Literaturgefluester

2021-10-18

Von Frankfurt über Zürich nach Wien und wieder zurück

Heute war ein wichtiger Tag, denn in Frankfurt wurde im Römer am Vorvorabend der Buchmesse, die heurige Gewinnerin des deutschen Buchpreises bekanntgegeben, und das war für eine wie mich, die ich seit 2015 ja sehr fleißig die Longlist lese, äußerst spannend, obwohl meine Leser wissen es, das Lesen trotz Corona-Veranstaltungssperre äußerst langsam weitergeht.

So ganz langsam auch wieder nicht, liebe Kritiker, bin ich ja schon beim vierzehnten Longlist und vierten Shortlistbuch und konnte daher schon einige Prognosen, beziehungsweise einen Wunschtip abgeben, da ich die Antje Ravic Strubel und den Thomas Kunst noch nicht gelesen habe, war Mithu Sanyal meine Favoritin, meine Shortlist würde von den vierzehn bis jetzt gelesen noch aus vier Frauen, nämlich der Monika Helfer, der Dilek Güngör, der Dana Grigorcea und am Schluß mit einigen Fragezeichen, weil vielleicht doch ein bißchen agressiv aus Shida Bazyar bestehen.

Aber wie wird die hehre Jury entscheiden, die diesmal aus Knut Cordsen, Bettina Fischer, Anja Johannsen, Richard Kämmerlings, Sandra Kegel, Beate Scherzer und Anne-Catherine Simon bestand? Schwer zu schätzen.

Den Thomas Kunst wahrscheinlich nicht, weil zu experimentell, die Monika Helfer vielleicht zu österreichisch, der Norbert Gstrein hat schon den Öst mit seinen Vorbuch bekommen und da die erste Seite des neuen Buchs vorlesen lassen, der Christian Kracht vielleicht, der sich ja von der Schweizer-Liste wieder nehmen ließ oder Antje Ravic Strubel, wie sich ja einige wünschten und die gehört ja auch zu den diversen jungen Frauen auf der Liste und die Identität als thema wurde gleich im Römer von der Moderatorin Cecile Shortmann betont. Dann trat Ina Hartwig auf die Bühne und sprach als Frankfurter Politikerin ihre Grußworte, dann kam die Börsenvorsteherin Karin Schmidt-Friedich, alles Powerfrauen und der Schauspileer, der jeweils die erste Seite aus den sechs Büchern las.

Ein Kurzfilmchen gab es auch und war schon früher im Netz zu sehen. Je ein Juror sagte etwas über das Buch. Man sah die Autoren mit Abstand und teilweise mit Maske im Publikum sitzen, hundertsechzig Personen waren, glaube ich, zugelassen. Dann kam die Vorsteherin und verkündete, wer es gworden ist.

Nicht „Identiti“, aber Antje Ravic Strubels „Blaue Frau“, vielleicht trug Cecile Shortmann deshalb ein blaues Buch. Das Buchcover ist ja rot und war auch das einzige der sechs, was noch in meinem Badezimmer lag. Ich trage die gelesenen Bücher ja immer nach Harland und den Kunst habe ich in meinem E-Book Ordner.

Also Gratulation und während die geladenen die zwei Gs Geselligkeit und gute Lune beim Buffet fröhnten, swichte ich kurz nach Zürich oder zum „Diogenes Bloggertreffen“, denn da stellte Susanne Bühler und ihr Team das neue Programm vor. Da man das in Frankfurt heuer vielleicht nicht so machen kann. Ich bin kurz geblieben, weil es in der „Alten Schmiede“ wieder ein „Dicht-Fest“ gab und da stellte Peter Paul Wiplinger seine letzten beiden Gedichtbände vor,die ich zwar beide schon gelesen habe, er hat mich aber reundlich eingeladen und eines davon gehört zu den besten Lyrik- Bänden, das ich dieses Jhr gelesen habe und die Beschäftigung mit dem „Tabu Tod“ des Autors und das Outing seiner Krebskrankung ist ja sehr beeindruckend und das war auch die Bandbreite des heutigen „Dicht-Festes“, das wieder von Johannes Tröndle moderiert wurde.

Zuerst hat die mir unbekannte, 1983 in der Türkei geborenen Seda Tunc ihren Band „welch“ aus der „edition mosaik“ vorgestellt und wurde von Luis Stabauer gefolgt, der ja eigentlich ein Prosaautor ist, von dem ich schon sehr viel gelesen habe, der seinen „Podium-Portraitband“ „UND“ vorstellte, der wie Johannes Tröndle meinte, gekonnt politisch und realistisch ist.

Dann kam der schon erwähnte Peter Paul Wiplinger mit seinen wirklich sehr beeindruckenden Gedichten, der jetzt, wie er mir schrieb, ein paar Tage in Rom, seiner Leblingsstadt war, in der er auch einige Zeit wohnte. Jetzt wohnt er in der Rasumovskygasse, wo ja auch das GAV-Hauptquartier bei ist und ob er jetzt GAV oder PEN oder bei beiden, obwohl das ja verlobten ist, Mitglied ist, weiß ich nicht, ist ja auch egal, die beiden Bücher sind jedenfalls in der „Editon-PEN“ des „Löcker-Verlags“ erschienen. Dann folgte GAV-Mitglied Georg Bydlinski,, der verriet wann er beim „Literatureck“ in der „Alten Schmiede“ das erste Mal gelesen hat. Das war 1978, ich bin ihm, glaube ich, 1980 gefolgt. Er hat seine ersten Gedichte bei Peter Paul Wiplinger hausgebracht, beziehungsweise hat der ihn verlegt und englische Gedichte hat er auch geschrieben. Zwei davon hat er vorgelesen und sonst seinen bei der „Editon Thurnhof“ erschienenen Band „Flüchtiges Fest“ vorgestellt.

