Literaturgefluester

2018-10-04

Vom Revolutionsworkshop zur Privatsammlung

Filed under: Veranstaltungen,Workshop — jancak @ 00:47
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Am ersten Mittwoch im Oktober begann wieder Stephan Teichgräbers Privatissimum in der „Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur“.

Vier solche Workshops habe ich dort schon besucht, zuerst ging es um die Literatur des Centrope, dann um die Partisanenliteratur und die Utopie und dieses Semester ist die Revolution dran. Man sieht Stephan Teichgräber hat für seine literarischen Analysen einen speziellen Geschmack und auch immer spezielle Literaturvorschläge und damit ich nicht ganz alleine mit dem Meister bin, die ersten zwei Semester war noch ein Herr Eder anwesend, im vorigen, ich meistens die einzige Teilnehmerin, habe ich die Ruth mitgebracht, die ja jetzt evanglische Literatur studiert, Griechisch lernt und an einem Buch über einen belgischen Maler schreibt.

Was ist Revolutionliteratur und um welche Revolutionen geht es? Da gibt es ja sehr viele zur Auswahl und weil Stephan Teichgräber ein Slavist ist und die russischen Bücher bevorzugt im Original liest, hätte ich da an die russische gedacht. Die Französische gibt es auch, der ich ja eher skeptisch gegenüberstehe. Ein reines Blutbad, das immer noch, als die größte Errungenschaft gefeiert wird. Es gibt die Revolution von 1948 und die von 1968, wenn das eine war und in Österreich und Deutschland hat Stephan Teichgräber mich belehrt, hat es 1918 auch eine gegeben.

Ich dachte eher da war der Weltkrieg aus und die Monarchie ist zusammengebrochen. Aber es hat ja die Räterepublik in München gegeben und da wären wir schon bei der Literatur. Hat doch Volker Weidermann ein Buch im Vorjahr darüber geschrieben und Alfred Döblin hat sogar einen Vierteiler mit Namen „November 1918“ verfaßt, von dessen ersten Band „Bürger und Soldaten“ ursprünglich 1939 in Stockholm und Amsterdam erschienen, wir die ersten Seiten gleich einmal analysiert haben.

Die Ruth hat den Andreas Okopenko eingebracht, der in der Slowakei geboren wurde, aber von der Ukraine hergekommen ist und seit 1939 in Wien lebte. Den „Kindernazi“ habe ich von ihm gelesen. Seine ukrainischen Revolutionserinnerungen nicht, obwohl mir Ralph Klever den Band gegeben hat, der anläßlich seines achtzigjährigen Geburtstags erschienen ist und ich habe bei November 1918 natürlich  an Franz Theodor Csokors Stück „3. November 1918“ gedacht, das ich einmal noch im Rahmen des „Theaters der Jugend“ im Burgtheater gesehen habe, das aber, glaube ich, auch eher den Untergang der Monarchie, als die Revolution thematisiert.

Interessant, interessant also, während die Ruth evangelische Theologie studiert, am Mittwoch <nachmittag meine bildungslücken aufzufrischen und mit Stephan Teichgräber literarisch zu plaudern und dann ging es noch einmal in Richtung Grinzig, denn in der Colloredogasse in Währing hat der phantastische Maler und Sänger „Sie hab` a Haus baut“, eine Villa und da seit 2000 ein Privatmuseum, durch das seine Tochter Timna regelmäßig führt und sehr viel von ihrem Vater und seine Kunst erzählte und man sich die Bilder und Karikaturen auch sehr genau anschauen konnte.

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2018-09-22

Zwei Tage gratis Schreibworkshops

Ich kenne, da ich mich ja für jede Art des Schreibens interessiere, das „Writersstudio“ schon lange, im Zusammenhang mit einer Buchpräsitation von Judiths Wolfsberger „Freigeschrieben“ in der SFU bin ich in  Kontakt gekommen, habe einige Informationsabende in der Kaiserstraße besucht und war dann beim ersten Schnuppertag, als das „Writersstudio“ eröffnet wurde. Damals gab es drei Trainer und wahrscheinlich zwanzig Interessenten und das Angebot wuchs von Jahr zu Jahr. Irgendwann war es dann zweigeteilt in professionelles und literarisches Schreiben. Ich bin eine Zeitlang nur zum literarischen Teil, der mich ja besonders interssiert gegangen.

Im Vorjahr gab es dann auch den fünfzehnten Schreibemarathon, den ich zum „Nanowrimoschreiben“ an der „Unsichtbaren Frau“ nutze, die Zahl der Trainer ist rassant angestiegen.

Jetzt gibts schon eine ganze Menge davon und sogar eine eigene Trainerausbildung und schon drei Lehrgänge, nämlich zusätzlich zum „Passional Writing“ auch noch die „Journal Writing Therapy“, wo, glaube ich Psychologen auch eine eigene Trainerausbildung machen können und dann das befrufliche Schreiben mit dem Journalistenkurs und dem Sachbuchschreiben.

Und weil das „Journal Therapy-Schreiben“ auch sehr interessant ist, habe ich mich für beide Tage entschloßen. Zwar kurz überlegt, ob ich am Nachmittag weggehen sollte, aber ab sechs gabs Käse und Wein und dann noch eine Round table Gespräch zwar mit Absolventen der beruflichen Richtung und dann die Verlosung, wo ich zwar nie was gewinne, aber ich habe schon ein Writers Reterat gemacht, einmal Joga und die Writers Trick kenne ich  eigentlich auch.

Begonnen hat es am Freitag wieder mit den Morgenseiten, die Judith Wolfsberger diesmal etwas aufpappte. Das ist ein Freischreiben, das man jeden Morgen machen soll, sich einfach drei Seiten lang die Probleme von der Seele hinunterzuschreiben und zu ordnen, den Bleistift nicht abzusetzen. Das ist der Trick dieser nach amerikanischen Muster orientierten Schreibtechniken. Dann ging es schon zu den Collagen und den Träumen mit Johanna Vedral, die ich schon von den früheren Workshops kenne. Sie hat auch ein Buch dazu geschrieben.

Unabgesandte Briefe gab es dann auch, mit denen soll man sich den Frust von der Seele schreiben und ich habe da einige Ärgernisse bewältigt. Dann kam Ida Rätner aus Riga und brachte Farbe in das Unbewußte,  beziehungsweise zeigte sie eine Drucktechnik mit der man seine Journals aufpeppen kann. Am Schluß des Journal Writing kam wieder Anna Ladurner mit ihrem Zuckerlpäkchen und der Schreibaufgabre und man schrieb eine paar Details aus seinem Leben, einen Haiku und eine Kurzbiografie in sechs Worten.

Damit endete das Tagebuch- und es kam das berufliche Schreiben, etwas was mich zwar mit meinen Befunden, Mails und veröffentlichten Sachbüchern schon betrifft, aber nicht so interessiert. Aber das erste Workshop kam aus den Writers Tricks und da clusterten wir ein bißchen und das habe ich vorige Woche bezüglich der Magdalena Kirchberg auch gemacht, da habe ich also weitergeclustert, bin aber zu keinem neuen Ergbnissen gekommen. Dafür habe ich beim journalistischen Schreiben, versucht der Geschichte, der Magdalena Kirchberg auf die Spur zu kommen und die Szene geschrieben, wo der Jens in das Szenelokal stürmt, wo die Ulla mit dem Heiner Kubik sitzen, der fährt sie dann nach Hause, die Stimmung ist schlecht und es könnte sein, daß sie an der Ecke Hofühlgasse linke wienzeile fahren und auch eine alte Frau an der Kreuzung stehen sehen, daß das die Magdalena Kirchberg ist, die mit ihrem Roman nicht so zügig weiterkommt.

