Literaturgefluester

2022-01-10

Stichwort „Umordnung“

Was kann man sich darunter vorstellen?, werden meine Leser vielleicht fragen und wahrscheinlich nicht an Robert Musils „Drei Frauen“ und Alice Munros „Die Liebe einer Frau“, denken.

Lydia Mischkulnig, Brigitte Schwens-Harrant und Christa Zöchling haben es aber gemacht und ihrer „StichwortReihe“ in der „Aten Schmiede“ diesmal diesen Titel gegeben.

Denn hurrah, hurrah, die Weihnachtsferien sind vorbei, die literarischen Programme beginnen wieder und so kann ich mit entgegen meiner Neujahrswünsche von 2021 und 2022 wieder dorthin streamen.

Denn der Teufel schläft ja nicht und Omikron ist vielleicht am Explodieren, zumindestens hat sich Bundeskanzler Nehammer schon bei seinem Schiurlaub oder von einen Sicherheitsmann infiziert und es müssen neue Maßnahmen her.

Also Maskenpflicht im Freien wenn man keine zwei Meter Abstand halten kann oder auf einer Demo ist iund in die Nonfoodgeschäfte, wo seit November ja die bösen Ungeimpften nicht hineindürfen, sondern sich ihre Unterhosen entweder beim „Hofer“ kaufen oder bei „Amazon“ bestellen müßen, wird jetzt streng kontrolliert, ob ohnehin alle ihren Impfpaß haben. Was das bezüglich Omikron bringt, weiß ich nicht, denn man „darf“ ja immer noch zum „Spar“ und „Hofer“ gehen, aber man soll die Schlafenden nicht auf Ideen bringen, denn sonst kommen die noch auf die, daß das ja ungerecht istund die bösen NI deshalb auch nicht ihre Semmeln kaufen dürfen sollen.

Aber noch ist es nicht so weit, noch darf ich mich in die „Alte Schmiede“ streamen und dort erklärte Lydia Mischkulnig gleich, daß sie einerseits Schriftstellerin wäre und daß es bei dem Thema um die Wiederherstellung von Ordnungen geht, denn diese ist abhanden gekommen

Das trifft zwar auch auf die momentane gesellschaftspolitische Situation zu, aber das ist, siehe Volksstimmefest wahrscheinlich zu heikel, zu behandeln oder zu dicht daran. Also zurück ins neunzehnte Jahrhundert oder zu der Nobelpreisträgerin von 2013 von der ich mir zwei Erzählbänden schenken ließ und eines davon gelesen habe.

Aber weiter zurück in die Geschichte, wie Lydia Mischkulnig referierte, denn Robert Musil wurde ja 1880 in Klagenfurt geboren und ist1942 im Exil in Genf gestorben und bei dem Erzählbnd „Drei Frauen“, geht um die Magd „Gricia“, die vom Homo genannten Protagnonisten so genannt wird, weil sie graue Kühe füttert, um die „Portugiesin“ und umd die Verkäuferin „Tonka“ und, wie Lydia Mischkulnig erkärte um die Machtverhältnisse und eigentlich erklärte Brigitte Schwens-Harrant geht es trotz des Titels, um drei Männergeschichten, weil sie von der männlichen Perspektive ausgehen und im Jahr 1924, also nach dem ersten Weltkrieg geschrieben wurde. Also höchst interessant, was die alten Dichter vor hundert Jahren so fabulierten und eine Schriftstellerin und zwei Literaturwissenschaftlerinen heute daraus interpretieren.

Und wenn ich mich nicht irre, habe ich den Erzählband, den ich noch nicht gelesen habe, in den Neunzehnsiebzigerjahren aus Klagenfurt mitgenommen, weil dort meine damalige Freunin Elfi in der St. Ruprechterstraße eine Wohnung hatte, die sie aus- oder umräumte.

Den Erztählband „Die Liebe einer Frau“ der 1931 in Kanada geborenen Erzählmeisterin Alice Munru habe ich gelesen und sehe eigentlich, ganz ehrlich, nicht viel Bezugspunkte zu Robert Musil und seiner Zeit, außer daß die beiden Bücher das Wort „Frau“ im Titel tragen, was die drei Interpretinnen aber nicht so fanden, sondern fasziniert von den Gemeinsamkeiten waren.

Es gab auch Textausschnitte, so wurde aus den Erzählungen „Gricia“ und „Tonka“ von Musil gelesen, wo es auch um Tiere geht, um das Töten von Fliegen oder Kätzchen oder nein, so hätte die Geschichte um die „Portugiesin“ eigentlich heißen sollen und dann ging es in die kanadischen Fünfzigerjahre, wo eine etwas esoterische Frau in ein herabgetakeltes Farmhaus kommt. Dann geht es um eine Krankenpflegerin und um eine Frau, die nicht schwimmen kann, aber mit einem Mörder in einem Boot aufs Wasser hinausfährt.

Und was die „Umordnung“ betrifft, so kann ich zwar die Zwischenkriegszeit des Robert Musil erkennen, was seine Frauendeutungen betrifft, bleibe ich ein wenig skeptisch, aber zugegeben sollte ich das Buch erst lesen, eher ich darüber urteilen kann. Die Umordnung der Alice Munro habe ich, obwohl ich das Buch gelesen habe, nicht erkannt, kann da aber mit den Frauenschicksal sicher mehr anfangen, als mit den Verklärungen, eines vielleicht traumatisierten Mannes und ich glaube auch soweit ich mich erinnern kann, daß mir das Buch gefallen hat.

Spannend, spannend aber die Verknüpfungen, die die drei moderierenden Frauen mit den Bücher machten, die Verbindung zwischen Stifter und Han Kang habe ich ja auch nicht so ganz verstanden. Aber vielleicht ist das die Absicht der drei Frauen, sich über zwei unterschiedliche Bücher zu unterhalten, Zusammenhänge herzustellen und die Zuhörer vielleicht zum Lesen zu bringen.

2021-12-25

Das Corona-Texte-Buch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:28

Hurrah, hurrah, pünktlich zur Weihnachtszeit ist es da mein drittes Buch mit Texten aus dem „Literaturgeflüster“.

Das Erste hat sich allgemein mit den literarischeren Texten beschäftigt, die auf dem Blog erschienen sind. Reisetexte, ein paar über Bücher und Veranstaltungen, sowie allgemeine Reflexionen über den Literaturbetrieb.

Das Zweite hat sich mit den Texte über das Schreiben und meinen selbstgemachten Büchern beschäftigt, das war schon zu Beginn der Pandemie und das Thema Corona mit dem wir jetzt schon zwei Jahren unterwegs sind, interessiert mich ja sehr und hat zu vielen Artikel darüber geführt in denen man die Veränderungen seit März 2020, die Verschärfungen und Zuspitzungen sehr gut beobachten kann. Der letzte Artikel stammt aus dem Oktober.

Seither gibts schon wieder ein paar Texte, denn die Situation spitzt sich ja noch immer zu. Am ersten Februar soll die Impfpflicht kommen. Seit November gibts den Lockdown für Ungeimpfte, der für alle ist seit ein paar Tagen vorüber, aber das nächste Supervirus namens Omikron von dem man noch nicht so recht weiß, ob es zwar ansteckend, aber nicht gefährlich ist, verbreitet sich blitzschnell um die Welt und löst große Panik aus.

Jetzt soll es bald zur vierten Impfung kommen und weil Weihnachten kommt, gibt es eine Amnestie für Ungeimpfte.

Ja diese Sprache, da gibt es auch einen Artikel im Buch und nach Weihnachten der fünfte oder sechste Lockdown, also, wie ich fürchte Nährboden für ein weiteres „Corona-Texte- Buch“ aber erst einmal löse ich die Gewinnspielfragen auf, mit denen man das Buch gewinnen konnte, was man aber eigentlich nicht braucht, denn die Texte sind ja alle im Blog zu finden, also

1. die Demo war im Februar und wir sind vom Ring auf die Jesuitenwiese gegangen und ich bin am Rückweg bei einer Brücke in die Stadt abgehoben, eine freundliche Polizistin hat mich durchgelassen, sonst wäre ich, weil ich auf Klo mußte, vielleicht auch in das Versicherungsgebäude gestürmt.

