Literaturgefluester

2018-10-11

Barbara Frischmuths Neuauflage

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Während in Frankfurt die Buchmessen-Parties starteten, von denen ich hörte, daß es heuer weniger geben soll, präsentierte in der „Alten Schmiede“ Barbara Frischmuth die Neuauflage ihres vor fünfundzwanzig Jahren bei „Residenz“ erschienenen „Machtnix oder der Lauf, den die Welt nahm“, und ich dachte, ich muß früh in die Schönlaterngasse kommen, damit es mir nicht wieder wie bei Philipp Weiss passiert, stand dann schon vor halb vor der Türe, die Videowand zur Übertragung in den Schmiedesaal war schon aufgestellt, sollte dann aber nicht nötig sein, denn es waren auch noch nach sieben Plätze frei.

Die Seele und der Literaturbetrieb sind ein weites Land und nicht so leicht zu ergründen, aber vielleicht ergötzen sich die Literaturinteressierten alle in Frankfurt und die anderen hatten anderes vor, was weiß man schon so genau, hat einmal vor Jahren Cornelia Travnicek zu mir gesagt, als ich ich sie zur Vorbesprechung unserer „Mittleren-Lesung“ einladen wollte.

Markus Köhle hat moderiert. Kurt Neumann war nicht zu sehen. Also vielleicht in Frankfurt oder krank und Markus Köhle hat also statt ihm, daran erinnert, daß Barbara Frischmuth schon sehr früh, so als  eine der ersten Leserinnen 1975 in der „AS“ gelesen hat. Daran konnte sie sich nicht mehr so genau erinnern und das Buch hat sie geschrieben, weil sie von dem Jugolslawien-Krieg Anfang der Neunzigerjahre sehr verstört war.

Es ist eine Art Märchen oder Parabel. Bildgeschichte steht auf dem ursprünglichen Buch. Ein Kind flieht vor dem Krieg, hat sein Haus, seine Eltern verloren, seinen Namen vergessen und will sich nicht mehr an die Geschehnisse erinnern.

So sagt es auf alles „Machtnix“ und wird dann so genannt. Es trifft auf eine zweifaltige Kröte, die immer „Ob du es glaubst oder nicht!“ sagt und auf der Suche nach Essen, stehlen sie einem toten Soldaten, den Tornister. Darin sind nicht nur Brot und Zigraretten, sondern auch eine Maus, die kurz darauf sechs Junge gebiert. Ein blindes Huhn stößt dazu, eine Blindgängerbombe, die Klein-Gottfried heißt und ein besoffenes Schwein.

Man sieht es ist sehr märchenhaft. Markus Köhle betonte aber, daß es kein Kinderbuch ist und fragte Barbara Frischmuth im anschließenden Gespärch nach der Entstehungsgeschichte der Neuauflage, die kam erst nach einer Dramatsierung und einer Aufführung im Theater am Saumarkt in Feldkirch zustande und das erste Buch hatte 1993 schlechte Kritiken bei der FAz, weil es damals noch nicht verstanden wurde. Jetzt aber, wie Markus Köhle betonte, vielleicht aber auch im Programm steht, sehr aktuell ist und ich bin, kann ich betonen, so was wie ein Fan von Barbara Frischmuth.

Zumindest habe ich mir in den Siebziger- und Achtzigerjahren, die meisten alten schönen Residenz-Ausgaben von ihr gekauft und eifrig gelesen. Sie hat die „Sternwieser-Trilogie“ geschrieben, die „Klosterschule“, später sich mit der Türkei und den arabischen Raum zum Beispiel in der“ Schrift des Freundes“ beschäftigt.

Die letzten Bücher von ihr habe ich nicht gelesen, war aber öfter in der „Alten Schmiede“ bei Lesungen. Sie hat die letzuten bücher glaube ich bei „Aufbau“ verlegt, auch einige Gartenbücher geschrieben und sich jetzt, wie sie Markus Köhle erzählte mit ihrer Kindheit beschäftigt und in dem im Frühjahr erscheinenden neuen Buch über die Jahre 1941 bis 1955 in Altaussee, wo die Nazi Größen herumspazierten, beschäftigt.

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2018-10-01

Gedenklesung und Ashantidorf

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:29
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Wieder zweimal in der „Alten Schmiede“ und zwar gab es da um sechs eine Gedenklesung zum Wiederlesen des 2010 verstorbenen Bernhard C Bünker, der, glaube ich, 1987 den „Kärntner -Preis der Arbeit“ gewonnen hat, zu dem ich auch nominiert war.

Das war Manfred Chobot ebenfalls, wir beide haben nichts gewonnen, aber Manfred Chobot war mit dem Dialektdichter und evangelischen Religionslehrer befreundet und hat mit ihm auch eine Dialektanthologie herausgegeben und jetzt zum Wiederlesen, der sonst, glaube ich, vergriffenen Werke den Band „Was ibableibt“ herausgegeben.

