Literaturgefluester

2015-04-06

Büchertratsch

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:23
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Für die die wissen wollen, wie es mit meinen Bücherbeschränkungsplänen, die ich seit zwei Jahren, seit ich alle meine Bücher aufgeschrieben habe und sehe, daß ich all das, was ich so sammle bald nicht mehr lesen kann, weitergegangen ist und die Frage stellen, ob es mir nun endlich gelungen ist, „Nein!“, zu sagen, wenn mir ein Buch angeboten wird oder vor den Schränken wirklich nur noch ein Buch pro Woche mitzunehmen?

Es ist mir nicht gelungen, jedenfalls nicht wirklich. Versuche gibt es zwar, weil es ja nicht wirklich Sinn macht, ein schönes Buch, in zehn Jahren zu lesen, denn wer weiß, ob ich es dann noch kann?

Es gibt zuviele Bücher, gegen diese Erkenntnis, habe ich mich, als selber schreibende Frau immer gewehrt und bin eher den Sätzen angehangen, daß man nie genug Bücher haben kann, denn sie sind ja Freunde für das Leben, wie es etwa die Wiener Buchhändlerin Anna Jeller vor ihre wöchentlichen Empfehlungen stellt.

Und Sätze wie, „Ich kann  nicht alles lesen!“, haben mich auch immer gestört, vor allem wenn sie meine Bücher betroffen haben.

„Ich schon!“, habe ich dann immer stolz oder trotzig, vielleicht war es auch selbstbewußt gesagt und auch das Bücherabbrechen war und ist nie das meine.

Da hat ja „Buzzaldrin“ gerade diese Frage aufgeworfen, beziehungsweise das getan und dann von dem „Recht, ein Buch nicht zu Ende gelesen“, geschrieben.

„Ein Recht, auf das ich gern verzichte!, habe ich ihr geantwortet und habe das, glaube ich, nur einmal bei einem Krimi getan, der mir persönlich zu nahe oder zu gewalttätig gewesen ist. Ich kann mich an die Handlung nicht mehr erinnern. Aber bei Kleists „Zerbrochenen Krug“, hat mir immer der Richter Adam leid getan und der Falstaff auch, so etwas wird es wohl gewesen sein.

Den Arno Schmidt habe ich zu Ende geblättert, als ich nichts mehr verstanden habe und keine Ahnung hatte, worum es da eigentlich geht und 1983, als ich gerade bei der „Lebenshilfe“ als Betreuerin angefangen habe, kann ich mich erinnern, daß ich endlos an Alfred Döblins „Alexanderplatz“ gelesen habe.

Ich schließe auch keine Generes aus, lese Krimis genauso gerne, wie Chit Lits, beim Krimi denke ich zwar immer, daß ich keine Morde mag und die Krimiautoren, die immer davon phrahlen, wen sie, natürlich in der Phanatasie, als nächstes umgebracht haben, gehen mir auf die Nerven und dann stehe ich vor der Situation, die Krimis, die ja eigentlich auch ganz spannend wären, liegen zu lassen oder die Rosamunde Pilcher, die ich habe und auch einmal lesen wollte, auf das nächste Jahr verschiebe, weil es sich für heuer nicht mehr ausgeht.

Früher habe ich einmal gesagt, ein Buch pro Woche, also fünfzig Bücher pro Jahr, ist das Soll und habe mich wahrscheinlich auch daran gehalten, dann kamen die offenen Bücherschränke und  diese hundert Bücher-Challenge, über die ich gestolpert bin und aus der dann meine endlos Leseliste hervorgegangen ist, da habe ich mich noch gefragt, ob ich hundert Bücher im Jahr schaffe?

Ich habe es  und seit 2011lese ich das regelmäßig und hatte vielleicht auch ganz heimlich die zweihunderter Zahl im Auge, obwohl ich Elisabeth von „Lesefrust“, die das so tat, einmal geschrieben habe, daß ich das nicht schaffen werde.

Ich tue es auch nicht, bei 176 war 2013 Schluß, da habe ich dann zwei Bücher ausgetragen, 2014 waren es sogar nur 171 und da sind zwanzig oder dreißig auf den Sankt Nimmerleinstag gewandert und im Augenblick habe ich das Gefühl, daß ich schneckenlangsam lese, ich weiß auch nicht so genau warum, aber im Moment sind es zwei bis drei pro Woche und siebenunddreißig habe ich heuer von den hundertvierundsiebzig, die ich bis jetzt eingetragen habe, gelesen.

Da würde ich hundertfünzig schaffen und es würden wieder Bücher überbleiben, denn seit ich alles, was ich so stehen habe, eintrage, bin ich bei hundertfünzig Büchern bei der Vorausschau gelandet und hätte da noch für zwanzig bis fünfundzwanzig Rezensionsexemplare oder andere unerwartete Bücher Platz, aber daran halte ich mich auch nicht wirklich.

Denn es gibt ja soviele  Bücher und ich würde sie auch gerne alle lesen, da meine ich die Belletristik, Fachbücher übers Kochen oder Elektromotoren, aber auch vieles andre kann ich stehen lassen, manches gesellschaftlich, politisch oder soziologisches interessiert mich aber auch.

Und so werde ich wahrscheinlich weiter meine gute Vorsätze brechen, das neue, derzeit noch ziemlich leere Bücherregal in Harland langsam anfüllen, dafür stehen die Bücher in Wien im Schlafzimmer schon an die Wand geschlichtet und kippen manchmal um, wenn ich nicht aufpasse und auch der jährliche Badezimmerstoß ist sehr hoch und schrumpft nur langsam, weil ich meine Vorsätze, nur ein wirklich interessantes Buch zu nehmen, dann nicht halte oder kippe, denn eigentlich ist ja alles interessant und wichtig.

So bin ich vor einer Woche durch den „Morawa“ in die „Alte Schmiede“ gegangen, die Normalpreisstapel sind da keine Gefahr, da kann ich schon auf die Flohmärkte im Februar und im Sommer warten und schleppe dann die Bücher Säckeweise nach Hause und habe ein Buch mit dem Titel „Turrinis Nase“ oder „Leber“ oder so, gesehen,  gedacht „Interessant!“ und wissen wollen, ob das jetzt ein Buch über  Peter Turrini ist?

Ein paar Tage später habe ich „Turrinis Nase“ im Schrank gefunden, es genommen und mich gewundert, daß ich ein so neues Buch schon finde, ich habe aber schon den „Bläulich“, ein paar Wochen, nach dem ich ihn gelesen habe, gefunden und der Ruth zum „Trostkaffee“ mitgebracht, ihre „Blindschleiche“ habe ich mit Widmung in der „Seedose“ gefunden und den neuen „Fitzek“ im Februar auch und der liegt, glaube ich, noch immer beim „Morawa“.

„Turrinis Nase“, ein Krimi von Franz Friedrich Altmann ist aber 2009 bei „Leykam“ erschienen, also hat der „Morawa“ so was altes?, habe ich mich gewundert und darauf vergessen, bis ich wieder durchmarschiert und daraufgekommen bin, daß es sich um „Turrinis Leber“, inzwischen bei „Haymon“ erschienen, handelt und „Wikipedia“ hat mir noch verraten, daß es inzwischen auch ein „Herz“ einen „Bauch“ und eine „Jagd“, also eine Serie gibt.

Ich habe wieder etwas gelernt und bin jetzt gespannt.

Der „Haymon- Verlag“ hat mir ja einen Sommer seine Vorschauen in E-Bookform geschickt, da habe ich dann einige Krimis gelesen und zufällig hat es vor einigen Tagen beim  „Morawa“ auch einen Krimiabend mit Büchern aus dem „Haymon-Verlag“ gegeben, aber da war ich schon in den Osterferien in Harland und wäre sonst wohl ins „MUSA“ gegangen, um diese Reihe nicht zu unterbrechen.

Ich würde also alles lesen, werde aber offensichtlich immer langsamer, muß jonglieren und weil in diesem Jahr soviele schöne Schmankerln auf mich warten, warhscheinlich auch bald aussuchen, was ich unbedingt lesen sollte und was wohl verschoben wird?

Im Augenblick komme ich mit meiner Liste auch nicht weiter, weil zuviele Rezensionsexemplare, weil ich da auch nicht nein sagen kann, beziehungsweise immer wieder anfrage und dann habe ich vor kurzem auch noch ein Osterbuch gefunden und gedacht, daß schiebe ich noch ein, denn zu Ostern ein Osterbuch ist interessant und bringt in die richtige Stimmung und bezüglich meines „Works on Progress“ schiebe ich auch gerne ein, wenn ich was Passendes finde.

So habe ich heuer schon „Tolstoi und der lila Sessel“ und „Unterwerfung“ außerturlich gelesen und zwei Bücher über IS-Terroristen, bei denen ich mich eigentlich auch auskennen sollte, sollten auch noch zu mir kommen, obwohl die Selma nicht wirklich eine wird.