2.Robert Misik „Die neue (Ab)normalität“, Paolo Giordano „In Zeiten der Ansteckung“ , „Pandemische Zeiten“, „Lockdown 2020„. „Mauern“ von Kai Lüders

3.„Kein Frühlingserwachen mehr“ , „Ein braunrot kariertes Notizbuch“, „Mathilde im Coronaland“ sind schon erschienen „Wo wir waren oder hundert Seiten Depression“, „Seitengewitter“, und der „Arbeitstitel“ sind noch in Planung.

So und jetzt auf in die Zukunft und schauen, wie es mit den Corona-Maßnahmen und den neuen Virus-Varianten weitergeht? Wie es mit der Spaltung der Gesellschaft aussieht und ob und wie lange man ungeimpft noch in kein Kaffeehaus, zu keinen Friseur und in keine literarische Veranstaltung gehen kann, ist auch recht spannend.

2021-11-26

1431

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:05

Buch acht des Öst, der Jeanne d`Arc-Roman der 1984 geborenen Sophie Reyer, die ja sehr fleißig ist, schon einmal auf der Shortlist gestanden ist, sehr viele Bücher geschrieben hat, sowohl für Erwachsene und Kinder in den verschiedenen Genres und auch fürs Theater tätig ist und ich auch schon bei einigen ihrer Lesungen war.

Ein historischer Roman oder eine Biografie, da gibt es jetzt ja einige. Franzobel hat da auch so etwas geschrieben.

Über die „Jungfrau von Orleans“, wo man ja das Schiller-Stück wahrscheinlich aus der Schule kennt, die französische Nationalheldin, die zumindestens im Elsaß ,in vielen Dörfern einen Platz mit ihrem Namen und ein Denkmal hat, nun auch von Sophie Reyer in einer schönen etwas geheimnisvollen Sprache beschrieben und wenn man wenig über die Geschichte weiß, lohnt es sich sicher das Buch zu lesen.

Wie historisch es ist, ist wahrscheinlich die Frage, da haben sich wohl schon sehr viele Legenden darum gebildet. Irgendwo habe ich gelesen, daß es nur die Gerichtsakten, aber wenig Persönliches über Jeanne d´ Arc gibt, die ja mit Neunzehn hingerichtet wurde. Ein Bauernmädchen,, das von Stimmen befehligt in Männerkleidung in den Krieg gezogen ist, in Reims den Dauphin krönte und schließlich 1431 am Scheiterhaufen verbrannte.

Sophie Reyer beschreibt das in einundzwanzig Kapitel, mit Prolog und Epilog und das Interessante ist jedes Kapitel ist zweigeteilt, von hinten zurück sozusagen. Am Anfang steht das Jahr 1431, dem Todesjahr. Johanna ist gefangen und wird von einem Beichtvater betreut, der sie aushorchen soll. Dann geht es in ihr Leben, in die Kindheit am Dorf, die Beziehung zur Großmutter, die Stimmen, wo Gott oder die Engeln Johanna auf ihre Mission vorbereiten und dann das schon Erwähnte, das bei Schiller zu sehen aber auch nachzugooglen ist.

Schön ist die Sprache, da habe ich mir einiges angestrichen.

„Was hast du Kind? Was rennst du denn so?“, fragt die Großmutter einmal.

„Der Tod – er ist hinter mir her!“, ruft Johanna aus.

„Woher weißt du das?“

Er kommt alle holen, sagt der Dorfpfarrer!“

„Dann halte dich an Gott!“

„Der ist soweit oben!“, Seite 23

„Kann der Tod sterben?“, fragt Johanna.

„Ja“ Und jeden Sommer kommt er als Leben wieder und singt sein Lied!“, Seite 35.

„Doch seine Worte sind weit weg von ihm, er scheint nichts zu fühlen. Manche reden wie Regen, denkt Johanna da. Ganz ohne Belangen.“ Seite 75.

„Er schwankt zwischen Trunksucht und Ausschweifungen. Ein Bündel neurotischer Sympotme“, Seite 105, Ob man im fünfzehnten Jahrhundert diesen Eindruck schon gekannt hat?

„Wir ergeben uns keinem Weib. Und auch nicht diesen ungläubigen Hurenböcken, die dir folgen!“, tönt es da aus seinem Mund.“ Seite 147.

„Die Geburt bestimmt unser Ende. Überall zeigt sich der Tod!“, sagt Gott, „stirb jetzt ein bisschen hier, damit du dann in Ruhe weitergehen kannst!“, Seite 177.

„Das ist alles“, endet das Buch und wahrscheinlich nicht so bei Schiller zu finden ist, daß Sophie Reyer auch die Gewalt durch die Soldaten an Johannes, die ihr an den Röcke gehen, so daß sie sich weigert diese zu tragen, zeigt und das Ganze vielleicht auch ein bißchen an die Transgenderproblematik denken läßt.

Nicht auf die Shortlist gekommen, aber sicher interessant, Sophie Reyer und ihr Schreiben kennenzulernen.

2021-10-22

Wieder Slam B mit Publikum und Liveperformances

Filed under: Uncategorized,Veranstaltungen — jancak @ 21:53
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Fein am Vorabend der Verschärfungen gab es im Literaturhaus wieder einen Slam B mit Publikum, das heißt wahrscheinlich beschränkt mit Anmeldung, 3Gs, Maske ohne Pause, aber mit viel Lärm, die letzten Male hat Diana Köhle ja nur per Konserve eine Zusammenfassung gegeben.

Interessant also die Wiedersprüche, ab ersten November drei G am Arbeitsplatz, aber hier wird geschrieen und geklatscht allerdings ohne Pause, weil ja noch keine Getränke.

Also nur drei Durchgänge mit drei Kanditaten, dabei haben sich elf Leute bei Diana Köhle angemeldet und neun wurden davon ausgelt.

Der Schreibi, Christian Schreibmüller mit weißen langen haaren hat begonnen und wieder über das Leben ggereimt.

Opferlamm hat es keines gegeben. Der zweite Kanditat Puszta-Cowboy kam laut Diana Köhle aus Budapest angereist und hatte diesmal keinen Fixplatz ,wurde aber trotzdem schon für die erste Runde ausgelöst. Das Gedicht des tätowierten jungen Mannes mit Cowoboyhut hieß „Eis und Eisen“.

Dann kam Martina im rosa T-Shirt und erzählte, daß sich ihr Sohn erkundigte hätte, wohin sie gehen würde?

„Ins Literaturhaus!“

„Was schon wieder?“

„Da warst du ja schon im letzten Jahr,!“

Ja so kann es kommen, ich war jetzt schon fast zwei Jahre nicht mehr dort, nur einige Male davor und mitgegeslamt habe ich nie, sondern auch mit Schwierigkeiten , nur ein paar Mal zugehört und jetzt im Livestream, das Gedicht der Martina „Der Mensch“ auch eher leise und verhalten, aber mit viel Applaus aus dem Pubikum.

Bei der Abstimmung gewann im zweiten Durchgang der Schreibi, obwohl die Martina wahrscheinlich ihr Fan-Publikum mit hatte.

In der zweiten Runde begann Katharina, die ihren Auftritt mit „Ich bin Lehrerin, kannst du meinen Namen richtig schreiben“ und erzählte dann wie es beim katholischen Onlinedating zugeht „Laßt uns beginnen Brüder und Schwestern im Namen des Herrn..“ und das Publikum mußte die Fürbitten sprechen.

