Literaturgefluester

2017-04-09

Neunzehntes internationales Kulturenfestival Literatur & Wein

John Burnside

John Burnside

Tim Parks

Tim Parks

„Literatur und Wein“ von Sylvia Treudl gegründet, gibt es schon neunzehnmal.

Ich bin das fünfte Mal dabei, da es da der Alfred entdeckte und seither so getreulich, die Karten dazu kauft. Zum zweiten Mal schon den Festivalpaß, um neunzig Euro, wo man überall hingehen kann, am Samstag überschneiden sich die Veranstaltungen und einen Thalia-Beutel mit drei Weinbons und dazu noch die Sonderpublikationen, die es zum Festival gibt, bekommt und ich lasse mich ja ganz gerne einladen, denke aber, daß ich immer noch das meiste davon in Wien auch umsonst hören kann und diesmal war es auch im großen und ganzen mit Ausnahme der Eröffnung so.

Ich bin ja eine, die sich die Programme immer nur ganz vorher oder erst bei der Veranstaltung anschaut, wie ich auch die Reisehandbücher, die mir der Alfred für unsere Reisen schenkt, immer erst am Orte des Geschehens lese.

Aber als ich mir am Donnerstag Vormittag das Heftchen durchgeblättert habe, habe ich gewußt, warum mir der Lehrer, der auch ein Stammbesucher ist, vor kurzem in der „Alten Schmiede“ sagte, er würde nur am Donnerstag und dann noch ins „Salzstadl“ und am Sonntag hingehen.

Anna Weidenholzer

Anna Weidenholzer

Peter Henisch

Peter Henisch

Denn da waren die beiden Stars, John Burnside und Tim Parks, während man am Freitag und am Samstag in Göttweig, das hören wird, was ich zum Teil schon vom letzten deutschen und österreichischen Bp kenne und daher einige der Bücher schon gelesen, beziehungsweise noch auf meinen Stapeln habe.

Aber der Schotte John Burnside, der seit einiger Zeit durch die Blogs wandert und der in in Italien lebende Tim Parks, von dem ich schon ein Buch gelesen habe, sind in Österreich, glaube ich, nicht so oft zu sehen und zu hören.

Deshalb dachte ich auch, daß das Literaturhaus sehr voll sein wird.

War dann aber gar nicht so und der Alfred vermutete, diese Namen sind in Österreich nicht so bekannt.

Also einen guten Platz bekommen, im letzten Jahr war das nicht so.

Die offiziellen Begrüßungsrunden entfielen diesmal, so begrüßte nur Michael Stiller und stellte die beiden Autoren vor, mit denen dann Sylvia Treudl ein Gespräch auf Englisch führte.

Anna Mitgutsch

Anna Mitgutsch

Katja Lange-Müller

Katja Lange-Müller

Christoph Mauz, den ich ebenfalls von den früheren Veranstaltungen kenne, las wieder die deutsche Üersetzung und der 1955 geborene, John Burnside, der in live, weil er inzwischen Bart trägt, ganz anders aussah, als auf dem Programmheftfoto, ist mit dem Buch „Lügen über meinen Vater“ berühmt geworden.

Er ist, wie Klaus Stiller erwähnte, auch ein berühmter Lyriker und wird das am Samstag im „Salzstadl“ beweisen. Bei der Eröffnung am Donnerstag las er aber aus einem Buch, kein Roman, wie Klaus Stiller noch betonte, wo es um seine Alkohilikerkarriere ging.

„High, ich bin John und ein Alkoholiker!“

Der 1954 in Manchester geborene Tim Parks, der auch als Übersetzer bekannt ist, ist in der letzten Zeit mit seinem Buch „Worüber wir sprechen, wenn wir über Bücher sprechen“, durch das Netz gegangen.

Jetzt hat er mit Christoph  Mauz aus seinem Buch „Thomas & Mary“, gelesen, wo es um ein seit dreißig Jahren zusammen seiendes Paar geht.

Michael Fehr

Michael Fehr

Die Band Alma

Die Band Alma

Am Anfang verliert Thomas seinen Ehering, dann kommen die beiden nicht zusammen, weil der eine immer schon mit dem Gesicht zur Wand schläft oder sich so stellt, wenn der andere ins  Bett geht. Dann sind sie schon getrennt, haben aber noch ein eigenes Konto, beobachten, die gegenseitigen Ausgaben und machen sich darüber ihre diesbezügliche Gedanken.

Spannend spannend, die beiden Autoren persönlich kennenzulernen und in der orangen Büchertasche „Bücher sind dem Menschen zumutbar“, wurde die Bachmann ein bißchen verschwandelt, befand sich noch ein Buch aus der „Edition Aramo“, nämlich die von Sylvia Treudl herausgegebene Anthologie „An der schonen lauen Donau“, die wahrscheinlich bei einem der früheren Festivals präsentiert wurde.

Am Freitag ging es dann, wie erwähnt mit mir schon bekannten Texten und Autoren weiter. Anna Weidenholzer mit zwei Szenen aus „Weshalb die Herren Seesterne tragen“, ein Buch das ich, wie Anna Mitgutsch „Annäherung“, die damit auf die  Shortlist des öst Bp kam und Katja Lange-Müllers „Drehtür“, dBp Longlist schon gelesen habe.

Sabine Gruber

Sabine Gruber

Jonas Lüscher

Jonas Lüscher

Peter Henisch war mit „Suchbild mit Katze“ auch auf der österreichischen Shortlist, sein Buch habe ich aber noch nicht gelesen, jetzt habe ich es mir vom Alfred schenken lassen und muß nur noch überlegen, wann ich es lesen werde, da es ja nicht wirklich sinnvoll ist, wenn ich es an das Ende meiner Leseliste setzte.

Dazwischen spielten „Alma“ das sind vier junge Frauen und ein junger Mann, die jodelten, geigten, sangen und auf ihre Art und Weise, die Volksmusik wieder oder neubelebten. Sie haben wie Sylvia Treudl in ihrer Einleitung sagte, einen Preis gewonnen und ich habe sie schon einmal im Theater am Spittelberg bei einem der Adventrundgänge gehört.

Dann kam noch der 1982 geborene Schweizer, der 2014 beim „Bachmannlesen“ mit seinem speziellen Kriminalroman „Simeliberg“ einen der Preise gewonnen hat. Jetzt hat sein drittes Buch, achtzehn Erzählungen mit dem Titel „Glanz und Schatten“ herausgegegeben, das überall sehr gelobt wird.

Auch Sylvia Treudl rühmte seine spezielle Art der Performkunst, mit der ich aber  meine Schwierigkeiten hatte und ich die märchenhaften Erzählungen von „Ida und der Wolf“ und dem Mann, der im Mückenschwarm steht und immer eine sticht und sticht“, eigentlich nicht so literarisch finden konnte.

John Wray

John Wray

Michael Krüger

Michael Krüger

Am Samstag ging es  mit der üblichen „Transflair-Veranstaltung“ im Literaturhaus am Vormittag und dem Weinwandern am Nachmittag weiter, was ich auch eigentlich wieder machen wollte.

Aber das Wetter war am Freitag nicht so schön und das Vormittagsprogramm nicht so interessant und dann gibt es ja, als Alternative Lyrik im „Salzstadl“ und so habe ich das Mainstreamprogramm gelassen, umdisponiert und es nicht bereut.

Denn da gibt es seit zwei Jahren diese kleinen Lyrikheftchen aus dem EU-Sonderprojekt „Versepolis“.

Da werden immer fünf Lyriker eingeladen und übersetzt, die Heftchen kann man sich mitnehmen, die Autoren lesen aber auch vor und das „Salzstadl“ ist auch ein uriges Kulturwirtshaus an der Donaulände.

Es war auch nicht so voll, denn die Lyrik ist ja eher ein Insiderprogramm.  Wolfgang Kühn moderierte, Sylvia Treudl las die deutschen Übersetzungen vor und so bin ich die kleinen Lyrikhefterl, die ja sonst eher ungelesen im Regal landen, durchgegangen und habe ich Kayombo Chingonyi kennengelernt, der zur Generation der BAME-Dichter gehört, Valentina Colonna aus Italien.

Reinhard P. Gruber

Reinhard P. Gruber

VorarlbergerInnen bei Literatur und Wein

VorarlbergerInnen bei Literatur und Wein

Rolf Hermann aus der Schweiz kenne ich schon vom vorigen Jahr, gehört er doch zu den „Gebirgspoeten“.

Stanka Krastelj aus Slowenien habe ich vielleicht schon einmal bei der „Buch-Wien“ gehört, aber Indre Valantinaite aus Litauen war mir unbekannt und als Gast gab es noch Fiston  Mwanza Mujila dessen Kultroman „Tram 83“ ich noch lesen muß und der mit kräftiger Stimme daraus und Gedichte las.

Zu Mittag habe ich im Salzstadl gegessen und ein paar nette Gesprächen mit den Leuten am Tisch geführt und dann ist es gleich weiter mit dem Lyrikprogramm gegangen, denn John Burnside ist ja auch ein Lyriker und stellte mit seinem Übersetzer seinen jüngsten Gedichtband „Anweisungen für einen Himmelsbestattung“ vor, in dem er sich unter anderen wünscht, wenn er tot ist nackt auf ein Feld gelegt zu werden, so daß ihm die Krähen, Hunde, Ratten fressen können. Ein etwas perverser Wunsch könnte man so sagen und es kam dann auch Michael Krüger, der „Ex-Hanser Verleger“ mit seiner Naturlyrik und dann Anja Utler und Andrea Grill, die ja in der anderen Sonderpublikation des Jahres einen sehr experimentellen Text „Wie Wasser sei ein Fluss“ hatten, den sie gemeinsam lasen.

Antonio Fian

Antonio Fian

Christoph Mauz

Christoph Mauz

Dann war noch Zeit für einen realen Spaziergang an der Donau bevor es mit dem Bus wieder nach Göttweig ging und diesmal gab es für mich auch einiges zu entdecken.

Obwohl die erste Leserin Sabine Gruber auch auf der Shortlist des öst Bp stand, ich sie aus ihrem „Daldossi“ sowohl im MUSA als auch bei den Ö-Tönen lesen hörte und das Buch inzwischen auch im Schrank gefunden habe.

Von dem Schweizer Jonas Lüscher, der als nächstes kam und der mit „Frühling der Barbaren“ auf einer der deutschen Listen stand und auch den Schweizer Bp gewonnen hat, habe ich zwar dieses Buch inzwischen auf meinem Harland Stapel, er hat aber inzwischen ein neues Buch, das derzeit überall besprochen wird aus dem er gelesen hat.

