Literaturgefluester

2021-02-27

Aus der Mitte des Sees

Filed under: Bücher,Uncategorized — jancak @ 00:32
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Wieder eine Neuerscheinung und wieder ein „Diogenes-Buch“, ein Roman des 1971 in Stuttgart geborenen Moritz Heger, das in einem Kloster spielt und Schwimmen das ist interessant und daher auch der Name, spielt darin auch eine große Rolle. Am Schluß des Buches gibt es ein Interview mit dem Autor, der erzählt, daß er auf dieIdee zu dem Buch in maria Laach an der Eifel, wo er im Sommer immer einige Wochen verbringt, gekommen ist und, daß es sein Ziel war, dem Leser etwas über die Tiefen des Lebens oder der Menschen nahezubringen.

Der Held ist der etwa vierzigjährige Mönch Lukas, der am Schluß Prior wird. Zu Beginn überlegt er, ob und, wie er seinem ehemaligen Mitbruder Andreas zur Geburt seines Sohnes Xaver gratulieren soll.

Die Sprache ist sehr schön und tiefgründig und jener Lukas, der Gastbruder, der den Gästetrakt managt, die Gäste unterbringt und betreut und dort auch die Tischgebete hält, geht gerne zur Erbauung oder was auch immer an den See schwimmen, da resumiert er, ob seine Mitbrüder, das vielleicht auffällig finden könnten, aber die, außer ihm schon lauter alter Herrn, die bald, wie Bruder Albin, der immer schöne Bilder malt, sterben, sagen nur „Viel Vergnügen!“ und da kommt er in Beziehung mit der Schauspielerin Sarah und tauscht sich mit ihr aus. Es kommt, Lukas ist ein moderner Mann, auch wenn er eine schwarze Kutte trägt und, was ich auch nicht gewußt hatte, hatte ich doch zwei Tanten, die Nonnen waren und die eigentlich hießen, seinen Namen behalten durfte,weil Lukas ohnehin ein biblischer Name, zum Sex. Am Ende beschließt er den Antrag des Abtes anzunehmen und der kleine Xaver besucht ihn auch, darf er Jjuliane sogar beim Stillen zusehen und ihn halten und damit das Kloster nicht ausstirbt, hat sich auch der junge Lucian entschloßen Mönch und werden und wir haben wirklich viel vom Klosterleben erfahren. Viel Handlung gibt es nicht, es ist eher ein ruhiges Buch, das zum Nachdeenken anregten kann, Moritz Heger hat ja auch evangelische Theologie neben Theaterwissenschaft studiert, aber auch, wenn es keine besondere Spannungsbögen gibt, einige ungewöhnliche Szenen, wie die zum Beispiel, wie, als das Kloster brennt und alle im Speisesaal untergebracht sind, der Abt mit der dicken Köchin Walzer tanzt.

2021-02-21

Treue

Jetzt kommt ein „Wagenbach-Quartbuch“, der Bestseller des 1981in Riimini geborenen und in Mailand lebenden Marco Missiroli, das schon verfilmt wird oder wurde. Ein modernes Ehedrama, das vielleicht ein bißchen an den „Reigen“ erinnert, vielleicht auch an das „Fegelfeuer der Eitelkeiten“ von Tom Wolfe, eine moderneres Behandlung des Themas Erotik, als wir es vielleicht bei Alberto Moravia oder Michela Murgia finden.

Es beginnt im Jahr 2009 und da wurde der Dozent für literarisches Schreiben Carlo Pentecoste auf der Uni Toilette mit der Studentin Sofia Casadei in intimer Pose erwischt. Sie reden sich damit heraus, daß der Studentin schlecht geworden wäre und er ihr nur geholfen hätte und der moderne Reigen oder auch das Ehedrama beginnt oder es beginnt, daß die Studentin dem Dozenten in der Vorlesung sagt, daß sie von seiner Frau verfolgt worden wäre.

Die heißt Margherita ist Immobilienmaklerin und hat sich in eine Wohnung verliebt, die sehr teuer ist und auch keine Lift hat, sie will sie aber trotzdem für sich und denkt sich einen Schlachtplan aus, wie sie sie billig bekommen könnte.

Sie hat auch etwas am Fuß, muß deshalb zur Physiotherapie und betrügt schließlich ihren Carlo mit dem Physiotherapeuten Andrea, der hat es in sich, am Schluß entpuppt er sich als schwul, vorher trauert er um seinen Hund, der ihn gebissen hat, so daß er ins Spital kommt und auch von Margherita versorgt werden muß, die ihren Carlo schließlich mit ihm betrügt.

Sofia, ob und was wirklich zwischen ihr und Carlo war, kommt nicht so gut heraus, verläßt Mailand und kehrt nach Rimini zurück, um ihren Vater in der Eisenhandlung zu helfen und dann geht es im zweiten Teil in das Jahr 2018, das Ehepaar hat die Wohnung gekauft und inzwischen einen Sohn, den kleinen Lorenzo, Margherita hat ihre Immobilienfirma verkauft, um sich die Wohnung leisten zu können, Carlo ist auch arbeitslos geworden und Sofia schickt ihm drei Bücher, die sie vorher auf Instagram postet, was bei Margheria Eifersucht auslöst.

Es gibt auch die Schwiegermutter Anna, die zu einer Wahrsagerin geht und am Schluß einen Oberschenkelhalsbruch erleidet und daher vonAndrea, der sich inzwischen dem Boxsport widmet und auch in seinen FisioLab gekündet, hat betreut.

Fast absatzlos gehen in dem Buch die Perspektiven ineinander über und springen von Person zu Person, was das Lesen nicht ganz einfach macht, aber vielleicht, obwohl es eigentlich, um das ehepaar und ihre Bezugspersonen geht, an den Reigen denken läßt.

Es geht um die Frage, was Treue in Zeiten, wie diesen bedeutet. Das Buch ist spannend zu lesen, wirkt manchmal sehr modern und spricht auch ungewöhnliche Themen an.

Spannend, spannend, sich in die italienische Erotik einzulesen, wo es auch ein bißchen um Gesellschaftkritik geht, einige sehr schöne Szenen und Metaphernhat und eigentlich, wenn ich es recht verstehe, zwischen Carlo und Sofia nicht soviel passierte, obwohl es durch das ganze Buch zwischen den beiden ständig knistert.

2021-02-20

Ausklang

Gedichte von 2010 – 2020 des 1939 in Haslach OÖ geborenen künstlerischen Fotografen, Schriftsteller und engagierten Mitglieds der IG Auoren Peter Paul Wiplinger. Sogenannte Lapidargedichte „ohne jeden Metaphernschmus“, wie der Schriftsteller, den ich, glaube ich, in den späten Neunzehnachtzigerjahren bei den IG-GVs kennenlernte, auf einem dem Buch beigefügten Zettel geschrieben hat und ich habe mich 1996 sehr vor Peter Paul Wiplinger gefürchtet, als wir beide in der Jury für das damalige Nachwuchsstipendium für Literatur waren, denn er war vom PEN, ich von der GAV dorthin gesandt, was in meiner Vorstellung starke gesellschaftliche Unterschiede bedeutete. Er rechts, ich links und dann hatten wir dieselben Vorschläge, kämpften für denselben Kanditaten, sprachen uns gemeinsam gegen eine Autorin aus und ich hatte wieder etwas gelernt.

