Literaturgefluester

2021-12-22

Wie ein Hoffnungsschimmer in dunkler Winternacht

Filed under: Bücher — jancak @ 00:24
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Jetzt kommt schon Buch sechs der Weihnachtsromantikliebesbücher, schon oder erst, denn weil ich ja anders als geplant immer ein Weihnachtsbuch und dann ein anderes von meiner Liste lese, werde ich es bis Weihnachten oder Ende des Monats vielleicht doch nicht ganz schaffen. Macht ja nichts, wartet doch noch anderes auf mich und mit der Weihnachtsromantik ist es angesichts der aktuellen Ereignisse, kein Lockdown für Ungeimpfte am Weihnachtsabend, da darf man ausnahmsweise bis zehn Personen treffen, wie schön, aber wo bekomm ich die her?, das habe ich schon im letzten Jahr gefragt und hab das nicht geschafft und heuer treffe ich mit Sicherheit zwei Personen weniger, ist ja meine Schwiegermutter und die vierundzwanzig Stundenbetreuerin nicht mehr da, trotz Punsch, Kekse, Weihnachtsmandeln und Weihnachtsdekorationen ein wenig schwierig, obwohl ich mir ja geschworen habe, als Graf Schallenberg noch Bundeskanzler war, daß ich gemütliche Weihnachten haben werde. Also auf zu Buch sechs, da geht es nach Schottland (ganz ohne zwei G) wie schön, denn das gabs ja 2017, woraus die Geschichte stammt, noch nicht und da das erste Mal ins Krankenhausmilieu oder wieder doch nicht so ganz, denn im Prolog gehts mal in ein Hexenhäuschen, das heißt zu einer Wahrsagerin mit vielen Katzen, dahin wird Stationsschester Cassidy von ihren Freundinnen geschleppt, um sich die Zukunft vorhersagen zu lassen und die, gewissenhaft und streng, bleibt skeptisch, als ihr die Hexe sagt „Zu Weihnachten bist du Braut?“ Was soll das, so ein Blödsinn?

Also auf die Station zurück. Da war sie einige Zeit nicht, weil sie, glaube ich, ihre Alzheimer-Großmutter an ein Pflegeheim gewöhnen mußte. So ist sie erstaunt, dort einen tollen australischen Arzt zu finden und das ist ein Problem, obwohl es gleich von Anfang an knistert. Der Arzt namens seine Sachen in Cassidys Schwesternzimmer deponierte. Sie dann in einen Wäschewagen schmeißt und in den Lift schiebt. Uje, uje.

Dann wirds seriöser. Denn Cassidy schwört nie das geliebte Schottland zu verlassen. Rchtig, die Wahrsagerin hat noch prophezeit, daß der Bräutigam von weit herkommt und der hat auch ein Vorleben. Nämlich eine Tochter namens Melody. Das heißt, er hat sie nicht, denn die Mutter Alison ist vor zwei Jahren mit ihr ausgebüchst und seither verbraucht er sein ganzes Geld zwei Detektive und einen Rechtsanwalt zu engagieren, um nach ihr zu suchen.

So geht es hin und her und Cassidy ist auch noch eine Weihnachtsromantikerin. Brad natürlich nicht, trotzdem füllt er für sie einen Adventkalender und besonders spannend wirds, daß Cassidy zu ihrer Großmutter ins Krankenhaus gerufen wird, als der Anruf vom Detektiv kommt. Er hat Melody irgendwo in den USA gefunden. Er fliegt sofort dorthin, kann Cassidy, weil man im Krankenhaus ja das Handy ausschalten muß, nicht erreichen. Er kommt trotzdem zurück, die kleine Tochter blieb, glaube ich bei ihrer Mutter, wenn ich es richtig verstanden hat, führt Cassidy in ein einsames Kirchlein und die gesteht ihm dort, daß sie ihre Meinung geändert hat und ihm nach Australien folgen wird.

Und wieder mein Adventkalender, damits vielleicht doch gemütlicher wird ins Jahr 2015 zurückzugleiten:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22.

Das nächste offene Fenster wird dann am 23. 12. sein.

2021-12-11

Impfpflichtdemowochenende

Seit die Zahlen im Oktober glaube ich hochgingen und die Spitäler sich überfüllten haben sich die Ereignisse überschlagen. Zuerst kam der Dreistufenplan, der dann auf fünf Stufen ausgedehnt wurde, 3G am Arbeitsplatz, die Kanzler haben sich verändert, Kanzler Kurz , mußte da gegen ihn ermittelt wird zurücktreten und Neokanzler Schallenberg vorher Außenminister verkündete nachdem die 600 Betten Belegung auf den Intensivstation erreicht war, einen Lockdown für Ungeimpfte, verkündete, daß für diese Weihnachten ungemütlich, werden sollte, während für, die die alles richtig machten, nämlich sich zweimal impfen ließen, es keinen Lockwon mehr geben würde, weil es nur eine „Pandemie der Ungeimpften“ wäre, das stellte, sich bald heraus, schien nicht ganz zu stimmen, weil die Zahlen stiegen und stiegen und es so zu einem Disput zwischen Gesundheitsminister und Kanzler kam, der eine, sagte, eine nächtliche Ausgangssperre für alle kommt, der andere dementiere und wußte von nichts.

Der Lockdown für alle kam dann bald und damit, die nicht zu sauer wären, wurde auch eine Impfpflicht, die ab ersten Februar gelten soll beschlossen. Was im Gegensatz zum Freitesten, das zu Jahresbeginn glaube ich, problemlos angenommen wurde, zum Aufstand vor allem der FPÖ führte.

Obmann Kickl, der sich zu dieser Zeit noch in Quarantäne befand und Wiederstand mit seiner sogenannten „Wurmmittelempfehlung- Ivermectin“ auslöste, obwohl ich glaube, daß es wahrscheinlich ebenfalls nur bedingt zugelassen, gute Erfolge erzielte, begann Demonstrationen dagegen zu organisieren. Die erste war am zwanzigsten November, da waren wir in Harland, also nur per Stream angesehen, wie da Hundertausende über die Ringstraße zogen. Die Woche darauf war die Demo dann in St. Pölten, da waren wir in Wien und vorige Woche war wieder Wien an der Reihe und wir am Markt in St. Pölten mit der Doris Kloimstein, dabei habe ich ja von Anfang an dieser Pandemie, eifrig mitdemonstriert und gehöre glaube ich, im Gegensatz zu den meisten ,die jetzt demonstrieren, zu denen die schon früher auf Demos war, bei den Widerstandlesungen bei schwarz-blau I und Jennifer Klauniger, die berühmte Fahne zeriß, die, glaube ich, nicht wirklich eine Regenbogenfahne war, sondern ein angebliches Erkennungszeichen der Kinderschänder.

Ich, die an der Pandemie von Anfang an die Maßnahmen kritisierte, die ich für überzogen und unverhältnismäßig fand, war, glaube ich schon im Frühling 2020 sehr erstaunt, daß da die FPÖ demonstrierte und Martin Sellner während sich die Grünen und die Linken nicht daran zu stören schienen.

Das stimmt nicht ganz, war ich doch im Winter am Platz der Menschenrechte zweimal auf einer sogenannten Donnerstagsdemonstration und Hannes Hofbauer vom „Promedia Verlag“ hat sich auch einer Plattform für „Demokratie und Menschenrechte“ angeschlossen oder diese gegründet, da habe ich ja das Buch „Lockdown 2020″ gelesen.

2020 gab es eher kleinere Demonstrationen, wo Österreich-Fahnen geschwungen wurden, Frauen erklärten, daß es keine Viren gäbe und das Ganze einen eher rechten oder esoterischen Eindruck machte, was dann auch medial sofort verstärkt wurde.

„Das sind alles Schwurbler und Querdenker und die, die das Parlament stürmen wollen, Nazis und Terroristen und wer nicht zu denen gehört, darf da nicht hingehen, denn die Pandemie darf man nicht hinterfragen und nicht kritisch sein!“

Als dann im 2021 3G bzw. der grüne Impfpaß eingeführt wurde, hat sich das geändert, bzw. Herbert Kickl sich den Demos angenommen, eine wurde verboten, bzw fand sie online statt, bei den anderen wurde dann sehr viel registriert, die Teilnehmer in die Enge getrieben und die Demos aufgelöst.

