Literaturgefluester

2017-10-11

Workshop zur Partisanenliteratur

Ich habe ja Psychologie nicht Literaturwissenschaft oder Germanistik studiert und noch vor meiner Matura beschloßen, das mit dem Schreiben gleichzeitig zu tun.

Ungefähr im fünften Semenster, wo ich warhscheinlich ein bißchen frustriert war, habe ich eine Vorlesung des damals noch sehr jungen Assistenten Wendelin Schmidt-Dengler besucht, kurz überlegt, vielleicht doch Germanistik zu studieren und Bibliothekarin zu werden und es dann geleassen.

So bin ich Psychologin und Psychotherapeutin geworden, die über vierzig Jahre sozusagen erfolgfrei schreibt und sich immer schon,  schon als Studentin sehr für Literatur interessiert hat.

Herausgekommen sind  über vierzig Jahre später über vierzig selbstgemachte Bücher, fast schon zehn Jahre Blog und eine Serie von Veranstaltungen, die ich besucht habe.

Seit fast zehn Jahren kann man das alles nachlesen, auch die Bücher die gelesen habe, die ich sammle, über die ich Buchpreis– oder sonstwie blogge und im vorigen Semester hat mich eine Eindadung Stephan Immaneul Teichgräber von der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur erreicht, an einem Workshop zur Literatur des Centropes“ teilzunehmen, weil die ja immer ein diesbezügliches Festival veranstalten.

Ich bin hingegangen und habe die Veranstaltung dann ein Semester lang gemeinsam mit einem Philosophen besucht und viel dabei gelernt, obwohl ich ja in den literarischen Analysen nicht sehr versiiert bin, bei meinen Buchbesprechungen entsetzlich spoilere, den Inhalt nacherzähle und dann mehr oder weniger auf mich bezogene literarische Portraits daraus mache.

Dieses Semester haben mich gleich zwei Einladungen von der Dokumentationsstelle erreicht, so daß man fast sagen könnte, ich betreibe der Pensionszeit nahe, ein Privatliteraturstudium dort und das, was ich da studiere, ist wohl auch sehr spziell, denn Stephan Immanuel Teichgräber hat einen sehr speziellen Geschmack.

So hat er diesmal zu einem Workshop zur Partisanenliteratur in Mitteleuropa und dann noch zu einem Arbeitskreis „Zaza“ eingeladen, wo man diese Sprache lernen  kann. Das sollte am Freitag Nchmittag passieren, wo ich ja vierzehntägig in Harland bin, die Partisanenliteratur, wie der Centrope-Workshop am Mittwoch.

Ich habe mich mal für beide angemeldet, dann gedacht, daß „Zaza“ doch zu speziell ist und ich da vielleicht nur ein bißchen hineinschnupperm möchte. Dann gab es  ohnehin keine anderen Teilnehmen und Stephan Immanuel Teichgräber, der noch andere Seminare und Vorlesungen hält, hat auch nicht soviel Zeit und so habe mich mit Herrn E. heute mit der Partisanenliteratur beogonnen.

Partisanenliteratur, was stellt man sich darunter vor?, war Stephan Immanuel Teichgräbers erste Frage und mir ist da schon vorher die „Rote Zora“ eingefallen und sonst eigentlich nicht viel. oder doch natürlich.

Maja Haderlap schreibt in ihrem „Engel des Vergessens“ davon und in dem neuen Buch in Ivan Ivanij und anderen, die ich so lese, ist wahrscheinlich auch davon die Rede. In dem Infoblatt, mit dem Stephan Immanuel Teichgräber einlud, war aber die Rede, daß es in Österreich so gut wie keine gäbe. Der Grund soll in dem Workshop erforscht werden und Stephan Immanuel Teichgräber hat uns auch drei Bücher angegeben, mit denen wir uns beschäftigen sollen.

„Wo Spinnen ihre Nester bauen“ von Italo Calvino, dann Ladislav Mnacko „Der Tod heißt Engelchen“ und dann noch „Die junge Garde eines Russen“, dessen Namen ich  nicht ganz verstanden habe.

Interessant könnte man so sagen und das ist es sicher auch, interessiere ich mich ja eigentlich für jede Art von Liiteratur und auch weit über den Tellerrand, obwohl ich mit dem doppelten Buchpreislesen und dem Gastland Frankreich der Frankfurter Buchmesse, sowie auch mit anderen Neuerscheinungen noch sehr beschäftigt bin.

Die Diskussion ging dann auch hin und her und wir landeten auch bei der Frage, ob die realsozialistische Literatur der DDR und der ob sie einen ästhetischen oder literarischen Wert hätte? Sie gilt inzwischen auch sicher, als veraltet und so ist es wahrscheinlich schon ganz gut, sein diesbezügliches Wissen aufzufrischen und sich damit zu beschäftigen und die „Rote Zora“, die ich einmal in einem der Schränke gefunden habe, will ich auf jeden Fall lesen.

Also das nächste Semester sehr beschäftigt, vielleicht wird noch mal eine Literaturwissenschaftlerin oder eine literaturwissenschaftlich gebildete Person aus mir, obwohl ich ja ganz ehrlich glaube, daß ich das schon bin.

Wenn sich eine über vierzig Jahre mit der Literatur und dem Literaturbetrieb beschäftigt, kann das gar nicht anders sein und es wird da schon, wenn es das noch gibt, ein „Genieparagraph“ in Frage kommen.

Bei der Etablierung des Psychologengesetzes war es ja auch so, daß während der Übergangszeit Leute auf der Liste standen, die nie Psychologie studierten und hier handelt es sich ohnehin, um mein Privatvergnügen.

Ich habe da nur an eine Diskussion mit meinem Kritiker Uli gedacht, der mir  im Frühling öfter kommentierte, daß er mich für eine Hobbyautorin hält und meine literarische Flüchtigkeit bemängelte, obwohl er selber keine Bücher liest und sich für Literatur, wie Lyrik auch nicht sehr  zu interessieren scheint.

Nun, ich tue das und bin derzeit  auch mit der Frankfurter Buchmesse sehr beschäftigt, die „Ohrenschmaus-Jurysitzung“, der Bloggerdebutpreis und der „Nanrowrimo“ beziehungsweise der Schreibmarathon des „Writersstudio“ zu dessen fünfzehnjährigen bestehen kommt auch noch auf mich zu, die „Buch-Wien“, der österreichische Buchpreis und und….

Aber einen Einblick in die in Österreich nicht sehr existierende Partisanenlitetatur ist sicher sehr interessant und ich habe mir schon die entsprechenden Unterlagen ausgedruckt.

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2017-09-23

Fünfzehn Jahre Writersstudio

Das Writersstudio gibt es jetzt schon fünfzehn Jhre, daß heißt, daß Judith Wolfersberger oder Huber, wie sie früher hieß 2002 mit dem Freewriting angefangen hat. Sie hat auch ein Buch geschrieben, daß sich mit den Schreibblockaden bei Studenten beschäftigt hat. Das wurde einmal in der Sigmund Freud Uni vorgestellt. Da bin ich hingegangen und habe ihre Seminare auch einmal einer Kientin und später einer Bloggerin empfohlen.

