Literaturgefluester

2018-04-05

Die Kinderbücher

Weiter geht es mit der Vorstellung meiner Bücher, beziehungsweise der Themengebietesammlung, denn das habe ich ja vor im Jubiläumsjahr, zu zehn Jahre „Literaturgeflüster“, meinen Leserinnen und Lesern ein bißchen etwas über die eigene Buchproduktion zu erzählen.

Denn da ich ja meine Bücher selber mache, mir also immer fünfzig Stück drucken lasse und sie dann verteile und dabei sogar auf die ISBN-Nummer verzichte, liegt das ein wenig brach, beziehungsweise ist an meine Bücher nur schwer heranzukommen, obwohl ich ja subjektiv das Gefühl habe, ich posaune das ohnehin den ganzen Tag heraus und jeder müßte, um mein Schreiben wissen.

So ist es nicht, bin ich, als mich Ljuba Arnautovic einmal für eine Journalistin oder Literaturkritikerin gehalten hat, daraufgekommen. Klar, die GAV-Kollegen wissen das ich schreibe.Meine Blogleser könnten es eigentlich auch wissen, aber die halten mich vielleicht für eine Hobbyautorin, finden, daß ich schlecht, trottelig oder unverständlich schreibe oder lesen vielleicht nur den Artikel, wo ich sie und ihr Werk erwähne und das andere nicht.

Meine Psychologiekollegin und Vorgängerin Irmgard G. auf der II HNO Sprachambulanz hat mich einmal gefragt, ob mein Blog mein Schreiben ersetzen würde?

So ist es nicht, natürlich nein, ich schreibe nach wie vor meine Bücher, Romane und realistische Erzählungen und gebe sie dann fünfzigmal geraus, nehme sie auf Lesungen, wenn ich welche habe, also aufs Volksstimmefest, zu den „Textvorstellungen“ in die „Alte Schmiede“, etcetera mit und lege sie auf, aber das wäre es dann schon, wenn man keine ISBN-Nummer und die Bücher bei sich selber zu Hause liegen hat.

Es ist auch so, wenn man eine solche hat, aber in einen Kleinstverlag erscheint, so habe ich ja noch immer einige Schachteln der „Hierarchien“, erschienen Anfang 90, in der „Edition Wortbrücke“ in Harland stehen und ein paar andere stehen warhscheinlich im Keller des Kulturamtes der Stadt Wien, die ja Jack Unterweger, auf mein Betreiben, empfohlen von Barbara Neuwirth, glaube ich, diese abkaufte.

Das war auch das, was mich dazu brachte, bei meinen „Digis“ auf die ISBN-Nummer zu verzichten, die man natürlich kaufen kann, aber ich denke, meine fünfzig Stück wären auch dann kaum auffindbar und keiner würde sie nur über die Nummer bestellen.

Bestellen kann man die Bücher übrigens bei mir und einige Mal im Jahr bekomme ich auch solche Anfragen und verschicke meine Bücher und durch das „Literaturgeflüster“ und die Marketingbestrebungen der Selfpublischer, habe ich auch begonnen, meine Bücher dort vorzustellen.

So gibt es regelmäßig, wenn der Text an die Druckerei gehen kann, eine kleine Vorschau, neuerdings auch mit Gewinnspiel. Schade, daß sich da nie jemand meldet, der interessiert an meinen Büchern ist und sie lesen will.

Das ist schon etwas, was mich ein bißchen irritiert. Aber ich habe seit 2002, als ich auf dem Geburtstagsfest der Erika Danneberg im „Siebenstern“ war und nicht so recht wußte, ob ich ihr eines meiner Bücher, ich glaube, es waren die „Schreibweisen“ schenken sollte und das Buch während ich mir das überlegte, einigen Leuten zeigte, die es gleich kaufen wollten, immer die letzten zwei Bücher in meiner Tasche, um sie Interessierten zu zeigen und habe da auch schon einige verkauft und auch manchmal ein positives Feedback zurückbekommen und seit einigen Jahren, lege ich auch immer ein Exemplar in den Bücherschrank.