Im Sommer, wo ich schon dachte, da kann ich nie mehr auf eine Demo gehen, denn eine Maske setzte ich nicht auf, hat sich das dann beruhigt und die Demo gegen die Kinderimpfung fand dann weitgehend ohne Masken und diesbezüglichen Kontrolltheater statt.

Andi Pianka hat mich dann auf die Kundgebung der „Ärzte gegen Kinderimpfung“ aufmerksam gemacht, wo ich statt aufs Volksstimmefest wo es mit meiner Lesung ja leider nicht geklappt hat, war und seit dem zwanzigsten November ziehen wieder tausende auf die Straße, wenn man die Videos sieht, sieht man junge, alte, konservative, linke Leute, zwar ein paar Österreich Fahnen, schaut man dann den Medien zu hört man „Das sind lauter Rechtsradikale und Schwurbler!“, was ich sehr sehr schade finde, daß da keine Diskussion stattfindet unddie Bevölkerung offenbar wirklich in zwei Teile gespaltet ist, in die Gesundheitsfanatiker und die Freiheitskämpfer, wie es der Psychiater Raphael Bonelli , dessen Videos ich gern sehe, nennt, die, die gegen eine Impfpflicht sind und die, die vor der Krankheit Angst haben.

Aber jetzt ist der Lockdown für alle bald zu Ende und man kann wieder geimpft oder genesen und mit FFP2-Masken, ins Restaurant, auf den Christkindlmarkt oder einkaufen gehen.

Der für die Ungeimpften geht offenbar bis in alle Ewigkeit weiter oder bis zum ersten Februar, wo dann die allgemeine Impfpflicht kommt. Da ist das Gesetz jetzt in die Begutachtung gegangen. Man bekommt am fünfzehnten März, wenn man nicht geimpft ist, alle drei Monate eine Strafverfügung über sechshundert Euro. Wenn man beruft, muß man bis dreitausendsechshundert Euro zahlen und Diskussionen über Beugehaft, etcetera gab es auch, beziehungsweise einen entsprechenden Gesetzentwurf.

Das ist jetzt weg vom Tisch. Dafür habe ich in den Nachrichten gehört, daß man, wenn man nicht geimpft ist und jemanden ansteckt eine Mordanklage bekommen kann und man kann auch aus seiner Wohnung geworfen werden, wenn die geimpften Bewohner nicht mit den Ungeimpften im selben Lift fahren wollen. Schlimm, schlimm, wieder sehr dystopisch und bei den Demos, wo da jetzt wirklich sehr viele Leute auf der Straße sind, gibt es wieder FFP2-Maskenpflicht und auch Gegendemonstrationen wo die sogenannte AntiFa dann den Weg absperren wollen und Rauchbomben werden, schlimm, schlimm, da sind wir wirklich weit gekommen.

Aber am zehnten Dezember wird nicht nur in Stockholm der „Nobelpreis“ verliehen, sondern auch „Tag der Menschenrechte“ und da fand von der schon erwähnten „Plattform für Demokratie und Grundrechte“ eine Demo gegen „Impfzwang und digitale Überwachung, Selbstbestimmung statt Elitenherrschaft“ statt. Es tut sich also auch etwas bei den Linken und da wir diesmal in Wien waren, bin ich natürlich hingegangen. Leider war es sehr kalt, so haben es der Alfred und ich nicht bis zum Ende ausgehalten, haben aber Maria Wölflingseder und Willi Langthaler, das ist wenn ich mich nicht irre der Sohn der Bruni und den Rechtsanwalt Michael Brunner von der MFG gehört, der sehr optimistisch war, daß die Impfpflicht nicht verfassungsmäßig ist, beziehungsweise seine Partei bei der nächsten Wahl zweistellig ins Parlament kommt und da ist, weil wir ja inzwischen schon wieder einen neuen Bundeskanzler haben, drei in einem Jahr und „Noch zwei bis drei, dann ist weihnachten schon da!“, hat Parteiobmann Herbert Kickl geätzt, der Ruf nach Neuwahlen auch sehr laut.

Christian Schubert, der Psychologe, der sich mit Psychoimmunität beschäftigt, hat, glaube ich, auch noch gesprochen, aber da war es schon zu kalt und das habe ich jetzt noch vergessen, auch eine Frau, die zum feministischen Systemwechsel aufrief.

Es tut sich also doch was und muß das wahrscheinlich auch, denn sonst kommen wir aus dieser Krise nie heraus, müßen uns alle drei oder vielleicht sogar zwei Monate mit einem Impfstoff behandeln lassen, der nicht länger wirkt, über keine sterile Immunität verfügt und auch immer nur bedingt zugelassen ist und müßen, wenn wir uns nicht impfen lassen, ewig im Lockdown bleiben, also in kein Cafe, in kein Kino gehen und auch nicht ins Ausland fahren.

Es gibt jetzt aber sehr viele Demonstrationen. Die nächste Große wird am Samstag, von der FPÖ veranstaltet, um zwöf am Heldenplatz stattfinden und dann über den Ring gehen. Andi Pianka hat mir geschrieben, daß auch die MFG etwas macht und wenn man den Meinungsumfragen so zuhört, hört man immer, daß das ganz bestimmt verboten gehört und sich die Ungeimpften ihre Krankenhausbehandlung selber zahlen müßen, daß sie auch den Führerschein verlieren und vom Wahlrecht ausgeschloßen werden sollen, habe ich auch schon gehört.

Also ganz ganz arg die Spaltung, obwohl sogar jetzt schon Kanzler Nehammer zur Versöhnung und zum Gespräch aufruft und am Samstag ist es dann zum Heldenplatz gegangen. Herbert Kickl hat da ja zur Großdemonstration aufgerufen und als ich auf den Ring gekommen bin, habe ich die Leute schon in Strömen, zum Teil wieder in die berühmten Österreichfahnen eingewickelt, hingehen gesehen.

Der Platz war dann schon sehr voll, ich habe mich eher hinter die Bühne gestellt und an die Hofburgmauer oder Pfeiler gelehnt, die inzwischen entlassene Ärztin Konstantina Rösch hat, glaube ich, als Erste gesprochen, dann kam Monika Donner und jemand von einem katholischen Verein und Michael Schnedlitz von der FPÖ und dann der Held der Stunde, Herbert Kickl, der sehr euphorisch zum Kampf für die Freiheit aufgerufen hat. Immer wieder sind Polizisten in Truppen aufmarschiert, tausend waren, glaube ich, eingesetzt, eine Österreichhymne und jemand, der fast allein die Bundeshymne und da leider nur von den Söhnen gesungen hat und dann ist es um den Ring gegangen.

Die FPÖ hatte einen Lastwagen von dem herunter Reden gesprochen wurden, Christian Hafenecker und eine junge Frau von einer Studentenintitaive habe ich gehört und mir am Würstlstand bei der Oper einen Glühwein gekauft, damit ich mich aufwärme, es war aber zum Glück ohnehin nicht sehr kalt und die haben, glaube ich, das Geschäft ihres Lebens gemacht, während die Restaurants noch geschlossen haben und in Wien erst am 20. Dezember wieder eröffnet werden.

Ich bin, glaube ich, noch nie zu Fuß den ganzen Ring gegangen, nur zweimal mit der Bim gefahren.

Jetzt habe ich es getan und es war gar nicht so weit, obwohl ich mehrmals dachte, das schaffe ich, aber spazieren ist gesund und wenn ich jetzt vielleicht mein Leben lang im Lockdown bleibe , dann muß ich, glaube ich, auf mich schauen, kein Übergewicht, Diabetes , etcetera bekommen und damit Risikopatientin werden, weil ja offenbar nicht so klar ist, ob ich dann behandelt werde.

