Literaturgefluester

2017-11-13

Wilde Worte mit Gerald K. Nitsche

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:46
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Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Nach der Buch-Wien  ging es gleich zu Richard Weihs „Wilden Worten“, den ich auch am Freitag bei der „Poet Night“ getroffen habe, wo er eine Auswahl aus den Wunschgedichten brachte und diesmal hatte er einen besonderen Gast und auch ein besonderes mit eher unbekanntes Publikum, nämlich einige Tiroler, lebt oder lebte, der 1941 Gerald Nitsche, der sich aus Protest gegen die Fremdenfeindlichkeit, im zweiten Vornamen Kurdoglu nennt, doch in Tirol, war dort  und auch im St. Georgs Kolleg in Istanbul, als Lehrer tätig, ist aber auch Galerist und Herausgeber im Bereich der Wenigerheitenliteratur.

So waren sowohl Leander Kaiser, der Zwillingsbruder des Konstantin, als auch Felix Mitterer im Publikum, beide warenwohl mit Gerald Nitsche im Paulinum, dem bischöflichen Gymnasium in Schwaz und auf dem Büchertisch lagen einige Anthologien im Bereich der sogenannten Wenigerheitenliteratur, das sind die Roma, Jenischen, Lappen etcetera, beziehungsweise ein Roman des Autors „2084 – aufzeichnungen aus 2001 Nacht, die unter dem Namen Orge Geo (r) well herausgegeben wurden.

Man sieht schon, der Künstler ist sehr originell und seine Lesung bestand auch aus einem wahren Streifzug durch die sogenannte Minderheitenliteratur, was ein Begriff Ceija Stoikas sein dürfte, die im Amerlinghaus auch eine Ausstellung ihrer KZ-Alptraum-Bilder hat.

Richard Weihs

Richard Weihs

Eine der aufliegenden Anthologien trägt den Titel „Steine am Weg“ und beinhaltet eine Sammlung der „Fahrenden Europas“ und aus der begann Gerald K. Nitsche seine Lesung und las oder plauderte sich schwungvoll durch das Buch, gab  Textproben, plauderte aus seinem Leben und bezog dabei  auch das mit ihm befreundete Publikum ein, forderte es  zum Lesen, der in der Anthologie enthaltenen Texte auf, so las der neben mir sitzende Journalist und Autor Hüseyin Simsek sein in einem der Bücher enthaltenes Gedicht auf Türkisch und Richard Weihs bedauerte nach der etwa einstündigen Vortragslesung, daß Gerald Nitsche nur wenige seiner Werke vorgetragen hat.

Das holte er nach den Wunschgedichten noch nach. Die Diskussion beziehungsweise das Gespräch entfiel diesmal, weil der Autor schon sich selbst schwungvoll und beeindruckend und vielleicht manchmal etwas zu schnell, um wirklich mitzukommen, vorgestellt hat.

So habe ich diesmal einen mir völlig unbekannten  Künstler und seine interessante Verlagsreihe kennengelernt, was ich sehr spannend fand.

Das nächste Mal wird Mal wird es wahrscheinlich wieder etwas vertrauter werden. Hat Richard Weihs da doch Nadine Kegele angekündigt, ich bin gespannt und habe von ihr auch schon einiges gelesen und gehört.

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2017-09-11

Margit Heumanns wilde Worte

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:18
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Margit Heumann

Margit Heumann

Margit Heumann, die Vorarlbergerin, die ich, glaube ich, über Thomas Wollingers „Texthobelwerkstatt“ kennengelernt habe und deren Schundheft-Krimi „Wo er recht hat, hat er recht“, mich sozusage durch unsere Bodenseeradfahrt begleitet hat, das heißt, ich habe das kleine Hefterl schon ein paar Wochen vorher gelesen aber gedacht, ich sollte mit dem Veröffentlichen warten, bis wir sozusagen schon auf Tour sind und das so von Tag zu Tag hinausgeschoben habe, weil ich ja in Vorarlberg einen Vorarlberger Literaturschwerpunkt lesen und auch bloggen wollte und da hat das Buch hineingepasst.

Als wir wieder zurück waren, gab es dann die  „Schundheiftparty“ im Gasthaus Lechner und da hat Magit Heumann schon angekündigt, daß ihr Paul und ihre Emma eine Fortsetzung haben werden und jetzt ist das Buch „Kriminelle Schmunzelgeschichten“- „Soviel Schwein geht auf keine Kuhhaut“ erschienen und wurde heute bei den „Wilden Worten“ vorgestellt.

Das heißt angekündigt war der „Schundheftkrimi“ und aus dem hat Margit Heumann auch ein paar Stellen vorgetragen und sie macht das ja immer sehr spannend und äußerst effektiv. Liest ein paar Zeilen, erzählt zwischendurch ein bißchen und hört, wenn es am spannensten auf, damit man das Buch kaufen kann, gemein, nicht wahr?

Aber der Paul und die Emma haben ihre Fortsetzung in den vierzehn Geschichten und ich sehe gerade, „Wo er recht hat, hat er recht“ ist die erste davon.

Also hätte ich das „Schundheft“ gar nicht lesen müßen oder ich erspare mir, beim neuen Buch den Anfang, könnte man so sagen und interessant ist auch, daß es wie bei Meredith Winters „Liebeskrimis“ eine Genreüberschreitung zu geben scheint.

Richard Weihs

Richard Weihs

Andreas Scheiwein

Andreas Scheiwein

„Kriminelle Schmunzelgeschichten“, ein Genre der Margit Heumann sozusagen und die Geschichten vom Paul und von der Emma scheinen meist auch einfach anzufangen. Den Alltag zu schildern, eine Autofahrt beispielsweise und dann am Rand der Kriminalität abzugleiten. Bei den beiden angelesenen Fragmenten kommt irgendwann die Polizei.

Bei der ersten bringt sie Paul der Emma nach, die ihren Liebling auf der Autobahn ausgesetzt hat, weil zu viel getrunken. Beim zweiten läßt er sich ein Organ entnehmen und im Aufwachraum schnappt ihn die Polizei und sein Körper scheint seltsamerweise auch unverletzt zu sein, und dann, wie Margit Heumann erwähnte wurschteln sich die beiden wieder heraus.

Vierzehn Schmunzelgeschichten mit Schuß also und in zwei beziehungsweise drei, wenn man den Schundhefttext mitzählt, ließ Margit Heumann ein wenig hineinhören und, wie schon geschrieben, hörte sie auf, als es am spannensten war, nicht ohne im anschließenden Gespräch zu versichern, daß alles davon erfunden und nicht wirklich so erlebt wäre.

Klingt auch sehr spannend und dann kam Richard Weihs auch schon mit seinen Wunschgedichten und da hat sich Margit Heumann, beim letzten Mal, als die Ruth dran war, auch eines gewünscht, das sinnigerweise auch den Titel „Weo er recht hat, hat er recht“ hat und ich wünsche mir ja auch manchmal passend zu meinen Works in Progress das entsprechende Gedicht.

Diesmal aber nicht, seltsamerweise ist mir keine unsichtbare Frau eingefallen, die Donald Trump aufsucht, um ihn von einer Invasion nach Nordkorea abzuhalten.