Michaela Muschitz versuchte wieder Neugier auf Online Angebote zu erwecken und da bin ich auch nicht wirklich darauf gekommen, wie ich es machen kann, daß sich meine Leser auf meine Gewinnspiele und Leserunden melden und Judith Wolfsberger schloß den Reigen in dem sie wieder Ideen zu Sachbuch- oder Nonfictiontexte gab, da habe ich mich mit einer Teilnehmerin über meinen Blog unterhalten.

Dann gabs den Wein und die Käsewürfeln und es wurde umgeräumt, fünf Damen erzählte, wie ihnen die Seminare beim beruflichen Schreiben weitergeholfen haben und was soll ich sagen, ich aber wieder nichts gewonnen, aber am Samstag war auch noch ein Schnuppertag und da ging es wieder an das „Passional Schreiben“, das fein zerlegt in neun Portionsteilchen aufgegliedert war und begonnen hat es mit etwas Neuem, nämlich dem  „Satire schreiben“, das Eva Hammani-Freisleben,  sehr liebevoll mit „Fackel-flakes- kleines Frühstück für das Sprachhirn“ aufbebreitet hat und das ich, obwohl ich ja keine sehr Humorvolle bin, für meinen Diskurs mit dem Uli höchstwahrscheinlich brauchen kann, denn in der Satire geht es ja um das Übertreiben und das Thema hieß „Wie schimpft sich Morgenmüdigkeit“.

Zettelchen mit Zitaten zum Thema wurde verteilt, ich erwischte das, das man sich „Zeit lassen“ soll und das war sehr lustig. Es gab wieder ein Gewinnspiel, wo man am Abend ein solchen Seminar gewinnen hätte können.

Habe ich nicht, kann ich gleich spoilern und dann ging es weiter mit Bekannten. Judith Wolfersberger brach wieder ihre Lanze für den „Personal-Essay“, ich habe es da auch mit dem „Rechtsruck“ versucht. Aber das ist ein Text, der sehr lange werden könnte. Also war er nichts fürs Vorlesen. Ein paar andere haben es getan und haben da offenbar spontan sehr sehr tolle Texte fabrziziert.

Dann ging es wieder an das „Short Story Schreiben“ mit Ana Znidar und noch einmal zum „Memoir“.

Dann kamen die „Young-Freewriters“ und da stellte Gundi Haigner gekonnt die Frage „Sind wir „Superheldinnen?“

Das ist ein Programm, das die Lehrerin für ihre Schülerinnen einmal entwickelt hat. Sie brachte auch ein paar junge Freewriter mit und als erste sollte man sich selber malen,  dann zu den Gesichtern ein paar Bemerkungen schreiben und anschließend konnte man sich eine Geschichte wünschen, die viel Selbstbewußtsein geben kann.

Spannend spannend und vielleicht sogar sehr hilfreich. Weiter ging es wieder mit den „Oden“, beziehungsweise der „Poetry. Die „Ode an die Zwiebel“, beziehungsweise das „Buch“, den „Bleistift“, das „Kaffeehäferl“ habe ich auch schon geschrieben und auch bezüglich „Travelwriting“ habe ich schon einige Geschichten geschrieben und sie in meinen Blog gestellt.

Ana Znidar riet da sich seine persönlichen Blickwinkel auf die Urlaubsorte zu suchen und zu beschreiben und das habe ich ja heuer schon in Bern und in Zürich getan, für die Schreibübung habe ich einen Text über Wiens Bücherkästen begonnen und mit Marcus Fischer ging es an das Titelbasteln. Da mischen zwar, glaube ich, zumindestens im Belletristikbereich, die Verlage kräftig mit und es gibt ja auch einen Titelschutz.

Es kann aber trotzdem nicht schaden, sich selber einen starken Titel auszudenken  und Michaela Muschitz wies wieder mit kräftiger alle Müdigkeit verscheuchende Stimme in das spannende Schreiben ein.

Das war also nicht sehr neu für mich. Aber eine gute Wiederholung und ich unterhielt mich auch sehr intensiv mit einigen Teilnehmern.

Anschließend gab es wieder Wein und Käse und diesmal eine Lesung von fünf „Passion-Absolventinnen“. Denn das „Writersstudio“ hatte einen Schreibwettbewerb zum Thema „Langfristig“ ausgeschrieben und die Texte ausgewählt, die sich mit den Erfahrungen mit den Kursseminaren beschöftigten.

Fünf euporische Schreibberichte mit sehr schönen Texten davor und dazwischen die Verlosung und dann ging es selber zu einer Lesung.

Denn der liebe Rudi hatte mich ja um acht  ins „Bebop“ eingeladen. So hetzte ich mit vollen „Schreiberkopf“ dahin und habe aber wieder viel gelernt.

2018-06-06

Zwei Duoveranstaltungen

Heute wieder nach einigen Stunden und zwei Befundbesprechung Utopie-Workshop mit Stephan Teichgräber im Doml, wo ich ja inzwischen seit einem Monat oder so mit ihm alleine bin und was meine Seite betrifft, die eineinhalb Stunden eher zum literarischen Plaudern als zur Werkanalyse benütze.

Aber ich habe mich darauf vorbereitet, habe ich ja am Donnerstag am Fronleichnahmstag meine Bibliothek durchgeputzt und sowohl den „Report der Magd“, als auch die „Rote Zora“ gefunden und beide Bücher mit dem vom Jaroslav Rudis in den Workshop mitnehmen wollen und gestern im tschechischen Zentrum hätte ich ihm auch ein Buch über die tschechischen Verlage mitnehmen können, das dann aber dort geleassen und heute auch nur das Altmann-Buch, neben den Orwell, den ich ja immer mitnehme eingepackt, denn wir tun, seit wir zu zweit sind ja nicht mehr ganz so viel, sondern plaudern.

So habe ich Stephan Teichgräber erzählt, daß heuer Tanja Malartschuk beim „Bachmannpreis“ lesen wird. Er hat es aber schon gewußt und sie auch einmal in Prag getroffen und hat auf der ukrainischen Seite ihre Werke gegooglet, weil mir erst nach und nach eingefallen ist, daß das Buch das ich von ihr gelesen habe „Biografie eines zufälligen Wunders“ heißt.

Dann sind wir aber doch wieder zum Orwell gekommen, haben wieder festgestellt, daß die deutsche Übersetzung offenbar weniger poetische Vergleiche oderMetaphern hat, als die englische Originalausgabe und sind dann auf die „Kleine Grammatik gekommen, die es im Anhang gibt.

Orwell hat da ja eine besonder Sprache gefunden und Vergleiche mit Kemperers LTI liegen natürlich nahe, aber auch der Vergleich zu dem leichter lesen, wenn man alles verkürzt und die Frage wo und wie der Neusprech sinnvoll und nützlich oder das Gegenteil ist und auch der Vergleich zu der neuen Rechtschreibordnung.

Da zitiere ich ja immer gerne die Geschichte, wo ich einmal vor dem offenen Bücherschrank in der Zieglergasse stand. Eine Menge Nöstlinger oder andere „Jugend und Volk Bücher“ aus den Siebzigerjahren, ganz schöne, lagen drinnen und draußen stand eine Frau mit einem Mädchen das gerne danach greifen wollte.

„Achtung!“, rief die Mutter.

„Pass auf das ist noch die alte Rechtschreibordnung!“

Und das Kind mußte zwangsläufig nachgeben. Ich habe mit der Mutter ein bißchen diskutiert und kann darüber nachdenken, ob das jetzt Leseförderung ist oder nicht und es war ein interessanter Workshop- Nachmittag.

