Literaturgefluester

2021-03-06

Wo ist die Demo?

Filed under: Alltagsgeplauder,Gesellschaftspolitik — jancak @ 21:13
Tags:
Babenbergerstraße / Ring

Babenbergerstraße / Ring

Wenn ich jetzt meine Corona-Texte, die in diesem Blog von März bis jetzt erschienen sind, für das dritte Corona-Texte-Literaturgeflüsterbuch korrigiere, merke ich so richtig, wie sehr sich die Stituation im letzten Jahr verschlechtert hat

Gab es ja im Sommer zum Teil keine Maskenpflicht und man konnte in Lokale und auch im Freien oder ins Cafe Prückl zu Veranstaltungen gehen, kann man jetzt, wo die Zahlen immer noch um zweitausend liegen, aber ansteigen und gestestet und gestest wird, muß man einen haben wenn man zum Friseur gehen will und die Lokale sind immer noch geschloßen.

In Vorarlberg gibt es eine Testregion, weil da die Zahlen im Gegensatz zu Ostösterreich, wo das das britische Virus vorherrscht, die vorsichtige Öffnung der Gastronmie erprobt werden soll, wird hier gesprochen, daß um Ostern die Schanigärten aufmachen sollen, aber nur mit Test und Maske und Sicherheitsabstandbetreten werden darf und wenn man sich da denkt, ist mir egal, hol ich mir halt mein Bier und mein Teake away und setzte mich damit in den Stadtpark oder lade zu Hause mein Freunde ein, ist man auch auf dem Holzweg, denn da gibt es eine neue Verordnung, die ich gerade beinsprucht habe, daß man immer, wenn sich mehr, als vier Personen treffen, das als Veranstaltung gilt und man dazu eine Genehmigung braucht, also wenn eine Mutter mit einem Kind mit einer anderen zum Kaffeetrinken trifft und tut man es nicht, drohen Stafen über tausend Euro.

Motto

Motto

„Uje uje, das lassen wir uns nicht gefallen!“, sagte Herbert Kickl von der FPÖ und Martin Rutter ein ehemaliger BZÖ-Politiker, der einmal sogar bei den Grünen war, kündigte für den sechsten März eine Demo an, die sich gewaschen hat und wie er hoffte, die Regierung zum Rücktritt bringen wird.

Das wird zwar noch eine Weile Phantasie bleiben und die Demos, wie schon seit einigen Wochen überhaupt verboten. Es hätte da für vorigen Freitag auch eine Aktion geben sollen, wo sich Maskengegner, die Supermärkte stürmen wollten und sich diese vor den Obsttänden hinunterreißen wollten. Die Aktion wurde, glaube ich, abgesagt, weil das Terrorkommanmdo und der Verfassungsschutz dagegen einschgeschritten wäre und man denkt sich da, wo sind wir da in Nordkorea oder in dem dystopischen Roman, den ich schon seit einem Jahr so gerne schreibe möchte?

Ein wahrscheinlich oberer Polizeichef erkärte auch gleich, daß man, wenn man trotzdem auf eine Demo gehen würde und sowohl dieFFP2-Maskenpflicht, als auch den Sicherheitsabstand nicht einhalten würde, eine strafbare Handlung begehen würde und Strafe zahlen müße.

Spaziergang über die Ringstraße

Spaziergang über die Ringstraße

Uje, uje, also bei dem Demos immer schauen, daß man sich noch jenseits dieser befindet, weil man im Freien ja keine FFP2-Maske braucht und die hat jetzt auch einen großen Skandal ausgelöst, weil die von der „Hygiene Austria“ kommen, eigentlich aus China stammen sollen.

Das ist mir, weil ich meine mir von der Regierung zugeschickten, weil über Fünfundsechzig, ohnehin noch nicht verwendet habe, eigentlich egal und die Demo hörte man, findet trotzdem statt. Um eins oder zwei hätte sie am Helden- oder am Mariatheresienplatz stattfinden sollen, aber die waren schon abgesagt.

„Wir gehen trotzdem!“, hieß es im Netz, geben aber erst zwei Stunden vorher bekannt, wo sie stattfinden wird.

Die FPÖ habe ich dann gehört, trifft sich am Nachmittag auf der Jesuitenwiese, wo Herbert Kickl eine Rede halten wird und ich dachte „Uje, uje, wir leben wirklich in einer verrückten Welt!“

Wer gegen wen?

Wer gegen wen?

Denn auf die Jesuitenwiese bin ich ja immer Ende August, Anfang September marschiert, um dort am Volksstimmefest und manchmal auch gegen Herbert Kickl, den Rechtsruck und den Rassismus zu lesen.

Alfred wollte sich mit einem Freund treffen, der etwas vom Volkstheater sagte, dann hörte ich bei OE24-TV, das ich derzeit gern höre, weil die viele Corona-Nachrichten, die mich ja sehr interesieren haben, die Demo war um eins am Heldenplatz, die Polizei löst aber auf. Also zum Ring marschiert und dort war auch viel Polizei. Es gab wieder die berühmten Österrreichfahnen, wo ich mich ja immer frage, wieso man die bei einer Anti-Coronamaßnahmen-Demo, wo man beispielsweise gegen den grünen Impfpaß demonstriert, so unbedingt braucht?

Die Bundeshymne wurde kurz gesungen, es gab Geschrei, die Polizei sprang über die Absperrgitter und eine Dame, die ich von der „Alten Schmiede“ kenne, sagte mir empört „Das sind alles Idioten!“

Polizei auf der Hauptallee

Polizei auf der Hauptallee

„Wieso?“, fragte ich freundlich und sie erklärte mir zuerst, weil Gesetz ja Gesetz wäre und dann, daß es in dem Gemeindebau, in dem sie wohnen würde schon sehr viele Arbeitslose gäben. Dann kam noch der Sohn des Psychiaters bei dem ich vor Jahrzehnten im Institut für Psychotherapie war und den ich manchmal bei den „Wilden Worten“ im Amerlinghaus gesehen habe. Er und die Dame waren maskiert und als ich sagte, daß wir in Bezug auf die Österreichfahnen auf der falschen Demo wären, reagierte er empört, aber es gibt ja leider keine Demos, die von den Linken und den dem Grünen demonstriert wurde, wie auch gestern der Polizeichef sagte „Das sind alles Corona-Leugner, passen Sie auf und gehen Sie da nicht hin?“

Stimmt aber gar nicht so ganz, denn vorige Woche waren wir auf einer Demo auf den Ballhausplatz, wo sich die Linken vorsichtig gehen die Covid-Maßnahmen empörten, aber gleich erklärten“Wir sind keine Covididioten und Maskengegener wollen wir auch hier keine sehen!“

Polizei auf der Jesuitenwiese

Polizei auf der Jesuitenwiese

Heute aber auf der Ringstraße ein großer Tumult, dann nur mehr Polizeiautos und die Demonstration abgeleitet. Der Alfred hat sich mit seinen Freunden getroffen und ich habe gefragt „Wo gehen wir hin? Auf die Jesuitenwiese? Das ist zwar etwas weit und eigentlich will ich auch auf keine FPÖ-Veranstaltung?“

„Da gehe ich nicht hin!“, sagte der Alfred und so liefen wir den Ring entlang, umquerten den Stadtpark und waren auf einmal am Donaukanal, wo ich hinter mir die Frage hörte „Wo gehen wir da hin?“

„Auf die Jeusitenwiese zu der FPÖ- Veranstaltung, wo der Kickl redet!“, antwortete ich ohne es genau zu wissen.

