Literaturgefluester

2019-05-13

Wieder bei den Wilden Worten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:16
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Jetzt  war ich ja zweimal nicht bei den „Wilden Worten“. Am elften März war das nicht geplant, denn da hat ja im „Tiempo Nuovo“, die Abschiedslesung von der Bruni stattgefunden, bei der ich dann allerdings auch nicht war, weil abgestürzt und mit dem Gips im Krankenhaus und im April hatte ich noch meine Veranstaltungspause, allerdings Karin Ivancsiscs „Die Gastgeberin“ inzwischen schon gelesen und jetzt habe ich mich, als ich Rchard Weihs Einladung bekommen habe, dafür entschieden, obwohl in der „AS“ ja, glaube ich, gerade das Lyrikfestival  „Dichterloh“ stattfrindet, aber Stefan Kutzenbergers Roman „Friedinger“ klang interessant und von Stefan Kutzenberger hatte ich in der Vorwoche auch noch nichts gehört. Das hat sich zwar inzwischen geändert, da er nächste Woche auch im Cafe Westend lesen wird und am Donnerstag bei Stephan Teichgräbers Centrope-Festival“, also doch umdisponieren?

Ging nicht, weil schon eine sechs Uhr Stunde, also werde ich den 1971 in Linz geborenen Literaturswissenschaftler demnächst zum dritten Mal hören, was ich ja eigentlich zu vermeiden versuche, aber ein Roman, wo der Protagonist Stefan Kutzenberger heißt, klingt interessant, obwohl das ja nicht so neu ist.

Der macht dann noch einen Schreiburlaub in Griechenland, wo er den Herrn Friedinger trifft und der erzählt ihm etwas von einem „Noricum-Skandal“ und verbotenen Waffenlieferungen, wie in der Ankündigung steht.

Dann kam es doch ein bißchen anders, denn der junge Mann, dessen Debut bei „Hanser“ erschienen ist, erzählte etwas von  Bob Dylan und dann von einer Sexszene im einer Clelia und dann doch das oben erwähnte, aber um nicht zu spoilern konnte er nichts von der Krimihandlung lesen, weil er wollte doch die drei mitgebrachten Bücher verkaufen.

Also ging es um Sex statt, um Crime bei der Lesung und Richard Weihs bedauerte, daß er dann nicht das, sondern die „Noricum-Handlung“ ins Programm geschrieben hat.

Dem Publikum hat es trotzdem gefallen und applaudierte heftig und bei den Wunschgedichte, die dann verlesen wurde, konnte ich erahnen, wer aller im April im Publikum war.

Die Mechthild Podzeit-Lütjen, die Ruth Aspöck, die Judith Gruber-Rizy, die Susanne Toth, das who ist who, der heimischen Literaturszene und wahrscheinlich der Freundeskreis von Karin Ivansciscs. Diesmal waren Margit Heumann da, ein Autor, der vor cirka einem Jahr gelesen hat und ein paar Freunde von Stefan Kutzenberger und ich kann gespannt sein, welche Szenen er am Donnerstag und Dienstag lesen wird und, wie er dann sein Publikum unterhält?

Freie Wildbahn hat es diesmal keine gegeben, beziehungsweise keinen Autor, der sich honorarlos in sie hineinbegeben wollte. So habe ich meine Wunschgedichtworte, auf das Wunschgedichtformular geschrieben, ein bißchen in dem Buch geblättert und mir auch von Margit Heumann versichern lassen, daß sie morgen in den „Republikanischen Club“ kommen wird.

Und weil der Alfred ja in Kuba ist, gibt es diesmal kein Bildmaterial

2016-12-12

Rudi Lasselsberger bei den Wilden Worten

Richard Weihs

Richard Weihs

Rose Proszowski

Rose Proszowski

Bei meinem Geburtstagsfest am elften November hat der Rudi ja auf alle Sessel seine Einladungen zu seinen zwei Dezemberlesungen, am zwöften bei den „Wilden Worten“, am zwanzigsten gemeinsam mit Fritz Widhalm im „Glücksschweinmuseunm“ ausgelegt.

So habe ich mich entschieden wieder zu den „Wilden Worten“ zu gehen, wo ich schon länger nicht war, bin ich ja irgendwie ein Rudi Fan.

Als Alternative hätte es noch Michael Donauser in der „Alten Schmiede“ gegeben, war aber, wie ich erfuhr, als ich von der „Gesundheitskonferenz“ im Rathaus nach Hause gekommen bin, erfuhr, ohnehin nicht stattgefunden hat.