Nächste Woche fällt es wieder aus, also haben wir noch ein paar Nachmittage, wo wir uns der Utopie des Neusprechs widmen können und ich ging in meine Praxis, machte eine Stunde und empfing dann, was ich ohnehin schon wußte, Doris Kloimstein zur Schreibgruppe. Denn Peter Czak, der die Gruppe eigentlich verschieben wollte, meldet sich derzeit nicht, Klaus Khittel schon und hat auch Interesse, aber leider keine Zeit, der Robert keine Zeit am Mittwoch und die Ruth diesmal einen anderen Termin.

Also haben wir wieder eine Flasche Wein getrunken uns sehr gut über den Literaturbetrieb, den Schmähungen und den Kränkungen, denen man in diesen ausgesetzt ist und noch über vieles anderes unterhalten und diesmal nichts geschrieben und ich kann denen, die an meinen Korrigierfortschritten interessiert sind, frohlockend vermelden, daß ich am Samstag und am Sonnstag da sehr produktiv gewesen bin.

Am Samstag war ich wie vorgenommen beim Friseur und habe ein wenig eingekauft, dann den Text szeneweise zu Ende korrigiert. Am Sonntag das Ganze einmal von vorn nach hinten durchgesehen und bin darauf gekommen, daß vieles noch nicht so passt.

Da habe ich ja auch zeitliche Probleme, denn wann wurde 2017 der Nobelpreiskanditat bekanntgegeben, vor oder nach Frankfurt und vor oder nach der Wahl+<ich glaube erst nachher. Daher mußte ich noch einiges umändern, aber sonst bemühe ich mich sehr zwischen meinen Stunden den Text nicht zu vernachläßigen, so daß ich möglichst bis Ende Jun,i wenn der Alfred wieder zurückkommt, damit fertig bin und mit frischen Plänen für das Neue in die Sommerfrischenwochenende starten kann.

Mal sehen wie es geht? Die Schreibgruppe habe wir einstweilen ad Acta gelegt, denn es kommt ohnehin die Sommerpause und dann werden wir sehen, wie es weitergeht.

2018-03-07

Utopia-Workshop und LIM

Im Sommersemester bietet Stephan Teichgräber ein Workshop zum utopischen Roman an und das ist interessant, ist mir doch, die ich ja ohne Zweifel sehr viel Gegenwartsliteratur lese, in der letzten Zeit aufgefallen, daß sich die Dystophien häufen. Die politische Situation greift, um sich könnte man so sagen und so findet man in den Neuerscheinungen immer mehr Werke, wo die Islamisierung und die Machgtergreifung der Rechten eine Rolle spielen.

Dann geht die Welt unter,  man muß fliehen und die DDR spielt manchmal dabei eine  Rolle oder die Raben oder die Krähen und wenn es dabei auch nur ums Bügeln geht, dann sitzt die Büglerin in der Kaffeetheke eines Gemüseladens und hört die anderen Gratistortenesser über die Flüchtlingssituation lametieren.

Stephan Teichgräber, der sich ja gerne mit der originalsprachlichen Literatur beschäftigt, hat an das Ganze gedacht und ist gründlch in die Vergangenheit gegangen, so stammt der Namensgeber der utopischen Literatur doch von Thomas Morus, denn der hat 1516 „Utopia“ geschrieben und hundert Jahre früher hat noch eine Frau etwas Zukunftweisendes geschrieben.

Das ist aber gar nicht Stephan Teichgräbers Primärliteratur. Die ist ohne jeden Zweifel Georges Orwells „!984“ und das habe ich als Studentin noch in der Wattgasse, keine Ahnung, wie ich zu dem Buch gekommen bin, gekauft habe ich es mir wahrscheinlich nicht, gelesen und war tief beeindruckt, obwohl ich das Rundherum und die Anspielung auf den zweiten Weltkrieg sicher nicht verstanden habe.

„Die schöne neue Welt“ habe ich viel später erst gelesen, als ich das Büchlein einmal im Bücherschrank fand und darauf hat sich ja angeblich Dave Eggers mit seinem „Circle“ bezogen.

Stephan Teigchgräber, der Slavist hat aber ein Failbe für die russische Literatur, so hat er den 1920 entstandenen Roman „Wir“ von Jewgenij Samajatin  vorgeschlagen, von dem man Teile im Internet finden kann und dann noch den phantastischen Roman eines Chinesen „Stadt der Katzen“.

Ich habe Stephan Teichgräber aber vorgeschlagen, daß ich mich mehr mit der dystophischen Literatur der Gegenwart beschäftigen will und da ist ja Michel Houllebecqs „Unterwerfung“ sicher wegweisend.

Heinz Helles   „Eigentlich müßten wir tanzen“ gehört dazu, aber das stand schon 2015 auf der Longlist in letzter zeit habe ich Helmut Kraussers „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“ und Andre Kubitscheks „Komm in den totgesagten Park und schau“ dazu gelesen. Das habe ich Stephan Teichgräber schon im Februar gemailt und als ich in die Spengergasse gekommen bin, saß schon eine kroatische Komparatistik, die sich in ihrer Pension mit den Utopien beschäftigen will, im Raum. Jjakob Eder fehlte und wir haben die ersten Sätze von George Órwells „1984“ analysiert, das ich ja schon fast vergessen habe.

Und am Abend ging es dann wieder in das MUSA, mit diesmal drei Stpendiaten und die deckten und das ist sehr spannend, die gesamte Spannweite der Literatur ab.

Kam da doch zuerst 1972 in Wels geborene Barabar Schwarcz, Tochter eines Ungars, die auch Deutsch für Fremdsprache Lehrerin ist mit ihrem Buchprojek „Sommerverschwendung“, wo es genau um diese biografischen Inhalte geht, ein kleines Mädchen sitzt im Sommer in Wels oder Linz und wartet darauf daß es in die Heimat ihres Vaters, dessen Sprache sie nur rudimentär sprcht in die Ferien fahren darf.

Dann wurde es experimentell oder vielleicht doch politisch, das allerdings nur durch die Sprache, denn Peter Pessls Bücher erscheinen ja bei „Ritter“ und so ist sein „Märchen von der Zauberratte „Mammamaus  Mandzukic in Palmyra“ auch ein Sprachkunststück, während das Dramatikerstipendium an die 1990 in Warschau geborene Julia Vitouch ging und ihr Stück „Schnupperscheiße“ aus dem sie mit Ruben Turner, Basil Schu und Greta Lauer eine szenische Lesung bot, ist, könnte man so sagen, eine Verarschung auf den Kultureinreichungsbetrieb und daher besonders lustig, weil ja julia Vitouch, um das Stipendkum zu bekommen, sich wahrscheilich auch dessen Regeln beugen mußte, aber man kann darüber lachen.

Das Publkum tat es reichlich, was mich wieder etwas störte, weil ich das Ganze auch diesmal wieder nicht so lustig fand, aber nachher gab es wieder Brot und Wein, wo ich mich mit dem Chemiker Manfred unterhielt und mich in der anwesenden Wiener Lieraturszene wieder als wahrscheinlich nur halbe Außenseiterin befand, denn ich bin ja inzwischen auch, wenn ich wahrscheinlich kein Stipendkum mehr bekomme und es mir auch niemand glaubt, literarisch sehr selbstbewußt geworden und halte mich noch immer nicht für eine Hobbyautorin und so sagte ich dem Chemiker Manfred auf seine Frage, warum die nächste „Literatur im Musa“ vom 4. 4. auf den 11. 4. verschoben wurde, weil da Julia Danielcyck in „Rauris“  ist und ich in der „Alten Schmiede“ lese, obwohl das letztere natürlich nur ein Zufall ist.