„Hat der nicht schon angefangen?“

Es war halb vier und die Kickl-Rede war um drei angesagt

„Die werden schon auf uns warten!“, sagte ich und sah auch einige Personen, die den FPO-Mundschutz trugen, aber auch welche mit Trasparenten, die gegen den Rassismus waren und manche hatten aufgeschrieben „Wir wollen nicht leben, um nicht zu sterben!“

Transparent

Transparent

Wir spazierten über die Prater Hauptalle, sahen auf einmal unzählige Polizeiautos an uns vorüberrasen, sahen Polizisten mit Hunden und kamen dann langsam auf den Platz, wo die Massen standen. Es waren diesmal wohl wirklich zigtausende. Ein paar waren auch auf Bäume geklettert und langsam war auch Herbert Kickls Stimme zu hören, obwohl ich ihn lange nicht verstanden habe, weil ich ja bezüglich Abstand aufgepasst habe und auch Alfreds Freunde nicht die Hand gegeben habe. Langsam kam ich auch näher, verstand zum Teil die Rede und am Schluß gab es auch ein Kickl-Gedicht, oh Überraschung, das zwarvielleicht nicht so ganz den poetischen Regeln folgte, war aber sehr bejubelt wurde und als ich am Rückweg zum Donaukanal wollte, um dort aufs Klo zu gehen, es gibt ja wegen der geschloßene Gastro kaum Gelegenheit eine Toilette zu benützen, aber leider hatte dieses Wintersperre zu und die Polizei hat wieder viele Straße abgeriegtelt.

Wir sind trotzdem gut nach Hause gekommen und ich finde die Sache mit den Demonstrationen und dem vermischten links und rechts sehr spannend und frage mich wirklich, ob alle Linken damit einverstanden sind, daß sie sich demnächst testen lassen müßen, wenn sie ein Bier oder einen Kaffee in einen Schanigarten trinken wollen? Die Gastronomen, die ihre Lokale aufsperren wollen, meinen zwar, da ist nicht dabei! Ich finde das aber ganz ehrlich für unnötig und übertrieben und wenn ich einen Tausender Strafe zahlen soll, wenn ich vielleicht demnächst zu Ruths Grillparzer-Lesung gehe, finde ich das auch nicht schön und daß man damit das Virus eindämmen kann, glaube ich, ebenfalls nicht.

Ansonsten würde ich wirklich gerne wissen, was Herbert Kickl zu Corona sagen würde, wenn er noch Innenminister wäre? Aber das weiß er wahrscheinlich selber nicht!

2021-02-13

Faschingsamstag-Spaziergang

Filed under: Alltagsgeplauder,Gesellschaftspolitik,Uncategorized — jancak @ 20:36
Tags:
Vor der Karlskirche

Vor der Karlskirche

Ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine Stadtflaneurin, also eine, die statt mit den Öffis zu fahren, viel durch die Stadt marschiert, nicht spazierengeht, das tue ich in Wien eigentlich selten bis gar nicht, sondern früher in den Vor-Corona-Zeiten sozusagen am Abend ins Literaturhaus und die „Alte Schmiede“, manchmal sogar auf ein Begräbnis bis zum Zentralfriedhof, in Spitäer zu Supervisionen oder Ende des Sommers auf die Jeusuitenwiese zum Volksstimmefest, jetzt bleibe ich Corona bedingt oder ehe wegen dem Veranstaltungsstop vorwiegend zu Hause, gehe nur auf die Bank oder auf Demonstrationen, weil das bis vor kurzem fast das Einzge war, wo man ohne Maske hingehen konnte, oder eigentlich auch nicht ganz, zumindestestens schien das nicht so klar, weil man immer hörte, die gehen ohne Abstand und ohne Maske aber bis zur neuerlichen Verschärfung zum 25. 2. konnte man das noch entweder ein meter Abstand oder Maske.

Dann hieß es zwei Meter und FFP2, was für mich ein aus wäre, denn mit Maske gehe ich nirgendshin, nicht einmal auf eine Anti-Corona oder Anti-Maßnahmendemo, wie das jetzt heißt.

Messages

Messages

Also die letzte Großdemo am sechzehnten Jänner, da war dann schon der Teufel los. In OE24 und den anderen Medien konnte man hören, das sind alles Schwurbler, Nazis und Coronaleugner. Dann wurden die Demos verboten, weil anzunehmen wäre, daß die Leute sich nicht an die Maßnahmen halten. Nun gut, über die Ringstraße können zehntausende nicht mit zwei Meter Abstand marschieren und wenn die Polizei einkesselt, ist das auch nicht möglich.

Vor zwei Wochen hätte Herbert Kickl auf einer Demo reden sollen, die dann verboten wurde. Der hielt dann eine Onleine-Veranstaltung an. Wir waren zu diesem Zeitpunkt in Harland und auf der Rudolfshöhe und für heute dem Faschingssamstag waren wieder siebenundzwanzig Demos angemeldet und sind verboten worden.

Polizeiautos, Polizeiautos, Polizeiautos, ...[

Polizeiautos, Polizeiautos, Polizeiautos, …

Nun gut, gehen wir halt spazieren, werden sich die Teilnehmer gedacht haben, denn das ist ja erlaubt und soll man auch bezüglich seiner Gesundheit tun und mir fällt ein, daß ich ja einmal mit dem Alfred und der Ruth auch durch Wien marschiert, beziehungsweise gefahren bin, um die Kunst des öffentlichen Raum für die „Hammer-Ausgabe“ in der wir ja unsere Texte hatten, die ich mit der Ruth einen Sommer früher geschrieben habe, als der Alfred mit dem Karli auf Reisen war, das ist heute auch nicht möglich, aber wir waren in Wien und da dachte ich, gehe ich, auch spazieren und schaue mir das Geschehen an, was ja auch insofern ganz passend war, weil ich gestern mit dem Korrigieren von „Mathilde im Corona-Land“ fertig geworden bin und dann, bis ich mit dem nächsten Text anfange, habe ich ja immer meine Rituale gestartet. Fenster putzen, ein bißchen aufräumen und dann ein paar Tage auf Recherchetour um schon Ideen oder den Plot für den nächsten Text zu kreieren. Da spazierte ich dann im mer herum, holte mir beim Mc Donalds einen Cheeseburger, besuchte die offenen Bücherschränke und habe in der letzten Zeit auch schon mal einen Cappuchino oder einen Kaiserspritzer getrunken.