Da hat sch beim Sommerbuch eine halbe Stunde später, als ich von der Pojt zurückgekommen bin, eine Dame angerufen und sich dafür bedankt und das „Bibliotheksgespenst“, wird habe ich gesehen, im Netz angeboten. Ich glaube, um zehn Euro. Ich, kann ich nur flüstern, verkaufe die Bücher zum Selbstkostenpreis, weil ich  nicht wirklich an ihnen verdienen will, also billiger.

Es gibt  das Gewinnspiel mit jeweils drei Fragen zu dem Buch, um es ein wenig vorzustellen und wenn es dann fertig ist, gibt es ein Bild mit mir davon und da würde ich gerne eine Leserunde machen, aber auch das funktioniert noch nicht so wirklich, als ob die selbstgemachten Bücher ohne ISBN-Nummer von vornherein mit einem Makel behaften wären und man sich an ihnen anstecken könnte.

Nun gut, man braucht ein wenig Zeit sie zu lesen, aber das braucht man auch bei anderen Büchern und es gibt ja Leute, die von sich behaupten, sie würden, alles, was sie in die Finger kriegen, begierig verschlingen. Nun gut, es gibt auch selbstverlegte Bücher und da hat noch nicht  der Verlag darüber gesehen und sie für gut befunden oder früher meine unverlangten Zugesandten nicht gedruckt.

Jetzt schicke ich  nicht mehr hin, sondern mache gleich selbst. Aber ich wollte  etwas über meine Kinderbücher erzählen, weil ich bei den Thmengebieten schon die depressiven Frauen, die Bücherschrankmotive, die Schreibweisen und noch einiges andere mehr vorgestellt habe, so daß man, wenn man es will, schon einen kleinen Einblick in mein Schreiben und meine inzwischen, glaube ich, an die vierzig selbstgemachten Bücher bekommen kann, die meistens Romane, Erzählungen oder Novellen sind. Zwei Erzählbiände mit Kurzgeschichten gibt es auch, die „Schreibweisen“ mit drei längeren Erzählungen übers Schreiben und das „Literaturgeflüster Texte Buch“ das die literarischeren Texte der ersten fünf Jahre des Blogs enthält und dann gibt es zwei Kinderbücher, obwohl ich mich jeigentlich nicht als Kinderbuchautorin bezeichnen würde, aber eher unfreiwllig damit angefangen oder einen meiner frühen größeren Erfolge von dort herbekommen habe.

Denn ich habe, auch menn man mir das vielleicht nicht glaubt, einmal einen Teil des „Kinderbuchpreises der Stadt Wien“ bekommen, die andere Hälfte, Christine Nöstlinger, ich glaube für das „Austauschkind“. Man sieht, das ist lange her und ich kannn mich nicht mehr ganz daran erinnern. Die eine Hälfte also Christine Nöstlinger, die andere hat das nicht rollenspezifische Kinderbuch, das aus einen Wettbewerb, den „Jugend und Volk“ und das Staatssekretariat für Frauenfragen für nicht rollenspezisische Texte veranstaltet hat, wo auch Christine Nöstligner in der Jury saß „Buben dürfen weinen, Mädchen dürfen weinen“ und da ist mein Text „Güler will kein Kopftuch mehr“ drin, obwohl der Text eigentlich für einen Roman, der nie fertig oder veröffentlicht wurde, geplant war.

Das war mein erster großer Erfolg, mehrere Auflagen, einige Interviews, schon Verrisse, wegen der Sprache, obwohl das Buch lektoriert worden ist. Danach habe ich auch noch an „Jugend und Volk“ geschickt, der einen meiner Texte über die Arbeitswelt an den „Wiener Frauenverlag“ schickte, so daß er dort in einer der ersten Anthologien veröffentlicht wurde.

