Literaturgefluester

2017-05-21

Weiter mit den Schreibvorbereitungs- und Recherchemonaten

Den Mai und den Juni habe ich mir als Studien und Recherchemonate bezüglich des nächsten Schreibprojektes vorgenommen und habe da, da es in dieser Zeit ja auch Annika Bühnemann zehn Geschichten-Callenge gibt, einiges vor, beziehungsweise mit dem Geschichtenschreiben schon begonnen.

Ich beginne meine neuen Schreibprojekte ja immer mit Recherche beziehungsweise beende ich die Niemandszeit zwischen dem Alten und dem Neuen mit Ritualen, wie Fensterputzen, Aufräumen, dann sammle ich Material bezüglich des nächsten Projektes, laufe in der Stadt herum, um zu recherchieren oder aber auch, um einzukaufen oder mich und mein Schreiben ein bißchen zu „feiern“ und zu belohnen.

In der letzten Zeit kam dann ja eine gewissen Ausgeschriebenheit dazu und die Frage, da ich schon soviel geschrieben habe, über was ich noch schreiben soll.

So kam  da irgendwann die Idee, bevor ich mit den nächsten Projekt anfange, mir Zeit zu lassen, Studien zu machen, Wurf oder Kurzgeschichten zu schreiben, etcetera und während ich all das plante, ein bißchen hat mich das ja schon im vorigen Jahr beschäftigt, als ich die „Berührungen“ geschrieben habe, kam Annika Bühnemann daher mit ihrer Schreibcallenge und ich dachte „Wow, da schließe ich mich an und mache mit!“

Und sie gibt auf ihrer Twitterseite ja auch immer sehr konkrete Schreibimpulse und das ist eine Idee, die ich auch in unserer Schreibgruppe für mich entwickelt habe.

Haben wir da ja immer ein Thema, das wir uns zu Beginn, des jeweiligen Treffens ausmachen und wenn ich gerade ein aktuelles Projekt habe, schreibe ich  eine Szene zu diesem Thema und das kann ich empfehlen, das ist sehr produktiv und gibt der Geschichte manchmal einen besonderen Kick.

Und ich bin ja eine sehr Schnelle, die das Zeitlassen, obwohl sie  immer davon schreibt, eigentlich nicht kann und so ist es auch diesmal, denn irgenwann, als ich noch beim Schreiben oder beim Korrigieren des „Frühstücks“ war, kam ja die Idee über eine Frau zu schreiben die jeden Abend in einer Pizzeria sitzt und dort ein Glas Rotwein trinkt, weil ich eine solche regelmäßig sehe, wenn ich von der „Alten Schmiede“ oder der „Gesellschaft für Literatur“ nach Hause gehe.

Das habe ich aufgeschrieben. Aber da kam dann gleich der Gedanke „Nicht schon wieder eine depressive Frau. Du hast doch schon so oft über solche geschrieben!“

Das war auch der Auslöser für die Idee mir für den Beginn des nächsten Projekts sehr viel Zeit zu lassen und statt zu schreiben oder zu planen mit Skizzen zu beginnen.

Zufällig bin ich dann, um den ersten Mai mit dem „Frühstück“ fertig geworden, was der Ausläöser war zu sagen, die nächsten zwei Monate, bis zur Beginn der „Sommerfrische“, die ja jetzt nur aus verlängerten Wochenenden bestehen wird, werden der Recherche und den Skizzen dienen, sozusagen ein selbsterteiltes Stipedium, wie ich mich vor ein paar Jahren ja auch selbst zur „Stadtschreiberin von St. Pölten“ erinannt habe und zwei Monate diesbezügliche Texte verfasste.

Das habe ich beschrieben, dann meine Fenster geputzt und bin am Freitag vor zwei Wochen auch schon ein paar Stunden durch Wien gelaufen, um damit zu beginnen und dann ging es, die zwei Monate sind ja zufälligerweise gut geplant, zuerst ein paar Tage mit der Ruth und dem Alfred um den Bodensee unser Geschenk an sie, um ihren siebzigsten Geburtstag zu feiern und ein bißchen an die „Dichterradkarawane“ vor zehn Jahren zu erinnern.

Da hatte ich dann schon ein paar Schreibimpulse der Annika Bühnemann gesammelt und die waren teilweise sehr konkret, so war einer über „Hausarbeit eine fetzige Szene“ zu schreiben und ich dachte, wenn ich dann die Fenster putze, werde ich schauen, was ich dabei Fetziges erlebe und darüber schreiben.

Weil ich aber eine Schnelle bin, habe ich nicht so lange damit gewartet, sondern das Fensterputzen in der Vorstellung vorweg genommen und so ist „Die Stipendiatin“ entstanden, sozusagen, wenn man will, die erste der zehn Challenge-Geschichten und bis zum Juni, wie Annika Bühnemann vorschlägt, habe ich mit dem Veröffentlichen auch nicht gewartet.

Am zweiten Mai war dann wieder unsere Schreibgruppe und da habe ich einen zweiten Bei Annika Bühnemann gefundenen Schreibimpuls, als Thema vorgeschlagen, nämlich über „Sucht“ zu schreiben, da sie vorgeschlagen hat, eine Geschichte zu schreiben, in dem ein Süchtiger seiner Sucht nicht nach gehen kann.

Und während „Die Stipendiatin“ Züge von mir hat, beziehungsweise diese ganze Hoyyautorenfrage über die ich mich in den letzten Monaten mit meinen Kritiker Uli herumgestritten habe, der übrigens dazwischen auch darüber eine Geschichte geschrieben und seine Satirekunst zum Bestengegeben hat, ging es da schon, um die Mathilde Schmidt. Eine Szene über die einsame alte Frau, die mit Grippe im Bett liegt und daher nicht in ihre Lieblingspizzeria gehen und, wie gewohnt ihr Glas Rotwein trinken kann.

Und weil ich ja sehr fleißig bin, sind in der Zeit zwischen dem zweiten und dem sechsten Mai, wo wir ja nach Bregenz gefahren sind, zwei weitere Geschichten nach Annika Bühnemanns Vorschläge entstanden, die die Mathilde Schmidt zur Protagonistin haben.

In „Eine unerwartete Aufforderung“ habe ich den Impus verarbeitet: „Lass uns abhauen.“ Emils Augen glänzten. „Einfach wegfahren und das Leben genießen“ und dann gab es noch „Deine jugendliche Figur findet heraus, dass ihre Eltern gar nicht ihre Eltern sind. Was steckt dahinter?“

Da hatte ich schon das Konzept, daß die Mathilde eine Zwillingsschwester, sowie eine Tochter hat und Lilys Vater könnte Moritz Lichtenberg sein, den ihr ihre Zwillingsschwester ja einmal weggeschnappt hatte.

Drei Kurzgeschichten, die ich noch vor unserer Abfahrt geschrieben und während unserer Reise nach und nach veröffentlicht habe, die eigentlich schon zu dem Roman gehören, den ich ja erst im Juli zu schreiben beginnen will.

Man sieht, ich bin eine Schnelle, aber durch die Bodenseerundfahrt ohnehin aus meinen Konzept herausgekommen, denn da bin ich ja geradelt, Schiff gefahren, in eine Paul Klee-Ausstellung gegangen, habe Walser, Köhlmeier,  Arno Geiger und Erika Kronabitter gelesen und habe nicht an meinem Romankonzept weitergearbeitet.

Aber ich nehme mir ja seit einigen Jahren vor, wahrscheinlich seit ich „Mit achtzig Seiten um die Welt“ gelesen habe, aus meinen Urlauben Kurzgeschichten mitzubringen, beziehungsweise nachher Reisegeschichten zu verfassen und in den Blog einzustellen.

Da war ich diesmal ein bißchen blockiert, denn außer mir vorzustellen, wie ich durch Überlingen spaziere und dabei Martin Walser sehe, der gerade zum Zahnarzt oder sonstwohin geht, ist mir nicht viel eingefallen und das habe ich dann geleassen, weil ich ja inzwischen auch das Buch „Mit Martin Walser um den Bodensee“ gelesen habe, das wahrscheinig einige diesbezügliche Inspirationen wegnimmt oder schon erfüllt.

So bin ich letzten Montag, als wir zurückgekommen waren, zwar bis vier Uhr früh des nächsten Tages an meinen Laptop gesessen, habe die gelesenen Bücher besprochen und meinen Reisebericht geschrieben, aber keine Reisegeschichte und vielleicht ein bißchen schlechtes Gewissen deshalb gehabt.

Denn ich will ja, auch wenn mir das niemand glaubt, alles perfekt machen und bin auch sehr bestrebt, die mir gesetzten Ansprüche zu erfüllen.

So habe ich die Geschichte inzwischen nachgeholt und der „Grenzverkehr“ ist, wenn man so will, meine fünfte Challenge-Geschichte und dabei haben wir noch gar nicht Juni und ich bin inzwischen ins verlängerte Wochenende nach Harland aufgebrochen, obwohl es am Donnerstag und Freitag ein sehr vielfältiges Literaturprogramm in Wien gegeben hätte, so findet ja beispielsweise das Centrope- Festival auf das ich mich ja das ganze Semester mit den demensprechenen Textanalysen vorbereite, an diesen Tagen statt.

Ich bin aber am Donnerstag mit dem Alfred und einigen Büchern nach Harland gefahren und war da ein wenig ratlos, wie ich es mit meinem Schreibcampmonat halten soll, bin aber am Freitag mit dem Alfred und der Schwiegermutter im „Bootshaus“ Mittagessen gewesen und dann zur „Seedose“ beziehungsweise zum Traisencenter gefahren und habe dort ein wenig eingekauft.

Slips, Socken, ein Leiberl, ein Eis gegessen und am Donnerstag fährt der Alfred ja mit dem Karli für ein paar Wochen nach Amerika.

Da habe ich auch schon einiges vor, beziehungsweise, hat sich ja die Ruth schon um Ostern bei mir gemeldet und mir vorgeschlagen, mit ihr in dieser Zeit, den öffentlichen Raum zu erforschen.

Ich will das „Blogbuster-Leseprobenbuch“ lesen und dann die noch fehlenden Geschichten und vielleicht, weil ich ja so fleißig bin, noch ein paar mehr, schreiben und dann irgendwie und ganz allmählich zu meinem neuen Roman kommen, für den ich die drei schon erwähnten Geschichten sicherlich verwenden kann. Konzept dazu habe ich noch keines, beziehungsweise noch kein wirklich ausgereiftes.

Ich weiß also wieder nicht so genau, wie beginnen, fortsetzen und beenden oder doch ein bißchen. Am Anfang steht vielleicht die Grippe, dann kommt Lilys Aufforderung doch zum Begräbnis der Tante zu gehen, dort triff Mathilde Moritz Lichtenstern wieder und daztwischen rollt sie ihre Vergangenheit auf. So weit, so what und sehr fleißig.

Annika Bühnemann rät zwar auch in ihren Videos seine Schreibideen nicht zu sehr zu verraten, auf daß sie nicht gestohlen werden, aber da bin ich ich eher unbedenklich, denn natürlich kann jeder über eine Frau schreiben, die abends einsam in der Pizzeria sitzt, aber es kommen bei zwei oder drei Schreibenden sicher zwei oder drei verschiedene Geschichten heraus.

So weit, so what und sehr zuversichtlich meine zwei Schreibcampmonate sehr intensiv zu verleben und etwas kann ich noch verraten, das „Etcetera Köpfe-Heft“ für das ich ja im Februar in unserer Schreibgruppe eine Geschichte geschrieben habe und die dann beim Osterspaziergang der LitGes vorgelesen habe, ist inzwischen zu mir beziehungsweise zum Alfred gekommen.

Denn der hat ja Eva Riebler seine Fotos, die auch in dem Heft enthalten sind, zur Verfügung gstellt. Da kann man also auch ein Foto von mir finden und nachlesen, daß ich meine Geschichte beim Osterspaziergang gelesen habe.

