Literaturgefluester

2018-08-01

Zum letzten Mal lebenslang

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:20
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In die Podiums-Sommerlesereihe, die Christa Nebenführ, wie sie betonte, heuer zum letzten Mal kuratiert und die im nächsten Jahr von Birgit Schwaner fortgeführt werden wird, bin ich ich dieses Jahr nur dreimal gekommen.

Beim Auftakt mit Ljuba Arnautovic, Harald Darer und Barbara Keller in die „Alte Schmiede“, dann war ich einmal im Cafe Prückl als Patricia Brooks und Gabriele Petricek ihren neuen mehr oder weniger experimentellen Romae vorsteltlen und jetzt gabs die Abschlußveranstaltung im Cafe Florianihof, vielleicht Ilse Kilic  und Fritz Widhalm zu Ehren, die dort in der Nähe ja ihr Glücksschweinmuseum haben mit drei weiteren Buchvorstelleungen, nämlich dem von Reinhardt Wegerth, Judith Gruber-Rizy und Petra Ganglbauer und als ich das Kaffeehaus in der Florianigasse, das sich, glaube ich, genau gebenüber dem Standesamt befindet, in dem ich geheiratet habe und wenn ich mich nicht irre, ein paar Mal bei dem Kinderbuchstammtisch in den Neunzigerjahren war, wo ich meine beiden Kinderbücher „Lore und Lena“ und „Mutter möchte zwanzig Kinder“ geschrieben habe, war es sehr heiß und sehr leer.

Die Leute, wie Ruth, Thomas Northoff, die Kilics und und sind draußen gesessen und wurden von Christa Nebenfuhr in den Saal geholt, wo schon Hermann Hendrich und Waltraud Haas wartete und Christa Nebenführ stellte, nachdem sie wieder auf den Folder hinweis, damit man sehen konnte, was man alles versäumt hat, ich beispielsweise Sisi Klocker, Thomas Stangl, Isabella Breier, Birgit Schwaner Barbara Rieger, Erwin Uhrmann, Christa Nebenführ, Dorothea Nürnberg beispielsweise und auch noch einige andere , den ersten Autor nämlich Reinhart Wegerth vor, der Jus studiert hat mit Nils Jensen und einigen anderen die Zeitschrift „Frischlfleisch und Löwenmaul in den Siebzigerjahren gegründet hat, wo ja eigentlich unser Arbeitskreis schreibender Frauen-Buch „Gewalt gegen Frauen- Frauen gegen Gewalt“ erscheinen hätte sollen und der unter anderen auch lange Redaktuer in der AS var und mich hier ein paar Mal zu den Textvorstellungen eingeladen hat, er hat auch einige Bücher geschrieben, eines habe ich gelesen und sein neues „Himmelsstiege“ behandelte ein sehr berührendes Thema nämlich den Krebstod seiner Frau, die er zwei Jahre lang durch alle Bhandlungen im AKH etcetera begleitet und das sehr lakonisch aufgeschrieben hat.

„Judith Gruber-Riyzs lebensveränderter Text „Eines Tages verschwand Karola“ habe ich ja schon gelesen und auf bei der Präsentation im der Buchhandlung Kuppitsch gehört und dann kam die GAV-Präsidentin Petra Ganglbauer 1958 in Graz geboren mit einer Liebeserkärung an diese Stadt, wo sie Graz mit allen seinen Sinnen, „Graz riecht nach Lebertran oder ist eine Schneekugel“ von allen seinen Seiten und die Erlebnisse, sowie die Bücher, die sie dort geschriebe hatte, beschrieb.

Drei sehr interessante und auch sprachlich und formal verschiedenen Texte also, die auch in sehr interessanten österreichischen Kleinverlagen erschienen sind, sehr interessant und sehr heiß, wie schon beschrieben und jetzt geht es weiter mit dem Sommer und im nächsten Jahr wird die Sommerlesereihe vielleicht ganz anders oder aber auch sehr ähnlich sein und natürlich wäre es sehr schön, wenn ich dort lesen könnte, denn ich habe ja  auch nicht ganz Uninteressantes zu bieten und jetzt auch wieder mit Elan und Schwung ein neues Projekt begonnen, das sich dort vielleicht präsentieren läßt.

2018-07-02

Zauner lesen

Den am 2. Dezember 1959 in geborene und am 30. Juni 2016 verstorbenen Hans Jörg Zauner habe ich in der GAV und im Umkreis des „Fröhlichen Wohnzimmers“ kennengelernt, obwohl er in seiner Dichtung, glaube ich, radikaler und experimenteller, als Ilse Kilic und Fritz Widhalm war. Er hat auch in der „Editon neue Texte“, die von Heimrad Bäcker herausgegeben wurde, verlegt und war ein „Ritter-Autor“, wenn man bei „Wikipedia“ nachgooglet, staunt man über die Vielzahl der Texte, die er herausgebracht hat. Er hat auch eine Menge Preise bekommen und 1996, wie immer im rosa Anzug und einer futoristischen Brille in Klagenfurt als Erster gelesen, in dem Jahr, wo ich mir den Spaß gegeben habe und einmal auf eigene Faust und eigene Kosten hingefahren bin.

Gewonnen hat er nichts und kam glaube ich auch nicht in die Endauswahlrunde und dann habe ich ihm auch noch ein bißchen später einmal in einer Galerie bei einer experimentellen Lesung gehört. Im vorigen Jahr war ich im Cafe Prückl bei der Sommerlesereihe, als ich von seinem Tod, er ist, glaube ich, nach einer Narkose nicht mehr aufgewacht, erfahren habe.

Heute gab es in der Sommerlesereihe des Lesetheaters eine von Christine Huber initierte Gedenkveranstaltung, wo  wieder Freunde und Weggefährten und nicht die üblichen Lesetheaterleser, sondern Gerald Jatzek, Christian Futscher, Kurt Neumann, Jopa Joakin, Ilse Kilic und Fritz Widhalm, Peter Pessl, Thomas Havlik, Richard Obermayr und Erhan Altan, die ganze experimentelle Riege halt, eingeladen hat, aus dem 2016 bei „Ritter“ erschienenen Buch “ 99.144 gedichtnasenlöcher schiessen auf mich bis alles passt“ und ich muß sagen, ich habe nicht gewußt, daß Hans Jörg Zauner ein solcher Hardcoverexperimenteller war, wie man wahrscheinlich schon am Titel des Buches erkennt.

Eine Aneinanderreihe lauter schöner neu zusammengesetzter Worte und kein Sinn. Ja nicht einmal ganze Sätze. Wo bleibt da der Inhalt, kann die realistisch schreibende Autorin, die ja schon einiges in Sachen Experiment gewohnt ist, fragen? Hat das auch, beziehungsweise große Mühe, alles zu verstehen und die Worte möglichst aufzuschreiben, denn von Sinnerfassen konnte nicht die Rede sein.

Trotzdem war es sehr eindrucksvoll, haben doch Ilse Kilic und Fritz Widhalm im Duett gelesen, Erhan  Altan hat sich seinen Zauner teilweise auf Türkisch übersetzt oder ihn übersetzt bekommen und Richard Obermayr, der zufälligerweise wie ich mich erinner kann 1996 auch in Klagenfurt gelesen hat und der für mich eigentlich zusammen mit Andrea Winkler der Inbegriff der Sprachrauschler ist, aber der bildende Künster Hans Jörg Zauner ist mit Sicherheit experimenteller,  hat eine mich beeindruckende Variation auf die Worte „Ach bleib“ gelesen und hinzugefügt, daß diese Variationen das Thema bis zu Unkenntlichkeit verzerren kann.

Da fällt es der realistischen politischen psychologisch schreibenden Autorin schwer, den Sinn der Sache zu verstehen. Obwohl es sicherlich ein schöner Wortrausch und Neusprachschöpfungsregen war, der von den Lesenden teilweise als Gedicht bezeichnet wurden. Nun Gedichte sind für mich etwas anderes, trotzdem war es interessant, sich an Hans Jörg Zauner in seinen rosa Anzug und seine schmale Brille zu erinnern.

