen Büchern in den nächsten Monaten genug zu tun, so daß ich zumindestens bis der Alfred aus Albanien zurückkommt, wahrscheinlich wenig aus dem Haus gehe und daher auch als Ungeimpfte niemanden anstecken kann!

2021-07-22

Genderwahnsinn?

Ich bin ja eine in den Neunzehnhundertsiebzigerjahren sozialisierte feministische Frau, an der die „AUF“ zwar ein bißchen vorbeigegangen ist und ich die Ruth die sie mitbegründet hat, erst später kennenlernte, im „Arbeitskreis schreibender Frauen“, in den ich, glaube ich,1978 gekommen bin, habe ich die Elfriede Haslehner und die Bruni Langthaler kennengelernt, die damals den „Wiener Frauenverlag“ gegründet haben, der jetzt „Milena“ heißt und Männer verlegt.

Habe eine Zeitlang ein Frauenzeichen um den Hals getragen und zwar nicht immer, aber doch hin und wieder auf die Demos zum Frauentag gegangen und gegendert habe ich gelegentlich auch und mich in der letzten Zeit beziehungsweise in meinen neuen Text mit dem Feminismus sehr beschäftigt, ist die Lore doch eine siebzigjährige Feministin, die gerade ihren Siebziger feiert und auf die Idee hat mich Mieze Medus gebracht, als sie in der „Alten Schmiede“ ihren neuen Roman vorstellte, in dem es, glaube ich, auch eine alte Feministin gibt und wo sie meinte, daß es in der Literatur keine alten Frauen oder alten Schriftstellerin gebe, da habe ich ihr bei den Schriftstellerinnen widersprochen, falle ich ja auch bald in diese Kategorie und denke, daß die Protagonistinnen mit ihren Autorinnen älter werden und mir vorgenommen bei meinem neuen Projekt mich damit zu beschäftigen. Das war im Februar, dann kam der Frauentag und da habe ich eine dieezügliche Veranstaltung im Lteraturhaus gestreamt und bin da wieder im Clinch mit dem lieben Uli geraten, der mir jetzt, weil ich ja manchmal, ich gebe es zu, aus Lust gendere und aus dem „Fan“ eine „Fanin“ mache und aus dem „Menschen“ eine „Menschin“, was ihn ärgerte und, ich gebe es wieder zu, ein bißen komisch klingt, weil es im Gegensatz zur „Göttin“ und zur „Mondin“ etcetera nicht so gebräuchlich ist, eine Broschüee schickte, wo sich die „Junge Freiheit“ sehr gegen das Gendern empörte, sich da aber eher gegen gegen die Sexualerziehung bezog, die offenbar in deutschen Schulen und Kindergärten praktiziert wird und da den “ 0- 4 jährigen die Masturbation und den vier bis sechsjährigen die Selbstbefriedigung und die Homosexualität“ erklären wollen. Das finde ich etwas übertrieben und weiß nicht, ob das wirklich in deutschen oder österreichischen Kindergärten so passiert.

Aber natürlich interessieren sich die kleinen Kinder für das Geschlecht der anderen, erproben Doktorspiele und da ist es gut, wenn die Ezieherin nicht gleich von Sünde spricht, sondern erklärt, wie das mit der Sexualiät ist und vielleicht auch, wie die Kinder auf diese Welt kommen.

Mit Gendern, wie ich das verstehe, hat das aber nicht soviel zu tun und das war vielleicht die Ursache für ein neuerliches Mißverständnis zwischen mir und dem Uli, der mir erklärte daß ich eine Frau und keine Menschin bin und mit diesen Genderwahnsinn aufhören soll und dafür die Frau Heidenreich zitierte, die sich auch dagegen aussprach, daß eine Frau eine Künstlerin ist. Denn der Künstler wäre geschlechtsneutral und die Frauen mit gemeint.Die Kunst vielleicht schon. Die Künstlerin sicher nicht und die Frau Heidenreich ist eine sehr selbstbewußte erfolgreiche Frau, die ihre Weg vielleicht auch ohne das Gendern schaffte und das habe ich auch bei anderen beruflich sehr erfolgreichen Frauen erlebt, daß die mir sagten, daß sie „Arzt“ oder „Musiker“ wären,

Ich antworte da meistens „Das sind Sie nicht!“, wo sie mich dann erstaunt anschauen und eine sehr erfolgreiche Professorin an der WU sagte mir einmal „Hören sie mir auf damit!“

Ob Sie „Schwachsinn!“, gesagt hat, weiß ich nicht. Das ist eher die Ausdruckweise des Uli und da verstehe ich es weniger, als bei einer erfolgreichen Ärztin, die vielleicht in den Sechzigerjahren Medizinstudierte, sich da hochboxte und das Gendern nicht bemerkte oder brauchte, was der Uli aber dagegen hat,wenn ich sage „Ich bin Psychologin und nicht Psychologe, verstehe ich wirklich nicht und auch nicht, was Andreas Gabalier gegen die Töchter in der Bundeshymne hat?

Er ist keine solche klar, aber mehr als die Hälfte der Menschheit und eigentlich ist es heute schwer verständlich, warum die Paula von Preradovic, nicht an die Töchter dachte, war sie ja auch eine erfolgreiche solche, auf die Österreich stolz sein kann und die Maria Theresia war das sicher auch. Gut, das war in den Fünfzigerjahren.

Dann kam 1968 und die erste Frauenbewegung, wo ich einmal in diesen Frauenraum in der Tandlergasse war, bei der „Auf-Bewegung“ eher nicht, habe die „Töchter Egalia“gelesen und Verna Stefans „Häutungen“.

ich habe unter der Regierung Kreiskys Psychologie studiert. Johanna Dohnal wurde zuerst Staatssekretärin für Frauenfragen, später die erste Frauenministerin und ich habe bei dem von ihr ausgerufenen Wettbewerb für rollenunspezifischen Kinderbuch „Mädchen dürfen pfeifen Buben dürfen weinen“ mit meiner „Güler“ einen Preis gewonnen. Christine Nöstlinger hat auch ziemlich frauenengagiert geschrieben. Dann kamen die Achtziger und die Neunzigerjahre und die Schraube begann sich offenbar langsam wieder zurückzudrehen, obwohl man da zögerlich begann den Text der Bundeshymne zu verändern.

Warum das so schwierig war, vor die Söhne das Wort Töchter zu stellen, weiß ich noch immer nicht und auch nicht wieso das so viel Widerstand erregt und natürlich dauert es vielleicht ein wenig länger statt „Grazer Autorenversammlung“ Autoren und Autorinnen zu sagen. Das hat sich aber eingebürgert, mit den Sternchen und dem Binnen I habe auch ich manchmal Schwierigkeiten und habe auch gehört, daß in Deutschland in der Amtssprache das gesetzlich eingeführt wurde. Was wieder sehr viel Widerstand der rechten Männer erregte und ich denke mir, dann sollen sie es lassen!

Hat mich ja auch schon in den Siebzigerjahren gestört, wenn sich die Männer als Feministen bezeichnen, weil ich glaube, daß ein Mann, das nicht sein kann und eigentlich auch den Protest der Männer, weil sie damals nichts ins „Frauenhzimmer“ durften, nicht verstanden. Darf eine Frau ja, glaube ich, noch immer nicht in die Männerbünde.

Aber in Deutschland gibts, glaube ich, eine starke Bewegung gegen das Gendern und es gibt da vielleicht auch ein paar Auswüchse, wenn die Lufthansa beispielsweise, jetzt das „Damen und Herren!“ gegen „Personen und Personinnen“ ersetzt. Das klingt zugegeben blöd und da sind wir schon wieder bei einem anderen Thema und da meine ich, ich bin eine Frau und sehr zufrieden damit, selbstbewußt und emanzipiert und glaube eigentlich auch, daß es haupsächlich Frauen und Männer gibt und die sechzig Geschlchter wahrscheinlich eher hypothetisch sind und die, die sich ein anderes Geschlecht wünschen, oft unsicher sind.

Ich habe mich ja in „Paul und Paula“ damit beschäftigt und denke, daß man da vielleicht nicht gleich das Kind mit dem Bad ausschütten muß. Ein Grund zum schimpfen ist es aber nicht und wahrscheinlich normal, wenn man sexuell ein wenig ausprobiert.

Aber auch das hat mit Gendern nichts zu tun und natürlich kann und darf ein Mädchen Hosen tragen und pfeifen und ein Bub mit Puppen spielen. Damit löst sich vielleicht vielen auch von selbst und man braucht keine Geschlechts OP, bei der ich, wie bei den Schönheitsoperationen eher skeptisch bin, weil das ja ein selbschädigender Eingrff in den Körper ist.

