Literaturgefluester

2021-05-11

Anwesende Abwesenheit

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:40
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Jetzt habe ich mich doch statt ins Literaturhaus zum „Tag der Freiheitdes Wortes“, organisert von GAV-Mitglied Monika Gentner zu gehen in die „Alte Schmiede „gestreamt, um mir den letzten Abend der zweiten „Dichterlohstafel“ zu geben. Da habe ich ja die ersten dreieinhalb Abende sozusagen versäumt,obwohl ich mich in diesem Jahr schon viel mit Lyrik beschäftigt habe und sogar einen der vorgestellten Gedichtbände schon gelesen habe.

Mila Haugova und Margret Kreidl habe ich ja aus technischen Schwierigkeiten versäumt und statt mir vorige Woche Leta Semadeni und Peter Einzinger zu geben habe ich mich ins Literaturhaus zu Gustav Ernst dessen Fanin, ich schreibe es wieder, ich ja ein bißchen bin und gestern ins Literaturhaus gegangen, um einen großen Dichter wieder zu hören und dabei Julian Schutting und Ursula Krechel versäumt.

Ich weiß, ich kann das alles wahrscheinlich nachhören, nehme mir aber wahrscheinlich nicht die Zeit dazu, also heute den letzten Lyrikabend, wo der dritte Lyrikband der1981 in Berlin geborenen Nadja Küchenmeister vorgestellt wurde, die war abwesend, beziehungsweise saß sie in ihrem Berliner Zimmer, wo es schöne Photografien zu sehen gab, von denen sie dann auch den Dichterhoh-Kurator Michael Hammerschmid einiges erzählte und der fragte sie zu dem Märchenfhaften in ihrem Gedichtband, den ich ja „Schöffling und Co machtes möglich, schon gelesen habe, also bin ich gar nicht so lylrisch unbedarft und auch die 1982 in Minsk geborene Volja Hapeyva habe ich“ schon gehört, hat sie doch erst vor kurzem in der „Alten Schmiede“ ihren Debutroman vorgestellt und ich habe inzwischen auch einen anderen Roman eines belarussischen Autors gelesen und Volha Hapeyeva, deren Band „Mutantengarten“ eine Auswahl ihrer bisher erschienen Gedichte in der “ Edition Thanhäuser“erschienen ist und von Uljana Wolf, Martina Jakobsen und Matthias Göritz üersetzt worden sind. Zwei davon hat die sehr gut deutsch sprechende Volha Hapeyeva auch auf Belarussis ch gelesen und Michael Hammerschmid dann die deutsche Version. Es gab ein Gespräch zwischen den beiden und Volha Hapeyeva war ebenso abwesend, beziehungsweise zugeschaltet.

Nur Herbert j Wimmer, der am zweiten Mai seinen siebzigt en Geburtstag hatte, wie ich „Wikipedia“ entnahm, wo bleibt das Fest, auf dem ich mit ihm anstoßen kann, Corona hat es wahrscheinlich verhindert und ich habe den regelmäßigen Literaturveranstatungsbesucher aus diesem Grund schon länger nicht mehr live gesehen, ihn aber gestern per Stream im Literaturhaus Fried-Gedichte lesen gehört, war in der“Schmiede“ anwesend und stellte den sechsten oder was auch immer Band seiner bei „Klever“erschinen100-Gedichtreihevor. Der erste Band ist 2009 erschienen und ist ElfriedeGerstl gewidmet oder auf jeden Fall hat er nach ihremTod wieder Gedichte zu schreiben angefangen und las sich jetzt durch die hundert Gedichte des neuen „schon zeit im kontinuum“ heißenden Band.

Da gibt es Haikus lange oder kurze und auch ein paar Langgedichte und Mchael Hammerschmid sprach dann die neuen Gedichtformen an, die Herbert J Wimmer immer wieder neu erfindet und dersagte, daß er als er noch ins Kaffeehaus gegangen ist, sich dort immer Worte aus der FAz der NNZ oder der Süddeutschen Zeitung geschöpft und für sich verwendet hat.

Es gibt auch ein Elfriede Gerstl Memorandum oder eine hommage an die Besitzerin des Cafe Korbs Susanne Widl, die Elfriede Gerstl einmal zum Geburtstag einen täglichen ersten Brauenen gestiftet hat.

Interessant, interessant, die neue „Dichterloh-Reihe“. Jetzt habe ich die „Freiheit des Wortes“ zwar versäumt. Man kann aber nicht alles haben und kurz habe ich auch in die „Albertina“ vorbeigeschaut, da mir meine Bank in der letzten Zeit immer die Streams zu ihren Galeriebesuchen schickt.

2021-05-10

Hundert Jahre Erich Fried

Der „Erich Fried-Preis“ an Esther Kinsky 2020 konnte Corona bedingt nicht, wie wahrscheinlich geplant im vorigen November vergeben werden, denn da fand ja immer im Literaturhaus entweder die „FriedPreisverleihungoder sogar die „Fried-Tage“mit einem umfangreichen Programm statt, das ich mir regelmäßig angesehen habe.

Groß war daher die Überraschung im Mai/juni Programm sowohl das Portrait von Erich Fried, als auch die Ankündigung der Preisverleihung und einem Erich Fried Programm zu sehen, was genauer betrachtet und klar für die Fried Spezialisten nicht so ungewöhnlich ist, denn Erich Fried wurde 6. 5. 1921 in Wien geboren und am 22. 11. 1988 in Baden Baden gestorben und ich wiederhole, ich bin keine so besondere Fried Spezialistin, habe auch nur eher wenig seiner Gedichte gelesen und ihn, glaube ich ,auch nie live gesehen, was wie ich ebenfalls betone, meine Schuld ist und mir im nachheinein sehr leid tut, denn er war in Wien in den Achtzigerjahren und hat da im NIG gelesen und der Alfred hat mich auch aufgefordert hinzukommen, aus irgendeinen Grund wollte ich das nicht.

Bin also selber schuld und zu den Fried-Veranstaltungen wie schon geschrieben eher regelmäßg gegangen, also höchstwahrscheinlich auch zur Preisverleihung an Esther Kinsky. Der Preis wird da ja immer von der „Fried-Gesellschaft“ vergeben, die sucht sich immer einen Alleinjuror aus, diesmal war es Maja Haderlap, die dann die Preisträgerin, was auch ein Unikum ist, allein bestimmt.

Und da das Literaturhaus ja die Veranstaltungen streamt und dann vier Wochen ins Netz stellt, hätte ich mir die Preisverleihung Online anschauen können, was ich auch sicherlich getan hätte, hätte die Ruth da nicht ihre dritte Runde ihres Grillparzer-Privatissimums veranstaltet und da hatte ich ihr quasi das Kommen versprochen. Zweites war das ja in Zeiten, wie diesen eine der wenigen Gelegenheiten aus dem Haus zu kommen, was vor allem bei schönen Wetter sehr wichtig ist, habe ich mir gedacht und den Stream kann ich ja nachholen.

Leider war das aber bis Montag Nachmittag, wo dann das restliche Programm begann, nicht möglich, beziehungsweise der Stream noch nicht eingestellt, so daß ich jetzt nur darüber schreiben kann, daß ihn die 1956 in Engelskirchen geborene Ester Kinsky bekommen hat, die schon auf einigen Buchpreislisten stand und einige Preise gewonnen hat, ich aber noch nichts von ihr gelesen habe und, wie schon erwähnt, Maja Haderlap, die „Bachmann-Preisträgerin“ von 2011, die Laudatio hielt und Andrea Mayer, die Kunststaatssekträrin, hat den Preis wahrscheinlich übergeben und Daniela Strigl die Laudatorin vorstellte und am Montag Nachmittag begann dann das übrige Programm in der Bibliothek, diesmal wieder vor dem schönen Fried Portrait von Hedi Heide, das ja, glaube ich, eine Zeitlang verschwunden war.

