Literaturgefluester

2020-07-11

Bericht aus der Sommerfrischenschreibwerkstatt

Das zweite Sommerfrischenwochenende ist angebrochen und momentan ist sehr heiß und die, die mich schon länger lesen, wissen, daß ich ja jedes Jahr sehr euphorisch in meine Sommerfrische, das heißt in das Haus von Alfreds Eltern in Harland bei St. Pölten, gegangen bin und auch viele Schreibepläne hatte, denn öfter habe ich ja mit einem Projekt neu angefangen und wahrscheinlich immer an einem geschrieben und ich habe auch speziell in der Zeit wo es noch keine Wochenenden waren, das Ganze sehr zelibriert, denn bei mir ist es ja immer die Frage, bin ich jetzt eine Hobby oder eine richtige Autorin?

Ich sage das Zweite und Schreiben ist mein Lebensinhalt und nicht ein bloßer Zeitvertreib. Da ich aber nicht davon leben kann und immer meine Praxis hatte, beziehungsweise vorher psychologisch tätig war, auch keine Stipendien bekommen habe, war es zwar scheinlich anders, als bei den Autoren, die im Sommer in eine Stipendiatswohnung, nach Rom, Venedig etcetera, gegangen sind.

Bezüglich Venedig habe ich ja einmal auf Anraten der Ruth eingereicht und die Antwort bekommen, daß mein literarisches Schreiben leider, leider zu gering wäre, fast fünfzig Jahre schreiben und fast fünzig Bücher, damals waren es ein paar weniger, sind aber, glaube ich, genug und so habe ich einmal vor ein paar Jahren mir sozusagen selber ein Stipendiuum verliehen, gesagt, ich bin jetzt St. Pöltner Stadtschreiberin, habe ein schönes kleines Büchlein genommen und bin damit mit dem Rad, wie ich es ja regelmäßig mache, herumgefahren, in Richtunng Herzogen– oder Wilhelmsburg und es sind auch ein paar schöne Texte dabei entstanden.

Die „Dreizehn Kapitel“ sind dabei entstanden, „Die ereignisreichen Sommererlebnisse“ und noch vieles anderes.

Ich habe einmal, als ich noch nicht bloggte, als es da ein Gewinnspiel beim „Standard“ gab, bei dem man einen Gratisplatz in einer Schreibwerkstatt gewinnen konnte, den ich natürlich nicht bekam, mir vorgenommen, das in Harland doch einfach selbst zu machen und bin dann daraufgekommen, daß ich gar nicht wußte, wie ich sowas tun soll und dann, glaube ich, nur beim Radfahren einen Krimi gelesen habe und in der Badewanne einen der „Klagenfurter-Texte“, den es immer über das jeweilige Bachmannpreislesen gab.

Heute hätte ich damit kein Problem, habe ich das doch in der Schreibgruppe gelernt, jeweils zu einem Thema zwanzig Minute einen Text zu schreiben, bin aber derzeit ohnehin mit meinen neuen Text beschäftigt, daß ich über den Sommer entstehen lassen will.

Das wäre ja eine schöne Idee für eine Sommerschreibwerkstatt einfach mit dem Büchlein herumzufahren, zur Seedose vielleicht, um einen Kaiserspritzer zu trinken, in die Bücherzelle zu schauen, Notizen machen und den Roman kommen und gehen lassen, soviel Zeit ist dazu wahrscheinlich ohnehin nicht, denn mein Harlander Programm ist ja eigentlich sehr strukturiert.

Donnerstag Abend kommen wir an, ab nächster Woche, wenn die O-Töne problemlos zu besuchen sind, wahrscheinlich sehr spät und am Freitag würde ich eigentlich in Richtung Wilhelmsburg fahren, entweder in die Stadt oder auf die Ochsenburg hinaufmarschieren, am Samstag treffen wir uns regelmäßig auf dem Markt mit der Doris Kloimstein, machen dort einen Büchertausch, am Sonntag Rudolfshöhe, der Montag wäre dann noch für das Schreiben, wenn wir nicht, weil der Alfi eine Sitzung hat, da nicht schon zurückfahren, sehr viel Zeit für das Projekt bleibt also nicht, obwohl ich vorigen Sonntag Abend und am Montag, die zehn Seiten und zwei Szenen geschrieben haben.

Jetzt habe ich die Korrektur vom „Fräulein No“ von mir, das mir der Alfred endlich ausgedruckt hat, bevor es an die dritte Szene geht, von der ich schon eine ungefähre Vorstellung habe und etwas Erfreuliches gibt es auch zu berichten.

Ich habe mir ja, als das „Zweite Literaturgeflüsterbuch“ fertig war, gedacht, ich mache jetzt eine große Aussendung. Dann kam das Buch mitten in der Corona-Krise und des Lockdowns und ich dachte das passt jetzt gar nicht mehr so, habe es aber trotzdem an den Manfred Müller von der „Gesellschaft“, der Frau Danielcyck von der Kulturabteilung der Stadt Wien und den Gerhard Ruiss geschickt und dann keine Rückmeldung bekommen, beziehungsweise den Gerhard Ruiss, der der heurige „H. C. Artmann- Preisträger“ ist, auf der Demo „Zwei Meter Abstand für Kunst und Kultur“ gefragt, ob es es bekommen hat?

Er hat genickt und die Frau Danielcyck am Mittwoch im Cafe Prückl auch, die hat mich und das find ich toll, obwohl die Einschreibungsbedingungen natürlich nicht passen, gleich ermuntert, für die „Buchprämie“ einzureichen.

Da habe ich gar nicht gewußt, daß es das auch bei der Stadt Wien gibt. Bei denen des Bundes, war ich einmal in der Jury. Die Einreichungsfrist war, glaube ich, auch schon knapp vorbei. Aber das war bei der Jury für den Bloggerdebutpreis auch und das wäre ja ein Erfolg, den ich bezüglich meiner Selfpublisherinitiative hätte.

Denn die hat ja einiges gebracht, ein Interview mit der Studentin, die eine Dissertation darüber schreibt, ein Interview mit Cornelia Stahl, das inzwischen gesendet wurde, jetzt müßte sich nur mehr der Manfred Müller melden oder ich ihn sehen, was aber, weil die ja nur Online- Veranstaltungen hatten und jetzt ja sowieso Sommerpause ist, wahrscheinlich nicht so schnell passieren wird und was die versäumten Termine betrifft, hätte ich noch was zu vermelden, denn in der „Alten Schmiede“ hätte ja im Mai wieder ein Lyrik-Festival stattfinden sollen, hat natürlich nicht, aber die „AS“ hat einige Bücher der Autoren, die dort gelesen hätten, verlost.

„Einsendeschhluß heute!“, habe ich am Tag darauf bei Facebook gelesen und nachgefragt, ob man sich noch bewerben kann, keine Antwort, bis auf vorigen Montag, wo mir Jana volkmann mitteilte, daß ich ein Buch gewonnen habe, jetzt muß es nur noch aus Deutschland kommen, das dauert oder dauerte Corona bedingt ja ein bißchen länger, aber wieder mal sehen, ich bin sehr gespannt und versuche trotz Corona meinen Sommer zu genkeßen und das gelingt, glaube ich, auch durch die schönen Maskengedichte, die mir die die Doris Kloimstein seit einiger Zeit so schön kommentiert, ja derzeit besonders freut.

2020-07-04

In den neuen Text

Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit meiner Corona-Geschichte „Kein Frühlingserwachen mehr“, das war ich schon vorigen Freitagabend. Da habe ich dann den kurzen Beschreibungstext verfasst und das Ganze dann an den Alfred schickte, der, glaube ich, das fünfzigste Selbstgemachte daraus machen soll und nun auf zu neuen Ufern und zum neuen Roman.

Das klingt wahrscheinlich einfacher als es ist,denn die, die mich schon länger und genauer lesen, werden vielleicht wissen, daß ich mich in der letzten Zeit oder auch schon länger ein wenig ausgeschrieben fühle.

Ich produziere ja schon seit zwanzig dreißig Jahren einen sozialkritischen realistischen Text nach den anderen, bis Zweitausend, habe ich mir das Manuskriptnoch kopiert und mit mehr oder weniger langen Briefen an die Verlage geschickt, wo außer Absagebriefe nichts zrückkam und das diesbezügliche Feedback, das am Anfang noch gelegentlich zu bekommen war, immerweniger wurde.

Denn „Wir könen uns ja nicht mit jeden Text befassen, wo kämen wir hin wenn wir das täten, fün Sekunden die Praktikantin daraufschauen lassen und dann ab die Post!“

Nun gut, ich habe mir selber geholfen und meine Bücher seit 2000 selbst gemacht, das heißt, der Alfred macht das PDf und schickt es dann in eine Druckerei und ich schreibe und schreibe eines nach dem anderen, weiter.

Feedback kommt auf diese Art und Weise wenig bis gar keines und so bin ich als ich mit der „Paula Nebel“, glaube ich oder war es schon „Die Widergeborene“ nicht weitergekommen bin, in eine tiefe Krise geraten, habe gedacht, ich muß was ändern, und das erste „Literaturgeflüsterbuch“ herausgebracht, mich dann mit der Frage, wie man einen Roman schreibt, beschäftigt und bin auf die Idee gekommen, mich von einer Person in einem Kapitel zu der nächsten im nächsten Kapitel weiterzuhanteln, die „Dreizehn Kapitel“ sind daraus geworden.

Die Flüchtlingstrilogie ist danach entstanden, das waren drei Bücher, die sich mit der Flüchtlingskrise beschäftigen, das Erste „Die Pensionsschockdepression“ beschäftigt sich mit der IS, da kommt eine Fatma Challaki vor und die flüchtet dann im „Sommerbuch“, 2015 nach Wien und steht auch im „Adventkalender“ als Dolmetschin der Hauptfigur zur Seite.