Ich bin auch zweimal in ihr Studio im siebenten Bezirk in die Kaiserstraße, glaube ich, gegangen, um an einen der kostenlosen Infoabende teilzunehmen, dann ist das Studio in die Pramergasse, in ein ehemaliges Zuckergeschäft übersiedelt und seither gibt es die „Tage der offenen Tür“ mit den kostenlosen Seminaren und seither gehe ich auch regelmäßig hin, erstens weil mich ja alles Schreiben interessiert und zweites, weil ich  auch möglichst umfangreich darüber bloggen möchte, was ew im Bereich des Schreibens so alles gibt.

Man kann an den kostenlosen vierzig Minuten Workshops die Entwicklung des „Writersstudios“ ganz schön ablesen, Zuerst hat es da einen Tag gegeben, dann waren es schon zwei und dann wurde auch das berufliche vom literarischen Schreiben abgetrennt.

Ich bin dann eine Zeilang nur mehr zu dem Tag gegangen, wo das Passion writing, also  Shortstory, Memoir, etcetera angeboten wurde, weil ich ja nicht unbedingt journalistisch und auch keine Werbetexte schreiben will.

Vor zwei Jahren bin ich dann auch um die Abendveranstaltung gekommen, weil die Anna unbedcingt mit mir ins Kino gehen wollte und im vorjahr werden wir wohl in Harland gewesen sein.

Aber heuer hat es gepasst, mir wieder alles zu geben und da waren, die zwei Tage auch wieder anders eingeteilt. So hat es am Freitag mit „Diary“ also dem Tagebuchschreiben begoggen und als ich da, um fünf vor neun da war, war das Studio schon voll.

Ein full House gleich vom Beginn und ich habe gerade noch einen Platz an dem großen Tisch gefunden und begonnen hat es wieder mit den Morgenseiten, beziehungsweise mit den Regeln ohne den Bleistift abzusetzen  zehn Minuten vor sich hinzuschreiben. Das ist von Julia Cameron und deren Buch habe ich ja auch gefunden und gelesen und ich habe mir heute auch ein Programm vorgenommen, bin ich ja beim Schreiben meiner „Unsichtbaren Frau“ und komme da nicht recht weiter, aber eigentlich habe ich gar nicht so viel Zeit dazu und gestern ist mir auch wieder eine Idee  für eine Amanda Siebenstern Geschichte eingefallen, also habe ich mir vorgenommen, möglichst in jedem der Miniworkshops daranzubleiben und darüber zu schreiben und das war bei den Morgenseiten auch sehr passend.

Vor ein paar Jahren, als ich an meiner „Sterbehilfegeschichte „ geschrieben habe, habe ich das auch so gemacht.

Dann ging es weiter mit Johanna Vedral, die, glaube ich, außer Schreibtrainerin auch Psychologin ist und die hat ja das Collagenschreiben als Weg zum Unbewußten weiter gentwickelt.

Da muß man sich immer ein Bild nehmen und darüber schreiben und ich erwischte eines mit einer gütigen alten Frau und einer jüngeren. die irgendwie ekstatisch wirkte. Das passte nun nicht so gut zu meiner Tarnkappengeschichte über das Vermummungsverbot , aber dann kam Birigt Schreiber aus Bremen mit den nichtabschickten Briefen und da habe ich schon einmal einen langen an den Herrn Kurz geschrieben, mit meiner Nachbarin, einer AHS- und Yogalehrerin, habe ich mich dann darüber unterhalten und dann wurde es vollends kreativ, nämlich mit „Picken, stempeln, sprayen“ Judith Wolfersberger packte den Tisch voll mit Wasserfarben und anderen Malutensilien und erzählte, wie sie da am Morgen meistens noch im Bett mit den Faben spielt und einmal haben wir in einem Workshop auch ein bißchen die Kalliographie probiert und daraus ist dann mein Cover für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ entstanden.

Das wars dann mit dem Unbewußten, dann ist es in den Beruf gegangen und da kam gleich wiederJohanna Vedral mit den „WriterTricks“, ich glaube, da ist es um das Einstiegen in den Text gegangen und das ist ja auch etwas was mich momentan beschäftigt, bevor Simone Leonhardsberger kam, bei der ich  schon einmal einen Mini-Workshop machte und die uns unter dem Titel „Rasende Reporterin“ wieder mit dem wie warum wieso eine Nachricht schreiben ließ, ich erwischte eine mit einer Gefängnisrevolte und habe mir da ein bißchen schwer getan, weil ich ja eigentlich wieder über meine Amanda mit der Tarnkappe schreiben wollte, aber damit war es vorläufig Schluß, denn es ging gleich mit dem Aufbereiten der eigenen Texte für die Presse weiter. Dann kam die Krimi Autorin und Coachin Michaela Muschitz und erzählte etwas übers „Newsletter“ schreiben, bevor der FM4-Sieger Markus Fischer kam und uns zu den „Knalligen Überschriften“ texten ließ.

Am Samstag ging es am Vormittag weiter mit dem „New Meomoir“, da begann Anna Laturner, die ihre Seminare immer sehr sorgfältig vorbereitet und viele Anleitungen und Übungen mit gibt mit einer Übung, wo man die Graphic  mit dem Wort verband. Das heißt, man zeichnete Kreise und Wellenlinien und schrieb dann, wennn es kam, ein Wort hinein. Mein Kreis hieß „Kunstprojekt“, da habe ich wohl meine Erinnerungen an den öffentlichen Raum hineingepackt und die Worte „Kunst“ „Recht haben, „künstlich“ Aha“.

Dann gabs wieder Zettelchen, ich erwischte eines mit dem Text „Hast du Geschwister? Erinnerungen an den Bruder die Schwester“.

Das wurde dann  ein Speedwriting, absolut unlesbar, aber ich glaube ziemlich klärend „Tell me, Ursula, an was kannst du dich, kann ich mich an dich erinnern?“

Ana Zidnar machte weiter und bot den Einstieg in das litarische Schreiben, den „Short Story Kurs“ mit den drei Regeln „Herzblut, Origininalität, show not tell“ für eine spannende Geschichte. Das gab mir wieder Gelegenheit die Tarnkappe aufzusetzen. Das machte ich dann, glaube ich, auch bei dem „Personal Essay-Workshop“ von Judith Wolfersberger, irgendwie und irgendwann geriet ich dann von der VHS in eine Hietziger oder Döblinger Villa und Amanda Siebenstern war bei Minister Basti gelandet. Ich glaube, das war dann mein „Personal Essay“, während Judith Wolfersberger etwas von dem Verlust ihres Notizbuches vorlas.

