Literaturgefluester

2016-01-01

Das neue Jahr

Das neue Jahr hat begonnen und wir haben den Silvester nicht zur  Gänze, aber ein bißchen bei der Ruth in Wien bei einem Abendessen mit ihrer Schwester und der Hilde Schmölzer gefeiert, bei der letzteren sind wir auch früher ein paar Mal in ihrem Haus am Stadtrand gewesen, jetzt bis zehn in der Stadt, dann ist die Ruth zum Silvesterpfad in die Innenstadt aufgebrochen. Da waren wir einmal, als die Anna  klein war und am Stephansplatz noch die Raketen flogen, da war es laut und kalt und so sind wir gestern um halb elf nach Harland gefahren, um pünktlich mit der Schwiegermutter vor ihrem neuen Fernseher auf das neue Jahr anzustoßen.

Die Nika tut das in der „Weihnachtsfrau“ im „Jazzland“ tanzt dort Walzer und geht  um drei Uhr früh mit Harald Schwabeneder nach Hause, auf der Kärtnerstraße trifft sie den alten Max, der das ebenfalls tut und  vor dem Bücherschrank der Buchhandlung „Kuppitsch“ noch die Fatma Challaki mit Hassan Arawani.

Dieses Manuskript gilt es noch zu korrigieren, bevor es mein, ich glaube, neununddreißigsten Selbstgemachtes werden wird.

Am Montag habe ich das in Wien sehr exzessiv getan, bin den Text, glaube ich, an die dreimal durchgegangen und dabei in eine Anführungszeichenmanie hinein geraten. soll ich jetzt „Cola“ und „Thomas Bernhard“ etcetera unter Apostroph setzen, etcetera?

In das gerate ich gerne mal hinein und dann korrigiere ich noch rund ein Monat bis ich mit dem Text zufrieden bin und demAlfred übergebe, der ja noch am „Sommernanorimo“ zu arbeiten hat, während die „Selma“ schon beim „Digitaldruck“ ist und ich das „Dummie“ wahrscheinlich bald bekommen werde.

Und da bin ich schon bei meinen Neujahrsplänen.

Meistens bin ich in das neue Jahr, wie es sich gehört mit neueer Euphorie gestartet, habe einen Text, wie beispielsweise das „Gruftiemädel“ für die neue „Sterznummer“  ausgeschickt, der dort nie erschienen ist oder versucht doch noch eine Rezension für eines meiner neuen Bücher zu bekommen.

Da bin ich jetzt ein bißchen resigniert und so ist auch der Jahresabschlußbericht, den ich vor ein paar Tagen geschrieben habe, ein wenig depressiv ausgefallen.

Ganz so schlimm ist es vielleicht nicht, denn da sind dann gleich zwei liebe Kommentare gekommen und so kann ich in das neue Jahr vielleicht doch ein bißchen zuversichtlich starten, denn zu schreiben und zu lesen gibt es ja genug.

Zu schreiben werde ich dann nach der „Nika“ wieder etwas Neues anfangen und beim Lesen habe ich mir heuer  wieder einiges vorgenommen, von dem ich nicht ganz sicher bin, ob und wie ich es schaffen werde und das sind angesichts der Bücherberge, die mich umgeben, wirklich und wahrhaftig Luxusprobleme und das Scheitern kann auch manchmal lustvoll sein.

Also auf meiner Leseliste von 2016 hundertfünfundfünzig Bücher, 162 habe ich 2015 gelesen und das auch nicht wirklich, denn mit Wilhelm Bartschs „Amerikatz“, das ich bei „Buchrevier“ gewonnen habe, bin ich erst auf Seite hundertzweiunddreißig, also werde ich es heute oder morgen fertig lesen, es aber bei den 2015 Bücher stehen lassen und dann mit meiner Liste von 2016, wo es bald einen „Vicki Baum-Schwerpunkt“ geben wird, beginnen, denn da habe ich in den letzten Jahren einige Bücher dieser einmal sehr berühmten Bestsellerautorin gefunden und die interessiert mich sehr.

Die Bücherblogger rascheln schon mit den Vorschauen und zeigen auf ihren Facebookseiten her, was ihnen die Verlage von der Frühjahrsproduktion schon alles geschickt haben.

Die hat mir der „Aufbau-Verlag“ auch wissen lassen und da habe ich mir Ronja von Rönnes neues Buch, das im März, glaube ich, erscheinen soll, ausgesucht.

Mal sehen ob es kommt. Ganz sicher bin ich mir dabei ja nie, weil ich im Dezember drei Bücher angeboten bekommen habe, auf die ich noch warte, aber ich habe ja genug zu lesen und auch wirklich und wahrhaftig vor, die hundertfünfundfünfzig schon aufgeschriebenen Bücher zu schaffen, obwohl ich einige von ihren, wie zum Beispiel Donna Leons „Blutige Steine“ oder William Faukners „Licht im August“ in meinen Bücherstapeln noch finden muß. Letzteres hatte ich einmal sogar zweimal im Haus, das Zweite zurückgetragen, das Erste finde ich derzeit nicht. Luxusprobleme, ich weiß und ein bißchen will ich ja auch heuer Buchpreisbloggen, denn das war eine wirklich sehr interessante Erfahrung, aber hundertfünfundfünfzig und zwanzig oder zehn, die wahrscheinlich kommen, sind schon sehr an der Grenze, was ich lesen kann und wenn der „Holzbaumverlag“ mir seine schönen Cartoons und Comics anbietet, sage ich auch nicht nein, weil ich ein bißchen Humor sicher brauchen kann.

Das neue Jahr startet wahrscheinlich wieder langsam an. Bis Sonntag werden wir in Harland sein, am Donnerstag ist dann die erste Schreibgruppe im Cafe Fortuna vormals Ludwig, da kann ich wenn ich will, die Ruth, die das nicht mag, wieder ein bißchen ärgern und schon die Startszene, wo die Paula im neuen roten Seidenkleid und stark geschminkt den Paul mit seinen kurzen Haaren im Gasometer trifft, wo er auflegt und sich erinnert, daß sie, als sie noch der Paul war mit der Paula zur Schule gegangen ist, für mein neues Projekt anschreiben.

Mehr als das habe ich ja noch nicht konzipiert und das ist für einen ganzen Roman viel zu wenig, aber vielleicht eine gute Starterszene, die Woche darauf ist dann wieder „MUSA“, aber da hat der Martin, den Alfred noch bezüglich seines Sechzigsten in ein Kabarett eingeladen und weil der Alfred, die sehr mag und sich oft gern was „Exotisches“ aussucht, werden wir Ende des Montas für ein Wochenende nach Salzburg fahren und dort auch ein Kabarett besuchen.

Am Vierzehnten lesen die Ruth, der Peter Campa und noch ein mir  bekannter Autor bei den „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“, aber das ist auch die „Regionalversammlung der IG Autoren“ im Literaturhaus und eigentlich fahren wir ja alle vierzehn Tage nach Harland und das jetzt schon am Donnerstag, weil der Alfred seit Oktober in Altersteilzeit ist.

Mehr Programm weiß ich noch nicht, beziehungsweise habe ich mir aus den Jännerprogrammen, die bis jetzt gekommen sind, noch nicht in meinen Kalender eingetragen, aber man kann und soll ja sanft und leicht in das neue Jahr starten, mit einigen Plänen und dann weitermachen wie bisher, denn ich bin ja wirklich sehr produktiv und das „Volksstimmefest“ und die „Poet Night“ wird es vielleicht auch wieder geben.

Also noch einmal ein schönes neues Jahr allen meinen Lesern und Leserinnen mit vielen schönen Büchern und wenn ich ehrlich bin, bin ich jetzt schon ein bißchen auf die Liste gespannt, die da im August veröffentlicht werden wird, an der wahrscheinlich noch einige Autoren und Autorinnen schreiben.

Wird spannend werden, auch was „Alpha“ und der neue „Bachmannpreis“ bringen wird.

Das Richard Schuberth-Buch steht ja auch meiner Leseliste und der erste Krimi von Franzobel, den ich bei der vorletzten „Buch-Wien“ gewonnen habe und die „Süddeutsche Zeitung“ und da bin ich wieder bei den Rückblicken hat eine Liste der angeblich zehn besten Bücher des Jahres 2015 veröffentlicht, da habe ich Dank „Buzzaldrins Buchgewinn“, dem „Buchpreisbloggen“ und dem eigenen Schreiben fünf schon gelesen und das sechste Jonathan Franzens „Unschuld“ habe ich zum Gebrutstag bekommen.

 

2015-12-31

Zum Jahresausgang

2015 ist bald vorbei, Zeit zurückzublicken und ein Resume zu ziehen, aber wenn man das Literaturgeflüster genau liest, wird man sehen, daß meine Jahre ziemlich ähnlich ablaufen, ein bißchen weniger Aktion ist leider auch dabei, so habe ich heuer bei der anderen Buchmesse nicht mehr gelesen und auf der Leseliste stehen auch ein paar Bücher weniger, als in den letzten zwei Jahren, aber sonstwar es sehr ähnlich.

Das heißt, ein paar Störungen hat es Anfang 2015 gegeben, so hatte ein ein paar Wochen keinen Computer, elektronisch kann ich die Diagnostik auch nicht mehr abrechnen, ich habe eine neue Mailadresse, aber es sind wieder drei Bücher fertig geworden und drei habe ich wieder geschrieben, wobei die „Selma“ im Jänner erscheinen sollte. Dann kommt die Sommergeschichte, am Adventkalender habe ich noch zu korrigieren und, daß ich 2015 eigentlich eine Trilogie geschrieben habe, habe ich schon berichtet und ein Sommer und ein Weihnachtsbuch, eigentlich eine Spielerei könnte man meinen und dann habe ich eine Weile gedacht, jetzt ist mir der Stoff ausgegangen, jetzt weiß ich nicht mehr was ich schreiben soll, weil ich ja nicht immer über depressive Frauen, alte Menschen und Büchersammeln schreiben will, dabei stecken bleibe und mich irgendwie im Kreis drehe.