Die zwei Kinderbücher die ich hier vorstellen will, sind später entstanden. Beim Ersten handelt es sich, um eines meiner Lieblingsbücher, es wurde, wie unter der letzten Zeile steht „Im Mai und Juni 1993 in Lemberg, Krakau und Wien“ geschrieben und ich kann mich an eine sehr rauschhafte Zeit erinnern.

„Lore und Lena“ behandelt das doppelte Lottchen -Motiv. Das sind zwei zehnjährige Mädchen. Eine geht in eine katholischePrivatschule und lebt bei ihrer Mutter, einer erfolgreichen Kinderärtzin, die mit dem Professor, denPrimar einer Kinderklinik verheiratet ist, der ist allerdings nicht ihr Vater und die andere,Lena, geht in eine Alternativschule, das WUKwird, glaube ich, direkt genannt. Ihr Vater ist ein erfolgreicher Schriftsteller, Josef Haslinger, war vielleicht mein Vorbild beim Schreiben und dort machen sie sie ein Zeitschriftenprojekt. Lena findet einen Artikel, wo die Kinderärtzin Lore und der Professor abgebildet sind, erkennt, daß sie ihr ähnlich sieht und das sie das Jugendbild der Ärztin in ihrer Schachtel und als einzige Erinnerung an ihre Mutter hat. Geht in ihre Praxis täuscht Bauschmerzen vor und die Geschichte beginnt. Denn die konservativen Großeltern nehmen Lena nicht so leicht und sofort in ihre Familie auf. Lena zerbricht fast deran, während die lockere Lore, das ganze als Spiel sieht, auch in die alternative Schule will, mit dem Vater und seiner Freundin ach Griechenland auf Urlaub fährt und dort zu schreiben beginnt.

Das Buch hat mich fast in einen Rausch versetzt und ich habe es innerhalb ein paar Wochen heruntergeschrieben. In Wien, während ich in der Reinprechtsdorferstraße meine Praxis machte und meinen Vater betreute und dann bin ich damals vier Tage mit einem Bus des akademischen Reisediestes über Krakau nach Lemberg gefahren und habe dort, wie ich mich erinnern kann, beispielsweise die Griechenlandszenen,  geschrieben.

Ich war sehr begeistert von dem Buch, habe es auch fleißig herumgeschickt und gedacht, jetzt muß es doch mal was werden und ein Kinderbuchverlag wird es nehmen. Damals ist auch zeitgleich mein zweites Buch übers Stottern erschienen. Aber nichts, Sense aus. Eine Rückmeldung, die mir, glaube ich,  schrieb, daß der Verlauf der Handlung unglaubwürdig wäre oder so, ich habe den Brief, glaube ich, in der Konditorei  Aida liegenlassen und nie mehr zurückbekommen, habe ich erhalten, sonst nichts außer Absagen.

Aber als wir dann im Sommer nach Mexiko geflogen sind, habe ich mein zweites Kinderbuch, nach einer Iidee, die ich schon länger hatte, geschrieben.

„Mutter möchte zwanzig Kinder“.

Es ist relativ dünn,  mein viertes Digibuch, Lore und Lena ist das dritte, hat einen gelben Umschlag und den Titel hat die damalige neunjährige Anna mit der Hand darauf geschrieben. Bei „Lore und Lena“ hat sie den Buchtext verfasst und ist zusammen mit einer Freundin, am Cover zu sehen.

Bei der „Mutter“ habe ich Elfriede Haslehner gebeten, die hat dann: „Die Autorin, Mutter einer Tochter, unternimmt das Wagnis das Leben einer Frau zu schildern, die 20 Kinder haaben möchte (zu Beginn der Erzählung hat sie gerade ihr elftes Kind bekommen), diese als Alleinerzieherin aufzieht und auch selbst unterrichtet.

Ob das gut geht?

Ja, es gibt sie, diese Vielfach-Mütter, und sie sind so etwas Besonderes, daß man hin und wieder eine von ihnen in einer Fersehshow bewundern kannn. Allerdings haben die Fernseh-Mütter meist einen unterstützenden Ehemann an ihrer Seite.