2018-01-17

Vom Partisanenworkshop zur Wiener Filmdystopie

Der Mittwochnachmittag gehört ja schon seit fast einem Jahr der Literaturwissenschaft, sprich dem Centropeworkshop im vorigen Semester und in diesem der Partisanenliteratur.

Da habe ich ja in den Weihnachtsferien „Der Tod heißt Engelchen“ gelesen. Dann gehört auch noch Italo Calvino „Wo Spinnen ihre Nester bauen“ dazu. Das war vorige Woche dran, diese Woche habe ich in einer alten russischen Ausgabe von Alexander Fadejews „Die junge Garde“ mit sehr schönen Illustrationen geblättert. Der 1901 geborene sowetische Schriftsteller der Stalins Kulutrupolitik, wie ich in „Wikipedia“ las, sehr unterstützte und auch einige Schriftsteller verbannen ließ, hat sich 1956 umgebracht und ist wahrscheinlich inzwischen fast vergessen. Zumindestens habe ich noch nicht sehr viel von ihm gehört, bekomme da also am Mittwoch Nachmittag von Stephan Teichgräber, dem Slawistien, der die Bücher meist in Originalsprache liest, Nachhilfeunterricht. Dann haben wir uns auch noch vielleicht nicht ganz zum Thema passend mit Peter Esterhazys „Produktionsroman“ beschäftigt, der glaube ich, eine Parodie auf den sozialistischen Realismus darstellt und von Terezia Mora ins Deutsche übersetzt wurde.

Dann habe ich mein neues Buch, das gestern von der Druckerei gekommen ist, bezahlt. Vorher habe ich meine Beleg- und Werbeexemplare weggeschicht und ein Buch, wie ich das schon länger mache, in den „Wortschatz“ mit einer Widmung hineingelegt.

Ich hoffe, es findet seinen Leser. Dann hatte ich noch eine Stunde und hätte eigentlich ins Literaturhaus zur oberösterreichischen Literatur oder in die „Gesellschaft“ zu einer Kafka-Veranstaltung gehen wollen.

Dann ist aber eine Filmdystophie, für die der ORF sehr viel Werbung macht, so daß ich in den letzten Tagen in Ö1 öfter davon hörte, dazwischen gekommen und ich mag ja Romane wie der „Circle“, „1984“ oder „Schöne neue Welt“ und diesmal ist, glaube ich, auch noch ein bißchen die Verarschung der Psychologie oder der Leistungsgesellschaft dazugekommen.

Nämlich „Life Guidance“ von Ruth Mader, wo Martin Leidenfrost das Drehbuch geschrieben hat und der Lobbyist Alfons Mennsdorf-Pouilliy mit einem Gewehr auftritt.

„Life Guidance“ zeigt ein Wien nach der Gleichschaltung: eine Armee von <leistungsträgern steht dem mit Schlagermusik sedierten Volk gegenüber“ steht in der ORF-Beschreibung.

Die dürfen keine Gefühle zeigen, sehen alle gleich aus, bewegen sich wie Marionetten und wenn sie auffallen, werden sie einem „echten Rorschachtest“ mit einer „falschen“ Anweisung unterzogen, bekommen eine Anpassungsstörung diagnostiziert, wenn sie sagen, daß man „Freiheit und Transparenz nicht gegeneinander ausspielen soll“, sowie einen „Llife-guidance Berater“, während in den Schlafburgen, die sedierten  „Unterschicht-Zombies“ herumwanken.

Das spielt sich im „Karl Marx Hof“ ab, was vielleicht eine ironisierte Verbindung zum realen Sozialismus und der „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ sein könnte und die Leistungsträger residieren in der WU, während sich die Überwachungszentrale im ORF-Zentrum am Küngiglberg befindet, deshalb vielleicht die viele Ö1 Werbung.

Also ganz schön ironisch, aber auch ziemlich unlogisch und wiedersprüchig, obwohl ohne Zweifel auch sehr spannend und vielleicht gar nicht mehr soviel von unserer alltäglichen Wirklichkeit entfernt, nur sehr überhöht, aber das muß, habe ich inzwischen gelernt, Literatur ja sein und die Filme höchstwahrscheinlich auch.

In der Beschreibung steht noch etwas, daß die Reaktionen bei der Pressevorführung zwischen „Begeisterung zu fad, platt und schon hundertmal gesehen“ reichte.

Ich würde sagen, für mich lag es in der Mitte. Spannend wars, aber nicht logisch zu erkklären und das leere Wien mit den Leistungs- und  Unterschicht-Zombies“ auch irgendwie beklemmend.

2017-12-13

Vom Partisanenworkshop zur Exilpreislesung

Ich bin ja seit Montag ein bißchen oder ziemlich krank,  ich bin, auch wenn mir das der Uli nicht glaubt, auch sehr gewissenhaft und so habe ich Dienst nach Vorschrift, also meine Stunden gemacht und bin heute am Nachmittag wieder in die „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ gegangen und habe weiter in dem Kapitel das mir Jakob Eder schickte nach den literarischen Motiven gesucht und am Abend war im Litertaturhaus. dieLesung der Exilpreisträger und die wurden ja bis 2009, glaube ich, immer im Amerlinghaus vorgestellt, dann gab es ein tolles Buffet das das Beisel stiftete im unteren Veranstaltungsraum, aber ab 2010 wurden die Preise am Samstag um fünf auf der „Buch Wien“ vergaben und da gab es kein Buffet. ob es sonst eines gegeben hätte, wäre mir entgangen. Aber heute im Literaturhaus war es wieder so weit, weil ich aber eine sechs Uhr Stunde hatte, bin ich wieder erst nach Viertel ins Literaturhaus gekommen und habe da weit hinten einen Platz hneben Cornelia Stahl gefunden, die ich einmal auf der „Anderen Buchmesse“ kennenlernte und die mir versprach, sie würde mich im Juni interviewen. Das war, glaube ich, so 2014, jedenfalls habe ich damals das „Gruftiemädel“ gelesen und das Interview hat seither, erraten, noch immer nicht stattgefunden und wahrscheinlich sind es meine selbstgemachten Büchern, mein Bloggen und vielleicht auch meine Flüchtigkeitsfeher, die das verhindert haben.

Ich treffe Cornela Stahl aber regelmäßig und als ich das Literaturhaus erreichte, haben gerade die Schüler der Htl-Braunau gelesen, die den Schülerpreis gewonnen haben. Denn das gibt es beim „Exil-Preis“, den Christa Stippinger schon lange organisert und diemal waren Jessica Beer, Klaus Nüchtern und Sina Tajajori eine früherer Peisträger in der Jury, der hat dann auch ein Stück aus seinen noch nicht fertigen Roman die „Paradiesstraße“ gelesen und dann kamen schon die vier Prosapreisträger, denn der für Lyrik wurde wieder nicht vergeben, so gab es zwei erste und zwei zweite <preise und einen Jugendpreis gab es auch, den hat ein fünfzehnjähriger Asiate, der glaube ich, ein Asperger Syndrom hat, gewonnen  und die beiden ersten Üreisträgerinnen waren die Tschechin Helena Srubar mit ihrem Text die „Deutschstunde“ und ich glaube auch Joanna Michalczuk aus Polen.

Zdenka Becker, die auch in der CSSR geboren wurde, in Bratislava studierte, aber schon lange in St.. Pölten lebt, hat auch eingereicht und gewonnen und zwar mit einer wahren Geschichte, die „Die Frau mit den vielen Namen“ heißt.

Irene diwiak die mit „Liebwies“ auf der Shortlist für die Sparte Debut des dBp stand und leider nicht auf die des Bloggerpreises gekommen ist, hat den „Preis für Deutsch als Erstsprache“ mit einer Geschichte wo sich die Fatima, die immer ein  schwarzes Kopftuch trägt für die Hauptrolle im musical „Hair“ bewirbt. Wie wird sie das machen?, stöhnt der Musiklehrer und rauft sich die Haare.