Dann ist mir die Idee gekommen über eine Frau, die einmal ein Mann war, die einen Mann trifft, der einmal eine Frau war zu schreiben, da habe ich dann zu arbeiten und zu entwickeln, kann zeigen, was ich kann und vielleicht gelingt mir auch ein Jahr oder mehr daran zu arbeiten oder auch nicht, wenn von außen kein Anstoß kommt, wird auch das im Verborgenen bleiben, wie die anderen Ideen, wie beispielsweise die „Mimi“, die „Dreizehn Kapitel“, etcetera, die ich mal hatte, denn ich nähere ich mich ja dem vierzigsten Selbstgemachten an und damit bin ich trotz „Amazon“ immer noch im Eck und die Blogger sagen, wenn sie Blogs von Autoren suchen „Aber bitte keine Selbstpublisher, sondern nur die von echten, lebenden Autoren!“

Nun ja, das kann ich nicht ändern, trotzdem bin ich heuer wieder in Leipzig gewesen, auf der Buchmesse sogar als Bloggerin akreditiert und dann noch einmal im Sommer bei Utes Fest. Ein Stück durch Deutschland sind wir auch geradelt, zweimal waren wir in Ungarn und da sind wir schon bei den Veranstaltung in Krems und Göttweig bei „Buch und Wein“.

Leider nicht als Lesende, nur als Publikum, aber ich habe einige Male gelesen, der Bezirk Margareten lädt mich ja öfter dazu ein, so war ich bei diesem Büchertauschfest am „Tag des Buches“, beim Margaretner Fest für Kunst und Kultur“, Harald Pesata hat mich eingladen Ernst Hinterberger zu lesen und im „Readingroom“ habe ich sowohl mein Sommer- als auch meinen Winternanowrimo vorgestellt und beim Wiedner Hauptstraßen-Strassenfest war ich auch.

In der „Alten Schmiede“habe ich heuer nicht gelesen. Reinhard Wegerth macht nicht mehr die „Textvorstellungen“ und Michael Hammerschmid und Angelika Reitzer bin ich möglicherweise nicht experimentell genug. Vielleicht klappt es wieder bei Friedrich Hahn oder Renata Zuniga , da schicke ich meine neuen Bücher ja immer noch hin, beim Literaturhaus habe ich schon damit aufgehört und beim ORF scheint es auch nicht sehr viel zu bringen, aber ö1 hat ja selber Schwierigkeiten und da sammelt Gerhard Ruiss jetzt Texte für eine „Funkhausanthologie“ und dafür habe ich vor kurzem einen Text geschrieben.

Das Volksstimmefest gibt es aber und da gab es heur wieder eine Präsentation der zuletzt erschienene Anthologie, die „Poet-Night“ und  „Westbahn spontan“ hat sich auch im Amerlinghaus vorgestellt.

Mein Geburtstagsfest hat es gegeben und was die Veranstaltungen betrifft, bin ich außer zu Ostern und im Dezember als wir in Ungarn waren, wieder viel ins MUSA gegangen um zu sehen, wer die Preise und Stipendien der Stadt Wien bekommt. Zum „Alpha“ gehe ich jetzt immer auch, zum „Wildganspreis“, zum „Priessnitz– und zum „Leo Perutz-Krimipreis“, beim „Theodor Kramer Preis“ war ich heuer in Niederhollabrunn und auf der „Buch Wien“ und natürlich noch bei sehr vielen schönen literarischen Veranstaltungen, etwa drei bis viermal die Woche und dann blogge ich immer darüber und wenn ich Pech habe, schreibt mir jemand, „Das ist der desinteressierteste Bericht, den ich je gelesen habe!“, aber ich gebe es zu, das ist schon länger her, daß das passierte und ich bin ein bisserl nachtragend!

Gelesen habe ich 2015 weniger als 2014 und 2013, ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht weil ich zu so vielen Veranstaltungen gehe, „Holzbaum“ schickt mir freundlicherweise seine ganzen Neuerscheinungen, „Residenz“ hat ab Sommer damit aufgehört, aber da habe ich „Buchpreis“ gebloggt und das war eigentlich eine sehr schöne Erfahrung, auch wenn sie meine Leseliste komplett durcheinander gebracht hat.

Dann habe ich noch ein  schönes Buchpaket bei „Buzzaldrin“ gewonnen, daß ich zu zwei Drittel gelesen habe und andere schöne Bücher, die ich auf dem Flohmarkt von 2012 gekauft habe, beispielsweise und da waren auch ein paar andere Buchpreisbücher der vorigen Jahre darunter und die von Bachmannpreisgewinnen, auf den ich jetzt fast vergessen hättte, obwohlich den ja auch im Sommer in meiner Sommerfrische verfolge, bevor ich dann mit dem Sommerschreiben begonnen habe.

Ob ich mein Lesepensum 2016 schaffe wird das nächste Jahr zeigen, heuer habe ich sehr viele schön Bücher gelesen und ich will ich Mischung zwischen alt und neu eigentlich beibehalten, aber das kann ich in der Jahresvorschau, die demnächst folgt und wo dann  einmal acht Jahre Literaturgeflüster kommen wird, schreiben.

2015 war also vielleicht etwas schiwerig und richtige Highlights hat es nicht wirklich viele gegeben, aber viele schöne Erfahrungen, beim Lesen, Schreiben, Hören und so soll es auch im neuen Jahr bleiben.

Da ist eine die schreibt und  sich sehr bemüpht und wem das interessiert, kann das, da es  Internet und Digitaldruck möglich machchen verfolgen und ich habe auch sehr viele schöne Blogs gelesen.

„Ohrenschmaus-Jurorin“ war ich natürlich auch und habe da für einen sehr interessanten Autor eine Laudatio gehalten.

Es war also doch nicht ganz so trist, wie es vielleicht scheint, denn es gibt ja sehr viele Leute, die schreiben und ich finde eigentlich alles interessant und würde am liebsten auch alles lesen, aber natürlich selber schreiben und wenn es geht, ein bißchen auffallen im Literaturbetrieb, was aber nicht zu gelingen scheint.

Und hier der „WordPress-Jahresrückblick“

 

2015-12-28

Lieblingsbücher

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 00:14
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Zur Zeit des vorletzten Buchpreises habe ich versucht mir meine eigene Long- und Shortlist zu machen, die meiner eigenen sogenannten Indie-Bücher und bin daran gescheitert, konnte mich aus meinen über dreißig Selbstgemachten nicht für zuerst zwanzig, dann sechs und dann für das „beste“ überhaupt entscheiden.

Letzteres würde ich auch jetzt nicht können, aber meine fünf oder sechs Lieblingsbücher habe ich aus der Liste von inzwischen sechsunddreißig selbstgemachten Erschienenen, dazu kommen noch die „Hierarchien“, den zwei „Stotter-Sach und Fachbüchern“ und den der sogenannten Trilogie, die noch am Fertigwerden ist.

Eine ganze Menge in über vierzig Jahren könnte man so sagen, „Schreib nicht soviel!, meinen manche und es stimmt, ich schreibe seit ich diesen Blog betreibe, schneller denn je, habe manchmal das Gefühl ich bin schon ausgeschrieben und meine Themen habe ich natürlich auch.

Meine realistisch psychologischen, offenbar zu wenig abgehobenen, um im Literaturbetrieb Gehör zu finden, vielleicht habe ich auch nur Pech gehabt und ich habe mich in meinen Geschichten über das Alter, über die armen depressiven Fraunen, das Sterben, den KrebsDemenz und Alzheimer natürlich wiederholt.

Das Büchersammeln kommt seit einigen Jahren hinzu und so gibt es schon eine ganze Reihe Bücher in denen die offenen Bücherschränke eine Rolle spielen.

Früher habe ich mich mit dem erfolglosen Schreiben beschäftigt. Die „Dora Faust“ ist da ein Beispiel,“Schreib nicht soviel über das erfolglose Schreiben!“, weil das  niemanden interessiert, hat Elfriede Haslehner einmal zu mir gesagt.

Das scheint aber auch bei meinen anderen Büchern so zu sein und auf meine Lesungen kommen bekannterweise auch nicht so besonders viele Leute.

Trotzdem habe ich meine Lieblingsbücher und vielleicht weil ich mich heuer mit dem richtigen Buchpreisbloggen beschäftigt habe und da auch meine persönlichen Shortlistfavoriten und sogar mein dBp-Buch habe und mir aus den wahrscheinlich hundertzweiundsechzig 2016 gelesenen Büchern auch ein paar besondere Highlights herauspicken kann, obwohl ja jedes Buch anders ist und nicht miteinander zu vergleichen, wozu ich nach wie vor stehe, kann ich auch aus meinem Bücherreihen ein paar Lieblinge heraussuchen.

Es gibt von mir auch ein paar Manuskripte, die nie veröffentlicht wurden, „Die Gasse oder Marthas Wohnungen“ „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ beispielsweise, Texte, die ich bei den Textvorstellungen in der alten „Alten Schmiede“ unter der Moderation von Herbert J. Wimmer in den Neunzehnhundertachtzigerjahren vorgestellt habe, die aber nicht veröffentlicht wurden, weil ich keinen Verlag dafür gefunden habe.

Dann kamen die „Hierarchien“, die Jack Unterweger machte, die hatten ein paar vernichtende Kritiken, obwohl ich als ich das Buch Jahre später nochmals gelesen habe und dachte, das ist halt ein Anfängerbuch, herausgefunden habe „So schlecht ist das nicht!“

„Die Wiener Verhältnisse“, sind schon im Digitaldruck, wie ich das lieber als Eigenverlag, denn ich habe ja keinen Verlag, nenne, erschienen und ich würde es als Buch eins meiner Shortlist nennen, die um 2000 entstandene Geschichte mit einer Rahmenhandlung, um eine junge Frau, die nach Amerika fährt um den alten Jakob Mandelbaum zu interviewen, dessen Jugendbuch sie im Nachlaß ihres Vaters gefunden hat.

Unter fast vierzig Büchern fünf oder sechs besondere auszuwählen ist auch schwierig und ich komme auch immer zu anderen Resultaten.

Die „Schreibweisen“ drei Geschichten über den Literaturbetrieb oder das Schreiben mit einem schönen Cover und einem Text von Alexandra Millner, wo ich leider das zweite „l“ vergessen habe, zählt also  mal dazu und mal wieder nicht.

Aber mein erster Krimi „Tod eines Jurymitglieds“, wo ein solches eines Literaturwettbewerbs tot am Donaukanal aufgefunden wird und der Kommissar mit seinem Assistenten geht dann von Bewerber zu Bewerber, um die Sache aufzuklären, wäre auch in unserem „Vierfrauenbuch“ erschienen, das ich einmal mit Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler und Valerie Szabo machen wollen. Wir hätten  aber zwanzigtausend Schuilling an einen Verlag zahlen sollen, was ich nicht wollte und so ist es ungedruckt geblieben.

Und da wären wir schon beim nächsten Buch, beziehungsweise nächsten Krimi Versuch, nämlich „Tauben füttern“,das ich auch sehr mag. Da gibt es wieder eine Tote am Donaukanal, die durch einen Ast erschlagen wurde, weil ich Morde ja nicht mag und einen an Alzheimer erkrankten Dichter.