Die zentrale Botschaft

Die zentrale Botschaft

Das gibt es nicht mehr. Denn Erstens kalt und Zweitens sind ja alle Cafes und Lokale zu und holt man sich beim Mc Donalds etwas auf die Straße, muß man Maske tragen und kann vielleicht auch nicht mit Bargeld zahlen.

Also fällt auch das Flanieren aus, die Fenster sind eigentlich auch noch sauber und die Ideen beziehungsweise die Texte für das nächste Buch habe ich ebenfalls schon, will ich ja aus meinen inzwischen schon entstandenen Cora-Texten ein drittes Literaturgeflüsterbuch zusammenstellen und habe damit auch schon angefangen mir die Texte herauszusuchen.

Also passend am Faschingssamstag mit und auch ohne Faschingskrapfen, die hat der Alfred schon früher besorgt, mich auf einen Anti-Corona-Recherchespaziergang machen.

Was machma jetzt mit der Demo? (Die Polizei fragt sich am Opernring.)

Was machma jetzt mit der Demo? (Die Polizei fragt sich am Opernring.)

Da waren ja siebenundzwanzig Demos angesagt, die aber alle verboten waren. Ich dachte aber, wenn ich zum Maria Theresienplatz oder zum Ring schaue, werde ich schon Demonstranten finden. Dann sagte mir Oe24-TV, das ich derzeit ja sehr gern höre, die Veranstaltung findet am Resselpark statt. Da wurden die Demonstranten vom Maria Theresienplatz abgedrängt oder sind hinspaziert und da ging es um im die Corona-Maßnahme in den Schulen und um die besorgten Eltern, die nicht wollen, daß ihre Kinder den ganzen Tag mit Maske in der Klasse sitzen oder sich zweimal wöchentlich freitesen müßen. Da war dann schon von einem Polizeieinsatz die Rede und der Alfred der inzwischen einkaufen war, erzählte mir auch, die Einsatzwägen hätten den Bus in dem er saß, blockiert. Ich bin dann mit ihm zum Resselplatz marschiert und habe mich an den Rand gestellt, weil ich ja keine Maske will. Aber beim Spazierengehen im Freien braucht man ja noch immer keine, wenn man den nötigen Abstand hält.

Also ganz hinten hinstellen und viele Leute und viele Fahnen gesehen. Die vielen Österreichfahnen irritieren zwar noch immer. Die Reden, die gehalten wurden, klangen aber interessant und auch von Triol war die Rede, weil da gibt es ja inzwischen, die vermutlich viel gefährlichere südafrikanische Mutation und deshalb jetzt eine Sperre oder eine Testpflicht, wenn man das Land verlassen will. Einer hat auch das Andreas Hofer-Lied ein wenig falsch gesungen. Dann kam schon die Durchsage „Achtung, Achtung, die Polizei gibt uns noch ein paar Minuten für den geordneten Rückzug Zeit!“

Und was jetzt? Fragen wir uns.

Und was jetzt? Fragen wir uns.

Da sind wir dann in Richtung Ring gegangen, um in kein Gedränge hineinzukommen. Haben also die Demonstranten an uns vorüberziehen lassen und die Polizei gesehen, wie sie maskiert, die Stufen hinunterstürmten. Am Ring sind wir dann eine Weile hinter der Polizei gestanden und haben uns auch mit einem Herrn unterhalten, der die Demokratie schon sehr gefährdet sah. Auf einmal war dann alles frei. Die Demo aufgelöst, die Teilnehmer weg und wir sind Richtung Stadt gegangen, haben beim Grager, wo der Alfred eigentlich noch etwas Süßes kaufen wollte, einen Kaffee getrunken und die Demo am Graben getroffen. Sind mit bis zum Donaukanal und dann bis zur Urania gegangen und durch den Stadtpark zurück. Die Demonstranten, die auf der anderen Seiten gingen, haben wir dann beim Hotel Intercontental getroffen und viele Polizeiautos, beziehungsweise eine Polizistengruppe hinter einem Bus eim Cafe Prückl haben wir auch gesehen.

Die Demonstranten sind, wie ich im Oe 24-TV hörte, über den vierten und den sechsten Bezirk bis zum Westbahnhof marschiert, beziehungsweise wurde sie von der Polizei im zwölften Bezirk aufgelöst und wir sind etwas müde und erschöpft nach Hause gekommen. Der Alfred hat über die Kälte gejammert, ich habe ja noch blogmäßig einiges vor und natürlich ist es ein bißchen gesepenstig, an einem dreizehnten Feburar hinter einer verbotenen Demo hergegangen zu sein und daran zu denken, daß einen Tag früher, an einem zwölften Februar nicht nur im Jahre 1989 Thomas Bernhard gestorben ist sondern im Jahr1934 die Heimwehr auf den Schutzbund schoß und mein 1912 geborener Vater vielleicht auch bei den Februarkämpfen beteiltigt war

2021-01-17

Großdemo in Wien

Seit Weihnachten oder auch schon etwas früher, haben sich die Ereignisse zugespitzt. Die Zahlen, die bis Sommer relaiv gut waren, sind seit den Lockerungen gestiegen und gestiegen, so daß die Maskenpflicht wieder und die Registrierungspflicht in den Restaurants eingeführt wurde und im Oktober lagen sie dann bei neuntausend. Also leichter Lockdown ab November. Der wurde dann vershärft und Ende November überraschte Kanzler Kurz in der Pressestunde mit der Massentestidee, damit wir alle ungestört Weihnachten feiern können. Dagmar Belakowitsch von der FPÖ war dagegen „Dann sitzen Sie zu Hause in Quarantäne statt unter Christbaum!“

„Unverantwortlich!“, ätzten die Medien. Es gab die Diskussion, um die Freiwilligkeite und nur wenig Leute gingen hin.

„Das ist kriminell!“, hieß es in den Medien.

