Literaturgefluester

2021-01-16

Wieder zu den Bloggerdebutpreis-Empfehlungen

Filed under: Buchpreisbloggen,Literaturpreise — jancak @ 00:18
Tags: ,

Das was in dem letzten Jahr und noch in diesem am besten oder vielleicht auch als einziges klappte, ist meine Jurytätigkeit. Da gab es ja erst die „Ohrenschmaus-Jursitzung“, die Preisverleihung von 2020, die für Anfang Dezember geplant war, wurde ja verschoben und nach Weihnachten habe ich dann die restlichen drei Bücher, der heurigen Shortlist des „Bloggerdebuts“ gelesen. Zwei der fünf hatte ich schon gelesen und in der Bloggerjury bin ich ja schon seit 2016 dabe und habe mich seit dieser Zeit oder auch schon vorher intensiv mit den jeweiligen Jahresbebuts beschäftigt.

Meine Longlistempfehlungen habe ich auch immer gesammelt und an die Bloggerfrauen weitergegeben, beziehungsweise sie auf meine Longlist gesetzt, wo man auch immer sehen kann, weilche Debutbücher ich jeweils gelesen habe.

Für 2020 habe ich fünfzehn Longlistbücher auf meiner Liste und vierzehn davon schon gelesen und als die Shortlistbücher bekanntgegeben wurden, hatte ich auch schon meine Shortlistempfehlungen.

„Triceratops“, bei den „Verlassenen Kindern“ bin ich mir nicht mehr so sicher.

Leander Fischers „Die Forelle“ habe ich zum Zeitpunkt des Erscheinens der Shortlist gerade gelesen. Dann kam die Shortlist, wo ich zwei derBücher schon gelesen habe, die drei anderen waren mir mehr oder weniger unbekannt und Denis Ohde „Streulicht“ die mit ihrem Debut auf der Shortlist des DBbs gestanden ist und, glaube ich, auch den“ Aspekte-Debutpreis“ bekommen hat, wurde überall sehr gelobt und da war das Erstaunen der Leser, wie sehr Migratenkinder im Bildungsystem immer noch benachteiligt sind und ich habe gedacht, das ist doch nichts Neues. Das habe ich alles schon gelesen, das Buch aber sonst gut konzipiert gefunden.

Lucia Leidenfrosts „Verlassene Kinder“, das ich schon im Frühjahr gelesen habe, hat mich, glaube ich, sehr beeindruckt. Ein sehr poetisches Buch, das auch soziale Themen anspricht, aber eigentlich kein wirkliches Debut ist und mich gefragt, ob es auf die Shortlist kommen wird?

Dann habe ich „Hawaii“ gelesen, ein Buch von dem ich vorher nicht sehr viel, aber da nur Postives gehört habe und war einmal erstaunt, daß es sich dabei, um einen heruntergekommenen Stadtteil von Heilbronn und nicht um die berühmte Südseeinsel handelt.

Ein bißchen Dystopie war dabei, was mich ja besonderns in diesem Jahr sehr interessiert, es ist auch das Debut eines Sohnes einer türkischen Einwandererfamilie und da habe ich die Problematik dichter herausgearbeitet als bei „Streulicht“ gefunden.

Als viertes Buch habe ich Amanda Lasker-Berlins „Elijas Lied“ gelesen und war da von den Tabubrüchen, die die junge Regiestudentin da unerschrocken thematisiert, begeistert. Das „Down-Syndrom“, die Recherche in der neuen Rechten-Szene, nur die Verarbeitung des Themas Sex im Alter habe ich etwas zu aufgesetzt gefunden, obwohl der in den Altersheimen wahrscheinlich immer noch verboten ist. Auch, wie die drei Schwestern da einen Tag lang durch das Moor tappen habe ich künstlerisch und sprachlich gut gelöst gefunden.