Anne Zauner, die das Ganze, glaube ich, kuratierte, hat eröffnet und dann kam Volker Kaukureit von der Nationalbibliothek, der, glaube ich, das Fried-Archiv verwaltet und führte durch das Leben Frieds an Hand von Bildern beziehungsweisen Gedichten, die Herbert J. Wimmer las. Eigentlich tat er das an Hand eines Briefumschlages den „Wagenbach“, der Fried-Verlag an den Autor nach London sandte, wo der die verschiedenesten Dinge, zum Beuspiel Notizen für eine Lesung aber auch die für einen Tee aufnotiert hat, denn Fried war ein Sammler, um nicht zu sagen, ein Messie hat nichts weggeworfen, so daß ein ganzer LKW eines Tages vor die NB angefahren kam und das ganze Konvolut in unzähligen Schachteln auslud.

Dann folgte eine kurze Beschreibung des Lebens des 1921 Geborenen. Man sah den kleinen Erich im Matrosenanzug und hörte einen Text, wo er sich beklagte, daß er nicht so so sportlich, wie die anderen Kinder war. Er hat sich durch Schauspielkünste geholfen, wurde dabei entdeckt und sollte bei einer Raimund-Aufführung mitspielen, den er als Märchendichter beschrieb, uje, uje.

Da wurde ich dann unterbrochen, weil das Telefon läutete und sich Peter Czak meldete, um sich sich zu erkundigen, wie es mir ging. Als das geklärt war, war Fried schon in London, da ist er ja vor den Nazis geflohen, hatte Kontakt zur Joung Austra und da viele Dichter kennengelernt, darunter Arthur West, füge ich an, dessen Trauzeuge er war. Er hat in dieser Zeit eher konventonell gedichtet und noch eher Schiller Oden ausgestoßen, wie Volker Kaukoreit anmerkte. Dann wurde er experimenteller und politischer wurde er auch. Sehr politisch sogar, wenn er sich traute, Ulrike Meinhof in gleicher Reihe ,wie Rosa Luxemburg stellte und dann gab es auch ein Gedicht, das sich mit der Einreihung von links und rechts beschäftigte.

Berühmt sind aber auch seine Lliebesgedichte, obwohl das „Es ist was es ist“ gar nicht aus diesem Band stammt und die Vietnam-Gedichte mit denen er, glaube ich, bekannt geworden sind. Die wurden von „Wagenbach“ vor drei Jahren wieder aufgelegt. Ich habe sie gelesen und sie wurden in den letzten Tagen auch verstärkt aufgerufen, womit man sieht, daß mein Blog vielleicht gar icht so unbedeutend ist, wie er vielleicht scheinen könnte.

Erich Fried war also sehr politisch und gar nicht so unbekannt waren mir seine Gedichte auch nicht. Denn das „Es ist was es ist“ zitiere ich ja sehr oft und dann auch das „Zweifle nicht an dem, der dir sagt, er hat Angst, aber habe Angst vor dem der dir sagt, er kennt keine Zweifel“

Das, habe ich mir gedacht, könnte man in Zeiten, wie diesen, für die abwandeln, die man vielleicht für Corona -Leugner hält: „…aber hab Angst vor denen, die dir sagen, es gibt keine Alternative!“

Aber jetzt ist dieses Thema ohnehin schon vorbei, denn der Bundeskanzler hat ja jetzt sehr euphorisch erklärt, daß die Geschichte im Juli vorüber wäre, da die Zahlen heute zum ersten Mal unter tausendund man ja nächste Woche mit Test, Impfung, Registrierung und Maske ins Wirthaus gehen kann.

Erich Fried war viel in Deutschland unterwegs, ist 1962 das erste Mal wieder nach Österreich gekommen und war 1988, da war er schon sehr krank, in Baden-Baden, hat da zur Reichskristallnacht gesprochen, wurde aber nach der Veranstaltungins Krankenhaus gefahren und ist dort bald verstorben..

Dann gabs eine Spezialeinlage, hat doch nämlich ein Herr ein Typoskript dem Literaturhaus vermacht, denn er hat für Fried einmal ein Gedicht auf Spanisch übersetzt. Jetzt wurde der Text in der FAZ veröffentlicht und Anne Zauner hat ein schönes Geschenk erhalten und dann erschien Klaus Fried, der1969 geborene Sohn und Filmemacher, der auch einen Film über seinen Vatergedreht hat, den ich, wenn ich mich nicht irre, schon bei den Fried-Tagen gesehenhabe.

Da war auch die 2015 verstorbene Cathrine Boswell Fried,die Mutterda, denn Erich Fried war dreimal verheiratetund der Sohn erzählte im Gespräch mit seinem österreichischen Filmproduzenten Ralp Wieser und dem Moderator Michael Omasta, daß im Hause Fried zwar viel Deutsch gesprochen wurde, der Vater mit seinen Kindern aber nicht so sprach. Dann war es Punkt sechs und ich hättte da der nächste Programmpunkt erst um sieben begann, eigentlich die geplante, aber verschobene Stunde abhalten können, konnte aber in der Pause doch den Livestream der Preisverleihung, die inzwischen eingestellt wurde, nachholen.

Dann kam die Präsentation der bei „Wagenbach“ wieder aufgelegten Erinnerungen „Mitunter sogar lachen“, wo zuerst der Schauspieler Bardo Böhlefeld ein paar Texte, darunter die Geschichte, wie sich die Schüler im Wasa-Gymnasium, das Fried besuchte, die jüdischen mit den Hitler- Jungen scheinbar oder wirklich prügelten, weil sie ja eigentlich miteinander befreundet wurde, las.

Dann kam ein von Günter Kaindlsdorfer moderiertes Gespräch mit Theresa Präauer, die ja auch einmal den „Fried-Preis“ gewonnen hat, Josef Haslinger und der „Wagenbach-Verlegerin“ Susanne Schüssler, die zugeschaltet war, wo Josef Haslinger bekannte, daß er in seiner Jugend ein großer Fried Fan war, ihn öfter in Wien hörte und auch als „Wespennest Redakteur“ und GAV-Generalsekretär einige diesbezügliche Veranstaltung organiserte und ihm beim ersten österreichischen Schriftstellerkongreß 1981, bei dem ich nicht dabei war, kennenlernte. Dann wurde der gegenwärtige Stellungswert von Erich Fried diskutiert und besprochen welchen Stellenwert er in der heutigen Lyrik hat und da ist die politische Lliteratur eher in den Poetry Slamszene zu finden, wie Teresa Präauer betonte, die auch Armanda Gorman, die schwarze Dichterin erwähnte, die bei Joe Bides Amtseinführung offenbar ein sehr politisches Gedicht aufführte.

Interessant, interessant und Günter Kaindlsdorfer, der die Diskussion, wie ich meinen würde, eher beschwichtigend führte, bekannte zum Schluß, daß er seinen Beitrag zur Förderung der Lyrik leiste, in dem er seiner Familie mehrmals in der Woche Gedichte vorliest und offenbar sind auch ein paar von Erich Fried dabei.

Der letzte Programmpunkt war ein Fim von Danielle Proskar „Der Dichter im Porzellanladen“, der auf ästhetisch schöne Weise noch einmal durch das Leben des Dichters führte. Leider war der Ton am Anfang verschwunden, so daß der Film wiederholt werden mußte. Volker Kaukureit war im Literaturarchiv zu sehen, wie er dem Schauspieler Peter Simonischek seine Schätze zeigte, ein Lehrer des Wasa- oder jetzt Fried-Gymnasium führte durch sein Archiv. Es ging nach England und auch zu alten Filmaufnahmen, die Erich Fried bei einem Club 2 zeigte, bis zu seinem letzten Auftritt in Baden Baden.