Aber wir leben warhscheinlich, wie vor hundert Jahren,wo ja nachher das große Gruseln kam in einer sehr hektischen Zeit, wo wahrscheinlich nicht nur Corona vieles auf den Kopf stellte und vieles, wie wenn man auf einmal „Onkel Toms Hütte“ umbenennen will, obwohl sich Harriet Beecher Stowe damit gegen die Sklaverei einsetzte, ist auch sehr übertrieben ist und ich bin, wie für die „Gutmenschin“ auch für die „Politische Korrektness“ und den Shitstorm, den Frau Rowling traf, als sie schrieb „Es gibt nur zwei Geschlechter!“,verstehe ich ganz eigentlich nicht, denn das ist wahrscheinlich immer noch die Meinung der Mehrzahl und der Durchschnittsmensch kann mit dem Begriff divers nicht viel anfangen und die Großmutter wird es vielleicht auch nicht so ganz verstehen, wenn sich ihr Enkel Paul plötzlich Paula nennt, zum Logopädin geht und von ihr als eine „Sie angesprochen werden will.

Da braucht man, glaube ich, Geduld und Verständnis und da lobe ich mir auch die Männer der Siebzigerjahre, die sich Feministen nannten und auch ins „Frauenzimmer“ wollten und nicht „Laßt den Genderwahnsinn!“, schrien, obwohl ich sie damals lästig fand! Schimpfen hilft da nicht und ich denke, die Männer sollen die Frauen gendern lassen. Sie brauchen ja nicht immer „Einwohner und Einwohnerinnen!“ sagen, wenn ihnen das zu umständlich ist! Ich tue das auch nicht immer und würde auch keine Strafe zahlen wollen, wenn ich das einmal vergesse, bin aber dafür, daß die Frauen endlich einmal gleich verdienen und gleiche Berufsaufstiegsmöglichkeiten haben und ihnen die Männer auch mehr im Haushalt helfen! Halbe halbe ist da schon wichtig, weil es nur mehr wenige Hausfrauen gibt und die alleinerziehenden Mütter sind immer noch überlastet.

Verständnis und Toleranz also in allen Belangen und auf allen Seiten und natürlich muß man den Mäderln nicht nur rosa Jäckchen und den Buben blaue kaufen, sondern den Buben Puppen und den Mädchen Lastkraftwagen. Da kann ich aber gleich warnen, daß der erwünschte Erfolg nicht eintreffen muß.

Denn wir haben das bei der Anna so gemacht, was zur Folge hatte, daß sie sich von den Omas Barbiepuppen wünschte und ein Prinzessinnenkleid. Meine Mutter hat ihr ein rosa Samtkleid geschenkt, mit dem und einem Strohhut sie damals zu einem Faschingsfest ging, wo die einladende Mutter, eine Lehrerin lächelte und das dann psychologisch interpretierte.

Es gibt also Männer und Frauen und eine sexuelle Vielfalt, die man nicht übertreiben aber auch nicht unterdrücken, wie das beispielsweise der Premier Orban jetzt mit den Regenboogenfahnen tat, soll. Toleranz und Verständnis ist da sicher gut und natürlich kann man Vater und Mutter sagen und muß sie nicht“Elternteil 1 und 2″ nennen, auch wenn manche Kinder vielleicht zwei Mütter haben, dafür haben viele wieder nur eine und das ist vielleicht auch nicht so gut.

2021-07-19

Bestandsaufnahme

In der letzten Woche bin ich wieder in einen Clinch mit dem Uli, wegen meines Schreibens, den ich jetzt ziemlich genau fünf jahre kenne, gekommen. Da ist er auf einen meiner Kommentare im Literaturcafe getoßen, ich glaube es ist da um die Frage gegangen, wieviel Gelde den Autoren entgeht, weil sich die Leute, die E-books illegal hinunterladen. Und mich dann, im Juli 2016, glaube ich, gefragt, ob ich Kritik verstehe? Hat dann einen meiner Sätze abgewandelt und gemeint, daß sie so viel verständlicher scheinen und ich solle mich daran halten.

So viel besser sind mir seine Vorschläge gar nicht vorgekommen, ich habe mir seine Kritik aber insofern zu Herzen genommen,daß ich seither versuche im Blog mehr Absätze zu machen. Fehler sind wahrscheinlich trotzdem drinnen, weil ich sehr viel schreibe und dann oft zu müde bin, dann dann noch stundenlang zu korrigieren und außerdem macht mir mein Computer Schwierigkeiten, der da oft sehr oft hängen bleibt.

Ich könne nicht schreiben, hat er gemeint und dazu gefügt, daß er meinen Blog deshalb liest, um sich zu gruseln und später, daß ich keine Kritik vertragen kann und weil es anläßlich meines dreizehn Jahre Literaturgeflüster feiern wieder zu einer diesbezüglichen Kritik gekommen bin und ich des Sommerlochs wegen auch Stoff für rmeine Artikel brauche, habe ich mir gedacht, die Gelegenheit zu einer neuerlichen Bestandaufnahme zu nützen und darüber nachzudenken,wie gut oder schlecht ich wirklich schreiben kann und in wie weit sich das in den schon fast fünfzig jahren in denen ich das schon literarisch versuche, verändert hat?

Daß ich nicht schreiben kann, glaube ich, nicht, habe ich dem Uli damals soweit ich mich erinnern kann, auf seine Mails geschrieben! Dazu tue ich es schon zu lang und zuviel! Aber natürlich er meint, das literarische Schreiben, denn die Kulturtechnik lernt man in der Schule und da auch nicht mehr richtig und immer, gibt es ja inzwischen schon Studien, daß vierzig Prozent der Schüler diese verlassen ohne sinnerfassend lesen zu können. Da gehöre ich mit Sicherheit nicht dazu und habe das auch schon gekonnt, als ich die erste Volksschulklasse im jahr 1960 betreten habe. Denn ich bin ja ein Novemberkind, also hat mich meine Mutter schon im jahre 1959 für die Schule angemeldet, da hatte ich aber Sprachfehler und da hätten sie mich nur für eine diesbezügliche Sonderschule genommen.

„Mein Kindgeht in keine Sonderschule!“, hat meine Mutter, glaube ich, geantwortet und ist mit mir zu einem Logopäden gegangen. Einen recht bekannten glaube ich sogar, einen Herrn Aschenbrenner, der wenn ich mich erinnern kann, auch recht verzwelt war, weil es nicht so einfach war, mir das richtige r oder s beizubringen. Jedenfalls hat er das offenbar soviel mit mir geübt, daß ich dann Lesen und Schreiben konnte und die Idee das schriftstellerisch zu verwenden ist mir, glaube ich, schon in der Volksschule gekommen und da habe ich am Wochenende immer Aufsätze geschrieben und die der Lehrerin gezeigt, die mir einmal, glaube ich, auch geraten hat, keine Doppelausdrücke zu verwenden. Die Resonanz war damals also gut und die Deutschstunden auch!

Den Uli nervt, glaube ich, auch die Geschichte von der Frau Prof Friedl, die in der Straßengasser verzweifelt war, daß sie mir wegen meiner Rechtschreibung nur ein minus sehr gut geben konnte und ich mir gedacht habe, was hat sie nur, das ist mir ja egal und das war mir damals und vielleicht auch noch heute, die Rechtschreibung, weil ich mir gedacht habe, daß es ja zur Freiheit des Menschen gehört, so zu schreiben, wie er will!

Man muß es lesen können, natürlich, daher die Rechtschreibregeln, aber warum soll ich mich da anpassen? Das war auch vor fünfzig Jahren so, daß ich so gedacht habe, inzwischen habe ich mich da angepasst, verwende aber immer noch die alten Rechtschreibregeln, weil da bei den Autoren auch großer Widerstand war, sich da anzupassen. Die Anpassung ist auch da still und heimlich passiert. Das war aber erst viel später, denn 1973, als ich maturiert habe, hat es noch keine Rechtschreibreform gegeben und ich bin mit großen Illusionen im Kopf mitten in der philosophischen Krise dagestanden, habe Satre und Camus gelesen und ein Jahr später auch Robert Musil habe mir Rilkes Gedichte gekauft und meine erste Erzählung geschrieben. Das war ein Geschichte von einer Prostiutierten, die Kinder unterrichtet hat. Ich habe sie fertig geschrieben, nie wirklich korrigiert und auch nicht recht gewußt, was ich damit anfangen soll? Einem alten Herrn der nach seiner Pensionierung Pyschologie studierte, was ich ja auch getan habe, habe ich sie gezeigt, der hat wohlwollend „Eine nette Broschüre!“, gesagt und ich war verwirrt, denn es war ja eine Erzählung, habe mich aber nicht getraut ihn darauf anzusprechen.