„Dann sind Sie schuld, wenn tausend Leute Ihren Arbeitsplatz verlieren!“

Und man empfahl sich vor Weihnachten testen zu lassen, damit man die Oma besuchen kann. Es gab die Weihnachtsverordnung, daß man zehn Leuten aus zehn Haushalten treffen kann und ab dem zweiten Weihnachgtsfeiertag wieder harter Lockdown und keine Silvesterfeiern und dann sind die Zahlen obwohl das lang befürchtet wurde gar nicht so sehr angestiegen, denn sie liegen jetzt schon lang zwischen ein- und zweitausend. Dann kam das Freitesten, denn Lockdown bis zum achtzehnten Jänner aus dem man sich raustesten hätte konnen, wenn nicht, muß man bis vierundzwanzigsten zu Hause bleiben und FFP2-Maske tragen. Die kam dann in den Gondeln, weil die Lifts mit großen Geschrei ab dem vierundzwanzigsten Dezember öffnen konntten. Eislaufen durfte man auch am Rathausplatz. Da bekam man einen Bewegungsmelder umgehängt und die Oppositon stimmte gegen die Gesetzesvorlage, wo das Freitesten eingeführt werden sollte. Man konnte dagegen Einspruch erheben. Ich gat es, die Seiten brach aber in den drei Tagen nach Silvester, wo man das konnte, zusammen und dann kam wieder eine Überraschung. Kein Freitesten, dafür Lockdownverlängerung bis vierundzwanzigsen und dann hörte man schon, in England gibts eine Virusmutante, die viel viel ansteckender ist und das ist jetzt auch nach Österreich gekommen oder soll das sein.

Das Freitesten wurde durch das Reintesten ersetzt. Was bedeutet, daß man ab dem vierundzwanzigsten Jänner nur mehr mit Test in Veranstaltungen, die dann öffnen sollten, gehen kann. Dorthin und in die Hotels, bei den Retaurant wußte man es nicht. Der Handel war auch dagegen und weil das englische Virus so ansteckend sein soll, kamen bald Gerüchte Verlängerung des Lockdowns.

Bis nach Ostern hieß es in Deutschland, wo der Lockdown auch verlängert werden soll und FFP2- Maskenpflicht in den Geschäften. Die soll jetzt nach dem vierundzwanzigsten kommen. Restaurants und Veranstaltungen zu, bis Ostern oder Februar, ansonsten FFP2 im geschlossenen Raum, solange bis die Zahlen bei tausend oder sogar bei siebenhundert liegen und de letzten Meldungen waren, daß der Lockdown am besten solange dauern soll, bis das Virus ganz verschwunden ist.

Das wird, denke ich, nie passieren und wenn ist dann sicher schon der nächste Virus da. Aber der Handel ist bis dahin zusammengebrochen und fordert schon sehr energisch, endlich aufzusperren, denn bis Ostern ist alles kaputt. Eine Wirtin hat das in Linz diese Woche schon getan und der droht jetzt dreißigtausend Euro Strafe und in den letzten Tagen war die Lockdownverlängerung und und die Erweiterung der Maskenpflicht das große Thema. In Deutschland soll man auch nicht weiter bis fünfzehn Kilometer seinen Wohnort verlassen dürfen und, ich glaube, sogar der Verkehr eingestellt.

„Ein bißchen verrückt!“, könnte man sagen und das scheinen sich auch die Leute zu denken, denn Anfang Jänner begann es mit den Demos oder den Spaziergängen, wie die jetzt heißen und man hörte, daß die Demos verboten werden sollen, weil das sind ja nur die Schwurbler, die Rechtsextremen, die Aluhutträger und Impfgegner und alle anderen, die vielleicht nur besorgt, um ihre Freiheit wären oder Angst um ihren Arbeitsplatz oder Geschäft haben, sollen sich hüten dort mitzugehen.

Demonstrationen wurden aufgelöst, aber die, die am Samstag um eins oder um zwei am Heldenplatz stattfand, gab es, nachdem sie einen anderen Veranstalter hatte. Da gibt es ja immer die Diskussion mit der Maskenpflicht, daß die Teilnehmer die nicht einhalten und deshalb verboten werden sollen, aber im Freien braucht man die nicht tragen, sondern nur den Abstand halten, was, wie ich gerade in Oe-24 höre, angeblich nicht so ist.

Ist es aber und die Regel ist nur der Abstand und den halte ich beispielsweise ein und ich bin, das wissen, glaube ich, meineLeser nicht rechtsexem sondern eher links oder kritisch und ich war auch auf dieser und auch schon auf einigen anderen Demostratonen aber so eine volle habe ich bisher nicht gesehen, das war schon fast wie bei den Donnerstagsdemonstrationen und ich kann bestätigen, daß ich lauter normale und vorwiegend junge Menschen dabei gesehen haben.

Zwanzig oder über zehntausend habe ich gehört und es war der ganze Heldenplatz, zwar mit großen Abstand, aber immerhin sehr voll. Es gab ein paar Reden und dann einen Marsch über den Ring, wo es wirklich, das stimmt sehr gedrängt war. Klar, wenn sich zwanzigtausend Menschen auf der doch begrenzten Straße drängen. Es ging vom Heldenplatz bis zum Schwarzenbergplatz, zumindst bin ich bis dorthin, beziehungsweise bis zum Stadtpark gekommen. Dann gab es einen Halt und eine Durchsage, daß man nicht vor die Polizeiwägen gehen soll. So bin lang herumgestanden und dann zurückgegangen und im TV gesehen, daß es ganz um den Ring bis zum Heldenplatz gegangen ist, wo jetzt die Abschlußkundgebung stattfand. Ausschreitungen soll es, habe ich im Oe 24 gehört, auch gegeben haben.

Ich kann nur betonen, davon habe ich nichts gesehen, nur ein paar Österreichfahnen und Blumen, aber die sind ja nicht verboten und ein Plakat, das ein Kind mit seiner Mutter trug, was mich sehr beeindruckt hat.

„Ich bin kein Corona-Leugner aber nicht blöd!“, ist darauf gestanden und das trifft, kann ich anfügen, auch für mich zu, daß ich denke, wo kommen wir hin, wenn das so weitergeht? Welche Masken und Sicherheitsabstände werden wir dann noch aufgebrummt bekommen? Denn wenn es jetzt einen Sicherheitsabstand von zwei Meter gibt, kann ich wahrscheinlich nicht mehr arbeiten und das wird in der Realität wahrscheinlich auch nicht funktioneren, von den Traumatisierungen der Kinder und dem, was sie versäumen, wenn sie nicht in die Schule kommen, ganz abgesehen und da hätte ich auch gedacht, daß das Problem gelöst ist, wenn alle geimpft sind, aber das scheint jetzt nicht zu sein, wenn da immer wieder ganz andere Viren kommen und man trotzdem Maske tragen muß und wahrscheinlich ohne Impfung auch nicht arbeiten oder irgendwohin gehen kann.