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2015-01-27

Musterverlagsvertrag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:38
© Margot Koller

© Margot Koller

© Margot Koller

© Margot Koller

Die IG Autoren haben mit dem österreichischen Verlegerverband einen Mustervertrag ausgearbeitet und das heute im Literaturhaus entsprechend gefeiert. Vielleicht wurde das bei den Literaturhausfeierlichkeiten vor ein paar Jahren zwischen Benedikt Föger und Gerhard Ruiss schon so ausgemacht und zwischenzeitlich verhandelt.

Jetzt war es inzwischen so weit und die IG-Autoren haben mich zweimal, der Hauptverband auf seiner Seite einmal darauf aufmerksam gemacht.

Jetzt bin ich glaube ich, als Selbstpushinger-Pionierin, die ich seit 2000 bin, schon wirklich jenseit von Gut und Böse und bleibe, glaube ich, bei meinem Selbstgemachten, obwohl ich das noch immer nicht bei „Amazon“, dem „Bösen“, der das für mich bezüglich Selfpublishing nicht ist, meine Bücher eingestellt habe, dabei, bin aber immer auf der Suche nach etwas Interessanten für das Geflüster und so habe ich das „Dicht-Fest“ in der „Alten Schmiede“ zu dem ich sonst wahrscheinlich hingegangen wäre, ausgelassen und mich auf das Verlagsvertragsfest konzentriert.

Und dabei gab es natürlich Komplikationen, denn es hat schon um achtzehn Uhr, statt wie meist im Literaturhaus um neunzehn Uhr begonnen und das habe ich gewußt, bzw. auf meinen Kalender so eingetragen.

© Margot Koller

© Margot Koller

© Margot Koller

© Margot Koller

Um vier hatte ich eine Stunde, die um drei ist ausgefallen und um dreiviertel fünf habe ich meine Sachen hergerichtet und mich mit dem „Work on Progress“ bei Kerzenlicht ins Wohnzimmer gesetzt,  daran korrigiert und mir gedacht, wann ist es endlich soweit, daß ich ins Literaturhaus gehen kann?

Zehn nach sechs, damit ich nicht zu früh hinkomme. Um Punkt sechs habe ich dann auf meine Uhr geschaut und gedacht, „Teufel, das fängt doch schon um sechs an!“ und bin dann hektisch mit dem Bus hingefahren, obwohl das, seit die Mariahilferstraße Fußgängerzone ist und der Bus deshalb einen großen Umweg macht, auch nichts bringt.

Selber schuld und auch nicht wirklich schlimm, zum Buffet komme ich allemal zurecht und der Verlagsvertrag geht mich auch nicht wirklich etwas an.

Das ist mir ja schon einmal beim „Fest für Andreas Okopenko“ so passiert, daß ich gedacht habe, das ist am Sonntag und dann am Samstag, als ich baden gehen wollte, draufgekommen bin, das ist ja jetzt und das war die letzte Gelegenheit wo ich Andreas Okupenko gesehen und mit ihm gesprochen habe, denn kurze Zeit später war ich bei seinem Begräbnis am Grinzinger Friedhof.

Diesmal bin ich mit einer vollen Büchertasche, die ich eigentlich im „Wortschatz“ deponieren wollte, denn das Bücherregal in Harland ist aufgestellt und der Alfred hat am Samstag in der Krongasse ein bißchen aussortiert und umgeräumt, um circa zwanzig nach, nach Hahnrei Wolf Käfer ins Literaturhaus gehetzt, wo schon alles für das Buffet hergerichtet war, überall weiße Tische standen, auch dort, wo sonst die Sessel sind, nur an der Seite standen ein paar, aber die waren natürlich schon besetzt, also eine große Sache und für den Hauptverband und Gerhard Ruiss sehr wichtig, Alexander Potyka, der jetzt der Präsident des österreichischen Verlegerverbandes ist, war gerade am Wort, dann kam Gerhard Ruiss an die Reihe, fasste zusammen, verwies auf den Mustervertrag, der zur freien Entnahme auflag und noch eine kleine Diskussionsrunde zwischen ihm  Benedikt Föger und Alexander Potyka an, wo auf die Neuerungen und die Schwierigkeiten, die es bisher gegeben hat, hingewiesen wurde.

© Margot Koller

© Margot Koller

© Margot Koller

© Margot Koller

Einige Autoren im Publikum, Sonja Henisch, Manfred Chobot, Erika Kronabitter, aber auch Leute vom Hauptverband und von der Literarmechana, danach kam es zur feierlichen Verlagsunterzeichnung und zum Fotoshooting, ich war sehr vorne beim Buffet, obwohl ich noch vorher meine Jacke ausgezogen und den vollen Sack bei der Garderobe deponiert habe.

Margot Koller, die das neue Buch das ich zeigte, gleich fotografierte, stieß  zu mir und Margit Heumann, Axel Karner, Karin Ivancsics, Susanne Ayoub, etc.

Danach gab es noch ein Konzert, das Gerhard Ruis mit der Gitarre absolvierte, sehr wichtig also für die IG, für Margot Koller offenbar auch, die sagte, daß sie sich für ihr neues Buch einen Verlag suchen würde.

Ich bleibe wohl dabei, obwohl ich ja wahrscheinlich immer noch Schwierigkeiten habe, meine Bücher als Bücher anzuerkennen. Sie sind es aber und sie sind sehr schön und als ich vorige Woche, dieses Erotik- E-Book, dessen Besprechung gleich erscheinen wird, bekommen habe, bin ich auf die Verlagsseite gegangen und habe da gesehen, daß es gerade wieder eine große Diskussion über die E-Book Piraten gibt und daß sich da einige Autoren gegen das kostenlose Herunterladen ihrer Bücher wehren.

Das tue ich ja nicht, aber offenbar laden sich sehr viele Leute Gratis E-Books herunter oder holen sie sich bei einer Gratisaktion.

Ob die Leute wirklich diese vielen E-Books, die es plötzlich gibt, lesen, weiß ich nicht, wäre da auch sehr skeptisch, aber ich bin ja, wie meine Leser vielleicht wissen, eine eifrige Leserin und halte meine Vorsätze von wegen Bücherbeschränkung wahrscheinlich auch 2015 nicht ganz ein, obwohl ich mich wirklich bemühe, habe nichts gegen den Bücherüberfluß und auch nichts dagegen, daß so viele Leute schreiben, tue das auch und werde in meinem Out-Put immer hektischer und schneller, bin jetzt mit dem Korrigieren aber vor eine Grenze gesetzt, denn mein Computer ist am Sonntag eingegangen, bzw. brauche ich einen neuen Lüfter.

So blogge ich jetzt auf Alfreds Computer, aber an meine Sachen kann ich momentan nicht ganz heran und bin was das „Nanowrimo“ betrifft, ohnehin noch nicht fertig, sondern finde lustig Fehler um Fehler, aber das ist mir eigentlich auch schon egal, obwohl es „Im Namen des Vaters“ irgendwann sicher als mein sechs- oder siebenunddreipßigstes Selbstgemachtes geben wird und ich auch dann munter weiterschreiben werde.

2015-01-01

Neujahrsvorsätze

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:12

Also hineingerutscht in das neue Jahr, wo im letzten noch der Schnee gekommen ist, so daß das Radfahren ein wenig schwierig war. Also auf die Rudolfshöhe, wo wir regelmäßig zu Silvester den Nachmittag verbringen, ein bißchen weiter mit dem Auto gefahren. Danach waren wir früher einige Jahre bei der Hilde Schmölzer und haben mit ihr mit dem Lidio Mosca und auch einigen anderen Autoren das Jahr beendet. Dann ist der Schwiegervater gestorben und so sind wir vor zwei Jahren bei der Oma geblieben, im Vorjahr waren wir bei Ruth und Robert in St. Pölten, aber die sind diesmal, glaube ich, verreist, so wieder ein ruhigerer Jahresrutsch und sich den Büchern gewidmet, denn die Leseliste ist ja lang, obwohl die übervolle von 2014 schon vor Weihnachten korrigiert war und jetzt sind sich die „Lichtjahre“ doch noch ausgegegangen.

171 Bücher waren es im alten Jahr und ins neue nehme ich den Vorsatz mit mir die neue Leseliste nicht wieder so anzufüllen, das heißt nur maximal zwei Rezensionsexemplare im Monat, die für Jänner sind schon da und müssen noch gelesen werden und ansonsten nur noch ein Buch pro Woche, damit die endlos Liste schrumpfen und spätestens 2033, was auch eine schöne Zahl ist und ich liebe diese Zahlenkombinationen, nicht mehr vorhanden ist.

Mal sehen ob ich diesen Neujahrsvorsatz halten werde, das ist ja, wie ich aus Erfahrung weiß nicht so leicht und ich bin mit meinen Bücherbeschränkungspläne bisher ja immer kläglich gescheitert.