Dann kam Buch fünf und das war schon optisch das Außenseiterbuch. Ich habe die Inhaltsangabe und eine Amazon-Rezension gelesen, die vielleicht auch von einem Blggerjurymitglied stammt, das das Buch abgebrochen hat, weil es sich beim Lesen nicht mehr ausgekannt hat, es aber als ein sehr anspruchvolles schwer verständliches Buch beschreibt. Habe es zu lesen angefangen, gedacht, Platz vier, war dann in der Mitte sehr begeistert. Der Monologstil, die Themen haben mir gefallen, verstanden habe ich auch nicht sehr viel und es hat sehr lange gedauert, bis sich der Inhalt mit der Beschreibung deckte, also doch drei Punkte und der Würfel muß her.

Also voila und wieder betone ich, es kann immer alles ganz anders sein und alle drei Bücher und natürlich auch die anderen, die auf der Longlist stehen sind lesenswert und habe ich es schon geschrieben, ich bedauere natürlich, daß keine Selfpublisher-Bücher auf die Liste kommen können und da auch noch dieses Vorurteil besteht, aber gut, das kann ich zumindestens jetzt noch nicht verändert.

Also fünf Punkte für „Elijas Lied“, weil ich mich die Tabubrüche, die Themenauswahl, das sensible Beschreiben des Leidens unter der erzwungenen Kinderlosigkeit Elijas, weil Downsyndrom-Betroffene immer noch keine Kinder haben dürfen, die neuen Rechte-Szene und auch der Tag, der Schwestern, in dem Moor sehr beeindruckt haben und man von der jungen Frau in dem Buch Dinge erfahren kann, die in anderen Büchern nicht zu finden sind.

Drei Punkte für Cihan Alcars „Hawaii“, weil mich das Leben der jungen Deutschtürken sehr interessiert und mir auch die Genreübergreifungen des Buches sehr gefallen hat und mich das Buch mehr als Denis Ohdes „Streulicht“ angesprochen hat.

Ein Punkt für Lucia Leidenfrost „Wir verlassenen Kinder“, weil ihr Buch sowohl sehr poetisch als auch sehr sozialkritisch ist und das auf eine ganz besondere Art und Weise wiedergibt.

Abschließend möchte ich das Lesen von David Mischs „Schatten über den Brettern“ noch einmal empfehlen und dem Buch vielleicht auch noch eine Überarbeitung wünschen, weil das Lesen so wirklich nicht ganz einfach war, ich es aber trotzdem für sehr interessant halte.

Und nun zu den Gewinnerinnen und dazu wie sich die anderen Blogger entschieden haben:

Da hat natürlich, wie erwartet Deniz Ohdes „Streulicht“ gewonnen, gefolgt von Lucia Leidenfrust, dann überraschend, weil es ja sehr kritisiert wurde, „Elijas Lied“ und „Hawaii“, zum Schluß kommt David Misch, dessen Buch ja sehr ungewöhnlich ist und dem man sich sehr ambilavent nähern kann. ich gratuliere und am Abend wird es noch einmal eine „Zoom-Sitzung“ der anderen Blogger geben.

2020-12-27

Elijas Lied

Jetzt kommt schon Buch vier der heurigen Bloggerdebutshortlist, die ja am dreißigsten November bekanntgegeben wurde.

„Elijas Lied“ von der 1994 in Essen geborenen Amanda Lasker-Berlin, das auch für den Debutpreis der LitColgone vorgeschlagen wurde und ich muß sagen, das Buch, das sonst sicher an mir vorbeigegangen wäre, ist eine Überraschung, nämlich ein eher unübliches Thema, Tabus werden angeschrieben und Sprache ist auch ungewöhnlich und nicht so abgelutscht.

Es geht um drei Schwestern, Elija, Loth und Noa, also ungewöhnliche oder biblische Namen und die treffen sich wiedermal um einen Ausflug ins Moor zu machen, wie sie es schon als Kinder taten. Elija ist die älteste, schaut aber am jüngsten aus, denn sie hat das Down-Sndrom und die Gutmenschen-Eltern, die auch gläubig sind, haben sich entschlossen, ihr eine Chance zu geben und sie trotzdem zu bekommen. Sie war auch einmal schwanger, hat das Kind aber nicht bekommen. Da haben die Eltern für sie unterschrieben und jetzt spielt sie Theater und lebt da das aus, was sie im echten Leben nicht erleben kann. Also ganz schön kritisch und sehr ungewöhnlich, das jemand dieses Thema thematisiert. Ich habe das durch den „Ohrenschmaus“ ja auch einmal versucht, aber von JuSophie beispielsweise eine harsche Kritik bekommen.