Dann hätte Claudia Kohlus folgen sollen, hat aber abgesagt und der letzte Autor war Jopa Jotakin, der jetzt im GAV Sekretariat und auch im „Fröhlichen Wohnzimmer““ tätig ist und der hat einen Band bei der editon zzoo“ die übrigens am Donnerstag in der „Schmiede“ vorgestellt wird, an dem ich diesmal nichts auszusetzen hatte, nämlich ein Katzenbuch „im darknet sind alle katzen miau“, wo auch eine „interkatzionale“ vorkommt, die Jopa Joatkin in allen Tönen miaute und performte.

Spannend, spannend, von Frankfurts Buchpreisverleihung zu der österreichischen Lyrik zu switschen und dann noch ein bißchen zurück nach Zürich, wo der Katolog inzwischen weiter durgeblättert worden war. Einen Überraschungsgast gab es auch, den habe ich versäumt, sonst aber viele schöne Bücher und da liegen noch zwei in meinen Badezimmer, die schon erschienen sind und nächste Woche gibt es noch einen „Diogenes Blogger Talk“ mit einem Krimi.

Dazwischen liegt Frankfurt und dorthin werde ich mich diese Woche auch noch switschen und dabei die restlichen Longlistbücher weiterleen, freue mich auf die Sahsa Marianna Salzmann, den Thomas Kunst und natürlich auf die „Blaue Frau“, auf die ich jetzt ja besonders neugierig bin.

2021-10-12

Wien Reihe in der Alten Schmiede

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:12
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Wieder „Wien Reihe“ in der „Alten Schmiede“, wo die Literatur im Musa jetzt angesiedelt ist, seit das MUSA zum Wien-Museum wurde und heute die Publizistikpreisträgerin Susanne Scholl und der Würdigungspreisträger MarKo Dinic präsentiert wurden und jetzt sieht man im Stream die Köpfe, so daß ich die maskierte Frau Schmidt-Dengler in der ersten oder zweiten Reihe sitzen sah.

Annalena Stabauer hat eröffnet und Julia Danielczyk freute sich, daß jetzt wieder Publikumbesuch möglich ist und stellte dann die 1949 in Wien geborene Susanne Scholl vor, die Auslandskorrespondentin des ORf war, lange aus Russsland berichtete und nach ihrer Pensionierung literarisch zu schreiben begann.

„Emma schweigt“ habe ich gelesen und jetzt ist bei der „Edition Konturen“ „Schämt euch Europa-eine Streitschrift“ erschienen, wofür Susanne Scholl offenbar den Publizistik-Preis der Stadt Wien“ bekommen hat und Susanne Scholl ist eine sehr engagierte Frau, die glaube ich bei sehr vielen Demonstrationen auftritt und vor drei Jahren auch mit Monika Salzer die „Omas gegen rechts“ gründete und die Streitschrift ist, glaube ich, zu Lockdown-Beginn wo sie Zeit hatte, entstanden und sie ihre Empörung über die politische Situation ausdrückte, die Flüchtlingskrise, die Lager in Moira und die Haltung des damaligen Außenminister und jetzigen Bundeskanzler bezüglich Afghanistani wurde thematisiert und Susanne Scholl drückte im Gespräch mit Julia Danielczyk sehr offen ihre Einstellung bezüglich Sebastian Kurz mit dem sie große Schwierigkeiten hat, aus.

Die Stunde Null wird in dem Essay erwähnt, Österreich das erste Opfer, während man in Deutschland zur Aufarbeitung gezwungen wurde, haben sich in Österreich alle darum gedrückt, was auch in der Waldheim-Frage sichtbar wurde und jetzt engagiert sich die ÖVP gegen die Aufnahme von Flüchtlingen und schiebt immer noch nach Afghanistan ab.

Der Unterschied zwischen Flüchtling und Migranten wurde thematisiert und Susanne Scholl hat fast das ganze Büchlein ausgelesen und schreibt jetzt wieder an einen Roman, so daß keine Zeit für eine Fortsetzung des Büchein bleibt, daß sich an Stephane Hessel „Empört euch“ orientierte.

Dann kam der 1988 in Wien geborene, in Belgrad aufgewachsene und seit sechzehn Jahre in Österreich lebenden Würdigungspreisträger für Literatur MarKo Dinic, der beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat, in Zeitschriften veröffentlichte und mit seinen „Guten Tagen“ auf der Debutpreisliste des ÖST gestanden hat. Jetzt las er einen Ausschnitt aus der unveröffentlichten Erzählung „Ein Antrag“ ,wo es offenbar um eine Aufeinhaltgenehmigung im Magistrat der Stadt Wien geht, wo Marko Dinic in starken Ton sehr kafkaesk, die Erlebnisse eines Antragsstellers, der auf Hartplastikstühlen, sich jährlich schikanieren lassen muß, schildert, was thematisch sehr gut zu Susanne Scholl passte und Marko Dinic im anschließenden Gespräch auch sehr scharf seinen Ummut mit den wahrscheinlich eigenen Antragserlebnissen schilderte, wo ihn eine Beamtin nach seinem Deutsch B2-Nachweis oder, wie das heißt fragte, weil sie ihm seine guten Deutschkenntnisse offensichtlich nicht anmerkte oder ihr egal war.

