Literaturgefluester

2021-03-25

Osterruhe

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 12:09
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Die Karwoche naht und damit das zweite Corona-Ostern oder, wie das heißt und eigentlich wollten wir heute wieder nach Harland fahren um das Wochenende dort zu verbringen.

Im Vorjahr bin ich erst wieder am Gründonnerstag nach Harland gekommen, weil wir nicht wußten, ob man das durfte und heute weiß ich nicht, ob ich dann am Montag von dort wieder nach Wien zurückkomme.

Was ich ja muß, weil mich die Klienten da anrufen, denn die Zahlen steigen ja und steigen. Sind jetzt schon bei dreitausend angelangt, ,die Insistenz, also wieviele leute sich von hunderttausend anstecken liegt in Wien und Niederösterreich, weil es gibt ja ein Ostproblem, da die Tschechen und die Slowaken angeblich das britische Virus zu uns bringen, schon über oder an dreihundert und sind sie bei vieruhundert angelangt, kann man nur mehr mit negativen Test ausreisen und da gibt es schon vierzig niederösterreichische Orte von Baden bis Lilienfeld und dann sind ja gestern, statt der geplanten Gastartenöffnung, damit sich die Leute kontrolliert mit Test treffen und sich mit Takeaways nicht „illegal“ im Hinterzimmertreffen können und die Intensivstationen sind schon voll.

„Warum wurden die nicht erweitert?“, könnte man ja fragen.

Ab Herbst, wo sich die zweite oder dritte Welle ankündigte, war ja Zeit dazu und warum baut man in den Schulen keine Lüftungssysteme ein, wo wir jetzt ja wissen, daß das britische Virus auch offenbar die Kinder angreift.

Im Jänner hörte man noch,das wäre nicht so gefährlich und Primar Wenisch vom KFJ sagte auch einmal, er hätte es im Griff. Stimmt offenbar doch nicht so nicht, denn die Hysterie und die Aufregung steigt und die Impfungen, die Gamechanger und Hoffnungsträger, scheinen offenbar nicht zu klappen. Keine Dosen, weil in Europa offenbar ungerecht verteilt und ob man dann immun ist und die Maske und den Test ablegen darf, ist auch nicht so klar. Es wird zwar nicht darüber gesprochen, aber Kanzler Kurz will im April den grünen Impfpaß einführen, damit man sich dann wieder frei bewegen kann. Also da sind dann die Testungen und Impfungen eingetragen mit dem man dann Kaffee trinken und ins Theater gehen kann und jetzt wird auch noch die Testpflicht im Handel eingeführt, denn wenn wir schon nicht impfen können, müßen wir alle testen und der Physiker Werner Gruber forderte auch im OE24-TV, daß es einen Testzwang geben sollte, weil das Epidemiegesetz das angeblich erlaubt.

Das, glaube ich, zwar eigentlich nicht, daß da, wenn nur ein Prozent von diesem Virus betroffen sind, das so nötig ist, aber Gesetze kann man ja, wie man sieht verändern und das wird auch versucht.

Also was machen mit den ansteigenden Zahlen, die derzeit um die dreitausend liegen? Im November lagen sie bei neunhundert und getestet wird jetzt so viel,wie nie und eigentlich sollten ja die Gastgärten geöffnet werden. Aber wieder verschärfen, weil Ostern kommt und da sollen sich die Leute ja nicht treffen, also müßen neue Verschärfungen her. Man hörte, daß die Osterferien um eineWoche verlängert werden sollen, und Testpflicht auch in den Geschäften. Der Handel schrie auf, es gab diesbezüglich Demonstrationen und so wurde, weil die Zahlen ja in Wien, NÖ und Burgenland besonders hoch, in Vorarlberg dagegen sehr niedrig sind, ein sogenannter Ostgipfel einberufen, wo die drei Landeshauptleute oder Bürgermeister darüber entscheiden sollten.

Der Gesundheitsminister und die Virologen drängten zur Verschärfung, die Verhandlungen dauerten lang und gestern abend wurde dann bekanntgegeben, daß es eine Osteruhe geben wird. Ab Gründonnerstag alles geschlossen, dann auch Test im Handel, Ausgangssperre und Maskenpflicht im Freien, wo Menschen auf der Straße sind. Also kann ich auf keine Demonstrationen mehr, aber da würde ich ohnehin nur in den Kessel getrieben und als Nazi hingestellt

Was machen wir also? Ein Leben lang zu Hause bleiben, wenn man sich nicht testen und maskieren will? Schaut offenbar so aus, weil die Impfung ja nicht funktioniert. Aber wenn ich jetzt in Wien bleibe, kann ich in Harland auch nicht radfahren. Das ist sicher nicht gesund und eigentlich wollte ich ja meinen eigenen Osterspaziergang machen. Also amKarsamstag zur “ Seedose“fahren, dort den Schrank plündern und mit den dort gefundenen Büchern, um den See spazieren und darüber bloggen. Am Samstag am Markt, die Doris Kloimstein treffen, da wollte der Alfred sogar Sessel mitbringen. Aber da rückt die Polizei sicherlich an, weil mehr als vier Personensind ja eine Versammlung sind und es eine Ausgangssperre gibt, obwohl man sich ja in Freien nicht so anstecken kann.

Was es also bringt die Leute in ihre Wohnungen zu drängen, ist mir nicht ganz klar. Aber es ist alles so widersprüchlich und ich habe ja genug zu lesen und zu schreiben. Die Ostergeschichte ist schon konzipiert. Einen kleinen Garten gibt es in der Krongasse Aber da mein Computer jetzt wirklich wohl bald zusammenbricht, kann ich mich nicht gut dorthin setzen.

Also schlimm, schlimm, schlimm und wieder die Frage stellen, was läuft hier ab? Wie kommen wir hier heraus und es ist natürlich spannend in einen dystopischen Roman zu leben, aber als Romanfigur fühlt man sich auch nicht so gut, weil man da ja nach Belieben, wie es der Autor oder der Diktator will, hin undhergeschoben werden kann.,

Und gesund, die Leute ein Jahr lang einzusperren, ihnen Masken und Tests aufzuzwingen und ihnen permanent Angst zu machen, ist es wahrscheinlich, wie wohl alle pschologen sagen nicht, aber die werden ja nicht sehr gehört.

2021-03-13

Was ist eine Veranstaltung?

Wir befinden uns noch mitten der Fastenzeit, Ostern naht aber mit schnellen Schritten, die Dekorationen sind herausgeräumt, es gibt schon Pinzen, Schneeglöckchen am Fensterbrettt, die Osterhasen und die Eier sind in den Geschäften wahrscheinlich auch zu kaufen und da brauchen wir in Zeiten wie diesen, der Pandemie und der neuen Mutationen natürlich einen Ostererlaß damit wir wissen, wie viele Leutewir wann und wo wir besuchen dürfen.

Im vorigen Jahr erinnern wir uns, gab es ja eine Ausgangssperre und man durfte nur aus den vier oder fünf genannten Gründen einkaufen, arbeiten, anderen helfen, spazierengehen, viellleicht noch einen Arzt besuchen, wenn dieser ordinierte, ais dem Haus.

Glaubte man, denn da trat dann pötzlich der Impkoordinator Clemens Martin Auer auf oder es war vorher ein Erlaß aufgetaucht, daß man nur bis zu fünf Personen treffen dürfe. Aber wenn man ohnenicht aus dem Haus gehen darf, wem soll man da noch treffen?

“ Sie werden alles sehen!“, beruhigte der Koordinator. Der Gesundheitsminister, der sich derzeit in Krankenstand befindet, entschuldigte sich. Ostern ging vorüber, die Sommererleichterungen kamen und der zweite Lockdown, der sich langsam aber unausweichlich in einen dritten verwandeln soll oder muß.

Denn die neuen Mutationen, die britische, die südafrikanische, die brasiliansische oder welche auch immer. Die Zahlen sind jetzt auch bis an die dreitausend hinaufgewandert, was die Experten schon lange phrophezeien und die Impfstoffe, die ersehnte Rettung sind noch nicht so da ,wie sie sollen oder lösen Blutgerinnsel aus und was machen wir bis dahin, bis das Licht hinter dem Tunnel, wie uns unser Kanzler versprach endlich auftaucht oder der Katschup aus der Dose spritzt.

Richtig, Freitesten hieß es ja im Dezember, Jänner oder Februar, als man dann nur noch mit Test zum Friseur oder zur Fußpflege durfte und die Gastronomen schrieen laut „Bitte auch zu uns, denn dasFreitesten ist ja kein Problem! Das wollen ja unsere Kunden und so schlug der Wiener Bürgermeister, die Schanigarteneröffnung vor.

„Das ist aber nicht genug!“,schrieen die Gastronomen.