Es ist wohl eine Menge Fantasie nötig, um jungen (und junggebliebenen) Lesern/Leserinnen Einblicke in das turbulente Leben einer solchen Übermutter -geschildert aus der Sicht ihrer zehnhährigen Tochter – gehen zu können. Eva Jancak hat sie.“

E. H. steht daruber und nicht der volle Name, offenbar auch hier etwas Distanz zu den selbstgemachten Büchern und das Ganze ist natürlich eine Phantasie , die ich irgendwann einmal herbekommen und ausgesponnen habe.

Ob das gut geht im realen leben, wahrscheinlich nicht und Beate Baumann ist auch keine von den neuen Konservativen, wie es sie die Identitären haben wollen. Sie ist im Gegenteil eine sehr alternative Frau und kämpft sich mit ihrer Kinderschar sehr selbstbewußt durchs Leben. Als die Familienhelferin Hilde Pokorny sich aufmacht, nach der Wohnung zu suchen, wurde gerade der kleine Markus, als elftes Kind gerade geboren, alle zu Hause, so wie ja auch die Anna zu Hause geboren wurde, um die kinderrreiche Alleinerzieherin, die erste Woche zu betreuen, kommt auch bald die Sozialarbeiterin Frau Koller vom Jugendamt, macht ein strengen Gesicht, sagt „Frau Baumann, Frau Baumann!“ und erzählt dann etwas von Schwierigkeiten, die es mit dem Rechtsanwalt Viktor Frank, einer der Väter gibt, das hört Liesel die älteste Tochter, die wie ihr Bruder Stephan einen Vater hat. Der ist Lehrer und hat Beate Baumann wegen ihrer Kinderwünsche verlassen und Liesel überninnt nun eine Odyssee, um ihrer Mutter aus den Schwierigkeiten zu helfen. Sie freundet sich mit Karin, der Tochter von Viktor Frank an, geht zu ihrer Geburtstagsfeier mit seinem sohn und Bea Baumann, die inzwische einen kinderfreundlicheren Mann kennengelernt hat, ist auch sehr bemüht, aus den Schwiergkeiten herauszukommen, in die sich sogar der Bürgermeister einmischt und alles wird gut.

Eine Phantasie und vielleicht kein wirkliches Kinderbuch, obwohl meine bücher ja eigentlich sehr leicht geschrieben sind und ich mich ganz ehrlich immer etwas wundere, wenn mir einer meiner Blogleser schreibt, daß er meine Texte nicht versteht. Es wären eher Kinderbücher habe ich von anderen meiner Texte, öfter gehört und so habe ich in den Neunzigerjahren dann auch den Versuch, zwei Kinderbucher zu schreiben, gemacht.

Ich habe auch „Mutter möchte zwanzig Kinder“, an die Verlage geschickt, wie man sieht, keinen Erfolg gehabt. Das Buch dann als viertes „Digi“ herausgegeben und noch in Mexiko den Versuch eines drittes Kinderbuchs, nach einer Idee, eine alten Frau, die sich gegen das Pflegeheim in das gescteckt wurde, wehrt, schon hatte, zu schreiben, habe aber in Wien zurückgekommen, damit aufgehört und später auch keine expliziten Texte für Kinder mehr geschrieben.

Es hat damals in einem Cafe im achten Bezirk einen monatlichen Jour Fix, wo sich Kinderbuchautoren getroffen haben, gegeben, Georg Bydlinsky, den ich von der GAV und der IG kenne, hat mir ihn empfohlen. Ich bin ein paar Mal hingegangen, die zwei Bücher, beziehungsweise die Manuskripte, auch einer Kinderbuchautorin gezeigt, die sie freundlich gelesen hat und mir dann erklärte, daß sie zwischen der Kinder und der Erwachsenenliteratur angesiedelt wären und ich sie vielleicht deshalb zurckbekommen habe.

