Literaturgefluester

2020-06-28

Sommerlesen

Filed under: Büchergeschichten,Uncategorized — jancak @ 00:27
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Der Sommer ist da, hurrah, hurrah, zumindstest scheint er kalendermäßig in diesem verflixten Corona-Jahr, in dem jetzt wieder Zahlen ansteigen, weil die Leute alle auf Urlaub fahren oder auf Demos gehen und auf Kurden Steine werfen, einzutreffen, denn das Wetter ist ja auch irgendwie verflixt, Regen,, kalt und immer wieder Gewitter, aber der Juni bald vorbei und dann beginnen ja auch meine Harlander Sommerfrischenwochenenden und das Sommerlesen.

2009 als ich Elisabeth Blog „Leselustfrust“ gestoßen bin, bin ich auf die Idee gekommen, daß man im Sommer ja Sommerbücher lesen könnte, zumindest ist die damals in die Buchhandlungen gegangen und hat nach Sommerbüchern gefragt.

Das habe ich nicht getan, denn ich gehe ja nicht so oft inBuchhandlungen oder kaufe dort nur Abverkaufsexemplare, aber inzwischen beziehe ich ja Rezensionsexemplare, meine Let ist dank der Abverkäufe und der Bücherschrankfunde, wo es ja immer wieder auch Sommerbücher gibt, stark angewachsen, aber seitdem ich seit 2015 auch „Buchpreis“ lese, komme ich damit nicht nach und stecke die Backlistbücher dann zu Jahresende meist ungelesen von der Liste, die ich auch schon zweimal abgeändert habe, weil ich schon bis ins jahr 2030 Bücher aufgeschrieben hatte.

Die Bücheranzahl und das ist erfreulich explodiert oder ist unermeßlich, ich komme mit dem Lesen nicht tt nach, aber heuer ist ja wieder alles anders, denn als es den Corona-Lockdown gab, sind auch die nicht mehr oder nur vereinzelt über die Grenze gekommen und weil ich ja nicht so gern E-Books oder PDFs lese, sich also um die Altlasten kümmern, ein paar Herbst oder Sommerneuerscheinungen warten aber schon in E Book- Form, da schickt mir vor allem „Wagenbach“, früher, vor langer langer Zeit hat das „Haymon“ getan und so ziehe ich nächste Woche wahrscheinlich mit meiner Leseliste in die die Harlander sommerfrische und da warten, weil es ja auch dort einen „Thalia“ mit Abverkäufen und jetzt schon zwei Bücherschränke gibt, Bücher auf mich.

Im Vorjahr habe ich ja, glaube ich, auch die Idee geboren, die Backlist- Buchpreisbücher, die oft von den „Thalia-Abverkäufen“ stammen, aufzulesen, da wartet einiges auf mich und dann auch Clemens Meyer „Im „Stein“, den habe ich, glaube ich, einmal bei „Morawa“ abgekauft und wollte ihn vor zwei Jahren lesen, bin aber nicht mehr dazugekommen und „Buchpreislesen“ will ich im August ja auch wieder, es ist also ein Dilemma, oder eigentlich ein Luxusjammern, denn ich lese ja gern, bin wahrscheinlich büchersüchtig, möchtte am liebsten alles lesen, in letzter Zeit ertappe ich mich aber dabei, eher langsam zu lesen.

Ein paar Bücherschmankerl hat es in diesem Jahr auch schon gegeben, da war „Blasmusikpopp“ dabei, das mir erstaunlich gut gefallen hat und endlich, endlich „Der Fänger im Roggen“ und im Vorjahr habe ich ja auch einige Schmankerl in den Schränken gefunden, die auf meiner Leseliste stehen.tttDa sind zum Beispiel drei „Wortreticht.-Bücher“ dabei, eines habe ich davon schon gelesen. Ein Weiteres stammt von Patrica Brooks, der GAV-Kollegin, mit der ich einmal ein Interview in der „Buchkultur“ hatte oder sie wurde auch interviewt zu dem Thema, daß es wie die Interviewerinnen fanden, in Österreich kein Frauenschreiben gibt.

Das sehe ich anders und Patrica Brooks, die, glaube ich, mit Ilse Kilic befreundet, ist inzwischen aufgestiegen, ich nictht, aber das dritte „Wortreich-Buch“, das auf mich wartet, ist ein Sommerbuch nämlich Rauol Biltgens „Jahrhundertsommer“ und das werde ich auf jeden Fall lesen, wenn ich in meiner Sommerfrische angekommen bin.

Vor ein paar Tagen war ich auch beim „Wortschatz“ und da habe ich eine Sommeranthologie aus dem „Diogenes Verlag“ dort gefunden.

„Endlich Sommer“,, heißt sie und wenn ich mich nicht irre, habe ich das Buch schon einmal gefunden, aber liegen gelassen, weil ich Anthologien ja nicht so gern lese und eigentlich will ich, bevor die Herbstneuerscheinungen und die „Buchpreis-Bücher“ kommen, auch den „Pianisten“ lesen, das Buch von Wladyslaw Szpilman, das ich ja als Film gesehen habe und mich sehr beeindruckt hat.

Also die Leseliste etwas verändern und nich stright hinunterlesen, denn zu Julia K. Steins „Vergoogelt“ will ich auch kommen und das klingt schon vom Titel her leicht und nach Sommer und dann habe ich, fürchte ich, in diesem verflixten Corona-Frühling, wo die Lesungen ja ausgefallen sind von den Neuerscheinungen nicht wirklich viel mitgekommen, obwohl ich ja ein,ige, wie die ,,von „Kremayr & Scheriau“ oder Cornelia Travniceks „Feenstaub“ gelesen habe und auch in die Corona-Lesungen, die, die, Hauptbücherei, etcetera, veranstalteten, zumindesten hineingehört habe, „Rund um die Burg“ habe ich mir digital gegeben, genauso, wie die „Leseauslese“, der „Gesellschaft“ in die ich am Donnerstag fast zufällig hineingeraten bin und da nur sagen kann, daß ich ja kurz vor dem Lckdown bei der Präsentation der „Geschichten mit Marianne“ war und auch von Bettina Gärtners „Hermann“ einiges mitbekommen habe.

Stephan Teichgräbers Centrop-Workshop ist Corona bedingt auch ausgefallen oder hat nur ein einziges Mal stattgefunden und einiges was ich anfragte, wie beispielsweise das Buch der Claudia Bittner ist nicht gekommen.

Aber macht ja nichts, ich habe genug zu lesen und es müßen auch nicht unbedingt Sommersbücher sein, die ich in der Sommerfrische lese, obwohl ich das für eine gute Idee halte und auf die Buchpreisbücher bin ich auch schon gespannt, habe da vielleicht Corona bedingt, derzeit noch nicht allzu viel zu raten und bin natürlich neugierig, wie weit ich mit meiner 2020 Bücherliste komme und was da wieder leider überbleiben wird?

2020-06-27

In den Sommer

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit der Korrektur vom „Frühlingserwachen“ und habe den Text vor kurzem mit dem Beschreibungstext an den Alfred geschickt, der hat ja noch das „Fräulein No“ und scheint damit nicht weiter zu kommen.

Aber ich bin fertig, bereit für das Neue, bereit für den Sommer und auch dazu, obwohl ja jetzt angeblich die zweite Welle kommt, in das normale Leben zurückzukehren, denn in letzter Zeit habe ich mich ja sehr zurückgezogen, bin in Wien kaum aus dem Haus gegangen und habe in den letzten Monaten neben meine Stunden an dem Text korrigiert und weil ich ihn laut gelesen habe, habe ich das auch nicht auf der Terrrasse, sondern im Bett oder am Schreibtisch vor dem Laptop gemacht, um die Korrekturen auszudrucken und da mich trotz meiner Rechtschreibläßigkeit, die ich mir ja schon von der Schule mitgenommen habe, in den letzten Jahren fast einen Perfektionszwang entwickelt habe, hat das einige Zeit gedauert und noch eine Runde und noch eine, dabei habe ich schon Pläne gemacht an den stundenfreien Tagen und da hatte ich vor zwei Wochen einen und diese Woche fast zwei, in die Stadt zu gehen und mit dem Notizbuch, das ich mal in der Seedosezelle gefunden habe, mir Notizen für das neue Buch zu machen.