Die Einleitung, die wahrscheinlich Kurt Neumann hielt, habe ich, weil eine sechs Uhr Stunde, versäumt, als ich den Kellersaal erreichte, hat gerade Gottfried  Gfrerer auf der Gitarre gespielt. Dann erzählte Manfred Chobot, das Urgestein, von dem ich das erste Mal, glaube ich, 1973 in der Beilage der A-Z, die ich eine Zeitlang gesammelt habe, etwas hörte, wie es zu der Anthologie und dem neuen Band gekommen ist, dann hat Axel Karner, der ebenfalls Kärntner und Religionslehrer ist daraus gelesen und Manfred Chobot erinnerte an seine Begegnung mit dem Bernhard, der sehr stur oder konsequent war und der ihm am Schluß zu seinem Begräbnis einlud, für das er den Leichenschmaus schon bestellt hat. Der Bruder Michael, evangelischer Bischof las seine Lieblingsgedichte, El Awadalla, die ja auch eine Dialektvereinigung gegründet hat, war im Publikum und ich habe mich, während ich auf das Aufsperren des Schmiedesaales wartete, mit ihr unterhalten, denn da gab es um acht, die dritte Radiophone Werkstatt dieses Jahres, das ist eine Zusammenarbeit mit ö1 und zwar wurden da die „Tonspuren“, die am 9. 10. gesendet werden uraufgeführt und dokumentiert und das wird eine interessante und vielleicht auch eine wenig makabre umstrittene Sache und zwar geht es da um das „Ashanti-Fieber“ des Peter Altenbergs, beziehungsweise um die Wiener Völkerschau von 1896. Da wurden im Tiergarten siebzig Ashanti beziehungsweise andere Afrikaner ausgestellt, die im Vertrag hatten, daß sie nichts anziehen durften, die dort in Lehmhütten lebten, tanzten, kochten und dabei von den Wienern beobachtet wurden und Peter Altenberg hat sich bevorzugt in den Hütten bei einigen sehr jungen Mädchen aufgehalten, über sie geschrieben und wahrscheinlich auch intime Beziehungen gehabt.

Nun ja, nun ja, das ist lange her und das Buch, aus dem Johannes Gelich, ein Feataure machte, ist sicher sehr interessant. Der Kinderbuchautor, Märchenerzäher und Ashantiprinz Patrick Addai, der in Ghana geboren wurde, hat in dem Stück auch mitgewirkt und mit dem Autor und dem Regisseur Andreas Jungwirth im Anschluß über die Produktion gesprochen und dann noch das Märchen „Ein Adler bleibt immer ein Adler“ perfomiert und ich habe eine Variante von Peter Altenberg kennengelernt, das ich noch nicht kannte, obwohl ich mich ja für Hörspiele nicht so besonders interessiere und inzwischen auch nicht mehr sehr viel Ö1 höre.

2018-09-27

Überraschung in der Alten Schmiede

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Das habe ich noch nie erlebt, daß ich um dreiviertel Sieben in die „Alte Schmiede“ komme und es sind Leute im Schmiedesaal, der Eingang ist aber zu und beim „Literarischen Quartier“ steht ein Schild, „Leider ist es schon überfüllt, aber nützen Sie die Gelegenheit der Videoübertragung!“, also bin ich, was sollte ich auch anders machen, in den Keller hinabgestiegen.  Der war noch ziemlich leer. Später änderte sich das. Ein Assistent stand am Regler uned wies die Plätze ab und ich dachte „Shit, shit  soll ich gehen?“, dennn, als die F. M., ihr letztes Bucdh präsentierte, ich aber eine sechs Uhr Stude hatte, bin ich in die Wien Bibliothek gefahren, denn ich dachte, ich setzte mich nicht in den Schmiede-Raum und schaue die Leinwand an, aber jetzt hätte ich das nicht erwartet, denn Philip Weiß ist ja ein Autor von vielen. 1982 ist er in Wien geboren, 2099 hat er beim Bachmannpreis gelesen und seinen Text gegessen, was ihm auch nicht viel nützte. Er hat viel fürs Schauspielhaus geschrieben und jetzt den Jahrhundert- oder tausend Seiten Roman mit dem Titel „Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen“.

Nun ja, könnte man sagen, es ist aber ein tausend Seiten Roman in einem Schuber, bei „Suhrkamp“ erschienenen, fünf Bücher darin und steht auf der Bloggerdebutliste und Robert Huez hat mir vorige Woche im Literaturhaus davon erzählt.

Nud gut,  nun gut, der Kellersaal füllte sich und man sah Johannes Tröndle, den Moderator und den jungen Autor und der hatte seine fünf Bücher vor sich liegen und las aus jedem ein Stück daraus.

Der Aufhänger ist Fukushima und das Atomuglück dort, 2011. Da steht ja auch eines aus der Buchpreisliste, das davon handelt und Philipp Weiss erzählte Johannes Tröndl, daß ihn Japan schon immer interessier hat, mich auch füge ich an, so bin bich ich einmal zehn Thage dorthin gefahren.

Philipp Weiss hat hat ein tausend Seitenprojekt daraus gemacht, das mit der Weltausstellung in Wien Ende des vorvorigen Jahrhunderts beginnt. Dorthin reist eine Frau, die ein Trauma von der Pariser Kommune hat. Sie reist auch nach Japan und stirbt dann in den Alpen. Ihr Skelett wird erst hundertdreißig Jahre später oder so gefunden und ein anderes der fünf Bücher, die immer von einem der Protagonisten in einem anderen Stil geschrieben sind und in einem Schuber stecken,  handelt von ihrer Urenkelin. Die hat auch einen Freund, der beschreibt Buch drei und wandelt durch die Gechlechter, denn Transgender ist ja jetzt modern und dann kommen wir zu der 2011- Katastrophe, das hat ein kleiner Junge knapp überlebt und der spricht seine Erfahrungen in ein Tonband  und ein Manga, von  Raffalela Schöbitz gezeichnet  gibt es auch.

Die hatte auch eine Ausstellung im Zeitschriftensaal und nach der Lesung konnte ich auch hinaufgehen und mir die Zeichnungen ansehen. Es gab Wein und Knabbereien. Ich habe mich lange mit einem Peter unterhalten. Ansonsten die meisten der  vielen Besucher nicht gekannt und ein sehr interessantes Jahrhundertbuch kennengelernt, mal sehen, ob es auf die Blogger-Debutpreisliste kommt, dann hätte ich sehr viel zu lesen, aber wahrscheinlich würden die anderen Mitjuroren da nicht mitmachen.