Die Musikeinlagen bestanden am Samstag aus der mir bisher unbekannten  „Tsatsiki  Connection“ einer Gruppe, die sich aus zwei Türken, einen Griechen und dann noch aus einem NÖ-Literaturhaus Mitarbeiter zusammensetzt, die sehr schwungvoll aufspielten.

Dann kam  der Austro-Amerikaner John Wray, von dem ich vielleicht schon etwas beim letzten „Frankfurt Surfen“ gehört habe, der aus seinem drei Generationen Roman „Das Geheimnis der verlorenen Zeit“ las und dann noch einmal Michael Krüger mit seinem bei „Haymon“ erschienenen Roman „Das Irrenhaus“ und das kann man wahrscheinlich autobiografisch interpretieren. Denn der Held zieht sich zurück, will oder soll alle seine Verpflichtungen abgeben, er zieht aber in eine Wohnung, in der vorher ein Schriftsteller mit dem Namen Faust wohnte, bekommt dessen Post und beschließt auch Schriftsteller zu werden.

Maciej Golebiowski (klezmer reloaded)

Maciej Golebiowski (klezmer reloaded)

Alexander Shevchenko (klezmer reloaded)

Alexander Shevchenko (klezmer reloaded)

Interessant dazu finde ich natürlich, daß ich  auch einmal über eine Dora Faust, die gerne Schriftstellerin wäre, geschrieben habe und Reinhard P. Gruber mit seinem „Hödlmoser“, seinem „Schilcher Alphabet“ und anderen Texten habe ich schon gehört.

Er wird, glaube ich, weil so lustig, öfter bei „Literatur und Wein“ eingeladen, obwohl es ja in Göttweig und Krems eigentlich um ein „Veltliner-“ oder „Riesling-Alphabet“ gehen müßte und man in Niederösterreich, die Steirer höchstwahrscheinlich auch nicht für den Nabel der Welt hält.

Da aber seit Jahren, wie ich am Freitag erfahren habe, eine Vorarlberger Frauengruppe zum Festival fährt, kann man sich auch für die Steiermark interessieren und spannend ist auch, daß ich mit einer Studentin gesprochen habe, die ihre Diplom oder Masterarbeit über Literaturfestivals schreibt und dabei „Literatur und Wein“ untersucht.

Und am Sonntag ging es  weiter mit der tradionellen Sektmatinee beziehungsweise mit „grünjandl“.

Das heißt Antoio Fian hat Texte und Dramulette von und über Otte Grünmandl gelesen und Christoph Maunz gab eine Jandl-Performance, wo er einige Jandl-Texte in Mundart las, die mich eher an H.C.Artmann erinnerten,  beziehungsweise mich fragen ließen, ob Jandl wirklich soviel Mundart geschrieben hat.

Musik gabs vom Duo „Klezmer reloaded“ mit Maciej Golebiowski und Alexander Shevchenko.

Danach sind wir diesmal wieder nach Göttweig hinauf gefahren und haben auf der Terrassse, weil das Wetter jetzt ja schön und sonnig war, des Restaurants zu Mittag gegessen.

2016-12-01

Schreibgruppe und Adventbeginn

Unsere Schreibgruppe, die von Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und Ingeborg Reisner 2013 gegründet wurde, dümpelt seit sie im Sommer von Peter Czak, der sie nach der Lesung weiter organisierte, aufgelöst wurde, so dahin.

Im September und Oktober haben wir uns mit Doris Kloimstein, der Ruth, Klaus Khittl, dem Robert und jeweils einer weiteren Person weitergetroffen.

Im November rief mich zuerst Doris Kloimstein an und sagte, daß sie krank sei, danach Robert, der auch nicht kommen wollte und ich wollte ja eigenlich zum Pup n pub ins „Siebenstern„, so daß ich die Gruppe absagte und diesmal bekam ich am Montag einen Anruf vom Robert, daß er und Doris Kloimstein nicht kommen und ich dem Wirt absagen soll, aber da habe ich mich mit Klaus Khittl, der mir ja für mein „Berührungen-Mimikry-Spiel“, einen Text geschrieben hat, halb verabredet, daß ich ich ihm das versprochene Buch in die nächste Gruppe bringen will und er hat „Fein!“, geantwortet, so daß ich dem Robert mailte, ich gehe auf jeden Fall hin und warte mit dem Ausmachen der weiteren Termine vorläufig ab, weil ich sie ja nicht jedesmal absagen will.

Gestern habe ich dann die Ruth auf dem Weg in die „Alte Schmiede“ getroffen, fragte sie, ob sie kommt und sie antwortete, sie hätte sich mit Ingeborg Reisner verabredet.

Fein, vielleicht wird noch was aus dem Treffen, das ich mir eigentlich schon abgeschminkt hatte, mir dann aber einfiel, daß ich ja, als Thema „Bibliothek“ nehmen könnte und da vielleicht eine Vorstudie zu meinem nächsten Projekt, daß ja, um eine Frau namens Dorothea Wewerka gehen soll, die in einer Bibliothek wohnt.

Wir waren dann zu dritt, Ruth, Klaus Khittl und ich und haben lange über die Rolle der Literatur geredet, bis wir dann doch zu schreiben anfingen und das war diesmal, im Gegensatz zu den letzten zwei Malen, auch noch sehr intensiv, schlug Klaus Khittl doch vor, daß wir intensiver über die jeweiligen Texte diskutieren und jeder etwas Positives und was Negatives dazu sagen solle und das haben wir bisher eher nicht getan, sondern vorgelesen „Schön oder toll!“, gesagt und dann von etwas anderem zu reden begonnen. Was mir eigentlich sehr recht war, denn meine Erfahrungen vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“ waren nicht so, als daß ich, die dort geübte Kritik, als konstruktiv empfunden hätte und in der Schreibgruppe der Gewerkschaft in der ich einige Zeit war, wurde auch nichts dazu gesagt, was ich als sehr angenehm empfand. Aber man lernt nur durch Feedback, da hat Klaus Khittl schon recht und so empfindlich bin ich nach vierzigt Jahren Schreiberfahrung auch nicht mehr und weiß ohnehin, was stimmt oder nicht, also habe ich zu meinem Erstaunen gesagt, ja machen wir das so!

Von Klaus Khittl kam dann der schöne Satz „Zur Bibliothek fallen mir nur Bücher ein“, er ist ja ein Sätzeschreiber und was soll man da positiv und negativ sagen?

Positiv, der Satz ist schön und  ich hätte ihn auch gern in meinem Text, zum negativen, er ist kein Text und die Ruth brachte wieder, was in der Gruppe ja oft geschrieben wird, eine Art Essay zu ihren Büchererfahrungen, mit einer überraschenen Wende, daß sie sie nach ihrem Tod verschenken will, worüber wir dann sehr lange diskutierten und ich habe wieder einen sehr langen Text geschrieben, den ich dann nicht recht lesen konnte und wo ich sicher noch zwei, dreimal drüberfahren hätte müßen, daß er einigermaßen zum Diskutieren wäre.

Es wurde aber dann sehr lang darüber geredet, ob man sich zum Kaffe oder aufs Klo begeben kann oder ob das zu überhöht, beziehungsweise schon eine ironische Brechung ist?

Sehr interessant und ich habe viel gelernt, denn eigentlich weiß ich ja noch nicht wirklich, was und worüber ich schreiben will.

Über die Begegnung mit den Büchern oder doch über Dorotheas soziale Situation? Der Satz mit dem „Bibliotheksgespenst“ ist schon aufgetaucht und eigentlich könnte  Dorothea auch woanders wohnen und eine Oberschicht oder bürgerliche Vergangenheit haben, also nicht nur eine ganz arme Frau sein.

Eine intensive kleine Schreibgruppe zum Adventbeginn und über den will ich ja auch schreiben.

Der Dezember ist ja auf meinem Blog immer eine Art Adventkalender, da hat bei mir schon Tradition, aber diesmal kommt mir vor, ist der Dezember bei mir schaumbegrenzt und wir wissen ja auch noch nicht wirklich, ob wir heuer einen Krampus oder einen Nikolo bekommen und den vielleicht auch noch zu Ostern mit einem Osterhasen wiederholen müßen.

Die Weihnachtsdekorationen sind aber schon hergeholt und am letzten Samstag, dem ersten Advent, waren wir auch  Punschtrinken in Nußdorf an der Traisen, der Adventkalender für die Anna ist gekauft und werde, nachdem ich im September meine Leseliste entrümpelt habe und jetzt trotzdem noch zu viel draufstehen habe, heuer wahrscheinlich  nur ein Weihnachtsbuch lesen, nämlich „Weihnachten im Weltall“ von meinem Kritiker Uli und das Adventwandern am Montag werde ich auch auslassen, weil es da im Literaturmuseum eineVeranstaltung über Ilse Aichinger und in der „Alten Schmiede“ wieder ein „DichtFest“ gibt.

Auf meinen Blog will ich Weihnachten aber nicht auslassen, denn da gibt es ja einen Adventkalender, nämich die „Nika, Weihnachtsfrau“ und da ich diesbezüglich sehr fleißig war, kann ich  schon einige Fenster präsentieren.

Daie Idee dazu ist mir ja schon 2013 bei den „Dreizehn Kapitel“ gekommen“ und dann habe ich schon zwei Fenster in den Dezember gestellt. Vor zwei Jahren, habe ich glaube ich, in der Schreibgruppe dazu eine Krampusgeschichte geschrieben und im Vorjahr eine andere zum Thema „Dämonen“, eine Szene in einer anderen Perspektive, aus der des alten Lehrers mit Parkinson, der eine Einkaufshilfe in der kleinen Jessica findet.

Zum fünften, achtzehnten und fünfundzwanzigsten  Dezember gibt es schon ein Fenster, aber die werde ich erst dann verlinken, jetzt genügt die Website, denn da gibt es ja den Beginn, als Leseproben.

Und für alle die sich nicht auskennen, die Nika Horvath, eine Germanistikstudentin verdingt sich im Dezember bei einem Kaufhaus auf der Mariahilferstraße als Weihnachtsfrau,  Fatma Challaki und ein afghanischer Flüchtling namens Hasan kommen vor, Nika findet ihre große Liebe, ihre Schwester bekommt ein Kind von einem Mann den sie nicht will und ihre Lebenspartnerin einen Toten in ihrer Praxis und das ganze wird wie ein Adventkalender von Tag zu Tag erzählt.