Mit Ana Znidar ging es mit dem „neuen Memoir“ weiter und den Erinnerungen mit den Sinnen „Ich erinne mich“ mit Szenen aus der Kindheit, aus denen sich dann später in dem Seminar, wenn man das bucht, ein ganzes Buch oder Text formen läßt.

Dann gings in das „Classic Liiterary“ und da gabs zum ersten Mal ein Workshp zur Kinderliteratur mit einem echten Amerikaner, einem New Yorker, der seit einigen Jahren im neunten Bezirk wohnt. Keith Mc Gowan, der mit starken Akzent sehr gut Deutsch sprach, seine Bücher, die in verschiedenen Sprachen übersetzt sind, zeigte und uns eine phantastische Figur ausdenken ließ und da kam dann endlich der Aha Effekt und es klappte, bei mir als er sagte, daß man seine phantastische Figur sehr real aussehen lassen soll.

Also ging die Amanda in ihr Badezimmer frisierte und schminkte sich, setzte sich dann die Tarnkappe auf und landete, siehe oben bei Minister Basti in der Villa und das Ganze, die Ergebnisse von einigen Mini Workshops werden sich zu meiner Szene sechs formen lassen, beziehungsweise der Beginn eines neuen Handlungstranges sein, denn zwischen Amanda und dem Minister könnte sich ja auch etwas  entwickeln.

Dann kam eine kleine Amanda Pause oder die „Ode an die Zwiebel“ beziehungsweise an das „Kaffeehäferl“ oder „Poetry“ vorgetragen von Gundi Haigner, aber die „Ode an die Zwiebel“, habe ich schon einmal mit einer anderen Trainerin geschrieben.

Ana Zidnar „Travel-Workshop“ habe ich auch schon einige Male gemacht und habe mich kurz wieder einmal nach Trogir begeben, um zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu hören und dann gibt ein neues Seminar, das Markus Fischer, der inzwischen die „Leonharder Akademie“ absolvierte, anbietet, nämlich  Veröffentlichungsmöglichkeiten mit den Teilnehmern zu besprechen. Er teilteLiteraturzeitschriften aus, sagte „Dum“ wäre gut geeignet, „Kolik“ eher nicht, denn die nehmen nur Insider (sprich vermehrt Absolventen der Leonharder Akademie oder spätere „Priessnitzpreisträger“ – Anmerkung von mir) und ließ uns dann eine Szene schreiben und verbessern, in dem man sie von rückwärts wiederholte, verkürzt oder in einem Satz schrieb.

Da war ich dann wieder in der Volkshochschule, denn in der Szene sollten sich zwei Menschen auf der Straße treffen, die einander nicht begenen wollten.

Amanda trifft da die Männer ihrer Schülerinnen und will ihnen nicht begegnen, weil die ja nicht ohne Schleier oder Kopftuch in den Kurs kommen wollen. Mit dieser Szene war ich nicht so recht zufrieden, beziehungsweise war sie noch nicht fertig, so habe ich in der Verkurzung versucht sie zu verändern.

Dann kiam wieder Michaela Muschitz mit dem Krimischreiben. Meinte, spannend wird die Geschichte durch die Figuren und den Schauplatz und wir sollten uns einen ausdenken, wo unsere Geschichte spielt. Meine spielt in Wien und in New York und vor allem wahrscheinlich auch im Netz. Da ich aber nicht wieder in die Volkshochschule wollte, ging gleich in die Szene sieben, nämlich nach Stockholm, obwohl Michaela Muschitz meinte, man solle die Orte kennen, über die man schreibt und stellte mal meinen Jonathan Larsen vor, der todunglücklich ist, weil er seine Frau Wiebke an Krebs verloren hat. Das ist die Ausgangslage, warum er sich in seiner Depression mit Blogs beschäftigt und da auf den von Lily und Slavenka kommt.

Das wars dann mit den Mini Workshops. Dann gabs Wein, Käse und Brot und eine Festansprache von Judith Wolfersberger zum fünzehnten Jubiläum mit ihren Erinnerungen, wie es begonnen hat.Birigt Schreiber hielt dann noch eine Lecture über das neue Tagebuchschreiben, davor und danach gab es die übliche Verlosung von Gutscheinen zu Schreibkursen. Gewonnen habe ich wieder nichts. Aber diesmal gab es einen Trostpreis für alle, beziehungsweise einen fünzehntägigen Schreibmarathon der mit einer Haloweenparty am 31. Oktober beginnt und am fünzehnen November endet. Da kann man kommen und an seinem Proekt schreiben und sich Feed back holen und da ich ja wieder beim „Nanowrimo“,  mitmachen will, von dem ich übrigens das erste Mal übers „Writersseminar“ hörte, habe ich auch vor das mit meiner „Unsichtbaren Frau“ zu tun und soviel wie möglich zu kommen. Das heißt, meine Praxis muß ich natürlich machen und die „Buch Wien“ ist in dieser Zeit ja auch.

2017-06-14

Von der öffentlichen Kunst in und um die U-Bahn

Das letzte Mal öffentliches Kunst erschreiben mit der Ruth, fünfmal habe wirdas in den letzten Wochen nun schon gemacht und haben das Texterfassen vorläufig abgeschlossen.

Das Projekt ist bei der GAV eingereicht, wird bei der GV besprochen. Dann werden wir weitersehen und für mich war es sehr interessant, passte es doch vollkommen zu meiner WienErforschung und ich habeviel gesehen über die alte und die neue, die politische und die abstrakte Kunst im öffentlichen Raum.

Über fünfzehn Projekte haben wir geschrieben, auf dem Folder der im Museumsquartier und im Rathaus aufliegt, gibt es, glaube ich, fünfzig Objekte und dann natürlich noch viele andere und ein außertourliches haben wir auch heute, wo wir sehr fleißig waren, auch noch erforscht.

Begonnen haben wir am Karlsplatz, vor dem Teil, neben dem in den letzten Jahren ja immer das Filmfestival „Kino unter Sternen“ stattfand, daß es heuer, wie ich hörte, nicht mehr gibt. Aber da gibt es die „Hill Arches“ von Henry Moore, die der britische Künstler der Stadt Wien schenkte, als der Karlsplatz in den Neunzehnsiebziger Jahren neu gestaltet wurde.

Zwei ineinander verschlugene Figuren vor oder in dem Teich und davor ließen sich die Touristen, die es um zehn Uhr morgend schon gab, fotografieren und spielte einer, der sich aus welchen Gründen auch immer ein en Pferdekopf aufgesetzt hat, auf der Ziehharmonika.

Dann ging es zur U-Bahn hinunter und da hat Peter Kogler in der Station Karlsplatz seine Röhren angebracht, die er von der Station kommend, über die ganze obere Halle zog. Dicke und dünnere schwarze Röhren auf weißen Hintergrund, um damit die Grenzen der Architektur aufzuzeigen und die Touristengruppen, sowie die Politzisten ziehen daran vorüber und bekommen von dem 2011 gestalteten Kunstwerk vielleicht gar nicht soviel mit.