Die andere Schwester ist Noa, die hat ihr Studium ebenso wie Loth aufgegeben und arbeitet jetzt in einer Kantine, sie hat einen Freund, der glaube, ich in höheren Etagen arbeitet und was auch eher ungewöhnlich wenn nicht eher unrealistisch ist, betätigt sie sich als Prostiutierte und geht da in Pflegeheime. Ob es sowas wirklich gibt, weiß ich nicht, vielleicht bin ich da naiv, aber Valerie Fritsch hat sich in ihren ersten Texten auch mit diesem Thema beschäftigt. Es zieht also wahrscheinlich die Debutanten an, über sowas „Verbotenes“ zu schreiben. Die dritte Schwester ist Loth und die hat sich den Patrioten oder neuen Rechten angeschlossen und da bin ich verblüfft, wie genau Amanda Lasker-Berlin recherchiert hat, wird ja, glaube ich, Martin Sellner mit seiner amerikanischen Frau, natürlich namenlos genannt, wie das Gut Schnellroda mit dem Ehepaar Kostriza-Kubitschek, wo Loth an einigen Sommer- beziehungsweise Winterakademien teilnahm und dort die blonden Kinder mit ihren dicken Zöpfen herumrannten.

Der Roman ist in eine genaue Tagesstruktur gegliedert, beispielsweise „von acht bis elf“ bis „von null und weiter“ gegliedert und da hasten die Geschwister durch das Moor, essen zu Mittag Kaiserschmarren, kommen dann in die Nacht und in ein Gewitter, flüchten in eine Kirche und Elija scheint am Schluß in einem See umzukomme oder ist die am ende doch von Noa gerettet worden und kann mit ihrer Regisseurin im Flugzeug bis in die Schweiz und nach Frankreich zu einem Theaterfestival reisen.

Amanda Lasker-Berlin lese ich in ihrer Bigorafie hat schon mit achtzehn ihr erstes Theaterstück aufgeführt und studiert jetzt Theaterregie und ich bin unsicher bezüglich der Bewertung. Denn bis jetzt wäre es trotz der unzweifelhaft vorhandenen Anfängerschwäche bei mir auf Platz eins.

2020-12-23

Hawaii

Jetzt komme ich zu der Bloggerdebutshortlist, von der ich schon zwei Bücher gelesen habe. Lucia Leidenfrosts „Verlassene Kinder“ und Deniz Ohde „Streulicht“, das dritte Buch ist das Debut des 1986 geborenen Cihan Acar, der in Heidelberg Rechtswissenschaften studierte und in Heilbronn lebt und Hawai ist, da darf man sich nicht täuschen lassen, auch von dem farbenprächtigen Umschlag des bei“Hanser“erschienenen Buches nicht, ein heruntergekommenen Viertel in Heilbronn in dem zumeist Türken leben. Chian Acar ist auch türkischer Herkunft, das zweite Debut also, das von der zweiten oder dritten Migratengeneration geschrieben wurde oder handelt und es gefällt mir, glaube ich, besser als „Streulicht“, mit dem ich, vielleicht auch, weil es soviel gelobt wurde, nicht so viel anfangen konnte.

Von „Hawaii“ habe ich eigentlich nur von diesen „Papierstau-Podcast“ erfahren, der alle dBp-Bücher besprochen hat und glaube ich, auch bedauerte, daß es nicht darauf stand. Dann hat mich das Cover auf der Bloggerdebutliste beeindruckt. Dann wars auf der Shortlist und ich hatte keine Ahnung wovon es handelt.