2018-09-18

Wieder in die alte Schmiede

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:11
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Die vierundvierzigste literarische Saison der „Alten Schmiede“ wurde gestern mit Peter Hensich eröffnet. Aber den habe ich ja schon bei den O-Tönen gehört und außerdem um sechs eine Stunde, also lieber in das Literaturhaus hetzen und zu spät kommen, habe ich gedacht und dann zweimal Diagnostik gehabt und außerdem bin ich verkühlt, so daß ich die Veranstaltung ausgelassen habe und erst heute trotz Verkühlung in die „AS“ gegangen bin, wo auch zwei Bekannte lasen.

Erwin Einzinger und Ilse Kilic. Mit Erwin Einzinger habe ich mich einmal in Krems während einer „Literatur und Wein-Veranstaltung“ sehr intensiv unterhalten, dann den „Kirgisischen Wester“ bei einem Literaturhaus-Flohmarkt gekauft, aber noch nicht gelesen und er war auch bei dem H. C. Artmann Festival der Breitenseer Lichtspiele, wo er seine Stücke gelesen hat, die etwas später in den „Manuskripten“ erschienen sind, die ich ja trotzdem noch bekommen habe, obwohl mir die freundliche Bürodame dort ja schon eine Abkündigung meines „Stadt Wien Abos“, das es seit 2012 nicht mehr gibt, schickte.

So geht es mit der Literatur, sie läßt einen nicht los, mich jedenfalls und der 1953 in Kirchdorf an der Krems geborene, ehemalige Lehrer hat gerade auch bei „Jung und Jung“ ein neues Buch herausgebracht, ist also vielleicht der neue Quotenmann, das sich „Arabesken“ nennt, also wieder geschwungene und verwickelte Kurzformen enthält, von denen die längste gerade zwei Seiten lang ist und Erwin Einzinger betonte auch im Gespräch mit Annalena Stabauer, das Salzburg, also der Meister damit keine Freunde gehabt hätte, weil man nicht Roman darauf schreiben könne. Da hätte er nur geseufzt, hat der Lektor dem Autor gesagt und ich denke, die Verlage sollten die Leser nicht so verarschen. Denn allmählich kriegen die ja auch heraus, was ein Roman ist und was nicht und nicht jeder zwischen zwei Buchdeckel gepresste Text ist ein solcher, auch wenn die Leute angeblich oder tatsächlich für die Nichte oder die Oma zu Weihnachten lieber einen Roman als einen Gedicht- oder Erzählband kaufen würden.

Sie würden es, denke ich, die ich gerade mein siebentes LL-Longlistbuch und das dritte der Shortlist und das obligatorische von „Jung und Jung“ gelesen habe, dann auch nicht lesen und der Autor schien es im Gespräch Annalena Stabauer mit seinen verschlungenen Antworten auch nicht gerade leicht zu machen, es war aber interessant daraus zu hören und vielleicht kommt das Buch einmal zu mir, obwohl ich  derzeit noch etwa dreißig Neuererscheinungen auf meiner Leseliste habe, die ich vorher lesen will und alles steht ja nicht auf den Buchpreislisten, obwohl es ja nachweislich sehr sehr viele schöne neue Bücher gibt.

Die zweite Autorin ist eine noch ältere Bekannte, obwohl an Jahren jünger, wurde Ise Kilic erst 1958 in Wien geboren und ich kenne sie, seit ich in der GAV bin, da weiß ich immer noch nicht so genau, ob das jetzt 1986 oder 1987 war. Ich glaube aber 1987, denn 1986 habe ich zwar auch schon eingereicht, wurde aber zurückgestellt. Damals war sie Sekreärin dort und hat mich zu der Anti-Waldheim-Lesung ins NIG Hörsaal I eingeladen und dann bin ich immer wieder zu ihren Veranstaltungen oder zu den GAV-Sitzungen gegangen. Sie war ja auch in der Schreibegrupppe, hat „Das Wort als schöne Kunst betrachtet“ auch einmal in der „AS“ vorgestellt, denn sie publiziert trotz dem fröhlichen Wohnzimmers bei „Ritter“ und hat da jetzt „Das buch in dem sie Kontakt aufnehmen“ vorgestellt und das ist sehr interessant, denn da kommunziert die Autorin mit ihren Figuren. Einer ihrer Leser sagte ihr einmal, daß er mehr von einer Figur, die mit den sechs Finger hören wollte. So ließ sie die Monika M-ondschein Tretboot fahren und ein Fünf- oder Sechsfingerkraut gibt es auch  und interessant finde ich dabei, daß ich, obwohl ich ja nachweilich nicht experimentell schreibe, das höchsten die fünfundachtzigjährige demente Maria Mattuschek plötzlich tun lassen, so etwas ähnlich mit der Magdalena Kirchberg auch versuchte. Denn die schreibt ja einen Roman, beziehungsweise will sie das und schreibt in das Internet ihre Schreibschritte hinein.

Die „Alte Schmiede“ war recht voll mit Bekannten und Unbekannen, die neue literarische Saison hat begonnen, es gibt wieder Veranstaltungen, Bücherberge im Badezimmer und den eigenen neuen Roman mit dem ich über das Netz auch mit meinen Lesern kommunizieren will, was mir aber bis jetzt nicht sehr gelingt.

2018-07-09

Von den Experimentellen ins Kino unter Sterne

Ich würde im Sommer ja gerne von Donnerstagabend bis Dienstagfrüh in Harland bleiben, aber manchmal will der Alfred früher zurück und so bin ich heute schon am Vormittag nach Wien zurückgekommen, wo ich Zeit zum Korrigieren hatte und bin am Abend noch einmal in die „Alte Schmiede“ gegangen, wo es dann gar nicht so experimentell, wie erwartet war.

