Literaturgefluester

2023-01-28

In drei Wochen mit dem Rohtext fertig

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 19:40
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Ich weiß, da plane ich immer mein Romanplanjahr .und nehme mir immer vor diesmal wirklich länger zu werden und mir Zeit zu lassen. Dann bin ich nach einigen Wochen fertig und diesmal sinds mit dem jetzigen Stand, vierzig Szenen, neunundsiebzig Seiten und 37.814 Worte und den fünfzigtausend, die der „Nano“verlangt und da habe ich schon gehört, daß das sehr wenig bist, keine Spur.

Drei Wochen habe ich diesmal gebraucht. Ende des letzten Jahres ist mir glaube ich die Idee von den drei Frauen, eine aus Bratislava, eine aus Prag und eine aus Budapest gekommen und habe, glaube ich, am Feiertag, den sechsten zum Schreiben angefangen.

Eigentlich ist es wieder gut gegangen und ich bin mit meinen Schreiben zufrieden. Beim „Sozialen Kreditsystem“, das nächste Woche kommen soll, war das ein bißchen anders. Da ist das nicht so geflutscht und ich habe die erste Szene mehrmals verändert und auch mit Unterbrechungen ein halbes Jahr gebraucht.

Aber sonst geht es mir mit dem Schreiben eigentlich gut und ich kann mich erinnern, daß ich vor vielen Jahren, in den Siebzigern oder Achtzigern vielleicht, die Vali einmal sagte, daß ihr die Idee nur so zuströmen würden, dachte „Wui, das würde ich auch sehr gerne!“

Das hat sich geändert. Ich finde immer sehr schnell neue Ideen. Im Moment habe ich noch nichts, aber auch noch sehr viel Überarbeitsarbeit vor mir. Denn der Rohtext ist ja nur so dahingeflitzt. Zu großen Veränderungen kommt es bei mir meistens nicht. Aber ich denke, ich habe eigentlich die Spannungsbögen und habe mich da wahrscheinlich auch an der Jurenka Jurk und ihren Romanfahrplan orientiert und am Anfang war es so, daß ich zwar die drei Frauen hatte, aber nicht wirklich wußte um was es eigentlich dabei geht?

Was das über Thema, also die Promisse ist. Dann habe ich mir gedacht, da habe ich drei Handlungstränge. Die Zsofi flüchtet vor Viktor Orban nach Wien und baut hier ihr Portal auf. Die Katalin will wieder in den Beruf einsteigen und probt in ihren Trio, soviel das mit drei Kindern eben geht und die Jelena ist mit ihrer Mutter, ihren Bruder ihrer Lehre überfordert, findet aber einen Freund.

Das war es dann und ich finde es eigentlich spannend. Habe ein paar Anspielungen drinnen. Zum Beispiel, das Farbenquartett, den blauen oder schwarzen Anzugmann, die grüne Frau und die rote, die vielleicht die Marlene Streeruwitz im weißen Hosenanhzug ist. Motive, die schon in der „Viertagebuchfrau, da in Form von Ostereiern, vorkommen. Literarische Anspielungen, beziehungsweise Bücher gibt es auch.

Die „Tage im Mai“, der Marlene Streeruwitz, „Oben Erde, unten Himmel“, der Milena Michiko Flasar und Laszlo Barnas „Bis ans Ende unserer Leben“ tausendund sehr flott in drei Wochen fünfunddreißig Worte dahingeschrieben. Nach dem Korrigeren werden es wohl fünftausend weniger sein und beim letzten der „Flora Faun“, die ich während des „Nanowrimos“ geschrieben habe, waren es nach zwei Wochen über fünfzigtausend Worte, der Text der jetzt beim Alfred liegt hat 44.076 Worte.

im Vorjahr habe ich nach den Jurenka Jurk Webinar mit dem „Frauenleben“ angefangen, da war ich auch nach einem Monat fertig.

Die „Uhren“ waren besonders kurz. Aber da habe ich schon vorhandene Szenen in eine Rahmenhandlung eingefügt und „Die gestohlenen Jahre“die auch sehr schnell vor sich gegangen sind, haben auch nur fünfunddreißigtausend Worte.

Ja, ich werde immer schneller, obwohl ich es am Anfang immer länger anlegen will. Macht aber nichts, wenn es flüssig ist. Die Leute wollen ohnehin nicht so viel lesen, obwohl ich natürlich immer länger, genauer und sorgfältiger werden will.

Bei der „Radiosonate“ mit der ich den Blog begonnen habe, war das anders. Da habe ich mich an die Jahresstruktur gehalten und das ist ein wirklich dicken Buch.

Die „Absturzgefahr“, die dann folgte, hatte auch sechzigtausend Worte. Aber jetzt bleibe ich, wenn ich nicht die „Nanostruktur“ habe, bei den dreißigtausend Worten und bei den „Nanos“ habe ich auch schon öfter angestückelt.

Macht ja nichts, muß nicht lange sein, obwohl ich gründlich überarbeiten will. Einige Unklarheiten habe ich noch drinnen und ich werde auch die Tips der Jurenka Jurk anwenden. Die sieben Stufen nochmals durchgehen und schauen wie es wird? Ob sich was verändert und eigentlich gefällt mir die Geschichte sehr und sie ist auch weniger abgelutscht, als es vielleicht bei früheren Texten war.

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2023-01-27

Vorschau auf „In den Wolken leben oder das soziale Kreditsystem“

Wieder ein neues Buch, im vorigen Jahr geschrieben, im neuen erschienen, wo ich ein bißchen nach China gegangen bin oder mir das soziale Kreditsystem und was hier davon zu spüren angesehen habe.

Ein bißchen hat die Wirklichkeit die Geschichte inzwischen schon überholt, weil die Nullcovidstrategie in China inzwischen auch gescheitert ist und das Bild am Cover von der chinesischen Mauer, hat der Alfred, der mir wieder beim Erscheinen geholfen hat, auf einer seiner Reisen geschossen.

Neugierig geworden?

Auf der Website gibts noch eine größere Vorschau zu finden. Die Leseprobe gibts auch im Blog, habe ich eine oder sogar drei Stellen aus dem Buch schon bei der letzten „Poet Night“ und beim „Open Mike“ im „Werkl am Goethehof“ gelesen.

Jetzt habe ich schon viel über das Buch verraten, so daß ich gar nicht so genau weiß, was ich für mein traditionelles Gewinnspiel fragen soll?

Aber machen wir es leicht, für den, der das Buch lesen will oder auch ein bißchen schwerer, denn ich verlinke natürlich auch die Schreibberichte, in denen man ein bisschen den Entstehungsprozeß nachvollziehen kann. Also:

  1. In welcher Konditorei, die in dem B uch auch eine Rolle spielt, ist mir die Idee zu der Steffi Schuster gekommen?
  2. Wie heißt die junge Chinesin, um die sich ein wenig kümmert?
  3. Wen lernt sie in der Konditorei noch kennen und von wem wird sie besucht?

Nach Erscheinen des Buches, was hoffentlich recht bald passiert, löse ich die Gewinnspielfragen auf.

Es wird dann wieder eine Leserunde geben, wo man über das Buch diskutieren kann.

Auf rege Anteilnahme und Feedback werde ich mich freuen und bin diesbezüglich schon sehr gespannt.

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Kein Schreibbericht aber eine meiner drei Johanne Amudsen-Geschichten, zu denen mir die Idee in Kroatien gekommen ist und die dann auch die österreichische Buchpreisliste bespricht und die auch in dem Buch vorkommt. Gibt es auch noch hier.

2023-01-09

Schreibveränderungen und Bloggerdebutshortlist

Mit dem Fünftagewebinar der Jurenka Jurk bin ich wieder gut in das neue Jahr eingestiegen. Gut und mit vielen Plänen, ist 2023 doch ein Jubiläumsjahr für mich.

Da gibt es fünfzig Jahre Matura und fünfzig Jahre literarisches Schreiben zu feiern„, das „Literaturgeflüster“ wird es im Juli fünfzehn Jahre geben und ebenfalls im Juli kann ich „Sieben Jahre Uli“ feiern. Ein verflixtes siebentes Jahr könnte man da unken, denn wir catchen uns ja sehr und er hält nicht viel von meinen Schreiben. Ich aber wohl und so starte ich in das neuen Jahr mit den besten Plänen für das neue Romanschreibjahr.

Das war auch schon im vorigen Jahr so und in den vorvorigen wahrscheinlich auch. Denn da bin ich mitten im Webinar draufgekommen, daß ich das „Frauenleben“ schreiben könnte. Da war die Idee, daß eine der Teilnehmerin fragte, ob sie sich ihr Buch von ihren alten Onkel leltorieren lassen könne und der Großonkel Bernhard war geboren. Das Rohtext dann schon Ende Jänner fertig.

Ich weiß, das geht sehr schnell bei mir und das sollte ich vielleicht ändern, wenn ich es kann und heuer war es ähnlich.

Der Alfred hat schon lange „Das Soziale Kreditsystem“ zum Fertigmachen, das ist jetzt in der Endkorrikturphase, bevor es an die Druckerei gehen kann und am Freitag bin ich mit dem Korrigieren der „Flora Faun“ fertig geworden, habe den Beschreibungstext geschrieben und das Manu an den Alfred geschickt und das ich als nächstes über drei Frauen, eine aus Budapest, eine aus Prag und eine aus Bratislava schreiben könnte, die alle im selben Haus wohnen, diese Idee ist mir, glaube ich, schon vor dem Jahreswechsel gekommen. Da haben mich drei meiner Klientinnen inspiriert, obwohl ich die Figur der Journalist Szofi, die mit dem Orban-Budapest Schwierigkeiten hat, frei erfrunden habe.

Ja und dann ist das Webinar gekommen mit denselben Fragebögen, die ich schon einige Male ausgefüllt habe und auf einmal ist das Konzept gestanden oder nein, nur die drei Anfangsszenen.