Interessant, interessant durch das Leben des Dichters zu gleiten, ein Fried-Symposium, wie ich es mir wünsche. Wiedermal etwas gelernt und morgen könnte es noch einmal zum „Tag der Freiheit des Wortes“ zum Tag der Bücherverbrennun am 10. Mai 1933 ins Literaturhaus gehen, die ich sehr lange für die GAV organisierte und der jetzt von Monika Gentner gestaltet wird, was ja auch zum Thema passt, denn ich kann mich erinnern, daß ich im Jahr 2003, wo ich die Veranstaltung zum ersten Mal im Literaturhaus organierte, Volker Kaukoreit bei einem Interview für Radio Orange kennenlernte, der dort für eine Fried-Veranstaltung eingeladen war, die dann, glaube ich, abgesagt wurde.

2021-05-09

Muttertag und Reise nach Istanbul

Die hat natürlich Franz Grillparzer im Neunzehntenjahrhundert gemacht und die Ruth die ein Buch darüber geschrieben hat, beziehungsweise Franz Grillparzer nachgereist ist, hat ja jetzt, um gegen den Lockdown-Veranstaltungsstop etwas zu tun, zum Freiluftprivatissimum aufgerufen und hat die Stellen aus ihrem Buch, die von Griechenland im März und die von Bratislava, wo es, glaube ich, um den König Ottokar geht, im April gelesen.

Jetzt ging es nach Istanbul und war ich im März mit der Frau Brunngraber und ihrem Hündchen, die einzige Zuhörerin, war es im April schon besser, denn da hat, glaube ich, die Grillparzer-Gesellschaft deren Mitglied, die Ruth ja ist, auch dazu aufgerufen und heute war es ebenfalls sehr gefüllt, so weit das in Zeiten, wie die mit den zwei Meter Sicherheitsabstand überhaupt möglich ist, aber Irene Wondratsch war da und hat mir von ihrem Buch erzählt, das im Herbst bei „Sisyphu“ erscheinen wird, erzählt, die Silvia Bartl, die Andrea Pauli vom Lesetheater, sowie Werner Grüner, ein paar Leute von der Grillparzer-Gesellschaft, glaube ich, wieder auch und auch die Kommilitoninnen der Ruth, die ja seit einigen Jahren eifrig evangelische Theologie studiert und diesmal war ich auch sehr pünklich, bin ich ja schon nach zehn weggegangen, um vorher wieder meine Zahlscheine bei der Bank einzuwerfen, was aber schwierig war, da die Automaten in der Wiedner Hauptstraße nicht so ganz funktionierten, aber das Wetter war schön und in Zeiten, wie diesen war am Heldenplatz auch einiges los.

So gab es bei dem Restaurant beim Völkerkundemuseum oder, wie immer das jetzt heißt, schon das Takeaway eröffnet und ein Stückchen weiter sah ich eine Frau mit Kind und einem Sektglas in der Hand für ein Foto posieren und während ich mir noch dachte, wo hat sie den Sekt jetzt her, sah ich schon, sie hatten ein Tischtuch und eine Torte aufgebaut.

Ja in Zeiten, wie diesen, wo die Lokale ja noch geschlossen sind, muß man eben ins Freie ausweichen, obwohl das ja, glaube ich, auch eher verboten ist, aber die Maskenplicht im Freien wurde, glaube ich, am Montag aufgehoben und die Lokale sollen, wenn die Zahlen weiter so gut bleiben in zwei Wochen mit Test, Maske und Restrierungspflicht wieder geöffnet werden und weil der „Tag der Freude“ Ende des zweiten Weltkrieges gestern ebenfalls sein Jubileum hatte, gab es auch eine Veranstaltung am Ballhausplatz, wo umgeben von Europafahnen ein junger Mann von seinen Erfahrungen mit seinem Nazsgroßvater berichtete.

Dieses Schicksal blieb vielen nicht erspart, obwohl das jetzt wahrscheinlich eher die Urgroßväter sind und die schon geimpften Mitglieder der Rsikogruppe den „Tag der Freude“, wie beispielsweise Werner Grüner, eher als Kleinkinder erlebten, aber beim Grillparzer-Denkmal oder bei den Sesseln davor, sah ich schon ein paar Bekannte. Ich war ja zehn Minuten zu früh daran, unterhielt mich zuerst mit Andrea Pauli, um ihr von meinem Bankmißgeschick zu erzählen, dann mit der Irene Wondratsch, der ich auch das „Braunrot karierte Notizbuch“, mein zweites Corona Buch zeigte, für das dritte der „Mathilde im Coonaland“ wird es hier bald die Vorschau geben und die Ruth las, dann nachdem sie alle begrüßt hatte, zwei Stellen aus dem Buch vor, wo Franz Grillparzer nach istanbul reiste. Da war er auch wieder in Quarantäne, diesmal war es, glaube ich, die Cholera und zu der Entstehung des Denkmals hat sie auch ein bißchen was erzählt.

Dann sind wir ein bißchen zum Ballhausplatz und dem jungen Mann gegangen, haben während ein Polizeiauto vorüber fuhr und die junge Verkäuferin schnell ihre FFP2-Maske aufsetzte und ein Fläschchen Sekt und ein Bier bei Takeaway besorgt und ich habe mir gedacht, so läßt es sich vielleicht auch leben und das nächste Mal muß ich ihr vielleicht meinen grünen Impfpaß zeigen, sofern ich einen solchen habe, dann noch einmal auf die Bank. Bei der Zweiten hat es dann geklappt, so daß ich meine Sozialversicherungsrate für das zweite Quartal einzahlen konnte und dann nach Hause, wo der Alfred, das griechische Hendl, das er schon gestern vorbereitet hat, ins Backrohr steckte. Die Muttertagstorte hat er schon am Freitag in St. Pölten besorgt,

So läßt es sich leben und eigentlich geht es uns auch trotz Corona sehr gut, nachher haben wir noch unseren Sonntagspaziergang auf die Mostalm gemacht, um für unsere Abwehrkräfte und Gesundheit etwas zu tun und die die Verleihung des „Erich Fried-Preises“ von 2020 an Esther Kinsky, der heute um elf,passend zum hundertsten Geburtstag des Meisters, verspätet vergeben wurde, habe ich auf diese Art und Weise auch versäumt. Das Gute an der gegenwärtigensituation ist aber, daß man sich den Livestream vielleicht nachsehen kann.

2021-05-07

Fünfzig Jahre Podium

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:52
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Die Zeitschrift „Podium“in der ich in den Achtziger-oder neunzigerjahren auch einige Texte hatte, gibt seit fünfzig Jahren.

1971 wurde der Lteraturkreis podium von Wilhelm Szabo, Ilse Tielsch, Alois Vogel und Alfred Geßwein gegründetund, es gibt die Zeitschrift, die Sommerlesereihe, die „Podium Portraits“ und noch andere diverse Veranstaltungen, wie die „Lockstoffe“, bei denen ich auch einige Male war und so sollte das, wie Barbara Neuwirth heute im Literaturhaus erwähnte, mit einem großes Fest mit Musik und viel Publikum gefeiert werden.

Corona hat das, eh schon wissen, verhindert und so hat Barbara Neuwirth, die ich ja erst am Montag in der „Alte Schmiede“ Ilse Tielsch gelesen hat und die offenbar im Vorstand ist, nur das zu diesem Anlaß erschienene Themenheft, das den Siebzigerjahren gewidmet ist, vorgestellt und drei Autoren eingeladen ihre diesbezüglichen Texte zu lesen.

