Literaturgefluester

2020-01-02

Keine Bücherregale mehr?

Ich bin ja, wie ich immer schreibe eine Büchersammlerin, eine18, die in keine Bibliothek oder öffentliche Bücherei geht, weil sie die Bücher besitzen, in den Händen halten, anstreichen und benützen will und war das immer schon so.

Der Bücherkasten im elterlichen Wohnschlafzimmer hat mich wohl geprägt und spätestens ab Studententagen habe ich angefangen die Bücher zu kaufen, zu sammeln und aufzuschlichten.

Das Kaufen habe ich angesichts der offenen Bücherschränke, die es ja seit 2010 gibt, inzwischen aufgegeben, beziehungsweise kaufe ich nur mehr bei Abverkäufen, wenn die Bücher ein bis fünf Euro kosten und spätestens seit meinem „Buchpreislesen“ kommen auch die Rezensionsexemplare hinzu. Stimmt nicht ganz, die hat es schon früher gegeben und offene Büchertürme oder Büchertaschen, woraus man sich zur freien Entnahme bedienen konnte, auch.

So besitze ich inzwischen wahrscheinlich über zehntausend Bücher. Genau kann ich das nicht sagen, obwohl ich mir ja über Weihnachten 2005, glaube ich, als ich in dem großen Harlander Bücherregal vezweifelt nach Thomas Bernhards „Holz fällen“, glaube ich, suchte und es nicht fand, weil es irgendwo ganz hintern in der zweiten Reihe versteckt war, einen Bibliothekskatalog anlegte, so daß ich zumindestens nachschauen kann, welche Bücher ich besitze.

Der hat mir am Anfang auch die genaue Bücherzahl angegeben, inzwischen tut er das nicht mehr, der Bücherstand ist aber kontinuierlich angewachsen und dazu benötigt man natürlich die entsprechenden Regale und da wir ja zum Glück über entsprechenden Wohnraum verfügen, ist das  eigentlich kein Problem.

Das Haus in Harland ist groß genug, so daß wir in dem großen Wohnzimmer einmal schon vor einigen Jahren ein großes Bücherregal aufstellten.

In der Krongasse habe ich mir  einige Regale der „Grünen Erde“ hineingestellt und mir 2011 im Wohnzimmer auch noch eines hinzugekauft, das inzwischen auch schon vollgeräumt ist, so daß wir in Harland im großen Wohnzimmer ein zweites hinzustellten, das ist jetzt auch schon voll und im Schlafzimmer in der Krongasse höufen sich die Bücher schon seit einiger Zeit am Boden und sind einmal auch entsprechend umgefallen, so daß ich die wohl weg und umräumen soll, weil ich erstens trotz Bücherkatalog nichts mehr richtig finde und zweitens das Zimmer ausgemalt werden sollte.

Aber in Harland ist im großen Wohnzimmer noch Platz für ein Regal und dann gibt es noch ein Terrassenzimmer, das die Anna früher bewohnte, die wohnt jetzt in dem Haus nebenan, das der Opa einmal für sie zu bauen angefangen hat und das ehemalige Schlafzimmer von Alfred Großmutter ist auch leer und unbenützt. Da muß man wohl vorher einiges entrümpfeln, aber dann kann man auch da ein paar Bücherregale hineinstellen, so daß alles seine schöne Ordnung hat und man alles auch wieder findet, haben wir gedacht und sind so an dem Samstag zwischen Weihnachten und Neujahr, als wir uns wieder einmal auf dem Markt von St. Pölten zu einem Becher Glühmost und einer Käsekrainer, die knoblauchwurst, die ich eigentlich probieren wollte, hat es nicht gegeben, zum „Kika“ gefahren, um uns die Regale anzusehen und zu bestellen.

Die Regale, die wir im Harlander Wohnzimmer haben, haben wir uns, glaube ich, zwar beim „Leiner“ besorgt und sie uns da auch angesehen, aber jetzt kann man das nicht mehr.

