Literaturgefluester

2020-01-17

Von Maria Lazar zu Margarete Schütte-Lihotzky

Filed under: Veranstaltungen,Workshop — jancak @ 23:57
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Freitag ists und da gibts in diesem Semester das Gegenwartsdramaturgie-Workshop, an dem ich teilnehme, wenn ich mich Freitags in Wien befinde und da hat Stephan Teichgräber „Theater im Centrope“ eingegooglet und  fünf Treffer angezeigt bekommen, das Vienna English Theater, das Raimundtheater und ganz besonderrs interessant, den „Spielraum“ in der Kaiserstraße, den wir meistens beim Adventrundgang besucht haben, sowie zwei Bratislaver Theater und dann hat mir Stephan Teichgräber noch erzählt, daß er im Burgtheater gewesen ist und sich dort den „Henker“, der 1895 in Wien geborenen Maria Lazar, die dieses expressionistisches Stück  1921 geschrieben hat und mit dem Journalisten Friedrich Strindberg verheiratet war und das war interessant, weil am Abendprogramm,  eine Veranstaltung zum zwanzigsten Todestag der 1897 in Wien geborenen Architektin Margarete Schütte- Lihotzky stattfand, die die Alternative zum Slam B im Literaturhaus war, zu dem ich sonst wahrscheinlich hingegangen war.

Aber die hundertdrei Jahre alt gewordenen Archtiektin, die in der Franzengasse gewohnt hat, so daß ich sie in ihren letzten Lebensjahren öfter gesehen habe, hat für mich auch eine andere Bedceutung, hat sie doch 1948 mit Nina Loos den „Bund  demokratischen Frauen“ gegründet und dort wurde ich ja im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ literarisch sozialisiert, da habe ich den Namen wahrscheinlich das erste Mal gehört und die alte Dame dort vermutlich auch bei Vorträgen gesehen, ihr inzwischen wideraufgelegtes Buch „Erinnerungen aus dem Widerstand“, habe ich wahrscheinlich in den achtziger und neunziger Jahren gelesen und jetzt ein Abend für sie im MUSA, wo früher die „Literatur im MUSA“ stattfand, das jetzt aber zum Wien-Museum gehört, so daß die Literatur in die „Alte Schmiede“ ausgewandert ist und im MUSA findet derzeit und das wahrscheinlich schon das letzte halbe Jahre eine Ausstellung zum „Roten Wien“ statt und das ist mir auch etwas Vertrautes, bin ich doch im roten Wien in einem dieser alten Gemeindebauten aufgewachsen, war mit meinem Vater vor wahrscheinlich vierzig Jahren auch in einer diesbezüglichen Ausstellung, ich glaube in der Meidlinger Remisse und habe da die unterlagen sicher noch in Harland liegen und am Karlsplatz war ich auch einmal in einer diesbezüglich Ausstellung, bei der im Wien-Museum habe ich mich bisher immer herumgedruckt, weil ich ja nicht gerne Eintritt zahle und nicht im Verteiler des MUSA bin, aber diese Veranstaltung hat auch der republikanische Club ausgedsendet und da ich ja nicht so gern zu  Poetry Slams gehe, war es im MUSA, das inzwischen umgebaut wurde, auch sehr voll.

Jetzt gibt es eine Bar und eine Eintrittskassentheke. Der Eintritt war aber frei und der Saal schon sehr voll. Heidi Ambrosch, die wahrscheinlich die derzeitige Vorsitzende des „Bunds demokratischen Frauen“ ist, als ich zu den Arbeitskreistreffen in den „Rotpunkt“ gegangen bin, war das Irma Schwager, mit der ich einmal, lang lang ist her im Zug von Klagenfurt nach Wien gefahren bin, als sie mich dort zum „Preis der Arbeit“ eingeladen haben.

Jetzt eröffnete Werner Michael Schwarz vom Wien-Museum, die Veranstaltung und Bernadette Reinhold von der Universität für angewandte Kunst hielt einen Vortrag zum „Jahrhundertleben“ der Architektin, die aus einem bürgerlichen Haus stammte, an der Angewandten studierte und  ihre ersten Häuser oder Küchen für die Siedlerbewegung des roten Wiens baute. Dann ging sie nach Frankfurt, schuf dort ihre berühmte Frankfurter Küche, auf die sie dann ihr Leben lang reduziert wurde, was sie, glaube ich, nicht mehr hören wollte, baute dann in Moskau Kindergärten und Schulen, war in der Türkei und ist dann 1941 oder 42 als Widerstandskämpferin wieder nach Wien gegangen, wo sie von der Gestapo verhaftet wurde und bis 1945 im Gefängnis saß.

Später ist es ihr dann als Kommunsitin nicht gelungen, von der Stadt Wien bedeutende Aufträge zu bekommen. Sie wurde aber als Achtzigjährige geehrt und hat das „Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst“ erst angenommen als Kurt Waldheim nicht mehr Präsident war, sondern sie es von Thomas Klestil überreicht bekam.

Zum hundertsten Geburtstag gab es dann einen Ball, wo sie kurz mit Michael Häupl Walzer tanzte und ich war inzwischen, glaube ich, auch in einer Ausstellung, aber sonst ist es um die berühmte Archteiktin in der letzten Zeit eher still gewesen, jetzt aber der Rundgang in dreißig Minuten durch ihr Leben. Einen Filmausschnitt gab es auch und dann eine Lesung, wo die Schauspielerin Esther Csap verschiedene ihrer Texte, darunter „Warum ich Archtiektin wurde?“ las.

Dann gab eine halbe Stunde Pause, wo man durch die Ausstellung gehen konnte, in der auch Margarete Schütte-Lihotzky berühmte Spülküche, die sie für die Siedlungshauser entwarf, nachgebildet war, die wurde dann auch erklärt und am Schluß gab es noch ein Konzert von Robert Rotifer, dem Sohn des Exministers Ferdinand Lacina und der Enkel von Irma Schwager, die mit Margarete Schütte-Lihotzky befreundet war und der einen „Frankfurt Kitchen- Song“ geschrieben hat.

Er hat auch andere Lieder, zum Beispiel, die „Arbeiter von Wien“ gesungen und es war ein interessanter Abend, der mich wieder einmal an meine sozialistische Herkunft und meine Sozilisation im „Bund demokratischer Frauen“, denn in den Siebzigerjahren bin ich dort sehr oft zu Vorträgen gegeangen und sehe, die Frauen, Maria Lautischer etcetera, die es noch gibt, auch regelmäßig jeden Jahr beim Volksstimmefest wieder, erinnert wurde.