Am 9. November, meinem Geburtstag feiert Teresa Präauer im Rathaus Ilse Aichinger und ebenfalls im November wird es die nächste Wien-Reihe in der „Alten Schmiede“ geben, wo es wieder um einen migrantischen Autor und eine Publizistikpreisträgerin gehen wird.

2021-10-11

Zadie Smith in der Alten Schmiede und wieder Wilde Worte

Wieder ein „Dichterin liest Dichterin-Abend“ in der „Alten Schmiede“ beziehungsweise wieder eine Veranstaltung mit Mieze Medusa, die ja in den Vorsaisonen die Reihe „Ist das Kunst oder kann das Rap?“ gestaltet hat und im Laufe diese Veranstaltungen ist sie mit Johanna Öttl ins Gespräch über Zadie Smith gekommen und da ist die Verstaltung unter dem Titel „Draußen auf der Straße“ entstanden, weil der Rap offenbar dort stattfinden oder es ein Zitat aus einem Smith Roman ist und die 1975 in London Geborene hat offenbar auch solche Erfahren ich habe sie 2017 durch ihren Roman „Swing time“ kennengelernt und „London N-W“ vom Alfred einmal mitgebracht bekommen und auf diesen Roman hat sich Mieze Medusa hauptsächlich bezogen und stellte Vergleiche mit den Übersetzungen an, hat sie doch das Buch offenbar sowohl auf Deutsch, als auch in Englisch gelesen, übersetzt wurde das Buch von Tanja Handels und Mieze Medusa lobte ausdrücklich die gute Übersetzung und auch die die Sprache der Autorin, die sich offenbar gar nicht so gut ins Deutsche übertragen kann und stellte immer wieder das Original den Übersetzungen gegenüber, die dann meistens zu kurz kamen.

„London N-W“ ist ein Großstadtroman, der in einem Stadtteil Londons und hauptsächlich auf der Straße spielt, es werden einige Lebensläufe beschrieben, die Hip–Hop-„Szene kommt vor.

Mieze Medusa hat auf die Inhaltsangabe verzichtet, das läßt sich nachgooglen ,sagte sie.

Nachlesen kann man es auch und das ist wahrscheinlich auch der Sinn der Veranstaltungsreihe.

Mieze Medusa hat sich eher auf die Textstellen bezogen, die sie präsentiere um das Lebensgefühl Londons, den Soziolekt, wer hat wieviel Geld, wohnt wo und hat wieviel Bildung, zu zeigen und sich auch, wie schon erwähnt, mit den Übersetzungsunterschieden beschäftigt, was ich sehr interessant fand und sprang auf diese Art und Weise durch ihre Lieblingsstellen, die sie immer wieder sozioökonomisch interpretierte.

Mieze Medusa kam immer wieder auf die Übersetzung zurück, lobte die Übersetzerin, deutete aber doch an, daß sie glaubte, daß die Übersetzung irgendwie dem deutschen Stil angepasst wäre und dann kam noch ein Ausschnitt aus dem neuen Erzählband „Grand Union“, wo es um einen österreichischen Maler geht, der in ungarischen Wäldern lebt, damit man den Erzählstil vergleichen kann.

Zadie Smith hat auch überreicht von Gernot Blümel , dem heutigen Finanzminister, 2018, den österreichischen „Staatspreis für europäische Literatur“ bekommen, da war Daniel Kehlmann , offenbar im Publikum und Mieze Medusa beendete die Veranstaltung, daß sie sie auch einmal live erleben möchte, aber inzwischen kann man sie ja lesen.

Ich kann noch ergänzen, daß ich auch noch die „Corona-Essays“ von der Autorin übrigens auch gelesen, sie also auch ein bißchen kenne, obwohl ich die Übersetzungen und nicht die Oiginalsprache gelesen habe, denn das ist mir inzwischen, ganz ehrlich, zu mühsam, obwohl man da natürlich von der Kraft der Übersetzung abhängig ist, geht aber schneller und ist daher Angesichts meiner Leseberge bequemer und einen schnellen Einblick in die Autorin, Zadie Smith für Anfänger oder im Schnellverfahren diese Art und Weise auch bekommen.

Und dann ist es in der „Alten Schmiede“ mit einer „Slamer.Dichter.Weiter-Veranstaltung“ weitergegangen, was wahrscheinlich ganz bewußt von Johanna Öttl so zusammengestellt wurde, obwohl ich ganz ehrlich den Zusammenhang zu Zadie Smith nicht ganz verstanden habe, weil ich sie ja weder als Rapperin oder über die Musik, sondern über ihre Bücher her kenne und London kenne ich auch ein bißchen oder kannte ich, war ich ja 1973 und 1974 je ein Monat in England und dann noch einmal mit meinen Eltern, als ich, glaube ich, noch studierte, seither nicht mehr, die Stadt wird sich also inzwischen sehr verändert haben.

Und dann haben heute fast genau nach einem Jahr die „Wilden Worte“ wieder angefangen.

Da waren wir im Vorjahr mitten oder nach der Wien-Wahl und haben unsere Gedichtwünsche abgegeben. Der Alfred auch, der sonst das Formular nie ausgefüllt hat. Er wünschte sich was zu „Ludwig, Hebein Blümel“ und war dann gestern ganz erstaunt, als das Gedicht gekommen ist:

„Ach Ludwig, heb ein Blümel auf

und steck dirs ans Jackett!

Verwelkt es, heb die Krümel auf,

so bleibt dein Rock adrett.

Was hold erblüht, wird bald verbleichen:

Das ist die Wiederkehr des Ewiggleichen“

Und ich hatte mir etwas zu „H. C. ist vorbei – Veilchen, Orchideen, Sumpfblume“ mit

„Der Wahlkampf ist vorbei „gewünscht.