Meine Leser können sich von den Schnäppchen überraaschen lassen, wenn es sich ergibt, stelle ich auch ein neues Fenster ein, aber das Programm ist wahrscheinlich sehr dicht, habe ich ja noch einige andere Bücher zu lesen, wenn ich zumindest die Rezensionsexemplare auf meiner Leseliste schaffen und vielleicht doch noch zu der einen oder anderen Vicki  Baum kommen willl und man kann das Buch natürlich auch als Ganzes lesen, das ich vorigen Jahr im November während des Nanwowrimos geschreiben habe und jetzt, da wir ja keine Willkommenskultur mehr haben, auch nicht mehr so aktuell ist oder doch vielleicht und vielleicht auch interessant zu lesen, also werde ich im Dezember öfter auf meine „Weihnachtsfrau“ hinweisen, lade herzlich zum lesen ein und schaue was sonst noch passiert.

Abgesehen vom Punschtrinken und Vanillekipferlessen, gilt es ja auch noch den „Kroatienroman“ fertig zu korrigieren und das ist ja eine Sommer oder Frühlingsgeschichte und vielleicht fällt mir dann auch etwas zu meiner Bibliotheksbewohnerin ein.

Es gibt aber auch die „Auge-Weihnachtssfeier“, am Freitagabend und was das Netz betrifft den bewährten Adventkalender vom „Literaturcafe“ und „Aufbau“ heuer einen  mit der Weihnachtsgans Hermine, wo man, glaube ich, auch etwas gewinnen kann.

2016-08-08

Zum Kellergassenfest nach Wagram ob der Traisen

In meiner Sommerfrische versuche ich ja immer etwas zu unternehmen, als ich mir vor drei Jahren sozusagen selbst zur Stadtschreiberin ernannte, habe ich mit dem Alfred eine Bürgermeisterspezialführung besucht, mich mit dem Robert Eglhofer in St. Pölten getroffen und die Frequency gibt ja auch immer etwas her.

Radtouren mache ich mit dem Alfred auch manchmal, ich selber fahre ja nur regelmäßig in Richtung Herzogen- oder Wilhelmsburg. Mit dem Alfred bin ich da schon bis nach Melk gekommen und im Vorjahr hat er den Hauermarkt oder das Kellergassenfest bei Wagram ob der Traisen entdeckt.

Wahrscheinlich hat er am Markt in St. Pölten den entsprechenden Flyer bekommen. Wir sind also losgeradelt, ich habe dort ein Blunzlgröstl gegessen, der Alfred wollte, glaube ich, eine Surbratensemmel, nur leider war das Wetter so schlecht, daß wir uns bei den Weinständen unterstellen mußten und sind dann mit dem Zug von Traismauer nach St. Pölten zurück gefahren.

Am Weg zum Bahnhof haben wir den Otto Lambauer getroffen, den ich gleich fragen konnte, ob er sich wieder durch die Longlist lesen wird.

Das war im vorigen Jahr, heuer war das Wetter schöner und so war schon die Hinfahrt sehr erbaulich. Wagram ob der Traisen liegt zwischen Nussdorf und Traismauer und an beide Orte fahren wir ja gelegentlich hin.

Zu  Ostern meistens in das Donaugasthaus bei Traismauer, nach Nußdorf zum Pfingstmarkt oder zur der Weinverkostung bei den Herzingers. Da habe ich auch einmal so wie sie es in Göttweig immer tun ein kleines höchstpersönliches Weinwandern unternommen, weil mein „Kerstins Achterl“ gerade fertig war.

Diesmal gab es nur Schwierigkeiten mit einem Hund, der uns ungefähr beim Bootshaus in Sptratzer anbellte, dabei gibt es ja überall an der Traisen Schildern, die „Ich brauche eine Leine oder einen Beißkorb!“, aussagen.

Die Besitzer haben aber nur geschaut und „Hat er was getan?“, gefragt, als ich sie darauf aufmerksam machte.

Nach zwei Stunden waren wir in Wagram und das Hauerfest fand in zwei Kellergassen statt, die man oben durch die Weingärten durchqueren konnte.

Auf dem Flyer war genau aufgelistet, was man, wo essen und trinken konnte.

Vor dem Eingang, beziehungsweise dem „Herzlich Willkommen-Schild“, stand eine junge Frau, vielleicht die Weinkönigin und bot ein Wilkommensgläschen an.

Leider war das nur in weiß, so habe ich mich während ich auf den Alfred wartete, mit einer Bergkäseprobe bei der Käsehütte begnügt und dann sind wir am „Dorferneuerungsverein Wagram“ vorbei zu „Reuter“ gegangen, wo es das Blunzngröstl, das Spanferkl und für den Nachtisch, die Marillenknödel gab.

Spareribs und Grammelknödel hätte es auch gegeben und auch einen Zweigelt und einen blauen Portugieser und während wir gegessen haben, flanierten an uns die Festbesucher, von denen viele Frauen Dirndln und einige Männer Lederhosen trugen vorbei.

Eine Blasmusikkappelle und eine Volkstanzgruppe hat es auch gegeben. Aber die haben wir später erst gesehen und gehört. Die Blasmusik. Denn als die Volkstanzgruppe durch die Kellergasse tanzte, waren wir schon wieder weg. Hatten wir ja noch eine zweistündige Rückfahrt vor uns. Vorher habe ich aber noch einen Kaffee und einen Pink Hugo getrunken, bevor wir in Richtung Traismauer zurückgefahren sind.

Dort schlug der Alfred dann eine bequeme Zugfahrt vor und fuhr statt, wie geplant zur Traisen in Richtung Bahnhof, was ihm allerdings nichts nützte.

Denn einen Zug hätte es nach vier zwar gegeben, normalerweise, weil aber die Gleise repariert wurden, gibt es derzeit einen Schienenersatzverkehr und die Busse nehmen keine Räder mit.

Wir hatten ja die Richtigen und die Klappräder, wo man das sehr wohl kann, in Wien gelassen. Also doch zurückgefahren und da schien mir die Rückfahrt dann sehr lang und der halbe Liter Wasser, den ich im Rucksack hatte, war auch bald ausgetrunken.

Aber ich wollte ohnehin bei der „Seedose“ Rast machen. Zwar schwebte der Bibliophilin, da die Büchertelefonzelle vor, aber das Soda Citron, das ich  trank, während ich mir die jungen Frauen, die in ihren Bikinis oder knappen Shorts an mir vorüberflanierte, anschaute, war auch nicht zu verachten und den Cornwell-Krimi, den ich neben einem  Jachym Topol im Schrank gefunden hatte, hatte ich auch schon zu Haus.

Was bei meiner ebenfalls sehr bibliophilen und Krimi lesendenen Schwiegermutter nichts machte. Die freut sich bestimmt darüber und der Alfred hatte ohnehin angenommen, das Buch wäre für sie.

Ein paar Besucher der Bücherzelle konnte ich auch beobachten. Drei relativ kleine, Eis schleckende Mädchen beispielsweise, von denen vor allem eines auffälliges Interesse für die Bücher zeigte und eine junge Frau, die sich auch ausführlich darin umschaute und ich kann noch erwähnen, was die anspruchsvolle Literatur betrifft, von der man ja annehmen könnte, daß man die am Viehofner See in der Nähe der Provinzhauptstadt St. Pölten nicht so findet. Stimmt, fand ich auch nicht. Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, was ich ja vielleicht einmal lesen sollte, war nicht vorhanden. Das Buch nicht, nur der Umschlag ist auf dem Regalbrett gelegen. Also wenigstens was. Ich wünsche dem vor mir Finder viel Spaß beim Lesen und nachdem das Soda Citron getrunken war, ging es  zügiger zurück.

Der Ausflug und das Wetter an diesem Sommerfrischensonntag war sehr schön und eine bleibende Erinnerung bis zum nächsten Jahr.

2015-05-24

Pfingsten verregnet

Das Pfingstprogramm hat bei mir schon Tradition, obwohl ich nicht katholisch, also keine Kirchengeher bin und eigentlich  nicht so genau weiß, was liturgisch in diesen vier Tagen passiert.

An einen Pfingstrosenstrauß vom Garten im Almweg, der jetzt verkauft wird, vor sicher mehr als fünfzig Jahren, kann ich mich erinnern und dann 1977 an mein Dissertantengespräch am Freitag davor und danach bin ich mit dem Herrn Lembacher vom Klub der logischen Denker zum ersten Mal zum Pfingsttreffen nach St. Gallen in die Steiermark gefahren, da haben wir, eine wahrscheinlich organisierte Panne in St. Pölten gehabt und so bin ich das erste Mal in meinem Leben in dieser Stadt gewesen.

Einmal viel später gab es das „Bachmann-Symposium“ zu einem wahrscheinlich runden Geburtstag der Dichterin, da gab es eine Führung durch den dritten Bezirk und eine Ausstellung im Palais Palfy, nachher bin ich in den Wienerwald gegangen und vom Leopoldsberg über den Nasenberg nach Nußdorf hinuntergekommen.

Nußdorf bei oder in Wien, während es in Nußdorf an der Traisen ja den Pfingstmarkt gibt, wo wir seit einigen Jahren regelmäßig hinfradeln und einmal gab es kurz vor Pfingsten in Mürzzuschlag bzw. Neuberg an der Mürz das „Fest für Friederike Mayröcker“, da hat mich dann der Alfred am Pfingstsamstag glaube ich abgeholt und wir wollten eigentlich auf den Hochschwab wandern.

Das Wetter hat es aber verhindert, wie es auch heuer regnet, zumindestens am Samstag hat es das getan und die Traisen war, als ich trotzdem mit dem Rad nach St. Pölten in die Stadt gefahren bin, um am Markt meine auch schon traditionelle Käsekrainer zu essen schon sehr voll.

Hochwasserwarnungen gibt es auch, aber am Sonntag soll das Wetter besser werden, so daß wir vielleicht doch, wie geplant, nach Nußdorf fahren können, ein gefülltes Knödel essen, ein Glas Wein trinken oder zwei und auch  einen Kaffee mit einem Keks verkehren.

Einmal ist mir dabei das Rad dabei kaputt geworden, so daß uns Alfreds Eltern mit dem Bus abholen mußten, das ist jetzt nicht mehr möglich und am Sonntagabend fahren wir heuer auch schon wieder nach Wien zurück, weil Alfreds Betriebsausflug diesmal nach Prag geht und daher zweitägig ist, da werde ich also in Wien weiter meinen Kisch, ein Buch das übrigens in Prag spielt und die Lebenserinnerungen des rasenden Reporters ausdrückt, zu Ende lesen und dann weiter an „Selmas Kopftuch“ korrigieren.