Magl sein. Es sind sicher nicht meine typischsten Bücher. Ich schreibe jetzt mehr wahrscheinlich über die Schwierigkeiten des Alterwerdens oder den Schwierigkeiten, die man in einer Gesellschaft, wie dieser hat, gebe meine Bücher nach wie vor selber heraus, vermarkte oder stelle sie im Blog vor und fühle mich ein wenig ausgeschrieben, so daß ich mich beim Schreiben dieses Artikel auch ganz ehrlich, ein wenig vor dem Korrigiereb der „Unsichtbaren Frau“, drückte, das gebe ich zu.

Es ist mir aber eingefallen, daß ich, daß ich Kinderbücher geschrieben habe, das hier noch nicht so oft erwähnt habe und, daß ich im Zuge meiner zehn Jahrespromotion, sie einmal vorstellen könnte.

Für den, der neugierig geworden ist, ich habe noch ein paar Exemplare der beiden Bücher in meinen Regalen und schicke sie dem, der sie lesen will, gerne zum Selbstkostenpreis oder als Rezessionsexemplar zu.

Johann Barth hat mir übrigens eine sehr schönen Rezension über „Mutter möchte zwanzig Kinder“ geschrieben und etwas über „Lore und Lena“ gibt es auch.

Werbeanzeigen

2017-11-28

Ein nicht rechtschreibwollender erfolgsfreier Bücher-Messie?

Im Herbst 1973, ein paar Monate nach meiner Matura, bin ich, glaube ich mich zu erinnern, in die Oper gegangen, es hat den „Feischütz“ gegeben und ich habe mich auf dem Weg gefragt, was wohl aus meinem Schreiben werden wird?

Ich habe, glaube ich, immer gern geschrieben, schon meiner Volksschullehrerin Aufsätze gezeigt, die ich am Wochenende geschrieben habe und die hat mir glaube ich, auch wohlwollend, den Rat gegeben, nicht zwei Adjektive auf einmal zu verwenden.

In der Hauptschule habe ich ein Krippenspiel geschrieben und mich dann nicht getraut, es der Lehrerin zu zeigen, beziehungsweise für die Aufführung vorzuschlagen. Es wird aber auch nicht viel anders, wie die üblichen gewesen sein und dann 1971 wahrscheinlich beschlossen, nach meiner „Knödel-Matura“ in der Straßergasse, sowohl zu schreiben, als auch Psychologie zu studieren, was ich dann auch machte und gleich im Mai 1973 mit einer Erzählung von einer französischen Prostituierte, die nebenbei studierte, damit anfing.

Sie ist fertig geworden, ich habe sie unkorrigiert oder angestrichen wohl immer noch irgenwo liegen, hatte dann einige Schreibkrisen, bis ich mich ein paar Jahre später traute, der Monika und dem Gerhard „Die Einladung zu Tee“ zu zeigen“, die beide, was mich bis heute nicht losgelassen hat, voneinander unabhängig „Das ist nicht gut!“, sagten.

Aber zurück zur Frage, beziehungsweise deren Antwort, die ich inzwischengeben kann. Was ist daraus geworden? Zwei Antworten gibt es da.

Vierundvierzig Jahre kontinuierliches Schreiben, eine GAV-Mitgliedschaft, ein Buch in einem Kleinstverlag, nämlich in der „Editon Wortbrücke“, wo ich die Exemplare immer noch in Schachteln in Harland habe, zwei Fachbücher übers Stottern in den sogenannten Publkums- oder Fachbuchverlagen und inzwischen dreiundvierzig selbstgemachte Bücher und zwei in Arbeit, zwei Jurymitgliedschaften, neun Jahre Bloggen und ein seit über vierzig Jahren regelmäßiges beschäftigen mit dem Literaturbetrieb, in dem ich vorwiegend zu Wiener Veransaltungen gehe, Bücher lese, etcetera.