Hin und wieder sind pyrotechnische Gegenstände geflogen, wie ich später bei OE 24 hörte, daß das so heißt, ich habe einmal gelben, einmal grünen Rauch gesehen und dann schon beim Schottentor gab es ein kleines Feuerwerk, auch sehr schön, weil dieses ja im vorigen Sylvester ausgefallen ist und es heuer wahrscheinlich wieder nicht gibt.

Beim FPÖ- Wagen haben sie etwas von einer kleinen Störung gesagt, weil es offenbar wieder Gegendemonstationen gab, die habe ich aber nicht gesehen, nur beim Ringturm, wo ja bei der Praterdemo das Gebäude offenbar gestürmt wurde, gab es eine Absperrung.

Die Polizei hat aber bald wieder durchgelassen. 44.000 Teilnehmer hat die FPÖ verkündet, daß die Polizei durchgegeben hat. Vermutlich waren es wieder mehr und besonders schön wurde es beim Rathausplatz. Da ist der Christkindlmarkt ja noch geschlossen, bzw. soll er morgen eröffnet werden und vor der Impfbox daneben stand wieder Polizei. Aber die war sowieso geschlossen. Beim Heldenplatz stand dann wieder sehr viel Polizei. Man konnte aber problemlos durch und nach Hause gehen. So habe ich die Abschlußkundgebung mit einer neuerlichen Kickl-Rede versäumt und jetzt höre ich gerade bei OE24, wie gewaltsam und rechtsextrem diese Demo wieder war.

Wo waren die und was haben die gesehen? Ich bin um den ganzen Ring marschiert, habe viele Menschen, darunter einige elegante ältere Frauen, Familien mit Kindern und auch junge Leute von denen die Mädchen Stöckelschuhe trugen, mit einer Frau, die mir erzählte, wie schlimm es ist, daß schon kleine Kinder geimpft werden sollen, habe ich mich auch unterhalten, sie hat mir alles Gute gewünscht und für mich, die ich ja in Wien nicht viel spazierengehen, war es wirklich, wie auch OE24 erwähnte, ein Event. Glühwein statt am Spittelberg am Ring trinken und durch die weihnachtliche Beleuchtung und die ist sehr schön, dem am noch geschlossenen Christkindlmarkt entlangspazieren, auch ein Adventvergnügen, wenn auch wenig verrückt, da man man am dritten Adventsamstag normalerweise die Geschäfte stürmt, Kekse backt und Punsch trinkt statt zu demonstrieren, aber schauen wir ob es was nützt, wir der Impfpflicht entkommen und die Pandemie ein positives Ende findet.

Und um auch meinen Beitrag zur Adventstimmung zu geben, verlinke ich wieder meinen Adventkalender mit den schon geöffneten Türchen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11, das nächste schon geöffnete Fenster wird dann am vierzehnten Dezember kommen.

2021-11-09

Wieder kein literarisches Geburtstagsfest

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 23:10
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Ich habe ja 1987 oder so begonnen zu meinem Geburtstag ein literarisches Geburtstagsfest ,zu veranstalten. Das heißt, ich habe meine Freunde eingeladen. So etwa fünfzig Einladungen ausgeschickt, cirka fünfundzwanzig Leute sind gekommen, habe aus meinen Texten gelesen und jeweils drei bis fünf andere Autoren zum Lesen eingeladen. Zuerst waren es die Arbeitskreisfrauen, die Elfriede Haslehner , die Bruni, vielleicht auch die Valerie Szabo, später die Ruth, die Hilde Schmölzer, der Rudi Lasselsberger, der Lidio Mosca–Bustamante, der Stephan Eibel Erzberg, etcetera, es hat einmal auch die Elfriede Gerstl gelesen und einmal die Cornelia Travnicek, habe am Anfang gebangt, das keine Leute kommen, aber es kamen immer welche und es war immer sehr schön.

Einige Male habe ich es ausgelassen, einmal so, einmal weil ich vorher mein Praxiseröffnungfest hatte und 2019 weil wir nach Basel fuhren und im Vorjahr war es nicht möglich wegen des Lockdown.

Da habe ich eine Zeitlang noch überlegt, ob ich nicht zehn bis fünfzehn Leute einladen soll, sieben bis zehn kommen dann und die Ruth und die Doris Kloimstein zum Lesen, aber dann war ja Kontaktbeschränkung, also nur ein Mittagessen mit der Ruth und der Hilde Schmölzer ,und heuer könnte ich glaube ich, trotz 2G ja ein paar Leute einladen, ich dürfte halt keinen Cluster bilden, aber da ich die meisten der Einzuladenden jetzt schon zwei Jahre nicht mehr gesehen habe und auch von einigen gehört habe mit Ungetimpften treffen wir uns nicht, habe ich das gar nicht erst angedacht und denke auch das war es jetzt mit dem Geburtstaglesungen, obwohl das ja eine gute Idee war und so etwas wie Hausmusik, aber ich habe es schon geschrieben Corona ist so etwas wie ein aus meiner „literarischen Karriere“, wo ich mich die letzten Jahre vielleicht wirklich ein wenig aufgedrängt habe Leute zu meinen Lesungen zu bekommen, was oft auch nicht nicht wirklich geklappt hat und so denke ich, es muß nicht sein und wenn ich nächstes Jahr, wenn überhaupt möglich, versuche da zwanzig Leute zusammenzukratzen, kommt vielleicht niemand, weil mein Kontakt derzeit hauptsächlich aus der Ruth und der Doris Kloimstein besteht und die werden auch zu meinen heurigen Geburtstagsfest kommen.

Früher hat mich der Alfred mit der Anna da ja auch zum Essen eingeladen. Geht auch auch nicht mehr. Im Vorjahr Lockdown, heuer 2G, aber kochen kann und darf man ja, also ein sehr privates Geburtstagsfest. Aber natürlich literarisch, denn erstens sind das ja schreibende Frauen, zweitens gibt es Bücher und da habe ich mir ja schon vor Wochen als man in St. Pölten den „Thalia“ noch ohne Maske betreten durfte vom Alfred Michael Köhlmeiers „Mitou“ gewünscht und Eva Menasses „Dunklelblum“, die Bücher liegen jetzt in Harland und werden noch nicht gelesen, weil sie nicht auf den Buchpreislisten standen. In Wien liegt auf dem Tischen im Schlafzimmer Elias Hirschl „Salonfähig“, weil es da um Kanzler Kurz oder die österreichische korrupte Gesellschaft gehen soll und dann Brandon Taylors „Real live“ weil er mich während der Frankfurter Buchmesse, fragte, ob ich ein Buch haben will und dann noch das „Virenregime“, da ist er zu einer Geschäftsauflösung gegangen und hat das Buch mitgebracht und gestern während ich mir in Ö1 die österreichische Buchpreisverleihung anhörte, ist er zu den „Wilden Worten“ gegangen, weil dort Margit Heumann wieder gelesen hat, die auch schon mal bei meinem literarischen Geburtstagsfest war und hat mir ihr neues Buch „Briefe wie diese “ mitgebracht.

Also Bücher, Bücher, Bücher. Ein paar Geburtstagsgutscheine von der „Grünen Erde“ gibt es auch immer und im Vorjahr, da ist die Anna mit der kleinen Lia, glaube ich, am Geburtstagstag gekommen und die Ruth und die Hilde Schmölzer , glaube ich, einen Tag früher gekommen und hat mir den dicken Dos Passos gebracht, der dann auf der Leipziger Buchpreisliste stand. Heuer kommt die Anna nicht und wir waren letzten Wochenende auch nicht in Harland, weil ich da immer Angst habe nicht ausreisen zu können. Also kein Gansl mit der Doris Kloimstein, die wir dort immer am Markt treffen und auch noch keine Bücher von der Anna.