Ich habe da so etwa 2004, noch einmal eine „große Verlagsaussendung“ gemacht, wie auch bei den „Wiener Verhältnissen“ zurückgekommen ist nicht viel, obwohl sich der Verleger des „Resistenz-Verlages“ ein oder zweimal bei mir meldete, es aber auch nicht machen wollte.

Dafür schien der Lektor eines der sogenannten Selbstzahlerverlage, in dessen Kartei ich einmal gekommen bin, begeistert, dem ich es für ein „kostenloses Stipendkum“ schickte, das ich dann leider leider nur fast gewonnen habe. Er bot mir später einen kostenlosen Agenturverlag an, aber der Verlag, der es genommen hätte, wollte ein paar tausend Euro dafür haben.

„Darüber habe ich dann im „Wilden Rosenwuchs“ geschrieben, das vielleicht nicht ganz zu meinen Lieblingsbüchern zählt und da hätte ich jetzt fast Buch drei „Lore und Lena“, eine Kindergeschichte über zwei Zwillingen, die wegen der Scheidung ihrer Eltern getrennt wurden und sich  zehn Jahre später aufgrund eines Zeitungsartikels über die Mutter und des eines Mädchens wiederfinden, weil Lena, die andere, beim Vater Paul, einem Schriftsteller aufgewachsen und eine Alternativschule besuchend, in dieser ein Zeitungsprojekt darüber machte, vergessen.

Leider habe ich dafür auch keinen Verlag gefunden, was ich noch immer nicht verstehe, eine Kinderbuchautorin meinte einmal, das läge daran, daß meine Sachen nicht richtig für Kinder aber auch nicht ganz für Erwachsene wären.

Dann kam die „Globalisierungsnovelle“, „Das literarische Leben der Dora Faust“, die „Radiosonate“, die ich ja schon ein bißchen im Blog beschrieb und und….

Seitdem ich blogge sind achtzehn Bücher entstanden, drei im Jahr, meine Lieblingsthemen habe ich oben schon  erwähnt, es gibt aber auch andere im „Haus“, Buch vier auf meiner Lieblingsliste, habe ich versucht, hundert Jahre Steinhof, die berühmte psychiatrische Klinik, am Rande Wiens, die jetzt „Otto Wagner Krankenhaus“ heißt und überhaupt aufgelöst oder umverlegt werden soll, an Hand einer Familie und drei Psychiaterinnengenerationen zu beschreiben.

Schade, daß ich damit keine Aufmerksamkeit bekommen habe, wie auch bei der „Mimi“ nicht, wo ich meine Erfahrungen beim „Ohrenschmaus“ verarbeitete und über eine junge Frau mit Downsyndrom geschrieben habe.

Ju sophie hat das ja nicht gefallen und damit war es dann auch schon aus, obwohl Marinko Stefanovic, den ich einmal bei der Literatur im Herbst kennenlernte, die Geschichte ins Bosnische übersetzen wollte.

Da kommt auch schon der offenen Bücherschrank darin vor, deshalb habe ich daraus auch beim  offenen Bücherschrank einmal gelesen und ich denke, es ist ein besonderes Buch, schade, daß ich mit meinen fünfzig Digitaldruckbüchern dann so wenig Möglichkeiten habe.

Ich stelle sie auf meinen Blog vor, versuche daraus zu lesen, schicke auch ein paar herum, die Resonanzen sind aber meisten dürftig, denn ich habe ja, da bin ich aber selber schuld, keine ISBn Nummer und damit scheint es auch in Zeiten des „Amazon Selfpublishing“ aus zu sein, aber dagegen habe ich mich ja entschieden und „Wikipedia“ hat einmal angefangen mir meine „Digitaldruckbücher“, also ab „Novembernebel“ hinauszustreichen, denn „Eigenverlag wollen wir nicht!“

Das hat sich inzwischen vielleicht geändert, ich weiß aber nicht, wie ich wieder hineinkommen könnte und Gerhard Ruiss, den ich einmal um Rat gefragt habe, wußte es ebenfalls nicht.

„In der „Absturzgefahr“ kommen die Bücherschränke wieder vor und auch eine hundertjährige Psychiaterin,  im „Haus im Grünen“, der ja in dem Buch geschrieben, beziehungsweise von der Schreibtrainerin Fritzi Jelinek lektoriert wird. Man sieht meine Themen wiederholen sich und Fritzi Jelinek mit ihrer platonischen liebe zu Pfarrer Janusz Warszinski kommt auch in der „Selma“ nochmals vor und da spielen auch die Bücherschränke eine Rolle.

„Mein nächsten Lieblingsbuch würde ich aber bei den „Dreizehn Kapitel“ ansetzen, dem Roman, der eigentlich eine Erzählung ist und kapitelweise von einer Person zur nächsten weiterführt und es sind einige interessante Kapitel dabei, zum Beispiel Kapitel vier, „Eine Weihnachtsfrau für alle Fälle“ über die ich ja heuer meinen fünften „Nanowrimo“ geschrieben habe. Aber auch die Laura Augustin, die pensionierte Büchersammlerin, die man ja vielleicht auch in der „Selma“ wiederfinden könnte und die findet im Bücherschrank, ein Buch das ich auch dort gefunden habe, nämlich „Das gesprengte Grab, Erzählungen aus China, herausgegeben von einem Ernst Schwarz und der hat dann auch ein Kapitel in dem Buch bekommen.

Also ganz so uninteressant sind meine Bücher vielleicht doch nicht, aber da ja die Selfpublisher immer noch nicht als richtige Autoren gelten, komme ich nicht sehr viel damit heraus, obwohl das Kapitel auch in der neuen Volkkstimmeanthologie enthalten ist und ich daraus beim vorletzten Volksstimmmefest gelesen habe und da ist ein Interessent zu mir gekommen und hat mir mein Leseexemplar abgekauft, weil er nicht zum Büchertisch gehen wollte.

Als wären jetzt die „Wiener Verhältnisse“, „Lore und Lena“ „Tauben Füttern“, „Das Haus“ und die „Dreizehn Kapitel“ meine Lieblingsbücher aus denen ich dann immer noch nicht das eine Best of erwählen kann.

Es gibt aber auch zwei „Best of- Bände“, wie ich die Erzählbände mit meinen unveröffentlichen Geschichten genannt habe, die ich 2003 und 2005 herausgegeben habe, denn damals habe ich noch oft Kurzgeschichten für verschiedene Literaturpreise geschrieben, die ich dann nicht gewonnen habe.

Auch damit habe ich aufgehört, ich schreibe ja nur mehr für mich selbst, das heißt meine Bücher und das „Literaturgeflüster“ und da ist das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, mein einunddreißigstens Selbstgemachtes sicher auch etwas Besonderes, obwohl man das eigentlich nicht kaufen braucht, weil man alle Texte, vielleicht nicht so lektoriert, im Netz findet und so etwas hat und wird auch mit der „Nika Weihnachtsfrau“ meinem fünften Nanowrimo passieren. Das Buch ist noch nicht fertig, es gibt aber schon drei Texte davon im Blog zu finden und in den nächsten Jahren werde ich wahrscheinlich auch immer wieder ein Fenster hineinstellen und das ist vielleicht so etwas besonderes, wie das Projekt „Morgen mehr“, das der „Hanser Verlag“ im Jänner beginnen will, wo Tillmann Rammstedt jeden Tag ein paar Seiten eines Romans schreibt, den man dann kostenlos oder auch nicht, das habe ich noch nicht so ganz herausgefunden, abonnieren und lesen kann.

Das erregt glaub ich viel Auffsehen, die „Nika Weihnachtsfrau“ ist, wie mein ganzer Blog ein wenig unbemerkt geblieben, aber seit 2008 präsentiere und promote ich meine Bücher hier.

Es gibt die Büchervorschauen, es gibt die Schreibberichte und wenn das Buch erschienen ist gibt es auch ein Bild davon zu sehen.

Gewinnspiele gibt es auch, ein großes zu Dreißig Bücher und fünf Jahre Literaturgeflüster im Jubiläumsjahr und seither immer wieder kleine in den Vorschauen, die Resonanz ist ja gering, da sich die Blogger ja nicht so sehr für das Selbstgemachte interessieren, aber bei der „Selma kann man die Fragen noch beantworten und gewinnen, wenn man möchte und auf diese Weise ein wenig mehr über meine Lieblingsbücher und auch die anderen erfahren, denn eigentlich sind mir ja alle lieb, auch wenn wahrscheinlich nicht wirklich alle gleich gut gelungen sind und, ich gebe es  zu, einige Wiederholungen gibt.

Und jetzt habe ich  auch auf „Das Schutzengelchen“ vergessen und das ist auch ein besonderes buch mit einem besonders schönen Cover, nämlich orginal Feldpostkarten, die mein Großǘater das das Fräulein Greti und den Herrn Otto aus dem ersten Weltkrieg nach Hause zu Frau und Kindern geschickt hat.

„Anna kämpft gegen das Vergessen“, ist etwas Besonderes, denn da gibt es ein „Wunschgedicht von Richard Weihs“ und ein Cover mit den Bücherwänden aus meinen Schlafzimmer und und und, wahrscheinlich sind es doch viel mehr Lieblingsbücher, wie es mir ja auch bei denen auf meiner Leseliste so geht und ich eigentlich auch eine strkte Gegner des Auswahlverfahrens bin, obwohl mir ja das Buchpreisbloggen, das ich heuer betrieben habe, unbestritten großen Spaß machte.

Das ich jetzt beginne Figuren aus früheren Romanen auch in Weiteren zu verwenden, habe ich schon erwähnt, die Fritzi Jelinek aus der „Absturzgefahr“, taucht auch in der „Selma“ wieder auf und die Fatma Challaki gibt es nicht nur in der „Selma“ sondern auch im sogenanten „Sommer- und im Winternanowrimo“.

Fünf meiner Bücher habe ich inzwischen auch im Rahmen des „Nanowrimo“, diesem berühmten Schreibprojekt, das jährlich in November weltweit und trotzdem ziemlich unbeachtet vom Literarubetrieb über die Bühne gibt, geschrieben und 2015, die Trilogie, die mit der Selma begonnen hat und dann eine Sommer und eine Wintergeschichte, nämlich den Adventkalender mit der Nika, Weihnachtsfrau.