Dafür gibt es ein neues Bücherregal in Harland, das heißt, gekauft wurde es schon im vorigen Sommer, aufgestellt muß es noch werden und dafür den großen Kasten im Wohnzimmer entrümpeln und die alten Zeitschriften aus denAchtziger und Neunzigerjahren, die sich da angesammelt haben, wegwerfen.

Anfang des Jahres wird gleich bei mir die „Anna“ erscheinen. Der Druckauftrag ist jedenfalls gegeben. Bis dahin können noch die Fragen bei dem Gewinnspiel in der „Vorschau“ beantwortet und das Buch gewonnen werden.

Zwei Bücher müssen von mir in diesem Jahr noch fertig werden.

Das „Miranda Schutzengelchen“, da wird es hoffentlich bald eine Vorschau und wieder ein Gewinnspiel geben und „Im Namen des Vaters“ an dem ich noch eifrig korrigieren muß. Da habe ich meine „Trödelphase“, wie ich es gerne nenne, noch nicht ganz überwunden und auch die depressiven Gedanken, daß es ja eh nichts bringt, wozu ich mir das antue, etc.

Das heißt, das denke ich nicht einmal, nur der Gedanke, es ist schon wieder nicht genug geworden, ist wohl, wie die Praxis zeigt, nicht wirklich zu vertreiben und, daß mir beim nächsten Text der große Durchbruch gelingt, is,t wie die Erfahrung zeigt, nicht mehr wirklich zu glauben. Nun gut, nun gut, irgendwie sollte ich, weil ich ja weiter schreiben will, aus dem Depressionsloch hinaus, auch wenn sich bei meinem Gewinnspielen wieder niemand meldet, der das Buch lesen und besprechen will…

Und da gehört es auch zu meinen Neujahrsfortsätzen sozusagen ein weniger „distanzlos“ zu sein, wie es die B.   einmal meinte, also nicht mehr im Literaturhaus anfragen, ob sie mein Buch nicht vielleicht doch besprechen wollen, sondern denken, die können sich ja melden, wenn sie das wollen.

Das ist zwar Resignation, ich weiß und die ist nicht gut, denkt die Psychologin, aber sehr viel anderes bleibt mir wohl nicht übrig, als schauen möglichst wieder Spaß und Freude am Korrigieren zu gewinnen, der Text gefällt mir ja, obwohl er vielleicht zu ehrlich und zu wenig abgehoben ist, daß sich die Verlage und die Leser darum reißen.

Aber vielleicht bekomme ich mit der „Anna“ oder dem „Schutzengelchen“ einen Termin in der „Alten Schmiede“ im nächsten Jahr. Die kleineZehnprozentausendung werde ich ja wieder machen und dann möglichst lustvoll am „Nanowrimo“ korrigieren, mir Zeit dazu lassen und bis zum nächsten, vielleicht etwas Neues schreiben. Da weiß ich noch nicht, was, glaube im Moment auch nicht, daß mir etwas einfällt, was ich noch nicht geschrieben habe. Aber nötigenfalls lassen sich ja Studien machen und vielleicht ein paar kurze Texte, bis ich dann im November mit der „Nika Weihnachtsfrau“ und dem neuen „Nanwowrimo“ beginnen.

Das sind meine Pläne für das neue Jahr, nicht sehr spekulär ich weiß, denn ich denke immer, ich sollte vielleicht abwarten, bis sich jemand meldet und „Wow, das ist toll!“ zu mir sagt, nur da weiß ich, daß das nicht passiert und da ich nicht aufhören will, bleibt mir nichts anderes übrig, als so gut wie möglich weiterzumachen, auch wenn das jetzt ein bißchen resigniert klingt.

Dazwischen weitermachen mit den State of the Art, also im März nach Leipzig fahren und vorher im Amerlinghaus die Schreibgruppenresultate lesen, die löst sich wahrscheinlich anschließend auf, was mir nicht viel macht, in der Sommerfrische in Harland wieder eine eigene Schreibwerkstadt oder ein neues Stadtschreiberprohekt durchführen, dann am Volksstimmefest lesen, bei der Poet Night, beim Geburtstagsfest etc und wenn vielleicht doch einmal eine Einladung oder ein Kontakt auf mich zukommen sollte, der sich von dem üblichen leicht depressiven Einheitsbrei abheben sollte, freut mich das sehr!

In diesem Sinne also auf ins neue Jahr ich wünsche allen alles Gute und freue mich auf das Lesen, Schreiben und natürlich auch auf den Veranstaltungsreigen, der sicherlich ebenfalls sehr spannend werden wird!

2014-12-14

Unvollendet

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:29
Bücherunfall

Bücherunfall

Das Jahr nähert sich seinem Ende und wenn man so auf meine Bücherliste sieht, wird man merken, daß 2014 einiges  überbleiben wird, was ich in diesem Jahr eigentlich lesen wollte. War der Rezensionsexemplarsegen doch  besonders reichlich. Sie wurden mir angeboten, ich habe auch einiges angefragt, kann dann schwer nein sagen, bin ich doch neugierig und wissbegierig, aber mehr als hundertfünfundsiebzig Bücher scheine ich in einem Jahr nicht zu schaffen, in diesem werden es weniger sein.

Die Idee der Leseliste gibt es ja seit 2011 und 2013 habe ich in dem Bestreben wirklich alle meine Bücher zu lesen, meine Regale durchforstet und die Leseliste in die Zukunft ausgedehnt, in diesem Jahr habe ich meine wirklich ehrlich gemeinten Bücherbeschränkungspläne auch nicht eingehalten und so die Zukunftsleselisten auf hundertfünfzig pro Jahr erweitert, dann bliebe Platz für zwanzig bis fünfundzwanzig Rezensionsexemplare, habe ich naiv gedacht, aber „Keiper“ bietet mir jetzt seine Neuerscheinungen an, „Holzbaum“ ist auch sehr fleißig, die „Müncher Verlagsgruppe ist dazugekommen, „Residenz“ war schon da und bin irgendwann in diesem Jahr daraufgekommen, daß ich mein Vorhaben nicht schaffen werde.

Jetzt rasch noch wenigstens die Geburtstagsbücher hinunterlesen, die Weihnachtsbücher und die tollen Romane, die ich mir eigentlich für dieses Jahr vorgenommen habe.

Volker Klüpfels und Michaels Kobrs „Milchgeld“ ist dabei, Milan Kunderers „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“, James Salters „Lichjahre“ und dann ein paar sehr dünne Büchlein von Rafik Schami, Katharina Tiwald, Isolde Loock, Ulrike Längle  und ein ein bißchen dickeres von Heiner Link, es winken aber immer noch zwei Rezensionsexemplare vom „Holzbaum-Verlag“, die auch leicht zu lesen sind und Erika Kronabitter hat mir auch etwas versprochen, bez. habe ich sie angefragt.

Also werde ich, wenn ich so auf die Bücherstöße sehe, die ich gerade vom Badezimmer aufs Schlafzimmertischchen geschleppt habe, nicht umhin zu kommen, einiges Ungelesen zu lassen und dann am einunddreißigsten Dezember, wenn ich Bilanz ziehe, auf die späteren Lebensjahre zu verlegen und  schwören, daß das nächste Mal nicht mehr passiert, da werde ich wieder zu beschränken versuchen, vielleicht auch ein bißchen mehr und schneller lesen, so daß ich, möglichst alles von 2015 und auch einiges Neuerschienene lesen kann, denn ganz so unaktuell will ich nicht werden, obwohl ich es schon sehr reizvoll finde, ein Jahr lang über altes, fast Vergessenes zu berichten, was man so in den Bücherschränken findet, denn das gibt es wahrscheinlich nur bei mir und wenn man so auf meine Leseliste von 2015 blickt, findet man wirklich wahre Schmankerln.

War ich da doch auf einem Flohmarkt, wo dBp-Bücher von 2009 oder 2010 ausgeschieden waren, die „Fünf Kopeken“ habe ich gefunden und Nadines Kegeles zweiter Roman, den ich ja beim Bücherquiz auf der „Buch-Wien“ gewonnen habe, steht unter anderem auch darauf und da kam auch irgedwann der Wunsch, daß ich wenn ich da etwa zwanzig Bücher, die mich eigentlich interessieren und gerne lesen will, ausscheide bzw. auf Später-Leselisten verlege, diese wenigstens kurz anschauen und auf sie aufmerksam machen. Eine Art Bücherquizz über das Ungelesene veranstalten oder wenigstens zitieren, was ich 2014 höchstwahrscheinlich versäumen werde.

Fred Vargas „Vom Sinn des Lebens, der Liebe und den Aufräumen von Schränken“ ist dabei, dann kommt leider auch, ich gestehe es Sigrid Löfflers „Neue Weltliteratur“, das mir der Alfred von einer Buchpräsentation in der Haptbücherei mitbrachte, weil mir das offenbar doch zu theoretisch ist. Von Per Wahlöö gibt es einen Krimi, von Antonio Lobo Antunes einen roman, wollten wir ja im März nach Portugal fahren und daher gibt es auch portugiesische Gedichte.