„Miranda Schutzengelchen“ ist inzwischen ausgesendet und der Artikel mit der Buchpromotion gestern online gegangen, aber zurück zu Pfingsten und meinen diesbezüglichen Gebräuchen:

Manchmal ist der Alfred da auf Reisen und so gab es vor einigen Jahren ein eigenes Pfingstprogramm von der Galerie Splitter für alle Daheimgebliebenen, wo wir einen Stoß Bücher auf den Judenplatz getragen haben umd mich E.A.Richter dabei fotografierte und einen Pfingstlesemarathon habe ich einmal auch in Wien gemacht.

Jetzt habe ich einen etwas verregneten Pfingstsamstag verbracht, dabei Katharina Hackers „Eine Art Liebe“ gelesen, wo die Besprechung auch bald online gehen wird, freue mich über mein neues Buch und vielleicht auch darauf, daß das Wetter etwas besser wird, obwohl mir das eigentlich gar nichts macht, ich weder eine Wetternörglerin noch ein Wettermuffel bin, sondern mich eigentlich bei jeden Wind und Wetter nach draußen begebe und ich das Radfahren im Regen, solange es nicht zu kalt ist, eigentlich auch sehr genieße und auch schon bei einigen Dauerregen durch die Stadt gelaufen bin, was eigentlich auch immer recht lustig ist.

Und den Songcontest gab es natürlich auch.

2015-05-01

Erster Mai und hundertfünfzig Jahre Wiener Ringstraße

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 18:41
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Daß der Ring heuer sein hundertfünfzigjähriges Jubiläum feiert, kann man nicht verfehlen, wenn man nur ein bißchen Radio hört, denn in Ö1 ist dieser Tage sehr oft zu hören, daß die Prachtstraße, die die Wiener Innenstadt mit den äußeren Bezirken, den ehemaligen Vorstädten verbindet und auf der es das Parlament, die Oper, das Burgtheater, das Rathaus, die Universität und viele andere wichtige Gebäude gibt, Geburtstag hat. Das erste Mal bin ich auf dieses Ereignis glaube ich vor einem Jahr bei der „Rund um die Burg-Veranstaltung“ aufmerksam geworden, da wurde ein entsprechender Bildband präsentiert und es gab auch ein Gewinnspiel, wo man die Frage beantworten mußte, wie alt die Ringstraße demnächst werden wird? Da habe ich, glaube ich, noch auf hundert getippt, denn, wenn man in Wien aufgewachsen ist, ist einer das eigentlich egal, in der Schule hat man davon gelernt, vom Maler Makart, dem Theophil Hansen und den anderen Architekten, die diese schönen Bauten errichteten. Es gibt auch die Ringstraßenpalais, wo die Aristrokratie, beziehungsweise die Oberschicht wohnte, heute sind die meistens in Hotels umgewandelt und Robert Streibel hat außer über den April in Stein, auch noch ein Buch über die „Arisierung der Beletage“ eines solchen Palais geschrieben, da hat die Wien-Bibliothek im März oder April zur Buchprsentation eingeladen, ich habe auch überlegt hinzugehen, dann aber eine andere Veranstaltung vorgezogen, denn wie schon geschrieben, so wichtig ist mir diese Wiener Prachtstraße nicht, obwohl ich den Ring überquere, wenn ich von der Krongasse in die „Alte Schmiede“ oder in die „Gesellschaft für Literatur“ gehe und als Studentin bin ich auch sehr viel in die Oper gegangen, ich habe auf der Universiät studiert, war manchmal im Burgtheater etc und mit dem Ringwagen, wo man früher die Innenstadt umrunden konnte, bin ich auch öfter gefahren. Jezt gibt es das nicht mehr, denn jetzt führen die Wege, wie ich auch im Radio hören konnte, von der Innenstadt in die Peripherie heraus, es gab heute auch eine Sendung in Ö1, daß zum Ring auch der Vorort Bezirk Ottakring gehört, wo mein Vater ja in einem der sogenannten „Jubiläumsbauten“ zu irgendeinem Ehrentag des Kaiser Franz Josefs erbaut, aufgewachsen ist. Daß die Ringstraße dieser Tage ihren würdigen Geburtstag hat, habe ich also erst vorigen Donnerstag am „Tag des Buches“ so richtig geschnallt, denn da gab es im „Von Tag zu Tag“ eine Sendung, die etwas mit „Lesen“ im Titel hatte, dann ein Interview mit der Schauspielerin Petra Morze war, die am darauffolgenden Sonntag beim „Klangteppich- des Literatursalons des Cafe Landtmanns“ auftrat, das ist die Bel Etage oder der ehemalige Salon der Berta Zuckerkandl, wo es beim ersten Mal „Rund um die Burg-Neu“ Lesungen gab, da wurden, konnte ich hören Texte von Eva Menasse, Marlene Streeruwitz und vielleicht auch ältere aus der Ringstraßenzeit gelesen, was mich aber auch nicht richtig interessierte, da wir das vorige Wochenende in Harland verbrachten und ich am Sonntag mit dem Alfred nach Nußdorf an der Traisen zum Weinfrühling des Weingut Herzingers geradelt bin, dann sind wir am Montag nach Wien zurückgefahren und da konnte ich im Radio hören, daß sich das Radio Kolleg die ganze Woche mit der Ringstraße ihrem Bau vor hundertfünzig Jahren, an der Stelle wo sich die ehemalige Stadtmauer, das Glacis etc befunden hat, beschäftigt und das war interessant, denn da gab es auch von sozialen Elend der Ziegelarbeiter und der Bettgeher, die beim Bau beschäftigt waren, zu hören und die Sozialreportagen von Max Winter, Alfons Petzoldt etc stammen auch aus dieser Zeit und so habe ich die ganze Woche mit halben Ohr, immer wenn ich zufällig das Radio aufgedreht habe, etwas über das Großereignis gehört, interessant gedacht und irgendwann ist mir eingefallen, vielleicht am Donnerstagmorgen, als ich, um in die Tuchlauben zum Frühstück und zur Buchpräsentaionzu kommen, den Ring überquerte und da an den Touristenmassen, bei der Albertina vorrüberging, daß ich ja am ersten Mai, auch ein Stückchen den Ring entlangmarschieren werde, denn da ist ja der „Tag der Arbeit“ und ein Feiertag und der traditionelle Maiaufmarsch der Sozialisten, mit dem ich im Hernalser Gemeindebau ein bißchen sozialisiert wurde, findet am Rathausplatz statt und da bin ich als Kind mit meinem Vater  immer mitgegangen. Einmal hat mir jemand ein Maiglöckchensträußchen in die Hand gedrückt, daß ich dem Bürgermeister Jonas geben sollte, ein anderer Mal mit den “ Kinderfreunden“ in einem weißen Kleid mit rotweißroten Streifen mit den Kinderfreunden vorbeidefilieren, beides war in der Zeitung. Meine Eltern haben es aufgehoben und später nach meiner Matura habe ich mit dem Marschieren aufgehört und erst nach 2000 wieder damit angefangen und da gehe ich eigentlich meistens von der Albertina bis zum Parlament und da muß man ein großes Stück an der Wiener Prachtstraße mit ihren Prachtbauten der Oberschicht, der Regierung und der Geschäftswelt vorbeimarschieren, diesmal mit der roten Fahne, die manche Funktionäre tragen und den Trommlern und auch ein bißchen mit den „Arbeitern von Wien“. Die Ringstraße also auch ein bißchen ein Symbol der Wiener Arbeiterschaft zumindestens am ersten Mai und einmal kann ich mich an eine große Sozialabbaudemonstration der Gewerkschaft erinnern, wo ich mitgegangen bin und da, weil sehr stark regnete, bis zu den Knöcheln im Wasser ging. Heute nicht, heute war das Wetter schön, der Maiaufmarsch mit dem anschließenden Fest im Kulturzentrum Siebenstern wo immer die Poet Nächte stattfinden, beendet und am Abend wird es im Ö1 noch eine lange Nacht der Ringstraße geben, wo, glaube ich, die Prachtbauten vorgestellt werden, wie Oper und Musikverein, die wie ich einen der Sprecher hören konnte, dem gehobenenen Kulturanspruch der Oberschicht entsprachen. Ja richtig, das Palais Eskeles, in dem sich heute das jüdische Museum befindet, gibt es auch und da haben die Vorfahren des Keramikers Edmund de Waal gelebt, der darüber, den berühmt gewordenen Roman „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ geschrieben hat, der gestern in den „Tonspuren“ anläßlich des Ringstraßenschwerpunkts gesendet wurde. Interessant  den Ring, an dem man vor allem im Sommer so herrlich unter den großen Bäumen spazierengehen kann, von allen seinen Seiten zu betrachten und neben der großen Historiengeschichte, auch ein bißchen seine persönliche Geschichte dazudenken und da spielt auch der erste Mai seine Rolle und ich kann mich auch an ein Kinderbuch erinnern, das wir zu Hause hatte. „Geschichten aus Alt und Neu Wien“ hat es, glaube ich, geheißen und da hat ein Onkel seiner kleinen Nichte und seinem Neffen, viel von der Stadtmauer, dem Glacis und wahrscheinlich auch dem Ringstraßenbau erzählt, das ich vor mehr als fünfzig Jahren gern gelesen habe.

2015-04-12

Krems und Göttweig entschlüsselt

Josef Ostermayer

Josef Ostermayer

Lily Brett

Lily Brett

Nach den Osterferien ging es von der Alltagskultur des literarischen Nahversorgers über die, wie Gabi Rökl sagte, gut subventionierte „Alte Schmiede“ zum literarischen Event, beziehungsweise zum siebzehnteninternationalen Kulturfestival „Literatur und Wein“ nach Göttweig und Krems, von denen ich die ersten vierzehn versäumt habe, obwohl mir Sylvia Treudl immer die Programme in die Wohnung schickt, denn ich bin ja eine, die für Veranstaltungen nichts zahlen will und in Wien bin ich das auch gewohnt, daß die Literatur nichts kostet. So habe ich mich vor zwei Jahren über das ausverkaufte Literaturfestivial auch etwas gewundert, das Who is Who, das man zum Größtenteil in Wien immer noch gratis hören kann, aber sehr genoßen, obwohl, um diese Preise und diesen Publikumsansturm zu erzielen, nur bestimmte Stars lesen dürfen und das ist ja etwas was mir nicht so gefällt. Ausverkauft auch diesmal, so stand es schon vor der Eingangstüre des unabhänigen Literaturhauses und am Donnerstag Morgen informierte das Morgenjournal über das diesjährige Motto,“Von der Entschlüsselung der Welt“, das ich dann später nirgends im Programmheft finden sollte. Mit einem Staraufgebot ging es dann am Abend im  Krems los.  Lily Brett, Tochter von polnischen Holocaustüberlebenden, die von Australien nach New York gekommen ist und die, glaube ich, von dem kleinen Wiener „Deuticke-Verlag“ entdeckt wurde. Dort sind jedenfalls ihre ersten Bücher „Zu sehen“, „Einfach so“ etc erschienen und standen dann auf der Bestsellerliste und nicht bei „Libro“, der damals, Anfang oder Mitte Neunzig, glaube ich, eine Bestsellergarantie hatte, so sind die zwei genannten Bücher zu mir gekommen, ein drittes von „Mexiko nach Polen“ habe ich mir  von den zehn Euro Gutschein, da ich bei der „Thalia-Leser-Rezensenten-Aktion“ eingetauscht habe und jetzt die persönliche Begegnung, mit der 1946 geborenen, von der vor kurzem zwei Bücher, einen Essayband „Immer noch new York“ und die Gedichte „Wenn wir bleiben können“, erschienen sind. Aber zuerst gab es im Foyer ein Gläschen Wein, Small Talk und die Begrüßung, der mehr oder weniger bekannten Gesichter, einige Gratispublikationen, so eine Festschrift mit Texten von Christoph W. Bauer, Rosa Pock und Raphael Urweider und dann noch fünf Lyrikpulikationen von polnischen, litauischen, slowakischen Makedonischen und slowenischen Dichter und Dichterinnen, denn einen Lyrikschwerpunkt wird es diesmal am Samstag auch geben.

