Literaturgefluester

2021-09-11

Harland statt kühle Meile Zieglergasse

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 19:12
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Der Alfred ist ja am dreivierundzwanzigsen August mit dem Karli nach Albanien gefahren, weil das ja ein sehr schönes Land sein soll, wie man überall hört und liest und bin in eine sogenannte Corona-Strohwitwenzeit gegangen, was durch die Verkündigung der deutschen und der österreichischen Buchpreisliste und der diesbezüglichen Bücherbeschaffung eine sehr intensive war. Außerdem gab es Ausblicke auf das Volksstimmefest und die kühle Meile Zieglergasse,das Literaturfest das es ja am elften September wieder gibt.

Als ich die deutschen Büchpreislistenbücher alle angeschrieben hatte und in meine Mailbox ging, erlebte ich eine üble Überraschung „Sie werden verstehen, daß Ihr Text nicht auf das „Linke Wort -Lesung“ passt. Habe ich nicht, mich mit dem Veranstalter ausgesprochen und dann bezüglich der 3G-Verordnung nicht gelesen. Eine Demo gab es am vorigen Samstag auch und von der Pastoralstelle St. Pölten habe ich noch ein Belegexemplar von „Noahs Fest“ bekommen, das ich der Ruth geben wollte, die also für den gestrigen Freitag eingeladen, wo es ja auch eine Literaturhaus livestream Veranstaltung mit einer Buchpräsentation von Didi Dobras Neuerscheinung geben sollte, denn die literarische Saison hat schon angefangen.

Am Mittwoch, wo der bei der „Grünen Erde“ bestellte Tisch gekommen ist, der Alfred hat ja die Sitzgarnitur im Wohnzimmer hinausgeschmissen und sich von seinem Lieblingstischler eine Bettbank machen lassen, damit die Hundertmarks wenn sie nach Wien kommen, darauf schlafen können und da hat dann auch der Alfred aus Kroatien, glaube ich, angerufen, mitgeteilt, daß Albanien doch nicht so wie vorgestellt gewesen wäre und es auch nicht so viel zu sehen gäbe. Also würde er früher als, wie geplant, am Neunzehnten zurückkommen und „Fahren wir am Wochenende nach Harland?“, hat er gefragt.

Aber da wäre ja die kühle Meile Zieglergasse, aber da in Zeiten wie diesen, höchstwahrscheinlich ein Bannd davor und daher vielleicht eine vorgezogene 1G odernatürlich erst 3 G Regel, die ich auch nicht erfülle , gibt. Das Literaturereignis also auslassen und nur den Besuch der Ruth abwarten und dann nach Harland fahren.

Der Alfred ist dann cirka um halb fünf gekommen, hat Käse, viel Polenta, denn er war auch in Italien und den esse ich ja gern, zwei T- Shirts und ein paar Keramikschüßeln mitgebracht, noch nicht so viel erzählt, dafür von der Ruth die Information bekommen, daß sie auf der Auslandkulturtagung gewesen ist und auch zur Romanarbeit demnächst nach Triest in eine Schriftstellerwohnung fahren wird, die GAV-Neuaufnahmejurdiskussion hat es auch gegeben. Wir haben den Käse gegessen, Wein getrunken. Torten hat der Alfred später auch gebracht, weil ich ihm erzählt habe, daß ich bei der Ruth vor zwei Wochen auch solche gegessen zuhaben.

Wir sind dann um cirka halb acht, glaube ich, nach Harland gefahren. Also keine Livestreamveranstaltung. Aber die könnte ich mir, glaube ich, mindestens eine Woche lang nachhören und auf der Literaturmeile wird es vor dem Literaturhaus diesmal einen Slam B geben, habe ich im Programm gelesen. Ob der gestreamt wird, weiß ich nicht. Aberi ch wäre ohnehin höchstwahrscheinlich wieder in ein Dilemma gekommen, denn der Andi Pianka hat mir kommentiert, daß es um zwei eine Antimaßnahmen- oder Antinichtgeimpftendiskriminierungs -Demo geben soll. Da hätte ich wohl zwischen Zieglergasse und Karlsplatz hin und her switschen müssen. Vielleicht gibts in OE24 davon zu hören und ansonsten nach drei Wochen wieder auf den Markt radeln.

Das Radfahren gesund ist und die Abwehrkräfte, die man braucht, um der Ungeimpften-Pandemie zu entgehen, habe ich, glaube ich, schon geschrieben und das Sport machen, soll ja den Nichtgeimpften bei Stufe zwei oder so auch entzogen werden und es wäre auch noch eine letzte Gelegenheit in St. Pölten maskenlos einzukaufen. In Wien kann man das ohnehin nicht und ab nächsten Mittwoch müßen sich die Ungeimpften damit ja outen.

Da ich ohnehin nicht Maske trage und in Wien lebe, tangiert mich das wahrscheinlich nicht und in den „Thalia“ muß ich auch nicht gehen, weil ja jetzt ein Stapel von ungefähr dreißig Buchpreis- und auch ein paar anderer Bücher im Wiener Badezimmer liegen, denn Barbi Markovics „Verschissene Zeit“ ist jetzt auch zu mir gekommen.Unterhosen habe ich mir vor drei Wochen beim NKD auch gekauft, daß ich in meiner Strohwitwenzeit nicht Wäsche waschen muß und vorher schon ein paar Hosen und Nachthemden.

Also werde ich nicht in St. Pölten die letzte Gelegenheit nützen müßen, weil wir, weil wir die Polster und den Tisch schon bekommen haben, auch nicht in den kleinen „Grüne Erde-Shop“ müßen. Da hat sich die Verkäuferin das letzte Mal gewundert, wieso wir von Wien nach St. Pölten kommen, um einen Tisch zu bestellen. Aber in Wien gibt es die Maskenpflicht und außerdem ist es am Samstag wahrscheinlich einfacher in die Wienerstraße zu kommen, als in Wien auf dieMariahilferstraße.

Also nur am Markt ein Würstl oder einen Burger essen. Das wird man wahrscheinlich noch länger tun können und vielleicht die Doris Kloimstein treffen, denn da hätte ich ja wieder einen Stoß Bücher für sie. Darunter Kurto Wendts „Sie sprechen mit Jean Amery, was kann ich für sie tun?“, aber die ist wahrscheinlich noch in Frankreich und hat ihren Urlaub nicht, wie der Alfred vorzeitg beendet.

Also wieder ein Harland Wochenende, die Anna und das Baby sehen und natürlich die Schwiegermutter.

„Willst auf den Hochschwab gehen?“, hat der Alfred mich gefragt.

„Aber Erstens wahrscheinlich kein Platz auf der Hütte, Zweitens natürlich 3G und drittens ist mir das vor allem in den neuen Schuhen wahrscheinlich zu weit, weil nach eineinhalb Jahren Pandemie und dem einen Jahr vorher mit dem Unfall und dem Knöchelbruch, wo ich ja jetzt viel weniger aus dem Haus gehe, sondern mich in die „Alte Schmiede“ streame, ist meine Kondition höchstwahrscheinlich nicht die beste.

Das also zum Schutzgedanken bezüglich der Ungeimpften. Denn wenn sich die vor dem Fernseher mit Chips Bluthochdruck und Diabetes anessen. Gehören sie vielleicht wirklich zu den Riskopatienten und das ist wahrscheinlich nicht so gut, wie der Herr Gesundheitsminister als praktischer Arzt mit einer TCM-Ausbildung sicher wissen wird.

Mit der Ruth habe ich auf der Terrasse gestern aber auch Kartoffelchips gegessen, weil da noch ein Sack da war und wie schon erwähnt, Wein dazu getrunken und jetzt auf in die Romanarbeit. Spätestens wenn ich vom Markt zurückgekommen bin, obwohl ich die Handlung vom „Seitengewitter“ noch nicht so ganz habe, weil nur Corona und 1G bzw Schutzlockdown für Ungeimpfte ist wohl zu wenig, obwohl ich da schon ein paar starke Aussagen mitgeschrieben habe, die sich sicher verwenden lassen.

Eine Handlung muß her, die darüber, daß sich die Alberta mit Philip Knirsch anfreudet und der sie oder sie ihn überzeugt, hinausgeht. Die Tanja, die Hannah und der Großvater wollen den Felix vor der impfung bewahren und die Zahnärztin Martina, die Mutter der Hannah und Schwester des Philips könnte vielleicht auch illustre Patienten haben und die Sophie, die Mutter der Tanja und des Felix, in ihrer Galerie vielleicht eine neue Liebe begegnen, während sie in einen Lockdown für Nichtgeimpfte hineingehen und dann, wenn doch alle geimpft sind, vielleicht schon die neue Variante die zu Da Capo ruft, erschienen ist.

Mal sehen, noch sind wir nicht so weit. Die knackige Handlung mit der mir der literarische Durchbruch gelingt, muß erst kommen, was in Zeiten, wie diesen, vielleicht noch ein Stückchen schwerer ist, als es ohnehin schon war.

Und nine elefen ist heute auch. Da habe ich ja vor zwanzig Jahren an meinen“ Wiener Stadtroman“ geschrieben und da auch eine kleine Wien Tour gemacht. In einer der Buchhandlungen in der Wiedner Hauptstraße, die es nicht mehr gibt, Irvings „Pension Grillparzer“ gesehen, die ich mir damals nicht kaufte und zum zehn Jahre Gedenken war ich, glaube ich, im MQ und habe da gratis Würstl gegessen. Jetzt gibts in OE24 Sondersendungen.

2021-05-24

Gesund, frei, widerständig

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:34
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Klingt ein bißchen nach FPÖ, ich gebe es zu, ist aber vielleicht trotzdem wichtig, wenn man den berühmten drei Gs, geimpft, getestet, genesen, mit denen man ab letzten Mittwoch in einen Gastgarten, ein Fitneßstidio oder in ein Flugzeug steigen kann, etwas entgegensetzen will und denkt, daß sein Impfzeugnis eigentlich weder dem Kellner noch einem Securityguard etwas angeht und einem die Freiheit, wie ich immer höre, wegen einem Virus, auf das auch selber achten kann, gar nicht genommen werden kann.

Was macht man also, wenn man sich nicht zur Impfung zwingen lassen will, weil man denkt, das ist vielleicht doch noch nicht so ausgereift und außerdem ist es vielleicht auch ein bißchen eigenartig , wenn ich das istmachen muß, um endlich wieder frei leben.