Dann kam Bernie aus Niederösterreich, der seit dem letzten Mal schon viele Texte geschrieben hat, den ich schon kannte und der erzählte lange etwa darüber, ob er der exentrische oder verrückte Alte ist, der Frauen mit Kondomen bewirft und philosophierte auch darüber, wie man am besten in Corona-Zeiten Abstand hält. Ja heute war vieles ungewöhnlich und die Zeitbegrenzung wurde auch nur kaum erwähnt oder überschritten.

Dann kam Tara Meister, die laut Diana Köhle ihren ersten Literaturhausauftritt hatte und die wieder einen typischen Slam Text brachte „Klein Frieda hat gern Lieder“ oder so, der von dem Schulalltag handelte und sehr frauenbewegt war und hat mir neben dem Schreibi sehr gut gefallen hat und die auch ins Finale kam.

Die dritte Runde begann mit der Debutantin Lea, die „Ich bin neu hier!“, sagte.

Dann kam Eigenartig oder Aigenartig“, auch eine Debutantin im schwarzen Kleid, die in Wilheilm Busch Manie vorn einem Herman mit einer Entenphobie slamte.

Dann kam die mir schon bekannt Waldgigantenfee, dessen Texte, wie Diana Köhle verriet immer sehr politisch waren und das jetzt auch erwartete. Ich eigentlich auch und hätte mir vielleicht auch ein bißchen Corona-Kritik gewünscht, das hätte ich wahrscheinlich machen müssen und wäre ausgebuht worden. Aber vielleicht was zur Regierungskrise, „Kurz ist furt oder zur Seite getreten“ aber die Waldgigantenfee ist im letzten Jahr vierzig gerworden, was er sehr gern geworden wäre und darüber slamte, beziehungsweise sich schon auf seinen fünfzigsten freute und der russische Corona-Impfstoff und Putins Plan, kam dann aber vor und auch noch ein Verschwörungspraktiker, Göttin sei Dank.

Die Abstimmung der Runde drei war dann schwierig oder unentschieden, so daß in die Schlußrunde sowohl Aigenartig als auch die Waldgigantenfee kamen.

Das Finale begann mit viel Applaus für Schreibi, der mit „Der Stunde der Wahrheit: Ein Christkindlmarkt, wo sich die Blasengerln nichts scheißen und alle derblasen“ begann, die falschen Spesenabrechnungen wurden aber auch erwähnte und am Schluß hat der Schreibi dann auch noch seine Maske vergessen.

Dann kam Tara Meister, die ich riesig über ihren zweiten Auftritt freute und wieder sehr verhalten von einem „Johnny“ slamte.

„Tage fallen leise Johnny, wir haben sie beide nicht gehört.“

Dann kam Aigenartig mit einem „Pläydoyer“ das von ihren Barbiepuppen handelte, die sie sehr brutal behandelte.

Die Waldgigantenfee hatte dann einen schönen Text,beziehungsweise einen Text und darüber, weil er keinen solche hatte.

Zwischen Aigenartig und der Waldgigantenfee wurde nochmals abgestimmt. Gewonnen hat dann Aigenartig, die ein Diadem aufgesetzt bekam und ein Falter-Abo bekam und der Schreibi hat dann ein Falter Buch über „Kind in Wien“ bekommen.Ich weiß gar nicht, ob er Enkelkinder hat.

Das war dann sozusagen ein ein bißchen „verrückter Corona-Slam“ und jetzt gehts zur Pressekonferenz wo Bundeskanzler Schallenberg die neuen Verschärfungen verkünden wird und eine neue Corona Variante, die noch ein bißchen ansteckender ist, ist inzwischen, glaube ich, auch aufgetaucht.

Mit der durchgestrichenen Frauenliteratur ging es dnnn am Samstag auf der ARD-Bühne weiter, denn Nicole Seifert hat ein Buch darüber geschrieben, das sich gegen die Ausgrenszung von Frauen befaßt hat und erwähnte Marlene Haushofers „Wand“ und ylvia plaths Glasglocke, bei in den fünziger sechzigerjahren geschrieben, die das Ausgeschlossenheit der Frauen aufzeigte.sh

2021-10-01

Florian Gantners und Christopher Wurmdoblers neue Bücher

Als ich mich am Mittwoch ins Literaturhaus streamen wollte, war die Seite nichtzu erreichen.

„Uje!“, habe ich gedacht.

Was mache ich dann am Freitag. Aber heute gab es kein Problem, wo, die FM4-Moderatorin, Zita Bereuter, die ich vom „Fm4-Preis“ kenne, zwei Bücher von Florian Gantner und Christoph Wurmdobler vorstellte und beide Autoren, muß ich bekennen, obwohl ich ja behaupte, mich in der Literaturszene gut auszukennen, waren mir unbekannt. Also eine Premiere und Erkenntnisgewinn und das neue an der Veranstaltung, die wie gewohnt von Barbara Zwiefelhofer eingeleitet wurde war, daß Zita Bereuter, beide Autoren auf die Bühne bat und zuerst ihre Lebensläufe und über die Bücher etwas erzählte.

Das Buch, des 1965 in Freiburg geborenen, aber schon lange in Wien lebenden Christopher Wurmdobler heißt „Ausrasten“, ist bei „Czernin“ erschienen und spielt, wie auch das Buch des1980 im Salzburger Land geborenen Florian Gantner in Wien und ist bei „Residenz“ erschienen. „Soviel man weiß“, heißt es und spielt in der Quellenstraße 63 und da kam gleich die Bereuter Frage, nach dem Recherchieren?

Florian Gantner hat sehr viel recherchiert, weil er in der Quellenstraße ein Haus mit einem Balkon für den Text brauchte. Denn nachher ist es peinlich, wenn die Leser kommen und sagen „Das stimmt nicht! Da gibt es keinen Balkon!“

Zu lesen hat Christoph Wurmbichler begonnen, der, glaube ich, auch beim „Falter“arbeitete. Die beiden anderen haben dann die Maske aufgesetzt und sind von der Bühne abgegangen und das Buch scheint kein Roman zu sein, sondern ein in sich verwobener Geschichtsband und drei dieser Geschichten hat Christoph Wurmbichler verkürzt auf Zita Bereuters Wunsch auch gelesen, damit man einen guten Eindruck bekommt und das war spannend. Denn zuerst ging es zu einem Per Oliver von seinen Bobo-Eltern liebevoll Polli genannt und dessen dreizehnten Geburtstag, wo die Mama eine Party mit einem Barbarshop für die Freunde aufmachen wollte und der Papa in weißer Schürze deren Freunden Steaks servieren wollte.

Sehr lustig also und Szene zwei führte in Burgtheater oder in eine verpatzte Premiere, weil da eine alte Kritikerin, die Vorstellung zum Platzen machte und die dritte Szene oder Text, den sich Zita Bereuter wünschte, ging es um Sex, was dann zuerst dem Autor später ihr ein wenig peinlich war, daß sie sich das wünschte. Aber es geht nicht nur um Sex darin, sondern um Sexszenen und ums Schreiben, denn hier ist der Held Schriftsteller und Florian Gantners Wien-Buch ist ein Roman oder auch ein Tableau aus vier Personen, die alle in dem Haus in der Quellenstraße leben und führt in ein komplett anderes Milieu. Florian Gantner stellte zwei Personen vor. Mirjam, die Nachts mit ihrer Gang mit Spraydosen auszieht und alle vier Parteien scheinen einander zu überwachen, was auch auf den Titel schließen läßt. Die zweite vorgestellte Person heißt Illir Zerei und ist ein Albaner, der vor dem Geheimdienst geflüchtet ist und davon erzählt und beim abschließenden Gespräch, wo es sehr viel, um das Schreiben, die Figuren und das Ideenfinden ging, erzählte Florian Gantner auch, daß er beim literarischen Colloquium in Berlin, wo er einen Aufenthalt hatte, einen Albaner kennenlernte, an dem er sich orientierte. Interessant, interessant, vor allem, daß ich von den beiden Autoren, die schon jeweils verschiedene Bücher geschrieben haben, nichts mitbekommen habe und lustig war die Veranstaltung auch, obwohl Barbara Zwiefelhofer am Schluß erwähnte, daß leider noch immer keine Getränke ausgeschenkt werden dürfen.

