Literaturgefluester

2021-01-14

Überarbeitung der Romanideen

Bis zum siebzehnten Jänner kann man sich ja noch zur Jurenka Jurks „Ausbildung zum Romanautor“ oder ARA 21 anmelden und da gibt es vorher immer viele Webinare, an denen ich, die ich, die ja dazu lernen will, immer eifrig teilnehmen.

So gab es ja in den ersten Jännertagen den fünf Tagekurs „Plan dein Romanjahr“, dann wurden die acht Stufen des „Romanfahrplans“ vorgestellt. Am Dienstag gabs noch eine Plauderstunde mit ehemaligen Teinehmern, das ich wegen dem „Dichterloh-Festival“ versäumte. Auf der Website kann man es sich aber, glaube ich, noch anschauen und heute wieder ein Webinar zum „Abklopfen seiner Romanideen“.

Dieses Webinar gabs, galube ich, schon im letzten und vorletzten Jahr, wo ich ja, glaube ich, die „Magdalena Kirchberg“ und das „Frühlingserwachen“ schrieb oder plante und jetzt überarbeite ich ja meinen achten „Nanowrimo“ und dritten Corona-Text „Mathilde im Coronaland“ und habe da klaube ich auch noch einiges abzuklopfen, beziehungsweise einiges stringenter zu machen.

Im Okotber gab Jurenka Jurk einen Überarbeitskurs und dazu einige Webinare, wo man lernen kann, wie man sein Rohkonzept überarbeiten kann und soll?

Da habe ich mir die Webinare angeschaut und war etwas ratlos, hatte ich bezüglich der „Mathilde“, die ich ja im November schreiben wollte, noch nichts, was ich überarbeiten hätte können, hatte ich ja nur eine ungefähre Ahnung, daß ich über Corona einen dystopischen Roman in dem es, um eine Maskenverweigererin geht, schreiben wollte, aber darüber hinaus hatte ich noch nicht viel Ahnung, wie ich da in die Dystopie kommen soll. Soll ich über die spanische Grippe schreiben? Über das Tabgebuch der Großmutter, die daran verstorben ist oder über das Leben im Nichtgeimpften-Ghetto schreiben? Ich hatte da, glaube ich, gerade die zwei Briefe und dachte, was soll ich da überarbeiten, wenn ich noch keine Handlung habe und noch nicht wirklich weiß, was ich da schreiben soll?

inzwischen ist mein Rohkonzept fertig, da war ich ja nachdem ich schon im Oktober, ich glaube, bald nach Frankfurt begonnen habe. Mitte November, als der strenge Lockdown bei uns losgegangen ist. Und habe dann eigentlich recht lustlos das ganze ein oder zwei mal durchkorrigert, dazwischen liefen die Corona-News die mich ja sehr interessieren und die auch sehr aufregend waren. Wie schaut das Freitesten aus? Wird der Lockdown bis Ostern verlängert? Darf man nicht weiter als fünfzehn Kilometer seinen Wohnort verlassen? Alles eigentlich recht seltsam klingende Dinge, wenn man den Hintergrund nicht weiß und dachte, ich soll oder will die Freude an meinen Text wiederfinden, weil es da noch einiges zu überarbeiten gibt, damit am Ende ein halbwegs guter Text wird.

Inzwischen habe ich das, glaube ich, auch erreicht, beziehungsweise korrigiere ich das jetzt Szene für Szene bis das Ganze sitzt und ich das, was ich noch ausbessern muß, verbessert habe und bin dabei, glaube ich, im Monat Juni, wo die Mathilde ins Cafe Prückl geht und die Rosa und die Mar von Gänselhäufel kommen und habs, glaube ich, jetzt ein bißchen flüßiger, aber einige Hunde habe ich sicher noch drinnen, wo ich noch einiges abklopfen muß und habe mich auf das Webinar sehr gefreut, obwohl es mir jetzt ja umgekehrt als im Oktober geht. Denn jetzt bräuchte ich eher das Überarbeitungsseminar, denn die Romanidee ist schon da und das Rohkonzept fertig.

Es waren auch interessante Themen, die Jurenka Jurk mit ihren Teilnhmern diskutieren, die viele Fragen stellten. Da hieß es, daß man sich ein Thema suchen soll, das einem liegt, damit man an der Stange bleibt und bereit ist ausdauernd daran zu arbeiten. Dann natürlich, daß man, wenn man das Ganze veröffentliche will, den Markt abklopfen soll und dann natürlich das Werkzeug lernen, beziehungsweise dem Romanfahrplan folgen, was meine derzeitige Überarbeitungsproblematik betrifft, streiche ich derzeit den Verlagsnamen heraus, wo die Rosa hospitiert, die Beziehung zwischen Rosa und Benedikt kann wahrscheinlich noch mehr Schwung gebrauchen,und die Mar-Transgeschichte muß ich sicher auch noch . beklopfen. Aber wichtig, der Spaß ist da, ich korrigiere langsam, denn morgen erwarten mich ja zwei Jursitzungen, beziehungsweise, die des „Ohrenschmauses“ und der Bloggerdebutpreisträger wird auch bekanntgegeben. Aber wenn ich mich an den Text setze, dann gefällt er mir wieder und ich denke, ich werde ihn schon so hinbekommen, daß der fertig wird.

Das Ende des Romans wurde bei Jurenka Jurk auch besprochen und etwas, wo ich wahrscheinlich auch Schwierigkeiten habe oder nicht professionell bin, nämlich, daß die Idee „bigger than live“ sein soll und das ist das Corona-Land meiner Mathilde vielleicht nicht so ganz, denn da ist die Dystopie wahrscheinlich viel zu realistisch. Ist aber so und die kleine Lia wird es später vielleicht interessieren. Also ist es eher ein chronologisches Schreiben und da habe ich immer ein bißchen Angst, daß man das eigentlich nicht soll oder ich immer höre, daß ich viel zu banal schreibe. Es ist, wie es ist und schreibe so gut, wie ich es kann und das zweite Corona-Buch auch schon erschienen und ich habe die ersten zwei Bücher auch an das Literaturhaus und an Herrn Huez geschickt, denn die Hoffnung stirbt ja zuletzt und so ganz gebe ich offensichtlich doch noch nicht auf.

2021-01-12

Gesellschaft poetisch verändert

Zweiter Abend des Lyrikfestivals „Dichterloh“, wo Michael Hammerschmied in der „Alten Schmiede“ saß und die ausgewählten Autoren aus Berlin und Moskau zugeschaltet waren und das Publikum, die zwanzig bis dreißig Livestream-Zuschauer irgendwo in ihren Wohnzimmern und das ist ja auch eine interessante Art der Literaturveranstaltungen, wenn auch etwas gewöhnungsbedürfig und auch etwas anders, da man sich aber ja in Zukunft wahrscheinlich freitesten wird müssen, wenn man in die „Alte Schmiede“ will, werde ich mich wohl daran gewöhnen müssen und habe heute wieder zwei interessante Dichter und eine Dichterin kennengelernt.

Der Erste ist der 1987 in Berlin geborene Max Czollek von dem ich auf der Buchmesse Frankfurt, glaube ich, schon einiges gehört habe, hat er doch 2018 „Desintegriert euch“ geschrieben. Als Lyriker war er mir bisher unbekannt. Michael Hammerschmid führte ihn aber wieder enthusiatśtisch ein und der junge Mann mit rosa Kapperl und schwarzen Pulli war das auch, zeigte sein in Berlin erschienenes Büchlein „Grenzwerte“, wo es stark um das jüdische Leben ging und auch darum, daß „Amoz Oz“ schon wieder einmal den „Nobelpreis“ nicht bekommen hat und dann immer wieder die „Typologie der Hitze“, das Gespräch mit Michael Hammerschmid war dann auch sehr interessant und dann kam ein Sprung und eine Überraschung, denn die 1971 in Skopje geborenen Lidija Dimikovka tauchte auf einmal live neben Michael Hammerschmid auf und ich hatte schon spekuliert, daß der Platz, Wasserglas und Mikrofon für den Übersetzer Alexander Sitzmann reserviert war. Ihr bei der „Parasitenpresse“ erschienenes Büchlein heißt „Schwarz auf weiß“ und das habe ich ja, als das für den Frühling geplante Festival Corona bedingt verschoben werden mußte, bei einem Gewinnspiel gewonnen, von dem ich gar nicht gewußt habe, daß man sich noch beteiligen konnte und so konnte ich die auf mazedonisch und deutsch gelesenen Gedichte schwarz auf weiß mitlesen, beziehungsweise erraten, welches Gedicht, die Autorin gelesen hat. Swoboda heißt Freiheit, das wußte ich und dieses Gedicht war im dritten Teil des sechsundsechzig Seiten Büchleins enthalten. Lidija Dimkovska hat vier Gedichte aus dem dritten Teil „Interpunktion des Lebens“ gelesen.Der erste heißt „Summa Summarium“ da gibt es ein Gedicht namens „Würfel“, das Michael Hammerschmid in seiner Einleitung erwähnte. Beginnen tut das Buch mit dem Gedicht „Mein Grab“ Jeden Tag betrachte ich mein Grab im Hof, inbegriffen im Kaufpreis des Hauses“.