Sonst kann ich noch vermelden, am Mittwoch, um zehn werden die Namen der Glücklichen oder Auserwähleten bekanntgegeben, die heuer beim Bachmannpreis lesen dürfen, da habe ich diesmal noch keine Überlegungen angestrengt, wer das denn sein könnte und wen ich davon kenne. Bin also sehr gespannt iund schreibe beziehungsweise recherchiere bis dahin eifrig weiter und dann gibt es auch bald „Neun Jahre Literaturgeflüster“ zu feiern.

2017-05-04

Zwei Monate Schreibvorbereitung und Blogbuster-Preis

Wie geht es weiter mit meinem Schreibcampprojekt? Zur Erinnerung, da stelte ich mir ja schon seit ein paar Wochen die Frage, was mache ich, wenn ich mit meiner „Bibliotheksgespenstgeschichte“ fertig bin?

Da gibt es ja die Idee über eine Frau zu schreiben, die jeden Abend in einer Pizzeria ein Gläschen Wein trinkt, ich habe da auch ein bißchen was aufgeschrieben, einen Moritz Langenegger oder Lichtenstern dazu erfunden. Dann gedacht, ich könnte über zwei ungleiche Zwillingsschwestern schreiben, eine Idee die ich vor Jahren schon einmal hatte, aber wirklich befriedigt hat mich das nicht, denn ich habe ja schon so oft über depressive Frauen geschrieben, „dröflzig“ würde es mein Kritiker Uli nennen und das wäre dann auch nichts Neues.

Also die Idee mit Geschichten anzufangen, mit Studien und Recherchen, denn die Idee ein paar Tage lang durch die Stadt herumzulaufen, sowohl ein wenig Sightseeing zu betreiben, einukaufen, aber auch Ideen und Notizen zusammeln habe ich schon lange.

Vorige Woche bin ich mit dem „Frühstück“ fertiggeworden und dann gab es einige literarische Veranstaltungen und nicht wirklich Zeit mit meinen Ideen zu beginnen. Auch zum Fensterputzen, das Ritual, das ich seit einigen Jahren habe, wenn ich mit einer Geschichte, fertig bin, bin ich noch nicht wirklich gekommen.

Das habe ich für morgen Freitag vor, denn da habe ich nur eine Stunde, also Zeit für mich und meine Recherchen und als ich die Idee hatte, vielleicht mit ein paar Kurzgeschichten anzufangen, die hatte ich ja schon vor einem Jahr einmal, als ich die „Berührungen“ geschrieben habe, da war ich nicht ganz sicher, ob ich da jetzt „Wurfgeschichten“ oder einen „Roman“ schreiben wollen,  bin sehr bald beim Roman gelandet und jetzt bin ich auf Annika Bühnemann Schreibchallenge „10 Geschichten in drei Tagen gestoßen“, die sie in Juni mit anderen machen will.

Das passt perfekt, da mitzumachen, habe ich gedacht oder vielleicht doch nicht so ganz, denn noch ist es ja Anfang Mai  und ich bin nicht der Typ da ein Monat zu warten.

Aber Annika Bühnemann bereitet ihre Geschichten auch vor und ich kann ja schon im Mai damit beginnen, habe ich gedacht und mir vorgenommen im Mai und Juni ein sogenanntes „Schreibcamp“ zu veranstalten, also möglichst noch nicht an meiner Geschichte von der Mathilde Schmidt zu schreiben und dann in vier bis sechs Wochen damit fertig zu sein, sondern erst danach beginnen und dazwischen Stoff und Ideen sammeln oder diesbezügliche Kurzgeschichten verfassen.

Das erste Mal habe ich schon vor Ostern von diesen Ideen und meiner Strohwitwenschaft geschrieben, die ich habe, wenn der Alfred  mit dem Karli nach Amerika fährt, da hat sich dannn die Ruth gemeldet, mir von einem Folder über die „Kunst im öffentlichen Raum“ erzählt und mir vorgeschlagen, die dann aufzusuchen und darüber zu schreiben.

Gut, habe ich gedacht, aber mit der ersten Geschichte schon letzten Samstag begonnen, denn da gibt ja Annika Bühnemann im Zuge ihres Projekts per Twitter Tips und Schreibanleitungen und die Idee „Eine Szene über die Hausarbeit“ zu schreiben hat mir gleich gefallen.

Da könnte ich dann über mein Fensterputzen schreiben, habe ich gedacht, da ich aber sehr schnell und ungeduldig bin, es nicht geschafft, solange auszuharren und darauf zu warten, sondern gleich nach dem „Franz Werfel-Symposium“, losgeschrieben, weil ich mich da über einen Mann geärgert habe, der mir nicht glauben wollte, daß ich schon über vierzig Jahre schreibe.

Ein bißchen könnte die Verärgerung auch von meinen Leser Uli stammen, der sich ja freut, mich Hobbyautorin zu nennen, also war da schon eine namenlose Erzählerin, die ihre Fenster putze, sich über ihre Erlebnisse am Literaturhausbuffet ärgerte und die erste Geschichte, „Die Stipendiatin“ war geschaffen, die jetzt erst als zweite oder dritte erscheinen wird.

Denn als ich am ersten Mai vom Maiaufmarsch zurück war und nicht recht wußte, was ich jetzt machen soll? Hbe ich mein schwarz-rotes Notizbüchlein aufgeschlagen und mir meine Notizen bezüglich Mathilde Schmidt durchgelesen. Da habe ich dann gedacht, daß sie eine fünfunddreißigjährige Tochter namens Liy hat, die in New York im österreichischen Kulturinstitut arbeit und die ruft an und will von ihr, daß sie zum Begräbnis ihrer Tante, Beziehugsweise Schwester Natalie geht.

Das könnte der Anfang oder  dasEnde sein. Dazwischen liegt die Geschichte der Zwillingsschwestern oder die der Eltern, die überfordert waren, als sie plötzlich Zwillinge hatten, obwohl sie nur einen Namen für eine Tochter, ein Kinderzimmer hatten und überhaupt nur ein Kind wollten.

So ist Mathilde mitgelaufen, hat sich immer im Schatten ihrer Schwester gefühlt, die aufs Gymnasium durfte, Medizin studierte, zu Weihnachten die Geschenke, den Balletunterricht, die Sprachreise, etcetera bekam, während für Mathilde kein Geld dafür da war und sie gerade nach der Hauptschule eine Bürolehre machte.

Sie hat es dann geschafft, Verlagssekretärin zu werden und hat dann dort, in Berlin vielleicht, den jungen Verlagsangestellten Moritz Lichtenstern kennengelernt und sich ihn verliebt.

Dann ist ihre Schwester aufgetaucht, hat ihn ihr weggeschnappt und ihn geheiratet. Mit ihm, der später Verlagsleiter wurde in Berlin gelebt, während Mathilde nach Wien zurückgegangen ist, ihre Tochter Lily gebar von der Moritz nichts wußte, woanders gearbeitet hat und jetzt fünfundsechzig ist, einsam und schon lange in Pension. Lily in New York und sie geht jeden Abend in die Pizzeria, die sich in dem Haus, in dem sie wohnt befindet und trinkt dort ein Glas Wein oder zwei, die  ihr der Kellner Guiseppe, der eigentlich Mehmet heißt, türkischer Kurde ist und Medienwissenschaft studiert, serviert.

Jetzt ist die Schwester, die sie seither nicht mehr gesehen hat, in Berlin gestorben, sie will aber in Wien begraben werden und Lily will, daß Mathilde zum Begräbnis geht.

„Bitte, Mama!“

Dort sieht sie Moritz wieder, mit dem sie in die Pizzeria ein Glas Wein trinken geht und er könnte ihr, der auch schon in Pension ist und in Berlin lebt, das Bild von einem orangen Kleinbus zeigen, ihr in die Augen schauen und „Lass und abhauen. Eingach wegfahren und das Leben genießen!“, sagen.

„Wie geht es weiter?“, hat Annika Bühnemann unter diesen Schreibimpuls geschrieben und das könnte der Anfang oder das Ende der Geschichte sein. Der Anfang vielleicht, dann kommt die oben zitierte Geschichte und am Schluß fährt sie mit ihm nach Berlin oder fliegt nach N.Y zu Lily, um ihr zu sagen, daß er ihr Vater ist.

Das weiß ich noch nicht so genau, das könnte aber die dritte oder vierte Challenge-Geschichte werden, denn die zweite und die, die als erste veröffentlicht ist, habe ich schon am Dienstag, auch zu einen von Annika Bühnemanns Schreibimpulsen geschrieben.

Da ging es, um eine „Szene, in der „Ein Abhängiger seiner Sucht nicht nachgehen kann“ und da habe ich der Mathilde Schmidt eine Lungenentzündig angedichtet. Sie liegt in ihrem Fieber in ihrer Wohnung und kann nicht zu Guiseppe in die Pizzeria Venezia hinuntergehen und nicht ihr Glas Rotwein trinken.

Ob ich die Geschichte in meinem Roman verwenden kann, weilß ich noch nicht so genau, denn ich bin ja noch nicht so weit. Will ich ja die nächsten zwei Monate ein „Schreibcamp“ also sowetwas wie ein selbstzuerkanntes Stipendium machen und ob dann ein Roman daraus wird, will ich ja eigentlich erst im Juli in der Sommersfrische in Harland bei St. Pölten entscheiden, die ja wahrscheinlich wieder nur aus verlängerten Wochenenden bestehen wird.

Ich bin aber, das habe ich schon geschrieben, sehr schnell und ungeduldig und Annika Bühnemanns Schreibimpulse scheinen auch goldeswert zu sein, denn das gibt es noch einen, den ich brauchen könnte, nämlich den von der jugendichen Figur, die herausfindet, daß ihre Eltern gar nicht ihre Eltern sind“ und das könnte Lily sein, die herausgefunden hat, daß Moritz Lichtenstern ihr Vater ist und die daraufhin ihre Mutter anruft und sie auf das Begräbnis zwingt.

Für alle die jetzt verwirrt sind, diese Geschichte ist noch nicht geschrieben und auch die nicht mit dem Bus. Das habe ich mir eigentlich für den Freitag, wenn ich mit dem Fensterputzen fertig bin vorgenommen, diese zwei Geschichten zu schreiben und gleich oder erst später zu veröffnetllichen, da wir ja inzwischen noch mit der Ruth und den Rädern um den Bodensee fahren und dafür habe ich schon ein bißchen vorgeschrieben.

Es ist aber erst Donnerstagnachmittag, ich sitze da und habe Zeit zwischen meinen Stunden. Was mache ich da? Da werde ich ganz kribbelig und zum Fensterputzen sind eineinhalb Stunden zu wenig, da fange ich erst am Freitag an, aber die Geschichten könnte ich schon vorschreiben und dann gleich oder später veröffenlichen….

Mal sehen, wie es sich ergibt, meine Leser können gespannt sein und sich, wenn sie wollen darauf freuen. Das erhöht die Suspense und ich habe erst einmal damit begonnen meine Romanideen ein bißchen genauer vorzustellen und auch  ein bißchen zu erklären, wie das mit dem zwei Monaten Schreib- und Ideencamp“ sein wird über das ich sicher noch berichten werde.

Ja und eine Romanvorbereitungsidee hatte ich ja auch noch.

Da will ich ja, bevor ich zu schreiben anfange, das „Longlist-Lesebuch“ des „Blogbuster-Preises“, des „Preises der Literaturblogger“, den Tobias Nazemi ins Leben gerufen hat, durchlesen und da kann ich jetzt auch gleich den stolzen Preisträger der Veranstaltung verkünden, der heute im Hamburger-Literaturhaus vergeben wurde und dort konnte, ich wegen meiner sechs Uhr Stunde genausowenig hin, wie in die „Alte Schmiede“, wie ich es eigentlich vorhatte.

Aber der Preis wurde zum Glück im Internet übertragen, es gab einen Livestream, so daß ich  verraten kann, ein Torsten Seifert hat mit seinem B. Traven-Roman oder Biografie, den er auch schon im Eigentverlag veröffentlicht hat, das war bei diesen Preis nicht ausgeschlossen, gewonnen.

