Literaturgefluester

2021-01-17

Großdemo in Wien

Seit Weihnachten oder auch schon etwas früher, haben sich die Ereignisse zugespitzt. Die Zahlen, die bis Sommer relaiv gut waren, sind seit den Lockerungen gestiegen und gestiegen, so daß die Maskenpflicht wieder und die Registrierungspflicht in den Restaurants eingeführt wurde und im Oktober lagen sie dann bei neuntausend. Also leichter Lockdown ab November. Der wurde dann vershärft und Ende November überraschte Kanzler Kurz in der Pressestunde mit der Massentestidee, damit wir alle ungestört Weihnachten feiern können. Dagmar Belakowitsch von der FPÖ war dagegen „Dann sitzen Sie zu Hause in Quarantäne statt unter Christbaum!“

„Unverantwortlich!“, ätzten die Medien. Es gab die Diskussion, um die Freiwilligkeite und nur wenig Leute gingen hin.

„Das ist kriminell!“, hieß es in den Medien.

„Dann sind Sie schuld, wenn tausend Leute Ihren Arbeitsplatz verlieren!“

Und man empfahl sich vor Weihnachten testen zu lassen, damit man die Oma besuchen kann. Es gab die Weihnachtsverordnung, daß man zehn Leuten aus zehn Haushalten treffen kann und ab dem zweiten Weihnachgtsfeiertag wieder harter Lockdown und keine Silvesterfeiern und dann sind die Zahlen obwohl das lang befürchtet wurde gar nicht so sehr angestiegen, denn sie liegen jetzt schon lang zwischen ein- und zweitausend. Dann kam das Freitesten, denn Lockdown bis zum achtzehnten Jänner aus dem man sich raustesten hätte konnen, wenn nicht, muß man bis vierundzwanzigsten zu Hause bleiben und FFP2-Maske tragen. Die kam dann in den Gondeln, weil die Lifts mit großen Geschrei ab dem vierundzwanzigsten Dezember öffnen konntten. Eislaufen durfte man auch am Rathausplatz. Da bekam man einen Bewegungsmelder umgehängt und die Oppositon stimmte gegen die Gesetzesvorlage, wo das Freitesten eingeführt werden sollte. Man konnte dagegen Einspruch erheben. Ich gat es, die Seiten brach aber in den drei Tagen nach Silvester, wo man das konnte, zusammen und dann kam wieder eine Überraschung. Kein Freitesten, dafür Lockdownverlängerung bis vierundzwanzigsen und dann hörte man schon, in England gibts eine Virusmutante, die viel viel ansteckender ist und das ist jetzt auch nach Österreich gekommen oder soll das sein.

Das Freitesten wurde durch das Reintesten ersetzt. Was bedeutet, daß man ab dem vierundzwanzigsten Jänner nur mehr mit Test in Veranstaltungen, die dann öffnen sollten, gehen kann. Dorthin und in die Hotels, bei den Retaurant wußte man es nicht. Der Handel war auch dagegen und weil das englische Virus so ansteckend sein soll, kamen bald Gerüchte Verlängerung des Lockdowns.

Bis nach Ostern hieß es in Deutschland, wo der Lockdown auch verlängert werden soll und FFP2- Maskenpflicht in den Geschäften. Die soll jetzt nach dem vierundzwanzigsten kommen. Restaurants und Veranstaltungen zu, bis Ostern oder Februar, ansonsten FFP2 im geschlossenen Raum, solange bis die Zahlen bei tausend oder sogar bei siebenhundert liegen und de letzten Meldungen waren, daß der Lockdown am besten solange dauern soll, bis das Virus ganz verschwunden ist.

Das wird, denke ich, nie passieren und wenn ist dann sicher schon der nächste Virus da. Aber der Handel ist bis dahin zusammengebrochen und fordert schon sehr energisch, endlich aufzusperren, denn bis Ostern ist alles kaputt. Eine Wirtin hat das in Linz diese Woche schon getan und der droht jetzt dreißigtausend Euro Strafe und in den letzten Tagen war die Lockdownverlängerung und und die Erweiterung der Maskenpflicht das große Thema. In Deutschland soll man auch nicht weiter bis fünfzehn Kilometer seinen Wohnort verlassen dürfen und, ich glaube, sogar der Verkehr eingestellt.

