Literaturgefluester

2018-05-20

Cartoons zur Hochzeit

Filed under: Bücher — jancak @ 00:59
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Jetzt kommt wieder was aus dem „Holzbaum-Verlag“, der zu meiner Freunde wieder etwas literarischer  wird, hat er doch im Vorjahr einen Thrillerwettbewerb ausgerufen und da wird im Herbst das Siegerbuch erscheinen.

jetzt geht es aber weiter mit der Cartoon-Reihe von der ich ja schon eine ganze Sammlung in den verschiedensten Größen habe und die „Cartoons zur Hochzeit“ sind ein grün gehaltenes kleines Heftchen, in dem drei Heuchschrecken auf dem Cover zu sehen sind und die Pfarrerschrecke zur Braut „Sie dürfen jetzt den Bräutigam fressen!“, aha, gut in der Naturgeschichte aufgepasst oder jetzt wieder was dazu gelernt und das Thema Hochzeit scheint in Zeiten, wie diesen, wo es ja regelrechte Brautplanungsgesellschaften und solche Geschäfte gibt, die meine Klienten, wenn sie zu solchen Hochzeiten eingeladen sind, mehr als einmal stöhnen ließen, ein heißes Thema und das Büchlein ist sicher auch sehr gut als Präsent zur Hochzeitsfeier geeignet, man kann es ja in ein quadratischen Kuvert stecken und den meist dazugewünschten größeren Schein dazulegen oder es zu einem Röllchen formen und mit einer schönen Schleife dekorieren.

Herausgegeben ist es wieder von Clemens Ettenauer, gezeichnet haben die üblichen Wiederholungstäter Ari Plikat, der den Bräutigam die Braut praktischerweise gleich in die Küche tragen läßt, Dorthe Landschulz, wo sich der wahrscheinlich noch nicht Bräutigam, als beziehungsunfähig erklärt, weil er ihr beim Beziehen der Bettwäsche helfen soll, aber vielleicht ist es auch schon der Ehemann.

Egon forever ist, glaube ich, neu im Bunde der Holzbaum-Cartoonisten, HUSE läßt die Schnecken „zu mir oder zu dir?“, fragen und Jean la Fleur macht sich über die Burkaträgerinnen lustig in dem er „Jeder Topf findet seinen Deckel“ postet, Katzi macht sich an die Statistiken und klärt dabei ein paar wichtige Fragen, etwa die „Wer bei der Hochzeit den meisten Spaß hat“ oder „Was Singlemänner öfter kaufen als die die in festen Beziehungen leben“.

Marco Finkenstein klärt in seinem Bild die Eßgewohnheiten.  Markus Grolik führt den „Heirat-O-Mat“ in das Büchlein ein und erklärt uns auch  wie „Bäcker ihre Heiratsanträge machen?“.

Cartoons von Matrattel und und Michael Dufek gibt es auch. Das Coverbild stammt von Olga Hopfauf.

Schilling & Blum läßt Pinguine verwirre „So, so – ich sehe also aus wie deine Deine-Ex“, aber vielleicht sind das auch Burkaträgerinnen, die diese Frage stellen können? Uwe Krumbiegel läßt „die Pfunde purzeln“, ein böser Cartoon füge ich die politisch korrekte Gutmenschin gleich hinzu, am Schluß erfahren wir noch etwas über „Jin und Jan inder Ehe“ und wär es noch genauer will, kann sich am Beschreibungstext orientieren:

„Wie sieht der Heiratsantrag eines Bäckers aus? Warum beenden Polygamisten eine Beziehung? Wie arbeiten Scheidungsfotografen? Und wer hat bei der Hochzeit eigentlich am meisten Spaß? Diese und andere Fragen werden hier beantwortet.“

„Aha!“, kann man da nur sagen und nach dem Büchlein greifen, das auch nur wohlfeile fünf Euro kostet.

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2017-12-28

Kunst in Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:53
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Nach dem Weihnachtsbuch für alle Schwiegermütter geht es zwischen Weihnachten und Silvester mit ein bißchen Kunst beziehungsweise Cartoons weiter, denn „Holzbaum“ hat da einen neuen Karikaturenband herausgebracht.

„Kunst in Cartoons“ gibt es das nicht schon?“, denke ich und blättere in meiner Karikaturensammlung, da gibt es die über Katzen, Hunde, Weihnachten, Wien, Fußball und richtig, ja natürlich die „Cartoons über Kunst“ gibt es auch und sie sind vor fünf Jahren vor Weihnachten herausgekommen.

Aber über Kunst kann man immer Cartoons machen, haben sich die Herausgeber wohl gedacht oder vielleicht auch, das zieht immer und passt für alle Kunstinteressierten bestens unterm Weihnachtsbaum.

Also ein neues Cover, ein schönes schwarz-weiß Design, eine Ausstellung im „Shop der Künste“ gibt es auch. In der Ltzten waren wir, glaube ich. Seit da hängt ein Bild in meinem Wartezimmer, das der Alfred zuerst seinem Chef schenken wollte, sich das dann aber doch nicht traute.

Seither stehen die Kinder davor und fragen begierig ihre Mütter „Mama schau, was ist denn das?“

Ernst ist das Leben, eitel die Kunst!“, steht am Buchrücken und „Höchste Zeit, dass sich mal wieder eine Riege erstklassiger cartoonisten dem Thema KUNST widmet. Erfahren sie endlich alles, was Sie schon immer darüber wissen wollten: Müssen Aktmodelle etwas Anziehendes haben? Wie verhält man sich korrekt an der Schlacht am Eröffnungsbuffet? Wie viele Künstlerohren muss man abschneiden, um Inspiration zu erlangen? Und wo kann man die schönsten Kunstfälschungen kaufen?

Treten Sie ein in die bilderwelt von Ari Plikat, Bruno Haberzettl, BURKH, Daniel Jokesch, Dorthe Landschulz, HUSE,  Katharina Greve, Mattratel, Oliver Ottitsch, Stefan Kahlhammer, Til Mette und vielen mehr. Denn erst ist das Leben, heiter die Cartoons!“

„Aha!“, denke ich wieder und schlage das Bändchen auf, um mich auf einen Rundgang zu begeben und da ich da an meinen zwei Praxistagen tue und das Vorgängerbuch in Harland stehen habe, kann ich die beiden Bücher nicht direkt vergleichen.

Ein paar Bilder erscheinen mir bekannt. Eines habe ich, wie erwähnt in meinem Wartezimmer und da es vielleicht das Vorgängerbuch auch noch zu erwerben gibt, kann man die Bände selbst vergleichen  und seine „Holzbaum-Cartoon Sammlung“ vielleicht um ein oder zwei Bände erweitern.

Es beginnt also im Museum mit dem Coverbild, geht dann zu „BottiShelli“, zu Gustav Klimt und dann zu einem Schrei, der leider nur ein „Gähnen“ geworden ist und die Steinzeitmama ist entsetzt, ob der Zichnung, die das Steinzeitkind an die Wand gemalt hat.

„Das geht ja in 10000 Jahren nicht wieder weg!“, sieht man sie stöhnen und sich an den Kopf greifen.

„Kein Angst!“, könnte man ihr antwortet. Dann wird es ein „Holzbaum-Karikaturenband“ und berühmt und „Tiere zum Anmalen“ gibt es für alle nicht-Steinzeitkinder natürlich auch.

Adolf Hitler wird wieder karikiert und in der „Langen Nacht der Museen“ schlafen alle ein.

Der „Kunstdünger“ istnatürlich viel viel teuer, als das Original und  „Michelangelo 2.0“ gibt es auch zu bewundern.