Die Ruth hat mir schon gesagt, daß sie mir keine Bücher schenken wolle, weil ich schon so viele habe. Das hat die Anna früher auch gesagt und das stimmt ja auch, aber wenn schon kein Geburtstagsfest und keine live Buchpreisverleihung, was sich in den letzten Jahren immer irgendwie verlappte und „Nanowrimos“, wenn ich mitgeschrieben habe, meistens auch oder war ich da damit schon fertig und bin auf die „Buch Wien“ gegangen, das fällt heuer auch weg, obwohl sie morgen eröffnet wird und ich sogar zur Akkredtierung aufgefordert wurde, kann ich eine Bücherschranktour machen, habe ich, wie im Vorjahr gedacht und da einen großen Sack nach Hause geschleppt, wo ich noch nicht alles gelesen habe und heuer eine kurze Tour, denn es war ja die Ruth und die Doris eingeladen und der Alfred hat Tafelspitz gemacht.

Das war der Plan. Am Sonntag Gansl in Harland, am Dienstag Tafelspitz und wir laden dazu die Ruth ein. Aber die studiert ja Theologie, nimmt das sehr ernst und hat Vorlesung. Also nicht zum Mittag, sondern erst danach und wenn schon nicht in Harland, kann die Doris Kloimstein vielleich nach Wien kommen habe ich gedacht und sie eingeladen, weil ja ein Geburtstag etwas besonders ist.

Habe mir also nur eine zehn Uhr stunde eingeteilt und wollte dann die Kurztour bis zur Zieglergasse und zur Burggasse machen. Aber dann hat das Telefon geläutet. Die Christa, meine Hauptschulfreundin, die ich jetzt auch schon lange nicht gesehen habe, hat angerufen und zum Geburtstag gratuliert, die Ute hat aus Leipzig ein Mail geschrieben und die Zahui eine Geburtstagskarte und bin erst nach dem Mittagessen, Tafelspitz und Birnentorte vom Fruth, auf die Büchertour gegangen, die diesmal nicht so intensiv, wie die im Vorjahr war, aber zum Schweizer Buchpreis passend, den ich mir ja vor zwei Jahren life in Basel gegeben habe, passend ein Buch von dem Schweizer Autor Hans Manz und dann „Berner Blut“, die Anthologie zur „Criminale 2013“, wo aber auch Sabine Naber, Nina George und Roul Biltgen enthalten sind.

Von der Ruth gab es statt Bücher Wäsche, in Zeiten der Maskenpflicht in den Geschäften, passend und die Doris ,hat mir ein Buch, das ich zwar schon gelesen aber nicht in Printform habe, also das letzte deutsche Buchpreisbuch und es gab zwar keine Lesung, aber doch ein paar literarische Gespräche und natürlich wie auch anders Diskussionen über Corona, Schinken, Käse, Sturm und Wein und der 2G Geburtstag ist vorbei und was die Buch-Wien betrifft, die ja morgen eröffnet wird, kann ich noch eine Meldung aus dem heutigen Morgenjournal wiedergeben, nämlich, daß das Papier knapp ist, die die Verlage Schwierigkeiten bekommen, ihre Weihnachtsaufträge zu erfüllen, aber da habe ich ohnehin schon Weihnachtslektüre in meinem Badezimmer liegen.

2021-10-02

Schreib- und Wochenendbericht

„Was tut sich so?“ , könnten meine Leser fragen.

„Nicht sehr viel!“, wird meine Antwort lauten. Das heißt, das stimmt nicht ganz, denn Dienstag früh ist, was den Privatbereich betrifft, meine Schwiegermutter, die im Juli Neunundachtzig geworden ist und seit einigen Jahren von zwei Vierundzwanzigstunden-Betreuerinnen betreut wurde und die, das ist interessant seit Februar 2020 Blut im Harn hatte und seither war es nicht möglich einen Hausbesuch zu bekommen. Es kamen zwar regelmäßig Arzthelferinnen mit Handschuhen zur Blutabnahme und eine Menge Facharztuntersuchungen hat es auch gegeben. Dazwischen Ferndiagnosen und Medikamentenverschreibungen vom Hausarzt und am letzten Donnerstag hat sich der Alfred mit dem Hausarzt zerstritten, weil der keine Zeit trotz Vereinbarung zum Corona- Test und zur Blutabnahme hatte und am Montag war es auch unmöglich einen Hausbesuch zu bekommen und was das Skurrile an der Sache ist, daß die Rettung, die am Dienstagmorgen kam und keine Herztöne mehr feststellte nachher nur, um die Ecke fuhr, den Nachbarn dann zwar ins Krankenhaus fuhr, der dann dort verstorben ist und Hausbesuch hat es vorher auch keinen gegeben.

Denn die gibt es offensichtlich nicht mehr, weil die Hausärzte überfordert sind, obwohl ich ständig vom Ärztekammerpräsidenten, der ja Gebetsmühlenartig „Impfen, impfen, impfen!“, wiederholt. „Und wenn Sie Angst oder Sorgen haben, gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, der wird sie beraten!“, höre.

„Aha!“, könnte man jetzt denken. Wahrscheinlich haben sie deshalb keine Zeit.

Das Begräbnis wird also in zwei Wochen sein. Der Alfred ist jetzt viel in Harland und ich bin dieses Wochenende, in dem wir eigentlich endlich das Schlafzimmer ausmalen wollten, in Wien und was mache ich da?

In Wien sehr wenig,denn das habe ich schon geschrieben, daß ich da wenig aus dem Haus gehe, weil ich da nicht spazierengehe, sondern nur in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus zu Veranstaltungen gegangen bin. Das fällt jetzt weg, weil ich da nur von einem ins andere Zimmer oder vom Garten in die Wohnung gehe und was die Livestreams betrifft, gibt es die zwar noch im Literaturhaus, „Alte Schmiede“ und „Gesellschaft“, aber ich bin in der letzten Zeit öfter nicht hineingekommen, habe die Veranstaltung nicht gefunden oder sie ist ausgefallen und die Seite war gestört, etcetera.

„Macht ja nichts!“, könnte man sagen. Habe ich ohnehin genug zu lesen und dann sind auch die Buchpreislisten dazu gekommen. Die Bücher ebenfalls und ich plage mich gerade mit dem achten deutschen Buchpreisbuch herum und das ist erstens, der experimentelle Dath und zweitens wieder sehr dick.

Ansonsten gibt es in Wien seit dem ersten Oktober verschärfte Maßnahmen, die Zahlen sind zwar wieder stabil und die vierte Welle, wie das so heißt, im Plateau und die Intensivstationzahlen gehen jetzt auch langsam zurück. Aber man kann ja nicht wissen und die Grippe kommt bestimmt, weil die gab es nicht im letzten Jahr. Aber heuer sicher, weil wir ja keine Abwehrkräfte haben, damit umzugehen und die bösen Leute sich noch immer nicht impfen lassen wollen, so daß wir immer noch je nach dem, wie man zählt, sechzig oder siebzig Prozent Geimpfte haben. Es ist ja diesbezüglich immer alles zweideutig, also, daß man sich nicht wirklich auskennen kann und verwirrt zurückbleiben muß. Aber wir brauchen mindestens fünfundachtzig oder doch neunzig Prozent, wenn wir das, wie die Dänen haben, dann machen wir Freedomday. Aber die bösen Leute wollen das nicht und ich wäre dann auch skeptisch, ob dann nicht am nächsten Tag, die nächste Variante kommt, zu der man leider hundert Prozent oder darüber braucht!

Aber jetzt sind wir über sechzig Prozent und daher muß auch das 3G am Arbeitsplatz her, damit es die Ungeimpften noch unangenehmer haben und endlich nachgeben. Also in Wien ab ersten Oktober überall FFP2-Maske. Finde ich eigentlich gut, weil dann die Unterscheidung geimpft nicht geimpft wegfällt und Achtung Kritiker, mir wär das eigentlich egal, weil ich ohnehin nicht einkaufen gehe und sonst überall 21/2G, also geimpft, genesen oder PCR- Test und das tue ich auch nicht, weil ich nicht jeden meinen Impfnachweis zeigen will!

Aber trotzdem nicht glaube, daß ich dann unbedingt krank werde, wenn ich mich nicht impfen lasse, weil ich denke, daß ich eigenverantwortlich auf mich aufpassen kann und das auch tue und außerdem noch immer an die Abwehrkräfte glaube, obwohl ich auch da jetzt immer höre, daß es nicht stimmt, wenn der Herr Kickl sagt, daß man mit guter Luft und Vitaminen auch auf sich schauen könnte.