Schmecks, ist nichts daraus geworden und auch vorige Woche, als wir in Harland waren nicht sehr viel, weil da war ja der „Bachmannpreis“ und da bin ich gerade am Freitag in den Traisenpark gefahren, um für das Baby ein Schaf statt einer Buppe zum ersten Geburtstag zu kaufen und habe am Samstag auch den Markt und das Treffen mit der Doris Kloimstein ausgelassen und jetzt gibt es noch eine Woche, wo ich die Abrechnung machen muß.

Am Donnerstag fahren wir wieder nach Harland, am Freitag ist mein zwölfter Blogjahrestag und dann geht es schon hinein in den Sommer und da mache ich ja seit der Alfred in Altersteilzeit ist, keine Sommerfrische mehr sondern nur Sommerfrischenwochenenden, verlängerte von Freitag bis Montag und am Donnerstag gabs in den letzten Jahren die O-Tönen, ob es die heuer gibt, ist noch nicht klar, die Sittl-Sommerlesungen gibt es aber da will ich den Montag eigentlich in Harland bleiben und dort meine Schreibwerkstätten machen.

Ich bin, weil ja so abseits vom Literaturbetrieb, daß es bei mir keine Stipendienwohnungen, etcetera, gibt, da ja auf die Idee gekommen mir mein eigenes Sommerschreiben zu machen und die Sommerbücher gibt es auch, das heißt, das ist eigentlich eine Tradition, die ich mir vor Jahren einmal von Elisabeth von „Leselustfrust“ übernommen habe, im Sommer Sommerbücher zu lesen, aber jetzt habe ich ja meine Backlist und die ersten Herbstbücher und ab August gibts ja das große Buchpreislesen, so daß ich dazu kaum noch komme.

Ich habe aber ein Sommerbuch auf meiner Leseliste nämlich Raoul Bitgens „Jahrhundertsommer“ und gestern im „Wortschatz“, als ich dem Alfred, der auf Donnerstagsdemo war, ein Stückchen entgenging, ein „Diogenes- Sommerbuch“ gefunden, also könnte ich diese Tradion wieder aufleben lassen und nächsten Mittwoch und Donnerstag, wenn ich dazu komme, in Wien ein bißchen herumgehen, ein paar längst fällige Besorgungen machen, viellleicht ein Eis essen, den Gastro Gutschein der Stadt Wien, der jetzt gekommen ist, lösen wir entweder am Sonntag auf der Mostalm oder am Montag im Waldviertlerhof ein und am Freitag, wenn dann mein Jubiläumsbeitrag erscheint, könnte ich mir ja wieder einen Literaturgeflüster-Feiertag machen und ab dann oder vielleicht auch schon früher mit dem schönen Buch, das ich einmal in der Seedosenschrank fand, in dem, wie ich herausgefunden habe, schon ein paar Notizen waren, mich im Sommer auf die Suche nach meinem neuen Text, meiner neuen Romanidee machen oder da Montag und Freitag einfach nur herumstreifen, in der Radlerschenke und der Seedose einen Kaiserspritzer trinken und mich auf Schreibeinfälle bringen, denn die Idee mit dem Schreiben aufzuhören oder über was soll ich denn schreiben, ich habe doch ohnehin schon so viel geschrieben, ist ja immer noch da, obwohl ich nicht wirklich glaube, daß ich zum Schreiben aufhöre, aber es etwas anders weitermachen vielleicht und mir da in diesem Sommer Zeit nehmen dafür, das wäre die Idee für eine Sommerfrischenwochenendenschreibwerkstatt in die ich mich diesmal vielleicht begeben könnte, schreiben, lesen und nach der Corona-Krise frisch erwacht neu auferstehen oder in die zweite Welle hineinschlittern?

Mal sehen, das ist ja noch nicht so klar, die Einschränkungen sind gefallen, jetzt braucht man die Maske nur mehr für den Friseur und für die Öffis, die Leute lassen sich auch nicht mehr einschränken, reisen herum, gehen demonstrieren und die Zahlen steigen infolge dessen wieder an und wir wären, wenn es Corona nicht gegeben hätte, jetzt eigentlich in Deutschland auf einer Rhein Main Fahrradtour, aber mit Maske fahre ich dort nicht herum, so haben wir das gelassen und es wird heuer wahrscheinlich auch ein besonderer Sommer werden, aber das Leben hole ich mir zurück und das Schreiben wahrscheinlich auch oder lasse es zumindestens nicht los.

2020-06-20

Maskenlos

Ich bin ja, meine Leser wissen es wahrscheinlich, eine absolute Maskenphobikerin und habe, weil der Alfred ja so gerne, so viel und so begeistert einkaufen geht, auch noch keine aufgesetzt. Habe weil ich gelegentlich auf die Bank muß, um dort Zahlscheine einzuwerfen und den Kontostand zu beheben, zwar irgendwann einen Schal in die Tasche gesteckt, den lila Schal, den auch die Roswitha Herweg in ihrer hat und dann im Museum liegen läßt und eine Maske hat mir auch eine Hilfsorganisation samt einen Zahlschein zugeschickt, aber aufgesetzt habe ich sie, weil ich mir damit lächerlich vorkäme und mir auch das mit den Virenschleudern und den Atembeschwerden, was ja die Gegenargumente sind, sehr nachvollziehbar vorkam, nicht und dann war ich zum Glück so priveligiert, daß ich mich bisher auch leicht davor drücken konnte, weil ohnehin eine Fußgängerin und Stadtflaneurin, die die Öffis ohnehin nur selten benützt.

Ich arbeite auch daheim in meiner Praxis, auf die Bank und zu den Briefkästen konnte ich maskenlos gehen und irgenwann war dann auch klar, daß man sie im Freien nicht braucht.

Das ganze Coronageschehen ist ja höchst widersprüchig, denn so bin ich als am ersten Mai die Coronamaßnahmen gelockert wurden, als erstes auf eine oder sogar mehrer Demonstrationen gegangen und da war es auch widersprüchig, ob man die dort braucht?

Ich habe mich aber immer an den Rand gestellt und als dann die Lokale aufsperrten, bin ich mit dem Alfred und einmal auch mit der Cornelia Stahl in verschiedene Gastgärten gegangen und habe mich auf den fünfzehnten Juni gefreut, weil man da ja ohne Maske in die Geschäfte oder wenn man in den Gastgärten sitzt, hinein aufs Klo gehen kann.

Zum Friseur kann man noch immer nicht maskenlos gehen, obwohl mir eine meiner Klientinnen hat, daß man die nur beim Hineingehen braucht, und ich das eigenlich schon sollte und am Samstag, als ich mich nach dem „Bachmann-Hören“, wieder auf den Weg ins Traisencenter machte, dort auch die Kunden unsmaskiert gesehen habe.

Muß auch noch nicht sein, in meinem Corona-Text bietet, die Heimhelferin der Roswitha an, ihr den Pagenkopf zu kürzen. Ich müßte mich da noch umhören oder die Haare wachsen lassen und habe, das werden meine Leser wohl ebenfalls wissen, unter den Corona-Maßnahmen eigentlich nicht gelitten, sondern gelesen und geschrieben, nur, weil ich bis Ostern nicht in Harland war, mir gedacht, daß es schade ist, wenn ich die ersten Schritte der Lia versäume.

Die hatte am Montag ihren ersten Geburtstag und da muß man ja ein Geschenk haben und ich habe da ganz konventionell an eine Puppe gedacht und auch gehört, daß sie noch keine hat.

In meinem Praxisspielzimmer habe ich ja einige Sachen, die ich der Anna einmal kaufte, darunter auch ein sehr schönes Holzpuzzle, mit dem eigentlich selten wer spielte, weil ich so kleine Kinder eigentlich kaum habe, das habe ich der Lia schon gebracht.

Aber auf den ersten Besuch nach drei Monaten in einem Einkaufszentrum habe ich mich schon gefreut, habe das auch mit Harland und dem Radfahren verbunden. Das heißt, sobald ich mit dem Korrigieren des „Frühlingserwachen“ fertig bin, werde ich durch die Stadt laufen und mit einem einmal gefundenen Notizbuch auf Corona- oder neuen Romanrecherche gehen und das hätte ich schon vorigen Freitag, als man noch nicht maskenlos in die Geschäfte durfte, gemacht. Da hätte ich dann mehr die Parks und die Schanigärten benutzt.