2020-10-31

Lockdown und Demos

Die Zahlen steigen und steigen und seit dem Herbstbeginn und der Ampeleinführung hat es eine Verschärfung nach der anderen gegeben, zuerst war es eine freiwillige Maskentragung in allen Geschäften, dann wurde das per Verordnung eingeführt, bei Farbe orange und das war Wien gleich als Erstens galt in der „Gesellschaft für Literatur“, das Maskentragen auch während der Veranstaltung, dann hieß es nur zehn, dann sechs Leute bei privaten Feiern, in Wohnungen kann das offenbar nicht kontrolliert werden und sollte freiwillig eingehalten werden, weil sich die Leute vorwiegend bei privaen Parties treffen, so daß es auf einmal sechshundert postiv Gegeste pro Tag waren, da gibt es jetzt ja Teststraßen, wo sich die Urlaubsrückkehrer testen lassen konnten. In den Schulen wird gegurgelt, so daß es, glaube ich, derzeit über fünfzehntausend Tests täglich gibt und es gab drei Berechnungen, wie sich die Zahlen entwickeln könnten, die schlechteste wäre tausend positiv Getestete pro Tag.

Derzeit sind es aber schon fünftausend und die Spannung stieg. Es kamen die Herbstferien, die es heuer, das erste Mal, glaube ich, zwischen dem Nationalfeiertag bis nach Allerheiligen gibt und da gab es ein Gerücht von Norbert Hofer am dreiundzwanzigsten Oktober kommt der zweite Lockdown.

„Das ist nicht nur eine Ente, sondern ein ganzer Entenstall!“, antwortete Gesundheitsminister Anschober, aber die Zahlen stiegen weiter an, zuerst hieß es, das sind junge Leute, die werden nicht krank und in den Spitäler gibt es nur wenige Hospitalisierte, dann hieß es plötzlich, das KFJ kann keine Covid-Patienten mehr aufnehmen und wenn wir so weitermachen reichen die Spitalskapitzitäten nicht aus.

In den Bundesländern Tirol und Salzburg wurden wegen der Reisewarnungen aus Deutschland, um zweiundzwanzig Uhr geschlossen, in Wien wurde die Registrierungspüflicht eingeführt. Es kam die Wahl und man hörte immer, Deutschland liegt viel besser bei den Zahlen, als in Österreich, deshalb kam es auch zu den Reisewarnungen und am Dienstag hieß es plötzlich Deutschland führt ab nächster Woche den zweiten Lockdown ein, Bayern ist da, glaube ich, schon ein bißchen vorausgeprescht und in einzelnen Orten gab es schon eine Quaratäne.

Wann kommt der neue Lockdown?, wurde gefordert und nun ist es so weit und wurde gerade bei einer Pressekonferenz verkündet und oh Schreck, es ist kein Lockdown light, sondern offenbar ein schwerer, nämlich eine nächtliche Ausgangssperre, nur Kontakt zu einer anderen Familie, Restaurants geschloßen, keine Veranstaltungen und nur Schulen und Geschäfte offen, etcetera und das Ganze offenbar den ganzen November.

Ich habe aber schon geschrieben, daß mir das ohnehin nicht soviel macht, beziehungsweise sich bei mir nicht so viel verändert, da ich ja, weil ich keine Maske trage, ohnehin schon seit längeren nur auf die Bank, zum Postkasten, in Harland radfahren und auf Demos gehe, wenn es welche gibt und ich sie herausbekomme und, daß das mit den Demos etwas schwierig ist, habe ich schon geschrieben, obwohl ich anfangs ganz sicher war, daß ich dort die Leute treffe mit denen ich früher auf den Donnerstagsdemonstrationen war. Aber weit gefehlt, als ich im Mai auf einer war, stand ich ein paar Meter neben Martin Sellner und als in Berlin die Leute im August auf die Straße gingen, hieß es das sind Covidioten, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker und auch sonst ist auf den Domstrationen auf denen ich inzwischen war, manchmal etwas seltsames passiert, so wurde eine Fahne, die wie eine Regenbogenfahne aussah zerrisen, weil das Doppelherz, das darauf war offenbar ein Symbol für Kinderschänder war und dann hieß es, Homosexuelle wären Kinderschänder, was nicht so war, trotzdem war für den einunddreißigsten Oktober eine Großdemonstration geplant.

Andi Pianka hat mich darauf aufmerksam gemacht und nachdem gestern die neuen Lockdownregeln vorabgekündigt wurden, hieß es bei OE 24-TV ständig, daß man diese Covdiotendemo verbieten solle, weil es auch am Nationalfeiertag eine gegeben hatte, bei der ich nicht war, weil der Alfred den Karli eingeladen hat, wo, weil die Demonstranten auch keine Masken tragen wollten, welche verbrannt wurden und es in der Weihburggasse, wo sich die Ärztekammer befindet und dort der kritische Arzt Dr. Eifler, der weil, er formlos Maskenbefreiungsbestätigungen ausgestellt hat, ausgeschloßen wurde, seinen Aussweis eingeworfen hat, sehr eng war, so daß der Mindestabstand, der ja jetzt wieder eingeführt wurde, offenbar nicht eingehalten wurde und man sich jetzt nur mehr mit sechs Personen reffen darf.

Eigentlich habe ich ja nicht gedacht, daß ich auf die Demo gehen gehen kann, weil wir ja nach Harland fahren wollte, dann ist der Alfred aber überraschend mit dem Karl am Dienstag nach Italien gefahren, obwohl es dort ja auch die Lokale um achtzehn Uhr geschloßen werden, also hatte ich Zeit auf den Heldenplatz zu gehen und ein bißchen ein mulmiges Gefühl weil ich ja nicht wußte, was sich dort wieder abspielen würde und auch nicht so genau wußte, wie das mit der Maske ist, aber der Heldenplatz ist groß genug und fünfzehntausend Teilnehmer waren dann auch nicht da, so daß Platz genug war, den Einmeterabstand, wie die Polizei öfter durchsagte, einzuhalten und die Veranstalter die Leute auch aufforderten, weil ja Halloween einen Maskenball zu veranstalten, daß es aber heute keine Halloweenfeiern geben soll, hat der Gesundheitsminister ohnehin öfter erklärt, wie die Leute auch aufgefordert wurden, während der Herbstferien nicht auf Urlaub zu fahren.

Es war auch eine gute Stimmung und für mich überraschen auch Leute, die gar nicht so konservativ aussahen und Themen, die man diskutieren kann, gibt es ja genug. So berichtete, die Pyschologin Elisabeth Mayerweck von den Schwierigkeiten, die Kinder mit dem Maskentragen haben können. Ein Schüler bestätigte das und rief zu einer Telegramgruppe auf. Ein Pfarrer aus Deutschland erzählte von einem Begräbnis, wo, die Angehörigen von ihrer Mutter nicht verabschieden konnten, weil es zuerst hieß, es ist noch nicht so weit und dann war sie schon gestorben.