2020-01-16

Schreibschulbänke drücken

Wir leben ja momentan in Schreibschuzlzeiten, alle möchten schreiben, offenbar nur mehr wenige Leute lesen, werden ja in den Möbelhäusern kaum mehr Bücherregale ausgestellt, in den Schulen werden die Literaturinhalte abgestellt, die Maturanten kennen keinenKanon mehr, während die Schreibschulen sprießen, alle möglichst nach Lepzig oder Hildesheim wollen, das Institut für Sprachkunst jährlich 250- 300 Bewerbungen bekommt, wovon dann fünfzehn Leute genommen werden und es im Internet Trainerinnen wie Annika Bühnemann, Julia K. Stein, Jurenka Jurk gibt, die ausführliche Schreibschulen und Schreibseminare und Wow-Kurse anbieten und diesbezüglich sehr viele kostenlose Videos oder Webinare ins Netz stellen und ich bin ja, um diese lange Einleitung zu erklären, eine, die sich sehr dafür interessiert, die 1973 nach ihrer Matura mit dem literarischen Schreiben begonnen hat, circa 1978 in den Arbeitskreis schreibender Frauen kam, 1987 in die GAV, 1990 ihr Romandebut bei Jack Unterweger hatte, ab 2000 ihre Bücher selber macht und seit 2008 unentwegt und sehr beharrlich über ihr literarisches Leben bloggt, wofür sie manchmal auch beschimpft wird, sich aber auch sehr für jede Form von Schreibschulen interessiert, an den kostenlosen Webinaren teilnimmt, zu den Lesungen der Sprachkunststudenten ins Literaturhaus geht und auch wenn dort Symposien der Schreibkunst angeboten werden. Da gab es vor cirka zehn Jahren ja etwas vom der Hochschule der Sprachkunst, andere Workshopsveranstaltungen hat es auch gegeben und heute, so zwischen Jurenka Jurks Schreibwebinare könnte man so sagen, gab es auch etwas, das der Grazer Auto Stefan Schmitzer von der Grazer Zeitschrift „Perspektive“ in Zusammenarbeit mit der GAV anbot und da habe ich mir natürlich den Nachmittag freigehalten und auch die Korrekturen meines zweiten „Literaturgeflüster Schreibebuchs“, wo ich mein Schreiben und meine Schreibartikel vorstelle, beiseite gelegt und bin in die Zieglergasse marschiert, beziehungsweise mit dem Bus gefahren, um mir anzuhören, was es da im Raum Österreich an Schreibschulen gibt.

Es gibt, glaube ich, mehr als die fünf Institute, die von Stefan Schmitzer eingeladen wurden, sich vorzustellen und der hat auch ein Einleitungsreferat gehalten in der er, glaube ich, die Frage stellte, wie sehr die Schreibschulen, die ja die Autoren, um Geld zu verdienen, anbieten, die Autorenschaft verändert hat, denn früher, als ich zu schreiben angefangen habe, hat es ja geheißen, das kann man nicht lernen, beziehungsweise man muß das selber tun.

Das hat sich jetzt geändert und während Jurenka Jurk betont, was ich auch glaube, daß das Handwerk jeder lerene kann und man zum schreiben kein Genie sein muß, betonen die Gegner immer, daß man die Romane, die von Leipzig– und den Hildesheim-Absolventen geschrieben wurden, sich alle gleichen, weil alle überspitzt ausgedrückt, im dritten Kapitel einen Spannungseffekt einbauen oder, wie es Jurenka Jurk anbietet, sich an den acht bis vierzehn Stufen der Heldenreise abbarbeiten.

Der erste Referent des Block eins war Martin Ohrt, nicht zu verwechseln mit den deutschen Schriftsteller Markus Ohrts, der schon beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat und von dem ich einige Bücher in meinem Regalen liegen habe.

Der in Graz geborene Martin Ohrt, den ich, glaube ich, vom Namen kenne, seit ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendium war, leitet seit 1922 die „Jugend-Literatur-Werkstatt Graz“, aus der glaube ich Talente, wie Elisabeth Klar, Theodora Bauer und vielleicht sogar Cornelia Travnicek, deren im Feburar erscheindes neues Buch, ich mir gestern bestellt, hervorgegangen sind und er war, das ist auch interessant Abslovent des Johannes R. Becher Instituts in Leipzig, als das noch so hieß und noch nicht  Literaturinstitut Leipzig, das war ja in DDR- Zeiten, das einzige deutschsprachige Literaturinstitut und Martin Ohrt erzählte ein bißchen was von seinen Erfahrungen dort und dann über die, die er als Leiter der „Jugend-Literatur- Werkstatt“ hat, die ich ein bißchen schon weiter oben in den Schlagwörtern wiedergegeben habe.

Dann folgte Fritz Ostermayer von der „Schule für Dichtung“, die es, glaube ich, seit 1994 gibt, da war ich ja bei der fünfundzwanzig Jahrfeier und ich kann mich auch erinnern, daß Christian Ide Hintze einer der Gründer, das einmal bei einer GAV- GV  bekanntgab und mich dann auch bezüglich des „Arbeitskreises schreibender Frauen“ anrief, denn damals hat es etwas Derartiges in Wien nicht gegeben, die „Schule für Dichtung“ ist aber sehr experimentell und avantgardistisch, ich war bei einigen ihrer Veranstaltungen, bei „Rund um die Burg- Alt“ hat es auch immer eine Performance davon gegeben.

Petra Ganglbauer hat den „Berufverband österreichischer Schreipädagoginnen“ gegründet, wo, glaube ich, auch Irene Wondratsch, Erika Kronabitter und und tätig sind oder waren und Gustav Ernst hat mit Karin Fleischanderl die „Leondiger Akademie“ gegründet, die Talente wie Anna Weidenholzer, Petra Piuk, etcetera, deren Texte man in der „Kolik“ bewundern kann, aber auch Luis Stabauer besuchte und Gustav Ernst hat dann ja auch mit Robert Schindel den „Hochschulllehrgang für Sprachkunst“ mitbegründet, den es seit 2009 gibt und deren Leiter jetzt Ferdinand Schmatz mit Gerhild Steinbuch ist, Karin Fleischaderl stellte die „LeondingerAkademie“ beziehungsweise ihr „Romane schreiben-Buch“ vor in dem sie das Vorwort daraus las und, ich glaube, die Beiden haben auch eine „Waldvierler Akademie“ oder eine „Waldviertler Schreibwerkstatt“ gehabt oder haben sie noch immer.

Dann gibt es ja, glaube ich, noch die Schreibschule der Marlene Schachinger, die diesmal nicht eingeladen war, ihr Institut aber schon früher in Literaturhausveranstaltungen über das Schreiben vorstellte und Luis Stabauer ist, glaube ich, auch noch in einem anderen Scheibekreis, denn da gibt es ja sehr viel und ich war auch einige Zeit in einer Schreibgruppe die Ruth Aspöck sozuzugen für oder mit Robert Egbelhofer begründet hat, die sich eine Zeilang im Cafe Ludwig und dann bei mir traf, wir einmal im Amerilinghaus eine diesbezügliche Veranstaltung machten, im Literaturhaus hätten sie uns, glaube ich, nicht gelassen, denn es wollen ja viele Leute schreiben und sich darüber austauschen und ich finde das sehr gut.

Das „Writersstudio“ das einen etwas anderen Ansatz hat, gibt es auch noch, und die Schreibwerkstätten in den Volksshochulen und und und seit es das Internet gibt, kann man ja, siehe oben, auch sehr viel davon finden.

Im Literaturhaus gab es den Block eins, wo sich die oben erwähnten fünf Schreiinitativen vorstellten, während es im Block zwei etwas unübersicherlicher wurde, denn da hat Markus Köhle, der Poetry Slamer, der auch in der „AS“ sehr aktiv ist, seine Poetry Slam-Workshops, die er an den verschiedenesten orten veranstaltet in einem poetischen Text vorgestellt, dann kam die mir unbekannte Autorin Caca Sevic mit einem Langgedicht, einer der nicht im Progrtamm stand, aber offenbar auch von der Zeitschrift „Perspektive“ stammt, erzählte von seinen Erfahrungen.

Die Erfahrungen der Leipziger-Absolventinnen wurden auch zusammengefaßt und sich darüber etwas lustig gemacht.

Um halb sechs war der Block zwei zu Ende, der um neunzehn Uhr, als nach eineinhalb Stunden mit einer Poddiumsdiskussion mit Publkumsbeteiligung weiterging, wo  wahrscheinlich das Resume aus den beiden Blöcken zusammengefaßt wurde.