Ich wurde aber nicht fertig, die Fehlerteufelchen sind ja hartnäckig und lassen sich nicht so leicht zu vertreiben. So habe ich gedacht, daß ich am Freitag ins Traisencenter fahren werde, dann fiel mir aber ein, da ist ja das Bachmannlesen, aber das ist ja um halb vier aus, also bin ich da losgefahren, um der Lia eine <puppe zu besorgen.

Das letzte Mal war ich zu Weihnachten im Traisencenter und habe da in einem Geschäft ein Püppchen gesehen, das ich fast gekauft habe, aber da war die Lia ja noch sehr klein und einen Weihnachtsmann mit einem Bilderbuch hatte ich schon, der war noch aus der Buchhahndlung aus Edith Broczas Haus, also habe ich es liegenlassen.

Aber am Freitag kaufe ich es, habe ich gedacht und außer zum Friseur, sollte ich mir auch Jeans kaufen, denn die, die habe, werden langsam kaputt habe ich gedacht. Im sommer trage ich die zwar eher nicht, aber jetzt habe ich sie meistens an und weil man in den letzten Tagen, weil sich die Leute nicht mehr an die Coronamaßnahmen halten, ja öfter hören konnte, daß die Maskenpflicht, wenn die Zahlen steigen, wieder in den Geschäften eingeführt werden kann, habe ich mir auch gedacht, daß ich nicht zu lange zuwarten sollte und bin losgefahren.

Es war ein bißchen ein seltsames Gefühl nach drei Monaten wieder in ein Geschäft zu gehen. Auf den Markt in St. Pölten bin ich schon zweimal gewesen und bei zwei Veranstaltungen auch, aber dann war alles normal und ich habe nur vor der Kasse des „H&M“ mit einer zwanzig Euro Jean, die ich schnell gefunden habe, etwas gewartet, weil vor mir zwei junge Frauen mit drei kleinen Kinder waren, die einen ganzen Berg Kleidungsstücke hatten, die von der jungen Kopftuchtragenden Verkäuferin sorgfältig zusammenglegt wurden und einen Betrag von vierhundertEuro ausmachten, standen.

Das Püppchen habe ich dann in dem bewußten Geschäft nicht gefunden, eigentlich überhaupt keine, die mir gefallen hätten. So ist es ein Schaf geworden und einen Eisbecher habe ich mir auch gegönnt. Da habe ich auch schon einige gegessen, den schon erwähnten am Margaretenplatz, dann zwei in St. Pölten und bei der Seedosen-Bücherzelle bin ich auch gewesen.

Aber da war ich schon zu Ostern und dann zwei Wochen später noch einmal. Das Wetter war nicht so besonders, so ist das Einkaufserlebnis auch nicht so aufregend gewesen und ich habe mich mit den heißen Himbeeren auf dem Vanilleeis begnügt und bin nicht in die Seedose auf einen Kaiserspitzer eingekehrt und am Samstag werde ich auf den Markt auch nicht mitgehen, obwohl ich wieder Bücher für die Doris Kloimstein hätte, daber morgen ist ja noch „Bachmannlesen“.

Das kann man zwar nachhören, ich weiß, würde mich aber doch hinausreißen, so habe ich beschloßen, zu Hause zu bleiben und erst nach den Lesungen vielleicht nach Wilhelmsburg radeln, denn da gibt es ja auch ein Einkaufszentrum, wo ich das Konsumieren nachholen könnte und bei der Radlerschenke muß man jetzt auch auch nicht mehr mit Maske bestellen.

Am Sonntag gehen wir mit der Anna, dem Andreas und der Lia essen, weil wir Annas Geburtstag ja in keinen Restaurant feiern konnte und dann werde ich weiterkorrigieren und hoffen bald damit fertig zu werden.

So daß ich vielleicht am nächsten Donnerstag oder Freitag die geplanten Recherchetage machen kann und am dritten Juli, dem Tag, wo es zwölf Jahre „Literaturgeflüster“ zu feiern gilt, werde ich wieder in Harland sein, das Traisencenter besuchen und dann vielleicht in der Seedose einen Kaiserspritzer oder Hugo trinken.

2020-05-23

Marktbesuch in der Zombie-Apokalypse

Seit der Corona-Krise bin ich ja nicht mehr am Markt gewesen und habe daher auch nicht, wie wir das ja früher regelmäßig taten, Doris Kloimstein dort nicht mehr getroffen, die Autorenkollegen, die ich ja einmal bei einer Regionalversammlung der IG-Autoren in St. Pölten kennengelernt habe, dann als sie Obfrau der LitGes war, einmal dort gelesen habe, das heißt, ich hätte es mit Manfred Wieninger tun können, der hat aber, weil noch in seinen Plagiatsskandal verwickelt, abgesagt, so daß ich es alleine tat und wahrscheinlich nicht sehr viele Zuhörer hatte.

Dann war ich, glaube ich, im Jahr 2000 mit ihr auf dem Osterspaziergang, der damals, glaube ich, entlang der Traisen bis zum Bootshaus, angeführt von Alois Eder gegangen ist und ich habe eine Ostereier-Szene aus der „Viertagebuch-Frau“, wo es ja im die ersten hundert Tage von schwarz-blau was damals eine große Aufregung war, gelesen.

Dann habe ich sie einige Male in St. Pölten aber auch in Wien getroffen, sie war auch in der Schreibgruppe, solange es die gegeben hat und jetzt Marktbesuche mit Büchertausch. Das letzte Mal war das glaube ich im Jänner oderFebruar, wo wir uns am Markt getroffen haben. Nach der diesjährigen Regionalversammlung der IG Autoren ist sie mit uns mitgefahren, da habe ich vorher im „Wortschatz“ Adelheid Popps „Jugend einer Arbeiterin“ gefunden, was ich aber schon hatte, so daß ich es ihr und auch die andere Bücherfunde, die sich am Harlander Küchenschreibtisch angesammelt habe, übergeben wollte, dazu ist es aber nicht gekommen, weil die Doris ja nicht immer da ist, sondern zu ihren Enkelkindern nach Bregenz oder innsbruck fährt.

So war unsere letzte Begegnung bei der GV der IG Autoren in Wien, wo ich ja den Selfpublisherantrag stellte. Sie mir Josef Haslingers „Mein Fall“ übergeben hat. Sie kauft sich immer sehr aktuelle Bücher und stellt sie dann mir zur Verfügung, ich habe ihr die Doppelzusendung von David Albaharis „Heute ist Mittwoch“ gegeben und dann dann die Corona-Krise und die Ausgangssperre und ich bin bis Ostern nicht mehr in Harland gewesen und noch länger nicht am Markt, weil es da ja keine Würstl und kein Bier gegeben hat, wo sich in den letzten Jahren ja die ganze Szene am Samstag mit gänzlich ohne Sicherheitsabstand, weil man den ja damals weder brauchte noch kannte, traf.

So ist der Alfred alleine einkaufen gegangen, denn auf den Märkten herrscht ja, glaube ich, seit ersten Mai auch Maskenpflicht, zumindest scheint man die zum Einkaufen zu brauchen, die Doris sagte aber, daß es am Markt, weil ja vorige Woche die Gastronomie wieder aufgesperrt hat, wieder Würstel gäbe und so bin ich heute mit dem Rad in die Stadt gefahren, bisher habe ich meine Runde ja in Richtung St. Pölten meist bei der „Seedose“ enden lassen oder bin meine Runde um den Naturlehrfpfad auf der andere Seite gegangen.

Aber heute in den Markt hinein und ein bißchen ängstlich gewesen, ob da gleich die Polizisten kämen und „Kein Zutritt ohne Maske!“, riefen.

War dann nicht so, obwohl sich die meisten Leute verhüllt hatten, hat es ein paar Maskenlose gegeben, die sich um den Bierwagen versammelten. Würsteln hat es keine gegeben, wohl aber Leberkässemmel, Bier aber keinen Birnencidre, den ich meistens getrunken habe und auch keinen roten Gspritzer.

