Literaturgefluester

2015-12-17

Adventlesung im Read!!ingroom

Filed under: Lesung — jancak @ 23:23
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Heute also die Vorstellung meiner Adventgeschichte, dem heurigen „Nanowrimo“ im „Read!!ingroom“ im Rahmen des dortigen Adventfestivals „Weihnachten im Advent“ und die Nika hat ja, das habe ich auch bei der Einleitung so erzählt, eine lange Vorgeschichte.

Denn eigentlich wollte ich immer über einen Weihnachtsmann auf der Mariahilferstraße schreiben, der dort herumsteht, seine Zuckerl verteilt und die abenteuerlichsten Begegnungen macht.

Dann ist irgendwann eine Weihnachtsfrau daraus geworden, aber vorher hat es noch einen Adventkalender gegeben, wo ich jeden Tag im Dazember ein Stück geschrieben habe und dann einen „Adventkalender“ daraus machte, der im „Best oft“, meinem ersten Erzählband, 2003 erschienen ist.

Da ist die Heldin eine Johanna Richter und einen vom Himmel Heruntergefallenen, der die Menschheit bestrafen und die Welt zerstören soll, gibt es auch und keine Idee von einer Weihnachtsfrau namens Nika.

Die, die achtundzwanzigjährige Germanistin Nika Horvath, taucht dann erst in den „Dreizehn Kapiteln“ auf, die ich im Sommer 2013 geschrieben habe.

Da erscheint die „Weihnachtsfrau für alle Fälle“ im vierten Kapitel und ist die Nachbarin der Laura Augustin und dann hat mich diese Idee nicht mehr losgelassen und so gibt es im Dezember 2013, am 13. und am 23. Dezember je eine Nika Geschichte und die Idee, einmal mache ich daraus einen Adventkalender.

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2014 bin ich nicht dazugekommen, beziehungsweise habe ich in der Schreibgruppe „Westbahn Spotan“ am fünften Dezember, Weihnachten oder Nikolo zum Thema gemacht und da eine Nika Geschichte geschrieben und mir fest vorgenommen, nächstes Jahr mache ich daraus den „Nanowrimo“ und das hat auch gut geklappt, so ist heuer der Advent im November gewesen und ich habe die fünfzigtausend Worte in drei Wochen geschrieben und bin jetzt am Korrigieren, beziehungsweise gestern wieder zum recherchieren auf der Mariahilferstraße gewesen.

Inzwischen weiß ich, es gibt keine Weihnachtsfrau auf der Mariahilferstraße,  aber  die Nika im „Read!!ingroom“ und diese Idee hat eingeschlagen, denn Dorias Glaser hat sie beim Ö1 Quizz auf der „Buch Wien“ erwähnt und also ganz Österreich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht und gestern in der „Gesellschaft für Literatur“ hat die Journalistin, die ich einmal im Rahmen der „Anderen Buchmesse“ kennengelernt und die mich seither interviewen will, schon aus dem „Augustin“ von der Nika gewußt.

Trotzdem sind nur wenige Leute gekommen, ein Stammbesucher, neben den Veranstaltern, die Ruth und der Alfred. Das war es das schon, vielleicht ist Weihnachten  zu nah, vielleicht liegts auch an mir, obwohl ich versucht habe in den letzten Tagen viel Werbung dafür zu machen.

Daß ich den ersten und den siebzehnten Dezember lesen will, habe ich mir schon länger vorgenommen. Dazu gibt es auch ein kleines Gedicht:

Eva Jancak

Eva Jancak

„Weihnachtswald, Weihnachtskind

Weihnachtsmann, komm her geschwind

Weihnachtsfrieden, ach genau

Weihnachtsmann sucht Weihnachtsfrau“

Das erste Kapitel ist ziemlich lang und stellt eigentlich fast alle Personen vor und auch in die Krimihandlung, die ich mir von dem letzten „Krimischnupperworkshop des Writersstudio“ sozusagen mitgenommen habe.

Dann kam ein Sprung zum siebzehnten, aber den fünften kann man hier schon nachlesen und am Samstag werde ich höchstwahrscheinlich zwar nicht mehr auf die Mariahilferstraße gehen, das neunzehnte Fenster aber hier einstellen und in den nächsten Jahren wird man im Dezember wahrscheinlich auch in die Nika Weihnachtsfrau hineinschnuppern können, entweder als E-Book im Ganzen oder kapitelweise, mal sehen, das weiß ich noch nicht so genau.

Dazu muß das Buch erst fertig werden. Jetzt gab es aber schon die Probelesung und Weihnachtskekse und ein Glas Wein.

Und dazu wieder Bücher, denn der Read!!ingroom verfügt ja ebenfalls über offene Bücherregale und da habe ich Andreas Okopenko „Kindernazi“ aus dem alten „Residenz-Verlag“, ein Klassiker, den man lesen solle und Erika Mitterers „Der Fürst der Welt“, was ich immer schon lesen wollte, gefunden.

Und wem es interessiert, im Literaturhaus bin ich heute um vier auch gewesen und habe sozusagen die letzte Stunde des Flohmarkts, warum bin ich nicht schon früher darauf gekommen, ausgenützt.

Der war dann zwar schon ziemlich ausgesucht, habe ich ja auch gestern in der „Gesellschaft für Literatur“ davon erzählt.

Einige schöne Bücher aus österreichischen Verlagen sind trotzdem zu mir gekommen.

Zwar habe ich Daniel Zipfels „Eine Handvoll Rosinen“ das ich gestern liegen gelassen habe, nicht mehr gefunden.