Ich hatte damals, glaube ich, experimentelle Ansätze. Kurze Sätze und Bindestriche dazwischen. In späteren Erzählungen, dann auch sehr viele Alltagsbeobachtungen, wie beispielsweise in den U-Bahngeschichten verwendet und ich kann mich auch erinnern, daß ich damals so nach oder vor meiner Matura mit einer Tanzschulbekanntschaft darüber diskutiert und er mir sagte, die Form ist wichtiger, als der Inhalt und ich schon damals anderer Ansicht war.

So gesehen ist und war mir der Inhalt immer wichtiger, als die Sprwche und das ist wahrscheinlich mein Problem, daß der Erfolg ausgeblieben ist, auch daß damals Jonke und Handke en vogue war und Ernst Jandl, obwohl es ja auc hdie realistischen Romane von Innerhofer und Scharang gegeben hat.

Ich war auch weit entfernt meine Texte an Verlage zu schicken. Hatte kaum Kontakt zu Autoren und bin dann auch in eine krise gekommen, weil man ja nicht wirklich Psychologie studieren und Abend seine Texte schreiben kann. Habe aber nicht aufgegeben, sondern weitergeschrieben. Denn, ich glaube auch, schreiben lernt man durch das Schreiben und der nächste Text, den ich mich traute jemanden zu zeigen, war dann die „Einladung zum Tee“, die dem Gerhard und der Monika nicht gefallen haben. Da weiß ich noch immer nicht so genau, was sie hatten. Denn die Dreiecksgeschichte war sicher konventionell, aber für richtig schlecht würde ich sie nicht halten. Sie wäre auch fast im „Sterz“ veröffentlicht worden und war auch schon illustriert. Denn die Monika hat mich dann auch in den Arbeitskreis schreibender Frauen gebracht und mich auf die damaligen Textvorstellungen in der „Alten Schmiede“, die noch anders hießen und man kein Honorar bekam, aufmerksam gemacht. Da haben immer zwei Autoren, die Texte der Angetretenen auseinandergenommen. Das sagte sie einem auch bei der Anmeldung. Bei mir waren es Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer. Es war fürcherlich. Iich habe mich aber auch nicht entmutigen lassen und dann auch versucht meine Texte an Zeitschriften und Verlage zu schicken. Das hat nicht geklappt. Ein paar Kleinere haben sie zwar genommen und spannend ist auch was den Lektor betrifft, daß „Güler will kein Kopftuch mehr“, wo ich ja einen Preis für ein nichtrollenkonformes Kinderbuch gewonnen habe, der dann auch in „Mädchen dürfen pfeifen Buben dürfen weinen“ abedruckt war, lektoriert wurde. Ich habe trotzdem eine Kritik von wegen „Was für ein schlechter Text!“, bekommen habe.

Das ist wohl mein Schicksal, daß es immer Leugte gibt, die das meinen, was ich lange nicht verstanden habe,vielleicht meint der Uli deshalb, daß ich kritikunfähig bin. Ich weiß nicht so recht, irgendwie hat man ja immer blinde Flecken und als ich die „Hierachien“ an zweiundvierzig Verlage geschickt habe, hat mir der Herr Amann von demgleichnamigen Schweizer-Verlag, einen lieben Brief geschrieben, wo er mir zu erklären versuchte, warum er das Manuskript nicht nehmen würde. Das hat dann der Jack Unterweger genommen, weil der das Bundesministerium die entsprechenden Subention gewährte und die Kritik war dann auch „Ein schlechtes Buch!“

Hui,hui und sicher sehr entmutigend und meine Reaktion war damals sicher, daß ich abgewehrt und weitergeschrieben habe und damals habe ich mich ja regelmäßig mit der Elfriede Haslehner, der Bruni Langthaler und der Valerie Szabo-Lorenz getroffen und wir haben über unsere Texte geredet. Da kann ich mich erinnern, daß die Valerie, es war wohl in den Siebziger-oderAchtigerjahren einmal sagte, ihr würden die Texte so zufliegen. Sie stand wohl auch im Schatten ihren berühmten Mannes, des inzwischen ziemlich vergessenen Wilhelm Szabo und ich dachte mir „Wui, bei mir ist das nicht so!“

Ich war damals ziemlich gehemmt und jeder neuer Text ein ziemlicher Krampf. Die Angst vor dem leeren Blatt. In diese Schublade könnte man das reihen. Das hat sich inzwischen geändert und ich denke, das ist der Erfolg, daß ich einfach weitergeschrieben habe. Ich habe damals wohl wirklich ziemlich kritiklos auch schlechte Texte weggeschickt. Das war wohl ein Fehler und nicht jeder tet ist auch gelungen. Obwohl man das selber wahrscheinlich schlecht beurteilen kann. So kann ich mich erinnern, daß 2000 die Obdachlosenzeitung „Augustin“, als es damals schwarz-blau das erste Mal gegeben hat, auch da hat sich inzwischen viel verändert,einenWettbewerb ausgerufen hat und ich einen Text, den ich gar nicht für so gut gelungen gehalten habe, hingeschickt habe.

„Widerstand beim Zwiebelschneiden“ hat er geheißen. Ich habe den Preis nicht gewonnen. Er war aber noch in einigen Zeitschriften abgedurckt, während Texte die ich für besser gehalten habe, oft übersehen wurden. Die Erzählung „Ernestine“ aus den „Hierachien“, die ich, was ich früher öfter machte, auch an Zeitschriften geschickt habe, habe ich von einem „Sterz- Redakteur“ rot korrigiert zurückbekommen. Er hat es, glaube ich, gut gemeint. Ich war empört und bin in diesem Sinn, da hat der Uli wohl recht, wirklich nichtsehr kritikfähig, weil ich nich tmag daß man in meinen Texten herumstreicht. Das gehört sich nicht, denke ich und das würde ein Lektor, den ich bezahle, wohl auch nicht tun und so war ich auch empört, als mir bei einer Lesung aus der „Güler“, in der Einladung der Titel in „Güler und der Pascha aus Ottakring umgedeutet.

So ist es dann weitergegangen. Ich habe geschrieben und geschrieben, bin 1987 im zweiten Anlauf Mitglied bei der GAV geworden. Die Arbeitskreisfrauen und auch andere,wie die Ruth und die Hilde Schmölzer immer wieder getroffen und auch, ab circa 2000, weil es mit den Verlagen nicht klappte, auf Initaive des Alfreds mein erstes Buch selbst herausgebracht. Ganz unkonventionell fünfzig mal gedruckt ohne ISBN-Nummer. Das könnte man inzwischen geschickter machen, da hat der Uli auch recht, obwohl ich zwischen BoD und den bei „Amazon“ selbst heraufgeladenen Büchern auch nicht soviel Unterschied sehe. Es ist irgendwie öffentlicher. Das stimmt, die professionelle Anerkennung hat man aber trotzdem nicht, heißt es ja auch hier noch oft, kein selfpublishing! So bleibe ich dabei und stelle meine Bücher auf meinen Blog vor, den ich ja auch nun schon dreizehn Jahre schreibe, bin da warhscheinlich auch nicht sehr geschickt und habe wenig Resonanz. Bin in den Literaturbetrieb auch nicht hineingekommen, sondern habe mich im großen und ganzen mit drei Kritikern, der Frau Heidegger, der JuSophie und dem Uli gematscht aber ich wollte ja über meine Schreibfortschritt schreiben und da hat sich in den fast fünfzig Jahren wo ich das nun schon professionell betreiben will, schon etwas verändert.

Am Anfang war ich gehemmt und die harschen Krtiken haben mich abgeschreckt. Das hat sich verändert. Die Ideen fließen oder floßen,weil ich mich inzwischen auch schon ein wenig ausgeschrieben fühle. Kunststück, nach fünfzig Jahren und fünzig selbstgemachten Büchern. Aber und das habe ich meinen Blog zu verdanken, ich reflektiere ja viel über mein Schreiben. Habe da auch oft das Gefühl da an meine Grenzen zu stoßen und, daß es nicht so wird,wie ich es will. Ob mir da ein Lektor wirklich helfen könnte,weiß ich nicht. Ich bleibe mi tmeinen ideen wahrscheinlich oft an der Oberfläche. Schreibe manches nur an und komme dann nich weiter,das stimmt. Dann probiere ich es eben noch einmal und seit ich 2005 bei dieser „Text und Kritik-Werkstatt“, der Erika Kronabitter war, verrsuche ich auch an meiner Sprache etwaszu verbessern.