Die „Berührungen“, wo es auch wieder, um das Romanschreiben geht, sind schon politisch, noch politscher die „Unsichtbare Frau“ und dazwischen habe ich wieder aus zehn oder mehr Kurzgeschichten einen Text zusammengeschrieben, der als der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“ gilt. Da habe ich, glaube ich, in den Schreibberichten immer schon geschrieben ich fühle mich ein wenig ausgeschrieben und weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist mir aber immer wieder was eingefallen, aus Kroatien habe ich mir eine leichte Liebesgeschite als Sommersouvenier mitgebracht und „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ geht es wieder darum, ich habe ja auch im Interview mit Cornelia Stahl betont, daß das erfolglose Schreiben immer ein wichtiges Thema für mich war. Da kommen aber auch immer andere Handlungstränge vor, wie die demente Maria Mattuschek, die glaubt, mit ihrem Freund Matthes enck zu kommunizieren, obwohl der ja schon lang gestorben ist.

Der letzte „Nanowrimo“ beschäftigt sich mit einem Arzt, der, weil er in eine Psychose kippte sowohl seinen Kassenvertrag, als auch seine Freundin verliert. Ausgangspunkt dazu war aber ein Telefongespräch, das ich einmal in der Straßenbahn hörte, als ich nach Grinzing gefahren bin, eine Schauspielschülerin hat da ihrer Oma erzählt, daß sie am Reinhardts-Seminar aufgenommen wurde. Dann kam die Idee über die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem jungen Mann zu schreiben, die Corona-Krise hat es ein wenig umgewandelt. Das ist ein eher kurzer Text geworden und jetzt wieder ein Loch in das ich hineinfallen oder hinausspringen müßte?

Nein, nichts davon, denn ich habe ja einmal, es ist schon länger her, in der „Seedosen-Zelle“ ein schönes Notizbuch gefunden. Da liegen öfter schöne Noltizbücher in den Bücherschränken, aber in diesem war schon etwas hineingeschrieben und immer wieder tauchte dabei ein Sommerfestival und da der „Sonnenpark“ auf, was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, weil ich dachte, ich kann da ja nicht einfach weiterschreiben, sondern sollte mich vielleicht auf die Spur der Notizbuchschreiberin machen und die Idee zu meinem neuen Romanprojekt ein wenig wackelig und unsicherzwar, ist schon wieder da.

Denn da gab es ja noch die andere Idee vom Leben mit der Maske zu schreiben, die ja, wie man so hört, vielleicht wieder eingeführt werden soll und die Idee einen spannenden Roman zu verfassen ist auch wieder da.

„Das Frühlingserwachen“ habe ich versucht nach der Heldenreise zu konzipieren. Meine Leser können sagen, ob es gelungen ist, wenn das Buch fertig ist oder die schon veröffentlichten Textproben lesen.

Ich bin mir da nicht so sicher und bin wahrscheinlich der Heldenreise gegenüber ebenso skeptisch eingestellt, wie gegenüber der Maske, aber die Frage, wie schreibt man einen Roman, stellt sich, nachdem ja schon hunderttausende geschrieben wurden und immer noch geschrieben werden, immer wieder und da lese ich gerade und das finde ich sehr interessant Wolf Haas „Das Wetter vor fünfzehn Jahren“, der ja, glaube ich, seine Brenner-Krimis zuerst ganz konventionell geschrieben hat. Dann einen eigenen Stil entwickelt, womit er sehr erfolgreich wurde und das „Wetter vor fünfzehn Jahren“ besteht aus einem einzigen Interview ziwschen Wolf Haas und einer Literaturbeilage und ich finde das Buch sehr sehr spannend, viel beeidruckender, als die beiden Wortreich-Bücher, beispielsweise, die ich zuletzt gelesen habe.

Solche Experimente will ich, die ich ja nicht experimetell schreibe, auch gern machen und die Idee mir selber über die Schulter zu schauen, ist ja auch schon sehr lang da, also eine Alter Ego, namens Eja Augustin entwickeln, eine fünfundsechzigjährige mehr oder weniger erfolglose schreibende Frau, die im Sommer, die Gelegenheit hat, in ein Haus in der Nähe von St. Pölten zu ziehen, ob sie dort für eine Freundin, die Blumen gießen und die Katze füttern soll oder, ob sie das von einer Tante oder Mutter erbte, ist noch nicht so klar. Sie entflieht jedenfalls der Stadt und ihrer Maskenpflicht und nimmt sich auch vor, ihren neuen Roman zu schreiben. Dann geht sie zur Seedosenzelle, findet das schöne rotbraugewürfelte Notizbuch, liest die Eintragungen, denkt „Darüber könnte ich schreiben, jetzt muß ich nur noch die Figuren und die Handlung entwickeln!“

Setzt sich dann auf die Terrasse, bestellt einen Kaiserspritzer, liest und notiert weiter und entdeckt dabei eine achtunundzwanzig oder fünfunddreißigjährige junge Frau, das ist auch noch nicht so klar, die die Kathi Sommer, der das Notizbuch gehörte, sein könnte. Die sitzt da mit einem sommersprossigen rothaarigen Mann, den sie Simon nennt und mit dem sie in einen heftigen Streit verwickelt ist. Scheint sie sich doch von ihm zu trennen und wirft ihm vor, daß er ihre Projektplanung verhindert hat und ihr Handy in einen Blumentopf warf.

Eine Tante Aloisia wird auch erwähnt und da fällt Eja ein, daß sie ja bei der Lesetheateraufführung bevor sie nach St. Georgen gefahren ist, eine alte Klavierprofessorin kennenlernte, die sich ihr, als Aloisia Brunngraber vorstellte und ihr von ihrer Großnichte erzählte.

Gepongt, gepongt, der Plot war zwar noch die da, aber einige der handelnden Personen und Kathi Sommer braucht auch noch zwei Freuninnen für die weiteren Handlungsstränge, die da wären, Angela Hager beispielsweise, die hat Eja beim letzten „Schweigemarsch für Kunst und Kultur“ getroffen, die ist eine prekär beschäftigte Philosophin, die von Deutsch als Fremdsprache-Kurse und EDV-Projekten lebt und sehr kritisch und sehr verbittert ist und Jasmin Bauer, das ist die Inhaberin des Spielwarengeschäftes, in dem sie, bevor sie abfuhr, eine Puppe für ihre Enkeltochter kaufte.

Das wären die Personen, jetzt muß nur noch der Plot und die Handlung her und das ist das, was ich bis jetzt habe, beziehungsweise in den letzten Tagen erlebte, als ich auf Romanrecherche ging.

Darüber einen Roman zu schreiben, in dem die Autorin die Handlung sich entwickeln läßt, ist wahrscheinlich nicht sehr neu, aber ich habe mir ja vorgenommen, wie die Eja Augusint meine Sommerfrischenwochenenden dazu verwenden, mal hier ein Eis, dort einen Kaiserzpitzer zu trinken und die Beobachtungen aufschreiben, die ich dabei mache.

Vielleicht wird ein Roman daraus und ich schreibe es wieder, was mir fehlt ist das Feedback.

Die Schreibgruppe in der ich ja auch immer an meinen jeweiligen Projekt weiterschrieb, war ein Versuch aus diesem Dilemma hinauszukommen. Der Aufruf zur Lesrunde, wenn das Buch erst erschienen ist, ist ein anderer, denn ich denke, daß ich sicher weiterschreibe, warum sollte ich auch aufhören?

Aber wenn man, wie ich so viel geschrieben hat, aber eigentlich kein Feedback kommt, schwächt sich der Elan auch irgendwann ab und die Motivation wird kleiner und ich denke, das wäre furchtbar, wenn ich da vielleicht noch weitere zwölf Jahre so unbemerkt vor mich hinblogge, aber besser als gar nichts, ist es wahrscheinlich schon und so wird es vermutlich auch weitergehen.

2020-05-06

Online Corona-Romane zur Recherche

Ich habe mich ja schon vor längerer Zeit entschloßen einen Roman zu schreiben, der die Beziehung zwischen einer älteren Frau und einem um dreißig jährigen jüngerne Mann schildert und der Mann der Protagonistin, den sie pflegt, erlitt damals bei den Jännernotizen, noch einen Schlaganfall. Ich notierte und korrigerte, dann weiter am „Schreibebuch“ und am „Fräulein No“.

Dann kam die Pandemie und weil ich ja immer die aktuellen Tagesereignisse in mein Schreiben einbeziehe, ich weiß, das gilt als nicht professionell, beschloß ich einen CoronaRoman daraus zu machen, wohl wissend, daß da eine Schwierigkeit sein wird, daß ich über eine Krise, die laut Expertenmeinung zwei Jahre dauert bis man die Auswirkungen richtig überschauen kann, nicht in sechs Wochen einen Rohentwurf verfaßen kann. Das heißt, ich kann schon, muß dann aber wahrscheinlich wirklich viel verändern, weil mich die Fakten ja überholen werden.

Es hat sich auch der Romanverlauf verändert, der Egon hat „Alzheimer“ und keinen Schlaganfall, dazu haben mich wohl David Fuchs „Leichte Böden“ gebracht oder nein, über „Alzheimer“ habe ich schon viel geschrieben und kenne mich wahrscheinlich auch besser dabei aus, als beispielsweise mit der Pflege von Schlaganfallpatienten. Das ist wahrscheinlich noch nicht krisenbedingt, es wurde, das liegt auch mehr an mir, als an Corona auch nicht wirklich eine Beziehung zwischen alt und jung daraus. Dazu bin ich wahrscheinlich zu moralisch, sondern nur ein leichtes Antippen, ein Spielen mit dem Feuer. Der Viktor findet seine Christine und der Egon schreibt einen dystopischen Roman darüber, daß plötzlich eine Weltmacht das Lächeln verbietet und die Leute, wie Zobmies mit Masken auf der Straße herumlaufen lassen.

Trotz der Tatsache, daß ich den Verlauf der Krise nicht überschauen kann, ist mein Rohkonzept auf inzwischen fast dreißigtausend Worte angewachsen, ich sollte, was wahrscheinlich noch viel schwieriger ist, den dystopischen Roman schreiben und ansonsten wahrscheinlich noch drei Szenen, eine zwischen Egon und Roswitha, eine wo sich die christine meldet und die Beziehung zwischen Bea und Esther, die ja auf dieser Evidenz basierten Demo war, muß wahrscheinlich auch noch behandelt werden.