Ich bin aber, weil ich nicht eineinahalb Stunden herumstehen oder weiter an der Radka Denemarkova, die ich gerade begonnen habe, lesen wollte, gegangen, um so mehr, da es um acht ja noch ein Webinar von Jurenka Jurk gab, wo wieder Teilnehmerinnen über ihre Ausbildungen berichteten, das ich sonst versäumt hätte , obwohl ich die Ausbildung  nicht buchen werde, aber jetzt schon viele Unterlagen  habe und da habe ich ja vor, wenn ich hoffentlich bald mit der Korrektur meines Schreibebuchs fertig werde, mir  den Romanfahrplan, noch einmal durchzuarbeiten, um mich dann mit diesen Erkenntnissen an die Korrektur meines „Fräulein Nos“ zu machen, wo ja noch der sehr rohe Rohtext vom letzten „Nanowrimo“ auf mich wartet.

Da werde ich versuchen ein wenig Pepp und Schwung in den Text hineinzubringen. Ich weiß, das schreibe ich immer und mache es dann nicht und ich werde den Text auch nicht aufbröseln, um die „Heldenreise“ vielleicht doch noch hineinzupressen, habe aber vor, wenn ich damit fertig bin, mit dem Notizbuch das ich einmal im „Seedosenschrank“ gefunden habe und in dem schon einige Notizen stehen, mich auf eine ausführliche Recherchetour zu begeben und mich dann nach den acht Romanfahrplanstationen daran zu machen, vielleicht wirklich einmal einen Roman zu basteln, der nach diesem Muster entsteht, also einen Helden und einen Antogonisten hat, sich auf die „Heldenreise“ mit den drei Akten begibt, etcetera und die Romanidee kann ich auch entsprechend abklopfen, um das Handwerk, was mir vielleicht noch fehlt, zu erlenen, obwohl ich mich  im Literaturhaus mit Martin Ohrt, der da ja etwas pessimistisch ist, ein bißchen darüber unterhalten habe, ob Fantasyromane, die nach einem Schema gebaut sind, nicht die Phantasie beeinträchtigen, obwohl das auf dem ersten Blick ja sehr widersprüchig klingt.

2020-01-11

Mit Links

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine gesellschaftspolitisch sehr engagierte und aktive Frau, die in einem der schönen Gemeindebauten, aus den dreißiger Jahren, erbaut aus den Mittel der Wohnbausteuer aufgewachsen, weil meine Eltern im World war II ausgebomt wurden und der Vater als aktives SPÖ-Mitglied Anspruch auf eine Gemeindewohnung hatte, die damals, wie ich glaube, ausschließlich den SPÖ-Mitglieder vorbehalten war, so daß ich die Partei als soziale <kontrolle erlebte, was mich veranslaßte, nie mehr mit einer ausnahme sie SPÖ zu wählen.

Die Ausnahme war Anfangs der achtziger Jahre, als ich da eine Zeitlang bei den „Kinderfreunden“ arbeitete und die nur Parteimitglieder anstellten.

Als ich das erste Mal wählen durfte, so zwischen neunzehnund zwanzig, weil damals das Wahlalter, beziehungsweise die Großjährigkeit von einundzwanzig auf neunzehn herabgesetzt wurde und ich 1973 dazwischen war, habe ich, ich gebe es zu, als Prostest gegen meinen Vater, die ÖVP gewählt und mir damals auch die „Presse“ öfter gekauft.

Mein Vater hatte die „Arbeiterzeitung“ abonniert, die Mutter, die sozialistische „Frau“.

Das habe ich auch nur einmal getan und bin dann, glaube ich, sehr bald auf die KPÖ gestoßen, weil mich die Monika ja in den Bund der demokratischen Frauen bzw. in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ brachte, die sich damals im“ Rotpunkt“ auf der Reinprechtsdorferstraße trafen.

Irgendwann habe ich dann auch die Grünen gewählt, bin aber bald wieder zur KPÖzurückgekommen, lese ja auch schon seit vielen Jahren am Volksstimmefest und die Ausnahme war irgendwann in den Neunzigerjahren wahrscheinlich, als der Martin mich aufforderte, das zu tun, um den Haider-Aufstieg zu verhindern, damals war Caspar Einem Innenminister, ich habe ihm meine Vorzugsstimme gegeben, nachher war er es nicht mehr und ich habe mir geschworen, nie wieder.

Bis auf letztes Jahr, da habe ich kurz daran gedacht es zu tun, weil ich ja weil ich Anfang des Vorjahres von der GAV oder den IG-Autoren dazu aufgerufen, für den Rücktritt von Innenminister Kickl unterschrieben habe und da auf einer SPÖ-Seite gelandet bin, die mich einlud in die Partei einzutreten und mir später, als das Ibiza Video auftauchte und Neuwahlen ausgerufen wurden, Einladungen zu ihren Wahlveranstatlungen schickte, bei drei bin ich gewesen und habe auch kurz daran gedacht, vielleicht doch die SPÖ zu wählen, weil die KPÖ ja nichts bringt. Der Alfred hat begonnen sich sehr für die Grünen zu engagieren, Wahlzettel verteilt, etcetera und ich habe mich entschloßen, mit einem Gefühl, daß ich es vielleicht bereuen würde, die Grünen zu wählen.

Ob ich das bereuen soll, weiß ich noch nicht? Denn eigentlich, das habe ich ja heute dem Uli kommentiert, bin ich ja dafür, was Neues auszuprobieren und nur wer wagt gewinnt. Aber Kopftuchverbot bis vierzehn, Ausreisezentren und Sicherheitshaft sind eigentlich nicht das, was ich will, absolut nicht, aber gut, schauen wir uns an, wie es wird und dieses Wochenende wären wir wieder nach Harland gefahren, sind wir aber nicht, obwohl wir dort ein neues Bücherregal  aufzustellen haben, weil mich der Alfred auf eine Gründungsversammlung einer neuen neuen Linkspartei aufmerksam machte, zu der er gehen will, obwohl er sich ja nach wie vor für die Grünen engagiert und, obwohl er für die Wien – Wahl, die ja in diesemJahr stattfinden wird, wo alle schon nervös sind, gar nicht wählen darf weil, er ja in Niederösterreich seinen Hauptwohnsitz hat.

„Dann geh ich mit!“, habe ich gesagt und mich nicht recht ausgekannt, spalten sich die jetzt von der KPÖ ab oder wird es eine große Linkspartei geben, die dann fünf Gemeinderäte ins Rathaus bringen, die ich, das ist glaube ich, fix, wählen will und Kurto Wendt den ich von den Volksstimmefestlesungen kenne und der ja die Donnerstagsdemonstrationen organisierte, ist einer der Veranstalter oder Aufrufer und da kann ich mich auch erinnern, daß es auf der letzten Demo auf der ich war schon Arbeitsgruppen gegeben hat, die ein Programm erarbeitet haben, vielleicht hat sich da „Links-Wien“ gegründet und nun gut, schauen wir uns das einmal an und weil wir ohnehin in Wien geblieben sind, konnte ich mir auch Stephans Teichgräber „Dramatiker-Workshop geben“ und da mit ihm nach Sopron und nach Györ ins Theater gehen und in Sopron kann ich gleich verraten, gibt es ein literarisches Programm nämlich „Per Gynt“ und ein Stück nach einem Roman von Sandor  Marai, während  in Györ Agatha Christie aufgeführt wird und, glaube ich, auch eine Dramatisierung eines Romans von Magda Szabo.