Beim „Kika“ jedenfall keine Regale in den Schauräumen und als wir eine sehr freundliche und auch sehr aktive Mitarbeiterin danach fragten, erklärte uns die, daß die Regale nicht mehr hergestellt werden würden, weil die Leute nur mehr in den Computer schauen und daher keine Bücherregale mehr kaufen, was uns vor einigen Jahren schon die „Grüne Erde“ schrieb, da heißt, sie schrieb uns, ob wir noch „Humpldt-Regale “ brauchen würden, weil die nicht mehr in der Form, wie wir sie haben, erzeugt würden und die Funde aus den Bücherschränken stammen wohl zum Teil auch von Leuten, die ihre Wohnungen nach dem Motto „Simplify your live!“, entsorgen und die Regale hinausschmeißen.

Also keine Bücherregale in den Schauräumen, nur Kinderwägen und Kinderbetten, offenbar leben wir in einem Babyboom, dann doch gelegentlich ein paar Bücher, die auf den Wohnzimmertischen lagen und die Schranksysteme, die uns die freundliche Mitarbeiterin anbot, hatten auch  Türen und Laden, man kann sie aber auch ohne beziehen, wie sie uns erklärte und dann auf ein paar  kleinere Brettchen zeigte und uns fragte, ob wir uns nicht dafür interessen würden?

„Eher nicht!“, war die Antwort und sie konterte lächelnd, daß wir es wohl eher klassisch wollten, um uns  zu erklären, daß sie zu Hause auch Bücherregale hätte und Bücher lieben würde und wir sind dann beim „Leiner“ doch noch fündig geworden und werden wohl bald ins große Wohnzimmer wieder drei Regale stellen können, die so ähnlich ausschauen, wie die, die es dort gibt und die ebenfalls sehr freundliche und zuvorkommende „Leiner-Mitarbeiterin“ hat uns auch erklärt, daß es im Lager noch einige  Reale auf Vorrat geben würden, wir uns aber beeilen sollten, weil sie vielleicht von den Firmen, weil es nicht mehr im Trend liegt und sich die Leute nicht mehr so dafür interessieren, nicht mehr erzeugt werden würden.

Aha,  aber die Bücher kann ich anfanügen, werden ja noch gedruckt und von den Verlagen auch noch immer in Printform verschickt, da scheint sich das E- Book wahrscheinlich doch nicht so durchgesetzt zu haben, wie anfangs progagiert und vermutet, weil die meisten Leute, wenn man sie fragt, immer noch sagen, daß sie höchstens im Urlaub E-Bücher lesen würden, weil sie das gute alte Buch ja in Händen halten, es angreifen und daran riechen wollen, dann schmeißen sie aber ihre Bücher aus den Regalen, füllen damit die offenen Bücherschränke von den ich sie ja so gerne hole, aber der besseren Übersicht wegen sie doch gern in ein Regal und nicht am Boden stapeln möchte.

2018-05-27

Die politischen Bücher

Ich habe, weil ich ja bald zehn Jahre „Literaturgeflüster“ feiern werde, mir schon zu Beginn des Jahres vorgenommen, aus diesen Anlaß immer wieder auf mein Schreiben und meine Bücher hinzuweisen, beziehungsweise einen diesbezüglichen Themenschwerpunkt zu verfassen.

So gibt es die „Depressiven Frauen“, die „Schreibmotive“, die in denen der „Bücherschrank“ eine Rolle spielt, die „Kinderbücher“, die „Bekannten Gestalten“, das heißt die Figuren die in mehreren meiner Bücher vorkommen und so weiter und so fort.

