Literaturgefluester

2020-12-25

Vom Adventkalender zum Bücherchristbaum

Ich bin ja irgendwie ein Adventkalenderfan, die mit Schokolade kaufe ich mir zwar nicht, sondern früher höchstens der Anna, im nächsten Jahr wahrscheinlich der Lia, aber heuer geht das wegen des Lockdowns für die Maskenverweigerin ja nicht, und dann haben mich die Bücheradventkalender immer schon fasziniert.

Was das ist und wie bin ich daraufgekommen? Wahrscheinlich durch das Bloggen und die Bücherblogger.

Das „Literaturcafe“ veröffentlicht ja immer einen mit den nicht geschriebenen Büchern und richtig einen Adventkalender habe ich schon geschrieben, als ich noch nicht gebloggt habe, der ist im „Best of“ enthalten, da gibts noch ein paar Exemplare, wer ihn also lesen will, bitte melden und dann war auch einmal die Idee mit der Nika oder ursprünglich wars ein Asylwerber oder Student aus Osteuropa, der sich als Weihnachtsmann auf der Mariahilferstraße verdingt, die Nika ists geworden, 2015 im Rahmen des fünften Nanowrimos endlich geschrieben, aber vorher gab noch ein paar Feldversuche, einer davon ist der „Bücheradventkalender“ und da die Idee im Advent jeden Tag ein Buch zu lesen.

Einen Versuch von einer ,die es machte uns sich dafür in Tolstois Sessel setzte gab es später, bei mir bleibt es wahrscheinlich bei der Idee im Advent jeden Tag ein Weihnachtsbuch zu lesen, aber aufstapeln auf seinem Weihnachtstischchen kann man sie allemal, dafür sammle ich sie ja schon seit Jahren oder seit es die offenen Bücherschränke gibt, wo die dann, die man zu Weihnachten bekommen hat, später entsorgt werden. Vor zwei Jahren habe ich mir den ersten aufgestapelt und voila, heuer gibts das auch, sogar zweimal, weil in Harland gibts ja auch Weihnachtsbücher, aber am

1. Dezember beginnts in Wien und zwar mit einem Fund aus dem Bücherkasten, denn ich bin ja an meinem Geburtstag am neunten November losgestartet, um trotz Corona und Lockdown eine Bücherkastentour zu machen und lag ein Buch darn, das wahrscheinlich keine Weihnachtsbuch ist, aber so heißt, nämlich

Karl Emil Franzos „Leib Weihnachtskuchen und sein Kind“, eine Erzählung aus dem „Globus Verlag“ aus dem Jahr 1984, also vielleicht auch historisch interessant und Karl Emil Franzos, 1848 in Podolien, damals russisches Kaiserreich, geboren gilt als großer Kenner des osteuropäischen Judentums hat Romae und Erzählungen darüber geschrieben. Gelesen habe ich noch nichts von ihm, in der Wien Bibliothek hatte er aber einmal eine Ausstellung und da bin ich an einen Katalog gekommen und jetzt wäre ja die Gelegenheit dazu, wenn ich nicht so eine überlange Leseliste hätte und mit dem Buchpreislesen noch nicht fertig wäre, aber auf dem heurigen Bücheradventkalender, der im Laufe des Monats zum Bücherchristbaum wird, der zwischen den schon aufgestellten Weihnachtsdekorationen seinen Raum einnimmt, Platz hat.

2. „Nika Weihnachtsfrau“ jetzt kommt gleich mein Adventkalender. Die „Nika“, 2015 in Zeiten der Flüchtlingskrise geschrieben und seit dieser Zeit gibt es hier jeden Tag gelegentlich ein Türchen. Das Erste ist im Probekapitel zu finden. Das Zweite gibts am Zweiten und vielleicht da dieser Dezember ja wahrscheinlich ein ruhiger wird, gibts hin und wieder auch ein Neues, viel Spaß beim Lesen wünsche ich. Vielleicht gibt einen mal im „Wortschatz“ zu finden und sofern ich noch welche haben, kann man sie auch bei mir bestellen.