Das war vor einem Jahr. Heuer sind wir möglicherweise knapp an der Neuwahl glatt vorbeigeschrammt, , denn Bundeskanzler Kurz, bei dem es ja zu einer Anklage kommen soll, ist Geschichte. Der neue heißt , um eine Vier Parteien Koalition zu verhindern, Schallenberg und da kann man sich natürlich auch ein passendes Wunschgedicht aussuchen.

De „Wilden Worte“ waren dem Musiker Peter Havlicek gewidmet, der auf Friedhöfen musikalische Rundgänge macht und für Richard Weihs auch etwas Literarisches zu bieten hatte, beziehungsweise sich von den Achtzigerjahren aufwärts durch sein Schaffen sang.

2021-10-04

Erwin Riess oder Mario Rotter

Heute wieder Entscheidungsschwierigkeiten soll ich in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus streamen? Denn im Ersteren stellte Erwin Riess seinen neuen Krimi „Herr Groll und die Wölfe von Salzburg“ vor, während das Lesetheater eine Hommage an den 1959 geborenen und 1995 verstorbenen Mario Rotter „Ich schreibe weil ich sonst mit mir nichts anzufangen weiß“ mit Claudius Kölz und anderen präsentierte, der auch GAV-Mitglied war und im „Ritter-Verlag“ publizierte oder herausgegeben wurde und mir da der Name bekannt vorkam, ich aber sonst keine Ahnung habe, ob ich den Autor kannte?

Den 1967 geborenen Erwin Riess kenne ich aber, habe ihn, glaube ich, beim Volksstimmefest kennengelernt und war auch ein paarmal in der „Alten Schmiede“ als er dort seine Groll-Krimis vorstellte. Einen habe ich auch, aber noch nicht gelesen und der der achte Groll, spielt, wie schon der Name sagt, in Salzburg und da reist der Herr Groll in seinem Rollstuhl Josef mit den Dozenten hin und ein Motto von Herbert von Karajan gibt es auch und dann wird eine Strohpuppe in der Salzach gefunden, die ein Manifest in der Jackentasche hat, die Groll entdeckt und auch gleich einen Auftrag bekommt, wo er den russischen Geheimdienst trifft und seine Freundin Elfi trifft und die Wölfe, die in der Stadt ihr Unwesen treiben und Widergänger sind, gibt es auch.

Johanna Öttl die moderierte fragte im Gespräch warum Salzburg diesmal der Ort des Geschehens sei und Erwin Riess antwortete, daß es ein Ort sei, den er gut kennt und er immer nur über ihn bekannte Orte schreibt. Dann gabs noch eine Diskussion über die Zauberbuben und den Ökotourismus, die auch noch in dem Buch vorkommen, das sehr vielschichtig zu sein scheint .

Johanna Öttl erwähnte am Schluß noch ein Inclusions-Projekt das Erwin Riess demnächst in der „Alten Schmiede“ durchführen wird , wo es um die Darstellung von Behinderten in der Literatur untersucht werden soll.

Am Schluß erwähnte Erwin Riess noch, was ich mir auch schon dachte, daß er seine Bücher eigentlich nicht als Krimis, sondern eher als politische Hintergrundsgeschichten betrachtet.

2021-09-27

Sabine Schönfellner und Zsofia Ban in der Alten Schmiede

Heute habe ich wieder in die“ Gesellschaft für Literatur“ und zu den Werk-Gänge streamen wollen, die ich vor einer Woche versäumt habe, aber inzwischen nachgeholt habe und heute, wo Brigitte Schwens-Harrant mit Laura Freudenthaler über ihr Werk sprechen wollen, ist die Veranstaltung überhaupt ausgefallen.

Also in die „Alte Schmiede“ wo drei Neuerscheinungen präsentiert werden sollten, Sabine Schönfellner, Eva Schmid und Zsofia Ban und da habe ich auch gleich erfahren, daß die Lesung mit Eva Schmidt ausfällt, also nur Sabine Schönfellner und Zsofia Ban und die 1987 geborene Sabine Schönfellner habe ich schon bei den O-Tönen gehört, wo ihr „Draußen ist es weit“ in der Debutschiene präsentiert wurde. Das ist das Buch, wo die Erzählerin drei alte Leute in einem Pflegeheim besucht und betreut und das ist ja, wie auch in dem Gespräch mit Johanna Öttl deutlich wurde, interessant oder schwierig, denn wie stellt man Demenz in der Literatur da und hat die Autorin das selbst erlebt und ist sie im Pflegebesuf tätig, was Sabine Schönfellner verneinte, von ihren persönlichen bzw. wissenschaftlichen Erfahrungen sprach und auch einiges von ihren Zugängen, also die Person der Erzählerin, die einige Leser oder Rezensenten irritierte, erzählte.

In der langen Pause dazwischen konnte ich ein bißchen den Tontechnikern beim Probieren zuhören, ich habe versucht das Video von Peter Henisch, den ich ja am Donnerstag versäumte zu finden, aber das scheint es noch nicht zu geben.

Als ich wieder in den „Schmiede-Stream“ kam, waren dort vier Stühle aufgesellt, denn Cornelius Hell moderierte die Lesung, der1957 in Rio de Janeiro georenen Autorin, die in Ungarn und in Braslien aufgewachsen ist und, wie Cornelius Hell und Johanna Öttl einleiteten, eine Meisterin der kleinen Prosastücke ist. Das Buch „Weiteratmen“ wurde von Cornelius Hell schon in einer der „Leseauslesen“ vorgestellt und das Buch hätte Corona bedingt auch schon im Vorjahr präsentiert werden sollen.