Ich habe mich auch mit einem Chemiker, den ich vorige Woche bei der Ungar-Lesung in der „Alten Schmiede“ getroffen habe, auch lange über die Zaunersche Sprachkunst unterhalten, dabei auf den Alfred gewartet, der wieder aus Amerika zurück ist, der kommen wollte, es aber nicht bis dreiviertel neun, wo ich gegangen bin, schaffte

2018-06-29

Wohnzimmertag

„Das fröhliche Wohnzimmer“ der kleine Verlag von Ilse und Fritz, der glaube ich, jetzt schon so an die dreißig Jahre oder länger oder kürzer besteht, präsentiert seine Bücher in den verschiedensten Veranstaltungen.

Früher hat es die xxx-small im Amerlinghaus zur Adventzeit gegeben, die „Wohnzimmertage“ gibt es auch, die aber, glaube ich, meistens am Freitag stattfinden, wo ich mich ja öfter am Land befinde, es gibt die Veranstaltungen im Glückschweinmuseum und und und…..

Im „Read!!ingroom“ hat sich das „Fröhliche Wohnzimmer“ präsentiert und einmal beziehungsweise Autoren von dort in St. Pölten im Sonnenpark.

Früher hat es kleine feine experimentelle Einzelpublikationen gegeben, da hat der Rudi, glaube ich, mit der Hand seinen ersten „Willi“ geschrieben, jetzt gibt es, glaube ich, vorwiegend Anthologien, wo das „Wohnzimmer“ befreundete Autoren (also mich nicht, denn ich bin ja nicht experimentell, wohl aber die Ruth manchmal einlädt), so daß ich da schon eine kleine Anthologiensammlung habe und die „Wohnzimmertage“ dienen, wenn ich es richtig verstanden habe, dazu, die Anthologien zu präsentieren.

Zumindest standen zwei davcon am Programm, die auch am Büchertisch auflagen und gekauft werden konnten.

Wolfgang Helmhart, Ilse Kilic, Nikolaus Scheibner und Birgit Schwaner haben gelesen. Fritz Widhalm hat moderiert und die Amerlinghausgalerie war sehr voll mit den Fans der Wiener experimentellen Szene.

Ruth Aspöck war da, die Filmemacherin Linda Christanell, Hermann Hendrich und der Rudi, der in bewährter Manier wieder durch den Raum gerufen hat, Jopa Joakin, Michaela Hinterleitner, Patricia Brooks, Waltraud Haas und und und…..

Gelesen haben die Autren, sowohl aus den erwähnten Anthologien „DieKunst sich in 26 Richtungen gleicheitig zu sträuben“ und „Edle Dichtung“, aber auch aus anderen Werken.

Wolfgang Helmhart hat, glaube ich, gleich mit einer anderen Anthologie begonnen, die „Doch aber“ hieß und Ilse Kilic brachte zuerst zwei Gedichte, eines hieß „Mein Bluthochdruck“ und beschäftigte sich höchst akktuell mit dem Älterwerden.

Dann kam der Text aus der „Edlen Dichtung“, der sich  „Kleine tausend Fragezeichen“ betitelt und ähnlich wie Anna Herzig gestern in der „Alten Schmiede“ viele Fragen stellte.

„Gibt es ein Recht auf Unwissen?“ lautet eine solche oder „Warum mögen mich manche Menschen nicht und warum kann ich andere nicht leiden?“ und so weiter und so fort, um dann in zwei weitere Gedichte, nämlich der „Mut“ und noch ein anderes zu münden.

Nikolaus Scheibner hob die beiden erwähnten Anthologien hoch und beschäftigte sich, eigentlich sehr logisch in der „Edlen Dichtung“ mit dem Schreiben. Dann brachte seinen Text aus der anderen und dann noch Gedichte aus eigenen Bänden, beispielweise eines, das sich mit dem  Badezimmer oder Badewanne beschäftigte und Birgit Schwaner, die ich ja ursprünglich vom Lesetheater beziehungsweise der Poet Night kenne, brachte auch ihre Texte aus den drei schon erwähnten Wohnzimmeranthologien und las am Schluß noch aus ihrem letzten bei „Klever“ erschienenen Buch „Jackls Mondfahrt“, wo es, um den Sohn, der Frau geht, die in Salzburg einmal als Hexe verbrannt wurde.

Das war der Wohnzimmerjtag I in der brütendenen Sommerhitze oder einer sehr warmen und sehr lauten Amerlinghausgalerie. Ende August wird dann, wie Fritz Widhalm verlautete, der zweite Teil folgen, aber da werde ich höchstwahrscheinlich in Harland oder bei den O Tönen sein.

2018-06-25

Afrikanischer Prinz aus Cuba

Das Lesetheater hat ja eine jährliche Sommerlesereihe im Garten des Weinhaus Sittl, die heute mit einer von Ruth organisierten Lesung eröffnet wurde. Ist sie ja eine Cuba Expertin, weil lange dort gelebt, studiert und gearbeitet und sie hat in ihrer Reihe die „Donau hinunter“, die es seit 2007 nicht mehr gibt, als eines ihrer Bücher einen Gedicht- und Prosaband von Nicolas Guillen, den, wie sie im Programm schrieb „Großen Poeten der Negritude der zwanziger und dreißiger Jahre“, den füge ich hinzu, hierzulande keiner kennt.

Ich habe zwar das kleine rote Bändchen, 2002 erschienen, von ihr und Renata Zuniga übersetzt des von 1902 bis 1989 lebenden Dichters einmal von ihr bekommen und als wir zur Verlagsaufgabe 2007 die Donau hinunterradelten, gab es zwar eine Guillen Lesung, Ottwald John hätte da, glaube ich, lesen sollen, Robert Eglhofer hat es dann für ihn getan, weil alles andere zu umständlich, aber wir sind ja nur bis Regensburg mitgeradelt, also habe ich diese Gelegenheit versäumt und heute wäre ich auch fast in die „Alte Schmiede“ gegangen, weil da ein anderer ihrer Autoren nämlich Hermann J. Hendrich bei den „Textvorstellungen“ las, als ich mich aber vorigen Sonntag mit ihr traf, um noch einmal ein Kunstwerk des öffentlichen Raums zu beschreiben, hat sie mich darauf aufmersam gemacht und mir versprochen, daß sie mir einen Platz reservieren würde, also dann.

Also hingegangen, Erika Brunngraber war schon da, Ilse Kilic, alles Leute die auf der großen Donauradreise mitgefahren sind, waren schon da und gelesen haben Werner Grüner, Ottwald John, und noch eine Dame, Fritz Widhalm hat die Musik geregelt, wo original kubanische Klänge zu hören waren, Werner Grüner hat eine original kubanische Fahne aufgehängt und Ruth Aspöck hat eingeleitet und ein bißchen was zum Leben des Dichters gesagt, der aus einer reichen aus Afrika kommenden Familie stammte, ins Exil  gehen mußte, 1959 nach Kuba zurückkam und dort sehr populär wurde. Viele seiner Gedichte wurden vertont und zu „legendären Volksliedern“ fügte sie noch hinzu und sie sind auch sehr politisch.

Es begann aber ganz einfach mit einem „Flötensolo“

„Die Flöte seufzte ihre Trauigikeit, die Flöte sagte: Kein Kummer ist so groß wie mein Kummer“.

Dann ging es weiter mit der Sonne nach Regen, dazu spannte Ottwald John, der später noch Rosen in das Publikum schmiß, einen Regenschwirm auf und bei Werner Grüner wurde es dann sehr politisch und auch sehr lang mit einem Gesang auf „West indies“:

„West Indies! Kokosnüsse, Tabak und Branntwein.

Hier lebt ein dunkles heiteres Volk,

konservativ und liberal.

Arbeite ich nicht, töten sie mich

und sie töten mich, arbeite ich,

so oder so töten sie mich,

so oder so töten sie mich“

Mit einem „Sklavenschiff“ ging es dann weiter:

„Ich kam mit einem Sklavenschiff

Man brachte mich her

Zuckerrohr und Peitsche die Fabrik

Brennende Sonne,

Brauner Schweiß

Füße im Eisenblock“

Sehr politisch und anklagend, wie man sieht, als es aber in die „Fremden Länder“, vielleicht Exilstationen, wie in den „Winter von Paris“ ging, wurde es auch nicht besser:

„Im Winter von Paris

gehts denen schlecht

den sans-abris

gehts denen schlecht

den sans-logis

gehts denen schlecht

den sans-nourri

gehts denen schlecht

im Winter von Paris“

Dazwischen immer wieder, wie schon beschrieben, Musikeinlagen und so hat man einen kleinen Einblick in die Welt eines kubanischen Dichters bekommen. Ein Grund vielleicht die kommentierten Neudrucke, der „Edition die Donau hinunter“ zu lesen. Aber die gibt es ja schon elf Jahre nicht mehr und das Buch wird wahrscheinlich vergriffen sein, obwohl die Ruth noch ein paar Exemplare zu haben scheint, zumindestens lagen einige davon am Lesetisch auf und ich müßte es, das ich erstaunlich schnell in meinen Regalen gefunden habe, so daß ich gut zitieren konnte, auch noch lesen.