Die anderen zwei Shortlistkanditaten, wie die vierzehn von der Longlist und die zweihundertfünfzig, die bei den fünfzehn Literaturbloggern einreichten, sind, wie üblich übrig geblieben.

Aber ich kann ja in meinen zweimontigen Schreibcamp dank Annika Bühnemann und ihrer Challenge auch ein kleines Experiment wagen und, wie es fast scheinen könnte, meinen nächsten Roman oder einen kleinen Teil davon in Kurzportionen veröffentlichen.

Könnte ja sein, daß ein Literaturblogger oder ein anderer Interessierter mich entdeckt.

2017-05-02

Schreibgruppe: Sucht

Annika Bühnemann gibt schon seit einiger Zeit Tips, beziehungsweise Anregungen für ihre im Juni geplante Challenge „Zehn Geschichten in dreißig Tagen“ zu verfassen.

Eine davon lautet: „Beschreibe eine Szene, in der ein Abhängiger seiner Sucht nicht nachgehen kann. Achte auf Emotionen + Gefühle“ und das hat mir sehr gefallen, umsomehr da ich mit manchen Anregungen, beispielsweise mit der „Wie es wäre wenn ein Kaninchen, die Weltherrschaft übernehme?“, nicht so viel anfangen kann, obwohl es etwas Ähnliches höchstwahrscheinlich schon gibt.

Und da ich ja letzten Dienstag mit dem „Frühstück“ fertig geworden bin und eigentlich noch nicht so schnell mit meiner nächsten Depressionsgeschichte anfangen will, habe ich mir ja sozusagen zwei Monate für Studien und Recherche vorgenommen und da auch schon die erste Challenge-.Geschichte: „Schreibe eine enthusiastische Szene über Hausarbeit“ geschrieben, wenn die auch erst nächste Woche, wenn wir schon auf der Bodensee-Radfahrt sein werden, erscheint.

Es gibt da auch noch eine dritte Schreibanregung mit einem Bild mit einem Bus und der Aufforderungen. „Lass uns abhauben“- Emils Augen glänzten. „Einfach wegfahren und das Leben genießen!“

Und gestern am ersten Mai habe ich mir auch schon ein paar Gedanken darüber gemacht, wie es mit meiner Geschichte gehen könnte?

Da sehe ich ja immer eine Frau in der Pizzeria an der Straßenecke sitzen, wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gehe und da habe ich mir gedacht, daß sie Mathilde Schmidt heißen könnte, ihr dann eine Tochter namens Lily, die in New York lebt, angedichtet und gedacht, daß die Tochter wollen könnte, daß sie zum Begräbnis ihrer Tante, beziehungsweise Schwester Natalie gehen soll und dort trifft sie deren Ex-Mann und Lilys Vater Moritz Lichtenegger wieder und dem habe ich eigentlich die Sucht anhängen wollen.

Dann habe ich mich aber entschlossen, Mathilde Schmidt, 65, die einmal Verlagssekretärin war und die ihr Achterl immer in der Pizzeria Venezia trinkt, eine solche, beziehungsweise eine Lungenentzündung zu verpassen und mir das, als Thema für die heutige Schreibgruppe gewünscht, die sehr klein gewesen ist, nur die Ruth und Peter Czak waren da, es ist aber trotzdem ein sehr intensives Schreiberlebnis geworden, das ich hier als erste oder zweite Challenge-Geschichte vorstellen will:

„Sie hatte von einem Glas Rotwein geträumt, von einem herrlichen Vapolicella aus der Toscana, den ihr Guiseppe, der Kellner im „Venezia“ extra empfohlen hatte.

„Wir haben  heute ein spezielles Tröpferl, Signora!“, hatte er geflüstert, die Flasche hochgehalten, an der weißen Serviette mit der er vorschriftsmäßig ihren Hals umschlungen hatte, gewischt und ihr die rote Flüßigkeit in das Glas geschenkt.

„Buon Appetito, Signora!“, hatte er  noch gewünscht, die Speisekarte zugeschlagen, um, die von ihr gewünschte Pizzastange mit Prosciutto und Mozarella in der Küche in Auftrag zu geben und sie hatte nach dem Glas gegriffen „Grazie, Guiseppe!“, ebenfalls geflüstert, dann den guten Saft getrunken und getrunken….

Und danach aufgewacht mit einem krächzenden Hals und einem brennenden Gefühl im Kopf und als sie sich an die Stirne griff, war die naß vor Schweiß und der excellente Valpolicella war verschwunden und nie dagegwesen. Auf dem Nachtkästchen neben ihrem Bett stand nur auf dem Stövchen, der russische Tee mit Hong und Zitrone, den ihr die Frau von der Volkshilfe, die derzeit jeden Morgen und jeden Aben zwanzig Minuten nach ihr schaute, vorsorglich hingestellt und sie daran erinnert hatte, daß sie davon trinken könne, bis sie morgen um halb neun wieder kommen würde, um neuen Tee zu kochen und ihr das Frühstück zu bereiten.

„Damit Sie etwas zum Erfrischen haben, Frau Schmidt!“, hatte sie ebenfalls fürsorglich gesagt. Dann hatte sie ihre Jacke und ihre Tasche genommen und war gegangen. Hatte sie mit ihrem Fieber, der Lungenentzündung und dem krächzenden Hals zurückgelassen und sie hatte auf die Uhr geschaut und  wehmütig gedacht, daß das die Zeit war, wo sie jeden Abend in die Pizzeria Venezia, die sich in ihrem Wohnhaus befand, hinunterzugehen pflegte, um sich bei ihrem Lieblingskellner Guisellpe, der, wie sie vermutete, in Wahrheit Mehmet hieß und kurdischer Türke war, ein Glas Valpolicella und dazu einen Insalata mista oder eine Prosciutto Mozarella- Pizzastange zu bestellen.

Wie sie das seit fast dreißig Jahren tat, seit es die Pizzeria an der Ecke ihres Hauses gab. Am Abend ging sie hinunter, setzte sich in das Lokal, um eine Kleinigkeit zu essen und ein Glas Rotwein zu trinken oder auch zwei.

Jeden Abend, seit fast dreißig Jahren. Nur heute ging das nicht. Gester und vorgestern war sie auch nicht dort gewesen, denn da plagte sie eine hinterlistige Lungeentzündung, die ihr ihr Hausarzt Dr. Wolfgruber diagnostiziert hatte. Antibiotica und Penecelin verordnete und ihr die Frau von der Volshilfe schickte, die ihr ihr Bett machte, Tee kochte, die verordneten Medikamente verabreichte und sehr freundlich war.

Sie servierte ihr Kamillentee oder russischen mit Zitrone, aber keinen Rotwein. Dafür hatte sie kein Verständnis und schien, wie sie aussah auch eineAntialkoholikerin zu sein, die nur den Kopf schütteln würde, wenn sie von ihren Gelüsten wüßte.

Von ihren geheimen Gelüsten und den Schweißperlen, die sich jetzt auf ihrer Stirn gesammelt hatten. Denn jetzt war es schon drei oder sogar schon fünf Tage her, daß sie bei Guiseppe in der Pizzeria Venezia gewesen war, wie sie das schon seit fast dreißig Jahren regelmäßig jeden Abend tat. Ob sie ihm abging und er sie vermißte? Aber vielleicht hatte Dr. Wolfgruber, der seine Praxis auf der anderen Straßenseite hatte, ihm Bescheid gegeben oder die Frau von der Volkshilfe hatte ihn informiert, daß sie an einer Lungenentzündung litt und  die nächsten Tage oder vielleicht Wochen ausfallen würde.

„No problema!“, würde der wohl mit einem strahlenden Lächeln seiner weißen Zähne antworten.

„No problema, Signora!“ und ihr alles Gute wünschen. Aber gut war es nicht, wie sie merkte, als sie nach nach ihrer Stirne griff und dann mit einer verzweifelten Bewegung zu dem Stövchen, dessen Kerze längst aufgegangen war und die Tonkanne befühlte, in dem sich der von der Frau von der Volkshilfe angepriesene heiße Tee mit Zitronensaft und Honig befinden sollte, der ihr so gar nicht schmeckte.

Überhaupt nicht tat er das, wenn man von einem wunderbaren Tröpfchen, einem Valpolicella aus der Toscana geträumt hatte oder war es ein Chianti, den ihr Guiseppe angepriesen hatte und sie mußte in ihrem Bett und in ihrem Fieber ausharren,  konnte nicht hinuntergehen und sich von ihm das edle Tröpchen servieren lassen.

Brachte es nicht zusammen, ihre Kräfte reichten dazu nicht aus. Auch wenn sie sich nicht genieren würde, im Nachthemd, die drei Stockwerke bis zur Pizzeria Venezia hinunterzusteigen. Als Stammgästin die sie ja seit fast dreißig Jahren war, konnte sie sich das sicher leisten. Sie konnte aber nicht. Ihre Kräfte reichten nicht dazu aus.

Das hatte sie schon gestern ausprobiert und war nicht weitgekommen. Sie konnte nicht einmal in das Vorzimmer zu ihrem Festnetzanschluß hinauswanken, um Guiseppe anzurufen und sich von ihm das edle Tröpferl heraufbringen lassen. Konnte und schaffte es nicht, obwohl ihre Sucht mit allen Sinnen danach lechzte.

Denn jetzt war es, wie sie auf ihrer Uhr ersah, schon weit nach Mitternacht. Die Pizzeria Venezia würde geschlossen sein und Guiseppe-Mehmet nach Hause in die Gemeindewohnung im fünfzehnten Bezirk, wo er mit seinen Eltern und seinen Schwestern lebte, gegangen sein und sie mußte im Trockenen bleiben. Konnte sich nur den Schweiß von der Stirne wischen, der sicher von ihren Entzugserscheinungen und nicht von der Lungenentzündung herkam.

Sich sich mit einem kalten abgestandnenen Zitronentee begnügen, der ihr, wie sie sicher war, nicht schmecken würde. Mußte ausharren und würde bis die Frau von der Volkshilfe morgen, um halb neun wieder kam, dachte sie verzweifelt und ihre Stiirn war naß vor Schweiß und ihre Hände zitterten, als sie jetzt doch nach der Teekanne griff, um sich von den Zitronentee in die bereitstehende Tasse einzuschenken.

2017-04-27

Schreibcamppläne

Am Dienstag bin ich mit dem Korrigieren meines „Bibliotheksgespenstes“ oder „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, wie der Text etwas kryptisch heißt, fertiggeworden.

Ich habe ihn an den Alfred geschickt, damit er ihn druckereifertig machen kann, den Beschreibungstext hat mir ja schon Richard Weihs in einer seiner „Wunschgedicht-Veranstaltung“ geliefert.

Das Foto von der Hauptbücherei, wo sich die Geschichte ja größtenteils abspielt, aber auch beim Mc Donald`s und in verschiedenen Reisebussen auf der Fahrt nach Belgarad, Graz, Linz, Salzburg, Berlin, müssen wir noch machen, aber ich bin frei für meine weiteren Schreibpläne, das habe ich schon unlängst ein bißchen konzipiert, jetzt kann ich es genauer konkretisieren.

Zuerst kommen da ja immer meine Rituale, das heißt das Fensterputzen, das werde ich nächste Woche machen, da sich das Monat ja dem Ende neigt und ich nach meinen Vormittagsstunden meine Abrechung machen muß.

Nächste Woche vielleicht und da kann ich am Freitag vielleicht schon auf Recherche gehen oder das „Literaturgeflüster“ ein bißchen feiern, was ich mir ja auch vorgenommen habe.

Dann gibts eine Unterbrechung, nämlich die Radfahrt um den Bodensee, die wir der Ruth zum siebzigsten Geburtstag schenken, beziehungsweise mit ihr machen. Dann kommt noch eine Woche und dann ideal für Schreibpläne geeignet eine Strohwitwenzeit, da da der Alfred mit dem Karli ja nach Amerika fliegt.