Dabei hätte ich im Oktober und im November gedacht, ich bin ziemich ausgeschrieben und mir fällt nie mehr etwas ein, jetzt spukt mir schon die Geschichte von der Paula, die als Paul auf die Welt gekommen ist und  vom Paul, der einmal Paula hieß, im Kopf herum und ein wenig Aufmerksamkeit auf mein Schreiben und meine Bücher wäre schön.

„Und natürlich wäre ich gern erfolgreicher, aber vielleicht kommt das noch“, habe ich in „Poesie und Brotberuf“, 2002 für eine Veranstaltung von Ruth Aspöck  in „Poldis Galeriecafe“ das es jetzt glaube ich auch nicht mehr gibt geschrieben, ein Text, den man sowohl auf meiner  Homepage, als auch  in Anita C. Schaubs Buch „FrauenSchreiben“ finden kann.

Vielleicht ist es 2016 soweit, das wäre schön und auch ein Weihnachtswunsch.

2015-12-20

Lese- und Schreibbericht

Der Dezember ist ja durch den Adventkalender, beziehungsweise, dem Versuch weihnachtlich zu bloggen ziemlich ausgelastet, Veranstaltungen hat es auch gegeben und eine ziemliche Leseliste, die ich noch „abarbeiten“ will, so sind die Schreibberichte in der letzten Zeit vielleicht ein bißchen zu kurz gekommen und da gibt es einiges zu berichten.

So habe ich in den letzten Tagen sowohl die „Selma“ als auch die den „Sommernanowrimo“ durchgesehen.

Die „Selma“ ist ja schon ziemlich ferttig, da geht es um die letzten Fehler, wie schreibt man beispielsweise Houellebecq, bevor es an den Digitaldruck gehen wird.

Vor Weihnachten wird  das wahrscheinlich nicht mehr fertigwerden, so wird das Buch voraussichtlich wieder im Jänner erscheinen und mit der „Sommergeschichte“ fängt der Alfred gerade zum Korrigieren an. Da brauchen wir auch noch das Titelbild, das den Hund „Ouzo“ zeigen soll und dann wird Buch sieben- und achtundreißig, wenn ich mich nicht irre und durcheinander komme, fertig sein.

Ich korrigere inzwischen an meinen „Adventkalender“, beziehungsweise habe ich am Donnerstag im „Read!!ingroom“ daraus gelesen und am Samstag noch ein Fensterchen in den Blog gestellt.

Wenn mir im Dezember der Blogstoff ausgeht, es gibt ja jetzt keine Veranstaltungen mehr und ich mit dem Lesen nicht nachkomme und auch sonst den Weihnachtlichen Alltag nicht beschreiben will, kann ich noch andere Kapitel hineinstellen, mein Adventkalender geht ja bis in den etrsten Jänner, weil ich vorher keine fünfzigtausend Worte hatte und dann geht es irgendwann wieder an das neue Schreiben.

Da habe ich  neulich geschrieben, das ich keine Ahnung hätte, was ich als nächstes schreiben soll, weil ich schon über alles geschrieben und alle meine Themen angerissen habe.

Stimmt nicht ganz, werden meine Leser jetzt vermuten, beziehungsweise verrate ich, es ist mir etwas eingefallen und das könnte auch etwas Neues, abseits von den bekannten Pfaden, depressive Frau, Büchersammlerin, prekäre Arbeitsverhältnisse, Älter werden, Sterben, Demenz, etcetera, werden.

Nämlich ein Roman mit dem spannenden Titel „Paul und Paula“ und die Paula kann ich gleich verraten, ist als Paul geboren worden und umgekehrt und die Treffen sich im „Gasometer“, wo sich Paula ihrem neun roten Seidenkleid und Stöckelschuhen präsentieren will und  haben sich gekannt, sind beziehungsweise  als Paula und Paul gemeinsam in die Schule gegangen, er ist dann Informatiker geworden, sie hat Kunstgeschichte studiert und jetzt treffen sie einander wieder und räsumieren über ihr Leben.

Eine Geschichte, wo ich  zeigen könnte was ich kann, beziehungsweise mir was Neues ausdenken und die bekannten Pfade verlassen muß.

Mal sehen, wie es geht, bevor ich mit dem Korrigieren der Nika nicht fertig bin, fange ich nicht damit an.

Das sind so die Schreibepläne und was das Lesen betrifft, bin ich  entgegen meiner Bücherbeschränkungspläne in der letzten Zeit auf einigen Flohmärkten gewesen und habe mir sehr viele Bücher sehr billig gekauft und so kann ich jetzt Andrea Winkler, Lutz Seilers „Kruso“, Sascha Stanisic „Vor dem Fest“ etcetera in zehn Jahren lesen, während mir für heuer noch die Bücher bleiben, die nicht auf der LL standen und die ich bei „Buzzaldrin“ gewonnen habe.

Ich habe auch noch bei Tobias Nazemi vom „Buchrevier“ einem anderen, der glorreichen Bücherblogger, ein Buch gewonnen, nämlich Wilhelm Bartschs „Amerikatz“, denn der hatte  eine Bloggeraktion, wo man zwanzig dieser Bücher gewinnen konnte.

Einige der Bücherblogger wollen ja sehr eng mit Verlagen zusammenarbeiten und bieten sich für solche Aktionen an.

Ich verstehe da meinen Blog anders, nämlich als mein persönliches literarisches Tagebuch, als die Präsentation meines Schreibens, Lesens und  Veranstaltungskalender, mein Weg in den Literaturbetrieb hieneinzukommen oder mich neben ihm zu zeigen, wie es einmal Hans Raimund in Frage stellte.

Ich will mit meinen Blog nichts verdienen, sondern zeigen, da ist eine, die schreibt und liest und interessiert sich sehr für Literatur, schaut her und interessiert euch auch dafür!

Funktioniert nicht ganz oder nicht so, wie es mir wünschen würde, denn ich habe nicht sehr viele Kommentare und schaffe es auch nicht sehr viele meiner Leser zu meinen Lesungen zu bringen oder sie für meine Bücher und Gewinnspiele zu interessieren, aber ich bekomme immer öfter Bücher von Verlagen oder Autoren angeboten und da sage ich selten „Nein!“, sondern greife ich zu, denke, eines geht schon noch und so werde ich auch 2016 an dem Kunststück zu üben haben, möglichst alle mir vorgenommenen Bücher zu lesen und nicht, wie in den letzten zwei Jahren, immer mehr auf später zu verschieben.

Ach ja, es gibt soviele oder auch zuviele Bücher und ich interessiere mich sehr dafür,  will sie eigentlich alle lesen,  und ich eine Auswahl, wie „Ich lese nur gute Bücher!“,nicht treffen will, denn was ist ein gutes Buch? Gür mich sind das  eigentlich die meisten.

Also spannend beispielsweise dieser Literaturhaus-flohmarkt, mit dem ich mich  bisher nicht beschäftigt habe und jetzt am letzten und am vorletzten Tag zweimal hinging und gesehen habe, da kann man wirklich die „Haymon“ „Droschl“, „Residenz“ und auch andere Bücher, oft noch im Erscheinungsjahr, um zwei Euro kaufen, während sie ja sonst an die zwanzig kosten.

Die Buchhänder werden stöhnen, ich finde das toll, obwohl ich mir  angesichts meiner langen  Leseliste keine mehr kaufen sollte. Aber was soll ich machen, ich interessiere mich dafür und habe den Ehrgeiz möglichst viel zu lesen und so bin ich schon auf das nächste Jahr gespannt, beziehungsweise bin ich neugierig, wie es mir da mit meinen Bücherbeschränkungsplänen geht, die ich mir immer vornehme, aber  angesichts des Bücherreichtums um mich herum, dann nicht schaffe oder vielleicht auch nicht wirklich schaffen will.

2015-12-16

Mariahilferstraßenbummel und Lese.Auslese

Ich habe ja schon im Oktober für die „Nika, Weihnachtsfrau“ recherchiert, den Text dann im November geschrieben und korrigiere seither an ihm.

Daß ich im Dezember wieder auf die Mariahilferstraße gehen will um das authentische Weihnachtsflair einzufangen, habe ich mir schon Ende November vorgenommen. Bisher ist es nicht dazu gekommen, sind wir ja Anfang Dezember nach Ungarn gefahren, dann war in meiner Praxis sehr viel zu tun mit zwei bis dreimal Diagnostik am Tag, aber jetzt wirft Weihnachten schon seine Schatten und so hatte ich am Mittwoch Zeit und am Donnerstag wenn ich wieder zum klinischen Mittag gehe, komme ich auch zur Mariahilferstraße, also habe ich zuerst gedacht, mache ich am Mittwoch meinen Recherchetag, dann das wieder auf den Donnerstag verschoben, weil ich befürchtete, daß mir ein ganzer Tag zu lang sein wird, dann hat sich eine Klientin für Mittwoch zehn Uhr angemeldet und die Anna,  der ich am Donnerstag beim „Thalia“  den Setz kaufen wollte, hat auch umdisponiert und so bin ich doch heute nach dem Mittagessen losmarschiert und die ersten zwei Stunden mit der Anna herumgestiefelt, sie sogar in den „Freßnapf“ in die Neubaugasse begleitet, wo sie ihrem Hund Ouzo Weihnachtsgeschenke kaufte.

Dann habe ich mich  noch entschlossen, den Flohmarkt im Literaturhaus der morgen endet einmal zu besuchen, wo es Bücher der österreichischen Verlage „Haymon“, „Residenz“ etcetera von ein bis drei Euro gibt.

Da hatte ich dann fünf sechs Stück in der Hand, die ich vorerst zurücklegte, denn ich habe ja schon so viele Bücher und brauche eigentlich nicht noch Geld für neue ausgeben.

Aber im Bücherschrank, wo ich dann hinging, war  nichts zu finden, so bin ich wieder zurück und habe mir die beiden Andrea Winkler Bücher „Drei, vier Töne, nicht mehr“ und „König, Hofnarr und Volk“, sowie das TB von Maria Matios „Darina, die Süße“ gekauft, dann war es schon vier vorbei, bis ich  wieder auf die Mariahilferstraße kam und da zuerst zum „Peek und Cloppenburg“ ging, weil ich, wie ich mit der Anna dort war, gesehen habe, daß es dort schöne Weihnachtskarten gibt das das Kaufhaus schloß ausnahmweise schon um halb sieben, weil es nachher eine Veranstaltung gab, wofür schon eine Bühne aufgebaut wurde.