Die erste war die 1983 in Wien geborene Historikerin Waltraud Schütz, die den Kampf einer unehlichen Mutter, um das Sorgerecht ihres Sohnes Moritz und den Ärger den sie mit dem Vormund hatte, schilderte. Ja in den Siebzigerjahren wurde das Familienrecht geändert und die freie Liebe, beziehungsweise das Recht auf Abtreibung wurde auch erkämpft und so hat die 1946 geborene Schauspielerin Hilde Berger, die zehn Tage geschildert, die sie 1976 in der Mühl-Kommune verbrachte und dann kam die Politik, denn die Siebzigerjahren, in denen ich ja studierte, waren sehr links, es gab auf den Unis maoistischeund marxistische Arbeitskreise, wie Barbara Neuwirth suffisant lächelnd erwähnte, die Alleinregierung Kreiskys, die die sozialen Reformen und die Gesetzesänderungen möglich machten und so kam ein politisch-satirischerText des 1955 geborene Lehrers und Kabaretisten Hannes Vogler, der seinen Text „So starb eine Partei nannte“. Aber diesen Roman hat ja schon Jura Soyfer in den dreißiger Jahren schreiben wollen und ich war ein bißchen erstaunt, daß Barbara Neuwirth die Siebzigerjahren mit diesen Themen und drei mir eigentlich unbekannten Autoren präsentiere. Texte von Manfred Chobot und Peter Paul Wiplinger, ebenfalls lange Mitglieder gibt es in dem Heft aber auch.

Kann ich mich ja an die Vierzigjahresfeier, wo es ein Fest und ein volles Haus mit den „Podiums-Mitgliedern“ statt Maske und Desinfektionsmittel gegeben hat, erinnern bei dem ich, glaube ich, auch das damalige Themenheft nach Hause gebracht habe. Ein Buffet hat es wahrscheinlich auch gegeben.

Jetzt hat Barbara Zwiefelhofer nur auf das Heft, das man sich besorgen soll, hingewiesen und Barbara Neuwirth auf das nächste Jahr in dem das Fest nachgeholt werden soll.

Mal sehen, ich bin gespannt und habe auch gute Erinnerungen an den Literaturkreis, war bei vielen Veranstaltungen, habe auch einige Portrait-Heftchen gelesen und erst am letzten Samstag von Doris Kloimstein, die offenbar auch „Podium-Mitglied“ ist, den heurigen Gedichtefolder, die die immer im März und ein Portrait für das sie das Vorwort geschrieben hat, überreicht bekommen.

2021-05-06

Betriebsstörung des Gustav Ernst

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:40
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Ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine Fanin des1944 geborenen Gustav Ernst, habe schon viel von ihm gelesen und habe ihn, als das noch möglich war, auch öfter im Literaturhaus oder bei anderen Veranstaltungen getroffen und mich dann mit ihm unterhalten. Ist er doch als realistischer Autor sozusagen für mich ein Vorbild und dann noch Drramatiker beziehungsweise Dialogeschreiber, ein Genre mit dem ich nicht so kann.

Er hat die „Leondinger Akademie“ mit Karin Fleischanderl gegründet und gibt die Zeitschrift „Kolik“, hinaus, seit er das „Wespennest“ verlassen hat, das er ja, glaube ich, auch mitbegründet hat und ist sehr affin imLliteraturbetrieb, juror beim“Priessnitzpreis“, Mitbegründer des „Hochschullehrgangs für Sprachkunst“ und und und…

Ich bin das auch oder will das besser sein, habe jedenfalls schon sehr viel und sehr früh überden Literaturbetrieb geschrieben, als man mir noch allenhalben sagte, daß man das nicht kann oderdarf. Ich bin auch keine Krimischreiberin, weil ich Morde und Gewalt nicht beschreiben will, habe mich aber im „Tod eines Jurmitglieds“ damit beschäftigt. Das war, glaube ich, in den Neunzigerjahren,wo ich nach dem Muster eines Allan Wilton- Hefterls, zwei Inspektoren und ein Kommissar und einer toten Literaturkritikerin einen Krimi, der keiner ist, geschrieben habe und den Kommissar eine Reihe von Autoren besuchen ließ, um den Mörder zu finden.

Dann wars kein Mord und den Krimi habe ich auch nirgends untergebracht, ist aber in den „Schreibweisen“ erschienen und ich habe dann noch öfter über den Lteraturbetrieb geschrieben. Eigentlich sehr oft. In der „Dora Faust“ und in der „Heimsuchung“, meinem ersten „Nanowrimo“ auch. Da gehts dann schon, um das „Institut der Sprachkunst“ und einige Autoren, die dort studieren.

Das Buch habe ich Gustav Ernst einma lmit dem „Wunderschönen Tintentraum“ gegeben, weil ich auch einmal einen Textin den „Koliken“ hatten, im „Wespennest“ hatte ich mal einen und Gustav Ernst hat, glaube ich, auch über den Lliteraturbetrieb geschrieben. 2009 in „Helden der Kunst, Helden der Liebe“ bei „Sonderzahl“ erschienen. Da habe ich ihn nach den Vorbildern angesprochen. Worauf er, glaube ich, abwehrte und sagte es gäbe keine solchen, sondern nur Typen.

Bei meinem Krimi gab es die und Judith Gruber,der ich es zeigte, sagte mir, ja die „Gerstl“ habe ich sofort erkannt und ich habe leider vergessen, wer das Vorbild war, das sie dafür gehalten hat? Jetzt sagte Gustav Ernst das, im Literaturhaus wieder,denn es ist ein neues Buch erschienen, das ein Krimi oder eine Satire auf den Literatubetrieb ist, wie Barbara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung erklärte und ich dachte „Aha,interessant, es gib talso auch Leute, die etwas Ähnliches machen und Gustav Ernst erklärte, daß die Iidee von Karin Fleischanderl stammt. Die hat ihm einen Text gegeben und gesagt „Mach was draus!“ und da hat er eine Satire auf den Literaturbetrieb geschrieben, die eigenlich kein oder schon ein Krimi ist, dennn da kennt er sich nichtso aus und ist auch kein Krrimischreiber, hat abe reinen Roman in Dialogform geschrieben und das ist sein Genre, da kennt er sich aus.

Es gibt sechs Personen, wie er im Gespräch mit Sebastian Fasthuber erklärte und beginnt, daß eine Nora Eschenbach, offenbar eine Lehrerin visavis dem Literaturhaus sitzt und da auf ihre Freundin Olga wartet, die war bei einer Lesungvon einem Philiph Semmelweiß, einem Bestsellerautor und dann kommt es zwischen den beiden Frauen auf ein Geschimpfe auf den Literaturbetrieb. Das ist offenbard auch Gustav Ernsts Spezialität und vorher gab es noch ein Gespräch, was gute Literatur sei?

Da gibt es auch schon Bücher darüber und ich bin ja eine, die sagt, daß ich nicht weiß, was das ist oder das eigentlich alles für mich eine solche sei? Gustav Ernst ist da offenbar anderer Meinungund meint, es gibt soviele schlechte Bücherund die beiden Frauen meinen das offenbar auch. Dann gibt es noch eine dritte Frau, eine Literaturkritikerin, die ermordet wird und drei Männer, zwei Autoren und einen Kritiker, glaube ich, der eine ist der Bestsellerautor, der andere heißt Joachim Trotta und hat sich vor seinem Fenster eine Mauer bauen lassen, worauf er einen Monolog gegen die Natur hält und die letzte Lesestelle war dann noch eine Beschimpfungsorgie, wo sich die beiden Autoren gegenseitig beschimpfen.