Gertraud Klemm

Gertraud Klemm

Jens Steiner

Jens Steiner

Den wahrscheinlich im kleinen Kreis, während am Donnerstag die Lily Brett Fans, wie ich beim Smalltalk hören konnte,  zahlreicherschienen sind. Zuerst begrüßte aber Sylvia Treudl ihr Pulikum und stellte ein paar Politiker und Eröffnungsredner vor. Dann kam die Autorin und las auf Englisch ein paar Kapitel aus ihrem New York Buch und auch ein paar Gedichte. Sylvia Treudl das für die nicht Englisch sprechenden mit einem Text über das Kochen eines Kichererbsencurries, das es das Jüdische an ihr ist, daß sie immer in zu großen Mengen kocht, hat Lily Brett schon vorher verraten, nun las Sylvia Treudl von den zehn Pfund Kichererbsen, die die Autorin sich bestellte, über Nacht einweichte und dann über sechzig Portionen einzufrieren hatte, wo schon die hundertsechzig Hackfleischleibchen lagerten, die sie einmal formte, weil ihr Mann soviel Fleisch nach Hause geschleppt hat. Ihr Vater, der aus seiner Tochter gerne eine Rechtsanwältin machen wollte und dann enttäuscht war, weil sie stattdessen nur die Rollingstones interviewte, kam  auch vor, beziehungsweise wurde das in dem anschließenden Gespräch, das die sehr charismatisch wirkende Autorin, die die Leute an wieder für mich gar nicht so lustig klingenden Stellen zum Lachen brachte, mit der Kulturjournalistin Dagmar Kaindl führte, erwähnt. Danach bildete sich eine lange Schlange von Leuten, die sich die Bücher kauften und signieren ließen, Wein konnte man auch wieder trinken, bevor es am Freitag mit der ersten langen Lesenacht im Stift Göttweig weiterging, wo wieder Sylvia Treudl mit einem Weinmoderator das Programm angkündigte und je ein Winzer, den sogenannten Patenwein auf den Autorentisch stellte. Die Wachau, das Kamptal und die Kremsergegend ist ja ein Weißweingebiet, daher nur vier Rotweine, ein Merlot, ein Pinot Noir, ein Cabenet und ein Zweigelt und Dorothea Elmiger, die ich von ihrer Bachmannlesung kenne, sie in der Hauptbücherei hörte und ihren Debutroman gelesen habe, begann mit einer Lesung aus ihrem zweiten Buch, wo es um Bettgeher  und wenn ich es richtig verstanden habe, um gesellschaftliche Dimensionen geht und der schon im Vorjahr in Leipzig vorgestellt wurde.

Nino Haratischwili

Nino Haratischwili

Robert Seethaler

Robert Seethaler

Anna Elisabeth Mayer, die Alpha Preisträgerin von 2011, deren ersten Roman, ich wiederhole es wieder, ich leider nicht gelesen habe, stellte ihren zweiten, einen sehr interessanten historischen „Die Hunde von Montpellier“ vor, der im sechzehnten Jahrhundert spielt. Die musikalischen Zwischenkonzerte waren von den Strottern und nach der Weinverkostungspause, die eifrig beworben wurde, richtig Bücher konnte man sich zwischendurch auch noch kaufen und signieren lassen, ging es weiter mit Peter Stamm,  sehr viele Schweizer Autoren im Programm und der dessen erster Roman „Agnes“, die Schulbuchlektüre, die einemal im Literaturcafe sehr zerzaust wurde und den ich demnächst lesen , las eine Erzählung aus seinem Erzählband „Seerücken“, den ich, glaube ich, im Vorjahr am „Tag des Buches“ im „Wortschatz“ gefunden habe, der von schlechten Wein und einem Korkenzieher handelt, er bekannte sich auch Rotweine zu mögen. Danach folgte Heinrich Steinfest, der auf der letzten Longlist des dBp stand und von dem ich schon einen Krimi gelesen habe, mit seinem neuen Buch, das auf den Blogs derzeit sehr beworben wird, es heißt „Das grüne Rollo“ und scheint ein Phantasiegegenstand eines Zehnjährigen zu sein und der Roman spielt auch im Jahr 2050, wo der Zehnjährige inzwischen vierzig ist, als Astronaut auf den Mars fliegt und dazwischen sein Leben analysiert, sehr interessant und Arno Geiger, der nach dem zweiten Konzertteil folgte, hat ja auch ein neues Kultbuch, aus dem ich schon in Leipzig hörte „Selbstportrait mit Flußpferd“, danach gab es Standing Ovations für die Musik und dann ging es nach Harland.

Barbara Öhlzelt

Barbara Öhlzelt

Daniel Glattauer

Daniel Glattauer

Der Samstag ist im Krems immer im Literaturhaus der Reihe „Transfair“ gewidmet, wo der in Frankreich lehrende Germanist Klaus Zeyringer zum Thema „Wie wir leben. Wie leben wir?“,  Krieg Flucht, Auseinandersetzungen, Gewalt, etc beleuchtet, vor zwei Jahren waren das Barbara Coudenhove-Kalergi, im Vorjahr Susanne Scholl mit „Emma schweigt“, diesmal dieskutierte er mit Florian Klenk, dem kritischen Journalisten vom „Falter“, Friedrich Orter, der gerade aus Bagdad zurückgekommen ist und Julya Rabinowich,  die ja auch bei Asylwerbern dolmetscht, über das Thema Grenzen und es gab Beispiele aus den Büchern drei.

Julia Rabinowich las ein Stück aus ihrer „Erdfresserin“, Florian Klenk der Erwin Egon Kisch und Max Winter, als seine Vorbilder nannte, las wieder ein trauriges Kapitel aus einer „Kremser Jagd“ wurde da ja vor fast zehn Jahre ein jugendlicher ASO Schüler bei einem Einbruchsversuch im Kremser Merkur-Markt von einem Polizisten erschoßen.

Danach ging es hinaus zur Weinwanderung, beziehungsweise zum zweiten Lyrikpunkt mit Sabine Gruber und Christoph W. Bauer, den ersten mit den Lyrikern, deren Gedichte verteilt wurden, hat es schon am Vormittag in einer Galerie gegeben und wir wanderten durch die Weingärten des Nikolaihofs, dessen Geschichte bis in die Römerzeit zurückgeht, das heißt dort hinauf, wo ich vor Jahren spazierengegangen bin, als ich noch diese Werbefahrten machte, jetzt erklärte Niki Saas genau seinen biologischen Weinbau, danach gings zurück ins Literaturhaus, wo Erwin Einzinger, den ich bisher nur vom Namen herkannte, aus seinem „Kirgisischen Western“ ein kleines Stück las, wo zwei polnische Studenten ohne Geld durch Norwegen trampen und es ein Kapitel gibt, wo es um Wolken geht.

Roland Neuwirth Trio

Roland Neuwirth Trio

Rosa Pock & Raphael Urweider

Rosa Pock & Raphael Urweider

Danach ging es wieder hinauf nach Göttweig zur sogenannten zweiten langen Lesenacht, die diesmal Gertrud Klemm mit  „Aberland“ gegann, gefolgt von Jens Steiner, einem Schweizer der 2013 mit „Carambole“ auf der dBp Longlist stand und damit auch den Schweizer Buchpreis gewonnen hat.

Er las ein Stück daraus, wo es um drei alte Männer geht, die eben Carambole spielen und dabei zum Thema passend, viel trinken.

Die musikalischen Einlagen wurden am Samstag von der „Hudaki Village Band“ aus den ukrainischen Karpaten gestellt, die sich selbst als Hochzeitsmusiker vorstellten und sehr viel Schwung in den Brunnensaal brachten.

Danach folgte die Georgierin Nino Haratischwili mit ihrem Kultroman „Das achte Leben für Brilka“, der immer noch sehr viel Ausehen in den Blogs erregt, womit sie die letzten hundert Jahre georgischer Geschichte an Hand des Großvaters der Ich-Erzählerin, der in Budapest das Kunstwerk eines Chokaladiers erlernte und es nach Georgien bzw. in den SU brachte, erzählten wollte.

Christoph Mauz

Christoph Mauz

Am Friedhof in Stein

Am Friedhof in Stein

Robert Seethalers Kultroman „Ein ganzes Leben“, den ich schon im „MUSA“ hörte, folgte, den Schluß des Lesereigens bildete Daniel Glattauer mit seinem letzten Roman, den ich schon gelesen habe und stieß mehrmal mit seinem Patenwein auf das Publikum an.

Eine Diskussion warum es sowenige Winzerinnen gibt, als einzige Frau kam nur am Schluß Barbara Öhlzelt mit einem grünen Vetliner auf die Bühne, ob diese Arbeit für Frauen zu schwer ist, gab es am Schluß und interessant, dazu ein Murren und ein Buhen für den Weinmoderator aus dem Publikum, der daraufhin versprach, für das nächste Mal mehr Patinnen zu suchen und Sylvia Treudl wünschte den Frauen mehr Mut „Ich bin Winzerin statt die Gattin vom Starwinzer sowieso!“, zu sagen, so daß wir auf die Zukunft, die Termine für das nächste Mal stehen schon im Internet, gespannt sein können.2

Am Sonntag schloß es dann wieder mit  einer Sektmatinee, beziehungsweise einer H.C. Artmann-Hommage, die musikalisch vom „Roland Neuwirth Trio“ begleitet wurde, das mir sehr gut gefallen hat.