Schade eigentlich, ich habe mir stattdessen ein ganz gewöhnliches Herbstgedicht gewünscht und einen Special Guest beziehungsweise einen freien Wildbahnleser, der sich sozusagen für seine am Samstag stattfindende Lesung einübte, hat es auch gegeben.

 

2017-04-10

Amok und andere Alltäglichkeiten

Richard Weihs

Richard Weihs

Bettina Gärtner

Bettina Gärtner

Diesmal war die 1962 in Frankfurt geborene und seit 1969 in Wien lebende Bettina Gärtner zu Gast bei den „Wilden Worten“.

Eine Autorin, di, mir was eigentlich nur sehr selten passiert, nicht bekannt war, obwohl sie die „Leondinger Akademie“ absolvierte und schon ein Buch „Unter Schafen“ herausgegeben hat.

Das heißt, wie ich gerade aus dem Archiv ersah, das stimmt auch nicht so ganz, denn sie ist im Herbst bei den „Neuerscheinungslesungen der GAV“ aufgetreten und wenn ich mich recht erinnere, hat sie da auch ein Stück aus ihrem Roman, ein Krimi glaube ich, aus dem Pharmazeutenmilieu, gelesen.

Jdenfalls hat Richard Weihs in seiner Einleitung erwähnt, daß er auf sie durch das Neuerscheinungsherfterl aufmerksam wurde und sie deshalb eingeladen hat und Bettina Gärtner ergänzte, daß sie einmal dachte, sie müsse jemanden umbringen oder zu schreiben anfangen und hat sich dann für das letztere entschieden.

Deshalb vielleicht auch die „Leondinger Akademie“ besucht und für ihr zweites Buch, hat sie, glaube ich, auch ein Stipendium und eine Buchprämie wahrscheinlich für das erste erhalten.

Zuerst kamen aber drei Texte, 2008, 2009 und 2010 geschrieben, wie sie erklärte.

Der erste handelt von der Selbständigkeit, da geht das Ich, die Protagonistin, die, wie Bettina Gärtner für die zweite Geschichte erklärte, nicht unbedingt mit dem Autoren-Ich ident sein muß, auf eine Party und unterhält sich am Buffet, während der Würstchen im Schlafrock und den Canapes über den Vorteil der Freiberuflichkeit, denn da kann man sich die Zeit einteilen, etcetera.

Bettina Gärtner

Bettina Gärtner

Richard Weihs

Richard Weihs

In der zweiten Geschichte „Verzahnungen“ ist das „Ich“ dann ein Mann und gerade dabei seine Firma aufzulösen, diesbezüglich geht er nach Schönbrunn oder an einen anderen Ort spazieren, um Ruhe zu haben, wird dabei aber sowohl von einer Kindergartengruppe, als auch von Eichhörnchen gestört, die sich als sehr gefräßig erfweisen und  über die Kindergartentante herfallen.

Man sieht Bettina Gärtner, die auch im Marketing gearbeitet hat oder noch arbeitet ist sehr offensiv und hat auch sehr ungewöhnliche, fast kafkaeske Einfälle, denn in der dritten Geschichte, wo die Protagonistin schon in die Selbständigkeit in ihrer Wohnung geflüchtet ist, kommt ein armloser Fliesenleger und irritiert sie in ihrer Zeiteinteilung.

Dann kam ein kleines Stückchen aus dem ersten Roman, den die Autorin auch in einem großen Stoß vor sich abgestellt hatte und dann ein längeres aus dem zweiten in Arbeit befindenen, das von einem Hermann, einem pragmatisierten Postbeamten handelt, der in seiner Abteilung mit einem prekär beschäftigten Fräulein kämpft.

Interessant, interessant und das war auch das nachfolgende Gespräch in dem die Autorin Einblick in ihren Arbeitsalltag gab und erklärte, wieso sie zu ihren Themen gekommen ist und Richard Weihs seine Begeisterung an den Texten ausdrückte.

Dann ging es  zu den Wunschgedichten und ich habe mir diesmal eines zum Thema oder mit dem Titel, wie könnte es auch anders sein „Ostern“ gewünscht, das mit den Worten „1, 2, 3 ein Osterei“ beginnen soll und dann habe ich mir noch, um es Richard Weihs schwer zu machen drei eher nicht dazu passende Worte, wie „Gewitter“, „Arbeitslosigkeit“ und „Schweinsbraten“ dazu gewünscht.

Mal sehen was er daraus macht. Live werde ich ja das nächste Mal nicht dabei sein, weil wir da ja schon mit der Ruth um den Bodensee radeln und das Thema Ostern hat sich auch schon im Vormonat jemand anderer gewünscht, was ja jetzt aktuell ist, während zum Mai eher der Maiaufmarsch, der Maibaum etcetera passen würde, man sieht aber, ich bin meiner Zeit nicht voraus, hinke  eher nach und Bettina Gärtner hat noch, das fällt mir jetzt ein, zu ihrer ersten Geschichte von der Selbständigkeit erzählt, daß es der Protagonistin zum Halse heraushing, sich immer zu Ostern Osterhasensprüche ausdenken zu müssen, was sie im Gespräch mit Richard Weihs dahin ergänzte, daß es sich dabei, um  autobiografische Erfahrungen gehandelt hat.

2017-03-04

Lange Nacht im Amerlinghaus

Das Amerlinghaus am Spittelberg, wo einmal, glaube ich, der Maler Amerling wohnte, sollte in den Siebzigerjahren abgerissen werden, es wurde 1975 besetzt und 1978 ist die Kulturinitiative Amerlinghaus mit einer großen Subvention und damals neun Angestellten entstanden.

Ich habe  mehrmals dort gelesen, einmal vor ganz langer Zeit habe ich einmal auf „Falter-Inserat“ reagiert, wo dann einer meiner Texte las, dann waren verschiedene GAV-Veranstaltungen und nach dem sie mich ja im Literaturhaus hinausgeschmissen habe, habe ich die „Mittleren III“ bis “ VI „ dort durchgeführt. Dann habe ich mit dem Organisieren aufgehört, weil es mir zu mühsam war, da wochenlang Zettel zu verteilen und zu hören, daß die Leute leider nicht kommen können, weil ihre Großmutter Durchfall oder Bauchweh hat.

Und 2010 hörte man schon, daß das Amerlinghaus Probleme mit den Subventionen hat, daß eingespart wird und daß es vielleicht geschlossen wird. Da gab es dann einige Solidaritätsveranstaltungen und der Betrieb ist weitergegangen unsere „Westbahn Spontan-Lesung hat dort stattgefunden. Es gibt die „Wilden Worte“ und früher das xxxxx-small und und im November oder so hat mich Kurt Winterstein angeschrieben, daß er „Unsere Hilfe braucht“, weil die Situation wieder prekär ist und so fand am Freitag  eine lange Nacht stattf, wo Künstler im Viertelstundentackt von achtzehn bis ein Uhr früh sangen, lasen, performierten und dazwischen immer jeweils ein Moderator etwas über das Amerlinghaus erzählte.