Also sehr viel Geschimpfe, weil es keine gute Literatur und nur schlechte Autoren gibt. Jeder ist schlechter, als der andere und nur man selber gut und spannend ist auch, daß Gustav Ernst andeutet, daß der Mörder für alle überraschen war.

Vielleicht wurde die Kritikerin auch von einem Ast, wie weiland Ödön von Horvath erschlagen, könnte ich unken, wird aber nicht so sein und ich füge an, daß ich auch keinen Krimi schreiben kann und bezüglich des Literaturbetriebs wahrscheinlich durch mein Bloggen viel milder bin, als ich das früher war, auf das Buch aber sehr neugierig bin. Vielleicht kommt es einmal zu mir und dann kann ich es ja mit meinen Literaturbetriebssatiren vergleichen und über der Präsentation dieser Literaturbetriebssatire hätte ich fas taufden zweiten „Dichterloh-Abend“ vergessen, den ich mir eigentlichsehen wollte, aber der Literaturbetrieb geht bei mir vor der Lyrik und Gustav Ernst vielleicht auch und da kann ich noch anfügen, daß er im letzten „Falter“ ein Portrait hat, wo er beschreibt wie er das Covidjahr überlebte.

2021-05-04

Be- und Entgrenzung im „Dichterloh“

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:44
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Schon wieder Lyrlik-Festival in der „Alten Schmiede“, natürlich, denn das erste „Dichterloh-Festival“, das Anfang des Jahres stattfand, wurde ja lockdownbedingt vom letzten Jahr nachgeholt und wenn man so will, ist dieses zweite Corona-Jahr für mich ein sehr lyrisches, obwohl ich, wie immer schreibe, kein besonderer Lyrikfan bin, ich schreibe keine solche, nur hin und wieder ein Gedicht und habe jetzt auch ein zweites Corona-Gedicht an Erika Kronabitter geschickt, die einenText für den Feldkircher-Literaturbahnhof haben wollte.

Aber dieses Jahr hat es für sehr viel Lyrik gegeben, so habe ich drei Gedichtbände gelesen,das erste „Dichterloh-Festival“ zum großen Teil gehört, ein „DichtFest“ und wenn es in der „Gesellschaft“ auch keinen richtigen Lyrikmonat gab und auch noch keine „Lyrik der März“ , der GAV, jedoch die „Lange Nacht der Lyrik“ des „Schöffling-Verlags“gegeben und Alfred Zoppelt hat mir auch ein paar Gedichte geschickt, nachdem er in der Hauptbücherei auf Anita Schaubs Buch und mein Portrait gestoßen ist und das finde ich besonders schön und heute abend wieder „Dichterloh-Festival“ in der „Alten Schmiede“,der erste Abend der von Michael Hammerschmid kuratierten Veranstaltung unter dem Titel „Be-und Entgrenzung“, die mit den Abschiedsgedichten, der 1970 geborenen Italienerin Roberta Dapunt begann, die sie ihrer demenzerkrankten Uma gewidmet hat.

„Scheiße!“, habe ich gedacht, denn um sechs wieder eine Stunde, also konnte ich erst um sieben eingsteigen, wenn dann Mila Haugova und Margret Kreidl kommen und Mila Haugova die Slowakin kenne ich seit 2001, als sie sich für meine „Freiheit des Wortes“ meldete, die Veranstaltung dann absagte,weil sie einen anderen Leseabend hatte und dann ein paar Jahre später noch einmal las und da, glaube ich, in meiner Erinnerung da Literaturhaus oder den Eingang auch nicht ganz fand und Margret Kreidl, die ich ganz gut kenne und auch schon bei einigen Lyrikabende ein in Leipzig oder wo auch immer hörte.

Kurz nach dreiviertel eingestiegen und gedacht, jetzt komme ich in die Pause, ich kam aber in ein Standbild, hörte mir ein bißchen das Gespräch zwischen Michael Hammerschmid an, wo sie die Würde und die Stille erklärte, die man beim Pflegen von demenzkranken Menschen erlebt und erklärte Michael Hammeschied auch den italienischen Ausdruck „altro“ und, daß man einen demenzkranken Menschen nichte wirklich folgen kann und während ich all das noch überlegte, war das Band plötzlich weg und es war schon fünf und zehn nach sieben und hätte eigentlich schon Mila Haugova hören sollen, habe ich aber nicht, so habe ich das Video zurückgespult. Ganz an den Anfang bin ich nicht gekommen, nur zu der Stelle,wo Michael Hammerschied, die Übersetzer erwähnte und dann habe ich auf einmal am Seitenbord gesehen, daß die „Alte Schmiede“ sich entschuldigte, weil sie einen Internetausfall hatten und die Lesungen von Mila Haugova und Margret Kreidl aufzeichnen würde, so daß man es sich später nachhören könne und ich habe wieder etwas gelernt, aber trotzdem einen literarischen Abend gehabt und kann, wenn ich will und mir „Zoom“ auch noch den Ton hergibt, Jurenka Jurk von der „Romanschule“ bei einem Probecouching überdie Schulter schauen und morgen dann vielleicht noch ein paar nachgereichte Gedichtimpressionen nachstellen.

2021-05-03

Zwei Grundbücher der Geschichte

Wieder einmal ein interessantes Hin und Hergehoppel von der „Gesellschaft für Literatur“ in die „Alte Schmiede“, was möglich ist, weil die „Gesellschaft“ ihren Livestream um sechs beginnt und ich dann in die „Alte Schmiede“switsche und interessant, die Zusammenhänge, die man dabei ganz zufällig finden kann, denn in der „Gesellschaft für Lliteratur“wurde heute in Zusammenarbeit mit dem „Institut für die Wissenschaft vom Menschen“, die 1974 gborene ungarische Autorin Noemi Kiss und ihr Novellenband „Balaton“ vorgestellt.

Eine mir bisher völlig unbekanne Autorin, die vom Moderator Ludger Hagedorn als eine der bekanntesten ungarischen Autorinnen vorgestellt wurde und das Buch beinhaltet, die Kindheitserinnerungen der Autorin, die ihre Sommer meistens mit ihrem Großvater am Balaton verbrachte, weil die Familie dort ein Ferienhaus besaß und Naomi Kiss ihre Kindheitserinnerungen schilderte. Die Familienerlebnisse, aber auch die Ost oder Westdeutschen, die ebenfalls im Sommer im Balaton schwammen.

Interessant, interessant habe ich gedacht und seltsam, daß ich noch nie von einer Noemi Kiss, die auchleistungsschwimmerin war, etwas hörte, obwohl ich mich ja schon ein bißchen mit der ungarischen Literatur beschäft habe und beschäftige und dann in die „Alte Schmiede“ zum achtzigsten Grundbuch seit1945 und da überlebte ich auch eine Überraschung, hat doch Ilse Tielsch ihr Erinnerungsbuch schon in der „Alten Schmiede“ gehört, denn dawurde ja „Das letzte Jahr“, in dem die die 1929 geborene Ilse Tielsch, das jahr 1938 in einem mährischen Kleinstädtschen aus der Sicht der neunjährigen Elfi Zimmermann schildert.

Kurt Neumann, der Erifnder, der Grundbuchreihe, der die „Alte Schmiede“, bis 2018 leitete, leitete ein, dann las Barbara Neuwirth in fünfundvierzig Minuten durch das Buch, Ilse Tielsch hörte dem Referat zu, das der1984 geborene Schweizer Fermin Suter, der in Krems den Vorlaß Ilse Tielsch barbeitet, über das Buch hielt und ich dachte, uje, sehr kompliziert,was wird die alte Dame dazu sagen, daß wieder einmal die Literaturwissenschaftler alles viel besser wissen?