Daran schließt sich sehr beeindruckend „Wie ist es“ „Ein Kind von Eltern zu sein, die im Krieg umgekommen sind, ein Kind von Eltern zu sein, die sich haben scheiden lassen, oder ein Kind aus Afrika auf einem überdimensonalen Plakat, in einem Behindertenheim zu leben“.

„Beim jüngsten Gericht“ geht es um das Sterben.

„Mit der Zeit hörte meine Frau auf, mich zu küssen, mein Kind mich zu umarmen….

Eine Zeit lang küßte ich meine Frau noch, umarmte mein Kind…

Aber irgendwann hörte ich selbst auf meine Frau zu küssen, mein Kind zu umarmen…

Meine und eure Welt trennt ein Grabstein. Darunter spüre ich von Zeit zu Zeit, wie obend jemand schluchzend eine kerze für mich anhzündet, aber ich weiß nicht wer von euch.“

„Summa Summarum“ ist das letzte Gedicht in der ersten Abteilung, von der „Korrespondenz mit der Welt“ geht es zuerst quergedruckt zum „Wannseer Diptychon“, ein „Todesgedicht“ und einen „Gefängnisbrief“ gibt es auch.

In der „Interpunktion des Lebens“ gibt es den von Michael Hammerschmid erwähnten „Syrischen Morgen“, den „November in Graz“, wo Lidija Dimiskovska vielleicht einmal ein Stipendium hatte „Den November in Graz erleben“. Das Gedicht „Asylanten“ „Unter der Erde befindet sich das größte Asylantenheim. Dort sind die Selbstmörder untergebracht, Emigranten ins Jenseits“ hat Lidija Dimiskovska auch gelesen. Und das titelgebende Gedicht lautet „Zuhause Vaterland. Sprache.Stammbaum. Individuelles und kollektives Gedächtnis. Archetypen. Atavismus. Unvergleichbarkeit.“

Sehr beeindruckend das Buch und Lidija Dimkovska sagte im Gespräch, daß ihre Gedichte sehr realistisch sind und ich habe mich sehr gefreut, eine mir bisher unbekannte Dichterin kennengelernt zu haben, die, glaube ich, schon einmal beim „Dichterloh Festival“ gelesen hat, durch deren Buch ich mich nach der Veranstaltung in der Badewann durchgelesen habe.

Dann ging es nach Moskau, nämlich zu dem 1939 in Sibirien geborenen Wjatscheslaw Kuprijanow, der auch als Übersetzer tätig ist und beispielsweise Hölderlin und Jandl übersetzt hat und daher ausgezeichnet Deutsch spricht. Er ist auch auf Deutsch offenbar besser als im Russischen mit Büchern vertreten, obwohl ich im Netz gar nicht so viel über ihn fand. Das Gespräch und die Lesung wurde voraufgezeichnet. Daher wieder Überraschung, ein völlig veränderter Michael Hammerschmid, nämilich mit sehr kurzen Haaren, während er jetzt ein wenig bärtiger ist und der Autor las sich selbst auf Deutsch und Russisch. Das erste Gedicht handelte von Wölfen. Da heulte der Autor regelrecht, was Michael Hammerschmid dann als singen interpretierte. Einige Geidchte wurden auch von Gerald Bisinger übersetzte. Deshalb winkte dessen Sohn August schön maskiert nach Moskau in den Schirm und der Autor hielt seine deutschen Bücher hinein, erzählte vom literarischen Kolloquium, wo er offenbar als Stipendiat war, beantwortete Michael Hammerschmids Frage, ob er von Daniil Charms beeinflußt wurde.

Sehr beeindruckend der Abend und sehr unterschiedlich die Texte der Autoren, die allesamt sehr sozialkritisch waren, was in der Lyrik ja eigentlich nicht unbedingt so üblich ist und am nächsten Montag geht es mit einer kommentierten Lesung von Gerald Kofler und Ivan Blatny, die beide schon gestorben sind, weiter.

2021-01-06

Wie wird das Romanschreibjahr 2021?

Seit zwei oder drei Jahren beginnt mein Jahr mit einem Fünftagekurs „Plane dein Romanschreibjahr?“, das Jurenka Jurk im Auftakt für ihre „Ausbildung zum Romanautor“, die ja schon sehr professionell mit mehreren Assistenten in der Romanschule am Bodensee online stattfindet.

2017 bin ich, glaube ich, durch Anika Bühnemann, auf die ich schon früher gestoßen bin, das Netz hat ein paar sehr engagierte Schreibtrainerinnen, die alle viel jünger als ich sind , auf ihre Online-Autorenmesse aufmerksam geworden. Habe mir die Videos dazu neben der Buch-Wien und vielleicht auch zwischen einem „Nanowrimo“ angesehen. Ja damals war es noch hetzig und dicht gedrängt und habe dann die letzten zwei Jahre jeweils mit dem Fünftagekurs begonnen, habe meine Schreibziele defniert und immer wieder gedacht jetzt probiere ich es ernsthaft mit der „Heldenreise“.

Man bekommt von Jurenka Jurk ja Arbeitsblätter, wo man seine Ziele aufschreiben kann und Webinare gibt es immer wieder auch, die ich mehr oder weniger intensiv ausfüllte und über meine Ziele bloggte, denn natürlich wäre es schön wenn das neue Jahr ein wenig produktiver werden würde, ich beispielsweise einen kleineren oder größeren Verlag finden würde, obwohl ich ja an sich mit meinen selbstgemachten Büchern, wo es ja glaube ich bald das fünfzigste gibt, an sich zufrieden wäre. Die Bücher sind schön, aber das Selfpublisherstigma bleibt natürlich und obwohl ich es ja auf meinem Blog eifrig bewerbe, Leserunden und Gewinnspieleausrufe mache, gibt es kaum mehr Feedback als die Feststelungen des Uli, daß ich mich mehr bemühen soll.

Das tue ich auch und ich korrigere auch meine Buchmanuskripte, im Blog gibt es Fehler, weil ich ja immer noch etwas anderes zu tun habe, als Blogartikel schreiben und außerdem mein Computer ziemlich hinüber ist. Also bei der Groß- und Kleinschreibung immer öfter hängenbleibt und manche Buchstaben auch nicht mehr funktionieren. Feedback wäre schön, denke ich, schreibe ich ja schon fast fünfzig Jahre, habe fünfzig Bücher geschrieben und blogge seit Juli 2008, also sehr viel. Mehr als viele andere, aber gut, man gewöhnt sich daran und der Corona-Veranstaltungstop der wahrscheinlich bleiben wird, weil ich ja weder mit Maske noch mit Test oder Registrierungsapp irgendwohin gehen werde, würden ja auch die Einladungen flachfallen, wenn welche kommen würden.

Also wird das Jahr 2021 wahrscheinlich auch anders als bis 2019 werden, obwohl ich ja 2020 viel geschrieben habe, drei Bücher sind erschienen, drei geschrieben, zwei fertigkorrigiert und zu lesen gibt es auch sehr viel. Aber die Frage, bin ich etwa ausgeschrieben, wenn nichts als Ulis „Sie können es nicht!“, kommt und dann denke ich, jetzt werde ich bald siebzig, also ist es ohnehin schon egal.

2020 waralso eine sehr intensives Schreibjahr obwohl ich meinen Vorsatz das „Frühlingserwachen“ nach der „Heldenreise“ zu konzipieren eigentlich gescheitert bin. Das Buch ist ja fertig und auch schön geworden. Nach der „Heldenreise“ ist es aber nicht geschrieben und danach weiter zu forschen, habe ich, glaube ich, inzwischen aufgegeben.