Dann ging es hoch hinaus mit dem Blick auf das Haus am Getreidemarekt 17, Ecke Mariahilferstraße, denn da steht auf dem Sims zwischen vierten Stock und neuerbauten Dachgeschoß ein Mann im schwarzen Anzug, Chaplin-Hut und Aktentasche und macht was?

Will er hinunterspringen und wenn ja werden es die Passanten überhaupt mitbekommen oder nur in dieU-Bahn Station hinuntergehen die es zwischen Mariahilferstraße und Museumsquartier gibt und da gibt es auch ein Kunstwerk zu bewundern, nämlich das, das nicht am Plan zu sehen ist, das aber die Wiener Linien offenbar gestalten ließen, um ihre Kunden auf das naheliegende Museumsquartier hinzuweisen und so haben sie einen Künstler beauftragt, der auf den beiden Bahnsteigen insgesamt achtzehn große Bleistiftzeichnungen anbrachte, die auf die Verletzlichkeit des Lebens hinweisen.

Beim Aufgang gibt es noch ein besonderes Relief und oben  drei  Figuren.

Interessant, interessant, auf einer sind wir gesessen und haben geschrieben undsind danach ins Museumsquartier gegangen, wo mich die Ruth, um den Abschluß des Projektes zu feiern zum Essen eingeladen hat.

Hühnespieße mit Cous Cous, beziehungsweise Blunzengröstl und dann gab es noch einen Scheiterhaufen mit Rhabarba und Erdbeeeis. Sehr fein.

Dann konnte ich noch ein wenig für die nächsten drei Tage einkaufen, wo ich mich vermehrt meinem anderen Schreibprojekt widmen will und bin danach ins den Centrope Workshop gegangen, den es  noch bis Ende Juni geben wird.

Da konnte ich Stephan Teichgräber schon das Klemperer-Buch zeigen, das ich heute bekommen habe und da haben wir uns vermehrt den Motiven bei Ilija Trojanow, Michal Horetzky und Irena Douskova gewidmet.

Ein sehr interessanter Tag also, der mit der öffentlichen Kunst begonnen hat und mit der literarischen Analyse weiterging, während ich den Abend in meinem Garten verbringe, den Rasen gieße und meine vier Spontantexte aufschreiben werde.

2017-06-07

Vom Centrope ins Literaturhaus und in die Galerie Lindner

Heute war wieder ein literarischer Tag könnte man so meinen oder eigentlich auch nicht.

Am Vormittag vier Stunden, dann mit einem Umweg über den Bücherschrank, wo ich nicht fündig wurde, in die „Dokumentationsstelle für Mittel- und Osteuropäische Literatur zum Centrope Workshop“, wo wir uns inzwischen mit den Sujets befassten und Stephan Teichgräber Bücher von Beppo Beyerl, Anna Kim und den Peter Esterhazy, den ich vor ein paar Wochen gefunden habe, als ich zum orkshop oder vielleicht auch in die Hauptbücherei ging.

Ich habe das Buch jedenfalls einmal mitgenommen, dann auf meinen Schlafzimmerstapel gelegt, der inzwischen schon riesig ist und wenn man in den Büchern das Sujet analysiert, erklärte Stephan Teichgräber, kann man eine diesbezüpgliche Analyse machen und weiß alles bezüglich der Motive und der Fabeln und braucht keine Inhaltsanalyse mehr geben.

Davon komme ich so schnell wohl nicht los und will das auch nicht wirklich und der Philosoph, der mit mir das Workshop besucht, bot sich an, das nächste Mal „Den Meister und Margarita“ zu analysieren.

Das gehört zwar zur russischen Literatur und nicht zu der des Centropes, ist aber sicher interessant und bezüglich des Abendprogramms hätte es auch einige Alternativen gegeben.

So gab es ein „Worldpress-Treffen“ ganz in meiner Nähe, irgendwo im fünften und in der Hauptbücherei stellte Sybille Haman Shida Bazyar die „Bloggerdebutpreisgewinnerin“ vor.

Das wäre zwar ganz interessant gewesen, mich ihr als ein Mitglied der Jury vorzustellen, aber ich gehe eigentlich nicht so gerne zu Veranstaltungen, wo ich schon das Buch gelesen habe, außerdem hätte man sich anmelden müssen und im Literaturhaus gab es eine Performance zum Thema Kannibalismus, beziehungsweise zum „Menschen fressen“.

Das ist zwar nicht ganz mein Thema, aber sicher interessant, wie Barbara Zwiefelhofer in der Einleitung erwähnte und Maria Seisenbacher, die mit Hermann Nikklas zur „Wortwerft“ gehört, habe ich schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ gehört.

Dazu kam noch eine Tänzerin, nämlich Marlene Wolfsberger und die drei, barfuß mit schwarzen T-Shirt und Jeans, hatten ein Programm erarbeitet, wo sie vom Hänsel und Gretel wo, es ja auch um das Menschenfressen, bis zu japanischen Texten, Krimifällen, da gibt es ja einiges an Kaniballismus in der Kriminalgeschichte, bis zu eigenen Texten, eine interessante Performance bote.

Das Publikum war mir wieder gänzlich unbekannt, hat also vermutlich aus Freunden und Verwandten der Veranstalter bestanden und Maria Seisenbacher, das muß ich  erwähnen, war sehr freundlich und hat mir ganz genau erklärt, wie es zu der Veranstaltung gekommen ist.

Ich habe mich mit ihr länger unterhalten und  am Rückweg dann doch noch in der Galerie Lindner vorbeigeschaut, wo es eine Vernissage gab.

„Weissbruch“ von Annete Haas und Denise Winter.

Die Frau Lindner und die Anna Lindner mit ihrem Sohn waren da und ich habe mich bei derletztern erkundigt, ob sie morgen zum „Gerstl-Symposium“ in die „Alte Schmiede“ kommt.

Sie kommt, hat sie mir gesagt und ich habe das auch vor, so daß auch der morgige Tag wahrscheinlich auch sehr literarisch werden wird.

2017-04-26

Vom Centrope nach Krems

Alfred Komarek, Barbara Schwarz, Gabriele Ecker, Maria Scholl, Gerhard Ruiss

Alfred Komarek, Barbara Schwarz, Gabriele Ecker, Maria Scholl, Gerhard Ruiss

Heute war nach zwei Wochen Osterferien wieder einmal das Centrope-Workshop, ein bißchen ist mir ja  das Privatissimum mit Stephan Teichgräber abgegangen und wir haben auch weiter an dem Präfix „ver“ geforscht und es in Michal Hvoreckys Buch gesucht.