Die der Szofi, wie sie im Zug nach Wien fährt, die der Katalin, die ihre Kinder in die Schule und den Kindergarten bringt und dann ihre Freundin Barbara im Cafe Hummel trifft, die mit der Geigerin eine Band gründen will und die der Jelena, die die Zsofi empfängt und dann das Wochenende zu ihrer Mutter nach Prag fährt, weil es der nicht so gut geht.

So weit, so gut, aber noch keine wirkliche Handlung. Höchstens drei Handlungstränge, die sich durch die Heldenreise verknüpfen lassen. Ein paar Schreibartikel sind auch entstanden und ein Catchen mit den lieben Uli, der alles besser weiß und dann ist mir die Handlung sozusagen zugeflogen, so daß ich inzwischen schon sechs Szenen geschrieben habe, achtzehneinhalb Seiten und 8056 Worte und nur hoffe, daß ich nicht schon wieder nach zwei Wochen mit dreißigtausend Worten fertig bin.

Da würde mir vielleicht das Planen und das Szenenausarbeiten oder auch die Übungen der Jurenka Jurk helfen, aber nein, ich buche die Ausbildung nicht, weil ich ja nicht erst im nächsten Jahr mit den Schreiben anfangen will, aber besser werden, meine Schwächen überwinden und dann noch Leser finden, nur zu, ich bin dazu bereit.

Und was das Lesen betrifft habe ich schon ungeduldig auf die Bloggerdebutshortlist gewartet, die heute von den drei oder zwei Debutblogfrauen Bozena Anna Badura und Janine Hasse, die Sarah Jäger schreibt, glaube ich an ihren eigenen Romanen, zusammengestellt wurde.

Seit 2016 bin ich Mitglied in der Bloggerdebutjury und habe da von den sechsundsiebzig Titel der Longlist auch schon fünfzehn gelesen.

1.Finn Job „Hinterher“

2.Slata Roschal „153 Formen des Nichtseins“

3.Anna Yelitz Schentke „Kangal“

4.Silke Stamm „Hohe Berge

5.Carl Christian Elze „Freudenberg“, hat mir sehr gut gefallen

6.Tamar Noort „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“

7.Markus Grundtner „Die Dringlichkeit der Dinge“

8.Lena Marie Biertimpel „Luftpolster“, die österreichiche Debut-Gewinnerin

9.Kurt Fleisch „Albophobia“

10.Bettina Schleifinger „Erbgut“

11.Maria Muhar „Lento Violento“

12.Tatjana Scheel „Vielleicht habe ich dich nur erfunden“

13.Kim de L´Horizon „Blutbuch“

14.Anna Maria Stadler „Maremma“

15.Ela Mayer „Es war sochon immer ziemlich kalt“

Stehen ja immer einige auf den Buchpreislisten und so habe ich wieder fest mit „Blutbuch“ gerechnet, aber das hätte ich wahrscheinlich nicht vorgeschlagen und wie das immer ist, man bekommt dann Bücher auf die Leseliste, die einem vorher entgangen wären und so gibt es von den fünf Shortlisttitel, die ich die nächsten Wochen lesen soll, ein schon bekanntes, nämlich

  1. Slata Roschal „153 Formen des „Nichtseins“, ein eher experimentelles Buch, während mit die vier anderen unbekannt sind.
  2. Claudia Schuhmacher „Liebe ist gewaltig“
  3. Noemi Somalvico „Ist hier das Jenseits, fragt das Schwein“, klingt interessant und macht neugierig
  4. Ursula Knoll „Lektionen mit dunkler Materie“ mit der habe ich schon einmal am Volkksstimmefest gelesen.
  5. Annika Büsing „Nordstadt“

Und jetzt müßten noch die vier Bücher kommen, damit ich sie lesen kann.

2023-01-08

Wer ist ein Hobbyautor?

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:00

Das ist eine Frage über die ich mich mit dem lieben Uli immer catsche, der mir hier ja sehr eifrig kommentiert, um mir zu beweisen, daß ich nicht schreiben kann!

Aber ich kann es natürlich, habe es irgendwann und irgendwie zwischen meinen sechsten und siebenten Lebensjahr gelernt, als mich die öffentliche Volksschule wegen meiner Sprachfehler nicht nehmen wollte und ich dann ein Jahr lang oder so bei einem Herrn Aschenbrenner behandelt wurde.

Ab da oder bald danach wollte ich wahrscheinlich Schriftstellerin werden oder was immer ich mir darunter vorstellte. So kann ich mich erinnern, daß ich in der Volksschule am Wochenende Aufsätze schrieb, die ich dann meiner Lehrerin Frau Keiler zeigte, die dem Ganzen auch recht wohlwollend gegenüberstand und mir, wie ich mich erinnern kann auch Schreibtips gab, nicht zwei Synomyme gleichzeitig oder so, verwenden und die war, glaube ich, konstruktiv und die Frau Linser in der Haupschule und die Frau Professor Friedl in der Straßergasse waren das auch.

Und 1971, zwei Jahre vor meiner Matura, habe ich beschlossen, ich werde Psychologie studieren und schreiben und beides dann getan. Große Pläne hatte ich, größenwahnsinnig nennt es der Uli, den „Nobelpreis“ beispielsweise zu bekommen. Jawohl davon habe ich geträumt und ich denke, das war mein Synomen für die Anerkennung und an der hat es ja bekanntlich gehapert.

Denn dann kam die „Einladung zum Tee“, nach ein paar Fehlversuchen, endlich eine gelungene Geschichte, 1978, war das, glaube ich und die Monika und der Gerhard, denen ich sie stolz zeigte, sagte beide unioso „Das ist nicht gut!“

Heute denke ich, das hätte nicht sein müssen und damals habe ich mir schon gedacht, das kann und darf ich keinen anderen sagen und habe im „Arbeitskreis der schreibenden Frauen“ in den mich dann die Monika brachte, mich auch sehr zurückgehalten. Da kann ich mich erinnern, daß die Bruni eine Geschichte las, wo die Protagonistin sich dann plötzlich als Mann entpuppte, was ich nicht verstanden habe. Ein paar Jahre später hat sie das dann nochmals gelesen und da habe ich das gefragt und gemerkt sie war beleidigt und hat „Das ist die Retourkutsche!“, gesagt. War es nicht, aber ich habe gelernt, ich muß nicht kritisieren, muß nicht beleidigen und kann trotzdem ehrlich sein.

Dann kam der „GAV-Eintritt“, die Verlagssuche die nicht klappte, die ersten Veröffentichungen in kleineren Literaturzeitschriften, bis zur „Rampe“ und den „Wespennest“ habe ich es gebracht. Ich habe für die GAV Veranstaltungen organisiert und als ich mich 1987 von der HNO-Kinik, wo ich vier Jahre Psychologin in der Sprachambulanz war, in meine freie Praxis verabschiedete, war ich offen für beides, für die Psychologie und die Schriftstellerin und hätte auch das gemacht, wenn es sich ergeben hätte.

Hat es nicht, vom Schreiben leben, ging nicht und da wäre ich schon bei der Hobbyautorin und das klingt und klang ein wenig abwertend. Die Hausfrau, die am Küchentisch ihre Gedichterln schreibt, aber Kritiker, die Marlen Haushofer hat das jahrelang getan und, ich glaube, die Christine Nöstlinger auch und was ist an einem Hobby abfällig?

Nichts natürlich. Es wird nur so gebraucht, du bist keine richtige Autorin. In St. Pölten habe ich einmal für die GAV eine Frauenlesung veranstaltet und dazu neben der Elfriede Haslehner, der Ruth Aspöck, der Bruni Langthaler, etcetera auch die Marie Therese Kerschbaumer einladen wollen, die empört „Das ist eine Hausfrauenlesung!“ antwortet.

War es nicht, denn es waren keine solchen dabei, aber doch nicht so bekannte Autoren und wenn man den Begriff genau betrachtet, stimmt er natürlich, denn wenn man von seinem Schreiben nicht leben kann und das tun die meisten nicht.

Da ist es wahrscheinlich ein Hobby auch für das Finanzamt und die meisten Autoren, die ich kenne, leben von Lesungen, Stipendien, von den Buchtantiemen kann man es oft nicht, organisieren Veranstaltungen, betätigen sich als Kulturvermittler und geben, wenn sie Germanistik studiert haben, auch Deutschkurse für Ausländer.

Da gibt es ja derzeit auch ein paar Veranstaltungen dazu und ich habe auch immer etwas organisiert und als die Ruth eine Veranstaltung zum Thema „Poesie und Brotberuf“ machen wollte, habe ich gesagt, da muß ich lesen und da ist es ja die Frage, wer ist ein Autor und darf man einen anderen Beruf haben, wenn man nicht davon leben kann?

Der Herr Grillparzer hat das, glaube ich, sein Leben lang getan. War Hofarchivdirektor in dem Haus das heute das Literaturmuseum ist und war trotzdem ein berühmter Dichter, John Grisham war oder ist, glaube ich, Jurist, die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk ist oder war Psychologin, das habe ich in meinen damaligen Text geschrieben, der in Poldis Galericfe vorgestellt wurde und da hat die Anna, glaube ich, damals dreizenjährig, gesagt „Meine Mutter ist Hobbyautorin!“ und das nicht schlecht gemeint und es stimmt ja auch, daß ich davon nicht lebe, aber nicht, das mir das Schreiben nicht ernst gemeint ist.

Das hat dann der liebe Uli aufgegriffen und natürlich „Sie sind eine Hobbyautorin!“ geschrieen und was „Sie wollen Honorar für Ihre Lesungen, seien Sie doch froh, daß sie lesen dürfen!

Das wäre das nächste Thema und da ich gerne lese, lese ich natürlich auch umsonst, frage aber immer vorher nach, denn das ist ja vielleicht ein Unterscheidungspunkt.