Ab den zweiten Jänner fängt der nächste Kurs für das Romanjahr 2021 statt und da habe ich die fünf Arbeitsblätter, es sind, glaube ich, dieselben oder ähnliche der letzten zwei Jahre ausgefüllt und geschrieben, daß ich „Mathilde im Coronaland“ an dem ich derzeit herumtrödle und nicht oder noch nicht so zufrieden damit bin, fertigzumachen und dann will ich ein drittes „Literaturgeflüsterbuch“ mit meinen ja sehr zahlreichen Corona-Texten zusammenstellen.

Was dann kommt liegt in der Luft, denn auch, wenn ich immer schreibe, daß ich wahrscheinlich keine Lesungen mehr haben werde, will ich das Schreiben ja nicht aufgeben, obwohl ich es langsamer und geduldiger angehe und mich auch weniger antreibe, wie ich es die letzten Jahrzehnte getan habe.

Jetzt denke ich immer öfter, es ist ohnehin egal, an fünfzig selbstgemachte Bücher gibt es und eines in einem Kleinverlag, das sehr schlechte Kritiken hatte, die Leser stänkern oder beachten es nicht. Ich bin eigentlich zufrieden und habe endgültig Rudolf B.s Rat, den er mir, glaube ich, schon 1978 gegeben hat, es doch nur für mich zu machen, angenommen. Obwohl es eigentlich sehr schade ist, daß es so gekommen ist und, daß ich mich, obwohl ich ja soviel literarschen Output habe, so wenig Beachtung finde. Aber gut, ich kann es nicht ändern. Ist halt so, aber weil ich ja immer noch sehr am literarischen Leben interessiert bin und jetzt wahrscheinlich auch zu keinen Preisverleihungen und GVs mehr kann, werde ich mich weiter im Netz umsehen und so werde ich auch das Jahr 2021 mit Jurenka Jurks-Kurs beginnen, habe das erste umfangreiche Arbeitsblattpensum schon aufgefüllt und war auf das erste Online-Webinar gespannt, Aber vorher gabs noch ein Online Jury-Treffen des Boggerdebut, das obwohl ich bei meinen Computer weder Ton habe, noch mich selbst beteiligen kann, sehr lang war, so daß ich gerade zu den Fragen der etwa dreihundert Teilnehmer zurechtgekommen sind, die aber schon sehr speziell waren, so daß ich eigentlich wissen will, was ich da versäumte, geben.

Bei den Tagesblättern zum Tag zwei geht zu dem, was ich noch brauche, um ein Autor zu werden. Da gibt es auch ein Video dazu und die Frage wird geklärt, kann man sich schon Autor nennen, auch wenn man noch nichts veröffentlicht hat?

Jurenka Jurk sagt ja und ich denke erstens an H. C. Artmann und zweitens, daß ich ja schon veröffentlicht habe und sogar, Kritiker herhören, bei großen Verlagen und Literaturzeitschriften, ist zwar schon länger her, kann ich aber belegen, trotzdem höre ich gerade von meinen Kritikern immer wieder „Und Sie wollen sich Autor schimpfen?“

Tue ich meistens nicht, sondern bleibe bei der schreibenden Frau, ein Begriff den Jurenka Jurk vielleicht wieder als zu Undercovered nennt. Für mich passt er aber und was ich brauche, um endlich den Druchzubruch zu finden?

Ich weiß es nicht wirklich. Natürlich könnteich wieder die Verlags- oder Agenturtour beschreiten. Als ichs vor dreißig Jahren tat, war ich wahrscheinlich zu unprofessionell und natürlich sollte ich mehr auf meine Fehler achten und zu journalistisch ist es vielleicht auch noch. Die Dialoge sind zu flach und die „Heldenreise“ ist wahrscheinlich wirklich nicht mein Ding. Also habe ich wahrscheinlich ähnlich wie im letzten Jahr geschrieben, daß ich versuche bei meinem dritten Corona-Text, wo ich jetzt ja noch stecke und der wirklich unfertig ist, wieder Spaß zu finden und ihn so gut zu machen, daß sich, wenn das Buch erschienen ist, vielleicht doch jemand für die Leserrunde findet und mir eine Rezension dazu machen will.

In dem Webinar hatte ich dann wieder Schwierigkeiten mit meiner alten Software, der Ton ruckelte aber und man hatte im Chat die Ziele der anderen Teilnehmer, es waren, glaube ich, wieder einige Hunderte. Es wurde die Papyrussoftware, etwas was für mich auch ein spanisches Dorf ist, besprochen, daß man immer Normseiten verwenden soll und daß es gut ist, wenn man die zehn Finger Technik kann. Kann ich, denn ich habe ich in der Straßergasse Maschinschreiben gelernt und für Tag drei wurde ein Sped-Dating angekündigt. Dafür braucht man aber auch eine Kamera und kann sich dann mit den anderen austauschen, wenn man sein Genre und seinen Arbeitstitel bekanntgeben kann. Im Augenblick habe ich beides nicht. Das heißt, bei meinem Mathilde-Projekt bin ich ja in der Überarbeitungssphase, also werde ich mehr Zeit für den Nico Bleutge und seinen „Drei Fliegen“ in der Badewanne haben und bei dem Video und den Arbeitsblättern zum Tag drei ging es wieder um den Romanfahrplan, den Jurenka Jurk kurz vorstellte und dann die Figuren, die Heldenreise, das Plotten und die Szenenplanung erläuterte. Was man auch in den Arbeitsblättern ausfüllen sollte, wie weit man damit schon ist und was man noch dazu braucht? Die ersten beiden Arbeitsblätter habe ich brav ausgefüllt, bei diesen habe ich gepasst und werden stattdessen einen Korrigierbericht bezüglich der Mathilde schreiben und habe nur die Frage, wie es den anderen damit geht, ob die so genau wissen, was ihre Figuren brauchen, um den Leser auf dreihundert Seiten zu fesseln, das auf einer Skala von 1-10 ausfüllen können und wissen was sie 2021 damit erreichen wollen?

Ich habe das in den letzten zwei Jahren wahrscheinlich für die Magdalena Kirchberg und die Roswitha Herweg ausgefüllt. Beim „Frühlingserwachen“ habe ich auch versucht danach zu schreiben und würde jetzt denken es ist mir nicht gelungen. Jetzt habe ich ein Manuskript in der Überarbeitungsühase und den Plan ein „Corona-Texte-Literaturgeflüsterbuch“ herauszugeben. Ausgedruckt habe ich mir die Arbeitsblätter schon, denn vielleicht komme ich noch darauf zurück.

Am Tag vier ging es weiter mit den Dialogen, dem Show not tell, dem Überarbeiten und dem Romane anbieten, wo man wieder auf den Arbeitsblättern seinen Stand feststellen konnte. Das habe ich ein bißchen auf mein „Mathilde-Konzept“ bezogen, gemacht und dann am Nachmittag meine ersten zwei Szenen überarbeitet und am Abend gab es in dem Webinar wieder eine Show not tell – Übung, wie es sie schon bei der Schreibparty gab.

Damals wurden gerade die Massentests angekündigt und ich habe da die Aloisia zur Mathilde geschickt und sie ihre diesbezügliche Gefühle zeigen lassen. Wahrscheinlich bin ich ja immer noch mehr auf das Tell fixiert und diesmal war ich bezüglich der aktuellen Lage auch sehraufgeregt, beschäftigt mich ja die Frage, warum, wenn das Impfen schon so wichtig ist, dann nicht geimpft wird und auch die Tatsache, daß die Deutschen jetzt wieder verschärfen und in Oe 24-TV, die Weihnachts-Zehnpersonenregel diskutiert wurde, obwohl die Zahlen zwar nicht hinunter gehen, aber das erzwungene Eintrittstesten, um die Wirtschaft nicht zusammenklappen zu lassen, vielleicht doch nicht erfordert?