Der Alfred hat aber eine Flasche Erdbeerfrizante eingekauft und sogar Sektgläser besorgt, Erdbeertörtchen gab es auch. Ein wenig gewöhnungsbedürftig vielleicht, sich am Markt seine Gläse selber mitzubringen, aber in Zeiten wie diesen ist ja alles anders und der Bierverkäufer hat sich auch nicht aufgeregt.

Die Büchertaschen waren auf beiden Seiten gefüllt, hatte ich ja ein Buch der Marina Lewycka, eines der Katharina Hagena und dann noch den „Weihnachtshund“ und Julia Franks „Mittagsfrau“ gefunden, beides Bücher die die Doris schon hatte, die mir dafür aber Ernst Lothars „Erinnerungen“ brachte. Der wird ja jetzt von „Zsolnay“ wieder aufgelegt. Bei der Präsentation seiner „Rückkehr“ war ich mit dem Alfred in der „Gesellschaft“.

Dann gab es noch ein Debut von einer belgischen Autorin, Gedichte von Sonja Henisch und ein „Reclam-Bändchen“ mit Essays von Susan Sontag, also wieder sehr viel zu lesen und wir sind nachdem das Bier getrunken und die Erdbeertörtchen gegessen waren, in Richtung „Hager“ gegangen. Denn dort bekommt man, wenn man über zwei Euro fünfzig einkauft ein Markerl und wenn man die auf ein Kärtchen kebt und das voll hat, bekommt man ein Brot oder einen Kaffee nach Wahl und der Alfred kauft dort fließig Marillenkuchen für die Oma. So war das Kärtchen schon vor Corona fast voll und das zweite füllte sich dann in den acht oder neun Wochen, wo die Krise schon dauert und da es beim „Hager“ Tische draußen gibt, kann man dort auch ohne Maske konsumieren. Nur das Personal muß sich damit bewappnen. Es gab auch einen freien Tisch, der mußte zwar zuerst abgeräumt und desinfiziert werden und daneben stauten sich die Menschen mit den Masken um den Mund oder in der Hand, die in das Geschäft wollten, um Brot und Semmeln, etcetera einzulkaufen.

Wirklich seltsam für einen Besucher von einem anderen Stern oder für meinen Egon Herweg wahrscheinlich, die anderen haben sich vielleicht schon daran gewöhnt und so haben wir auch die Brigitte S. die ja in einem der alten Häuser neben dem Cafe Schubert wohnt, dort mit einer Freundin dort sitzen sehen, die uns gleich ihre Masken zeigten, am Rückweg haben wir dann noch eine Autorin getroffen mit ich öfter beim Osterspaziergang der LitGes gewesen bin. Wir haben also unsere Gutscheinkärtchen eingelöst und uns ein bißchen mit der Dame vom Nebentisch unterhalten und sind dann weiter auf den Rathausplatz gegangen, weil der Alfred uns die Tische mit den breiteren Abstand, die, wie er meinte, ein italienisches Flair verbreiten, zeigen wollte.

Wir haben bei denen des Eissalons Platz genommen, die Serviererin, die eines der Vesire trug, so daß man ihr Gesicht sehen konnte, war sehr freundlich. Ich habe einen „Hugo“ getrunken und dann noch einen Eisbecher gegessen, weil ja weil der Ausgangssperre einiges nachzuholen war.

Nächste Woche hat die Doris uns versichert, soll es dann am Markt auch Tische und Würstl geben. Ich werde das aber erst in vierzehn Tagen nachprüfen können.

2020-04-30

Interview mit Cornelia Stahl

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:17
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Ich habe die Journalistin, Lyrikerin und Erwachsenenbildnerin, cornelia Stahl, die auch Schriftführerin bei der LitGes ist bei der „Anderen Buchmesse“ kennengelernt, denn da habe ich ja einige Jahre bei den Literaturslams gelesen, aber leider nie etwas gewonnen und da hat sie mich bei dem der in einem der Stadtbahnbögen stattfand, angesprochen und mir gesagt, sie wolle mich im Juni interwiewen.

Das war im März  2014, seither habe ich sie mehr oder weniger regelmäßig in der „Alten Schmiede“ oder bei anderen Veranstaltungen getroffen, habe ihr meine Bücher gezeigt und auch das „Log“, wo die sehr gute Rezension des „Literaturgeflüsterbuchs I“ drinnen ist und habe sie immer mehr oder weniger geduldig gefragt, wann das Interview  stattfinden wird?

Sie hat mir dann von dem „Literaturfenster“ das  sie fürs Radio Orange machen will erzählt, das sie organisert, das war auch schon vor einigen Jahren und ich habe mir gedacht, “ Das ist wieder eine, die Vorurteile gegen das „Selbermachen“ hat und habe mich  ein bißchen geärgert, weil das ja nicht das erste Mal wäre, daß mir soetwas passiert und das Ganze dann mehr oder minder aufgegeben.

Das heißt, so ganz natürlich nicht, denn es war mir schon sehr wichtig und so habe ich sie am achten März, als ich nach der „Hörspielwerkstatt“ mit dem Alfred beim Frauentag der Grünen war und sie dort traf, noch einmal darauf angesprochen und jetzt schien es zu klappen, denn sie hat mir gleich einen Termin gegeben , beziehungsweise mich zwischen den siebenundzwanzigsten und dreißigsten April aussuchen lassen. Ich habe mich für den Dreißigsten entschieden und dann, als dann kurz darauf die Ausgangsperren kamen, gedacht, jetzt klappt es wieder nicht und ich habe schon sehr viel literarisches Pech.

Manchmal auch Glück, denn das Interview hat stattgefunden und die Sendung wirds, wie ich hoffe, im Juni im „Radio Orange“ geben und das ist etwas, was mich freut und seit es das „Literaturgeflüster“, sei Juli 2008 gibt, hat es auch einige Interviews gegeben. Das Erste hat, glaube ich, Robert Eglhofer 2010 fürs „Etcetera“, die Zeitschrift der „LitGes“ mit mir gemacht, ich war dann auch bei der Jubiläusveranstaltung. Ilse Kilic hat mich einmal mit dem „Literaturgeflüster“ ins Amerlinghaus eingeladen und hat die Veranstaltung das „Alltägliche Leben“ genannt.

Nun so alltäglich finde ich mein literarisches Leben nicht, halte mich auch nicht für eine Hobbyautorin und als ich im jahr 2013 fürs Fünfjahresjubiläum  mein Gewinnspiel vorbereitet habe, hat mich Wally Rettenbbacher fürs „Radio Fro“ interviewt.

Ein bißchen kann ich mich also in Szene setzen und mich und mein literarisches Außenseitertum präsentieren und ich bereite ja jetzt mein „Literaturgeflüster-Schreibebuch“ vor, in dem die meisten „Literaturgeflüster-Artikel“ übers Schreiben enthalten sind mit den Leseproben der siebenundzwanzig Bücher, die, seit dem es das „Literaturgeflüster“ gibt, entstanden sind.

Das Dummie davon ist schon da, wenn ich keine Fehler finde, kann das Buch an die Druckerei gehen und das habe ich ja vor,  sowohl an die Stadt Wien, also an die Frau Danielcyck, als auch an Gerhard Ruiss zu den IG-Autoren zu schicken, denn ich habe da ja bei der letzten GV einen Selfpublisherantrag in dem Bemühen, daß die vielleicht ein bißchen mehr gesehen und ein bißchen ernster genommen werden, gestellt.

Das hatte zur Folge, daß sich eine Studentin bei mir meldete, die ihre Dissertation über das „Selfpublishing“ machen will, die war am 12. 3. also knapp vor der Ausgangssperre bei mir und hat mich interveiewt und Cornelia Stahl hat mir auch sehr viel Fragen gestellt und wollte meine Sicht auf das weibliche Schreiben, beziehungsweise Erzählperspektiven ausleuchten und die sind ja sehr interessant, denn als Anita C. Schaubs „Frau sein und Schreiben-Buch“, in dem es auch ein Portrait von mir gibt, in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt wurde, kann ich mich erinnern, daß ich vor Marianne Gruber behauptet habe, daß ich, wenn ich ein Blanco-Buch lesen würde, erkennen könnte, ob es von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde?