Die „richtigen Autoren“ verlangen ein Honorar und bekommen es auch, wenn sie Menasse, Frischmuth, etcetera aber auch Mieze Mesdusa oder Markus Köhle, heißen, aber die leben, glaube ich, auch von der Kulturvermittlung, also Moderation in der der „AS“ zum Beispiel und der Uli bezeichnet sich, glaube ich, selber als Hobbyautor und sieht nichts Abfälliges dabei und das ist dann okay und da hat sich der Begriff im Laufe der Zeit, glaube ich, auch verändert.

Denn als ich zum Schreiben angefangen habe, war es eigentlich klar, daß man versuchen soll in den Literaturbetrieb hineinzukommen. Zumindestens wäre mir nichts anderes eingefallen und damals war es auch nicht üblich für eine Ausbildung zu zahlen und es hat auch keine Ausbidung zum Autor gegeben.

Gut, es gab das Literaturinstitut in Leipzig schon in DDR-Zeiten. Da sah man das anders und in Amerika war das sowieso so. Da gabs auf jeder Universität Schreibworkshops. Im deutschsprachigen Raum war das damals nicht so. Das hat sich inzwischen geändert. Wahrscheinlich auch, weil die Autoren etwas brauchen, wovon sie leben können, deshalb haben sie Schreibseminare angeboten und Schreibschulen gegründet.

Gustav Ernst und Robert Schindl haben die „Leondinger Akademie“ beispielsweise gegründet, wo die Seminare etwas kosten.

Es gibt inzwischen die „Hochschule für Sprachkunst“, wo sich Hunderte bewerben und zehn Leute genommen werden, die haben dann vielleicht eine literarische Karriere und vielleicht auch nicht, zumindestens betonen das die Professoren, daß man da keinen Anspruch hat und die meisten Debutautoren kommen inzwischen auch von Literaturinstituten. Dann probieren sie es beim Open „Mike und beim „Bachmann-Preis“, der, als er gegründet wurde, auch sehr umstritten war, was sich inzwischen auch sehr geändert hat.

Und es wollen vielen Leute schreiben, wahrscheinlich mehr inzwischen als sie Bücher lesen und das wird wahrscheinlich auch ein Problem und weil nicht alle in Leipzig, Wien, Biel oder Hildesheim genommen werden, gehen die anderen vielleicht zur Jurenka Jurk und buchen ihre Ausbildung zum Romanautor oder die Seminare beim „Writerstudio“ wo Judith Wolfsberger, das amerikanische System übernommen hat, die etwas kosten und, die man sich leisten muß und da hat sich der Begriff auch geändert und auch der, ob man zum Schreiben jetzt den Musenkuß braucht, wie es früher war oder etwas ist, das man lernen kann und muß und das auch auf der Universität oder woanders lernen darf.

Früher konnte man das Schreiben nicht lernen, es gab keine Ausbildung zum Autor und mußte es trotzdem und hat es durch das Schreiben getan und jetzt gibt es halt Leute, die sich die Schreibschulen leisten und das Schreiben als Hobby und das als nichts negatives ansehen.

In den Literaturbetrieb kommen sie damit wahrscheinlich nicht, wollen das vielleicht auch gar nicht. Es gibt das Selfpublishing, das in Leipzig und in Frankfurt schon ganze Hallen füllt. Bei den meisten Ausschreibungen steht aber trotzdem dabei „Kein Selfpublishing!“ und die Ministerialräte oder Oberärzte, die in Pension gehen und ihr Leben aufschreiben oder Gedichte verfassen wollen, leisten sich dann auch mit guten Gewissen, die sogenannten Druckkostenverlage und können sich das auch bezahlen.

So gesehen hat sich seit den Siebzigerjahren, wo ich zu Schreiben begonnen habe, viel verändert. Hobbyautorin nenne ich mich noch immer nicht, obwohl ich davon nicht leben kann, mir meine Bücher drucken lasse und bei Lesungen frage, gibts ein Honorar und trotzdem lese, weil ich das ja will und meine Bücher, die ich auch auf den Blog vorstelle meist verschenke.

Schreiben als Lebensform, als Passion passt für mich besser, obwohl das eine Bezeichnung ist, die, die, die vom Schreiben, also von Preisen und Stipendien leben müssen, meistens gar nicht wollen und ihn bekämpfen und das Problem , wo so viele Leute schreiben, durch Romanschulen lernen und auch besser werden und dann ihre Bücher entweder bei „Amzon“ oder bei Kleinverlagen veröffentlichen, ist wahrscheinlich, daß immer weniger Leute lesen und höchstwahrscheinlich auch die Buchpreisbücher vielleicht zwar zu Weihnachten verschenkt, aber nicht wirklich gelesen werden.

Das Schreiben ist mir wichtig und ich glaube auch, auch wenn andere mir das nicht glauben, daß ich es in den letzten fünfzig Jahren erlernte. Durch schreiben lernt man es. Meine Texte werden fertig. Da ich es aber mit der Rechtschreibung noch immer nicht so genau nehme und auch realistisch schreibe, falle ich wahrscheinlich noch immer durch den Rost oder stehe im Literaturbetrieb daneben.

Aber auch damit habe ich inzwischen gelernt zu leben und Hobbyautorin bin ich noch immer nicht, sondern eine engagierte schreibende Frau, habe aber nichts dagegen wenn andere Autoren sich so nennen und lese auch ihre Bücher, denn ich lese ja viel und gerne über den Tellerrand.

2023-01-06

Wieder in die Schreibplanung

2023 starte ich ja wieder in ein Jubiläumsjahr bezüglich meines Schreibens. Fünfzig Jahre Matura kann ich im Mai vermelden und da bin ich ja sehr euphorisch in die Welt und in meine literarische Karriere gegangen., Über das was daraus geworden ist, schreibe, beziehungsweise jammere ich sehr zum Leidwesens des lieben Uli und vielleicht noch anderen, ja gern in diesen Blog, weil ich es ehrlich nicht so ganz verstehe wieso ich hier so unbeachtet bleibe.

Zwar bin ich Mitglied in der GAV des noch immer größten österreichischen Schriftstellervereins, Einzeldelegierte der IG Autoren auch schon an die vierzig Jahre. Habe auch früher gelegentlich in eher kleineren Literaturzeitschriften veröffentlichen, ein paar sehr kleine Preise gewonnen, bei den Verlagen hat es außer bei der „Edition Wortbrücke“ nicht sehr geklappt, so daß ich mir seit cirka 2000 meine Bücher selber drucken lasse. Dabei offenbar auch wenn wir jetzt in Selfpublisherzeiten leben in ein gehöriges Fettnäpfchen getreten, dabei bemühe ich mich sehr, auch wenn der Uli tapfer behauptet, daß ich das nicht tue.

Stimmt nicht, denn ich war ja schon Ende der Siebzigerjahre im „Arbeitskreis der schreibenden Frauen“ und daher im literarischen Austausch mit Christa Stippinger, Erika Danneberg, Bärbl Danneberg, Valerie Szabo-Lorenz, Elfriede Haslehner, Marie Therese Kerschbaumer,Hilde Langthaler und einigen anderen.

Die Ruth Aspöck die Mitbegründerin der AUF, die jahrelang die „Edition die Donau hinunter“ betrieb, habe ich ein paar Jahre später auch kennengelernt und die Hilde Schmölzer, die in den Siebzigerjahren ein Buch über das weibliche Schreiben herausgegeben hat.

Im nächsten, den von der Anita C Schaub habe ich ein Portrait und als ich dann ein paarmal beim „Luitpold Stern Preis“ dem Preis der österreichischen Gewerkschaft gewonnen habe, war ich auch ein paar Jahre in der Schreibgruppe der Eveline Haas. Dann habe ich etwas später an der Schreibgruppe , die, die Ruth, der Robert Egelhofer, die Ilse Kilic und der Fritz Widhalm gegründet haben, teilgenommen, die später auch bei mir in der Krongasse mit der Doris Kloimstein, auch eine literarische Kollegin mit der ich literarischen Austausch betreibe, stattfand und seit ich blogge und mich solcherart vermehrt im Netz befinde, interessiere ich mich auch dafür, was da passiert.

Da habe ich sehr oft im Literaturcafe kommentiert, da den lieben Uli kennengelernt, dem mein Schreibstil nicht gefällt und noch immer der Meinung ist, ich plappere sinnlos im Blog vor mich hin und verbreite leeren Content.

Denke ich eigentlich nicht, daß ich das tue, wenn ich über mein Lesen, mein Schreiben, und die Veranstaltungen, die ich besuche, berichte und dann habe ich da auch ein paar Schreibtrainerinnen kennengelernt, die Annika Bühnemann, die Julia K. Stein, die Jurenka Jurk, um drei zu sennen, man sieht, mein Schreiben scheint sehr weiblich und von Kolleginnen geprägt zu sein und die letzteren drei bieten im Netz Schreibgruppen an, wo sie zeigen, wie man besser schreibt und mit seinem Schreiben erfolgreich werden kann.

Jetzt habe ich noch das „Writersstudio“ vergessen, da habe ich auch eine Zeitlang ziemlich regelmäßig an den Schnuppernkursen teilgenommen. Seminare habe ich nicht gebucht, wahrscheinlich weil ich noch der Tradition entstamme, das man dafür nicht bezahlen soll, wie das ja auch bei den Verlagen verpönt ist und als nicht professionell gilt.

Bezüglich der Schreibworkshops hat sich diese Meinung höchstwahrscheinlich inzwischen geändert, denn sowohl das „Writersstudio“, als auch die Jurenka Jurk sind da sehr erfolgreich.

Die Schnupperseminare des „Writersstudios“ sind sehr lehrreich und so habe ich bei dem letzten, für den den es interessiert, beim Kinderbuchschreiben sozusagen die Figur des Jürgen Jelleweils entwickelt, der nicht nur ein musikalisches Wunderkind werden soll, sondern den lieben Uli auch zuviel ruft.