Es handelt von Kemal Arslan das ist ein zwanzigjähriger junger Mann. Sohn türkischer Eltern, die in Hawai leben oder lebten. In dem Buch fahren sie gleich einmal in die Türkei zurück und Kemal kommt von dort. Denn er er war Profifußballer, so erfolgreich, daß ihn die Kinder in dem Bau seiner Eltern sofort erkennen und ansprechen. Aber seine Karriere ist vorbei. Er hatte einen Unfall, sein Fuß ist kaputt. Er kann nicht mehr spielen. Jetzt ist er arbeitslos und er muß neu anfangen und sich neuorientieren und so irrt er im Sommer, in den sogenannten Hundstagen durch Heilbronn herum und macht zum Teil surreale Erfahrungen. Das Buch spielt von Donnerstag bis Sonntag, also in drei Tagen und zwei Nächten, beginnt bei einer türkischen Hochzeit, spielt dann in einigen Clubs, zwei Freunde Emre und Hakan gibt es auch und eine Exfreundin namens Sina, die stammt aus einem guten Haus, ist ziemlich wohlhabend oder ihre Eltern sind es und Kemal hat sie mitten in seiner Karriere verlassen. Jetzt will er reumütig zu ihr zurück, sie hat aber schon einen Freund.

Der Vater sorgt sich um die Zukunft seines Sohnes. So vermittelt er ihm eine Stelle, bei Tayfun, der hat ein großes Unternehmen aufgebaut und will Kemal auch anstellen. Durch seie Freunde erfährt er, der Vater oder besser Onkel hat viel Geld für die Vermittlung zahlen müßen, das ist so üblich und Tayfun schenkt ihm eine Rolex, die sich aber als Fälschung erweist.

Kemal irrt durch die Stadt in der nicht oder nicht mehr verwurzelt ist, aber sowohl deutsche, als auch türkische Identitäten hat und macht zum Teil recht surreale, skurille Erfahrungen dabei. So gibt einen alten Mann, der sich auch Kemal nennt, der ihn verfolgt und in eine Straßenschlacht, die die ganze Stadt zerstört, wo die Türken gegen die Nazis geraten und auch Tayfun verwickelt ist, gerät er auch. Das Wasser ist auch verdorben, also ein bißchen dystopisch und das kaputte Auto mit dem er Selbstgespräche führt und das alle haben wollen und, das er schließlich Paul, das ist Sinas Bruder, schenkt, gibt es auch.

Am Schluß, also nach den Kämpfen, wo die Stadt zumindestens teilweise in Schutt und Asche liegt, packt Kemal seine Reisetasche,, um wie die letzen Säthze lauten:

„Das mit der Reise ohne Ziel stimmt gar nicht. Ich wußte genau, wo ich hinwollte. An einem Ort an dem ich der sein kann der ich bin. Nicht Kemal, der Fußballer, nicht Kemal, der Arbeitslose, der Herumtreiber, der Versager, der Verrtäter, der Verkäufer, der Typ zwischendrin. Sondern einfach nur ich. So einen Ort muß ich finden. Und wenn es ihn nicht gibt, dann muß ich ihn halt für immer suchen.“

„Hawai ist ein rauschhafter Trip durch Heilbronn, der den Leser sofort in seinen Bann zieht“, hat Benedikt Wells am Buchrücken geschrieben und Abbas Khider läßt wissen „Ein toller Roman! Unterhaltsam, oft schräg, voller ungewöhnlicher Bilder und kluger Geschichten.“

Das Letztere stimmt, glaube ich und das ist wahrscheinlich auch der Vorzug des Buches, der ungewöhnliche Ton, in dem einige Genres durcheinander gemischt sind, Cihan Acar ist auch Hip-Hoper und da habe ich ja vor kurzem ein paar Lektionen bezüglich dieser Jugendkultur benommen und es gibt im Netz auch ein paar Videos wo Cihan Alcar durch Hawai zieht und die Orte, zum Beispiel das Wollhaus, die Alle, ein bestimmter Club, die in dem Buch vorkommen, zeigt.