Dafür aber Susanne Gregors bei „Droschl“ erschienener neuer Roman und man glaubt es kaum Andreas Unterwegers „Gelbes Buch“, etcetera.

Jetzt muß ich das alles noch lesen, das und anderes, denn dieser Advent war heuer ja sehr Flohmarkt reich.

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2015-12-14

Das fröhliche Wohnzimmer im Read!!ingroom

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Patricia Brooks

Patricia Brooks

Der „Read!!ingroom“ dieser kleine feine kulturelle Nahversorger in der Anzengrubergasse, wie er sich, glaube ich, selber nennt, hat ja nicht nur einen Büchertauschdienstag und ein Sommerfestival, wo ich meinen heurigen Sommerroman sozusagen vorvorstellte, sondern auch ein „Adventspezial“ – Weihnachten im Advent, wo nicht nur Weihnachtliches gelesen wird.

So stellte Luis Stabauer dort seine „Atterwellen“ vor, ich komme am Donnerstag mit meiner „Nika Weihnachtsfrau“, meinen heurigen „Nanowrimo“ an die Reihe und eine Verlagspräsentation, nämlich die des fröhlichen Wohnzimmers mit Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Michaela Hinterleitner und Patricia Brooks gab es auch und es war in dem kleinen Lesezimmer so voll, wie ich es höchstwahrscheinlich nie zusammenbringen. Da könnte man wieder neidig werden, Wolfgang Helmhart, Ruth Aspöck, Jota Joakim, Dieter Berdel, Gabriele Petricek, die ganze experimentelle Literatenszene oder einen Teil davon und um noch ein wenig beim „Read!!ingroom zu bleiben, die „Dienstagsschreiber“ und eine „Bibliotherapiegruppe“, Bezirksspaziergänge und vieles andere gibt es dort auch.

Michaela Hinterleitner

Michaela Hinterleitner

Ich komme  eigentlich nicht sehr oft dorthin, bin aber einmal mit Rolf Schwendter von dort aus durch den Bezirk gewandert, bei Günter Vallaster, wo er Manuela Kurz und Helga Pregesbauer vorstellte, die inzwischen beide in die GAV gekommen sind, war ich auch, einmal wurde die Volksstimmeanthologie dort präsentiert, einmal habe ich das „Haus“ und die „Radiosonate“ dort vorgestellt und jetzt also eine Verlagspräsentation in dem kleinen feinen Raum, die mir ja nicht unbedingt fremd war, war oder bin ich mit Ilse und Fritz ja auch in einer Schreibgruppe und Michaela Hinterleitner habe ich im Sommer im Sonnenpark in St. Pölten kennengelernt und mit Patricia Brooks habe ich auch schon gelesen.

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Aber trotzdem interessant die Verlagspräsentation, das xxxxx-small gibt es ja nicht mehr im Amerlinghaus und ob es die Veranstaltung im AI noch gibt, weiß ich gar nicht, obwohl eigentlich nur zwei Verlagspublikationen oder zwei Verlagsautoren vorgestellt worden, nämlich Michaela Hinterleitner mit „Common Sense“ und Patricia Brooks mit Texten aus einer Anthologie und dann noch einem Gedichtband.

Ilse und Fritz haben aus dem Verwicklungsroman in Günther Vallasters Ediiton erschienen, wo es inzwischen schon neuen Teile gibt, alle zwei Jahre, einenund zwar aus dem letzten und vorletzten Teil von dem Naz und der Jana, die im achten Bezirk in einer Wohnung wohnen, dort das fröhliche Wohnzimmer gründeten, aber selbstverständlich, wie Ilse Kilic betonte, nichts mit ihnen zu tun haben, es gibt nur wieder Ähnlichkeiten und auch ihre Beziehungsgeschichte aus dem neunten Band, während im anderen Janas Weihnachten geschildert wurde, von den fünfziger Jahren bis zu Gegenwart oder wenigstens an die, an die Jana sich erinnern kann, das heißt, die erste Puppe, der Tod der Mutter und dann die, wo sie dem Vater im Pflegeheim besuchten, beziehungsweise die, die Jana mit dem Naz feierten und das ist eine interessante Idee, die gesammelten Weihnachten eines Weihnachtsfreaks aufzuzählen und da habe ich mit meinen „Adventkalender“ vielleicht auch einiges anzubieten und habe heute auch von Peter Gstöttmeier, dem heurigen Ohrenschmausgewinner und seiner Schwester Weihnachtspost, beziehungsweise ein selbstgemachtes Weihnachtsgedicht sowie eine Weihnachtsgeschichte geschickt bekommen:

Ilse Kilic

Ilse Kilic

„Ruhig werden! Zur Ruhe kommen, nicht immer durch die Gegend hetzen

Zur Ruhe kommen, nicht immer im Dauerstress stehen

Zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen, um die Menschen um sich herum zu betrachten.

Zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen, um mit Menschen zu reden“,

hat er geschrieben, was mich daran erinnert meinen Lesern mitzuteilen, das diese Woche Felix Mitterer, der „Ohrenschmaus-Schirmherr“ in den „Gedanken für den Tag“ ist um die schönsten „Ohrenschmaus-Texte“ vorstellen wird und ich kann noch einmal an den Donnerstag erinnern und alle Interessierten in den „Read!!ingrool“ zur „Nika Weihnachtsfrau“ einladen.

Ich werde den ersten und stilecht den siebzehnten Dezember lesen. Einen Vorgeschmack, nämlich den fünften, gibt es schon hier.

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