Gut könnte man da also sagen, gelungen, Lesungen beim Volksstimmefest, bei der Poet Night, mein literarisches Geburtstagsfest  und gelegentliche Veröffentlichungen, wie beispielsweise in der „Linken Wort-Volksstimmeanthologie“ kommen auch noch dazu.

Auf der anderen Seite ist es wieder genau das Gegenteil, denn mein Schreiben scheint niemanden zu interessieren.Ich habe abgesehen von der „Ediotn Wortbrücke“ keinen Verlag gefunden, mache so seit 2000 meine Bücher selbst, vorher habe ich herumgeschickt und herumgeschickt und meistens keine Antwort oder  das Manuskkritpt zurückbekommen und spätestens seit ich blogge, habe ich damit aufgehört und damit begonnen mein Literarisches Leben nur noch im Literaturgeflüster zu besprechen.

Was für mch auf der einen Seite eine sehr gute Möglichkeit der Präsentation ist. Denn hier kann ich meine Bücher vorstellen, Gewinnspiele machen, Schreibberichte geben, mich beim „Nanowrimo“ betreiligen und darüber schreiben oder überhaupt was ich ja seit nun fast zehn Jahren sehr regelmäßig umfangreich und kontinuierlich mache,  meine Ansichten über den Literaturbetrieb verspritzen.

Toll, könnte man sagen und ist es auf der einen Seite auch. Auf der anderen wieder nicht, denn da das ja jetzt jeder machen kann, seine Ansichten, Rezensionen, Texte, etcetera, einfach bloggen, geht vieles verloren und ich erreiche höchstwahrscheinlich nicht das Publkum, das ich gerne haben möchte, sondern sitze hier vielleicht wieder zwischen den Stühlen noch dazu, da ich versuche, möglichst umfangreich zu berichten, also über die Selfpuplisherszene, genauso wie über den „Bachmannpreis“ und das interessiert dann halt nicht alle und ich ziehe vielleicht nur die Trolle oder die Spamer an.

Da hatte ich im Laufe der neun Jahre drei und habe mich, weil ich das irgendwie lustig finde, mich auch mit ihnen auseinandergesetzt und  immer höflich geantwortet, auf der anderen Seite haben die und wahrscheinlich auch andere, das vielleicht ein bißchen überheblich oder herablassend gefunden, zumindestens wurde mir das schon so gespiegelt.

Und dann scheint man es im Netz nicht auszuhalten, wenn die Rechtschreibung nicht vollkommen ist, man, daß vielleicht immer noch mit scharfen „ß“ schreiben will oder Verlagsnamen beispielsweise unter Anführungszeichen setzt.

Dann kommen Kommentare der Empörung, die sich darüber aufregen, während anderes, beispielsweise, die Rezensionen oder die Gewinnspiele bei meinen Bücher untergehen und keine Beachtung finden, was ich sehr schade finde und ja es stimmt, ich habe meine eigene Rechtschreibung beziehungsweise meine eigenen Ansichten darüber, denn so arg ist sie wahrscheinlich nicht .Das kann sie sie gar nicht, da ich ja regelmäßig und viel schreibe, habe aber schon in der Schule nicht verstanden, warum man nicht so schreiben kann, wie man will.

Die Deutschlehrerin in der Straßergasse hat es ausgehalten. Meine Leser offenbar nicht und, daß man, wenn man seine Bücher publizieren will, da auch ein Lektorat  braucht und keine Rechtschreibfehler haben darf, höre ich auch immer wieder.

Gut, die kann man dann ja ausbessern und lektorieren lassen, da habe ich gar nichts dagegen. Der Alfred schaut mir meine Bücher durch und die lasse ich mir seit 2000 immer fünfzigmal drucken, nehme sie auf Lesungen mit oder vertreibe oder promote sie auf meinen Blog.

Bei „Amazon“ stelle ich sie nicht ein, erstens weil ich nicht genau weiß, wie das dann mit der Steuer geht und zweites, weil ich auch keine Lust auf Einsternrezensionen habe, die dann vielleicht kommen würden, weil ich vielleicht einen Rechtschreibfehler habe.