Sofort bin ich nicht in das Buch hineingekommen und so leicht zu lesen, wie einer bei „Amazon“ geschrieben hat, ist es und bin ich nicht. Es war aber ein Gewinn und so kann ich den Debutfrauen nur danken, daß sie es auf die Shortlist setzen, denn sonst wäre es wahrscheinlich an mir vorbei gegangen.

2020-12-01

Debuts, Debuts und neue Shortlist

Filed under: Buchpreisbloggen,Uncategorized — jancak @ 00:26
Tags: ,

Debuts gibt es ja wahrscheinlich seit es die vielen Schreibschulen gibt, sehr viele. So stehen beispielsweise einundsechzig Titel auf der heurigen Bloggerdebutlonglist und auch die entsprechenden Debutpreise sind in den letzten Jahren, wie die berühmten Schwammerln aus dem Boden geschoßen. Der „Aspekte-Literaturpreis“, den heuer Deniz Ohde gewonnen hat, ist wohl der berühmteste, „Franz Tumler“, der der österreichischen Buchpreisliste und und, die manche Autoren bekannt gemacht haben und dann gibt es seit 2016, das Boggerdebut, von Bozena Anna Badura, Sarah Jäger, und Janine Hasse gegründet, die die jährlichee Debutflut sammeln, dann fünf Shortlistbücher aussuchen, die dann von den teilnehmenden Bloggern bewertet werden und da ist interessant, daß man zwar um daran teilzunehmen ein paar Kriterien erfüllen muß, wie in Leipzig akkreditiert zu werden.

Also ein Jahr Blog, regelmäßige fachspezifischeArtikel, aber dann konnte ich mich melden und juriere seit 2016 mit, was mich zwar, weil ich ja auch sonst viel Buchpreisblogge im Herbst in einen ziemlichen Lesestreß versetzt, mir aber und das finde ich besonders spannend, einen guten Einblick in das literarische Leben gibt und da ich ja viel anfrage oder angefragt werde, habe ich in den letzten Jahren auch sehr viele Debuts gelesen. Vor allem auch, weil sie ja besonders im letzten jahr auch sehr viel auf der deutschen Longlist standen, auf der österreichischen sowieso und so sieht man mit einem Blick auf meine Debutpreislonglist meiner gelesenen oder vorhandenen Bücher 2016 waren es sechzehn, 2017 neunzehn, 2018 schon dreiundzwanzig, 2019 einundzwanzig und heuer, obwohl ich ja sehr viel lese, erst zwölf, was vielleicht daran liegt, daß im Vorjahr, glaube ich, sechs oder sieben Bücher, die auf der deutschen Longlist standen.

Was sind diese zwölf werden meine Leser, die nicht auf meine Liste schauen wollen, vielleicht fragen, also

1. Dominik Barta „Vom Land“ noch nicht gelesen, weil im Frühjahr im Schrank gefunden

2.Lucia Leidenfrost „Wir verlassenen Kinder“

3.Laura Lichtblau „Schwarzpulver“

4.Ilona Hartmann „Land in Sicht“

5.Deniz Ohde“Streulicht“, steht auf der Longlist des dBps

6.Olivia Wenzel „Tausend Serpentinen Angst“, steht auch darauf

7.Ulrike Almut Sanding „Monster wie wir“

8.Leander Fischer“Die Forelle“ hat den Öst gewonnen und lese ich gerade

9.Stephan Roiss „Triceratops“ stand auch am DBp

10.Mercedes Spannagel „Das Palais muß brennen“ stand auf der öst Debutliste

11.Gunther Neumann „Über allem und nichts“, stand auch

12. Marina Frenck „Ewig herund gar nicht wahr“

Wenn man auf Bloggerdebutlonglist geht, stehen einige Titel darauf, auf die ich durch Blogs, das „Frankfurtspezial“ etcetera neugierig wurde und die ich gerne lesen würde, wenn sie mal zu mir kämen, wie beispielsweise

jasimin Schreibers „Marianengraben“

Elsa Koesters „Couscous mit Zimt“

Katharina Köller „Was ich im Wasser sah“

Verena Keßler“Die Gespenster von Demmin“

Kaska Bryla „Roter Affe“

So war ich auf die Auswahl der drei Debutfrauen sehr gespannt und hätte als meine Shortlist