Hat doch Annalena Stabauer die neuen Bücher von Florian Neuner und Peter Pessl vorgestellt und interessant war dabei, daß bei Autoren Stadt Wien Stipendiaten war, so daß ich sie schon im MUSA hörte und der 1972 in Wels geborene Florian Neuner, der die Zeitschrift „Idiome“ herausgibt und der Gerhard Jaschke heuer auch nach Leipzig begleitete, berichtete in „Drei Tote“ eigentlich über etwas erstaunlich Realistisches, nämlich über das Älterwerden und das Sterben, den sozialen Rückzug und den körperlichen Verfall von drei Künstlerpersönlichkeiten, einen Bildhauer, einem Musiker einem Dichter oder Dichterin, er tut das aber auf höchst experimentelle Art, also nicht erzählend oder die Erzählung von hinten aufgezähmt, wie Annalena Stabauer in ihrer Einleitung erläuterte, dann war es aber interessant von den mit Bücher und Zetteln übervollen Wohnungen und damit ist, glaube ich, gar nicht Friederike Mayröcker gemeint und den Mäusen, die die Bücher zerfressen zu hören, während der Komponist Probleme mit dem Alkohol hat und die Bildhauerin, das war, glaube ich, eine solche, das Künstlerhaus nur mit den Füßen nach vorn verlassen will, den Namen und biografische Daten kommen in einem experimentellen Text, wo sich das ich vom wir abhebt natürlich nicht vor, trotzdem habe ich mir Florian Neuner nicht so verständlich vorgestellt und Peter Pessls „Mamamaus Mandzukic habe ich auch schon im Musa gehört. Damals konnte man sich, glaube ich, die Zeichnungen mitnehmen.

jetzt wurden sie an die Wand projeziert und der  1963 in Frankfurt am Main Geborene, der früher gern bei meinen „Tag der Freiheit des Wortes-Veranstaltungen“ gelesen hat, las aus seinem ersten Zaubermärchen, wo es ins Lalalager Ravensbrück geht und von einem Politiker die Rede ist, der erklärt, daß man sich noch wundern würde, also auch höchst aktuell das Zaubermärchen, von der Wiesenprinzessin und im Gespräch erklärte Peter Pessl, daß er in seinem Schreiben, immer von einem Buch zum nächsten kommt, als die sich wunderte, daß seine früheren Bücher, beispielsweise die über den Hymalaya ganz anders waren. Aber in dem über Rom, das ich, glaube ich, auch schon in der AS hörte, gibt es schon so eine Zaubermaus oder Ratte und jetzt hat er die Idee weiterentwickelt und Märchen deshalb weil man damit sehr viel ausdrücken und jedes Thema bearbeiten kann.

Die experimentelle Szene Linda Christanell, Dieter Sperl, Ilse Kilic, Fritz Widhalm und und im Publikum und nachher habe ich geschwankt, ob ich nach Hause oder auf den Karlsplatz gehen soll, denn das Kino unter Sternen gibt es ja heuer wieder am Karlsplatz und da hat es zwei interessant klingende Kurzfilme geben, den einen über den letzten Tag der Firma Stasny, den anderen über Spar-Lehrlinge, die „Romeo und Julia“ aufführen, so daß ich mir das auch gegeben habe und von der experimentellen Literatur zur Kreaitivität für alle gekommen bin.

2018-07-04

Lebenslange Sommerlesereihe

Die Sommerlesereihe der Literaturzeitschrift „Podium“, im Cafe Prückl, beziehungsweise in der „Alten Schmiede“ gibt es seit 1993.

Damals hat sie Claudia Erdheim eingeführt und zehn Jahre gemacht, dann kam Christa Nebenführ und organisierte und moderierte  bis heuer, denn im nächsten Jahr hat sie bei der Eröffnungsveranstaltung in der „Alten Scmiede“ angekündigt, wird es Birgit Schwaner übernehmen, die eher experimentelle Autorin, die, ich erst am Freitag im Amerlinghaus hörte und die mich immer freundlich grüßt und das heurige Motto, das den ganzen Monat jeweils am Dienstag und am Freitag meistens im Cafe Ürückl nur am Schluß wird im Cafe Florianihof gelesen, durchgeführt wird, heißt „lebenslang“.

Voriges Jahr war es das „Glück“, vor zwei Jahren war es „Literatur und Arbeit“, „unsterblich“, das Pendat ist es auch einmal gewesen, „Schlaf“ und die „Zahl 40“ und und und…

Ich bin weil ich ja bis vor zwei Jhren im sommer immer Sommerfrische in harland bei St. Pölten machte und nur Montag und Dienstag in Wien war, meistens nur zur Auftaktveranstaltung gegangen und habe auch ein bißchen Schwierigkeiten mit Christa Nebenführ, die mir ja einmal sehr deutlich sagte, daß ihr meine Texte nicht so gefallen würden.

Seit dem die Sommerfrische aber nur mehr aus verlängterten Wochenenden besteht, habe ich angefangen auch ein bißchen ins Cafe Prückl zu gehen, so war ich vor zwei Jahren glaube ich einmal und im letzten Jahr jeden Dienstag dort, heuer weiß ich es nicht so recht, weil es ja wieder das Filmfestival am Karlsplatz gibt und ich gesehen habe, daß ich am nächsten Dienstag bis acht Stunden habe und da würde ich zu spät kommen, während es sich für den Karlsplatz ausgeht.

Lebenslang also ein interessantes und auch sehr allfassendes Thema und zur Auftaktveranstaltung hat Christa Nebenführ in die „Alte Schmiede“ Ljuba Arnautovic, Harald Darer und Barbara Keller eingeladen und sagte, in ihrer Einleitung, daß sie heuer jeweils ihren persönlichen Bezug zu den lesenden Autoren nennen würde, im letzten Jahr hat sie, glaube ich, gesagt, um wieviele Jahre sie jünger oder älter als die Autoren ist.