Natürlich kann und soll man das und kann dann trotzdem erkranken. Aber wahrscheinlich viel weniger, sowie das ja auch bei den Geimpften momentan so ist und ein skurriles Detail war auch die Unterstellung, daß sich der Herr Kickl heimlich impfen ließ. Nach meiner Menschenkenntnis nach hätte ich ihm ihm das nicht zugetraut und wenn, wäre es mir auch egal und würde nichts an meiner Einstellung verändern. Er hat sich aber Blut abnehmen lassen, um das Gegenteil zu beweisen, was ich beispielsweise nicht tun würde!

Da nehme ich lieber, was ich ja schon seit eindreiviertel Jahre tue, den Dauerlockdown in Kauf, fühle mich dabei, Achtung herhören, aber nicht ungemütlch und bin auch glücklicherweise in der Lage, mir das, weil schon in Pension und freiberuflich und mit einem Zweitwohnsitz zum Radfahren, leisten zu können. Denn Kaffee kann ich auch zu Hause trinken und kochen kann ich auch, weil ich das ja in der Straßergasse lernte, was aber meistens ohnehin der Alfred tut. Also geht es mir im Lockdown ganz gut, obwohl das Ganze schon irgendwie seltsam ist und man sich fragen könnte, wie man aus dieser Situation herauskommt?

Ohne Einstellungveränderung sicherlich nicht, obwohl es in Burgendland eine Impflotterie gibt und wenn sich bis November achtzig Prozent impfen lassen, kommt es zum Freedomday, da bin ich gespannt und der FPÖ hat die Antkörpertestaktion des Herrn Kicks offenbar doch nicht soviel geholfen, denn am letzten Sonntag gabs ja Wahlen in Oberösterreich und da kanditierte auch die MFG-Partei, die ich damals oder ihre Proponenten auf der Demo am Maria Thereien Platz kennenlernen konnte und die hat auf Anhieb sechs Prozent gewonnen, obwohl ich jetzt ständig höre, daß das alles Schwurbler sind, glaube ich nicht, sondern eher, daß Druck Gegendruck erzeugt und, daß sich das darin ausdrückte und in Graz gab es auch eine Wahl.

Da kanditierte MFG zwar nicht, aber dafür die KPÖ und die kanditierte dort nicht nur, sondern sitzt schon seit Jahren im Stadtrat und ist die zweitstärkste Partei, weil sehr sozial.

Die stärkste Partei ist natürlich die ÖVP oder sagen wir, sie war es, denn die KPÖ und die Frau Elke Kahr hat sie überholt und seither steht alles Kopf und spricht von „Stalingraz“ und den Stalin-Toten, aber die Frau Kahr und vorher der Herr Kaltenegger spenden immer einen Teil ihres Gehalts und schauen, daß die Bedürftigen Wohnungen bekommen und da hört man jetzt auch nichts sehr Schönes.

Denn es wird wahrscheinlich auch Pandemie bedingt oder durch die Maßnahmen erzeugt alles teurer. Der Strom soll das werden und neue Klimagesetze oder Steuern brauchen wir auch!

Also alles nicht sehr schön, obwohl der Herbst ist es gerade und ich sitze, wenn ich keine Stunden habe meistens auf der Terrasse und schreibe an meinen Corona-Texten. Mit dem „Seitengewitter“ bin ich im Rohtext fertig, das habe ich schon geschrieben. Das habe ich gerade das erste Mal durchkorrigiert. Jetzt kommt das Szene für Szene korrigieren und ich habe derzeit über einundsiebzig Seiten, dreiunddreißig Szenen, sind doch ein paar mehr geworden, als ich glaubte, als ich mein „Opus Magnum“ beschrieb und 37504 Worte.

Also zu kurz für ein Opus Magnum und wahrscheinlich auch für einen Roman und wieder ein Corona-Text ich kann und will nicht anders, weil mich dieses Thema sehr interessiert und da geht es um einen impfwütigen Vater und einen Buben, der das nicht will. Um einen Starvirologen, der die nicht Impfwilligen als Schwurbler beschimpft, aber einen Vater hat, der sich auch nicht impfen läßt und, um eine andere Impfgegnerin und Maskenverweigerin, die ihm im AKH fast umläuft und mit ihm am Karlsplatz einen Aperol Spritzer trinkt.

Da sind, wie meine Leser ahnen werden, einige autobiografische Elemente darin. Anderes ist erfunden und jetzt geht es an den Feinschliff und in einen hoffentlich schönen Herbst. Mit dem Lesen sollte ich mich auch ein bißchen anstrengen, obwohl es heuer keine „Buch-Wien“ geben wird und daher auch keine österreichische Buchpreisverleihung, obwohl ich da schon zum Akkreditieren aufgefordert wurde. Das Testzelt brauchen sie dort aber, glaube ich, gar nicht aufbauen, weil der PCR-Test,den man jetzt braucht, dauert ja einige Stunden, bis man ihn bekommt .

De Frankfurter-Messe, die, glaube ich, hybrid ablaufen wird, kann ich mir wahrscheinlich per Livestream ansehen, bei der „Buch- Wien“ geht das, glaube ich, aber nicht.

2021-08-14

Reduzierter Sommer

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:59
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Langsam wrd der Sommer zu Ende gehen, zwei bis dreiWochenenden werden noch übrig sein oder eigentlich nur noch zwei, weil derAlfred ja am Dreiundzwanzigsten wahrscheinlich mit dem Karli nach Albanien fahren wird und dann werde ich in Wien bleiben und es war,wenn man so sagen kann, ein schöner Sommer mit nur etwas Corona bedingter Reduktion,was vor allem die Sommerreihen in Wien betrifift. Die O-Töne waren ja möglich, Ungeimpft und ungetstet, wenn man sich einfach hinter das Gitter und neben die Security stellt und denen beim Schäkern zuschaut. Ein wenig verrückt, aber so geht es ja schon seit sechzehn Monaten. In Niederösterreich, wo man ja maskenlos in den Nonfeedhandel darf, ist die Reduktion weniger spürbahr. Also habe ich da eingekauft, was ich zu brauchen glubte. Eigentlich erstaunlich wenig, in Bad Radkersburg bei unseren steirischen Wochenenden ein paar Kleidungsstücke und dann ein bißchen was für den Bürobedarf in der Praxis.

Vor zwei Wochen war ich mit derAnna und der Lia in der Stadt un am Freitag zum ersten Mal wieder in Wilhelmsburg im Eikaufszentrum. Bisher habe ich da eher den Rastplatz bevorzugt und da meine Notizen gemacht. Aber der „Alte Frauen-Text“ ist ja geschrieben und muß nur noch korrigiert werden und das geht mehr oder weniger lustvoll dahin. Beim „Hager“ habe ich mir sogar einen Cappucchino von meinem Gutschein eingelöst und den dann maskenlos auf einer Bank statt im Gastgarten getrunken und beim „Pipa“ zwei Cremduschbäder eingekauft, die sogar im Sonderangeobt waren.

Am Montag wollte ich eigentlich ins Traisencenter, wo ich schon ein Jahr nicht war. Aber dann wollte der Alfred, daß ich mit ihm ins Fahrradgeschäft beim Bahnhof fahre, um dort einen Fahrradkorb zu kaufen, weil die Fahrradtaschen aus Worpswede, die er von seiner Deutschlandreise im vorigen Herbst mitgebracht hat, schon ein bißchen ramponiert war, weil sie in die Speichen gekommen ist. Da es es in der Früh eher kühl war, hatte ich mir Jeans und das blauweißgestreifte Leiberl aus Radkersburg angezogen und damit zu Mittag sehr geschwitzt. Da wir aber am Nachmittag nach Wien fuhren, wollte ich mich nicht uextra umziehen und bin so vom Balkon, weil der Computer in der Hitze auch nicht so gut gegangen ist, mit einem Häferl, Buch und Glas ins Haus gegangen. Glas und Häferl auf derHeizug abgestellt, derComputer ist mir dabei aus der Hand gerutscht und der ohnehin schon ramponierte Rahmen war dann komplett kapuutt.

