Literaturgefluester

2018-12-17

Zwei Romane aus dem Braumüller-Verlag

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:15
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Das vorletzte Mal „Alte Schmiede“ in diesem Jahr, sagte Johanna Ötl in der Einleitung, übermorgen kommt dann noch Julian Schutting dran und heute waren es zwei sehr sehr unterschiedliche Romane aus dem „Braumüller-Verlag“ obwohl die beiden Autoren, ein Mann und eine Frau, einiges gemeinsam haben.

Sie kommen beide aus Vorarlberg und haben beide im ORF gearbeitet und dann hat die 1943 in Tulln an der Donau geborene und in Dornbirn lebende Monika Karner einen offenbar autobiografischen Roman über einen autistischen Sohn geschrieben „Nur zu zweit“ heißt er, denn der Rolf hat die Linda längst verlassen, beziehungsweise hat sie ihn hinausgeschmissen, weil sie seinen Alkoholismus nicht mehr aushielt und nun lebt sie mit Rudi ihrem autistischen Sohn und schildert, wie schwierig das ist, denn sie will im Land Vorarlberg eine diesbezügliche Behinderungseinrichtung aufbauen.

Das Land läßt sie aber im Stich und so bleibt sie mit ihrem Kind allein und stellt sich oder der Frau vom Landeshauptmann die Frage, wie das ist, wenn sie vor ihm stirbt, was mich etwas wunderte, denn durch den „Ohrenschmaus“ beziehungsweise durch die vom Bludenzer „Sprungbrett Lädele eingereichten Texte, habe ich das Land Vorarlberg eigentlich für ein Vorzeigeland in Sachen Behinderungpädagogik  gehalten. Wie man sich irren kann, beziehungsweise, hat es das „Sprungbrett-Lädele“ wahrscheinlich noch nicht gegeben, wie Monika Karner Betreuung für ihren Sohn brauchte, der auch in Deutschland eine Schule besuchte, weil es die in Österreich noch nicht gab.

Monika Karner hat sehr berührende Stellen dazu gelesen beziehungsweise Johanna Ötl viel von ihrem Frust erzählt, wie es ist alleine mit einem autistischen Kind dazustehen und alle geben ihr Ratschläge oder glauben ihr nicht, daß er autistisch ist, weil er Gefühle hat und weinen kann, was er tat, als er hörte, daß die Mutter von ChristianMähr mit dem sie offenbar befreundet ist, in ein Altersheim kommen soll, dachte er doch es wäre seine Mutter und vom 1952 geborenen Christian Mähr habe ich schon vor Jahren etwas gehört, denn da gab es noch den „Amadeus“, glaube ich, hat der „Thalia“ früher geheißen, auf der 2Babenberger- oder unteren Mariahilferstraße und da hat es ein „Dumont-Probebuch gegeben in dem ein Ausschitt aus seinem „Simon fliegt“ enthalten war und dann habe ich ihn auch einmal in der „Alten Schmiede“ aus einem anderen Buch lesen gehört.

Der studierte Chemiker liebt es fantastisch, hat auch schon einen Sciece Ficton Preis gewonnen und sagte in der Dikussion energisch, ihn würde die Realität in der Literatur nicht interessieren, denn wenn er es realistisch haben will, liest er Zeitung und passiert in seinem neuen Buch „Der jüngste Tag des Peter Gottlieb“ auch sehr viel phantstisches, eine unbekannte Anderswelt sagte johanna ötl in der einleitung hat sie ja auch die letzte „Literatur im Herbst“ mitmoderiert, genauso oder anders unbekannt, wie das Leben mit einem autistischen Kind, denn in Christian Mährs Roman stehen die Toten, wenn ich es richtig verstanden habe, wieder auf oder können nicht sterben.

Da erbt einer ein Gasthaus und überführt dabei einen Mann, der ist aber nicht oder schon länger tot und so wird in dem Gasthaus, dann das jüngste Gericht abgehalten und Johanna Ötl verwies in ihrer Einleitung auch auf den Bulgakov uns seinen Meister mit der Margarita und befragte nach der Lesung den Vorarlberger Meister, wie er zu seinem Stoff gekommen ist?

Das war ein langes Gespräch, denn Meister Mähr ist sehr wortgewaltig und Johanna Ötl wies am Schluß auch, weil Weihnachten kommt bald, auf den Büchertisch hin, wo man sich mit beiden Büchern eindecken und in zwei sehr unterschiedliche Lebens – und Lteraturwelten eintauchen konnte und ein Bonmot habe ich noch vergessen, denn Christian Mähr hat natürlich den Großmeister Stanislaw Lem erwähnt und der hatte einen Schüler, der heute, glaube ich, gar nicht mehr so phantastisch schreibt, nämlich Radek Knapp und der war auch imPublikum und besitzt, wie Christian Mähr verriet, den Lemschen Schreibtisch, was wie Johanna Ötl die Veranstaltung ausleitete, ein toller Anfang für einen neuen Roman wäre.