Dann käme schon die schlußszene, wo die Ausstellung, weil ja Corona im Juni noch nicht vorüber sein wird, virutuell eröffnet wird und weil ich eine gelehrige Schülerin bin, die ja immer noch hofft, daß Schreiben irgendwann wirklich zu erlernen, damit meine Kritiker mit mir zufrieden sind, habe ich mir schon vor längerer Zeit angewöhnt, vor dem Schreiben entsprechende Rechercheliteratur zu lesen, das kann mal mehr mal weniger ausgeprägter sein, dei den „Berührungen“ habe ich mich durch den fast gesamten Stefan Zweig gelesen und auch noch was von Doderer, bei der „Unsichtbaren Frau“ habe ich Jeanette Wintersons „Powerbook“ liegen lassen und jetzt hatte ich mir ja immer die Folgen von „Das Mööp, den fantastischen Seuchenbericht“ den das Literatur in Fortsetzungen herausgibt, ausgedruckt und von „So ist die Welt geworden – Der Covid 19 Roman“ von Marlene Streeruwitz, von Thomas Glavinic gibt es auch was, aber da kommt man ohne zu zahlen nur zur Folge eins, aber nicht gelesen, weil die Texte ja noch nicht fertig und meine Leseliste ist ja eh schon so lang und eh schon wissen, aber jetzt habe ich gedacht, wenn ich mit dem Rohkonzep fertig bin, hole ich mir das heraus.

Das Problem dabei ist ja ebenfalls, daß diese Romane noch nicht fertig sind, aber interessant zu wissen, wie die anderen Mitten in der Krise das Covid 19-Thema verarbeiten, wie viele Anspielungen sie machen und wieviel nicht, ist es allemal und hier wahrscheinlich wichtiger denn je, vorher zu recherchieren.

Also habe ich mir statt den Erzählungen der Daniela Krien zuerst David Grays „Das Mööp“ und dann später „So ist die welt geworden“ in die Badewanne mitgenommen, um die Covid-Literatur von 2020 wenigstens anzulesen.

David Gray ist ist das Pseudonyms des deutschen Journalisten und Filmkritikers  Ulf Torreck, der 1970 in Leipzig geboren wurde und es gibt bis dato sechs folgen des „Mööps“. Da ich ja lieber in der Badewanne lese, habe ich mir die ausgedruckt. Es gibt aber Lücken dabei, konnte mich aber trotzdem ganz gut in die Krisenbeschreibung hineinlesen.

Da sitzt ein Horrorautor zu Hause und schreibt über einen Kannibalen. Es geht ihm das Bier aus. Er hört seltsame Geräuschee und bekommt mit, hinter seinen Drucker hat sich ein seltsames Fabelwesen eingemistet. Das Mööp mit Rüssel, das vor sich hinspuckt und droht, wenn er ihm etwas antut, dann stinkt es wie eine Wasserleiche. So läßt er das. Er versucht es auch bei seinen Einkäufen im Wald auszusetzen. Das mißlingt und immer wenn er dem Wesen eine Frage stellt, dann schiebt es Meldungen, wie die, was demnächst die Regierung an Corona-Maßnahmen plant, heraus.

Das Wesen kann nämlich Gedanken lesen und ein Fabelforscher an den der Held sich meldet, sagt, es sei eine Muse, daß es sich von Bücherstaub ernährt hat er auch schon herausgefunden und es kann ihm auch Tips geben, wie er mit seinem Horrorkanibalismusroman weiter kommt.

Denn der Held hat noch ein Problem, denn da hat schon eine Julie Z. einen Covidroman geschrieben, der überall gelobt wird, sein Verlag schickt ihm ein Leseexemplar zu und die Gesundheitscoachs bieten im Internet auch ihre Beratunen an und sind sehr lästig dabei. Dann kommt noch eine Nachbarin, die sich über die Besucher eines anderen Nachbarn gestört fühlt und den, weil es ja das Kontaktverbot gibt, anzeigen will und ihm daher seine Zeugenschaft will.

Soweit bin ich damit schon gekommen. Jetzt kamen längere Zeit keine neuen Folgen mehr im Literaturcafe, die sollen aber noch kommen, ich bin also sehr gespannt.

Die 1950 in Baden geborene Marlene Streeruwitz von der ich schon sehr viel gelesen habe, ist bekannt für ihre Wahlkampfromane, wie beispielsweise „So wird das Leben“.

Jetzt gibt es den Covid-19-Roman, eine Art Tagebuch, offenbar ein „Standard-Auftrag“, die die Dichterin Betty, die sehr viel mit ihrer Autorin gemeinsam hat, bis dato, bis zur Episode 19 am  29. April veröffentlicht hat, da wird die abgesagte Buchmesse in Leipzig, wo Marlene Streeruwitz, ja den „Preis der Literaturhäuser“ bekommen hätte, erwähnt.

Seither sitzt sie zu Hause und kommuniziert und das ist interessant, weil ich das ja manchmal auch mache und mich mit meinem Hauspsychiater, der Fritzi Jelinek und der Lisbeth Hahnenpichler treffe, mit einer Fiorentina, einer Irma und einem ehemaligen Liebhaber namens Edwin. Die Fioreninta trägt immer Markenkleider, ist sehr streng und könnte an die Mutter mahnen. Die Irma ist aufmüpfiger und so wird auch das momentane Geschehen durchkomminziert. Zum Beispiel, die Maskenpflicht oder wie das nun mit den Besuchen war, was ich  eigentlich auch noch nicht so durchschaut habe, warum das so schizophren formuliert wurde?

Nur drei Gründe zum Ausgang, die Arztbesuche, die immer möglich waren, auch wenn die Ärtze da oft nicht ordinierten, wurden untern Tisch gefallen und dann zu Ostern nur fünf fremde Leute in den Wohnungen, aber eigentlich darf man keine Besuche machen und vorletzten Montag stellt sich dann heraus, Besuche waren immer möglich, weil die Polizei nicht ohne Grund in die Wohnung kommen darf.

In die Wohnung der Betty kommt sie, es gab eine Anhzeige einer Nachbarin, die Nachbarn ober ihr streiten und sie ist nicht sicher, ob sie jetzt denunizieren soll und zum Nachbarn gegenüber, einem Richter, der Fritz Keller heißt, kommt sie auch. Der erscheint dann mit Maske, um zu informieren, ich glaube auch nicht, daß ich am Gang eine solche tragen muß und trinkt dann mit Betty Kaffee Tür an Tür mit Sichereitsabstand wahrscheinlich, während die Nachbarn einen Stock weiter unten miteinander flüstern, weil es ja keiner wissen darf, daß der Sohn die alte Mutter besucht, obwohl das, wie im Nachhinein herauskam, ohnehin immer gestattet war.

Marlene Streeruwitz läßt ihre Betty darüber räsonieren, wie das wird, wenn sich jetzt alle zu Hause in Mangel anderer Möglichkeiten fettfreßen und dann als Kugeln demonstrierend vor dem Ballhausplatz stehen und geht demonstrativ mit Maske zu ihrer Bäckerin, um mit ihr zu reden, beziehungsweise ein extra Himeertörtchen zu kaufen, das haben wir in etwa auch so gemacht und ein Auszug aus dem Roman war am 23. April, glaube ich, auch in Ö1 zu hören, interessant, die Covid 19- Romane, die es jetzt schon gibt und sicherlich auch die, die noch entstehen werden, verweise wieder auf die Corona-Tagebücher, die Corona-Lesungen, die Corona-Gedichte und bin nun gespannt, wie es mit dem dystopischen Roman werden wird, an dem ja der an Alzheimer erkrankte ehemalige Universitätsprofessor Eugen Herweg gerade scchreibt.

2020-04-25

Handlungsaufbau-Handlungslücken

Ronny Rindlers Quarantäne- Schreibkurs, wo er den Aufbau eines Romans erklärt, geht jetzt  in die sechste Woche, so lange haben wir ja jetzt schon die Ausgangsbeschränkungen, die jetzt zwar Schritt für Schritt gelockert werden, die Friseure und die Geschäfte werden nach und nach geöffnet, die Lokale soll man ab Mitte Mai wieder mit Abstandregeln betreten dürfen und die Schulen geöffnet werden. Dazu gibt es nach deutschen Vorbild wahrscheinlich, da die das in Berlin schon seit drei Wochen tun, die ersten Demonstrationen, die sich gegen die Freiheitsbeschränkungen wenden, denn eine verpflichtende Ap oder Bewegungsüberwachung soll es Gerrüchteweise, neben der Maskenpflicht auch geben, damit man aus dem Haus darf.

Daß die Maskpenpflicht für mich ein Problem darstellt und ich auch kein Handy will, habe ich schon geschrieben.

Also schreiben schreiben und zu Hause bleiben, lautet vielleicht die Alternative für die nächsten Jahre. Ronny Rindler hat seinen Quaratimokurs mit dem Handlungsaufbau und der Figurenplanung, die er heute erklärte, auch beendet, kündigte aber für nächste Woche ein neues Video an und mein „Frühlingserwachsen“ wächst da ich ja brav zu Hause bin und da, beziehungsweise auch auf den jeweiligen Terrasse sehr viel schreibe.

Neunzehn Szenen, siebenundvierzig Seiten und 23 861 Worte habe ich jetzt schon und würde da einmal schätzen, daß ich mich ungefähr in der Mitte befinde, aber da auch schon wieder vor einem Fragezeichen bezüglich des weiteren Handlungsverlaufs stehe, aber wieder schön der Reihe nach:

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich Ronny Rindlers Videos sehr hilfreich finde, ich weiß zwar nicht, ob ich als Schreibanfängerin, also vor vierzig Jahren auch so viel damit anfangen hätte können, aber damals gab es das noch alles nicht und jetzt sind diese wöchentlichen Videos, die genau richtig zu meinem Schreibeginn kamen, sehr hilfreich, denn ich will ja einmal einen Roman von der Pique auf planen, um herauszufinden, ob er dann besser wird, als die circa fünfzig, die ich eher drauflosgeschrieben habe? Und ich kann auch schon die Antwort „Wahrscheinlich nicht!“, spoilern, denn, was ich brauche ist Aufmerksamkeit und die bekomme ich, auch wenn ich das Buch im Blog vorstelle ja nicht sehr und ich habe das mit dem „Heldereiseplanen“ ja, glaube ich, schon vor zwei Wochen also zu Ostern aufgegeben, als ich ein ungefähres Handlungsgerüst und fünfzehn geplante Szenen beziehungsweise einen Anfang, Mitte, Schluß und zwei geschriebene Szenen hatte.