Nämlich, daß es das Kulturzentrum schon seit 1978 gibt und es ein sehr niederschwelliges Kulturangebot macht, früher war das Geld da, auch um selber Kulturveranstaltungen zu machen und es gab auch immer einen Politiker im Vorstand, der eine zeitlang der junge Michael Häup war, der jetzt ja der Wiener Bürgermeister ist, aber für das Amerlinghaus keine Termine mehr hat.

Als ich mit dem Alfred und meiner Büchertasche eintraf, hat gerade Kurt Winterstein ein Lied gesungen, daß auch bei der Besetzung vor vierzig Jahren gesungen wurde und dann kam schon Stephan Eibl Erzberg mit seinen sehr kritischen Gedichten und erzählte lang und breit und gar nicht gut einzuhalten, wie schön, daß Leben früher war, als Mann und Frau ihre Unfälle hatten, ein Feuer anzündeten, sich einrauchten, etcetera….

Richard Weihs ist ja mit seinen „Wilden Worten“ ein Veteran des Amerlinghauses und er las ein Stück aus seinen „Blues Gustl“, der ja auch einen Amerlinghausbezug hat.

Fritz Nussböck auch ein Veteran der ersten Stunde kam mit seinem Sohn und sang drei kritische Lieder und dann kam Peter Henisch mit Thomas Declaude und präsentierte seinen Baron Karl. Der ein Wiener Original und Sandler ist, den es wirklich gegeben zu haben scheint und im vorigen Jahrhundert durch den zehnten Bezirk streifte.

Franzobel kam dann auch und las glaube ich aus dem Roman, den er im Sommer in der „Alten Schmiede“ vorstellte und der inzwischen offenbar schon erschienen ist und inzwischen auch auf Platz fünf der ORF-Bestenliste steht.

Auch Franzobel hat, wie er in der Einleitung erzählte, einen Bezug zum Amerlinghaus und öfter dort gelesen und nach einer Pause, wo man sich am Buffet bedienen konnte, das Amerlinghaus war ganz erstaunlich gut gefüllt, kam Doron Rabinovici an die Reihe, der sich in den Achtzigerjahren, als es den Republikanischen Club noch nicht gegeben hat, dort zu den diesbezüglichen Sitzungen getroffen hat und brachte ein paar seiner Kurzgeschichten, die waren, wie auch viele der anderen Texte, sehr kritisch und befassten sich mit Flucht und Ausgrenzung, die erste zum Beispiel damit, daß alle Neugeborenen ausgewiesen werden müßen, weil sie ja ohne gültige Papiere und Visum auf die Welt kommen und sich nicht selbst versorgen können.

Martin Auer ist auch so einAmerlinghausveteran und hatte auch sehr kritische Lieder und Texte zum Thema Flucht und Vertreibung und dann war es eine Zeitlang mit den Urgesteinen  vorbei und es kamen eine Reihe junge Dichter, zur Beachtung, als ich nach elf an die Reihe kam, war ich erst die zweite Frau gelesen hat und nachher waren noch zwei an der Reihe und das war es dann für diesmal mit der Frauenpower. Aber der Frauentag kommt ja noch und da gab es Amerlinghaus ja auch schon Frauenlesungen

Es folgte also, zwar von einer Moderatrorin angefkündigt, Jörg Pieringer, das ist ein jüngerer sprachexemperimenteller und auch musikalischer Künstler mit seinen Sprechtexten, der von zwei mir unbekannten jungen Männern Frank Ruf und Thomas Winkler gefolgt wurde.

Frank Ruf hatte kurze, noch unveröffentlichte Prosatexte, Thomas Winkler las einen Text aus der „Kolik“ und einenen zweiten, der sich auch mit dem Thema Flucht und Vertreibung auseinandersetzte, aus einer anderen Anthologie.

Norbert Kröll habe ich schon bei einer MUSA– und bei einer Sprachkunstlesung gehört und er las aus seinem Roman, der im März erscheint und im April im Literaturhaus vorgrestellt werden wird und sagte dazu, daß er im Amerlinghaus einmal einen Workshop „Wie man einen Roman“ schreibt, besuchte, wo Doron Rabinovici der Leiter war.

Dann kam noch eine Pause, wo ich mir mein Namensschild besorgte, mit dem ich mir ein Glas Rotwein holen konnte und dann die erste Frau, Verena Duerr statt Patricia Brooks, die eigentlich im Programm gestanden ist und die ja auch bei meiner letzten „Mittleren-Veranstaltung“ gelesen hat und die brachte von ihr vertonte Gedichte von Getrtrude Stein.

Danach kam wieder ein Urgestein der Hausbesetzung und der linken Szene nämlich Erich Demmer mit einem Text zur Bildungspolitik, wo er seinem Publikum den Pisa-Test abfragte und am Schluß noch von den“gscheiten und den blöden Leuten“ sehr eindrucksvoll sang und dann folgte schon die zweite Frau, nämlich ich mit der Himmelszene aus den „Berührungen“ und dem „Wunschgedicht“ von Richard Weihs, sowie meiner, schon zitierten Amerlinghausgeschichte.

Dann übernahm Ilse Kilic, die Moderation und kündigte zuerst Michaela Hinterleitner, die, weil er jetzt ja kommt, Frühlingsgedichte las und dann Hans Breuer an, das ist ein Schäfer, der drei Lieder sang.

Gerhard Ruiss von den IG Autoren und auch Amerlinghausaktivist der ersten Stunde folgte mit einer Gedichtauswahl aus seinen diversen Bänden und Ilse Kilic und Fritz Widhalm lasen aus zwei ihrer Verwicklungsromane, wo es auch um das Amerlinghaus, das ja unbedingt bleiben muß, ging.

Rudi Lasslberger, mit dem ich schon auf frühetren Amerlinghausprotestveranstaltungen war, folgte mit seinen Schreigedichten und dann las Helmut Neundlinger aus Hermes Phettbergs Predigtdienst, über den er ja seine Dissertation geschrieben hat und der auch anwesend war und eine Grußbotschaft abgegeben hat.

Dann war es schon ein Uhr früh vorbei und nächste Woche wird es noch einmal mit einer langen Nacht weitergehen, wo auch ein paar Frauen lesen werden, weitergehen.

Da werden wir in Harland sein, ich wünsche dem Amerlinghaus aber alles Gute und meine auch, daß es bleiben soll, weil es niedrigschwelliger Kulturort ist und vielleicht Leuten eine Auftrittsmöglichkeit gibt, die in den etablierteren Kulturorten keine finden, so daß ich mir von Richard Weihs noch viele schöne Wunschgedichte holen kann, die dann in meinen Büchern Einklang finden.