Auf Seite 29 gibt es den schon zweimal erwähnten Cartoon von Dorthe Landschulz zu bewundern, der in meiner Praxis hängt. Ein Nitsch an der Wand, der Chef unter Schreibtisch und die Sekretärin sagt ungerührt „Sieh an, sieh an, der Hinrichs hat ein neues Gemälde. Dafür ist also Geld da!“

Dann malen Maler „Pampelmusen“, die keine richtigen haben und der „Tatorumrisszeichner“ wird auch selber einmal kreativ.

Die Kunstfälscher unterhalten sich, wie schon in der Beschreibung steht, ob sich ein Rembrandt besser als ein Mondrian fälschen läßt. Das eine merke ich für die, die es nicht wissen sollten, an, dauert viel länger. Gehört also wahrscheinlich zur brotlosen Kunstfälscherkunst und weil wir gleich beim Thema sind, hat sich der brotlose Künstler oder Dorthe Landschulz gleich selber das Brot auf seine Bilder gemalt.

Dann geht es natürlich zu den Grafiken, denn da gibt es ja auch schon ein paar schöne „Holzbaum-Bändchen“.

Aso wer es wissen will „Was Künstler über den Galeristen sagen, wenn er ihre Arbeiten nicht gut findet?“, schaut am besten auf Seite 54 nach und auf Seite 55 kann man erfahren „Warum die Leute ins Museumsquartier gehen?“

Ich gehe im Sommer wegen der „O – Töne“ und im Winter wegen des „Ohrenschmauses“

Und, merke ich mal an,  gehöre da, wie sich herausstellt, zu einer Minderheit.

Und dann kommen wir, weil man ja nicht alles spoilern und sich jeder sein Bild selber machen soll, schon zu Oliver Ottitsch, den ich ja auch bei „<holzbaum“ kennengelernt habe.

Da geht es in die „Steinzeit-Vernissage“ und das Cover vom letzten Band, kann man,  glaube ich, auf Seite 88 sehen.

„Also ich finds primitiv!“, sagen die Steinzeitmenschen, vielleicht zu dem, was auf Seite7 das „Steinzeitkind“ schon malte und Rudi Hurzlmeier bittet auf Seite 93 zum Steinzeitbuffet.

Den „dürren Feldhasen“ gibt es auf Seite 100 von Stefan Kahlhammer gemalt und seit der „Weinkontor“ zum „Künstlerbedarf“ wurde, boomt das Geschäft. Auch ein böses Vorurteil könnte man so sagen, sich ärgern oder aufs „Modern ART WC“ gehen, wo die „Kleine Kunst fünfzig Cent, die Große dageben einen Euro“, kostet.

Und wir bleiben in der „Steinzeit“ oder gehen bei Tom Toro auf Seite 111 aus dieser hinaus.

„He`s done it all. there`s nothing left to draw“, sagen die Steinzeitmenschen und wir sind und bleiben auf Band drei der „Cartoons über Kunst“ oder der „Kunst in Cartoons“ gespannt, denn da bleibt und gibt es, denke ich, sicher noch sehr sehr viel zu karikieren.

2017-12-26

Der allerletzte Tag der Menschheit

Pünktlich zum Jahreswechsel und nach der Regierungsumbildung gibts hier etwas vom „Holzbaum-Verlag“, der es ja gerne satirisch hat.

So hat sich Daniel Jokesch doch 1914 den „Letzten Tagen der Menschheit“ angenommen, der 1981 in Klagenfurt geborene Hosea Ratschiller hat 2016 ein Kabarettprogramm mit dem Titel „Der allerletzte Tag der Menschheit – jetzt ist wirklich Schluß“ gemacht und wurde dafür 2017 mit dem „Salzburger Stier“ ausgezeichnet.

„Holzbaum“ hat ein Buch daraus gemacht, Stefanie Sargnagel die Cartoons dazu gezeichnet und so erfahren wir zwischen den Jahren, wie das doch so schön heißt, was alles an diesem letzten Tag passieren kann.

„Ein Protikoll über den allerletzten Tag der Menschheit. Österreich an einem  heißen Sommertag“, steht am Buchrücken.

Zugegeben das passt nicht ganz zur Jahreszeit. Am Cover sieht man im schönsten Türkis eine Landstraße und da rennt, was wieder passender ist, mit einer Flasche Champus in der Hand, dafür im offenen schwarzen Anug und ohne Schuhe wahrscheinlich der Kabaretist und Autor entlang und führt uns vor, was alles an diesem Tag, wo sich alle vor dem dritten Weltkrieg fürchten, wo sich der kleine dicke Mann aus Nordkorea und der mit der komischen Frisur in Amerika nichts schenken, passieren könnte.

In drei Teilen wird das auf über sechzig Seiten geschildert und weil sich Hosea Ratschiller offenbar an sein großes Vorbild angelehnt hat, ist das Büchlein einem „Venustheater“ zugedacht.

„Tadellos bespielbar“ steht noch datzu in einer Klammer und ein Motto gibt es  auch.

„Natürlich ist auch bei uns nicht alles tadellos gelaufen. – Karl Habsburg 2014“

Band 1 beginnt am Vormittag, besser um 4.20 in der Früh, da erwacht der Chefredakteur der auflagenstärksten Bouvardzeitung Österreichs gerade schweißgebadet, dann geht auf einen Bauernhof nach Kärnten, wo Herr und Knecht gerade frühstücken. Stefanie Sargnagel hat immer sehr schöne Figuren dazu gezeichnet, die lustig den Abgrund entlangschlendert, auf der letzten Seite sieht man sie dann hinunterpurzeln.

Um 6.45 kommt der Professor stockbesoffen im Frack nach Hause, findet einen Dissertaten im Schrank und der erzöhlt ihm freudestrahlend, daß er seine Dis über das „Tarnverhalten bei Edelfalter in der Paarungszeit“ nicht für sich selber sondern für einen Minister schreibt, weil man als solcher ja einen Titel haben muß.

Eine Eli Schalek, wiederum wahrscheinlich dem Vorbild geschuldet, gibt es natürlich auch, die erscheint in Band 2 am Nachmittag um 12.32 um genau zu sein und eröffnet die Diskussion zwischen dem „Regional erfolgreichen Goa Dj und dem Bilanhzanalyst Funny Günter zu einem Facebookpost mit der Überschrift „Weltkrieg heute sehr wahrscheinlich“

Es geht dann, wie man auch am Buchrückentext erlesen  kann, in eine leicht renovierungsbedürftige Altbauwohnung nach Linz, wo die Geiseln mit Handschellen an die Heizung gekettet sind und begierig die Münder öffnen, wenn die Hausfrau mit der Gießkanne kommt und in das „Wellness Spa „Namaste“ geht es um 14. 22 auch. Da läßt sich dann ein Minister massieren und schreit ständig nach der Polizei.

Einen niederösterreichischen Redewettbewerb „ER WIN“ gibt es scho den ganzen Vormittag und wir können noch um 15. 20 in Mödling Kostproben daraus hören.

Am Kebabstand steht, nach Stefanie Sargnagel offenbar eine Frau in schwarzen Mantel mit Kopftuch und wetzt das Messer, während ihr Bruder als Transvestit erscheint.

In Salzburg werden die Festspiele eröffnet, richtig es ist ja Sommer und da gibt es auch ein Interview zwischen einem Waffenhändler und einer Journalistin.

Der Abend beginnt um  18.22 in einem Pfarrhaus, während im Gefängnis, die als Minisistranten auserkorenen Häftlinge auf ihren Hochwürden warten.