Ich schreibe den Rohtext relativ schnell herunter, korrigiere dann ein paar Monate, bis der Text an den Alfred geht, der ihn mir druckereifertig macht. Große Verbesserungen kommen dann ncht mehr dazu und die Frage ist ja, was habe ich in den fünzig Jahren, seiit ich professionell zu schreiben versuche, gelernt?Am Anfang hatte ich stark das Gefühl stecken zu bleiben und mich nicht weiterzuentwickeln. Dann habe ich mir aber einmal, die“Hierarchien“,die ja etwas kritisiert wurden, herausgeholt und wiedergelesen und erstaunt gedacht „Na so schlecht ist das nicht!“

Gehemmt bin ich eigentlich auch nicht mehr, sondern schreibe am laufenden Band. Zuviel, sagt manchmal derAlfred, Das weiß ich nicht,obwohli ch jetzt ja wieder denke, nac hden“Hundert Seiten“fällt mir nichts mehr ein. Aber das denke ich mir schon seit einigen Jahren und dann ist doch wieder sehr schnell etwas Neues entstanden und was die „Hundert Seiten“ betrifft, die ich jetzt wieder ganz durchkorrigie, während ich vorher bei den einzelnen Stärngen war, denke ich, daß da auch eher etwas weg, als dazu kommenwird. obwohl es wieder eine eher kürzere erzählung ist. Da bin ich eher beim Verdichten angelangt und das wäre ja gut und literarisch erwünscht.

Ganz sitzt es noch nicht. Da bin ich wieder eher unzufrieden und denke „Schon wieder nicht gelungen!“

Aber ich werde es fertiig korrigiern,bis meiner Meinung nach jeder Satz sitzt. Das wa ja so ein Satz, den mir die Bruni malwovgehalten hat ,jeder Satz muß stimmen. Die große Feminsmus-Aufarbeitung ist es wohl nicht geworden, aber die gibt es ja auch schon,eher eine kurze Großmutter-Sohn- Enkeltochtergeschichte mit drei Handlungssträngen. Die Geschichte um Ricki Neuwirths Kind kommt mir eher wieder wie ein Jugendbuch vor und das ist es wohl auch, daß mein sozialkritischer Realismus vielleicht als zu wenig literarisch klingt und dann ist mir wohl und das mag stimmen, die Sprache wirklich nicht so wichtig, obwohl ich hauch keine richtige Heldenreiseplotterin bin. Da wirft mir ja der Uli vor, daß ich zuviel monologisiere und das stimmt wohl auch und möchte ich auch tun. Das ist wohl mein Stil.

Was die Dialoge betrifft, da bin ich, glaube ich, sicher flüßiger geworden un dschreibe inzwischen auch ganze Passagen solcher, da kann ich mich ja an die Schreibwerkstatt bei der Eveline Haas erninnern, wo wi einen solchen schreiben sollten und ich nichts zusammenbrachte. Da wa rich irgendwie blockiert, während der Krimi, den ich dort geschrieben habe Mein ist die Rache im „Best of“, für die, die es interessiert, sehr lang geworden ist und ichschreib ja viel und schnell und ich habe mr inzwischen wohl endgültig den Rat des Rudolf B., den er mir etwa 1978 gegeben hat, nur für mich zu schreiben, angenommen. Etwas anderes bleibt mir auch nicht über. Ich verschicke nicht mehr an Zeitschriften und Verlage, sondern stelle meine Texte und mein Schreibberichte in das Netzt und wer mag, kann und wird mich finden und da habe ich auch vor das jetzt wieder so ähnlich,wie beim „Frühlingserwachen“ mit den „Hundert Seiten“ zu tun .Da gibts in den nächsten Tagen und vielleicht auch später ein paar Szenen, so daß man schon darüber diksutieren kann, bevor das Buch ferig geschrieben worden ist.

Ich weiß gar nicht, ob ich gut schreibe. Das will ich gar nicht selbst beurteilen. Ich schreibe jedenfalls sehr viel, reflektiere darüber und stelle mich auch der Kritik im Blog und denke auch, die Übung macht den Meister und die betreibe ich schon sehr lang. Also bin ich gespannt, wie es weitergeht und was in meiner heurigen Sommerschreibwerkstatt und auch später noch alles entstehen wird.

2021-07-02

Mit dem Rohtext in die Sommerschreibwerkstatt

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:51
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Der Sommer ist da, wir haben mit den verlängerten Sommerfrischenwochenenden schon angefangen und ich habe am sechsten Juni, glaube ich, mit meinem neuen Text „Wer wir waren oder hundert Seiten Depression“ schon angefangen und seither sehr intensiv daran geschrieben. Im Februar, alsich noch an meinen letzten Projekten gearbeitet habe, ist mir die idee nach dem Hören einer Lesung aus der „Alten Schmiede“ gekommen. Einen Roman über eine feministische Großmutter, ihren Sohn und ihre Enkeltochter zu schreiben. Dann ist noch die Idee mit der Nachbarin deren Kind ihr vom Jugendamt weggenommen ist, dazu gekommen und aus dem Richard, dem Sohn, ist dann noch das Corona-Thema dazu gekommen. Da kann ich nicht aus, geht wahrscheinlich nicht,wenn ich in der Gegenwart schreibe, kommt das Testen und das Maskentragen, ob ich will oder nicht, dazu und eigentlich war ja mein Plan,als ich mit dem Korrigieren des „Corona-Texte-Buches“ fertig geworden bin, mit demText in eine Sommerschreibwerkstatt zu gehen und vorher ordentlich dafür zu recherchieren, weil mir die Idee ,die ich damals der Margit Heumann kommentierte, Anfang Juni, als ich anfangen konnte, sehr weit entfernt war.

Dann bin ich aber wieder sehr schnell hineingekommen und bin jetzt noch, bevor ich zum zweiten Sommerwochenende aufbreche mit dem Rohtext zumindestens vorläufig fertig greworden und ja, es ist wieder sehr kurz geworden, wenn ich im Rahmen, des „Nanos“ schreibe, stückle ich meistens an, um die geforderten fünfzigtausend Worte zu erreichen. Schreibe ich außerhalb ist es mir eigentlich egal und habe mich schon damit abgefunden, daß ich keine tausend Seiten Schreiberin bin und man soll ja auch verdichten.

Also ich habe jetzt 34 571 Worte, fünfundsiebzig Seiten und 31Seiten. Ich habe es einmal, glaube ich, zwischenkorrigiert und bin auch einen Tag auf Romanrecherche gegangen und muß es jetzt natürlich gründlich überarbeiten, anfügen, hinzufügen.Noch dazu, daß die drei Handlungsstränge sicher noch nicht fertig sind ,denn bei der Lore will ich ja ihr feministisches Leben aufarbeiten und habe da trotz des Titels keine hundert Seiten, sondern höchstens zehn bis zwölf. Das läßt sich also sicher noch genauso überarbeiten, wie der Richard-Strang, der von seiner Zeitung entlassen wurde, weil er auf einer Anti-Corona-Demo war und jetzt seinen eigenen Kanal aufbaut und der dritte Strang hat die meiste Action, denn da kämpft sich die Ricki Neuwirth ja ihr Kind zurück. Also mal sehen und ich breche nachdem ich morgen ja mein dreizentens Jahr „Literaturgeflüster“ feiern werde, in das zweite Sommerfrischenwochenende auf, da werde ich halt korrigieren, hinzufügen, abändern…

Ich weiß, ich bin nicht sehr gut darin, weil es meistens mehr oder minder so bleibt, wie es beim Rohtext war. Also werde ich vor dem Laptp sitzen , aber vielleicht das feministische Leben noch eentsprechend ergänzen und dann habe ich ja, was die dreizehn Jahre betrifft vor, das entsprechend mit dreizehn Tagen zu feiern. Aber wie tut man das eigentlich? Ich habe mir da ja schon mal früher eine Laudatio geschrieben und zweimal entsprechende Feiern mit Lesungen abgehalten. Aber dreizehn Tage feiern? Dazwischen meine Praxis machen, in Harland radfahren, korrigieren. Aber vielleicht doch jeden Tag ein literarisches Schmankerl daraus picken und darüber bloggen. Vor allem, wenn ich, weil es ja jetzt keine Veranstaltungen gibt und ich nicht sieben Bücherin der Woche lese, einen entsprechenden Artikel schreiben. Mal sehen ,wie es wird?