Renate Nahar (Amerlinghaus)

Renate Nahar (Amerlinghaus)

Herbert Sburny

Herbert Sburny

Stephan Eibel

Stephan Eibel

Richard Weihs

Richard Weihs

Fritz Nussböck

Fritz Nussböck

Peter Henisch

Peter Henisch

Thomas Declaude

Thomas Declaude

Thomas Winkler

Thomas Winkler

Frank Ruf

Frank Ruf

Joerg Piringer

Joerg Piringer

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

Martin Auer

Martin Auer

Franzobel

Franzobel

Norbert Kroell

Norbert Kroell

Verena Duerr

Verena Duerr

Erich Demmer

Erich Demmer

Eva Jancak

Eva Jancak

Michaela Hinterleitner

Michaela Hinterleitner

Hans Breuer

Hans Breuer

Gerhard Ruiss

Gerhard Ruiss

Ilse Kilic

Ilse Kilic

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Helmut Neundlinger

Helmut Neundlinger

Hermes Phettberg

Hermes Phettberg

Kurt Winterstein

Kurt Winterstein

2017-01-09

Schattenstörche bei den wilden Worten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:11
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Franz Blaha

Franz Blaha

Weihnachten ist vorbei, die literarischen Veranstaltungen haben wieder begonnen, in der „Alten Schmiede“ diskutierte Ilija Trojanow mit dem Bulgaren Georgi Gospodinov, von dem ich, glaube ich, ein Buch in meinen Regalen habe und bei den „Wilden Worten“ im Amerlinghaus trat Franz Blaha, ein literarisches Urgestein und Schreibwerkstättenveranstalter, „Augustin“, „Häferl“ und jetzt auch in der Pannachschgasse auf und stellte sein neues Buch „Schattenstörche“ vor.

Das war mir zwar  bekannt, habe ich es ja zu meinem Geburtstag bekommen und Franz Blaha, ein unermüdlicher Veranstaltungsbesucher, wo ich ihm dann immer treffe, hat da auch schon gelesen.

Trotz Wintereinbruch und Schneeverwehungen und großer Kälte im Galerienzimmer relativ viel Publikum und Fanbesucher.

Sogar ein Herr vom „Augustin“, ein früherer Stammbesucher, wie Richard Weihs erwähnte, tauchte auf und Franz Blaha erklärte gleich, was es mit den „Schattenstörchen“ auf sich hat.

Wo viel Licht ist ist viel Schatten und die beiden Störche, die er von seinem Urlaubsquartierfenster immer sehen kann, teilen sich, die solchen auf, der eine steht dann im Lichte und den im Dunklen sieht man nicht, um Berthold Brecht zu verhunzen, aber der taucht in dem Gedichtband, in dem es auch sehr schöne Illustrationen gibt, auch auf, erklärte Franz Blaha in seiner Einleitung und kam dann gleich auf die Lyrik zu sprechen, denn da braucht man diese Gegensätze, wo es es ernst ist, muß man es ein wenig lustig machen und der Humor hat auch seinen Hintergrund.

Dementsprechend gibt es in dem Buch die verschiedensten Themengebiete. Es gibt die „Schreiberwehen“, das „Schlender-Gendern“, den „Daseins Hader“,“Anfälliges“ „Religiorösen“ „Klamaukiaden“, „Unflüstereien“ und natürlich auch die „Abgesänge“.

Franz Blaha, Richard Weihs

Franz Blaha, Richard Weihs

Aus jeder der Abteilungen hat Franz Blaha einige Gedichte gelesen und sich dazwischen selbst conferiert.

Hat von den Sternen gesprochen, die man sowohl im Waldviertel, als auch in Australien sehen kann, den großen und den kleinen Bären und da muß es auch einen dritten geben und ein paar sozialkritische Gedichte mit dem sozialkritischen Anklang, den man nicht nur, aber auch am ersten Mai vertragen kann, gab es ebenfalls.

Es überwog aber der Humor und die humoristischen Wortspiele würde ich sagen und am Schluß gab es soviel Applaus, daß Richard Weihs eine Zugabe vorschlug.

Franz Blaha leitete aber gekonnt die Diskussion ein und da wurde es fast esoterisch, aber nicht zusehr, denn die Fragen wurden  vor allem von einer Dame nach den Schreibwerkstätten gestellt und da hatte Franz Blaha wieder sehr viel zu erzählen.

Die Erste war in einem Gefängnis, dahin mußte man sich mit bürgerlicher Ausprägung erst überwinden, aber die Hartmuthgasse war ein sehr priveligiertes und das ist auch die Adresse, die in meinen „Hirarchien“ steht, denn dorthin wurde Jack Unterweger während der Arbeit an meinem Buch von Stein ja verlegt, um sich auf seine Entlassung vorzubereiten.

Dann kam Franz Blaha zum „Augustin“ und launig wie er ist, zählte er auf, wieso es möglich war, daß es die Schreibwerkstätte schon vor der Obdachlosenzeitung gab.

Richard Weihs

Richard Weihs

Die macht Herr Blaha, glaube ich nicht mehr, hat mich 2009 aber einmal dorthin eingeladen und im „Häferl“ habe ich auch einmal gelesen.

Jetzt erzählte Franz Blaha viel aus seinem Handwerk, ließ in die Schreibschulen schauen und die konnte man dann gleich an Hand der Wunschgedichte ausprobieren.

Da habe ich mir ja das letzte Mal etwas von einer Weihnachtsgans mit dem Namen Barbara oder Marianne gewünscht und jetzt habe ich wieder an mein „Work on Progress“ gedacht.

Mal sehen, was aus  aus der Dorothea Wewerka dem Bibliotheksgespenst entsteht, aber vielleicht hat Richard Weihs andere Einfälle.

Herr Blaha fragte mich jedenfalls nach meinem momentanen Schreiben und da könnte ich anmerken, es stagniert oder, nein einen ungefähren Handlungsbogen habe ich vielleicht sogar schon. Jedenfalls folgt bald der dementsprechende Artikel und zur Hintergrundliteratur habe ich mir bevor ich mit dem Alfred ins Amerlinghaus gegangen bin, Marlene Streeruwitzs letzten „Wahlkampfroman“ ausgedruckt und in den „Schattenstörchen“ – „Texte wie Vogelschatten“, kann ich ja auch noch lesen und das nächste Mal wird Regina Hilber, wie Richard Weihs anmerkte, Gästin bei den „Wilden Worten“ sein und im März einer, der sich das letzte Mal ein Wunschgedicht schreiben ließ.

2016-05-09

Vom Literaturarchiv zu den Wilden Worten

Seit ich im November auf der Buch-Wien bei Ö1 Quizz mitgemacht habe, ich ich Mitglied im Ö1 Club und kann mich da für Veranstaltungen und Themenführungen anmelden. So bin ich heute Nachmittag mit dem Alfred im Literaturarchiv der Nationalbibliothek gewesen, wo seit den Neunzigerhahren Nachläße, Vorläße etcetera archiviert, aufgearbeitet, etcerta werden und es seit einem Jahr auch das Literaturmuseum im Grillparzerhaus gibt, wo ich erst vorige Woche in der Sonderausstellung war.

Das trifft sich gut, habe ich gedacht, mein literarisches Wissen durch eine Führung im Literaturarchiv aufzufrischen, das ich in der Hofburg in der Gottfried von Einem Stiege befindet und ich war da auch schon einmal vor Jahren als Alexandra Millner ihr Buch über „Spiegelmotive in der Literatur“ vorstellte.