Um 20.20 kommt der Bundeskanzler von Österreich ausnahmsweise einmal früher heim und wird von seiner Gattin mit „Spaghetti Cabornara“ erwartet und in der Hofburg wird in einer Gala, der „Schauspieler des Jahres“ ausgezeichnet, der ist ganz schön gemein zu seiner Gattin, aber die ehemals Feministin, weiß sich zu rächen, stößt ihm eine Füllfeder in die Kehle und sitzt schließlich um 23.20 mit Bljutspritzern am Heldenplatz und spricht ins Mobiltelefon.

Geschafft, geschafft, die nächste Seite gehört, wie schon erwähnt, Stefanie Sargnagel, wo alle Schäfchen oder Ratten brav in den Abgrund voranmarschieren und wer neben den üblichen Jahresrückschauen etwas Satirisches zum Lesen oder Verschenken haben will, dem kann ich das Büchlein nur empfehlen.

Vielleicht kommt es, wenn man es rasch bestellt noch vor dem Jahreswechsel, so daß man es sich zwischen Sekt und Walzerklängen noch rasch einschieben kann und wer es erst 2018 bekommen sollte, macht ja nichts, da sieht man dann ja nu wahrschein, daß die Welt trotz allem noch immer nicht untergegangen ist und sich lustig weiterdreht.

2017-07-16

Wien in Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:10
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Eigentlich habe ich „Wien in Cartoons“, das kleine rote Büchlein mit dem furzenden Kaiser Franzl am Cover gar nicht bestellen wollen, habe ich ja schon „Cartoons über Wien“, gelesen die „unnützen-Wien Bücher“ durchgeblättert und zuletzt das schöne Wien auch noch angeschmiert.

Aber dann bin ich mit der Ute und dem Andreas aus Leipzig vom Naschmarkt kommend durch das Museumsquartier zum Bus zur Kirche am Steinhof gegangen und dort in den „Shop der komischen Künste“, das die „Wien-Cartoons“ gerade ausstellt, um meinen Gästen auch dieses Stück von Wien zu zeigen und habe nicht widerstehen können, denn ich bin  nun einmal eine waschechte Wienerin mit der berühmten böhmischen Omama, habe mein Strohwitwendasein für verschiedene Wien-Spaziergänge verwendet und mit der Ruth, die beim Spaziergang durch das MQ auch dabei war, fünfmal den öffentlichen Raum erforscht, was liegt also näher sich mit den Wien-Klischees zu beschäftigen, schon um nachher zu schreiben „Aber bitte, so ist es ja wirklich nicht!“ und dann hat mich auch noch der „Picus-Verlag“ mit einem anderen Wien-Klischee- Buch versorgt, mit dem ich mit dem Joseph Kaiser in die Normandie zu seiner Elisabeth gefahren bin.

Also durch die Cartoons von denen ich beim ersten Durchsehen dachte, daß ich die meistens schon kenne und dann darauf gekommen bin, daß das gar nicht stimmt.

Es sind auch einige neue  dabei und so ist das wohlfeile fünf Euro Buch allen Wien-Fanatikern oder „Hassern“, die sich das wahrscheinlich teuerere „Cartoons über Wien“ nicht leisten wollen, sehr zu empfehlen.

„Der Himmel voller Geigen,  die Straßen voller Arschgeigen – so kennt man Wien. In dieser einmaligen Cartoon-Sammlung lernen Sie die Stadt nun auch auch von ihrer unbekannten Seite kennen und erfahren endlich alles über kaiserliche Fürze, die Sacher-Masoch-Torte und vieles mehr. – Mit komischen Bildern von Bernd Ertl, Clemens Ottawa, Daniel Jokesch, Harald Havas, Katzl, Michael Dufek, Oliver Ottisch und vielen anderen“, verspricht der Buchrückentext und oben ist ein Wiener Schaf zu sehen, das natürlich „Schmäh!“, meckert.

Ach richtig „Schimpfen wie ein echter Wiener“ gibt es auch und das kann man in dem kleinen fünfzig Seiten Büchlein auch bestens lernen.

Nach dem vielleicht nicht sehr geschmackvollen Cover, ein Kaiser mit nackten Hintern, finde ich es schon besonders lustig, denn da sagt ein alter Mann zum Gevatter Tod „Der Tod muß ein Wiener sein!“ und der kontert sarkastisch „I bin aus St. Pölten“ und dazu habe ich  auch meinen Bezug, beziehungsweise schreibe ich diesen Wien-Rundgang gerade von dort.

Dann liegt der Tod bei Gevatter Freud auf der Couch und sagt „Und dann fühle ich mich immer so…Mist, ihre Zeit ist um“, auch das ist neu und gekommt witzig von Ari Plikat gezeichnet, obwohl der durch Adolf Hitler, der in dem Büchlein auch noch auf die Couch kommt, in London gestorben ist.

Der Mozart scheißt natürlich Mozartkugeln und stammt eigentlich aus Salzburg, hat aber auch in Wien gelebt und beim Opernball marschiert natürlich der Herr Lugner mit seinen Mausis und Katzis auf.

„Die Einführung der Schulpflicht war nicht nur eine Frage der Zeit“, schreibt Bruno Haberzettl und zeichnet Maria Theresia mit allen ihren Kindern, wie sie das Amtshandeln behindern, aber da denke ich, gibt es ja die Ausnahme des häuslichen Unterrichts, das ich  bei der Anna die ersten vier Jahre benützte, die sicher den kleinen Erzherzogen und Erzheroginnen zu Gute kam.

Sigmund Freud analysiert, wie beschrieben Hitler und schreibt in seinen Block „Total blemblem!“, was  vielleicht stimmte und trotzdem viel auslöste.

Daniel Jokesch, den ich ja von den „Letzten Tagen der Menschheit kenne“, skizziert „Ikea“ und schreibt „Freud“ darunter „Lebst du noch oder analysiert du schon?“ und für alle, die sich vor dem Halbmond auf dem Stephansdom fürchten und da soll es  in Wien nicht so wenige geben, gibt es die ensprechenden Cartoons auf Seite 17 und 46 und dann gibt es  noch die beliebten Graphiken, nämlich eine Kugel, die in drei Fragezeichen verrät, was man über den 23. Bezirk weiß.

Der heißt Liesing und liegt am Rande, also vielleicht einmal ein „Unnützens Liesing-Büchlein“ schreiben und interessant ist auch „Was ich auf dem Donauinselfest mache?“ oder „Wann die Wiener tatsächlich Walzer tanzen?“

Das Wiener „U-Bahn Netz“ auf Englisch gibt es auch und dabei erlebt man manche Überraschungen.“

Und Maria Antonia Graf behauptet, daß sich Papa Freud in der Berggasse 19 seine Studien über „Charakter und Analerotik“ von den schimpfenden Wienern aus der Nachbarschaft abgeguckt hat.

Die „Wiener Antwort auf alles ist „oasch“ und das, was sich „Hitler im Cafe“ bestellt hat, finde ich wieder nicht besonders geschmackvoll,  gehört aber sicher auch zu Wien.

„Die herzlichen Urlaubsgrüße aus Wien“ habe ich, glaube ich, schon mal gesehen und da kann man sich die Antworten aussuchen und ankreuzen, ob man beispielsweise ein „Hallodri, Zniachl oder Deschek“ ist.

„Wien für Afrikaner“, sowie die „Wienbergschnecke“ mit dem Riesenrad am Rücken gibt es auch und sehr gut gelacht geht es mit Michael Dufek, der uns erklärt, warum „Wien nicht aus der EU austreten sollte“.