Dann bin ich also in die VHS Schwendtergasse hinausgewandert, wo die Gründungsversammlung stattfand und habe da schon vorher Mails bekommen, daß sich viel mehr Leute, als erwartet angmeldet haben und ungefähr zehn habe ich von diesen meist sehr  jungen Leute auch gekannt.  Das Logo war die Farbe Lila, die auf auf den Flyern und auf  der großen Bühne zu sehen war, auf der Grundsatzstatesments  abgegeben wurden, daß für ein sozales Wien, die freie Fahrt auf den Öffis, ein bedingungsloses Grundeinkommen, der Kampf gegen Rassismus, der Einsatz für die Frauen und ein leistbares Wohnen für Wien wichtig ist und bei der letzten Wahl habe ich, glaube ich, auch nicht die KPÖ, sonders das Bündnis „Wien anders“ gewählt, das in fünf Bezirken Bezirksräte hat, einer davon ist Margareten, also hat meine Stimme, was bewirkt und ein paar dieser Bezirksräte waren auch da, ein paar Leute habe ich vom Volksstimmefest gekannt, aber eigentlich waren  nur sehr wenige Bekannte da und ob es nun, da um eine  neue Einheitspartei oder um eine Abspaltung  geht, ist mir nicht so ganz klargeworden, ich werde es aber  herausbekommen, da ich bei der Wien-Wahl, die es im wahrscheinlich im Oktober geben wird, eine linke Partei wählen möchte, obwohl ich mich entschlossen habe, am Samstag nicht mehr in den fünfzehnten Bezirk zu gehen, um die weiteren Ziele in Kleingruppenarbeit zu eräutern und am Abend eine große Party zu feiern, sondern mich in einem „Writersretreat“ und einem möglichst intensiven Korrigiertag „Meinem Schreiben und meinen Büchern“ zu widmen, was mir ja auch sehr wichtig ist und von der anderen Seite kann ich vermelden, hat  sich  eine neue Bewegung gegründet, die sich „Die „Österreicher“ nennt und gegen das Linke kämpfen will, so daß es politisch in diesem Jahr wohl noch sehr spannend wird.

2020-01-08

Vom „Plan dein Romanjahr-Kurs“ zum Workshop zur Gegenwartsliteratur

Das neue Jahr hat  begonnen, die neue grün-türkise Regierung wurde angelobt, die literarischen Veranstaltungen werden auch bald anfangen.

Die Romanjahrplanung hat das schon, denn, daß ich da mit dem zweiten „Literaturgeflüsterbuch“ über „Mein Schreiben- meine Bücher“ fertig werden will, ist klar.

Da bin ich jetzt wieder bei Seite hundertneunzig  und kann nur hoffen, es im nächsten, übernächsten oder auch fünfzehnten bis zwanzigsten Durchgang zu schaffen, während Jurenka Jurks Minikurs zur Vorbereitung für ihren Romanjahrlehrgang in den vierten Tag gestartet ist.

Fünf Tage dauert der Kurs und bei Tag drei und vier sollte ich einschätzen, wie weit forgeschritten ich mich bei meinen „Figuren“, bei der „Heldenreise“, beim „Plotten“, bei der „Szenengestaltung“, bei den „Dialogen“, dem „Show not tell“, dem „Überarbeiten“ und der „Vermarktung“ halte.

Gute Fragen, die wenigstens für mich, gar nicht so leicht auf den mitgeschickten Arbeitsblättern zu beantworten sind. Ich denke aber, wenn ich mit dem „Schreibe-Buch“ fertig bin und zum „Fräulein No“ hinüberwechsle, werde ich die hunder t Rohseiten oder knapp fünfzigtausend Worte, die ich da habe, nach einem weiteren Durchgang, auf ihre Fehler und Schwächchen abklopfen.

Jede Szene daraufhin untersuchen, was noch nicht passt, um sie dann entsprechend zu bearbeiten. Beim „Dialoge schreiben“ schreibe ich ja immer, bin ich nicht so gut, obwohl ich gar nicht so sicher bin, ob das noch stimmt.

Der Text wäre, wenn ich Jurenka Jurk richtig verstanden habe, eher Plot-, denn Figurenzentriert, weil ich ja mehrere Handlungsstränge, beziehungsweise mehrere Protagonisten habe, die das ganze abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen. Und beim Antogonisten hapert es ja immer  bei mir, da habe ich wohl noch nicht richtig herausbekommen, wozu ich den brauche?

Beim Roman Anbieten oder Vermarkten habe ich ja inzwischen mein Konzept, also das fertige, fünfzigmal gedruckte Buch nach einer Vorschau auf meinen Blog vorstellen, ein Gewinnspiel und eine Leserunde ausrufen, die, ich weiß schon, nicht so richtig funktioniert und beim nächsten Projekt vielleicht wirklich mal versuchen, das ganze Mal im Voraus zu planen und schauen, wie weit ich damit komme, was aber vielleicht schwierig wird, wenn ich Ende Oktober damit fertig bin und wieder sage, so jetzt starte ich plotlos „No plot, no problem!“ in den „Nanwowrimo“, mal sehen.

Aber ich habe in den ersten Tagen des neuen Jahrs, als ich vor einer Woche wieder nach Wien zurückgekommen bin, noch etwas anderses gemacht, nämlich meine Bücher geordnet, beziehungsweise Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ gesucht, weil ich das ja auf meiner 2020 Leseliste habe, das Buch aber noch nicht auf dem Badezimmerstapel liegt. Ansonsten habe ich bis jetzt in diesem Jahr schon elf Bücher gelesen und bevor jetzt jemand aufschreit, es waren sechs eher dünne „Holzbaum-Bändchen“ dabei, Dietmar Füssels ebenfalls recht dünnes Gedichtbändchen und dann neben Olga Tokarczuks eher umfangreichen Buch noch drei weitere dünne Bücher, ich bin aber mit den mitgeschleppten 2019 Bücher fast fertig und könnte jetzt noch die Bücher, die ich von der „Buch-Wien“ als Rezensionsexemplare bekommen habe, sowie zwei der Geburtstagsbücher lesen und da ist ja Dirk Stermanns „Hammer“ dabei, auf den ich bei Stephans Teichgräber „Centrope Workshop der Gegenwartwliteratur“ aufmerksam wurde und da habe ich noch zwei Bücher auf meiner Leseliste die ich demnächst lesen will, nämlich Radka Denemarkovas „Ein herrlicher Flecken Erde“ und Jaroslav Rudis „Winterbergs letzte Reise“, beide Bücher passen zum Tschechien- Schwerpunkt der letzten Leipziger Buchmesse, stehen aber nicht auf Stephans Teichgräbers Centrope-Liste, der sich bei Radka Denemarkova ja für die „Stunden aus Blei“ entschieden hat, die die Autorin auch bei seinem letzten Centrope-Festival vorstellte.

So bin ich heute Nachmittag wieder mit dem „Stermann“ in die Spengergasse gepilgert. Stephan Teichgräber hat aber auch einen Gegenwartsliteraturstapel, der ein bißchen anders als meiner ist und hat für heute Tonio Schachingers „Nicht wie ihr“ausgesucht, weil er sich ja für Fußball interessiert.

Ich weniger, habe das Buch aber, glaube ich, schon in September gelesen, weil es ja bezüglich des dBps sogar auf die Shortlist gekommen ist, so habe ich mit ihm wieder die ersten Seiten durchanlysiert, bin daraufgekommen, daß auf Seite fünfmal das Wort „Bugatti“ steht und habe noch einige andere diesbezügliche Erkenntnise gemacht, während ich mir heute Morgen bezüglich meiner Leseliste dachte, daß ich, wenn ich so weitermache, jetzt bald zu meinerm Backlistlesen komme und, daß ich da heuer vielleicht wieder mit den vorgenommenen Büchern fertig werde.

In den zwei letzten Jahren habe ich das nicht geschafft, weil so viele Neuerscheinungen, diesmal habe ich mich aber mit dem Bestellen zurückgehalten, während ich also schon Pläne machte, sind wieder einige Angebote gekommen, so daß ich es wahrscheinlich doch nicht schaffen werde.