„Wir sind frei!“, hat Herbert Kickl auch einmal mal, glaube ich, gesagt, als es um das berühmte Freitesten ging. Im Jänner oder Februar wars wahrscheinlich, mit dem man dann zum Friseur gehen durfte. Nun ich habe mir meine Haare inzwischen selbst geschnitten und denke, daß jetzt, wo das Wetter zwar noch nicht wirklich schöner wird, es aber trotzdem schon im Garten grünt und der Flieder blüht, das freie Leben angesagt ist und das sollte man sich auch ohne Freitestapp gönnen. Denn vom Würstlstand kann man sich, habe ich gehört, seine Käsekrainer ohne Maske und Registrierung holen und sich sogar dann schon auf die nächste Bank setzen und muß nicht die fünzig Meter weiter hatschen, was, glaube ich, ohnehin nicht wirklich eingehalten wurde.

Am Mittwoch wurden also fünfzigtausend Restaurants aufgesperrt. Die berühmten Zahlen sind auch prompt hinuntergegangen. Das haben die Zukunftsforscher vorausgesagt, ich gestehe, ich habe es nicht so recht geglaubt und warte schon darauf, daß die indische Mutation, die sicher irgendwo hinter einem Pfeiler lauert, auftaucht, um das Ganze wieder rückgängig zu machen.

Aber unser Kanzler war sehr zuversichtlich, als er am neunzehnten Mai mit der Staatssekretärin Mayer, seinem Vizekanzler und Ministerin Köstinger ins Schweizerhaus zum Stelzenessen marschierte.

„Stelze nein, die ist mir zu schwer!“, hat der Vizekanzler in die Mikrophone gesagt und entschloßen den Kopf geschüttelt und der Bundeskanzler wurde ein wenig ärgerlich, als ihm eine Frau unerschrocken nach der Impfpflicht fragte und, wie es damit sei, ob dann die Kinder am nächsten Schuljahr nur noch geimpft in die Schule dürfen und, ob das Jugendamt anmarschiert käme, wenn man sein Kind nicht testen lasse wollen?

„Lassen Sie mich ausreden und jetzt Mittagessen! Haben Sie noch ein wenig Geduld!“, hat er gemahnt, denn er wurde ja angezeigt, weil er beim Ibiza-Ausschuß nicht die Wahrheit gesagt haben soll.

Deshalb soll, wie man hört, vielleicht bald die FFP2-Maskenpflicht fallen, was mich besonders freut. Hörte man doch allethalben, daß man die, wenn man sich nicht impfen lassen will, in Zukunft tragen muß und damit als die zweite Klasse in der Klassengesellschaft auffallen wird.

Das sollte man nicht so einfach hinnehmen, denke ich und auch nicht auf den Belohnungsfünfziger hoffen, wenn man sich vielleicht doch impfen läßt, damit man ohne Ärger ins Kaffeehaus gehen kann!

Das sollte nicht sein, das ist vielleicht doch unnötig! Da sollte man vielleicht ein bißchen Widerstand üben und wenn es sein muß, sich weiter einkaufen lassen und den Kaffee halt beim Takeaway holen. Das geht, habe ich festgestellt und natürlich ist es klar, daß es gut ist, wenn sich fünfzig, sechzig odermehr Prozent freiwillig und ohne Druck impfen lassen, weil dann gibts wahrscheinlich, hoffentlich oder auch vielleicht, die berühmte Herdenimmunität mit der man in das freie Leben aufbrechen kann! Aber das sollte, betone ich noch einmal, ohne wenn und aber, absolut freiwillig sein!

Ich sollte es machen, wenn ich mich dann geschützt fühle und keine Angst mehr habe, krank zu werde und nicht, damit ich mich nicht mehr jeden zweiten Tag mehr testen lassen oder sonst zu hausbleiben muß und ich denke, die fünfzig Prozent wird es auch ganz ohne Zwang,wenn man die Impfung als sinnvoll erachtet, geben und die anderen sollten vielleicht doch ein bißchen auf Widerstand setzen.

Friedlichen Widerstand natürlich und so waren, ich betone es, auch die Demonstrationen auf denen ich im letzten Jahr war und da war ich auch auf einigen, wo zwar auch Martin Sellner irgendwo gestanden ist und Österreichfahnen geschwungen wurden, aber dreitausend Schuß Munition mit denen auf die Polizei geschoßen wurde, habe ich nirgendwo gesehen und so denke ich, daß es vielleicht nicht ganz richtig ist aus jeden Corona- Kritiker gleich einen Terroristen zu machen, weil man keinen Widerstand haben will!

Frei, gesund, widerständig. Neunundneunzig Prozent der Bevölkerung sind ja symptomfrei und sollten ihren Gesundheitsstatus nicht überall beweisen müssen. Auch wenn am vierten Juni der grüne Impfpaß kommt. Die EU hat das, glaube ich, vor einigen Tagen beschloßen. Die Datenschützer schreien aber auf und rufen „Halt, da ist ganz persönliche Daten, Beruf, Krankheiten, Arbeitslosigkeit, Rehaaufenthalte, etcetera, drinnen, mit denen man vielleicht Mißbrauch betreiben kann!“

Also Vorsicht und vielleicht versuchen auch ohne Impfpaß für den Türsteher möglichst normal zu leben! Ich denke, es geht! Sollte gehen und ich werde es tun! Auch wenn ich vorläufig noch in die „Alte Schmiede“ streame statt mit Maske dorthin zu gehen.

Wenn man im Cafe Prückl einen Impfpaß braucht, fällt wahrscheinlich auch die Sommerlesereihe des „Podiums“ aus und vielleicht auch die des Lesetheaters im Weinhaus Sittl und jetzt, wo alle mit ihrem Impfpaß, die das wollen, endlich in den wohlverdienten Pfingsturlaub aufgebrochen sind und hoffen, daß sie dann auch eine Teststraße finden, um damit am Dienstag wieder zurück nach Deutschland oder wohin auch immer, zu können, denn die Lutschtests, die vielleicht auf der Hotelrezeption liegen, gelten nicht als Nachweis, bin auch ich in mein Pfingsten aufgebrochen, das ich frei, gesund und widerständig, in Wien verbringe.

Also kein Pfingsmarkt in Nußdorf an der Traisen. Da war ich schon einige Jahre nicht und das letzte Mal sehr hetzig mit dem Auto auf einen kurzen Spritzer, weil der Alfred kurz dachach auf Reisen ging und vorher noch die Betreuung seiner Mutter organiseren mußte. Aber am Sonntag auf die Mostalm, dann halt ohne Gastgarten und ohne Registrierungspflicht, bis es dann hoffentlich endgültig maskenlos und ohne Impfpaß frisch, frei und fröhlich, in die neue Normalität geht, die uns unser Bundeskanzler für den Sommer versprochen hat und, füge ich noch an, die vierzehn Auserwählten, die im Juni wieder aus dem Wohnzimmer in Klagenfurt lesen dürfen, wurden auch schon bekannt gegeben, von denen ich Magda Woitzuck, JuliaWeber, Nava Ebrahimi und Nadine Schneider kenne.

2021-01-31

Online-Demos

Ich bin ja eine politisch sehr aktive Person, die eigentlich, solange sie sich erinnern kann, auf Demos gegangen ist und als Kind mit dem Vater und der Schwester auf die Maiaufmärsche, damit habe ich einmal aufgehört und auch nur ein einziges Mal die SPÖ, um Jörg Haider zu verhindern, mit Vorzugstimme Caspar von Einem. Der war damals Innenminister, nachher war er es nicht mehr, da habe ich mir geschworen, nie mehr und habe meisten die KPÖ gewähl, wo ich ja seit 1989 regelmäßig am Volksstimmefest gelesen habe, zwischendurch ein paar mal die Grünen. 2019 wieder, weil ich schwarz blau verhindern wollte, da habe ich mir schon gedacht, das werde ich einmal bereuen. Dann kam die türkis grüne Regierung, juche, aber nicht lang, denn dann kam Corona und da hat sich ja alles umgedreht.

Noch ein kleiner Rückblick. 2016 war Bundesprädidentenwahl. Alexander van der Bellen gegen Norbert Hofer mit zwei Wiederholungen und viel Streß „Was ist, wenn die dann doch gewinnen?“ und der Herr Hofer hat vorher etwas suiffsant „Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“, gesagt.

Das habe ich damals nicht ernst genommen und mich getäuscht, denn im Mai 2019 kam das Ibiza-Video, dann die Expertenregierung, das hätte ich auch nicht für möglich gehalten und dann Corona und das gegen ein Virus Jagd gemacht wird, um es auszurotten, alle inzwischen mit FFP2-Masken herumrennen müßen, Schulen, Restaurants, Geschäfte geschloßen werden, man sich frei testen muß, um irgendwohin zu gehen und habe mich, als ich im Mai, als der erste Lockdown vorüber war, auf die ersten Demos gegangen bin, gewundert, daß ich da neben Martin Sellner stand und die FPÖ zur Unterschrift gegen „Stoppt den Corona-Wahnsinn“ aufrief, während die Grünen stillhielten.

Ich habe, wer es wissen möchte, die FPÖ-Petiton nicht unterschrieben, nur ein paar Mal darüber nachgedacht, aber irgendwann vorher, als es noch schwarz blau II gab, hat mich die GAV und die IG-Autoren zur Unterschrift „Kickl muß weg!“aufgefordert. Darauf bekam ich eine Aufforderung doch der SPÖ beizutreten und auf Facebook hat irgendwo gestanden, „Jetzt haben wir die Adressen und wenn wir gewonnen haben, holen wir sie ab!“ und ich dann nicht wollte, daß mir das wieder passiert.

Davon sind wir inzwischen weit entfernt, denn das Blatt hat sich gewendet und wenn du heute, was ich eigentlich für selbstverständlich halte, auf die Straße gehen willst, um gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte zu demonstrieren, bin ich plötzlich ein „Covidiot“ und weil auch ein Herr Küssel dort war, den ich gar nicht kenne, darf ich eigentlich nicht daran teilnehmen!