Danach erlebt, wie Peter Paul Wiplinger, der vor einigen Jahren auch einen schweren Unfall hatte, vom PEN austrat und in die GAV hinüberwechselte, da gibt es immer noch diese Bestimmung, daß man nur in einer der Vereine Mitglied sein kann, an die ich mich eigentlich halte, aber ich würde, weil ja „nur“ selbstgemachte Bücher wahrscheinlich ohnehin nicht in diesen Verein aufgenommen werden.

Jetzt scheint er sich wieder im PEN zu engagieren, zumindest wurde sein achtziger Geburstag, zu dem er mich eingeladen hat, glaube ich, in einem PEN-Lockal gefeiert und er hat mich, als wir uns einmal beim Empfang der Buch-Wien getroffen haben, sehr freundlich auf meinen Blog angesprochen. Er hat mich auch vor einiger Zeit bei der Krit Lit fotografiert und schickt mir jetzt immer die Einladungen zu seinen Veranstaltungen. So hat er mich auch auf sein neues Buch aufmerksam gemacht, das in der „Edition Löcker“ erschien und seit Dezember, glaube ich, im Buchhandel erhältlich ist und als ich ihn fragte, ob er mir das Buch für das „Geflüster“ schicken will, hatte ich einige Zeit später ein dickes Bändchen mit gleich drei Büchern im Postkasten.

Darunter die „Lebenszeichen“, die ich schon hatte, denn in meiner Bibliothek haben sich inzwischen einige Wiplinger-Bücher angesammelt und ich kann mich auch an einen Wettbewerb in der Bücherei Pannaschgasse erinnern, den Stephan Teichgräber organiserte, „Die goldene Margarete“ hat er geheißen. Ich habe auch gelesen und daneben viele ost- und mitteleuropaische Autoren, die gar nicht persönlich anwesend waren, weil die Bibliothek nicht die Fahrt und Übernachtungskosten zahlen wollte oder konnte.

Peter Paul Wiplinger hat ziemlich zu Beginn soweit ich mich erinnern kann, sehr beeindruckende Holocaust-Gedichte gelesen, wurde dann aber aus Zeitgründen sehr bald von Stephan Teichgräber unterbrochen, was ich eigentlich als sehr unhöflich empfand. An einen Abend im arabisch-österreichischen Haus, kann ich mich erinnern und die drei Büchern darunter der, bei „Arovell“ 2006 erschiener Prosaband „ausgestoßen“ waren alle sehr schön und handschriftlich für mich signiert.

„Letzten Endes bleibt alles Fragment“ steht beispielsweise bei dem neuen „Löcker-Band“, bei den Lapidargedichten, wo am Cover ein Foto des Autors, „Sonnenuntergang am Neusiedlersee“ zu sehen ist, das Peter Paul Wiplinger mit der Kamera seines Vaters 1981 aufgenommen hat und am Büchrücken ist noch einmal das Gedicht zu sehen, mit dem der Band auch beginnt: „gehen/ gehen gehen/ gehen gehen/ einfach gehen/ was sonst“, womit man schon eine klare Definition hat, was unter Lapidargedichten zu verstehen ist.

Kurze knappe zweizeilige Gedichte, die sich mit dem Sinn des Lebens auseinandersetzen.

„WEGE GEHEN gehen/ die sich kreuzen/ wege gehen ohne ein ziel/ schnittpunkte begegnungen/berührungen beziehungen/ereignisse menschen/erinnerung vergessen“ oder „DAS LEBEN“ „das leben ist das märchen/ das leben ist wie es ist/ so ist es“.

Es gibt aber auch Gedichte die bestimmten Personen gewidmet sind, so ist der „Dichter“ „tag für tag ein gedicht schreiben“, dem 2014 verstorbenen Politiker und Schriftsteller Hugo Schanovsky gewidmet und sehr berührend „EIN GEDICHT SCHREIBEN“, wo Peter Paul Wiplinger, den Auftrag seiner Ärztin beschreibt, daß er dieses tun soll, als er nach seinem Unfall im Spital liegt „ich soll mit der hand/ ein gedicht schreiben/ sagte heute zu mir die frau/ prof. dr. paternostro-sluga/ im donauspital in wien/ und fügte noch hinzu egal was/ sie dann schreiben ganz egal/ wichtig ist nur daß sie schreiben/ und zwar mit ihrer rechten hand/ die halbseitig nervengeschädigt ist“

So eindrucksvoll habe ich Lyrik noch selten gelesen und davon ist auch die Psycholoin in mir sehr angesprochen, die sich neben der schönen Sprache immer sehr für die psychischen Ausnahmesituationen interessiert.

Es gibt neben den kurzen sich mit dem Lauf des Lebens beschäftigenden lapidaren Gedichtzeilen auch längere Gedichte, beispielsweise die „LEBENBSAUSSICHT“, 2013 geschrieben „heute ist der erste Tag/ in meinem Leben an dem ich/in mein 75. lebensjahr trete/bloß kein Selbtmitleid sage ich“ oder „MUTTERS LEBEN- nach ihrer Erzählung“ geschrieben.

Kurze lapidare Gedichtzeilen, in denen es viel um das Leben geht. So schreibt er beispielsweise über einen der sich den Suicid wünscht „du kommst zu mir/und sagst du magst nicht mehr leben/ ich sage/ ganz einfach/ ich lebe gern/“ oder in „GLEICHZEITIG“ „aber ich lebe/in der stadt/da gibt es/keine natur“

Es geht auch zunehmend um Krankheit, Sterben und Tod.

„DAS FOTO“ „soeben habe ich/das foto angesehen/das foto betrachtend denke ich/an deinen und an meinen tod“ oder

„DER KOFFER“ „Seit 36 Jahren steht/ der Koffer meines vaters/ nun schon ungeöffnet/ in meinen Keller./ Jetzt, da ich schon fast/genau so alt bin wie er, /als er damals fortging/mit seinem kleinen Koffer/ins Spital, werde ich/ diesen alten Koffer öffnen,/weil ich wissen will,/was ich mitnehmen soll/ins Spital,wenn es/ans Sterben geht./

Es gibt den „TAGESVERLAUF im Krankenhaus“ und die „ZWISCHENBEREICHe im AKH in Wien“, in dem sich Peter Paul Wiplinger offenbar befunden hat „das grünen Bettenhaus/das rote Bettenhaus/der grüne Bodenbelag/der rote Bodenbelag“ und die „ABENDSTIMMUNG im AKH Wien“ Der Himmel/verbrennt/im Abendrot./Wie lange noch/werde ich leben?“

Besonders berührend die „ENTSCHEIDUNG“

Ich breche jetzt/die Chemotherapie ab,/sagte er und tat es auch;/Wenige Wochen darauf starb er./Ich schrieb einen Nachruf auf ihn/für eine bekannte Regionalzeitung/Und setzte meine Chemotherapie/noch einige Wochen lang fort,/bis sie bei mir beendet war.“

In einer anderen „ENTSCHEIDUNG“ geht es um die Bücher, die er noch lesen möchte oder noch nicht gelesen hat. Ein Problem das ich auch genau kenne und mich oft genug damit beschäftige.