Aber mal sehen, ich bin wieder gespannt, was sowohl meine Lese- also auch meine Romanfahrpläne betrifft und werde demnächst in die Badewanne gehen, um das zwölfte 2020 Buch, nämlich Jörg-Uwe Albigs „Zornfried“ auszulesen, von dem ich Ende November beim „Fried Festival“ hörte und, daß mich seines Themas wegen sehr interessierte, auch wenn es nicht zur „Gegenwartliteratur es Centropes“, weil von deinem deutschen Autor, zählt.

2020-01-01

Das neue Jahr

Nach der Rückschau auf 2019 geht es gleich ins neue Jahr, in die Vorschau, auf die guten Wünsche und Vorsätze und das, was vermutlich 2020 stattfinden wird, soweit man in die Zukunft schauen kann.

Das Jahrzehnt wo ich sechzig werde, habe ich ja vor zehn Jahre geschrieben, 2023 werde ich siebzig, den Blog wird es dann fünfzehn Jahre geben und ins neue Jahr gehe ich, was das schreiben betrifft wahrscheinlich wieder mit ein bißchen mehr Resignation denn ich schaffe und schaffe es ja nicht, obwohl die Hoffnung ja angeblich als letztes stirbt und eigentlich habe ich ja vieles geschafft, fast zwölf Jahre „Literaturgeflüster“, fast fünfzig selbstgemachte Bücher und einige tausend, die ich gelesen habe.

Gut die anderen interessiert das nicht so sehr, müßen sie auch nicht und das gute am Bloggen ist ja, daß ich mir meine literarische Paralellwelt aufbauen beziehungsweise mein Schreiben dokumentieren kann.

Was ist also 2020 geplant, in dem wir gleich am Ersten wieder nach Wien zurückgefahren sind. Da geht es ja noch an das Bloggerdebutlesen, wird da ja meine Punkteintscheidung erst am sechsten Jänner erfolgen und am fünften Jänner hat Jurenka Jurk wieder eine kostenlose Miniseminarreihe für das Romanjahr 2020 geplant.

Da habe ich schon 2019 mitgemacht und, ich glaube, daß die Idee ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ mit meinen Schreibartikel und den Buchprobeleseproben herauszugeben, da entstanden ist.

daran werde ich wohl noch das nächste halbe Jahr zu korrigieren haben, mindestens wahrscheinlich hat das Ganze doch zweihundertsechzig Seiten und ist damit eines meiner dicksten Bücher und wenn ich dann hoffentlich doch damit fertig bin, kommt der siebente Nanowriomo, also das „Fräulein No“ an die Reihe. Das will ich ja nach Jurenka Jurks Vorbild vorher noch ein bißchen peppiger machen, wenn es gelingt, sonst lese ich mir Gustav Ernst „Romananleitung“ durch und korrigiere, wie gehabt und ob ich dann im November zu einem achten „Nano“ kommen, weiß ich noch nicht, meine Leser werden es aber sehen und können auch, wenn sie wollen, diesbezügliche Prognosen abgeben.

die Leipziger Buchmesse ist wieder geplant, im letzten Jahr war ich ja durch meinen Gips gehindert und habe von zu Hause gesurft und was das Lesen betrifft, habe ich wahrscheinlich wieder bis Jänner oder Anfang Februar, die alte Bücherliste abzulesen, sprich die Rezensionsexemplare, die sich im Herbst angesammelt haben, dann will ich ans Backlistlesen gehen und da mein „Buchpreisbacklistlesen“ beginnen, also die Bücher, die mal auf der deutschen Buchpreisliste standen und die ich in den Regalen liegen habe, aufzulesen.

Ein neues Bücherregal werden wir in Harland bei all den vielen Bücherfunden auch bald brauchen und eine Radfahrt am Main-Donaukonal oder so, ist für den Juni auch geplant. Die Sladky Wanderungen sind im Vorjahr wegen des gebrochenen Knöchels auch ausgefallen.

Heuer haben wir wieder vor mitzugehen. In die Schweiz werden wir wahrscheinlich nicht mehr fahren, weder zum Filmfestival nach Locarno, denn da wird der Alfred fünfundsechzig, geht inPension und feiert das wahrscheinlich in Harland und auch anderswo mit einigen Festen und statt zur „Buch-Basel“, werde ich warhscheinlich wieder ein literarisches Geburtstagsfest machen und auch die „Buch-Wien“ wieder intensiver besuchen, wobei wir schon bei den Lesungen wären.

Ich weiß nich,t ob und was es da geben wird. Kommen ja die Angebote nicht zu mir und wenn schon, dann kommen keine Zuhörer und ob  Christoph Kepplinger sich das Volksstimmefest wieder antun wird und ob es die noch ausstehenden Anthologien geben wird, steht auch in den Sternen. Der Alfred hat ihm zwar angeboten, mitzuhelfen, hat er ja mit meinen Büchern viel Erfahrung, aber bis jetzt ist da nichts zustandegekommen.

Die „Poetnight“ wird es vielleicht wieder geben und vielleicht auch den Osterspaziergang der Litges  wenn der nicht wieder parallel mit der „Literatur und Wein“ in Krems sein wird.

Ja richtig, im Februar werden wir mit der Ruth eine Woche ins Almtal fahren, weil sie da eine Ferienwohnung hat und dann gibts wahrscheinlich wieder die GV der IG Autoren und da habe ich gedacht, schreibe ich einen Antrag, ob die sich nicht vielleicht doch ein bißchen, um die Selfpublisher kümmern wollen?

Man gibt ja doch nicht auf und versucht es immer wieder, obwohl es höchstwahrscheinlich nicht viel bringt. Mal sehen und das war es dann schon mit dem Schreiben und dem Lesen.

Bei den Bücheranfragen und den sich Bedienen aus den Büchernschränken könnte sollte ich mich zurückhalten, natürlich selbstverstänlich, ich werde es versuchen, weiß aber nicht, ob ich es schaffen werde und das Buchpreislesen ab August das zwei oder dreifache habe ich, glaube ich, wieder vor, auch wenn ich mich dann bis Dezember oder bis ins nächste neueJahr durch meine Leseliste hetzte, ja und politisch wird oder kann es auch ganz spannend werden.

Da werden wir ja bald erfahren, ob es etwas wird mit der türkisen grünen Koalition oder ob es wieder türkisch blau oder vielleicht eine Minderheitenregierung wird. Eine Wien Wahl soll es auch geben und diesbezüglich gründet sich im Jänner glaube ich eine neue Linkspartei und der Alfred, der ja im Sommer, wie schon erwähnt, in Pension gehen wird, wird sich wahrscheinlich weiter bei den Grünen engagieren und die diesbezüglichen Parteiversammlungen besuchen und in Harland wird die kleine Lia wahrscheinlich zu sitzen, zu krabbeln und zu gehen anfangen, Mama und Papa sagen und sich vielleicht von der Oma Bilderbücher vorlesen lassen.

Das wär ja einiges für das neue Jahr, das so gesehen bestimmt ein intensives werden wird, da brauchen wir gar keine Dystopien wie das „GRM-Brainfuck“ der letzten „Schweizer Buchpreisträgerin“, aber die „Doml-Workshops“, die ich, wie ich immer schreibe, für mein Seniorenstudium halte, wird es wahrscheinlich weitergeben und natürlich immer noch meine Praxis, obwohl es ja 2020 keine WGKK sondern eine Gesamtkasse mit einer Zweigstelle Wien geben wird.