Aber die Bücher konnte man sich am Büchertisch kaufen und da auch mit den Autoren plaudern.

2021-09-30

Nochmals Noahs Fest

Am Podium Minarz und Tschurlovits © Doris Kloimstein

Vor einem Jahr hätte ich eigentlich im Stift Seitenststetten sein sollen und mich fünf Tage lang mit sechs anderen Literaten und sieben bildenden Künstlern im Rahmen der Bibelwoche mit dem Thema „Noahs Fest“ beschäftigen sollen. Die liebe Doris Kloimstein die das mitkuratiert hat, hat mich dazu eingeladen und dann ist das Corona-Virus dazwischen gekommen, weil die Angst vor der damals zweiten zweiten Welle und ein paar Tage vorher kam die Information Maskenpflicht auf den Gängen und im Speisesaal und ich bin ja eine etwas rebellische Person und strikte Maskenverweigerin und so habe ich abgesagt, habe mich aber dem Thema, weil ich mir wegen dem Skriptorium keine Stunden eingeteilt habe, in meinem Schlafzimmer mit dem Thema beschäftigt und einen Text über „Noahs Fest“ geschrieben, der bei mir naturgedingt, da ich nicht katholisch bin, mehr über die Pandemie und Corona als über den Noah und seine Arche und, daß dieser der erste Weinbauer war, habe ich überhaupt nicht gewußt, weil die Einleitung von Elisabeth Birnbaum nicht gehört, beschäftigt und Ende September 2020 war die Zeit, wo der Opernball und, ich glaube auch, die „Buch Wien“ abgesagt wurde und alle sehr hysterisch wegen der zweiten Welle und dem Winter waren.

Die liebe Doris hat mir aber versprochen mich in die Anthologie aufzunehmen, wie das bei meiner zweiten abgesagten oder nicht stattgefundnen Veranstaltung nämlich der Lesung aus einem Stück vom „Seitengewitter“ beim Volksstimmefest mir auch versprochen wurde, daß ein Stück vom „Frühlingserwachen“ in die neue Anthologe kommen soll und das Buch ist vor einigen Wochen erschienen.

Ich habe mein Belegexemplar bekommen und noch zwei weitere, die ich an eine von meiner inzwischen verstorbenen Schwiegermutter 24 Stunden Betreuerin und an Ruth Aspöck weitergegeben und auch hier besprochen habe und weil in Nieder- oder vielleicht auch überhaupt in ganz Österreich die Bibelwochen jedes Jahr gefeiert werden, gab es zum Belegexemplar auch ein neues Programm und da war leider immer noch Corona bedingt, obwohl uns ja der ehemalige Gesundheitsminister Anschober im Vorjahr einen schönen Halloween im nächsten Jahr versprochen hat, aber den wird es heuer, wenn überhaupt wohl auch nur mit 1G geben, die Präsentation auch nur Online angekündigt. Das heißt, ein paar Lesungen habe ich gehört, wird es daraus schon life geben. Morgen eine in der Galerie einer der Mitkuratorinnen in Herzogenburg und im Dezember, glaube ich, in Innsbruck, aber da ich auch das 1 2 und 3 G verweigere, also nur die Online-Variante und die war interessant.

Veranstaltet wurde die Präsentation im Bildungshaus St. Benedikt, da hat die dortige Direktorin Lucia Deinhofer begrüßt. Einleitende Worte kamen von der Leiterin des Bibelpastorals Karin Hintersteiner. Dann ging es per Zoom in Doris Kloimsteins Zimmer und ein paar der Teilnehmenden, wie Magdalena Tschurlovits, der Turmbund Literat Josef Beneder, der auch Religionswissenschaftler ist und die Galeristin Renate Minarz von der Schupfengalerie Herzogenburg, sowie die Tänzerin Tatjana Christlbauer waren zu sehen. Ich war und blieb stummgeschaltet, bin ich mit meinem alten Laptop ja nicht so technikaffin. Der Ton, der bei meinem Computer bei Zoom-Konferenzen meistens nicht funktioniert, war diesmal aber in Ordnung. So habe ich alles gut gehört und konnte mich dann auch durch das Buch zoomen, das ja im im großen Wohnzimmer in Harland steht. Hier hatte ich nur die beiden Bibelwochenprogramme, die Bestellkarte für das Buch und meine Textfahnen.

Ich habe es auch hier besprochen und Doris Kloimstein las einige Textproben vor und betonte die Vielseitigkeit sich dem Thema anzunähern.Richtig, Elisabeth Birnbaum war auch noch anwesend oder zugeschaltet und die Doris las auch die Bibelstelle, die die Meisten nicht kennen und betonte, daß man sich das Buch bestellen und in den dort vorhandenen leeren Seiten auch seine eigenen Gedanken hineinschreiben kann. ist es ja eine Art Stundenbuch geworden und dann hat sich auch Magdalena Tschurlovits, die zwar in Seitenstetten nicht anwesend war, aber, wie auch Margit Jordan, einen Text beigesteuert hat, eingeschaltet und sich für das Buch bedankt und Josef Beneder, der Theologe, wurde dann auch noch aufgefordert, seine Texte, beziehungsweise Gedanken zu diesemThema beizutragen und mir war das dann fast ein wenig zu biblisch, bin ich ja nicht katholisch und habe und tue das immer noch, die Sache von der Corona-Seite betrachtet, aber auch dazu hatte die Doris, die ja da, glaube ich, auch ihre eigenen Gedanken hat, sich eingeschaltet und betont, wie wichtig, das Zueinanderkommen ist und das ist wirklich ein bißchen paradox, die Veranstaltung nur Online oder dann in der Galerie oder in innsburck mit 1-3Gs zu machen, wo ich ja ausgeschlossen bin oder mich natürlich selber ausschließe.

Das Buch kann man aber kaufen und bestellen und auch weitergeben, lauteten die Schlußworte und es ist auch für die Atheistin eine schöne Online-Begegnung mit der Bibel geworden. Weiß ich jetzt doch, daß Noah, die Tiere nicht nur in die Arche trieb, sondern sich nach der Errettung betrank und wenn ich es richtig verstanden habe, auch entkleidete. Auf jeden Fall aber zum ersten Weinbauer wurde und das schreibe ich natürlich, daß es bei einer Real-Präsentation, die vielleicht sogar ohne Gs und Maske stattfände, wahrscheinlich Wein und ein Buffet geben würde.

Aber hoffen wir das Beste und auf das nächste Jahr, obwohl ich ganz ehrlich, wieder nur schreibe, sehr optimistisch bin ich angesichts der Tatsache, daß jetzt 3G auch in den Betrieben eingeführt wird, nichtdaß der Freedomday, wo alle Maßnahmen fallengelassen werden, sobald kommt, weil es ja mehr rebellische Menschen, wie mich gibt, die sich nicht so gerne impfen lassen und dann höre ich ja, werden die Energiepreise erhöht und die GIS-Gebühren, das Klima muß errettet werden und die Gefahr, daß ein Stromausfall kommen könnte, ist auch schon an die Wand gemalt. Also lobe ich mir den Noah, der die Tiere in die Arche brachte, um mit ihnen in andere Gefilde aufzubrechen. Die Doris und die anderen Teilnehmer haben sich auch noch sehr oft bedankt, so daß es eine sehr beeindruckende Buchpräsentation war.

2021-09-10

Schutzlockdown für Ungeimpfe?