Aber die JuSophie meine zweite Kritikerin, die ich im Netz hatte, hat auch etwas Ähnliches bemängelt und seit drei, vier oder vieleicht schon mehr Jahren beginnt mein Jahr mit einem Fünftagekurs bei Jurenka Jurk in dem sie ihren Romanfahrplan vorstellt. sie hat da ja ein sehr striktes Konzept entwickelt und bietet im Anschluß ihre Ausbildung zum Romanautor an, die immer größer und immer unfangreicher wird und auch wenn ich die höchstwahrscheinlich nicht buchen werde, sind die Trainer ja alle viel jünger als ich und das Konzept mit der Heldenreise vor mich hinzuschreiben ist auch nicht so ganz das meine, obwohl ich auch keine experimentelle Schreiberin bin.

Mir schwebt schon das psychologische realistische gesellschaftskritische Schreiben al la Robert Menasse, Verena Roßbacher, Barbara Frischmuth, Gustav Ernst, Marlene Streeruwitz, Peter Henisch, um ein paar Vorbilder zu nennen vor. Aber mein Problem beim Schreiben ist oder war vielmehr ja die Hemmung.

Der innere Kritiker, wie es Jurenka Jurk so trefflich nennt ist oder war da, beziehungsweise hatte ich da ja das Erlebnis bei einem meiner ersten Texte, daß die Monika J. und der Gerhard K. damals schrieen „Das ist nicht gut, auch wenn wir dir nicht sagen können, wie es besser geht?“

Das hat mich geprägt und das schwebt mir vielleicht noch immer vor, wenn ich einen Text beginne oder nein, nicht so ganz, inzwischen habe ich ja eine Routine. Kunststück nach fünfzig Jahren regelmäßigen kontinuierliche Schreibens und die Hemmung habe ich auch ganz gut in Griff, denn ich weiß ja beispielweise während oder vor des „Nanowrimos“, daß ich es schaffe in einen Monat fünfzigtausend Worte zu schreiben, habe ich das ja schon mehrmals probiert.

Daß ich ein Problem habe mich bezüglich Rechtschreibung total anzupassen, habe ich auch schon geschrieben, da habe ich, denke ich, meinen Weg gefunden und ich korrigiere inzwischen auch sehr viel und bezüglich der Hemmung haben mir wahrscheinlich auch die Webinare der Jurenka Jurk beziehungsweise die der Judith Wolfsberger sehr geholfen, denn wenn ich denke „Ich muß jetzt schreiben, kann es aber nicht, denn es wird sicher wieder nicht gut!“, hilft mich hinzusetzen und in der Morgenseitentechnik einfach aufzuschreiben, was ich schreiben will oder meine Szenenplanung„. Da plane ich ja nicht nach der „Schneeflockenmethode“ jede Szene vor, aber ein paar im Voraus, so daß ich weiß, wohin ich will, sind sicher ganz gut und seit ich blogge helfen mir sicher auch meine Schreibberichte, denn da habe ich es ja schwarz auf weiß und kann immer wieder nachsehen und mich informieren, wie es steht und wohin ich will?

Und bei dem Fünftagekurs der Jurenka Jurk werden immer wieder Arbeitsblätter ausgegeben, die ich jetzt schon, glaube ich, zum vierten Mal bezüglich meinen aktuellen Stand der Dinge machte und da habe ich mir heuer, ganz ehrlich schon gedacht, soll ich wieder das Arbeitsblatt eins ausfüllen, wo es um meine Romanziele und die Zeit, die ich dafür habe, geht, wenn ich da jedes Jahr dasselbe schreibe und ich eigentlich den Erfolg von außen haben will?

Ja, lieber Uli, den der mir sagt „Das ist toll, was du das tust, mach doch weiter!“, obwohl ich den auch nicht brauche, denn ich höre schon nicht auf, weil ich das wahrscheinlich gar nicht kann.

Oder doch vielleicht, habe ich ja schon öfter geschrieben, ich bin ein wenig ausgeschrieben und seit ich blogge sind auch schon an die vierzig Bücher entstanden und über siebenundzwanzig habe ich in meinen zweiten „Literaturgeflüsterbuch“ – „Mein Schreiben meine Bücher“ ganz genau berichtet. Dann kam Corona und seither sind zwölf eher kürzere Corona-Texte entstanden, von denen zwei noch nicht veröffentlicht sind und eines aus den Corona-Texten, die im Blog entstanden sind, besteht.

Also ganz schön viel, was ich da seit 1973 oder sicher schon früher geschrieben habe, auch wenn der Uli behauptet, daß ich es nicht kann.

Ich kann es natürlich, ob es literarisch ist und gefällt, ist eine andere Frage, aber wie geschrieben, ich bemühe mich sehr und das Vorjahr habe ich, glaube ich, ziemlich am Anfang noch während des Jurenka Jurk-Webinars mit dem „Frauenleben“ begonnen. Jetzt korrigiere ich die „Flora Faun“, die ich im November im Rahmen des letzten „Nanowrimos“ geschrieben habe und habe schon wieder den Plan für was Neues.

„Drei Frauen“ könnte der Arbeitstitel sein und es könnte, um eine Frau aus Bratislava, eine aus Prag und eine aus Budapest gehen und das könnte ich in dem fünf Tage-Webinar planen, habe ich gedacht, mir das erste Arbeitsblatt ausgedruckt und geschrieben, daß ich mir mehr Erfolg und Anerkennung wünsche, das „Sozial Kreditsystem“ und die „Flora Faun“, die jetzt übrigens einen neuen Untertitel hat, veröffentlichen will.

„Die gestohlenen Jahre“ sind ja noch kurz vor Weihnachten erschienen und ich kann noch immer zum regen Austausch dazu einladen und dann die „Drei Frauen“ planen, schreiben, überarbeiten, um da wieder zur Jurenka Jurk und ihren Romanfahrplan zurückzukommen. Die beginnt ja immer mit der Romanidee.

Die hätte ich jetzt ja auch schon. Dann geht sie über die Figuren. Da hätte ich diesmal die Zsofi, die Jelena und die Katalin, zur Heldenreise, da haperts bei mir immer noch ganz ehrlich ein bißchen, dann zum Plottraining und zum Szeneplan.

Da schreibe ich dann wahrscheinlich ein bißchen schneller und steige schneller ein. Einen Anfang, eine Mitte und einen Schluß habe ich aber doch und wahrscheinlich auch ein paar Spannungsbögen. Ich schreibe also eher gleich los, überarbeite aber doch und was das Veröffentlichen betrifft, werde ich wahrscheinlich beim „druck at“ bleiben und dann, wenn das Buch an die Druckerei geht, eine Vorschau in den Blog stellen. Vorher gibt es schon die Schreibberichte und wenn das Buch erschienen ist, gibt es ein Bild von mir und dem Buch. Ich löse die Gewinnspielfragen auf, lade zu einer Lese- und Diskussionsrunde darüber ein.

Da melden sich zwar nicht sehr viele, die die Bücher gewinnen und darüber kommentieren wollen, aber vielleicht wird es im Jubeläumsjahr besser. Mal sehen, ich bin gespannt und steige also wieder in der ersten Woche mit Jurenka Jurks Romanfahrplan, den ich sehr empfehlen kann, in mein Schreiben ein.

Am Tag zwei, also beim zweiten Arbeitsblatt ging es um die Frage, ob man alles zum Autor hat, was man braucht und da ist interessant, daß Jurenke Jurk und ihre Coutches, sie hat inzwischen einige davon, ermuntern, daß man sich ruhig Autor- Autorin nennen darf. Ich bleibe ja gerne bei der schreibenden Frau und habe schon öfter das Feedback bekommen „Was Dichterin wollen Sie sein?“ Will und bin ich nicht, denn ich schreibe keine Lyrik und zähle eher die Frau Mayröcker in diese Reihe.

Also wie sicher fühle ich mich als Autorin? Das ist eine interessante Frage, denn bei meinen selbstgemachten Büchern bin ich das nicht sehr und der Martin hat auch einmal ein bißchen spöttisch „Aha, ein illegales Buch?“, gefragt. Die ISBN-Nummer fehlt, richtig, die habe ich mir nicht geleistet. Aber mein erstes Projekt für 2023 außer dem fertigwerden, der beiden noch nicht veröffentlichten Bücher, sind ja die „Drei Frauen“ und da habe ich außer den Namen und den Orten woher die drei kommen, noch keinen Plot. Die Zsofi kommt aber aus Budapest, ist Journalistin und setzt sich mit der politischen Situation Ungarns auseinander, vor der sie vielleicht auch nach Wien geflüchtet ist.

Also da müßte ich recherchieren, schauen, wie es heuzutage in Budapest ausschaut und was die Intellektuellen dort zur politischen Situation sagen? Nach Prag und Bratisklava, wo ich schon lange nicht war und mich umzuschauen, wäre wahrscheinlich auch ganz gut.

Die nächste Aufgabe des heutigen Tags besteht aus der Frage, was ich dazu noch brauche, um Erfolg zu haben und da komme ich wieder darauf, daß es bei mir jetzt mehr um die Anerkennung und das Feedback von außen geht.

Der Uli hetzt und stichelt zwar wieder sehr lustig und das habe ich, glaube ich, auch ganz gern, ist aber wahrscheinlich alles in allen doch ein bißchen wenig. Mein Zeitmanagement, ist ganz gut, ich bin da sehr diszipliniert und ich werde recherchieren, den Plot erstellen, dann den Rohtext schreiben, überarbeiten, wie schon erwähnt und dann wieder, das vom Alfred gesetzte Manu an „druck at“ schicken und wenn es dann im Blog eine Leserunde gibt, wäre das fein und würde mich im Jubiläumsjahr sehr freuen.

Die Chance und die Risiken sind, daß das Buch höchstwahrscheinlich fertig wird, aber keine Anerkennung findet, was ich gerne ändern will. Budget brauche ich keines dazu. Denn das ist, habe ich auf das Arbeitsblatt geschrieben, keine Frage des Geldes, sondern der Aufmerksamkeit!

Gelernt habe ich durch die Diskussion mit dem lieben Uli, daß sich vielleicht doch nichts ändern wird. Ich will aber natürlich besser werden, an meiner Sprache arbeiten, vielleicht auch mehr Kritik annehmen, aber die sollte dann schon konstruktiv und gut gemeint sein, etcetera!