Im Salzburger Literaturarchiv sind wir im Jänner mit Margot Koller gewesen und dort haben sie uns eines von Stefan Zweigs Notizbücher, das jetzt auch in den „Berührungen“ vorkommen wird, aus dem Tresor geholt, diesmal führte Volker Kaukoreit, die Gruppe von ausgewählten Ö1 Hörern und den kenne ich als ich einmal für den „Tag der Freiheit des Wortes“, der ja morgen wieder im Literaturhaus stattfindet, ein Interview im Radio Orange machte und er bezüglich einer „Fried Veranstaltung“, weil er ja im Vorstand der „Erich Fried Gesellschaft“ ist und auch immer zu den „Erich Fried Veranstaltungen“ ins Literaturhaus kommt  und ich da einmal auch etwas von ihm beziehungsweise Heinz Lunzer bezüglich eines Zitats aus einem Reiner Kunze Buch etwas von ihm wissen wollte.

Er saß also vor einem Pult im Lesesaal und fragte sein Publikum, was es glaube, was das Literaturarchiv für Aufgaben hat?

Die Vorläße, die Nachrichten, die Handschriften, die Tagebücher, die Briefe, etcetera der österreichischen Literaturen ab 1900 sammeln und ihre Schriften herausgegeben und außerdem seit einem Jahr auch noch das Literaturmuseum bestücken, wer im Literaturarchiv gesammelt wird, kann man sich im Netz genau ansehen, es gibt auch Kriterien für Vorlaßankäufe, denn wenn jemand mit den Gedichten seiner Oma kommt, ist das ja nicht so interessant, nein die Dichter müssen schon Fried, Jandl, Kafka, Drach, Doderer, etcetera heißen und Robert Schindel hat einen Vertrag abgeschloßen, daß er auch seine Mails zur Verfügung stellt, denn die Briefe werden ja jetzt nicht mehr mit der Hand geschrieben und Originalmansukripte wird es bald auch keine mehr geben.

Noch gibt es sie aber und sie werden archiviert und die österreichischen Dichter vor 1900, wie Grillparzer beispielsweise werden in der Wien-Bibliothek aufbewahrt.

Danach ging es zu den Schachteln und Volker Kaukroreit und zu  einem Buch mit den berühmten Skizzen Doderers zu seinen Dämponen, die ich, glaube ich, schon einmal in der Nationalbibliothek gesehen habe,  der Fried Spezialist, holte ein Notizbuch von Erich Fried hervor und ließ es durch die Runde gehen, dazu gab es, damit die Führung spannender ist, die Kopie aus dem Paß des siebzehnjährigen Frieds, als der Österreich verlassen mußte.

Einen Vorbereitungszettel zu einer Lesung gab es auch zu sehen, beziehungsweise einen wo Stichworte aufnotiert waren, woraus Fried später das Gedicht „Auf der Suche“ machte, das wurde auch verteilt, dann ging es hinauf zu den Räumen mit den Archivschachteln, Volker Kaukoreit führte herum und zeigte uns dann sein Zimmer mit den vielen Fried Schachteln.

Dreihundert Nach-oder Vorlässe werden im Literaturarchiv betreut, dreißig betreut er, sein Spezialgebiet ist aber Fried, worüber er auch eine Dissertation geschrieben hat, weshalb erals Spezialist nach Wien geholt wurde, um den „Fried Nachlaß“ aufzuarbeiten.

Thomas J. Hauck

Thomas J. Hauck

Wahrscheinlich wird auch der 1969 verstorbene Gerhard Fritsch im Literaturarchiv gesammelt und wahrscheinlich gibt es dort seinen berühmten Roman „Fasching“ zu bewundern, hätte ich gedacht, dennn der wurde jedenfalls in der „Alten Schmiede“ im Rahmen der „Grundbuchreihe“ vorgestellt und da hätte es auch gut gepaßt anschließend hinzugehen, nur leider hat die Führung bis viertel acht gedauert, so daß wir zu spät gekommen wären und Alfred wollte ohnehin lieber zu den „Wilden Worten“ ins Amerlinghaus gehen, wo der 1958 geborene Thomas J. Hauck seinen „Berlin Moabit Blues“ vorstellte, eine Erzählung über zwei einsame Typen, einen Alkoholiker und eine Frau, die auch gerne Tokaier trinkt, die sich in Moabit herumtreiben auf der Straße, am Markt, im Beisel, etcetera, er sucht eine Frau, gibt eine Annouce auf und traut sich dann nicht anzurufen, sie hat eine Tochter in Griechenland, die ihr mal vor Jahren eine Karte von der Akropolis schickte. Jetzt trinkt sie Tokaja, singt vom griechischen Wein, will dort hinreisen und  hört die Schafe blöken.

Thomas J. Hauck, der auch Schauspieler ist und in Berlin lebt, hat auch schon einige Kinderbücher geschrieben, eines davon stellt er auch am Mittwoch im Cafe Prückl vor und in der anschließenden Diskussion ging es um Einsamkeit, skurrile Typen und er erzählte, daß es zu beiden Figuren Vorbilder in seiner Umgebung gegeben hat und er sich dann die Geschichten darum ausgedacht hat.

Danach ging es um mein eigenes Literaturarchiv beziehungsweise Buchbestand aufzufrischen, zu den offenen Bücherschränken und da gab es von Egon Friedell „Die Rückkehr der Zeitmaschine“, die ja, glaube ich, auch im Literaturmuseum besprochen wird, von Kurt Palm, von dem ich jetzt nachschauen müßte ob er im Archiv archiviert wurd, seinen „Residenz-Roman“ „Bringt mir die Nudel von Gioachino Rossini“ und ein Buch einer „Bod-Publisherin“, die ja nicht gesammelt wird, aber wahrscheinlich auch ganz spannend ist.

Und hier mein Wunschgedicht vom letzen Mal mit ein paar „Wurfgeschichten-Worten“. Mal sehen was Richard Weihs daraus für mein elektronisches Literaturarchiv machte:

„Heute past einach gar nichts:

Die Rasierklinge kratzt elendiglich,

das Dosenbier schmeckt schal

und du lässt dich von mir nicht einmal daraus verühren.

Naja – und die Lügen der Frauen waren auch schon einmal origineller.“

Mit Stefan zweig und Heimito von Doderer aufder Wolke hat das nichts zu tun, aber die habe ich ihm auch nicht angegeben.

2016-02-08

Kuchlweanerisch

Am Rosenmontag Ludwig Roman Fleischer bei den „Wilden Worten“ und der ist mir ein alter Bekannter, obwohl ich ihm eigentlich , unter die Kärtntner gereiht hätte, ich weiß nicht, wie ich auf diese Idee gekommen bin, wurde er doch 1952 in Wien geboren, wahrscheinlich weil der „Sisyphus-Verlag“ dort beheimatet ist und beim „Bachmannpreis“ hat er auch einmal gewonnen.

Ich habe einige Bücher von ihm gelesen, hörte ihn öfter in der „Alten Schmiede“ und habe auch schon mit ihm gelesen, mehrmals sogar und irgendwie ist der ehemalige Lehrer auch ein Stimmenimitator und Multitalent.

Jetzt also, Roman Ludwig Fleischer verfügt auch über eine breite Buchpalette, „Weanerisch learna“ ist das letzte oder  schon 2012 erschienen, wie ich dem Netz entnehme, es lagen aber  zwei verschiedene Ausgaben am Lesetisch, vielleicht also eine Neuauflage?

CDs waren auch dabei und ich bin leider ein wenig zu spät gekommen, um diesen Umstand zu erfahren.