Diesmal mußte ich das akademische Viertel einhalten und genau, um dreiviertel fünf weggehen, denn der Alfred wollte nach Krems und in das dortige Literaturhaus, denn dort fand heute ein Podiumsgespräch zum Thema  „Literatur in und aus Niederösterreich“ mit Gerhard Ruiss, Alfred Komarek, der Landesrätin Barbara Schwarz, Gabriele Ecker von der Literaturabteilung NÖ und Maria Scholl von der APA, die, wie sie erzählte, auch Lesepsychologin ist, also sowohl Psychologie und vergleichende Literaturwissenschaft studiert hat, statt.

Jetzt könnte man natürlich fragen, ob es sich lohnt, wegen Gerhard Ruiss nach Krems zu fahren, ist ja das Literaturhaus Wien viel näher als das „Ulnoe“, aber der Alfred kommt ja aus St. Pölten, ich habe in Harland meinen Nebenwohnsitz und verbringe schon seit Jahren meine Sommerfrische dort und habe auch einen Sommer lang, so was wie ein inoffizielles Stadtschreiben betrieben und ein Büchlein mit dem Titel „Literatur aus NÖ“ habe ich da in der „Seedosen-Bücherzelle“ auch gefunden, gehe jedes Jahr zu mit der „LitGes“ beim Osterspaziergang mit, habe in meinen „Sommerereignissen“, die Sandra Winter auch in Harland bei St. Pölten Sommerfrische machen lassen und und und…

Und außerdem war der Eintritt frei, man mußte sich nur anmelden und dann war sogar der Sitzplatz reserviert, also nichts wie hin und weil wir das so früh taten, sind wir auch schon vor halb sieben dort gewesen und haben im Auto eine Zeitlang gewartet, bis Alfred Komarek und die ersten Gäste eintrafen, denn Hand aufs Herz so voll wie bei „Literatur und Wein“ war es nicht, das lag wohl an dem schwierigen Thema, wie Sylvia Treudl in ihrer Einleitung sagte und dann den ORF-Journalisten vorstellte, der moderierte und das Podium einführte.

Der sagte dann etwas, was er zwar höchstwahrscheinlich nicht so meinte, aber zum Thema passend doch bezeichnend war, nämlich „Daß der seine Frau lesen lassen würde!“, ha, ha, aber das Einleitungsstatements war damit  eröffnet, denn es ging ja darum in Niederösterreich, die Literatur zu den Lesern zu bringen, beziehungsweise, die Leute von Kindesbeinen an zu solchen zu machen und dafür gibt das Land NÖ, wie Gerhard Ruiss in seiner Einleitung erwähnte, auch eine Hochglanzbroschüre heraus oder eigentlich um die Kultur zu fördern und peinlich ist da auch, daß auf die Literatur dabei vergessen wurde.

Ja das alte Thmea, dabei gibt es ja eine NÖ-Literaturförderung, das Hans Weigl-Stipendium und die Literaturgalen im Palais Niederösttereich mit der NÖ-Edition, die eigentlich sehr toll ist, es gibt auch die großen niederösterreichischen Lesefestivals,“ Literatur und Wein“ wäre da ein Beispiel, das ich schon mehrmals besuchte, weil der Alfred immer die Karten kauft, es gibt aber auch die „Literatur im Nebel“, „Die europäischen Literaturtage“, ich glaube, in der Wachau und wahrscheinlich auch und und und, wie Gabi Ecker betonte, die kleinen Intitiativen, die zum Beispie in den den kleinen Orten stattfinden und natürlich genauso wichtig sind, wie die großen Festivals, zu denen die Stars eingeladen werden und zu denen man zahlen muß, das wahrscheinlich auch nur eine betimmte Mittelschicht hingeht.

Das kann ich nur die Galerie ins Krems erwähnen, bei der ja die Ruth schon ein paar Mal las, den „Poetry Slam“ der LitGes und wahrscheinlich auch den „Kramer-Preis“, der jetzt in Niederhollabrunn, früher aber in der Kulturhauptstadt NÖ mit dem „Ulnoe“ vergeben wurde.

Die Landesrätin Barbara Schwarz, die ich, glaube ich, schon von der NÖ-Gala kenne, hielt eine Laudatio auf die Leseförderung, denn man muß die Kinder dazu anhalten zum Buch zu greifen, weil das ja viel anstrengender, als das Fernsehen, das Facebooken und das Spielen ist.

Das gibt es aber auch den „Schulroman“, den Autoren mit Schülern schreiben und Alfred Komarek erwähnte auch, daß eine Initative wäre, die Kinder durch das eigene Schreiben, das Wecken der eigenen Kreativität zur Literatur zulocken.

Das ist ja etwas, was bei mir offenbar nicht so gut funktioniert hat, weil mein Trauma ja irgenwie ist, daß ich im Nacken habe, daß ich nicht schreiben darf, weil ich es nicht kann.

Aber so muß es ja nicht funktionieren und es meldete sich dann auch bald ein Herr im Publikum, der auf Nobert C. Kaser, hinwies der in Bruneck ein eigenes Festival hat und von den Poetry Slams erzählte, die die Jugend in Scharen in Literaturhaus locken würden, davon haben wir ja auch bei der letzten IG-GV in Wien gesprochen und das habe ich ja auch schon gesehen und erlebt, daß das funktioniert.

Gerhard Ruiss winkte da zwar ein wenig ab, erwähnte abe, daß er sicheine Scnhuhschachtel oder einen Ideenpool wünscht, in den man seinen Einfall zurLiteraturförderung hineinwerfen kann.

Die Verbindung von Literatur und Musik wurde noch erwähnt und die Lesepsychologin, die eigentlich einen sehr aufgeschlossenen Eindruck machte und auch von der Handyliteratur und den Internetromanen sprach, etrwähnte einen Abend im Musikverein wo Peter Matic Marcel Proust zitierte und alle waren gebannt.

Nun da würde ich mir eine moderne und nicht so abgehobene Literaturförderung vorstellen und ich finde, die Selbstdarstellung oder die Personalisierung, die Maria Scholl, verteufelte, eigentlich nicht so schlecht.

Wenn sie gut gemacht ist, denke ich kann sich auch Bodo Kirchhoff mit seinem „Buchpreis-Buch“ ans Meer setzen und melancholisch auf die Wellen schauen, daß das Autoren-Ich nicht der Erzähler sein muß, weiß ich, allerdings auch, daß es trotzdem oft genug zusammentrifft und höchstwahrscheinlich auch bei Bodo Kirchhoff, von dem ich ja nicht nur seinen „Buchpreis-Roman“ gelesen habe.

Nachher gab es Brot und Wein und Gespräche und ich mußte da Gabi Ecker unbedingt erzählen, daß ich heute Cornelia Travniceks neuen Lyrikband „Parblüh-Monologe mit Sylvia“gelesen habe und, um jetzt sowohl von der Literatur des Centrope, als auch von der niederösterreichischen Literaturförderung wegzukommen, kann ich ein bißchen Italienisch werden und verkünden, daß ich, als ich vom Centrope in die Krongasse gegangen bin, im Bücherschrank Paolo Giordano „Cer menschliche Körper“ gefunden habe, dessen „Einsamkeit der Primzahlen“ ich ja auch einmal dort fand und das mir sehr gut geallen hat.