Stattdessen habe ich einiges Ungarisches gelesen und Elfriede Jelinks „Lust“ werde ich wahrscheinlich leider auch nicht schaffen, Schande über mir und dabei nähere ich mich der erotischen Literatur ja allmählich an.

Eric Malpass „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ wird dabei sein, David Gutersons „Östlich der Berge“, was mir einge strege Grün-Frau einmal erlaubt vom Bücherschrank der Grünen im vierten Bezirk  mitzunehmen. Frid Ingulstands „Ingebjorg Olavsdatter“ habe ich auf einer Buch-Wien einmal bekommen und Franz Nabels „Ortliebsche Frauen“ im Bücherschrank gefunden.

Es gibt ein Buch von Eduard Claudius, eines von Chronin mit zwei Romanen, eine Daphne du Maurier und auch einiges, was ich mir am Jahresanfang beim Abverkauf bei „Morawa“ oder „Frick“ so kaufte und dann noch, ebenfalls vom Bücherschrank, was ganz altes, nämlich Paul Kellers „Mihel, der Rächer“, schade, schade, aber einmal werde ich es lesen und jetzt einen Austausch machen und von de Regalen im Wohn- und Schlafzimmer, das ins Bad schlichten, was ich mir für 2015 vorgenommen habe.

Ich hoffe, nur, daß ich alles finde, denn wie schon erwähnt, sind einige Schmankerl dabei, so daß ich mich auf das Neue Lesejahr schon freue und wie ebenfalls erwähnt, wenn man ein bißchen schneller liest, schafft man auch mehr und das ist mir sehr wichtig, obwohl ich keine Kampfleserin bin.

Ein kleiner Unfall ist beim Aufstapeln der Bücher auch passiert, das der Alfred gleich fotografierte, da wir ja noch das Cover für die „Anna“ brauchen.

2014-10-19

Lesestatus

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:54

Mit Blick auf meine Leseliste, ist am neunzehnten Oktober ein Lesestatus angesagt, denn da noch an die fünfzig ungelesene Bücher auf ihr stehen, werde ich mein 2014 „Lesepensum“ wohl nicht schaffen, beziehungsweise den Appetit größer als den Magen erkennen oder zugeben, die Rezensionsexemplare sowie die Bücherkastenfunde waren zu viel.
Es gibt eben viel zu viele Bücher, das ist eine Binsenweisheit, die ich immer höre, nie glaube, beziehungsweise sie als Ausrede empfand, wenn sie einer oder eine auf meine Bücher anzuwenden versucht.
„Es gibt eben zuviele Bücher, da kann ich mich mit deinem Selbstgemachten nicht auch noch befassen!“
Etwas was ich öfter hörte und mich so traf, daß ich es für mich versuchte, besser zu machen und mich allem widmen wollte, den Alten und den Neuen und seit man in den Bücherkästen soviel finden kann, tue ich mir etwas schwer und habe auch meine eigene Lesegeschichte, die heißt, daß ich immer gern und viel gelesen und gesammelt habe und als dann 2010 Bücherschränke aufkamen, mein Regal bald voll hatte, so daß sich Ende des Jahres die Bücher im Badezimmer stapelten, ich ein neues Regal anschaffte und auch meine Leseliste im Winter 2010 ständig veränderte. Denn da hatte ich mir eine Herbstleseliste angelegt und mich dann ständig vom Neudazugekommenen abbringen lassen und etwas anderes gelesen.
2011 begann ich dann mit meiner „Hundert-Bücherliste“, habe sie überschritten, mich aber mehr oder weniger an die Reihefolge gehalten und das war dann der Beginn meiner Endlosleseliste und die nächsten Jahre habe ich, abgesehen von den Rezensionsexemplaren, die Reihefolge auch immer eingehalten. Es gab aber noch einiges Ungelesenes in meinen Regalen, was nicht auf der Liste stand, so daß die immer länger wurden und sich immer mehr in die Zukunft ausdehnten.
Anfang des letzten Jahres, habe ich dann meine Bücherbeschränkungspläne gewälzt, beziehungsweise sie ausgetüffelt, aber doch nicht eingehalten, bzw. stattdessen, so alles Ungelesene auf meine Listen gesetzt, so daß die bis 2025 anwuchsen. In diesem Jahr habe ich sie dann noch bis auf die Zahl hundertfünfzig pro Jahr angefüllt, denn mein Lesepensum ist auch von Jahr zu Jahr angewachsen, 2013 hatte ich aber schon ein Buch mehr auf meiner Jahresliste, als sich dann wirklich ausging.
Jetzt hätte ich 186 und wenn ich mich nicht verzählt habe, hundertsechsunddreißig davon gelesen und fünfzig Bücher schaffe ich in den zweieinhalb noch verbleibenden Monaten nicht mehr, also wird etwas überbleiben, aber was mache ich dann mit den Ungelesenen Büchern?
Auf welche Listen setzte ich sie und was lasse ich aus? Ich war ja schon Ende des letzten Jahres so überfüllt, daß ich die Geburtstagsbücher in das nächste Jahr reihte und dann habe ich im vorigen Herbst auch noch einiges sehr Interessantes gefunden oder sonstwie bekommen und war Angang des Jahres nicht sicher, ob ich jetzt mit der „Poschmann“ der Shortlistennominierten von 2013, der Margarita Kinster, dem Kultubuch des letzten Jahres, mit der Marijana Gapaneko und dem Buch über die „Gruppe 47“, die mich ja sehr interessierten beginnen sollte oder doch streng die Liste hinunterlesen?
Ich habe mich Anfangs dafür entschieden, aber dann kam immer mehr Neues dazu und im Sommer das Sommerlesen mit einer unerwarteten Bücherkiste des „Hermagoras-Verlages“, so daß ich nach dem Sommer, als auch noch ein paar Rezensionsexemplare dazugekommen sind, resignierte und dachte, Richard Fords „Kanada“, was mich dann sogar ein wenig enttäuschte, will ich in diesem Jahr noch lesen, die „Glasglocke“ und die Geburtstagsbücher.
Dann bleiben wahrscheinlich einige alte Bücher und vielleicht auch ein paar Chick Lits wie die Rosamunde Pilcher über, die man vielleicht nicht unbedingt lesen muß, aber ich will ja nicht aussortieren…
Luxusprobleme, ich weiß, das habe ich bei ähnlichen Artikeln immer geschrieben und bin auch stolz darauf, daß ich soviel Auswahl habe.
Die Weihnachtsbücher, die sich im Laufe des Jahre angesammelt haben, kommen dann auch und im nächsten Jahr fange ich wieder mit sehr viel schönen Bücher, auf die ich mich schon freue, mit dem Lesen an. Da stehen ja die von der Karin Struck ganz oben und dann habe ich bei dem Augustin Flohmarkt wirklich schöne dBp Preis Bücher von 2009 oder 10 gefunden, die erst auf eine spätere Liste gekommen sind und dort werden dann auch die heurigen Geburtstags- und Weihnachtsbücher stehen, wo ich mir ja schon die von der Marlene Streeruwitz wünschte, Thomas Melles „3000 Euro“ würde ich sehr gerne lesen, Dave Eggers „The Circle“ und und.
Wenn ich 2015 alles schaffen will, dürften nicht mehr als zwanhzig bis dreißig neue Bücher dazukommen und Leselisten ab 2025 sind auch nicht wirklich sinnvoll, noch dazu, wo ich die Übersicht bald verliere, in Harland zwar ein neues Bücherregal auf mich wartet, das aber noch aufgestellt werden muß.
Wie ich das schaffe, weiß ich noch nicht und habe ich auch erst vor kurem ein schönes Buch von Sabine Gruber und von Arno Geiger sein erstes Buchpreisbuch gefunden.
Das Alte, die Vicki Baums, die Joe Lederer und die Pearl S. Bucks, die ich auch ziemlich vollzählich gesammelt habe, will ich aber auch gern lesen und die John Knittels bzw. den Traven aus dem Bücherkasten meiner Eltern.
Man kann nicht alles lesen, ich will es aber gerne und so jongliere ich herum, schreibe immer wieder einen Bcherstatusartikel und ich finde es auch toll, wenn die Leute soviel schreiben und habe immer den Kopf geschüttelt, wenn sich jemand darüber beschwerte und das Tolle an den Bücherschränken ist ja auch, daß man seine Bildungslücken füllen und manchmal wirklich wahre Schmankerl findet.
Man kann nicht alles lesen, sich aber bemühen, die richtige Balance zwischen dem Balanceakt, die Quadrartur des Kreises zu kreieren, zu finden und jetzt kommt ohnehin bald die Buch-Wien mit einer Lesenacht und weiteren Bücherbergen und dann die Weihnachtsgeschenke, die vielleicht bald in die Bücherschränke wandern und die Frühlingsvorschauen, von denen dann die Bücherblogger eifrig berichten, wird es auch bald geben und wenn man das Schreiben nicht vergißt, ist das Lesen auch sehr schön…