Denn wer will schon einen „Wixit“ haben?“

Dann kommt ein bißchen schon bekanntes von Oliver Ottisch, nämlich der Witz mit der „Sacher-Masoch-Torte“ und dem „Sackerl für das Gackerl“, bevor es zur schon zitierten Seite 46 geht, wo die Türken mit ihrer Döner-Bude vor der Stadtmauer stehen und die die Stadt bewachenden Soldaten seufzen: „Lang kömmer nimmer standhalten!“

Das ist es ein bißchen anders gekommen und ich habe mich in Harland bei St. Pölten jetzt wieder durch das schöne rote oder auch für die Touristen noch kaiserlich gelbe und hoffentlich nicht doch so blaue Wien cartoonisiert und bin schon gespannt, was ich da von „Holzbaum“ noch alles lesen und besprechen werde.

2017-04-16

Cartoons zum Ruhestand

Filed under: Bücher — jancak @ 00:25
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Nach den Cartoons über Wien, Literatur, Kunst, Katzen, Hunde, Fußball, Weihnachten, etcetera, kommt nun richtig, etwas über den „Ruhestand“ und interessant, daß es sich dabei, um kein Hochglanzbuch, wie bei den genannten Bänden, sondern ein eher kleines Heftchen, um fünf Euro handelt.

Ob das eine Frage des Themas oder der Sparsamkeit ist?

Des letzteren würde ich vermuten, denn der Ruhestand ist ja ein Thema, das uns früher oder später wahrscheinlich alle erreichen wird.

Ein Thema für alle sollte man also meinen, das auch alle interessiert und das kleine Cover, merke ich, die über sechzigjährige, die keine Brillen hat, noch an, ist vielleicht für die ältere Generation gar nicht so gut lesbar, wie das größere Format.

Egal, egal, Ari Plikat, Christian Habicht, Dorte Landschulz, Elisabeth Semrad, FEICKE, HUSE, Johann Mayr, Karl-Heinz Brecheis, KATZI, Marko Finkenstein, Markus Grolik, Martin Zak, Matrattel, Michael Dufek, Miriam Wurster, Pascal Heiler, Petra Kaster, Rainer Schwalme, Rene Lehner, Schilling & Blum, Steffen  Gumpert und Uwe Krummbiegel, alles mehr oder weniger Bekannte, haben ihre Cartoons zu dem Büchlein beigetragen, das wie der Rücken verrät, Fragen wie „Was machen eigentlich Staatsanwälte im Ruhestand? Wie sieht die Sturm und Harnandrangperiode aus? Ist ein Arbeitssiumlator das richtige Geschenk zur Pensionierung? Und warum werden manche Menschen 278 Jahre alt?“, beantwortet.

Alos wieder ein Gang durch die Cartoons, die mir, ich kann es gleich verraten, zum Teil sehr gut, zum Teil gar nicht gefallen haben und einige von ihren habe ich auch nicht verstanden.

Was vielleicht auch am Thema und an der Betroffenheit dazu liegen könnte. An den Vorstellungen vielleicht, die jüngere Leute  zum Thema Alter haben und den Vorurteilen, die uns wahrscheinlich alle plagen oder plagten. Ist das ja ein Thema, das man leicht verdrängt und so wirken die Witzchen darüber vielleicht auch sehr leicht platt, geschmacklos und abgedroschen, aber manches, vielleicht das noch nicht so oft gehörte, wirkt wieder gut und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.

Martin ZAK hat das Cover beigesteuert. Ein alter Mann sitzt mit einer fetten Katze am Polstersthuhl, daneben stehen zwei Prothesengläschen. Nun ja, nun gut, so wars einmal und wird vielleicht noch immer kommen und auch die Katzen werden älter. Selbstverständlich, kann ja gar nicht anders sein.

„Einer geht noch!“, denkt sich vielleicht die Frau Blauensteiner,  als sie mit ihrem Hündchen, die Grabsteine vom „Erwin“, „Karl“ und „Heinz“ verläßt. Aber vielleicht ist sie eine ganz gewöhnliche Dreifachwitwe und wir haben ihr nur etwas Schlechtes unterstellt.

„Unheilbar? Und wenn ich reich wäre?“, fragt der Patient den Arzt. „Dann wären Sie länger unheilbar krank!“, antwortet der kryptisch.

„Wie wahr!“, denke ich und merke ich  an, daß mir dieser Cartoon von Ari Plikart ausgezeichnet gefällt.

Der von Christian Habicht, wo ein alter Herr neben seinem Geburtagskörcbchen zum Achtziger sitzt und von seinem Sohn oder Enkel eine gute und eine schlechte Nachricht „Gleich kommt eine  Striptease-Tänzerin. Sie ist in deinem Alter“, bekommt, gefällt mir natürgemäß dagegen nicht.

Dagegen finde ich den von Dorthe Landschulzu, wo sich zwei alte Damen über den Sex unterhalten, wieder witzig:

„Ich bin für meinen Mann ja nur noch die Krankenschwester!“, klagt die eine.

„Oh je, ist er pflegebedürftig?“, fragt die andere.

„Nein, Quatsch. Er steht auf  diese albernen Verkleidungspielchen beim Sex!“

Dazu gleich der nächste worst case, beziehungsweise Geschmacklosigkeit, die auch von Dorthe Landschulzu, uje, uje, stammt.

Denn da zieht sich der Prinz am Zopf zum Rapunzel hoch, aber  uje, die ist eine alte Dame mit Brille und empfängt ihn grimmig lächelnd mit ihrer Brille „Hallo, mein Hübscher!“

Ob er jetzt loslassen wird?

Ach ja und was machen jetzt die Staatsanwälte im Ruhestand.

FEICKE verrät es uns auf Seite 12. Sie fordern ihre Gattin, zu einer „klitzekleinen Straftat auf, damit sie ermitteln können“.

Und Frage, ist es jetzt witztig, wenn die Frau im Rollstuhl „keinen Altenplfeger, sondern einen jungen!“, fordert. Der Gleichberichtigung wegen, müßte man auch das wahrscheinlich anmahnen. Aber ja, ich gebe es zu, ich hab geschmunzelt.

Und wieder sehr grimmig und hoffentlich nicht ganz wahr, die Statistik: „Ruhestand vor dreißig Jahren“, teilte sich gleichmäßig zwischen „Geld, Familie und Freizeit „auf. In dreißig Jahren wird man dann nur noch, befürchtet Katzi die „Ruhe haben.

Michael  Dufeks Cartoon, der die Frage beantwortet soll, warum „Herr Weber letztendlich 278 Jahre alt wurde“, ist einer, den ich nicht verstanden habe.

Oder sollte sich Gevatter Tod, wirklich durch die Aufforderung „Weißt was, geh scheißen!“, abhalten lassen. Wär schön, wenn das so einfach wäreoder auch nicht, denn alle Leute wollen vielleicht auch nicht dreihundert werden.

Wir erfahren dann noch etwas über die „Biologische Uhr des Mannes“ und welche Geschichten, die Enkel nerven werden.

Ein solcher Cartoon war auch schon auf Seite vier von Ari Plikat zu sehen und kann man Teenager  wirklich schocken, wenn man ihnen was über den Sex im Alter erzählt?

Ich denke eher, wenn sie erfahren, daß es das dann auch noch gibt, denn zu meiner Zeit, glaubte man vielleicht noch, das hört automatisch im Ruhestand auf, wäre das  eine Veränderung, wozu das „Holzbaum Büchlein“ einige witzige und einige ein wenig klischeehafte Cartoons anzubieten hat.