Heute wäre also schon der zweite „Literaturgeflüsterfeiertag“, am ersten habe ich einen Roadtrip nach Albanien gemacht und dabei auch ein bißchen Selbsterfahrung erlebt. Am dritten kommt der entsprechende Feierartikel und dann gibt es nächste Woche ein Treffen mit der Ruth. Früher hat die ja immer Saisonabschlußfeste gegeben. Jetzt hat sie eine kleine Wohnung und lädt wahrscheinlich nur uns ein, aber da ja die Ruth eine alte Feministin ist, kann ich da ein bißchen für meine Lore recherchieren und werde das auch tun und dann bis zum dreizehnten Juli seien wir gespannt, was ich über mein Schreiben und mein Korrigieren berichten kann.

Auf in einen schönen Sommer, es gibt ja jetzt sogenannte Lockerungen, allerdings nicht in Wien. Da gibt es sogar Verschärfungen, die aber eher die Kinder betreffen und ansonsten, die drei Gs. Da weiß ich aber, daß ich mir in der Radlerschenke einen Spritzer holen kann, wenn ich den in fünfzehn Minuten trinke und da ich da ja wahrscheinlich nicht so viel zu recherchieren habe, bin ich da bald fertig. Ansonsten vielleicht ein kleines Schreibschmankerl geben. Das wäre ja auch interessant und ansonsten lesen.

Das mit den Sommerbüchern habe ich angesichts meiner langen Backliste in den letzten jahren ja ohnehin eher ausgelassen, möchte aber in der Backlist zumindestens meine Geburtstagsbücher vom letzten und vorletzten jahrlesen, bis dann im August die nächste deutsche Buchpreisliste kommt und da habe ich noch viel zu lesen und richtig, die O- Töne gibt es wieder auch und da müßte ich ja wahrscheinlich maskenlos in den Hof hineinkommen und dort halt wieder herumstehen, mals sehen, wie es geht? Ich bin gespannt und hoffe natürlich auch, daß sich mein Rohtext noch qualifizieren läßt.

2021-06-21

Sommerliche Corona-Text-Recherche

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 21:16
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Nach dem „Bachmann-Lesen“,das mich ja in den letzten Tagen sehr beschäftigte,kommt wieder ein Schreibbericht bezüglich meines neuen Projekts, das wahrscheinlich „Wo wir waren-Hundert Seiten Depression“ heißen wird, das was soll ich sagen, einmal gut, geht und dann wieder nicht, wo ich anstehe, denke, ich kann es nicht und bringe es nicht fertig jeden meiner drei Handlungsstränge in Schwung zu bringen.Und da ich ja nicht viel Ansporn habe,muß ich alleine weiterkämpfen, tue es auch, werde mein höchstwahrscheinlich dreiundfünffzigstes selbstgemachtes Buch zu Ende bringen in den Blog stellen und das wars dann auch und das ist wahrscheinlich ein wenig frustrierend. Trotzdem weiß ich, daß ich das Schreiben wahrscheinlich nie aufgeben werde, schon zweiundfünfzig literarische Bücher habe, einundfünfzig selbstgemacht.

Aber zurück zum Schreiben und zu meinen neuen Buchprojekt, da habe ich ja schon in den Sommerplänen einiges darüber geschrieben, inzwischen gibt es dreiunddreißig Szenen 15754 Worte und dreizehnszenen und es ist eine drei Strang eine Großmutter-Sohn-Enkeltochter Geschichte, die ich mir ein bißchen vom Mieze Medusa abgekupfert habe, die meinte, daß es in der Literatur nur wenig ältere Frauen gibt.

Lore, die Großmutter ist siebzig, also etwas älter als ich und eine alte Feministin, der Sohn ist fünfzig, Journalist und wurde von seiner Zeitung entlassen, weil er zu Corona kritisch war und auf einer diesbezüglichen Demo war. Man sieht, ich kann das nicht lassen. Die Enkeltochter ist eine sogenannte Corona-Maturantin zieht nach dieser von Weitra, wo sie bisher bei der Großmutter lebte, wieder nach Wien zum Vater zurück und erfährt da von seiner Nachbarin, daß ihr das Jugendamt ihr neugeborenes Kind weggenommen hat.

Der Dritte, der Amelia Strang ist bis jetzt am Flüßigsten. Die Nachbarin bittet Amelia mit ins Besuchscafe zu gehen, dann rastet sie aus, rennt weg, Amelia geht der Pflegemutter mit dem Baby nach und wird dessen Babysitterin. Also wohl genügend Spannung ,wenn mir gelingt damit richtig umzugehen, aber was mach ich mit den beiden anderen Figuren, wo die eine ja ihre Memoiren zu hundert Seiten Depression und der Sohn seine Dokumentation zu fünfhundert Tage Corona- Wahnsinnn, Gesundheitsdiktatur oder Verschwörungstheorien aufschreiben will.

Das floß mir bisher nicht so flott von der Hand und da dachte ich bis gestern, ich kann es nicht, bin damit schon wieder zu Ende, schreibe die Jugendamtsgeschichte fertig. Die Nachbarin bekommt ihr Knd zurück,beschließt doch nicht Gender zu studieren, sondern Sozialarbeitin zu werden, um künftig solche Fälle zu verhindern und kann sich dann mit Vater und Oma bei irgendweiner Buchpräsentation treffen, wenn Corona wieder vorüber ist und beide Bücher vorgestellt werden. Der Vater ist rehablitert, wird wieder angestellt, die Großmutter har ihr Leben mit ihren Memoiren erfolgreich beendet und das Ganze hat vierzig bis fünfzig Seiten, ist also eine eher kurze Kurzgeschichte, was ja nichts macht weils ohnehin keiner bemerkt.

Achtung Ironie, so soll es selbstverständlich nicht werden und ich habe schon die Fäden gespannt, um weiterzuerzählen, aber wenn ich etwas in den fast fünzig Jahren meines erfolglosen Schreibens gelernt habe, dann das in zwei Wochen kann man keinen Roman schreiben. Also stattdessen „Mensch ärgere dich nicht!“, spielen und immer wenn man hinausgeflogen ist, wieder von vorne anfangen, bis man alle Steine im Stall hat und das Buch dick und rund geworden ist und die Handlung stimmt und das ist ja noch etwas, was ich in dem Sommertext aber auch schon früher geschrieben habe, immer wenn ich mit einem Text fertig bin, beginne ich die Fenster zu putzen und ziehe in der Stadt herum, um Recherchen für das Neue zu sammeln, aber wie macht man das in Corona-Zeiten, wo man bis Ostern ja um acht oder überhaupt den ganzen Tag zu Hause sein und im Schlimmsten Fall, der Polizei beweisen mußte, warum man gerade kurz auf der Bank oder Luftschnappen war und da ich ja keine Maske tragen will, kann ich auch nicht zum Mc Donalds gehen und mir einen Cheeseburger kaufen, wie ich das früher immer machte./2021/05/24/gesund-frei-widerstandig/

Dann bin ich aber vor zwei Wochen, sowohl mit dem dritten Corona-Buch fertig geworden, das inzwischen auch schon von der Druckerei gekommen ist und mit dem Korrigieren meine Corona-Texte auch, da bin ich mir zwar nicht sicher, ob da nicht vielleicht noch neue hinzukommen, etwa wenn die Deltavarinate kommt und man dann doch im Juli die Maske nicht fallen darf, obwohl es ja nur mehr hundert tägliche Infizierte gibt.

Aber an dem Wochenende nachdem ich fertig geworden bin, bin ich auch zwar ohne meinem Notizbuch hinausgekommen, war bei einer Anti-Impfung-Demo, da hatte ich, glaube ich, das Buch mit, dann noch bei einem Flaschmob am Platz der Menschnrechte, wo die jungen Neos mit Busenhalter und Regenbogenfahnen herumfuhren, habe dort einen „Hugo“ getrunken und am nächsten Tag war ich noch am Karlsplatz, weil da die Polizei zwei Tage vorher gegen die Jugendlichen aufgetreten ist, die dort Musik hörten und das wäre ja auch etwas für meine Amelia.

Dann habe ich das Rechercheprojekt aber nicht mehr weiter verfolgt, weil geschrieben und geschrieben und letzten Montag in Harland war ich dann soweit, daß ich dachte, ich kann es doch nicht, ich bin schon ausgeschrieben und es wird wohl nichts.