So tönte es in den Medien und leider auch von Robert Misik, den ich eigentlich sehr schätze, wie immer noch den Rudi Anschober, den ich für sehr sympathisch halte, mit den Covid-Maßnahmen bin ich aber nicht einverstanden, beziehungsweise halte ich sie zumindestens jetzt, wo die Zahlen schon wochenlang zwischen ein- und zweitausend liegen, für maßlos übertrieben und ich wundere mich, stört es die Grünen nicht, daß ihre Freiheit eingeschränkt wird, das sich die Sprache sehr verändert hat, die infantilisierungen und das man nicht und nicht, die Geschäfte aufsperren darf, weil es irgendwo eine Virusmutation gibt, die sich zwar in den Zahlen nicht auswirkt, aber angeblich viel viel gefährlicher ist, während die Kinderpsychatrien stöhnen, daß sie es sind, die jetzt die berühmte Triage machen müßen, die Arbeitlosenrate steigt und steigt und meine Haare wachsen und wachsen.

Aber das ist natürlich ein Luxusproblem und ich komme, obwohl ich nur ein einziges Mal für ein Foto einen Schal getragen habe, eigentlich ganz gut zurecht. Im Sommer habe ich mir drei Jeans gekauft, der Alfred geht ohnehin gerne einkaufen, zu Fuß bin ich immer gern gegangen und eine Mutter, die ich in einem Pflegeheim besuchen müßte, habe ich zum Glück nicht, auch kein Kind, das zur Schule muß, aber ich denke, man könnte mit diesen Virus anders umgehen und wenn wir nicht damit aufhören es so zu tun, kommen wir aus der Situation nie heraus, im schlimmsten Fall ist alles kaputt, das Virus aber immer da, weil wir ja schon seit Jahrtausenden mit Viren leben und das auch funktioniert hat.

Also bin ich ab Mai ganz selbstverständlich auf Demos gegangen, ginge natürlich lieber auf solche, die die Grünen organisieren würden, die tun das aber nicht und bisher hieß es auch, entweder Maske oder ein Meter Abstand und das war zu realisieren. Jetzt gilt seit einer Woche ein zwei Meter Abstand, der auf der Ringstraße wahrscheinlich nicht durchführbar ist und es hieß schon länger „Die tragen keine Maske, halten keine Sicherheitsregeln ein!“, müßen sie im Freien aber nicht oder vielleicht seit einer Woche schon. Da gibt es dann die Spaziergänge und da ist mein Vater, glaube ich, nach 1934 auch auf solche gegangen, ich war auf einigen Demonstrationen die mehr oder weniger konservativ und meistens eher klein waren. Vor zwei Wochen gab es dann eine große, die von den Medien sehr verteufelt wurde. Der Herr Küssel war da und der Herr Strache, aber sonst eigentlich sehr viele junge Leute und am nächsten Tag hieß es dann „Ab nächste Woche zwei Meter Abstand, FFP2-Maskenpflicht und ob der Lockdown ab achten Februar beendet wird wissen wir nicht, denn wir dürfen täglich nur 700 positiv Getestete haben!“

Haben wir nicht, aber jetzt werden ja an die hunderttausend täglich getestet und dividiert man das durch, kommen wahrscheinlich niedere Zahlen als im Mai heraus. Aber wir dürfen nicht aufsperren, weil das neue Virus und die Schule sind schon voll, weil die Eltern ja nicht ewig Homeschooling und Homeworking gleichzeitig machen können, die Geschäfte drohen aufzusperren und bekommen dann bis dreißigtausend Euro Strafe, die sie wahrscheinlich gar nicht zahlen können und Räumungsklagen, wenn sie die Miete nicht bezahlen können und die Haare wachsen und wachsen.

Ein Luxusproblem, wie schon geschrieben, aber als ich vor zwei Wochen hörte, zwei Meter Sicherheitsabstand dachte ich, dann kann ich nie mehr auf eine Demo gehen, denn eine Maske setze ich da sicher nicht auf, um dagegen zu demonstrieren.

Für diesen Sonntag waren wieder Demos angesagt, sogar eine große am Maria Theresia Platz, wo auch Herbert Kickl sprechen wollte. Dann hieß es pötzlich alles verboten, wegen der Sicherheit, denn die Demonstraten sind ja so aggressiv, alle Covidioten und Neonazis und gesundheitsgefährdend ist es auch, obwohl da nie ein Cluster aufgetreten ist.

„Macht ja nichts!“, sagte die FPÖ, dann melden wir eben eine Versammlung an, aber die wurde gestern auch verboten und heute zu Mittag trat Herbert Kickl mit seiner Pressesprecherin Lisa Gubik Online auf und hielt eine Online Demo ab und ich dachte „Hui, das mache ich jetzt auch, wenn ich ohne Maske nicht demonstrieren kann, dann werde ich eben Online meine Meinung äußern!“

Das „Literaturgeflüster“ ist ja inzwischen ohnehin ein sehr umfangreiches Corona-Krisentagebuch und habe mir dann die Übertragung von dem Spaziergang oder der Prozession, die es auf der Ringstraße gegeben hat, angesehen.

„Warum bist du nicht hingegangen?“, werden jetzt meine Leser fragen. Bin ich nicht, sondern kurz darauf mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe, weil wir dieses Wochenende wieder in Harland sind. Aber ohne Maske werde ich mich, wenn möglich wieder, wie bisher an den Rand stellen und habe gerade gehört, daß man ohne Maske auch im Freien spazieren gehen kann. Auf die Rudolfhöhe habe ich ich auch keine Maske gebraucht und finde besonders die Berichterstattung, wo man immer hört „Das sind lauter Covidioten und das muß man verbieten!“, eigentlich sehr arg, hat doch Innenminister Nehammer am ersten Mail, als man wieder hinausdurfte zu seinen Polizisten und Polizistinnen gesagt, daß das Demonstrationsrecht wichtig und ein unverrückbarar ist und da kann nur sagen „Hoffentlich bleibt es dabei!“

Also „Friede, Freiheit, keine Diktatur!“ und vielleicht auch „Kanzler Kurz wir haben deine Maßnahmen satt!“, wie einige Transparente lauteten, die man vielleicht auch auf einer Online-Demo präsentieren könnte!

2021-01-05

Von Massentests und Freitesten

„Testen, testen, testen!“, kann man jetzt immer hören und da wurde Anfang Dezember, als der Lockdown light oder hart langsam aufgehoben werden sollte, obwohl die Zahlen noch immer sehr hoch waren, verkündete der Kanzler plötzlich, daß es Massentests, wo die Bevölkerung in ein paar Tagen mit einem Schnelltest durchgetestet werden sollte, damit man Weihnachten in Ruhe feiern könne, nach dem Vorbild der Slowakei, wo das schon praktiziert wurde, geben würde.

Ab da gab es dann eine große Diskussion über die Freiwilligkeit. In der Slowakei war es das offiziell, aber ging man nicht dorthin, hätte man nicht mehr aus dem Haus, zur Arbeit oder einkaufen können, so daß der Bevölkerung nicht viel anderes übergeblieben ist. Das führte zu einer großen Testunlust, beziehungsweise zur Frage der Sinn oder Verhältnismäßigkeit? Denn diese Test sind ja nur Momentaufnahmen und stellt man sich in den Messenhallen an, um sich von den vermummten Bundesheersoldaten in die Nase bohren zu lassen, kann man sich auch anstecken, hieß es und dann kamen auch Gerüchte, daß der Kanzler, die Tests in der Schweiz doppelt zu teuer, als die Slowaken eingekauft hätte, die nun vertestet werden mußten, so hörte man in den Medien, daß man das tun müße, weil man sonst schuld wäre, daß hundert Arbeitsplätze verloren ginge, warum, das mit dieser Momentaufnahme geschähe, wenn man vielleicht ohnehin zu Hause bliebe, wurde nicht erklärt, nur, daß das sogar kriminell wäre oder man faul, wenn man lieber statt dessen Eislaufen ginge, denn der Eislaufverein hatte ja unter besonderen Sicherheitsauflagen im Dezember geöffnet.

Die Leute ließen sich von diesen Drohungen nicht abschrecken, der Zulauf blieb gering. Zwanzig Prozent oder so und so hörte man von Anreizen die gegeben werden sollten, fünfzig Euro oder so, wenn man sich testen ließe, was wohl etwas kindlisch wäre und die Bürger zu, aber diese krampfhaft Austreibung eines Virus mit schnlee testungen halte ich ohnehin dafür obwohl die Virologin Pamela Rendi-Wagner sehr dafür ist und dann kam der Hammer, die freiwilligen Tests sollen verpflichtet werden zumindestens fürviele oderfast alle Berufsgruppen und der Lockdown, der nach Weihnachten, daziwschen waren ein paar Tage die Geschäfte für das Einkaufen wieder offen, sollte zu bis achtzehnten Jänner vorgesetzt werden. Danach dürfe oder müsse man sich freitesten um die Privelegien zu erhalten wieder in Restaurants oder zum Friseur zu gehen, die anderen die schlimmen ungehorsamen, die sich nicht testen lassen, müßen weiter zu hause bleiben, was zu aufschreien und Gerüchte führten, daß man dann nur mehr mit FFP2-Masken auf die Straße oderzur Arbeit dürfe und damitdie Gesellschaft in zwei Klassen markiert wurden. Was man dann ohne test dürfe oder nicht dürfe, warnicht so klar, weil jeder etwas anderes sagte, nur, daß man zwar zu Weihnachten mit zehn Personen aus zehn Haushalten, als in der Praxis wohl schwer zu realisieren war, feiern dürfe, aber ab dem sechsundzwanzigsten in den harten Lockdown und testen solle man sich vor der Freitestung am fünfzehnten Jänner auch im mit der Familie feiern zu können, was erstaunlicherweise viele Leute dann auch taten, weil sie es offenbar als sinnvoller erachteten. Zu Silvester gab es dann wieder die Ausgangssperren, keine Parties, keine Feuerwerke, nur ein Gerangel von einigen Syriern am Reumannplatz, die die Polizisten mit Feuerwerkkörper beschoßen, Skandale gab es auch bezüglich der Skiliste die zwar am vierundzwanzigsten Dezember aufsperrten man die Gondel aber nur mit FFP2-Masken und die Sessellifte betreten durfte und Germknödel und Jagatee wurde auch nicht verkauft, während man beim Eislauftraum am Rathausplatz einen Pipser umgehängt bekam, der meldete wenn man jedmanden näher als zwei Meter kam.