Als ich die Galerie betrat hat der „Wickadl“, ich würde „Wickerl“ sagen, schon im tiefsten Slang gelesen und das war sehr unterhaltsam, bin ich ja eine, die laut ihrer Mutter immer Hochdeutsch sprechen mußte,  der besseren Aufstiegschancen wegen, wie das früher hieß und deshalb ist das „Wienerische“ vielleicht vom Aussterben bedroht. Der „Wickerl“ oder „Wickadl“ las gerade davon, daß die Leute das nicht mehr verstünden, weil sie im Burgtheater immer von den den Deutschen „Pifkinesisch“ hören und das dann für Hochdeutsch halten, die sogar Nestroy verballhornen.

Das kann man vielleicht für ein bisserl bösartig halten, ich gehe auch kaum ins Burgtheater und der Peymann ist dort  auch nicht mehr  und die heutige „Literatur, Musik & und Kleinkunst-Veranstaltung“ war auch mit „Kuchlweanerisch, Wuchtln und Repetadln“ angekündigt.

Das „Kuchlweanerisch“ kenne ich eher als „Kuchlböhmisch“, zumindest hat Rhea Krcmarova einmal bei einer Studentenlesung solches vorgetragen und was das „Essen und das Trinken“ oder das „papperln“ betrifft, fallen mir noch immer Richard Eybner und sein „Wien wörtlich“ ein. Da hatten wir zu Hause einmal eine Platte.

Roman Ludwig Fleischer ist aber gleich ins Medias Res gegangen und hat von einem Pensionisten gewienert, der immer gerne kochte, als Kind hat er seinen „Weiberleutn“, die nie nie vor vier Uhr fertig wurden, schon die „Schnitzerln“ gebraten, die echten aus Kalb und Fasane, Gulasch, Braterln und anderes wußte das Wunderbubi auch zu praktizieren, nur die Semmelknödel sind ihm schiefgegangen, weil er seiner Schwester ein Eigelb auf die Hauspatschn prackte.

Der hilft nun bei einem Rudl im Gasthaus aus, zu dem auch die Dornbacher Pfarrpartie kommt und dann wird „gepipperlt“ und „gepapperlt“.

Parliert wird auch ordentlich und damit das besser geht, gab es dazwischen immer wieder Grammatiklektionen im „Weanerischen“.

Ludwig Roman Fleischer hat das natürlich anders geschrieben und auch einen Vortrag über die Lautmalerei gehalten. Laut lesen, denn sonst versteht man die Sprache nicht und weil wir gerade in die Fastenzeit gehen, gab es darüber auch sehr viel zu hören.

Von den feinen Fischen, die die Mönche und die Priester in früeren Jahrhunderten zu dieser verzehrten, damit sie nicht vom Fleisch fielen und Rezepte gibt es im dem Büchel, das fünfzehn Euro kostete, wie sich eine Dame gleich erkundigte, auch.

Also sehr spannend das „Kuchelwienerisch“, das vor allem von Ottwald John, der auch im Publikum war, rege diskutiert wurde.

H. C. Artmann hat ja „Mit einer schwarzn Tintn“ gedichtet, aber das war nicht das echte Wearnerisch, sondern die Kunstsprache eines Wiener Gruppenmitlieds und vor kurzem habe ich auch „Wienerisch“ von einem Autor gehört, dessen Buch, wenn ich mich nicht irre, auch bei Sisyphus“ erschienen ist und der, ich verrate es gleich, nächstes Mal bei den „Wilden Worten“ lesen wird.

Der liest, wie Ludwig Roman Fleischer erklärte, zwar im besten Dialekt, verwendet beim Schreiben aber eher die Schriftsprache „Der neiche Frisör hat ihr die letzten Hoar ausgrissen“, wahrscheinlich, damit die Leute das Buch auch kaufen und sich nicht von dem Unverständlichen abnhalten lassen, aber  Thomas Losch hat ja in der „Alten Schmiede“, wie ich mich erinnern kann, auch bedauert, daß die jungen Leute keinen Wiener Dialekt mehr reden.

Richard Weihs tut das noch, aber der wird ja, wie er in seinen „Wunschgedichten“ verkündete, bald sechzig, hat sich doch Margit Heumann, glaube ich, das letzte Mal ein Gedicht mit dem Titel „Richard Weihs“ gewünscht und so las er, dann auch die fünf Gedichte, die das letzte Mal gewünscht worden sind.

Meines war dabei und es  hatte , passend zu meinen „Work in progress, das mir immer noch ein bißchen Sorgen macht, „Transgender zum Thema“, mal sehen, was Richard Weihs da gedichtet hat?

„Paul und Paula sind ein und dieselbe:

Paula trägt ein rotes Seidenkleid,

Paul hingegen eine schwarze Schirmmütze.

Aber die Stöckelschuhe verraten uns,

daß der Paul doch auch eine Paula ist.

Ganz passt das vielleicht nicht, sind es in meinem „Work“ ja doch zwei Personen und da tüftle ich noch immer herum und habe mir jetzt auch ein paar Transgender-Videos angeschaut, um  in die Thematik weiter hineinzukommen und werde das Szenelokal vielleicht „Maribou“ nennen und aus dem „Sigmund Freud Museum“ eine „Burg-Galerie“ machen, um niemanden auf den Schlips zu steigen.

Mal sehen, wie es wird, als ich das letzte Mal bei den „Wilden Worten“ war, war ich gerade mitten beim Schreiben, jetzt bin ich beim Korrigieren und hätte fast vergessen, daß die Präsidentschaftskanditatin  auch eine Dialektautorin ist.

Die war nicht da, dafür aber Ottwald John und der hätte eigentlich gestern zum Geburtstagsfaschingbrunch von Ruth Aspöck kommen sollen, war aber verkühlt.

Ja die Grippe geht um, aber heute waren eine ganze Menge Leute bei Richard Weihs und Ludwig Roman Fleischer. Mal sehen, ob es da  das nächste Mal mehr Wunschgedichte geben wird?

2015-12-08

Restliches Adventwandern

„Alles Gute – Adventwandern durch den siebenten Bezirk,- habt keine Angst es ist Kultur, statt sinnloses Punschtrinken!“, werde ich heuer versäumen, habe ich vorige Woche während unseren Badeaufenthalts in Bük geschrieben, weil den ganzen Tag Praxis, dreimal Diagnostik, zwei Befundbesprechungen, ein paar Stunden und voriges Jahr habe ich es wegen dem achten „Ohrenschmaus“ und vor zwei Jahren bin ich zwischendurch ins Literaturhaus abgewandert, weil ich zur „Sisyphos-Verlagspräsentation“ wollte.

Ansonsten bin ich seit einigen Jahren regelmäßig mitgewandert, entweder von der Hauptbücherei zum Museumsquartier oder umgekehrt, mit zwischendurch halbstündigen Kulturstationen und Punsch und Kekse gab es auch.