Dann geht es sehr aktuell um die „CORONA-PANDEMIE 2020“, im April geschrieben. Dann gibt es noch eine NEGATIV-ASSOZIATION „Eine Negativ-Assoziation besetzt/also mein Assoziationsvermögen./Auch das hat sich so ergeben:/ein Alltagsbild als Schreckensbild!/Und das wird noch lange so bleiben.“

Spannend, spannend in die Assoziationen, Gedanken, Überlegungen eines alten Dichters einzutauchen. Spannend sich in seine „Ausklänge“ einzulesen und wenn man noch ein wenig mehr von und über Peter Paul Wiplinger lesen will, sind seine „Schachteltexte“ sehr zu empfehlen.

2021-02-19

Am Götterbaum

Filed under: Bücher,Uncategorized — jancak @ 00:50
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Von Hans Pleschinski habe ich, glaube ich, bei einem Frankfurter Buchmessensurfing das erste Mal etwas gehört, das heißt, ich habe ihn mit Ludwig Fels verwechselt, der vor kurzem verstorben ist, da wurde sein „Ludwigshöhe“ vorgestellt, das mich interessierte, weil ich mich mit dem Thema Sterbehilfe ja auch sehr beschäftigte. Bei dem Bücherkauf von Alfreds literaturversierter WU-Kollegin habe ich das „Bildnis eines Unsichtbaren“ um einen Euro wahrscheinlich, erstanden und ich gestehe es, immer noch nicht gelesen, auch „Wiesenstein“ das Portrait über den großen Gerhard Hauptmanns noch nicht. Das hatte ich bei „Beck“ angefragt, nicht bekommen, es mir dann aber einen Literaturhaus-Flohmarkt um fünf Euro gekauft, noch nicht, dafür aber, Kritiker hört her „Königsalle“ über den noch berühmteren Thomas Mann.

Woher ich das Buch bekommen habe, weiß ich nicht mehr, vielleicht wars im Kasten oder in einer Abverkaufskiste und bin so daraufgekommen, daß sich der 1956 in Celle geborene, in letzter Zeit für literarische Biografien interessiert, denn jetzt ist ein weiters Bildnis eines Unsichtbaren oder Unbekannten, herausgekommen, nämlich das Portrait des ersten deutschen Nobelpreisträgers von 1910 Paul Heyse und ich höre jetzt schon rufen „Paul Heyse wer wer ist denn das?“

Ein klein wenig Ahnung hatte ich schon, denn es gibt einen Briefwechsel zwischen ihm und Marie von Ebner- Eschenbach und da war ich mal bei einem Symposium und da hat ihn, glaube ich, Alexandra Millner oder war es Daniela Strigl vorgestellt und als ich einmal erschöpft von dem Writersstudio-Marathonschreiben nach Hause beziehungweise an einen Bücherschrank vorbeigegangen bin, habe ich dort ein Buch über die „Deutschen Nobelpreisträger“ gefunden, das dann auch in meine „Unsichtbare Frau“ hineingefunden hat.

Ein Biografie über einen unbekannten Nobelpreisträger, wie fad könnte man da unken. Wen interessiert denn das? Das ist doch altmodisch und verstaubt!

Mitnichten, liebe mögliche Vorauskritiker, denn Hans Pleschinski macht es sehr originell. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob das auch schon beim Thomas Mann so war. Aber hier marschieren eines Abends in München drei Frauen um die sechzig, die Baustadträtin Antonia Silberstein, die Bibliothekarin Therese Flößer auf Krücken und die Münchner Literaturpreisträgerin Ortrud Vandervelt, die gerade von einer Lesereise aus Sibirien zurückkommt, vom Rathaus in die Luisenallee, wo sich das Haus befindet, in dem Paul Heyse 1914 wahrscheinlich gestorben ist oder zuletzt dort lebte. Heute ist das eine verfallene Villa in der alte Waschmaschinen stehen, ein Konditor und ein Uhrmachen mit ihren kinder leben und sich die Spekulanten reißen. Die Stadt München will aber ein Kulturzentrum daraus machen. Deshalb hat ein Praktikant, die drei Damen angemeldet, die dort noch einen Erlanger Heyse-Experten treffen sollen.

So stolpern die drei Frauen durch die Stadt und machen mancherlei Alltagsbeobachtungen dabei. Da wird eine taubenfütternde Alte vom Portier vertrieben wird, AfD-Wäher unterhalten sich, etcetera.

Die Bibliothekarin hat ein paar Heyse-Bücher im Rucksack. So werden immer wieder Gedichte zitiert, die man auch im Buch finden kann und über Paul Heyse, der 1830 in Berlin geboren wurde, erfährt man auch sehr viel. Der war damals ein berühmter Dichter, wurde sogar geadelt, hatte viele Künstlerfreunde und hat auch Künstlerkreise zum Beispiel einen namens „Krokodil“ gegründet. Hundertzwanzig Novellen, acht Romane und unzählige Theaterstücke hat er geschrieben. Da kommt dann eine Anspielung, daß man heutzutage keine Novellen mehr schreiben kann, weil keiner weiß, was das ist und sogar schon „Haikus“ als Romane betitelt werden.

Die Gruppe torkelt weiter durch die Stadt, kommt dann zu der Villa, aber zuerst nicht hinein. Die Bibliothekarin hat Schwierigkeiten mit den Krücken und bekommt Alpträume, wo sie sich an ihren Schreibtisch wähnt. Dann dann gibt es auch ein Zwischenkapitiel in Italien, denn da besucht 1905 offenbar der berühmte Verleger der Cottta´schen Buchhandlung, den alten Dichter in seiner Sommerredsienz am Gardasee, denn der war sehr Italophil, hat das auch studiert und Ende eine Villa dort gehabt. Frau Anna fragt was sie kochen soll? Der Verleger deutet schon den möglichen Nobelpreis an

Dann geht es wieder zurück in dieLuisenstraße, beziehungweise in das Cafe nebenan, wo die die fünf, der Erlanger Spezialist vom Department of literatur, auch so eine Anspielung mit seinem chinesischen Mann ist inzwischen auch eingetroffen, um sich zu stärken. Dann kommen sie doch in die Villa hinein und am Ende erscheint noch der Direktor vom Touristenbüro von Gardone Riviera, der dort ein Paolo Heyse- Centro errichten will und bietet der Baurrätin oder der Stadt Münschen seine Vorschläge an.

Interessant merke ich an, sehr orignell und gewagt. Bin gespannt, was die Literaturkritik dazu sagt? Mir hat es jedenfalls gefallen und wieder viel gelernt. Vor allem das man Literatur und auch biografische Romane anders schreiben kann und kann das Lesen des „Götterbaums“ oder auch Paul Heyse selbst, von dem ich gar nicht weiß, ob der noch lieferbar ist, sehr empfehlen, der aber vielleicht verstaubter wirken kann, als das Buch über ihn.