Nun gut oder schlecht trotzdem Weihnachten so ungestört wie möglich feiern, die Zahlen die inzwischen über tausend liegen, stiegen am Vierundzwanzigsten und am Einunddreißigsten prompt wieder an und Rand Wagner meinte, daß man über Lockerungen nach dem Achtzehnten, wenn die Zahlen bis dahin nicht unter tausend liegen würden, gar nicht nachdenken brauche.

Ja die Impfungen haben am siebenundzwanzigsten Dezember auch angefangen, da gab es am siebenundzwanzigsten Dezember ein sogenannten Schow-Impfen in einigen Altersheimen, wo die Zahl der Erkrankten ja besonders hoch sind, aber dann wieder plötzlich eine Testpause und Schwierigkeiten mit den Impfdosen die offenbar doch nicht so schnell und Impfplan gemäß nach Österreich kommen sollten und am einunddreißigsten Dezember, wo wir mit einer Flasche Sekt auf die Rudolfshöhe wanderten, weil man jetzt ja alles mitnehmen muß, hörte man wieder, die wildesten Gerüchte was dann mit dem Freitesten geschehen würde und ob man wenn man sich nicht impfen lassen würde, dann noch notbehandelt würde oder selber schuld sei wenn man krank wird. Klar trage ich das Risiko, wenn ich mich dafür oder dagegen entscheide, aber wenn sich nicht genügend Leute impfen lassen funktioniert das Ganze nicht und am ersten Jänner hieß es plötzlich, die Novelle für das Epidemiegesetz, wo das Freitesten ermöglicht würde, ist eingebracht und man hat drei Tage Zeit dagegen Stellung zu nehmen. Ex-Minister Kilkl tobte, der Alfred schickte mir den Link zur Parlamentsseite und jubelte, daß die Zahl derjenigen, die Einspruch erhob innerhalb Minuten von dreißig auf dreihundert angestiegen wäre, mir ist es dann gerade noch gelungen meine Stellungnahme abzugeben. Der Alfred hatte dann schon Schwierigkeiten denn die Seite krachte zusammen und am nächsten Tag verkündete die Opposition, daß sie dagegen doch Einspruch erheben würde, so daß das Freitesten doch nicht kommen könnte und der allgemeine Lockdown auf den vierundzwanzigsten Jänner verschoben würde, die Friseur aber öffnen dürfen.

Chaos pur und eine Entmüdigung durch die ständigen Gerüchte, was man dürfe und was nicht und Aufhebelung der Grundrechte, was manche der Einspruchsheber darunter auch ein oder der Christian Kern auch entsprechend scharf formuliert haben.

Chaos pur und keine Aussicht auf Freiheit, wo und wann haben wir sie verloren, denn die Gerüchte, daß die alte Normalität auch trotz Impfung im Sommer nicht kommen wird, mehren sich, weil das nächste Virus oder die entsprechende Mutation die angeblich siebzig Prozent ansteckender als das alte ist von England schon nach Amerika hinübergeschwabt und wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis es auch bei uns ist und ob die Impfung auch die sogenannte Herdenimmunität die ja erwünscht wäre, bewirkt, ist wie ich höre, offenbar auch nicht so klar und so können wir gespannt sein, wie es weitergeht, sehr optimistisch bin ich aber nicht!

2020-12-31

Das verflixte Corona-Jahr

In diesem jahr war alles anders. Falsch, denn bei mir hat es ja schon 2019 mit den Veränderungen angefangen. Denn da habe ich mir ja im März den Knöchel gebrochen, war ein paar Tage im Landesklinikum St. Pölten, hatte sechs Wochen einen Gips, konnte daher nicht nach Leipzig fahren und die sechs Wochen bin ich zu keinen Veranstaltungen gegangen.

Auf der „Buch-Wien“ war ich, aber nur auf der Eröffnung und am Donnerstag, denn da sind wir ja am Abend nach Basel gefahren um uns die „Buch Basel“ und den „Schweizer Buchpreis“ zu geben. Infolgedessen gab es kein Geburtstagsfest und heuer, ja, da kamen irgendwann, ich weiß es gar nicht mehr so genau wann,die Gerüchte von diesem Virus aus Wuhan, die ich anfangs nicht so ernstgenommen habe, weil ich mir nicht vorstellen konnte, daß wir plötzlich in so massive Veränderungen und Zwangsmaßnahmen hineinkippen, die ich lange oder vielleicht noch immer als einen dystopischen Roman erlebte, beziehungsweise einen solchen darüber schreiben wollte.

Im Februar hat es ja noch ganz gut angefangen, da wurde die nominierten Bücher des „Leipziger-Buchpreises“ verkündet und ich habe mich das erste Mal entschloßen, diese, nicht alle, die Sachbücher habe ich eher ausgelassen, anzufragen und zu lesen. Die Ruth hat uns nach Hinterthal in den Winterurlaub eingeladen. Da bin ich dann gleich, das heißt sogarein bißchen früher, zurück um an der GV der IG-Autoren teilzunehmen, habe da einen Antrag gestellt, daß die IG vielleicht etwas für die Selfpublisher tun könnte, denn die haben da ja auch noch ein eher konservatives Bild, ich habe dann gleich eine Anfrage für ein Interview bekommen. Da war die Leipziger Buchmesse, wo ich auch schon wieder akkreditiert war und mir Vertmine ausgemacht habe, abgesagt und dann ging es Schlag auf Schlag mit den Maßnahmen, dem ersten Lockdown, der Maskenpflich, dem Veranstaltungsstop, der Registrierungspflicht, etcetera.

Im sommer gab es dann ein paar Lockerungen. Eine kurze Zeit konnte man wieder ohne Maske einkaufen und ins Gasthaus gehen. Veranstaltungen gab es auch wieder und wir sind eigentlich relativ viel herumgefahren, haben den Sommer genoßen und ich habe geschrieben und geschrieben.

Im Blog Artikel über Corona mein persönliches Corona-Tagetuch. Sicher ein wichtiges Instrument die Situation zu verstehen und zu bewältigen und dann drei Texte darüber, immer in dem Versuch einen dystopoischen Roman darüber zusammenzubringen, was vielleicht wirklich nicht geht und eine Utopie ist, weil man ja mittendrinnen steht.

Aber diese Zwangsmaßnahmen, Tests, Maskenpflicht, Registrierungspflicht und die Diskussion darüber, ob ich jetzt mit meiner Großmutter Weihnachten feiern darf und ob die sechs Personen, die ich da sehe, aus einem Haushalt stammen oder nicht und ob die Polizei das kontrolalieren darf, was ja immer mit dem drohenden Zeigefinger diskutiert wird, halte ich schon für einschneiden Veränderungen, die sich ja auch beispielsweise in der Sprache ausdrücken, wo man plötzlich ganz ungeniert und ohne sich etwas darüber zu denken vom Isolieren und Wegsperren der Älteren, etcetera, gesprochen wird.

Schreiben kann man aber gut darüber und das ist auch eine Sache, die im Lockdown gut geht und da habe ich ja zum Jahresanfang zuerst mein sogenanntes Opus Magnum mein „Literaturgeflüsterbuch II“ korrigiert, was insofern ganz spannend war, da mein erster „Nanowrimo“ die „Heimsuchung“ ja mitdem „H1N1-Virus“ beginnt. Dann kam das „Fräulein No“, der vorletzte „Nanowrimo“ und das zweite Buch das in diesem Jahr fertig geworden ist. Im Frühling habe ich schon das „Frühlingserwachen“ geschrieben, was ja ursprünglich nur ein Buch über eine Dreierbeziehung beiziehungsweise, um die zwischen einer älteren Frau zu einem jungen Mann werden sollte.

Der Sommer war, wie beschrieben sehr intensiv. Wir waren am Wolfgangsee, im Künstlerdorf im Burgenland, bei den O-Tönen aber da nur weiter hinten, weil man da ja schon mit Maske hineingehen und sich registrieren mußte.

Im Herbst war dann die Wien-Wahl, wo sich der Alfred sehr für die Grünen engagierte. Ich war da auch auf ein paar Veranstaltungen, aber da kamen die auch mit der Maske und dem Angemeldetsein für die Veranstaltungen und richtig Volksstimmefest hat es leider auch keines gegeben und daher kein „Linkes Wort“ aber da war nicht Corona schuld, sondern Christoph Kepplinger, der das nicht mehr organieren wollte, ansonsten habe ich diesem Jahr Corona bedingt kein einziges Mal gelesen und hatte auch kein Geburtstagsfest, weil da waren ja die Zahlen schon wieder hoch und der zweite Lockdown angesagt, aber vorher war ich neben einigen Demonstrationen auch bei der Sommerlesereihe im Cafe Prückl, als Zuhörerin, voriges Jahr habe ich mich ja dafür angemeldet und wurde nicht genommen. Heuer hab ich gar nicht angefragt, aber die Frau Danielczyk dort gegtroffen und der mein Opus Magnum schon vorhergeschickt, die ja eine sehr nette Frau ist und mich gleich aufgefordert hat, mich um die Buchprämie zu bewerben, die ich nicht bekommen habe. Was eigentlich logisch war, denn bei den Einrecihungsbestimmungen ist natürlich auch etwas von einem Verlag gestanden, denn selbstgemachtes nein, das wollen wir ja nicht, wie es ja immer noch überall heißt.

Ja und noch etwas hat es außer dem Selbpublisherinterview, was, glaube ich, für eine Diplomarbeit war, gegeben, nämlich das Interview mit Cornelia Stahl, die mich ja einmal lang langs ists her auf der anderen Buchmesse angesprochen hat und sich dann offenbar doch nicht entschließen konnte, mit einer Selfpublisherin zu reden. Corona hat es dann doch möglich gemacht und die Sendung im Radio Orange ist auch sehr schön geworden.

Im Sommer habe ich den sogenannten Sommer Corona Text „Das Notizbuch“ geschrieben und weil das mit dem dystopischen Raum und den Erlebnissen einer Maskenverweigerin immer noch übrig geblieben ist, ist dann noch eine „Mathilde im Corona-Raum“, geschrieben im November mitein bißchen Schummeln im Rahmen des „Nanowrimos“ daraus geworden und richtig, eine Einladung hätte ich noch gehabt und da ist Corona oder ich natürlich schuld, daß ich sie nicht angenommen habe, hat mich doch die Doris Kloimstein zu einem Skriptorium ins Stift Seitenstetten zu den Bibelwochen eingeladen, um dort mit anderen Literaten beziehungsweise bildenden Künstlern einen Text zu „Noahs Fest“ zu schreiben. Da hätte ich aber auch schon Maske tragen müßen, also ist „Noahs Fest“ für den Blog entstanden und da gibt es ja auch noch den „Corona-Ampel-Text“, die inzwischen ja sehr schnell und überall auf rot geschaltet worden ist.