Also wieder einmal der liebe Rudi, oder „Willi in O“, der vierte Band der „Williogie“, im „Restistenz-Verlag“ erschienen, wo der Verleger Dietmar Ehrenreich ja im September verstorben ist.

Deshalb war die Lesung ihm gewidmet. Der Rudi vollzog vor der Lesung wieder einen T-Shirtwechsel und wechselte vom grünen mit der Aufschrift „Greece“ in ein weißes, wieder extra für die Lesung angefertigt mit dem genauen Programmzettel und zündete eine Kerze für seine verstorbene Nichte an.

Thomas Losch, der auch bei den „Wilden Worten“ gelesen hat, ist im Mai, kurz nach seiner Lesung verstorben, wie Richard Weihs erwähnte und dann ging es los mit der Lesung und zuerst im Stehen.

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Denn der Rudi hatte wieder eine Ankündigung und zählte Entstehungsgeschichte seiner „Williogie“ auf.

„Willi auf Kur“ ist 2006 im „Fröhlichen Wohnzimmer“ handgeschrieben erschienen, dann folgten „Willi wo bist du“ und „Willi auf ein Wort“ im „Loma-Verlag“ mit oder ohne ISBN-Nummer erschienen und jetzt in blau, der „Willi in O“, ein Buch, das ich höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr lesen werde und auch schon im „Wortschatz“ gesehen habe.

Der Rudi hat daraus umrundet von seinen Schrei- und anderen Gedichten gelesen und auch erwähnt, daß in dem Buch ein Autogramm, das er sich von Franhz Schuh geben ließ, abgedruckt ist.

Dann hätte eine Diskussion folgen sollen, es hatte aber niemand wirklich Fragen zu dem Buch oder Werk, nur die kleine Ente mit dem Buch, die der Rudi, der Aktionskünstler, wie ihn Richard Weihs, als „bunten Hund“ vorstellte, vor sich auf den Lesetisch gestellt hat, erregte das Interesse und jemand hat sich vom Rudi auch ein Wunschgtedicht gewünscht.

Die folgten dann und ich habe mir diesmal etwas zum Thema „Weihnachten“ mit den Worten „Barbara“ und „Marianne“ gewünscht und Richard Weihs vorher die „Berührungen“ übergeben, in dem ja das Wunschgedicht mit den Worten „Schreibblockade“ und „Literaturarchiv“ enthalten ist.

Andreas Scheiwein

Andreas Scheiwein

Thomas Mayer

Thomas Mayer

Nachher gab es diesmal wieder die freie Wildbahn mit zwei Lesenden.

Zuerst las Andreas  Scheiwein aus einen Roman in Reimen mit dem Titel „Teufel und Engel“ ein paar Verse aus einem Notizbuch und erzählte etwas dazu.

Er hat auch eine Website „somebody@pflanzenbar.com“ mit dem Untertitel „bullshit & inspiration“, wie auf den Visitenkarten stand, die er verteilte.

Dann folgte ein Thomas Meier, ich weiß nicht, ob ich den Namen richtig geschrieben habe. Er las jedenfalls aus einem Buch von einem Axel der in der Dusche tanzte und auf seine Glatze Shampoo verteilte und daran verstorben ist.

Und das nächste Mal im Jänner wird, wie Richard Weihs schon ankündigte, Franz Blaha aus seinem neuen Buch „Schattenstörche“ lesen, das er mir zum Geburtstagsfest mitbrachte.

Und Rose Proszowski wies auf ihre nächste Veranstaltung mit Werner Grüner in der VHs Penzig, al 21. 12 „Denkmal statt Arbeit“ hin.

2016-04-11

Weiter mit dem „Damendoppelpingpong“

Im Jänner hat es bei den „Wilden Worten“ ein Damendoppel aus der „Sprache-Anthologie“ gegeben. Erika Kronabitter und Marianne Jungmaier haben ihren Schlagabtausch gelesen und jetzt gabs bei Richard Weihs die Fortsetzung mit Patrica Brooks und Judith Nika Pfeifer, an der ich ja am letzten Donnerstag vorbeigegangen bin, als ich zu „Westbahn-Spontan“ in Cafe Fortuna ging.