Das hat mich am Abend beschäftigt, so daß ich sogar nicht in die Badewanne gegangen bin, um weiterzulesen. Dann hatte ich wieder Schwierigkeiten mit den Ton und den Bild und bin in die Show-Übung, wo es um eine Larissa 37, die vielleicht geizig oder panisch ist und um halb zwölf auf einen Jahrmarkt geht und man eine Geschichte darüber schreiben sollte, wo man das nicht benennen sollte, zu spät hineingekommen. Dann habe ich wiederan meine Mathilde und meine Aloisia gedacht. Einen viel kürzeren Text geschrieben und während Jurenka Jurk und ihre Assistentin Natascha vier oder fünf Texte analsierten, den auch öfter korrigiert. Lang ist er diesmal nicht geworden, die Wut über das Interview bezüglich der Eintrittstestung habe ich beschrieben und ansonsten die Aloisa Mathildes Gefühle erraten lasssen und ihr am Schluß empfohlen ihre Gefühlen freien Lauf zu lassen „Dann schick ihn halt auf den Mond…!“

Und damit in die Überarbeitung meines dritten Corona-Textes gehen und versuchen die Freude und den Spaß daran wiederzufinden, es gibt aber noch einen Romanfahrplan, der am Tag fünf vorgestellt wurde. Da gabs dann in den Arbeitsblättern, die Möglichkeit einen Vertrag mit sich selber abzuschließen, wo man sich auch belohnen kann, wenn man sein Ziel erreicht hat und am Abend wurde noch einmal der Romanfahrplan mit seinen acht Modulen vergestellt, wo man diesmal in Sechserteams das Handwerk erlernen, seinen Roman schreiben und mit einem Zertifikat nach einer Prüfung in zwei Jahren abschließen kann

Mein Ziel ist ja wie geschrieben, die Mathilde möglichst gut und möglicht lustvoll fertig zu bekommen, also noch verbessern und dann das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den Corona-Texten und dann eventuelle einen neuen Text im November als neuen „Nanowrimo“. Das weiß ich noch nicht so genau. Einen <kalender wo man alles eintragen kann, gab es auch, eine tolle Schreibfahrplanwoche, wo ich mir wahrscheinlich die Show not tell-Übung die man ja immer zwischendurch machen kann, mitnehmen werde.

2020-11-15

Schreibparty mit Fingerübung am fünfzehnten Nanotag

Filed under: Textbeispiel,Workshop — jancak @ 23:34
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Jurenka Jurks „Schreibfluß“, den ich schon seit einiger Zeit verfolge und ihre Webinare zur „Heldenreise“, zum „Zeitmanagement“ und zum „Überarbeiten“ etcetera, mitgemacht habe, das letzte und vorletzte Romanjahr plante und auch ihre Online-Autorenmessen besuchte, hat sich in die „Romanschule“ umgenannt und und feierte, um das vorzustellen eine sogenannte Party, wo es zwar keinen Sekt und keine Brötchen gab, aberdas neue Konzept vorgesellt wurde und eine Schreibaufgabe gestellt wurde. Es gibt auch schon eine neue Website, wo das neue Team vorgestellt wird.

Jurenka Jurk wird inzwischen von vier Helferinnen unterstützt und fragte die Webinarteilnehmer, was sie von den neuen Namen halten und erklärte, wie sie, wie es zu der Umbenennung kam, daß sie damit professioneller ist und leichter gefunden werden kann.

Dann kündete sie den Minikurs, den es auch im nächsten Jahr wieder geben wird, zu dem man sich schon anmelden kann, an und gab dann den Teilnehmern, die angekündigte „Show, not tell-Aufgabe“.

Man sollte eine kleine Szene schreiben, wo es um eine Zeit, einen Ort und eine Charaktereigenschaft einer Person gehen sollte, die aber nicht geschrieben werden sollte.

Das war natürlich eine Aufgabe für mich, die ich gerade mit meinem dystopischen Roman beschäftigt bin und gerade vorhin eine Szene geschrieben habe.

Da bin ich ja schon weit voraus. Habe schon 46 404 Worte und siebenundneunzig Seiten und bin wahrscheinlich fast am Ende, obwohl ich diesmal ja noch die restlichen zwei Wochen weiterschreiben will und war auch ein wenig irritiert, als ich in den Nachrichten hörte, das Kanzler Kurz Massentests, wie in der Slokwakei plant, habe dann munter losgeschrieben und mir, ich gebe es zu, ein wenig schwer getan, weil ich wahrscheinlich mehr eine Berichterin als Zeigerin bin.

„Mathilde hatte den Fernseher aufgedreht, wo gerade der Bundeskanzler in einem Interview zu sehen war.

„War der Lockdown wirklich nötig?“, wurde er da gefragt und der junge Mann in dem blauen Anzug antwortete „Schauen Sie, Herr Chefredakteur, da die Zahlen steigen, hatten wir keine Wahl, wenn wir nicht unsere Spitäler zusammenbrechen sehen wollen und die Ärzte entscheiden müßen, wen sie behandeln können und wem nicht? Vor allem müßen wir unsere Risikogruppen schützen!“, fügte er hinzu und Mathilde schüttelte den Kopf. Da war sie gemeint. Sie fühlte sich aber fit und wollte gar nicht beschützt werden, passte sie doch selber auf sich auf. So hörte sie den Bundeskanzler weiter von Massentests sprechen, die nach Ende des Lockdowns flächendeckend eingesetzt werden sollten, damit er der Bevölkerung ein halbwegs normales Weihnachtsfest versprechen könne.

„Werden die Tests freiwillig sein?“, wollte der Interviewer wissen und der Bundeskanzler sagte wieder „Schauen Sie!“, um danach sein Konzept mit fest entschlossener Stimme zu erklären. Mathildes Kopfschütteln verstärkte sich.

„Uje, uje, was mache ich da?“, fragte sie sich und schüttelte sich durch. Ihr Atem verstärkte sich und die Knie zitterten. Als sie durchatmen wollte, spürte sie einen Stups an ihrer Schulter und sie erblickte Aloisa, die mit ihrem langen schwarzen Rock, der cremfarbigen gestreiften Bluse, dem kleinen Strohhütchen und dem Mundschutztüchlein ins Zimmer gekommen war.

„Was hast du, Mathi?, erkundigte sie sich neugierig.

„Du machst ein Gesicht, wie sieben Tage Regenwetter! Welcher Wurm ist dir über die Leber gekrabbelt?“, erkundigte sie sich und blickte auf den Fernsehschrm.

„Das ist ein schöner junger Mann!“, stellte sie dann fest. Ist das euer Bundeskanzler? Was hat er gesagt? Hat er dich in diese miese Stimmung versetzt?“

„Ich denke doch!“, antwortete Mathilde energisch nickte.

„Denn ich möchte mich nicht zwangstesten lassen, will es genauso nicht, wie ich keine Maske möchte! Was soll ich jetzt tun?“

„Das weiß ich nicht!“, antwortete Aloisia, die sich inzwischen neben sie gesetzt hatte, das Strohhütchen und die schwarze Mundschutzbinde abnahm und auf den Glastisch legte.

„Da habe ich keine Ahnung und kann nur zum Abwarten raten! Wie heißt es doch so schön? Abwarten und Tee trinken! Denn nichts wird so heiß gegessen, wie gekocht, kleine Rebellin! Warte, ich gehe in die Küche und mache uns eine Tasse Brennesseltee oder halt, vielleicht sollte ich besser Frühstück kochen! Hast du Milch, Brot und Butter im Haus? Ich bin nämlich hungrig und jetzt schalten wir die Fernsehkiste ab!“

Soweit bin ich gekommen und kann damit schon meinen Lesern einen kleine Einblick in meine Romanwerkstatt geben.

Man konnte, wenn man bei Facebook ist, die Texte hochladen und ein paar wurden von Jurenka Jurk besprochen, was sicherAppetit auf weitere Webinare und Kurse machte und ich habe auch gemerkt, daß das Feedback hilfreich war, so daß ich mich morgen an die nächste Szene machen kann. Denn, daß da von Schnelltests ohne die man keine Reisen, keine Krankenhausbesuche machen und nicht einkaufen kann, die Rede sein wird, hatte ich schon geplant und die Aloisia, die ja eigentlich schon 1946 gestorben ist, soll auch wieder auftauchen.

2020-08-26

Mit dem Doml ins Gondola

Filed under: Alltagsgeplauder,Workshop — jancak @ 23:22
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Das Gondola ist ein Restaurant in der Schönbrunnerstraße, wir fahren wenn wir von Harland kommen immer daran vorbei und einmal bei einem musikalischen Spaziergang der Susanne Wouk, ja früher hat es tolle Veranstaltungen gegeben, haben wir dort Halt gemacht, Sekt und prosciutto bekommen und Gutscheine für ein Glas Prosecco hängen im Hausflur in der Krongasse auch.

Da gibt es jemanden der dort immer Gutscheine deponiert, einzulösen zu einer Speise und als wir Montag von Harland zurückgekommen sind, habe ich sie gesehen und gedacht, ha, die kann ich einlösen, denn Stephan Teichgräber hat zur zwanzigsten Geburtstagsfeier des Doml eingeladen und da war zuerst nicht klar, wo das stattfinden sollte.