Was wahrscheinlich auch zu empfehlen ist, da die Akustik, wie ich hörte in dem gar nicht so gut besuchten Gasthausgarten gar nicht so gut war, die Musik eher leise zu hören war und außerdem sehr laut und eindringlich, die Lesenden immer wieder von Vogelgezwitscher übertönt wurden.

2018-04-03

Nichtstattgefundene Schreibgruppe

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 20:52
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Unsere Schreibgruppe, einmal „Westbahn spontan“ geheißen, weil lange im Cafe Fortuna, vormals Cafe Ludwig stattgefunden, hat schon einige Krisen, bezeihungsweise Veränderungen erlebt.

Ins Leben gerufen wurde sie vor Jahren von Robert Eglhofer, Ruth Aspöck und Ingeborg Reisner, weil Robert, glaube ich, als er aus der LlitGES ausgetreten ist, einen regelmäßigen Ort zum Schreiben suchte.

Da ich ja nicht so gerne konsumiere, war ich zuerst skeptisch mich regelmäßig in einen Kaffeehaus zu treffen, habe dann aber zugesagt, mir das einmal anzusehen und bin hängengeblieben.

Da waren die Treffen noch am Freitag, Ilse Kilic und Fritz Widhalm waren dabei, Peter Czak ist bald dazu gestoßen, Ingeborg Reisner hat sich entschieden, daß das doch nichts für sie ist und ich habe begonnen die Gruppe dazu zu benützen, um Szenen meiner jeweiligen Romane zu schreiben, denn da gab es ja immer ein Thema, zu dem wir spontan zwanzig Minuten schreiben wollten.

Ruth und Robert haben dann irgendwann die Lust verloren, eine Lesung im Amerlinghaus veranstaltet, die der krönenede Abschluß sein sollte.

Da war aber Peter Czak dagegen aufzuhören, und Klaus Khittl, alisas Gloria G. der oder die inzwischen dazugekommen war, war auch fürs Weitermachen. Ilse Kilic und Fritz Widhalm wollten nur mehr spooradisch kommen, Doris Kloimstein war bei der <lesung auch schon dabei.

So ist es wieder eine Zeitlang weitergegangen, bis Peter Czak, die Gruppe aus Krankeheitsgründen absagte, da haben wir, Doris, Ruth, Robert, Klaus Khittl und ich aber weitergemacht und als Doris Kloimstein eines Jänner im Cafe, das eigentlich ein Beisl war, die Termine für das nächste halbe Jahr reservieren wollte, war das Cafe geschlossen und hat seither nicht mehr aufgemacht.

So hat die Gruppe dann bei mir stattgefunden, Ilse Kilic und Fritz Widhalm sind nicht mehr gekommen, sie ist aber  trotz der kleinen Gruppengröße ganz gut gelaufen. Drei bis vier Lleute waren immer da, wir haben uns auf ein Thema geeinigt, darüber gschrieben und danach diskutiert und jetzt scheint es wieder eine Krise zu geben, denn Peter Ckak hat mir schon im Februar geschrieben, daß er die Termine, wir waren inzwischen wegen der St. Pöltner auf Dienstag auchtzehn Uhr gelandet, auf Montag verschieben wollte, von mir aus kein Problem, ich wollte das aber mit den anderen besprechen, aber leider waren im März weder Peter Czak noch Ruth da und Ruth und Robert hatten schon verlautet, am Montag eher nicht zu können und heute habe ich mir eigentlich schon die fünf Uhr Stunde reserviert, weil Ruth und ich ja mit den Robert unseren literarischen Spaziergang besprechen wollten, da Robert  ja die kunsthistorische Einführung zu den Denkmäerln gibt.

Als wir aber gestern von Harland zurückgekommen sind, hatte ich einen Anruf Roberts auf dem Band, daß er in Salzburg schifahren ist und daher nicht kommt und heute haben uch noch Doris Kloimstein und Gloria G. abgesagt, so daß ich mit  Ruth alleine dagessen bin, zuerst mit ihr die letzten Details für unseren Spaziergang besprochen habe,  dann haben wir uns entschlossen nichts zu schreiben und nur bei Kaffee, dem Wein und den Apfelstrudel, den der Alfred noch gestern gebacken hat, zu verbleiben und die Schreibgruppe heute sozusagen ins Wasser gefallen ist.

Was mir auch recht ist, weil ich mit dem Magdalena Kirchberg-Text ja noch nicht richtig angefangen habe und eher wissen wollte, wie es mit unserer Gruppe weitergehen wird? Die Terminverschiebung war ja ohne den anderen wieder nicht möglich, so habe ich ein Rundmail ausgeschickt. Zwei Termine im Mai und Juni sind noch vereinbart, wenn dann auch keine Leute kommen, um zu sagen, wie sie weigtermachen wollen, ist die Geschichte wahrscheinlich gelaufen.

Was auch nichts macht, da ja, wie der Volksmund so schön sagt, alles bis auf die Wurst ein Ende hat und wie es mit unserer Schreibgruppe ist, die es jetzt  schon länger in der Krongasse gibt, wird sich herausstellenb und ich werde es meine Leser  wissen lassen und kann jetzt nur noch einmal auf die morgendliche Lesung in der „Alten Schmiede“ hinweisen, wo ich zum zehn Jahresjubiläum mein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ vorstellen werde und alle dazu herzlich einladen möchte und jetzt werde ich Luis Stabauers „Die Weissen“ weiterlesen.

2017-09-30

Zwischendurch

Im Herbst ist es bei mir immer etwas hektisch, seit ich Buchpreislese überhaupt, denn war ich 2015 noch nicht so sicher, ob ich die zwanzig Bücher schaffe, kam dann 2016 gleich der österreichische nach dem deutschen, also noch einmal dreizehn Bücher, minus denen, die ich nicht bekommen habe oder den Überschneidungen und als ich 2011 meine Leseliste eingeführt habe, war ich mir ja nicht einmal sicher, ob ich hundert Bücher im Jahr schaffe.

Ich schaffe es, kein Zweifel, bis hundertsechundsiebzig bin ich 2013, glaube ich, gekommen, ab da wars rückläufig. Heuer werden es wahrscheinlich wieder mehr, denn ich übe mich ja jetzt, ich habe es schon geschrieben, im dreifachen lesen und da ist das Bloggerdebut, wo dann im November die Shortlist kommt, noch nicht dabei, was aber noch einmal fünf Bücher bedeutend könnte, im günstigsten Fall habe ich ein paar bis alle dann schon gelesen.

Als Mara Giese 2013 mit dem Buchpreislesen begann und sich die Bücher mit ein paar Bloggern aufteilte, hätte ich das am liebsten auch gemacht, dachte aber an meine Leseliste und dann war ich mir nicht sicher, ob mir die deutschen Verlage, was schicken würden?

Die Österreichischen haben es damals schon gemacht und 2015 habe ich dann angefragt und da hat sich „Aufbau“ bei mir gemeldet, der damals gar kein Buch auf der Liste hatte und hat mir die Vorschauen geschickt oder mir Bücher angeboten.

Im Vorjahr kam dann „Kiwi“ hinzu und da habe ich ja im Frühjahr aus Leipzig eine Liste mit den Bücher mitgebracht, die ich mir angekreuzt habe, nur leider ist die in meinen Regalen verloren gegangen, so daß ich gar nicht mehr so genau weiß, was mich da noch erwarten wird. Aber einige Bücher sind es, glaube ich, noch.

„Wagenbach“ hat sich im Vorjahr auch bei mir gemeldet und heuer ist „Ullstein“ dazugekommen, so daß ich, glaube ich, jetzt schon schauen muß, daß ich das alles zeitgerecht schaffe.