3. Dezember – „Kerzen, Killer, Krippenspiel“, der heurige Krimi-Adeventkalender, mit vierundzwanzig Weihnachtsgeschichten aus Deutschland, das heißt, falsch ein Krimi spielt in Treberndorf und wurde von Eva Rossmann geschrieben. Ansonsten gehts von der Nordsee bis ins Allgäu hinunter, ein kleiner Trost, weil man ja in Wirklichkeit ohne Quaratäne und Zwangstest nicht ein oder ausreisen darf und am dritten Dezebmer sind wird in Ostermoordorf in Ostfriesland gelandet und da geht es um die Weihnachtsmannkonkurrenz.

4. Dezember – Elke Pistor „lasst uns tot und munter sein“

Jetzt gehts nach Harland, beziehungsweise zu einem Bücherschrankfund, ein Weihnachtskrimi mit Tannenzweige, Lebkuchen und Geschenkpäckchen am Cover. Elke Pistor lese ich bei Wikpedia wurde 1967 geboren und hat schon einige Krimis geschrieben. in diesem lese ich am Buchrücken unter „Mörderische Weihnacht überall!“, geht um den Immobilienmakler Korbinian Löffelholz, schöner sprechender Name, der noch vor Weihnachten eine alte Villa verkaufen muß. Spannend spannend und schön zu lesen, heuer gehts ja wahrscheinlich nicht, aber vielleicht im nächsten Jahr, wenn ich sparsamer beim Büchersammeln bin.

5. Rosamunde Pilcher „Misss Camerons Weihnachtsfest“, wieder ein Geschichtenband einer berühmten Autorin. Von Agatha Christie habe ich ja auch einmal ein Weihnachtsbuch gefunden, das sehr gut aufgerufen wird und von der 2019 verstorbenen schottischen Autorin habe ich einmal einen Film gesehen. Hatte dann ein Buch auf der Leseliste, das ich aber nicht schaffte und nun fünf Weihnachtsgeschichten, die aus anderen Büchern entnommen wurden.

„Lassen Sie sich verzaubern! Kaum jemand vermag die kleinen häuslichen Dramen, die die Welt bewegen, so geschickt zu inszenieren, wie Rosamunde Pilcher“, steht am Rücken des hundertzwanzig Seiten starken „Rororo- Bändchen“, das leider schon ziemlich ramponiert aussieht und ein bißchen naß geworden ist, sich aber trotzdem sicher lesen läßt.

Am 6.Dezember, dem Nikolotag geht es zu „Residenz“ beziehungsweise zu Vater und Sohn Grissemann, denn die haben dort einmal ein Weihnachtsbuch herausgegeben.

„Klappe, Santa“ heißt es frech und ich habe es einmal oder mehrmals bei der „Buch-Wien“ am „Residenz-Stand“ bewundert, bevor ich es im „Seedosen-Schrank“ gefunden habe.

„weihnachten ernst und christoph“ heißt es da poetisch abgewandelt. Ein verrutschtes Christbäumchen ist am Cover neben Vater und Sohn auch zu sehen. Der Vater war ein bekannter Fernsehmoderator und ich habe ihn als ich einmal in Klagenfurt war und er dort moderierte, schimpfen gehört, der Sohn tritt gemeinsam mit Dirk Steermann auf.

„Eine schöne Bescherung: In diesen Geschichten wird anders gefeiert! Nämlich so, wie es sich gehört.“, verspricht der Buchrückentext.

„Christoph und Ernst Grissemann haben für dieses Buch Weihnachtsgeschichten gesammelt, die Sie bestimmt in Stimmung bringen. Schräg und besinnlich, lustig oder tiefsinnig. Mit Texten von Bertold Brecht, Robert Gernhardt, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz u.v.a. Das Christkind hätte seine Freude“, heißt es da.

Also lesen, lesen, eintauchen in die Weihnachtsliteratur und solche Bücher habe ich auch schon gelesen

7. Dezember – Manfred Baumann „Glühwein, Mord und Gloria“

Wieder ein Weihnachtskrimi oder kriminelle Weihnachen, wie am Cover steht. Advent und Krimis passen offenbar gut zusammen, leicht und schnell zu lesen, spannend und zeigt vielleicht auch den Widerspruch zwischen Glanz und Freude und den geheimen Mordgelüsten, wenn man Weihnachten vielleicht doch nicht mit der Familie und Tante Emma feiern will. Manfred Baumann wurde 1956 in Hallein geboren, hat schon eine Reihe Krimis geschrieben und in „OTannenbaum O Mörderbaum“, wie am Buchrücken steht, geht es um einen Kommisasar Merau, der sich fast am Glühwein verschluckt, als ihm die Nachricht erielt, daß ein Johnny Lametta, Hauptdarsteller der Weihnachtskrimi – Komödie „Lebkuchen, Leichen und Lametta“, verschwunden ist. Klingt spannend und sollte man lesen, vielleicht geht es sich im nächsten Adventkalender aus.