Der zweite Lockdown2 kam, die Weihnachtsmärkte wurden wieder abgebaut und inzwischen soll man sich Massentesten lassen, damit man ein ungesörtes Weihnachtsfest feiern und dann langsam im Jahr 2021, wenn die Impfung kommt, durch den Tunnel wieder in das Licht hinausgehen 2kann und dazwischen muß man noch schauen, wie das mit der Impfung werden wird, die ja freiwillig werden soll, wie man ja auch nur freiwillig zur Massentestung gehen kann, aber dann wird man schon als „kriminell beschimpft, wenn man das nicht tut, als „faul und schuld daran, wennn hundert Leute ihren Arbeitsplatz verlieren, obwohl das ja nicht wirklich nachvollziehbar oder nachweisbar ist und, ich fürchte, das habe ich ja schon im April geschrieben, daß Corona mein literatirscher Abgesang werden kann.

Weiterschreiben werde ich zwar sicher, keine Frage, solange mir etwas einfällt, aber seit Oktober war ich bei keinen Veranstaltungen, weil man da ja schon die Maske brauchte und dann könnte ich, wenn das so bleibt, ja auch nicht lesen, weil mit Maske gehe ich nirgendwohin, wie ich immer behaupte. Es hat mich außer der Doris Kloimstein aber heuer auch keiner zu was eingeladen und beim Skriptorium gab es auch keine Lesung. Es soll aber eine Publikation mit den Texten entstehen und da hätte „Noahs Fest“ ja noch eine Chance.

Mit der Doris Kloimstein habe ich mich im Sommer öfter auf dem Markt getroffen und mit ihr Bücher getauscht. Mit der Ruth habe ich mich auch getroffen und mit ihr einige literarische Mittagessen und Spaziergänge gehabt und als Jurorin darf ich zum Jahresausklag auch wieder gleich zweimal tätig sein.

Denn es wurde ja der „Ohrenschmaus“ ja ocoroabedingt nicht wie vorgesehen, am 30. November vergeben, sondern verschoben. Die Texte sind aber inzwischen schon bei mir eingetroffen und wurden durchgesehen und da kann ich gleich spoilern, daß sich viele, der diesmal weniger Einreichungen mit dem Thema Corona beschäftigten.

Die Jurysitzung wird am fünfzehnten Jänner sein. Der Preis, wenn sich nicht wieder etwas verändert, im März vergeben und „Buchpreis“ habe ich heuer auch wieder sehr viel und eifrig gelesen. Die Frankfurter Buchmesse hat online stattgefunden, die Buch-Wien gar nicht. Ich bin aber gerade sowohl mit den schweizern, den deutschen und den österreichischen Büchern fertig geworden und habe gerade meine persönliche Buchpreisliste veröffentlicht.

Jetzt folgen, wie meine Leser vielleicht ahnen, noch die Bloggerdebuts, denn da bin ich ja seit 2016 auch in der Jury und da auch der Gewinner am fünfzehnten Jänner bekanntgegeben wird, kann ich mir mit dem Lesen der drei noch nicht gelesen Büchern noch ein bißchen Zeit lassen und im neuen Jahr damit beginnen, denn ich lese ja zwei bis drei Bücher in der Woche. Also müßte es sich das ausgehen.

Es war also ein verflixtes Jahr. Eines, das ich nie für möglich gehalten hätte und noch immer für dystopisch halte und hoffe, daß ich bald wieder überall hingehen kann.

War ich ja jetzt fast ein halbes Jahr lang in keinem Geschäft, in keinem Restaurant und habe mir die Veanstaltungen per livestream angesehen. Die Maske will ich loswerden. Den Abstand kann ich ja beibehalten und auf das Küßen und das Hände geben auch verzichten und irgendwie werden wir wohl lernen müßen mit den Viren richtig umzugehen, weil uns sonst das, was uns im Jahr 2020 passierte, ja gleich wieder passieren kann und die Folgeschäden, da bin ich mir sicher, werden sich noch zeigen, wie neurotisiert und traumatisiert die Gesellschaft dadurch geworden ist. Ich höre öfter, daß da die Psychologen in Zukunft ein gutes Leben haben werden, was mich, da ich ja schon bald siebzig werde, wahrscheinlich nicht mehr so betrifft. Herausfinden, wie gefährlich dieses Virus wirklich war und, ob die Maßnahmen wirklich alle so angemessen waren und, ob man es nicht vielleicht doch anders machen hätte können, würde ich sehr gern. Aber auch das wird man wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wissen.

2020-10-02

Noahs Fest

Einen Text könnte ich darüber schreiben!“, dachte Mathilde und seufzte vor sich hin. Sie seufzte tief, nahm einen Schluck Kaffee und blickte auf das vor ihr liegende Bild.

Die Arche Noah und den Einzug der Tiere in das Schiff, daß sie und die Menschheit vor der Sinflut in die sicheren Gefilde des anderen Ufer retten sollte, stellte es dar.

Ein schönes Bild und leicht darüber eine Geschichte zu schreiben, sehr leicht sogar.

„Noahs Fest“, könnte die Geschichte heißen und die Freude, die nach der Rettung herrschte, den Tanz und die Musik, war leicht vorstellbar. Gar nicht schwierig sich, die zu den Schalmeien- und die Flötenklänge und die sich dazu tanzenden Geretteten vorzustellen. Statt der Tier könnte man auch Menschen imaginieren. Sich zum Walzer drehende Paare auf dem Wiener Opernball beispielsweise. Die Mitternachtsquadrille oder der Einzug der Debutanten.

Die jungen Mädchen mit den schönen weißen Kleidern und den glitzernden Krönchen in den hochgesteckten Haare an der Seite ihrer Frack tragenden aufgeregten Partner mit den wohlpolierten Schuhen.

Gar nicht schwierig sich das vorzustellen oder doch natürlich, ganz klar. Und da gab es auch einen Schnitt zu dem Arche Noah Bild und den geretteten Tieren, die das schöne freuderfüllte Weiterleben garantieren sollte, denn der Opernball war vor ein paar Tagen abgesagt worden. Es würde in Folge der Covid 19 Pandemie, der sogenannten Corona-Krise im nächsten Fasching keinen Opernball geben und die Rettung war noch nicht erfolgt. Noch lange kein Freudensfest angesagt und daher kein Grund einen solchen Text zu schreiben. Denn ganz im Gegenteil verzeichnete die Wiener Polizei derzeit täglich oder besser nächtens über hundert Einsätze, um in den Lokalen und Diskotheken, die unerlaubten Parties zu kontrollieren und Strafen auszustellen, wenn die geforderten Corona-Maßnahmen nicht eingehalten wurden.

Die Rettung war noch nicht erfolgt und Freudesfeste deshalb nicht angesagt. Ganz im Gegenteil.

„Alles was schön ist, ist gefährlich und gehört verboten!“, hatte doch der junge und ebenfalls recht attaktive Bundeskanzler vor ein paar Tagen gesagt, als er die neuen verschärften Coronaregeln, angesichts der angestiegenen Infektionszahlen verkündet hatte.

„Es ist ganz einfach und kinderleicht zu merken!“, hatte er gemeint.

„In den Innenräumen ist die Maske der sogenannte Mund-Nasenschutz zu tragen und private Feiern dürfen zehn Personen nicht übersteigen! Ganz gleich, ob es sich dabei um Geburtstagsfeste, Hochzeiten oder Weihnachtensfeiern handelt und in München gibt es das Alkoholverbot auf den belebten Plätzen. Kein Oktoberfest und kein Bierausschank auf der Theresienwiese, denn kommt man sich zu nahe steigt die Infektionsgefahr und wir werden demnächst täglich positiv Getestete haben! Können die Zahlen dann nicht mehr kontrollieren und die Infektionsausbreitung nicht mehr rückverfolgen! Deshalb werden und müßen wir schärfere Maßnahmen setzen und die Lokale ab zweiundzwanzig Uhr schließen, damit die Reisewarnungen vielleicht aufgehoben werden und wir im Winter schifahren können!“

„Uje, uje!“, dachte Mathilde und griff nach der vor ihr stehenden Tasse, um einen tiefen Schluck nehmen und dann auf das vor ihr liegende Bild zu schauen, daß sie zu ihren höchstpersönlichen Freudensfest inspirieren könnte.

Uje, uje, denn noch war die Arche nicht abgefahren, der Sinftlut nicht entkommen, das Licht am Ende des Tunnes, das der Kanzler seinen Schäfchen vor einigen Wochen ebenfalls versprochen hatte, nicht erreicht.

„Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels!“, hatte der Kanzler gesagt und im März hatte er von der Auferstehung zu Ostern gesprochen, die es da zu feiern gäbe. Dann war aber der Besuch der Großeltern von ihren Enkelkindern und das Eiersuchen verboten gewesen. Der Lockdown angesagt, der die verdammten Covidzahlen auch sehr schnell zum Sinken brachte. Aber dann waren die positiven Testergebnisse wieder angestiegen.

„Testen, testen, testen!“, hatte der Kanzler gesagt.

„Wir müssen täglich die Zahl fünfzehntausend erreichen!“

Jetzt war das erfolgt und die Zahl der positiv Getesteten auf sechs- sieben- oder sogar achthundert täglich angestiegen, wenn das auch vorwiegen junge Leute waren, die sich vorher auf den berühmten illegalen Parties am Donaukanal und auch am Schwedenplatz getroffen hatten, um schon ihre Auferstehung, ihr Licht am Ende des Dunkels, ihr persönliches Freudensfest zu feiern, obwohl die Rettung noch nicht erfolgt war.

Oder doch vielleicht, da ja nur ein kleiner Teil der positiv Getesteten tatsächlich krank wurde und das Virus vielleicht gar nicht so gefährlich war, wie man am Anfang glaubte.

Vielleicht lag die Auferstehung in dieser Erkenntnis und gar nicht so sehr in der Erwartung auf eine erfolgte Impfung, die die Rettung bringen könnte.