„Da verdienen wir nicht genug oder haben auch keinen solchen!“

Vielleicht fragten sie auch „Wer soll sich da zu uns mit einem Freitest setzen, wenn man das im Park nebenan auch ohne kann und holt man sich das Take away und setzt sich damit in den Stadtpark uje uje! Dann haben wir keine Kontrolle und kein Geschäft und die Prohibition ist ausgeborchen, wenn sich die Leute im Hinterzimmer tereffen und dort essen oder trinken! Das kann es doch nicht sein und darf es nicht geben!“

Noch dazu, wo ja offensichtlich erwiesen ist, daß man sich im Freien weniger anstecken kann und in die Wohnung darf die Polizei, glaube ich, noch immer nicht hinein, außer der Nachbar drückt die Vernaderertaste oder die Musik ist zu laut! Was macht man da, um aus all diesen Dilemmen herauszukommen?

Richtig, wir brauchen eine neue Covid-Novelle die gebietet, daß man den Lockdown nicht nur, wenn das Spitalssystem im Gefahr ist, das ist es, glaube ich nicht, sondern wenn der Verdacht besteht, daß die Zahlen explodieren könnten! Das tun sie zwar nur sehr langsam, bei all den Massentests! Aber man weiß ja nie! Also Lockdown auch bei Verdacht und Treffen ab vier Personen gelten als Veranstaltung und müßen gemeldet werden! Können daher auch nach Belieben, wenn beispielsweise Gefahr in Verzug, verboten werden, lautete die Novelle, die man bis Diensta, glaube ich, beeinspruchen konnte.

Denn was heißt denn das? Da lädt ein Ehepaar ein anderes zu sich in seien Wohnung oder Garten ein, muß es bei der Vereinsbehörde um Genehigung ansuchen?

Nun ja, nun gut! Aber wie soll dieser bürokratische Aufwand, der dann natürlich entsteht, bewältigt werden? Das kann ich mir nicht vorstellen, daß das passiert und wenn ich auf die Straße gehe, was ich momentan ehe rnur um zu demonstrieren, was aber ohnehin verboten ist, tue, sehe ich, daß die Leute versuchen, sich so normal, wie möglich zu verhalten. Was sollen sie denn sonst tun? Sie stellen sich beim „Demel“, um den berühmten Kaiserschnarrn an, lassen sich vielleicht vorher noch von OE24 interviewen, warum sie die FFP2-Maske erst bei Eintritt in den Laden und nicht schon wenn sie in der Schlange stehen, aufsetzen, holen sich den weißen Spritzer natürlich nur im Fläschchen, aus dem Gastroladen und setzen sich damit mindestens fünfzig Meter entfernt auf eine Parkbank und das natürlich nur bis dreiviertel acht. Denn nachher muß man ja zu Hause bleiben. Denn das Virus kommt ja in der Nacht und beißt einem da in die Schulter und es gibt ein paar böse Jugendliche, die tun das nicht. Die nehmen ihr Bier und ihren Kassettenrecorder und setzen sich mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand auf ein Feld und dann kommt die Polizei, die sie zuerst ermahmt und ihnen dann, weil sie nicht darauf hören, ein Example setzen und jeden, weil sie eine verbotene Corona-Party feierten, jeden fünfhundert Euro Strafen aufbrummen!

Uje uje, in welchen Land leben wir? Das Virus ist natürlich trotzt der vielen Test vorhanden. Vielleicht würde es, wenn die Impfung schneller erfolgte, schneller verschwinden? Geht aber nicht, obwohl unser Kanzler schon mit seinem Presseteam nach Isarel geflogen ist, um sich dort nach dem grünen Impfpaß zu erkundigen, der uns allen im Sommer die großen Freiheit bringen wird.

Was der soll, ist mir auch noch nicht so klar, denn ich dachte ja, wenn alle durchgeimpft ist, hat sich die Lage verändert! Das Lcht ist da und wir können wieder in unsere Normalität! Geht aber nicht, wegen der Mutanten. Also trotzdem testen, trotzdem Maske tragen und die Geimpften, die das nachweisen können, können dann ins Kino, während die anderen offenbar immer noch zu Hause bleiben müßen und das vielleicht bis in alle Ewigkeit. Denn das Virus läßt sich ja wahrscheinlich immer spalten und tut es wahrscheinlich auch! Tut das wahrscheinlich schon seit jahren und niemanden hat es gestört! Aber jetzt wird darauf geschaut, getest und geschützt und wenn man in Hinkunft mit seinem Kind auf den Spielplatz will und dort die Nachbarin mit ihrem Kleinen trifft, muß man dem Parksheriff nicht nur einen Impfpaß, sondern auch seine Veranstaltungsgenehigung zeigen!

Uf, das wird wahrscheinlich kompliziert, daß vielleicht auch Gesundheitsminister darüber zusammenbrechen können. Dem unseren, weil ich ihm immer noch sehr sympathisch finde, alle Gute wünsche und die Veranstaltungen, die das wirklich wären, die Literaturprogramme in der „Alten Schmiede“, im Literaturhaus, die Konzerte und Theaterstücke finden vielleicht weiter nur online statt?

2021-01-08

Kontaktreduzierung

Ḿir geht es ja in den Lockdownzeiten, wo man jetzt vom Eintrittstesten spricht, eigentlich ganz gut, gehe in Wien ein bis zweimal im Monat auf die Bank, um meine Zahlenscheine einzuwerfen und inspiziere anschließend den Bücherschrank, beziehungsweise werfe ich, wenn vorhanden Flaschen in den Container oder Post in den Briefkasten. In Harland fahre ich Rad, vorhin hab ich sogar in St. Pölten als Nebengemeldete vorab gewählt, treffe da gelegentlich die Doris Kloimstein am Markt und in Wien gelegentlich die Ruth Aspöck und werde mir jetzt wahrscheinlich wieder, wenn gegeben, die literarischen Veranstaltungen im Literaturhaus, „Gesellschaft“, „AS“ per livestream ansehen, der Alfred kocht sehr gut.

Also Meinetwegen könnte der Lockdown ewig weitergehen. Mit dem „Literaturgeflüster“ habe ich ja das Fenster nach außen, zwar nur wenige Kommentierer, aber das ist wahrscheinlich der Segen an der Sache. Hin und wieder gibt es eine Zoom-Konferenzen, wo ich mit meinen alten Browser ja mit dem ton Schweirigkeiten habe und am fünfzehnten Jänner, glaube ich, die „Ohrenschmausjurysitzung“, da werde ich meine Vorschläge vorab bekanntgeben, gegebenfalls ein paar Mails schreiben und wieder sagen, ich würde gerne eine Laudatio halten, aber mit Maske und Eintrittstest gehe ich nicht in das Studio 44, wo die Preisverleihungen jetzt, glaube ich, stattfinden und das wäre auch der Punkt oder die Frage, wie geht es im Lockdown mit meiner Karriere weiter oder ist es schon gegangen?

Denn ich habe ja schon im April geschrieben, daß ich fürchte, daß die Pandemie meine literarische Karriere vielleicht beendet. Das betrifft nur den Kontakt, denn geschrieben habe ich ja soviel wie nie und das Thema Corona und die Auswirklungen die es hat, beschäftigt mich ja sehr.

Mein Lesen ist dadurch auch nicht beeinträchtigt, ich meine das Lesen der Bücher, die mir die Verlage anbieten oder die auf meinen Lesestapel liegen, mit den eigenen Lesungen ist es duster, denn mit Maske, Registrierung, Test, gehe ich ja nirgends hin und als der Lockdown eins beendet war, haben die Veranstaltungen ja ganz vorsichtig wieder angefangen und der Sommer war da ja nicht so schlecht. So gab es die Sommerlesereihe im Cafe Prückl, die des Weinhaus Sittls, die O-Töne, vorher war ich schon beim Richard Weihs bei den „Wilden Worten“ und bei ihm dann noch bis Oktober, wo es dann ohne Maske wirklich nicht mehr möglich war irgendwohin zu gehen, dazwischen lag das Lesefest in Strobl, da habe ich mich sogar in eine Namensliste eingetragen, weil mich die Erika Kronabitter dazu aufforderte und die Lesung in dem Künstlerdorf.

Der September hat auch noch sehr veranstaltungsintensiv begonnen, da war ich im Little Stage, noch einmal im Weinhaus Sittl und dann bei dem Fest in der Zieglergasse, da hätte ich ja eigentlich nach Niederhollabrunn, wo Erich Hackl den „Kramer-Preis“ bekommen hat, fahren wollten. Aber ohne Maske ging es dann schon nicht und ab Oktober war es, wie geschrieben, Sense aus, ich habe der Doris Kloimstein abgesagt, die mich ja zum Skriptorium ins Stift Seitenstetten eingeladen hat und begonnen mir die Veranstaltungen in der „Alten Schmiede“, „Gesellschaft“ und Literaturhaus per livestream angeschaut und mich da über die maskierten Besucher oder Auftretenden lustig gemacht. Dann kam der zweite und der dritte Lockdowen und die Aufregungen mit den Massentests, wo es hieß, wenn man die macht, kann man ab achtzehnten Jänner wieder zu Veranstaltungen gehen, die es aber zu diesem Zeitpunkt nur am Nachmittag gegeben hätte, aber das wurde jetzt auch verschoben.KeineMassentests aber Eintrittstests für Veranstatungen heißt es jetzt, was für mich bedeutet, daß ich das nächste halbe Jahr wahrscheinlich weder in die „Alte Schmiede“ ins Literaturhaus, in die „Gesellschaft“, etcetera, gehen werde und mir stattdessen die Livestreams ansehen werde.