2014-08-17

Leselistenänderungen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:36

Ich habe ja seit 2011 eine Leseliste, die ist aus dem hundert Bücherprojekt vorangegangen und vor allem dadurch entstanden, daß durch die offenen Bücherkästen, die es, glaube ich, seit 2010 gibt, mein SUB sehr angewachsen ist. Auch vorher hatte ich schon einen, denn ich habe immer Bücher gesammelt, aber und das klingt vielleicht ein bißchen komisch, durch die Kästen ist mein Ehrgeiz angewachsen, möglichst alle meine Bücher zu lesen und so ist meine Leseliste länger und länger geworden, zuerst ein oder zwei Jahre im voraus voraus, dann habe ich mir selbst eine Bücherbeschränkung verordnet, denn ich habe ja schon genug und sollte das Vorhandene lesen, bin aber angesichts der vollen Kästen jämmerlich gescheitert und so habe ich erst einmal alles aufgeschrieben, was ich ungelesen zu Hause hatte, so daß möglichst nichts verkommt und das ist auch eine tolle Idee, denn so lese ich mich quer durch die Weltliteratur, das Alte und das Neue, aber meine Leseliste ist angewachsen und da ich nicht mehr die Jüngst bin, sollte ich etwas dagegen machen. Aber was?
Da ein wenig ratlos, denn ich denke, solange es den Segen gibt, sollte ich ihn nehmen, was zur Folge hat, daß meine 2014 Liste sehr voll ist und ich mich bemühen muß, schnell zu lesen, um alles in diesem Jahr geplante auch zu schaffen.
Ich bin da sehr konsequent und lese meistens die Reihe hinunter. Ein paar Änderungen gibt es, die Rezensionsexemplare ziehe ich natürlich vor und wenn ich, wie kürzlich auf Reisen gehe, nehme ich mir meistens Autoren des Landes mit und disponiere um, so habe ich jetzt auch einiges auf meiner Leseliste verschoben, weil ich das Sommerbuch „Endlich Zeit für mich“ vorgezogen habe und bezüglich meines Romanprojekts habe ich mir auch vorgenommen die Berta von Suttner zu lesen, obwohl ich das erst im nächsten Jahr tuen wollte und weil ich im Juli von „Hermagoras“ eine Kiste mit Büchern bekommen habe, habe ich im Sommer meine Liste nicht so schnell hinuntergelesen, wie geplant und sollte mich jetzt tummeln oder möglichst keine Rezensionsexemplare in diesem Jahr mehr bekommen.
Ob ich das schaffe, weiß ich nicht, denn ich bin da ein bißchen inkonsequent und denke öfter, eines geht schon noch und vielleicht warten in Wien auch ein paar Bücher auf mich.
Und dann gibt es jetzt auch die Longlist mit den angeblich zwanzig besten Neuerscheinungen und da würde es mich reizen, die einmal hinunter zu lesen, geht aber nicht bei meiner vollen Liste, denn es steht ja noch vom Vorjahr die Marion Poschmann darauf, Margareta Kinstners „Mittelstadtrauschen“ und Richard Fords „Canada“ wartet auch auf mich, auf das ich mich schon freue.
Obwohl ich gern die neue Streeruwitz lesen würde und ich mir schon überlege, ob ich sie mir nicht zu Weihnachten oder zum Geburtstag wünschen soll?
Aber auf welche Liste tue ich sie hinauf? In der vom nächsten Jahr steht schon Lukas Bärfuss „Kolala“, die Katja Petrowskaja wartet und, ich glaube, auch Sarah Strickers „Fünf Kopeken“, wo ich neulich ein Rezensionsexemplar gefunden habe und manchmal kaufe ich mir die auch um einen Euro, obwohl das eigentlich verboten ist.
Es gibt aber Buchhändler, die stellen ihre Leseexemplare auf die Straße und schreiben einen bis vier Euro darauf. Ob die wohl die Bücher gelesen haben?
Es ist aber natürlich ein Luxusjammern, das mich manchmal zu Blogartikeln, wie diesen treibt, denn ich liebe ja meine Bücherberge und freue mich ganz ehrlich, daß es sie gibt und ich solche habe und bin auch keine Freundin der Reduktion, beispielsweise der jährlichen Neuerscheinungen auf die angeblich zwanzig besten des Jahres und etwas anderes lese ich nicht.
Das ist ja ein relativ einfaches Prinzip mit den Bergen umzugehen, aber ich bin stolz darauf, mich quer durch die Büchergärten zu lesen und weiß daher nicht wirklich, wie ich die Quadratur des Kreises schaffen soll, alles auf meiner Liste zu lesen und noch Zeit für etwas Neues zu haben?
Das lasse ich dann meistens auf mich zukommen und meistens geht es sich auch aus und so werde ich noch vierzig bis fünfzig Bücher in diesem Jahr zu lesen haben und, wie beschrieben, sind auch einige Schmankerln dabei, auf die ich mich schon freue.