Uuje, uje, einen Tag von der Arbeit unterbrochen und damit sehr irritiert, wollte ich ja mein Manuskirpt weiter korrigeren. Das habe ich dann mit der Hand getan und sogar Gefallen daran gefunden. Den Uli wird das zwar nicht rühren und die anderen auch nicht darauf reagieren, passt aber trotzdem vielleicht und am Dienstagabend hatte ich dann meinen Computer wieder zurück. Ich habe zwar inzwischen schon einen Neuen, auf den ich Corona bedingt auch etliche Monate gewartet habe, denn mein Alter ist schon seit einem Jahr mehr oder weniger kaputt und zwickt und zwackt an den verschiedensten Stellen. Aber da kenne ich mich noch nicht so aus. Der Alfred muß auch noch was hochladen. Also warten bis er vom Urlaub zurück ist und ich hatte inzwischen auch so einiges zu tun. Einige Bücher gelesen, einige Bogartikel geschrieben. Denn es kommen jetzt schon die Herbstneuerscheinungen und wenn dann am vierundzwanzigsten September, die neue deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird ist es besonders interessant.

Da habe ich ja schon vor einiger Zeit geschrieben, daß ich ebenfalls Corona bedingt gar nicht so genau weiß, was da draufstehen wird? Inzwischen denke ich, daß es eine Hand voll Bücher sein könnten, die ich schon gelesen oder noch auf meinen Regalen liegen habe. Den Benedikt Wells vielleicht, dann den Muschg, den Woelk, den Sven Regner muß ich noch lesen, den Georg Klein habe ich gerade angefangen. Ein Buch von der Natascha Wodin ist auch zu mir gekommen und wenn ich dann noch die Eva Menasse, den Norbert Gstrein und den Michael Köhlmeier hinzurechne bzw ein oder das andere spannende Debut, hätte ich schon ein paar Tips. Mal sehen, ich bin gespannt.

Aso noch dieses und das nächste Wochenende in Harlandverbringen. Diesen Montag ins Traisencenter fahren und da schauen, ob ich was einkaufen kann oder überhaupt wieder das Schoppen lernen. Hört man ja schon Gerüchte, weil die zahlen inzwischen wieder über tausend sind, daß die Maskenpflicht, die es ja in Wien ohnehin gibt, wieder kommen soll und vom Lockdown für Ungeimpfte hört man auch sehr stark. Denn da soll der impfdruck ja erhöht werden. Jeder soll sich impfen lassen. Im Bad, in der Krche, vom Gesundheitsminister, von Dr. Pogo von der Bierpartei. Ganz egal, vor oder nach der Disikothek, weil wir ja achtzig Prozent brauchen, um dem Delta Virus zu entgehen. Obwohl man auch schon hört, daß in Israel die Spitäler voll von den schon Geimpften sind und ich denke, man sollte es, wie der Bundeskanzler angekündigt hat, machen. Jeden eine Impfung zur Verfügung stellen, den Leuten sagen „Passt auf!“ und dann alle Maßnahmen fallen lassen, wie es ja England oder Dänemark schon tut.

Bei uns scheint das abernicht zu gehen, also wird gedroht und gedrängt und ich werde noch zwei Wochenende in St. Pölten haben, wo ja alles ein bißchen lockerer ist und die Zahlen trodzdem besser. Aber auf diese Zahlen sollte man vielleicht auch nicht so schauen, wenn man nicht krank wird, ist das ja egal und die Geimpften werden das angeblich ja nicht sehr stark. Die Kinder und die Jugendlichen, die noch nicht so geimpft sind, auch nicht. Auf der Rudolfhöhe ist der Urlaub zu Ende gegangen. Das Hauerfest in Wagram wird es wahrscheinlich nicht geben. Also noch zweimal Mark und dort nur einmal die Doris treffen, weil die auch auf Urlaub fährt. Die Ruth fährt jetzt nach Salzburg, nachher, wenn ich Strohwitw bin, will sie mich wieder einladen und das Volksstimmefest, wo ich noch immer nicht weiß, ob ich da lesen werde, kommt dann auch Ende August, Anfang september. Das kühle Zieglergasseferst scheint es am elften September wieder zu geben. Also ist doch etwas los und der Sommer doch nicht so reduziert, wie es scheinen könnte. Aber Sommerfrische in Harland war schon vor Corona etwas eintönig.

Wie es dann im Herbst mit den Zahlen und den Lockdowns weitergeht, weiß ich nicht. Vielleicht gibts wieder Demos oder Livestreams für den Literaturgeschmack, ansonsten werde ich mit dem Lesen ziemlich beschäftigt sein und mit dem Korrigieren, damit ich im Herbst vor oder pünktlich zum Nanowrimo was Neues anfangen kann.

2021-08-08

Geburtstagswochenende

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:00
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Am Montag hat der Alfred seinen sechsundsechzigsten Geburtstag, da habe ich ihn immer zum Essen eingeladen, wenn wir in Wien waren, sind wir ein paar Mal im „Nordpol“ gewesen, das ist ein tschechisches Lokal beim Augarten, das der Alfred gerne mag. Manchmal waren wir auch im Ausland, in der Schweiz, auf der Sechsländerreise, früher in italien oder auf der hohen Tatra. Im Vorjahr waren wir mit der Anna, dem Andreas und dem Baby beim „Vinzenz Pauli“, da gab es ja gerade die Corona-Lockerungen, wo das gut möglich war und am Sonntag macht der Alfred meist ein Grillfest. Mal ein Größeres, wie zum sechzigsten Geburtstag, meistens ein Kleineres, weil im August ja alle auf Urlaub und er auch zu spät die Leute eingeladen hat, so daß dann nur sehr wenige gekommen sind und heuer ist ja wegen der drei Gs alles anderes.

Da kann man ja eigentlich nur zur Radlerschenke oder zum Take away auf die Rudolfshöhe, aber die hat jetzt Urlaub und die Radlerschenke, wo man keinen Test braucht, hat am Montag Ruhetag. Also am Freitag, denn am Samstag ist ja Markt wo wir uns meistens mit der Doris Kloimstein treffen und da gibt es ja nur Würstl, aber da konnte die Anna nicht und hat den Markt vorgeschlagen.

„Du kannst ja ihm ja ein Kerzerl auf das Würstl stecken!“, hat sie ungerührt gemeint und ich habe mir gedacht, wir können ja beides machen. Markt mit oder ohne Würstl, aber dann hat der Alfred den Elektriker in Harland bestellt, der um zehn Uhr kommen sollte und wenn der um die drei Stunden braucht, wäre es mir zu spät zum Mittagessen gewesen. Also am Abend oder am Nachmittag und ich esse vorher was anderes.

Der Alfred hat am Donnerstag von einem Takeaway Ente und Rindfleisch geholt und, weil wir nicht soviel Reis essen „Einmal Reis!“, gesagt,was zur Folge hatte, weil der Reis dabei war, daß er mit drei Schüßeln nach Hause gekommen ist, mit denen wir dann auch, um sechs nach Harland gefahren sind, weil es am Donnerstag, wo ja die O Töne waren, den ganzen Tag geregnet hat. Bis ungefähr fünf Minuten bevor wir wegfahren wollten und schon alles eingepackt hatten.

„Es fängt gleich wieder an!“, hat derAlfred gemeint. Wir fuhren aber ins Blaue und in die Sonne und als ich dann um zehn vor acht auf der Facebookseite, der O- Töne, wo der Hanno Millesi gelesen hätte, nachschaute, stand „Der Wetterfrosch ist uns günstig! Wir machen es im Freien, zieht euch warm an!“

Also Shit und Scheiße, aber das Buch das vorgestellt wurde, habe ich ohnehin schon gelesen. Nur die Debutantin war mir eher unbekannt und der Elektriker ist am Freitag dann auch nicht gekommen. Als ich um zwölf den Reis mit Sojasauce machen wollte, hat ihn der Alfred angerufen und wir sind losgeradelt.

