Literaturgefluester

2020-10-21

Edition Exil in der Gesellschaft für Literatur

Wieder einmal ein Livestream-Abend, da versuche ich ja nicht allzuviel zu versäumen, weil ich ja in nächster Zeit höchstwahrscheinlich zu keinen wirklichen Veranstaltungen kommen, da ab Freitag weil ja die Zahlen steigen, in allen Innenräumen bei allen Veranstaltungen Maskenpflicht und daher höchstwahrscheinlich auch keine „Wilden Worte“ mehr, aber im Literaturhaus war das „Schamrockfestival“ mit Augusta Laar, Sandra Hubinger, Birgit Kempker, Svantje Lichtenstein, Maria Cabrera Callis aus Barcelona, angesagt, da habe ich schon zwischen meinen Stunden nachgeschaut, ob das auch stattfinden wird, aber natürlich abgesagt, also in die „Gesellschaft“, wo eigentlich etwas Bekanntes aber auch Zukünftiges am Programm stand, nämlich ein Verlagsprotrait der „Edition Exil“ mit Christa Stippinger, Thomas Perle und Mercedes Spannagel und das war, weil es auch ein Livestreaming gab, sehr interessant, denn bisher habe ich die „Exil- Veranstaltungen“ ja eher im Literaturhaus gehört und Thomas Perle den Preisträger von 2013, glaube ich, schon einmal in der „AS“, das Buch habe ich, glaube ich, vor zwei Jahren bei der Kleinmesse im MQ bekommen und ich bekenne, es noch nicht gelesen, es aber jetzt neben dem von Mercedes Spannagel neben das Bett gelegt und auch mitgelesen und zuletzt habe ich thomas Perle oder den Schluß seiner Lesung bei der „Kühlen Meile Zieglergasse“ vor dem Lteraturhaus gehört, also eigentlich schon ein alter Bekannter, der 1987 in Rumänien geborener, der als Kind zuerst nach Nürnberg und dann ans Volksstheater und als Schauspielhaus gekommen ist und jetzt eigentlich mehr dramaturgisch als prosaistisch arbeitet.

Zuerst aber stellte der wohl neue Mitarbeiter Erkan Osmanovic, den ich noch nicht persönlich in der „Gesellschaft“ erlebte, Christa Stippinger vor und die 1951 in Wien geborene, kenne ich ja vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“. Damals ist ihr Roman „Der Tschusch“ erschienen, 1980 erzählte sie Erkan Osmanovic ist sie nach dem sie Theaterwissenschaft und Gemanistik studierte, ins Amerlinghaus gekommen und hat dort Projekte gemacht, das heißt Ceija Stoika kennengelernt und mit ihr Workshops in Schulklassen veranstaltet, die „Edition Exil“ gegründet etcetera, da war ich ja schon bei vielen Veranstaltungen, habe auch die meisten Exil-Anthologien. Die heurige wird mir wohl, wie sehr viel anderes, entgehen, kann aber das Perle-Buch endlich lesen und sein Stück „Karpatenfieber“ wird auch, wie er erzählte am 13. Dezember uraufgeführt. Das empfahl er auch, sich anzusehen, weil das Theater wegen den strengen Sicherheitsmaßnahmen inzwischen angeblich viel sicherer, als das eigene Wohnzimmer.

Das Bild, das man gesehen hat, war auch eine ziemlich leere „Gesellschaft“ und das hat auch der Moderator gelobt und sich für den Mut derer bedankt, die hergekommen sind und alle natürlich maskiert und nachdem Gespräch mit Thomas Perle kam die 1995 geborene Mercedes Spanagel mit ihrem Debutroman „Das Palais muß brennen“ auf die Bühne und die habe ich schon in noch nicht so aufgeregten Zeiten im Sommer im MQ, bei den O- Tönen gehört und werde sie und die Lesunge aus ihrem Buch höchstwahrscheinlich auch morgen wieder per livestream hören, gibt es da ja die Debutpreislesung des ÖSt in der Arbeiterkammer auch wieder vor sehr kleinen Publikum und das Buch habe ich, wie schon geschrieben von „Kiwi“ auch bekommen. Die junge Frau, die Maschinenbau studierte, hat schon 2014 den Exil-Jugendliteraturpreis gewonnen, später dann noch einen, glaube ich, und auch in Rauris hat sie was gewonnen, den Fm4- Literaturpreis und Veröffentlichungen in den „Lichtungen“und im „Volltext“ etcetera, also eine sehr interessante junge Frau mit einem vorder- oder hintergründigen sehr politischen Text, das muß ich noch genauer herausfinden.

Es geht jedenfalls um die Töchter einer rechtsradikalen Präsidentin, um einen Mops namens Marx und der ist, glaube ich, schon beim Fm4- Literaturpreis vorgekommenn. Christa Stippinger erwähnte dann in der Diskussion verschiedene Kurzgeschichten der Autorin, die sie gerne in ihrer Edition herausbringen will und fragte die junge Frau dann und das fand ich interessant, wie es ihr mit Corona ginge?