Klaus Kastberger, der zweite Grundbucherfinder,deutete das auch, wieder schelmisch lächelnd an und die alte Dame, die mir einmal von Valerie Szabo vorgestellt wurde, sagte dann genau das, das muß ich erst alles lesen, denn ich habe mit etwa siebzig, 2006 wurden die Kindheitserinnerungen geschriebren, die, wie Ilse Tielsch betonte, sehr autobiografisch sind und die über Neunzigjährige sagte auch, daß sich im Alter,die Erinnerungen verdichten.

Ilse Tielsch ist ja 1945 nach Österreich gekommen und hat dann in einer Trilogie, „Die Ahnenpyramide“ , „Heimatsuche“ und “ Die Früchte der Tränen“ schon früher darübergeschrieben. „Atelier“ der „Das letzte Jahr“, zuerst 2006, dann 2017 wieder aufgelegt hat, hat jetzt auch die Trilogie wieder aufgelegte.

Ilse Tielsch sagte dann noch, daß sie sichdarüber wundere, daß das kleine Büchlein, in dem sie ihre Kindheit beschrieb, zum Grundbuch wurde und ich habe nachgesehen, ich habe sechs Bücher von Ilse tielsch, ein paar Gedichtbände, ein paar Erzählungen und den zweiten Band der Trilogie und habe die alte Dame ja auch ein paarmal bei Lesungen erlebt und bin auch gespannt, ob ichdieses Grundbuch einmal finden werde?

Elfriede Haslehner kann ich anfügen, hat eine ähnliche Biografie und hat, glaube ich, auch darüber geschrieben.

2021-04-30

Flugschrift Präsentation

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:07
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Die Flugschrift ist eine Literaturzeitschrift oder eigentlich ein Faltblatt, das von Dieter Sperl gemeinsam mit dem Graphiker Domik Hruza seit 2012 herausgegeben wird. Es gibt schon vierunddreißig Ausgaben und die letzten zwei , die von Alexandra Turek und Monika Rinck sowohl graphisch als auch sprachlich gestaltet wurden, heute im Literaturhaus vorgestellt und das Literaturhaus hat, wie Barbara Zwieifelhofer in ihrer Enleitung erwähnte, auch einige Connektions mit der Literaturzeitschrift, so hängen immer wieder Ausgabe im Liiteraturhausschausfenster, es gab zum Friedpreis– Sonderausgaben, Barbara Zwiefelhofer macht, glaube ich, auch das Lektorat und ich habe im Laufe einer Literaturhaus- Besuche auch einige dieser Zeitschriften mitgenommen und sie, wie auch, den Autor Dieter Sperl für eine sehr experimentelle Zeitschrift gehalten.

Der 1966 in Wolfsberg geborene Hauerausgeber erzählte, daß er sich für seine Zeitschriften immer einen Autor, eine Autorin aussucht, so hat Friederike Mayröcker mit Bodo Hell eine Zeitschrift gestaltete, Hannes Millesi, Ann Cotten, die Betautorin Ruth Weiss, Brigitta Falkner und noch viele andere.

Dieter Sperl erzählte im Gespräch auch, wie er zu der Zeitschrift gekommen ist. So hat er schon länger mit Dominik Hruza in der Wiener Zeitung, die Schaufensgerbeilage gestaltet, die dann aber eingestellt wurde und ist später auf die Idee gekommen, das Zeitschriftenprojekt, wo jede Zeitschrift eine eigene Faltung hat, weiter zu machen.

Domik Hruza hat auch eine Diashow mit den Zeitschriften gestaltet und dann stellte Dieter Sperl, wie offenbar auch auf seinen Veranstaltungsplan stand, die erste Autorin, die 1971 in Wien geboren Alexanda Turek vor, die die „Flugschrift Nr 32“ gestaltet hat und ihre eigentlich gar nicht so experimentellen Gedichte vorgelesen hat.

Ja man erlebt im Literaturbetrieb immer wieder Überraschungen, aber Dieter Sperl erwähnte im Gespräch, daß er die Autoren nach ihrer sprachlichen Ausrichtung auswählt und die Connection passen muß. Die Autoren müßen auf ihn und sie auf ihn zukommen und die 1969 in Deutschland geborene Monika Rinck, die den „Ernst Jand-Preis“ gewonnen hat, habe ich, glaube ich, schon im Literaturhaus, bei den „Fried-Tagen“ gehört, ihr Text zum Thema „Planbarkeit“ war experimenteller, handelte von einem Schafund der Sprache und bezog sich auch auf das Schreiben.

Am Schluß forderte Dieter Sperl die Zuhörer noch auf, die Zeitschrift zu abonnieren. Wenn man das tut, bekommt man, glaube ich, auch eine signierte Ausgabe hinzu und die anderen Zeitschriften kann man im Literaturhaus erwerben und ab Montag ist, glaube ich, auch die Bibliothek wieder offen, so daß man die Zeitschriften nach Anmeldung erwerben kann.

2021-04-29

Helmut Neundlinger liest Karl Wiesinger

Ich habe über über den 1923 geborenen und 1991 verstorbenen oberösterreichischen Dichter Karl Wiesinger ein bestimmtes Erinerungsbild, habe ich mir ja in den Siebzigerjahren als ich in der Otte Bauergasse wohnte und studierte mir sehr viele Bücher gekauft und da gab es eine „Ullstein-Reihe“ und da hat sich in meiner Erinnerung der Name Karl Wiesinger eingegprägt, was mit der Realität nicht so ganz übereinstimmen dürfte, denn das was ich das ich in einem der Regale im Harlander Wohnzimmer stehen habe der Roaman „Standrecht“ ist aus dem Jahr 1983 und in der „Edition Spuren“ erschienen. Trotzdem habe ich den Namen Wiesinger als eher unbekannten österreichischen Dichter eingeprägt und war recht erfreut, als ich im „AS-Programm“ las, daß da der 1960 ebenfalls in OÖ geborene Schriftsteller und Literaturkritiker Helmut Neundlinger in der „Dichter lesen Dichter- Reihe“ Karl Wiesinger annahm und war dann über das, was ich hörte recht erstaunt, denn Karl Wiesinger scheint eine recht schillernde Literaturpersönlichkeit zu sein und Helmuth Neundlinger, den ich schon öfter gehört habe und der, glaube ich, als eher experimenteller Dichter gilt, scheint sich sehr viel und auführlich mit dem 1991 Verstorbenen befaßt zu haben.

Johanna Öttl eröffnete und führte ein Gespräch mit Helmut Neundlinger. Nein, das stimmt nicht so ganz. Denn Helmut Neundlinger hat, was für die „AS“ eigentlich recht ungewöhnlich ist, begonnen, in dem er einen Bauernroman vorstellte oder den Lebenslauf eines Max Maetz vorstellte, der diesen geschrieben hat. Das ist, stellte sich dann gleich heraus, eines der Pseudonyme von Karl Wiesinger, der eine Dentistenausbildung machte und sein politisches Engagement mit dem spanischen Bürgerkrieg begonnen hat. Dann kam die NS-Zeit und der Krieg, wo Karl Wiesinger eingezogen war, aber auch mehrmals verhaftet wurde. Dann kam er nach Linz zurück und hat sich dort in der KP engagiert. Da habe ich mir schon dieFrage nach Franz Kain gestellt, der das ebenfalls tat und Helmuth Neundlinger erklärte später, daß er diesen schon seit seiner Schulzeit kannte, mit ihm aber eher in einem Konkurrenzverhältnis stand. Franz Kain der ja in der DDR Korrespondent der Volksstimme war, hat ihm aber zum „Aufbau-Verlag“ vermittelt, 2die einen seiner Romane genommen, ihn später aber nicht mehr veröffentlicht haben.