Aber was mache ich da und, wie gehe ich es an zu dem Stoff für mein neues Buch zu kommen?

Das habe ich mich schon gefragt und ein bißchen konkreter ist es jetzt auch schon, denn da gibt es wieder eine Zwillingsschwesternidee, die man ja auch mit den literarischen Blogs oder dem Leben im Netz verbinden kann, wenn es, wie ich mich wieder leicht spolern möchtem mit dem Leben in der Bibliothek schon nichts geworden ist.

Daß ich mich nach über vierzig jahren erfolglosen Schreiben, ein wenig ausgeschrieben fühle, habe ich auch schon mehrmals erähnt. Nicht schon wieder über eine depressive Frau schreiben, vier bis sevchs Wochen lang, dann drei Monate korrigeren, dann erscheint wieder drei Monate später das Buch und das war es dann?

Nein oder ja, das heißt sehr viel scheine ich dagegen nicht machen zu können oder doch vielleicht.

Vielleicht wirklich einmal zu Recherche oder Studienzwecke eine längere Auszeit nehmen und wieder eine Schreibwerkstatt bei mir selber machen.

Ganz allein brauche ich aber diesmal da nicht zu sein, hat doch Annika Bühnemann, deren Blog und vor allem ihre Twitter und Videoaktivitäten ich seit einem Jahr sehr intensiv verfolge, eine idee geboren, die zufälligerweise ganz genau passend ist.

Will sie ja im Juni zu einer Challenge aufzrufen, wo man zehn Geschichten in einem Monat schreiben soll.

Bis Juni ist zwar noch ein bißchen Zeit, weil wir erst April haben, sie gibt auf ihrer Twitterseite aber schon Anregungen, schreibt, daß man eine spannende Szene über das Putzen oder eine darüber, wie einer seiner Sucht nicht nachgehen kann, schreiben soll.

Ideen, die sich aufgreifen lassen und dann hätte ich schon zwei Geschichten.

Also zuerst die Fenster putzen und da fällt mir auf, da hätte ich schon Geschichte eins und könnte daraus etwas machen und dann das habe ich mir jetzt auch fix vorgenommen, werde ich zuerst für Recherche-oder Studienzwecke, das „Blogbuster-Leseprobenbuch“ lesen und darüber schreiben und dann entweder hinaus, durch die Stadt fahren, für mein Romanprojekt recherchieren oder die zehn Geschichten schreiben, die ich ja schon ab Mai in meinen Blog einstellen kann.

Da habe ich mir ja auch schon vorgenommen, die vielleicht auch mit oder über meine Romanfiguren zu schreiben, die Fritzi Jelinek ist ja Schreibtrainerin oder Literaturcoachin, wie das jetzt so schön heißt, von der könnte ich mich beraten lasse oder über sie schreiben, über den Psychiater Theo Hardenberg vielleicht auch noch einmal, beziehungsweise über die Lisbeth Hahnenpichler, die einsame Ex-Bibliothekarin und und….

Dazwischen zu Hause bleiben, meine eigenen Bücher wiederlesen, in den ungelesenen Sub-Stapeln schmökern, mich selbst ein wenig beweihräuchern, weil das ja sonst keiner tut und als ich das vor cirka einem Monat schon so geschrieben habe, hat mich die Ruth angerufen, die ja meinen Blog zu lesen scheint und hat mir angeboten meine Strohwitwenzeit ein wenig zu versüßen und mit mir zu den öffentlichen Kunstwerken, die in Wien überall ausgestellt sind, hinzupilgern, denn darüber kann man ja auch herrlich schreiben und zu zweit geht das sicher noch mal besser.

Also viele Pläöne für meine Strohwitwenzeit oder meinem Weg bis zum nächsten Projekt, mit dem ich hoffentlich ein bißchen Aufmerksamkeit bekomme.

Denn daran scheint es bei mir ja zu hapern und daran habe ich auch gedacht, als ich mir Montag den Podcast des Literaturcafes, auch ein Ideenspender, anhörte, denn da hat Wolfgang Tischer gemeinsam mit Klaudia Zotzmann, am Sonntag in Wien zum „Tag des Buches“ ein Selfpublisherseminar vertanstaltet und sich mit ihr über eine Stunde darüber unterhalten und das ist ja auch sehr interessant.

Diese Kluft zwischen den Selbfpublishern und den sogenannten Verlagsautoren, eine die es noch gar nicht so lange gibt, denn bis vor kurzem waren sie Selfpublisher sowieso pfui und das letzte, wurden „Eigenverlag“ genannt, sind von den Zuschußverlagen ausgenützt und dann noch verlacht worden, dann hat ihnen der „böse Amazon“ die Tore weit geöffnet und seither wachsen, wie ich ja immer so schön schreibe, die „Selfpublisherseminare“, wie die Schwammerln aus dem Boden. Es gibt „Vom Schreiben leben-Seiten“ und eine Unzahl von Tips für Schreibfreudige, von denen mir die meisten, wie ich daraufgekommen bin, auch nicht viel weiterhelfen.

„Kein Wunder!“, ätzte da mein Kritiker, der inzwischen aber ganz friedlich ist und selber bloggt und schreibt, „wenn man nicht schreiben kann, nützen die nichts!“

Aber ich war ja gestern auch auf einer Podiumdsdiskussion wo es um das Schreiben in Niederösterreich gegangen ist und da wurden ja Ideen zur Verbesserung der Autorenwelt gesammelt.

Da ging es zwar um die Literaturförderung und davon sind die Selfpublisher wahrscheinlich auch ausgeschlossen, aber Tobias Nazemi, der „Blogbuster-Erfinder“, hat zum „Tag des Buches“ davon geschrieben, daß inzwischen schon mehr Leute schreiben, als lesen und das scheint nicht ganz übertrieben zu sein.

Ich finde das ja schön, nur schade, daß ich nicht die von mir gewünschte Aufmerksamkeit finde und noch mehr schade, daß sich manchmal Leute über mich und mein Schreiben, über das ich ja sehr ehrlich und offen berichte, lustig machen und das sollte eigentlich nicht sein.

Ich werde es aber nicht lassen und werde jetzt, wenn ich es schaffe, ein sogenanntes „Schreibecamp“ einlegen, Recherchieren, Szenen schreiben, das Eigene wieder lesen, um zu sehen, wo ich anknüpfen kann und diesen Artikel habe ich jetzt eingeschoben, weil es wieder Neugikeiten gibt und auch damit mein „Dreitausender-Artikel“ den ich schon vorbereitet habe und auf den ich auch schon hinweisen kann,  nicht zu früh erscheint, denn, ihr könnt euch schon freuen, Freunde und auch Kritiker, das „Literaturgeflüster“ gibt es schon fast neun Jahre und da habe ich jetzt schon fast dreitausendmal über mich und mein erfolgloses Schreiben, aber auch über meine Schreibpläne, die Bücher die ich lese,  die Veranstaltungen, die ich besuche, etcetera, etcetera, geschrieben.

2017-04-04

Schreiben im Untergrund

Filed under: Schreibbericht,Textbeispiel — jancak @ 22:30
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Heute wieder Schreibgruppe mit Peter Czak, Klaus Khittl oder Gloria G und Doris Kloimstein, die Ruth hat mir gestern oder vorgestern für sich und den Robert abgesagt, weil sie zu einer Preisverleihung mußte, ist aber später doch gekommen und Peter Czak hat das Thema „Untergrund“ oder „Underground“ vorgeschlagen.

Ein anderes hatten wir diesmal nicht, ich, die ich immer noch an meinem „Frühstück“ mehr oder weniger lustlos korrigiere, hatte diesmal keines und zum Thema „Untergrund“ ist mir zuerst einmal nichts eingefallen.

Eine Neuerung hat es diesesmal aber gegeben, an die ich eigentlich schon das letzte Mal dachte, dann im Zuge des Gefechtes aber darauf vergessen hatte, ich habe meinen Text nicht mit der Hand, sondern gleich in den Laptop geschrieben.

Was Vorteile hat, denn ich schreibe ja sehr schnell und werde immer schneller und dann kann ich das Geschriebene nicht mehr lesen und wenn man es auch noch vortragen soll, kommt ein großes Gestotter heraus.

Hat man es im Laptop ist des besser, denn dann kann man gleich korrigieren und das habe ich mir angewöhnt, als ich 2009 meinen ersten „Nanowrimo“ geschrieben habe.

Vorher habe ich darauf geschworen, daß ich für den Rohtext die Hand und die Handschrift brauchte, seither tippe ich immer gleich in den Computer und das geht und bezüglich „Untergrund“ ist mir glaube ich auch ein sehr lustiger Schleifentext gelungen.

„Untergrund, das ist der Boden auf deinen Füßen, auf den du dich begibst, wenn du in das Leben hinausstrebst, auf das Parkett, das glatte, aufpolierte, auf dem es sich so gut ausrutschen und auf die Nase fallen läßt, wenn du nicht aufpasst und einfältig naiv, vielleicht sogar auf hohen Absätzen, deinen Platz im Leben suchen willst.

Dort herumstöckelst auf den highen heels, mit Make up auf den Wangen und dem roten Küßchenmund.

Aber wovon spreche ich, bin ich doch keine Schicki-Micki-Frau, keine glatte aufpolierte, sondern eher die ehrliche Seele, die mit beiden Beinen aufrecht durch das Leben torkelt, Türen aufreißt, die gar nicht verschlossen sind, die holter, die polter mit dieser in das Haus oder aus dem Rahmen fällt.

Die Fettnäpfchentreterin, die Giftmischerin nicht, das nein, das absolut nicht, ganz im Gegenteil und außerdem, ich weiß nicht, ob ihr es merktet, liebe Freunde, weiche ich schon längst vom Thema ab.

Denn dieses war ja der Untergrund, der Boden unter den Füßen oder auch in Neudeutsch-Englisch, the underground und da sind wir in ganz anderen Gefilden und Schicki-Micki, sowie das Herumstöckeln auf den hohen Sohlen hat hier keinen Platz.

Denn der Underground  ist nicht schick und hat auch keinen Opernbalcharakter, sondern ist im Gegenteil, das Außergewöhnliche, Unoffizielle, das halb Legale, dort, wo sich die Außenseiter treffen und die linken Kerle raufen, die jungen Musiker ihre wilden Töne loslassen, die Rapper rappen, die Poetiker slamen und warum, kannst du mir das vielleicht verraten, fällt mir jetzt der Naschmarkt ein?

Ist er vielleicht ein Synonym, ein Nährboden für die unteren Gründe, die enteren, wie es in den älteren Lexika wohl immer noch heißen mag?

Am Naschmarkt treffen sich vielleicht des Nachts die linken Typen, die Sprayer mit den Dosen und verunstalten die schönen neuen Biostände mit ihren Anarchosprüchen.

Dort gibts wahrscheinlich auch die Bettler, die am Boden mit ihren Hüten sitzen und von dir fünfzig Cent oder einen Euro fordern, um sich damit einen Platz in der Gruft zu sichern oder einen in einem billigen Hotel, weil man, wie du weißt und es schon gehört hast, dort nicht mit einem Hund willkommen  ist und der Typ, der mit seinen langen wehenden Haaren und einer speckigen Lederjacke jetzt vor dir steht, hat einen solchen an seiner Seite und ohne den geht er nicht durch die Nacht.

Durch die Nächte ziehst du Schöne, auf deinem Weg durchs Leben, am Parkett des Mainstreams oder auch durch die Naschmarktbuden auf dem Untergrund, auf hohen Absätzen oder auch in flachen Tretern, schleichst du durch die Gegend.

Durch die Gründe, die oberen und unteren, die Parks und Grünflächen, die Städte und die Dörfer, gut geschminkt und aufgetakelt oder auch nur unfrisiert.

Durch die enteren Gründe, Liebchen, Prinzessin deines Herzens und ziehst aus deiner Tasche einen Euro heraus, um ihn mit einem lieben Lächeln dem Hundehalter zu übergeben.