So erzählte sie also, daß sie mit Ljuba Arnautovic in der Autorenwohnung am Grundlsee war, dort mit ihr sehr viel spazieren gegangen ist und sie ihr dabei die Handlung ihres kürzlich erschienen Romans, der eigentlich die Geschichte ihrer Familie ist, erzählte.

Da war ich ja bei der Präsentation in der „Gesellschaft für Literatur“ und die 1954 in Russland geborene Autorin hat so ziemlich dieselben Stellen, wie damals aus ihren Debut „Die Verborgenen“ gelesen, nämlich die mit den Kleidern an der Donau und den Besuch der Polizisten bei der alten Frau und dann noch die, wo die Brüder am 12. 2. 1934 auf ihre Eltern warteten und das war für mich, die ich das Buch ja noch immer nicht bekommen habe, sehr interessant und bei den O Tönen, das kann ich gleich verraten, wird Ljuba Arnautovic auch lesen und auf der Debutpreisliste steht sie auch. Vielleicht kommt sie da auf die Shortliste, da kann ich dann das Buch nochmals anfragen oder bekomme es als PDF zur Verfügung gestellt.

Harald Darer habe ich glaube ich in der „Kolik- Lounge“ im Schauspielhaus kennengelernt und von ihm „Herzkörper“ gelesen, sowie mir einmal bei einem Literaturhausflohmarkt „Schnitzeltragödie“ gekauft, aber noch nicht gelesen.

Christa Nebenführ hat einmal eine Rezension, ich glaube, über sein erstes Buch geschrieben und gelesen hat er aus einem Manuskript der „Blaumann“, wo es um eine Arbeitersiedlung, die nach Ungarn verlegten Fabriken und den ersten Mai geht und ein Text, der mich wieder einmal im Stil und der Machart an Thomas Bernhard erinnerte.

Die letzte Leserin, die 1944 geborene ehemalige Deutschlehrerin Barbara Keller, war einmal Schülerin bei Christa Nebenführs Schreibwerkstätten und hat 2016 den „Alois Vogel- Preis“ mit der Geschichte „Seine Geschichte“ gewonnen, wo es um einen Flüchtling geht, der seine Geschichte an Hand der Erlebnisse und der Toten mit denen er mit einem Schlauchboot über das Meer gefahren ist, immer wieder auf andere Art und Weise erzählt.

Sehr interessantder Auftakt zum Sommerlesen oder Sommerhören. Das Programm der anderen Juliveranstaltungen habe ich mir mitgenommen und bin nun gespannt zu welchen Lebenslang – Lesungen ich diesen Sommen  kommen werde.

2018-06-28

Zweimal Veränderung in der Alten Schmiede

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:30
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Nach dem gestrigen Gedenken an H. R. Ungar waren heute im Schmiedesaal die Buffettische wieder weggeräumt und Markus Köhle hat am Lesepult Pltz genommen und zwei Autorinnen mit ihren neuen Büchern vorgestellt.

„Bischkek, Istanbul, Brunnenmarkt Wien und fremde Beziehungswelten“, steht im Programm geschrieben, vorgestellt hat er Daniela Emmingers neues Buch „Kafka mit Flügel“, als Liebesroman, Reiseroman, Horror, Thriller, Science Fiction und ich habe sicher noch einiges vergessen bei der euphorischen Beschreibung, war auf das Buch aber sehr gespannt, denn es ist ja meine drittes Emminger-Buch aus dem ich hörte, habe ich doch sowohl „Gemischter Satz“, weil es auf der östListe stand gelesen,„Die Vergebung muß noch warten“, entweder im „Wortschatz“ gefunden, wenn ich es mir nicht doch beim Adventflohmarkt in der Grünangergasse gekauft habe und das frühe Ritter-Buch, „Leben für Anfänger“ auch ein Bücherschrankfund, liegt in meinem Badezimmer und steht auf meiner heurigen Leseliste, aber ob ich das Lesen schaffen werde?

Das hochgelobte neue Buch ist jedenfalls sehr dick und handelt, wie Markus Köhle weiter erklärte, von Veränderungen und Verwandlungen.

Gibt es da ja eine Tierärtzin, die große Verluste erleidet, so daß sie sich, um sich nicht umzubringen, auf die Suche nach einem kirgisischen Freund, einem Schmetterlingsforscher begibt, sie reist nach Kirgistan und da passierten seltsame Dinge, werden da doch die Seelen der Schmetterlinge transformiert und verwandelt und das wäre meine Assoziation zu Kafka, der ja eigentlich sonst nicht vorkommt.

Daniela Emminger hat drei Szenen vom Anfang der Mitte und den  Schluß gelesen, wie das Buch ausgeht, aber natürlich nicht verraten, sondern in der Diskussion erzählt, daß sie über Verluste schreiben wollte, sich dazu nach Kirigistan, dem ihr fremden Land begeben hat und da ist dann die Geschichte entstanden, an der sie drei Jahre gearbeitet hat.

Die mir bisher unbekannte Anna  Herzig, die in der Nähe des Brunnenmarkts lebt und 1987 geboren wurde, hat, glaube ich auch drei Jahre an ihrem „Sommernachtsreigen“ gearbeitet und das ist eine Dreieckesgeschichte, eine Frau, ihr Mann und ihr Liebhaber und die Frau, die Erzählerin namens Johanna, träumt von Istanbul, während die Geschichte ihren Ausgangspunkt an der Bus- oder Straßenbahnhaltestelle beim Brunnenmarkt hat.