 

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2018-10-02

Otto Müller im Literaturhaus

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:23
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Zwei sehr politische Bücher aus dem „Otto Müller Verlag“ wurden heute im Literaturhaus vorgestellt, nämich Hanna Sukares „Schwedenreiter“ und Christian Lorenz Müllers „Ziegelbrennen“.

Zuerst hielt aber der Verlagsleiter Arno Kleibel eine sehr lange Einleitung, erzählte von seinem Großvater dessen Verlag arisiert wurde. Er hat ihn dann übernommen, führt ihn mit fünf mitarbeitern, bringt zehn bis fünfzehn Bücher im Jahr heraus und die zwei Autoren, die heute vorgestellt wurden, würden sehr lange für ihre Bcher recherchieren und haben auch beide ein sehr ähnliches Thema.

Die 1975 in Freiburg im Breisgau geboreneHanna Sukure wurde mit ihrer „Staubzunge“ bekannt, sie hat damit den “ Rauriser-Literauturpreis“ gewonnen und ich habe das Buch, glaube ich, einmal bei dem Hauptverband-Flohmarkt gekauft, es auch auf meiner Leseliste, es aber nicht gelesen und dieses spielt in einer fiktiven Stadt, die Goldeck ähnlich ist, denn dort wurden zu Kriegsende Deserteure verfolgt und hingerichtet und der Enkel eines solches heißt Paul Schwedenreiter und erzählt die Geschichte seines Großvaters beziehungsweise Urgroßmutter.

Zuerst kam aber 1972 in Rosenfheim geborene Christian Lorenz Müller und dessen „Ziegelbrennen“, spielt auch im Krieg, nämlich in Kroatien, wo eine Familie, die Frau mit einemDonauschwaben verheiratet, nach Wien flüchten muß. Drei Stellen hat der Autor daraus gelesen. Dazwischen gab es Akkordeonmusik und nachher Wein und Gespräche und ich habe mich mit einer Frau unterhalten, die bei unserem Stadtspaziergang, der ja auch am Deserteurdenkmal angefangen hat, mitgegagnen ist, unterhalten und Bücher im Bücherschrank, im „Wortschatz“ und in der Zieglergasse habe ich auch gefunden, sogar sehr neue und aktuelle Leseexemplare aus der „Bücherinsel“.

„Marx stand still in Darwins Garten“ habe ich liegengeleassen, dabei auf Helene Hegemanns „Bungalow“, das ich gerade als E-Bup lese, das aber wieder, wie Anja Kampmanns „Wie hoch die Wasser steigen“ aus meiner Inpbox veschwunden, während ich mit Gerlinde Hofer vom „Ohrenschmaus“ über die Präsentation des neuen „Morgensterns“ im Tschocherl, der auch „Ohrenschmaustexte“ enthölt, mailte, gehofft, jetzt kann ich nur hoffen, daß es mir der Alfred findet, sonst muß ich wohl die Bücher in eine buchhandlung lesen gehen oder nochmals anfragen.

2017-04-25

Leo Perutz-Buchvorstellung

Leo Perutz, der 1882 in Prag geboren wurde und 1957 in Bad Ischl gestorben ist, gilt, wie Manfred Müller heute in der „Gesellschaft für Literatur“ sagte, schon lange als Geheimautor, obwohl seine Bücher immer in großer Auflage erschienen sind.

Nun, ich kenne ihn vom Namen,  Otto Lambauer, mein literarischer Verstärker meiner ersten Blogzeit, hat ihn, glaube ich, sehr gepriesen und ihn neben Joseph Roth bevorzugt gelesen und ich glaube, als ich damals 2005 in der Szene Margareten einen Buch-Gutschein gewonnen habe und damit das zweite Mal zu „Thalia“ auf die Mariahilferstraße ging, um den Rest einzulösen, sah ich Perzutz in den Regalen stehen, dachte, den muß ich kaufen, dann sah ich Theodor Suppers „Kettenreaktion Kontra“, habe danach gegriffen und bin auf den Perutz erst wieder gestoßen, als ich den „Marquis de Bolibar“ in einen der Schränke fand, der mir gar nicht so gefallen hat.

Stimmt nicht ganz, es gibt ja den „Leo Perutz,-den österreichischen Krimipreis“ seit einigen Jahren und da gehen ich regelmäßig hin, obwohl man da ja diskutieren müßte, wie der Preis zu seien Namen kam?

Denn Krimi hat Perutz ja, glaube ich, nicht geschrieben, eher unheimliche oder Science Fi Geschichten.

Ich bin ja nicht so eine Expertin, aber heute saßen die in der“Gesellschaft“ im Publikum und auf dem Podium und ich habe in den Schränken, wenn ich in meiner Bücherliste nachsehe, inzwischen auch „Nachts unter der steinernen Brücke“ gefunden und dann habe ich, inzwischen ganz vergessen, noch aus den Büchertürmen der „Literatur im März-Veranstaltungen“, das in der „Edition Sonderzahl“ erschienene, mit Brigitte Forster von dem Perutz Kenner Hans Harals Müller herausgegebene Buch „Unruhige Träume abtrünnige Konstruktionen“ in meinen Regalen, das ich mir inzwischen herausgeholt habe.