Mir geht es gut, habe ich Eingangs geschrieben und das stimmt ja auch, aber Livestreamveranstaltungen sind, das habe ich im letzte halben Jahr gemerkt nicht wirklich mit den echten zu vergleichen, schon weil das Glas Wein, das es ja zuminstestens im Literaturhaus noch gegeben hat, fehlt und damit die Kontakte und Gespräche.

Richtig, da bin ich meistens zwar ohnehin isoliert herumgestanden und habe die anderen bei den Küßchen und den Gesprächen beobachtet, aber manchmal haben mich doch die Jungautoren angesprochen und sich für eine Rezension bedankt oder gefragt „Wer sind Sie, ich sehe Sie sehr oft hier?“

Das fällt jetzt weg, mein ohnehin schon spärlicher Kontakt zu den Kollegen, so wird ja beispielsweise wahrscheinlich auch die nächste GV der IG-Autoren ausfallen, denn ohne Maske und Registrierung, obwohl die wäre da sinnlos, weil mich ohnehin jeder kennt, gehe ich ja nicht hin und werde auch keinen neuerlichen Selbpublisherantrag, wie ich überlegte, einbringen, um berichten was im letzten Jahr passiert ist und der Kontakt zu den Kollegen ist weg, wenn ich nicht selber in den Veranstaltungsräumen sitze, so wie beispielsweise, der des Lesetheaters.

Judith Gruber-Rizy hat mich da ja immer zu ihren Veranstaltungen eingeladen, hat jetzt, weil es da ja wohl keine Veranstaltungen gibt, damit aufgehört. Zur Hilde Schmölzer habe ich noch Kontakt, war sie doch nicht nur bei meinem Geburtsessen, Fest hat es ja keines gegeben, der Alfred macht auch ein Buch für sie druck.at fertig und daher sind wir öfter bei ihr vorbeigefahren, wenn wir nach Harland wollte, ich blieb dann aber weil sie schon über achtzig ist, Lockdown bedingt, im Auto sitzen und habe sozusagen den Kontakt zu dem Literurbetrieb noch mehr verloren, als ich das schon hatte, so fallen ja auch noch die Workshops bei Stephan Teichgräber weg.

Ganz so schlecht geht es mir dabei nicht, weil ich ja, wie geschrieben, lese und schreibe soviel wie nie, mir die Veranstaltungen auch weiter per Livestream ansehen werde, die Ruth wahrscheinlich anrufen, mit der Doris Kloimstein mailen und der Peter Czak ruft mich auch gelegentlich an und wollte eigentlich unsere Schreibgruppe wieder fortsetzen, wenn Corona vorüber ist. Also seien wir gespannt, wann das passiert und wie es dann mit meinem literarischen Leben weitergehen wird?

2020-12-19

Am Markt vor dem dritten Lockdown

Gleich nach Weihnachten wird ja, weil da die Zahlen hochgehen könnten, der dritte Lockdown oder die sogenannte Weihnachtsruhe kommen, Geschäfte wieder zu, die Restaurants sind es ja noch. Die Schule auch wieder zu oder Ferien bis nach dem zweiten Massentestdurchgang verlängert, durch den man sich dann am achtzehnte Jännern freitesten kann, ansonsten muß man noch eine Woche länger zu Hause sitzen und die Impfung wird dann auch beginnen.

„Uje, uje!“, könnte man da sagen. Aber ich befinde mich ja ohnehin schon im Dauerlockdown und komme mit meinem Schreiben und dem Lesen ja gut zurecht und das Radfahren in St. Pölten ist ja auch nicht zu verachten. Da komme ich wenigsten hinaus und bleibe gesund, so bin ich gestern wieder in Richtung Ochsenburg gefahren, auf das Schloß hinaufgestiegen und wieder zurückgegangen und heute wieder auf den Markt in St. Pölten und habe dort die Doris Kloimstein getroffen, denn das tun wir ja schon seit einigen Jahren. Würstl essen, Bier trinken oder Cidre und manchmal Bücher tauschen, geht aber jetzt natürlich nicht mehr, denn am Markt herrscht ja auch schon länger Maskenpflicht, die Würstln gibt es auch nicht mehr, nur noch Leberkäsesemmeln und Bier in Flaschen, aber kein Punsch. Der war in St. Pölten ohnehin nicht gut und Weihnachtsmärkte gibt es ja heuer auch nicht, was mich eigentlich auch nicht sehr stört, als ich aber den Markt erreichte, stand dort ein Leiermann im Nikolauskostüm und spielte sein Liedchen.

Ein bißchen weihachtlich war es also auch und ich hatte zwei Gutscheine in der Tasche, die ich noch vor dem dritten Lockdown eintauschen wollte. Den einen hat der Alfred von den „Grünen“ bekommen, weil er ja im September so eifrig für sie Wahl gekämpft hat. Zehn Euro einzulösen beim „Sonnentor“ und dann hat mir der Alfred einen sechzig Euro Gutschein für den „Thalia“ gegeben. Den hat einmal seine Mutter zum Geburtstag bekommen, weil sie früher sehr viel gelesen hat. Jetzt tut sie das nicht mehr und früher, als ich von der Schwiegermutter zu Weihnachten noch einen Hunderter bekommen habe, habe ich ja einmal überlegt, ob ich mir den nicht nach Weihnachten beim „Thalia“ einlösen soll?

Ich habe es dann wegen meiner schon damals vorhandenen Bücherberge nicht getan, aber im Vorjahr zum Geburtstag von derAnna, glaube ich, einen solchen bekommen, dafür fünf Bücher eingelöst, von denen ich, glaube ich, nur den Stermann gelesen habe. Der Handke und der Volker Weidermann warten noch immer auf mich und ich kann mich auch erinnern, daß ich das eine oder das andere Mal vor Weihnachten, wo ich den Alfred vielleicht noch nicht am Markt getroffen war, beim „Thalia“ schauen oder schmökern war und, ich glaube, die „Wunderbare Buchhandlung“ der Petra Hartlieb durchgeblättert habe. Deren Weihnachtsbuch habe ich mir ja einmal von einem Gutschein der Margit Heumann eingelöst und schon gelesen und jetzt, trotz der Bücherberge, die noch auf mich warten und die Bloggerdebutshortlist die ich auch noch lesen muß, wieder Bücher aussuchen, aber welche?

Da tue ich mir ja immer schwer. Denn die „Buchpreislisten“ sind ja schon abgelesen .Jana Volkmanns „Auwald“ habe ich angefragt. Also welche Bücher, Lydia Mischkulnigs „Richterin“ ist mir dann eingefallen und dann schau her, die Empfehlungen der „Leseauslese“, Sigrid Nunenz, Iris Hanika, Elif Sharif, denn heuer ist ja wieder etwas anders. Ich kann ja nicht in das Geschäft, um mir die Bücher auszusuchen, denn mit Maske, eh schon wissen, gehe ich nirgendwo hinein. Aber der Alfred kann sie mir ja herausholen oder die Doris Kloimstein, weil, ob derAlfred das findet, was ich will?

Also hab ich ihr meine Bücherwünsche angesagt und sie hat mir stolz ihr negatives Covid-Attest gezeigt, denn sie war beim Massentest. Am markt war es dann sehr voll und die Leute sind am Rand gestanden. haben dort ihr Bier getrunken und beim „Sonnentor“, lag der Weihnachtstee, den ich für den Punsch verwenden kann, mit einer Packung Vollkornkekse, in Geschenkpackung in dem Körbchen vor dem Geschäft. Das also ausgesucht und während die Doris mir netterweise, die gewünschten Bücher und oh überraschung und großes Kompliment, es waren alle da, die Sigrid Nunenz, die Elif Sharaf und die Lydia Mischkulnig, die Iris Hanika habe ich ausgelassen, wäre aber ohnehin nicht mehr drinnen gewesen, aussuchte, habe ich in den Bücherkisten vor dem Eingang die Weihnachtsrezept- und Weihnachtskinderbücher durchgeschaut, die dort aufgestellt waren und die Weihnachteinkäufer beobachtet.