2019-12-18

In die Weihnachtsferien

Heute war das letzte „Gegenwartsworkshop“ in der „Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur“ in der Spengergasse vor der Weihnachtspause und ich bin mit dem „Schutzengelchen“, losgegangen, das ich als Weihnachtsgeschenk für meine unbekannte Leser in den „Wortschatz“ hineingelegt habe.

Da habe ich ja heuer eine Bücherliste gemacht, wo man nachvollziehen kann, was ich heuer in die Schränke legte, einiges und abwechslungsreich habe ich versucht eine ganze Palette meiner Bücher hineinzustellen. Manchmal habe ich auch darauf vergessen und dann gelegentlich etwas nachgelegt und der Advent, der für mich ja immer etwas besonderes ist, war für mich auch sehr intensiv und umfangreich.

Am ersten Dezember oder dreißigsten November habe ich damit angefangen, die Weihnachtsdekorationen aus dem Keller heraufgeholt und in meiner Praxiswohnung aufgestellt, da hat sich ja schon einiges angesammelt und ich habe auch den kleinen Weihnachtsmann mit dem Buch, den ich damals von der aufgelöstenBuchhandlung in Edith B. Haus bekommen habe, für die kleine Lia, die jetzt schon ein halbes Jahr alt ist, vorbereitet und habe auch angefangen, aus dem „Adventkalenderbuch“ jeden Tag ein Kapitel zu lesen, was es dann am vierundzwanzigsten, als Ganzes zu sehen geben wird und dann habe ich noch einen Bildadventkalender, wo ich jeden Tag ein Türchen öffnete und im Netz schaue ich mir auch gern die X-mas Vlogs der Booktuber an.

Am zweiten Dezember ist es dann gleich mit der „Ohrenschmaus- Preisverleihung“ weitergegangen, wo es auch ein kleines Dankeschön- Päckchen gab. Am Mittwoch darauf waren wir beim Martin und der Zahui eingeladen und am Samstag gab es die Kleinverlagsmesse beim Buchquartier.

Am Sonntag gabs beim „Ambichl“ das Geburtstagsfest des Onkel Franz zu feiern, dann folgte die Weihnachtsfeier im „Doml“, wo ich ein Stück aus meinem „Adventkalender“ gelesen habe.

Richtig meine „Adventkalenderfester“ aus der „Nika, Weihnachtsfrau“ gibt es auch in diesem Monat immer wieder und zwei neue Türchen, das am zehnten November und am fünfzehnten, denn da gabs ja auch das Geburtstagsfest der Doris Kloimstein die eigentlich sehr weihnachtlich war. Sekt und Brötchen hat es vorher beim letzten ÖAAG-KAV- Reflexionstreffen auch gegeben und daneben habe ich meine Praxisstunden gemacht, mir meine heurigen Bücherchristbäume in Wien und in Harland aufgebaut und jetzt bin ich mit den Arbeitstagen fertig. Morgen werde ich noch meine Abrechnung machen und dann am Abend mit dem Alfred nach Harland fahren und dort auch Weihnachten und Silvester feiern.

Bücher zu lesen habe ich ja auch noch, warten ja noch einige „Schweizer Buchpreisbücher“ für mich und dann kommt ja noch das „Bloggerdebutpreislesen“, wo ich ja noch drei Bücher zu lesen habe.

Man sieht schon Advent oder Weihnachten ist für mich eine besondere Zeit und nach dem „Doml Workshop, wo ich mir überlegte, ob Dirk Stermanns „Hammer“ jetzt ein gutes Buch ist oder nicht, da schwanke ich ich derzeit noch ziemlich hin und her, sehr überladen ist jedenfalls und ein bißchen wie Thomas Berhard in Vulgärformat, hatte ich noch eine Stunde, dann gab es, bevor es nach Harland geht noch eine „Weihnachts- und Jublimäumsparty“ der Jurenka Jurk, in deren Verteiler ich mich ja befinde und deren „Webinare“ ich mir ja sehr gerne anschaue.

Eine Weinachtsparty am Computer cool.

„Bereitet euch Getränke vor!“, sagte die Schreiblehrerin, die die meiste Zeit gar keine Weinnachtsmütze auf hatte, aber ein Glas Sekt in der Hand hielt und erzählte, daß sie jetzt schon zehn Jahre Schreibtrainerin ist.

Leider bin ich zweimal aus dem Video herausgefallen und ich habe auch die „Unhaltbaren Zustände“ gebloggt, das ja auch ein bißchen weihnachtlich ist und jetzt ist alles vorbereitet.

Die Geschenke für die Anna und die Lia, die Tasche mit den Büchern, die nach Harland gehen sollen, wo wir ja zehn Tage bleiben wollen und dort an meinem „Literaturgeflüster-Schreibe-Buch“ soviel wie möglich korrigieren, denn 2019 war ja auch mein Romanjahr, ich habe „Mein Schreiben meine Bücher“ zusammengestellt und hoffe mit dem Korrigieren bald fertig zu werden, damit ich mich an die Korrektur meines „siebenten Nanowrimos“ machen kann.

Gustav Ernst „Romanschreibbuch“ liegt auch in der Büchertasche, bin aber nicht ganz sicher, ob ich in diesem Jahr noch zum Lesen kommen werde und dann werde ich auch noch ein paar Shoppingtage machen, bevor es am Dienstag ans Weihnachtsfeiern gibt. Der Christbaum in Harland ist ja schon geschmückt, die Weihnachtskekse sind gebacken und in Harland sind die Weihnachtsdekorationen auch schon aufgebaut.

Danach, wenn ich meinen 2019 Rezensionsstapel heruntergelesen habe, werde ich mich an den „Hammer“machen und hoffe auch wieder ein bißchen Backlist lesen zu können, da wartet ja schon einiges auf mich und einen Jahresrückblick und einen bezüglich meines Bücherjahrs wird es auch noch geben.

Ja und eine Weihnachtslesung auf „Ottakringerisch“ hat es am Montag auch noch gegeben und natürlich den Punsch und die Kekse in der „Gesellschaft für Literatur“, von wo vielleicht auch noch ein Buch zu mir kommt.

2019-12-11

Dirk Stermanns Sprache und Brigitte Schwens-Harrants Essays

Im „Doml“ hat es noch die letzten Kekse von der gestrigen Weihnachtsfeier gegeben und die gute Schokolade, die die Vortragende aus Kroatien mitgebracht hat, für die SPÖ-Weihnachtsfeier wurde auch eifrig hergerichtet und umgeräumt und ich habe mich mit Stephan Teichgräber wieder in die Gefilde von Dirk Stermanns „Hammer“ begeben, was ein tolles Buch ist, was ich dem Kabrettisten gar nicht zugetraut habe. Ein tolles Buch mit einer tollen weitschweifigen Sprache, so daß man mit den Googlen gar nicht nachkommt.

Da waren ja erst die Berufe, der „Kotzenmacher“, der „Gubernialrat“, die „Wehenmutter“, etc, die sich Stermann wohl aus alten Archiven zusammenklaubte, dann ging es zu der Frage, ob „Das Kind zeriß ihr die Eingeweide“, eine Metapher ist?  ich denke eher, das sind die Gefühle einer Gebärenden, bis  hin zu den vielen Glocken, die es in St. Stephan gibt.