Aber jetzt in der „Alten Schmiede“, begleitet vom Dolmetsch Istvan Orban und Markus Köhle, der die deutschen Textstellen las. Frühere Bände der Autorin heißen“ Als nur die Tiere lebten“ und da die Autorin auch in Amerika lebte und Amerikanisch in Budapest unterrichtet, hätte die Lesung bzw.das Gespräch auch auf Englisch stattfinden können, außerdem scheint die Autorin auch Deutsch zu verstehen und so sprach Johanna Öttl in ihrer Einleitung, die Autorin auch an.

Zsofia Ban antwortete Cornelius Hell aber auf Ungarisch auf die Frage warum, die Eltern, Holocaust überlebende, von Braslilien wieder in das kommunistische Ungarn zurückgegangen sind und erzählte, daß sie dort das Meer vermißte und mit dem ungarischen Schulwesen Schwierigkeiten hatte. Ihre Texte sind sowohl poetisch als auch essaystisch und das Buch ist eine Textsammlung sein, wo es in jeder Geschichte, um das Atmen geht.

Danach wurde die Titelerzählung gelesen, die von einen autistischen Romajungen, namens Rubika handelt, der mit seiner Mutter Seifen einkaufen geht, für jeden Tag eine, die er mit seinen Fingern auszukratzen pflegt, was schwierig ist, weil die Familie nur wenig Geld für diesen Luxus hat. Dabei hat er einen Unfall, der ihn zu einer Röntgenaufnahme bringt, wo er „weiteratmen“ soll und sich dabei am Seifenduft berauscht. Eine großartige Erzählweise lobte Cornelius Hell, wo sich das Schreiben mit dem Atmen verbindet und Markus Köhle hat die Geschichte auch sehr eindrucksvoll gelesen.

Cornelius Hell erkundigte sich dann bei der Autorin, nach der in Ungarn momentan herrschenden politischen Situation, die das Leben ziemlich einschränkt. Eine der Geschichten handelt von einer syrischen Flüchtlingsfamilie, die schon erwähnte von der Situation der Roma und danach ging es noch um die Situation derFrauen und die Frage, ob denen auch die Luft zum Atmen weggenommen wird, da Victor Orbsn auch die Genderstudies verboten hat.

Am Schluß kam noch die Geschichte „Hautatmen“, die von Fröschen handelt und eine Geschichte von einem Fallschirmspringer und dem Eiffelturm gibt es in dem Erzählband auch noch, wo wir jetzt nicht wissen, wie es da, um das das Atmen steht.

Zwei interessante Bücher von sehr unterschiedlichen Autorinnen mit zwei unterschiedlichen Schreibweisen und jetzt wäre ich noch auf das Buch der Eva Schmidt gespannt, das ja in der letzten „Leseauslese“ von Cornelius Hell vorgestellt wurde.

2021-09-20

Kroatische Geschichte schreiben

Eigentlich wollte ich heute in die “ Gesellschaft für Literatur“ streamen, weil da Brigitte Schwens-Harrant mit Julya Rabinowich diskutieren sollte und das interessiert mich ja sehr. Dann bin ich darauf gekommen, daß in der“Alten Schmiede“ um sechs Alida Bremer ihren Roman vorstellt und die 1959 in Split geborene, kenne ich als Übersetzerin, die in der „Literatur im Herbst“, die von ihr übersetzte Romane vorstellte. Daß sie auch als Autorin tätig ist und bei „Jung und jung“ verlegt, habe ich nicht gewußt und als ich dann den Stream einschaltete, erklärte Johanna Öttl, daß die Veranstaltung der Abschluß von Sabine Scholls Reihe „Geschichte schreiben“ darstellt und sie zwei kroatische Autoren, die sich mit der kroatischen Geschichte beschäftigen, ausgesucht hat. Das heißt, eigentlich hätte die Veranstaltung schon früher mit Ivana Sajkos Familienroman“ beginnen sollte, mußte aber Pandemie bedingt verschoben werden, wie das dieser Reihe überhaupt öfter passierte und so ist jetzt Alida Bremers zweiter Roman „Träume und Kulissen“ dazugekommen, die Split in einem Monat des Jahres1936 beschreibt, wo sich der Faschismus schon anbahnte und die Stadt auch als Filmkulisse benützt wird. Die Kulinarik kommt vor und das Ganze ist getarnt als Kriminalroman, das heißt, das spaziert ein Kommissar herum, um einen Fall aufzuklären und daziwschen klärt Alida Bremer, die Stimmung vom Juni 1936 auf und da ist mir auch eingefallen, daß ich einen oder zwei Tage in Split war und dort in einem Restaurant eine Frau gesehen habe, die mir durch ihr ungewöhnliches Eßverhalten und, daß sie alleine in dem Restauran war, taufgefallen ist und, die ich dann in „Claire- Klara-Clarisse“ eine Rolle spielen ließ und damals dachte, daß sie vielleicht auch eine Veranstalterin des Filmfestivals das dort gerade stattfand sein könnte.

Alida Bremer hat ein paar Stellen aus dem Buch gelesen und dann im Gespräch Sabine Scholl erzählt, daß sie für das Buch sehr viel recherchiert hat und dann die Qual hatte sehr viel von ihrem Material wegzulassen und daß sie eine Diplomarbeit über Kriminalromane geschrieben hat und deshalb dieses Genre wählte, weil sich die Leser dann lieber mit dem Buch beschäftigen würden, wenn ich das richtig verstanden habe.