Vielleicht die Personalweihnachtsfeier, die ich in meinem „Adventkalender“ am 28. 12. ansetzte. Ich werde dort den Gerngroß wahrscheinlich weglassen, denn das Kaufhaus Gerngroß hat am Donnerstag und Freitag bis neun Uhr offen und dann spaziert dort auch ein Christkindl und keine Weihnachtsfrau herum. Das hat man davon, wenn man das Ambiente studiert, man bekommt heraus, wo  die Phantaise unpräzis war.

Morgen werde ich dann nur über die Mariahilferstraße laufen, wenn ich ins AKH gehe,  aber eine „Weihnachtsbücherkastentour“ machen und wenn ich will, kann ich nochmals ins Literaturhaus gehen und das was ich liegen ließ nachkaufen, eine Frau hat mir aber schon die „Annalieder“ von Nadine Kegele weggekauft.

Am Samstag wenn das das Christkindl vor oder im Gerngroß steht, kann ich ja auch noch einmal kurz hinschauen und das in meinem Blog vielleicht mit dem neunzehnten Adventkalenderfenster verbinden.

Dann bin ich bin nach meiner neuerlichen Romanrecherche, in die „Gesellschaft für Literatur“ zur Lese.Auslese gegangen, die dort  zweimal im Jahr stattfindet. Vor dem Sommer und vor Weihnachten stellen dort Katja Gasser und Cornelius Hell jeweils literarische Neuerscheinungen vor und zu Weihnachten gibt es h nachher Punsch und Kekse und das war für mich der Grund hinzugehen,  denn normalerweise bin ich ja kein so großer Fan von Leseempfehlungen und im „Literaturmuseum“ wäre auch eine Veranstaltung gewesen.

Ein bißchen neugierig war ich aber schon auf die ausgewählten Bücher, denn durch mein Buchpreisbloggen und die neun Bücher die ich bei „Buzzaldrin“ gewonnen habe, von denen ich gerade den Mathias Nawrat lese, bin ich da ja besonders gut eingelesen.

Also hätte ich einige der vorgestellten Bücher gelesen haben können. War aber nicht so, was wieder einmal bestätigt, es gibt  viel mehr Bücher, als die zwanzig die auf der LL stehen.

Bekannt waren mir allerdings schon einige davon, denn einige wurden schon auf der „Buch-Wien“ vorgestellt und Marianne Gruber hielt wieder eine sehr schöne Einleitung über den Wert der Bücher und was das Lesen mit einem machen kann.

Dann begann Cornelius Hell mit Johannes Bobrowski „Lewins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater“.

Das ist ein DDR-Autor, der zu seinem runden Todestag wieder aufgelegt wurde und von Sujet her ein wenig an Mathias Nawrats „Die vielen Tode unseres Opas Jureks“ erinnert, obwohl er schon 1965 gestorben ist.

Dann kam Ludwig Fels „Die Hottentottenwerft“, bei „Jung und Jung“ erschienen und das Buch zeigt, wie Katja Gasser  und Cornelius Hell erklärten, daß die Deutschen nicht nur im Holocaust, sondern auch während der Kolonalisierung sehr gewaltätig waren.

Dann folgte Katharin Hackers „Skip“, eine in Österreich, wie Katha Gasser meinte, nicht so bekannte Autorin. Mir ist sie bekannt, habe ich ja sowohl, die „Habenichtse“ und heuer auch „Eine Art Liebe“ gelesen.

 

Drago Jancars „Die Nacht, als ich sie sah“ wurde während der „Buch- Wien“ in der „Alten Schmiede“, ich glaube, sogar von Cornelus Hell moderiert, vorgestellt,Adolf Muschs „Die japanische Tasche“ auf der ORF Bühne, wahrscheinlich von Katja Gasser moderiert und György Dragomans „Der Scheiterhaufen“ wurde während der Bühne wahrscheinlich von Cornelius Hell auf der „Donau Lounge“ vorgestellt.

Dann kam noch der neue Gedichtband von Chrostoph W. Bauer „stromern“, bei „Haymon“ erschienen, da habe ich schon einiges von dem Autor gelesen und Thomas Bernhard ist mir auch nicht unbekannt.

Manfred Mittermayer hat eine Biografie über ihn geschrieben, die bei „Residenz“ herausgekommen ist und zwischen Cornelius Hell und Katja Gasser entspann sich die Diskussion, ob man die Biografie kennen muß, um sein Werk zu verstehen?

Da denke ich, wahrscheinlich nicht unbedingt diese, aber etwas über das Leben des großen Autors zu wissen, ist sicherlich sehr nützlich, der ja wie Katja Gasser bemerkte, selbst sehr emfpindlich geenüber Kritik war. So hat ihn Herbert Eisenreich einmal sehr verissen und Bernhard hat dann an den Verlag geschrieben, daß sie das nächste Mal einen Schimpansen. als Rezensenten bestellen sollen.

„Deshalb liebe ich Thomas Bernhard“ hat Cornelius Hell eingeworfen. Ich würde das eher für eine  ungezogene Bermerkung halten.

Dann waren die Bücher vorgestellt und Marianne Gruber kam mit einer Schachtel und einer Schüßel, denn da hat es eine Umfrage gegeben, wo man seine Meinung zur „Gesellschaft“ sagen konnten und jetzt wurden zehn der Antworter gezogen, die je ein Buch gewonnen haben.

Leider scheint keiner der Anwesenden diesen Zettel vorher gesehen zu haben, ich habe ihn auch erst später ausgefüllt, so daß ich da erst im nächsten Jahr etwas gewinnen kann.

 

2015-11-21

Der Advent war im November

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 11:54
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Hurrah, hurrah, ich bin fertig mit dem „Nanowrimo“.

52.122 Worte steht auf meiner Statistikseite, wenn ich auf meinen Rechner gehe, steht da ein wenig weniger, nämlich 50.168 und so mußte ich wieder ein wenig schummeln und das vierte Kapitel der „Dreizehn“, nämlich die „Weihnachtsfrau, für alle Fälle“, dazu kopieren, denn das sich mein Zählwerk von dem der „Nanowrimoseite“ unterscheidet, habe ich schon in den vorigen Jahren festgestellt.

Trotzdem habe ich dieses Jahr verhältnismäßig wenig geschummelt, wenn man davon absieht, das ich jedes Kapitel einmal korrigiert habe und am Anfang auch alles, was ich bis dahin hatte, um mit dem Schreibfluß weiterzukommen und mich nicht allzu sehr zu verhedern, wobei insgesamt sicher einige tausend Worte weggefallen sind, so daß ich nicht wirklich geschummelt habe.

Und ich habe es ja schon bei meinen früheren Nanowrimoberichten erwähnt, es ist mir beim Schreiben diesmal sehr gut gegangen.

Die Struktur des Dezembers beziehungsweise des Adventkalenders, die ich hatte, hat mir geholfen nicht über das Ziel hinauszuschießen und zumindest am Anfang bei täglich einer Szene zu bleiben.

Später hat sich das dann geändert, denn ich bin ja ein paar Tage nicht zum Schreiben gekommen, die „Buch-Wien“ hat mich auch aus dem Flow herausgebracht, ich wollte aber nicht ales nochmals durchkorrigieren, weil ich erstens fürchtete, daß ich dann nicht rechtzeitig fertig werde und zweiters auch, daß dann wieder einige Wort wegkommen werden. Die Kapitel sind aber gegen Ende immer kürzer geworden, so daß bald klar war, das geht über den vierundzwanzigsten Dezember hinaus.

So habe ich den Titel inzwischen auch in „Nika Weihnachtsfrau oder ein Dezember“ umgewandelt und das stimmt auch nicht ganz, denn das letzte Kapitel, spielt am ersten Jänner und da am frühen Morgen, so zwischen drei und vier, als die Nika mit dem Harald Schwabeneder, vom Jazzland kommend, wo sie Silvester gefeiert haben, nach Hause geht und dabei noch einige Bekannte trifft.

Da war ich dann auch noch nicht ganz fertig, so habe ich, wie auch bei „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ ein Nachwort angefügt, wo ich das mit dem „Nanowrimo“ erklärte und auch, daß die „Nika Weihnachtsfrau“ eigentlich der dritte Teil der Trilogie ist, denn die Fatma Challaki kommt ja auch schon in der „Pensionsschockdepression“ und im „Sommernanowrimo“ vor.

Es wird auch ein ähnliches Cover geben, wenn das Buch erst fertig ist, nämlich, bei der „Weihnachtsfrau“, die alte Puppe meiner Mutter mit einer Weihnachtsmannmütze über den Zöpfen, während die bei der „Selma“ ein Kopftuch trägt.

Beim „Sommernanowrimo“ soll dann der Hund Ouzo, Annas Hund, das Titelbild zieren.

So weit so gut und ganz spannend und eigentlich bin ich sehr stolz auf mich. Jetzt muß ich natürlich schauen, daß meine Trilogie, die Jahresproduktion von 2015, fertig wird und die „Nika Weihnachtsfrau“ muß ich natürlich noch korrigieren und korrigieren, weil es mit dem Handlungsfaden, da ich das Ganze noch nicht richtig durchkorrigiert habe, noch nicht ganz stimmen wird.

Die zugegeben, etwas hatscherte Krimihandlung, von dem Toten in Vera Mosebachs Klo und dem Kindesvater Joe Prohaska, der sich unbedingt um die kleine Zoe-Philpha kümmern will, obwohl ihn Ruth Horvath  nicht haben will.

Vielleicht kann ich das ein bißchen straffen, so daß es doch ganz spannend wird und dann wirds vielleicht im nächsten Jahr fertig sein und läßt sich als Adventkalenderbuch im Dezember verschenken und ja richtig, eine Lesung gibt es im Read!!!ingroom , wo ich ja auch den „Sommernanowrimo“ vorgestellt habe, am siebzehnten Dezember auch.

Ich lade alle herzlich dazu ein und dann stehe ich wahrschienlich wieder an mit meiner Romanproduktion und weiß nicht weiter, weil ich, wenn mans pessimistisch sieht, höchst wahrscheinlich schon so ausgeschrieben bin, daß ich mir denke, wozu tue ich mir das an, wenn das ohnehin niemand lesen will und die Spamer, wenn ich auf meinen Blog darüber schreibe, nur posten „Wow so etwas Schlechtes habe ich noch nie gelesen!“

„Stimmt wahrscheinlich nicht, Freunde, wird schon durchschnittlich sein!“, ist inzwischen meine Antwort, an die ich glaube und „psychologisch realistisch!“

Der Alltag einer Psychotherapeutin halt, die seit Jahren am Volksstimmefest liest und nicht der Text, einer experimentellen Autorin, aber ob ich  im Frühjahr wieder den Mut habe, etwas Neues anzufangen oder mir etwas Diesbezügliches einfällt, weiß ich nicht, beziehungsweise kann ich es mir jetzt nicht vorstellen.