Am achten Dezember kann ich ein besonderes Schmankerl auf meinen Adventbücherchristbaum legen, nämlich „Deutsche Weihnachten“ aus dem Jahr 1922, aus dem „Österreichischen Schulbuchverlag“, wem das Büchlein mit dem schlichten grünenCover wohl gehört haben mag. Ich habs ziemlich am Anfang im Bücherschrank gefunden. Ludwig Richter, der berühmte Illustrator hat die Bilder dazu beigesteuert. Ein Karl Lustig hat die „Deutsche Hausbücherei“ eine „Auslese von Gedichten, Erzählungen und Spielen“ herausgegeben und wir können, wenn wir die Schrift noch lesen können, eintauchen in die Weihnachtswelt unserer Groß- und Urgroßeltern.

Am neunten Dezember lege ich ein Buch auf meinen Wiener Bücherchristbaumstapel, das ich vorher von meiner Leseliste genommen und auf die des nächsten Jahrs gesetzt habe. Denn Angesichts meiner überlangen Leseliste schaffe ich es nicht Isabel Boltons „Der Weihnachtsbaum“ zu lesen. Das Buch habe ich, glaube ich, im „Wortschatz“ gefunden und von der 1975 in New York verstorbenen schon etwas gelesen. So bin und bleibe ich neugierig, endlich einmal einen literarischen Roman mit dem Weihnachtsthema zu lesen und freue mich auf das nächste Jahr, wo ich mir meine Bücher halt besser einteilen muß, um Platz dafür zu schaffen.

Am zehnten gehts zu dem Adventkalender, den ich einmal von meiner Leseliste entfernt habe. Jetzt tue ich ihn fü r2021 wieder hinauf. Habe ich jetzt doch begriffen, daß man die Geschichten ja täglich lesen kann und der Adventkalender ist bei dem „Kleinen Aeventsbegleiter – 24 Geschichten zur Weihnachtszeit“ aus dem „Piper-Verlag“ gleich am Cover zu finden. Da hat der Vorbesitzer, das Buch stammt aus dem Schrank, die Türchen schon aufgemacht und an dem, wo einmal ein Zehner stand ist ein Schlittschuh zu sehen. Im Inhaltsverzeichnis ist der nicht mehr zu finden. So habe ich nachgezählt. Karl Valentins „Winterstreichee“ ist die zehnte Geschichte. Schaut man die nach ist der Schlittschuh zu finden. Also kann man sich in dem Buch in dem es Geschichten von Selma Lagerlöf, James Krüss, Joachim Ringelnatz, Italo Calvino, etcetera gibt, von Tag zu Tag durchblättern und ich verweise aufs nächste Jahr, um mehr von diesem Buch zu erfahren und bin schon gespannt.

Am elften Dezember geht es zu Andrea Schacht und zum „Fliegenden Weihnachtskater“, im „Aufbau-Taschenbuchverlag“ ist das Buch erschienen, Ich habs, glaube ich, im vorigen Jänner im „Wortschatz“ gefunden und in meine Weihnachtsbuchergalerie eingereiht. Es geht, wie schon der Titel verspricht, um eine in einen Teppich eingewickelte Katze und um eine Pilotin namens Anita geht es auch, also seien wir gespannt!

Am zwölften Dezember wird es, kann man sagen kitschig, geht es da ja zu „Weihnachten 2004“ aus der „Julia- Cora-Reihe“, zurück. Drei Liebesromane zur Weihnachtszeit immer in einem Bändchen gesammelt und ich habe im „Wortschatz“ schon vier solche Bücher gefunden. Im Jahr 2004 ist es um die „Wunder der Weihnachtszeit“, „Bleib bei mir für immer“ und „Im hellen Schein derKerzen gegangen“. Das Cover ist schön weihnachtlicht und wenn ich im nächsten Jahr jeweils an zwei Tagen so eine Geschichte lese, hätte ich einen etwas anderen Adventkalender, werde meine Leser vielleicht noch ein bißchen mehr von mir enttäuschen, die mir ohnehin schon einen kitschigen Lesegeschmackt zuorden. So ist es, in meiner Jugendtagen habe ich Hedwig Courths-Mahler begeistert gelesen und vorher auch sehr viele „Siliva-Romane“ gesammelt und in den letzten Jahren mir auch öfter diverse Weihnachtsfilme angesehen.