2014-02-10

Ein Buch pro Tag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:30

Das ist eine Vorstellung, die mir sehr sympathisch ist, obwohl ich das nicht schaffe und auch nicht anstrebe. Aber ich bin vor ein paar Jahren auf Elisabeth P.s Bücherblog aufmerksam geworden, die zweihundert Bücher im Jahr gelesen habe.
„Wow!“, habe ich gedacht und damals ungefähr fünfzig, also eines pro Woche gelesen. Dann kam der erste offene Bücherschrank und mein SUB, von dem ich vorher auch nicht wußte, daß das so heißt, wuchs und wuchs.
Ungelesene Bücher in den Schränken hat es bei mir aber auch schon vorher gegeben, gab es da ja einmal die Büchertürme der „Literatur im März“ und von da stammt noch einiges, was heute auf der Leseliste steht.
Vor drei oder vier Jahren kursierte bei den Bücherbloggern auch eine „Einunddreißig Bücher in einunddreißig Tagen Tagen“ Aktion und ich dachte, die lesen das wirklich. Das war aber nur eine Aufforderung jeden Tag eine Frage über Bücher zu beantworten. Ich kam dann bald zu meiner Bücherliste, die aus einer „Hundert Bücher-Aktion“ entstanden ist, die Blogs sind ja sehr anregend, obwohl ich bei ihren Challenges und Stöckchenwerfaktionen nur selten mitmache, aber doch einiges kommentiere und ziemlich genau vor einem Jahr löste ich bei Mara Giese auch eine Aktion aus, als ich schrieb, daß ich hundertfünfzig Bücher pro Jahr lesen würde, denn 2012 waren es 154.
Soll man das oder nicht?, lauteten die diesbezüglichen Kommentare und die meisten meinten, man soll sich nicht so hetzen, weil man dann ja auch nicht mehr nachdenken und über seine Bücher reflektieren kann. Wie wahr, aber diese Zahl war für mich richtig, 2013 sind es 176 geworden, da habe ich am 1. Jänner still und heimlich zwei hinuntergestrichen und aufs nächste Jahr verlegt und zu Weihnachten einen Lesemarathon eingelegt, denn zu der großen Zahl ist es durch die vielen Bücher gekommen, die ich in den Kästen finde oder aus den Abverkaufskisten kaufe.
Und die Bücherkästen habe auch meine literarische Produktion angeregt. In der „Mimi“ habe ich das erste Mal darüber geschrieben und 2012 in der Grundsteingasse auch ein Stück daraus gelesen. In der „Absturzgefahr“ gibt es den Großvater, einen ehemaligen Schuldirektor, der zum Leidwesen seiner Tochter sammelt und da gab es ja auch beim Schrank eine Zeitlang einen alten Herrn, der Frank Gassner herausforderte. Die Selma in der „Frau auf der Bank“ ist eine Bücherschrankbenützerin und die alte Frau aus „Zum Sterben sollte man zu Hause sein“ benützt die solchen.
Da kam dann schon die Idee über das Bücherlesen und die Bücherlisten zu schreiben. Richtig in „Zwillingswelten“ kommt das auch schon vor, da ist es die Lisbeth, die ihre Liste hinunterlesen will, um dann zu ihren Richard zu können.
In den „Dreizehn Kapitel“ geht die Laura in Pension und beschließt fortan ihre Bücher aufzulesen, die sie auch aus dem Schrank einsammelt und in der „Brüderschaft“, gibt es die Tante Lilly, die das tut.
„Nicht immer über alte Leute und über Bücher schreiben!“, hat eine Leserin einmal gemeint.
Ich fürchte ich kann es nicht lassen, denn ich trage mich auch jetzt schon wieder mit einer solchen Idee, während ich ja noch am „Nanowrimo“ korrigiere.
„Anna kämpft gegen das Vergessen“ könnte der Arbeitstitel lauten, Alzheimer könnte wieder eine Rolle spielen und die Bücher für zehn Jahre, die ja auf meinen Listen stehen oder auch das sich Hanteln von Buch zu Buch. Das ist eine Idee, die mich auch schon lang verfolgt, ohne recht zu wissen, wie man das in der Praxis umsetzt, ohne zu viel zu zitieren und die Verlage und die Rechtsanwälte am Hals zu haben.
Jetzt gibt es ein Buch in dem das offenbar gelungen ist.
„Tolstoi und der lila Sessel“, Mara Giese hat darüber gebloggt und die Kommentare gehen eindeutig von „Wow wie toll!“, höchstens kommt ein „Ich könnte das nicht!“, dazu.
Dazu braucht man wohl auch Zeit, wenn man jeden Tag ein Buch liest, wie das Nina Sankovich von 2008 bis 2009 nach dem Tod ihrer Schwester getan hat und dann noch darüber bloggt. Ich habe mir ja, als ich „Leselustfrust“ entdeckte auch gedacht, das wäre vielleicht jemand, der nicht mehr aus dem Haus kann und sich beschäftigt. In diesem Fall weit gefehlt, für mich als Idee vorstellbar, wenn ich über die Pläne einer Pensionistin schreibe und ein Buch über 365 Bücher regt die Bücherblogger auch sehr an. Mich fasziniert es ebenfalls, obwohl ich es höchstwahrscheinlich nicht lesen werde, es sei denn, daß ich es einmal finde. Aber Bücher übers Lesen zur Lebensbewältigung gibt es einige.
Da ist zu Weihnachten ja auch die „Romantherapie“ aufgetaucht, ein Buch, wo ein paar Literaturwissenschaftler oder Romantherapeuten, wie es sie schon in England gibt, Bücher zu allen Lebenslagen zusammensammelten und empfehlen, gegen Liebeskummer, Halsweh, Magendrücken, Geldnot, etc…
Nina Sankovich hat, wie ich dem Probekapitel bei „Amazon“ entnahm, mit Bram Stokers „Dracula“ angefangen und der steht ja auch auf meiner Liste und ich habe, als es die Bücher der Büchertürme gegeben hat, für mich entdeckt, daß man in der Badewanne am frühen Morgen und am Abend sein tägliches Buch lesen kann. Das geht manchmal, wenn das Buch dünn ist und leicht zu lesen. Wenn es zu schwer und zu unverständlich ist, wie damals Richard Obermayrs „Gefälschter Himmel“ habe ich es nur überflogen und nicht verstanden und damals auch nicht besprochen.
Bespricht man jedes Buch, wie ich es seit ich blogge praktiziere, liest man genauer. Am Arno Schmidt bin ich aber auch gescheitert und für manche Bücher brauche ich eine Woche, wie für den Köhlmeier zum Beispiel oder den Orhan Pamuk.
Die Bücherliste mit ihrer anwachsenden Jahreszahl und mein Ehrgeiz treibt mich aber an, möglichst viel zu lesen.
Die Zweihunderterzahl ist für mich solange ich den Brotberuf mit seinen zwei Kassenverträge habe, auch nicht zu schaffen und das Schreiben ist für mich sowieso das Wichtigste, da fährt die Eisenbahn darüber, auch wenn das niemand merkt und zur Kenntnis nimmt.
Aber wenn die tollsten Bücher in den Schränken liegen, will man sie auch lesen und mit meinen Bücherbeschränkungsplänen, wie ich sie mir gegen Jahresende wieder ernsthaft vornahm, nachdem ich schon im Frühling daran gescheitert bin, scheint es auch diesmal nicht zu klappen, an den Schränken und den Kisten vorbeizugehen, wenn Richard Fords „Canada“, die „Glasglocke“ oder, wie das im September bei Kuppitsch einmal der Fall war, drei brandneue Neuerscheinungen darin liegen. So warten auf meinen Listen schon wahre Gustostückerln, auf die ich mich schon sehr freue, wie Jan Kossdorfs „Spam“, das nun bald an die Reihe kommen wird.
Tom Rachmanns „Die Unperfekten“ muß noch länger warten, wie Andreas Unterwegers „Wie im Siebenten“ und im nächsten Jahr kommt das an die Reihe, was ich damals bei diesem tollen Bücherflohmarkt fand.
So wäre die Idee, ein tägliches Buch zu lesen, eine schöne Vorstellung, meinen SUB zu reduzieren oder noch ungenierter bei den Schränken zulangen zu können. Die Idee im Sommer oder zu Weihnachten einen Lesemarathon zu machen, hilft da auch ein Stück weiter und eine Idee habe ich ja auch in einem Blog gefunden, die ich ausprobieren will. Nämlich einen Bücheradventkalender.
Im Dezember täglich beim Schrank vorbeischauen und versuchen ein Gustostückerl zu finden und das dann in den Ferien auflesen. Wird bei meiner langen Liste nicht einfach sein, ich will es aber probieren und habe auch viele Wünsche von Büchern, die ich gerne finden will und auch noch tolle Bücher auf der 2014 Liste, da ich ja weder das Buch der Marion Poschmann noch das der Margarita Kinstner und der Mariana Gaponeko schon gelesen habe.
Schönes Lesen also und Bücher übers Lesen helfen den Bibliophilen oder werden vielleicht für sie gemacht, wie auch ich schon sehr gespannt bin, wie es mit meinen Schreibeplänen weitergeht. Für die die jetzt mahnend den Fingern in die Höhe halten und „Nicht schon wieder!“, stöhnen, werfe ich das Versprechen ein, daß ich auf jeden Fall eine Planungsphase einlegen werden, um auf andere und neue Ideen zu kommen, bevor ich zu schreiben anfange. Vielleicht läßt sich das Bücherauflesen auch mit etwas anderen kombinieren.