„Schlafe fein, mein Prinz!“, während ich mit meinen flachen Sohlen weitergehe, auf dem Untergrund, durch diese Nacht.“

So, das wars, nachher gabs zuerst ein Schweigen und dann die Frage, war das jetzt eine Themenverfehlung oder wo und wie definiert man den Untergrund?

Doris Kloimstein fielen dazu die U-Bahn ein,  Klaus Khittl war zuerst ganz sprachlos und brachte dann den Satz „Dann ging er in den Untergrund. Und….“ heraus und Peter Czak hatte wieder eine seiner berühmten Teufelsgeschichten und während wir noch darüber diskutierten, warum einem dieses Thema sprachlos macht, läutete es an der Tür und die Ruth kam herein im eleganten schwarzen Kleid und einem gelben Jäckchen von der Preisverleihung zum „Frauenring“, den eine türkische Rapperin, die Filmemacherin Käthe Kratz und noch eine Juristin bekommen hat und es war wieder einmal interessant in der Gruppe zu schreiben und Peter Czak stellte dann auch noch die Frage, ob wir vielleicht auch eine Underground-Schreibegruppe wären?

Dazu ist es nicht weit zur Hobbbydichterin, zu der mich ja mein Kritiker, der jetzt auch einen Blog betreibt, so gerne degradiert.

Das nein, das nicht, aber als ich einmal vor Jahren für die Zeitung „Buchkultur“ interviewt wurde, ging es, glaube ich, auch um das Thema „Frauenschreiben im Untergrund“ und so hätte ich mich damals genausowenig definiert, wie ich meinen Blog dem „Alltäglichen Leben“ zu ordnen wüde, aber zu diesem Thema von Ilse Kilic  einmal mit dem „Literaturgeflüster“ ins Amerlinghaus eingeladen wurde.

Interessant, interessant, dazu gab es diesmal Linzer Torte von Doris Kloimstein, Klaus Khittl brachte seinen Lieblingsprosecco mit und Peter Czak drei Bier und ein Säckchen mit Pistazien.

2017-03-07

Dialog schreiben lernen

Heute wieder Schreibgruppe zum zweiten Mal bei mir im Wohnzimmer und da war ich eigentlich überzeugt, daß gar keine Leute kommen werden, denn erstens ist die Gruppe inzwischen ja sehr klein und zweitens haben wir das letzte Mal den Termin vom Donnerstag auf den Dienstag verlegt und dann stellte sich heraus, daß ja heute eigentlich die große GAV-Veranstaltung „Lyrik im März“ standffindet und so habe ich vorige Woche ein diesbezügliches Mail von der Ruth beommen, die mich auch fragte, ob ich alle Teilnehmen auch noch einmal erinnert habe?

„Nein!“, habe ich gesagt. „Aber du kannst das gerne machen!“

Das wollte sie dann auch nicht und am Sonntag hat mich  der Robert angerufen und ebenfalls nachgefragt, ob die Gruppe stattfindet.

„Natürlich!“, habe ich geantwortet.

„Ich stelle eine Flasche Wein auf den Tisch und warte, ob wer kommt und dann können wir auch die Leute fragen, ob man sie vorher erinnern muß und wer das tun soll?“

Heute bekam ich dann ein Mail von der Doris Kloimstein, daß sie krankheitshalber nicht kommt.

„Uje, uje!“, habe ich gedacht und  auch kurz, daß ich als Thema den „Frauentag“ vorschlagen könnte und dann sind auch alle gekommen, der Robert, die Ruth, der Klaus Khittel und diesmal sogar, seit langem wieder der Peter Czak.

Robert hat wieder eine Flasche Wein,  Ruth, Bananenchips und getrocknete Ananas mitgebracht und Klaus Khittl, hat meine „Berührungen“ sehr gelobt, aber auch gemeint, daß die DDialogenialoge noch nicht stimmen.

„So spricht ja keiner!“, hat er gemeint und das stimmt, daß ich mit den Dialogen Schwierigkeiten habe. Das heißt, das ist jetzt schon viel besser geworden, denn in meinen Bücher gibt es ja solche (mit sehr vielen „sagte sie“, „sagte er“).

Aber ich kann mich an das Jahr 2000 und an die Schreibgruppe der Gewerkschaft mit der Evelyn Haas erinnert, wo wir auch einmal dieses Thema hatten und ich bin gesessen und gesessen und habe am Ende zwei oder drei kurze Sequenzen herausgebracht und an ein Schnupperworkshop beim Writerseminar kann ich mich auch erinnern, wo eine Teilnehmerin, einen sehr fetzigen Dialog zusammen brachte, der nur aus „Ja!“- „Nein“, bestand, während die anderen, mich einbegriffen, herumgeschwafelt und herumgeschwafelt habe.

„Dialog schreiben!“, kann man lernen hat der Klaus noch gesagt und ich habe ihm geantwortet.

„Dann nehmen das heute als Thema!“

Es gab noch eine kurze Diskussion, ob alle damit einverstanden waren und landeten dann beim „Streitgespreäch“ und ich bin dagesessen und dagessessen und habe wieder nicht gewußt, wie ich es beginnen soll.

Dann habe ich „Hearst kannst net aufpassen?“, geschrieben und bin wieder dagesessen, bis ich mich entschieden hatte, das Ganze in der U-Bahn spielen zu lassen, in der U-4 nach Hütteldorf, kurz vor der Station Hietzing.

Ich sitze da,  blättere in der U-Bahnzeitung und ein alter Herr im Lodenanzug schreit einen jungen Flüchtling, einen Syrier oder Afghanen vielleicht, an „Hearst kannst net aufpassen, depparter Ausländer?“, vielleicht ist er ihm auf die Zehen getreten oder hat ihn angerempelt und der Junge schaut ihm treuherzig an, läßt seine Zähne blitzen und sagt dann „Du krank, friend, weil so böse schauen?“ und hält dann nach und nach einen Dialog an das schöne Österreich, wo die Leute doch so reich, aber auch so unfreundlich sind. Vielleicht weil es so kalt, viel Regen und Schnee und die Sehnsucht nach der Mama in Kabul ist auch da.

Der Herr im Lodenmantel gibt  noch einmal eine Replik, dann fährt die U-Bahn in die Station Hietzing ein. So gibt er dem Jungen mit den blitzenden Zähnen schnell auch noch einen Rempler und stürzt aus der U-Bahn hinaus und der Junge bleibt stehen, schaut fragend in den U-Bahnzug  und die Passanten an und sagt dann „Was hat alter Mann? Warum ist er so traurig? Österreich ist doch schönes Land! Das werde ich heute beim Telefonbieren Mama sagen, daß Menschen hier nicht fröhlich sind!“

Bis ich soweit war, das ist jetzt eine Kurzzusammenfassung, habe ich den Text dreimal ausgebessert, bis ich das Pidguin Deutsch des jungen Afghanen namens Abdul hatte.

Zuerst hielt er seinen Monolog in sehr komplizierten, unrealistischen Sätzen und dann hörte ich noch dem „Verstehst mi – du verstehst mi net!“, Dialog von Klaus Khittel zu.  Peter Czak brachte ein Gespräch zwischen Sohn und Vater in einem Restaurant, das dann der Sohn aufgeregt und verärgert verläßt.

Robert wählte für seinen Konflikt den Frauentag, der ja morgen gefeiert wird und die Ruth brachte ihre autobiografischen Erlebnisse bezüglich eines Bibliotheksdienstes zu dem sie sich gemeldet hat, ihn aber nicht wirklich halten wollte

Wieder  wurde konstruktiv kritisiert. Das war ja ein Vorschlagvon Klaus Khittel, den er in der Dezemberrunde eingebracht hat und er ist da sehr liebevoll, aber auch sehr kompetent und so habe ich bei der heutigen Runde wieder viel gelernt, obwohl ich  nicht aktiv an einer aktuellen Romanszene geschrieben habe, denn da korrigiere ich ja  noch am „Frühstück“, jetzt bin ich wieder in dem Stadium, wo ich mir das Ganze, das ich eigentlich schon für ziemlich fhlerfrei hielt, laut vorlese und dann Fehler um Fehler.

Korrgieren Sie mal schön!“, hat mein Kritiker Uli am Freitag gemeint „Aber halten Sie sich um Himmels Willen nicht an die geltende Rechtschreibordnung, sondern an Ihre eigene. Es könnte sonst ja noch ein fehlerfreier Text dabei herauskommen!“

Und mit dem habe ich mich ja in den letzten Tagen nicht sehr konstruktiv herumgestritten, beziehungsweise im Kreis geschrieben.

So war die heutige Schreibgruppe, die wahrscheinlich nicht mehr „Westbahn spontan“, weil sie jetzt ja in der Krongasse stattfindet, heißen kann, wieder sehr aufbauend und wirklich lehrreich,

Auch, daß am Ende soviele verschiedene Texte herausgekommen sind und im April wird es dann wieder am Dienstag weitergehen. Danach wahrscheinlich auch nicht mehr am Donnerstag, was ja auch für mich sehr gut passt, weil wir hier öfter auch nach Harland fahren.

2017-02-19

Aktueller Schreibbericht

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 16:00
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Von meinem aktuellen Schreiben habe ich jetzt ja, seit ich im Jänner mit dem „Frühstück“ im Rohtext fertig geworden bin und seither mehr oder weniger eifrig dran korrigieren, nicht mehr viel berichtet.

Klar, ist ja auch nicht so interessant, zu schreiben, heute habe ich zehn Seiten korrigiert, heute fünfzig oder heute habe ich mich wieder einmal herumgedrückt und stattdessen Booktube-Vvideos geschaut, was ich, was ich gleich verraten kann, in der letzten Zeit sehr viel tue und das auch sehr interessant finde.

Trotzdem ging es mit dem Schreiben beziehungsweise, dem Korrigieren, das kann ich auch verraten, gar nicht so schlecht voran.

Das ist natürlich wieder höchst subjektiv und einseitig, was ja, glaube ich, überhaupt mein Problem ist, denn damit stehe ich  ja, mit meinem schon über vierzig Jahre schreiben, über vierzig Bücher und keiner nimmt es war, bemerkt es oder interessiert sich dafür, an.

Nun gut, das ist eben das Meine und damit muß ich leben, auch wenn ich es noch immer nicht so ganz verstehe und so ist es und das habe ich, glaube ich, schon geschrieben,  auch  mit dem „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, für das ich ja in der Dezemberschreibegruppe, die es noch im Cafe Fortuna giab, die erste Szene geschrieben habe.

Mitte Dezember bin ich dann mit dem Korrigieren der „Klara“, die, das kann ich auch gleich schreiben, wahrscheinlich am Donnerstag geliefert wird, also wer sich noch am Gewinnspiel beteiligen will, kann das bis dahin noch machen oder mir vielleicht auch noch ein paar Sätze für das „Mimikry-Spiel“ schreiben, fertiggeworden und habe dann lostgeschrieben.

Der Titel ist mir einmal so eingefallen, passte eigentlich so gar nicht zu den zwei Ideen, der depressiven Frau mit dem Endbahnhof und der, des wohnungslosen Bibliotheksgespenstes und dann habe ich wieder, wie schon bei den „Berührungen“, das schreibe ich jetzt wieder, weil es stimmt, auch wenn es vielleicht keinen so guten Eindruck macht, vor mich hingeschrieben ohne recht zu wissen, worüber oder worauf ich hinauswill.

Trotzdem war der Rohtext, an dem ich mich eigentlich voran gehandelt habe, Mitte Jänner fertig. Es gibt drei Haupthandlungstränge, die Dorothea, die, das schreibe ich gleich, auch wenn ich damit spoilere, im Lauf der Handlung, „Die Viertagebuchfrau“ noch einmal schreibt, die Therese, die von Belgrad nach Graz, von dort über Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt, um dort in den Anschlag auf den Weihnachtsmart zurechtzukommen und den der Sophie, der Flüchtlingsbetreuerin und Medizinstudentin, die den Patrioten Fabian kennenlernt, der in der Sonnenscheingalerie Scheiße auf Jovanka Gordelevics Instatllationen schmeißt.