Luxusprobleme ich, weiß und die Verlage bleiben dann auch wieder weg, wie „Residenz“, der mich ja einige Jahre lang mit den Neuerscheinungen versorgte, „Haymon“, der mir 2012, glaube ich, schon die Bücher als E pubs schickte.

Jetzt hat „Otto Müller“ die beiden Buchpreisbücher nicht mehr für mich gehabt, was schade ist, aber nicht so viel macht, denn ich lese mich ja noch immer durch die deutsche Liste, habe da heute das fünfzehnte Buch und das zweite der öst beendet, dann kommen die österreichischen Bücher und die Debuts und wenn man auf meine Leseliste geht, sieht man, da warten noch einige Bücher auf mich, die gelesen werden wollen.

Deshalb habe ich in der Nacht die älteren, die ich wahrscheinlich nicht mehr schaffen werde, daraus entfernt und wenn die Frankfurter Buchmesse kommt, die heuer Frankreich als Gastland hat, werde ich zwar an dem Champagnerempfang, den „Ullstei“n dort veranstaltet, nicht teilnehmen können, aber die beiden vorgestellten Bücher lesen und in meinen Regalen schlummern auch einige Oldies, wie die von der Francoise Sagan, aber da komme ich derzeit wohl nicht dazu.

Also lesen, lesen lesen und das tue ich ja sehr gern, aber eigentlich wollte ich wieder über mein Schreiben berichten, das ich ja nebenbei auch so bettreibe und eigentlich sollte ich das auch hauptsächlich tun oder vielleicht auch nicht, denn als ich im August mit „Besser spät als nie“ fertig gerworden bin, ein kurzer Text den ich nach Schreibimpulsen geschrieben habe, ein Experiment, das ich sehr empfehlen kann, war ich ja nicht siche,r ob ich jetzt nicht wieder zwei Monate auf Schreibvorbereitung gehen soll, denn ich will ja heuer wieder beim „Nanorimo“ mitmachen. Das wäre mein sechster,  denn ich Vorjahr habe ich damit ausgesetzt.

Dann habe ich bezüglich „Unsichtbarer Frau“ mit dem Schreiben angefangen und zwar anfang September bei der Schreibgruppe, da wollte ich eigentlich „unsichtbar“ als Thema haben, Peter Czak hat sich  aber mit „Muße – Muse“ durchgesetzt und ich habe, macht ja nichts, gedacht, denn man kann ja über alles schreiben.

Was auch stimmt, andererseits hat sich der Tex, der dann entstanden ist, für den Einstieg als nicht so günstig herausgestellt, denn das „Muße-Muse-Taferl“ mit dem die Slavenka dann da gesessen ist, während die Lily zu Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann eilte, war ein nicht so guter und eigentlich ist die Lily und Slavenka Schiene ja ein Übelbleibsel aus meinem „Besser spät als nie-Projekt“.

Dann ist aber bald die Amanda Siebenstern als Protagonistin hinzugekommen, ein prekäre Literaturwissenschaftlerin, die statt an Handke oder Thomas Bernhard zu forschen, Deutsch als Fremdsprache-Kurse gibt und am Abend ihre Tarnkappe aufsetzt, um Donald Trump, Wladimir Putin und den anderen Großen dieser Welt die Leviten zu lesen. Das war die Einstiegsidee.

Mit dieser Tarnkappengeschichte bin ich dann auch nicht so glatt weitergekommen, denn ich hindere mich ja manchmal selbst, wenn ich zu schnell einsteige, dann bin ich an der Wand und komme von dort nicht mehr weg, es sind aber zwei Szenen entstanden, die sich um dieses FPÖ-Video „Tu was Hasi!“, rankten, aber dann doch nicht so gut gelungen waren.

Daß ich noch ein paar andere Handlungsstränge außer der Lilli und der Slavenka und ihre Amanda Siebenstern haben will, habe ich auch bald gewußt, denn da gibt es ja einen Alfons Tratschke aus Mecklenburg-Vorpommern, der die beiden beschimpft und selber an der Grenze zum Neonazitum dahinbloggt und weil ich  im Sommer auf einmal sehr viele amerikanische Aufrufe hatte, dachte ich, da sitzt ein vereinsamter Uniprofessor in Ammerika und liest sich durch Lillys Blog.

Dann dachte ich aber, der fällt in New York wahrscheinlich gar nicht so auf und habe ihn nach Stockholm verlegt. Ideen über Ideen und die muß ich nun zusammenfügen und zu einer spannenden Geschichte machen. Da braucht man Zeit und Konzentration und die habe ich in den letzten Wochen nicht so ganz gehabt, weil mich erstens meine Praxis nicht täglich zum Schreiben kommen ließ, zweitens drängt ja die überlange Leseliste, da mehr zu tun und dann kamen in der Vorwoche auch die „Ohrenschmaus-Texte“, das sind diesmal auch fast zweihundert. Ich habe sie aber schon durchgesehen und meine Vorschläge herausgeschrieben und mein Geburtstagsfest kommt auch, da mache ich ja Anfang Oktober immer die Einladungen und sende sie aus und diesmal habe ich sogar einen Gast aus der Schweiz bei den Lesenden, neben den bekannten Namen, wie die Ruth und den Rudi und der Margit Heumann, die ich diesmal auch das erste Mal eingeladen habe.

Denn da hat sich vorigen Woche eine Schweizer Psychiaterin bei mir gemeldet und mir geschrieben, ich solle sie zu einer Lesung mit Musik einladen. Das war ein Irrtum, denn ich vermittle ja keine Lesungen, aber dann hat sie geschrieben, sie ist vom 9. bis 11. 11. in Wien und da ist ja die“ Buch Wien“ und am 11. ist diesmal das Fest, das ist ein Samstag, weil am zehnten, den Freitag den ich sonst immer gern nehme, ja die „Poet Night“ ist, wo ichauch lese. Also habe ich sie gefragt, ob sie auf meinen Geburtstagsfest rein privast lesen will und habe jetzt die Leserliste und schicke nächste Woche, die Einladungen aus.

Vorige Woche waren wieder die beiden Tage der offenen Tür mit den Gratisworkshops des „Writersstudios“ und da hatte ich  geplant da an meinem Text weiterzuschreiben. Entstanden sind einige Texte, die dann zur Szene sechs, die Amanda steht endlich in Minister Bastis Zimmer und spricht ihn auf ihre Schülerinnen an, die jetzt wegen des Vermummungsverbotes nicht mehr in den Kurs kommen können und den Beginn der Szene sieben, das ist die mit den depressiven Mitglied der schwedischen Akademie, habe ich im Krimi Schnupperworkshop auch geschrieben.

Man sieht, ich habe mich da an die Anweisungen ja nicht so gehalten, sondern an mein Projekt gedacht. Diese Woche habe ich  aus den verschiedenen Texten zur Szene sechs, die ich hatte, eine neu geschrieben und gestern dachte ich dann, ich werde, bevor ich weitermache, das Ganze nochmals neu schreiben.

Damit tue ich mich ja immer etwas schwer, mit dem Korrigieren und Zurückfahren, wenn ich wo festgefahren bin. Habe aber gestern ursprünglich alles neu schreiben wollen. Ich hatte da an die  achtzehn Seiten. Habe das dann nur mit der ersten Szene gemacht, das „Muße-Muse“ist jetzt gelöscht und ich habe das mit dem Blog der Lily und Slavenkas Stipendium etwas genauer ausgeführt und halte jetzt bei siebentausendsechshundertsiebzehn Worten und weiß auch, wie ich weiter mache.

Das nächste ist dann der Jonathan Larsen, Moritz Lichtenstern, auch aus „Besser spät als nie bekannt“, kannn auch nach New York kommen und sich um seine Tochter beziehungsweiseihren Blog kümmern und Don Qucho reitet gegen rechts und die beiden halten ihn ein bißchen auf, etcetera.

Ich bin jakeine so unbedingte Freundin des Freewriting und das mit dem inneren Zensor ist bei mir auch so stark vertreten, daß ich den beim besten Willen nicht aus dem Kopf bekommen kann, denn egal wieviel und, wie gut ich schreibe und da ist  schon einiges bei mir weitergegangen, ist es ja nie gut genug und die Kritiker, wie die JuSophie oder der Uli regen sich auf, beziehungsweise meldet sich bei meinen Gewinnspielen nie jemand, der mein Buch gewinnen will.