2014-02-03

Von Gertrude Stein zu Betty Paoli

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:19

Diese Woche werde ich, ferienbedingt, wohl hauptsächlich in der „Alten Schmiede“ verbringen und da gab es Montag gleich zwei Veranstaltungen, nämlich eine „Stunde der literarischen Erleuchtung“. wo schon eine ganze Menge Leute vor der Türe standen, als ich die „Zeitschriftengalerie“ erreichte.
„Ist es so voll?“, fragte ich den Rudi Pollak.
„Das sind die Raucher?“, antwortete er.
Es waren aber Herbert J. Wimmer, Christine Huber,Evelyn Holloway, Dorothea Macheiner und noch eine Reihe anderer Leute da.
Der Verleger der „Editon Korrenspondenzen“ saß neben mir und Barbara Köhler stellte die von ihr übersetzten Bände der Autorin vor, von der ich ganz ehrlich nur „a rose is a rose is a rose“ kenne und, daß Friederike Mayröcker gelegentlich über sie schreibt. Trotzdem sollte ich Christel Fallenstein erst später im Keller treffen und Barbara Köhler, die eine ganze Reihe Bücher vor sich aufgebaut hatte, Kurt Neumann hat von einem Projekt gesprochen, begann auch gleich mit diesen Zitat und erläuterte, daß es davon eine Reihe von Fassungen gäbe.
Gertrude Stein ist, habe ich nachgegooglet, am dritten Februar 1874 in Pittsburgh geboren, hat also heute Geburtstag und starb 1946 in Paris.
Schriftstellerin, Verlegerin, Kunstsammlerin steht noch dabei.
Von Barbara Köhler gibt es offenbar die Übersetzung von „Tender buttons“, „Neufundland“ in der Edition Korrespondenzen“ und „Stanzas in Meditation“ die dem Abend gewidmet waren.
Barbara Köhler, die Übersetzerin aus Duisburg erwähnte noch etwas, das sie zeitgleich mit der Autobiografie von Alice B. Toklas erschienen sind, aber in einem anderen Stil geschrieben wären, baute dann zum besseren Verständnis Kärtchen auf und begann die Stanzen zuerst auf Englisch, dann in ihrer Übersetzung vorzulesen.
Dann kam noch ein Essay über die Schwierigkeiten des Übersetzen und eine lange Pause, denn die nächste Veranstaltung, die Buchpräsentation von Claudia Erdheims „Betty, Ida und die Gräfin. Die Geschichte einer Freundschaft“, fand erst eine Stunde später statt.
Seltsamerweise hat der Prissnitz-Preisträger Michael Hammerschmid den historischen Roman eingeleitet und die Autorin, die ich auch am Donnerstag in der Wien Bibliothek gesehen habe und auch sonst öfter wo treffe, hatte zwei Freundinnen mitgebracht, die die Lesung filmten.
Christel Fallenstein kam, wie erwähnt und Helene Hofmann, der ich früher, als sie noch in Salzburg war, gelegentlich Texte schickte und eine Reihe anderer Personen, obwohl es, wie Claudia Erdheim erzählte, am 12. November schon in der Wien-Bibliothek eine große Präsentation gegeben hat. Da war ich in Ungarn.
Also war es für mich eine Premiere und von der 1945 geborenen Autorin, von der ich glaubte, daß sie die Tochter eines bekannten Psychoanalytikers ist, jetzt lese ich aber in Wikipedia, die Psychoanalytikerin war die Mutter und Mario Erdheim offenbar der Bruder, habe ich „Karlis Ferien“ auf der Leseliste. War einmal bei einer Buchpräsentation beim „Amadeus“ auf der Kärntnerstraße, den es, nicht mehr gibt, da habe ich ihr, glaube ich, wegen irgendetwas widersprochen.
Als ich beim „Dichterfasching“ in der Gesellschaft der Literatur ein Stück aus dem „Wiener Stadtroman“, nämlich die wo der Johannes Teufel, einen Vortrag in der Sigmund Freud Gesellschaft hält, gelesen habe, hat sie mich darauf angesprochen. Die „Podium-Sopmmerlesereihe“ hat sie, glaube ich, auch eine Zeitlang organisiert und einmal auch etwas gelesen, wo eine Weinmarke vorgekommen ist und dazugesagt, daß sie von dem Winzer wegen der Erwähnung des Namens, ein paar Flaschen präsentiert bekommen hat.
„Längst nicht mehr koscher“, war ihr letztes oder vorletztes Buch und jetzt den historischen Roman über die Lyrikerin Betty Paoli, 1814 in Wien geboren, also auch ein Geburtstagskind, die mit Marie Ebner von Eschenbach und Ida Fleischl befreundet war.
Michael Hammerschmid hat in seiner Einleitung auf die drei Biografien hingewiesen und erwähnt, daß man in dem Buch viel über die Medizin, die Literatur und das Leben dieser Zeit erfahren würde. Dann hat sich Claudia Erdheim durch das Buch durchgelesen. Das erste Kapitel heißt „Betty“ und die ist entweder die natürliche Tochter eines Militärarztes oder des Fürsten von Esterhazy, wie in Wikipedia steht. Hat in mehreren Häusern als Gesellschafterin gearbeitet und dann Ida Fleischl kennengelernt, in deren Haus sie später wohnte. Es gibt auch Kapiteln über die Dienstmädchen dort, zum Beispiel über die Köchin Helene und es wird beschrieben, wie die zum Markart-Umzug auf die Ringstraße geht.
Marie Ebner von Eschenbach, die Gräfin, hat den Auftrag für ein Schiller Stück bekommen und Betty Paoli war eine sehr strenge Kritikerin und hat einen eher konservativen Literaturgeschmack gehabt, sich aber sehr für die Frauenemanzipation und die Mädchenbildung eingesetzt. Die Damen spielten Karten, eine Affaire hat es auch gegeben und am Schluß hat Marie Ebner von Eschenbach das „Gemeindekind“ geschrieben, das auch auf meiner Leseliste steht.
Michael Hammerschmid fragte Claudia Erdheim, wie sie zu ihrem Stoff gekommen ist und Claudia Erdheim erwähnte die Briefe, die es in der Wien-Bibliothek gäbe und die Tagebücher. Ursprünglich wollte sie eine Biographie über eine Person des neunzehnten Jahrhunderts schreiben, ist dann auf das Tagebuch der Köchin Helene gestoßen und so auf die Idee der Frauenfreundschaft gestoßen.
Christel Fallenstein, die vor mir saß, hat mir noch eine Biografie von Eva Geber über Betty Paoli gezeigt und am Schluß hat Claudia Erdheim noch ein Gedicht gelesen und dazu gesaßt, daß Betty Paoli, die zu ihren Lebzeiten sehr berühmt gewesen wäre, mit Grillparzer waren die Damen, glaube ich, auch befreundet, eine Romantikerin gewesen wäre.
Wieder was gelernt, obwohl, glaube ich, bei dem Archiv-Symposium im Juni auch von einem Ebner-Eschenbach Briefwechsel gesprochen worden ist und Bücher habe ich mir auf dem Weg zu „Alten Schmiede auch wieder gekauft.
Denn beim „Morawa“ gibt es endlich einen Abverkauf, so daß ich meine Vorsätze wegen Bücherbeschränkung und nie wieder ein Buch, wohl endgültig über den Haufen geworfen habe.

2014-01-27

Von der AS in die Kolik-Lounge

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:04

Diesen Montag wieder ein volles Programm, haben da ja die Veranstaltungen des Lehrgangs für Sprachkunst stattgefunden, zu denen mich Marietta Böning so freundlich einlud, leider bin ich aber doch ein schlampiger Typ, so genau ich auf der anderen Seite auch bin, so bin ich erst darauf gekommen, daß die Veranstaltung am Montag statt am Dienstag ist, als ich mir den Montag schon mit Terminen zugepflastert hatte und ab 18. 30 gab es in der „Alten Schmiede“ eine dreiteilige Veranstaltung „Legende-Märchen-Gegenwartserzählung“ mit Sebastian Vogt, Reinhardt Wegerth und Manfred Chobot im Stundenrhythmus, dann hat mich noch Gustav Ernst darüber informiert, daß es um acht wieder eine Kolik-Veranstaltung gäbe und die letzte, die ich besuchte, war ja so schön und stimmig mit gratis Wein und gratis Kolik-Heften und dann dachte ich, daß ich wegen meiner Diagnostik wahrscheinlich ohnehin Befund schreiben und erst um acht ins Schauspielhaus käme. Die Dame mit dem Kind ist aber nicht gekommen, so ging es sich aus mir Sebastian Vogt anzuhören und sein bei „Resistenz“ erschienenes „Der wundersame Affe Fritz“ mit Geschichten aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert war auch sehr interessant.
Gab es da ja jede Menge literarische Anspielungen, wenn man sie erkannte und. daß der Affe Fritz, ein Artist. der vom Seil fällt, dann gelähmt ist, von einem Neurologen der anderwertigen Mediziner geheilt wird, bis er ein Pferd, das von einem Kutscher gepeitscht wird, umarmt und danach in Wahnsinn verfällt, an Friedrich Nietzsche erinnert, habe ich erkannt, die Borges Anspielungen bei dem Bibliothekar, der in einem kleinen Zimmerchen in der Nationalbibliothek in Buones Aires haust, von Milchkaffee lebt und am Abend Kolumnen schreibt und eine Berufung nicht mehr annehmen kann, weil er schon in Sprache verfällt, nicht, dann gibt es einen Käfersammler mit dem Nachsatz „Alles Gute Franz!“, oder so dann schon und der 1969 in Wien geborene Autor, der schon mal bei „Otto Müller“ verlegte, scheint auch sehr interessant. Reinhard Wegert und Manfred Chobot habe ich dann ausgelassen, Wegerths Buchvorstellung habe ich ja schon im Literaturhaus gehört und mich mit Christl Greller unterhalten und dem freundlichen Herrn zugenickt, der mich grüßte. Keine Ahnung wer das ist? Habe ich ja ein fürchterliches Personengedächtnis, das schon fast an Andrea Stifts Personenblindheit grenzt, die sie in ihren Wilfert-Krimi beschreibt.
Es war Luis Stabauer, den ich bei der Hietzinger Kleinverlagsmesse kennenlernte und dem ich erzählte, daß ich über ihn mit Gustav Ernst bei der letzten „Priesnitz-Preisverleihung“ gesprochen habe.
„Ich gehe jetzt in die Kolik-Lounge!“, fügte ich hinzu.
„Ich auch!“, antwortete er mir und so sind wir gemeinsam in die Porzellanggasse marschiert und haben dort gleich viele Bekannte getroffen, wie Friedrich Hahn und Anton Fian, einer der Lesenden. Karin Peschka die 2013 bei „Wartholz“ gelesen hat, stand auch auf dem Programm und Robert Prosser, den ich ja erst vor kurzem hörte.
Gustav Ernst begrüßte, wies auf die Einladung des Schauspielhauses auf Wein, den man sich holen könne, hin und auf die drei „Kolik-Nummern“, die im letzten Jahr erschienen sind.
Die konnte man sich kaufen, die anderen Ausgaben lagen wieder zu freien Entnahme auf und Robert Prosser, der die Lesung begonnen hat, las aus seinem „Geister und Tatoos“, ein Stück, das er auch in der „Alten Schmiede“ gelesen hat und ein anderes.
Erstaunlich, wie viel man eigentlich von dem Gehörten vergessen hat, so war es fast ein Wiederhören und Karin Peschka las ein Stück aus einem Roman, der im Herbst oder Frühjahr bei Otto Müller erscheinen soll. Einer der in Wien 1954 spielt und den ich mir besorgen sollte, denn er schien mir sehr interessant zu sein und Antonio Finans Buch, aus dem er las, ist offensichtlich gerade bei „Droschl“ erschienen.
Ein Stück von einem Akademiker, der Nachhilfestunden gibt und in einem Copyshop arbeitet, dort lernt er eine Frau kennen und folgt ihr, obwohl er verheiratet ist, in ihre Wohnung, ob er in Bett mit ihr geht, hat Antonio Fian nicht verraten sondern an dieser Stelle zu lesen aufgehört.
Nachher konnte man sich am Wein, beziehungsweise an den „Kolik-Nummern“ bedienen oder Freunde begrüßen und wieder interessant, wie viele der jüngeren Autoren das „Literaturgeflüster“ kennen und da denke ich, ich gehe im Literaturdschungel vollkommen unter.
Ist offensichtlich doch nicht so. Harald Darer, der beim „Alpha Literaturpreis“ gerade nicht gewonnen hat, hat mich darauf angesprochen, Judith Nika Pfeifer, deren Buch ich gerne lesen würde und die Gabi mit der wir 2007 bei Ruths Radkarawane mitgemacht haben, war mit einer Freundin da, die in der Schweiz lebt.
Am Nachhauseweg kam ich bei „Kuppitsch“ an dem Bücherkästchen vorbei, wo ich schon lange nicht war und habe wieder etwas gefunden.
Den Joseph Conrad und sein „Herz der Finsternis“ zum Beispiel oder einen Roman über Frieda Kahlo und dann noch ein „Herder-Weihnachtsbuch“.
Wer schrieb da etwas von einer Bücherbeschränkung?
Ich natürlich und ich halte sie nicht ein, macht aber nichts, denn die anderen sind ja auch nicht sehr vollkommen.