Dann kam der „Bachmann-Preis“,der mich diesbezüglich wieder etwas inspirierte und ich habe viel daraus gelernt und heute ist der /literaturgefluester.wordpress.com/blogwart/Alfred mit seiner Wandergruppe zur Preintalerhütte aufgebrochen. ich nicht mit wegen den drei Gs, die braucht man dort zwar angeblich nicht, ist aber doch nicht so sicher, daß nicht irgendein Wirt sagt, zeig mal her, so hat sich der Alfred heute morgen testen lassen, wie er das nach zwei Tagen macht, ist unklar aber vielleicht liegen in der Hütte Selbsttest auf.

Ich teilte mir am Montag keine Stundern ein, weil der Alfred, wenn er auf den Berg wandert, ja nicht wie ausgemacht auf das Baby aufpassen kann, weil die Anna wieder arbeiten ist. Dann rief die Anna an und sagte, sie hat doch jemanden in Harland, so daß das Baby nicht nach Wien fahren muß und ich dachte, wenn ich schon nicht weiterschreiben kann, dann gehe ich recherchieren und schaue, ob ich für den Richard etwas zusammenbringe, denn der hat ja, nachdem er entlassen wurde, sein Onlineportal aufgebaut und wollte den Gesundheitsminister interviewen und da hörte ich kürztlich, ein Interview zur Impfpflicht für die Kinder und was man macht wenn sich doch nicht fünfundachtzig Prozent impfen lassen? Wie bringt man sie dazu? Mit Zwang natürlich., Man schafft das Test-G, das man erst erzwungen hat, ab oder sagt, kostet dreißig oder fünzig Euro jeden zweiten Tag oder du bleibst zu Hause und dein Arbeitesgeber kann auch von dir verlangen, daß du dich impfen läßt. Ansonsten sind alle schäbig, die das nicht für die anderen tun und Nebenwirkungen gibt es nicht oder sind vernachläßigbar und im Herbst werden auch die Kinder geimpft sein müßen und wenn nicht, kommt das Jugendamt, weil es ja Schulpflicht gibt.

Gibt es nicht füge ich an, bis Ende juli kann man sein Kind für den häuslichen Unterricht anmelden. Aber das schaffen wohl nicht alle und ist wahrscheinlich auch nicht für alle gut, weil da wirklich Bildungsdefizite entstehen könnten.

Da habe ich übrigens, als ich von meinem Rechercvhetag früher als erwartet, wegen der Hitze, die mich ziemlich niedergeprackt hat, auf einer Parkband Halt machte, um mir den Schweißp abzuwischen, habe ich ein Pickerl gesehen: Zwei Hamster oder wahrscheinlich Kaninchen, weil Ex-Miniser Kickl ja sehr gerügt wurde, als er sagte, die, die sich impfen lassen, sind Versuchskaninchen, sind sie nicht, weil sie Menschen sind, aber schon, weil die Impfung ja erst ihre Wirkung oderNervebenwirkung beweisen muß und das kann man wohl erst nach einigen Jahren feststellen, wie gut sie gewirkt hat.

Also zwei Kaninchen, fragte eines das andere „Läßt du dich stechen?“- „Ich warte erst die Ergebnisse der Menschenversuche ab!“, antwortet das andere.

Das ist also etwas, womit der Richard arbeiten konnte und ich habe auf meinen Recherchegang auch etwas interessantes bei einem Friseur gesehen, der die ganzen Anweisungen an seiner Tür hängen hatte.

„Kommen Sie nur, wenn Sie gesund sind, setzen Sie die FFP2-Maske auf, zeigen Sie die drei Gs, es gibt keine Getränke und folgen Sie den Anweisungen des Friseurs!“

Das klingt sehr martialisch und ist wahrscheinlich,das was mich stört,, so daß ich wahrscheinlich beim Selberschneiden bleibe. Auch das kann der Richard verwenden und sich vielleicht eine Haarschneidemaschine kaufen.

Nun aber zu meinen Rechercehtag,in der ärgsten Hitze, aber es gibt keine Maskenpflicht im Freien mehr.Ich kann zwar nicht zum Mc Donalds gehen, aber beim Würstlstand oder beim „Nodrsee“ kann man sich beim Buffet was kaufen und das dann, glaube ich, auch fünfzehn Minuten essen, ohne sich fünfzig Meter weiter zu begeben.

Also bin ich mit meinen Notizbüchern zuerst zu den Bücherschränken aufgebrochen. Beim „Wortschatz“ gab es nichts. Dann bin ich zu dem in der Stiftgasse, wo die Christa Stippinger ihre Bücher hineinlegt und da fand ich, o Glück,was mir ja leider abging, die „Exilpreis-Anthologie“ von 2020 und einen kleinen Park gibt es da auch. Also setzte ich mich mit meinen Notizüchern und meinen Funden zum Kinderspielplatz. Ein kleiner Bub hüpfte da, unterstützt von seinem Vater herum. Dann kam die Mutter mit dem Kinderwagen. Von der gegenüberliegenden Volksschule zogen die Kinder vorbei. Ein Vater holte seine Tochter ab und war dann auch kurz am Spielplatz. Ein Mann telefonierte, eine Frau führte ihren kleien Hund herum, alle sehr luftig angezogen und ich schrieb und schrieb. Konzipierte die nächste Richard und die nächste Lore Szene, wo es um Gendern und die korrekte Sprache gehen wird und natürlich auch, um Paula, Amelias Mutter, die sich sechs Wochen nach der Geburt, Leben nahm, so daß Melia von der feministischen Großmutter aufgezogen wurde.

Dann kam eine Kindergruppe, das Amerlinghaus ist ja nebenan und „Das ist unser Park!“, erklärte mir die Betreuerin und der Schrank der „Edition Exil“,die ja auch im Amerlinghaus angesiedelt ist oder war, ist auch da. Die Kindergärtnin sang dann noch „Näher mein Gott zu dir!““ und fragte die Kollgin ,ob sie gläubig sei? Während sich die Kinder ausgezogen hatten und unter dem Hydranten ein Schaffel aufgestellt hatten. Also alles sehr idyllisch und kann ich vielleicht fürdie nächste Amelia- Szene brauchen. Denn da trifft sich die Amelia ja mit der Jenny mit der Ricki im Park und versucht ihre acht Tage alte Tochter zu stillen, während vielleicht eine Kindergruppe herum planscht und dieKindergärtnerin singt .

Also hätte die Recherchetag etwas gebracht. Als ich mich etwas deplaziert fühlte, ich hatte ja kein Kind dabei und meine Sachen einpackte, sagte die Kindergärtnerin „ist es Ihnen zu laut?“ und erklärte mir das vom Amerlinghaus und ich ging in die Zieglergasse, an einer Apotheke mit einem total vermummten Tester vorbei. Da fand ich auch etwas. Hatte also eine volle Tasche. Es war schon Mittag, sehr heiß und die mitgebrachte Wasserflasche halb leer. Also etwas essen gehen.Zur „Nordsee“, auf der Mariahilferstraße wares näher als zur Kärtnerstraße und beim Golfplatz am Platz der Menschenrechte kann ich eunen „Hugo“ trinken. Das habe ich mit dem Alfred schon gemacht und vor einem Jahr,als es wieder hinausging und ich dem Baby etwas in dem schönen Kinderspielgeschäft kaufte, kann ich jetzt noch nicht, war ich auch bei der „Nordsee“ und es war sehr heiß und ich habe mir ein Backfischmenu gekauft. Diesmal habe ich eine mittlere Portion Fish und Chips genommen.

„Wollen sie einen Garnelenspieß dazu!“, fragte die Verkäuferin und ein Zehner war schon weg. Aber jetzt habe ich lange nichts ausgegeben. Dann kaufte ich mir noch eine Kugel Zitroneneis, setzte mich mit dem „Hugo“ ins Museumsquartier, schrieb weiter und dachte, will ich jetzt wirklich noch zum Donaukanal, um um sechs rechtzeitig für das „Dichtfest“ zu Hause zu sein?

Zu heiß, ich kann ja jetzt die nächsten Szenen schreiben und am Mittwoch nach der sechs Uhr Stunde kann ich noch auf den Karlsplatz und an den Donaukanal schauen und einen „Hugo“ trinken, denn dorthin geht die Amelia auch ganz gern.