Da bin ich mir zwar nicht mehr so ganz sicher, ob ich das wirklich kann, aber beim „Deutschen Buchpreislesen“ stoße ich ja öfter auf Bücher über mittelalte Männer, die über ihr Leiden am Sex, den Frauen und dem Älterwerden schreiben und da denke, ich daß die Frauen schon ein wenig anders schreiben und ich wurde ja auch in den Siebzigerjahren im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ literarisiert, und in dieser Zeit wurde ja auch der „Wiener Frauenverlag“ gegründet, der heute „Milena“ heißt und längst nicht nur Frauen mehr verlegt und das Bild der weiblichen Autoren oder auch der männlichen hat sich inzwischen auch verändert.

So hat  Cornelia Stahl, Marie Louise Kaschitz zitiert, die von den am Küchentisch schreibenden Frauen gesprochen hat und da ist es dann nicht mehr weit zu Virigna Wollfes Forderung nach einem „Zimmer für sich allein, und ein Gehalt“, glaube ich, um nicht von den männlichen Günsten abhängig zu sein.

Da habe ich es ja mit meinem Psychologiestudium von dem ich ja immer leben konnte, gut getroffen, während es mir nicht so gut gelungen ist, in den Literaturbetrieb einzudringen. Aber ich schreibe immer noch, unentwegt seit fast fünzig Jahren könnte man so sagen, fast fünfzig selbstgemachte Bücher sind seither entstanden, die ich ja selbst herausgeben. Also fünfzig Mal bei „Druck.at“ drucken lassen, weil es mir leider außer den „Hierarchien“ nie gelungen ist, einen Verlag zu finden.

Ich las bisher aber immer beim Volksstimmefest und seit den achtziger Jahren auch gelegentlich bei den Textvorstellungen in der „Alten Schmiede“, die „Linke Wort-Lesung“ wird es, glaube ich, ja nicht mehr geben und heuer höchstwahrscheinlich Corona bedingt auch kein Volksstimmefest, dafür aber demnächst ein neues Buch, nämich das „Literaturgeflüster-Schreibebuch „, das einen guten Einblick in mein Schreiben geben könnte und dafür, daß ich auf meinen Bücherregalen Platz  habe, wenn demnächst die fünfzig Stück-Lieferung kommt, habe ich am Montag auch mein Wohnzimmerregal, das inzwischen schon sehr überfüllt ist, frei geräumt, denn als ich 2018 beim Gewinnspiel vonm „ZehnJahre-Literaturgeflüster“ Manfred Lagler-Regall meinen treuen Blogkommentierer seinen gewünschten Gewinn „Das Haus“ schicken wollte, habe ich festgestellt, es ist vergriffen und als ich 2018 bei der „Buch Wien“ die „Mimi“ vorstellte, habe ich das Buch, das ich dorthin mitnehmen wollte, auch nicht gefunden, aber aus Platzgründen alles durcheinandergemischt.

Aber ich habe mir zum Jahresanfang für Harland zwei neue Bücherregale gekauft, die derzeit noch durch teilweise Leere glänzen, also bringe ich ein paar Bücher dorthin und habe mein Bücherlager geordnet.

Das „Fräulein No“ kommt ja, wenn ich Glück habe, in diesem Jahr auch noch dazu und wem es interessiert, dem kann ich, wenn es klappt,  das „Lliteraturfenster“ von Juni, am vierten Dienstag soll es stattfinden, schon sehr empfehlen und ich habe ja auch einmal vor Jahren mein „Tauben füttern“ mit der „Frauen lesen Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters“ bei Radio Orange, ich glaube, gemeinsam mit der Bruni, der Elfriede Haslehner, wenn ich mich nicht irre, der Marlen Schachinger und der Judith Gruber-Rizy, beziehungsweise Hilde Schmölzer und der Mechthild Podzeit-Lütjen vorgestellt und am 30. 4, dem „Tag der Arbeitslosen“, 2003 bin ich wenn ich mich nicht wieder irre, auch zu „Radio Orange“ marschiert und den „Tag der Freiheit des Wortes“, den ich damals das erste Mal im Literaturhaus organisierte, dort vorzustellen weil das Literaturhaus dort  eine Programmschiene hatte.

Es tut sich also doch ein bißchen in Sachen Literatur, auch wenn ich schon manchmal an das Aufgeben und resignieren denke, aber ich schreibe und lese weiter und Cornelia Stahl hat mich auch nach meinem Leseverhalten gefragt, da lese ich gerade die „Rote Kreuze“ von Sasha Filipenko und Lutz Seilers „Stern 111“, das Buch, das Cornelia Stahl, glaube ich, demnächst rezensiert, habe ich auch schon gelesen.

2020-04-24

Meine Mutter, das Alter und ich

Filed under: Bücher,Uncategorized — jancak @ 00:49
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Jetzt kommt ein „Kremayr & Scheriau – Buch“, aber keines aus der literarischen Schiene, obwohl ich bei einer der ersten „Corona-Lesungen“, die Günter Kaindlsdorfer in der Hauptbücher darüber abhielt, daraufgekommen.

„Wahre Geschichten“, die, die 1961 in Graz geborene Journalistin Katja Jungwirth mit ihrer Mutter, die sie betreut, erlebte und in kurzen knappen Szenen schön von Melanie Haas illustriert, die auch, nomen est omen, meisten hasenähnliche Figuren mit lange Ohren zeichnete, aufschrieb und das Alter ist ja ein Thema, das mich, glaube ich, schon seit meiner Jugend beschäftigt.

Bin ich ja bei relativ alten Eltern aufgewachsen, hatte eine um elf Jahre ältere Schwester, die 1978 einen Autounfall hatte, habe nach dem plötzlichen Tod meiner Mutter 1991bis 1995 meinen diabetischen Vater betreut, habe in dieser Zeit auch mit Pflegeheilferinnen im Geriatriezentrum Wienerwald gearbeitet, Alfred Vater ist 2012 gestorben, seine Mutter wird von zwei vierundzwanzig Stunden Pflegerinnen betreut, über die Themen Älter werden und Demenzen habe ich auch schon sehr oft geschrieben und natürlich auch darüber gelesen, so hat Bärbl Danneberg, sozusagen die Organisatorin des „Arbeitskreis schreibender Frauen“ ein Buch über die Betreuung ihrer dementen Mutter geschrieben, Elfriede Haslehner hat einen Text über den Tod ihrer Mutter, zu der sie, glaube ich, ein eher schweiriges Verhältnis hatte, geschrieben und und… und nun ein eher heiteres Buch über die Beziehung zu einer eher schwierigen Mutter, wie es, glaube ich, Günther Kaindlsdorfer bei der Lesung und dem Gespräch mit der Autorin nannte, mit einem Augenzwingern erzählt, füge ich hinzu, nachdem ich mich durch die kurzen Episoden gelesen habe.

Nachdem Katja Jungwirth fast sechzig ist und die Mutter Pharmazeutin war und die Tochter gegen Ende ihres Studiums gebar, wird sie so an die Fünfundachtzig sein und leidet an einer nicht näher genannten Krankheit. Wahrscheinlich leidet sie amÄlterwerden und der Einsamkeit. An den Wehwechen, die man wahrscheinlich mit über Achtzig hat, sie geht mit einem Rollator, das heißt sie rennt mit diesen durch die Straßen, weil sie sich ihrer Schwäche schämt und vermeidet damit Kaffeehäuser und Kinos zu besuchen. Sie sagt auch alle Besuche von Freunden ab, bricht Therapien ab und fordert die Tochter, die sie betreut zu Fürsorge und zu Besuchen auf. Sie ist auch depressiv setzt aber ihre Psychomarmaka ab und jammert dann darüber.

So begleiten wir Katja Jungwirth durch den Rollenwechsel und das Erleben des Älter- und  Schwächerwerden, einer wahrscheinlich sehr anspruchsvollen Frau, die wohl ihre Schwierigkeiten mit ihren kleineren oder größeren Wehwechenhat hat und die, so wie Katja Jungwirth sie beschreibt, auch noch sehr vital, elegant und gepflegt ist.

Die Spannungen, wo die Mutter zum Kind wird und ungeduldiger, als die Enkerln ist, werden in dem Kapitel über „Weihnachten“ besonders deutlich und so geht es hin und her.