2021-02-16

In die Fastenzeit

Morgen ist Aschermittwoch und dann beginnt die Fastenzeit. Sechs Wochen bis Ostern kein Fleisch, keine Süßigkeiten, kein Alkohol oder was auch immer, um sich in innere Einkehr zu begeben, damit man zu Ostern frisch und fröhlich wieder auferstehen kann, wie uns unser Bundeskanzler schon letztes Jahr versprochen hat, als er den Lockdown eins verkündet hat. Ich bin zwar kein gläubiger Mensch und auch nicht katholisch, da, wie ich immer schreibe, aus einer sozialistischen Arbeiterfamilie kommend, die Mutter war gelernte Stickerin und ist später wieder zu ihren katholischen Wurzeln zurückgekommen, hat mich deshalb auch in den Religionsunterricht geschickt, wo imnachhinein nicht viel hängen geblieben ist, als Kind war das ein bißchen anders, der Vater evangelisch getauft, aber später ausgetreten, seine Kinder nicht mehr taufen lassen, der SPÖ beigetreten und dort seines Lebens akiv tätig und ist, wie ich mich erinnern kann, immer einmal oder mehrmals in der Woche mit der Aktentasche unterm Arm zu seiner Sektion aufgebrochen, wo er, glaube ich, Buchhalter oder Schriftsführer war. Er war in der Statistik in der WGKK tätig und am Wochenende hat er in der Tanhzschule Hernals, die der SPÖ gehörte, als Billiteur oder Security gearbeitet. In der Schule war ich einige Zeit lang gläubig und bin auch manchmal in die Gottesdienste gegangen, so kann ich mich als ich schon in der Straßergasse war, erinnern, daß da einmal derKardinal König gekommen ist, um den Aschmermittwoch Gottesdienst zu halten.

So weit, so gut, zum Aschermittwoch eße ich immer Heringsalat, ansonsten faste ich nicht, höchstens wenn ich abnehmen will, räume dann bald einmal die Ostersachen heraus, um vielleicht auf meine Art die Auferstehung zu feiern und heuer auch der kleinen Lia Ostereier zu verstecken, aber das fällt ja heuer vielleicht wieder so aus, wie es auch im letzten Jahr ausgefallen ist, wo die Gottesdienste ja überhaupt im Netz übertragen wurden und die Famiien fürchten mußten, vielleicht Strafen zu bekommen, wenn sie ihren Kindern Eier im Park oder Wald verstecken, denn wir haben ja noch immer Lockdown, wieder den Lockdown light, wo man zwar zum Friseur gehen darf, sich aber vorher testen lassen muß, was man überhaupt, glaube ich, ständig soll, um zu beweisen, daß man nicht krank ist oder dieses Virus hat, obwohl das ja, glaube ich, nur bei einem Prozent der Fall ist und dann die Tests noch oft falsch und die sogenannten Wohnzimmertests, die man ab März, glaube ich, gratis in der Apotheke bekommt und die man benützen soll, wenn man die Oma besucht, nicht gültig sind, wenn die vielleicht im Pflegeheim wohnt oder für den schon erwähnten Friseurbesuch, denn Kontrolle ist ja alles und Österreich soll ja, wie ich gerade in Oe-24 höre, Weltmeister in Sachen Tests werden und man da an eine halbe, dreiviertel oder vielleicht sogar schon eine Million pro Woche denkt.

Was das bringen soll, außer Müllberge, ist mir zwar nicht so klar oder doch natürlich, denn das Virus soll ja ausgemerzt, auf Null oder was auch immer gebracht werden, obwohl, ich denke, daß ja auch die Wissenschaftler, die solchen progagieren, wissen müßten, daß das nicht wirklich geht und man ja immer hört, daß man, statt die Wirtschaft zu vernichten und vielleicht sogar auf die sogenannten unerlaubte Demonstranten mit Wasserwerfer zu spritzen, mit dem Virus leben lernen soll, also die Älteren zu schützen, Masken tragen, wenn man will, aber sonst die Lokale und Geschäfte aufsperren und versuchen möglichst normal zu leben, weil man ja nichts davon hat, daß man vielleicht nicht an Corona aber an einem verschleppten Herzinfarkt stirbt oder sich aus Verzweiflung umgebracht hat.

Schaut aber nicht so aus, denn alles, was Spaß macht, ist verboten, hat ja unser Bundeskanhzler glaube ich gesagt, als er im Oktober den zweiten Lockdown angekündigt hat, also keine Sozialkontakte, keine Gastro, keine Bälle, keine Faschingsfeste für die Kinder, etcetera und die Gastro haben wir gestern ja gehört, bleibt wahrscheinlich bis Ostern oder vielleicht auch länger noch zu und es gibt auch keine Schanigärten, so daß man sich wahrscheinlich weiter sein Bier aus dem Spermarkt und sein Essen vom Take a way holen muß und sich damit mindestens fünzig Meter weiter vom Geschäft an die Wand stellen oder auf eine Bank setzen kann und wenn man einen Zweiten dabei hat, muß der Babyelefantenabstand mindestens zwei Meter sein und alle sagen, die Zahlen werden steigen und steigen. Nächste Woche sind sie wegen dem noch viel gefährlicheren südafrikanischen Virus bestimmt schon so hoch, daß man wieder schließen muß und nicht auf siebenhundert, wie sie sollen. Aber die bleiben, glaube ich, schon seit Wochen gleich, nämlich zwischen tausend und tausendfünfhundert und auch den Weihnachtspeak hat es, glaube ich, nicht wirklich gegeben.

Die Gastronomen stöhnen, weil sie schon wieder nicht öffnen dürfen und ich wundere mich, daß die Leute so bereitwillig die FFP2-Maske tragen.

„Die menschen haben sich gut daran gewöhnt!“, hat der Bundeskanzler ebenfalls gesagt und sich umdas Reintesten drängten, damit sie zum Friseur können und auch, wie die Gastronomen meinen, sich auch bereitwillig testen lassen werden, damit sie einen Kaffee trinken dürfen.

Das ist ja auch so ein Wort, das mich stört, daß man plötzlich alles dürfen muß oder nicht darf und die Kinder oder Eltern sogar schon bestraft wurden, wenn sie ihre Kinder rodeln ließen, weil man das, ich glaube, zuministens in Deutschland nicht durfte.

Daß die Bälle ausfielen hat mich nicht so gestört, bin ich ja keine Tänhzerin und habe mich auch nie verkleidet und an Faschingsfesten teilgenommen, daß es die Leute aber hinnehmen nicht zu tanzen oder sich zu einer heimlichen Party in ihre Privaträumen drängen, wundert mich immer noch, wie auch, daß die Leute sich mit Masken in die „Alte Schmiede“ oder „Gesellschaft“ setzten, als man das noch durfte. jetzt darf man es ja nicht und es wird also heuer wieder eine richtige Fastenhzeit ohne vorigerhigen Fasching, ob man das will oder nicht oder dann doch wieder nicht so ganz, denn in seinem Zimmer kann man ja den Alkohl trinken und der Bierkonsum ist auch, habe ich gehört und kann ich sehen, angestiegen.

„Was soll man sonst in seiner Verzweiflung tun?“, wird sich mancher gedacht haben. Aber heuer dürfen die Kinder wenigstens die Spielplätze benützen und man sich auch mit seinem Kaffee auf eine Parkbank setzen kann, wen man den nötigen Sicherheitsabstand hält und die Bundesgärten benützen, die ja im vorigen Jahr geschlossen waren.