Denn die Tatsache, daß ich mir meine Bücher selber drucken lasse, scheint auch in Selfpublisherzeiten, wo schon ganze solche Hallen, die Buchmessen füllen, zu hemmen und die Blogger schreien noch immer „Bitte kein Selbstgemachtes, das wollen wir nicht lesen!“

Die Voruteile scheinen groß zu sein und nicht zu verändern, obwohl „Hanser“ jetzt damit wirbt, daß Tllmann Rammstedt, der Bachmannpreisträger von 2008, ab Jänner täglich ein Romankapitel schreibt, das man sich abonnieren und auf sein Handy laden lassen kann.

Nun gut, bei „Hanser“ wird es wohl trotzdem erscheinen und scheine das Pech zu habe, obwohl ich mich so anstrenge und schon solange schreibe, immer ganz unten und die letzte zu sein, da kann ich machen was ich will, obwohl ich schon bald vierzig selbstgemachte Bücher habe und und…

Macht ja nichts und ist eigentlich sehr schön, kann man alles nachlesen und das amerikanische Modell, wo man wenn man die fünfzigtausend Worte hochgeladen kann,  ein Jubelgeheul hören kann, ist eigentlich auch sehr schön und über den schon wieder in drei Wochen im Rohkonzept geschriebenen Roman bin ich auch sehr stolz, obwohl ich mir, wie meine Leser wissen, für das nächste Jahr schon wünsche, da vielleicht wirklich den ganzen November zu brauchen und länger als gefordert zu werden.

Aber ob ich da überhaupt mitschreiben werde, ist ja, wie ich vorhin schrieb, ohnehin nicht klar und diesen Advent habe ich ja inzwischen schon im November verbracht, beziehungsweise habe ich ihn vorverlegt.

Jetzt werde ich die letzte Novemberwoche korrigieren und  im Dezember wahrscheinlich auch, so daß es abgesehen von allem anderen, auch ein sehr intensives Weihnachtsmonat geworden ist.

Poet-Night im November

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:40
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Antonio Fian

Antonio Fian

Robert Schindel

Robert Schindel

Peter Paul Wiplinger

Peter Paul Wiplinger

Helmuth A. Niederle

Helmuth A. Niederle

Christina Zurbrügg

Christina Zurbrügg

Gerhard Ruiss

Gerhard Ruiss

Richard Weihs

Richard Weihs

Inge Pedarnig

Inge Pedarnig

Ilse Kilic

Ilse Kilic

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Michaela Hinterleitner

Michaela Hinterleitner

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Ingrid Jantzen

Ingrid Jantzen

Christine Huber

Christine Huber

Christa Meissner

Christa Meissner

Beppo Beyerl

Beppo Beyerl

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Helmut Rizy

Helmut Rizy

Renate Woltron

Renate Woltron

Manuel Girisch

Manuel Girisch

Sonja Traxler

Sonja Traxler

Erik Hardenberg

Erik Hardenberg

Nathaniel Horowitz

Nathaniel Horowitz

Birgit Schwaner

Birgit Schwaner

Sonja Henisch

Sonja Henisch

Elmar Hanke

Elmar Hanke

Graziella Schwaiger

Graziella Schwaiger

Hans-Jörg Liebscher

Hans-Jörg Liebscher

Hahnrei Wolf Käfer

Hahnrei Wolf Käfer

Christa Mitaroff

Christa Mitaroff

Astrid Wiesenöcker

Astrid Wiesenöcker

Eva Jansenberger

Eva Jansenberger

Karin Gayer

Karin Gayer

Christian Katt

Christian Katt

Wieder einmal „Poet-Night“ und diesmal hat sie, organisiert von Andrea Pauli und Hahnrei Wolf Käfer, erst sehr spät stattgefunden, obwohl ich mich auf Anraten von Ruth Aspöck schon im August bei dieser Veranstaltung des Lesetheaters, wo einmal im Jahr, die Mitglieder ihre eigenen Texte lesen, angemeldet habe.

Ich bin, glaube ich, seit 2000 dabei und finde  es sehr spannend, daß da, jetzt nur noch von fünf bis Mitternacht, in Schwendters-Zeiten ging es glaube ich von drei oder vier bis zwei Uhr früh, rund um die Uhr gelesen wird und man sich da von den Kabarettisten bis zu den experimentellen Lyrikern durchhören kann und diesmal war auch sehr viel Prominenz dabei.

So haben zwischen sieben und acht Antonio Fian, Robert Schindel, Christina Zürbrügg, Helmuth A. Niederle und Gerhard Ruiss gelesen, begonnen hat es aber mit einem kleinen Mädchen, nämlich Livia Horowitz, die im Stehen und in Englisch einen Text über eine Katze vorgelesen hat.

Es ging dann gleich weiter mit dem Block auf Englisch, so hat dann noch die Gruppe Patchwork und Syvia Petter gelesen und sehr viele Texte, das war heuer vielleicht besonders auffällig, drehten sich um die politische Situation und die Flüchtlingskrise, so habe auch ich meine Fatma Challaki wieder gelesen, aber es gab auch humoristische Texte, so haben sich etwa Ariane Lang und Gynther Riebl darüber gestritten, ob Mozart ein Werk namens Bauernhochzeit geschrieben hat.

Das fröhliche Wohnzimmer trat mit Ilse Kilic, Fritz Widhalm und Michaela Hinterleitner auf, die ich, glaube ich, schon im Sommer in St. Polten hörte und, die auch einen starken politischen Text hate.

Ruth Aspöck, die als Urgestein des Lesetheaters bezeichnet wurde, hat das Gedicht gelesen, das sie auch Teheran las, als sie dort für die GAV war und Hilde Schmölzer wieder aus ihrer „Schönen Leich“ und nicht aus den „Frauen um Karl Kraus“ und Beppo Beyerl beschäftigte sich mit dem Buchstaben „Y“, der sowohl in seinem Namen als auch in den der Rizys vorkommt und Judith Gruber-Rizy folgte auch gleich mit einem Auszug aus ihrem „Schwimmfüchslein“, während Helmuthh Rizy aus seinem neuen Roman las, wo es um einen büchersüchtigen Mann zu gehen schien, der sich von seinem Freund die Karotten besorgen läßt, damit er nicht aus dem Haus gehen muß.

Erscheint mir sehr bekannt und versuche ich auch immer zu schreiben und Christa Mitaroff war sehr beeindrucken mit ihrem Text, wo die politische Situation mit einer Schreibblockade und dem fehlenden Musenkuß kombiniert wurde.

„Nur noch drei Tage Zeit und ich hab noch immer nichts für die Poet Night“.

Sie zitierte dabei auch Rolf Schwndter und stellte sich vor, welche Texte wohl aus seiner Feder geflossen wären?

Richard Weihs brachte wieder seine „Wunschgedichte“.

Ingeborg Reisner einen Text über Italien aus ihren „Reisegeschichten“ und Helga Graziella Schwaiger las auch etwas von einer Zypernreise, das dann in einen erotischen Traum überschwenkte.

Ein mir bisher unbekannter Erik Hardenberg verwirrte mich dem Gedicht „Im Waldfriedhof für Damenhosen“, das mir a la Ronja Rönne ein wenig frauenfeindlich erschien, er meinte aber, er hätte e Gegenteil gegen die Highheels tragenden Pressedamen und ihre glänzenden Frauenzeitschriften a la „Woman“ angeschrieben und ich habe ihn auf die „feministischen Urgesteine“ des Lesetheaters Ruth Aspöck und Hilde Schmölzer hingewiesen, die lange vor ihm gelesen haben.

Hahnrei Wolf Käfer stellte seine Kyoka vor, die es seit einiger Zeit auf seiner Wegsite gibt und so weiter und so fort, zwischen fünfzig bis sechzig Autoren und Autorinnen, bekannte und auch unbekannte, haben schätzungsweise gelesen, den Schluß machte Christian Katt, der an die alten Zeiten erinnerte, wo man im Siebenstern noch rauchen durfte und schloß mit einem Schwendter-Text, der die Poet-Night immer beendet hat.

Eva Jancak

Eva Jancak

2015-11-19

Nanowrimo-Bericht

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:39
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Es geht in den neunzehnten Schreibetag und eigentlich habe ich mich bis jetzt ganz gut gehalten, stehe bei meiner Adventgeschichte und der  Nika Weihnachtsfrau beim einzwanzigsten Dezember oder 36 704 Worten, beziehungsweise über vierundachtzig Seiten.

Ein wenig habe ich also voraus geschrieben und nicht nur, wie geplant, jeden Tag eine Szene, beziehungsweise einen Tag, dafür aber an einigen Tagen gar nichts zusammengebracht, an einem Tag war zuviel Diagnostik, so daß ich mit dem Befundschreiben gar nicht nachgekommen bin, dann die „Buch-Wien“, die „Literatur im Herbst“ wird auch noch kommen, so daß ich denke, ich schreibe, wenn es geht lieber voraus, dann habe ich einen Vorsprung, den ich abarbeiten kann und wenn man auf meine Kurve sieht, dann sieht man, ich liege so etwa im Profil, ein paar Tage im Voraus aber nicht so wie in den letzten Jahren, daß ich nach ein paar Tagen schon fertig war, gut da bin ich mit einem Wochenvorrat eingestiegen, eines meiner Probleme, wenn man es so sagen will, schleppe ich aber auch jetzt, trotz der an sich guten Tagesstruktur mit mir herum, denn ich werde vermutlich wieder früher fertig werden.

So bin ich jetzt  schon beim einundzwanzigsten Dezember, in drei Tagen ist Weihnachten und dann wäre es eigentlich aus, aber da würden mir wahrscheinlich noch an die zehntausend Worte fehlen.

Der November hat aber dreißig, der Dezember sogar einunddreißig Tage, eine gute Woche also noch Zeit zu schreiben und wenn eine Tagesszene so an die eintausendsechsundert Worte hat, geht sich das aus, das ist das Durchschnittstagespensum, meine Szenen sind jetzt ein bißchen kürzer, also werde ich gegen Schluß wahrscheinlich wieder etwas aufpäppeln müßen, beziehungsweise geht es, das weiß ich jetzt schon sicher über den vierundzwanzigsten Dezember hinaus, wo die Nika ihrer Schwester und deren Freunden bei ihren Eltern Weihnachten feiern wird.