Die Mutter kann nicht, will aber,  die Tochter leidet darunter und kann sich nicht abgrenzen. Die perfekte Mutter-Tochter Symbiose könnte man so sagen und die Mutter, die wahrscheinlich im Feminismus der Siebzigerjahre  versuchte ihren Sohn zu keinen Macho zu erziehen, erzählt jetzt der Tochter, daß sie ihm nicht zumuten kann, sich um sie zu kümmern, weil er ja eine Sitzung hat, während sie vier Kinder, einen alten Hund und noch einige Enkel zu betreuen hat, nein sagen kann sie aber offenbar auch nicht. So versucht sie einen Manipulierungsplan, beziehungsweise herauszufinden, ob das, wenn die Mutter jetzt anruft, ein Notfall ist oder ihr nur einfach langweilig war, aber Langeweile oder Einsamkeit ist ja irgendwie auch ein Notfall, etcetera.

Ein interessantes Buch, dem man, wenn man es so ohne wirklich Betroffenbheit, wie es beispielsweise bei mir der Fall ist, liest, Oberflächlichkeit vorwerfen könnte, denn diese Mutter hat ja vielleicht nicht wirklich was, außer daß sie wahrscheinlich über achtzig ist, im Gesicht noch sehr gepflegt ausschaut, unter dem körperlichen Verfall leidet und nicht mehr so gut gehen kann.

Liest man es aber als vielleicht selber pflegebedürftige Mutter oder betreuende Angehörige, wird man es vielleicht anders interpretieren.

„Es ist wie in frühester Kindheit, eine Symbiose zwischen Mutter und Kind. Geht es der Mutter gut, geht es dem Kind gut.

Berührend und mit viel Humor erzählt Katja Jungwirth in ihren tagebuchartigen Texten von der Beziehung zu ihrer pflegebedürftigen Mutter, von großer Aufopferung, von kleinen, liebevollen Gesten und von all den Situationen, die sie immer wieder an ihre eigenen Grenzen bringen,“, steht am Buchrücken.

2020-04-09

Jahrbuch der Lyrik 2020

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Passend zur Karwoche, ein bißchen Lyrik, hat Corona ja den Lyrik-Schwerpunkt im März ein bißchen unterbrochen, keine „Lyrik der März“, die tradionelle GAV-Veranstaltung, die am 18. 3. stattfinden hätte sollen, wo wir aus Leipzig schon zurückgewesen wären und in der „Gesellschaft für Literatur“, die ja immer einen ausgeprägten Lyrik-Schwerpunkt hat, bin ich nur einmal gewesen, da war dann schon vom einem Meter Sicherheitsabstand die Rede und ich habe mich mit Monika Vasik darüber ausgeauscht, daß Leipzig abgesagt wurde und wer nun die Stornokosten bezahlen muß?

Zum Lyrik-Schwerpunkt von Szilard Borbely bin ich zwar hin- aber nicht hineingegangen, weil ich meinen Namen nicht angeben wollte, die Bewegungsprofile der Handydaten machen solches inzwischen zwar automatisch, man muß aber trotzdem nicht verzweifeln, hatte mir doch „Schöffling & Co“ wahrscheinlich schon vorher zwei Lyrikbände zugeschickt und eines war das „Jahrbuch der Lyrik“, das der 1951 geborene Christoph Buchwald, offenbar schon sei tJahren, diesmal mit der 1981 geborenen Lyrikerin Dagmara Kraus herausgibt, wo man seine Gedichte hinschicken kann und die werden dann je nach ihrer Qualität beziehungsweise Geschmack, wahrscheinlich ausgewählt.

Zwei Nachworte gibt es auch, in einem fragt sich Dagmara Kraus „Wohin bleiben wir?“, das ist, glaube ich, eine Gedichtanfangszeile, im zweiten gibt Christoph Buchwald einen Rückblick und erzählt, daß durch seine Anthologien schon manche Talente entdeckt wurden.

Die Gedichte sind in zehn Kapitel gegliedert, im ersten „damit dies haus hält“, hat der 1965 geborene und in München lebende Armin Steigenberger, ein Vorwort geschrieben und die 1982 geborene und in Köln lebende Marie T. Martin schreibt in „Wie viele  Wörter braucht man für eine Legende? ..je älter du wirst desto tiefer kannst du das Zimmer betreten“

Der 1977 geborene und in Leipzig geborene Mirko Wenig, der offensichtlich noch nichts veröffentlicht hat, beeindruckt in den „Drei Frauen“ „Die hier stricken, an der Haltestelle vorm Haus, sie sind nicht tot: Sie warten nur, auf jenen, der nicht kommt,  … Sie sind taub für die Rufe der Männer. Auch das Gespött läßt sie kalt, das hämische Lachen, der Wind ist ein schlechter Friseur.“

Der 1962 geborene in Berlin lebende Norbert Hummelt schreibt von den „tassen von ingo schulze„, die ihn eine Zeitlang begleitet und offenbar sehr  beeindruckt haben.

Im zweiten Kapitel zwei geht es  um „aus geworfenen steinen“.

Hier gibts ein Gedicht von Kerstin Preiwuß, die ich ja beim „Bachmannlesen“ hörte und von ihr auch ein „Buchpreisbuch“ gelesen habe.

Eher Konventionelles gibt es auch, so reimt der 1938 geborene Michael Buselmeier: Wer kniet auf meiner Brust zur Nacht wer würgt mich mit den Händen sacht ich wehre mich nicht liege wach“ und die 1983 geborene Özlem Özgül Dündar, die 2018 beim „Bachmannpreis“ gewonnen hat, hat in „verabschiedung der toten“ eher einen Prosatext geschrieben.

Es gibt Gedichte von Elke Erb, Jan Wagner und Lutz Seiler, dessen „Buchpreisbuch“ jetzt doch, wahrscheinlich Corona bedingt, per PDF, weil die Post ja offenbar nicht mehr über die Grenze geht, zu mir gekommen ist, bevor es ins Kapitel drei  „wechseln die schriftfarben“ geht.

Da gibts wieder ein Gedicht des 1971 in Hamburg geborenen Jan Wagner, der ja 2015 mit seinen „Regentonnenvariationen“ den „Belletristikpreis der Leipziger Buchmesse“ bekommen hat, nämlich  „krähenghasele: seit dem tod des freundes sah er krähen wohin er sah.“

Der 1971 geborene Crauss, den ich glaube ich einmal bei einer „Ritter-Präsentation“ in der „AS“ hörte und von dem ich mir ein noch nicht gelesenen Buch bei einem „Morawa-Abverkauf“ zulegte, hat einen Text und von dem 1963 geborenen Ulf Stolterfoht gibt es sogar einen Gedichtzyklus.

Im vierten Kapitel geht es um „die (h)ortographie“, da gibts ein Gedicht vom „Fried-Freisträger“ Nico Bleutge,  der „Büchner-Preisträger“ Marcel Beyer hat sich zuerst mit dem „Der  Amselpapst: Ich sah den Amselpapst man konnte ihn nicht übersehen“ beschäftigt und  etwas später sogar die „Todesfuge“ nachgedichtet.

„Der Tod ist ein Arschloch aus Strehlen, er hockt dort, wo der Ginster blüht. Ich seh ihn am frühen Morgen, ich seh ihn an meinen Weg.“

Von der 1981 geborenen Nadja Küchenmeister von der „Schöffling & Co“, noch einen extra Gedichtband herausgegeben hat, stammt der „rauperich“. Mit „Raupen“ haben sich in dieser Abteilung einige Dichter beschäftigt, während es im fünften Kapitel um Nachdichtungen geht, wozu Christoph Buchwald in seinem Nachwort auch aufgerufen hat, daß man ihm solche schicken soll.

In der Abteilung „eine bändige bude“ gibt es Gedichte über Gedichte oder das Gedicht schreiben,

„Was weiß das Gedicht“ schreibt etwa die 1955 geborene und in Wien lebende Irena Habalik und der 1978 geborene Myron Hurna schreibt „Eure Gedichte cotten mich an“, für Armin Steigenberger sind „GEDICHTE DESIDERATE“, sowie „HALBE HÄHNE, hörige Hausaufgabenmacher, halb und halb: halbiertes glück verdoppelt sich, verdoppeltes leid wird halber widerstand.“

Und der von mir schon sehr gelobte Mirko Wenig schreibt „Hätte ich ein Smartphone, Baby, dann könnte ich die Gedichte gleich reintippen, aber ich schreib mit einem Federkiel!“

Es gibt Texte von Friederike Mayröcker, die höchstwahrscheinlich auch kein Smartphone hat und soviel ich weiß noch mit ihrer alten Hermes-Schreibmaschine schreibt und überhaupt sehr vieles, was nicht der üblichen Gedichtform entspricht und da sowohl sehr experimentellen, als auch recht konventionell Anmutendes.