Neugierig geworden? Also auf zum Lesen. Wenn man schon älter ist, wird man vielleicht eine Brille brauchen, um das Kleingedruckte zu entziffern und Uwe Krummbiegel bringt es ganz am Schluß noch auf den traurigen Punkt. Auch ein Cartoon, den ich sehr empfehlen könnte.

„Benachrichtigung: Sie gehören ab sofort keiner Zielgruppe mehr an!“, steht in dem Brief, den  der Senior aus dem Postkasten zieht.

Aber so sollte es eigentlich nicht sein. Denn wir alle werden älter und wenn man dann nicht nur die Ruhe, sonder auch noch ein wenig Spaß, Gesundheit und Freude hat, wäre schon viel gewonnen und vielleicht gibt es dann auch Cartoons zum Ruhestand, die nur mehr klischeefrei sind.

Aber dazu muß man sich wohl schon in jungen Jahren mit dem Alterwerden auseinandersetzen. Also wieder ein Grund das Büchlein zu lesen und sich seine Gedanken darüber zu machen.

 

2017-02-05

Urlaub mit dem Bananenblatt

Das „Bananenblatt“ ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift des „Holzbaum-Verlags“, der mir seine Erscheinungen ja immer so getreulich schickt und weil die diesmalige Ausgabe das Thema „Urlaub spezial“  hat, habe ich, da sich der Alfred derzeit für seine große Amerikareise rüstet, ich selbst bin ja ein Reisemuffel, obwohl ich öfter über das Reisen schreibe und auch zu diesbezüglichen Veranstaltungen gehe, das Heft einmal angefragt und wurde, das kann ich gleich berichten überrascht, denn ums Reisen oder auch den Urlaub geht es in dem Heft sehr wenig oder über Umwegen doch ein wenig, ist das Heft doch eigentlich eine Rundschau durch den Verlag und im Urlaub hat man ja Zeit und kann sich da recht gut die Publikationen aus dem „Holzbaum-Verlag“ geben, die ja, weil sie meistens aus Cartons bestehen, auch sehr schnell zu lesen sind.

Also nehme ich mir die Zeit, obwohl ich gerade keinen Urlaub habe und meine Steuererklärung machen muß und blättere mich durch das Heft, beziehungsweise durch den „Holzbaum-Verlag“ und da fängt es gleich mit einem Vorwort an.

„Sie fragen sich vielleicht“, steht da zu lesen: „Wie glaubwürdig kann eine Redaktion schon sein, die in ihrer Arbeitszeit über Urlaub schreibt?“ Und schließt mit dem Satz „Und wir, wir machen jetzt mal Urlaub, nach dem  ganzen Streß!“

Vorher hat sie aber das Inhaltsverzeichnis gemacht und da gibt es von Seite vier bis dreiundzwanzig „Urlaub spezial“ und dann weiter bis Seite dreißig mit „als redaktionelle Beiträge getarnte Werbeseiten.

Ich denke, die gibt es auch schon vorher, gibt es da ja Leseproben aus dem „Unnützen HamburgWissen“, „Bilder aus dem „Wien in leiwanden Grafiken Kalender“, „Cartoons for the Road“ von Till Mette, ein Buch, das ich noch nicht kenne, eine Leseprobe aus „Wunderland Korrekturland“ und Cartoons von Dorte Landschulz, Jean La Fleur, Michael Dufek, Martin Zak, Teja Fischer und Uwe Krumbiegel, bewährte  „Holzbaum-Cartoonisten“ gibt es auch.

Zuerst gibt es aber unter dem Titel „Zum Sterben in der Schweiz“ von dem Kabaretisten Renato Kaiser eine Antwort auf die Frage, ob es stimmt, daß die Schweizer Seen mit Schokolade gefüllt sind?“

Stimmt natürlich nicht oder doch vielleicht und man kann bei dem Text  auch ein wenig an die gegenwärtige Flüchtlingssituation  erinnert werden.

Dörte Landschulz zeichnete dann ein Flugzeug, wo der „Captain Muschi“ am cockpit sitzt „Hihi „Muschi“, was ein lustiger Name für einen Piloten“, sich da die Passagiere denken.

Und man erkennt gleich an den Augen, ob die Touristin Ski Urlaub oder Urlaub in Saudiarabien machte, wenn man weiter zum nächsten Cartoon geht.

Werbung auf die literarischen Cartoon und an das „Grope Cartoonsutra“, die „liebste Witzvorlagen für Hug Hefner gibt es zwischendurch immer auch.

Und nun gleich zu den „Wien-Grafiken“, da kann man erfahren „Wer am Würstelstand „A Eitrige mid an Burgl und an Sechzehna Blech bestellt“ oder „Wann die Wiener ihre Weihnachtsgeschenke kaufen?“

Die „Cartoons for the Road“ die noch zu mir kommen müssten, sind in Englisch geschrieben. Na klar, das braucht man bevorzugt auf seinen Reisen und da klopft der Tod beispielsweise an der Tür einer schönen Villa und das Hausmädchen erklärt „Dr. Lippincott is not receiving visitors. He is ill!“.

Ob das den Gevatter wohl abhalten kann?

Das „Wunderland Korrekturland“ passt da wohl genausowenig zum Thema, aber der „Holzbaum-Verlag“ ist ja sehr satirisch, was also auch für seinen Werbeträger gilt und man erfährt am Ende des Heftes auch, daß man es sowohl online, als auch mit der altmodischen Postkarte zum Ausschneiden bestellen kann, dafür gibts auch eine Abopräme und kann zwischen Oliver Ottischs „Kopf hoch“, „Sex mit 45„, meine erste „Holzbaum Publikation und Clemens Haipl „Meine Kindheit in den Bergen“ wählen und da kann ich gleich bedauern, daß es früher bei „Holzbaum“ mehr Literarisches gegeben hat, aber ich bin im Heft ja erst auf Seite neunzehn, wo es „noch eine leiwande Urlaubsgrafik“ gibt und man erfahren kann, wo sich die Leute in „New York am liebsten ungestört am Arsch kratzen“

Die Cartoons von Uwe Krummbiegl kenne ich, glaube ich, auch schon, da sitzt der Schimmwart im „Abenteuer Erlebnisbad“ vor seinem Computer und drückt genüßlich grinsend auf den Knopf der „Haifisch Schleuse“

Und „Liebe Passagiere“ Mit ihrem Flug unterstützen Sie unser Programm zur Wiedereingliederung alkoholabhängiger Piloten“ heißt es dann genauso listig und man sieht schon einen solchen Piloten auf das Flugzeug zumarschieren, aber, wie soll man auch sonst  wieder in die Welt eingegliedert werden?

Wenn ein „Pyromane auf Reisen“ geht, kann er, wenn er vieleicht vergessen hat, „Ein Feuer zu legen“ ganz schön ins Schwitzen kommen.

Und jetzt sind wir schon bei den sonstigen Werbeseiten und da wird auf das Buch von Maximilian Zirkowitsch „Ach Wien“, das ich auch nicht habe, aber beim „Buchquartier- dem Markt der Independent und Kleinverlage“ auf den auch hingewiesen wird, kennenlernte, also bin ich doch nicht die große „Holzbaum-Expertin“ habe mir aber auch das „Unnütze BremerWissen“ in Anbetracht meiner überlangen Leseliste ganz bewußt nicht bestellt, soll man ja nicht so gierig sein, dafür kann ich auf Seite fünfundzwanzig aber erfahren „Welche Speisen man nicht ohne eine Semmel oder ein Stück Brot essen kann“ und was die „häufigsten Unfall-Todesursachen im Jahre 2016 in Österreich waren“.