2020-11-09

Geburtstag sowie öst. Buchpreis ohne Fest

Das literarische Geburtstagsfest hat bei mir Tradition. 1986 oder 87 hat es, glaube ich, das erste gegeben. Da wollte ich noch einen literarischen Salon mit einer monatlichen Veranstaltung machen, ging abernicht, soviel Publkum bringe ich nicht zusammen, habe ich ja auch bei meinen Festen öfter gebangt, ob da ohnehin genug Leute kommen.

Circa fünfzig habe ich jeweils eingeladen, zwanzig sind meistens gekommen.Waren es mehr haben schon die Leute gerufen „Das ist zu voll!

Ich habe immer gelesen und auch meistens drei bis fünf andere Autoren, meistens meine Freundinnen, die Lesetheaterfrauen, die Ruth, aber auch den Rudi, etcetera, dazu eingeladen.

Dreimal hat es kein Fest gegeben, einmal wollte ich nicht, ein andermal gab es zeitgleich ein Praxiserföffnungfest ohne Lesung, weil meine Praxis übersiedelt ist und im Vorjahr waren wir ja in Basel und haben dem Schweizer- Buchpreis beigewohnt,da habe ich eine Besucherin getroffen, die ich sonst in der AS oderim Literaturhaus sehe, die hab e ich schon für den sechsten November, mein Geburtstag ist der neunte, eingeladen und bevor wir nach Salzburg gefahren sind, war ich ja auf der SFU bei einer Tagung und habe das mit der einer Pschologenkollegin auch getan.

Dann kam Corona und die Zahlen stiegen und es hieß nur zehn Leute im bei privaten Festen, dann waren es sechs, ich habe nachgedacht, wen könnte ich einladen und zum Lesen lade ich die Ruth und die Doris Kloimstein ein dann kam der Lockdown mi tder Ausganggeschränkung ab acht und das Fest fiel flach, dabei hätte ich ja ein Stück aus dem „Frühlingserwachen“ lesen können.

So kein Fest am Freitag und die Einladung in ein Restaurant, was wir auch zelebrieren fiel auch flach, weil erstens keine Maske, keineRegistration und dritten ab 2. 11.ohnehin alle Restauranst geschlossen.

Der Alfred kocht aber gut und da habe ich gedacht, weil ja auch die Ganslessen wegfallen, da könnte der Alfred ja eines machen und zwei Personen können wir vielleicht auch einladen, ich glaube zwar, sie sollten aus de selben Haushalt sein, habe aber an die Ruth und die Christa U. meine Hauptschulfreundin gedacht, die ich beispielsweise bei den O-Tönen immer sehe, die ist aber nach einer Hüftoperation ohnehin noch auf Reha, so kamen gestern die Ruth und Hilde Schmölzer zum Entenessen, denn ein Gansl hat ja fünf Kilo und das essen wir nicht.

Und beim Geburtstag gibt es ja auch immer die Frage nach den Geschenken. Was willst du haben? Ich antwoorte da immer Bücher, obwohl ich ja ohnehin so viele habe, wie ich nie in meinem Leben lesen kann, aber gut, soll so sein.

„Welche willst du?“, hat die Anna gefragt, die heute mit der Lia zum Essen gekommen ist, weil wegen derMaskenpflicht das Gutscheineinlösen auch nicht mehr geht. Da habe ich bei der „ORF-Besten-Liste“ nachgeschaut, dafür ist sie ja da undmich für Sandra Gugics „Zorn und Stille“ entschieden, die wir ja schon bei den O-Tönen hörten und ganz besonders dick, John Dos Passos „USA-Trilogie“.

Dann hat mirder Alfred den „Falter-Bücherherbst“ gedabracht und ich habe mir gedacht ich müßte mir auch was wünschen. Da gibt es ein Buch über den „Lockdown“ vom „Promedia-Verlag“ und dann habe ich entdeckt, daß Nadja Bucher die ich ja von den Volksstimmefestlesungen kennen, eines über Doderer geschrieben hat und als mich Hilde Schmölzer das fragte war die Antwort besonders schwer, ist sie doch ein regelmäßiger Gast, so habe ichschon alle, bis auf das über die „Hexen“ aber das ist vergriffen und bei einem neuen über ihre Familie, ist ihr der Alfred gerade mit dem Satz behilflich.

Also wurde es ein Blumenstrauß und eigentlich habe ich gedacht, daß der November ist ja immer ein geschäftiger Monat, ich nicht nur am Freitag auf einem Fest sein werde, sondern auch am Montag meinem Geburtstag, denn da würde ja zum Auftakt der Buch-Wien der Öst vergeben. Daß ich dort nicht hingehe und also Frau Sucher gar nicht um eine Einladung bitten werde, war wegen der Maskenpflicht schon länger klar. Ich dachte aber an einen Livestream, wurde aber wegen Lockdown auch abgesagt und also wie in der Schweiz und damals in Leipzig nur eine Bekanntgabe, aber da hatte ich schon die Idee, ich hatte mir den Montag stundenfrei gehalten, zum „Wortschatz“ zu gehen und mir da meine Geburtstagsbücher zu holen. Das habe ich schon früher gemacht, aber jetzt gehe ich ja nur wenig aus dem Haus und daher auch sehr wenig zu den Bücherschränken, höchstens wenn ich auf die Bank muß, mache ich einen Umweg zum margaretenplatz und dann hat mir der Alfred noch gesagt in der Stiftgasse gibt es einen Neuen und da ist mir dann habe ich mich entschlossen, eine größere Bücherschrankrunde zu machen oderauch einen größeren Spaziergang, den man ja auch manchmal machen soll.

Zuerst dachte ich an „Wortschatz“, Zieglergasse und dann zum Neuen, dann dachte ich aber, warum nicht gleich alle. Da gibt es ja einen auf der Josefstädterstaße, einen beim Brunnenmarkt, einen beim Ceija Stoika-Platz und dann den beim Hegerpark.

Was gut klingt und vielleicht auch ein kleiner Buch Wien- Ersatz sein kann, aber den Nachteil hat, daß ich, wenn ich etwas finde,viel zu schleppen habe, weil man ja für die Öffis auch Maske braucht.

Also eine Tasche genommen und die Plastikflaschen oder Dosen, um sie zeitgleich in den Container zu schmeißen und habe dann im „Wortschatz“ ein Alexa Henning von Lange-Buch „Ich habe einfach Glück“ gefunden, dann in die Stiftgasse.

Da habe ich nagegooglet, wo das ist und habe zu meiner Überraschung ein Bild von Christa Stippinger und dem Bezirksvorsteher gefunden. Die Christa hielt ihre „Exil-Ausgaben“ in derHand und der Schrank in Burggassen Nähe vis avis der Volksschule bei einem kleinen Park ist ein „Edition Exil-Lager“ könnte man unken. Also ein Geheimtip für meine Leser, wer die die „Exilpreis-Editonen“ noch nicht hat, geht hin, die neue war aber leider nicht dabei. Die habe ich mirimmer bei der „Buch Wien“ oder bei einer Literaturhaus-Lesung geholt, da das über Livestream aber nicht geht, schaue ich vielleicht ein anderes Mal noch vorbei.

Am Brunnenmarkt gab es dann, glaube ich, den Rebhandl „Das Schwert des Ostens“ und das Salinger Buch von Frederic Beigbeber war auch irgenwo dabei. In der Zieglergasse gab es, glaube ich, nichts, aber da war meine Tasche ohnehin schon voll, weil ich mir wahrscheinlich ein paar „Exil- Bücher“ genommen habe, die ich schon habe und als ich das zweite Mal beim Ceija Stoika-Platz vorüber gekommen bin, oh Überraschung lag Hilde Schmölzers „Schöne Leich“ darin, das habe ich zwar wahrscheinlich auch schon, konnte aber der Originalität wegen nicht wiederstehen und beim Literaturhaus gibt es neuerdings auch einen Kasten, da wird zwar etwas ausgestellt, aber die Öst-Buchpreisleseprobenheftchen lagen dort zur Entnahme und, um das wäre ich heuer ja fast gekommen, zwar hätte ich wie die Longlist verkündet wurde, glaube ich noch maskenlos in die „Bücherinsel“ gehen können, bin aber nicht, dachte wohl, das lese ich ohnehin alles und das tue ich jetzt auch, habe vor meinen Spaziergang gerade das sechste Buch Ludwig Fels „Mondbeben“ ausgelesen und gerätselt, wer wird den Preis bekommen?