Die Dokumentationsstelle war möglicherweise zu Corona unsicher, so ist das Gondola daraus geworden und ich muß sagen, das war ein Gewinn, denn ein sehr schöner Gastgarten mit Blick zur Wienzeile, wo die U-Bahn vorüberrast und auf der anderen Seite, die Häuser mit den beleuchtenden Fenster zu sehen sind, wirklich eine fast italienische Stimmung und die Frage der Vorstandsmitglieder, da waren außer dem Stephan Teichgräber, der die Dokumentationsstelle mit dem Beppo Beyerl, der nicht gekommen ist, noch drei Frauen da, eine davon eine seine Studentinnen, war, wo haben wir das Doml kennengelernt, die Studentin in Stephan Teichgräbers Vorlesung, ich durch das Fest 1998 das anläßlich des EU- Wahlkampfes vor der Bücherei in der Pannaschgasse war.

Das heißt, nein, da habe ich den Stephan Teichgräber nicht kennengelernt, da habe ich mich wahrscheinlich durch die Bezirkszeitung zum Lesen angemeldet und ein Kind kann ich mich erinnern, ist ständig mit dem Roller durchgefahren und hat gefragt „Wann hört sie endlich auf?“, die Bezirksrätin Steiniger hat mir bedeutet, ich soll mich beeilen.

Vorher hat mir Hannes Swoboda das Mikrophon gerichtet. Ein Buffet hat es auch gegeben und von der Bezirksrätin habe ich eine Einladung zu einer Lesung in die Bücherei bekommen. Da habe ich vergessen nach dem Honorar zu fragen und als ich es dann machte, hat mich der Edy Winter wieder ausgeladen, obwohl die Einladungskarten schon gedruckt waren und ein paar Jahre später hat dann Stephan Teichgräber die Lesungen organisiert, moderiert und mich eingeladen.

Die „Goldene Margarete“ gab es auch ein paar Jahre und da haben viele ost- oder mitteleuropäische Autoren ihre Texte hingeschickt, die dann aus Kostengründen gar nicht anwesend waren.

2009 fand der Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters im fünften Bezirk statt. Ich habe ein paar Mal dabei gelesen und eine Station war auch das Doml, wo uns Stephan Teichgräber, glaube ich, herumführte oder die Dokumentationsstelle vorstellte.

Dann habe ich einmal eine Einladung zu einer Zeitschriftenpräsentation bekommen und die Einladungen zum literarischen Lenz und da ist ja interessant, daß Stephan Teichgräber seine Mails unter verschiedenen Namen, die Übersetzungen in die Sprachen, die er spricht, verschickt.

Dann kamen die Workshops zu den verschiedenen Themen, die ich und das finde ich besonders interessant am Schluß ja im Privatisimum mit Stephan Teichgraber machte, im vorigen Sommersemester war da mein Knöchelbruch und mein Gips die längere Pause in diesem Jahr war es Corona, denn da hat nach dem Lockdown die Veranstaltung nur einmal stattgefunden und der literarische lenz mußte auch auf den herbst verschoben werden.

Bei zwei Weihnachtsfeiern und auch noch anderen Veranstaltungen des Domls war ich auch und jetzt die Zwanzigjahrfeier im Gondola, keine Ansprache, kein „Happy Birthday“ aber gutes Essen. Ich habe nach dem Glas Prosecco ein Gondola-Pizzastangerl gegessen und auch eine Vorschau auf den „Lenz“, der Corona bedingt im Oktober stattfinden wird und vor allem der Ausblick auf die Wienzeile, wo die jungen Leute am Boden sitzen und feiern oder trinken und trotz Corona eine gute Stimmung verbreiten.

2020-05-20

Wieder Doml statt Demo-Dilemma

Wieder ein Deja vue bezüglich Stephan Teichgräbers Centrope-Workshop. Im vorigen Jahr als das Thema die „Revolutionsliteratur“ war, war ab dem 10 März bis, glaube ich, Mai Pause weil ich mir da ja den Knöchel gebrochen und danach einen Gips hatte, jetzt hat Corona das Sommersemester unterbrochen  und im März hat es wieder nur eine Workshopwoche gegeben, denn dann wäre Leipzig gewesen. Das wurde zwar abgesagt, aber Stephan Teichgräber hat trotzdem zu seiner Schwester fahren wollen, dann kam die Ausgangssperre und wir haben den Workshop abgesagt, obwohl, wie sich nachher herausstellte Arbeitssitzungen und private Treffen immer möglich gewesen wären, aber jetzt gibt es die ja nicht mehr, Treffen, Restaurantbesuche und sogar Demonstrationen sind möglich, weil trotzdem bezüglich Ansteckungsgefahr Ängste bestanden haben wir uns erst heute das erste Mal getroffen und weiter mit der Gegenwartsliteratur gemacht. Stephan Teichgräbers Festival wäre auch letzte Woche gewesen, das ist jetzt auf Herbst verschoben. Er hat aber, wie er mir erzählte in der Zwischenzeit weiter an der Centropeliteratur gelesen und auch die Leseliste entsprechend erweitert.

Da haben wir ja im letzten Semester den „Hammer“ und die Radka Denemarkova anaylsiert, ich habe noch zusätzlich „Ein herrlicher Flecken Erde“ und „Wintersberg letzte Reise“ gelesen“ und mir für heute Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ das auf meiner Liste steht mitgenommen. Im März hatte ich ja geplant mir  Szilard Borbelys „Die Mittellosen“ aus Harland mitzunehmen, weil ja in der „Gesellschaft“ sein Gedichtband „Berlin Hamlet“ vorgestellt wurde, da war ich dann aber schon nicht, weil ich mich in keine Anwesenheitsliste eintragen wollte und dann wurden ja die Veranstaltungen ohnehin bis auf Weiteres abgesagt.

Also nur mit der Vea Kaiser heute ins „Doml“ marschiert, von drei bis fünf und mir um sechs und sieben je eine Stunde eingeteilt,  dann bin ich daraufgekommen, daß es um halb fünf eine Demo gegen die Maskenpflicht am Heldenplatz gibt und das wäre ja etwas für mich, da ich da den „Corona-Wahnsinn“ eigentlich auch stoppen will, da aber die FPÖ der Veranstalter war und ich ja eigentlich zu keinen FPÖ- Veranstaltungen gehen will, hat es mir die Terminkollision dann nicht mehr so viel ausgemacht,  um so mehr, da das jetzt doch wahrscheinlich  eine Veranstaltung gegen die Asylbewerber geworden ist, da jetzt ja Corona-Fälle in einigen Asylheimen aufgetreten sind.

Also wäre wahrscheinlich doch die Gegenveranstaltung, die die Linken um vier am Burggring, glaube ich veranstaltet haben, in Frage gekommen, denke ich und kann mich über das Corona-Dilemma wundern, daß da die FPÖ offenbar die Einzigen ist, die sich gegen die Freiheitsbeschränkungen und Bevormundungen aufregen, habe mit Stephan Teichgräber darüber und auch über seine Leseerlebnisse gesprochen.

Er hat sich ja wieder viel mit tschechischen und slowakischen Autoren beschäftigt, hat Denisa Fulmekova erwähnt, die im  1967 in Bratislava geboren wurder und schon einige Bücher wie „Nuno“ und „Dr . Mraz“ geschrieben hat, sowie die Bücher von Harald Darer und Norbert Kröll. Harald Darers „Blaumann“ der ja auf der letzten Öst-Liste gestanden ist, habe ich gelesen, Norberts Krölls zweiten Roman „Wer wir wären“ wurde im Rahmen der Corona-Lesungen in der „Alten Schmiede“ von Johannes Tröndl vorgestellt.

Ein dichtes Programm also und wieder ein kleiner Einstieg in das Veranstaltungs- beziehungsweise in das Workshopprogramm der Gegenwartsiteratur des Centropes, das nächste Workshop wird es wieder in zwei Wochen geben, weil Stephan Teichgräber, glaube ich, in der nächsten übersiedelt und ob es wegen der geschlossenen Theater etwas mit dem Theaterworkshop wird ist auch noch nicht so klar.

Die Kulturschaffenden die ja eifrig demonstrieren weil sie immer noch vom einem totalen Knockout betroffen sind, während inzwischen ja schon die Lokale aufsperrten und man sogar maskenlos in einem Gasthausgarten sitzen darf, haben inzwischen auch einen kleinen Erfolg erzielt, beziehungsweise eine neue Kulturstaatssekreätrin. Ulrike Lunacek, die ja sehr angegriffen wurde, ist inzwischen zurückgetreten, Andrea Mayer, die ich von den Preisverleihungen noch als Andrea Ecker kenne, ist ihre Nachfolgerin und Veranstaltungen ab hundert Personen können ja, glaube ich, Ende Mai wieder stattfinden.