2021-06-11

.aufzeichnensysteme RAUTE

Während ich bei meinem heutigen Radausflug zum ersten Mal seit einem dreiviertel Jahr bei der Radlerschenke alleine einen Kaiserspritzer trank und die fünfzehn Minuten dort und vorher beim Wilhelmsburger Rastplatz mein neues, natürlich sehr realstisches Romankonzept konzipierte und dann eine Szene geschrieben habe, ist es am Abend über Stream ins Liiteraturhaus und da zur total experientellen Literatur, nämlich zu einer Buchpräsentation des „Ritter-Verlages“gegangen, wo das dritte Buch der „.aufzeichnensysteme „RAUTE“präsentiert wurde.

Da gibt es schon zwei andere Bände, nämlich „IM GRÜNEN“ und „GRATE“, wo immer „Kommpressionen aus verdicheten Worten“ gibt, wie ich dem Programm entnehme, denn „aufzeichnensysteme bezeichnet seit 2002 eine „Schnittstelle von Literatur, visueller und auditiver Kunst als Konzept.“, die es seit 2002 gibt und die Autorenschaft hat die 1967 geborene Hanne Römer, die den Förderpreis zum Heimrad- Bäcker-Preis“ bekommern hat und seit 2000 als Autorin tätig ist und ich bin etwas verwirrt, denn ich kenne eigentlich die „elffriede.aufzeichnungsssteme“, die sich dann in „aufzeichnensysteme“ verwandelt haben und jetzt trat Hanne Römer nach der Einleitung von Barbara Zwiefelhofer, die diesmal und das ist auch interessant, nicht wie sonst, nur schwarz bekleidet war, auf die Bühne und da wurde es ganz dunkel. Dann hat sich das Ganze etwas erhellt und Hanne Römer saß in der Mitte auf einen Stuhl und las aus ihrem Buch das hauptsächlich aus Worten bestanden „Fingeraktivität, Schnitt, Fähigkeit, beispielsweise un dso weiter und so fort. Gelegentlich war auch ein Satz dabei und einmal ging es auch um eine Maske, die mich ja besonders interessiert und ich frage mich wieder, wie ist das mit der experimentellen Literatur, die mich ja irgendwie interessiert, sonst würde ich mich nicht für sie interessiere, obwohl ich ganz anders schreibe und auch einen anderen Literaturbegriff habe und mich auch frage, wieso das, was keinen Inhalt hat, sondern sich nur mit Sprachexperimenten beschäftigt,einen höheren Wert, als das Romanschreiben hat.

Aber das stimmt ja nicht. Es gibt ja sehr viele Romane und die sind teilweise auch sehr kompliziert, wie ich gestern in der „Alten Schmiede“ bei Norbert Gstrein erleben konnte und mein Schreiben ist noch einmal eine andere Dimension. Da schreibe ich und schreibe, versuche zu meiner Qualität zu kommen, immer besser zu werden und werde das auch zumindestens in der Quantität und meine Hemmungen, die mich früher sehr behinderten, sind derzeit auch nichtmehr da und keiner schauts an.

Aber so ist das eben mit der Literatur. Sie ist und soll, wie ich meine vielseitig sein und ich bin auch für alles offen, schaue, höre und lese eigentlich alles und immer noch in der Badewanne die „USA-Trilogie“, die ja auch sehr experimentell ist, obwohl ich, glaube ich, gar nicht so unähnlich angefangen habe.

Also alles lesen, sich mit allen beschäftigen und Barbara Zwiefelhofer, die das maskierte Publikum nach der Veranstaltung auch noch zum ein bißchen Dableiben aufforderte!

„Getränke können wir noch nicht ausschenken! Es gibt aber einen Büchertisch!“ und forderte das zugeschaltete Publikum auf, die Bücher beim Händler des Vertrauens und bitte nicht bei „Amazon“, „Denn das mögen wir nicht!“, zu kaufen und ich mag eigentlich das Ausgrenzen nicht, obwohl ich mir die „Ritter-Bücher“ weder da noch dort kaufen werden, weil ich ja noch einige ungesesene, die ich gefunden oder sogar aus den Abverkaufskisten gezogen habe, in meinen Regalen stehen habe und nicht zum Lesen komme.

Von „Amazon“ habe ich übrigens vor ein paar Wochen Amanda Hills berühmtes Gedicht „The hill we climb“ bekommen. Aber das habe ich nicht gekauft, sondern meinen Gutschein eingelöst, den ich von Jeremy bekommen habe und noch etwas habe ich zu vermelden.

En Kultereignis, was vielleicht die mangelnde Zuschauerschaft, Online waren es nur drei, erklärt, denn die EM, wurde eröffnet und ich bin, meine Leser wissen es, absolut kein Fußballfan, höre aber seit den Corona-Zeiten, weil mich das sehr interessiert und die viel berichten, viel OE24-TV und so weiß ich, daß die Spiele Italien gegen Türkei heute in Rom eröffnet wurden und Corona, wie Wolfgang Fellner, der jetzt wieder auftritt, vorhin sagte, „Corona ist vorbei!“

Wollen wie hoffen, daß er recht behält, ansonsten ist mir egal, wer gewinnt. Die Türken und die Italiener sitzen in Wien, aber schon in den Lokalen, eßen Pizza, trinken Wein und die „aufzeichensysteme“ von elffriede oder Hanne Römer sind ihnen wahrscheinlich egal.

2021-04-08

Eine Corona-Phantasie?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 20:04
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Da muß man doch etwas tun!“, dachte Eja Augustin und schaute grimmig vor sich hin. Sie schaute in den Fernsehschirm, wo gerade über den neuen, den vierten oder fünften Lockdown oder die sogenannte Osterruhe, die es im Osten dieses Landes seit Gründonnerstag gab, berichtet wurde. Nur eine Person hatte man über die Feiertage besuchen dürfen, Ausgangssperre bis Ende der Woche, wenn der Lockdown nicht noch verlängert wurde und die FFP2- Maskenpflicht an den belebten Plätzen schien immer mehr zuzunehmen und sich auszudehnen und wenn dann die Geschäfte vielleicht doch wieder geöffnet werden sollten, mußte man sich freitesten, um hinein zu können und sich einen neuen Slipo der Büroklammern zu kaufen, die man für den Berufs- und anderen Alltag brauchte und wenn man Pech hatte, wurde das auch auf die Supermärkte ausgedehnt, so daß man sich, wenn man sich nicht impfen, testen und auch nicht maskieren wollte, womöglich sein weiteres Leben nie mehr aus dem Haus gehen durfte, wenn man keinen grünen Freiheitspaß vorweisen konnte. Denn die Inzidenzzahlen stiegen möglicherweise zu einem expontionellen Anstieg an, der die Intensivstationen zum Platzen brachten, weil immer wieder neue Mutationen auftauchten, die noch viel gefährlicher waren und die Impfungen, die ohnehin nur zögernd anliefen, offenbar vor diesen nicht schützten.

„Verdammt, verdammt!“, murmelte Eja Augustin vor sich hin, als sie die Nachrichtensprecherin, beziehungsweise den Gesundheitsminister diese Besorgnis äußern hörte.

„Verdammt, verdammt!“, dabei stiegen die Zahlen gar nicht exponentiell, sondern, wie sogar der Gesundheitsminister bestätigte, linear an, was aber trotzdem Besorgnis erregend war und der Bundeskanzler hatte vor kurzem erklärt, daß man handeln müße, wenn die täglich gemessenen positiven Zahlen sechstausend erreichten! Das taten sie aber nicht. Lagen sie ja noch immer bei dreitausend und waren, bevor der neuerliche Lockdown verkündet wurde, knapp unter viertausend gelegen. Trotzdem warnten die Experten und die Nachrichtensprecherin forderte gerade eine Maskenpflicht für den Reumannplatz, weil sich da die Leute vor dem berühmten Eissalon drängten und nur die Freiheitlichen plädierte für einen Lockdownstop, verlangten, weil sonst alles kaputt ginge, alles aufzusperren und Eja Augustin hörte die Nachrichtensprecherin wiederholen, daß die Maskenpflicht im Freien für den Donaukanal, Schwedenplatz, Stephansplatz, sowie den Karlsplatz und den Maria Theresien-Platz betraf, also genau die Orte, wo die ohnehin verbotenen Demonstrationen stattfanden. Für heute war wieder eine angesagt und die letzten, auf denen sie war, hatten meist damit geendet, daß die Polizei, die Demonstranten, die den Ruf von rechten Schwurblern, Nazis und Verschwörungstheoretiker hatten, in einen Kessel hineintrieb, wo sie angezeigt wurden und Strafe zahlen mußten, denn für Demonstrationen galt schon länger FFP2-Maskenpflicht, so daß sie immer versucht hatte, sich an den Rand stellen, wo man bisher keine tragen hatten müssen.