In Zeiten wie diesen überschlagen sich die Ereignisse, obwohl wir eigentlich nach Kanzler Kurz einen Sommer, wie damals haben hätte sollen, das Ende des Tunnels erreichtund die Pandemie wenn alle ein Impfangebot erhalten haben, vorbei sein sollte, denn dann wäre es Privatsache und das eigene Risiko auf sich aufzupassen, obwohl, wie Kanzler Kurz anfügte, sich jeder irgendwann anstecken würde, also das Risiko selber tragen müssen, wenn wir die Herdenimmunität erreicht hätten, denn dann wären die einen geimpft, die anderen erreichen sie durch die Ansteckung und das Corona-Virus wäre dem Grippevirus gleichzustellen.

Allerdings würde dazu eine Impfrate von sechzig bis siebzig Prozent, hat es früher geheißen, als es noch Alpha oder das Ursprungvirus gegeben hat, nötig sein. Jetzt gibt es ja Delta und das ist viel viel ansteckender, da braucht man mindestens achtig bs fünfundachtzig Prozent oder am besten noch mehr und Impfstoff ist jetzt für alle da. Das Impfangebot auch, denn das ist jetzt ja so niederschwellig wie möglich. Es gibt die Impfbusse, die von Schule zu Schule, zum Volksstimmefest oder an anderen Orte, wo Veranstaltungen stattfinden fährt. Man kann sich am Rathausplatz impfen lassen, in der Stephanskirche, beim „Billa“, „Merkur“, „Penny“ oder wo noch? Vor der Disko vielleich tauch. Aber da sollte man dann erst später hineingehen, weil es zu Impfreaktionen kommen kann.

Aber sonst kein Problem, denn so niederschwellig, wie möglich., Aber während sich noch im Jänner die Bürgermeister als very importan persons vordrängten, als erst die Alten und die Ärzte an der Reihewaren, hat die Impfbereitschaft abgenommen. Das heißt, etwa sechzig Prozent sind jetzt schon geimpft und die anderen wollen offenbar nicht und so ist Österreich vom Impfbesten zum Impfmuffel geworden und man hört überall „Baby, laß dich impfen, denn dann bist du freii!“

Das ist Bürgerpflicht und es wäre unverantwortlich sich davor zu drücken! Denn wir brauchen ja die Herdenimmunität. Aber die hört man, wird es wegen den Deltavarianten, die sich ständig wechseln, sowieso nicht geben und auch keine sterile Immunität! Das heißt, auch Geimpfte können sich anstecken und sind ansteckbar! Sie werden zwar nicht so schwer krank. Aber das stimmt auch nicht so ganz, denn in Israel, die die Impfweltmeister waren, liegen jetzt die geimpften Achtzigjährigen auf den Intensivstationen, denn der Impfstoff läßt nach einigen Monaten nach.

Jetzt zum dritten Mal impfen und die Kinder über zwölf sind zum größten Teil auch noch ungeimpft! Also „Impfen, impfen, impfen!“ und die Stimmen, die statt dem 3G das 1G fordern, mehren sich! Oder2G, aber was ist das?

PCR-Test oder geimpft? Aber die, die schon das Virus hatten, hört man, sind noch viel geschützer, als die Geimpften! Also die dürfen dann auch, wenn sie sich einmal testen lassten, aber von den Antikörpertests, wo man die Impfnotwendigkeit ablesen könnte, wird abgeraten und weil auch die Geimpften ansteckend sein können, wird ihnen zum PCR-Test geraten, obwohl sie sich nicht testen lassen müßten!

Also schön verwirrend und man weiß jetzt nicht genau wie und wann man in die Dsko darf? Nur geimpft hört man da schon länger, weil so kann man die Jugendlichen zur Impfung treiben und so wird jetzt auch von der „Pandemie der Ungeimpften“ gesprochen und die Gastronomen, die sich vor dem neuen Lockdown im Oktober, wenn die Wahlen in OÖ und Graz vorüber sind, fürchten, schreien auf „Achtzig Prozent Gäste sind uns lieber, als ein gar keine!“

Also 1G und am Sonntag trat bei OE24 ein Herr Mucha auf, der auf der Geburtstagsparty seiner Frau, einen positiv getesteten geimpften Gast hatte und daher die Impfpflicht ganz offen forderte. Dennwie kommt er dazu, sich von einem Ungeipften anstecken zu lassen?

„Es ist Krieg!“ hat er gerufen.

„Die Ungeimpften stehen auf der Straße, wir rufen Ihnen zu „Schützt euch!“ und sie antworten „Wir wollen uns nicht einsperren lassen!“ Das ist doch verrückt!“

Also muß man die Ungeimpften vor sich selber und den anderen schützen! Daher brauchen wir eine Impfpflicht oder zumindestens einen Lockdwohn für Ungeimpfte! Denn wie kommen die anderen dazu sich einsperren zu lassen? Die Ungeimpften aber schon! Denn wenn sie ihrer Bürgerpflicht nicht nachkommen und ihr Impfangebot freiwillig ausschlagen, dürfen sie eben nicht mehr in die Disko, in die Gastro, ins Kaffeehaus, ins Theater gehen, müssen also also zu Hause bleiben!

„Wir sperren sie nicht ein! Nehmen Ihnen nicht ihr Geld! Aber sie dürfen halt nicht überall ihr Leberkäsesemmerl essen!“

Das habe ich so von Sebastian Bohrn Mena, der der Sohn eines Psychologiekollegen ist, mit ich meine GT-Ausbildung machte, bei OE24 gehört und mich hats gegruselt! Dann kam der Herr Mucha, der jetzt eine Aktion zur Impfpflicht fordert:

„Tu endlich was, Regierung!“

Die Nobelgatronomen schloßen sich ihm an und weil die Zahlen wieder steigen, die Schule hat am Montag begonnen und da werden alle Kinder dreimal in der Woche getestet! Die Urlauber kommen zurück und bringen vielleicht das Virus aus Bosnien, Italen oder wo auch immer mit und da muß ein Stufenplan her, weil die Zahlen der positiv Getestenten jetzt schon bei zweitausend liegen!

Im Oktober haben sie dann vielleicht das Zehnfache erreicht, rechnen die Simulationsforscher und die Zahl der Patienten in den Intensivstationen steigt auch immer mehr an. Jetzt sind schon bald zweihundert Intensivbetten in ganz Österreich mit Corona-Patienten belegt und da mehren sich die Stimmen, daß man auf diese Zahl schauen soll. Also muß ein Stufenplan und ein Lockdown für Ungeimpfte her und den hat die Regierung jetzt auch gemacht!

Ab nächster Woche, weil da ja shon Stufe eins erreicht und zehn Prozent der Intensivbetten belegt sein werden, FFP2-Masken im Supermarkt sowieso und in den anderen Geschäften, wo man das jetzt außer in Wien nicht muß, müssen das dann die Umgeimpften zu ihrem Schutz tun! Wenn sie zum Beispiel in ein leeres Geschäft gehen, um sich ein Buch oder einen Slip zu kaufen, damit man sie gleich erkennt und sich die Verkäuferin besser vor ihnen schützen kann!

Da gibt es natürlich Assioziationen, die nicht so angenehm sind und es hat schon Freizeitparks gegeben, wo die Ungeimpften ein gelbes oder vielleicht auch grünes Band bekommen haben!

Aber gut, gehen wir zu Stufe zwei, das sind fünfzehn Prozent Belegung. Da darf der Ungeimpfte dann nicht mehr in die die Disko und bei Stufe drei, also zwanzig Prozent nicht mehr ins Kaffeehaus, ins Theater, ins Kino und die anderen müssen, wenn ich das richtig verstanden habe, weil es sehr verwirrend ist und jeder was anderes sagt, einen PCR-Test haben.

Die Maßnahmen bei Stufe vier und fünf werden noch bekannt gegeben und nähern sich wahrscheinlich Dr. Born Menas und herrn Muchas Vorstellungen an. Da darf der Ungeimpfte dann vielleicht zu seinem und zum anderen Schutz nicht mehr oder nur noch arbeiten und vielleicht auch nicht mehr spazierengehen!