Daß Hans Harald Müller ein Perutz-Experte ist, habe ich heute von seinem Namensvetter Manfred Müller erfahren oder war es der Zsolnay Verleger Herbert Ohrlinger, der den Roman „Zwischen neun und neun“, ein mir völlig unbekannter Titel, herausgegeben hat.

Manfred Müller leitete jedenfalls die Veranstaltung ein, in dem er auf eine Reihe von berühmten Prager Dichter, wie natürlich Franz Kafka, Franz Werfel, Max Brod, Egon Erwin Kisch hinwies, die alle knapp nach Leo Perutz geboren wurden und Leo Perutz erklärte Manfred Müller, war ein schlechter Schüler, hatte keine Matura aber trotzdem in Wien Versicherungsmathematik studiert und dann, als solcher gearbeitet und 1018 ist sein dritterRoman „Zwischen neun und neun herausgekommen.

Dann gibt es noch sehr viele andere „Wohin rollst du Äpfelchen, „St. Petri Schnee“ und „Nachts unter der steinernen Brücke“ ist erst in den fünfziger Jahren herausgekommen.

Dazwischen mußte er nach Israel emgrieren,  ist aber nach dem Krieg wieder öfter nach Österreich, Wien und ins Salzkammergut zurückgekommen und 1957 gestorben und ab da eine Zeitlang, wie Manfred Müller erzählte, offenbar vergessen gewesen oder vielleicht doch nicht so ganz, Doron Rabinobvici, der ja auch in Israel geboren wurde, ist jedenfalls ein Perutz-Experte oder Fan und hat schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ über Perutz referiert.

Jetzt hat er mit Herbert Ohrlinger, das Buch, das dann sehr zu kaufen empfohlen wurde, vorgestellt und darin geht es, wie Manfred Müller noch erklärte, um einen Mann, Stanislaus Demba, der offenbar einen Tag durch Wien herumirrt. Ein Kapitel hat Doron Rabinovici gelesen, bei dem im Publikum viel gelacht wurde. Da gehen am Morgen zwei Gelehrte mit einem Hund in einen Park, um dort wissenschaftlich zu arbeiten und treffen dabei auf den geheimnisvollen Studenten, zuerst unterhalten sie sich, was ich sehr interessant gefunden habe, über das Haschischrauchen und dann kommen sie darauf, weil sich der Student sehr seltsam verhält, daß das der erste europäische Haschischraucher sein muß.

Der enflieht aber und versteckt auch etwas unter seinen Mantel, was das ist, ist ein großes geheimnis da manfred Müller und Herbert Orlinger nicht verraten wollten, aber bei „Wikipedia“ nachzuschlagen ist, da es dort einen Artikel über das Buch gibt.

Herbert Ohrlinger las  dann  noch ein Kapitel vor, nämlich das, in dem der Studetnt in ein Kaffeehaus geht, sich vom Kellner zuerst aufzählen läßt, was es alles zu essen gibt, sich dann sämtliche Bücher und Lexika, die das Kaffeehaus vorrätig hat, bringen läßt und dann nachdenm er Salami und zwei Eier gegessen hat, das Kaffeehaus wieder verläßt, weil es ihm dort zum Verfassen seiner Dissertation zu laut war.

„Phantastischer Roman“, finde ich bei „Wikipedia. Manfred Müller oder war das Doron Rabinovivi betonten noch, daß das Buch aus sechzehn, siebzehn oder achtzehn Episoden bestünden, zwanzig steht bei „Wikipedia“, die jede für sich abgeschlossen ist, weil der Roman zuerst auch in Fortsetzungen in Zeitungen erschienen ist.

Mir würde nun noch völlig unwissenschaftlich einfallen, daß Leo Pertrutz in seiner Phantastik und seiner Einfallsfreude vielleicht mit Sebastian Fitzek zu vergleichen ist, wird aber, wie ich heraushörte, in der heutigen Jugend nicht mehr soviel gelesen.

Sebastian Fitzek aber schon, ist der ja der Schwarm der Booktuber und Bücherblogger und ich denke Leo Perutz ist interessant, denn diese zwei Kaptel haben mir wesentlich besser gefallen, als der „Marquis von Bolbar“, den ich soweit ich mich erinnern kann, ein wenig fad empfunden habe.

Also lesen, „Nachts unter der steineren Brücke“ habe ich mir schon vorgenommen. Daß ich nichts anderes in meinem Katalog habe, hat mich ein wenig erstaunt, aber vielleicht kommt „Zwischen neun und neun“ noch einmal zu mir.

Mit „Zsolnay“  ist es zwar ein wenig schwierig mit den Rezensionsexemplaren. Aber die Bücherkästen sind ja sehr voll und wenn es, wie Manfred Müller noch erwähnte, ja immer so viele verschiedene Auflagen gab, ist es durchaus möglich, daß ich mal darauf stoße.

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