Stephan Roiss und Leander Fischer

vorgeschlagen und voila, voila, sie ist da, die Auswahl des Debutblogs zwei Bücher habe ich davon schon gelesen und ich muß sagen, sie waren nicht meine Wahl. Jetzt bin ich natürlich auf die drei anderen sehr gespannt und wieder lesen, lesen, bevor dann das Resultat, ich glaube, im Jänner feststehen wird.

1. Deniz Ohde „Streulicht“

2.Amanda Laska-Berlin „Eljias Lied“

3.Cihan Acar „Hawai“, habe schon davon gehört

4.David Misch „Schatten über den Brettern“

5.Lucia Leidenfrost „Wir verlassenen Kinder“

Interessant ist auch, daß in diesen Corona-Zeiten, die Shortlist via „Zoom-Konferenz bekanntgegeben wurde, so daß ich mitschauen, wenn auch nicht mithören konnte, da der Ton auf meinem veralteten Browser nicht ging, ich Sarah Jäher und Bozena Anna Badura, die ich ja schon vor zwei Jahren in Essen, bei der damaligen Verleihung an Klaus Zährer und Christian Bangerl kennengelernt habe, aber mit den meisten anderen Jurykollegen auf den Bildschirm sehen konnte, die viel lachten und sich sichtlich freuten.

2018-01-08

Mit einem Fest ins neue Jahr

Ich habe ja zu meinem Geburtstag von der Angela und dem Josef, die ich regelmäßig bei den MUSA-Veranstaltungen oder in der Wien-Bibliothek treffe, eine Flasche aus dem Jahr 1998 bekommen, die der Alfred damals weggetragen und ins Schlafzimmer gestellt hat, so daß wir sie nicht geöffnet haben.

Später haben wir das dann auch nicht getan, weil für zwei Personen viel zu viel, so daß vom Alfred der Vorschlag gekommen ist, das mit einem Fest zu tun, zu dem wir ein paar unserer Freunde einladen.

Beziehungsweise wollten wir das beim Martin und der Zuaruhi, die zum Geburtstagsfest nicht kommen konnten, ohnehin schon tun, so sind es dann neun Personen geworden, die gekommen sind. Ein paar haben das Fest auch versäumt. Ein paar andere, wie die Margit Heumann und die Ruth sind gekommen und der Alfred ist heute an seinem altersfreizeitfreien Montag den ganzen Tag in der Küche gestanden und hat Tapas gekocht.

So ist es dann ein schönes Fest geworden, mit dem wir sozusagen, nachdem die letzten Weihnachtsfeiertage vorüber sind in das neue Jahr hieneinglitten und Bücher, das kann ich  auch gleich verraten, habe ich auch bekommen.

Drei Stück sogar und oh Überraschung, ich habe jetzt die ganze deutsche Buchpreisliste von 2017 komplett und muß jetzt die letzten drei Bücher nur noch lesen, denn der Otto von Alfreds Wandergruppe, der Germanist,  Musiktherapeut und Ohrenschmausmitbegründer und mein literarischer Verstärker des ersten halben Literaturgeflüsterjahrs, hat mir Birgit Müller Wielands „Flugschnee“ gebracht, denn der kauft sich bei der Brigitte Salanda, glaube ich, immer den gesamten Buchpreisreigen und kommt dann nicht nach mit dem Lesen und hätte mir fast, wie er mir sagte „Jako Noltes „Schreckliche Gewalten“ gebracht und dieses Buch habe ich zwar auch noch nicht gelesen, mir aber vom Alfred zum Geburtstag schenken lassen.