Anna Herzig hat sich auch durch das Buch, das eine Liebeserklärung an Wien ist, gelesen und anfangs viele Fragen gestellt, beziehungsweise vorgelesen.

„Wie heißt du?, wo kommst du her und kannst du diesen Kredit zurückzahlen,etcetera“ und einer der Helden kauft sich auch viele Kartenspiele und vieles andere passiert auch in dem Buch, in dem sich die Personen verändert und, wie bei Schnitzler sich offenbar auch in einem Öiebesreigen ergehen.

Und so habe ich diese Woche außer zwei junge Männer auch zwei Autorinnen persönlich kennengelernt, wobei ich von der 1975 geborenen Daniela Emminger schon zwei Bücher gelesen habe.

2018-06-27

Vom Doml zur Ungar-Gedenklesung

Wieder einmal Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropaische Literatur zum Utopie-Workshop und zum letzten Mal in diesem Semester, die letzten zwei Male hat ja Stephan Teichgräber dessen einzige Zuhörerin ich inzwischen bin, abgesagt und diesmal haben wir uns endlich einmal ein bißchen mit Jewgenij Samjatins „Wir“ beschäftigt, was ein sehr interessanter Text ist, kein Roman, sondern die Tagebuchnotizen eines Mathematikers, der sich mit dem „Integral“ beschäftigt und das dritte in der Ausschreibung angebebene Buch „Die Stadt der Katzen“ haben wir vollends ausgelassen, weil ich über das Buch im Internet nicht viel gefunden haben, vom Samjatin habe ich mir etwa hundert Seiten ausgedruckt und nicht gelsen, das gebe ich zu, daß ich da derzeit mit meiner Leseliste beschäftigt bin und wenn ich nicht sehr aufpasse, mir wahrscheinlich heuer das dopppelte Buchpreislesen abschminken werde könne und ich kann, glaube ich, nicht sehr aufpassen, habe ich mir ja gerade vorhin zwei Rezensionsexemplare bestellt und heute auch zwei andere bekommen habe.

Ich habe mich aber zumindest theoretisch mit der utopischen Literatur beschäftigt, bin da daraufgekommen, daß Margaret Atwoods „Report der Magd“ ein solcher ist und Karin Peschkeas „Atolyse Wien“ die Geschichten vom Untergang Wiens, ist zwar nicht utopisch, aber zumindest eine Utopie und Stephan Teichgräber hat sich für das Buch, das ich heute in den Workshop mitgenommen habe, auch sehr interessiert.

Ansonsten haben wir uns über Hüseyn Simek, der ja auch auf Zaza schreibt, eine Sprache, die Stephan Teichgräber lernen wollte, unterhalten und noch über den einen oder anderen literarischen Gegenstand und am Abend bin ich in die „Alte Schmiede“ zu einer Veranstaltung gegeangen, die ich eigentlich schon woanders gehört habe, nämlich zur Präsentation der bei „Mandelbaum“ erschienene Gedichtesammlung „Die Freiheit des Vogels im Käfig zu singen“, des am 12. 2. verstorbenen Heinz R. Ungars, die ja im Rahmen der Krit Lit im Weinhaus Sittl vorgestellt wurde.

Das Todesdatum des 1938 geborenen höchst politischen Dichters ist eigentlich ein sehr schönes und würde Hein R. Ungar wahrscheinlich nicht auf Thomas Bernhard sondern auf die Februarkämpfe beziehen und während im Weinhaus Sittl das Sturmgewitter sang und Ottwlad John performierte, hat Kurt Neumann diesmal Weggefährten und auch junge Dichter die einen Bezug zu Hein R Ungar haben, eingeladen zwei bis drei Gedichte aus der Sammlung vorzugtaagen und so sind Peter Rosei, Marie Therese Kerschbaumer, Gerhard Jaschke, Gerhard Ruiss, Ilse Kilic, Christine Huber, Wilhelm Pevny, Konstatnin Kaiser, Michael Hammerschid bis hin zur Cornelia Travnicek aufgetreten und haben an den berühmten Dichter erinnert, der vorher selbst das Wort hatte, nämlich einen Auschnitt aus seiner 2006 gehaltenen Schmiede-Lesung auf der Videowall gab, da ist ein schönes Bonmot haften geblieben, das dann von Peter Rosei wiederholt wurde.

„Es ist uns noch nie so gut gegangen, wie jetzt“, sagten die Gänse kurz vor Martini“.

Wie wahr und wenn wir nicht aufpassen ist es jetzt vielleicht schon wieder fünf vor zwölf und da macht es wenig Sinn sich darüber zu streiten, ob man einen Zweigelt trinken darf,  weil der Herr Zweigelt, der diese Rebensorte entdeckte, offenbar ein bekennender Nazi war.

Georg Herrnstadt hat noch drei Lieder gesungen und im Anschluß gab es ein vom „Mandelbaum“ gestiftetes Buffet mit besagter Rotweinsorte, Krautrouladen, Ravioli, Brötchen, Kuchen und und…..

Sehr fein also und auch viele Gespräche mit bekannten Gesichtern, Dine Petrik war da, Ottwald <john, Werner Grüner und sogar Silyia Bartl, die früher lang lang ists her, das Programm im Literaturhaus machte und mich von dort hinausgeschmissen hat und es war sehr berührend an den toten Schöpfer der Proletenpassion und vielen anderen sehr politischen Liedern zu denken und an ihm im Gedenken mit oder ohne Zweigelt anzustopßen.

2018-06-14

Ilse Tielschs Kindheitserinnerungen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:19
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Die  1929 in Mähren geborene Ilse Tielsch wurde mir, glaube ich, in den Neunzehnhundertsiebziger Jahren von Valerie Szabo vorgestellt oder hat sie mich, die ich ja damals literarisch entdeckt und gefördert werden wollte, ermutigt, ihr einen meinen Texte zu schicken?