Man sieht, das Lesen scheint bei mir zu funktionieren, auch wenn manche meinen, daß ich nicht schreiben kann.

Sylvia Treudl bedankte sich nach der Veranstaltung, sowohl beim Podium, als auch beim Publkum, das sie für das interesse, wie sie meinte, an dem schwierigen thema lobte und versprach, daß das erst der erste Teil einer Veranstaltungsreishe wäre und, daß die sicher weitergehen würde.

Und interessant, das kann ich auch verraten, war es allemal, auch wenn ich den zweiten Teil des Lyrik-Festivals „lichterloh“ dadurch versäumt habe.

2017-04-05

MUSA und Centrope

Im Centrop zwei Personen Privatissimum sind wir  heute endlich zum Analysieren gekommen und zwar haben wir uns da Michael Hvrvetzkys „Das allerschlimmste Verbrechen in Wilsonstadt“ vorgenommen und uns angesehen, welche Unterschiede es bei der Verwendung der Präfixes es im Original und in der deutschen Übersetzung gibt.

Ich habe es ja nicht so sehr mit der literarischen Analyse und bin eher an der Literatur des Centropes interessiert und der Roman oder ist es eine Novelle, des 1976 in Bratislava geborenen Schriftstellers mit dem ich einmal mit dem Literaturschiff nach Wien gefahren bin und ihn dabei aus „Tod an der Donau“ lesen hörte, ist sicherlich interessant, auch wenn ich noch nicht viel von ihm verstanden habe und auch kaum etwas im Netz darüber im Netzt zu finden ist.

Bei „Google Books“ kann man aber etwas Probelesen, es scheint eine Art Krimi oder Gespenstergeschichte zu sein und mit Wilson Stadt dürfte Bratislava gemeint sein und da geht einer zu Anfang des vorigen Jahrhunderts spazieren und Hvovetzky baut Straßen und Plätze ein, die es gar nicht gibt, bezieht sich auf einen ungarischen Doppelagenten, der in London mit „Dracula“ in Berührung kam und das alles ist sehr interessant, aber keine literarische Analyse.

Die ist vielmehr, daß der Übersetzer Mirko Kraetsch, der das Buch sehr frisch und literarisch angegegangen ist, viel mehr Wörter mit den Silben „ver“ verwendet hat, als im slowakischen Original zu finden sind.

Spannend auch, ob Michal Hvorecky beim Centrope Festival aus dem Buch lesen wird?

Ich habe auf meinen Weg in die Spengergasse beim „Wortschatz“ wieder etwas Ungarisches gefunden, nämlich den 1948  in  der „Amadeus-Edition“ erschienenen Roman „Die von der Hoffnung leben“ von Geza Ujvary.

Auch darüber war im Netz nicht sehr viel zu finden, dafür gab es im MUSA heute wieder einen Dreierabend und der war insofern interessant, weil er eine Mischung durch die Genres darstellte.

Denn der „Canetti Stipendiat“ Martin Prinz, den ich ja schon mit seiner „Letzten Prinzessin“ im „MUSA“ hörte und das damals noch gar nicht auf den Namen Prinz, des  1973 in Lilienfeld geborenen Autors bezogen.

Aber jetzt hat er einen Lilienfeld oder Heimatroman mit dem Arbeitstitel „Der König von Lilienfeld“ oder „Die unsichtbaren Seiten“ geschrieben und das ist offenbar ein Memoir.

Denn es geht um den kleinen Martin, wie er mit acht Jahren mit Brille und karierten Hemd in der Aula seiner Schule steht und laut „Ich bin der König von Lilienfeld“ vor sich hin reflektiert. Dabei ist er der Enkelsohn des Bürgermeister und der Vater ist kein Prinz sondern ein Arbeiter aus Traisen.

Interessant, daß er sich das traut, seine Kinderträunme so auszuleben, interessant auch die Diskussion mit Julia Danielcyck, die mit ihm studiert hat.

Dann kam eine viel jüngere Frau, die Sprachkunststudentin und Dramatikerstipendiatin  Alexandra Koch, die brachte ein Schauspielerteam mit und las mit ihm einige Szene aus zwei ihrer Stücke, für die sie auch für den „Retzhofer-Dramatikerpreis“ nominiert ist. Eines ist ein Jugendstück, wo es um Gewalt im Netz geht, das andere handelt von der Identitätssuche im Erwachsenenalter und dann kam eine alte Bekannte, nämlich Margret Kreidl, die ich aus ihrem bei „Korrespondenzen“ erschienenen Band  „Zitat Zikade“ schon in Leipzig lesen hörte.

Eine interessante Mischung zwischen Roman, experimenteller Textmonatage und jugendlicher Dramatik also und es ist  sicherlich auch sehr spannend, die Stadt Wien Stipendiaten mit der Literatur des Centropes zu vergleichen und Textanalysen kann man auch hier anstellen, aber wie schon geschrieben, habe ich es damit ja auch nicht so sehr.

2017-03-29

Weiter mit dem Centrope-Workshop und andere Ereignisse

Vorige Woche gab es ja eine Unterbrechung beim Centrope-Workshop da wir ja nach Leipzig zur Messe gefahren sind, so ist es heute weiter mit dem zwei Personen Colloquium  plus Stephan Teichgräber gegangen und ich habe wieder Marketa Pilatovas „Tsunami Blues“ mitgenommen, da wir ja die Texte analysieren sollen und dafür habe ich mir auch den „Wikipedia-Eintrag“ über Juri Michailowitsch Lotman ausgedruckt, um eine Ahnung zu haben, was eine semiotische Analyse ist, aber soweit sind wir wieder nicht gekommen.

Noch haben wir uns wieder die verschiedenen Sprachen des Centropes angeschaut und Stephan Teichgräber hat uns erklärt, wie man die Worte durch verschiedene Verschiebungen verkürzen oder verlängern kann und auf welche Weise das in Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch oder Deutsch passiert.

Sehr interessant für eine, die sich bei Texten ja vorwiegend auf den Inhalt bezieht und weder tschechisch, noch slowakisch oder Ungarisch spricht.

Aber aus Leipzig habe ich mir ein paar Textproben von Orsolya Kalasz, Kinga Toth, die ich einmal im Literaturhaus hörte, Judit Hidas und Zoltan  Danyi mitgebracht.

Der Philospoph, der mit mir das Workshop macht hat sich inzwischen die Werke von Christian Futscher und Michael Hvorecky bestellt und ist dabei sie zu lesen und wir haben auch ein bißchen über die Sprachebenenen der Werke von Andrea Winkler, die ja wenig semantischen Inhalt hat und für mich eine „Sprachrausch-Künstlerin“ ist, beziehungsweise über die Melodik der Texte eines Thomas Bernhards gesprochen und ich habe über meine Erfahrungen mit dem „Schragl-Text“ und seinen Wiederholungen bei Radek Knapp gesprochen, der ja auch auf der Centrope-Leseliste steht.