Ab dann habe ich  losgeschrieben, habe jetzt  neunzehn Szenen und vorige Woche, als Ronny Rindler, die „Heldenreise“ erklärte, da, glaube ich, zwölf Schritte beschrieben und als Aufgabe gab, daß man damit seine Handlung plotten sollte, habe ich mir das Video zwar zweimal angehört, das Gerüst aufnotiert, aber weiter geschrieben.

Mit  dem Vieraktschema von Woche vier, glaube ich, habe ich ja meine ungefähre Handlung skiziert und als ich dann mit dem Losschreiben anfangen wollte, festgestellt, daß das sehr schwierig war, da einfach Szene für Szene zu setzen. Aber die Charakterbögen hatte ich schon und so habe ich mich, ich weiß nicht, ob das gut ist oder nicht, wieder von Szene zu Szene gehandelt und das Problem mit der Corona-Krise, in der ich  mittendrin stecke und daher nicht so genau sagen kann, wie es damit weitergeht, habe ich, glaube ich, auch ganz gut gelöst, als  ich der Roswitha auch eine Maskenphobie angedichtet habe und sie mit einem lila Schal, wie ich ihn auch in der Handtasche, aber noch nie als Mundschutz verwendet habe, zuerst auf die Bank und dann ins Wien-Museum schickte, wo schon Viktor mit einer Flasche Prosecco auf sie wartet.

Dort kommen sie sich nah und die Bea ruft die ganze Zeit an und fragt „Wo bist du Mutter? Du gehörst doch zur Risikogruppe, also bleibe brav zu Haus und betrüge meinen Vater nicht mit deinen Assistenten!“, was der Egon, der ja zu seinen Studenten will, auch nicht tut. Er entwischt und wundert sich auf der Josefstädterstraße über die Maskierten und den Polizeieinsatz, glaubt, er wäre in einem dystopoischen Roman und schreibt dann für seine Studenten in der Vorlesung darüber. Die Janina hat einen Ohrringentick und der Albert andere Sorgen, als sich um den möglichen Liebhaber seiner Mutter zu kümmern. Seine Frau kotzt und klagt über Kopfschmerzen und geht in die Apotheken, um sich einen Test zu besorgen. Das ist aber keiner für oder gegen Corona und so weit bin ich bei Szene neunzehn, die vor dem Video schrieb, schon gekommen und stehe jetzt wieder vor Lücken oder großen Fragezeichen oder vielleicht davor, daß ich bald fertig bin, aber statt fünfzigtausend dreißigtausend Worte habe und Corona noch lange nicht vorbei und ich jetzt ja überhaupt noch nicht abschätzen kann, ob es im Juni eine Ausstellungseröffnung gibt, aber die kann schlimmsten Fall auch online stattfinden und Roswithas Weigerung sich mit einem Armband auf die Straße zu geben kann, darin ja auch noch vorkommen und die Demonstration, wo sich auf der gestrigen, seltsamerweise sowohl Maria Stern von der Liste Jetzt, als auch Martin Sellner von den Identitären befanden und die Oe24 Reporter, die das filmten, sich darin überschlugen, von der Illegalität, als auch den Verschwörungstheorien zu sprechen, dabei aber immer wieder betonten, daß Meinunghsfreiheit eigentlich wichtig sei und Demonstrationen eigentlich erlaubt.

Das gibt sicher Stoff für einige Szenen, die nächste wäre wahrscheinlich, die, wo sich die Roswitha wieder mit dem Viktor im Museum trifft. Jetzt vermessen sie vielleicht wirklich, Roswitha denkt darüber nach, Egon vielleicht doch in ein Pflegeheim zu geben und ihn zu verlassen. Dann ruft Janina an und sagt der Herr Professor hatte einen Unfall. Das ist dann wieder interessant, weil man jetzt in einem Spital niemanden besuchen darf und vielleicht in einem solchen, obwohl es ziemlich leersteht, nicht so gut behandelt wird.

Viktor bekommt auch Nachricht von Christine. Sie hat sich, weil in New York ja alles noch viel schlimmer ist, nach Wien zurückfliegen lassen und will wieder Kontakt zu ihm und der Egon der ja versucht, das Ganze zu druchschauen und für seine Studenten, damit sie nicht irregeleitet werden, alles aufzuschreiben. Verfaßt einen utopischen roman und wenn sich  am Ende alle im Museum oder online treffen, ist vielleicht ein utopischer Roman ala 1984 oder 2020 entstanden und der Egon liest daraus vor.

Das wäre also das mit dem ich die nächsten zwei Akten, beziehungsweise zwanzig Szenen füllen könnte und wenn ich das Zeitgeschehen immer  schön darin verpacke, beziehungsweise den Handlungsplan entsprechend  verändere, könnte was  daraus entstehen, obwowhl es wahrscheinlich sehr schwer bis unmöglich ist, einen utopischen Roman aus der Wirklichkeit zu schreiben.

Mal sehen, ich bin gespannt und das Dummy für das „Literaturgeflüsterbuch II“ soll auch am Montag kommen.

Hier für die die es interessiert noch die bisherigen Schreibartikel zum Frühlingserwachen: 1 2 3 4 5

2020-04-19

Wie gehts mit der Heldenreise?

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich mit meinen selbstverlegten Romanen immer meine Schwierigkeiten habe. Ich schreibe und schreibe, bin dann irgendwann damit fertig, lasse es drucken, früher habe ich die Manuskripte an Verlage geschickt und keinen Erfolg damit gehabt, seit 2000 mache ich es selbst und habe schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher, seit 2008, seit ich blogge stelle ich sie im „Literaturgeflüster“ vor, mache eine Vorschau, ein Gewinnspiel, plane eine Leserunde, auf meiner Website gibts ein Probekapitel, ein paar Bücher schicke ich dann aus, um beispielsweise eineLesung bei den „Textvorstellungen“ zu bekommen, präsentiere sie am Volksstimmefest, stelle sie auf Lesungen vor, etcetera und weil das Feedback auf sich warten läßt, bleibe ich irgendwie unbefriedigt zurück.

Jetzt weiß ich beispielsweise nicht mehr so genau, wieviele Leute meine Bücher lesen. Am Anfang hörte ich manchmal, ich hätte keine Handlung, bei mir passiert nichts, ich wäre zuwenig abgehoben. Das ist das, was ich mir manchmal über mein Schreiben denke.

Gut, ich will sozial und gesellschaftskritische psychologische Romane schreiben und bin nicht experimentell und irgendwann bin ich, weil ich ja weiterkommen will und mich auch für die Schreibschulen, wie beispielsweise das Wiritersstudio, wo ich immer zu den Schnupperseminaren gehe und Webinare interessiere, die man im Netz umsonst bekommt, bin ich  auf die Heldenreise, dieses Modell von Joseph Campell aus der Mythenforschung, das Christopher Vogler für Hollywood adaptiert hat, gestroßen und konnte am Anfang nicht viel damit anfangen. Jurenka Jurk arbeitet in ihrer Romanschule sehr damit und bietet demnächst wieder ein dreiteiligen Seminar mit einem Probewebinar dazu an. Ronny Rindler, der ja jetzt im Rahmen des „Quarantimo“ jeden Samstag ein Video ins Netz hineinstellt, wo er den Aufbau des Romans genau erklärt, hat sich das letzte Mal  damit beschäftigt und man kann auch sagen, man kann einen Roman mit einer Idee beginnen, wie ich das ja meistens tue und dann immer ein paar Szenen im Voraus geplant zu schreiben beginne, nach cirka sechs wochen mit dem Rohkonzept fertig und dann wie schon erwähnt unbefriedigt damit bin, so daß ich immer beim neuen Versuch mir fest vornehme es jetzt doch einmal mit der „Heldenreise“ zu versuchen und dann irgendwie damit scheitere oder hängen bleibe.

Man kann es auch mit der „Schneeflockenmethode“ versuchen, also zuerst seine Projekt in einem Satz aufschreiben, dann in drei bis vier bis man schließlich den kompletten Szenenaufbau hat und dann zu schreiben beginnt.

Langweilig könnte man vielleicht sagen, die Profischreibe, die alle paar Monate einen roman herauswerfen, halten sich wahrscheinlich daran und ich habe mir, da ich ja jetzt ein paar Mal dieMiniwebinare der Jurenka Jurk zu ihrem Romanfahrplan besucht habe, mir vorgenommen mit dem „Frühlingserwachen“ es jetzt einmal wirklich mit dem Planen zu versuchen. Ein paar diesbezügliche arbeitsblätter haben sich da ja bei mir schon angesammelt, die Charakterbögen,die ich einmal von Jaqueline Vellguth übernommen habe, wende ich schon länger an. Jetzt habe ich auch ein Arbeitslatt zur „Schneeflockenmethode“ und mir da den Aufbau des „Frühlingserwachen“ ziemlich genau vor einer Woche notiert und geplant und mir dann auch beim letzten Video des Ronny Rindlers meine vier Wendepunkte notiert, was dazu führte, daß ich die Handlung im Grobkonzept, das heißt mit großen Lücken, aber den ungefähren Anfang Mtte, Schluß parat hatte.

Ein Roman von mir, beispielsweise, die die ich für den „Nanowrimo“ schreibe, hat ungefähr dreißig bis vierzig Szenen. Als ich nach den vier Akt Modell, die szenen aufnotierte, hatte ich etwa fünfzehn und beschloßen, genug geplant. Jetzt fange ich zu schreiben an, denn ich bin und bleibe wahrscheinlich zumindest eine halbe Bauchschreiberin oder wie das so heißt.

Die erste Szene hatte ich da schon, denn das war eine aufgabe des Ronny Rindlers, vor zwei Wochen, um die Szenen am Schluß offen und spannend zu gestalten, damit die Leser weiterlesen. Ob ich das wirklich so genau gemacht habe, bin ich mir gar nicht sicher und auch, ob ich wirklich am Anfang begonnen oder nicht schon zu schnell eingestiegen bin?