Sport darf er, glaube ich, schon bei Stufe zwei oder drei nicht mehr betreiben! Also wird er zu Hause bleiben, vor dem Fernseher sitzen, Chips essen und zunehmen! Da habe ich erst unlängst ein Video mit einem einen sehr dicken Alfred Gusenbauer gesehen, der die Menschen zu ihrer Bürgerpflicht aufrief! Gut, ich habe im Lockdown auch zugenommen, weil derAlfred zu gut kocht!

Aber, daß man so die Risikopatienten, die man ia schützen will, fördert, ist wohl klar und mir unklar, wieso man so wenig auf die eigenen Abwehrkräfte schaut?

Sagt einer „Mir kann nichts passieren, denn ich bin gesund, esse Vitamine und gehe viel spazieren!“, wird er sofort als Verschwörugstheoretiker unterbrochen und man übersieht noch immer, daß nicht jeder positiv Getestete krank wird und, daß zweitausend postive Tests am Tag, wenn man fast jeden testet, bei neun Millionen Einwohner eigentlich sehr wenig sind und man die Pandemie vielleicht doch auf diese Art und Weise erzeugt oder zumindestens verstärkt!

Jeder soll sich impfen lassen und wenn er das nicht tut, wird er geächtet! Das hört man schon seit einem halben Jjahr und der Vollgeimpfte ist das auch nur neun Monate! Dann muß er wieder von vorn anfangen. Medikamente gegen die Krankheit gibt es auch nicht oder werden nicht so erforscht! Also „Impfen, impfen, impfen!“ Das ist Bürgerpflicht und die, die das verweigern, die sperren wir zu ihrem Schutz vom sozialen Leben aus und was werden die ungeimpften Jugendlichen machen, wenn sie nicht in die Disko dürfen?

Sie treffen sich zu Hause im Partykeller, wo das Virus vielleicht wirklich gefährlicher, als auf der Wiese oder beim Donauinselfest, ist.

Verrückt, verrückt und sehr widersprüchig! Ich bin gespannt, wohin das noch führen wird?

„Das Virus werden wir nicht los! Lernen wir doch endlich damit zu leben!“, hört man zwar schon lang. Aber das wird dann wieder von der Null Covid- Theorie übertönt, wo es mir unverständlich ist, daß ein Wissenschaftler wirklich glauben kann, das das geh!

Es müßen also alle sich impfen lassen, denn das ist der Gamechanger und in Dänemark hört man jetzt, haben das schon achtzig Prozent getan!

„Deshalb lassen die jetzt alle Maßnahmen fallen und das wollen wir auch!“, sagt der Bundeskanzler.

„Da werden wir uns von den unwilligen zwanzig Prozent nicht hindern lassen, die werden wir eben zwingen oder zu Hause einsperren!“

Was ist aber, wenn, wie ich fürchte, die siebzig oder achtzig Prozent geimpft sind, weil man wirklich wenig Wahl hat, das nicht zu tun, dann, bin ich sicher, wird eine neue Virusvariante kommen, die noch viel gefährlicher ist und dann müssen es halt leider, leider, neunzig, hundert oder vielleicht sogar hundertzehn Prozent sein! Warten wir es ab!

2021-08-04

Noahs Fest – Eine Art Stundenbuch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:04
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„NOAH,/ein Ackerbauer,/war derErste,/der einen Weinberg pflanzte/ Genesis 9/20 -In Wahrheit war dieSinftflut der erste Lockdown. – Zitat-Urheber/in gesucht“, steht am Rücken des rotgelben Bandes mit dem ich eine Woche biblischen Schreibaufenthalt nachhzuholen versuche. Denn da gab es ja im vorigen Herbst niederösterreichischen Bibelwochen mit einer Unmenge von Veranstaltungen. Eine davon war das Skriptorium im Stift Steitenstetten, wo sieben Literaten und sieben bildende Künstler mit drei Kuratorinnen ein paar Tage zum Thema „Noahs Fest“ schreiben, zeichnen, malen, etcetera, sollten.

Meine liebe Freundin Doris Kloimstein hat mich wahrscheinlich schon 2019 dazu eingeladen und ich war begeistert. Ein paar Tage in einem Kloster leben, schreiben, spazierengehen mit schreibenden und bildenden Menschen zusammenkommen. Sowas habe ich ja nicht oft. Sowas fehlt mir, der sehr am Rande des Literaturbetriebes stehenden, meistens. Zwar war ich einmal im Jägermayerhof eingeladen, weil ich meine Texte ein paar Jahre beim „Max von der Grün-Preis“ einreichte, da habe ich Rudi Lasselsberger kennengelernt, Traude Korosa und noch einige andere. Sonst war nicht viel mit Stipendien und literarischen Aufenthalten, also toll und, daß das Thema die Bibel ist, war der Atheistin auch egal, schließlich kann man kann ich über alles schreiben. Dann kam Corona, ich zweifelte, daß das Ganze stattfinden würde.

Es statt fand, aber als ich mich schon darauf vorbereitete, kam die Nachricht, im Speisesaal Maske! Die Doris hätte mir zwar das Essen ins Zimmer nachgetragen!Aber nein, man muß nicht alles haben und über „Noahs Fest“ kann man ja auch zu Hause schreiben, was ich auch getan habe und weil ich in dieser Zeit keine Stunden eingetragen hatte, habe ich auch versucht mich ein bißchen mit dem Versäumten zu beschäftigen. Habe die Teilnehmer nachgegoogelt. Aber natürlich, das, was dort geschehen ist und, was die anderen malten oder schrieben, nicht mitbekommen.

Bis vor kurzem war das so, denn jetzt liegt das schon erwähnte Buch, die in Folge erschienene Anthologie vor mir. Doris sei Dank, mein Text ist auch drinnen und was mich besonders freute, am Ende gibt es ein Bild vom Stift Seitenstetten und eines, wo ich mir eine Vorstellung machen kann, wie das Zimmer ausgesehen hat, in das die Doris mir das Essen bringen hätte können.

Die Doris hat auch das Vorwort geschrieben .Die Theologin Karin Hintersteiner, die „10 Tage für die Bibel und Künstler/innenklausur im Stift Seitenstetten erklärt, Außer Doris Kloimstein wurde das Event noch von der bildenden Künstlerin und Galeristin Renate Minarz und Ursula Fischer kuratiert und dann kommen wir zu dem, was ich wirklich in meiner Heimklausur, wo ich mich ja auf das Corona-Geschehen konhzentrierte, versäumte, nämlich die Bibelstellen, die sich auf die Sintflut und Noah, dem ersten Weinbauern der Geschichte, bezog und einen Vortrag hat es am ersten Tag, gleich nach dem Mittagessen, damit man auf das Projekt eingestimmt wurde, von Eiisabeth Birnbaum auch gegeben. Den habe ich jetzt nachgelesen, bevor es an die literarischen Texte der sieben, nein zehn Autoren geht, denn Doris Kloimstein, die Kuratorin hat sich auch daran beteiligt und wieder in ihrer sehr klaren Art nach dem „Genetiv oder Genitiv“ beziehungsweise danach „Wessen Fest hier gefeiert wird?“, gefragt. Ich füge an, Doris Kloimstein wurde 1959 in Linz geboren. Ich habe sie bei einer Regionalversammlung der IG autoren in St. Pölten kennengelernt. Sie war auch in unserer Schreibgruppe und jetzt treffe ich sie regelmäßig am Markt und habe auch einiges von ihr gelesen, Der nächste der eingeladenen Autoren war der 1970 in der Südsteiermark geborene Christian Teissel, Mitgliid des „Podiums“ von dem ich glaube ich schon einiges gehört habe, der zwei Gedichte nämlich ein „Portrait von Noah“ und dann „Noahs Fest“ beigesteuert hat.