Rosa Pock, die Artmann-Witwe, stellte zuerst mit dem Schweizer Rafael Urweider, die acht Gedichte vor, die in der Sonderpublikation enthalten sind.

Dann dam der Schauspieler Christoph Mauz mit einem Artmann-Programm und las da einige Gedichte und Prosa-Stücke, die zum Teil sehr bekannt waren, wie die Geschichte mit dem „Zoro“ beim Würstelstand, aber auch „Warte, warte, nur ein Weilchen, dann kommt Artmann mit dem Hackebeilchen“ und ich habe den 2000 verstorbenen Dichter, einmal bei einer GAV-Jubiläumsveranstaltung gehört und kann mich da an einem schlanken Mann mit weißen Anzug und Spazierstock erinnern, aber vielleicht täuscht das Gedächtnis auch.

Gedenkstein für die politischen polnischen Häftlinge in Stein

Gedenkstein für die politischen polnischen Häftlinge in Stein

Gedenkstein für die politischen griechischen Häftlinge in Stein

Gedenkstein für die politischen griechischen Häftlinge in Stein

Es gab auch, glaube ich, eine Veranstaltung im Literaturhaus, da weiß ich aber nicht so genau, ob die zu einem runden Geburtstag oder schon zum Gedenken war und vor zwei Jahren, war kurz vor der „Literatur und Wein-Session“ im „Wien Museum“ in der Bartensteingasse, auch ein Symposium zur „Wiener Gruppe“, wo sehr viel von H.C.s poetischen Akt gesprochen wurde. Rosa Pock ist da auch aufgetreten. Es gibt einen „H.C. Artmann-Preis“, den meistens experimentelle Lyriker bekommen und ich war ich auch einmal bei einer „Dracula, Dracula-Veranstaltung“, in der Kremser Minoritenkirche, wo früher die „Theodor-Kramer-Preise“ vergeben wurden.

Es gab auch eine kleine Ausstellung in der Bibliothek des Literaturhauses wo der Verleger Christian Tanhäuser „seine Kostbarkeiten aus dem Artmann-Archiv“ zeigte, aber da hatten wir eigentlich nicht mehr sehr viel Zeit, denn um drei gab es ja diese Kranzniederlegung am Steiner Friedhof, die auf die Ereignisse im April 1945 hinweisen sollte.

Der Alfred hatte in einem Landgasthaus bei Mautern einen Tisch bestelt, so daß wir fast ein bißchen zu spät kamen und ich staunte über die vielen Besucher der Veranstaltung.

Eva Jancak

Eva Jancak

Gedenkstein für die Bediensteten in Stein

Gedenkstein für die Bediensteten in Stein

Ein Bus war aus Wien gekommen, wo ich einige Bekannte aus der eher politischen Ecke sah. Der polnische Botschafter hielt eine Rede, denn im Krems ist außer dem Massaker am sechsten April noch etwas anderes passiert, am fünfzehnten April sind noch  Wiederstandskämpfer, darunter einige Polen, hingerichtet worden und denen wurde gedacht.

Dann ging es zur Strafanstalt, wo es schon einen Gedenkstein gibt, hier hat Robert Streibel ein Stück aus seinem Buch gelesen, eine Straße wurde nach einem der Gefangenen benannt und im Gefängnis, wo es auch einen Gedenkstein gibt, wurde  die Filmdokumentation „Die Helden von Stein“ von Piotr Szalsza und Zofia Beken gezeigt, der in ORF III am 9. Mai ausgestrahlt werden wird.

Alles sehr lang und ausführlich mit vielen Reden und auch noch Brot und Wein, leider wieder nur weißen und eigentlich wollte ich nur kurz  die Ausstellung „Stein 1945“, die die Geschichte einiger der Widerstandskämpfer zeigt, in der „Galerie Kultur Mitte“, wo wir schon bei Lesungen von Ruth und Robert waren, sehen.

Dort waren wir dann auch und so hat sich die Politik mit der Literatur ganz schön vermengt, aber natürlich gibt es da Überschneidungen und man kann das eine nicht vom anderen trennen.

So ist Claudia Romeder vom „Residenz-Verlag“ bei der Matinee gewesen, um Flyer  von H Cs gesammelter Prosa, die in zwei Bänden im Herbst erscheinen soll, aufzulegen und die Uli, die ich vom „Siebenstern“ kenne und die jetzt die „KritLit“ in der Brunnenpassage organisiert, war bei den Gedenkveranstaltungen und hat mir auch einen diesbezüglichen Flyer übergeben, aber da werden wir wahrscheinlich auf Urlaub sein.

Und um noch einmal auf „Literatur und Wein“ zurückzukommen, da habe ich ja vor kurzem einen diesbezüglichen Krimi gelesen, der allerdings in der Schweiz spielt, habe selber einmal ein Buch geschrieben, das sich mit dem Wein, beziehungsweise seinen Kehrseiten beschäftigt und über das „Weinwandern in Nußdorf an der Traisen“ habe ich auch einmal geschrieben und das wird nächste Woche wieder stattfinden und den Elsaß-Urlaub kann man ja auch irgendwie, als das beschreiben, auch wenn die Literatur, die ich dort gelesen habe, vielleicht ein bißchen allgemeiner war.

Inzwischen habe ich in Ö1 die ankündigung zu einem Literaturfestival bei der „Wasnerin“ mit ich glaube ziemlich identen Programm gehört, wo man auch Gratiskarten gewinnen konnte, was mich ein bißchen traurig machte, denn die „Großen“ werden immer wieder eingeladen, während die Kleinen sich an den Orten der Alltagsliteratur für fünf Euro selber nominieren können und dann wahrscheinlich kaum Publikum haben, weil ja alle nur das angeblich Größte, Schönste, Beste wollen.

2014-08-11

Weinverkostung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:14
Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Auf dem Campingplatz gab es jeden Mittwoch, wie auf der Türe neben der Rezeption angeschlagen stand, zwischen sieben und acht Uhr abends eine Weinverkostung und in unserer ersten Woche hätte es gleich zwei gegeben, beziehungsweise statt, der auf dem Camp, eine am um zwanzig Uhr am Jeanne d`Arc Platz, die von der Gemeinde Eguisheim, beziehungsweise der Winzergemeinschaft dort veranstaltet wurde.
Als wir am Dienstagabend von Straßburg zurückkamen, hat der Alfred einen entsprechenden Zettel überreicht bekommen und die Weinverkostung am Camp, ist dann natürgemäß ins Wasser gefallen.
Daß die am Platz aber stattfand, war schon am Morgen beim Frühstück, die Bäckerei mit dem Teesalon befand sich genau auf den bewußten Platz mit dem Kriegerdenkmal, das das Standbild der heiligen Johanna zu zieren schien, zu bemeken, denn da wurde schon ein Schild aufgestellt, daß auf das abendliche Ereignis hinwies und große Lastautos fuhren auch schon am Morgen auf.

Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Um halb acht am Abend waren dann schon die Tische und die Bänke aufgestellt und der Alfred bedauerte, daß er nichts verstehen würde, wenn die Präsentation auf Französisch stattfinden würde.
Denn es gab auch einen Tisch mit einem Stehpult, das, ich glaube, aus einem Weinfaß bestand und einem Mikrophon etc.
Kurz vor acht fanden sich dann auch die ersten Leute auf den Tischen ein. Eine Liste mit den vorgestellten Weinen und ein Weinglas um zwei Euro fünfzig konnte man sich besorgen und es fing auch leider ein bißchen zu regnen an.
Wir hatten zwar unseren Schirm dabei, aber die Leute flüchteten von den Bänken weg, zu der überdachten Konditorei, die Serviererin wird sich am nächsten Morgen gefreut haben, es hörte aber ohnehin bald zu regnen auf und die Präsentation begann.
Zuerst auf Französisch, später scheinen sich die nicht „french speaking guests“ beschwert zu haben, so daß ein Übersetzer auftauchte das Wichtigste noch einmal auf Englisch erzählte und der erste, der zehn vorgestellten Weine war ein Sylvaner.
Der Winzer, der ihn präsentierte, erklärte, glaube ich in einem Satz zusammenfassen zu können, lang und breit, daß dieser Wein, der allerbeste ist und er konnte auch sogleich verkostet werden.

Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Eguisheim

Das Problem für mich an bei den elsäßischen Weinverkostungen war überhaupt, daß nur zwei oder drei Prozent der erzeugten Weine rote sind.
Der sogenannte Pinot Noir. Der Rest setzt sich aus Rieslings, Pinot Blancs, Pinot Gris, Gewürztraminer, Muskat, Cremants, das ist der Schaumwein, der nicht Champagner heißen darf, aber einer ist, wie die Winzer bereitwillig erklärten, zusammen.
Der zweite Wein war dann glaube ich auch ein Pinot Blanc und eigentlich hätte der Alfred auch nur ein Glas holen können und mich den Rotwein trinken lassen, was er aber nicht tat, so habe ich mich tapfer durchgekostet, auf der Buch-Wien hat es einmal auch eine Weißweinverkostung gegeben und in der Wachau bekommt man manchmal auch nur solche.
Der dritte Wein hat dann gepasst und da erklärte der Winzer, die Häuser oder Domains wechselten einander ab, da gibt einen Charles Baur, einen Emil Beyer, einen Leon Baur, einen Joseph Freudenreich und und und, die man alle sehen und ihre Weine kaufen und verkosten konnte, wenn man im Ort spazieren ging, daß die Trauben eine unterschiedliche Färbung hätten.
Den Riesling, einen der berühmtesten elsäßischen Weine gab es auch und den erklärte, wenn ich mich nicht irre, die Weinkönigin Aurelie und erklärt wurde im Wesentlichen, wie die Weine angebaut werden und zu welchen Speisen man sie trinken könne.
Die meisten Weine wie der Cremant und der Gewürztraminer eignen sich sowohl als Aperitiv, als auch zum Dessert und es gibt auch die verschiedenen Geschmacksrichtungen.
Der Gewürztraminer hat, glaube ich, etwas mit dem Tokaier zu tun und so wechselten sich die Winzer ab, die die Vorzüge ihrer Weine präsentiertenn und die freundlichen Frauen teilten dann immer die Weinproben aus. Inzwischen kam ein Paar mit Kind an unseren Tisch, das zu Alfreds Entsetzten die meisten grand crus Proben wegschütteten, die Eltern taten das, das Kind las inzwischen in einem Buch und die kleineren Kinder, einige mit einem Schnuller im Mund tollten am Platz herum.
Also eine angenehme Atmosphäre und eine gute Einführung in die elsäßischen Weine, die man dann, wenn man so wollte, sich am nächsten Tag bei den entsprechenden Winzern abholen konnte.
Das Glas konnte man sich mitnehmen und wenn man mit dem Auto, dem Fahrrad, etc, die Weinstraßen entlang fuhr, konnte man auch die Winzern bei der Arbeit zusehen.
Am Mittwoch darauf gab es dann die Weinverkostung am Campingplatz. Hier präsentierte der Enkelsohn des Charles Baur mit seiner Mutter noch einmal dasselbe Programm. Eklärte auf Englisch und Französisch in einem sehr vollgefüllten Raum und zum Unterschied zu der Weinverkostung auf dem Platz, konnte man die Weine anschließend auch kaufen und sie sich auf den Campingplatz liefern lassen, was der Alfred dann auch mit drei Flaschen Pinot Noir tat, denn den Gewürztraminer und noch einige andere Sorten hatte er sich schon bei dem von seiner Kollegin empfohlenen Emile Beyer besorgt.
Wir haben ja auch unseren entsprechenden Winzer in Nussdorf an der Traisen, wo wir immer zu den Verkostungen gehen und da habe ich auch einmal, angeregt von dem Literatur und Weinfestival, das ich heuer und im letzten Jahr mit dem Alfred in Krems und in Göttweig besuchte, gebloggt und das entsprechende Buch habe ich auch geschrieben.