Der in Graz lebende Helwig Brunner,  der ja für die „Keiper Lyrik Reihe“ verantwortlich ist, hat im neunten und im zehnten Kapitel auch eher prosahaft wirkende Texte beigesteuert und am Schluß des Buches bevor es zu den Verlagslyrikern geht, gibt es noch ein schönes Motto von Maria Gazzetti: „Ihr lest keine lyrik? Seid ihr wahnsinnig“, wenn es nur so wäre und nicht eher umgekehrt angenommen würde?

Zu den Verlagslyrikern zählen auf jedenfalls einundzwanzig Autoren, ein paar bekannte, schon erwähnte und auch einige mir eher unbekannte befinden sich dabei. Eine davon ist Nadja Küchenmeister, deren neuer Lyrikband „Im Glasberg“ als Nächstes auf meiner Leseliste steht.

2020-03-06

Vom Doml zum arabischen Frauentag

Am Freitag gibts dieses Semester wieder die Gegenwartsdramatik bei Stephan Teichgräber und obwohl ich ja kaum ins Theater gehe, hatte ich ihm etwas anzubieten, nämlich die Erkenntnis, daß Ivo Andric am 28. Juni 1914 in Krakau im Theater war, als in Sarajevo der österreichische Thronfolger erschoßen und damit den ersten Weltkrieg ausgelöst wurde.

Welches Stück er gesehen hat, ist in der Martens-Biografie nicht erwähnt, aber Stephan Teichgräber war ohnehin mit dem russischen Film beschäftigt und weil ich ihm erzählte, daß in Leipzig zwar die Messe mit dem Lesefest ausfällt, aber der Messestand in Magdeburg trotzdem aufgebaut wird und es auch bei „Leipzig liest“, mehrere Veranstaltungen gibt und ich ihn dann fragte, ob er nächsten Dienstag in die „Gesellschaft“ geht, um dort der Präsentation eines neuübersetzten Gedichtband von Szilard Borbely, der sich ja 2014 umgebracht hat, beizuwohnen, sind wir erst spät zu den Theaterplänen gekommen, die hatten es aber in sich.

Denn Stephan Teichgräber hatte wieder das Burgtheater ausgewöhlt, wo es unter dem Titel „This is Venice“, einen Zusammenschnitt von Shakespeare „Othello“ und dem „Kaufmann von Venedig“ gibt, vielleicht werden wir uns das ansehen, obwohl ich nicht sicher bin, ob mir die Collage gefallen wird, bin ich ja keine Shakespeare-Freundin und auch keine der experimentellen Theateraufführungen, aber ich habe einmal im Volkstheater eine Aufführung des „Kaufmanns von Venedig“ gesehen. Zumindesten den Beginn davon, wo der Shylock über die Bühne wandelte und dann von den Nazis in der Seitenloge ausgepfiffen wurde.

Richtig, das war Felix Mitterers „In der Löwengrube“, das mich sehr beeindruckt hat und Stephan Teichgräber ging dann gleich zum „Werk X am Petersplatz“ über, das ist offenbar ein altes Theater mit einem neuen Namen, das von einem Ali Abdullah geleitet wird und Stücke wie „Baal“, „Blutiger Sommer“ oder „Homohalal“ von Ibrahim Amir am Spielplan, der einmal einen „Exil-Preis“ für Dramaturgie gewonnen hat.

Das ist dann gleich die Einleitung zur Veranstaltung des arabisch österreichischen Hauses für Kunst und Kultur, wo ich einmal bei einer Peter Paul Wiplinger Veranstaltung war, im Amerlinghaus zum internationalen Tag der Frau, die um sechs laut Programm anfangen sollte, aber als ich fünf Minuten vorher dort ankam, war der Saal schon voll, ich hoffe, es haben mich keine Corona-Viren eingefangen, denn der Abstand von einem Meter war nicht gegeben und eine Frau hielt schon eine Eröffnungsrede.

Es waren auch einige Männer im Publikum die fotografierten, Frauen mit und ohne Kopftuch, aber meistens mit festlich glänzenden Kleidern. Die musikalische Untermalung stammte von Yasahar Abidoo und Yasser  Alsheikth, die sehr beklatscht  wurde, die Frauen haben mitgesungen, es gab eine Ausstellung von Bildern an den Wänden und eine Frau in einem glänzend roten Kleid, sagte, daß sie aus Syrien käme, viele Hobbies hätte, aber am liebsten Puppen machte, die auch ausgestellt waren.

Die Lesungen waren zweisprachig angekündigt, aber nur Ishraga Mustafa hielt sich daran, die anderen Frauen lasen oder performten nur auf Arabisch, eine dürfte aber eine Art Poetry Slam, der vielleicht auch erotisch war, vorgetragen habe, bei einer anderen fielen mir die Worte „Tick tack tack“ und der Name Jasmina auf und es war sehr beeindruckend, obwohl ich nicht viel verstanden habe.

Einen Buffettisch mit Keksen un Baclava gab es auch. Der internationale Tag der Frau ist erst am Sonntag und am Montag darauf geht es noch einmal ins Literaturhaus, wo Ruth Aspöck, Daniela Meisl, Gertraud Klemm, Marlen Schachinger, moderiert von Helga Pregesbauer „ins Wort fallen“ werden und ins Literaturhaus hätte ich auch heute gehen können, wo es einen „Kremayr und Scheriau-Abend“ gegeben hat. Aber Lucia Leidenfrosts „Wir verlassenen Kinder“ habe ich schon gelesen und Daniel Zipfel „Die Wahrheit der anderen“ liegt auf meinen Badezimmerstapel und ich gehe aus ökonomischen Gründen ja nicht gern zu Lesungen, wo ich das Buch schon kenne oder noch lesen werde.

2020-03-04

Vom Doml zu Xaver Bayer und Ulrich Becher

Es ist März, das neue Semester hat angefangen und bei Stephan Teichgräber gibt es eine Fortsetzung der „Gegenwartsliteratur und der Gegenwartsdramatik“, so bin ich mit meinen Kalender, nach meiner drei Uhr Stunde hinmarschiert, um ihm zu eröffnen, daß ich nächste Woche doch kommen kann, weil Leipzig, leider, leider, wurde ja gestern abgesagt, was er noch nicht wußte, aber dorthin fahren wird, um seine Nichte zu besuchen.

Nun ja, nun ja und da ich die Bücher, die ich im letzten Semster für den Workshop gelesen habe, inzwischen in Harland ausgelagert habe, habe ich mich nach der neuenLeseliste erkundigt und Stephan Teichgräber hat neben  Anna Weidenholzer und Peter Rosei noch Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ angeschleppt und dieses Buch habe ich ja vor ein paar Wochen endlos gesucht und dann endlich gefunden, aber jetzt so eine elendslange Neuerscheinungsleseliste, daß ich wahrscheinlich gar nichgt mehr dazu käme und Geörgy Dragomans „Scheiterhaufen“ würde ich ja auch gerne lesen und  Janos Terey „Budapester Überschreitungen“ aber das ist ja noch nicht zu mir gekommen und hatte ich fast abgeschrieben, als ich am Abend im Literaturhaus Christoph Haacker begegnete, denn ich habe mich statt der Lyrik im März für Xaver Bayers „Geschichten von Marianne“ entschieden, denn ich habe von dem 1977 in Wien geborenen „Priessnitz-Preisträger“, dessen erste Bücher ich gelesen habe, schon lange nichts gehört.