Dann war es Zeit mich in die „Gesellschaft“ zu streamen, bin aber leider in den Stream nicht hineingekommen oder habe ihn nicht gefunden, so daß mir nichts anderes übergeblieben ist, als mir den zweiten Teil auch noch anzuhören. Was ja auch sehr gut ist, weil ich mich ja anläßlich unseres Kroatienurlaubs, den wir 2016 machten auch ein bißchen mit der kroatischen Literatur beschäftigt habe und jetzt dieses Wissen erweitert kann und habe von einer Ivana Sajko noch nichts gehört, die aber eine interessante Autorin zu sein scheint, die auch eine intressante Schreibweise hat. Sie wurde 1975 in Zabreb geboren, lebt aber in Berlin, scheint also auch ein bißchen Deutsch zu können, obwohl Alid aBemer den deutschen Text las und das Gespräch auch übersetzte. Im Programm steht aber auch, daß Alida Bremer und sie sehr befreundet sind.

Das Buch heißt „Familienroman“. Die Ereignisse von 1941 bis 1991 und darüber hinaus“, scheint also gut zum ersten Buch zu passen und die kroatische Geschichte noch weiter als bis1936 zu erklären und Ivana Sajko hat, wie Sabine Scholl im Gespräch erfragte, auch Teile ihrer Biografie dafür verwendet und sogar Stücke eines früheren Buchs darin einbezogen. Es geht in der Geschichte Kroatien, wie wahrscheinlich in der übrigen Geschichte überhaupt um Gewalt und damit har sich Invana Sajko besonders interessiert und so kann man wahrscheinlich in diesem Buch viel über die Geschichte Kroatien erfahren. Wie weit das literarisch ist, kann man sicher diskutieren, aber Sabine Scholls Projekt heßt ja Geschichte schreiben. Also wieder viel gelernt und eine oder zwei interessante Autorinnen kennengelernt und Julyia Rabinowich kenne ich ja schon und habe auch einiges von ihr gehört.

2021-09-16

Lyrisches in der Alten Schmiede

Wieder einmal Doppelpack in der „Alten Schmiede“ , diesmal in der Lyrikschiene und zwar stellte Johannes Tröndle zuerst Eva Maria Leuenberger und Thomas Ballhausen und dann Waltraud Haas vor und ich bi n in die Lesung von Eva Maria Leuenberger wegen meiner sechs Uhr Stunde ein wenig zu spät hineingekommen, habe die1991 in Bern geborene aber erkannt, weil sie ihren ersten bei „Droschl“erschienenen Lyrik-Band „dekarnation“in dem es um Moorleichen geht, an dem Abend vorstellte, als ich das letzte Mal in der „Gesellschaft für Literatur“ war.

Das neue Buch heißt „kyung“ und so heißt auch eine amerikanisch koreanische Avantgardekünstlerin die 1982 in einem New Yorker Parkhaus vergewaltigt und ermordet wurde und Eva Maria Leuenberger brachte offenbar eine lyrische Antwort darauf. Leider habe ich einen großenTeil der Lesung versäumt, bin nur in das Gespräch mit Johannes Tröndle zurecht gekommen und im Anschluß kam der 1975 geborene „Prießnitz-Preisträger“ Thomas Ballhausen, den ich auch als Film- und Comic-Experte kenne und ihm einmal auch einen Vortrag über Sigmund Freud halten hörte

Er hat auch einen lyrischen Text oder Langgedicht, das dem Alkestis-Thema gewidmet ist, sich aber modernen Ausdruckformen bedient. „Transient“, heißt der „Lyric Essay“, der auch eine graphische Gestaltung hat.

Dann kam eine Pause und danach stellte die 1951 geborene Waltraud Haas mit der ich das erste Mal beim „Linken Wort“ am Volksstimmefest gelesen habe und sie mir sagte, daß sie sehr aufgeregt sei. Ich habe sie öfter bei den GAV-GVs getroffen und war auch bei ihren Lesungen.

Der neue Band heißt „Mit derAxt in der Hand“ und wird iim Programm als Miimalismus angekündigt. „Drei vier Zeilen genügen, um eine Welt entstehen zulassen“, steht da geschrieben und die Gedichte kreisen um ihre Kindheit, den Vater, den sie „nackt gesehen hat und damit eine Sünde begangen hat“. Der Vater, der sie verläßt, die Mutter, die nicht an sie glaubt und trotzdem ist etwas aus ihr geworden und ich denke, daß das Waltraud Haas sehr gut geschafft hat, hat sie doch schon sehr viel Gedichtbände geschrieben, die zuletzt bei „Klever“ erschienen sind. Johannes Tröndle fragte im Gespräch danach, beziehungsweise merkte er an, daß die Gedichtbände in immer kürzeren Abständen erschienen und Waltraud Haas meinte, sie hätte jetzt nicht mehr zu tun, als schreiben, während ihr Leben früher schwierig gewesen sei.

Interessant, interessant. Die Kindheit kommt vor,der Vater, die Mutter, aber auch die Kinder, die sie im Kaffeehaus trifft, die Krebserkrankung und viele andere Themen. Sehr beeindruckende kurze Gedichte, wenn sie länger werden, sind sie Prosa, sagte Waltraud Haas noch und bekam am Ende ihrer Lesung sehr starken Applaus. Vefgüt also auch über ein sgroßes Fanpublikum und ich habe mit einigen Unterbrechungen wieder einen starken Lyrikabend erlebt, der einen guten Einblick in das vielseitige poetische Schreiben und seine Formen gab.