Dann wurde noch ein dramtikerpreis vergeben und den hat der Iraner Amadiraz Gudarzi mit seinem Stück „Zwischen uns und denen“ gewonnen, wo Christen und Muslime auf einen Rettungsboot sitzen und sich gegenseitig ins Meer schmeißen.

Jetzt fehlt noch, richtig, ein Preisträger, nämlich ich glaube der Bulgare Gabriel Furmuczachi für seinen Text „Klick“, wo  ein Fotograf sein krankes Kind in ein Spital bringt.

Dann  gab es ein Buffet, bei dem ich nur sehr vorsichtig zugegriffen habe, obwohl es lauter gute Sachen, wie Schnitzel Falaffel, Humus, Linsen, Reis und auch Schokoladetorte gegeben hat und mich dabei sowohl mit Cornelia Stahl, als auch mit Zdenka becker als auch mit Irene Diwiak unterhielt, die sehr freundlich war, während ja andere Debutanten oder Newcomer ganz schön arrogant sind.

Und ein Adventkalenderfenster, eine „Nika-Vorform“ gibt es heute auch.

2017-12-11

Writers Retreat und Wilde Worte

Richard Weihs

Richard Weihs

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Ich interessiere mich ja für jede Form des Schreibens, bin so auf das „Writersstudio“ gestoßen, wo ich ziemlich regelmäßig zu den Schnupperworkshops gehe, da kann man dann immer etwas gewinnen, einen Gutschein, für die Schreibnacht vielleicht oder das „Writersreatreat“, das ich gerne einmal machen wollte, aber nicht gewonnen habe. Ich glaube, man hätte auch schon ein anderes Seminar dafür haben müßen, deshalb habe ich vielleicht etwas anderes angekreuzt.

Dann kam der „Nano-Marathon“, wo es sozusagen zwei Wochen lang so ein Retreat gab, man konnte ein Foto davon auf Facebook stellen und einen Gutschein für ein Retreat gewinnen. Ich habe gebloggt und den Gutschein bekommen und heute war es so weit.

Irene Steindl hat mir schon gestern ein Mail geschickt, daß ich mir bequeme Schreibkleidung und mehrere Projekte mitnehmen soll, ich habe aber nur eines, die „Unsichtbare Frau“ korrigieren, die ich ein bißchen für den Nano geschummelt habe, denn ich habe die fünfzigtausend Worte diesmal nicht in einem Monat sondern wahrscheinlich in zwei geschrieben, wurde aber fertig und habe das Wochenende in Harland getrödelt, so daß ich nicht zum Korrigieren kam, weil ich wahrscheinlich dachte, ich fange das dann auf der „urbanen Insel“ an.

Ich habe mich für diese Schreibtage  immer schon interessiert und auch versucht sie mir selber zu machen. Das Schreiben in der Gruppe ist aber anders, obwohl ich inzwischen auch alleine schreiben kann und das „one day writerretreat“, ist anders als der Marathon, man sollte das auch nicht glauben.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Es ist von neun bis fünf und beginnt mit einem Frühstück, man muß sich anmelden und normalerweise füfnzig oder siebzig Euro dafür zahlen, dafür bekommt mab ein Skriptum und die Teilnehmerzahl ist auch sehr klein. Sechs Frauen und ein Man. Man saß im Kreis in der Lounge, gab ein Blitzlicht ab und verlas dann die Regeln, daß man nicht im Hof rauchen darf, den Schreibplatz wechseln soll und eben an mehreren Projekten arbeiten.

Man bekam auch einen Schreibpartner und mit dem hat man dann sein Ziel besprochen, meine Partnerin war eine Üpsychologin, die ich, glaube ich, schon bei den Schnupperseminaren gesehen habe. Die anderen Teilnehmer waren mir eher unbekannt, obwohl sie, glaube ich, alle einen Gutschein hatten.

Eine hat schon einen Preis bekommen, eine andere sechs Bücher vor sich liegen, die dritte suchte einen Verlag und wünschte sich dafür ein Coaching und der Mann in der Runde hat an seinem Roman gearbeitet, wo er schon vierhundert Seiten hat.

Ich bin dann mein graues Buch durchgegangen und habe zu korrigieren angefangen, das erste Drittel ist ja schon ziemlich fertig, weil das habe ich  schon mehrmals korrigiert und ich fühlte mich auch ein bißchen krank, so daß ich öfter die Augen schloß, zu Mittag mich noch einmal am Frühstückbuffet bediente, dann waren die anderen schon weg, man sollte ja, glaube ich, gemeinsam auf eigene Kosten Mittagessen gehen. Ich habe die Zeit ein bißchen vor mich hingedöst und die Psychologin, die an ihrer Websseite schrieb und an einem ein Sachbuch über „Traumatherapie“ arbeitet, wollte mir Feedback geben.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Ich glaube, sie war ein bißchen neugierig von meiner „Unsichtbaren Frau“ zu hören. Aber gut, immer zu, ich las die erste Basti Quasti Szene und hatte dazu auch eine Frage, ob ich das so lasssen kann, daß der Minister nichts sagt und nicht die Polizei holt, auf die Psychiatrie kommtm etcetera.

Sie meinte ich solle es so lassen und ich habe am Nachmittag weiterkorrigiert, neun Szenen, dreißig Seiten, also ein knappes Drittel und der Rest wird dann zu Weihnachten drankommen und das „Writerretreat“ ist toll.

Es giab zu Miittag und am Nnachmittag immer Runden, wo man mit seinem Partner den Fortschritt brsprach und dann um halb fünf eine Abschlußrunde.

Kekse und Tee gab es auch und wieder viel Applaus, obwohl ich diesmal sehr verhalten war, bin aber mit mir zufrieden und habe außer an den Schupperworshops auch schon mal an einem Schreibcafe mit Joga teilgenommen und an einer „Schreibfabrik“, von der ich gar nicht mehr weiß, ob es das noch gibt. Und wer es wissen will, es hingen noch viele Schreibmarathonfiguren an der Wand, manche sind über den Anfang nicht hinausgeklommen, mache waren schon am Ende, ich habe meine aber schon am fünften November mitgenommen und hier gepostet.

Am Abend hätte ich sowohl in die „Alte Schmiede“ zu Laura Freudenthaler und Anna Elisabeth Mayer gehem können, war aber bei Richard Weihs im Amerlinghaus, weil dort der Alfred lieber hingeht, obwohl ich Nadine Kegeles „Leben muß man unfrisiert“ schon gelesen habe und auch in Leipzig aus dem Buch hörte.

Diese Lesung war aber anders, hatte Nadine Kegele, sie doch als szenische Lesung angekündigt, so daß sie in die verschiedensten Rolle schlüpfte und eine vierzig Minuten Performance aus ihrem Buch bot.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Margit Heumann war da, ihr habe ich das „Bibliotheksgespenst“ für die Leserunde übergeben, bis ich merkte, das Buch gehört  auchRichard Weihs, weil  der hat mir statt einem Gedicht.den Brschreibungstext geliefert und bei den „Wunschgedichten“. ich hatte mir zwei Zetteln genommen, war ich zuerst ganz brav und wünschte mir was vom Winterbeginnn. Dann habe ichumdisponiert und schrieb „Unsichtbare Frau“ auf dem Zettel, Tarnkappe, Schäfchen und schwarz blau und bin jetzt sehr gespannt, was herauskommt und ob ich das Gedicht für mein Buch brauchen kann.

Einen Orangenpunsch haben wir dann mit Margit Heumann, im Hof des Amerlinghauses auch getrunken.