Dann ist es sich mit den Befundschreiben der beiden Kinder, die ich um zehn und um zwei Uhr hatte, sehr gut ausgegangen, die fünf Uhr Diagnostik ist nicht gekommen, also hätte ich, wenn ich nicht um sieben Uhr noch eine Stunde gehabt hätte, die zweite oder dritte Station geschafft, so bin ich um viertel neun ins Amerlinghaus gekommen, das diesmal wieder dabei war, einmal hat sich ja das fröhliche Wohnhzimmer dort präsentiert und ein paar seiner Bücher verschenkt, um acht hätte es eine Tanzperformance geben sollen, war aber nicht, also durch die Punschstandl zum Filmhaus Spittelberg, da gab es dann einen Film über den Hungerstreik und die Besetzung der Votivkirche von 2012, als Kardinal Schönberg den Streikenden erklärte, daß der Staat und die Kirche sie nicht sterben lassen würde, war es dann aus und es ist zurück ins Amerlinghaus gegangen, wo auf der Straße getanzt wurde.

Gesungen und musiziert wurde auch, wieder mit Stefan Sterzinger, Helmut Neugebauer und Sebastian Schwarz, moderiert von Helge Hinteregger, der immer „Fürchtet euch nicht, es geht zur Kultur!“, durch das Megafon rief.

So ging es in das MQ, in das Architekturzentrum, wo es Punsch und Kekse gab und einen Film, den Kinder zu der Frage was ist das MQ und wozu braucht man es?, gedreht hatten, dann weiter in den „Dschungl Wien“, diese Stationen bleiben immer gleich, dazwischen hat es diesmal wieder einiges Neues, darunter einen Besuch im „Salon für Kunstbuch in der  Mondscheingasse gegeben.

Im „Dschungl Wien“, sang Futurlove, ein junger Schwarzer zwei Lieder und erklärte, daß er Kinder liebe, so gab es noch ein Schlafliedchen als Zugabe und im Tanzquartier verteilte eine rotgekleidete Frau Weihnachtskarten und wünschte sich Glückwünsche vom Publikum, dazu gab dann Ingwertee mit Rum und Zitrone und ein paar Aufstrichbrote und bekannte Gesichter gab es auch zu sehen und so scheine ich auch heuer entgegen meinen Unkerufen, doch zu ein bißchen Adventstimmung zu kommen.

Die Weihnachtsdekorationen sind  inzwischen  aus dem Keller geholt und  Daniel Glattauers „Weihnachtshund“ habe ich zu lesen angefangen und weil das ein Adventkalender ist, habe ich am Sonntag bis zum sechsten zum Dezember gelesen und ab jetzt jeden Tag ein Kapitel und am vierundzwanzigsten gibts dann die Besprechung.

Den Film habe ich mir  im vorigen Jahr angeschaut und bin danach in eine Art Weihnachtsdepression beziehungsweise Filmrausch abgeglitten und habe mir fast bis Neujahr einen Weihnachtsfilm nach dem anderen angesehen.

Ach ja, ich bin eine romantische Seele, das habe ich mir bis jetzt erspart, dafür gibt es ja den eigenen Adventkalender und den habe ich ja in Ungarn brav korrigiert und inzwischen auf 48.237 Worte, beziehungsweise hundertacht Seiten hinuntergebracht.

Die zwei Sezenen die erste, das sind zehn Seiten und dann noch die siebzehnte, weil ich ja im Read!!ingroom“ am Siebzehnten beim „Adventfestival“ lese, habe ich mir inzwischen auch vorbereitet und wenn ich nächste Woche wieder einen Leerlauf habe, werde ich noch einmal auf die Mariahilferstraße recherchieren gehen, damit ich für meine „Nika Weihnachtsfrau“ die richtige Stimmung erspüren kann.

Jetzt gibts einen Feiertag, den achten Dezember, Maria Empfängnis, da haben die Geschäfte offen, die Nika steht auf der Straße, wir waren zweimal bei einem Brunch bei der Ruth und einmal bin ich zur Wotrobakirche hinausmarschiert um an der Verabschiedung meiner Schulfreundin Edith B. teilzunehmen.

Ja und ein Geburtstagsfest habe ich bei all dem Praxis und Adventtrubel auch versäumt, Anton Blitzstein hat mich nämlich zu seinem sechsundfünfzigsten eingeladen und mit vegatarischen Schmankel gelockt, aber weil das schon um achtzehn Uhr und in der Heiligenstädterstraße gewesen wäre, ist sich das leider nicht ausgegangen.

2015-06-03

Von Friederike Mayröcker zu Ceija Stojka

Von der lieben Christel Fallenstein kam um Ostern die Nachricht, daß Friederike Mayröcker am 3.6. Ehrenbürgerin der Stadt Wien, bzw. ihr dann die Uhrkunde im feierlichen Rahmen übergeben wird und ob ich dazu kommen will?

Dann sandte sie mir noch eine Aufstellung, wieviel Ehrenbürger der Stadt Wien es schon gibt und wieviele Frauen darunter sind.

Sehr wenige natürlich und natürlich wollte ich zu der Veranstaltung gehen und in meinem Blog darüber berichten, halte ich mich zwar nicht gerade für eine Mayröcker-Spezialistin, ich bin auch kein besonderer Fan von ihr, war aber bei einigen Veranstaltungen und ohne jeden Zweifel ist sie neben Ilse Aichinger derzeit wahrscheinlich die wichtigste österreichische Autorin, gefolgt von Elfriede Jelinek, Marlene Streeruwitz, etcetera, etcetera, die um einiges jünger sind.

In den Stadtsenatssitzungssaal wurde eingeladen, das stand zumindestens auf meiner Einladung und das ist, glaube ich der, mit den Portraits der Bürgermeister, wo dann alle sagen, die Proportionen des Herrn Zilk stimmen aber ich nicht und ich sage, aber das Bild wurde von Maria Lassnig gemalt.

Gestern oder vorgestern stand dann bei „bücher.at“ etwas vom roten Salon, keine Ahnung, wo der ist, noch nie etwas von einem roten Salon gehört, aber als ich heute vor elf das Rathaus betrat, standen nicht nur Robert Menasse und Anna Jeller im Eingangsbereich, um nicht zu schreiben im Weg, sondern es gab auch ein Hinweisschild „zum roten Salon“.

Der freundliche Beamte, der mir den Liftknopf drückte, erklärte mir, daß das die Räume des Herrn Bürgermeisters wären und dort sammelte sich dann schon die Prominenz.

Helmut Peschina, Julia Danielcyk, Andrea Grill, Christine Huber, Judith Nika Pfeiffer, zwei Damen vom Literaturhaus, Christel Fallenstein und und und.

Wenig Platz für soviel Leute, einige mußten schließlich auch stehen, zuerst kam Friederike Mayröcker, dann der Bürgermeister Häupl und drückte zuerst einigen Herren und dann der Ehrenbürgerin die Hand.

So ist das eben, wo es vor dem Stadtsenatssitzungssaal eine Tafel mit den Ehrenbürger seit Achtzehnhundertichweißnichtwas und vier mickrigen nicht extra bezeichneten Damen gibt, was aber jetzt geändert wurde, denn jetzt gibt es eine neue Tafel auf der anderen Seite und da steht dann „Bürger und Bürgerinnen“.

Friederike Mayröcker ist die erste Bürgerin auf dieser Tafel und Klaus Kastberger, der neue Uniprofessor von Graz, neuer Leiter des Grazer Literaturhaus und neuer Bachmannlektor, also ein sehr wichtiger Mann, von dem ich vor kurzem herausbekommen habe, daß er auch twittert, hielt die Laudatio und wies auch auf diesen Umstand hin.