Ein tolles Buch und Stephan Teichgräber hat auch sehr viel gegooglet und die Zusammenhänge hergestellt, das ich mir nach dem ich die Lesung bei der „Buch Wien“ hörte von Annas Geburtsgutschein bei Thalia in St. Pölten gekauft habe, aber höchstwahrscheinlich erst im Jäjnner lesen werde, wenn ich mit meine 2019 Rezensionsexemplaren fertig bin und dann ist es über den Umweg des „Wortschatzes“, wo ich zuerst die „Anna“ hineinlegte und beim Rückweg tolle alte „bb-DDR“-Ausgaben gefunden habe, in die „Gesellschaft für Literatur“ gegangen, wo der dritte Essayband vorgestellt wurde, den die 1967 geborene Feuilletonchefin der Furche und Literaturkritikerin Brigitte Schwens-Harrant gemeinsam mit Jörg Seip bei „Klever“ herausgebracht hat „Mind the gap. Sieben Fährten über das Verfertigen von Identitäten“ und das ist bestimmt ein spannenden Buch, obwohl mir lange nicht klar war, worum es dabei eigentlich geht?

Um die Identität ganz klar, das was man ist, aber eigentlich ist dabei um Ausgrenzung, Abschotten, Rassismus, etcetera gegeangen und „Mind the gap!“, was ich zuerst auch nicht verstanden habe, ist das was, man in der U- Bahn täglich hören kann, „Achtung, da ist eine Spalte!“

Wir haben eine Identität, aber offenbar können wir die nur haben, wenn wir die anderen nicht dazu lassen, so habe ich die „Sieben Fährten“ und die Diskussion darüber verstanden, ist es doch um die Frage ob man mit Rechten reden soll?, gegangen.

ich denke, ja natürlich und habe es auch lange genug mit dem Uli versucht, bis er seine Kommentare geschlossen hat, herausgekommen ist aber nur ein Beschimpft worden sein und, um die Handke-Debatte, derzeit gerade besonders aktuell, weil der Nobelpreis, gestern an ihn vergeben wurde.

Der wurde in dem Buch noch nicht erwähnt, hat aber offenbar die Gemüter erregt und ehemalige Freunde zu Feinden gemacht, was ich nicht verstehe, aber schon sehr irritiert über die Diskussion im Literaturcafe, wo Malte Bremer ihm eine „Schlaftablette“ nannte, war, sowie über Sasa Stanisic Reaktion bei der „Buchpreis-Verleihung“.

Aber, ich denke, es ist wahrscheinlich doch der Neid „Was der kriegt den preis, der ist doch….?“

Die Greta Thunberg-Beschimpfung, die man bei den rechten Videos hören kann, wurde nicht erwähnt, eher der Rassismus und da ist es in dem Buch zumindestens bei den Stellen die Brigitte Schwens-Harrant vorgelesen hat, eher, um die amerikanische Literatur Toni Morrisson, zum Beispiel und C T. Boyles „America“ gegangen. Die sieben Fährten  sind „Liebe, Gender, Stadt,Hybride, Othering, Religion und Gast“ und in jedem Kapitel kann man sich anhand der Literaturbeispiele abarbeiten und seine <meinung bilden und ich bin nach wie vor nicht ganz sicher, ob Identität wirklich etwas mit Ausgrenzung zu tun hat?

Zumindest nach meiner Definition nicht, aber natürlich grenzt man ständig jemanden aus, schon wenn man eine „Buchpreisliste“ rangreiht tut man das oder mit dem berühmten Satz „Eigenverlag wollen wir nicht! Da kannst du nicht bei uns lesen!“

Aber das ist ein  anderes Kapitel und das „Miteinander statt Gegeneinander!“, ist vielleicht ein Weg hinaus.

Zuhören, Empathie und Wertschätzung! Dann kann man Peter Handke den „Nobelpreis“ gönnen und braucht nicht seiner politischen Meinung sein, aber natürlich ist sehr viel Haß in der Welt, was ich nach wie vor sehr schade finde, weil ich ja eigentlich sehr harmoniebedürftig bin.

2019-12-04

Vom Doml zu Ilse Helbich

Der Mittwoch ist ja seit einiger Zeit Doml oder Workshoptag, meine Art des Seniorenstudiums, wie ich immer sage, wenn ich höre, wie beispielsweise Ruth Aspöck für ihr Theologiestudium Hebräisch lernt und heute bin ich sozusagen zwischen zwei Stunden hin- und zurückgehetzt, habe mich wieder ein bisschen mit Radka Denemarkovas sehr theoretischen Chinabuch beschäftigt und dann erneut mit Dirk Stermanns „Der Hammer“, beziehungsweise den Namen und den Berufen, die dort auf den ersten Seiten vorkommen und nach der sechs Uhr Stunde war es eigentlich schon ein bißchen spät für die „Gesellschaft für Literatur“, da die aber immer erst um viertel nach anfangen, habe ich es trotzdem probiert und war etwas verärgert nur im hinteren Raum, wo schon Ljuba Arnautovic und noch ein paar andere Späterkommende saßen, Platz gefunden zu haben, denn die Präsentation des neues Buches „Ich möchte noch einmal irgendwo fremd sein  –  Ilse Helbich – Schreiben im Gegenwartszustand“ herausgegeben von Helmut Neundlinger und Fermin Suter mit Texten der 1923 in Wien geborenen Ilse Helbich, die in Wien Germanistik studierte, danach Verlagskauffrau war und für verschiedenen Tageszeitungen und den ORF arbeitete, ist sicherlich etwas Besonderes, ist sie ja ein Jahr älter als Friederike Mayröcker, die demnächst ihren fünundneunzigsten Geburtstag feiert und hat 1980 literarisch zu schreiben anfgefangen.

Bei „Droschl“ sind, glaube ich, einige ihrer Bücher herausgekommen und jetzt der Vorlaßband der  von „Literaturedition NÖ“ herausgege ben wurde. Martina Spitzer hat drei Texte gelesen. Darunter war einer über die Feuilletons, die Ilse Helbich offenbar öfter geschrieben hat. Dann ein Text über eine Frau die am Nachmittag von einem Gerichtsvollzieher besucht wurde, weil ihre Söhne mit falschen Paß ein- oder ausreisten und dadurch in verschiedene Strafverfahren verwickelt waren und, die es troztdem zusammenbrachte, am Abend ihren Gästen ein warmes Nachtmahl hinzustellen und dann noch ein Bericht einer Gärtnerin beim Wiederlesen eines Buches von Flauberts.

Nachher gab es ein Gespräch mit Rainer Götz der Ilse Helbichs Lektor war und Ursula Baatz, die auch Beiträge in dem Buch hatten und einige Worte der Autorin.

Danach Brot und Wein und Elfriede Haslehner, die ja vor einigen Monaten ihren Franz verloren hat, habe ich auch wiedergesehen und es war ein interessanter Abend und ein Kennenlernen einer Autorin von der ich schon einiges im Radio gehört, aber noch nichts gelesen habe und deren Texte mich auch ein bißchen an Valerie Szabo erinnert haben, die ich ja durch den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennengelernt habe.

2019-11-27

Centropeworkshop und Nanoabschlußbericht

Nach dem vorigen Mittwoch zwanzig Jahre „Fem“, das Gesundheitszentrum für Frauen und Mädchen, gefeiert wurde, bin ich erst heute wieder zu Stephan Teichgräbers Gegenwartsliteraturworkshop gekommen, konnte ihm da aber die entsprechende Lektüre mitbringen, habe ich mir doch von Annas Geburtstagsgutschein Dirk Stermanns „Der Hammer“ gekauft. Wir haben aber wieder ein Stückchen weiter Radka Denemarkovas „Stunden aus Blei“ analysiert, beziehungsweise uns da die Übersetzungsunterschiede angeschaut.

Sehr viel Zeit war aber nicht, da es um sechs im Literaturhaus schon mit den „Friedsy-Tagen“ weitergegangen ist. Es war allerdings ein Lesetag, da ich in den Pausen weiter in Clemens J. Setz skurrillen Geschichten gelesen und auf dem Weg ins Workshop auch Thomas Brusigs „Helden wie wir“ gefunden habe, das Stephan Teichgräber sehr interessierte, aber nicht in die Defintion des Centrope passt, also hier out of order war.