Mein Anfang war ja die Krise und die Ausgangssperre ist schon da, Roswitha ist zu Hause, hat ein Meeting mit dem Viktor, bemerkt sie ist in ihm verliebt, während der Egon mit der Pflegehelferin in Streit gerät und die Tochter Bea in Streit gerät.

Zuviel Infodumping könnten die Schreibschullehrer jetzt wahrscheinlich mahnen und als ich vorige Woche beschloßen habe, die Arbeitsblätter zu lassen und mit dem Schreiben, wie gewohnt zu beginnen, hatte ich ein Problem. Nämlich meine Wendepunkte, aber ich wußte nicht wie ich jetzt zur Szene zwei komme? Denn wenn ich vier Akte habe und cirka vierzig Szenen brauche ich für jeden Akt zehn und kann die Roswitha nicht gleich ins Museum gehen und den Viktor treffen lassen, damit der Egon seinen Autounfall hat und am Ende die Krise vorüber ist und sich alle im <museum treffen. Das wäre ja die Handlung in einen Satz, aber wie komme ich zu den Szenen, wo sich ja bei mir beim Schreiben immer ein paar im Voraus entwickeln?

Ich hatte ein paar Tage Schreibpause, das heißt ein paar Stunden und dann bin ich ja mein „Schreibebuch“ immer wieder durchgegegangen, damit es an die Druckerei gehen kann und habe immer je einen oder zwei Fehler, also noch einen Durchgang, gefunden.

Jetzt habe ich aber weitergeschrieben und momentan auch sechs Szenen, zwanzig Seiten und 9356 Worte und habe da jeder meiner Figuren eine Szene gegeben. Denn das hat mir bei der Romanplanung gefehlt, die ja eher auf die Roswitha konzipiert war.

Also die Roswitha telefoniert in Szene zwei mit dem Viktor, in Szene vier rennt der Egon davon beziehungsweise will ihn die Janina in Szene drei vorher beruhigen, in Szene fünf zieht die Esther zur Beate und ins Szene sechs trinkt der Viktor noch einmal sein Bier und beklagt seine Einsamkeit. Zwei Szenen habe ich jetzt in meinen Notizbuch noch notiert, bevor ich mir wieder die Aktstruktur vornehmen werde. Nämlich noch einmal den Egon auf die Straße schicken, die Janina bringt ihm dann heim. Er erlebt ja die Krise mit ihren Verboten auf ganz besondere Art und in der achten Szene kommts zur Maskenpflicht, die roswitha hat wie ich, ihre Schwirigkeit damit, nimmt einen Schal, den  sie muß auf die Bank und dann doch ins Museum, trifft dort zufällig den Viktor und ich wäre jetzt schon beim ersten Wendepunkt und alles weitere später, um nicht zuviel zu spoilern, damit meine Leser nicht vielleicht sagen, das brauchen wir nicht mehr lesen, wenn sie zuviel verrät.

Ich habe auch noch nicht mehr, mir vorhin aber das neue Video des Ronny Rindlers angehört, wo er das „Heldenreisemodell“ des Christopher Voglers mit seiner Aktstruktur vergleicht und die Aufgabe stellt, das jetzt auf seine Szenen audzudröseln.

Das habe ich nicht gemacht, sondern meinen Blogartikel geschrieben und am Abend  gibts ja das Gratisseminar zur Jurenka Jurks „Heldenreise“, aber da bin ich nicht sicher, ob ich hineinkomme, weil ich mit dem „Zoom“ ja meine Schwierigkeiten habe.

2020-04-16

Corona-Gedichte

Wieder ein Versuch mich mit der Corona-Krise, die uns momentan ja sehr bewegt, zu beschäftigen und sie schreibend zu bewältigen, die mir ja, wenn man nicht so mitten drin stecken würde, absurd erscheinen würde.

Oder hättet ihr es mir geglaubt, wenn ich euch vor einem oder zwei Monaten erzählt hätte, daß man ab sofort nur mehr mit einem sogenannten Mundschutz einkaufen gehen und in der U-Bahn fahren darf und, daß, wenn ich das nicht tue, die Polizei geholt werden kann und ich mindestens fünfundzwanzig Euro Strafe zahlen muß und vielleicht fünfhunder,t wenn ich lesend oder schreibend auf einerParkbank sitze und ein Polizist oder ein anderer Passant zu dicht an mir vorüber geht? Keinen Meter Abstand einhalte und dasselbe, wenn ich in einem Park mit meinen Kindern Fußball spiele?

Verrückt könnte einem oder einer das vorkommen. Es ist  aber wahr und   die Ausnahmesituation, die uns weltweit seit ein paar Monaten beschäftigt.

Begonnen hat es Anfang März, als die Leipziger Buchmesse abgesagt wurde, da habe ich angefangen mich mit dem Corona-Virus schreibend und lesend zu beschäftigen, weil ich das, wie meine Kritiker manchmal meinen zwar nicht kann, aber dennoch unbestreitbar gern und häufig tue.

Habe versucht mir meine eigene Buchmesse zusammenzustellen und mir die dann auch online angehört.

Habe sogar, was ich ja eigentlich nicht so gerne und so oft tue, ein sogenanntes Haßposting auf das Virus geschrieben.

Dann weil das ja auch die anderen tun, begonnen ein sogenanntes Corona- Tagebuch zu führen. Habe mich mit dem Leben im dystopischen Raum beschäftigt und auch über die abgesagte „Literatur und Wein“ geschrieben, die  unter normalen Umständen gerade im Literaturhaus Krems begonnen hätte, beim Quarantimo mitgemacht, das heißt, ich versuche die Krise in dem neuen Roman,den ich gerade begonnen habe, einzubeziehen.

Corona-Lesungen, Corona-Bücher Corona-Schreiben überall wo hin man sieht. Die Buchhandlungen,wie die „Seeseiten“ beispielsweise, hat die Zeit in der sie gesperrrt haben mußte, mit online Vorlesen verbracht und dazwischen die online bestellten Bücher an ihre Kunden ausgefahren. Die „Gesellschaft für Literatur“, die „Hauptbücherei“, die „Alte Schmiede“ veranstalten Online-Lesungen, Klaus Kastberger vom Literaturhaus Graz hat Corona-Tagebüchern, wo er den Autoren, die sonst bei ihm gelesen hätten, ein Honorar für ihre Texte bezahlt, die in diesem Kontext entstehen. Marlene Streeruwitz und Thomas Glavinic haben oder schreiben auch gerade an ihren Corona-Romanen und beim Literaturcafe, eine Seite die ich ja gerne lese und wo ich,  vor vier Iahren auch meinen Freund Uli kennengelernt habe, gibt es einen „Seuchenbericht“ in Fortsetzungen und es gibt Corona-Gedichte.

Das heißt, die gibt es dort eigentlich nicht oder sollte  sie nicht geben, denn die beiden Betreiber Wolfgang Tischer und Malte Bremer die ja einen sehr sehr strengen Literaturgeschmack haben und sich auch sonst über manches aufregen, über kurze Hosen beim literarischen Quartett oder über den angeblichen Langweiler Peter Handke beispielsweise, worüber ich dann  meistens mit ihnen in Clinch gerate und kommentiere,haben sich wieder über die schlechte Qualität der Corona-Gedichte Schreiber aufgeregt und  „Bitte  keine Corona-Gedichte! – Das Virus ist schon schlimm genug!“, getextet, was die Psychologin in mir wieder etwas aufregte, denn ich sehe Gedichte egal, ob gut oder schlecht, ja gerade in Zeiten, wie diesen als Krisenbewältigung an und habe, das dann auch kommentiert.

„Wenigstens Gedichte darf man wohl noch schreiben über was man will!“, obwohl ich ja keine solchen verfasse. Zumindestens, die, die, ich schon geschrieben habe, eigentlich als  nicht literarisch betrachte. Ein paar waren es wohl. Eines habe ich für die „Wiener Verhältnisse“verfaßt und dann eines über „Weihnachten“, in der Schreibwerkstatt der Eveline Haas zu der mich die Gewerkschaft einmal eingeladen hat, nachdem ich mich bei den „Luiptold Stern-Preisen“, als es die noch gab, beteiligt habe.

Das hat dann bei den Literaturcafe-Lesern einige Reaktionen ausgelöst und einige haben, was ich sehr schön finde mit Gedichte reagiert und das ist wohl auch eine Form seinen Unmut literarisch oder auch nur humorisch-ironisch zu äußern.

Und so habe ich es auch versucht  und bin unter die Corona-Dichterinnen gedangen. Ob es mir gut oder schlecht gelungen ist ,können meine Leser beurteilen. Ich freue mich über diesbezügliche Kommentare und kann, was ich auch an das Literaturcafe schrieb,verraten, es hat mir großen Spaß gemacht:

„Corona, Corona, was treibst du denn da?

Du ärgerst den Wolfgang Tischer und den Bremer Malte gar!

Erzeugst schlechte Gedichte von Hobbyautoren

denen es nachher zwar vielleicht besser geht

die Expertentoleranzgrenze aber übersteigt!

Zwar keine Prologe und keine Kurzhosigkeit

auch keine nobelpreisgewürdigte Langsamkeit!

Aber schlechte Reime, als mögliche Krisenbewältigung!

Nein, nein, schreien die Experten da!

Das kann doch nicht sein!

Stop und halt, Corona, laß aus und

dreh dich endlich heim!

Das wollen wir nicht hören, also laß es sein!

Sonst holen wir die Polizei mit ihrem Zollmaßstab

und die buchtet dich dann sicher ein!“

2020-04-14

Szenenplanung

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:00
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Carona bedingt oder wahrscheinlich auch so, bin ich jetzt ja fleißig am Schreiben, habe ich ja ungefähr ein Drittel meiner Klienten weniger, die jetzt nicht kommen und auch nicht telefonieren wollen, am Abend keine Veranstaltungen mehr und auch sonst soll oder darf man nicht aus dem Haus gehen und und das kommt auch noch hinzu und ist sehr erfreulich, gibt es ja einige Schreibinitativen, die motivierend und anregend sein können, denn für die, die es nicht wissen oder, die es interessiert, mein Problem am Schreiben war ja, daß ich von Anfang an gesagt bekommen habe, circa 1978, wenn ich mich nicht irre, ist das gewesen „Das oder du bist nicht gut genug und ich kann dir auch nicht sagen wieso!“ und weil ich später auch keinen Verlag gefunden habe, schleppe ich das jetzt über vierzig Jahre mit mir herum, obwohl ich in diesen über vierzig Jahren auch sehr viel und kontinuierlich geschrieben habe, aber jetzt ist diesbezüglich einigen anders, damals konnte man das Schreiben nicht lernen oder glaubte nicht, daß das geht.