Vielleicht brauchte man sich nur auf die tatsächlich Erkrankten konzentrieren und ihnen die beste Behandlung garantieren und konnte das zwanghafte Testen an den Grenzen bei den Urlaubsrückkehrern und in den Schulklassen bei den hustenden Kindern unterlassen. Vielleicht war damit das Ende des Tunnels erreicht und die Rettung erfolgt, dachte Mathilde hoffnungsvoll und wollte schon diesen Satz in ihr Notizbuch schreiben, als sie zusammenzuckte und den Stift erschrocken fallen ließ.

Nein, stop und halt und großes Ungewitter! Das ging doch nicht! Denn das waren vielleicht nur Fake News, die ihr da eingefallen waren. Obwohl es die Stimmen einiger gar nicht so unbekannter Virologen waren, die das schon vor ihr sagten. Aber das waren die Verschwörungstheoretiker, die Aluhutträger und Coronaleugner, die solches dachten, denn „Testen, testen, testen!“, hatte der junge Kanzler gesagt und wollte offenbar nicht darauf hören, da es ja auch hieß, daß der, der sucht, auch finden würde.

Die Nadel im Heuhaufen und das Virus im Nasenschleim.

„Wir testen uns die Pandemie vielleicht herbei!“, hatte ein solch kritischer Experte ja gemeint.

„Sollten uns stattdessen auf die wirklich Kranken beschränken und könnten dann vielleicht auch mit dem Virus leben, statt ihm, in der Hoffnung es auszurotten, davonlaufen zu wollen.

So hatte der Satz wohl nicht gelautet und die Arche des Noahs hatte das rettende Ufer erreicht. Noah war mit seiner Bamubusflöte den Tieren forangeschritten, hatte auf der Wiese halt gemacht und die hatten in ihrer Freude, das rettende Licht erreicht zu haben, angefangen Walzer und Polka zu tanzen. Vielleicht wurde dazu auch ein Gäschen Wein oder Bier getrunken, während sie sich, wenn sie ins Gasthaus gehen wollte, um ihren Liebsten zum Nachmahl zu treffen, sich in eine Liste eintragen und ihren Namen und ihre Adresse angeben mußte und eine Maske mußte sie sich auch aufsetzen, um sich und die anderen vor Ansteckung zu schützen, während man früher bei den jährlichen Schnupfenviren auf die Abwehrkräfte, den täglichen Apfel und den Tee mit Zitrone vertraut hatte und wieder gesund geworden war. Aber das war jetzt vorbei.

„Lang lang ists her!“, dachte Mathilde traurig und blickte auf die Zahlen, der aktiv Erkrankten, um es als tröstlich zu empfinden, daß die Krankenhäuser doch nicht so überfüllt waren, so daß man vielleicht an die Rettung glauben und ein kleines Fest feiern konnte, wenn es auch nur das Gläschen Wein zu Hause war, denn die Freude hatte sie einen Experten sagen gehört, zählten auch zur den Faktoren, die die Abwehrkräfte stärken konnten und daher besser waren, als Angst zu haben und sich zu ärgern, daß die Bälle und die Weihnachtsmärkten abgesagt wurden.

Und das, dachte Mathilde, konnte sie in ihren Text schreiben und griff wieder zum Stift.

2020-10-01

Fakten statt Panik-Demo statt Skriptorium

Filed under: Alltagsgeplauder,Uncategorized — jancak @ 22:28
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Wenn man sich nicht registrieren und auch keine Maske tragen will, ist das Leben derzeit ziemlich eingeschränkt, kann man ja in keine Geschäfte und in keine Lokale gehen. Richtig, demonstrieren kann man auch für seine Grund- und Freiheitsrechte, obwohl ich ja schon geschrieben habe, daß das derzeit auch manchmal recht seltsam ist und nicht die Leute dort, die man eigentlich erwarten würde, aber als der Lockdown Ende April vorüber war, warich ja am ersten Mai als erstes auf einigen Demos, dann konnte man ja zwischendurch wieder in die Geschäfte und in die Restaurants, aber derzeit ist alles ja besondern streng, seit Montag Registrierungspflicht in den Wiener Lokalen und es gibt Gerüchte, die zwar eifrig dementiert werden, daß sich die Regierung auf einen Lockdown am dreiundzwanzigsten Oktober vorbereitet, weil da kommt ja der Staatsfeiertag, Halloween, Allerheiligen und ein langes langes Wochenende, das man ja vielleicht nicht nur für Friedhofsbesuche, sondern für illegale Parties verwendet könnte.

Mal sehen, wie es wird. Ich überlege ja immer noch, ob ich mein literarisches Geburtstagsfest coronagerecht mit zehn Personen stattfinden lassen oder vorauseilend darauf verzichten soll und habe auch auf das Skriptorium im Stift Seitenstetten im Rahmen der Bibelwochen zu dem mich Doris Kloimstein freundlicherweise eingeladen hat, abgesagt, weil ich nicht mit Maske auf den Gängen und im Speisesaal herumlaufen wollte.

Ja, ich bin ein wenig oder sehr stur, trotzdem habe ich das natürlich bedauert und war hin und hergerissen, weil so viele Leute laden mich ja nicht zu einem Schreibevent ein, was mich aber getröstet hat, war, daß es am ersten Oktober wieder eine Demonstration gab, auf die ich ja sonst nicht gehen hätte können.

Vielleicht ist Widerstand und Haltung zeigen nach Hanna Arendt oder so, gerade jetzt besonders angezeigt, obwohl man da ja vielleicht auch in die rechte Lade der Corona-Leugner gepackt werden könnte, man aber in die rechte Lade der Corona-Leugner gepackt werden könnte, vielleicht doch ein wenig an die frische Luft, um die Abwehrkräfte zu stärken, was ja jetzt auch besonders wichtig ist, gehen sollte.

Heute ist auch noch ein besonderer Tag, wurde ja am ersten Oktober 1920, die österreichische Verfassung verankert, was von der Regierung auch sehr coronakonform gefeiert wurde, während die FPÖ eine Pressekonferenz dagegen setzte und meinte, daß die wohl inzwischen schon sehr ausgehobelt wurde.

Demonstrationen gibt es ja derzeit recht viele, wahrscheinlich wollen die Leute auch hinaus und ihren Widerstand zeigen, so gehen ja die „Fridays for futures“ wieder auf die Straße. Am Michaelerplatz gab es eine Besetzung, die „Omas gegen Rechts“ halten Mahnwachen am Ballhausplatz ab, wollten aber nicht bis am Nachmittag bleiben, wo die „Initiative für evidenzbasierte Komminkation“ wieder eine Kundgebenung abhielt. Da war ich ja schon auf einer im Mai und inzwischen auch auf zwei anderen am Karlsplatz, aber dort wurde eine Fahne verrissen und die steirische Ärztin Konstantina Rösch, die sich sehr kritisch auf diversen Demons und bei Talkshows äußerte, wurde inzwischen auch entlassen. Dann gibt es noch einen kritischen Arzt, der Maskenbefreiungen ausstellt und der hat, wie ich hörte, auch Schwierigkeiten bekommen, während es inzwischen schon eine Initiative der obrösterreichischen Ärztekammer gibt, die sich auch kritisch äußert und meint, daß man vielleicht nur die Kranken und nicht wahllos jeden Gesunden testen sollte, weil dann ja die Zahlen nach oben gehen, was ja wegen der Reisewarnungen derzeit große Panik auslöst.

Ich bin ein bißchen zu spät auf den Ballhausplatz gekommen, wo ich ja vor ein zwei Jahren öfter bei den Donnerstagsdemonstrationen war und hörte gleich die Veranstalter sagen, daß sie weder linkas noch rechts, sondern für die Wahrheit wären.

Nun ich bin wahrscheinlich ein bißchen links, für die Wahrheit aber auch, habe mich also auf einen Stein gesetzt und außer dem Andi Pianka niemanden gekannt. Das heißt der Alfred ist mit seinem „Grünen-Leiberl“, er macht ja jetzt sehr viel Wahlwerbung für die Grünen, später gekommen und es hat der Arzt Dr. Fiala gesprochen und ein bißchen was über die PCR- Tests erzählt, dann kam eine Psychologin und erzählte etwas über die psychischen Auswirkungen, die es haben kann, wenn man monatelang nichts als steigende Zahlen hört und als Kind seine Großeltern nicht besuchen darf oder als alter Mensch vielleicht alleine in seinem Altersheim oder Wohnung lebt.

Sehr spannend und wahrscheinlich wirklich etwas schwierig den Winter zu überleben, wenn dann der Schnupfen und die Grippe kommt. Heute war es aber noch schön, ich bin mit dem Alfred über das Museumsquartier zurückgegangen, wo man sich ja noch sein Bier und seinen Hugo aus den Lokalen holen konnte.

„Wir führen eigentlich ein Luxusleben!“, hat der Alfred zu mir gesagt. Ja, auf der einen Seite sicherlich, weil ich ja zu Fuß gehe, einen Einkäufer und viele Bücher zu lesen habe, viel schreibe und man sich ja auch einige Veranstaltungen im Livestream ansehen kann, eingeschränkt ist man aber schon und wird wohl so bleiben, wenn man das Virus weiter auf diese Art verfolgt, statt damit zu leben versucht, was ja auch eine Möglichkeit wäre.

2020-09-01

Zurück in Wien

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 18:44
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Der September hat angefangen und pünktlich mit dem Herbstbeginn, wie es jetzt ja überall heißt, hat auch das Wetter angefangen kalt zu werden und zu regnen und das Herbstprogramm, obwohl ja noch eine Ferienwoche beginnt oder beginnt nicht wirklich, weil man ja, wie schon geschrieben zu den meisten Veranstaltungen Indoor nicht ohne Maske gehen kann.

Die Programme kommen aber und die Bücher, die der deutschen Buchliste, die österreichische wird ja übermorgen bekanntgegeben und mir kommt vor bei mir verlangsamtsich derzeit alles.

Ich höre vie Oe24 TV, interessiere ich mich ja sehr für die Corona-Krise und die zweite Welle, die ja kommen soll oder schon da ist und sich wenn es kalt wird und alles Indoor sein wird lustig mit den Grippenviren vermischen wird.