Dann kamen der Martin und die Zaruhi und drückten mir Orhand Pamuks „Diese Freiheit in mir“ in die Hand und die Trude aus der Straßergasse, die in der Straße gegenüberwohnt und deren Einladung zu meinem Fest ich heuer zurückbekommen habe, wiel ich eine falsche e-mailadresse hatte, ich sie aber am Tag dafür als ich zur „Buch Wien“ wollte, in der Kettenbrückengasse zufällig getroffen habe, hat mir Thomas Lehrs „Schlafende sonne“ gebracht. Das Buch habe ich mir von ihr gewünscht,von der Dame aber, die ich immer bei Literaturveranstaltungen treffe, gehört, da es nicht zu rezensieren ist.

Also schwer zu lesen, wie der Peltzer, anno 2015. Solche bücher stehen ja immer auf den Buchpreislisten, obwohl die Buchhändler stöhnen und die Leser das nicht lesen und das war auch, glaube ich, so heuer beim Debutpreis, wo es ja gestern eine interne Debatte unter den Mitjmuroren gegeben hat, weil die ihre Wertung abgeben mußten und da hat, das kann ich gleich verraten, Klaus Cäsar Zehrers „Genie“ gewonnen, wenn ich richtig nachgerechnet habe und weder Julia Weber, noch Juliana Kalnay  oder Jovana Reisinger mit ihren sprachexperimentellen Büchern.

Aber zurück zum Fest, die Iris, die auch zum Geburtstag nicht kommen konnte, war noch da und die Ruth mit der habe ich dann gleich den Termin für unseren Spaziergang durch den öffentlichen Raum im April ausgemacht. Dann hat der Alfred mit dem Otto die riesengroße Weinflasche, der Korken ist dabei ein bißchen zersplittert, aufgemacht und den Wein ausgeteilt und wir auf Gesundheit oder das neue Jahr angestoßen.

Dann ist es mit den Essen, sprich mit den Tapas losgegangen. Zuerst gab es Garnelenspieleße, dann solche mit Rindfleisch, Huhn mit Sherry und Rosinen hat es auch gegeben, Fisch und grünes Lamm, beziehungsweise spanisches Gulasch und zum Schluß noch einen Mandelkuchen.

Sehr viel und reichlich also, dazwischen wurde viel über die neue Regierung und andere Umstände diskutiert und Margit Heumann habe ich für die morgendliche Schreibgtruppe eingeladen.

Der Wein wurde ausgetrunken, Kuchen ist für morgen, glaube ich, noch über und wahrscheinlich auch noch ein paar Speisen für das Mittaggessen und die Geschichte mit den „Manuskripten“ die ich ja glaubte, als Stadt Wien Abo zu beziehen ist jertzt auch geklärt.

Die Stadt Wien hat das Abo schon 2012 eingestellt, wie mir Julia Danielcyk schon vorige Woche sagte. Das ist aber offenbar weder zu mir noch zu der Zeitschrift durchgedrungen, die mir erst jetzt eine Rechnung für 2017 schickte. Also auch schön verwirrend, aber jetzt ohne „Manuskripte“ aber mit vielen schönen Bücher und einer Regierung, die jeden Tag mit einer anderen Neuerung aufhorchen läßt, ins neue Jahr und worüber ich morgen bei der Schreibgruppe schreiben werde, weiß ich noch nicht, weil ich ja noch keinen aktuellen Text habe, da ich ja immer noch an der „Unsichtbaren Frau“ korrigiere.

Das heißt eine Idee gibt es schon, beziehungsweise ein Titel „Magdalena Kirchner schreibt einen Roman“ könnte der sein und die ist entweder 70 oder 35 hat also eine Alter Ego, beziehungweise eine Tochter, depressiv ist sie wahrscheinlich auch und sie sieht an der Kreuzung bei der Kettenbrückengasse ein Auto mit drei Personen vor ihr stehen. Das schreibt sie als ihre Bloggeschichte ins Inernet und der Druckauftrag bezüglich „Besser spät als nie“ ist auch schon an den Digitaldruck ergangen.

Man sieht das neue Jahr hat mich schon umfangen, die Kalender sind aufgehängt und die Weihnachtsdekorationen habe ich schon letzte Woche weggeräumt.

Bloggen auf WordPress.com.