Gutes Wetter, aber auch sehr viele Polizisten, einer hat ein Bild von einem Elefanten mit der Aufschrift „Einführung der Maskenpflicht“ fotografiert, fünf andere, die in einer Gruppe standen, haben von einer Frau ein Madonnenbildchen mit dem Zusatz, daß man das jetzt brauche, überreicht bekommen, was sie auch nahmen.

Die Demo hätte bis neunzehn Uhr gedauert und dann hätte es noch einen Lichtermarsch über die Ringstraße gegeben und morgen gibts auch noch ein Programm, aber da bin ich, weil wir ja nach Harland fahren wollten, gegangen und da sind mir eigentlich viele Halloweenkostüme aufgefallen und die Schanigarten noch geöffnet.

Dann habe ich mir Pressekonferenz angehört mit den neuen Verordnungen angehört, wo es ja dann Schluß mit lustig ist, keine Weihnachtsmärtke, kein Ganslessen und da man sich ja auch nur mit einem Haushalt treffen kann, fällt auch mein Geburtstagfest weg. Jetzt können wir nur hoffen, daß die Zahlen sinken, daß man wenigstens Weihnachgten feiern kann.

2020-10-01

Fakten statt Panik-Demo statt Skriptorium

Filed under: Alltagsgeplauder,Uncategorized — jancak @ 22:28
Tags: ,

Wenn man sich nicht registrieren und auch keine Maske tragen will, ist das Leben derzeit ziemlich eingeschränkt, kann man ja in keine Geschäfte und in keine Lokale gehen. Richtig, demonstrieren kann man auch für seine Grund- und Freiheitsrechte, obwohl ich ja schon geschrieben habe, daß das derzeit auch manchmal recht seltsam ist und nicht die Leute dort, die man eigentlich erwarten würde, aber als der Lockdown Ende April vorüber war, warich ja am ersten Mai als erstes auf einigen Demos, dann konnte man ja zwischendurch wieder in die Geschäfte und in die Restaurants, aber derzeit ist alles ja besondern streng, seit Montag Registrierungspflicht in den Wiener Lokalen und es gibt Gerüchte, die zwar eifrig dementiert werden, daß sich die Regierung auf einen Lockdown am dreiundzwanzigsten Oktober vorbereitet, weil da kommt ja der Staatsfeiertag, Halloween, Allerheiligen und ein langes langes Wochenende, das man ja vielleicht nicht nur für Friedhofsbesuche, sondern für illegale Parties verwendet könnte.

Mal sehen, wie es wird. Ich überlege ja immer noch, ob ich mein literarisches Geburtstagsfest coronagerecht mit zehn Personen stattfinden lassen oder vorauseilend darauf verzichten soll und habe auch auf das Skriptorium im Stift Seitenstetten im Rahmen der Bibelwochen zu dem mich Doris Kloimstein freundlicherweise eingeladen hat, abgesagt, weil ich nicht mit Maske auf den Gängen und im Speisesaal herumlaufen wollte.

Ja, ich bin ein wenig oder sehr stur, trotzdem habe ich das natürlich bedauert und war hin und hergerissen, weil so viele Leute laden mich ja nicht zu einem Schreibevent ein, was mich aber getröstet hat, war, daß es am ersten Oktober wieder eine Demonstration gab, auf die ich ja sonst nicht gehen hätte können.

Vielleicht ist Widerstand und Haltung zeigen nach Hanna Arendt oder so, gerade jetzt besonders angezeigt, obwohl man da ja vielleicht auch in die rechte Lade der Corona-Leugner gepackt werden könnte, man aber in die rechte Lade der Corona-Leugner gepackt werden könnte, vielleicht doch ein wenig an die frische Luft, um die Abwehrkräfte zu stärken, was ja jetzt auch besonders wichtig ist, gehen sollte.

Heute ist auch noch ein besonderer Tag, wurde ja am ersten Oktober 1920, die österreichische Verfassung verankert, was von der Regierung auch sehr coronakonform gefeiert wurde, während die FPÖ eine Pressekonferenz dagegen setzte und meinte, daß die wohl inzwischen schon sehr ausgehobelt wurde.

Demonstrationen gibt es ja derzeit recht viele, wahrscheinlich wollen die Leute auch hinaus und ihren Widerstand zeigen, so gehen ja die „Fridays for futures“ wieder auf die Straße. Am Michaelerplatz gab es eine Besetzung, die „Omas gegen Rechts“ halten Mahnwachen am Ballhausplatz ab, wollten aber nicht bis am Nachmittag bleiben, wo die „Initiative für evidenzbasierte Komminkation“ wieder eine Kundgebenung abhielt. Da war ich ja schon auf einer im Mai und inzwischen auch auf zwei anderen am Karlsplatz, aber dort wurde eine Fahne verrissen und die steirische Ärztin Konstantina Rösch, die sich sehr kritisch auf diversen Demons und bei Talkshows äußerte, wurde inzwischen auch entlassen. Dann gibt es noch einen kritischen Arzt, der Maskenbefreiungen ausstellt und der hat, wie ich hörte, auch Schwierigkeiten bekommen, während es inzwischen schon eine Initiative der obrösterreichischen Ärztekammer gibt, die sich auch kritisch äußert und meint, daß man vielleicht nur die Kranken und nicht wahllos jeden Gesunden testen sollte, weil dann ja die Zahlen nach oben gehen, was ja wegen der Reisewarnungen derzeit große Panik auslöst.

Ich bin ein bißchen zu spät auf den Ballhausplatz gekommen, wo ich ja vor ein zwei Jahren öfter bei den Donnerstagsdemonstrationen war und hörte gleich die Veranstalter sagen, daß sie weder linkas noch rechts, sondern für die Wahrheit wären.

Nun ich bin wahrscheinlich ein bißchen links, für die Wahrheit aber auch, habe mich also auf einen Stein gesetzt und außer dem Andi Pianka niemanden gekannt. Das heißt der Alfred ist mit seinem „Grünen-Leiberl“, er macht ja jetzt sehr viel Wahlwerbung für die Grünen, später gekommen und es hat der Arzt Dr. Fiala gesprochen und ein bißchen was über die PCR- Tests erzählt, dann kam eine Psychologin und erzählte etwas über die psychischen Auswirkungen, die es haben kann, wenn man monatelang nichts als steigende Zahlen hört und als Kind seine Großeltern nicht besuchen darf oder als alter Mensch vielleicht alleine in seinem Altersheim oder Wohnung lebt.

Sehr spannend und wahrscheinlich wirklich etwas schwierig den Winter zu überleben, wenn dann der Schnupfen und die Grippe kommt. Heute war es aber noch schön, ich bin mit dem Alfred über das Museumsquartier zurückgegangen, wo man sich ja noch sein Bier und seinen Hugo aus den Lokalen holen konnte.