Ein Schreib- oder Korrigiertag war es auch, denn ich bin ja obwohl  noch Tag siebenundzwanzig des „Nanowrimos“, wieder zum Korrigieren des „Schreibebuchs“ übergegangen und werde da jetzt alles wieder laut lesen, damit ich keine Fehler übersehe, bisher habe ich ja eher neben You tube- Videos korrigiert und da übersieht man viel und mit dem „Nano“ bin ich ja schon seit letzter Woche fertig und es ist fertig grworden, obwohl es da ja in der verflixten zweiten Woche so aussah, als schaffe ich es nicht, da heißt, ich war mit meinen Rohtext fertig, hatte aber erst vierzigtausend Worte. Was ich normalerweise gelassen hätte, weil der es der „Nano“ war, habe ich aber angestückelt und diesmal auch zwischendurch einige Szenen eingefügt. da heißt zuerst auch noch vier Epilogszenen geschrieben, davon dann zwei wieder weggelöscht, weil die  reine Wortfüllungen waren und die zwei anderen dem Text angefügt.

Mit den vier Epilogszenen, hätte ich den „Nano“ schon geknackt gehabt und  sogar zweitausend Worte mehr gehabt, weil die anders zählen.

Nach dem Wegstreichen war ich wieder darunter, da hatte ich aber schon die Idee, die sechs Blogartikel die sich ganz dem „Nano“ widmen als Anhang anzufügen, damit die Leser auch die Entstehungsgeschichte nachempfinden können. Am Freitag habe ich das getan, am Samstag war dann noch etwas zu korrigieren. Seither habe ich nichts mehr geschrieben, obwohl es ja noch ein paar „Nanotage“ gibt und ich heute eigentlich erst 45009 Worte bräuchte, um rechtzeitig fertig zu werden.

Ich habe aber 54911 Worte, hundertzwölf  Seiten, zweiundvierzig Szenen und die sechs Anhangsartikel, die die Frage „Wie schreibt mn einen Nanowrimo?“ beantworten.

Jetzt bleibt das Ganze, das zweimal durchkorrigiert wurde, liegen, bis ich mit dem „Mein Schreiben, meine Bücher“ fertig bin. Dann will ich es ja noch einmal bezüglich Spannungsbögen durchsehen. Gustv Ernsts „Romane schreiben“ habe ich dann sicher auch schon gelesen und inhaltliche Unebenheiten wird es auch geben, die noch auszugleichen, ergänzen und zu verändern sind. Ich bin, wie geschrieben sehr zufrieden, der Rest der Woche gehört deb „Fried-Tagen“, am Freitag ist auch noch die „Poet Night“, wo ich wieder die erste Maria Mattuschek-Szene aus der „Magdalena Kirchberg“ verkürzt lesen werde und dann geht es schon in den Advent, wo ich ja wieder einige Adventaktionen machen, beziehungsweise mir einen Bücherchristbaum aus Weihnachtsbüchern und Bücherschrankfunden aufbauen werde.

2019-11-13

Dreißig Jahre Mauerfall

Filed under: Veranstaltungen,Workshop — jancak @ 21:01
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Vom Gegenwartsliteraturworkshop, wo wir heute sowohl ein Gedicht von Gabor Schein analysiert, als auch weiter mit Radka Denemarkovas „Stunden aus Blei“, weitermachten und da die Übersetzung von Raija Hauck mit der von Stephan Teichgräber verglichen haben, ist es ins Cafe Jelinek in die Otto Bauergasse gegangen, da mich Sascha Wittmann dort zu einer „Textmotor-Lesung“ zu Fall der Berliner Mauer am 9. 11. 1989 eingeladen hat und der „Textmotor“ ist eine Gruppe literarisch Tätiger rund um Luis Stabauer, die sich dort, glaube ich, vier Mal im Jahr treffen und diesmal zum Fall der Berliner Mauer ihre Texte lasen. Paul Auer, der auch moderierte, Doris Fleischmann, die ich, glaube ich, schon in Leipzig hörte, Leopold Hnidek, Claudia Sprintz und Luis Stabauer haben das getan, Sascha Wittmann, die mich eingeladen hat, ist nicht erschienen und Paul Auer fragte jeden der Lesenden zu Beginn, wie er den neunten November 1989 erlebt hat? Ich hatte da meinen sechsunddreißigsten Geburtstag und wenn der neunte ein Donnerstag war, am Freitag mein Fest und da bin ich anschließend mit oder ohne Anna mit dem Frans Postma das Wochenende nach Budapest gefahren und vorher im Sommer waren wir, der Alfred und die Anna in Instanbul, da gab es schon die DDR-Leute, die aus Ungarn nach Österreich kamen und beim Volksstimmefest habe ich das zweite Mal gelesen. Das erste Mal war ein paar Jahre früer mit dem „Arbeitskreis schreibender Frauen“, das zweite Man hat mich Arthur West solo eingeladen, ich habe aus den „Hierarchien“ gelesen, Peter Turrini hat mich interessiert gefragt, ob das ein Roman sei?

Die Jelinek hat, glaube ich, noch glesen und die Marie Therese Kerschbauer und Arthur West hat beschwichtigt, daß das, was man über die DDR hört, nicht so arg sei. Das ist mir eingefallen, als Paul Auer gefragt wurde, wie er den Mauerfall erlebte? Die Zusatzfrage war, warst du da schon auf der Welt? Er war und hat sich bei seiner <mutter erkundigt, wie die KPÖ darauf regieren würden, nun Arthur West eher beschwichtigen und ein Witz habe ich glaube ich auf dem näcsten oder übernächsten Volksstimmefest gehört „Da geht ein ganzes Volk für höhere Brotpreise und Erhöhung der Mieten auf die Straße. Nun für die Reisefreiheit hat es das auch getan und darum ging es auch, um dieText der „Textmotor-Autoren“, wo Leopod Hnidek eine Geschichte las, wie er vor dem Mauerfall, die DDR-Grenze mit seinem Wagen öfter passierte, der wurde kontrolliert, zwei Papiersäcke mit Bananen und Nylonstrümpfen wurde von den Grenzern einkassiert, der Rest ist an die Geschäftspartner gegangen und dreißig Jahre später fährt er wieder über Hof nach Leipzig zu der Messe und bringt seinen Freunden, die inzwischen Mindestrentner und von der Altersarmut betroffen sind, wieder ein Säckchen mit.

Luis Stabauers Geschichte handelt von einem Pärchen, das der Ich-Erzähler am Plattensee kennenlernte und das ihm von ihrer geplanten Flucht erzählte.

Doris Fleischmanns Geschichte hieß „Portrait  einer Leipziger  Dame“ und die von Paul Auer hatte eher mit Rom als mit dem Mauerfall in Berlin zu tun.

Interessant war es trotzdem die Mauerfallgeschichten von österreichischen Autoren zu hören und dann bin ich ein Stücken weiter in die Schmalzhofgasse zu einer Vernissage der Galerie Lindner gegangen und hatte wieder einen interessanten literarischen Crossover-Tag.

Und ins Cafe Jelinek, das kann ich noch erwähnen, bin ich vor dreißig und mehr Jahren, als ich, glaube ich, noch die Wohnung in der Otto Bauergasse hatte und mit dem Alfred und der Anna in der Gumpendorferstraße wohnte, auch öfter gegangen und habe dort meine Texte, „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ und auch die „Hierachien“ geschrieben und noch früher, in den späten Siebzigerjahren habe ich, glaube ich, auch mit dem „Arbeitskreis“ einmal in genau jenem erhöhten Extrastüberl gelesen.

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