Jetzt gibt es Schreibschulen ohne Ende, die Hochschulinstitute, wie Leipzig oder das Institut für Sprachkunst nehmen mich wahrscheinlich nicht auf, aber dort, wo die Professoren sicher nicht so lang, wie ich schreiben, will ich ohnehin nicht hin und da ich auch ein Fan der kostenlosen Angebote bin, orientiere ich mich an dem, was ich umsonst bekomme und bin da auch sehr fleißig und konsequent.

So gehe ich regelmäßig zu den Schnupperworksshops des Writtersseminar, höre mir die Webinare der Jurenka Jurk zu ihrem Romanfahrplan an und jetzt ist auch noch Ronny Rindler mit seinen Quarantimo-Videos dazugekommen, die es derzeit jeden Samstag ab achtzehn Uhr  gibt.

„Kannst du das nicht alles schon?“, werden vielleicht wohlmeinende Leser fragen.

Ja, natürlich, ich habe fast fünfzig Bücher, Romane, Erzählungen, Novellen selbst herausgegeben, aber da stimmt vielleicht oder ist mein Verdacht, ich schreibe vielleicht nicht so spannend und plane vielleicht auch nicht so viel vor.

So kann ich mich erinnern, als ich die „Wiedergeborene“ geschrieben habe und da bin ich ja in die Krise gekommen, die zum ersten „Literaturgeflüsterbuch“ geführt habe, habe ich mir gedacht, ich sollte es mit der „Schneeflockenmethode“ versuchen, die ich, glaube ich, durch Jaqueline Vellguth, die ja inzwischen auch schon sehr viele Romane geschrieben und bei „Amazon“ eingestellt hat, kennengelernt habe.

Das hat nicht so recht geklappt und ich habe auch schon geschrieben, daß ich in der Straßergasse, meine Deutschschularbeiten von denen die Frau Professor Friedl, eigentlich sehr begeistert war, immer aus den Bauch geschrieben und die Gliederung erst nachher hingefetzt habe, weil ich damit nichts anfangen konnte.

Dennoch denke ich beim Schreiben öfter, ich komme nicht so weit in die Tiefe, schummle mich, um das Eigentliche vorbei, reiße manches nur an und da ich die letzten zwei Jahre ja immer die Webinare der Jurenka Jurk zu ihrem Romanfahrplan besucht habe, plane ich ja immer mein nächstes Werk einmal so richtig vorzuplotten und es diesmal wirklich mit der „Heldenreise“ zu versuchen, obwohl ich die entweder noch nicht so richtig verstanden habe oder nicht wirklich sicher bin, ob sie  mich weiterbringt?

Meistens bleibt es beim Vorsatz und ich schreibe den Rohentwurf dann  sehr schnell mit immer ein paar vorausgeplanten Szenen vor mich hin und bin dann, weill ich ja keine Resonanz habe, damit auch nicht so ganz zufrieden. Oder doch, eigentlich gefällt mir ja was ich schreibe, aber da das niemand auch so sieht….

Nun gut, das „Literaturgeflüsterbuch“ ist soweit fertig, daß es hoffentlich bald an die Druckerei gehen kann, die „Vorschau“ ist heraus, für die, die es interessiert,  es gibt so gar schon ein diesbezügliches E-Book, das „Fräulein No“ ist von mir fertig korrigiert und muß nun in ein Buchformat werden und die Idee zum „Kein Frühlingserwachen mehr“ die Geschichte einer älteren Frau die sich in einen jüngern verliebt, gibt es als Entwurf auch schon seit mindestens Jänner, inzwischen ist noch die Corona- Krise dazu gekommen, die mich als realistische Schreibende natürlich reizt, obwohl ich, wie gesagt, nicht ganz sicher bin, ob man jetzt schon, wo man noch so mitten darin steckt, darüber schreibe, aber andere, wie Marlene Streeruwitz und  Thomas Glavinic tun das auch, warum also nicht versuchen?

Aber diesmal wirklich planen, einen ganzen Zettelberg habe ich dazu ja schon und dann kommen und das halte ich wirklich für Goldwert und kann jeden, der schreiben möchte, es wirklich nur empfehlen, die Videos des Ronny Rindlers hinzu, der das mit dem Anfang, Mitte, Schluß, ersten und dritten Akt und den dazwischen liegenden Handlungspunkten genau erklärt.

Ich habe ja vorigen Woche, als ich mit dem „Fräulein No“ fertig und die Fenster wieder mal geputzt waren, mir die ganzen Videos, die es bis dahin gab, nocmachs angehört und die Schreibaufgaben gemacht. Das heißt, ich habe schon eine erste Szene, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich nicht doch noch ein Stückchen vorher anfangen soll.

Dann habe ich mir die Unterlagen der Jurenka Jurk von ihren letzten Miniwebinaren zum Romanjahr hervorgeholt und auch ein ziemlich gutes Arbeitsplatt zur „Schneeflockenmethode“ und  meine Handlung eigentlich schon ziemlich vorkonzipiert.

Das heißt nattürlich noch mit Lücken, aber der Spannungsbogen, der mir eigentlich immer irgendwie abgeht, ist jetzt in etwa da und ich weiß auch wie es enden wird.

Das heißt, die Krise wird vorüber sein, die Ausstellung wird eröffnet und die Roswitha hat sich entschlossen bei ihrem Egon zu bleiben, findet vielleicht wieder zu ihm, umsomehr da Viktor zu der Ausstellung eine frühere Freundin mitbringt, die inzwischen in New York Lektorin war, aber inzwischen nach Wien zurückgeflogen wurde und der Viktor hat sich vielleicht auch deshalb so an die Roswitha gklammert, weil er in der Krise sehr allein und einsam war und sie ihn an seine Großmutter erinnert hat.

Dazwischen gab es auch schon einige Wendepunkte. Der Egon reißt öfter von zu Hause aus, weil er sich auch durch die Krise bedroht sieht, die Roswitha trifft sich mit dem Viktor öfter im Museum zum Arbeitsmeeting, kommt ihm dabei nahe, beschließt den Egon vielleicht doch in ein Pflegeheim zu geben, die Tochter Beate rät davon aber energisch ab, etcetera und der Spannungsaufbau war eigentlich da, hipp hipp hurra!

Also habe ich mir am vorigen Donnerstag auch noch die Charakterbögen ausgefüllt, sechs Stück, einen für die Roswitha, für den Egon, für den Viktor, für die Bea, die Janina und den Albert und mir dann das vierte Video von Ronny Rindler angehört, der noch einmal den Handlungsaufbau mit den drei Akten und den vier Wendepunkten besprach und dann die Schreibaufgabe gab, die Wendepunkte einzuplanen.

Das hatte ich ja schon ein bißchen getan, natürlich unvollständig und mit Lücken, habe es aber am Sonntagabend ergänzt und mir sogar eine Szenenfolge aufgeschrieben. Da habe ich bis jetzt nur etwa fünfzehn, habe mir aber auch die Motive des Egons, er hat vor der Krise Angst, die des Alberts, er ist einsam und klammert sich an die ältere Frau, geht dann aber gerne zu seiner Christine zuück  und eine Geschwisterrivalität zwischen der Bea und dem Albert gibt es auch, aufgeschrieben.

Mir dann noch Gustav Ernsts „Romane schreiben“ noch einmal hervorgeholt und mir da speziell, die Szenenfolgen angeschaut, die er da über einen Roman, wo eine Frau ihren Mann verläßt skizziert und gemerkt, die Romanstruktur von Gustav Ernst, der ja auch Lehrer am Institut für Sprachkunst ist, unterscheiden sich nur im Namen, aber sonst nicht viel von denen der Jurenka Jurk und des Ronny Rindlers und danach beschloßen, Aufgaben beendet, ab morgen fange ich mit dem Schreiben des Rohtextes an Hand meiner Notizen an, ein Satz bei Gustav Ernst lautet ja auch: „Man sollte sich die dramaturgischen Gesetze und Regeln gründlich einprägen, sie dann vergessen und losschreiben.“

Das werde ich demnächst also, wie gewohnt  tun, mir aber trotzdem die weiteren Videos von Ronny Rindler anhören und die Aufgaben dazu machen und das nächste wird, das hat er schon verraten, sich mit der „Heldenreise“ befassen, vielleicht kenne ich mich dann endlich damit aus und kann sie für mich verwenden.

2020-04-08

Weiter mit dem Handlungsaufbau

Filed under: Buchpromotion,Schreibbericht — jancak @ 00:37
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Ich bin ja derzeit, vielleicht Corona bedingt, vielleicht auch so, literarisch sehr aktiv, versuche auf meinen Blog das zu machen, was die Veranstaltungsorte wie die „Alte Schmiede“, die „Gesellschaft“, Klaus Kkastberger, etcetera, auf ihren Seiten machen, meine Veranstaltungsvideos online zu stellen, wer also etwas von mir hören oder lesen will, ist hier richtig, Doris Kloimstein habe ich gehört, ist diesbezüglich schon unterwegs und auch, was das Schreiben betrifft, geht es gut und ich bin, wie schon einmal „gestern, heute und auch morgen“ unterwegs.

Das heißt das „Mein Schreiben-meine Bücher-Literaturgeflüsterbuch“, liegt beim Alfred, das Cover hat er schon erstellt. Es ist ein anderers, als ich dachte, aber sehr schön, kann ich schon verraten und ich hoffe auch, er stellt sehr bald die „Vorschau“, damit man es auch sehen kann, ein. Dann muß ich den Text noch endkorrigieren, bevor das Manuskript an die Druckerei und das Cover mit der Leseprobe, dem Kapitel  „Sogenannte Indiebücher“ auf meine Website gehen kann.