Am Tag drei ging es weiter in die Projektplanung meiner drei Frauen: Zsofi 32, aus Budappest, Journalistin, die wegen der Zensur in Ungarn nach Wien gekommen ist, dort in einer WG mit der achtundzwanigjährigen Jana aus Prag lebt, die ihr Studium abgebrochen hat und jetzt mit einer Ausbildung als Zahntechnikerin beginnt. Sie lernt Victor kennen mit dem sie eine vorsichtige Beziehung beginnt. Sie hat Probleme mit ihrem Bruder Jan und ihrer Mutter. Sie sind die Nachbarinnen der fünfundreißigjährigen Katalin, die aus Bratislava nach Wien gekommen ist, um Geige zu studieren, sich dann veddrheiratet und drei Kinder zwischen zwei und sechs hat und und wieder in ihre Karrienplanung einsteigen will.

So weit so what, einen Plot habe ich noch nicht. Da könnte mir die Heldenreise helfen, aber da bin ich von den Spannungsbögen nicht so ganz überzeugt oder bisher auch noch nicht wirklich damit weitergekommen-

Das Plotten wäre der nächste Punkt, was fehlt mir da? Da müßte ich die Heldenreise mit den Subplots verknüpfen, Subplots habe ich ja drei, aber noch keine wirkliche Handlung, da muß ich also noch eine finden und bei der Szenenplanung bin ich auch eher eine Bauchschreiberin, die mehr oder weniger ins Blaue schreibt.

Die Schwachstellen sind wahrscheinlich, daß ich noch keine Handlung habe und derzeit auch sehr schnell bin und mich so vielleicht um meine Schwachstellen herumdrücke und gelernt habe ich am heutigen Tag, daß sich höchstwahrscheinlich an der Aufmerksamkeit nichts ändern wird. Ich werde es also, wie mir schon in den Siebzigerjahren Pastor Rudolf B. geraten hat, für mich und allein versuchen müssen, was ich zwar sehr schade finde, aber besser als nichts.

Am Tag vier waren wieder die Dialoge dran, da weiß ich immer noch nicht, wie gut ich die kann, denn ich bin ja keine Dramatikerin und gehe auch nicht viel ins Theater und als das einmal das Thema bei der Eveline Haas war, habe ich mich mit ein paar Sätzen sehr abgequält. Inzwischen habe ich viele Dialoge in meinen Texten, die aber handlungsbezogen sind und sich auf den Inhalt beziehen.

Das „Show and not tell!“, ist auch sehr wichtig und da bin ich sicher auch noch sehr beschreibend, nicht zu viel erzählen und erklären, sondern mit allen Sinnen schreiben, ist sicher ein konstruktiver Tip.

Überarbeiten tue ich inzwischen sehr gründlich. Auch wenn sich da nicht sehr viel an der Handlung ändert, sondern sich eher auf die Rechtschreibung und die Grammatik bezieht, bis ich glaube, daß es sitzt und fertig ist, obwohl das Ganze natürlich, wie die Coaches betonen, nie fertig wird und man ewig verbessern kann. Aber irgendwann muß der Schlußpunkt kommen.

Beim Romananbieten hätte ich natürlich gern einen Verlag, aber da schicke ich nicht mehr herum, wenn sich jemand auf den Blog meldet, wär das fein, sonst werde ich wahrscheinlich beim Selbermachen „Druck.at“und der Selbstvermarktung, die ich, glaub ich, ganz gut kann, auch wenn ich da nicht viel Feedback habe, bleiben.

Das wären also die Punkte an denen ich mich an der Nase nehmen und im neuen Romanjahr dranbleiben sollte. Mal sehen, wie gut es gelingt und das Feedback von außen, ich wiederhole mich, wäre auch schön, wenn es kommt, ich bin jedenfalls gespannt und offen für die Veränderung.

Tag fünf war dann wieder die Wiederholung der Jahresziele, also „Die „Flora“ und das „Soziale Kreditsystem“ herausbringen, dann für die „Drei Frauen“ recherchieren, den Plot finden, schreiben, korrigieren und dann vielleicht, wie im Vorjahr schon in zwei Monaten fertig sein und alle zwei Monaten ein neues Projekt?

Das wäre ein wenig schnell und flüchtig, da hätte der liebe Uli schon recht! Aber keiner kann aus seiner Haut heraus und ich würde mir ja eher die Anerkennung von außen wünschen und da kann ich nicht wirklich viel tun, denn an die Verlage schicke ich nicht mehr, das müsste, sollte, könnte über den Blog passieren….

Die Schreibzeiten legen sich von selber fest, wenn ich Zeit und keine Stunden habe, da bin ich sehr diszipliniert. Kurse will ich keine besuchen oder die Webinare der Jurenka Jurk natürlich und die „Open days“ beim „Writersseminar“, wenn es die wieder gibt, ansonsten Veranstaltungen, „Buch-Wien“, Leipzig, „Literatur und Wein“ etcetera, das Buchpreislesen und natürlich das Literaturgeflüster feiern, deshalb wird es vielleicht hier öfter wieder Schreibartikel geben, wo man meine Texte finden kann, habe ich schon geschrieben. Vielleicht gibt es wieder Textschmankerln, wie die von der Johanne Amundsen und im Dezember kann ich wieder den Adventkalender erweitern und vorher vielleicht den „Nanowrimo“ schreiben?

Also viele viele Pläne, mein Jubiläumsjahr ist mir ja sehr wichtig. Da brauche ich eigentlich keinen Vertrag, denn was will ich in einem Jahr geschafft haben und was habe ich im letzten geschafft?

Jeweils fünf oder sechs Bücher, geschrieben und herausgebracht und wie belohne ich mich? Mit einem Geburtstagsfest, siebzig Minuten aus siebzig Büchern beispielsweise und ein paar Webinare der Jurenka Jurk, die Ausbildungvorstellung, den Romanfahrplan und den Schreibkalender und Gespräche mit den Teilnehmern, gibt und gab es auch noch, darunter eines zum Abklopfen der Romanidee. Da gibts dann zwar schon was im Literaturhaus, aber vielleicht läßt sich beides verbinden.

2023-01-01

Positiv ins Jubiläumsjahr

Das ist keine Anspielung auf die Massentestungen, die vor zwei Jahren bei uns stattfanden, einen Haufen Geld kosteten, die besser ins Gesundheitssystem gesteckt werden hätte sollen und, wie ich so höre, auch nicht sehr viel gebracht haben, sondern der Start ins Jahrs 2023, das hoffentlich ein besseres werden wird und positiv statt negativ, im wörtlichen Sinn und es ist wieder ein Jubiläumsjahr, da gab es ja schon mal eines in diesem Blog, das jetzt noch ein einmal gesteigert wird, denn ich werde ja in diesem Jahr im November siebzig und vorher im Mai jährt sich meine Matura in der Straßergasse zum fünfzigsten Mal und da bin ich ja sehr euphorisch in die Welt gegangen und habe im Herbst nicht nur mit dem Psychologiestudium angefangen, sondern auch mit dem literarischen Schreiben bis hin zur Nobelpreis-Erwartungen begonnen.

Ja, da war ich sehr euphorisch und hoffnungsfroh und was ist daraus geworden? könnte man nun fragen und gleich die Antwort geben „Ncht sehr viel eigentlich!“

Ein einziger Flop, der vielleicht auch noch durch die Corona-Krise und das was darauf folgte eingebremst und beendet wurde. Aber halt, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, denn wenn ich auf das blicke, was mir ein paar Jahre später der Pastor B aus Hamburg, später Frankfurt, geraten hat, als ich mich, so ungefähr 1978 beklagte, keinen literarischen Erfolg zu haben, daß ich es nur für mich tun soll, was ich damals energisch mit der Antwort, „Aber die Jelinek tut das ja auch nicht!“, ja da war ich vielleicht noch ein bißchen überstiegen, von mir gewiesen habe, habe ich doch inzwischen über sechzig Bücher veröffentlicht, gut achtundfünzig waren selbst gemacht,, das heißt ich habe sie mir immer jeweils zu fünfzig Stück drucken lassen. Eines, nämlich die „“Hierarchien“ ist in der „Edition Wortbrücke“ des Jack Unterwegers erschienen und zwei Fachbücher gibt es auch.

Aber zurück zum Jahr 1973, wo ich sehr euphorisch zu schreiben angefangen habe, das stimmt auch wieder nicht ganz, denn geschrieben habe ich wahrscheinlich schon seit ich lesen konnte und habe, glaube ich, auch schon meiner Volksschullehrerin meine Geschichten und Aufsätze gezeigt.

Aber ab 1973 in dem Jahr, wo auch die GAV gegründet wurde, was keinen Zusammenhang mit mir hat, obwohl ich seit 1986, glaube ich, dort Mitglied bin, bin ich es literarisch angegangen und habe dann ein paar Jahre später „Die Einladung zum Tee“ zwei Freunden gezeigt und eine vernichtende Kritik bekommen.

Dann hat mich aber die Monika, eine davon in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht, wo ich die Marie Therese Kerschbaumer, die Christa Stippinger, die Elfriede Haslehner, die Bruni Langthaler, die Erika Danneberg die Bärbl Danneberg, die Valerie Szabo-Lorenz ,und noch eine Reihe anderer kennenlernte und mich auch noch nach Auflösung des Vereins das war, glaube ich, 1984 mit der Bruni der Elfriede, und der Vali weitergetroffen habe und einige der Frauen auch weiter in der „Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters“ weitertraf.

1987 bin ich dnn in die GAV gekommen, habe begonnen meine Texte an Verlage und Zeitschriften zu schicken und mich um Stipendien beworben. Mit meinen Psychologiestudium war ich 1980 fertig. Das heißt, die Rigososen im Dezember 1979 gemacht und im Jänner 1980 promoviert und 1987 bin in ich dann auch in meine psychologische-psychotherapeutische Praxis gegangen, die ich heute noch betreibe und geschrieben und geschrieben.