Also heuer kein Faschingsdienstag mit Faschingsfeiern. Krapfen wird man wohl essen dürfen und dann auf in eine strenge Fastenzeit, um die Auferstehung zu Ostern zu feiern oder auch nicht, wenn da inzwischen eine neuere Virusmutation gekommen ist, aber es sich gut gehen lassen, auf den Körper schauen, spazierengehen, den Geist auslüften, um die Abwehrkräfte zu stärken, darf man wahrscheinlich schon und soll das auch tun.

2021-02-13

Faschingsamstag-Spaziergang

Filed under: Alltagsgeplauder,Gesellschaftspolitik,Uncategorized — jancak @ 20:36
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Vor der Karlskirche

Vor der Karlskirche

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine Stadtflaneurin, also eine, die statt mit den Öffis zu fahren, viel durch die Stadt marschiert, nicht spazierengeht, das tue ich in Wien eigentlich selten bis gar nicht, sondern früher in den Vor-Corona-Zeiten sozusagen am Abend ins Literaturhaus und die „Alte Schmiede“, manchmal sogar auf ein Begräbnis bis zum Zentralfriedhof, in Spitäer zu Supervisionen oder Ende des Sommers auf die Jeusuitenwiese zum Volksstimmefest, jetzt bleibe ich Corona bedingt oder ehe wegen dem Veranstaltungsstop vorwiegend zu Hause, gehe nur auf die Bank oder auf Demonstrationen, weil das bis vor kurzem fast das Einzge war, wo man ohne Maske hingehen konnte, oder eigentlich auch nicht ganz, zumindestestens schien das nicht so klar, weil man immer hörte, die gehen ohne Abstand und ohne Maske aber bis zur neuerlichen Verschärfung zum 25. 2. konnte man das noch entweder ein meter Abstand oder Maske.

Dann hieß es zwei Meter und FFP2, was für mich ein aus wäre, denn mit Maske gehe ich nirgendshin, nicht einmal auf eine Anti-Corona oder Anti-Maßnahmendemo, wie das jetzt heißt.

Messages

Messages

Also die letzte Großdemo am sechzehnten Jänner, da war dann schon der Teufel los. In OE24 und den anderen Medien konnte man hören, das sind alles Schwurbler, Nazis und Coronaleugner. Dann wurden die Demos verboten, weil anzunehmen wäre, daß die Leute sich nicht an die Maßnahmen halten. Nun gut, über die Ringstraße können zehntausende nicht mit zwei Meter Abstand marschieren und wenn die Polizei einkesselt, ist das auch nicht möglich.

Vor zwei Wochen hätte Herbert Kickl auf einer Demo reden sollen, die dann verboten wurde. Der hielt dann eine Onleine-Veranstaltung an. Wir waren zu diesem Zeitpunkt in Harland und auf der Rudolfshöhe und für heute dem Faschingssamstag waren wieder siebenundzwanzig Demos angemeldet und sind verboten worden.

Polizeiautos, Polizeiautos, Polizeiautos, ...[

Polizeiautos, Polizeiautos, Polizeiautos, …

Nun gut, gehen wir halt spazieren, werden sich die Teilnehmer gedacht haben, denn das ist ja erlaubt und soll man auch bezüglich seiner Gesundheit tun und mir fällt ein, daß ich ja einmal mit dem Alfred und der Ruth auch durch Wien marschiert, beziehungsweise gefahren bin, um die Kunst des öffentlichen Raum für die „Hammer-Ausgabe“ in der wir ja unsere Texte hatten, die ich mit der Ruth einen Sommer früher geschrieben habe, als der Alfred mit dem Karli auf Reisen war, das ist heute auch nicht möglich, aber wir waren in Wien und da dachte ich, gehe ich, auch spazieren und schaue mir das Geschehen an, was ja auch insofern ganz passend war, weil ich gestern mit dem Korrigieren von „Mathilde im Corona-Land“ fertig geworden bin und dann, bis ich mit dem nächsten Text anfange, habe ich ja immer meine Rituale gestartet. Fenster putzen, ein bißchen aufräumen und dann ein paar Tage auf Recherchetour um schon Ideen oder den Plot für den nächsten Text zu kreieren. Da spazierte ich dann im mer herum, holte mir beim Mc Donalds einen Cheeseburger, besuchte die offenen Bücherschränke und habe in der letzten Zeit auch schon mal einen Cappuchino oder einen Kaiserspritzer getrunken.

Die zentrale Botschaft

Die zentrale Botschaft

Das gibt es nicht mehr. Denn Erstens kalt und Zweitens sind ja alle Cafes und Lokale zu und holt man sich beim Mc Donalds etwas auf die Straße, muß man Maske tragen und kann vielleicht auch nicht mit Bargeld zahlen.

Also fällt auch das Flanieren aus, die Fenster sind eigentlich auch noch sauber und die Ideen beziehungsweise die Texte für das nächste Buch habe ich ebenfalls schon, will ich ja aus meinen inzwischen schon entstandenen Cora-Texten ein drittes Literaturgeflüsterbuch zusammenstellen und habe damit auch schon angefangen mir die Texte herauszusuchen.

Also passend am Faschingssamstag mit und auch ohne Faschingskrapfen, die hat der Alfred schon früher besorgt, mich auf einen Anti-Corona-Recherchespaziergang machen.

Was machma jetzt mit der Demo? (Die Polizei fragt sich am Opernring.)

Was machma jetzt mit der Demo? (Die Polizei fragt sich am Opernring.)

Da waren ja siebenundzwanzig Demos angesagt, die aber alle verboten waren. Ich dachte aber, wenn ich zum Maria Theresienplatz oder zum Ring schaue, werde ich schon Demonstranten finden. Dann sagte mir Oe24-TV, das ich derzeit ja sehr gern höre, die Veranstaltung findet am Resselpark statt. Da wurden die Demonstranten vom Maria Theresienplatz abgedrängt oder sind hinspaziert und da ging es um im die Corona-Maßnahme in den Schulen und um die besorgten Eltern, die nicht wollen, daß ihre Kinder den ganzen Tag mit Maske in der Klasse sitzen oder sich zweimal wöchentlich freitesen müßen. Da war dann schon von einem Polizeieinsatz die Rede und der Alfred der inzwischen einkaufen war, erzählte mir auch, die Einsatzwägen hätten den Bus in dem er saß, blockiert. Ich bin dann mit ihm zum Resselplatz marschiert und habe mich an den Rand gestellt, weil ich ja keine Maske will. Aber beim Spazierengehen im Freien braucht man ja noch immer keine, wenn man den nötigen Abstand hält.

Also ganz hinten hinstellen und viele Leute und viele Fahnen gesehen. Die vielen Österreichfahnen irritieren zwar noch immer. Die Reden, die gehalten wurden, klangen aber interessant und auch von Triol war die Rede, weil da gibt es ja inzwischen, die vermutlich viel gefährlichere südafrikanische Mutation und deshalb jetzt eine Sperre oder eine Testpflicht, wenn man das Land verlassen will. Einer hat auch das Andreas Hofer-Lied ein wenig falsch gesungen. Dann kam schon die Durchsage „Achtung, Achtung, die Polizei gibt uns noch ein paar Minuten für den geordneten Rückzug Zeit!“

Und was jetzt? Fragen wir uns.