Das kam inder „AS-Veranstaltung aber erst später. Zuerst hat da Johanna Öttl die Einleitung übernommen und von den Tagebüchern oder dem Tagebuchprojekt erzählt, dem sich Helmut Neundlinger angenommen hat. Es gab, wie ich dem Netz entnahm, im Stifterhaus auch eine Wiesinger- Ausstellung, die er kuratierte und aus den Tagebüchern kann man den schriftstellerischen Werdegang, wie er erwähnte, ganz gut entnehmen. Denn der saß in den Siebzigerjahren oder so in Linz und war frustriert, weil er seine politischen Romane, „Standrecht“ ist einer davon, dann gibt es den „Rosaroten Straßenterror,“ den über „1938“ hat der „Aufbau Verlag“, glaube ich, genommen und die Zeit war damals wohl nicht reif politische Romane. So hat sich Wiesinger, die von Otto Breicha herausgegeben „Protokolle“, wo ich in dieser Zeit auch meine nicht experimentellen Texte hinschickte, genommen und die Figur des experimentellen Bauerndichters Max Maetz entwickelt und Otto Breicha war begeistert. Ich kann mich erinnern, daß er mir immer sehr freundlich abgeschrieben hat. Aber ich schreibe ja nicht experimentell und so gab es dann die Kunstfigur für die Wiesinger einen Lebenslauf und, ich glaube, auch eine Todesanzeige entwickelt und später igendwann einen Bauernroman herausgegeben hat.

Die politischen Romane sind in westdeutschen Romane erschienen und wurden inzwischen bei „Promedia“ wieder aufgelegt. Karl Wiesinger hat aber auch unter dem Pseudonym Frank I. Noel Spionageromane herausgegen, sowie Theaterstücke geschrieben. Ein sehr interessanter Autor also und vielleicht habe ich ihm mit einem Franz Rieger verwechselt dessen Roman „Der Kalfaktor“ 1980 bei „Ullstein“ erschienen ist.

Das passiert mir manchmal und dient dann für Überraschungen, denn ich habe mich während der Lesung im Netz bezüglich Karl Wiesinger umgesehen und bin auf interessante Details gerstoßén. Eine schillernde Persönlichkeit über dem man auch viel über den Literaturbetrieb lernen kann und ich kann mich erinnern, als ich als Studentin an meinen ersten sozialkriitschen, wie ich es nannte, Romanen schrieb, einmal der Monika, die ja auch eine kommunistische Affinität hatte, im Margaretenhof, wo sie damals lebte, davon erzählte und sie empfahl mir kommunistische Schundromane zu schreiben, was mich damals sehr empörte, denn das waren meine Romane doch nicht und ich kann jetzt im Harlander Regal nach dem „Standrecht“ suchen, das ja inzwischen von „Promedia“ aufgelegt wurde und in den Siebzigerjahren kann ich mich erinnern, bin ich öfter für einen Tag nach Linz gefahren und habe da die „Aufbau-Bücher“ von Franz Kain in einigen Bücherkisten gefunden und gekauft und Franz Kain ist sicherlich der bekanntere, wenn auch inzwischen ebenfalls vergessene kommunistische Dichter, obwohl ich ihn schon deshalb besser kenne, weil ich mit ihm ja einige Male beim Volksstimmefest gelesen habe und einmal hat er sogar, kann ich mich erinnern, einen Schirm, weil es regnete, über mich gehalten.

2021-04-24

Lange Nacht der Lyrik

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:20
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Der „Schöffling-Verlag“gibt seit vierig Jahren ein „Jahrbuch der Lyrik“heraus wo eine Reihe von Autoren je mit einem Gedicht enthalten ist. Das vom Vorjahr habe ich gelesen und heuer hat mich der Verlag pünktlich zum „Tag des Buches“ zu einer „Langen Nacht der Lyrik“ eingeladen. In Zeiten, wie diesen natürlich nur als „Zoom-Veranstaltung“, was vielleicht ein wenig seltsam ist, aber wie ich bei ähnlichen Gelegenheiten schon festgestellt habe, eine Chance zu der ich sonst nicht gekommen wäre und außerdem, was diesmal ganz besonders zutraf einen Einblick in die verschiedenen Wohnzimmer der Autoren die meistens vor großen Bücherwänden saßen, gab.

Von sechs Uhr abend bis ein Uhr früh lasen da im fünf Minutentakt, die Autoren und Autorinnen je das Gedicht aus dem Jahrbuch und dann noch ihr Lieblingsgedicht aus den vorigen Bänden vortrugen. Die Herausgeber Christoph Buchwald und Carolin Callies führten durch das Programm und so ging es mit einer Einleitung des Herausgebers los, der den Wunsch äußerte, daß sich das Publkum, nachdem es sich die Nacht gegeben hat, einen Eindruck der zeitgenößischen Lyrik bekommen hat und stellte dann oder beantwortete dann noch die Frage, wie man in das Jahrbuch kommt?

Katzenzungen oder andere Bestechungsversuche helfen nicht, betonte er. Es wird wahrscheinlich schon die Qualität sein, aber die ist wahrscheinlich auch subjektiv zu beurteilen und so erwähnte er auch, daß sich eine Autorin einmal weigerte eine Auswahl zu treffen und dann ging es schon los mit dem Stundentakt, wo ich einige Autoren kannte, die meisten anderen waren mir unbekannt, weil ich mich mit den deutschen Lyrikerinnen trotz der Lyrikfestivals der „Alten Schmiede“ nicht so auskenne.

So begann die 1989 geborene Katharina Schultens. Christoph Buchwald erwähnte immer die zuletzt erschienen Gedichtbände, die außer ihrem, das sie als zynisch bezeichnete, noch das Gedicht ihres Mannes las. Der 1948 geborene Urs Allemann, von dem ich schon einiges gehört habe, erwähnte, daß sein Gedicht demnächst in einem Band bei bei Ralph Klever erscheinen würde. Dann las er noch ein Jandl-Gedicht und Dirk von Petersdorff, der ein Wintergedicht vortrug, trug dann eines von Peter Rühmkoff vor. Dann kamen zwei jüngere Frauen, die noch keine Lyrikbände hatten, sondern, wie die Paris lebene Friederike Haerter schon in Anthologien veröffentlicht hat, während die 1997 geborene und in Münstler lebende Lea Wahode ihre Erstveröffentlichung vortrug und dementsprechend aufgeregt war.

Die 1945 geborene Christa Wißkirchen las ein Gedicht von Dirk vor Petersdorff au sdem Jahrbuch 1990/91 „Am grunde des Teiches schwimmt ein Fisch“, dann kam der Niederländer Wiel Kusters, der einzige Ausländer, wie Christoph Buchwald erwähnte und meinte damit wohl die nicht deutsche Muttersprache. Er las von „Städten und Dörfern“ und dann, obwohl die Verbindung sehr schlecht war, ein Gedicht von Oskar Pastior. Die 1967 geborene Iiris Lilja Schmidt schreibt erst seit eineinhalb Jahren Gedichte, hat aber schon einen einen Roman und Erzählungen veröffentlicht und einen sehr eindrucksvollen Stil.

Christoph Buchwald rundete die erste Stunde mit einem Gedicht von dem 1934 geborenen Johannes Kühn vor, der wie er meinte, einen sehr modernen altmodischen Stil hat. Dann interviewte die Mitherausgeberin Carolin Callis Christoph Buchwald, der dieses Jahr seine Herausgabe beendet und fragte ihn, wie er zu dem Jahrbuch gekommen war und stellte als Erstes den 1954 geborenen Hans Till vor. Dann kam Julia Grinberg und brachte außer ihrem noch drei andere Gedichte darunter eines von Franzobel mit dem Titel „Österreich ist schön“. Das habe ich, glaube ich, schon gehört, obwohl ich den Bachmannpreisträger von 1995 eigentlich nicht für einen Lyriker halten würde.