Beim Blog hats mir der Alfred am Anfang auch durchgesehen, jetzt ist es ihm zuviel, denn ich blogge sehr viel und oft und habe da eigentlich den Anspruch zum Beispiel am Abend nach einer Veranstaltung das in einer Stunde zu schaffen und da stellen sich beim schnellen Tippen eben öfter „Legastheniefehler“ ein, die korrigiere ich auch, wenn ich sehe sehen, aber mehr als einmal den Text durchgehen, kann und will ich eigentlich nicht.

So ist das „Literaturgeflüster“ eine Momentaufnahmen, viel Spontanes aus dem Wiener Literaturbetrieb, sehr viel und genau, aber eben nicht hindertprozentig fehlerfrei, weil ich ja ein Einfrau-Betrieb bin und kein Lektorat hinter mir habe, was manche vielleicht stört.

Mich webniger, ich tue was ich kann und der Content ist, denke ich immer noch enorm und wer mich finden will, findet viel  und wer wissen will, was so in Wien die letzten neune Jahre literarisch los war, kommt, glaube ich, auch zu mir.

Natürlich subjektiv und als persönliches Tagebuch gedacht und kein wissenschaftlicher Anspruch, habe ich ja Psychologie und nicht Germanistik studiert.

Es ist ein Geflüster und Geplauder. Plappern hat es mein Kritiker Uli mal genannt, der irgenwann einmal, ich glaube über das Literaturcafe auf mich aufmerksam wurde und mir dann den Rat gegeben hat, ich solle viel lesen.

Aber mehr als hundertfünfzig Bücher pro Jahr lesen wahrscheinlich wenige und er, wie sich herausstellte überhaupt nicht  viel und so hat sie sich eben herausgebildet, die zwei,  zehn,  zwanzig oder was auch immer  Klassenliteratur.

Denn ich tue was ich kann, lese hundertfünzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher im Jahr und bespreche sie auch. Betreibe seit drei Jahren das „inoffizielle“ Buchpreisbloggen, was mir großen Spaß macht, gehe mehrmals wöchentlich zu Veranstaltungen, schreibe etwa drei Bücher im Jahr, interessiere mich für den „Bachmann-und andere Preise, fahre nach Leipzig, gehe auf die „Buch Wien“, bin in der „Ohrenschmaus-Jury“ und jetzt auch in der des „Blogger-Debutpreises“ und führe bei all dem, da mir Literatur sehr wichtig ist, ist da wohl zu merken, ein sehr eigenartiges Leben, denn, weil ich ja meine Bücher selber mache, werde ich halt leider nie auf einer Buchpreisliste stehen oder einen wichtigen Preis bekommen.

Über die GAV habe ich eine Zeitlang Lesungen, den „Tag der Freiheit des Wortes“ und eine Frauenlesereihe organisert und wenn ein Buch erscheint, schicke ich es inzwischen fast nur mehr an die „Alte Schmiede“ für die „Textvorstellungen“, das andere herumschicken, habe ich nach und nach aufgegeben, wie ich meine Texte auch nicht mehr an Verlage und Literaturzeitschriften schicke und mich nicht mehr um Preise und Stipendien bewerbe.

Aber damit bin ich weg vom Fesnster und wenn die Verkmarktungsstratiegie über das Geflüster nicht funktionliert, bleibt vieles oder eigentlich auch ich über, obwohl mein Leben ja literarisch sehr ausgefüllt ist und ich gerade die Vorschauen von drei Verlagen zugeschickt bekommen habe, das funktioniert und eine Anfrage für eine Lesung hatte ich inzwischen auch einmal, die dann mein Geburtstagsfest bereichert hat.

Trotzdem habe ich ein Problem damit nicht in den Literaturbetrieb hineingekommen zu sein, obwohl ich mich ja  sehr darum bemühe und ich eigentlich auch nicht so ganz verstehe, warum, denn inzwischen schreibe ich, wie ich  auch immer wieder merken kann, wenn ich die Bücher der anderen lese und deshalb tue ich ja auch wahrscheinlich so intensiv, gar nicht so schlecht.