2013-06-13

Dreißig Fragen zu dreißig Büchern

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:00

20130611-231238

Hurrah, hurrah, es ist da mein dreißigstes sogenanntes Indie-Buch, mein selbstgemachtes oder das, was ich mir in einer fünfzig Stück Auflage immer drucken lasse, zuerst bei Digi/Melzer, dann beim „Novum“, in letzter Zeit bei Digitaldruck.at, dann eines an das Literaturhaus, eines an die NB und dann noch an die „Alte Schmiede“, ORF, etc schicke, zwei davon immer in meiner Handtasche trage, um sie nach Bedarf herzuzeigen.
Seit fünf Jahren gibt es noch die Vermarktung über das Literaturgeflüster, die Vorschauen und die Schreibberichte haben sich nach und nach daraus ergeben. Mich mit dem Buch in der Hand kann man auch immer sehen und bei www.jancak.at gibt es ein Probekapitel zu lesen, ist an die Druckerei gegangen, als Dummie zurückgekommen und weil sich natürlich immer noch ein paar Schlampigkeitsfehler fanden, die mangelnde Resonanz darauf und das Wissen, es schaut dann eh keiner an, verführt wahrscheinlich zu Flüchtigkeit und ist dann erst am Dienstag, als die Lesung in der Klimt Villa, wo ich das erste Kapitel vorstellte, schon vorüber ist, in zwei Schachteln zu mir gekommen.
Und da ich mir im Jubeläumsjahr ein besonderes Gewinnspiel ausgedacht habe, um auf meine vielen schönen selbstgemachten Bücher hinzuweisen, wird es jetzt die schon lange angekündigten dreißig Fragen zu meinen dreißig Büchern geben, so daß sich die, die sich mit meinen Sachen vielleicht noch nicht beschäftigt haben, ein bißchen informieren können.

1. Die „Wiener Verhältnisse“, das erste „selbstgemachte“ Buch, bei Digi/Melzer erschienen.
Wer weiß die Entstehungsgeschichte des Buches, das einen allgemeinen Prolog über das Schreiben und dann einen Hauptteil hat, der in Amerika spielt, also wem das Buch gewidmet ist und wer es mir zum Geburtstag schenkte?

2. „Thea Leitners verrückter Traum““, Tod eines Jurymitglied, „Das Salz in der Suppe oder wie sich die Zeiten ändern“, drei Geschichten zum Literaturbetrieb, die sich in dem Band „Schreibweisen“ vereinen. Den Buchtext hat Alexandra Millner geschrieben, die dank meiner Schlampigkeit ein „l“ zu wenig abbekommen hat und die Frage bezieht sich auf auf den Mitteltext“- „Tod eines Jurymitglieds“ ein Krimi, der kein Krimi ist, denn da ist Jahre später ein anderer berühmter Autor auf die Idee gekommen, mit einem ähnlichen Titel einen Schlüßelroman zu schreiben und hat einen Literaturskandal daraus gemacht. Wie heißt der Autor und das Buch, das natürlich von etwas ganz anderen handelt?

3. „Lore und Lena“, ein Kinderbuch, an dem ich ganz „besessen“ gearbeitet habe und enttäuscht war, als es auch damit mit den Verlagen nicht klappte. Die Geschichte handelt von Zwillingen, die sich zehn Jahre nach der Scheidung ihrer Eltern zufällig wieder finden, auch da gibt es ein berühmtes Vorbild, das in meinem Buch anders bearbeitet wurde. Lena eine der Protatgonistinnen, geht in eine Alternativschule, wie damals meine Tochter Anna. An welche Alternativschule Wiens könnte ich beim Schreiben gedacht haben, da gab und gibt es die freie Schule Hofmühlgasse, in die die Anna ging, eine andere freie Schule Wiens befindet sich im neunten Bezirk in einem Haus in dem auch kulturelle Aktivitäten stattfinden?“

4.“Mutter möchte zwanzig Kinder“, ist meine zweite Kindergeschichte, die ich während unserer Mexikoreise 1993 geschrieben habe. Eine Kollegin vom Arbeitskreis schreibender Frauen, die heuer ihren achtzigsten Geburtstag feiert, hat den Buchtext gverfaßt und mit E. H. unterschrieben. Wie heißt sie mit vollen Namen? Kleiner Hinweis, 2008 war sie fünfundziebzig, da gab es im September eine Lesung im Amerlinghaus unter den Titel „Noch färb ich meine Haare rot“ der „Frauen lesen Frauen-Gruppe des ersten Wiener Lesetheaters“ über und mit ihr. Das Literaturgeflüster hat darüber berichtet. In der Gesellschaft für Literatur hat sie heuer auch einen ihrer Erzählbände vorgestellt.

5.“Die Viertagebuchfrau“, ist das letzte Buch, das 2002, bei Melzer erschienen ist. Am Titelbild, einem Foto vom Alfred, ist das Wiener Rathaus nach der ersten Mai Kundgebung zu sehen.
„Ein Roman der ersten hundert Tage des Jahres 2000 der politischen Veränderung in Österreich?“, beginnt der Beschreibungstext. Was ist damit gemeint?

6. „Das Glück in der Nische“, das erste bei „Novum“ gedruckte Buch.
Wer hat den Klappentext geschrieben und worum geht es in dem Buch?

7. „Besessen oder das literarische Leben der Dora Faust“
Eveline Haas von der Schreibwerkstatt der Gewerkschaft, die ich einige Zeit besuchte, hat da das Vorwort geschrieben. In dem Buch geht es um einen vierzigsten Geburtstag und den Schwur, ab nun nie mehr zu schreiben, der am Ende nicht gehalten wird und in einer Szene kommt eine Lesung und ein brauner Anzugmann vor. Von welcher Lesung in der „Alten Schmiede könnte ich inspiriert worden sein? Wer hat gelesen und wie heißt der Text, der damals von einigen Studenten kritisiert wurde? Kleiner Hinweis, im Literaturgeflüster gibt es ein paar Artikeln, in denen man die Antwort finden kann.

8.“Best of“ – Das Eva Jancak Lesebuch – Texte der letzten Jahre“ Darin gibt es eine Geschichte, die man auch auf meiner Homepage finden kann, wie heißt sie und wie heißt das Gedicht, das es auch im Literaturgeflüster zu finden gibt?

9. In der „Begrenzten Frau“, wird eine Frau plötzlich arbeitslos, hebt ihr gesamtes Geld vom Konto ab und findet in weiterer Folge eine Reihe von Freunden, die sie ihr Leben wieder in Griff bringen lassen. Wie heißt die Heldin und welche Arie aus welcher Oper singt der Sänger Krysztof Janosz zuerst vor und dann in der Oper?

10. „Die Zusteigerin oder die Reise nach Odessa“, da fährt eine Frau mit einem dieser kostenlosen Reisebusse nach Odessa, um ein Geheimnis ihrers Nachbarn Kaszimierz aufzuklären. Von welchen Buch, das ich nicht gelesen habe, wurde ich dadurch inspiriert und wer hat es geschrieben? Die Antwort ist auch im Literaturgeflüster zu finden.

11. „Die Stimmungen der Karoline Wagner oder Fluchtbewegungen“ Hier kommen eine Lebensberaterin, eine erfolglose Schriftstellerin und eine Nobelpreisträgerin vor. Das Buch ist 2006 erschienen, 2005, habe ich es in der von Erika Kronabitter initierten Textwerkstatt in Voralberg vorgestellt. Erika Kronabitter hat das Vorwort geschrieben und zu der Larissa Lichtblau könnte ich von welcher Nobelpreisträgerin, die 2004 den Preis bekommen hat, angeregt worden sein?

12. „Wie süßt schmeckt Schokolade? Ein Wiener Stadtroman“ Da treffen an einem Tag im Viertelstunden Abstand verschiedene Personen in verschiedenen Handlungssträngen aufeinander. Zwei davon sind Psychotherapeuten. An welcher Privatuniversität, die es wirklich gibt, lehren sie und in welchen berühmten Wiener Kaffehaus halten sie sich und auch noch einige andere Protagonisten an diesem Tag öfter auf?

13. „M. M. oder die Liebe zur Germanistik“, spielt in einem Wiener Bezirk der schon im Titel versteckt sein könnte und ein berühmter Dichter, der sehr jung gestorben ist kommt auch darin vor. Wie heißen Bezirk und Dichter? Den Beschreibungstext hat übrigens Werner Grüner vom ersten Wiener Lesetheater verfaßt und beim Osterspaziergang 2009 habe ich daraus gelesen.

14.„Wilder Rosenwuchs“ Da geht es um prekäre Arbeitsverhältnisse, drei Germanistinnen und ihre Lebensläufe, um ein verschollenes Manuskript, das wieder aufgefunden wird und „um eine weißhaarige alte Frau in einem altmodischen Blumenmusterkleid“, die dieses Geheimnis begierig aufklären will. Wie heißen die drei Protagonistinnen und welche von ihnen hat den Roman über das verschwundene Manuskript geschrieben?

15. „Tauben füttern“ wieder ein Kriminalroman, der keiner ist und wieder schummle ich mich durch meine Morde. Wie wurde Valerie Nowotny also erschlagen, wer hat das Geheimnis entdeckt und wo verbrachte Veronika Schätzmeister ihren Urlaub? Eine Nonne kommt auch noch vor. Wie heißt sie und wohin macht sie ihre Wallfahrt?