Auf die Idee meine Bücher selber zu machen, bin ich dann schon Ende der Achtzigerjahre gekommen und auch beim Bundesministerium einen Antrag auf Zuschuß für die „Hierarchien“ das Buch, das ich über meinen Weggang von der Klinik geschrieben habe, gestellt und als ich das Jack Unterweger, der einige meiner Texte in der „Wortbrücke“ veröffentlicht hat, schrieb, hat er sie dann herausgebracht. Das war auch die zeit wo er aus Stein entlassen wurde. Er hat dann noch eine tragische Wende genommen und die „Hierachien“ haben verherrende Kritiken bekommen.

Ich habe versucht mich nicht irritieren zu lassen, sondern weitergeschrieben und meine Texte weiter an Verlage geschickt, bis mir der Alfred„, den ich 1982 kennenlernte, so ungefähr um 2000 „Die Wiener Verhältnisse“ bei „Digi“ drucken ließ und sie mir sozusagen zum Geburtstag schenkte.

Ein paar Jahre später habe ich dann mit dem Herumschicken aufgehört und meine Bücher nur mehr selber herausgegeben. 2008 habe ich dann auch noch zum Bloggen angefangen. Also wird es 2023 ein weiteres Jubiläum, nämlich fünfzehn Jahre „Literaturgeflüster“ geben und so starte ich sehr euphorisch in das neue Jahr und eigentlich zum ersten Mal seit langen, nicht nur das, sondern ich kann meinen geneigten Lesern und Leserinnen, höre und staune, auch ein paar positive Dinge mitteilen, die für 2023 geplant sind, denn da habe ich in den letzten Tagen ja ein paar positive Anfragen bekommen.

So wird das Jahr mit den zwei Jurien beginnen, in denen ich ja Mitglied bin. Denn am neunten Jänner wird die heurige Shortlist des Bloggerdebuts bekanntgegeben, bei der ich ja seit 2016 mitmache und die „Ohrenschmaus-Texte“ für das Jahr 2023 liegen auch schoin bei mir und im Jänner wird die Jurysitzung diesmal wahrscheinlich wieder live sein.

Dann hat mir Monika Gentner, die seit einigen Jahren ja den Tag der „Freiheit des Wortes“ organisiert, was ich 2001 und dann 2003-2009 machte, mitgeteilt, daß ich diesmal dort lesen kann und Alex Hartl hat mir vor ein paar Tagen auch geschrieben und mich eingeladen im Jänner bei einer Veranstaltung zum hundersten Geburktstag von Erika Danneberg mitzumachen und vielleicht kann ich auch wieder beim nächsten Volksstimmefest lesen, denn Corona ist ja vielleicht jetzt doch vorbei.

Was das Schreiben betrifft, warten zwei Bücher auf das Fertigwerden. Das „Soziale Kreditsystem“ liegt beim Alfred, damit er es für die Druckerei fertig machen kann. „Die Flora Faun“, die ich ja im November in zwei Wochen im Rahmen des „Nanowrimos“ hinuntergeschrieben habe, korrigiere ich gerade und werde da wahrscheinlich noch einige Zeit brauchen, habe eine Szene hinausgeschmissen und stehe jetzt bei vierundvierzigtausend Worte und höre und staune, eine Idee für das Nächste, nämlich ein Text über drei Frauen über die fünfunddreißigjährige Zsofi aus Budapest, die Journalistin ist, die achtundjährige Jelena aus Prag, die in Wien eine Zahnarzttechnikerausbildung macht und die zweiunddreißigjährige Katalin aus Bratislava, die in wien verheiratet ist, drei Kinder hat und jetzt wieder ihre Geigenkarriere wieder aufnehmen will, ist mir auch schon gekommen und kann eingeplant werden.

Und da beginnt ja das Jahr wieder mit Jurenka Jurks „Plan dein Romanjahr Webinar, wo ich wieder mitmachen werde.

Also hinein in das neue Jahr in das einundfünzigste Schreibjahr, wo ich hoffentlich erfolgreicher sein kann. Aber eigentlich bin ich das ja schon und schreibe trotz der vielen negativen Feedbacks so gut wie ich das kann und werde das wahrscheinlich auch weiter tun und was das Jahr sonst betrifft kann es auch nur besser werden.

Die Pandemie dist vielleicht vorbei und sollte aufgearbeitet werden. Die Wirtschaftkrise ist da. Der Krieg in der Ukraine auch und die Angstwellen und die Verwirrungen darüber haben auch noch nicht aufgehört sich zu überschlagen. Wir werden wahrscheinlich wieder auf Urlaub fahren. Der Alfred ist da immer sehr aktiv unterwegs, obwohl ich kein besonderer Reisetyp bin, dafür werde ich wahrscheinlich weiter Buchpreislesen und da beginnt es wahrscheinlich mit der Leipziger Messe, ja richtig dorthin können wir, wenn man das maßnahmenlos kann, auch fahren, dann den deutschen, den österreichischen und den Schweizer und was sonst so erscheint und auf meinen Stapeln liegt und da kann ich gleich vermelden Michiko Milena Flasar, hat auch ein neues Buch, das im Februar erscheinen wird. Das e pub habe ich schon und eine Einladung zu einem Event mit japanischen Spezialitäten.

Dann kommt vielleicht der Osterspaziergang, die Urlaubsreisen, fünfzehn Jahre „Literaturgeflüster“ und ob ich da, wie vor zehn Jahren ein großes Gewinnspiel mache, weiß ich noch nicht. Vielleicht kann ich, wie schon angedeutet wieder beim Volksstimmefest lesen, würde mich freuen und ein Geburtstagsfest mit siebzig Gästen und siebzig Minuten aus siebzig Büchern?

Das weiß ich nicht so recht. Siebzig Personen bekomme ich in die Krongasse nicht hinein. So viele Leute kenne ich auch nicht. Noch dazu da sich druch Corona mein Bekanntenkreis sehr verringert hat und siebzig Bücher habe ich auch noch nicht, sondern erst sechzig oder einundsechzig.

Aber ein Fest kann ich machen, wenn Corona nmich das läßt und weiterschreiben, weiterlesen, weiter zu Veranstaltungen gehen. Weiter meine Praxis machen und mich um meine Familie kümmern, die Anna wird im April neununddreißig, die kleine Lia im Juni vier und weiterbloggen.

Das habe ich auch vor, auch wenn ich da höchstwahrscheinich nicht sehr erfolgreich bin. Aber ich mache es so gut, wie ich es kann. Bemühe mich sehr und lade meine Leser weiter auf sich an meinen Gewinnspielen zu beteiligen oder mir auch so Kommentare und Rückmeldungen zu geben.

Also auf ins neue Jahr und schauen wir wie es wird? Eigentlich kann es nach den vielen Krisen nur besser werden!?

2022-11-18

„Cherubino“ übersetzt, ARA-Webinar und achtzehnter „Nanotag“

Während ich im Harlander Wohnzimmer die Szene sechsunddreißig bis achtunddreißig meiner „Flora“, die die ich am Dienstagabend bis zum Ende und bis 50.660 Worte hinuntergeschrieben habe und dann nicht mehr zum Durchsehen gekommen bin, korrigierte und dazwischen der kleinen Lia beim Malen und Spielen zuschaute, habe ich mich in die „Gesellschaft“ gestreamt, weil es das einen „Traduki-Abend“ gab und zwar wurde da die kroatische und die englische Übersetzung von Andrea Grills „Cherubino“ die damit 2019 auf der deutschen Longlist stand, vorgestellt und mit den Übersetzerinnen Tess Lewis und Milka Car diskutiert wurde und das ist immer interessant über die Übersetzungsschwierigkeiten zu hören. Der Roman, der ja, um eine schwangere Sängerin geht, die eine Beziehung zu gleich zwei Männern hat und ihre Schwangerschaft, während sie durch die Welt tingelt, um ihre Bühnenerfahrung zu machen, verschweigt, ist ja sehr musikalisch und da braucht es, meinten die Übersetzerinnen den Rhythmus und sie meinten, glaube ich auch, daß sich das Buch leicht übersetzen ließ.

Andrea Grill , die auch aus dem Albanischen übersetzt, erzählte, warum sie eine Sängerin als ihre Heldin wählte und, daß sie während des Schreibens öfter in die Oper und auch auf den Stehplatz gegangen ist und, daß sie das Buch, wie den „Nozze di Figaro“ konzipiert hat. Die englische Übersetzerin meinte, glaube ich, daß man im Jahr 2019 bei den Wort „Test“ wohl automatisch wußte, daß damit ein Schwangerschaft gemeint sei, während das in den pandemischen Zeiten wahrscheinlich anders ist und ich habe, obwohl ich, das Übersetzen und die Unterschiede, die es dabei gibt, wenn die Übersetzer vielleicht das Buch neu und umschreiben, sehr spannend finde, ja nicht sehr viel mit dem Übersetzen zu tun, obwohl meine „Zeitungsmeldung“ auf Hindi übersetzt ist und ich da keine Ahnung habe, wie gut oder schlecht Amrit Mehta das getroffen hat und Marinko Stefanovic hat mir ja einmal versprochen, die „Mimi“ auf Bosnisch zu übersetzen, JuSophies kritische Einwände haben ihn wohl davon abgehalten, aber ich hättewahrscheinlich ohnehin keinen bosnischen Verlag dafür gefunden und dann, die „Gesellschaft“ begann um sieben, gab es um acht noch eine Veranstaltung, die ich streamen oder zoomen konnte, denn da gibt es ja Jurenka jurk und ihre Romanschule, die sich jetzt sehr entwickelt hat, die gerade ihre dritte Autorenmesse beendet hat und jetzt wieder einen Infoabend zu ihrer „Ara-Ausbildung zum Romanautor“ gab und das fasziniert mich irgendwie, weil ich wahrscheinlich die Hoffnung, es doch einmal zu schaffen mit meinen Schreiben Anerkennung zu finden, obwohl ich ja keine Genre schreiben. Aber jetzt stehe ich auch vor der Aufgabe aus meinen fünfzig Szenen und achtundneunzig Seiten einen „richtigen Roman“ zu machen.