Am dreizehnten Dezember wird es etwas mythisch. Führt uns doch der bekannte Benediktiner und Bestsellerautor Anselm Grün ind das „Weihnachtliche Leben“ ein und ich habe das kleine in blau gehaltene „Herder-Büchlein“, glaube ich, in dem Schrank, der sich gegenüber der „Kuppitsch-Buchhandlung“ gefunden. Ein paar schöne Illustrationen gibt es auch. Das Buch hat nur dreißig Seiten, dafür aber dreizehn, wie passend, kurze Kapitel, die sich mit der „Herbergssuche, dem „Glanz des Engels“, der „Flucht nach Ägypten“ etcetera, beschäftigen.

Die berühmte „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens lege ich am vierzehnten Dezember auf den Adventkalenderstapel, dabei hätte ich das Büchlein, das ich einmal gefunden haben muß, beinahe übersehen. Wahrscheinlich wars ein Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr, das im Vorjahr in den Schrank gelegt wurde. Übersetzt wurde das kleine Büchlein, das am Cover einen rennenden Mann mit Zylinder zeigt, von der Gräftin Sybil von Schönfeldt und ich habe von dem Büchlein schon vor langer Zeit erfahren, als ich mir den Schreibratgeber „Wie man einen verdammt guten Roman schreibte“ kaufte. Da wurde es als Beispiel für die Spannung avisiert. Dann habe ich vom Alfred einmal einen E-Book Reader geschenkt bekommen. Den benütze ich zwar nicht sehr. Es gab aber ein paar freigegebenen Bücher drin. Eines war das Weihnachtsmärchen von dem geizigen Scrooge, das ich auf meiner Leseliste hatte, aber leider, leider nicht dazu gekommen bin.

Am fünfzehnten Dezember gibts, hurra, hurra, den „Fröhlichen Advent“, weitere vierundzwanzig Weihnachtsgeschichten, die sich ja herrlich einzeln lesen lassen. So wirds also auch in den nächsten Jahren die tägliche Weihnachtsgeschichte geben und dieser ist, wie am Cover steht „Ein Hausbuch für die schönste Zeit des Jahres“ – „Fröhlicher Advent – ein Buch, das zum Geschichtenerzählen verführt, zum Vorlesen, zum Einstimmen in eine frohe Weihnachtszeit“ ist am Rücken, des „Insel-Taschenbuchs“ zu lesen. Schauen wir also in den fünfzehnten Dezember, da gibts zuerst ein Gedicht von Heinrich Hoffmannvon Fallersleben. „Der Traum. Ich lag und schlief, da träumte mir ein wunderschöner Traum. Er stand auf unserm Tisch vor mir ein hoher Weihnachgtsbaum.“ Und dann noch ein Kochrezept von Elisabeth Borchert „Pomeranzenbrötle und Weihnachtsschiffchen“. Schön illustriert ist das Ganze auch.

Am sechzehnten Dezember wird es etwas esotherisch, denn es geht zu „Stella“ oder zu dem peruanischen Bestsellerautor Sergio Bamaren. Ein kleines blaues „Piper-Büchlein“. Ein Christbaum, ein Engel und ein Stern am Cover des Weihnachtsmärchen. „Die Nacht , in der die Liebe auf die Welt kam“ steht am Buchrücken, der uns verrät, daß es darum um die kleine Taube Stella geht, die darunter leidet, anders als die anderen zu sein.

Das „Christkindl auf Ottakringisch“, hatten wir schon. Am siebzehnten Dezember kommt dann das „Weihnachtsberevier“ von Franz Lahner, dem „beliebten WienerMundartdichter“, wie am Buchrücken steht „S Christkindl redt wienerisch“. Da sieht man am Cover das Weihnachtsenterl vor dem „Wiener Sprachkurs“ stehen und den Stephansturm als Hintergrundimpession gibt es auch.