Da sie öfter dystopische Texte und auch schon eine Geschichte übers Maskentragen hat. Das interessiert mich ja, wo heute mein erster Corona-Text erschienen ist, besonders und der Moderation wies auf den Büchertisch hin, forderte die Leute auf, die Bücher zu kaufen, denn Weihnachten ist ja bald und vielleicht auch der nächste Lockdown, aber ich habe ja die Bücher schon zu lesen und auch vor mir morgen die Debutpreislesung per Livestream anzusehen.

2016-04-22

Edition Exil entdeckt mit Jugendschreibwerkstatt

Die „Edition Exil“, stellt wie Barabara Zwiefelhofer in ihrer Einleitung betonte, jetzt schon zum achten oder neunten Mal seit 2012 ihre Preisträgertexte im Literaturhaus vor.  Bei einigen dieser Veranstaltungen war ich schon,  die meisten Bücher habe ich gelesen und zu den Preisverleihungen, die früher im Amerlinghaus, seit 2010 bei der Buch-Wien stattfinden, gehe ich auch regelmäßig hin.

Heute wurden im Literaturhaus zwei Preisträger von 2015 vorgestellt, nämlich der1996 in Budapest geborenen Roma-Aktivist Samel Mago, der in Wien aufgewachsen ist und jetzt Soziologie und Transkulturelle Kommunikation studiert und mit „Zeuge der Freiheit“ den Jugendpreis gewonnen hat.

Da geht es um den Ungarnaufstand von 1956 und um einer Romafamilie die  in den sechziger Jahren nach Wien ausgewandert ist. Samuel Mago las ein paar Stellen daraus und ließ auch einiges zum Nachlesen aus, so wird einer der Protagonisten am Budapester Bahnhof angeschossen, dann taucht er aber wieder im Wilhelminenspital auf und ein Gedicht gab es auch, das Samuel Mago auf Deutsch und Ungarisch gelesen und dann noch auf Romanes gesungen hat.

Die 1981 in Wien geborene Barbara Eder hat wohl den Preis für „Deutsch als Muttersprache“ gewonnen. Sie hat auch Soziologie und Philosophie studiert und an diversen Universitäten gearbeitet, darunter auch in Armenien und die Geschichte „Drüben“ mit der sie 2015 gewonnen hat, spielt  in Armenien und ist jezt in einem bei „Drava“ erschienenen Erzählband mit dem Titel „Die Morsezeichen der Arkaden“ erschienen.

Und es gibt  seit heuer im Literaturhaus etwas Neues, nämlich eine monatliche Schreibwerkstatt, wo  Autoren, die für den Jugendpreis eingereicht haben, aber noch nicht gewonnen haben, ausgewählt wurden, mit Susanne Gregor monatlich an ihren Texten zu arbeiten.

Vier Treffen hat es schon gegeben und vier der Autoren haben ihre Texte, die sie vielleicht auch für den Exil-Preis 2016 einreichen werden, heute vorgestellt.

Deshalb waren auch sehr viel junge Leute im Publikum  und  Barbara Zwiefelhofer erklärte, daß die eingeladenen Autoren so um die zwanzig wären.

Anna Hackl, Fabian Dietrich, Cleidy Acevedo und Elma Candic stellten ihre Texte vor, die mit großen Applaus bejubelt wurden und sehr spannend waren.

Anna Hackl, eine deutsche Studentin, wie ich der Einleitung entnommen habe, hatte einen Text mit  sehr schönen sprachlichen Wendungen „Über den Abgrund hat sie einen Teppich gelegt, er soll ihn noch nicht sehen“, der wie sie betonte, von einer besonderen Frau handelte und „Nach dem Frühling kommt der Winter“ heißt.

Dann kam  Fabian Dietrich, der sich Gedanken über die „Schönheit“ machte und bezüglich einer Seminararbeit eine Selbsthilfegruppe besuchte.

Cleidy Acevedos Text „Die Fremde“ war, glaube ich, eine Auseinandersetzung mit sich selbst, während Elma Candic über den Kaffee ihrer Oma und die bosnischen Kaffeerunden, sehr kurz, prägnant und realistisch, geschrieben hat.

Leider waren die Namen und die Lebensläufe der vier Autoren nicht im Programm angegeben, so daß ich sie, wie bei der „Studentenlesung II“ erst erfragen mußte, es war aber sehr spannend der Aufregung  und der Begeisterung zu zu hörenund eigentlich auch zum Neidig werden, aber ich wurde in den späten Siebzigerjahren ja auch im „Arbeitskreis  schreibender Frauen“, wohl ein Vorläufer der vielen Schreibwerkstätten die es heute gibt, sozilisiert und  da habe ich auch Christa Stippinger, die damals gerade mit „Kress“,  den „Max von der Grün Preis“ gewonnen hat, kennengelernt.

Inzwischen hat sich herumgesprochen, daß man das Schreiben  in Schreibwerkstätten lernen kann und da ist Christa Stippinger, die glaube ich, auch einen Preis dafür bekommen hat, mit ihrer „Edition Exil“ und dem „Exil-Literaturpreis“ ein Vorbild und es wurden dadurch ja auch einige Talente wie Dimitre Dinev, Julya Rabinowich, Susanne Gregor, etcetera entdeckt und ich bin auch sehr neugierig, ob und was ich von den vier Jungautoren noch hören oder lesen werde.

 

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