2017-12-06

Partisanenliteratur und Preise der Stadt Wien

Im Workshop zur Partisanenliteratur das Stefan Teichgräber für mich und Jakob Eder exklusiv veranstaltet, beschäftigen wir uns derzeit mit Ladislav Mnackos „Der Tod heißt Engelchen“, das ist der  1964 in der der „Buchgemeinschaft der freien deutschen Jugend im Verlag neues Leben“, also DDR-Literatur erschienenen Roman des 1919 geborenen und 1994 verstorbenen slowakischen Autors  und sollen diesen Roman analysieren, aber mit der literarischen Analyse tue ich mir, die ich ja bei meinen Buchbesprechungen zusammenfasse, spoiliere und dann versuche literarische Portraits daraus zu formen, trotz des Centrope Workshop, das ich im vorigen Semester besuchte eher schwer. Das Buch ist auch vergriffen, so habe ich mir das erste Kapitel von Jakob Eder schicken lassen und es  heute morgen in der Badewanne gelesen und ich muß sagen ein tolles Buch mit einem frischen Ton, obwohl es  schon vor über fünfzig Jahren erschienen ist.

Der Held wird in den letzten Tages des zweiten Weltkrieges verwundet. Eine Kugel, wir haben im Seminar darüber diskutiert, ob eine Stahlkugel, eine solche Verletzung machen kann, trifft ihm im Rücken. Er wird auf einen Karren durch die Stadt gefahren und im Krankenhaus versorgt, das ist die Rahmenhandlung, danach fängt die Partisanengeschichte erst an. Aber ich habe nur dieses eine Stück und das Kapitel, in dem ich mir ein paar Metaphern und schöne Wendungen angestrichen habe, außerdem noch in meinen Badezimmer liegen lassen, so daß ich aus dem Gedächtnis zitieren mußte und am Abend das Kontrastprogramm.

Die Preise der Stadt Wien, die ich weiß nicht wann vergeben wurde, es ist ja sehr schwer eine Einladung dazu ins Rathaus zu bekommen, der Preisträger für Literaturkritik und der für Literatur werden aber seit Julia Danilecyck, die Referentin ist, immer im MUSA vorgestellt und diesmal waren Harlad Klauhs und Lida Wineiwicz die Preisträger.

Harald Klauhs, der Preisträger für Literaturkritik ist Leiter des Spektrums in der Presse und mir, glaube ich, seit dem Jahr bekannt, als Hanno Millesi beim Bachmannpreis gelesen und Gabriele Petricek nicht gelesen hat, denn da erschienen ein paar Tage vorher ein paar Zeilen in der Presse, wo er sich, glaube ich, über die Voraussagbakeit des Preises und die zahmen Kritiker dort mokierte und ich ihm deshalb einen Leserbrief geschrieben habe und später habe ich ihm dann in Zeiten als ich die „Mittleren“ und den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisierte, von 2001 bis 2012, über zehn Jahre also, immer die Ankündigungen schickte.

Jetzt habe ihn ihn also persönlich kennenglernt, Julia Danilcyck verkündete, daß er ein Buch über Adolf Holl, dem kritischen Theologen, der mit dem Buch „Jesus in schlechter Gesellschaft“, dem inzwischen Besteller, berühmt und aus der Kirche hinausgeschmissen wurde, geschrieben hat und daß er einen Text mit Titel „Wenn Holl Papst wäre“, lesen würde.

Der Text ist aber nicht aus dem Buch, sondern wurde für ein Geburtstagsfest für Adolf Holl geschrieben und ist sehr sehr lustig und lustig war es auch bei der Lesung der 1928 geborenen Lida Winiewicz die bald neunzig wird, die, glaube ich, viel für fürs Theater und ORF geschrieben hat, vor zwanzig Jahren mit einem Bus durch die UA fuhr und zwei Bücher über ihre Kindheit „Die Kinder gingen in die Oper“ und „Der verlorene Ton“ geschrieben hat. Sie hat auch Gedichte über das Älterwerden geschrieben und daraus vorgelesen.

Peter Roessler eines der Jurymitlglieder und wie Julia Danilcyck verkündete, Winiewiecz-Kenner hat die alte Damen interviewt und beim Wein und Brot habe ich mich mit Bettina Balaka unterhalten, Gabriele Petricek war da, Frau Schmidt-Dengler, Elisabeth Reichart und sonst eigentlich gar nicht so besonders viele Leute, es war aber sehr interessant und einen Büchertisch für die Weihnachtseinkäufe, wie Julia Danielcyck sagte, gab es auch.

2017-10-11

Workshop zur Partisanenliteratur

Ich habe ja Psychologie nicht Literaturwissenschaft oder Germanistik studiert und noch vor meiner Matura beschloßen, das mit dem Schreiben gleichzeitig zu tun.

Ungefähr im fünften Semenster, wo ich warhscheinlich ein bißchen frustriert war, habe ich eine Vorlesung des damals noch sehr jungen Assistenten Wendelin Schmidt-Dengler besucht, kurz überlegt, vielleicht doch Germanistik zu studieren und Bibliothekarin zu werden und es dann geleassen.

So bin ich Psychologin und Psychotherapeutin geworden, die über vierzig Jahre sozusagen erfolgfrei schreibt und sich immer schon,  schon als Studentin sehr für Literatur interessiert hat.

Herausgekommen sind  über vierzig Jahre später über vierzig selbstgemachte Bücher, fast schon zehn Jahre Blog und eine Serie von Veranstaltungen, die ich besucht habe.

Seit fast zehn Jahren kann man das alles nachlesen, auch die Bücher die gelesen habe, die ich sammle, über die ich Buchpreis– oder sonstwie blogge und im vorigen Semester hat mich eine Eindadung Stephan Immaneul Teichgräber von der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur erreicht, an einem Workshop zur Literatur des Centropes“ teilzunehmen, weil die ja immer ein diesbezügliches Festival veranstalten.

Ich bin hingegangen und habe die Veranstaltung dann ein Semester lang gemeinsam mit einem Philosophen besucht und viel dabei gelernt, obwohl ich ja in den literarischen Analysen nicht sehr versiiert bin, bei meinen Buchbesprechungen entsetzlich spoilere, den Inhalt nacherzähle und dann mehr oder weniger auf mich bezogene literarische Portraits daraus mache.

Dieses Semester haben mich gleich zwei Einladungen von der Dokumentationsstelle erreicht, so daß man fast sagen könnte, ich betreibe der Pensionszeit nahe, ein Privatliteraturstudium dort und das, was ich da studiere, ist wohl auch sehr spziell, denn Stephan Immanuel Teichgräber hat einen sehr speziellen Geschmack.

So hat er diesmal zu einem Workshop zur Partisanenliteratur in Mitteleuropa und dann noch zu einem Arbeitskreis „Zaza“ eingeladen, wo man diese Sprache lernen  kann. Das sollte am Freitag Nchmittag passieren, wo ich ja vierzehntägig in Harland bin, die Partisanenliteratur, wie der Centrope-Workshop am Mittwoch.

Ich habe mich mal für beide angemeldet, dann gedacht, daß „Zaza“ doch zu speziell ist und ich da vielleicht nur ein bißchen hineinschnupperm möchte. Dann gab es  ohnehin keine anderen Teilnehmen und Stephan Immanuel Teichgräber, der noch andere Seminare und Vorlesungen hält, hat auch nicht soviel Zeit und so habe mich mit Herrn E. heute mit der Partisanenliteratur beogonnen.

Partisanenliteratur, was stellt man sich darunter vor?, war Stephan Immanuel Teichgräbers erste Frage und mir ist da schon vorher die „Rote Zora“ eingefallen und sonst eigentlich nicht viel. oder doch natürlich.