Ich schreibe ja nicht sehr abgehoben, wie meine Leser wahrscheinlich wissen und auch nicht experimentell und habe während meines Longlistenlesens jetzt schon einige Bücher gefunden, die es ähnlich machen und finde jetzt, da ich mich durch den möglichen neuen österreichischen Buchpreisträger lese, daß der es gar nicht so unähnlich, wie ich macht.

Ich bin natürlich viel banaler und erzähle wieder einmal die Geschichte einer vereinsamten Pensionistin, die im Laufe der Geschichte neue Perspektiven findet, aber der Roman wird fertig werden.

Der Rohtext ist es und er ist kürzer, als ich es wollte geworden. Mit den fünfzigtausend Worte im Rohtext gab es diesmal keine Schwierigkeiten, aber eigentlich hätte ich noch zwei Wochen weiter schreiben können und überarbeiten muß ich natürlich auch noch gründlich und da versuchen, besser zu werden. Aber ich werde den Text wahrscheinlich in zwei drei Monaten fertig haben, so daß es der Alfred ür die Druckerei fertig machen kann.

Daß ich damit wahrscheinlich trotz deiner Blogpräsentationen keine Aufmerksamkeit finde ist natürlch schwierig und jetzt gibt es noch weniger Lesemöglichkeiten als früher, aber der Roman wird fertig werden, wie auch meine anderen wahrscheinlich schon sechzig Selfies sind und das ist ja, was Jurenka Jurk in ihrer Ausbildung anbieten will, den Roman druckfertig zu machen. Das kann ich und die Anerkennung wird mir die Ausbildung wahrscheinlich auch nicht bringen, weil Schreibgruppenerfahrung habe ich ja und sogar im Laufe meines Lebens schon drei besucht. Die Erste war der „Arbeitskreis schreibender Frauen“, dann die Schreibwerkstatt der Eveline Haas, der Gewerkschaft, so um die Jahrtausenwende und dann die Schreibgruppe mit der Doris Kloimstein, der Ilse Kilic, der Ruth Aspöck, etcetera und natürlich hätte ich vversuchen können, die „Leondinger Akademie“ zu besuchen, habe das aber nicht gemacht.

Jetzt geht es mir darum Leute zu finden, die meine Sachen wirklich zu lesen und mich vielleicht ein bißchen fördern. Sonst muß ich es halt weiter allein machen.

Eine zweite Streammöglichkeit hätte es auch gegeben, wurden ja im Literaturpreis die „FM4- Wortlaubt-Preise“, die mich früher sehr interessiert haben, vergeben. Aber da habe ich heute nicht hineingeschaut, kann das aber noch eine Woche nachholen.

2022-11-10

Gegenderte Gerechtigkeit und zehnter Nanowtag

Teil zwei der „Mit Sprache-Veranstaltung“ der Kooperation der Wiener Literaturhäuser, die die „Alte Schmiede“, das Literaturhaus und die „Gesellschaft für Literatur“ sind.

„Wie steht es um die Geschlechtergerichtkeit?“ Da war ja schon eine Veranstaltung der der „AS“, wo sich Andrea Stift, Ilse Kilic und Jopa Jotakin, mit der Frage beschäftigt haben, ob man vom Schreiben leben kann? Insgesamt wurden neun Autoren ausgewählt, die jeweils einen Artikel zu drei Fragen für den „Standard“ schreiben sollten.

im Februar beschäftigt sich dann die „Gesellschaft“ mit der Alterfsrage. Da könnte ich ja auch etwas dazu sagen, wurde aber natürlich nicht ausgewählt und mit der Frauenfrage beschäftigten sich Petra Ganglbauer, Bettina Gärtner und Sandra Gugic moderiert von der „Standard-Redakteurin“ Mia Eidlhuber und das Literagturhaus war seltsamerweise ziemlich leer. Die Studenten, die in die „Alte Schmiede“ zwangsverpflichtet wurden, fehlten, was vielleicht auch interessant ist und ich behaupte wieder, ich war das einzige Stammpublikum, obwohl Barbara Zwiefelhofer mir das nicht glaubte und meinte, das käme dann, wenn ich nicht da wäre.

Nun ich war da und die Diskussion war interessant. Es gab wieder ein Heftchen, wo die Texte der drei Autorinnen enthalten waren, die sie dann teilweise lasen und da war Petra Ganglbauersä Text besonders interessant, hat die sich ja mit Veza Canetti beschäftigt, der Frau im Schatten des berühmten Nobelpreisträgers und da fallen mir natürlich Wilhelm Szabo und Valerie Szabo-Lorenz und ihr Text „Und Kafka ist es nicht“.

Ein Ehepaar bekommt Verlegerlbesuch, der fragt die Frau freundlich nach ihrem Schreiben, denn das tut, sie neben dem berühmten Ehemann, der dann liebevoll verächtlich diesen Satz sagt und diese Geschichte hätte in unser „Vier-Frauen-Buch“ kommen sollen, das es dann nicht gegeben hat.

Interessant war für mich zu erfahren, daß die Autoren mehr Honorar bekommen, als die Autorinnen auch wenn sie gemeinsam auftraten, ob das auch da Paar Jandl-Mayröcker betraf und wie ist das bei den jungen Autorenpaaren?

Da wollte Sandra Gugic keine Namen nennen. Mir fallen da Lukas Cejpek und Margret Kreidl ein, die zwar morgen nicht zum Geburtstagsfest kommen, sonst könnte ich sie danach fragen. Dann ging es um das Gendern und interessant ist da, daß da die Studenten plötzlich alle „Autor Innen“ sagen, was sie offenbar auf der Uni lernen. Zu Kim de L´Horizon ging es auch und da erinnere ich, zwölf Frauen, sieben Männer und eine nonbinäre Person, obwohl ich noch immer nicht so genau weiß, was das eigentlich ist?

Um die Sprache ging es und das kollektive Schreiben und die jungen Autoren, wie beispielsweise Sandra Gugic haben auch eine sehr junge Sprache, die mir nicht immer ganz verständlich ist, aber eine interessante Diskussion, obwohl ich mich jda wieder frage mußte, wo stehe da eigentlich ich mit meinem fast fünfzig Jahre schreiben und den an die sechzig selbstgemachten Büchern, zehn darüber über Corona, drei über die Flüchtlingsfrage und vierzehneinhalb Jahre bloggen? Mia Eidelhuber fragte die Autorinnen, ob sie zornig müde oder optimistisch wären?

„Zornig!“, sagte Sandra Gugic. Mr ist traurig und resigniert eingefallen und wiederhole wieder meine Frage, wie man fünfzig Jahre schreiben kann und nicht bemerkt wird? Man kann, keine Fragen und die literarischen Vorbilder?

Virginia Woolf wurde genannt. Da habe ich noch nichts gelesen. Von Streeruwitz und Jelinek schon. Ich lese aber auch Männer und habe eigentlich keine Lieblingsautoren und zwar ein paar mit denen ich Schwierigkeiten habe: Radek Knapp und Wladimir Kaminer oder David Sedaris. Also alle, die mir zu lustig sind. Joachim Meyerhoff könnte ich auch noch erwähnen und interessant.

Das sind ja alles Männer, aber richtig Helena Adlers „Fretten“ hat mir nicht gefallen, weil iches für ein Wiederkäuen von Josef Winkler und Thomas Bernhard halte und ein Beleben des morbiden österreichischen Klisches und da dachte ich, als ich mit meinem Gläschen Wein im ziemlich leeren Literaturhaus stand, jetzt frage ich einmal die Literaturexperten Robert Huez und Manfred Müller, der wieder gekommen war. Johanna Öttl von der „Schmiede“ hatte sich entschuldigt, wäre aber eine frau gewesen, was sie von dem Buch halten?

Sie hatten es aber noch nicht gelesen, was ich auch interessant finde. Wer bekommt den öst. Buchpreis fragte ich nochund vermutete auf Robert Menasse worauf sie mir zustimmten. Das ist aber nicht feministisch sagte ich noch und ergäzte, daß er das aber bestimmt nicht sein will und es auch nich nötig hat und, wie es nun mit meinen „Nanowrimo-schreiben“ werden meine Leser fragen, das sich jetzt schon über den zehnten Tag erschreckt und da kann ich antworten höchst ambivalent.

29399 Worte, über siebenundfünfzgig Seiten und dreiundzwanzig Szenen und ich kann schauen, daß ich über die Marke drüber komme. Einige Handlungserweiterung hätte ich jetzt schon. So die Friederike Neumaier und ihren Sohn Simon eingeführt und die Eleonore Hofbauer mit ihren Töchtern. Die Flora trifft den Simon am Donaukanal und ihren tausend Büchern wird sie sie auch mehr widmen. Das heißt, sie kommt wahrscheinlich nicht so weit, denn der Jürgen hat Mortimers Enkelsohn aufgespürt. Der kommt vieleicht nach Wien auf Besuch und am Schluß der Mortimer oder sie fahren alle nach London zu einem Konzert in die Coventgarden und Corona spielt doch eine größere Rolle. Mal sehen, daß ich damit noch zwanzigtausend Worte schaffe. Eine Materialsammlung, ich wiederhole es wieder und dann kann ich mich ja am Menasse orientieren, den ich demnächst lesen werde oder an Norbert Gstrein, denn die schreiben ja auch immer endlose realistische Romane mit vielen Handlungssträngen.

2022-11-06

Wieder Online Autorenmesse und weiterer „Nanowrimo-Bericht“

Filed under: Schreibbericht,Workshop — jancak @ 22:23
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Ich bin ja irgendwann, ich weiß gar nicht mehr genau, vielleicht über Annika Bühnemann oder Julia K. Stein, die ja im Netz Schreibtips geben und daran bin ich die „erfolglose Autorin“, ja sehr interessiert auf Jurenka Jurk gestoßen, die inzwischen eine Romanschule mit einer Reihe von Trainerin und eine Ausbildung zum Romanautor hat, wo es meistens zum Jahresanfang kostenlose Workshops gibt, wie man seinen Roman fertig machen und damit erfolgreich sein kann.