Interessant das Interview, dasdem mir bisher unbekannte, 1940 geborene Hans Bäck dazu eingefallen ist, ließ er doch einen Reporter nach den damaligen Ereignissen fragen und endet mit dem Satz: „Die Sintflut haben wir uns schon hinter uns (Was kann uns da noch passieren – höchstens daß Trump noch vier Jahre reagiert“, „ist nicht eingetreten“, hat Doris Kloimstein dazugeschrieben und das was uns das Corona-Virus noch so alles bringen wird, wissen wir nicht, wieviele Lockdowns und freiwillige Zwangsimpfungen wir da noch erleben werden? Aber hoffen wir auf das Beste und gehen mit den Texten weiter. Da gibt es einen von dem mir ebenfalls unbekannten Walter Siess Bergmann und die in Kroatien geborene Tatjana Cristelbauer hat Noah tanzen lassen „auf Dis-Tanz,/ruhend/mit der rechten Fußspitze über dem Boden kreisend/einander mit beiden Ellen-Bogen-berühren/“

Der in Linz geborene Psychologein Claudia Thaller sind „Vier Freudesgesänge für vier Frauen“ zu diesem Thema eingefallen, der 1980 geborene Josef Paul Beneder der seit 2020 Präsident des Turmbundes in Innsbrucks ist, hat drei Gedichte dazugeschrieben und dann kommt der bildende Teil, die Trptichen und Aqarelle der bildenden Künstler. Einer konnte nicht kommen, weil er sich in Quarantäne befand. Ich habe wegen der verdammten Maske abgesagt und Nagdalena Tschurlovits vom Pen, die schon gemeinsam mit der Doris im Liiteraturhaus aufgetreten ist, bei ihrem Geburtstagsfest war und eine interessante Handtasche hat, konnte Corona bedingt wahrscheinlich auch nicht kommen, hat aber einen interessanten Text beigesteuert, der mit „Nein, also glauben Sie jetzt bitte nicht dass ich Ihnen aus der Bibel die schöne Geschichte von Noah und seiner Arche nacherzählen werde.“, beginnt.

Die 1945 geborene und in Innsbruck lebende Margit Jordan konnte auch nicht kommen und hat ein Gedicht beigesteuert und ich habe einen kleinen Eindruck von den Texten und den Bildern, die im Skriptoriums entstanden sind, bekommen. Die Antholige wird auch, wie mir die Doris mailte, präsentiert werden, so daß man mit den Künstlern ins Gespräch kommen könnte. 3G bedingt, wird mir das wahrscheinlich auch nicht möglich sein und den anderen Interessierten kann ich die Anthologie, die man, wie mir die Doris versichert hat, schon bestellen kann, wärmstens empfehlen.

Denn, wie heißt es so schön am am Buchrücken „In Wahrheit war die Sintflut der ersteLlockdown. Jetzt haben wir schon ein paar Weitere erlebt.

Meine gesammelten Corona-Texte, die immer mehr werden, wird es hoffentlich auch bald in Buchform geben und der „Holzbaum Verlag“ und Oliver Ottistsch haben sich auch einmal „Noah“ bzw. seinen Fleischwaren humoristisch angenähert.

2021-07-29

Aussichten

Filed under: Bücher,Uncategorized — jancak @ 00:23
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Gedichte 2020-2021. Ich bin ja keine dieGedichte schreibt, lese aber gelegentlich welche und gehe auch regelmäßig zu den Tagen der Lyrik, den LyrikFestivals etcetera und jetzt das dritte Buch und der zweite Gedichtband in diesem Jahr, des 1939 in Haslach geborenen Peter Paul Wiplinger, bei dessen achtzigen Geburtstagsfest ich war und der mir seit einiger Zeit so getreulich mit handschriftlicher Beilage, seine Werke schickt und ich muß schreiben, wieder eine Überraschung, habe ich bei den Nominierten des Leipziger Buchpreises mein Lieblingsprosabuch gefunden, dann ist das der beste Gedichtband den ich seit langen gelesen habe, obwohl ich mir ja erst gestern Lyrischen von Dirk Peterdorff vorgenommen habe und da ist es meist so, daß man schöne Sprache gedichtet dargeboten bekommt, „Poesie in gestiefelten Schuhen“ und vom Leben meist keine Spur, so daß man oft zweimal lesen muß, um die Gedankensprünge des Dichters zu erfassen.

Daß es auch anders gehen kann, hat der Zweiunaachtzigjährige eindrücklich bewiesen und thematisiert das auch selbst „Dichtung auf ihre Alltagstauglichkeit/ überprüfen dieses Satzfragment/ fiel mir dabei lächerlicherweise ein.“

Und das ist es, Peter Paul Wiplingers Gedichte sprechen von Krankheit, von der Angst vor dem Tod, etcetera und er stellt auch gleich die Frage vom „Regelwerk“ der Kunst, etwas was ich meinen kritischen Freund Uli ins Gedächtnis legen will: „solch klugscheißersprüche darf man/ in einem Gedicht nicht verwenden/ sagst du und ich entgegne/ wer zum teufel stellt denn/ solche regeln auf und verbietet mir/ klugscheißersprüche in einem gedicht/ zu verwenden / – na ja sagst du noch von deinem krebs/ solltest du auch nicht sprechen/ jedenfalls nicht so offen und nicht im gedicht/darauf ich wütend und zugleich unsicher/ ich soll also das jetzt wichtigste in meinem leben/aus meinem schreiben ausklammern weil unfein/ ich soll diesen scheißkrebs und die scheißsprüche,/nicht so nennen wie ich das im wirklichen leben tue/ weil das dem regelwerk der ästhetik nicht entspricht/ weil die wahrheit nicht fein genug ist für die poesie/“

Nein, das ist es nicht, obwohl es wahrscheinlich viele Dichter bisher so taten, aber allzu zu privat und persönlich soll es natürlich auch nicht sein „es ist nicht so/daß ich nicht weine/ja natürlich bin ich/auch sentimental/ aber das ist meine/ privatangelgen heit/ das hat nichts verloren/ in einem gedicht“

Und da sind wir schon bei den Schreibanleitungen, wie man zum dichten kommt. Aber zurück zum Anfang zu den Gedichten, die zwischen 2020 und 2021 geschrieben wurden und dabei, glaube ich, alle persönliche Befindlichkeiten des Autors umfassen. Philosophie ist natürlich auch dabei, wenn es um die Lebensaussichten geht: „aussicht gibt es / keine mehr sagt er/ überall ist nur nebel /aber das hinaufsteigen / und das hinuntersteigen/ das lohnt sich/ denn das ist ein erlebnis“.

Da haben wir schom im ersten Gedicht den Sinn des Lebens lapidar zusammengefaßt und dann kommt die „Einberufung“ zur Krebsoperation ins AKH. Etwas was den Dichter sehr beschäftigt. Das Gespräch mit dem Professor und das Gespräch mit der Krankenschwester nachher, die sein Bett frisch überziehen soll und er zu schwach ist, ihr zu sagen, daß er das nicht merh braucht.

Die Angst vor dem Tod und dem Sterben kommt auch immer wieder vor und da würde ich Peter Paul Wiplinger gerne einen Satz mitgeben, den ich bei einem Vortrag von Professor Musalik einmal hörte, wo es um das Sterben ging.

„Wo wir sind, ist der tod nicht und wo der Tod ist, sind wir nicht!“

Also braucht man sicht da vor nicht fürchten, hat er gelautet. Lieber sein Leben genießen bis zu den letzten Stunden, so gut es geht. Einen Baum pflanzen, ein Gedicht schreiben. In diesem Fall viele schöne Gedichte, die ehrlich sind und keinem Regelwerk folgen müßen, würde ich empfehlen.