Ein paar Ungereimtheiten hat es bis zu Schluß gegeben und gibt es vielleicht immer noch.

Ich habe in den Weihnachtsferien, während ich sehr viel mit Uli Lucas diskutiert habe, ob er nu ein konstruktiver oder destruktiver Kritiker ist, die erste Hälfte hinuntergeschrieben, die  mehrmals korrigiert, den Schluß dann sehr schnell und hastig hinuntergeschrieben, danach wiedermal davon geträumt, dem Ganzen noch ein ein paar Szenen, beziehungsweise, ein paar tausend Worte hinzuzufügen.

Ein paar Sätze sind es dann bei den jeweiligen Szenen jeweils geworden. So habe ich beispielsweise in Salzburg ja meine Haube und meinen Schal verloren. Die Therese tut das mit ihren im Cafe Glockenspiel und kauft sich dann im Ka de We in Berlin neue.

Ich habe also zuerst den Schluß auch noch ein paarmal korrigiert. Dann bin ich die  Handlungsstränge durchgegangen. Habe zuerst den der Dorothea, dann den der Therese, den des Fabi,  den der Kao und den der Sophie einzeln durchkorrigiert und jetzt noch zweimal das Ganze.

Jetzt stehe ich bei über neunzig Seiten beziehungsweise 43.957 Worten und werde es demnächst wieder Szene für Szenen durchkorrigieren und wahrscheinlich ein paar Monate brauchen, bis es wieder die Vorschau und dann das dreiundvierzigste oder so selbstgemachte Buch geben wird.

„Schreib nicht so viel!“, mahnen jetzt wohl die Kritiker und schütteln den Kopf. Warum aber nicht?  Und es ist natürlich so, wie ich es kann und will und die Rechtschreibung war mir schon als Schülerin nicht wichtig und das soll auch so bleiben.

Damit kommt man natürlich nicht in den Literaturbetrieb, das habe ich schon gemerkt, so bleibe ich halt draußen und hantle michso von Idee zu Idee, bleibe bei meinem Realismus und schaue, daß nicht so viel Unnatürliches dabei passiert.

Promoten tue ich das Ganze auf meinen Blog, glaube ich, mit meinen „Vorschauen“ und Gewinnspielen und den speziellen Artikel, die ich darüber schreibe, auch ganz gut.

Schade, daß das keiner bemerkt oder sich dafür interessiert. Auch das kann ich nicht ändern und habe auch schon, das schreibe ich jetzt  wieder, die Idee für das nächste, das noch keinen Titel hat oder doch vielleicht „Literarische Störung“ oder so heißen könnte.

Jedenfalls sitzt in der Pizzeria in der Margaretenstraße an der ich vorüberkomme, wenn ich abends von der „Alten Schmiede“ oder von sonstwo nach Hause komme, meistens eine ältere Frau allein bei einem Glas Wein.

Das hat mich interessiert und da habe ich gedacht, da könnte ich eine Geschichte darüber schreiben.

Einen Namen hat sie schon, Mathilde Huber könnte sie heißen und etwa fünfundsechzig sein.

Zuerst dachte ich, sie ist Krankenschwester und hat Kreuzprobleme, jetzt laße ich sie wahrscheinlich ehemalige Lektorin, sie hat auch einen geschiedenen Mann, auf dessen Begräbnis sie vielleicht vor kurzem war. Eine Tochter namens Liliane, die aber in New York lebt und nichts von ihr wissen will und auf dem Begräbnis hat sie vielleicht einen Freund ihres Mannes getroffen, einen ehemaligen „Spiegel-Redakteuer“, der in Hamburg leb, ind eine Alzheimer-Diagnose bekommen hat.

Einen Blog einer Eja Augustin, der das Ganze zusammenhält und ein Versprechen, beziehiungsweise, dn Versuch einen Wunsch zu erfüllen, könnte es auch geben.

So weit, so what und auch nicht ganz neu. Iin der „Anna“ gibt es vielleicht schon Vorstufen. Aber  „Ein jeder schreibt immer den selben Roman, ein Leben lang.“

Das hat angeblich Heimoto von Doderer so gesagt, ich sage es und tue es auch. Also am Donnerstag wird es wahrscheinlich das neue Buch geben. Ich korrigiere inzwischen am Bibliotheksgespenst, für das mir Richard Weihs Wunschgedicht eigentlich, die Erklärung gegeben hat, warum die Dorothea ein Bibliotheksgespenst ist, denn das habe ich wieder einmal zu schnell vor mich hingeschrieben und wußte dann nicht, was es damit auf sich haben soll

Jetzt wird er es im Beschreibungstext so erklären und dann mache ich mich irgendann einmal an das nächste selbstgemachte Buch. Inzwischen fahre ich nach Leipzig, da habe ich jetzt gelesen, kann man sich, wo anmelden und dann einem Verleger, sein Manuskript zeigen.

Die Blogger hatten da auch so ein Projekt, wo sie  aus einem Haufen eingereichter Texte, eines Auswählen, da bleibe ich sicher über, daher mache ich wahrscheinlich weiter auf meine Blog meine PR und meine Schreibberichte.

Ansonsten lese ich sehr viel, habe ich mir schon wieder viel zu viel angefordert, bin darauf gekommen, daß Andrea Stift, von der ich  schon länger nichts mehr hörte, obwohl sie einmal meinen Blog ja sehr lieb begleitet hat, ein neues buch hat. Nadine Kegele hat eines und und und….

Veranstaltungen gibt es natürlich auch und dazwischen mache ich meine eigene Romanarbeit,  bin eigentlich sehr bemüht und sehr konsequent dabei und eigentlich kann ich sie  gar nicht so schlecht finden, obwohl sie so sind, wie sie sind und  vielleicht deshalb auch ein wenig eigentwillig.

2017-02-03

Schreiben in der Krongasse

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:01
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Die sogenannte Schreibgruppe „Westbahn spontan“, die nun schon vor ein paar Jahren von der Ruth, dem Robert und der Ingeborg Reisner gegründet wurde und bei der ich nach anfänglicher Skepsis, weil ich ja nicht so gerne konsumiere, mehr oder weniger eifrig teilnahm, um auch an meinen jeweils aktuellen Texten weiterzuschreiben, ist in eine sogenannte Wende eingetreten.

Denn Ruths und Roberts anfängliche Begeisterung, Ingeborg Reisner ist schon bald ausgeschieden, erlahmte irgenwann und sie wollten die Gruppe mit einer Abschlußlesung im Amerlinghaus eigentlich beenden, da ist aber Peter Czak aufgetreten und hat sie weiter organisiert, der aber im Sommer die Gruppe krankheitsbedingt auflösen wollte, wir, die Ruth, der Robert, die Doris Kloimstein und der Klaus Khittl haben uns aber weiter, wenn auch manchmal in sehr kleiner Besetzung weitergetroffen und wollten auch ab Februar wieder ins Cafe Fortuna, das einmal Ludwig hieß, in die Westbahnstraße gehen, aber da kam schon im Jänner von Doris Klomstein die Mitteilung, das Cafe Fortuna ist geschlossen, wir wissen eigentlich nicht genau weshalb, aber vorige Woche, während ich in Salzburg war, hätte dort die Lesetheater Aussendung gemacht werden wollen, es ist aber immer noch zu.

Also doch ein anderes Lokal suchen, ich bot die Krongasse an, weil bequemer, ich stelle eine Flasche Wein auf den Tisch und kann, wenn niemand kommen sollte, die wieder wegräumen und habe  keinen Aufwand. Die Ruth wollte zuerst nicht, der Robert hat dann ein Cafe Poesie gefunden, wir haben uns heute aber doch einmal bei mir getroffen. Es ist sehr schön gewesen und ich habe wieder geschwankt, was ich als Thema vorschlagen sollte.

Ich schreibe da ja, das hat sich während der Gruppe so entwickelt, immer gerne an meinen jeweiligen Work on Progress weiter, weil das ja sehr spannend ist zu beobachtet, wie sich das weiterentwickelt, wenn die nächste Szene ein jeweiliges Thema hat.

Aber jetzt bin ich in der Korrekturphase des „Frühstücks“, das inzwischen nur mehr 44 813 Worte hat und ich gerade mit dem Korrigieren bis zur Szene vierunddreißig gekommen bin.

Da gäbe es sicher noch sehr viel zu erweitern und zu ergänzen und ich habe auch überlegt, ob ich mir nicht das Thema „Gespenst“ wünschen soll, um da vielleicht eine neue Szene zu schreiben, aber dann hatte ich eine andere Idee.

Hat doch der Alfred irgendwann vor einigen Wochen die Eva Riebler vom „Etcetera“ in St. Pölten getroffen, die ihm die neue Ausgabe ihres Heftes gegeben hat und da stand darin, daß Doris Kloimstein eine Nummer zum Thema „Köpfe kuratieren wird und irgendwie ist es vielleicht doch ganz spannend, wieder etwas in einer Literaturzeitschrift zu haben, um nicht zur Gänzue weg vom Fenster zu sein.

Aber so schnell ist mir zu diesem Thema nichts eingefallen. So habe ich gedacht, ich schlage dieses Thema vor und entsteht ein Text daraus kann ich ihn ja Doris Kloimstein geben.

Die kuratiert zwar inzwischen nicht mehr, wir haben aber trotzdem dieses Thema gewählt und das war eine ganz spannende Geschichte.

Hat die Doris, die mir übrigens ein Buch von Alice Schwarzer mitgebracht hat und der Robert hat mich vorher angerufen und gefrragt, welche Sorte Wein ich haben will, hat ein wenig zu der Vorgeschichte erzählt.

Dann haben wir geschrieben und geschrieben und es war sehr interessant, daß mir das Schreiben nicht sehr leicht gefallen ist. Ich habe zwar sehr viel geschrieben, aber nicht genau gewußt worüber und hatte auch immer den Zensur im Kopf, hoffentlich ist das gut genug für das „Etecetera“ und nein, das ist zu politisch, etcetera.

Dann habe ich vom Köpfe rollen während der französischen Revolution geschrieben, sowie vom Pisa Test und wiederum sehr interessant, das Thema Kopftuch, das ja inzwischen ein sehr bewegendes ist, ist mir gar nicht dabei eingefallen.

Der Doris Kloimstein, die ja eine syrische Flüchtlingsfamilie betreut, aber schon und wieder interessant beim „Frühstück“ geht es auch um Köpfe, nämlich, um die zweiundsechzig abgeschnittenen, der Rassismusopfer, die die Künstlerin Jovanka Gordelevic in Graz ausstellen will und Klaus Khittl hat diesmal ein Gedicht dazu gemacht.

Der Robert hatte auch eines, das sich auf den „Kochtopf“ bezog und die Ruth beschrieb, die Denkmäler am Rathausplatz und punktete durch ihr historisches Wissen und ich fand es wiederum sehr spannend, wie unterschiedlich unsere Texste waren.

Danach haben wir noch lange diskutiert, Wein getrunken und gefeiert, weil der Robert  mit seinem Studium der Kunstgeschichte, das er nach seiner Pensionierung begonnen hat, fertig ist und die nächsten Termine haben wir auf den Dienstag verschoben und ich kann meinen Text jetzt korrigieren und nach St. Pölten ans „Etcetera“ schicken.

Mal sehen, ob die ihn dort nehmen, das wäre wirklich fein, weil ich ja nicht immer nur ganz unten und als letzte übrig  bleiben will.

2017-01-21

Rohtext fertig

Ich habe es ja schon gestern kurz angedeutet mit dem Rohtext von „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ bin ich jetzt fertig, 93 Seiten, 44 Szenen und ein kurzer Epilog, derzeit 45 766 Worte, weil ich vorhin noch ein paar Zeilen angefügt habe, um den Titel, der mir einmal so spontan eingefallen ist, als ich noch gar nichts hatte und lange eigentlich nicht wußte, wie er zu meiner depressiven Endstationreisenden, beziehungsweise mit meiner Frau, die in einer Bibliothek wohnt, passten könnte.