Da gab es ihre Online-Autorenmesse, ich glaube, ich bin da auf sie gestoßen und glaube auch, das war auch im November, wo ja immer viel los ist.

Vielleicht habe ich auch am „Nano“ geschrieben. Es war aber auch die „Buch-Wien“ wo ich immer intensiv teilnahm, so habe ich glaube ich nur nebenei und ein bißchen hastig hineingeschnuppert. Es gab aber Interviews mit Autoren, die eben die bewußten Schreibtips gaben und ab da bin ich in Kontakt mit Jurenke Jurk geblieben. Das heißt, sie hat mir immer Mails geschrieben und mich zu ihren Workshops etceterta eingeladen.

Da habe ich immer wieder hineingeschnuppert und ich weiß jetzt gar nicht wieviele Online Autoren- Messen es schon gab. Zwei oder drei würde ich schätzen und jetzt ist es wieder soweit und Jurenka Jurk ist inzwischen sehr professionell geworden.

So gibt es zu dieser Messe, die am Sonntag begann und eine Woche dauert, ein umfangreiches Handbuch und man kann die ersten zwei Tage gratis hineinschnuppern und ich habe in diesen November auch, wenn die „Buch-Wien“ erst in zwei Wochen beginnt, nicht viel Zeit, denn ich schreibe zum neunten Mal mit beim „Nanowrimo“ beziehungsweise habe ich das fünfte Buch in diesem Jahr begonnen, die Geschichte um Flora Faun und ihre Freudenberge und bin damit auch sehr beschäftigt, habe auch einen ungefähren Plan, wie das weiter gehen soll und derzeit halte ich bei 16649 Worte, über zweiunddreißig Seiten und zwölf Szenen, aber natürlich, auch wenn es mir der liebe Uli nicht glaubt, will ich mein Schreiben verbessern und bin also am Sonntag, wo es am Anfang Schwierigkeiten gab in den Schreibraum hineinzukommen, zu dem Interview mit der Bestsellerautorin Hera Lind gekommen, von der ich, glaube ich, einiges gelesen habe und auch einige Bücher in meinen Regalen stehen habe, die erzählte, wie sie zum Schreiben gekommen ist und jetzt Tatsachenromane nach realen Geschichten schreibt. Sie wurde 1957 in Bielefeld geboren, ist ausgebildete Sängerin und mit dem Schreiben hat sie begonnen, als sie hochschwanger war und die Fluglinie sie nicht mehr zu ihrem Auftrittstermin mitnehmen wollte. So ist sie unglücklich zu Hause gesessen und hat sich dann nach einigen Versuchen zum Schreiben entschlossen und schallend dabei gelacht.

Sie ist eine, wie man es öfter von Profiautoren hört, die eigentlich keinen Plan und auch keine Schreibblockaden hat, sondern einfach drauflos schreibt, um sich selbst zu unterhalten.

Inzwischen gibt sie auch Schreibseminare und fängt da mit einfachen Übungen an und ihr Rat an die angehenden Autoren war, es einfach zu versuchen, so wie ich es auch diesmal mit meinen „Nano“ machen will, einfach drauflosschreiben und das Material sammeln und spannend wird es bei mir diesmal werden, wenn ich wieder bei den dreißigtausend Worten bin, denn da waren meine letzten Texte fertig, aber diesmal will ich weiterschreiben, jeden Tag kann ich es wahrscheinlich nicht, weil ich an manchen Tagen viele Stunden habe und die „Buch Wien“ gibt es ja auch, aber wenn ich so weitermache müßte ich ja an die fünfzigtausend Worte kommen.

Die Online Messe wurde am Sonntag mit dem Künstler Quijchotte eröffnet, der einen Dialogroman geschrieben und Szenen daraus gelesen hat und am Abend gab es den Workshop, der sich mit den Dialogen beschäftigt und darüber hat Hera Lind in ihrem Interview auch berichtet und das ist auch für mich ein wichtiges Thema, als ich in der Schreibwerkstatt der Eveline Haas war, war das einmal das Thema und da habe ich nichts zusammengebracht. Dann war das noch in unserer Schreibgruppe Thema, da ging es schon besser und in meinen Texten, wie auch bei der Flora Faust gibt es inzwischen ganze Dialogpassagen und Gedankenmonologe. Im Workshop ging es darum, daß man daß „sagte er, sagte sie“, weglassen und in eine Art Bühnenaktion einsteigen soll. Man bekam eine Schreibaufgabe und konnte die Texte einschicken, einige wurden besprochen, ich habe mich aber mit meiner dreizehnten Szene beschäftigt, wo die Hanja einen Brief an Paul Hofbauer schreibt, so daß ich jetzt schon bei 18 198 Worte halte und morgen kann man noch einen Tag in die Messe schnuppern, wenn man nicht das „Premium-Paket“ bucht, aber da habe ich auch eine Veranstaltung geplant.

Die zwei Interwies, die für den Montag in dem Messebuch angekündigt sind, mit der 1963 geborenen Erfolgsautorin Charlotte Link, von der ich auch schon Bücher gefunden habe und den Krimi Autoren Volker Klüpfl und Michael Klobr gab es auch schon zu zu hören.

Danach muß man die weiteren Pakete buchen. Für die, die es interessiert, kann ich ankündigen, daß Dora Heidt, Jonas Jonasson, Marc Elsberg,, Jussi Adler Olsen, also lauter Spitzenautoren an die Reihe kommen und in den Workshops kann man sich mit dem „Show not tell“, den „Romananfängen“, dem „Plotten“ etcetera beschäftigen.

Ganz schön professionell, wenn man es mit vorigen Messen vergleicht und Links, wo man weitere Informationen bekommen kann, gibt es auch.

2022-11-04

Wieder „Edition-Exil entdeckt“ und vierter Nano-Tag

Die „Edition Exil“ ist ein „Newcomerverlag“ mit dem „Exil-Preis“, der „Exil-Literaturwerkstatt“ und der „Edition Exil entdeckt“, die von Christa Stippinger ins Leben gerufen wurde, stellte Barbara Zwiefelhofer, die heutige Literaturhaus-Veranstaltung vor, die ich, weil ich das Wochenende in Harland verbringe, wieder streamte und da wurde heute ein Buch vorgestellt und eine Lesung von zwei Exil-Preisträgerinnen gab es auch.

Die erste Leserin war, die 1992 in der Ukraine geborene Ganna Gnedkova, die schon lange in Österreich lebt und hier als Literaturkritikerin arbeitet.

Der erste Text, der schon vor einem Jahr geschrieben wurde, beschäftigte sich mit der Muttersprache, die man, um die Familie zu schützen, nicht so nennen darf und ging dann zu den verschiedenen Sprach- und Übersetzungsschwierigkeiten über, die man erleben kann. Die anderen Texte, „Flucht und Rettungsplan“ und die Kurzgeschichte „Die Unerträglichkeit der Schnecke“, beispielsweise, hat sie erst nach Kriegsbeginn geschrieben.

Dazwischen gab es Musik zu hören, die, glaube ich, auch von einem ukrainischen Künstler gespielt wurde.

Die nächste Lesende war die 1994 in Bosnien-Herzegowina geborene Ana Drezga, die auch schon lange in Österreichlebt, 2016 den „Exil-Preis“ gewonnen hat, in der „Exil Literatur-Werkstatt“ tätig ist und die Ausschnitte aus ihrem in Arbeit befindenen Roman las, den Christa Stippinger, wie sie betonte, sehr gern im nächsten Jahr publizieren will und der eine rotzig freche frische Sprache hat, in dem eine Ich-Erzählerin von einer Dana und einem Theater berichtet.

Dann kam die Buchpräsentation von „Blasse Tage“ eine Kurzgeschichtensammlung von Zarah Weiss, die auch Exil-Preisträgerin ist, Deutsch als Erstsprache hat und1992 in Düsseldorf geboren wurde. „Ihre Texte erzeugen sofort Bilder“, erklärte Christa Stippinger und die Autorin las zwei Texte. Zuerst die Geschichte „Weisser Rauch“, wo es um ein Kind, ein Tier, um verstrickte Familienverhältnisse in einer dörflichen Gemeinschaft, beziehungsweise, um die Schwester Martha, die zu rauchen beginnt, geht und die Erzählerin verläßt und im Hof eine Melkmaschine angeschafft wird.Die zweite Geschichte hieß „Häschen in der Grube“, die von einem toten Hasen handelte, war auch sehr spannend und Zarah Weiss freute sich endlich ihr Buch in der Hand halten zu können. Dann gab es großen Applaus. Das Literaturhaus war wieder sehr voll von Freunden und Fans.

Und von meinem „Nanowrimo-Schreiben“ kann ich berichten, daß ich wieder sehr fleißig gewesen bin. So habe ich heute nicht nur „Die gestohlenen Jahren“, die jetzt auch ein Cover haben, nochmals durchgesehen und zwei Fehler entdeckt, sondern auch zwei Szenen bei der „Flora Faun“ weitergeschrieben, so daß ich jetzt bei über zwanzig Seiten, sieben Szenen und 10.135 Wörter halte und derzeit nicht sehr zufrieden, damit bin, sondern wieder „Ich kann es nicht!“, denke und auch noch keinen richtigen Plot habe, sondern mich von Szene zu Szene vorwärt hantle. Da soll der kleine Jürgen mit seiner Mutter zu einem Konzert seines Vaters gehen und Flora ist beim zweiten Buch. Kristine Bilkaus „Nebenan“ und ihr Jugendfreund Mortimer und ihre Träume lassen sie nicht schlafen. Aber das ist ja eigentlich Absicht des „Nanowrimos“, daß man plotlos, die fünfzigtausend Worte schreibt und da bin ich jetzt zwei Tage voraus, so daß ich mich eigentlich entspannen kann.

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