Was gibt es über mein realistisch psychologisches Schreiben noch zu berichten, beziehungsweise welche Themengebiete habe ich vielleicht ausgelassen und wären noch zu ergänzen, bevor ich in circa sechs Wochen mit Sekt und einer Fruth-Torte auf mein zehnjähriges Bloggen anstoßen kann, in dem es ja nicht nur um die gelesenen Bücher geht, da hat sich in den letzten Jahren ja einiges verändert, weil ich inzwischen nicht nur Buchpreisblogge sondern auch Vorschauen lese und die Veranstaltungen, die ich besuche, sondern natürlich um mein unbeachtet gebliebenes Schreiben, das mir sehr wichtig ist, geht und da denke ich, daß eine kleine Zusammenfassung für die mögliche zukünftige Literaturgeschichte nicht schaden kann.

Wenn jemand noch keine Ahnung hat, was und wie ich schreibe, die realistisch psychologischen Themen spielen bei mir eine große Rolle, so schreibe ich, Kunststück, bin ich ja vom Brotberuf Psychotherapeutin und auch schon über sechzig, die depressiven alten Frauen eine Rolle, ich habe aber auch über das Schreiben mit Downsyndrom geschrieben, das Transgenderproblem betrachtet, in „Kerstins Achterl“ über das Trinken geschrieben, das Sterben spielt eine Rolle, Alzheimer, Demenz und und und…

Und dann gibt es die politischen Büchern, die bis jetzt vielleicht unbeachtet gebliebens ind, obwohl ich mich für eine sehr politische Frau halte und diese Themen haben, glaube ich, bei mir immer eine mehr oder weniger große Rolle gespielt.

So habe ich mich beispielsweise schon vor achtzehn Jahren, im Jahre zweitausend in der ersten blau schwarzen Wende, in der „Viertagebuchfrau“ mit den ersten hundert Tagen der damaligen blauschwarzen Regierung beschäftigt und um den Bogen zu schließen, in meinen bis jetzt vorletzen erschienen, dem sogenannten Bibliotheksgespenst oder „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ geht es auch darum und in beiden Büchern spielt die Obdachlosigkeit eine große Rolle, in der „Viertagebuchfrau“, wo eine Therapeutin mit ihrer Klientin, die verschiedenen politischen Stimmungen schwarz rot blau grün durchgeht, gibt es eine Felizitas Fee, die schöne Obdachlose, die mit dem blauen Politiker Franz Gruber ein Verhältnis eingeht, im Bibliotheksgespenst gibt es die Dorothea Wewerka, die in der Hauptbücherei wohnt und dort des Nächtens in der von der Bibliothek ausgeschiedenenen „Viertagebuchfrau“ liest.

In „Das Salz in der Suppe“, eine Erzählung, die in den „Schreibweisen“, meinem zweiten Digi-Buch, geht es auch um eine politische Dystophie die in Folge einer rechten Diktatur entstehen kann.

Und die unveröffentlichte Erzählung „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ in der es wie in der „Reise nach Odessa“, wo Anselma Fuchs im Stadtpark einen konservativen Politiker kennenlernt und ihn in Odessa, wo sie für ihren Nachbarn etwas erledigen muß, wiedertrifft, geht, ist nach oder während der sogenannten „Waldtheimdebatte“ so um 1988 entstanden, aber da ist die Politik vielleicht nur ein Detail am Rande, wie auch in der sogenannten „Flüchtlingstrilogie“, den drei Romanen, wo es eine bekannte Gestalt, nämlich die syrische Flüchtlingsfrau Fatma Challaki geht.

Aber im Teil eins, der „Pensionsschockdepession oder Selmas Kopftuch“ geht es eigentlich, um eine depressive Frau, die ihre Bücher auflesen will, die trifft die fünfzehnjährige Jasmin Bilic im Park und wird in ihre Geschichte, ihre Freundin Selma ist verschwunden, weil sie mit Kopftuch nicht mehr in die Schule gehen kann und gerät in die Fänge eines radikalen Imams, der siemit einem IS-Kämpfer verheiraten will, verwickelt.