Am achtzehnten Dezember lege ich das „Große Brigitte Weihnachtsbuch“ aus dem Jahr 1996 auf den Harlander Bücherchristbaumstapel,das ich einmal bei der „Seedose“ gefunden habe. In meiner Studentinnenzeit habe ich regelmäßig, die „Brigitte“ gelesen und war da immer hingerissen von den Weihnachtsdekorationen und Tips,die dann aber schwer zu verwirklichen waren, aber einmal habe ich das Weihnachtsmenü mit Lachsforelle gekocht. Die „Brigitte-Weihnachtsbücher“, die Sondereditonen sind auch nicht zu mir gekommen oder erst später durch den Schrank. Ich hab das Buch einmal auf die Leseliste gesetzt, dann wieder hinuntergenommen, aber öfter durchgeblättert. Als Schreibunterlage habe ich es auch einmal benützt und interessant natürlich nachzuschauen, was da vor dreißig Jahre Weihnachtsmode war. Es gibt Basteltips, Keksrezepte und viele Bilder von Weihnachtsmännern und Nikoläusen. Vierundzwanzig Weihnachtsmänner mit und ohne Schlitten, tanzend, laufend und sogar Kopf stehend sind auch zu sehen, denn das Buch beinhaltet ja, wie am Cover steht „Viele originelle Ideen für die festlichste Zeit des Jahres – mit Bastelbogen für die ganze Familie.“

Am neunzehnten Dezember geht es um den „Weihnachtszwilling“. Chris Heimerdinger hat die Geschichte geschrieben, wo es um einen Buben geht, für den Weihnachten immer sehr traurig ist, weil sein Bruder ist an diesem Tag gestorben und da das sein Zwilling ist, fällt auch das Geburtstagsfest aus.

jetzt kommt die „Schöne Geschichte!“ oder das „Amadeus-Weihnachtsbuch“ und die Geschichte dazu. Denn da gab es ja einmal, lang lang ist es her, wahrscheinlich in den Neunzigerjahren, ein Inserat in der Zeitung, die ersten fünfzig Personen, die an einem der Einkaufssamstage zu „Thalia“ kommen, bekommen es. Ich bin hingeradelt, habe lange herumgeredet, dann haben sie mir das Büchlein offenbar aus dem Lager geholt, in dem es Geschichten von Christine Nöstlinger, Hans Christian Andersen, Mira Lobe, etcetera, gibt, also eigentlich nicht so besonderes. Aber ein schönes Weihnachtsgeschenk und gestern am vierten Adventsamstag vor dem dritten Lockdown war ich auch beim „Thalia“, mit dem Alfred und der Doris Kloimstein und habe einen Gutschein eingelöst, den die Oma einmal zum Geburtstag bekommen hat.

Am einundzwanzigsten Dezember geht es zu „Weihnachten in die wundervollen Buchhandlung“, ja jetzt kann man noch schnell hingehen und seine Weihnachtsbuchgeschenke kaufen und ein Buch das ich schon gelesen habe, hate ich es mir ja einmal auf der „Buch-Wein“ von dem Geburtstagsgutschein der Margit Heumann eingeöst. Dabei mag ich das Vorkämpfen der Petra Hartlieb, die Krimis und andere Bücher geschreiben hat für den stationären Buchhandeln und gegen das böse „Amazon-Einkaufen“ nicht so besonders und die „Wundervolle Buchhandlung“, fand ich eigentlich, ganz ehrlich, auch ein wenig banal. Aber zu Weihnachten in eine Buchhandlung zu gehen, ist schön, ohne Maske nicht möglich, habe ich vor ein paar Tagen bis zum Portal auch schon getan und mein Weihnachtsbücherstapel ist, wie man hier sehen und lesen kann, ohnehin schon sehr schön.