Ich habe inzwischen das „Fräulein No“ korrigiert und den Text samt der Beschreibung dem Alfred übbergeben. Coverbild haben wir noch keines. Da müßen wir erst auf Suche gehen, aber ich bin schon eifrig am Schreiben des Neuen, bezieungsweise am Planen, denn da habe ich ja vor auszuprobieren, ob ich das mit der „Heldenreise“ kann, da habe ich mir die Unterlagen die ich von Jurenka Jurks  Webinaren habe, herausgesucht, das „Romanschreibbuch“ von Gustav Ernst, das ich auch dazu benützen will, liegt schon länger am Schlafzimmertischchen und am Samstag habe ich mich endlich wieder auf die Terrasse in die Sonne gesetzt, meine Morgenseiten geschrieben, beziehungsweise in mein kleines schwarzes Büchlein, meine Zustandsnotizen gemacht und mir dann das vierte Video von Ronny Rindler gegeben und die sind sehr informativ und ich kann jeden nur empfehlen, sie sich anzuhören, der sich für das Schreiben interessiert. Sie richten sich zwar wahrscheinlich an Schreibanfänger und das bin ich wohl wirklich nicht, auch wenn mich mein Freund Uli für eine Hobbyautorin hält. Aber die Aufgabe eine Szene so zu schreiben, daß sie am Schluß eine offene Frage, ein Mißgeschck oder einen Cliffhänger enthält, damit die Leser am Ball bleiben, habe ich gemacht. Mit dem Cliffhänger habe ich zwar so meine Schwierigkeiten. Das heißt, ich weiß nicht so recht, ob es wirklich spannend geworden ist. Aber das sind die Bücher, die ich lese, ja meistens auch nicht und sie sind wahrscheinlich auch nicht immer nach der „Heldenreise“ komponiert. Ich könntle sie aber vielleicht als Einstiegsszene für das „Kein Frühlichgserwachsen mehr“ verwenden, obwohl ich auch da nicht wirklich sicher bin, ob das wirklich schon der Einstieg ist oder die Geschichte nicht vielleicht doch schon vorher beginnt.

die Corona-Krise ist jedenfalls ausgebrochen, beziehungsweise hat sie Österreich mit seinen ersten Toten erreicht und Kanzler Kurz gibt seine Pressekonferenz, Roswitha Wegerth oder Herwath sitzt zu Hause vor dem Laptop. Sie ist ja Ausstellungskuratorin und will mit ihrem Assistenten Viktor, eine Ausstellung über das „Rote Wien“ vorbereiten, die im Juni eröffnet werden sollte. Sie denkt dabei an ihren Assistenten den dreißigjährigen Viktor,der ihr Nachfolger werden soll, wenn sie sich nach der Ausstellung offiziell in den Ruhestand begeben wird und überlegt oder fürchtet, daß sie sich ein bißchen in Viktor verliebt hat. In der Küche sitzt ihr Ehemann Egon und sabbert vor sich hin, denn beim ehemaligen Universitätsprofessor wurde vor drei Jahren eine Alzheimer Disease diagnostiziert. Jetzt füüttert ihn die slowakische Personenbetreuerin Janina, der beschimpft sie und Roswitha denkt an ihre Tochter Bea, die Psychotherapeutin ist und die ihrer Mutter sowas sicher nicht erlauben würde. So weit, so what und jetzt beginnt die Figuren- und die Heldenreiseplanung, da habe ich mir ja den Romanfahrplan der Jurenka Jurk herausgesucht, die Schneeflockenmethode gibt es auch und die „Nanowrimotips“, der Annika Bühnemann und eine ungefähre Szenenfolge und auch den Schluß, an dem es mir bei meinem letzten Schreibbericht noch mangelte, gibt es inzwischen auch.

Es gibt also die Coroanausgangsbeschränkungen, dazu habe ich ja auch meine Corona-Notizen. Roswitha trifft sich trotzdem einige Male heimlich oder auch offiziell, um die Ausstellung zu planen im Wien-Museum, Egon reißt ein paarmal aus und hat Schwierigkeiten mit der Polizei, weil er sich ja nicht an die Abstandsregeln hält, Bea mischt sich ein und schimpft mit ihrer Mutter. die sie mit ihren fünfundsechzig Jahren und drei Monaten für eine Risikopatientin hält. Janina kümmert sich um Egon, muß aber zurück in  die Quarantäne und man weiß dann nicht, ob die andere Betreuerin Zsusanna über die Grenze kommt? Am Schluß hat Egon einen Autounfall. Das heißt, er wird von einem solchen angefahren, hat einen geprellten Finger und ein Cut am Auge. Das ist mir wirklich vorgestern passiert, als ich auf der Bank gewesen bin. Das heißt, ich bin im Park über irgendwas gestolpert und hingefallen und es hat ein bißchen geblutet und die Corona-Krise geht auch vorbei. Alle dürfen sich wieder treffen, Viktor stellt Roswitha seine Freundin Christine vor, Bea bringt ihre Freundin Esther mit, der Sohn Albert, seine Frau Valeria und erzählt, daß sie im dritten Monat schwanger ist. Szusanna ist auch über die Grenze gekommen. Die Ausstellung kann dann auch eröffnet werden. Eventuell findet das alles auch dort statt, so,weit, so what und nun mach einen spannenden Roman daraus, liebe Eva!

Wie ich mich kenne, wird der Rohtext fertig werden und es wird wahrscheinlich wieder nicht so spannend oder besser vielleicht nicht so ganz neu sein. Das heißt, die Corona-Krise ist das schon und das Verarbeiten derselben, wie der Egon darauf reagiert, mein fast fünfzigstes Selbstemachtes, wenn ich mich nicht irre, wird das sein!

Aber stop und halt, nicht zu weit in die Zukunft hinauslehenen. Erst die Szenenplanung machen und dann den Rohtext schreiben. Danach das Ganze gründlich  überarbeiten, bevor ich mich entscheiden kann, ob es wieder an den „Digidruck“ gehen wird oder sich vielleicht doch ein Verlag findet, der sich für mein literarischen Schaffen interessiert?

Mal sehen, ich bin gespannt und jetzt schauen sich meine Leser am Besten meine Vorschau an, beantworten die Gewinnspielfragen, melden sich für die Leserunde an und bis das soweit ist, können sie auch auf meine Website gehen. Da finden sich die Leseproben der meisten Bücher und die Schreibartikel gibt es, da allerdings unkorrigiert, im Blog.

2020-04-04

In die Romanplanung

Was macht man in Zeiten von Corona? Man bleibt zu Hause, wie das die Regierung ja von uns fordert, ab Montag nur mehr mit Maske in Geschäfte, wenn sie  nicht ohnehin geschlossen sind, ab fünfundsechzig, was ich ja schon bin, möglichst nicht aus dem Haus, was ich auch mache, denn der Alfred geht einkaufen, ich mache meine Praxis, so viel wie möglich über Telefon, am Montag stehe ich auch zwei Stunden auf WLP-Helpline zur Verfügung, ansonsten, schreibe und lese ich, je am Morgen und am Abend  in der Badewanne, die Leseliste ist ja lang, obwohl jetzt ja keine Bücher mehr über die deutsche Grenze kommen, ich blogge und da wird meinen Lesern vielleicht auffallen, daß ich da auch versuche ein wenig Werbung für mich zu machen.

So habe ich zum Beispiel die Videos, die es von meinen Lesungen gibt, hineingestellt oder die fünf hinausgeworfenen Szenen aus dem „Fräulein No“ also Corona lesen und hören, Corona-Tagebücher gibt es auch, da versuche ich meine Corona-Gedanken zu sammeln und dann habe ich ja vor ein paar Tagen die Rohfassung des „Fräulein Nos“ fertiggestellt und dem Alfred übergeben, der hat mir das „Schreibbuch“ ausgedruckt. Ich habe es durchgesehen, es gibt noch ein paar Fehler, ein Cover brauchen wir auch noch, dann kann ich die „Vorschau“ einstellen, das Gewinnspiel ausrufen, der Text kann an die Druckerei gehen und ich kann das nächste „Work on Progress“ beginnen.

Da habe ich ja schon eine Idee, nämlich eine Geschichte über eine Frau zu schreiben, die sich in einen jüngeren Mann, ihren Assistentin verliebt, während sie ihren an „Alzheimer“ erkankten Mann pflegt, jetzt ist auch noch die Corona-Krise dazu gekommen, über die ja auch schon die Streeruwitz und der Thomas Glavinic einen Roman schreiben oder geschrieben haben. Also kann ich das auch versuchen, aber halt, weil man mir ja immer sagt, daß da nichts passiert und ich, daß es niemanden interessiert, auch an meinen Leserunden merken kann, jetzt endlich einmal richtig plotten und die „Heldenreise“ ausprobieren.

Ich bin zwar nicht wirklich sicher, ob ich das kann, habe aber in den letzten Jahren immer an den Gratiswebinaren der Jurenka Jurk teilgenommen, hätte also die Unterlagen zum Romanfahrplan.

Also probieren möglichst nicht gleich losschreiben, sondern erst das Gerüst aufstellen, was ja umso leichter geht, da die Recherchetage auf der Straße und das Shoppen ohnehin ausfallen, also zu Hause  bzw. auf der Terasse sitzen und plotten und manchmal hat man Glück. Denn es kommt noch etwas dazu, nämlich der Schreibcoach Ronny Rindler der von Hamburg nach Wien gezogen ist, da in der Buchhandlung Frick auf der Meidlinger Haupstraße Schreibkurse gibt, das aber jetzt nicht kann und deshalb vor drei Wochen den „Quarantimo“ ausgerufen hat.

Was ist ein „Quarantimo“?  Wer jetzt an den „Nanowrimo“, also jeden Tag sechszehnhundert Worte, bis die Ausgangssperre vorüber ist, denkt, irrt, denn Ronny Rindler stellt jeden Samstag um sechs ein Video ein, erklärt dabei, was ein Roman ist und wie er entsteht und stellt am Ende eine Schreibaufgabe.

Vor drei Wochen hat er damit angefangen. Da waren es die Morgenseiten, die er empfohlen hat. Ich habe mir das Video angehört, die Aufgabe aber nicht gemacht, denn ich war ja noch mit der Korrektur meines „Fräulein Nos“ beschäftigt.