„Verdammt, verdammt!“, dachte Eja Augustin.

„Das kann man sich doch nicht gefallen lassen, wenn das alles so widersprüchig ist und man keinen grünen Impfpaß will, der alle Bewegungswellen registriert!“

Aber wie oder was?“, bisher hatte sie das Demonstrieren für das Mittel gehalten, ihre Meinung frei zu äußern! Aber das galt nicht mehr. Noch dazu da sie eine alte Linke und keine rechte Verschwörungstheoretikerin war und auch nicht unbedingt neben der FPÖ und schwingenden Österreichfahnen , die auf einer Anti-Corona-Maßnahmendemonstration eigentlich nichts verloren hatte, stehen wollte.

„Da muß man doch etwas dagegen tun!“, wiederholte es in ihr und auf einmal war ihr das Schreiben eingefallen.

Richtig schreiben, denn sie war ja Schriftstellerin und sie würde auch sehr gern einen dystopischen Roman über die Pandemie, die man vielleicht auch Gesundheitsdiktatur nennen könnte, verfassen. Aber wie tat man das?, dachte Eja Augustin seufzend, nahm einen Bleistift in die Hand und schaltete den Computer ein.

Sie hatte schon versucht einen dystopischen Roman darüber zu schreiben, einige darüber gelesen und vorher, als es noch keine Pandemie, sondern eine schwarz-blaue Regierung, die sie bekämpfen wollte, einen über eine „Unsichtbare Frau“.

Da hatte sie eine unsichtbare Frau zum damaligen Außenminister, der inzwischen Bundeskanzler war, geschickt, um die Zustände der Welt zu ändern. Das heißt, ein Schäfchen hatte sie dazu geschickt und sie hatte den schönen jungen Minister die Leviten gelesen und das könnte sie wieder tun! Des Nachts mit der Tarnkappe auf dem Kopf den Bundeskanzler, Gesundheits-Innen- und Finanzminister aufsuchen und mit ihnen darüber reden oder sie, in ein Marmeladeglas stecken, wie das in der „Sophie Hungers“ so geschehen war.

„Stoppt den Lockdown und laßt uns mit Corona leben lernen!“, könnte sie ihnen sagen.

„Steckt das Geld, das ihr für die vielen Masken und Tests braucht, lieber in die Spitäler! Rüstet die Intensivstationen auf und laßt die Menschen selbst entscheiden, wie sie sich schützen und sie auch ohne Test aus dem Wohnzimmer in den Schanigarten, damit sie sich nicht zu heimlichen Parties treffen oder zum Friseur schlechen müßen, wenn sie sich nicht dauertesten lassen wollen, weil man das vielleicht nur den schon Errankten tun sollten!

Also eine neue Aufgabe für Amanda Siebenstern, die Minister Basti aufgesucht hatte, dachte Eja Augustin und nickte schon ein bißchen fröhlicher vor sich hin

So könnte es gehen, wenn sie, um nicht kriminalisiert zu werden, auf keine Demo gehen konnte, könnte sie einen zweiten Teil der „Unsichtbaren Frau“ schreiben, wo sich Amanda mit der Tarnkappe zum Kopf einer Protestbewegung machte und wenn sie die Minister dazu in eine Nußschale setzte, könnte das ihren Roman die nötige Dramatik geben.

2021-02-24

Das Corona-Texte-Buch

Der Otto, Alfreds Schulkollege aus der Wandergruppe hat zu Beginn meines Bloggens gemeint, daß ich das „Literturgeflüster“ veröffentlichen sollte.

„Nur wenn das ein Verlag tut!“, habe ich damals geantwortet. Als ich aber 2011 bei der „Wiedergeborenen“ in eine Schreibkrise kam, „Da schreibe ich und schreibe, aber keiner schauts an“, ist das erste „Literaturgeflüster-Buch“ mit den damals vorhandenen literarischeren Texten herausgekommen.

Das wurde von einigen sehr gelobt, Gerhard Jaschke hat es getan, es hat eine sehr ausführliche Rezension im „Log“ gegeben und bei meiner letzten Lesungen bei den „Textvorstellungen“, habe ich es auch vorgestellt.

Dazwischen habe ich dann begonnen, meine Bücher und mein Schreiben gezielter im „Geflüster“ vorzustellen und da ist dann das „Literaturgeflüster-Buch-zwei“ entstanden, das im letzten Jahr erschienen ist. Da gab es schon Corona und das ist ein Thema, das mich ja sehr interessiert und ich mir fast die Finger darüber wund schreibe.

Zwei Corona-Bücher „Das Frühlingserwachen“ und das das „Braunrotkarierte Notizbuch“ sind erschienen und das dritte „Mathilde im Coronaland“, der Versuch jetzt endlich einen dystopischen Roman darüber zu schreiben, ist fertig korrigert und jetzt beim Alfred gelandet der es druckfertig machen soll und da war die Idee ein drittes „Literaturgeflüsterbuch“ mit den „Blog-Corona-Texten“ herauszugeben, schon vorhanden und da gibt es schon sehr viele, denn das Thema und das Gefühl jetzt schon seit einem Jahr in einem Film zu leben und eines Morgen aufzuwachen und zu hören „Show beendet, Test vorbei!“, ist sehr stark in mir vorhanden und ich schüttle öfter den Kopf, wenn ich beispielsweise höre, daß Eltern, die ihre Kinder nicht testen lassen wollen, entmüdigt gehören.

Das ist ein Facebookeintrag eines nicht unbekannten österreichischen Schriftstellers, der auch Reisebücher schreibt oder die Geschichte, daß man sich freitesten lassen muß, wenn man zum Friseur will, Tirol gesperrt wird und die Schützen vielleicht auf alle schießen sollen, die hinaus oder hinein wollen.

Da sind schon literarische Texte im Blog entanden, dann Glossen, Zustandgerichte und sogar ein Gedicht. Also voila, was liegt näher, als all das zu sammeln und vielleicht als Erinnerungsbuch für die kleine Lia aufzubereiten, die ich im Unterschied zu meiner Mathilde natürlich schon gesehen habe und immer wieder sehe, denn ich habe ja eigentlich vor diesem Virus keine Angst, eher über die Dystopie, die dadurch entstanden ist.

Haßposting auf Corona oder Veranstaltungsstop II

Quarantänte-Schreiben

Indiebookday trotz Ausgangssperre

Corona-Tagebuch

Leben im dystopischen Rau

Ostern in Corona-Zeiten

Karfreitag in der Krise

Keine Veranstaltungen und andere Ausblicke

Corona-Gedichte

Lesen in Corona-Zeite

Kein Maiaufmarsch mehr?

Lockerungen der Corona-Maßnahmen

In Zeiten der Ansteckung

Kulturproteste und Corona-Demos

Marktbesuch in der Zombie-Apokalypse

Zwei Meter Abstand für Kunst und Kultur

Pfingsten zu Corona-Zeiten

Pandemische Zeiten

Vorsichtiger Veranstaltungsbeginn

Maskenlos

Ohne Kunst wird still

Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Wiedereinführung der Maskenpflicht?

Corona Fehlalarm?

Corona-Texte

Corona-Opfer?

In den Corona-Herbst

Ein gelbgefärbter Corona-Ampeltag

Neuerlicher Demoversuch

Abgesagt, abgesagt!

Fakten statt Panik-Demo statt Skriptorium

Noahs Fest

Lockdown und Demos

Sprache in Corona-Zeiten

Leben im Corona-Raum

Am Markt vor dem dritten Lockdown

Positiv-negativ-positiv

Ein Corona-Weihnachtsmärchen

Die Corona-Fledermaus

Wie wird die neue Normalität?

Von Massentests und Freitesten

Großdemo in Wien

Von der Donnerstagsdemo in die „Alte Schmiede“

Lockdown 2020

Online-Demos

Der Traum

Faschingsamstag-Spaziergang

In die Fastenzeit

Wo ist die Demo

Freiluftprivatissimum Grillparzer

Was ist eine Veranstaltung?

Osterruhe

Mauern

Kein Aprilscherz?

Meister Hoppel und der grüne

Eine Corona-Phantasie

Die neue (Ab)normalität

Ausflug zum Almsee

Gesund, frei, widerständig

Verschwörungstheorie

Urlaub in Wien

Menschin zweiter Klasse oder was bisher geschah

Eigenverantwortlichkeit

Impfzwang?

Zitroneneis mit und ohne Prosecco

Schutzlockdown für Ungeimpfe?

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