Dann bin ich aber dabei geblieben und habe gedacht, ich erkläre das in der letzten Doro Szene, denn so könnt es gehen, habe aber gestern darauf vergessen, so daß ich es heute noch anfügte und ich bin wieder einmal nicht zufrieden.

Ich hoffe, es schreibt mir jetzt keiner „Sag ich doch immer, Sie können es nicht!“ oder „Gehen Sie doch in ein Schreibseminar!“, aber ich denke schon wieder „Unvollkommen, nicht so geworden, wie es sollte, ich kann es doch nicht, etcetera!“

Natürlich, Freunde, das habe ich jetzt schon begriffen, es ist ein Rohtext und kann, muß, soll entsprechend überarbeitet werden, aber darin war ich ja bisher nie sehr gut und habe es dann meistens doch mehr oder weniger so gelassen, wie es nach dem Rohtext war, wenn ich auch ein paar Monate zum Korrigieren gebraucht habe.

Diesmal bin ich ja sehr schnell von meinen vagen Ideen die ich wahrscheinlich zu Weihnachten hatte, in die Handlung hineingekommen.

Ich bin nicht sicher, ob mir da der Satz „Sie haben nur Fregmente und jedes Kind weiß doch, daß man einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben soll!“, meines Kritiker Ulis geholfen hat, denke aber doch, denn dann ist sehr schnell konkret geworden und ich habe die letzten Wochen geschrieben und geschrieben und die Handlung wuchs auch in meinem Notizbuch und die Lücken wurden immer weniger, vor allem auf vorigen Freitag und Samstag trifft das, glaube ich, besonders zu.

Diese Woche war es dann ein bißchen anders, da habe ich zwar am Mittwoch auch sehr viel geschrieben, da war ich ungefähr an der Stelle, wo die Therese von Salzburg nach Berlin gefahren ist, die Szenen wurden aber immer kürzer, immer flüchtiger, eigentlich mehr ein Handlungsgerüst und als ich dann die wunderbaren Wortschöpfungen des Wilhelm Genazinos in der „Alten Schmiede“ hörte, dachte ich, so machst du das auch, du nimmst jetzt dein Rohkonzept und formst zweiundvierzig sprachlich ausgearbeitete Geschichten daraus.

Nun gut, bei allen Szenen wird das vielleicht nicht gehen, ein Reiz des Textes ist ja vielleicht auch, daß sich die Handlung von Szene zu Szene beziehungsweise von Beobachtung zu Beobachtung oder aus den SMS, die sich Karo und Tessi hauptsächlich schreiben, ergibt.

Aber die Berlinszenen sind sehr kurz und haben eingentlich keine Handlung, da könnte ich Beobachtungen einfließen lassen, die die Therese beispielsweise im Brecht Haus oder auch im Bus macht. Da habe ich ja auf der Reise nach Belgrad einiges, wenn auch die Gespräche mit der bosnischen Frau und dem Chauffeur, Mirko, glaube ich, heißt er· vielleicht nicht so etwas unbedingt Neues ist oder etwas, was in meinen früheren Sachen auch vorkommt.

Die Aktion in Graz, das Werfen mit der Scheiße auf die Aktionkunst ist dagegen sehr konkret und da habe ich die Szenenentwicklung beim Schreiben auch sehr spannend gefunden.

Eine tolle Idee, das Gerüst sprachlich so auszuarbeiten, daß mir „Fischer“ oder „Suhrkamp“ schreiben: „Unbedingt!“ machen wir!“

Daß das vielleicht dann doch nicht so einfach ist, habe ich gemerkt, als ich mir meine Szenenfragmente durchgelesen, beziehungsweise den Rohtext gestern fertig geschrieben habe.

Denn da ist wirklich vieles noch nicht fertig und es passt auch einiges noch nicht zusammen. Zwar habe ich jetzt eine Lösung dafür gefunden, daß die Handlung eigentlich so um den zwanzigsten Dezember fertig ist, die Bundespräsidentenangelobung aber erst ein Monat später stattfindet. Das wird in einem Epilog angedeutet. Der ist zwar sehr kurz, aber die Sophie sagt, dem Fabi, den sie  in ein Cafe mitnimmt „Du bist eine Figur in einem Roman einer Freundin meiner Schwester!“, das ist, glaube ich, ganz gut.

Aber, daß die Doro sich vor der Karo versteckt, beziehungsweise sich mit ihrer Tiefkühltasche Samstagabend an ihr vorbeidrückt, das ist schon auf Seite 80 und dann zehn Seiten später, nach dem sie Montagfrüh das Hinterzimmer verläßt, fröhlich mit dem Schlüßel auf das Dach hinaufgeht und „Hallo Karo, ich bin fertig!“, sagt, ist wahrscheinlich viel zu schnell, das müßte noch genauer ausgearbeitet werden und ich sollte dazu kommen, das zu können.

Solche Unklarheiten gibt es mehrere, die Tage stimmen immer noch nicht so ganz, denn die Doro ist schon in der Bibliothek am Samstag und am Sonntag und kommt das Montag früh aufs Dach, der Anschlag in Berlin war aber erst am Montagabend. Da werde ich mich vielleicht ein bißchen durchschummeln müssen und es ist auch die Frage, ob es wirklich so konkret sein muß und eigentlich das Ganze  auch ein Roman, den die Dorothea schreibt, auch wenn der mit der Wirklichkeit sehr verwoben ist und aus dem besteht, was die Tessi, der Karo SMSst beziehungsweise die Sophie mit dem Fabi erlebt.

Das gefällt mir ganz gut, könnte mir aber vorstellen, daß die Leser schreien „Das ist viel zu banal, da passiert doch nichts! Das habe ich schon auf Seite eins durchschaut!“, wenn ich auch denke, daß es vielleicht mein Stil ist, aber  natürlich noch  ausgearbeitet werden sollte.

Soweit bin ich jetzt, beziehungsweise war ich das schon heute früh nach dem Aufwachen und wollte diesen Artikel eigentlich auch schon zu diesem Zeitpunkt schreiben.

Dann dachte ich aber, da ich ja schon gestern geschrieben habe, daß ich fertig bin, ich brauche den Artikel gar nicht,  und habe gemerkt, daß ich gedtrödelt habe und getrödelt und der innere Widerstand mir sagte, ich will nicht zu bearbeiten anfangen und will mir auch meine sprachlich unvollkommenen dahingeschludderten Rohseiten, nicht ansehen.

Dann habe ich mir Booktube Videos angeschaut, auf die ich in den letzten Tagen gekommen bin. Und, daß die interessant sind, daran gibt es keinen Zweifel und da gibt es ja inzwischen schon sehr viele meist junge Frauen und eigentlich fast keine Männer, die ein Buch hochhalten und was ich, weil es mich ja auch betrifft und mich die letzten Tage neben meines Schreibens beschäftigte, erzählen, wie sie es mit ihrem Sub so halten.

Und mein SUB ist ja, glaube ich, besonders hoch, weil ich schon über vierzig Jahre sammle und jetzt habe ich mir die Zahl der Bücher ausgerechnet, die von den Frühahrsvorschauen zu mir kommen werden, das werden etwa zwanzig sein, achtzig alte habe ich auf meiner neuen Leseliste, wenn ich wieder Buchpreisblogge was ich ja eigentlich will, kommen nochmals so zwischen dreißig und fünfunddreißig Bücher dazu und dann dürfte ich eigentlich keine neuen Bücher mehr annehmen und wenn ich was Tolle in den offenen Bücherschränken finde, wie beispielsweise vor ein paar Tagen Sabine Grubers „Dalvadossi“ dann weiß ich eigentlich gar nicht, wann ich das lesen werde?

Das sind Luxusprobleme und eigenlich nicht wirklich solche, denn dann lese ich halt den alten Arno Geiger oder den alten Kehlmann nicht, ist auch nicht wirklich schlimm, weil es ja egal ist, ob ich das Buch jetzt in meinem Regal habe oder ob es nur in der Buchhandlung steht, wo ich es auch nicht lese.

Also spannend diese Videos und vielleicht auch noch ganz besonders, weil es unter diesen jungen Frauen auch eine Konkurrenz zu geben scheint, die aber nur angedeutet wird, was ja dann noch besonders neugierig macht, so daß man zu suchen anfängt, ob man vielleicht nicht was darüber findet.

Es ist wahrscheinlich das alte Thema, das andere Bloger oder Vlogger angeblich so viel schlechter sind oder das mit den Rezensionsexemplaren, was ich noch immer nicht verstehe, daß das so viel Unruhe macht, weil ich seit ich Buchpreisblogge mich über die Anfragen nicht beklagen kann.

Aber mehr, als daß ich die Bücher dann lese und nicht zu meinen auf der Liste komme, kann ja nicht passieren. Und  das tue ich auch mehr oder weniger gehetzt, merke aber auch, daß manchen Bloggern meine etwas schlampige Art und mein Spoilern oder vielleicht auch das Buchpreisbloggen vielleicht nicht so gefallen dürfte und mir auf meine Kommentare meist nicht antworten.

Das ist aber auch kein Problem, weil ich es, wie das Schreiben für mich selber tue und ich eher die Gefahr sehe, vor lauter Videos anschauen, nicht zum Korrigieren zu kommen.

Da gibt es aber auch die Schreibschulregel, daß man den Rohtext erst einmal liegen lassen soll, bevor man ihn überarbeitet. Also brauche ich das Trödeln wohl, wenn es überschaubar ist, denn ich muß mich ja selber herausholen, weil es sonst  keiner tut.

Also habe ich mir gedacht, ich schaue mir ruhig ein paar der interessanten Videos an, wenn ich weiß, was ich anschließend tue.

Eine Hilfe ist wahrscheinlich auch dieser Artikel, auch wenn ich ihn nur alleine lese. Dann werde ich mein Notizbuch noch einmal hernehmen und mir vielleicht anmerken, was ich jetzt  verändern muß und dann wahrscheinlich, weil ich es das erste Mal zwischen Weihnachten und Silvester nur sehr oberflächlich tat, beziehungsweise irgendwann statt zu lesen nur mehr überflogen habe, die „Viertagebuchfrau“ nochmals hernehmen. Denn die kommt vor in dem Text, die Doro schreibt  eine Fortsetzung, beziehungsweise liest sie darin und das gehört auch noch besser ausgearbeitet.

Und dann ab morgen, das Rohkonzept durchgehen und schauen, wieviel ich es verändern kann oder muß, daß vielleicht doch ein brauchbarer Roman herauskommt.

Da habe ich vielleicht einige Leser, die jetzt schreien „Sie können das ohnehin nicht!“ und da antworte ich vorsichtig „Da bin ich mir nicht so sicher!“

Denn ich habe gestern ein Buch angeboten bekommen, in dem es um eine Frau geht, die nach einer Krebsdiagnose einen Bus kauft und damit durch die Welt fährt und damit ihr Leben  verändert und das ist in einem Publikumsverlag erscheinen und da habe ich ja einige Bücher, wo es um dasselbe geht.

Ich zitiere mal die „Dreizehn Kapitel“, „Und Trotzdem“, „Im Namen des Vaters“

Um einen blauen Bus geht es auch in der Kroatiengeschichte, allerdings um keinen Krebs, aber den haben die Helga Schwarz in „Und Trotzdem“ und die fährt ihm mit dem Rad die Donau hinauf oder hinunter jedenfalls bis ans schwarze Meer, davon, während sich die Veronika Sieberer einfach nicht behandeln lasse.

Wenn ich  davon ausgehe, daß meine Bücher einfach noch nicht genügend überarbeitet sind, weil ich sie immer  zu schnell beendet habe, könnte ich da jetzt lernen, wie das die anderen machen, um ihren Roman zu einem großen Verlag zu bringen, denn die Themen oder das Handlungsgerüst ist ja offenbar da.