Dann gibts noch eine Geschichte, die in Dialogform von der Bekehrung eines Ungläubigen zu Gott handelt, was auf dem ersten Blick wahrscheinlich auch nicht viel mit Urlaub zu tun hat oder wieder doch vielleicht, handelt sie ja offenbar in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und dorthin wird ja, wiederhole ich mich, der Alfred demnächst mit dem Karli reisen und ich habe mich ganz genüßlich, durch die Publikationen des „Holzbaums-Verlages“ geblättert, was ja vielleicht auch der Sinn vom Urlaub und vom Reisen ist.

Auf meiner ersten und wahrscheinlich einzigen Lesereise in diesem Jahr bin ich  schon gewesen und weil ich ja vorwiegend an Literatur interessiert bin, hat der „Holzbaum-Verlag“ noch ein paar Tips für mich.

So gibt es beispielsweise am 26. Februar einen „Tagebuch Slam“ im  „Tag“ in der Gumpendorfetrstraße“ und Proben aus den „Besten Wortwitzen der Welt“ gibt es auch und ach richtig auf das Cover hätte ich jetzt fast vergessen.

Das zeigt zwei Goldfische in ihren Gläsern, das eine steht am Meer unter dem Himmel mit der Sonne und dorthin sehnt sich ganz idyllisch das Fischchen, das in seinem viel größeren Glas auf irgendeinem Tischchen steht.

2016-12-21

Wissenschaftliche Cartoons

Filed under: Bücher — jancak @ 00:41
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Mit dem „Holzbaum-Verlag“ meinem treuen Bücherversorger geht es weiter und nach der Literatur wird es wissenschaftlicher war Weihnachten ja schon und über Katzen, Hunde, Fußball, Kunst, Wien, etcetera hat es auch schon Cartoons gegeben.

Was kann man über Wissenschaft satririsch zeichen und texten?

Der Buchrückentext verrät es uns: „Diese Bilder setzen die Naturgesetze außer Kraft. Hätte Leonardo da Vinci Humor gehabt, hätte er auch wohl so lustige Bilder gezeichnet wie unsere Cartoonisten, die sich für dieses Buch in das Feld der Wissenschaft begeben haben. Ob Physik, Biologie oder Alchemie. Hier finden Sie neue Erkenntnisse, spannende Experimente und viele neue Denkansätze. Trainieren Sie Ihren musculus risorius!“

Einstein ist natürlich auch ein Thema, das sich durch die Cartoons von AD Kannebogen, ADAM, Andreas Prüstel, BECK, Benedikt Kobel, Bernd Püribauer, Bernie Magenbauer, BURKH,  Clem Mariak, Clemens Dreyer, Clemens Ottawa, Daniel Jokesch,  Daniel Noll, Dorthe Landschulz, Egon Forever, Elke Lichtmann, Erik Liebermann, Eugen Egner,  Feicke, Frederik Mettjes, Freimut Woessner, Georg Rauber, Gerald Noebel, Gresner&Lenz,  Gucci Falke,  Hannes Richert,  Harm Bengen, Hauck & Bauer,  HUSE, Jakub Vrba, Jan Rieckhoff, Jean le Fleur, Katharine Greve,  Katja Schröckenstein, Klaus Puth,  La Razzia,  Marco Finkenstein, Mario Lars, Markus Grolik, Martin Zak,  Martina Hillemann,  Matrattel, Michael Dufek, Michael Friedrich,  Michael Holtschulte, Muguel Fernandez,  Nadine Nebel, Oliver Ottisch,  Pause ohne Ende,  Rudi Hurzlmeier, Ruedi Widmer,  Schilling & Blum,  Schneckensteiff, Stephan Rürup,   Teddy Tiez, Teja Fischer, Tessa Biljleven, Til Mette,  Tobias Schülert, Uwe Krumbiegel und Wolf Rüdiger Marunde zieht.

Gehen wir also kurz durch das  hundertdreißig Seiten Buch:

Da beginnt es mit dem einen Stein von Bernd Püribauer gezeichnet.

„Willst Bulitan?“, fragt die Nutte am Chemikerstrich.

Das „Gen-Kartoffel-Experiment“ für das man hoffentlich den Nobelpreis erhält, gibt es auch und Dorte Landschulz erklärt uns ausführlich, „Wie es zum  Urknall kam“.

Die Bücher über „Chaostheorie“ sind in der Bibliothek natürlich chaotisch angeordnet und „Früher suchte ich in Büchern nach dem Sinn des Lebens, heute suche ich nur noch nach einem Platz für meine Bücher!“, klagt ein alter Herr in seiner Bibliothek sitzend, wo sich die Bücher stapeln, einem anderen. Wie wahr, kann ich gut nachvollziehen.

„Die Vorgaben der Landwirtschaft an unsere Genforscher“ sind streng nach „H-Milch, Dickmilch, Magermilch und Sahne“ geordnet und „Tierversuche  beweisen: Ist doch gar nicht schwer stundenlang in High Heels herumzulaufen!“

Nun ja, wenn man eine Spinne ist.

Oliver Ottitsch interpretiert Hamlet wieder einmal anders, nämlich „to beam or not to beam!“

Und in der „Vollautomatisierten Welt“ kann es vorkommen, daß man plötzlich „Eine Million Liter Milch!“, geliefert bekommt und das Problem dann mit seinem „Kühlschrank klären muß“.

Nun ja, nun ja, soviel geht wahrscheinlich nicht in ihm hinein.

Und Weihnachten bei Physikern gibt es natürlich auch.

Uwe Krumbiegel hat sie gezeichnet, da hängen die roten Weihnachtskugeln straff hinunter oder stehen ab, Otto Normalverbraucher steht daneben und schaut skeptisch und ich gestehe, ich habe die Ponte oder den Witz nicht verstanden.

Macht ja nichts, ich kann ja in den „Cartoons über Weihnachten“ nachschauen, wenn ich nicht einmal das Physikbuch studieren will und schreibe, weil ja Weihnachten naht, wieder mal dazu:

Ein Buch für alle, Schwiegermütter oder auch Physiklehrer und sonstigen Wissenschaftler, die sich sicherlich darüber freuen würden und bin schon auf den nächsten Cartoonband aus dem „Holzbaum-Verlag“ sehr gespannt und neugierig.

2016-04-10

Wie kommt der Parmesan in die Tastatur?

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:13
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Jetzt habe ich ja schon lange nichts mehr vom Holzbaum-Verlag gebloggt, dem kleinen feinen österreichischen Verlag mit Shop im Museumsquartier, der mir den Humor näherbringt und mir so getreulich seine Cartoons über Katzen, Fußball, Hunde, Wien, Weihnachten, Kunst, etcetera, zuschickte.

Da geht einmal der Stoff aus, könnte man so meinen, es gibt zwar auch die Holzbaum-Karikaturisten Daniel Jokesch und Oliver Ottitsch beispielsweise oder Jean La Fleur, von dem man in dem kleinen feinen weißen Heftchen, um wohlfeile fünf Euro, wie ich in einer anderen Besprechung gelesen habe, nicht viel an Information, was für einen Kontrollfreak, wie mich ein wenig schade ist, finden kann.

„Jean la fleur ist die größte Bitch im Cartoon-Business, macht alles für Gelkd z.B. in Titanic, Eulenspiegel und TAZ veröffentlichen.

Der Begründer der neuen Frankfurter Hauptschule (Mitglieder.1) veröffentlicht seine Witzbilder außerdem in dem Hetz-Blog itsjeanbitch.tumbir.com.