Das würde dann wahrscheinlich auch die „Alte Schmiede“, die „Gesellschaft“ und das Literaturhaus betreffen. Da wird man wahrscheinlich vorläufig wohl so, wie derzeit in die Kirchen, mit Maske hingehen müßen.

Bei Freiluftaufführungen wird das vielleicht anders sein und da hat der Alfred bei seinen Lokalbesuchen, die er wieder sehr in Anspruch nimmt, die Veranstalter der O-Töne getroffen, die ihm verraten haben, daß die wahrscheinlich stattfinden werden und, daß es dafür auch schon ein schönes Programm gäbe.

Ich bin diesbezüglich also gespannt und kann was den „Bachmannpreis“ betrifft, verraten, daß der auch vom 17. – 21. Juni auch online stattfinden wird,  die Namen und die genaueren Details werden am 28. Mai folgen. Da kann ich auch gespannt und neugierig sein und sonst kann ich vermelden, daß ich diese Woche auch noch einmal Cornelia Stahl getroffen habe, um ihr mein neues Buch zu übergeben und das habe ich ja auch an die „Alte Schmiede“ an die Frau Danielcyck von der Kulturabteilung der Stadt Wien, an Gerhard Ruiss von den IG Autoren an die Natonalbibliothek und sogar an Manfred Müller von der „Gesellschaft“ geschickt. Sehr optimistisch, daß ich in Zeiten wie diesen,  positive Antwort bekomme, bin ich ja nicht, aber wie schreibe ich immer, mal sehen, ich bin schon sehr gespannt.

2020-04-03

Trostonlineschreiben in Corona-Zeiten

Während ich mich mit dem Literaturcafe herumstreite, ob es richtig ist den „Bachmannpreis“ nicht durchzuführen, weil man sonst ja Klaus Kastberger schlecht beleuchtet in seiner Küche sehen könnte, ja lieber Uli, da bin ich Wolfgang Tischer bei seinem „Aprilscherz“ wieder einmal hineingefallen, weil ich ja keinen Spaß verstehe und alles Ernst nehme, die liebe Erika Kronabitter hat mich darauf aufmerksam gemacht, erkennen andere, den Wert der Onlinekommunikation.

So gibt es über all Corona-Tagebücher, Onlinelesungen und sogar die ersten Roman über Corona  oder das Leben in Krisenzeiten finden statt und das ist ja einerseits für die zu Hause gebliebenen gut, damit sie sich beschäftigen können und in keine Panik verfallen und dann vielleicht mit der Mundschutzmaske Amok laufen, Banken überfallen, etcetera…

Wenn das, bitte nur auf dem Papier, die Wut nur in der Phantasiem rauslassen hat sich wohl das „Writersstudio“ gedacht, daß ja, wenn es keine Seminare mehr abhalten kann, auch von der Krise betroffen ist und sich deshalb, was ich für gut und sinnvoll halte, Onlinekurse ausgedacht.

Ich kenne das „Writersstudio“ schon sehr lang, habe es schon besucht, als es sich, noch, ich glaube, in der Kaiserstraße befand und habe keine Ahung, wie und wo ich darauf gestoßen bin?

Das heißt, schon natürlich, die Sigmund Freud-Uni hat vor Jahren das Buch der Judith Wolfsberger vorgestellt und mich dazu eingeladen. Da habe ich dann ein paar Infoabende besucht, auch brav ein paar meiner Klienten mit Schreibblockaden dorthin überwiesen, damit sie ihre Diolomarbeiten fertigstellen können und ich war auch beim ersten Openhouse, als das Studio in die Pramergasse übersiedelt sind, seither bin ich mehr oder weniger regelmäßig zu den Schnupperworkshops, die es jährlich gibt, gegangen, habe dabei vielleicht auch Judith Wolfsgruber mit meinen Wissen über den Hochschullehrgang für Sprachkunst genervt, habe bei den Seminaren auch immer etwas für mein jeweiliges Work on Progress vorgeschrieben, war bem Schreibmarathon vor drei Jahren, habe mir durch mein Bloggen auch ein Writerretreat erschrieben und beide Veranstaltungen für meine „Unsichtbare Frau“ genützt.

2019 habe ich die Schnuppertage ausgelassen, weil wir, glaube ich, in Harland waren. Ich habe aber auch ein Sommerfest besucht, den gratis Schreibcafe mit Joga-Vormittag, eine gratis „Schreibfabrik“ wo auch Margit Heumann mitgekommen ist und ich meine Tanzschulenszene aus der „Frau auf der Bank“ ausprobiert habe.

Denn es gibt da ja jetzt schon eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen. das Ganze ist also sehr angewachsen, während es einmal ganz klein wahrscheinlich mit Seminaren für Studenten mit Schreibhemmungen und der „Schreibnacht“ die jeden ersten Freitag des Monats stattfindet, angefangen hat, wo man sich für dreißig Euro, glaube ich, treffen und gemeinsam zu einem Thema schreiben konnte.

Da war ich noch nie und habe immer gehofft bei der Verlosung bei den Schnuppertagen, das vielleicht einmal zu gewinnen. Aber in Corona-Zeiten hat sich das „Writersstudio“, das da ja sehr innovativ ist wieder etwas besonderes ausgedacht. Es bietet nämlich in der Karwoche verschiedene Onlinekurse an, mit denen man sozusagen gegen die Corona-Krise anschreiben kann.

So gibts beispielsweise unter dem Titel „Auferstehung abgesagt“ ein „Black Humor Writing“ immer jeweils von 23 bis 01 Uhr, wo man sich wahrscheinlich den Corona-Frust ironisch herunterschreiben kann und das Tagebuch oder Journalschreiben ist ja auch eine gute Methode.

Klaus Kastberger hat im Literaturhaus Graz, die Autoren deren Veranstaltungen er krisenbedingt absagen mußte, zu einem solchen eingeladen und ich schreibe ja auch schon länger ein Corona-Tagebuch, um vielleicht auch Material für einen möglichen Roman zu bekommen.

Bei Birgit Schreiber kann man das im Onlinekurs „Keep Writing – Mit dem Journal gesund durch die Krise“, nächste Woche Montag bis Freitag von 10 bis 12 online plus einer Stunde individueller Schreib und Lesezeit tun.

Dann gibt es auch ein Online „Short Story-Seminar- Endlich Zeit, eine Geschichte zu schreiben“ das wieder Ana Znidar wieder macht.

„Writerstricks“ kann man auch online lernen und als Auftaktveranstaltung gibt es diesen Freitag eine gratis Online-Schreibnacht:

„Trost & Re-Gnose in Zeiten von Corona: Schreiben in der Oase der virtuellen Writer`studio-Gemeinschaft“  mit Janina Pollak zu der ich mich natürlich angemeldet habe.

Das beginnt um acht, da bekommt man einen link, wo man sich bei „Zoom“ anmelden kann.

Das habe ich schon bei Jurenka Jurks Gratisseminaren versucht und bin öfter daran gescheitert, kann aber natürlich auch selber und mit mir allein einen Text zu diesem Thema schreiben und dann mit meinen Blog für meine Leser einstellen.

Mal sehen, wie es geht? Am morgigen Samstag gibt esauch wieder ein Video von Ronny Rindler zu seinem „Quarantäneschreiben“ und da habe ich mir ja vorgenommen, weil ich mit dem „Fräulein No“ ja schon fertig bin und nur noch mein „Schreibebuch“ korrigieren, beziehungsweise mit dem Alfred das Cover finden muß, die Seminaraufgaben nachzumachen und da vielleicht schon die ersten Planungsstufen des „Kein Frühlingserwachen mit Corona“ zu erstellen.

Man sieht der Kreativität ist in Zeiten, wie diesen kein Riegel vorgeschoben. Man kann alles online machen, Webinare, lesen, nur schreiben muß man selber, aber wenn man das in einer Online Schreibnacht oder einem Online Webinar tut, fühlt man sich vielleicht weniger allein.

2020-03-06

Vom Doml zum arabischen Frauentag

Am Freitag gibts dieses Semester wieder die Gegenwartsdramatik bei Stephan Teichgräber und obwohl ich ja kaum ins Theater gehe, hatte ich ihm etwas anzubieten, nämlich die Erkenntnis, daß Ivo Andric am 28. Juni 1914 in Krakau im Theater war, als in Sarajevo der österreichische Thronfolger erschoßen und damit den ersten Weltkrieg ausgelöst wurde.