Über die Leipziger-Messe und dem Litauen-Schwerpunkt habe ich auch ein bißchen erzählt und da hätte es auch einen Litauen-Veranstaltung in der „Gesellschaft für Literatur“ in der von Cornelius Hell moderierten Reihe „Der gläserne Vorhang“ gegeben, nämlich eine Lesung von Undine Radzeviciute aus „Fische und Drachen“ und Giedra Radvilaviciute „Der lange Spaziergang auf einer kurzen Mole oder Mein Spiegel gegen mich selbst“.

Aber leider war heute um sechs im Cafe Standard Hausversammlung und die Lesung hätte auch, wie ich erst nachher gesehen habe, ebenfalls schon um sechs angefangen.

Also hätte ich keine Chance gehabt zurecht zu kommen und bin nach der Versammlung seit langem wieder einmal zu einer Vernissage in die Galerie Linder gegangen.

Die Anna ist ja mit der Tochter von Herrn Lindner, der in der Schmalzhofgasse eine konkrete Galerie hat, in die Rahlgasse gegangen und früher war ich auch regelmäßig bei den Vernissagen.

Seit ich blogge habe ich meinen Schwerpunkt aber auf die Literatur verlegt. So gab es heute wieder eine kurze Begnung mit der „Plot und Handlungslosen bildendenen Kunst“, nämlich mit Thomas  Mükisch „Works on temperature“, die von Lucas Gehrmann, einem Kurtor der Kiunsthalle Wien, eingeführt wurden.

Wolfgang Müller-Funk war im Publikum und Anna Lindners kleiner Sohn, der sehr interessiert in den experimentellen Räumen herumkrabbelte, der vielleicht auch einmal bildender Künstler werden wird oder Literaturwissenschaftler und Buchautor, wie seine Mutter.

2017-03-16

Vom Centrope zu Peter Nadas Vorlesung

Vom Centrope Workshop, wo wir heute mit Juirj M. Lotmans  Semiosphäre begonnen haben und uns die Unterschiede eines Jandl-Gedichts in deutscher und ungarischer Sprache angeschaut haben, ist es dann ins Literaturmuseum zu einer Vorlesung zu österreichischen Literatur gegangen, die der 1942 in Budapest geborene österreichische Staatspreisträger für europäische Literatur Peter Nadas gehalten hat.

Das heißt, halt, das stimmt nicht ganz, obwohls im Folder so angekündigt stand, denn der ausgezeichnet Deutsch sprechende Staatspreisträger hat gleich zu Beginn seiner Rede gesagt, daß er nicht über Literatur sprechen wird.

„Schade!“, habe ich gedacht, denn genau deshalb bin ich ja hergekommen, weil ich von dem Schriftsteller einmal von einer meiner Klietinnen sehr viel Lobendes gehört habe, die ihm angeschrieben und sogar eine Antwort von ihm bekommen hat.

Ich habe von Peter Nadas  noch nichts gelesen, weder seine „Parallel-“ noch seine „Schattengeschichten“, mir wohl aber, glaube ich, im Abverkauf einmal ein Bändchen mit einem Theaterstück gekauft und ich interessiere mich, auch wenn mir das meine Kritiker nicht glauben, sehr für Literatur.

Für Geschichte natürlich auch und so war der Vortrag „Eine unerwartete Liebe – eine langweilige Ehe“, die die Symbiose zwischen Österreich und Ungarn erklären sollte, auch sehr interessant und brillant vorgetragen.

Bernhard Fetz hat in seinem Schlußwort von einer literarischen Rede gesprochen und sie ist in den Zeiten hin- und hergesprungen, hat mit artistokratischen Verbindungen zwischen Verwandten begonnen, hat bei den „Lehman-Brothers“ geendet und dazwschen war noch kurz von einem Habsburgerben die Rede, der in Budapest seinen Wohnsitz hat und den Thron wieder übernehmen könnte oder eigentlich nicht, weil schon in anderer Funktion tätig.

Das Literaturmuseum war auch sehr voll. Einige bekannte Gesichter, sogar Walter Famler ist gekommen und ich habe mit dem Lehrer Christian darüber gewitzelt, wieso er nicht in der „Alten Schmiede“ ist, wo Margret Kreidl und Judith Nika Pfeifer auftraten, aber wir waren ja auch nicht dort und Walter Famler hat sich auch in der Diskussion gemeldet und eine lange Frage gestellt, die der Autor geduldig und ausführlich beantwortet hat.

Und um von der Literaturwissenschaft wieder in die Alltagsliteratur zurückzukommen, als ich am Nachmittag in die Spengergasse ging, tummelten sich vor dem „Wortschatz“ die Leute und die Kisten.

Denn jemand hatte offenbar eine ganze Bibliothek ausgeräumt und neuen Lesern zur Verfügung gestellt und interessant, daß hauptsächlich Krimis, also das was die Leute halt so lesen, darin enthalten waren und nächste Woche fällt das „Centrope“ aus, weil wir da ja  nach Leipzig fahren, um uns vier Tage lang den Büchern zu widmen und ans blaue Sofa zu setzen und darüber, hat „Buzzaldrin“ heute geschrieben, wird sie bloggen.

Eine „offizielle blaue Sofa-Bloggerin“ also. Aber das werde ich auch tun und habe es schon getan, seit ich blogge und nach Leipzig fahre.

Natürlich nicht die ganze Zeit, denn es gibt, ja auch noch andere Veranstaltungen, aber auch da macht es wahrscheinlich die Mischung und  Margot Koller hat mir vor ein paar Tagen auch gemailt, daß sie nach Leipzig kommt und mich treffen will und da habe ich ihr entweder den Österreich-Empfang am Donnerstag um fünf oder am Freitag, um zwölf im Österreich-Cafe vorgeschlagen. Ein paar Bloggertreffs, beziehungsweise Verlagstermine gibt es auch und das „Leipziger-Literaturinstitut“ hat mich auch wieder zu seiner Absolventenlesung eingeladen und natürlich werde ich auch am Stand der Tschechen und der Ungarn vorbeischlendern, um mir anzusehen, was mir „Centrope“ anzubieten hat und Litauen, das das Gastland sein wird, ist sicher auch sehr interessant.