Nun ja, „Besser als die Bild-Zeitung!“, steht dann noch am Heftchenrücken und dann geht es los in die fünfzig  schwarz-weißen Bildgeschichten, um die wohlfeilen fünf Euro und man oder frau ist zuerst vielleicht ein wenig verwirrt, bis man sich eingelesen hat, in die neue Tradition, der Frankfurter oder vielleicht auch Wiener Hauptschulbildung.

Denn jetzt muß ja alles schnell und leicht zu lesen sein und so hat  man auf den wohlfeilen achtundvierzig Seiten, die zwei anderen sind wahrschein am Cover und am Back zu finden, sich ruck zuck in  die Geschichten eingelesen, von denen ich einige nicht einverstanden habe, einige nicht so aufregend sind und die anderen beeindrucken und vielleicht sogar durch oder unter die Haut gehen.

Immer alles schön schwarz weiß gezeichnet,  den Text dazugeschrieben und man hat sein Lesepotential schon erfüllt, am Handy oder Smartphone ist es vielleicht noch trendiger. Aber ich bin ja eine Handyverweigerer, also nutze ich die schöne alte Pritform und in die Tasche stecken, kann man das Heftchen, sicher auch.

„Leg das Baby vor die Tür. Es zieht!“, lautet etwa so eine Geschichte. Das habe ich genaus treffend vor Jahrzehnten von der Erni Mangold in den „Geschichten aus dem Wienerwald“ vorgespielt bekommen und die Figuren haben, wenn sie weiblich sind, einen Roßschwanz, die Männer einen Schopf, den man auch für ein Loch im Kopf halten könnte, oder überhaupt eine Glatze. Gesichter haben sie eigentlich keine oder nur ansatzweise.

„Seit ich die Brille habe, versuchen mir alle ein intellektuelles Gespräch aufzudrängen!“, denkt sich so eine solche Figur in einer Bar und die Dame auf der Straße sagt: „So, so… Philosophie-Professor. GV, AV und küssen ist alles inklusive. Aber reden kostet extra!“

Noch ärger ists schon weiter vor beschrieben „Hi, ich bin Uwe, der Projekt-Lead. Das ist Marek unser neuer Art Direktor. Wann soll die Wand denn fertig sein?“, sagen die Maler und Anstreicher zur Kundin, die prompt „Freitag ist Deadline!“, antwortet.

„Ich hab mir eine Brust verkleinern lassen, um auf mein Idealgewicht zu kommen!“, sagt eine Klassefrau zu der anderen und das Lebensgefühl und der Leistungsdruck von heute ist  treffend beschrieben.

Die „Greenpeace-Aussteiger“ verlangen Plastiktüten an der Kassa und auf der einsamen Insel ist niemand da, „der die Palme ficken will“.

Und wie schaut es in der „Redaktionssitzung der Lügenpresse aus?, da hat der Hund den Artikel des einen Redakteurs gefressen, während der andere nicht schreiben konnte, weil seine Oma gestorben ist und die Dame hatte natürlich ich „Magen-Darm!“(Probleme) füge ich hinzu.

Das mit dem „verliehenen Nobelpreis“ habe ich, glaube ich, schon einmal gesehen und beim „Poetry Slam“ liest der Dichter „Erfahre den Trick, mit dem Dein Penis wächst und riesig wird“ aus dem Büchlein vor.

So gehts  durch das Heftchen und die bis fünfzig Kurzgeschichten. In der „Salatbar“, bekommt der Gast keine“ Ladung Rucola“ mehr serviert und wenn sich „Bildungsbürger radikalisieren“ bringen sie „Sammlungen seltener Steine“ auf die Demo mit und ich höre auf, um nicht zu viel zu spoilern, da man die dazupassenden Zeichnungen aber nicht  sehen kann, muß man sich, wenn man den ganzen Genuß haben will, ohnehin  das Büchlein kaufen.

Was ich nur empfehlen kann, denn Jean La Fleur wird in den Rezensionen mit Tex Rubinowitz und Nicolas Mahler verglichen und „Wie der Parmesan nun in die Tastatur kommt“, habe ich auch noch nicht verraten.

Es ist aber „Egal“, denn „ich gehe Nudeln kaufen!“, entscheidet sich das gesichtslose Männchen mit dem Loch im Kopf, das man am Cover sehen kann.

 

2015-12-13

Land der Berge

Filed under: Bücher — jancak @ 00:20
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Ein neuer Band aus dem „Holzbaum-Verlag“ von Rudi Hurzlmeier, dem Maler, Cartoonist und Autor, der ständiger Mitarbeiter des Satiremagazins „Titanic“, der „Süddeutschen“,  des „Spiegel-Online“ und der „Zeit“ ist und diesmal ist es etwas Besonderes, denn es ist sehr viel Text dabei.

„Schwindelerregende Steilwandmalerei und Hochgebirgspoesie“, steht am Buchrücken, wo der Rudi offenbar in Mozartuniform herunterlächelt und ein Gebirge mit Österreichflagge auf einem Tablett entgegenhält.

Und die Hochgebirgspoesie, es sind auch Prosatexte dabei und eine Art Kurzkrimi, stammt von Heinz Erhardt, Kurt Tucholsky, Robert Gernhardt, Ödön von Horvath, etcetera und natürlich auch von Rudi Hurzlmeier.

Das Vorwort zu dem Buch stammt von Michael Ziegelwagner, dem St. Pöltner, der  auch für das Satiremagazin „Titanic“ arbeitet „Naturkritik spezial“, heißt es und ist eigentlich gar kein solches und das Cover ziert eine romantische Berglandschaft in die ein Hündchen mit Rucksack hinaufspaziert oder stehenbleibt und seine neugierigen Blicke schweifen läßt.

Ein richtiges Buch für den Weihnachtstisch von Österreichpatrioten oder Bergliebhaber, Bergsteiger vielleicht und richtig ein Text, beziehungwweise Interview von  Luis Trenker „Der Mountain Climber“- „Was tut denn ein Mountain Climber? Verdient er dabei Geld?“, ist auch dabei.

Daneben ist das Bild des „Yetis“ freundlich lächelnd und ganz in blau weiß zu sehen und so geht es durch die romantisch-kitschige Berglandschaft oder Landschaftsidylle, der österreichischen, schweizer oder was auch immer Alpen oder gehen wir an den Anfang zurück, denn da ist ein Schifahrendes Osterhäschen zu sehen, wie es den Berg hinabflitzt und wenn die Kühe den Berg hinabgetrieben werden, geht es zu „Endreinigung“, wo die Bäuerinnen oder Mägde, die Fladen wegkehren oder wischen, um die Wiese wieder schön sauber zu bekommen.

Dann ist gleich ein „Biwak bei Zermatt“zu sehen,  ein Luxusbett mit einem großen Käse, mitten im Bergmassiv und Robert Gernhardt reimt daneben „In Worten gäb das keinen Sinn, wie sagt man doch im Engadin, sìsch verbal nicht zu fassen!“

Also weiter mit den Bildern:

Da gibt es dann die „Skischaukel“, wo der Schifahrer am Schwanz der Kuh den Berg hinaufgezogen wird, das „Saisonende“, aber auch die „Angetrunkenen Schneekanonenfahrer“, wo das Wasser nur so herumspritzt, daneben kann man dann den „Maskenball im Hochgebirge“ von Erich Kästner lesen und das „Wintersporthotel zwischen Graubünden und Vorarlberg“ ist irgenwie ein wenig schiefgeraten.