Welches Stück er gesehen hat, ist in der Martens-Biografie nicht erwähnt, aber Stephan Teichgräber war ohnehin mit dem russischen Film beschäftigt und weil ich ihm erzählte, daß in Leipzig zwar die Messe mit dem Lesefest ausfällt, aber der Messestand in Magdeburg trotzdem aufgebaut wird und es auch bei „Leipzig liest“, mehrere Veranstaltungen gibt und ich ihn dann fragte, ob er nächsten Dienstag in die „Gesellschaft“ geht, um dort der Präsentation eines neuübersetzten Gedichtband von Szilard Borbely, der sich ja 2014 umgebracht hat, beizuwohnen, sind wir erst spät zu den Theaterplänen gekommen, die hatten es aber in sich.

Denn Stephan Teichgräber hatte wieder das Burgtheater ausgewöhlt, wo es unter dem Titel „This is Venice“, einen Zusammenschnitt von Shakespeare „Othello“ und dem „Kaufmann von Venedig“ gibt, vielleicht werden wir uns das ansehen, obwohl ich nicht sicher bin, ob mir die Collage gefallen wird, bin ich ja keine Shakespeare-Freundin und auch keine der experimentellen Theateraufführungen, aber ich habe einmal im Volkstheater eine Aufführung des „Kaufmanns von Venedig“ gesehen. Zumindesten den Beginn davon, wo der Shylock über die Bühne wandelte und dann von den Nazis in der Seitenloge ausgepfiffen wurde.

Richtig, das war Felix Mitterers „In der Löwengrube“, das mich sehr beeindruckt hat und Stephan Teichgräber ging dann gleich zum „Werk X am Petersplatz“ über, das ist offenbar ein altes Theater mit einem neuen Namen, das von einem Ali Abdullah geleitet wird und Stücke wie „Baal“, „Blutiger Sommer“ oder „Homohalal“ von Ibrahim Amir am Spielplan, der einmal einen „Exil-Preis“ für Dramaturgie gewonnen hat.

Das ist dann gleich die Einleitung zur Veranstaltung des arabisch österreichischen Hauses für Kunst und Kultur, wo ich einmal bei einer Peter Paul Wiplinger Veranstaltung war, im Amerlinghaus zum internationalen Tag der Frau, die um sechs laut Programm anfangen sollte, aber als ich fünf Minuten vorher dort ankam, war der Saal schon voll, ich hoffe, es haben mich keine Corona-Viren eingefangen, denn der Abstand von einem Meter war nicht gegeben und eine Frau hielt schon eine Eröffnungsrede.

Es waren auch einige Männer im Publikum die fotografierten, Frauen mit und ohne Kopftuch, aber meistens mit festlich glänzenden Kleidern. Die musikalische Untermalung stammte von Yasahar Abidoo und Yasser  Alsheikth, die sehr beklatscht  wurde, die Frauen haben mitgesungen, es gab eine Ausstellung von Bildern an den Wänden und eine Frau in einem glänzend roten Kleid, sagte, daß sie aus Syrien käme, viele Hobbies hätte, aber am liebsten Puppen machte, die auch ausgestellt waren.

Die Lesungen waren zweisprachig angekündigt, aber nur Ishraga Mustafa hielt sich daran, die anderen Frauen lasen oder performten nur auf Arabisch, eine dürfte aber eine Art Poetry Slam, der vielleicht auch erotisch war, vorgetragen habe, bei einer anderen fielen mir die Worte „Tick tack tack“ und der Name Jasmina auf und es war sehr beeindruckend, obwohl ich nicht viel verstanden habe.

Einen Buffettisch mit Keksen un Baclava gab es auch. Der internationale Tag der Frau ist erst am Sonntag und am Montag darauf geht es noch einmal ins Literaturhaus, wo Ruth Aspöck, Daniela Meisl, Gertraud Klemm, Marlen Schachinger, moderiert von Helga Pregesbauer „ins Wort fallen“ werden und ins Literaturhaus hätte ich auch heute gehen können, wo es einen „Kremayr und Scheriau-Abend“ gegeben hat. Aber Lucia Leidenfrosts „Wir verlassenen Kinder“ habe ich schon gelesen und Daniel Zipfel „Die Wahrheit der anderen“ liegt auf meinen Badezimmerstapel und ich gehe aus ökonomischen Gründen ja nicht gern zu Lesungen, wo ich das Buch schon kenne oder noch lesen werde.

2020-01-31

Theater in Trnava und in Wien

Wenn wir nicht in Harland waren, bin ich ja dieses Semester am Freitag öfter in die Spengergasse in die „Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur“ gegangen, wo Stephan Teichgräber ja in seinem Workshop der Gegenwartsdramatik, die Spielpläne der Theater in Ungarn, Tschechien und der Slowakei erforschte und dabei mit dem Spielplan des Wiener Burgtheaters angefangen hat, ein Stück Theatergeschichte, das für mich sehr interessant war, obwohl ich ja, wie ich öfter schreibe, nicht sehr oft ins Theater gehe.

Als Studentin wo ich eine Zeitlang jede Woche in der Oper war, habe ich mic erst sehr spät und sehr zögernd für das Burgtheater zu interessieren begonnen.

Das Dramatische liegt mir nicht so, wie auch das Dialogschreiben, pflege ich  ja regelmäßig zu schreiben, trotzdem war es interessant mit Stephan Teichgräber die Spielpläne der Theater von Bratislava oder Sopron zu erforschen und während ich das tat, bin ich im letzten  halben Jahr auch öfter in einem Theater gewesen, wenn es da auch nicht immer eine Aufführung, sondern in Basel und am Schwarzenbergplatz die Buchpreisverleihungen gegeben hat und im Odeon-Theater die „Literatur im Herbst“.

Im Theater war ich im Rabenhof, dieses Theater in einem der sozialistischen Gemeindebauten im dritten  Bezirk das ja herrlich zu hundert Jahre rotes Wien passt.

Da habe ich mir mit dem Alfred die Kabarettisten Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba in der Satire „Wir sind Staatskünstler“ zu der neuen Regierungsbildung angesehen und gestern, also einen Tag vor dem vorläufigen oder auch endgültigen Theaterworkshop war ich mit dem Alfred im Theater in der Drachengasse, das einmal ein feministisches war oder auch noch immer ist und da gab es eine „Offensive Ein-Frau-Performance“ von Grischka Voss, das ist die 1969 in Brauschweig geborene Tochter des berühmten Schauspielers Gert Voss, die das Stück „Bulletproof – Ich liebe meine Lust“ schrieb, aufführte und performte und dazu das kleine Theater, in dem ich, wie ich mich erinnern kann, schon einmal vor langer langer Zeit, wo es vielleicht auch noch ein Frauentheater war, mit dem „Arbeitskreis schreibender Frauen“ bei einer Lesung war, in eine riesige rosa Vulva verwandelte, das das Publikum mit rosa Patscherln durchqueren mußte, wo es auch  Vulva-Mandalas gab und die Schauspielerin, sowohl einen künstlerischen Streaptease vollführte, als auch  ihre Erfahrungen mit ihrer Menstruation und ihren G- oder A-Punkt performierte.

Ein interessantes Stück und interessanter Kontrast zum Spielplan des Jan Palarik-Theaters in Trnava, das Stephan Teichgräber heute vorstellte und den Spielplan vorstellte und nun geht es hinein in die Semesterferien, beziehungsweise in ein sehr schreibintensives Wochenende und bei diesem Text habe ich versprochen, auch besonders aufzupassen, damit der Uli nicht soviele Fehler findet, der mich immer noch regelmäßig zu lesen scheint und meiner sogeannten Schlampigkeit oder Vielschreiberei nicht zufrieden ist.

2020-01-29

Korrigierbericht und letztes Semestergegenwartsliteraturworkshop

Mit dem Korrigieren meines zweiten „LiteraturgeflüsterSchreibebuchs“ bin ich letzten Dienstag eigentlich recht überraschend fertig geworden, habe ich da doch schon gedacht, da korrigiere ich noch ein Jahr, finde Fehler und Fehler und werde nie damit fertig, aber eigentlich war es eh klar, weil ja alles schon veröffentlichte Texte sind, aus denen das Buch besteht, die vom Blog sind zwar ein bißchen fehlerhaft, die aus den Büchern müßten aber eigentlich passen und es ging ja im wesendlichen darum, die einzelnen Artikeln aneinander anzupassen, wo also Ausrufungszeichen hinkommen und wie das mit den Beistrichen ist, beispielsweise, dann habe ich am Mittwoch und am Donnerstag, die Fenster in der Krongasse geputzt, meine üblichen Schreibende- oder Anfangsrituale und habe am Donnerstag nach meiner elf Uhr Stunde gedacht, jetzt mache ich einen Shoppingbelohnungstag und bin dann zur Neubau-Lindengasse gegangen, wo ja der Ulrich Blumenbach wohnt bzw. seine Praxis hatte und dann zur Wiedner Hauptstraße, wo sich ja „Harries Nachtcafe“ befindet, dazwischen habe in beim Mc Donald ein Menu gegessen, einen Markforschungstest gemacht, mir Servietten bekauft und beim neuen „Lidl“ auf der Wiednerhauptstraße, wo sich auch eine „Aida“ befindet, eine Creme gekauft.