2021-09-14

Teresa Präauer über Agota Kristof

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:29
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in der „Alten Schmiede“ gibt es ja eine Reihe wo Dichterinnen über Dichterinnen lesen, beziehungsweise jeweils eine eine solche vorstellt. Ruth Aspöck hat da einmal Brigitte Kronauer vorgestellt und dabei aus ihrem Ensor Buch vorgelesen unbd Frieda Paris über Meta März und heute trat Teresa Präauer auf und präsentierte die 1935 in Ungarn geborene und 2011 in der Schweiz gestorbenen Agota Kristof von der ich schon einiges gehört, aber noch nichts gelesen habe und auch keine Bücher von ihr besitze.

Von der 1979 in Linz geborenen Teresa Präauer habe ich noch mehr gehört war, zum Beispiel ihre „Bachmannpreis-Lesung“, wo sie durch alle Preisrunden gerutscht ist. Sie hat einmal den „Fried-Preis“ bekommen und war in der Frühlingssaison auch in der „Alten Schmiede“, wo sie, glaube ich, über das Zeichnen sprach. Gelesen habe ich noch nichts von ihr, werde aber wahrscheinlich bald, weil sie auf der Öst steht, muß das Buch aber erst bekommen

Kennengelernt habe ich sie, glaube ich, als Illustratorin von Wolf Haas,sie war, glaube ich, auch oder ist es noch, mit ihm befreundet, beziehungsweise mit ihm öfter gemeinsam aufgetreten und jetzt die „Dichterin über Dichterin- Stunde“, wo die eingeladene Autorin, glaube ich, aufgefordert wird, etwas von sich zu lesen und das dann mit der vorgestellten Autorin in Beziehungs zu setzen. Bei Teresa Präauer war das ihr erstes Buch „Für den Herrscher der Übersee“, wo sie gleich zu Beginn eine Seite las und dann erzählte oder war das Johanna Öttl ,die einleitete, daß Agota Kristof 1956 mit ihrer Familie aus Ungar flüchten mußte und der Schweiz zugeteilt wurde.

Hier arbeitete sie lange in einer Fabrik, mußte erst Französisch lernen, begann Theaterstücke zu schreiben und hatte schließlich ein „Ding, das aus einem Anfang und einem Ende bestand“, das sie nach Paris an drei Verleger mit einem Beibrief schickte. Das war in den Achtztigerjahren und der Roman war „Das große Heft“, das man laut Teresa Präauer auch als Erzählung verstehen kann. Es hat jedenfalls sechzig Kapitel, die wie Gebrauchsanweisungen klingen und es handelt von zwei Buben, Zwillingen, die einander sehr ähnlich sind. Sie werden während des Krieges von der Mutter mit je einem Koffer und einem Wörterbuch zur Großmutter gebracht, die sie eigentlich gar nicht will. Dann sitzen sie in einem Zimmer, bringen sich selbst das Schreiben bei, in dem sie Aufsätze schreiben, in dem sie sich etwa verbieten zu schreiben, die ist eine Hexe, sondern der und der hält sie dafür, was schon fast, wie eine Schreibanleitung aus einem Schreibseminar klingt.

Schreibpoetik nannte es, glaube ich, Teresa Präauer. Es gibt dann noch zwei Folgeromane, die zusammen als eine Trilogie bezeichnen werden können und da bekommen die Zwillinge auch Namen und heißen Lukas und Klaus. Es gibt auch eine Textsammlung, die die „Analphabetin“ heißt“ wo Agota Kristof ihre Schreibanfänge und das Hineinwachsen in eine fremde Sprache, beschreibt, was sie, glaube ich, gar nicht wollte.

Sie ist mit ihren Romanen dann sehr berühmt geworden und Teresa Präauer schloß ihren Vortrag mit einer Stelle aus dem Novellenband „Irgendwo“ mit einem Satz der eigentlich gar nicht so lustig war, trotzdem mußte sie dabei lachen und sie betonte auch an mehreren Stellen, die Komik, die sie in Agota Kristofs Werken empfand. Aber das ist vielleicht auch eine Spezialität Teresa Präauers, die ich ja auch erst lesend kennenlernen muß und so schließe ich wieder mit dem Satz. Es war ein interessanter Abend, ich habe viel gelernt und hoffentlich komme ich bald dazu, die Bücher zu lesen. Aber das geht bei mir momentan ja sehr langsam voran, bin ich doch immer noch beim dritten deutschen Buchpreisbuch.

2021-09-13

Saisoneröffnung in der AS

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:55
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Es ist soweit. Die siebenundvierzigste Saison ist eröffnet und erfolgte, moderiert von IlijaTrojanow, mit der Vorstellung des neuen Buchs von Alois Hotschnigs und die Saisoneröffnung ist ja immer ein besonderes Ereignis und bei einigen war ich in den sechundvierzig Jahren oder so, wo es die AS schon gibt, auch anwesend. Nicht ganz vom Anfang an wahrscheinlich und ich kann mich auch meinen ersten Besuch nicht erinnern, an meinen letzten schon.

Das war am 8. März 2021. Denn dann kam der Lockdown und jetzt die zweite Saison, die für mich Online beginnt. Dabei kann man wieder hingehen. Könnte man mit Maske und 3G. In Kürze wird es dann wahrscheinlich nur mehr das eine geben. Walter Famler eröffnete trozdem enthuisastisch und das wurde auch noch von IlijaTrojanow gesteigert, der ungefähr zehnmal „Ich weiß nicht viel von Alois Hotschnig, aber das weiß ich….“

Ich weiß auch nicht besonders viel. Nur, daß er 1959 geboren wurde, in Innsbruck lebt, „Die Kinder berruhigte das nicht“, den Erzhlband, den ich mal bei“Rund um die Uhr“gewonnen habe, aber nicht gelesen habe.