Da bin ich immer schlecht und wenn es so wie in der Schweiz wäre, würde ihn Cornelia Travnicek bekommen, denn die habe ich an fünfter Stelle meiner Schätzung gereiht und dachte zuerst an Monika Helfers „Bagage“ was ich noch lesen muß, dann dachte ich aber, vielleicht doch der Xaver Bayer mit seinen Marianne-Geschichten, weil der „Jung und Jung“ ja, glaube ich, sehr einflußreich ist, das Buch einen aktuellen Bezug hat und mir außerdem, ich habe es schon geschrieben, mir auch gefallen hat. An dritter Stelle hätte ich die Karin Peschka gereiht, muß ich auch noch lesen, das Buch der Helena Adler hat mir sehr gefallen, aber eine Debutantin uund ich halte mich bei meinen Schätzungen ja gerne an die Berühmtheit. Von den Debuts habe ich noch nichts gelesen, aber die Lesung per Livestream gehört und war auch bei den O-Tönen, wo einiges vorgestellt wurde. Da hätte ich der Sprache wegen an Leander Fischer gedacht und hurra, fast richtig.

Leander Fischer ist der Debutgewinner und der Xaver Bayer der österreichische Buchpreisträger, ich gratuliere, habe mir schon ein Glas Punsch auf mein Tischchen gestellt und werde mich demnächst in die „Alte Schmiede“ streamen, weil da soll es ja, wenn es klappt, zwei Veranstaltungen geben.

2020-10-31

Lockdown und Demos

Die Zahlen steigen und steigen und seit dem Herbstbeginn und der Ampeleinführung hat es eine Verschärfung nach der anderen gegeben, zuerst war es eine freiwillige Maskentragung in allen Geschäften, dann wurde das per Verordnung eingeführt, bei Farbe orange und das war Wien gleich als Erstens galt in der „Gesellschaft für Literatur“, das Maskentragen auch während der Veranstaltung, dann hieß es nur zehn, dann sechs Leute bei privaten Feiern, in Wohnungen kann das offenbar nicht kontrolliert werden und sollte freiwillig eingehalten werden, weil sich die Leute vorwiegend bei privaen Parties treffen, so daß es auf einmal sechshundert postiv Gegeste pro Tag waren, da gibt es jetzt ja Teststraßen, wo sich die Urlaubsrückkehrer testen lassen konnten. In den Schulen wird gegurgelt, so daß es, glaube ich, derzeit über fünfzehntausend Tests täglich gibt und es gab drei Berechnungen, wie sich die Zahlen entwickeln könnten, die schlechteste wäre tausend positiv Getestete pro Tag.

Derzeit sind es aber schon fünftausend und die Spannung stieg. Es kamen die Herbstferien, die es heuer, das erste Mal, glaube ich, zwischen dem Nationalfeiertag bis nach Allerheiligen gibt und da gab es ein Gerücht von Norbert Hofer am dreiundzwanzigsten Oktober kommt der zweite Lockdown.

„Das ist nicht nur eine Ente, sondern ein ganzer Entenstall!“, antwortete Gesundheitsminister Anschober, aber die Zahlen stiegen weiter an, zuerst hieß es, das sind junge Leute, die werden nicht krank und in den Spitäler gibt es nur wenige Hospitalisierte, dann hieß es plötzlich, das KFJ kann keine Covid-Patienten mehr aufnehmen und wenn wir so weitermachen reichen die Spitalskapitzitäten nicht aus.

In den Bundesländern Tirol und Salzburg wurden wegen der Reisewarnungen aus Deutschland, um zweiundzwanzig Uhr geschlossen, in Wien wurde die Registrierungspüflicht eingeführt. Es kam die Wahl und man hörte immer, Deutschland liegt viel besser bei den Zahlen, als in Österreich, deshalb kam es auch zu den Reisewarnungen und am Dienstag hieß es plötzlich Deutschland führt ab nächster Woche den zweiten Lockdown ein, Bayern ist da, glaube ich, schon ein bißchen vorausgeprescht und in einzelnen Orten gab es schon eine Quaratäne.

Wann kommt der neue Lockdown?, wurde gefordert und nun ist es so weit und wurde gerade bei einer Pressekonferenz verkündet und oh Schreck, es ist kein Lockdown light, sondern offenbar ein schwerer, nämlich eine nächtliche Ausgangssperre, nur Kontakt zu einer anderen Familie, Restaurants geschloßen, keine Veranstaltungen und nur Schulen und Geschäfte offen, etcetera und das Ganze offenbar den ganzen November.

Ich habe aber schon geschrieben, daß mir das ohnehin nicht soviel macht, beziehungsweise sich bei mir nicht so viel verändert, da ich ja, weil ich keine Maske trage, ohnehin schon seit längeren nur auf die Bank, zum Postkasten, in Harland radfahren und auf Demos gehe, wenn es welche gibt und ich sie herausbekomme und, daß das mit den Demos etwas schwierig ist, habe ich schon geschrieben, obwohl ich anfangs ganz sicher war, daß ich dort die Leute treffe mit denen ich früher auf den Donnerstagsdemonstrationen war. Aber weit gefehlt, als ich im Mai auf einer war, stand ich ein paar Meter neben Martin Sellner und als in Berlin die Leute im August auf die Straße gingen, hieß es das sind Covidioten, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker und auch sonst ist auf den Domstrationen auf denen ich inzwischen war, manchmal etwas seltsames passiert, so wurde eine Fahne, die wie eine Regenbogenfahne aussah zerrisen, weil das Doppelherz, das darauf war offenbar ein Symbol für Kinderschänder war und dann hieß es, Homosexuelle wären Kinderschänder, was nicht so war, trotzdem war für den einunddreißigsten Oktober eine Großdemonstration geplant.

Andi Pianka hat mich darauf aufmerksam gemacht und nachdem gestern die neuen Lockdownregeln vorabgekündigt wurden, hieß es bei OE 24-TV ständig, daß man diese Covdiotendemo verbieten solle, weil es auch am Nationalfeiertag eine gegeben hatte, bei der ich nicht war, weil der Alfred den Karli eingeladen hat, wo, weil die Demonstranten auch keine Masken tragen wollten, welche verbrannt wurden und es in der Weihburggasse, wo sich die Ärztekammer befindet und dort der kritische Arzt Dr. Eifler, der weil, er formlos Maskenbefreiungsbestätigungen ausgestellt hat, ausgeschloßen wurde, seinen Aussweis eingeworfen hat, sehr eng war, so daß der Mindestabstand, der ja jetzt wieder eingeführt wurde, offenbar nicht eingehalten wurde und man sich jetzt nur mehr mit sechs Personen reffen darf.

Eigentlich habe ich ja nicht gedacht, daß ich auf die Demo gehen gehen kann, weil wir ja nach Harland fahren wollte, dann ist der Alfred aber überraschend mit dem Karl am Dienstag nach Italien gefahren, obwohl es dort ja auch die Lokale um achtzehn Uhr geschloßen werden, also hatte ich Zeit auf den Heldenplatz zu gehen und ein bißchen ein mulmiges Gefühl weil ich ja nicht wußte, was sich dort wieder abspielen würde und auch nicht so genau wußte, wie das mit der Maske ist, aber der Heldenplatz ist groß genug und fünfzehntausend Teilnehmer waren dann auch nicht da, so daß Platz genug war, den Einmeterabstand, wie die Polizei öfter durchsagte, einzuhalten und die Veranstalter die Leute auch aufforderten, weil ja Halloween einen Maskenball zu veranstalten, daß es aber heute keine Halloweenfeiern geben soll, hat der Gesundheitsminister ohnehin öfter erklärt, wie die Leute auch aufgefordert wurden, während der Herbstferien nicht auf Urlaub zu fahren.

Es war auch eine gute Stimmung und für mich überraschen auch Leute, die gar nicht so konservativ aussahen und Themen, die man diskutieren kann, gibt es ja genug. So berichtete, die Pyschologin Elisabeth Mayerweck von den Schwierigkeiten, die Kinder mit dem Maskentragen haben können. Ein Schüler bestätigte das und rief zu einer Telegramgruppe auf. Ein Pfarrer aus Deutschland erzählte von einem Begräbnis, wo, die Angehörigen von ihrer Mutter nicht verabschieden konnten, weil es zuerst hieß, es ist noch nicht so weit und dann war sie schon gestorben.

Gutes Wetter, aber auch sehr viele Polizisten, einer hat ein Bild von einem Elefanten mit der Aufschrift „Einführung der Maskenpflicht“ fotografiert, fünf andere, die in einer Gruppe standen, haben von einer Frau ein Madonnenbildchen mit dem Zusatz, daß man das jetzt brauche, überreicht bekommen, was sie auch nahmen.

Die Demo hätte bis neunzehn Uhr gedauert und dann hätte es noch einen Lichtermarsch über die Ringstraße gegeben und morgen gibts auch noch ein Programm, aber da bin ich, weil wir ja nach Harland fahren wollten, gegangen und da sind mir eigentlich viele Halloweenkostüme aufgefallen und die Schanigarten noch geöffnet.

Dann habe ich mir Pressekonferenz angehört mit den neuen Verordnungen angehört, wo es ja dann Schluß mit lustig ist, keine Weihnachtsmärtke, kein Ganslessen und da man sich ja auch nur mit einem Haushalt treffen kann, fällt auch mein Geburtstagfest weg. Jetzt können wir nur hoffen, daß die Zahlen sinken, daß man wenigstens Weihnachgten feiern kann.