Die Feste für die Weihnachtsfeiertage habe ich schon geplant, am Montag den achtzndzwanzigsten Dezember gibt es eine Betriebsweihnachtsfeier, wo die Nika darauf kommt, daß der Herr Widerlich vielleicht gar nicht so widerlich ist, dann könnte es aus sein, wenn ich bis dahin die fünfzigtausend Worte schon habe, habe ich wahrscheinlich noch nicht, also werde ich noch etwas dazuerfinden und das ganze wahrscheinlich doch bis Silvester gehen lassen müßen.

Bis vor der „Buch Wien“ war ich auch ganz gut im Handlungsfaden und hatte zwei Spannungsschleifem, der Tote in Vera Klos und Joe Prohaska, der sich um sein Kind kümmern will. Ein Drohbrief ist dann auch noch aufgebtaucht und Joe Prohaska, der in einem Kellertheater als „Faus“t brilliert, könnte sich in sein Gretchen, die Schauspielerin Dorothee Zelinski verlieben und Ruth Horvath lassen.

Die „Buch Wien“ hat mich  ein bißchen aus dem Flow herausgebracht, jetzt müßte ich wahrscheinlich das Ganze Durchkorrigieren um wieder hineinzukommen, das soll man beim „Nanowrimo“ eigentlich nicht, was mir zwar egal wäre, ich fürchte aber, damit zuviel Zeit zu brauchen, so daß ich denke, eine Szene geht noch und weiterschreibe, damit schreibe ich mich aber eventuell, um die „Qualität“, beziehungsweise an die Wand, obwohl ich ohnehin immer denke, es ist ganz egal, wie lang es wird und wann ich damit fertig werde, im Dezember kann ich alles durchkorrigieren und mir auch meine Handlungsschleifen umlegen, obwohl ich nachher meistens gar nicht merhr so viel verändere….

Was gut ist, meine Hemmungen sind weg, obwohl ich mir schon manchmal denke, das ist eigentlich ein ganz einfaches Geschichtchen.

Ist es stimmt, es ist ein Adventkalender und schildert die Erlebnisse, die eine Studentin hat, die im Dezember vierundzwanzig Tage als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Mariahilferstraße steht,  an die Kinder Zuckerln und an die Erwachsenen Prospekte verteilt.

Sie verliebt sich in den Journalisten Harald Schwabeneder dabei, lernt den irakischen Flüchtling Hassan Arawani kennen, in den sich Fatma Challaki, schon aus früheren meiner Werke bekannt, verliebt, die jetzt in Sandra Winters WG lebt, sie lernt auch die kleine Jessica Nikolic kennen, die das Weihnachtswichtel für den alten Max spielt.

Mein altes Schema halt, eine, ich gebe es zu etwas zähe Krimihandlung ist dabei und vielleicht sollte ich das Ganze wirklich straffen. Weniger als fünfzigtausend Worte wären vielleicht mehr, ich weiß es nicht, bin aber, wie man sieht ganz zufrieden.

Ist es ja schon mein fünfter „Nanowrimo“ und, daß ich einen Adventkalender schreiben will, weiß ich schon seit zwei Jahren.

Ich liege, wenn ich mich so bei meinen Buddies umsehe auch ganz gut im Rennen und ich stelle Erfolg und war am Sonntag in Ö1 zu hören, das Ganze am siebzehnten Dezember im „Read!!!ingroom“ im Rahmen des dortigen Adventfestivals vor, natürlich nur einen Teil davon, wahrscheinlich wieder drei bis vier Szenen und für die nächsten Jahren kann ich den Adventkalender immer im Dezember in den Blog stellen.

Daß ich in einem  Monat fünfzigtausend Worte schreiben kann, ist nichts Neues, daß es so abgehoben ist, wie ich es kann und will, auch nicht und andere Leute schreiben höchstwahrscheinlich auch Adventkalender und Weihnachtsbücher, die man jetzt beim „Thalia“ wahrscheinlich kaufen kann.

Was mir nach wie vor fehlt, ist die literarische Anerkennung, die bekomme ich wahrscheinlich auch durch den „Nanowrimo“ nicht, der ja eher als ein Hobbyschreibprojekt gilt,obwohl da ja auch schon etablierte Autoren, wie Claudia Zotzmann, Sara Wipauer, etcetera, mitschreiben.

Wie ich die bekomme, ist mir nach wie vor ein Rätsel, obwohl es schon vorkommen kann, daß ich, wie beispielsweise  auf der „Buch-Wien“ am vorigen Samstag bei der „Exil-Preisverleihung“ darauf angesprochen werde. So ganz unbekannt bin ich wahrscheinlich also nicht und mein Blog hat dieser Tage auch über dreihundertfünzig Kommentare und sechs „Gefällt mir-Angaben“ gehabt.

2015-11-06

Literarisches Geburtstagsfest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:37
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Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Und wieder mal ein literarisches Geburtstagsfest. Seit 1987 verstanstalte ich am Freitag oder Samstag vor oder nach meinem Geburtstag ja immer ein Fest, wo ich ein paar Leute zum Lesen einlade.

So haben Elfriede Gerstl, Arthur West, Cornelia Travnicek und vor allem meine schreibenden Freundinnen, Ruth Aspöck, Elfriede Haslehner, Hilde Schmölzer schon bei mir gelesen, der Rudi Lasselsberger, der Stephan Eibl-Erzberg, Thomas Northoff, Anton Blitzstein, Lidio Mosca-Bustamante, Franz Blaha, Klaus Khittl alias Gloria G. und und und

Zum fünfzigsten  und zum sechzigsten Geburtstag habe ich jeweils allein gelesen, sonst lade ich mir immer vier fünf Leser und Leserinnen ein und trage in den letzten Jahren bei Lesungen auch immer Zetteln mit mir herum, die ich an Stammbesucher, mit denen ich ins Gespräch komme, verteile.

Manchmal kommen mehr, manchmal weniger Besucher, seit dem letzten Jahr ist es eigentlich immer sehr voll und mehr als fünfundzwanzig Leute gehen in das Wohnzimmer sowieso nicht hinein. Ein paar meiner Bekannten, die sich nicht so sehr für Literatur interessieren, sind nach dem ersten Mal weggeblieben, haben gesagt, daß sie schlecht hören oder sich vor Menschenansammlungen fürchten, aber viele kommen immer wieder und es ist auch meist eine interessante Mischung zwischen meinen literarischen und psychologischen Bekannten.

Publikum

Publikum

Elfriede Haslehner

Elfriede Haslehner

Anfang Oktober beginne ich die Lesung meistens zu plane, suche die Leser aus, verschicke die Einladungen und heuer haben  Ruth Aspöck, Elfriede Haslehner, Hilde Schmölzer,  Rudi Lasselsberger und zum ersten Mal der Musiker Peter Czak aus der „Westbahn-Spontan-Schreibegruppe“ und der scheint sich über die Einladung so gefreut zu haben, daß er gleich drei Leute, darunter seine Mutter mitgebracht hat, hat mir eine CD seiner Musknummer geschenkt, so daß ich auch den Musiker kennenlernen konnte und auch sonst habe ich diesmal viel bekommen, vor allem viele Bücher und auf eines habe ich ja schon sehr gewartet und als es in der Küche und im Wohnzimmer schon sehr voll war und fast alle außer dem Rudi und der Trude K. da waren, ist das deutsche dBp von 2015 doch zu mir gekommen, so daß ich die Longlist fertig lesen kann und werde dazu, wie ich glaube, wahrscheinlich wieder etwas länger brauchen.

Mein Psychologiekollege Wolfram Huber, der sich seit seiner Pensionierung mit Bertha von Suttner beschäftigt, hat mir ein eben erst erschienenes Buch über den Friedensnobelpreis gebracht, der Karli den neuen Jonathan Franzen, seine Begleiterin Richard Schuberths „Chronik einer fröhlichen Verschörung“, beides Wunschbücher, während Franz Werfels „Die viezig Tage des Musa Dagh“ das Kultbuch der Armenier von der Zaruhi für mich eine Überraschung war.

Hilde Schnmölzer

Hilde Schnmölzer

Rudi Lasselsberger

Rudi Lasselsberger

Hilde Schnmölzer hat mir ihr neues Buch die „Frauen um Karl Kraus“ gebracht, das sie am Montag in der „Gesellschaft der Literatur“ vorstellen wird, aber da gehe ich Geburtstagsessen in das vietnamesische Restaurant in der Zieglergasse, an dem ich immer vorbei komme, wenn ich ins Literaturhaus gehe.

Lidio Mosca Bustamante hat mir ein Buch von Albert Camus gebrauchtI und Judith Gruber einen Krimi von der mir unbekannten Eva Holzmair, das in dem mir ebenfalls unbekannten „Spittelberg-Verlag“ erschienen ist“, dann noch Süßigkeiten, Blumen, ein paar Notizbücher, Wein und Kosmetiksachen, auch ein paar Tees waren dabei und als dann der Rudi eingetroffen ist, hat die Lesung begonnen.

Ruth Aspöck hat begonnen und einen Text gelesen, der mir  auf den Leib geschrieben ist „Meine Bücherberge“, wo sie über ihre Schreibsozialisierung berichtete, Peter Czak brachte zuerst einen Liedtext von den „Toten Hosen“, dann zwei Texte, die in der Schreibgruppe entstanden sind, den über die Geburtstage und dann noch den über den „Herbst“, Elfriede Haslehner hatte Gedichte, darunter mein Lieblingsgedicht von ihr „Welch ein erfolgreiches Leben: Ich habe nicht unter der Brücke geschlafen, habe kein Aids, es wurde auch noch kein Krebs diagnostiziert“.

Eva Jancak

Eva Jancak

Hilde Schmölzer las nicht aus dem neuen Buch, sondern aus dem bei „Haymon“ wiederaufgelegten aus den Achtzigerjahren „A schöne Leich“, der Rudi brachte auch ein Potpouur aus seinen Werken, nämlich aus dem „Tanz in den Mai“ und aus „Krankenstand“ und dann noch seine Schreigedichte.

Ih habe zum aktuellen Anlaß die vierte Szene aus dem „Sommernanowrimo“, die, wo sich die Fatma Challaki mit dem Boot nach Lampedusa begibt, gelesen, die gut  angekommen ist.

Dann gab es wieder die bewährten Rastbeefbrötchen, Spinatstrudel, Lungenbraten in Blätterteig, Lachs und Apfelstrudel, schöne Gespräche, Einladungen zu Lesungen und nach ein paar Stunden Aufräumen, dann auch die Fotos, um ein paar Leseeindrücke zu bekommen.