Das stört mich schon ein bißchen, mache aber weiter und werde bei dem“ Bibliotheksgespenst“, das ja jetzt bald fertig werden wird, eine Leserunde ausrufen. Das heißt fünf Bücher an die verschicken, die dann auf den Blog mit mir darüber diskutieren wollen.

Wäre schade, wenn sich da niemand meldet, probieren werde ich es aber und was den inneren Zensor betrifft, ist es bei mir manchmal so, daß ich zwischen zwei Termine  nur wenig Zeit habe und dann denke, ich muß jetzt was schreiben, bin ich aber nicht in der richtigen Stimmung und es wird dann nichts.

Da habe ich vorige Woche bei den Gratisworkshops mir, glaube ich, eine gute Idee mitgenommen, nämlich bei den Szenen, wo ich nicht so sicher bin, wirklich mit einem Freewirting zu beginnen, nämlich aufnotieren, über was ich da schreiben will. Denn das Schwierigste ist bei mir die Hemmung, daß ich ja immer noch glaube, daß ich nicht schreiben darf,  es dann justament probiere und dann wird es nicht gut. JuSophie hat das einmal, daß ich mein Schreiben mit Zähnen und Klauen verteidigen würde, genannt und ich habe mir „No na!“, gedacht.

Das mit der Hemmung ist aber durch das kontinuierliche Bloggen und meine kontinuierlichen Schreibberichte besser geworden. Denn ich schreibe ja, auch wenn es niemanden interessiert, sehr viel darüber, wie es mir dabei geht und das hilft mir sehr. Das Schreiben nach Impuslsen hat mich weitergebracht und auch, daß ich in der Schreibgruppe, auch wenn die Ilse, der Fritz und die Ruth das nicht wollten,  an meinen Romanenprojekt weiterschreibe.

„Ich will das nicht, daß du da an einem Roman schreibst!“, hat es die Ruth einmal genannt. Ich denke aber, es kann ihr ja egal sein, denn ein zwanzig Minutenteext ist ja sowieso immer nur eine Seite lang, auch wenn es eigentlich schon die Szene fünfzehn ist, da muß ich dann halt vielleicht was zum Veständis erklären, aber das hilft mir sehr und der „Nanowrimo“ ist ja auch soetwas, wie man seine Hemmungen überwinden und einen Text fertig schreiben kann, auch wenn der Zensor schreit „Schon wieder nicht gut genug!“, und da habe ich ja 2009 mit dem ersten angefangen und dann 2012, 2013, 2014 und 2015 wieder mitgeschrieben. Ein paar mal habe ich dabei geschummelt, das heißt am ersten November, wenn man starten soll, schon ein paar tausen Worte gehabt und bin dann  schon nach einwer Woche mit dem Rohtext fertiggewesen.

Aber das ist auch egal, weil ich es ja für mich selber mache und selber meinen Schreibprozeß bestimme. So werde ich im Oktober trotz Lesestreß, Frankfurter Buchmesse, Einladungen aussenden, GAV-GV etcetera, an meinem Projekt weiterschreiben und dann höchstwahrscheinlich, das heißt, wenn nich nicht doch schon mit dem Rohtext fertig sein sollte, im November mit dem was ich habe, einsteigen und weitermachen.

Notfalls wirds halt wieder ein Korrigiermonat, denn heuer kommt ja noch etwas anderes hinzu, nämlich das „Writersstudio“ wird 15 und da bieten sie fünfzehn Tage einen Schreibmarathon an. Man kann dort hinkommen und an seinem Projekt weiterschreiben. Sie machen, glaube ich, auch beim „Nanowrimo“ mit und  dort habe ich auch das erste Mal davon gehört. Also habe ich vor, wann immer mich meine Praxis läßt, dort mit meinen Laptop hinzugehen und an der „Unsichtbaren Frau“ weiterzuschreiben.

Das heißt, ich werde das, die erste Woche so tun. Denn in der zweiten ist ja die „Buch Wien“ und dort gehe ich natürlich auch hin und mache eine Nano-Pause, wie gehabt.

ich glaube aber, daß ich jetzt ein bißchen freier geschrieben bin und an mein Projekt glaube und da hat mir auch Robert Menasses „Hauptstadt“ sehr geholfen, die ich gerade ausgelesen habe. Denn das ist auch ein sehr politisches Buch, das mit der Wirklichkeit spielt. Warum darf ich also nicht meine unsichtbare Tarnkappenfrau zu Minister Basti in sein Schlafzimmer schicken? Und wenn ich das auch lerne, wäre das ja fein. Also so gesehen in den Herbst und neben dem Lesemarathon auch einen solchen beim Schreiben betreiben, das wäre fein und ist auch nicht ganz so neu.

2017-09-25

Kaffeehausliteraten

Das Kaffeehaus und die Literatur passen gut zusammen, beziehungsweise das Klischee von dem Autor, der im Kaffeehaus sitzt und dort seine Romane schreibt. Robert Menasse habe ich öfter  im Cafe Sperl gesehen, Robert Schindel geht, glaube ich, täglich ins Cafe Zartl, Peter Altenberg sitzt noch heute im Cafe Central, etcetera.

Es gibt eine Menge Bücher über die Wiener Kaffeehäuser und einge über Bildbände über Literaten , ich habe auch einige davon und jetzt gibt es ein neues, nämlich „Melange der Poesie. Wiener Kaffeehausmomente in Schwarzweiß“, wo der französische Fotograf Alain Barbero etwa fünfzig Kaffeehäuser und ebensoviele Autoren fotografiere. Die Autoren haben einen kurzen Text dazu geschrieben.  Barbara Rieger, die Schreibpädagogin und Deutsch als Fremdsprachelehrerin, die Alain Barbero, einmal in einem  Kaffeehaus getroffen hat, um ihm Deutsch beizubringen, hat die Kaffeehäuser vorgestellt und das Buch, das bei „Kremyr&Scheriau“, erschienen ist, herausgegeben.

Heute wurde es in der“ Gesellschaft der Literatur“ vorgestellt und einige der über fünzig abgebildetten Autoren waren auch anwesend. Marianne Gruber, die ehemalige Präsidentin der Gesellschaft, Robert Schindel und Sabine Gruber und im Publikum saßen noch Gerhard Jaschke, Jörg Zemmler, Herbert J. Wimmer und Peter Boesch, der, glaube ich, aber in dem Buch nicht enthalten ist.

Ich auch nicht, dafür aber Armin Baumgartner, den ich später im zweiten Raum sah, Erika Kronabitter, Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Friederike Mayröcker, Gustav Ernst, Peter Henisch und und . Es gab auch eine kleine Ausstellung, nämlich zwanzig Fotos, die man sich anschauen und natürlich auch das Buch durchblättern und kaufen konnte.

Es gibt auch einen Blog: cafe.entropy.at, der dem Ganzen vorausgegangen ist und Barbara Rieger leitete, nachdem Ursula Ebel ein paar Begrüßungsworte gesagt und gemeint hatte, daß Marinne Gruber nie in der Gesellschaft gelesen hätte, ich kann mich aber an eine Lesung mit ihr und Julian Schutting erinnern, ein, verwies auf die Entstehungsgeschichte, dann stellte sie die lesenden Autoren vor und sagte dazu jeweils ein paar Worte, beziehungseis las sie ihre Beschreibung der Kaffeehäuser vor und da stellte Sabine Gruber, die zweite „Veza Canetti-Preisträgerin“, die mit ihrem „Davaldossi“ glaube ich auch der Shortlist des letzten österreichischen Buchpreises gestanden hat, das Cafe Else vor, ein mir völlig unbekanntes, im zweiten Bezirk gelgegenes, das früher einer Prostiutierten gehört hat, Sabine Gruber sagte etwas dazu und las dann ein Stück aus ihrem 2007 erschienen Roman „Über Nacht“ wo die Protagonistin Irma ins Kaffeehaus geht, ich glaube, es ist  das „Prückl“, in dem ich diesen Sommer ja einige Male war, um mir die Sommerlesereihe des Literaturkreises Podium“ anzuhören, um einen Schriftsetzter zu interviewen.