2020-09-29

Abgesagte Veranstaltungen und ein überraschendes Debut

Ich hätte ja ab heute im Stift Seitenstetten bei dem von Doris Kloimstein kuratierten Skriptorium „Bibel heute in Literatur und Malerei“ sein sollen. Was für eine Atheistin wie mich ohnehin ein wenig ungewöhnlich ist, sich mit der Bibel zu beschäftigen, da ich aber der Meinung bin, daß man über alles schreiben kann, habe ich mich schon sehr gefreutund dann Corona– oder Maßnahmenbedingt, wegen der verdammten Maskenpflicht, die auf den Gängen doch zu tragen wäre und ich nicht auf meinem Zimmer essen wollte, abgesagt.

Aber macht ja nichts, über „Noahs Fest“ kann man auch zu Hause schreiben, habe das schon getan und jetzt sozusagen eine stundenfreie Woche, die ich meinem Schreiben widmen kann.

Da korrigiere ich ja immer noch das „Rotbraunkarierte Notizbuch“.

Das Cover vom „Frühlingserwachen“ mit mir mit Schal maskiert ist auch schon da und abrechnen hatte ich am Vormittag auch.

Am Nachmittag habe ich dann meinen Text geschrieben und mich auf den Livestream-Literaturabend gefreut. Ja richtig, mit der Ruth, die ja gestern im Stifterhaus ihr neues Buch vorgestellt hat, habe ich auch telefoniert und dann bis zum Veranstaltungsbeginn auch fleißig Oe 24 TV gehört, weil da ja auch die neuen Maßnahmen, die Registrierungspflicht in den Gaststätten, die von den Wirten alle für so toll gehalten wird, weil dann können die Restaurants vielleicht länger offen halten und müssen nicht, wie schon in Salzburg, Tirol und Vorarlberg, um dem Lockdown und weiteren Reisewarnungen zu entkommen, um zehn Uhr geschlossen werden.

Eine große Pressekonferenz aus Deutschland gab es auch. Denn da beschloß Frau Merkl auch neue Maßnahmen. Die Reisewarnung für Österreich ist schon da, aber jetzt darf man auch nicht mehr „Micky Mouse“ in den Registrierungsbogen schreiben, sondern muß, wenn man es tut, glaube ich, fünfzig Euro Bußgeld zahlen.

Das habe ich dann gleich für meinen Klostertext verwendet und eine Idee für mein drittes Corona-Buch ist auch schon da.

Aber da war es schon sieben Uhr und ich bin die Literaturprogramme durchgegangen. Im Literaturhaus eine Lavant-Lesung und in der „Alten Schmiede“ Thomas Stangl und Anne Weber und das ist interessant, weil Anne Webers „Heldinnenepos“ ja auf der Longlist steht. Ich habe den Livestream aber nicht gefunden und bei dem im Literaturhaus stand nur „Veranstaltung hat noch nicht begonnen“, obwohl es schon nach Viertel war. Aber dafür sollte in der „Gesellschaft“ die „Limbus Lyrik-Reihe, auch mit Thomas Ballhausenm den ich ja erst dort im Literaturhaus hörte, gestreamt werden, hat aber auch nicht angefangen.

Also vielleicht erst ein bißchen in meinem nächsten Buchpreisbuch lesen, bis ich dann draufgekommen bin, in der „Alten Schmiede“ gibt es eine ganze andere Veranstaltung, denn Anne Weber hat wegen der Reisewarnungen abgesagt und das ist offenbar auch im Literaturhaus so passiert.

Also interessant, nicht nur ich sage ab, auch die anderen und nicht nur die Restaurants und Geschäfte gehen Pleite, sondern auch die Künstler können nicht über die Grenze kommen.

Dafür bin ich aber eine halbe oder dreiviertel Stunde später doch in den Livestream der „Alten Schmiede“ gekommen, wo statt Anne Weber Katharina J. Ferner und Katharina Köller ihre Debuts vorstellten.

Das heißt das Debut der Katharina J. Ferner „Der Anbeginn“ habe ich versäumt, dafür bin ich gerade zurecht gekommen, als Markus Köhle, der Moderator, das Debut der 1984 in Eisenstadt geborenen Katharia Köller „Was ich im Wasser sah“ vorstellte, beziehungsweise das Buch mit dem markanten Cover, das ich schon bei mehreren Blogs gesehen habe, hochhielt.

Beide Bücher wurden vom der „Alten Schmiede“ als „Ausflug ins Surreale“ angekündigt und die sehr lebhafte mir bisher unbekannte junge Frau begann auch gleich von Brüsten zu lesen, die sie sich amputieren lassen mußte und nicht durch ein Implantat ersetzen lassen wollte. Wie das mit dem Surrealen zusammenhing, habe ich nicht ganz mitbekommen. Es geht aber auch um einen Oktopus. Dazu müßte ich das Buch erst lesen, habe aber, glaube ich, noch vierzig Neuerscheinungen auf meiner Leseliste, so daß ich, wenn es nicht auf die Bloggerdebutshortlist kommen sollte, wohl nicht dazu kommen werde.

Nach der Lesung, als Katharina Köller Markus Köhle noch das Buch signierte und der die Leute aufforderte, Bücher zu lesen, weil man so den Lockdown besser überstehen würde und man außerdem noch auf der Straße Fragen an die Autorin stellen könnte, bin ich noch auf die Facebookseite der „Gesellschaft“ gegangen und da zum Schlußapplaus zurecht gekommen und habe den Moderator gerade noch zum Bücherkauf animieren gehört.

Ja, das Livestreaming ist ein wenig unkonzentriert und nie so wie man es sich vorstellt, das habe ich schon festgestellt und jetzt könnte ich noch, wenn das Video schon vorhanden ist, zum Home viewing ins Stifterhaus gehen und mir Ruths gestrige Lesung anhören.

2020-06-25

Unsere unverhoffte Reise

Filed under: Bücher — jancak @ 00:16
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„Aufzeichnungen im weltweiten Ausnahmezustand 2020“

Corona-Texte interessieren mich ja, wie meine Leser wissen werden, sehr und ich rümpfe auch nicht die Nase oder fürchte mich vor denen, die vielleicht im Herbst in den Buchhandlungen liegen werden, wie ich Petra Hartlieb, glaube ich, kürzlich sagen höre, schreibe beziehungsweise korrigiere ja selber an einem solchen, habe sogar ein Corona-Gedicht für das Literaturcafe geschrieben, drucke mir immer die neuen Episoden von Marlene Streeruwitz „Pandemie-Roman“ aus, etcetera und leide vielleicht doch ein bißchen an dem Veranstaltungsmangel, der mich momentan umgibt.

Das ist ambivalent, das habe ich schon beschrieben, weil ich schon vorher ein wenig frustriert darüber war, immer zu den Veranstaltungen der anderen zu gehen, so schreibe und lese ich derzeit zwischen meinen Stunden besonders viel und bin auch gleich wieder zu den „Wilden Worten“ gegangen, als es sie gegeben hat, google immer ob es schon ein Programm der O-Töne gibt, „Folgt bald!“, steht da noch immer, geh nicht in die „Alte Schmiede“ weil ich mir ja keine Maske umbinden will, freue mich aber scon auf die „Sittl-Sommerlesung“, die nächste Woche beginnt, hoffentlich bekomme ich da einen Platz.

Im „Republikanischen Club“ habe ich mich für eine Veranstaltung an und dann wieder abgemeldet und war die letzten beiden Montage bei einer Veranstaltung, hätte auch diesen Montag zu einer ins Cafe Kreuzberg gehen können, wo Roswitha Springschitz ihre Corona-Aufzeichnungen vorstellte, aber leider hat mir der Alfred die Einladung dazu erst geschickt, als ich mit einem Klienten schon eine sechs Uhr Stunde ausgemacht hat.

So ist er allein gegangen, hat mir aber das Buch gebracht, das in der „Edition Morawa“ erschienen ist und Roswitha Springschitz ist eine offenbar esoterisch veranlagte ehemalige Yoglehrerin, die schon viel bei „Morawa“ publiziert hat und ich habe das Büchlein, obwohl ich ja eine strenge Leseliste habe, sofort gelesen, denn sonst würde ich das wahrscheinlich nie und außerdem interessiere ich mich ja auch schon aus Recherchezwcken für Coronatexte und da ist interessant, wie unterschiedlich die Zugänge sein können.

Roswitha Springschitz bezeichnet die Ausgangsperre und den Lockdown als „Unverhoffte Reise“ auf die sie sich mit ihrem Mann Christian offenbar in ein Haus in NÖ zurückzieht, da bedauert, daß sie nun ihre Kinder, Enkelkinder und auch ihre Patentante, der das Buch gewidmet ist, nicht sehen kann.