Vor zwei Wochen hat er dann erzählt, das Geschichten berühren müssen oder sollen und gesagt, man soll sich überlegen, worüber man schreiben will? Welches Thema und welches Genre? Das steht beim „Frühlingserwachen“ eigentlich auch schon fest und vorige Woche ging es um den Anfang, Mitte, Schluß und man sollte eine Kurzgeschichte schreiben in dem die Figur ein Problem hat und sich dadurch verändert, was ich, die ich diese Aufgabe heute Nachmittag auf der Terrasse machte, ein wenig schwierig fand oder das noch immer finde, denn was habe ich davon, wenn ich den Schluß schon in der ersten Szene vorwegnehme, beziehungsweise weiß ich die Lösung noch nicht.

Der Egon hat jetzt „Alzheimer“, dazu hat mich wohl der David Fuchs gebracht und da kenne ich mich wohl auch besser aus, als bei einem Schlaganfall. Die Roswitha lebt mit ihm und einer slowakischen Pflegehelferin, beziehungsweise ist jetzt die Janina da und ob die Szusanna nach dem Wechsel über die Grenze kommt, ist nicht so klar? Die Roswitha ist drei Monate über fünfundsechzig, gehört also schon zur Riskogruppe, der dreiundsiebzigjährie Egon sowieso. Bevor die Krise ausbrach, kuratierte Roswitha ihre wahrscheinlich letzte Ausstellung im Wien Museum, bevor sie in den Ruhestand geht, über das rote Wien und soll da schon ihren Nachfolger einschulen, der ist dreißig, Historiker, heißt Viktor und sie verliebt sich in ihn. Da ist das Problem ganz klar. Aber wie soll sie das lösen? Das weiß ich nicht und das wird und kann ja auch erst nach Szene fünfundvierzig bis fünfzig, also am Schluß passieren.

Also habe ich ungefähr das aufgeschrieben, noch hinzugefügt, daß sie und Egon, ein ehemaliger Universitätsprofessor, zwei Kinder haben, Albert dreißig, ein Lehrer und Beate, achtundzwanzig, Psychotherapeutin in Ausbildung, die ihre Mutter immer gern belehrt. Roswitha ist jetzt im Homeoffice, skypt also mit  Viktor und beschließt das Problem zu lösen, in dem sie ihn nicht mehr sieht und ihren Egon nicht betrügt. So weit, so what und für eine Kurzgeschichte eigentlich lang genug. Leider habe ich sie auf der Terasse mit der Hand und nicht geich in den Laptop geschrieben. Kann sie also nicht mehr so gut lesen und das heutige Webinar behandelte die Struktur. Also eine Geschichte oder ein Roman, Ronny Rinderer nennt, glaube ich, immer das erstere, besteht aus drei Akten, Anfang, Mitte, Schluß in denen das Problem gelöst werden muß und am Ende steht das Scheitern oder das Gewinnen. Dazwischen gibt es die Kapitel und die gliedern sich in Szenen. Daran bin ich auch ein bißchen gescheitert, denn ich schreibe eigentlich Szenen und keine Kapitel und die Aufgabe für heute,  die ich noch machen muß, ist eine Szene zu schreiben, die mit einem Cliffhänger, einer offenen Frage oder einem Mißgeschick endet, damit das Ganze weitergeht.

Spannend spannend,  auf diese Art und Weise läßt sich mein Roman vielleicht auch gliedern. Die Ideen kommen jedenfalls. Also auf in die nächsten Wochen, freuen wir uns darauff und eine Lösung zu finden, wie das jetzt mit unserer Entmüdigungsgesellschaft weiter geht, wäre vielleicht auch sehr gut und spannend ebenfalls, daß sich Exminister Kickl plötzlich als  großer Held entpuppt, der zum Widerstand anstachelt. Wui, das hätte ich  nicht gedacht und entpuppt sich als große Wendung. Diesen Roman zu schreiben, wäre wahrscheinlich eine tolle Aufgabe, da wir aber mittendrin stecken, haben wir wohl Scheuklappen und können das wahrscheinlich derzeit  nicht lösen.

2020-04-03

Trostonlineschreiben in Coronazeiten

Während ich mich mit dem Literaturcafe herumstreite, ob es richtig ist den „Bachmannpreis“ nicht durchzuführen, weil man sonst ja Klaus Kastberger schlecht beleuchtet in seiner Küche sehen könnte, ja lieber Uli, da bin ich Wolfgang Tischer bei seinem „Aprilscherz“ wieder einmal hineingefallen, weil ich ja keinen Spaß verstehe und alles Ernst nehme, die liebe Erika Kronabitter hat mich darauf aufmerksam gemacht, erkennen andere, den Wert der Onlinekommunikation.

So gibt es über all Corona-Tagebücher, Onlinelesungen und sogar die ersten Roman über Corona  oder das Leben in Krisenzeiten finden statt und das ist ja einerseits für die zu Hause gebliebenen gut, damit sie sich beschäftigen können und in keine Panik verfallen und dann vielleicht mit der Mundschutzmaske Amok laufen, Banken überfallen, etcetera…

Wenn das, bitte nur auf dem Papier, die Wut nur in der Phantasiem rauslassen hat sich wohl das „Writersstudio“ gedacht, daß ja, wenn es keine Seminare mehr abhalten kann, auch von der Krise betroffen ist und sich deshalb, was ich für gut und sinnvoll halte, Onlinekurse ausgedacht.

Ich kenne das „Writersstudio“ schon sehr lang, habe es schon besucht, als es sich, noch, ich glaube, in der Kaiserstraße befand und habe keine Ahung, wie und wo ich darauf gestoßen bin?

Das heißt, schon natürlich, die Sigmund Freud-Uni hat vor Jahren das Buch der Judith Wolfsberger vorgestellt und mich dazu eingeladen. Da habe ich dann ein paar Infoabende besucht, auch brav ein paar meiner Klienten mit Schreibblockaden dorthin überwiesen, damit sie ihre Diolomarbeiten fertigstellen können und ich war auch beim ersten Openhouse, als das Studio in die Pramergasse übersiedelt sind, seither bin ich mehr oder weniger regelmäßig zu den Schnupperworkshops, die es jährlich gibt, gegangen, habe dabei vielleicht auch Judith Wolfsgruber mit meinen Wissen über den Hochschullehrgang für Sprachkunst genervt, habe bei den Seminaren auch immer etwas für mein jeweiliges Work on Progress vorgeschrieben, war bem Schreibmarathon vor drei Jahren, habe mir durch mein Bloggen auch ein Writerretreat erschrieben und beide Veranstaltungen für meine „Unsichtbare Frau“ genützt.

2019 habe ich die Schnuppertage ausgelassen, weil wir, glaube ich, in Harland waren. Ich habe aber auch ein Sommerfest besucht, den gratis Schreibcafe mit Joga-Vormittag, eine gratis „Schreibfabrik“ wo auch Margit Heumann mitgekommen ist und ich meine Tanzschulenszene aus der „Frau auf der Bank“ ausprobiert habe.

Denn es gibt da ja jetzt schon eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen. das Ganze ist also sehr angewachsen, während es einmal ganz klein wahrscheinlich mit Seminaren für Studenten mit Schreibhemmungen und der „Schreibnacht“ die jeden ersten Freitag des Monats stattfindet, angefangen hat, wo man sich für dreißig Euro, glaube ich, treffen und gemeinsam zu einem Thema schreiben konnte.

Da war ich noch nie und habe immer gehofft bei der Verlosung bei den Schnuppertagen, das vielleicht einmal zu gewinnen. Aber in Corona-Zeiten hat sich das „Writersstudio“, das da ja sehr innovativ ist wieder etwas besonderes ausgedacht. Es bietet nämlich in der Karwoche verschiedene Onlinekurse an, mit denen man sozusagen gegen die Corona-Krise anschreiben kann.

So gibts beispielsweise unter dem Titel „Auferstehung abgesagt“ ein „Black Humor Writing“ immer jeweils von 23 bis 01 Uhr, wo man sich wahrscheinlich den Corona-Frust ironisch herunterschreiben kann und das Tagebuch oder Journalschreiben ist ja auch eine gute Methode.

Klaus Kastberger hat im Literaturhaus Graz, die Autoren deren Veranstaltungen er krisenbedingt absagen mußte, zu einem solchen eingeladen und ich schreibe ja auch schon länger ein Corona-Tagebuch, um vielleicht auch Material für einen möglichen Roman zu bekommen.

Bei Birgit Schreiber kann man das im Onlinekurs „Keep Writing – Mit dem Journal gesund durch die Krise“, nächste Woche Montag bis Freitag von 10 bis 12 online plus einer Stunde individueller Schreib und Lesezeit tun.

Dann gibt es auch ein Online „Short Story-Seminar- Endlich Zeit, eine Geschichte zu schreiben“ das wieder Ana Znidar wieder macht.

„Writerstricks“ kann man auch online lernen und als Auftaktveranstaltung gibt es diesen Freitag eine gratis Online-Schreibnacht:

„Trost & Re-Gnose in Zeiten von Corona: Schreiben in der Oase der virtuellen Writer`studio-Gemeinschaft“  mit Janina Pollak zu der ich mich natürlich angemeldet habe.

Das beginnt um acht, da bekommt man einen link, wo man sich bei „Zoom“ anmelden kann.

Das habe ich schon bei Jurenka Jurks Gratisseminaren versucht und bin öfter daran gescheitert, kann aber natürlich auch selber und mit mir allein einen Text zu diesem Thema schreiben und dann mit meinen Blog für meine Leser einstellen.

Mal sehen, wie es geht? Am morgigen Samstag gibt esauch wieder ein Video von Ronny Rindler zu seinem „Quarantäneschreiben“ und da habe ich mir ja vorgenommen, weil ich mit dem „Fräulein No“ ja schon fertig bin und nur noch mein „Schreibebuch“ korrigieren, beziehungsweise mit dem Alfred das Cover finden muß, die Seminaraufgaben nachzumachen und da vielleicht schon die ersten Planungsstufen des „Kein Frühlingserwachen mit Corona“ zu erstellen.

Man sieht der Kreativität ist in Zeiten, wie diesen kein Riegel vorgeschoben. Man kann alles online machen, Webinare, lesen, nur schreiben muß man selber, aber wenn man das in einer Online Schreibnacht oder einem Online Webinar tut, fühlt man sich vielleicht weniger allein.

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