Dann folgte Robert Schindel auch ein eifriger Kaffeehausgeher. Für das Buch ging er aber in das Cafe Prückl und hatte einen Text über „Krähen“ dafür geschrieben. Gelesen hat er dann zwei Stellen aus dem „Kalten“, die auch im Kaffeehaus spielen und zwar im „Diglas“ und im „Oswald und Kalb“ und zwar findet im letzteren, eine Geburtstagsfeier statt, wo ein Schauspieler tot umfällt, worauf einer der Besucher ins Cafe Diglas flüchtet.

Dann kam Marianne Gruber und die wollte zuerst ins „Hummel“, da hatte sich aber schon ein anderer Autor, eine andere Autorin angemeldet. Barbara Riegler ließ raten, wer das war. Ich hätte auf Christine Huber getippt, aber die war dann, glaube ich, im Florianihof abgebildet und die zwei Textstellen, die Marianne Bruber, die sich dann für das „Central“ mit dem Peter Altenberg aus Pappmachee entschied, las, hatten eigentlich nicht sehr viel mit dem Kaffehaus zu tun, außer, daß Mmarinanne Gruber, die erste sehr wütend in einem Kaffeehaus geschrieben hat, die dann von einem „Lederband und einer Kluppe“ handelte und die zweite handelte von einer alten Frau, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen kann, aber früher oft ins Kaffeehaus gegangen ist und dort drei Monate alte Zzeitungen gelesen hat, weil man dann erst die Nachrichten beurteilen kann.

Und von den Kaffehäusern ist noch zu berichten, daß ich immer am „Griensteidl“ vorüber gehe, wenn ich in die Gesellschaft gehe, das ja in meiner „Verbrüderung“ eine Rolle spielt, aber das gibt es nicht mehr in dieser Form, sonder heißt jetzt Cafe Rien und ist ein Cafe auf Abruf, also eines das nur ein paar Monate bestehen wird und dann verschwindet.

Ich bin als Studentin viel ins „Sperl“ und ins Cafe Jelinek in der Otto Bauergasse gegangen, wo ich in dieser Zeit ja wohnte. Gehe heute nicht mehr viel in Cafehäuser wenigstens nicht mehr zum Schreiben und Zzeitungslesen. das heißt in der Schreibgruppe waren wir ja eine Zeitlang im Cafe Ludwig das dann zum Cafe Fortuna wurde, aber eigentlich eher ein Beisel war und das „Sperl“ kommt in meinem Stadtroman vor und ich habe, glaube ich, auch in anderen meiner Texte immer wieder Kaffeebäuser beziehungsweise Kafceeehausbesuche beschrieben.

2017-01-26

Du siehst ja noch richtig gut aus

Filed under: Bücher — jancak @ 00:45
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Jetzt noch schnell einen Comic aus dem „Fröhlichen Wohnzimmer“ von Ilse und Fritz „über das Älterwerden“, aus dem Jahr 2009 wahrscheinlich, in dem gelben  vierundsechzig Seiten Heftchen gibt es keine Erscheinungsangabe, aber die Ilse ist dort einundfünfzig und der Fritz, der ja kürzlich seinen sechziger feierte, dreiundfünfzig.

Ja Ilse und Fritz sind crossover unterwegs, schreiben, zeichnen, filmen, singen tun sie, glaube ich, auch ein bißchen. Es gibt, glaube ich, mehrere Comics der beiden und, wie das Büchlein in meinen Besitz gekommen ist, kann ich eigentlich nicht sagen.

Aus dem Bücherschrank kommt es, glaube ich, nicht, obwohl ich dort schon was aus dem „Fröhlichen Wohnzimmer“ gefunden habe, vielleicht hat es mir der Fritz einmal zu meinem Geburtstagsfest mitgebracht.

Das Heftchen ist sehr leicht zu lesen und wahrscheinlich haben es Ilse und Fritz seitenweise gezeichnet und geschrieben, denn wenn man genau hinschaut, fallen  zwei Stile auf.

„In den vergangenen 51 Jahren bin ich ältergeworden – 1958 – 2009“, schreibt wahrscheinlich die Ilse, die „Veza Canetti-Preisträgerin“.

„Das Älterwerden war manchmal lustig – Wenn ich groß werde, geh ich in den Kindergarten“ und der Fritz schreibt gleich das Krankwerden an.

„Zieh dich endlich an, Fritz,wir müssen zum Augenarzt“ – „Also wenn das Älterwerden noch mehr Arztbesuche mit sich bringt, hab ich dafür keine Zeit“ repliert die Ilse.

Das Kranksein ist also, man sieht es gleich, ein wichtiges Thema und die Angst, daß man nicht gesund alt werden könnte. Der Fritz wird als Hypochonder geoutet: „Ilse, kannst du bitte  schnell mal meinen Puls fühlen“, die braucht eine dicke Brille mit der sie nicht ins Gäsehäufel mit dem Rad fahren kann und war schon elf mal in Narkose.

Ja und außer in den Kindergarten, muß man, wenn man Älter wird  auch in die Schule gehen.

Da hat die Ilse mit dem „Schlaumeier-Gen“ aber auch ihre besonderen Visionen: „So liebe Kinder“, sagt bei ihr die Lehrerin „Heute werden die Zeugnisse verteilt. Und wer genug verlernt hat, sinkt in die vorige Klasse!“

Denn die Ilse, die Kritische, glaubt nicht an den Spruch mit der Altersweisheit „Ich brauche keine Altersweisheit, ich habe ja das Schlaumeier-Gen! Bin also weise genug, um unvernünftig alt zu werden!“

Das macht man, wie vor allem der Fritz beweist am besten mit einem Bier und wünscht sich hundert Lebensjahre.

„Vielleicht“, sagt dagegen die Ilse „wäre es einfacher, das Leben alt zu beginnen und immer jünger zu werden“ und zeichnet sich vom Stock bis in die Wiege.

Es wird dann auch auf den Friedhof gegangen und mit den Monstern a la Frankenstein und Co beschäftigt.

„Frankensteins Monster hat viele Narben. Und gewiss  sind alle Monster sexy und bringen unsere Herzen auch im hohen Alter zum schneller schlagen!“, sagt etwa der Fritz und die Ilse weist darauf hin, daß es auch Hexen gibt.

Die Baba Jaga beispielsweise mit den großen Brüsten, die sie laut Fritz beim Kochen auf einen Sessel abstützt und die gute Fee für die drei Wünsche gibt es natürlich auch und bei den beiden wird jetzt ordentlich geschummelt.

„Ich will mit meinem Fritz bis zu seinem hundersten Geburtstag Bier trinken, zeichnen, schreiben, malen, Sex haben,  glücklich sein und die Welt bereisen!“

„Das sind mindestens zwölf Wünsche!“, sagt darauf die Fee, denn „Gute Feen sind oft sehr genau beim zählen.“

Und so hat die Ilse gleich eine gute Idee „Fritz, ich habe eine Idee! Wir könnten im hohen Alter in einem Chor singen, so wie wir es im Film „young an  heart“ gesehen“ haben!“

„Dann bricht am 4. 9. 2009 die Leiter unter dem Fritz zusammen und die beiden können nicht wie geplant nach Kreta fliegen, denn „Der Oberarm ist zersplittert. Wir müssen operieren“, sagt der Arzt im Spital.

„Die meisten Leiterstürze finden im Alter zwischen 50 und 75 Jahren statt“, schreibt die Ilse und der Fritz dementiert „Ich bin nicht heruntergefallen. Die Leiter ist zusammengebrochen.“

Es gibt  auch die Erinnerungen, an die Dinge, die es nicht mehr gibt „Sauerkrautgeschäfte und alte Münffernsprecher“ beispielsweise und den Schlußsatz „Natürlich ist ALT werden nicht vergnüglich. Aber man stelle sich die einzig mögliche Alternative vor!“

Das war ein kurzer Durchzug durch das Buch, dem natürlich die  Zeichnungen der beiden fehlen, .

Am Schluß gibt es auch ein Foto von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, in der Winterkluft, also wäre ein Gang in das „Glücksschweinmuseum“ wo man sich ja mit den „Fröhlichen Wohnzimmerbüchern“ eindecken kann oder ein Besuch der Kleinmessen, wo die beiden ausstellen, zu empfehlen.