Also wird es vielleicht doch an der Grammatik und an der Sprache liegen. Mal sehen, vielleicht bekomme ich den Knick noch einmal heraus, denn so blöd, daß ausgerechnet ich es nicht kann und immer ganz unten bleiben, bin ich ja wirklich nicht und wenn es mir gelingt aus dem Rohgerüst vielleicht doch einen brauchbaren Roman zu machen, wäre dassehr schön.

Ein Problem habe ich vielleicht trotzdem noch, das ist, daß ich ja sehr dicht am aktuellen Geschehen bin, kommt ja beispielsweise nicht nur die Bundespräsidentenwahl sondern sogar der Anschlag in Berlin vor und davor wird ja auch immer abgeraten, zu aktuell zu sein, obwohl Marlene Streeuweitz, deren Wahlroman ich zur Einstimmung gelesen habe, das auch so macht und der Hans Fallada war ja, wie in seiner Biografie gelesen habe, sogar so aktuell, daß er in einem Nazi Gefängnis seinen Unmut über das dritte Reich aufschrieb, also kann man eigentlich über alles schreiben.

Sprachlich besser werden, kann aber nicht schaden und auf den Blog ein bißchen neugierig auf mein Schreiben zu machen, so daß sich, wenn ich dann die Vorschau habe, vielleicht doch einmal einer auf mein Gewinnspiel reagiert, wäre auch sehr schön.

Das wird aber noch ein bißchen dauern, bis ich da soweit bin, vorher kommt  noch die Vorschau zu „Claire-Klara-Clarisse“ heraus, das der Alfred gerade korrigiert.

2017-01-15

Handlungslücken und Ungereimtheiten

Da hat mich ja mein Kritiker Uli vor ein paar Wochen fast erwischt, daß ich keine Handlung hätte oder nach über vierzig Jahren erfolglosen Schreibens nicht mehr wirklich weiß, über was ich jetzt noch schreiben soll, weil ich mich bei dem neuen Buch mit der Wohnungslosen, die in einer Bibliothek übernacht, sehr stark an der „Viertagebuchfrau“ vorbei geschrammt habe und man sieht wieder Feedback wirkt, denn von da ab ist es fast von selbst gegangen.

Vor einer Woche bin ich von den Weihnachtsfeiern aus Harland mit siebzehn Szenen, achtundvierzig Seiten und etwa 22 762 zurückgekommen und hatte mich bis dahin, ich gebe es zu, sehr mit meinen drei bis vier fünf Hauptpersonen durch die Handlung geschummelt.

Die Dorothea geht aus der Bücherei in den Mc Donald , sieht dort eine Frau in einen Bus steigen und einen Studenten vor dem Laptop sitzen, das war schon eigentlich fast alles, das mit dem Bibliotheksgespenst und der „Viertagebuchfrau“ ist auch noch dazu gekommen, aber wie ist das eigentlich mit der Dorothea?

Hat die jetzt Felicitas Fee Biografie mit der gestörten Mutter, die die Geburt ihrer Tochter niemals einem Magistrat gemeldet hat?

Sie hatte ein bißchen, denn das ist im Erstentwurf so gestanden, in den letzten Harlandtagen habe ich, die siebzehn Sezene aber schon einmal durchkorrigiert und verkürzt, das heißt, das eigentlich hinaus gestrichen.

Die Dorothea hat das Buch in ihrem Abstellkammerl zwar gefunden und liest Nächtens daran, aber wie sie dazu gekommen ist in einer Bibliothek zu schlafen, ist jetzt ein bißchen im Dunklen.

In der Vorwoche bin ich dann auf die Idee gekommen, mir Marlene Streeruwitz dritten Wahlroman auszudrucken und zu lesen und das war sehr gut und  hilfreich, denn wenn der Robert beispielsweise meinen Wiener Stadtroman las und dann sagte, das ist eigentlich sehr einfach und linear, dann war ich sofort betroffen und dachte, das darf ich doch nicht so schreiben.

Der Wahlkampfroman der Marlene Streruwitz passiert aber auch auf einer sehr linaren Handlungsebene, also darf ich doch, habe ich gedacht, an meinem Konzept ein bißchen weitergeplant und das Ganze noch einmal durchkorrigiert, damit es in sich logisch ist und die Unklarheiten verschwinden.

Die Handlung war jetzt die, die Therese bekommt ein SMS von der Ivanka, daß sie sich in Graz befindet und dort eine Performance macht, also fährt sie dorthin. Die Performance, zweiundsechzig abgeschnittenene Köpfe, die gegen Rassismus mahnen, wird aber von den Patrioten gestört, die selber eine Kunstaktion machen und dabei mit Scheiße werfen. Ivanka wird getroffen und Therese fährt nach Linz, weil sie ein Prospekt des Lenthos gefunden hat, von dort will sie eigentlich nach Wien, steigt aber in den falschen Bus, kommt nach Salzburg und von dort fährt sie noch nach Berlin, wo sie in den Terroranschlag am Weihnachtsmarkt kommt.

Der Fabi bereitet eine Aktion bei der Angelobung des neuen Bundespräsidenten vor und die Dorothea verbringt ein Wochenende in der Hauptbücherei.

Jetzt bin ich daraufgekommen, daß sie das erst ab Samstag fünf Uhr machen muß, weil die Hauptbücherei bis da  offen ist. Sie öffnet aber erst um elf, was auch ein Problem oder eine Ungereimtheit ist, weil eigentlich sehr spät und ich dachte es beginnt schon um neun. Sie schreibt oder liest jedenfalls an diesem Wochenende ihren Roman zu Ende.

Dann schickt sie ihn an eine Agentur oder an „Amazon“ vielleicht, schließt da Kammerl ab und geht aufs Dach hinauf wo sie sich mit Karoline trifft, ihr das erzählt und ihr den Schlüßel übergibt. Dann geht sie nach Hause duschen.

Während, die Therese auch nach Wien urückommt und in die Stunde ihres Psychiaters geht und dann gibt es noch die Angelobung, auf Fabi wird ein Stein geschmissen, Sophie reißt ihn weg und geht mit ihm ins Cafe Eiles.

So weit so waht,  das wäre meine Handlung und sie ist bis auf einige Handlungslücken jetzt schon sehr konkret.

Auch ohne „Schneeflockenmethode“ kann das gehen  und, ich glaube, es sind auch einige Spannungsbögen darin, die einem die Schreibratgeber ja immer vorpauken, daß man die haben muß und ich hatte immer Schuldgefühle, weil ich dachte, ich hätte  nicht.

Die sind jetzt von selbst passiert, denn auch der Fabi und die Sophie haben sich in Graz eingefunden, die Aktion mit der Scheiße ist entstanden, also sehr konkret.

Ich hatte nach dem ich zweimal korrigiert und das Konzept mit ein paar Lücken aufnotiert hatte, dann noch einen Leerlauftag, wo ich fast befürchtete, ich könnte wieder in eine Schreib- oder Trödelkrise kommen.

Fakt aber war, ich wollte mir den letzten Tatort anschauen, wo es auch um dieses Thema geht und hatte dabei Schwierigkeiten, die Folgen im Netz zu finden, weil nicht immer verfügbar und teilweise ohne Ton.

Ab Donnerstag aber klappte das und dann habe ich auch geschrieben und geschrieben und die Handlung hat sich eigentlich wie am Schnürchen und von selber weiterentwickelt.

Jetzt stehe ich bei über vierundsiebzig Seiten, dreiunddreißig Szenen, 36 045 Worten, habe die Handlung, wie oben beschrieben.

Fabi und Sophie sind aus Graz zurückgekommen, die Therese sitzt im Bus nach Salzburg und die Dorothea rüstet sich für das Wochenende, das heißt, sie geht einkaufen, weil sie sich ja am Sonntag dort versorgen muß und da ist jetzt das Problem, beziehungsweise die Handlungslücken.

Denn ich habe ja einige sehr konkrete Zeitvorgaben. Ziemlich am Anfang kommt die Dorothea dazu, wo ein Plakatierer ein „Hofer-Plakat“ mit einem „Licht ins Dunkel“ überklebt, aha, also kurz nach der Wahl, sprich Anfang Dezember. Die Angelobung wird, glaube ich am sechundzwanzigsten Jänner sein und der Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt war am neunzehnten Dezember, also ein Zeitraum von ungefähr sechs Wochen.

Ich hantle mich aber sehr schnell von Szene zu Szene, die eigentlich in einigen Tagen passiert, so daß ich da Lücken habe und es nicht passt.

So ist die letzte Szene, die ich heute geschrieben habe, die wo sich die Dorothea auf das Wochenende vorbereitet. Die Therese sitzt da im Bus nach Salzburg und wird in der Nacht noch nach Berlin weiterfahren. Da würde sie dann am Morgen des 19. Dezembers, einem Montag ankommen, bis zur Angelobung ist aber noch ein Monat Zeit und die Dorothea würde eigentlich schon am Montag früh mit dem fertigen Roman, die Bücherei verlassen.

Ich weiß nicht, ob das Problem jetzt klar herübergekommen ist? Das ist ja auch das Spannende am Schreiben, daß man sich von Problemchen zu Problemchen hantelt und alles irgenwie auflösen muß.

Das wäre vielleicht auch ein Fall fürs Szeneschreiben oder Handlungsstängeschreiben.

Ziemlich klar ist jetzt schon der Weg der Therese, die fährt nach Salzburg, geht ins Cafe Glockenspiel, liest dort in einer Zeitung über Berlin. Will dann in ein Hotel, stolpert aber über ein Reisebüro, das ein Last Minute Angebot nach Berlin hat, der Bus fährt um neun. Das wäre dann der Sonntagabend, der Anschlag passiert, am Montagabend fährt sie nach Salzburg zurück,  dann nach Wien und kann also am Dienstag oder Mittwoch in Theo Hardenbergs Sprechstunde kommen und ich bin, glaube ich, ursprüglich am Dienstag den dreizehnten Dezember gestartet. Da wäre ich, wenn ich meine Handlung richtig nachrechne, jetzt ungefähr bei Freitag.

Am Samstag geht die Doro mit ihrem Provant ins Wochenende, am Montag passiert der Anschlag, es wäre aber schon vorher aus, während die Angelobung erst ein Monat später ist.

Die nächste Szene, die ich schreiben will, ist die im Cafe Glockenspiel. Dann brauche ich einige Füllszenen, wie ich das mit dem Wochenende so weit ausdehenen werde, weiß ich noch nicht und auch noch nicht, wie das jetzt mit dem Fabi und der Sophie wird?

Da muß ich vielleicht wieder etwas umändern, noch einen Spannungsbogen einplanen, noch einmal durchkorrigietren, etcetera.

Für Tips und Ratschläge, die über das „Das ist das schlechteste, was ich je gelesen habe!“, hinausgehen wäre ich dankbar und würde schätzen, daß ich jetzt im dritten Drittel bin. Da geht es dann ja manchmal sehr schnell und rasant vorwärts, so daß das Ganze dann vielleicht vierzigtausend Worte hat. Also kein ganzer Nanowrimo, aber länger als die Kroatiengeschichte oder die „Paula“ und die Rohtextzeit wäre wahrscheinlich unter  sechs Wochen, vielleicht eher bei der Nanowrimozeit.

Begonnen habe ich ja eigentlich am ersten Dezember, als ich im Cafe Fortuna die erste halbe Szene schrieb.

Dann habe ich noch bis zum sechzehnten Dezember korrigiert  und dann glaube ich so um den zwanzigsten oder zweiundzwanzigsten Dezember mit dem Schreiben angefangen.

Spannend, spannend, spannend, ich finde es gut, meine Hemmungen habe ich so ziemlich überwunden, einen, wenn auch sehr linearen Handlungsbogen habe ich auch und daß ich damit, auch wenn ich meine Schreibprozesse ziemlich detailiert hier beschreibe, niemanden auffalle, ist eigentlich sehr schade, aber etwas, was sich offenbar nicht ändern läßt.

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