Und die zwanzig Horrorgeschichten bildeten am Tag eins, der Absage von Leipzig, um eine Massenepidemie zu verhindern, einen interessanten Kontrast, denn erstens sehr voll und zweitens ging es in einer vier Geschichten, die der Autor, moderiert von Barbara Zwiefelhofer gelesen hat, auch, um eine Dystopie und um eine Quaratäne, allerdings um keine wegen Corona, sondern wegen einer plötzlichen Kälte, die das Land erfaßte, so daß der Ich-Erzähler mit seiner Marianne zuerst alle Möbel in der Wohnung verheitzten, dann, die Bücherregale und die Schallplattensammlung, zuletzt kamen die Bücher dran und der Erzähler verkündete mit lauter Stimme „Ich übergebe den Flammen, die Bücher von Erich Kästner, eceterca…“

„Darf man das?“, fragte Barbara Zwiefelhofer im anschließenden Gespräch, aber der Erzähler verbrannte ja nicht nur Ray Bradburys „Fahrenheit 451“ und alle Bernhard Werke sondern auch die vom Autor selbst,  die „Alaskastraße“ also „, „Heute könnte ein glücklicher Tag sein“, „Die durchsichtigen Hände“ , die „Geschichten von „Marianne“, etc, ob ihm draufhin wärmer geworden ist, war nicht so leicht herauszubekommen und richtig Jochen Jung, der Doyen, hat vorher noch das Publikum begrüßt und allen einen unvergeßĺichen schönen Abend gewünscht und in den vier von den zwanzig in dem Buch versammelten Geschichten, ging es um eine Liftfahrt mit den Einkaufstüten in den elften Stock des Hauses, aber der Lift blieb nicht stehen, sondern raste weiter tagelang in Stockwerk tausend bis zweitausend und in der nächsten Geschichte wird der Erzähler, der irgendwie dann doch in seine Wohnung gelangte, von zwei Drohnen verfolgt, während seine Marianne sich mit einer Freundin auf einer Kambodscha-Reise befindet und eine Horrorfahrt in einen Wald gab es auch.

Barbara Zwiefelhofer vom Literaturhaus bemühte sich verzeweifelt den Autor zu interviewen und Fragen zu seiner Schreibtechnik zu stellen, erwähnte Kafka und der  Michael Ende, blieb aber eher unwillig bei der Fragenbeantwortung, sagte nur ungefähr, „Der Leser hat immer recht und verraten sie nicht alles!“ und nachher gab es ein exquisites Käsebuffet und alle „Jung und Jung-Autoren“, waren da oder sagen wir, ich habe Richard Obermayr, Hanno Millesi, Angelika Reitzer und Lorenz Langenegger erkannt, Theresa Präauer, Sabine Gruber gesehen und Christoph Haacker zuerst gefragt, ob er auf mich vergessen hätte und ihm dann meine zweite Ulrich Becher Geschichte erzöhlt, denn erinnern wir uns, ich habe in den Neunzigerjahren, als ich noch in der Gumpendorferstraße wohnte und das Gratisleben ausprobieren wollte, in einer Kiste vor der Städtischen Bücherei zwei ausrangierte Bücher zur freien Entnahme gefunden. Es waren Ulrich Bechers „Kurz nach Vier“ und der „Nachtigallenzyklus“ und ich habe nach ihnen gegriffen, weil mich erstens Bücher ja schon immer interessieren und ich zweitens den Ulrich wahrscheinlich mit dem Johannes R. verwechselt habe und dann die Bücher lange ungelesen im Badezimmer in der Gumpendorferstraße liegen gehabt, weil in ihren ja keine biografische Angaben, „Wukipedia“ hat es noch nicht gegeben und bitte wer ist Ulrich Becher?

Das hat sich dann 2005, glaube ich, geändert, als wir außertourlich nach Leipzig fuhren, um einen runden Geburtstag der Ute zu feiern und da in der Stadt einen Tag spazieren gingen, denn da gabs bei „Hugendubel“ einen großen Abverkauf und ich erwischte ein „Aufbau-BüchleinW, wo Briefe des Verlags an seine Autoren enthalten waren und da war einige von Ulrich Becher dabei.

2010 habe ich mich dann aufgerafft, „Kurz nach vier zu lesen“ und zu rezensieren, habe da diese Geschichte hineingeschrieben, bin kurz oder länger darauf mit Alfreds Wandergruppe in die Berge gegangen und hatte danach einige Mails von Chrstiph Haacker in meiner In-Box, weil er glaubte, daß ich Orginalbriefe hätte, die er in der Neuausgabe verwenden könne.

Hatte ich nicht, das neue Buch von ihm aber bei der „Buch-Wien“ bekommen und nicht gelesen, das heißt nur die bigoraphischen Anfaben, die drinnen standen, denn ich hatte es ja schon gelesen, Konstantin Kaiser hat dann auch einen Briefwechsel herausgegeben, die „Murmeljagd“ ist auch erschienen und den „Nachtigallenzyklus“ habe ich dann auch gelesen.

Dann ist es, wie mir Christoph Haacker sagte wieder etwas stiller, um den 1990 in Basel Verstorbenen geworden, aber jetzt hat „Schöffling & Co „Die Murmeljagd“ und einen Band mit „New York Novellen“ herausgebracht, die ich mir beide, ohne viel Nachzudenken bestell hat und erst in den Novellband hineingesehen habe, als die bücher gestern zu mir gekommen sind und natürlich die Entdeckung machte, das ist der „Nachtigallenzyklus“ oder zumindestens ein Teil davon und also habe ich jetzt beide der damals gefundenen Bücher in einer Neuauflage und gelesen habe ich sie auch und ob jetzt Janos Terey „Budapester Überschreitungen“ zu mir gekommen werden, bin ich gespannt, wenn nicht, werde ich wohl auch in keinen Lesenotstand geraten, wäre aber sehr gerspannt.

2020-01-15

Weltuntergänge und Wiedergeburten

Nadine KEGELE, Ekaterina HEIDER, Vladimir VERTLIB

Nadine KEGELE, Ekaterina HEIDER, Vladimir VERTLIB

Der 1966 in Leningrad geborene und seit 1971 in Wien lebende Vladimir Vertlib von dem ich schon einige Bücher gelesen habe und der, glaube ich, auch im Redeaktionsteam der „Zwischenwelt“ ist, scheint im Repulikanischen Club eine literarische Reihe zu veranstalten, bei der ich einmal war, als dort das Institut für Sprachkunst, wo er, glaube ich, auch Lektor ist, vorgestellt wurde.

Jetzt stellte er unter dem spannenden Titel „Weltuntergänge und Widergeburten“ die Texte von Nadine Kegele und Ekaterina Heider vor, die in der „Zwischenwelt“ erschienen ist und der der Vortragssaal war sehr voll  und es war auch eine musikalische Lesung, denn Nadine Kegele, die ich, glaube ich, einmal bei einer Volksstimmefestlesung kennengelernt habe und deren literarischen Aufstieg ich seither auch verfolge, hatte ihre Gitarre mit und sang zwischen ihren und Ekatharina Heiders Texten selbstkombinierte und getextete Lieder.

DasErste bezog sich auf ihr letzten Buch „Und essen werden wir die Katze“ und ich habe von der 1980 in Bludenz geborenen fast alle ihrer Bücher, außer den „Annaliedern“ gelesen, aber nach der musikalischen Einlage kam ein Ausschnitt beziehungwweise ein Monolog aus einem Theater Stück, das Nadine Kegele über eine Vorarlberger Tänzerin, die 1942 im KZ Ravensbrück umgekommen ist, geschrieben hat.

Auch darüber gab es ein langes Lied und dann kam die 1990 in Irkutz geborene Ekatharina Heider, deren bei der „Edition Exil“ erschienenes Debut ich gelesen habe, die auch an der Sprachkunst studierte und die jetzt Ausschnitte aus ihrem zweiten Roman las, an dem sie gerade arbeitet.

Da geht es um eine junge aufmüpfige Russin, die unter ihrem Migrantenschicksal leidet, beziehungwweise in diesem ihre Pubertät und ihre erste Lieben erlebt.

Renate Welsh, die im Publikum war, war begeistert, es entspannte sich auch eine lange Diskussion über Sinn und Unsinn der Deutschklassen, die ich eigentlich, entgegen der politischen Meinung, wenn sie nur richtig gemacht sind, für gut und richtig halte, denn es hat ja niemand etwas davon, wenn er sich plötzlich in einer Klasse befindet und den Unterricht nicht folgen kann, weil er die Sprache nicht versteht.

Nachher gab es Wein,  Knabbereien und Gespräche und ich habe mich lange mit Angelika Mayrose unterhalten, die ich von der „Poet Night“ kenne.

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