Und was jetzt? Fragen wir uns.

Da sind wir dann in Richtung Ring gegangen, um in kein Gedränge hineinzukommen. Haben also die Demonstranten an uns vorüberziehen lassen und die Polizei gesehen, wie sie maskiert, die Stufen hinunterstürmten. Am Ring sind wir dann eine Weile hinter der Polizei gestanden und haben uns auch mit einem Herrn unterhalten, der die Demokratie schon sehr gefährdet sah. Auf einmal war dann alles frei. Die Demo aufgelöst, die Teilnehmer weg und wir sind Richtung Stadt gegangen, haben beim Grager, wo der Alfred eigentlich noch etwas Süßes kaufen wollte, einen Kaffee getrunken und die Demo am Graben getroffen. Sind mit bis zum Donaukanal und dann bis zur Urania gegangen und durch den Stadtpark zurück. Die Demonstranten, die auf der anderen Seiten gingen, haben wir dann beim Hotel Intercontental getroffen und viele Polizeiautos, beziehungsweise eine Polizistengruppe hinter einem Bus eim Cafe Prückl haben wir auch gesehen.

Die Demonstranten sind, wie ich im Oe 24-TV hörte, über den vierten und den sechsten Bezirk bis zum Westbahnhof marschiert, beziehungsweise wurde sie von der Polizei im zwölften Bezirk aufgelöst und wir sind etwas müde und erschöpft nach Hause gekommen. Der Alfred hat über die Kälte gejammert, ich habe ja noch blogmäßig einiges vor und natürlich ist es ein bißchen gesepenstig, an einem dreizehnten Feburar hinter einer verbotenen Demo hergegangen zu sein und daran zu denken, daß einen Tag früher, an einem zwölften Februar nicht nur im Jahre 1989 Thomas Bernhard gestorben ist sondern im Jahr1934 die Heimwehr auf den Schutzbund schoß und mein 1912 geborener Vater vielleicht auch bei den Februarkämpfen beteiltigt war

2021-01-30

Artur Lanz

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Auf den neuen Roman, der 1941 geborenen Monika Maron, die mit ihrem Roman „Flugasche“ berühmt und in der DDR verboten wurde“ berühmt geworden ist, den ich, glaube ich, irgendwann gelesen habe, bin ich bei „Lit 21“ aufmerksam geworden, weil S. Fischer, den Vertrag mit der Autorin auflöste, weil ihre Essays im „Antaios Verlag“ veröfffentlicht wurden oder in der Buchhandlung der Susann Dagen vorgestellt wurde. Ihr voriger Roman „Munin oder Chaos im Kopf“ wurde auch schon in dem Diskussionsformt von Susanne Dagen und Ellen Kositza vorgestellt und das hat meine Neugier geweckt. Leben wir ja in einer Zeit, wo sich das Rechts und links vermischen, die FPÖ statt der Grünen gegen die Freiheitsbeschchränkungen der Covid-Maßnahmen eintritt und man wenn man gegen die Corona-Maßnahmen demonstrierten will, sofort als Rechts und Aluhutträger diffamiert wird.

Aber das war wahrscheinlich erst später, ist der Roman doch schon im August 2020 erschienen und es ist ein interessantes Buch über das man viel nachdenken kann, obwohl eigentlich gar nicht so viel darin passiert, das aber in einer sehr anspruchsvollen Sprache geschrieben ist.

Die Heldin oder Erzählerin ist wahrscheinlich eine Alter Ego von Monika Maron, nämlich eine ehemalige Lektorin namens Charlotte Winter, die auch nebenbei Geschichten schreibt und deshalb wohl immer auf Materialsuche ist und da fällt ihr eines Tages auf einer Parkbak neben den Sandlern dort, ein gutgekleideter etwa fünzigjähriger Mann, der also ihr Sohn sein könnte, auf, der einen sehr depressiven Eindruck macht, wie ich das, was Monika Maron beschreibt, zusammenfassen will. Sie setzt sich zu ihm und er erzählt ihr, daß er Artur heißt, weil seine Mutter von der Artussage begeistert war, er aber mit seinem Leben unzufrieden ist, weil geschieden, einen Herzinfarkt hatte und den Hund, den er einmal gerettet hat, um seine Heldenhaftigkeit zu beweisen, hat ihn seine Frau auch noch weggenommen.

Monika Maron fängt ihr Lehrstück sehr langsam an, nennt ihren Helden zuerst Herr Lanz, später kommt es zum Artur und philosophische Betrachtungen über das Leben, die Veränderungen seit den Zeiten der DDR, gibt es auch. Sie besucht ihren Freund Adam und seine viel jüngere Freundin Eva, die eigentlich Gudrun heißt und Ayurveda-Kuren in Indien macht. Mit dem geht sie manchmal in eine Nobelpizzeria essen, trifft ihre Freundin Lady mit der sie in der DDR aufgewachsen ist, liest die Artus-Sage, fängt an sich mit dem Heldenbegriff zu beschäftigen.

Gibt es den überhaupt noch? Oder ist man gleich ein Nazi, wenn man das Wort erwähnt und was ist aus den Buben geworden, die von den 1968-Müttern Puppen statt Gewehre in die Hand gedrückt kommen?

Dazwischen taucht immer wieder Artur auf, geht mit ihr ein Glas Wein trinken und erzählt ihr dann von einem Kollegen. Der ist Physiker, der sich mit einer Grünen anlegte, um sie zu ärgern, postete er „Grünes Reich“ und hat dann das Pech, das dieser Ausdruck auch von einem Rechten gewählt wird. Das führt zu einem großen Eklat und Artur, der nicht der Meinung seines Freundes ist, soll ihm verteidigen. Er ist aber kein Held, tut es am Schluß doch und geht mit ihm dann schifahren oder wandern und schließlich in die Schweiz ins Institut Cern und Fontanes Stechlin wird dazwischen auch noch gelesen.

Ein Roman über die gesellschaftlichen Entwicklungen Deutschlands mit denen man oder Monika Maron unzufrieden sein kann und ich, um ein bißchen zu provozieren und ich mich in der letzten Zeit auch mit den Romanfahrplan beschäftigt habe, die Frage stelle, ob und wie gut Monika Maron sich in ihrem Romanaufbau mit der „Heldenreise“ beschäftigt hat und natürlich ist es wichtig mutig zu sein, Haltung zu zeigen, seine Meinung zu sagen oder sich vielleicht ganz einfach so zu verhalten, wie man es wahrscheinlich in der Schule oder von den Müttern lernte. Ein besonderer Held oder Heldin braucht man dann vielleicht gar nicht zu sein.