„Still erleuchtet jedes Haus – ein Weihnachtsbuch aus dem alten „Residenz-Verlag“, herausgegeben von Adolf Haslinger, lege ich am zweiundzwanzigsten Dezember auf meinen Advent-Bücher-Christbaum. Wenn ich mich nicht irre, habe ich es von den Bücherregalen des „Read!!ingrooms“, denn da habeich ja einmal meine Weihnachtsgeschichte gelesen, es ist bunt bespickt mit allerlei Werbesprüchen und das Cover ist durch ein Pickerl, verunstaltet Ein Christbaum ist auf dem an sich schönen Cover auch zu sehen, die ja die alten „Residenzbücher“ hatten und Texte gibt es viele darinnen. Rainer Maria Rilke, Peter Rosei, Gottfried Benn, Theodor Kramer, Alfred Kolleritsch, Peter Handke, ich kann gar nicht alle aufzählen, und einen „Kostnix Stempel von 2014“ gibt es auch zu sehen. Dafür ist die Seite wo ich sehen könnte, wann das Buch herausgegeben wurde, herausgerissen, es wird aber noch länger her sein, gibt es den alten „Residenz-Verlag“ von „Jung und Jung“ ja schon längst nicht mehr. Nur das Buch als Erinnerung oder viele andere schöne Bücher, denn damals habe ich mir ja viele gekauft.

Am dreiundzwanzigsten Dezember lege ich in Wien eine Leseprobe auf den Bücherchristbaumstapel, die ich wahrscheinlich auf der Bühn-Wien oder bei der Buchmesse im MQ gefunden habe. „Weihnachten in der kleinen Sommerküche am Meer“, das ist eine Serie der in Edinburgh geobrenen und in Frankreich lebenden Jenny Colgan und solche Bücher würde ich ja gerne lesen, wenn ich mehr Zeit hätte, aber vielleicht geht sich die Leseprobe aus.

Obwohl ich noch ein paar ungelesene Weihnachtsbüchlein in Harland liegen habe, habe ich mich entschieden Uli Lucas „Weihnachten im Weltall“ auf den Bücherchristbuch zu legen, das ich schon gelesen habe und den Uli habe ich, 2016, glaube ich, kennengelernt, da hat er sich über einen meiner Kommentare auf dem Literaturcafe kommetiert, dann hat er mir ein Mail geschrieben und meine Fehler korrigert, dann haben wir uns über seine politischen Ansichten gestritten und jetzt sind wir in Sachen Corona seltsamerweise einer Meinung.

So Weihnachten ist da und ich lege noch schnell am fünfundzwangsten ein Büchlein, das ich von meiner Mutter erbte oder aus dem Bücherschrank aus der Wattgasse stammt „Als Weihnachten noch Weihnachten war“ mit schönen Illustrationen und Weihnachtsgeschichten von Adalbert Stifter, Peter Rosegger und auch einigen anonymen Texten. Die beiden Weihnachtsstapel in der Krongasse und in Harland sind groß und schön geworden und eigentlich ist es eine ganz beachtliche Sammlung an Weihnachtsbücher, Krimis, Romane und besinnlichen Texte, die sich da angesammelt haben. Gelesene und noch ungelesene und im nächsten Jahr habe ich wahrscheinlich auch noch genug für einen neuen Bücherturm und ich kann auch noch einiges finden. Seien wir gespannt und ein Weihnachtsgedicht und die Weihnachtskekse, die früher der Schwiegervater backte, kann ich auch noch präsentieren und natürlich auch den „Nika, Adventkalender“, wer da noch nicht hat, kann sich da weiterlesen. Ungefähr die Hälfte der Adventkalenderfester gibt es da jetzt schon. Zwei sind heuer noch dazugekommen. Das Probekapitel ist schon oben verlinkt, dann kommen 2 5 7 8 9 10 14 19 20 23 24 25 29 30 und wer wissen will, was ich zu Weihnachten bekommen habe?

Von der Anna wieder Badeschaum und belgische Pralinen, vom Alfred die zwei literarischen Kalender, die ich schon seit Jahren bekomme, ein Häferl von der Heimhelferin Martina, von meinen Klienten Schokolade und ein selbstgebasteltes Herz und aus dem Bücherschrank in Altmannsdorf habe ich mir gestern Hans Falladas „Junger Herr ganz gross“, eine Donaulandausgabe aus den Füfzigerjahren. Wer ist da wohl mit oder ohne Corona gestorben und ich habe die „Sommerereignisse“ und die „Hierarchien“ hineingelegt.

Wer Interesse daran hat, schnell hinschauen, vielleicht sind sie noch da. Die „Hierarchien“ werde ich aber, weil davon ja noch einige Schachteln in Harland stehen, noch öfter in die beiden St. Pöltner Schränke, also auch in den bei der Seedose hineinlegen und hoffe, daß ich die St. Pöltner damit nicht überfordere. Also frohes Fest und laßt es auch durch Corona nicht allzusehr vermiesen, die dazu passende Weihnachtsgosse kommt dann morgen!