Dann hatte ich eigentlich geplant mir die Orte aufzuschreiben, die noch im „Fräulein No“ vorkommen, den Grinzinger und den Heiligenstädter Friedhof abzulaufen, mich vielleicht ins Wilhelminenspital zu setzen etc, da hätte ich in dieser Woche sogar an einigen Nachmittagen Zeit gehabt, aber irgendwie gemerkt, daß ich das nicht so recht will und bin am Donnerstagabend mit dem Alfred nach Harland gefahren, wo ich dann begonnen habe, den seit Ende November liegengebliebeden Text einmal durchzuarbeiten. Dann habe ich ja vor mir Jurenka Jurks Minikurs Unterlagen hervorzunehmen und nachzuschauen, was mir beziehungsweise, der Szenenplanung noch fehlt, welche Szenen nicht stimmen,  wie und was ich überarbeiten muß und eventuell noch sehr viel umzuschreiben, damit es diesmal wirklich spannend wird.

Am Freitagabend habe ich, glaube ich, angefangen zu korrigieren, vorher haben wir noch das neue Bücherregal in dem großen Wohnzimmer aufgestellt und die Bücher eingeräumt und war mit dem Anfang eigentlich nicht zufrieden, das sitzt nicht, habe ich gedacht, das wird nicht, das ist kein Roman, etcetera.

Am Samstag und am Sonntag bin ich aber eigentlich in eine Art Korrigierrausch hineingekommen und habe das Ganze es sind jetzt neunzig Seiten, die „Nanowrimoberichte“ lasse ich vorerst aus, fertig korrigiert. Da habe ich gemerkt, es gibt Schwierigkeiten, einige Szenen lassen zeitlich   nicht zusammen, eine Szene habe ich umgestellt und nach vorn gerückt und die letzten zwei von den vier Szenen am Schluß, die ich im November nur geschrieben habe, um an die fünfzigtausend Worte zu kommen, habe ich jetzt auch noch hinausgeschmissen, aber sonst habe ich erstaunt festgestellt, daß es passen könnte und, daß sogar einige Spannungsbögen drin sind, die man als die „Heldenreisenstationen“ interpretieren könnte. Hauptperson ist der Ulrich und der hat, höre und staune, eine Antoginistin, habe ich da ja vorher geschrieben, ich hätte keine, die ist die Anna, die jetzt Feuerbach heißten wird, denn die trennt sich ja von ihm und kommt zu ihm zurück und im zweiten Handlungsstrang, den der Gerti Schuster, wäre ja die Fatma Sayjan, die Gegenspielerin.

Einige Szenen sitzen wahrscheinlich immer noch nicht so ganz und werden noch überarbeitet, da gehe ich jetzt das Ganze ein zweites Mal durch und schreibe mir dann auf Jurenka Jurks Arbeitsblatt heraus, was ich noch ergänzen bzw. umändern muß, dann sortiere ich die einzelnen Handlungsstränge und gehe  jede Szene einzeln durch, bevor ich mich an die „Nanowrimoberichte“ mache, dann noch das, was ich jetzt verändere, hinzufüge und dann das Ganze solange durchgehe bis es sitzt.

Große Veränderungen werde ich wohl auch diesmal nicht mehr machen, mal sehen wie das wird und als Zeitplan hätte ich mir den Sommer gesetzt, dann hätte ich viel Zeit das „Frühlingserwachen“ vorzuplanen und schauen, ob ich mit dieser Methode, die ja Jurenka Jurk sehr progagiert, überhaupt kann, um dann im November, wenn ich bis dahin noch nicht mit dem Rohtext fertig bin, mit dem Drauflosschreiben plus Szeneplan beim  achten „Nanowrimo“ anzufangen.

Mal sehen wie es wird? Am Wochenende, wenn der alfred auf eine Sitzung fährt, werde ich nicht in Grinzing herumlaufen, das brauche ich, glaube ich, nicht mehr, sondern ein möglichst intensives Korrigierretreat veranstalten und darüber berichten.

Ja richtigm das Arbeitsmaterial zum Romanfahrplan bin ich gestern  auch durchgegangen und habe heute wieder die ersten drei Szenen korrigiert, dazwischen habe ich auf ein Buch gewartet, das mir „Kremayr und Scheriau“ geschickt hat und bin dann eine halbe Stunde später zu Stephan Teichgräbers Workshop gegangen, weil der auch eine Sitzung hatte und habe mir da auf seinen Wunsch das Notbook auf dem ich das Andrea Grill E-book habe, den Jaroslav Rudis, den ich inzwischen gelesen habe und den „Hammer“ mitgenommen und der hat mir gesagt, daß es jetzt das fünfzehnte „Literaturworkshop“ in diesen Semester ist und wir noch vier Seiten Skriptum zu besprechen haben und hat dann neue Bücher angeschleppt, vorwiegend Tschechen und Slowaken, die er mir zeigte und bei denen er mich gleich mit dem György Dragoman verwirrte, denn ich habe gestern ja noch etwas gemacht, außer meine Romanschreibunterlagen durchzusehen, ich habe meine Bücherregale durchgesehen und nach Vea Kaisers „Blasmusikpopp“ und Ivan Mandy „Kino aller Zeiten“, gesucht, was ich auf meiner heurigen Leseliste stehen, aber in den Regalen nicht gefunden habe und dabei bin ich auf Gyorgy Dragomans „Scheiterhaufen“ gestoßen, den ich mir, glaube ich, einmal bei einem Literaturhausflohmarkt oder sonstwo gekauft habe, weil er wahrscheinlich auf einer „Buch Wien“ auf der Donaulounge präsentiert wurde, ein Buch, das ich also auch noch lesen muß, aber da kommen ja jetzt schon die Neuerscheinungen und Stephan Teichgräber, der auch auf eine tschechische Autorin wartete, die er für sein Festival übersetzten muß, hat sich in Ivana Dobrokovovas „Mütter und Fernfahrer“ vertieft und mir daraus vorgelesen und sich erst später auf meinen Wunsch hin mit Ladislav Rudis „Winterbergs letzte Reise“ beschäftigt, was meiner Meinung nach eigentlich das Buch für ein „Centrope-Literatur-Workshop“ ist, gehen die Beiden, Wenzel Winterberg und sein Altenhelfer ja darin mit dem Beadeker von 1913 auf eine Reise durch das gesamte Centrope, was für mich typischer ist, als Andrea Grills „Cherubino“, das ich an diesem Mittwoch gar nicht gebraucht habe oder die Lyrik der tschechischen bzw. slowakischen Gegenwartsautoren, die ich ohnehin nicht lesen kann.

Dafür hat mir Stephan Teichgräber aber die Lektüre des letzten Jahres, des Workshops zur „Revolutionsliteratur“, die drei Alexej Tolstojs Bände, die er mit mir ja bei einem Antiquariat gekauft hat, geschenkt und ich stecke ja auch in meiner Gegenwartsliteratur bzw. meinem Backlistlesen fest, wäre das ja Eugen Ruges „Metropol“ an der Reihe und als nächstes das Buch über Hedy Lamarr, das ich auf der letzten „Buch Wien“ bekommen habe, aber jetzt habe ich das neue Buch der Simone Hirth bekommen, das der Cornelia Travnicek, das eine Art Phantasy Roman ist, warten auch und dann habe ich noch ein Buch David Albahari und eines von Alix Ohlin bekommen.

Das Lesen und das Schreiben in diesem Jahr wird also spannend werden. Am Freitag gibt es noch ein „Theaterworkshop“ und dann geht es nach den Februarferien wahrscheinlich wieder in ein neues Workshopsemester und ein bißchen über mein „Fräuleion No“ habe ich Stephan Teichgräber auch erzählt.

Und noch was kann ich gleich verraten, am nächsten Mittwoch kommt der Bücherschrank in der Zieglergasse wieder.

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