2021-01-23

Der verlorene Sohn

Das neue Buch der 1984 in Baku geborenen Olga Grjasnova deren „Russe, der die Birken liebt“ und „Gott ist nicht schüchtern“ gelesen habe und die ich auch im Literaturhaus und einmal in Leipzig erlebte, führt in den Kaukasus und in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts und ich finde die Themenbandbreite und auch die Stilverschiebungen der Literaturinstitut Absolventin sehr interessant, liest sich der Roman doch sehr leicht und fast wie ein Jugendbuch und man erfährt sehr viel dabei. Von der russischen Kriegspolitik des neunzehnten Jahrhunderts und auch, wie sich jemand fühlen muß, wenn er plözlich von Baku oderAkhulgo nach Moskau kommt oder von Damaskus nach Berlin oder Wien, denn der achtjährige Jamalludin, Sohn des mächtigen Imams Schamil wird aus politistchen Grünen von Akhulgu im Nordkaukassus nach St. Petersburg geschickt. Er ist eine Geisel des Zaren und seine Mutter erzählt ihm, daß es sich nur, um ein paar Tage oder Wochen handeln würde.

Es werden fünfzehn Jahre daraus und der Zar läßt ihn in einer Kadettenschule erziehen, lädt ihn und die anderen Zöglinge zu Kinderbällen und anderen Festivalitäten ein. Er lernt Russisch und Französisch, dient in der russischen Armee, wird von dort nach Polen geschickt und verliebt sich die die emanzipierte Lisa, die in Göttingen studieren will und natürlich Sex mit ihm hat. Dann plötzlich nimmt der Vater georgische Geiseln gefangen und Jamalludi muß wieder, seiner Kultur entwöhnt, in den Kaukasus zurückkehren, denn die russische und französische Kultur ist natürlich besser. Die russischen Ärzte können den Fuß der tochter des Vaters heilen, der inzwischen viele andere Nebenfrauen und von ihren Kinder hat. Jamadullahs Mutter ist schon vor zehn Jahren gestorben und die Briefe die Jamadullah an den Vater gewchrieben hat, haben diesen nie erreicht.

Am Schluß erwischt Jamadulin die Tuberkulose. Der russische Arzt, der ihn behandeln soll, kann ihm nur die Diagnose, die er schon wußte, mitteilen und der Diener Ali, den er bittet ihn etwas vorzulesen, kann ihm nur aus dem Koran zitieren. Da er weder Russisch noch Französisch versteht und so lautet einer der letzten Sätze „Jamalludin hatte nicht mehr die Kraft sich dagegen aufzulehnen“ und am Anfang hat Olga Grjasnowa geschrieben, daß der Roman auf historischen Fakten beruhen würde.

„Vieles stimmt, manches ist frei erfunden oder der Struktur des Romanes angepasst.“

Ich bin nicht ganz sicher, ob das wirklich so funktionierte, daß der Zar seinen Feinden, die besten Ausbildung genießen ließ und die dann gebildet zurückschickt, aber spannend eine völlig andere Olga Grjasnowa zu lesen und auch etwas über das Leben am St. Petersburger Hof im neunzehnten Jahrhundert und auch ein bißchen über den Kaukasus zu erfahren.

2021-01-22

Das zweite Corona-Buch

Das Thema Corona, meine Leser wissen es, interessiert mich sehr und ich schreibe, seit wir uns in der Krise befinden, auch sehr viel darüber, so daß wieder wie auch in der Flüchtlingskrise eine Trilogie darüber entstehen wird. Kein Frühlingserwachen mehr“ ist das erste Buch, vor ein paar Monaten erschienen, ich ganz schön vermummt, weil man ja keine Kinder fotografieren soll, obwohl wir da ein schönes Foto von der kleinen Lia und ihrer Mama Anna hatten und das hätte ja ohne Corona ein Buch über eine ganz normale Dreierbeziehung werden wollen, dann folgte das Sommergeschehen und da hatte ich schon länger in der Seedosen-Bücherzelle ein Notizbuch gefunden. Die finde ich öfter mal in den Schränken und da waren auch ein paar sehr schöne dabei. Aber dieses war schon ein bißchen beschreiben und zwar wurde da ein Festival im Sonnenpark geplant und die Idee für mein Sommer Corona-Buch, wo es auch um mein alter Ego, die Schriftstellerin Eja Augustin und auch, um ein Handy, das in einen Blumentopf fällt, dazu haben mich die Schreibimpulse aus dem kleinen Handybuch animiert und ein paar Veranstaltungen, die ich im Sommer besucht habe, haben mir auch den Input gegeben und dabei ist die Idee über eine Maskenverweigerin zu schreiben, ein wenig übergeblieben und einen dystopischen Roman über die Corona-Krise wollte ich ja auch schon lange schreiben. Aber wie schreibt man den? Wenn ich vor ein einhalb Jahren ein Buch darüber geschrieben hätte, daß wir alle Masken tragen müßen, daß die Polizisten mit einem Maßstab herumrennen und von einem fünfhundert Euro verlangen, wenn man sich auf eine Parkbank setzt, daß man sich freitesten muß und zu Silvester keine Böller werfen darf, dann wärs ein solcher geworden. Da hätte man mir vielleicht noch sagen können, „Das ist aber jetzt total unrealistisch, da ist aber deine Fantasie ganz schön mit dir durchgegangen!“ Und so fängt auch mein drittes Corona-Buch die „Mathilde im Coronaland,“ geschrieben vorwiegend im November 2020 im Rahmen des „Nanowrimos“ an, nämlich mit einem Absagebrief an die liebe Autorin, datiert mit Ende 2019 und dann kommt, undatiert, ein Brief der Mathilde an ihre Enkeltochter bevor sie ins Nichtgeimpften-Ghetto zieht und dazwschen liegt das Jahr 2020. Nun gut, das ist auch noch ein bißchen Utopie, denn das buch erst im Rohtext fertig und jetzt wird noch eifrig korrigiert. Das buch gibt es also noch nicht, dafür ist das „Notizbuch“ da und ich löse wieder die Gewinnspielfragen auf. Leider hat sich wieder niemand gemeldet, der das Buch gewinnen will. Aber vielleicht will mir einer für eine Leserunde kommentieren oder eine Rezension schreiben. 1. Das Buch wurde, das habe ich schon geschrieben, in der Bücherzelle bei der Seedose gefunden. 2. Ein Festival im Kulturzentrum Sonnenpark 3.Im Weinhaus Sittl bei einer Lesetheaterveranstaltung. Ich war auch dort Ende Juni und habe mich da mit einer älteren Dame unterhalten, die das Vorbild zur Aloisia wurde. Und die nächste Idee oder das nächste Corona-Buch wird das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den dort vorhandenen Corona-Texten werden und da gibt es ja schon sehr sehr viele.

2021-01-17

Großdemo in Wien

Seit Weihnachten oder auch schon etwas früher, haben sich die Ereignisse zugespitzt. Die Zahlen, die bis Sommer relaiv gut waren, sind seit den Lockerungen gestiegen und gestiegen, so daß die Maskenpflicht wieder und die Registrierungspflicht in den Restaurants eingeführt wurde und im Oktober lagen sie dann bei neuntausend. Also leichter Lockdown ab November. Der wurde dann vershärft und Ende November überraschte Kanzler Kurz in der Pressestunde mit der Massentestidee, damit wir alle ungestört Weihnachten feiern können. Dagmar Belakowitsch von der FPÖ war dagegen „Dann sitzen Sie zu Hause in Quarantäne statt unter Christbaum!“

„Unverantwortlich!“, ätzten die Medien. Es gab die Diskussion, um die Freiwilligkeite und nur wenig Leute gingen hin.

