Literaturgefluester

2018-10-28

Ins Cinema Paradiso und in die Bühne am Hof

Für das verlängerte Wochenende sind wir wieder nach Harland gefahren, wo ich am Freitag, dem Nationalfeiertag wieder drei Szenen in der „Magdalena Kirchberg“ weitergeschrieben habe. Da stellte sich mir ja die Frage, wie ich das mit dem „Nanowirimo“ machen soll, bin aber, nachdem ich im September bei meiner dreitägigen Romanwerkstatt, zwei Tage den bisherigen Text korrigiert habe und dann ein paar Szenen konzipierte, ganz gut in den Text hineingekommen, bin jetzt bei Szene fünfundzwanzig und  41000  Worten, zweiundachtizig Seiten, habe noch sechs weitere Szenen konzipiert, womit ich dann vorläufig fertig wäre und die fünfzigtausend Worte auch mehr oder weniger erreicht hätte, womit sich das „Nanowrimoschreiben“ erübrigt hätte und ich im November korrigieren werde.

Zwar bin ich mit dem Ganzen noch immer nicht zufrieden und denke, daß ich die drei Handlungsstränge noch besser einzeln ausarbeiten sollte und vielleicht bekommt der Roman im Roman doch noch eine Handlung, bis jetzt hat es da nicht viel, aber ich bin in das Schreiben wieder hineingekommen und dachte eigentlich daß ich am Samstag drei oder mehr Szenen weiterschreiben würde.

Dann habe ich  am Morgen in der Badewanne die Gianna Molinari ausgelesen und bin mit dem Rad zu unserem samstägligen Markttreff gefahren. Daß Doris Kloimstein kommen wollte, habe ich der Ruth am Freitag gemailt, als sie mir mitteilte, daß sie nicht mehr in den Workshop kommen wird und war daher erstaunt am Markt nicht nur die Doris, sondern auch sie mit einer Freundin zu treffen, mit beiden haben wir  Kaffee getrunken und erzählt, daß wir am Sonntag im Rahmen des „Blätterwirbels“ dieses St. Pöltnerliteratur Festival, daß es im Oktober seit einigen Jahren in St. Pölten gibt und das ich bisher versäumte, weil ich  unter der Woche nicht dort bin, in die Bühne am Hof zu einem literarischen Chansonabend von Sandra Kreisler und Roger Stein gehen werden und dann sind wir daraufgekommen, daß es im Cinema Paradiso den „Traffikanten“, den Film von Nikolaus Leynter nach dem 2012 erschienenen Roman von Robert Seethaler, geben wird,  aus dem ich ihn bei der ersten „Rund um die Burg- Veranstaltung“ lesen hören und da war mir der 1966 in Wien geborenen Autor der spätestens mit „Ein ganzes <leben“ sehr bekannt wurde, noch nicht bekannt. Dieser Roman wird, wie der „Traffikant“ hochgelobt, was ich bei den Lesungen, die ich hörte, nicht ganz nachvollziehen konnte und jetzt steht er mit dem „Feld“ auf der österreichischen Longlist und wird das einzige Buch des öst Bps sein, das ich nicht gelesen habe.

Der „Traffikant“ behandelt ein mich sehr interessierendes Thema und so habe ich den Alfred überreden können, ihn uns anzuschauen. Daher am Nachmittag nur  eine Szene im Rohtext geschrieben und  das Lesen in der Badewanne ausgelassen, habe ich ja über das Buch soviel gehört, daß ich sehr neugierig war, obwohl die meisten Lliteraturverfilmungen, die ich gesehen habe, es mit dem Original nicht aufnehmen konnten.

Da kann ich, da ich das Buch nicht gelesen habe, nicht vergleichen. Der Film ist auch prominent besetzt. Bruno Ganz spielt Sigmund Freud und Buch und Film handeln von einem siebzehnjährigen Burschen, der von seiner Mutter 1937 nach Wien geschickt wird, um bei einem  kriegsversehrten Traffikanten in die Lehre zu gehen.

Der, Franz Huchel, genannt, hat viele Träume und tauchte im Film, nachdem ihm die Mutter, das mitteilte,  in einem Faß unter, was mir wahrscheinlich zu viele psychoanalytische Anspielungen waren. Er lernt in Wien  Sigfrmund Freud kennen, weil der seine Zigarren in der Traffik kauft, freundet sich mit ihm an und verliebt sich auch in eine Varieteetänzerin, die ihm ziemlich zappeln läßt.

So schreibt er seine Träume, wie ihn auch der Professor rät, auf und hängt sie täglich an die Fensterscheibe kommt aber, beziehungsweise sein Lehrmeister, der verhaftet und im Gestapo Gefängnis stibt, mit der NS- Zeit in Kontakt. Am Schluß kommt  Anezka im März 1945 zu der Traffik und löst den letzten Zettel ab.

So weit so gut und  die Verfilmung eines hochgelobten Buches gelesen und nun gespannt sein kann, ob ich das Buch einmal lesen werde, um es mit dem Film vergleichen zu können.

Die Chansons und Gedichte von Roger Stein und Sandra Kreisler, die ich mit ihrem Duo „Wortfront“ schon einmal bei einem „Volkkstimmefest“ hörte, am Sonntag Nachmittag in der Bühne am Hof zum Thema „Glück“, waren dann auch ein bißchen literarisch, zumindest wurde ein Tribut auf die Bratwurst beziehungsweise den Grillabend gebracht, in dem man Goethe und Schiller sich bei einem solchen treffen und  um die Wurst streiten ließ und da hat Roger Stein betont, daß man wenn man die literarischen Kanons durchblättere nichts über das thema Grillen und Wurst finden würde, da hätte ich fast ein Lesezeichen hochgehoben, das ich in einem Krimi gefunden habe, den im offenen Bücherschrank dort gab, das eine   Senfwerbung hatte, denn die Krimiautorin Rita Falk, hat sowohl ein Buch über den „Leberkäse“ als auch eines über die „Weißwurst“ geschrieben, steht aber natürlich höchstwahrscheinlich in keinen literarischen Kanon, so daß das Roger Stein verborgen blieb.

Topsy Küppers, Sandra Kreislers Mutter haben wir, bezeihungsweise ihr Auto mit dem interessanten Nummernschild „Topsy“ auch gesehen.

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