Zuerst eröffnete aber Stadtrat Mailath-Pokorny, den ich zueltzt vor drei Wochen gesehen habe, als er einige Leute am Westbahnhof am Bahnsteig vor dem Zug nach Zürich bzw. Innsbruck verabschiedete und Klaus Kastberger ein wahrer Mayröcker Kenner führte rasch durch das Werk der achtzig Bücher ihres über sechzigjährigen Schreiberinnenlebens.

„Larifari“ das erste 1954 erschienene Bändchen, ein „konfuses Buch“, wie es bezeichnet wird, habe ich im „Seedosen-Schrank“ gewidmet, gefunden.

Biografie gibt es keine, meinte Kastberger, denn man könne über die nicht erzählende Autorin nicht viel sagen: „vor neunzig Jahren geboren, schreibt seit über sechzig Jahren achtzig Bücher, wohnte in drei Wohnungen, räumte sie voll, dazwischen gab es noch Ernst Jandl, punktum aus.“

Man könnte sich noch über die Gattungsbezeichnung unterhalten. Romanschreiberin nicht, das fällt aus, daß traut sich nicht einmal „Suhrkamp“, der doch bei allem „Roma“n drunter schreibt, damit es sich besser verkauft.

Also „lyrische Prosa“, so würde ich es jedenfalls bezeichnen, denn ich denke Lyrik es nicht, zumindest nicht die letzten Werke.

Alterswerke kann man nicht sagen, meinte Klaus Kastberger.

Friederike Mayröcker hat kein Alterswerk, sondern fängt mit jedem ihrer Bücher von vorne an. Ist also immer wieder Debutantin und dann kam der Herr Bürgermeister und die Fotografen und man rannte durch einen langen engen Gang, wo schon das Buffet aufgestellt war und man die Schnitzel und die Sushi sehen konnte, zum Stadtsenatssitzungssaal und ich kam gerade zurecht, wie der Herr Bürgermeister die Tafel enthüllte, konnte auf den einzigen Namen auf der sonst leeren Tafel schauen, entdeckte erst später die beiden anderen auf der anderen Seite und lief dann zurück zum Buffet, nach dem ich Frau Mayröcker die Hand geschüttelt habe und ihr alles Gute wünschte!

Muß auch nicht gerade leicht sein, soviele Händedrücke von Menschen zu bekommen, die man vielleicht noch nie gesehen hat, aber Friederike Mayröcker hat ein Stammpublikum und so kennt sie wahrscheinlich die meisten und dann zurück zum Buffet.

Wow, Schnitzel, Sushi, Fleischknödel, Süßspeisen und noch vieles mehr und da hatte ich mir die üblichen Brötchen erwartet und mir im vorherein schon überlegt, ob das für das Mittagessen reichen würde?

Drückt irgendwie die Wertschätzung der Stadt gegenüber ihren Ehrenbürgern aus, bei „Autorinnen feiern Autorinnen“ gibt es nicht einmal ein Glas Wein und im „MUSA“ Wein und Brot, habe ich gedacht, aber andererseits gibt es wahrscheinlich nicht so oft Ehrenbürger zu feiern und da sind die Schnitzerln wahrscheinlich drinnen, noch dazu, wo, wie wir ja hörten, die meisten diesbezüglichen Feiern bisher die von Männern waren.

Sehr viel Feierlichkeit also, sehr viel Prominenz und auch Gespräche mit Leuten mit den ich sonst nicht so leicht ins Gespräch komme, so habe ich Klaus Kastberger beispielsweise  auf Ronja von Rönje angesprochen und mit der Dame von der „Mayröcker Gesellschaft“, die auch Psychologie studierte, diskutiert etc und am Abend ging es zu einer anderen „Ehrenbürgerin“, deren Name nicht auf den Tafeln steht, aber stehen könnte, wenn sie noch leben würde, nämlich zu der 2013 verstorbenen Ceija Stojka nach der jetzt ein Platz im siebenten Bezirk benannt ist und von dort sollte es  einen Spaziergang ins Amerlinghaus, zu einer Lesung aus ihrer Lebensgeschichte mit Nuna Stojka und Julya Rabinowich gehen.

War dann nicht ganz so, denn als ich die Altlerchenfelderkirche erreichte, wo sich der Platz befindet, fand ich zwar Christa Stippinger und einen Teil der Familie Stojka auf den Bänken sitzend vor, es gab aber nur ein großes Fotoshooting, dann wurde ins Amerlinghaus gefahren und dort wartete Hojda Stojka, der Sohn mit Family und Friends, das heißt, zwei Gitarren und einem Sänger und Christa Stippinger erklärte, daß die Veranstaltung im Rahmen „Vierzig Jahre Amerlinghaus“ stattfand, denn vor vierzig Jahren wurde das Amerlinghaus, das mit dem ganzen Spittelberg abgerissen werden sollte, besetzt, es hat sich n das Kunst- und Kulturzentrum gebildet, das  auch schon bedroht war, jetzt aber gefeiert wird und Christa Stippinger, die ich im Rahmen des Arbeitskreises schreibender Frauen kennenlernte, war dort schon bald tätig und hat  dann auch Ceija Stoika, die Überlebende von drei KZs kennengelernt, mit der sie viele Workshops machte und an die zwölftausend Kindern und Jugendlichen ihr Schicksal darbrachte, daß da ist, daß sie 1933 in der Steiermark in eine Romafamilie hineingeboren wurde, 1943 zuerst nach Auschwitz, dann nach Ravensbrück und nach Bergen Belsen kam, später zu malen angefangen hat und drei Bücher über diese Zeit geschrieben hat, die bei „Picus“ herausgekommen sind.

Eines „Auschwitz ist mein Mantel“ ist in der „Edition Exil“ erschienen und daraus hat Nuna Stoija, die Schwiegertochter gemeinsam mit Julya Rabinowich gelesen, während der Sohn mit seiner Familiy spielte und ein Cousin namens Christian immer wieder Roma-Lieder sang und es auch eine Ceija Stoika-Ausstellung ihrer Bilder gab-

Danach las Julya Rabinowich eine Szene aus ihrem „Spaltkopf“ und Christa Stippinger erzählte am Anfang, daß sie einmal einen „Exil-Preis“ gewonnen hat, dann kam sie in ihre Schreibwerkstatt daraus ist der „Spaltkopf“ entstanden, der  in „Rauris“ einen Preis gewonnen hat, womit Julya Rabinowichs literarischer Aufstieg begann.

„Spaltkopf“ wurde bei „Deuticke nochmals aufgelegt, aber auch die „Herznovelle“ und die „Erdfresserin“.

Julya Rabinowich hat beim „Bachmannpreis“ gelesen, hat eine Kolumne im „Standard“. Ich habe sie bei „Literatur und Wein“ gehört, bei der Eröffnung des „Literaturmuseums“ und vielleicht bekommt sie auch den nächsten „Veza Canetti Preis“, jedenfalls hat sie bei der Grundbuch-Veranstaltung den „Oger“ vorgestellt.

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