Was den Politikern Angst macht, so werden Verschärfungen angedroht und eine Ampel eingesetzt, die uns sagen soll, wie die Lage istß

Wo schon rot, wo man dann zu Hause bleiben soll und dafür wurde, glaube ich, ein neues Epidemiegesetz beschlossen oder geplant, daß man das leichter und verfassungskonformer umsetzen kann und am Samstag gab es in Berlin eine große Demo.

Die wurde zwar am Mittwoch verboten, dann doch wieder erlaubt und geht es nach den Medien waren dort lauter Coronaleugner, Impfgegner, Rechte und Leute, die die Reichsratgebäude stürmen wollten und das war ja etwas, was mich ein bißchen störte, als ich im Mai auf ein paar solcher Demonstrationen war, daß mir dort die Buberln vom Martin Sellner, ein Flugblatt in die Hand drückten und die Urheber des „Stopp den Corona- Wahnsinn“ die FPÖ ist und dort kann man doch nicht unterschreiben, so habe ich es auch nicht.

Auf eine diesbezügliche Demo würde ich aber gerne wieder gehen und habe am Mittwoch im Internet und sogar auf dem Ballhausplatz nach einer gesucht.

Es war dann zeitgleich mit der in Berlin eine in Wien, ich aber zu dieser Zeit in harland, wenn aber nächsten Samstag wieder eine wäre, könnte ich hingehen, gibt es da ja kein Volksstimmefest und kein „Linkes Wort“, was für mich ja immer der Anfang des Herbstbeginnes war und ein bißchen finde ich es schon seltsam, daß sich plötzlich nur die Rechten gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte einsetzen und besorgt über Gesetzesänderungen, die diese einschränken sind, während man von den Linken und den Grünen diesbezüglich nicht viel hört, obwohl die Leute, die ich kenne, ja eigentlich meiner Meinung sind, daß man mit diesem Virus auch anders umgehen könnte und vieles eigentlich sehr widersprüchig ist.

Der Sommer ist zu Ende oder fast und es war eigentlich ein schöner und obwohl wir nicht im Ausland waren, wir wollten im Juni in Deutschland den Rhein oder Main mit dem dem Rad hinunterfahren, ist viel losgewesen, viele Veranstaltungen im Juli im Cafe Prückl, ein paarmal O-Töne, ein paarmal Weinhaus Sittl. Da kommen dann die Leute hin, die sich nicht vor einer Ansteckung fürchten.

Ich war in Strobl, im Künstlerdorf im Burgenland, in Mariazell, etcetera und ich habe viel geschrieben und habe jetzt zwischen meinen Stunden vor das „Notizbuch“ zu korrigeren. Das hat jetzt zwei oder dreiundachtzig Seiten, ist noch nicht so ganz flüssig, aber eigentlich wieder gut geworden und, wie es dann mit meinen Corona-Texten weitergeht ist noch nicht so klar, weil ich noch nicht weiß, wie lange ich mit den Korrrigieren brauchen werde.

Wenn ich bis Ende Oktober damit fertig bin, könnte ich die dritte Corona- Geschichte während des „Nanowrimos“ schreiben. Da wüßte ich aber nicht worüber, aber auf jeden Fall entlang der wirklichkeit entlang und wenn ich da wieder eine Maskengegnerin als Protagonistin nehme, müßte sich schon was ergeben und Zeit werde ich im November wahrscheinlich haben, weil ja keine „Buch Wien“ und andere Veranstaltungen aber auf jeden Fall ein straffes Leseprogramm, da habe ich ja nachdem ich jetzt endlich mit dem „Halbbart“ fertiggeworden bin, geschrieben, daß ich da ja einige Lesemarathons einlegen möchte, um meine Buchpreislisten und andere Neuerscheinungen zu schaffen und da gibt es sicher interessante Bücher, die man auch lesen kann.

Man muß nicht unbedingt zu Veranstaltungen gehen, obwohl das Drumherum versäumt man dann, man sieht manche Kollegen, Autoren, Besucher nicht. Aber gut sehr leide ich nicht darunter muß ich sagen, sondern nehme es eher als Veränderung hin.

„Das Fräulein No“ ist durchgesehen und jetzt in der Druckerei. Nächste Woche sollen die Bücher kommen hurrah, hurrah, das „Frühlingserwachen“ ist beim Alfred und der kommt jetzt, obwohl oder weil jetzt in Pension nicht wirklich damit weiter.

Ein neues Rad hat er mir gestern in Harland auch gekauft, obwohl ich ja zwei andere habe, das in Harland aber schon ein bißchen am Kaputtwerden ist.

Mit dem bin ich dann, nachdem ich es von St. Pölten nach Harland zurückgefahren hatte, gleich mit der Anna und der Lia weiter bis zur Radlerschänke in Ochsenburg geradelt, obwohl die am Montag Ruhetag haben, aber die L,ia hat einen Fahrradanhänger, so ein Waggerl bekommen und damit wurde sie gleich ausgefahren und ich warte ja schon ungeduldig, daß sie zu Laufen anfängt.

Damit läßt sie sich, obwohl schon vierzehn einhalb Monate noch Zeit und vielleicht tut sie es schon, wenn ich das nächste Mal nach Harland komme, das wird ja wahrscheinlich erst in zwei Wochen sein.

Bis dahin lesen habe ich mir vorgenommen und festgestellt, daß bei mir derzeit alles etwas verzögert ist und ich durch die Maßnahmen im Herbst wahrscheinlich mehr Zeit habe, denn die „Ohrenschmaus-Texte“, die um diese Zeit meistens kamen, kommen diesmal auch erst später, weil der Preis auf das nächste Jahr verschoben wurde, macht ja nichts, vielleicht kann ich dann eine Laudatio halten, denn mit Maske würde ich, das habe ich schon geschrieben, nicht hingehen.

Also auf in den Herbst oder Restsommer. Die Ruth hat heute angerufen und gefragt, ob wir mit ihr am Samstag auf den Rathausplatz gehen wollen?

Sie hätte dort reserviert und wenn sie, die Restplätze bekommt, eine Viererloge und es wäre Corona bedingt trotzdem schön, also auch interessant und alles anders und das ist ja wahrscheinlich die Chance in der Krise, zu sehen, was da rundherum alles passiert und, wie das jetzt, wenn man Montag die Schule beginnt mit der zweiten oder dritten Welle weitergehen wird?

2020-07-20

Wiedereinführung der Maskenpflicht?

Filed under: Alltagsgeplauder,Glosse — jancak @ 15:35
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Wir leben jetzt ja in besonderes Zeiten, hat doch das Coronavirus die Welt seit Jahresanfang auf den Kopf gestellt und in Österreich hat es, glaube ich, schon sehr früh den totalen Shutdown, Ausgangsbeschränkung bis Ende April, Maskenpflich, Schließung der Schulen, Geschäfte und Lokale, etcetera, gegeben, die dann ab den ersten Mai schrittweise wieder aufgehoben wurde, so daß man zuerst wieder auch in anderen Geschäfte, also in Supermärkten mit der Maske einkaufen konnte. Dann wurden die Lokale geöffnet und die Maske ist auch ganz vorsichtig gefallen und die Leute sind langsam wieder zur Normalität, die Maßnahmen bedingt wahrscheinlich eine sehr turbulente war, wieder zurückgekommen.

Hat der Tod des Afroamerikaner George Floyd doch fünfzigtausend Menschen auf den Karlsplatz gebracht. Ich war nicht dabei und habe es mir nur per oe 24 angesehen, aber der Alfred ist von der U Bahn kommend durchgegangen und hat gesagt, das ist wild, aber keine Auswirkungen auf die Viruszahlen, die ja sehr streng überprüft und gestest werden und jeder der positiv ist, sofort isoliert wird.

So ganz sicher, ob das die richtige Umgangsweise mit einem Virus, die ja immer irgendwo vorhanden sind, bin ich mir nicht und auch nicht davon überzeugt, ob es angebracht ist, sogenannte Quarantäneverweigerer in Untersuchungshaft zu stecken oder ein Flugzeug von bewaffneterer Polizei zu umstellen, nur weil da drin einer mit Covid 19 Verdacht sitzt oder die Polizei zur Ausspürung der Kontaktdaten einzusetzen.

Ist ja ein positiv Infizierter kein Verbrecher. Da hat sich meiner Meinung nach etwas verrückt, was sich mir nicht gefällt und ich war da ja schon von Anfang an kritisch, bin aber, weil es ja keine Veranstaltungen gab, ich nicht kriminalisiert werden wollte, wenn ich mich vielleicht auf eine Parkbank setze und da ware es am Anfang nicht so klar war, ob man das darf, bis Ostern viel zu Hause geblieben.

Ab Ostern war ich dann wieder in Harland und habe wiederangefangen radzufahren, was, glaube ich, sehr gut ist. Denn bleibt man wochenlang zu Hause, bekommt man leicht Trombose und für die Abwehrkräfte, die man jetzt ja besonders braucht, ist das auch nicht gut.

Nach den Lockerungen bin auch ich mehr hinausgegangen. Ab ersten Mai auf einige Demonstrationen und Protestveranstaltungen, danach als die Maskenpflicht in den Geschäften und den Lokalen fiel, habe ich für das Enkelkind Geburtstagsgeschenke eingekauft und mir auch ein paar Jeans, die ich zwar erst im Herbst richtig brauchte, aber man weiß ja nicht, hat das Virus, wie es ja so schön heißt, keinen Urlaub, die nächste Grippewelle kommt bestimmt und wenn dann alle wieder oder nach wie vor so aufgeregt reagieren?

In Österreich waren und sind die Zahlen gut, in Amerika, Brasilien und anderen Ländern nicht so sehr und als dann noch die Grenzen geöffnet wurden und die Leute mehr oder weniger schnell anfingen, auf Urlaub zu gehen, sind sie auch in Österreich gestiegen, obwohl es da, ja, glaube ich, vorwiegend die Cluster in Schlachthöfen und Freikirchen und nicht, die in den Supermärkten sind, trotzdem hörte man schon seit vierzehn Tagen, wo ja erst der Maskenschutz der Kellner fiel, überall „Die Maskenpflicht muß wieder her!“

Der Ärztekammerrpäsident der da besonders besorgt zu sein scheint, fordert sie rigoros und oe 24 TV, das ich seit Corona sehr viel höre, interviewt ständig Leute, die sich auch dafür einsetzen und veröffentlicht Umfragen, wo 59 % dafür sind.