Es gibt aber Bärlauch zu pflücken und lange Spaziergänge im Wald, selbstgebackenes Brot und rationalisierte Einkäufe, vor allem ab dann, wo man eine Maske braucht. Dann werden die offenbar Online bestellt und die Verwandten und die Kinder nur vor oder hinter den Türen gesehen.

Es gibt auch einen unerwarteten Todesfall und ein Enkelkind, das im Spital behandelt werden muß. Es gibt auch eine Krankheit oder ein sich Schlechtfühlen der Autorin, die von der Ärztin nur per Telefon behandelt wird.

Es gibt Ostereier für die Nachbarn, für die man die Einkäufe macht, die kochen dafür Suppen oder Kuchen und es werden auch die bedauert, die durch die weltweiten unverhofften Reisen ihre Jobs verloren.

Interessant, wie man den Lockdown empfinden und beschreiben kann und ich denke, was ich mir auch beim „Frühlingserwachen“ denke, das ich ja als dystopischen Roman empfinde, beziehungsweise einen solchen in ihn hineinverpacken wollte, auch bei diesem Buch, was man sich wohl in zehn fünzehn Jahren denken wird, wenn man das Buch in die Hand bekommt?

Da wird man das, was ohnehin sehr distanziert beschrieben wird, wahrscheinlich sehr unverständlich finden und ich habe mir schon gedacht, daß ich das „Frühlingserwachen“ wenn es fertig ist, der Lia, die ja auch mit Maske am Cover zu sehen sein wird, schenken werde, damit sie in zehm fünzehn Jahren nachlesen kann, was damals 2020 weltweit passierte und mir immer noch ein wenig seltsam erscheint, obwohl der Knockout ja schon vorüber ist und man schon wieder wirkliche Reisen machen kann und soll.

Andere Corona Texte habe ich auch gelesen, meine Auswahl gibt es hier.

2020-05-11

Mit dem Rohtext fertig?

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:18
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Wieder ein Bericht darüber, wie es mit meinem sogenannten Corona-Roman, Arbeitstitel „Kein Frühlingserwachen mehr?“, steht, mit dem ich, glaube ich, eine Woche vor Ostern, nach dem dritten oder vierten Video von Ronny Rindler zu seinem „Quarantimo“ angefangen habe.

Der Beziehungsgeschichte zwischen einer älteren Frau und einem jüngeren Mann, wo ich die Idee darüber  zu schreiben, schon länger hatte. Es dann im Jänner, als ich mit der Korrektur des Schreibbuchs fertig war, aufnotierte und dann Corona bedingt einen Corona-Roman daraus machte, beziehungsweise, die Dystopien, manche nennen es auch Wahnsinn, in dem wir derzeit leben, darin einbzog und außerdem hatte ich ja vor diesmal ein bißchen mit de„Heldenreise“ oder der „Schneeflockenmethode“ zu arbeiten, das heißt möglichst viel zu planen, die Figuren vorher charaktersieren, die Szenen planen, das habe ich auch in etwa so gemacht und habe dann ab Ostern, glaube ich, darauflosgeschrieben.

Da war ich dann wieder bei meiner alten Methode und irgendwann habe ich ja auch geshrieben, daß ich für das Rohkonzept, das dann anschließend ein paar Monate korrigiert wird ungefähr sechs Wochen brauche. Das habe ich, da man immer hört, daß man Jahre für einen Roman braucht, immer schuldbewußt, als zu schnell empfunden, aber wenn ich den „Nanowrimo“ schreibe soll ich in vier Wochen damit fertig sein und da ich das ja schon sieben Mal machte, bin ich diesbezüglich noch ein wenig schneller geworden und, kann ich schreiben, meine Texte sind auch eher kurz.

So hatte ich ja beim letzten „Nano“ das Problem, mit dreißigtausend Worten, glaube ich, fertig zu sein, ich habe dann angestückelt, beziehungsweise die Schreibberichte dazugenommen, habe aber Texte außerhalb des „Nanowrimos“, wo das ja egal ist, wo ich mit dreißigtausend Worten fertig war.

„Das Haus“ ist, glaube ich, ein solcher, die „Paula Nebel“, „Besser spät als nie“ und, könnte ich schreiben und beim „Frühlingserwachen“ ist das ebenso, denn da hatte ich, vorige Woche, glaube ich, zweiundsechzig Seiten und dreißigtausend Worte, fünfundzwanzig Szenen und war noch nicht so ganz fertig damit, denn die sogenannte Schlußszene fehlt noch, beziehungsweise bin ich immer noch nicht sicher, ob ich eine solche brauche?

Denn da war ja ursprünglich geplant, alle im Museum zu der Ausstelungseröfnung zusammenkommen zu lassen, den Viktor mit der Christine, der Albert mit der Nachricht, daß die Val schwanger ist, der Egon, die Roswitha, vielleicht schon die Zsusanna als neue Pflegehelferin, die Beate und die Ester, aber wann ist das? Wann kann eine Ausstellung erföffnet werden? Das ist nicht so ganz klar und eine Szene, wo die Val dem Albert sagt, daß sie ein Kind bekommt, gibt es schon. Daß die Roswitha beim Egon bleibt, ist auch klar und auch, daß die Beate eine Lebensmenschin hat, die sogar die Anführerin der „Nicht ohne uns-Demonstrationen“ oder, wie sie heißen und immer noch etwas belächelt werden, ist.

Also eigentlich brauche ich die Szene nicht mehr und da war auch noch die Idee des dystopischen Romans, den der Egon für seine Studentin schreibt, der hat „Alzheimer“ und findet das, was momentan um uns herum passiert, ein wenig seltsam. Genauso, wie wir es wohl vor einem Jahr empfunden hätten, wenn wir das heute wüßten. Da liegt wohl nahe einen Text darüber zu schreiben. Aber der ist vielleicht eigenständig und passt in die Bezieungsgeschichte nicht so hinein.

Vor cirka zehn Tage war ich so weit, daß ich mit meinen über sechzig Seiten dastand und dachte, jetzt korrigiere ich das Ganze einmal durch und entscheide dann.

Das habe ich inzwischen auch getan, stehe bei neunundfünfzig Seiten, den fünfundzwanzig Szenen, die sind gleichgeblieben und derzeit 28 774 Worten und weiß noch immer nicht, wie es weitergeht?

Das ist wahrscheinlich auch durch die Situation bedingt, in der wir mittendrin stecken, die aber in ein paar Monaten vielleicht anders ist und vielleicht passt auch deshalb so manches noch nicht so richtig. So daß ich wahrscheinlich dazu tendiere, das Vorhandene erstmals zu korrigiere, bevor ich weiterschreibe, die Schlußszene lasse ich wohl eher weg. Der Dystopietext wäre spannend, ist aber wahrscheinlich so einfach zu realisieren, beziehungswahrscheinlich viel Artbeit und ob ich den dann einfüge oder als extra Text herausgebe, ist wohl beides möglich.

Ich bin ja eine, die von Anfang an das Corona live sehr intensiv dokumentierte. Der Uli hat sich auch am Anfang darüber lustig gemacht, inzwischen ist er verschwunden und ich hoffe es geht ihm gut.

Bei mir tut es das, obwohl ich mich natürlich auch frage, wie es mit mir literarisch weitergeht?

Aber das ist ja eine Frage die ich mir nicht erst seit Corona stelle, die Angst vielleicht ausgeschrieben zu sein und es deshalb zu lassen, habe ich schon läger und was tue ich?

Ich schreibe und schreibe, das „Mein Schreiben meine Bücher-Buch“ soll ja am Dienstag kommen. Da wollte ich wieder eine größere Aussendung machen. Aber bringts was, das an den Manfred Müller oder an die „Alte Schmiede“ zu schicken, wenn die ihre Frühlingsveranstaltungen im Herbst zusätzlich im Programm einplanen müßen, der Frau Danielcyck wollte ich es auch schicken und tue das wohl auch.

Das Interview mit der Cornelia Stahl hatte ich vor einer Woche sechs Jahre später als geplant und ob ich im Herbst zu Veranstaltungen gehen werde? Mit Maske und Überwachungsap sicher nicht und dann bin ich weg vom Fenster obwohl ich ohnehi nie dort war.

Aber das Schreiben geht derzeit sehr intensiv vor sich, ich habe das Corona-Geschehen sehr genau dokumentiert. Auch über verschiedene Veranstaltungen berichtet, ein Corona-Gedicht geschrieben, CoronaBücher gelesen.

Bemerkt wird das nicht sehr, weil ich wahrscheinlich auch technisch nicht so in der Höhe bin, um mich groß zu präsentieren vorn zu stellen. Ich schreibe es wohl eher für mich, mache meine Stunden, lese viel und bin auch viel zu Hause, so daß ich gut an meinen Corona-Texten weitermachen kann und bin wohl auf der einen Seite literarisch gescheitert.