Und Teil zwei und Teil drei waren eigentlich als Sommerbuch und als Adventkalender gedacht, aber Teil zwei habe ich im Sommer 2015 begonnen, wo es nicht nur die Griechenland-, sondern auch die Flüchtlingskrise gegeben hat und so hat sich dieses Thema bei mir entwickelt, Fatma Challaki ist mit dem Boot nach Lampedusa und mit dem Zug nach Traiskirchen gekommen und hat Kontakt mit ihrer Brieffreundin Sandra Winter aufgenommen, die auch eine Freudnin der Nika Weihnachtsfrau ist und so wurde auch der Adventkalender, im November 2015 als Nanowrimo geschrieben, sehr politisch und politisch ist es bei mir dann auch gleich weitergangen, hat sich doch in Österreich sehr viel bewegt, was 2016 eigentlich als eine sehr harmlose Bundespräsidentenwahl begonnen hat. Die war dann doch nicht so harmlos, hat doch nicht nur El Awadalla dafür kanditieren wollen, nein, sie wurde auch im <himmel beobachtet, wo sich Stefan Zweig mit Heimito von Doderer und Anne Frank im Wolkencafe trafen, während auf Erden die iranischstämmige Germanistin Zarah Sharami ein Stück über Stefan Zweig und Heimitito von Doderer geschrieben hat, das sie mit zwei Freunden, den Bosnier Zoran Simic und dem Exil RussenJurij Abrahamovic in einem Studentenheim aufführen will und um die Bundespräsidentenwahl beziehungsweise deren Wiederholung geht es in  „Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung“ auch.

Dann kam das Bibliotheksgespenst in meinem Schreiben und in der Realität die vorgezogenen Neuwahlen 2017, seit einigen Monaten blau schwarz II oder besser türkis und darüber geht es in der „Unsichtbaren Frau“ , aber die ist noch nicht fertig und muß noch korrigiert werden, ist aber auch ein hochpolitisches Buch, weil da ja eine prekäre Germanistin, die eigentlich eine Blogfigur ist, des Nächtens Vladimir Putin, Donald Trump oder Rezep Erdogan aufsuchen will, um ihnen die Leviten zu lesen, aber eigentlich nur, bis auf das Ende, nur zu dem reschen feschen Minister Basti kommt.

Das Buch wird höchstwahrscheinlich nicht bis zum Bloggeburtstag fertig werden und von der Viertagebuchfrau habe ich zwar noch ein paar Restexemplare, kann aber, weil ich ja damals noch nicht bloggte, nicht sehr viel diesbezüglich verlinken.

Bei der „Zugsteigerin oder die Reise nach Odessa“ ist das ebenso, blieben, also für den Bloggeburtstag und das diesbezügliche Gewinnspiel, das es dann vielleicht geben wird nur

„Die Pensionschockpension oder Selmas Kopftuch“

„Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen“

 „Nika Weihnachtsfrau“

„Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung“ und

„Vor dem Frühstück kennt dich keiner“

Fünf Bücher über die ich für Interessierte ein oder zwei Fragen stellen könnte, also wer was gewinnen will , in den Vorschauen und den Schreibberichten kann man über die Bücher und die Entstehungsgeschichten nachlesen, erfahren, wo und wann ich daraus schon gelesen haben und wenn fünf Bücher für zehn Jahre schreiben zuwenig sind, kann ich mir bis dritten Juli ja noch etwas ausdenken oder auf die anderen Themengebiete und die Schwerpunktberichte verweisen, wo man sich auch in mein Schreiben einlesen kann.

Die Bücher gibt es, soweit sie noch nicht vergriffen sind, auch bei mir zu kaufen und es ist vielleicht auch noch Zeit, mir, wenn man das will, eine Rezension zum Geburtstag zu schenken,  sich an den schon bestehenden Leserunden zu beteiligen oder neue zu eröffnen.

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