„Wir führen eigentlich ein Luxusleben!“, hat der Alfred zu mir gesagt. Ja, auf der einen Seite sicherlich, weil ich ja zu Fuß gehe, einen Einkäufer und viele Bücher zu lesen habe, viel schreibe und man sich ja auch einige Veranstaltungen im Livestream ansehen kann, eingeschränkt ist man aber schon und wird wohl so bleiben, wenn man das Virus weiter auf diese Art verfolgt, statt damit zu leben versucht, was ja auch eine Möglichkeit wäre.

2020-09-19

Neuerlicher Demoversuch

Ich bin ja eine, die, als im Februar der Corona Virus von China über Italien zu uns hinüberschwappte, die Leute begannen Vorräte zu hamstern und das Klopapier einzukaufen und die Polizei vor dem Gymnasium in der Albertgasse auftauchte, als es dort einen Corona-Verdacht bei einer Lehrerin gab und man Gerüchte hörte, daß das Geld abgeschafft und Bill Gates, die ganze Welt impfen will, sich schon da mehr vor der Einschränkung der Freiheitsrechte und der Bevormundung, als vor dem Virus fürchtete, weil man ja da schon hörte, daß es zwar sehr ansteckend ist, aber nur bei sehr wenigen Leute Smptome auslöste und, daß eigentlich nur die Risikogruppen mit Mehrfacherkrankungen und ab fünfundsechzig gefährdet sind, habe das, glaube ich, bei der letzten Veranstaltung im Literaturhaus bei der ich war, Elfriede Haslehner und Erika Parovsky so gesagt.

Dann kam der Lockdown, die Maskenflicht, die Freiheitsbeschränkungen mit den vier Gründen aus dem Haus zu gehen und dem Babyabbstand, was später als verfassungswidrig erkannt wurde. Man wußte nicht, ob man sich auf eine Parkbank setzen durfte oder nicht.

Schulen, Geschäfte und Restaurants wurden geschlossen, Operationen und Routineuntersuchungen wurden aufgeschoben und die Zahlen gingen zurück, so daß ab Ostern, wo die Kinder auch noch nicht ihre Großeltern besuchten durften, die Maßnahmen wieder gelockert und langsam die Geschäfte und Restaurants wieder geöffnet wurden.

Es gab Parties am Donaukanal, große Demonstrationen gegen black live matters, wo fünfzigtausend Menschen hinkamen und kleinere gegen die Coronamaßnahmen und da war lustig oder auch verrückt, daß sich plötzlich die FPÖ und Ex-Minister Kickl für die Freiheit einsetzen und „Stopp den Corona Wahnsinn“ forderten, während die Grünen, weil in der Regierung die Maßnahmen mitrugen.

Bis Ende Juni ging das alles gut, die Grenzen wurde wieder geöffnet, man konnte auf Urlaub fahren und sich bis auf einige Ausnahmen wieder normal benehmen, aber dann stiegen die Zahlen wieder an und die Maskenpflicht, die es nur mehr beim Friseur, in den Apotheken oder beim Arzt gab, wurde wieder vehement eingefordert und wird jetzt, da schon ganz Österreich auf gelber oder oranger Ampelschaltung, wieder allgemein eingeführt,

Reisewarunungen werden ausgesprochen, in den Schulen gibt es Maskenpflicht und es wird, weil man ja das Virus ausrotten und nicht auf die sogenannte Herdenimmunität setzen will, getestest und getestet, jeder der Positiv reagiert zehn oder vierzehn Tage isoliert und es kommen nur wenige Stimmen, die sich fragen, ob man mit dem Virus nicht anders umgehen kann?

Es gibt auch keine wissenschaftliche Diskussion zwischen den Ärzten, die das anders sehen, wie Prof Bhakdi, Dr. Wodard, Martin Spenger und denen, die, die Maßnahmen befürworten und die Teilnehmer an den Demonstrationen werden als Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker diffamiert und einige kritische Ärzte entlassen.

Ich bin eigentlich schon am ersten Mai, als die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden, auf einigen Demonstrationen gewesen. Da gab es ja, die, der Künstler, die sich für ihr Auftrittsrecht einsetzen, eine am Donaukanal, die, glaube ich, von Jennifer Klauninger intitiert wurde, eine am Ballhausplatz, wo ich neben einigen Identitären stand und ich wunderte mich, daß die Demos in Wien eigentlich eher klein waren und ins rechte Eck gedrängt wurden, so daß ich und weil ich im Sommer auch nicht in Wien war, nicht mehr hinging.

Anfang September, da gab es in Berlin schon große Demonstrationen, die verboten werden sollten, bin ich wieder auf eine gegangen, die aber, weil dort eine Fahne mit einem Herz, die, wie eine Regenbogenfahne aussah, zerissen worden, in Verruf geriet, obwohl es Jennifer Klauniger,, die das tat, glaube ich, mehr um Pädophilie, als um Homophobie ging und sie dieses Herz für ein Pädophilensymbol hielt.

Also keine Demo mehr. Aber wo drücke ich dann meinen Unmut, gegen den Umbau in einen autoritären Staat, den man nachher vielleicht nicht mehr los wird und gegen das neue Covidgesetz, wo Räume gestürmt, Akten eigensehen werden und einem die Benützung seinen Autos verboten werden kann, aus?

Und wenn man, obwohl die Pandemie vielleicht wirklich herbeigetestet wird und man bis die Impfung kommt, nur mehr mit Maske aus dem Haus gehen darf, bin ich sehr eingeschränkt.

Da sollte man etwas tun, habe ich gedacht und war dann wieder beruhigt, als ich von Eva Brenner aufgefordert wurde, gegen das neue Gesetz Einspruch zu erheben. Das habe ich schon Ende August getan und heute hat es wieder eine Demonstration gegeben, wo auch Alexander Nizberg, den mir ja einmal Christl Fallenstein vorgestellt hat und bei dem ich auch in der „Alte Schmiede“ war, aufgetreten ist und seinen Unmut äußerte.

Nächste Woche gibt es wieder eine Demonstration am Heldenplatz, aber da werden wir in Harland sein und am ersten Oktober eine am Ballhausplatz, da werde ich, wenn das mit der Maskenpflicht nicht vielleicht noch einmal verschrärft wird, beim „Skriptorium“ im Stift Seitenstetten sein, wo mich Doris Kloimstein eingelanden hat mit anderen Literatuen und bildenden Künstlern einen Text im Rahmen der Bibelwoche zu schreiben.

Also wird es wieder eine Demopause geben und inzwischen werden wir sehen, wie weit die Zahlen steigen und, ob wir, wenn wir jetzt auch mit Maske ins Restaurant und nicht mehr ohne auf den Markt gehen und uns auch nur mehr zu zehnt treffen können, was ja mein literarisches Geburtstagsfest betrifft oder einschränkt, den zweiten Lockdown verhindern können?