Ich war am Freitag seit März das erstemal wieder in einem Supermarkt, um mir da vorsoglich Zahnbürsten, sowie Kaffee und ein Croissant zu kaufen und habe gesehen, daß die neunundfünfzig Prozent zumindest dort nicht waren. Ich habe, glaube ich, nur einen einzigen ältern Herrn mit einem solchen gesehen und denke, daß man eine Pflicht nicht braucht, denn wer sich mit Maske, wo ja noch immer nicht so klar ist, ob sie überhaupt mehr als pschologisch wirkt und sie, wenn schmutzig oder falsch angewendet, eher gefährlicher ist, sicher fühlt, soll sie tragen.

Dann blieben laut Umfrage, die vierzig Prozent Muffeln über, aber die können ja, wie auch ich es tue, Abstand halten und keine Hände geben und es würde auch nicht viel passieren.

Aber nein, in Kärnten, wo es, glaube ich gar keine Infizierten oder nur ganz wenige gibt, sich dafür aber die Leute angeblich am Wörthersee drängen, gilt sie seit zwei Wochenam Abend im Freien, aber nur im Freien, in den Lokalen, darf man sich ohne amusieren.

Im Oberösterreich gilt sie wegen der Cluster in diesen Kirchen auch und jetzt soll sie, höre und lese ich, wenn der Kanzler aus Brüssel, wo es wichtige Sitzungen wegen der Wirtschaftshilfe gab, zurückkommt, wieder eingeführt wird.

In den Öffis, wo sie ja immer galt, ich aber seither nicht gefahren bin, wird man ab heute gestraft, wenn man ohne angetroffen wird und die Bilder die man aus Malorca sah, wo sich auch die Leute maskenlos drängen, sollen, wie ich höre, zum Teil ältere Archivaufnahmen sein.

Ein schwieriges Problem, was uns, vor allem wenn man dieses Virus einzel einfangen will, was uns ja leider schon im Sommer, wo es ja heißt, daß der Aufenthalt im Freien ungefährlich wäre und nicht nur ab Herbst, wenn die Nasen wieder rinnen, wohl noch länger beschäftigen wird.

Ich gehe ja, wie meine Leser wissen, damit eher mit Vermeidung um. Zum Glück ist der Alfred ein begnadeter Einkäufer, so daß mir dafür nur wenig Gegelenheit bleibt. Hin und wieder ein Eis essen oder einen Spritzer trinken, kann ich hoffentlich im Freien weiter. Schwieriger wird es wohl im Herbst und bei den Veranstaltungen.

Da war ich zwar schon bei einigen, die Indoor stattfanden, denn da konnte man, glaube ich, wenn die Sessel weit genug auseinander gerückt werden, auch schon vor dem neunundzwanzigsten Juni auch ohne hin und natürlich ist es schwierig, weil die Psychologin nicht daran zweifelt, daß man auf Veränderungen, wie diesen, sehr reagiert und ich, glaube schon, daß Kinder neurotisch werden können, wenn sie, wie im Fernsehen gezeigt wurde, in der Schule choreografieartige Szenen aufführen. Einzeln zum Händewaschen gehen müßen und im Hof vielleicht auf einen Quadrat stehen und nicht miteinander spielen dürfen.

Schwierig, schwierig und das Schlimmste, ich wiederhole es, was ich jeerlebt habe, obwohl ich in dieser Zeit, dank Alfred, der sein Homeworking auch zum Kochen nützte, sehr gut gesessen habe, jetzt auch in Strobl war und auch andere schöne Erlebnisse hatte.

Mal sehen wohin das führt? Zu Chaos und Bürgerkrieg sagen die Skeptiker und einiges davon ist ja schon zu merken.

Zur Abschaffung des Bargeldes und totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch? So kann man beim Mc Donald, glaube ich, nur mehr balgeldlos zahlen und dort gehe ich ja sehr gern hin. Im Burgenland ist eine Bank zusammengekracht, die Sparer bangen um ihre Einlagen und die Zahl der Arbeitlosen ist trotz Michael Ludwigs Gastroscheck, den ich mit dem Alfred beim Waldviertlerhof eingelöst habe und anderer Hilfmaßnahmen, so hoch wie nie.

Ob es das alles Wert war und ob man mit dem Virus nicht anders umgehen hätte können, bin ich mir nach wie vor nicht sicher, schreibe aber viel darüber, im Form von Blogeinträgen, wie hier, aber auch in literarischen Texten und da habe ich ja vor kurzem einen Neuen angefangen, mit dem ich im Augenblick noch nicht so ganz zufrieden bin, aber vielleicht kommt das noch.

2020-06-27

In den Sommer

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit der Korrektur vom „Frühlingserwachen“ und habe den Text vor kurzem mit dem Beschreibungstext an den Alfred geschickt, der hat ja noch das „Fräulein No“ und scheint damit nicht weiter zu kommen.

Aber ich bin fertig, bereit für das Neue, bereit für den Sommer und auch dazu, obwohl ja jetzt angeblich die zweite Welle kommt, in das normale Leben zurückzukehren, denn in letzter Zeit habe ich mich ja sehr zurückgezogen, bin in Wien kaum aus dem Haus gegangen und habe in den letzten Monaten neben meine Stunden an dem Text korrigiert und weil ich ihn laut gelesen habe, habe ich das auch nicht auf der Terrrasse, sondern im Bett oder am Schreibtisch vor dem Laptop gemacht, um die Korrekturen auszudrucken und da mich trotz meiner Rechtschreibläßigkeit, die ich mir ja schon von der Schule mitgenommen habe, in den letzten Jahren fast einen Perfektionszwang entwickelt habe, hat das einige Zeit gedauert und noch eine Runde und noch eine, dabei habe ich schon Pläne gemacht an den stundenfreien Tagen und da hatte ich vor zwei Wochen einen und diese Woche fast zwei, in die Stadt zu gehen und mit dem Notizbuch, das ich mal in der Seedosezelle gefunden habe, mir Notizen für das neue Buch zu machen.

Schmecks, ist nichts daraus geworden und auch vorige Woche, als wir in Harland waren nicht sehr viel, weil da war ja der „Bachmannpreis“ und da bin ich gerade am Freitag in den Traisenpark gefahren, um für das Baby ein Schaf statt einer Buppe zum ersten Geburtstag zu kaufen und habe am Samstag auch den Markt und das Treffen mit der Doris Kloimstein ausgelassen und jetzt gibt es noch eine Woche, wo ich die Abrechnung machen muß.

Am Donnerstag fahren wir wieder nach Harland, am Freitag ist mein zwölfter Blogjahrestag und dann geht es schon hinein in den Sommer und da mache ich ja seit der Alfred in Altersteilzeit ist, keine Sommerfrische mehr sondern nur Sommerfrischenwochenenden, verlängerte von Freitag bis Montag und am Donnerstag gabs in den letzten Jahren die O-Tönen, ob es die heuer gibt, ist noch nicht klar, die Sittl-Sommerlesungen gibt es aber da will ich den Montag eigentlich in Harland bleiben und dort meine Schreibwerkstätten machen.

Ich bin, weil ja so abseits vom Literaturbetrieb, daß es bei mir keine Stipendienwohnungen, etcetera, gibt, da ja auf die Idee gekommen mir mein eigenes Sommerschreiben zu machen und die Sommerbücher gibt es auch, das heißt, das ist eigentlich eine Tradition, die ich mir vor Jahren einmal von Elisabeth von „Leselustfrust“ übernommen habe, im Sommer Sommerbücher zu lesen, aber jetzt habe ich ja meine Backlist und die ersten Herbstbücher und ab August gibts ja das große Buchpreislesen, so daß ich dazu kaum noch komme.

Ich habe aber ein Sommerbuch auf meiner Leseliste nämlich Raoul Bitgens „Jahrhundertsommer“ und gestern im „Wortschatz“, als ich dem Alfred, der auf Donnerstagsdemo war, ein Stückchen entgenging, ein „Diogenes- Sommerbuch“ gefunden, also könnte ich diese Tradion wieder aufleben lassen und nächsten Mittwoch und Donnerstag, wenn ich dazu komme, in Wien ein bißchen herumgehen, ein paar längst fällige Besorgungen machen, viellleicht ein Eis essen, den Gastro Gutschein der Stadt Wien, der jetzt gekommen ist, lösen wir entweder am Sonntag auf der Mostalm oder am Montag im Waldviertlerhof ein und am Freitag, wenn dann mein Jubiläumsbeitrag erscheint, könnte ich mir ja wieder einen Literaturgeflüster-Feiertag machen und ab dann oder vielleicht auch schon früher mit dem schönen Buch, das ich einmal in der Seedosenschrank fand, in dem, wie ich herausgefunden habe, schon ein paar Notizen waren, mich im Sommer auf die Suche nach meinem neuen Text, meiner neuen Romanidee machen oder da Montag und Freitag einfach nur herumstreifen, in der Radlerschenke und der Seedose einen Kaiserspritzer trinken und mich auf Schreibeinfälle bringen, denn die Idee mit dem Schreiben aufzuhören oder über was soll ich denn schreiben, ich habe doch ohnehin schon so viel geschrieben, ist ja immer noch da, obwohl ich nicht wirklich glaube, daß ich zum Schreiben aufhöre, aber es etwas anders weitermachen vielleicht und mir da in diesem Sommer Zeit nehmen dafür, das wäre die Idee für eine Sommerfrischenwochenendenschreibwerkstatt in die ich mich diesmal vielleicht begeben könnte, schreiben, lesen und nach der Corona-Krise frisch erwacht neu auferstehen oder in die zweite Welle hineinschlittern?

Mal sehen, das ist ja noch nicht so klar, die Einschränkungen sind gefallen, jetzt braucht man die Maske nur mehr für den Friseur und für die Öffis, die Leute lassen sich auch nicht mehr einschränken, reisen herum, gehen demonstrieren und die Zahlen steigen infolge dessen wieder an und wir wären, wenn es Corona nicht gegeben hätte, jetzt eigentlich in Deutschland auf einer Rhein Main Fahrradtour, aber mit Maske fahre ich dort nicht herum, so haben wir das gelassen und es wird heuer wahrscheinlich auch ein besonderer Sommer werden, aber das Leben hole ich mir zurück und das Schreiben wahrscheinlich auch oder lasse es zumindestens nicht los.

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