Das läßt sich wohl nicht bestreiten, auf der anderen Seite habe ich aber soviel wie manche andere nicht geschrieben und bin immer noch der aAnsicht, daß ich es eigentlich können muß, weil man das Schreiben durch das Schreiben lernt und meine inzwischen fast fünzig selbstgemachten Bücher beweisen das eigentlich auch und so ist auch der Corona-Text zwar sehr kurz, aber eigentlich recht flüßig und auch mit einem gewißen Spannungsbogen geworden und ob jetzt der dystopische Roman noch hineinkommt, denn der Egon dann vielleicht bei der Ausstellungseröffnung vorliest oder anderswertigk entsteht, ist eine Frage, die nach wie vor noch offen ist, ich werde darüber berichten.

2020-04-25

Handlungsaufbau-Handlungslücken

Ronny Rindlers Quarantäne- Schreibkurs, wo er den Aufbau eines Romans erklärt, geht jetzt  in die sechste Woche, so lange haben wir ja jetzt schon die Ausgangsbeschränkungen, die jetzt zwar Schritt für Schritt gelockert werden, die Friseure und die Geschäfte werden nach und nach geöffnet, die Lokale soll man ab Mitte Mai wieder mit Abstandregeln betreten dürfen und die Schulen geöffnet werden. Dazu gibt es nach deutschen Vorbild wahrscheinlich, da die das in Berlin schon seit drei Wochen tun, die ersten Demonstrationen, die sich gegen die Freiheitsbeschränkungen wenden, denn eine verpflichtende Ap oder Bewegungsüberwachung soll es Gerrüchteweise, neben der Maskenpflicht auch geben, damit man aus dem Haus darf.

Daß die Maskpenpflicht für mich ein Problem darstellt und ich auch kein Handy will, habe ich schon geschrieben.

Also schreiben schreiben und zu Hause bleiben, lautet vielleicht die Alternative für die nächsten Jahre. Ronny Rindler hat seinen Quaratimokurs mit dem Handlungsaufbau und der Figurenplanung, die er heute erklärte, auch beendet, kündigte aber für nächste Woche ein neues Video an und mein „Frühlingserwachsen“ wächst da ich ja brav zu Hause bin und da, beziehungsweise auch auf den jeweiligen Terrasse sehr viel schreibe.

Neunzehn Szenen, siebenundvierzig Seiten und 23 861 Worte habe ich jetzt schon und würde da einmal schätzen, daß ich mich ungefähr in der Mitte befinde, aber da auch schon wieder vor einem Fragezeichen bezüglich des weiteren Handlungsverlaufs stehe, aber wieder schön der Reihe nach:

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich Ronny Rindlers Videos sehr hilfreich finde, ich weiß zwar nicht, ob ich als Schreibanfängerin, also vor vierzig Jahren auch so viel damit anfangen hätte können, aber damals gab es das noch alles nicht und jetzt sind diese wöchentlichen Videos, die genau richtig zu meinem Schreibeginn kamen, sehr hilfreich, denn ich will ja einmal einen Roman von der Pique auf planen, um herauszufinden, ob er dann besser wird, als die circa fünfzig, die ich eher drauflosgeschrieben habe? Und ich kann auch schon die Antwort „Wahrscheinlich nicht!“, spoilern, denn, was ich brauche ist Aufmerksamkeit und die bekomme ich, auch wenn ich das Buch im Blog vorstelle ja nicht sehr und ich habe das mit dem „Heldereiseplanen“ ja, glaube ich, schon vor zwei Wochen also zu Ostern aufgegeben, als ich ein ungefähres Handlungsgerüst und fünfzehn geplante Szenen beziehungsweise einen Anfang, Mitte, Schluß und zwei geschriebene Szenen hatte.

Ab dann habe ich  losgeschrieben, habe jetzt  neunzehn Szenen und vorige Woche, als Ronny Rindler, die „Heldenreise“ erklärte, da, glaube ich, zwölf Schritte beschrieben und als Aufgabe gab, daß man damit seine Handlung plotten sollte, habe ich mir das Video zwar zweimal angehört, das Gerüst aufnotiert, aber weiter geschrieben.

Mit  dem Vieraktschema von Woche vier, glaube ich, habe ich ja meine ungefähre Handlung skiziert und als ich dann mit dem Losschreiben anfangen wollte, festgestellt, daß das sehr schwierig war, da einfach Szene für Szene zu setzen. Aber die Charakterbögen hatte ich schon und so habe ich mich, ich weiß nicht, ob das gut ist oder nicht, wieder von Szene zu Szene gehandelt und das Problem mit der Corona-Krise, in der ich  mittendrin stecke und daher nicht so genau sagen kann, wie es damit weitergeht, habe ich, glaube ich, auch ganz gut gelöst, als  ich der Roswitha auch eine Maskenphobie angedichtet habe und sie mit einem lila Schal, wie ich ihn auch in der Handtasche, aber noch nie als Mundschutz verwendet habe, zuerst auf die Bank und dann ins Wien-Museum schickte, wo schon Viktor mit einer Flasche Prosecco auf sie wartet.

Dort kommen sie sich nah und die Bea ruft die ganze Zeit an und fragt „Wo bist du Mutter? Du gehörst doch zur Risikogruppe, also bleibe brav zu Haus und betrüge meinen Vater nicht mit deinen Assistenten!“, was der Egon, der ja zu seinen Studenten will, auch nicht tut. Er entwischt und wundert sich auf der Josefstädterstraße über die Maskierten und den Polizeieinsatz, glaubt, er wäre in einem dystopoischen Roman und schreibt dann für seine Studenten in der Vorlesung darüber. Die Janina hat einen Ohrringentick und der Albert andere Sorgen, als sich um den möglichen Liebhaber seiner Mutter zu kümmern. Seine Frau kotzt und klagt über Kopfschmerzen und geht in die Apotheken, um sich einen Test zu besorgen. Das ist aber keiner für oder gegen Corona und so weit bin ich bei Szene neunzehn, die vor dem Video schrieb, schon gekommen und stehe jetzt wieder vor Lücken oder großen Fragezeichen oder vielleicht davor, daß ich bald fertig bin, aber statt fünfzigtausend dreißigtausend Worte habe und Corona noch lange nicht vorbei und ich jetzt ja überhaupt noch nicht abschätzen kann, ob es im Juni eine Ausstellungseröffnung gibt, aber die kann schlimmsten Fall auch online stattfinden und Roswithas Weigerung sich mit einem Armband auf die Straße zu geben kann, darin ja auch noch vorkommen und die Demonstration, wo sich auf der gestrigen, seltsamerweise sowohl Maria Stern von der Liste Jetzt, als auch Martin Sellner von den Identitären befanden und die Oe24 Reporter, die das filmten, sich darin überschlugen, von der Illegalität, als auch den Verschwörungstheorien zu sprechen, dabei aber immer wieder betonten, daß Meinunghsfreiheit eigentlich wichtig sei und Demonstrationen eigentlich erlaubt.

Das gibt sicher Stoff für einige Szenen, die nächste wäre wahrscheinlich, die, wo sich die Roswitha wieder mit dem Viktor im Museum trifft. Jetzt vermessen sie vielleicht wirklich, Roswitha denkt darüber nach, Egon vielleicht doch in ein Pflegeheim zu geben und ihn zu verlassen. Dann ruft Janina an und sagt der Herr Professor hatte einen Unfall. Das ist dann wieder interessant, weil man jetzt in einem Spital niemanden besuchen darf und vielleicht in einem solchen, obwohl es ziemlich leersteht, nicht so gut behandelt wird.

Viktor bekommt auch Nachricht von Christine. Sie hat sich, weil in New York ja alles noch viel schlimmer ist, nach Wien zurückfliegen lassen und will wieder Kontakt zu ihm und der Egon der ja versucht, das Ganze zu druchschauen und für seine Studenten, damit sie nicht irregeleitet werden, alles aufzuschreiben. Verfaßt einen utopischen roman und wenn sich  am Ende alle im Museum oder online treffen, ist vielleicht ein utopischer Roman ala 1984 oder 2020 entstanden und der Egon liest daraus vor.

Das wäre also das mit dem ich die nächsten zwei Akten, beziehungsweise zwanzig Szenen füllen könnte und wenn ich das Zeitgeschehen immer  schön darin verpacke, beziehungsweise den Handlungsplan entsprechend  verändere, könnte was  daraus entstehen, obwowhl es wahrscheinlich sehr schwer bis unmöglich ist, einen utopischen Roman aus der Wirklichkeit zu schreiben.

Mal sehen, ich bin gespannt und das Dummy für das „Literaturgeflüsterbuch II“ soll auch am Montag kommen.

Hier für die die es interessiert noch die bisherigen Schreibartikel zum Frühlingserwachen: 1 2 3 4 5

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