Schnitzelsemmel, Kartoffelwedges, Grillkottelet und zum Nachtisch Eiscafe. Einmal ein etwas anderes Geburtstagsessen. Aber es blieb ja noch der Samstag mit dem Markt. Da hat es vorige Woche ein Marktfest mit Halloumi, Lungenbratenspieß und Cevapcici gegeben. Diesmal nur das Übliche. Aber am Uhudler-Stand Himbersturm. Da habe ich eine Flasche gekauft. Leider hat mir der nicht so nette Standler keine Gläser mitgegeben, wie das eigentlich so üblich ist. Also haben wir uns Becher beim Kaffeestand geholt und Mehlspeisen habe ich auch noch besorgt. Dazwischen gab es die üblichen Würstln. Der Alfred hat sich einen Burger geholt und die Anna Hendl.

Die Doris Kloimstein hat das Kerzerl mitgebracht und wir haben uns den Tisch in den Schatten geschoben, wo das Baby lustig herumgelaufen ist.

Am Sonntag gibt esdann den Grill mit ohne oder wenig Gäste. Die Doris kommt und wahrscheinlich auch das Baby und die Doris hat mir auch wieder ein paar schöne Bücher mitgebracht. Einen Gedichband von Gerhard Ruiss „lieber, lebste, liebes, liebstes“, den hat er, glaube ich, zu seinen siebzigsten Geburtstag im Literaturhaus vorgestellt. Also könnte man dem Alfred ein paar Liebesgedichte darauf vortragen, die kleine Lia kräht schon eifrig „Happy Birthday to you“ und dann das „Podium“ über die „Siebzigerjahre“ Da habe ich, glaube ich, auch den Livestream gesehen. Anna Felnhofer, die am Donnerstag im MQ gelesen hat, hat einen Text darin und Peter Paul Wiplinger von dem ich ja vor kurzem einige Gedichtbände gelesen habe, Luis Stabauer, Gerhard Jaschke, Barbara Neuwirth, die damals moderierte und und und und im Rezensionsteil, das ist interessant, gibt es eine Rezension von der Doris, also kann ich zwischen den Geburtstagsfeiern mein literarisches Wissen, das ich vielleicht durch 3G versäume, ein bißchen aufholen.

Aber stimmt ja nicht, es ist ja Sommer, da versäume ich dadurch nur die Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl und die des Podiums im Cafe Prückl. Aber die ist wenn ich mich nicht irre, ohnehin nur im Juli gewesen, die O-Töne habe ich, weil ich nicht geglaubt habe, daß es zu regnen aufhört, bzw., der Alfred mir nicht geblieben wäre und ich gedacht habe, wenn sie doch nicht im Freien machen, ist er mir sauer. Aber da wäre wieder 3G schuld daran geesen und ich ein Corona-Opfer und Geburtagsfeiern kann ma,nwie man sieht auch so und lesen natürlich denn da habe ich ja noch einiges von meinen Altlasten aufzuholen, bevor am 24.8. die neue deutsche Buchpreisliste verkündet wird und jetzt kann ich auch noch Dank Doris auch noch die Literatur von zwei von mir gestreamten Veranstaltungen dazulesen und der Doris habe ich dafür einen Alfred Polgar aus einem der Bücherschränke gefischt.

2020-12-08

Kulturbelebung des Ballhausplatzes

Wir befinden uns derzeit ja im Lockdown light, also die Geschäfte und die Friseure haben aufgesperrt, die Lokale sind noch bis Jänner zu und Kulturveranstaltungen, außer Museums und Bibliothekbesuche gibt es auch nicht. Die „Alte Schmiede“, das Literaturhaus und die „Gesellschaft“ haben oder bieten noch vereinzelt Veranstaltungen über Livestream an und da ich ja mit Maske zu keinen Veranstaltungen gehe, habe ich das Angebot in der letzten Zeit auch sehr genützt und bin auf diese Art und Weise sogar bis Berlin oder Salzburg gekommen, der Direktkontakt fehlt natürlich und das habe ich schon im April geschrieben, daß ich fürchte, daß dieser Lockdown auch mein literarischer Abgesang ist, so hatte ich in diesem Jahr keine einzige Lesung, Geburtstagsfest gab es keines und zu dem Skriptorium wo mich die Doris Kloimstein eingeladen hat, habe ich aus den oben genannten Gründen selber abgesagt.

Geschrieben habe ich dagegen so viel wie nie, drei Bücher sind in diesem jahr erschienen, drei Corona-Texte habe ich geschrieben und gelesen habe ich auch sehr viel. Sämtliche Buchpreislisen und dann auch noch das Zwischendurch, also kann ich mich eigentlich nicht beklagen. Auf einigen Kulturdemos war ich auch. Aber da sitze ich ja auch zwischen den Stühlen, weil ich ja kaum oder keine literarischen Einnahmen habe und daher auch keinen Verdienstentgang, den haben die Künstler, die wegen dem Virus nicht auftreten dürfen mehr als ich und weil Künstler auch sehr kreativ sind, hat mir der Alfred, der sich ja derzeit sehr mit dem Vladimir Vertlib wegen der Corona-Frage matscht, ein Mail, beziehungsweise eine Einladung zur „Kulturverliebtheit am Ballhausplatz“ geschickt und das ist etwas für mich, da ich mich ja, weil ich mit Maske nirgendwohin gehe mich ja schon monatelang im Lockdown befinde und eigentlich nur aus dem Haus gehe, wenn ich auf die Bank muß oder in Harland radfahren, ja vorige Woche war ich mit dem Alfred am Graben, habe dort die Ruth getroffen und mit ihr, weil man das da noch durfte, Punsch getrunken, in schönen Abstand von der Verkaufsstelle und auch untereinander und die Doris Kloimstein habe ich am Samstag in St. Pölten auch auf dem Markt getroffen und ihr das „Frühlingserwachen“ übergeben, damit sie mich mal mit Maske sieht, aber sonst fehlen die Kulturkontakte wahrscheinlich schon ein bißchen, eine Livestreamveranstaltung ist da kein Ersatz, weil die persönliche Begegnung wegfällt, obwohl es bei mir mit der ohnehin nicht so weit her ist, aber immerhin eine spannende Idee, sich da am Feiertag eine Stunde auf den Ballhausplatz zu stellen und da den Gedichten anderer zuzuhören und das ist sich auch schön ausgegangen, weil mir knapp vor drei von Harland zurückgekommen sind, da habe ich für alle Fälle das „Frühlingserwachen“ eingepackt, mich dann aber doch nicht getraut zu fragen, ob ich daraus lesen kann. Das ist auch ein bißchen meinProblem, daß ich da eher schüchtern bin und ich bin auch zu spät gekommen, habe also, als ich den Ballhausplatz erreichte, wo ich im letzten halben Jahr ja dreimal auf einer Demo war, gerade Applaus gehört und dann spielten zwei Leute glaube ich auf der Geige. Gerhard Ruiss habe ich stehen gesehen und etwa zwanzig oder fünundzwanzig zum Teil maskierte Personen und eigentlich keine Bekannte. Aber mit Maske erkennt man auch schlecht. Danach ist Susanne Scholl gekommen und hat drei Gedichte gelesen. Eine junge Frau hat eines aus einem dicken Buch von Rilke vorgetragen. Es standen auch vorwiegend Gedichte am Programm, also hätte ich mit meinerProsaerzählung ohnehin passen müßen, obwohl sich ja ein Gedicht von Richard Weihs darin befindet, das Buch mit den Corona-Gedichten ist ja noch nicht fertig. Dann kam wieder eine Musikeinlage, nämlich zu der Melodie von „Stille Nacht“ etwa „Stille Kunst“ mit Blick und Fingerzeig auf das Bundeskanzleramt von dem natürlich niemand Anteil nahm.Eine junge Frau hat ein Lied von einem Weihnachtsmann mit Burn-out gesungen und dann noch ein Gedicht mit ihren Lockdownerlebnissen vorgetragen.