„ich bin jener/ der im 81. lebensjahr ist/ ich bin jener/ der krebs hat /ich bin jener/ der gedichte schreibt/ ich bin jener /der am liebsten einfach nur so dahinleben möchte /ich bin jener/ der weiß, daß alles einmal sein ende haben wird“

Das Thema Corona, das Peter Paul Wiplinger bedrohlicher, als ich zu erleben scheint, kommt auch natürlich vor:

„Corona 2020 Berichterstattung/ wirtschaft/wirtschaft/wirtschaft/kein Wort von/sterben sterben/sterben sterben/kein händehalten/in der todesstunde/15 minuten- abschied/ dann sterben/tox/welch erbärmliche/unmenschlichkeit“ und für mich zum erstenmal poetisch thematisiert, die Corona-Impfung:

„wir fahren mitder u1/nach der corona-impfung/von jenseits der donau heim/zum stephansplatz und dann/ mit der u3 zum rochusmarkt“

„TODESGEDANKEN“ sind es, die Peter paulWiplinger, manchmal quälen und sie in eindrucksvollen pragmatischen Sätze verpackt:

„ich ziehen meine/ schwarzen socken an und denke an den tod/ ich ziehe meine schwarze hose an/ und denke an den tod/ ich ziehe meine weißen bosxershorts an und denkeplötzlichach/ verdammt noch mal/war das leben schön/ wenn man sie auszog/

Da kann kam Peter Paul Wiplinger vielleicht auch verzieihen, daß er nach dem er im Krankenhaus den Besuch des Priesters verweigerte und man ihm stattdessen eine Psychologin schickte, bedauerte, daß sie „völlig unerotisch“ aussah und er dann dazu kommt es als „unsinnig“ zu empfinden, daß er sein Leben für den Nachlaß schön ordentlich in bene-ordner verpackte. Das muß sein denke, ich damit Spuren bleiben, damit man alles nachlesen kann, die ich, das im Blog, statt in Ordner mache und auch die Nationalbibliothek nicht anfrage, ob sie von mir vielleicht etwas haben will?

Sehr beeindrucken die „Aussichten des alten Dichters, der auch, wie schon erwähnt Schreibanleitungen gibt „entweder teilt mir das gedicht etwas neues mit oder eben nicht“ „eine einzige wortlkauberei/ ist das sagst du abfällig zu mir/ dashat doch mit einem gedicht/ nicht das geringste zu tun/“ und sehr viel Lebensweisheit bringt, manchmal etwas melancholisch ist und vielleicht auch trauig, so daß ich mit einem Liebesgedicht schließen will:

„ETWAS WIE LIEBE

wie ist mein herz so müd nach dir/ /verflogen ist die gier/ der jungen leidenschaft/ jetzt sitze ich verloren/ in meiner dunkehaft/ wie ist mein herz/ so müd nach dir/ im kerzenschein/ da bin ich dein /obwohl wir längst/verloren sind“

Also auch ein wenig melancholisch, obwohl Peter Paul Wiplinger, der sich in den diversen IGs auch sehr für seine Kollegen, vor allem für die aus Osteuropa einsetzte, auf ein langes erfülltes dichterisches Schaffen zurückblicken kann und ich mir auch noch viele schöne Gedichtbände von ihm wünsche.

Und schön finde ich auch noch ,daß Peter Paul Wiplinger „daß“ mit scharfen“ ß“schreibt.

2021-07-28

Unsere Spiele enden nicht

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:01
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Jetzt kommt etwas Lyrik aus dem „C. H. Beck-Verlag“, nämlich der neue Gedichtband des 1966 in Kiel geborenen Dirk von Petersdorff, der in Jena Professor für neue deutsche Literatur an der Friedrich Schiller-Universität ist und auch den „C. H. Beck-Gedichtekalender“herausgibt. 2006 hat er in Kagenfurt beim „Bachmann-Preis“ gelesen. Von da kenne ich seinen Namen und das kleine blaue Gedichtbändchen umfaßt auf vierundsiebzig Seiten Gedichte in vierAbteilungen oder Kapitel. Der Klappentext nennt sie „Kleine poetischen Studien der Verwandlung“. Ein eigenes Vor- oder Nachwort gibt es nicht. Harald Hartung von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat aber am Buchrücken „Dirk von Petersdorff ist ein Bote zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er ist ein leichtfüßiger Poet. Er trägt geflügelte Schuhe“, geschrieben, was auch ganz schön poetisch ist.

Also hinein in die vier Abteilungen, die mit den „Familien“ beginnen und da geht es gleich „An eine Dreizehnjährige“, vielleicht eine Tochter deren „schimmelige Joghurtbecher und hartgewordenens Müsli“ er aus ihrem Zimmer räumt.

Bei“Brücken“ geht es um die „Alte Mutter“ die „jetzt ihre Brücke hinuntertappt/ mit der sinnlos vollgestopften Handtasche,/ Haare wie Algen, aufs dunkle Ufer zu -„

Bei der „Durchgeschnittenen Seite“ geht es dann um den Vater:

„Was ich brauchte, hat mir mein Vater aus der Stadt mitgebracht:“ und sehr beeindruckend:

„Franziska in Omas leeren Bungalow“

„im Garten noch das Windrad,/ rot und weiß, so kreisen die Gedanken,/ Schneeweißchen und Rosenrot,/ das Buch auf Omas Knien, ein Märchen/ wie der ausgeräumte Bungalow jetzt,/ nur ein Lippenstift an der Fußleiste-/

Franzi, kleines Schneeweißchen, wird bald/ in einer WG einen verzauberten Bären/ den Pelz shamponieren,/ denn das Rad der Widergeburt/ dreht sich, rot und weiß, verläuft,/ Korn mit Kirschgeschmack wäre gut,/ aberOma hatte höchstens Eierlikör-„

Es gibt ein Gedicht nach einem Bildvon August Macke

„Schwellen zum Leben, zum Tode, Abschiede und Ankünfte, alte und neue Liebe, die Gegenständie des Alltags und die der Pop-wie der Hochkultur, August Macke und das Skateboard“, schreibt der Klappentext und wir gehen weiter in den „Liebesmorgen“

„und zögernd wachgewühlt aus Kissen, Fellen,/ zurück sich wühlen in die Zeit der Wellen,/“

Ja bei Dirk von Petersdorff wird manchmal gereimt.

Und in der dritten Abteilung „An der Schleuse“ gibt es eine „Kurzbiografie“:

„“Neue Heimat“ hieß die Baugesellschaft/ meines Elternhauses. Am offenen Fenster/ zeige die Antenne des Tranistorradios/ auf die weiß ziehenden Wolkenberge./ In nebeligen Winternächten hörte man/ ein Schiffshorn klagen vom <kanal herüber,/ und die ganze Juninacht blieb/ ein schmaler Streifen Himmel hell.“

Dazu gibts eine „Ergänzung“:

„“Kork“, rief Christine, als wir in der Nordseestraße/ pfützenfroh in Gummistiefeln herumtollten – „Dirk“ ist am Anfang schwer auszusprechen.“

Die Abteilung vier , die „Mediationen“ sind der Nobelpreisträgerin Wislawa Szymborska“ gewidmet und enthalten relativ lange Texte.

So gibt es ein „Aufwachsen mit Vogelstimmen“ „Pinien“ und „Beim Olivenbaum“,“Eiche mit Efeu“ und vielleicht gar nicht so meditativ

„Deutsch lernen“

„Pass“, diesesWort kennt er schon/ zu gut, „Pass- Ersatz“,/,vieles kann man zusammen-/setzen im Deutschen.“

Und ich habe wieder einen interessanten Dichter kennengelernt und mich eingelesen in die Kurzform der Lyrik und dem, der von den „Spielen“ bzw. Gedichten noch nicht genug davon bekommen kann, kann ich außer dem Lesen des Buchs, noch verraten, das demnächst noch etwas von Peter Paul Wiplinger, dem unentwegten, kommen wird, der mir so getreulich seine in der „Edition Pen“ erschienenen Gedichtbände schickt.

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