2018-12-24

Ein Bücherchristbaum

Bücherchristbaum

Bücherchristbaum

Zu Zeiten, wo sich die Rechten darüber aufregen, daß Weihnachten angeblich in ein Winterfest umgewandelt werden soll und sich Evelyn Schlags Taxifahrer, wie sie auf der „Zentralmaturaenquette“ erstaunt verkündete, sich beklagte, daß „Weihnachten schon weggegendert wurde“, da hat er, glaube ich, etwas verwechselt und zwei patriotische Debatten ineinander vermengt, kommen nun meine weihnachtlichen Betrachtungen, denn ich bin ja als Tochter eines sehr aufrechten Sozialisten und einer im Herzen wahrscheinlich katholisch gebliebenen Mutter in einem Gemeindebau aufgewachsen und hatte jedes Jahr unter dem Christbaum ein Kinderbuch der „Kinderfreunde“, das die Sozialisten den Kindern ihrer Mitglieder zur Verfügung stellten, liegen.

In die Kirche sind wir nie gegangen, ich bin ja ohne Bekenntnis und habe nur auf Wunsch meiner Mutter in der Schule den Religionsunterricht besucht. Für mich hätte das Weihnachtsfest also immer Winterfest heißen können, aber Weihnachten geht auch und einen Christbaum hatte ich weder in der Otto Bauergasse, wo ich als Studentin wohnte, noch in der Gumpendorferstraße, wo die Anna geboren wurde oder noch in der Krongasse, nur in Harland. Da hatten ihn die Schwiegereltern im großen Wohnzimmer. Jetzt hat ihn der Alfred gekauft und die Vierundzwanzigstundenbetreuerin der Schwiegermutter putzt ihn auf.

Aber weil ich etwas verspielt bin und mehr den Advent, als das Weihnachtsfest zelebriere, habe ich heuer, da hatte ich keinen Adventkalender mir einen Bücherchristbaum auf meinem kleinen runden Schlaftzimmertisch vor meinen Bücherstapeln an den Wänden aufgebaut.

Die idee eines Bücheradventkalenders, also jeden Tag ein Buch im Dezember lesen oder sammeln, hatte ich ja schon länger, noch bevor ich meinen „Adventkalender“ geschrieben habe, war die da und wurde aufgeschrieben.

Das tägliche Lesen eines Buches ist angesicht meiner elendslangen Bücherliste ohnehin nur Utopie und würde auch nicht gehen, wenn ich richtig in Pension gegangen bin, jetzt arbeite ich ja noch weiter, weil da  das Schreiben immer noch das Wichtigste wäre.

Aber ich liebe die Adventaktionen und versuche mir schon von Anfang an, das Literaturgeflüster im Dezember zu einem solchen zu gestalten.

Heuer war alles etwas anders, wegen der noch zu lesenden Neuerscheinungen,  kein Platz für ein neues Nika-Fenster, aber die Idee, den Bücherschränken, aus denen ich mich ja reichlich bediene, etwas zurückzugeben, in dem ich im Dezember bis zum vierundzwanzigsten, beziehungsweise, solange ich noch nicht in Harland bin, eines meiner Bücher hinein zulegen.

Nicht nur die „Nika“, denn da ich mir ja immer nur fünfzig Bücher drucken lasse, will ich noch im nächsten Jahr da etwas zu verschenken haben, sondern vielleicht rund durch den Krautgarten und so sind es, wenn ich mich richtig erinnere, dreimal die „Nika“ geworden, zweimal glaube ich „Besser spät als nie“, das Vorläuferbuch zur „Unsichtbaren Frau“, eine „Volksstimmeanthologie“, einmal das „Bibliotheksgespenst“ und einmal die Kroatiengeschichte „Claire-Klara-Clarissa“ und die Bücher habe ich einmal in den Schrank bei der Belevederegasse, als wir zur „Auge-Weihnachtsfeier“ gingen gelegt, einmal in den in der Zieglergasse und sonst immer in den „Wortschatz am Margaretenplatz und zweimal habe ich darauf vergessen.