2014-01-25

Gesundenuntersuchung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:10

Träume bieten, wie man weiß und nachlesen kann, einen Einstieg in das Unbewußte und sind auch eine gute Inspirationsquelle für das Schreiben.
So habe ich mir meine Träume auch immer wieder aufgeschrieben und gelegentlich in meinen Texten eingearbeitet.
In letzter Zeit waren sie aber nicht so intensiv, daß sich das Notieren lohnte, bezeihungsweise gleich nach dem Erwachen vergessen.
Verfolgungen, Gehetztwerden, Gefühle von Hilflosigkeit und unlogischen Handeln beziehungsweise dem nicht richtigen Wehren können, kamen wie in Träumen üblich, vor.
Aber dieser, den ich letzte Nacht hatte war so intensiv und auch interessant, daß ich ihn ins Literaturgeflüster stellen möchte. Es ging dabei um eine Gesundenuntersuchung, dieser Titel ist mir nach dem Aufwachen eingefallen und die Untersuchung war in drei Teile aufgesplittert.
In Bussen wurde man dorthin gebracht, dann mußte man eine Stiege hochklettern, ich war, wenn ich mich nicht irre, bei den Ersten, meine Freundin Elfi war auch dabei. Eine Schwester kam und teilte Pillen aus, die man zur Untersuchung nehmen mußte, meine ist mir gleich einmal aus der Hand gefallent. Eine Frau, war, glaube ich, auch noch dabei. Dann ging es in den zweiten Teil und an einen anderen Ort, das war ein großer heller Raum, wo man zuhören konnte, wie sich die Schwestern oder medizinische Assistenten über ihren Urlaub unterhielten, Gegenstände wurden glaube ich auch herumgeschoben und ich hörte, daß die Frau, die beim ersten Teil gewartet hat, inzwischen verstorben ist, im dritten Teil bin ich wieder in einen Pavillon der im „Steinhof“ gelegen sein könnte, hinaufgeklettert.
Das läßt sich nun herrlich interpretieren oder nachdenken, wie es in den nächsten Text hineinkommen könnte, denn das ist ja ein bißchen mein Problem und für mich ungewöhnlich, daß ich nicht weiß, was ich als nächstes schreiben werde und mich auch dafür fürchte, daß ich eines meiner Themen, das ich schon hatte, wieder aufgreifen und nochmals bearbeiten könnte. Ich glaube zwar an den Satz „Man schreibt immer den selben Roman, sein Leben lang!“ und die meisten haben meine zweiunddreißig literarische Bücher ohnehin nicht gelesen, so daß das gar nichts machen würde.
Der Alfred hat bei den „Dreizehn Kapiteln“ aber gesagt, schreib nicht so viel und wiederhole dich nicht so oft! So daß ich diese Warnung erst nehmen sollte. Ich bin auch noch gar nicht so weit, mich um das nächste zu kümmern. Gibt es da ja noch zwei Bücher, die auf das Fertigwerden warten. Bei den „Kapiteln“ hat mir der Alfred jetzt den Text und den Umschlag zur Endkorrektur gebracht, so daß es die Vorschau bald im Blog geben könnte und auf die Website wird das zweite Kapitel „Die gesprengten Gräber kehren zurück“, die Geschichte des Sinologen Ernst Schwarz kommen.
Dann gibts noch die „Brüderschaft“ und da komme ich nur sehr langsam weiter, denke, macht ja nichts, wenn ich trödle, ich soll mir ohnehin Zeit lassen, also tue ich es und warte auf die Reaktionen der anderen, beispielsweise im „Literaturgeflüster“, aber da kommt ja nicht sehr viel, obwohl ich jetzt einen neuen Follower habe, den ich herzlich begrüßen möchte und Gerhard Jaschke mein „Geflüsterbuch“ mehrmals sehr begeistert lobte, mir zu meinen Erfolg gratulierte und meinte, daß ich ja nicht aufhören soll. Das habe ich ohnehin nicht vor und als ich schrieb, daß der Erfolg noch auf sich warten läßt, hat er mir zur Aufmunterung einen Text darüber geschickt, den er bei den Podiumslesungen im Cafe Prückl vorgetragen hat.
Zu lange sollte ich aber auf die aufmunternden Reaktionen doch nicht warten, obwohl ich ja einen Aufruf nach Ideen und Themen machen könnte.
Denn einfallen würde mir immer noch eine Sechzigjährige, die in ihre Bücher steigt und daraus Geschichten macht und das hatte ich ja schon wirklich öfter bearbeitet, war das ja das Thema der „Dora Faust“, die „Kapitel“ beginnen so, die Tante Lilly liest und beim Nanowrimonovel von 2012 habe ich glaube ich, so etwas Ähnliches geschrieben, daß mich eine Leserin fragte, warum immer über Bücher oder alte Leute schreiben, warum nicht über etwas ganz anderes? Nun gut, ich bin für Ideenspenden offen und werde, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin, mich auch bereitwillig auf Ideensuche machen und kann und will mir auch Zeit dafür lassen.
Bezüglich der Lese- und Reisepläne gibt es eine Änderung, wollte der Alfred ja unbedingt nach Portugal fliegen und dort eine Kreuzfahrt machen. Schon im letzten November und jetzt nochmals, so daß ich mir schon Portugal-Literatur besorgte und mir zu den beiden Saramagos, die schon auf meiner Leseliste stehen, noch einen Lobo Antunes und eine Gedichtesammlung kaufte.
Jetzt wurde auch diese Reise abgesagt und wir werden stattdessen wahrscheinlich noch einmal mit der Schwiegermutter nach Bük ins Bad fahren, was nichts macht, da von den Büchern, die ich mir im November mitgenommen habe, einige ungelesen blieben und ich vorige Woche eine große „Ungarn-Anthologie“ mit neuen Texten im Schrank gefunden habe. Ein Ungar steht auch auf der heurigen Leseliste und ein Buch von der Magda Szabo habe ich auch, das ich das letzte Mal vergessen habe.
Ansonsten lese ich mich sowohl durch den Haruki Murakami, der mir sehr gut gefällt, beziehungsweise den Karel Capek von der Harlander Leseliste, in den ich mich noch ein bißchen einlesen muß.
Susanne Schneider hat sich vor ein paar Tagen bei mir gemeldet und mich an den „Katzenfasching“ erinnert, da habe ich den Text schon zum Jahresende geschrieben und für die „Männer Frauen Lesung“ zu der mich Irene Wondratsch im Mai in den Republikanischen Club eingeladen hat, würde aus den „Dreizehn Kapitel“ die „Frau am Fenster“ passen. Da ist das Buch dann vielleicht schon fertig oder wieder gerade nicht, wie bei der Lesung in der Klimt-Villa oder das „Literaturgeflüstertextebuch“ beim letzten Geburtstagsfest.
Mit den Bücherbeschränkungsplänen klappt es noch immer nicht richtig, habe ich da ja am Monatag, als ich zur „Ernst Kostal-Lesung“ gegangen bin, sowohl ein Buch von Jonathann Tropper gefunden, auf das ich bei den Blogs aufmerksam geworden bin als auch eines über eine lesende Frau, das mich natürlich interessierte und am Dienstag hat dann einer sechshundert oder wahrscheinlich weniger Krimis eingeräumt, die ich ja auch sehr gerne lese.

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