Gut ich habe ein paar Rechtschreibfehler, aber die haben die anderen wahrscheinlich auch, die ihnen dann wahrscheinlich das Lektorat wegmacht. Ich schreibe realstisch und bin keine Sprachkünstlerin und auch, obwohl man das in Wien immer noch sehr ist, nicht experimentel, sondern eher politisch psychologisch, aber auf den heurigen Buchpreislisten waren einige solcher Bücher, also wird halt vieles untergehen, weil ich nicht mehr die Verlage beschicke und vorher in den Achtziger und Neunzigjerahren, wo ich es nocht tat, war vielleicht auch vieles fehlerhaft und unvollkommen, denn schreiben lernt man durch das Schreiben und wenn niemand meinen Blog oder meine Sachen liest, dann bemerkt man das auch nicht und viele, die mich in der „Alten Schmiede“ oder so grüßen oder sich für meine Berichte bedanken, wissen wahrscheinlich gar nicht, daß ich schreibe, habe ich bemerkt, weil sie vielleicht nicht in der GAv sind und woher sollen sie es dann wissen.

Nun ja, sehr schwierig und sehr zweideutig die Antwort, wie es mit meinem Schreiben geworden ist, denn auf der einen Seite ist sehr viel passiert, nächste Woche wird „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ erscheinen. Da würde ich dann ganz gern eine Leserunde machen und verschicke fünf Bücher, für die, die sie lesen und mir einen Kommentar darüber schreiben wollen.

Die Bloggeschichten, die man hier in der Rohform nachlesen kannn, werden wohl auch bald fertig werden und „Die unsichtbare Frau“ mein heuriger Nanowrimo ist auch in der Rohfassung fertig und wird von mir jetzt überarbeitet und weil ja bald der Dezember anfängt, wird mein anderer Blogroman, beziehungsweise mein fünfter Nanowrimo „Nika, Weihnachtsfrau“ wieder kapitelweise hin und wieder auf dem Blog zu finden sein, denn ich bin ja literarisch sehr aktiv, halte mich eigentlich für keine Hobbyautorin, obwohl ein Hobby nichts Schlechtes sondern etwas sehr Schönes ist, aber das Schreiben beziehungsweise, die Literatur ist für mich viel mehr, nämlich meine Lebensform, die ich neben meinem Brotberuf und meiner Familie sehr intensiv und mit Herzblut betreibe und da das niemand, so sehr ich mich auch  bemühe zu bemerken und wahrzunehmen scheint, ist das schon ein wenig deprimierend, obwohl ich höchstwahrscheinlich nicht damit aufhören, sondern weitermachen werde.

So könnte man in diesem Sinne die obige Frage beantworten. Das erfolgsfrei schreiben ist ein Terminus, den ich einmal von Peter Danzinger gehört und dann in meiner „Dora Faust“ verwendet habe und „Büchermessie“ hat die Anna einmal zu mir gesagt, weil ich ja eine Büchersammlerin bin und seit 2010, seit es sie gibt an den offenen Bücherschränken nur schwer vorüber gehen kann und mir inzwischen schon einige Bücherregale gekauft und einige Bücher auf dem Boden angestapelt habe und die Hobbyautorin, ist auch ein Ausdruck der von dem kritischen Töchterlein stammt.

In meinem Aufsatz „Poesie und Brotberuf“ den ich einmal für eine gleichamige Veranstaltung der Ruth in „Poldis Galeriecafe“ geschrieben habe, habe ich ihn verwendet und er hat inzwischen auch einigen Anklang gefunden.

Ich würde mich ja eher, als eine emsig schreibende Frau bezeichnen und wahrscheinlich für ein literarisches Original halten, ein Ausdruck, der glaube ich,  auch schon belächelt wurde.

Bloggen auf WordPress.com.