Maja Haderlap schreibt in ihrem „Engel des Vergessens“ davon und in dem neuen Buch in Ivan Ivanij und anderen, die ich so lese, ist wahrscheinlich auch davon die Rede. In dem Infoblatt, mit dem Stephan Immanuel Teichgräber einlud, war aber die Rede, daß es in Österreich so gut wie keine gäbe. Der Grund soll in dem Workshop erforscht werden und Stephan Immanuel Teichgräber hat uns auch drei Bücher angegeben, mit denen wir uns beschäftigen sollen.

„Wo Spinnen ihre Nester bauen“ von Italo Calvino, dann Ladislav Mnacko „Der Tod heißt Engelchen“ und dann noch „Die junge Garde eines Russen“, dessen Namen ich  nicht ganz verstanden habe.

Interessant könnte man so sagen und das ist es sicher auch, interessiere ich mich ja eigentlich für jede Art von Liiteratur und auch weit über den Tellerrand, obwohl ich mit dem doppelten Buchpreislesen und dem Gastland Frankreich der Frankfurter Buchmesse, sowie auch mit anderen Neuerscheinungen noch sehr beschäftigt bin.

Die Diskussion ging dann auch hin und her und wir landeten auch bei der Frage, ob die realsozialistische Literatur der DDR und der ob sie einen ästhetischen oder literarischen Wert hätte? Sie gilt inzwischen auch sicher, als veraltet und so ist es wahrscheinlich schon ganz gut, sein diesbezügliches Wissen aufzufrischen und sich damit zu beschäftigen und die „Rote Zora“, die ich einmal in einem der Schränke gefunden habe, will ich auf jeden Fall lesen.

Also das nächste Semester sehr beschäftigt, vielleicht wird noch mal eine Literaturwissenschaftlerin oder eine literaturwissenschaftlich gebildete Person aus mir, obwohl ich ja ganz ehrlich glaube, daß ich das schon bin.

Wenn sich eine über vierzig Jahre mit der Literatur und dem Literaturbetrieb beschäftigt, kann das gar nicht anders sein und es wird da schon, wenn es das noch gibt, ein „Genieparagraph“ in Frage kommen.

Bei der Etablierung des Psychologengesetzes war es ja auch so, daß während der Übergangszeit Leute auf der Liste standen, die nie Psychologie studierten und hier handelt es sich ohnehin, um mein Privatvergnügen.

Ich habe da nur an eine Diskussion mit meinem Kritiker Uli gedacht, der mir  im Frühling öfter kommentierte, daß er mich für eine Hobbyautorin hält und meine literarische Flüchtigkeit bemängelte, obwohl er selber keine Bücher liest und sich für Literatur, wie Lyrik auch nicht sehr  zu interessieren scheint.

Nun, ich tue das und bin derzeit  auch mit der Frankfurter Buchmesse sehr beschäftigt, die „Ohrenschmaus-Jurysitzung“, der Bloggerdebutpreis und der „Nanrowrimo“ beziehungsweise der Schreibmarathon des „Writersstudio“ zu dessen fünfzehnjährigen bestehen kommt auch noch auf mich zu, die „Buch-Wien“, der österreichische Buchpreis und und….

Aber einen Einblick in die in Österreich nicht sehr existierende Partisanenlitetatur ist sicher sehr interessant und ich habe mir schon die entsprechenden Unterlagen ausgedruckt.

2017-09-23

Fünfzehn Jahre Writersstudio

Das Writersstudio gibt es jetzt schon fünfzehn Jhre, daß heißt, daß Judith Wolfersberger oder Huber, wie sie früher hieß 2002 mit dem Freewriting angefangen hat. Sie hat auch ein Buch geschrieben, daß sich mit den Schreibblockaden bei Studenten beschäftigt hat. Das wurde einmal in der Sigmund Freud Uni vorgestellt. Da bin ich hingegangen und habe ihre Seminare auch einmal einer Kientin und später einer Bloggerin empfohlen.

Ich bin auch zweimal in ihr Studio im siebenten Bezirk in die Kaiserstraße, glaube ich, gegangen, um an einen der kostenlosen Infoabende teilzunehmen, dann ist das Studio in die Pramergasse, in ein ehemaliges Zuckergeschäft übersiedelt und seither gibt es die „Tage der offenen Tür“ mit den kostenlosen Seminaren und seither gehe ich auch regelmäßig hin, erstens weil mich ja alles Schreiben interessiert und zweites, weil ich  auch möglichst umfangreich darüber bloggen möchte, was ew im Bereich des Schreibens so alles gibt.

Man kann an den kostenlosen vierzig Minuten Workshops die Entwicklung des „Writersstudios“ ganz schön ablesen, Zuerst hat es da einen Tag gegeben, dann waren es schon zwei und dann wurde auch das berufliche vom literarischen Schreiben abgetrennt.

Ich bin dann eine Zeilang nur mehr zu dem Tag gegangen, wo das Passion writing, also  Shortstory, Memoir, etcetera angeboten wurde, weil ich ja nicht unbedingt journalistisch und auch keine Werbetexte schreiben will.

Vor zwei Jahren bin ich dann auch um die Abendveranstaltung gekommen, weil die Anna unbedcingt mit mir ins Kino gehen wollte und im vorjahr werden wir wohl in Harland gewesen sein.

Aber heuer hat es gepasst, mir wieder alles zu geben und da waren, die zwei Tage auch wieder anders eingeteilt. So hat es am Freitag mit „Diary“ also dem Tagebuchschreiben begoggen und als ich da, um fünf vor neun da war, war das Studio schon voll.

Ein full House gleich vom Beginn und ich habe gerade noch einen Platz an dem großen Tisch gefunden und begonnen hat es wieder mit den Morgenseiten, beziehungsweise mit den Regeln ohne den Bleistift abzusetzen  zehn Minuten vor sich hinzuschreiben. Das ist von Julia Cameron und deren Buch habe ich ja auch gefunden und gelesen und ich habe mir heute auch ein Programm vorgenommen, bin ich ja beim Schreiben meiner „Unsichtbaren Frau“ und komme da nicht recht weiter, aber eigentlich habe ich gar nicht so viel Zeit dazu und gestern ist mir auch wieder eine Idee  für eine Amanda Siebenstern Geschichte eingefallen, also habe ich mir vorgenommen, möglichst in jedem der Miniworkshops daranzubleiben und darüber zu schreiben und das war bei den Morgenseiten auch sehr passend.

Vor ein paar Jahren, als ich an meiner „Sterbehilfegeschichte „ geschrieben habe, habe ich das auch so gemacht.

Dann ging es weiter mit Johanna Vedral, die, glaube ich, außer Schreibtrainerin auch Psychologin ist und die hat ja das Collagenschreiben als Weg zum Unbewußten weiter gentwickelt.

Da muß man sich immer ein Bild nehmen und darüber schreiben und ich erwischte eines mit einer gütigen alten Frau und einer jüngeren. die irgendwie ekstatisch wirkte. Das passte nun nicht so gut zu meiner Tarnkappengeschichte über das Vermummungsverbot , aber dann kam Birigt Schreiber aus Bremen mit den nichtabschickten Briefen und da habe ich schon einmal einen langen an den Herrn Kurz geschrieben, mit meiner Nachbarin, einer AHS- und Yogalehrerin, habe ich mich dann darüber unterhalten und dann wurde es vollends kreativ, nämlich mit „Picken, stempeln, sprayen“ Judith Wolfersberger packte den Tisch voll mit Wasserfarben und anderen Malutensilien und erzählte, wie sie da am Morgen meistens noch im Bett mit den Faben spielt und einmal haben wir in einem Workshop auch ein bißchen die Kalliographie probiert und daraus ist dann mein Cover für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ entstanden.