16. Dann gibt es noch „Best of 2 – Das Eva Jancak Lesebuch“ mit Geschichten von bis? In welchem Zeitraum sind die Texte entstanden?

17. „Und trotzdem“, das letzte bei „Novum“ gedruckte Buch. Das Cover ziert eine zur Faust geballte Hand, wer hat es gemacht und wenn das vielleicht zu schwer sein sollte, worum geht es in dem Buch?

18. Das erste bei Digitaldruck.at erschienene Buch heißt „Novembernebel“. Weiß jemand vielleicht wie und auf welche Weise ich auf diese Druckerei, bei der inzwischen dreizehn weitere Bücher erschienen sind, aufmerksam wurde?

19.Die nächste Frage ist einfach, was hat es mit dem „Haus“ auf sich? Was ist damit gemeint und wo ist es zu finden?

20. „Die Radiosonate oder das einsame Jahr“. Wieso heißt der Roman, der seine Protagonisten durch ein Jahr begleitet so und eine berühmte Symphonie wird dabei auch noch entdeckt, wer hat sie geschrieben?

21. „Sophie Hungers Krisenwelt“ Hier geht es um einen freigestellten Postbeamten namens ??, der mit einer Frau mit Messiesyndrom auf Reisen geht, um nach ihren verschwundenen Mann zu suchen. Wer kann einige Stationen ihrer Reise aufzählen? Da geht es von Wien nach….? Und wo beschließen Sie zurückzufahren?

22. „Heimsuchung oder halb eins“. Das ist ein besonderes Buch, ist es ja 2009 im Rahmen welcher Aktion entstanden?

23. Und „Mimis Bücher“ handelt vom Schreiben mit Downsyndrom. Durch welchen Literaturpreis bei dem ich seit 2007 Jurorin bin, könnte ich zum Schreiben angeregt worden sein?

24. „Absturzgefahr“ Da geht es um eine Schreibtrainerin, die Psychotherapeutin werden will und die einen berühmten Namen hat und um einen Roman im Roman. Wovon handelt der Roman, der ihre Diplomarbeit ist und wie heißt die Protagonistin?

25.„Zwillingswelten“ Da geht es wieder um Zwillinge, um eine Reise von Wien nach Linz und eine nach Sizilien. Wer fährt zu Beginn nach Linz zu welchen Anlaß und wie heißt die Zwillingsschwester, die erst in Wien zurückbleibt?

26.„Die Frau auf der Bank oder dreimal „S“ Da ist die Frage ganz leicht, was versteckt sich hinter den drei „S“ und welche Szenen habe ich auf Wunsch von Reinhard Wegerth am 30. 10. 2012 bei den „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“ vorgelesen?

27.„Die Wiedergeborene“, da geht es um eine Großmutter, eine Mutter und eine Enkeltochter und um eine Reise nach Prag. Wen besucht Marianne dort und wie ist er mit Theresa Brunner verwandt?

28. „Paula Nebel“ Mit dieser kurzen Geschichte um eine alte Frau, einen Hausmeister und eine kleine Romni aus Temeswar bin ich im vorigen Jahr in eine Krise gekommen. Im Literaturgeflüster habe ich ausführlich darüber geschrieben und es gibt auch zwei Texte, die ich dem Buch vorangestellt habe. Beide sind im März 2012 im Literaturgeflüster erschienen und man kann sie auch in der „5er Edition nachlesen“. Wie heißen sie?

29. Um was geht es in „Kerstins Achterln“, beziehungsweise, wie heißt der Wiener Park, in dem die Fotografin Kerstin den kleinen Hektor trifft und unter welchen Bild in welchem Museum hat sie ihn kennengelernt?

30. Buch dreißig heißt jetzt, wie genau und wie wird es im Blog auch oft genannt? Das Titelbild zeigt den Platz auf den es spielt, bzw. in dessen Nähe sowohl Lea Weißensteiner, als auch Mirka und Tina Horvath wohnen. Auf den Platz gibt es auch einen offenen Bücherschrank, der von der Margaretner Kaufmannschaft gestiftet wurde und der auch im Buch vorkommt. Er hat einen eigenen Namen. Wie heißt er?

So, das war jetzt gar nicht so einfach sich die dreißig Fragen auszudenken. Da ich ja wahrscheinlich nicht zuviel Kenntnis meiner Bücher voraussetzen kann. Ich hoffe, es ist mir trotzdem gelungen, die Fragen spannend zu machen und die Lust auf das Nüßeknacken zu wecken. Die Antworten sollten auf meiner Homepage, im Blog, bei den Schreibberichten oder auch zwischendurch und auf jeden Fall in meinen Büchern zu finden sein, die man auf meiner Homepage bestellen kann. Exemplare davon müßte es auch im Wiener Literaturhaus, bei der GAV, in der Nationalbibliothek und in der deutschen Bibliothek in Leipzig geben.

Ich wünsche viel Spaß beim Raten, hoffe auf wenigstens eine Antwort und bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob man man pro Person nur ein Buch gewinnen kann?
Denn, was ist wenn einer oder eine alle Fragen knackt? Mehrfachantworten sind also möglich, wenn zwei die gleiche Frage richtig beantworten, bevorzuge ich den oder die, die noch nicht gewonnen haben. Antworten bitte per Mail (jancak@wu-wien.ac.at)
Einsendeschluß ist der dritte Juli, da wird das Literaturgeflüster fünf Jahre alt, da gebe ich dann die Preisträger bekannt.
Es gibt nicht mehr alle Bücher, bei den vergriffenen vergebe ich das neue Buch oder ein Buch nach Wahl, in Österreich versende ich sie, sollte nicht einer oder eine alle gewinnen, dann bitte abholen, wenns geht, für Deutschland oder anderswo versuche ich es als PDF zu schicken. Zu gewinnen gibt es ingesamt dreißig Bücher, pro Frage also eines.

Und in Radio Fro hat es gestern auch das Portrait von Wally Redtenbacher „Best oft literaturgeflüster“ gegeben.

2012-06-09

Literaturgeflüster-Texte-Buch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:14

Kleine Vorschau auf das geplante Buch:

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Sommerfrische

Bücher, Bücher

Bestseller

Wochenendrecherchen

Nanowrimo-Writing

Studien im Schnee

12. Februar

Gerstl-Begräbnis

Bachmannpreisgeflüster

Wunderschöner Tintentraum

1 Jahr Literaturgeflüster

Spurensuche

Rechtschreibfragen

Schreiben lernen

Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 09

Fehlerkultur

Weihnachten

Erinnerung an Helmut Eisendle

Leben ohne Geld

Das alltägliche Leben

Zum Tod von Andreas Okopenko

Sommerlöcher

Besuch im Residenz Verlag und „Sophie Hungers für den offenen Bücherschrank“

Zu Doris Kloimstein durch die Hochsicherheitszone

Fünfhundermal

Warum wird mein Manuskript nicht….

Erinnerungen

Werbefahrt mit Joseph Roth

Leselisten

Auf den Spuren Mayor Bronsteins

Das neue Bücherregal

Transformationsfragen

Erzählprobleme und Protagonistenmeinungen

Hundert Bücher

Momentaufnahme

Radtouren

Klagenfurt-Tratsch und mehr

Bücherkastentour

Unter Dreißig

Das Schiff auf den Schienen

Im Storchendorf

Campingfreuden

Nikoleiken

Leselistenleiden

Gedanken zu nine elefen

„Sophie Hungers“ fast allein

Bestandsaufnahme

Sogenannte Indie-Bücher

Beobachtungen zur Krise

Auf Romansuche

Tausendmal

Rückzugsgedanken

Osterspaziergang ins Neulerchenfeld

Laut und Luise als fünftausendste Veranstaltung

Post-Frühstück

Erlesenes Pfingsten

Sommer am Wasser

Kuriose Suchanfragen

Samstag in Litauen

Best Camp of Town

Wochenende in Saaremaa

Litauischer Literaturstreifzug

Bücherschrank-Geschichten

Übers Krimischreiben

Nanowrimoschreiben 2012

Drei Bücher von Linda Stift

Achter Dezember

Die zweite Reise

Kommentierfrequenz

Ins Jubiläumsjahr

Bela Boltens Indie-Krimis

Die Zahl dreizehn

Vergessener Superstar

Ungelesen

Bücherbeschränkung

Ostern im Schnee

63,69

Weinwandern

Rand-oder Kultfigur?

wer schreibt diese poetischen momente fest? wer erfrecht sich? wer geht von einer lesung zur anderen? bei wind, wetter und nachts? welche person ist das? wird die person hochbezahlt vom ministerium? ist sie eine verhinderte kommissarin? ist sie eine wichtigmacherin? auf alle fälle ist sie eine meisterschreiberin. eine, die verstanden hat, wie wichtig das DARÜBERSCHREIBEN in einer zeit, wo hauptsächlich DARÜBERGESCHRIEBEN/DRÜBERGEHAUT wird.
der blog LITERATURGEFLÜSTER ist ein schrei für die freiheit aller lebewesen, der blog ist ein schrei gegen die VERNICHTUNG der welt, für mich ist der blog wesentlich. wesentlicher als die täglichen zeitungen. wesentlicher als die propagandablätter des neoliberalismus!
danke eva – danke eva- danke
Stephan Eibl Erzberg

Eva Jancak verfügt über eine geradezu unerschöpfliche Lese- und Anhörkapazität. Wer mit der Maus in ihrem Blog „Literaturgeflüster“ blättert, erfährt den Spiegel des gegenwärtigen Literaturerlebnisses Wien.
Berichte von besuchten Leseabenden, Büchermessen und Rezeptionen der Bände ihrer ständig wachsenden Bibliothek reihen sich dort neben die Ankündigungen und das Echo ihrer eigenen Auftritte und geben einen stets aktuellen Einblick in die Szene.Ein ständiges Ein- und Ausmatmen belletristischer Zeichen, die durch unsere Stadt schwirren.
Franz Blaha, Schreibinteressen

So, das ist die vorläufige Textauswahl. Jetzt hätte ich gern Rückmeldungen, wie gefällt die Textzusammenstellung? Außer den im Netz entstandenen literarischen Texten, ist auch die Literaturgeflüster-Geschichte drin, Rezensionen fehlen und von den Veranstaltungen gibt es nur ein paar Schmankerln. Und alle, die mir gern ein kurzes Textchen schicken wollen, was das Literaturgeflüster für sie bedeutet, sind willkommen und bekommen ein Belegexemplar.
Das fertige Buch in Papierform wird dann wahrscheinlich in einem Jahr zu bestellen und zu bewundern sein.

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