Langsam und bedächtig stellte Alois Hotschnig sein Buch „Der Silberfuchs meiner Mutter“ dann vor. Das heißt, er las auf diese Art und Weise und so hat ihn auch Alois Hotschnig vorgetellt und das Buch ist wieder ein Kriegsroman.

Da habe ich schon sehr viele gelesen und konnte lange auch nicht genug davon bekommen. Jetzt denke ich fast man sollte eher in die Zukunft schauen und darüber die Romane schreiben.

Aber natürlich ist die Geschichte des Mannes, der 1942 als Sohn einer Norwegerin und eines Wehrmachtssoldaten geboren wurde, sehr interessant. Die Frau mußte Norwegen dann verlassen und kam nach Hohenems. Lebensborn hat sie bei der Reise begleitet und der Sohn versucht wahrscheinlich sich seinem Vater anzunähern, den er offenbar erst später kennenlernt. Das ist offenbar die Handlung des Buches und Alois Hotschnig erzählte im Gespräch, daß er auf die Idee des Buchs vor Jahren im Fernsehen gekommen ist. Da hat es einen Bericht über Lebensborn gegeben und da hat ein Herr von seinem Schicksal erzählt, beziehungsweise, wie Alois Hotschnig erzählte, die Sätze gesprochen, die jetzt im Buch zu finden sind. Alois Hotschnig hat ihm angeschrieben oder angerufen und dann lange mit ihm gesprochen, bis das Buch entstanden ist.

Interessant und spannend, daß Walter Famler in der Verabschiedung von der Faschistisierung sprach, der wir entgegen gehen und erklärte dann noch kurz das Programm der nächsten zwei Monate und da geht es schon morgen mit Teresa Präauer, die ich ja auch noch zu lesen habe und Agota Kristof weiter.

2021-06-29

Nora Gomringers Gedichtbände

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:59
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Noch einmal Nora Gomringer in der „Alten Schmiede“, die zum Saisonschluß noch einmal, mehrfach verschoben, ihre Gedichtbände vorstellte. Jana Volkmann moderierte und es gibt in einer der „Hammer- Zeitungen“ auch ein Interview zwischen ihr und der19 80 geborenen Tochter einer Literaturwissenschafterin und des Dichters Eugen Gomringers,.

„Monster – Morbus- Moden“ und die „Gottersanbeterin“ beides bei „Volant & Quist“ erschienen und die „Gottesanbeterin“ hat sie, glaube ich, auch bei dem „Leipziger Online Messetag“ im Vorjahr vorgestellt. Ich habe Nora Gomringer, glaubeich,das erste Mal in Göttweig bei einer „Literatur und Wein“ kennengelernt und da als sehr berühmte Lyrikerin erlebt, dann kam ihre „Bachmann-Lesung“, wo sie vulminant von Nora Bossong las und beim „Shamrock-Festival“ im Literaturhaus habe ich auch mit ihr gesprochen und war beeindruckt von ihrer Freundlichkeit. Mieze Medusa hat sie auch in ihrer „Hip-hop- Reihe“ vorgestellt, die gestern in der „AS“ nachgeholt wurde undjetzt noch einmal Nora Gomringer, die freundliche Frau,dieerzählte, daß Monster-Morbus-Moden“ zuerst in Einzelbänden 2013, 2015 und2017 erschienen sind.Je fünfundzwanzig Gedichte mit fünfundzwanzig Iluustrationen, die Nora Gomringer stolz vorzeigte und von ihren Nachbarn erzählte, der offebar illustriert hat und diejetztin einem Einzelband zusammen erschinen sind.

„Monster“, da gibt es ja den „Frankenstein“ und das“Monster und die Mädchen“: „So sprach das Mädchen das Mädchen bin ich-so sprach dasMonster und das Monster bin ich“.

Es gibt die „Toteninsel“,das ist ein Bild von Arnold Böcklin und als das Buch in Norwegen erscherschienen ist, fehlte dieses Gedicht,weil Norwegen Anders Preivig, der darin vorkommt, nicht literarisiert haben wollten.Es wird ein Haus beschrieben mit seinen vielen Zimmern und während der Band sehr erfolgreich war, ist es, wie Nora Gomringer erzählte, um „Morbus“viel stiller geworden. Das wurde eher in Arztpraxen vorgetellt. Da gibt es ein Gedicht über Depression und die Frage, wie man die thematisieren kann, daß es die Menschen annehmen? Spricht man vom schwarzen Hund, der Wand, etcetera.

Und die“ Gottesanbeterin“ beschäftigt sich, wie schon der Titel sagt mit derReligion. .Da hat Nora Gomringer auchverschiedeneVorlesunge <nngehalten und das Buch in fünf Teilen, wie ein Katechismusaufgebaut.

„Widmung“, „Zeugnis“, „Tim“, das ist ein verstorbener Freund und das Gedicht beschreibt sehr beeindruckend, wie der Vater die Wohnung ausräumt und den Namen von der Tür entfernt und „Angebot“ und am Schluß wie es Nora Gomringer noch auf zwei Gedichtbände auf vietnamnesisch hin, die man sich zur freien Etnahme nehmen konnte, hin. Ich weiß nich,t ob Vietnamnesen im Publikum waren, bin aber wieder bestätigt worden, daß es sich bei Nora Gomringer, um eine interessante Dichterin handelt und, daß man sich vielleicht überhaupt mehr mit Lyrik beschäftigen soll, also lesen und vielleichtauch selber solche schreiben.

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