Informationen über weitere Comics und Publikationen kann man sich auch auf www.dfw.at, der „Fröhlichen Wohnzimmerseite“ holen.

2016-12-20

Recherchebeginn und Glücksschweinmuseum

Heute also mit der Recherche für mein neues Romanprojekt begonnen oder einen Weihnachtseinkaufstag eingelegt oder einfach das besorgt, was so nötig war.

Strumpfhosen zum Beispiel und zwei neue Pullis, dann bin ich zum Friseur gegangen und danach ins Literaturhaus, denn spät aber doch bin ich daraufgekommen, daß es dort auch heuer wieder einen Flohmarkt gibt und bis wieder in die Verlängerung gekommen. Es war schon ziemlich ausgesucht, wie mir Robert Huez erklärte, dafür aber sehr billig, nämlich zehn Bücher um fünf Euro, denn alles muß raus und die waren dann eher von deutschen Verlagen und eher von Bachmannpreisträgern, aber eigentlich sehr toll.

Evelyn Schlags „Das L in Laura“ war  dabei, ein Buch von Kerstin Hensel, aber auch das neue von Harald Darer und und und …

Dann habe ich mich für eine Stunde in das Foyer der Hauptbücherei gesetzt, um zu recherchieren, beziehungsweise mein Expose zu erstellen, denn in der Hauptbücherei wird es sich ja abspielen und so hat auch die Szene begonnen, die ich schon habe.

Ich habe also in mein Notizbuch geschrieben, ein paar Seiten, aber auf sehr viel Neues bin ich nicht gekommen, nur daß ich jetzt vier Protagonisten habe, die Dorothea Wewerka, die Therese Schwarzenberg, das ist die Freundin, der Bibliothekarin Karoline Prohaska und Dorothea kann einem Gespräch zuhören, wie die ihrem Kollegen erzählt, daß ihre Freundin verschwunden ist. Dann trifft sie sie vielleicht am Nachmittag am Westbahnhof in einer Kaffeebar und trifft dort auch den jungen Jusstudenten Fabian Hirschmann, ein Mitglied der Indentiären, der auch an der Burgtheaterbesetzung teilnahm, als dort ein Stück von Elfriede Jelinek aufgeführt wurde, aber sehr viel mehr an Handlung habe ich noch nicht.

Danach war es kalt und ich schwer bepackt mit meiner Büchertasche so daß ich nicht mehr durch die Weihnachtsmärkte ziehen und Leute beobachten wollte, sondern nach Hause ging, die Bücher einzutragen und da gab es dann auch im „Kulturjournal“ eine Sendung über das Bücherjahr.

Eine Diskussion zwischen Kristina Pfoser, Klaus Nüchtern, Daniela Strigl und Petra Hartlieb über die Flops und Highlights und interessant, daß die ganz andere Erfahrungen, als ich machten.

Aber den Buchhändlern geht es ja, um die Verkaufbarkeit, so lobte Petra Hartlieb das Buch von Joachim Mayerhoff, das die Leser ihr aus den Regalen reißen würden und die würden auch gerne das neue Buch von Christoph Ransmayr bestellen, daß aber sowohl Daniela Strigl als Klaus Nüchtern nicht gefallen hat.

Dann lobten sie Jane Garden und ihre Trilogie, Bücher und Autorin sind bisher eher an mir vorbei gegangen, besprachen den „Buchpreis“ und wünschten sich da auch mehr Verkäuflichkeit, nun ja, nun ja.

Über mein Bücherjahr habe ich ja schon geschrieben und es war, glaube ich, ein sehr interessantes und sehr intensives.

Peter Waterhouse „Die Auswandernden“ hat mich sehr beeidruckt, das neue Buch der Anna Weidenholzer vielleicht nicht so sehr wie es Daniela Strigl gefallen hat, „The Girls“ würde ich als Highlight auslassen, dafür die „Vegetarierin“ empfehlen und Bücher um zweiundzwanzig Euro sind mir eigentlich zu teuer, auch wenn das die Buchhändler nicht hören wollen.

Und dann gab es am Abend noch eine Veranstaltung, hat doch der liebe Rudi bei meinem Geburtstagsfest und dann bei seiner Lesung im Amerlinghaus sehr intensiv auf seine Lesung im „Glücksschweinmuseum“ aufmerksam gemacht, die er, weil sie ja beide in diesem Jahr sechzig wurden, mit Fritz Widhalm dort machen wollte.

Fritz Widhalm ist, glaube ich, im Sommer sechzig geworden, da haben er und Ilse Kilic mich zu seinem Fest eingeladen, ich konnte aber nicht kommen, weil ich in Harland war, so habe ich die „Fritz Schrift“, die zwar in der Edition Ch von Günter Vallaster herausgegeben wurde und wo die ganze Szene um den „Wohnzimmerkreis“ ihre Fritz-Würdigung drinnen hat, versäumt.

Jetzt wurde sie  herumgezeigt und der Fritz hat, da der Rudi krank geworden ist, auch die Lesung allein gestaltet. Deshalb, weil der Rudi sie absagte, waren auch nicht so viele Leute im „Glücksschweinmuseum“ in der Florianigasse, in dem ich bisher nur zweimal war, einmal habe ich mir das Lokal mit den tausend Glücksschweinen in allen Varoanten und Formen, in dem auch die B+ücher der „Wohnzimmerediton“ verkauft werden, Dienstag, Donnerstag und Freitag ist das Museum am Nachmittag geöfnet, angesehen und dann war ich noch einmal bei einer Lesung mit der Ruth vor ein paar Jahren, öfter habe ich es nicht geschafft hinzukommen, obwohl mir Ilse Kilic meistens die Einladungen dazu schickt.

Jetzt hat sie ein bißchen in das Museum eingeleitet, den Neuerscheinungskatalog und das Buch hergezeigt, aus dem der Rudi, wenn er gekommen wäre, gelesen hätte „Eine andere Welt ist möglich Absonderlich und süß ungleiche Gedichte“.

Der Rudi hat aber überhaupt viele Texte in den „Wohnzimmer-Anthologien“ und der Fritz Widhalm viele Bücher, obwohl er ja, wie er schon in der Schreibgruppe erwähnte, mit sechzig zu schreiben aufhören will.

Aus zehn davon, die sowohl in  der „Edition Ch“, im „Fröhlichen Wohnzimmer“ im „Ritter-Verlag“ und auch noch woanders erschienen sind, hat er gelesen und mit dem ersten Band der „Verwicklungsromane“ wo es jetzt ja schon zehn Teile gibt, hat er das Kapitel gelesen, wo auch der Rudi vorkommt.

Dann folgten „Kapitel vier“, „Ein schwarzer Herrenschirm“,“HUCH“,“Mister ELK & Mister SEAL“, der Nichtkriminalroman „Warum starb der schöne Mann?“,“Pubertät mit Mädchen“, „die Nacht schluckte die Dämmerung“ und und und…

Ich wußte gar nicht, daß der Fritz schon so viele Bücher geschrieben hat, in denen es oft auch über das Schreiben und über Schriftsteller geht.

Dazwischen gabs Musik und ich habe wieder einen kleinen Einblick in die „Fröhliche Wohnzimmer-Edition“ bekommen und mich auch ein bißchen durch die Bücher gesehen.

Dazwischen rauschten die tausend Schweinchen, von denen einige an der Decke befestigt waren oder sprangen aus der Kuckucks beziehungsweise Schweineuhr. Die Ilse hat auch von einer Freundin, die gut nähen kann, eine Schweinchentasche bekommen und die  Schweinchen kann man sich auch in der „Schweinchenanthologie“ ansehen, die, das „fröhliche Wohnzimmer“ auch einmal herausgegeben hat.

 

2016-12-01

Schreibgruppe und Adventbeginn

Unsere Schreibgruppe, die von Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und Ingeborg Reisner 2013 gegründet wurde, dümpelt seit sie im Sommer von Peter Czak, der sie nach der Lesung weiter organisierte, aufgelöst wurde, so dahin.

Im September und Oktober haben wir uns mit Doris Kloimstein, der Ruth, Klaus Khittl, dem Robert und jeweils einer weiteren Person weitergetroffen.