Das war das eine Mal am ersten Dezember so um halb zwei in der Früh, als wir von der „Poet-Night“ nach Hause gekommen sind, da habe ich noch schnell genug geschaltet, daß jetzt schon das Adventmonat angebrochen ist, obwohl ich mir  schon zwei Geschenkspackungen vom „Yves Rocher“ gekauft und vom Herrn Blaha das erste Weihnachtsbuch bekommen habe und das zweite Mal war, glaube ich, der achte Dezember, als wir von der Ruth nach Hause gekommen sind, da habe ich auch irgendwie nicht daran gedacht und als Gegenleistung oder überhaupt, habe ich mir immer ein oder zwei oder wenn es ging auch drei Bücher aus dem Schrank genommen und mir auf meinem Tischchen, wie ein Christbaum aufgebaut. So daß es mit ein paar anderen Büchern, die mir die Verlage schickten, ich mir vom „Buchquartier“ oder vom Literaturhaus mitgenommen habe und ein Verlagsprogramm und eine Leseprobe zu einem dreiundzwanzig Bücherstapel angewachsen ist, den ich hier stolz präsentieren will.

Die reihenfolge des Findens stimmt nicht ganz, da ich die Bücher der Größe nach aufgestapelt habe, um eine Chritbaumform zu bekommen und es sind, wie man feststellen kann, einige Schmankeln dabei, die ich mir selber zum Geschenk machte, während ich mir sonst keine Bücher wünschte und nur gespannt sein kann, ob ich noch welche bekommen werde?

Also öffnen wir die Adventkalenderfenster, freuen uns und staunen und ich räume den Baum zum Zitieren, rückwärts ab, bevor ich ihn wieder für das Foto aufbauen werde.

  1. Bianca Schmidt „Frau Bodenschlampe – Abnehmen ist nichts für Mädchen“ (Leseprobe)
  2. Elfriede Jelinek „Michael ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft“
  3. Fanny Mendelsohn „Italienisches Tagebuch“
  4. Morton Feldmann „Der perfekte Mann“
  5. „Edition Korrespondenzen -Programm 2018“
  6. Gerda Marko „Schreibende Paare“
  7. Maria Sveland „Bitterfotze“
  8. Thomas Perle „Wir gingen weil alle gingen“
  9. Magdalena Diercks „auf halben weg“
  10. Michael Ziegelwagner „Sebastian – Ferien im Kanzleramt“
  11. Mieze Medusa „Freischnorcheln“
  12. Andrea Camillieri „Gewisse Momente“
  13. Gerasimos Bekas „Alle Guten waren tot“
  14. Mahmud Doulatabadi „Nilufar“
  15. Max Werner Lenz, Elsi Attenhofer „Die Urschweiz“
  16. Doris Lessing „Die Terroristen“
  17. Franz Blaha „ds´weinochdn“
  18. Wolfgang und Catarina Held „Mit Rucksack und Zeichenstift durch das tote Gebirge“
  19. Charles Bukowski „Mocking bird wish me luck“
  20. Doris Kloimstein „Sterne pflücken“
  21. Leo Katz „Brennende Dörfer“
  22. Peter Weiss „Die Ästhetik des Widerstands“
  23. Alexander Weiss (Hg) November 1918

Eine schöne Auswahl und viel Spaß beim Lesen, könnte ich mir selber wünschen. Eines davon habe ich ja schon gehört, weil von der Anna 2009 als Hörbuch bekommen und halt bevor jetzt meine Leser schreien „Fakenews, wo bleibt das vierundzwanzigste Buch?“, füge ich hinzu, daß das zu der Ruth gewandert ist, als ich sie am Freitag vor Weihnachten besuchte, um mir das Honorar von unserem VHS-Spaziergang im November abzuholen und mir ihre neue Wohnung anzuschauen, denn am Montag, als ich vom Mittagessen mit dem Alfred vom Waldviertlerhof zurückgekommen bin und einen Umweg zum „Wortschatz“ machte, ist dort ein Buch vom österreichischen Autor Andreas Jungwirth gelegen „ni una palabra“( „Kein einziges Wort“) ist darauf gestanden. Und da ich nicht Spanisch kann, hatte ich gleich ein passendes Geschenk.

Ich wünsche meinen Lesern, egal ob sie Weihnachten, den Winter oder gar nichts feiern, der Christbaum aus Büchern oder aus Kerzen mit Lametta besteht, ein schönes Fest!

Und den Nika-Adventkalender gibt es auch:

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