Seither grüßt mich die alte Dame immer freundlich, wenn wir uns bei einer Literaturveranstaltung sehen, es gab ja eine Lesetheaterveranstaltung im Literaturhaus und einige ihrer Bücher, die meistens von ihrer mährischen Geschichte handeltn, habe ich auch in den Schränken gefunden, aber leider leider noch nicht gelesen.

IlseTielsch schreibt auch Gedichte, leitete Johanna Öttl heute die Vorstellung ihres dünnen bei „Atelier“ wieder aufgelegten Büchleins „Das letzte Jahr“ in der „Alten Schmiede“ ein. Sie ist, glaube ich, auch Mitglied des Literaturkreises Podiums.

Heute wurde aber ein kleiner Roman von ihr vorgestellt, denn je älter man wird, erklärte die Autorin freundlich, desto mehr kommen die Kindheitserinnerungen hoch und  so hat die heutige Lesung eigentlich gänzlich unbeabsichtig zu meiner gegenwärtigen Lektüre gepasst.

Denn da habe ich ja kürztlich „Wien 1938“, das Buch zu achtzig Jahre Anschluß gelesen und lese derzeit einen Oldie von meiner Backlist nämlich Arnost Lustigs „Deine grünen Augen“ und das ist ein 1926 in Prag geborener jüdischer Autor, der damit wahrscheinlich seine KZ- Erlebnisse verarbeitet und dazwischen liegt das Jahr 1938 in dem kleinen mährischen Städtchen in dem die neunjährige Arzttochter Elfi in die deutsche Schule geht und sich wundert, daß man dort vom Heimatland Böhmen singt, denn wo das ist und ob das am Meer liegt hat die Kleine noch nicht gehört und trotzdem bahnen sich in dem Städtchen, wo die deutschen Kinder ganz selbstverständlich mit den tschechischen und den jüdischen befreundet sind, obwohl sie in verschiedene Schulen gehen, weil sie die verschiedenen Sprachen erlernen wollen, Veränderungen an, die das Kind nicht gleich versteht.

„Es ist kein autobiografischer Roman, obwohl es alle Personen real gegeben hat!“, hat Ilse Tielsch freundlich vor ihrer Lesung erklärt und ich habe wieder mal „No na!“ gedacht und auf Johannas Öttls abschließende Frage, wieso die Autorin auf die Erzählpersepektive des neunjährigen Kindes gekommen ist, nur gelächelt.

Während Ilse Tielsch fast empört geantwortet hat, weil sie damals neun Jahre war und das die Erlebisse ihrer <kindheit waren, wie da das tschechische Dientmädchen in der Küche mit den Töpfen klapperte und der national eingestellte Zahntechniker, der offenbar mit ihr befreundet war,  der Kleinen sagte, daß sie eine deutsche Frau werden würde, die dem Führer viele deutsche Kinder schenken würde, während die energische Mutter, die weiterhin energisch zu den tschechischen und jüdischen Händler einkaufen ging, obwohl man das plötzlich nicht mehr machte, ihn aus der Jüche verwies und die kleine Elfi gar nicht daran dachte zu heiraten und wenn, dann würde sie ihre Kinder bestimmt nicht irgendeinen Führer schenken.

Aber beim Fronleichnamszug, wo sich offenbar alle Frauen dafür neue Hüten kauften, wurden die plötzlich entweder beim deutschen oder beim tschechischen Hutmacher bestellt und die jüdische Freundin Lilly, die, die tschechische Schule besuchte, war plötzlich verschwunden und keiner erklärte Elfie warum.

Sehr interessant, das Buch, das Thema und die Vergleiche, die Ise Tielsch mit der heutigen Zeit zog, wo sich wenn man nicht aufpasst, vielleicht auch wieder etwas anbahnt, das nachher niedmand gewollt hat.

Der Saal war voll von vorwiegenden älteren Leuten, die wahrscheinlich zu Ilse Tielschs Bekanntenkreis zählte, Dietmar Grieser, Hilde Schmölzer habe ich gesehen, aber auch ihre Enkeltöchter waren da und nachher entfachte sich eine hietzige Diskussion, die zeigte, wie präsant das Thema des Neben- oder miteinander Lebens der verschiedenen Nnationen ist und, daß man auch da wohl sehr aufpassen muß, um nicht in Streit zu geraten.

2018-05-07

Zerissenheit und Spannung

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Michael Köhlmeier

Michael Köhlmeier

Jetzt ist es sich doch noch für den dreizehnten Abend des heurigen Poliversale-Festival ausgegangen, zu zwei Drittel jedenfalls, das erste Drittel zu Hertha Kräftners neunzigsten Geburtstag habe ich versäumt, obwohl mich Dine Petrik, die ihre Gedichte gelesen hat, extra dazu eingeladen hat und meiner natürlich höchst unliteraturwissenschaftlichen Meinung nach, waren es höchstwahrscheinlich, die einzigen Gedichte dieses Abends.

Denn Petra Ganglbauers experimentelle Textmontagen würde ich eigentlich, die ich ja immer noch von Gerald Bisingers Gedichtvariantion „Ich sitze im Zug, trinke ein Glas Rotwein und denke an Karl August“, die ja eigentlich auch keines ist, begeistert bin, nicht für ein solches halten.