Es war also schon ein bißchen weihnachtlich am Ballhausplatz und kalt auch, aber eine gute Idee, wenn es schon nicht in den Säen geht, seine Kunst im Freien zu präsentieren. Ein Beethoven-Stück gab es auch noch, denn heuer ist ja ein Beethovenjahr, was in dem ganzen Corona-Gedöns höchstwahrscheinlich ein wenig untergegangen ist und ich habe auch etwas Literarisches zu vermelden, nämlich gestern sowohl ein Mail von Vea Kaiser als auch von Günter Kaindlsdorfer bekommen, denn die sind jetzt auch in der „Ohrenschmaus- Jury“ und da werden jetzt die Texte ausgeschickt. Der Preis wurde ja verschoben und wird erst im März verliehen, dafür, weil die Teilnehmer offenbar auch ein wenig deprimiert und entmutigt wurden, gibt es einen neuen Schokoladenpreis zum Thema „Mut“.

Da gab es ja schon so was Ähnliches vor kurzem, wo man nochmals einreichen kann und zwei Bücher für das Shortlist-Debut haben mich in Wien auch erwartet, als wir von Harland zurückgekommen sind. Da werde ich ja jetzt gerade mit der Deutschen- und der Schweizer, sowie der österreichischen Liste fertig, kann mich dann noch ein bißchen durch Corona-Literatur, die ich ja auch sehr spannend finde, lesen, bis die Bloggerdebutjshortlistbücher an die Reihe kommen und zweimal Texte durchsehen kann ich neben dem Korrigieren meines dritten Corona-Textes auch, es ist also doch schon etwas los.

2020-03-12

Preise der Leipziger Buchmesse, Selfpublisherinterview und Corona-News

Der Preis oder die Preise der „Leipziger Buchmesse“, denn da gibt es ja die Kategorien „Sachbuch“, „Übersetzung“ und „Belletristik“, werden üblicherweise, am Donnerstag, dem ersten Messetag, also eigentlich heute, um sechszehn Uhr in der Glashalle vor Publikum vergeben.

Die Halle ist abgesperrt, hinein kann man nur mit Einladung oder mit Presseausweis und dann gibt es Sekt und Brezeln,  kann aber draußen herumstehen und zuhören,  laut übertragen wird es auch.

Aber heuer ist ja alles wegen dieses Carona-Virus, das sich rasant ausbreitet, anders, die Messe wurde vor einer guten Woche abgesagt und anders ist auch, daß ich mich das erste Mal für den Preis besonders interessierte, also die Bücher angefragt, sie lesen und darüber bloggen wollte.

Das heißt, ich habe zuerst, die Belletristikschiene, die mich ja besonders interessiert, dann die Übersetzungen und zuletzt von den Sachbüchern, die Biografie über Ivo Andric angefragt und acht Bücher bereits bekommen, auf eines warte ich noch, drei habe ich schon gelesen, beim Charles Baudelaire bin ich gerade dabei, es waren ja einige sehr umfangreiche Schinken und als die Messeabsage kam, kam damit zugleich die Frage, wie, wann und wo, der Preis der vergeben oder verkündet werden würde und bald die Antwort, daß das am Donnerstag um 9. 30 die Preisgeber bekannt gegeben werden und das ist jetzt geschehen.

Der Belletristikpreisträger ist also Lutz Sailer mit seinem „Stern 111“, ein Buch das „Suhrkamp“ mir versprochen hat, aber noch zu mir kommen muß.

Dafür werde ich die beste Übersetzung, nämlich die von Pieke Bierman von „Oreo“ von der afroamerikanischen Autorin Fran Ross lesen, sobald ich mit dem Charles Baudelaire fertig bin und das Sachbuch habe ich nicht bestellt, wäre aber angesichts derzeitgen <lage sicher auch sehr interessant, nämlich Bettina Hitzer „Krebs fühlen – eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“.

Das ließe sich sicher auf das Corona Virus, das derzeit alle Gemüter erregt und schuld daran ist, daß es derzeit nur ein „Leipzig vurtell“ gibt, sicher ausdehnen, aber bei mir ging es dann sowohl emotional, als auch literarisch weiter.

Hatte ich doch um Zehn ein Interview mit einer Studentin, die ihre Dissertation zum Thema „Autorenschaftskonzepte im Literaturbetrieb der Gegenwart“, schreibt und sich dabei auch für das „Selfpublishing“ interessiert.

Wow, ich wußte gar nicht, daß es das schon  gibt, denn ich erlebe ja noch immer, obwohl ja, wie ich immer schreibe in Leipzig und Frankfurt, die Selfpublisher schon ganze Hallen füllen, aber in Wien nennt man das ja noch immer „Eigenverlag“ und setzt ein „Wollen wir nicht!“, hinzu.

Also kann das vielleicht helfen und auf jedenfalls vielleicht die Grundlage für meinen nächsten diesbezüglichen Antrag bei der nächsten GV der IG- Autoren stellen.

Aso war ich an diesem „Ersten Messetag“ sehr beschäftigt, an dem ich ja eigentlich von halb elf bis halb zwölf, eine Einladung  zur „Präsentation des Lesekompass“ hatte.

Da habe ich inzwischen auch schon die diesbezüglichen Informationen bekommen und das Programm des „Österreichs-Cafes“ und das des „Blauen Sofas“, habe ich mir ja auch ausgedruckt. Da hätte ja um halb eins Peter Veran sein „Plädoyer für einen Märtyrer“ halten sollen.

Um vier wäre eben die Bekanntgabe der Preisträger in der Glashalle gewesen und, um fünf der offizielle Empfang oder Umtrunk im Österreich- Cafe.

Das entfällt alles und wäre wohl auch nicht so erfreulich, überschlagen sich ja derzeit bei uns die Corona-Meldungen. Die Schulen werden geschloßen und den ersten Toten gibt es auch schon zu vermelden.

Was die Vorsicht oder die allgemeine Panik wahrscheinlich noch ein Stückchen  anwachsen läßt, denn da gibt es  seit Dienstag sogenannte Notverordnungen, also keine Veranstaltungen über hundert Personen.

Da würden üblicherweise sowohl das Literaturhaus, als auch die „Alte Schmiede“ und die „Gesellschaft für Literatur“ nicht darunter fallen.

Das Literaturhaus hat den Poetry Slam am Freitag abgesagt. Da wären wahrscheinlich mehr Leute gekommen.

In der „AS“ und in der „Gesellschaft“ waren oder sind noch bis jetzt die Pforten offen und ich war am Dienstag auch in der Herrengasse, wollte mich  aber nicht in eine Namensliste eintragen, obwohl mich dort wahrscheinlich ohnehin jeder kennt und für heute beim „Hörspielfestival“ in der „AS“ bin ich mir nicht sicher, ob ich hingehen soll, weil man sich ja wahrscheinlich auch anstecken oder das Virus weitergeben kann, wenn sich weniger als hundert Personen im Raum befinden.

Vielleicht also doch eine Lesequarantäne, beziehungsweise ein „Leipzig im Zimmer“ oder „Leipzig virtuell“.

Da macht ja am Samststag „MRD-Kultur und ARD“ einen intensiven Online Tag und Karin Peschka, die am Samstag um halb drei im Österreich-Cafe lesen hätte sollen, verlegte die Lesung auf ihren You Tube-Kanal und lud  auch die anderen Autoren dazu ein.

Der „Falter-Bücherfrühling“ ist auch zu mir gekommen, also vielleicht ein „Leipzig im Zimmer“ mit einer Lesequarantäne und da habe ich obwohl Lutz Seilers Siegerbuch noch nicht zu mir gekommen ist, noch einiges zu lesen, den neuen Ingo Schulze vielleicht, der ja auch auf der Belletristik-Liste gestanden ist, also um fünf oder um sechs oder sieben, da ich zu dieser Zeit eine Stunde habe, das Glas Wein erheben, auf die Sieger anstoßen und hoffe, daß das Virus gut an uns vorüberzieht, eine demensprechende Glosse wird es bei mir auch bald geben.

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