Das Thema war Reisen oder auf Englisch ausgedrückt „on  a bling bling trip“ und das bedeutet, wie jemand aus dem Publikum erfragte, etwas Glamouröses, Schein und Glimmer und die beiden Damen haben sich sowohl offenbar am Donaukanal getroffen, als auch gegeneinander Mails geschrieben, die sie dann in einer Word Datei gesammelt haben.

Sie haben auch gewürfelt und sich auf der Landkarte blind einen Ort ausgesucht und dann „schwesterlich“ aufeinander Bezug genommen. Regeln und Vorschriften tauchen auf, was man in Hotels und in der Öffentlichkeit alles nicht machen darf, rauchen, lachen, lieben, essen, beispielsweise und von mir erfunden und in Island war die Marmelade zu erraten, die nach Rharbara klang und offenbar auch so schmeckte.

„eine münze werfen. mit dem finger tippen. zum flughafen fahren. sich keine gedanken machen. reisen ohne plan. herumkommen. immer neu vernetzt. schauen, wo es eine/n hinführt. zwei machen sich auf dem weg, rechnen mit dem unvorhersehbaren.

die autorinnen nehmen den zufall als ausgangspunkt für reisen in unterschiedliche gebiete, mit dem kofferradio in der hand schicken sie randnotizen aus macao, reisen auf den spuren von alvar aato nach jyväskyla, rekapitulieren versäumnisse, versäumte flüge und irrwege“

Steht so am Flugblatttext. Nachher gab es viele Fragen im Publikum und Fragen von Judith Nika Pfeifer, glaube ich an Richard Weihs, wohin er reisen würde?

Er ist aber nicht so ein Reisefanatiker, sondern reist  nur zum Semmerling oder mit dem Kopf.

„Vom Semmering nach Simmering“, wurde dann geunkt und in dem Büchlein, in dem ich mir Notizen machte, stand sinnigerweise „Meine weiteste Reise war nach..“

Japan würde wohl die Antwort lauten oder auch Hongkong, Bali, Malysia, Mexiko, New York  und zwei freie Wildbahngäste hat es auch gegeben.

Einen Herrn, der betonte kein Magister zu sein und Werner Grüner, der wieder seine gesammelten Gedanken zum Ausdruck brachte und beim Lesen  bemerkte, daß sie ein bißchen ordinär ausfielen.

„Immer diese Männerwitze, ich verstehe sie nicht!“, stöhnte so auch, glaube ich, Gabriele Petricek.

„Aber auch zum Nachdenken!“, lautete die gemütliche Antwort.

Wunschgedichte hat es auch gegeben, ich habe mir sinnigerweise eines zum Thema „Wurfgeschichte“, mit dem Beginn „Heute-“ und den Worten „Dosenbier“, „berühren“, „Rasierklinge“ und „Lügen der Frauen“ gewünscht.

Man sieht ich habe meine gegriffenen Worte inzwischen ein wenig abtewandelt und werde die sechzehnte Szene demsächst Anna Augusta über „Dosenbier“ und „Rasierklinge „bezeihunsweise Zoran und Stefan Zweig schreiben oder das von Anna  Augusta machen lassen und da ich diesbezüglich wahrscheinlich etwas mehr über Stean Zweig wissen sollte, bin ich zu meiner Leseliste, beziehungsweise meinen Regale abgegangen und  haben „Josef Fouche – das Bildnis eines Politischen Menschens“, ein Fischer TB aus dem Jahre 1964, und  zwei Novellenbände gefunden.

Zu den Autorinnen sollte ich noch anmerken Patricia Brooks wurde 1957 geboren und ist vielleicht auch eine die inzwischen Karriere machte, ich habe sie, glaube ich, durch ein gemeinsames Portrait in der Zeitschrift „Buchkultur“ kennengelernt. Dann hatte sie ein paar Bände in der „Edition Selene“, macht die „Radio Rosa-Reihe“, die im Oktorber ein Jubiläum hat, bei den „Mittleren VI“ hat sie gelesen und vor Weihnachten habe ich sie im „Read!!ingroom“ mit dem fröhlichen Wohnzimmer gehört.

Judith Nika Pfeiferwurde 1975 geboren, kennengelernt habe ich sie im Literaturhaus, bei dem „Lyric Festival“, wo sie mir im Lyrikautomat ein Gedicht zu meinem Foto schrieb, sie ist Priessnitzpreisträgerin und hat, wie schon oben erwähnt, am Donnerstag im Literaturhaus gelesen.

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