Beim „Wallfahrtsort“ ragen die Bergspitzen in Kathedralenform entgegen und den  „Sunset Boulvard“ habe ich, glaube ich, schon einmal in einem Museum gesehen oder auch nicht, denn da steht ein einsamer Beobacher in einem Massiv von gelbrote leuchtenden Bergen.

Dann gehts gleich wieder zu Robert Gernhardt, der in diesem Buch eine starke Stimme hat und in „Wenn Dichter einen Ausflug machen“ und über Goethes, Nietsches, Rilkes Natureindrücken rätseln läßt.

Der „Sonnenaufgang in Tirol“ hat, meint Rudi Hurzlmeier ein Kürbisgesicht mit einer Knollnase und „Integration“ ist, wenn das Kamel  mit Hirschgeweih röhrend in der Alplandschaft steht. Minister Kurz hat da vielleicht eine andere Sichtweise. Man könnte  darüber nachdenken, wie sich so ein Kamel  im Hochgebirge fühlt oder wir uns in der Wüste, aber es geht schon weiter mit der Tierwelt, denn ein paar Seiten später läßt Rudi Hurzmeier im „Aquarium“, die Fische um die Berge schwimmen und die schauen, würde ich meinen, nicht besonders glücklich aus.

Dann gibt es noch den „Bergvagabund“, vierarmig mit vier Enzianen in der Hand und auf dem Kopf und einer riesengroßen Sonnenbrille und wir sind schon bei Rudi  Hurzlmeiers Texten.

Es gibt eine „Gulasch-Boutique“, das ist ein Gasthaus mit Hirschgeweih und eine „Kirche von Hinten“ zu der das  Weglein führt, nur leider gibt es Hinten kein Eingangstor. Ganz schön hinterfotzig könnte man meinen.

Und eine „Gruselgeschichte“ von Rudi Hurzlmeier gibt es auch, sowie ein K-Gedicht, das dem „K2“ gewidmet ist und schon sind wir fast am Ende, wo der Waldi vom Cover noch einmal den Berg hinaufspaziert.

„Dem Himmel nah, der Arbeit fern, so hammas gern!“, reimt dazu der Volksmund.

Beim „Plötzlichen Wintereinbruch“ steht der Pinguin am Grashaufen neben den Sonnenblumen und die Hühner schauen ihm zu und einen „Sennenhund mit seiner Sennerin“, der uns an die „Erhabende Jungfrau“ erinnern könnte, gibt es auch noch.

„Die Berge üben seit jeher eine große Faszination auf die Menschen aus – so auch auf Rudi Hurzlmeier. Seine schwindelerregende Steinwandmalerei huldigt mit viel Liebe zum Detail und feinen Humor dem vermeintlich naturbelassenen Universum abseits des Urbanen“, steht weiter am Klappentext .

Ein Buch für mich könnte man meinen, denn ich bin ja auch gelegentlich in den Bergen unterwegs und Poesie mag ich auch sehr gern, so habe ich dem „Holzbaum-Verlag“ wieder einmal sehr zu danken.

2015-11-28

Die besten Cartoons von Uwe Krumbiegel

Filed under: Bücher — jancak @ 00:56
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Nach dem Longlistenlesen kommt jetzt gleich wieder was aus dem „Holzbaum-Verlag“, dem Verlag, der mir den Humor beibrachte und der nicht nur auf der „Buch-Wien“ jetzt schon mit einem viel größeren Verlag vertreten war, nein, ich habe mir auch etwas Literarischen von Clemens Ettenauer, dem  Mitbegründer und Herausgeber mitgebracht, sein „Pro Verbis-Büchlein“ „Morbuso geht ab“.

Aber jetzt geht es um den 1962 geborenen Uwe Krumbiegel, der in Freiburg lebt und als Diplomingenieur tätig ist, sich aber seit 1988  nebenberuflich als Cartoonist betätigt und sich wahrscheinlich deshalb in seinen Zeichnungen auch sehr viel mit der Berufswelt beschäftigt und messerscharf herausfindet, was  passiert, wenn man die zu wörtlich nimmt und er nimmt mit seinem blau-roten kleinen Männchen mit der kreisrunden Brille auch gleich Meister Sisyphos aufs Korn, beziehungsweise besteigt der tapfere Wanderer den Berg und das Gasthaus Sisyphos ist „Heute geschlossen“.

„Gehts noch  besser? Natürlich, selbstverständlich, denn das ist erst das Coverbild.

„Ein Bombenentschärfer, der zuhause beim Öffnen des BHs seiner Frau ins Schwitzen kommt oder ein Musiker mit absoluten Gehör, der auf der Toilette die konsumierten Getränke heraushören kann – Uwe Krumbiegels präziser Blick geht in seinen Cartoons gern dahin, wo das Berufliche auf das Private trifft. Gegenwartsrelevante Alltagssituationen, expressive Gesichter zu minimalen Strichen und treffsichere Pointen aus allen Lebenslagen versammeln sich im Debüt des aufstrebenden Künstlers“, lockt so auch der Buchrücken und nun für alle Neugierige hinein ins Medias Res oder in die beschreibenden und wahrscheinlich grammatikalisch nicht ganz perfekten Worte der „Literaturflüsterin“, wer will kann sich die dazugehörenden Cartoons  im „Shop der komischen Künste“ ansehen, wahrscheinlich gibt es auch eine Buchpräsentation und unter den Weihnachtsbaum kann man es für alle lesemuffelnden Schwiegermütter, Frauen, Freundinnen, Ehemänner, etcetera sicher auch legen.

Da gibt es also, wenn wir schon bei den Berufen sind, den Urlaubsanimateur, der seine Angetraute per Megaphon ins Schlafzimmer bittet: „Love is in the air““ Wir finden uns in 10 Minuten im Schlafzimmer ein!!“

Der Chirurg baut einem gleich einen kleinen Sender in den Körper ein, „damit man in Zukunft auf das Händewaschen nicht mehr vergißt“- „Wenn ich als Chirurg einen Autoentwickler unterm Messer hätte!“, denkt sich da der Patient.

Es geht aber noch bissiger „Machst du endlich mein Essen Schatz?! Und nicht vergessen:Nur Bio Zutaten!!“, murrt der Ehemann vor dem Fernseher, während die Gattin schon hämisch schauend, die Packung mit dem „Bio-Rattengift“ in Richtung Suppentopf schwingt. Aber Vorsicht „Alle Zutaten stammen aus streng kontrollierten Anbau“, könnte auch bedeuten, daß vor den Anbaufeldern, ein grimmig dreinschauender Bewaffneter steht.

Der Tod erscheint am „Casual Friday nur im Hawai-Hemd mit der Sense“, noch makabrer wirds, wenn man statt zum Friseur zum kosmetischen Chirurgen geht und „Verkehrsdurchsagen für Choleriker“ gibt es natürlich auch.

Im Supermarktbüro können wir uns die Geheimcodes der Durchsagen anschauen, ebensolche gibt es auch im „Abenteuer-Erlebnisbad“.

Schlimm wirds wahrscheinlich, wenn der Feuerwehrmann zu homöopathischen Dosen greift, die „böse Überraschung“ kann aber auch kommen, wenn man auf einen  „Gerechtigkeits-Weihnachtsmann“ trifft.

Und so geht es weiter und so fort, bis wir schließlich an das Ende, beziehungsweise zur Werbedurchsage kommen: „Kunden, die dieses Buch gekauft haben, interessieren sich mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch für: , ist da höchstwahrscheinlich von „Amazon“ geklaut und „Noahs Fleischwaren“ habe ich, dank Clemens Ettenauer und dem „Holzbaum-Verlag“ selbstverständlich schon gelesen und angeschaut.

 

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