Das wars dann mit dem Unbewußten, dann ist es in den Beruf gegangen und da kam gleich wiederJohanna Vedral mit den „WriterTricks“, ich glaube, da ist es um das Einstiegen in den Text gegangen und das ist ja auch etwas was mich momentan beschäftigt, bevor Simone Leonhardsberger kam, bei der ich  schon einmal einen Mini-Workshop machte und die uns unter dem Titel „Rasende Reporterin“ wieder mit dem wie warum wieso eine Nachricht schreiben ließ, ich erwischte eine mit einer Gefängnisrevolte und habe mir da ein bißchen schwer getan, weil ich ja eigentlich wieder über meine Amanda mit der Tarnkappe schreiben wollte, aber damit war es vorläufig Schluß, denn es ging gleich mit dem Aufbereiten der eigenen Texte für die Presse weiter. Dann kam die Krimi Autorin und Coachin Michaela Muschitz und erzählte etwas übers „Newsletter“ schreiben, bevor der FM4-Sieger Markus Fischer kam und uns zu den „Knalligen Überschriften“ texten ließ.

Am Samstag ging es am Vormittag weiter mit dem „New Meomoir“, da begann Anna Laturner, die ihre Seminare immer sehr sorgfältig vorbereitet und viele Anleitungen und Übungen mit gibt mit einer Übung, wo man die Graphic  mit dem Wort verband. Das heißt, man zeichnete Kreise und Wellenlinien und schrieb dann, wennn es kam, ein Wort hinein. Mein Kreis hieß „Kunstprojekt“, da habe ich wohl meine Erinnerungen an den öffentlichen Raum hineingepackt und die Worte „Kunst“ „Recht haben, „künstlich“ Aha“.

Dann gabs wieder Zettelchen, ich erwischte eines mit dem Text „Hast du Geschwister? Erinnerungen an den Bruder die Schwester“.

Das wurde dann  ein Speedwriting, absolut unlesbar, aber ich glaube ziemlich klärend „Tell me, Ursula, an was kannst du dich, kann ich mich an dich erinnern?“

Ana Zidnar machte weiter und bot den Einstieg in das litarische Schreiben, den „Short Story Kurs“ mit den drei Regeln „Herzblut, Origininalität, show not tell“ für eine spannende Geschichte. Das gab mir wieder Gelegenheit die Tarnkappe aufzusetzen. Das machte ich dann, glaube ich, auch bei dem „Personal Essay-Workshop“ von Judith Wolfersberger, irgendwie und irgendwann geriet ich dann von der VHS in eine Hietziger oder Döblinger Villa und Amanda Siebenstern war bei Minister Basti gelandet. Ich glaube, das war dann mein „Personal Essay“, während Judith Wolfersberger etwas von dem Verlust ihres Notizbuches vorlas.

Mit Ana Znidar ging es mit dem „neuen Memoir“ weiter und den Erinnerungen mit den Sinnen „Ich erinne mich“ mit Szenen aus der Kindheit, aus denen sich dann später in dem Seminar, wenn man das bucht, ein ganzes Buch oder Text formen läßt.

Dann gings in das „Classic Liiterary“ und da gabs zum ersten Mal ein Workshp zur Kinderliteratur mit einem echten Amerikaner, einem New Yorker, der seit einigen Jahren im neunten Bezirk wohnt. Keith Mc Gowan, der mit starken Akzent sehr gut Deutsch sprach, seine Bücher, die in verschiedenen Sprachen übersetzt sind, zeigte und uns eine phantastische Figur ausdenken ließ und da kam dann endlich der Aha Effekt und es klappte, bei mir als er sagte, daß man seine phantastische Figur sehr real aussehen lassen soll.

Also ging die Amanda in ihr Badezimmer frisierte und schminkte sich, setzte sich dann die Tarnkappe auf und landete, siehe oben bei Minister Basti in der Villa und das Ganze, die Ergebnisse von einigen Mini Workshops werden sich zu meiner Szene sechs formen lassen, beziehungsweise der Beginn eines neuen Handlungstranges sein, denn zwischen Amanda und dem Minister könnte sich ja auch etwas  entwickeln.

Dann kam eine kleine Amanda Pause oder die „Ode an die Zwiebel“ beziehungsweise an das „Kaffeehäferl“ oder „Poetry“ vorgetragen von Gundi Haigner, aber die „Ode an die Zwiebel“, habe ich schon einmal mit einer anderen Trainerin geschrieben.

Ana Zidnar „Travel-Workshop“ habe ich auch schon einige Male gemacht und habe mich kurz wieder einmal nach Trogir begeben, um zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu hören und dann gibt ein neues Seminar, das Markus Fischer, der inzwischen die „Leonharder Akademie“ absolvierte, anbietet, nämlich  Veröffentlichungsmöglichkeiten mit den Teilnehmern zu besprechen. Er teilteLiteraturzeitschriften aus, sagte „Dum“ wäre gut geeignet, „Kolik“ eher nicht, denn die nehmen nur Insider (sprich vermehrt Absolventen der Leonharder Akademie oder spätere „Priessnitzpreisträger“ – Anmerkung von mir) und ließ uns dann eine Szene schreiben und verbessern, in dem man sie von rückwärts wiederholte, verkürzt oder in einem Satz schrieb.

Da war ich dann wieder in der Volkshochschule, denn in der Szene sollten sich zwei Menschen auf der Straße treffen, die einander nicht begenen wollten.

Amanda trifft da die Männer ihrer Schülerinnen und will ihnen nicht begegnen, weil die ja nicht ohne Schleier oder Kopftuch in den Kurs kommen wollen. Mit dieser Szene war ich nicht so recht zufrieden, beziehungsweise war sie noch nicht fertig, so habe ich in der Verkurzung versucht sie zu verändern.

Dann kiam wieder Michaela Muschitz mit dem Krimischreiben. Meinte, spannend wird die Geschichte durch die Figuren und den Schauplatz und wir sollten uns einen ausdenken, wo unsere Geschichte spielt. Meine spielt in Wien und in New York und vor allem wahrscheinlich auch im Netz. Da ich aber nicht wieder in die Volkshochschule wollte, ging gleich in die Szene sieben, nämlich nach Stockholm, obwohl Michaela Muschitz meinte, man solle die Orte kennen, über die man schreibt und stellte mal meinen Jonathan Larsen vor, der todunglücklich ist, weil er seine Frau Wiebke an Krebs verloren hat. Das ist die Ausgangslage, warum er sich in seiner Depression mit Blogs beschäftigt und da auf den von Lily und Slavenka kommt.

Das wars dann mit den Mini Workshops. Dann gabs Wein, Käse und Brot und eine Festansprache von Judith Wolfersberger zum fünzehnten Jubiläum mit ihren Erinnerungen, wie es begonnen hat.Birigt Schreiber hielt dann noch eine Lecture über das neue Tagebuchschreiben, davor und danach gab es die übliche Verlosung von Gutscheinen zu Schreibkursen. Gewonnen habe ich wieder nichts. Aber diesmal gab es einen Trostpreis für alle, beziehungsweise einen fünzehntägigen Schreibmarathon der mit einer Haloweenparty am 31. Oktober beginnt und am fünzehnen November endet. Da kann man kommen und an seinem Proekt schreiben und sich Feed back holen und da ich ja wieder beim „Nanowrimo“,  mitmachen will, von dem ich übrigens das erste Mal übers „Writersseminar“ hörte, habe ich auch vor das mit meiner „Unsichtbaren Frau“ zu tun und soviel wie möglich zu kommen. Das heißt, meine Praxis muß ich natürlich machen und die „Buch Wien“ ist in dieser Zeit ja auch.

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