Carolin Callis las dann aus einem Lyrikjahrbuch ein, wie sie meinte, humorvolles Gedicht von Oswald Egger „Ich will nie wieder beim Lyrikjahrbuch mitmachen“, ein ständig wiederholter Vorsatz, den er wahrscheinlich nicht eingehalten hat und erklärte dann, daß man noch bis zum dreißigsten Juni Gedichte für den neuen Band einschicken kann, der von Nadja Küchenmeister, von der ich auch schon was gelesen habe, mitherausgegeben wird.

Uta Gosmann lebt in den USA übersetzt gerade Luise Glück und dann kam die 1960 geborene Monika Vasik, bei mit der ich mich bei dem letzten „DichtFest“ bei dem ich live in der „Alten Schmiede“ über die Leipziger Buchmesse, die dann nicht stattfand, unterhalten habe. Dann kam nach einer Claudia Gabler, Philip Krömer, den ich 2016 bei „Bloggerdebut“ kennengelernt habe und auch nicht wußte, daß er Gedichte schreibt.

Vor der Übergabe zur dritten Stunde befragte Carolin Callies Christoph Buchwald zu den Gedichteinsendungen und meinte, daß er wohl der sei, der die meisten Gedichte gelesen habe und der stellte dann als Erstes, den 1982 geborene Sascha Kokut vor, der in Leipzig lebt und am Leipziger Lteraturinstiut, wie er sagte, gemeinsam mit Simone Hirth studierte, die ich auch als Romanautorin kennenlernte und las ein Gedicht von ihr vor. Nach Elke Bludau ging die Staffette an den mir ebenfalls bekannten Andreas Unterweger, der jetzt die „Manuskripte“ herausgibt, in Leibnitz lebt und von Christoph Buchwald zu dem im Vorjahr verstorbenen Alfred Kolleritsch befragt wurde. Sunje Lewejohanns Auftritt war sehr originell hatte sie doch im Hintergrund einen Bärenkopf sitzen, der ein Lyrikhandbuch in der Hand hielt und mitlas, was Christoph Buchwald in seiner Moderation aber nicht erwähnte. Elena Mpei scheint in Griechenland zu leben und aus dem Griechischen zu übersetzen. Markus Breidenich las mit Vogelgezwitscher.

In der vierten Stunde begann die 1979 geborene Ulrike Almut Sandig, die ich eigentlich auch nicht als Lyrikerin kenne, aber vor kurzem ein Buch gelesen habe und die hatte auch ein Kind im Hintergrund sitzen und setzte sich bei ihrem Gedicht „Anleitung zum Abstand“ eine rote Perücke auf. Dann ging es wie Carolin Callies moderierte zum Corona-Teil, denn Florian Foßs Gedicht „Plage“ beginnt mit „Schu, schu, jetzt kommt der Seuchenzug“, das im Jahrbuch auch die Kapitelüberschrift stellte, während die 1964 in Hildesheim geborene Birgit Kreipe in die Abteilung Naturlyrik landete, handelte Ihr Gedicht doch von einem Kohlweißling und ist der 1981 verstorbenen Photographin Fransesca Woodman gewidmet. Der 1979 geborene Christoph Wenzel ist frischer“ Dresdner Lyrikpreisträger“ und lobte die Veranstaltung, bei der vom Anfang an zugesehen hat, sehr. Stark die Gedichte der 1955 geborenen Kornelia Koepsell, die schon mehrere Gedichte in den Jahrbüchern hatte. Die 1995 geborene Dorina Marle Heller lebt teilweise in Wien, stellt gerade ihren ersten Gedichtband zusammen. ihr Gedicht ist im Lockdown entstanden und ihr Bonus Gedicht stammt von Friederike Mayröcker, die sie erst in der letzten Zeit entdeckte.

Das Gedicht der 1980 in Rostock geborenen Dorothee Arndt heißt „Schlafende Schuhe“ und sie nahm, um es zu demonstrieren auch ein paar Schuhe in die Hand und ihr Bonusgedicht war Michael Krüger gewidmet. Der 1979 in Regensburg geborene Johann Reißer ist mit seinem „Frau Holleland“ beim Märchen geblieben und las dann noch ein Gedicht von Marcel Beyer vor.

Im Gespräch kurz vor zehn ging es um die vergessenen Dichter und da erzählte Christoph Buchwald von einem der ihm einmal ein Pinguin- Gedicht aus herausgeschnittenen Gedichtzeilen zusammenstellte. Dann kam das Gespräch darauf, daß sehr viele Autorin die mit Gedichten geschrieben haben, mit Gedichten angefangen haben, später Romane herausgegeben haben und Christoph Buchwald betonte, daß man eine Welt auch aus zehn Worten zusammenstellen kann, wozu andere hundert Seiten brauchen.

Dann kam die 1980 geborene „Bachmann-Preisträgerin“ Nora Gomringer, die ich schon mal im Literaturhaus hörte und las oder rezitierte über das „Kollektive Stillhalten der Füße“. Anna Hetzer brachte ein dreisprachiges Gedichte von Dagmara Kraus die ich schon beim Lyrik Schwerpunk Rauris hörte. julia Trompeters Gedicht war „ziemlich ringeling“ und brachte dann wieder was von Oswald Egger aus dem Jahrbuch von 2018, das sie live performte, da es aus einer partitur besteht. Dann kam wiederein Bekannter von dem ich ebenfalls nicht wußte, daß er Lyrik schreibt, obwohl sein Gedichtband in wenigen Wochen schon bei „Haymon“ erscheint. Er hat aberschon zwei Romane geschrieben, die ich gelesen habe und bei den O- Tönen und in der AK-Bibliothekhttps://literaturgefluester.wordpress.com/2018/11/07/bevor-wir-verschwinden/ habe ich ihn auch schon gehört.

Dann gabs eine Pause um sich ein Glas Wein zu holen, ich habe meines schon getrunken und bin mit dem Laptop ins Schlafzimmer übersiedelt, denn jetzt gings in die „Nachtöffnung“, wie eines der Kapitel heißt und der erste Lesende war der1991 geborene in Wien lebende Raoul Eisele, der schon zwei Gedichtbände herausgebracht hat und von dem ich bisher keine Ahung hatte, interessant, was ich alles nicht weiß. Der 1988 geborene in München lebende Tristan Marquadt hatte dann sogar einen „Schlafkatalog“.

Die 2002 geborene Ruta Dreyer war die jüngste Lesende und las ihr Gedicht „Gezeiten“. Jan Kuhlbrodt hatte ein Birnengedicht. Dominik Dommbrowski hatte auch was über Einschlafen über „Sterne“ging es dann bei Federicio Federici, der sein Gedicht zweisprachig las. Vor dem letzten Block fragte Carolin Collies Christoph Buchwald dann, was ihm fehlen würde,wenn er jetzt die Herausgabe niederlegt.

Und von den Lesenden der letzten Stunden habe ich Anja Kampmann und Sandra Gugic gekannt,von denen ich ich auch schon Prosa gelesen habe.

„Die längste Lyriklesung aller Zeiten!“, steht auf der Facebookseite, wenn ich an die frühen Poet Nächte unter RolfSchwendter denke, weiß ich nicht, ob es stimmt. Aber da wurde auch Prosa gelesen und Scatches präsentiert und das Jahrbuch hat natürlich mehr als die lesenden siebzig Autoren und es sind auch berühmte Autorennamen, wie beispielsweise Elke Erb die letzte Büchner-Preisträgerin darin zu finden.

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