2017-03-08

Weiter mit dem Centrope Workshop

Nach der ziemlich ermüdenden Diskussion über meinen Hobbyautorenstatus und meinen Blogdiletantismus der letzten Tage und der Dialogübung bei der gestrigen Schreibgruppe, ist es heute gleich wieder literaturwissenschaftlich weitergegangen, obwohl ich wegen meines Psychologiestudiums diesbezüglich eine wirkliche Autodikatin bin, war ich ja nur ein einziges Mal in meinem Leben in einer Germanistikvorlesung, nämlich, in den Siebzigerjahren, als ich wahrscheinlich im fünften Semester war, bei einer Vorlesung des ziemlich jungen Assistenten Wendelin Schmidt Dengler, der ja später der große Literaturprofessor wurde und inzwischen leider verstorben ist.

Allerdings habe ich inzwischen auch einige Symposien auf der Uni,  im Literaturhaus oder in der Wien-Bibliothek besucht und das von Stefan Teichgräber angebotene „Workshop zur Gegenwartsliteratur im Centrope“ richtet sich auch außer an Studenten der Literaturwissenschaft, die es dort gar nicht gibt, an alle literaturwissenschaftlichen Leser, Übersetzerinnen, Autorinnen, Schriftstellerinnen, Dichterinnen, Journalistinnen, Theologinnen, Schauspielerinnen Politikerinnen usw. u. so fort. Also ein ziemlich breitgefächterter Interessentenkreis und irgenwo werde ich darin schon zu finden sein.

Das Workshop hat außer mir aber ohnehin nur einen anderen Teilnehmer und den Referenten, also ein ziemlich Luxus sich ein Semester lang im kleinen Kreis analytisch mit Büchern auseinanderzusetzen, über die ich sonst ja nur plaudere, spoilere, eine Inhaltszusammenfassung gebe, beziehungsweise, die mit der Biografie des Autors und meinen persönlichen Erfahrungen zu einem literarischen Portrait zusammenzusetzen.

Also das, was man höchstwahrscheinlich in der Fachwelt nicht machen darf und vielleicht auch das, was meinen Leser Uli so nervt.

Aber gut, ich bin lernfähig und da ich  auch gern ost- oder mitteleuropäische Literatur lese, werde ich mich jetzt ein Semester lang mit Ausnahme der Mittwoche, wo ich in Leipzig bin oder mit Ruth und Alfred um den Bodensee radle, beziehungsweise in Harland Ostereier suche oder das Haus einem Wohnungsputz unterziehe, mit der literarurwissenschaftlichenTextanalyse beschäftigen.

Die Grenzen des Centropes haben wir ja schon das letzte Mal abgesteckt, bei den Kommentaren, des diesbezüglichen Artikels ist es dann leider eher, um etwas ganz anderes gegangen.

Aber heute ging es  weiter mit der Definition und der Abgrenzung, beziehungsweise ging es da bald zu einer Bücherliste.

Die vier Länder des Centropes sind Teile Österreichs, Ungarns, Teschechiens und der Slowakei und Stephan Teichgräber hat zu Beginn noch etwas zu den diesbezüglichen Universitäten erzählt und dann, die muttersprachlichen Bücher von Michal Hvoretzky und Irena  Douskova auf den Tisch gelegt, die wenn ich es recht verstanden habe, auch bei dem Centrope Festival im Mai lesen werden.

Aber die Literatur Österreichs, Ungarn, Tschechien und der Slowakei ist ja sehr vielseitig und so steht auch Radek Knapp auf dieser Liste, weil er ja auf Deutsch schreibt und in Wien lebt und Ilija Trojanows „Macht und Widerstand“, sogar Thomas Glavinic und Alfred Komarek, beziehungsweise Gabor Schein offenbar ein ungarischer Autor der mir nicht viel sagt.

Aber auch das im „Nischenverlag“ erschienene Buch „Der ausgestopfte Barbar von Gergely  Peterfy, das Stephan Teichgräber in seinem Vortrag ausdrücklich erwähnte und er forderte dann noch auf, daß man eigene Bücher für die Analyse mitbringen könne.

Und da habe ich in der letzten Zeit und auch früher ja einiges gelesen, zuletzt zwar Julian Barnes „Der Lärm der Zeit“, das, da Julian Barnes ja ein Engländer ist, nicht ganz den Kriterien entspricht, aber in der Diskussion ist es auch öfter, um den Stalinismus beziehungsweise, die Repressionen gegangen, die es in der SU zu dieser Zeit gegeben hat, gegangen

Aber ich habe in der letzten Zeit auch Ivan Ivanijs „Schlussstrich“ gelesen und der gehört dazu, weil der Autor, glaube ich, in Wien lebt und Thomas Sautners „Mädchen an der Grenze“ sowieso und umsomehr, denn der Autor lebt im Waldviertel und das Buch spielt 1989 an der tscheoslowakischen Grenze.

Also werde ich die beiden Bücher das nächste Mal mitbringen und den Trojanow habe ich schon gelesen und auch einiges aus der ungarischen Literatur, weil wir mit der Schwiegermutter in den letzten Jahren ja mehrmals in Bük im Bad waren und dort habe ich bevorzugt ungarische Literatur gelesen.

In der hohen Tatra waren wir in früheren Jahren auch mehrmals, da weiß ich jetzt nicht ganz genau, ob das noch dem Centrope entspricht, aber damals habe ich auch noch nicht so viel slowakische Literatur  mitgenommen, habe aber einige „Wieser Bände“ aus demseiner „Edition zwei“ in meinen Regalen und bin  auch eine eifrige Besucherin der Literatur im Herbst, wo ja diese Literatur bevorzugt behandelt wird und die Donau Lounge bei der „Buch Wien“ besuche ich auch regelmäßig und sammel auch die diesbezüglichen Bücher, wenn ich sie in den Bücherschränken finde.

So gesehen ist es sicherlich  interessant von dem leichten lockeren unwissenschaftlichen vor mich hin über Literatur plaudern, ein wenig wissenschaftlicher zu werden und nächste Woche, beginnen wir, glaube ich auch mit dem Analysieren.

Dann gibts, sowie so eine Centrope-Pause, weil ich  ja nach Leipzig fahre, wo das Gastland Litauen ist, das auch sehr interessant ist und ich mich ja auch schon einmal völlig unwissenschaftlich auf dem Campingplatz von Wigry  mit der litauischen Literatur beziehungsweise den Probeheftchen beschäftigt habe, die ich mir 2002, als dort Litauen Gastland war, von der Frankfurter Buchmesse mitgenommen habe.

Und in Leipzig gibt es in der Halle vier nicht nur das Österreich Cafe, wo ich mir heute schon das Programm, ausgedruckt habe.

Da wird zum Beispiel auch Thomas Sautners „Mädchen an der Grenze“ bvorgestellt, sondern auch einen Tschechen-, Ungarn-, etcetera Stand, wo ich mich auch mit der diesbezüglichen Literatur eindecken kann, beziehungsweise kann ich das nächste Mal in die Spengergasse auch Marketa Pilatovas „Tsunami Blues“, das ich inzwischen vielleicht schon gelesen habe, mitnehmen und Stephan Teichgräber fragen, ob die Autorin auch dem Centrope-Gebiet entspricht?

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