Im November rief mich zuerst Doris Kloimstein an und sagte, daß sie krank sei, danach Robert, der auch nicht kommen wollte und ich wollte ja eigenlich zum Pup n pub ins „Siebenstern„, so daß ich die Gruppe absagte und diesmal bekam ich am Montag einen Anruf vom Robert, daß er und Doris Kloimstein nicht kommen und ich dem Wirt absagen soll, aber da habe ich mich mit Klaus Khittl, der mir ja für mein „Berührungen-Mimikry-Spiel“, einen Text geschrieben hat, halb verabredet, daß ich ich ihm das versprochene Buch in die nächste Gruppe bringen will und er hat „Fein!“, geantwortet, so daß ich dem Robert mailte, ich gehe auf jeden Fall hin und warte mit dem Ausmachen der weiteren Termine vorläufig ab, weil ich sie ja nicht jedesmal absagen will.

Gestern habe ich dann die Ruth auf dem Weg in die „Alte Schmiede“ getroffen, fragte sie, ob sie kommt und sie antwortete, sie hätte sich mit Ingeborg Reisner verabredet.

Fein, vielleicht wird noch was aus dem Treffen, das ich mir eigentlich schon abgeschminkt hatte, mir dann aber einfiel, daß ich ja, als Thema „Bibliothek“ nehmen könnte und da vielleicht eine Vorstudie zu meinem nächsten Projekt, daß ja, um eine Frau namens Dorothea Wewerka gehen soll, die in einer Bibliothek wohnt.

Wir waren dann zu dritt, Ruth, Klaus Khittl und ich und haben lange über die Rolle der Literatur geredet, bis wir dann doch zu schreiben anfingen und das war diesmal, im Gegensatz zu den letzten zwei Malen, auch noch sehr intensiv, schlug Klaus Khittl doch vor, daß wir intensiver über die jeweiligen Texte diskutieren und jeder etwas Positives und was Negatives dazu sagen solle und das haben wir bisher eher nicht getan, sondern vorgelesen „Schön oder toll!“, gesagt und dann von etwas anderem zu reden begonnen. Was mir eigentlich sehr recht war, denn meine Erfahrungen vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“ waren nicht so, als daß ich, die dort geübte Kritik, als konstruktiv empfunden hätte und in der Schreibgruppe der Gewerkschaft in der ich einige Zeit war, wurde auch nichts dazu gesagt, was ich als sehr angenehm empfand. Aber man lernt nur durch Feedback, da hat Klaus Khittl schon recht und so empfindlich bin ich nach vierzigt Jahren Schreiberfahrung auch nicht mehr und weiß ohnehin, was stimmt oder nicht, also habe ich zu meinem Erstaunen gesagt, ja machen wir das so!

Von Klaus Khittl kam dann der schöne Satz „Zur Bibliothek fallen mir nur Bücher ein“, er ist ja ein Sätzeschreiber und was soll man da positiv und negativ sagen?

Positiv, der Satz ist schön und  ich hätte ihn auch gern in meinem Text, zum negativen, er ist kein Text und die Ruth brachte wieder, was in der Gruppe ja oft geschrieben wird, eine Art Essay zu ihren Büchererfahrungen, mit einer überraschenen Wende, daß sie sie nach ihrem Tod verschenken will, worüber wir dann sehr lange diskutierten und ich habe wieder einen sehr langen Text geschrieben, den ich dann nicht recht lesen konnte und wo ich sicher noch zwei, dreimal drüberfahren hätte müßen, daß er einigermaßen zum Diskutieren wäre.

Es wurde aber dann sehr lang darüber geredet, ob man sich zum Kaffe oder aufs Klo begeben kann oder ob das zu überhöht, beziehungsweise schon eine ironische Brechung ist?

Sehr interessant und ich habe viel gelernt, denn eigentlich weiß ich ja noch nicht wirklich, was und worüber ich schreiben will.

Über die Begegnung mit den Büchern oder doch über Dorotheas soziale Situation? Der Satz mit dem „Bibliotheksgespenst“ ist schon aufgetaucht und eigentlich könnte  Dorothea auch woanders wohnen und eine Oberschicht oder bürgerliche Vergangenheit haben, also nicht nur eine ganz arme Frau sein.

Eine intensive kleine Schreibgruppe zum Adventbeginn und über den will ich ja auch schreiben.

Der Dezember ist ja auf meinem Blog immer eine Art Adventkalender, da hat bei mir schon Tradition, aber diesmal kommt mir vor, ist der Dezember bei mir schaumbegrenzt und wir wissen ja auch noch nicht wirklich, ob wir heuer einen Krampus oder einen Nikolo bekommen und den vielleicht auch noch zu Ostern mit einem Osterhasen wiederholen müßen.

Die Weihnachtsdekorationen sind aber schon hergeholt und am letzten Samstag, dem ersten Advent, waren wir auch  Punschtrinken in Nußdorf an der Traisen, der Adventkalender für die Anna ist gekauft und werde, nachdem ich im September meine Leseliste entrümpelt habe und jetzt trotzdem noch zu viel draufstehen habe, heuer wahrscheinlich  nur ein Weihnachtsbuch lesen, nämlich „Weihnachten im Weltall“ von meinem Kritiker Uli und das Adventwandern am Montag werde ich auch auslassen, weil es da im Literaturmuseum eineVeranstaltung über Ilse Aichinger und in der „Alten Schmiede“ wieder ein „DichtFest“ gibt.

Auf meinen Blog will ich Weihnachten aber nicht auslassen, denn da gibt es ja einen Adventkalender, nämich die „Nika, Weihnachtsfrau“ und da ich diesbezüglich sehr fleißig war, kann ich  schon einige Fenster präsentieren.

Daie Idee dazu ist mir ja schon 2013 bei den „Dreizehn Kapitel“ gekommen“ und dann habe ich schon zwei Fenster in den Dezember gestellt. Vor zwei Jahren, habe ich glaube ich, in der Schreibgruppe dazu eine Krampusgeschichte geschrieben und im Vorjahr eine andere zum Thema „Dämonen“, eine Szene in einer anderen Perspektive, aus der des alten Lehrers mit Parkinson, der eine Einkaufshilfe in der kleinen Jessica findet.

Zum fünften, achtzehnten und fünfundzwanzigsten  Dezember gibt es schon ein Fenster, aber die werde ich erst dann verlinken, jetzt genügt die Website, denn da gibt es ja den Beginn, als Leseproben.

Und für alle die sich nicht auskennen, die Nika Horvath, eine Germanistikstudentin verdingt sich im Dezember bei einem Kaufhaus auf der Mariahilferstraße als Weihnachtsfrau,  Fatma Challaki und ein afghanischer Flüchtling namens Hasan kommen vor, Nika findet ihre große Liebe, ihre Schwester bekommt ein Kind von einem Mann den sie nicht will und ihre Lebenspartnerin einen Toten in ihrer Praxis und das ganze wird wie ein Adventkalender von Tag zu Tag erzählt.

Meine Leser können sich von den Schnäppchen überraaschen lassen, wenn es sich ergibt, stelle ich auch ein neues Fenster ein, aber das Programm ist wahrscheinlich sehr dicht, habe ich ja noch einige andere Bücher zu lesen, wenn ich zumindest die Rezensionsexemplare auf meiner Leseliste schaffen und vielleicht doch noch zu der einen oder anderen Vicki  Baum kommen willl und man kann das Buch natürlich auch als Ganzes lesen, das ich vorigen Jahr im November während des Nanwowrimos geschreiben habe und jetzt, da wir ja keine Willkommenskultur mehr haben, auch nicht mehr so aktuell ist oder doch vielleicht und vielleicht auch interessant zu lesen, also werde ich im Dezember öfter auf meine „Weihnachtsfrau“ hinweisen, lade herzlich zum lesen ein und schaue was sonst noch passiert.

Abgesehen vom Punschtrinken und Vanillekipferlessen, gilt es ja auch noch den „Kroatienroman“ fertig zu korrigieren und das ist ja eine Sommer oder Frühlingsgeschichte und vielleicht fällt mir dann auch etwas zu meiner Bibliotheksbewohnerin ein.

Es gibt aber auch die „Auge-Weihnachtssfeier“, am Freitagabend und was das Netz betrifft den bewährten Adventkalender vom „Literaturcafe“ und „Aufbau“ heuer einen  mit der Weihnachtsgans Hermine, wo man, glaube ich, auch etwas gewinnen kann.

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