„Das ist kriminell!“, hieß es in den Medien.

„Dann sind Sie schuld, wenn tausend Leute Ihren Arbeitsplatz verlieren!“

Und man empfahl sich vor Weihnachten testen zu lassen, damit man die Oma besuchen kann. Es gab die Weihnachtsverordnung, daß man zehn Leuten aus zehn Haushalten treffen kann und ab dem zweiten Weihnachgtsfeiertag wieder harter Lockdown und keine Silvesterfeiern und dann sind die Zahlen obwohl das lang befürchtet wurde gar nicht so sehr angestiegen, denn sie liegen jetzt schon lang zwischen ein- und zweitausend. Dann kam das Freitesten, denn Lockdown bis zum achtzehnten Jänner aus dem man sich raustesten hätte konnen, wenn nicht, muß man bis vierundzwanzigsten zu Hause bleiben und FFP2-Maske tragen. Die kam dann in den Gondeln, weil die Lifts mit großen Geschrei ab dem vierundzwanzigsten Dezember öffnen konntten. Eislaufen durfte man auch am Rathausplatz. Da bekam man einen Bewegungsmelder umgehängt und die Oppositon stimmte gegen die Gesetzesvorlage, wo das Freitesten eingeführt werden sollte. Man konnte dagegen Einspruch erheben. Ich gat es, die Seiten brach aber in den drei Tagen nach Silvester, wo man das konnte, zusammen und dann kam wieder eine Überraschung. Kein Freitesten, dafür Lockdownverlängerung bis vierundzwanzigsen und dann hörte man schon, in England gibts eine Virusmutante, die viel viel ansteckender ist und das ist jetzt auch nach Österreich gekommen oder soll das sein.

Das Freitesten wurde durch das Reintesten ersetzt. Was bedeutet, daß man ab dem vierundzwanzigsten Jänner nur mehr mit Test in Veranstaltungen, die dann öffnen sollten, gehen kann. Dorthin und in die Hotels, bei den Retaurant wußte man es nicht. Der Handel war auch dagegen und weil das englische Virus so ansteckend sein soll, kamen bald Gerüchte Verlängerung des Lockdowns.

Bis nach Ostern hieß es in Deutschland, wo der Lockdown auch verlängert werden soll und FFP2- Maskenpflicht in den Geschäften. Die soll jetzt nach dem vierundzwanzigsten kommen. Restaurants und Veranstaltungen zu, bis Ostern oder Februar, ansonsten FFP2 im geschlossenen Raum, solange bis die Zahlen bei tausend oder sogar bei siebenhundert liegen und de letzten Meldungen waren, daß der Lockdown am besten solange dauern soll, bis das Virus ganz verschwunden ist.

Das wird, denke ich, nie passieren und wenn ist dann sicher schon der nächste Virus da. Aber der Handel ist bis dahin zusammengebrochen und fordert schon sehr energisch, endlich aufzusperren, denn bis Ostern ist alles kaputt. Eine Wirtin hat das in Linz diese Woche schon getan und der droht jetzt dreißigtausend Euro Strafe und in den letzten Tagen war die Lockdownverlängerung und und die Erweiterung der Maskenpflicht das große Thema. In Deutschland soll man auch nicht weiter bis fünfzehn Kilometer seinen Wohnort verlassen dürfen und, ich glaube, sogar der Verkehr eingestellt.

„Ein bißchen verrückt!“, könnte man sagen und das scheinen sich auch die Leute zu denken, denn Anfang Jänner begann es mit den Demos oder den Spaziergängen, wie die jetzt heißen und man hörte, daß die Demos verboten werden sollen, weil das sind ja nur die Schwurbler, die Rechtsextremen, die Aluhutträger und Impfgegner und alle anderen, die vielleicht nur besorgt, um ihre Freiheit wären oder Angst um ihren Arbeitsplatz oder Geschäft haben, sollen sich hüten dort mitzugehen.

Demonstrationen wurden aufgelöst, aber die, die am Samstag um eins oder um zwei am Heldenplatz stattfand, gab es, nachdem sie einen anderen Veranstalter hatte. Da gibt es ja immer die Diskussion mit der Maskenpflicht, daß die Teilnehmer die nicht einhalten und deshalb verboten werden sollen, aber im Freien braucht man die nicht tragen, sondern nur den Abstand halten, was, wie ich gerade in Oe-24 höre, angeblich nicht so ist.

Ist es aber und die Regel ist nur der Abstand und den halte ich beispielsweise ein und ich bin, das wissen, glaube ich, meineLeser nicht rechtsexem sondern eher links oder kritisch und ich war auch auf dieser und auch schon auf einigen anderen Demostratonen aber so eine volle habe ich bisher nicht gesehen, das war schon fast wie bei den Donnerstagsdemonstrationen und ich kann bestätigen, daß ich lauter normale und vorwiegend junge Menschen dabei gesehen haben.

Zwanzig oder über zehntausend habe ich gehört und es war der ganze Heldenplatz, zwar mit großen Abstand, aber immerhin sehr voll. Es gab ein paar Reden und dann einen Marsch über den Ring, wo es wirklich, das stimmt sehr gedrängt war. Klar, wenn sich zwanzigtausend Menschen auf der doch begrenzten Straße drängen. Es ging vom Heldenplatz bis zum Schwarzenbergplatz, zumindst bin ich bis dorthin, beziehungsweise bis zum Stadtpark gekommen. Dann gab es einen Halt und eine Durchsage, daß man nicht vor die Polizeiwägen gehen soll. So bin lang herumgestanden und dann zurückgegangen und im TV gesehen, daß es ganz um den Ring bis zum Heldenplatz gegangen ist, wo jetzt die Abschlußkundgebung stattfand. Ausschreitungen soll es, habe ich im Oe 24 gehört, auch gegeben haben.

Ich kann nur betonen, davon habe ich nichts gesehen, nur ein paar Österreichfahnen und Blumen, aber die sind ja nicht verboten und ein Plakat, das ein Kind mit seiner Mutter trug, was mich sehr beeindruckt hat.

„Ich bin kein Corona-Leugner aber nicht blöd!“, ist darauf gestanden und das trifft, kann ich anfügen, auch für mich zu, daß ich denke, wo kommen wir hin, wenn das so weitergeht? Welche Masken und Sicherheitsabstände werden wir dann noch aufgebrummt bekommen? Denn wenn es jetzt einen Sicherheitsabstand von zwei Meter gibt, kann ich wahrscheinlich nicht mehr arbeiten und das wird in der Realität wahrscheinlich auch nicht funktioneren, von den Traumatisierungen der Kinder und dem, was sie versäumen, wenn sie nicht in die Schule kommen, ganz abgesehen und da hätte ich auch gedacht, daß das Problem gelöst ist, wenn alle geimpft sind, aber das scheint jetzt nicht zu sein, wenn da immer wieder ganz andere Viren kommen und man trotzdem Maske tragen muß und wahrscheinlich ohne Impfung auch nicht arbeiten oder irgendwohin gehen kann.

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