Daß die Einladung zu meinem Geburtstagsfest heiß begehrt ist, kann man daran sehen, daß als ich während des „Fried Symposiums“ dem Physiker Manfred M. davon erzählt, mich jemand aus dem Publikum ansprach und wissen wollte, was man tun müße, um eine zu bekommen.

2015-11-05

Novemberschreiben

Tag fünf des Nanowrimos und es ist etwas weitergegangen. Wenn man die bisherigen Schreibprozeße anschaut, habe ich ja am Montag sehr euporisch angefangen und etwa viertausend Worte, den ersten Dezember, Nikas Erlebnisse als Weihnachtsfrau und ihren ersten Arbeitstag aufgeschrieben.

Wow, toll, der zweite Tag war sehr hektisch mit mehreren Unterbrechungen, dann zwar siebentausend Worte, aber ich war nicht sicher, ob es so weitergehen kann. Hatte ich zwar mehrere Handlungsstränge, aber nur die Nika als Erzählfigur.

Wird das nicht zu eindimensional und habe ich mich nicht wieder damit an die Wand geschrieben?

Am Dienstag bin ich nicht zum Schreiben bekommen und gestern habe ich dann eine Szene, etwa tausendsechshundert Worte geschrieben, aber meine Zweifel  blieben.

Die Nika steht immer noch auf der Straße und es wird ihr alles erzählt, sie liest in der Zeitung von dem Mord an Peter Kronauer, der Journalist Harald Schwabeneder kommt zu ihr.

Kann es so weitergehen, da habe ich nicht wirklich eine Ahnung oder aber auch sehr viele Einfälle. Also alles nochmals durchkorrigieren und mir ein Handlungskonzept anlegen. Das habe ich heute auch getan und mit der vierten Szene mit der Nika weitergemacht, aber vielleicht doch ein wenig Schwung in das Ganze hineinbekommen. Sie wird mit Harald Vera in ihrer Praxis besuchen, Fatma Challaki, ja die aus der Selma und aus dem Sommernanowrimo, wird sich vielleicht um den Flüchtling Hassan kümmern und Max Schröder, das ist ein an Parkinson erkrankter ehemaliger Lehrer soll auch noch auftauchen.

Also ich so weit war, hatte ich noch einige Stunden Zeit und hätte vielleicht mit der fünften Szene anfangen können. Aber ich will diesmal nur jeden Tag eine schreiben. Aber da habe ich das Problem, das ich das nicht jeden Tag können werde, weil manchmal Stunden, wie am Dienstag, die Buch-Wien kommt, die Literatur im Herbst, etcetera und die einzelnen Szenen sind doch nicht so lang, wie erwartet. So habe ich am Tag fünf jetzt 11 406 Worte.

Ich habe  ausgerechnet, daß ich mit den Tagen, an denen ich schreiben kann, dann etwa bei Tag zwanzig bin, aber eigentlich soll es nicht vor dem vierundzwanzigsten Dezember enden.

Macht ja nichts, wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin habe, denn ich kann im Dezember weiterschreiben, da sind wir dann ohnehin in Ungarn und ich habe mehr Zeit und wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin nicht habe, macht das eigentlich auch nichts und ein paar Handlungsfäden habe ich auch noch.

Als ich so weit war, habe ich mir meine Bücherliste nochmal ausgedruckt, um nach den 2016 Büchern zu suchen, die ich noch nicht gefunden habe und dann ist mir eingefallen, daß ich  eine Einladung zur Kunst- und Antiquitätenmesse habe und da eigentlich vor der Schreibegruppe zum Preview hingehen wollte.

Das habe ich getan und mir in die Schreibgruppe doch die Idee mitgenommen, am Max Schröder zu schreiben und daß ich das Thema „Dämonen“ vorschlagen wollte, das hatte ich auch geplant.

Also gut, Peter Czak, Fritz Widhalm, Ruth Aspöck und Klaus Khittl in der Gruppe. An anderen Themen hat es noch „Künstler“ und „Sadomaso“ gegeben und die Ruth hat von den Dämonen in Kuba geschrieben. Klaus Khittl alle drei Themen miteinander verknüpft und ich habe wieder eine lange Szene geschrieben:

„Das Zittern war vorhanden, als Max Schröder am zweiten Adventsamstag aufwachte. Es war sehr stark sogar. Stärker als sonst und betrübte den alten Mann, der schon in der Vorwoche diesbezüglich nicht aus dem Haus gekommen war. Betrübte ihn sehr, denn es würde ihm vielleicht am Einkaufen hindern und sein Wochenende sehr belasten. War ja schon der zweite Adventsamstag und noch immer kein Adventkranz im Haus, was zu den Zeiten, in denen seine Frau Rosi noch gelebt hatte, unmöglich gewesen war. Sie hatte dafür gesorgt, daß rechtzeitig am ersten Adventsonntag, der grüne Kranz mit den vier Kerzen am Wohnzimmertisch stand und sie hatte auch die erste Kerze am Sonntagmorgen beim Frühstück mit feierlichen Gesicht angezündet. Und jetzt war schon der fünfte Dezember. Krampus oder Nikolaus, etwas, das er sich nicht merken konnte und immer durcheinander brachte, obwohl er dreißig Jahre seines Lebens Lehrer gewesen war. Es war weder der Kranz, noch Milch und Brot im Haus und er würde, wenn er es nicht schaffte, die Wohnung zu verlassen und die zwei Stockwerke  auf die Straße und in den Supermarkt hinunterzukommen, das Wochenende hungern müssen. Das Zittern seiner Finger, das ihn stärker denn je überfiel, zeigte schon an, daß er es nicht schaffen würde.

„Das sind die Dämonen, die mich beherrschen, liebe Rosi!“, dachte er solcherart bekümert und schaute auf seine  Hände hinunter, beobachtete seine Finger und schüttelte den Kopf. Die Dämonen hatten ihn überfallen. Nicht erst jetzt, sondern schon vor fünf Jahren waren sie aufgetaucht und hatten ihm seine Frau geraubt. An einem furchtbaren, heimtückischen Krebs war sie gestorben und hatte ihn zurückgelassen, der seither allein mit dem Leben zurecht kommen mußte. Dann war noch das Zittern gekommen. Der Arzt hatte  Parkinson diagnostiziert und seither schwankte er, wenn es hochkam, wie betrunken über die Straße. Machte einen schlechten Eindruck und brachte ihn zu Unrecht in den Verdacht, Alkoholiker zu sein. Obwohl er sein ganzes Leben lang abstinent gewesen war und kaum mehr als zu Sylvester ein Glas Sekt, zu Weihnachten und zu den Geburtstagen ein Gläschen Wein getrunken hatte.

Wenn es hochkam, wankte er solcherart über die Straße und in den Supermarkt, um Brot, Milch, Kartoffelpürree und Gemüse für die kommende Woche zu besorgen und wenn er Pech hatte, schaffte er es nicht einmal in sein Hemd hineinzukommen und sich die Krawatte umzuzubinden.

„Das sind die Dämonen, die mich heimgesucht haben, mich beherrschen und mich nicht mehr verlassen, Rosi!“, wiederholte er, blickte immer noch auf seine zuckenden Finger und trat ganz langsam mit wiederkehrenden Unterbrechungen an das Schlafzimmerfenster.  Sah hinunter auf die Mariahilferstraße, die sich langsam mit den Kaufwütigen zu füllen begann. Dorthin mußte er, auf die Straße und in den „Merkurmarkt“, um seine Besorgungen zu machen und vielleicht auch einen kleinen Krampus oder Nikolo aus Briocheteig für das morgendliche Frühstück zu besorgen. Das hatte Rosi, als sie noch nicht von ihm gegangen war und die Dämonen ihn noch nicht besessen hatten, so gemacht. Einen kleinen Krampus oder Nikolo für ihn und die Nichten und Neffen, die Kinder, seiner und ihrer Geschwister besorgt.

Das war jetzt vorbei. Rosi an einem fürchterlichen Krebs verstorben. Die Neffen und Nichten längst erwachsen und kümmerten sich nicht mehr um den alten Onkel Max, der mit zittrigen Händen im Unterhemd vor seinem Schlafzimmerfenster stand und auf das Treiben der großen Straße hinuntersah, die sich langsam zu füllen begann. Mit Kindern, mit Hausfrauen, mit Weihnachtsgeschenkeinkäufern und er sah richtig und hatte sich nicht getäuscht, mit einer Weihnachtsfrau. Kein dämonenhafter Krampus stand mit einer Kohlenbutte und einer rasselnden Kette auf der  Straße, sondern ein junges Mädchen mit einer rotweißen Mütze  und einem Weihnachtsmannanzug. Santa Claus läßt grüßen und das Christkind, das immer zu ihm gekommen war, als er klein gewesen war, gab es nur noch auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz, während unten ein junges Mädchen als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Straße stand und Zuckerln und kleine Schokoladestückchen an die Kinder verteilte. Wenn er sich nicht irrte, hatte er das junge Mädchen auch vor ein paar Tagen, als es ihm das letzte Mal gelungen war, auf die Straße zu kommen und in die Ambulanz, zur monatlichen ärztlichen Kontrolle, zu fahren, in der U-Bahn gesehen.“

So das muß nun morgen in der Nika-Perspektive in den fünften Dezembertag. Mal sehen wie es mir gelingt. Krampusse und Nikolofiguren kann die Nika auch verteilen und Harald Schwabenender wird sie abholen und ihr da einen Brotteilkrampus mitbringen und die Jessica Nikolic wird vielleicht für den Max einkaufen gehen oder ihm dabei helfen.

Klaus Khittl hat nach meiner Lesung gesagt „Die Weihnachtsfrau kenne ich!“

Natürlich er hat ja die „Dreizehn Kapitel“ gelesen, ich weiß nicht genau, ob es wirklich solche gibt oder ich sie mir als Feministin so erfunden habe, aber seit der „Selma“ tauchen in meinen Texten immer wieder Personen auf, die schon in früheren Büchern erschienen.

Die Fritzi Jelinek in der „Pensionsschokdepression, die Fatma Challaki im „Sommernanowrimo“ und die soll sich  wieder mit dem traumatisierten Hassan unterhalten und die Nika, beziehungsweise die Idee eines Adventkalenders schleppe ich wirklich schon zweieinhalb Jahren mit mir mit.

Genau weiß ich nicht woran das liegt, vielleicht weil ich schon so viel geschrieben habe, vielleicht auch wirklich, weil ich eine so Schnelle bin, die aus Unsicherheit Themen anreißt und sie nie zu Ende bringt, eine Frau Sisyphus halt, aber da waren wir ebenfalls schon.

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