Sie hat aber bei „Art und Science“, wo ich wegen unserer „Kunst im öffentlichen Raum-Spontantete“ jetzt auch hingeschrieben habe. Mal sehen ob eine Antwort kommt, einen Band „Zur Lage“ herausgebracht und den hat Kurt Neumann sehr genau erkäutert. Es gehe um drei Zyklen, einen terristischen, einen sprachlichen und einen extratertrestrischen. Er erzählte noch etwas von zwei Erzählstimmen und  Listentexten und Petra Ganglbauer, deren „Wasser im Gespräch“, ich ja gelesen habe, begann mit ihten Wortlisten zum Thema Flucht, Vertreibung und Entgrenzung, ein Thema, das sie, wie sie im anschließenden Gespräch erläuterte, schon sehr lange verfolge und da setzte es dann die Listen in allen ihren Varianten und Widerholungsformen.

„Windel –  Wiege – Ursprung“ – „Hautgrenze- Sprachgrenze, Bewegungsgrenze….“.- und so weiter und so fort, bis es zum zweiten Teil, der sprachlichen Begrenzung ging und im dritten extraterrestischen, ging es dann astronomisch zu und um ein Buch und dessen leeren Seiten mit dessen Inhalt sich der Leser auseinanderzusetzten hat, ging es in irgendeinen dieser Teile auch und schade, daß ich in das Bändchen nicht hineingeschaut habe, da es dort, wie Kurt <neumann um Großschreibung und graphische Gestaltung ging, die man beim Lesen natürlich nicht so hören konnte, obwohl Petra Ganglbauer deutliche Zeichen setzte, die  für mich aber nicht so leicht zu erkennen waren.

Dann ging es in den Keller zum Doyen, der österreichischen Gegenwartsliteratur, wie ich Michael Köhlmeier fast bezeichnen möchte und den, den großen habe ich schon heute morgen im „Leporello“ gehört. Da ging es um ein Hörspiel und, daß „Ein Vorbild für die Tiere“, sein zweiter bei „Hanser“ erschienenener Gedichtband ist, habe ich, wie ich gestehen muß, erst bei der Veranstaltung mitbekommen, bin aber immer noch der Meinung, daß es keine Gedichte sind, die Michael Köhlmeier da vortrug, obwohl Kurt Nneumann in seiner Einleitung von verschiedenen Textformen in Strophen und sogar in Sonettform sprach.

Da habe ich wohl etwas verschlafen oder überhört, denn für mich waren es Prosatexte, die die Erzählstimme Österreichs, Antonio Fian hat da, glaube ich, einmal ein Dramulett geschrieben, wo Michael Köhlmeier das Telfonbuch verliest, da vorgetragen hat und der Titel des Bandes, stammt aus einem Text namens „Der Idiot“.

Der Lektor hat dann fünf Kapitel, die alle Tiernamen tragen, daraus gemacht und interessant ist auch die Entstehungsweise, die Michael Köhlmeier im anschließenden Gespräch freimütig äußerte. Er setzt sich in den Zug oder in den Park, nimmt den Bleistift, übt  das freie Schreiben und da,s was dann herauskommt, bearbeitet er, solange bis ein Gedicht entsteht, während er bei seine Romanen und Erzählungen anders vorgeht.

Interessant, habe ich gedacht, da habe ich doch bisher immer gehört, daß Gedichte ganz anders entstehen, aber Michael Köhlmeier ist wahrscheinlich kein Lyriker und sprach auch selbst beim Vorlesen von „Prosagedichten“, mit denen er offenbar auch Schwierigkeiten hatte, denn nach einer Weile des Lesens hat er sich selber unterbrochen und sich fortan selber kommentiert.

Das Publikum das aus einer Reihe von älteren damen bestand, gefragt, ob er die Texte nicht zweimal lesen solle, die begeistert nickten, Rainer Kunze tut das auch, ist aber wahrscheinlich der reinere Lyriker und so schwer verständlich waren die Prosatextsammlungen meiner Meinung nach auch nicht, schienen Michael Köhlmeier aber teilweise, wie er sich kommentierte, selber zu beglücken uind er erzählte dann immer wieder etwas ihm faszinierendes dazu.

Für mich waren zwei Passagen besonders eindrucksvoll, das „Der Roman“ genannte Gedicht, eigentlich eine Shortstory. wie Kurt Neumann erläuterte.

„Echt wahr!“, sagte der Dichter und Kurt Neumann verwies auch auf den Blues, etwas, das ich nicht nachvollziehen konnte.

Beindruckt hat mich aber der Text, da schickt ihm ein elfjähriges Mädchen den Roman seiner Mutter und bittet ihm, den berühmten Dichter, dafür einen guten Verlag zu suchen.

„Wow!“, hätte ich da gedacht.

„So eine Tochter müßte man haben, wo bekommt man eine solche Tochter her?“, vielleicht war das Erlebnis autobiografisch und heute habe ich auch eine Doko bei „You Tube“ gesehen, wo zwei Hartz IV Empfänger gemobbt wurden, weil der ältere gerne mit den Kindern der Siedlung spielte und ihnen auch mal ein Eis einkaufte, Es wurde dann gleich eine Azeige wegen sexuellen Miußbrauc hdrauras und einen solchen Prosatext hat Michael Köhlmeier auch geschrieben.

Es folgten dann auch, noch zweimal gelesen, „Drei Eindrücke“, die der weißen Männerhaut auf weißen Laken, die der Knien der osteuropäischen Freuen und das Vogelschwingen bei Richard Ford kam dann auch noch vor.

Ein sehr interessanter Abend der lyrischen Kontraste, habe ich dann zu Petra Ganglbauer gesagt, die sich freute, daß ich doch kommen konnte.

Ein anderer hätte die Köhlmeier Lyrik vielleicht kitschig emfpunden, die Damen im Publikum waren aber, glaube ich, begeistert und Petra Ganlbauers Lyrik war mehr experimentell und Hertha Kräftner habe ich versäumt, obwohl sie Dine Petriksicherlich emphatisch vertreten hat, kann sie aber, da ich in Harland ein paar iherer Bände habe, jederzeit nachlesen.

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