2020-05-29

Zwei Meter Abstand für Kunst und Kultur

Filed under: Gesellschaftspolitik — jancak @ 22:40
Tags: ,

Ich bin ja in den letzten Wochen in Wien fast nur aus dem Haus gegangen, um auf die Bank, zum Briefkasten, zur Mülltonne und zum Bücherschrank und natürlich zu Demos zu gelangen.

Klingt in in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen, der Maskenpflicht und des Sicherheitsabstandes ein wenig absurd, war aber so und die ersten Demos hat es für mich am ersten Mai gegeben, da ist der Maiaufmarsch in sehr sehr abgespeckter Form in die Demo für Kunst und Kultur hineingefloßen und ich habe mich zweimal ein wenig gewundert. Erstens, daß ich niemanden kannte und zweitens habe ich mich gefragt, was ich hier eigentlich mache, außer meine Füße zu vertreten, denn ich habe ja weder beim Härtfallfond noch beim Künstlerunterstützungsfond eingereicht, weil ich ja keinen literarischen Einnahmensverlust, da sowieso keine literarischen Einnahmen habe.

gewundert habe ich mich auch, keine Literaten dabei gesehen zu haben und auch, daß Gerhard Ruiss nicht das Wort ergriffen und eine schwungvolle Brandrede gehalten hat.

Als ich vor zwei Wochen auf diesen Spaziergang für das Ende der Maskenpflicht gewesen bin, habe ich einen Teilnehmer zu einem anderen etwas von einer Kunstdemo sagen gehört, bin aber erst zu Hause darauf gekommen, daß ich die versäumt habe oder eigentlich aus den obigen Gründen wieder nicht.

Inzwischen waren ja schon die Restaurants und die Geschäfte aufgesperrt und die Künstler mit der Staatssekretärin Ulrike Lunacek höchst unzufrieden, weil die bei einer Pressekonferenz etwas von „Kein Küßen und kein Spucken auf der Bühnen und auch keine Blasmusik!“, gesagt hat.

Das führte dann zum Rücktritt, inzwischen ist Andrea Ecker, die jetzt Mayer heißt, Staatssekretärin und die Kinos, beziehungsweise, Veranstaltungen bis unter hundert Personen können heute aufsperren, die Salzburger Festspiele wird es auch geben.

Die neue Staatssekretärin hat einen neuen Unterstützungsfond für bei der SVA versicherte Künstler, also auch nicht für alle, angekündigt und Gerhard Ruiss hat mir ein Mail geschrieben und mich zu der dritten Demo für Kunst und Kultur eingeladen.

Es geht also etwas weiter, habe ich gedacht und bedauert, daß ich wieder eine fünf Uhr Stunde hatte, also zu spät kommen werde.

Aber vorher hat mir noch Cornelia Stahl gemailt, daß das Interview, das sie am 30.4. mit mir machte am 23. 6 zwischen achtzehn Uhr und achtzehn Uhr dreißig im „Literaturfenster“ im Radio Orange gesendet wird.

Wer es hören will, bitte vormerken. Dann hat sie mich noch in den Eissalon am Margaretenplatz eingeladen, wo der Service, ein bißchen anders als früher, Selbstbedienung und nur Wegwerfgeschirr, war und literarisch ist diese Woche auch einiges losgewesen.

So habe ich sehr viele Kommentare bekommen, der Rudi , die Margit Heumann, hat sich gemeldet, Peter Cak hat mir gesagt, daß er die Schreibgruppe gerne wieder beleben möchte, Doris Kloimstein hat mich gefragt ob ich auf die Demos gehe?

Mit der Ruth habe ich abgemacht mich dort mit mir zu treffen. Als ich aber nach dreiviertel sechs losgestapft bin, hat es zu Schütten angefangen. Das hat dann zwar wieder aufgehört. Die Ruth war aber offenbar schon weg oder vielleicht auch gar nicht da, als ich patschnaß den Maria-Theresia Platz mit dem Denkmal der Kaiserin zwischen den zwei Museen erreichte. Ein Orchester war unter einem Zeltdach improvisiert, der Schauspieler Cornelius Obonja hat Ulrike Lunacek verteidigt und wurde ausgebuht.

Ich denke auch, daß sie genau soviel dafür kann, wie die anderen Minister, daß nichts weitergegangen ist und wahrscheinlich auch nicht weniger Ahnung von der Kultur als Werner Kofler oder Sebastian Kurz hat, aber man geht ja immer auf die Frauen los und versucht sie hinauszudrängen. Susanne Scholl, die Literatin, Journalistin und Oma gegen Rechts habe ich wieder versäumt, aber die Rede der Schauspielerin Andrea Eckert angehört. Lukas Cejpek gesehen, Gerhard Ruiss nach seiner rede gefragt, ob er mein Buch bekommen hat. Ein Kunstministerium wurde wieder gefordert und das bedingungslose Grundeinkommen. Es gab musikalische Einlagen, eine Frau hat ein Lied gesungen, Dudelsackpfeifer haben den „Lieben Augustin“, gespielt und gesungen: „Geld ist weg, Kultur im Dreck“ und am Schluß, da war mit schon ziemlich kalt, hat noch Harry Stojka gespielt und ich glaube auch gesungen.

Der geforderte Mindesabstand von zwei Meter wurde nicht ganz eingehalten, von der Regierung wird aber ohnehin nur einer verlangt und im Freien gibt es auch keine Maskenpflicht und die soll ja „Hurrah, Hurrah!“, in vierzehn Tage in den Geschäften wegfallen und nur mehr in den Verkehrmitteln, beim Friseur und wahrscheinlich auch bei den Innenveranstaltungen gelten, also vorläufig keine „Alte Schmiede“ und kein Literaturhaus, etcetera, aber die werden wahrscheinlich im Juni ohnehin kein Programm zusammenbringen. Dann kommt ja die Sommerpause und bei mir gibt es, kann ich schon verraten, während ich meinen Corona-Kurzroman korrigiere und vielleicht auch noch verändere noch mindestens zwei Szenenschmankerl, denn ich bin ja eine aktiv schreibende Frau, auch wenn ich im Literaturbetrieb so danebenstehe, daß ich weder eine „Steuerbefreiung bei Kunstankäufenm noch eine umgehende Verbesserung der Künstlersozialversicherung“ fordern kann und richtig Erwin Leder, den ich vom Lesetheater kenne ist auch aufgetreten und hat etwas von einem Schweigemarsch der Kunst erzählt, der am ersten Juli am Ring stattfinden wird, denn wenn es „Keine Kunst und Kultur gibt, stirbt das Land!“,

Das weiß ich jetzt nicht so genau, ob das wirklich stimmt. Für mich waren die Corona-Zeiten jedenfalls sehr intensiv, was das Schreiben und das Lesen betrifft.

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.