„Ein bißchen verrückt!“, könnte man sagen und das scheinen sich auch die Leute zu denken, denn Anfang Jänner begann es mit den Demos oder den Spaziergängen, wie die jetzt heißen und man hörte, daß die Demos verboten werden sollen, weil das sind ja nur die Schwurbler, die Rechtsextremen, die Aluhutträger und Impfgegner und alle anderen, die vielleicht nur besorgt, um ihre Freiheit wären oder Angst um ihren Arbeitsplatz oder Geschäft haben, sollen sich hüten dort mitzugehen.

Demonstrationen wurden aufgelöst, aber die, die am Samstag um eins oder um zwei am Heldenplatz stattfand, gab es, nachdem sie einen anderen Veranstalter hatte. Da gibt es ja immer die Diskussion mit der Maskenpflicht, daß die Teilnehmer die nicht einhalten und deshalb verboten werden sollen, aber im Freien braucht man die nicht tragen, sondern nur den Abstand halten, was, wie ich gerade in Oe-24 höre, angeblich nicht so ist.

Ist es aber und die Regel ist nur der Abstand und den halte ich beispielsweise ein und ich bin, das wissen, glaube ich, meineLeser nicht rechtsexem sondern eher links oder kritisch und ich war auch auf dieser und auch schon auf einigen anderen Demostratonen aber so eine volle habe ich bisher nicht gesehen, das war schon fast wie bei den Donnerstagsdemonstrationen und ich kann bestätigen, daß ich lauter normale und vorwiegend junge Menschen dabei gesehen haben.

Zwanzig oder über zehntausend habe ich gehört und es war der ganze Heldenplatz, zwar mit großen Abstand, aber immerhin sehr voll. Es gab ein paar Reden und dann einen Marsch über den Ring, wo es wirklich, das stimmt sehr gedrängt war. Klar, wenn sich zwanzigtausend Menschen auf der doch begrenzten Straße drängen. Es ging vom Heldenplatz bis zum Schwarzenbergplatz, zumindst bin ich bis dorthin, beziehungsweise bis zum Stadtpark gekommen. Dann gab es einen Halt und eine Durchsage, daß man nicht vor die Polizeiwägen gehen soll. So bin lang herumgestanden und dann zurückgegangen und im TV gesehen, daß es ganz um den Ring bis zum Heldenplatz gegangen ist, wo jetzt die Abschlußkundgebung stattfand. Ausschreitungen soll es, habe ich im Oe 24 gehört, auch gegeben haben.

Ich kann nur betonen, davon habe ich nichts gesehen, nur ein paar Österreichfahnen und Blumen, aber die sind ja nicht verboten und ein Plakat, das ein Kind mit seiner Mutter trug, was mich sehr beeindruckt hat.

„Ich bin kein Corona-Leugner aber nicht blöd!“, ist darauf gestanden und das trifft, kann ich anfügen, auch für mich zu, daß ich denke, wo kommen wir hin, wenn das so weitergeht? Welche Masken und Sicherheitsabstände werden wir dann noch aufgebrummt bekommen? Denn wenn es jetzt einen Sicherheitsabstand von zwei Meter gibt, kann ich wahrscheinlich nicht mehr arbeiten und das wird in der Realität wahrscheinlich auch nicht funktioneren, von den Traumatisierungen der Kinder und dem, was sie versäumen, wenn sie nicht in die Schule kommen, ganz abgesehen und da hätte ich auch gedacht, daß das Problem gelöst ist, wenn alle geimpft sind, aber das scheint jetzt nicht zu sein, wenn da immer wieder ganz andere Viren kommen und man trotzdem Maske tragen muß und wahrscheinlich ohne Impfung auch nicht arbeiten oder irgendwohin gehen kann.

Bloggen auf WordPress.com.